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W d il h c e w el s

& er d Kin gend J u T ER A THE IVAL T FES

21. –  24. Sep 2017


Herzlich Willkommen bei

Wild wechsel

KINDER- UND JUGENDTHEATERFESTIVAL IM OSTEN DEUTSCHLANDS

nachbar schaft 21. – 24. Sep 2017 SCHIRMHERRSCHAFT

tjg. theater junge generation Dresden

Iris Gleicke, MdB, Beauftragte der Bundesregierung für die Neuen Bundesländer


GRUSSWORTE 3 Spielplan 8 IM GESPRÄCH 12 auswahlJury 15 inszenierungen 16 KINDER-, JUGEND- 36 UND FACHJURY  Preise 38 extras 40 ARBEITSKREIS OST 48 tjg. theater 49 junge generation WILDWECHSEL 50 FÖRDERER UND 51 UNTERSTÜTZER Impressum 52


Gruss wort e


ZUR LAGE DER NATION? ZUR LAGE DES KINDER- UND JUGENDTHEATERS! Was können, brauchen und sollen die Darstellenden Künste für junges Publikum in der Gesellschaft von heute und morgen? Am Tag vor der Bundestagswahl laden die ASSITEJ e.V., das Netzwerk der Kinder- und Jugendtheater in Deutschland, und das Festival WILDWECHSEL zu einer Werkstatt ein und fragen nach den Herausforderungen der Zukunft. Es geht also um nichts weniger als eine kritische Einschätzung zur Lage der Nation, die den Blick auf das Kinder- und Jugendtheater in Deutschland richtet. Die ASSITEJ hat in einer Studie Theater in ganz Deutschland befragt. Die Ergebnisse präsentieren wir am 21. Oktober 2017 beim Festival LICHTBLICKE in Nürnberg im benachbarten Bayern. In Dresden aber sorgen schon die Fragen für Debatten rund um kulturelle Infrastruktur, gelebte Diversität und künstlerische Innovation für Stoff und Zoff. Denn Ziel ist es, mehr Menschen mit mehr Theater zu erreichen. Und es gilt, die richtigen Fragen zu stellen: Welche Voraussetzungen müssen dafür geschaffen werden, welche Räume gibt es in Stadt und Land, wie viel Personal braucht es und welcher Vermittlung bedarf es? WILDWECHSEL beweist seit 2014, dass hier nicht nur von einem Bundesland zum nächsten gewandert wird. Hier werden Blicke gewechselt und Perspektivwechsel möglich gemacht. In diesem Jahr finden die regionalen Impulse ihr Zentrum im neuen tjg. theater junge generation im Kraftwerk Mitte. Ein idealer Ort für die Begegnung der Generationen und der Theatermacher*innen. In diesem Sinne wünsche ich uns, dass in den kommenden Tagen im Kraftwerk Kräfte walten, deren Schwingungen in der ganzen Kinderund Jugendtheaterlandschaft zu spüren sind.

Prof. Dr. Wolfgang Schneider Vorsitzender ASSITEJ Bundesrepublik Deutschland e.V. und Ehrenpräsident ASSITEJ Internationale Vereinigung des Theaters für Kinder und Jugendliche


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Sehr geehrte Festivalbesucher*innen, liebe junge Theaterfreunde, ein WILDWECHSEL steht bevor. Im Straßenverkehr gibt es dafür ein warnendes Verkehrszeichen, nun könnte es gefährlich werden. Im Theater, bei unserem Festival, ist es nicht anders – nur dass man hier die „gefährliche Situation“ sogar sucht. Denn wir dürfen sie im Spiel erleben, ohne sie erleiden zu müssen. Ein vitaler Testlauf, der sehr vielversprechend ist. Stehen doch gerade die Kinder- und Jugend theater für die Suche nach neuen ästhetischen Formen und zeitgemäßen Inhalten. Der Landesverband Sachsen hat WILDWECHSEL über viele Jahre nachhaltig unterstützt und ist stolz, dass nach Stationen in Nordhausen und Weimar nun das tjg. theater junge generation der Gastgeber sein wird. Es gibt zurzeit wohl keinen passenderen Ort für das Arbeitstreffen der Kinder- und Jugendtheater im Osten Deutschlands. Der neue Theaterbau wird ebenso inspirieren wie die kreative Arbeit der tjg.-Mannschaft, die bereits das europäischen Festival „PLATFORM shift+“ zum Erfolg führte und auch das 10. Sächsische Theatertreffen im Jahr 2018 mit verantworten wird. Getreu dem Motto „Nachbarschaft“ wünschen wir allen Besucher*innen spannend „gefährliche“, aber natürlich auch heitere Begegnungen und den Künstler*innen ein inspirierendes Arbeitstreffen.

Dr. Christoph Dittrich Vorsitzender Deutscher Bühnenverein, Landesverband Sachsen


HERZLICH WILLKOMMEN im tjg theater junge generation Die gerade erschienene Theaterstatistik 2015 / 2016 des Deutsche Bühnenvereins sagt aus, dass die Besucherzahlen im Kinder- und Jugendtheater im Vergleich zum Vorjahr um rund fünf Prozent gestiegen sind. Die öffentlich getragenen Kinder- und Jugendtheater der Bundesrepublik haben in dieser Spielzeit rund 14.400 Vorstellungen gespielt. „Die Arbeit der Häuser ist kulturpolitisch hoch einzuschätzen“, so Marc Grandmontagne, Geschäftsführender Direktor des Bühnenvereins. Aber die großartige Leistung der Kinder- und Jugendtheater in Deutschland lässt sich nicht nur an Vorstellungszahlen und Auslastung festmachen. Die Inszenierungen sind von hoher künstlerischer Qualität, ästhetisch innovativ und greifen zumeist aktuelle Themen der Lebenswirklichkeiten von Kindern und Jugendlichen auf. Kinder- und Jugendtheater sind Orte der Kommunikation und geben denen eine Stimme, die in den gesellschaftlichen Diskursen zu wenig gehört werden. WILDWECHSEL, das ostdeutsche Kinder- und Jugendtheaterfestival, ist erstmals am tjg. theater junge generation Dresden zu Gast und zeigt sieben bemerkenswerte Inszenierungen, die Mittels Juryentscheid ausgewählt wurden und exemplarisch stehen für eben jene beschriebene Leistung der Kinder- und Jugendtheater. Die Stadt Dresden hat schon vor einigen Jahren erkannt, wie wichtig Kinder- und Jugendtheater in einer Stadtgesellschaft ist und hat ihrem tjg. nicht nur ein neues Haus gebaut, sondern es auch ins Zentrum der Stadt geholt. An jenem neuen Spielort, dem Kraftwerk Mitte, begrüßen wir nun die Kolleginnen und Kollegen, Festivalbesucherinnen und Festivalbesucher, Zuschauerinnen und Zuschauer, nicht nur um Inszenierungen zu zeigen, sondern auch über Chancen und die daraus erwachsende Verantwortung der Kinder- und Jugendtheater zu diskutieren.

Felicitas Loewe Intendantin tjg. theater junge generation


AUF GUTE NACHBARSCHAFT!

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Wir sind froh, es ist geschafft: WILDWECHSEL ist in Dresden angekommen. In den letzten beiden Jahren sahen wir das Theatertreffen – nach seinen Stationen in Nordhausen und Weimar – erneut wachsen und reifen. Gleichzeitig zur Arbeit an unserem Projekt haben wir wie alle in Deutschland lebenden Menschen feststellen müssen, dass sich unsere Gesellschaft und das gemeinschaftliche Miteinander massiv verändert haben. Während wir in unserer täglichen Theaterarbeit wie auch in unserem Festival Gemeinschaft leben und erleben, müssen wir sehen; dass Menschen nicht mehr miteinander reden können, dass Angst vor dem Anderen und Hass zur Triebfeder wurden. WILDWECHSEL sagt laut JA zum Miteinander! Hier kommt die ostdeutsche Kinder- und Jugendtheaterszene zusammen – Nachbar*innen aus fünf Bundesländern, weitere Besucher*innen aus der gesamten Bundesrepublik und dem europäischen Ausland. Sechs Theater mit sieben Inszenierungen sind nach Dresden eingeladen und zeigen zusammen mit den Produktionen des tjg. theater junge generation die bunte Vielfalt von Inhalten, Ästhetiken und Formen des zeitgenössischen Theaters für ein junges Publikum. Sie beschreiben die Gegenwart, das Widersprüchliche im Zusammenleben in einer diversen Gesellschaft und erzählen vom Mut, sich diesen Widersprüchen zu stellen. WILDWECHSEL ist aber auch ein Festival für die Bewohner*innen Dresdens und der Region. NACHBARSCHAFT heißt auch, dass wir alle einladen! Natürlich in unsere Vorstellungen, aber auch in die kollaborativen Formate. So startet hier die 2. Dresdner Zukunftskonferenz mit 30 Schüler*innen, so werden wir mit Nachbar*innen gemeinsam im „Bürger*innen-Picknick“ auf einer Wiese sitzen. Und durch einen gemeinsam mit dem Landesbüro Darstellende Künste Sachsen ausgeschriebenen Produktionsauftrag für die Freie Theaterszene Sachsens konnten wir weitere Nachbar*innen gewinnen. WILDWECHSEL wäre ohne seine zahlreichen Unterstützer*innen nicht denkbar: Kontinuierlich fördert der Deutsche Bühnenverein das Festival, erstmals die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und die Ostdeutsche Sparkassenstiftung. Aber auch durch Mittel der Bundesrepublik Deutschland ist dieses fünf-Bundesländer-umspannende Treffen erstmals gefördert. Dafür danken wir sehr! Ebenso allen Mitarbeiter*innen des tjg. theater junge generation. Auf vier Tage NACHBARSCHAFT!

