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!ticket Österreichs Eventmagazin Nr.1

LET’S ROCK

P.b.b. 15Z040254 M CTS Eventim Austria GmbH, Heumühlgasse 11, 1040 Wien

Robbie Williams Bruno Mars System Of A Down Die Toten Hosen Coldplay u.v.m.

the king is back ELVIS PRESLEY Zum 40. Jahrestag seines Ablebens huldigen zahlreiche Events dem größten Entertainer aller Zeiten. So auch „Elvis in Concert“!

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Damit sind Sie live dabei!

Winter Welt macht Das Interview mit unseren SkispringerAushängeschildern Michi Hayböck und Stefan Kraft

DISNEY Der Traumfabrik sind schon Superstars wie Miley Cyrus, Justin Timberlake, Britney Spears und Selena Gomez entsprungen. Nun auch der „Violetta“-Star Tini


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!ticket inhalt

Passionen.

impressum

Während zwischenmenschliche Passionen passé zu sein scheinen, bleiben zwei ungebremst: die Liebe zur Musik und die Leidenschaft zum Sport.

14-25 STARS&PEOPLE 14 Rock Highlights Nächstes Jahr wird ganz groß: Neben Robbie Williams und Coldplay haben sich u. a. auch System Of A Down angekündigt!

MÄRCHENFABRIK Neben schönen Prinzen, singenden Prinzessinnen und putzigen Tierchen liefert Disney vor allem eines: junge Superstars, die es bis ganz nach oben schaffen.

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20 Zauberhaft Copperfield oder Siegfried und Roy waren gestern: Der Generationenwechsel bringt das Austro-Duo Thommy Ten & Amélie van Tass an die Spitze der Zauberkünstler!

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LIFE&STYLE

FUN&ACTION

LIVE&MEDIA

28 Himmlische Geschenke Wir haben für Sie die besten Alternativen zu den gewöhnlichen Krawatten, Socken und Küchenutensilien aufgestöbert: die tollsten Geschenkideen zu Weihnachten!

36 Winter-Weltmacht Österreich Endlich wieder Wintersport: In dieser Saison stehen zahlreiche Großereignisse an – die Skispringer Michi Hayböck und Stefan Kraft im Gespräch!

48 Best Place in Vienna Keine andere heimische Location verkörpert das freie Gefühl alternativer Subkulturen so sehr wie die Arena.

32 Weiß begehrt Schifahren ist „des Leiwandste, was ma si nur vorstö’n kann“. Singt zumindest Wolfgang Ambros. Aber: Wo und wie lange noch? Wir durchleuchten die heimischen Skimekkas!

40 Spieglein, Spieglein … Kabarett ist mehr als nur ein Schenkelklopfer, es ist auch Regulator des Zeitgeists und der Kabarettist einer, der der Menschheit den Spiegel vorhält …

56 The Sound of Music Das kulturelle Leben in Salzburg bietet um einiges mehr als nur die Festspiele und Mozart …

Abonnements: !ticket Österreichs Eventmagazin Nr. 1 erscheint 10 x jährlich. Jahresabo Österreich: € 22,00, Jahresabo Europa: € 44,00. Kündigung jeweils acht Wochen vor Ablauf der Bezugsfrist nur schriftlich eingeschrieben an !ticket Eventmagazin, Heumühlgasse 11, 1040 Wien oder per E-Mail an abo@ticketmagazin.com. Einzelpreis: € 2,90 Abo-Bestellung unter abo@ticketmagazin.com oder telefonisch unter +43 (0)1 589 54-450 Redaktionsanschrift: !ticket Eventmagazin, Heumühlgasse 11, 1040 Wien Telefon: +43 (0)1 589 54-450, E-Mail: office@ticketmagazin.com, Web: www.ticketmagazin.com. Sie finden uns auch auf Facebook und Twitter. Für unverlangt eingesandte Texte und Fotos übernehmen wir keine Haftung, eine Rücksendung erfolgt nicht, es besteht kein Recht auf Veröffentlichung. Die Redaktion behält sich Kürzungen vor. Nachträgliche Honorarforderungen für nicht veröffentlichte Fotocredits werden nicht anerkannt. Alle Inhalte vorbehaltlich Satz- und Druckfehler. Die Offenlegung lt. Mediengesetz finden Sie auf www.ticketmagazin.com/impressum.

Überall, wo Sie dieses Symbol in unserem Magazin sehen, sind Fantickets verfügbar! Mehr Informationen finden Sie auf www.oeticket.com/fanticket!

Foto: Sean Gleason, Illustration: baes

60 Media Mit Sting, The Rolling Stones und vielen mehr!

Herausgeberin, Chefredakteurin: Mag. Roberta Scheifinger Chefredakteur & Chef vom Dienst: Stefan Baumgartner Anzeigen: Mag. Thomas Keuschnigg, Mag. Roberta Scheifinger Anzeigenproduktion & Verrechnung: Susanne Franzl Redaktion/Kolumnisten: Stefan Baumgartner (sb), Amina Beganovic (ab), Georg Biron, Paul M. Delavos B.A. (pmd), FM4 Ombudsmann, Robert Fröwein (rf), Alexander Haide (ah), Mag. Joachim Schmida (js), Andreas Ungerböck (ray-Magazin, au), Andy Woerz Cartoons: Bertram Haid (BAES Cartoons), Gerhard Haderer (MOFF.) Lifestyle: Anna-Lena Horn Lektorat: Gunther Natter Fotos: Filmverleiher, Plattenfirmen, Fotoagenturen, Veranstalter, sh. Copyright. Cover: Graceland Archives Medieninhaber, Eigentümer: CTS Eventim Austria GmbH, Heumühlgasse 11, 1040 Wien Designkonzept, grafische Produktion: QMM Quality Multi Media GmbH, Mariahilfer Straße 88a/II/2a, 1070 Wien Artdirektion: Mag. Gottfried Halmschlager Druck: Niederösterreichisches Pressehaus, Gutenbergstraße 12, 3100 St. Pölten

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LIFE&STYLE

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!ticket highlights

SCHEINWERFERLICHT

Mag. Roberta Scheifinger Chefredakteurin und Herausgeberin

Am 22. Mai dürfen wir uns auf ein ganz besonderes Konzertereignis freuen: 40 Jahre nach seinem Tod wird Elvis Presleys Stimme mit dazugehörigen Original-Filmaufnahmen seiner bekanntesten Songs auf einer riesigen Leinwand und begleitet von einem großen Symphonieorchester mit Stargast Priscilla Presley zu erleben sein. Ich freue mich ganz besonders, dass wir unser Dezember-Cover dem King of Rock ’n’ Roll widmen dürfen! Leibhafte Live-Stars geben sich 2017 die Klinke in die Hand: Robbie Williams, Elton John, Coldplay, Die Fantastischen Vier, Ennio Morricone, Lindsey Stirling, Bonnie Tyler und dann schon für 2018: Helene Fischer gleich fünf Mal live in der Wiener Stadthalle! Ich wünsche Ihnen eine ruhige Vorweihnachtszeit, schöne und erholsame Weihnachtsfeiertage und unterhaltsame Live-Erlebnisse!

Seiler & Speer sind zum dritten Mal „Horvathslos“!

Fotos: Sandra Ludewig (Helene Fischer), Joseph Guay (Elton John), beigestellt (Kabarettgipfel), Hersteller (Horvathslos)

DVD-TIPP!

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Elton John Wonderful Crazy Night Seine Welthits befüllen die Songbooks von zwei Generationen. Dieser Künstler verkleidet sich und seine Musik seit den 60er-Jahren auf derart spezielle Weise, dass man schon nach wenigen Takten erkennt: Elton John. Kein Liedschreiber war über 50 Jahre durchgehend so erfolgreich wie er: „Your Song“, „Rocket Man“, „Candle In The Wind“, „The Bitch is Back“, „Bennie and the Jets“, „Crocodile Rock“ und wie die fein gewogenen, vom Klavier dominierten Mitsing-Nummern alle heißen. Bis heute hat Elton John mehr als 570 Millionen Alben verkauft, er ist mit wohl allen Größen der Pop- und Rockgeschichte auf der Bühne gestanden und hat wie nebenbei Musik für Film und Musical („Aida“, „König der Löwen“, „Billy Elliot“) komponiert. im Juli in Klagenfurt und auf Burg Clam

Der Kabarettgipfel

Mit Lukas Resetarits, Andreas Vitásek, Josef Hader, Thomas Stipsits und Dieter Nuhr Die Damen und Herren Kabarettisten sind für gewöhnlich solo oder bestenfalls als Duo unterwegs. Ab Jänner 2017 wird das nun anders: Der „Kabarettgipfel“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, gleich die Besten der Besten für einen Abend zu engagieren und für ein breites Spektrum an geschliffener Unterhaltung zu sorgen. Das zweistündige Gipfeltreffen wird keine revueartige Aneinanderreihung bekannter Sketches bieten, sondern neue Pointen! Als Geräuschmacher fungieren zudem Die Echten. 30. und 31. Jänner, Wiener Stadthalle (F) Live Sie ist die erfolgreichste Künstlerin Europas und hat in den letzten Jahren sämtliche Rekorde im deutschsprachigen Musikgeschäft gebrochen. Im Rahmen ihrer letzten Live-Tournee zum Erfolgsalbum „Farbenspiel“ konnte sie über 1,2 Millionen Zuschauer begeistern. Aber nicht nur die Größenordnung ihrer Tournee, sondern vor allem auch die bombastische, fantasievolle und atemberaubende Inszenierung der Bühnenshows hält jedem internationalen Vergleich mühelos stand. Vielmehr noch wird jene Show begeistern, die 2018 nach Wien kommt, wurde diese doch immerhin von 45 DEGREES designt, jenem Unternehmen, das auch hinter Cirque du Soleil steht.

Helene Fischer

13., 14., 16. bis 18. Februar 2018, Wiener Stadthalle (D)

IT’S ONLY WOERZ

Selbsti Bei der Oscarverleihung 2014 versammelte Ellen deGenres auf offener Bühne eine illustre Meute an hochdekorierten Hollywoodstars vor der Linse ihres Smartphones. Aus einer Armlänge Entfernung wurde ein Selbstbildnis gemacht. Es verbreitete sich via Social Media millionenfach. Von da an sah man vermehrt Bilder, auf denen Menschen sich selbst und gemeinsam mit Anderen ablichteten. Voraussetzung: Der fotografierende Mensch ist ebenfalls auf dem Bild. Für manch einen war das noch Neuland, denn es bedarf zumindest ein wenig Übung. Allzu leicht ist man selbst aus dem Foto gerutscht oder ein unscharfer, verwaschener Schatten seiner selbst. Selfies sind natürlich keine Erfindung unserer Zeit. Ganz viel früher hieß das „Selbstporträt“, wurde von Meisterhand geschaffen und auf Leinwand verewigt. Nun, es hat halt etwas gedauert, bis es fertig war. In Zeiten der digitalen Kameras sind verwaschene oder unansehnliche Bilder schnell gemacht. Man fotografiert sich mit Freunden, seinem Haustier, mit Absichts- oder Zufallsbegegnungen oder mit seinem Star. Wenn der Arm zu kurz, oder das zu fotografierende Grüppchen zu vielzählig ist, nimmt man einen Handystick, der die Möglichkeiten erweitert, unter Selfie-Puristen jedoch verpönt ist. So oder so, ich wünsche frohes Knispsen und fette Beute beim „Selbsti“ mit dem Star Ihrer Wahl. In dieser Ausgabe gibt es ja wieder viele Termine, die verraten, wann wer wo zu erreichen ist.

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!ticket thema: liebe&passion

Eine kleine Liebeserklärung Es gibt nur wenige Dinge, die uns auf so einfache Weise mit Glück erfüllen können und dabei derart präsent sind wie die Musik.

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ie prägt uns bereits im Mutterleib, sie berührt uns im tiefsten Inneren unser ganzes Leben hinweg und kann uns zu Höchstleistungen treiben: die Musik. Tatsächlich gibt es nur wenige Dinge, die unser Leben derart konstant und gleichzeitig intensiv bereichern. Für viele gehört Musik neben den lebensnotwendigen und -erhaltenden Funktionen mit zur wichtigsten Hauptsache der Welt, und sei es nur unterbewusst, leise und im Hintergrund. Musik hilft insbesondere in der tristen Jahreszeit, morgens aus den Federn und in die Gänge und gerade Narkoleptikern, nächtens überhaupt erst zur Ruhe zu kommen. Im Berufsverkehr verhindert sie, sich allzu früh dem Geschwätz der Mitverkehrenden widmen zu müssen, der Arbeitsalltag wird mit ihr erträglich. Abends sorgt die Musik im Lokal für lässig-entspannte Atmosphäre, wer joggt, lässt sich von seinen Lieblingsstücken zu Spitzenleistungen antreiben. Und wenn kleine Kinder schreiend aus einem Albtraum erwachen, hilft oft nur ein sanftes Schlaflied. Musik, so zeigt sich, wirkt auf allen Ebenen des Gehirns und hat direkten Zugang zu Emotionen – so versöhnt sie uns bis heute in einer vornehmlich von Sprache und Ver-

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stand geprägten Welt mit uralten emotionalen Grundbedürfnissen oder verstärkt situative Gemütsbewegungen. Der Psychologe Robin Dunbar von der University of Liverpool („All you need is love / Love is all you need“) argumentiert, dass schon frühe Hominiden ihre Gehirne durch gemeinsames Musizieren und Tanzen quasi in beglückenden Endorphinen gebadet hätten – tatsächlich als Äquivalent zum gegenseitigen Lausen der Affen, das zu einer Dopamin-Ausschüttung führt und soziale Strukturen festigt. Musik, so Dunbar, schließe heutzutage die „Endorphin-Lücke“, eine emotive Kälte, die seit der Entstehung der verstandesbetonten Kommunikation durch die Sprache entstanden sei. Musik als Glücksproduzent Eine Unterstützung für die These liefert die Neuroforscherin Valori Salimpoor von der kanadischen McGill University. Sie konnte das Gänsehautgefühl, das Musik zuweilen erzeugt, mithilfe bildgebender Verfahren sichtbar machten und zeigte so, dass in den intensiv erlebten Momenten seiner Lieblingsmusik der Nucleus accumbens im Gehirn der Rezipienten mit Dopamin regelrecht überflutet wurde. Diese entwicklungs-

geschichtlich alte Hirnregion ist Teil des Belohungssystems, das uns Wohlgefühle beim Essen, Sex und Drogenkonsum beschert. Aber noch viel mehr: Auch eine verwandte Hirnstruktur, der Nucleus caudatus, wurde mit einem noch größeren DopaminAusstoß bedacht. Dieser ist für Erwartungshaltungen verantwortlich, etwa wenn uns beim Duft von Essen das Wasser im Mund zusammenläuft oder sich beim Anblick eines schönen Menschen im Schritt etwas regt. Musik bedient uralte Mechanismen unserer Psyche und spielt auf der gesamten Klaviatur der menschlichen Motivation – und das von Klassik über Schlager bis hin zu Pop und Rockmusik, sowohl in der allein seligmachenden Fokussierung oder im Taumel der Lust des Kollektivs: live! Ganz begreifen werden wir die Faszination, die Magie der Musik wohl nie. Wie entstehen musikalische Ideen, die dann ihren Siegeszug um die Welt antreten und mitunter unsterblich werden? Es gibt – auch wenn die ähnlich klingenden Charts den Eindruck erscheinen lassen – kein Reißbrett für Musik, dafür sind die Geschmäcker und Bedürfnisse zu divers. Musik, ist etwas, das man nicht beschreiben kann, etwas, das man nur fühlt – so wie die ganz große, einzig wahre Liebe.

Fotos: Fotolia, Markus Morianz (Conchita Wurst), FMS (Lovely Days), Show Factory (All You Need Is Love!), Tatiana Back (Nik P.)

TEXT: STEFAN BAUMGARTNER


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liebe: ist alles

liebe: dich

All you need is love. Kompliziert ist der Chorus des Beatles-Klassikers ja nicht: „All you need is love, love is all you need!“ Umso spannender ist aber die Geschichte der Band aus Liverpool, die im Musical nochmals Revue passieren darf, inklusive Hits wie „Love Me Do“, „Help“ und „Yesterday“. Verströmen Sie gemeinsam mit den vier Pilzköpfen im April in Wien, Innsbruck, Salzburg, Bregenz, Graz und Linz ein bisschen Liebesgefühl!

Nik P. „Ich schenk’ dir Liebe und all mein Glück. Von dir bekomm’ ich’s doppelt zurück und ich weiß, dass du für mich was Besonderes bist“, singt Nik P. in seinem Überhit „Geboren um dich zu lieben“, den wir nicht nur auf dem aktuellen Best-of „Da oben 16“ finden, sondern natürlich auch im Liveprogramm. Aktuell tourt der Schlagersänger quer durch ganz Österreich, ist im Juni u. a. auf der Schlagernacht in St. Martin und im Juli am Open Air Sinabelkirchen zu erleben!

liebe: den tag Lovely Days. Seit 2006 findet in Österreich das Lovely Days Festival statt und bittet alljährlich die größten Stars der „Love & Peace“-Ära auf die Bühne. Zwar dürfen wir euch noch nicht verraten, wer kommende Saison den Schlosspark Esterházy am 8. Juli beschallen wird, aber weil wir euch so sehr lieben, haben wir noch kurze Zeit vergünstigte Early-Bird-Tickets parat!

liebe: und respekt Conchita Wurst. Ihre größte Qualität war 2014 beileibe nicht der Song selbst, mit dem sie beim Eurovision Song Contest angetreten ist: „Rise Like a Phoenix“. Vielmehr war sie es selbst, als personifiziertes Symbol für Liebe und Respekt, die sie selbst den Menschen, die sie anfeindeten, entgegebrachte. „Love and Respect“ verbreitet sie am 10. März auch im Linzer Brucknerhaus.

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!ticket coverstory

Legendärer Hüft Es gibt nur wenige MusikerInnen, die nach ihrem Tod noch immer für Furore sorgen – Elvis Presley ist einer von ihnen. Nun geht das ultimative Elvis-Konzertereignis „The Wonder of You“ auf Tournee. TEXT: PAUL M. DELAVOS

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Markante Markenzeichen Neben seinem lasziven Hüftschwung, der eine Vielzahl an Mädchen in Verzückung brachte, war es vor allem auch seine Frisur, die zum Markenzeichen geriet.

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Fotos: Hersteller, Graceland Archives, Christopher Ameruoso

s ist schon bemerkenswert, wie es die Schauspielerin, Produzentin, Autorin und Unternehmerin Priscilla Presley geschafft hat, Elvis Presley Enterprises zu einem sehr erfolgreichen Unterhaltungs-, Merchandising- und Lizenzunternehmen auszubauen. Ihr Verdienst ist es auch, dass das Anwesen Graceland in eine weltweit bekannte Touristenattraktion umgestaltet wurde. Nun ist sie Stargast bei der Tournee „The Wonder of You“, dem ultimativen Elvis-Konzertereignis, bei dem alle Fans absolut auf ihre Kosten kommen. Orchestersound Die im letzten Jahr erschienene CD „If I Can Dream“ und die im Oktober veröffentlichte Fortsetzung „The Wonder Of You: Elvis Presley with the Royal Philharmonic Orchestra“ bilden das Fundament für die Konzertproduktion, in der sich zu Elvis’ Stimme und dem Orchestersound mit Original-Filmaufnahmen der Songs von Konzert- und Fernsehauftritten aber auch einigen Heimvideos eine dritte, visuelle Ebene hinzufügt. „Ich empfinde es als eine große Ehre, an der Produktion und Präsentation dieser Konzertreihe mitzuwirken, die aus diesen beiden gelungenen und erfolgreichen Alben und der Zusammenarbeit mit einem hochkarätigen Symphonieorchester hervorgeht“, sagt Priscilla Presley.

