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POSMANAGER

4/2016

Ausgabe

4/2016

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August

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info@bauve.de

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www.bauve.de

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ISSN

1437-398X

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Post-Nr.

04-16

POS

POSMANAGER

18. Jahrgang Einzelverkaufspreis € 8,50 

Wissen, wo die Kunden sind Locationing Services Seite 16

Virtual Reality Solution Seite 18

Digitaler Wandel im Handel Digital Shift in Retail Seite 20

Mobile Geräte smart eingesetzt

Smart use of mobile devices Seite 36

Postvertriebsstück 

Entgelt bezahlt 

Virtuelle Produktwelten

Window-Shopping Das digitale Schaufenster interagiert mit Kunden

B-59995 

Window-Shopping n Das digitale Schaufenster interagiert mit Kunden 

BAUVE Medien GmbH & Co. KG 

Bahnhofstraße 57 

D-86807 Buchloe (Bayern) 

ISSN 1437-398X 

POS Manager Technology

Fachmagazin für IT-Lösungen im Einzelhandel / Trade Magazine for IT-Solutions in Retail

Mobile Inventur statt Zettel

Fast and Accurate Stocktake Seite 44

Seite 17

Sicherheitstechnik Safety Technology Marktübersicht Seite 26


Ist Content wirklich King? Dialogmarketing, Kundenbeziehungsmanagement, Suchmaschinenoptimierung, Mobile Marketing, Social Media, Inbound Marketing, Lead Management, Marketing Automation – alles nur Buzzwords oder stehen wir vor einem Paradigmenwechsel? Wie viel unserer Zukunft liegt in der Cloud? Wie können wir aus den Budgets das Maximum herausholen, um digital befeuert die Conversion zu steigern? Antworten und digitale Lösungen für Ihr Unternehmen finden Sie – auf der IT & Business!

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Industrie 4.0 „zum Anfassen” Besuchen Sie unsere Sonderschauen, wie die Smart Factory, und erleben Sie an konkreten Anwendungen, wie die Digitale Transformation sich auf Ihre Unternehmensprozesse auswirkt.

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EDITORIAL

POS-System für Pure- & Omni-Channel

Punkten Sie mit überraschenden Technologien und spannenden ShoppingErlebnissen bei Ihren Kunden Carolin Kober, Redakteurin „POS-Manager Technology“

Überraschungseffekte Liebe Leserinnen, liebe Leser, klopf, klopf – halb erschrocken, halb neugierig dreht sich das vorbeischlendernde Pärchen in der Fußgängerzone um und entdeckt im Schaufenster eine animierte junge Frau in Lebensgröße, die sie anlächelt. Das erste Ziel ist damit bereits erreicht: Das Schaufenster wird wahrgenommen. Einst Visitenkarte und Aushängeschild eines Ladens konnte es in einer zunehmend digitalisierten Welt mit statischen Inszenierungen nicht mehr mithalten. Mit dem digitalen Avatar dagegen kann das Schaufenster wieder Frequenzbringer und Publikumsmagnet werden. Denn das Pärchen bleibt natürlich nicht nur neugierig stehen, sondern probiert auch aus, was die junge Dame alles kann. Per Gestensteuerung kann man sogar mit ihr kommunizieren und interagieren. Greift der Kunde schlussendlich zum Smartphone und bestellt einen von ihr präsentierten Artikel, hat der Händler gewonnen. Eines ist jedenfalls sicher: Das interaktive Schaufenster ist ein gelungenes Beispiel für die Verbindung von Offline- und Online-Welt und bietet dem stationären Handel einen Schritt in Richtung digitale Transformation. Mit moderner Technologie und Überraschungseffekten macht sich der stationäre Handel wieder attraktiv, gerade für die junge digitalisierte Käuferschicht. Für einen ebenso großen Wow-Effekt kann eine Virtual-Reality-Brille sorgen, die eine realistische, dreidimensionale Produktwelt erschafft. Kunden können so gewünschte Produkte in ihrem Kontext erleben und ausprobieren. Der große Vorteil für den Händler: Große, sperrige Produkte können selbst auf kleinster Verkaufsfläche realitätsnah gezeigt werden. Und Kunden werden wieder in den Laden gelockt. Denn eines wird der stationäre Point of Sale dem Online-Shop immer voraus haben: das unmittelbare Erleben und eine direkte Beratung. Kombiniert mit überraschenden Technologien können Einzelhändler wieder mit einem spannenden Shopping-Erlebnis bei ihren Kunden punkten.

Dear readers, Knock, knock – startled and curious, the couple strolling through the pedestrian zone is turning to the window shop to discover a life-size, animated young lady smiling at them. The first objective has been achieved: Attention has been paid to the shop window. Once a shop’s first point-of-contact and flagship, the shop window with its static display has failed to keep up with an increasingly digitalized world. Using a digital avatar, however, may help to re-instate it as a major attraction to win customers. Naturally, the couple’s curiosity is not only aroused; they will take action to see what the young lady has to offer. Via gesture-controlled communication, it is even possible to interact with her. When the customer eventually pulls out his smart phone and orders one of the articles presented by her, the retailer has won. The one thing that is certain: The interactive window is a perfect example for combining the offline and the online world, providing stationary retailing with a stepping stone towards digital transformation. Using modern technology and surprise effects will make stationary retailing attractive again, especially for the young digitalized buyers. Another impressive ‘wow’ effect can be conveyed with virtual reality glasses that create a realistic, three-dimensional product world. Customers can then experience and test the desired product in a context-related environment. The retailer’s decisive advantage: Large, bulky goods can be displayed under realistic conditions even in the most reduced retailing space. And customers will be drawn in into the shop again. After all, stationary retailing will always be ahead of the online shop when it comes to first-hand experience and face-to-face advice. Combined with ‘surprise effect’ technologies, retailers can once again offer exciting shop experiences and score with their customers. Herzlichst Ihre / Cordially yours! Carolin Kober, ck@bauve.de

Miminaler Schulungsaufwand durch neuartige Bedienerführung Datenmanagement für alle FilialDevices wie Kassen, Waagen, e-Regal-Etiketten, Kundendisplays Live-Bestände über Filialgrenzen hinweg für Multi-Channel-Services und zur optimalen Filial-Disposition Zentrale Konfiguration der Kassierprozesse, der Peripheriegeräte und der Oberflächenlayouts Betriebsüberwachung automatisiert mit ausgereifter Tool-Suite

POS, online & mobil Mit der Omni-Channel-Lösungs-Suite von factor:plus verschmelzen die Verkaufskanäle des Händlers. Damit wird der Konsument aus einem Guss bedient. Ob POS, Online-Shop oder Mobile App: Stammdaten, Belege, Bestände, Konditionen, Gutscheine usw. werden mit factor:plus kanalübergreifend gemanagt. info@factorplus.de | +49 731-93542-400 | www.factorplus.de


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Tageseinnahmen und Geldbestände sichern

INHALTSVERZEICHNIS Impressum

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POS Manager Technology

Wissen, wo die Kunden sind Locationing Services Seite 16

n Titel

Virtual Reality Solution Seite 18

Digitaler Wandel im Handel Digital Shift in Retail Seite 20

Mobile Geräte smart eingesetzt

Smart use of mobile devices Seite 36

Postvertriebsstück

Entgelt bezahlt

Virtuelle Produktwelten

Window-Shopping Das digitale Schaufenster interagiert mit Kunden Seite 17

B-59995

Window-Shopping n Das digitale Schaufenster interagiert mit Kunden

BAUVE Medien GmbH & Co. KG

Bahnhofstraße 57

D-86807 Buchloe (Bayern)

ISSN 1437-398X

Einzelverkaufspreis € 8,50

18. Jahrgang

Fachmagazin für IT-Lösungen im Einzelhandel / Trade Magazine for IT-Solutions in Retail

Besuchen Sie uns: security essen 2016 Halle 11 | Stand C19

Mobile Inventur statt Zettel

Sicherheitstechnik Safety Technology Marktübersicht

Fast and Accurate Stocktake Seite 44

Seite 26

Ausgabe August 04/2016

n Editorial

Window-Shopping Das digitale Schaufenster interagiert mit Kunden Seite 17



Die Revolution des Window-Shoppings

Überraschungseffekte Surprise Effects 



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n Aus der Branche From the branch

EloStar Master: Das Elektronikschloss für den Handel Schnelle und manipulationssichere Code-Eingabe am Safe

Events News

 

Produktneuheiten Product Preview

Zeitprogramme

n Trend

Einmal-Codes und feste Codes realisierbar

Wissen, wo die Kunden sind

Permanente Protokollierung aller Vorgänge

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Optimal auch zur Nachrüstung geeignet

Designed to protect



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Digitaler Wandel im Handel Digital shift in retail 

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Fünf Tipps, um Smartphone-Shopper in den Laden zu locken  22

Impressum

ISSN 1437-398X („POS-Manager Technology“)

Verlag / Herausgeber: BAUVE Medien GmbH & Co. KG, Bahnhofstraße 57, D-86807 Buchloe Telefon +49 (0) 82 41-99 88 4-0, Telefax +49 (0) 82 41-99 88 4-100 Internet www.bauve.de, E-Mail info@bauve.de „POS-Manager Technology“: Fachzeitschrift mit ausschließlich Technologie-Themen am POS sowie im Handel insgesamt. Leserzielgruppen sind IT-Verantwortliche und Entscheider in den Handelszentralen der Laden- und Kettenbetreiber, privater Handelsgeschäfte aus nahezu allen europäischen Ländern, aber auch aus Asien und vielen weiteren Ländern. Geschäftsführer: Ines te Heesen Redaktion: Carolin Kober (v.i.S.d.P.), E-Mail ck@bauve.de Telefon +49 (0) 82 41-99 88 4-150, Telefax +49 (0) 82 41-99 88 4-100 Medienberatung: Angelika Eigner, E-Mail ae@bauve.de Telefon +49 (0) 82 41-99 88 4-150, Telefax +49 (0) 82 41-99 88 4-100

www.insys-locks.de

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Kombination mit Zutritts- und Überwachungssystemen Sichere Vertretungsfall-Regelung

Produktpräsentation der Zukunft The future of product presentation

Satz/Layout/Grafik: Rainer Wiedenmann, Telefon +49 (0) 82 41-99 88 4-140, Telefax +49 (0) 82 41-99 88 4-100 Schlussredaktion: Julia Brey, E-Mail julia.brey@brey-media.de Telefon +49 (0) 82 45-9 68 48 08, Telefax +49 (0) 82 45-9 68 48 09 Titelgestaltung und Produktion: Rainer Wiedenmann, Carolin Kober Druck / Vertrieb / Aboverwaltung: W. Kohlhammer Druckerei GmbH + Co. KG, Augsburger Straße 722, D-70329 Stuttgart Telefon +49 (0) 7 11-32 72-1 00, Telefax +49 (0) 7 11-32 72-1 04 Bild-, Foto- und Grafikquellen: ameria (Titelfoto, S. 4, S. 17), MariElla Labels Oy (Titel unten), © AnneEmmanuelle Thion (S. 6 oben), Creative Commons (S. 6 unten), Messe Stuttgart (S. 8 links), viscom 2015 – Behrendt & Rausch (S. 8 rechts), Zebra Technologies (Titel links oben, S. 16), Innoactive Digital Realities (S. 18-19), b.telligent (S. 20-21), Checkpoint Systems (S. 23-25), CyberArk (S. 34-35), DATAGROUP Mobile Solutions AG (Titel links unten, S. 36-37), diva-e (S. 38), Goldbach (S. 40-41), Engomo GmbH (S. 44), QUAD GmbH (S. 45), Flughafen München GmbH (FMG) (S. 5, S. 46), Econsultancy – Oracle (S. 48-49)


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So bauen Webshops ein positives Preisimage auf 

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Quellensicherung: Lebensmitteleinzelhandel vor Trendwende? Food retailers are benefitting from source tagging 

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n Marktübersicht Market Review Wirkungsvoller Schutz vor Diebstahl Sicherheitstechnik Safety Technology 

Data Warehouse aus der Cloud: Vor- und Nachteile eines Database-as-a-Service Database as a service: a data warehouse in the cloud  42 Schnelle und fehlerfreie Inventur statt Zettelwirtschaft Goodbye Paper Chase: Fast and Accurate Stocktake 

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n Projektmanagement Project Management 26

n Technik Technology

Das Sylter „Haus der Geschenke“ rüstet auf elektronische Warenwirtschaft um Electronic Inventory Management  45 Bereit zum Abflug! Ready for take-off!  

Cyber-Attacken begünstigt durch Multichannel-Vertrieb IT Security Structures 

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Mobile Geräte smart eingesetzt Smart use of mobile devices 

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Wie man zwei wichtige Komponenten bei der Entwicklung eines Online-Shops verbindet How to combine two important components when developing an online shop  38 Website Relaunch: Ohne Weiterleitungen greift auch das beste Konzept nicht Website Relaunch: the Best Concept is Futile without Referrals  40

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Also n ble i availa 17“ n Marketing Marketing in Echtzeit Digitization 

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n Service Veranstaltungskalender, Vorschau Events, Preview



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Impressum

Einsendungen: Für unverlangt eingereichte Manuskripte übernimmt der Verlag keine Gewähr. Sie gelten in jeder Hinsicht der Redaktion zur freien Verfügung überlassen. Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Eine Verwertung der im „POS-Manager Technology“ veröffentlichten Beiträge ist unzulässig. Nachdruck von Text und Abbildungen zum Zwecke der Werbung für Fernseh- und Funksendungen, Filme, Übersetzungen, Vervielfältigung, Vorträge und das Speichern auf Datenverarbeitungsanlagen ist, auch auszugsweise, ohne Zustimmung des Verlages nicht gestattet. Das Recht des Zitierens bleibt hiervon unberührt. Titel: Der Titel „POS-Manager Technology“ ist urheberrechtlich geschützt und Eigentum der BAUVE Medien GmbH & Co. KG. Das gilt für die Schreibweise, den Aufbau, das Layout, die Art und Weise der Erscheinung und den Verwendungszweck. Das Logo oder den Titel anderweitig zu verwenden, zu verfälschen oder zu ändern, ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung der BAUVE Medien GmbH & Co. KG zulässig. Bei Nichtbeachtung wird Schadensersatz geltend gemacht.

Leserzielgruppen: Alle Zentralen der Verbraucher- und Supermärkte, Kaufhäuser, Drogeriemärkten, Einzelhandelsketten, Privateinzelhändler, Autohäuser, Apotheken, Buchhandlungen u.v.m. aus nahezu allen europäischen Ländern, aber auch aus Asien und vielen weiteren Ländern. Abonnements: info@bauve.de Telefon +49 (0) 82 41-99 88 4-0, Telefax +49 (0) 82 41-99 88 4-100 Abonnementpreise (Inland): s 44,- inkl. 7% USt. und Versandkosten (Einzelverkauf s 8.50 inkl. 7% USt. zzgl. Versandkosten). Abonnementpreise (Ausland): s 44,- exkl. USt. zzgl. s 22,20 Versandkosten und s 12,50 Bankspesen*. (Einzelverkauf s 8.50 exkl. USt. zzgl. Versandkosten und Bankspesen*). *in Nicht-Euro-Ländern Gültige Anzeigenpreisliste Nr. 10: Vom 01.01. - 31.12.2016 Abolaufzeit: Die Abonnementdauer beträgt ein Jahr. Das Abonnement verlängert sich automatisch um ein weiteres Jahr, wenn es nicht bis sechs Wochen vor Ablauf eines Bezugsjahres schriftlich gekündigt wird. Druckauflage: 12.100

250m m Mod /Sec ular IF


EVENTS Messen für die Branche n Paris Retail Week

The European off- and online retail event

www.parisretailweek.com

Europäischer Branchentreff von Online- und Offline-Handel Anlässlich ihrer zweiten Auflage kommt die Paris Retail Week vom 12. bis 14. September an die Porte de Versailles zurück. Erneut wird aus Paris die europäische Metropole für erlebnisorientierten und vernetzten Handel. Der Treff bündelt Synergien und setzt Trends im europäischen stationären Handel und im E-Commerce. Dort präsentieren sich die beiden Traditionsmessen des French Expertise: E-commerce Paris und Equipmag unter einem Dach. Den 50 000 Fachleuten, die erwartet werden, werden Vortragsveranstaltungen, Networking, Innovationen, Visionen und Trends geboten. Die Paris Retail Week ist mehr als ein Event: Sie ist das Highlight zum Herbstbeginn für Geschäfte, Marken und Online-Handel auf internationalem Niveau. Der Handel befindet sich aktuell in einem tief greifenden Wandel, was auf die Digitalisierung der Wirtschaft und das veränderte Einkaufsverhalten zurückzuführen ist. Kunden haben heute die Macht: Sie sind anspruchsvoll, dauernd online und unbeständig. Daher ist es für Händler und Pure Player wichtig, einen „nahtlosen“ Parcours im Laden anzubieten, um Verbraucher für sich einzunehmen und sie an sich zu binden. „Anforderungen von heute verstehen, um Lösungen von morgen anbieten zu können. Die Branche rund um ein Referenzevent zusammenzubringen ist das Ziel der Dachmarke Paris Retail Week“, unterstreicht Sophie Lubet, Geschäftsbereichsleiterin Retail beim Veranstalter Comexposium. Um einen umfassenden Einblick in die Herausforderungen des Handels von morgen geben zu können, präsentiert die Paris Retail Week im Jahr 2016 die beiden Traditionsmessen der Branche, und zwar die 13. Auflage der E-commerce Paris und die 30. Auflage der Equipmag. Die E-commerce Paris gilt europaweit als größte Messe der Branche. Sie versteht sich als wichtiger Treff für Online-Händler und bietet einen Mix aus Vortragsveranstaltungen, Business und Networking. Die 13. Auflage wird das Leistungsangebot von Schlüsselakteuren in den Fokus rücken und dabei insbesondere Innovationen und Ansätze berücksichtigen, die der Erfahrung, elektronisch einzukaufen, einen Mehrwert verleihen. Fast 500 Unternehmen werden als Teilnehmer erwartet. Equipmag wiederum ist die Retail-Messe Nr. 1. Sie bildet alle Kompetenzen der unterschiedlichen Handelsformen ab. French Touch und French Tech werden beispielsweise besonders in den Vordergrund gerückt. Sie präsentieren sich als internationale Referenzen und Inspirationsquellen. Anlässlich der Paris Retail Week zeigt die Messe das größte Angebot für wertschöpfende Bereiche von Handel und Vertrieb. Rund 500 Aussteller aus den Bereichen Ladeneinrichtung, Marketing und Werbung am Verkaufsort, Retail-Technologien usw. zeigen topaktuelle Innovationen. Darüber hinaus finden fast 300 kostenlose Vortragsveranstaltungen mit unterschiedlichem Format statt. Podiumsdiskussionen, Sonder-Meetings, Foren, Keynotes und Workshops bieten die einmalige Gelegenheit, neue Trends kennenzulernen und Best Practices zu teilen. Auf den Store Tours kann man in das Konzept des innovativen und vernetzten Geschäfts von heute förmlich „eintauchen“. Die Teilnehmer werden durch eine Auswahl der besten Pariser Concept Stores geführt, die Retail-Innovationen wie neue Technologien, markante zeitgenössische Designs, innovative Services inhouse testen.