Katrin Behrens Künstlerische Leitung WILDWECHSEL Christoph Macha Künstlerische Leitung WILDWECHSEL, Dramaturg tjg. theater junge generation Dresden und Sprecher Arbeitskreis Ost der Kinder- und Jugendtheater Deutschlands


Spiel PLA N

fr 2 2. Sep 2017

09.00 – 09.40 UHR Ein Loch ist 10.30 – 11.10 Uhr meistens rund UA florschütz & döhnert ab 4 Jahren Studiobühne 10.00 – 11.30 Uhr Meine fremde Stadt UA 16.30 – 18.00 Uhr theatrale subversion ab 8 Jahren UNTERWEGS IN DRESDEN Treffpunkt in der Theatergasse

D0 2 1. Sep 2017 17.30 – 19.15 UHR WILDWECHSEL

2017 Die Festival-­Eröffnung & Der Junge mit dem Koffer tjg. theater junge ­generation ab 10 Jahren Kleine Bühne

20.00 – 22.20 UHR M – Eine Stadt sucht einen ­Mörder UA

PUPPENTHEATER MAGDEBURG ab 16 Jahren GroSSe B ­ ühne

anschließend WILDWECHSEL 2017 Der Empfang Foyer

10.00 – 11.30 Uhr Beate Uwe Uwe 19.00 – 20.30 Uhr Selfie Klick UA Die Theater Chemnitz ab 16 Jahren Probebühne GroSSe B ­ ühne Treffpunkt im Foyer 11.00 – 11.55 Uhr Hänsel und G ­ retel Die Theater Chemnitz ab 6 Jahren Kleine Bühne 13.00 – 14.00 Uhr  2.

Dresdner Zukunftskonferenz der Kinder – Auftakt Treffpunkt im Foyer

nach Anmeldung für F ­ achbesucher*innen 20.45 – 21.45 Uhr Inszenierungs­gespräche Foyer

nach Anmeldung für F ­ achbesucher*innen 21.45 Uhr Nacht-­Bar-Schaft theatraler Walk

Treffpunkt in der Theatergasse nach Anmeldung für F ­ achbesucher*innen


9 sa 2 3. Sep 2017

so 2 4. Sep 2017

Werkstatt für LEHRER*INNEN & ERZIEHER*INNEN

nach Anmeldung für Lehrer*innen und Erzieher*innen

11.00 – 11.40 Uhr Das kleine Licht bin 15.00 – 15.40 Uhr T-Werk Potsdam ab 3 Jahren Probebühne GroSSe B ­ ühne Treffpunkt im Foyer

10.00 – 13.00 Uhr Werkstatt für Theater pädagog*Innen

12.00 – 12.30 Uhr Next Generation Der Blick aufs Festival

ASSITEJ-Werkstatt nach Anmeldung für F ­ achbesucher*innen

13.00 – 14.00 Uhr Generation XY UA tjg. theater junge ­generation ab 12 Jahren Studiobühne

10.00 – 13.00 Uhr

nach Anmeldung für Theaterpädaog*innen

10.00 – 13.00 Uhr

13.00 – 13.30 Uhr Werkstatt-­Präsentation nach Anmeldung für L ­ ehrer*innen, Theater- pädagog*innen und Fachbesucher*innen

Mein ziemlich seltsamer Freund Walter Thalia Theater Halle

15.00 – 16.20 Uhr

ab 8 Jahren Kleine Bühne

nach Anmeldung für F ­ achbesucher*innen

14.00 – 15.30 Uhr  Inszenierungs­gespräche PROBEBÜHNE THEATERAKADEMIE nach Anmeldung für F ­ achbesucher*innen 16.00 – 16.30 Uhr WILDWECHSEL 2017 Die Preis­verleihung Foyer

6.30 – 18.30 Uhr BürgeR*Innen-­Picknick 1 WETTINER PLATZ nach Anmeldung 19.00 – 20.00 Uhr Die Sprache des Wassers UA Theater an der ­Parkaue – Junges Staatstheater Berlin ab 11 Jahren Studiobühne 20.00 – 21.00 Uhr Inszenierungs­gespräche Foyer

nach Anmeldung für F ­ achbesucher*innen anschließend WILDWECHSEL 2017 Die Party

ich UA

Alle Besucher*innen, die an den b ­ esonderen Formaten des Festivals teilnehmen m ­ öchten, können sich bei katrin.behrens@­wildwechsel-festival.de anmelden.


insze nierun gen


IM GESPRÄCH WILDWECHSEL? Eine Spurensuche mit den beiden Künstlerischen Leiter*innen Katrin Behrens, Christoph Macha und Sara Engelmann, einem Mitglied der Auswahljury. Das Gespräch führte Nobert Seidel, Pressesprecher des tjg. theater junge generation.

Was ist WILDWECHSEL? Woher kommt es? Katrin Behrens: WILDWECHSEL ist ein Festival für Kinder- und Jugendtheater in Ostdeutschland unter Beteiligung von Theatern aus fünf dazugehörigen Ländern. Zum einen ist es ein Publikumsfestival, zum anderen ist es ein Arbeitstreffen für die gesamte ostdeutsche Kinderund Jugendtheaterszene. Die Idee stammt aus dem Arbeitskreis Ost dieser Theater, der bereits seit der Wende existiert und sich dem regen Austausch über Zustand und Zukunft, Inhalte und Strukturen jener besonderen Theaterlandschaft verschrieben hat. Dafür ein regelmäßiges Festival zu kreieren, war folgerichtig. Nicht nur der gewachsenen Strukturen wegen; sondern auch, weil es im Gegensatz dazu in den alten Bundesländern eine Vielzahl von Festivals gibt. 2012 wurde unsere Idee zur beschlossenen Sache. 2014 und 2015 fanden die ersten beiden WILDWECHSEL statt – in Nordhausen und Weimar. Nach einer kleinen Sortier- und Denkpause kommt die dritte Ausgabe nun nach Sachsen, ins Dresdner tjg. theater junge generation. Christoph Macha: Dort treffen sich 2017 ganz konkret an vier Tagen sechs Stadt-, Staats- und Freie Theater, die zusammen sieben von einer Auswahljury aus 40 Inszenierungen ausgewählte Produktionen zeigen. Zusätzlich gibt es zwei tjg.-eigene Produktionen und ein vom Festival gefördertes Projekt aus der Freien Szene. Katrin Behrens: In dem erweiterten Unterstützer*innen-Kreis des Festivals gibt es eine hohe Identifikation mit dem Arbeitskreis Ost und dem gemeinsam Erreichten, über Ländergrenzen hinweg. So folgen dem gleichsam als Publikumsfestival konzipierten WILDWECHSEL mittlerweile auch mehr als 150 Fachleute an den jeweiligen Ort. Es begegnen sich plötzlich Künstler*innen und Publikum, Erwachsene, Kinder und Jugendliche; ihre Pfade kreuzen sich, gemeinsam gehen sie auf Spurensuche und Theater beschreitet neue Wege.


Kann es für einen echten WILDWECHSEL in diesem Sinne überhaupt Kriterien geben? Sara Engelmann: Es gibt einen sehr klaren Jury-Auftrag dazu. Am Ende soll ein ausgewogenes paritätisches Programm für Kinder und Jugendliche stehen, sollen freie Szene und feste Häuser in der Auswahl zu finden sein, verschiedene Sparten und am besten auch jedes ostdeutsche Bundesland vertreten sein. Für uns drei Jurydamen war es wichtig, dass die Produktionen, die auf dem Festival zu sehen sein werden, einen bleibenden Eindruck hinterlassen – auf eine Weise beeindrucken: Thematisch relevant oder ästhetisch überraschend oder gar beides, starke Texte, starke Bilder. Musik? Bewegung? Produktionen, die lustvoll und packend Fragen an ihr jeweiliges Publikum stellen, die anstacheln zur Unterhaltung im doppelten Sinn.

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Christoph Macha: Wichtig und allen Produktionen gemein ist die Auseinandersetzung mit Lebensrealitäten von Kindern und Jugendlichen. Das ist zumindest vom Prinzip her in Berlin nichts anderes als in Magdeburg oder Chemnitz. Die konkrete Umsetzung ist hingegen so divers wie die ostdeutsche Kinder- und Jugendtheaterszene an sich.

Spielt bei so viel Gemeinsamkeit zwischen Metropole und flachem Land die von der WILDWECHSEL-Ästhetik angestoSSene Assoziation von Provinz überhaupt eine besondere Rolle? Und sich daran anschlieSSend: Warum Dresden? Katrin Behrens: Im Gegensatz zu den versprochenen blühenden Landschaften, die dann doch nicht so einfach blühen wollten, ist festzustellen, dass die ostdeutsche Kinder- und Jugendtheaterszene in ihrer Vielfalt – Figurentheater, Schauspiel, Tanz, Performance, Musik, spartenübergreifend, institutionalisiert, frei und vieles mehr – eine tatsächlich blühende Landschaft ist, die es zu erhalten gilt, die für das kulturelle und gesellschaftliche Aus- und Fortkommen von großem Wert ist. In Dresden gibt es mit dem Umzug des tjg. in ein neues Haus ins Zentrum ein klares Bekenntnis der Stadt zum Kinder- und Jugendtheater mit hoher Priorität – auch ein guter Grund, den Blick der Öffentlichkeit dahin zu lenken und sich genau da zu treffen, um zu sehen, was möglich ist. Christoph Macha: Nicht nur im neuen tjg. im Kraftwerk Mitte, einem ehemaligen Heizkraftwerk, produziert diese Assoziation einen schönen Widerspruch an einem Ort, den sich die Natur schon beinahe wieder zurückerobert hatte und an dem nun das Publikum, wie schon im Jugendstiltheater in Nordhausen, Tierspuren folgt oder wie damals in Weimar, neben Goethe- und Schiller-Skulpturen plötzlich ein Hirsch steht. Dass WILDWECHSEL nun nach Dresden kommt, hat, neben dem Symbolwert und den tollen Möglichkeiten für ein Festival in diesem neuen Haus mit seinen drei Spielstätten, auch etwas mit Tradition zu tun. Nachdem die Werkstatt-Tage in Halle, lange Zeit das Treffen der


ostdeutschen Kinder- und Jugendtheater, abgewickelt waren, hat man sich mit viel Initiative im Arbeitskreis Ost zusammen gesetzt, um etwas Neues zu finden, das verbindet und Möglichkeiten eröffnet. Auch die jetzige tjg.-Intendantin Felicitas Loewe hat sich, damals als Chefdramaturgin des Hauses, sehr für die Sache engagiert. Nun mit diesen neuen Möglichkeiten vor Ort Gastgeber für ein so reichhaltiges und diverses Festival zu sein, ist dem tjg., das in der nächsten Spielzeit seinen 70. Geburtstag feiert, eine helle Freude.

