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SONNTAG in

FRANKEN Nr. 20 - 2. Jahrgang

Sonntag, 16. Mai 2010

Auflage: 95.066

M Landflucht: Bayreuth verliert manchen Bürger – Seite 4 M Eishockey-Team bringt die Russen ins Schwitzen (Foto) – Seite 14 M HaSpo Bayreuth Vizemeister – Seite 17 M Gutes Benehmen ist gefragter denn je – Seiten 20/21 M „Dirty Harry“ wird 80 – Seite 32

Nach der Meisterschaft nun auch der Pokal – 4:0 gegen Werder Bremen

Die nächste für die

Trophäe Bayern

Jubel über den klaren Sieg bei (vorn, v. l.) Altintop, Ribéry, van Bommel und Robben.

Bericht auf Seite 11

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WIR VON HIER

Sonntag, 16. Mai 2010

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Einschreiben

Verhältnismäßig mäßig Bundeskanzlerin Angela Merkel hat auf dem Ökumenischen Kirchentag harte Sparmaßnahmen angekündigt. Deutschland habe seit vielen Jahrzehnten über seine Verhältnisse gelebt, sagte sie, vieles müsse auf den Prüfstand. In den kommenden Wochen werde sich der Zusammenhalt der Gesellschaft zeigen, sagte die CDU-Politikerin in

München zum Thema „Hoffnung in Zeiten der Verunsicherung“. Sie sind 50 Jahre und älter und gehören zur Gruppe der Langzeitarbeitslosen? Sie sind Alleinerziehend und suchen dringend einen Krippenplatz? Sie gehören zum Millionen-Heer derer, die als Gebäudereiniger, Friseur oder Verkäufer weniger verdienen als den von den

Gewerkschaften geforderten Mindestlohn in Höhe von 8,50 Euro pro Stunde? Sie gehören zu den Schulabgängern, die auch ein zweites Jahr in Warteschleifen (durch)drehen? Oder gehören Sie vielleicht zu den vielen jungen Menschen, die nach Ausbildung oder Studium mit befristeten Arbeitsverträgen bei ge-

ringen Einstiegsvergütungen ihr Leben aufbauen sollen? Ganz sicher würden Sie alle gern mal über Ihre Verhältnisse leben, oder? Daraus wird wohl nichts. Sie können allerdings ganz sicher sein, dass bei Ihnen nicht gespart wird – wenn sich endlich der Zusammenhalt der Gesellschaft zeigt. M Harald Ritter

Das Sonntagswetter in der Region N W

Kulmbach

4

O

S

14 ° 3°

Bischofsgrün

11 ° 4°

WETTER

14 ° 3°

Am Montag ist es in der Region bewölkt und es fällt vereinzelt Regen. Nächtliche Tiefsttemperaturen liegen zwischen 4 und 8 Grad, die Höchstwerte bei 15 Grad. Dienstag ist es teils sonnig, teils bewölkt und es gibt einzelne Schauer. Nachts zwischen 4 und 6 Grad, tagsüber Werte nicht über 13 Grad. Mittwoch bis Donnerstag überwiegen meist die Wolken und es fällt zeitweise schauerartiger Regen. Tiefstwerte zwischen 5 und 7 Grad, Höchsttemperaturen am Mittwoch 10 bis 16, am Donnerstag bis 15 Grad. Es soll wärmer werden.

Wetterbedingte Beschwerden halten sich in Grenzen. Man startet nach angenehmer Nacht ausgeruht in den Tag. Aufgrund der Wetterlage ist kaum mit Pollenflug zu rechnen.

13 ° 3°

Hollfeld

M Vorhersage

M Biowetter

Bayreuth

Pegnitz

Speichersdorf

13 ° 3°

12 ° 3°

Die nächsten Tage in Bayreuth Montag

15 ° 4°

Dienstag

13 ° 6°

Mittwoch

10 ° 5°

Donnerstag

15 ° 7°


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NACHRICHTEN

Sonntag, 16. Mai 2010

Was ist noch bezahlbar, was nicht?

Die Sparkasse brennt Die Bürger müssen sich wegen der Euro-Krise und sinkender Steuereinnahmen auf tiefe Einschnitte einstellen – unklar ist, in welchen Bereichen. Die Debatte über die richtigen Prioritäten beim angekündigten scharfen Sparkurs der Regierung ist voll entbrannt. Auch Steuererhöhungen werden nicht mehr ausgeschlossen.

H

essens Ministerpräsident Roland Koch (CDU) sagte dem „Spiegel“: „Wir können Steuererhöhungen nur vermeiden, wenn wir die staatlichen Ausgaben entsprechend den Vorgaben der Schuldenbremse senken.“ Im Streit mit Kanzlerin Angela Merkel (Foto) um Sparmaßnahmen bei der Bildung legte er nach: „Gespart werden muss auch hier.“ Das Versprechen, ab 2015 rund 13 Milliarden Euro jährlich für Bildung auszugeben, müsse wegen der Wirtschaftskrise abgeschwächt werden. „So schwer es fällt, wir werden das Ziel für Bildung verschieben müssen.“ Denkbar

seien zudem Kürzungen bei den Beschäftigungsmaßnahmen für Arbeitslose, den Steinkohlehilfen und den Subventionen für den öffentlichen Personennahverkehr, sagte Koch. Er sprach sich für eine „differenzierte Rasenmäher-Methode“ nach dem Vorbild der Koch-Steinbrück-Liste aus. Koch und der damalige nordrhein-westfälische Ministerpräsident und spätere Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) hatten 2003 eine lange Liste zum Subventionsabbau erarbeitet, die teilweise umgesetzt wurde. Merkel sagte der „Süddeutschen Zeitung“: „Es wird natürlich harte Fragen geben, wo wir sparen.“ Am Freitag hatte sie erklärt, auf den Prüfstand müssten etwa die Förderprogramme für Arbeitslose. Auch Subventionen müssten überprüft werden. Mit Blick auf Koch, der Einschnitte bei Bildung, Forschung und Kinderbetreuung verlangt hatte, sagte die Kanzlerin der SZ: „Wir haben immer gesagt: Der Schwerpunkt für Deutschlands Zukunftsfähigkeit liegt bei Bildung und Forschung.“ Sie halte auch nichts davon, die Betreuung der Unter-Drei-Jährigen infrage zu

Die Linke wählt Lötzsch und Ernst

Casino schließen

G

esine Lötzsch und Klaus Ernst sind neue Vorsitzende der Linkspartei. Die beiden stellvertretenden Bundestagsfraktionsvorsitzenden wurden gestern am frühen Abend auf dem Parteitag in Rostock zu Nachfolgern von Oskar Lafontaine und Lothar Bisky gewählt. Ernst erhielt 74,9 Prozent, Lötzsch 92,8 Prozent der abgegebenen Stimmen. Ernst ist Gewerkschafter in Bayern, Lötzsch stammt aus OstBerlin. Beide nahmen die Wahl an. Ernst (Foto) betonte bei seiner

Bewerbung, eine starke Linke sei nötiger denn je. Mit Blick auf die Finanzspekulationen sagte er: „Wir sind die einzige Partei, die das Casino wirklich schließen will. Den Zockern an den Börsen muss es an den Kragen gehen, nicht den Menschen.“ Ernst forderte seine Partei zur Geschlossenheit und Solidarität mit der Führungsmannschaft auf. Bei Angriffen auf führende Personen sei immer die Partei gemeint, begründete Ernst seinen Appell. M red

stellen. Wenn Prioritäten diskutiert würden, könne jeder in der Partei seine Meinung sagen. „In der Umsetzung ist es dann Aufgabe der Bundesregierung, den Bundeshaushalt aufzustellen.“ Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer äußerte sich verärgert über die Sparvorschläge Kochs. Es könne nicht jeder mit irgendwelchen Sparvorschlägen vorpreschen. Das müsse abgestimmt sein.

Liste der Grausamkeiten Die „Koch-Steinbrück-Liste“ vom September 2003 sah in drei Jahren Kürzungen von insgesamt 15,8 Milliarden Euro vor. Große Teile der Liste wurden Ende 2003 nach einem langen Vermittlungsverfahren von Union und SPD ins Gesetzblatt gebracht. Viele Steuer-Privilegien wurden in einem Schritt reduziert, andere verteilt über mehrere Jahre. Zu den gekürzten Steuervergünstigungen gehörten die Eigenheimzulage, die Pendlerpauschale, der Sparerfreibetrag und der Arbeitnehmer-

pauschbetrag. Nicht aufgenommen in die Liste waren der Abbau der Steuerfreiheit für Zuschläge auf Feiertags, Sonntags- und Nachtarbeit sowie Ausnahmeregelungen zur Entlastung des produzierenden Gewerbes von der Ökosteuer. Die Finanzhilfen betrafen unter anderem Zuschüsse für den Schienenverkehr, Werften, Landwirtschaft und Fischerei. Koch hatte im vergangenen Januar in einem Interview gesagt, der größte Subventionsblock beim Bund sei inzwischen die Strompreisverbilligung für die Industrie. Der Staat verzichte bei ihr auf die Ökosteuer, die andere Unternehmen und der normale Bürger zahlen. Das Problem sei aber, dass man beim Subventionsabbau heute nicht mehr irgendwelche Randgruppen treffe, sondern schnell die produzierende Wirtschaft. M red (Kommentar auf Seite 2)

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WIR VON HIER

Sonntag, 16. Mai 2010

Seite 4

Stadtflucht

Bauernhöfe im Trend

Und tschüss!

Urlaub auf dem Land

„Familien sollen sich bei uns wohlfühlen“ – mit diesem Motto wirbt Bayreuth um neue Bürger. Doch nach den aktuellen Zahlen von 2008 verlor die Stadt binnen Jahresfrist 0,8 Prozent an Familienmitgliedern. Das sind 256 Personen.

Z

u dieser Kategorie gehören laut Statistischem Landesamt Kinder und Jugendliche sowie Erwachsene von 30 bis 49 Jahren. Damit leidet Bayreuth unter den vier kreisfreien Städten in Oberfranken am stärksten unter dem Familien-Wegzug. Hof zählt einen Verlust von minus 0,4 Prozent, Bamberg hat einen ausgeglichenen Saldo von plus/minus null und Coburg verbucht sogar ein Plus von 0,6 Prozent. Dass Städter aufs Land ziehen, ist nichts Neues. Warum aber gerade die Universitäts- und Festspielstadt Bayreuth mit ihren vielen Kulturund Freizeitangeboten am meisten unter der Abwanderung von Familien leidet, bleibt rätselhaft.

Mehr Wohnqualität „Viele Familien suchen einen größeren und schöneren Wohnraum außerhalb der Stadt“, sagt Professor Manfred Miosga von der Universität Bayreuth. Das sei nicht besonders schlimm, denn die Leute blieben der Region ja erhalten, findet der Experte für Stadt- und Regionalentwicklung. Eine andere Tendenz sei der Wegzug aus der Stadt, weil man auswärts einen Arbeits- oder Ausbildungsplatz gefunden habe. Das betreffe junge Leute im Alter von 20 bis 25 Jahren, die nach ihrem Uni- oder Ausbildungsabschluss deutschlandweit nach einem Job suchen und bei Erfolg die Region verlassen. Insgesamt schrumpfte die Bevölkerungszahl im Kreis Bayreuth zwischen Juni 2007 und Juni 2009 um

Wohin Familien ziehen

Kinder und Jugendliche sowie Erwachsene von 30 bis 49 Jahren: Veränderung der Einwohnerzahl durch Zu- und Fortzüge in Prozent, 2008 Abnahme

Zunahme +0,5 %

-0,5 % -0,5 -0,25

Coburg, Landkreis

1284 1456

0

+0,25 +0,5

Kronach Coburg

1150 1043

Lichtenfels

809 868

Bamberg

Kulmbach

902 942

Forchheim

1905 1598

1325 1412 Wunsiedel 830 973

Bayreuth Bayreuth, Landkreis

1927 1931

1136 1227

Hof, Landkreis

Bamberg, 2138 Landkreis 2260

RegioData 0371

Hof

773 842

1630 1658

1861 2117

Zuzüge Fortzüge

Quelle: Statistische Landesämter, eigene Berechnungen

1250 auf 106.739 Bürger. Aber es gab auch Gewinner, etwa die Gemeinde Bindlach, die innerhalb dieses Zeitraums ihre Einwohnerzahl mit gut 7200 in etwa halten konnte. Bindlach hat einen großen Vorteil: Bis zur Stadtmitte von Bayreuth sind es gerade einmal fünf Kilometer. Und: Der Stadtbus fährt im 20-Minuten-Takt, der Zug hält regelmäßig, die Versorgung mit Schulen, Einkaufsmärkten und Ärzten ist gut. Die Grundstückspreise liegen im Bindlacher Zentrum bei 100 bis 125 Euro pro Quadratmeter. In Bayreuth zahlt man nahe der Innenstadt 255 Euro, im Umfeld des Festspielhauses sogar 334 Euro. Trotz dieser Differenz ziehen nur selten Leute aus Bayreuth nach Bindlach, wusste Bürgermeister Gerald Kolb. Insgesamt ging die Zahl der Neubauten auch aufgrund der unsicheren wirtschaftlichen Lage stark zurück. 2009 gab es nur fünf Bauanträge. Der Bevölkerungsverlust sei „bedauerlich“, teilte die Stadt Bayreuth mit. Über die Gründe könne man nur spekulieren. Bayreuth sei stets bemüht, seine Familienfreundlich-

Hahnenschrei, Traktorenknattern und frische Landluft: Der Urlaub auf dem Bauernhof legt nach Angaben von Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (CSU) als Wirtschaftsfaktor in Bayern an Bedeutung zu. Die Zusammenarbeit der Urlaubshöfe mit touristischen Partnern und der regionalen Gastronomie sorge inzwischen für einen Umsatz von jährlich

keit weiterzuentwickeln und zu verbessern. Das geschehe auch durch attraktive Bauplätze, die die Stadt bereitstelle. Deren Zahl wird aktuell auf 20 beziffert. Außerdem stehe für jedes Kind ein Kindergartenplatz zur Verfügung. M Peter Engelbrecht

600 Millionen Euro, sagte Brunner zum Start der Urlaubs-Hofsaison am Samstag in Weigersdorf (Landkreis Eichstätt). Die bayernweit 7000 Ferienhöfe böten für Wanderer, Weinfreunde und Wintersportler ebenso wie für Radler, Reiter oder Angler maßgeschneiderte Angebote. Vor allem die Zusammenarbeit der Höfe mit Gastwirten, Kräuterpädagogen, Direktvermarktern oder Freizeiteinrichtungen sei produktiv. „Das stärkt die regionalen Wertschöpfungsketten, schafft wohnortnahe Arbeitsplätze und macht das Angebot für Gäste noch interessanter“, sagte Brunner. M


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NACHRICHTEN

Sonntag, 16. Mai 2010

Einmal um die ganze Welt

Jessica ist wieder

J

essica Watson (Foto), die jüngste Solo-Weltumseglerin der Welt, hat es geschafft: die 16-Jährige war am Samstag nach mehr als 220 Tagen auf See von tausenden Schaulustigen begeistert empfangen worden. Zeitungen ließen auf ihren Webseiten eine Countdown-Uhr laufen. Und Australiens Ministerpräsident Kevin Rudd schüttelte ihr am Ende des 100 Meter langen pinkfarbenen Teppichs zur Begrüßung die Hand. „Ich bin ein ganz normaler Mensch“, schrieb Jessi in ihrem Web-Tagebuch. „Ich habe mich nur echt ins Zeug gelegt und ich hatte ein tolles Team – das zeigt, dass man nichts Besonderes

sein muss, um etwas zu erreichen. Man muss nur den Willen haben.“ Über die Ozeane und auf die höchsten Berge – auch nach der Heimkehr der 16-jährigen Weltumseglerin sind derzeit weltweit junge Abenteuerer unterwegs. Laura Dekker (14): Im Juli will die Holländerin ebenfalls einen Rekordversuch als jüngste Weltumseglerin starten. Bereits zweimal hat ein Gericht in Utrecht ihr das ehrgeizige Vorhaben verboten. Jordan Romero (13): Der kalifornische Teenager will als jüngster Kletterer den Mount Everest bezwingen. Am 11. April begann sein Weg auf den höchsten Berg der

da Welt. Fünf der „Seven Summits“ – der höchsten Berge aller Kontinente – hat er bereits bestiegen. Marlon (21) und Marcel Stawinoga (26): Mit Blasenpflastern im Gepäck machten sich die zwei Brüder aus Gelsenkirchen am 15. April auf den Weg nach Indien. 7500 Kilometer wollen die beiden zu Fuß bis nach Kolkata (früher Kalkutta) zurücklegen. Einen Rekord haben sie nicht im Sinn, sie wünschen sich „spirituelle Erfahrung“. M red

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Sonntag, 16. Mai 2010

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Der letzte Stadtkirchentürmer Johann Münch auf seinem luftigen Arbeitsplatz.

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Kleine Begebenheiten schlagen große Wellen

Drama um den Zwetschgenkuchen Es sind oft die kleinen Ereignisse der Stadtgeschichte, die über Generationen hinweg im Gedächtnis der Menschen lebendig bleiben. So verhält es sich auch mit dem legendären Zwetschgenkuchen-Drama von anno 1911.

E

s war am Samstag vor dem Erntedankfest. Die meisten Bayreuther Hausfrauen waren an diesem Tag mit dem Backen von Zwetschgenkuchen beschäftigt. Auch die Frau des damaligen Stadtkirchentürmers Johann Münch belegte liebevoll zwei große Kuchenbleche. Dann ließ sie aus schwindelerregender Höhe mit Hilfe einer Seilkonstruktion den Teig nach unten gleiten, wo der Bäcker die edle Fracht schon erwartete. Im Backofen wurden die beiden Zwetschgenkuchen von Meisterhand zur knusprigen Vollendung gebracht. Nun kam es darauf an, das verführerisch duftende Backwerk wieder an seinen Bestimmungsort zu bringen – ein kleines Himmelfahrtskommando. Langsam und vorsichtig wurde das Frachtgut in die Höhe gezogen. Schließlich

schwebten die Kuchenbleche bereits über dem mächtigen Kirchendach, als eine plötzliche Windbö sie gänzlich aus ihrer Laufbahn brachte und zum Südturm hinübertrieb.

Kondolenz aus aller Welt Das Unglück nahm nun seinen Lauf. Erst kippte das erste Blech um, dann auch noch das zweite. Im Türmerstübchen zog der Frust ein, nachdem die beiden Zwetschgenkuchen zerschmettert auf dem Pflaster des Kirchplatzes lagen. Wer den Schaden hat, braucht bekanntlich für den Spott nicht zu sorgen. Der tragikomische Zwetschgenkuchen-Unfall erregte weit über Bayerns Grenzen hinaus heitere Anteilnahme. Man glaubte es kaum: Aus München, Berlin, Prag und sogar aus Amerika kamen

Kondolenzkarten – wildfremde Leute sprachen der Stadttürmerfamilie zum allzu frühen Ableben der Zwetschgenkuchen ihr Beileid aus. Und die Lausbuben der Innenstadt trieben noch lange Zeit ihre Scherze mit dem Türmer, der noch über zwei Jahrzehnte der höchste städtische Bedienstete war. Erst Ende 1932 ging nach über 500 Jahren das Licht in der kleinen Türmerstube für immer aus. Vorbei die Zeiten ohne Sirene und Feuerwache, als der Stadttürmer noch die Feuerglocke betätigen musste. Auch das Aufziehen der Turmuhr gehörte zu seinem Pflichtenkatalog. Ende Dezember 1932 ging Johann Münch in den wohlverdienten Ruhestand. M


A

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Sonntag, 16. Mai 2010

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DSV-Saison-Opening 2010

Springen im Grünen H ochklassiger Wintersport an Pfingsten: Die besten deutschen Skispringer und nordischen Kombinierer beginnen in Kürze mit ihrer Vorbereitung auf die Wintersaison. Ihre ersten Sprünge absolvieren sie dabei auf der Ochsenkopfschanze in Bischofsgrün, wo Martin Schmitt, Michael Uhrmann, Björn Kircheisen und Co. am Pfingstsonntag (23. Mai) einen Wettkampf austragen werden. Wie der Deutsche Skiverband (DSV) in München mitteilte, absolvieren Springer und Kombinierer dabei ihre ersten Mattensprünge nach der Trainingspause. Das Fichtelgebirge gehörte einst zu den wichtigen Zentren des nordischen Skisports in Deutschland, doch dann wurde es ruhig um die Schanzen im oberfränkischen Mittelgebirge. Nun aber kehren die deutschen Spitzen-Wintersportler zumindest als gelegentliche Gäste zum Training zu-

rück nach Nordbayern. Die historische Ochsenkopfschanze – sie war als erste Schanze in der westlichen Welt in den 1950er Jahren mit Matten belegt worden, so dass auch im Sommer Sprungtraining möglich war – wurde vor einigen Jahren umfangreich renoviert.