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For its second edition, Paris Retail Week is back at Porte de Versailles from 12 to 14 September, to make Paris the European capital of experiential and connected retail. As a trend-setting meeting place for off- and online retail in Europe, it will encompass two historic shows that celebrate French Expertise: E-commerce Paris and Equipmag. Conferences, networking, innovations, reflections and trends will be on offer to the 50,000 professionals who are expected to attend. More than an event, Paris Retail Week is now the unmissable highlight of the autumn for chains, brands and e-retailers at an international level. Retail is currently undergoing an indepth transformation driven by the digitisation of the economy and buying behaviour. The customer now has the power and is demanding, connected and volatile: retailers and pure players now need to offer a “seamless” experience to attract and retain consumers. “Understanding today’s challenges to offer tomorrow’s solutions, and bringing the industry together at a flagship event, these are the ambitions of the Paris Retail Week umbrella brand,” emphasises Sophie Lubet, Retail Business Unit Director at Comexposium, the company organising the event. In order to give the best possible view of the challenges facing retail tomorrow, Paris Retail Week 2016 is bringing together two shows that have made history in their respective industries: the 13th edition of E-commerce Paris and the 30th edition of Equipmag. E-Commerce Paris, Europe’s biggest show dedicated to the industry, is the main meeting place for e-retailers with a mixture of conferences, business and networking. This 13th instalment will promote the offerings of key players with an emphasis on innovations and engagement that add value to the digital shopping experience. Nearly 500 companies are expected to take part. Equipmag meanwhile is the no. 1 retail show, presenting and promoting all areas of expertise in the ecosystem for all forms of commerce. It highlights the French Touch and French Tech, presented as benchmarks and international sources of inspiration. During Paris Retail Week, this show will provide the most extensive offering in the commerce and distribution value chain. Around 500 exhibitors from the fields of store layout, POS marketing, design, retail technologies, etc. will display their latest innovations. Another feature of the event: around 300 conferences will be freely accessible in various forms. Plenary Sessions, Special Sessions, Academies, Keynotes and Solutions Workshops will provide a unique occasion to spot new trends and share best practices.

n dmexco www.dmexco.com

Neuer Claim, neuer Look: dmexco rückt „Pure Business“ in den Fokus „Pure Business“: Mit diesem neuen Claim unterstreicht die dmexco am 14. und 15. September in Köln ihren herausragenden Stellenwert als zentrale Plattform für das erfolgreiche Business der globalen digitalen Wirtschaft. Allen Digital Playern bietet die dmexco den perfekten Ort, um hochkarätige Kontakte zu knüpfen, Geschäft zu generieren und Kooperationen einzugehen. Auf der


dmexco werden die entscheidenden Trends für die gesamte Wirtschaft sichtbar. Der neue dmexco Claim „Pure Business“ bringt zum Ausdruck, was dmexco Aussteller und Besucher schätzen: Auf der dmexco werden auf nationalem und internationalem Level Geschäftsabschlüsse direkt vor Ort getätigt. Im engen Zusammenspiel aus Wissenstransfer in der Conference und dem sichtbaren Wissen innerhalb der Expo entwickelt die dmexco zudem wichtige Potenziale für das Neugeschäft der beteiligten Unternehmen. Führende Marken und Visionäre zeigen im hochkarätigen Conference-Programm auf, was im aktuellen Business möglich ist, was die Geschäfte befeuert, wie sich die Rahmenbedingungen ändern und wie diese optimiert werden können. Mit Schwerpunktthemen und Trends, die zu den maßgeblichen Treibern in der digitalen Wirtschaft zählen, unterstützt die dmexco nicht zuletzt die Erschließung neuer Geschäftsfelder (z. B. Video/Broadcasting, IoT, Data/Customer Experience, Virtual Reality, Artificial Intelligence, Connected Consumer). Allen beteiligten Unternehmen bietet die dmexco damit die perfekte Plattform, um aktuelles und zukünftiges Business zu tätigen.

A new claim, a new look: dmexco will focus on “Pure Business” “Pure Business”: With this new claim, dmexco underlines its outstanding status as the central platform for successful business for the global digital economy. dmexco offers all digital players the perfect location to make high-caliber contacts, generate business deals, and launch cooperative ventures. dmexco makes the key trends for the entire economy visible. The new dmexco claim, “Pure Business,” expresses what exhibitors and visitors appreciate about dmexco: the fact that business deals at the national and international levels are concluded directly during the event. Through the close interaction of the knowledge transfer at the conference and the display of know-how at the exposition, dmexco also develops important business potential for the participating companies. In the topnotch conference program, leading brands and visionaries show what is possible in the current business scene, what drives business deals, how the framework conditions are changing, and how they can be optimized. And thanks to key themes and trends that are the definitive drivers of the digital economy, dmexco also supports the penetration of new fields of business (for example, video/broadcasting, the IoT, data/customer experience, virtual reality, artificial intelligence, and the connected consumer). As a result, dmexco offers all of its participating companies the perfect platform for conducting current and future business. Anzeige

n Security Essen www.security-essen.de

Der Schauplatz für Innovationen rund um Sicherheit Von intelligenter Video-Überwachung über die Sicherung von Immobilien und Unternehmen bis hin zum geschützten Datentransport: Die Security Essen gibt als Weltmesse der zivilen Sicherheit Antworten auf aktuelle Herausforderungen von Wirtschaft und Gesellschaft. Vom 27. bis zum 30. September 2016 definieren in der Messe Essen mehr als 1.000 Unternehmen aus rund 40 Nationen den Standard der zivilen Sicherheit neu. Damit stellt die Security Essen erneut eindrucksvoll ihre Position als Leitmesse unter Beweis. In den sechs Säulen mechanische Sicherungstechnik, IT-Security, elektronische Sicherungstechnik, Brandschutz, Dienstleistungen sowie Freigeländesicherung präsentieren die Aussteller ihre neuesten Produkte und Dienstleistungen. Gewachsen sind die Ausstellungsbereiche Videoüberwachung und Freigeländesicherung. Besonders zukunftsweisende Produkte prämiert die Messe am 27. September mit dem Security Innovation Award. Neuheiten im Bereich der Sicherheitstechnik haben zahlreiche Hersteller und Systemanbieter im Gepäck. Ob Zutrittskontrolle, Schließtechnik oder Videoüberwachung – die zunehmende Vernetzung dieser Systeme verlangt neue Lösungen. Gemeinsam mit dem Bundesverband Sicherheitstechnik BHE plant die Security Essen, in einem komplett eingerichteten Haus Smart HomeAnwendungen erlebbar zu machen. Weiterer Schwerpunkt der Messe ist die IT-Sicherheit. Von Cyberattacken bis Wirtschaftsspionage – Kriminalität im digitalen Bereich hat stark zugenommen. In der Messehalle 7 zeigen Aussteller unter dem Titel „IT-Security“, wie sich Unternehmen und Anwender schützen können. Weitere fachliche Unterstützung bietet die erstmals stattfindende Fachkonferenz „Vernetzte Sicherheit / Industrie 4.0“ unter anderem mit Experten des Fraunhofer Instituts und des Instituts für Informatik der Universität Bonn. Auch im Security-Forum in der Halle 7 spielen IT-Themen eine große Rolle.

The Showcase for Innovations Relating to All Aspects of Security From smart video surveillance via the safeguarding of properties and companies right up to protected data transport: As the global fair for civil security, Security Essen will give answers to current challenges facing the economy and the society. From September 27 to 30, 2016, more than Anzeige


EVENTS Messen für die Branche 1,000 companies from around 40 nations will redefine the standard for civil security at Messe Essen. Thus, Security Essen will once more provide impressive proof of its position as the leading fair. In the six pillars (Mechanical Security Systems, Cyber Security, CCTV, Fire Prevention, Services as well as Perimeter Security), the exhibitors will present their newest products and services. The Video Surveillance and Perimeter Security exhibition areas have grown. On September 27, the fair will honour particularly pioneering products with the Security Innovation Award. A large number of manufacturers and system suppliers will show innovations in the field of security technology. No matter whether access control, locking technology or video surveillance – the increasing networking of these systems is demanding new solutions. Together with the Federal Association for Security Technology (BHE), Security Essen is planning to make it possible to experience home applications in a completely equipped house. Cyber security will be another main focal point of the fair. No matter whether cyber attacks or economic espionage – there has been a substantial rise in crime in the digital field. Under the “Cyber Security“ title in Fair Hall 7, exhibitors will show how companies and users can protect themselves. Additional specialist support will be offered by the specialist conference which will be called “Networked Security / Industry 4.0“, will take place for the first time and, amongst others, will feature experts from the Fraunhofer Institute and from the Institute of Computer Science at the University of Bonn. IT subjects will also play a great role in the Security Forum in Hall 7.

n IT & Business www.messe-stuttgart.de/itbusiness

IT & Business zeigt Industrie 4.0-Anwendungen in Showcases Zu den drei tragenden Säulen der IT & Business gehören Fachausstellung, Open Conference auf vier Bühnen sowie Sonderschauen. In allen drei Bereichen sind zielgruppenspezifische Informationsangebote anzutreffen und Veranstaltungen integriert, die die Attraktivität des Messebesuchs steigern. Dies sind beispielsweise Gemeinschaftsstände, Thementage, Besucherrundgänge oder Showcases. Insbesondere bei letztgenanntem profiliert sich die IT & Business durch konkrete Anwendungsbeispiele, die den Nutzen von digitalisierten Prozessen erlebbar machen. 2016 bereichern neue Showcases zu Industrie 4.0 und Office 4.0 sowie eine Marketing Lounge mit Lead Management-Szenarien die Fachmesse für digitale Prozesse und Lösungen. Darüber hinaus wird der Showcase von Elabo, die Smart Factory, der im vergangenen Jahr eine erfolgreiche Premiere auf dem Stuttgarter Messegelände hatte, ausgebaut. Neu ist auch eine Connect Area, die zentral in der Halle 1 (L-Bank Forum) positioniert sein wird. Mit diesen und anderen Initiativen unterstreicht die Messe Stuttgart gemeinsam mit ihren Partnern und Ausstellern den Anspruch, IT verständlich in einer Halle abzubilden. „Die erstmals stattfindenden Showcases sind ein großer Zugewinn für die IT & Business“, sagt Projektleiter Martin Schidlo. „Ob Geschäftsführer, Produktionsverantwortlicher, Marketier, IT-Leiter oder Führungskraft aus Organisation und Verwaltung: Alle Zielgruppen finden zahlreiche Anlaufpunkte, um ihr Wissen zu erweitern und Denkansätze zu erhalten, mit denen sie ihre Prozesse optimieren bzw. neue Geschäftsmodelle entwickeln können.“ Zu den Premieren gehört auch ein Showcase des Anwendungszentrums Industrie 4.0 der Universität Pots-

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dam. Im Rahmen einer Modellfabrik werden hier Prozesse plastisch und real abgebildet. Besucher können somit die beste Lösungsvariante aus dem Industrie-4.0-Instrumentarium für ihre Produktionsprozesse bestimmen und Aussagen zum Nutzen von Technologien (Stichwort Ressourceneffektivität, Einsatz von RFID, Cyber Physical Systems etc.) im eigenen Unternehmen generieren. Mit der in diesem Jahr ins Leben gerufenen Connect Area mitten im Messegeschehen errichtet der Veranstalter einen Raum zur aktiven Kommunikationsförderung. Aussteller und Besucher haben hier die Möglichkeit, fern von Arbeitsplätzen an den Messeständen Lösungen zu erörtern, und erhalten Gelegenheit zum aktiven Networking.

n viscom 2016 www.viscom-messe.com

Die ganze Vielfalt der visuellen Kommunikation Komplexe Märkte erfordern klare Strukturen. viscom – das sind ab 2016 die zwei Fachmessen viscom SIGN und viscom POS. Durch die konsequente Weiterentwicklung sind beide Fachmessen klar positioniert. Als Paket schaffen sie effektive und effiziente Synergien. Beide Messen finden zeitgleich an einem Ort statt. Die Neustrukturierung kommt dabei pünktlich zum 30. Geburtstag der viscom, die seit 1986 die Entwicklung der Branchen der visuellen Kommunikation mit gestaltet. Die viscom SIGN ist die Fachmesse für Werbetechnik und Digitaldrucktechnologien mit Verfahren, Technologie und Materialien in den Themenbereichen Printing, Signmaking, Textile und Materials. Die viscom POS ist die Fachmesse für Kommunikation und Digitalisierung am POS: Druck- und Veredelungs-anwendungen, Marketing für den POS, Premium-Packaging-Produkte, Brand- und Rauminszenierung. So liefern sie das perfekte Handwerkszeug für den geschäftlichen Erfolg ihrer Besucher. Beide Messen finden von Mittwoch bis Freitag, 2. bis 4. November auf dem Frankfurter Messegelände statt. Die viscom POS ist die Fachmesse für Kommunikation und Digitalisierung am Point of Sale. Hier laufen die Fäden zusammen für alle, die sich mit Brand- und Rauminszenierung beschäftigen und die Trends und Inspiration für ihren Arbeitsalltag suchen: Markenartikler, Produkt-, Trade- und MarketingManager, Einzelhandel, Agenturen, Messe- und Ladenbauer, Objekteinrichter, aber auch Werbetechniker und Druckdienstleister. Bereits seit einigen Jahren steht der Point of Sale im Fokus der Messe. Insbesondere die Hersteller von Displays, aber auch Digital Marketing-Lösungen und Packaging-Materialien und Ideen sind auf der viscom zu finden. In diesem Jahr werden diese nun in der viscom POS gebündelt. Die Messe zeigt analoge und digitale Lösungen und Trends von Herstellern und Dienstleistern aus den Bereichen Display, Packaging, Interiors und Digital Marketing. „Fast die Hälfte der Besucher der viscom im vergangenen Jahr interessierten sich für den POS Bereich“, so viscom-Chefin Petra Lassahn. „Dem kommen wir mit einer eigenen Fachmesse entgegen. Hier findet der Markenartikler, Shopbesitzer und Marketingspezialist alles an einem Ort – von der kompletten Customer Journey bis hin zur Verkaufsförderung am Point of Sale.“ Herzstück ist erneut die viscom world of inspiration. Die Sonderfläche zeigt Innovationen und Trends im Interior Design, POS Packaging und Display. In der Speakers Corner gibt es an drei speziellen Fokustagen Vorträge zum Themenbereich Digital n Retail, POS Kommunikation und Interior Design.