Sie wird auf dieser besonderen Tournee dem Publikum aus ihrem gemeinsamen Leben mit Elvis und von seinem künstlerischen Erbe erzählen. Die erste Platte Elvis Aron Presley kommt am 8. Jänner 1935 zur Welt. Bereits 1937 beginnt er, erste Erfahrungen im Kirchenchor zu sammeln. 1945 erreicht er beim Gesangswettbewerb der „Mississippi-Alabama Fair und Daily Show“ in Tupelo den fünften Platz. Im Folgejahr bekommt er eine Gitarre geschenkt und bringt sich selber das Spielen bei. Nach dem Abschluss der Highschool, wo er nebenbei als Platzanweiser im Kino arbeitet, wird er Lkw-Fahrer. Im Juli 1953 nimmt er auf eigene Kosten eine Platte mit den Songs „My Happiness“ und „That’s When Your Heartaches Begin“ beim Memphis Recording Service, dem Sitz des Sun-Labels von Sam Phillips, auf. Im Jänner 1954 nimmt er ebenfalls dort und noch einmal auf eigene Kosten die beiden Country-Songs „I’ll Never Stand In Your Way“ und „It Wouldn’t Be The Same Without You“ auf. Hier wird Sam Phillips auf ihn aufmerksam.

termine

Screen“ ert – Live on „Elvis in Conc eorchester und Stargast foni mit großem Sin det am 22. Mai in der fin Priscilla Presley (D) statt. e Wiener Stadthall Band von Elvis spielt BTC ale in ig or e Di Wiener le im Jänner im piel- und Konmit Dennis Ja sts Fe r ze Bregen Metropol und im gresshaus. iste Elvis’ taltungen im Ge Weitere Verans w.oeticket.com! ww finden Sie auf

drei versuchen sich zuerst an einer ganzen Reihe von Country-Songs, doch erst als Elvis in einer Pause die Bluesnummer „That’s All Right“ vollkommen neu interpretiert, ist ein neuer Stil geboren: Rockabilly, eine Fusion von „schwarzem“ Rhythm & Blues und „weißem“ Country. Rasch wird der Song zu einem Hit im Radio und der Erfolg beginnt, denn schon am 30. Juli 1954 kommt es zum ersten Live-Auftritt der drei vor größerem Publikum bei einem Open-AirKonzert in Memphis’ Amphitheater Overton Park. Hier setzt Elvis auch bereits seinen lasziv-erotischen Hüftschwung ein.

cd „The Wonder of You“, das zweite Album, auf dem das Royal Philharmonic Orchestra Elvis begleitet, hat ein ganz besonderes Flair. Es ist schon erstaunlich, wie gut Elvis Presleys Stimme zu dem orchestralen Klangteppich passt. Ob es allerdings die eingeschworenen ElvisFans begeistert, ist fraglich – manches klingt vor allem durch den großzügigen Einsatz der Streichergruppen doch sehr weichgespült.

Rockabilly-Sound Die erste richtige Aufnahmesession Presleys findet Anfang Juli 1954 mit dem Gitarristen Scotty Moore und dem Bassisten Bill Black statt. Die

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elvis’ beinamen „King of Rock’n’Roll“ oder auch kurz „The King“: Diesen Namen – man ist fast versucht zu sagen, diese Auszeichnung, erhielt Elvis ob seiner Erfolge als Sänger, Musiker und Schauspieler. „Elvis, the pelvis“ („Elvis, das Becken“): Als Elvis am 5. Juni 1956 bei Milton Berle auftritt, macht er während des Songs „Hound Dog“ besonders rhythmische Hüft- und Beinbewegungen, die der Fantasie nicht viel Spielraum lassen. Daraufhin wird er als „Personifikation der die Teenager Amerikas verderbenden Rock-’n’-Roll-Bewegung“ gebrandmarkt – doch der Hüftschwung bleibt und der Medienrummel verhilft ihm zu noch mehr Aufmerksamkeit. „The Singing Quiff“ („Die singende Tolle“): Aufgrund seiner charakteristischen Frisur wird Elvis in einigen englischsprachigen südafrikanischen Staaten wie Kenia, Namibia und Südafrika so genannt. „Elvis has left the building“ – ein geflügeltes Wort: Die heftigen Reaktionen seiner Fans machen Polizeieskorten zu den Konzerten notwendig. Um das Publikum vor einem Bühnensturm nach dem Konzert abzuhalten entstand diese Redewendung.

tonträgerverkäufe und auszeichnungen Priscilla Presley Die gebürtige New Yorkerin ist mehr als nur Elvis’ Ex-Ehefrau und Bewahrerin seines Erbes: Gerade jüngere Semester kennen sie aus Serien wie „Dallas“, „Melrose Place“ und „Chaos City“, sowie Filmen wie „Die Nackte Kanone“.

Priscilla Durch eine Reihe von Fernsehauftritten im Jahr 1956 wird Elvis schlagartig (inter-)national berühmt. Wobei konservative Verbände gegen „Elvis, the pelvis“ Sturm liefen – mit dem Ergebnis, dass Elvis noch bekannter und teilweise nur mehr ab der Hüfte aufwärts gefilmt wurde. Bis 1958 entstanden die ersten Spielfilme „Love Me Tender“, „Jailhouse Rock – Rhythmus hinter Gittern“ und „Mein Leben ist der Rhythmus – King Creole“. Obwohl er bereits erfolgreich ist, entscheidet er sich, seinen Militärdienst als normaler Soldat abzuleisten und ist so vom 1. Oktober 1958 bis zum 2. März 1960 in Friedberg, Deutschland, stationiert. Im September 1959 lernt er auf einer seiner Partys die damals

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14-jährige Priscilla Beaulieu kennen. Als Elvis 1961 zurück nach Amerika geht, nimmt er die nun 16-jährige Priscilla mit; 1967 erfolgt dann die Hochzeit in Las Vegas. 1968 kommt die gemeinsame Tochter Lisa Marie zur Welt, fünf Jahre darauf folgt die Scheidung. Konzerte, Fernsehauftritte & Filme Zurück in Amerika wird eine eigens für Elvis kreierte Fernsehshow – „Welcome Home, Elvis“ – ausgestrahlt. Frank Sinatra, der davor noch Elvis vernichtend kritisiert hatte, moderiert. Im März 1961 tritt er zum vorerst letzten Mal live auf. In den folgenden Jahren dreht er eine Reihe von Filmen wie „Girls! Girls! Girls!“, „Acapulco“, „Tolle Nächte in Las Vegas“ und „Südsee-Paradies“. Insgesamt wirkte er an 31 Spiel-

Bis zu seinem Tod soll Elvis weltweit 400 bis 500 Millionen Tonträger verkauft haben, im ersten Jahr nach seinem Tod sollen es schätzungsweise 200 Millionen gewesen sein. 2007 wurde die Milliardenmarke geknackt. Elvis hatte zehn Nummer-eins-Alben in den Billboards Pop-Charts, sieben Nummer-einsAlben in den Country-Charts und zwei Nummer-eins-Alben in den Weihnachtscharts. Von 14 Nominierungen für einen Grammy waren drei erfolgreich. Elvis ist in fünf Hall of Fame vertreten: Rock ’n’ Roll, Rockabilly, Country, Blues und Gospel.

filmen mit. 1968 erfolgt in einem großen Fernsehspecial sein Comeback, das ein Triumph wird. Vom Sommer 1969 bis zu seinem Tod am 16. August 1977 gibt Elvis über 1.100 Konzerte. Das Konzert „Aloha from Hawaii“ in Honolulu im Jänner 1973 wird in zahlreiche Länder per Satellit live ausgestrahlt. Es ist das erste live ausgestrahlte Konzert eines Soloentertainers und hat mit über eine Milliarde ZuseherInnen ein größeres Publikum als die Mondlandung.


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!ticket highlight 2017

The Ultimate Heavy Stars & Legenden am laufenden Band, Streaming sei Dank: Seitdem die CD-Verkäufe eingebrochen sind, touren die Superstars ohne Unterlass. 2017 bringt eine Mega-Show nach der anderen! TEXT: ALEXANDER HAIDE, STEFAN BAUMGARTNER

Robbie Williams Gleich zwei Mal dürfen wir mit Robbie wild wie die Russen feiern. раз, два, три!

Robbie Williams Russendisco Der Mann mit dem Rekord an gewonnenen Brit-Awards (17, fünf davon mit Take That) hat (bisher) drei UFOs gesehen und glaubt fest an die Existenz von Aliens. Nicht minder der Höhenflug mit seinem neuen Album „The Heavy Entertainment Show“, das weltweit Spitzenpositionen in den Charts einfährt. Mit geschätzten 130 Millionen britischer Pfund ist der Doppel-Papa (Thedora Rose und Charlton Valentine) zwar auch ein monetäres Schwergewicht, aber viel mehr noch spirituell kann er einiges bieten: Als geweihter Seelsorger der Universal Life Church Monastery darf er sogar Ehen schließen. 26. August, Wiener Ernst-Happel-Stadion, 29. August, Wörtherseestadion Klagenfurt

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GEWINN SPIEL Wir verlosen einen lebensgroßen Pappaufsteller von Robbie Williams inklusive der De-luxe-Version der neuen CD „The Heavy Entertainment Show“! Mehr Infos und Teilnahmebedingungen auf www.ticketmagazin.com!

Fotos: Sony Music, Frank Maddocks, Willie Toledo, Warner Music, Danny Clinch, Kai Z Feng, Dean Karr, James Marcus Haney, Andrew Zaeh, Erik Weiss, Udo Spreitzenbarth, Boris Breuer

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et them entertain you: Nicht nur Robbie Williams nehmen wir kommende Saison in Verantwortung, sein Kampfschrei ist Motto der gesamten ersten Hälfe des kommenden Jahres, von jung & hip bis hin zu legendär & unsterblich. Laut wird es definitiv, und das eine oder andere Mal dürfen auch die Feuerzeuge (oder die Smartphones) gezückt werden. Wir vermeinen alle Jahre wieder, dass es viel besser nicht mehr geht. Doch dann werden selbst wir eines Besseren belehrt!


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vy Entertainment System Of A Down

Politisch Eigentlich heißen sie ja Victims Of A Down, doch da man alphabetisch näher an Slayer (!) gereiht sein wollte, wurde aus „Victims“ das „System“. Politisch viel brisanter in diesen Tagen ist allerdings erneut die armenische Herkunft dreier der vier Mitglieder. Eines ihrer Hauptanliegen ist daher – wie erst kürzlich im deutschen Bundestag –, dass der Völkermord an den Armeniern durch die Türkei in den Jahren 1915 bis 1923 als solcher anerkannt wird. Nova Rock, 14. bis 17. Juni, Pannonia Fields

Trump

Green Day Falscher Hase Wenn einmal bei einem Konzert „tote Hose“ sein sollte, bekäme das Publikum trotzdem keine Kohle zurück: Das ist die Legende hinter dem Bandnamen, doch aufgrund eines Schreibfehlers traten Campino und Konsorten 1982 schon einmal als „Die toten Hasen“ auf. Das „jüngste“ Mitglied der Hosen, Schlagzeuger Steve Vom Ritchie, trommelte in seiner Frühzeit übrigens bei Doctor And The Medics. Mit ihnen trat er u. a. bei einem Open Air auf der Wiener Donauinsel 1986 auf ... Rock in Vienna, 5. Juni, Donauinsel

Die Toten Hosen

14 Jahre nach der Veröffentlichung ihres vielleicht wichtigsten Albums, des Punk-Rock-Krachers „American Idiot“, konnte sich die Truppe um Frontman Billie Joe Armstrong über die neue Popularität ihres Klassikers freuen: Sie bekannten, kein Fan des Neo-Präsidenten Trump zu sein. Der kontroversielle Text von „American Idiot“ war es auch, weshalb das Album bei Wal-Mart anno dazumal auf die schwarze Liste kam, heute entschuldigt sich Billie Joe dafür, „was im amerikanischen Wahlkampf so abgeht“. Dafür nicht – wir kennen es ja auch! Nova Rock, 14. bis 17. Juni, Pannonia Fields

The Beach Boys Massenmörder In den 60ern wären die Beach Boys beinahe in den Sumpf aus Drogen und Blutrausch des Massenmörders Charles Manson hineingezogen worden: Der mittlerweile verstorbene Dennis Wilson lebte mit ihm einige Zeit zusammen. Apropos Manson: „Cease To Exist“, ein Song aus seiner Feder mit „ziemlich morbidem Originaltext“, findet sich auf der B-Seite einer ihrer Singles. Wiener Stadthalle, 12. Juni

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!ticket highlight 2017

Soap-Opera

Bruno Mars

„It Will Rain“ brachte den Sound von Bruno Mars den „Twilight“-Fans nahe, doch seine Lieblings-TV-Serie ist eigentlich „Family Guy“. Aus einer unglaubwürdigen Soap könnte hingegen die Jugend-Anekdote stammen, dass der 15-jährige Bruno in seine doppelt so alte Lehrerin verknallt war und ihr einen Ring schenkte, den er aus Mamas Schatulle geklaut hatte. Heute gefallen ihm vor allem ein guter Schluck Rum aus der eigenen Manufaktur Selvarey oder ein Zug an seinen E-Tschick von NJOY. 3. Juni, Wiener Stadthalle

Blink-182 Schulband Jonathans Lieblingsband als Teenager war Duran Duran, er kleidete sich sogar wie ein Lookalike und wurde daher in der Schule gemobbt. Nicht unter den Peinigern waren Munky, Head und Fieldy (den Fred Durst tätowiert hat) – seine BandMates besuchten zusammen eine andere Schule. Korn sind also quasi eine Schulband. 3. April, Gasometer Wien

Fuck

Korn

182 Mal soll im Kult-Movie „Scarface“ das böse F-Wort vorkommen – deshalb findet sich neben Blink auch 182 im Namen. Wie Kollege Williams glaubt Tom DeLonge übrigens nicht nur an das F-Wort, sondern auch an Aliens, deshalb ist der Song „Aliens Exist“ sein erklärter Favorit. Nova Rock, 14. bis 17. Juni, Pannonia Fields

Die Fantastischen 4

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Öko? Logisch. Zum Verzweifeln ist es für Thomas D, wenn er beim ersten Schnee ausgerechnet mit dem Sportwagen unterwegs ist. Das teilt er dann natürlich bei Facebook. Wäre Kollege Smudo am Steuer gewesen, sehe die Sache freilich anders aus: Der 48-jährige sitzt seit 1999 immer wieder in Rennwagen-Cockpits, wenn er u.a. 24 Stunden um den Nürburgring jagt. Wichtig dabei ist nicht so sehr das Gewinnen, sondern dass die Motoren mit Biosprit laufen. Bewegt Smudo nicht gerade einen Rennwagen, dann schwebt er eventuell in seiner Beechcraft „Bonanza“ über den Wolken, die er seit mehr als zehn Jahren selbst fliegen darf. Apropos: Öko wird bei den Fantas überhaupt groß geschrieben. Vor allem bei Thomas, der früher gerne Monate lang im alten VM-Camping Bus durch die Lande gondelte, verbringt heute die Zeit lieber in einer Landkommune mit Family und Musikerfreunden in der Eifel. Er ist dort am M.A.R.S. – in der „Anstalt Moderner Rigoroser Spakker“. Aus der Art geschlagen ist der Side-Job von Michi Beck, der bereits in vier Teilen der „Madagascar“-Serie Zeichentrickfiguren seine Stimme lieh. 24. Jänner, Wiener Stadthalle (D)


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Lindsey Stirling

Obama Von Pectoralz bei der Gründung über Starfish hin zu Coldplay – was für eine Reise der Namensfindung! Ein PromiFan wird im kommenden Jahr auf jedem Fall Colplay ausgiebig genießen können, denn Barack Obama, First Fan der Brit-Combo, hat ab Jänner eine Menge Zeit … Vielleicht auch in Wien? 11. Juni, Wiener Ernst-Happel-Stadion

Got Talent? Piers Morgan, renommierter Juror der Casting-Show „America’s Got Talent”, wird sich wohl noch immer in den Hintern beißen: Lindsey, so urteilte er damals, habe zwar Talent, sei aber nicht gut genug. Heute ist sie ein international gefeierter Shooting Star. Ein klarer Fall von dumm gelaufen … 7. März, Wiener Stadthalle

Coldplay

Händewaschen Nach ersten Gehversuchen als Xero und Hybrid Theory überlegte man, sich nach dem in Santa Monica gelegenen Lincoln Park zu benennen. Doch die Internet-Domain konnte man sich damals nicht leisten. Die finanzielle Situation änderte sich aber bald, man durchbrach als erste Rock-Band die YouTube-Schallmauer von einer Milliarde Views. Ein Hype, den Warner Brothers zuvor nicht erkannte und Linkin Park sagenhafte 44 Mal ablehnte. Apropos YouTube: Lässt man „Announcement Service Public“ rückwärts laufen, hört man „You should brush your teeth and you should wash your hands“. Nova Rock, 14. bis 17. Juni, Pannonia Fields

Linkin Park

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Zauberhaft !ticket stars&people

Copperfield, Siegfried und Roy & Co. waren gestern: Der Generationenwechsel bringt das Austro-Duo Thommy Ten & Amélie van Tass an die Spitze der Zauberkünstler und lässt die Altmeister von gestern blass aussehen. TEXT: ALEXANDER HAIDE

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auber-Weltmeister sind sie seit einem Jahr: Bei „America’s Got Talent“, der weltweit meistgesehenen Casting-Show, schauten mehr als 14 Millionen zu, als das St. Pöltner Duo Thommy Ten und Amélie van Tass den zweiten Platz erreichte. Geschlagen wurden sie nur vom CutieFaktor einer zwölfjährigen Sängerin, die die Juroren-Herzen von Heidi Klum, Spice Girl Mel B. und Co. zum Schmelzen brachte. Nach Shows in Las Vegas und im New Yorker Palace Theater am Times Square, wo vor hundert Jahren schon der große Houdini aufgetreten ist, werden Thommy Ten und seine bildhübsche Partnerin Amélie van Tass wieder in ihrer Heimat zu sehen sein.

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empfiehlt

Thommy Ten & Amélie van Tass beehren mit „Einfach zauberhaft!“ im Februar u.a. St. Pölten, Innsbruck, Graz, Wiener Neustadt, Linz und Villach, im März Salzburg, Eisenstadt, Wien und Grafenegg. Hans Klok kommt mit „House of Mystery“ im März nach Bregenz und Wien. Der Mentalist Manuel Horeth zeigt im Jänner in St. Johann im Pongau und Wien in seiner Mental-Show „das Unmögliche“.

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Zauberhaft Thommy Ten und Amélie van Tass sind privat wie beruflich ein perfekt eingespieltes Team, das bezaubert.


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MUNDPROPAGANDA

Fotos: Thommy Ten & Amélie van Tass

Hören Sie mal rein!

Magisches Zusammenspiel Das Konzept der beiden ist einzigartig, eine Art Yin und Yang der Zauberei, an deren Beginn die Solo-Show des klassischen Zauberers Thommy Ten stand. Dinge verschwinden zu lassen oder Hasen aus alten Hüten zu zaubern war dem Shootingstar zu wenig. Wo andere sich weiße Tiger als Blickfang zulegen, setzen viele seiner Kollegen auf die bewährte bildhübsche und spärlich bekleidete Assistentin. Dem kann Thommy freilich nichts abgewinnen: Die 29-jährige Amélie war von Beginn an kein optischer Aufputz sondern eine vollwertige Partnerin. „Mich hat immer die Zauberei fasziniert, bei Amélie ging es immer Richtung Schauspiel und Tanz. Als wir uns gefunden haben, haben wir gemerkt, dass es zusammen viel mehr Spaß macht, dass es zusammen viel mehr Möglichkeiten gibt, Neues zu schaffen. So hat dann alles begonnen“, erinnert er sich an die erste „magische“ Begegnung. Mit Mentalmagie auf höchstem Niveau ergänzte Amélie von Anfang an die Tricks von Thommy. Grenzen gibt es im Prinzip keine. „Alles, was zu Thommy und Amélie passt, machen wir auf der Bühne. Die Acts, die wir kreiert haben, sind einzigartig“, ist er stolz ob des Erreichten. Natürlich spielen sie auch mit dem Klischee Mann-Frau. „Wir wollten etwas machen, das es davor noch nie gab. Wir versuchen zwar, Mentalmagie immer auch optisch darzustellen, denn die spielt sich ja mehr im Kopf ab als die Zauberei, wo etwas erscheint oder verschwindet.“ So entstand eine Art Signature-Nummer, die immer dabei ist: Amélie errät mit verbundenen Augen, mal auf einer Schaukel sitzend, mal in einem Tank unter Wasser wie im Finale von „America’s Got Talent“, Gegenstände, die das Publikum bei sich hat. Oder die Seriennummern von Geldscheinen. Oder die Nummern einer zufällig ausgewählten Kreditkarte. Das brachte

den beiden, die international – in Amerika, bei ihren Touren in Asien und Mexiko, Auftritten in Sydney – unter dem Namen The Clairvoyants („Die Hellseher“) auftreten, vor einem Jahr den Weltmeistertitel der Zauberei. Privates und Berufliches Dass die beiden auch privat ein Paar sind, unterstrichen sie mit einem HollywoodBreitwandkino-Trailer, der ihrem Aufritt beim Finale von „America’s Got Talent“ vorausgeschickt wurde: Minutenlang stehen die beiden im strömenden Regen, klitschnass, aber verliebt, und erzählen ihre Love-Story – ein Image-Filmchen, das heimische Produktionsbudgets bersten lassen würde. „Unser Final-Video war ein Sechs-Stunden-Dreh, die ganze Nacht über mitten in Hollywood, 15 Leute um uns rum, ein Containerwagen voll mit Wasser. Ich war die ganze Zeit ziemlich nass“, erinnert sich Thommy. Die Vermischung von Privatem und Karriere ist für die beiden magischen Lovebirds mehr Segen als Fluch, es macht das Leben einfacher, gemeinsam um die Welt zu jetten: „Wir sind derzeit etwa 330 Tage im Jahr unterwegs und spielen mehr als 400 Shows. Wir verbringen also beinahe die ganze Zeit miteinander. Das ist natürlich sehr schön. Wir können beinahe jeden Moment teilen. Diesen Vorteil wissen wir schon zu schätzen.“ Andere Künstlerbeziehungen, verlaufen da eher trist: „Wir kennen Kollegen, wo der eine immer zu Hause sitzt“, bedauert er. „Andere Paare sehen sich ein paar Tage nicht, wir sehen uns vielleicht einige wenige Stunden nicht. Wir sind froh, dass wir das alles gemeinsam erleben dürfen.“ Und was sie nicht schon alles gemeinsam erlebt haben – hat ihnen das amerikanische Fernsenen immerhin die Tür zur Weltkarriere geöffnet: „,America’s Got Talent‘ ist die weltweit größte Fernsehproduktion, wenn es um Live-Shows

Die folgenden Veröffentlichungen sollten in keinem gut sortierten Plattenschrank fehlen. (sb)

The Rolling Stones – Havana Moon Die Bedeutung ihres Kuba-Auftrittswird szenisch nicht handfest gemacht: Stones „business as usual“, aber gut.

