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Tirol

NR. 48 | 1. DEZEMBER 2016

BauernZeitung

Nationalpark Hohe Tauern 

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LAbg. Martin Mayerl zum Nationalpark Hohe Tauern in der Landtagsdiskussion.

30 Jahre Generhaltung

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Am Wochenende trafen sich in Strass die österreichischen Tux-Zillertaler Züchter.

Herbststiermarkt

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Tiroler Pinzgauer-Züchter erzielten in Maishofen Spitzenpreise.

Bezirkskonferenz Kufstein: Der Schutz von Grund und Boden im Mittelpunkt E

s ist wichtig, unsere Böden zu schützen, um auch den Generationen nach uns noch die Versorgung mit Lebensmitteln zu ermöglichen“, so Gwiggner, der einen umfassenden und nachhaltigen Bodenschutz forderte. „Ziel muss es sein, möglichst wenig hochwertigste ackerfähige landwirtschaftliche Fläche zu verbauen. Auch die Berücksichtigung der Wertigkeit von Böden bei Neuwidmungen, die in das neue Raumordnungskonzept eingeflochten wurde, ist sehr zu begrüßen.“ Besonders freute sich Gwiggner, dass auch heuer die Zahl der Bauern in Kufstein konstant geblieben ist: „Ich bin stolz darauf,

dass unser Bezirk sehr innovativ und zukunftsorientiert ausgerichtet ist.“ LHStv. Josef Geisler und LK-Präsident Josef Hechenberger betonten, dass sie sich im Zusammenhang mit den Retentionsflächen bestmöglich um die Interessen der Bauern einbringen und versuchen, alle Möglichkeiten genauestens zu prüfen. LAbg. Bgm. Alois Margreiter berichtete über die neuesten Entwicklungen auf landespolitischer Ebene: „Wir konnten mit unserem Bauernbundobmann LHStv. Josef Geisler sehr viele wichtige Weichen für unsere Bauern stellen.“ Margreiter verwies dabei auch auf die Novelle des Landeskulturfondsgesetzes.

FOTO: TIROLER BAUERNBUND/CHRISTINA MANZL

Mit dem Bezirk Kufstein ging vergangene Woche die Runde der traditionellen Bauernbund-Herbstkonferenzen weiter. Bezirksobmann Hans Gwiggner konnte gemeinsam mit Bauernbundobmann LHStv. Josef Geisler ca. 170 Bauern, Bäuerinnen und Jungbauern im Strandbad Kirchbichl begrüßen.

V. l.: LAbg. Bgm. Alois Margreiter, Bauernbunddirektor Dr. Peter Raggl, Bezirksobmann Hans Gwiggner, Bezirksbäuerin Margreth Osl, JB-Bezirksleiterin Barbara Moser, JB-Gebietsobmann Stefan Schwaiger, Bauernbundobmann LHStv. Josef Geisler und LK-Präsident Josef Hechenberger.

B

ezirksbauernobmann Elmar Monz und Vertreter der Bezirkslandwirtschaftskammer Landeck fordern die Einführung eines Freibetrages bei der Hinzurechnung der öffentlichen Gelder im Bereich der Einheitswerte bei der bäuerlichen Sozialversicherung im Ausmaß von 3.500 Euro. Damit könnten die Auswirkungen der Einheitswerterhöhung sehr zielgerichtet abgefedert werden. „Die niedrigen Produktpreise bei Fleisch und Milch sind für viele von uns Bauern existenzbedrohend. Durch die Neuberechnung des Einheitswertes könnte es zu einer weiteren Belastung für unsere Bauern kommen“, erklärt Monz. Mittlerweile haben sich auch alle anderen Tiroler Bezirke der Resolution angeschlossen.

Die Resolution „Der Einheitswert ist die Grundlage für Steuern, Abgaben, Beiträge und Beihilfen. Mit der Einheitswert-Hauptfeststellung 2014 gibt es aufgrund der neuen Bewertung von Grund und Boden aber insbesondere durch die Hinzurechnung der öffentlichen Gelder (Direktzahlungen der Säule 1) bei aktiven landwirtschaftlichen Betrieben eine massive Erhöhung der Einheitswerte. Auch wenn es jedenfalls ein großer Vorteil ist, dass weiterhin der Einheitswert und nicht der in der Regel viel

höhere Verkehrswert die Bemessungsgrundlage für die „pauschalierten“ Betriebe bleibt, erwarten die Vertreter der Bezirkslandwirtschaftskammer Landeck und des Bezirksbauernrates Landeck dramatische Auswirkungen infolge der Erhöhung der Einheitswerte im Zusammenhang mit der Bäuerlichen Sozialversicherung. Der Bezirk Landeck ist der extremste Bergbauernbezirk Österreichs. Er ist in seiner Struktur einzigartig und gekennzeichnet von einer Vielzahl von Kleinbetrieben in sehr extremer Lage. Über 1.000 Betriebe bewirtschaften weniger als fünf Hektar, drei Viertel der Betriebe befinden sich in den Erschwerniszonen 3 und 4 und der Nebenerwerbsanteil liegt bei fast 100 Prozent. Als Konsequenz für eine Nichtüberschreitung der Einheitswertgrenzen für die Pflichtversicherung werden viele Betriebe die Pachtflächen weglassen und

sich auf die Bewirtschaftung der Eigenflächen zurückziehen. Damit bleiben die sehr schwer zu bewirtschaftenden Flächen brach. Welche Auswirkungen das hat, wollen wir uns gar nicht ausmalen und daher fordern wir, dass unsere Bestrebungen in vielen anderen Bereichen, die das Ziel einer flächendeckenden Bewirtschaftung in unserem Bezirk zum Ziel haben, damit nicht wieder zugrundegerichtet werden. Wenn Flächen brach liegenbleiben und somit langfristig verwildern und verwalden, fehlen kurz- und mittelfristig auch die Beiträge für die Sozialversicherung. Andererseits geht jahrhundertealte Produktions- und Kulturfläche für unsere Nachkommen verloren. Damit ist niemandem geholfen. Dies kann sicher nicht im öffentlichen Interesse sein und auch nicht im Interesse der Sozialversicherung!“ (siehe dazu auch Petition in den Landwirtschaftlichen Blättern)

V. l.: LK-Präsident Josef Hechenberger, Agrarklubobmann LAbg. Hermann Kuenz, JB-Bezirksleiterin Johann Wille, JB-Bezirksobmann Dominik Traxl, Bezirksbauernobmann Elmar Monz, Forum-Land-Bezirksobmann Thomas Pohl, Bezirksbäuerin Gertrud Denoth, Bauernbunddirektor Dr. Peter Raggl und Bauernbundobmann LHStv. Josef Geisler.

„Zielstrebig und ehrlich“: Andrä Neururer geehrt Dipl.-Ing. Andrä Neururer verabschiedet sich in den Ruhestand. Er wurde mit dem Silbernen Ehrenzeichen des Tiroler Bauernbundes ausgezeichnet. Im Rahmen der Bezirksherbstkonferenz in Schönwies konnten Bauernbundobmann LHStv. Josef Geisler und Bezirksbauernobmann Elmar Monz den langjährigen Kammersekretär und Bauernbund-Bezirksgeschäftsführer Andrä Neururer in den wohlverdienten Ruhestand verabschieden und ihn mit dem Silbernen Ehrenzeichen des Tiroler Bauernbundes auszeichnen. „Andrä Neuruer war für mich stets ein Vorbild. In den fast neun Jahren, in denen ich Seite an Seite mit ihm arbeiten durfte, habe ich sehr viel gelernt“, bedankte sich Monz. Direkt und ehrlich hat Neururer in den ver-

gangenen 27 Jahren seine Arbeit als Kammersekretär in Landeck und später zusätzlich im Außerfern gemeistert. „Die Zeit war nicht immer einfach und dennoch hast du bis zur letzten Arbeitsstunde stets deinen vollsten Einsatz erbracht und bist für unsere Bauern und Bäuerinnen oft an deine Grenzen gegangen“, so Monz. „Hinter jedem starken Mann steht auch eine starke Frau. Irmgard Neururer war jene Person, die zu Hause alles abgefangen hat, was ihr Mann nicht mehr schaffen konnte. Wenn er später nach Hause gekommen ist oder früher ins Büro musste, so hat Irmgard in Haus und Hof alles erledigt. Somit möchte ich mich bei der Familie Neururer für den Einsatz um die Bauernschaft im Tiroler Oberland und im Außerfern von ganzem Herzen bedanken.“

FOTO: TIROLER BAUERNBUND/CHRISTINA MANZL

Im Rahmen der Herbstkonferenz des Bezirkes Landeck überreichte Bezirksobmann Elmar Monz eine Resolution zum Thema neue Einheitswerte und deren Auswirkung auf die Sozialversicherungsbeiträge an Bauernbundobmann LHStv. Josef Geisler und LK-Präsident Josef Hechenberger.

