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Am 31. Dezember 2013 gewann Genf-Servette in Davos den prestigeträchtigen Spengler Cup, im Finale wurde der HK ZSKA Moskau mit 5:3 besiegt.

Genf-Servette startet beflügelt in den Kampf um die Play-offs

Der Adler ist gelandet Er ist fast bekannter als der Captain der Mannschaft. Trainer Chris McSorley bezeichnet ihn als «wertvollsten Spieler». Der Seeadler Sherkan gehört zu Genf-Servette wie der Puck zum Eishockey. Portrait eines besonderen Maskottchens, das auch das Emblem des Traditionsclubs ziert. Text Zeno van Essel

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Sherkan landet in der grandiosen Kulisse der Davoser Vaillant-Arena auf dem Arm seines Falkners von Genf-Servette.

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enf-Servette hat den Spengler Cup gewonnen. Das ist die eine Sensation der laufenden Eishockey-Saison. Die zweite ist der WeisskopfSeeadler Sherkan, der spätestens seit dem ältesten Clubturnier der Welt in Davos weltweite Berühmtheit erlangt hat. Er ist seit 11 Jahren das Maskottchen des renommierten Genfer Hockeyclubs. Er ziert sein Logo und ist bei jedem Heimspiel von Genf-Servette dabei, wenn er den Puck zum Anspielpunkt bringt. Ein Spektakel, das heute mehr symbolischen Wert hat: Der Puck ist auf die Dauer zu schwer für Sherkan, darum hat ihn der Falkner, der ihn betreut, in der Hosentasche. Dennoch hat der stolze Raubvogel mit einer Spannweite von fast zwei Metern einen anspruchsvollen Job: sich im abgeschlossenen Raum einer lauten Eishalle bei kalten Temperaturen über Eis in der Luft zu halten und dabei die Orientierung nicht zu verlieren, verlangt viel Übung. Darum trainiert Sherkan

wie die Spieler von Genf-Servette und hat entsprechend auch seine «Saison»: Im Winter absolviert er seine regelmässigen Einsätze und wird daher intensiv gecoacht, im Sommer hat er es lockerer mit einem weniger

in Einzug -offs? die Play Genève-Servette HC – oder zu Deutsch Genf-Servette – gehört zu den traditionsreichsten Eishockeyclubs der Schweiz. Gegründet 1905 gewann er zweimal den Schweizer Cup und wurde zweimal BMeister. Seit 1999 ist er in der obersten Schweizer Eishockey-Liga präsent und schaffte seither zweimal die Play-off-Finalteilnahme. Wird das auch diesmal gelingen?

dichtgedrängten Programm. Nicht nur die Servette-Fans lieben Sherkan. Auch den Spielern und dem Trainerstab ist der wunderbare Weisskopf-Seeadler ans Herz gewachsen. Chris McSorley, der Genfer Banden-General – sonst in Sachen Eishockey weniger zu Spässen aufgelegt – bezeichnete Sherkan kürzlich scherzhaft als «MvP des Clubs» – der «Most valuable Player» oder «wertvollste Spieler». Nicht ganz ohne Grund: Manche Spieler glauben festgestellt zu haben, dass wenn Sherkan schlecht geflogen ist, das Team den Match auch verloren hat. Aberglaube hin oder her: Für die aktuelle Tabellensituation von Servette kann Sherkan aber keine Ausrede sein. Höchste Zeit, dass sich die Genfer endlich den Platz in den Playoffs sichern und vom Strich entfernen. Am Spengler Cup bewiesen sie ihr Potenzial. Wer weiss: Vielleicht kann ihnen Sherkan noch im rechten Moment zu dem inspirieren, was seine Spezialität ist: Höhenflüge! Schweizer illuStrierte event.

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