Wie weit reicht diese Vielfalt und – kann man im aktuellen Kinder- und Jugendtheater im Osten Tendenzen benennen? Sara Engelmann: Wir haben in den fast 40 Bewerbungen eine große Bandbreite an Themen und Formen entdecken dürfen, sehr viele anspruchsvolle und ansprechende Produktionen. Wir hatten vor allem diese Auswahl im Blick und wissen nicht um alles, was in den letzten zwei Jahren in der ostdeutschen Theaterlandschaft entstanden ist. Wir hätten uns unter den Einreichungen der Theater hin und wieder über mehr Musikalisches oder Tanztheaterproduktionen gefreut. Und wir haben Bewerbungen aus Mecklenburg-Vorpommern vermisst. Der Osten hat ja eigentlich auch einen Norden. Wir hatten den Eindruck, dass es eine große Lust am Ausloten neuer Erzählweisen und Mut zu brisanten Fragen gibt.

Vier volle und reichhaltige Tage WILDWECHSEL 2017. Freut Ihr Euch persönlich besonders auf eine bestimmte Inszenierung? Sara Engelmann: Unsere kuratierte Auswahl steht ganz gut für sich. Alle eingeladenen Produktionen sind aus ganz unterschiedlichen Gründen absolut sehenswert. Und wir sind gespannt auf die Reaktionen der jungen Zuschauer*innen. Katrin Behrens: Natürlich freue ich mich auf alle! Für mich persönlich hat „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“ des Puppentheaters Magdeburg eine Anziehungskraft, die viel von dem bündelt, was die Besonderheit des „ostdeutsch“-genannten Kinder- und Jugendtheaters und seinen Möglichkeiten ausmacht. Christoph Macha: Schwere Frage. Eigentlich habe ich keinen Favoriten und halte alle Inszenierungen für extrem sehenswert – eine wunderbare Auswahl! Ich bin auf die kleineren, feinen Produktionen wie „Ein Loch ist meistens rund“ von florschütz & döhnert aus Berlin oder „Das kleine Licht bin ich“ vom T-Werk Potsdam gespannt. Am meisten freue ich mich jedoch wirklich auf die Begegnung der Generationen, etwa auf die Kinder- und Jugendjury, die genauso gleichberechtigt wie die Fachjury einen Preis vergeben wird.


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Die Auswahljury wurde von der Festivalleitung ernannt. Ein Mitglied der Jury stammt aus dem gastgebenden Theater, die anderen beiden Jury-Mitglieder wurden vom Arbeitskreis Ost der Kinder- und Jugendtheater Deutschlands vorgeschlagen. Die Jury hat unabhängig ihre Auswahl getroffen. Für ihre Arbeit hat die Jury eine Aufwandsentschädigung erhalten.

AUSWAHLJURY Von Dezember 2016 bis März 2017 hat die Auswahljury 40 Bewerbungen von 28 Theatern aus Berlin, Brandenburg, Sachsen, SachsenAnhalt und Thüringen gesichtet und daraus der Festivalleitung eine Auswahl von sieben Inszenierungen vorgeschlagen. Diese wurden durch das Festival eingeladen. Karen Becker studierte an der Universität Hildesheim Kulturwissenschaften und Szenische Künste. Seit 2007 arbeitet Karen Becker als Theaterpädagogin und Regisseurin im Kinder- und Jugendtheater, mit den Schwerpunkten Theater für die Allerkleinsten und Bewegungstheater. Von 2011 bis 2017 war sie am tjg. theater junge generation Dresden tätig und leitete dort seit 2014 die Theaterakademie. Karen Becker lebt als freie Theaterpädagogin und Regisseurin in Leipzig. Sara Engelmann studierte Theaterwissenschaft, Journalistik und Amerikanistik an der Universität Leipzig und an der Università di Bologna (Italien). Während des Studiums arbeitete sie als Regiehospitantin und -assistentin in den Sparten Schauspiel, Musical und Oper. Seit 2010 ist sie Lektorin und Dramaturgin im Verlag Felix Bloch Erben, Berlin, und hat dort den Bereich Kinder- und Jugendtheater etabliert. Erste Juryerfahrung sammelte sie 2012 beim Jugendtheaterpreis Baden-Württemberg. Vera Schindler arbeitete an verschiedenen Theatern als Regieassistentin (Staatstheater Kassel, Theater Münster), später als Dramaturgin am Heimathafen Neukölln in Berlin. Seit 2014 studiert sie Szenisches Schreiben an der Universität der Künste in Berlin. Vera Schindler ist seit 2016 Mitglied der IKARUS-Jury für Berliner Theaterinszenierungen für Kinder und Jugendliche.


T-WERK POTSDAM

das kleine licht bin ich UA

regie Jens-Uwe Sprengel Bühne und projektionen Heide Schollähn MUSIK Nicolas Schulze choreografie Stephanie Scheubeck kostüme Heather MacCrimmon mitarbeit bühne Wolf Dieckmann Es tanzt Laura Heinecke ES MUSIZIERT Nicolas Schulze

TANZTHEATER FÜR DIE ALLERKLEINSTEN AB 3 JAHREN 40 MINUTEN Licht und Schatten machen sich auf, im großen Universum eine Welt aus Hell und Dunkel zu erschaffen. Zwei Wesen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, aber in ihrem Zusammenspiel wunderschöne Bilder entstehen lassen. Doch so schnell wie die Lichtbilder erscheinen, entschwinden sie auch wieder und verwandeln sich in immer neue Fantasiegebilde. Im Wechselspiel von Helligkeit und Dunkelheit, von Tönen, Klängen und Stille, von Stillstand und Bewegung entsteht ein Traumtheater voller Zauberei und schönem Schein.

Votum der Auswahljury Wenn Licht und Schatten tanzen. Ein Lichtpunkt springt, neckt, lädt ein zu erkunden und entführt in verschiedenste Fantasie- und Traumwelten. Die Tänzerin Laura Heinecke nimmt diese Einladung an; folgt unaufgeregt und neugierig den Impulsen der tanzenden Lichtpunkte. Die Zuschauer* innen tauchen ein in ein Sternenmeer, schwimmen und fliegen mit Fischen und Luftballons. In poetisch starken und gleichsam reduzierten, szenischen Bildern entstehen, unabhängig von Alter und Größe des Betrachtenden, zarte und lustvolle Momente des szenischen Agierens. Die Vergänglichkeit der jeweiligen Lichtbilder, das Verglühen und Neu-Entstehen der kleinen Lichtpunkte und ihrer Welten drum herum, lassen die Inszenierung lebendig und abwechslungsreich werden. Die Gleichzeitigkeit und Gleichwertigkeit von Tanz, Bewegung, Live-Musik, Licht und Projektion laden dazu ein, die Inszenierung mit mehreren Sinnen zu genießen.


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FLORSCHÜTZ & DÖHNERT, BERLIN

EIN LOCH IST MEISTENS RUND

UA

OBJEKTTHEATER AB 4 JAHREN 40 MINUTEN Ein Loch ist meistens rund. Es wiegt nichts und hat keinen Namen. Aber es gibt immer eins irgendwo. Einfach so, ohne Grund. Man findet es in der Socke, im Käse und selbst in der Luft. Will man es anfassen, greift man ins Leere. Man kann es größer oder kleiner machen, verdecken oder zustopfen. Doch es lässt sich niemals festhalten. Es befindet sich immer zwischen Etwas und Nichts. Löcher sind geheimnisvoll. Und so genügt schon ein klitzekleines Loch, um zum Entdeckungsreisenden zu werden.

