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Begeistern und Bilden Sozialp채dagogische Arbeit an Berliner Grundschulen

Das Heft i m zum H Heft erausn ehme

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Was ist ein Freiwilligendienst?

Erfahrungsberichte

Freiwillige an Schulen M채rz/April 2012


Freiwillig im Dienst der Gesellschaft Freiwilligendienste haben in Deutschland eine lange Tradition. Für junge Menschen sind sie oft Orientierung auf ihrem beruflichen Weg. Doch welche Dienste sind – vor allem im Bereich der Grundschule – möglich und was bieten sie? Damit kennt sich Thomas Schmittberger sehr gut aus. Er koordiniert Freiwilligendienste und gab für „Begeistern und Bilden“ folgendes Experteninterview:

Was ist ein „Freiwilligendienst“ und wer kann sich hier engagieren? Im Freiwilligendienst können sich grundsätzlich alle Menschen nach Beendigung der Schulpflicht, unabhängig von Herkunft und Schulabschluss engagieren. In Deutschland besteht bereits durch die Einführung des „Freiwilligen Sozialen Jahres“ (FSJ) in den 1950er Jahren eine gewachsene Kultur der Freiwilligkeit, die heute in der Gesellschaft fest verankert ist. So gibt es seit 1964 eine gesetzliche Rechtsverbindlichkeit, die beispielsweise die zu gewährenden Leistungen, wie Taschengeld und pädagogische Begleitung festschreibt. Die Einsatzbereiche für einen Freiwilligendienst sind vielfältig. Die Spanne erstreckt sich von sozialen, ökologischen und kulturellen Inhalten bis hin zu Bereichen des Sports, der Inklusion und des Zivil- und Katastrophenschutzes. Zur Zeit leisten mehr als 70.000 Freiwillige einen Frei-

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willigendienst ab. Die Absolventen der Jugendfreiwilligendienste bereichern die Arbeit in den Einrichtungen durch ihr praktisches Tun, entlasten die Teams vor Ort und inspirieren diese durch ihren Input. Die Freiwilligen übernehmen soziale Verantwortung und unterstützen andere Menschen in ihrer Lebensführung, geben Hilfestellungen bei der Bewältigung von Pro­blemen, engagieren sich für die Umwelt und erbringen so wichtige Beiträge für das Gemeinwohl.

Welche Freiwilligendienste unter­ stützen die Arbeit an den Grund­ schulen? Nach Aussetzung des Zivildienstes im letzten Jahr bestehen in Deutschland zwei ähnliche Dienste nebeneinander. Das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) und der Bundesfreiwilligendienst (BFD). Hauptsächlich absolvieren Freiwilli-

ge in diesem Rahmen ihren Dienst an Grundschulen. Aber auch der „Europä­ ische Freiwilligendienst“ (EFD) und der „Deutsch-Französische Freiwilligendienst“ können in Frage kommen. Das heißt, dass junge Menschen aus ganz Europa ihren Dienst in Grundschulen leisten können, sofern die einzelnen Schulen auch als Einsatzstelle des „Europäischen Freiwilligendienstes“ anerkannt sind.

Wie unterscheiden sich die einzelnen Dienste und welche Möglichkeiten bieten sie? Die zentralen Unterschiede sind, dass das FSJ ein reiner Jugendfreiwilligendienst ist, der Menschen ab der Vollendung der Vollzeitschulpflicht bis einschließlich 26 Jahren offen steht. Beim Bundesfreiwilligendienst ist die Altersgrenze nach oben offen. Theoretisch kann also auch ein Neunzigjähriger


einen BFD absolvieren. Ab einem Alter von 27 Jahren kann der BFD halbtags (mindestens 20 Stunden) abgeleistet werden und die Freiwilligen nehmen in „angemessener Form“ an den gesetzlich vorgeschriebenen Seminaren teil. Im BFD schließt man als Freiwilliger eine Vereinbarung mit dem Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFZA) ab. Beim FSJ ist es so, dass ein Vertrag zwischen dem Freiwilligen, der Einsatzstelle und dem Träger für das FSJ abgeschlossen wird. Auch für Arbeitslose, die einen Wiedereinstieg ins Berufsleben planen oder sich beruflich umorientieren möchten, ist der Freiwilligendienst eine interessante Möglichkeit. Seit diesem Jahr dürfen Freiwillige, in beiden Formaten, die ergänzend Arbeitslosengeld II beziehen, von ihrem Taschengeld einen Betrag in Höhe von 175 Euro monatlich anrechnungsfrei behalten.

