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WINTER 2018

tierischgut

DAS TIERSCHUTZMAGAZIN DER STADT WIEN

TIERISCH FEINE FEIERTAGE! FESTTAGSSTIMMUNG MUSS NICHT AUF KOSTEN DER TIERE GEHEN.

SILVESTERLÄRM

WILDTIERRETTUNG

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Tipps im Umgang mit Hunden

Neue Hotline der Stadt Wien

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09+++ BREAKING NEWS

+++ DER PERFEKTE FANG Umweltbewusster Fischgenuss

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Breaking News Die neue Wildtier-Hotline der Stadt Wien

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Hummertransport Aus für großes Tierleid

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Stopfleber Tierquälerei in Österreich verboten

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Köstlich vegan Ein fleischloses Festmahl

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Vegane Ernährung für Fleischfresser? Eine Expertin klärt auf

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Jetzt knallt’s! Tipps im Umgang mit Hunden bei Silvesterlärm

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Tiere sind kein (Weihnachts-)Geschenk Ein Haustier will gut überlegt sein!

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Freiwilliger Sachkundenachweis Großer Andrang von Reptilien-Fans an der Vetmed

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ÖkoKauf Wien Gewinnspiel

© Shutterstock: pandpstock

C O V E RS T O R Y

Inhalt 19

Ausgeschlafen Die unterschiedlichen Schlafbedürfnisse von Lebewesen

GRATIS-ABO

BESTELLUNG UNTER:

!

www.wien.gv.at/gesellschaft/ tiere/tierschutz/tierisch-gut bzw. post@ma60.wien.gv.at oder 01 4000-8060


INHALTSVERZEICHNIS

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Kids und Umwelt

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Weihnachtsposter Katze

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© Forelle: Shutterstock: ElChoclo; Goldpflanze: Shutterstock: Jingjing

Neues aus dem TierQuarTier Wien: Happy Ends für treue Seelen Traumjob Tierpflegerin Zertifizierter Katzencoach Verpflichtender Wiener Hundeführschein Freiwilliges Umweltjahr Tierpatenschaften

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Auf vier Pfoten durch den Winter Winterliche Tipps für Hund und Katz

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Auf den Hund gekommen? Alles rund um das Chippen, das Registrieren und die Hundeabgabe

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Mopping – ein tierischer Skandal! Qualzucht bei Mops und Co.

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Kuschelkurs im Pensionistenheim Hühner fördern die Gesundheit und bringen Freude und Entspannung

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Expertinnen-Tipps: Bewusste Kaufentscheidungen | Gesetzeslage in der Tierhaltung

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Wildtierhaltung Alles über die Meldepflicht nach dem Tierschutzgesetz

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Veranstaltungen und Tipps

IHRE MEINUNG Die Redaktion lebt natürlich von den Geschichten, von denen sie glaubt, dass sie für Sie, liebe Leserinnen und Leser, interessant sind. Daher ist uns Ihre Meinung zum Magazin „tierisch gut“ sehr wichtig und hilft uns, das Produkt weiter zu verbessern. Auch unsere Expertinnen und Experten warten stets gespannt auf Ihre Anfragen bezüglich aller Themen rund ums Tier. Per Mail können Sie jederzeit mit uns in Kontakt treten und Anregungen, Wünsche, Beschwerden oder Fragen schicken: umweltmusterstadt@wien.at

© PID / Fürthner

IST UNS WICHTIG!

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Die neue Marktordnung Stadträtin Ulli Sima für bestes Angebot ohne Tierleid auf den Wiener Märkten

IMPRESSUM Medieninhaber und Herausgeber: MA 60, Veterinär­dienste und Tierschutz. 1030 Wien, Karl-Farkas-Gasse 16. Tel.: 01 4000-8060. Coverfoto: Shutterstock: Gans: nikolai; HG:Jacob Lund | Redaktion & Text: Andrea Paukovits, Anita Voraberger, Kathrin Deckardt, Ruth Jily, Eva Persy, Annemarie Hurban, Mathilde Urban Grafik: message Marketing- & Communications GmbH, www.message.at (Christine Janisch, Gerhard Simader, Tanja PeklarZarka) | Korrektur: Angelika Hierzenberger-Gokesch, www.korrekturleserei.at | Druckerei: Astoria Zum Zwecke des Versands des Magazins „tierisch gut“ werden Ihre personenbezogenen Adressdaten verarbeitet. Sie können jederzeit ohne Angabe von Gründen von Ihrem Widerspruchsrecht Gebrauch machen und die erteilte Einwilligungserklärung mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Sie können den Widerspruch entweder telefonisch (01 4000-8060), per E-Mail ­ (post@m60.wien.gv.at), persönlich, postalisch oder per Fax an uns übermitteln. Ab Kenntnis vom Widerspruch wird die MA 60 Ihre personenbezogenen Daten nicht mehr verarbeiten. Durch den Widerruf der Einwilligung wird die Rechtmäßigkeit//der3 aufgrund der Einwilligung bis zur Kenntnis des Widerrufs erfolgten Verarbeitung nicht berührt.


+++ BREAKING NEWS +++

HEISSER DRAHT

Außerhalb der Telefonzeiten wenden Sie sich bitte an die Wiener Berufsfeuerwehr: 122.

WIL

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DTI ER

400 -HOTLIN 0-4 7:30 909 E bis 2 0 2:00

Uhr

Mit der neuen Wildtier-Hotline können jetzt alle rasch und unkompliziert dazu beitragen, in Not geratenen Wildtieren zu helfen: Sieben Tage die Woche sind die Försterinnen und Förster der MA 49 direkt erreichbar.

D

ank des umfangreichen Fachwissens der städtischen Försterinnen und Förster kann bei jedem Anruf die Lage schnell eingeschätzt werden und es können entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden. Falls es die Situation erfordert, holt die MA 49 das Tier ab und übergibt es, wie auch bisher, in die Obhut des Wiener Tierschutzvereins.

Tier in Not – Anruf genügt! Die Försterinnen und Förster können bereits viele Geschichten von ihren täglichen Einsätzen berichten – von Füchsen und Dachsen, die sich in Garagen verirrten, oder von einem Marder, der sich in einem

Fotos: Shutterstock: Handy: guteks7; Reh: Soru Epotok; Mader: Mark Caunt; Schwäne: Orwald; Fuchs: Miroslav Hlavko

NEUE WILDTIER-HOTLINE DER STADT WIEN

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+++ BREAKING NEWS +++

Auch die schlauesten Füchse und auch Schwäne tappen leider oft in die „Fallen“ der Großstadt. Dank Wildtier-Hotline kann schnell geholfen werden.

Der Stadt Wien liegt der Tierschutz sehr am Herzen, das gilt natürlich auch ganz besonders für die Wildtiere und die einzigartige, bunte Wiener Stadtwildnis.

Wir sind dank der neuen Hotline in der Lage, noch rascher und situationsabhängig optimal zu reagieren, und können so den bestmöglichen Schutz der Wildtiere gewährleisten.

Tierschutzstadträtin Ulli Sima

Forstdirektor Andreas Januskovecz

Fußballtornetz verfing. Erst vor Kurzem meldete ein aufmerksamer Spaziergänger im 19. Bezirk, dass sich ein Fuchs in einem Zaun verstrickt hatte. Das zum Glück nur leicht verletzte Tier steckte wohl schon ein oder zwei Tage fest und war sichtlich geschwächt. Die zu Hilfe geholten Expertinnen und Experten befreiten das Tier, und nach einer tierärztlichen Behandlung konnte es wenige Tage später wieder in die Wildnis entlassen werden. Leider gehen nicht alle Fälle, die bei der Wildtier-Hotline gemeldet werden, so gut aus: Für ein Reh, das sich beide Vorderläufe gebrochen hatte, kam leider jede Hilfe zu spät.

Ach, du lieber Schwan! In Floridsdorf wurde ein Schwan gerettet, der in eine Stromleitung geflogen war und benommen am Boden saß – nach einer tierärztlichen Behandlung wurde er zum Wiener Tierschutzverein gebracht, wo er

nun wieder aufgepäppelt wird. Ein weiterer Schwan, der eine Angelschnur samt Haken um das linke Bein gewickelt hatte, blieb unverletzt und wurde wieder an Ort und Stelle in die Freiheit entlassen.  /

Hotline für entlaufene Haustiere Die seit Jahren bewährte Hotline der MA 60 (Veterinärdienst der Stadt Wien) für entlaufene Haustiere bleibt unverändert bestehen und ist rund um die Uhr erreichbar: 01 4000-8060.

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HUMMERTRANSPORT Der qualvolle Weg vom Fang in den Topf

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Die Tierschutzombudsstelle Wien plädiert für ein internationales Transportverbot von lebendem Hummer und sonstigen lebenden Krustentieren. Und das aus gutem Grund!

H

ummer wird unter qualvollen Bedingungen gefangen, gehältert, transportiert und getötet. Das bedeutet nicht nur unnötiges Leid für die Tiere, auch das Argument einer guten „­Produktqualität“ ist keinesfalls haltbar.

Massenfang der Einzelgänger Der bei uns angebotene Kaltwasser-Hummer ist immer Wildfang. 96 Prozent stammen aus Kanada und Nordamerika, da der Europäische Hummer schon lange nicht mehr zur Bedarfsdeckung ausreicht. Der Fang erfolgt hauptsächlich mit Drahtkörben. Bleiben diese Körbe zu lange im Wasser, verletzen sich die einzelgängerischen, territorial lebenden ­Tiere durch innerartliche Aggression schwer. Bei zehn Prozent der Hummer fehlen bereits bei der Entnahme aus den Fang­ körben Beine oder Scheren. Gehen die Fangkörbe verloren oder werden sie aus einem sonstigen Grund nicht eingeholt (sogenannte „Geisterfischerei“), verhungern die Tiere.

Tanks mit bis zu 4.000 Tieren Hummer kann zwar das ganze Jahr über gefangen werden, die Hauptfangzeit ist aber in den Sommermonaten. Um die ganzjährige Versorgung des Marktes sicherzustellen, werden die Tiere über viele Monate hinweg gehältert (ohne Fütterung gehalten). Um Revierkämpfe und Kannibalismus zu verhindern, werden ihnen die Scheren mit Gummiringen zusammengebunden. Dies verhindert zwar die gegenseitigen Verletzungen, der Stress durch die Nähe der Artgenossen bleibt aber. Die Meerwassertanks der Großhändler haben ein Fassungsvermögen von bis zu 4.000 Tieren!

Foto: Shutterstock: Alex Staroseltsev

Tiere leben auf Reserve Während der oft viele Monate dauernden Hälterung zehren die Tiere von ihren Reserven. Dadurch reduziert sich auch die Qualität aus gastronomischer Sicht. Der bei uns eintreffende Hummer hat daher keineswegs die „Top­qualität“ von unmittelbar nach dem Fang geschlachteten und verarbeiteten Tieren. Das ist auch der Grund dafür, warum nur zehn Prozent der nordamerikanischen und kanadischen ­Hummerproduktion lebend verschickt werden.

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Foto: Shutterstock: WoodysPhotos

Schreckliches Tierleid: Hummer landet nach monatelangem Martyrium gerade noch lebend in der Gastronomie.

Versand ohne Wasser Internationale Tierschutzbestimmungen für den Lebendtransport der Krustentiere gibt es nicht. Lediglich die Flugsicherheits­ bestimmungen sind einzuhalten. Da Wasser ein zu hohes Transportgewicht erzeugen würde, werden die lebenden Hummer grundsätzlich ohne Wasser in Styroporboxen mit Eisbeuteln gekühlt verschickt. Sie müssen dann mit dem Sauerstoff aus der Luft auskommen. Auf diese Art und Weise können sie bis zu 48 Stunden überleben. Bereits nach 36 Stunden ist mit einem deutlichen Anstieg der Sterblichkeitsrate zu rechnen. Je länger der Transport dauert, umso mehr Tiere ersticken.

Hälterung in Handel und Gastronomie Hummer sind im österreichischen Tierschutzgesetz aufgrund ihres Schmerzempfindens den Wirbeltieren gleichgestellt und müssen entsprechend ihren physiologischen und ethologischen Bedürfnissen gehalten werden. Für die Hälterung in Aquarien des Einzelhandels und in der Gastronomie gibt es in Österreich bisher keine klaren fachlichen Richtlinien. Als Grundlage zur Beurteilung der elementaren Erfordernisse der Hummerhaltung im Handel wird in der Regel das „Merkblatt zur Hälterung von Hummern im Groß- und Einzelhandel“ der AG Tierschutz der LAV (mittlerweile LGL – Bayerisches Landesamt für ­Gesundheit und Lebensmittelsicherheit) herangezogen.

Dahinvegetieren in der Kühlbox Der Aufwand für die Hummerhälterung ist sehr hoch. Daher kommt es in der Gastronomie oft vor, dass die angelieferten Hummer einfach in der Transportbox belassen und zum alsbaldigen Verbrauch in den Kühlraum gestellt werden. Dass durch

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diese Vorgangsweise zahlreiche Tiere langsam und qualvoll zugrunde gehen, ist selbsterklärend.