LIVE

Sepultura – Machine Messiah Das definitiv stärkste, da stringenteste und diverseste Album der Post-Cavalera-Ära, hängen bleibt jedoch nur wenig.

Sixx:A.M. – Prayers For The Blessed Radiotauglich, aber mit Arschtritt: Das „Mötley N’ Roses“-Gespann überzeugt mit einer Hitdichte sondergleichen.

Mick Harvey – Intoxicated Women Der letzte Teil Harveys Gainsbourg-Interpretationen: ein superbes, episches Finale einer illustren Belegschaft.

Blackfield – V Steve Wilson hat sich wieder vermehrt eingebaut und lässt „V“ zu einem üppigen Prog-Bravourstück gereichen.

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America’s Got Talent Thommy Ten und Amélie van Tass begeisterten im amerikanischen Fernsehen nicht nur Heidi Klum mit ihrer Mentalmagie.

geht. Natürlich ist es wahnsinnig spannend, wenn man da mitarbeiten darf. Man hat immer ein Team um sich herum, 500 Leute von einer HollywoodProduktion. Es war doch ein halbes Jahr, in dem wir acht Shows kreiert haben.“ Ohne Schweiß kein Preis – die alte europäische Weisheit gilt auch in Hollywood: „Es war natürlich wahnsinnig viel zu tun. Es ist viel Arbeit, viel Stress, sehr lange Tage, kurze Nächte.“ Auf die Bühne Langweilig werden die Auftritte von Thommy und Amélie niemals, auch wenn man sie schon im Fernsehen gesehen hat. „Die Leute denken, dass im Fernsehen irgendwo etwas getrickst wird. Aber wenn sie uns live erleben, selbst ein Teil davon werden können, wird das nie langweilig“, erklärt er das Erfolgsgeheimnis. „Die Magie passiert dabei ja nicht nur bei uns, sondern beim Zuschauer im Kopf. Man ist nicht passiver Zuschauer, sondern aktiver Teil der Show. Es ist eine einmalige, faszinierende Experience.“

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Übung macht den Meister Talent allein reicht nicht aus, um magische Gipfel zu erstürmen, Übung macht den Meister: „Das Allerwichtigste ist auftreten, auftreten, auftreten. Jeder Auftritt hilft, mit jedem Auftritt wird man besser. Wir brauchen immer die Resonanz vom Publikum, man muss immer wissen, was ankommt. Wenn ich einen Ball verschwinden lasse, ist das eine Sache. Aber wie kommt das beim Publikum an? Was interessiert sie daran, was fasziniert sie? Jede einzelne Show, jeder einzelne Auftritt ist die beste Übung.“ Deshalb ist es auf den zweiten Blick gar nicht verwunderlich, dass man Thommy und Amélie auch jetzt, nachdem sie an der Weltspitze angekommen sind, für private Feste und Veranstaltungen buchen kann. „Für mich gibt es da keinen Unterschied, ob ich bei einer Firmenveranstaltung vor einhundert Leuten bin oder in einer Arena mit zwei-, dreitausend Leuten. Jeder Moment ist sehr wichtig“, lässt sich Thommy in die Karten blicken. „Man

darf auch keine Unterschiede machen, weil es der Zuschauer merken würde. Mir macht beides Spaß. Manchmal sind die kleinen, intimen Sachen noch einmal ganz anders, weil es andere Möglichkeiten gibt. Es ist jeder wirklich hautnah dabei.“ Einfach zauberhaft „Unsere Show ,Einfach zauberhaft‘ ist eine Mischung: Es ist viel Visuelles dabei, wo Sachen erscheinen, schweben. Und auf der anderen Seite zeigen wir Mentalmagie, wo es ums Köpfchen geht“, schürt Thommy Ten die Vorfreude. „Wir touren im Frühjahr durch Österreich, Deutschland und die Schweiz. Danach geht es wieder nach Amerika.“ Ein Wermutstropfen bleibt aber – genauso wie bei Interviews mit anderen Giganten wie David Copperfield, Hans Klok oder dem Mentalisten Thorsten Havener: Zaubertricks werden uns beim Interview keine verraten … Aber vielleicht kommen wir auf den einen oder anderen Trick drauf, wenn wir live ganz genau hinschauen …?


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Senna Gammour

Liebe Leserin! Lieber Leser! Jahr für Jahr spendiert der Gesetzgeber eine Reihe sogenannter Feiertage. Besondere Häufungen erleben wir ausgerechnet Ende Dezember, wenn das Wetter in der Regel unwirtlich ist. Wir Menschen sind krank, das macht uns grantig und unkonzentriert, dauernd verbrennen wir uns die Zunge, Straßen sind vereist – ja, man kann eigentlich kaum etwas unternehmen, ohne sich ernsthaft zu verletzen. Also bleiben wir daheim und versuchen mit Fett, Zucker und Alkohol ein paar Glückshormone loszueisen. Dadurch sind wir – je nach Stoffwechsel – in mehr oder weniger kurzen Abständen leicht, mittel oder schwerst verkatert und entsprechend gemein zueinander, oder wie wir das hierzulande auch nennen: ein Fest für die ganze Familie. Die gute Nachricht lautet aber: Gottlob fallen 2016 sowohl der Christtag als auch Neujahr auf einen Sonntag. Dieses kalendarische Feiertags-Sparpaket wird viele Leben retten. Halleluja! Lobet den Herrn! Ach ja, für ein paar wenige Sachen kann man die Todesfalle Weihnacht übrigens nicht verantwortlich machen: Heuchelei, Frömmlerei und Konsum-Terror. Machen wir uns nichts vor: Im Kapitalismus geht es immer ausschließlich um den Kapitalismus. Aber zu Weihnachten bemüht er sich zumindest ein bisserl. Frohes Fest!

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22. März, Globe Wien & 23. März, republic Salzburg

Tegan And Sara

Love You To Death Wer wurde von Neil Young entdeckt und unter Vertrag genommen? Wer wurde von den White Stripes gecovert? Wer tourte u. a. bereits mit Bryan Adams und den Black Keys? Tegan and Sara, die kanadischen Wunderzwillinge! Mit dem Gespür für Songwriting und seinem wunderbaren Timing ist das Paar einzigartig in seiner unverwechselbaren Melange aus Punk, Rock, Folk und Pop.

3. Februar, MuseumsQuartier Wien (Halle E) Support: Dinosaur Pile-Up Royal Republic sind mit ihrem neuen Album „Weekend Man“ zurück! Viel wird geschrieben über das Mysterium des „schwierigen dritten Albums“ eines Künstlers. Und es ist ja auch wahr: Beim dritten Werk trennt sich in der Regel die Spreu vom Weizen. Eher rar ist dabei die Situation – insbesondere, wenn die ersten beiden Alben großen Erfolg generierten und eine Band damit auf die internationale Rock-Landkarte hoben – dass es den Akteuren tatsächlich gelingt, ihr bislang bestes, dringlichstes und mitreißendstes Album aufzunehmen. Doch genau das ist dem Vierer aus Malmö gelungen.

Royal Republic

Ende Februar in Linz (Posthof), Innsbruck (Music Hall) und Graz (Orpheum)

Fotos: Jens Hauer (Rocky Horror Show), Tommy Mardo (Söhne Mannheims), Agentur Hoanzl (Senna Gammour), FMS (Tegan And Sara), Eric Weiss (Royal Republic), Ingo Pertramer (FM4 Ombudsmann)

Tipps vom FM4 Ombudsmann

Liebeskummer ist ein Arschloch! Wer Senna Gammour nur als ehemalige Leadsängerin der Popstars-Gewinnergruppe Monrose kennt, hat die letzten Social-Media-Jahre komplett verschlafen. Längst ist die 36-jährige Frankfurterin mit der großen Klappe zu einer Art Frauenbeauftragten 2.0 mutiert. Mit klarer Kante beantwortet Miss Gammour ihren „schönen Tulpen“, wie sie ihre Fans liebevoll nennt, wie man am besten mit Liebeskummer umgeht …


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Söhne Mannheims

Fotos: Jens Hauer (Rocky Horror Show), Tommy Mardo (Söhne Mannheims), Agentur Hoanzl (Senna Gammour), FMS (Tegan And Sara), Eric Weiss (Royal Republic), Ingo Pertramer (FM4 Ombudsmann)

Rocky Horror Show

MannHeim zu Dir In Originalformation gehen die Söhne Mannheims im Mai auf Tour. Die Besucher erwartet ein Spektakel der besonderen Art. Diesmal nicht in den großen Hallen, sondern in kleineren Locations, wo man den typischen Spirit und die besondere Energie der Band noch direkter empfindet. Freuen kann man sich auch auf Wegbegleiter der ersten Stunde wie Rolf Stahlhofen und Xavier Naidoo. Das verspricht ein unvergleichliches Feeling – rockig, kraftvoll, aber auch mit großer Leichtigkeit und trotzdem eindrucksvoll-euphorisierend!

Let’s Do The Time Warp Again Kein anderes Musical der Welt wird so euphorisch von seinem Publikum gefeiert, so intensiv miterlebt und so enthusiastisch zelebriert wie die Rocky Horror Show mit ihrer ebenso skurrilen wie witzigen Story um Einfalt und Exzess, Ausschweifung und Anstand, Rausch und Rechtschaffenheit, Trieb und Ekstase. Sobald die Geschichte um das junge, biedere Paar Brad Majors und Janet Weiss und den diabolischen Dr. Frank N. Furter ihren Lauf nimmt, gibt es kein Halten mehr … ab 28. November 2017, MuseumsQuartier Wien

im Mai in Linz, Innsbruck und Bregenz

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Dein Ticket zum besten Sk y-Programm auf dem Gerät deiner Wahl. Die neuesten Serien, die ak tuellsten Blockbuster und der beste Live-Spor t. Ganz f lexibel und einfach streamen – ohne lange Ver tragsbindung.

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The Revenant – Der Rückkehrer im Dezember

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!ticket life&style

REDAKTION: STEFAN BAUMGARTNER

Infos & Teilnahmebedingungen zu diesen und den weiteren Gewinnspielen dieser Ausgabe finden Sie auf Seite 74 des Magazins und unter www.ticketmagazin.com.

Die Alltagshelden der Audiowelt: der HD 4 und der PXC 550 Wireless von Sennheiser Mit der neuen HD 4-Serie sowie dem neuen Reisekopfhörer PXC 550 Wireless präsentiert der deutsche Audiospezialist Sennheiser Kopfhörer, die perfekt für den täglichen Audiogenuss unterwegs geeignet sind – Alltagshelden, sozusagen. Die neuen Kopfhörer der HD 4-Serie überzeugen dank Sennheisers Wandler-Technologie mit präziser und bassbetonter Akustik, die Klarheit und ausgeglichenen Sound liefert. Dabei schirmt das geschlossene, ohrumschließende Design den Nutzer von Umgebungsgeräuschen ab. Die Kopfhörer sind robust genug für den täglichen Gebrauch und bieten mit geringem Gewicht, weichen Ohrpolstern und faltbaren Kopfbügeln eine optimale Kombination aus Komfort und Mobilität.

David Schalko Fern Sehen David Schalkos Erfolgsproduktionen „Aufschneider“, „Braunschlag“ und „Altes Geld“ gibt es jetzt erstmals gemeinsam mit dem neuen Film „Höhenstraße“ in einer Box. Ein Must-have für seine Fans!

GEWINN SPIEL

Die DVD-Box ist im Handel und auf hoanzl.at erhältlich. Wir verlosen ein Stück!

G Alle Weltenbummler, die noch auf der Suche nach dem perfekten Reisebegleiter sind, finden diesen im PXC 550 Wireless. Der neue, kabellose Reisekopfhörer überzeugt mit ausgezeichneter Sound-Qualität und einer Akkulaufzeit von bis zu 30 Stunden – eine ungestörte Reise um die ganze Welt ist somit ganz einfach möglich. Dank der Sennheiser CapTune™-App ist das mobile Sounderlebnis an die persönlichen Vorlieben anpassbar. Sennheiser-Produkte sind im österreichischen Fachhandel erhältlich. Der HD 4.30 kostet € 99,–, der PXC 550 Wireless € 399,–.

The Rolling Stones In Mono „The Rolling Stones in Mono“ beinhaltet alle Platten der Band von 1964 bis 1969, in Mono – inklusive aller Singles und der neuen, aus EP-Tracks und B-Seiten zusammengestellten Compilation „Stray Cats“. Insgesamt 186 Songs befinden sich auf 15 CDs beziehungsweise 16 Vinyls, die Sammlung wird um ein 48-seitiges Buch ergänzt, in dem sich ein Essay von Rolling-Stone-Autor David Fricke und seltene Fotos von Terry O’Neill befinden. Wie viele andere Musiker in den frühen 60ern starteten die Stones damit, ihre Lieder im Mono-Format aufzunehmen, weil die entsprechenden technischen Voraussetzungen für Stereo noch nicht verfügbar waren. Nun wird der Katalog der Band wie auch schon jener der Beatles im Jahr 2009 noch einmal in der ursprünglichen Fassung vorgelegt. Mick Jagger hatte in mehreren Interviews in der Vergangenheit davon gesprochen, dass einige der besten Songs der Rolling Stones in Stereo einen schrecklichen Sound hätten.

Musical-Highlights in Wien Das Musical „Schikaneder“ im Raimund Theater ist „die beste VBW-Erfindung seit ‘Elisabeth’-Gedenken“. Es erzählt auf charmante und amüsante Weise die Geschichte einer turbulenten Beziehung in der Theaterwelt des 18. Jahrhunderts. Mit „Don Camillo & Peppone“ feiert ein unerreichter Klassiker voll südländischer Leichtigkeit und Romantik Ende Jänner 2017 seine Premiere im Wiener Ronacher. Freude schenken mit „musicalischen“ Highlights der Vereinigten Bühnen Wien!

„The Rolling Stones In Mono“ ist bei Universal Music erschienen.

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Den Flughafen Wien erleben

Anmeldung unbedingt erforderlich. Tickets können direkt im VISITAIR Terminal gekauft werden. Weitere Informationen erhalten Sie unter 01/700722150 oder unter viennaairport.com/visitair!

GEWINN SPIEL

Mädchenhaft, verspielt, soft – einfach typisch bebe

oeticket.com Wertgutscheine Natürlich, oeticket.com erfindet mit seinen Geschenkgutscheinen das Rad nicht neu: Zahlreiche Gutscheinanbieter werben damit, mit ihnen könne man „Freude“ und „magische Momente“ – von romantischen Augenblicken in trauter Zweisamkeit bis hin zum actiongeladenen Spektakel – schenken. Aber wozu etwas neu erfinden, das rund läuft? Bei einer Eintauschmöglichkeit gegen 75.000 Events im Jahr liegen die Vorteile auf der Hand, oder besser: im Ohr. oeticket.com ist mit seinen Geschenkgutscheinen in der glücklichen Lage, erst keine Argumente liefern zu müssen – die liefern die Künstler schon selbst: Robbie Williams in Klagenfurt oder Wien? Helene Fischer, am besten gleich alle fünf Mal in der Wiener Stadthalle? Am Nova Rock System Of A Down, Linkin Park, Green Day und Blink-182 abstauben? Mit Mario Barth prustend auflachen oder mit David Guetta den Alltag ausschwitzen? Sie, beziehungsweise der glücklich Beschenkte, haben die Wahl! Alle Infos und Bestellmöglichkeiten finden Sie auf www.oeticket.com/gutschein!

AXE Adrenaline Attraktiv ist nicht der Mann mit dem härtesten Sixpack, sondern derjenige, der selbstbewusst zu dem steht, was ihn einzigartig und interessant macht. Unter dem Motto „Find Your Magic“ bestärkt AXE alle Jungs und Männer darin, an sich zu glauben und ihr eigenes „Ding“ zu finden. Die Sets der neuen AXE Männerpflegeserie bestehen aus AXE Daily Fragrance, AXE Hair Cream Gel und AXE 48H Anti-Transpirant.

Der bebe 3x1 Repair Balm bietet idealen Schutz an kalten Tagen und sorgt bereits ab der ersten Anwendung für ein echtes Wohlgefühl auf den Lippen. Die Pflege mit Bienenwachs, Sheabutter und Aloe vera beruhigt sofort das raue Gefühl, pflegt und repariert spröde Lippen und schützt diese vor Wind und Wetter. So steht dem romantischen Winterspaziergang mit dem Schwarm nichts mehr im Weg. Wir verlosen fünf Stück Repair Balm!

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LEGO Ideas Yellow Submarine In der LEGO Version des Yellow Submarine aus dem gleichnamigen Kultfilm von 1968 geht es sowohl für Beatles als auch für LEGO Fans auf eine surreale Unterwasserreise. Die vier Pilzköpfe dienten damals als Inspiration für dieses Fantasy-Zeichentrickmusical. Das Yellow Submarine eignet sich gleichermaßen als Ausstellungsstück oder für lustige Rollenspiele, denn es verfügt über unzählige authentische Details: Hierzu zählt unter anderem das Cockpit für John, Paul, George und Ringo, die – so wie auch Jeremy Hillary Boob, Ph.D. – als Minifiguren enthalten sind. Das U-Boot verfügt zudem über ein abnehmbares Dach. Darüber hinaus gibt es zwei drehbare Propeller, vier Periskope, ein verstellbares Ruder sowie verschiedene Zubehörelemente: Johns Fernrohr, Pauls 1x2-„Love“-Platte, Ringos runde 2x2-Halbloch-Platte, Georges U-Bootmotor und Jeremys Apfel. Das Set enthält mehr als 550 Teile und bietet ab 10 Jahren ein tolles Bau- und Spielerlebnis. Das exklusive Set mit einer unverbindlichen Preisempfehlung in der Höhe von € 59,99 ist zunächst auf shop.LEGO.com sowie in den 13 LEGO Stores in Deutschland und GEWINN Österreich erhältlich. Wir verlosen ein Stück!