Was bieten die Freiwilligendienste für die Grundschulen? Der Einsatz in Grundschulen bietet viele Möglichkeiten. Schwerpunktmäßig erfolgt dieser in der Bildungs- und Betreuungsarbeit mit den Kindern. Dabei sind die Freiwilligen immer „zusätzlich“, d.h. sie ersetzen keine Fachkräfte, sondern stehen den Kindern als zusätzliche Partner zur Verfügung. Freiwillige sind also immer eine weitere „helfende Hand“, beispielsweise

für die Kinder im Unterricht oder sie begleiten die Klasse zum Sportunterricht, helfen beim Umziehen und unterstützen die Lehrer und Erzieher bei der Aufsichtsführung. Auch bei Ausflügen und Exkursionen sind sie eine gute Hilfe, sichern Wege mit ab, helfen bei der Planung und Umsetzung der Ferienbetreuung und unterstützen die Fachkräfte bei der Betreuung der Kinder während der Mittagsmahlzeit. Als erwachsene Spielkameraden in Freispielphasen sind sie bei den Kindern besonders beliebt.

Welche Bedeutung kann ein Jugend­ freiwilligendienst in Bezug auf den Übergang Schule und Beruf haben? Zur Klärung der beruflichen Ziele kann der Jugendfreiwilligendienst ein wichtiges Instrument sein. Zudem gibt das Engagement den Freiwilligen ein positives Feedback. Es ist schön, gebraucht zu werden und etwas Sinnvolles zu tun. Die Kinder sind dankbar für Jeden, der Zeit für sie hat und ihnen Anregung und sinnvolle Beschäftigung bietet. Die Jugendfreiwilligendienste fördern als berufliches Orientierungsjahr Kompetenzen, die am Arbeitsmarkt gefragt sind und bei einer realistischen Berufswahl helfen. Jugendliche erhalten durch ihre praktischen Tätigkeiten einen Einblick in das Arbeitsleben, übernehmen Verantwortung und bekommen wertvolle Hinweise und Anstöße.

Der Freiwilligendienst hat damit eine besondere Bedeutung hinsichtlich des Kompetenzerwerbs und der vorberuflichen Bildung. Die Freiwilligen erhalten außerdem ein Zeugnis und können mit dieser Referenz für sich werben.

Welche wichtigen Aufgaben stehen jetzt vor Ihnen persönlich? Gegenwärtig planen wir die Durchführung der nächsten Seminartage und entwickeln ein Konzept für ein Freiwilliges Soziales Jahr in der Poli­ tik. Darüber hinaus arbeiten wir an der Umsetzung eines Projektes zur Inklusion bildungsbenachteiligter junger Menschen in den Freiwilligendienst, da sie als Zielgruppe im Freiwilligendienst stark unterrepräsentiert sind. Hintergrund ist die Idee, dass auch Jugendliche, die von alleine nicht darauf kommen, einen Freiwilligendienst zu absolvieren, dieses Jahr für sich nutzen sollen. So können sie ihre Potenziale wecken und Chancen zum Beispiel für einen Ausbildungsplatz im sozialen Bereich entdecken.

Unser Experte: Thomas Schmittberger Koordinator Freiwilligendienste tjfbg gGmbH in Nordrhein-Westfalen www.einstieg-statt-auszeit.de

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Erfahrungsberichte aus unseren Einrichtungen

Auf der Suche nach dem

Ein Freiwilliges Soziales Jahr bringt berufliche Orientierung und die Möglichkeit, wertvolle praktische Erfahrungen im Arbeitsalltag zu gewinnen. Die tjfbg gGmbH bietet diesen Freiwilligendienst für junge Leute zur Selbsterfahrung im pädagogischen Bereich und versteht es auch, die Talente und Ideen der jungen Leute anzuregen und für die Arbeit mit den Kindern zu nutzen. Zwei Beispiele machen das deutlich.