Muss Lebendtransport sein? Sind Hummer einmal geschlachtet, verdirbt ihr Fleisch auch bei gekühlter Lagerung extrem rasch. Innerhalb von ein bis zwei Tagen entwickeln sich bittere Aromen. Auch das Kochen und das anschließende tiefgekühlte Lagern, wie es bei vielen anderen Lebensmitteln praktiziert wird, ist bei Hummer keine Alternative. Um gute Qualität aus gastronomischer Sicht zu erreichen, muss der Hummer unmittelbar nach der Tötung sofort küchenmäßig zubereitet oder im noch rohen Zustand eingefroren werden.

Hände weg von lebendem Hummer! In der Spitzengastronomie wird tiefgekühltes rohes Hummerfleisch immer mehr zum Standard. Trotzdem entscheiden sich nach wie vor manche Lokale für den Import lebender Tiere. Sie wollen damit signalisieren, dass ihre Ware besonders frisch ist und die beste Qualität aufweist. Doch genau das Gegenteil ist der Fall. Nicht der nach monatelangem Fasten und Martyrium ausgezehrte, gerade noch lebendige Hummer steht für gastronomische Qualität, sondern der im Sommer gefangene, sofort vor Ort rasch getötete, unmittelbar danach verarbeitete und roh tiefgefrorene. Die Tierschutzombudsstelle Wien setzt sich hier für ein Umdenken ein und informiert Konsumentinnen und Konsumenten über das schreckliche Tierleid des ­Lebendtransports. Erzählen auch Sie davon weiter!  /


Umweltbewusst zum Fischgenuss

Der perfekte

FANG ! Die Entscheidung, Fisch zu essen, hat nicht nur gesundheitliche Aspekte. Sie wirft auch eine Reihe von Fragen in Bezug auf Ethik, Tierschutz und nicht zuletzt nach ökologischen Auswirkungen auf. Die Überfischung der Weltmeere ist nur eine davon.

Foto: Shutterstock: Wellen: perori; Forelle: Paulava; Anker: Adelart

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isch ist bekömmlich, enthält wichtige Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Auch ist das Fischeiweiß gut verdaulich. Eine Vielzahl von vegetarischen Festtagsgerichten bietet jedoch geschmackvolle und gesunde Alternativen zum althergebrachten Weihnachtsfisch. Wer gar nicht auf sein traditionelles Menü verzichten möchte, leistet mit dem Griff zu Fisch aus heimischer Bio-Aquakultur einen

­ ichtigen Beitrag gegen Tierleid und w ­zugunsten unserer Umwelt.

Gut für Fisch, Mensch und Umwelt In Österreich gibt es natürliche Teiche und moderne ökologische Aquakulturanlagen, in denen sich neben Forellen, Saiblingen und Karpfen auch Schleien, Zander, Aale und andere Fische tummeln. Die Auswahl ist groß und die Zucht unterliegt strengen

Kriterien. Hohes Augenmerk liegt auf dem Wohl der Fische. Ein großes Platzangebot und sauberes Wasser ermöglichen eine artgerechte Haltung. Auch werden mit derartigen Maßnahmen bereits im Vorfeld Krankheiten vermieden. Strenge Futtermittelvorgaben sorgen dafür, dass wir Konsumentinnen und Konsumenten nur das bekommen, was wir auch gekauft haben: heimischen Fisch, frei von ­Gentechnik und Antibiotika.  /

Als Entscheidungshilfe beim Kauf dienen Gütesiegel wie jene der Arge Biofisch oder von Naturland.

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REINSTE TIERQUÄLEREI:

Stopfleber als Delikatesse? DAS IST JA KRANK! © Shutterstock: Koch: seeshooteatrepeat; Gans: Harry Huber

Die Tierschutzombudsstelle Wien alarmiert: Stopfleber ist weder chic noch gesund! Das Stopfen von Gänsen und Enten ist pure Tierquälerei und in Österreich verboten.

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it den Feiertagen hat auch die – aus Tierschutzsicht unbedingt abzulehnende – Stopfleber wieder Saison. Die vermeintliche Delikatesse ist in Wahrheit ein krankes Organ – eine pathologische Fettleber, um ein Vielfaches größer als eine normale Leber. ­Dieses mit extremen Tierqualen verbundene Produkt findet sich trotzdem leider auch auf österreichischen Tellern – obwohl das Ganslstopfen bei uns streng verboten ist. Die Tierschutzombudsstelle informiert über die Qualen des Stopfens:

Verbot der Zwangsfütterung Heute werden statt Gänsen vermehrt Enten gestopft. Mit zunehmender Industrialisierung haben sich auch die Stopfmethoden selbst geändert. Die Vögel werden heute nicht mehr von Hand zwangsgefüttert, sondern der Futterbrei wird mit Pumpen in die Speiseröhre

Stopfleber: Die vermeintliche Delikatesse ist ein krankes Organ. Die brutale Zwangsfütterung ist streng verboten.

gepresst. Zahlreiche Tierschutzgesetze, z. B. in Deutschland und Österreich, verbieten die Zwangsfütterung.

Brutal: der Stopfvorgang Um die Leber auf das bis zu zehnfache Gewicht anwachsen zu lassen, müssen die Tiere zunächst für die Zwangsmast vorbereitet werden. In dieser Zeit wird die Futtermenge allmählich erhöht, um die Speiseröhre zu dehnen. In der Stopfperiode werden die Enten täglich mehrmals mit einem mit Fett angereicherten Maisbrei zwangsgefüttert. Die Menge wird gesteigert und liegt am letzten Masttag bei mehr als dem Doppelten als zu Beginn. Gänse haben einen ähnlichen Leidensweg, sie werden allerdings länger gestopft und erhalten entsprechend ihrer ­Größe mehr Maisbrei.

Qual: Verletzungen bis Tod Beim Hinabstoßen des Metallrohres in den Schlund kommt es meist zu Verletzungen der Speiseröhre. Zudem empfinden die Tiere dabei einen quälenden Würgereflex. Viele Tiere leiden an Verdauungsstörungen und Verletzungen im Bein- und Brustbereich. Durch das Anschwellen der Leber werden die Tiere so schwer, dass sie kaum mehr in der Lage sind, zu gehen. Die Sterblichkeitsrate der Tiere ist in der Stopfzeit stark erhöht. Wird die Mastperiode nur um wenige Tage verlängert, steigt die Todesrate dramatisch.  /

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GESEGNETE MAHLZEIT –

köstlich und vegan !

Weihnachtsgans, Weihnachtskarpfen, Weihnachtsbraten – am 24. Dezember kommt traditionell Fleisch oder Fisch auf den Tisch. Dabei wäre ein Festessen ohne tierische Produkte eine durchaus schmackhafte Alternative …

Vorspeise

Dessert

Carpaccio

Trüffelrisotto

Kokos-Limetten-Eis

von Roten Rüben mit Kren

mit gebratenen Pilzen

mit karamellisierten Mangospalten

½ kg Rote Rüben 1 Schalotte 3 Esslöffel Olivenöl Saft einer Zitrone 5 Esslöffel frisch gerissener Kren 400 g gemischte Blattsalate 2 Tomaten Salz und Pfeffer

Fotos: freepik; Sterne: Shutterstock: Buturlimov Pavlo

Hauptspeise

Rote Rüben kochen, schälen und in dünne Scheiben schneiden. Auf Tellern kreisförmig anrichten. Schalotte schälen und in feine Würfel schneiden. Tomaten in schmale Spalten schneiden. Salat waschen und zusammen mit Tomaten und Schalotte in der Mitte der Teller als kleines Bukett anrichten. Olivenöl mit zwei Dritteln des Krens und Zitronensaft in eine Schüssel geben und mit dem Pürier­stab zu einer schaumigen Masse aufschlagen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Schaum über Salat und Roten Rüben verteilen und den restlichen Kren über die Roten Rüben geben.

10 g Trüffel 750 ml klare Gemüsesuppe 2 Esslöffel Olivenöl 250 g Risottoreis (Arborio) ¼ Liter guter Weißwein 1 Zwiebel ½ Bund frischer Thymian 400 g gemischte Pilze 20 ml Olivenöl 1 Schalotte 2 Knoblauchzehen 100 g getrocknete Tomaten Salz und Pfeffer

Zwiebel schälen und in feine Würfel schneiden. Gemüsesuppe erhitzen. Hälfte des Trüffels fein reiben und dazugeben. Olivenöl in einem großen Topf erhitzen und Zwiebelwürfel anschwitzen. Reis hinzugeben und kurz anbraten. Mit Weißwein ablöschen und Hitze reduzieren. Nach und nach Gemüsesuppe dazugeben. Risotto bei niedriger Stufe garen lassen, dabei gelegentlich umrühren, bis es eine sämige Konsistenz erreicht. Währenddessen Waldpilze putzen und in Scheiben schneiden. Knoblauch und Schalotte schälen und in feine Scheiben schneiden. Olivenöl in einem Topf erhitzen und Pilze, Thymian, getrocknete Tomaten, Knoblauch und Schalotte etwa fünf bis zehn Minuten braten. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

1 Limette 100 g Rohrzucker 500 ml Kokoswasser 1 vollreife Mango (ca. 250 g)

Die Limette auspressen. 3 EL Zucker aufheben, den restlichen Zucker mit Limettensaft und 5 EL Kokoswasser bei mittlerer Hitze unter Rühren aufkochen und so lange kochen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Die sirupartige Flüssig­keit etwas abkühlen lassen und mit dem restlichen Kokoswasser verrühren. Anschließend ganz auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. Die Mischung gut durchrühren, in eine Form geben und in den Tiefkühlschrank stellen. Sobald die Flüssigkeit an den Rändern zu gefrieren beginnt, mit einem Schneebesen gründlich durchrühren. Unter mehrmaligem Rühren etwa vier Stunden gefrieren lassen. Die Mango schälen und das Fruchtfleisch in dicke Scheiben schneiden. Mangoscheiben fächerartig aufschneiden und der Länge nach halbieren. Mit dem restlichen Zucker bestreuen und karamellisieren (mit einem Bunsenbrenner oder unter dem Grill). Die Mangospalten auf Tellern anrichten. Das Kokoseis in Gläser geben g­ emeinsam servieren.

Restlichen Trüffel fein hobeln. Risotto mit Pilzen auf Tellern verteilen, mit Trüffel bestreuen und servieren. Dazu passt gemischter Blattsalat mit Olivenöl-Balsamico-SenfDressing.

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VEGAN FÜR TIERE

Vegane Ernährung für Fleischfresser – EIN GESUNDHEITSRISIKO? Immer mehr Menschen überdenken ihren Fleischkonsum und möchten aus ethischen oder gesundheitlichen Gründen den Verzehr tierischer Produkte aufgeben. Tierhalterinnen und Tierhalter fragen sich, inwieweit sie ihre Haustiere in diese Lebensführung einbeziehen können.

© Privat

EXPERTIN DR.IN STEFANIE HANDL KLÄRT AUF

Dr.in Stefanie Handl ist Fachtierärztin für Ernährung und Diätetik

Katzen brauchen Fleisch

Ein Tabu bei Welpen! Hunde kommen mit pflanzlicher Nahrung besser zurecht; auch vertragen sie einen höheren Anteil an Kohlenhydraten. Doch auch ­Hunde benötigen hochwertige Proteine, und Pflanzen allein decken den Bedarf nicht, vor allem, wenn man auf Soja verzichtet. Aus diesem Grund ist eine vegane Fütterung von Welpen und trächtigen oder säugenden Hündinnen tabu.

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Es muss bedacht werden, dass die Verfügbarkeit von Mineralstoffen und Spurenelementen aus Pflanzen meist schlecht ist; Kalzium kommt in Pflanzen kaum vor. Mineralfutter sind daher immer nötig.

Fazit: 100-prozentig vegan geht nicht Eine rein pflanzliche Ernährung bei spezialisierten Fleischfressern wie Katzen oder Frettchen ist nicht möglich. Sie würde zwangsläufig zu Mangelerscheinungen führen. Erwachsene, gesunde Hunde können zu einem Großteil pflanzlich ernährt werden; allerdings nicht zu 100 Prozent. Sie benötigen auch einige Nährstoffe, die nur in tierischen Produkten vorkommen und die gezielt ergänzt werden müssen. Um keine langfristigen Schäden zu riskieren, sollte man daher eine fachtierärztliche Ernährungsberatung in Anspruch nehmen. Auch angeblich ausgewogene vegane Fertigfutter sollte man kritisch unter die Lupe nehmen.  /

Fotos: Shutterstock: Hund: Csanad Kiss; Futter: Robert Neumann

Katzen gewinnen alle Nährstoffe und die Energie aus tierischen Produkten. Sie haben daher einen hohen Eiweißbedarf; ein Eiweißmangel ist lebensgefährlich. Auch die Qualität des Proteins muss hoch sein, es muss alle essentiellen Aminosäuren liefern. Weitere lebensnotwendige tierische Nährstoffe für Katzen sind Taurin, Arachidonsäure (eine langkettige Omega-6-Fettsäure), Vitamin B12 und Vitamin A (Katzen können Carotinoide nicht in Vitamin A umwandeln). Daher ist ein Verzicht auf tierische Produkte bei Katzen unmöglich. Auch wenn viele Nährstoffe in Form von Zusatzstoffen ergänzt werden können, müssen diese auch aus tierischen ­Substraten gewonnen werden.


