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Pfarre Inzersdorf St. Nikolaus

FOTOS: PIXELIO/BETTINAF, PIXELIO/CLAUDIA HAUTUMM, DORIS SCHUG/PFARRBRIEFSERVICE.DE

Einblick & Überblick & Ausblick • März 2019

Nichtgläubige Mitmenschen haben eine ganz andere Verbindung zu Ostern als gläubige ChristInnen.

Gefeierte Tage

Braucht Österreich christliche Feiertage? Und wie feiern Gläubige (eigentlich)? Was machen Sie zu Ostern? Gehen Sie am Abend davor in die Kirche zum Osterfeuer? Und schlafen dann am Sonntag aus? Oder verstecken Sie früh am Sonntagmorgen Süßigkeiten und Ostereier im Garten, die die Enkel und Kinder dann suchen? Essen Sie ein Osterfrühstück oder eine Osterjause gemeinsam mit der Familie – oder sind alle Verwandten auf Urlaub und man sieht sich ein anderes Mal? Auch wenn es in Österreich ein paar Traditionen gibt, unterscheiden sich Feierbräuche sicher stark von Person zu Person. Nichtgläubige Mitmenschen haben eine ganz andere Verbindung zu Ostern – als Frühlingsfest, mit Hasen und Eiern – als gläubige ChristInnen, die die Auferstehung feiern. Aber auch da gibt es Unterschiede. So kennen viele katholische Menschen ein reiches

Brauchtum des Segnens: Zu Ostern werden Eier gesegnet, im Vorfeld Fleisch und Palmkatzerln. Sehr vieles, das aus dem Volksbrauchtum kommt, gehört im katholischen Österreich zum österlichen Erleben dazu: Es gibt Ratschen und die Glocken „fliegen nach Rom“. „Alle diese Dinge gibt es im Protestantismus nicht“, sagt Andreas Carrara, evangelischer Pfarrer in Favoriten und Religionslehrer in der Draschestraße. Andere haben sich mit der Zeit angenähert. Der Christbaum und der Adventkranz waren eigentlich evangelische Bräuche, die sich die Katholiken abgeschaut haben. Es gibt im Dezember wohl keine katholische Kirche ohne Adventkranz in Österreich. Im 19. Jahrhundert war das noch anders: Da fand man sie nur in evangelischen Kirchen. >> Fortsetzung auf Seite 2

Feierbräuche sind von Person zu Person unterschiedlich

Happy Days First: mit Seite 2 Gott feiern

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Feiertage in Österreich: Was wird da eigentlich gefeiert? Seite 3

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Feiern im orthodoxen Griechenland: Bericht einer Inzersdorferin, die jetzt in GriechenSeite 3 land lebt

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Musik verbindet: ein Adventabend in St. NiSeite 5 kolaus

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März

Gedanken

Happy Days First

Wie feiere ich meine Beziehung mit Gott?

Zur Erinnerung: Der erste Tag der Woche ist nicht wie in den meisten Kalendern der Montag, sondern der Sonntag.

Wir beten murmelnd in kalten Kirchen, frösteln vor uns selber und haben Angst vor unserer Fremdheit. … Und haben dabei vergessen, mit Gott zu weinen, mit Gott zu lachen, mit Gott zu singen, mit Gott zu reden und Gott anzuschreien! Karin E. Leiter Aus „Der Trotzdem-Baum" Tyrolia Verlag, 1991

Was fällt mir als katholische Christin beim Gedanken an einen kirchlichen Feiertag ein? Wohl kaum, Gott anzuschreien. Aber ist dies wirklich so absurd? Abgesehen vom Inhalt eines jeden Feiertages, feiere ich bei jedem Messbesuch – aber besonders an Feiertagen – meine Beziehung zu Gott und meine Beziehung zu anderen Menschen. Als Pfarrgemeinde feiern wir hoffentlich auch unsere gemeinsame Beziehung zu Gott. Eine persönliche Beziehung macht dabei aber auch aus, ehrlich miteinander umzugehen. Sich einander ganz zuzumuten. Sich Gott ganz zuzumuten mit der eigenen Person, mit Weinen, Lachen, Singen, Reden und vielleicht einmal Anschreien. Johanna Kacetl