SPIEL

GEWINN SPIEL

Snow, Fun & Music am Hauser Kaibling Aktuell laufen am Hauser Kaibling zwar noch alle Vorbereitungen für den Start in die neue Wintersaison 2016/17 – das Event-Highlight am steirischen Parade-Skiberg (siehe dazu auch Seite 32/33) steht aber jetzt schon fest: Zu Beginn der Semesterferien in der Steiermark und in Oberösterreich werden Seiler und Speer, die Iren Walking On Cars sowie Krautschädl und Turbobier den Talstationsbereich der österreichischen Top-Destination zum Beben bringen. 18. Februar, Talstation Gondelbahn Hauser Kaibling

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Fotos: Universal Music (The Rolling Stones), Sennheiser (Sennheiser), Show Connection (Snow&Fun), VBW (VBW), oeticket.com (oeticket.com), LEGO Ideas (Yellow Submarine), Flughaven Wien AG (VISITAIR), M2 (Bebe Lippenpflege), AXE (AXE)

Die Rundfahrt mit dem VISITAIR Bus beginnt beim VISITAIR Terminal und führt über das Flughafengelände, wo Sie Interessantes über die Fracht, Flugzeugwerften, Flugzeugabfertigung und die Feuerwehr erfahren. Dabei lässt sich die Abfertigung von Luftfahrzeugen aus nächster Nähe beobachten. Auf Anfrage werden auch Kindertouren, Sonderrundfahrten und eine spezielle A380-Tour angeboten. Auf der Besucherterrasse am Flughafen Wien lässt sich die Flughafenatmosphäre hautnah miterleben. Besucher genießen einen großartigen Ausblick über das Vorfeld und können ankommende und abfliegende Flugzeuge aller Größen beobachten.


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WEISS

SCHIFAHREN ist „des Leiwandste, was ma si nur vorstö’n kann“. Singt zumindest testet Wolfgang Ambros. Aber: Wo und wie lange noch? TEXT: STEFAN BAUMGARTNER MITHILFE: BARBARA WARWITZ, SUSANNE KAIBLINGER, CLAUDIA NINAUS, EVELYN HÖNINGER

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begehrt

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errliche Pisten, verschneite Touren-Hänge und malerische Landschaften: Im Wintersportparadies Österreich kommt – egal ob man die sportliche oder die gemütliche Variante wählt – jeder auf seine Rechnung, aber das leider nicht immer nur sprichwörtlich: Fürs Skifahren muss man von Jahr zu Jahr immer tiefer in die Tasche greifen. Gerade die gro-

ßen Skigebiete – Arlberg, SaalbachHinterglemm und Kitzbühel – lassen sich ihre Kilometer auch abseits der Piste, in den Hütten und den Hotels, ordentlich bezahlen. Auch ist der vermeintliche Winterzauber schon lange kein alleiniges Wunder der Natur mehr: Offizielle und verlässliche Zahlen gibt es nicht, aber man schätzt, dass mittlerweile mehr als siebzig Prozent unserer Pistenkilometer aus Kunstschnee bestehen – aus ökologischer Perspektive ist dies natürlich ein Wahnsinn, aber die touristische Nachfrage geht vor. Aber wie lange noch? Schenkt man dem Alpenforscher Werner Bätzing Glauben, wird sich Skifahren als Wintersport in den nächsten zehn bis zwanzig Jahren hierzulande erledigt haben: „Es wird den meisten zu teuer sein“. Hinzu kommt aber nicht nur der klimatische, sondern auch der demografische Wandel: Die Bevölkerung überaltert, immer weniger Kinder lernen (auch aus Kostengründen) Ski fahren. Nutzen wir also noch so lange es geht die „weiß begehrten Momente“! Denn tatsächlich gibt es nur wenig Ergreifenderes, als durch den Pulverschnee unter strahlender Sonne ins Tal zu wedeln – und das nicht nur in den von Wolfgang Ambros besungenen Regionen im Stubaital und in Zell am See! In Österreich laden 373 Skigebiete mit unterschiedlichen Angeboten zum lockeren Hüftschwung ein – wir haben eine subjektive Auswahl für euch parat!

Foto: Fotolia

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IM SALZBURGER LAND Zauchensee/Flachauwinkl: Das Skiparadies des Weltcuportes wird mit „besser, schneller, höher“ beworben – und tatsächlich: Aufgrund seiner hohen Lage ist der Skiurlaub schneesicher. 44 Pisten-Kilometer (23,50/16,20/4,30), ab € 46,50. zauchensee.at

Flachau: Das vielleicht „spacigste“ Skigebiet in Österreich glänzt neben modernen und innovativen Anlagen und auch mit Spaß abseits der Piste: Gemütliche Hütten mit traumhaften Sonnenterrassen vollenden den perfekten Skitag in gemütlich-uriger Atmosphäre oder im Après-Ski-Fieber. 120 Pisten-Kilometer (30/85/5), ab € 50. flachau.com

Saalbach-Hinterglemm: Saalbach ist nicht nur eines der beiden größten zusammenhängenden Skigebiete in Österreich, sondern vor allem auch mit das abwechslungsreichste: Von sanften Hängen bis hin zur schwarzen WM-Abfahrt ist für jeden das ideale Terrain vorhanden. 270 PistenKilometer (140/112/18), ab € 44. saalbach.com

IN NIEDERÖSTERREICH Lackenhof am Ötscher: Das attraktive Skigebiet bietet speziell für Familien alles, was das Herz begehrt. Daneben bietet die Eibenhütte, eine urige Selbstbedienungshütte, neben den klassischen Skifahrergerichten Schmankerln der besonderen Art – und eine der schönsten Sonnenterrassen Österreichs! 19 Pisten-Kilometer (6/9/4), ab € 37,50. oetscher.at

Hochkar: Nur 150 Kilometer von Wien entfernt präsentiert sich das höchstgelegene Skigebiet Österreichs, gilt somit als schneesicher. Für alle Offpiste-Fahrer bietet das Hochkar die einzige Freeride-Arena in Niederösterreich. Weiterer Bonus: Der Funpark und eine wunderschöne Landschaft mit einem einzigartigen Panorama – apropos: Mit dem JoSchi Berghaus auf 1.770 Meter fin-

den wir hier die höchstgelegene Pizzeria Niederösterreichs, Panoramablick inklusive! Zur Verfügung stehen 19 Pisten-Kilometer (5,50/10/3,50), ab € 37,50. hochkar.com

Sölden: Das großzügige Pistenangebot im Weltcuport garantiert einen abwechslungsreichen Winterurlaub. Über die Verbindungslifte Golden Gate to the Glacier ist das Gebiet mit gleich zwei Gletschern verbunden! 146,10 Pisten-Kilometer (70,2/44,6/ 29,5/2), ab € 48. soelden.com

punkt gerade für Könner. Aber auch nobel ist die Devise: Mit der Verwallstube liegt hier eines der höchstgelegenen Haubenrestaurants! 305 Pisten-Kilometer (131/123/53/200), ab € 52. stantonamarlberg.com

IN TIROL Ischgl: Die Silvretta Arena wurde nicht nur unter die 10 besten Skigebiete der Alpen gewählt, sondern verbindet Ischgl auch mit dem Schweizer Zollausschlussgebiet Samnaun. 238 Pisten-Kilometer (39/150/34/15), ab € 48. ischgl.com Kühtai: Auf 2.020 Meter ist Kühtai Österreichs höchstgelegener Wintersportort und bietet daher absolute Schnee- und Sonnengarantie bis weit ins Frühjahr. Die Piste beginnt ohne lästige Gehminuten direkt vor der Hoteltür, außerdem ist die Region für junge Familien maßgeschneidert. 41,12 Pisten-Kilometer (6,04/26,18/ 8,89), ab € 28,50. kuehtai.info

St. Anton am Arlberg: Durch die neue Flexenbahn zwischen Zürs und Stuben/Rauz wird der Arlberg mit dieser Saison zum größten und abwechslungsreichsten zusammenhängenden Skigebiet Österreichs! Aufgrund seiner anspruchsvollen Pisten, u. a. der längsten heimischen Abfahrt, ist St. Anton ein Anziehungs-

Serfaus–Fiss–Ladis: Im weitläufigen Familienskigebiet gibt es ab dieser Saison zwei neue Abfahrten. Mit „Berta’s Kinderland“, der „Kinderschneealm“ und dem „Murmli-Park“ verfügt die Region über ein perfekteste Familienangebot, hinzu kommt mit dieser Saison eine neue Indoor Spiel- & Kletterwelt! 214 Pisten-Kilometer (47/123/28/16), ab € 50. serfaus-fiss-ladis.at

IN STEIERMARK/KÄRNTEN Bad Keinkirchheim: Hier warten u. a. die Weltcupabfahrt von Franz Klammer, Rodeln auf der Kaiserburg, Winterwandern und Thermenbesuche! 103 Pisten-Kilometer (18/77/8), ab € 42. badkleinkirchheim.at Katschberg: Im Skigebiet zwischen Salzburg und Kärnten werden die Kleinen bestens unterhalten, während die Ski-Profis auf anspruchsvollen Pisten gefordert werden. Kurze Liftwartezeiten, 70 Pisten-Kilometer (10/50/10), ab € 44. katschi.at

Nassfeld: Der vielleicht größte Bonus ist neben den Sonnenstunden, dem atemberaubenden Panorama und vielen „Fun“-Angeboten auch die Möglichkeit, mit einem Schwung in Italien sein zu können. 110 PistenKilometer (30/69/11), ab € 43. nassfeld.at Schladming: Die Schladminger 4-Berge-Skischaukel mit Hauser Kaibling, Planai, Hochwurzen und Reiteralm bietet puren Skigenuss! Den höchsten Punkt finden Sie auf

2.015 Meter mit fabelhaftem Ausblick am Hauser Kaibling, ab dieser Saison gibt es nebst der neuen Burgstallalmbahn auch eine neue Abfahrt südlich der Alm – und mit etwas Glück fährt man hier mit den „wirklichen Stars“ (nicht mit denen aus Kitzbühel), denn mehrmals im Winter trainiert die absolute SkiWeltelite auf der Reiteralm! 122,7 Pisten-Kilometer (46,10/68,30/8,30), ab € 46,50. planai.at

Hinweis: Pistenkilometerangaben in der Klammer: leicht/mittel/schwer und ggf. Freeride. Ab-Preise: Tageskarten für Erwachsene.

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!ticket life&style Robertas Geschick ist die Spontaneität: Wenn alle sagen, das geht so nicht, dann kommt sie flugs mit einer kreativen Lösung vorbei! Und wenn sie einmal nicht in ihrer Ideenschmiede verweilt, dann erzählt sie uns Geschichten von damals, als sie mit Nick Cave um die Häuser zog – und wir sind ein bisserl neidisch.

Unsere Chefin Roberta Scheifinger hat ein paar Tipps für live und daheim für Sie auf Lager!

inwendig

KABARETT „Winter is coming. Die Wissenschaft von Game of Thrones“: Im März werde ich mir das neue Bildungsprogramm von den Science Busters (diesmal in der Besetzung Dr. Elisabeth Oberzaucher, Martin Moder, Dr. Florian Freistetter, Univ.Lekt. und MC Martin Puntigam) im Wiener Stadtsaal zu Gemüte führen. Nach dem Winter, hoffentlich. Ansonsten werde ich mich an den vorgeschriebenen Dresscode halten (müssen): Winterfell.

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LITERATUR Ich lese sehr gerne, meistens aber mehrere Bücher parallel und dafür zeitfern aus. Die edition taschenspiel schafft hier Abhilfe: Die kurzen Geschichten erscheinen in kleinem handlichem Format und ermöglichen dem Leser, zeitgenössische Literatur von österreichischen Autoren kennenzulernen. Mein Tipp: „Die Törichten“ von Theodora Bauer, Shootingstar der österreichischen Literaturszene. Das Buch behandelt auf 40 Seiten die Rekonstruktion des Mordes bei einer aus dem Ruder gelaufenen Drogenparty. Mehr Infos: www.taschenspiel.at

In den 90ern habe ich „Trainspotting“ unzählige Male gesehen, den Soundtrack auf und ab gehört. Daher kann ich es kaum erwarten, bis die Fortsetzung des Kultfilms von Danny Boyle im Februar in die heimischen Kinos kommt, und das mit der originalen Stammbesetzung. Lust for Life!

Scott Bradlee’s Postmodern Jukebox garantieren für ein außergewöhnliches Live-Erlebnis. Songs wie „All About That Bass“ oder „Creep“ zu covern ist mutig, sie mit einer Portion Swing und Jazz aufzupeppen verleiht den Werken eine neue Identität. Ich freue mich auf das Konzert am 19. März in der Wiener Stadthalle (F).

LOCATION Nicht nur aufgrund des Heimvorteils zähle ich das Orpheum Wien zu meinen liebsten Live-Locations. Hier passt einfach alles: ob Kabarett oder Konzert – das Sounderlebnis ist erstklassig. Außerdem finden wir hier eine angenehme Atmosphäre, erstklassige Küche und zuvorkommendes Personal. Daumen hoch! In den nächsten Wochen lache ich mich u. a. mit Paul Pizzera, Klaus Eckel, maschek. und Andreas Vitásek gesund!

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Fotos: Hersteller, ICM Partners, Sony Pictures, Julie Brass

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Winter-Weltmacht Endlich wieder Wintersport: In dieser Saison stehen zahlreiche Großereignisse an – die Skispringer-Aushängeschilder Michi Hayböck und Stefan Kraft geben uns einen Ausblick auf das Kommende und einen Einblick in ihr Tun. TEXT: ROBERT FRÖWEIN

Jahr der Großereignisse Der Passivsport im Patschenkino gilt als essenzieller Bestandteil der Volkskultur. Das ist wenig verwunderlich, denn zur Selbstausübung beim Skispringen braucht man eine gehörige Portion Mumm und das normale „Runterwedeln“ auf den Skipisten zwischen Abtenau und dem Zillertal belastet das

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Budget des Otto-Normalverdieners erheblich. Für den zusehenden Wintersportfan ist die gerade ins Laufen kommende Saison 2016/17 eine goldene. Neben den jährlichen Highlights wie der deutsch-österreichischen Vierschanzentournee, dem Nachtslalom in

Schladming oder der einzigartigen Abfahrt in Kitzbühel gibt es auch wieder zahlreiche Großereignisse zu bestaunen. Von 6. bis 19. Februar findet im Schweizer St. Moritz die Ski-WM statt und vom 22. Februar bis 5. März kämpfen u. a. unsere Biathleten, Kombinierer und

Stefan Kraft Unser „Vogel“ und Gesprächspartner, der ÖSV-Star Stefan Kraft, bei seinem Sieg bei der 64. Vierschanzentournee in Oberstdorf.

Fotos: Brigitte Waltl-Jensen, OK Vierschanzentournee

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arcel Hirscher fuhr zum Saisonauftakt aufs Stockerl, Anna Veith hat rechtzeitig ihren Kreuzbandriss ausgeheilt und in allen Sparten stehen Großereignisse vor der Tür: endlich wieder Wintersport! Für den Österreicher gehört das Mitfiebern vor dem Fernseher zur standardisierten Wochenendroutine. Beim Wintersport, da sind wir was und gewinnen viel. Auch wenn die ganz großen Zeiten eines Hermann Maier, Gregor Schlierenzauer oder einer Renate Götschl vorbei sind, sorgen die Bewerbe noch immer in schöner Regelmäßigkeit für hohe Einschaltquoten und pathosgeschwängerten Patriotismus. Das liegt einerseits an den hervorragenden Leistungen unserer Athleten, andererseits an der bodenständigen Haltung selbiger. Wo Fußballer in Interviews oft als abgehobene Diven gelten, überzeugen die ÖSV-Sportler meist mit Dialekt, Humor und einer spürbaren Nahbarkeit.


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ht Österreich Skispringer um Medaillen bei der Nordischen Ski-WM im finnischen Lahti.

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Neue Generation „Hier eine Priorität zu setzen ist extrem schwierig“, erklärt uns das heimische Skispringer-Aushängeschild und vormaliger Vierschanzentourneesieger Stefan Kraft im Gespräch, „sowohl die Tournee als auch die WM sind absolute Saisonhighlights. Speziell auf die Stimmung bei den Tournee-Heimbewerben in Innsbruck und Bischofshofen freue ich mich gewaltig, aber auch die SkiWM wird ein sportlicher Höhepunkt.“ Kraft ist gemeinsam mit seinem Kumpel Michael Hayböck an der Spitze des heimischen Sprungkaders, nachdem sich Rekordweltcupsieger Gregor Schlierenzauer eine vorläufig einjährige Auszeit gönnt und damit auch der letzte Springer der „älteren Generation“ dem Weltcupzirkus abhandenkam. Kraft und Hayböck sprangen in den letzten Jahren aber souverän in die Bresche, kennen das Gefühl von WM-Medaillen, haben je vier Weltcupsiege auf ihrem Konto und sind auch privat ein unzertrennliches Tandem. Wider die Klischees „Andreas Felder und Ernst Vettori haben früher schon vorgemacht, dass es möglich ist, im Spitzensport sehr gut befreundet zu sein“, erklärt Hayböck, „das sollte trotz Wettkampf und Wettbewerb möglich sein.“ Kraft sieht sich und Hayböck als „dynamisches Duo“, nur wenn es um Fußball geht – Kraft ist Bayern-Fan, Hayböck drückt dem

FC Barcelona die Daumen – oder sich die beiden vom Bakken in die Tiefe stürzen, hört sich der Zusammenhalt auf. Das Klischee vom verbissenen Einzelsportler ist gerade im Springerzirkus genauso falsch wie jenes, dass sich die Athleten nur von Luft, Liebe und vielleicht noch etwas Obst ernähren würden. „Eine meiner Lieblingsspeisen ist Kaiserschmarren“, lacht Hayböck, „ich glaube, das sagt schon einiges aus. Natürlich müssen wir uns gesund und ausgewogen ernähren, um unsere besten Leistungen abrufen zu können, aber grundsätzlich dürfen wir alles essen, was uns schmeckt.“ Fremde Gefilde Wer derart fokussiert durch eine Saison fliegt, dem bleibt natürlich wenig Zeit für das Rundherum. So verwundert es nicht, dass die beiden die restlichen Wintersportarten eher rudimentär verfolgen. „Ich fiebere natürlich mit meinen ÖSV-Kollegen mit“, betont Kraft, „aber als richtig aktiven Fan kann ich mich nicht bezeichnen. Mir fehlt schlichtweg die Zeit, um mir all die Rennen vor dem Fernseher anzusehen.“ Würde ein Stefan Kraft eigentlich gerne einmal für einen Wettkampf in den Körper von Marcel Hirscher oder TopKombinierer Bernhard Gruber schlüpfen? „Ich bin leidenschaftlicher Skifahrer, aber was Marcel auf den Brettln macht, das ist schon unglaublich. Und wenn ich daran denke, was Bernie auf der Loipe leisten muss – da bleibe ich lieber beim Skispringen.“ Hayböck fasziniert vor allem die Viel-

termine Nordisch wird es zwischen 27. und 29. Jänner in Seefeld, wenn es beim FIS Weltcup Nordische Kombination um die TripleTrophäe geht. Beim Audi FIS Ski Weltcup treten am 24. Jänner die Herren beim 20. Nightrace in Schladming an, die Damen beim Zauberbergrennen am Semmering zwischen 28. und 29. Dezember sowie am 20. Jänner in der Flachau und zwischen 14. und 15. Jänner bei der Abfahrt und Alpinen Kombination am Zauchensee. Zwischen 29. und 30. Dezember sowie zwischen 3. und 6. Jänner freuen wir uns auf die 65. Vierschanzentournee in Oberstdorf, Garmisch, Innsbruck und Bischofshofen. Zwischen 6. und 19. Februar gehts bei den FIS Alpine World Ski Championships in St. Moritz fesselnd zu, nicht minder beim Hahnenkamm-Rennen zwischen 17. und 22. Jänner. Unsere Damen und Herren springen beim FIS Weltcup Skifliegen zwischen 6. und 8. Jänner sowie zwischen 3. und 5. Februar in Oberstdorf. Zwischen 3. und 4. Februar verwandelt sich das Air + Style Innsbruck wieder in ein internationales Snowboard-Mekka, u. a. mit Biffy Clyro! Es geht aber auch spannend-sportlich ohne Ski & Board: Am 27. Jänner findet in Igls wieder die Rennrodel-Weltmeisterschaft statt.

seitigkeit bei den Nordischen Kombinierern: „Es ist diese Kombination aus Schnellkraft und Ausdauer, die dieser Sport fordert. Irgendwie passt das eigentlich nicht zusammen, aber die Jungs kriegen das sensationell hin.“ Jubiläen & Rekordjagd Für einen heißen Winter ist trotz der kühlen Temperaturen gesorgt – dafür sorgen nicht nur die zuvor erwähnten Großereignisse, sondern auch Jubiläen und Rekordjagden. Der Ski-Weltcup feiert seinen 50. Geburtstag und Marcel Hirscher könnte sich mit einem etwaigen sechsten Gesamtweltcup-Sieg tatsächlich zum größten aller Großen krönen – denn diese Marke ist bis heute unerreicht. Auch wenn die heimische Sportlerriege stets bemüht ist, jegliche Superlative von sich zu weisen: im Wintersport, da sind wir was. Ob vom Bakken segelnd, in der Loipe kämpfend, auf der Piste fahrend oder vor dem Fernseher sitzend – auf dem Schnee sind wir Österreicher noch immer eine Weltmacht.