NEWS Neues aus der Branche n Concardis

unseren Kunden die wichtigsten Zahlverfahren für Asien aus einer Hand anbieten.“ Bis Ende des Jahres wird Concardis 19 weitere Währungen für Bezahlvorgänge mit JCB anbieten.

www.concardis.com

Europaweit zahlen mit JCB und Union Pay Concardis geht einen weiteren Schritt in Richtung Europa: Ab sofort können Kunden der asiatischen Kreditkartenmarken JCB (Japan Credit Bureau) und Union Pay in der gesamten SEPA-Region an Concardis Akzeptanzstellen bezahlen – in allen lokalen Währungen. Bisher war dies nur in der DACH-Region und den Beneluxländern möglich. Mit der technischen Anbindung von JCB und Union Pay am Point of Sale ermöglicht Concardis Händlern, dass auch internationale Karteninhaber bequem mit ihrer gewohnten Kreditkarte bezahlen können. JCB ist mit mehr als 90 Millionen Karteninhabern Japans größte Kreditkartenorganisation und besonders bei Reisenden aus Asien und den USA beliebt. Die chinesische Union Pay ist mit fünf Milliarden herausgegebenen Karten die derzeit weltweit am stärksten wachsende Kreditkartenorganisation. Sie verzeichnete im letzten Jahr eine Wachstumsrate von rund 30 Prozent, gemessen am weltweiten Transaktionsvolumen. Mit dazu beigetragen hat die rasant steigende Zahl von Auslandsreisen. Seit 2012 sind die Chinesen Reiseweltmeister. Laut der staatlichen chinesischen Tourismusbehörde (China National Tourism Administration, CNTA) soll sich die Zahl der chinesischen Auslandsreisen in den kommenden fünf Jahren auf bis zu 500 Millionen erhöhen. „Immer mehr Urlauber und Geschäftsreisende aus Japan und China bevorzugen es, mit ihren heimischen Kreditkarten von JCP und Union Pay bezahlen zu können, wenn sie in Europa unterwegs sind. Laut der chinesischen Marktforschungs-Firma „Fortune Character“ geben Chinesen jährlich über 100 Milliarden Dollar für Luxusgüter aus – den Großteil davon kaufen sie im Ausland. Auch Japaner setzen nach Auskunft des Japan Credit Bureau ihre Kreditkarte hauptsächlich bei höherwertigen Käufen ein“, sagt Marcus W. Mosen, CEO von Concardis. „Wir ermöglichen den Händlern von diesem Wachstumsmarkt zu profitieren. Mit dem Rollout der Kreditkartenmarken JCB und Union Pay in der gesamten SEPA-Region und nach der Kooperation mit dem führenden chinesischen Zahlverfahren Alipay hier in Deutschland, können wir

n Toshiba www.toshibacommerce.com

Mit einer Self-CheckoutLösung können die Kunden selbst scannen Bei DEEN Supermarkten können die Kunden ihren Einkauf jetzt an stationären SB-Kassen von Toshiba selbst scannen und bargeldlos bezahlen. In dem Markt in Castricum, das nordwestlich von Amsterdam liegt, stehen ihnen dafür drei Self-Checkout-Systeme zur Verfügung. Demnächst stattet das niederländische Einzelhandelsunternehmen seine Märkte in Heemskerk, Zaandam und Almere mit den SB-Systemen aus. Es bietet seinen Kunden die SB-Kassen immer zusätzlich zu den traditionellen, von Mitarbeitern bedienten Kassen an. An der Self-Checkout-Lösung „DEEN Self-Service“ scannen die Kunden selbst ihre Artikel und Coupons wie beispielsweise Leergutbons ein. Bei einem Artikel ohne Barcode, beispielsweise Kopfsalat, wählen sie am Bildschirm das entsprechende Symbol aus. Bezahlen können sie mit Karte oder kontaktlos. „Mit der SB-Lösung bieten wir unseren Kunden einen zusätzlichen Service an. Das entspricht unserem modernen Selbstverständnis. Der tägliche Einkauf soll unseren Kunden Spaß machen, und sie sollen eine breite Auswahl haben“, sagt Martina Balm, Checkout and Inventory Manager bei DEEN Supermarkten. „Um die Kunden zu unterstützen und um gegebenenfalls das Alter zu prüfen, betreut immer eine Hostess die SB-Kassen. Sie stellt auch sicher, dass die Kunden weiterhin ein persönliches Einkaufserlebnis haben.“

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NEWS Neues aus der Branche n Optimizely www.optimizely.com

Shop-Betreiber müssen ihren Online-Auftritt noch stärker an ihre Zielgruppe anpassen Optimizely, eine der weltweit führenden Plattformen zur Optimierung der Benutzererfahrung für Webseiten und Mobile Apps, veröffentlicht eine in Zusammenarbeit mit Opinionography durchgeführte, unabhängige Studie über das Einkaufsverhalten von Verbrauchern beim Online-Shopping. Es wurde untersucht, welche Vorlieben und Schwierigkeiten deutsche Nutzer, teilweise im Vergleich zu UK, beim Online-Kauf haben. Während alle deutschen OnlineShopper einen einfachen Checkout-Prozess, relevante Informationen und das schnelle Auffinden der gesuchten Produkte für ihre Online-Erfahrung als am wichtigsten einstufen, zeigen andere Ergebnisse gravierende Unterschiede zwischen den Altersgruppen: Shop-Betreiber sollten ihre Zielgruppe sehr gut kennenlernen und ihren Online-Auftritt mit deren Wünschen abgleichen. Wo ein 20-Jähriger schnelle Ladezeiten, einen prompten Kundensupport und kurze Lieferzeiten erwartet, sind ältere Verbraucher geduldiger, legen dafür aber Wert auf eine einfache WebsiteNavigation, mehr Bezahlmethoden und keine unerwarteten Lieferkosten. Ein weiterer gravierender Unterschied zeigt sich bei den verwendeten Geräten: Während fast ein Viertel der sehr jungen Verbraucher bereits mobil einkauft, liegt die Zahl schon bei den ab 45-Jährigen bei nur noch einem Prozent. Überraschend ist der Trend, dass 80 Prozent aller jungen Verbraucher zwar online recherchieren, aber im Laden einkaufen, um die Qualität der Ware zu überprüfen. Diese Tendenz sinkt um 30 Prozentpunkte, je älter die Kundschaft wird. Genauso haben Frauen andere Präferenzen als Männer: Sie legen viel mehr Wert auf ein schönes Design und einen einfachen Check-Out-Prozess. Auch im Vergleich zu den britischen Nachbarn gibt es klare Verhaltensunterschiede: Während die Briten hauptsächlich den Convenience-Faktor beim Online-Shoppen schätzen, ist für die Deutschen der einfache Preisvergleich am wichtigsten. Außerdem sind die Verbraucher hierzulande wesentlich sicherheitsbewusster beim Bezahlen und kritisch bei jeglichen Eingriffen in ihre Privatsphäre. Eine gute Nachricht an die Shop-Betreiber zum Schluss: Die Hälfte der deutschen Online-Kunden ist erst nach zwei bis drei schlechten Erfahrungen so abgeschreckt, dass sie der Marke untreu wird. Einen schlechten ersten Eindruck verzeihen jüngere Käufer eher als ältere.

n Aures Technologies www.aures.com

Grand Prix des Entreprises de Croissance 2016 Die Aures Gruppe wurde mit dem Grand Prix des Entreprises de Croissance für außergewöhnliches Wachstum und hervorragende Performance von 2012 bis 2015 ausgezeichnet. Die Verleihung des zum dritten Mal vergebenen Preises fand am 29. Juni 2016 im Pavillon d’Armenonville in Paris statt. Aures gewann in der Kategorie Elektronik und Robotik für Unterneh-

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men mit einem Umsatz zwischen 20 und 100 Millionen Euro. Patrick Cathala, der Geschäftsführer und Gründer der Unternehmensgruppe, nahm die Auszeichnung in Anwesenheit von über 400 Entscheidungsträgern, Unternehmern, Partnern und Jurymitgliedern entgegen, die zu diesem Anlass zusammengekommen waren. Der Grand Prix des Entreprises de Croissance wurde gemeinsam vom französischen Industrie- und Finanzministerium und von Leaders League, einer internationalen Medien- und Ratingagentur für Führungskräfte, ins Leben gerufen. Er wird für 14 Branchen an die landesweit erfolgreichsten französischen KMU mit starkem Wachstum vergeben. The third Grand Prix des Entreprises de Croissance Award has just been won by the Aures Group, for its unrivalled growth and outstanding performance between 2012 and 2015. The 2016 Ceremony was held at the Pavillon d’Armenonville, Paris on 29 June. Aures came top of its category (electronics and robotics sector; turnover of 20–100 million euros). Patrick Cathala – CEO and founder of the AURES Group – received the 2016 Grand Prix trophy in the presence of over 400 decisionmakers, entrepreneurs, partners and jury members gathered for the occasion. The Grand Prix des Entreprises de Croissance award is the joint brainchild of the French Ministry for Industry and Finance and Leaders League, an international media and rating agency for top executives. This award is given to the most deserving high-growth French SMEs in 14 business sectors.

n ECC Köln www.ecckoeln.de

Trotz Benefits: Nur 27 Prozent der Händler sind Digitalisierungsprofis Wo steht der deutsche Handel in Sachen Digitalisierung? Was sind Vorteile und wo liegen die Hürden? Für die neue Kurzstudie von ECC Köln und plentymarkets „Herausforderung Digitalisierung – wo stehen Händler heute?“ wurden rund 200 Händler zu ihren Erfahrungen befragt. Die überwiegende Mehrheit der befragten Händler hat erkannt, dass um Digitalisierung kein Weg herum führt. In Sachen Vertrieb sind die Befragten auch bereits gut unterwegs. Rund 85 Prozent der Händler, vertreiben ihre Ware (auch) online – meist über einen eigenen Online-Shop oder unterschiedliche Marktplätze. Bei der Prozessdigitalisierung sieht dies allerdings ganz anders aus: Lediglich 27 Prozent der Händler bezeichnen sich selbst als weitestgehend digitalisiert. Immerhin knapp 53 Prozent der Befragten haben erste Schritte in Richtung Digitalisierung unternommen und rund 16 Prozent stehen noch ganz am Anfang. Vernachlässigt werden aktuell vor allem die Digitalisierung des Customer-Relationship-Managements und eine digitale Implementierung des Prozessmanagements. „Digitalisierung lohnt sich – strategisch, imagemäßig und finanziell. Um erfolgreich zu sein, muss diese aber zur Chefsache gemacht werden. Die Führungsebene sollte dafür sorgen, dass Digitalisierungsprozessen der entsprechende Stellenwert eingeräumt wird und die Mitarbeiter rechtzeitig eingebunden werden“, rät Dr. Kai Hudetz, Geschäftsführer des IFH Köln. Vielfach herrscht noch Zurückhaltung in Sachen Digitalisierung. Warum? Viele Händler sind bezüglich des Kosten-Nutzen-Verhältnisses noch


n Scala www.scala.com

Harry Horn wird neuer General Manager für die EMEA-Region

unsicher (50,3 Prozent). Außerdem fühlt sich jeder Dritte nicht mit dem nötigen technischen Know-how ausgestattet, um Digitalisierungsthemen aktiv vorantreiben zu können. Auch Unsicherheit über den Ablauf, Rechercheaufwand und fehlende Kenntnis zum genauen Bedarf hemmen die Digitalisierung. Die Studie zeigt: Die Unsicherheit rund der Hälfte der Unternehmen bezüglich des Kosten-Nutzen-Aspektes ist häufig unbegründet. Dass Digitalisierungsprozesse positive Effekte hinsichtlich Kundenzufriedenheit, Umsatz, Kosten und Zeit haben, wird klar bestätigt. Die Mehrheit der befragten Händler, die bereits gut in Sachen Digitalisierung unterwegs sind, geben an, dass sich die erhofften Vorteile eingestellt haben. Rund 64 Prozent konnten ihre Kundenzufriedenheit steigern und jeder Zweite profitiert von Zeitersparnissen im Tagesgeschäft. Auch finanziell hat sich die Digitalisierung für die Befragten gelohnt: Knapp die Hälfte der fortgeschrittenen Digitalisierer können sich über erhöhte Umsätze und Kostenersparnisse freuen.„Handel ist Wandel. An der Digitalisierung wird sich zeigen, ob dieses oft gehörte Bonmot eine leere Worthülse ist oder tatsächlich das Selbstverständnis des Handels zum Ausdruck bringt. Die vorliegende Studie macht Mut, die Herausforderungen der Digitalisierung anzunehmen. Zwar gilt es, die eine oder andere Hürde zu überwinden, aber am Ende überwiegen klar die Vorteile. Außerdem steht mittlerweile eine Vielzahl an Dienstleistern zur Verfügung, die den Handel bei den einzelnen Etappen der digitalen Transformation tatkräftig unterstützen“, so Steffen Griesel, Geschäftsführer (CCO) bei plentymarkets.

Scala, Anbieter von Digital Signage Lösungen, ernennt Harry Horn zum Vice President und General Manager für die EMEA-Region. Horn wird die Bereiche Vertrieb, Marketing, Finanzen sowie Services und Support leiten und zudem das Tagesgeschäft im niederländischen Sittard, Scalas europäischem Hauptsitz, verantwortlich führen. Darüber hinaus wird er in seiner Funktion als Vice President Global Marketing weiterhin für Scalas Marketing Strategie verantwortlich sein. Scala unterstützt mit mehr als 500.000 Bildschirmen weltweit eine Vielzahl von namhaften, global agierenden Unternehmen und sorgt durch die Verknüpfung von digitalen Geräten für eine optimierte Customer Experience. In der EMEA-Region ist Scala unter anderem in Norwegen, Deutschland, Spanien, Großbritannien und den Vereinigten Arabischen Emiraten tätig. „Harry hat mit seinem Engagement im Marketing konstant zu Scalas Wachstumsund Servicezielen beigetragen und diese weiter vorangetrieben. Sein umfassendes Wissen über das digitale Geschäftsumfeld und das Partnernetzwerk im EMEA-Raum machen ihn zu der Idealbesetzung für sein neues Aufgabengebiet“, sagt Rune Halvorsen, Chairman und CEO von Scala. „Dieser Schritt sichert zudem die personelle Kontinuität im Management der EMEA-Region.“ In seiner bisherigen Tätigkeit für Scala hat Horn im Vertrieb, Service und Marketing bereichsübergreifend sichergestellt, dass eine einheitliche und zusammenhängende Markenbotschaft vermittelt wurde. Darüber hinaus war er dafür verantwortlich, dass Kunden qualitativ hochwertige Digital-Lösungen erhalten und diese Qualität auch gegenüber Partnern erfolgreich kommuniziert wurde. Horn kam 2010 zu Scala und verfügte zu diesem Zeitpunkt bereits über 20 Jahre Berufserfahrung. 2012 übernahm er die Leitung der weltweiten Marketingstrategie, die das digitale Marketing, Events, Thought Leadership sowie die Kommunikation, Awareness-Kampagnen und das Lead Nurturing umfasst. n

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Who can handle the receipt of goods in milliseconds? DENSO. Driven by quality. If you want to radically speed up your business, look no further than a DENSO terminal. The BHT-1200 RFID registers large quantities of items with just a single scan – thanks to radio frequency identification. Scan entire pallets and shelves at the touch of a button. Not only does the portable terminal work from a distance of up to five metres, it can also handle temperatures as low as 20 degrees. It massively simplifies the management of goods and inventory processes. Developed for first and fast movers in retail and logistics: quality by DENSO. www.denso-autoid-eu.com The BHT-1200 combines RFID technology and ergonomics for ultrafast scanning.

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PRODUKTNEUHEITEN Lösungen für den POS n Pulsa

n Denso Auto-ID Business Unit of TT Network Integration Europe

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www.denso-autoid-eu.com DT-08 – Robustes 8“ Bestellterminal mit Android Das schnelle und robuste DT-08 Tablet vereinfacht das Gastronomie Geschäft. Es bietet den Kellnern einen zuverlässigen Helfer oder nimmt die Bestellungen der Kunden direkt entgegen. Das DT-08 besitzt neben seinem 8“ Touchdisplay mit kapazitivem Multi-Touch einen 1.2GHz Quad Core Prozessor sowie Android 4.4, Dual-Band Wireless LAN und Bluetooth. Das DT-08 wurde für eine Vielzahl von Anwendungen vom Self-Ordering Kiosk oder Digitalem Menü bis zum Kellnerdisplay entwickelt. Die integrierte NFC Option unterstützt viele unterschiedliche Kartenvarianten. Das DT08 verzichtet auf alle nicht relevanten Tablet-Funktionen, wie sie in Consumer Tablets vorhanden sind und gestattet so einen wesentlich sichereren und akkuschonenderen Betrieb. Vorteile: Robustes System, Gastronomieoptimierung, Personaleinsparung.

DT-08 – 8” Android Self Ordering Terminal The fast and robust DT-08 tablet support the catering. The reliable tablet will help the waiters or can be used for self-ordering. Featuring an 8-inch IPS screen, the DT-08 runs on Android 4.4 OS and is powered by Cortex A7 1.2GHz quad core processor coupled with 1GB RAM. With the support of dual band WiFi, the device is less prone to interference in deployment; while the built-in Bluetooth enables connection of peripheral devices as required. Designed for a variety of uses, the DT-08 tablet can operate as a waiter pad, self ordering kiosk, and digital menu when deployed with different cradle options. The NFC enables the development of contactless card applications. In addition to enhanced WiFi performance, the DT-08 removes all the non-relevant features commonly found in consumer tablets. It improves the usability and minimises field support effort with the design enhancements and software features. Benefits: Rugged, secure System, optimized for Hospitality and Restaurants.

n ACD Elektronik www.acd-gruppe.de Mobiles Terminal M160: Ein Einsteiger-Gerät mit vielen Features

Alle Angaben laut Hersteller

Anhand wachsender Ansprüche aus dem Handel bietet das mobile Terminal M160 als konsequente Weiterentwicklung eine schlanke aber dennoch sehr robuste, intelligente und effiziente Lösung für den mobilen Einsatz. Klein, handlich und leicht sind weitere Schlagworte, die das M160 auch für intensive Scan-Tätigkeiten interessant machen und eine Einhandbedienung ermöglichen. Erhöhte Mitarbeitermotivation und effizientes Arbeiten sind die Folge. Das neue Handterminal M160 ist durch sein kompaktes Design für den Handel geeignet und quasi „immer dabei“.

Mobile Terminal M160: Entry device with many features Consistently developed based on the requirements of trade, the M160 offers a streamlined yet extremely robust, intelligent, and efficient solution for mobile use. Small, easy to handle, and lightweight, the M160 is also ideal for intensive scanning and can be operated with just one hand. Higher staff motivation and an efficient workflow are the consequence. The ergonomic design with strap and touch pen makes daily work with the M160 supremely comfortable.