Wir Christinnen und Christen beginnen die Woche nicht mit Arbeit, sondern mit dem Feiern der Auferstehung Jesu und damit auch unserer persönlichen Auferstehungshoffnung. Darüber hinaus gibt es noch besondere Feiertage, an denen wir markanter Ereignisse der liebenden Hinwendung Gottes zu uns Menschen gedenken. In der Gemeinschaft der Gläubigen werden diese Ereignisse neuvergegenwärtigt und so in den Herzen der Menschen wachgehalten. Manche christlichen Mystiker meinen sogar, das ganze Leben eines Menschen mit Gottvertrauen sei ein Fest. Über die kirchlichen Feiertage wurde und wird viel diskutiert. Sie haben sich im Laufe der Kirchengeschichte oftmals ver-

ändert. Das ist legitim, wenn sie nicht zu leerem Brauchtum verkommen sollen. Je nach geschichtlicher Situation ändert sich der Blick der Menschen auf das Wirken Gottes: früher Wichtiges verliert an Bedeutung, Anderes erhält mehr Aufmerksamkeit. Die Bibel ist voll solchen Perspektivenwechsels und zeigt die vielfältigsten Beziehungsmöglichkeiten von uns Menschen zu Gott auf. Schade wäre nur, wenn die Feiertage ganz verschwänden, was wohl so manchem modernen Sklaventreiber in die Hände spielte. Immerhin ist die Wirtschaft für den Menschen da und nicht der Mensch für die Wirtschaft, meint Ihr Pfarrer Nikolaus Zvonarich

>> Fortsetzung von Seite 1 Das mag aber auch daran liegen, dass Weihnachten mit all seinen Facetten – ja, auch dem Christkind – ein evangelisches Fest ist. Mitteleuropäische Katholiken feierten bis zur Reformation Weihnachten nicht groß. Sondern sie feierten das Kinderfest und St. Nikolaus. Erst Luther begründete das bürgerliche Weihnachtsfest mit Gabenbeschenkung.

Und dann natürlich der Karfreitag „In meiner Kindheit hat man Karfreitag noch mit einem Abendmahl gefeiert“, sagt Carrara. Dann hat sich der Protestantismus der katholischen Meinung angeschlossen, dass die Kommunion bzw. das Abendmahl an dem Tag nichts verloren hat. Aus einem Feiertag wurde ein Trauertag – ein

Tag der schweren Betroffenheit, ähnlich wie Jom Kippur für Juden. Die Protestanten schwören auf „Christus allein genügt“ und stellen sein Leiden in den Mittelpunkt. Ganz anders ist das im orthodoxen Glauben, wie Sie im Artikel auf der nächsten Seite lesen können. Nikolaus Trimmel


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Was wir eigentlich feiern Der BLICKpunkt gibt einen Überblick über die gesetzlichen Feiertage in Österreich – und ihre oft religiöse Bedeutung. In Österreich gibt es 13 gesetzliche Feiertage. Davon sind durch das Konkordat (p Seitenspalte) neben den Sonntagen folgende acht Feiertage geschützt: Neujahrstag (1. Jänner), Epiphanie (6. Jänner), Christi Himmelfahrt, Fronleichnam, Mariä Himmelfahrt (15. August), Allerheiligen (1. November), der Tag der unbefleckten Empfängnis (8. Dezember) und der Weihnachtstag (25. De-

zember). Dazu kommen fünf Feiertage laut Arbeitsruhegesetz: Ostermontag, Tag der Arbeit (1. Mai), Pfingstmontag, Nationalfeiertag (26. Oktober) und Stephanitag (26. Dezember).

