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SOMMER 2018

tierischgut

DAS TIERSCHUTZMAGAZIN DER STADT WIEN

GEMEINSAM DER SONNE ENTGEGEN. SO WIRD DER SOMMER FÜR ALLE ZUM VERGNÜGEN. Fotos: Landschaft: Picasa; Junge mit Hund: Shutterstock: Soloviova Liudmyla

BABY – HUND – KATZ

WALDSPAZIERGANG

Veränderungen gut meistern

Was mit Hund zu beachten ist

GEWINNSPIEL

// 1 Fragen zum Hundeführschein


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SOMMER IN WIEN Die schönsten Hundebadeplätze

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Breaking News China rettet die Elefanten

08

Reisen mit Tieren Wissenswertes über die Autofahrt mit Vierbeinern

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Tierquälerei Hitzefalle Auto

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Ab in den Urlaub Was auf Reisen mit Tieren zu beachten ist

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Sommerrezepte Leckere Abkühlung für Hunde

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Hunde im Wald Wichtiges zum Schutz der Wildtiere

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Baby – Hund – Katz Ein Baby bedeutet auch für Vierbeiner große Veränderungen

© Foto: iStockphoto: Seregraff

Inhalt 16

Tiere und Emotionen Samtpfötchen oder Stubentiger

GRATIS-ABO

BESTELLUNG UNTER:

www.wien.gv.at/gesellschaft/ tiere/tierschutz/tierisch-gut bzw. post@ma60.wien.gv.at oder 01 4000-8060

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© Foto: Shutterstock: Tropical studio

INHALTSVERZEICHNIS

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Kids und Umwelt

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Poster: Schmetterlinge

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Wie Hund und Katz? So beginnen Freundschaften fürs Leben

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Ein Container, der es in sich hat Aufzucht von Jungsterlets auf der Donauinsel

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Tiere in der Landwirtschaft Das Masthuhn

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Pro und Contra Jagd Zwei Experten berichten

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Expertinnen-Tipps: Tierschutz in Recht und Praxis | Wiener Tierhaltegesetz für Listenhunde

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Schmetterlinge und Naturparadiese in Wien

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Schwarz wie die Nacht Fledermäuse in Wien

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Zusammen gut bei Fuß Hundeführscheinprüferin im Interview

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Fütterung von Hunden Die größten Probleme und Irrtümer

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TierQuarTier Wien Der Arbeitstag einer Tierpflegerin | Happy Ends

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Veranstaltungen

IHRE MEINUNG Die Redaktion lebt natürlich von den Geschichten, von denen sie glaubt, dass sie für Sie, liebe Leserinnen und Leser, interessant sind. Daher ist uns Ihre Meinung zum Magazin „tierisch gut“ sehr wichtig und hilft uns, das Produkt weiter zu verbessern. Auch unsere Expertinnen und Experten warten stets gespannt auf Ihre Anfragen bezüglich aller Themen rund ums Tier. Per Mail können Sie jederzeit mit uns in Kontakt treten und Anregungen, Wünsche, Beschwerden oder Fragen schicken: umweltmusterstadt@wien.at

© Foto: Christian HOUDEK

IST UNS WICHTIG!

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Bioblütenhonig aus dem TierQuarTier Wien Stadträtin Ulli Sima dankt dem Imkerverein Donaustadt für seine Spende fürs TierQuarTier Wien.

IMPRESSUM Medieninhaber und Herausgeber: MA 60, Veterinär­dienste und Tierschutz. 1030 Wien, Karl-Farkas-Gasse 16. Tel.: 01 4000-8060. Redaktion & Text: Andrea Paukovits, Anita Voraberger, Kathrin Deckardt, Ruth Jily, Eva Persy, Annemarie Hurban, Mathilde Urban Grafik: message Marketing- & Communications GmbH, www.message.at (Christine Janisch, Gerhard Simader, Melanie Schloffer) | Korrektur: Angelika Hierzenberger-Gokesch, www.korrekturleserei.at | Druckerei: SPV-Druck Gesellschaft m. b. H. Zum Zwecke des Versands des Magazins „tierisch gut“ werden Ihre personenbezogenen Adressdaten verarbeitet. Sie können jederzeit ohne Angabe von Gründen von Ihrem Widerspruchsrecht Gebrauch machen und die erteilte Einwilligungserklärung mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Sie können den Widerspruch entweder telefonisch (01 4000-8060), per E-Mail ­ (post@m60.wien.gv.at), persönlich, postalisch oder per Fax an uns übermitteln. Ab Kenntnis vom Widerspruch wird die MA 60 Ihre personenbezogenen Daten nicht mehr verarbeiten. Durch den Widerruf der Einwilligung wird die Rechtmäßigkeit//der3 aufgrund der Einwilligung bis zur Kenntnis des Widerrufs erfolgten Verarbeitung nicht berührt.


+++ BREAKING NEWS +++

CHINA RETTET DIE ELEFANTEN

Alle Elfenbeingeschäfte und Schnitzfabriken in China mussten 2017 schließen. Die chinesische Regierung hat ihren Plan umgesetzt, den Elfenbeinhandel vollständig zu verbieten – eine Maßnahme, für die Arten- und Tierschützerinnen und -schützer lange gekämpft haben. Damit übernimmt China eine führende Rolle bei der Rettung der Elefanten.

A

ufgrund aktueller Marktanalysen lässt sich nun zeigen, dass die konsequente Um­ setzung des Verbots von Verarbeitung und Handel von Elefantenstoßzähnen und -produkten zu einem Preisverfall für Elfenbein in ganz Asien geführt hat. Der fallende Preis verringert die spekulative Anziehungskraft von ­Elfenbein als Anlagegut und reduziert den Anreiz für Wilderer, die Tiere zu ­töten.

Boomender Markt als Gefahr Das Washingtoner Artenschutzübereinkommen (engl. CITES) schützt bisher ca. 5.600 Tier- und 30.000 Pflanzenarten. Seit CITES 2008 den Verkauf von Elfenbein aus Afrika nach China und Japan erlaubt hat, haben illegaler Elfenbeinhandel und Wilderei in ganz Afrika drastisch zugenommen. Zehntausende Elefanten pro Jahr fallen seither der Wilderei zum Opfer. Legale Märkte sind immer wieder Einfallstore für illegales Elfenbein und heizen so die Wilderei an, da der Versuch,

legales Elfenbein (anhand von Alter und Herkunft) von illegalem zu unterscheiden, kompliziert und zeitaufwendig ist.

Tierprodukte – wertvoller als Gold? Mit dem illegalen Handel geschützter Arten werden jedes Jahr Milliarden umgesetzt. So erzielt z. B. das Horn von Nashörnern in Asien höhere Preise als Gold. Was nur wenige wissen: Die EU ist ein wichtiger Absatzmarkt für bedrohte Reptilien und andere lebende Wildtiere sowie

für viele Tierprodukte wie zum Beispiel Jagdtrophäen und Schlangenleder. Zudem ist sie Durchgangsstation im Handel mit Elfenbein und Nashorn. Gesetzeslücken in der EU schaffen einen grauen Markt, der den illegalen Handel ankurbelt.

© Foto Elefant: shutterstock Susan Schmitz

Elfenbeinhandel endgültig verboten!

Pro Wildlife schützt Wildtiere Die deutsche Tier- und Artenschutzorganisation Pro Wildlife, die sich dafür einsetzt, den Schutz von Wildtieren und ihren Lebens­ räumen zu verbessern, informiert laufend über aktuelle Entwicklungen zum Thema. /

Nicht jedes Souvenir macht Freude! Achten Sie bitte beim Einkauf im Urlaub darauf: Viele Produkte bestehen aus Tier- oder Pflanzenteilen, die durch das Washingtoner Artenschutzübereinkommen ­ (engl. CITES) geschützt sind. Rechtzeitig informieren hilft Ihnen, diese Art von Geschäften nicht zu unterstützen. Bei Verstößen gegen CITES-Verordnungen drohen unangenehme Strafverfahren mit Beschlagnahmung, hohe Geld- oder sogar Haftstrafen.

Strenge Überprüfung in Wien In Wien ist die MA 22 (Wiener Umweltschutzabteilung) für die Umsetzung des Artenschutzübereinkommens CITES verantwortlich und überprüft z. B. Tierbörsen und Tierhandlungen in Wien. Auch werden die Expertinnen und Experten als CITESSachverständige etwa bei Beschlagnahmungen durch den Zoll oder bei Anfragen zu Nachzucht und Meldepflichten herangezogen.

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ZOO HIRSCHSTETTEN

Hu-huuu !

© Foto: MA 42 – Wiener Stadtgärten

Erneut Nachwuchs bei den Habichtskäuzen Der Habichtskauz ist – selbst wenn er im Zoo geboren wurde – ein Wildtier. Seine Haltung erfordert viel Erfahrung, seine Freilassung setzt artgerechte Unterbringung voraus. HABICHTSKAUZ

D

ie Nachzucht von Habichtskäuzen unterliegt starken jährlichen Schwankungen – die ­nachhaltige und genetisch abgesicherte Zucht der Art ist schwierig und aufwendig. Umso mehr freute es die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Zoos Hirschstetten, als sich die Habichtskauzdame im März in ihre Bruthöhle zurückzog und sie 30 Tage später zwei Jungvögel begrüßen konnten. Rund 100 Tage werden sie nun im Zoo Hirschstetten verpflegt und betreut – ihre Lieblingsspeise sind übrigens halbwüchsige Ratten –, bevor sie während der Abenddämmerung in die Wildnis entlassen werden.

Wiederansiedelung in Österreich

© Foto: TierQuarTier Wien

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In den letzten Jahren konnte sich der Zoo Hirschstetten des Öfteren über Nachwuchs freuen – 21 Jungkäuze wurden hier bereits geboren. Die Jungvögel werden regelmäßig im Biosphärenpark Wienerwald und in den Wäldern des ­Wildnisgebiets

ie r rT

• Familie: Eulen • Lebensraum: Wald • Beute: Mäuse, Vögel, Hasen • Durchschnittl. 50–58 cm groß • Weibchen meist etwas größer und schwerer • dämmerungs- und nachtaktiv • sonnt und badet sich gerne • Brutzeit: ca. 28 Tage

Dürrenstein in Niederösterreich freigelassen. Seit 2007 unterstützt die MA 42 – Wiener Stadtgärten das Habichtskauz­ projekt „Wiederansiedelung in Österreich“. Jahrzehntelang galt der Habichtskauz in Österreich als ausgestorben, jedoch ist es mithilfe eines Wiederansiedelungsprojekts gelungen, diesen Umstand zu ändern. Langsam beginnt die seltene Waldeule in Österreich wieder Fuß z­ u fassen.  /

Blumengärten Hirschstetten und Zoo Hirschstetten

Wien

Ich suche ein Plätzchen ! CARMEN 3 Jahre, Hündin, Hollandse Herdershond Sehr sensibel und freundlich. Sucht ruhiges Zuhause bei Menschen mit Hundeerfahrung. > Kontaktinfos auf Seite 35

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Öffnungszeiten Sommer: 20. März bis 14. Oktober 2018: Dienstag bis Sonntag 9:00 bis 18:00 Uhr Von Juni bis August 2018: Samstag zusätzlich 9:00 bis 20:00 Uhr Montags bleibt der Zoo Hirschstetten geschlossen. Der Zoo Hirschstetten hat im Winter geschlossen. Adresse und Anreise: Südeingang: 1220 Wien, Quadenstraße 15 Bus 22A, 95A, 95B bis Station Blumengärten Hirschstetten Nordeingang: 1220 Wien, Oberfeldgasse vis-à- vis Nr. 41 (Sportplatz WFV – Hirschstetten) Straßenbahnlinie 26 bis Station Spargelfeldstraße Aufgrund des Tierbestandes ist die Mitnahme von Hunden in die Blumengärten Hirschstetten nicht möglich.


© Fotos: Hund unten: Bedneyimages - Freepik.com, Hund oben: shutterstock Stanimir G.Stoev; Wasser: Benzoik - Freepik.com

Auf ins kühle Nass: Unsere felligen Freunde brauchen im Sommer ausreichend Abkühlung!

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SO MMER IN WIEN

WAU, HIER MACHEN HUNDSTAGE“ SPASS! ”

Steigende Temperaturen im Hochsommer sind nicht nur für Menschen, sondern auch für Tiere eine Herausforderung. Natürlich brauchen auch Hunde Abkühlung. In Wien finden Hund, Frauchen und Herrchen rund ums Erfrischen zum Glück viele passende Angebote. Von der Auslaufzone mit ­Wasserzugang und Badeplätzen bis hin zu Trinkbrunnen mit Hundetränken.

Donauinsel und Neue Donau Der rund 14.000 Quadratmeter großer Hundebadeplatz, der Hundestrand Nord, liegt zwischen Floridsdorfer Brücke und Nordbrücke direkt am linken Ufer der Donau. Der Hundestrand Nord ist mit der Straßenbahnlinie 31, Station Floridsdorfer Brücke, oder mit dem Pkw  – Parkplatz Floridsdorfer Brücke  – zu erreichen. Vom Parkplatz liegt der Badeplatz rund 200 Meter donauseitig stromaufwärts. Der Hundestrand Süd befindet sich am linken Ufer der Neuen Donau und ist rund 21.000 Quadratmeter groß. Er liegt zwischen der Stadlauer und der Praterbrücke. Der Hundestrand Süd ist am besten mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar: U2, Autobuslinien 92A und 92B  – jeweils Station Donaustadtbrücke.