Kicken für guten Zweck Die Wintersportler um das bei den Olympischen Winterspielen im Februar mit Silber dekorierte Skisprung-Quartett Schmitt, Uhrmann, Andreas Wank und Michael Neumayer werden im Fichtelgebirge auch noch ihr fußballerisches Talent unter Beweis stellen und bei einem Benefizspiel am Samstag (22. Mai) um 17 Uhr auf dem Sportgelände des SSV Warmensteinach gegen eine oberfränkische Damenauswahl antreten. M red

Neuauflage in diesem Jahr: Skispringen FIS Ladies Contintal Cup 2009 auf der Ochsenkopfschanze. Bundestrainer der Damen Daniel Vogler (r.) bei der Besprechung mit seinen Damen Anna Haeffele (2 v. r.), SC Willingen Deutschland, Jenna Mohr (2 v.l.), SC Willingen. An Pfingsten trifft sich die DSV-Elite wieder in Bischofsgrün. Foto: Kolb

Google stoppt WLAN-Datensammlung

Noch eine Panne

N

ach der Sammlung persönlicher Daten aus drahtlosen Netzwerken steht das Internet-Unternehmen Google erneut massiv in der Kritik. Der Vorgang sei ein weiterer Beleg dafür, „dass Datenschutz für Google noch immer ein Fremdwort ist“, sagte ein Sprecher von Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) gestern. Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar forderte „eine detaillierte Prüfung“ des Umgangs von Google mit personenbezogenen Daten durch unabhängige Behörden. Google kündigte an, das Erfassen von WLAN-Funkstationen durch seine umstrittenen KameraAutos, die in diesen Tagen auch in Bayreuth und Umgebung unterwegs waren, zu stoppen und nicht wiederaufzunehmen. Nach Angaben von Google wurden von offenen WLAN-Funknetzwerken auch sogenannte Nutzdaten („payload“) gespeichert, beispiels-

weise Fragmente von E-Mails oder Inhalte von abgerufenen Webseiten. „Das war ein Fehler, den wir zutiefst bedauern und für den wir um Entschuldigung bitten“, sagte ein Google-Sprecher. Bislang hatte Google lediglich eingeräumt, von WLAN-Stationen den Verschlüsselungsstatus der Geräte, eine eindeutigen Seriennummer (MAC-Adresse) und den vom Nutzer vergebenen Namen der Funkstation (SSID) gespeichert zu haben. „Wir werden diesen Fall nicht auf sich beruhen lassen“, erklärte das Verbraucherschutzministerium. „Wie viele Pannen will sich Google eigentlich noch leisten?“ Nach dem jüngsten Vorfall müsse das Unternehmen „endlich die Karten auf den Tisch legen, welche Daten bei Street View erfasst, gespeichert, vernetzt und vermarktet werden“. Google müsse auch offenlegen, „wie die unzulässig erfassten Daten ungeschützter Funknetze gelöscht werden“. M mag


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Sonntag, 16. Mai 2010

Hallo, Sonne Es grünt und blüht und wächst und gedeiht. Und es ist die Zeit, in der eine urfränkische Tradition auflebt: die Biergärten öffnen.

A

llein die Sonne hat heuer noch nicht so richtig begriffen, was die Stunde geschlagen hat. Doch das wird wohl noch, zumal seit wenigen Tagen der Biergartenpass 2010 in Umlauf ist. Mit dem Kauf des Gutscheinheftes haben gesellige Freiluftgenießer nicht nur eine praktische Übersicht zu den schönsten Biergärten in Bayreuth und der Region in Händen, sondern können gleichzeitig bis zu 250 Euro sparen. Das Prinzip des Zwei-für-eins funktioniert ganz einfach: Sie und Ihr Partner legen bei der Bestellung der Speisen den entsprechenden Gutschein des Biergartens der Bedienung vor. Die günsti-

gere oder gleich günstige der beiden Speisen ist dann kostenlos. Wenn Sie beispielsweise im „Herzogkeller“ eine fränkische Brotzeit bestellen und Ihr Partner das Gleiche oder ein preiswerteres Schmankerl, dann ist dieses Gericht kostenlos. Und in der nächsten Woche besuchen Sie vielleicht mit Freunden einen anderen der 23 Biergärten, die in dem Gutscheinheft mit Coupons vertreten sind. Der Biergartenpass 2010 kostet 13,80 Euro. Abonnenten des „Nordbayerischen Kuriers“, die eine Kurier-Card haben, zahlen nur 9,80 Euro. Da ist es leicht auszurechnen, dass sich der Kaufpreis schon nach dem ersten Biergartenbesuch gelohnt haben kann. Bei schlechtem Wetter oder wenn der Biergarten geschlossen sein sollte, kann man den Gutschein auch in der Wirtschaft einlösen. So schlagen wir der Sonne ein Schnippchen – wenn sie mal wieder weint. M pr

skispringen bischofsgrün

DSV-Opening 2010

Sonntag, 23. Mai Beginn 13:30 Uhr

HEUTE: Festausklang Colmdorfer Schupfenfest

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Der Verdacht Wer hat diesmal Scherereien im Gericht? Ein junger Mann, der den Zuruf bekam: „Er war's!“ Der Zuruf kam von einem Freund des wegen Körperverletzung angeklagten 19-Jährigen. Der Hetzer aus dem Hintergrund hatte Anfang Dezember den Namen der Bar, in der beide die Nacht zum Sonntag verbrachten, sehr wörtlich genommen: Borracho heißt zu Deutsch: Säufer, Trunkenbold oder auch saufen und sternhagelvoll. Es ging um einen Verdacht: Dem Angeklagten war in der Früh um 4.50 Uhr der Geldbeutel aus der Hosentasche gestohlen worden und er hatte sofort den ihm am nächsten Stehenden in Verdacht. Dieser Zeuge sagte aus: „Ich wollte das nicht auf

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Im Brauhaus auf dem Kreuzberg wurde das erste Pilgerbier gesegnet

Stärkung für den Weg „Für so etwas hat man dann doch immer Zeit“, meinte Pfarrer Matthias Steffel mit einem Schmunzeln, als er nach getaner Arbeit zum Bierkrug greifen konnte.

S

chließlich hatte er – nach absolvierter Sternfahrt von Hallersdorf, Willersdorf und Schnaid auf den Kreuzberg – gerade im Lagerkeller des Brauhauses am Kreuzberg Neuland betreten. Zum ersten Mal in seiner noch jungen Karriere segnete der Geistliche das neue Pilgerbier von Norbert Winkelmann.

Uriges Siebenkornbier

mir sitzenlassen. Bei der Polizei hat er später zugegeben, dass ich ihm den Geldbeutel doch nicht geklaut haben könnte.“ Was folgte, war ein verbaler Streit des Verdächtigten mit dem ein paar Meter entfernten Trunkenbold, und dann kam sie raus, die Faust des Angeklagten, der vor Amtsrichter Torsten Meyer ein Geständnis ablegt: „Es stimmt alles. Und es ist richtig, dass mein Geldbeutel später draußen leer gefunden wurde. Ich habe mich bei dem Geschlagenen entschuldigt.“ Der jugendliche Angeklagte wird mit einer Arbeitsauflage von 70 Stunden bestraft. Da kann er über zwei Lebensweisheiten nachsinnieren – Nr.1: Erst denken, dann handeln. Nr: 2: Erst denken, dann Borracho. Manfred Scherer

Sonntag, 16. Mai 2010

Der hatte sich eine neue Spezialität überlegt – ein Bier aus Gerste, Weizen, Roggen, Emmer, Einkorn, Hafer und Dinkel. Mit 13,5% Stammwürze hat das kräftige Bier einen hohen Stammwürzegehalt, aber trotzdem nur moderate 4,5% Alkohol. Gedacht ist der Gerstensaft für die vielen Pilger, die sich seit der Einrichtung des Jakobsweges am Kreuzberg hier einfinden. Von jedem verkauften Seidla fließen nämlich 50 Cent je zur Hälfte an die Kirche zum Erhalt der Kreuzbergkapelle und den Träger des Jakobsweges zur Pflege von Strecke und Beschilderung. Und damit das neue Bier gleich unter einem guten Stern steht, fanden sich Bürgermeister Heribert Weber und Pfarrer Steffel am Dienstagabend im Brauhaus am Kreuzberg ein, um das Pilgerbier zu weihen.

Nicht vom Brot allein „Die Gaben der Erde sind den Menschen gegeben, damit er etwas Gutes daraus macht“, schloss Immer in Siggi he Ihrer Nä

Pfarrer Matthias Steffel zapft das erste Pilgerbier direkt aus dem Tank. Foto: Raupach Matthias Steffel seine kleine Ansprache, die er mit dem bekannten Satz „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein“ eröffnet hatte. Gemeinsam mit zwei Ministranten war die Weihe innerhalb weniger Minuten vollzogen und das erste Pilgerbier gezwickelt, also frisch aus dem Lagertank gezapft, die anderen Gäste folgten. Gleich mit dem ersten Schluck waren sie alle begeistert: „Ein Segen für die Pilger!“ Doch nicht nur die können zugreifen, denn das Pilgerbier wird eines von acht Bieren sein, die im beliebten Brauhaus-Bierkeller am Kreuzberg direkt vom Fass ausgeschenkt werden. Brauer Norbert Winkelmann erklärt seinen Plan: „Ich wollte damit ein möglichst geschmackvolles, aber eben nicht zu alkoholhaltiges Bier für die Wanderer machen, allerdings wusste ich nicht genau, was am Ende aus meinem Rezept mit den sieben Malzen werden würde.“ Nun kann er stolz sein, denn das

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Ergebnis zauberte allen ein Lächeln auf die Lippen – vom Pfarrer bis zu Bürgermeister und Gemeinderäten.

Auf dem Weg zum Papst Bürgermeister und Pfarrer machen sich über Pfingsten gemeinsam mit den Ministranten des Unteren Aischgrundes auf nach Rom, zu einer Pilgerreise mit Papstaudienz. Klar, dass dazu nun auch mehrere Flaschen des neuen Pilgerbieres gehören werden, die dann in der Ewigen Stadt den Vatikanvertretern und natürlich Seiner Heiligkeit persönlich überreicht werden. Damit dürfte das Pilgerbier vom Kreuzberg nicht nur das erste hiesige geweihte Pilgerbier sein, sondern wohl auch der erste solche Gerstensaft, der dem Heiligen Vater persönlich überreicht wird. Das ist denn auch der doppelte Grund sich spontan eine kleine Wallfahrt auf den Kreuzberg ans Herz legen. So gehen wohl auch die Wünsche und Erwartungen des Brauer auf. Schließlich gibt es das Pilgerbier nur im dortigen Brauhaus – und in Rom, aber dahin dauert es ein bisschen länger. M Markus Raupach


SPORT

SONNTAG in FRANKEN

Sonntag, 16. Mai 2010

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M Ballack verletzt sich im englischen Pokalfinale – Seite 12 M FCN und FCA optimistisch ins Spiel um alles oder nichts – Seite 13 M Matchball für die Bamberger Basketballer – Seite 16 M HaSpo gewinnt Saisonfinale – Seite 17 M SpVgg nun bei 50 Punkten (Foto) – Seite 18

DFB-Pokalfinale in Berlin: Achtes Double für die Bayern

Für Inter gerüstet Der FC Bayern München hat das achte Double der Vereinsgeschichte mit einer imposanten Vorstellung perfekt gemacht.

E

ine Woche nach dem Gewinn der deutschen Fußball-Meisterschaft sicherten sich die Münchner gestern Abend auch den DFB-Pokal. Im Endspiel in Berlin setzte sich das Team von der Isar sicher mit 4:0 (1:0) gegen Werder Bremen durch. Vor 72.954 Zuschauern trafen Arjen Robben mit einem Handelfmeter, den Per Mertesacker im Duell mit Ivica Olic verschuldet hatte (35. Minute), Olic selbst (51.), Franck Ribéry (63.) und schließlich auch noch Bastian Schweinsteiger (83.). Die Münchner zeigten sich in starker Form und gut gerüstet für das Champions-League-Finale am kommenden Samstag, bei dem sie in Madrid gegen Inter Mailand die Chance auf das Triple haben. Beim entthronten Cupverteidiger aus Bremen sah Kapitän Torsten Frings (77.) wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte.

Handspiel von Per Mertesacker (links) – der Strafstoß bringt das 1:0.

Dreh- und Angelpunkt Arjen Robben war einmal mehr Dreh- und Angelpunkt der Münchner, die dem Spiel mit ihrer Erfolgsformel Ballbesitz eindrucksvoll den Stempel aufdrückten. Louis van Gaal, der Trainer des FC Bayern, sagte nach dem Abpfiff: „Ich habe meinen Spielern gesagt, dass es sehr wichtig ist zu gewinnen. Aber auch die Art und

Deutlich nicht einer Meinung: Torsten Frings (l.) und Franck Ribéry.

Weise ist sehr wichtig. Sie sind immer noch nicht müde. Wenn wir etwas gewinnen, dann müssen wir auch feiern. Ob morgen Training ist, das hängt davon ab, wann ich ins Bett gehe.“ Van Gaals Bremer Kollege Thomas Schaaf erklärte die klare Niederlage so: „Wir haben den Weg zum Tor nicht gefunden. Die Bayern haben das Spiel klar beherrscht und sich souverän durchgesetzt. Uns hat ein bisschen die Überzeugung gefehlt. Sünder Torsten Frings sah es so: „Wenn du erst mal hinten liegst gegen eine Mannschaft, die so einen Lauf hat, wird’s immer schwieriger.“

Fotos: dpa

Weitere Stimmen zum Spiel:

FC-Bayern-Präsident Uli Hoeneß: „Dieses Spiel ist eigentlich eine logische Konsequenz aus der Rückrunde. Körperlich ist unsere Mannschaft in Bestform.“ Thomas Müller (Bayern München): „So ein Ergebnis ist traumhaft. Die erste Halbzeit war super.“ Philipp Lahm (Bayern München): „Wir haben das 2:0 genau zum richtigen Zeitpunkt gemacht. Jetzt wollen wir unbedingt das Triple holen.“ Per Mertesacker (Werder Bremen): „Wir haben viel probiert und auch einige Chancen gehabt. Es gab ein paar Möglichkeiten, aber wir haben heute nicht zu unserer gewohnten Stärke gefunden.“ M red


SPORT NACHRICHTEN M Tischtennis

Boll punktet doppelt Titelverteidiger Borussia Düsseldorf hat das erste Endspiel um die deutsche Meisterschaft bei den TTF Liebherr Ochsenhausen 3:2 gewonnen. Vor 1300 Zuschauern in Biberach avancierte der Weltranglisten-Dritte Timo Boll mit dem Gewinn beider Einzel zum Matchwinner. Den dritten Punkt steuerte das japanisch-niederländische Doppel Seiya Kishikawa/Trinko Keen bei. Düsseldorf verzichtete auf einen Einsatz von Nationalspieler Christian Süß, der nach einem Muskelfaserriss auch mit Blick auf die am 23. Mai beginnende Team-WM in Moskau geschont wurde. Das Rückspiel findet am 9. Juni in Düsseldorf statt. red

Sonntag, 16. Mai 2010

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FC Chelsea holt den englischen Pokal, aber:

Boateng tritt Ballack Freude beim FC Chelsea über das Double, aber Sorge um Michael Ballack!

D

er Kapitän der deutschen Fußball-Nationalmannschaft musste im englischen Pokalfinale zwischen Meister Chelsea und dem FC Portsmouth

(1:0) verletzt ausgewechselt werden. Er wurde vom früheren BundesligaProfi Kevin-Prince Boateng rüde gefoult und am rechten Knöchel getroffen. Ballack blieb minutenlang auf dem Platz liegen, spielte kurz weiter und verließ noch vor dem Pausenpfiff leicht humpelnd den Rasen des Wembley-Stadions. „Gebrochen ist nichts“, sagte Ballack am Abend,

heute soll eine Kernspinuntersuchung Klarheit bringen. Vor 88.335 Zuschauern dominierte Chelsea das Finale von Anfang an, traf aber nur Latte und Pfosten. Boateng scheiterte mit einem Elfmeter an „Blues“-Keeper Petr Cech (56.), fast im Gegenzug gelang Drogba mit einem Freistoß das goldene Tor. M red

M Leichtathletik

Diskuswurf-Weltmeister Robert Harting (Berlin) trumpfte bei den Halleschen Werfertagen auf und verwies mit 66,37 Metern den polnischen WM-Zweiten Piotr Malachowski (65,15) auf den zweiten Platz. Hammerwerferin Betty Heidler (Frankfurt) bezwang die polnische Weltmeisterin Anita Wlodarczyk mit 75,24 um 1,24 Meter. DiskusLokalmatadorin Nadine Müller (62,34) wurde noch von der Chinesin Yanfeng Li (62,97) übertrumpft. red M Frauenfußball

Der FCR Duisburg hat zum dritten Mal nach 1998 und 2009 den DFB-Pokal gewonnen. Im Finale, das erstmals in Köln ausgetragen wurde, setzte sich der Titelverteidiger am Samstag mit 1:0 (0:0) gegen den Außenseiter FF USV Jena durch. Vor der Europarekordkulisse für nationale Vereinsspiele (26.282 Zuschauer) erzielte Annike Krahn (51.) per Kopf das entscheidende Tor. red

Wenn die Formel 1 in Monte Carlo ist: Bademodenschau zwischen Boxen und Boliden.

Formel 1 zu Gast bei den Reichen und Schönen

Nico, der Bremser In der Qualifikation zum Großen Preis von Monaco sind sich ausgerechnet die beiden Mercedes-Piloten in die Quere gekommen.

N

ico Rosberg entschuldigte sich bei Michael Schumacher wegen der ungewollten Blockade auf dem engen, nur 3,34 km langen Stadtkurs des Fürstentums. „Es waren unglückliche Umstände“, betonte der siebenma-

lige Weltmeister. Er geht heute (14 Uhr, live in RTL und Sky) vom siebten Startplatz aus ins Rennen, Rosberg ist Sechster. Es sei von der Teamseite aus nicht perfekt gelaufen, erklärte Schumacher, dem Teamkollegen gab er keine Schuld. Vielmehr erschwerten Funkprobleme den Fahrern die Kommunikation mit der Box. „Ich war in einer schwierigen Situation“, erklärte Rosberg. Er habe Rubens Barrichello Platz machen müssen. Und er habe Schumacher nicht vorbeilassen können.

Sebastian Vettel sicherte sich den dritten Startplatz. Der Heppenheimer musste sich lediglich seinem Red-Bull-Teamkollegen Mark Webber (Australien) und dem Polen Robert Kubica im Renault geschlagen geben. Der britische WM-Spitzenreiter Jenson Button wurde im McLaren-Mercedes Achter. Nach einem Unfall im Training muss Fernando Alonso heute von der Box aus ins Rennen gehen. Sein Ferrari konnte gestern nicht rechtzeitig repariert werden. M red


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SPORT

Sonntag, 16. Mai 2010

Heute: FC Augsburg – 1. FC Nürnberg

Auf Biegen und Brechen Der 1. FC Nürnberg erwartet im entscheidenden Relegationsspiel um den letzten freien Platz in der Fußball-Bundesliga heute Abend (18 Uhr, ARD) beim FC Augsburg einen Kampf auf Biegen und Brechen.

C

lub-Trainer Dieter Hecking sagte mit Blick auf das Rückspiel beim Zweitligisten: „Die Mannschaft mit dem größeren Siegeswillen wird am Ende feiern. Wir sind gut beraten, hellwach zu sein.“ Fraglich ist der Einsatz von FCNMittelfeldspieler Ilkay Gündogan, der sich beim 1:0-Erfolg am Donnerstag eine Verletzung am Sprunggelenk zugezogen hatte. „Wir werden alles versuchen, ihn fit zu kriegen“, sagte Hecking. Der FC Augsburg will heute auf Geduld setzen. „Wir haben 90 Minuten Zeit, ein Tor zu machen“, betonte Trainer Jos Luhukay vor dem zwei-

ten Derby gegen den Bundesligisten. „Wir dürfen nicht unbedacht nach vorne rennen. Wir dürfen die Defensive nicht vernachlässigen“, mahnte der Coach des Außenseiters. „Die Jungs sind voll mit Adrenalin. Sie wollen die Liga halten“, hat Hecking nach dem letzten Training der Nürnberger festgestellt. Bei den Schwaben ist Geschäftsführer Andreas Rettig trotz der Auswärtsniederlage vom Donnerstag optimistisch: „Ich bin überzeugt, dass wir es hinkriegen. Wer unsere Heimstärke kennt, weiß, dass noch alles möglich ist.“ In der abgelaufenen Saison in der 2. Liga hatten die Augsburger von ihren 17 Heimspielen elf gewonnen. Fünf Partien endeten unentschieden.