Weitere religiöse Feiertage Für Angehörige der evangelischen Kirchen AB und HB, der Altkatholischen Kirche und der Evangelisch-methodistischen Kirche war bis vor

kurzem der Karfreitag ein gesetzlicher Feiertag. Die zukünftige Regelung ist nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs gerade Gegenstand politischer Diskussionen. Der Versöhnungstag Jom Kippur – der wichtigste Feiertag im Judentum – ist auf Grund des Generalkollektivvertrags von 1953 für Angehörige der israelitischen Religionsgesellschaft arbeitsfrei.

Konkordate werden Verträge zwischen der römisch-katholischen Kirche und dem Staat genannt. Der Vertrag mit Österreich wurde 1933 von der österreichischen Bundesregierung unter dem diktatorisch regierenden Bundeskanzler Engelbert Dollfuß mit Papst Pius XI. geschlossen. Seine Fortgeltung nach 1945 war zunächst umstritten, wurde jedoch 1957 von der Bundesregierung anerkannt.

Feiertage und was sie bedeuten 1. Jänner – Hochfest der Gottesmutter Maria Seit dem 7. Jahrhundert wird dieses Fest in Gedenken an Maria als Mutter der göttlichen und menschlichen Natur von Jesus gefeiert. Zwischen ca. 1300 und 1969 wurde an diesem Tag auch die Beschneidung Jesu gefeiert.

die Hochzeit zu Kana, bei der Jesus als Kind Wasser in Wein verwandelt (Johannesevangelium 2,1–11), wurde hier erinnert. Schließlich blieb das Geschehen rund um die drei Weisen aus dem Morgenland übrig. Rund um den 6. Jänner gehen jedes Jahr die Sternsinger von Haus zu Haus.

6. Jänner – Epiphanie

Ostern

„Fest der Erscheinung des Herrn“: bereits um 300 entstand das Fest der Geburt oder Taufe von Jesus. Auch an

Wichtigstes Fest im katholischen Glauben. Der vorausgehende Aschermittwoch und die Fastenzeit dienen

der Vorbereitung auf Ostern. Ein bescheidenes Leben ohne Sünden soll gelebt werden. Die Karwoche erinnert an die letzten Lebenstage von Jesus und seine Auferstehung. Beginnend mit dem Palmsonntag (Jesus als Volkskönig) geht sie über den Gründonnerstag (das letzte gemeinsame Essen der Jünger und der Verrat Jesus durch Judas) bis zum Karfreitag (die Kreuzigung und der Tod von Jesus). >> Fortsetzung auf Seite 4

Quellen: www.feiertage-oesterreich.at, www.katholisch.at

Orthodoxe Feiern Feste Feiern ist bei den orthodoxen Griechen nicht nur eine Tradition, sondern mehr noch ein fester Bestandteil ihrer Kultur und Lebensweise. gestaltete und geschmückte Ikone wird vor der Kirche aufgestellt und nach der vorabendlichen Vesper von den Gläubigen verehrt und geküsst. Diese demütige Geste, mit der um den Schutz des/der Heiligen gebeten wird, ist die zentrale Handlung an den Heiligenfeierlichkeiten. Im Anschluss daran findet das Kirchweihfest statt. Je nach Wichtigkeit des Heiligen fällt dieses dann größer oder kleiner

aus. Zu Mariä Himmelfahrt wird zwei Tage lang gefeiert, nachdem diesem Fest zuvor eine zweiwöchige Fastenzeit vorangegangen ist. Das ganze Dorf nimmt am großen Fest am geschmückten Kirchvorplatz teil, wo oft bis spät am Abend traditionelle Speisen angeboten werden und zu Volksliedern getanzt wird. Foto: ΙΣΧΣΝΙΚΑ-888

Im kirchlichen Bereich spielt vor allem die Heiligenverehrung eine große Rolle. Jede Region, jede Insel und sogar einzelne Dörfer haben eigene Heilige, welchen ein gesonderter Feiertag zusteht. Als einer der größten Feiertage gilt griechenlandweit der 15. August, der Tag des Entschlafens der Hl. Muttergottes – Mariä Himmelfahrt. Im Zentrum des kirchlichen Festes steht die Ikonenverehrung. Die kunstvoll

Theresa Kalantzis aufgewachsen in Inzersdorf, lebt in Griechenland und ist griechisch-orthodox verheiratet.