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BHT-1200 RFID Die erfolgreiche Modellreihe BHT1200 von Densi wird um ein RFID Gerät erweitert. Die nächste Innovation aus dem Hause Denso Wave kombiniert altbewährtes mit progressiver RFID-Technologie (Radio Frequency Identification). Durch das neue RFID Modul liest das BHT-1200 RFID neben 1D und 2D Codes zukünftig auch RFID Etiketten. Das neue BHT-1200 RFID überzeugt durch seine enorme Lesegeschwindigkeit, mit der in kürzester Zeit viele Artikel in einem einzigen Scanvorgang erfasst werden können. Die Leseleistung aus bis zu fünf Metern Entfernung, ist dabei besonders für große Lagerhallen von Vorteil. Für ermüdungsfreies Arbeiten sorgen der ergonomische Pistolengriff und das geringe Gewicht. Wie alle Geräte aus der BHT-1200 Serie, verfügt auch das BHT-1200 RFID über Windows CE, ein 3,5 Zoll HVGA Display und eine Batterielaufzeit von bis zu 60 Stunden. Seine Robustheit beweist das Gerät unter anderem beim Einsatz unter extremen Temperaturen von -20 bis +40 Grad Celsius. Durch die Kennzeichnung von Artikeln mittels RFID Etikett ist es nicht mehr notwendig jeden Artikel einzeln zu scannen. Mit einem Scan können ganze Regalreihen erfasst werden, was eine enorme Zeitersparnis bedeutet. Lieferbar ab Herbst 2016.

BHT-1200 RFID The successful Denso BHT-1200 series has been extended with a RFID Gun device. The next innovation from Denso Wave combines all the existing and popular Hardware features with a new and progressive RFID technology (Radio Frequency Identification). Beside from 1D and 2D Codes the BHT-1200 RFID is also able to read RFID tags with the European standard in the future. The new BHT-1200 RFID proves its capability by its extremely fast scanning speed. Many products can be recorded and documented by just one scan. The reading performance of the unit that can capture data from up to five meters is particularly useful in large warehouses. The ergonomic pistol grip and the light weight body helps avoid RSI (Repetitive Strain Injury) in all types of working environments. Like all BHT-1200 devices the BHT-1200 RFID comes with Windows CE, a 3.5 inch HVGA Display and two batteries with an operating time of up to 60 hours. Among others, the terminal is robust enough to be used under extreme temperatures from -20 to +40 degrees Celsius. Available as from the Autumn 2016.

n Ingram Micro Distribution www.ingrammicro-dcpos.de Lokalisierungslösung mit Mpact Beacons von Zebra Technologies Eine persönliche Begrüßung, Hinweise zu aktuellen Aktionen und Veranstaltungen, Übergabe von Gutscheinen und somit eine geldwerter Vorteil. All dies kann einen Besuch zu einem angenehmen Erlebnis gestalten, das gerne wiederholt wird – egal ob es nun in einem Supermarkt, einem Hotel, einer Einkaufsmeile oder in einer Stadt ist. Mpact ermöglicht all dieses. Integrieren sie die Mpact Funktionalitäten in die Apps für Ihre Kunden und stellen Sie standortbasierende Zusatzdienste zur Verfügung. Bieten Sie mit Mpact den bestmöglichen Service, maximieren Sie die Umsätze und sorgen Sie für wiederkehrende Besucher. Erfahren Sie, wo sich Ihre Kunden bewegen. Wi-Fi- und Bluetooth Smart-Standortinformationen werden in einem System gebündelt.


Nutzen Sie die Positionsdaten Ihre Kunden und reagieren Sie darauf und das schon ab 2 Cent pro Kundenbesuch pro Jahr, abhängig von der tatsächlichen Installation. Christoph Schieb, Zebra WLAN Sales Consultant bei Ingram Micro, unterstützt Sie gerne bei Ihre Projektierung.

n Gebit Solutions www.gebit.de GEBIT POS-Platform GEBIT POS-Platform ist die innovative Lösung für Retailer mit besonderen Ansprüchen, vom Mittelstand bis zum international tätigen Handelskonzern. Dank „Standividual-Ansatz“ – der optimalen Verbindung von Standardsoftware und Individuallösung – erhalten Retailer Kassen mit bester Passgenauigkeit und bedingungsloser Unterstützung unternehmensspezifischer Anforderungen. Dank flexibler Architektur und Standard-Schnittstellen wie z. B. JavaPOS, XML, SQL, JMS etc. integriert sich GEBIT POS-Platform optimal in jede Unternehmens-IT. Die individualisierten Lösungen bieten maximale Flexibilität und Anpassbarkeit an kundenspezifische Bedürfnisse und Vorgaben, bei gleichzeitigem Zeitgewinn durch den Einsatz standardisierter Module und Prozesse.

n Ergonomic Solutions www.ergonomic-solutions.net SlimCase Vario: Multifunktions-Tablet-Rahmen Ergonomic Solutions, der anerkannte Marktführer auf dem Gebiet der Entwicklung und Bereitstellung von Befestigungs-, Mobilitäts- und Sicherheitslösungen für Technologieprodukte, hat die Markteinführung des SlimCase Vario Tabletrahmens angekündigt. Dieser ist mit einer Vielzahl der heutigen Tablets kompatibel, um geschäftliche Anwendungen für profitable Enterprise Mobility zu ermöglichen. In einer Welt, in der Kundenservice groß geschrieben wird, nehmen tabletbasierte. Anwendungen eine zentrale Funktion bei der Erbringung einer erfolgreichen Enterprise Mobility-Strategie ein. Sie spielen eine entscheidende Rolle bei der Bereitstellung von Informationen und Dienstleistungen – sowohl im Geschäft, um den Kunden anzusprechen, als auch in der Lieferkette oder in einer Vielzahl kundenseitiger Anwendungen – ganz gleich, wo ein Unternehmen Geschäfte macht. Der SlimCase Vario Tabletrahmen ermöglicht diese Anwendungen auf minimalistische, dezente Weise und überzeugt mit seinem widerstandsfähigen Aussehen, ohne das Gerät selbst bedeutend schwerer zu machen. Der Vario-Rahmen wurde für den täglichen Gebrauch entwickelt und erlaubt den Zugang zu allen Tasten und Ports, wodurch die Anwendungsmöglichkeiten dieser Integrationslösung gesteigert werden.

SlimCase Vario: Multi-role Tablet Sled

GEBIT POS-Platform GEBIT POS-Platform is an innovative solution for retailers with high demands, from midsized companies to large international retailers. Thanks to our „Standividualmethod“ – which optimally combines standard software and individual solutions – retailers get POS system for highest precision and support company-specific requirements without any limitations. Thanks to the flexible architecture and standard interfaces e.g. JavaPOS, XML, SQL, JMS etc. GEBIT POS-Platform integrates best with the company’s IT. The individualized solutions offer the maximum in flexibility and adaptability to customer-specific requirements and specifications while providing time-savings through the use of standardized modules and processes.

Ergonomic Solutions, the acknowledged leader in the design and supply of technology mounting, mobility and security solutions announced the launch of the SlimCase Vario tablet sled; compatible with a wide range of contemporary tablets to enable business applications for profitable enterprise mobility. In a world where customer service is everything, tablet based applications are at the heart of delivering a successful enterprise mobility strategy. They play an intrinsic part in delivering information and services, whether that might be within an in-store customer engagement application, the supply chain or in a range of customer facing applications – in fact, wherever a company is doing business. The SlimCase Vario tablet sled has the ability to enable those

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SHUTTLE DH170  MEHR WIRKUNG FÜR IHRE BOTSCHAFTEN DURCH MEHR BILDSCHIRME  BIS ZU 3 BILDSCHIRME PARALLEL  4K ULTRA HD AUFLÖSUNG  FÜR 3X 2160P GEEIGNET  2X DISPLAYPORT, 1X HDMI  1X M.2 (BIS 2260), 1X MINI-PCIE  2X RS-232, 4X USB 3.0

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PRODUKTNEUHEITEN Lösungen für den POS applications in a minimalist discreet form factor which looks tough whilst adding little weight to the device itself. Designed for everyday use, the Vario sled allows access to all buttons and ports which increases the range of applications that are applicable to this integration solution.

n OKI www.oki.de Schluss mit Fehldrucken und nervenaufreibendem Papiereinfädeln Beim Druck-Management am Point of Sale, aber auch im Lager- und Logistikbereich heißt das Zauberwort Skew Correction, zu Deutsch: automatischer Papiereinzug. Diese ausgeklügelte Funktion sorgt dafür, dass sich Lieferscheine, Bestandslisten, Rechnungen oder Einzeletiketten stets im richtigen Winkel einziehen lassen – egal, um welches Format es sich handelt oder ob das Medium schräg in den Papiereinzug eingelegt wurde. Besonders, wenn es hektisch zugeht und Spediteure oder Kunden ungeduldig auf ihren Lieferschein oder ihre Rechnung warten, zeigt die Skew Correction ihre wahre Stärke. Eingebaut ist diese „Zauberfunktion“ in den Nadeldrucker OKI ML6300FB-SC, der auch Endlospapier klaglos bedruckt und bis zu fünf Durchschläge pro Druckvorgang liefert. Vorbei sind die Zeiten, in denen man dünnes Papier und Sonderformate vorsichtig in den Papiereinzug einlegen musste und schon bei kleinsten Abweichungen einen zeitraubenden Fehldruck riskierte. Die Papierausrichtung des OKI ML6300FB-SC korrigiert selbstständig – wie von Zauberhand – schräg eingelegtes Papier, und die automatische Positionserkennung sagt dem Drucker außerdem, an welcher Stelle sich das Papier befindet und ob es sich um das korrekte Format für den Druckauftrag handelt. Diese praxiserprobten Funktionen sparen nicht nur viel Geld, da keine Fehldrucke mehr anfallen, sondern schonen auch die Nerven im stressigen Alltag.

n factor:plus by IT-Informatik www.factorplus.de factor:plus Kasse: Intuitive Touchkasse

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Durch eine neuartige Bedienerführung der factor:plus Touchkasse können Ihre Mitarbeiter mit minimalstem Schulungsaufwand sofort kassieren. Neben den Kassier-Vorgängen kümmert sich das factor:plus-System auch um die Stammdatenversorgung, das Bon-Management und -Clearing aller Systeme am POS – vom Self-Checkout über Waagen bis hin zu Kundenterminals. Und durch das integrative Konzept von factor:plus verschmelzen die Verkaufskanäle des Händlers: POS, Online und Mobile – alles aus einem Guss.

factor:plus touch-pos system: intuitive checkout The new operator guidance of the factor:plus touch-pos system allows your employees to use the device immediately with barely no training. The factor:plus system handles the master data management, bon management and clearing as well as the typical cashier processes for all systems at the POS – from self-checkout via electronic scales up to customer terminals. The integrative concept of factor:plus merges the retailer’s sales channels: POS, online and mobile – a seamless system.

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n Aures Technologies www.aures.com YUNO Touchscreen Das kompakte, vielseitige EPOS-Terminal YUNO ist jetzt als TouchscreenMonitor Version erhältlich. Angeschlossen an einen Retail-PC, bildet es das Rückgrat eines soliden und zuverlässigen modularen Kassensystems. Details: Kompakter, widerstandsfähiger Monitor für verschiedenste Anwendungen. Projiziert kapazitiver Bildschirm (PCAP) mit Mehrfingersteuerung. Neigungswinkel: 0 bis 90°. Abgedeckte Anschlüsse. Mini DPAusgang für zweiten Bildschirm. Integrierte VESA-Version zur Befestigung an der Wand oder auf einer Säule. Zwei Bildschirmgrößen (15,1 oder 15,6 Zoll Breitbild). Zwei Farben: „Black“ oder „White-Beige“ (Schwarz oder Weiß).

YUNO Touchscreen YUNO, the Universal & Multi-Configuration EPOS hardware designed and manufacturedby AURES is now offered in a simple touch-screen Monitor version; associated to any Retail PC, it becomes the backbone of a complete POS modular solution. Details: Compact, robust and multi-purpose design. Projective Capacitive panel (PCAP) allowing multi-touch gesturing. Flexible viewing angle : 0 bis 90°. Optimal connectivity. Mini DP-port for a secondscreen. VESA compatible for wall and pole mounted configurations. 2 screen formats: traditional 4:3 (15,1”) or 16:9 (Wide 15,6”). 2 colours available: „Black“ or „White-Beige“.

n Tyco Retail Solutions www.tyco.de Umkleideräume im Fokus – innovative TrueVUE Analyselösungen Mehr Effizienz, Sicherheit und Umsatz: Tyco Retail Solutions bietet Einzelhändlern spezielle TrueVUEAnalyse-Tools für Ankleideräume: Diese Anwendungen in den Bereichen Inventarisierung, Kundenfrequenzmessung und Warenschwund liefern Informationen über das Käuferverhalten während der Anprobe. So können Einzelhändler ihre Kunden besser bedienen und zugleich den Schwund in diesem traditionell besonders diebstahlgefährdeten Bereich reduzieren. TrueVUE sichert nicht nur den Warenbestand, sondern liefert viele weitere Erkenntnisse. Zeitgemäße RFID-Technologie (Radio Frequency Identification) registriert, welche Waren anprobiert und gekauft wurden. Durch die gezielte Auswertung dieser Daten kann das Verkaufspersonal besser auf Kunden und deren Auswahl eingehen – und letztlich mehr Umsatz generieren.

Fitting rooms in focus – innovative TrueVUE fitting room analytics More efficiency, security and turnover: Tyco Retail Solutions offers special TrueVUE fitting room analytics for retailers. Inventory, traffic intelligence and loss prevention use cases that extend data visibility into the fitting room area provide retailers with the power to better serve clients, while minimizing loss in this traditional “high risk” security zone. In addition, RFID technology helps retailers gain new insights into what items were tried on and purchased. By collecting actionable information, store associates can engage with customers and their clothing selections to deliver personal service to drive sales. Tyco’s fitting room analytics solution offers retailers impactful insights across customer engagement, merchandising, loss prevention, and operations.


n Honeywell Sensing and Productivity Solutions www.honeywellaidc.com 8670 Wireless-Ring-Scanner Stets beide Hände frei: Der 8670 WirelessRing-Scanner mit Bluetooth-Funktion von Honeywell ist ein komfortabler und leichter Scanner, der bequem am Finger getragen wird und damit für einzigartige Bewegungsfreiheit beim Kommissionieren, Einlagern oder Verladen von Waren sorgt. Der 2D-Scanner kann auch als 1D-Scanner genutzt werden und erkennt selbst beschädigte oder schlecht gedruckte Barcodes problemlos. Dank der Bluetooth-Funktion kann sich der neue Scanner mit einer Reihe von Endgeräten verbinden.

8670 Wireless Ring Scanner Keep both hands free at all times: Honeywell’s 8670 Wireless Ring Scanner with Bluetooth technology is a compact, lightweight scanner that fits comfortably on a finger to allow workers to keep both hands free for picking, stocking, package handling and truck loading. The 2D imager can also be used as a 1D scanner and can easily decode poor quality or damaged bar codes. The new scanner uses Bluetooth technology to connect to a range of computing devices.

n Insys Microelectronics www.insys-locks.de/elostarmaster EloStar Master: Das Elektronikschloss für den Handel Schlosssysteme der EloStar-Linie sind vollautomatische Elektronikschlösser. Benutzerdefinierbare Zeitprogramme, das Anlernen von bis zu 100 Usern, eine durchgehende Protokollierung aller Vorgänge und die Möglichkeit, individuelle Öffnungsvarianten wie Chip- oder RFIDKarte zu nutzen, machen das Schlosssystem zum perfekten Schloss für den Handel. EloStar Master ermöglicht als Einmalcode-Schloss eine reibungslose Zusammenarbeit mit Wertdienstleistern. Dabei kann die Öffnung mit und ohne einen Filialmitarbeiter im sog. Mischbetrieb erfolgen. Anzeige

EloStar Master: The Electronic Lock For Retailer Lock systems of the EloStar product line are fully automatic electronic locks. User definable time programs, the registration of up to 100 users, a thorough auditing (logging) of all events and the optional use of individual opening variants like chip card or RFID card make the lock solution perfect for retailer. EloStar Master as OTC lock (being operated via one time codes) provides the basis for close and smooth cooperation with CVIT companies (Cash / Valuables in transit). In this context, opening can take place with and without a member of staff of the branch office, as required for the specific occasion on hand.

n Shuttle Computer www.shuttle.eu Lüfterlose All-in-One-PCs für POS-Anwendungen Shuttle All-in-One-PCs haben bereits eine lange Tradition. Seit vielen Jahren bieten der Hersteller 15,6 Zoll große Touchscreen-Bildschirme mit eingebautem PC an. Mittlerweile ist die fünfte Generation der X50-Modellreihe auf dem Markt. Die Geräte zeichnen sich durch ihre platzsparende Bauform, zwei Farbvarianten und den Verzicht auf Lüfter und mechanische Komponenten aus. Dies verspricht absolute Laufruhe, lange Lebensdauer und weniger Wartung. Der resistive Touchscreen erlaubt eine Bedienung ohne Hautkontakt, sprich z.B. mit Handschuhen oder dem mitgelieferten Stylus. Die gesamte Front der aktuellen Generation ist IP54-zertifiziert und damit vor Spritzwasser und Staub geschützt. Die X50-Modelle „POS X504“ und „POS X505“ verfügen über Gigabit Ethernet, WLAN, Bluetooth, serielle und parallele Schnittstellen.

Fanless All-in-One PCs for POS applications Shuttle All-in-One PCs already have a long tradition of use. The company supplies 15.6“ touchscreens with in-built PC for many years. Meanwhile, the fifth generation of the X50 series is available, which offers a space-saving design, two colour versions and the absence of fans or other mechanical components. This ensures whisper-quiet operation, a long service life and requires less maintenance. The resistive touchscreen will work without skin contact, e.g. with gloves or the supplied stylus. The entire front panel of the current generation is IP54-certified and therefore protected from dust and splashes of water. The X50 models “POS X504” and “POS X505” are provided with Gigabit n Ethernet, WLAN, Bluetooth and serial and parallel interfaces.  

