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Der

Schutzgebühr € 3,-

Ausgabe 26

Strohhalm

1│2019

Schluss mit den elendigen WelpenTransporten

Magazin des Stuttgarter Tierschutzvereins www.stuttgarter-tierschutz.de


Veranstaltungen 2019

Rettet das Tierheim Stuttgart

S

Mitgliederversammlung im Tierheim Donnerstag, 27. Juni

Sommerfest im Tierheim 29. + 30. Juni jeweils von 11.00 - 17.00 Uhr

Weihnachtsmarkt im Tierheim 30. November + 1. Dezember jeweils von 11.00 - 16.00 Uhr

eit Juni 2013 können Sie sich virtuell am Bau der Arche Noah beteiligen. Durch den Kauf eines Fensters, auf welchem auf Wunsch Ihr Name steht, nimmt die Arche immer mehr Fahrt auf. Mittlerweile hat sie die stattliche Größe von 3.983 Fenstern erreicht! 584.460 Euro gingen bislang zur Rettung des Tierheims ein! Danke an Sie alle! Wer nicht online spenden möchte, kann dies natürlich auch auf dem üblichen Weg tun. Stichwort: Rettet das Tierheim. Wir sind für jede noch so kleine Summe dankbar, denn jede Spende ist wertvoll - jeder Euro unersetzlich! Unsere Arche Noah darf niemals untergehen - helfen Sie mit, dass wir auch weiterhin Heimstatt für die vielen heimatlosen Tiere sein können. Helfen Sie uns und der geschundenen Kreatur, denn jedes Tier hat das Recht auf ein unversehrtes Leben. Hier geht es zur OnlineSpende: www.stuttgarter-tierschutz.de

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Und nun einfach auf den grünen Spenden-Button klicken! Herzlichen Dank im Voraus.

Ruf doch mal an! Einfacher kann Helfen nicht sein! Unsere Spendenhotline ist rund um die Uhr erreichbar.

09001 - 44 33 66 Mit jedem Anruf spenden Sie 5 Euro an den Tierschutzverein und tragen so zum Wohlergehen unserer Tiere bei. Anruf nur aus dem deutschen Festnetz. Lieben Dank im Voraus!

Kontakt

Impressum

Der Strohhalm Ausgabe Nr. 26 1 │2019 Herausgeber und Anschrift der Redaktion: Tierschutzverein Stuttgart u.U. e.V. Furtwänglerstraße 150 70195 Stuttgart Telefon: 0711-65 67 74 18 Telefax: 0711-65 67 74 12 vorstand-tsv@stuttgart-tierheim.de

Telefon: 0711 - 65 67 74 - 0 oder - 41 Telefax: 0711 - 65 67 74 - 23 thv@stuttgart-tierheim.de

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Tierschutzbeauftragter:

Redaktion und Anzeigen:

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Angelika Schmidt-Straube v.i.S.d.P. Telefon: 0711- 38 36 75 vorstand-tsv@stuttgart-tierheim.de

Vereinsgeschäftsstelle u. Mitgliederverwaltung:

Artikel von Gastautoren sind gekennzeichnet und stellen nicht unbedingt die Meinung der Redaktion dar. Fotonachweise: Seite 4 Papier: 100% Recycling ohne Chlorbleiche Gerichtsstand: Stuttgart Nachdruck mit vorheriger Genehmigung erlaubt. Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Fotos wird keine Haftung übernommen.

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Tierheim:

Der Strohhalm Nr. 26

Telefon: 0711 - 65 67 74 - 18 Telefax: 0711 - 65 67 74 - 12 info@stuttgarter-tierschutz.de vorstand-tsv@stuttgart-tierheim.de

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Projektleiter: Marcel Yousef Telefon: 65 67 74 - 11 silberpfoten@stuttgart-tierheim.de www.silberpfoten-stuttgart.de

Tierärztlicher Notdienst: Telefon: 0711 - 76 57 477

Tiernotdienst (Stadt Stuttgart) Telefon: 0711 - 216 919 00 Amt für öffenliche Ordnung: Tiermisshandlungen etc. Telefon: 0711 - 216 919 41

Katzenhilfe Stuttgart e.V. Telefon: 0711 - 63 66 604

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Inhalt 5

Welpenmarkt

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114 auf einen Streich

8

Stadttauben-Projekt

10

Projekt "Silberpfoten"

12 13

auf Schnäppchenjagd Gestoppter Welpentransport Aktuelles

Für Senioren und ihre Tiere

Projekt "Hundeausläufe" Ein voller Erfolg

Zahngesundheit Tipps & Tricks

14

Unser Katzenhaus

15

Vereins-News

20

Der Alltag bei den Kleintieren

21

Kaninchenhaltung

22

Tierisch gut

26

Tierheimtagebuch

28 30 31

Ein kleiner Einblick

Mitgliederversammlung 2018 Veranstaltungen Tierisch gute "Promis" Unsere Tierpfleger erzählen So macht man es richtig Unsere Unterstützer "Esra" berichtet

Jugend und Tiere

Unsere Jugendtierschutzgruppe

Patenschaften Eine gute Sache

Für Sie entdeckt Rund ums Tier

www.puschit.de Tiere empfinden wie wir auch Freude, Liebe, Angst und Leiden, aber sie können das Wort nicht ergreifen. Es ist unsere Pflicht, als Stellvertreter zu wirken und denen, die sie ausnützen, niedermetzeln und foltern, zu widerstehen. (Sigmund Freud)

Liebe Tierfreundinnen und Tierfreunde! Tierschutzarbeit ist nicht immer mit negativen Begleiterscheinungen behaftet. Oft geht sie mit großer Freude, Dankbarkeit und Erleichterung einher. Denn mit und für Tiere zu arbeiten, bringt einen auch unweigerlich mit wunderbaren Menschen zusammen. Sie, liebe Leser, gehören mit Sicherheit dazu. Der Welpenhandel und -transport sind Themen, auf die wir in dieser Ausgabe gezielt eingehen möchten. Mehr darüber erfahren Sie auf den Seiten 5 - 7, dies auch, weil wir durch die Aufnahme von weit über 100 Welpen an unsere Kapazitätsgrenzen stießen. Positive Entwicklungen unseres Tauben-Projektes finden Sie auf Seite 8 und über die Arbeit unserer "Silberpfoten" können Sie sich auf Seite 10 - 11 informieren. Unser Projekt "Silberpfoten" heimst immer wieder Preise ein, und hat sich mittlerweile weit über unsere Landesgrenze hinaus einen guten Namen gemacht. Unser beschrittener Weg ist also richtig und wichtig. Natürlich soll und darf es auch unseren Tierheimbewohnern an nichts mangeln. Und so wurden verschiedene Hundeausläufe quasi aus dem Boden "gestampft" und unseren Fellschnauzen zum Toben und Chillen übergeben. Dies war nur Dank dem großartigen Engagement verschiedener Tierfreunde möglich, wie eigentlich alles, was unser Tierheim an Neuerungen erfährt. Unser Tierheim und unser Verein können ihre Aufgabe nur durch das Mitwirken von Tierfreunden bewerkstelligen. Allen Tierfreunden sind wir zu großem Dank verpflichtet und ich freue mich immer wieder, wenn ich diesen Dank auch persönlich aussprechen darf. Zum Danksagen ist immer Zeit, denn Sie, liebe Tierfreunde, sind unsere Zukunft, unser Fortbestehen. Bleiben Sie gesund und erfreuen sich mit mir an der wunderbaren Tierwelt, denn es gibt nur diese eine. Ihre Angelika Schmidt-Straube 1.Vorsitzende

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Nur mit Ihrer Hilfe können wir unseren Mitgeschöpfen zur Seite stehen! Der Erfolg einer Sache steht und fällt durch das Mitwirken einer Vielzahl von Einflüssen und Gegebenheiten. Bei unserer Tierschutzarbeit tragen Sie alle zum Gelingen bei. Jeder einzelne Tierfreund hilft uns, die mannigfaltigen Aufgaben erfüllen zu können. Egal wie Ihre Hilfe aussieht,

sie ist uns immer willkommen. Selbst die kleinsten Gesten und Worte der Zuversicht können oft hilfreich sein. Tierschutzarbeit ist keine Selbstverständlichkeit und kein Selbstläufer. Wir sind auf Ihre Unterstützung angewiesen, denn ohne Ihre Hilfe wären wir hilflos!

Schau niemals weg, wenn ein Tier gequält wird. Beweise Zivilcourage und stelle den Tierquäler zur Rede, oder informiere uns und das Ordnungsamt. Kontakte auf Seite 2.

Fotonachweise: Seite 3 Silvie Brucklacher-Gunzenhäußer, Seite 8 Silvie Brucklacher-Gunzenhäußer (unten links), Anne Pieplow (unten rechts), Julia Bischoff (oben rechts), Seite 11 Martin Pechmann (oben + unten), Marcel Yousef, Seite 12 Martin Pechmann, Seite 16 + 17 Siona Steinacker, Silvie Brucklacher-Gunzenhäußer (oben), Paskal Papanikolau (unten rechts), Seite 18 Silvie Brucklacher-Gunzenhäußer, Seite 22 oben Sarah Escher, mitte Britta Gruner, unten Andreas Engelhardt, Seite 23 oben Petra Veiel, Marion Wünn oben rechts, unten Lotto Baden-Württemberg, Seite 24 oben Marion Wünn unten Fressnapf + Kölle-Zoo, Seite 25 Martin Pechmann, links unten Aloft Stuttgart, Seite 26 Marion Wünn, Seite 28 + 29 Lena Krümmel, Seite 30 Olga Zeeb, Seite 32 Paskal Papanikolau

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Welpenmarkt Tierfreunde auf Schnäppchentour? von Angelika Schmidt-Straube

Tiere bereichern unser Leben. Das steht außer Frage. Gerade Hunde bringen Schwung in unseren Alltag, benötigen sie doch täglich ihren Auslauf an der frischen Luft und das kommt auch dem menschlichen Wesen am anderen Ende der Leine zugute. Doch gilt es beim Kauf einige Spielregeln zu beachten.

Vorsicht beim Welpenkauf!

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assen Lebensumstände und der Geldbeutel zu einer Tierhaltung, dann steht einem Tiererwerb eigentlich nichts entgegen. Doch wo bekommt man den neuen Hausgenossen her? ebay-Kleinanzeigen sind tabu Bitte machen Sie einen großen Bogen um ebay-Kleinanzeigen, auch wenn Sie ein vermeintliches Schnäppchen wittern. Tiere gibt es nicht zum Schnäppchenpreis und die dort angebotenen Tiere existieren oftmals nicht. Hier liegen gerne Abzocker auf der Lauer, die einem Tierfreund das Geld regelrecht aus der Tasche ziehen möchten. Fakes aus fernen Ländern Uns wurden Fälle bekannt, da gingen die Tierinteressenten durch fadenscheinige "Begebenheiten" in Vorleistungen, die am Ende € 3.500,- betrugen und das gewünschte Tier noch immer nicht beigebracht wurde. Diese Machenschaften werden aus dem nicht europäischen Ausland betrieben und man kann diesen nicht habhaft werden. Doch hier wird wenigstens kein Tier geschädigt. Gebärmaschinen Schlimm ergeht es den Hündinnen, die ihren Wurf in unzumutbarer Umgebung, ohne Sozialkontakt und ohne nötige Hygiene aufziehen müssen. Dabei werden die Welpen viel zu früh von der Mutter entfernt und unter dubiosen Umständen, auf Parkplätzen oder sonstigen anonymen Orten an Tierinteressenten vermittelt. Wo die Welpen ihr künftiges Leben verbringen werden und ob die neuen Haltet überhaupt für eine Tierhaltung geeignet

sind, ist dabei nicht von Interesse. Hier zählt einzig und allein das Geschäft. Krankheiten Der Gesundheitszustand der erworbenen Welpen lässt meist zu wünschen übrig, und das "ersparte" Geld darf der neue Halter dann in Tierarztkosten investieren, sofern eine Heilung überhaupt noch möglich ist. Viele solche tragischen Schicksale wurden uns zugetragen und oft auch so eine arme Kreatur bei uns abgegeben, weil die Tierarztkosten das Familienbudget bei weitem überschritten. Die gute Alternative Bevor Sie irgendwo ein Tier erwerben, schauen Sie bitte zuerst in Ihrem ortsansässigen Tierheim vorbei. Dort werden Sie in allen Tier-Angelegenheiten ausführlich beraten und manchmal wird Ihnen vielleicht auch von einer Tierhaltung abgeraten. Und wenn Sie im Tierheim vor Ort nicht fündig werden, dann setzen Sie sich bitte mit einem seriösen Züchter in Verbindung. Tiere sind niemals Schnäppchen Der unkontrollierten Welpenzucht muss mit allen Mitteln begegnet werden. Machen Sie sich nicht mitschuldig am Leid der Gebärmaschinen. Verhelfen Sie den dubiosen Nebenerwerbszüchtern nicht zu einem zusätzlichen Einkommen, indem Sie Schnäppchenpreise akzeptieren und damit der Qual der Mutterhündin kein Ende setzen. Helfen Sie einfach mit, dass diesem unerträglichen Handel endlich ein Ende gesetzt wird, und nicht Hinz und Kunz sich auf Kosten derTiere bereichern.