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>> Fortsetzung von Seite 3

Feiertage Steckbrief Am Ostersonntag feiern wir, dass Jesus den Tod überwunden hat und auferstanden ist. Die Frauen kamen frühmorgens zum Grab, wo der Leichnam Jesus hineingelegt worden war. Doch sie fanden den Toten nicht. Am Ostermontag wird an die Reise von zwei Jüngern nach Emmaus erinnert, als ihnen der auferstandene Jesus begegnet und mit ihnen geht. Erst als sie Brot und Wein miteinander teilen, erkennen sie ihn.

1. Mai, Staatsfeiertag, Tag der Arbeit 1919 wurde der 1. Mai zum Staatsfeiertag erklärt, ebenso wird an diesem Tag traditionell zu Kundgebungen der Arbeiterschaft aufgerufen.

März

Sind Feiertage für alle da? Die christlich-katholischen Feiertage sind auch für Nichtoder Andersgläubige willkommene freie Tage. Der Blick des Erholungsbedürftigen schweift über den Kalender. Wann ist denn endlich der nächste Feiertag. Erst zu Ostern wieder. Na, das dauert noch. Aber wenn jetzt der Karfreitag auch noch ein Feiertag werden würde, dann wären das mit dem Ostermontag gleich vier Tage am Stück. Den Donnerstag Nachmittag als Zeitausgleich und schon ist der Abflug in einen verlängerten Wochenendtrip, zum Beispiel nach Lissabon oder Rom, leicht machbar. Obwohl … Rom sicher nicht zu Ostern, es ist ja dort die Hölle los. Zu dieser Zeit finden jede Menge Prozessionen und Messen statt und es sind auch sehr viele Pilger unterwegs, die an den Papstmessen teilnehmen wollen. Da gibt’s dann über-

Sehen wir es daher einmal positiv. Alle Kirchenkritker schauen zuerst auf das, was die Kirche Gutes macht und dafür teilen wir unsere Feiertage gerne, auch wenn sie dann für einen Kurzurlaub genutzt werden. Statt des Kurzurlaubs könnte man aber auch „ganz unverbindlich“ in der Osternacht in die Kirche kommen und an den stimmungsvollen Feierlichkeiten teilnehmen.

Zur Karfreitags-Debatte Die EuGH-Richter sind der Ansicht, dass die derzeitige Situation diskriminierend und daher EU-rechtswidrig ist und dass der Karfreitag als Feiertag allen österreichischen Arbeitnehmern zusteht. Lehnt der Arbeitgeber dies ab,

Christi Himmelfahrt, 40 Tage nach Ostern Die Aufnahme von Jesus in den Himmel: Nach seiner Auferstehung von den Toten sahen die Jünger mehrmals Jesus. 40 Tage danach führte er sie laut Lukasevangelium auf einen Berg, segnete sie und wurde vor ihren Augen in den Himmel aufgenommen.

Zu den Osterfeiertagen nach Rom? Es könnte sein, dass da Einiges los sein wird ...

Pfingsten, 50 Tage nach Ostern Das Fest des „Heiligen Geists“. Erinnert an die Gründung der christlichen Urkirche („Gottes neues Volk“), bei der laut Bibel der „heilige Geist“ über die Jünger und Jüngerinnen kommt und sie fremde Sprachen sprechen lässt, um Grenzen zu überschreiten und die Botschaft zu verkünden.

Fronleichnam, 2. Donnerstag nach Pfingsten Gefeiert wird die Gegenwart/Anwesenheit von Jesus in Brot und Wein bei der Messe. Die Hostie (Brot) wird in einer Prozession durch die Straßen getragen. Das Wort setzt sich aus den beiden mittelhochdeutschen Begriffen Vron für Herrn und Lichnam für den lebendigen Leib zusammen.