Badeparadies

Alte Donau Neben dem Angelibad nahe der U6-Station Neue Donau findet man die Hundebadezone 21., Ferdinand-Kaufmann-Platz. Die Hundezone ist mit einem breiten Naturstrand, einem Trinkbrunnen und Hundetrainingsgeräten ausgestattet. Mit ihren etwa 14.000 Quadratmetern bietet sie den Vierbeinern ausreichend Platz für Auslauf und Abkühlung.

Hundezone mit Seezugang in der

Seestadt

Direkt bei der U2-Station Seestadt befindet sich eine fast 3.000 Quadratmeter große Hundezone mit Zugang zum See.

Auch der

Teich Hirschstetten in der Donaustadt lädt zum Baden

Im Hundeauslaufplatz am Südwestufer des Teiches Hirschstetten (unterer Bereich Spargel­ feldstraße) können sich Hunde über eine Hunde­zone mit viel Auslauf und erfrischender Badezone freuen. Der Hundebadeplatz zählt mit seinen über 27.000 Quadratmetern zu den ­größten Hundezonen in Wien.

Draschepark in Liesing mit Wasserzugang

Der Liesingbach teilt hier den 50.000 Quadratmeter großen Hundeauslauf und bietet für die tierischen Besucher einen Ausflug ins erfrischende Bachwasser. Erreichbar ist dieser Hundeauslaufbereich von der Triester Straße, der Pfarrgasse und der Sterngasse. /

Infos: www.wien.gv.at/freizeit/baden/ natur/hundebadeplaetze.html

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SOMMER MIT TIEREN

Tiere dürfen sich im Auto nicht frei bewegen können! Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Ihr Tier während einer Autofahrt zu sichern.

MIT DEM PKW AUF REISEN

Für Hunde ist das Mitfahren im Auto in den meisten Fällen ein Vergnügen, Katzen hingegen stehen der Ausfahrt meist reserviert gegenüber. Prinzipiell können die meisten Tiere mit entsprechender Eingewöhnungszeit und Geduld damit vertraut gemacht werden: Sicherheit – Tiere, die sich frei im Auto bewegen können, stellen ein unverantwortliches Verkehrsrisiko dar!

H

unde können in einer Transportbox im Kofferraum oder im Kofferraum, der mit einem Hundegitter abgetrennt wurde, untergebracht werden. Auch ein Transportcontainer auf der Ladefläche oder ein Absperrgitter hinter den Vordersitzen sind sehr gut geeignet. Wird der Hund auf dem Rücksitz oder dem Beifahrersitz untergebracht, muss er jedenfalls angeschnallt werden. Hunde werden häufig mit einem Brustgeschirr, das mit einer kurzen Leine im Gurtenschloss verankert wird, gesichert. Katzen oder kleine Tiere müssen in einem Transportcontainer verladen und dieser fest verankert werden.

Die Amtstierärztinnen und -tierärzte der MA 60 – Veterinär­ dienste und Tierschutz warnen eindringlich: Lassen Sie in der warmen Jahreszeit Ihr Tier NIEMALS unbeaufsichtigt in einem Auto zurück! Der entstehende Hitzestau hat für Ihren Liebling meist lebensbedrohliche Folgen. Sollten Sie ein im Auto eingeschlossenes Tier bemerken, so melden Sie das umgehend der Polizei. Diese kann alle weiteren Schritte veranlassen.

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Pausen und viel Wasser Während der Fahrt sind für Mensch und Tier ausreichende Pausen einzuplanen. Frisches Trinkwasser für Ihren Liebling ist immer notwendig. Ihr Hund kann nicht schwitzen, denn er kühlt sich durch Hecheln ab, und das macht ihn schnell durstig. Kann er nicht genug trinken, leidet er unter großem Durst. Füttern Sie nur wenig, um Erbrechen vorzubeugen!

Zugluft und Hitze vermeiden! Achten Sie darauf, dass die Tiere beim Transport keiner Zugluft ausgesetzt sind. Die Augen und die Halsregion sind auch bei Vierbeinern sehr empfindlich. Jungtiere, kränkliche und ältere Gefährten vertragen Hitze besonders schlecht. Verzichten Sie aus diesem Grund bei extremer Hitze generell auf Autofahrten mit Ihrem Liebling oder verschieben Sie die Ausfahrten auf die kühleren Morgen- und Abendstunden.  /

© Fotos: Hund links: Shutterstock: Monika Wisniewska; Hund mitte: iStockphoto: Eudyptula; Katze: Shutterstock: Dora Zett

TIER FÄHRT MIT? ABER SICHER!


© Foto: Shutterstock: Vasyl Syniuk

Die Tierschutzombudsstelle Wien appelliert an alle Hundehalterinnen und -halter, ihre Tiere in den Sonnenstunden nicht im Auto allein zurückzulassen! Durch die Sonneneinstrahlung kann das Fahrzeug schon innerhalb kürzester Zeit zur Todesfalle werden.

HUND IM AUTO: TOD DURCH HITZSCHLAG

TIERQUÄLEREI WIRD MIT BIS ZU 7.500 EURO BESTRAFT !

H

unde bei Hitze im Auto zurückzulassen ist schwere Tierquälerei und kein Kavaliersdelikt. Kommt es zu einem Verwaltungsstrafverfahren, drohen den Hundehalterinnen und -haltern je nach Härte­ grad des Falls Strafen von bis zu 7.500 Euro. Allein in Wien werden jährlich mehrere Strafverfahren wegen Hitzetorturen eingeleitet – glücklicherweise konnten die Hunde in den meisten Fällen rechtzeitig gerettet werden. Die Strafe ist natürlich trotzdem fällig!

Fensterspalt oder offenes Schiebedach gilt nicht! Im Sommer können Pkw für Hunde zur Todesfalle werden. Dabei kommt es nicht auf die Umgebungstemperatur an, sondern fast ausschließlich auf die Strahlungsintensität der auftreffenden Sonnenstrahlen. Die Strahlen dringen vor allem durch die Fensterflächen in den Innenraum ein. Die Innen­ einrichtung nimmt die kurzwellige Strahlung auf, erwärmt sich dabei und sendet die langwellige Wärmestrahlung wieder aus. Es kommt zum bekannten Glashauseffekt. Auch das offene Schiebedach und/oder das spaltbreit geöffnete Fenster helfen dem eingesperrten Tier nicht. Weil Hunde nicht schwitzen können, müssen sie sich durch Hecheln Kühlung verschaffen. Wenn allerdings die Umgebungstemperatur und die ­Luftfeuchtigkeit zu hoch sind, hilft auch das Hecheln nicht mehr. /

HITZEFALLE AUTO! Roter Bereich = Lebensgefahr Temperatur im Auto

Temperatur im Auto Temperatur im Auto

60 min

56º

60 min

46º

30 min

46º

30 min

36º

10 min

37º

10 min

27º Außentemperatur

20º

60 min

60º

30 min

50º

10 min

41º

Außentemperatur

30º

Außentemperatur

34º

HANDELN STATT WEGSEHEN! Wer ein Tier in einer solchen Notlage entdeckt, ist zum Handeln aufgerufen: Wenn Sie ein Tier beobachten, das in einem aufgeheizten Auto eingesperrt ist und offensichtlich Hilfe benötigt, rufen Sie bitte den

Polizeinotruf 133.

Temperaturentwicklung in einem geschlossenen Pkw bei direkter Sonneneinstrahlung. Quelle: Dr. Andrew Grundstein

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Hat mein Tier die nötigen Impfungen? Welche Vorschriften gibt es für die Einreise im Urlaubsland und auch für die Rückkehr nach Österreich? Für die Reise mit Hund, Katz und Co. gilt es, Verschiedenes zu bedenken und auch im Voraus zu planen.

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ür verantwortungsbewusste Tierhalterinnen und -halter soll die Urlaubs- und Reisezeit bestens durchdacht sein. Grundsätzlich gilt es, zu entscheiden, ob das Tier mitkommen soll oder zu Hause betreut werden muss. Kommt das Tier mit, müssen die Art des Verkehrsmittels, die Unterkunft und das Freizeitprogramm am Urlaubsort mit Rücksicht auf die Bedürfnisse des Tieres gewählt und gewissenhaft geplant werden.

Rechtzeitig informieren Um unerwartete Schwierigkeiten zu vermeiden, informieren Sie sich am besten einige Monate vor dem Reiseantritt über

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© Fotos: Kind mit Hund: Shutterstock:Larina Marina Zett; Katze: Shutterstock: PRESSLAB

REISEN MIT TIEREN: WAS IST ZU BEACHTEN?


N AB IN DE URLAUB! mitführen. Katzen, Hunde oder Frettchen müssen gechippt sein und benötigen eine gültige Tollwutimpfung. Als Reisepass für Vierbeiner gilt der blaue EU-Heimtierausweis. Alle praktisch tätigen Tierärztinnen und -ärzte sind berechtigt, diesen auszustellen und Ihr Tier zu impfen und zu chippen.

Sonderregelung: Jungtiere! Für die Reise mit Jungtieren unter 15 Wochen gelten besondere Bestimmungen. Diese ist in vielen Mitgliedsstaaten der EU oft nicht möglich. In anderen Staaten ist beispielsweise eine Bestätigung nötig, dass das Jungtier nicht mit wild lebenden Tieren, die einer Infektion ausgesetzt gewesen sein könnten, in Kontakt gekommen ist. Oder es muss bestätigt werden, dass das Tier von seiner geimpften Mutter begleitet wird.

Impfungen und Entwurmung

Die Tollwutimpfung ist Pflicht für Reisen innerhalb der EU.

die Einreisebestimmungen ihres Urlaubslandes und über die Voraussetzungen zur Rückreise. So gibt es z. B. für Kroatien generell striktere Regelungen für die Einreise mit American Staffordshire Terriern und Pit Bull Terriern. Bei Flugreisen erkundigen Sie sich bei der Fluglinie über deren Bedingungen. Bedenken Sie außerdem, dass nicht in allen Unterkünften Tiere erwünscht sind. Fragen Sie daher bitte vor der Buchung nach, ob Ihr Vierbeiner dort auch erlaubt ist.

Impfen und chippen Auf Reisen innerhalb der EU und der Schweiz dürfen Sie maximal fünf Tiere

Für Irland, das Vereinigte Königreich, Malta, Norwegen und Finnland ist eine Bandwurmbehandlung vorgeschrieben. Sons­tige Impfungen gegen Hundekrankheiten, z. B. gegen Staupe oder Parvovirose, sind empfehlenswert, aber nicht unbedingt erforderlich. Ihre betreuende Tierärztin bzw. Ihr Tierarzt berät Sie dazu Thema gerne.

Achtung Tollwut!

n­ ormalen Erfordernissen eine Tollwut­ antikörpertiterbestimmung erforderlich. Da diese Blutuntersuchung nicht im unmittelbaren Anschluss an die Impfung erfolgen darf, muss die Tollwutimpfung rechtzeitig durchgeführt werden. So ist ausreichend Zeit für die Titerbestimmung gewährleistet. Wenn Sie diese Untersuchung bereits vor der Abreise in das Drittland mit schlechtem Tollwutstatus veranlassen, können Sie problemlos wieder einreisen. Bitte erkundigen Sie sich aus diesem Grund früh genug vor Ihrer Ab­ reise, ob Ihr Tier eine Tollwutantikörpertiterbestimmung braucht. Für Reisen mit Tieren in diese Drittländer müssen die gültigen Bestimmungen bei der Botschaft des Urlaubslandes erfragt werden. Für manche dieser Staaten ist ein amtstierärztliches Gesundheitszeugnis notwendig. Die ausstellende Behörde ist in jedem Fall die Veterinärverwaltung des betreffenden Heimatbezirkes. In Wien ist das die MA 60 – Veterinärdienste und Tierschutz. Für die Ausstellung eines amtstierärztlichen Gesundheitszeugnisses muss man persönlich mit dem Tier (Hunde benötigen Maulkorb und Leine) und allen für das Zeugnis erforderlichen Unterlagen­ (z. B. einem EU-Heimtierausweis) in die MA 60 kommen. In der Regel ist dieses Zeugnis zehn Tage lang gültig. Bedenken Sie, dass Sie sich frühestens zehn Tage vor Ihrer Abreise ein tierärztliches Gesund­ heitszeugnis ausstellen lassen können.  /

Manche Drittländer, also Länder, die nicht der EU angehören, haben einen schlechteren Tollwutstatus als Österreich. Tollwut ist eine stets tödlich verlaufende Infektionskrankheit – sowohl für Die amtstierärztlichen Sprechstunden der den Menschen als auch MA 60 – Veterinärdienste und Tierschutz: Mo., Di., Do. und Fr. 8:00 bis 13:00 Uhr sowie für Tiere. Seit 2008 Do. nachmittags nur nach Terminvereinbarung ist Österreich offiziell frei von Tollwut. Bei Weiterführende Infos: der Einreise aus diewww.tierschutzinwien.at/de/Reisen-mit-Heimtieren.html und www.wien.gv.at/gesellschaft/tiere/tiergesundheit/ sen Ländern in die EU reisen, www.bmgf.gv.at/home/Schwerpunkte/Reiseinformaist zusätzlich zu den tionen/Auslandsreisen/Reisen_mit_Heimtieren_ins_Ausland

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TIERISCHER SPASS

Schnüffelteppich oder Kopfsalat? MIT SCHNÜFFELTEPPICH, KOPFSALAT UND CO. KÖNNEN VIERBEINER IN DER HEISSEN SOMMERZEIT SINNVOLL BESCHÄFTIGT WERDEN. Beim Schnüffelteppich werden Stoff­streifen eng in ein Silikongitter wie eine Spülbecken­ einlage oder eine Abtropfmatte geknüpft. Die Materialien sollten alle waschbar sein.