Votum der Auswahljury Sind sie Kundschafter*innen, Clowns, Wissende, Ahnende oder einfach nur neugierig? Florschütz und Döhnert erforschen die Kraft und Magie schwarzer Löcher: Das „Nichts“ als große Faszination! Mit welcher Hingabe und Ausdauer sie sich damit beschäftigen und dabei immer wieder Absurdes, Komisches und Überraschendes wagen und entdecken! Mit wenigen Mitteln, in einem einfach gehaltenen Guckkasten, lassen die beiden einen Raum voller Möglichkeiten und Unmöglichkeiten entstehen. Bekommen wir hier einen Blick ins Universum, in die Unterwelt, in unseren Alltag, in uns selbst? Überall scheinen diese geheimnisvollen Löcher darauf zu warten, gesehen, gehört und bespielt zu werden. Eine sehr besondere Produktion für junges Publikum, die zeigt, wie bereichernd und unterhaltsam es ist, sich einem Phänomen mit Neugier zu widmen und die Fantasie kreisen zu lassen – auch wenn das Loch mal nicht rund sein sollte. Ein fabelhaftes Aushöhlen, Nachbohren und Löchern, das je nach Imaginationskraft der Zuschauer*innen ganz eigene Wege gehen darf.

idee Melanie Florschütz und Michael Döhnert KÜNSTLERISCHE BEGLEITUNG UND LICHT Joachim Fleischer BÜHNENMALEREI Wolf Dieckmann KOSTÜME Adelheid Wieser BERATUNG ILLUSIONISTISCHE TRICKS ­ Andreas Meinhardt Es spielen Melanie Florschütz, Michael Döhnert


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REGIE und ausstattung Frank Alexander Engel DRAMATURGIE Friederike Spindler Es spielen Mona Krueger, Franziska Dittrich DIE THEATER CHEMNITZ

HÄNSEL UND GRETEL GRIMMIGES MÄRCHEN IN EINER FASSUNG VON ANDREA CZESIENSKI FIGURENTHEATER AB 6 JAHREN 55 MINUTEN Von Armut und Hunger getrieben werden Hänsel und Gretel von ihrem Vater und ihrer Stiefmutter im gespenstischen und gefährlichen Wald ausgesetzt. Einmal finden sie den Weg zurück, geführt von Kieselsteinen, die Hänsel ausstreut. Beim zweiten Mal bleiben ihnen nur Brotkrumen als Wegmarkierungen. Doch die Vögel im Wald picken sie auf. Hänsel und Gretel bleibt nur mehr, im Wald herumirrend den Weg zu finden. Dabei gelangen sie zu einem Haus, ganz aus herrlichen Leckereien gebaut. Von Hunger geplagt schlagen sie sich mit den schönsten Speisen die Bäuche voll. Doch das Haus gehört der bösen Hexe, die nur darauf wartet, Hänsel und Gretel zu fressen!

Votum der Auswahljury Hinter der Gaze, in schummrig blaues Licht gehüllt, sitzt ein riesiger Waldvogel. Mit ihm beginnt das weit bekannte Märchen. Zwar verlässt der Vogel bald die Bühne, aber seine scharfen Augen scheinen uns wachsam zu beobachten. Aber nicht nur sie. Bekanntlich hat auch der dunkle Wald viele Augen. Und dieses schleichende Gefühl des Beobachtet-Werdens, des Ausgesetzt-Seins, des Verirrens, des ganz einfach Unheimlichen, lässt das Publikum nicht mehr los. Das Einzige, was da hilft, ist zusammenhalten. Und das machen Hänsel und Gretel in rührender und tröstender Eintracht. Regisseur Frank Alexander Engel interpretiert das Märchen als atmosphärisch dichte Familientragödie mit Gruselfaktor. Mit großer Ernsthaftigkeit und einer genauen Blickdramaturgie erzählt er von bedrückender Armut, von Bedrohung und Verführung, von Träumen und Ängsten, Retten und Gerettet-Werden. Den Blick ins Märchenbuch überträgt Engel auf einen einfachen Spieltisch, auf dem sich das ganze Familienleben, mit ihm die Geschichte entfaltet. Die liebevoll gestalteten, eindrücklichen Puppen nehmen uns mit in die Zauber-, Traum- und Angstwelten. Ein wunderbares Spiel mit Puppen und Objekten, mit Schatten und Überraschungen und jeder Menge Gänsehaut.


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THALIA THEATER HALLE

MEIN ZIEMLICH SELTSAMER FREUND WALTER VON SIBYLLE BERG SCHAUSPIEL AB 8 JAHREN 80 MINUTEN Seit Lisas Eltern ihre Jobs verloren haben, bewegen sie sich nur noch vom Bett zum Sofa und zurück. Im Unterricht sitzt Lisa allein und liest heimlich Bücher über Physik. In der Pause bemüht sie sich, möglichst nicht aufzufallen. Dennoch wird sie gehänselt und ist kurz davor, ein Mobbing-Opfer zu werden. Ihre Abende verbringt die Achtjährige damit, den Weltraum nach außerirdischem Leben abzusuchen. Eines Abends landet hinter ihrer Siedlung im Wald tatsächlich ein Raumschiff. Lisa macht die Bekanntschaft mit Klakalnamanazdta, den sie kurzerhand Walter nennt. Dieser Walter macht sich, kaum gelandet, daran, in Lisas Leben aufzuräumen und ihre Probleme zu lösen. regie Katharina Brankatschk BÜHNE und KOSTÜME Nicolaus-Johannes Heyse DRAMATURGIE Ralf Meyer es spielen Malick Bauer, Harald Höbinger, Noemi Krausz, Paul Sies Votum der Auswahljury Walter landet mit seinem Raumschiff, Melonenhut und außerirdischen Fähigkeiten auf der Erde und trifft auf Lisa. In Lisas Leben läuft es eher unterirdisch. Walter bringt seiner neuen Freundin mit seinem wunderbar schrägen Blick auf ihre Welt nicht nur Selbstverteidigung, sondern auch Selbstbewusstsein bei, ganz ohne Pathos und langweilige Lehrstunden. Die intergalaktischen Unterschiede lassen uns unser eigenes Leben plötzlich in skurrilem Licht erscheinen. Wer hat eigentlich gesagt, dass normal so und nicht anders geht? Walters Anstöße zur Umorganisation sind faszinierend einfach, und ebenso wirkungsvoll. Das ermutigt. Das Ensemble spielt in irrem Tempo und springt mühelos in unterschiedliche Welten, Rollen und Erzählpassagen. Aufgrund der hohen Dynamik der Inszenierung verschwimmen beim Betrachtenden zunehmend die Grenzen zwischen den Welten und die Frage nach dem „Normal-In-Der-Welt-Sein“ verändert sich mit jedem Wechsel ein kleines Stück mit. Mit viel Gespür für tragische Komik inszenierte Katherina Brankatschk das erste Theaterstück für Kinder von Sibylle Berg über die erfrischend andere Freundschaft von Außenseiterin und Außerirdischem. Humorvoll und ernsthaft zugleich, pointierend und gesellschaftskritisch, immer ein bisschen schräg und sehr unterhaltsam.


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THEATER AN DER PARKAUE JUNGES STAATSTHEATER BERLIN

DIE SPRACHE DES WASSERS UA

regie und BÜHNE Sylvia Sobottka kostüme Mascha Mihoa Bischoff MUSIK Bernhard la Dous choreografie Hanna Hegenscheidt dramaturgie Eva Stöhr THEATERPÄDAGOGIK Irina-Simona Barca Es spielen Melina Borcherding, Kinga Schmidt

VON SARAH CROSSAN IN EINER FASSUNG VON SYLVIA SOBOTTKA SCHAUSPIEL AB 11 JAHREN 60 MINUTEN Mit einem Wäschesack und einem kaputten Koffer machen sich die zwölfjährige Kasienka und ihre Mutter von Warschau nach London auf, um ihren verschwundenen Vater zu finden. Nach der unfreiwilligen Reise erwischt der Alltag in England Kasienka eiskalt. In der Schule wird sie ausgegrenzt. Was sie auch tut, sie passt nicht zu den Anderen. So schnell wie möglich möchte Kasienka wieder zurück in ihre Heimat. Nur im Schwimmbecken ist sie in ihrem Element. Das Wasser ist Kasienkas Zuhause. Im Schwimmteam aufgenommen, findet das Mädchen neuen Mut. Und trifft auf William, den netten Jungen aus der Siebten …

Votum der Auswahljury Die irische Autorin Sarah Crossan erzählt in ihrem Roman ,,Die Sprache des Wassers“ eine Geschichte über das Aufbrechen und das Ankommen in der Fremde. Themen wie Sehnsucht, Angst, Mobbing und eine erste zarte Liebe schwingen in der Geschichte der jungen Kasienka mit. Die Inszenierung der Regisseurin Sylvia Sobottka übersetzt die Form des Romans in ein multiperspektivisches Erzählen. Die beiden Schauspielerinnen übernehmen dabei beide sowohl die Rolle der Protagonistin Kasienka als auch aller anderen Figuren und laden reduziert, ironisch und verspielt zum Zuhören ein. In Kombination mit einem ständigen Umbauen von großen Schaumstoffmatten entstehen unterschiedlichste (Klang-)Räume, die assoziativ und atmosphärisch das gesprochene Wort ergänzen und verdichten. „Die Sprache des Wassers“ wird so zu einem ästhetisch-theatralen Hörspiel, das Kinder ab elf Jahren dazu einlädt beim Klang eines Wassertropfens zu verweilen und in die (Gedanken-)Welt der Protagonistin abzutauchen.


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DIE THEATER CHEMNITZ

BEATE UWE UWE SELFIE KLICK UA VON LAURA LINNENBAUM MIT TEXTEN VON GERHILD STEINBUCH UND DOKUMENTARISCHEM MATERIAL DOKUMENTARTHEATER AB 16 JAHREN 90 MINUTEN Fünf Figuren treten an, um sich zum „Nationalsozialistischen Untergrund“ zu verhalten, einem Politikum von gewaltiger Tragweite, voll strittiger Fragen und drängender Debatten. Überfordert von der Vielzahl der Narrationen, ziehen sich die fünf Figuren an einen utopischen Strand zurück. Endlich allein mit sich und der Welt, wehren sie alles Störende und Fremde der überaus komplexen Welt ab, bis sie sich in die Neue Rechte verwandelt haben.