NEUE MARKTORDNUNG

NEUE MARKTORDNUNG: Wiens Märkte – TIERISCH GUT! Ein besseres Angebot für die Konsumentinnen und Konsumenten bieten Wiens Märkte mit den neuen Regelungen zur Marktordnung. Neue Kernöffnungszeiten Seit Oktober gibt es fixe Kernöffnungszeiten von Dienstag bis Freitag von 15:00 bis 18:00 Uhr sowie an Samstagen von­ 8:00 bis 12:00 Uhr. Zu diesen Zeiten sind garantiert alle Standln offen, dies erleichtert den Einkauf. Denn bisher stand man nachmittags oft vor geschlossenen Rollbalken.

Zugleich können die Bezirke die Öffnungszeiten generell ­erweitern. Ziel der Änderungen ist, dass die Menschen auch nach der Arbeit am Markt einkaufen gehen können und dort alles erhalten, was sie für den täglichen Einkauf brauchen.

Keine Käfigeier, keine Pelze Aber nicht nur Menschen sollen profitieren. Mit der neuen Marktordnung gehört der Handel mit Eiern von ­Käfighühnern und mit Tierpelzen der Vergangenheit an. Die Stadt Wien nimmt damit eine Vorreiterrolle ein und sieht nicht weg, wenn Tierleid passiert. Die zuständige Tierschutzstadträtin Ulli Sima hat diesbezüglich strenge Kontrollen angekündigt.  /

Wir wollen als Stadt Wien Vorbild sein und verbieten den Handel mit Käfigeiern und Tierpelzen auf unseren Märkten. Wir schauen nicht weg, wenn Tierleid passiert, und wollen für die Konsumentin-

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Fotos: Ulli Sima: PID / Fürthner; Pelzmäntel: Shutterstock: ChiccoDodiFC; Huhn: Shutterstock: component; Hund: TierQuarTier Wien

Mehr „Spielraum“ für die Bezirke

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beste Angebot.“

Ich suche ein Plätzchen !

Ulli Sima, Tierschutzstadträtin

BUENO 4 Jahre, Rüde, American-StaffordshireTerrier-Mischling Sehr aktiv. Sucht neues kinderloses Zuhause bei Menschen mit Hundeerfahrung.

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SILVESTER MIT TIEREN

SILVESTERLÄRM MACHT HUNDEN STRESS. MUSS DAS SEIN?

JETZT

!   s ’ t l l a kn

• Mit dem Hund immer angeleint aus dem Haus gehen. • Name des Hundes sowie Telefonnummer der Hundehalterin bzw. des Hundehalters auf einem Anhänger, der auf dem Halsband bzw. auf dem Brustgeschirr des Hundes ­angebracht ist, anführen. • Hunde bei Silvesterlärm möglichst immer im Innenbereich eines Hauses halten. Niemals angebunden z. B. bei einem Geschäft oder alleine im Garten oder im Auto lassen. • Hunde nehmen die Silvesterknallerei sowohl akustisch als auch optisch wahr und riechen diese auch. Gegen den Lärm hilft manchmal das Anschalten von Fernseher oder Radio, um abzulenken. ACHTUNG: nur wenn der Hund diese Art von Geräuschen gewohnt ist und natürlich auch nicht zu laut aufdrehen. • Um optische Reize zu vermeiden: die Fenster mit Rollläden, Jalousien etc. verdunkeln. • Selbst Ruhe bewahren und normal reagieren. Den Hund niemals anschreien. • Bei Hunden mit mäßiger Beeinträchtigung bei Lärm: eher aufmuntern statt bemitleiden. Ablenkungen ­­ wie Spielen sind ebenfalls zu empfehlen. • Sollte sich der Hund z. B. unter dem Sofa verkriechen – ihn einfach sich verkriechen lassen und ihm diese Rückzugsmöglichkeit geben. • Tierärztinnen und Tierärzte können auch unterstützende Futterergänzungen empfehlen. Dabei ist der zeitliche Faktor zu beachten – denn manchmal ist damit einige ­Wochen vor Silvester zu beginnen. • Bei manchen Hunden kann auch eine Geräuschtherapie helfen. Hierzu am besten an Tierärztinnen bzw. Tierärzte oder Hundetrainerinnen bzw. Hundetrainer wenden.

DAHER: VERZICHT AUF KNALLKÖRPER UND FEUERWERKE, UM TIEREN DIESEN SILVESTERSTRESS ZU ERSPAREN!

WICHTIGER HINWEIS

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Hundehalterinnen und Hundehalter sind in Österreich verpflichtet, ihren Hund chippen zu lassen und ihn in der österreichischen Heimtierdatenbank zu registrieren. Dies ermöglicht auch, dass entlaufene Hunde ihren Menschen wieder zugeordnet werden können. Siehe dazu auch den Beitrag auf Seite 27.

© Shutterstock: Feuerwerk: oatawa; Hund: Susan Schmitz

Tiere sind zu Silvester besonderem Stress durch Feuerwerke und Knallkörper ausgesetzt. Für sie gibt es vorbereitende Maß­nahmen – „tierisch gut“ hat ein paar Tipps speziell für Hundehalterinnen und ­Hundehalter zusammengestellt.


TIERE ZU WEIHNACHTEN Krone Tier-Expertin Maggie Entenfellner und Tierschutzstadträtin Ulli Sima appellieren: Beim Schenken an morgen denken – Tiere sind kein Weihnachtsgeschenk!

© Shutterstock: Feuerwerk: oatawa; Hund: Susan Schmitz; Hr. Hochleithner: Privat

Ein Appell von Dr. Manfred Hochleithner, Fachtierarzt für Kleintiere und Präsident der Landesstelle Wien der Österreichischen Tierärztekammer (ÖTK).

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Tiere sind KEIN (Weihnachts-)Geschenk

o sehr die Idee eines geeigneten Haustieres für Kinder zu begrüßen ist, da eine Kindheit im Zusammenleben mit einem Haustier für einen jungen Menschen sicher ein sehr prägendes Erlebnis ist, so sehr ist von Tieren als Geschenk abzuraten.

Lebenslängliche Verantwortung Es gibt dafür viele Gründe – aber der sicher wichtigste ist, dass mit der Anschaffung eines Haustieres ein neues Familienmitglied aufgenommen wird. Man geht Verantwortung für ein Lebewesen ein, und diese Verantwortung endet erst mit dem Tod des Tieres – also ist es eine Entscheidung, die, „bis der Tod euch scheidet“, Gültigkeit hat! Eine einvernehmliche Scheidung gibt es vielleicht zwischen zwei Menschen, aber sicher

nicht zwischen einem Hund und seinem „Frauerl“ oder „Herrl“. Das Haustier hat nur Sie – die Tierbesitzerin bzw. den Tierbesitzer und deren Familie. Das Tier, egal, ob Hund, Katze, Meerschweinchen, Schildkröte oder Wellensittich, ist von dem Zeitpunkt, wo Sie es anschaffen und damit in die Familie bringen, Ihr Familienmitglied, nur absolut abhängig von Ihrer Fürsorge und Ihrer Bereitschaft, es zu füttern, zu pflegen, es zu erziehen und sich aber auch mit seinen ­Ausscheidungen auseinanderzusetzen!

Tierliebe geht ALLE an Wir alle kennen die Situation vor Weihnachten: viele Geschenke für viele Freundinnen und Freunde und Verwandte, da bleibt wenig Zeit für langes Planen und Überlegen – aber genau darauf kommt

es bei der Anschaffung eines Tieres an. Alle beteiligten Personen müssen über alle Vor- und Nachteile beim Zusammenleben mit einem Haustier informiert sein. Und ja, es gibt auch Nachteile! ­Haustiere benötigen uns immer! Urlaub, Dienstreise, Krankheit – für jede Eventualität muss vorgesorgt sein, Haustiere werden nie selbstständig! Es muss einen Plan B geben! Selbstverständlich ist das alles zu managen, zu planen, und mit der Familie kann immer ein Weg gefunden werden – aber diese Entscheidung ist nichts Spontanes, es ist nichts, womit man jemanden positiv überraschen kann! Wenn alle Familienmitglieder zustimmen, einen Teil der Verantwortung zu übernehmen, dann ist ein Haustier eine tolle Entscheidung und wird sicher viel Freude bereiten! Aber den Teil ALLE darf man nie übersehen! /

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Fotos: Shutterstock: Schlange: kamnuan; Schildkröte: Eric Isselee; Hund: Tier Quar Tier Wien

REPTILIENSCHULUNG

FREIWILLIGER SACHKUNDENACHWEIS:

REPTILIENFANS STANDEN SCHLANGE! Zur freiwilligen Sachkundeschulung an der Vetmed war der Hörsaal bis auf den letzten Platz voll. Simone Nake vom ÖVVÖ (Österreichischer Verband für Vivaristik und Ökologie) berichtet. Rundum Wissenswertes Eingeleitet wurde mit allgemeinen Überlegungen und wichtigen Hinweisen vor der Anschaffung von Reptilien. Anschließend befasste sich die Versammlung mit der österreichischen Gesetzgebung für die private Reptilienhaltung. Welche Gesetze sind relevant, wo sind Mindestmaße für Gehege zu finden und wie läuft die Anmeldung der Tiere bei der Behörde ab? Diese Fragen und mehr wurden besprochen und geklärt.

Die Schildkröte und ihr Wesen

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Auf die Mittagspause folgte eine Beratung rund um das besondere Wesen „Schildkröte“ – ob an Land oder im Wasser. Anatomie und Naturgeschichte der Tiere wurden vorgestellt. ­Anschließend

Ich suche ein Plätzchen ! TEQUILA 7 Jahre, Hündin, American-Stafford­shireTerrier-Mischling Sehr freundlich und menschenbezogen. Manchmal auch etwas unsicher. Gerne in der freien Natur unterwegs.

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wurde anschaulich auf Ernährungsfehler, die artgemäße Einrichtung eines Terrariums oder einer Außenanlage sowie auf die richtige Überwinterung von Schildkröten eingegangen.

Eine Schlange als Schauobjekt? In diesem Vortrag wurde erklärt, wie man bei der Haltung von Schlangen Haltungsfehler ausschließen kann, wie die Fütterung ablaufen sollte und wie die Hygiene im Terrarium gewährleistet wird. Dazu wurden Symptome der berüchtigten IBD (­Inclusion Body Disease) sowie Empfehlungen zur Erkennung und ­Behandlung von parasitären Erkrankungen besprochen.

Bartagame, Leguan und Co. Nach einer Pause drehte sich alles um die Bedürfnisse verschiedenster Echsenarten. Besonders wichtig sind hier die sorgfältige Wahl und die Qualität der UV-Beleuchtung sowie artgerechtes Futter.

Akute Leiden – was tun? Der letzte Teil behandelte langfristige, aber auch akute Leiden, die durch falsche Haltung oder Unfälle entstehen können. Der Vortrag begleitete die Anwesenden unter anderem durch die bewegende Genesungsgeschichte einer schwer verletzten Schildkröte.  / Infos und Termine finden Sie auf: www.oevvoe.org


VORBILDWIRKUNG

ÖKOKAUF WIEN – NATÜRLICH GUT! Mit dem Programm „ÖkoKauf Wien“ setzt die Stadt Wien seit 1998 hohe Standards für nachhaltiges Beschaffungswesen und leistet damit nicht zuletzt auch einen wichtigen Beitrag für den respektvollen Umgang mit Menschen und Tieren.

ist auch der „natürlich gut Teller“. Hierbei handelt es sich um Gerichte, die aus biologischen und saisonalen Zutaten bereitet wurden, deutlich weniger Fleisch enthalten oder Fisch aus ­heimischen biologischen Betrieben beinhalten.

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it dem Programm wurde die Stadt zum Vorbild für zahlreiche andere Kommunen. Einen besonders hohen Stellenwert nimmt der ökologische Einkauf von Lebensmitteln ein. Denn täglich werden etwa 100.000 Menschen in Kindergärten und Schulen, Kranken- und Pflege­ einrichtungen oder in Wohnhäusern für Pensionistinnen und Pensionisten verköstigt.