An ihren ersten Tag im Sozialpädagogischen Bereich der Grundschule am Senefelderplatz im Prenzlauer Berg erinnert sich die 19-jährige Jessica Grahn noch genau. Sie traf auf freundliche Kollegen und aufgeschlossene Kinder. Den kleinen Jungs hat sie gleich gezeigt, dass auch Frauen Fußball spielen können. Das alles hob sich wohltuend ab von den Ausbildungsinhalten zur Groß- und Einzelhandelskauffrau, mit denen sie nach ihrem Abitur nicht glücklich geworden war. In dieser Situ­ation kam die Erinnerung an ihr einstiges Schülerpraktikum als 14-Jährige. Damals, in der 9. Klasse, half sie in der Grundschule ihres Heimatortes Hötensleben bei Magdeburg in Sachsen-Anhalt. Das hatte ihr Spaß gemacht. War nicht doch eine Tätigkeit mit Kindern die richtige Zukunftsperspektive? Wie konnte man das für sich herausbekommen? Jessica recherchierte im Internet und fand recht schnell die Angebote der tjfbg gGmbH zum Freiwilligen Sozialen Jahr. Sie schickte ihre Bewerbung nach Berlin und wurde eingeladen. Da sie unter den ersten Bewerbern für das neue Schuljahr war, durfte sie sogar wählen, ob sie lieber in einer Kita, einer Grundschule oder im FEZ-Berlin arbeiten wollte. Jessica entschied sich für die Grundschule und landete im 10-köpfigen Erzieherteam der Schule am Senefelederplatz. Nun unterstützt sie Anke Everth, die verantwortliche Erzieherin der 1a, jeden

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Tag bei der Betreuung der Erstklässler und sogar manchmal die Klassenlehrerin Katrin Pelzer im Unterricht. Jessicas Aufgaben reichen von Hausaufgabenbetreuung über gemeinsames Spiel mit den Kindern, Geschichten vorlesen oder einfach mal Zuhören, was ein Kind loswerden muss. „Wichtig ist hier viel Aufmerksamkeit für die Kinder, ja sogar Scharfsinn, um auf jedes ein­zelne zu achten“, erzählt Jessica Grahn. Im Team der Erzieher fühlt sich die junge Frau sehr wohl. Hier ist sie anerkannt. Ihre Meinung ist gefragt, wie die aller anderen auch. Schnell fiel sie mit ihrem Talent fürs Zeichnen und Malen auf. Wer in der 1a etwas zum Ausmalen möchte, fragt Jessica gern, ob sie das gewünschte Motiv schnell

mal vorzeichnet. Da lässt sie sich nicht lange bitten. Und auch die Wände der Gruppenräume vertragen noch künstlerische Gestaltung. Jessica hat das übernommen. Nach den Wünschen der Kinder strahlt nun schon ein dunkelblauer Delfin von einer Wand. Daneben entsteht das Bild einer Unterwasserlandschaft mit dem Fisch Nemo und der schönen Meerjungfrau Arielle. Schon nach einem halben Jahr ist sich Jessica nun sicher: Ein Beruf in der Schule soll es sein. Am liebsten möchte sie Lehrerin werden. Vielleicht klappt es nach dem Freiwilligen So­zialen Jahr mit einem Studienplatz. Aber auch eine Ausbildung als Er­zieherin könnte sie sich gut vorstellen.

Zum Herausnehmen!

passenden Beruf:


Erfahrungsberichte aus unseren Einrichtungen

Erste Erfahrungen im Freiwilligendienst

Zum Herausnehmen!