FOTO: TIROLER BAUERNBUND/CHRISTINA MANZL

Bezirkskonferenz Landeck: Resolution wurde überreicht

Andrä Neururer (im Bild mit seiner Frau Irmgard) wurde mit dem Silbernen Ehrenzeichen des Tiroler Bauernbundes ausgezeichnet.


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LAbg. Bezirksbauernbundobmann Martin Mayerl

um folgende Fragen: Wie verankere ich mein Schutzgebiet am besten in meiner Region? Wie kann ich gute Akzeptanz bei den Betroffenen schaffen? Und welchen Mehrwert hat die Bevölkerung, die dort lebt? Nach 25 Jahre müssen wir uns fragen: Haben wir diese Ziele erreicht? Frage 1 und 2 sind meiner Meinung nach gut gelöst und erfüllt. Frage 3: Wenn es um den Mehrwert der betroffenen Bevölkerung geht, scheiden sich noch immer die Geister. Die NP-Region (...) hat bei wesentlichen sozioökonomischen Parametern nicht die besten Werte: Der Bevölkerungsrückgang ist stärker als in anderen Regionen, die Arbeitslosigkeit und die Verschuldung der Gemeinden ist höher und das Pro-KopfAufkommen bei der Kommunalsteuer ist unterdurchschnittlich. Und die Nächtigungszahlen sind in den letzten zehn Jahren nicht wesentlich gestiegen. Daher gibt es immer noch die Frage der Bevölkerung nach dem spürbaren Mehrwert. (...) Um alle Missverständnisse auszuräumen: Ich bin überzeugt, der Nationalpark Hohe Tauern ist ein Geschenk des Himmels. Der Nationalpark muss auch erlebt, erschlossen und bespielt werden, damit möglichst viele Menschen in diesen Genuss kommen können. Es ist genug Platz für Natur und Erlebnis. Schützen und Nützen müssen nebeneinander Platz haben. Wir haben eine große Verantwortung für die Zukunft unserer Kinder. Nicht nur in der Budgetpolitik des Landes unter der Handschrift der Tiroler Volkspartei spiegelt sich das wieder. Auch in der Umweltpolitik. Zuletzt setzt der Adler zur Landung im Tiroler Landtag an, mit einem Zitat von Oskar Kokoschka das lautet: „Unkraut ist die Opposition der Natur gegen die Regierung der Gärtner.“ Ich sehe nicht viel Unkraut in Tirol, auch nicht in den Schutzgebieten. Die Tiroler Volkspartei wird auch in Zukunft mit Mut, Kraft, Weisheit und Weitblick der Gärtner, der Gestalter eines blühenden Landes sein, mit Respekt gegenüber der Natur, aber den Menschen in Tirol verpflichtet.“

Impuls für Milchwirtschaft: Tirol Pack startet Die neue geplante Käseschneide- und Käseverpackungsanlage in Schlitters ist ein Meilenstein für die Tiroler Sennereien. LHStv. Josef Geisler, AMTirolObmann, und Wendelin Juen, AMTirol-Geschäftsführer, präsentierten am Montag mit den Vertretern der beteiligten Sennereien das Projekt.

FOTO: AGRARMARKETING TIROL/DIE FOTOGRAFEN

Im Rahmen des Novemberlandtags wurde das 25-Jahr-Jubiläum des Nationalparks Hohe Tauern mit einem Festakt gebührend gefeiert und auch in der aktuellen Stunde drehte sich die Diskussion um den Nationalpark. Der Osttiroler Bauernbundobmann und Umweltsprecher der ÖVP, LAbg. Martin Mayerl, begrüßte das Thema. „Die große umweltpolitische Frage der Zukunft wird sein: Wie begegnen wir den Herausforderungen der Klimawandels, der Erderwärmung, dem Gletscherschwund und den Folgen daraus (...). Können wir mit Schutzgebieten diesen Herausforderungen des Klimawandels, der Urbanisierung, der Landflucht entgegenwirken oder beschleunigen wir damit eine Entwicklung zurück von der von Menschenhand geprägten Kulturlandschaft zur Naturlandschaft? Denn die Widersprüchlichkeit unserer Gesellschaft, unserer Politik kommt bei Themen des Umwelt- und Naturschutzes oft sehr stark zum Vorschein.“ Der Osttiroler Abgeordnete lud ein, mit den Augen und Eigenschaften des Adlers, der für Mut, Kraft, Weisheit und Weitblick und der auch für Tirol und den Nationalpark Hohe Tauern steht, eine Reise durch die Geschichte und das Land zu machen. „Tirol war ein armes Land, ein Steinehaufen (...). Tirol hat es geschafft, über Jahrhunderte mit fleißigen Menschen und Weitblick ein reiches Land zu werden. Über Jahrhunderte hat es gereicht, mit Hausverstand mit den Gesetzen der Natur auszukommen. Es waren weder Schutzgebiete noch Naturschutzgesetze notwendig. Zugegebenermaßen haben wir in den letzten Jahrzehnten der Natur etwas mehr zugemutet und abverlangt. Wir müssen uns in manchen Bereichen Grenzen setzen, Beschränkungen auferlegen, um unseren Wohlstand auch den nächsten Generationen zu ermöglichen. (...) Die Reise des Adlers führt uns weiter in die verschiedenen Regionen Tirols. Fast 15 Prozent der Landesfläche sind mittlerweile in den verschiedensten Schutzkategorien geschützt. Das zeigt, welch große Verantwortung wir bereits jetzt für unsere Kinder und Kindeskinder wahrnehmen. Die Idee des Nationalparks war es, diesen zum Wohle der Bevölkerung, zum Nutzen der Wissenschaft, zur Förderung der Wirtschaft zu schützen, zu fördern und damit auf Dauer zu erhalten. (...) Wie bei jeder Diskussion um Schutzgebiete geht es

FOTO: BAUERNZEITUNG

LAbg. Mayerl: „Die Reise des Adlers durch den Nationalpark Hohe Tauern“

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ie neue Käseschneide- und Verpackungsanlage ist auch ganz im Sinne von „gewachsen und veredelt in Tirol“. Bislang wird ein Großteil des Tiroler Käses in Bayern verpackt. Somit ist auch das deutsche Genusstauglichkeitskennzeichen auf der Verpackung angeführt. „Damit ist die Herkunft nicht mehr klar erkennbar und das irritiert die Konsumentinnen und Konsumenten“, so AgrarmarketingTirol-Geschäftsführer Wendelin Juen. Seit die Agrarmarketing Tirol 2012 die Initiative für eine gemeinsame Käseschneide- und Verpackungsanlage ergriff, ist viel passiert. „Der intensive Diskussionsprozess hat den Austausch der Sennereien untereinander gefördert und uns unsere gemeinsamen Stärken bewusst gemacht“, sind sich Hannes Esterhammer, Hansjörg Hirschhuber und Christian Kröll einig. Sie haben das Projekt in den letzten Jahren gemeinsam mit der Agrarmarketing Tirol vorangetrieben. „Jede Sennerei produziert und vermarktet ihre Produkte auch weiterhin selbständig. Die Dienstleistung des Käseschneidens und -verpackens sowie die Logistik Richtung Handel machen wir in Zukunft gemeinsam“, hebt Hansjörg Hirschuber von der Bergkäserei Zillertal die Vorteile hervor. Damit werde man unabhängig von Betrieben im Ausland, habe kurze Transportwege und könne dem Handel die gewünschten Verpackungseinheiten anbieten. „Wir haben uns über 20 Grundstücke in ganz Tirol angesehen. Der Standort Schlitters hat sich als ideal herausgestellt. Die Anlage wird auf einem ehemaligen Betriebsgelände errichtet und kommt damit ohne neue Versie-

Zehn Kleinsennereien haben gemeinsam Großes auf die Beine gestellt und errichten eine überbetriebliche Käseschneide- und Verpackungsanlage.

gelung von wertvollem Grünland aus“, berichtet Christian Kröll von der ErlebnisSennerei Zillertal über die Wahl des Betriebsstandortes. In einem ersten Ausbauschritt werden in Schlitters pro Tag 20.000 kg Käse geschnitten und verpackt. Umgesetzt werden fünf Verpackungslinien. Vom Zwickel bis zu Käsescheiben oder Reibkäse kann alles produziert werden. Die Käseschneide- und Verpackungsanlage ist auf eine Produktionsmenge von 5.000 Tonnen pro Jahr ausgelegt. Mit der Einführung eines

Zwei-Schicht-Betriebes wäre eine Kapazitätssteigerung auf 10.000 Tonnen möglich. „Der Umsetzung unseres großen Vorhabens steht nichts mehr im Weg. Die rechtlichen Rahmenbedingungen sind geklärt, die Finanzierung ist gesichert, die Wirtschaftlichkeit gegeben und die Planungen sind erfolgt“, bedankt sich Hannes Esterhammer von der Zillertaler Heumilch Sennerei stellvertretend für alle beteiligten Betriebe beim Land Tirol und der Agrarmarketing Tirol.