Votum der Auswahljury Klick ... und Kick. Diese „europäische Groteske“ versetzt uns einen heftigen Tritt, sie erregt das Gemüt, sie unterhält und verstört. Das Selfie eines flüchtigen Augenblicks wird zum Zerrbild, zur Projektionsfläche, zum Abbild einer gut „gebräunten“ Gesellschaft und zu einer hässlichen Erinnerung. Es werden Phrasen gedroschen, Akten gewälzt, Nachrichten zitiert, Parolen skandiert. Am Welthauptstrand Europa – zwischen Utopie und Poesie, nackten Tatsachen und entblößenden Meinungen – prostet man sich zu: „Auf eine Wahrheit ohne Kontext!“ Gerhild Steinbuch und Laura Linnenbaum haben mit dem Ensemble aus Puppen- und Schauspieler*innen einen sprachlich, inhaltlich und ästhetisch dichten und klugen Theaterabend konzipiert. Eine in jeglicher Hinsicht intensive Produktion über das „Wir“ und „Die“ (Anderen), um rechte Strukturen, Täter*innen, Mitläufer*innen, Besserwisser*innen und Opfer. Künstlerisch anspruchsvoll und thematisch hoch brisant! Eine Momentaufnahme, die es in sich hat.

regie Laura Linnenbaum text Gerhild Steinbuch ausstattung Valentin Baumeister puppenbau Angela Baumgart Dramaturgie René Schmidt Es spielen Magda Decker, Gerlinde Tschersich, Michel Diercks, Tobias Eisenkrämer, Felix Schiller


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PUPPENTHEATER MAGDEBURG

M – EINE STADT SUCHT EINEN MÖRDER

Regie, text und komposition Roscha A. Säidow AUSSTATUNG Julia Plickat puppen Magdalena Roth KOMPOSITION UND MUSIKALISCHE LEITUNG Andres Böhmer dramaturgie Katrin Gellrich es spielen Claudia Luise Bose, Anna Wiesemeier, Freda Winter, Richard Barborka, Florian Kräuter, Lennart Morgenstern, Leonhard Schubert

von Roscha A. Säidow nach dem Film von Thea von Harbou und Fritz Lang SCHAUSPIEL MIT PUPPEN UND LIVE-MUSIK AB 16 JAHREN 140 MINUTEN Eine Stadt im Ausnahmezustand: An jedem Ort, zu jeder Zeit kann er wieder zuschlagen, der Kindermörder. Die fieberhafte Fahndung der Polizei läuft ins Leere; alle Sicherheitsvorkehrungen erweisen sich als nutzlos. Ein gefundenes Fressen für Lokalpresse und sensationsgeiles Publikum. Eine Tragödie hingegen für alle „anständigen“ Verbrecher der Stadt. Diese mobilisieren sich, um dem Mörder in Selbstjustiz beizukommen. Ein rasantes Katz- und Maus-Spiel zwischen Mörder, Polizei und Untergrund beginnt.

Votum der Auswahljury An jeder Ecke könnte der gesuchte Kindermörder wieder zuschlagen. Trotz aller Sicherheitsvorkehrungen scheint die Polizei im Dunkeln zu tappen, kein Wunder also, dass die Bevölkerung die Dinge selbst in die Hand nimmt. Roscha A. Säidow inszeniert mit einem großartigen Ensemble, bildgewaltiger Bühnen- und Kostümausstattung die Geschichte einer Jagd. Der Mörder könnte jeder sein: Das ist Terror – und dieser wird mit Handpuppen, skurrilen Köpfen, Masken, Schattenspiel und Projektionen zum Leben erweckt und mit Bass und Schifferklavier derbe begleitet und verdichtet. Die Inszenierung zeigt, wie sich Angst in den Köpfen der Bürger*innen manifestiert, mit köstlich komischen Momenten und zugleich schmerzlicher Ehrlichkeit. Sie ist somit hochaktuell – Clownsgruselkabinett und theatrale Gesellschaftskritik, in der die Wahrheit zwischen Puppen, Monstern und Menschen verloren geht.


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INSZENIERUNG DES GASTGEBENDEN THEATERS TJG. THEATER JUNGE GENERATION Dresden

DER JUNGE MIT DEM KOFFER

VON MIKE KENNY, DEUTSCH VON HERTA KONRAD PUPPENTHEATER AB 10 jahren 75 minuten Ein Krieg zwingt den Jungen Naz, zusammen mit seiner Familie die Heimat zu verlassen. Doch das Flüchtlingscamp im Nachbarland, wo sie stranden, ist nur die erste Station einer langen Odyssee. Weil das Geld nicht für alle reicht, schicken die Eltern Naz allein auf den Weg nach London, wo der ältere Bruder bereits lebt. Die Reise ist weit und gefährlich, sie führt übers Gebirge und übers Meer. Zum Glück findet Naz unterwegs eine Gefährtin: das Mädchen Krysia. Mit ihr zusammen meistert Naz alle Hürden – und mithilfe der Geschichten, die er in sich trägt. Der britische Kindertheater-Dramatiker Mike Kenny erzählt in poetischer Sprache eine exemplarische Fluchtgeschichte, die sich gerade jetzt genau so abspielen könnte. Sein junger Held Naz durchlebt Gefahren, Ausbeutung und Phasen der Stagnation. Aber ihm widerfahren auch Hilfsbereitschaft, Freundschaft und glückliche Wendungen, die ihn in der Hoffnung bestärken, seinen Eltern eines Tages eine Postkarte aus London schreiben zu können: „Hier bin ich. Ich habe es auf die andere Seite dieser Erde geschafft.“ Drei Puppenspieler*innen und ein Musiker bedienen sich der Mittel des chorischen Theaters, der Objektanimation und des Puppenspiels, um mit und auf einem Berg alter Kleidung die Stationen von Naz‘ Reise auf die Bühne zu bringen.

regie Nis Søgaard bühne und kostüme ­ Konstanze Grotkopp musik Ezekiel Nikiema dramaturgie Kathi Loch theaterpädagogik Theresa Heinze Es spielen Patrick Borck, Viviane Podlich, Moritz Schwerin es musiziert Ezekiel Nikiema


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INSZENIERUNG DES GASTGEBENDEN THEATERS REGIE UND THEATERPÄDAGOGIK Anke-Jenny Engler, Julia Kuzminska bühne und kostüme ­ Markus Pötter musik Katharina Lattke dramaturgie Ulrike Leßmann Es spielen Elias Eisold, Leni Eisold, Kerstin Fugmann, Claudia StraßbergerGöhler, Mathilde Göhler, Kerstin Hawlitzky, Luise Hawlitzky, Jeremy Mücke, Sharleen Mücke, Karola Mücke, Lisa-Charlotte Naumann, Matthias Naumann, Paula Preuß, Melissa Stock, Elise Thürmer, Sylvia Thürmer

TJG. THEATER JUNGE GENERATION Dresden

GENERATION XY

UA

VON ANKE-JENNY ENGLER UND JULIA KUZMINSKA THEATERAKADEMIE AB 12 JAHREN 60 MINUTEN „Eigentlich ist es etwas komisch, hier zu sein. Aber irgendwie auch schön. Ein bisschen fremd vielleicht. Auf jeden Fall ist es gut, das Alles gemeinsam zu erleben. Gemeinsam mit jemandem, den man wirklich gut kennt.“ Für das Projekt der tjg.-Theaterakademie „Generation XY“ haben sich 16 Dresdner Mütter, Väter, Brüder, Schwestern, Töchter und Söhne zusammengefunden, um die Berge ungewaschener Wäsche, nicht gemachter Hausaufgaben und unausgesprochener Vorwürfe zur Seite zu schieben und gemeinsam zu feiern. Ein Fest, einen Ball, eine Party für alle kleinen Alltäglichkeiten des Zusammenlebens. Für die schönen Momente, das irrwitzige Chaos, die immer gleichen Nervereien und die großen Gefühle, die das Leben in der Familie so mit sich bringen.


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INSZENIERUNGSPROJEKT FREIE SZENE Ein Novum im Programm von WILDWECHSEL: Zum ersten Mal hat das Festival ein Inszenierungsprojekt ausgeschrieben. Die Freie Theaterszene Sachsens wurde dazu eingeladen, Inszenierungskonzepte für Kinder zum Festivalthema zu entwerfen. Ziel war nicht nur, die Freie Theaterlandschaft in Sachsen zu stärken, sondern insbesondere einen Impuls zu setzen, sich mit dem Theater für Kinder auseinanderzusetzen. Aus neun eingereichten Konzepten wählte die Jury, bestehend aus Johanna Roggan (Landesbüro Darstellende Künste Sachsen), Christoph Macha (tjg. theater junge generation) und Miriam Glöckler (WILDWECHSEL), das der THEATRALEN SUBVERSION aus.

THEATRALE SUBVERSION

MEINE FREMDE STADT UA Videowalk ab 8 Jahren 90 MINUTEN Ausgestattet mit einem Smartphone und Kopfhörern durchläuft das Publikum einen Parcours der unbekannten Nachbarschaft. Dabei folgen sie der virtuellen Protagonistin des Walks – Ella, einem Mädchen um die zehn Jahre alt und gerade erst nach Dresden gezogen – und begleiten sie auf ihrem abenteuerlichen Streifzug. In zahlreichen Begegnungen mit verschiedenen zum Teil skurrilen Figuren verändert sich dabei im Laufe der Zeit der Blick auf die eigene Stadt. MEINE FREMDE STADT thematisiert die universelle Erfahrung der Fremdheit und macht sie mithilfe des Formats Videowalk unmittelbar erlebbar. Wie fühlt es sich konkret an, fremd in einer Stadt zu sein? Wie orientiert man sich in der neuen Umgebung? Hat das Gefühl der Fremdheit neben der beängstigenden auch eine verlockende Dimension?