So einfach geht’s:

TIPP!

 Die Stoffreste in etwa 2 bis 3 cm breite und 15 bis 20 cm lange Streifen schneiden.  Die Streifen durch jeweils zwei Löcher ziehen.  Die beiden etwa gleich langen Enden werden an der Oberseite verknotet.  So viele Stoffreste verwenden, bis die Fläche voll ist.

 Zwischen den Stoffstreifen werden nun die Leckerlis versteckt.  Der Vierbeiner wird die Leckerlis mithilfe von Schnauze und Pfoten unter dem Stoff hervorholen und viel Spaß dabei haben!

Danke! Bewohnerinnen und Bewohner des Caritas Hauses „St. Teresa“ haben insgesamt vier Schnüffel­ teppiche für Hunde im TierQuarTier Wien gebastelt.

Mathias – schnell hatte er alle Leckerlis gefunden.

Die Alternative

Wer keinen Schnüffelteppich be­sitzt, kann die Hundeleckerlis auch zwi­ schen den Blättern eines Kop f­ salates verstecken. Die Vierbeiner stehen erneut vor der Aufgabe, die Leckerlis aus ihrem Versteck zu holen. Nach kurzer Zeit wird vom Salat nicht mehr viel übrig sein!

© Fotos: TierQuarTier Wien

 Je dichter die Stoffstreifen geknotet sind, desto schwieriger wird es für den ­Vierbeiner, die Leckerlis zu finden.

Wenn die Temperaturen steigen, steigt nicht nur bei den Menschen der Gusto auf die ein oder andere Erfrischung – auch unsere Vierbeiner lecken sich danach richtig das Maul.

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HUNDEEIS

GEFÜLLTE MELONEN

Zutaten: • Kong oder alternativ einen ausgespülten Joghurtbecher • 500 g Magertopfen • gefrorene Beerenmischung • einige Leckerlis

Mit einem Apfelgehäuse-Ausstecher Löcher in die ungeschälte ganze Melone bohren und diese Löcher mit Leberpastete und/oder Leckerlis füllen. Cooler Hundespaß!

So einfach geht’s: Quark mit den Leckerlis und den Beeren verrühren und anschließend die Masse in den Kong oder Joghurtbecher füllen. Beim Joghurtbecher noch ein größeres Leckerli, zum Beispiel einen Hundeknochen, in die Mitte als Stiel stecken. Dann das Ganze für einige Stunden in den Gefrierschrank legen – fertig!

Man kann die Küchenrolle mit Leckerlis oder auch mit Heu füllen. Ein paar Tropfen Olivenöl auf der Rolle machen dem Hund ebenso Freude.

„GEFÜLLTE“ KÜCHENROLLE

© Foto: Shutterstock: APIWICH PUDSUMRAN

LECKERSCHMECKER: HUNDEEIS UND COOLE LECKERLIS


ACHTUNG, LEINENPFLICHT

Auch Waldi muss im Wald an die Leine! Hunde, die in einer Großstadt leben, brauchen ausreichend Auslauf im Freien. Nach dem Wiener Tierhaltegesetz gilt an öffentlichen Orten Maulkorb- bzw. Leinengebot, nur in den gekennzeichneten Hundezonen bzw. auf Auslaufplätzen dürfen sich Hunde frei bewegen. Im Wald bitte nicht – egal wie klein, alt oder brav Ihr Liebling ist!

W

ienerwald, Nationalpark Donau-Auen, neue Wälder des Wiener Grüngürtels etc. – viele Erholungsgebiete, die von der MA 49 – Forstund Landwirtschaftsbetrieb der Stadt Wien verwaltet werden, befinden sich direkt im Siedlungsgebiet und sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln leicht zu erreichen. Sie werden jährlich von Millionen Erholungsuchenden aufgesucht. So wie in den städtischen öffentlichen Parkanlagen gilt auch in diesen Bereichen die Leinenpflicht. Leider halten sich nicht alle an die Regeln.

Jagdinstinkt nicht unterschätzen! Natürlich sind Hunde herzlich willkommen. Man muss aber daran denken, dass wir uns da im Wohnzimmer des Wildes bewegen. Manche Hundehalterinnen und -halter unterschätzen mitunter auch den Jagdtrieb ihres vierbeinigen Begleiters. Selbst kleine gut erzogene Hunde können im Wald jeden Gehorsam vergessen, wenn sie beim Spaziergang auf eine Fährte treffen oder Wild wittern. Wird beim Hund der Jagdinstinkt geweckt, gibt es oft kein Halten mehr. Und das kann Wildtieren zum Verhängnis werden. Da Rehe, Hasen und Co. im Frühling oft ihre Jungen bekommen, wird in diesen Monaten um besondere Rücksicht gebeten.

An die Regeln halten! Hundehalterinnen und -halter werden über das richtige Verhalten im Wald bzw. in den Erholungsgebieten durch Försterinnen und Förster der MA 49 auch an Wochenenden und Feiertagen aufgeklärt. Erinnert werden soll dabei an das Hundeverbot rund um Spielplätze und Sportbereiche sowie im gesamten Lainzer ­Tiergarten, auf den Steinhofgründen und im Laaer Wald.

Das Hauptproblem ” ist die Masse an Hunde­ halterinnen und -haltern, die ihre Hunde frei laufen lassen. Wildtiere werden aufgeschreckt, aber auch das Sicherheitsgefühl anderer Erholungsuchender wird beeinträchtigt.“ Forstdirektor Andreas Januskovecz

Verteilt in den Außenbezirken der Stadt – 10, 11, 14, 17, 19, 21, 22 und 23 – werden von der MA 49 13 Hundeauslaufplätze mit einer Gesamtfläche von über 158.000 m2 angeboten. Hier kann sich Ihr Liebling ohne Leine und Maulkorb frei bewegen. Weitere Infos: www.wien.gv.at/umwelt/parks/hundezonen.html

Die Polizei kontrolliert regelmäßig die Spielregeln für Hundehalterinnen und -halter – jährlich gibt es auch Schwerpunkt­kontrollen, an denen sich die MA 60 beteiligt.

Danke an alle Hundehalterinnen ” und -halter, die sich an die Regeln halten und dazu beitragen, dass das Zusammen­leben von Mensch und Hund in unserer Stadt so gut funktioniert“,

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so Tierschutzstadträtin Ulli Sima bei der kürzlichen Schwerpunktaktion.

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FAMILIE UND TIER

Unsere Haustiere nehmen heute einen wichtigeren Stellenwert ein als jemals zuvor. Kommt nun ein neues Familienmitglied ins Haus, gilt es, sowohl die Bedürfnisse des Kindes als auch jene des Tieres unter einen Hut zu bringen. Erwiesenermaßen tun Tiere Kindern aus­ge­sprochen gut. Kinder, die viel mit Tieren zu tun haben, sind einfühlsamer, selbstständiger, ver­antwortungsbewusster, geselliger, weniger anfällig für Allergien und manchen Studien zufolge sogar oft auch intelligenter als Kinder, die keine Tiere im näheren Umfeld haben. Damit die Familienerweiterung gut klappt, gibt es einige Dinge zu beachten:

Bello trifft Baby

Ein Baby im Haushalt bedeutet nicht nur für Sie, sondern genauso für den Hund eine große Veränderung im Leben. Immer unter Aufsicht. Lassen Sie niemals Kind und Hund unbeaufsichtigt! Das Baby kann plötzlich zu schreien anfangen oder unerwartete Bewegungen machen, die den Hund verunsichern oder zum Spielen animieren könnten.

BABY, HUND UND KATZ Kein Kinderspiel!

Kein Kontaktzwang. Sollte der Hund keinen Kontakt aufnehmen, ist das zu respektieren. Versuchen Sie nicht, den Hund zum Baby zu locken. Geben Sie ihm stattdessen genug Rückzugsmöglichkeiten und Zeit, sich langsam an die neue Mitbewohnerin oder den neuen Mitbewohner zu gewöhnen!

Alternative Beschäftigung! Decken Sie sich mit sogenanntem Futtererarbeitungsspielzeug sowie mit Kaumaterialien ein. Diese bieten sinnvolle Beschäftigung und helfen, Stress abzubauen. Keine Strafen. Ihr Hund verbindet Strafen nicht zwangsläufig mit seinem Verhalten, sondern insbesondere mit den Begleitumständen. Verknüpft der Hund die Strafen mit der Anwesenheit des Babys, kann das zu Angst und Aggressionsproblemen führen! Für Ruhe sorgen. Erwachsene Hunde sollten im Schnitt 18 Stunden pro Tag schlafen. Richten Sie ihm einen Ruhebereich abseits des Trubels ein, an den er sich jederzeit z­ urückziehen kann.

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Körpersprache verstehen. Die wichtigste Vor­ sichts­­maßnahme für ein sicheres Mit­einander sind gut geschulte Eltern, die Stress- und Beschwichtigungssignale des Hundes lesen können, mögliche Konflikt­situationen frühzeitig (!) erkennen und lenkend einschreiten. Langfristig aufmerksam bleiben. Ein Baby entwickelt sich schnell. Kaum hat sich der Hund an das Baby gewöhnt, verändert sich dieses schon wieder. Insbesondere die Zeit, in der das Kind zu krabbeln und zu gehen beginnt, kann den Hund nochmals vor Herausforderungen stellen. Das Zusammenleben verändert sich also laufend, haben Sie stets ein Auge auf Hund und Kind und suchen Sie sich bei Problemen frühzeitig Hilfe!

© Illus: Shutterstock: Tatiana Ciumac

Bei Bedarf: Absicherung. Reagiert ein Hund hingegen aufgeregt, sichern Sie ihn mit einer Leine ab. Achten Sie auch hier darauf, dass der angeleinte Hund jederzeit die Situation verlassen kann!

Kontakte üben. Mit dem Einzug des Babys ändert sich auch das Sozialleben. So kommt oft mehr Besuch ins Haus und auch auf der Straße wollen häufig Nachbarinnen und Nachbarn die neue Erdenbürgerin oder den neuen Erdenbürger betrachten. Üben Sie diese Situationen bereits im Vorfeld mit Ihrem Hund.


© Foto: Shutterstock: Wouter Tolenaars

FAMILIE UND TIER

Fixe Spiel-, Pflege- und Schmuseeinheiten. Planen Sie diese in den gemeinsamen Alltag so ein, dass sie auch mit Kind eingehalten werden können und das Tier nicht zu kurz kommt. Langsames Eingewöhnen. Kindermöbel sollten langsam angeschafft werden. Geben Sie der Katze Zeit, sich an die neuen Gegenstände und Gerüche, aber auch Töne zu gewöhnen. Ihr ­Geruchsund ihr Gehörsinn sind viel besser ausgebildet als bei uns – alles auf einmal wäre zu viel. Eine rechtzeitige Gewöhnung auch an Gerüche wie Babypuder/-öl oder Babygeschrei ist zu empfehlen. Optimierung der Haltungsbedingungen. Katzen brauchen Rückzugsorte und erhöhte Plätze, zu denen das Kind nicht hinkommt. Fress- und Schlafplätze sowie das Katzenklo müssen dort sein, wo die Katze zur Ruhe kommen kann. Körpersprache beachten. Ein unglaublich wichtiger Teil im Zusammenleben mit unseren Katzen! Sie wird anzeigen, wenn es ihr zu viel wird. Dies sollte man erkennen, bevor die Katze beginnt, sich mit Zähnen oder Krallen zu wehren. Sie reagiert nie ohne Grund.

Mieze braucht Zeit

Katzen können bereits auf kleine Veränderungen in ihrem Umfeld mit Problemverhalten wie Harnabgabe, Aggression, Rückzug, Angst u. v. m. reagieren. Zieht ein Baby ein, b ­ edeutet das für Katzen eine besonders große Umstellung. Richtige Vorbereitung. Katzen müssen nicht abgeschafft werden, wenn ein Baby zur Welt kommt! Richtige Vorbereitung und gute Vorausplanung während der Schwangerschaft (ca. ab dem fünften Monat) können eine Abgabe der Katze verhindern und deren Lebensqualität mit Kind verbessern! Bestehendes Problemverhalten abtrainieren. Bereits bestehendes unerwünschtes Verhalten kann sich nach dem Einzug des Babys verschlechtern. Holen Sie sich Hilfe, um dieses Verhalten noch während der Schwangerschaft abzutrainieren. Abstand trainieren. Sobald das Baby da ist, bleibt weniger Zeit zum Schmusen. Auch der Platz auf dem Schoß ist meist vom Baby besetzt. Gewöhnen Sie sich an, mehr aus der Entfernung mit dem Tier zu sprechen und es beim Vorbeigehen zu ­streicheln.

Arztbesuch für Mama und Mieze. Klären Sie noch während der Schwanger­ schaft ab, worauf Sie achten müssen. Anti­ körpertest gegen Toxo­plasmose; Tetanus­ impfung; ungiftige Flohpräparate, regelmäßige Entwurmung – hier gibt es viel zu beachten!  /

Wir helfen Ihnen gerne dabei, Ihren Hund und Ihre Katze optimal auf die Ankunft des Babys vorzubereiten! www.dogdialog.at | www.learningcat.at

KIND UND HUND – EINE FREUNDSCHAFT FÜRS LEBEN 10. OKTOBER 2018, 17:30 UHR

Vortra g

im TierQu arTie Wien r

Referentin: Aurea Verebes/Canimos Verlag Anmeldung bis spätestens zwei Tage vor dem Vortrag erforderlich. Anmeldemöglichkeiten: E-Mail: marketing@tierquartier.at, Telefon: 01 734 11 02-113 oder vor Ort zu den Öffnungs- und Vergabezeiten: Di. bis Do. 15:00 bis 17:00 Uhr, Fr. und Sa. 13:00 bis 17:00 Uhr. Montags sowie an Sonn- und Feiertagen geschlossen. Nähere Informationen: www.tierquartier.at TierQuarTier Wien, Süßenbrunner Straße 101, 1220 Wien

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SAMTPFÖTCHEN ODER

STUBEN­TIGER?

