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Stadtleben

Stadtjubiläum 2014

Er ist gebürtiger Bielefelder und er ist Fotograf. Als Veit Mette sich fragte, was er zum Jubiläum beitragen könnte, war die Antwort naheliegend. Als Stadtfotograf wirft er mit seinem Projekt „heimat bis wolkig“ ein Jahr lang einen ganz eigenen Blick auf Bielefeld.

Veit Mette

Dabei tauchen zwar auch typische Sehenswürdigkeiten wie Sparrenburg und Kunsthalle auf, aber eben so, wie Veit Mette sie sieht. „Das ist ein schräger, ironisierender Blick auf Bielefeld“, unterstreicht der Fotograf, „kein Verkehrsvereinsblick, der Touristen anlocken will. Ich möchte der Stadt und den Menschen auf eine Art und Weise gerecht werden, die nicht Mainstream ist. Die Bilder sollen Bestand haben, auch wenn man Bielefeld nicht kennt.“ Genau das ist dem Fotografen und Bildjournalisten schon bei zahlreichen anderen Arbeiten und Projekten gelungen. Ob während seiner Zeit als Fotoredakteur des Bielefelder StadtBlatt, mit seiner Uni-Reportage oder dem Migrantenporträt „Generation Üc“. Am bekanntesten sind aber wohl seine Bilder aus Bethel, denn die sind 18 | Bielefelder | August 2013

großflächig auf Bielefelds Stadtbahnen unterwegs. Kurz und gut: Seit mittlerweile 25 Jahren sucht und findet Veit Mette die besonderen Momente hinter dem Vordergründigen und hat so ein ganz eigenes Bild der Stadt und ihrer Menschen geprägt. Wenn er jetzt zum Jubiläum Bielefeld ausdrücklich zum Thema macht, dann hat der Fotograf den Ehrgeiz, alle Facetten seiner Heimatstadt einzufangen. Er geht auf Spurensuche – vom urbanen Leben bis zum ländlichen Umfeld. Und wenn er auf den Auslöser drückt, hat es immer etwas mit Irritationen zu tun, mit ungewöhnlichen oder auch frechen und humoristischen Szenen. „Wenn ich mit der Kamera losziehe, gucke ich mit ganz anderen Augen auf die Stadt“, erklärt der Bielefelder. „Ich laufe wie ein Scanner die Gegend ab und entdecke Bilder, die man sonst im Vorbeigehen gar nicht sieht. Natürlich gibt es auch kalkulierte Fotos, aber wie etwa ein Schatten fällt, lässt sich nicht planen. Diese ungeplanten ‚Glückstreffer’, bei denen ich mich auf eine Geschichte einlasse, liebe ich oft am meisten.“ Dass fast alle seiner Bilder in Schwarz-Weiß sind, liegt an seinem fotografischen Ursprung. „Ich komme ja noch aus analogen Zeiten“, lacht Veit Mette. „Aber Schwarz-Weiß kommt auch meiner Erzählweise, meiner Sicht auf die Dinge sehr entgegen. Ästhetische und soziale Akzente lassen sich so klarer setzen und die Fotos wirken zeitloser.“

Welche Bilder langfristig „überleben“ werden und im geplanten Buch sowie in der Präsentation landen, die Veit Mette gemeinsam mit Redakteur Achim Borchers erarbeitet, steht noch nicht fest. Aber anschauen können sich die Bielefelder die Bilder ihrer Stadt schon jetzt: Auf der Website und den Monitoren in der Stadtbahn. (S.G.) www.stadtfotograf-bielefeld.de

Kennen Sie Bielefeld ? Dann wissen Sie vielleicht auch, wo wir dieses Bild aufgenommen haben!? Kunst und Ordnung liegen in diesem Fall nah beieinander. Wenn Sie wissen, wo wir die farbenfrohe Skulptur fotografiert haben, notieren Sie bitte die Lösung auf einer Postkarte an den Tips-Verlag, Redaktion BIELEFELDER, Goldstr. 16-18, 33602 Bielefeld oder in einer E-Mail an gewinnspiel@tips-verlag.de. Einsendeschluss ist der 10.8.2013. Unter allen richtigen Einsendungen verlosen wir 2 x 2 Freikarten für den Auflösung aus BIELEFELDER 07/13: Das Foto zeigt die Skulptur an der Victor-Gollancz-Straße, gegenüber von Straßen NRW.

Foto: Corinna Bokermann, Stefanie Gomoll, Mareike Hangelage, Veit Mette

Veit Mettes schräger Blick

Bielefelder August 2013  

Die Illustrierte der Stadt