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SONNTAG in

FRANKEN Nr. 36 - 2. Jahrgang

Sonntag, 5. September 2010

Auflage: 95.066

M Auf Radl-Tour: Markus Rinderspacher im Interview – Seite 3 M Wie Bayreuth einst den Stadtverkehr regelte – Seite 6 M Sieg der Altstädter in letzter Minute – Seite 12 M Gläserne Kunst: So spannend ist das Handwerk im Frankenwald (Foto) – Seiten 16/17

Alarmierende Einwohner-Prognose

13.600 Bürger verschwinden Das geht an die Substanz: Die Stadt und der Landkreis Bayreuth sollen 13.600 Einwohner zwischen den Jahren 2008 und 2028 verlieren.

D

as jedenfalls besagt eine aktuelle Prognose des Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung in München. Stadt und Landkreis werden damit mehr als 250 Millionen Euro jährlich an Kaufkraft einbüßen. Im Klartext bedeutet das eine Spirale nach unten: Wenn weniger gekauft und konsumiert wird, werden Geschäfte und Gaststätten schließen müssen. Die Folge werden Entlassungen sein. Die Zahl von 13.600 Menschen entspricht den aktuellen Einwohnerdaten von Pegnitz. M eng/Seiten 2+4

Foto: Archiv/Ritter

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Sonntag, 5. September 2010

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Einschreiben

Lebenswert Das klingt alarmierend: In knapp 20 Jahren werden in Stadt und Landkreis Bayreuth erheblich weniger Menschen leben als bislang. Denn die Menschen zieht es weg, weg aus der Provinz in die Großstadt. Wo das Leben zwar teurer ist, das Angebot an Arbeitsplätzen aber beträchtlich höher.

WETTER M Vorhersage Ein Hochdruckgebiet über Norwegen bestimmt zusammen mit kühlen und teils feuchten Luftmassen das Wetter in Bayern. Am heutigen Sonntag ist es nach örtlichem Frühnebel sonnig mit einigen Wolken. Im östlichen Bergland und am östlichen Alpenrand besteht ein geringes Schauerrisiko. In Oberfranken kommt leichte Schauerneigung auf. Die Höchstwerte reichen von 14 bis 18 Grad. Der Montag bringt nach Frühnebel viel Sonnenschein. Nach Auflösung einzelner Frühnebelfelder ist es sonnig bei maximal 14 bis 19 Grad in Mittel- und Oberfranken. Dienstag ist es im Osten oft sonnig, im Westen gibt es im Tagesverlauf örtlich Schauer und Gewitter. Mittwoch ist es wechselnd bewölkt mit vereinzelt gewittrigen Schauern. Die Höchstwerte liegen bei 14 bis 21 Grad. red

Einigen größeren, prosperierenden Gemeinden wird es vielleicht gelingen, sich dem Trend entgegenzustemmen. Doch Fakt ist: Die Bevölkerungszahl in ganz Oberfranken wird schrumpfen, glaubt man den Statistikern. Verdenken kann man es jungen Leuten allerdings nicht, wenn sie

womöglich nach dem Studium in einer anderen Gegend sesshaft werden. Umgekehrt könnten sich aber auch Stadt und Region mehr darum bemühen, den Studenten ein Leben hier in Oberfranken schmackhaft zu machen. Denn die Lebensqualität ist hoch, überall locken schöne Landschaften und Na-

turräume. An Freizeitangeboten herrscht kein Mangel. Eltern können unbeschwert ihre Kinder großziehen, finden immer mehr Tageseinrichtungen vor und können Bildungsangebote für Familien nutzen. Oberfranken ist lebenswert – man muss es nur entdecken. M Ute Eschenbacher

Das Sonntagswetter in der Region N W

Kulmbach

3

O

S

18 ° 4°

Bischofsgrün

15 ° 6°

Bayreuth

17 ° 4°

Hollfeld

18 ° 4°

Pegnitz

Speichersdorf

17 ° 4°

17 ° 5°

M Biowetter Heute regt die in der Nacht stark ausgekühlte Luft den Kreislauf schon am Morgen ordentlich an. Das Allgemeinbefinden steigert sich auf ein recht hohes Niveau. Das Leistungsvermögen steigt und auch mit der Konzentration geht es spürbar aufwärts. Allerdings plagen einige Menschen Kopf- und Narbenschmerzen, die nur sehr langsam nachlassen. red

Die nächsten Tage in Bayreuth Montag

17 ° 4°

Dienstag

17 ° 5°

Mittwoch

16 ° 8°

Donnerstag

14 ° 8°


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Sonntag, 5. September 2010

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SPD-Fraktionschef befährt den Bezirk

„Franken fällt hinten runter“ Markus Rinderspacher, SPD-Landtagsfraktionsvorsitzender, radelt an diesem Wochenende durch Oberfranken. Ute Eschenbacher sprach mit ihm während der Tour.

auch mit dem Bürgerforum im Bahnhofsviertel, da ging es um das Projekt „Soziale Stadt“. Herr Ramsauer kürzt ja gegenwärtig die Städtebauförderung von über 600 auf 100 Millionen Euro. Das hat massive Auswirkungen auch auf Oberfranken.

Sie sind als „roter Radler“ unterwegs. Dient das dazu, den Freistaat besser kennenzulernen oder sollen die Wähler Sie besser kennenlernen? Sowohl – als auch, wir sind an 18 Tagen und rund 1000 Kilometer in allen sieben Regierungsbezirken unterwegs. Wir machen die Erfahrung, dass die Leute sehr neugierig sind auf die neue bayerische SPD. Sie erhoffen sich etwas von den Sozialdemokraten und dementsprechend schlägt uns durchaus viel Sympathie entgegen.

Was sagen Sie den davon betroffenen Menschen? Wir wollen dafür kämpfen, dass die Städtebauförderung aufrechterhalten wird. Im letzten Jahr betrug sie in Oberfranken noch zehn Millionen und jetzt sollen nur noch acht Millionen für den gesamten Freistaat bereitgestellt werden. Das hat dramatische Auswirkungen in den Städten. Ramsauer hat ursprünglich das Versprechen gemacht, in den strukturschwachen Regionen mehr Geld zur Verfügung zu stellen, und jetzt tritt das Gegenteil ein. Glaubwürdige Politik sieht anders aus.

Was haben Sie denn bisher von Oberfranken gesehen? Wir sind in Hof gestartet, haben dort eine mittelständische Brauerei besucht und dann TV Oberfranken, weil die regionalen Fernsehsender in Bayern einige Finanzierungsprobleme haben. Im Gespräch waren wir

M Zur Person Geboren wurde Markus Rinderspacher am 18. Juli 1969 in Kaiserslautern. Nach der Ausbildung zum Bankkaufmann und Medienmarketing-Fachwirt studierte er Politik in München. Er war Redaktionsleiter bei ProSieben und von 2005 bis 2009 Pressesprecher der Münchner SPD. Seit Oktober 2008 ist er SPD-Landtagsabgeordneter und Fraktionschef. Seine Hobbys sind nach eigenen Angaben klassische Musik, Geschichte, Fußball und Gartenarbeit. ue

Wo drückt TV Oberfranken der Schuh? Es geht darum, dass die 16 regionalen, privaten Fernsehsender in Bayern eine Förderung durch den Staatshaushalt erhalten. Sollte diese entsprechend gekürzt werden, drohen Schließungen. Wir sagen, wir brauchen die regionale Fernsehberichterstattung auch als eine Art Grundversorgungsauftrag in den Regionen. Wir wissen auch, dass die Menschen die Informationen von vor Ort wollen, und dementsprechend darf sich die Staatsregierung aus ihrer Verantwortung nicht herausschleichen. Verteidigungsminister zu Guttenberg hat seinen Wahlkreis hier im Bezirk. Wie steht die Bayern-SPD zu seinen Reformplänen für die Bundeswehr? Wir meinen, dass die unausgegorenen Reformpläne von Herrn zu Guttenberg massiv zu Lasten der Menschen in Bayern gehen werden. Wir

Auf oberfränkischer Erkundungstour: SPD-Landtagsfraktionsvorsitzender Markus Rinderspacher. Foto: dpa haben insgesamt 68 Bundeswehrstandorte, davon knapp 50 im ländlichen Raum. Wir haben 49.400 Bedienstete bei der Bundeswehr alleine in Bayern. Seine Pläne haben zur Folge, dass eine Reihe von Standorten schließen müssen. So wandert Kaufkraft aus der Region ab und das ist konjunkturschädlich, und vor diesem Hintergrund ist hier allerhöchste Vorsicht geboten. Aber dass gespart werden muss, auch an der Bundeswehr, da sind Sie sich doch einig mit der CSU? Wir haben als SPD bereits vor zwei Jahren auf die freiwillige Wehrpflicht gesetzt. Wir sagen, dass selbstverständlich auch im Bereich des Verteidigungshaushaltes gespart werden muss. Aber wir haben die allergrößten Zweifel, ob die anvisierten über acht Milliarden Euro am Ende zielführend sein werden. Wir sagen,

dass die Größe der Bundeswehr bei etwa 180.000 Soldaten insgesamt bemessen sein müsste – Herr zu Guttenberg will 150- bis 160.000 Soldaten. Die Zahl von 7500 Wehrpflichtigen ist geradezu lächerlich – wir bräuchten mindestens das Vierfache, also etwa 30.000. Die Soldaten an den bayerischen Standorten sind hochgradig verunsichert. Die fränkischen SPD-Politiker haben sich zuletzt für die Umbenennung des Meerrettichs eingesetzt. Haben wir nicht wichtigere Probleme? Das Bekenntnis zu fränkischem Kren ist ein Bekenntnis zur fränkischen Identität. Das wird auch von anderen Parteien oftmals vernachlässigt. Wir wollen dieses Defizit mit solchen symbolträchtigen Aktionen entsprechend wettmachen. Es ist ein Symbol dafür, dass Franken oftmals hinten runterfällt. M

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Sonntag, 5. September 2010

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Prognose für Region Bayreuth bis 2028

Wenn die Region ausblutet Das tut weh: Die Stadt und der Landkreis Bayreuth werden 13.600 Einwohner zwischen den Jahren 2008 und 2028 verlieren. Das entspricht der aktuellen Einwohnerzahl von Pegnitz.

D

as jedenfalls besagt eine aktuelle Prognose des Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung in München. Demnach wird die Bevölkerung Bayerns in diesem Zeitraum insgesamt sogar um rund 0,9 Prozent wachsen. Die demografische Entwicklung unterscheidet sich zudem regional erheblich. Während der Regierungsbezirk Oberbayern mit einer Bevölkerungszunahme von mehr als sieben Prozent binnen 20 Jahren rechnen kann, ist in vielen nord- und ostbayerischen Landkreisen ein Rückgang der Bevölkerung zu erwarten: Besonders die Regierungsbezirke Oberfranken (minus 9,6

Fotos: dpa

Prozent) und Unterfranken (minus 5,6 Prozent) müssen sich auf merkliche Bevölkerungsverluste einstellen. Oberfranken wird laut dieser Prognose in den 20 Jahren fast 104.000 Einwohner verlieren und mit 978.800 Einwohnern auch die magische Millionengrenze unter-

schreiten. Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) in Nürnberg geht pro Person von einer Kaufkraft von durchschnittlich 18.500 Euro pro Jahr in Oberfranken aus. Rechnet man die Einwohnerverluste des Bezirks hoch, ergibt sich ein Gesamtverlust an Kaufkraft von jährlich rund 1,9 Milliarden Euro. Eine Riesensumme, die der Gastronomie und dem Einzelhandel künftig fehlen wird. Man muss kein Hellseher sein, um die Spirale nach unten zu erkennen: Wenn die Nachfrage nach Gütern sinkt, werden Geschäfte und Gaststätten schließen und Beschäftigte entlassen! Glaubt man der Vorhersage, wird die Stadt Bayreuth 4700 Einwohner verlieren und im Jahr 2028 dann noch 68.200 Bürger zählen (minus 6,4 Prozent). Das bedeutet einen Kaufkraftverlust von jährlich 87 Millionen Eu-

ro. Im Landkreis Bayreuth soll die Einwohnerzahl in diesem Zeitraum um 8900 auf 98.100 Einwohner sinken (minus 8,3 Prozent). Der Kaufkraftverlust: satte 165 Millionen Euro.

Pegnitz verliert Die Statistiker haben auch für Städte und Gemeinden ab 5000 Einwohnern Hochrechnungen angestellt. Demnach wird Weidenberg in dem Zeitraum 2008 bis 2028 rund 790 Bürger verlieren (minus 12,3 Prozent) und nur noch 5600 Einwohner zählen. Pegnitz soll 1621 Einwohner (minus 11,8 Prozent) einbüßen und künftig 12.130 Menschen zählen. Pottenstein muss 8,1 Prozent Bevölkerungsverlust hinnehmen, verliert demnach 432 Menschen und wird künftig 4930 Einwohner haben. Eckersdorf büßt 3,7 Prozent ein, verliert 186 Bürger und wird dann 4840 Einwohner zählen. Hollfeld soll 3,1 Prozent verlieren, das sind 160 Menschen, und wird künftig 5040 Bürger haben. Einziger Gewinner im Landkreis wird die Gemeinde Bindlach sein. Dort soll die Einwohnerzahl um 89 Menschen auf 7300 Bürger steigen. Das entspricht einem Plus von 1,2 Prozent. M Peter Engelbrecht


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Sonntag, 5. September 2010

WIR VON HIER Gartenhaus brennt

Völlig kaputt Rund 15.000 Euro Schaden entstanden am späten Freitagabend beim Brand eines Gartenhauses zwischen Wendelhöfen und Cottenbach. Die Feuerwehr konnte das Holzhaus nicht mehr retten, es wurde durch das Feuer vollkommen zerstört. Da die Brandursache unklar ist, hat die Polizei die Ermittlungen vor Ort aufgenommen. Hinweise nimmt die Kripo Bayreuth unter Telefon 09 21/50 60 entgegen. M red

Mit höfischer Eleganz ließen die Mitglieder der Historiengruppe „18tes Jahrhundert“ die Markgrafenzeit in der Eremitage wiederaufleben. Foto: Schwandt

Pizzafahrerin verletzt

Geschichte hautnah in der Eremitage

Höfischer Zeitvertreib Die Markgrafen haben es krachen lassen bei ihren Lustbarkeiten.

W

ohl dem, der bei der Sonderführung „Höfische Jagd und Zeitver-

treib in der Eremitage“ und der anschließenden Vorstellung der Historiengruppe „18tes Jahrhundert“ im rechten Moment die Finger in die Ohren gesteckt hatte, denn der Knall eines damals gebräuchlichen Vorderladers ist gewaltig. Geschichte hautnah und vor Ort erle-

ben ist das Ziel der Sonderführungen, die die Schloss- und Gartenverwaltung Bayreuth und Eremitage anbietet. Ingo Berens entführte interessierte Besucher dabei in die Zeit der Markgräfin Wilhelmine und erläuterte die Freuden der höfischen Jagd. M hes

Wagen übersehen Eine 22-jährige Pizzafahrerin verunglückte mit ihrem Lieferfahrzeug am Freitag in Küps beim Linksabbiegen. Ihr Wagen wurde von einem Spurwechsler derart heftig gerammt, dass er sich überschlug und auf dem Dach zum Liegen kam. Der Unfallverursacher stieß zudem gegen ein weiteres, am rechten Fahrbahnrand geparktes Pizzakurierfahrzeug der örtlichen Konkurrenz und beschädigte auch dieses schwer. M red

Guttenberg verteidigt sich

Flexiblere Armee

S

chwungvoll betrat der Minister bei der Fachkonferenz der Frauen-Union zur Zukunft der Bundeswehr die Stadthalle. Eine Stunde später bekam er nach seiner Rede stehenden Applaus der rund 300 Zuhörer. Guttenberg verteidigte noch einmal seine Re-

formvorschläge. Die Bundeswehr sei seit Jahren „dramatisch unterfinanziert“ und teilweise noch auf die Herausforderungen des Kalten Krieges ausgerichtet, sagte er. Nötig sei daher eine flexiblere Armee. Zugleich warnte er vor einer kompletten Abschaffung der Wehrpflicht: „Wer abschafft, der beginnt mit dem sicherheitspolitischen Sündenfall.“ Die ganze Gesellschaft wie auch er selbst hätten sich zu lange vor der Diskussion gedrückt. Guttenberg begründete seinen Vorstoß auch mit der Wehrgerechtigkeit. Nur 13 bis 16 Prozent eines Jahrgangs entschieden sich für die Bundeswehr. M red

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In seiner Heimatstadt Kulmbach hat sich Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) am Samstag Rückendeckung für die umstrittene Aussetzung der Wehrpflicht geholt.