TIROL PACK – ZAHLEN & FAKTEN Gesellschafter: • Zillertaler Heumilch Sennerei, Fügen • Bergkäserei Zillertal, Schlitters • ErlebnisSennerei Zillertal, Mayrhofen • Käserei Plangger, Walchsee • Biokäserei Walchsee und Umgebung • Kaiserwinkl Sennerei Kössen/Pinzgau Milch, Kössen • Alpbachtaler Heumilch-Käserei, Reith i. A. • Biedermann Bergkäseerzeugung, Käseund Milchproduktehandel, Grän • Sennereigenossenschaft Hatzenstädt regGenmbH, Niederndorferberg • Sebastian Danzl, Schwendt

Standort: Schlitters am ehemaligen Kolbitsch-Areal Investitionsvolumen  17 Mio. Euro Baubeginn  Frühjahr 2017 Fertigstellung  Ende 2017 Verarbeitete Käsemenge • 5.000 Tonnen pro Jahr/47 Käsesorten • Mögliche Käseformate: Großstücke (Zwickel und Stangen), Stücke/Portionen, Segmente, Scheiben, Reibkäse/Würfel • Neue Arbeitsplätze Tirol Pack 25 • Arbeitsplätze Sennereien  200 • Milchlieferanten: 1.500 kleinstruktuierte Milchviehbetriebe  amtirol.at

KOMMENTAR

BEZIRKSBAUERNBUNDOBMANN LABG. JOSEF EDENHAUSER, KITZBÜHEL

Fisch aus Kanada? Der normale österreichische Verbraucher verzehrt durchschnittlich 8 Kilogramm Fisch im Jahr, nicht sehr viel im Vergleich zu Schweinefleisch. Das Image des kanadischen Lachs ist gut, weites Land, klares Gewässer und entsprechende Hygienestandards prägen unser Bild von Kanada. Schlussendlich hat das nun unter anderem auch zum Freihandelsabkommen CETA geführt. In der letzten Ausgabe des Monatsmagazins GEO wird jedoch berichtet, dass Kanada und die USA erstmals ein genetisch modifiziertes Tier zum Verzehr freigegeben haben: einen Lachs, der doppelt so schnell sein Schlachtgewicht erreicht wie unveränderte Fische. Diese „AquAdvantage“ getaufte Art sei langfristig auf Umwelt- und Gesundheitsrisiken josefedenhauser@gmx.at geprüft worden und da

FOTO: BAUERNZEITUNG

TIROL

der Superlachs steril ist, kann es auch zu keiner Paarung mit freilebenden Tieren kommen, sagen uns die Kanadier. Wir Bauern in den Tiroler Bergen produzieren hingegen zu 100 Prozent gentechnisch unveränderte Lebensmittel, unter strengen Auflagen und arbeitsintensiven Bedingungen. Die Kennzeichnung wird in Zukunft enorm wichtig werden, denn welcher Österreicher will schon wirklich gentechnisch veränderten Lachs essen? Vielleicht überlegt der Konsument künftig verstärkt, von wo seine Lebensmittel kommen. Das AMA-Gütesiegel oder das Ranzensiegel der Agrarmarketing Tirol geben Sicherheit, dass kein gentechnisch veränderter Lachs beim nächsten Festessen am Teller liegt.


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Tux-Zillertaler Züchter: 30 Jahre Generhaltung

FLÜCHTIGE GEDANKEN MONIKA STEINER

und die neuen „Management-Profis“ gab es ebenfalls Auszeichnungen.

Höhepunkt: Verleihung der „Ehrenmitgliedschaft“ Absoluter Höhepunkt der Vollversammlung war die Verleihung der höchsten Auszeichnung des Vereines, der „Ehrenmitgliedschaft“. Diese wurde an verdiente Persönlichkeiten aus der Gründerzeit verliehen. Tuxerpfarrer Prof. Mag. Ambros Aichhorn, Ing. Andreas Moser und Tierzuchtdirektor a. D. DI. Max Partl hatten in der Grün-

FOTO: KELEKI

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Wieder absolut im Rennen – die Tuxerkuh TRIXI (V: Salsa) von Manuela Wechselberger aus Tux

FOTO: TUX-ZILLERTALER ZÜCHTER

or 30 Jahren wurde das Generhaltungsprogramm für die fast schon ausgestorbene Tuxerrasse gegründet. Mit nur wenigen Tieren schaffte man in den 30 Jahren in konsequenter Zuchtarbeit und dem Einsatz der Züchter, dass die Rasse mit rund 1.000 Kühen vor dem Aussterben bewahrt wurde. Heute halten die Rasse fast 300 Züchter in allen Teilen Österreichs. Die Tuxerrasse erfreut sich in der Milch- wie auch im Fleischrinderbereich großer Beliebtheit. Die durchschnittliche Lebensleistung der Tuxerrasse beträgt 21.000 Milch-kg bei einem Durchschnittsalter von 6,7 Jahren. Damit ist man unter den in Österreich gehaltenen Rinderrassen im absoluten Spitzenfeld. Ihre positiven Eigenschaften in Widerstandsfähigkeit, Vitalität, Futterverwertung und Anpassungsfähigkeit werden von den Züchtern sehr geschätzt. Sehr stark entwickelt hat sich die Rasse auch im Fleischrinderbereich. Die Tuxerrasse schaffte sogar das Kunststück, bei Bundesfleischrinderschauen zweimal die Gesamtsiegertitel rassenübergreifend zu erringen. Im Rahmen der Versammlung wurde auch der bisherige Vorstand, ergänzt durch Stefan Schoner aus Niederau, für eine weitere Funktionsperiode bestätigt. Für die erfolgreichen Schauteilnehmer auf den beiden Tuxer-Bundesschauen in Rotholz und Maishofen

derzeit großen Anteil, dass die Rasse vor dem Aussterben bewahrt werden konnte. Mit der Ehrenmitgliedschaft bekundeten die Tux-Zillertaler Züchter ein Zeichen des Dankes für ihren Einsatz. Ebenfalls mit der „Ehrenmitgliedschaft“ ausgezeichnet wurde Bundesminister DI. Andrä Rupprechter, der in der Programmperiode der Ländlichen Entwicklung 15-20 wesentlichen Anteil an der erfolgreichen Umsetzung der Maßnahme „Seltene Nutztierrasse“ und hier insbesondere für die hoch gefährdeten Rinderrassen hatte. Aus terminlichen Gründen konnte er die „Ehrenmitgliedschaft“ nicht persönlich entgegennehmen. Dies wird zu einem späteren Termin durch den Vorstand der Tux-Zillertaler nachgeholt.

Auch erfolgreiche Teilnehmer auf den Bundesschauen und „Management-Profis“ wurden geehrt.

Liebe heilige Barbara, sende uns nach einem Jahr endlich ein Staatsoberhaupt, die Bitte sei mir heut’ erlaubt! Deine Zweige hoch in Ehren, doch lieber würden wir schon hören: Es ist gewählt, nun ist’s vollbracht, die Wahl ist fix und über Nacht ist der Wahlkampf nun Geschichte, auf dass der Neue alles richte. Dass Österreich sich wieder sammelt, kein Mensch mehr Hassparolen stammelt und auch das Ausland leben kann mit unserm neuen höchsten Mann. Auf die Schlagzeilen bin ich gespannt, wie dargestellt wird unser Land. Das Ergebnis wird die Hälfte schocken, die andre Hälfte darf frohlocken. Friedvolle Weihnacht untereinander mit Norbert oder Alexander!

Effektive und rasche Entlastung für Tirols Bauern

FOTO: BAUERNZEITUNG

FOTO: TUX-ZILLERTALER ZÜCHTER

Eine Bitte

Für ihren großen Einsatz bei der Rettung der Rasse wurden Tierzuchtdirektor a. D. DI. Max Partl, Tuxerpfarrer Prof. Mag. Ambros Aichhorn und Ing. Andreas Moser mit der „Ehrenmitgliedschaft“ ausgezeichnet.