A

llem voran steht, dass wir uns mit dem Wesen, dem Verhalten sowie den oft sehr individuellen Bedürfnissen unserer Samtpfoten auseinandersetzen. Beispielsweise ist Organisation für das neugierige Gewohnheitstier Katze oberstes Gebot. Katzen schätzen Veränderungen nur bedingt. In ihnen wohnt ein starkes Bedürfnis nach Struktur, da diese ihnen Sicherheit vermittelt. Hierbei sind der Raum sowie Zeit und soziale Beziehungen wesentliche Größen. Bei einer innigen Bindung stellen wir als Vertrauens- und Bezugsperson eine sehr wichtige Sicherheitssäule für unsere Miezen dar.

Emotionen bestimmen das Leben von Menschen genauso wie von Tieren. Tierhalterinnen und -halter sollten die Empfindungen ihrer Tiere (er)kennen und darauf eingehen können. Katzen sind zum Beispiel rascher besorgt, als wir annehmen. Wir können unseren Stubentigern aber helfen, nicht in unnötige Besorgnis oder Stress zu geraten.

Katzen sind unter natürlichen Bedingungen Raubtier und Beutetier in einer Person. Dieses alte Wissen schlummert in dem sanftesten Stubentiger. Auch wenn der Einzeljäger Katze bevorzugt für sich allein auf Streifzug geht, ist er weder sozial unbegabt noch grundsätzlich ungesellig. Da Miezen unter natürlichen Bedingungen auf sich allein gestellt sind, ist ihr Selbsterhaltungstrieb aber stark ausgeprägt. Aggressive Verhaltensweisen sind daher grundsätzlich normal, insbesondere im Sinne des Selbstschutzes – aus Angst oder auch aufgrund von Schmerzen. Da Katzen still leiden und Stress früher oder später zu Krankheit führt, nehmen wir am besten frühzeitig die Stresssymptome unserer Miezen wahr. Nur so können wir rechtzeitig gegensteuern.  /

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© Foto: Privat

Miez, Miez, komm heraus …

Elke Söllner, zertifizierte Tierpsychologin und Buchautorin von „Die besorgte Katze“ www.tierverhaltensberatung.at

© Fotos: Babykatze: iStockphoto: FatCamera; Katzenillus: Shutterstock: Lauritta

FREUDE, SCHMERZ, TRAUER, ANGST UND STRESS BEI KATZEN.


STRESSVERURSACHER

© Fotos: Katze oben: Shutterstock: kmsh; Katze unten: Shutterstock: kosmos111

• Eine zu hohe Katzendichte auf beschränktem Raum wie etwa bei Wohnunghaltung. In diesen Fällen ist es ratsam, bei zwei Katzen zu bleiben. Drei ist meist eine zu viel im Bunde. Wir sollten unser manchmal ausgeprägtes Bedürfnis nach Geselligkeit nicht unseren Miezen ungefragt überstülpen. Umgekehrt können Samtpfoten wie wir Menschen vereinsamen und depressiv werden. • Mangel an und/oder schlecht gestreute Ressourcen. Unter Ressourcen ist alles Nötige für ein artgerechtes Leben zusammengefasst, damit Nahrungsaufnahme-, Bewegungs-, Ruhe- und Sozialverhalten unbesorgt ausgelebt werden können. Stubentiger können insbesondere in einer disharmonischen Katzengruppe rasch bezüglich Ressourcenmangels in Besorgnis und Stress geraten. Das Bedürfnis, die wichtigen Ressourcen zu sichern und zu wahren, ist stark ausgeprägt. • Trostlose Umfeldbedingungen, Unterbeschäftigung und die damit verursachte Langeweile oder insgesamt restriktive Lebensbedingungen. • Schlafmangel, Schmerz und/oder Krankheit. • Frustration jeder Art, Konflikte mit Artgenossen, zu wenig oder zu viele Reize. • Ehemalige Freigängerkatze lebt nun in einer Wohnung. • Hunger. Da unsere Miezen unter natürlichen Bedingungen viele kleine Mahlzeiten am Tag zu sich nehmen, sind ihre Mägen entsprechend klein und der Hunger rasch groß. • Familienzuwachs, Umzug, Trennung, neue Partnerin bzw. neuer Partner oder ein umgestalteter Tagesablauf usw. können ebenfalls zu Besorgnis und Stress führen.

STRESSSYMPTOME • Plötzlich auftretende Unsauberkeit und/oder Markierverhalten. • Geringeres oder vermehrtes Fressverhalten. • Übermäßiges Putzverhalten bis hin zu kahlen Stellen (Bauch, Flanken). • Vermehrte Zurückgezogenheit oder übertriebene Anhänglichkeit. • Umherwandern, häufig gepaart mit verstärktem Vokalisieren.

MASSNAHMEN UND HILFESTELLUNGEN •A  llen voran die Wahl der Katze. Eine nicht auf Menschen sozialisierte Katze gehört nicht in die Stadtwohnung. Ein ungeselliges Tier nicht in eine größere Katzengruppe. •U  ngestörte Ruheplätze, Verstecke und Rückzugsmöglichkeiten. •K  atzengerechte Umfeldgestaltung – besonders bei reiner Wohnungshaltung: eine anregende sowie spannende. • In Miezengesellschaften: Pufferzonen! Damit direkten Konfrontationen leichter aus dem Wege gegangen werden kann, diese mittels Katzentunnel, Schachteln mit seitlichem Eingang und dergleichen schaffen. • Rücksichtnahme auf die oft sehr individuellen Bedürfnisse nach Sozialkontakten sowie auf das jeweilige Verlangen nach Nähe und Distanz. • S ichere, stabile Katzentoiletten mit gutem Überblick über das Revier als Grundbedürfnis (pro Katze zwei Katzenklos). Die Katze muss sich ungehindert in ihrem Kisterl umdrehen können. Offene Katzentoiletten sind zu bevorzugen. • Sichere Pfade zu diversen Ressourcen, um etwa Mobbing gegenzusteuern. • Neue Reize. Damit die Welt unserer Miezen bei Veränderungen nicht so rasch aus den Fugen gerät – regelmäßig sowie wohldosiert. Besonders beliebt sind Gerüche aus der Natur wie etwa Zweige, Steine, Kastanien, Rinden, Blumen. Schachteln, Kisten, ­Papiersackerl (ohne Henkel). • E ine ausgewogene, naturnahe Nahrung im Sinne der Gesund­ erhaltung und für ein langes Katzenleben. Zudem erspart hochwertige Ernährung in der Folge Tierarztkosten. • Interaktive Beutespiele bieten ein wesentliches Element zum Stressabbau.

© minzpyjama

IM STRUDEL DER EMOTIONEN

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TIERISCH

LUSTIG

© Foto: Privat

… Vielen Dank an Pauli Rabe aus Wien-Donaustadt für diese lustige Einsendung.

ein Elefant weniger als die Zunge eines Blauwals wiegt?

© Illu Wal: Shutterstock: Maiia Vysotsk; Illus Sommer: mhatzapa

KIDS UND UMWELT

Blauwale sind riesig, aber wie riesig, kann man sich kaum vorstellen. Hier eine kleine Hilfe: 25 Elefanten wiegen so viel wie ein Blauwal.

„Was ist durchsichtig und riecht nach Karotte?“ „Ein Hasenfurz“ Schicke auch du uns deinen lustigsten Tierwitz – der beste Witz wird mit einem Bild von dir in der nächsten Ausgabe abgedruckt!

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Einsendungen mit deinem Namen an: tierischgut@message.at

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TierQuarTier Wien

KINDER- UND JUGENDFÜHRUNGEN

© Foto: TierQuarTier Wien

Unter dem Motto „Tierschutz hat Zukunft“ haben Kinder und Jugendliche mit ihren Pädagoginnen und Pädagogen die Möglichkeit, an Kinderführungen durch ausgewählte Bereiche des TierQuarTiers Wien teilzunehmen. Bei diesen Führungen erfahren sie Wissenswertes über die Schützlinge im Tierschutz-Kompetenzzentrum der Stadt Wien. Gleichzeitig können sie bei einem Blick hinter die Kulissen einige Tiere aus der Nähe sehen. Somit haben auch jene Kinder, die zu Hause kein eigenes Tier haben, die Gelegenheit, Tiere nahe zu erleben und wichtige Informationen über sie zu erfahren. Im Fokus steht dabei auch die Weitergabe des Tierschutzgedankens.

KINDER- UND JUGENDFÜHRUNGEN FINDEN NUR NACH TERMINLICHER VEREINBARUNG STATT.

Wir freuen uns auch sehr über Futter- oder Sachspenden!

TierQ uar

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Führungszeiten: Mittwoch bis Freitag jeweils zwischen 10:00 und 12:00 Uhr Dauer: ca. 45 Minuten Unkostenbeitrag: € 2,– / Person Anmelde- und Informationsmöglichkeiten: Telefon: 01 734 11 02-113, office@tierquartier.at oder vor Ort zu den Öffnungs- und Vergabezeiten: Di. bis Do. 15:00 bis 17:00 Uhr, Fr. und Sa. 13:00 bis 17:00 Uhr. Montags sowie an Sonn- und Feiertagen geschlossen. TierQuarTier Wien, Süßenbrunner Straße 101, 1220 Wien

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Liebevolle Menschen gesucht! Degus Einige Degus warten auf ein liebevolles neues Zuhause. > Kontaktinfos auf Seite 35

Der Sommer kommt und mit ihm Ferien und viel Zeit für Spaß und Spiel im Freien. Neben dem bekannten „wienXtra-ferienspiel“ findest du auch bei der EULE ­viele Angebote für den Sommer. So kannst du im NationalparkCamp Lobau oder am Abenteuerspielplatz Robinson-­Insel das Abenteuer Natur hautnah erleben und bei Schlecht­ wetter einfach in die Wien Energie-Erlebniswelt Spittelau eintauchen. EULE ist also immer ein Gewinn. Noch viel mehr Angebote gibt es für unsere Umweltprofis! Alle Informationen darüber findet du auf

www.eule-wien.at


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© Foto: shutterstock: Torsten Jantsch

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Der Schwalbenschwanz ist sicherlich einer der eindrucksvollsten heimischen Tagfalter. Mit seiner markanten Zeichnung fällt er ohne Zweifel auf. Er liebt offene und sonnige Trockenrasen. Seine bevorzugten Nahrungspflanzen sind Wilde Möhren, Fenchel und Engelwurz.

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Für ein problemloses Miteinander von Hund und Katze ist es wichtig, dass Menschen die Signale der Tiere lesen können, um zu helfen, bevor ein Problem entsteht. So kann ein harmonisches Miteinander von Mensch, Hund und Katze gelingen.

© Foto: Pixabay

WIE HUND UND KATZ?

WIE BEGINNEN FREUNDSCHAFTEN FÜRS LEBEN?

Katzen scheinen manchmal Hunde regelrecht zu necken, und die Hunde fallen, laut bellend, darauf herein. Menschen sind in solchen Situationen oft zu langsam, um rechtzeitig eingreifen zu können. Hier einige Tipps, wie es besser klappt: LANGSAME EINGEWÖHNUNG

KÖRPERSPRACHE VERSTEHEN

Unabhängig davon, ob eine Katze zu einem Hund geholt wird oder umgekehrt – für beide sind Gerüche sehr wichtig. In einem ersten Schritt einen Geruchsgegenstand mitbringen, damit sich das Tier mit dem Geruch des anderen Tieres vertraut machen kann.

Sowohl Hund als auch Katze kommunizieren hauptsächlich über körpersprachliche Signale. Die Signale sind einander ähnlich, dennoch gibt es Unterschiede und es können Missverständnisse daraus resultieren. Eine steil nach oben gerichtete Rute bedeutet beispielsweise bei der Katze größte Wonne, beim Hund kann sie aber ein Zeichen höchster Aufregung und Anspannung sein. Schwanzwedeln kann bei der Katze Stress und Angriff bedeuten, beim Hund aber auch positive Aufregung. Wichtig ist es daher, dass die Tiere lernen, die Signale richtig zu deuten. Aufgabe von Tierhalterin oder Tierhalter ist es, den Tieren die Möglichkeit zu geben, die Signale des anderen Tieres ohne Druck oder Angst zu beobachten.  /

STRESSREDUKTION Jede Veränderung der Lebenssituation bedeutet vorerst Stress für das Tier. Deshalb eine Überforderung der Tiere vermeiden und ihnen genug Ruhe gönnen. Gestresste Tiere reagieren heftiger als entspannte.

RÄUMLICHE TRENNUNG Hund und Katze brauchen jeweils Rückzugsmöglichkeiten. Ein Trenngitter leistet dabei gute Dienste, um Sichtkontakt zu erlauben, aber auch Sicherheit zu geben.

GEDULD Freundschaft lässt sich nicht erzwingen! Es kann manchmal einige Monate dauern, bis sich die neuen Familienmitglieder aneinander gewöhnt und Vertrauen zueinander gefasst haben.

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Susi Lehr, Verhaltensberaterin für Hunde: www.hunde-forum.at Petra Ott, diplomierte ganzheitlich orientierte Katzenverhaltensberaterin: www.petraott.com


© Foto: Christian HOUDEK

TIERQUARTIER-HONIG

© Fotos Honig und Hund: TierQuarTier Wien; Bienenillu: Shutterstock: Olga_Angelloz

Die Stadt setzt viele Maßnahmen, damit sich Bienen in der Millionenstadt wohlfühlen: Umweltstadträtin Ulli Sima will auch den Kindern die Bedeutung der Bienen näherbringen.