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Wir sind Sieger Rückblick auf die 64. Vierschanzentournee: rechts Tourneesieger Stefan Kraft, links der Zweitplazierte Michael Hayböck. Beide sind nicht nur Spitzensportler, sondern auch supersympathische Jungs!

armin assinger sagt Die fünf kultigsten Kommentare von ORF-Experte Armin Assinger im Ski-Zirkus: „I kann nur ans sogn: Die Hund spinnen!“ – Assinger analysiert den ersten ÖSV-Fünffacherfolg bei der Abfahrt in Beaver Creek 1998. „Heut hat er ’zeigt, dass er a Mann is und ka Wappler!“ – Assinger nach dem 8. Platz seines Bruders Roland bei der Abfahrt in Kitzbühel 2000. „Hoffentlich waren die alle beim Zahnarzt, denn die Strecke ist ein Plombenzieher!“ – Assinger sorgt sich um die Gesundheit der Läufer während der Ski-WM in Garmisch-Partenkirchen. „Da pfeifen die Komantschen!“ – Assinger ist hörbar beeindruckt von der Schnelligkeit mancher Fahrer. „Do wird’s glott do eina – wie die Glotz’n vom Kojak!“ – Assinger ist begeistert von Bode Millers Ritt bei der WM-Abfahrt 2005.

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Eine musikalische Einstimmung auf die diesjährige Wintersport-Saison (sb): Wolfgang Ambros – „Schifoan“: Ambros besingt das „Schifoan“ im Stubaital und in Zell am See als „des Leiwandste, was ma si nur vorstö’n kann“ („das Schönste, das man sich nur vorstellen kann“). Das Lied gilt als österreichische „Wintersporthymne“. Austrofred hat sich ebenso wie Alkbottle (Neutextung „Schiffn“) an eine Eigeninterpretation gewagt. Georg Danzer – „So a Dodl mit da Rodl“: In dem Hit von 1976 wird ein Wintersportler, der als solcher noch nicht zu erkennen ist, von der Masse beschimpft, weil er sich ständig vordrängt. Als er sich dann aber als österreichischer Spitzensportler im Rodeln ergo im Wintersport zu erkennen gibt, sind die gleichen Leute auf einmal nicht mehr böse und wollen sogar ein Autogramm von ihm.

Werner „Grizzly“ Grissmann – „Schi-Wax-Rap“: Der Osttiroler Grissmann ist ein ehemaliger österreichischer Skirennläufer, zwischen den ÖSV-Stars wie Franz Klammer und Co. war er der Paradiesvogel. Das merkt man auch bei seiner Wintergaudi-Hymne, zu der Klaus Kosney, der auch schon Wolfgang Fiereks „Schifahr’n ist der größte Hit“ (1987) schrieb, die Musik stellte. Nicht zu vergessen (und bereits jetzt schon Kult): Die „Schispringerlieder“ von Christoph und Lollo, die sich auf gleich drei Alben (1999, 2000 und 2003) verteilen. In den Liedern geht es überwiegend um das Scheitern und Versagen von Skispringern mit interessanten Namen, so zum Beispiel Birger Ruud, Eddie Edwards und Kazuyoshi Funaki. In den Gesprächen, die dazwischen geführt werden, geht es überwiegend um das Scheitern und Versagen im Allgemeinen.


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!ticket highlights

Comedy Club Casino Graz Mit Kernölamazonen, Ciro De Luca, Roland Düringer, Grissemann & Grissemann u. v. m. Seit mittlerweile neun Jahren zählt der Casino Comedy Club – ebenso wie Spielautomaten, Roulette- und BlackjackTische – zum fixen Inventar des Casino Graz. Seither ist die kulturelle Veranstaltungsreihe ein beliebter Bestandteil der Spielstätten heimischer Kleinkunst und bietet zahlreichen namhaften österreichischen Künstlern eine Plattform, im Winter u. a. Ernst und Christoph Grissemann (Foto) mit ihren Weihnachtsgeschichten – schräg und besinnlich.

Masters of Dirt Limitless Es wird laut, es wird wild, es wird heiß, hier brennen nicht nur die Reifen, sondern auch die Luft! Wieder sorgen die weltbesten Freestyle-Athleten, die Fuelgirls aus England, DJ Mosaken sowie neue geheime Acts, die noch nicht bekannt gegeben werden, für einzigartige Stimmung und Begeisterung bei den Fans! Masters of Dirt ist für Groß und Klein jedes Jahr ein Highlight und begeistert nicht nur das Motorsport-affine Publikum! im März in Wien, im April in Linz, im Oktober in Graz

laufend im Casino Graz

Fotos: Masters Of Dirt (Masters Of Dirt), Wolfgang Hummer (Christof Spörk), Ingo Pertramer (Comedy Casino Club Graz), Cirque du Soleil (Cirque du Soleil)

Cirque du Soleil Amaluna Motive aus Shakepeares „Der Sturm“ und Mozarts „Die Zauberflöte“ verschmelzen in der Österreichpremiere der Cirquedu-Soleil-Show zu einem magischen Kaleidoskop. Unter einer Lichtkuppel agieren einige der besten Akrobaten der Welt in opulenten Fantasiekostümen, umrahmt von mythologischmysteriösen Kulissen und untermalt von Originalkompositionen, die wie stets live dargeboten werden.

März bis April, Under the Grand Chapiteau Wien

Christof Spörk

Am Ende des Tages Leute! Vergesst doch bitte die paar Probleme, die wir gerade haben. Sonst kriegen die noch Kinder. Jetzt einmal unter uns: Ich bin mir sicher. Das kriegen wir schon irgendwie hin. Letztendlich zählt doch die ganz große Vision! Und falls die Welt wirklich aus den Fugen gerät? Mein Gott, man kann immer noch Fußball schauen, Rasen mähen oder Kinder machen. Die haben dann zumindest was zum Ausbaden. Am Ende des Tages. bis März u. a. in Wien und Schwechat

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!ticket fun&action

Spieglein, Spieglein, … Kabarett ist mehr als nur ein loser Schenkelklopfer, es ist auch Regulator des Zeitgeists und der Kabarettist in seinem Beruf eigentlich einer, der der Menschheit den Spiegel vorhält ... TEXT: STEFAN BAUMGARTNER

termine Unter anderem folgende Herren halten der Gesellschaft den dr ingend benötig ten Spiegel vor: Der bayerische Kultg seinem neuen Pr rantler Harry G kommt mit og Jänner nach Salzb ramm „#HarrydieEhre“ im ur Zwischen Dezem g, Wien, Linz und Innsbruck. be Fußi mit „Jetzt r und März präsentiert Rudi rede ich!“ in de rW und im Wiener Orpheum eine Ein iener Kulisse führung in die österreichische Politik und das Leben an sich. Von Österreichs wütendstem Ba uern, schnig Hons, he ißt es in seinem Petutzweiten Programm „Gusch !“, u. der Glan, in Wien a. in Fürstenfeld, St. Veit an , Graz und Kapf enberg.

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rofessor Joesi Prokopetz hat einen überdeutlichen Anspruch an seine Monologe: Das Kabarett sollte dem Zuschauer einen neuen, provokanten Blickwinkel auf die Welt und seinen Lebensentwurf liefern. Sein Kollege Michael Mittermeier geht sogar noch ein Stück weiter, sieht den Comedian als letzte Bastion der Redefreiheit: „Er muss nicht die Stimme der Vernunft sein, er kann auch die Stimme des Wahnsinns sein“, erklärt er lachend und führt aus: „Die Stimme des Wahnsinns, die dann den Wahnsinn mit Wahnsinn bekämpft. Ein griechischer

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Kollege und Freund hat einmal zu mir gesagt: ,Stand-up Comedy is the last bastion of free speech.‘ Da ist etwas dran.“ Der Wutbürger Dieser Anspruch an das Kabarett – viel mehr noch als an die etwas geerdetere Comedy – war, wenn wir die Kulturgeschichte Revue passieren lassen, „schon immer so“: Das Kabarett war seit Anbeginn in seiner Motivation gesellschaftskritisch. Breitenwirksam thematisiert werden diese Agenden jedoch erst, seit Kabarettist Roland Düringer vor ziemlich genau fünf Jahren bei

„Dorfers Donnerstalk“ mit einem Aufschrei, mit seiner „Wutrede“ aufhorchen ließ: „Wir sind keine Radikalen, wir sind keine Anarchisten, wir sind die so genannte Mittelschicht. Wir sind all jene Systemtrottel, die es schön langsam satt haben, im Hamsterrad zu laufen und all jenen, die vom System profitiert haben, den Deppen zu machen.“ Dieser Appell an den Durchschnittsbürger, die eigene Stimme zu erheben und „Wut“ zu zeigen, fand massiven Zuspruch und sorgte für reichlich Diskussionen – Kabarett-Veterane Werner Schneyder meinte damals sogar poin-

Foto: Mike Heider

Du, ja genau: du! Der bayerische Grantler Harry G hält erfrischend bissig und politisch unkorrekt den Mitmenschen den Spiegel vor und bringt dabei so manche Absurdität zutage.


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tiert: „Wer im Moment keine Wut hat, der muss krank sein. Oder bestochen.“ Düringer ging es damals freilich nicht darum, so wie Rechtspopulist HeinzChristian Strache heute, bürgerkriegsähnliche Zustände zu schüren, sondern darum, das Kabarett von der Bühne in die Realität zu hieven: „Die Menschen müssen anfangen, weiter und größer zu denken.“ Da bringt es nichts, wenn ein paar Hansln ins Kabarett gehen, lachend zu den Zeitgeistproblemen der Politik und Wirtschaft den Kopf schütteln und dann halt wieder heimgehen, als wäre nichts gewesen. Die Wut, das ist tatsächlich schon lange kein Ding des „tumben Pöbels“ allein: Nicht nur „hinab“ in die Unterschicht, sondern bis hinauf in die Mittelschicht reichen die Verfehlungen, die desaströse Misswirtschaft unserer Politik – da spricht Matthias Strolz von den NEOS deutliche Worte, wenn er der Regierung im Parlament vorwirft, die Hauptschuld an den Trumps, Le Pens und Straches dieser Zeit zu tragen. Das System ist krank, es zwingt nicht allein mit Bürokratismus Menschen in die Knie, es vernichtet Arbeitsplätze, es hindert Menschen daran, ihr Leben selbst anzupacken – es bricht ihnen mit einem hämischen Lachen die Beine und spuckt auf die am Boden liegenden. Dass dann nicht nur von den wenigen „Gestrigen“, sondern sogar von der breiten Masse irgendwann ein „Fuck off!“ zurückkommt, ist mehr als natürlich. Denn was „da oben“, in der Politik und Wirtschaft passiert, geht uns alle etwas an. Die Misswirtschaft betrifft das überwiegende Gros des Volkes. Und wir alle sind wütend, dass nicht auf uns, auf unsere Sorgen, gehört wird. Das gibt nur einer vor: der Rechtspopulist, der alleinige Kämpfer für das gemeine Volk.

Positionen Man darf jedoch – sowohl in seiner Rolle als Kabarettist als auch als einfacher Mitbürger – nicht den Fehler machen, sich über dem „gemeinen Volk“ zu positionieren, zu versuchen, den „dummen Proleten“ zu missionieren. Denn dann folgt eine Welle der Ablehnung, des Hasses, wie wir sie zur Zeit erleben: Wie Kinder gegen ihre Eltern aufbegehren, begehrt der verzweifelte Rechtswähler gegen die vermeintliche Oberschicht auf – jedoch nicht nur gegen den tatsächlich Schuldigen, sondern vor allem gegen die von Düringer angesprochene Mittelschicht, der er eigentlich mitangehörig ist. Rudi Fußi, österreichischer PR-Berater, politischer Aktivist und seit Kurzem auch Kabarettist, tappte wie so viele in die Falle, Rechtswähler als Nazis oder Idioten abstempeln zu wollen. Doch dann widmete er sich für einen Moment objektiv ihren Positionen: Wir alle wollen die politische Klasse auf Knien sehen, wir alle wollen nicht mehr von ihren Lügen verarscht werden. Wir wollen, dass sie uns klare Antworten liefern, und zwar auf unsere Fragen und nicht auf die der Konzerne und Banken. Und wir alle scheißen auf Paternalismus: Natürlich wissen wir, dass Rauchen schlecht ist. Wir wollen es aber trotzdem tun. Und irgendwie ist es uns auch scheißegal, ob man am BürgerInnensteig darauf warten muss, dass ein schwules Ampelpärchen grün leuchtet. Uns allen ist unsere kulturelle Identität wichtig, keiner wird gern zur Minderheit – negieren kann dies nur einer, der zur interpersonellen Kommunikation klatschend seinen Namen tanzt. Natürlich, all diese Punkte kann man mehr oder weniger sexistisch und rassistisch sehen, aber das sind unsere gemeinsamen Probleme! Und vielleicht sind wir alle Trottel: Die einen, weil sie

glauben, der Populist, der Wolf im Schafspelz, sei kein Teil des verhassten „Establishments“ und ihn wählen. Die anderen, weil sie immer noch die Parteien und Politiker unterstützen, die für die Misere unseres Landes, Europas und der Welt verantwortlich sind. Die einen hören auf den, der am lautesten lügt, und die anderen erhalten Dinge am Leben, die uns nicht passen. Wenn Rudi Fußi sich darüber amüsiert, dass die heimische Intelligenzija jubelt, nur weil ein SPÖ-Kanzler beim Amtsantritt ausspricht, dass 2+2 tatsächlich 4 ist, oder darüber, dass die ÖVP-Hoffnung „Basti-Fantasti“ ein wahrer PRMusterschüler ist und bei Straches „besorgten Bürgern“ den Spieß einmal umdreht, kann, ja: darf das noch nicht alles gewesen sein. Taten statt Worte Natürlich: Mike Supancic hat schon recht, wenn er dem Kabarett die „Meinungsbildung“ abspricht: „Menschen, deren Meinung gebildet gehört, gehen eh nicht ins Kabarett“. „Die Comedy wird letztlich nichts ändern können“, ist sich auch Mittermeier sicher. „Aber man kann zumindest Dinge highlighten, man kann Diskussionen anregen. Und dann kommt der Punkt, ob du als Comedian und eben auch als Mensch bereit bist, einen Schritt weiterzugehen und auch aktiv einzusteigen. Egal was man macht, da gibt es viele Möglichkeiten. Es ist wichtig, dass man sich auch im realen Leben engagiert und geerdet bleibt. Dann kann man tatsächlich was erreichen – nicht immer, aber es ist den Kampf wert. Ich kann ja meine Haltung nicht nur für die Bühne vertreten.“ „Es wäre Zeit, etwas zu tun“, sagt auch Rudi Fußi. Aber der Konjunktiv ist als Flucht vor der Verantwortung gar vorzüglich zu verwenden.

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TEXT: STEFAN BAUMGARTNER

„Die ganze Welt ist eine Bühne“, sagte William Shakespeare. Im Globe Wien / Marx Halle wird dieses Zitat zur Realität – dank der Energie und Leidenschaft von Michael Niavarani und Georg Hoanzl.

Das Spannungsfeld Als erste Eigenproduktion der neu gegründeten Niavarani & Hoanzl GmbH lief nach „Reset – Alles auf Anfang“ im Stadttheater Berndorf ab Herbst 2014

termine In den nächsten Monaten erleben wir im Globe Wien / Marx Halle u. a. Kaya Yanar, „Romeo & Julia“, Otto Schenk im Gespräch mit Michael Niavarani, das Silvester-Special mit Jaus, Lainer & Niavarani, Stipsits & Rubey, Die Hektiker, Lukas Resetarits, Andreas Vitásek, Klaus Eckel, Paul Pizzera, Michael Mittermeier, Thomas Maurer, Stermann & Grissemann und viele mehr! Alle Infos und Termine auf www.globe.wien

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im neuen Haus „Die unglaubliche Tragödie von Richard III.“ – mit überragendem Erfolg. Seitdem begeisterte man nicht nur mit dem Nachschlag, der EheTragödie von „Romeo & Julia“, sondern öffnete das „elisabethanische Vergnügungszentrum“ auch modernerem Zeitgeist (siehe Terminkasten). Über das hinkünftige Wechselspiel zwischen Fremd- und Eigenproduktionen ist man jedoch noch ungewiss: „Hier lassen wir uns von der Lebendigkeit oder Trägheit unserer Arbeit überraschen,“ gibt sich Hoanzl angesichts eines derartigen Projektes erstaunlich gelöst. Diese Ruhe nährt sich freilich nicht nur vom „Niavarani-Effekt“, der Häuser schneller ausverkauft, als der Bäcker frische Semmeln am Sonntag: „Namedropping ist seit Adam & Eva wichtig, baut aber seit jeher auf Talent, Können und gute Inhalte auf.“ – und in puncto „Inhalte“ beweist das eingespielte Team ein schier unglaublich geschicktes Händchen: „Auf der Bühne ist Nia, dahinter ich. Schreiben tut Nia, hektisch checken tu ich. Lachen und jammern tun wir gemeinsam“, gibt Hoanzl einen Einblick in ihre Arbeitsweise. Gemeinsam stellt man aber auch das per-

sönliche Humorempfinden regelmäßig auf die Probe – denn gerade wenn man wie das Globe ohne Subventionen auskommt, man gewissermaßen ein „gallisches Dorf“ in der heimischen Kulturszene ist, muss bei aller Leidenschaft freilich auch immer die Wirtschaftlichkeit zumindest im Augenwinkel bleiben. Die ganze Welt ist eine Bühne Dabei ist Kleinkunst heute mehr denn je Regulator des Lebens, nicht allein zur Muße: Vorrangig will man natürlich erreichen, dass die Menschen während und nach der Vorstellung „belebt, berührt und erfreut sind“. Aber: „Die unkorrumpierte Gegenöffentlichkeit, die Kabarett und Theater im Idealfall in die Gesellschaft einbringen, hat in schwierigen Zeiten noch größere Bedeutung und Resonanz. Das ist kein ökonomischer Faktor, sondern geht weit darüber hinaus.“ Denn vielleicht steckt hinter dem Zitat: „Die ganze Welt ist eine Bühne und alle Männer und Frauen sind nur Spieler.“ vor allem ein Weckruf, ein Aufruf zur Selbstbestimmtheit. Und nachdenklich sollten wir heute mehr denn je sein …

weiterlesen?

den Sie auf e Interview fin Das vollständig agazin.com www.ticketm

Foto: Jan Frankl

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er Kabarettist, Schauspieler und Autor Michael Niavarani und Georg Hoanzl von der gleichnamigen Agentur haben vor zwei Jahren Österreich – und speziell die Bundeshauptstadt – um einen der singulärsten Theaterkomplexe reicher gemacht: Ihr Globe Wien im Bezirk Landstraße erinnert an Shakespeares historisches Globe Theatre, das 1599 in London eröffnet und 1613 durch ein Feuer zerstört wurde. Ein Schicksal, das Georg Hoanzl freilich zu verhindern trachtet: „Wir haben viele Feuerlöscher an den richtigen Stellen angebracht“, verrät er verschmitzt.


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!ticket live

Märchenfabr Neben schönen Prinzen, singenden Prinzessinnen und putzigen Tierchen liefert Disney vor allem eines: Junge Superstars, die es vom Nachwuchs bis ganz nach oben schaffen. Ein Blick in die Talentschmiede der Walt Disney Company. TEXT: AMINA BEGANOVIC

termine Der „Violetta“-Star Martina Stoessel kommt mit ihrer „Tini – Got Me Started“-Tour am 9. April für zwei Termine (um 14 und um 18 Uhr) in die Wiener Stadthalle (D). Disney in Concert erleben wir am 17. Dezember, ebenfalls in der Wiener Stadthalle (D) bei „Fluch der Karibik“, wenn über 100 Orchester- und Chormusiker live mit der epochalen Musik von Hans Zimmer und Klaus Badelt in See stechen, aber auch bei „Fantasia“ am 3. und 4. Dezember im Wiener Konzerthaus, bei der zu Stücken von Beethoven, Gershwin, Tschaikowsky und Co. die zauberhaften Geschichten der Disney-Klassiker lebendig werden. Besonders freuen wir uns auch auf das wunderschöne Märchen-Musical „Die Schöne und das Biest“, die zeitlose Liebesgeschichte zwischen der schönen Belle und dem verwunschenen Prinzen, die im Jänner in der Wiener Stadthalle (F) und im Juni und Juli in der Oper Graz zu erleben ist!

