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Bereits drei Wächterhäuser konnten bislang „entlassen“ und eine langfristige Belebung des Hauses sichergestellt werden. Eines davon ist das Haus Demmeringstraße 21, dessen Fassade inzwischen durch den in Südamerika lebenden Eigentümer saniert wurde. Die Gestattungsvereinbarungen wurden in normale Mietverträge umgewandelt und alle Nutzer können unter günstigen Mietbedingungen im Haus bleiben.

zur Gentrifizierung eines Viertels beizutragen, ist weitgehend unbegründet, da es in fast allen Stadtteilen ein sehr hohes Angebot an Wohnungen und Geschäftslokalen gibt, das die Nachfrage weit übersteigt. Wie funktioniert ein Wächterhaus konkret? Ein leerstehendes Objekt eignet sich besonders dann zum Wächterhaus, wenn es sich in einem noch nutzbaren Zustand befindet aber noch nicht saniert wurde und wenn es zudem architektonisch wertvoll ist oder sogar unter Denkmalschutz steht. Häufig sind es Häuser in Stadterneuerungsgebieten, deren weiterer Verfall und zukünftiger Abbruch für das städtebauliche Ensemble besonders bedauernswert wäre.

Foto: HausHalten e.V.

Kann ein Gebäude durch Überzeugung der Eigentümerschaft als Wächterhaus gewonnen werden, wird zwischen den BesitzerInnen und HausHalten eine Gestattungsvereinbarung abgeschlossen, die auf fünf Jahre befristet ist. Der Vorteil für die Nutzer besteht darin, dass sie sehr günstige Nutzungskonditionen (keine Miete, aber Betriebskosten) bei allerdings sehr geringem Standard erhalten. Sie verpflichten sich dazu, das Gebäude vor dem weiterem Verfall

DOKUMENTATION 2011

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Dokumentation der Leerstandskonferenz 2011  

Leerstand ist mehr als das Aussterben der Ortskerne landauf, landab. Von Verfall und Unternutzung betroffen sind ebenso brachliegende Höfe,...

Dokumentation der Leerstandskonferenz 2011  

Leerstand ist mehr als das Aussterben der Ortskerne landauf, landab. Von Verfall und Unternutzung betroffen sind ebenso brachliegende Höfe,...

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