Maria Himmelfahrt , 15. August In der katholischen Tradition wurde Jesus‘ Mutter Maria nach ihrem Tod „mit Leib und Seele“ von Jesus in den Himmel aufgenommen. Dazu gibt es keine biblischen Texte. Feiertag seit dem 5. Jahrhundert. Zu Maria Himmelfahrt sind Kräuterweihen sehr verbreitet. >> Fortsetzung Auf Seite 5

all lange Warteschlangen, um ins Kolosseum oder den Petersdom zu kommen. So ähnliche Überlegungen stellen viele auch zu Christi Himmelfahrt oder Fronleichnam an. Der Freitag ist ein Fenstertag den man einarbeitet und schon steht ein verlängertes Wochenende vor der Tür. Aber warum gelten die christlichen Feiertage auch für all jene, die mit der Kirche nichts zu tun haben (wollen) oder einer anderen Glaubensgemeinschaft angehören? Formal rechtlich, weil es im Konkordat (p Seite 3) so festgeschrieben ist. Aus Sicht eines in der Kirche Engagierten könnte man aber auch zum Schluss kommen, dass das eigentlich nicht fair ist. Da wird über die Kirche und Caritas geschimpft und alles was damit zu tun hat in Frage gestellt, aber die Feiertage werden schon gerne in Anspruch genommen. Ein Tipp an all jene, die die Kirche abschaffen wollen: Nicht vergessen, dass die Grundlage für die Feiertage dann auch weg ist und die Wirtschaft sagt vergelt’s Gott.

hat der Arbeitnehmer Anspruch auf Feiertagsentgelt. So gesehen entspricht die derzeit aktuell angedachte Regelung (persönlicher Feiertag) der Regierung eigentlich nicht der Intention der EuGH-Richter. Bedenklich sind dann noch Aussagen, dass davon ohnhin 96 % der Bevölkerung nicht betroffen sind. Sowohl das EuGH-Urteil als auch die 96 %-Aussage sind Symptome des „fortschreitenden Egoismus“ in unserer Gesellschaft. Wenn es um die Rechte von Minderheiten, schwächeren Teilen der Gesellschaft oder die Freiheit jedes Einzelnen geht, wäre mehr Toleranz und Gelassenheit angebracht. Gestehen wir doch den vier Prozent den Karfreitag als Feiertag zu und erteilen wir der Neidgesellschaft eine Absage. Wenn Sie also statt Ostern zu feiern, doch lieber auf Kurzurlaub fahren wollen, dann genießen Sie Ihre Reise und warten hoffentlich nicht zu lange beim Schlangestehen vor der Engelsburg. Michael Trimmel


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Feiertage Steckbrief 26. Oktober, Nationalfeiertag

Musik verbindet – Ein Adventabend in St. Nikolaus 15. Dezember, 19.00 Uhr. Lustig, pointiert und kurzweilig! Bereits die Ankündigung des Adventabends versprach ein vielfältiges, buntes Programm. Und die Besucher wurden sichtlich nicht enttäuscht. Ein spannender, musikalischer Mix aus jungen, talentierten und hoffnungsvollen Gesangstalenten des Jugendchors „Wir Stimmen",  dem Musik und Bläserensemble, sowie den bereits versierten und renommierten Chören „Chará“ und „Emmaus“ zeigten ihr Können in all ihren Facetten. Zwischen den musikalischen Darbietungen bot Norbert Kletzl pointiert humoristisch heitere und besinnliche

G’schichten rund um das Weihnachtsfest. Mit einem Augenzwinkern erzählte er über die menschlichen Unzulänglichkeiten, die kleinen Malheure, die jeder kennt und belächelt. Die Besucher belohnten die Akteure für den kurzweiligen Abend mit überwältigendem Applaus. Es war also kein Wunder, dass die Besucher mehr als zufrieden nicht gleich nach Konzertende nach Hause gingen, sondern sich bei der anschließenden Agape im Pfarrheim kulinarisch noch ein wenig verwöhnen ließen. Stephan Marban

Am 26. Oktober 1955 nach Wiederherstellung der Selbstständigkeit Österreichs durch den Staatsvertrag im Mai 1955 und dem Abzug der letzten Besatzungssoldaten wurde das Neutralitätsgesetz im Nationalrat beschlossen. Seit 1967 ist der 26. Oktober ein gesetzlicher Feiertag.