ÖSTERREICHISCHER BIOBLÜTENHONIG FÜR DEN GUTEN ZWECK Der Imkerverein Donaustadt unterstützt das TierQuarTier Wien.

TierQ uar

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Das TierQuarTier Wien hat auf seinem Gelände insgesamt zehn Bienen­ völker mit Lehrbienenstand des Imkervereins Donaustadt. Die große Blumenwiese ist Lebensraum sowohl für Hunde als auch für Bienen. Der Imkerverein Donaustadt schenkt seinen Bioblütenhonig von diesem Lehrbienenstand dem TierQuarTier Wien – zum Verkauf für den guten Zweck. Der Reinerlös kommt dem TierQuarTier Wien zugute. Dieser Biobütenhonig ist zu den ­Öffnungs- und Vergabezeiten im TierQuarTier Wien erhältlich: Di. bis Do. 15:00 bis 17:00 Uhr, Fr. und Sa. 13:00 bis 17.00 Uhr. Montags sowie an Sonn- und Feiertagen geschlossen. TierQuarTier Wien, Süßenbrunner Straße 101, 1220 Wien

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Ich suche ein Zuhause! IRMGARD 3 Jahre, Hündin, Dackel-Mischling Sie ist sehr freundlich und sucht Menschen, die viel mit ihr in der Natur unterwegs sind. > Kontaktinfos auf Seite 35

Zukünftige Imkerinnen und Imker gesucht! Beim Lehrbienenstand findet auch der praktische Teil der Ausbildung von zukünftigen Imkerinnen und Imkern statt. An einer Ausbildung Interessierte können sich gerne an den Imkerverein Donaustadt wenden. Imkerverein Donaustadt, www.ivd.wien, vereinsfuehrung@ivd.wien, Obmann Alfred Hauska – Telefon: 0664 238 24 00

NEN: ZU GEWrIN , Honig­bienen

übe f Ein Vortrag nenstöcke au ie b ig n o H r e d d Besichtigung -Gelände un n ie W rie rT a dem TierQu honig! ein Glas Bio chein Hundeführs Fragen zum en Sie die ite 32. n f au der Se formatione genauen In ie d ch u a Sie // nspiel! Hier finden zum Gewin

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LIFE STERLET

LIFE Sterlet:

80.000 Chancen auf neuen Nachwuchs!

Die Aufzucht von Jungsterlets auf der Donauinsel hat wieder begonnen – mit 80.000 Eiern von wilden Sterlets aus der ungarischen Donau für den Aufzuchtcontainer bei der Inselinfo.

Der Sterlet – vom Aussterben bedroht Der Sterlet (Acipenser ruthenus) ist der kleinste der sechs DonauStöre. Die Art steht auf der Roten Liste der IUCN (Weltnaturschutzunion) und ist durch das Washing­toner Artenschutzübereinkommen geschützt. Der Sterlet wird heute mancherorts in Aquakulturen zur Kaviarproduktion oder für den Zierfischhandel gehalten und gezüchtet.

S

eit Herbst 2016 steht auf der Inselinfo, dem Info-Center der MA 45 – Wiener Gewässer, ein Container, der es in sich hat: Unter strenger Aufsicht von Expertinnen und Experten der BOKU Wien werden Hunderttausende junge Sterlets erbrütet und aufgezogen. Der Aufzuchtcontainer ist das Herzstück des EU-Projekts der BOKU Wien zur Wiederansiedelung des Sterlets in der Donau. Ab einer bestimmten Größe werden die Jungfische in der Donau im Nationalpark Donau-Auen und in der Wachau sowie in der March als Zubringergewässer ausgesetzt. 2017 wurden bereits rund 24.000 Jungfische ausgesetzt, die sich nun in freier Wildbahn behaupten müssen.

Diesjährige Sterlet-Eltern aus Ungarn 80.000 Eier wurden heuer im April in den Container gebracht. Sie stammen von wilden Muttertieren aus der ungarischen Donau. Aus den – bereits befruchteten – Eiern sind bereits 60.000 Jungfische geschlüpft. Sie verbringen ihre ersten Monate so lange im Aufzuchtcontainer, bis sie groß genug und fressfähig sind. 15.000 von ihnen konnten bereits in die Freiheit entlassen werden.

Nach den ersten Aufzuchtmonaten im Container werden die Jung­sterlets in die Donau entlassen.

Bei einem Testfischen in der Donau östlich von Wien gingen dem Projektteam im März 2018 überraschend mehrere erwachsene Sterlets ins Netz. Ob die Tiere in freier Wildbahn geboren wurden oder aus früheren Besatzaktionen stammen, werden genetische Tests zeigen. Die größeren der acht Exemplare sind beinahe 90 Zentimeter groß und über zehn Jahre alt. Für das Projektteam war dies eine einmalige Chance, erstmals eine künstliche Reproduktion zu versuchen. Der Versuch gelang: Aus den 20.000 Eiern, die aus zwei weiblichen Fischen abgestreift und anschließend befruchtet wurden, schlüpften 9.000 Jungsterlets. Ein großer Erfolg für das junge Projektteam!

Besuch des Aufzuchtcontainers Für Interessierte besteht die Möglichkeit, nach Terminverein­ barung die Jungsterlets im Aufzuchtcontainer zu besichtigen und auch den einen oder anderen ausgewachsenen Sterlet aus der Nähe zu betrachten.  / Kontakt: Projektteam LIFE Sterlet/BOKU thomas.friedrich@boku.ac.at

LIFE Sterlet: EU-Projekt mit vielen Partnerinnen

und Partnern

An dem EU-Projekt der BOKU Wien beteiligen sich auch die Stadt Wien als Projektpartnerin sowie eine Reihe von Sponsorinnen und Sponsoren wie z. B. das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus, die viadonau oder verschiedene Fischereiverbände. Ebenfalls im Projekt vertreten sind die Länder Slowakei (Slowakische Akademie der Wissenschaften) und Tschechien (Wasserbauverwaltung March und Thaya).

Weitere Infos: life-sterlet.boku.ac.at

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© Fotos: BOKU/Projektteam LIFE Sterlet

Überraschender Fang östlich von Wien


TIERE IN DER LANDWIRTSCHAFT – DAS MASTHUHN

Da lachen ja die Hühner? VON WEGEN: MAST- UND LEGEBETRIEBE SIND DIE REINSTE QUAL.

© Foto: Shutterstock: Cat Act Art; Illustratioen: Shutterstock: mamita

Neueste Studien belegen, dass die kognitiven Fähigkeiten von Hühnern sogar stärker ausgeprägt sind als bei manchen Säugetieren. Sie sind sehr intelligent und gelehrig – sie können Farben und Formen auf „Zuruf“ unterscheiden. Hühner sind sehr soziale Tiere, aber in zu großen Gruppen fühlen sie sich auch nicht wohl. In natürlicher Haltung leben wenige Hennen mit einem Hahn zusammen – sie laufen in kleinen Grüppchen über Wiesen. In diesen kleinen Gruppen gibt es eine fixe Rangordnung, die sogenannte Hackordnung: Jedes Huhn hat einen bestimmten Platz in der Gruppe.

Wenn die Sonne scheint, ist Sandbaden angesagt Zur Nahrungsaufnahme suchen sie sich Samen, Körner sowie kleine Tierchen und picken diese mit ihrem sensiblen Schnabel auf. Sie genießen ausgiebige Sandbäder in der Sonne und legen ihre Eier in weiche, gut versteckte Nester. Abends ziehen sie sich dann an einen geschützten Ort zurück und schlafen entweder in ihren Nestern oder auf ihren Sitzstangen bis zum nächsten Sonnenaufgang. Ein Durchschnittshuhn kann so acht bis zehn Jahre und noch älter werden.

Intensivhaltung ist Quälerei Das Leben der Hühner in der Intensivtierhaltung ist von schnellem Wachstum der Muskeln (Masthuhn) oder maximaler Legeleistung (Legehuhn) gesteuert. Sie leben mit einer unüberschaubaren Anzahl an anderen Hühnern in engen Ställen, meist ohne Tageslicht und ohne konstante Gruppe. Sie haben keine Schlafnester, keine Sandbäder und ihre sozialen Bedürfnisse können sie ebenfalls nicht ausleben.

Eierlegen auf „Knopfdruck“? Alte Hühnerrassen legen etwa 150 bis 180 Eier im Jahr. Die heutigen Hochleistungshennen müssen bis zu 300 Eier im Jahr produzieren. Diese Leistung geht natürlich zulasten ihrer Substanz. Sie erreichen nicht einmal das Ende ihres zweiten Lebensjahres, sondern werden aufgrund der abnehmenden Eierlegeleistung „ausgemustert“ und gegen jüngere Hennen ausgetauscht.

Masthühner: grausames Schicksal! Das Leben eines Masthuhns endet sogar schon nach 35 bis 40 Tagen. Durch die Hochleistungszüchtung wachsen die Muskeln (Fleisch) so schnell, dass Knochen und Gelenke mit dem rapiden Wachstum nicht mithalten können. So kommt es vor, dass diese Hühner den ganzen Tag auf ihrem extrem groß gezüchteten Brustmuskel sitzen, sich nicht bewegen können und unter Schmerzen leiden. /

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Achtung beim Einkauf und Verzehr! ● Beim Eierkaufen die erste Zahl des Stempelaufdrucks kontrollieren, denn sie zeigt, wie die Tiere gehalten wurden. Die Regel lautet: „Null und eins – und sonst keins!“

● Woher kommt das Fleisch? Bei der kontrolliert biologischen Tierhaltung ist ein Mindestmaß an Möglichkeiten garantiert, dass die Tiere ihr natürliches Verhalten ausleben können.

● Alternativen ausprobieren: Es gibt sehr viele Rezepte für köstliche fleischlose Gerichte!

Eierkonsum ja, aber nicht auf Kosten der Tiere: Hennen in Bodenhaltung haben keinen Auslauf und kein Sonnenlicht.

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JAGD-, TIER- UND NATURSCHUTZ ” STEHEN SCHON LANGE NICHT MEHR IM WIDERSPRUCH!“ Norbert Walter

PRO JAGD

Das Jagdrecht steht den Eigentümerinnen und Eigentümern von Liegenschaften zu, da es mit dem Eigentum an Grund und Boden untrennbar verbunden ist. Die nachhaltige Nutzung wild ­lebender Ressourcen stellt ein wichtiges Instrument zum Schutz und zur Erhaltung unserer ­Natur dar.

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n Wien gelingt es der Jägerschaft gemeinsam mit den Berufsjägerinnen und -jägern der Stadt hervorragend, Jagdund Naturschutz sowie die intensiv durch die Bevölkerung genutzten Wälder des Wienerwaldes, des Lainzer Tiergartens, des Nationalparks Donau-Auen/Lobau reibungslos zu bewirtschaften. Die „Wildtiere in der Stadt“ sind eine enorme Bereicherung des vorbildlichen städtischen Ökosystems. Dennoch kommt es immer wieder zu Schäden durch Wildschweine, Rehe, Biber, Füchse und Krähenschwärme. Diese verlangen ein Tätigwerden nach den strengen Regeln des Jagdgesetzes und der besonderen Sicherheitsnotwendigkeiten im städtischen Bereich.

Die Jagd ist Teamarbeit Mit den Behörden werden Abschusspläne erstellt, die auf den Wildbestand und die jeweiligen ökologischen Verhältnisse der Jagdgebiete abgestimmt sind. Dazu gehören Schäl- und Verbissschäden im Wald und in der Landwirtschaft, zahlen- und altersmäßiger Aufbau der Wildpopulation sowie gebietsübergreifendes Biotopmanagement. Die Jägerschaft unterstützt unentgeltlich behördlich notwendige Schritte zur Reduktion des Wildbestandes bei Seuchengefahr (Afrikanische SchweineNorbert Walter • Wiener Landesjägermeister • Studium an der Universität für Bodenkultur • Leidenschaftlicher Hobbywinzer mit eigener Buschenschank (Bisamberg) • Seit April 2016 vertritt er die Interessen der Wiener Jägerinnen und Jäger

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pest, Tollwut, Räude) sowie Maßnahmen zum Erhalt von Schutzwäldern. In Wien gilt besonderes Augenmerk den Weinkulturen, der Biolandwirtschaft und privaten Obst­ gärten am Stadtrand.

Schutz von Tier, Natur und Mensch Die modernen Jägerinnen und Jäger üben neben der traditionellen Jagd, der Regulierung der Wildpopulation, auch zusätzliche Tätigkeiten aus: • Hegemaßnahmen für Wildtiere über das ganze Jahr hinweg, • Fütterung und Schaffung von Äsungsflächen, • enge Zusammenarbeit mit Wald-, Forst- und Landwirtschaft, • Wildrettung von Jungtieren in Wiesen und Feldern, • Unterstützung der Behörden und der Organe der öffentlichen Sicherheit (jährlich mehr als 70.000 Stück Fallwild auf Österreichs Straßen).  Auch die Rettung von Jungtieren in Wiesen und Feldern zählt zu den Aufgaben der Berufsjägerinnen und -jäger.


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© Foto: Shutterstock Mark Bridger

CONTRA

Brauchen wir die Jagd?

JAGD

Gatterjagd, Trophäenjagd, Fasanjagd aus dem Kistl – gibt es eigentlich auch sinnvolle Formen der Jagd? Eine kritische Hinterfragung.