Radsport

Cottbus gewann der FCN mit 3:0 und 2:0. Weitere Statistik-Daten, aus denen Heckings Mannschaft Mut schöpfen kann: In sieben von elf Relegationsjahren setzte sich der Erstligist durch; und zu 80 Prozent gewann das Team, das die erste Partie gewonnen hatte auch die gesamte Relegation. „Wir haben nichts zu verlieren“, hält Augsburgs Schlussmann Simon Jentzsch (Foto), der sich

Hinspiel hatte der Bundesligist aus Franken, dem der achte Abstieg aus der Erstklassigkeit droht, nach einem Sturmlauf in der zweiten Halbzeit durch ein spätes Kopfballtor von Christian Eigler noch triumphiert. Zudem spricht für die Nürnberger, dass sie vor einem Jahr eine erfolgreiche Relegation spielten. Gegen den damaligen Erstligisten Energie

in Karlsruhe, beim TSV 1860 München und in Wolfsburg BundesligaErfahrung aneignete, dagegen. Die Partie ist seit mehr als einer Woche ausverkauft, 30.660 Zuschauer werden erwartet. „Mehr haben in der Arena nicht Platz, wir hätten bestimmt 50.000 Karten verkaufen können“, sagte Vereinssprecher Dominik Schmitz. M JS/red

DAMPF-FESTIVAL 2010

Weltmeister siegt Radprofi Alexander Winokurow hat sich das Rosa Trikot des Gesamtführenden beim Giro d'Italia zurückgeholt. Dem Kasachen reichte auf der verregneten siebten Etappe von Carrara über 222 km nach Montalcino Platz drei, um den Italiener Vincenzo Nibali an der Spitze abzulösen. Neu auf Platz zwei im Gesamtklassement ist Weltmeister Cadel Evans aus Australien, der sich den Tagessieg im Sprint vor dem Italiener Damiano Cunego sicherte. Nibali hatte 35 km vor dem Ziel durch einen Sturz den Anschluss verloren. Sein Trost: „Ich bin nicht schwer verletzt, habe nur ein paar Kratzer.“ Bester Deutscher ist Linus Gerdemann als Siebter. M red

Lediglich Alemannia Aachen nahm aus der Impuls-Arena mit einem 1:0 alle drei Punkte mit. Im Nürnberger

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SPORT

Sonntag, 16. Mai 2010

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Eishockey-Weltmeisterschaft: Deutschland – Russland 2:3

Heißes Spiel auf dem Eis Russland steht bereits im Viertelfinale am kommenden Donnerstag, das die besten Vier jeder Gruppe erreichen. M red

Der Gastgeber macht bei der Eishockey-Weltmeisterschaft weiter eine prima Figur, auch wenn er gestern Abend knapp verlor.

D

ie deutsche Mannschaft hielt beim Start in die Zwischenrunde nach ihren Vorrunden-Erfolgen gegen die USA und Dänemark auch bis zum Schluss gegen Titelanwärter Russland mit und erlaubte dem 25-maligen Champion nur einen knappen 3:2 (1:0, 1:1, 1:1)-Sieg. Vor 18.343 Zuschauern in Köln geriet die Mannschaft von Bundestrainer Uwe Krupp mit 0:2 in Rückstand, doch sie erspielte sich danach viele gute Torchancen. Für die deutschen Treffer sorgten der überragende NHL-Profi Christian Ehrhoff (40. Minute), der erstmals bei dieser WM aufgelaufen war, und Alexander Barta (54.). Für den Titelverteidiger hatten Ilja Kowaltschuk (15.), Nikolai Kulemin

M Statistik Gruppe E, Tabelle: 1. Russland 9:4 Tore/9 Punkte; 2. Dänemark 11:4/6; 3. Finnland 4:4/6; 4. Deutschland 5:5/3; 5. Slowakei 5:11/3; 6. Weißrussland 3:9/0. Heute: Dänemark – Russland (16.15 Uhr) und Deutschland – Weißrussland (20.15 Uhr). Gruppe F: Schweiz – Tschechien 3:2. Tabelle: 1. Schweiz 10:4/9; 2. Kanada 19:6/6; 3. Schweden 10:6/6; 4. Tschechien 6:7/3; 5. Norwegen 6:19/3; 6. Lettland 4:13/0. Der Schiedsrichter, dein Freund und Helfer: Nach dem 1:0 Heute: Lettland – Norwegen (16.15 der Russen holt er, beobachtet von Torwart Dimitri Uhr), Schweden – Kanada (20.15 Kotschnew , den Puck aus dem Netz. Foto: dpa Uhr). Relegation, 1. Spieltag: USA – (26.) und Superstar Alexander ter möglich. Die Mannschaft spielt Kasachstan 10:0, Italien – FrankOwetschkin (50.) getroffen. Der bereits heute gegen Weißrussland, reich 1:2. Heute: Frankreich – USA, erste Viertelfinal-Einzug seit 2003 letzter Kontrahent ist am Dienstag Italien – Kasachstan (beide 12.15 Uhr). ist für die Deutschen trotzdem wei- dann die Slowakei.

Eishockey in der NHL: Die Flyers schreiben Geschichte

Philadelphias Sahnestück Den Philadelphia Flyers ist als viertem Team der nordamerikanischen Sportgeschichte ein grandioses Playoff-Comeback gelungen.

D

ie Mannschaft um die beiden kanadischen Olympiasieger Chris Pronger und Mike Richards gewann nach drei Niederlagen zu Beginn und folgenden drei Siegen nun auch das siebte und entscheidende Playoff-Spiel der Nordamerikanischen Eishockey-Liga (NHL). Mit dem 4:3 bei den Boston Bruins zog Philadelphia ins Halbfinale ein. Zuvor hatten in der NHL nur die Toronto Maple Leafs (1942) und die New York Islanders (1975) nach ei-

nem 0:3-Rückstand noch den Sprung in die nächste Playoff-Runde geschafft. Das Gleiche war zudem 2004 den Boston Red Sox in der Major League Baseball (MLB) gelungen. „Ich habe noch nie eine bessere Stimmung in unserer Kabine gesehen. Sogar der Club-Besitzer kam rein und hat uns alle abgeklatscht. Es ist ein großartiges Gefühl, wir haben hart gearbeitet, hart gekämpft und immer an uns geglaubt“, sagte Flyers-Stürmer Scott Hartnell. Erst durch einen Erfolg im Penaltyschießen des allerletzten Punktspiels gegen die New York Rangers hatte Philadelphia überhaupt die Playoff-Runde erreicht. Am Freitag sah zunächst alles nach einem Sieg der Gastgeber aus.

Boston lag vor 17.565 Zuschauern im ausverkauften TD Bank-Garden durch Tore von Michael Ryder (3. Minute), und zweimal Milan Lucic (9./15.) bereits mit 3:0 vorn. „Es ist schon ziemlich enttäuschend, 3:0 zu führen – im Spiel und in der Serie – und am Ende trotzdem noch zu verlieren“, sagte der verletzte deutsche Bruins-Akteur Dennis Seidenberg.

Machtlos in der Loge Er hatte die Partie ebenso wie sein verletzter Teamkollege Marco Sturm (Kreuz- und Innenbandriss) aus der Bruins-Loge verfolgt und musste dort mitansehen, wie Philadelphia durch James van Riemsdyk (18.), Hartnell (23.) und Daniel Briere (29.) zurückkam. Den entscheiden-

den Treffer erzielte Simon Gagne, als er in der 53. Minute eine Überzahl-Situation nutzte. Boston hatte zuvor aufgrund eines Wechsel-Fehlers eine Zwei-Minuten-Strafe bekommen... „Es ist schmerzhaft, das mitzuerleben, vor allem, weil ich eine Chance gehabt hätte, in der nächsten Runde wieder spielen zu können“, sagte Seidenberg. Der Verteidiger laboriert seit dem 3. April an einer tiefen Schnittwunde im linken Unterarm. Im Halbfinale trifft Philadelphia auf die Montreal Canadiens. Das zweite Vorschlussrunden-Duell bestreiten die San José Sharks (mit dem deutschen Ersatztorhüter Thomas Greiss) und die Chicago Blackhawks. M red


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SPORT

Sonntag, 16. Mai 2010

Katarina Witt ausgezeichnet

Der einstige Eiskunstlauf-Star Katarina Witt ist in Berlin mit der „Goldenen Sportpyramide“ ausgezeichnet worden.

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ußerdem wurde die zweifache Olympiasiegerin als 45. Mitglied in die deutsche „Hall of Fame“ verdienstvoller Sportler aufgenommen. Nach Schwimm-Olympiasieger Roland Matthes und Kanu-Idol Birgit Fischer ist Katarina Witt die dritte Athletin aus den neuen Bundesländern in dieser Ehrengalerie. Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck hob in seiner Laudatio vor vielen Ehrengästen, darunter 50 Olympiasieger und Weltmeister, insbesondere die Bescheidenheit, Geradlinigkeit und Fairness von Katarina Witt hervor. „1988 ging ein Bild um die Welt, das viele Menschen nicht vergessen werden: Carmen in Calgary. 22 Jahre später kann

ich sagen, dass es eine olympische Kür mit mehr Gefühl und mehr Feuer auf olympischem Eis nie gegeben hat.“ „Ich freue mich über den wertvollen Sportpreis und natürlich auch über die Aufnahme in die Hall of Fame“, sagte die 44-jährige Witt. „Mein Leben ist ein Dreiklang: Die ersten 20 Jahre gehörten dem Sport, danach war ich im Showbereich aktiv, und jetzt versuche ich, mit meiner Stiftung etwas für die Gesellschaft zu tun.“

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SPORT

Sonntag, 16. Mai 2010

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Brose Baskets aus Bamberg wollen ins Playoff-Halbfinale

Den Matchball in der Hand Matchball für die Bamberger Basketballer: Wenn sie nach ihrem 80:78-Auswärtssieg vor gut einer Woche und dem 83:71 daheim am vergangenen Mittwoch gegen die Telekom Baskets Bonn heute (17 Uhr) ein weiteres Mal die Oberhand behalten, stehen die Brose Baskets von Coach Chris Fleming bereits nach der Minimalzahl von drei Partien im Halbfinale.

I

n zwei anderen Viertelfinals wird es gewiss zu einem vierten Spiel kommen, denn im Duell von Meister Oldenburg mit Braunschweig steht es vor dem heutigen dritten Aufeinandertreffen 1:1, und in der Paarung Ludwigsburg gegen Bremerhaven gingen die Schwaben gestern Abend durch ein 83:78 mit 2:1 in Führung. Titelfavorit Alba Berlin indes muss heute daheim unbedingt den ersten Sieg gegen die Skyliners Frankfurt landen, um

sich eine Chance auf die Runde der letzten Vier zu erhalten.

Aus 2:0 wird 2:3 In „Freak City“, wie sich Bamberg wegen seiner Basketball-Begeisterung gern nennen lässt, werden unterdessen Erinnerungen wach an die Playoff-Serie gegen Bonn im Jahr 2002. Auch damals lagen die

Rheinländer nach zwei Niederlagen (82:95 daheim und 83:91 in Bamberg) bereits klar zurück, ehe sie mit drei Siegen (87:68, 88:82 in Bamberg und 75:73) doch noch ins Halbfinale (Aus gegen Köln) einzogen. Chris Fleming interessiert sich nicht für derartige Statistiken: „Ich erwarte ein extrem physisches und hart umkämpftes Spiel, denn die

Bonner werden alles geben, um die Serie zu verlängern. Von unserer Seite kommt es nur darauf an, dass wir uns auf Spiel drei konzentrieren und auf nichts anderes. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.“ Während bei den Schützlingen von Trainer Mike Koch, die zuletzt in Bamberg auch wegen der hohen Foulbelastung ihrer langen Spieler vom Kurs abkamen (nach einer 36:26-Führung), der nach einer Verletzung gerade zurückgekehrte Bryce Taylor am Mittwoch gleich wieder etwas abbekam (Platzwunde an der Lippe), haben die Oberfranken (Foto: Peja Suput) ein gesundes Team zur Verfügung. Es wird heute im Telekom Dome (live in Sport1/früher DSF) von etwa 120 Fans unterstützt. Im Fall einer Niederlage geht die Viertelfinalserie am Mittwoch um 19.30 Uhr in Bambergs Jako-Arena weiter. M Jürgen Schott

Top-Four-Turnier 2011 in der Jako-Arena

Heimvorteil für Bamberg Der Pokalsieger hat Heimrecht: Wenn im kommenden Jahr am 2./3. April zum zweiten Male der BBL-Pokal vergeben wird, sind die Brose Baskets aus Bamberg in ihrer Jako-Arena die Gastgeber beim „Top-Four-Turnier“.

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as bedeutet auch, dass die Mannschaft, die sich den Cup heuer durch ein 76:75 gegen Gastgeber Skyliners Frankfurt geholt hatte, nur zwei Siege benötigt, um die Trophäe zu verteidigen. Denn der Gastgeber ist automatisch für das Halbfinale qualifiziert. Die restlichen drei Teilnehmer werden in einer Qualifikationsrunde

Mitte Februar 2011 ermittelt. Diese erreichen wieder die besten sechs Mannschaften nach Abschluss der Bundesliga-Hinrunde bzw. auch noch der Siebte, wenn die Bamberger unter den besten Sechs sind. BBL-Geschäftsführer Jan Pommer: „Bamberg ist absolut basketballverrückt – und die Fans, dessen bin ich mir sicher, werden bei dem Turnier für eine fantastische Stimmung sorgen.“ Nach 1994 und 2006 ist Bamberg zum dritten Mal Gastgeber der Endrunde. Wolfgang Heyder, Geschäftsführer der Brose Baskets, erklärte: „Das Top Four in diesem Jahr war eine fantastische Geschichte für alle Basketballfans; der neue Modus hat sich bewährt, und ich hoffe, dass

wir mit der Veranstaltung 2011 bei uns noch eins draufsetzen können. Die Veranstaltung in Frankfurt hat nicht nur unseren Fans, sondern auch unseren Sponsoren gefallen, so dass wir unsere Partner mit ins Boot nehmen konnten.“ 480.000 Zuschauer in der Spitze hatten im Fernsehen live das spannende Endspiel verfolgt. „Das sind sehr erfreuliche Zahlen“, äußerte sich Pommer zufrieden mit den TV-Ergebnissen, da ja auch die ÖffentlichRechtlichen sowie die 3. Programme übertragen hatten. M JS

Bamberger Ziel für 2011: Den Pokal wieder in die Höhe stemmen.


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SPORT

Sonntag, 16. Mai 2010

HaSpo Bayreuth – Fürstenfeldbruck 24:22

Sieg über den Meister Zum Finale in der HandballBayernliga gab sich der Meister bei HaSpo Bayreuth die Ehre – und am Ende waren die Bayreuther mit weißer Heimweste der Beste hinter dem Meister, also „Vize“.

N

ach zuvor 13 Heimsiegen ließ die Mannschaft von Trainer Bernhard Müller zwei Tage nach ihrer denkbar knappen Niederlage im bayerischen Pokalfinale in Roding den TuS Fürstenfeldbruck abblitzen. Vor rund 175 Zuschauern – darunter Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl – siegte HaSpo gestern Abend im Schulzentrum Ost mit 24:22 (10:9). Den geschlauchten Bayreuthern kam auch zugute, dass der Gast nicht alle Hebel in Bewegung setzte, um seine zweite Saison-Niederlage (nach einem 22:28 in Freising) abzuwenden. Die Partie verlief anfangs weniger intensiv, bis zum 9:9 lagen die Brucker vorn, doch als HaSpo vor der Pause erstmals in Führung ging, kam der TuS, der im

Gegensatz zu Bayreuth daheim einen Zähler abgegeben hatte, nicht mehr zurück. Müllers Team war deutlich anzumerken, dass es die Saison unbedingt mit einem Erfolg abschließen wollte. Torwart Tobias Niessner war in enscheiden- Viermal erfolgreich war gestern Dominik Hauenstein geden Momenten ein starker Rück- gen TuS-Keeper Simon Wicha. Foto: Kolb halt, Willi Becker traf fünfmal (darunter vier Siebenmeter), Dominik Hauenstein war mit vier Treffern am Sieg beteiligt. M red

M BAYERNLIGA TSV Simbach - SC Freising Waldbüttelbrunn - Rothenburg TSV Haunstetten - TB Roding HaSpo Bayreuth - Fürstenfeldbr. SV 08 Auerbach - SSG Metten TSV Winkelhaid - TSV Ottobeuren TSV Lohr - HBLZ Großwallstadt ENDSTAND 1. ( 1.) Fürstenfeldb. 28 857:682 2. ( 2.) HaSpo Bth. 28 887:788 3. ( 3.) TSV Lohr 28 850:757 4. ( 4.) Auerbach 28 858:790 5. ( 5.) Rothenburg 28 813:792 6. ( 6.) Großwalls. 28 834:821 7. ( 7.) Haunstetten 28 821:793 8. (10.) Rödelsee 28 794:797 9. ( 8.) TB Roding 28 790:799 10. ( 9.) Ottobeuren 28 787:809 11. (11.) Winkelhaid 28 762:814 12. (12.) Waldbüttelb. 28 762:826 13. (13.) SC Freising 28 752:836 14. (14.) TSV Simbach 28 776:877 15. (15.) SSG Metten 28 733:895

29:29 30:25 31:30 24:22 38:29 37:27 31:37 51: 5 43:13 40:16 36:20 31:25 31:25 29:27 25:31 25:31 25:31 22:34 19:37 17:39 16:40 10:46

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Fußball-Resultate

M BEZIRKSOBERLIGA

M BEZIRKSLIGA OST

BSC Saas-Bayreuth - TSV Hirschaid 2:1 1. FC Strullendorf - FC Türk Hof 5:2 SpVgg Lettenreuth - SV Pettstadt 0:4 TSV Thiersheim - TSV Meeder 2:3 FC Wacker Trailsdorf - Regnitzlosau 4:3 Selb-Plößb. - FSV Bayreuth heute, 15 Uhr Mainleus - Gaustadt heute, 15 Uhr Burgkunstadt - Bamberg heute, 15 Uhr

Kirchenlaib.-Speich. - Bayern Hof II 1:0 Gesees - Hof/West heute, 15 Uhr Tirschenreuth - Münchberg heute, 15 Uhr Kondrau - Wiesau heute, 15 Uhr Oberkotzau - Mistelgau heute, 15 Uhr Wüstenselbitz - Martinsr. heute, 15 Uhr Kasendorf - SpVgg Bth. II heute, 15 Uhr Hummeltal - Röslau heute, 15 Uhr

1. ( 1.) 2. ( 2.) 3. ( 3.) 4. ( 5.) 5. ( 4.) 6. ( 6.) 7. ( 7.) 8. ( 9.) 9. ( 8.) 10. (10.) 11. (11.) 12. (13.) 13. (12.) 14. (14.) 15. (15.) 16. (16.)

1. ( 1.) 2. ( 2.) 3. ( 5.) 4. ( 3.) 5. ( 4.) 6. ( 6.) 7. ( 7.) 8. ( 8.) 9. ( 9.) 10. (10.) 11. (11.) 12. (12.) 13. (13.) 14. (14.) 15. (15.) 16. (16.)