1. und 2. November, Allerheiligen und Allerseelen Seit 865 wird am 1. November der Heiligen (vorbildlich lebenden Menschen) gedacht. Am Allerseelentag wird in vielen Pfarren der Verstorbenen des letzten Jahres gedacht. Der Ursprung des Festes Allerheiligen geht ins 4. Jahrhundert zurück.

8. Dezember, Mariä Empfängnis Laut katholischer Tradition wurde die Mutter von Jesus vor ihrer Geburt auserwählt und ohne Sünden der Menschheit geboren. Dazu gibt es keine biblischen Texte. 1995 einigten sich trotz Widerstand der katholischen Kirche die österreichischen Sozialpartner auf eine Ladenöffnung am 8. Dezember und damit auf eine Ausnahmeregelung vom geltenden Arbeitsruhegesetz.

25. Dezember, Weihnachten

Nächster Halt: Inzersdorf! Meine erste BegegDiese Stationsdurchsage im Autobus, von meinem Heimatort Eisenstadt kommend, ist mir bis heute präsent. Wien-Inzersdorf war für mich nur eine Autobusstation, an der ich vorbeifuhr. Mitte der 1990er Jahre besuchte ich erstmals einen Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Nikolaus. Es war anlässlich der Erstkommunion meiner Cousine gewesen – ein reges Treiben im Blitzlichtgewitter. Erst Jahre später kehrte ich hierher zurück, und zwar, um zu bleiben. Wir zogen in die Nähe des Gymnasiums Draschestraße, in dem meine Kinder den englisch-deutschen Schulzweig „Vienna Bilingual School“ besuchten. Meine Frau stammte aus Pennsylvania und vermittelte ihnen von frühester Kindheit

Wenn Sie mehr von Oliver Meidl lesen wollen: Sein neues Buch „So Long – Mutmachertexte für Veränderungsunwillige“ ist vor kurzem erschienen und in den Buchhandlungen erhältlich.

an wertvolle Englischkenntnisse. Ich war beruflich viel unterwegs, und so bot die Nähe zum Flughafen einen weiteren Anreiz für unsere Ortswahl. Eine Leukämieerkrankung wurde zum Wendepunkt in meinem Leben. Ich lernte für mich, wesentliche Dinge wie meine Gesundheit, meine Familie und meinen Glauben neu zu schätzen. Auf meine Frage, wie ich mich stärker in unsere Kirchengemeinde einbringen könne, verwies mich unser Pfarrer dankenswerterweise auf den monatlichen Bibelkreis „Bibel im Gespräch“, für den ich an dieser Stelle eine Lanze brechen möchte. So kam ich ein zweites Mal in Inzersdorf an. Oliver Meidl

An diesem Tag wird die Geburt Jesus Christi gefeiert. Gott kommt als Baby zu den Menschen, die er liebt, ganz anders, als es die Menschen erwartet haben. Der Abend und die Nacht vor dem Feiertag ist Heiligabend mit der Christmette.

26. Dezember, Stephanus Gedenktag des Heilige Stephanus. Er war ein Diakon der Jerusalemer Urgemeinde und wurde gesteinigt, weil er trotz Verbot die christliche Lehre verbreitet hat.

31. Dezember, Silvester Gedenktag des Heiligen Silvester. Am Silvesterabend wird traditionell das Ende des alten Jahres und der Beginn des neuen Jahres gefeiert. Silvester ist kein gesetzlicher Feiertag.

Tipp: https://www.feiertagsgruss.at Interreligiöse Website mit allen christlichen, jüdischen und muslimischen Feiertagen und deren Erklärungen


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Bilder aus dem Pfarrleben Adventkranzweihe – Chor Chará, der Chor der Pfarre Emmaus, der Jugendchor „Wir Stimmen", Bläserensemble – Adventmarkt – Sternsinger unterwegs in Inzersdorf

März

Kerzen erleuchteten bei der Adventkranzweihe die dunkle Kirche Weder beim Adventbasar noch zu Weihnachten durfte der Punschstand fehlen – danke an die Bastelrunde & Friends sowie den Pfadfindern!