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Sonntag, 5. September 2010

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Als die Höchstgeschwindigkeit noch zwölf Stundenkilometer betrug

Bayreuths erste Straßenverkehrsordnung Vor 110 Jahren gab es in der ganzen Stadt nur einen einzigen Autobesitzer: den Fahrradhändler Conrad Hensel. Dennoch raffte sich der Stadtmagistrat im Juli 1902 dazu auf, mit Blick auf die herannahenden Festspielgäste eine erste Straßenverkehrsordnung für Motorfahrzeuge zu erlassen – in weiser Voraussicht dessen, was Autos so alles anrichten können. Die Höchstgeschwindigkeit wurde im Stadtgebiet generell auf zwölf Stundenkilometer festgesetzt.

I

fort einstellen, wenn Pferde und andere Tiere scheu würden. Viele Jahre lang blieben die Autofahrer ein kleines, elitäres Häufchen in der Stadt. Aber schon im Sommer 1905, Auch Graf Zeppelin kam im Juli 1909 mit dem Auto nach Bayreuth; als gerade mal acht Au- hier bei der Fahrt in der Maxstraße. tos in den Straßen herumkurvten, wurde im Magistrat Tempo drosseln zu können, wurde zusammenzustoßen. Mit dem zeitliüber das „unsinnig schnelle Fahren zunächst noch verworfen. Die chen Abstand von einem Jahrhunder Motorfahrzeuge“ geklagt. Die Mehrheit der Stadtväter hielt es dert erscheint es fast unglaublich, Idee, mit Hilfe von Plakaten das vorerst für das beste, dass sich das was das kleine Häufchen AutofahPublikum selbst er- rer damals alles an Unruhe auslözieht und vom Fahr- sen konnte. Mit banger Vorahnung damm gefälligst schrieb das Tagblatt im Mai 1908: fernbleibt. Im glei- „Was soll erst werden, wenn einchen Jahr ereigneten mal jeder Bürger sein Automobil im sich jedoch gleich Stall hat?“ zwei schwere UnfälHeitere Fahrprüfung le mit Motorfahrzeugen. Zuerst krachte der Braue- Zu diesem Zeitpunkt gab es freilich reibesitzer Richard schon den ersten Sachverständigen Glenk bei einer und Fahrprüfer in Bayreuth: Genächtlichen Fahrt heimrat Adolf Bayerlein, ein Automit einem Fuhrwerk narr der ersten Stunde. Manchmal zusammen und musterte er die Fahrkünste seiner wurde schwer ver- Prüflinge im Bayerlein’schen Faletzt ins Städtische brikhof vom Fenster seines ArbeitsKrankenhaus einge- zimmers aus. Meist mussten die liefert. Der Hofpia- Führerschein-Aspiranten jedoch am Berliner Platz im zügigen Tempo noforte-Fabrikant Steingraeber brachte zehnmal links herum fahren und das Kunststück fer- dann – nach einem flotten Wentig, in der Altenplo- demanöver – zehnmal rechts herser Kurve mit dem um. So mancher Fahrnovize erregte Bayreuths erster Autofahrer auf seinem Fahrzeug Marke Lutzmann: Vehikel eines Kulm- dabei beim Publikum große HeiterConrad Hensel mit Frau Margarete im Jahr 1904. bacher Fabrikanten keit. M

n der Festspielzeit war freilich selbst dieses Schneckentempo noch viel zu hoch. So hieß es in der Verlautbarung des Magistrats: „Mit Rücksicht auf den derzeitigen Verkehr in hiesiger Stadt wird angeordnet, dass sämtliche Motorfahrzeuge innerhalb des Stadtbezirks nicht schneller fahren dürfen als Fuhrwerke im gemäßigten Trab.“ Ansonsten sollten die Herren Automobilisten bei allen Gefahrenstellen ein deutlich hörbares Hupsignal geben, dasselbe aber so-


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Wandervolksentscheid über die „24 Stunden von Bayern“

Bis die Füße qualmen So eine 24-Stunden-Wanderung bedeutet nicht, einfach nur so lange zu gehen, bis ein ganzer Tag vorüber ist. Es ist ein „Event“ – wie ein Marathon, ein Schützenfest oder ein CSU-Parteitag.

D

ieses Urteil der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zeigt, weshalb die „24 Stunden von Bayern“ bereits Kultstatus erlangt haben, obwohl sie erst zweimal durchgeführt wurden. Die 444 Startplätze für dieses Jahr wurden am 4. April, morgens um 4.44 Uhr im Internet angeboten. Um 5.02 Uhr, also nur 18 Minuten später, war der letzte Platz vergeben. 24 Stunden lang wandern, dabei regionaltypische Erlebnisstationen

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besuchen, sich nachts mit Stirnlampe durch den Wald schlagen und einen Sonnenaufgang in der Natur nach etwa 20 Stunden Aktivität erleben – das sind sicherlich sehr einprägsame Erfahrungen. Nach dem Oberpfälzer Wald 2009 und dem Arberland in diesem Jahr, bemühen sich für 2011 drei neue Bewerber um den Zuschlag als Veranstaltungsort. Der Naturpark Frankenwald, die Alpenregion Tegernsee/Schliersee und Pfronten im Allgäu. Initiiert wurde die Bewerbung vom Frankenwald Tourismus Service Center, um die Region als „echten Wanderwald“ weiter bekanntzumachen. Erstmals wird der Austragungsort durch einen „Wandervolksentscheid“ bestimmt. Bis zum 20. September können die Konzepte der Bewerber auf

www.24h-von-bayern.de begutachtet werden, die Möglichkeit zur Abstimmung ist nur einen Mausklick entfernt. Am 27. September wird der Sieger bekanntgegeben. Gut 14 Tage nach Beginn der Abstimmung haben rund 2000 Wanderfans ihr Kreuzchen gemacht: Mit 48 Prozent liegt der Frankenwald in ihrer Gunst weit vor den beiden anderen Regionalbewerbern.

Schätze heben Frankenwald Tourismus hat gemeinsam mit dem Frankenwaldverein und dem Bayerischen Staatsbad Bad Steben das Motto „24 Stunden Schätze heben und erleben“ für die Bewerbung erarbeitet. Auf vier ausgesuchten Routen rund um Bad Steben gilt es, den

Frankenwald in alle Himmelsrichtungen zu erwandern. Geplant sind eine Schlemmermeile, der Auftritt von Zeitzeugen am Grünen Band sowie die Präsentation traditionellen Handwerks. Wer abstimmt, nimmt automatisch an einer Verlosung teil. Auf www.facebook.com/24h.bayern gibt es schon einen „FanClub Naturpark Frankenwald“. M Norbert Heimbeck

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Sonntag, 5. September 2010

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Soldaten- und Reservisten fahren zur Einweihung des Deutschen Soldatenfriedhofs in Cheb

Letzte Ruhe in Würde 65 Jahre mussten 4300 deutsche Wehrmachtssoldaten warten, ehe sie ihren Frieden fanden: Nun wurden die sterblichen Überreste der Landser, die zum Ende des Zweiten Weltkriegs an der Ostfront fielen, auf dem städtischen Friedhof im tschechischen Cheb (Eger) beerdigt.

M

it dem deutschen Soldatenfriedhof soll am 11. September die größte und letzte Begräbnisstätte für deutsche Kriegsopfer in Tschechien eingeweiht werden. Die sterblichen Überreste von insgesamt 5600 Menschen, neben den Soldaten liegen dort auch die Gebeine gestorbener Sudetendeutscher und Zivilisten, die in Internierungslagern oder während der Vertreibung nach Kriegsende umkamen, sind unter Hunderten von schlichten Granitkreuzen bestattet. Lange Zeit lagen die sterblichen Überreste der Soldaten unbeachtet in einer stillgelegten Fabrik in Usti nad Labem (Aussig) in Nordböhmen. 2006 wurden sie dann in ei-

Eine besondere Allianz: die sieben Kameradschaften in der Gemeinde Speichersdorf, symbolisiert durch die Fahnenträger mit den Fahnen der sieben Soldaten- und Reservistenkameradschaften. Fotos: Fürst

nem leer stehenden Atombunker des Truppenübungsplatzes Brdy gelagert. Das Tauziehen um die letzte Ruhestätte der Gefallenen zog sich mehr als zehn Jahre hin. Dass vor zwei Jahren mit der Unterzeichnung eines Vertrags zwischen der Stadt Eger und dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge endlich der Durchbruch erzielt wurde, ist vor allem der Hartnäckigkeit des Volksbundes und der Egerer Stadtführung zu verdanken. Zu der Einweihung des Soldatenfriedhofes am Samstag, 11. September, laden die sieben Soldatenund Reservistenkameradschaften der Region alle Mitglieder der Kreisverbände Kemnath, Eschenbach und Bayreuth sowie auch interessierte Nichtmitglieder zu einem Tagesausflug in die Tschechische Republik ein. „Ich bin dankbar, Unmittelbar im Anschluss dass die Toten, die noch Jahre nach an den städtischen Friedhof ihrem Tod auf einer Odyssee waren, von Eger fanden die Gebei- nun hier in Cheb beerdigt ne von mehr als 4000 deutwerden.“ Mit diesen Worten würschen Soldaten ihre letzte digte der deutsche Botschafter Ruhe – auf dem Gelände des Helmut Elfenkämpfer am 12. Noaufgelassenen einstigen jü- vember 2008 die Beisetzung der dischen Friedhofs. ersten 450 von insgesamt 5500 to-

ten Soldaten des Zweiten Weltkrieges auf der neuen Kriegsgräberstätte. Nach dem Willen der Stadt Cheb und des Volksbundes soll der Soldatenfriedhof nicht nur für die 1100 bisher bekannten Angehörigen Gedenkstätte sein. Er soll auch Ziel deutsch-tschechischer Jugendbegegnungen werden. VolksbundPräsident Reinhard Führer erkennt am politischen Horizont Anzeichen einer weiteren Entspannung: „Wir erwarten, dass die neue Prager Regierung auf uns zugeht, denn wir brauchen rechtliche Grundlagen, um bei der Vertreibung getötete Deutsche bergen zu können.“ Denn noch sind mindestens 1500 Tote in Tschechien nicht gefunden. Auch für sie wäre in Cheb noch Platz.

Bei einer Ausschusssitzung der Vorsitzenden der sieben Kameradschaften unter Leitung von Dr. Wolfgang Hübner aus Speichersdorf wurde die gemeinsame Teilnahme mit einem kleinen und selbst gestalteten Rahmenprogramm besprochen. Folgender Ablauf wurde vereinbart: Brotzeit-Stopp bei Waldsassen, ab 10.15 Uhr Besichtigung der Burg und des Marktplatzes von Cheb beziehungsweise Einkaufsbummel. Um 12.15 Uhr ist Abfahrt zum Friedhof, ab 14 Uhr Teilnahme an den Feierlichkeiten auf dem Soldatenfriedhof. Im Anschluss fährt man nach Konnersreuth ins Gasthaus Schiml, wo man den Tag gemütlich ausklingen lassen will. Die Rückkehr wird gegen 21 Uhr sein. M Udo Fürst

M Haltestellen Haltestellen sind um 7.45 Uhr in Ramlesreuth (Kirche), 7.50 Uhr in Speichersdorf (Metzgerei Lehner), 7.55 Uhr am Bahnhof Kirchenlaibach, 8 Uhr in Windischenlaibach (Feuerwehrhaus), 8.05 Uhr in Kir-

chenlaibach (Feuerwehrhaus), 8.10 Uhr in Speichersdorf (Dorfbrunnen), 8.15 Uhr in Haidenaab (Bahnunterführung), 8.20 Uhr in Wirbenz (Bushaltestelle), 8.30 Uhr in Kemnath (Aldi). uf


SPORT

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M Kein deutscher Tennisspieler in Runde drei der US Open – Seite 10 M Handball: RheinNeckar-Löwen feiern weiteren Sieg – Seite 11 M Altstädter gewinnen in letzter Minute mit 3:2 (Foto) – Seite 12 M Serbiens hauchdünner WM-Erfolg – Seite 13

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel: Am Dienstag gegen Aserbaidschan

Gleich obenauf Nach dem geglückten Start in die Qualifikation zur Fußball-Europameisterschaft 2012 überwog im deutschen Lager die Erleichterung.

N

ach dem 1:0 (0:0)-Sieg am Freitagabend in Brüssel gegen Belgien bilanzierte Bundestrainer Joachim Löw zufrieden: „Wichtig ist, dass man so ein Spiel auswärts gewinnt und die drei Punkte mitnimmt.“ Die Ausscheidungsrunde sei ein „Marathon“, bei dem man von Anfang an aufzupassen habe, dass man nicht hinterherrennen müsse. Miroslav Klose zeigte sich treffsicher wie bei der WM in Südafrika und erzielte in der 51. Minute das Siegtor, die umformierte Abwehr um den guten Torhüter Manuel Neuer ließ keinen Gegentreffer der forschen belgischen Offensive zu. „Jeder Anfang ist schwer“, kommentierte Kapitän Philipp Lahm nach dem mehr erkämpften als erspielten Sieg, mit dem der WM-Dritte ebenso wie der Rivale Türkei (3:0 in Kasachstan) einen gelungenen Start in Gruppe A hinlegte. „Das war ein schweres Stück Arbeit“, bemerkte Mittel-

M BUNDESLIGA Der nächste Spieltag, Freitag (10.9.) 1899 Hoffenheim - Schalke 04 Samstag (11.9.) Borussia Dortmund - VfL Wolfsburg Hamburger SV - 1. FC Nürnberg Mönchengladbach - Eintracht Frankfurt SC Freiburg - VfB Stuttgart Hannover 96 - Bayer Leverkusen Bayern München - Werder Bremen Sonntag (12.9.) FSV Mainz 05 - 1. FC Kaiserslautern 1. FC Köln - FC St. Pauli

feld-Chef Bastian Schweinsteiger. Auch Thomas Müller war erleichtert: „Ein ganz wichtiger Sieg.“ Dieser soll schon am Dienstag veredelt werden, wie Klose, der im 102. Länderspiel sein 53. Tor für Deutschland erzielte, erklärte: „Jetzt ist es wichtig, gegen Aserbaidschan nachzulegen.“ Ein Sieg in Köln gegen den von Ex-Bundestrainer Berti Vogts betreuten Außenseiter ist fest eingeplant. „Wir werden schauen müssen, dass wir möglichst früh in Führung gehen“, meint Löw.