Vergangene Woche fand in Straß im Zillertal die Vollversammlung der österreichischen Tux-Zillertaler Züchter statt. Dabei konnte Obmann Ök.-Rat Alois Huber rund 80 Besucher begrüßen.

TIROL

Bauernbundobmann LHStv. Josef Geisler

In einer wirtschaftlich extrem schwierigen Lage wird als Soforthilfemaßnahme ein Großteil der Tiroler Bauern und Bäuerinnen von der 4. Quartalszahlung der SVBBeiträge befreit. „Es ist ein erster wichtiger Schritt für Tirols Bauern und Bäuerinnen. in Zeiten schlechter Produktpreise schnell und unkompliziert entlastet zu werden. Besonders für die kleinstrukturierte Berglandwirtschaft in Tirol ist die durch Minister Andrä Rupprechter erwirkte umfangreiche Entlastung ein Erfolg“, meint Bauernbundobmann LHStv. Josef Geisler. „Leider gilt die im Ministerrat beschlossene Befreiung nur für rund 90 Prozent der Tiroler Betriebe, aber eine Ablehnung des Regierungsvorschlages hätte überhaupt keine Mittel für die Landwirtschaft bedeutet.“ „Ich hoffe, dass es auf Nationalratsebene noch gelingt, auch für die restlichen zehn Prozent der Tiroler Bauern die Rabattierung erwirken zu können. Gerade größere Milchbetriebe leiden besonders unter den massiven Preiseinbrüchen. Auch für sie wäre eine sofortige Entlastung wünschenswert“, äußert Geisler eine Hoffnung, die er mit vielen Bauern teilt. In diesem Zusammenhang weist Geisler ergänzend darauf hin, dass der Zahlungserlass aus Rücklagen der Sozialversicherungsanstalt

der Bauern finanziert wird und dafür keine Steuermittel aufgewendet werden müssen. Alleine in den letzten drei Jahren sind die Einkommen der Bauern um 30 Prozent zurückgegangen. Auch 2016 werden vor allem wegen der existenzgefährdenden Milchpreise weitere Einbußen erwartet. Die Situation wird zudem durch zunehmend extreme Wetterverhältnisse verschärft, das zeigen die Frostschäden vom April dieses Jahres. Nachdem dieser erste wichtige Schritt gesetzt wurde, ist es für Geisler Gebot der Stunde, an nachhaltigen längerfristigen Maßnahmen zur Stabilisierung und Weiterentwicklung der Landwirtschaft zu arbeiten. „Wir versuchen auf Landesebene, tragfähige Rahmenbedingungen für unsere Bauern zu erarbeiten, um den Markt vor der eigenen Haustür besser bedienen zu können und wichtige Kreisläufe in den Regionen zu schließen.“ Zusätzlich setzt die österreichische Agrarpolitik auf mittel- und längerfristige Maßnahmen, mit denen die heimische Landwirtschaft nachhaltig weiterentwickelt wird. Mit dem laufenden Programm für Ländliche Entwicklung wird eine konsequente Qualitätsstrategie umgesetzt, die zukunftsorientierte Themen wie Innovation, Bildung und umweltbewusste Landwirtschaft in den Vordergrund rückt.


JUNGBAUERN

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Agrar-Inovationspreis 2016 – 3. Platz geht nach Tirol!

Leider gibt es immer wieder Unfälle und schwere Schicksalsschläge. Neben einem großen Handicap oder sogar dem Verlust eines geliebten Menschen haben die Betroffenen oft auch mit großen finanziellen Sorgen zu kämpfen. Für solche Fälle hat die Tiroler Jungbauernschaft/ Landjugend einen eigenen Sozialfonds. Im Bedarfsfall wird schnell und vor allem unkompliziert geholfen. „Es gibt Situationen, in denen sich innerhalb weniger Momente das ganze Leben verändert. Mit dem Sozialfonds wollen wir genau in diesen schwierigen Zeiten helfen. Und das möglichst unbürokratisch und genau dann, wenn es gebraucht wird“, erklären Landesleiterin Martina Brunner und Landesobmann Stefan Egerbacher.

Finanzierung durch Spenden Der Sozialfonds der Tiro-

ler Jungbauernschaft/Landjugend wird komplett durch Spenden finanziert. Viele Ortsgruppen stellen immer wieder großzügige Beträge zur Verfügung und helfen so den betroffenen Personen. Dieses Geld wird unangetastet, ohne irgendwelche Abzüge, weitergegeben. „Wir möchten an dieser Stelle allen Gönnern recht herzlich für die Unterstützung danken und bitten natürlich auch weiterhin darum“, so die Landesobleute Martina Brunner und Stefan Egerbacher. Nähere Auskünfte zum Sozialfonds der Tiroler Jungbauernschaft/Landjugend gibt es im Landessekretariat unter Tel. 0512/ 59 900-20 oder unter www. tjblj.at. Spenden können auf das Konto bei der Tiroler Sparkasse überwiesen werden (IBAN AT14 2050 3000 0003 0932, BIC SPIHAT22XXX). Vielen Dank!

HOL DIR DIESES TRANSPARENT! Mach Werbung für unsere Landwirtschaft mit diesem Transparent für Hof, Stall, Stadl, Jungbauernraum ... denn nur gemeinsam kann es funktionieren! Bestellung im JUNGBAUERNSEKRETARIAT: Tel. 0512/59 900-57 oder tjblj@tiroler-bauernbund.at Preis: 40 Euro. Größe: 3 x 1 Meter.

FOTO: JUNGBAUERN

FOTO: TJB/LJ

Schnelle und unbürokratische Hilfe!

Bundesobmann Stefan Kast, Chefredakteurin der Österreichischen Bauernzeitung, Christine Demuth, RWA-Vorstand Stefan Mayerhofer mit den Preisträgern des Innovationspreises 2016.

Beim diesjährigen Agrar-Inovationspreis konnte sich Daniel Flock aus Rum mit seinen „Tiroler Alpengarnelen“ den hervorragenden 3. Platz sichern. DAVID SÜSS

R

und 160 junge Bäuerinnen und Bauern aus allen Teilen Österreichs kamen vergangene Woche nach Wien und nutzten die Gelegenheit zur Diskussion über alle Facetten der Innovation in der Agrarbranche. Hochkarätig war die Riege der Ehrengäste, die Stefan Kast, Chef der Österreichischen Jungbauernschaft, willkommen heißen konnte. Mit Bundesminister DI Andrä Rupprechter, Vertretern befreundeter Jugendorganisationen sowie den diesjährigen Referenten Stefan Mayerhofer (Vorstand der Raiffeisen Ware Austria), Mag. Christine Hackl (Dipl. Trainerin für Sozialkompetenzen) und Benno Steiner (bayerischer Agrarberater) konnte man das größte Forum für junge Betriebsführer und Hofübernehmer bestmöglich besetzen. Jungbauern-Obmann Stefan Kast gab in seiner

Ansprache die Marschroute für die kommenden Monate vor: „Uns Bauern hat schon immer der Zusammenhalt und die gegenseitige Wertschätzung ausgezeichnet.“ Er fordert mehr Solidarität zwischen den einzelnen Branchen ein: „Nur gemeinsam können wir die Herausforderungen meistern.“

Innovationspreise 2016 vergeben Bei den Finalisten des Innovationspreises, der heuer bereits zum fünften Mal von der Österreichischen Jungbauernschaft ausgeschrieben wurde, stieg im Anschluss der Adrenalinpegel. Stefan Kast erklärte die Innovationskraft junger Betriebsübernehmerinnen und -übernehmer als „ganz zentralen Schlüssel für die Zukunft“: „Wir wollen mit diesem Preis die agrarischen

Leuchtturmprojekte in Österreich auszeichnen.“ Sehen lassen konnte sich auch wieder die Palette der 24 eingereichten Ideen zur bäuerlichen Betriebsführung. Quer durch die modern interpretierten Klassiker Pflanzen-, Weinund Gemüseanbau sowie Viehzucht gingen die Bewerbungen. Auch innovative Ansätze im zuletzt boomenden Segment „Aquakultur“ durften natürlich nicht fehlen. Der 1. Platz ging an das Projekt „Mexen der Vaterlinien im Saatmais“. Dabei haben es die zwei Oberösterreicher Reinhard Födermayr und Georg Landerl geschafft, die Vaterlinien der Saatmaisflächen von insgesamt zwölf Betrieben nutzbar zu machen. Den 2. Platz konnte sich der Burgenländer Dominik Berger mit seinem „Seewinkler Biosafran“ sichern. Über den 3. Platz konnte sich Daniel Flock aus Rum freuen, der mit der ersten Garnelenfarm Österreichs nachhaltig und ökologisch Garnelen produziert.