Nach Abitur und Zivildienst in einem integrativen Kindergarten stand für den 20-jährigen Alexander Hamm aus Oschatz in Sachsen fest, er möchte gern Musiklehrer werden. Dass er die anspruchsvolle Aufnahmeprüfung mit viel Musiktheorie nicht gleich beim ersten Anlauf schaffte, entmutigte ihn nicht. Vielmehr fragte er sich: Soll ich jetzt einfach erst einmal jobben gehen? Oder gibt es vielleicht eine Tätigkeit direkt in der Schule, die mich auch dem Lehrerberuf näher bringt? Dabei dachte er an ein Freiwilliges Soziales Jahr, recherchierte im Internet und fand eine Seite, die ihn besonders ansprach: „Einstieg statt Auszeit!“. Neugierig klickte er sich vorwärts und erkannte: Hier gibt es die Chance, sich pädagogisch auszuprobieren und ein Jahr in der Hauptstadt reizte ihn auch. Er schrieb via Internet von seinem Interesse am Freiwilligen Sozialen Jahr, durfte sich schon bald in Berlin vorstellen und freute sich, als ihm die Koordinatorin der Freiwilligendienste, Frau Frank, sagte: „Ich habe da etwas Geeignetes für Sie!“ Für Alexander Hamm passte

ein Einsatz im Sozialpädagogischen Bereich der Kastanienbaum-Schule in Berlin-Mitte. Hier wurde ihm ein erfahrener Erzieher zur Seite gestellt und Alexander merkte schnell: Die tägliche Betreuung von 24 Kindern der Klasse 1 / 2 c in der Schulanfangsphase verlangt ihm einiges ab. Heute, nach einem halben Jahr, in dem er Kinder und Eltern kennengelernt hat, schätzt er ein, dass er sehr viel im Umgang mit Kindern gelernt hat: „Dabei merkte ich schnell, dass man sehr konsequent sein muss, sonst wird man nicht mehr ernst genommen“, sagt Alexander Hamm. Außerdem hat er z. B. die Erfahrung gemacht, dass es bei den jüngeren Schülern wichtig ist, Aufgaben immer Schritt für Schritt zu erklären. Besonders gern übernimmt er die 1 :  1 Betreuung von Kindern, die eine Unterrichtsaufgabe noch nicht verstanden haben. Hier unterstützt er die Lehrerin Anke Fruhriep und übt mit einzelnen Kindern Lesen oder Rechnen, genau dort, wo sie Hilfe brauchen. „Es ist schön, dann auch zu erleben, dass sich die Kinder gut entwickeln!“, erzählt Alexander.

An der Kastanienbaum-Schule nutzt Alexander Hamm auch die Möglichkeit, eine Schülerfirma kennen zu lernen und zu unterstützen. Hier kümmern sich 14 Mädchen und Jungen im Schülercafé einmal wöchentlich um ein Nach­ mittagsangebot mit Snacks und Getränken für die Kinder. Alexander hilft den jungen Geschäftsleuten beim Planen, Einkaufen, Vor- und Nachbereiten außer­halb der Öffnungszeiten. Solche Erfahrungen sind von Bedeutung für einen künftigen Lehrer. Auch mit seinem Interesse für Musik bereichert er die Freizeitangebote an der Kastanienbaum-Schule. So gibt es bei ihm einen Trommelkurs für Mädchen und Jungen, die sich gern mal auspowern. In der Weihnachtszeit begleitete er die Kinder der 1 / 2 c am Klavier bei ihrem Konzert. Jetzt möchte er eine Schülerband für Kinder ab der 3. Klasse ins Leben rufen. Da gibt es viel zu organisieren: Von den Musikinstrumenten über die Räumlichkeiten bis hin zum passenden Konzept. Das betrachtet Alexander als besondere Herausforderung. Vielleicht kann die Band schon bald neben dem Schülerchor der KastanienbaumSchule bestehen und auch den künftigen Musiklehrer mit neuen praktischen Erfahrungen wieder ein Stück vorwärts bringen.