Nachsichtiger Löw Den Schwung und die Spielfreude der WM konnte die deutsche Mannschaft nur phasenweise wiederholen. „Man konnte nicht erwarten, dass alles klappt und funktioniert“, sagte Löw nachsichtig. Konzentration und Engagement hätten gestimmt. „Belgien hat uns alles abverlangt“, lobte Löw den Gegner: „Wichtig ist, dass man seriös und klar spielt und seine Möglichkeiten nutzt. Das haben wir mit dem einen Tor auch gemacht.“ Der Bundestrainer blickt sehr optimistisch in die Zukunft. „Wenn ich die Perspektiven der Mannschaft sehe, habe ich ein unglaublich positives Gefühl“, bekannte der Chefcoach. Zunächst aber gehen Spieler und Trainer gern nach Köln. „Auf das erste Heimspiel nach der WM freut man sich, wenn man so lange nicht im eigenen Land gespielt hat“, sagte Löw. Die Knieverletzung von Marcell Jansen ist doch schwerwiegender als zunächst angenommen. Der 24-jährige Hamburger fällt für Dienstag aus. Jansen hatte in Brüssel ausgewechselt werden müssen. M red

Jubeltraube nach dem Siegtreffer: Die Deutschen feiern Miroslav Kloses 1:0. Foto: dpa

207 Festnahmen 207 Randalierer sind am Rande des EM-Qualifikationsspiels in Brüssel festgenommen worden.

N

ach Feststellung der Personalien seien die gewaltbereiten Fans inzwischen wieder auf freiem Fuß, teilte der Deutsche Fußball-Bund am Samstag mit. 500 bis 700 sogenannte gewaltbe-

reite Fußball-Anhänger waren nach Belgien gereist, die Polizei hatte sie schon vor dem Stadion abgefangen. Die Bundespolizei hatte schon im Vorfeld der Partie 45 „Gewalttätern Sport“, die als gewaltbereit registriert sind, die Ausreise untersagt. Rund 300 Bundespolizisten hatten am Spieltag an der deutsch-belgischen Grenze Schwerpunktkontrollen durchgeführt und die Ausreise von Randalierern verhindert. M red


SPORT

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Tennis: US Open

Null von elf Die deutschen Tennis-Herren haben bei den US Open in New York ein Debakel erlebt.

K

urz nach Benjamin Becker ist mit Philipp Kohlschreiber auch der letzte der elf gestarteten Deutschen in der zweiten Runde des Grand-Slam-Turniers ausgeschieden. Wie schon 2008 steht somit kein Deutscher in Flushing Meadows in Runde drei. Kampflos hat indes Andrea Petkovic die Runde des besten 16 erreicht. Die 22-Jährige aus Darmstadt profitierte von der verletzungsbedingten Absage ihrer Drittrunden-Gegnerin Shuai Peng. Die Chinesin konnte wegen Ellenbogen-Problemen nicht antreten. In ihrem nächsten Match trifft Petkovic auf die russische WimbledonFinalistin Wera Swonarewa oder Alexandra Dulgheru aus Rumänien. Kohlschreiber verlor sein FünfSatz-Match gegen Gilles Simon aus Frankreich nach 2:44 Stunden mit 6:4, 3:6, 6:1, 1:6, 3:6. Er schien dabei auf dem besten Weg in die Runde der letzten 32. Die deutsche Nummer

eins aus Augsburg hatte den dritten Durchgang souverän gewonnen, doch danach verlor Kohlschreiber völlig seine Linie. „Es war wie eine Achterbahn heute. Jedes Mal, wenn ich vorne war, habe ich ihn wieder zurück ins Spiel kommen lassen“, ärgerte sich Kohlschreiber über den verpassten Drittrunden-Einzug und somit ein Match gegen Rafael Nadal. Der Weltranglisten-Erste hatte zwar gegen Denis Istomin aus Usbekistan durchaus Probleme und lag im Tiebreak des zweites Satzes bereits mit 1:5 zurück, dennoch gewann der Spanier letztlich glatt mit 6:2, 7:6 (7:5), 7:5. Der Saarländer Becker stand gegen den starken Spanier David Ferrer auf verlorenem Posten und unterlag in 2:09 Stunden mit 3:6, 4:6, 4:6. „Ich habe alles versucht, meine Taktik gut umgesetzt, bin viel ans Netz gegangen, aber er war einfach zu gut“, meinte Becker. Jelena Jankovic (Serbien) hat überraschend den Achtelfinal-Einzug verpasst. Die an Nummer vier gesetzte Finalistin von 2008 verlor mit 2:6, 6:7 (1:7) gegen Kaia Ka- Zu selten bekam Philipp Kohlschreiber den Ball wie hier nepi aus Estland. M red genau auf den Schläger. Foto: dpa

M Aus der Welt des Sports Wieder Bronze: Olympiasiegerin Lena Schöneborn aus Berlin (Foto) hat bei der Rückkehr nach China einen erneuten Erfolg verpasst. Die Peking-Siegerin belegte bei der Weltmeisterschaft im Modernen Fünfkampf in Chengdu mit 5216 Punkten den dritten Platz; schon im Vorjahr hatte sie WMBronze bekommen. Die Französin Amelie Caze (5344) wurde gestern zum dritten Male Weltmeisterin; den Platz hinter ihr belegte die Litauerin Donata Rimsaite (5272). Als Zugabe gab es für Schöneborn und ihre Kolleginnen Annika Schleu (Berlin / 13. Platz / 4966 Punkte) und Eva Trautmann (Darmstadt/24./4660) auch in der Teamwertung WM-Bronze hinter dem neuen Weltmeister Frankreich und Großbritannien.

tiste (Trinidad und Tobago/11,05) und Shalonda Solomon (USA/11,09) punkteten für das Amerika-Team. Das Männer-Rennen gewann Europas neuer Sprintkönig Christophe Lemaitre (Frankreich) in 10,06 Sekunden gegen starke Konkurrenz.

Rang vier: 100-Meter-Europameisterin Verena Sailer ist beim Continental Cup der Leichtathleten Vierte geworden. Die 24-Jährige aus Mannheim blieb am Samstagabend im kroatischen Split in 11,26 Sekunden um 16 Hundertstel über ihrer in Barcelona aufgestellten persönlichen Bestzeit. Siegerin Kelly-Ann Bap-

Satzgewinn: Drei Wochen vor der WM in Italien sind die deutschen Volleyballer mit zwei Testspiel-Niederlagen in die letzte Vorbereitungsphase gestartet. Einen Tag nach dem 0:3 gegen Russland in Nordhausen unterlag die Auswahl von Bundestrainer Raúl Lozano am Samstag in Dessau dem Olympia-Dritten und Weltranglistenzweiten Russland mit 1:3 (25:18, 20:25, 22:25, 14:25). Dabei zeigten sich die

Gastgeber gegenüber dem Vortag stark verbessert. Ihr punktbester Spieler war Georg Grozer mit 25 Zählern. Einen guten Eindruck hinterließ Stefan Hübner, der nach zweijähriger Pause sein Comeback im DVV-Team feierte. Seitenwechsel: Werder Bremens Verteidiger Sebastian Boenisch hat beim Testspiel der EM-Gastgeber 2012 sein Länderspiel-Debüt für die polnische Fußball-Nationalmannschaft gefeiert. Der ehemalige deutsche Junioren-Auswahl-Akteur konnte den Ausgleich der Ukraine durch Eugen Seleznow zum 1:1-Endstand (90. Minute) nicht verhindern. Polen war am Samstag in Lodz durch einen Treffer von Ireneusz Jelen (41.) in Führung gegangen. red


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SPORT

Sonntag, 5. September 2010

Handball: Qualifikation zur Champions League

NACHRICHTEN

Ein Punkt reicht

M Basketball:

BBC siegt in Prag Im ersten seiner beiden Tests an diesem Wochenende in Tschechien kam der Bundesliga-Aufsteiger BBC Bayreuth zu einem weiteren Erfolg. Bei USK Prag hieß es gestern Abend 72:59 für die Gäste. Heute spielt die Mannschaft von Coach Andreas Wagner in Pardubice, am Dienstag (20.15 Uhr) dann in Breitengüßbach gegen den deutschen Meister Brose Baskets Bamberg, der gestern in Ebermannstadt gegen Tübingen mit 90:62 gewann. red

Die Rhein-Neckar-Löwen bleiben weiter auf Kurs in Richtung Champions League.

D

er Handball-Bundesligist aus Baden gewann am Samstag mit 31:26 (17:13) gegen Bjerringbro-Silkeborg aus Dänemark auch sein zweites Spiel im Qualifikationsturnier der Gruppe W. Damit reicht der Mannschaft von Trainer Ola Lindgren in der entscheidenden Partie heute (17.45 Uhr) gegen den spanischen Vertreter Real Ademar Leon bereits ein Unentschieden zum Gruppensieg. Dieser würde zum Einzug in die Hauptrunde der Champions League berechtigen. Erfolgreichste Schützen der Löwen waren gestern vor rund 2000 Zuschauern in der Karlsruher Europahalle Ivan Cupic (8 Tore) und Uwe Gensheimer (6). Der Bayreuther Michael Müller blieb ohne Treffer. Zuvor hatte RK Gorenje Velenje seine

Da geht es lang: Ober-Löwe Ola Lindgren weist Michael Müller an. Foto: Kolb

zweite Niederlage bezogen. Die Slowenen unterlagen gegen Real Ademar Leon mit 21:27. In der Bundesliga zeigte sich der HSV Hamburg gestern endgültig von seinem Ausrutscher zum Saisonauftakt erholt: In heimischer Halle gelang ein 32:27-Sieg gegen den SC Magdeburg. Hans Lindberg

M Formel 1:

(11/2) und Marcin Lijewski (10) trafen, wie sie wollten. Der VfL Gummersbach ist nach dem 32:24 gegen HBW Balingen-Weilstetten erster Verfolger von Spitzenreiter THW Kiel. Einen Auswärtserfolg feierte der TBV Lemgo durch das 31:27 bei der TSG Friesenheim, die damit auf den letzten Platz abrutschte. M red

8. Etappe der Spanien-Radrundfahrt

Anton ist nun „der Rote“ Der Franzose David Moncoutié hat die erste Bergprüfung der SpanienRadrundfahrt gewonnen. Neuer Gesamtführender ist der Spanier Igor Anton.

A

uf der 8. Etappe von Villena nach Xorret de Cati über 190 Kilometer setzte sich Moncoutié vor Serafin Martinez aus Spanien und dem Schweizer Johann Tschopp durch. „Ein großartiges Gefühl“, sagte der Tagessieger. „Ich hatte vor, in einer Fluchtgruppe zu fahren, um Punkte für die Bergwertung zu sammeln.

Dieses Trikot ist nun mein Ziel.“ Einen schwachen Tag hatte der Luxemburger Frank Schleck (Foto), der nach seinem Sturz bei der Tour de France offenbar noch nicht wieder topfit ist und gestern abgehängt wurde. Anton löste den Belgier Philippe Gilbert im Roten Trikot des Gesamtbesten ab. Zeitgleich mit ihm ist sein Landsmann Joaquin Rodriguez. Gilbert hatte Rang eins bereits auf dem dritten Teilstück der

„Vuelta“ am Montag erobert, als er in Malaga Rodriguez bezwang. Dank einer starken Vorbereitung seines deutschen Teamkollegen Danilo Hondo hatte am Freitag Alessandro Petacchi seinen insgesamt 20. Etappensieg bei der Spanien-Rundfahrt gefeiert. M red

Erste Runden Sieben Wochen vor der geplanten Formel-1-Premiere in Südkorea sind zum ersten Mal Rennwagen über die neue Strecke gerollt. Die 14 Testrunden des Inders Karun Chandhok im Red Bull dämpften am Samstag auch die Sorgen um eine drohende Absage des Grand Prix. In den vergangenen Wochen war mehrfach über Probleme bei der Fertigstellung des Kurses in der Nähe von Yeongam berichtet worden. „An der Strecke selbst ist noch etwas Arbeit notwendig“, sagte Chandhok. „Die Organisatoren sehen sich aber im Zeitplan und meinen, dass alles rechtzeitig bereit ist.“ Neben Chandhok waren auch ein Formel-BMW-Auto und mehrere Tourenwagen auf der Strecke. red

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SPORT

Sonntag, 5. September 2010

SpVgg Bayreuth – SV Schalding-Heining 3:2

M Trainerstimmen:

Last-Minute-Goal Die SpVgg Bayreuth hatte das erste und das letzte Wort. Und so gab es in der Fußball-Bayernliga gestern einen 3:2 (1:1)-Erfolg gegen den SV Schalding-Heining.

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Die Freude des Torschützen nach dem Volltreffer: Bayreuths Michael Bock. Foto: Lammel

G

Thomas Prebeck (SchaldingHeining): „Das 0:1 hat uns wachgerüttelt. Die zweite Halbzeit war von meinem Team wirklich sehr gut. Beim letzten Konter müssen wir das 3:2 machen, und dann gibt es diesen unberechtigten Freistoß . . .“ Ingo Walther (Bayreuth): „Man kann eben nicht immer nur auf spielerische Weise zum Torerfolg kommen; auch Standardsituationen gehören zum Fußball. Nach dem 2:2 sind wir zwar etwas ins Schlingern geraten, aber ich habe immer das Gefühl gehabt, dass uns noch ein Tor gelingt.“ M JS

enau 50 Sekunden vor Ablauf der 90 Minuten bot sich Matthias Url die große Chance, den zum Schluss frischer als die SpVgg wirkenden Gast aus Passau zum Sieg zu schießen. Doch er konnte den Konter nach einem Bayreuther Freistoß (!) nicht nutzen. Es gab zum Leidwesen des Gastes kurz darauf noch einmal Freistoß für die Altstädter, und diesmal zirkelte Christian Vitzethum den Ball auf den Kopf von Alexander Koßmann – der dritte Standard-Treffer war perfekt und ein Werk zweier Joker. Bereits nach vier Minuten hatte Michael Bock den Gastgeber (per Kopf nach Christoph Herls Freistoß) in Führung gebracht. Ein passgenauer Volleyschuss von Benjamin Neunteufel nach Erich Vogls Flanke bescherte dem betulich startenden SV bei seiner einzigen Chance in Halbzeit eins den ersten Ausgleich. Beim 2:1 stach wieder ein Bay-

reuther Joker, denn den Eckball zu Christopher Klaszkas Kopfball hatte der für den verletzten Herbert Biste früh eingewechselte Victor Gradl geschlagen. Apropos Wechsel: Bayreuths Spielertrainer Ingo Walther hatte fleißig umgestellt (fünf Änderungen gegenüber dem 0:0 in Buchbach) und sich selbst in die Startelf rotiert. Er ging nach einer guten Leistung unter dem Applaus der Fans nach 61 Minuten vom Feld – zwei Minuten später störte Josef Krieg den Bayreuther Frieden und schoss zum 2:2 ein. Doch die vom Coach später herausgestellten Prädikate Einsatzwille und Leidenschaft brachten einen nicht mehr erwarteten Erfolg. Erich

Vogl flog dann noch nach dem Schlusspfiff vom Platz – Rote Karte wegen Schiedsrichterbeleidigung. „Er hat gar nichts Abfälliges gesagt“, berichtete SV-Trainer Thomas Prebeck. M Jürgen Schott SpVgg Bayreuth: Essig – Eckert, Fiedler, Jakl, Wurster – Herl (79. Koßmann), Bock, Walther (61. Vitzethum), Biste (24. Gradl) – Pfann, Klaszka. SR: Brand (Schallfeld); Zuschauer: 550. Tore: 1:0 Bock (5.). 1:1 Neunteufel (34.), 2:1 Klaszka (59.), 2:2 Krieg (63.), 3:2 Koßmann (90.). Rote Karte: Vogl (nach Abpfiff). Gelbe Karten: Eckert, Klaszka / Krieg, Vogl.