Gut für unsere Zukunft In allen 30 Häusern des Kuratoriums Wiener PensionistenWohnhäuser steht der „natürlich gut Teller“ mindestens dreimal pro Woche auf dem Speiseplan. Ebenfalls serviert wird der „natürlich gut Teller“ auch in zahlreichen vorbildlichen Küchen des Wiener Krankenanstaltenverbundes (KAV), wie etwa im Krankenhaus Hietzing-Rosenhügel, und in Wiener Schulen. So ­verbessert die Stadt mit Geschmack ihre Klimabilanz!  /

Bioquote bereits bei 30 Prozent Erfreulich ist, dass bereits eine Bioquote von 30 Prozent erreicht werden konnte. Maßgeblich verantwortlich dafür

! n e n n i w e g Zu

Einkaufstasche

Ein TierQuarTier WienPackage bestehend aus …

Hundefrisbee

Kappe

Welche Tiere sind das? 1. Welches Tier schwimmt im Wasser und ist ein beliebtes Festtagsgericht?

1. 2.

Fotos: Gewinne: TierQuarTier Wien; Mädchen: Shutterstock: ESB Professional

3. 4.

2. Welches Tier ist weiß und schnattert? 3. Welches Tier ist rosa und hat ein Ringelschwänzchen?

Österreichischer Bioblütenhonig

4. Welches Tier hat einen Panzer auf dem Rücken? Das richtige Lösungswort mit Angabe Ihrer Adresse bitte bis spätestens 15. Dezember 2018 per E-Mail an umweltmusterstadt@wien.at schicken.

Unter allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern werden 30 Gewinnerinnen und Gewinner ermittelt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Information zum Datenschutz: Der Schutz Ihrer persönlichen Daten ist uns ein besonderes Anliegen. Wir verarbeiten Ihre Daten daher ausschließlich auf Grundlage der datenschutzrechtlichen Bestimmungen. Verantwortliche für die Daten ist die Stadt Wien, Geschäftsgruppe Umwelt und Wiener Stadtwerke, Rathaus, Felderstraße 1, 1010 Wien, Tel.: 01 4000-81340, E-Mail: post@ggu.wien.gv.at. Den Datenschutzbeauftragten der Stadt Wien erreichen Sie unter: datenschutzbeauftragter@wien.gv.at. Wenn Sie per E-Mail an unserem Gewinnspiel teilnehmen, werden Ihre angegebenen Daten (E-Mail-Adresse, Name, Vorname, ggf. Titel, Adresse) bis zur Verlosung und zum Versand der Preise gespeichert. Danach werden Ihre Daten gelöscht. Sie sind ausdrücklich damit einverstanden, dass die Geschäftsgruppe Umwelt und Wiener Stadtwerke die genannten personenbezogenen Daten zum Zweck der Abwicklung des Gewinnspiels verarbeitet. Ihre Daten geben wir nicht ohne Ihre Einwilligung weiter. Als betroffene Person steht Ihnen grundsätzlich das Recht auf Auskunft, Berichtigung, Löschung, Einschränkung der Verarbeitung, Widerruf/Widerspruch und Datenübertragbarkeit zu. Wenn Sie die Einwilligung zur Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten erteilt haben, können Sie jederzeit ohne Angabe von Gründen von Ihrem Widerspruchsrecht Gebrauch machen und die erteilte Einwilligungserklärung mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Sie können den Widerspruch entweder persönlich, postalisch oder per E-Mail an uns übermitteln. Ab Kenntnis vom Widerspruch wird die Geschäftsgruppe Umwelt und Wiener Stadtwerke Ihre personenbezogenen Daten nicht mehr verarbeiten. Durch den Widerruf der Einwilligung wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund der Einwilligung bis zur Kenntnis des Widerrufs erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Sollten Sie der Meinung sein, dass wir Ihre Daten nicht entsprechend den gesetzlichen Regelungen verarbeiten, oder sollten Sie der Ansicht sein, dass wir Ihre Rechte nicht ausreichend gewahrt haben, so steht Ihnen die Möglichkeit der Beschwerde bei der Datenschutzbehörde offen.

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LT E W M U KIDS UND XXX XXXXXX

SCHLUMMERN, DÖSEN, SCHLAFEN

LUSTIG

Foto: Privat

TIERISCH

Vielen Dank an Josephine, sieben Jahre alt, und ihre drei Laufenten für den selbst erfundenen Witz.

Wie nennt man eine alte Laufente, die eine Gehhilfe benötigt? Stocken

te

lustigsten Schicke auch du uns deinen mit einem Bild d wir z Tierwitz – der beste Wit e abgedruckt! gab Aus von dir in der nächsten Namen, Alter und Einsendungen mit deinem age.at ess @m Foto an: tierischgut

Foto: Igel 1: Andreas Depping/pixelio.de; Igel 2: pandpstock

Meister Igel braucht ein Bett ! Von November bis März schläft der Igel und verliert dabei 20 bis 40 Prozent seines Körpergewichts. Was für so manchen Menschen praktisch erscheint, kann für den Igel gefährlich enden. Hat der Igel zu wenig Gewicht, übersteht er den Winter­ schlaf nicht. Wer den putzigen Insektenfresser bei seinem Winterschlaf unterstützen will, denkt beim Herbstputz an ihn und lässt Laub im Garten liegen. Dort kann er sich im ­wahrsten Sinne des Wortes „einigeln“ und findet Wärme über die kalten Monate. TIPP: Wer nicht weiß, wohin mit dem ganzen restlichen Laub, holt sich beim nächstgelegenen Mistplatz einen Laubsack der MA 48! Alle Infos auf https://www.wien.gv.at/umwelt/ma48/beratung/ muelltrennung/biogener-abfall/laubsack.html

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Mango, Sokrates und Gustel schlafen heute mit der Welt um die Wette. Schau, wie unterschiedlich die Schlafbedürfnisse von Lebewesen sind.

, DASS …

WUSSTEST DU

Einige Vögel schlafen nur eine Stunde pro Tag, schlummern im Flug oder mit nur einer Gehirnhälfte. Viele Tiere – darunter Delfine und Seelöwen – haben einen Weg gefunden, gleichzeitig zu schlafen und wach zu bleiben: Sie schlafen mit nur einer Gehirnhälfte, die andere passt auf. Bei den Meeressäugern ist das vermutlich notwendig, um nicht zu ertrinken. Viele Tiere, so auch der Igel, schlafen im Sommer auch etwas weniger als im Winter.


Fledermaus 20 Std..

Mango (Hauskatze) 15 bis 16 Std.

Bär 8 Std.

Wespe 2 bis 3 Std.

Koala 18 bis 20 Std. Laubfrosch 8 Std. Fuchs 10 Std. Waschbär 8 Std.

Illustration: minzpyjama

Schimpanse 8 Std. Gustl (Hamster) 8 Std.

kommen mit 45 Min. Schlaf pro Tag aus. Und dafür müssen sie nicht mal landen: Sie schlafen während des Flugs.

Faultier 15 bis 20 Std. Mensch 8 Std. Maulwurf 8 Std.

Fregattvögel …

Elefant 1 bis 2 Std.

Löwe 12 Std. Reh 3 Std. Kuh 4 Std.

Pferd 3 Std.

Giraffe 4 Std. Schaf 4 Std.

Sokrates (Hund) 17 Std.

Murmeltier 17 Std.

Igel 18 bis 20 Std. Flamingo

Flusspferde … schlafen 30 Minuten unter Wasser. Während ihrer kurzen Schlafzeit treiben sie automatisch alle vier bis fünf Minuten an die Oberfläche, um Luft zu holen.

Wolf 13 Std.

Damit weniger Körperwärme verloren geht, schlafen und ruhen Flamingos auf einem Bein.

Seehunde … können an Land als auch bis zu einer halben Stunde im Wasser schlafen.

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Foto: TierQuarTier Wien

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Frohe Weihnachten! TierQuarTier-Wien-Postkarte mit Weihnachts- und Neujahrsglückwünschen Erhältlich zu den Öffnungs- und Vergabezeiten im TierQuarTier Wien: Di. bis Do. 15:00 bis 17:00 Uhr, Fr. und Sa. 13:00 bis 17:00 Uhr, montags sowie an Sonn- und Feiertagen geschlossen. TierQuarTier Wien, Süßenbrunner Straße 101, 1220 Wien

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NEUES AUS DEM TIERQUARTIER WIEN

Happy Ends für treue Seelen Irina

Berlios

Avira

Irina wurde gemeinsam mit einem anderen Kaninchen in einem Karton bei einem Müllplatz gefunden. Sie hat ein schönes neues Zuhause gefunden.

Der junge Labrador-Retriever-Mischlings­ welpe Berlios wurde freilaufend gefunden. Er kam ins TierQuarTier Wien und fand ein schönes neues Plätzchen bei Sigrid E.

Die zierliche Avira lief allein in einem Hof herum, bevor sie ins TierQuarTier Wien kam. Brigitte S. hat ihr ein liebevolles neues Zuhause geschenkt.

Luna W. mit Kaninchen Irina

Sigrid E., Sophie S. und Nikolas S. mit Hund Berlios (v. l. n. r.)

Brigitte S. mit Avira

Suki

Nutoka und Nathan

Suki wurde freilaufend gefunden. Sie fand ein schönes neues Plätzchen bei Ljuboje M.

Nutoka und Nathan erblickten im ­TierQuarTier Wien das Licht der Welt. Sie haben ein gemeinsames neues Plätzchen bei Max A. gefunden.

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Mathilde A. und Max. A. mit den beiden Kätzchen Nutoka und Nathan (v. l. n. r.)

Wien

Liebevolle Menschen gesucht! PASCHA 6 Jahre, Rüde, Mischling Etwas unsicher und liebt Spaziergänge. Wünscht sich ein ruhiges, kinderloses Zuhause bei Menschen mit Hundeerfahrung.

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Fotos S. 22–23: TierQuarTier Wien

Ljuboje M. und Henriette K. mit Hündin Suki (v. l. n. r.)

in Willkommen vollen einem liebe Zuhause!

TierQuarTier Wien, Süßenbrunner Straße 101, 1220 Wien Tel.: 01 734 11 02-0, E-Mail: office@tierquartier.at Öffnungs- und Vergabezeiten: Di. bis Do. 15:00 bis 17:00 Uhr, Fr. und Sa. 13:00 bis 17:00 Uhr. Montags sowie an Sonn- und Feiertagen geschlossen.

www.tierquartier.at/Unsere-Tiere www.facebook.com/tierquartier.vergabetiere Vergabetiere im TierQuarTier Wien


Wir bereiten unsere Schützlinge bestens für ihr Leben draußen vor. Für mich ist es immer besonders schön, wenn eines unserer Tiere in ein schönes neues Zuhause bei liebevollen Menschen vermittelt wird. Angela C. mit Hund Benjamin Button

Tierpflegerin – mein Traumjob!

Angela C. liebt ihren Job im Hundepflegebereich des TierQuarTiers Wien. Hier ein Einblick in ihre tägliche Arbeit. Zu Beginn eines Arbeitstages kontrolliert Angela C. sofort, ob bei den Hunden in der Hundevergabe alles in Ordnung ist, und öffnet die Klappen der Innenzwinger zu den Außenzwingern. Danach kommt die morgendliche Gassigehrunde mit den Hunden. Nach der täglichen Besprechung mit den Tierärztinnen und Tierärzten bekommen die Schützlinge Futter und frisches Wasser sowie im Bedarfsfall ihre Medikamente. Auch die Reinigung der Innen- und Außenzwinger steht noch am Vormittag auf dem Programm.

Kein Tag ohne Spiel und Spaß Am Nachmittag steht die Beschäftigung mit den Hunden im ­Vordergrund. Diese setzt sich aus weiteren Gassigehrunden, Training, Spiel und Kuscheln zusammen, selbstverständlich aber auch aus Pflege und einer weiteren Fütterung. Zusätzlich findet von Dienstag bis Samstag nachmittags die Tiervergabe statt. Dabei unterstützen die Tierpflegerinnen und Tierpfleger des Hundepflegebereichs das Vergabeteam bei der Vorstellung von passenden Hunden für Interessentinnen und­ Interessenten.  /

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NEUES AUS DEM TIERQUARTIER WIEN

WEITERBILDUNG

Zertifizierter Katzencoach! Tierisch gut! Franziska L. aus dem Katzenvergabeteam des TierQuarTiers Wien machte die ein halbes Jahr dauernde Ausbildung zum zertifizierten Katzencoach bei der aCATemy. Diese Ausbildung reicht von der artgerechten Haltung bis hin zum richtigen Umgang mit Katzen. Davon profitieren viele – Franziska L., die tierischen Schützlinge im TierQuarTier Wien sowie auch ihre zukünftigen Besitzerinnen und Besitzer. Nähere Informationen zur Ausbildung: www.petraott.com/katzenschule-neu

Fotos Seiten 24–25, wenn nicht anders angegeben: TierQuarTier Wien

„Eine Ausbildung in diese Richtung zu machen, war mir seit Langem sehr wichtig. So kann ich auch nach der Vermittlung den neuen Halterinnen oder Haltern mit guten Tipps zur Verfügung stehen – für ein langfristiges, harmonisches Zusammenleben. Franziska L. mit Katze Nelly

Bestanden! Schützlinge des TierQuarTiers Wien haben die Prüfung zum verpflichtenden Wiener ­Hundeführschein bestanden.

n Wir gratuliere . recht herzlich 24 //

Fünf Schützlinge des TierQuarTiers Wien – Bueno, Charlie Brown, Ralfi, Pflegehund Charly und Pearl – wurden bestens für das Leben draußen vorbereitet. Sie haben gemeinsam mit ihren Tierpflegerinnen bzw. Tierpflegern den verpflichtenden Wiener Hundeführschein erfolgreich bestanden.