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lige Wie werden Freiwil wahrgenommen –

Nachhilfe und Nähe

eine Umfrage!

e im Freien sind junge Leut ul ch ds un Gr an r Nicht nu , Le hfu hr vo n Sc hü le rn er B B+ . tiv ak st w ill ig en di en berg, rm Insel Scharfen lfa hu Sc r de n er eh rern und Erzi lligen findet: die Arbeit der Freiwi g un nn ke er An he welc

»Sie sind eine extrem gute Hilfe. Sie geben uns Nachhilfe und man muss sie nicht siezen.« Jona, 12 Jahre

Rundum Bereicherung

Engagiert und Ideenreich

»Sie sind bei uns im Internat eine

»Ich halte den Einsatz von Freiwilligen an unserer Einrichtung

Bereicherung auf vielen Ebenen. So werden Sportangebote ausgebaut und persönliche Kontakte zu den Bewohnern geknüpft. Nachhilfeangebote werden dankend angenommen. Auch unser Schülercafé profitiert von den Ideen und dem Engagement der jungen Menschen.

für ungemein bereichernd und sehe dies als Qualitätsmerkmal. Unsere Freiwilligen stellen mit ihrem Engagement und ihrem Ideenreichtum eine enorme Unterstützung für die Jugendlichen und uns dar. Unsere Freiwilligen unterstützen die Jugendlichen und uns in allen Bereichen des Internatslebens sowie im Kontext Schule. Unter vielem anderen geben sie den Jugendlichen Nachhilfe in schulischen Belangen und gestalten ihre Freizeit sinnvoll mit.

«

M. Kosarz, Internatsleiterin der Schulfarm Insel Scharfenberg

«

Kai Wilhelm, Erzieher

Engagiert und Ideenreich Freiwilliges Interesse

»Ich finde es klasse, das sich Leute für uns interessieren und das alles freiwillig!«

»Unser Freiwilliger schlichtet Streit und unterstützt Schülerprojekte.«

Luca, 13 Jahre

Anna Sy, 17 Jahre

Verlässliche Kumpel

»Einen großen Vorteil sehe ich

in dem jugendlichen ‚Leichtsinn` der Freiwilligen. Viele von ihnen sind noch sehr jung und näher am Alter der Kinder und Jugendlichen dran und haben so eine bessere Einsicht in deren Probleme. Wir können uns auf sie verlassen und sind froh, sie zu haben.

«

M. Bannier, Erzieherin 6

Entlastung für Lehrer

»

Bei uns in der Schule können mit Hilfe der Freiwilligen Wahlprojekte unterstützt werden. Dieses entlastet die Lehrer und bringt den Schülern individuelle Anleitung. Auch kann eine intensive, sportliche Pausengestaltung angeboten werden, worüber sich unsere Schüler sehr freuen.

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B. Ost, Schulleiter der Schulfarm Insel Scharfenberg


Ihre Grundschule – Einsatzstelle für Freiwilligendienste Bei Interesse schließt die Schule einen Rahmenvertrag mit dem Freiwilligen und einem Träger für die Koordination von Freiwilligendiensten ab. Sie entrichtet eine monatliche Einsatzstellenpauschale und gewährleistet die pädagogische Anleitung des Frei-

willigen vor Ort. Freiwillige leisten ihren Dienst vergleichbar mit einer Vollzeitbeschäftigung ab. Inhalte sind überwiegend praktische Hilfstätigkeiten, die an lernzielen orientiert sind. Die tjfbg gGmbH – anerkannter Träger für die Freiwilligendienste Freiwilliges

Soziales Jahr (FSJ), den Bundesfreiwilligendienst (BFD) und den Europäischen Frei­willigendienst (EFD) – bietet Grundschulen, die einen Freiwilligen in ihre Bildungs- und Betreuungsarbeit einbinden möchten,

Information und Beratung zu den Rahmenbedingungen für die Freiwilligendienste FSJ, BFD, EFD

Anerkennung der Schule als Einsatzstelle für den Freiwilligendienst

Vermittlung von Freiwilligen nach den Kriterien der Schule

Personalmanagement (Vertragsgestaltung und -abschluss, gemeinsame Zeugniserstellung, Entgeltmanagement)

pädagogische Begleitung der Freiwilligen

Kontakt Koordinatoren Freiwilligendienst Nina Frank Tel.: 030/ 97 99 13 -155 n.frank@tjfbg.de Benjamin Beck Tel.: 030/ 97 99 13 -156 b.beck@tjfbg.de