JUNGBAUERNSTIMME ELISABETH GRIMM, LANDESLEITERIN-STELLVERTRETERIN

MONTAG, 5. DEZEMBER

SAMSTAG, 31. DEZEMBER

Erl: Nikolausumzug mit Glühweinausschank der JB/LJ Erl, 17 Uhr.

Kartitsch: Silvesterparty der JB/LJ Kartitsch im Sportzentrum, 20 Uhr.

Niederau: Teufelumzug der JB/LJ Niederau beim Sparmarkt, 20 Uhr.

Navis: Silvesterparty der Jungbauernschaft/Landjugend Innernavis.

SAMSTAG, 10. DEZEMBER Navis: Naviser Advent der JB/LJ Innernavis.

Termineintragung unter www.tjblj.at/termine

INFO Weitere Informationen finden Sie auf www.tjblj.at

Es geht schon wieder los ... Hektik, Stress, Lärm und überall Menschenmassen an den Kassen. All das sind genau die Dinge, die wir vor Weihnachten vermeiden sollen. Weihnachten ist doch eine Zeit der Ruhe und der Besinnlichkeit, in der man die Zeit mit der Familie und den Freunden umso mehr genießt. Doch leider sieht es wie jedes Jahr ganz anders aus. Es geht schon im November los, wenn die ersten Geschenke gekauft werden und die letzten erst zu Heiligabend, da ja zuvor die Zeit zu knapp war. Aber müssen es immer so viele Geschenke sein? Haben wir denn nicht schon alles, was wir brauchen? Das Schenken soll doch nur ein kleines Andenken sein und nicht ein e.grimm@gmx.at

FOTO: DIE FOTOGRAFEN

JUNGBAUERN – TERMINE 2016

Spiel, wie „Wer bekommt mehr“. Denn für viele Kinder von heute geht es zu Weihnachten schon oft nur mehr darum, nach den Ferien zu erzählen, was sie alles bekommen haben. Wenn man dann nur ein oder zwei Geschenke bekommen hat, wird man fast schon ausgelacht. Natürlich ist es schwierig, die Menschen zum Umdenken zu bringen, doch seien wir einmal ehrlich: Wenn wir dringend etwas brauchen, dann besorgen wir es uns gleich und warten nicht darauf, eventuell beschenkt zu werden. Weihnachten ist ein Fest der Liebe. Wichtig ist, dass die Familie und die Freunde Zeit miteinander verbringen, denn Zeit ist das kostbarste Geschenk, das wir schenken können.


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Spitzenpreise für Tirols Pinzgauer-Züchter

Lebensfragen: Das Warten DDR. GERHARD BRANDL, PSYCHOTHERAPEUT

Es ist äußerst qualvoll oder wird als eine Notwendigkeit angesehen und geduldig hingenommen. Man wartet auf einen Besuch, der sein Kommen in Aussicht gestellt hat. Für einen Handwerker, der eine Reparatur durchführen soll, gilt das ebenfalls. Kinder warten auf das Christkind, vorher auf den Nikolaus. Hoffentlich bildet man sich das Verheißene nicht bloß ein oder es bestand keine ernste Absicht. Manchmal mag der Wunsch Vater des Gedankens sein. Von einer schwangeren Frau behauptete man, sie sei in Erwartung – der Ge-

Der jährliche Pinzgauer Herbststiermarkt kann berechtigterweise als Höhepunkt im Marktkalender bezeichnet werden, niemals sonst ist die Versteigerungshalle in Maishofen mit einer derart großen Menschenmasse gefüllt. CHRISTINA SENDLHOFER

FOTO: SENDLHOFER

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ür eine Sensation sorgte bereits am frühen Vormittag der Zuchtkälberverkauf. Der junge Osttiroler Fabio Steiner, Gartner in Prägraten, bewies Mut und Kaufkraft – Steiner ließ das genetisch hochinteressante FASAN x LUCHS-Kalb von Georg Mühlberger, Hacker in Kössen, nicht mehr aus der Hand und erhielt bei 1.200 Euro den Zuschlag! Bei der anschließenden Zuchtstierversteigerung konnten die acht selektierten Teststierkandidaten den erfreulichen Durchschnittspreis von 3.132,50 Euro erzielen.

Hättest wohl nicht gedacht, dass du heute mit mir, zu deinem 30iger aus der Zeitung lachst! Alles liebe, viel Glück und Gesundheit wünschen dir von Herzen deine Bernadette mit Liebling Lorena sowie Eltern, Schwiegereltern und Göden

WOCHENKALENDER

FOTO: BAUERNZEITUNG

Ist der Dezember mild, mit viel Regn, nachr hat man ’s nächste Jahr gar wenig Segn.

Fabio Steiner aus Prägraten/Osttirol ließ es nicht mehr aus: FASAN x LUCHS-Nachzucht von Georg Mühlberger, Hacker, Kössen.

„Signum 2016“ aus dem Fass gehoben

Fällt auf Eligius (1.) ein strenger Wintertag, die Kält’ dann noch lang dauern mag. Barbara (4.) im weißen Kleid, im nächsten Jahr gut Winzerzeit. Regnet’s an Sankt Nikolaus (6.), wird der Winter streng – oh Graus! Sankt Ambros (7.) lässt den Winter los.

Der „SIGNUM“ 2016 wurde im Rahmen der Aktion „Licht ins Dunkel“ aus dem Fass gehoben.

2. 12., Freitag

Die Tiroler Edelbrandsommeliers.

brand dazu bei. Nahezu ein ganzes Jahr reiften die Brände in einem Eichenfass. Regelmäßig trafen sich die Sommeliers und verkosteten den Brand, um die Entwicklung im Fass zu überwachen. Die Individualität des einzelnen Brenners wird durch seine Unterschrift am Etikett gewahrt und hervorgehoben. Die persönliche Unterschrift des Brenners ist gleichzeitig Versprechen, bei „SIGNUM“ nur das Beste einzubringen. „SIGNUM“ steht für „Zei-

chen“ oder „Siegel“, also die individuelle Note jedes einzelnen Brenners. Die Brenner stehen für die hohe Brennkunst und die Tiroler Herkunft auf den von ihnen signierten Flaschen ein. „Die Tiroler Edelbrandsommeliers holen das Beste aus Tiroler Produkten heraus und veredeln sie in höchster Form. Der Signum als Gemeinschaftsprodukt ist die Krönung dieses Engagements und ein wahrer Genuss, den ich sehr schätze“, lobt Landeshauptmann Günther Platter.

GEDENKTAGE

Vor 90 Jahren, am 3. Dezember 1926, wird in Leifers der 4. 12., 2. Adventsonntag Südtiroler Politiker (SVP) und Europaparlamentarier Joachim Dalsass geboren († 8. 10. 2005). 5. 12., Montag Vor 70 Jahren, am 5. Dezember 5.32 6. 12., Dienstag 1946, wird in Barcelona der Opernsänger José Carreras 7. 12., Mittwoch geboren. Er gehörte neben 8. 12., Mariä Empfängnis Luciano Pavarotti und Plácido Domingo zu den „Drei Tenören“. 3. 12., Samstag

FOTO: VICTORIA HÖRTNAGL

„SIGNUM“ bedeutet nicht nur übersetzt „Zeichen“, sondern er soll mit seiner Einzigartigkeit auch ein Zeichen unter den Tiroler Edel-Schnapssorten setzen. Eine ausgewählte Gruppe von 14 Brennern hat ihre besten Brände aus 17 verschiedenen Apfelsorten vereint und in einem Eichenfass reifen lassen. Einzigartig und charaktervoll, so beschreibt man dieses hochkarätige Destillat am treffendsten. Die Signatur der Brenner auf den Flaschen und die Urkunde stehen für die Qualität des Produktes. „SIGNUM besticht einerseits mit feinen Nuancen in der Nase, einem außergewöhnlichen Aroma und einem weichen Abgang, andererseits durch den exklusiven Namen und die Verpackung“, erklärt Martin Fankhauser, Präsident der Tiroler Edelbrandsommeliers, anlässlich des diesjährigen Fassanstiches. „SIGNUM“ ist ein Cuvée aus 17 heimischen Apfelsorten. Die Tiroler Edelbrandsommeliers haben hier ein Gemeinschaftsprojekt gestartet, das seinesgleichen sucht. Jeder der Sommeliers steuerte seinen besten Apfel-

burt eines Kindes. Der Schwerkranke wünscht es sich, von seinen Qualen endlich erlöst zu werden; er wartet nur noch auf das Sterben. Im Allgemeinen ist Warten aber mit Hoffnung verbunden. Man erwartet auf dem Bahnhof oder einem Flughafen die Ankunft eines lieben Menschen. Zuweilen heißt es, die Zeit würde viel zu langsam vergehen. Als Wartender bekundet ein Mensch, dass ihm etwas fehlt. Er hofft auf eine Erfüllung, damit das Warten dann ein Ende hat. Es ist kein Zustand, sondern eigentlich ein Übergang.