Künstlerische Leitung UND Regie Romy Weyrauch, Michael Neil McCrae Kamera und Schnitt Norman Grotegut Ausstattungsleitung Jenny Barthold Sounddesign und Musik Daniel Williams Künstlerische Mitarbeit Drehbuch Hannah-Sophie Fuchs Dramaturgische Beratung Martin Zepter Ton und technische Mitarbeit Robert Kaubitzsch, Martin Mulik Es spielen Marius Ahrendt, Annedore Bauer, Ilse Bendin, Christian Freund, Martin Heise, Holger Hübner, Elisabeth Lindig, Michael Neil McCrae, Romy Weyrauch, Darya Zaretskaya


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kinderjury Zum ersten Mal wird es während WILDWECHSEL eine Kinderjury geben: Fünf Dresdner Kinder werden das Festival begleiten, sie werden alle Produktionen für Zuschauer*innen bis 11 Jahren sichten und am Ende einen eigenen Preis verleihen. Dieser ist ebenso wie die Preise der Jugend- und Fachjury mit 1000 Euro dotiert. Zusammen mit Ulrike Leßmann, Dramaturgin am tjg. theater junge generation, werden sich die Kinder eigene Kriterien für eine Bewertung der Inszenierungen erarbeiten und am Ende des Festivals einen unabhängigen Preis nach eigenen Maßstäben verleihen.

jugendjury Auch die Jugendjury vergibt am Ende des Festivals einen Preis, der nach eigenen Vorstellungen und Bewertungskriterien ausgelobt wird. Die Chefdramaturgin des tjg. theater junge generation Kathi Loch wird die fünf jungen Dresdner*innen durch das Festival begleiten. Zusammen werden sie alle Inszenierungen ab 11 Jahren sichten.

Die Kinder- und Jugendjurys wurden durch eine offene Ausschreibung der tjg.-Theaterakademie zusammengestellt. Die Fachjury wurde von der Künstlerischen Leitung des Festivals ernannt.


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fachjury Die Fachjury sichtet alle eingeladenen Inszenierungen des Festivals und vergibt am Ende des Festivals einen der drei WILDWECHSEL-Preise. Auch diese Jury bestimmt unabhängig die Bewertungskriterien und die Benennung des Preises. Anne Fritsch, geboren 1978, studierte an der Ludwig-MaximiliansUniversität München Theaterwissenschaft und Germanistik, anschließend Kulturjournalismus an der Bayerischen Theaterakademie. Nach dem Studium arbeitete sie einige Jahre als Lektorin in einem Theaterverlag. Sie arbeitet als Texterin für zwei Münchner Agenturen, schreibt als freischaffende Journalistin für die Deutsche Bühne, die Junge Bühne und die Süddeutsche Zeitung. Anja Klöck studierte Theaterwissenschaft und Regie an der University of Kent at Canterbury (UK) und an der University of Minnesota (USA), danach lehrte sie theaterwissenschaftlich und -praktisch in Frankfurt am Main, Mainz, Minneapolis (USA), München und Wien (AT). Seit 2003 ist sie Professorin für Schauspiel an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig. Iwona Nowacka, geboren 1980, studierte Germanistik und Literatur in Poznań (PL) und Macerta (IT). Sie übersetzte zahlreiche Stücke u. a. von Rainer Werner Fassbinder, René Pollesch, Gesine Danckwart, Andres Veiel und Martin Heckmanns ins Polnische. Dafür erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen und Stipendien (in Visby, Toronto, Prag und Budapest), 2017 ist sie Stipendiatin des Schritte-Programms am Literarischen Colloquium Berlin. Seit 2014 kuratiert sie zusammen mit Dorota Kowalkowska das deutsch-polnische Festival der Jugenddramatik „Z Ogniem w Głowie“ am Teatr Dramatyczny in Wałbrzych in Polen.


Preise Bewerbungen – Auswahljury – Eingeladene Inszenierungen – Kinder-, Jugend- und Fachjury – und am Ende die WILDWECHSEL-Preise. WILDWECHSEL präsentiert eine Juryauswahl, die bereits das Augenmerk auf sieben bemerkenswerte Theaterinszenierungen lenkt. Diese sind äußerst unterschiedlich in Ästhetik und Thematik, in formalen Mitteln und in der Zielgruppe – ein Vergleich oder eine Bewertung in Konkurrenz zueinander schließt sich daher aus. Den Scheinwerfer wollen wir nichtsdestotrotz nochmals aufblitzen lassen: Auf besonders gelungene Inszenierungsaspekte, auf faszinierende Bühnenbilder, auf eindrucksvolle Leistungen oder andere Aspekte, die eine Inszenierung gelungen macht. Am Ende des Festivals verleihen die Jurys drei mit je 1000 Euro dotierte Preise – die in Form einer gerahmten, eigens für das Festival WILDWECHSEL am tjg. theater junge generation Dresden entworfenen Lithographie, auf der rechten Seite zu sehen, überreicht werden. Diese Unikate hat der in Dresden lebende Künstler Manuel Sanz Mora geschaffen.

GEWINNER 2014 FACHJURY MOBY DICK Thalia Theater Halle JUGENDJURY 2 UHR 14 Theater der Jungen Welt Leipzig GEWINNER 2015 FACHJURY SUPERGUTE TAGE ODER DIE SONDERBARE WELT DES CHRISTOPHER BOONE GRIPS Theater, Berlin JUGENDJURY AM ENDE IST MAN IMMER NUR WER ANDERES Theater Strahl, Berlin SONDERPREIS DER JUGENDJURY WOLKENBILDER tjg. theater junge generation Dresden

Manuel Sanz Mora, geboren 1983, wuchs in Teneriffa (ESP) auf, studierte dort Kunst und wechselte 2003 an die Universität von Valencia (ESP). Sein Studium schloss er 2006 ab und lebt seit 2012 in Dresden. Weitere Lithographien: www.cargocollective.com/manuelsanz


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extr as

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2. DRESDNER ZUKUNFTSKONFERENZ DER KINDER – AUFTAKT ARBEIT MACHT ARBEIT. ODER: WIE ICH DIE MASCHINE BESIEGTE UND MICH EIN COMPUTER ERSETZTE. KINDER ERKLÄREN DAS KRAFTWERK MITTE Das Kraftwerk Mitte ist ein Ort, an dem schon immer gearbeitet wurde. Heute vermischen sich moderne Glas- und Stahlfassaden mit weißen Betonwänden, alten Werkzeugen und industriellen Stromkästen. Wo früher der mächtige Kran Maschinen bis zu 65 Tonnen transportierte, treffen sich heute Theaterzuschauer*innen. Wie haben sich die Vorstellungen von Arbeit im Laufe der Zeit gewandelt und welche Organisationsformen nimmt Arbeit in Zukunft an? Welche Berufe müssen erfunden, welche abgeschafft werden? Eine Schulklasse widmet sich dem Thema „Arbeit“ und entwickelt eine digitale Schnitzeljagd (Actionbound) auf dem Gelände des Kraftwerk Mitte. Mit diesem Actionbound startet die Dresdner Zukunftskonferenz der Kinder in die zweite Runde. Nach der ersten Konferenz im Januar 2017 mit über 100 Dresdner Schüler*innen stellen sich eine neue Gruppe von Schüler*innen die Frage „Wie wollen wir (zusammen) leben?“. Als ersten Arbeitsschritt erforscht eine vierte Klasse der 25. Grundschule Dresden das Verhältnis von Arbeit und Leben.

KONZEPT UND THEATERPÄDAGOGIK Julia Kuzminska VIDEO Pablo Walser MEDIENGESTALTUNG Rosa Grünwald KONZEPT UND LEITUNG ZUKUNFTSKONFERENZ Anke-Jenny Engler DRAMATURGIE ZUKUNFTSKONFERENZ Ulrike Leßmann

Um an der Schnitzeljagd teilnehmen zu können, ist ein internetfähiges Smartphone pro Kleingruppe und die App „Actionbound“ erforderlich.


43 BÜRGER*INNENPICKNICK Am Samstagnachmittag lädt WILDWECHSEL auf den Wettiner Platz vorm Kraftwerk Mitte – bei schlechtem Wetter im Foyer – ein. In der Picknickdeckenlandschaft können Festivalbesucher*innen sowie Nachbar*innen des Kraftwerk Mitte bei Limo und Kuchen miteinander ins Gespräch kommen und beim Zelt-Dating spannende Bekanntschaften machen. Zelt-Dating? Das geht so: In den Zelten rund um den Picknickplatz haben sich Dresdner Jugendliche eingerichtet und freuen sich über Besuch. Sie alle haben gemeinsam, dass sie in der Theaterakademie aktiv sind und diese dritte Sparte des tjg. theater junge generation zu einem lebendigen Spielfeld und theatralen Labor machen. Beim Zelt-Dating haben alle Besucher*innen und Nachbar*innen die Gelegenheit, diejenigen zu treffen, die in Projekten wie „Generation XY“ auf der Bühne stehen, im Kindergarten für Allerkleinste spielen oder in der Reihe tjg. tak-ticker ihre eigenen Projekte verwirklichen. Jedes Zelt birgt einen kleinen, persönlichen Theaterkosmos. Die jungen Spieler*nnen der Theaterakademie erzählen von ihren Erfahrungen, teilen ihr Expert*innentum und lassen uns teilhaben an ihrer Sicht auf Theater. Im „Open Tent“ dürfen die Gesprächsthemen selbst gewählt werden. Hier ist der Raum für konspirative Festivalauswertungen, ungestörten Meinungsaustausch und Diskussionen im kleinen (Sitz-)Kreis.