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ie 700 Vögel, die pro Jahr in Niederösterreich geschossen werden, dürften doch kein Problem sein? In Deutschland und der Schweiz schießt man diese Zugvögel aber längst nicht mehr. „Lasst uns doch in Ruhe Schnepfen schießen!“, wetterte der niederösterreichische Landesjägermeister kürzlich in einer Aussendung und unterstreicht damit seinen Zugang zur Jagd. Ihm geht es offensichtlich um Tradition, um Unterhaltung und um Trophäen, und nicht um Ökologie und Tierschutz.

Spaßiger Abschuss – wozu? Die Tötung von Tieren zum Spaß verbietet das Tierschutzgesetz. Die Jagd ist wohlweislich von diesem Gesetz ausgenommen, weshalb sie weiter unverändert betrieben werden kann, aber man muss sich schon fragen, ob wir als Gesellschaft so etwas dulden wollen. Der spaßige Abschuss von jährlich 700 Schnepfen mag vielleicht nicht die Art bedrohen – obwohl diese Vögel zunehmend seltener werden –, aber er ist eine Katastrophe für die betroffenen Tiere. Sie werden verletzt oder verlieren ihr Leben. Wozu?

Maßstäbe setzen! An eine moderne Jagd sind zwei Maßstäbe zu legen: die ökologische Notwendigkeit für das Töten überhaupt und Tierschutzkriterien für die Art und Weise. Messen wir die heutige Jagd an Ökologie und Tierschutz, dann sind sofort die allermeisten Jagdformen obsolet, wie die Jagd im Gatter, für die Trophäe, auf gezüchtete Tiere, auf nichtheimische Wildarten, mit Fallen oder

mit Hunden im Bau. Aber auch Treibjagden an sich sind problematisch, weil auf flüchtende Tiere geschossen wird, ohne sie genau zu sehen und treffen zu können. Darüber hinaus fällt die Jagd auf sämtliche Vogelarten und auf Beutegreifer, aber auch auf Murmeltiere und Hasen flach. 75 Prozent der heutigen Jagd sind damit klar abzulehnen.

Alternativen finden! Bleibt die Jagd auf Reh, Hirsch und Wildschwein, die heute keine natürlichen Feinde haben, aber den Wald verbeißen. Trotz jahrzehntelanger Jagd auf diese Tierarten haben wir in Österreich die höchsten Populationsdichten und den größten Waldschaden Europas. Die Erklärung ist einfach: die Jägerschaft füttert, um möglichst viele schießen zu können. Die heutige Jagd trägt also nicht dazu bei, diese Wildarten zu reduzieren. Sie ist daher ökologisch nutzlos. Notwendig wäre, die Fütterung einzustellen und wie im Kanton Genf in der Schweiz vorzugehen. Dort gibt es ein professionelles Wildtiermanagement statt der Jagd, das bei Problemfällen eingreift und sonst die Natur den eigenen Regulationsmechanismen überlässt. So würden wir uns auch den tausendfachen Abschuss jährlich von Hunden und Katzen ersparen. / Martin Balluch • Seit 2002 Obmann Verein Gegen Tierfabriken • Autor zahlreicher Tierschutzbücher • Träger des Myschkin-Preises für besonderes ethisches Engagement

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TIERSCHUTZOMBUDSSTELLE WIEN

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ZEITSCHRIFTPROJEKT

Tierschutz in Recht und Praxis

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etreu dem Motto „Wir geben Tieren Recht!“ haben wir uns daher mit Vertreterinnen und Vertretern der Universitäten Linz und Salzburg zusammengeschlossen, um eine wissenschaftliche Zeitschrift zum Tierschutzrecht und zu verwandten Diszi­ plinen herauszugeben. Neben Beiträgen zum Tierschutzgesetz samt Verordnungen und der Besprechung wichtiger gerichtlicher Entscheidungen aus diesem Bereich enthält die Zeitschrift auch Texte zum interdisziplinären Tierschutz (Ethik, Veterinärmedizin, Nutztierwissenschaften, Verhaltensbiologie etc.). Obwohl Tieren in unserer Gesellschaft ein hoher Stellenwert zukommt, gewährt ihnen das geltende Recht nicht überall ausreichend Schutz. Als Mitherausgeberin von „Tierschutz in Recht und Praxis“ ist es daher mein Ziel, dass die Beiträge hier Verbesserungen schaffen. Das bedeutet beispielsweise, dass für unbestimmte Gesetzesbegriffe oder gesetzliche Lücken Interpretationshilfen für Rechtsanwenderinnen und -anwender und Entscheidungsträgerinnen und -träger geschaffen werden, die in Verfahren vor Behörden und Gerichten ­herangezogen werden können.

Die neue kostenlose Zeitschrift „TiRuP – Tierschutz in Recht und Praxis“ befasst sich mit tier- und artenschutzrechtlichen Fragen aus Wissenschaft und Praxis.

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Die neu etablierte Zeitschrift erscheint online. Dies hat den Vorteil, dass die Beiträge tagesaktuell verfasst und veröffentlicht werden können. Der Zugriff ist kostenlos möglich, damit Tierschutz(recht) auch wirklich einer breiten Öffentlichkeit nähergebracht werden kann. Die Zeitschrift wird von einem wissenschaftlichen Fachbeirat mit ausgewiesenen Expertinnen und Experten aus den relevanten Disziplinen unterstützt. Worauf wir besonders stolz sind: Ein derartiges Zeit­­schrift­ projekt ist in Österreich, aber auch im deutschsprachigen Raum bislang einzigartig!  /

>>

Gleich reinlesen: www.tirup.at © Foto: Martina Koppensteiner

Eva Persy ist Wiener Tierschutzombudsfrau Kontakt: post@tow-wien.at www.tieranwalt.at

Als Tierschutzombudsstelle Wien ist es uns ein ­besonderes Anliegen, den rechtlichen Tierschutz in Österreich voran­zubringen und auch die Tierhalterinnen und -­halter für die immer komplexer werdenden rechtlichen ­Rahmenbedingungen zu sensibilisieren.


KOLUMNE DER VETERINÄRDIREKTORIN

Das Mindestalter des Hundes bei Ablegung der Prüfung wurde erhöht: Jede Person, die einen mindestens sechs Mo­nate alten Listenhund hält oder verwahrt, muss den Hundeführschein absolvieren. Die Halterin bzw. der Hal­ ter muss die Hundeführscheinprüfung innerhalb von drei Monaten nach Haltungsbeginn positiv abgelegt haben. Die Verwahrerin bzw. der Verwahrer hingegen muss bereits ab dem ersten Spaziergang mit dem Listenhund einen Hundeführschein besitzen. Ein Tipp der MA 60 – Veterinärdienste und Tier­schutz: Kümmern Sie sich daher

Ruth Jily Chefin der MA 60 – Veterinärdienste und Tierschutz

Listenhunde: Nur mal schnell Gassi gehen kann 1.000 Euro Strafe kosten! Im Frühjahr 2018 wurde das Wiener Tierhaltegesetz novelliert. Die Änderungen betreffen hauptsächlich Halterinnen und Halter bzw. Verwahrerinnen und Verwahrer sogenannter Listenhunde.

rechtzeitig um eine Urlaubsvertretung für Ihren Hund, denn wer beim Gassigehen mit einem Listenhund ohne Hundeführschein ertappt wird, kann mit einer Strafe von mindestens 1.000 Euro rechnen. Bis zur Absolvierung des Hundeführscheins sind diese Hun­ de an öffentlichen Orten wie z. B. Gehsteigen und auch in Hundezonen immer mit Maulkorb zu führen. Erst nach der bestandenen Prüfung dürfen Listenhunde genauso wie andere Hunde an öffentlichen Orten mit Leine ODER Maulkorb geführt werden. In öffentlich zugänglichen Parks gilt für alle Hunde Leinenpflicht. In der Hundezone ist auch für Listenhunde mit erfolgreich bestandener Hundeführ­ scheinprüfung weder Maulkorb noch Leine verpflichtend. Dennoch muss jede Verwahrerin bzw. jeder Verwahrer auf ihren oder seinen Hund so gut aufpassen, dass dieser weder Mensch noch Tier belästigt oder gefährdet. 

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Eine Halterin bzw. ein Halter entscheidet, wie ein Tier zu betreuen ist, und ist meist die Besitzerin bzw. der Besitzer

Weitere Infos rund um Hundehaltung finden Sie auf

oder die Person, bei der das Tier lebt. Verwahrerin bzw.

der Homepage der MA 60: www.tiere.wien.at

Verwahrer ist jene Person, die mit dem Hund Gassi geht, wie z. B. eine Hundesitterin oder ein Hundesitter. Für Listenhunde (Bullterrier, Staffordshire Bullterrier, American Staffordshire Terrier, Mastino Napoletano, Mastín Español, Fila Brasileiro, Mastiff/Bullmastiff, Tosa Inu, Pit Bull Terrier, Rottweiler, Dogo Argentino seit mehreren Jahren die Verpflichtung, einen Hunde­ führschein abzulegen. Nach bestandener Prüfung dürfen Listenhunde an öffent­lichen Orten mit Leine oder Maulkorb geführt werden.

© Foto: Shutterstock: dogboxstudio

sowie Mischlinge mit diesen Rassen) besteht schon

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SCHMETTERLINGSGARTEN – PARADIES

FALTER, FLATTER FLOTT! BUNTE SCHMETTERLINGSVIELFALT IN WIEN.

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läuling, Admiral, Schwalbenschwanz oder Wiener Nachtpfauenauge – in Wien leben mehr als 100 Tagfalter und ein Vielfaches davon an Nachtfalterarten. Anzutreffen sind die Falter auf blütenreichen Wiesen, Brachflächen oder ­speziell für sie geschaffenen Blüteninseln in Parks oder Schmetterlingswiesen wie z. B. am Margaretengürtel. Dafür wurden von der MA 22 – Wiener Umweltschutzabteilung ausgesuchte Kräutermischungen von der MA 42 – Wiener Gärten gesät und in der Folge „schmetterlingsfreundlich“ gepflegt.

Von der Raupe zur „Butterfliege“ Manche Raupen fressen nur ganz bestimmte Pflanzen. Daher sind neben Nektarpflanzen für die geschlüpften Falter auch Futterpflanzen für den Nachwuchs wichtig, etwa Wildkräuter und Brennnesseln. Die aus einem Ei geschlüpfte Raupe verpuppt sich später und entwickelt sich zum fertigen Falter. Viel Wissens­wertes über die flattrigen Gesellen erfahren Sie jetzt im ­Folder „Schmetterlinge in Wien. Ein Leitfaden“.  /

ZEIGEN SIE UNS IHR PARADIES! AUSZEICHNUNG FÜR BESONDERE RÜCKZUGSORTE IN DER STADTNATUR. Ob Garten, Balkon, Terrasse oder Gründach – begrünt bieten sie Erholung und Naturerlebnis. Die Wiener Umweltschutzabteilung MA 22 zeichnet besondere „Naturparadiese“ in Wien mit der ­Plakette „Naturnahe Grünoase“ aus.

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iele gestalterische Elemente sind zugleich Lebensraum für seltene Tierarten: Die Trockensteinmauer ist auch Sonnstelle für Eidechsen. Das Feuchtbiotop kühlt und lockt Libellen und Amphibien an. Heimische Hecken und Kräuter blühen wunderbar und bieten Nahrung für bunte Falter und Vögel sowie Unterschlupf für Igel. Auf dem Dach oder Balkon besuchen uns bei geeignetem Blütenangebot Wildbienen, ­Hummeln und Schmetterlinge.

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Jetzt mitmachen! Die Kriterien für die Auszeichnung werden nach einem Punktesystem bewertet: Zentrale Punkte sind etwa torffreie Erde und biologische Düngung bzw. Schädlingsbekämpfung. Sind die Vorgaben erfüllt, steht der Verleihung der Plakette „Naturnahe Grünoase“ nichts mehr im Weg!  / Alle Informationen und Anmeldung www.naturnahe-gruenoase.wien.at

Fotos: Pflanzen: Shutterstock: Ingrid Balabanova; Shutterstock: Agenturfotografin; Schmetterlinge: Shutterstock: Independent birds

Einfach gratis bei der MA 22 bestellen oder downloaden: www.umweltschutz.wien.at


WIENS FLUGKÜNSTLERINNEN

SCHWARZ WIE DIE NACHT… IN WIEN IST DIE FLEDERMAUS ZU HAUS. Großer Abendsegler, Mopsfledermaus und Kleine Hufeisennase sind nur drei der mehr als 20 in Wien heimischen Fledermausarten. Zu beobachten sind die dämmerungsaktiven Flugkünstlerinnen fast im ganzen Stadtgebiet.

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Fotos: Hund: TQT Wien; Fledermaus: Shutterstock: Rudmer Zwerver

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eils leben sie in Gebäudespalten, auf zugänglichen Dachböden, in Baumhöhlen oder nahe bei insektenreichen Gewässern: Fledermäuse sind die einzigen heimischen fliegenden Säugetiere! Sie bewegen sich mittels einer zwischen Gliedmaßen und Schwanz gespannten Flughaut beinahe lautlos durch die Luft. Den Winter verbringen sie im Winterschlaf, wobei sie ihre Körpertemperatur absenken, auch Stoffwechsel, Atmung und Herzfrequenz werden herabgesetzt. Im Frühjahr beziehen die Fledermausweibchen ihre Wochenstuben, wo sie meist je ein Junges zur Welt bringen und aufziehen. Die Jungtiere können nach ca. vier Wochen bereits fliegen.