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114 auf einen Streich Eine ungewöhnliche Situation von Angelika Schmidt-Straube

Natürlich sind wir im Tierheim auf alle möglichen und unmöglichen Situationen bestens vorbereitet. Doch manchmal ist das zu wenig. So geschehen in einer Nacht im Frühling 2018. Alles was am Abend noch routiniert im Tierheimbetrieb ablief, war am anderen Morgen das reine Chaos. Derartige Überraschungen kann und will man eigentlich nicht einplanen. Doch sie wurden über Nacht zur Realität und mussten bewältigt werden. Hier lassen wir Sie am Geschehen teilhaben.

Hilflose Welpen

U

m 2.00 Uhr morgens klingelte bei unserer Tierheimleiterin das Telefon, es käme ein Tiertransport mit etlichen Tierwelpen, die im Tierheim unterzubringen seien. Unsere Tierheimleiterin, Marion Wünn, hat nicht lange gezögert und alle in Frage kommenden Tierpfleger mit der Bitte aus dem Schlaf gerissen, unverzüglich im Tierheim zu erscheinen. Alle sind der Bitte gefolgt und so konnte man am frühen Morgen mit vereinten Kräften die Welpen aus dem Transporter entnehmen und diese in zuvor freigemachte Unterkünfte verbringen. Schlechter Gesundheitszustand Selbst bei dieser Hauruck-Aktion war den Tierpflegern bereits klar, dass die Welpen viel zu früh von der Mutter getrennt worden waren und sich der Gesundheitszustand bei vielen der kleinen Wesen mehr als dramatisch darstellte. Die Tiere waren durch den Transport nicht nur erschöpft, sondern viele derart geschwächt, dass um ihr Leben gebangt werden musste. Dies bedeutete für unsere Mitarbeiter zusätzlich auch noch psychischen Stress, da das Leben jedes einzelnen Tieres für alle einen enormen Stellenwert besitzt. Gefälschte Papiere Die Frachtunterlagen entpuppten sich nach genauer Durchsicht als gefälscht. So war man sich bezüglich des Alters und des Impfstatus der Welpen nun völlig im Unklaren, was umfangreiche Untersuchen nach sich ziehen würde. Der Transporter stand immer noch vor unserem Tierheimgelände, denn die beiden Fahrer waren der Meinung, dass sie alsbald mit ihrer "Fracht" von 6

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dannen ziehen könnten. Da irrten sich die beiden aber gewaltig und mussten ohne ihre Ladung den Heimweg in die Slowakei antreten. Hier möchte ich mich einfach mal mit verbalen Attacken zurückhalten, obwohl mir die schmählichsten Schimpfworte dazu einfallen. Gesundheitscheck Bei der tierärztlich Untersuchung bestätigten sich die Befürchtungen unserer Mitarbeiter und nun war "Quarantäne" groß geschrieben. Man kann es sich schwerlich vorstellen was es bedeutet, weit über 100, meist kranke Welpen zu versorgen und dabei die Ruhe zu behalten. Einzelne Räume durften nur mit Schutzkleidung betreten werden und der Kot der kleinen Mitgeschöpfe befand sich oft an Stellen wo man sich fragen musste, wie die kleinen Kerlchen das wohl hinbekommen hatten. Enormer Arbeitsaufwand Um die hygienischen und medizinischen Maßnahmen durchführen zu können, musste kurzerhand der Personalbestand auf unabsehbare Zeit aufgestockt werden. Die Futterbestellungen erfuhren ebenso einen enormen Zuwachs, wie der Verbrauch an Arznei- und Desinfektionsmitteln. Ein normaler Alltag war nicht absehbar und die Überstunden unserer Tierpfleger erreichten einen Höchststand. Erste Todesfälle Trotz intensiver und individueller Maßnahmen, konnten einzelne Tiere nicht am Leben erhalten werden. Dann paaren sich Trauer und Wut, denn jedes Tier hat das Recht auf ein unversehrtes Leben und dafür setzen wir


uns jeden Tag aufs neue ein. Todesfälle im Tierheim sind immer dramatisch und es dauert oft viele Tage, bis sich die Mitarbeiter wieder einigermaßen beruhigt haben. Doch die Erfolge, wenn bereits tot gesagte Tiere am Leben erhalten werden können, entschädigen dann teilweise. Großes Interesse Natürlich erregte die "Welpenaktion" in der Öffentlichkeit großes Interesse und viele Tierfreunde boten Hilfestellung an. Darüber sind wir dankbar und froh, da einige der Tiere eine lebenslange medizinische Versorgung benötigen werden, die teilweise auch von Operationen begleitet sein wird. Gutes Gedeihen Die meisten der Jungtiere entwickelten sich prächtig und man konnte den Tag kaum erwarten, an dem endlich die Freigabe zur Vermittlung erfolgte. Denn die Welpen waren schließlich durch die Ordnungsbehörde beschlagnahmt worden und ohne behördliche Freigabe, kann keine Weitervermittlung stattfinden. Zudem musste der Zeitpunkt abgewartet werden an dem ein ordentlicher Impfstatus erreicht war, da die Tollwutschutzimpfung erst ab der 12. Lebenswoche erfolgen kann. Gute Zusammenarbeit mit den Behörden Freilich war man sich in der ganzen Zeit nie ganz sicher, ob der Tierhändler seine Tiere zurückfordern und diese dann vielleicht auch wieder erhalten würde. Rein gefühlsmäßig ein absolutes "No-Go". Aber Dank unseren einwandfrei funktionierenden Behörden war unsere Sorge, im Nachhinein betrachtet, zum Glück unbegründet.

r warmes Suchen Sie noch Ih

Lieblingsplätzchen?

In diesem Zusammenhang möchten wir uns bei der Amtstierärztin, Frau Dr. Heike Roloff, ganz herzlich bedanken. Sie hat durch Ihren vorbildlichen Einsatz das Leben unzähliger Welpen gerettet, auch wenn das Tierheim Stuttgart für die Aufnahme der Welpen eigentlich nicht zuständig gewesen ist. Doch wer hätte diesen Kraftakt sonst stemmen wollen oder können? Die Tiervermittlung Da die Welpen allesamt reinrassiger Abstammung waren, ließen die jeweiligen Interessenten nicht auf sich warten. Klar hatten es die kleinen Wesen allen angetan und sie beim Spielen und Toben zu beobachten, war Balsam für jede Seele. Doch nicht jeder Interessent erfüllte unsere Anforderungen und nun galt es, die Spreu vom Weizen zu trennen, was oftmals wirklich nicht ganz einfach zu bewerkstelligen war. Doch mit Fingerspitzengefühl und einer gehörigen Portion Einfühlungsvermögen, konnten auch diese Hürden genommen werden. Bei Tierinteressenten, die nicht in unserem Einzugsgebiet wohnen, halfen uns befreundete Tierschutzvereine bei den Vorbesuchen aus, was uns zu großem Dank verpflichtet, da uns ein Vorbesuch z.B. an der Nordsee, doch weit über das übliche Maß hinaus beansprucht hätte. Alle Welpen, mit Ausnahme einiger immer noch kranker Kätzchen, fanden ein schönes Zuhause. Mit den meisten der neuen Tierhalter stehen wir in regem Kontakt und sind selbstverständlich auch nach der Tierabgabe der Ansprechpartner bei Fragen rund ums Tier. Ein großes Dankeschön Um diesen Kraftakt unbeschadet überstehen zu können, braucht es absolute Professionalität und ein gut funktionierendes Krisenmanagement. Diese hat unsere Tierheimleiterin, Frau Marion Wünn, in bemerkenswerter Weise an den Tag gelegt und alles in die richtigen Bahnen gelenkt. Auch trug sie oft einen schwerkranken Welpen auf ihrer Brust mit sich rum, um ihm jederzeit die notwendigen Präparate verabreichen zu können. Alle Mitarbeiter waren sich der Verantwortung bewusst, die auf ihnen lastete. Und alle wurden ihr täglich und stündlich gerecht. Das ist keine Normalität und kein "business as usual", das ist großes Können und übergroße Tierliebe. Dank an Sie alle, Sie haben Großartiges geleistet und ich bin stolz, Ihre 1.Vorsitzende sein zu dürfen. ■

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Unser Stadttauben-Projekt von Silvie Brucklacher-Gunzenhäußer

Genau vor 10 Jahren fand der Startschuss zu unserem Taubenprojekt statt und wir dürfen auf ansehnliche Erfolge zurückblicken. Leider können wir die Hände nicht getrost in den Schoß legen, denn dieses Projekt fordert uns jeden Tag aufs neue heraus. Aber für unsere gefiederten Mitgeschöpfe ist uns beinahe nichts zuviel.

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nsere neue Teamleiterin, Julia Bischoff, 35, möchten wir auch hier herzlich willkommen heißen und freuen uns, dass wir auf ihren Erfahrungsschatz zurückgreifen dürfen. Denn ein engagiertes Team von Mitarbeitern und Ehrenamtlichen zu leiten, bzw. zu betreuen und dabei noch organisatorische Aufgaben zu übernehmen, sind kein Pappenstiel. Dank an Antje Bedanken möchten wir uns an dieser Stelle bei unserer langjährigen Teamleiterin, Antje Geiss, die uns jahrelang treu zur Seite stand und sich nun beruflich anderweitig orientierte. Der 11. Schlag Ein Grund zum Feiern war die Einweihung unserer 11.Taubeneinrichtung. Ein von innen begehbarer Taubenturm auf dem Seilerwasen in Bad Cannstatt (siehe Foto

unten). Mittlerweile konnten wir 23.500 Taubeneier gegen Kunststoffeier austauschen und etliche Zentner Kot aus den Schlägen entfernen und als Dünger (Guano) in unterschiedliche Gärten verteilen. Dank an Stadt Stuttgart In Zusammenarbeit mit der Stadt Stuttgart (die einen Großteil der Kosten trägt) hat sich unser Stadttauben-Management zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt und wir sind unserem Gemeinderat zu Dank verpflichtet, dass er weiterhin dieses Erfolgsprojekt unterstützt. Leider fehlen Standorte, zum weiteren Ausbau der Taubeneinrichtungen. Große Bitte Liebe Hausbesitzer, bitte melden Sie sich! Wir garantieren einen angenehmen und zuverlässigen Ablauf bei der Baumaßnahme und natürlich bei der Betreuung der Taubeneinrichtung. ■ Julia Bischoff

Kontakt: www.stadttauben-stuttgart.de www.facebook.com/stadttauben Taubenbeauftragte: silvie@brucklacher.com

Ein herzliches Dankeschön an den Bezirksbeirat Stuttgart-Mitte, der die Weihnachtsfeier 2018 für die Ehrenamtlichen ausrichtete.