NEUES AUS DEM TIERQUARTIER WIEN

Freiwilliges Umweltjahr (FUJ) im TierQuarTier Wien – jetzt anmelden! Das Freiwillige Umweltjahr (FUJ) ermöglicht jungen Menschen Berufsorientierung und praktische Berufserfahrung im Umwelt- und Tierschutzbereich und ist auch im TierQuarTier Wien möglich.

Foto: Jugend-Umwelt-Plattform JUMP

Beim FUJ engagieren sich junge Menschen ab dem 18. Lebensjahr sechs bis zwölf Monate freiwillig bei einer von ca. 50 Organisationen in ganz Österreich. Für junge Männer besonders interessant: Seit 2013 wird das Freiwillige Umweltjahr als ­Zivildienstersatz angerechnet! Die Tätigkeiten beim Freiwilligeneinsatz sind je nach Einsatzstelle sehr unterschiedlich und reichen von Veranstaltungsplanung über Tierpflege bis hin zu Gartenarbeiten. Parallel zu ihrem

­ insatz absolvieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den E „FUJ-Lehrgang“ im Umfang von 7 ECTS mit den ­Schwerpunkten ­Berufsorientierung, Umweltbildung und Projektmanagement. Für ihren Einsatz erhalten die Freiwilligen Taschengeld, Familienbeihilfe, Verpflegung und die Jugendnetzfahrkarte für ihr Bundesland. Darüber hinaus sind die Jugendlichen für die Dauer ihres Einsatzes unfall-, kranken-, pensions- und haftpflichtversichert. Organisiert und koordiniert wird das Freiwillige Umweltjahr von der Jugend-Umwelt-Plattform JUMP. Interessierte können sich schon jetzt für einen Platz ab Herbst 2019 bewerben! Bewerbungsschluss: 13. März 2019. Danach werden Restplätze vergeben. Alle Infos: www.fuj.at Kontakt für Rückfragen: Jugend-Umwelt-Plattform JUMP Mag.a Claudia Kinzl Geschäftsführerin Jugend-Umwelt-Plattform JUMP Bereich: „Freiwilligen Engagement“ Tel.: 01 313 04-2014 E-Mail: fuj@jugendumwelt.at

Bewerbungen finden über die Jugend-Umelt-Plattform JUMP statt.

GESCHENKTIPP FÜR N: WEIHNACHTE Tierpatenschaft

Gesucht: Ihre Unterstützung! TIERPATENSCHAFTEN FÜR HUNDE, KATZEN ODER KLEINTIERE

Manche Tiere im TierQuarTier Wien haben in ihrem bisherigen Leben schlimme Erfahrungen gemacht, sind schon sehr alt und krank oder noch viel zu jung. Diese besonders hilfsbedürftigen Hunde, Katzen oder Kleintiere bedeuten erhöhte Kosten für die tierärztliche Versorgung, aufwendigere Pflege und besonders intensive Betreuung. Deshalb werden Menschen gesucht, die im Speziellen diese Tiere mit einer Tierpatenschaft unterstützen. Sie können damit ­wesentlich zur Versorgung und Pflege dieser Schützlinge beitragen. ­Tierpatenschaften können auch sehr gerne verschenkt werden.

Tierpatenschaften für Kleintiere ab 10 Euro pro Monat für Katzen ab 15 Euro pro Monat für Hunde ab 20 Euro pro Monat

Danke an alle, die jetzt helfen !

Informationen: www.tierquartier.at/Unterstuetzen-Sie-uns/Tierpatenschaften E-Mail: tierpatenschaft@tierquartier.at Tel.: 01 734 11 02-113 oder vor Ort zu den Öffnungsund Vergabezeiten: Di. bis Do. 15:00 bis 17:00 Uhr, Fr. und Sa. 13:00 bis 17:00 Uhr, montags sowie an Sonnund Feiertagen geschlossen. TierQuarTier Wien, Süßenbrunner Straße 101, 1220 Wien

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HUNDE UND KATZEN IM WINTER

Für Freigängerkatzen, die ihr Geschäftchen lieber draußen verrichten, ist eine Katzenklappe optimal.

ES WIRD KALT UND IMMER KÄLTER:

AUF VIER PFOTEN DURCH DEN WINTER!

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ür viele Tiere sind die niedrigeren Temperaturen nach ­einem warmen Herbst eine Erholung. Gleichzeitig müssen sie sich wieder an die veränderten Bedingungen anpassen.

Einsam durch die Nacht? Die Spaziergänge finden nun wieder in der Dunkelheit statt. Nicht nur dunkle Hunde werden schnell von anderen Verkehrs­ teilnehmerinnen und -teilnehmern übersehen. Es ist daher emp­ fehlenswert, seinen Hund für andere durch Reflektoren, z. B. am Brustgeschirr, sichtbar zu machen.

Kalt bis in die Knochen? Besonders ältere Tiere, die unter Gelenkserkrankungen leiden, reagieren auf den Anbruch der kalten Jahreszeit manchmal mit einer Verschlechterung der Symptome. Tiefe Temperaturen und Feuchtigkeit im Freien abwechselnd mit hohen Temperaturen in der Wohnung können Schmerzschübe auslösen. Es empfiehlt sich, vorab tierärztlichen Rat einzuholen. Ein Tipp der MA 60 – Veterinärdienste und Tierschutz: Schon jetzt an einen geeigneten Pfotenschutz wie ­z. B. Fettcremen für die bevorstehende Streusituation denken!

Ein Dach über dem Kopf? Das Halten von Hunden im Freien ist grundsätzlich erlaubt. Ein Hund darf jedoch nur dann im Freien gehalten werden, wenn das

26 //

Tier aufgrund seiner Rasse, seines Alters und seines Gesundheits­ zustandes dazu fähig ist. Der Hund benötigt eine Schutzhütte aus wärmedämmendem Material mit einem der Wetterseite abge­ wandten Zugang und einer geeigneten Unter­lage. Die Hütte muss trocken und sauber gehalten werden. Die Größe muss so bemessen sein, dass der Hund sich darin verhaltensgerecht bewegen und hinlegen kann und den Innenraum mit seiner Körperwärme warm halten kann, wenn die Schutzhütte nicht beheizbar ist.

Alles für die Katz? Katzen sind meist wärmeliebend und verbringen die kältere Jahres­zeit gerne in der gut geheizten Wohnung. Gegen die Langeweile helfen Beschäftigungsmöglichkeiten wie art­ge­rech­tes Katzenspielzeug, ausreichend Kratzbäume und ein schöner Fensterplatz – bitte nicht aufs Fenstergitter vergessen. Beachten Sie, dass Freigängerkatzen trotz kalter Witterung ihr Geschäftchen auch draußen verrichten wollen, eine gute Katzenklappe ­verhindert ständiges Türenöffnen und Wartezeiten in der Kälte.  /

Tipps zum Schutz von Hundepfoten bei Salzstreuung • Pfoten vor dem Spaziergang mit einer schützenden Salbe eincremen. • Nach dem Spazierengehen Pfötchen mit lauwarmem Wasser reinigen sowie von Steinchen befreien.

Foto: Shutterstock: vvvita

Die Nächte sind nun wieder länger und kühler. Der Winter ist da! Für den Menschen heißt es sich wärmer anziehen. Was bedeutet das für unsere Tiere?


Auf den Hund gekommen?

MIKROCHIP

ALLES RUND UM DAS CHIPPEN, DAS REGISTRIEREN UND DIE HUNDEABGABE „HUNDESTEUER“ Amtstierärztliche Kontrollen zeigen, dass es immer wieder zu Verwechslungen zwischen der Kennzeichnung und der Registrierung von Hunden sowie der Hundeabgabe „Hundesteuer“ kommt. „tierisch gut“ klärt auf!

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Foto: Tier Quar Tier Wien; Illustration: Shutterstock: metamorworks

undehalterinnen und -halter sind gemäß § 24a Tier­ schutzgesetz verpflichtet, ihre Hunde mittels elektro­ nischen Mikrochips kennzeichnen zu lassen. Dem Hund wird ein Mikrochip an der linken Halsseite eingesetzt. Der CHIP ist nur wenige Millimeter groß. Dieser Vorgang ist mit einer Impfung vergleichbar und darf nur von praktischen Tierärztinnen und Tierärzten durchgeführt werden. Hunde müssen spätestens mit drei Monaten, jedenfalls vor der ersten Weitergabe gechippt werden. Das Tragen des Chips allein ergibt jedoch noch keinen Sinn. Wichtig ist die Verbindung zwischen den Daten des Mikrochips und den Daten des Frauchens oder Herrchens des Hundes. Dies erfolgt durch die Eintragung der Hundehalterinnen- und Hundehalterdaten in die österreichische Heimtierdatenbank. Die REGISTRIERUNG muss spätestens einen Monat nach dem Einsetzen des Chips erfolgen. Jede Änderung der ­Daten der Tierhalterin bzw. des Tierhalters ist auch innerhalb eines Monats vorzunehmen.

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Wien

Suche neues Zuhause! TOPIC 5 Jahre, Rüde, Schnauzer-Mischling Anfangs etwas schüchtern. Genießt sehr den Kontakt mit Menschen.

Das Chippen wird von praktischen Tierärztinnen und Tierärzten durchgeführt.

Die EINTRAGUNG kann von der Tierhalterin oder dem Tierhalter selbst, durch die Tierärztin bzw. den Tierarzt oder bei der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde (BVB) durchgeführt werden. Die zuständige BVB in Wien ist die MA 60 – Veterinärdienste und Tierschutz. Dies ist in der Regel kostenpflichtig. Die HUNDEABGABE wird für jeden Hund in Wien, der älter als drei Monate ist, mit Ausnahme von Blindenführhunden, jährlich eingehoben. Es gibt auch Befreiungs- und Ermäßigungsgründe sowie Ausnahmen von der Abgabepflicht. Wer die Prüfung zum freiwilligen Hundeführschein in Wien erfolgreich absolviert hat, ist für das folgende Jahr von der Entrichtung der Abgabe für den geprüften Hund befreit. /

! Wichtig! Das Chippen und Registrieren des Hundes ist keine lästige Pflicht, sondern eine wesentliche Hilfe bei einem Verlust des Hundes. Denn nur so kann ein entlaufener Hund umgehend seiner Besitzerin oder seinem Besitzer zugeordnet werden.

Registrierung MA 60 – Veterinärdienste und Tierschutz Formularanforderung: post@ma60.wien.gv.at Gebühr: 20,84 Euro Weiterführende Infos: www.wien.gv.at/amtshelfer/finanzielles/ rechnungswesen/abgaben/hundeabgabe.html www.tieranwalt.at/de/Aktivitaeten/Hundefuehrschein.htm Mit der Bürgerkarte kann die Tierhalterin bzw. der Tierhalter das eigene Tier selbst registrieren: http://heimtierdatenbank.ehealth.gv.at

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Foto: Shutterstock: Yuttana Jaowattana

MOPPING – EIN TIERISCHER SKANDAL! SCHLUSS MIT DER QUALZUCHT BEI MOPS UND CO.

Gemeinsam mit starken Partnerinnen und Partnern verlangt die Tierschutzombudsstelle Wien ein Zuchtverbot für alle Tiere mit Qualzuchtmerkmalen. Tierärztinnen und Tierärzte wie auch Tierschützerinnen und Tierschützer kritisieren, dass gezielte Missbildungen bei Tieren gezüchtet werden, weil es dem Menschen so gefällt – obwohl das mit enormem Leid für die Tiere verbunden ist.

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in prominentes Beispiel für Qualzucht sind Hunde, bei denen gezielt auf Missbildungen gezüchtet wird, sodass etwa die Augen sogar noch vor der Nasenspitze liegen. „Eine normale Atmung ist ­diesen Hunden nicht mehr möglich. Sowie sie sich nur ein wenig anstrengen oder aufregen, leiden sie unter Atemnot, Erstickungsangst oder erleiden einen Kollaps“, sagt Manfred Hochleithner von der Landesstelle Wien der Tierärztekammer. Mops und andere betroffene Hunderassen dürfen daher nicht mehr weitergezüchtet werden, fordert Hochleithner und ergänzt: „Wir Tierärztinnen und Tierärzte haben diesen Beruf nicht gewählt, um Qualzucht chirurgisch zumindest wieder so weit zu korrigieren, dass das Tier halbwegs genug Luft in die Lunge bekommt. Wer so was züchtet, begeht ein Verbrechen.“

Nicht nur Hunde betroffen Tierschützerinnen und Tierschützer von pro-tier, dem Dachverband der österreichischen Tierschutzorganisationen, und VIER PFOTEN machen darauf aufmerk-

”Tiere verstümmeln und leiden lassen, damit sie einem Modetrend entsprechen, ist unerträglich.“ Manfred Hochleithner von der Landesstelle Wien der Tierärztekammer

ne Flossen bei Fischen, die zu enormem Verletzungs- und Infektionsrisiko führen, sind einige weniger bekannte Beispiele. Bei Qualzucht geht es aber auch um Nutztiere. So können zum Beispiel Puten kaum mehr stehen, weil sie auf über­große Brustmuskulatur und hohes Gewicht gezüchtet werden. Vom vielen Liegen in der feuchten Einstreu b­ekommen sie z­usätzlich Hautentzündungen.