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Streng geschützt Alle in Wien vorkommenden Fledermausarten sind nach dem Wiener Naturschutzgesetz streng geschützt. Wohnen an Gebäuden Fledermäuse, ist es z. B. bei Gebäudesanierungen wichtig, dass die Quartiere für die Tiere zugänglich bleiben. Die Wiener Umweltschutzabteilung MA 22 ist in solchen Fällen die zuständige Behörde und berät im Anlassfall gerne schon im Vorfeld!

Natürliche Insektenbekämpfung Wer den Fledermäusen in der Stadt Gutes tun mag, kann im eigenen Garten oder am Balkon auf Insektizide verzichten. Diese sind bei Anwesenheit der Fledermäuse auch gar nicht notwendig, denn die flei-

ßigen Insektenjägerinnen vertilgen auf ihren nächtlichen Jagdflügen jede Menge an Fliegen, Faltern und Gelsen. Mit den Mäusen sind Fledermäuse nicht verwandt, sie dürften vielmehr von „urzeitlichen“ Flattertieren abstammen.

Hautnah erleben Für mehr Informationen über die Wiener Fledermäuse bietet die Wiener Umweltschutzabteilung immer wieder Fleder­ mausnächte an, bei denen die Tiere beobachtet und mit Ultraschalldetektoren „belauscht“ werden können. Die Folder „Fledermäuse in Wien. Eine Nachtgeschichte“ und „Spaltenbewohnende Fledermäuse“ aus der Reihe „Tiere an Gebäuden“ sind bei der MA 22 gratis erhältlich. /

Ich suche ein Plätzchen ! RALFI 4 Jahre, Rüde, Pit-BullTerrier-Mischling Sehr freundlich und menschenbezogen. Er ist auf der Suche nach einem ruhigen Zuhause bei Menschen mit Hundeerfahrung. > Kontaktinfos auf Seite 35

www.umweltschutz.wien.at oder www.gebaeudebrueter.wien.at

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RUND UM DEN HUND

KOMM, SITZ, BLEIB

Zusammen gut bei Fuß! Im Gespräch mit Hunde­führscheinprüferin Ursula Aigner. Bei der Hundeführscheinprüfung geht es ja vor allem um ein harmo­ nisches Miteinander – in welcher Form ist das Thema Gehorsam dann noch relevant? Harmonisches Miteinander und Gehorsam stehen sich nicht im Wege. Im Rahmen der Hundeführscheinprüfung werden Alltagskompetenzen und -können abgeprüft. Dies sieht mit Sicherheit anders aus als auf einem Hundeplatz – und das ist gut so. Ich kann eben auch nur das von meinem Hund fordern, was er auch leisten kann. Und das kann eben je nach Vorgeschichte des Hundes oder Situation anders sein. Es verlangt viel mehr Wissen seitens des Menschen, Überforderung oder hohes Stresslevel des Hundes zu erkennen und daraufhin richtig zu handeln – im Sinne der Sicherheit und des Hundes. Ein harmonisches Mit-

Gewinnspiel

© Foto: Aris Venetikidis

einander garantiert außerdem vorausschauendes, sicheres und tierschutzkonformes Handeln ein Hundeleben lang viel eher als absoluter Gehorsam bei der Prüfung, die ja immer nur eine Momentaufnahme sein kann.

Belohnungen zur richtigen Zeit motivieren den Hund beim Training.

GEWINN:

Sie haben schon öfter überlegt, den Hundeführschein zu absolvieren, sind sich aber nicht ganz sicher, ob Sie ausreichend darauf vorbereitet sind? Hier finden Sie einige Testfragen und das Beste daran:

Mit den richtigen Antworten können Sie sogar gewinnen!

Wie läuft die Hundeführschein­ prüfung ab? Die Hundeführscheinprüfung besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Teil. Die Theorie wird mittels 30 Multiple-Choice-Fragen geprüft, 24 davon müssen korrekt beantwortet werden. In der Praxis wird darauf Wert gelegt, dass Hund und Mensch ein Team sind und der Mensch seinen Hund sicher und stressfrei durch Situationen des Alltags führen kann. Während der gesamten Prüfung dürfen Belohnungen eingesetzt werden.  /

Ein Vortrag über Honig­bienen, Besichtigung der Honigbienenstöcke auf dem TierQuarTierWien-Gelände und ein Glas Biohonig!

1. Wenn sich zwei Hunde begegnen

2. Wenn sich ein Mensch von

3. Sie besuchen mit Ihrem Hund eine

und der eine gähnt, während der andere auf ihn zuläuft, dann bedeutet das:

vorne über einen Hund beugt, so vermittelt er damit folgende Botschaft:

Hundezone. Ihre Aufgabe dort ist es,

a „Ich hab dich lieb.“

b d  en Hund an der langen Leine zu führen, damit er nicht vor Artgenossen wegläuft.

a D  er andere Hund ist ihm zu langweilig zum Spielen. b Er ist zu müde zum Spielen.

b „Ich bedrohe dich.“

c Er will einen möglichen Konflikt entschärfen.

c „Ich sehe schlecht.“

a e inzuschreiten, wenn der eigene Hund zu wild oder zu grob mit anderen Hunden spielt.

c d  em Hund Stöckchen zuzuwerfen und Zerrspielen zu spielen.

Die richtigen Antworten bitte bis spätestens 30. August 2018 per E-Mail an umweltmusterstadt@wien.at schicken.

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Unter allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern werden 24 Gewinnerinnen und Gewinner ermittelt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Information zum Datenschutz: Der Schutz Ihrer persönlichen Daten ist uns ein besonderes Anliegen. Wir verarbeiten Ihre Daten daher ausschließlich auf Grundlage der datenschutzrechtlichen Bestimmungen. Verantwortliche für die Daten ist die Stadt Wien, Geschäftsgruppe Umwelt und Wiener Stadtwerke, Rathaus, Felderstraße 1, 1010 Wien, Tel.: 01 4000-81340, E-Mail: post@ggu.wien.gv.at. Den Datenschutzbeauftragten der Stadt Wien erreichen Sie unter: datenschutzbeauftragter@wien.gv.at. Wenn Sie per E-Mail an unserem Gewinnspiel teilnehmen, werden Ihre angegebenen Daten (E-Mail-Adresse, Name, Vorname, ggf. Titel, Adresse) bis zur Verlosung und dem Versand der Preise gespeichert. Danach werden Ihre Daten gelöscht. Sie sind ausdrücklich damit einverstanden, dass die Geschäftsgruppe Umwelt und Wiener Stadtwerke die genannten personenbezogenen Daten zum Zweck der Abwicklung des Gewinnspiels verarbeitet. Ihre Daten geben wir nicht ohne Ihre Einwilligung weiter. Als betroffene Person steht Ihnen grundsätzlich das Recht auf Auskunft, Berichtigung, Löschung, Einschränkung der Verarbeitung, Widerruf/Widerspruch und Datenübertragbarkeit zu. Wenn Sie die Einwilligung zur Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten erteilt haben, können Sie jederzeit ohne Angabe von Gründen von Ihrem Widerspruchsrecht Gebrauch machen und die erteilte Einwilligungserklärung mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Sie können den Widerspruch entweder persönlich, postalisch oder per E-Mail an uns übermitteln. Ab Kenntnis vom Widerspruch wird die Geschäftsgruppe Umwelt und Wiener Stadtwerke Ihre personenbezogenen Daten nicht mehr verarbeiten. Durch den Widerruf der Einwilligung wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund der Einwilligung bis zur Kenntnis des Widerrufs erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Sollten Sie der Meinung sein, dass wir Ihre Daten nicht entsprechend den gesetzlichen Regelungen verarbeiten, oder sollten Sie der Ansicht sein, dass wir Ihre Rechte nicht ausreichend gewahrt haben, so steht Ihnen die Möglichkeit der Beschwerde bei der Datenschutzbehörde offen.


RUND UM DEN HUND

Shop

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TIPP g-

© Foto:Futterambulanz

HUNDESACHE: AUS LIEBE ZUM TIER!

SUPERLECKER LECKERLI? AUS!

HÄUFIGE FÜTTERUNGSFEHLER UND IHRE VERMEIDUNG Übergewicht Abnehmen ist schwer, Vorbeugen ist besser! Wenn der Hund ein wenig zugenommen hat, reduziert man besser gleich das Futter oder steigt auf kalorienärmere Alternativen um.

Zu viele Leckerlis Leckerlis sind der größte Risikofaktor für Übergewicht! Daher besser kritisch über­ legen, welche Leckerlis wirklich notwendig sind.

Natürlich ist nicht gleich ausgewogen Nährstoffmängel sind beim Barfen häufig. Nur eine Überprüfung der Fütterung gibt Aufschluss. Die Messung der Nährstoffe im Blut ist wenig aussagekräftig!

Wundermittel und „Superfoods“ Kokosöl, Kräuter oder Goji-Beeren – trendy, aber in den meisten Fällen wirkungslos.

© Foto:Shutterstock: Monkeyoum

Verdacht auf Allergie? Keine Experimente! Chronische Haut- und Magen-Darm-Beschwerden müssen tierärztlich abgeklärt werden. Wird davor schon mit exotischem Futter experimentiert, ist es schwierig, noch eine korrekte Ausschlussdiät durchzuführen.

Welpen mit Adult-Futter aufziehen? Nein, das kann schädlich sein! Nur Futter für Welpen haben die idealen Verhältnisse an Nährstoffen.  /

FUTTERAMBULANZ

Kaum etwas verändert das Leben so gravierend ins Positive wie ein neues vier­ beiniges Familien­mitglied. Deswegen gründete Nabila Ataya aus purer Liebe zu ihrer Labrador­hündin Lotte die ­regionale Firma Hundesache. Gemeinsam machten Nabila und ­Lotte es sich von Anfang an zur Aufgabe, native Produkte von fein erlesenen Manufakturen zu finden – wenn bei Hunde­sache Nachhaltigkeit draufsteht, dann ist auch wirklich nur natürliches und organisch Produziertes drinnen. Dafür garantiert die immer gestrenge Qualitätsmanagerin ­Lotte mit jeder ihrer kuschligen ­Pfötchen.

Saisonale Überraschungsboxen Ob Up- oder Recycling: bei Hundesache gibt es alles, was das Herz bewusster Hunde­besitzerinnen und -besitzer und ­ihrer Lieblinge höherschlagen lässt. Freude und Spannung dürfen dabei natürlich auch nicht zu kurz kommen. Deswegen hat sich das kleine kreative Team seit dem Sommer­ 2017 auf saisonale Überraschungsboxen­ für Vierbeiner spezialisiert. Frühling, Sommer,­­ Herbst und Winter werden damit auf herrliche Art und Weise bereichert und bieten immer der jeweiligen Jahreszeit entsprechend allerhand Nützliches und schadstofffrei produzierte Produkte. Denn Hundesache ist und bleibt für Lotte und Nabila immer eine wahre Herzenssache. / Gleich reinschnuppern: www.hundesache.at

Dr.in med. vet. Stefanie Handl, Fachtierärztin für Ernährung und Diätetik, EBVS® European Specialist in Veterinary and Comparative Nutrition; Futterambulanz Wien, E-Mail: anfrage@futterambulanz.at, Tel.: 01 955 44 12 – vormittags von 9:00 bis 12:00 Uhr, www.futterambulanz.at

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REPORTAGE TIERQUARTIER WIEN

„Es war immer mein Traum, mit Tieren zu arbeiten, und ich bin sehr glücklich darüber, dass dieser Traum in Erfüllung gegangen ist. Am meisten freue ich mich, wenn wir von den neuen Besitzerinnen oder Besitzern unserer Schützlinge wieder hören, wie gut es Mensch und Tier miteinander geht. Denn eine gute Beziehung der beiden zueinander ist etwas ganz besonders Schönes.

” Kathi C.

Schnurrrrrr!

Mein Tag als Tierpflegerin Kathi C. versorgt die Katzen im Katzenpflegebereich des TierQuarTiers Wien. Für „tierisch gut“ erzählt sie von ihrem Arbeitstag. Der Arbeitstag beginnt mit einer morgendlichen Besprechung im Katzenpflegeteam. Bei dieser werden der Vortag sowie Änderungen hinsichtlich der Betreuung der Katzen für den jeweiligen Tag besprochen.

Sorgfältige Routine Als Nächstes folgt der Routinegang, bei welchem kontrolliert wird, ob es allen Tieren gut geht. Danach werden die Katzenunterkünfte – sowohl der Innen- als auch der Außenbereich – gereinigt und die Tiere gefüttert, mit Wasser und bei Bedarf auch mit ihren Medikamenten versorgt. Am Vormittag werden auch etwaige Krankheitsfälle mit den Tierärztinnen und Tierärzten besprochen.

Jedem Kätzchen sein Plätzchen Am Nachmittag kommen all jene Katzen aus der Katzenquarantäne in die Katzenvergabe, die vermittelt

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werden können. Weiters werden nachmittags die Eigenschaften, die Haltung und die besonderen Bedürfnisse jener Katzen besprochen, die neu in die Vergabe kommen – damit für sie ein möglichst passendes Zuhause gefunden werden kann. Danach kommen die Tierärztinnen oder Tierärzten auf Visite und nehmen fall­­weise Tiere zur tierärztlichen Behandlung in die Ordination des TierQuarTiers Wien mit.

Schmusezeit Nachdem die Tierunterkünfte der vermittelten Tiere­in der Katzenvergabe ausgeräumt, desinfiziert, mit Wasser gereinigt und neu eingerichtet wurden, stehen die Beschäftigung und die Pflege der Tiere im Mittelpunkt. Der Tag endet mit der Abendfütterung, den „Gute-Nacht-Leckerlis“ und der Gabe von Medikamenten.  /


NEUES AUS DEM TIERQUARTIER WIEN

Happy Ends für treue Seelen Sandy

Elfie

Der kleine Arnold wurde einfach ange­ bunden in einer Hundezone zurückge­ lassen. Svitlana B. hat ihm ein schönes neues Zuhause geschenkt.