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Jungvogel im Glück von Angelika Schmidt-Straube

Wildtiere gehören nicht in menschliche Obhut und es gilt reichlich abzuwägen, ob ein Jungtier tatsächlich menschlicher Hilfe bedarf. Die Elterntiere befinden sich meist in unmittelbarer Nähe und kümmern sich um ihren Nachwuchs. Immer hungrig

B

ei meinem täglichen Rundgang im Garten entdeckte ich Anfang Mai ein kleines Wesen, welches ausgestreckt mitten auf der Wiese lag. Beim näheren Hinsehen entpuppte es sich als Nestling ohne Federn, die sich wohl noch in den spitzen Federkielen verbargen, aber mit einem riesigen Schnabel versehen. Finger weg von vermeintlich hilflosen Jungtieren

einer riesigen Kirsche. Wunderbar, Kirschen bereicherten fortan den Speiseplan und rund 20 Minuten nach der Fütterung, spie der Piepmatz den blank gescheuerten Kirschkern in einem hohen Bogen wieder aus. Das war witzig anzuschauen und nun wusste ich auch, woher die blanken Kirschkerne stammten, die ich überall im Garten liegen sah.

Weit und breit waren keine Elterntiere zu sehen, doch sicherlich beobachteten sie ihren Nachwuchs. Also entfernte ich mich und blieb auf Lauerstellung. Als sich nach Stunden immer noch keine elterliche Fürsorge einstellte, gab es für mich Handlungsbedarf. Das kleine Wesen setzte ich in ein Körbchen mit weicher Unterlage und dann ging ich auf Futtersuche. Im Komposthaufen wurde ich fündig und durch sanftem Druck auf die Schnabelgelenke öffnete sich, wie mit Geisterhand, das Schnäbelchen und verschlang die dargebotene Ausbeute auf einen Schlag. Mittels einer Pipette flösste ich dem Tierchen Regenwasser ein und war dabei guter Dinge, das kleine Etwas am Leben erhalten zu können.

Bald war das Kerlchen so groß, dass es seine Tage zwar im Garten, aber ohne den Gitterbehälter verbringen durfte. Da hüpfte es dann umher, flog auch schon mal auf einen niedrigen Ast, lies sich die Sonne auf seinen Vogelpelz brennen und machte durch leise Piepgeräusche auf sich aufmerksam. Daher musste ich nie nach dem Jungtier suchen, um ihm seine Futterration darzureichen. Es pickte bereits selbständig auf dem Boden herum und das bereit gestellte Wasserbad, war ein ganz besonderes Vergnügen. Da spritzten die Wassertropfen in alle Richtungen und zum Schluss war an Fliegen nicht mehr zu denken, auch wenn durch das Prusten und Schütteln das meiste Wasser entfernt war.

Futtersuche ist ganz schön stressig

Das Abnabeln

Den Eltern gleich, ging ich nun permanent auf Futtersuche und kam dabei ganz schön ins Schwitzen, denn das kleine Wesen war ein Nimmersatt. Nachts stellte ich das Körbchen in die Wohnung und jeden Morgen galt es die "Windeln" zu wechseln, bevor das Vögelchen wieder hinaus in den Garten verfrachtet wurde. Das Jungtier gedieh dabei prächtig und jetzt konnte ich erkennen, dass es sich um eine Jungamsel handelte. Die ersten Flugversuche fanden im Wohnzimmer statt und nachts schlief der kleine Piepmatz auf dem Gummibaum, der nach einiger Zeit völlig mit Kotresten bedeckt war. Ist ja wohl Düngemittel! Auf das Körbchen stellte ich einen Gitterbehälter, den ich von meinem Fahrrad abgeschraubt hatte, und diese "Einrichtung" war die Tagesstätte im Garten. Immer hatte ich meinen kleinen Pflegling unter Beobachtung und dann wollte ich meinen Augen nicht trauen. Ein Amselmann (man erkennt dies am schwarzen Gefieder und dem gelben Schnabel) war auf dem Gitterbehälter gelandet und fütterte durch die Stäbe hindurch den Kleinen mit

Langsam wollte ich mich als "Tiermutter" allerdings aus dem Staube machen. Denn Amseln sind nun mal Wildtiere und sollten nicht auf Dauer in menschlicher Obhut verbleiben. Als der Piepmatz richtig flugtüchtig war, ignorierte ich schweren Herzens seine kläglichen Pieptöne nach Nahrung und nachts musste er nun einfach draußen bleiben. Klar stellte ich ihm noch ein Futterschälchen hin und beobachtete ihn weiterhin, ob er vielleicht noch meiner Hilfe bedurfte. Aber er hatte sein eigenes Vogelleben bestens gemeistert und ich war um eine schöne Erfahrung reicher. ■

Wachsen und Gedeihen

Weiterführende Informationen finden Sie hier: wp.wildvogelhilfe.org/de/vogelwissen/die.../wie-fuettert-manjunge-wildvoegel https://www.nabu.de › Tiere & Pflanzen › Vögel › Vögeln helfen https://www.spatzenhilfe.de/spatz-gefunden Der Strohhalm Nr. 26

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SILBERPFOTEN

unser Projekt

Liebe Tierfreundinnen und Tierfreunde, vier Jahre ist es nun her, dass wir mit Silberpfoten ein einzigartiges Projekt zur Unterstützung von Tieren und ihren Menschen ins Leben gerufen haben. Wieder können wir auf ein sehr erfolgreiches Jahr zurückblicken. Der aktive Ausbau unserer Pressearbeit hat sich spürbar gelohnt. Durch zahlreiche Zeitungsartikel bekamen wir viel Aufmerksamkeit und einen großen Zulauf an neuen ehrenamtlichen Helfern. Ein Glück, denn auch die Anzahl der Fälle, in denen unsere Hilfe benötigt und in Anspruch genommen wird, stieg enorm an.

Mit Stolz dürfen wir daher einmal mehr feststellen, dass Silberpfoten seinen Kinderschuhen sehr schnell entwachsen und aus unserer Tierschutzarbeit nicht mehr wegzudenken ist. Das neue, moderne und einzigartige Design unserer Webseite soll unser Projekt nun noch weiter voranbringen. Ein großes Dankeschön dafür an die Agentur Strichpunkt in Stuttgart für ihre großartige Arbeit, die sie komplett kostenlos für uns geleistet hat! Ebenfalls erhielten wir eine große finanzielle Unterstützung von Finderwille STUTTGART - Suchhundeausbildung. Sie hat den gesamten Erlös ihrer diesjährigen Aktion "HOPE" unserem Projekt gespendet. Vielen Dank! Eine Vielzahl unserer Ehrenamtlichen ist neben dem Einsatz in der Tierbetreuung für Silberpfoten auch in anderen Bereichen für den Tierschutz aktiv. Etwa als fleißige Kuchenbäcker für Veranstaltungen, in der Öffentlichkeitsarbeit oder der Organisation von Tierschutz-Treffen. Und immer wieder darf ich bei meiner Arbeit erleben: Tierschutz verbindet Menschen und Generationen, fördert gegenseitiges Verständnis und ein engagiertes Miteinander. Damit ist er viel mehr als die Summe seiner Teile. Ich möchte mich herzlich bei all den Menschen bedanken, die Silberpfoten und dem Tierschutzverein Stuttgart ihr Vertrauen schenken und so dieses wunderschöne Miteinander ermöglichen und fördern. Auch im kommenden Jahr sind wir auf Eure tatkräftige Unterstützung durch aktive Hilfe, sowie Geld- und Sachspenden angewiesen. Denn nur so können wir weiterhin gemeinsam stark für Mensch und Tier sein. Wir dürfen gespannt sein, was das Jahr 2019 für uns bereit hält. Einen guten Rutsch wünscht Euch Euer Marcel

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für


Senioren und ihre Tiere

Wieder ein voller Erfolg: Generationsübergreifendes Tierschutz-Treffen in unserem Tierheim

Futter für Flora: Floras Frauchen kann die schweren Futtersäcke selbst nicht schleppen.

Beautiful Bärbel: Schützling Bärbel muss regelmäßig zur Fellpflege. Dank Silberpfoten kein Problem. Spenden macht glücklich: Ein großes Dankeschön an die regelmäßige Spenderin und Silberpfotenfreundin.

Kontaktdaten zu Silberpfoten finden Sie auf Seite 2.

Kaiserliches Gassigehen: Der kleine Napoleon kommt durch Silberpfoten wieder regelmäßig raus. Welch ein Glück für den Kleinen und sein Frauchen.

Teamwork: Viele Ehrenamtliche engagieren sich nicht nur in der Tierbetreuung, sonder auch in unserem Aktionsteam und im Team Verwaltung und Öffentlichkeitsarbeit. Toller Einsatz! Der Strohhalm Nr. 26

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Unser Projekt "Neue Hundeausläufe" In 2017 wurde das neu erworbene Grundstück mit einer Fläche von rund 18 Ar in Teilen und mühevoller ehrenamtlicher Arbeit für den neuen Hundeplatz vorbereitet. Jetzt sollten noch die sehnlichst gewünschten Hundeausläufe realisiert werden. Trotz dem schönen Sprichwort: "Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg", schien das Vorhaben aus Kostengründen zunächst zu scheitern. Doch ein weiteres Sprichwort: "Immer wenn Du denkst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her", ließ unser Vorhaben wieder aufblühen.

K

osten sind im Tierheimbetrieb allgegenwärtig, daran muss man sich gewöhnen. Doch außergewöhnliche Kosten haben einfach keinen Platz in unserer Planung und verursachen regelrecht Magenschmerzen. So ging es uns bei der Planung unserer neuen Hundeausläufe. Durch einen erfolgreichen Spendenaufruf wären zunächst die Kosten für die umfangreichen Zaunanlagen gedeckt gewesen. Und dann meldete sich Frau Erika Schneider bei uns. Sie

ist glückliche Hundehalterin einer ehemaligen Tierheimhündin und steht einem Bauunternehmen vor. Ohne langes Hin und Her sagte sie zu, dass ihr Unternehmen alle diesbezüglichen Tätigkeiten ehrenamtlich übernehmen werde. Wir hätten nur die Materialkosten zu tragen. Und so ist es auch geschehen. Schwere Baumaschinen waren tagelang im Einsatz. Es wurde gebaggert, abgeräumt, gerüttelt, planiert und betoniert. Dabei waren die ehrenamtlichen Mitarbei-

ter gerne auch bei der weiteren Planung behilflich. Zumal man ja auch an Wasseranschlüsse, Beleuchtung und Treppenzugänge denken musste. Jeder Tag brachte uns unserem Ziel ein Stückchen näher. Wobei man sich anfangs nicht vorstellen konnte, dass aus diesen Erdmassen irgendwann einmal nutzbare Ausläufe entstehen sollten. Doch pünktlich zu unseren Tagen der offenen Tür am 30. Juni und 1. Juli 2018, konnten die Ausläufe eingeweiht werden. Was für ein Kraftakt! ■

Danke, Danke, Danke!

von links: Erika Schneider, Dirk Wittmacher (beide Schneider-Gruppe), Angelika Schmidt-Straube (Vorsitzende), Marion Wünn (Tierheimleiterin)

Unser allerherzlichster Dank geht an Erika Schneider und ihre Schneider-Gruppe, die uns so wunderbar unterstützten.