Gesetz ohne Verbindlichkeit sam, dass Qualzucht nicht nur auf Hunde beschränkt bleibt. Selbst bei Vögeln und Fischen führen die vom Menschen erfundenen Schönheitsideale zu unnatürlichen Formen: Federformen bei Vögeln, die Bewegungen einschränken, oder extrem dün-

Die Tierschützerinnen und Tierschützer beklagen, dass die bestehenden gesetzlichen Regelungen völlig unzureichend seien. Eva Persy von der Tierschutzombudsstelle Wien fühlt sich von der Bundesregierung im Stich gelassen. Wie soll das weitergehen?  /

” Es fehlen verbindliche Richtlinien, die es dem Vollzug

ermöglichen, das im Gesetz im Prinzip vorgesehene Qualzuchtverbot auch umzusetzen. Das ist so, als würde man zwar per Gesetz das Rasen verbieten, aber nicht festlegen, wie schnell Autos im Ortsgebiet oder auf der Autobahn fahren dürfen“, kritisiert Eva Persy, Tierschutzombudsstelle Wien

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WIENER PENSIONISTENHEIM SETZT AUF KUSCHELKURS MIT HENNEN Der Kontakt mit Tieren entspannt, macht froh und kann auch die Gesundheit fördern.

DA GACKERN JA DIE HÜHNER?!

Fotos: Kuratorium Wiener Pensionisten-Wohnhäuser

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iergestützte Therapie wird in vielen der „Häuser zum Leben“ des Kuratoriums Wiener PensionistenWohnhäuser angeboten. Im Haus Prater im zweiten Wiener Gemeindebezirk kommen beispielsweise regelmäßig ­Therapiehunde vorbei. Aber auch Kaninchen und ­Meerschweinchen sind immer wieder zu Gast. Ganz neu sind die fünf Legehennen Poldi, Mira, Susi, Lena und Grete. Sie haben im Frühjahr 2018 ihr neues Gehege im großen Garten des Pensionisten-Wohnhauses bezogen. Die Idee dazu hatten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Gesagt, getan – und es hätte nicht besser laufen können. Die fünf Hühner fühlen sich in ihrem neuen Zuhause pudelwohl. Und auch die Seniorinnen und Senioren sind überglücklich mit den tierischen Bewohnerinnen. Denn diese lassen sich streicheln, werden gerne gefüttert und gackern fröhlich vor sich hin. Zudem haben viele der älteren Menschen früher selbst Hühner gehalten und die Bewohnerinnen und Bewohner können ihr Wissen rund um die Pflege der gefiederten Weggefährten mit einbringen.

Wir haben Legehennen ausgesucht, die für ” das Haus Prater gut passen. Hier bekommen sie viel Zuwendung und legen brav Eier.“ Biobauer Anton Unger Die Biolegehennen stammen vom Biohof Unger und sind „gmiatliche Typen“, so der Biobauer Anton Unger. Es gibt ­jeden Tag frische Eier aus dem eigenen Garten. Diese werden von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern zu Palatschinken oder Eierspeis verarbeitet und ergeben eine tolle selbst ­gemachte Biomahlzeit. Über die kalten Wintermonate kommen die Hühner wieder auf den Biohof von Anton Unger nach Niederösterreich. Dort harren sie bis zum nächsten Frühjahr aus, bis sie endlich wieder zu ihren Seniorinnen und Senioren ins Pensionisten-Wohnhaus Prater zurückdürfen.  /

Die tiergestützte Therapie hat ” schon eine lange Tradition bei uns im Haus. Und dieses Jahr sind wir von dem Hund auf das Huhn gekommen. Die Hühner sind eine willkommene Abwechslung und Gesprächsthema Nummer eins.“ Petra Sallaba, Teamleiterin der Hausbetreuung

Poldi ist die Alpha-Henne, Mira ist die gute Seele, Susi hod so gern a Gspusi, Lena frisst den ganzen Tog, Grete ist die, die jeder mog. Ein Hühnergedicht aus dem Haus Prater

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TIERSCHUTZOMBUDSSTELLE WIEN

TIERSCHUTZ BEGINNT IM KLEINEN

Augen auf! Eva Persy ist Wiener Tierschutzombudsfrau Kontakt: post@tow-wien.at www.tieranwalt.at

Es gibt eine ganze Bandbreite an Konsumgütern, die auf Produkte von oder aus Tieren zurückzuführen sind. Bewusst einzukaufen und darauf zu achten, dass wir Tierleid verhindern, anstatt es zu unterstützen, bedeutet, Verantwortung zu übernehmen.

B

eginnend beim täglichen Frühstücksei bis zur Anschaffung von Jacken, Bettzeug oder Schuhen – Information spielt dabei eine sehr große Rolle. Denn viele Konsumentinnen und Konsumenten gehen beispielsweise davon aus, dass „Bauernhofgarantie“, „Güte­siegel“ oder ähnliche Begriffe bedeuten, dass die Tiere tiergerecht leben durften, genügend Auslauf, Platz und regel­ mäßigen Weidegang hatten. Sie wissen nichts von dem TierWurstwaren und anders leid, das mit der Haltung, dem Transport, der ­Sverarbeitetes chlachtung Fleisch müssen noch kritischer betrachtet werden, denn verbunden ist.

Die noch immer vorherrschende Intensivtierhaltung der Schweine verursacht bei den Tieren Schmerzen und Stress.

So werden die Muttertiere (Zuchtsauen) rund um die Geburt in einen KASTENSTAND (1) gesperrt. Dabei handelt es sich um körpergroße Käfige, die jegliche Bewegung und Interaktion mit den Ferkeln unterbinden. Dieser Missstand soll (erst!) 2033 gesetzlich verboten werden.

Außerdem werden die männlichen Ferkel meist schmerzhaft und ohne Narkose kastriert (3)! Alternativen zu dieser Tierquälerei gibt es zwar, sie werden nicht umgesetzt, da diese Mehrkosten (umgerechnet ca. 3 Cent pro Schnitzel!) verursachen.

Die meisten Tiere kommen nie ins Freie, nicht einmal in einen kleinen Auslauf auf befestigtem Boden (6).

In den Mastbetrieben leben die Tiere meist auf hartem Betonvollspaltenboden (4), um so das Ausmisten zu sparen. So müssen die Tiere über und in ihren eigenen Exkrementen leben, was für sie sehr unnatürlich ist und zu Atemwegserkrankungen führen kann.

Laut Gesetz wird einem ausgewachsenen Mastschwein (etwa 110 kg Lebendgewicht) nur 0,7m2 Platz zugestanden, d.h. in den meisten Betrieben drängen sich die Tiere dicht an dicht und haben oft nicht einmal genug Platz um sich hinzulegen (8).

Eine „richtige“ Auslauffläche (7), eine Weide, inkl. Suhle, ist eine absolute Seltenheit.

Nicht täuschen lassen!

Innerhalb der ersten Lebenstage wird den allermeisten Ferkeln der halbe Schwanz abgeschnitten (2), um das gegenseitige Abbeißen aus Langeweile und Unterbeschäftigung zu reduzieren. Bei tierfreundlicherer Haltung ist dies nicht nötig, da die Schweine den ganzen Tag entweder im Stroh oder in der Erde wühlen können.

hier ist die Herkunft für die KonsumentInnen praktisch nicht nachvollziehbar.

Ähnlich in der Gastronomie, wo meist Billigstfleisch vom

Verniedlichende und beschönigende Begriffe täuschen leiderwird Großhandel verarbeitet und nicht gekennzeichnet werden muss. viele Konsumentinnen und Konsumenten über die Realität hinweg. „Bodenhaltung“ klingt doch auch nicht so schlimm, wenn man nicht weiß, was tatsächlich dahintersteckt. Wer sich schon einmal eine solche Hal­tung angesehen hat, weiß, wie belastend die Realität für so gehaltenes Geflügel ist: Dauerstress auf einer Fläche von einem ­Quadratmeter für bis zu neun Tiere! Die Haltung auf Vollspaltenböden bedeutet außerdem, dass kein Stroh (5) eingestreut wird, da dies die Spalten verstopfen könnte. So fehlt den Tieren Beschäftigungsmaterial und eine Liegefläche.

Gedruckt auf ökologischem Druckpapier aus der Mustermappe von „ÖkoKaufWien“

Verhindern – ganz einfach? Gerade im Tierschutz scheint es öfters, als gäbe es eine „geteilte Unverantwortlichkeit“. Vertreter­innen und Vertre­ter des Handels oder Produzentinnen und Produzenten argu­ mentieren häufig, dass sie das anbieten müssen, was die Konsumentinnen und Konsumenten wollen.

Und die Konsumentinnen und Konsumenten antworten oft, sie würden ja gerne etwas anderes einkaufen, wenn es zu leistbaren Preisen angeboten würde. Was viele unterschätzen: Kaufen bzw. fordern Konsumentinnen und Konsumenten gezielt und hartnäckig tiergerechte Produkte, haben sie eine beachtliche Marktmacht.

AUGEN AUF

Jetzt hinschauen!

Die Tierschutzombudsstelle Wien hat es sich zum Ziel gesetzt, hier Hilfestellungen anzubieten. Ein neues Produkt ist der Ein­ kaufs­führer „Augen auf beim Schweine­fleischkauf“ im Taschenformat. Er zeigt auf, was hinter Siegeln und Marken, die bessere Qualität, eine tolle Herkunft und gute Tierhaltung versprechen, wirklich steckt. Handelt es sich nur um eine gute Werbestrategie oder haben die Tiere tatsächlich bessere Haltungsbedingungen? Anhand einer einfachen Tabelle können Konsumentinnen und Konsumenten erkennen, welche Tierschutzmaßnahmen bei einer Marke oder einem Siegel erfüllt werden und welche nicht. /

SCHWEINE FLEISCH KAUF!

Einkaufsführer Augen auf ” beim Schweinefleischkauf“ Der Einkaufsführer kann bei der Tierschutz­ ombudsstelle Wien bestellt werden: post@tow-wien.at

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Tipp!


KOLUMNE DER VETERINÄRDIREKTORIN

Spezielle Auflagen in Wien Weiters gibt es in Wien das Wiener Tierhaltegesetz mit Vorschriften bzw. Verboten zur Haltung bestimmter Tiere. Letzteres ist vor allem sicherheitsrelevant. Hier ist u. a. geregelt, dass die Tierhalterin bzw. der Tierhalter für bestimmte Hunderassen einen Hundeführschein ablegen muss. Oder dass die Haltung gefährlicher Tiere durch Privatpersonen verboten ist. Das zu regeln, ist für eine Großstadt wie Wien wichtig und nachvollziehbar. Informationen dazu erhalten Sie online. Die MA 60 – Veterinärdienste und Tierschutz bietet auf der Homepage der Stadt Wien umfassende Informa­ ti­onen sowie Links zu weiterführenden Portalen. Mittels

Ruth Jily Chefin der MA 60 – Veterinärdienste und Tierschutz

Amtshelferseiten können Sie verpflichtende Meldungen online erledigen. Lassen Sie sich bei Züchterinnen und Züchtern, Verbänden, Tierheimen, Zoohandlungen, Ihrer Tierärztin bzw. Ihrem Tierarzt oder bei Ihrer zuständigen Amtstierärztin bzw. Ihrem zuständigen Amtstierarzt

Tierhaltung: Wissen Sie über die Gesetzeslage Bescheid?

­beraten.

Foto: Shutterstock: Anastasiya Tsiasemnikava

Amtstierärztinnen und Amtstierärzte stellen häufig fest, dass Tierhalterinnen und Tierhalter wenig über die gesetzlichen Bestimmungen zur Tier­ haltung wissen. Die angegebenen Gründe dafür sind vielfältig, für mich aber nicht nachvollziehbar. Bevor Sie ein Auto kaufen, informieren Sie sich über dessen Eigenschaften, Sie besitzen einen Führerschein. Nur die Auswahl des zu Ihnen passenden Tieres, mit meist hohen Ansprüchen, erfolgt spontan und dessen Unterbringung und Pflege intuitiv?

Wer Freude an seinem neuen Begleiter haben möchte, sollte sich vor der Anschaffung ausführlich informieren!