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TREND Locationing Services

Wissen, wo die Kunden sind Ortungsdienste lokalisieren neue Umsätze im Einzelhandel Der Autor: Mark Thomson, Zebra Technologies, Einzelhändler in einer sich stets wandelnden Handelslandschaft und hilft ihnen dabei, die Kundenerfahrung zu verbessern

▲Mithilfe von Analysesystemen im Geschäft können Einzelhändler ihre Kunden über eine Kundenbindungs-App auf dem Smartphone persönlich ansprechen

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martphones sind inzwischen in allen Bereichen unseres täglichen Lebens anzutreffen, auch beim Einkaufen. Für 71 Prozent der Kunden, die ihr Smartphone für Vergleiche in Geschäften verwenden, ist dies ein wichtiger Teil ihres Einkaufserlebnisses, wie eine von Google, Ipsos MediaCT und Sterling Brands durchgeführte Studie ergab. Allerdings hat die Mehrheit (66 Prozent) der befragten Kunden schon einmal in einem Geschäft Informationen gesucht und nicht gefunden. Mehr als 40 Prozent der Befragten gaben an, dass dieses

Erlebnis für sie frustrierend war und sie künftig wahrscheinlich anderswo einkaufen würden. In der Praxis nutzen die meisten Käufer bereits ihr Smartphone in Geschäften – und viele kommen nicht wieder, wenn sie die benötigten Informationen dort nicht finden. Einzelhändler können ihren Kunden nun ein besseres Einkaufserlebnis bieten, indem sie ihnen die wichtigsten Informationen auf den Geräten zur Verfügung stellen, die sie ohnehin bei sich tragen. Die Umsetzung ist ganz einfach: Mithilfe von Netzwerken und Analysesystemen im Geschäft können Einzelhändler

▲Beacons ermöglichen eine einfache Erfassung der Daten, die Einzelhändler benötigen, um jedem Kunden den bestmöglichen Service zu bieten

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jetzt die WLAN- und Bluetooth Smart-Ortungstechnologie von Smartphones nutzen, um Kunden über eine Kundenbindungs-App oder eine andere Schnittstelle auf dem Smartphone persönlich anzusprechen. Standortbasierte Mobiltechnologie bietet folgende Vorteile: • Förderung von Impulskäufen: Auf Basis früherer Käufe des Kunden oder seines Standorts im Geschäft können Coupons gesendet werden, die zum Kauf zusätzlicher Artikel anregen. •B  esserer Kundenservice: Mit dieser Technologie können Kunden direkt am Eingang namentlich auf ihrem Smartphone begrüßt werden. Zeigt das Ortungssystem, dass sich ein Kunde längere Zeit in einer bestimmten Abteilung aufhält, kann etwa ein Verkäufer dort hingeschickt werden. • Einblicke in Laufwege der Kunden im Geschäft in Echtzeit: Das System meldet sofort, wenn an den Kassen oder in einer bestimmten Abteilung mehr Personal benötigt wird. • Zeitersparnis für Kunden: Der Zugriff auf Karten und detaillierte Wegbeschreibungen hilft Kunden, die gewünschten Produkte schnell zu finden. • Langfristige Analyse der Abläufe im Geschäft: Ein Vergleich von Bewegungsmustern und Kundenverhalten liefert Erkenntnisse darüber, mit welchem Ladenlayout und welcher Produktplatzierung sich die höchsten Umsätze erzielen lassen. Einer von Google durchgeführten Studie zufolge geben Käufer, die im Laden ihr Mobiltelefon zu Rate ziehen, 25 Prozent mehr Geld aus. Wenn Einzelhändler ihre Kunden zur Nutzung eines Smartphones anregen, kann dies direkt zu höheren Umsätzen führen. Diese Funktionen lassen sich relativ einfach und schnell bereitstellen: Es ist durchaus möglich, am Vormittag ein intelligentes Ortungsnetzwerk im Geschäft zu installieren und am Nachmittag bereits auf Basis der erfassten Daten zu handeln. Innovative Technologien wie etwa Beacons und cloudbasierte Softwareverwaltung ermöglichen eine einfache Erfassung und Analyse der Daten, die Einzelhändler benötigen, um jedem Kunden während seines Einkaufs (und danach) den bestmöglichen Kundenservice zu bieten. n


TREND Digitale Transformation am POS

Die Revolution des Window-Shoppings Das digitale Schaufenster interagiert mit Kunden und wird per Gesten gesteuert „Virtual Promoter“ bestellt werden. Durch die lebensgroße Darstellung der Avatare bekommt der Nutzer das Gefühl einer direkten, persönlichen Mensch-zu-Mensch-Kommunikation.

Einsatzgebiet

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in Passant geht an einem Ladengeschäft vorbei – und plötzlich klopft eine junge Frau, ein junger Mann oder eine animierte Figur in Lebensgröße von innen an eine Schaufensterscheibe. Per Gestensteuerung kann der Passant mit der dieser in Kommunikation treten und sich durch ein interaktives Menü bewegen: Das ist „Virtual Promotor“ von ameria – das interaktive und gestengesteuerte Schaufenster.

So funktioniert es Hinter die Schaufensterscheibe wird eine Folie geklebt, die durch Rückprojektion zum Bildschirm

von 1,25 Meter Breite und 2 Meter Höhe wird. Auf die Folie wird ein interaktiver lebensgroßer Avatar projiziert. Die Gestensteuerungs-Technologie erkennt, ob sich Passanten in der Nähe befinden, die dann über Induktionslautsprecher auf der Straße angesprochen werden. Die Mischung aus Sound und Bewegt-Bild sorgt für Aufmerksamkeit. Die Person im Schaufenster lädt zur berührungslosen Interaktion mit einfachen Bewegungen ein und stellt die Produkte oder Dienstleistungen des Stores vor. Die im Schaufenster präsentierten Produkte können direkt vor Ort erworben oder nach den Öffnungszeiten über das Smartphone des Kunden in Verbindung mit

▲Das stationäre Einkaufserlebnis verbindet sich mit der virtuellen Welt. Der Händler überlässt die Wirkung seiner Maßnahmen nicht mehr dem Zufall und Kunden profitieren von der Reduktion für sie uninteressanter Informationen

„Die Welt vernetzt sich, aber der stationäre Handel, der für mich aus einer lebendigen Stadt einfach nicht wegzudenken ist, ist vielfach noch immer offline“, sagt Albrecht Metter, Gründer von ameria. Trotz wachsender Umsätze im ECommerce wird die Mehrheit aller Verkäufe auch zukünftig im stationären Handel stattfinden. Als Gesicht des Handels und teuerste Fläche waren Schaufenster immer Magneten der Aufmerksamkeit und müssen sich nun der Digitalen Transformation unterziehen. Richtige Wow-Effekte bekommt man nicht mehr durch statische Dekoration im Schaufenster, sondern durch spannende Lösungen, die als Kundenmagnet und Frequenzbringer fungieren. „Aus Sicht der Händler sorgt der Promoter für Frequenzsteigerung; als Mehrwert für den Kunden ermöglicht er die multimediale Präsentation von Produktinformationen bis hin zum Kaufabschluss außerhalb der Ladenöffnungszeiten“, so Metter.

Personalisierte Kommunikation Neue Entwicklungen lassen „Virtual Promoter“ individuell auf Passanten reagieren. So werden Angebote und Werbung auf die Vorlieben des Kunden angepasst. Mithilfe von sogenannten „Beacons“, einer Funktechnologie, wird die Verbindung zwischen „Virtual Promoter“ und dem privaten Smartphone des Konsumenten hergestellt. Voraussetzung dafür ist natürlich die vorher gegebene Zustimmung. Die erteilt der Kunde, indem er die Smartphone App des Händlers nutzt. Einmal verbunden kann „Virtual Promoter“ auf hinterlegte Informationen zurückgreifen und dem Kunden basierend auf bekannten Präferenzen und früheren Einkäufen maßgeschneiderte Inhalte präsentieren. Die Ansprache bleibt dabei subtil und anonym, für Außenstehende ist die Personalisierung nicht zu erkennen, persönliche Daten des Kunden werden nicht angezeigt. Alle Informationen werden zusätzlich in der Smartphone App gespeichert, so dass Kunden auch ein späterer Einkauf, zum Beispiel über den Online Shop des Händlers, leicht gemacht wird. n POS-Manager Technology 4 • 2016

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TREND Virtuelles Shopping-Erlebnis

Produktpräsentation der Zukunft Neue Möglichkeiten am Point of Sale durch Virtual Reality-Komplettlösung Der Autor: Daniel Seidl, Innoactive Digital Realities, ist Experte für Nutzungskonzepte im Bereich Virtual und Augmented Realities in deutschen Saturn-Filialen eingesetzt. Dabei zeigte sich, dass die Präsentationslösung nicht nur bei der Beratung selbst hilfreich ist, sondern auch zahlreiche Kunden anlockt, die einfach die Technik ausprobieren wollen.

Dreidimensionale Simulation

▲Kompakte Technik, unendliche Möglichkeiten: Das Virtual Reality Showroom-Konzept umfasst alle Bestandteile, die für einen flächendeckenden Einsatz von VR-Technik zur Produktpräsentation nötig sind – einschließlich eines Displays für die Zuschauer

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ie stetig wachsenden Warensortimente in Kombination mit steigenden Flächenmieten setzen den Einzelhandel zunehmend unter Druck. Um dennoch nicht auf eine ansprechende Produktpräsentation – die wichtigste Waffe im Kampf gegen den immer stärkeren Online-Handel – verzichten zu müssen, bietet sich aktuell eine ganz neue Lösung an: Moderne Virtual-Reality-(VR-)Brillen und entsprechende Programme erschaffen eine realis-

tische, dreidimensionale Umgebung, in der Kunden alle Arten von Produkten, auch sehr große oder sperrige, in ihrem Kontext erleben können. Schon eine kleine Aktionsfläche reicht dafür aus. Innoactive Digital Realities hat jetzt speziell für solche Point of Sale-Anwendungen eine Komplettlösung einschließlich Hardware, Software und diversen Services entwickelt: Das einfach zu bedienende, rollout-fähige System auf Basis der HTC Vive wird bereits seit Herbst erfolgreich

▲Spezialisten in VR- und 3D-Design erschaffen die virtuellen Welten einschließlich aller Funktionen. Dabei wird großer Wert auf eine ruckelfreie Darstellung in Echtzeit gelegt, damit der Kunde ungestört in die Umgebung eintauchen kann

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Ladengeschäfte werden in Stadtzentren immer seltener. Schuld daran sind die Mietpreise, die sich viele Händler in der nötigen Flächengröße nicht mehr leisten können. Damit verzichten sie jedoch auf einen ihrer größten Vorteile gegenüber Internet-Shops, das persönliche Einkaufserlebnis. Neben der Beratung ist für die meisten Kunden des lokalen Einzelhandels vor allem der direkte Eindruck von der Ware entscheidend: Größe und Form lassen sich beispielsweise anhand von Bildern nur schwer einschätzen, ganz zu schweigen davon, wie ein Objekt in einer echten Umgebung wirkt. Virtual Reality bietet hier ungeahnte Chancen. Die dreidimensionale Simulation ermöglicht es, auf kleinsten Raum Produkte in einem realitätsnahen Szenario vorzustellen, die in ihrer Größe oder Typenvielfalt nie in einen Laden passen würden.

Individualisierbares VR-Konzept Insbesondere die praktische Umsetzung, sprich die möglichst einfache und bedienfreundliche Integration der Technik in den Laden, lässt allerdings viele Unternehmen noch vor dem Schritt in die virtuelle Produktwelt zögern. Um hier Berührungsängste zu mindern und den Einstieg zu erleichtern, hat Innoactive Digital Realities mit seinem modularen „Virtual Reality Showroom“ ein ganzheitliches Konzept geschaffen, das alle Bestandteile und Leistungen umfasst, um flächendeckend an jedem beliebigen Point of Sale (POS) ein virtuelles Shopping-Erlebnis einzurichten. Grundlage dafür ist eine umfassende Planung, in der die verschiedenen Anforderungen des Retail-Bereichs, allen voran eine hochqualitative Darstellung der Waren, berücksichtigt werden. So wird, um eine fotorealistische Wiedergabe der Produkte und ihrer Umgebung sicherzustellen, als Hardware-Basis des Showrooms die VR-Technologie der HTC Vive verwendet, die eine Auflösung von 2160 x 1200 dpi


bietet. Die notwendigen Inhalte und 3D-Modelle für das virtuelle Shopping-Erlebnis erschaffen die Experten anhand von CAD-Modellen beziehungsweise 3D-Scans. Dadurch können auch große Produktmengen sehr schnell virtualisiert werden.

Produktwelten erkunden Ebenso werden kundenspezifische Funktionslogiken erstellt, die bestimmen, was der Benutzer innerhalb des virtuellen Raumes tun und wie er die Umgebung erkunden kann. Um beliebig große Räume begehbar zu machen, wird dabei auf eine einfach zu bedienende Lösung mit Teleportationspunkten gesetzt: Generell kann das Tracking-System der Vive je nach Platzangebot eine Fläche von bis zu 16 Quadratmeter abdecken, in der man sich frei bewegen kann. Sind die Grenzen erreicht, wird ein Gitter eingeblendet. Mittels der Sprungpunkte lassen sich jedoch verschiedene solcher Zellen verbinden, so dass der Nutzer jede gewünschte Stelle erreichen kann. Eine große Herausforderung bei der Konzeption einer Lösung für den POS war es, eine Bedienungsform zu entwickeln, die auch für Menschen ohne große Computer-Erfahrung leicht zu verstehen ist und intuitiv wirkt. Das System verwendet daher zwar zwei Controller, nutzt aber nur jeweils eine Funktionstaste der Steuereinheiten. Links wird damit das Einstellungsmenü aufgerufen, rechts wird eine Art Laserpointer eingeschaltet, mit dem einzelne Objekte oder Punkte im Menü angewählt werden können. Zudem gehören auch Einführungsschulungen für Mitarbeiter, die den Kunden im Laden die Bedienung erklären und beim Anlegen der Brille helfen, zum ServicePaket des VR Showroom.

The future of product presentation Continuously growing assortments of goods in conjunction with rising rental fees put increasing pressure on the retail sector. In order to not have to waive an appealing product presentation – the main weapon in the tough fight against online trading – modern technology offers a completely new solution: Present-day virtual-reality-(VR-)glasses and appropriate programs are apt to create realistic, three dimensional surroundings, in which the customers can experience all kinds of products, even very large oder bulky ones, in normal settings. A small dedicated space is sufficent for this way of demonstration. Especially for the use at the point of sale, Innoactive Digital Realities has now developed an all-in-one solution including various corresponding services: The “Virtual Showroom“-package covers the creation of 3D product models, the design of naturalistic home environments for presentation, the programming of functions like movement in the simulated room or the configuration of products as well as the necessary hardware for the installation at the POS. Since fall 2016 the user-friendly, easy to rollout system based on the HTC Vive has been successfully used in German branch stores of home electronics retailer Saturn. It was here, that the presentation tool was found not only helped in customer advisory service, it also attracted numerous people to the shop, who just came to try out the technology. zum Einschalten und Betreiben erforderlich ist, was den Rollout sehr schnell und unkompliziert macht. Dass sich das POS-Konzept auch in der Praxis bewährt, zeigt das Beispiel Media-Saturn. Der Technikhändler hat in zwei Saturn-Märkten seit Herbst vergangenen Jahres eine stationäre Variante des Virtual Reality Showroom im Einsatz, in dem verschiedene Musterküchen von Kiveda erkundet und teilweise sogar nach eigenen Wünschen verändert werden können. So lassen sich etwa die Fronten umfärben oder die Elektrogeräte austauschen. Dazu ist an die Wohnraum-Simulation ein virtueller Elektromarkt gekoppelt, in dem verschiedene Modelle unter anderem von Bosch und AEG ausgesucht werden können. In einem weiteren Schritt soll daran auch ein System angebunden werden, mit

dem die virtuell ausgewählten Produkte bezahlt werden können.