Im Dezember musizierten der Chor Chará, der Chor der Pfarre Emmaus, der Jugendchor „Wir Stimmen“ und unser Bläserensemble miteinander (siehe auch Seite 5).

Weihnachtsmusik nach der Christmette

Die Sternsinger waren wieder bei widrigstem Wetter in Inzersdorf unterwegs ... ... und viele Menschen freuten sich über ihren Besuch.


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Feiertage

Zitat zum Nachdenken Gott hat uns einen blühenden Garten geschenkt, wir aber sind dabei, ihn in eine von Schutt, Wüsten und Schmutz verseuchte Ebene zu verwandeln Papst Franziskus

Derzeit sind Feiertage auf Grund einer gerichtlichen Feststellung in aller Munde. Der Karfreitag soll ein Feiertag für alle werden! Sofort fühlten sich die dubiosesten Typen berufen, einer staunenden Öffentlichkeit ihren Senf zu dem Gerichtsurteil unter die Nase zu reiben. Manche, die sich anonym hinter „die Wirtschaft sagt“ versteckten, sahen durch den drohenden zusätzlichen arbeitsfreien Tag den Wirtschaftsstandort Österreich am Rande des Abgrundes – wenn nicht bereits im freien Fall!

Mehr gehen sich dort nicht aus, weil die Insel so klein ist – und außerdem noch geteilt! Da bleibe ich lieber in Österreich. Für mich ist eine Annäherung an unsere Nachbarn Slowakei überlegenswert – die haben 15 Feiertage – herrlich! Wenn es in der Slowakei am Tag vor einem Feiertag aber so zugeht wie bei uns, dann herrscht dort jedes Monat der Ausnahmezustand. Denn Feiertags-Vortage verwandeln die Menschen! Supermärkte werden gestürmt, als gäbe es keinen Tag da-

Die Gegner wiederum jubelten – noch ein kirchlicher Feiertag mehr, bei dem die wenigsten wissen, woran da gedacht wird! Es wurden auch von beiden Seiten Vergleiche mit der Anzahl von Feiertagen in anderen Ländern präsentiert. 21 von 27 europäischen Staaten haben 10 bis 13 Feiertage. Mit unseren 13 sind wir da super dabei! Wer will weniger? Hand hoch! Der soll nach Zypern auswandern! Dann hat er ganzjährig höhere Temperaturen als wir hier – aber nur 4 Feiertage.

nach! Einkaufswägen mit 100 % Überladung werden durch die Gänge geschoben. Vor den fast leer geräumten Regalen prallen gestresste und gereizte Menschen aufeinander. Ich weiß ganz genau, was passiert, wenn nur mehr ein Packerl Soletti im Regal steht und mehr Leute als nur ich ein Auge darauf geworfen haben! Denn ich habe seit vergangene Weihnachten nach einer Riesen-Rauferei ein zweijähriges Hausverbot beim Merkur ausgefasst! Norbert Kletzl


Ausgewählte Termine & Infos Termine für Kinder

MÄRZ

Fr Sa

29 30

Kinderkreuzweg, 16.00 Uhr Konzert: „Eigentlich ist Ostern ganz anders“, 19.00 Uhr Mit A-Capella-Gesang von „Stimmtoniker“/„Pulcanto“ und Texten, gelesen von Mag. Christian Suchy

So

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Hl. Messe, im Anschluss Fastensuppe im Heim, 9.30 Uhr

APRIL

Sa So

13 14

Seniorenclub im Pfarrheim, 15.00–18.00 Uhr Palmsonntag mit Prozession, 9.30 Uhr Bei Schönwetter im Pfarrgarten

Do Do Do Sa Sa So

18 19 19 20 20 21

Kreuzweg, 15.00 Uhr

Danke!