Lieber Papa!

Der teuerste Teststier: LORIOT (Loris x Rat) von Matthäus Hochfilzer, Ginsberg, Going.

Spitzenstier „Loriot“ von Matthäus Hochfilzer An der Spitze stand mit LORIOT ein LORIS x RAT-Zuchtstier von Matthäus Hochfilzer, Ginsberg in Going. Der überaus korrekte, vielversprechende Teststier mit besten genetischen Referenzen wurde um 3.400 Euro von Franz Laubichler, Thurnhof in Flachau, ersteigert. Der durchschnittliche Erlös der 45 verkauften PinzgauerStiere lag bei 2.117,33 Euro. Das heurige Vermarktungsjahr wird am Donnerstag, 15. Dezember abgeschlossen. Bei der letzten Versteigerung im Jahr 2016 winken tolle Preise – zu gewinnen gibt es jeweils eine Jungkuh der Rassen Pinzgauer – Fleckvieh – Holstein!

TIROL

20.44

Aus dem Brauchtum

Namenstag der Woche

Der Barbara-Tag (4. 12.): Die hl. Barbara gilt als Beschützerin vor jähem Tod: „Heilige Barbara, du edle Braut, Seel und Leib ist dir anvertraut. Schütze mich in jeder Not, bewahre mich vor gachem Tod!“ Die Gefährlichkeit ihrer Arbeit hat es mit sich gebracht, dass sich die Bergknappen unter den Schutz der hl. Barbara stellten. Am Barbaratag durfte kein Bergmann in die Grube fahren.

Hl. Ambrosius (7. 12.): Er wurde um 339, möglicherweise in Trier, geboren. Er war zuerst Staatsmann und Berater von drei Kaisern. 374 wurde er Bischof von Mailand. Er gilt als Mitschöpfer der mittelalterlich-christlichen Kultur und Vater des Kirchengesanges. Darstellung: als Bischof mit Buch, Schreibfeder, mit Kind in der Wiege, mit Bienenkorb (emsige Gelehrsamkeit), mit Kirchenmodell


FORUM LAND

„Es ist wichtig, den ländlichen Raum fit für die Zukunft zu machen“, betonte Bundesminister Andrä Rupprechter bei der Pressekonferenz mit Landeshauptmann Platter und Gemeindebundpräsident Mödlhammer.

Chancengerechtigkeit und neue Perspektiven für den Zukunftsraum Land stehen im Jahr 2017 im Mittelpunkt. Die Bandbreite der Themen reicht von Land- und Forstwirtschaft und Wirtschaft über Infrastruktur, Mobilität und soziale Verantwortung bis hin zum digitalen Dorf.

Masterplan „Wir müssen gemeinsam – Bund, Länder und Gemeinden – den ländlichen Raum als attraktiven Lebens- und Wirtschaftsraum erhalten. In Tirol setzen wir dafür bereits vielfältige Initiativen, u. a. die Breitbandoffensive, über die bis 2018 50 Mio. Euro in den Ausbau schneller Datenverbindungen investiert werden“, so Platter. Rupprechter stellte drei Schwerpunkte klar: die Verlagerung von Behörden und Ämtern in die Regionen, eine

Stärkung der Frau am Land sowie Erleichterungen und rechtliche Vereinfachungen für jene, die sich ehrenamtlich engagieren. „Erstmals ist es im Rahmen des Finanzausgleichs gelungen, einen Strukturfonds für benachteiligte Gemeinden zu schaffen. 60 Mio. Euro stehen dafür bereit, über die gesamte FAGPeriode hinweg sind das 300 Mio. Euro. Darüber hinaus“, findet Mödlhammer, „solle man über die Verlegung von Bundes- und Landesdienststellen in die ländlichen Räume reden. Die Verlagerung hochrangiger Behördenstandorte in die ländlichen Gebiete würde dort auch qualifizierte Arbeitsplätze schaffen, u. a. auch für Akademiker. Masterplan: Regionale Erfolgsstrategien und Entwicklungspotenziale werden direkt vor Ort diskutiert im Rahmen einer Bundesländer-Tour.

FOTO: TIROLER VOLKSKUNSTMUSEUM

Ausstellung von Gabriela Oberkofler

Supermärktebau auf der grünen Wiese stoppen Täglich werden in Tirol ca. zwei Fußballplätze an wertvollem Grund und Boden versiegelt. Forum Land fordert eine Verpflichtung zum Bodenschutz.

S

tanden Tirols Bauern in den 1960er Jahren noch ca. 40 Prozent der Landesfläche für die Bewirtschaftung zur Verfügung, so sind es mittlerweile noch knapp 20 Prozent. Die Zahlen sprechen für sich: In Tirol werden pro Tag knapp zwei Hektar wertvoller Grund und Boden verbaut. Der Druck auf Grund und Boden steigt massiv, neben der Landwirtschaft braucht es auch Siedlungs-, Gewerbeund Verkehrsfläche. NR und Forum-Land-Landesobmann Hermann Gahr warnt abermals, dass genau diese Fläche den nachfolgenden Generationen verlorengeht. „Die Versiegelung geht schleichend vonstatten und dennoch ist der massive Druck auf Grund und Boden schon jetzt vielerorts stark spürbar“, berichtet Gahr. „Wir haben vor einigen Tagen unser Bodenpositionspapier der breiten Öffentlichkeit präsentiert und damit einigen Staub aufgewirbelt. Der Flächenverbrauch gehört eingedämmt, das muss unser oberstes Ziel sein“, meint Gahr zur Resonanz auf das Papier. „Das ForumLand-Bodenschutzpapier soll als eine Art Gebrauchsanleitung dienen. Es geht uns darum, den Flächenverbrauch im bisherigen Eiltempo zu stoppen und gleichzeitig die Bewusstseinsbildung zum Bodenschutz in der Bevölkerung zu fördern“, klärt Forum-Land-Landesobmann Stv. DI Regina Norz auf. Sie ist selbst Bäuerin in Thaur und setzt sich seit Jahren für den Bodenschutz in Tirol ein.

Zu sorgloser Umgang mit unseren Böden „Durch die Verbauung mit Straßen, Einkaufszentren, Siedlungen, Parkplätze, Sportanlagen oder Industriehallen werden in Tirol täglich Unmengen an Flächen verbaut und diese sind somit

FOTO: WODICKA

FOTO: TIM RECKMANN / PIXELIO.DE

Ländlichen Raum zukunftsfähig machen

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Forum Land fordert einen Stopp für den Bau von weiteren Supermärkten auf die grüne Wiese.

unwiederbringlich der landwirtschaftlichen Nutzung entzogen“, konkretisiert Gahr die Dringlichkeit.

Allgemeine Verpflichtung zum Bodenschutz „Wir fordern eine allgemeine Verpflichtung zum Bodenschutz“; konkretisiert Gahr. Die Maßnahmen für so ein Schutzkonzept, das Forum Land anführt, sehen vielfältig aus, wie etwa für Grünland eine Bonitätsermittlung und die Erstellung von Bodenfunktionskarten, was bereits in das Tiroler Raumordnungskonzept eingeflochten wurde. „Wir haben im vergangenen Jahr auch einige Veranstaltungen zur Revitalisierung und Nachnutzung von Leerständen gemacht, um Altbau, leerstehende Industiegebäude und brachliegende Gewerbeflächen wieder zur Produktionsfähigkeit rückverwandeln zu können“, zeigte Norz einen weiteren wichtigen Schritt zum Bodenschutz auf. „Bevor man Ortskerne verfallen lässt und gleichzeitig das Leben an den Ortsrand verlagert, weil man mitten auf die grüne Wiese baut, kann man durchaus auch eine Altbausanierung und sinnvolle Nachnutzung ins Auge

fassen. Mit unseren Informationsveranstaltungen, die wir mit Architekten und der Wohnbauförderung angeboten haben, konnten bereits Best-practiceBeispiele in einigen Bezirken aufgezeigt werden“, schildert Norz.