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Stinkehund = ungesund Immer wieder im Leben trifft man auf Menschen die behaupten, Hunde stinken. Insgeheim denke ich meist, was für Idioten. Allerdings wissen wir seit Albert Einstein, alles im Leben ist relativ. Und ja, es gibt sie wirklich: Stinkende Hunde. von Carmen Rühle

Z

eit der Sache auf den Grund zu gehen. Wie riecht ein Hund? Nach einer ausführlichen Studie bin ich zu dem Ergebnis gekommen, dass unsere Haushunde nach Zuhause, Geborgenheit und Liebe riechen. Die Hunde im Tierheim können leider noch nicht nach Zuhause riechen. Sie duften nach Freundschaft, Hoffnung und man bemerkt die leichte Nuance von Glück, die der neue Besitzer bald viel stärker wahrnehmen wird. Nun ja, da gibt es noch das Phänomen nasser Hund. Der stinkt auch nicht, wie allgemein behauptet wird. Er verströmt den Geruch von Regen, Wald, Natur, Abenteuer und Spaß. Gerade im Wald werden einige unserer vierbeinigen Freunde immer wieder animiert, sich in Wildlosungen, Aas oder sonstigen Hinterlassenschaften zu wälzen. Und da haben Sie ihn! Den berüchtigten stinkenden Hund. Doch der hippe Hundehalter von heute weiß sich zu helfen. Mit einer warmen Dusche und einem Hundeshampoo ist der Urzustand, nämlich der Geruch nach Zuhause, Geborgenheit und Liebe umgehend wieder hergestellt. Bitte nach dem Duschen die angemessene Belohnung des Vierbeiners nicht vergessen. Zeit für ein Leckerli. Schau mal nach Und nun nähern wir uns dem eigentlichen Problem. Der treue plüschige Freund muffelt und sämtliche Pflege mit Hundeshampoo und Bürste hilft nicht mehr weiter. Dann ist es an der Zeit, beziehungsweise fast schon zu spät, mal in den Fang des Hundes zu schauen. Oft ist dann das Gebiss des Hundes in einem katastrophalen Zustand vorzufinden. Vor Zahnstein sieht man die Zähne nicht mehr. Das Zahnfleisch ist entzündet, es liegen Infektionen der Maulhöhle vor. Wie

wir Menschen können auch Hunde Parodontose bekommen. Und hier ist Vorsicht geboten, da in der Folge der Parodontitis Bakterien über die Blutbahn im Körper verteilt werden und dadurch Herz, Leber und Niere schädigen können. Jetzt ist es allerhöchste Eisenbahn den Tierarzt Ihres Vertrauens aufzusuchen. Leider ist für eine ordentliche Zahnsanierung des Hundes eine Narkose erforderlich. Diese ist, wie alles im Leben, mit Risiken verbunden. Die Risiken können jedoch durch eine gute Voruntersuchung, inklusive Blutabnahme, und eine gute Narkoseüberwachung minimiert werden. Hierzu können Sie sich beim Tierarzt ausführlich beraten lassen. Zahnsteinentfernung Es gibt zwischenzeitlich bei einigen Tierheilpraktikern und Hundefrisören die Möglichkeit der Zahnsteinentfernung ohne Narkose. Das klingt erstmal verführerisch, führt aber nicht zum gewünschten Erfolg. Für die Hunde liegt hier ein großer Stressfaktor vor, außerdem kann nur eine sehr oberflächliche Reinigung erfolgen. Die eigentlichen Krankheitsherde, wie zum Beispiel entzündete Zahnfleischtaschen, sind so nicht erkenn- und behandelbar. Auch kann es vorkommen, dass Zähne gezogen werden müssen. Dies ist nur durch einen Tierarzt möglich. Auch wenn die Zahnbehandlung unter Narkose für uns als Tierhalter mit Ängsten verbunden ist, haben unsere Tiere die Gesunderhaltung des Zahnapparates und die dadurch gewährte Schmerzfreiheit verdient. Zahnpflege Stellen Sie sich vor Sie haben ein Date und Ihr Gegenüber hat vergammelte Zähne. Lust zum Küssen? Nein, denn es ist eklig und unhygienisch. Ergo Zahnpflege gehört zur

Hundepflege wie bürsten und Ohren putzen. Das bedeutet natürlich, dass hier nicht nur der Tierarzt gefragt ist, sondern auch Sie. Zähne putzen aber richtig, einmal täglich das ist wichtig! Üben Sie doch mit Ihrem Tiergefährten das regelmäßige Zähne putzen. Es gibt mittlerweile unterschiedliche Angebote an Hundezahnbürsten und Hundezahncreme. Statt Pfefferminzgeschmack finden wir hier zum Beispiel Zahnpasta mit Putengeschmack. Natürlich gibt es auch Hunde, die beim Zähneputzen auf keinen Fall mitmachen werden. Bevor Sie sich die Hand abbeißen lassen, schauen Sie sich bitte nach Alternativen um. Es gibt verschiedene Kausnacks oder Hundespielzeuge, die den Erhalt des Gebisses unterstützen. Wichtig ist einfach, dass Sie bei der Pflege Ihres Tieres die Zähne nicht aus den Augen verlieren. Das Ergebnis ist dann in jedem Fall auch ein wohlriechender Hund. Kontrolle beim Tierarzt An dieser Stelle möchte ich noch darauf hinweisen, dass auch andere Erkrankungen zu einem unangenehmen Geruch führen können. Wenn Ihr Tier unangenehm riecht und durch Fellpflege keine Abhilfe zu schaffen ist, ist auf jeden Fall eine tierärztliche Kontrolle erforderlich. Bezüglich der Zähne sind natürlich auch die Katzenbesitzer gefragt. Bei Katzen gibt es zum Beispiel die Zahnkrankheit FORL, die sehr schmerzhaft ist und oft lange unentdeckt bleibt. Bitte denken Sie daran: Wer sein Tier gut hegt und pflegt, den Grundstein für ein langes Leben legt! Dann klappt das auch mit dem Geruch nach Zuhause, Geborgenheit und Liebe und wenn Sie auf der Suche nach Glück sind, dann schauen Sie sich doch mal in unserem Tierheim um. ■

Der Strohhalm Nr. 26

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Unser Katzenhaus Katzen versprühen unendlichen Charme und lassen sich, ganz im Gegensatz zu Hunden, nicht unbedingt dressieren. Sie sind sowohl Schmusetiger, als auch Kratzbürste, jederzeit neugierig, manchmal arrogant, meist selbstbewußt, aber letztendlich wunderbare Hausgenossen. von Sabine Brombacher

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erne möchte ich Ihnen heute einen Einblick in unser Katzenhaus verschaffen welches zwar bereits im Jahr 1990 erbaut wurde, aber insgesamt den Ansprüchen unserer Samtpfoten gerecht wird. Alle Katzenzimmer haben jeweils einen Zugang zum Außengehege und die Tiere können sich so, ganz nach Belieben, ihren Lieblingsaufenthaltsort aussuchen. Überschaubare Räumlichkeiten Die Bewohner der einzelnen Zimmer wurden mit Bedacht zusammengestellt, da sich manche Katzen einfach nicht grün sind und Streitereien somit ausgeschlossen werden können. Das hat bislang recht gut funktioniert, denn auch die Belegdichte ist überschaubar. Damit bei den durchaus neugierigen Tieren keine Langeweile aufkommt, stehen die unterschiedlichsten Spielzeuge zur Verfügung. Und natürlich Kuschelkörbchen und Rückzugsmöglichkeiten in Hülle und Fülle. Die Samtpfötchen sollen sich schließlich bei uns wohlfühlen, auch wenn ein eigenes Zuhause nicht zu überbieten ist. Alltag im Katzenhaus Zum Glück sind Böden und Wände der Katzenzimmer gefliest, was die Reinigungsarbeit sehr erleichtert. Aber keine Sorge, die Wärme liebenden Katzen bekommen keine kalten Pfoten, den die Räume sind allesamt mit einer Fußbodenheizung ausgestattet. Wenn ich morgens um Sieben mein Katzenhaus betrete, schauen mich manche der Stubentiger noch ganz verschlafen an und wollen dann aber doch ausgiebig begrüßt werden. Zunächst schaue ich mir alle Bewohner an, ob mit ihnen auch alles in Ordnung ist. Routinearbeit Dann geht es gleich mit der Routinearbeit los. Alle Katzentoiletten erfahren eine ausgiebige Reinigung, die Kuscheldecken und Teppiche werden ausgeschüttelt, oder in die Waschmaschine gesteckt, die Böden feucht ausgewischt, sowie die Wasser- und Fressnäpfchen geleert, 14

Der Strohhalm Nr. 26 20

gereinigt und wieder frisch verfüllt. Auch wenn diese Arbeiten täglich aufs neue stattfinden, beobachten mich einige Tiere neugierig und streichen mit hoch aufgestelltem Schwanz um meine Beine herum, wobei andere das gar nicht toll finden und Reißaus nehmen. Bürokratie Leider bleiben Tiere nicht von Krankheiten verschont und auch im Katzenhaus gibt es einen Medikamentenplan, der mit großer Sorgfalt einzuhalten ist. Jedes Tier hat so eine Art Karteikarte, auf der alle relevanten Daten des Tieres vermerkt sind und die ständig zu aktualisieren ist. Ein bisschen Bürokratie ist eben auch hier angesagt, doch letztendlich profitiert man von lückenlosen Aufzeichnungen. Alle außergewöhnlichen Begebenheiten und Sonderfälle werden im Revierbuch vermerkt. Das hat den Vorteil, dass auch Mitarbeiter welche nicht regelmäßig im Katzenhaus tätig sind, sich rasch einen Überblick verschaffen und nötige Maßnahmen ergreifen können. Schließlich geht es im Tierheim an sieben Tagen in der Woche rund und ich möchte auch an meinen freien Tagen gewiss sein, dass meine Schützlinge bestens versorgt sind. Glücksfall Vermittlung Nachmittags bleibt für Routinearbeit eigentlich nicht viel Zeit, denn da haben Tierinteressenten Vorrang. Es macht viel Freude, den Katzenfreunden unsere Tiere vorzustellen und die jeweiligen Eigenarten hervorzuheben. Und am allerschönsten ist es dann, wenn aus der reinen Vorstellung eine wahre Vermittlung wird und eines meiner Lieblinge in ein neues Zuhause umziehen darf. Doch der leer gewordene Platz wird schnurstracks wieder durch einen neuen Bewohner ausgefüllt, denn unsere Katzenquarantäne ist dankbar, wenn sie wieder ein Tier in die Obhut des Katzenhauses abgeben kann. Ein ständiger Kreislauf von Kommen und Gehen und ich kann mir im Moment nichts schöneres vorstellen, als hier im Katzenhaus für die Samtpfötchen da zu sein. ■


Der Verein und sein Tierheim " Der Mensch wird am Du zum ich." Martin Buber

Mitgliederversammlung 28. Juni 2018 Weniger als 5 % unserer Mitglieder sind der Einladung gefolgt und nahmen an der ordentlichen Mitgliederversammlung teil. Wie in den vergangenen Jahren fand die Versammlung auf unserem Tierheimgelände statt und wir wurden, trotz anfänglicher Sorge, nur von einem kleinen Regenschauer heimgesucht.

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amit alle Mitglieder, zumindest was die Zusammensetzung von Vorstand und Verwaltungsrat anbelangt, auf dem Laufenden sind, stellen wir hier unsere aktuellen Amtsinhaber namentlich vor. Vorstand: Vorstandsvorsitzende: Angelika Schmidt-Straube Stellvertreter: Harald Giese Schatzmeister: Matthias Appel Schriftführerin: Inge Derenbach

Verwaltungsrat: Holger Albrecht Silvie Brucklacher-Gunzenhäußer Rüdiger Gunzenhäußer Dr. Thomas Kölpin Petra Veiel Winfried Wiedersich Jeweilige Kontaktaufnahme unter Email: vorstand-tsv@stuttgart-tierheim.de

Nur gemeinsam sind wir stark

Auch wenn unser jährlicher Mitgliedsbeitrag sehr gering ist, vergessen doch viele Mitglieder diesen zu entrichten. Er ist immer am Anfang eines Kalenderjahres fällig. Mit einer Einzugsermächtigung sind Sie dabei auf der

Postanschrift: Tierschutzverein Stuttgart Furtwänglerstraße 150 70195 Stuttgart

sicheren Seite! Ihre Bankverbindung hat sich geändert? Bitte teilen Sie uns dies umgehend mit. Das erspart uns Zeit und Kosten, welche wir gerne für unsere Tiere verwenden! Kontaktdaten finden Sie auf Seite 2.

Dank Nachlass überlebt Tiere benötigen die Verantwortung von uns Menschen. Wir übernehmen sie, wenn andere es nicht mehr können oder wollen. Sie können unsere Arbeit unterstützen und den Tieren durch ein testamentarisches Vermächtnis helfen. Persönliche und vertrauliche Beratung erhalten Sie bei unserer 1.Vorsitzenden. Vorab gerne telefonisch unter 0711- 38 36 75.

Wir gedenken unserer verstorbenen Mitglieder und werden Ihnen allezeit ein ehrendes Andenken bewahren.