M REGIONALLIGA SÜD

M BAYERNLIGA

M LANDESLIGA NORD

M BEZIRKSLIGA OST

SC Pfullendorf - SV Wehen II 5:1 FC Memmingen - SSV Ulm 46 1:1 Wormatia Worms - SC Freiburg II 0:5 FSV Frankfurt II - KSV Hessen Kassel 1:4 Greuther Fürth II - SpVgg Weiden 6:0 Stuttgarter Kickers - 1. FC Nbg. II 1:2 E. Frankf. II - Karlsruhe II heute, 14 Uhr Großaspach - München II heute, 14 Uhr Darmstadt - Hoffenheim II Di., 18.30 Uhr

SpVgg Bayreuth - Schalding-Heining SpVgg Bayern Hof - SV Heimstetten SV Seligenporten - Ingolstadt 04 II TSV Aindling - TuS Regensburg TSV Buchbach - TSV Rain/Lech Schweinfurt 05 - Eintracht Bamberg FC Ismaning - SpVgg Unterhaching II TSV Großbardorf - 1860 Rosenheim

Alemannia Haibach - Memmelsdorf 4:1 ASV Rimpar - SpVgg Selbitz 1:4 1. FC Sand - TSV Neudrossenfeld 0:0 Bayern Kitzingen - TSV Aubstadt 3:0 DJK Bamberg - Schweinf. heute, 15 Uhr Hollfeld - Viktoria Kahl heute, 15 Uhr Coburg - Kick. Würzburg heute, 15 Uhr Frohnlach - Frammersbach heute, 15 Uhr Burgkunstadt - Höchberg heute, 15 Uhr

Kirchenlaib.-Speichersd. - Bay. Hof II 5:1 TSC Mainleus - FC Wüstenselbitz 2:0 SpVgg Oberkotzau - Froschbachtal 1:0 Mistelgau - Stadtsteinach heute, 15 Uhr SV Gesees - SC Hummeltal heute, 15 Uhr Bayreuth II - SpVgg Selb heute, 15 Uhr Wiesau - VFB Kulmbach heute, 15 Uhr Türk Hof - Selb-Plößberg heute, 15 Uhr Tirschenreuth - Kasendorf heute, 17 Uhr

1. ( 1.) 2. ( 5.) 3. ( 6.) 4. ( 2.) 5. ( 3.) 6. ( 4.) 7. (11.) 8. (13.) 9. ( 7.) 10. (12.) 11. ( 8.) 12. ( 9.) 13. (10.) 14. (14.) 15. (15.) 16. (16.) 17. (17.) 18. (18.)

1. ( 3.) 2. ( 1.) 3. ( 2.) 4. ( 6.) 5. ( 7.) 6. ( 8.) 7. ( 4.) 8. (13.) 9. (12.) 10. ( 5.) 11. ( 9.) 12. (10.) 13. (11.) 14. (14.) 15. (15.) 16. (17.) 17. (16.) 18. (18.)

1. ( 1.) 2. ( 2.) 3. ( 3.) 4. ( 4.) 5. ( 5.) 6. ( 9.) 7. ( 6.) 8. ( 7.) 9. ( 8.) 10. (10.) 11. (11.) 12. (14.) 13. (12.) 14. (13.) 15. (15.) 16. (16.) 17. (17.) 18. (18.)

1. ( 1.) 2. ( 2.) 3. ( 3.) 4. ( 4.) 5. ( 5.) 6. ( 6.) 7. ( 7.) 8. ( 8.) 9. ( 9.) 10. (10.) 11. (11.) 12. (12.) 13. (13.) 14. (14.) 15. (15.) 16. (16.) 17. (17.) 18. (18.)

KSV Hessen Kassel Greuther Fürth II SC Pfullendorf Stuttgarter Kickers TSG Hoffenheim II 1860 München II 1. FC Nürnberg II SC Freiburg II Karlsruher SC II SSV Ulm 46 SV Wehen II Eintracht Frankfurt II Sonnenh. Großasp. FC Memmingen SV Darmstadt 98 FSV Frankfurt II Wormatia Worms SpVgg Weiden

6 6 6 5 5 5 5 6 5 6 6 5 3 6 3 6 6 6

15: 8 17: 9 11: 4 6: 3 16: 5 9: 6 5: 4 13:10 11:10 11:15 7:12 11:10 3: 2 8:15 2: 3 6:14 6:17 3:13

16 12 11 10 9 9 9 8 7 7 7 6 6 6 4 4 3 1

SV Seligenporten 1860 Rosenheim Unterhaching II Eintracht Bamberg FC Ismaning TSV Großbardorf Würzburger FV TSV Aindling SpVgg Bayreuth FC Schweinfurt 05 FSV Erlangen-Bruck TSV Rain/Lech FC Ingolstadt 04 II Schalding-Heining SV Heimstetten SpVgg Bayern Hof TuS Regensburg TSV Buchbach

9 9 9 8 8 9 8 9 9 9 8 9 9 9 9 9 9 9

14:13 13: 8 17:13 13:12 20:15 20:17 13:11 12:10 14:13 13:12 12:12 14:12 17:16 10:14 10:15 13:17 6:13 10:18

3:2 2:0 3:2 2:0 2:0 1:2 3:2 2:1 17 16 16 16 15 15 13 13 13 13 12 11 10 10 8 7 6 6

VfL Frohnlach SpVgg Selbitz FT Schweinfurt Kickers Würzburg 1. FC Sand Alemannia Haibach Don Bosco Bamberg SV Memmelsdorf TG Höchberg TSV Neudrossenfeld 1. FC Burgkunstadt Bayern Kitzingen ASV Hollfeld ASV Rimpar DVV Coburg TuS Frammersbach FC Viktoria Kahl TSV Aubstadt

8 9 8 8 9 8 8 9 7 9 8 9 8 7 8 8 8 9

25: 9 20: 9 24:15 21:10 16: 7 23:16 21:13 17:13 15: 8 16:16 13:19 12:15 9:18 11:23 9:20 4:13 9:20 5:26

22 22 17 16 16 16 15 15 13 12 10 8 7 6 5 4 2 1

M BEZIRKSOBERLIGA Saas-Bayreuth - Vorwärts Röslau 1:1 Mitterteich - FC Wacker Trailsdorf 5:2 SV Friesen - TSV Mönchröden 2:0 ASV Gaustadt - TSV Thiersheim 1:3 SpVgg Lettenreuth - FC Strullendorf 6:2 SV Pettstadt - 1. FC Trogen heute, 15 Uhr FSV Bayreuth - Meeder heute, 15 Uhr Neustadt-W. - Regnitzlos. heute, 17 Uhr 1. ( 1.) 2. ( 2.) 3. ( 3.) 4. ( 6.) 5. ( 5.) 6. ( 4.) 7. ( 8.) 8. ( 7.) 9. (10.) 10. ( 9.) 11. (11.) 12. (12.) 13. (13.) 14. (14.) 15. (15.) 16. (16.) 17. (17.)

SV Pettstadt 1. FC Trogen FC Vorwärts Röslau SpVgg Lettenreuth SV Mitterteich ASV Gaustadt BSC Saas-Bayreuth FSV Bayreuth SV Friesen Neustadt-Wildenh. 1. FC Strullendorf 1. FC Mitwitz FC Wacker Trailsdorf TSV Mönchröden SG Regnitzlosau TSV Thiersheim TSV Meeder

SpVgg Oberkotzau TV Selb-Plößberg SSV Kasendorf Kirchenlaib.-Speich. FC Tirschenreuth SpVgg Wiesau SV Gesees SC Hummeltal TSC Mainleus SpVgg Selb SV Mistelgau SpVgg Bayreuth II TSV Stadtsteinach FC Wüstenselbitz SV 05 Froschbachtal SpVgg Bayern Hof II FC Türk Hof VFB Kulmbach

7 7 7 8 7 8 8 6 7 7 7 7 8 7 6 7 6

8 7 7 8 7 7 7 7 8 7 7 7 7 8 8 8 7 7

26: 7 20: 3 20: 9 20:11 17: 8 10: 8 13: 7 7: 3 12: 6 14:10 14:24 6:14 8:24 8:16 4:12 7:19 4:29

23: 9 19: 9 21:11 21:18 20:10 16:15 8: 9 16:11 15:13 10:11 17:18 19:16 5: 8 22:28 16:24 15:28 15:26 7:21

21 21 16 15 15 13 12 12 10 10 6 5 5 4 4 3 0

21 17 15 15 13 12 12 11 9 9 8 7 7 7 7 7 6 3


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SPORT

Sonntag, 5. September 2010

Der Trainer macht es vor: Udo Hagen im Kreise seiner Auswahl-Anwärter.

Foto: Schott

Fußball-Talente aus Bayreuth und Umgebung arbeiten an einer großen Karriere

Spielfreude und Begeisterung I

hr wollt doch in die Auswahl – da muss ein Zuspiel über drei Meter einfach gelingen.“ Udo Hagen mahnt auf dem Bayreuther Kunstrasenplatz neben dem HansWalter-Wild-Stadion energisch mehr Konzentration an. Der DFBKoordinator sichtet derzeit knapp 20 Spieler der Jahrgänge 1996 und 1997 aus den DFB-Stützpunkten Bayreuth, Hollfeld und Kulmbach. Sie sind Kandidaten für die Nord-

bayern-Auswahl, die demnächst in Oberhaching um die bayerische Meisterschaft spielen wird. Die Konkurrenz ist groß, gerade auch aus den nordbayerischen Nachwuchszentren drängen viele junge Kicker in die C-JuniorenAuswahl. „Zwei oder drei von hier können es aber schaffen“, glaubt Hagen. Den anderen wollen er und die Trainer Michael Pietzonka und Roland Bär vor allem Spielfreude,

Begeisterung und Teamfähigkeit vermitteln. „Dies steht über allem“, heißt es in einem Papier, in dem die Ziele der Auswahlarbeit aufgeführt sind. „Die Persönlichkeit unserer Spieler entsprechend fördern sowie individuelle Betreuung über den Trainingsplatz hinaus entwickeln“, hat sich das Trainer-Team ebenfalls vorgenommen. Am kommenden Freitag (11 Uhr) spielt das „Perspektivteam

Oberfranken“ in Presseck gegen eine bereits etablierte NordbayernFormation. Der Kader: Weihs, Psotta, Grüner, Seidler, Rehorz, Peeters (alle JFG Neubürg), Koza, Eigler, Hiery, Langenstein (alle SpVgg Bayreuth), Fröhlich, Schultheiß, Launay, Herath (alle FSV Bayreuth), Weggel (Eintracht Bamberg), Sahr (TSV St. Johannis), Küfner (JFG BayreuthWest). M Jürgen Schott

Basketball-WM in der Türkei

Serbien wackelt Bei der Basketball-Weltmeisterschaft in der Türkei stehen die ersten beiden Viertelfinalisten fest.

N Auf welche Gedanken Cheerleader so kommen können . . . Foto: dpa

achdem die deutsche Mannschaft bereits in der Vorrunde als Fünfter in ihrer Sechser-Gruppe gescheitert war, kam gestern das Team aus Serbien (das in der Vorrunde seine einzige Niederlage gegen Deutschland kassiert hatte) als erstes weiter. Gegen Kroatien gelang ein hauchdünner 73:72 (34:36)-Erfolg, der bis zur Schlusssekunde in Gefahr war. Am Abend schlug dann Spanien Griechenland mit 80:72 (37:31).

So geht es weiter: Achtelfinale, heute: Slowenien – Australien und Türkei – Frankreich; morgen: USA – Angola und Russland – Neuseeland; Dienstag: Litauen – China und Argentinien – Brasilien. Die Viertelfinals stehen für Mittwoch und Donnerstag auf dem Programm, wobei unter anderem die beiden Sieger von gestern die Gegner sind. Die Mannschaft aus den USA ist im Turnier nach fünf Partien noch ungeschlagen. Sie hatte die erste Runde mit einem 92:57 gegen Tunesien abgeschlossen. Bester Schütze bei den NBA-Stars war in dieser Partie Eric Gordon (Los Angeles Clippers) mit 21 Punkten. M red

Oberobsang 11 · Tel. 0921/42279

Heute, Sonntag:

Große Auswahl an div. Braten- und Pfannengerichten Voranzeige:

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AKUSTIK

Sonntag, 5. September 2010

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Gefahr für die Ohren

Hörschäden durch MP-3-Player Fünf oder mehr Stunden täglich und das auf höchster Lautstufe: Für viele Jugendliche Musikfans gehört der MP-3-Player genauso selbstverständlich zum Outfit und Lebensgefühl wie coole Jeans und angesagte Turnschuhe.

D

as Problem: Die tragbaren Abspielgeräte sind mit 100 bis 120 Dezibel maximaler Leistung so laut, dass sie ein ernstes Gesundheitsrisiko darstellen können und dann das Gehör dauerhaft schädigen. Zum Vergleich: Am Arbeitsplatz ist ab einem Lärmpegel von 85 Dezibel ein Gehörschutz erforderlich.

Standards für Lautstärke Die Europäische Kommission hat daher im September 2009 neue LautstärkeStandards für MP-3Player vorgeschlagen. Künftig wird an den Musik-Playern standardmäßig eine ungefährliche Maximal-Lautstärke eingestellt. Zudem soll eine Gesundheitswarnung auf dem Display angezeigt werden, wenn die HörschutzFunktion abgeschaltet ist. Der Grund: „Wer nur fünf Stunden pro Woche Musik über einen MP-3Player mit hoher Lautstärkeeinstellung von über 89 Dezibel hört, dem droht bereits nach fünf Jahren eine dauerhafte Hörminderung. Vielen ist dieses Risiko nicht bewusst“, so

Dr. Christina Beste, Geschäftsführerin des Forum Gutes Hören. Die Zahl von Kindern und Jugendlichen mit einer Hörminderung steigt drastisch an. Das ist das Ergebnis einer aktuellen DAK-Studie. Insbesondere das übermäßige Hören von zu lauter Musik über MiniKopfhörer beeinträchtigt das Gehör junger Menschen. In den vergangenen vier Jahren sind in Europa rund 250 Millionen tragbare Musik-Abspielgeräte verkauft worden – die Verkaufszahlen nehmen weiterhin zu. Sicherheit gibt ein kostenloser Test beim Spezialisten. Die Dauerbeschallung über tragbare Abspielgeräte birgt zwei grundlegende Risiken: Zum einen wird die Musik zu laut – oft bis zum Anschlag –

ne ihren MP-3-Musikgenuss unbeschwert genießen können, empfiehlt das Forum Gutes Hören einige Regeln einzuhalten: M Den MP-3-Player nicht bis zum Anschlag, sondern nur bis zu einem Schallpegel aufdrehen, so dass normallaute Gespräche in näherer Umgebung noch verfolgt werden können. M Den Ohren immer wieder zwischendurch eine längere Ruhepause gönnen – besonders nach lauten Veranstaltungen wie Konzerten oder Festivals. M In lauten Umgebungen das Gehör durch Ohrstöpsel vor zu viel Stress schützen. M Die eigene Hörfähigkeit mindestens einmal im Jahr vom Hörakustiker überprüfen und kostenlos einen Hörcheck durchführen lassen. M pr

!

Infos: www.forumguteshoeren.de

aufgedreht, zum anderen hören MP-3-Nutzer die Musik meist über Im-Ohr-Kopfhörer, so dass der Schallpegel in direkter Nähe zum Trommelfell in voller Intensität zur Wirkung kommt und verstärkt lauter wahrgenommen wird. Damit Kinder, Jugendliche und Erwachse-

M Info Schon geringe Hörminderungen sind mögliche Ursachen für schlechte schulische Leistungen. Kinder mit unbehandelten Hörminderungen können die Lehrerstimme aus den vielen Hintergrundgeräuschen schlechter herausfiltern und verstehen weniger. Um unter den Mitschülern nicht aufzufallen, wird von den betroffenen Kindern wenig oder gar nicht nachgefragt. Die Folge: Die schulischen Leistungen des Schülers gehen zurück. Erschwerend kommt die häufig schlechte akustische Situation in Klassenräumen hinzu. So wurden von Wissenschaftlern der Uni Oldenburg während einer Unterrichtsstunde in einer Grundschule Pegel zwischen 70 und 77 dB (Dezibel) gemessen. Für Büroarbeitsplätze sind maximal 55 dB empfohlen. pr

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WIR VON HIER

Sonntag, 5. September 2010

Forschung in Bayreuth (46)

Schäumende Ideen Die Fußballer der Spielvereinigung treten seine Forschungsarbeit mit Füßen: Professor Volker Altstädt, Inhaber des Lehrstuhls für Polymere Werkstoffe an der Uni Bayreuth, ist Kunststoff-Experte. Unter anderem entwickelt er mit seinem Team sogenannte Partikelschäume, die als Platten unter Kunstrasenplätzen, zum Beispiel im Hans-Walter-Wild-Stadion in Bayreuth, liegen.