Die Einhaltung der Gesetze ist im höchsten Maße tier­ schutz- und tiergesundheitsrelevant und darüber hinaus ein Beitrag für ein sicheres Zusammenleben von Mensch und Tier in der Großstadt Wien. Die Vorschriften greifen auf unterschiedlichen Verwaltungsebenen. Generell gelten das Tierseuchen- und das Tiergesund­ heits­­gesetz des Bundes, mit Vorschriften zu Melde­ver­ pflichtungen und Gesundheitskontrollen vor allem im Nutztierbereich. Das Bundestierschutzgesetz mit seinen Verordnungen enthält u. a. die Haltungs­bedingungen unterschiedlicher Tierarten. Der Vollzug obliegt den ­Ländern.

Wenn Sie ein Tier aufnehmen möchten, informieren Sie sich bitte rechtzeitig über die gesetzlichen Bestimmungen. Wenn jemand ein Tier aufnehmen möchte, sprechen Sie sie bzw. ihn aktiv auf dieses Thema an. Sie können damit aktiven Tierschutz betreiben und künftiges Tierleid verhindern. 

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Weitere Infos rund um die Hundehaltung finden Sie unter: www.bmgf.gv.at, www.tieraerztekammer.at, www.tiere.wien.at

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WILDTIERHALTUNG: ALLES, WAS RECHT IST!

Warum ist das meldepflichtig? Wildtiere stellen besonders hohe Ansprüche an ihre Haltung. Sie sind an ihre Lebensräume in der Natur optimal angepasst. Ein Abweichen von diesen Umweltbedingungen führt zu Krankheiten, Leiden, Schäden und über mehr oder weniger lange Zeit zum Tod der Tiere. Dabei zeigen Wildtiere in dieser Zeit kaum körperliche Veränderungen. Wenn ungeübte Tierhalterinnen und Tierhalter diese bemerken, ist es für das Einzelindividuum meist zu spät. Selbst der Besuch bei der Fachtierärztin bzw. beim Fachtierarzt kann das Tier oft nicht mehr retten. Um diesem Umstand Rechnung zu tragen und Leiden zu verhindern, wurde die Meldeverpflichtung in das Tierschutzgesetz aufgenommen. Der zuständigen Behörde wird damit auch die Möglichkeit geboten, bei Wildtierhalterinnen und -haltern Kontrollen durchzuführen und eventuelle Missstände abzustellen.

Wo und was muss gemeldet werden? • Persönliche Daten der Tierhalterinnen und Tierhalter. • Tierart und die beabsichtigte Höchstzahl. • Genaue Beschreibung der Unterbringung.

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Was passiert mit den Meldungen? Die Wildtiermeldungen werden auf Vollständigkeit geprüft, ­allenfalls werden von den Tierhalterinnen und -haltern Informationen nachgefordert und diese elektronisch gespeichert. Eine Verpflichtung der Tierhalterin bzw. des Tierhalters, die Aufgabe der Tierhaltung zu melden, sieht das Gesetz leider nicht vor, eine Bekanntgabe wird aber von der MA 60 ausdrücklich begrüßt. Besonders geschulte Amtstierärztinnen und Amtstierärzte sichten die Meldungen und ordnen risikobasiert amtstierärztliche Kontrollen an.

Wie erfolgt eine Kontrolle? Kontrollen werden in der Regel nach Ankündigung durchgeführt. Nur in besonderen Fällen erfolgen sie unangekündigt. Überprüft wird, ob die Wildtierhaltung mit den Anforderungen der 2. Tierhaltungsverordnung und den Bestimmungen des Wiener Tierhaltegesetzes übereinstimmt. Die vorrangigen Beurteilungsfaktoren sind: • die Art der Tiere, • die Größe und Ausstattung des Geheges, • die Temperatur, Beleuchtung, Luftfeuchtigkeit, • artgerechte Ernährung, • besondere Aufzeichnungen zu den Tieren. Die Tierhalterinnen und -halter haben meist ein großes Fachwissen und sind äußerst kooperativ bei den Kontrollen. Probleme entstehen meist dann, wenn in Wien verbotene Tiere gehalten werden und diese beschlagnahmt werden müssen. So ist in Wien

Fotos: Birgit R.

Die Haltung von Wildtieren ist nach den Bestimmungen des Tierschutzgesetzes seit dem Jahr 2004 meldepflichtig. Viele Halterinnen und Halter wissen das noch immer nicht …


Hörnchenzüchterin Birgit R. im tierisch gut“-Interview:

Was macht für Sie den Reiz an der Haltung von Hörnchen aus? Hörnchen sind sehr interessante, gesellige Tiere. Diese in ­ihrem natürlichen Verhalten zu beobachten und mit ihnen auch in die Mensch-Tier-Interaktion zu gehen, macht mir große Freude. Ihnen ein möglichst naturnahes, artgerechtes Umfeld zu schaffen, ist eine große Herausforderung. Ein großzügiges, artgerechtes Gehege ist eine der wichtigen Voraussetzungen für die Haltung von Wildtieren.

die Haltung von z. B. giftigen Tieren verboten. Im Wiener Tierhaltegesetz sind die verbotenen Tiere explizit angeführt (z.  B. Bären, Giftschlangen, Großkatzen).

Was wird am häufigsten beanstandet? Zu kleine Gehege, Terrarien oder Aquarien sind ein häufiges Problem. Diese wurden oftmals vor geraumer Zeit um viel Geld angeschafft. Es wurde aber dabei nicht bedacht, dass es sich bei den Tieren um Jungtiere handelte, welche noch wachsen würden. Wenn die Amtstierärztin oder der Amtstierarzt feststellt, dass die Unterbringung nicht den gesetzlichen Anforderungen entspricht, erfolgt ein sogenannter Anpassungsauftrag. Manche Mängel können gleich im Rahmen der Kontrolle abgestellt werden. Bei größeren, vor allem baulichen Maßnahmen erfolgt die Verständigung schriftlich. Die Tierhalterin bzw. der Tierhalter hat nun einige Wochen Zeit, für eine gesetzeskonforme Haltung der Tiere zu sorgen.

Was ist, wenn das Tier krank ist? Sollte ein Tier bei der Kontrolle krank oder verletzt sein, so wird der Tierhalterin bzw. dem Tierhalter der Auftrag erteilt, das Tier unverzüglich einer niedergelassenen Tierärztin oder einem niedergelassenen Tierarzt vorzustellen. Die erfolgte tierärztliche Untersuchung ist der Behörde schriftlich nachzuweisen.

Wann verliert man das Tier? Ist die Tierhalterin oder der Tierhalter mit der Haltung überfordert, kann das Tier als letzte Möglichkeit auch vorübergehend oder dauerhaft von der Amtstierärztin bzw. dem Amtstierarzt abgenommen werden. Das Tier wird in weiterer Folge einer geeigneten Einrichtung zur Betreuung übergeben. Nun hat die Tierhalterin bzw. der Tierhalter zwei Monate Zeit, für eine gesetzeskonforme Unterbringung zu sorgen, andernfalls „verfällt“ das Tier, das heißt, die Tierhalterin bzw. der Tierhalter hat das Eigentumsrecht an diesem verloren. Ziel ist es jedoch immer, dass die Tiere bei ihren Halterinnen und Haltern bleiben können.  /

Wie zeit- und kostenintensiv ist eine Wildtierhaltung? Mir ist zum Beispiel sehr wichtig, dass die Tiere eine artgerechte Ernährung erhalten. Die Fütterung von Fertigfutter kommt für mich nicht infrage. Ich bin mit meinem Hund ­täglich rund um Wien unterwegs und sammle Früchte, Samen und Nüsse, die ich einerseits frisch verfüttere und andererseits auch für den Winter trockne und auf Vorrat lege. Wichtig ist dabei, ungespritzte Pflanzen zu verwenden. Auch die tägliche Beobachtung der Tiere ist sehr wichtig. Denn wenn ein Hörnchen krank wird, geh ich sofort zu einer spezialisierten Tierärztin. Hörnchen zeigen als Beutetiere Krankheiten sehr spät, da ist rasches Handeln erforderlich. Wie haben Sie von der Meldeverpflichtung erfahren? Als angehende Wildtierhalterin ist es nicht schwer, umfassende Informationen zu erhalten. Auf den Homepages der Behörden findet man alle erforderlichen Informationen. Ich empfehle auch, vor dem Kauf der Tiere Kontakt mit Personen oder Vereinen aufzunehmen, die diese Tiere auch schon halten. So kann man einerseits wertvolle Tipps erhalten, andererseits die Haltung und eine eventuelle Zucht von Anfang an richtig machen. Wie haben Sie die Kontrolle durch die Amtstierärztin empfunden? Im Vorfeld war ich schon etwas nervös und dachte, hoffentlich passt eh alles. Aber ich war auch ein bisschen stolz, weil mir eine vorbildhafte Tierhaltung bescheinigt wurde.

Die Meldung ist kostenlos: MA 60 – Veterinärdienste und Tierschutz, https://www.wien.gv.at/amtshelfer/wirtschaft/gewerbe/ gruendung/tiere/tierhaltung/wildtierhaltung.html Karl-Farkas-Gasse 16, 1030 Wien Öffnungszeiten: Mo., Di., Do. und Fr. 8.00 bis 13.00 Uhr post@ma60.wien.gv.at oder persönlich vor Ort bei den amtstierärztlichen Sprechstunden.

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WIR STREICHELN UND WIR ESSEN SIE

BUCHTipp

Warum essen wir Kühe und Schweine, jedoch keine Hunde? Warum haben wir weniger Bedenken, wenn Mäuse bei Tierversuchen Verwendung finden, als wenn es Katzen wären? Der Autor Hal Herzog zeigt in diesem Buch in einer leicht verständlichen, oftmals auch pointierten Sprache das gespaltene Verhältnis der Menschen zu den unterschiedlichen Tierarten auf. Seine Thesen sind wissenschaftlich stets fundiert. Ein Buch, das zum Nachdenken anregt und unsere persönliche Wert­ haltung hinterfragt. Hal Herzog ist Psychologe an der Western-Carolina-Universität in den USA. Er beschäftigt sich als Mitbegründer der Anthrozoologie seit Jahrzehnten intensiv mit der Mensch-TierBeziehung und gilt hier als Experte.

20,50 Euro, Hanser Verlag

Foto: MA 60

Foto: MA 58

KINDERLEICHT: DAS EINMALEINS DER HUNDESPRACHE

DER HUND SPRICHT MIT DIR

SICHERHEITSPÄDAGOGISCHE TAGE

Zertifizierte Therapiebegleithundeteams lehren die Kinder altersentsprechend in Theorie und Praxis einen respektvollen, tiergerechten und sicheren Umgang mit Hunden. Ziel: Verminderung von Gefahren- und Konfliktsituationen bei der Begegnung – insbesondere im öffentlichen Raum.

Amtstierärztinnen und Amtstierärzte der MA 60 – Veterinärdienste und Tierschutz besuchen Wiener Volksschulen. Die Kinder erfahren dabei, wie Hunde mit ­Menschen sprechen und wie man sich ihnen gegenüber richtig verhält. Ziel ist die Konfliktvermeidung.

Für Kinder von fünf bis elf Jahren (Kindergarten, Schule, Hort) Ganzjährig, ca. 45 Minuten, Termin nach Vereinbarung MA 58 – Tierhaltekoordination, Gabriele FreudenbergerPichler, 01 4000-96852, post@ma58.wien.gv.at

Für Kinder von sechs bis zehn Jahren (Schule) April bis Juni, 8:00 bis 13:00 Uhr, Termin nach Vereinbarung Die Helfer Wiens (in Kooperation mit der MA 60 – Veterinärdienste und Tierschutz) 01 533 71 06, office@diehelferwien.at

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an Jobst/Christian Fürthner Fotos: PID/Alexandra Kromus/Christi

! H C S I R TIE NEWS UND TERMIN

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„tierisch gut“ hat für Sie wieder informative und auch weihnachtliche Tipps und Highlights zusammengetragen. Foto: PID / Fürthner

., 22. Nov. –23. Dez hr Do.–So.: 10–20 U

Tierschutzstadträtin Ulli Sima und der Donaustädter Bezirksvorsteher Ernst Nevrivy freuen sich auf einen gemeinsamem Charity-Punsch zu Gunsten des TierQuarTier Wien.

Adventmarkt und Weihnachtsausstellung in den Blumengärten Hirschstetten Charity-Punsch fürs TierQuarTier, Bioschmankerl und Unterhaltung für die ganze Familie: Die weihnachtlich geschmückte Landschaft der Blumengärten Hirschstetten bietet von 2­ 2. November bis 23. Dezember, Donnerstag bis Sonntag, das perfekte Ambiente für den Adventmarkt und die Weihnachtsausstellung „Die Schneekönigin“ der MA 42 – Wiener Stadtgärten.