╬ 2018 Der Vorstand

Der Der Strohhalm Strohhalm Nr. Nr. 20 26

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Sommerfest im Tierheim

30.06.+01.07. 2018 Am ± 40 Stand

Bei unseren Tierheimfesten spielen unsere vier- und zweibeinigen Mitgeschöpfe generell die Hauptrolle. Doch auch unsere Mitmenschen kommen niemals zu kurz. Wir versuchen sie nach Strich und Faden zu verwöhnen, was uns meistens auch bestens gelingt.

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asst Bilder sprechen! Das wollen wir in dieser Strohhalm-Ausgabe praktizieren und Sie durch unterschiedliche Eindrücke am Sommerfest teilhaben lassen. Mehr auf Seite 12.

Lieben Dank an alle, die zum Gelingen dieses Festes beigetragen haben.

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Der Strohhalm Nr. 26


Weihnachtsmarkt im Tierheim 1.+2. Dezember 2018 Schöne Vorweihnachtszeit

Der Lauf der Jahreszeiten macht auch nicht vor unseren Toren halt und oft kann man es kaum glauben, dass das Weihnachtfest bereits wieder vor der Tür steht. Grund genug, auch im Tierheim vorweihnachtliche Stimmung aufkommen zu lassen und die Besucher mit herbstlichen Schmankerln, Adventsgestecken und einer Weihnachtstombola zu erfreuen. Vielleicht sieht man hie und da auch einen Weihnachtsmann um die Ecke flitzen?

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amit alle Besucher voll auf ihre Kosten kommen, lassen wir uns stets allerhand einfallen. Bereits im Eingangsbereich begrüßt sie generell der befreundete Verein "Katzenhilfe Stuttgart e.V.", mit dem wir seit vielen Jahren vertrauensvoll zusammenarbeiten und der in diesem Jahr sein 40-jähriges Bestehen feiert. Dazu gratulieren wir natürlich ganz herzlich und wünschen

Ein gern gesehener Gast

weiterhin ein glückliches Händchen bei der Versorgung unzähliger Samtpfötchen. Darauf erheben wir gerne das Glas und freuen uns auf eine weitere und fruchtbare Zusammenarbeit. Geschenke und Mitbringsel Bei unserer ± 40 Gruppe gab es wieder traumhafte, handgefertigte Adventsgestecke käuflich zu erwerben, die im handumdrehen allesamt zufriedene Abnehmer fanden. Auch die "Silberpfoten" boten unterschiedliche und ebenfalls handgefertigte Waren an, die jeden Haushalt kulinarisch

abrunden. Natürlich gab es auch viel Informationen zu den einzelnen Projekten, die uns am Herzen liegen. So konnten sich die Besucher bei unseren Taubenfreunden bestens über das Stuttgarter Taubenprojekt informieren und dazu die unterschiedlichsten Fragen stellen. Die Hundevorstellungen Ein ständiger Publikumsmagnet sind und bleiben Stefans Hundevorstellungen, die an keiner Veranstaltung fehlen dürfen. Mit großer Fachkenntnis und ebensolcher Eloquenz rückt Stefan Groß unsere Hunde für die Zuschauer ins beste Licht und geht dabei immer auf die jeweiligen Eigenarten der Tiere ein. Ein wahrer Meister seines Fachs! Während etliche Besucher bei der Tombola auf den Hauptgewinn hofften, deckten sich andere an unseren Flohmarktständen mit den unterschiedlichsten Accessoires ein. Und für die Freunde unterhaltsamer oder auch ernster Lektüre war der Büchermarkt wieder bestens bestückt. Gruschteln und Wühlen Am gut sortierten Kleidermarkt wechselte das ein oder andere Lieblingsstück den Besitzer und am Körbchenstand fanden sich Tierbesitzer ein, die ihren Lieblingen mal wieder was Neues gönnen wollten. Und an beinahe jeder Ecke erhielten die Besucher Informationen über unterschiedliche Tiere und deren Haltungsanforderungen. Mit frisch gebrühtem Hochland-Kaffee und hausgemachtem Kuchen verwöhnten wir unsere Gäste ebenso, wie mit den unterschiedlichsten Speise- und Getränkeangeboten. Schade, dass so ein Tag sehr schnell vorübergeht. Dank an alle, die dabei waren. Egal ob als Besucher, als Helfer oder als Mitarbeiter. Sie alle machen eine geglückte Veranstaltung erst möglich. Das halten wir uns stets dankbar vor Augen. Der Strohhalm Nr. 26

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Tierisch gute "Promis" Hier möchten wir Ihnen in unregelmäßigen Abständen tierisch gute Mitmenschen vorstellen, die vielleicht nicht unbedingt berühmt sind, dafür aber das Herz auf dem rechten Fleck haben. In dieser Ausgabe des Strohhalms beginnen wir mit Timo Hildebrand. von Silvie Brucklacher-Gunzenhäußer

Timo Hildebrand, Jahrgang 1979, geboren in Worms. Ehemaliger Torwart der Spitzenklasse. Erfolge: Als Nationalspieler U18-Vize-Europameister: 1998. 3. Platz beim Konföderationen-Pokal: 2005 Weltmeisterschafts-Dritter: 2006 Mit dem VfB Stuttgart Deutscher Meister: 2007 DFB-Pokal-Finalist: 2007 UI-Cup-Sieger: 2000, 2002 Mit dem FC Valencia Spanischer Pokalsieger: 2008 Auszeichnungen Bambi-Publikumspreis als bester deutscher Nachwuchsspieler: 2003 Fußballer des Monats (September 2003, Oktober 2003, Mai 2007) Kicker-Torhüter des Jahres: 2004 Silbernes Lorbeerblatt: 2006 Unser Super-Sportler verzichtet aus Tierliebe und Überzeugung auf Fleisch und tierische Produkte und ist seit März 2014 Gesellschafter und Markenbotschafter der veganen Supermarktkette Veganz. Seit 2016 engagiert er sich für den Vegetarierbund Deutschland und ist unter anderem Botschafter der Stiftung Strahlemann e.V. (Bildungsprojekte für Kinder und Jugendliche). Für seinen Sohn (geb. 2012) hat er 2014 das Kinderbuch geschrieben: Noja und seine magischen Torwarthandschuhe

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er Mensch ist ein intelligentes Lebewesen, denn er hat die Atombombe erfunden! Welche Maus käme jemals auf die Idee, eine Mausefalle zu konstruieren? Verfasser unbekannt

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Der Strohhalm Nr. 26

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er Mensch ist im Grunde ein wildes, entsetzliches Tier. Wir kennen es bloß im Zustand der Bändigung und Zähmung. Arthur Schopenhauer

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s trinkt der Mensch, es säuft das Pferd, doch manchmal ist es umgekehrt!

Verfasser unbekannt


Da kann ich mich entspannt zurücklehnen. Zum Glück hat sich meine Familie für Maler Giese und Boden BK entschieden! Die haben nicht nur die gesamte Hausrenovierung bis ins letzte Detail geplant, sondern auch gleich die neuen Wände eingezogen, vergipst, gestrichen und einen gesunden Kalkputz aufgebracht, alle Decken gedämmt und den schicken Parkett verlegt, auf dem mein Körbchen steht. Wau! So leicht kann renovieren sein: a a a a a a

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Der Alltag bei den Kleintieren von Jessica Bisko und Diana Kneis

Wir Tierpflegerinnen werden jeden Morgen von neuen Überraschungen heimgesucht, da nach unserem Arbeitsende doch noch das eine oder andere Tier im Tierheim Unterschlupf suchte und natürlich auch fand. Wir bringen dann einfach alles auf die richtige Reihe und schlimmstenfalls steht uns ja Jochen Vetter zur Seite, dem in Sachen Kleintiere wohl keiner das Wasser reichen kann. Doch in der Regel sind wir mit unseren erworbenen Kenntnissen bestens für die Versorgung der Kleintiere ausgestattet.

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icherlich können Sie sich nicht vorstellen, dass wir jeden Tag weit über 500 Kleintiere versorgen müssen. Dabei gilt es, die Ansprüche der unterschiedlichen Rassen peinlichst genau zu beachten. Klar haben wir mittlerweile eine Routine entwickelt, die uns die Arbeit einigermaßen erleichtert, aber es ist und bleibt ein "Knochenjob". Was sind eigentlich Kleintiere? Zu den Kleintieren zählen alle gefiederten Mitgeschöpfe. Die Papageien und unterschiedliche Sittiche, die Schwäne, Gänse und Enten und oft auch deren Nachwuchs. Die Zwerghähne und Zwerghühner, sowie die ganz normalen Haushühner und Haushähne. Die Fasanen und Finken, die Tauben und Sperlingsvögel und oft auch Krähenvögel. Bei den pelzbehafteten Kleintieren unterscheiden wir zwischen Hamstern, Meerschweinchen, Ratten, Kaninchen, Hasen, Mäusen und Chinchillas. Wo sind die Kleintiere untergebracht? Unsere Tiere sind in unterschiedlichen Einrichtungen untergebracht, was uns natürlich etliche Meter zurücklegen lässt, um von der einen zur anderen Einrichtung zu gelangen. Aber das hält uns fit und von Erkältungen bleiben wir daher meist verschont. Wie ist der Arbeitstag strukturiert? Morgens gilt es zunächst alle Einrichtungen und Käfige peinlichst zu reinigen und mit neuer Einstreu zu versehen. Dabei ist die alte Einstreu zu entsorgen. Das Futter für die jeweilige Tierart muss in mundgerechte Stücke zerteilt und auf die zuvor gereinigten Näpfe verteilt werden. Stets ist auf ausreichende Versorgung aller Tiere mit Frischwasser zu achten und dieses gegebenenfalls

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Der Strohhalm Nr. 26

mehrmals täglich auszutauschen und die Wassernäpfchen und -spender sind grundsätzlich in einem einwandfreien hygienischem Zustand zu halten. Da wir bereits um 7.00 Uhr morgens mit der Arbeit beginnen, haben wir meist um 12.00 Uhr das Gröbste geschafft, sind aber noch lange nicht fertig. Interessenten Ab 14.00 Uhr kommen die Tierheimbesucher. Dann werden wir bei der Tierpflege oft unterbrochen, denn die Damen und Herren möchten über die Eigenart ihrer gewünschten Tierart aufgeklärt werden und natürlich auch ihr gewünschtes Tier in Augenschein nehmen. Diese Arbeit macht eigentlich sehr viel Freude, können wir unseren Zöglingen doch so ein neues Zuhause verschaffen. Tierübergabe Doch gibt es auch Besucher, die ihr Tier abgeben möchten. Dann müssen wir eine neue Heimstatt herrichten, die sich niemals bei den bereits vorhandenen Tieren befinden darf. Dazu haben wir unsere Quarantänestationen, die natürlich für jeden Besucher tabu sind. Nach der Quarantänezeit können wir die Tiere dann zu den bereits vorhandenen Arten gesellen. Vorab gilt es natürlich tierärztlich abzuklären, ob eine Kastration von Nöten oder bereits erfolgt ist. Besser ist ein Tier vom Tierheim Manchmal ist die Feststellung, ob ein Tier männlich oder weiblich ist, für uns recht schwierig. Aber wir lernen jeden Tag dazu und freuen uns, wenn sich Tierfreunde für ein Kleintier aus dem Tierheim entscheiden. Im Zoogeschäft kümmert sich keiner, wo das erworbene Tier hinkommt. Ganz im Gegensatz zu uns. ■


Kaninchenhaltung von Jochen Vetter

Kaninchen sind zweifelsfrei ganz kuschelige Kleintiere und können sich, bedingt durch ihre liebenswerte Ausstrahlung, ganz leicht das Herz von uns Menschen erobern. Doch wer sich nicht ausführlich über ihre Haltungsansprüche informiert und diese auch rigoros einhält, erweist diesen entzückenden Mitgeschöpfen einen Bärendienst.