E

xpandiertes Polypropylen – EPP – nennt sich eine der in jüngster Vergangenheit sehr erfolgreichen Facetten der Bayreuther Kunststoffforschung. Der Partikelschaum überzeugt durch sein leichtes Gewicht und seine Festigkeit. Anders als Styropor, das häufig als Verpackungsmaterial verwendet wird, behält EPP bei Schlägen und Stößen seine Form, ohne Risse zu bekommen. Mit dieser Eigenschaft wird der aufgeschäumte Kunststoff nicht nur in Stoßfängern und verschiedenen Aufprallschutzsystemen in Autos verbaut, sondern auch als Unterlage von Kunstrasenflächen ist er –

wenn auch versteckt – bereits im Alltag angekommen. Wegen seiner temperaturisolierenden Fähigkeit ist das bekannteste Einsatzbeispiel von EPP die Transportkiste, in welcher Pizzaboten das Essen zu den Kunden liefern. Wie der Nebenplatz des Bayreuther Hans-Walter-Wild-Stadions, sind Kunstrasenplätze bei jeder Witterung, sowohl im Sommer als auch im Winter, bespielbar. Durch die besondere Dämpfung des Rasens und seines EPP-Untergrunds werden die Gelenke der Sportler geschont. „Natürlich geht nichts über natürlichen Rasen auf einem Fußballplatz“, sagt Altstädt, aber im Vergleich zum alternativen Gummigranulat-Rasen sei der in Bayreuth verlegte Rasen trotz höherer Investitionen vom Komfort und den Instandhaltungskosten her ein deutlicher Fortschritt.

Stoffe aus Rohöl „Ob Parafin, Kerosin, Teer oder Kunststoff: diese Stoffe bestehen aus Rohöl. Einziger Unterschied ist die Länge der Kohlenstoff-Molekülkette“, erklärt Altstädt. Wie bei einem Wollknäuel bilden die einzelnen Ketten Verschlaufungen, die dem Kunststoff seine Festigkeit geben. Je nach Anwendung werden

Die dunkle Unterlage des Kunstrasenplatzes im Hans-Walter-Wild-Stadion ist aus einem modernen Kunststoffschaum. Professor Volker Altstädt entwickelt Polymere Werkstoffe. Foto: Archiv/Lammel

Foto: Ritter

diese Stoffe mit Fasern verstärkt, zum Beispiel für das Leitwerk im Flugzeug oder mit Gas beladen als Schaumstoff für den Autositz oder mit Metallen kombiniert, um als Kunststoff-Metall-Hybrid besonders leichte Teile für Elektroautos herzustellen. So wurde am Lehrstuhl von Professor Altstädt eine thermoplastische Leiterplatte, wie sie etwa in Computern oder Fernsehern zu finden ist, entwickelt. Das Neue an den Leiterplatten aus Hochtempe-

ratur-Thermoplasten: Sie verfügen über exzellente Hochfrequenzeigenschaften, sind leicht, schadstofffrei und vor allem sind sie dreidimensional verformbar. Während bisherige Leiterplatten starr waren, lassen sich die Platten mit dem geschäumten Kern biegen und somit entweder platzsparend einbauen oder in völlig neuen Formen einsetzen. M Christian Martens

!

www.polymer-engineering.de www.epp-forum.de

M Zur Person

Foto: Ritter

Professor Volker Altstädt ist 1954 in Kassel geboren. Nach dem Abitur hat er in seiner Heimatstadt Physik mit der Betonung der Fachrichtung Experimentalphysik studiert. Das Diplom hat er mit Auszeichnung bestanden. Nach dem Studium hat er ab 1982 fünf Jahre lang als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Werkstofftechnik der Uni Kassel gearbeitet. In dieser Zeit forschte er für drei Jahre in der Zentralen Werkstofftechnik der Daimler Benz AG in Stuttgart. 1987 folgte die Promotion. Anschließend wechselte er zunächst als Sachbearbeiter der Abteilung Forschung

Verbundwerkstoffe, später als Gruppenleiter der Abteilung Polymerphysik und Festkörperphysik zur BASF AG nach Ludwigshafen. Als Professor leitete er von 1995 bis 2000 den Arbeitsbereich Kunststoffe und Verbundwerkstoffe an der TU Hamburg-Harburg. Seitdem ist er Inhaber des Lehrstuhls für Polymere Werkstoffe an der Uni Bayreuth. Seit 1995 leitet er die Abteilung Polymer Engineering bei der TU-Tech Innovation GmbH in Hamburg. Im vergangenen Jahr übernahm Altstädt zudem die Geschäftsführung der Neue Materialien Bayreuth GmbH.


KULTUR

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E

s gibt Filme, die fordern gesehen zu werden“, schrieb die Times. „Sin Nombre“ sei so ein Film. Die Macher von „Lost in Translation“ und „21 Gramm“ begeben sich mit dieser – auf dem SundanceFilmfestival zweifach ausgezeichneten – Geschichte tief in die Schattenwelt Mexikos. Erst kämpft El Casper (Edgar Flores, Foto) für eine brutale Gang, dann um sein Leben und schließlich um Liebe. Ein starker, gut gemachter Film über zwei junge Menschen, die sich ihrer scheinbar vorbestimmten Zukunft entwinden und den Weg in ein besseres Leben wagen. „Sin Nombre“ läuft heute und Mittwoch in der Reihe Delikatessen im Cineplex, jeweils um 17 und 20 Uhr. M

D

NIX WIE HIN

Christina Knorz, Kulturredakteurin

iagnose: Ringelnatzeritis. Symptome: Spontanes, krampfartiges Zusammenziehen des Zwerchfells, unkontrollierbarer Lachreiz, tränende Augen, vereinzeltes Schenkelklopfen wurde beobachtet. Sehr häufig – in 80 von 100 Fällen – trat beglückter Frohsinn auf. Krankheitsverlauf: unbedenklich, meist klingen die Symptome nach einem äußerst heftigen, zirka eineinhalbstündigen Anfall ab, kurze Flash-Backs sind auch noch an den Folgetagen möglich, aber ebenfalls unbedenklich. Ansteckungsgefahr: sehr hoch, vor allem heute Abend um 19 Uhr im Kastenhof in Weismain. Ursache: Jan Burdinski mit seinem infizierenden Ringelnatz-Spektakel „Schöne Nixen knicksen“. M

Aktuelle Veranstaltungstipps unter www.nordbayerischer-kurier.de.

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KULTUR

Sonntag, 5. September 2010

Die Konzerthöhepunkte der kommenden Wochen

Heißer Herbst in Sicht Nach dem turbulenten Festivalsommer geht es in Franken weiter mit einigen Konzerthighlights. Neben bekannten Bands wie Sum 41, den Sportfreunden Stiller und den Fantastischen Vier lassen Festivals wie das Festival Mediaval den Sommer ausklingen.

Die Sportfreunde Stiller spielen am 8. Dezember in Nürnberg. Foto: red

S

chon am morgigen Montag rocken Sum 41 die Fürther Stadthalle. Ursprünglich war die Veranstaltung im Nürnberger Hirsch geplant. Die Show der kanadischen Pop-Punker startet um 20 Uhr. Von Freitag bis Sonntag, 10. bis 12. September, erklingen mittelalterliche Töne bei Europas größtem Mittelalter-Musikfestival, dem dritten Festival Mediaval in Selb. Zu hören sind Bands wie Haggard, Schelmish, Omnia, Faun und Corvus Corax. Das Event beginnt am Freitag um 18 Uhr.

Zwei Festivals Am Freitag und Samstag, 17. und 18. September, finden zwei Festivals in Franken zeitgleich statt. In Wunsiedel startet am Freitag um 14 Uhr das WUNstock 2010. Zu Gast sind Punk-, Ska- und Rockbands wie The Chancers, The Mordors Gang aus Tschechien und The Forum Walters. Am Samstag spielen Antares, Die Dodelsäcke und 4 Debils. In Münchberg kommen AlternativRaggae- und Grindcore-Fans in den Genuss, das zweite Act-PositiveFestival in der Günther-OrdnungHalle zu erleben. Bands wie die Ohrbooten, Hatred, Frogstar Battle Machine und La Confianza begleiten die Fans am Freitag und Samstag jeweils ab 14 Uhr. Der Erlös aus dem Benefiz-Wochenende kommt der Kinder-Aids-Hilfe zugute. Am Mittwoch, 13. Oktober, treten Blumentopf ab 20 Uhr mit ihrer „Ihr & Wir Tour 2010“ im Erlanger E-Werk auf. Die Tickets kosten etwa 25 Euro.

Der Kanadier Danko Jones, der zwischen echtem Hardrock-Machismo und coolem Overstatement steht, gibt seine Songs am Mittwoch, 20. Oktober, um 20 Uhr im Nürnberger Hirsch zum Besten. Zeitgleich ebenfalls am Mittwoch, 20. September, spielen die Shout Out Louds ab 20 Uhr im Löwensaal. Back to the roots, sind treibende Beats und prägnante Melodien zu genießen. Als Pop-Trendsetter haben a-ha Musikgeschichte geschrieben. Mit einer „Greatest Hits“-Tour verabschieden sich die norwegischen Popkönige nun von ihren zahlrei-

chen Fans in Deutschland. Live zu erleben in der Arena in Nürnberg am Donnerstag, 21. Oktober. Die Helden sind zurück! Drei Jahre ist es her, dass Wir sind Helden beschlossen, sich zeitweise aus dem Musikgeschäft zurückzuziehen. Jetzt sind sie wieder da, und zwar am Montag, 25. Oktober, ab 20 Uhr in der Erlangener Heinrich-Lades-Halle. Die Südtiroler Deutschrock-Band Frei.Wild startet voll durch: Auf der letzten Tour 2009 noch im Nürnberger Hirsch, gastieren sie nun wegen der großen Nachfrage am 19. November ab 20 Uhr in der Fürther

Stadthalle. Die Stuttgarter Jungs Michael B. Schmidt, Michael Beck, Thomas Dürr und Andreas Rieke alias Die Fantastischen Vier geben am Samstag, den 27. November um 20 Uhr in der Arena in Nürnberg ihre Hits zum Besten. Das britische Duo Blood Red Shoes, das mittlerweile zur ersten Garde der Alternative-Rock-Duos zählt, tritt für euch am 30. November ab 20 Uhr im Nürnberger Hirsch auf. In Sachen Drive, Dynamik und Aggressivität kommt kaum jemand gegen sie an, und was die Verbindung von Rock und Punk mit Pop angeht, sind die Briten sowieso unschlagbar.

Die Sportis live

Laura-Mary Carter ist eine Hälfte der Blood Red Shoes. Nicht im Bild: Drummer Steven Ansell. Die Band spielt am 30. November im Nürnberger Hirsch. Foto: Meixner

Die Musikfans dürfen sich außerdem schon jetzt auf Dezember freuen. Denn da treten die Sportfreunde Stiller in Nürnberg auf. Live spielen – das ist das Leben der Jungs, die sich nie haben verbiegen lassen. Sie erzählen Geschichten aus dem Leben und kleiden sie in rockige Melodien, die stets die Herzen der Fans erreichen. So auch am Mittwoch, 8. Dezember, wiederum in der Arena in Nürnberg. Im Vorprogramm spielt Kate Nash. Los geht’s um 19 Uhr. Karten für alle Veranstaltungen gibt es an den bekannten Vorverkaufsstellen. In Bayreuth, zum Beispiel bei der Theaterkasse am Luitpoldplatz, Telefon 6 90 01. M sas


UMWELT

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Grünes Umfeld steigert Wohlbefinden

Arbeiten im grünen Büro Was eine Studie belegt, setzen einige Firmenchefs bereits in die Tat um: Pflanzen halten Einzug in deutschen Büros und sollen die Fehlerquote senken und die Motivation steigern.

I

nzwischen begrünen immer mehr Unternehmen ihre Arbeitsplätze. Der Garten als Betriebsstätte, das lässt sich beispielsweise bei BMW in München in einer Fertigungshalle oder in der Firmenzentrale von Ernstings family in Coesfeld-Lette beobachten. „Die Fehlerquote der Mitarbeiter habe sich deutlich verringert, seitdem sie in dem grünen Umfeld arbeiten“, erzählt Kurt Ernsting, Seniorchef der Bekleidungskette. Eine grüne Umgebung steigert das Wohlbefinden. Schon in den 90er Jahren bestätigten das Studien Wer nicht im Grünen arbeiten kann, lässt den Blick ab und zu auf Pflanzen ruhen. Fotos: BBH der A & M University in Texas und der Landwirtschaftlichen Universi- Reizüberflutung oder -verarmung Mitarbeiter inmitten von Bäumen ring, denn diese besondere Arbeitstät Ås in Norwegen. Manche Wis- im Alltag entgegenwirkt. und Blüten – das inzwischen 13 atmosphäre wird hoch geschätzt. senschaftler vermuten, dass der Auch in der Kanzlei Daamen, Jahre alte Konzept der grünen Bü- Und auch für die Bindung der KlienBlick ins Grüne für eine sanfte Sti- Müller und Hufschmidt in Straelen ros hat sich bewährt: Die Fluktuati- ten spielt er Garten eine wichtige mulation der Sinne sorgt -– und so am Niederrhein arbeiten rund 50 on unter den Mitarbeitern ist ge- Rolle. M mag

Orchideenart braucht keine Erde

Genügsam Dekorativ und dabei relativ anspruchslos: Vanda-Orchideen als Zimmerpflanzen.

S Die Vanda-Orchidee kommt mit wenig aus – lediglich ausreichend Luftfeuchtigkeit braucht sie.

ie haben einen großen Vorteil: Die exotischen VandaOrchideen brauchen keine Erde und müssen deshalb nicht umgetopft werden. Die Orchidee versorgt sich über ihre nackten Luftwurzeln mit Feuchtigkeit, deshalb müssen sie regelmäßig eingesprüht oder getaucht werden. Besonders dekorativ kommen die Wurzeln in gläsernen Gefäßen, Draht- oder Flechtkörben zur Geltung. M mag

Mein grünes Zuhause

Pflegeleichte Bäume

Anspruchslos Fehlt die Zeit für die intensive Gartenarbeit, sind anspruchslose Pflanzen eine gute Wahl. Bei den Bäumen und Sträuchern sind das zum Beispiel Felsenbirne (Amelanchier) und Zierapfelbäume (Malus). Bei diesen Gehölzen wäre ein Rückschnitt sogar von Nachteil, weil ihre Wuchsform darunter leiden würde. Felsenbirne und Zierapfelbäume sind zweimal im Jahr ein echter Blickfang. Nach der beindruckenden Blüte im Frühjahr tragen Zierapfelbäume im Herbst dekorative Früchte. Und die Blätter der Felsenbirnen leuchten dann in Gelb bis feurig rot. Ebenfalls sehr anspruchslos sind auch Zaubernuss und Magnolien. M mag


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GESUNDHEIT

Sonntag, 5. September 2010

Beifußpollen machen Allergikern zu schaffen

Reizende Pflanze

DER TIPP

Simsophrenie

Wer gegen Ambrosia allergisch ist, hat meist auch Probleme mit Beifuß. Foto: dpa

Das nordamerikanische Unkraut Ambrosia gilt als einer der gefährlichsten Allergieauslöser. In vielen Ländern wird die Pflanze daher bekämpft – auch in der Hauptstadt Berlin gab es jüngst eine konzertierte Anti-Ambrosia-Aktion.