Kunsthandwerk und Charity-Punsch Vor Ort gibt’s Kunsthandwerk, Holzspielzeug und Christbaumschmuck, und der „Natürlich Christkindl“-Markt bietet Bioschmankerl und Regionales. Der Punschstand der ­TierfreundInnen spendet seine Erlöse an das TierQuarTier Wien in der Donaustadt, das schon Tausenden Tieren Unterschlupf gewährt und in kürzester Zeit ein neues, liebevolles Zuhause vermittelt hat.

48er-Tandler beim Adventmarkt Schöne Secondhandwaren gibt’s beim 48er-Tandler-Outlet, und der wiederverwendbare Wiener Weihnachtssack vermeidet Geschenkpapiermüllberge unterm Weihnachtsbaum.

Musik, Basteln und Backen Ab 16 Uhr gibt’s Musikprogramm mit Weihnachtsliedern, CountryX-Mas und „Wienerischem“. Kinder backen und basteln gemeinsam oder vergnügen sich beim Ponyreiten und am Karussell. Infos: www.park.wien.at Öffnungszeiten in den Wintermonaten: 22. November–23. Dezember, Donnerstag–Sonntag: 10–20 Uhr Blumengärten Hirschstetten Südeingang: 22., Quadenstraße 15 Nordeingang: 22., Oberfeldgasse (vis-a-vis Sportplatz WFV-Hirschstetten, gegenüber Nr. 41)

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intersaison: Geöffnet in der W 10–17 Uhr Sa., So., Feiertag

Viele, viele Bauernhoftiere und eine herrlich duftende Weihnachtsbackstube: Am Landgut Cobenzl, dem Kinderbauernhof der Stadt Wien, können sich alle kleinen und großen Bauernhof-Fans perfekt aufs Christkind einstimmen. In der Adventzeit verwandelt sich das Landgut dank Keksteig, Weihnachtsgewürzen und natürlich vielen Ausstechformen zur festlichen Weihnachtsbackstube. Während die selbst gemachte Weihnachts­ bäckerei im Ofen duftet, steht ein ausführlicher Streifzug durch die Ställe am Programm. Die Bauernhoftiere freuen sich schon auf euren Besuch und die ausgiebigen Streicheleinheiten! Da möchtet ihr unbedingt mitmachen? Schaut am besten gleich auf www.landgutcobenzl.at. Hier findet ihr alle Termine. Bitte meldet euch rechtzeitig an, die Plätze in den Backworkshops sind nämlich sehr gefragt! Und auch am Neujahrstag ist das Landgut Cobenzl mit all seinen ­frechen „Glücksferkeln“ ein ideales Ausflugsziel für die ganze Familie!

Foto: Walter Skokanitsch

In der Weihnachtsbäckerei ...

Anfahrt: U4 Heiligenstadt, Bus 38A bis Cobenzl Parkplatz Öffnungszeiten in den Wintermonaten: Samstag, Sonn- und Feiertag 10:00 bis 17:00 Uhr. Infos zu Veranstaltungen und Programm: www.landgutcobenzl.at Landgut Wien Cobenzl 01 328 94 04-20, office@landgutcobenzl.at

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Foto: JOBST

ARNIES BIM-AUTOGRAMM FÜR GUTEN ZWECK VERSTEIGERT!

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Wiener Linien spenden 2.400 Euro fürs Schildkrötenschutzprogramm des Nationalparks Donau-Auen. Das Autogramm, das Arnold Schwarzenegger bei seinem Wien-Besuch im Mai auf einer Straßenbahn der Wiener Linien hinterlassen hatte, wurde jetzt für den guten Zweck versteigert. Der Erlös von insgesamt 2.400 Euro fließt zur Gänze ins Schutzprogramm für die letzten wild lebenden österreichischen Schildkröten im Nationalpark Donau-Auen und in der Lobau. Das Geld wird verwendet, um die vergrabenen Eier im Schild­krötengelege im Nationalpark Donau-Auen durch Metallgitter vor Füchsen und Mardern zu schützen. Die Straßenbahn war anlässlich des „Austrian World Summit“ mit Schwarzeneggers Porträt versehen worden. Als Schirmherr der Veranstaltung drehte Schwarzenegger eine Runde mit der Straßenbahn und signierte anschließend das Fahrzeug. Wiener-Linien-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter haben das Originalautogramm auf ­Aluverbundplatte gesichert, nachdem sie die Beklebung vom Fahrzeug abgenommen hatten. Informationen zum Schildkrötenschutzprogramm im Nationalpark Donau-Auen gibt es auf www.sumpfschildkroete.at.


Foto: Daniel Zupanc/Tierschutz macht Schule

KURS IM TIERQUA RTIER WIEN

Pet Buddy“ – für einen ”verantwortungsbewussten Umgang mit Tieren Der Verein „Tierschutz macht Schule“ vermittelt Kindern einen verantwortungsvollen Umgang mit Tieren. Speziell für ­ den Schulunterricht wurde ein fundiertes Angebot an Workshops, Lehrgängen und Kursen ausgearbeitet, damit Lehrerinnen und Lehrer eine qualifizierte Tierschutzbildung an die Kinder weitergeben können. Mit dem Programm „Pet Buddy“ können Schulkinder einen verantwortungsbewussten Umgang mit Tieren an außerschulischen Lernorten erleben. „Pet Buddy“ zu sein bedeutet, mehr über die Bedürfnisse der Tiere zu wissen und dieses Wissen weiterzugeben – ­ein „Kumpel für Tiere“ (engl.: „Pet Buddy“) tritt mit Herz und Verstand für Tiere ein.

Tiere zu erkennen. Die Kurse dauern zwei Vormittage und sind idealerweise für eine Klasse der dritten oder vierten Schulstufe mit maximal 25 Kindern (oder für zwei kleinere Schulklassen) geeignet. Ab Herbst 2018 findet der „Pet Buddy“-Kurs im TierQuarTier Wien statt. Der zweite Kursteil wird im Heimtierpark des Tiergartens Schönbrunn abgehalten. Im Anschluss sind alle Kinder „Pet Buddies“ und erhalten zur Erinnerung eine Urkunde, ein Poster und ein Armband.

Tierischer Lernspaß Der „Pet Buddy“-Kurs ermöglicht Schulklassen, den sicheren Umgang mit Heimtieren zu erlernen und die Bedürfnisse der

Anmeldung/Kontakt: Verein „Tierschutz macht Schule“ Maxingstraße 13 b, 1130 Wien Thomas Kletschka E-Mail: office@tierschutzmachtschule.at Tel.: 01 876 91 27 Alle Informationen: www.tierschutzmachtschule.at/pet-buddy und www.tierschutzmachtschule.at

Morgen, Tiere, wird’s was geben

GESCHEN WEIHNA

DAS TIERQUARTIER WIEN SAGT DANKE FÜR SACHSPENDEN Über diese Spenden freuen sich Tiere besonders. Futterspenden bitte originalverpackt und ungeöffnet. Zubehör und Spielzeug in gutem Zustand, desinfizierbar und waschbar sowie geeignet für Tiere.

HUNDE

• Single-Protein-Spezialfutter – vor allem für Allergiker (z. B. Sorte Pferd) • Single-Protein-Leckerlis fürs Training • Spielzeug – desinfizierbar und waschbar (z. B. Schnüffelteppich, Kong, Spieltau) • Diverse getrocknete Kauartikel (z. B. Rinderohren, Pansen) • Kauartikel für Allergiker (z. B. Pferd, Kaninchen, Lamm, Pute) • Wasser- und Futternäpfe aus Metall sowie Antischlingnäpfe • Hundekörbe aus Kunststoff • Große, dicke Hundedecken – ungefüttert • Handtücher • Intelligenzspielzeug aus Plastik • Brustgeschirr und Sicherheitsgeschirr • Große Hundehalsbänder – desinfizierbar und waschbar • Sicherheits- und Plastikmaulkörbe – Größen 8, 9, 10 und größer

K-

T I P P FÜR

CHTEN!

KATZEN

• Katzenkörbchen und Kuschelhöhlen • Leckerlis • Baldriankissen • Futter- und Wassernäpfe aus Metall • Spielzeug – desinfizierbar und waschbar • Intelligenzspielzeug aus Plastik • Gut erhaltene Handtücher in allen Größen

KLEINTIERE

• Heutunnel • Kräutermischungen/getrocknete Kräuter – lose/nicht gepresst • Kleintierblockhäuser (verschiedene Größen) • Bananenchips • Knabberrollen So kommen die Sachspenden in das TierQuarTier Wien: Direkte Abgabe zu den Öffnungs- und Vergabezeiten: Di. bis Do. 15:00 bis 17:00 Uhr, Fr. und Sa. 13:00 bis 17:00 Uhr. Montags sowie an Sonn- und Feiertagen geschlossen. Zusendung: TierQuarTier Wien, „Weihnachtsgeschenk“ Süßenbrunner Straße 101, 1220 Wien


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Tierisch gute Veranstaltungen im TierQuarTier Wien

21. November 2018, 17:30 Uhr Vortrag: Hund: die Schilddrüse und ihre Einflüsse im Körper Referentin: Dr.in med. vet. Carina Kriegl/HUNDE-FORUM 28. November 2018, 17:30 Uhr Vortrag: Entspannte Katze zu Weihnachten und Silvester Referentin: Petra Ott/Coach4Cats 5. Dezember 2018, 17:30 Uhr Vortrag: Silvester – Umgang mit ängstlichen Hunden Referentinnen: Susi Lehr und Dr.in med. vet. Carina Kriegl/ HUNDE-FORUM 15. Dezember 2018, 13:00 bis 18:00 Uhr Advent im TierQuarTier Wien Ein Fest für die ganze Familie in der vorweihnachtlichen Zeit Anmeldung bis spätestens zwei Tage vor dem jeweiligen Vortrag erforderlich. Anmeldemöglichkeiten: E-Mail: marketing@tierquartier.at, Tel.: 01 734 11 02-113 oder vor Ort zu den Öffnungs- und Vergabezeiten: Di. bis Do. 15:00 bis 17:00 Uhr, Fr. und Sa. 13:00 bis 17:00 Uhr. Montags sowie an Sonn- und Feiertagen geschlossen.

20. Februar 2019, 17:30 Uhr Vortrag: Der Weg zu einer glücklichen Katze Referentin: Petra Ott/Coach4Cats 13. März 2019, 17:30 Uhr Vortrag: Problematische Hundebegegnungen – was kann ich tun? Referentinnen: Susi Lehr und Monika Rajek/ HUNDE-FORUM 3. April 2019, 17:30 Uhr Vortrag: Hund – richtige Ernährung für jeden Lebensabschnitt Referentin: Dr.in med. vet. Stefanie Handl, Fachtierärztin für Ernährung und Diätetik, EBVS® European Specialist in Veterinary and Comparative Nutrition/ Futterambulanz Wien

Nähere Informationen: www.tierquartier.at TierQuarTier Wien, Süßenbrunner Straße 101, 1220 Wien

HUNDE-FORUM – Workshop

Ort: Uferhaus „Staudigl“, Lobaustraße 85, 2301 Groß-Enzersdorf Voraussetzung: Teilnahme am Vortrag „Problematische Hundebegegnungen – was kann ich tun?“ am 13. März 2019 im TierQuarTier Wien Anmeldung erforderlich bis 15. März 2019 Anmeldemöglichkeiten: E-Mail: office@hunde-forum.at oder beim Vortrag „Problematische Hundebegegnungen – was kann ich tun?“ am 13. März 2019 im TierQuarTier Wien

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Teilnahmegebühr/Person: 66 Euro (exkl. MwSt.), vor dem Workshop bis 15. März 2019 zu überweisen. Erhalt der Kontodaten mit der schriftlichen Anmeldebestätigung. Begrenzte Teilnehmerinnen- bzw. Teilnehmeranzahl: max. 15 Personen.

Foto: alexei_tm

17. März 2019, 9:30 bis 12:30 Uhr Workshop „Problematische Hundebegegnungen – was kann ich tun?“ Referentinnen: Susi Lehr und Monika Rajek/HUNDE-FORUM


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Hast du ein

PLÄTZCHEN ?

Das TierQuarTier Wien gibt heimatlosen Tieren Hoffnung: Bereits 6.200 liebevolle „Fellnasen“ wurden an ein gutes, neues Zuhause vermittelt.

© Fotos: Shutterstock | message.at

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Geben auch Sie einem Tier ein neues Zuhause!

www.tierquartier.at

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Die

Schneekönigin Nach dem Märchen von Hans Christian Andersen

Weihnachtsausstellung Blumengärten Hirschstetten 22. November bis 23. Dezember 2018

„Natürlich Christkindl“ Regionale Schmankerl, Bio-Produkte und Geschenke Telefon 01 4000 8042 post@ma42.wien.gv.at www.park.wien.at

– Bezahlte Anzeige – Grafik & Design: message.at, Fotos: shutterstock.com

Öffnungszeiten Donnerstag bis Sonntag von 10 bis 20 Uhr

Tierisch gut 3/2018 - Winter  

Das Tierschutzmagazin der Stadt Wien

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Das Tierschutzmagazin der Stadt Wien

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