Bosco Bamberg FC Burgkunstadt ASV Gaustadt SV Pettstadt FSV Bayreuth Lettenreuth SG Regnitzlosau Saas-Bayreuth TSV Thiersheim W. Trailsdorf Strullendorf TSV Meeder TSV Hirschaid TV Selb-Plößberg TSC Mainleus FC Türk Hof

27 27 27 28 27 28 28 28 28 28 28 28 28 27 27 28

75:25 63:38 41:24 62:51 56:30 53:51 47:47 46:36 56:55 51:64 51:54 36:61 34:45 40:58 36:63 35:80

62 54 48 43 42 40 40 39 38 38 34 31 28 26 25 23

Vorwärts Röslau SpVgg Oberkotzau Kirchenl.-Spei. SpVgg Wiesau SSV Kasendorf SpVgg Bayreuth II Bayern Hof II SV Mistelgau SC Hummeltal SV Gesees FC Wüstenselbitz Martinsreuth SF Kondrau FC Tirschenreuth ATS Hof/West Eint. Münchberg

27 27 28 27 27 27 28 27 27 27 27 27 27 27 27 27

92:33 75:35 53:38 62:48 55:43 37:45 47:39 45:53 49:48 36:37 39:54 47:63 43:47 40:52 31:81 31:66

65 57 47 47 47 42 39 38 35 31 31 30 29 28 23 18

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SPORT

Sonntag, 16. Mai 2010

SpVgg Bayreuth – 1. FC Bad Kötzting 2:1

STATISTIK

Hier Lust, da Frust Richtig spannend war’s: Würden sie es noch schaffen oder nicht? Sie schafften es nicht, obwohl sie noch einmal vollen Einsatz zeigten und damit auch ihren Trainer begeisterten.

N

ein, nicht die SpVgg Bayreuth ist gemeint, sondern ihr gestriger Gegner, der bereits als Absteiger feststehende 1. FC Bad Kötzting. 2:1 (2:0) endete das Bayernligaspiel vor nur 298 Zuschauern für die Altstädter Fußballer. Bestand hatte damit die Serie der Mannschaft von Trainer Klaus Scheer, die nun schon seit acht Partien nicht mehr verloren hat, während die Gäste nach erstaunlichen elf

Punkten aus den letzten fünf Begegnungen erstmals wieder bezwungen wurden. Immerhin hatten die Gäste aus dem Bayerischen Wald die Genugtuung, Bayreuths erneut starkem Torwart Florian Schürenberg nach 522 Minuten mal wieder ein Ei ins Nest gelegt zu haben. Dieser Treffer durch Jan Velkoborskys Direktabnahme nach Zuspiel von rechts (77.) konnte der SpVgg aber nichts mehr anhaben, weil sie in einer Phase, da ihr das Kicken noch so richtig Spaß zu bereiten schien, vorgelegt hatte: Nach zwei Duetten Wurster – Riester, denen die Krönung versagt blieb, zirkelte Victor Gradl einen Eckball von links genau auf den Kopf von Torjäger Christopher Klaszka – 1:0 (13. Minute), 15. Saisontreffer des Ex-Memmingers. Keine Viertelstunde später dann schon das 2:0, als der

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ideenreiche Chris Wolf bei einem Konter seinen laufstarken Kollegen Florian Wurster in Szene setzte und Michael Riester dessen Zuspiel kaltblütig verwertete. „Wir haben zwei sehr schöne Tore gemacht und nach der Pause dann leider nur noch versucht, diese Führung über die Runden zu bringen“, analysierte Scheer die vorletzte Heim-Partie und wollte auch nicht widersprechen, als der frustrierte Kollege Hans Kuchler meinte: „Ein Unentschieden war das Mindeste, was wir heute hier verdient hatten.“ M Jürgen Schott

SpVgg Bayreuth: Schürenberg – Wurster, Vitzethum, Jakl, Gradl – Pfann (70. Kossmann), Wolf, Walther, Biste – Riester, Klaska. 1. FC Bad Kötzting: Riederer – Niebauer (86. Holecek), Velkoborsky, Strohmeier (59. Graf), Zacher (72. Vogl) – Oslislo, Seiderer, Frisch, Ertl - Morina, Kotab. SR: Stein (Homburg/Ufr.); Zuschauer: 298. Tore: 1:0 Klaszka (13.), 2:0 Riester (28.), 2:1 Velkoborsky (77.). Gelbe Karten: – / Zacher, Niebauer.

Körperkontakt: Christopher Klaszka (in Gelb), Bad Kötztings Torwart Michael Riederer und ein bedauernswerter Untermann. Foto: Lammel

M BAYERNLIGA

M LANDESLIGA NORD

SpVgg Bayreuth - 1. FC Bad Kötzting 2:1 Aindling - Memmingen heute, 14 Uhr Rosenheim - Ansbach heute, 15 Uhr Thannhausen - Frohnlach heute, 15 Uhr Seligenporten - Hof heute, 15 Uhr Memmelsdorf - Buchbach heute, 15 Uhr Unterhaching - Erlangen-B. heute, 15 Uhr Ingolstadt - Großbardorf heute, 17 Uhr Schalding-Heining - Rain heute, 17 Uhr

FT Schweinfurt - Würzburger FV 2:1 SpVgg Selbitz - 1. FC Sand 1:2 TSV Aubstadt - ASV Rimpar 3:0 Alemannia Haibach - Viktoria Kahl 1:1 ASV Hollfeld - TSV Mönchröden 1:0 Kickers Würzburg - Schweinfurt 05 1:0 SV Friesen - FC Blau-Weiß Leinach 4:2 SV Mitterteich - TG Höchberg 2:1 E. Bamberg II - Trogen heute, 15 Uhr Coburg - Neudrossenfeld heute, 15 Uhr

1. ( 1.) 2. ( 2.) 3. ( 3.) 4. ( 4.) 5. ( 5.) 6. ( 6.) 7. ( 7.) 8. ( 9.) 9. ( 8.) 10. (10.) 11. (11.) 12. (12.) 13. (13.) 14. (14.) 15. (15.) 16. (16.) 17. (17.) 18. (18.) 19. (19.)

FC Memmingen Unterhaching II FC Ismaning TSV Aindling Ingolstadt II Erlangen-Bruck SV Seligenporten SpVgg Bayreuth TSV Rain/Lech TSV Buchbach SpVgg Bayern Hof Schalding-Hein. TSV Rosenheim TSV Großbardorf SpVgg Ansbach VfL Frohnlach TSG Thannhausen SV Memmelsdorf 1. FC Bad Kötzting

33 33 34 33 33 33 33 34 33 33 33 33 33 33 34 33 34 33 34

56:21 60:42 64:46 57:43 58:48 50:37 55:49 40:32 47:44 60:54 40:42 44:58 43:43 42:45 37:53 36:51 40:69 33:62 43:66

72 59 57 55 54 52 52 50 50 46 46 46 40 40 39 36 28 28 24

1. ( 1.) 2. ( 2.) 3. ( 3.) 4. ( 4.) 5. ( 5.) 6. ( 6.) 7. ( 7.) 8. ( 8.) 9. ( 9.) 10. (11.) 11. (10.) 12. (13.) 13. (12.) 14. (14.) 15. (16.) 16. (15.) 17. (17.) 18. (19.) 19. (20.) Erlangen - SpVgg Bayreuth 21.5., 18.30 Uhr 20. (18.)

Schweinfurt 05 Würzburger FV TG Höchberg Würzburg Alem. Haibach 1. FC Sand Neudrossenfeld FT Schweinfurt SpVgg Selbitz ASV Hollfeld FC Viktoria Kahl DVV Coburg ASV Rimpar E. Bamberg II TSV Aubstadt FC Leinach 1. FC Trogen SV Friesen SV Mitterteich TSV Mönchröden

35 109:28 84 35 87:28 83 35 61:37 67 35 68:55 63 35 69:44 60 35 72:38 58 34 49:46 51 35 55:52 48 35 59:71 44 35 43:62 44 35 49:67 43 34 61:76 40 35 51:68 40 34 58:74 39 35 53:77 38 35 70:91 35 34 41:59 34 35 48:80 34 35 46:72 33 35 50:74 32


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WIR VON HIER

Sonntag, 16. Mai 2010

Pflanzenforscher Professor Stephan Clemens zieht seine Testpflanzen in einer Nährlösung groß, um die Wurzeln später untersuchen zu können. Fotos: Harbach

Forschung in Bayreuth (30)

Gentechnik bietet Chancen „Das Leben einer Pflanze ist eine Herausforderung“, sagt Professor Stephan Clemens, Inhaber des Lehrstuhls für Pflanzenphysiologie an der Uni Bayreuth. Aber warum schaffen es die Pflanzen, unter ständig wechselnden Bedingungen zu überleben?

W

ie funktioniert eine Pflanze? Das ist die zentrale Frage, die sich Clemens stellt. Um etwa den Einfluss unterschiedlicher Umweltbedingungen zu verstehen oder um erklären zu können, was hinter der natürlichen Abwehr von Insekten steckt, müssen die Prozesse in einer Pflanze im Detail untersucht werden. Als Modellpflanze hat sich die Wissenschaft vor zwei Jahrzehnten auf die Ackerschmalwand geeinigt, ein Ackerunkraut, das sich wegen seines kurzen Lebenszyklus von acht Wochen vom

Samen bis zur Pflanze besonders für die Forschung anbietet. „Um die Reaktionen von Pflanzen zu verstehen, muss man die Prozesse dahinter studieren“, so Clemens – erst dann mache es Sinn, Vergleiche mit anderen Pflanzenarten anzustellen und Unterschieden auf den Grund zu gehen.

Genetischer Eingriff Eine Methode ist die „genetische Intervention“, wie Clemens sagt. Ohne Gentechnik sei seine Arbeit nicht mehr vorstellbar. Praktisch alle Forschung an Mechanismen in der Biologie und Medizin basiere heute darauf, gezielt im Experiment die Aktivität einzelner Gene zu verändern und die Effekte zu messen. „Nur so ist unser großer Wissenszuwachs der letzten 20 Jahre möglich gewesen.“ Eisen, Zink und Cadmium – die metallischen Mikronährstoffe und ihre Konzentration in den Pflanzen bil-

den einen Schwerpunkt in Clemens’ Forschung. Während ein höherer Eisen- und Zinkgehalt in Nahrungsmittelpflanzen ein Durchbruch im Kampf gegen die weltweit bedrohliche Mangelernährung sein kann, ist Cadmium für den Menschen schädlich. Aber wie kann es gelingen, die Aufnahme nützlicher Nährstoffe zu fördern, aber die gleichzeitige Aufnahme schädlicher Metalle zu minimieren? „Wenn wir die Faktoren verstehen, dann fällt auch die Züchtung leichter“, sagt Clemens, der auch mit Gerste forscht. Unter ganz anderen Voraussetzungen steht die Forschung von Clemens, wenn es um die Verbesserung der Bodenqualität geht. Wegen der Folgen intensiver Mineraldüngung oder in Bergbaugebieten ist es gewünscht und von großem Nutzen, die Pflanzen dazu zu bringen, dem Erdreich möglichst viel Cadmium zu entziehen. In der öffentlichen Diskussion über Gentechnik wünscht

sich Clemens eine „weniger ideologische“ Betrachtung. Statt heraufbeschwörter Ängste gelte es, Risiken und Nutzen gegeneinander abzuwägen. Es sei falsch anzunehmen, dass alles vermeintlich Natürliche für den Menschen gut sei. Die Erbsubstanz aller Getreide-, Obst- und Gemüsesorten sei heute schon als Ergebnis von Züchtungen verändert. „Wir nehmen jeden Tag 100 Billionen Gene zu uns“, so der Bayreuther Pflanzenforscher. In der Forschung würden gezielt einzelne Gene einer Pflanze manipuliert, um deren Funktionen zu verstehen. Für Clemens ist Gentechnik Alltag, doch wenn sich Deutschland dem technischen Fortschritt verweigere, stehen seiner Überzeugung nach Zukunftsfähigkeit und Arbeitsplätze auf dem Spiel. M Christian Martens www.pflanzenphysiologie.unibayreuth.de

M Zur Person Professor Stephan Clemens ist 1963 in Hamburg geboren. Nach dem Abitur in Essen hat er in Münster und Brighton (UK) Biologie studiert. Die letzten drei Jahre seines Studiums war er Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes. Während seines Promotionsstudiums in Münster von 1992 bis 1995 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter beschäftigt. Nach der Ernennung zum Dr. rer. nat. ging er an die Uni-

versity of California San Diego (USA). Ab 1998 war Clemens Gruppenleiter am Leibniz-Institut für Pflanzenbiochemie in Halle/Saale. Die Habilitation folgte 2004, im September 2006 kam er als Professor für Pflanzenphysiologie an die Uni Bayreuth. Seit Oktober vergangenen Jahres ist er Dekan der Fakultät für Biologie, Chemie und Geowissenschaften. Der 47-Jährige hat einen Sohn und zwei Töchter. mar


KULTUR

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H

elden in Strumpfhosen? Ich bin dabei! Ob eine weitere Robin-Hood-Verfilmung wirklich nötig war, lässt sich trefflich diskutieren. Mir ist das schnurzpiepegal, denn ich bin ein großer Fan. Ich habe in der Grundschule schon manchmal den BallettUnterricht geschwänzt, um den – damals strohblonden – Robin durch den Wald hüpfen zu sehen.

NIX WIE HIN Auch die Filmwelt scheint den Mythos des Rebellen attraktiv zu finden. Vergangene Woche durfte der Film von Regisseur Ridley Scott die Filmfestspiele in Cannes eröffnen. Außerdem verliert das Robin-Hood-Prinzip – er nimmt’s den Reichen und gibt’s den Armen – scheinbar nicht an Aktualität. Bevor ich also mit Pfeil und Bogen bewaffnet den nächstbesten Spekulanten besuche, geh’ ich lieber ins Kino. Heute um 13.15/16.20 und 19.30 Uhr. M

Christina Knorz, Kulturredakteurin

U

Aktuelle Veranstaltungstipps unter www.nordbayerischer-kurier.de.

ps, was ist denn jetzt wieder passiert? Text vergessen? Kann nicht sein. Denn beim Impro-Theater geschieht alles spontan: Rolle, Handlung, Text. Das Mamaladnamala, Bayreuths Impro-TheaterGruppe mit dem umständlichen Namen, lädt am Donnerstag zum allmonatlichen Spontantheater ins Podium ein. Die Spielqualität hängt komplett von der Inspiration der Darsteller ab, das kann ganz groß, aber auch gruselig sein. Auf jeden Fall ist es kurzweilig und die Spieler haben immensen Spaß an der Sache, was sich aufs Publikum überträgt. Um 20.13 Uhr. M

D

arf’s nach der Fußball-Kultur gestern Abend heute vielleicht ein bisschen Museum sein? Es böte sich an, denn heute ist Internationaler Museumstag. In den meisten Museen muss man heute keinen Eintritt zahlen. Interessant dürfte die Ausstellung „Arturo Toscanini“ in Haus Wahnfried sein (10 bis 17 Uhr). Wer die Bayreuther Kunst-Paläste zur Genüge kennt, kann ja auch mal nach Bamberg oder Hohenberg fahren. Im Porzellanikon Hohenberg gibt es einen Familiensonntag in der Ausstellung „Königstraum und Massenware“: um 14.30 sowie um 16 Uhr gibt es eine Kinderführung. Außerdem Familienrätsel, Spiele und die Porzellanmalwerkstatt zum Selbermalen ist geöffnet. In Bamberg wird um 11 Uhr in der Staatsbibliothek in der Neuen Residenz am Domplatz ein Meisterwerk vorgestellt – die älteste erhaltene und illustrierte Handschrift des Neuen Testaments, die Ottheinrich-Bibel. Einen Ausflug ist auch das Kleine Museum in Weißenstadt wert. Um 16 Uhr wird dort die Ausstellung „Neue Formen des konstruktiven Reliefs“ mit Arbeiten von Gert Riel und Peter Weber eröffnet. M


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KULTUR

Sonntag, 16. Mai 2010

Konzert-Tipp

Warm-up fürs Uni-Openair Kein Uni-Openair ohne ordentliches Warm-up: Am kommenden Freitag, 21. Mai, rütteln mit Charlotte und Jetzt noch… zwei deutschsprachige Indiebands wach, deren Sound nahtlos zu dem passt, was folgt: Die DJs Frosch, Motorhorst, Tobirakete und Marbod ballern Indie und Techno bis in die Morgenstunden. Als Schmankerl werden Tickets für das UniOpenair am 5. Juni verlost, Start des Workouts ist um 21 Uhr. M gra

CD-Kritik Faithless „The Dance“ Rapper Maxi Jazz ist lyrisch eingetaucht in das Nachtleben, träumt davon, mit einer hübschen Dame anzubandeln. „I'm not going home till I can take you with me“, lautet seine beschwörende Formel, mit der er den Zuhörer auf seine Seite zieht. Das Geschehen im Club wird förmlich greifbar, während sich das elektronische Rhythmusbett in ständiger Bewegung befindet: alles wabert, pocht und zischt. Faithless sind nach 15 erfolgreichen Jahren, in denen sie zehn Millionen Platten verkauften, zu ihren Wurzeln zurückgekehrt. Houselastige Beats, wie beim exzellenten Eröffnungsstück „I'm not going home“, hypnotisieren den Zuhörer. Wenn sich exzellente Gastsänger wie Dougy Mandagi von der Popband The Temper Trap mit seiner zart schmelzenden Stimme hinzugesellen, Songs in Marathonlänge echtes Clubfeeling ausstrahlen, sich das Soundbild in stetem Wandel befindet, dann macht sich Spannung breit. Das ist Musik für Kopf und Beine! Leider befindet sich auf dem Opus auch jede Menge Leerlauf. Der alte, kalte Maschinenpopklassiker „Feel Me“ von Blancmange wurde mehr recht als schlecht auf lockerluftig recycelt und wenn Schmusesängerin Dido ihren Schmalzpop in ein wenig prickelndes Dancefloorklangbad taucht, dann macht sich unter der Discokugel Langeweile breit. M Stephan Stöckel

Mit den Strange Days spielte am Freitagabend die 113. Band binnen eines Jahres im Bayreuther „Backsta“. Fotos: Harbach

Ein Jahr Musikkneipe „Backsta“:

Die Szene lebt! Happy Birthday, „Backsta“: Die Musikkneipe an der Bayreuther Königsallee hat am Freitag das einjährige Bestehen gefeiert. Weit mehr als 100 Bands durften sich in den vergangenen zwölf Monaten präsentieren.

D

er Mann, der das möglich macht, heißt Jürgen Handschuch. Der 41-Jährige ist zum einen ein waschechter Bayreuther und zum anderen Musiker mit Leib und Seele. Handschuch spielte bereits bei Bands wie Anysin, Ash, Dr. No, Cherokee und zupft derzeit den Bass bei Just For Priest. Seit Jahren kennt Jürgen Handschuch deshalb auch das größte Problem der Bayreuther Musikszene: Es mangelt nicht an Bands, sondern an Auftrittsmöglichkeiten! 2009 sollte alles anders werden: Für den 41-Jährigen bietet sich die günstige Gelegenheit, den „Backsta“ zu übernehmen. Der Name der

alteingesessenen Gaststätte ist in der Stadt bestens bekannt. Nicht wenige Bayreuther haben hier als Pennäler ihr erstes Bier genossen und Billard gespielt. „Das Konzept Musikkneipe war zunächst ein Versuch“, erzählt Jürgen Handschuch. Aber der Erfolg gibt ihm recht: Weit mehr als 100 Bands haben seit Mitte Mai 2009 im „Backsta“ gespielt. Und erlaubt ist, was gefällt. So gab es

Jürgen Handschuch betreibt seit einem Jahr die Musikkneipe „Backsta“ an der Bayreuther Königsallee.

bei der Premiere keine harten Riffs und Schlagzeugsolos, sondern Wiener Kaffeehausmusik. „Das war ein bewusstes Zeichen zum Auftakt“, erklärt Jürgen Handschuch. Auch wenn sich die meisten Gigs im „Backsta“ im Bereich zwischen Metal und Punkrock abspielen. Die Bands bekommen keine Festgage, sondern das, was am Ende der Show in der Eintrittskasse ist. Jürgen Handschuch stellt seinerseits die Technik und macht seinen Umsatz am Tresen. Seine persönlichen Highlights in zwölf Monaten? Das waren die Legendary Shotdowns, so Handschuch wie aus der Pistole geschossen. Und als die US-Deathmetalband Master um Musikerlegende Paul Speckmann auf der „Backsta“-Bühne stand, da ging für Jürgen Handschuch ein persönlicher Traum in Erfüllung. Bis Ende Oktober sind bereits weitere 50 Bands gebucht. Also: Hingehen! M Udo Meixner www.myspace.com/mk-backsta


HILFE FÜR HAITI

Kindern Zukunft geben Not macht Hilfe. Und jeder kann nachhaltig dazu beitragen, dass Not gelindert wird, besonders, wenn es um Kinder geht. Am heutigen Sonntag (16.) findet im Europasaal des Bayreuther „Zentrums“, Äußere Badstraße, um 20 Uhr ein Konzert mit über 40 Künstlern statt, dessen Einnahmen dem Bau eines Waisenhauses in Haiti zugute kommen. Mondi Benoit, der in Bayreuth lebende Initiator der Aktion, stammt aus Haiti. Er wird mit seinem Chor „SALVATION“ den Abend mitgestalten.