Zukunftspläne Virtuelle Beratung am virtuellen Produkt: Ein anderes Ziel, das sich aber erst in der Entwicklung befindet, ist der virtuelle Kontakt zu einem Kundenberater oder Techniker an einem anderen Standort. Fachmann und Kunde könnten sich so trotzdem von Person zu Person unterhalten und beispielsweise zusammen ein Produktproblem begutachten. Momentan wird dafür an Konzepten gearbeitet, wie die Personen in der virtuellen Umgebung dargestellt werden sollten, um dem Nutzer ein möglichst natürliches Erlebnis zu bieten.  n

VR-Technik als Kundenmagnet Für die Intergration der Technik in das Ladengeschäft wurden verschiedene Aufbauoptionen entwickelt, unter anderem eine platzsparende Lösung mit zwei beleuchtbaren Designer-Säulen aus Holz. Eine davon trägt eine Vitrine zum Verstauen der Brille, die andere einen hochauflösenden Bildschirm, über den auch umstehende Zuschauer verfolgen können, was der Nutzer gerade im virtuellen Raum sieht. Diese Displays haben sich inzwischen als Zuschauermagneten herausgestellt und wecken ein breites Interesse sowohl an der VR-Technologie als auch an den präsentierten Produkten. Die nötige Rechenkapazität zum synchronen Spiegeln des 3D-Erlebnisses auf den 2D-Schirm liefern zwei vernetzte Hochleistungs-PCs, die unsichtbar in den Säulen verbaut sind. Das gesamte System ist dabei so angelegt, dass kein besonderes Know-how

▲Seit Herbst wird eine Variante des Systems mit Displaywänden erfolgreich in zwei Saturn-Filialen eingesetzt. Kunden können sich hier anhand von verschiedenen KivedaMusterküchen einen Eindruck davon verschaffen, wie unterschiedliche Elektrogeräte in der Küchenzeile wirken würden

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TREND Digitalisierung des POS

Digitaler Wandel im Handel Wie es dem Handel gelingt, die Chancen der Digitalisierung des Point of Sale durch den Einsatz von Technologien und Daten zu nutzen Der Autor: Harald Mösel, b.telligent, hat mehr als 15 Jahre Fach- und Führungserfahrung in CRM, Omnichannel, E-Commerce, Marketing Automation, Customer Intelligence, 360° Online-/ Offline-Marketing sowie Change Management

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andelsunternehmen mit stationären POS beschäftigen sich derzeit, ebenso wie Hersteller mit eigenem Retail und Betreiber von Shopping-Centern, intensiv mit der Digitalisierung des POS. Der Handlungsdruck ist groß, verändert sich das Verhalten vieler Konsumenten entlang der Customer Journey derzeit doch grundlegend. Einer NielsenStudie zufolge steht Bekleidung beispielsweise bei mittlerweile 76 Prozent der Deutschen im Online-Shopping ganz oben und bei Unterhaltungselektronik informieren sich bereits 60 Prozent der Deutschen vor dem Besuch einer stationären Einkaufsstätte online. Nicht nur bei den Kunden von Otto und Zalando sind mobile Endgeräte mittlerweile zentrales Zugangsmedium des Shoppings (Otto 50 Prozent und Zalando über 60 Prozent). Durch den Einsatz von Technologien verschwimmen die Grenzen zwischen Online- und Offline-Shopping. Der Stellenwert von Datengewinnung, Datenintegration, Datenanalyse und Datennutzung nimmt dadurch in den Geschäftsmodellen der Händler signifikant zu. Viele Händler müssen sich kundenzentrisch ausrichten und transformieren zu OmnichannelHandelsunternehmen.

Digitale Customer Journey Die Digitalisierung hält Einzug in die gesamte Kundeninteraktion, die sogenannte Customer Journey. Dieser Prozess untergliedert sich in vier Teilschritte, die der Endverbraucher

mit technologischer Unterstützung durch die Omnichannel-Architektur idealerweise online, stationär am POS und im Kanalwechsel durchläuft. Der erste Schritt, „Search & Consider“, umfasst die Suche nach (Produkt-)Informationen und im besten Fall die Reservierung der gesuchten Produkte. Der Bestell- bzw. Kaufprozess sowie der Bezahlvorgang bilden Schritt 2, „Purchase & Pay“. Das Abholen bzw. die Lieferung der erworbenen Ware stellt den dritten Schritt, „Receive“, dar. In Schritt 4, „Return or Use“, wird die Ware schließlich umgetauscht oder vom Kunden in Gebrauch genommen und der Kaufprozess geht in den After Sales Service über. Von der Digitalisierung werden langfristig diejenigen Händler profitieren, die die Customer Journey über alle Kanäle vernetzen und dem Kunden auf Basis verknüpfter Daten ein nahtloses und stringentes Einkaufserlebnis bieten.

Status-quo-Analyse Bevor sich stationäre Händler mit dem Thema „Digitalisierung des POS“ beschäftigen, sollten sie sich im Rahmen einer Ist-Analyse einige Fragen stellen: Wie Omnichannel-fähig ist mein Unternehmen heute aufgestellt? Bietet es die erforderliche Warenbestandsgenauigkeit über alle Kanäle? Sind mobile Endgeräte an meinem POS nutzbar? Lässt sich mein Sortiment bereits online kaufen? Wie sehen meine Zielgruppen, meine digitalen Vertriebswege, meine Onlineund Offline-Kundenkontaktpunkte, meine Sys-

▲Die Digitalisierung der Customer Journey führt zur Digitalisierung der Shopping Experience – online und am POS

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temlandschaft, meine Quellsysteme und Datenflüsse, meine Organisation und meine Prozesse heute aus? Welche Anforderungen kommen in Zukunft auf mich zu? Welche Kundendaten liegen heute schon vor und sind diese kanalübergreifend verknüpft? Welche Daten werden in Zukunft benötigt? Sind die Ziele der Digitalisierung meines Unternehmens klar definiert? Kurz gesagt: Hat mein Unternehmen eine digitale Strategie?

Dimensionen der Digitalisierung Der Begriff „Digitalisierung des POS“ besteht im Kern aus drei Dimensionen, die sich jeweils wiederum in Facetten untergliedern lassen. Die Digitalisierung des Einkaufserlebnisses (Shopping Experience) beschreibt die erste Dimension, den originären Shopping-Prozess am POS, unter dem man alle digitalen Instore-Erlebnisse zusammenfasst. Darunter fällt zum Beispiel der Abruf von Produktinformationen am POS mit Hilfe digitaler Self-Service-Terminals oder mittels Smartphones sowie Funktionen, die unter dem Begriff des „nahtlosen OmnichannelEinkaufs“ zusammengefasst werden können. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn sich Kunden Ware im Online-Shop reservieren und zur Anprobe an den PoS kommen lassen (Click & Collect). Dazu zählen auch sogenannte „Webto-Store“- oder „Mobile-to-Store“-Erlebnisse. Ein Beispiel dafür ist, mit Hilfe des Smartphones zu prüfen, ob ein bestimmter Artikel aus dem Online-Shop auch in einer bestimmten Filiale vorrätig ist, und den Artikel online zu reservieren. Die zweite Dimension, Instore Analytics, umfasst alle digitalen Analyse- und Reportinginstrumente, die einen Händler befähigen sollen, am stationären POS (Kunden-)Informationen über das Verhalten seiner Besucher zu erheben. Der stationäre Handel kann durch den Einsatz von Technologien wie z. B. 3D-Kamerasensoren oder WLAN-Tracking relevante Daten ermitteln, die in Online-Shops z. B. mittels Google Analytics seit langem gang und gäbe sind. Auf dieser Datenbasis lassen sich betriebswirt-


Digital shift in retail

▲ Die drei Dimensionen der Digitalisierung des POS und die damit verbundenen Aspekte auf einen Blick

schaftliche Kennzahlen im stationären Handel optimieren. Zentrale Unterscheidungsmerkmale im Bereich Instore Analytics sind die eingesetzten Technologien, die dadurch erzielten prozentualen Erfassungsquoten der POS-Besucher sowie das Ausmaß der Verknüpfung der erhobenen Daten.Eine dritte Dimension stellt der Bereich Digital Traffic to Store dar. Sie beinhaltet alle digitalen Kundenkontaktkanäle und Technologien, durch deren Einsatz man Kunden an den stationären POS führen kann. Man konzentriert sich hierbei insbesondere auf Technologien, durch die man Kunden erreicht, wenn sie sich außerhalb eines Stores befinden. Der Einsatz von Geofencing in Verbindung mit Smartphone-Apps ist dabei eine Möglichkeit.

Datenflüsse und Prozesse eine Digitalisierungsstrategie auszuarbeiten. Darüber hinaus empfiehlt sich die Ableitung und Erarbeitung konkreter Anwendungsfälle oder Use Cases sowie zugehöriger KPIs. Es folgt die Erarbeitung der IT- bzw. System-Zielarchitektur und der Zielprozesse sowie darauf aufbauend eine umfassende fachliche und technische Anforderungsanalyse an die zukünftig benötigten Systeme und die Evaluierung geeigneter Lösungen bzw. Lösungsanbieter. Mit der Implementierung der Lösung und der Integration in die Gesamtarchitektur erfolgt dann die operative Realisierung des Projektes. Um das operative Management von Digitalisierungssystemen zu gewährleisten, kann Business Process Out-

Trading companies with stationary PoS as well as manufacturers with their own retail and also operators of shopping centers, currently intensively have to deal with the digitization of the PoS. The pressure to act is high, consumer behavior along the customer journey is changing fundamentally. Through the use of technology, the borders between online and offline shopping begin to blur. The importance of data collection, data integration, data analysis and data usage is significantly gaining in importance in business models of retailers. Many of them have to align their business more customer-centric and transform to omni-channel retailers. Digitization starts to enter into the entire customer interaction, the so-called customer journey. Author Harald Mösel, Omichannel expert and Principal Consultant Customer Intelligence at b.telligent, shows how this process is divided into four stages, which the end user goes through with the help of technology from the omni-channel architecture at the PoS and while shifting between channels. He also explains why digitization of the PoS has three dimensions that should all be considered while executing this major shift for retailers. sourcing (BPO) möglicherweise ein geeignetes Mittel sein. Professionelle Datenanalyse und Datenvisualisierung/Reporting bilden den Abschluss im Umsetzungsprozess.

Umsetzungsprozess

Fazit

Eine wichtige Anforderung an Digitalisierungslösungen des POS besteht darin, der Zielgruppe einen Mehrwert zu bieten. Welchen Nutzen hat das Einkaufserlebnis für die Zielgruppe? Die Antwort darauf beeinflusst Akzeptanz und Nutzungsgrad der Lösung. Bei Instore-AnalyticsLösungen steht demgegenüber der Nutzen als Entscheidungsgrundlage und/oder Frequenzgenerierungskanal für das Handelsunternehmen im Fokus. Um durch Digitalisierung Mehrwert zu erzielen, der zur Lösung der Herausforderungen des Handels beiträgt, empfiehlt es sich, nach der oben dargestellten Status-quo-Analyse der Systemlandschaft, der Quellsysteme, ▲ Die Erfolgsfaktoren: Worauf es bei der Digitalisierung des POS ankommt

In der sehr unübersichtlichen und rasant wachsenden Lösungsanbieterlandschaft führen aufwändige Eigenrecherchen und mühsames „Selbstevaluieren“ von Softwarelösungen häufig nicht zum gewünschten Ziel, sondern zu Insellösungen. Nicht integrierte Daten und eine fehlende 360°-Sicht auf den Kunden sind die Folge. Für eine erfolgreiche Digitalisierung des POS ist ein umfassender Überblick über die Lösungsanbieterlandschaft sowie ein entsprechendes Kontaktnetzwerk zu diesen Anbietern genauso ausschlaggebend wie ein tiefes Know-how und Erfahrung bei der Integration von Systemen und Daten. n

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TREND Multichannel

5 Tipps, um Smartphone-Shopper in den Laden zu locken

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3 Prozent der Einkäufer würden im stationären Laden kaufen, wenn sie vorher prüfen könnten, ob ein Produkt auch erhältlich ist. Fast jeder zweite Deutsche (44 Prozent) hat mobilen Internetzugang, daher sollten Einzelhändler Passanten entsprechende Informationen direkt auf dem Smartphone anbieten. Google ermöglicht lokalen Geschäften Inventarinformationen wie den aktuellen Lagerbestand direkt in Produktanzeigen zu platzieren. Wie die sogenannten Local Inventory Ads erfolgreich den stationären Handel unterstützen können, zeigen folgende Tipps von Lengow. 1. V  erknüpfen Sie Ihre Onlineund Offline-Geschäfte Durch eine Datenbasis, die das Produktangebot beschreibt, und die Angabe der Verfügbarkeit online und offline, können Sie Produktanzeigen über Google schalten, die sowohl Ihrem Online-Shop als auch Ihrem stationären Geschäft zugutekommen.

2. Registrieren Sie Ihre Filialen bei „Google My Business“ Mit der Registrierung bei „Google My Business“ wird Ihr Geschäft den Passanten einerseits auf den Karten von Google angezeigt und kann andererseits mit Ihren Produkten verknüpft werden, so dass Käufer sehen können, wo sie das gewünschte Produkt in der Nähe erwerben können. 3. Zeigen Sie Kunden, welche Produkte im Laden verfügbar sind Da Google eine einzige Identifikationsnummer für die einzelnen Produkte vergibt, können Sie hinterlegen, welche Ihrer Produkte in welchem Geschäft und online erhältlich sind. 4. Schalten Sie Multi-Channel-Anzeigen Sie steigern mit Multi-Channel-Anzeigen die Sichtbarkeit Ihrer Produkte besonders bei der mobilen Suche. Das wird immer wichtiger, denn 18 Prozent aller ortsbezogenen Suchen resultie-

ren in einem Kauf. Damit liegt die Erfolgsquote doppelt so hoch wie bei einer allgemeinen Suche. 5. Halten Sie Ihre Produktinformationen aktuell Generelle Produktmeldungen an Google sollten mindestens alle 30 Tage erfolgen. Details zu den Produkten, die prinzipiell im Store erhältlich sind, sollten Sie wöchentlich aktualisieren. Mindestens einmal pro Tag müssen Inventarmeldungen an Google gehen. Besser ist es sogar, mehrfach täglich Daten für einzelne Produktgruppen zu aktualisieren. „Die Verknüpfung von Warensystemen des stationären Einzelhandels mit Online-Tools zur Verkaufsförderung hat gerade erst begonnen“, sagt Mickael Froger, CEO bei Lengow. „Durch den Einsatz von Google Local Inventory Ads lässt sich der Absatz ankurbeln, während man gleichzeitig wichtige Erfahrungen sammelt, wie Kunden ihre Mobilgeräte im Einkaufsprozess einsetzen.“ n

So bauen Webshops ein positives Preisimage auf

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urch die hohe Preistransparenz im Netz entsteht für die Händler ein massiver Wettbewerb: Wer im PreisvergleichsRanking ganz oben steht, und sei es auch nur mit zwei, drei Cent weniger, lockt die meisten Kaufinteressenten an und hat somit die Chance auf mehr Umsatz. Denn für die große Mehrheit der Käufer ist der Preis noch immer das wichtigste Kriterium bei der Shop-Wahl. Für die Betreiber der Web-Läden eine große Herausforderung: Sie müssen den Preis ermitteln, der für potenzielle Käufer interessant genug ist, damit sie nicht auf ihrer Ware sitzenbleiben, und der gleichzeitig so viel Marge bietet, dass unter dem Strich ein Plus steht. Die Internet World Messe zeigt Webshops die wichtigsten Faktoren, die richtige Preisstrategie zu finden. 1. Sortiment Das Sortiment spielt eine wesentliche Rolle im Pricing. Wenn ein Händler hochwertige Ware oder nur Markenware anbietet, will er nicht als Discounter wahrgenommen werden, sondern setzt auf ein Premium-Image. Wichtig ist, dass Sortiment und Image sorgfältig aufeinander abgestimmt sind, sonst wirkt der Händler schnell unglaubwürdig. 2. Preiswahrnehmung Ein wichtiger Faktor ist die Wahrnehmung durch

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den Kunden. Diese Wahrnehmung lässt sich durch das Shop-Design, die benutzten Farben, Schriften und Symbole sowie durch die Verwendung bestimmter Begriffe massiv beeinflussen. 3. Relevante Preislagen Ein Händler sollte für jede Produktgruppe alle relevanten Preislagen abdecken. Diese lassen sich durch Beobachtung des Surf- und Kaufverhaltens der eigenen Kunden, der Preisgestaltung der Wettbewerber, empirische Kundenbefragungen oder auch durch Erfahrung, beispielsweise der Einkäufer oder Produktgruppenverantwortlichen im eigenen Unternehmen, ermitteln. 4. Richtige Bepreisung Ein weiterer wichtiger Baustein ist die richtige Bepreisung ausgewählter Artikel innerhalb des Sortiments. Schlüsselprodukte, auch Frequenzbringer oder Hot Items genannt, sind Artikel, die eine hohe Relevanz für den Kunden haben und zuerst im Warenkorb landen. Sie gilt es, attraktiv im Wettbewerbsumfeld zu bepreisen, sprich, als Schnäppchen zu positionieren. Hauptprodukte sind die dauerhaften Umsatzbringer. Hier dürfen die Preise moderat sein, da die Produkte standardmäßig gekauft werden. Meist wissen die Kunden gar nicht genau, was die Artikel im Einzelnen kosten. Die Nebenprodukte sind dagegen

echte Gewinnbringer. Es sind solche Artikel, die den Standardeinkauf ergänzen oder als passendes Zusatzprodukt im Warenkorb landen. Hier kann der Preis für diese Produkte auch mal über dem Durchschnittspreis der Wettbewerber liegen. 5. Eigenmarken Eventuell kann es sinnvoll sein, eine Mehrmarkenstrategie zu entwickeln, um verschiedene Preissegmente abzudecken. Dies kann unter Umständen auch durch Eigenmarken geschehen. Sie haben den Vorteil, dass die Produkte nicht so leicht vergleichbar sind und die Kunden ein Gespür für die Wertigkeit und den richtigen Preis für ein Produkt entwickeln. 6. Aktualität Der Lebenszyklus des Artikels und saisonale Faktoren bestimmen schließlich, wann ein Artikel in den Abverkauf geht. Dabei stellt sich die Frage, welchen Preis der Kunde zu zahlen bereit ist, und wie es um den Warenbestand bestellt ist. Dazu kann das Kauf- und Surfverhalten der eigenen Kunden mit den Beständen abgeglichen und somit der beste Preis ermittelt werden. Das bedeutet aber nicht, dass der Preis tatsächlich alle 24 Stunden neu festgesetzt werden kann. Denn Verbraucher reagieren auf allzu häufige Preisanpassungen höchst sensibel. n


TREND Sicherheitstechnik

Quellensicherung: Lebensmitteleinzelhandel vor Trendwende? Während im Bekleidungshandel die Sicherung ab Herstellung (Quellensicherung) bereits zum Standard zählt, schaffte sie im deutschen Lebensmitteleinzelhandel bisher nicht den Durchbruch. Das könnte sich jetzt ändern. Viele Händler haben in den vergangenen Monaten bereits die technischen Voraussetzungen geschafft und aufgerüstet – jetzt gehen sie den nächsten Schritt

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ie elektronische Artikelsicherung zählt zu den am weitesten verbreiteten Maßnahmen im Kampf gegen Ladendiebstahl. Weltweit sind nach Schätzungen von Checkpoint Systems rund 500.000 Sicherungsantennen im Einsatz. Pro Jahr werden rund sechs Milliarden radiofrequente (RF) Sicherungsetiketten auf den Markt gebracht. Immer häufiger werden diese nicht erst im Geschäft vor Ort, sondern bereits während des Herstellungsoder Verpackungsprozesses der Artikel an diesen angebracht. Dank der sogenannten Quellensicherung erreichen die Waren ihren Verkaufsort schneller und vor allem bereits regalfertig. Ein manuelles, zeit- und kostenintensiveres Anbringen der Sicherungsetiketten in der Filiale durch die Mitarbeiter entfällt somit weitgehend.