Fax: 030/ 97 99 13 -22 www.einstieg-statt-auszeit.de

Organisation und Durchführung von Seminaren

Unterstützung in Konfliktsituationen

Technische Jugendfreizeitund Bildungsgesellschaft (tjfbg) gGmbH Wilhelmstr. 52 | 10117 Berlin

Wir sind überzeugt, dass Freiwilligendienste „Einstieg statt Auszeit“ bedeuten und eine Chance für den Start in einen neuen Lebensabschnitt darstellen. Grundsätzlich sind Freiwillige aber Laien auf ihrem Einsatzgebiet. Das heißt, dass Tätigkeiten, die nur ausgebildete oder erfahrene Mitarbeiter erledigen können, nicht von den Freiwilligen ausgeübt werden dürfen. Viele Beispiele zeigen, dass die Zusammenarbeit mit einem Freiwilligen ein echter Gewinn für Kinder, Lehrer und Erzieher ist.

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Berufsausbildung, Studium oder erst einmal eine Auszeit? Es gibt eine interessante Variante für den Einstieg in einen neuen Lebensabschnitt – das Freiwillige Soziale Jahr. Die Technische Jugendfreizeit- und Bildungs­gesellschaft (tjfbg) gGmbH bietet jungen Leuten die Chance, sich in der Bildungs- und Betreuungsarbeit von Kindern und Jugendlichen zu engagieren. Alle Informationen:

www.fsj-in-berlin.de Träger: Technische Jugendfreizeit- und Bildungsgesellschaft (tjfbg) gGmbH

Freiwilligendienst in Sozialpädagogischen Bereichen (Horten)

Großer Reichtum an Menschlichkeit Der Autor Rainer Haak stellt in sei­nem Buch „Freiwillig – 100 Mög­lich­keiten, Gutes zu tun“ verschiedene Organisationen in Deutschland und Österreich vor, die anderen Men­schen Hilfen bieten und dazu selbst die Unterstützung von Frei­willigen annehmen. Der Leser wird mit berührenden Berichten über freiwillige Dienste im Alltag konfrontiert. Doch in den ganz unterschiedlichen, oft schwierigen Situationen haben die Freiwilligen eine klare Antwort: Sie spenden Hilfe und nehmen sich Zeit für andere Menschen. Das bringt auch Zuversicht, denn in unserer Gesellschaft gibt es jenseits von Geld

und Sachwerten auch die andere Art von Reichtum: hilfreiches Miteinander und unei­gen­nütziges Engagement. Es ist wohl­tuend zu lesen, wie reich unsere Gesellschaft durch ein Handeln ist, das sich nicht mit Geld bezahlen lässt, sei es im Mitternachtsbus, beim Besuchsdienst im Pflegeheim, im Aufnahmestudio vom Kranken­hausradio, im Alzheimercafé oder an vielen anderen Orten. Das Buch ist nicht nur ein Dankeschön an alle Freiwilligen, sondern vermittelt auch die Idee, auf geeignete Art selbst Zeit zu verschenken und Lust auf Menschlichkeit zu entdecken.

Rainer Haak „Freiwillig –100 Möglichkeiten, Gutes zu tun“, 144 Seiten, ISBN: 978-3-501-05361-4

Impressum

Herausgeber der Beilage „Begeistern und Bilden“ Wir bitten um Verständnis, dass aus Gründen der Lesbarkeit auf eine durchgängige Nennung der weiblichen und männlichen Bezeichnungen verzichtet wurde. Selbstverständlich beziehen sich alle Texte in gleicher Weise auf Frauen und Männer.

Technische Jugendfreizeit- und Bildungsgesellschaft (tjfbg) gGmbH Wilhelmstraße 52 • 10117 Berlin Fon (030) 97 99 13 - 0 Fax (030) 97 99 13 - 22 info@tjfbg.de | www.tjfbg.de

Redaktion: Doris Müller, Gritt Ockert Stefanie Fischer Layout: Stephan Goltz Ausgabe: März / April 2012

Geschäftsführer: Thomas Hänsgen M. A. (V.i.S.d.P.) Amtsgericht Berlin-Charlottenburg HRB 121600 B


Begeistern und Bilden