E

s sind schon vier Monate vergangen, seit eine verheerende Erdbeben-Katastrophe Haiti heimgesucht hat. Niemand weiß zurzeit genau, wie es den Menschen dort jetzt geht, auch weil die Massenmedien nur noch sporadisch darüber berichten. „Wir sind in sehr engem Kontakt mit Leuten, die sehr stark von dem Erdbeben betroffen und jetzt in Camps untergekommen sind“, so Mondi Benoit. „Schon vor dem Beben gab es in Haiti mehr als 400.000 Waisenkinder und Kinder, die von ihren Eltern verlassen wurden. Angesichts dieser erschreckenden Zahl haben wir uns im Jahr 2008 entschieden, nicht länger passiv zu bleiben. Leider konnten wir aufgrund von Geldmangel nicht starten, aber nach der Katastrophe vom 12. Januar, durch die Tausende weitere Kinder betroffen sind, haben wir uns entschieden, dennoch mit dem Waisenheim-Projekt anzufangen. Inzwischen haben wir ein Haus gefunden und für ein Jahr gemietet. Hier können wir zunächst zehn Kinder unterbringen. Das Projekt entsteht auf Initiative von M.A.E.H. (Ministere d'Aide aux Enfants Haitien). Wir sind sehr gut mit der Planung vorangekommen und das Ehepaar, das das Waisenhaus leiten soll, ist schon fleißig bei der Arbeit. Ein Mitarbeiter der Be-

hörde (Sozialamt) ist in das Projekt eingebunden. Unser Ziel ist es, ein Haus für 50 bis 60 Kinder in maximal zwei Jahren fertigzustellen, das später auch erweitert werden kann.

50.000 Euro gesammelt Allein um das Grundstück zu kaufen und das Heim zu errichten, benötigen wir im Rahmen dieser Aktion rund 100.000 Euro. In den vergangenen Monaten haben wir die Hälfte davon zusammengebracht. Um das Heim zu betreuen und mit allen laufenden Kosten zu betreiben, sind etwa 12.000 Euro im Jahr nötig. Woher das Geld kommen wird, wissen wir noch nicht. Wir sind allein auf Gottes Hilfe und Spenden angewiesen. Im den Sommerferien werden wir mit einem Team vor Ort helfen, das Waisenheim aufzubauen. Zurzeit sind wir dabei, eine Gruppenreise zu organisieren, um nach Haiti zu fliegen. Klar ist jetzt und in der Zukunft:

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Fußballturnier

Menschen mit Behinderung bleiben dran

Anpfiff für das 28. landesweite Fußballturnier der Menschen mit Behinderung: Der diesjährige Wettkampf auf dem grünen Rasen startete am 8. Mai 2010 mit den Vorrunden in der Landes- und A-Liga zeitgleich in Bayreuth, Irchenrieth, Wernberg-Köblitz, Dillingen und Bad Windsheim-Lenkersheim. Unter dem Motto „Wir bleiben am Ball“ wollen heuer insgesamt 57 Mannschaften in den vier verschiedenen Ligen für ihren Einzug ins Finale kämpfen, das am 3. Juli 2010 in Donauwörth stattfinden wird. In Bayreuth wurde das Turnier von den Werkstätten der Diakonie Bayreuth unter der Federführung von Mario Herrmannsdörfer, selbst aktiver Fußballer und seit 2006 Co-Trainer der bayerischen Auswahl von Menschen mit Behinderung, organisiert. Eröffnet wurde das Turnier von Bettina Wurzel, der Behindertenbeauftragten der Stadt Bayreuth, und Thomas Opitz, Sozialdienstleiter der Werkstätten der Diakonie Bayreuth. Die teilnehmenden Mannschaften kamen aus Deggendorf, Schwandorf, Wir brauchen immer noch sehr, Hohenroth, Nürnberg und natürlich sehr viele Helfer, die uns langfristig Bayreuth. In der Tabelle liegt das unterstützen können, z. B. durch ei- Team aus Bayreuth (Foto) mit 7 Punkne Patenschaft für ein Kind im Wai- ten und 8: 2 Toren auf Platz drei. senhaus. Diese kostet etwa 42 Euro im Monat. Auch einen Teil davon zu übernehmen, ist möglich – beispielsweise 20 Euro monatlich für die Schulausbildung oder für die Ernährung eines Kindes. Es werden enorme Unkosten auf uns zukommen, aber je mehr mithelfen, desto leichter wird die Last. Hintergrund: Das landesweite FußNatürlich gibt es auch die Möglich- ballturnier wird seit 1983 von der keit, das Waisenheim im Allgemei- Landesarbeitsgemeinschaft der nen mit einer monatlichen Spende Werkstätten für behinderte Menzu unterstützen. Mit dem Geld sol- schen in Bayern und der Lebenshilfe len Mobiliar und Haushaltsgegenfür Menschen mit geistiger Behindestände angeschafft werden. Wir rung – Landesverband Bayern veransetzen neben unserem persönlichen staltet. Die Sportler kommen aus Engagement auf viele Spender, Pri- Werkstätten und anderen Einrichvatpersonen und Firmen, Schulen tungen der Behindertenhilfe, unabund Vereine, die sich dauerhaft in hängig von deren Trägerschaft. Der das Projekt einbringen wollen. Und Fußball-Wettbewerb ist heuer in vier dafür danken wir schon jetzt“, so Spielklassen aufgeteilt: Bayernliga, Mondi Benoit in einem Bericht für Oberliga, Landesliga und A-Liga. M den „Sonntag in Franken“. M pr red


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GARTENTIPPS

Sonntag, 16. Mai 2010

Pflanze voller Eleganz

Im Lichte der Schönheit

D

ie leuchtenden Farben ihrer Blüten beeindrucken trotz ihrer Zartheit. Die Paeonien sind ein Lichtgewächs, und so braucht der Strauch einen warmen und sonnigen Standort. Gleichwohl: Die pralle Mittagssonne kann die Garten-Schönheit nicht gut vertragen. Am wohlsten fühlt sie sich in Westlagen, wenn sie nachmittags und abends Sonnenlicht bekommt. Die Gartenerde sollte tiefgründig, humos-lehmig und gut durchlässig sein. Hobbygärtner müssen zudem auf eine ausreichende Versorgung mit Phosphor und Kali achten. Zudem darf die Bepflanzung um das Gewächs herum nicht zu dicht sein, denn die üppigen Blüten der Strauch-Paeonien brauchen nicht nur Licht, sondern auch Luft. Ursprungsland der wilden Strauch-Paeonien ist China, wo die Pflanze schon vor mehr als 1000 Jahren gezogen wurde. Von dort kamen Anfang des 19. Jahrhunderts erste Kulturformen nach Europa und Deutschland. Weil sie für das hiesige Klima viel zu empfindlich waren, wurden durch Kreuzung widerstandsfähigere und winterharte Sorten gezüchtet. Die Pflanze steht den Pfingstrosen nahe, entwickelt aber anders als diese im Winter verholzte Triebe. Im Laufe des Frühjahrs entwickeln sich aus ihnen mehr als 200 Zentimeter hohe Sträucher voll Volumen, Eleganz und mit atemberaubend schönen Blüten. M mag Netze schützen vor Kohlfliege: Radieschen und Rettich sind appetitliche Happen für Schmetterlingsraupen oder die Mehlige Kohlblattlaus. Und auch Kohlfliegen können dem Hobbygärtner gerade im Frühjahr die Freude am Gemüse kräftig verderben. Denn befallene Kohl-

Flecken am Kirschlorbeer Bilden sich an den Blättern des Kirschlorbeers im Frühjahr karminrote bis bräunliche Flecken, könnte das auf die sogenannte Schrotschusskrankheit hinweisen. Benannt wurde die Krankheit so, weil nach einiger Zeit an den betroffenen Stellen das Gewebe abstirbt und herausfällt. Die Krankheit wird durch einen Pilz hervorgerufen, der vor allem junge Blätter befällt. Vor allem tritt er in sehr regenreichen Jahren auf. Das Risiko eines Pilzbefalls kann man mindern, wenn der Strauch in die Sonne gesetzt wird. M mag

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pflanzen welken und sterben ab. Vor den Schädlingen kann aber ein Netz schützen. Es wird direkt nach Saat oder Pflanzung über das Gemüse gespannt – und zwar für die gesamte Kulturdauer, rät die Landwirtschaftskammer NordrheinWestfalen. Die Kohlfliege legt ihre Eier direkt an die Pflanze. Daraus schlüpfen im Mai die Larven. Weitere Generationen entwickeln sich im Juli beziehungsweise von Ende August bis September. Sie legen wiederum Eier in den Boden, aus denen dann im nächsten Jahr weitere Generationen schlüpfen. Deshalb muss man den Schutz der Gemüsepflanzen ganzzeitig anlegen. M Kranzschlinge mag keine pralle Sonne: Die ursprünglich aus Madagaskar stammende Kranzschlinge braucht einen hellen und luftigen Platz. Pralles Sonnenlicht mag auch

sie nicht, so Gartenexperten. Von März bis Oktober sollte der Boden für die Pflanze gleichmäßig feucht gehalten und alle zwei Wochen gedüngt werden. Kommen die Knospen, darf sie nicht mehr gedreht werden. Sonst wirft die Kranzschlinge ihre Blüten ab. Im Winter wird weiterhin regelmäßig vorsichtig gegossen. M Auch Hortensien mögen es nur hell: Hortensien brauchen im Garten und in der Wohnung einen hellen Standort, ohne in der prallen Sonne zu stehen. Draußen müssen sie vor allem während der Blüte reichlich gegossen werden, in der Wohnung wird die Erde leicht feucht gehalten, so Blumenexperten. Staunässe in den Töpfen muss unbedingt vermieden werden. M Blütenpflege für Rhododendren: Rhododendren werden niemals vor, sondern immer nach der Blüte gedüngt. Die alten Blütenstände sollten dann herausgebrochen werden – und zwar bevor sie Samen ansetzen. Das fördere den Trieb neuer Knospen, erläutert die Initiative Pflanzen des Monats. M mag

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UMWELT

Sonntag, 16. Mai 2010

Barrierefreie Treppen

Rat und Tat

Aufstiege im Alter

Mieten statt kaufen

Mit dem Alter können die eigenen vier Wände zur Gefahr werden: An jeder Ecke lauern Stolperfallen und unüberwindbare Hindernisse. Wer nicht ausziehen will, kann Haus oder Wohnung seniorengerecht umbauen. Ein solcher Umbau ist sinnvoll, noch bevor die ersten Schwierigkeiten mit der Mobilität auftreten.

E

ine der größten Hürden ist meist die Treppe. Sind die Stufen unterschiedlich hoch oder ausgetreten, stehen die Stufenkanten vor oder sind stark abgetreten? Dann müssen solche Unregelmäßigkeiten ausgeglichen werden, rät Petra Bank von der Landesarbeitsgemeinschaft Wohnberatung Nordrhein-Westfalen in Dortmund. Fußabtreter und Treppenläufer müssen in den Boden eingelassen werden. Geht das nicht, wird besser auf sie verzichtet. Stufen im Innenraum lassen sich mit Teppich bekleben. Und farbige Markierungen machen Trittkanten besser sichtbar. Auch der Handlauf muss überprüft werden. Er sollte am Anfang und am Ende immer etwa 30 Zentimeter über die Treppe hinausragen. Bank empfiehlt, ein rundliches Ge-

länder mit einem Durchmesser von drei bis vier Zentimetern zu wählen. Dieses lasse sich besonders gut greifen. Vor allem bei Geschosstreppen sei es aber ganz wichtig, dass es beidseitig Handläufe gibt, sagt Holger Stolarz, Architekt im Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) in Köln. In vielen Einfamilienhäusern gebe es nur Wendeltreppen mit einem Handlauf auf der inneren Seite – doch dort seien die Stufen am schmalsten. Doch was, wenn jemand so schlecht zu Fuß ist, dass er auch optimal gestaltete Treppen nicht laufen kann? Oder auf einen Rollstuhl angewiesen ist? Dann macht der Einbau eines Treppenlifts Sinn. Der ist aber immer eine Maßanfertigung, und das hat seinen Preis.

Eingang nicht vergessen Wird ein Sitzlift für eine gerade Strecke von einer Etage zur nächsten eingebaut und kann die Firma lauter gebrauchte Teile verwenden, so liegen die Kosten bei rund 3.100 Euro. Ein neuer Sitzlift in dieser einfachen Ausführung kostet gut das Doppelte, so Bank. Die Preise für einen neuen Plattformlift beginnen bei 10.000 Euro. Zum Schluss fehlt noch der Hauseingang. Hier müssen

glitschiges Moos und rutschige Steine entfernt werden. Stufen lassen sich oft mit einer Rampe überbrücken, die sogar der Hausarzt unter Umständen als Hilfsmittel verordnen kann. Außerdem brauchen Eingang und Geschosstreppe eine gute, nicht blendende Beleuchtung oder auch gezieltes Licht: Denn Hausnummer, Namensschild und Schlüsselloch müssen gut erkennbar und der Lichtschalter gut erreichbar sein. Wer beim sogenannten altengerechten Umbau möglichst viele umweltverträgliche Materialien und Geräte verwendet, tut auch noch etwas für zusätzliche Wohnbehaglichkeit und Kilma. M mag

M Umwelt-Technologien für Bad und Küche Umweltfreundlichkeit und der rücksichtsvolle Umgang mit natürlichen Ressourcen werden zunehmend ein Thema in Bad und Küche. Die Designer achten auf einen sparsamen Wasserverbrauch und entwickeln Technologien, die Wasser mehrfach nutzbar machen. Sogar neu aufbereitetes Wasser für einen Spülgang in der Geschirrspülmaschine ist eine Option für die Zukunft, wie sich auf der inter-

nationalen Möbelmesse „Salone Internazionale del Mobile“ in Mailand zeigte. Auch der Fachhandel argumentiert bei Verkaufsgesprächen zunehmend mit dem Umwelt- und Einsparungsaspekt. Wer dies nicht tut, will meist Ladenhüter mit veralteter Technologie verkaufen. Auch bei Gebrauchtgeräten sollte man genau hinschauen. Sanierungsangebote: Nicht auf das erstbeste setzen. Das

erste Angebot für die Sanierung des Eigenheims muss nicht unbedingt gleich das günstigste sein. Deshalb sollten Hausbesitzer mindestens drei ausführliche Offerten von verschiedenen Handwerkern einholen, rät Stiftung Warentest. Enthalten sein sollten unter anderem detaillierte Beschreibungen der Leistung, der Fabrikate, der Baustoffe sowie deren Eigenschaften wie etwa Dämmwerte. mag

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Mit Gas heizen ist umweltfreundlich. Wer seine Heizanlage umstellen möchte, muss allerdings viel Geld in die Hand nehmen. Da ist jede Möglichkeit willkommen, die Anfangsinvestitionen geringer zu halten. Flüssiggastanks zu mieten, ist teuer. Der Mietkauf ist dazu die günstigere Alternative. Das funktioniert im Prinzip wie beim Autoleasing. Der Kunde mietet zunächst und kauft nach einer zuvor festgelegten Zeit den Tank – die Miete wird dabei angerechnet. Der Vorteil: Anders als bei der reinen Miete ist der Verbraucher nicht per Vertrag an einen bestimmten Lieferanten gebunden, erläutert die Verbraucherzentrale Sachsen. Auch die Wartung der Anlage – etwa über den TÜV oder die Dekra – sei in der Regel billiger als ein Wartungsvertrag im Rahmen eines Mietverhältnisses. Fiskus erkennt Handwerkerrechnungen an: Wird am Haus eine Reparatur oder eine Modernisierung fällig, fallen meist hohe Kosten an.

Mein grünes Zuhause Einen Teil der Rechnung können Immobilienbesitzer aber steuerlich absetzen. Der Gesetzgeber hat bestimmt, dass Handwerkerrechnungen bis maximal 6000 Euro pro Jahr eingereicht werden dürfen. Davon sind 20 Prozent steuerlich absetzbar, erläutert die Arbeitsgemeinschaft für Bau- und Immobilienrecht (ARGE Baurecht) im Deutschen Anwaltverein in Berlin. Der Hausherr muss sowohl die Rechnung als auch den Überweisungsbeleg vorlegen. M mag


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GESUNDHEIT

Sonntag, 16. Mai 2010

Erdbeeren

Die rote Versuchung Die Erdbeere, die köstlichste Beere unter den Waldfrüchten, wächst an Wegböschungen, am Rande von Waldwegen, auf Holzschlägen oder auf sonnigen Lichtungen in der Ebene bis hinauf zur Waldgrenze. Der Name täuscht, im Grunde genommen ist die Erdbeere gar keine Beere, sondern – botanisch gesehen – eine Sammelnussfrucht. Die eigentlichen Früchte sind die kleinen gelbgrünen, in das rote Fleisch eingebetteten Nüsschen.

B

ereits in der Antike priesen römische Dichter die Qualitäten der kleinen, aromatischen Walderdbeeren: Vergil, Ovid und Plinius nannten sie „frega“ oder „fregum“. Im Mittelalter gab es große Flächen, auf denen die kleinen Walderdbeeren kultiviert wurden. Erst in der Neuen Welt fand man großfrüchtigere wilde Sorten. Sie gelangten im 18. Jahrhundert nach Europa. Um 1750 schließlich entstand aus Kreuzungen der verschiedenen Wildformen die sogenannte Ananas-Erdbeere (Fragaria ananassa), die Stammform der heute kultivierten Gartenerdbeeren. Reife Walderdbeeren zählen zu den Vitamin-C-reichsten Früchten: in 100 g sind durchschnittlich 60 mg enthalten. Die erfrischenden Fruchtsäuren, Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium, Kalzium, Eisen,

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Zink, Mangan, Kupfer, Kobalt und Phosphor, außerdem noch Folsäure, Vitamine der B-Gruppe, Vitamin E und Provitamin A machen die Erdbeeren so wertvoll. Walderdbeeren sind aromatischer und reicher an Duftstoffen, Vitaminen und Mineralstoffen, deshalb werden in der Volksmedizin ausschließlich Früchte und Blätter der „echten“ Walderdbeeren verwendet, doch wertlos sind die Gartenerdbeeren sicher nicht.

Anzeichen von Allergie Gartenerdbeeren sind eine Züchtung aus Holland. Um 1750 ging durch Kreuzung der großfruchtigen Chile-Erdbeere mit der amerikanischen Scharlach-Erdbeere die Stammform unserer heutigen „Ananas-Erdbeere“ (Fragaria ananassa) hervor. Vom englischen Kö-

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nig Richard III. (1483–1485) wird berichtet, dass er nach dem Verzehr von Erdbeeren einen Hautausschlag und Schwellungen im Gesicht bekam. Er ließ daraufhin den Überbringer der Erdbeeren wegen versuchten Giftmordes hinrichten. Aus der Beschreibung der Symptome lässt sich heute auf eine sogenannte Erdbeerallergie schließen. Bei empfindlichen Personen kann es beim Genuss von Erdbeeren auch zu einer Nahrungsmittelunverträglichkeit ohne Immunreaktion kommen, das heißt, es sind keine Antikörper vom Typ IgE an der Reaktion mit den Nahrungsmitteln beteiligt. Trotzdem wird das Gewebshormon Histamin freigesetzt und verursacht die Symptome einer Allergie.