Weniger Warenschwund Die Idee der Quellensicherung ist über 25 Jahre alt. Im November 1990 hatte Checkpoint Systems erstmals Waren an deren Herstellungsort mit RF-Sicherungsetiketten versehen. Mitte der 1990er Jahre kam die Quellensicherung in den USA auf, als die US-Ketten Home Depot und BJ Wholesale Club begannen, ihre Etiketten bereits am Herstellungsort der Waren zu integrieren. Seither hat Checkpoint Systems – das Unternehmen produziert mehr als 50 Prozent der weltweiten RF-Etiketten – über 40 Milliarden Artikel an der Quelle gesichert. In den vergangenen 20 Jahren wurden zudem mehr als 1,7 Millionen RF-Sicherungsantennen installiert. Auch in Deutschland setzen bereits einige Händler auf Quellensicherung. Zu den Wegbereitern zählen insbesondere

zu sichern. Und das mit durchschlagendem Erfolg: Bei den quellengesicherten Artikeln sank der Warenschwund um 53 Prozent. „Von den Maßnahmen profitieren auch die übrigen Produktkategorien, bei denen sieben Prozent weniger Verluste verbucht wurden“, erklärt Dennis Hollmann, Quellensicherungsexperte bei Checkpoint Systems.

Mehr Umsatz ▲ Frischfleisch zählt stets zu den Klaurennern: Spezielle Lebensmitteletiketten können in die Verpackung integriert werden

der Bekleidungs- und Schuhhandel. In anderen Branchen wie dem Lebensmitteleinzelhandel blieb der Durchbruch bisher noch aus. Das könnte sich jetzt ändern. Erst kürzlich hat eine große europäische Supermarktkette begonnen, Lebensmittel an der Quelle

▲ Kaum größer als eine Briefmarke eignet sich transparente Etiketten besonders gut für kleinteilige, unverpackte Artikel wie Kosmetika

Aufgrund des großen Erfolgs gilt es als wahrscheinlich, dass auch in Deutschland Unternehmen ihrem europäischen Wettbewerber folgen werden. Immer mehr Einzelhändler – darunter Discounter und Supermärkte – haben bereits Systeme zur elektronischen Artikelsicherung (EAS) installiert und damit die technischen Voraussetzungen geschaffen. Durch Quellensicherung könnten sie nun für eine konstant effektive Warensicherung sorgen und die Einhaltung von Sicherungsvorgaben gewährleisten. Zudem entfällt die arbeits- und zeitintensive Anbringung der Etiketten durch die Mitarbeiter in den Geschäften oder Distributionszentren vor Ort. Das spart Kosten und ermöglicht den Mitarbeitern, sich ihren eigentlichen Aufgaben wie dem Kundenservice zu widmen. Neben der Effizienzsteigerung können Einzelhändler auch das Erscheinungsbild der Ware verbessern, da die Quellensicherung eine gleichbleibend optimale Platzierung der Etiketten gewährleistet. Im Idealfall wird diese bereits während der Planungs- und Entwurfsphase neuer Produkte von Handel, Herstellern und Technologiepartnern gemeinsam festgelegt. Der vielleicht größte Vorteil, der für den stationären Einzelhandel mit der Einführung von Quellensicherungsprogrammen verbunden ist, betrifft jedoch die MöglichPOS-Manager Technology 4 • 2016

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TREND Sicherheitstechnik keiten, den Absatz zu steigern. Die Technologie hilft dem Handel, zwei wesentliche Anforderungen des Konsumenten an ein modernes Einkaufserlebnis einfacher sicherzustellen: (1) eine hohe Warenverfügbarkeit und (2) einen ungehinderten Produktzugang. „Beides zahlt positiv auf das Kundenvertrauen und die Kundenloyalität ein“, erläutert Dennis Hollmann. „Das könnte dem stationären Handel helfen, seine Position gegenüber dem Online-Handel zu stärken.“

Verfügbarkeit Dass Konsumenten ein Produkt vor dem Kauf anfassen, dieses ggf. testen und dann direkt mit nach Hause nehmen können, ist einer der größten Vorteile des stationären Handels gegenüber den Online-Konkurrenten. Eine hohe Warenverfügbarkeit ist damit für die Profitabilität des stationären Einzelhandels ein Schlüsselfaktor. Doch Regallücken, z. B. aufgrund von Fehlern in der Lieferkette oder durch Warenschwund, gehören nach wie vor zum Alltag. In Europa beträgt die Out-of-Stock-Rate durchschnittlich 8,3 Prozent. Und das kostet Umsatz: Fast 70 Prozent der Konsumenten geben laut einer Studie von AMR Research an, ein gewünschtes Produkt bei einem anderen Händler oder online zu kaufen, wenn dieses nicht verfügbar ist. Warenschwund ist ein Treiber schlechter Warenverfügbarkeit. Eine Schwundrate von drei Prozent des Umsatzes führt zu einer Outof-Stock-Rate von 61 Prozent. Beträgt die Schwundrate ein Prozent, liegt die Out-ofStock-Rate bei 21 Prozent, so die Auto-IDStudie des MIT. Per Quellensicherung kann der Warenschwund substanziell reduziert werden. Dem US-Unternehmen CVS/pharmacy gelang es, den Warenschwund bei quellengesicherten Artikeln um über 50 Prozent zu senken, während gleichzeitig der Absatz um elf Prozent anzog. Als Faustformel gilt: Werden zehn Prozent der Produkte gesichert, die 90 Prozent des Warenschwunds verantworten, lassen sich bereits nachhaltige Verbesserungen erzielen. „Oftmals können Artikel wieder ins Sortiment aufgenommen werden, die zuvor aufgrund zu hoher Diebstahlquoten aus den Regalen genommen wurden“, so Hollmann. Weiterhin fördert die Quellensicherung einen offenen Produktzugang, wie ihn sich Konsumenten wünschen. Laut eines weltweit tätigen Herstellers von Körperpflegeprodukten kann eine offene Warenpräsentation den Umsatz

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n Vorteile für Handel und Hersteller • Offene Warenpräsentation: Da Konsumenten das Produkt in die Hand nehmen können, ohne auf die Hilfe des Verkaufspersonals angewiesen zu sein, steigt der Absatz. • Mehr Effizienz: Quellengesicherte Produkte werden regalfertig angeliefert. Das zeit- und arbeitsintensive Auszeichnen der Waren durch die Mitarbeiter vor Ort entfällt. • Weniger Out-of-Stock-Situationen: Durch die verbesserte Warensicherung können Regallücken vermieden werden, die sich negativ auf den Umsatz und die Kundenloyalität und -bindung auswirken. • Weniger Warenschwund: Eine sichtbare Warensicherung beugt Ladendiebstahl vor. Abziehsichere Etiketten schützen zudem vor Profi-Dieben. Durch das Entfernen der Etiketten werden die Verpackungen beschädigt, wodurch die Ware an Wiederverkaufswert verlieren. • Verbesserte Markensichtbarkeit: Quellensicherung gewährleistet eine optimale Platzierung der Etiketten, so dass das Branding und Produktinformationen nicht verdeckt werden. • Sichere Verkaufsfläche: Markenhersteller, die sich an Quellensicherungsprogrammen beteiligen, können die zur Verfügung gestellte Regalfläche vergrößern. • Migrationspfad zu RFID: Produkte, die bereits quellengesichert werden, können sehr einfach auch mit RFID-Etiketten ausgezeichnet werden.

um über 30 Prozent erhöhen. Werden Waren dagegen beispielsweise in Vitrinen eingeschlossen, behindert dies den Abverkauf. Besonders hochpreisige Produkte wie etwa Elektronikartikel möchte der Konsument in die Hand nehmen, bevor er seine Kaufentscheidung trifft. Bei preiswerten Artikeln wie Batterien oder Kosmetikprodukten steigt die Zahl der Impulskäufe.

Fokus auf Prävention Eine Vielzahl an Etiketten trägt den spezifischen Anforderungen der Artikel im Lebensmittelhandel Rechnung. So gibt es beispielsweise spezielle Sicherungsetiketten für in Blistern verpackte Waren oder für frische

Lebensmittel, die vom TÜV zertifiziert wurden. Transparente Etiketten, so groß wie eine Briefmarke, eignen sich besonders für kleinformatige Artikel wie etwa Kosmetikprodukte. Sie lassen sich so auf oder in der Verpackung anbringen, dass das Produkt- und Markenerlebnis nicht gestört wird. Auf eine „unsichtbare“ Sicherung, wie sie noch vor einigen Jahren favorisiert wurde, verzichtet man heute möglichst. Im Idealfall fließt die Sicherung bereits ins Verpackungsdesign eines Produktes mit ein. Ein gut gesichertes Produkt wird auch als Indiz für Qualität und Exklusivität gesehen. „Es gilt, den Diebstahl bereits zu verhindern, bevor er passiert“, erläutert Hollmann, der Handelsunternehmen rund um die Einführung und Umsetzung eines

▲ Im Handumdrehen kann das „AutoPeg Tag“ an Blisterverpackungen angebracht werden und so Produkte wirksam schützen


Food retailers are benefitting from source tagging While apparel retailers are using source tagging for many years, the technology hasn’t achieved the breakthrough in the German food retailing industry so far. That could change now: Recently, a major European supermarket chain has begun to secure food at source. Due to their great success it is likely that other major retailers will follow them. In Germany, more and more retailers – including discounters and supermarkets – are installing Electronic Article Surveillance (EAS) in their stores, and creating the technical requirements necessary to take full benefit from source tagging. Retailers face growing pressures to achieve increased sales and greater efficiency. Source Tagging facilitates these goals by accelerating speed-to-shelf, reducing handling costs and aiding self-service sales formats. It ensures the uniform and universal protection of merchandise and enables products to be placed on open display, hence improving accessibility. As a result, consumers are able to browse shelves – making them more satisfied with their shopping experience and more likely to make a purchase. Finally, with implementing source tagging programs food retailers will be also able to easily use RFID technology. RFID provides up-to-the-minute data on product movement at the item-level, and food retailers would be able to improve product traceability and ensure greater inventory visibility.

Quellensicherungsprogramms berät. „Denn auch ein überführter Diebstahl kostet letztendlich Zeit und Geld. Wir wollen daher einen Abschreckungseffekt erzeugen, denn sichtbar quellengesicherte Ware wirkt nachweislich präventiv gegen Diebstahl.“

Handel und Hersteller Um eine Ausweitung der Quellensicherung im Lebensmitteleinzelhandel zu forcieren, ist die Zusammenarbeit zwischen Einzelhandel, Lieferanten und Herstellern gefordert. So kann sichergestellt werden, dass der Quellensicherungsprozess möglichst nahtlos in die übrigen Supply-Chain-Prozesse integriert und das Etikett bestmöglich positioniert wird. Ein solches Engagement lohnt sich gerade für die Hersteller. Wer quellengesicherte Ware regalfertig liefert, kann Wettbewerbsvorteile sichern und Marktanteile ausbauen. Darüber hinaus gilt es auch auf Unternehmensebene, Mitarbeiter verschiedener Abteilungen in die Entwicklung und Einführung eines Quellensicherungsprogramms einzubinden. Neben der Verlustprävention sind vor allem die Anforderungen von Marketing und Category Management zu berücksichtigen.

Weichen für RFID gestellt

▲ Eine offene Warenpräsentation ist einer der größten Vorteile der Quellensicherung. Bei Weinen und Spirituosen lassen sich die Sicherungselemente auch unter dem Flaschenetikett anbringen

▲ Sicherungsetiketten lassen sich auch in Kartonetiketten für Bekleidungsartikel integrieren

Schließlich stellt der Lebensmitteleinzelhandel mit der Einführung von Quellensicherungsprogrammen die Weichen für einen weiteren technologischen Meilenstein: Die Nutzung von RFID-Technik. Der Prozess zur Anbringung eines RFID-Etiketts unterscheidet sich nicht von dem eines RF-Sicherungsetiketts. Zwar galt RFID im Lebensmitteleinzelhandel lange Zeit als zu teuer und ungeeignet. Doch das hat sich geändert. Etiketten und RFID-Software sind heute deutlich ausgereifter, robuster und preiswerter als noch vor Jahren. Auf der EuroCIS hat Checkpoint eine erste RFID-Anwendung für Lebensmittel vorgestellt, mit der sich das Angebot von verpacktem Frischfleisch in SB-Theken steuern lässt. Die gleichen Etiketten, die dabei für die Warenverfolgung eingesetzt werden, eignen sich auch zur Diebstahlsicherung. Moderne Antennensysteme sind zudem in der Lage, sowohl RF- als auch RFID-Etiketten zu erkennen. Im europäischen Ausland haben die ersten Handelsunternehmen bereits entsprechende Tests gestartet und damit eine neue Ära eingeläutet. Es ist also nur eine Frage der Zeit, bis RFID auch im deutschen Lebensmitteleinzelhandel Einzug hält.  n POS-Manager Technology 4 • 2016

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MARKTÜBERSICHT Sicherheitstechnik / Safety Technology

Wirkungsvoller Schutz vor Diebstahl Ob Videokameras, EAS-Systeme, Zutrittskontrollen oder intelligente Preisschilder, es gibt viele Lösungen zur Warensicherung für den POS n Axis Communications Firmenname: Axis Communications Adresse: Adalperostraße 86, 85737 Ismaning Telefon: +49 89 35 88 17-0 E-Mail: info-de@axis.com Internet: www.axis.com Kontakt: Ralph Siegfried

AXIS A8105-E Netzwerk Video Türstation AXIS A8105-E Network Video Door Station Die AXIS A8105-E Netzwerk-Video-Türsprechstation ermöglicht rückkopplungsfreie, klare, bidirektionale Kommunikation, hochauflösende HDTV 1080p Videoqualität und Fernentriegelung von Türen und Toren. Sie ist eine hochentwickelte Sicherheitskamera, ein leistungsfähiges Kommunikationsmedium und ein praktischer Türöffner in einem Gerät. Über das Smartphone, IP-Telefon oder einen PC, kann der Anwender jederzeit und von überall auf das Live-Video zugreifen, zu Besuchern sprechen und die Tür öffnen. Dank hochentwickelter Technologien ist dies auch in sehr lauter Umgebung und bei schwierigsten Lichtbedingungen möglich. AXIS A8105-E Network Video Door Station is a full-fledged security camera, a powerful communication device, and a convenient door opener in one single device. With AXIS A8105-E you get clear communication thanks to acoustic echo cancellation and noise suppression, high-quality 1080p HDTV video surveillance even at strong backlighting, and convenient remote entry control. You can see, talk to, identify, and then open the door to visitors directly or remotely from wherever you are. You can use your cell phone, IP phone or Video Management System (VMS) to do it.

Anwendungsbereiche / Scope of application Zutrittskontrolle an Eingängen, am Empfang oder Warenannahme Entry Control at entrances, receipts and receiving docks

Nutzen für den Einzelhandel / Benefits for retailers Kosteneinsparung durch Prozessoptimierung Cost savings due to process optimization

EVOLVE-Store 2.0 EVOLVE-Store ist eine Echtzeit-Applikation für Smartphones und Tablet-PCs. Mithilfe der App können Einzelhändler die Möglichkeiten ihrer RF- und RFID-EAS-Systeme im Kampf gegen Ladendiebstahl und die organisierte Einzelhandelskriminalität besser nutzen.So können Filialmitarbeiter per App sicherstellen, dass die Systeme eingeschaltet sind und einwandfrei funktionieren. Zudem kann die Kundenfrequenz einer Filiale in Echtzeit verfolgt werden. Werden dabei zuvor definierte Standardwerte überschritten, weil sich mehr Kunden in einer Filiale oder einem Filialbereich aufhalten, wird dies angezeigt, so dass der Einzelhändler darauf reagieren kann. EVOLVE-Store is a real-time app for smartphones and tablets that supports real-time RF- and RFID-based electronic article surveillance (EAS) and organized retail crime (ORC) event management. Store staff can ensure that EAS systems are always turned on and operating properly. Furthermore, EVOLVE-Store gives retailers real-time visibility of the number of shoppers in stores. Retailers can monitor their occupancy levels: If defined values are exceeded, store employees receive an alarm.

Anwendungsbereiche / Scope of application EVOLVE-Store liefert Informationen darüber, ob die internen Richtlinien im Umgang mit Ladendiebstahl eingehalten werden. Die App dokumentiert beispielsweise im Falle eines Alarms durch die RF-/RFID-EAS-Antennen die Reaktionszeit der Mitarbeiter. Weitere Features: Ein „Panikalarm“ für Mitarbeiter, um im Bedarfsfall Hilfe von Kollegen anzufordern, sowie ein Check-out-Call-Button für Kassenpersonal, wenn diese Unterstützung benötigen. Eine Energiesparmodus-Funktion stellt das EAS-System bei geschlossener Filiale auf einen Nacht-Modus um. Außerdem lässt sich das EAS-System per Fernwartung stumm oder ausschalten und für jedes mobile Endgerät können verschiedene Benutzerkonten eingerichtet werden. EVOLVE-Store delivers information if store associates comply with store shoplifting policies. The app measures policy compliance by managing response times to alarm events. Additional popular features include a staff panic alert to request help from associates; a check-out call button delivering real-time alerts from checkout staff requiring assistance; an EAS night-save feature to save power when the store is closed; the ability to test, mute or disable EAS systems remotely; and multi-user logins for each smart device.