Die junge Sandy lief ganz verloren herum, bevor sie ins TierQuarTier Wien kam. Nun hat sie ein schönes Plätzchen bei Cornelia H. gefunden.

Die zarte Elfie wurde freilaufend auf der Straße gefunden. Gabriele H. hat ihr ein neues Zuhause geschenkt.

Svitlana B. mit Arnold

Kevin W. und Cornelia H. mit Sandy

Gabriele H. mit Elfie

Lois

Pauly

Roland und Rusty

Kater Lois war bei seinem Einzug in das TierQuarTier Wien in einem schlechten Allgemeinzustand. Er hat ein liebevolles Plätzchen bei Valerie G. gefunden.

Der hübsche Jungkater Pauly wurde in einem Stiegenhaus gefunden. Er hat ein neues Plätzchen – bei Benjamin B.

Roland und Rusty liefen beide in einem Innenhof herum. Sie sind endlich angekommen. Elisabeth W. hat ihnen ein neues Zuhause geschenkt.

V. l. n. r.: Valerie G., Fabian T. und Hannah T. mit Kater Lois

V. l. n. r.: Sarah K. und Benjamin B. mit Pauly

V. l. n. r.: Hubert W. und Elisabeth W. mit Roland und Rusty

© Alle Fotos: TierQuarTier Wien

Arnold

TierQuarTier Wien, Süßenbrunner Straße 101, 1220 Wien Telefon: 01 734 11 02-0, E-Mail: office@tierquartier.at Öffnungs- und Vergabezeiten: Di. bis Do.:15:00 bis 17:00 Uhr, Fr. und Sa. 13:00 bis 17:00 Uhr. Montags sowie an Sonn- und Feiertagen geschlossen.

www.tierquartier.at/Unsere-Tiere www.facebook.com/tierquartier.vergabetiere Vergabetiere im TierQuarTier Wien

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Tierisch gute Vorträge im TierQuarTier Wien

19. September 2018, 17:30 Uhr Katzencharakter – verschiedene Persönlichkeiten Referentin: Petra Ott/Coach4Cats 26. September 2018, 17:30 Uhr Kleintiere – Kaninchen, Hamster und Co. Referentin: Dr.in med. vet. Andrea Bilek/Veterinär­ medizinische Universität Wien und Katharina Auer/TierQuarTier Wien 3. Oktober 2018, 17:30 Uhr Wahl des passenden Hundes/der passenden Katze Referentinnen: Mag.a Annemarie Hurban, akademisch geprüfte Kynologin/TierQuarTier Wien und Petra Ott/Coach4Cats 10. Oktober 2018, 17:30 Uhr Kind und Hund – eine Freundschaft fürs Leben Referentin: Aurea Verebes/Canimos Verlag Anmeldung bis spätestens zwei Tage vor dem jeweiligen Vortrag erforderlich. Anmeldemöglichkeiten: E-Mail: marketing@tierquartier.at, Telefon: 01 734 11 02-113 oder vor Ort zu den Öffnungs- und Vergabezeiten: Di. bis Do.:15:00 bis 17:00 Uhr, Fr. und Sa. 13:00 bis 17:00 Uhr. Montags sowie an Sonn- und Feiertagen geschlossen.

7. November 2018, 17:30 Uhr Tierheimhund – das Leben im Tierheim und im neuen Zuhause Referentinnen: Mag.a Alexandra Leitold/TierQuarTier Wien und Susi Lehr/HUNDE-FORUM 21. November 2018, 17:30 Uhr Hund: die Schilddrüse und ihre Einflüsse im Körper Referentin: Dr.in med. vet. Carina Kriegl/HUNDE-FORUM 28. November 2018, 17:30 Uhr Entspannte Katze zu Weihnachten und Silvester Referentin: Petra Ott/Coach4Cats 5. Dezember 2018, 17:30 Uhr Silvester – Umgang mit ängstlichen Hunden Referentinnen: Susi Lehr/HUNDE-FORUM und Dr.in med. vet. Carina Kriegl/HUNDE-FORUM

Nähere Informationen: www.tierquartier.at TierQuarTier Wien, Süßenbrunner Straße 101, 1220 Wien

© Foto: MA 48

SECONDHANDTIERBEDARF IM 48ER-TANDLER

„Krone“-Tierschutzexpertin Maggie Entenfellner besuchte im Mai den 48er-Tandler.

Der 48er-Tandler im fünften Bezirk bietet ein breites Secondhandsortiment von Büchern über Möbel, Spielzeug, Geschirr, Kleidung, Musikinstrumente, Haushaltsgeräte, Dekogegenstände bis hin zu Sportgeräten, aber auch Tierbedarf wie Transportboxen, Hundekörbchen, Tierspielzeug, Käfige etc. – je nach Verfügbarkeit. Tierschutz, soziales Engagement und Umweltschutz lassen sich leicht verbinden. Durch die Abgabe von funktionstüchtigen Gegenständen, die nicht mehr gebraucht werden – wie beispielsweise auch

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Tierbedarf –, in der Tandler-Box auf den Wiener Mistplätzen wird eine Reihe von sozialen Einrichtungen unterstützt und die Umwelt entlastet: Sachspenden werden an karitative Einrichtungen wie die Caritas, die Gruft oder das Integrationshaus übergeben. Der Erlös aus dem Verkauf der Secondhandwaren im Tandler kommt dem TierQuarTier Wien zugute. Dort erhalten behördlich abgenommene, ausgesetzte oder entlaufene Hunde, Katzen und Kleintiere wie Hamster, Meerschweinchen und Kaninchen bis zur Weitervermittlung eine optimale Betreuung. Es ist eines der modernsten Tierschutz-Kompetenzzentren Europas und entspricht den hohen Anforderungen einer zeitgemäßen Tierbetreuung.

Erreichbarkeit 48er-Tandler 5., Siebenbrunnenfeldgasse 3 Mittwoch bis Samstag von 10 :00 bis 18:00 Uhr Misttelefon: 01 546 48, www.48ertandler.at


! H C S I R TIE NEWS UND TERMIN

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Wien hat viel zu bieten. „tierisch gut“ hat für Sie auch diesmal wieder die Highlights zusammengetragen.

© Foto: C. Fürthner

Saisonstart am CopaBeach Der CopaBeach an der Neuen Donau lädt auch heuer wieder zum kostenlosen Badevergnügen inklusive Kulinarik ein. Der erste Bauabschnitt der Neugestaltung – zwischen U1 und dem griechischem Lokal Rembetiko – ist abgeschlossen und erwartet die Gäste mit attraktiven Freiflächen, einer begrünten Sitzarena und einem tollen Gastronomieangebot in Foodtrucks. Der Sandstrand bietet wie in den Vorjahren kostenloses Chillen,

die Wasserqualität der Neuen Donau kann sich wie jedes Jahr sehen lassen. Für heuer wurden bewusst jene Flächen gestaltet, auf denen nicht konsumiert werden muss – also Freiflächen, auf denen man nach Herzenslust einfach Entspannen kann.­ Ab Herbst 2018 ist die Umsetzung des nächsten Bauabschnittes geplant. Mit der U1 ist das Badeparadies bequem zu erreichen und die Wasserqualität ist top! www.copabeach.wien

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NEWS UND TERMINE

AUSFLUGSTIPP FÜR DIE GANZE FAMILIE:

© Foto: Richard Schmögner

Artenschutz, Umweltbildung, Forschung und Erholung – das sind die Ziele und Aufgaben des Zoos Hirschstetten. Inmitten einer herrlichen Gartenlandschaft von 60.000 Quadratmetern sind die Tiere in großzügigen Anlagen, Freigehegen oder im Palmenhaus untergebracht. „Der Tierbestand und die Artenvielfalt sind über die Jahre stetig gestiegen, der Zoo leistet einen wichtigen Beitrag zum Schutz gefährdeter heimischer Tierarten und ist bei freiem Eintritt eine wichtige Aufklärungsund Informationseinrichtung für die Bevölkerung“, so Umweltstadträtin Ulli Sima. Mit seinen mehr als 50 Tierarten bietet er die Möglichkeit, Tiere in ihrer natürlichen Umgebung zu erleben und die bio- und ökologischen Zusammenhänge zu verstehen. Im Rahmen des Umweltbildungsprogramms EULE der Stadt Wien für Kinder und Jugendliche bietet der Zoo eine Vielzahl an Workshops und Führungen an – z. B.: „Mikrokosmos Wiese – Insekten und Spinnen unter der Lupe“, „Heimische Schmetterlinge – fliegende Edelsteine“ oder „Krebse, Frösche, Insekten  – geheimnisvolle Wasser­welten“. Auch die Erlebnistage von Juni bis September sind ein jährliches Highlight!

© Foto: MA 42 – Wiener Stadtgärten

BLUMENGÄRTEN UND ZOO HIRSCHSTETTEN

Alle Veranstaltungen im Detail finden Sie unter: www.wien.gv.at/umwelt/parks/veranstaltungen/ termine.html Alle Infos auf: www.park.wien.at und www.eule-wien.at Aufgrund des Tierbestandes ist die Mitnahme von Hunden in die Blumengärten Hirschstetten nicht möglich.

LET’S GO! AUF ZUR LANDPARTIE!

© Foto: Martina Raymitz

Sie interessieren sich für Bauernhoftiere und Lebensmittel­ herkunft? Sie legen Wert auf Nachhaltigkeit und Regionalität? Dann besuchen Sie mit uns österreichische Bauernhöfe in der Nähe von Wien. Unsere Landwirtinnen und Landwirte öffnen ihr Höfe und ihre Stall­ türen für uns – und Sie erfahren alles, was Sie schon immer über Landwirtschaft wissen wollten: von der Saat bis zur Ernte, von der Geburt bis zur Reife, vom Rohprodukt bis zur Delikatesse. Wir werden direkt von den Bäuerinnen und Bauern empfangen, und sie vermitteln uns ihr Wissen über die landwirtschaftliche Produktion unmittelbar, einprägsam und unvergesslich und beantworten unkompliziert Ihre Fragen. Die Verkostung von hofeigenen Produkten rundet jeden Besuch kulinarisch und nachhaltig ab.

Finden Sie die interessanten Bauernhof-Ausflüge ab September unter: www.afterwork-am-bauernhof.at

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NEWS UND TERMINE

27. MISTFEST mber 2018 22. und 23. Septe bis 18.00 Uhr jeweils von 9.00

© Foto: Felicitas Matern

17., Garage Hernals Eingang Richthausenstraße 2 oder Lidlgasse 1 Der Eintritt ist frei. Hunde sind herzlich willkommen, aber bitte nur mit Beißkorb und Leine.

heuer wieder die Abfallvermeidung, da damit Ressourcen geschont werden und unsere Umwelt entlastet wird. So gibt es eine Außenstelle des 48er-Tandlers und der beliebte Kinderflohmarkt findet an beiden Tagen vormittags statt. Natürlich präsentieren sich auch wieder viele andere Institutionen der Stadt Wien sowie viele Partnerorganisationen.

Wiener Weinwandertag Wandern und Weingenuss – die Stadt Wien lädt am 29. und 30. September wieder zum traditionellen Weinwandertag. Drei Routen mit einer Gesamtlänge von 25 Kilometer bieten die perfekte Gelegenheit für einen Spaziergang in den malerischen Weinbergen. Entlang des Weges servieren die Winzerinnen und Winzer ihre Köstlichkeiten aus Küche und Keller. So wird der Weinwandertag für eher gemütliche wie auch für sportliche Besucherinnen und Besucher zum herbstlichen Highlight. Neben der 10,8 Kilometer langen Wanderung von Neustift bis Nussdorf gibt es eine 9,6 Kilometer lange Route von Strebersdorf bis Stammersdorf und eine 4,5 Kilometer lange Route in Ottakring. Für Familien, die mit Kinderwagen unterwegs sind, gibt es speziell gekennzeichnete Strecken. Auf die kleinen Gäste warten die Kinderbauernhöfe Landgut Cobenzl und Magdalenenhof (Bisamberg).

Alle Infos auf: www.umweltmusterstadt.wien.at

HIGHLIGHTS: 48er-Tandler-Outlet Fahrzeugausstellung

mber 2018 29. und 30. Septe © Foto: Kromus

Information, Spiel und Spaß für die ganze Familie Bereits zum 27. Mal lädt die MA 48 heuer zum Mistfest nach ­Hernals: Am Programm steht auch dieses Jahr wieder viel Information rund um das Thema Umweltschutz. Spiele, Spaß und Musik für die ganze Familie gibt es auch heuer wieder – alles bei freiem Eintritt. Was steckt hinter der Müllentsorgung und wie sind die Abläufe der Abfallwirtschaft einer sauberen Stadt? Dies erfährt man in der Sonderausstellung „Ihr Müllraum“. Schwerpunkt ist auch

„Der Weinwandertag ist die ideale Gelegenheit, um den Genuss des hervorragenden Wiener Weins mit einem angenehmen Spaziergang in der idyllischen Weinlandschaft unserer Stadt zu verbinden.“ Umweltstadträtin Ulli Sima

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© Shutterstock | message.at

N I E R I M K N E H C S

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Das TierQuarTier Wien feiert 3. Geburtstag und hat allen Grund zur Freude: Bereits über 5.000 heimat­lose Tiere haben hier ein liebe­volles Übergangsplätzchen und danach ein neues Zuhause gefunden.

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