Gegensteuern Schuld daran ist in den meisten Fällen der chininähnliche Stoff „Fragarianum“. Chinin wird übrigens auch in vielen anderen Lebensmitteln und Getränken verwendet. Emfehlungen zum Gegensteuern gehen dahin, dass man die Früchte entweder kurz vor dem Verzehr mit kochendem Wasser übergießt und danach kalt abschreckt oder aber sie passiert, Rahm und/oder Calcium hinzugibt und sie als Fruchtmark genießt. Hilft dies alles nichts, muss leider auf Erdbeeren verzichtet werden. M red

DER TIPP

Was tun bei Sonnenallergie? Kennen Sie das auch? – Kaum lädt die Sommersonne zum Baden ein, schon zeigen sich auf der Haut unschöne Rötungen und kleine, heftig juckende Bläschen, manchmal sogar Schwellungen. Eine Sonnenallergie hat sich entwickelt. Als wahrscheinlichster Auslöser dieser unangenehmen Reaktion gilt der langwellige UV-AAnteil des Sonnenlichts. Im Verdacht stehen aber auch Inhaltsstoffe von Kosmetika wie z. B. lichtsensibilisierende Parfümöle. Wichtig ist daher, ein hochwertiges Lichtschutzpräparat auszuwählen, dessen Filtersystem zuverlässig vor dem gesamten UV-Spektrum schützt. Damit beugt man nicht nur der Sonnenallergie, sondern auch der Hautalterung und Zellschäden vor. Eine Sonderform der Sonnenallergie ist die sogenannte Mallorca-Akne. Sie wird ausgelöst durch Fette und Emulgatoren. Auch hier treten juckende Bläschen und Knötchen auf. Wer unter dieser Form der Sonnenallergie leidet, darf nur Lichtschutzpräparate in Gelform verwenden, die fett- und emulgatorfrei sind. Dies gilt natürlich auch für die Après-Pflegeprodukte nach dem Sonnenbad. Man kann allerdings auch vorbeugend einiges tun: Hochdosiertes Calcium – 1000 mg täglich – das man bereits 2 bis 3 Wochen vor der Freibad- und Urlaubssaison einnimmt, stabilisiert die Zellen und sorgt dafür, dass sie bei Bestrahlung keine allergieauslösenden Botenstoffe abgeben. Sollte sich bereits ein Ausschlag zeigen, helfen antiallergische Tabletten und leichte, kühlende Cortisongel. Genießen Sie die Sonne! Ihre Apothekerin Wencke Mühlhäuser easyApotheke Bayreuth


GESUNDHEIT

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NACHRICHTEN Bewegung

Rücken stärken Dauerhaftes Sitzen im Büro ist ein Belastung für den Rücken. Regelmäßige Bewegungspausen vermeiden Fehlhaltungen. Eine „aktive Pause“ kann beispielsweise der Gang zum Drucker, das Telefonieren im Stehen oder der Weg zum Büro des Kollegen sein. Entlastet wird der Körper aber auch durch sogenanntes dynamisches Sitzen, bei dem die Position häufig verändert wird. Denn Bandscheiben brauchen regelmäßige Be- und Entlastung, um mit Nährstoffen versorgt zu werden, erläutert die Unfallkasse Rheinland-Pfalz. Sonnenschutz kann Wirkung verlieren: Wird ein Sonnenschutzprodukt zu kalt oder zu warm gelagert, können sich die enthaltenen Sonnenschutzfilter verändern. Unter Umständen schützt dann das Produkt nicht mehr vor den schädlichen UVStrahlen, erläutert Prof. Christian Surber von der Dermatologischen Universitätsklinik Basel. Verbraucher sollten außerdem immer einen Sonnenschutz kaufen, auf dem das Verfallsdatum angegeben ist. mag Sauna tut trockener Haut auch im Sommer gut: Menschen mit trockener Haut sind in der Sauna genau richtig: Denn der Hitzereiz regt die Durchblutung an und fördert damit eine bessere Versorgung der Haut mit Feuchtigkeit. Außerdem stärkt das Schwitzen den hauteigenen Säureschutzmantel und verhindert so, dass der Körper zu viele Mineralstoffe durch das Schwitzen verliert. Darauf weist die Krankenkasse BKK unter Berufung auf eine Studie der Dermatologischen Klinik in Jena hin. Saunieren ist ein Gesundheitsspaß, der das ganze Jahr über betrieben werden kann. Die Thermen in der Region bieten Spezialarrangements an. M red

Schlafen auf Wasserbetten: Das hat den vermeintlichen Vorteil, dass sich die Unterlage optimal an den Körper anpasst und der Schläfer sich nachts nicht so oft hin- und herwälzt. Ob das aber wirklich gesund ist, darüber streiten die Experten. Wasserbetten

Die Lage der Liege F

ür Detlef Detjen von der Aktion Gesunder Rücken in Selsingen (Niedersachsen) ist die Sache klar: Aus orthopädischer und schlafmedizinischer Sicht seien Wasserbetten zu Hause nicht eindeutig zu empfehlen. Schließlich bräuchten die Bandscheiben auch nachts Bewegung, um ausreichend Flüssigkeit und Nährstoffe aufzunehmen. Ein gesunder Mensch müsse sogar bis zu 60-mal pro Nacht die Schlafposition wechseln. Außerdem sinke der Körper bei Veränderungen wie etwa einer Schwangerschaft zu tief in das Wasserbett ein – und die Beine lägen dann zu hoch. Anders als beim Lattenrost, könne das Bett dann nicht angepasst werden. Walter Pitzer, Facharzt für Orthopädie aus Gladenbach bei Marburg, argumentiert dagegen: Dass die Beine in einem Wasserbett hö-

her liegen, könne sich positiv auswirken, unter anderem bei Hexenschüssen, Bandscheibenvorfällen, Rheuma oder Krampfadern. Grundsätzlich gebe es keinerlei Diagnose, die Schlafen auf Wasser von vornherein ausschließt, sagt der Mediziner.

Stabile Rahmen Tatsächlich nimmt unter den Bundesbürgern die Zahl der Wasserbettenanhänger stetig zu. Mittlerweile schlafen knapp fünf Prozent der Bevölkerung darauf. Im Laden haben Käufer die Wahl zwischen Hardsideund Softside-Systemen: Bei den ersteren nimmt ein stabiler Bettrahmen die Wassermatratze in sich auf und schließt bündig mit ihr ab. SoftsideWasserbetten können in jeden beliebigen Bettrahmen eingebaut werden oder sogar frei stehen.

Bei allem Für und Wider kommt es letztlich auf die Qualität an. Und die variiert eben auch bei Wasserbetten. Für ein gutes Wasserbett sollten Schläfer mindestens 2000 Euro investieren. Angst vor dem Schaukeln braucht dabei niemand zu haben. Denn spezielle Vliese in der Matratze saugen sich voll Wasser und dämpfen die Bewegung. Je stärker die Vliesberuhigung, desto geringer die Nachbewegung. Der Fachhandel biete alle Abstufungen an, von völlig unberuhigten Systemen, sogenannten FreeflowMatratzen, bis hin zu starken Beruhigungsstufen. Vor allem Allergiker können außerdem von Wasserbetten profitieren. Denn das Matratzenvinyl kann feucht abgewischt werden. Und die Textilauflage, die Schweiß und Staub aufnimmt, kann und sollte regelmäßig gewaschen werden, raten Experten. M mag


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LEBEN

Sonntag, 16. Mai 2010

Finanzmarkt, Arbeitsrecht und Versicherungsschutz

Beipackzettel für Geldanlagen Beipackzettel für Finanzprodukte: Die Finanzkrise und die Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers haben eine Diskussion um eine bessere Information der Anleger ins Rollen gebracht. Seit Jahresbeginn müssen die Banken Beratungsgespräche protokollieren. Und viele Institute haben genauere Informationsblätter zu ihren Produkten aufgelegt. Anlegerschützer sind aber ebenso für mehr finanzielle Bildung. Für die Versicherer sind kompakte Produktinformationsblätter schon seit Anfang 2008 Pflicht. Nun sollen „Beipackzettel“ die Kunden von Finanzinstituten vor Fehlanlagen schützen. Die Deutsche Bank zum Beispiel stellte schon Anfang Februar ein solches Papier vor. Auch die ING-DiBa hat bereits zahlreiche Info-Blätter online gestellt. Ebenso haben die Volks- und Raiffeisenbanken ein standardisiertes Papier in Aussicht gestellt. Orientieren soll es sich an einem Katalog mit zehn Punkten, den das Bundesverbraucherschutzministerium vorgelegt hat. Auch das Muster des Bundesverbands deutscher Banken in Berlin lehnt sich an das Konzept des Ministeriums an. Nach Ansicht von Achim Tiffe vom unabhängigen Institut für Finanzdienstleistungen (iff) in Hamburg aber kann der Produktzettel noch so gut sein. Er allein sei nicht die Lösung, wenn die Beratung nicht gut sei. „Persönliche Beratung und schriftliche Information müssen Hand in Hand gehen“, so Tiffe. Außerdem müssten Anleger auf dem Zettel direkt ablesen können, ob ein Produkt für ihre Ziele geeignet sei. Auch das Protokoll von Wertpapier-Beratungsgesprächen soll Fälle von Falschberatung vermeiden helfen. Womöglich schützt es aber nicht ganz vor Fehlentscheidungen: Verbraucherschützer haben bereits auf Fälle hingewiesen, in denen zwar eine Beratung erfolgte. Am Ende sei aber doch am Risikoprofil und dem Anlagewunsch vorbei beraten worden. Deshalb müssen sich Anleger vorher gut informieren.

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Tierkäfige 30 % reduziert! Pludrig weit und bequem: Haremshosen sind jetzt in: Haremshosen sind in diesem Sommer groß in Mode. Getragen werden sie am besten mit sommerlichen und vor allem taillierten Oberteilen. Die vor allem an den Beinen lockere Silhouette müsse an anderer Stelle ausgeglichen werden – zum Beispiel mit einem engen Oberteil, erläutert Stylistin Dagmar Dobrofsky aus Berlin. Sie rät zum Beispiel zu einer kurzen Lederjacke. In der Freizeit tut es auch ein tailliertes TShirt. Für ein festlicheres Outfit am Abend empfiehlt die Stylistin, unbedingt zu hohen Schuhen zu greifen: High-Heels oder Plateau-Absätze machen den Look erst richtig sexy, so Dobrofsky. Tabu sind dagegen weite Blusen. Denn sonst sehe die Trägerin schnell aus wie ein Ballon, warnt Stilberaterin Simone Piskol aus Dresden. Ohnehin sollten nur schlanke Frauen sich an den neuen Look wagen. M Ausgiebige Rauchpausen kein Kündigungsgrund: Selbst besonders häufige Rauchpausen müssen kein Kündigungsgrund sein. Das Landesarbeitsgericht RheinlandPfalz beurteilte in einem Fall den

Rauswurf eines starken Rauchers als unzulässig, so der Deutsche Anwaltverein – wegen der langen Betriebszugehörigkeit und seines Alters. Die Richter schlugen dem Arbeitgeber vor, den Mann zu verpflichten, vor und nach jeder Rauchpause das Zeiterfassungsgerät zu bedienen. M mag Unterversicherung kann Leistung verringern: Wird in eine Wohnung eingebrochen oder geht zu Hause etwas zu Bruch, kommt schnell ein hoher Schaden zusammen. Doch nicht alles zahlt auch die Hausratversicherung, wenn das Inventar unterversichert war. War Bernecker Str. 65 95448 Bayreuth Tel. 0921-850 850

Professioneller Hundesalon! beispielsweise der komplette Hausrat nur zu 40 Prozent versichert, zahlt der Versicherer bei Einzel-

schäden auch nur diesen Anteil. Ein Beispiel: Wird der 2000 Euro teure Fernseher zerstört, erstattet die Hausratversicherung maximal 800 Euro, erläutert die Versicherung Signal Iduna. Versicherungsnehmer sollten daher öfter checken, ob ihre Police noch auf dem aktuellen Stand ist. Dazu sollte eine Inventarliste erstellt und regelmäßig aktualisiert werden. Am besten setzen Versicherungsnehmer den Wiederbeschaffungswert der Gegenstände an. Sie können aber auch die einfachere Formel „Quadratmeterzahl mal 700 Euro“ wählen, so die Versicherungsexperten. Besonders teure Gegenstände sollten außerdem fotografiert werden – als Nachweis für den Versicherer. Fotos könnten aber auch dabei helfen, die gestohlenen Gegenstände wiederzufinden. M Kreditkarten-Ersatz kostet bis zu 30 Euro: Geldinstitute in Deutschland verlangen für den Ersatz einer verloren gegangenen Kreditkarte bis zu 30 Euro. Und bis zu 15 Euro kann es kosten, wenn die EC-Karte weg ist und eine neue her muss. Das hat ein Preisvergleich der Verbraucherzentrale NordrheinWestfalen ergeben. Komplett ohne Gebühren kommen Kunden bei einigen Direktbanken davon. M Test: Supermarktshampoo tut es auch: Wer ein gutes Shampoo sucht, muss nicht zur Profi-Flasche greifen: Shampoos für strapaziertes Haar vom Discounter oder aus der Drogerie tun es auch, wie eine Untersuchung der Stiftung „Warentest“ ergab. Grundsätzlich könne der Kunde beim Kauf eines Shampoos für strapaziertes Haar wenig falsch machen: Warentest bescheinigte allen 18 untersuchten Produkten die notwendige Pflege für das Haar, ohne es zu sehr zu beschweren. Und so lässt sich kräftig sparen: Denn ob ein Produkt wie im Test 0,23 Euro pro 100 Milliliter kostet oder 4,72 Euro, macht sich im Geldbeutel bemerkbar. M mag


HOROSKOP

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Widder 21. März bis 20. April Es ist in dieser Zeit unmöglich, alles beim Alten zu belassen, denn damit würden Sie Dinge ignorieren, die für Sie wichtig sind. Auch wenn die Veränderungen anfangs verwirrend klingen, sollten Sie diese mutig und unbeirrt in Angriff nehmen. Schieben Sie die negativen Gedanken weit weg und schauen Sie nur auf die schönen Seiten, die Ihnen gerade dieser Zeitpunkt bietet. Alles lässt sich regeln, nur weiter so!

Stier 21. April bis 20. Mai Keiner zwingt Sie zu diesem Schritt, doch Sie wissen selbst in Ihrem Innersten, dass etwas getan werden muss. Wenn Sie die ersten Zweifel verspüren, sollten Sie besser den Kurs als Ihre Ansichten ändern. Nur aus reinem Trotz den einmal gewählten Weg zu verfolgen, wäre naiv und würde Ihnen mehr schaden als nützen. Versuchen Sie diese Klippe mit den besten Mitteln zu umschiffen. Nur Mut!

Zwillinge 21. Mai bis 21. Juni Versuchen Sie erst einmal durchzuatmen und herauszufinden, was Sie eigentlich verbessern wollen. Wenn Sie das klar und deutlich vor sich sehen, wird aus der Idee eine Tatsache, die sich dann auch gut realisieren lässt. Ihre einstige Schwäche könnte sich über Nacht in Stärke verwandeln und Sie damit auch wieder auf neue Wege führen. Lassen Sie sich mit guten Ratschlägen versorgen, dann gelingt es!

Krebs 22. Juni bis 22. Juli Eine heftige Diskussion könnte Sie zum Nachdenken anregen, wird Sie aber nicht vor weiteren Schritten bewahren. Auch wenn Sie meinen, mit dieser Idee die Welt aus den Angeln heben zu können, wird alles doch so weiterlaufen, wie es von der anderen Seite geplant war. Nehmen Sie diese Situation zum Anlass, die überholten Muster abzustreifen und sich auf neue Dinge zu konzentrieren. Es lohnt sich!

Löwe 23. Juli bis 23. August Der nächste Schritt wird Ihnen leichterfallen, denn damit haben Sie endlich den Punkt erreicht, an dem Sie wieder klar denken und auch die ersten Ergebnisse sehen können. Glauben Sie nicht, dass Sie mit Ihren Ansichten abseits des Geschehens stehen, denn nur Ihr eigenes Verhalten hat Sie dies glauben lassen. Versuchen Sie daran etwas zu ändern, dann wird sich auch alles Weitere regeln lassen. Nur zu!

Jungfrau 24. August bis 23. September Neue Erfahrungen, neue Aufgaben, gute Ergebnisse! Das wäre der Verlauf, den Sie sich wünschen würden, doch gerade in dieser Situation wird es Ihnen nicht so leicht gemacht. Versuchen Sie einem Trend zu folgen, der Sie über einen Umweg dann aber doch an Ihr Ziel führen wird. Stürzen Sie sich nicht auf jedes Objekt, das man Ihnen auf den Tisch legt. Wählen Sie nur die interessanten Sachen aus!

Waage 24. September bis 23. Oktober Im allgemeinen Trubel geht so manches unter, was vielleicht wichtig für Sie wäre. Achten Sie mehr auf die kleinen Anzeichen, auf die Sie Ihr Innerstes hinweist, denn damit sind Sie dann auf der sicheren Seite. Es gibt auch immer wieder Punkte, an denen es brenzlig werden könnte, deshalb sollten Sie sich nach mehreren Richtungen absichern. Es hört sich kompliziert an, doch der Aufwand lohnt sich. Gut so!

Skorpion 24. Oktober bis 22. November Auch wenn Sie es nicht glauben wollen, doch Neid und Konkurrenzgehabe werden nicht lange auf sich warten lassen. Noch spielen Sie die erste Geige, doch auch andere Personen würden gerne diese Stelle einnehmen und sich damit hervortun. Versuchen Sie mehr als Team aufzutreten, denn damit können sie gemeinsam die Stärke beweisen, die für diese Aktion notwendig ist. Probieren Sie es aus!

Schütze 23. November bis 21. Dezember Es wäre nicht gerade klug, weiter nach dem vermeintlich bewährten Schema fortzufahren, denn damit könnten Sie in eine Sackgasse geraten. Neue Ideen sind gefragt, und damit wären dann sicher auch Veränderungen nötig. Doch für Sie wäre das eine gute Chance, sich im richtigen Licht zu präsentieren. Auch wenn man Ihnen andere Vorschläge macht, bleiben Sie bei Ihrem Vorhaben, es wird sich lohnen!

Steinbock 22. Dezember bis 20. Januar Zeigen Sie Ihrem Umfeld, dass Sie kämpfen können. Kommen Sie aus Ihrem Schneckenhaus heraus und sagen Sie ganz direkt, was Sie erwarten. Keiner kann Ihre Wünsche erahnen. Auch wenn Sie eine persönliche Unterstützung vermissen, Ihre Mitmenschen werden noch eine gewisse Zeit skeptisch bleiben. Glauben Sie an sich!

Wassermann 21. Januar bis 19. Februar Keine Angst vor einem stürmischen Gegenwind, denn gerade der kann die ganze Sache in Schwung bringen. Bleiben Sie bei Ihren Ideen. Den klugen Worten sollten aber auch Taten folgen, nur damit bleiben Sie auch glaubwürdig. Sie haben das nötige Durchhaltevermögen, setzen Sie es ein und schauen Sie, was sich daraus entwickelt.

Fische 20. Februar bis 20. März Bei diesem erfreulichen Thema sollten Sie mitreden, denn gerade Ihre guten Anregungen könnten wegweisend sein. Allerdings könnten auch Überraschungen auftreten, die dem ganzen Verlauf eine andere Wendung geben könnten. Doch darauf sollten Sie innerlich eingestellt sein und dann sofort reagieren, damit es nicht erst zu einem unnötigen Halt kommt. Bleiben Sie vor allem immer optimistisch!

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LEBEN

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Redaktion: Sonntag in Franken Verantwortlich: Gert-Dieter Meier Anschrift: Maximilianstraße 58/60, 95444 Bayreuth Telefon: 0921-500-163 www.sonntag-in-franken.de E-Mail: redaktion@sonntag-in-franken.de Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Projektleitung und Koordination: Harald Ritter Vertrieb: VSO – Verteil Service Oberfranken GmbH Vertriebsleitung: Georg Haas Gesamtvertriebsleitung: Herbert Angerer Druck: Nordbayerischer Kurier GmbH & Co. KG Geschäftsstelle: Maximilianstraße 58/60, 95444 Bayreuth Telefon 0921-294-294, Fax 0921-294-193

(ohne Gewähr)

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M Sudoku-Spielregeln Füllen Sie das Rätselgitter nur mit den Zahlen von 1 bis 9. Dabei gibt es Folgendes zu beachten: In jeder waagerechten Zeile und in jeder senkrechten Spalte darf jede Zahl nur einmal vorkommen! Und auch in jedem der neun umrahmten 3x3-Felder kommt jede Zahl von 1 bis 9 nur jeweils einmal vor.