D

och alles Ausrotten helfe nicht, wenn nicht auch Beifuß (botanisch: Artemisia vulgaris) entfernt werde, der in unseren Breitengraden etwa neunmal so häufig vorkomme wie Ambrosia, sagt Torsten Zuberbier, Leiter der Europäischen Stiftung für Allergieforschung. Denn das Gewürzkraut löst dieselben klinischen Heuschnupfensymptome aus wie Ambrosia. Das ist nicht verwunderlich,

Sonnenbrille

Geschützt durch breite Bügel Sonnenbrillen sind ein Muss bei längerem Aufenthalt an der Sonne. Doch die Augen sind nur gut geschützt, wenn die Brille auch breite Bügel hat. Ansonsten könne von der Seite Licht einfallen und zu sogenannten Flügelfellen auf der Bindehaut führen. Diese gutartigen, lachsfarbigen Wucherungen können mit der Zeit die Krümmung der Hornhaut verändern und das Sehen beeinträchtigen, erläutert die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft. Punkte würden dann von den Betroffenen als Stab wahrgenommen. Gefährdet sind vor allem ältere Männer, die viele Jahre im Freien arbeiten. M mag

schließlich stammen beide Gewächse aus derselben Pflanzenfamilie – rund 80 Prozent ihrer Pollenallergene sind außerdem identisch. Wer also eine Ambrosia-Allergie hat, bei

dem sorgt möglicherweise auch Beifuß für Husten- und Schnupfenreiz. In Deutschland reagiert der Stiftung zufolge etwa ein Viertel der Pollenallergiker auf Beifuß. M mag

M Vergesslichkeit heißt nicht gleich Demenz Wer vergesslich ist, muss nicht immer gleich an einer Demenzerkrankung leiden. Gedächtnisstörungen gehen auch mit dem normalen Alterungsprozess des Gehirns einher. Um wirklich von einer Demenz reden zu können, muss obendrein mindestens eine weitere kognitive Fähigkeit dauerhaft gestört sein. „Demenzerkrankte haben beispielsweise Probleme mit der örtlichen Orientierung, dem räumlichen Vorstellungsvermögen oder können sich nur schlecht konzen-

trieren“, erläutert Martin Haupt, Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Gerontopsychiatrie und -psychotherapie (DGGPP) in Wiehl (Nordrhein-Westfalen). Zu den typischen DemenzSymptomen gehören beispielsweise auch ein apathisches oder ein besonders aggressives Verhalten der Umwelt gegenüber. Erst wenn die Veränderungen sehr stark sind oder ein halbes Jahr anhalten, sollte ein Facharzt mit dem Behandlungsschwerpunkt Hirnleistungsstörungen aufgesucht werden. mag

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News aus Down Under! Eine australische Wissenschaftlerin stellt die These auf, dass das ständige Verschicken von zu vielen SMS krank machen kann. Exzessives Simsen führt ihrer Ansicht nach zu Symptomen, die auf das Krankheitsbild der sogenannten Simsophrenie hindeuten. Sie beginnt schleichend, zum Beispiel mit der felsenfesten Überzeugung, soeben eine SMS erhalten zu haben. Verschärft wird die Situation, wenn permanent Lebenszeichen von einer besonders begehrten Person erwartet werden (bei Jüngeren verbreitet). Untrüglicher Hinweis darauf ist das Halluzinieren, bei dem Spiegelungen auf dem HandyDisplay mit vermeintlichen Textmeldungen verwechselt werden. Von einem „post-textatischen Stress-Syndrom“ (PTSS) spricht man, wenn der Simsende nicht mehr realisiert, was um ihn herum geschieht. „Tangstzustände“ (von Text + Angst) treten bei unsicheren Menschen auf. Erhalten diese für kurze Zeit keine Nachricht, stellen sich Einsamkeits- und Minderwertigkeitsgefühle ein. Um das angegriffene Selbstbewusstsein zu stärken, wird der vermeintlich Vernachlässigte nichts unversucht lassen, um die Anzahl seiner verschickten SMS zu maximieren, was zum sogenannten Koma-Simsen führen kann. Ein aufmerksames Umfeld sollte ein solches Verhalten als Hilferuf aufnehmen. Ich rate in diesem Fall zu einer sinnvollen Kommunikations- und Beschäftigungstherapie: zum Beispiel ein gemeinsamer Spaziergang oder gute Gespräche bei einem Abendessen (natürlich in handyfreier Zone). Interessante und freundschaftliche Begegnungen wünscht Ihnen Ihre Apothekerin Petra Helm Easy-Apotheke Bayreuth-Süd


TRACHTENMODE

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Die Trends der Jubiläumswies’n 2010

Flippig modern, zeitlos klassisch Auf zur Wies’n. Am 18. September ist es wieder so weit. Millionen von Besuchern strömen dann zum Oktoberfest mit seinen Buden, Fahrgeschäften und Festzelten. In diesem Jahr dürften es noch einige mehr werden als sonst. Schließlich steht nicht jedes Jahr ein Jubiläum an. 200 Jahre Oktoberfest. Das bedeutet auch 200 Jahre Dirndl und Lederhose. Denn eines ist klar: Ohne Dirndl läuft nichts.

O

hne Dirndl läuft nichts. Zum 200. Jubiläum haben sich die Designer einiges einfallen lassen. Klassisch, frech, elegant, knöchellang, knieumspielend oder sexy kurz. Beinahe alles ist möglich. Bei vielen Designern reicht der Rock in diesem Jahr mindestens bis zum Knie. Doch junge Madln mit hübschen Beinen werden bestimmt auch im Mini-Dirndl ein Hingucker sein. Immer richtig angezogen ist man mit der knöchellangen Variante. Wer in sein will, trägt 2010 leuchtende Farben wie Orange, Sonnengelb und kräftige Grüntöne. Eine Trendfarbe, die man häufig sieht, ist Türkis. Beliebt sind auch Brombeertöne, Lila und Flieder. Klassiker wie Rot, Oliv, Grün, aber auch Schwarz und Rosa bleiben. Nach wie vor sind viele Dirndl aus Baumwoll- oder Leinenstoff gearbeitet. Vor allem an heißen Tagen sind sie angenehm zu tragen. In diesem Jahr werden sie oft mit Schürzen aus

Taft oder einer auffälligeren Dirndlbluse aufgepeppt. Edler sind Dirndl aus Brokat, Seide, Samt und Taft, reich bestickt und mit Pailletten verziert. Petticoats bringen auf der Wies’n die Dirndl zum Schwingen. Bei einigen der Kleider sind die sexy Unterröcke gleich eingenäht. Wenn nicht, können die Petticoats auch extra gekauft werden. Wer nun gar keine Lust aufs Dirndl verspürt, gibt auch mit einer Lederhose – etwa in frechem Grün – einen feschen Auftritt ab. Vorausgesetzt das Alter und die Figur stimmen. Farblich dazu passende Stiefel sind ein Muss. Das traditionelle Wies’n-Outfit der Männer ist die Lederhose. Auch in diesem Jahr sind wieder alle Längen möglich. Besonders angesagt ist 2010 aber die kurze Platterform, die kurz über dem Knie endet. Besonders wichtig bei den

Lederhosen: eine gute Qualität. Stilecht sind Hirsch-, Wildbock- oder Rehleder. Beliebt sind auch Hosen aus weichem, geschmeidigem Ziegenvelours. Eine neue Farbe bei Lederhosen ist in diesem Jahr Steingrau. Ansonsten bleiben die bereits bekannten Beige- und Brauntöne sowie Schwarz. Modischer sind taillierte Karohemden und Samtwesten. Neue aktuelle Farben sind Brombeer-, Blau-, Grün- und Lilatöne. Unbedingt dazu gehören farblich passende Accessoires wie Krawatte, Seideneinstecktuch oder Seidenschal. Gürtel, Loferln (Wadlstutzen) und Hüte, abgestimmt auf Lederhose, Hemd und Weste, vervollständigen das perfekte Wiesn-Outfit. M pr

Fotos: Trachten Angermaier

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Sonntag, 5. September 2010

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M Sudoku-Spielregeln Füllen Sie das Rätselgitter nur mit den Zahlen von 1 bis 9. Dabei gibt es Folgendes zu beachten: In jeder waagerechten Zeile und in jeder senkrechten Spalte darf jede Zahl nur einmal vorkommen! Und auch in jedem der neun umrahmten 3x3-Felder kommt jede Zahl von 1 bis 9 nur jeweils einmal vor.


HOROSKOP

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Widder 21. März bis 20. April Das perfekte Glück gibt es leider nur im Märchen, aber Ihrem eigenen Schicksal könnten Sie schon mit einfachen Mitteln auf die Sprünge helfen. Versuchen Sie mit einer kleinen Überraschung Ihr Umfeld aufzumuntern, damit Sie dann auch die richtige Unterstützung bekommen, wenn es an den Start gehen wird. Mit Ihnen gemeinsam etwas zu erreichen, dürfte dann eine große Ehre für Ihr Umfeld sein. Gut so!

Stier 21. April bis 20. Mai Trennen Sie sich von den Überlegungen, die nur die alten Themen betreffen und richten Ihren Blick auf die Dinge, die jetzt von Ihnen erwartet werden. Dabei sollten Sie nicht zu zaghaft ans Werk gehen, denn das würde auch zu Verunsicherungen in Ihrem Umfeld führen. Die Verantwortung liegt zwar in Ihrer Hand, aber da Sie bisher das richtige Gespür bewiesen haben, wird es Ihnen auch jetzt helfen. Nur zu!

Zwillinge 21. Mai bis 21. Juni Benutzen Sie keine Ausreden, wenn man Sie direkt auf das Thema anspricht. Bleiben Sie bei der Wahrheit und zeigen damit, dass Sie auch zu den Fehlern stehen, die nun einmal passieren können. Machen Sie neue Vorschläge, wie man vielleicht die gesamte Situation verändern kann, ohne gleich neue Kosten zu verursachen. Prüfen Sie aber nicht alles zu lange, sondern wagen einen Versuch!

Krebs 22. Juni bis 22. Juli Haben Sie mehr Vertrauen in Ihre Kraft und Entscheidungsfähigkeit, denn nur damit können Sie Ihrem Umfeld beweisen, dass Sie auch für große Aufgaben qualifiziert sind. Ein erstes Zugeständnis wird man Ihnen bald machen, mit anderen Zusagen aber noch zurückhaltend sein. Hoffen Sie also darauf, dass Sie es auch alleine schaffen und sich damit einen guten Vorsprung sichern können. Alles ist möglich!

Löwe 23. Juli bis 23. August Bei so vielen Komplimenten fällt es schon schwer, nicht die Bodenhaftung zu verlieren. Genießen Sie für einen Moment diese Phase und stürzen sich dann wieder in die Wirklichkeit. Hier werden Dinge von Ihnen erwartet, die Ihnen zwar Freude bereiten, aber doch auch ein wenig Kopfzerbrechen. Sehen Sie es als ein kleines berufliches Abenteuer, mit dem Sie ganz neue Wege erkunden können. Nur weiter so!

Jungfrau 24. August bis 23. September Sie sollten nicht immer nur vernünftig sein, auch wenn das bisher Ihr Motto war. Zeigen Sie einmal Ihre andere Seite und machen etwas ganz Ungewöhnliches, vielleicht in Ihren Augen auch Verrücktes. Sie werden sehen, dass Ihnen dieser Schritt eine gewisse Lockerheit bescheren kann, von der Sie noch eine Weile zehren werden. Bauen Sie diese kleinen „Versuchungen“ in Ihren Alltag ein, es lohnt sich!

Waage 24. September bis 23. Oktober Wenn zwei Personen sich streiten, freut sich der Dritte! So sollten Sie diese Angelegenheit aber nicht sehen, sondern sich eher als Vermittler anbieten. Auch wenn Sie sich innerlich einen bestimmten Nutzen davon erhoffen, sollten Sie in erster Linie wieder für harmonische Stimmung sorgen und erst dann an sich denken. Sagen Sie auch ganz offen, dass man sich auf Sie verlassen kann. Nur Mut!

Skorpion 24. Oktober bis 22. November Nur ein ausgeglichenes Geben und Nehmen ist eine gute Garantie für eine aufrichtige Freundschaft. Auch wenn einige Personen das etwas lockerer sehen, sollten Sie an dieser Devise festhalten und auch immer wieder daran erinnern. Sie sollten sich aber nicht verbiegen, um gewisse Erwartungen von Ihrem Umfeld zu erfüllen. Tun Sie das, worauf Sie Lust haben, und vor allem das, was Sie am besten können!

Schütze 23. November bis 21. Dezember Nicht jedem Menschen können Sie es recht machen, deshalb sollten Sie auch nicht jedes Wort auf die „Goldwaage“ legen. Auch kritische Kommentare können für frische Luft sorgen, deshalb sollten Sie nicht schweigen, wenn Sie etwas besonders ärgert. Lassen Sie sich Zeit bei der Umsetzung einer Aufgabe, denn unter Druck gelingt es Ihnen nur, einen kleinen Teil von dem zu zeigen, was Sie wirklich können!

Steinbock 22. Dezember bis 20. Januar Kurz vor dem erhofften Ziel sollten Sie nicht noch nach Umwegen suchen, nur weil Ihnen die ersten Zweifel gekommen sind. Zeigen Sie Ihren Mut und beweisen damit, dass Sie auch für andere Aufgaben geschaffen sind. Sicher wird man Ihre Leistung gebührend anerkennen und Ihnen ein Lob zukommen lassen. Der nächste Schritt könnte eine weitere Stufe auf der Karriereleiter sein. Glauben Sie fest daran!

Wassermann 21. Januar bis 19. Februar Versuchen Sie nicht die Rolle zu spielen, die eigentlich einer anderen Person zugedacht war. Auch wenn Sie diese Aufgabe gereizt hat, könnte alles eine Nummer zu groß für Sie sein. Versuchen Sie wieder die Basis zu erreichen, auf der Sie bisher das zeigen konnten, was Sie auszeichnet. Alle anderen Versuche sollten noch in die Zukunft verschoben werden. Genießen Sie den Augenblick!

Fische 20. Februar bis 20. März Sie möchten für eine Weile den Himmel auf Erden genießen, doch die harte Wirklichkeit verlangt etwas anderes von Ihnen. Vielleicht könnten Sie für sich einen Kompromiss finden, mit dem beide Seiten abgedeckt werden, ohne dass Sie eine Seite enttäuschen müssten. Akzeptieren Sie dabei, dass Sie sich dafür von einigen Dingen lösen müssten, um das erhoffte Ziel zu erreichen. Wagen Sie den Schritt!


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Sonntag, 5. September 2010

TERMINE HEUTE

Stadt

Region

M Kino

M Konzerte

M Märkte/Flohmärkte

Cineplex: Hindenburgstraße 2 (www.bayreuth.cineplex.de), Karten ab 15.15 Uhr, Telefon 0921/ 7647050. Bundesstart: „Männertrip“ (13, 15.15, 20.30, 23 Uhr, FSK 12). „Cats & Dogs – 3D“ (13 Uhr, FSK 6). „Die Legende von Aang – 3D“ (13, 15.30, 18 Uhr, FSK 6). „Karate Kid“ (13 Uhr, FSK 6, Kinder-Club). „Salt“ (20.15, 22.45 Uhr, FSK 16). „Kindsköpfe“ (13, 17.30, 23 Uhr, FSK 0). „Freche Mädchen 2“ (13.15 Uhr, FSK 0). „Hanni und Nanni“ (13.15 Uhr, FSK 0, Kinder-Club). „Toy Story 3 – 3D“ (15 Uhr, FSK 0). Bundesstart: „Verrückt nach Dir“ (15.15, 17.30, 20, 22.45 Uhr, FSK 6). „Marmaduke“ (15.30 Uhr, FSK 0, Kinder-Club).

Bad Berneck: Neue Kolonnade im Kurpark, 15 Uhr, Konzert mit den Akkordeonfreunden Bad Berneck. Bischofsgrün: im kleinen Kurpark am Rathaus, 10.30 Uhr, Sonntagskonzert mit den Weidenberger Musikanten (bei schlechtem Wetter im Kurhaus).

Creußen: Mehrzweckhalle, 13.30 bis 15.30 Uhr, Secondhandbasar für Herbst- und Winterbekleidung, Eintritt für Schwangere ab 13 Uhr, Kindergarten Sankt Marien. Obernsees: Parkplatz an der Therme, 9.30 bis 16.30 Uhr Bauernmarkt, Flohmarkt entfällt!

M Sonstiges

M Familie/Kinder

TOP 10 DVD-Filme 1. Zweiohrküken 2. Kampf der Titanen 3. Shutter Island

Filmszene aus „Duell der Magier“.

Bundesstart: „Duell der Magier“ (13.45, 16.15, 19.45, 22.30 Uhr, FSK 12). „Briefe an Julia“ (15.45, 18 Uhr, FSK 0). „Delikatesse: Sin Nombre“ (17, 20 Uhr, FSK 16). „Step up 3D“ (17.30, 20, 22.40 Uhr, FSK 6). „Eclipse – Bis(s) zum Abendrot“ (17.40 Uhr, FSK 12). „Inception“ (19.45, 23 Uhr, FSK 12). „Expendables“ (20.15, 22.50 Uhr, FSK 18).