Karfreitagsliturgie, Musik: Ensemble, 19.00 Uhr

Unsere Sternsinger haben heuer den beachtlichen Betrag von 11.539,27 Euro ersungen. Auch das Ergebnis der Adventaktion für die Sr. Damiana Memorial School – 2.349,37 Euro – kann sich sehen lassen! Vielen Dank allen Beteiligten und SpenderInnen!

Speisensegnung, 16.00 Uhr Osternacht, 21.00 Uhr Festmesse, mit dem Inzersdorfer Ensemble, 9.30 Uhr

Mo

22

Emmausgang von unserer Kirche aus, 9.30 Uhr Messe in Emmaus, 10.00 Uhr

Mo

24 28

PGR-Sitzung Hl. Messe mit EK-Kindern – rhythmische Musik, 9.30 Uhr

MAI

Fr So Mi So Mi So Do

3 5 8 12 15 19 30

Zyklus Pilgern – (Infospalte) im Pfarrheim, 19.00 Uhr Firmung – rhythmische Musik, 9.30 Uhr Zyklus Pilgern – (Infospalte) im Pfarrheim, 19.00 Uhr Muttertag – Jungscharmesse – rhythm. Musik, 9.30 Uhr Zyklus Pilgern – (Infospalte) im Pfarrheim, 19.00 Uhr Erstkommunion – rhythmische Musik, 9.30 Uhr

5 9 20 20 21

… der Merkur-Filiale Sterngasse – dass die Gottesdienstbesucher am Sonntag den Parkplatz nutzen dürfen. Hinweis: Die Benützung des Parkplatzes ist auf eigene Gefahr.

Ab April … Terminplanungstreffen für Herbsttermine, 18.30 Uhr Pfingstmesse, Vatertag, 9.30 Uhr

… finden die Vorabendmessen immer um 19 Uhr, statt.

Fronleichnamsmesse im Schubertpark, 10.00 Uhr (erreichbar: 66A, 67B Station Purkytgasse). Bei Schlechtwetter in der Kirche Inzersdorf-Neustift.

Do Fr

Ein großes Danke und vergelt’s Gott …

Christi Himmelfahrt, 9.30 Uhr

JUNI

Mi So Do

3.5. Dr. Karl Essmann: Glaube macht Beine – Wallfahrten zwischen Religiösität und Fitness 8.5. Alfred Lang: Immer wieder Santiago di Compostela 15.5. Dr. Peter Malina: Auf dem Franziskusweg durch Umbrien Bei den Vorträgen am 8.5. und 15.5. werden auch Fotos gezeigt.

Gründonnerstag, Musik: Ensemble, 19.00 Uhr

(Reinberger Messe)

So

Zyklus Pilgern – Wege des Lebens

Volleyballturnier der Jugend in Rodaun, 15.00 Uhr Orgelkonzert: Caroline Atschreiter, 19.00 Uhr Auch im Herbst finden regelmäßig Orgelkonzerte statt.

Herausgeber und Medieninhaber: Pfarre Inzersdorf St. Nikolaus, Draschestraße 105, 1230 Wien, Tel.: 0664 886 32 680 Redaktion: Nikolaus Trimmel, Redaktionsteam: Johanna Kacetl, Ulrike Lahner-Trimmel, Peter Malina, Michael Trimmel Lektorat: Ursula Maresch • Bilder: Uli Heimhilcher-Dohnal, Sybille Kastner/Familie Kastner, Oliver Meidl, Barbara Trimmel, Nikolaus Trimmel • Cartoon: Florian Trimmel • Gestaltung und Produktion: Atelier Tintifax, Breitenfurt • E-Mail Redaktion: blickpunkt@pfarresanktnikolaus.at • Artikel und Beiträge spiegeln nicht notwendigerweise die Meinung des Herausgebers wider.

Aus der Redaktion Der nächste BLICKpunkt erscheint im Juni 2019. Reaktionen und Anregungen zur Zeitschrift schreiben Sie bitte an blickpunkt@pfarresankt nikolaus.at

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Blickpunkt Ausgabe 17 – März 2019  

Zeitung der Pfarre Inzersdorf St. Nikolaus Blickpunkt Ausgabe 17 – März 2019

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