MEDIEN FLIMMERKISTE M Augen zu und durch! Bayern in der Championsleague, Länderspiel Deutschland-Malta, der Glub in der Relegation: Was wir jetzt im Fernsehen erleben durften, war sicherlich nur ein leiser Vorgeschmack auf die Fußballwochen des Sommers. Denn bald wir ja „König Fußball“ wieder das TV-Programm regieren, oder besser gesagt dominieren. Nur – sollen wir Frauen uns darüber wirklich freuen oder besser auswandern? In Urlaub fahren in ein Land oder auf eine Insel, wo Fußball keine Rolle spielt? Ein vermutlich sinnloses Unterfangen, denn überall, wo ein paar Jungs auf der Straße zusammenkommen und etwas finden, was sie hinund herkicken können (ob Steine, Dosen oder eben Bälle), ist es bis zur Gründung des nächsten Fußballvereins nicht mehr

weit. Also werden wir uns wohl damit abfinden müssen, dass wir wieder sechs Wochen in einem Ausnahmezustand leben müssen: Public Viewing bis zum Umfallen, Fernsehabende mit Brüdern, Neffen, Kumpels und Kollegen bei Chips und Bier, Ergebniswetten im Büro, flatternde Deutschlandfahnen auf Balkonen und Autos. Kleinere optische Blickfänge wird es wohl hoffentlich geben – Italien, Spanien und Holland sind schließlich dabei. Nicht zu vergessen der stets adrett gekleidete Jogi Löw, der eine beachtliche weibliche Anhängerschaft hat (und dessen Frau öffentlich noch nie gesehen ward). Also, liebe Frauen: Augen zu – und durch! Ute Eschenbacher

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Filmreihe zum 80. Geburtstag von „Dirty Harry“

Clint Eastwood – eine lebende Legende Er war der klassische Actionheld schlechthin: kalter Blick, gestählter Körper, die Hand schnell am Abzug. Als Schauspieler, aber auch als Regisseur feierte Clint Eastwood große Erfolge.

A

m 31. Mai wird der als Westerndarsteller berühmt gewordene Hollywoodstar 80 Jahre alt. Im Fernsehen wird dieser Anlass gebührend gewürdigt. So sendet etwa 3sat am Dienstag, 25. Mai, um 22.25 Uhr in seiner Reihe „Kennwort Kino“ eine Dokumentation über Clint Eastwood, einem der vielseitigsten Künstler des Kinos. Denn Clint Eastwood ist längst zu einer lebenden Legende des internationalen Films geworden. Als Darsteller machten ihn die Italowestern von Sergio Leone berühmt („Dollar-Trilogie“). Als Regisseur war er mit seinem Oscar-prämierten Spät-Western „Erbarmungslos“ (1992) im Olymp Hollywoods angekommen. In der Wüste von Almeria spielte Eastwood mit Poncho und Zigarillo den wortkargen Gunfighter – den „Man With No Name“ – und wurde damit zu einer Ikone der 1960er Jahre. Zurück in den USA, verstörte er liberale Kritiker als „Dirty Harry“. Man warf ihm damals einen Hang

zur Selbstjustiz vor. Doch die Arbeit mit Don Siegel, mit dem er fünf Filme drehte, zählte zu den zentralen Erfahrungen in Eastwoods Karriere. Der lakonische Erzählstil seines Vorbilds hat Eastwoods eigene Arbeit als Regisseur entscheidend geprägt. Heute wird er von Kollegen, Kritikern und Zuschauern als Filmemacher bewundert, dem es wie keinem anderen gelingt, populäres Kino und künstlerische Ambitionen zu vereinen. „Kennwort Kino“ kon-

zentriert sich vor allem auf sein Spätwerk, das 1992 mit „Erbarmungslos“ begann, bis zu seinem jüngsten Film „Invictus“, der Anfang 2010 in die deutschen Kinos gekommen ist. Im Anschluss, um 22.55 Uhr, zeigt 3sat „Das Todesspiel“, den letzten Teil der „Dirty Harry“-Reihe, mit Clint Eastwood in der Hauptrolle. Am Freitag, 28. Mai, 22.25 Uhr, folgt mit „Honkytonk Man“ ein Spielfilm, bei dem er auch Regie geführt hat. M red

1937 in Düsseldorf geboren, studierte Theaterwissenschaften und absolvierte eine Schlosserlehre. Er war Chef-Bühnenbildner am Düsseldorfer Schauspielhaus und an der Hamburger Staatsoper. 1995 bekam er für seine TV-Arbeit den „Deutschen Telestar“. M

Am heutigen Sonntag strahlt das Erste um 23.30 Uhr einen Bericht vom Parteitag der Linken aus. Die Moderation übernimmt Rainald Becker. Nicht nur wegen des Wahlergebnisses in NRW sorgt die Linke immer wieder für Diskussionsstoff. Auch ist ihre gesamtdeutsche Zukunft angesichts des Rückzugs Oskar Lafontaines vom Amt des Parteichefs mehr als ungewiss. M red

TV-News Pit Fischer: Der langjährige Bühnenbildner von „Wetten, dass..?“ starb in Hamburg im Alter von 73 Jahren. Der international bekannte Bühnenbildner war von 1983 bis zu seinem altersbedingten Ausscheiden im Jahr 2008 für die legendären Bühnendekorationen von „Wetten, dass..?“ verantwortlich. Er galt als fairer und unkonventioneller Kollege. Pit Fischer wurde

Live vom Parteitag: Wie regierungsfähig ist die Linke tatsächlich?


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TERMINE HEUTE

Stadt

Region

M Kino

M Familie/Kinder

M Vereine

Kulmbach: Plassenburg, 14.15 Uhr, Museumskasse, Treffen zur Sonderführung für Kinder unter dem Motto „Hunger und Durst – der größte Feind der Plassenburg“.

Untersteinach: auf dem Gelände des Schützenvereins, ab 9 Uhr Landesmeisterschaft im Agility, Informationsstände und Tombola, Hundesportverein Tierfreunde Stadtsteinach/DVG.

„Alice im Wunderland 3D“ (13, 17.40 Uhr, FSK 12). „Drachenzähmen leicht gemacht 3D“ (13, 15.15 Uhr, FSK 6). „Mit dir an meiner Seite“ (13, 15.30, 17.50, 20.30 Uhr, FSK 6). „Eine zauberhafte Nanny 2“ (13.15, 15.40 Uhr, FSK 0, KinderClub). „Robin Hood“ (13.15, 16.20, 19.30 Uhr, FSK 12, Bundesstart). „Tiger Team – Der Berg der 1000 Drachen“ (13.15 Uhr, FSK 6). „Dat Night – Gangster für eine Nacht“ (13.30 Uhr, FSK 12). „Teufelskicker“ (13.30 Uhr, FSK 0, Kinder-Club). „Plan B für die Liebe“ (15.30, 20 Uhr, FSK 12, Bundesstart). „Zahnfee auf Bewährung“ (15.30 Uhr, FSK 0, Kinder-Club).

„Iron Man 2“ (16, 19.45 Uhr, FSK 12). „Das Leuchten der Stille“ (20.15 Uhr, Szene aus „Iron Man 2“. Foto: dpa FSK 12). „Verrückt nach Steve“ (18 Uhr, FSK 6). „Zu scharf, um wahr zu sein“ (20.15 Uhr, FSK 12). „Delikatessen: Crazy Heart“ (17, 20 Uhr, FSK 6, Gilde). „Avatar – Aufbruch nach Pandora 3D“ (17.35 Uhr, FSK 12). „Die Friseuse“ (18 Uhr, FSK 0, Gilde). „Shock Labyrinth 3D“ (22.45 Uhr, FSK 16, Bundesstart).

Pfingstmarkt in Bayreuth

wegen des Umbaus am Markt heuer auf dem Luitpoldplatz noch bis einschließlich Dienstag, 18. 5. 2010

M Museen/Führungen M Ausstellungen Internationaler Museumstag, Sonderveranstaltungen in den Museen. Infos im Internet unter: www.museumstag.de.

!

Selb: Rosenthal-Theater, 19 Uhr, Eröffnung der Ausstellung „Papier- und Material-Bilder und Objekte“ von Susanne Johannes, Selb.

M Kino

Kulmbach: Cineplex (www.kulmbach.cineplex.de) wegen des Umbaus am Markt heuer auf dem Luitpoldplatz „Drachenzähmen leicht genoch bis einschließlich Dienstag, 18. 5. 2010 macht“ (13.45, 16.45 Uhr, FSK 6, Kinder-Club). „Robin Hood“ (13.45, 16.45, M Bäder 19.30 Uhr, FSK 12, Bundesstart). „Teufelskicker“ (14 Uhr, FSK 0, Stadtbad: Kolpingstraße 7, 0921/ Kinder-Club). „Zahnfee auf Bewährung“ (14 600382, geschlossen. 1. Avatar – Aufbruch nach SVB-Hallenbad: Am Sportpark 5, Uhr, FSK 0, Kinder-Club). Pandora 0921/98614, 9 bis 13 Uhr Schwimm2. Surrogates – Mein zweites halle und Gemeinschaftssauna (12 M Märkte/Flohmärkte Ich Uhr Kassenschluss). 3. 2012 Kreuzsteinbad: Universitätsstraße Eckersdorf: unter dem Zeltdach, 4. Die Päpstin 20-24, 7 bis 20 Uhr geöffnet. Einlass 10.30 bis 17 Uhr, Bauern- und 5. Gesetz der Rache Flohmarkt. bis 19 Uhr. 6. Disrtict 9 Altstadtbad: Fantaisiestraße, 0921/ 7. Wickie und die starken 61662, 12 bis 19 Uhr geöffnet (bei Männer M Feste/Kerwas schlechtem Wetter bleibt das Bad ge8. New Moon – Biss zur schlossen). Mittagsstunde Bad Berneck: Großparkplatz Am Freiluftbad Bürgerreuth mit Anger, Blütenfest, ab 13.30 Uhr 9. Alvin und die Chipmunks 2 Kneippanlage: An der Bürgerreuth, Festumzug, Stimmungsmusik mit 10. Die nackte Wahrheit 8 bis 20 Uhr geöffnet. den Waldnaabtaler Musikanten. Lohengrin-Therme: Kurpromenade Grafenwöhr: US-Kaserne, Deutsch5, 0921/792400, 9 bis 22 Uhr Ther- Amerikanisches Volksfest. menwelt, 11 bis 22 Uhr Sauna und Pferch: Festplatz, ganztägig KerWellness. wabetrieb.

Pfingstmarkt in Bayreuth

TOP 10 DVD-Filme

Pfingstmarkt in Bayreuth

wegen des Umbaus am Markt heuer auf dem Luitpoldplatz noch bis einschließlich Dienstag, 18. 5. 2010

„Iron Man 2“ (16.30, 20 Uhr, FSK 12). „Plan B für die Liebe“ (16.30, 20 Uhr, FSK 12, Bundesstart). „Remember me“ (19.30 Uhr, FSK 12). Hollfeld: Kintopp „Drachenzähmen leicht macht“ (17.30 Uhr, FSK 6). „Lourdes“ (20 Uhr, FSK 0).

ge-

M Sonstiges Thurnau: Schloss, ab Einbruch der Dunkelheit, Illuminations-Aktion des Coburger Design Forums.

Heute in Ihrem SONNTAG in

FRANKEN M NKD M Drogerie Müller M Mein Brillenhaus Bitte beachten Sie die Beilagen in Teilen der heutigen Ausgabe mit interessanten Einkaufstipps und attraktiven Angeboten.


REISE

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St. Petersburg

Wo Europa aufblüht Ein „Fenster zum Westen“ wollte Zar Peter der Große für sein Russland. 1703 gründete er deshalb Sankt Petersburg. Baumeister etwa aus Italien, Frankreich und Deutschland kamen hierher und errichteten Paläste von unbeschreiblicher Pracht und Größe. Seit Ende des Kalten Krieges ist die Stadt Anziehungspunkt für Touristen aus aller Welt.

D

ie Stadt will erlaufen werden. Nur so lässt sie sich fassen, nur so spürt man ihr ureigenes kosmopolitisches Leben, gewinnt Einblicke in die Gedanken- und Gefühlswelt der Menschen dieser Stadt. Die UNESCO erhob die Stadt schon 1990 zum Welterbe. 15 Prozent der Gebäude im Zentrum gelten als Denkmale. Aber auch wenn die Entfernungen zwischen den einzelnen Attraktionen groß sind – Sankt Petersburg lässt sich zu Fuß erkunden, ohne dass es langweilig

wird. Fremdenführerin Tanja Bogdanowa führt zunächst in Richtung Newskij-Prospekt, der viereinhalb Kilometer langen Hauptstraße mit Kaffeehäusern, Geschäften, Theatern, Adelspalästen und Kirchen – darunter die KasanKathedrale mit ihren bogenförmigen Kolonnaden. Weiter geht es zur Isaaks-Kathedrale, ein Koloss (Foto) aus rotem Granit und grauem Marmor. Zar Alexander I. ließ sie 1818 errichten. Die prächtige Kathedrale sei das größte orthodoxe Gotteshaus der Welt und bietet etwa 14.000 Gläubigen Platz, erklärt Bogdanowa.

Kunst der Welt Ebenfalls nicht weit vom „Newskij“ entfernt liegt die Eremitage, eines der berühmtesten und größten Kunstmuseen der Welt mit mehr als

drei Millionen Exponaten. Die Sammlung mit Werken von Leonardo da Vinci bis Wassily Kandinsky befindet sich im ehemaligen Winterpalast der russischen Zaren. Vor dem Gebäude fließt die Newa. In Sichtweite am anderen Ufer liegt die Wiege Sankt Petersburgs, die Peter-und-Paul-Festung. Neben all dem Glanz prägen zahlreiche Tragödien die Geschichte der

Stadt: 1905 spielte sich vor dem Winterpalast ein Drama ab, das als „Blutsonntag“ in die Annalen einging. Damals feuerten Soldaten des Zaren auf Arbeitermassen, die für menschenwürdigere Bedingungen in den Fabriken demonstrierten. Zwölf Jahre später gab die Besatzung des Panzerkreuzers „Aurora“ hier mit einem Kanonenschuss das Signal zur Oktoberrevolution. Ein Besuch des Schiffes, das heute in einem Newa-Arm vor Anker liegt, gehört zum touristischen Pflichtprogramm. Im Zweiten Weltkrieg dann belagerten Hitlers Truppen 300 Tage lang die Stadt – Sankt Petersburg hielt zwar stand, doch die Bevölkerung durchlitt in dieser Zeit ein unverstellbares Martyrium. M mag

!

Infos zur Stadt und zu kulturellen Aktivitäten gibt es in zahlreichen Bildbänden und im Internet beispielsweise unter www.petersburg-info.de und www.petersburg.org.


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REISE

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Reisesplitter

Drachenkampf mit Harry Potter H

arry Potter zaubert nicht nur in Büchern und auf der Leinwand, sondern nun auch live in Florida. Dort eröffnet am 18. Juni die „Harry-Potter-Zauberwelt“. Echte Fans wurden lange auf die Folter gespannt, denn ursprünglich sollte der Park, der im Original „Wizarding World of Harry Potter“ heißt, bereits im vergangenen Jahr öffnen. Betreiber sind die Universal-Freizeitparks in Orlando. Wer den Zauberlehrling aus Joanne K. Rowlings Bestsellerreihe noch nicht kennt, wird ihn im Park auf turbulente Weise kennenlernen. Die Attraktion dreht sich rund um drei Erlebnisse – allesamt Szenen aus Harry-Potter-Filmen: ein Flug auf einem „Hippogreif“, ein Kampf gegen Drachen und eine „verbotene Reise“. Auch Potters Lehrmeis-

ter Albus Dumbledore begegnen die Parkbesucher.

Gletscherpark-Card: Mehr inklusive: Mit der „GletscherparkCard“ in Tirol (Foto) bekommen Touristen in diesem Jahr noch mehr Attraktionen geboten. Die Karte zum Preis von 51 Euro gilt unter anderem für die Pitztaler Gletscherbahn, Bergbahnen am Hochzeiger, am Rifflsee und in Imst und für die sonst mautpflichtige Kaunertaler Gletscherstraße, teilt der regionale Tourismusverband mit. Außerdem gibt es bei einigen Bergtouren und Wassersport-Aktivitäten Rabatt. Infos gibt es zudem im Internet unter www.gletscherpark.com. Hepatitis A in der Türkei weit verbreitet: Ob Pauschalreise oder

auf eigene Faust – Türkei-Touristen brauchen einen Impfschutz gegen Hepatitis A. Die Gelbsucht sei dort immer noch weit verbreitet, ein Infektionsrisiko bestehe selbst in den Hotelanlagen, warnt der Berufsverband Deutscher Internisten (BDI). Die Impfung besteht übrigens aus zwei Spritzen: Die erste schütze bereits nach zehn Tagen vor einer Leberentzündung. Die Auffrischungsspritze immunisiere dann für mindestens 15 Jahre. Eine Gelbsucht kann man sich aber auch einhandeln, ohne zu reisen: Laut BDI sind in den Nieder-

landen seit Anfang des Jahres mindestens 14 Menschen am Hepatitis-A-Virus erkrankt, der wahrscheinlich auf getrockneten Tomaten aus der Türkei ins Land kam. Übersichtskarte Hofläden: Viele Hofläden und -Cafés in Mecklenburg-Vorpommern vermarkten ihre Produkte direkt. Der Tourismusverband hat jetzt eine Übersichtskarte von knapp 100 Erzeugern aufgelegt. Die Broschüre ist kostenlos erhältlich beim Verein Landurlaub (Tel.: 03 82 08/6 06 72; www.auf-nach-mv.de). M mag

Camping in Italien

Schneckenurlaub Camping mit Zelt oder Wohnmobil ist eine Urlaubsart, die immer beliebter wird – nicht nur bei Familien (Foto auf Elba). Das verlangt nach einem Ausbau der Infrastruktur unter dem Aspekt, dass die Ansprücher der Camper hinsichtlich Komfort immer größer werden. Das hat seinen Preis.

W

er mit Caravan, Wohnwagen oder Zelt nach Italien fährt, sollte genügend Geld in der Reisekasse haben: Denn er reist in das teuerste Campingland Europas, hat der ADAC ermittelt. Im Schnitt kostet „auf dem Stiefel“ eine Übernachtung für zwei

Erwachsene und ein zehnjähriges Kind inklusive Standplatz, Nebenkosten, Strom, Duschen und Kurtaxe 41,30 Euro pro Nacht. Auch in Spanien zeigt sich der Süden beim Campingurlaub von seiner teuren Seite: Hier kostet die Nacht 37,21 Euro. Günstig ist der Campingurlaub eindeutig woanders – und zwar im Osten. Ganz am unteren Ende der Preisskala liegt Polen mit einem durchschnittlichen Übernachtungspreis von 20,71 Euro. Nicht viel teurer ist Campen in Ungarn. Dort kostet die Nacht 23,83 Euro. Auch Deutschland ist mit einem Durchschnittspreis von 25,45 Euro verhältnismäßig günstig – und liegt noch deutlich unter dem europäischen Mittel von 32,16 Euro. M red


MOBIL

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BKA-Präsident mahnt zu erhöhter Vorsicht

Handy-Viren sind im Kommen Das Bundeskriminalamt hat vor steigenden Kriminalitätsraten im Internet gewarnt. Kriminelle könnten künftig auch Smartphones verstärkt ins Visier nehmen, sagte BKA-Präsident Jörg Ziercke.

Auf dem Display ist der Befehl „Kennwort eingeben“ zu lesen. Jetzt nur nichts eintippen! Foto: dpa

D

ie Handy-Viren sind auf dem Vormarsch.“ Im vergangenen Jahr wurden rund 50.000 Fälle von Computerkriminalität in Deutschland gemeldet. Im Vergleich zu 2008 ist das ein Anstieg von 33 Prozent. Seit 2005 haben sich die Zahlen verdoppelt. Zur Computerkriminalität gehören zum Beispiel das Ausspähen von Daten, Datenfälschungen oder Datenänderungen. Kritik äußerte der BKA-Präsident daran, dass die Ermittler derzeit nicht auf sogenannte Vorratsdaten zurückgreifen können. Ohne diese Daten gebe es für Ermittlungen im virtuellen Raum oft keine Ansatzpunkte mehr. „Diese derzeitige Sicherheitslücke muss geschlossen werden“, forderte Ziercke in Richtung Politik. Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe hatte das Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung in seiner damaligen Form Anfang März für verfassungswidrig erklärt. Damit können Telefon- und Internetdaten nicht mehr ohne Anlass für sechs Monate gespeichert werden. Auch der Präsident des Bundesamtes für Sicherheit in der In-

formationstechnik (BSI), Michael Hange, zeigte sich besorgt angesichts der Entwicklungen. „CyberAngriffe haben eine neue Dimension der Gefährdung erreicht – und zwar in Quantität und Qualität“, sagte er anlässlich einer Konferenz des Bundeskriminalamts (BKA) und des BSI zur InternetKriminalität. Etwa alle zwei Sekunden entstehe eine neue Variante eines schädlichen Computerprogrammes. Sie würden heute „im Stil eines Baukastensystems industriell gefertigt“. Hange sprach sich dafür aus, sicherheitskritische Anwendungen im Internet viel häufiger mit dem Einsatz von Chipkarten abzusichern. „Der

Einsatz von Chipkarten im Onlinebereich schafft eine erhebliche Verbesserung des Sicherheitsniveaus und schützt vor Identitätsdiebstahl“, sagte Hange der Nachrichtenagentur dpa.