Wunsiedel: Fichtelgebirgshalle, 13 Tüchersfeld: Fränkische-Schweizbis 19 Uhr, Mineralien- und Fossili- Museum, 13 bis 17 Uhr, Familiennachmittag, Spiel und Spaß für enbörse. die ganze Familie, Tombola, Rundgang durch das Museum und die aktuelle Sonderausstellung. M Parteien/Initiativen

M Familie/Kinder

M Kino

M Theater/Kabarett

Kiosk am Parkplatz der Eremitage: Treffen zur Märchenführung, 16.30 „Märchen aus aller Welt“, 19 Uhr „Der Kuss der Rosenfrau“ mit Andrea Gisder. Tickets vor der Führung erhältlich.

Kulmbach: Cineplex (www.kulmbach.cineplex.de) „Hanni und Nanni“ (13 Uhr, FSK 0, Kinder-Club). „Neu: Kindsköpfe“ (13, 15.15, 18, 20.15 Uhr, FSK 6). „Die Legende von Aang – 3D“ (13.15, 15.30 Uhr, FSK 6). „Marmaduke“ (13.15, 15.15 Uhr, FSK 0, Kinder-Club). „Karate Kid“ (15.15 Uhr, FSK 6, Kinder-Club). „Eclipse – Bis(s) zum Abendrot“ (17.30 Uhr, FSK 12). „Für immer Shrek – 3D“ (17.45 Uhr, FSK 6). „Briefe an Julia“ (18 Uhr, FSK 0). „Neu: Step up 3D“ (20 Uhr, FSK 6). „Salt“ (20 Uhr, FSK 16). „Expendables“ (20.15 Uhr, FSK 18).

Lichtenfels: Stadtschloss, 19.30 Uhr, „Urfaust“ von Johann Wolfgang von Goethe, Aufführung der Theatergruppe Bumerang. Weismain: Kastenhof, 19 Uhr, Kabarett „Schöne Nixen knicksen oder Schenk mir dein Herz für vierzehn Tage“, Ringelnatz-Spektakel, Fränkischer Theatersommer. Vorverkauf unter Telefon 09575/921329.

4. The Book of Eli 5. Alice im Wunderland 6. Percy Jackson – Diebe im Olymp 7. Sherlock Holmes 8. Green Zone 9. Der Kautions-Cop 10. Männer, die auf Ziegen starren

M Museen/Führungen Eremitage: „Höfische Jagd und Zeitvertreib in der Eremitage“, 10 bis 14 Uhr, Museumskasse, Treffen zur Sonderführung mit anschließenden Vorführungen.

M Feste/Kerwas Sportplatz Kreuz: Egerstraße 10, 0921/41118, Kerwa, 10 Uhr Weißbier-Frühschoppen zur Jubiläumsveranstaltung 125 Jahre SPD in Bayreuth mit Markus Rinderspacher, Fraktionsvorsitzender im Landtag, ganztägig Kerwabetrieb.

Ködnitz: Festzelt am Sportgelände, 10 Uhr, politischer Frühschoppen mit Horst Meierhofer, Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion für Tourismus, Thomas Hacker MdL, Fraktionsvorsitzender der FDP im Landtag, Thomas Nagel, FDP-Kreisvorsitzender.

Hollfeld: Kintopp „Hanni und Nanni“ (17.30 Uhr, FSK 0, FSK 0). „Inception“ (20 Uhr, FSK 0, FSK 12).

Tüchersfeld in der Fränkischen Schweiz.

Heute in Ihrem SONNTAG in

FRANKEN M Löwen-Apotheke M Mücom M NKD Bitte beachten Sie die Beilagen in Teilen der heutigen Ausgabe mit interessanten Einkaufstipps und attraktiven Angeboten.


MEDIEN

Sonntag, 5. September 2010

FLIMMERKISTE

TV-NEWS

M Der Populist Ein Gesicht beherrschte dieser Tage den Fernsehbildschirm wie kein zweites: das von Thilo Sarrazin. Dem Bundesbankvorstand wurde eine wohl noch nie da gewesene mediale Aufmerksamkeit zuteil. Lag dies nun an den generell eher nachrichtenarmen Sommerwochen oder an dem politischen Sprengstoff, den Sarrazins Buch „Deutschland schafft sich ab“ enthält? Jedenfalls stürzten sich alle Talkshows, die etwas auf sich halten, auf die von Sarrazin angestoßene Integrationsdebatte: ob Reinhold Beckmann oder Frank Plasberg – der Buchautor musste Rede und Antwort stehen. Nur schade, dass es ihm teilweise gelang, sich als missverstandenes Opfer zu präsentieren. Er wolle ja lediglich eine Sachdebatte anstoßen. Sachargumente hatten ihm aber seine Gesprächspartner oftmals wenig entgegenzusetzen. Sarrazin nimmt billigend in Kauf, dass er

Mystery-Thriller: Einen Mystery-Thriller mit deutscher Besetzung, gedreht in der Sächsischen Schweiz, produziert derzeit das ZDF. Silke Bodenbender, Jürgen Vogel und Ronald Zehrfeld spielen die Hauptrollen in „Der Teufel weiß es“ (Arbeitstitel). Die Dreharbeiten für den Mystery-Thriller aus der Feder von Matthias Glasner und Sascha Arango haben in der vergangenen Woche begonnen und dauern voraussichtlich bis Anfang Oktober. Regie führt Matthias Glasner. M red

Am Ende ihrer gemeinsamen „Tatort“-Ermittlerzeit: Jörg Schüttauf und Andrea Sawatzki. Foto: dpa

Frankfurter „Tatort“-Duo hört auf

Der letzte Fall Acht Jahre lang haben Andrea Sawatzki und Jörg Schüttauf gemeinsam im „Tatort“ für den Hessischen Rundfunk Verbrecher gejagt. Am heutigen Sonntag ermitteln sie zum letzten Mal.

die Vorurteile vieler Leute gegenüber angeblich integrationsunwilligen Ausländern bestätigt. Und inszeniert sich als einer, der nur mutig ausspricht, was die meisten sich nicht zu sagen trauen. Doch es ist unangemessen, ihm eine derart große Plattform für die Verbreitung seiner Thesen im TV zu geben. Maybrit Illner oder Anne Will – alle springen auf das Thema an, als habe man zuvor niemals etwas über Probleme bei der Integration gehört. Das Thema ist nicht neu – neu ist nur, auf welche Art und Weise Thilo Sarrazin es populistisch ausschlachtet. Ute Eschenbacher

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n seinem letzten Arbeitstag wird der Chef der Frankfurter Mordkommission von der Vergangenheit eingeholt. Wenige Stunden vor der Verabschiedung erschießt ein ehemaliger Bankräuber die neue Freundin von Rudi Fromm (Peter Lerchbaumer). Ein Racheakt, der den angehenden Pensionär aus der Bahn wirft. Es beginnt eine Spirale der Gewalt, in der plötzlich sogar Fromm zum Verdächtigen wird. „Am Ende des Tages“ heißt der heutige „Tatort“ des Hessischen Rundfunks – der Titel ist doppeldeutig. Denn es ist der letzte TV-Fall der beiden Frankfurter Kommissare Charlotte Sänger (Andrea Sawatzki) und Fritz Dellwo (Jörg Schüttauf). Nach 18 Mordfällen verabschieden

sie sich vom ARD-„Tatort“. Früher hätte man die Serienhelden in einem großen Showdown sterben lassen. Aber so einfach wollte es sich Drehbuchautor und Regisseur Titus Selge nicht machen. Peter Lerchbaumer ist als Getriebener und Suchender der eigentliche Star dieses Abschiedsfilms. Sawatzki/Schüttauf bleiben eher im Schatten: Charlotte Sänger als die Introvertierte, die ihrem Ex-Chef auch ein Verbrechen zutraut. Und der pragmatische Dellwo, der unerschütterlich an das Gute glaubt. Die Chemie zwischen den Nachfolgern Joachim Król und Nina Kunzendorf wird eine ganz andere sein. Doch die Zuschauer müssen sich noch gedulden. Der erste Fall mit dem neuen Ermittlerduo wird erst im November 2010 gedreht. Außerdem geht Ulrich Tukur in der hessischen Provinz als Ermittler des Landeskriminalamts auf Verbrecherjagd – und wird einmal im Jahr einen „Tatort“ bestreiten. Bei seiner TV-Premiere am 28. November wird der „Tatort“ dann auch noch 40 Jahre alt. M red

Terror-Anklage: Die dänische Justiz will gegen den in Kopenhagen angesiedelten kurdischen Sender Roj TV rechtlich vorgehen. Viele Beiträge von Roj TV seien als Propaganda für die PKK einzustufen. Der Sender strahlt seine Programme seit 2004 mit einer dänischen Lizenz europaweit aus. Er ist eine wichtige Informationsquelle für Millionen Kurden, die nicht in ihrer Heimat leben. Die türkische Regierung hat seit langem von Dänemark den Entzug der Sendelizenz verlangt. Mit der Anklageerhebung wird sie nun in ihrer Forderung bestätigt, terroristische Aktivitäten via Fernsehen zu unterbinden. M red Interfernsehen: Nach hochauflösendem Fernsehen arbeiten die Hersteller jetzt an der Verschmelzung von Internet und TV. Zur Funkausstellung IFA will das Fernsehen in ein neues Zeitalter starten. Beim Hybrid-TV können Zuschauer auf einem Gerät und nur einer Fernbedienung parallel Fernsehen und Angebote des Internets nutzen. In einigen Jahren soll somit interaktives Fernsehen entstehen. Der ZDF-Intendant Markus Schächter sieht darin einen Meilenstein auf dem Weg in die digitale Welt. Zurückhaltend gibt er sich bei der Frage nach der Zukunft des dreidimensionalen Fernsehens: So lange die Zuschauer spezielle Brillen benötigten, werde es 3D in einem Alltagsmedium schwerhaben.M red


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Sonntag, 5. September 2010

REISE

Istanbul – die Kulturhauptstadt 2010 bereisen

Ein Märchen aus 1001 Nacht Was für eine Stadt voller Gegensätze ist Istanbul: Laut lärmen die Basare, während sich die Silhouetten von Minaretten und Moscheen still vor dem Abendhimmel abzeichnen.

Istanbul: eine Stadt der Gegensätze. Foto: Karawane Reisen

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rächtige Schmuckstücke wie der berühmte Dolch im Topkapi-Palast beschwören die Erinnerung an Märchen aus 1001 Nacht. Und doch ist Istanbul modern, schnelle Straßenbahnen verbinden die Stadtteile genauso miteinander wie die Bosporus-Brücke die Erdteile Europa und Asien. In diesem Jahr lohnt sich eine Reise besonders, denn ebenso wie das Ruhrgebiet ist Istanbul 2010 Kulturhauptstadt Europas. Wer die Stadt intensiv erkunden möchte, dem bieten verschiedene Reiseanbieter Pauschalreisen an. So muss niemand die Fahrt selbst organisieren. M red

Wandern an der Elbe

Alter Schwede und Teufelsbrück Fischmarkt und Hafenrundfahrt sind für Hamburg-Besucher ein Muss. Dabei gibt es in der Hanse-Stadt auch anderes zu sehen. Auf dem 23 Kilometer langen Elbwanderweg zum Beispiel.

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er beste Zubringer ist die Fähre, die elbabwärts schippert. Wir gehen an den Landungsbrücken an Bord und fahren mit den Containerschiffen um die Wette. Es geht vorbei an den Häusern der Hafenstraße, die in den 80er Jahren ständig in den Schlagzeilen waren. Heute sehen sie bunt und fast schon schick aus. Wer in Neumühlen mit dem Anleger am Museumshafen aussteigt, ist in Övelgönne ange-

kommen. Früher wohnten hier vor allem Lotsen und Fischer. Heute trifft hier ruhiges Vorstadtleben auf Wochenendgetümmel. Der Sandstrand der Albe ist hier schon breit, viele Hamburger zieht es im Sommer her. Auch die „Strandperle“ steht hier. Vor dem Café, das Studenten genauso schätzen wie Touristen, flattert die An der Elbe weht Wanderern eine maritime Brise um die Nase. Foto: dpa

Piratenflagge am Mast – und bekundet Sympathie für Hamburgs neuen Erstligaverein FC St. Pauli. Wer ein Stück stadtauswärts weiterwandert, erblickt am Strand einen der größten Findlinge Norddeutschlands: der „Alte Schwede“, 217 Tonnen schwer. In der Eiszeit kam er aus Skandinavien nach Hamburg

und lag lange in der Elbe, bis er 1999 geborgen wurde. Weiter führt die Route über Teufelsbrück mit seiner Fähranlegestelle nach Blankenese. Hier stehen noch Fischerhäuser mit Reetdach, aber auch etliche Gründerzeitvillen und Jugendstilbauten. Fast zwangsläufig laufen Besucher durch den Strandweg, der seinen Namen zu Recht trägt: Der Strand liegt vor der Haustür. Vom Stadtzentrum ist man hier schon ein gutes Stück entfernt. Der Blick weitet sich, der Strom misst bei Blankenese von einem Ufer zum anderen schon 2,5 Kilometer. Eine Pause lohnt sich im „ponton op’n bullen“ auf dem Anleger. Hier kann man Käsetorte essen – oder auch ein Pils zum Fischbrötchen. M mag

!

Hamburg Tourismus, Telefon: +49 40/30 05 13 00.


MOBIL

Sonntag, 5. September 2010

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Apple steigt in Markt der Online-Netzwerke ein

„Ping“ geht an den Start

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ie Ankündigung von Ping stellte vergangene Woche in San Francisco sogar die Vorstellung der komplett überarbeiteten Wohnzimmer-Box Apple TV in den Schatten, mit der Apple künftig zu einem maßgeblichen Anbieter von Online-Videos für den heimischen Fernseher aufsteigen möchte. Über Ping können Anwender der Apple-Musiksoftware iTunes mit Freunden und Bekannten ihre Meinung austauschen. Außerdem werden Künstler wie Lady Gaga oder die Band U2 eigene Seiten auf Ping

Es ist eine Mischung aus Facebook und Twitter und dreht sich nur um Musik: Apple-Chef Steve Jobs hat das OnlineNetzwerk Ping vorgestellt, mit dem der kalifornische Elektronikgigant vom Boom der „Social networks“ profitieren möchte. unterhalten, um mit ihren Fans zu kommunizieren oder auf Konzerte und Gigs hinzuweisen. Das Kalkül von Apple: Je intensiver die Kunden auf Ping über Musik diskutieren, desto eher werden sie in iTunes auch die debattierten Songs kaufen.

Radio Mainwelle sucht das

XXL-Gemüse

Wer hat die größte Gurke im Gemüsegarten? Wie lang kann eine Zucchini werden? Und gibt`s im Spätsommer schon monströse Kürbisse? Liebe Hobbygärtner – beweisen Sie Ihr Können! Radio Mainwelle und Feustel – Ihr Gärtner von Eden in Laineck – suchen die XXL-Gärtner in Bayreuth und der Region! Wenn Sie im Garten fit sind und Ihr großes Gemüse einem großen Publikum präsentieren möchten, dann bewerben Sie sich unter redaktion@ mainwelle.de!