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aninchen sind Fluchttiere und zum Kuscheln eigentlich ungeeignet. Gleichzeitig sind sie sehr sensibel und leider auch krankheitsanfällig. Sie können keinesfalls allein gehalten werden, sondern brauchen mindestens einen artgleichen Partner. Damit sich kein unerwünschter Nachwuchs einstellt, ist eine Kastration, zumindest der männlichen Tiere, geradezu ein Muss. Zudem empfehle ich dringend, auch die ausgewachsenen Weibchen kastrieren zu lassen. Sie werden dadurch extrem ruhiger. Der Hauptgrund liegt dabei allerdings in der Gesundheitsvorsorge, denn unkastrierte Weibchen neigen zu Gebärmuttervereiterungen oder Tumoren. Vor allem ältere Kaninchendamen sind von diesen gesundheitlichen Beeinträchtigungen betroffen. Eine kastrierte Kaninchendame wird auch nicht scheinträchtig und verhält sich somit gegenüber ihrem Partner und auch gegenüber dem Halter nicht aggressiv. Örtlichkeit Kaninchen brauchen viel Platz und regelmäßig Auslauf. Ein handelsüblicher Käfig kann nie der Lebensraum für Kaninchen sein, auch wenn er noch so groß scheint. Bei der reinen Wohnungshaltung muss zusätzlich für ausreichend Bewegungsspielraum gesorgt werden. Dabei gilt es zu bedenken, dass die Tiere sich gerne an Teppichen, Kabeln und sonstigem Inventar zu schaffen machen, was außer Kot und Urin, die Einrichtung sehr in Mitleidenschaft ziehen kann. Bauen sie dem Kaninchen einfach eine schöne Anlage, die auch gut gereinigt werden kann. Schön wäre natürlich ein sicheres Gehege im Garten mit Unterschlupfmöglichkeit, Schattenplatz im Sommer und wärmeisolierter Behausung für den Winter. Aber Vorsicht, Kaninchen können ganz anschauliche Tunnel graben. Daher müssen Sie für eine gute Ausbruchssicherheit Sorge tragen. Auch hier, wie bei der Wohnungshaltung, ist die Reinigung der Unterkunft sehr zeitintensiv und sollte aus Hygienegründen täglich vorgenommen werden. Wie alt werden Kaninchen Bei guter Haltung können Kaninchen ein stolzes Alter von

rund

zehn Jahre erreichen. Die wenigsten möchten auf den Arm genommen und gekuschelt werden, was gerade Kinder liebend gerne praktizieren. Kaninchen sind dämmerungsaktiv und können dabei eigenartige Geräusche verursachen, welche als Kratzen oder Klopfen wahrgenommen werden. Gerade bei der Wohnungshaltung kann dies oft als störend empfunden werden. Nahrung Die im Zoofachgeschäft erhältliche Kaninchennahrung entspricht in der Regel nicht den elementaren Bedürfnissen der Tiere. Wenn trotzdem Trockenfutter verfüttert werden soll, dann empfehle ich, bitte Getreidefreies zu verwenden, welches in gut sortierten Tierbedarfshandlungen erhältlich ist. Trotzdem muss der Kaninchenhalter den Speiseplan mit Rohkost und sonstigen Zutaten ergänzen. Das Verdauungssystem der Kaninchen ist auf rohfaserreiche Gräser und andere Pflanzenteile ausgerichtet. Heu macht den Großteil der Kaninchennahrung aus und sollte immer in ausreichender Menge zur Verfügung stehen. Im Sommer kann frisches Gras in Maßen gegeben werden. Frisches Gemüse und Obst gehören täglich auf den Speiseplan, wobei der Gemüseanteil dominieren sollte. Krankheiten Kaninchen sind für verschiedene Krankheiten, wie Verdauungsstörungen und Zahnprobleme, anfällig. Da sie jedoch Krankheitssymptome häufig sehr spät zeigen, muss das Verhalten der Tiere täglich genau beobachtet werden. Vorsicht beim Hochheben des Kaninchens. Durch die Struktur der Wirbelsäule und die Kraft der Beinmuskulatur kann sich ein strampelndes Kaninchen das Rückgrat brechen. Heben Sie ein Kaninchen niemals an den Ohren hoch. Ist ein Hochheben unumgänglich, sorgen Sie dafür, dass die Hinterbeine und der Rumpf jederzeit mit einer Hand abgestützt sind und mit der anderen Hand stützen Sie den Brustkorb. Wenn Sie sich an diese Empfehlungen halten, tun Sie Ihren Kaninchen Gutes. ■ Weitere Informationen unter:

https://www.tierschutzbund.de/fileadmin/.../Die_Haltung_von_ Zwergkaninchen.pdf Der Strohhalm Nr. 26

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Unsere Unterstützer,

A

uch in diesem Strohhalm möchten wir unseren Gönnern und Unterstützern ein herzliches Dankeschön sagen. Ohne ihr Zutun könnten wir unserer verantwortungsvollen Aufgabe nicht nachkommen. Leider. Mit der Kostenerstattung der Stadt Stuttgart de-

cken wir lediglich ein Drittel unserer Aufwendungen. Da kann man nicht getrost die Hände in den Schoß legen. Ganz im Gegenteil. Wir sind nach wie vor auf Spenden und Zuwendungen angewiesen und stellen hier einige Unterstützer und Spender vor.

D

ie Marketingagentur "KOKON" besuchte uns mit einem wunderbaren "Handgepäck", nämlich etlichen Euros, die allesamt unseren Tieren zugute kommen sollen. Herzlichen Dank für das tolle Engagement.

von links: Frau Oberparleiter, Frau Veiel mit Lotte, Frau Burk

Dank an die BW Bank

G

roß war unsere Freude, als wir ein Schreiben der BW Bank erhielten, welches uns eine Spende von 1.500 € für Tierfutter ankündigte. Durch den Reinertrag des PS-Los-Sparens fördert die BW Bank regelmäßig soziale Einrichtungen und unser Tiere können das "Extra" an Futtermittel wunderbar gebrauchen. Ganz lieben Dank für diese schöne Zuwendung.

D

iego, unser ehemaliger Tierheimzögling, nahm an einer Hundeolympiade teil und, wie kann es auch anders sein, belegte den wohlverdienten 1. Platz. Da war die Freude bei den Hundehaltern natürlich mehr als groß, zumal Diego nicht mehr unbedingt zu den Jüngsten zählt. Auch wir sind gleichermaßen mächtig stolz auf dieses clevere Bürschchen und freuen uns ebenso über diesen tollen Erfolg. Da sieht man mal, was so alles in ehemaligen Tierheimhunden steckt. Und auch hier, wie im richtigen Leben, kommt das Beste meist zum Schluss. Das ausgelobte Preisgeld für den Sieg wurde von den glücklichen Hundehaltern an unser Tierheim gespendet. Ganz lieben Dank können wir da nur sagen und weiterhin viel Glück und Erfolg. ■

E

in herzliches Dankeschön an Uwe Bogen und seine Ehefrau Conny, die den Erlös aus einer Signierstunde des Buches: Stuttgarter Frauen - Charakterköpfe unserem Tierheim zugute kommen ließen. Eine wunderbare Geste, bei der auch die "sprachlosen" Mitgeschöpfe einen schönen Stellenwert erhalten. Zumal sie eigentlich auch alle Charakterköpfe sind und insgesamt mehr Beachtung verdienen. von links: Conny Merz-Bogen, Uwe Bogen, Petra Veiel und "Netje"

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Der Strohhalm Nr. 26 17


Spender, Gönner und ... E

ine tolle Leistung der Azubis von DMMarkt, die uns mit einer traumhaften Futterspende überraschten. Ganz herzlichen Dank im Namen unserer Tiere.

D

ank an die Firma Selgros und natürlich an deren Kunden, die uns im Abstimmungsverfahren ein stattliches Sümmchen von Euro 1.000,- zukommen ließen. Eine gute und nachahmenswerte Idee!

von links: Azubi Kaan und Martin Pechmann

Die glücklichen "Gewinner"

"Herz zeigen!" unter diesem Motto wurden die Kunden bei den dm-Märkten aufgefordert, IHRER favorisierten Organisation ihre Stimme zu geben. Wir sind sehr glücklich, dass uns unzählige Kunden ihre Stimme gaben und möchten uns bei der Geschäftsleitung von dm GmbH Co. KG und natürlich bei den tierfreundlichen Kunden herzlich für die wunderschöne Summe von 1.400 Euro bedanken.

Lotto-Schecks im Doppelpack Jeweils in der Ziehung Februar und Juni 2018 wurde unser Verein Nutznießer der Gewinnausschüttung von LOGEO, der Geolotterie. Und das funktionierte so: Der wöchentliche Hauptgewinner von 100.000 Euro durfte zusätzlich mit 5.000 Euro Gutes tun. Diese Summe spendete die Staatliche Toto-Lotto GmbH an eine gemeinnützige Einrichtung in der Region des Hauptgewinners. Der Glückspilz durfte diese auswählen und wir

wurden zwei Mal von tierfreundlichen Gewinnern ausgewählt, die allerdings anonym bleiben möchten. Natürlich sind wir überglücklich und dankbar für die großartigen Zuwendungen. Leider wurde die Geolotterie mittlerweile eingestellt. Ein herzliches DANKESCHÖN an die Staatliche Toto-Lotto GmbH und natürlich an die tierlieben Hauptgewinner, denen wir die schönen Spenden zu verdanken haben. ■

von links: Angelika Schmidt-Straube, Matthias Yagmur, Petra Veiel

von links: Petra Veiel, Gregor Kurz, Angelika Schmidt-Straube Der Strohhalm Nr. 26

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... weitere V

Anlass-Spenden

iele Tierfreunde verzichten zu unseren Gunsten auf Geschenke und sonstige Zuwendungen anlässlich ihres Geburtstages, der goldenen Hochzeit und sonstigen Jubilarfeiern. Das ist eine mehr als ehrenwerte Geste und wir sind froh und dankbar, dass wir auf diese Weise an den freudigen Ereignissen teilhaben dürfen und unsere Tiere letztendlich die Beschenkten sind. Tiere sind wunderbare Mitgeschöpfe, die unseren Einsatz einfach verdienen.

Day of Caring Expedia - herzlichen Dank für die wunderbare Aktion zugunsten unserer Schildkrötengehege von links: Sina, Steve, Larissa,Peggy, Franzi, Jens, Sonja

An dieser Stelle möchten wir allen Jubilaren unseren Glückwunsch und unseren Dank aussprechen. Vielleicht finden sich noch weitere "Nachahmer", die ihren Gästen diese noble Idee nahebringen möchten. ■

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Statt Grabschmuck

s ist schwer einen geliebten Menschen zu verlieren und ihn auf seinem letzten Weg zu begleiten. Doch auch in der größten Trauer wird an unsere Tiere gedacht und darum gebeten, auf Grabschmuck zu verzichten und stattdessen dem Tierschutzverein Stuttgart eine Spende zukommen zu lassen. Unser aufrichtiger Dank an alle, die uns auf diese Weise bedachten. ■

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erzlichen Dank an die Emma- und OlgaRauchfuß- und Eva Wolff-Stiftung, die uns in diesem Jahr mit € 5.000 für unseren Hundeplatz und mit € 3.000 für unser Projekt "Silberpfoten unter die Arme griff. Wir sind sehr dankbar, dass sich der Stiftungsvorstand unseren Mitgeschöpfen zugetan fühlt.

Weihnachtsbaum-Spendenaktion, Fressnapf Feuerbach. Herzlichen Dank für die Gaben!

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Der Strohhalm Nr. 26

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Patenschaften

ine schöne Idee der Unterstützung sind die Patenschaften. Wir sagen allen Paten ein ganz herzliches Dankeschön. Weitere Informationen zu einer Patenschaft finden Sie auf Seite 30. ■

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anke sagen möchte wir der Robert Breuning Stiftung, die uns in diesem Jahr mit der traumhaften Summe von € 10.000 unterstützte. Ein wunderbares und ehrenwertes Engagement!

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ür unser Projekt "Silberpfoten" konnte sich die Robert Pröbstl-Stiftung dieses Jahr erwärmen und wir freuen uns über die Zuwendung von € 2.000. Ganz lieben Dank an die Stiftungsverantwortlichen.

