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Nicki Minaj

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Mi., 17. O on di Hallensta Zürich

Sie liebt es, zuzuschlagen. Und sie schlägt alle. Nicki Minaj ist die erfolgreichste Rapperin. Innert Rekordzeit stürmte sie die Charts. Ein Boom wie ein Bombeneinschlag.

Nicki Minaj mag Waffen. Schlagring, Katana oder Spikes auf Unterarmen und Hüftknochen. Diese Frau stellt auf den ersten Blick klar: Anschauen erlaubt, anfassen besser nicht. In der kriegerischen Beauty fliesst neben trinidadischem auch indisches Blut. Dieses führt zu einer Göttin, die für Zerstörung, Tod, aber auch für Erneuerung steht. Die Gottheit «Kali» aus Indien zeigt sich auch gerne mit Waffen, vorzugsweise mit einer drohend erhobenen Sichel und am liebsten düster in Schwarz. Nicki spielt aber zugleich mit dem Manga-Image: Die Kriegerin kleidet sich in knallige Farben und betont ihre Weiblichkeit mit Kurven, grossen Augen und einer wilden Mähne. Auch als Cinderella im pompösen Märchenschloss macht sie sich gut, wenn sie in «Moment 4 Life» mit Nachdruck fordert, dass magische Momente nicht um Mitternacht zu enden haben. Alfred Bitchcock Onika Tanya Maraj verliess als Fünfjährige mit ihrer Familie die Insel Trinidad und landete in Queens, New York, um dort ein neues Leben anzufangen. «Meine erste grosse Liebe war die Schauspielerei», sagt die Meisterin der Verwandlung. Dieses Talent setzt sie nun in ihren Videoclips und LiveShows um. Wer denkt, es gäbe nur eine Nicki Minaj, täuscht sich: Sie ist ein lebendiges, sich ständig wandelndes Kunstprojekt, das sich hervor-

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ragend vermarktet. Aus dem Album «Pink Friday» kreiert sie ein ganzes Universum in Pink. Dazu gehört eine App «MyPinkFriday». Das ist ein sogenannter «Nictionary», ein Lexikon, das beispielsweise erklärt, in welchen Situationen man jemanden als «Alfred Bitchcock» bezeichnet. Clever ist auch ihre Entscheidung, mit den berühmten Konkurrenten zusammenzuarbeiten. Dazu gehören Rihanna oder Christina Aguilera und auch Eminem. «Man nennt mich die Collaboration Queen», sagt Nicki Minaj und führt aus: «Das ist Teil meiner Identität». Wo die Seele des Rap wohnt Wer Lieblingsorte des Stars aufspüren will, geht nach Queens, New York, an die Jamaica Avenue zu einem Mixtape-Strassenverkäufer. «Die sind das Herz und die Seele des Rap», erklärt Nicki Minaj. «Egal was ich sage oder trage, ich fühle mich immer wie eine Rapperin von Queens». Nach einer düsteren Vergangenheitsprägung muss man nicht lange suchen. Ihr Vater wollte auf Crack das Haus anzünden, obwohl die Mutter noch drin war. Aber Nicki ist eine Kriegerin und bisher hat sie immer gewonnen. Süss und gefährlich, dieses Elfchen mit Stacheln. Ein Hüftschwung von ihr kann tödlich sein.

Text: Selina Müller SCHWEIZER ILLUSTRIERTE event.

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