KONZEPT Sophia Keil, Anke-Jenny Engler, Kathi Loch


INSZENIERUNGSGESPRÄCHE UND BASISLAGER KONZEPT Jonas Feller, Constantin Krell, Vincent Kresse, Stephan Mahn, Wilhelm Werner Wittig

Theater ist Produktion und Rezeption. Für die Fachbesucher*innen ist ein Festival immer Gelegenheit, möglichst viele sehr unterschiedliche Inszenierungsansätze kennen zu lernen und diese zu reflektieren. Im gemeinsamen Austausch über die künstlerische Arbeit wird das Festival so auch zur gemeinsamen künstlerischen Fortbildung. Die Inszenierungsgespräche für Fachbesucher*innen bei WILDWECHSEL 2017 werden geleitet und moderiert von der Geheimen Dramaturgischen Gesellschaft und behandeln immer zwei oder drei der beim Festival präsentierten Produktionen. Zusätzlich schlägt die Gruppe ihr BASISLAGER, bestens bekannt aus dem Festival in Weimar, auf. Das BASISLAGER ist ein Ort für Begegnungen, Gespräche und Ausgangspunkt von Aktivitäten auf dem Festival. Gemeinsam mit allen Festivalteilnehmenden entsteht hier im Laufe des Festivals eine Festivaldokumentation. Die Geheime Dramaturgische Gesellschaft (GDG) ist eine Gruppe von professionellen Gesprächsanstifter*innen, gegründet 2014. Die GDG setzt sich aus Personen zusammen, die sowohl als Künstler*innen als auch als Vermittler*innen aktiv sind. Die GDG arbeitet auf Theaterfestivals und Arbeitstreffen, initiiert Gespräche über Aufführungen, Theater im Allgemeinen und die Bedingungen und Strukturen für die Produktion und Präsentation von (darstellender) Kunst; beobachtet Festivals und ihre Strukturen; organisiert und moderiert Diskussionen und Workshops für die Nachbereitung von Aufführungen und Nachgesprächsmethoden. www.geheimedramaturgischegesellschaft.de

EINS FR 22. SEP | 20.45 – 21.45 UHR M – EINE STADT SUCHT EINEN MÖRDER Puppentheater Magdeburg EIN LOCH IST MEISTENS RUND florschütz & döhnert, Berlin zwei SA 23. SEP | 20.00 – 21.00 UHR HÄNSEL UND GRETEL Die Theater Chemnitz MEIN ZIEMLICH SELTSAMER FREUND WALTER Thalia Theater Halle

DREI SO 24. SEP | 14.00 – 15.30 UHR DAS KLEINE LICHT BIN ICH T-Werk Potsdam BEATE UWE UWE SELFIE KLICK Die Theater Chemnitz DIE SPRACHE DES WASSERS THEATER AN DER PARKAUE – Junges Staatstheater Berlin


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FESTIVAL-BLOG

LEITUNG Lasse Scheiba DIGITALE MEDIEN Eric-Christopher Straube

Gemeinsam mit vier jungen Erwachsenen wird sich Lasse Scheiba mit dem WILDWECHSEL 2017 auseinandersetzen. Im Festival-Blog berichten sie über Aufführungen, Hintergründe und Begegnungen. Sie alle lieben das Theater, fragen sich aber auch: Was soll das? Wie geht das? Wohin führt das? LASSE SCHEIBA ist freier Dramaturg und Theaterpädagoge. Er studierte Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis in Hildesheim und arbeitete am Jungen Deutschen Theater Berlin. 2015 gründete er dort den kulturjournalistischen Blog www.dtwelt.de. www.wildwechsel-festival.de/blog

NACHT-BAR-SCHAFT THEATRALER WALK Auf gute Nachbarschaft! Prost! Zu einer guten Nachbarschaft gehört natürlich auch, dass man sich nicht nur im Alltag begegnet, sondern gemeinsam feiert. Und wo geht das in Dresden in besten? In der Neustadt! Ensemble-Mitglieder des Schauspiel und Puppentheater des tjg. zeigen den angereisten Theaterleuten ihre „persönliche“ Dresdner Nacht. KONZEPT Sophia Keil, Christoph Macha


werkstätten NACHBARSCHAFtLICH. DIVERS.GEMEINSAM Wie können wir auf den Wandel der Gesellschaft reagieren und ihn aktiv – mit künstlerischen Methoden – beeinflussen? Mit welchen ästhetischen und inhaltlichen Praktiken gestalten wir mit? Wie können wir eine neue NACHBARSCHAFT kreieren? In drei parallelen Werkstätten untersuchen Lehrer*innen und Erzieher*innen, Theaterpädagog*innen und Theaterschaffende des Kinder- und Jugendtheaters mit Experten das Themenfeld NACHBARSCHAFTLICH. DIVERS. GEMEINSAM. und entwickeln gemeinsam einen Methodenkoffer. In der ASSITEJ-WERKSTATT liegen dem Workshop Impulse aus der Studie zur Lage des Kinder- und Jugendtheaters in Deutschland zugrunde.

Lehrer*innen und erzieher*innen NICOLE DIETZ ist seit 2013 Theaterpädagogin am Jungen Schauspielhaus Hamburg, davor arbeitete sie am Thalia Theater Hamburg, am THEATER AN DER PARKAUE – Junges Staatstheater Berlin, am Theater Pforzheim, am Landestheater Linz und dem Oldenburgischen Staatstheater.

Leitung Nicole Dietz

theaterpädagogen*innen Barbara Kantel ist Theaterpädagogin und Dramaturgin, seit 2017 leitet sie das Junge Schauspiel Hannover, davor war sie ebenfalls in leitenden Positionen am Staatstheater Hannover, dem Deutschen Theater Berlin und am Düsseldorfer Schauspielhaus tätig. Am Staatsschauspiel Dresden war sie Projektleiterin des Montagscafé.

Leitung Barbara Kantel

assitej Franziska-Theresa Schütz ist Regisseurin, von 2011 bis 2016 war sie Künstlerische Leiterin am Jungen Theater Heidelberg. Sie inszenierte u.a. am Schauspiel Leipzig, dem Mainfrankentheater Würzburg, am Theater der jungen Welt Leipzig und am MOKS Bremen. Christoph Macha ist seit 2014 Dramaturg am tjg. theater junge generation. Davor war er am Staatstheater Braunschweig und dem Hans Otto Theater Potsdam engagiert. Zusammen mit Franziska-Theresa Schütz ist er ein Teil des Beirats der Studie zur Lage des Kinderund Jugendtheaters, welche vom ASSITEJ e.V. in Auftrag gegeben wurde.

Leitung Franziska-Theresa Schütz, Christoph Macha


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NEXT GENERATION Erfahrung trifft neue Ideen, etablierter Erfolg trifft neue Versuche, Theater-Ästhetiken einer Generation treffen auf ästhetische Ansprüche der nächsten. WILDWECHSEL lädt über eine Ausschreibung eine Gruppe von zehn jungen Nachwuchs-Theaterschaffenden aus verschiedensten Bereichen der Theaterkunst ein, sich die ausgewählten Theaterproduktionen anzuschauen, die Macher*innen dahinter kennen zu lernen und eigene Aspekte und Beiträge in die Diskussionen und Arbeitsforen mit einzubringen. Ihre Eindrücke verarbeitet die Gruppe abschließend zu einer kleinen Präsentation. Anna-Sophia Fritsche, geboren 1989, hat in München Theaterwissenschaft, Psychologe und Interkulturelle Kommunikation studiert. Seit 2013 arbeitet sie als Theaterpädagogin an verschiedenen Theatern. u.a. Landesbühnen Sachsen, und seit 2016 am GRIPS Theater Berlin. Seit 2017 ist sie Mitglied der Arbeitsgruppe JUNGES THEATER der Dramaturgischen Gesellschaft. Viktoria Klawitter studierte Theaterwissenschaft, Germanistik sowie Kommunikations- und Medienwissenschaft an der Universität Leipzig. Anschließend war sie Assistentin der Dramaturgie und Theaterpädagogik am THEATER AN DER PARKAUE – Junges Staatstheater Berlin. Sie arbeite als Dramaturgin an der Jungen Landesbühne Niedersachsen Nord, danach für zwei Spielzeiten am Pfalztheater Kaiserlautern, seit 2016 am Jungen Theater Heidelberg. Seit 2017 ist sie Mitglied der Arbeitsgruppe JUNGES THEATER der Dramaturgischen Gesellschaft.

leitung Anna-Sophia Fritsche, Viktoria Klawitter ASSISTENZ Katharina Krug VOLONTARIAT Clemens Miersch DIGITALE MEDIEN Eric-Christopher Straube


arbeitskreis ost Der Arbeitskreis Ost der Kinder- und Jugendtheater Deutschlands (AK Ost) ist ein Verbund und Zusammenschluss von 38 Theatern (Stadt-, Staatstheater und Freie Theater) und Theaterschaffenden, seine Mitglieder kommen aus dem Osten der Bundesrepublik Deutschland (aus Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen) und sind – größtenteils – Mitglieder der ASSITEJ Deutschlands. Die Mitglieder haben sich zusammengeschlossen, um einerseits gemeinsam über das Theater jenseits des eigenen Theateralltags inhaltlich, ästhetisch und kulturpolitisch zu sprechen, andererseits um organisatorisch und konzeptionell das Kinder- und Jugendtheater in Ostdeutschland zu bereichern und zu fördern. In regelmäßigen Arbeitstreffen wird ein reger Austausch gepflegt. Gemeinsam wurde das Festival WILDWECHSEL erdacht und wird aktiv mitgestaltet. SPRECHER Christoph Macha tjg. theater junge generation Dresden E christoph.macha@tjg-dresden.de Mathies Rau Piccolo Theater Cottbus E m.rau@piccolo-theater.de