Phishing-Attacken Schadensprogramme wie die sogenannten Trojaner seien zielgerichtet einsetzbar und könnten beispielsweise für die Industriespionage genutzt werden. „Es werden aber auch PCs von privaten Anwendern angegriffen, um beispielsweise mit Phishing-Attacken Passwörter für Online-Banking oder andere sensible Informationen auszuspähen.“

Beim Phishing versuchen Kriminelle, heimlich an Nutzerdaten zu kommen. Das Phishing beim Online-Banking hat nach einem Rückgang im Jahr 2008 wieder zugenommen – um rund 64 Prozent auf mehr als 2900 gemeldete Fälle (2009). Nach den Worten von Ziercke greifen die Täter erfolgreich das TAN-Verfahren an, bei dem die Nutzer zum Beispiel eine Überweisung am heimischen Computer mit einer Geheimnummer absichern. Während die Programme zum Ausspähen der Daten früher per Mail verbreitet wurden, fangen sich die meisten Opfer heute die schädliche Software über infizierte Seiten im Internet ein. M red

2. Bayreuther Skatenight

Straßen frei für Inliner Am Donnerstag, 20. Mai, geht die Bayreuther Skatenight in ihre zweite Runde.

W

ie schon im vergangenen Jahr, werden begeisterte Inliner auf einer von der Polizei offiziell abgesperrten Strecke ohne Angst vor stö-

rendem Verkehr ungetrübt ihrem Hobby nachgehen können. Die diesjährige Skatenight-Strecke startet am Rathaus, führt laut den Veranstaltern von Powerslide an sämtlichen Highlights der Stadt Bayreuth vorbei und ist 13 Kilometer lang. Wer mitfahren möchte, kann sich am Donnerstag ab 18 Uhr auf dem Rathausplatz einfinden. Dort findet das

große Warm-up mit Verlosung und Showeinlagen der Skater von BTS und Powerslide statt. Die Rundfahrt durch Bayreuth beginnt dann um 20 Uhr, anschließend steigt im Borracho die After Show Party. M gra Alle Infos zur Skatenight unter skatenight-bayreuth.de.

Foto: Kolb


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MOBIL

Sonntag, 16. Mai 2010

SPRIT

Rücksicht

Mit dem bisherigen RetroDesign hat der neue Jaguar XJ nichts zu tun. Foto: red

Das neue Jaguar-Flaggschiff XJ ist ab 76.900 Euro zu haben

Die Katze greift an Im Land der Premium- und Luxusautos hatte Jaguar stets einen schweren Stand. Dennoch will die britische Nobelmarke 2010 auf dem deutschen Markt bei den Verkaufszahlen um zehn Prozent zulegen. Den Grundstein dafür soll das neue Flaggschiff XJ legen, das in achter Generation ab 29. Mai bei den Jaguar-Händlern steht.

G

elingen soll das mit einer radikalen Abkehr vom bisherigen Retro-Design sowie hochmoderner, sportlicher Technik, ohne Abstriche bei Komfort und Luxus zu machen. Für uns ist dieser XJ wirklich eine echte Alternative zu Edelkarossen aus deutscher Produktion, die in der Regel auch um einige Euros teurer sind. So beginnt die Preispalette beim XJ bei 76.900 Euro für den ungemein durchzugsstarken 3.0 V6 Diesel Luxury mit 275 PS und einem maxima-

M Info Jaguar macht den Einstieg in die XF-Baureihe günstiger: Der XF 3.0 V6 Benziner mit 238 PS kostet jetzt 44.900 Euro, der 211 PS starke XF 3.0 V6 Diesel (Verbrauch 6,8 Liter) ist für 46.900 Euro zu haben. HB

len Drehmoment von 600 Nm. Der Normverbrauch wird mit 7,0 Litern angegeben. Bei den beiden Benzinern liegen die Preise bei 96.600 Euro für den 385 PS starken V8 Premium Luxury (11,4 Liter) und bei 133.900 Euro für den 510 PS leistenden 5.0 V8 Kompressor Supersport (12,1 Liter). Die um 12,5 Zentimeter gestreckte Langversion kostet 4.000 bis 6.000 Euro mehr. Alle XJ-Modelle sind mit einer 6-GangAutomatik ausgestattet, die wie bei XF und XK mittels DriveSelector auf der Mittelkonsole gesteuert wird.

Weg vom Retro-Design Beim Design erinnert nichts mehr an den Vorgänger. Von vorn dem bulligen XF sehr ähnlich, die Seitenlinie kraftvoll, wie zum Sprung bereit, das Heck mit den hochgestellten Rückleuchten etwas gewöhnungsbedürftig. Innen jede Menge Luxus – reinsetzen und wohlfühlen, das stimmt hier wirklich. Die Bedienelemente meist sinnvoll, manchmal aber auch etwas verwir-

rend – vielleicht liegt hier ja ein Rest britischer Spleen. Nichts davon bei den Motoren, deren Sound nicht krawallig, aber doch nachdrücklich die ganze Kraft der sechs oder acht Zylinder verkündet. Wohltuend vor allem auch die enorme Laufruhe des SechszylinderDiesels mit sequenzieller Bi-TurboAufladung. Das ist echte Konkurrenz für BMW 730d und Mercedes S 350 CDI. Und wer beim Topmodell XJ 5.0 V8 Kompressor das Gaspedal zu forsch betätigt, der wird mit aller Gewalt in die Luxussessel gedrückt. In 4,9 Sekunden ist Tempo 100 erreicht. Schade, dass bei 250 km/h eine „elektronische Bremse“ den weiteren Vorwärtsdrang beendet. Die serienmäßige Luftfederung an der Hinterachse und das adaptive Dämpfersystem schluckten bei den Testfahrten auch die schlimmsten Schlaglöcher. Jaguar ist mit dem XJ tatsächlich in der automobilen Neuzeit angekommen. Ach ja, auch der Kofferraum entspricht mit 520 Litern jetzt dem deutschen Maß… M Hans Bär

Vor zwei Wochen war an dieser Stelle die Rede von Rad- und Autofahrern, die sich immer wieder mal in die Quere kommen. Es ging um gefährliche Überholmanöver mit zu wenig Abstand, um drohende Fäuste und Beschimpfungen – geschrieben aus der Sicht des Radfahrers und seiner noch frischen eigenen Eindrücke. Es musste ja so kommen: Tage später lag ein Brief auf dem Schreibtisch, von einem Leser, der betonte, Radfahrer UND Autofahrer zu sein. Und er berichtete von Radlern, die auf der Landstraße neben-

einander fahren, weil sie sich ja die neuesten Dinge erzählen müssten. Von Kraftausdrücken, die er sich in seinem Auto habe anhören müssen und die wir hier beim besten Willen nicht nachdrucken können und, und, und. Traurig, dass so mancher Autofahrer die Pedalritter als seine natürlichen Feinde betrachtet und – wohlgemerkt – umgekehrt. Ein ähnlich zerrüttetes Verhältnis pflegen übrigens auch Radfahrer und Fußgänger. Ganze Leserbriefseiten zeugen davon, und immer ist der andere schuld. Dabei könnte es so einfach sein. Rücksichtnahme heißt das Zauberwort. Wobei dabei eins wichtig ist: Rücksicht fängt immer bei einem selber an. Und wenn man es dann auch noch schafft, seinen vielleicht sogar berechtigten Ärger einmal mehr herunterzuschlucken statt zu schimpfen und drauflos zu fahren, dann gewinnen alle, vor allem aber die Sicherheit. Stefan Schreibelmayer


FRAGEBOGEN

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Afrika-Fan

Nicht ohne mein Cello Wie beginnt Ihr Sonntag? Frühes Frühstück? Ausschlafen? Oder … Ich bereite meiner Familie ein schönes Frühstück vor und lese so lange in Ruhe, bis alle anderen auftauchen. Trinken Sie Kaffee oder Tee? Beides. Und wie halten Sie’s mit Klößen zur Mittagszeit? Gelegentlich sehr gerne, am liebsten mit selbst zubereitetem Hirsch aus dem Fichtelgebirge. Pflegen Sie ganz bestimmte Sonntagsrituale? Ausführlich lesen und Musik machen. Ihre beste Ausrede, wenn sich die Verwandtschaft zum Nachmittagskaffee ankündigt? Verwandtschaft ist für mich zu jeder Zeit ein Forschungsthema – auch Sonntagnachmittag. Sonntag ist Familientag – was steht auf dem Programm? Zeit haben füreinander.

FRAGEB

Heute mi

Wo schauen Sie lieber Sport: ARD, ZDF, oder…? Wenn schon, dann im Stadion. Drei Dinge, die Sie am liebsten auf den kommenden Sonntag verschieben würden? Steuererklärung, Bohrmaschine betätigen, Klausuren korrigieren Bitte vervollständigen Sie die folgenden Sätze:

a) Wenn ich den Lotto-Jackpot geknackt hätte, würde ich ... die Träume realisieren, die ich hier nicht verraten werde...

OGEN

t Erdmut

e Alber

b) Wenn ich Kanzler(in) wäre, würde ich … alles tun, um eine andere Bildungspolitik durchzusetzen.

M Zur Person: Erdmute Alber Sie forscht als Professorin für Sozialanthropologie an der Uni Bayreuth über Fußballmigranten aus Afrika, die in Deutschland leben. Bei der WM in Südafrika setzt sie auf das ghanaische Team. Ansonsten arbeitet sie über den Wandel von Familienstrukturen und Verwandtschaft in Afrika, über die Geschichte ihrer Kindheit sowie über Macht und Herrschaft in Afrika. Ihr Lebensweg: Schulzeit in Baden-Württemberg und Niedersachsen, Studium in Tübingen und Berlin, Auslandsaufenthalte in Lateinamerika und Afrika, Promotion und wissenschaftliche Mitarbeiterin an der FU Berlin. Seit 2002 ist sie Professorin an der Uni Bayreuth. Sie war die erste Heisenberg-Professorin in den Geisteswissenschaften in Deutschland und ist Mutter von zwei Töchtern. red

Und zum Schluss der Klassiker: Diese drei Dinge würde ich auf eine einsame Insel mitnehmen: Cello, Laptop, Bücher.


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LEUTE

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Kate Beckinsale und Sarah Brandner

Der Umgang mit Männern Redmond O'Neal aus Entzugsanstalt entlassen: Der Sohn der an Krebs gestorbenen US-Schauspielerin Farrah Fawcett, Redmond O'Neal (25), ist aus dem geschlossenen Entzug entlassen worden. Ein Richter in Los Angeles lobte O'Neals „ausgezeichnete Fortschritte“ und gab dem ehemals drogenabhängigen Promi-Sohn grünes Licht, seine Entziehungskur in einem Wohnheim fortzusetzen, berichtete „People.com“. Im Februar hatte sich der Richter gegen eine Gefängnisstrafe ausgesprochen und dem Sohn von Fawcett und Schauspieler Ryan O'Neal eine weitere Rehabilitationschance gegeben. Nach Verletzung seiner Bewährungsauflagen wegen früherer Drogenvergehen war O'Neal zuvor in Haft gewesen. Er saß hinter Gittern, als seine Mutter im Juni 2009 im Alter von 62 Jahren ihrem Krebsleiden erlag. Redmond erhielt mit 4,5 Millionen Dollar den größten Teil ihres Erbes. M

Auf die harte Tour hat sich die britische Operndiva Katherine Jenkins von ihrem Lampenfieber befreit. „Als ich das erste Mal auf einer großen Bühne stand, war das in einem Stadion mit 47.000 Zuschauern und Millionen an den Fernsehgeräten. Damals war ich so nervös, dass ich nächtelang nicht schlafen konnte“, sagte die 29-Jährige in München. „Nichts wird jemals wieder so schlimm sein. Dieser Auftritt hat mich kuriert.“ Die britische Mezzosopranistin, deren aktuelles Album „Believe“ in den deutschen Top-20-Charts steht,

kommt im Herbst für fünf Konzerte nach Deutschland. M Das deutsche Topmodel Claudia Schiffer ist zum dritten Mal Mutter geworden. Die 39-Jährige habe am Freitag ein kleines Mädchen zur Welt gebracht, sagte Schiffers Sprecherin gestern in London. Die „Welt am Sonntag“ zitiert: „Freitagmittag in London, Punkt ein Uhr Ortszeit“. Mutter und Tochter gehe es gut. Ein Name stand zunächst nicht fest. Schiffer hat zusammen mit ihrem Ehemann, dem Filmemacher Matthew Vaughn, bereits zwei Kinder: Caspar ist sieben, Clementine fünf Jahre alt. M

Sarah Brandner (21), Freundin von Fußball-Nationalspieler und Bayern-Star Bastian Schweinsteiger (25), ist eine fordernde „Spielerfrau“. „Einen Freund zu haben, der morgens im Bad länger braucht als ich, kann ich mir nicht vorstellen. Ich will keinen Softie, ein Mann muss ein Mann bleiben“, sagte das Model der Juni-Ausgabe der Männerzeitschrift „GQ“. Und weiter: „Einer, der auch mal morgens aufsteht, sich irgendwas anzieht und

Brötchen holen geht. Model-Typen sind jedenfalls überhaupt nicht mein Fall. Sie dürfen auch ein paar Kilo zu viel haben.“ Über den Promi-Status als Frau an „Schweinis“ Seite sagte Brandner: ���Mir ist das immer leicht unangenehm. Ich habe ja noch nichts Großes geleistet.“ M Schlingensief ringt um Kirchen-Austritt: Trotz Missbrauchsaffäre und Vertrauenskrise der katholischen Kirche hängt Regisseur Christoph Schlingensief (49) an seiner Kirche. „Ich schätze vor allem den Raum. Die Stille in der Kirche hat eine ganz besondere Kraft, die ich sonst nirgendwo finde“, sagte Schlingensief der „Süddeutschen Zeitung“. Er überlege sich aber, „ob es nicht ganz gut wäre, eine kleine Auszeit von der Kirche zu nehmen. Geistiger Abstand, räumliche Distanz“, sagte der Künstler, der als Kind in Oberhausen Ministrant war. Es gebe jedenfalls großartige Pfarrer und Ge-

Oberobsang 11 · Tel. 0921/42279

Heute, Sonntag:

Schäufele

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LEUTE

Sonntag, 16. Mai 2010

Seite 40

Neue Vorwürfe gegen Polanski

„Ich war 16“

E

r wusste, dass ich 16 Jahre alt war, als er sich in seinem Pariser Appartement mir aufzwang“, gab Lewis an der Seite ihrer Anwältin Gloria Allred vor Reportern bekannt. Lewis hatte in Polanskis Film „Piraten“ (1986) eine kleine Rolle. Auf weitere Einzelheiten des angeblichen Vorfalls ging sie nicht ein. Der 76 Jahre alte Filmemacher, der in der Schweiz in

Hausarrest lebt, hatte die USA 1978 nach einer Anklage wegen Vergewaltigung einer 13-Jährigen verlassen. Polanskis Anwälte teilten mit, dass sie keine weiteren Informationen über die neu vorgebrachten Behauptungen hätten. Allred zufolge will Lewis unter Eid aussagen. Polanski müsse als Sextäter zur Rechenschaft gezogen werden, sagte die Anwältin. In ihrer kurzen Mitteilung vor Reportern warf Lewis Polanski vor, er habe sie „auf schlimmste Weise“ missbraucht. „Er nutzte mich aus, und ich habe mit den Folgen seines Verhaltens seitdem leben müssen.“ Sie sei auf eigene Kosten von London nach Los Angeles gereist, damit es endlich Gerechtigkeit gebe und „Mr. Polanski erhält, was er verdient“.

Goldanlage – Ja oder Nein? Vor Jahren erlebte der DAX einen Höhenflug. Jeder kaufte Aktien, um auf den Gewinn-Zug aufzuspringen. Nach der unausweichlichen Regulierung folgte der freie Fall des DAX, vor allem die Kleinanleger verloren ihr Geld. Im letzten Halbjahr vollzog der Goldpreis einen Höhenflug. Es wurde viel Gold gekauft, ohne den alten Grundsatz zu beachten: „Bei niedrigem Preis kaufen, bei gutem Preis verkaufen!“ Bei einer erneuten eventuellen Regulierung hätten dann wieder diejenigen verdient, die Gold als sichere Wertanlage empfohlen haben. Einen guten Goldpreis in der Zeitung zu lesen und gleichzeitig Geld zu haben, bringt ein beruhigendes Gefühl. Unsere Erfahrungen haben jedoch gezeigt, dass bei einem hohen Goldpreis sowohl Geldinstitute wie auch der private Markt wenig Interesse am Goldankauf haben. Letztendlich bleibt jedem Anleger nur die Möglichkeit, sich von mehreren Seiten über eine Vernünftige Streuung seines Anlagekapitals zu informieren. Sachwerte sollten dabei nicht vergessen werden, da Wertpapiere und Gold täglich an der Börse gehandelt werden und somit spekulativ bleiben. Wer das Börsengeschäft versteht und spekulieren möchte, der möge es tun. Der alleinige Wunsch nach Gewinn und Sicherheit und dem Trend zu folgen, das zu tun, was scheinbar alle tun, verführt oftmals zur Unvernunft.

Warum wurde im letzten Jahr privat so viel Gold angekauft? Unsere Zeit bringt Ängste nach Geldwertverfall mit sich, deshalb bezeichnen wir den Goldwert als stabil. Dabei sollte jedoch einiges beachtet werden: Wenn mein Geld an Wert verlieren sollte, dann verlieren auch alle anderen ihren Geldwert. Wer soll dann mein Gold teuer kaufen? Wer garantiert uns, dass dann nicht auch der Goldwert reguliert wird? Was mache ich mit Gold in einer Krise? In einer solchen sind andere Werte gefragt.

Goldobjekte versenden oder persönlich abgeben? Bei Internet-Angeboten oder Angeboten im Fernsehen sollte geprüft werden, ob es sich um Brutto- oder Nettopreise handelt. Beim Edelmetallrecycling wird die Vergütung im tatsächlichen Nettopreis angegeben, den sie auch sofort in bar erhalten. Umsatzsteuer und Scheidegebühr führt die Ankaufstelle im Nachhinein auf eigene Rechnung ab, damit haben sie nichts mehr zu tun. Unsere Ankaufstelle bietet den Vorteil, das Sie bei der Prüfung und beim Abwiegen zusehen können, gerne wird Ihnen dabei auch das Prüfverfahren erklärt. Unser Preisangebot müssen Sie nicht annehmen. Beim Versenden werden Sie jedoch meistens mit dem zufrieden sein müssen, was zurück kommt. Zusammenfassend bleibt es jedem selbst überlassen, welchen Angeboten man folgt. Oftmals ist die Entscheidung „aus dem Bauch heraus“ in Verbindung mit Vernunft richtiger, als das zu tun, was alle tun.

Die Vorwürfe von Lewis könnten in dem bereits laufenden Verfahren gegen den Oscar-Preisträger eine wichtige Rolle spielen. „Ankläger können auf andere schlechte Taten verweisen“, sagte der Rechtsexperte Dmitry Gorin. Polanski ist seit mehr als 30 Jahren in einen Vergewaltigungs-Prozess verwickelt. Auf Antrag der kalifornischen Staatsanwaltschaft war er im vergangenen September in der Schweiz festgenommen worden. Seitdem wartet er auf seine Auslie-

ferung an die USA. Ein Berufungsgericht in Los Angeles hatte im April einen Antrag des Regisseurs auf eine Verurteilung in Abwesenheit abgelehnt. Die Richter wiesen auch einen Antrag von Polanskis damaligem Opfer ab, das Verfahren gegen den Regisseur fallenzulassen. Dem in Polen geborenen Filmemacher wird vorgeworfen, 1977 eine 13-Jährige mit Drogen gefügig gemacht und sie dann vergewaltigt zu haben. Polanski bekannte sich damals schuldig und verbrachte 42 Tage in psychiatrischer Verwahrung. Am Tag vor der offiziellen Strafverkündung floh er aus Angst vor einer Haftverlängerung nach Frankreich. M mag - Anzeige -

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Starregisseur Roman Polanski wird mit neuen Missbrauchsvorwürfen konfrontiert: Die heute 42 Jahre alte britische Schauspielerin Charlotte Lewis (Foto) erklärte in Los Angeles, dass sie 1982 als Teenager von Polanski missbraucht wurde.


Sonntag in Franken vom 16.05.2010