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um den Namen Walt Disney begnügt sich schon lange nicht mehr damit, nur Figuren aus Bleistift und Pixeln zu vermarkten: Die Disney Channels haben bereits zahlreiche Kinderstars groß gemacht. Rund um den Globus werden sie von ihrer minderjährigen Anhängerschaft gefeiert, viele von ihnen schafften den Sprung in die Hollywood-Elite. Zugegeben, nicht alle Beispiele blieben der heilen, bunten Disney-Welt treu. Man nehme etwa Miley Cyrus: Von ihrer Disney-Idol-Zeit als zuckersüße „Hannah Montana“ ist leider nicht viel übrig geblieben. Ähnlich beim einstigen „Mickey Mouse Club“-Goldkehlchen Britney Spears, die sich erst in den letzten Jahren wieder am Riemen gerissen hat und nun in Las Vegas beweist, dass von ihrem von Kindesbeinen an erlernten Showtalent durchaus noch etwas da ist. Coming Of Age Doch nicht alle ehemaligen DisneyKinderstars haben die Abzweigung von

Tini kehrt zurück Mit „Violetta“ war sie bereits 2015 in Wien, nun kommt sie als Solistin: Die bildhübsche Argentinierin präsentiert neben den Solo-Hits natürlich auch die „Violetta“-Klassiker.

der Traumwelt zur Endstation Skandalnudel genommen. Denn neben jenen, die im Erwachsenenalter lieber die Klatschspalten mit Drogeneskapaden füllen, und jenen, die nach dem ersten Bartwuchs auch schon wieder in der Versenkung verschwunden sind,

Fotos: Universal Music, Diego Uchitel, Sean Gleason

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m Hause Disney hat sich in den vergangenen Jahren einiges verändert: Die klassische Zeichnung wich der Animation, aus zarten Prinzessinnen, die sich singenderweise ihre Prinzen angeln, wurden mitunter emanzipierte Kick-Ass-Frauenfiguren. Doch der Multimedia-Konzern rund


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!ticket live gibt es noch die dritte Kategorie: Ehemalige Disney-Talente, die zu ernst zu nehmenden Schauspielern oder Sängern gereift sind. Positive Beispiele hierfür sind die „High School Musical“Sweethearts Zac Efron und Selena Gomez, „Camp Rock“-Girl Demi Lovato und sogar – Ladies, brace yourselves! – Hollywood-Herzensbrecher Ryan Gosling, seines Zeichens ebenfalls früherer „Mickey Mouseketeer“. Nicht zu vergessen Pop-Superstar Justin Timberlake: Auch für ihn war der „Mickey Mouse Club“ anno 1993 das KarriereSprungbrett, bevor es mit *NSYNC losging. Disney ließ ihn seine ersten Schritte auf der Bühne machen, die er nie wieder verließ, denn wie seine Kolleginnen Cyrus und Spears empfing das PopBusiness auch ihn als „Disney-Veteranen“ mit offenen Armen. Justin Timberlake nutzte diese Chance, er und seine Musik wurden gemeinsam mit den Fans langsam, aber stetig erwachsen – der Coming-of-Age-Prozess eines Superstars, der ohne Disney wohl kaum auf Schiene gebracht worden wäre.

Die große Tini-Tour Ein Teenie-Star, der auf dem besten Wege ist, es ebenso gewitzt wie Justin Timberlake anzugehen, ist Violetta, Hauptfigur der gleichnamigen argentinischen Telenovela aus dem Hause Disney. Jung, unschuldig, natürlich schön: Das ist die Basisformel für aufstrebende Disney-Talente, die auch voll und ganz auf Violetta alias Martina Stoessel zutrifft. Eine fröhliches Teenager-Girl, das ihren Traum leben und Popstar werden will, gegen den Willen ihres Vaters heimlich eine entsprechende Ausbildung beginnt, dabei Freundschaften und Herzschmerz erlebt, aber immer sie selbst bleibt. Ganz klar, die Disney-Märchenfabrik hat auch hier den Stoff gefunden, aus dem Mädchenträume gemacht werden. „Tini“ Stoessel gehört seit dem Start der Serie zu den Superstars der Altersgruppe acht bis dreizehn, „Violetta“ war mit über 14 Millionen Zuschauern bis zu ihrem Finale im Februar 2015 eine der erfolgreichsten Fernsehserien für Mädchen.

The Best Of Violetta Nach insgesamt drei Staffeln endet die erfolgreiche Telenovela „Violetta“. Das „Best-of“ feiert nochmals die größten Hits!

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Auch nach Serienende geht Tinis Erfolgsgeschichte weiter, ihre Fans fiebern dem kommenden Jahr bereits entgegen: Auf der großen „TINI: Got Me Started“-Tour können sie die sympathische Argentinierin singender- und tanzenderweise live erleben. Es ist die erste Solo-Tournee nach ihrem Kinodebüt in „Tini: Violettas Zukunft“ und ihrem im April veröffentlichten Album „Tini“. Bei der Konzert-Tour im Frühling 2017 wird das junge Idol sowohl Songs aus dem Album als auch aus „Violetta“ performen – und damit dem Grundstein ihrer Karriere huldigen. „Ich kann es nicht erwarten, mit euch zu singen und zu tanzen!“, schrieb der 19-jährige Superstar ihrer Anhängerschaft auf Facebook. Und die Hallen werden voll werden, denn Tinis Geschichte ist ein modernes Märchen Marke Disney, mit viel Gesang, viel rosa Glitzer und einer liebenswerten Hauptdarstellerin, die zeigt, dass man es als Disney-Jungstar auch richtig machen kann.

Tini Das Debütalbum der argentinischen Schauspielerin ist auch gleichzeitig Soundtrack zum Spielfilm „Tini: Violettas Zukunft“, in dem sie die Hauptrolle spielt.


EINZIGARTIGES ZU WEIHNACHTEN SCHENKEN

12. JULI - 19. AUGUST 2017 WWW.OPERIMSTEINBRUCH.AT


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!ticket live

Best Place in Vienna Keine andere heimische Location verkörpert das freie Gefühl alternativer Subkulturen so sehr wie die Arena. Eine Wiener Institution mit bewegter Geschichte. TEXT: AMINA BEGANOVIC

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b Punk- und Metalbands, Folk-Gruppen und SingerSongwriter oder Drum-’n’Bass-DJs – sie alle geben sich hier die Klinke in die Hand: Die Arena versteht es, verschiedensten popkulturellen Einflüssen eine Bühne zu geben und dabei dem Mainstream lächelnd eine Absage zu erteilen. Auch das industriell-alternative Ambiente verleiht dem berühmten Backsteinbau in Wien-Landstraße seinen besonderen Charme.

termine (auswahl) Caliban / Suicide Silence (8.) und die MTV Headbangers Ball Tour mit u. a. Iced Earth (16.) sind nur zwei der zahlreichen Höhepunkte im Dezember, und auch der Jänner weiß mit Black Stone Cherry (21.) und Sportfreunde Stiller (8.) die ersten Jahres-Highlights zu kredenzen. Stark wird auch der Februar mit Hammerfall (1.), Devin Townsend Project (14). und Skunk Anansie (18.), bevor bereits im April mit dem Vienna Metal Meeting (8.) und dem Impericon Festival (14.) die ersten Festivals des Jahres anstehen. Sobald es wärmer wird, rufen mit Christina Stürmer (12.) und Bilderbuch (18.) im Mai die ersten Open Airs.

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Atmosphäre Die Arena gehört nicht umsonst zu den beliebtesten heimischen Locations.

Zeitpunkt für die heimische Protestkultur, dem laufenden europäischen Trend zu folgen und sich ebenfalls zu formieren: Aktivisten, genauer gesagt die Besucher der letzten dort stattfindenden Theatervorstellung, besetzten das Areal, um es weiterhin als dringend gebrauchtes Zentrum für Jugend-, Alternativ- und Gegenkultur zu bewahren – denn zu jener Zeit hatte die Stadt für junge Undergroundler nur wenig zu bieten. Auch bekannte Persönlichkeiten der Austropop-Szene schlossen sich dem Protest der „Arenauten“ an, der sich über Monate hinweg zog. Über 200.000 Menschen besuchten

während der Besetzung das Gelände, das sich zum selbst verwalteten Kultur- und Kommunikationszentrum wandelte. Was mit Erfolg gekrönt wurde: Die Arena blieb in ihrer bestehenden Form erhalten, ihre Funktionen wurden über die Jahre ausgebaut. Heute ist sie Österreichs größte Anlaufstelle alternativer Kultur, Leonhard Cohen bezeichnete sie einst als „best place in Vienna, best place in Europe, best place in the world“. Musik, Kino und mehr Man kann Meister Cohen zustimmen oder nicht, Fakt ist, dass die Arena ein

Fotos: Arena Wien

Der Atem der Geschichte Kein Wunder, denn die mit Graffiti besprühten Ziegelwände sind ein Ort mit bewegter Geschichte: Anno 1970 fungierten die Gründe des ehemaligen Auslandsschlachthof St. Marx als alternative Veranstaltungsschiene der Wiener Festwochen, 1976 drohten jedoch Verkauf und Abriss. Perfekter


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Protestkultur Die „Arenauten“ kämpften um den Erhalt „ihres“ Schlachthofes.

breites Programmspektrum bietet: Dreiraum, kleine und große Halle sowie die vielgeliebte Open-Air-Bühne auf der 400 Quadratmeter großen Wiesenfläche lassen Live-Musik zum Erlebnis werden. Party-Events wie Mainframe, Iceberg und Co. füllen die Dancefloors, während das Beisl zum gemütlichen Beisammensein lädt. Nicht zu vergessen das alljährliche Sommerkino! Hier ist also für jeden Geschmack etwas dabei – fast: „Inhaltlich faschistische Musik oder Kultur haben bei uns nichts zu suchen“, betont Rainer Krispel, Obmann des betreibenden Vereins Forum Wien Arena. Nebst Veranstaltungsbetrieb fungiert die Arena zudem seit jeher für die dort arbeitenden Menschen als wichtiges soziales Netzwerk. Auch für die heimische Künstlerszene ist sie von großer

Bedeutung: „Sie spielen hier, sehr viele von ihnen. Genau das braucht jede Kunst: Gelegenheit, sich zu ereignen“, so Krispel. Sein persönliches Lieblingsevent? „Alles, was auf dem Gelände der Arena passiert und bei dem sich alle

Beteiligten gleichermaßen wohl und wahrgenommen, wenn nicht gar ‚frei‘ fühlen.“ Kein Wunder also, dass die Bezeichnung „best place in Vienna“ für viele Arena-Fans ihre Berechtigung hat.


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!ticket live

Goldstandard Tighte Gitarrenriffs, groovende Basslines, treibende Beats und Texte, die Auseinandersetzung suchen – das ist der hohe Standard von NA15!

termine

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Tage vergehen zwischen der Geburt eines Babys und seinem Eintritt in den Kindergarten. Während dieser Zeit entwickelt sich das Gehirn und bildet die Basis für Zukünftiges: Wird aus dem neugeborenen Goldschatz ein Geschöpf, das seine täglichen Informationen aus dem Standard oder der Österreich be-

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zieht? Ein Menschlein, das fundierte Kritik am Alltagsgeschehen zu üben weiß, oder eines, das sich in widerwärtigstem Populismus ertränkt? 2.000 Tage vergingen auch zwischen dem selbstbetitelten Zweitling der westungarischen (sprich: burgenländischen) Rapcore-Formation NA15 und dessen brandaktuellem Nachfolger „Goldstan-

„Goldstandard“ ist bereits erschienen. Die herrlichen Waldeck gehen im Dezember auf „Gran Paradiso“-Tour und kommen zu Monatsanfang nach Innsbruck, Salzburg, Linz, Wien und Graz. Das bittersüße Quintett James Choice & The Bad Decisions spielt ebenso wie die zünftigen Gnackwatschn zu Monatsanfang und -ende im B72, Granada zur Monatsmitte in Graz, Wien, Linz, Dornbirn, Innsbruck und Salzburg. Besonders freuen wir uns auf „Bock Auf Kultur“ am 15. in der Wiener Arena, dabei sind Krautschädl, folkshilfe und Matakustix. Am Tag davor spielt der König der Alpen, Crack Ignaz, nach unzähligen ausverkauften Shows in Österreich und Deutschland ebenda. Am 16. findet sich der „Straßenmusiker“, Rapper Dame, im Linzer Posthof ein, am 17. im Grazer ppc und am 18. im Wiener Gasometer. Ebenfalls im Gasometer, allerdings bereits am 17., gibt es mit Alkbottle „Biernachten“!

Fotos: NA15, Hersteller

Bereits Goethe wusste, dass sich für beide Geschlechter nur zwei Dinge das Wasser reichen können: Geld und Sex. Die burgenländische Rapcore-Formation NA15 weiß mit „Goldstandard“ beide Eckpunkte des (Über-)lebens erstmals zu gatten. TEXT: STEFAN BAUMGARTNER

NA15 gehen mit „Goldstandard“ natürlich auch wieder auf Tour, alle Termine findet ihr nach und nach auf www.na15.at!


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MUNDPROPAGANDA

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dard“ – und ja, auch NA15 sind seit ehedem „erwachsen(er)“ geworden, ohne dabei jedoch das Kind im Mann zu vergessen: „Ich glaube, die Aufgabe der Kunst ist es, dem Rezipienten etwas vorzulegen, mit dem er sich auseinandersetzen kann. Das kann eine sehr triviale Beschäftigung sein oder eine sehr tief gehende“, versucht Sänger Edi Mastalski – in der Eigeneinschätzung immerhin der „verkopfte Intellektuelle“ der Band, der aber auch für „billige Kalauer“ zu haben ist – die Eckpunkte des eigenen Anspruches kulturtheoretisch dingfest zu machen. Und genau deswegen kann man sich mit ihm auch sowohl köstlich darüber amüsieren, wie der märchenhafte Goldesel das Gold nun einmal produziert, als auch tiefgründig über die postfaktische Menschheitsepoche diskutieren – wenngleich die „Negation der Schwerkraft“ die einzige Aluhuttheorie ist, welcher die Band folgt. Aber dazu gibt es mit „Wirklichkeit“ auf „Goldstandard“ sogar eine beinharte Abrechnung, unzensuriert selbstverständlich. Zwischenmenschliches Zensuriert wird nur, wenn wir Edi in die Nassräumlichkeiten verfolgen: Im ersten „Goldstandard“-Vorboten, dem Video zu „Mein weißes T-Shirt“, rekelt er sich zu Überlegungen über Markengeilheit und Kaufrausch nackend in der Wanne, mit einem Schwamm das Hüftgold polierend. Schlagzeuger Stefan Meller wirft ihm einen liebevoll-zärtlichen Blick zu, kredenzt Nuttenbrause – jugendfrei (dabei aber nicht unsexy) bleibt es aber auch weiterhin. Zwischenmenschliches wird bei NA15 also großgeschrieben, denn „neben gutem Sex“ ist für die immerhin schon 15 Jahre andauernde Lebensabschnittsvereinigung „nur Laissez Faire und Hakuna Matata“ noch wichtiger. Und natürlich die bandinterne Gewaltentrennung – denn ohne Frontsau verkäme jede noch so talentierte

Band zur Fahrstuhlmusik (so auch der Titel des Debüts), und vice versa selbige zu einem peinlichen Hampelmann. Wie gut, dass bei NA15 aber – um das Sprichwort zu persiflieren – tatsächlich alles glänzt, was gülden ist, man merkt, dass jeder Kreative hier auch sein unabdingbares Korrektiv hat: (Funktionierende) Basisdemokratie statt starkem Führer! Gold regiert die Welt NA15 haben in den 2.000 Tagen seit „nullacht.15“ – trotz oder gerade wegen der Präsenz in Funk und Fernsehen – vor allem aber auch eines gelernt: „das (Musik-)Business“ ist nicht ihr Ding. Das ist auch gut so, denn selbiges poliert üblicherweise zwar den Kontostand auf, die Kunst dabei aber schrecklich glatt – da regiert das Marketing. Und wenn man auch in der nicht unbeliebten Vielzahl zwischen Rap, Core, Hip-Hop und Metal changiert, angepasst gibt man sich dabei nicht: „Integrität ist etwas Schönes, diese sollte also entsprechend teuer sein“, winkt Edi ab und notiert uns eine neunstellige Zahl auf einem Stück Papier – eine, die wir auch gerne bereit wären zu sponsern, denn eine ambitionierte Band nach einer Album-Produktion über Geld zu befragen ist ungefähr ähnlich einfühlsam, wie einen trockenen Alkoholiker zum 1. Jahrestag mit einen edlen Tropfen zum Anstoßen verführen zu wollen. Andererseits, selbst schuld, der Titel ist auch ein zu schöner Aufhänger. Macht Geld überhaupt glücklich? „Ich verstehe Geld als Mittel zum Zweck. Wenn es zum Selbstzweck wird, ist man mittellos“, gibt sich Edi als klassischer Lebemensch mit schwelend-brodelnder Sneaker-Sucht und deswegen hat seine „Morgenstund‘“ auch kein „Gold im Mund“, sondern einfach nur ein altwienerisches „Geh in Oasch!“. So ist’s eben, wenn man sein nicht vorhandenes Erspartes im flüssigen anstatt in Betongold anlegt.

Hören Sie mal rein! Die folgenden Veröffentlichungen sollten in keinem gut sortierten Plattenschrank fehlen. Oder? (sb)

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BZFOS – Bloody Unholy Christmas Gemeinsam mit illustren Gästen (u. a. Bela B.) gibt’s erstmals ABBA, Robbie und Falco im Horrorbilly-Gewand.

LIVE Federspiel – Smaragd Volkstümlicher Lokalkolorit verwebt sich gekonnt mit Weltmusik. Saugut, aber auch vorbildhaft fürs wirkliche Leben.

LIVE Sperenzi – Sperenzi Auf ihrem Debüt erbauen sie ein gigantisch sphärisches Synth-Pop-Universum, das vermeinen macht zu schweben.

LIVE Gert Steinbäcker – Ja eh Spezielles Highlight auf dem 5. Solo des urigen STSlers: „Großvater“ in einer symphonischen Version von Kolonovits!

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Donauwellenreiter – Euphoria Für Ästheten, die gerne durch ein buntes Potpourri zwischen Kammermusik und Ambient-Jazz getrieben werden.

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Weihnachtsfrieden Wenn die ewig junge Vicky Leandros am 19. Dezember in der Wiener Votivkirche Weihnachten vorfeiert, freut sie sich schon auf ihr privates Fest im kleinen, familiären Rahmen. TEXT: ALEXANDER HAIDE

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o für andere die Hektik beginnt, hat sich Vicky Leandros, unglaubliche 64 Jahre jung, ihr persönliches Stück Weihnachtsfrieden erhalten. Wo andere KünstlerkollegInnen über Auftrittsstress in der „Stillen Zeit“ jammern, ist jedes ihrer sieben Weihnachtskonzerte – der Aufritt in der Wiener Votivkirche ist der einzige in Österreich – ein Schritt näher zum Höhepunkt: dem ganz privaten Fest im Kreise ihrer Familie.