Außerdem helfen Tipps aus dem persönlichen Umfeld dabei, aus dem riesigen iTunes-Angebot von zwölf Millionen Musikstücken die interessantesten Songs zu finden. Die Idee eines Online-Netzwerks rund um das Thema Musik ist nicht neu: So hat Microsoft vor Jahren bereits versucht, über „Zune Social“ Kunden für seinen Musikplayer Zune zu gewinnen. Doch die wenigen Zune-Besitzer hatten damals massive Probleme, überhaupt andere Teilnehmer des Netzwerks aufzustöbern. Apple kann dagegen auf einen gewaltigen Kundenstamm von 160 Millionen registrierten iTunes-Kunden aufbauen. Der Internet-Unternehmer Om Malik, Chef des Technologie-Portals GigaOm, ist aber nicht nur von der Zahl von 160 Millionen iTunes- Accounts beeindruckt. Ihn fasziniert die Idee, die hinter Ping steckt: „Es gibt drei Medientypen, über die wir gerne sprechen: Filme, die wir sehen, Musik, die wir uns anhören, und Bücher, die wir gerade lesen. Das ist eine akzeptierte soziale Norm. Tatsächlich bauen viele persönliche Beziehungen auf der Vorliebe für einen bestimmten Film auf.

Und viele Freundschaften haben mit einer individuell zusammengestellten Musikkassette begonnen.“ Es sei daher durchaus sinnvoll, ein „Social Network“ auf dem unverfänglichen Thema Musik aufzubauen, sagt Malik. Diesen Ansatz hat bislang vor allem MySpace verfolgt, das lange Zeit das weltweit größte Portal dieser Art war, zuletzt aber an Bedeutung verloren hat.

Mehr Rücksicht Im Vergleich zum weltgrößten Online-Netzwerk Facebook will Apple sich nicht nur durch das zentrale Thema Musik abgrenzen, sondern von vornherein mehr Rücksicht auf die Datenschutzbedürfnisse der Anwender nehmen. So müssen die Anwender explizit zustimmen, dass sie von anderen Ping-Teilnehmern kontaktiert werden. Außerdem können die Ping-Anwender den Einblick in ihre musikalischen Vorlieben auf einen kleinen Freundeskreis begrenzen. „Manche Menschen sind ja sehr wählerisch“, sagte Jobs. Apple war zuvor selbst ins Visier der Datenschützer geraten. Diese bemängelten, dass Apple iPhoneBesitzer zu spät über den Umgang mit Geodaten aus dem Smartphone informiert habe. Außerdem seien den Anwendern nicht genügend Möglichkeiten eingeräumt worden, die Weitergabe dieser Ortsinformationen zu unterbinden. M red

Das XXL-Gemüse bekommt bei Feustels Tag der offenen Tür in Laineck einen ausgewählten Platz und es geht zusätzlich um Tickets für die Landesgartenschau in Rosenheim und wertvolle Pflanzengutscheine. Bewerbung bis Sonntag 15 Uhr auf dem Gelände von FEUSTEL – alle Einsendungen nehmen teil! Die XXL-Prämierung findet um 16 Uhr statt. Wir sind gespannt auf die Riesengurken & Co!

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www.mainwelle.de

104,3

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Live

oder im Livestream unter

www.funkhaus-bayreu

th.de

So sieht „Ping“ aus. Apple möchte damit vom Boom der „Social Networks“ profitieren. Screenshot: red


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MOBIL

Sonntag, 5. September 2010

SPRIT

Popstar

Außen Feintuning, innen der große Aufriss: Ford hat den Mondeo überarbeitet und schenkt ihm zwei Kraftprotze für Diesel und Benzin. Foto: red

Ford überarbeitet den Mondeo – Preise ab 22.950 Euro

Er war das, was man einen Popstar nennt. Ein Idol, ein cooler Hund, Perfektionist und dennoch ein unbekümmerter Draufgänger: Jochen Rindt. Heute vor 40 Jahren, am 5. September 1970, starb der gebürtige Mainzer, der von seinen Großeltern in Graz aufgezogen worden war, bei einem Trainingsunfall in Monza. Sein Tod war eine Verkettung unglücklicher Umstände und hatte schon allein deshalb eine erhöhte Tragik, weil sich Rindt nicht von seiner Hassliebe trennen konnte: Dem fragilen, immer

Feinschliff fürs Flaggschiff Der Unterschied ist deutlich erfahrbar: Ford hat sein Flaggschiff, den Mondeo, wirkungsvoll verfeinert und ihm mehr Kraft, mehr Sparsamkeit und mehr Qualität verliehen. In wenigen Tagen steht das elegante und geräumige Mittelklasse-Auto als fünftürige Fließheck-Limousine und als Kombi Turnier zu Preisen ab 22.950 Euro bei den Händlern.

A

uf den ersten Blick erkennen nur Insider die Änderungen beim Exterieur, wobei die feinen Design-Korrekturen (Kühlergrill, Chromeinfassungen der Fensterlinien) dem Fahrzeug noch einen Hauch mehr Eleganz verleihen. Nicht sichtbare, aber deutlich spürbare Verbesserungen gab es bei Akustik und Dämmung. Insgesamt wurden 1300 Teile überarbeitet. Dagegen sind die internen Verbesserungen im wahrsten Sinne des Wortes erfahrbar. Bei ersten Testfahrten rund um die bayerische Landeshauptstadt beeindruckten vor allem die beiden neuen Triebwerke. Der neue 2,2-Liter-Turbo-

diesel mit 200 PS zeigte sich dabei als Wuchtbrumme: Seine Haupttrümpfe sind eine enorme Durchzugskraft (maximales Drehmoment 420 Nm) und ein sehr ruhiger Lauf. Von Nageln nicht die geringste Spur! In 8,1 Sekunden beschleunigt er auf Tempo 100, und der Vorwärtsdrang endet erst bei 230 km/h. Dafür soll er sich nicht mehr als sechs Liter aus dem Tank holen. Er ist serienmäßig mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe ausgerüstet. Die drei anderen, bereits im Vorgänger eingesetzten 2,0-Liter-Selbstzünder mit 115, 140 und 163 PS bleiben weiter im Programm. Ihr Verbrauch wird mit 5,3 Litern angegeben. Sie können sowohl mit 6-Gang-Schaltung als auch mit dem Doppelkupplungsgetriebe PowerShift geordert werden. Vorreiter bei den Benzinern ist der neue 2,0-Liter-EcoBoost-Motor, der satte 240 PS leistet, aber dennoch mit 7,7 Litern Kraftstoff auskommen soll. Ford gibt dem EcoBoost Energie-Rückgewinnung und den Eco-Mode mit auf den Weg, um das Kraftpaket sparsam zu machen. Den kraftvollen und geschmeidigen Benziner gibt es nur in Verbindung mit PowerShift. Den 100-km/h-Sprint absolviert der Mondeo mit dem Aggregat unter der Haube in 7,5 Sekunden und der Vortrieb endet bei 246 km/h.

Das Benziner-Programm vervollständigen der 203 PS starke 2,0-Liter-EcoBoost (nur PowerShift), der 1,6-Liter-Duratec mit 120 PS und der 145 PS starke 2,0-Liter-Duratec (auch in Verbindung mit Gas). Die beiden neuen Motoren werden übrigens demnächst auch in anderen Modellreihen von Ford zum Einsatz kommen. Andererseits werden die Kölner das Motorenprogramm für den Mondeo in nächster Zeit noch erweitern. Den Mondeo gibt es auch weiterhin in den Ausstattungsvarianten Viva, Trend, Titanium und Titanium S. Neben der fünftürigen FließheckLimousine und dem Turnier wird es aber künftig kein Stufenheck mehr geben. Die Nachfrage beim Vorgänger war einfach zu gering. Mit dem neuen Mondeo will Ford seinen Marktanteil in Deutschland mit sieben Prozent nicht nur behaupten, sondern sogar ausbauen – zumal ja demnächst noch CMax und Grand C-Max in neuer Auflage dazukommen. Den Mondeo gibt es übrigens seit 1993. Und seitdem hat Ford in Deutschland stolze 940.000 Exemplare verkauft. Die Preise wird Ford übrigens noch rechtzeitig vor der Markteinführung veröffentlichen. Vorerst wurde nur der Einstiegspreis verraten. Verkaufsziel für 2011: 20.000 Mondeo in Deutschland. M Hans Bär

wieder veränderten und nicht zuletzt deshalb gefährlichen Lotus. Ein Charakter wie er hätte der Formel I sicher gutgetan. Weil er nicht nur genommen, sondern den Menschen auch viel zurückgegeben hat. Er hatte vor, den Rennsport näher zu den Menschen zu bringen – seine Rennwagen-Ausstellung, die er praktischerweise Jochen-Rindt-Show nannte, war so ein Beispiel dafür. Der Zirkus der schnellen Männer aber hat sich in den vergangenen Jahren immer weiter von den Menschen entfernt. Technoid und klinisch rein wie die Böden in den Boxen sind auch die Typen hinter dem Steuer, zuweilen himmelschreiend eigenartig die Moderatoren. Rindt hat seine Kollegen fürs österreichische Fernsehen noch selbst interviewt, weil er wusste, wie sie ticken. Sein letztes Interview gab er, als er in Monza in sein Auto stieg. Er mache in drei Minuten weiter, dann sei er ja wieder zurück, sagte Rindt. Der Rest ist traurige Geschichte. Eric Waha


FRAGEBOGEN

Sonntag, 5. September 2010

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Jörg Weinreich, Leiter der Stadtbibliothek Bayreuth

Ziele für ein ganzes Leben Wann klingelt bei Ihnen am Sonntag der Wecker? Überhaupt nicht, es muss auch einmal ein Tag ohne Schrecken vergehen. Gibt es zum Frühstück Kaffee oder Tee? Beides, grünen Tee für den Geist, Kaffee für die Sinne. Gehen Sie sonntags in die Kirche? Nein. Ihr Lieblingsgericht auf dem Mittagstisch? Sonntags kochen wir eher selten, sondern sind oft irgendwo in der „Fränkischen“ unterwegs, wo es genügend viele gute Einkehrmöglichkeiten gibt. Jahreszeitlich unterschiedlich, gerne Karpfen oder Forelle. Bleibt am Sonntag mehr Zeit zum Lesen? Zeit zum Lesen sollte jeder Tag bieten, und wenn es nur einige Seiten vor dem Schlafengehen sind. Aber sicher, Sonntage sind auch Lesetage, vor allem in der kalten Jahreszeit, die bald wieder anbricht. Sonntag ist Familientag – was steht auf dem Programm? Unsere Familie ist klein, wir sind zu zweit, beide begeisterte Wanderer (s. Mittagstisch) und Gärtner. Glücklicherweise bietet unsere nähere Umgebung Ziele für ein ganzes Leben, so dass es uns niemals langweilig werden wird. Sind Sie sportlich aktiv? Außer Wandern eher aus der Einsicht heraus, dass „mens sana in corpore sano“. Gerne bin ich auf

FRAGEB OGEN Heute mi

t Jörg We inreich

dem Fahrrad unterwegs, betreibe seit vielen Jahren Yoga (außer im Sommer), gehe selten joggen und manchmal in die Aquafitness im Stadtbad. Zählt Motorrad fahren zu Sport? Was würden Sie am liebsten auf den kommenden Sonntag verschieben? Verschieben? Ich bin froh, wenn ich so viel wie möglich vor dem Sonn-

tag erledigt habe, so dass der Sonntag seinen Zweck erfüllen kann, nämlich Ruhe und Erholung zu bieten.

b) Wenn ich Kanzler wäre, würde ich … Atomkraftwerke so schnell wie möglich abschalten.

Bitte vervollständigen Sie die folgenden Sätze:

Und zum Schluss der Klassiker: Diese drei Dinge würde ich auf eine einsame Insel mitnehmen: Hat die Insel Stromanschluss? Wenn nicht, dann: meine Frau, meine Bibliothek, ein gutes Schweizer Taschenmesser. M

a) Wenn ich den Lotto-Jackpot geknackt hätte, würde ich ... mich von Lohnarbeit befreien und eine wohltätige Stiftung gründen.

M Zur Person Jörg Weinreich wurde 1964 im schönen Rothenburg o. d. T. geboren, ist also ein echter (Mittel)Franke. Es folgten Abi und Zivildienst und die üblichen Irrungen und Wirrungen. Anschließend fand er zu seiner Berufung und studierte in Stuttgart Öffentliches Bibliothekswesen. Nach seinem Abschluss als Diplom-Bibliothekar (FH) leitete er von 1991 bis 2001 die Stadtbibliothek in Nördlingen und begleitete sie in ein neues Domizil. Seit 2001 leitet Jörg Weinreich die Stadtbibliothek Bayreuth und freut sich auf die Neueröffnung im RW21 im Februar 2011.


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LEUTE

Sonntag, 5. September 2010

Harald Krassnitzer wird 50

Teddybär mit Schmäh Mit Schmäh und Bodenständigkeit hat Schauspieler Harald Krassnitzer die Herzen von Millionen Zuschauern gewonnen. Nun wird der Österreicher 50 Jahre alt – was ihn ziemlich kalt lässt.

A

ls „Bergdoktor“, „Winzerkönig“ oder „Tatort“-Ermittler Moritz Eisner gibt der österreichische Schauspieler den gemütlichen Teddybär-Typ mit Schmäh. Berufsjugendlicher wollte er nie sein: Deshalb ist ihm sein 50. Geburtstag am Freitag, 10. September, ziemlich egal. Feiern wird er wohl nicht groß, höchstens mit seiner Frau, der Schauspielerin AnnKathrin Kramer (44), essen gehen. Mit leichtem Phlegma, aber gutem Herzen, schlurfen Krassnitzers Helden meistens durch die Welt. Auch privat soll der blonde und blauäugige Schauspieler eher ruhig und ein Einzelgänger sein. Die lang-

jährige Partnerschaft mit Kramer verdanke er einer Psychoanalyse vor zwölf Jahren, verriet er der „Bild“-Zeitung: „Ich musste zum Psychiater, weil ich nicht in der Lage war, eine halbwegs intakte Beziehung zu führen, weil sich bei mir alles um die Arbeit drehte.“ Zwei Jahre später lernte er dann seine Kollegin Kramer am Filmset des

„unsäglichen“ (Krassnitzer) Fernsehdramas „Hurenmord – Wenn Priester schweigen“ kennen und lieben. 2009 gaben sich beide das Jawort. In Grödig in der Nähe von Salzburg geboren, machte Krassnitzer erst mal eine Lehre zum Speditionskaufmann, bevor er auf die Schauspielschule ging. Nach Jahren an Theatern in Graz, Wien und Saarbrücken stieg er Mitte der 90er Jahre in die Filmbranche ein. Im Rollenstudium gilt er als Workaholic: „Perfekt kannst du in dem Beruf eh nie sein. Du kannst nur versuchen, es anzustreben – und manchmal gelingt es eben mehr und manchmal weniger“, sagt er selbst. M red

Phil Collins

Rolando Villazón

Ich habe genervt

Wieder fit

Popstar Phil Collins (59) hadert mit seiner Vergangenheit. „Kein Wunder, dass mich die Leute in den 80ern nicht gemocht haben“, sagt Collins der „Welt am Sonntag“. Wieso? „Ich weiß nicht, ich war wohl ein kleiner Alice Schwarzer Klugscheißer.“ Am Freitag erscheint sein neues Album „Going Back“. Als Grund für seine Pause vom Musikgeschäft nennt er: „Weil ich genervt habe, weil ich zu vielen Leuten auf Die Frauenrechtlerin Alice Schwarzer die Nerven gegangen bin.“ M red (67) wird den Kachelmann-Prozess in der „Bild“-Zeitung kommentieren. In ihrem Blog schreibt die Herausgeberin der Frauenzeitschrift „Emma“, es sei ihr wichtig, dass auch die Sicht des mutmaßlichen Opfers ernst genommen werde. „Andere Leitmedien der Republik“ hätten sich klar auf die Seite Jörg Kachelmanns geschlagen. M red

Startenor Rolando Villazón (38) litt an einer Erkrankung der Speiseröhre, weshalb er im Sommer Auftritte wegen Stimmproblemen absagen musste. „Ich habe die letzten Wochen an Reflux gelitten“, sagte der Mexikaner in einem Interview. „Das ist eine beherrschbare Sache, acht von zehn Sängern haben das einmal.“ Für seine Konzerte im Herbst ist er zuversichtlich: „Die besten Jahre meiner Karriere stehen noch bevor. Meine Ärzte bestätigen mir das, mein Körpergefühl auch.“ M red

Blog für „Bild“

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Sonntag in Franken vom 05.09.2010