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Gotthard Touristisch 10.06.2011 Neue Zürcher Zeitung Regionalzüge auf der Bergstrecke brächten touristischen Schub

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Date: 10.06.2011

Neue Zürcher Zeitung 8021 Zürich 044/ 258 11 11 www.nzz.ch

Genre de média: Médias imprimés Type de média: Presse journ./hebd. Tirage: 127'091 Parution: 6x/semaine

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N° de thème: 278.10 N° d'abonnement: 1049894 Page: 15 Surface: 34'062 mm²

Gotthard / Touristisch

Regionalzüge auf der Bergstrecke brächten touristischen Schub Eine neue Nutzung der alten Linie würde den Tälern am Gotthard neue Impulse vermitteln. Von Paul Stopper Die Gotthard-Bergstrecke wird trotz dem Basistunnel Bestand haben. Die Verlegung des Regionalverkehrazurück auf die Schiene wäre ein Instrument für die dringend nötige Entwicklung der Täler auf beiden Seiten. Hatten SBB und Politik lange danach gestrebt, die Gotthard-Bergstrecke nach Inbetriebnahme des Basistunnels zwischen Erstfeld und Biasca stillzulegen, zeigt sich, dass das Trassee von 1882 auf Dauer als Bahnlinie Bestand haben soll. Der Direktor des Bundesamts für Verkehr, Peter Fügjistaler, hat sich zum Fortbestand der Linie über den

Berg bekannt, und auch die Szenarien für die temporäre sanierungsbedingte

Sperrung des Strassentunnels gehen von zwei Gotthard-Bahnachsen aus.

Die Auslastung als Ansatz Seither wird vor allem darüber orakelt, welche Güterzüge angesichts des dann-

zumal hoffentlich vollendeten Korridors mit vier Metern Eckhöhe durch den Basistunnel noch über die Bergstrecke geführt werden können. Der Personenverkehr bzw. dessen Potenzial wird

ausser acht gelassen. Nicht geklärt ist

auch, wie das neue Ferienresort in Andermatt mit dem öffentlichen Verkehr erschlossen werden soll. Das ist ein

Fehler, gilt es doch bei einem Fortbestand der alten Linie auch für deren

Gemäss dem derzeitigen Fahrplan- wird, wäre es naheliegend, anstelle der konzept ist auf der Bergstrecke nach der Busse zwischen Erstfeld und GöscheInbetriebnahme des Basistunnels noch nen sowie zwischen Airolo und Biasca eine stündliche Interregio-Verbindung wieder Regionalzüge einzuführen. Die in beiden 1Richttmgen vorgesehen. 'Wie Argumentation der Umer Kantons-

der heutige Gotthard-Interregio würde regierung, wonach die Feinerschliesdieser Zug in Erstfeld, Göschenen, sung auf der Strasse bleiben soll, weil Airolo, Faido und Biasca anhalten. Die der öffentliche Verkehr so näher zur Be-

restlichen Dörfer und Weiler entlang völkerung gelange, hält näherer Beder Strecke Gurtnellen oder Ambri trachtung nicht stand. Eine Analyse des zum Beispiel würden durch auf den Busverkehrs zwischen Erstfeld und Gö-

Kantonsstrassen parallel zur Bahn ver- schenen zeigt, dass mit Ausnahme von laufende Buslinien erschlossen. Diese Anisteg alle Bushaltestellen direkt newurden einst eingeführt, weil die Regio- ben der Bahnlinie liegen. Es liegt daher nalzüge angesichts der Zunahme von auf der Hand, nahe den Bushaltestellen Güterzügen keinen Platz mehr auf den neue Bahnhaltestellen einzurichten. Schienen hatten. Der anfängliche Pro- Für Sonderfälle wie 'Amsteg liessen sich test namentlich der Umer Bevölkerung kreative Lösungen finden zum Beiverstummte mit der Zeit. Die Weiter- spiel die Erschliessung der Bahnhalteführung dieses Konzepts ist angesichts stelle durch eine Seilbahn. In der Leventina sind die Verhältder durch den Basistunnel geschaffenen zusätzlichen Schienenkapazitäten un- nisse etwas anders gelagert; viele Siedsinnig. Die Verteilung des regionalen lungen befinden sich nicht im Tal, sonPersonenverkehrs für das Umer Ober- dern auf Hochplateaus. Aber auch hier land und die Leventina auf Schiene und liesse sich mit der 'Wiederöffnung geStrasse führte wohl bald dazu, dass die schlossener Bahnhöfe und der Erstelheutige Doppelspur durch eine Einspur lung neuer Haltestellen samt einfachen Seilbahnen die Erschliessung spürbar mit wenigen Ausweichen ersetzt würde. Soll zudem all jenen präventiv der verbessern. Das böte nicht nur die MögWind aus den Segeln genommen wer- lichkeit, auf etliche Postautolinien zu den, die dereinst argumentieren wer- verzichten, sondern schiffe' auch eine den, die Erschliessung durch Bahn und neue Qualität des Reisens, was den beiden Talschaften abseits des sonstigen Bus für zwei Regionen mit kaum 10 000 Einwohnern sei zu üppig, ist zu über- Booms in der Schweiz nötige Impulse legen, wie der bestehenden Bergstrecke verleihen würde. Schwung wäre insbeein Optimum an Verkehr zugeführt sondere in touristischer Hinsicht zu erwerden kann. Da allein angesichts der warten. Insofern wären die beiden Kan-

Auslastung zu sorgen, zumal ihre Erhal- Kosten für die Traktion davon auszutung jährliche Kosten in zweistelliger gehen ist, dass der Güterverkehr hauptsächlich durch Jen Basistunnel geleitet Millionenhöhe verursacht.

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tone gehalten, den volkswirtschaftli-

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Gotthard / Touristisch

chen Nutzen .voxi Investitionen in ein solches Konzept zu ermitteln. Pro Haltestelle wären 1,5 bis 2,5 Millionen Fran-

ken zu veranschlagen, für den Bau schlanker Seilbahnen jeweils 3 bis 4 Mil-

lionen. Beispiele im In- und Ausland zeigen, dass sich mit einer attraktiven und clever vermarkteten Bahnerschliessung Frequenzen und Kostendeckungs-

grade spürbar erhöhen lassen. Leuchtendes Beispiel ist die revitalisierte Vinschgerbahn in Südtirol.

Die Zeit drängt Am Gotthard drängt die Zeit. Der Regionalverkehr auf der Schiene lässt sich nicht von heute auf morgen wiederbeleben. Wenn sich Uri und Tessin diese

Chance nicht entgehen lassen wollen, müssen sie jetzt darangehen, sie zu konkretisieren und Bund sowie SBB dafür

zu gewinnen. Es wäre eine Illusion zu glauben, eine solche Lösung lasse sich erst nach Inbetriebnahme des Basistunnels entwickeln. Ist dieser einmal eröffnet, schwindet das Interesse an der Bergstrecke. Paul Stopper ist Verkehrsplaner und lebt in Uster.

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