Gemeinsam für das Anliegen einsetzen „Um die Lebensqualität in unserem Land Tirol zu erhalten, braucht es ein starkes Miteinander“, schildert Gahr. „Das Bodenpositionspapier von Forum Land wird von allen bäuerlichen Gremien in Tirol mitgetragen. Nun gilt es auch auf Gemeinde- und Landesebene ein gutes Miteinander zu pflegen. Gerade wenn es um den von uns geforderten Stopp von weiteren Supermärkten in Tirol geht, kann es nur funktionieren, wenn Gemeinden und Land miteinander an einem Strang ziehen“, so Gahr. „Wir haben in Tirol die österreichweit größte Dichte an Einkaufszentren“, erklärt Regina Norz. „Deswegen spricht sich Forum Land für einen Stopp für den Bau von weiteren Supermärkten auf der grünen Wiese aus. Das wäre ein ganz wichtiger Schritt, um den Bodenfraß in unserem Land nachhaltig einzudämmen.“

Forum Land und Freundeskreis des Tiroler Volkskunstmuseums laden herzlich zur Ausstellung von Gabiriela Oberkofler.

KOMMENTAR FORUM lebt. Die Künstlerin fällt insbesondere durch ihre zeichnerische Arbeit auf. Teil der Ausstellung im Tiroler Volkskunstmuseum sind auch Interventionen in der Schausammlung.

Anmeldung Die Teilnahme ist kostenlos. Aus organisatorischen Gründen bitten wir um Anmeldung bis spätestens Donnerstag, 15. Dezember 2016 unter0512/59900-57, gufler@tiroler-bauernbund.at

Wann und wo Freitag, 16. Dezember 2016, 15 Uhr Tiroler Volkskunstmuseum Universitätsstraße 2, 6020 Innsbruck

NR HERMANN GAHR, LANDESOBMANN FL

Harter Kampf für unsere Bauern! Um Österreichs Bauern zu entlasten, wurde ein Unterstützungspaket in Höhe von 90 Millionen Euro beschlossen. Damit hat unser Minister Andrä Rupprechter einen ersten wichtigen Schritt gesetzt, um eine rasche und effektive Entlastung für unsere Bauern zu erwirken. Leider gilt die im Ministerrat beschlossene Befreiung nur für rund 90 Prozent der Tiroler Betriebe. Dabei hat der Koalitionspartner klargestellt, bei einer Ablehnung des Pakets gäbe es überhaupt keine Mittel für die Bauern. Die Position des Bauernbundes ist klar: Nach den vielen Frostschäden des heurigen Jahres und angesichts der weiterhin angespannten Situation am Milchmarkt muss es eine gerechte Entlastung für alle bäuerlichen Betriebe geben. Alleine in den vergan- hermann.gahr@parlament.gv.at

FOTO: BAUERNZEITUNG

Lassen Sie sich diese einmalige Gelegenheit nicht entgehen: Die Künstlerin Gabriela Oberkofler wird Sie höchstpersönlich in ihre aktuelle Austellung im Tiroler Volkskunstmuseum einführen. Die Zeichnungen der Künstlerin muten wie Metamorphosen an. Motive wie Insekten und Pflanzen verwandeln sich auf dem Blatt und hören nicht auf, sich zu bewegen, solange sie jemand betrachtet. Oberkofler beschäftigt sich u. a. mit der sogenannten Volkskultur, mit Traditionen, Landschaften und landwirtschaftlichen Lebensumständen. Für ihre Zeichnungen wurde sie 2014 mit dem Paul-Flora-Preis geehrt. Oberkofler, 1975 in Jenesien bei Bozen geboren, absolvierte die Staatliche Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart, wo sie heute

genen Jahren haben die Bäuerinnen und Bauern große Einkommensverluste hinnehmen müssen. Vor allem von Seiten der SPÖ wird immer wieder versucht, einen Keil in die Bauernschaft zu treiben. Am Ende bleiben dabei die Bauern auf der Strecke. Denn klar ist: Vor allem größere Vollerwerbsbetriebe sind vom Preisschwund massiv betroffen und benötigen unsere Unterstützung. Bis Ende Dezember wird nun im Parlament weiter verhandelt, um eine sinnvolle Lösung für alle Bäuerinnen und Bauern zu erreichen und keinen Betrieb zu diskriminieren. Denn die österreichische Landwirtschaft wurde in den vergangenen Jahren bereits genug geschwächt, wichtig ist jetzt, die Bäuerinnen und Bauern zu unterstützen und zu entlasten.


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TIROL

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Osttirol und Pustertal/ Gadertal rücken zusammen In regelmäßigen Abständen veranstalten die Bezirksbauernräte Osttirol und Pustertal/ Gadertal eine gemeinsame Sitzung. Heuer waren der Maschinenring und das neue Agrarzentrum der Raiffeisengenossenschaft Osttirol Treffpunkt für die 25 bäuerlichen Vertreterinnen und Vertreter.

Agrarzentrum West in Imst Dienstag, 6. Dezember 2016 07:30 bis 09:00 Uhr Auftrieb 10:00 Uhr Versteigerungsbeginn Es werden 214 Tiere davon 8 Stiere, 47 Erstlingskühe, 2 Kühe OB, 3 Kühe, 11 Kühe frisch, 4 Kalbinnen OB, 82 Kalbinnen, 8 Jungkalbinnen, 4 Nutztiere und ca. 45 Kälber aufgetrieben.

Rotholz

N

Mittwoch, 7. Dezember 2016 07:00 bis 09:00 Uhr Auftrieb Großvieh Es werden 39 Tiere davon 11 Erstlingskühe, 6 Kühe, 12 Kühe frisch, 8 Kalbinnen und 2 Nutztiere aufgetrieben. Kaufaufträge Tel. 0664/6025981823. Der Katalog ist unter www.tiroler-braunvieh.at abrufbar.

FOTO: BAUERNBUND

ach Berichten aus den jeweiligen Bezirken durch die Obleute LAbg. Martin Mayerl, Kammerobmann Ing. Konrad Kreuzer bzw. Anton Tschurtschenthaler und Viktor Peintner wurden die Rahmenbedingungen zur Besteuerung und Förderung der Landwirtschaft präsentiert. In einem regen Meinungsaustausch wurden Ideen zur Stärkung der Landwirtschaft in Ost- und Südtirol besprochen und mögliche gemeinsame Aktivitäten diskutiert. Die Aufrechterhaltung und Stärkung einer landwirtschaftlichen Produktion im Berggebiet unter wettbewerbsfähigen Bedingungen wurde als oberstes Ziel definiert. Dazu wurde eine gemeinsame Resolution einstimmig verabschiedet: Die Bezirksbauernräte von Osttirol und Pustertal/Gadertal bekennen sich zu einer verstärkten Zusammenarbeit im Bereich der landwirtschaftlichen Organisationen und Betriebe. Länder-

Die Ost- und Südtiroler Bezirksbauernräte vor der RGO-Arena in Lienz.

spezifische Beschränkungen und Hürden beim gegenseitigen Warenaustausch sollen abgebaut werden und die Qualitätsmarke „Bergprodukt“ im Rahmen einer verstärkten Zusammenarbeit in der Europaregion Tirol, Südtirol, Trentino gestärkt werden. Dabei sollen auch die besonderen Bedürfnisse des Berggebietes hinsichtlich Flächenbewirtschaftung und Haltungsformen berücksichtigt werden.

WICHTIG

Der Abschluss des Treffens bildete eine Führung durch die Anlagen der RGO-Arena durch RGO-Obmann Ing. Franz Ganeider und den Geschäftsführer der Abteilung Tierzucht, Ing. Christoph Peintner.

Anzeigentelefon: 0512/59 9 00-25 E-Mail: anzeigen@tiroler-bauernzeitung.at www.agraranzeiger.at

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IMST, 6.12.2016:

ZUCHTVIEHVERSTEIGERUNG

FLECKVIEH: 1 Kalbin

Dienstag, 6. Dezember 2016, Imst

FLECKVIEH: 16 Stiere 31 (2) Kühe 146 (21) Kühe frischm. 128 (18) Erstlingskühe 143 (15) Kalbinnen 1 Jungkalbin 95 (23) Kälber

11.00 Uhr 11.30 Uhr ca. 13.30 Uhr

Auftriebsende Beginn der Reihung und Körung der Stiere Beginn der Versteigerung

ROTHOLZ, 7.12.2016: HOLSTEIN: 16 Kühe frischmelk 4 Kalbinnen

16 Erstlingskühe 1 Jungkalbin 2 Kälber

NUTZTIERE: 52 (5) Die Angaben in der Klammer geben die Anzahl der BIO-Tiere an!

Angeboten werden 3 Stiere, 13 Erstlingskühe, 18 Kalbinnen-M, 13 Kühe-M und 4 Nutztiere, welche zu 18 % aus Betrieben mit kontrolliert biologischer Wirtschaftsweise stammen.