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nseren größten Dank möchten wir auch in diesem Jahr der Margarete Müller-Bull-Stiftung aussprechen. Sie wird uns bei der Renovierung unserer alten Hundeausläufe mit € 50.000,- unter die Arme greifen. Ein großartiges Engagement dieser einzigartigen Stiftung.

Weihnachtsbaum- Spendenaktion, Kölle-Zoo Wir danken allen Beteiligten von ganzem Herzen!


Tierfreunde Ein großes Dankeschön an "Happy Dog" und "Happy Cat" für die tollen Futtermittel

Tag der Katze. Herzlichen Dank für die Zuwendungen. von links: Petra Veiel, Renate Oberritter, Ulrike Melzer-Armbruster

Herzlichen Dank für den tollen Einsatz der Firma Informatica. Sie alle haben Großartiges geleistet.

Danke an Praxis Dr. Richter für das großartige Engagement. von links: Marcel Yousef, Herr und Frau Dr. Richter, Petra Veiel

Zu Gast bei Martin Rütter, der unsere Tierschutzkasse mit einem tollen Geldbetrag beglückte. Dafür ein großes Dankeschön.

Herzlichen Dank an die Verantwortlichen folgender Hotels:

Moxy Stuttgart Airport Messe Marriott Stuttgart Sindelfingen Aloft Stuttgart Le Meridien Stuttgart

Sie unterstützten uns nicht nur mit traumhaften Geldspenden, sondern sagten auch für die Zukunft tolle Unterstützung zu. Einfach wunderbar!

von links: Marion Wünn, Martin Rütter, Rosi Braschel, Jutta Bothner

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iele Unterstützer werden hier nicht namentlich genannt. Das hat unterschiedliche Gründe, aber wir sind allen zu großem Dank verpflichtet. Jede Zuwendung kommt selbstverständlich ausschließlich unseren Tieren zugute. Wir sind in der glücklichen Lage, dass unsere Geschäftsführung völlig ehrenamtlich arbeitet. Es gibt für die Tätigkeit nicht einmal eine Aufwandsentschädigung. Daher kann jede Spende zu 100% für unsere Mitgeschöpfe verwendet werden. Nicht jede gemeinnützige Organisation kann das von sich behaupten. ■ Der Strohhalm Nr. 26

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Esras Tierheimalltag Hallo ich bin Esra (Foto mitte), die Kangal-Hundedame der Tierheimleiterin. Und im "Strohhalm" darf auch ich mich zu Wort melden. Wie ihr vielleicht wisst, bin ich immer mit dabei. Quasi rund um die Uhr im Einsatz, denn Frauchen wohnt mit ihrer Familie im Tierheim. von Marion Wünn

I

m Tierheim passiert viel. Frauchen sagt immer, dass man im Tierheim nichts planen kann, denn wir wissen nie was passiert. Ob und wie viele Tiere wir täglich aufnehmen müssen ist ebenfalls nicht planbar. Das macht den Alltag natürlich spannend. Ich bin ja immer mit dabei und darf mein Frauchen rund um die Uhr begleiten. Da bekomm ich natürlich alles mit. Morgendlicher Check

Morgens beginnt unser Tag mit einem Rundgang durchs Tierheim. Frauchen schaut in allen Tierhäusern vorbei und spricht mit den Pflegern. Das ist wichtig, denn nur so weiß sie über die täglichen Neuzugänge Bescheid und kann sich einen Eindruck über das Tagesgeschäft im Tierheim machen. Nach dem Rundgang geht es dann ins Büro. Dort entspanne ich mich dann unter dem Schreibtisch und döse vor mich hin.

müssen? Das kostet unheimlich viel Zeit. Im Tierheimbüro ist immer was los. Die Telefone klingeln ständig. Besucher, Gassigeher und Tierinteressenten kommen und gehen. Wusstet ihr, dass wir über 100 aktive Gassigeher im Tierheim haben und täglich 50-80 Menschen unser Tierheim besuchen? All diese Menschen möchten beraten und betreut werden. Zudem kommen dann noch die vielen tierischen Neuzugänge. Es vergeht fast kein Tag, an dem nicht ein oder mehrere Tiere kommen oder das Tier-

Wissenswertes Wusstet ihr eigentlich, dass im Tierheim täglich bis zu 100 E-Mails ankommen und die Mitarbeiter des Tierheimbüros im Durchschnitt 120 Telefonanrufe pro Tag führen 22 26

Der Strohhalm Nr. 26 19 17

Telefonitis An einem Dienstag kann es schon mal vorkommen, dass alle 4 Telefone zeitgleich klingeln. Außenstehende können sich das gar nicht vorstellen. Viele Anrufer beschweren sich dann auch noch, dass sie im Tierheim nicht durchkommen. Man Leute! Jeder Tierheimmitarbeiter gibt sein bestes und noch mehr, da solltet ihr wirklich geduldiger sein! Wir sind für TIERE da

Bürokram Frauchen kümmert sich dann um den ganzen Bürokram. Da fällt ganz schön viel an. E-Mails müssen beantwortet, die Dienstpläne aktualisiert und unsere Homepage auf den neuesten Stand gebracht werden. Dann kommen noch unzählige Telefonate mit Tierinteressenten, Tierärzten und Behörden dazu. Immer wieder wird sie dabei auch noch von Tierheimmitarbeitern unterbrochen, die was von ihr möchten oder ihren Rat brauchen.

los, liegt vermutlich daran, dass montags das Büro nur mit einem Notdienst besetzt ist.

heim wieder verlassen. Das alles muss gut organisiert werden, damit kein Chaos ausbricht. Wer im Tierheim arbeitet braucht gute Nerven. Tierliebe allein hilft da nicht unbedingt weiter. Bürohunde Da habe ich es in meinem Körbchen unter dem Schreibtisch doch richtig gut. Natürlich bin ich nicht der einzige Hund im Büro. Fast jeder Büromitarbeiter bringt auch seinen Hund mit. Da kann es schon mal vorkommen, dass sich bis zu 6 Hunde im Büro tummeln. Das finde ich großartig! Dienstags ist immer besonders viel

Ganz schlimm findet Frauchen Menschen, die am Telefon erst einmal ihre Lebensgeschichte erzählen, bevor sie zum eigentlichen Anliegen ihres Anrufes kommen. Gestern rief z.B. eine Frau an, die erzählte, dass ihre Mutter schwer an Krebs erkrankt sei, sie zudem noch schwanger ist und bald umziehen müsse. Okay, das mit der Mutter ist schlimm! Letztendlich ging es darum, dass sie ihre beiden Katzen bei uns abgeben wollte. Solche Telefonate kosten nicht nur unnötig Zeit, sondern strapazieren auch die Nerven der Tierheimmitarbeiter. Schicksale Natürlich steckt hinter jedem Tier auch ein menschliches Schicksal, das darf man nicht vergessen und sollte auch berücksichtigt werden. Aber in erster Linie sind wir im Tierheim doch für die Tiere da und können uns nicht auch noch um das Wohl der Menschen kümmern. Allein die vielen Tierschicksale gehen den Tierheimmitarbeitern oft unter die Haut und sehr nahe. Sich


dann auch noch mit den menschlichen Schicksalen auseinander zu setzen, würde wohl den stärksten Menschen umhauen. Hundewelpe "Blue" Manche Menschen entscheiden sich durchaus richtig, wenn sie ihr Tier im Tierheim abgeben. Ich erkläre euch gerne warum Frauchen so denkt. Ein Beispiel: Der kleine Hundewelpe "Blue". Na ja, als er im Tierheim abgegeben wurde war er bereits in der Pubertät. Ja richtig, auch Tiere kommen in die Pubertät! "Blues" Familie war mit dem pubertierenden Rüden überfordert. Sein Frauchen rief ratsuchend im Tierheim an und berichtete, dass "Blue" in der Wohnung alles zerstöre und dass er unsauber sei. Auf Nachfrage erzählte sie dann, dass Blue 6 Stunden allein bleiben müsse und sie mit den Nerven am Ende sei. Frauchen hat ihr dann erklärt, dass es in diesem Fall besser wäre, sich von dem Hund zu trennen, auch wenn es schwerfällt. Aber einen Welpen 6 Stunden allein zu lassen grenzt an Tierquälerei. "Blue" kam also ins Tierheim. Hier stellte sich schnell heraus, dass "Blue" völlig unterfordert gewesen war. Mal wieder typisch und nur ein Beispiel von vielen. Wir sagen auch NEIN Menschen schaffen sich Hunde an ohne sich Gedanken darüber zu machen, welche Bedürfnisse des Tieres unbedingt erfüllt werden müssen. Hunde möchten ausgelastet werden, wollen am liebsten immer bei ihrem Menschen sein und müssen erst lernen, auch mal ein paar Stunden allein zu bleiben. Wer weder Zeit noch Geduld hat, einem Hund das alles beizubringen, sollte keinen Hund halten. Basta! Drum sind wir im Tierheim auch sehr kritisch bei der Tiervermittlung. Nicht jeder der ein Tier will, bekommt auch ein Tier. Für jedes Tier, welches wir im Tierheim aufnehmen, übernehmen wir gleichzeitig auch die Verantwortung und die Fürsorgepflicht, dieses in ein gutes Zuhause abzugeben.

Unsere Anspruchshaltung Wer also voll berufstätig ist oder die Voraussetzung einer artgerechten Haltung nicht erfüllen kann oder will, der bekommt kein Tier von uns. Oder würdet ihr ein Tier, das ihr mühevoll aufgepäppelt habt, einfach so an irgendjemand der an eurer Tür klingelt abgeben? Wohl kaum! Auch wenn das nicht immer auf Verständnis stößt, wir sind es unseren Tieren einfach schuldig, in liebevolle Hände vermittelt zu werden. Unsere Vermittlungsquoten sprechen trotzdem für sich. Jedes Jahr vermitteln wir bis zu 1500 Tiere. Das finde ich als Mitgeschöpf ganz schön ordentlich. Gestoppter Tiertransport Sicherlich habt ihr die Schlagzeilen aus der Presse vom April noch im Gedächtnis. Wir mussten damals über 100 Hunde und Katzenwelpen aus einem illegalen Tiertransport im Tierheim aufnehmen. Allesamt Rassehunde und Katzen, die zu einem Zwischenhändler nach Spanien unterwegs waren. Ein Bild des Jammers, alle Welpen waren viel zu klein und wurden im Alter von 4-5 Wochen ihren Müttern entrissen. Grausam! Und für viele der Welpen bedeutete dies auch der Tod. Trotzdem konnten wir, dank der aufopfernden Pflege der Mitarbeiter über 100 dieser Tierkinder retten. Grosse Nachfrage Der "Run" von Interessenten war riesengroß. Alle wollten „günstig“ an ein Rassetier kommen. Aber da haben sie die Rechnung ohne den Wirt, sprich das Tierheim gemacht. Wir stellen uns doch nicht auf dieselbe Stufe wie diese skrupellosen Tierhändler. Nein, alle Welpen wurden nach den üblichen Tierheimkriterien vermittelt. Das war vielleicht ein Kraftakt, der bis heute noch allen in den Knochen steckt. Noch mal brauchen wir das nicht. Aber wir haben es geschafft! Frauchen blickt mit Grausen an diese Zeit zurück, ist aber gleichzeitig unheimlich stolz auf ihre Tierpfleger, die

diese Wahnsinnsaufgabe mit Bravour gemeistert haben. Schämt euch Unfassbar, dass fast täglich unzählige dieser Tiertransporter auf den Straßen unterwegs sind! Und warum? Weil es immer noch Menschen gibt, die sich mit einem günstigen Rassehund oder einer Rassekatze schmücken wollen. Mit Tierwohl hat das rein gar nichts zu tun. Diese Menschen unterstützen die qualvollen Massenzuchten und produzieren somit tagtäglich noch mehr Tierleid. Schämen sollte sich jeder, der ein Tier aus solchen Kanälen kauft!!! Das musste echt mal gesagt werden. Dankeschön Danke an alle Tierfreunde die ins Tierheim kommen, um dort nach ihrem neuen Familienmitglied zu schauen. Auch wenn nicht jeder sofort fündig wird, irgendwann sitzt auch euer Tier im Tierheim und wartet darauf, bei euch einziehen zu dürfen. Da gebe ich euch meine Pfote drauf. Frauchen sagt immer, es ist wie bei einer Partnersuche. Oder würdet ihr jeden nehmen, nur weil der auch auf der Suche ist. Vermutlich nicht. Drum prüfe wer sich ewig bindet. Denn nur dann wird eine glückliche Beziehung daraus. Dies gilt für Menschen und uns Tiere! Nun wünsche ich euch eine schöne Zeit, frohe Weihnachten und einen guten Start ins neue Jahr. Bleibt gesund und uns treu! Wuff – eure Esra Zahlen und Fakten: 1.1.18 - 31.10.18 Aufnahmezahlen:

Abgabezahlen*:

Hunde:

391

346

Katzen:

243

242

Kleintiere:

238

216

Reptilien:

51

66

Wildtiere:

327

267

*Vermittelt, zurück an Besitzer oder Auswilderung

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Im Spendenfundus des Tierheims fanden wir noch einen passenden Weidekorb und eine Katzentoilette, welche als Buddelkiste dienen sollte.