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Deus statt Theo „Ich mag Weihnachtslieder“, gesteht die griechisch-deutsche Musiklegende beim Plausch im Rosengarten-Café des noblen Grand Hotel. „Es ist meine Leidenschaft, in einer Kirche ist es noch dazu festlichfeierlich.“ Ihr Weihnachtskonzert in der Votivkirche bleibt jedoch schlagerfrei, ihr „Theo“ bleibt draußen, damit der „Deus“ nicht eifersüchtelt: „Am Beginn singe ich weltliche Titel, bei denen die Texte sehr gut zur vorweihnachtlichen

Zeit passen, wie von Xavier Naidoo ,Möge der Himmel‘, das er für mich geschrieben hat. Oder von Jacques Brel ,Wie ein Kind‘, ,White Christmas‘ und ein griechisches Weihnachtslied natürlich“, umreißt die Diva des Chansons im unglaublichen 50. Jahr ihrer Ausnahmekarriere das Programm. Mit einem ihrer persönlichen Favoriten, „Hallelujah“, für das Leandros zwei deutsche Strophen geschrieben hat und „Litte Drummer Boy“ geht es zum tra-

Foto: Clemens Fabry

Märchenhafte Weihnachten Mit einem glanzvollen Konzert lässt Vicky Leandros 2016 wieder festlich ausklingen. Das Programm erinnert an vergangene Kindheitstage, in denen Weihnachten noch ein geheimnisvolles Märchen war.


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ditionellen Teil des stimmungsvollen Abends. „Dann folgen die deutschen Weihnachtslieder und es kommt ein Kinderchor dazu“, freut sich die Grande Dame. „Auf die Kinder und unser gemeinsames ,O du fröhliche‘, ,Leise rieselt der Schnee‘ und ,Stille Nacht‘ freue ich mich jedes Mal!“

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Weihnachtswahn Der übliche Weihnachtswahn prallt an Leandros ab. „Das bereits im Herbst die Lebkuchen im Supermarkt aufliegen und die Dekoration immer früher anfängt, stört mich überhaupt nicht“, zuckt sie mit den Schultern. „Meine Familie und ich feiern die Geburt Christi, und wir finden alle zueinander. Bei uns ist nicht alles so hektisch, es gibt auch Stille.“ Zeit für einander zu haben, Zeit, über das Leben nachzudenken – bei den Leandros’ zu Hause, wo das bürgerliche „von Ruffin“ auf dem Türschild steht, sind noch die klassischen Weihnachtswerte wichtig. Traditionell Die Kirchenkonzerte sind der Grundstock zur perfekten (Ein-)Stimmung. Gefeiert wird ganz traditionell am 24. Dezember im Kreise der ganzen Familie. „Meine erwachsenen Kinder sind alle da, viel Verwandtschaft“, freut sich die Frau mit mehr als 55 Millionen verkauften Tonträgern auf der Habenseite. „Wir haben einen Baum, ganz klassisch, und ich koche die ganze Zeit.“ Auf den Tisch kommt eine Weihnachtsgans, griechisch gefüllt mit Kastanien, Rosinen, Pinienkernen, Zimt und Zucker. Das gemeinsame Singen ist obligat, Gedichte werden aufgesagt, es gibt kleine Geschenke. Aber eines geht gar nicht, das Feiern im Schlabberlook: „Wir sind alle schon festlich angezogen, nicht leger!“

Schlagerglückseligkeit Lange dauert der Weihnachtsfrieden im Hause Leandros nicht, denn bereits ab Mitte Jänner ist Vicky wieder auf Tournee, dann mit ihrem aktuellen Programm „Ich liebe das Leben“ und als Teil der „Schlagernacht des Jahres“. Den aktuellen Boom des Schlagers mit jüngeren KollegInnen wie Vanessa Mai und auch Andreas Gabalier sieht die Diva durchwegs positiv. „Was in den letzten Jahren da nachgekommen ist, ist sehr gut – ob Gabalier oder Helene Fischer. Die sind großartig, können gut singen und machen eine gute Show“, streut Vicky Leandros Rosen. „Der Schlager hat sich sehr weiterentwickelt. Vor zwanzig Jahren war alles stehen geblieben, Schlager war ja fast ein Schimpfwort. Das hat sich geändert und das freut mich für die jungen Künstler.“ Ist das gleichzeitig das Comeback der weltfremden, heilen Schlagerglückseligkeit in Unruhezeiten? „Musik soll dazu beitragen, Menschen zu unterhalten, egal ob seicht oder tiefsinnig. Ich finde, dass man für zwei, drei Stunden schon gerne eine heile Welt hat. Das ist, als ob man einen alten Heimatfilm oder Hollywood-Schinken ansieht. Ich liebe diese österreichischen Heimatfilme!“ Wo andere Stars längst schon in der Pension auf Kreuzfahrten durchs warme Mittelmeer schippern, kann es sich Leandros nicht vorstellen, mit Auftritten aufzuhören. „Ich weiß nicht, ob ich das Singen brauche, aber mir machen die Konzerte Spaß. Man darf ja nicht vergessen, ich bin schon so lange dabei“, freut sich der Star über die ungebrochene Popularität, „Es ist ja nicht selbstverständlich, dass es mich noch gibt! Ich bin sehr dankbar, dass Menschen überhaupt in meine Konzerte kommen, mich sehen und hören wollen.“

termine Märchenhaft leitet Vicky Leandros am 19. Dezember in der Wiener Votivkirche die „Stille Zeit“ ein. Freunde des Schlagers werden im Rahmen von „Zauber der Weihnacht“ verzaubert, zwischen 10. und 20. Dezember u. a. in St. Pölten, Villach, Bregenz, Innsbruck und Linz. Genrefreunde werden natürlich auch beim Weihnachtskonzert der Kastelruther Spatzen in Seefeld in Tirol am 15. Dezember bestens bedient sowie bei den WeihnachtsTerminen der Paldauer zwischen 4. und 8. Dezember in Innsbruck, Salzburg und Bregenz. „Still“ wird es am 2. Dezember im Grazer Orpheum und am 7. Dezember im Wiener Globe, wenn zum letzten Mal Otto Lechner, Klaus Trabitsch und die Bethlehem Allstars mit ihrem Weihnachts-Liedgut kultige Tradition auf die Bühne bringen. Im Gegenteil laut und vor allem rockig wird es bei Andy Lee Lang & The Spirit, die am 21. Dezember mit Spezialgast Georgie Fame und komplett neu konzipierter Weihnachtsshow mit Hits von „The Great Snowman“ bis hin zu „Winter Wonderland“ die Wiener Stadthalle (F) rocken. Michael Seida & Band bringen am 9. und 19. Dezember ihre charmant-authentische Weihnachtsshow ins Wiener Metropol, wie immer „auf unsa Sproch“. Mit einem ordentlichen Damenspitz feiern Alkbottle am 17. Dezember im Wiener Gasometer „fett wia Christkindl“ und verteilen mindestens 15 Packeln. Viktor Gernot und seine „besten Freunde“ feiern u. a. am 12. Dezember im Wiener Globe und am 13. Dezember im Stadttheater Wiener Neustadt ausgelassen-verrückt bis hin zu sinnlich-besinnlich. Himmlischen Festglanz und extravagante Glanzpunkte verspricht Trumpets in Concert, die ab Monatsanfang u. a. in Salzburg und Wien zu erleben sind! Überaus edel wird es dieses Jahr auch wieder im Wiener Konzerthaus, wenn im Rahmen von Christmas in Vienna zum „Fest der Stimmen, der Freude und des Friedens“ geladen wird.

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Wahre Liebe Erstmals zeigt eine „Holiday on Ice“-Show eine durchgängige Geschichte: „Believe“ erzählt von der wahren Liebe, die alle Hürden überwindet. TEXT: PAUL M. DELAVOS

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m 23. April 2016 jährte sich der Todestag von William Shakespeare zum 400. Mal. Das war der Anstoß, in der neuen „Holiday on Ice“-Show „Believe“ eine Geschichte über die Liebe zu erzählen – ganz im Stile von „Romeo & Julia“. So kommen auf dem Eis große Emotionen wie Sehnsucht, verbotenes Ver-

termine Die neue „Holiday On Ice“-Show „Believe“ erleben Sie zwischen 12. und 22. Jänner in der Wiener Stadthalle (D).

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langen oder Eifersucht zum Vorschein. Doch eines ist anders als bei Shakespeare: Die beiden Liebenden erwartet zum Schluss ein Happy End. Dabei kommen die beiden aus unterschiedlichen Welten: Die eine ist von Maschinen geprägt, die andere voller pulsierendem Glanz und Glamour. Wasserbrunnen Auch bei der aktuellen Show erwarten das Publikum wieder schillernde, teilweise illuminierte Kostüme, außergewöhnliche Choreografien und Eiskunstlauf der Spitzenklasse. Highlights

sind eine akrobatische Glanznummer im Wasserbrunnen sowie faszinierende Stunt-LäuferInnen. Die Choreografie und Regie verantwortet Eistanz-Legende und Olympiasieger Christopher Dean. Vielen ist noch in Erinnerung, dass er mit seiner Partnerin Jayne Torvill für seine Kür zu Maurice Ravels „Boléro“ bei den Olympischen Winterspielen in Sarajewo 1984 neunmal die damals höchste Note 6,0 erhielt. Schon damals erzählten die beiden kompakt in 4.28 Minuten eine Liebesgeschichte. Wie passend, dass der Bewerb am Valentinstag stattfand …

Foto: Stage Entertainment Touring Productions, Morris MacMatzen

Holiday On Ice Bei dem außergewöhnlichsten Show-Erlebnis des Jahres erwartet den Zuschauer Eiskunstlauf der Spitzenklasse, bei den spektakulären akrobatischen Darbietungen folgt ein Highlight dem nächsten. Und das natürlich vor einer bezaubernden Kulisse!


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The Sound of Music Das kulturelle Leben in Salzburg bietet um einiges mehr an Vielfalt als nur die jährlich stattfindenden Festspiele und alles, was mit Mozart zu tun hat. Ein Streifzug durch die Stadt. TEXT: PAUL M. DELAVOS

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eginnen wir aber doch mit Mozart: Joannes Chrysostomus Wolfgangus Theophilus Mozart erblickt am 27. Jänner 1756 in Salzburg das Licht der Welt. Er selbst nannte sich meist Wolfgang Amadé Mozart. Der aus Augsburg stammende Vater Leopold war zum Studium nach Salzburg gekommen und blieb. Schon bald entdeckte er das musikalische Talent seines Sohnes und trainierte ihn sowie seine Schwester Maria Anna als Wunderkinder, mit denen er von Hof zu Hof reiste. Das weitere Leben Wolfgangs ist Ihnen sicherlich bekannt …

termine (auswahl) Salzburger Landestheater Wir empfehlen „The Sound of Music“, das Musical von Richard Rodgers und Oscar Hammerstein II, das zwischen März und Juni zur Aufführung gelangt. Ebenso „Idomeneo, rè di Creta“, eine dramma per musica in tre atti von W. A. Mozart zwischen Dezember und März. Nicht verpassen sollten Sie auch „Terror“, ein Schauspiel von Ferdinand von Schirach, das zwischen Februar und April gespielt wird. Schauspielhaus Salzburg Verpassen Sie auf keinen Fall zwei der größten heimischen Theatermacher: Zwischen Jänner und März erleben wir hier „Wut“, ein Drama von Elfriede Jelinek, zwischen Mai und Juni mit „Der Theatermacher“ ein Schauspiel des großen Thomas Bernhard. Zwischen Mai und Juni sollten Sie zudem auch unbedingt „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“, das Stück nach dem Bestseller von Jonas Jonasson, auf keinen Fall auslassen!

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Mozarteum Am 22. April 1841 wird der „Dommusikverein und Mozarteum“ als Musikschule und zur Sammlung alter Mozart-Dokumente gegründet. Heute versteht man unter dem Begriff Mozarteum drei eigenständige Institutionen: die Universität Mozarteum Salzburg – die ob ihrer internationalen StudentInnen immer wieder für frischen Wind in Salzburg sorgt – die Internationale Stiftung Mozarteum – eine Musikaliensammlung, Forschungsinstitut und Konzertveranstalter – sowie das Mozarteumorchester Salzburg, das Symphonieorchester von Stadt und Land Salzburg, das international tourt, eine enge Ver-

bindung zu den Festspielen hat und die Funktion eines festen Opernorchesters für das Landestheater übernimmt. Mozart dominiert natürlich noch immer einen Teil des Salzburger Kulturlebens, so sind im Landestheater seine Oper „Idomeneo, rè di Creta“ und bei den Salzburger Festspielen 2017 „La clemenza di Tito“, dirigiert von Teodor Currentzis, einem der derzeit „angesagtesten“ Pultstars, zu sehen. Die Familie Trapp Salzburg, das ist aber auch „The Sound of Music“ – ein (amerikanisches) Musical, das die Geschichte der Familie Trapp erzählt.

Fotos: Hollitzer Verlag, Chris Rogl, Christina Canaval

The Sound of Music Die sechste Spielzeit am Salzburger Landestheater! Uwe Kröger tanzt hier als Captain Georg von Trapp mit Milica Jovanovic als Maria Rainer.


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Diese gab es wirklich, nur wurde für das Musical der Begriff der künstlerischen Freiheit sehr stark genutzt: Maria, Novizin im Kloster Nonnberg, kommt als Kindermädchen zum verwitweten Baron von Trapp und seinen sieben Kindern. Die beiden verlieben sich ineinander und heiraten. Als Familienchor treten sie unter anderem bei einem Volksmusikwettbewerb in Salzburg auf und gewinnen. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten emigriert die Familie nach Amerika und wird dort berühmt. Berühmt wird auch das Musical im amerikanischen Raum und bringt so viele Touristen auf den Spuren der Familie Trapp nach Österreich. Erfolgreich ist auch die Inszenierung am Salzburger Landestheater, die bereits

2011 Premiere hatte und noch immer zu sehen ist. Der Theatermacher Salzburg, das ist aber schließlich auch eine rege freie Szene, unter anderem mit dem Schauspielhaus Salzburg, ein freies Theaterhaus, oder der SZENE Salzburg, einem unabhängigen Kulturverein, der seit über 30 Jahren grenzüberschreitende Kunst in Salzburg präsentiert und das Veranstaltungshaus republic bespielt. Der Spielplan des Schauspielhauses spannt den Bogen von der Antike über die Klassik bis zur Gegenwart. Einen speziellen Fokus bilden Ur- und Erstaufführungen sowie Theater für junges Publikum. Ein Höhepunkt der Saison verspricht „Der Theatermacher“ zu

buchtipp Salzburg: Sounds of Migration. Geschichte und aktuelle Initativen MusikerInnen und SängerInnen sind schon immer viel gereist – so z. B. W. A. Mozart als Wunderkind und später auch als Komponist, um Aufträge zu bekommen. Musik kann auch Mittel zur Begegnung unterschiedlicher Kulturen sein. Vorgestellt werden diverse kulturelle Initiativen, die sich das zunutze machen, aber auch jene internationale Wege, die Musik und Musikausbildung zuweilen nehmen. Das Buch ist ein etwas anderer Blick auf Salzburg und – vor allem auch vor dem aktuellen Hintergrund der großen Fluchtbewegungen – spannend zu lesen und unterstützt, Migration als Chance zu begreifen.

Der Theatermacher Thomas Bernhards Hassliebe zu Salzburg in Salzburg. Und das im Schauspielhaus Salzburg. Sapperlot!

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Herausgegeben von Wolfgang Gratzer, Sylvia Hahn, Michael Malkiewicz und Sabine Veits-Falk, erschienen im Hollitzer Verlag 2016

werden: Thomas Bernhard zelebriert in seinem Stück seine Hassliebe zu Salzburg, Österreich im Allgemeinen und dem Theater im Besonderen. Die Uraufführung bei den Salzburger Festspielen im Jahr 1985 sorgte für Aufruhr, denn die Zitate über das Notlicht sind Anspielung auf den vorhergehenden Skandal im Zusammenhang mit der Salzburger Uraufführung von „Der Ignorant und der Wahnsinnige“. Weitere Empfehlungen finden Sie im Terminkasten – und wer länger in der Stadt verweilt, dem sei auch noch ein Rundgang durch das Domquartier Salzburg mit seinen fünf Museen empfohlen.

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Dave Matthews Mit Tim Reynolds Im kommenden Frühjahr dürfen wir in den Genuss eines Akustikkonzertes von Dave Matthews & Tim Reynolds kommen. Lieder werden auf ihre Essenz reduziert. Geschichten sollen erzählt werden. Gemeinsam spielen sie schon in der gerühmten Dave Matthews Band, als Duo haben sie bisher drei Live-Doppelalben veröffentlicht. Ein rares Erlebnis!

Sandmalerei „Hoamatland“ und „Wien, Wien, nur du allein …“ Zum ersten Mal ist es nun möglich, die originelle Sandmalerei-Kunst in Österreich als abendfüllende Live-Shows zu erleben. Dem breiten Publikum ist die Sandmalerei seit den sensationellen Auftritten bei „RTL Supertalent“ bekannt. Irina Titova beherrscht die Kunst in Perfektion und wird hinreißende endliche Kunstwerke entstehen lassen – Geschichten aus Sand. 2./3. Dezember, Linz & bis 23. Februar, Wien

Deftones 1. April, Wiener Konzerthaus Rockin’ Christmas – The Original mit The Spirit Für das heurige Konzert hat Andy Lee Lang ein komplett neues Konzept mit 15 neuen Songs entwickelt. Neben Klassikern wie „Rockin’ Around The Christmas Tree“ und „Winter Wonderland“ in rockigen Versionen finden sich Highlights wie „The Great Snowman“ oder „Even Santa Claus Gets The Blues“. Die Show bietet aber nicht nur Rockiges, sondern auch wunderschöne Balladen. Als Spezialgast lud Lang dieses Jahr den weltbekannten Georgie Fame („The Ballad Of Bonnie And Clyde“) nach Wien.

Andy Lee Lang Gore Zuckerbrot und Peitsche – dass das Quintett aus Kalifornien dieses Rezept beherrscht, bewiesen sie zu Genüge auf Überalben wie „White Pony“ oder „Diamond Eyes“, nicht minder nun auf ihrem achten Studioalbum „Gore“, das die kompromisslose Erotik der Aggression vielleicht auf den Zenit treibt, ja – Sex ist nicht nur schmutzig und laut, sondern auch manchmal hitzig und wild. Hier prallen schroffe Wut und verträumte Sehnsucht aufeinander, Metal auf der einen, Dreampop auf der anderen Seite. 21. Dezember, Wiener Stadthalle (F)

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18. April, Planet.tt Bank Austria Halle Gasometer

Fotos: Manfred Baumann (Andy Lee Lang), Rene Huemer (Dave Matthews), Warner Music (Deftones), beigestellt (Sandmalerei)

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MUNDPROPAGANDA STING

Die folgenden Veröffentlichungen sollten in keinem gut sortierten Plattenschrank fehlen. Oder? (sb)

Rush – 2112 (40th Anniversary) So wird Klassikern gehuldigt: exklusive Begleittexte, zahlreiche Live-Raritäten und mit u. a. Dave Grohl als Gast!

57th & 9th

Unheilig – Von Mensch zu Mensch Das melodramatische Schröpfen der Fans mit seichtem Schwulst hält an – wie des Bettlers weinerliches „Bitte, biiiiitte“.

Endlich fokussiert Sting wieder auf die Essenz, ohne bourgeoises Liebäugeln mit lästigem Beiwerk wie Fiddle-Folk („The Last Ship“) oder Renaissance („Songs From The Labyrinth“): „57th & 9th“ ist ein bodenständiges Rockalbum geworden, mit Standard-Instrumentierung, knappen Songs und weniger auf Samttiger getrimmter Stimme. Dass Sting zur kreativen Weltelite gehört, zeigen da

BRUNO MARS J. Cale – Fragments Of A Rainy Season Die Neuauflage des exzeptionellen Live-Mitschnitts des Velvet Undergroundlers, Cohens „Hallelujah“ inklusive.

LIVE Dropkick Murphys – 11 Short Stories Of Pain & Glory Die AC/DC des Irish-Punk kehren wieder, diesmal mit in Texas geschliffenen Rotzlöffeln. Fetzt!

LIVE Gotthard – Silver Sehr episch und gefällig, durchwegs aber zügig: Da hat wohl jemand dem alten Gaul Endorphine gefixt! Electrified!