Berlin akarena Kindertheater Astrid-Lindgren-Bühne im FEZ ATZE Musiktheater Das Weite Theater für Puppen und Menschen e.V. DIE PYROMANTIKER@BERLIN Feuerwerktheater florschütz & döhnert GRIPS Theater PLATYPUS THEATER THEATER AN DER PARKAUE, Junges Staatstheater Berlin THEATER IM GLOBUS, Berlin und Leipzig Theater o.N. Theater Strahl Brandenburg Hans Otto Theater GmbH, Potsdam Neue Bühnen Senftenberg Piccolo Theater Cottbus gGmbH Theater des Lachens, Frankfurt (Oder) Theater HAVARIE, Potsdam T-Werk, Potsdam Sachsen ciacconna clox e.V., Leipzig Landesbühnen Sachsen, Radebeul Theater der Jungen Welt, Leipzig Theater Siebenschuh, Görlitz/Berlin tjg. theater junge generation Dresden VEB VereinsEigeneBühne, Chemnitz Sachsen-Anhalt Puppentheater Magdeburg Theater der Altmark / Landestheater Sachsen-Anhalt Nord, Stendal Theater Magdeburg Theater, Oper und Orchester GmbH Halle ThüringeN Meininger Staatstheater Erfreuliches Theater Erfurt Junges Theater im Deutschen Nationaltheater Weimar schwarzweissfigurentheater, Nordhausen Stellwerk Weimar e.V. TheaterFABRIK, Gera Bühnen der Stadt Gera / Landestheater Altenburg Theaterhaus Jena gGmbH Theater Nordhausen / Loh-Orchester Sondershausen GmbH Theater Waidspeicher e.V., Erfurt


TJG. THEATER JUNGE GENERATION Das tjg. theater junge generation ist mit seinen drei Sparten – Schauspiel, Puppentheater und Theaterakademie – und mit über 600 Vorstellungen im Jahr eines der größten Kinder- und Jugendtheater der Bundesrepublik und seit seiner Gründung 1949 aus dem Leben und der Kulturszene der Stadt Dresden nicht mehr wegzudenken. Auf den drei Bühnen im 2016 neu eröffneten Kraftwerk Mitte und an diversen Sommertheaterspielstätten spielt das tjg. Inszenierungen für Kinder, Jugendliche und Familien und hat mehr als 90.000 Besucher*innen pro Spielzeit. Das Puppentheater der Stadt Dresden fusionierte 1997 mit dem tjg. und feiert 2017 seinen 65. Geburtstag. Die Theaterakademie wurde 2008 gegründet und ist Forschungslabor für Theaterpädagog*innen, Experimentierwerkstatt für theaterbegeisterte Kinder und Jugendliche sowie Weiterbildungsstätte für Lehrer*innen und Erzieher*innen. Die Gründung des ersten Nationalen Festivals „Theater von Anfang an“ und die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Theater für die Allerkleinsten, die umfassende Arbeit der Theaterakademie und die Weiterentwicklung des Theaters mit Kindern und Jugendlichen und die Mitgliedschaft im europäischen Theaternetzwerk PLATFORM shift+ sind einige aktuelle Beispiele für das Selbstverständnis des Hauses. Im breiten Angebot der Sparten bindet das Theater konsequent und zeitgemäß aktuelle Strömungen, etwa aus Tanz und Performance, in hauseigene Inszenierungen ein, wobei der Austausch und die Kooperation mit verschiedenen kulturellen Einrichtungen und Institutionen sowie auch mit außerhalb des Kinder- und Jugendtheaters beheimateten Künstler*innen eine wichtige Rolle spielen. Auch mit seiner neuen Nachbarschaft im Zentrum Dresdens setzt sich das tjg. künstlerisch intensiv auseinander und möchte sich auf diesem Wege mit neuen Impulsen aktiv in den Diskurs der Stadtgesellschaft einbringen. „Neue Nachbar* innen“ ist folgerichtig das Motto des Hauses in der Spielzeit. Intendantin des tjg. ist seit 2008 Felicitas Loewe, als Hausregisseur ist seit 2016 Nils Zapfe engagiert.

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WILDWECHSEL 2017 ist ein Festival des tjg. theater junge generation Dresden.

Das tjg. theater junge generation ist eine Bühne der Landeshauptstadt Dresden.

Das tjg. theater junge generation spielt im Kraftwerk Mitte.


wildwechsel 2017 WILDWECHSEL ist ein jährlich an unterschiedlichen Orten stattfindendes Theaterfestival für junges Publikum, das – ausgewählt von einer unabhängigen Jury – die bemerkenswertesten Inszenierungen aus den Bundesländern Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Thüringen und Berlin präsentiert. Gleichsam ist es ein Arbeitsforum für die Theaterschaffenden der Region und des gesamten Bundesgebietes. In Werkstätten, Foren und Gesprächsrunden werden neue Tendenzen und Strömungen der Theaterkunst für Kinder und Jugendliche ausgelotet - den Wandel der Gesellschaft stets mitgedacht. WILDWECHSEL geht zurück auf eine Initiative des Arbeitskreis Ost der Kinder- und Jugendtheater Deutschlands.

FESTIVALLEITUNG Felicitas Loewe KÜNSTLERISCHE LEITUNG Katrin Behrens, Christoph Macha PROJEKTLEITUNG Miriam Glöckler, Anne Schmid ASSISTENZ Katharina Krug VOLONTARIAT Clemens Miersch FESTIVALGESTALTUNG / INSTALLATIONEN Grit Dora von Zeschau GESTALTUNGASSISTENT Jan Hoffmann DIGITALE MEDIEN Tabea Hörnlein, Eric Christopher Straube BLOG Lasse Scheiba FOTOGRAFIE Johannes Friedrich AUSWAHLJURY Karen Becker, Sara Engelmann, Vera Schindler BEGLEITUNG KINDERJURY Ulrike Leßmann BEGLEITUNG JUGENDJURY Kathi Loch FACHJURY Anne Fritsch, Anja Klöck, Iwona Nowacka BEGLEITUNG NEXT GENERATION Anna-Sophia Fritsche, Viktoria Klawitter DRAMATURG*INNEN TJG. Kathi Loch (Leitung), Tabea Hörnlein, Ulrike Leßmann, Christoph Macha PRESSESPRECHER TJG. Norbert Seidel THEATERPÄDAOG*INNEN TJG. Anke-Jenny Engler (Leitung), BBB Johannes Deimling, Maike Döschner, Sophia Keil, Anna Lubenska TECHNISCHER DIREKTOR TJG. Lutz Hofmann TECHNISCHER LEITER / THEATEROBERMEISTER TJG. Erik Heinze DIREKTOR MARKETING TJG. Florian Frisch CATERING IM KRAFTWERK MITTE Luby-Service – Werkstatt für behinderte Menschen der Cultus gGmbH CATERING AUSSERHALB Neue Sachlichkeit Dresden


FÖRDERER

Unterstützer

WILDWECHSEL 2017 wurde ermöglicht durch eine Finanzierung durch den Landesverband Sachsen des Deutschen Bühnenvereins, ergänzt um eine Förderung durch die Landesverbände Thüringen, Ost und Berlin des Deutschen Bühnenvereins.

WILDWECHSEL 2017 – NEXT GENERATION wird unterstützt durch die Arbeitsgruppe JUNGES THEATER der Dramaturgischen Gesellschaft.

WILDWECHSEL 2017 wird unterstützt durch die Beauftragte der Bundesregierung für die Neuen Bundesländer Iris Gleicke, gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

WILDWECHSEL 2017 erhält außerdem eine Förderung durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, durch die Ostdeutsche Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Ostsächsischen Sparkasse Dresden und durch das Amt für Kultur und Denkmalschutz Dresden. Amt für Kultur und Denkmalschutz

WILDWECHSEL 2017 – ASSITEJ-WERKSTATT wird gefördert vom ASSITEJ e.V. Bundesrepublik Deutschland.

WILDWECHSEL 2017 – INSZENIERUNGSPROJEKT FREIE SZENE wird zusätzlich gefördert durch den Fonds Darstellende Künste und das Amt für Kultur und Denkmalschutz Dresden. Amt für Kultur und Denkmalschutz

WILDWECHSEL 2017 – INSZENIERUNGSPROJEKTFREIE SZENE wird unterstützt durch das Landesbüro Darstellende Künste Sachsen, den Wohnpark Elsa Fenske, die Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden und die Volkssolidarität Dresden e.V..

WILDWECHSEL 2017 – INSZENIERUNGSPROJEKT FREIE SZENE dankt der DREWAG Stadtwerke Dresden GmbH, dem Energiemuseum Dresden, dem Förderverein Bürgernetz Dresden e.V. und dem Hort „Tintenklecks“ der 135. Grundschule.

Das tjg. theater junge generation und WILDWECHSEL danken allen Förderern und Unterstützern.


Impressum WILDWECHSEL 2017 TJG. THEATER JUNGE GENERATION KINDER- UND JUGENDTHEATER DRESDEN Kraftwerk Mitte 1, 01067 Dresden Postfach 12 00 20, 01001 Dresden T + 49 351 32 04 277 7 E service@tjg-dresden.de www.tjg-dresden.de INTENDANTIN und festivalleiterin Felicitas Loewe KÜNSTLERISCHE LEITUNG Katrin Behrens, Christoph Macha PROJEKTLEITUNG Miriam Glöckler, Anne Schmid Redaktion Christoph Macha (verantw.) Gestaltung pingundpong, Dresden Illustration Julia Boehme/ pingundpong fotos Angelika Bosse (theatrale subversion), Christian Brachwitz (THEATER AN DER PARKAUE – Junges Staatstheater Berlin), Jesko Döring (Puppentheater Magdeburg), Thomas Ernst (florschütz & döhnert, Berlin), Bernd Gurlt (T-Werk Potsdam), Marco Prill (tjg. theater junge generation Dresden), Falk Wenzel (Thalia Theater Halle), Dieter Wuschanski (Die Theater Chemnitz) Druck graphische werkstätten zittau gmbh REDAKTIONSSCHLUSS 04. SEP 2017 Änderungen vorbehalten www.wildwechsel-festival.com


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Programmheft Wildwechsel-Festival 2017  
Programmheft Wildwechsel-Festival 2017  

Vom 21. bis 24. September 2017 wird das im Kraftwerk Mitte neu eröffnete tjg. theater junge generation Gastgeber für das ostdeutsche Kinder-...

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