D

ie Jugendtierschutzgruppe hat ein Projekt in Angriff genommen, welches den Bewohnern unseres Kleintierbereichs zugute kam.

Worüber wir uns ganz besonders freuten, war, dass uns Nick Barth, der Stiefbruder unserer Kleintierpflegerin Jessica Bisko, einen Baumstammturm und einen Baumstammtunnel gebaut hat. Auf diesem Weg noch mal ein ganz großes Dankeschön an ihn!

Es ging um die Verschönerung der Ausläufe, mit dem Ziel, den Kaninchen mehr Abwechslung und Beschäftigungsmöglichkeiten zu bieten. Im Vorfeld wurden die Außenwände des Kleintierhauses gestrichen, welche es bitter nötig hatten.

Beim "Schuften"

Ausgaben hatten wir letzten Endes dann nur für den Sand und die Pflanzensteine, welche wir beim Obi besorgten. Die Planung

Dann ging es an die Planung: was brauchen Kaninchen, um ihr Bedürfnis nach Bewegung und Graben, zu stillen? Welche Art von Höhlen bieten sich an? Wie können wir erhöhte Ebenen als Ausguck gestalten und welche Beschäftigungsmöglichkeiten können wir bieten?

Über zwei Gruppenstunden hinweg, bei bestem Wetter, wurde dann geschuftet. Hand in Hand wurde gearbeitet und es entstanden dabei Pflanzensteintunnel, Blumentopfhöhlen, Baumstammtürme, Buddelkisten, ein Baumstammtunnel und eine Knisterkiste.

Das alles natürlich im Hinblick darauf, dass sich die Kaninchen nicht irgendwo einklemmen und verletzen können. Wichtig war auch, dass alles so wenig wie möglich kostet. Nachdem verschiedene Einrichtungsideen gefunden waren, machten wir deshalb als erstes einen Spendenaufruf bei den Eltern der Mitglieder unserer Gruppe. Dadurch haben wir eine Sandmuschel, sowie zwei Blumentöpfe erhalten

Auf Erkundungstour

Ungespritzte Äste von unserem Apfelbaum bieten zusätzlich die Möglichkeit für Futterspiele: indem z.B. Salat oder Karotten an die Zweige gehängt werden, können die Kaninchen über die Pflanzensteine oder die Türme an die Leckereien gelangen.

Handwerkliches Geschick

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Mit großer Neugier erkundeten die Kaninchen ihren neuen Außenbereich.


Heute genießen sie die Geborgenheit in den verschiedenen Tunneln und Höhlen, lieben es in der Knisterkiste zu verweilen, in den Buddelkisten zu graben und die Baumstammtürme zu erklimmen, um an Leckereien zu gelangen. Ein sehr gelungenes Projekt zugunsten der Kaninchen!

Das Kaninchen fühlt sich hier wohl

Wir freuen uns auf dich!

Wer hat Lust, in der Jugendtierschutzgruppe mitzumachen? Du bist zwischen 10-17 Jahre alt, magst Tiere und möchtest ihnen gerne helfen? Dann bist Du bei uns richtig! Wir treffen uns alle 14 Tage donnerstags von 14:30 - 16:30 (außer in den Schulferien). Info und Anmeldung bei Lena Krümmel, Telefon 0711-656774-25 oder per E-Mail: jtsg@stuttgart-tierheim.de Ihr könnt uns auch mal auf unserer Homepage besuchen: www.jugendtierschutzgruppe.de

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Botnang Freibad

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Mit einer Patenschaft Gutes tun!

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ie möchten den Tieren des Stuttgarter Tierheims gerne etwas Gutes tun oder vielleicht eines unserer Projekte unterstützen?

Mit einer Patenschaft haben Sie die Chance, einen wichtigen Beitrag für unsere Tiere und Projekte zu leisten. Und eines können wir Ihnen gleich vorab garantieren: Jegliche finanzielle Unterstützung kommt zu 100 Prozent den Tieren, bzw. den Projekten zugute. Zum Beispiel in Form verbesserter Unterkünfte, teurer Medikamente, aufwendiger Operationen und vielem mehr. Sobald Sie sich entschieden haben eine Patenschaft zu übernehmen, kann es losgehen. Sie können eine Patenschaft online beantragen: http://stuttgarter-tierschutz.de//IhrEngagement/Patenschaften Gerne auch telefonisch bei unserer Frau Birgit Strobel, die Ihnen von Montag bis Freitag während den üblichen Bürozeiten unter 0711 - 65 67 74 - 18 zur Verfügung steht. Oder Sie schreiben uns eine E-Mail: info@stuttgarter-tierschutz.de

Als künftiger Pate stehen Sie erst einmal vor der "Qual der Wahl". Denn Sie alleine entscheiden, welchen Tieren oder Projekten Ihre Unterstützung zugute kommen soll. Ob für Hunde, Katzen, Kleintiere oder Tauben - sie zahlen monatlich einen von Ihnen festgelegten Betrag, der speziell der von Ihnen gewählten Tiergruppe zugute kommt. Außerdem erhalten Sie, sobald Sie eine Patenschaft übernommen haben, einen Patenschafts-Ausweis. Mit diesem können Sie "Ihre Tiere" besuchen und sich von unseren Pflegerinnen und Pflegern darüber informieren lassen, wie es Ihren Lieblingen geht. Bitte haben sie Verständnis, dass wir Ihren Antrag erst ab einem monatlichen Beitrag von € 10,- bearbeiten können.

Geschenk gesucht? Eine Patenschaft eignet sich, im Gegensatz zu lebenden Tieren, bestens als Geschenk. Die Patenschaftsdauer bestimmen Sie im Voraus und auf dem Patenschafts-Ausweis wird der Name des Beschenkten eingetragen. Eine schöne Idee, Tierfreunden eine Freude zu bereiten. Allen Paten sagen wir im Namen unserer Tiere ein herzliches Dankeschön! Über jeden neuen Paten freuen wir uns von ganzem Herzen.

Garten- und Schreinerservice Gunzenhäußer

Wir sind für Sie da, wenn Sie unsere Hilfe benötigen. Bitte beachten Sie unsere Sprechund Öffnungszeiten: Unsere Vereinsgeschäftsstelle erreichen Sie von Montag bis Freitag jeweils von 9.00 bis 17.00 Uhr unter 0711- 65 67 74 18. Ihre Ansprechpartnerin: Frau Birgit Strobel info@stuttgarter-tierschutz.de

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Der Strohhalm Nr. 26

Lieben Dank, dass ich und meine Mitgeschöpfe einen Paten an der Seite haben, der uns unterstützt und auf den wir uns immer verlassen können.

Unsere Buchhaltung erreichen Sie von Dienstag bis Samstag jeweils von 10.00 bis 18.00 Uhr unter 0711-65 67 74 13. Ihre Ansprechpartnerin: Frau Darija Kruzic-Pechmann. buchhaltung@stuttgarter-tierschutz.de


Für Sie entdeckt Kurioses, Witziges und Informatives

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in Autobesitzer fährt wegen komischer Geräusche im Motorraum zu seiner Werkstatt. Dort entdecken die Mitarbeiter einen blinden Passagier, eine Jungkatze. Die Werkstattmitarbeiter handeln tierlieb: Sie stellen das verängstigte Tier zunächst

einem Tierarzt vor, kümmern sich anschließend um einen adäquaten Pflegeplatz. und geben dem Kätzchen auch noch einen Namen: "Mercedes" soll es fortan heißen. Vielleicht reiste es in einem gleichnamigen Auto mit?

Ungebetene Mitfahrerin

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Odyssee über die Autobahn Huhn im Glück

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in ausgebüchstes Huhn war sich wohl der Gefahr nicht bewusst, als es am Autobahnkreuz Weinsberg fünf Fahrspuren unbeschadet überquerte. Herbeigerufene Polizeibeamte nahmen das Tier zunächst in ihre Obhut und schlossen schnell Freundschaft mit "Geli". So hat-

"Geli"

ten sie das Huhn getauft. Da sich kein Besitzer meldete kam "Geli" zunächst ins Heilbronner Tierheim und fand nach einigen Wochen einen tollen Platz bei anderen Hühnern und einem Hahn. Der hat "Geli" trotz ihres kahlen Rückens sofort in Gockelmanier umworben. ■

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Vogel des Jahres 2019 Agrarvogel im Sinkfllug

E

s kommt selten vor, dass ein Vogel zum zweiten Mal als Vogel des Jahres ausgerufen wird. Bei der Feldlerche ist das der Fall. Nach 1998 wurde sie 2019 erneut gekürt. Schon vor 20 Jahren warnte der NABU davor, dass der begabte Himmelsvogel in vielen Gebieten Deutschlands selten oder gar aussterben wird. Seitdem ist mehr als jede vierte Feldlerche aus dem Brutbestand in Deutsch-

Die Feldlerche

land verschwunden. Als Charaktervogel der Felder und häufigster Bodenbrüter ist die Feldlerche von der Praxis unserer modernen, hoch intensivierten Landwirtschaft unmittelbar betroffen. Der Gesang der Feldlerche bildet die traditionelle Klangkulisse unserer Agrarlandschaft. Doch der Himmel ist stummer geworden: Eine falsche Agrarpolitik zerstört den Lebensraum unseres Vogels des Jahres 2019. (Quelle: NABU)

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Wer hätte das gedacht? Tierisch Interessantes

Das Herz eines Blauwals ist etwa so groß wie ein VW-Käfer. Die Seidenspinnerraupe hat 11 Gehirne. Laut dem französischen Gesetz ist es verboten, ein Schwein Napoleon zu nennen. Entenquaken erzeugt kein Echo. Eine Maus hat mehr Knochen (225) als der Mensch (206). Ein Maulwurf kann in einer Nacht bis zu 75 Meter Tunnel graben. Der längste je gefundene Regenwurm der Welt war 6,70 Meter lang. In einem Bienenkorb leben bis zu 50.000 Bienen. Ein Grashüpfer springt nur, wenn die Temperatur über 17 Grad liegt. Der Der Strohhalm Strohhalm Nr. Nr. 19 26

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Tiere benötigen die Verantwortung von uns Menschen. Wir übernehmen sie, wenn andere es nicht mehr können oder wollen. Sie können unsere Arbeit unterstützen und den Tieren durch eine Spende, eine Patenschaft oder einem testamentarischen Vermächtnis helfen.

Spendenkonto: Tierschutzverein Stuttgart e.V. BW Bank IBAN: DE37 6005 0101 000292 0157 BIC: SOLADEST 600

Unsere 1. Vorsitzende steht Ihnen jederzeit zu einer vertraulichen Beratung zur Verfügung. Gerne dürfen Sie sich bei ihr telefonisch informieren. Nutzen Sie die Möglichkeit für ein unverbindliches Gespräch unter Tel.: 0711 - 38 36 75.

Profile for Tierschutzverein Stuttgart e.V.

Der Strohhalm Nr. 26, Tierschutzverein Stuttgart  

Magazin des Tierschutzvereins Stuttgart

Der Strohhalm Nr. 26, Tierschutzverein Stuttgart  

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