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24K Magic

LIVE

Vom Reggae-gefärbten MotownCrooner („Doo-Wops & Hooligans“) über den zotig-serenen Knaben („Unorthodox Jukebox“) hin zum Überstar, genährt aus Prince und Michael Jackson: Mit „24K Magic“ ist Mars ein Album gelungen, das sich nicht nur obsessiv aus dem R&B der 80er und 90er nährt, sondern mit seiner flimmernd-verruchten 70er-Funk-Coolness auch mühelos den Sprung zwischen

weniger die „neuen großen Hits“, denn die sucht man vergebens – dafür offeriert er mehr als nur marktschreierische Refrains, sondern auch Strophe und Bridge mit Bestand. Neben der Substanz zeigt „57th & 9th“ auch sein feinfühliges Geschick der Gratwanderung, zurück zu den Wurzeln schielen zu können, ohne dabei peinlich gestrig zu wirken. Grund dafür ist wohl das Verlassen seiner Komfortzone, ein Öffnen zu gelöster Jam-Atmosphäre mit grandiosem Geleit (u. a. Vinnie Colaiuta, Josh Freese). So weicht die öde Routine von saftlosen Alben wie „Brand New Day“ und „Sacred Love“ ephemer verlustig gegangener, Funken sprühender Verve. Der einzige Ausfall ist „Inshalla“, musikalisch begleitet von eigens engagierten orientalischen Musikern. Warum inszeniert Sting eine Arabeske? Soll sie zeigen, wie lässig der Brite sich in fremde Kulturen einfühlt? (sb)

4/5

Club und Schlafzimmer schafft – geschwitzt wird hier wie da. Sein Drittling ist der Soundtrack eines schelmischen, dabei aber durchwegs charmant-nonchalanten Schlingels der Marke Barney Stinson aus „How I Met Your Mother“, die Begleitmusik des Taumels der Lust; ein Hedonismus, der mit frechem Schnippen und verlockendem Zwinkern zum Koitus ruft – am besten gleich hier, unter dem Stroboskop, dazu gereicht man Champagner literweise. Natürlich, „24K Magic“ trieft auch vor lauter Klischees, doch zu keinem Moment ist die Beutefeier seelenlos geraten – man höre allein das berührende „Versace On The Floor“. Im Gegensatz zum Gros des modernen Pops (exemplarisch: Rihanna) weiß Mars, warme Emotion in der Tradition von „1999“ oder „Off The Wall“ vor das kalte Kalkül zu reihen – auch wenn man seine Genese als solche lesen will, sie wirkt dabei stets wie lebendige Nostalgie. (sb)

4/5

Fotos: Hersteller

Hören Sie mal rein!


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!ticket media THE ROLLING STONES

Blue & Lonesome Über fünf Jahrzehnte nachdem die Steine ins Rollen kamen, sind sie immer noch eine Institution, die auf Intuition, Impuls und Chemie setzt: „Blue & Lonesome“, das neue Album der Rolling Stones, war, wie Richards mit seinem piratenhaften Gackern der NY Times verrät, „von höherer Stelle vorherbestimmt“. Der MarketingGrundkurs wurde mit Bravour bestanden, die zölestische Verklärung ist

perfekt. Doch tatsächlich: Was eigentlich nur als Muße gedacht war, wurde rasch zu einer gelösten, ehrlichen Reminiszenz – der zu „Blue & Lonesome“ gewachsene Jam ist ein exzeptionelles Album, komplett gegenläufig zum widerlich cleanen Zeitgeist eine Entrückung in das Blues-Delta zwischen Chicago, New York und dem Einzugsgebiet des Mississippi. Gerade Jagger präsentiert sich juvenil glühend ungestüm wie zu Frühzeiten, mit einem Organ, das jedem Schlüpfer einen Schleudergang verpasst – ohne Weichspüler versteht sich. Watts poltert erdig, Richards befindet sich im steten Wetteifer mit Jaggers schmerzlicher Harmonika (oder Gast Clapton) – und freilich, hie und da ein gelöstes Geklimper. Egal ob peinsam („Little Rain“), beschwingt („I Gotta Go“) oder für flirrende Petticoats am Parkett („Just Like I Treat You“): Sie müssen wahrlich dem Teufel ihre Seele verkauft haben. (sb)

5/5

HELENE FISCHER

LIVE

Weihnachten Mit Helene gerät der Heilige Abend zur Hölle, da fängt der Christbaum Feuer, serviert Mutter Fugu statt Karpfen – und kriegt das Bangert statt BMX und Barbie-Puppenhaus wieder nur Anziehsachen. Spätestens jetzt ereilt jeden die Winterdepression, und man kippt ein paar Schluck Alk zu viel in den Punsch, gerade weil die Qual um acht (!) Tracks erweitert wurde. Das ist Krampus statt Bescherung. (sb)

JEAN-MICHEL JARRE NEIL YOUNG

Peace Trail Der Kanadier publiziert mittlerweile wie engagierte Aktivisten ihre Studien seine akustischen Traktate rastlos im Akkord: So verwundert es nicht, dass auch „Peace Trail“ – das nach dem Semi-Livemitschnitt „Earth“ bereits zweite Album dieses Jahr – seinen nimmermüden Kampf für eine lebenswerte(re) Welt zum Inhalt hat. Anstatt der kontextuell harmonierenden wütenden Ekstasen und Eruptio-

nen, die Young mit Crazy Horse fabriziert, ist sein 37. Album jedoch vornehmlich akustisch geraten, seiert und poltert er hierauf mit Jim Keltner am Schlagwerk und Paul Bushnell am Bass über den Planeten, wirkt dabei mehr wehmütig und klagsam denn angriffslustig und murrköpfig – gerade der synthetische Effekt auf „My Pledge“ lässt Young, als flagrante Diskrepanz zu den Texten, mancherorts tatterig wirken. Doch eines Widerspenstigen Zähmung ist’s nicht, auch wenn das Kratzen, Jaulen, Schleifen und Lodern fehlt, Geräusch und Feedback nur reduziert (dabei aber, wie bei „Indian Givers“, umso kontrastreicher) querbeet pest. So ist „Peace Trail“ in seinen schrägen, beinahe zer- und gebrechlichen Zwischentönen umso (an)klagender geraten, ohne dabei in die Resignation zu kippen: Hier ist das englische „angst“ allgegenwertig. (sb)

3/5

Oxygène 3 Jarre lässt den Kosmonauten, der sich seit 40 Jahren auf Wanderschaft befindet, sein Ziel erreichen: Der Abschluss des 3-teiligen „Oxygène“-Zyklus ist ein sphärischer Flug durch mal minimalistische Geräuschkulissen, dann wiederum sich auftürmende, tosende Trance-Wellen. Vorangetrieben wird nicht profan mit pulsierenden Beats, sondern feinen Sequenzen – ein Anti-COPD, wenn man will. (sb)

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Retro & Future

60s-Crime, Sci-Fi-Strategie und Mech-Action: Die Rede ist vom Gangstergame „Mafia 3“, vom Taktiktitel „XCOM 2“ und von der Shooterperle „Titanfall 2“, die die letzten Wochen für gute Unterhaltung sorgten. TEXT: JOACHIM SCHMIDA ein Jo ist, nicht en st Pazifintball spieler ab Pai einmal er. Weil ehr ist, l c l i wi leich friedl soooo er zum Ausdge Unt n brauchhenverachte so wie c , s k n i e m ndmus nentergrunny-Van-Dandann u im F iker. Und Klass ird er zum w ker! Berser

Mafia 3 (I2K Games für PS 4, Xbox One, PC) Plus: „Eve of Destruction“, interpretiert von Barry McGuire, ist der Titel eines der erfolgreichsten Protestsongs aller Zeiten: Dieser und andere 60er-Jahre-Klassiker werden hier derart stimmungsvoll eingesetzt, dass es einem immer wieder die Gänsehaut über den Rücken laufen lässt. Aber noch was: Auch hinsichtlich der Story hätte das OpenWorld-Gangsterepos das Zeug zu einem Meisterwerk. Mit ernsteren Themen wie Rassismus und Kriegstraumata hebt sich „Mafia 3“ positiv von anderen Sandbox-Erlebnissen ab. Minus: Zugegeben, bei zunehmender Spieldauer werden die Missionen extrem repetitiv – plus: die Gegner-KI lässt zu wünschen übrig. Fazit: „Mafia 3“ ist sicherlich kein schlechtes Spiel. Die ersten Stunden gehören erzählerisch und inszenatorisch zum Besten, was dieses Spielejahr hervorgebracht hat. Leider hat man sich beim Missions-Design weniger Mühe gegeben.

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Spielwiese Jeden Monat stellt euch Joachim Schmida eine Auswahl der besten Konsolenspiele vor. Faszinierend, was sich in der Game-Welt so tut!

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Titanfall 2 (Electronic Arts für PS4, Xbox One, PC) Plus: „Bang Bang, My Titan Shot Him Down“ – der Mech-Shooter hat eine Single-Player-Kampagne, aber was für eine! Das Missions- und Level-Design ist absolut herausragend, auch grafisch und spielmechanisch macht der EgoShooter eine überaus gute Figur. Minus: Handlungsmäßig bewegen wir uns eher auf flachem Niveau. Fazit: Tolle Kampagne, gelungener Mehrspielermodus und jede Menge Abwechslung sowie kreative Neuerungen – im Vergleich zum Vorgänger hat man in allen Belangen deutlich zugelegt.

Fotos: Hersteller

XCOM 2 (2K Games für PS4, Xbox One) Plus: „Eines der süchtig machendsten Strategiespiele aller Zeiten“ oder „die zum Spiel gewordene Droge für Rundentaktiker“, haben wir Anfang des Jahres geschrieben, als die PC-Version erschien. All das trifft immer noch zu. Insbesondere die Controller-Steuerung ist ausgezeichnet umgesetzt. Minus: Bei den Ladezeiten sowie der technischen Performance herrscht Verbesserungspotenzial. Fazit: Etwas Besseres in Sachen Konsolen-Strategie ist derzeit kaum auf dem Markt zu finden.


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Christbaumschlager Weihnachtszeit ist Kinozeit: Die Filmverleiher machen uns schöne Geschenke, von „Star Wars“ bis „Assassin’s Creed“. TEXT: ANDREAS UNGERBÖCK

Rogue One Der erste Film der Anthology-Reihe der Star-Wars-Saga soll sich stilistisch von den bisherigen Filmen im Star-Wars-Universum unterscheiden. So wird „Rogue One“ ein Kriegsfilm und betont somit stärker das „Wars“ (Krieg) im Titel. „Rogue One“ spielt zeitlich zwischen Episode III und IV.

Foto: Lucasfilm

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os geht der Weihnachts-Filmtaumel schon am 2. Dezember mit „Allied“ – Brad Pitt und Marion Cotillard als Ehepaar in den Wirren des Zweiten Weltkriegs, inszeniert von Hollywood-Routinier Robert Zemeckis. Die Nähe der beiden Stars soll ja angeblich Brads Ehe mit Angelina Jolie ruiniert haben, auch wenn Mlle. Cotillard umgehend dementierte. Ob Harald Sicheritz noch einmal ein solcher Hit gelingt wie „Hinterholz 8“ oder „Poppitz“? Die Zeichen stehen nicht schlecht: Der Kabarettist der Stunde, Thomas Stipsits, macht sich als österreichischer UNO-Soldat im Nahen Osten unbeliebt, sein Name ist auch gleich der Filmtitel: „Baumschlager“ (8. Dezember). Wenig Sorgen um das Einspielergebnis muss sich Disney machen – mit „Rogue One: A Star Wars Story“(15. Dezember) steht ein todsicherer Knüller auf dem Programm. Das Spin-off, inszeniert von Gareth Edwards („Godzilla“),

soll die Wartezeit auf den nächsten „regulären“ „Star-Wars“-Film verkürzen. Einen Tag später startet ein Hit ganz anderer Machart: Damien Chazelle, der mit dem Schlagzeuger-Film „Whiplash“ einen Überraschungserfolg landete, lässt diesmal ein Musical auffahren, das sich, so hört man, mit den Klassikern des Genres messen kann: In „La La Land“ spielen, singen und tanzen Ryan Gosling und Emma Stone, die natürlich ein sehr hübsches Paar abgeben. Rasch noch vor Weihnachten kommt „Nocturnal Animals“ (23. Dezember). Der Modeschöpfer Tom Ford legt seinen zweiten Film vor, eine Literaturverfilmung um einen mysteriösen Brief und ein Manuskript, das eine Frau von ihrem Ex-Mann geschickt bekommt. Der Film ist mit Amy Adams, Jake Gyllenhaal und Michael Shannon formidabel besetzt. Vier Topstars des deutschen Kinos versammelt Wolfgang Petersen im Remake seines eigenen Films von 1976, „Vier gegen die Bank“ (25. Dezeber). Mat-

thias Schweighöfer, Til Schweiger, Jan Josef Liefers und Bully Herbig sollen/werden die Zuschauerzahlen in die Höhe treiben, während andere in der Besetzung eher eine gefährliche Drohung sehen. Gediegener geht es in „Marie Curie“ zu, einem Biopic über die große Naturwissenschaftlerin, gespielt von der bisher eher unbekannten polnischen Schauspielerin Karolina Gruszka. Regie führte Marie Noelle. Kaum sind die Feiertage vorbei, kommt Hollywood wieder mit Riesengetöse daher: Michael Fassbender haucht der Figur des Callum Lynch in „Assassin’s Creed“ (27. Dezember), der Verfilmung des populären Computergames, Leben ein. Auch hier muss man sich wohl keine Sorgen um den Publikumszuspruch machen. Spektakuläre Stunts, die Fassbender zum Teil selber ausgeführt hat, und reichlich Action werden zumindest den kleineren und größeren Buben gut gefallen.

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„Rad auf Draht“ mit oeticket.com

Foto: oeticket.com

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ahlreiche Gutscheinanbieter werben damit, mit ihren Produkten könne man „Freude“ und „magische Momente“ schenken – von romantischen Augenblicken in trauter Zweisamkeit bis hin zum actiongeladenen Spektakel. oeticket.com erfindet mit seinen Geschenkgutscheinen das Rad also nicht neu – das muss man aber auch nicht! Denn bei 75.000 Events im Jahr liegen die Vorteile ohnehin auf der Hand, ist der Reifendruck mit 11 Bar am Anschlag: Da kann man sowohl bei zahlreichen Rock-, Popund Electro-Konzerten und Festivals, Sport-Events oder Schlagergaudi ordentlich Gummi geben, als auch gemütlich zu Musicals und Shows,

Kabarett, sowie klassischen und Jazzkonzerten cruisen. Und das Beste: Mit der oeticket.comApp ist dieses Auftanken einfacher

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!ticket spaß

Weniger ist mehr Die deutsche „Gesellschaft für rationale Psychologie“ hat die Zusammenhänge zwischen Busengröße und Karriere erforscht. Das Ergebnis überrascht nur die Unwissenden: Frauen mit kleinem Busen wirken kompetenter, sachlicher und sind für Führungspositionen eher geeignet als ihre großbusigen Geschlechtsgenossinnen. Die Weichen werden schon in der Schule gestellt: Während die Sexbomben auf Partys Erfahrungen sammeln, konzentrieren sich die Kleinbusigen auf die Schule und machen fehlende Oberweite durch

mehr Wissen wett. Vollbusige Frauen gelten bei den Männer ja bekanntlich schnell als hübsch, aber doof. Das ist zwar ein blödes Vorurteil, hat aber bei vielen Karrieren sicherlich geholfen. Liebe und Passion Es scheint logisch, dass junge Frauen, die ständig hören, dass sie schön sind, irgendwann einmal selber glauben, dass sie außer Liebe und Passion nichts zu bieten haben. Kein Wunder, dass sie sich in der Folge eher auf die weiblichen Reize verlassen, sie durch

STARREBUS Welcher Künstler oder welches Event könnte mit diesem Rebus gemeint sein? Zu gewinnen gibt es ein Überraschungspaket! Die Auflösung vom letzten Monat: „Green Day“.

SEX SELLS Georg Biron

aufreizende Kleidung betonen und sich somit selbst viele Chancen nehmen, beruflich für voll genommen zu werden. Es gibt aber auch eine medizinische Erklärung dafür, dass kleinbusige Frauen auf der Karriereleiter leichter nach oben kommen: Frauen mit kleinen Brüsten produzieren mehr männliche Hormone. Die bewirken, dass solche Frauen entschlussfreudiger sind, forscher auftreten und risikobereiter und tatendurstiger sind.

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Weitere Gewinnspiele: Seiten 28 und 29, 30 und 31. Infos & Teilnahmebedingungen: ticketmagazin.com. Wir freuen uns auch über Postkarten: !ticket Eventmagazin, Betreff: Gewinnspiel & Wunschgewinn, Heumühlgasse 11, 1040 Wien. Einsendeschluss ist der 15. Dezember 2016.

LASTNEWS 74|

Jahr für Jahr wird das burgenländische Nova Rock angenehmer: Mit dieser Saison gibt es ab € 499,90 das „All You Can Rock“-Ticket: Dieses inkludiert u.a. warme und kalte Snacks am Nachmittag, warmes Buffet abends und Getränke wie Bier, Wein und Alkoholfrei. Erhältlich bei oeticket.com.

Fotos: moff, fotolia, beigestellt

Das nächste !ticket erscheint am 28. Dezember 2016.


Die erfolgskomödie von MICHAEL NIAVARANI & ROMAN FRANKL

NEUE TERMINE

AB DEZEMBER

Sigrid

Hauser

alles auf anfang

Otto

Michael

Jaus

Niavarani

ROMEO &JULIA

Ab 23. Mai im GLOBE Wien

O H N E TO D K E I N H A P PY E N D

KAYA YANAR

STIPSITS & RUBEY

Planet ­Deutschland

Gott und Söhne

07. 12.’16

09. -11.12.’16

30. 12.’16

DIE ­HEKTIKER

MICHAEL ­MITTERMEIER

LUKAS RESETARITS

200 Jahre

Wild

Schmäh DERNIÉRE

06.+07.01.’17

10.- 13.01.’17

14. 01.’17

TRICKY NIKI

ANDREAS VITASEK

KLAUS ECKEL

PartnerTausch DERNIÉRE

Sekundenschlaf

Zuerst die gute Nachricht

19. 01.’17

20. 01.’17

23.01.+25.02.

OTTO LECHNER, KLAUS TRABITSCH & THE BETHLEHEM ALLSTARS

Still DERNIÉRE

09.01. HARRY G 30.03. PAUL PIZZERA 31.01. REBELL COMEDY 15.02. OTTO JAUS 21.02. THOMAS MAURER

04.03. GERY SEIDL 11.05.  GERHARD POLT & 22.03. SENNA ­GAMMOUR WELL-BRÜDER 23.03.+05.04. STERMANN AB OKTOBER ’17 & GRISSEMANN PIZZERA & JAUS 27.04. STEFAN VERRA

Weitere Termine und Karten auf www.globe.wien


präsentiert

HIGHLIGHTS LUKE MOCKRIDGE „Lucky Man“

„Ds passiert alles in dein Birne“

08.02.’17 Linz, Posthof 09.02.’17 Graz, Orpheum 10.02.’17 Wien, Theater Akzent

„10“ N TO G IN R CAR BROWN 04.02.’17 Salzburg, Arena 05.02.’17 Linz, Tips Arena 22.03.’17 Wien, Stadthalle D 14.05.’17 Graz, Stadthalle

S EHRLICH BROTHER ue

„Faszination – die ne Magie Show “

26.01.’17 Graz, Stadthalle 27.01.’17 Wien, Stadthalle D 28.01.’17 Linz, Tips Arena 29.01.’17 Salzburg, Arena

„Kronk“

BÜLENT CEYLAN

15.06.’17 Wien, Stadthalle D 29.09.’17 Salzburg, Arena 30.09.’17 Innsbruck, Olympiahalle

HARRY G

„#HarrydieEhre“

06.01.’17 Salzburg, Congress 09.01.’17 Wien, Globe 10.01.’17 Linz, Posthof 31.01.’17 Innsbruck, Congress

SASCHA GRAMMEL

„Ich find’s lustig“

06.02.’17 Salzburg, Arena 07.02.’17 Graz, Stadthalle 08.02.’17 Linz, Tips Arena 09.+10.02.’17 Wien, Stadthalle D 31.05.’17 Bregenz, Festspielhaus

TEDDY SHOW7 Wien, Stadthalle F 27.05.’1 28.05.’17 Salzburg, Arena

 r. Neustadt, 23.03.’17 W Arena Nova 24.03.’17 Linz, Tips Arena

„nachSITZen“

MARTIN RÜTTER 11.05.’17 Salzburg, Arena 12.05.’17 Linz, Tips Arena 13.05.’17 Graz, Helmut-List-Halle 14.05.’17 Wien, Stadthalle F

„Nur Nuhr“

DIETER NUHR

!ticket Dezember 2016  

mit Robbie Williams * Coldplay * System Of A Down * Michi Hayböck und Stefan Kraft * The Rolling Stones * Sting * Arena Wien * uvm

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