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trag 2016 gibt es die rinzen heurigen Herbstan e der Tuxer und Sp Nur noch mit dem rhaltungsprogramm ne tag Ge ch die Sti in m it zu ke bis ch h Mögli hr eine Ku braucht dann nur me zu einzusteigen. Man d 560 € je Zuchtstier un h Ku je € 0 28 die h sic um , .at 1. April 2017 w.tux-zillertaler e Tiere können auf ww sichern. Verkäuflich n. rde t abgefragt we oder www.sprinzen.a eingeholt werden. unter 059292-1843 en nn kö Weitere Infos

TERMINE VERANSTALTUNGEN Stecher-Advent: Innsbruck, 8. Dezember 2016, 18 Uhr, Spitalskirche. Eine besinnliche Veranstaltung für alle, die auf den Spuren des Innsbrucker Alt-Bischofs Reinhold Stecher die leisen Seiten der Weihnacht suchen. Mit Lesung, Gedanken zu Stecher-Texten und adventlichen Weisen. Eintritt frei. Buchpräsentation: Going, 7. Dezember 2016, 18.30 Uhr, Kaisersaal im Stanglwirt. Gebhard Bendler präsentiert sein Buch „Wilder Kaiser – von Sommerfrischlern, Kletterlegenden, Skipionieren und dem

Bergdoktor“. Die Geschichte der Ferienregion Wilder Kaiser. Sonderausstellung: Galtür, 9. Dezember 2016, 20 Uhr, Alpinarium, Ausstellungseröffnung „90 Jahre Schischule Silvretta Galtür“. Die Ausstellung ist bis 23. April 2017 geöffnet.

Tiroler Operettenadvent in Matrei am Brenner

A

n zwei Tagen im Dezember verwandelt sich das Dorfzentrum von Matrei am Brenner mit seinen uralten, denkmalgeschützten Gebäuden in eine vorweihnachtliche Bühne. Diese Veranstaltung ist eines der größten musikalischen Events im Dezember in Tirol und findet dieses Jahr bereits zum 16. Mal statt. Heuer bringt Sie die Landesmusikschule Wipptal mit wunderschönen Weihnachtsaufführungen um 17 Uhr im Gemeindesaal Pfons in Stimmung. Ab 19 Uhr findet die feierliche Eröffnung im „Marktl“ von Matrei mit Einzug von Engeln und Hirten statt. Dann entführen Sie verschiedene Volksmusikund Bläsergruppen sowie Ensembles der Landesmusikschule Wipptal mit ihren Klängen in den Advent und das gesamte Marktl wird zum Schauplatz für die Vorführung ehrwürdigen Handwerks. Die hergestellten Waren können auch erworben werden. Darüber hinaus gibt es bei den Marktständen in liebevoller Handarbeit gefertigte Geschenksideen. Kulinarisch werden Sie mit Tiroler Kiachl, Zelten, Lebkuchen und

FÜR TIROL

BLUTSPENDEAUFRUF

PROGNOSE

Schwaz: 5. Dezember 2016, 12 bis 20 Uhr, SZentrum, 2. Stock Going : 6. Dezember 2016, 16 bis 20 Uhr, Sportsaal

Do., 01. Dez. 2016

• 48 h Detailprognose • 5 Tage-Wettertrend • Auflösung 1x1 km • Niederschlagsradar • Aktuelle Gewittersituation • Satellitenbilder • Wetterwarncockpit

Fr., 02. Dez. 2016

Achenkirch: 7. Dezember 2016, 16 bis 20 Uhr, Mehrzweckhalle

8° 0° 30%

10° 0° 10%

6° -5° 10%

5° -1° 70%

6° 0° 40%

4° -3° 30%

7° -1° 40%

8° -1° 70%

Auch als APP für Smartphones

schaftskammer (Mag. Egger) Landeck, Bezirkslandwirtschaftskammer (Mag. Perkhofer) Temperaturmaximum, Temperaturminimum, Niederschlagswahrscheinlichkeit Sa., 03. Dez. 2016

So., 04. Dez. 2016

7° 1° 15%

7° -2° 10%

STEUERSPRECHTAGE DER LK TIROL

Mo., 05. Dez. 2016

Di., 06. Dez. 2016

Mi., 07. Dez. 2016

8° -4° 10%

9° -2° 15%

7° -3° 10%

ANALYSE für INNSBRUCK: 1000

26

Niederschlag (mm) pro Tag

in den Bezirkslandwirtschaftskammern: Mag. Alexander Berger bzw. Mag. Johannes Piegger (LK Tirol – Fachbereich Recht und Wirtschaft) steht Ihnen in Ihrer Bezirkslandwirtschaftskammer zur Abklärung steuerrechtlicher Fragen in der Land- und Forstwirtschaft zu folgenden Terminen zur Verfügung. Um telefonische Voranmeldung in der jeweiligen Bezirkslandwirtschaftskammer wird gebeten. Termine: Donnerstag, 15. Dezember: 8.30 bis 12 Uhr, BLK Kitzbühel Donnerstag, 15. Dezember: 13.30 bis 16.30 Uhr, BLK Kufstein Freitag, 16. Dezember: 8.30 bis 12, BLK Schwaz

11

10 5 5 5

Mo., 17. Okt.

5

Mo., 24. Okt.

4

Mo., 31. Okt.

1

Mo., 07. Nov.

3

1

Mo., 14. Nov.

600 Mo., 21. Nov.

20 15 10 5 0 -5

IMPRESSUM | BauernZeitung | Tirol | Tiroler BauernZeitung Thöni, Tel. 0 512/59 900-28, Fax 0 512/59 900-80, Klein- und Verlagsanzeigen: Gabriele Prantner, Karin Grissemann, Tel. 0 512/59 900-25 oder -34, Herausgeber: Österreichischer Bauernbund, 1040 Wien; Fax 0 512/59 900-69, Brixner Straße 1, 6020 Innsbruck. Tiroler Bauernbund, 6020 Innsbruck Medieninhaber: Agrar Media Verlagsges.m.b.H. (AMV), Schauflergasse 6, 1014 Wien. Geschäftsführung: CR Christine Demuth und Franz König.­

Redaktion Tirol: Brixner Straße 1, 6020 Innsbruck, Tel. 0 512/59 900, Fax 0 512/59 900-31, E-Mail: tiroler@ bauernzeitung.at; Redaktionsleitung: Andreas Humer (DW 23), Mag. Anton Leitner (DW 22)

Entgeltliche Ankündigungen sind gemäß Mediengesetz mit „Anzeige“ oder „Entgeltliche Einschaltung“ gekennzeichnet. Unentgeltliche PR-Artikel mit „Firmenmitteilung“.

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800

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25 Temperatur (°C) min. - mittel - max.

Der Tiroler Bauernbund stellt seinen Mitgliedern eine kostenlose Rechtsberatung zur Verfügung. Terminvereinbarungen sind erforderlich: Für Rechtsauskünfte in Innsbruck (Mag. Egger und Mag. Perkhofer) unter Telefon 0512/59 9 00 DW 17 oder DW 40 und für die Sprechtage in den Bezirken bei den Bezirkslandwirtschaftskammern. Folgende Sprechtage werden demnächst abgehalten: Dienstag, 6. Dezember: St. Johann i. T., Bezirkslandwirtschaftskammer (Mag. Egger) Mittwoch, 7. Dezember: Reutte, Bezirkslandwirtschaftskammer (Mag. Perkhofer) Dienstag, 13. Dezember: Lienz, Bezirkslandwirtschaftskammer (Mag. Egger) Mittwoch, 14. Dezember: Imst, Bezirkslandwirtschaftskammer (Mag. Perkhofer) Dienstag, 20. Dezember: Rotholz, Bezirkslandwirt-

Veranstaltungstermine: 3. 12. und 10. 12. 2016; zusätzliche Aufführung im Gemeindesaal Pfons am 8. 12. Kartenreservierungen und Verkauf beim TVB Wipptal, Ortsstelle MatreiMühlbachl-Pfons (Tel. 0 52 73/62 78, E-Mail: info@operettenadvent.tirol, www.operettenadvent.tirol).

anderen Köstlichkeiten verwöhnt. Eine weihnachtliche Lesung mit Gabriela Arbeiter und musikalischer Umrahmung sowie Christmas Carols mit dem Chor Capella Vocalis um 19.30 Uhr in der Heilig-Geist-Kirche und ein Krippenspiel um 20.30 Uhr im Gasthof Lamm sind weitere Höhepunkte.

Agrarwetter

SPRECHTAGE RECHTSBERATUNG

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langjähriger Durchschnitt Jahressumme

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