Alle Angaben laut Hersteller

Nutzen für den Einzelhandel / Benefits for retailers

n Checkpoint Systems Firmenname: Checkpoint Systems Adresse: Ersheimer Str. 69, 69434 Hirschhorn Telefon: +49 6272 92 82 31 E-Mail: de-info@checkpt.com Internet: www.checkpointsystems.com Kontakt: Ellen Rößiger

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Durch die präzise Überwachung, Messung und Steuerung eines EAS-Programms in einer Filiale können Einzelhändler sowohl Gelegenheitsdiebe als auch professionelle Banden besser erkennen. In der Folge kann so der Warenschwund reduziert und die Warenverfügbarkeit gesteigert werden, was sich positiv auf Umsatz und Gewinn auswirkt. Zudem können das Vertrauen und die Sicherheit der Mitarbeiter im Umgang mit der Sicherheitstechnik gestärkt werden, wodurch sich die Investition (ROI) schneller amortisiert. By monitoring, measuring and managing an EAS program, retailers can deter opportunistic shoplifters and ORC activity, reducing shrink and increasing shelf availability,


sales and profits. This, in turn, improves staff confidence and engagement with the EAS program, ensuring a significant improvement on the return on investment.

n Dallmeier electronic Firmenname: Dallmeier electronic GmbH & Co.KG Adresse: Cranachweg 1, 93051 Regensburg Telefon: +49 941 87 00-0 E-Mail: info@dallmeier.com Internet: www.dallmeier.com

Smavia Appliance IPS 10000 Mit dem IPS 10000 stellt Dallmeier eine neue Video-Appliance für die Aufzeichnung von bis zu 100 HD-Videokanälen vor. Die Smavia-Appliance IPS 10000 basiert auf einer hochperformanten Server-Hardware mit Multi-Core CPU und erlaubt die Aufzeichnung von bis zu 100 HD-Videokanälen in Echtzeit. Dabei sorgen ideal aufeinander abgestimmte Komponenten für eine hohe Speichergeschwindigkeit. Das integrierte RAID 6 StorageSystem bietet bereits eine hohe Speicherkapazität und kann durch ein externes RAID 6 JBOD-System erweitert werden. With the IPS 10000 Dallmeier presents a new video appliance for the recording of up to 100 HD video channels. The Smavia appliance IPS 10000 is based on a high-performance server hardware with multi-core CPU and allows the recording of up to 100 HD video channels in real-time. Best matched components ensure high storage speed. The integrated RAID 6 storage system already provides a high storage capacity and can be expanded by an external RAID 6 JBOD system.

systems. Die Appliance unterstützt den kompletten SeMSy III Funktionsumfang inklusive der bequemen Auswertung von Aufzeichnungen auf einer SeMSy III Workstation. Auch der mobile Zugriff auf die Videobilder ist über die Smartphone-App „Dallmeier Mobile Video Center (DMVC)“, die sowohl für iOS als auch Android Betriebssysteme erhältlich ist, möglich. The IPS 10000 has eight easily accessible HDD bays on the front side which can be equipped with the optionally offered 6 TB server hard disk drives. This way a RAID 6 storage capacity of already 36 TB can be achieved. In connection with the external RAID 6 system “Smavia Enterprise JBOD” the capacity can be expanded by additional 60 TB. The preinstalled recording software “Smavia Recording Server” is designed as an open platform. So besides Dallmeier cameras, and together with the according licenses, 3rd-party IP cameras can also be recorded with motion detection and configured over the ONVIF protocol. The Smavia Viewing Client is available for the evaluation of the video streams, offering a variety of search and navigation functions. Furthermore, the appliance is factory fitted with the license “SeMSy Flat”. Thus, it is optimally equipped for the integration into the storage system of a SeMSy III video management system. The appliance supports the complete SeMSy III functional range including the convenient evaluation of the recordings on a SeMSy III workstation. Mobile access to the video images is also possible via the smartphone app “Dallmeier Mobile Video Center (DMVC)“, that is available both for iOS and Android operating systems.

n EET Europarts

Anwendungsbereiche / Scope of application Diese Appliance ist das optimale Aufzeichnungssystem für größere Videoanlagen, z. B. in Einkaufszentren und Shopping-Malls. This appliance is the optimal recording system for large video installations, e.g. in shopping malls.

Nutzen für den Einzelhandel / Benefits for retailers Der IPS 10000 verfügt über acht leicht zugängliche HDD-Einschübe an der Frontseite, die mit optional erhältlichen 6 TB Server-Festplatten bestückt werden können. Dadurch kann bereits eine RAID 6 Speicherkapazität von 36 TB für die Aufzeichnungen erreicht werden. In Verbindung mit dem externen RAID 6 System „Smavia Enterprise JBOD“ kann die Kapazität um zusätzliche 60 TB erweitert werden. Die vorinstallierte Aufzeichnungssoftware Smavia Recording Server ist als offene Plattform konzipiert. In Verbindung mit den entsprechenden Lizenzen können neben Dallmeier-Kameras somit auch 3rd Party Netzwerkkameras mit Motion Detection aufgezeichnet und über das ONVIF-Protokoll konfiguriert werden. Für die Auswertung der Videostreams steht der Smavia Viewing Client zur Verfügung, der umfangreiche Such- und Navigationsfunktionen bietet. Außerdem ist die Appliance ab Werk mit der Lizenz „SeMSy Flat“ ausgestattet. Damit ist sie bestens gerüstet für die Integration in das Speichersystem eines SeMSy III Videomanagement-

Firmenname: EET Europarts Adresse: Agnes-Pockels-Str. 16, 40721 Hilden Telefon: +49 211 75 84 67-15 E-Mail: arh@eeteuroparts.de Internet: www.eeteuroparts.de Kontakt: Arno Hasberg

Videokamera mit Darkfighter-Technologie Video Camera with Darkfighter Technology Spezielle Ziel-Bereiche mit niedrigen und sehr niedrigen Licht-Umgebungen – Videokameras mit Darkfighter-Technologie ist hier die Antwort. Zur Überwachung empfindlicher Standorte ist die beste Lösung entweder eine Megapixel Full-HDBox-Kamera mit austauschbaren Objektiven oder eine Bullet-Kamera mit einem integrieten Infrarot-Strahler mit motorisiertem Tag/Nacht Autofokus-Objektiv. Wenn die Lichtverhältnisse besonders schlecht sind, dennoch aber Farbbilder für eine genauere Aufzeichnung der Vorfälle notwendig sind, ist die Darkfighter-Technologie von Hikvision für Netzwerkkameras mit Ultra-Low-Light-Empfindlichkeit verfügbar.

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MARKTÜBERSICHT Sicherheitstechnik / Safety Technology Special-Target Areas with low and very low light environment – the Answer is Video Cameras from Hikvision with Darkfighter Technology. In order to monitor sensitive areas in best solution, either a Megapixel Full HD Box camera with removable lenses and a Bullet Camera with a integrated infrared light with motorized day/night autofocus lens. If the light conditions are particularly bad, but still it is necessary to get color pictures for accurate recording of incidents, the Darkfighter Technology from Hikvision is the right answer.

n Insys locks Firmenname: INSYS locks, eine Marke der INSYS MICROELECTRONICS GmbH Adresse: Hermann-Köhl-Str. 22, 93049 Regensburg Telefon: +49 941 5 86 92-0 E-Mail: info@insys-locks.de Internet: www.insys-locks.de Kontakt: Detlef Lücke

SMART-Serie SMART series Die neue SMART-Serie ist ein elektronisches Schloss-System der neuesten Generation. Öffnungs- und Schließvorgänge von Wertbehältnissen können über viele Merkmale wie Einmal-Code oder 4-Augen-Prinzip an gewünschte Unternehmensprozesse oder Sicherheitsanforderungen angepasst werden. Das System ist auf Wunsch komplett redundant und IP-fähig. Innovative Software-Managementwerkzeuge ergänzen Schlossriegel und Tastaturen zu einer durchdachten Komplettlösung. Schloss-Systeme sind nach VdS und ECBS zertifiziert. The new SMART series is an state-of-the-art electronic lock system. Opening and closing of secure storages can be adapted to customer processes and security demands via features such as one-time-code or 4-eye-principle. Upon request the system can be fully redundant and IP-capable. Innovative software management tools complement lock bolt and keyboard to a sophisticated turn-key solution. Lock systems are certified according to VdS and ECBS.

E-Mail: info@ellafashion.com Internet: www.ellafashion.com

EllaFashion EllaFashion ist ein digitales Etikettierungssystem mit integrierter Diebstahlsicherung. Der finnische Hersteller MariElla Labels Oy hat das System in enger Zusammenarbeit mit dem Modeinzelhandel entwickelt, und es den Anforderungen dieser schnelllebigen Branche angepasst. Die Preisetiketten – die auf E-Papier-Technologie basieren – sind nicht nur extrem leicht, sie sehen normalem Papier zudem erstaunlich ähnlich. Die Omnichannel-Lösung lässt sich problemlos in ein bestehendes back-ofhouse IT-System integrieren. EllaFashion is a digital labelling system that offers price labels with an integrated antitheft solution. The Finnish company MariElla Labels Oy has developed the system in close cooperation with fashion retailers, and has closely tailored it to the needs of this fastmoving industry. The labels – which are based on e-paper technology – are lightweight, and closely resemble the look of ordinary paper. The omnichannel solution can easily be integrated into an existing back-of-house IT system.

Anwendungsbereiche / Scope of application Modeeinzelhandel Fashion retailers

Nutzen für den Einzelhandel / Benefits for retailers Mit EllaFashion entfällt für Händler die Notwendigkeit, ein separates Diebstahlsystem zu installieren und zu unterhalten. Die Lösung bietet zudem Echtzeitzugriff auf den Warenbestand und die Möglichkeit, Preise jederzeit komfortabel per Tastendruck zu verändern – für den Laden, das Internet, und mobile Geräte. With EllaFashion, there is no need for retailers to install and maintain a stand-alone antitheft system. Additionally, the solution offers real-time inventory and allows staff to adjust prices with the click of a button – for the shop floor, the web, and mobile devices.

n Mobotix Firmenname: MOBOTIX AG Adresse: Am Stundenstein 2, 67722 Winnweiler Telefon: +49 6302 98 16-0 E-Mail: publicrelations@mobotix.com Internet: www.mobotix.com

MOBOTIX c25 und v25 Anwendungsbereiche / Scope of application Bargeldmanagement in Zusammenarbeit mit Wertdienstleistern Cash Management in collaboration with cash-in-transit companies

Alle Angaben laut Hersteller

Nutzen für den Einzelhandel / Benefits for retailers Sichere Aufbewahrung und Übergabe von Bargeldbeständen an Dienstleister Secure storage and hand-over of cash to service providers

n MariElla Labels Oy Firmenname: MariElla Labels Oy Adresse: Virnatie 3, 01300 Vantaa, Finland Telefon: +358 20 75 08 65-0

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Das hemisphärische c25 Video-Komplettsystem für die Deckenmontage bietet einen lichtstarken Tag- oder Nachtsensor mit 6MP Moonlight Technologie sowie integrierte Kamera-Software inklusive MxActivitySensor zur Vermeidung von Fehlalarmen und das MxAnalytics Videoanalyse-Tool. Die integrierte MxLEO Lowlight-Optimierung sorgt auch in schlecht beleuchteten Szenen für kontrastreiche Bilder ohne Bewegungsunschärfe. Zusammen mit der v25 Vandalismus (Schutzklasse bis zu IK10) Indoor-Dome-Kamera mit vergleichbaren technischen Features, eignet sich das Bundle ideal für die Sicherung öffentlicher Gebäude und den Einzelhandel. The hemispheric c25 video complete system for installation in suspended ceilings offers a light-sensitive day or night sensor with 6MP Moonlight Technology as well as integrated camera software including MxActivitySensor to avoid false alarms and MxAnalytics video analysis tool. The integrated Lowlight Exposure Optimization MxLEO facilitates high-contrast images without motion blur, even in poorly illuminated surroundings. Together with the v25 Vandalism Indoor Dome Camera (protection class up to IK10) with


comparable technical features, the bundle is ideal for securing public buildings and retail stores.

Anwendungsbereiche / Scope of application Diebstahlprävention, Sicherheit des Personal, Kunden, Dienstleister etc., Optimierung von Geschäftsprozessen (z. B. Warteschlangenmanagement), Planung des Shops und Marketingmaßnahmen auf Basis von in der Kamera integrierter Analysefunktion (Personenzählung, Heatmaps), videogestützte Inventuranalysen sowie die Suche nach speziellen Transaktionen. Theft prevention, safety of staff, clients, service providers etc., optimization of business processes (e.g. queue management), planning of shops and marketing measures based on the analysis function intergrated in the camera (people counting, heatmaps), video supported inventory analysis as well as searching for specific transactions.

Nutzen für den Einzelhandel / Benefits for retailers Durch die Kombination der MOBOTIX c25 und v25 erhalten Shopbetreiber eine Lösung, die durch hochaufgelöste Videobilder in Megapixel-Qualität eine eindeutige Identifikation von Straftätern zulässt. Dank der hemisphärischen Technologie der c25 lassen sich Shopbereiche mit deutlich weniger Kameras sichern. Im Unterschied zu einer Lösung mit mehreren Einzelkameras, bei der Objekte laufend von einem in einen anderen Sichtbereich wechseln, sind Objekte immer im Sichtbereich und verschwinden nicht bzw. verdoppeln sich bei überlappenden Sichtbereichen. Außerdem bietet das Breitband-Panoramabild bei gleicher Zeilenzahl etwa die doppelte Auflösung eines üblichen Videobildes. So haben die Verantwortlichen im Einzelhandel immer im Blick, wo sich eine verdächtige Person befindet und sehen genau, was diese gerade macht. Die integrierte Analysefunktion kann für den Einzelhandel aber noch viel mehr leisten und unterstützt zum Beispiel bei der Shopplanung. Dank der in der c25 und v25 enthaltenen Software MxAnalytics lassen sich statistische Verhaltensdaten von Personen und Objekten ermitteln. So können Händler erfassen, welche Regale an einem bestimmten Werktag und zu welcher Uhrzeit die größten Kundenmagneten sind. Welcher Eingang wird am häufigsten genutzt und wie sind die Laufwege der Kunden? Alle

Bewegungen von Personen werden innerhalb eines Livebildes erfasst und ausgewertet. Die Ergebnisse lassen sich für Marketingzwecke nutzen und bieten somit einen deutlichen Mehrwert für den Händler. So können Warenaufsteller oder Werbedisplays genau dort platziert werden, wo der größte Kundenverkehr herrscht. Mit einer Anbindung an die Kassensysteme ermöglichen Kameras sogar videogestützte Inventuranalysen sowie die Suche nach speziellen Transaktionen, etwa von Produkten einer Firma. Hier werden beispielsweise neben den Kameraaufzeichnungen auch der jeweilige Kassenstreifen sowie der Füllstand der Regale angezeigt. Dabei können Shop-Betreiber direkt zu einem Datum springen oder einen Zeitbereich eingeben. Due to the combination of MOBOTIX‘ c25 and v25 with high-resolution video images in megapixel quality, shop operators obtain a solution which allows a clear identification of potential criminals. Thanks to the c25‘s hemispheric technology shop areas can be secured with far fewer cameras. Furthermore, the integrated analysis tools are supporting retail store owners in planning their shops. Thanks to the integrated software MxAnalytics statistic behavioural data of people and objects can be determined. Retailers are able to capture which shelves are most attractive in specific days and times. Which entry is used the most and where do the clients go? With a connection to cash registers, cameras even enable video-based inventory analysis as well as searching for specific transactions such as specific products of a brand. Next to camera recordings, each receipt and filling levels of shelves is displayed.

n Nedap Firmenname: Nedap Deutschland GmbH Adresse: Otto-Hahn-Straße 3, 40670 Meerbusch Telefon: +49 2159 81 45-0 E-Mail: info@nedap.de Internet: www.nedap-retail.de Kontakt: Andreas Lorenz

!D Top Die !D Top ist ein leistungsfähiges RFID-Lesegerät zur Warensicherung (EAS), das sich nahezu unsichtbar im Eingangsbereich des Stores anbringen lässt. Diese Warensicherungsantennen können entweder in der Decke, direkt darunter oder abgehängt mon-

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MARKTÜBERSICHT Sicherheitstechnik / Safety Technology tiert werden. Sie belassen den Eingangsbereich komplett offen und fügen sich nahtlos in das Storedesign ein. Dadurch ermöglichen sie eine optisch ansprechende und gleichzeitig sichere Wareninszenierung. Die Lösung basiert auf RFID-Technologie und lässt sich daher auch für das Bestandsmanagement und für die digitale Kundeninteraktion im Store nutzen. The !D Top is an unobtrusive, high performance RFID reader that can be installed at the store entrance for loss prevention purposes. The !D Top can be installed above false ceilings, with a VESA-mount, hanging on steel cables or directly attached to the ceiling. The readers take up no selling space in the store and make it possible to have completely open entrances where products are enhanced by a bright and open environment. As the solution is based on RFID technology, it can also be incorporated in end-to-end stock management and digital customer interaction solutions.

Anwendungsbereiche / Scope of application Warensicherung (EAS) Loss prevention (EAS)

Nutzen für den Einzelhandel / Benefits for retailers Hervorragende Leseleistung: Stray Tag-Filterung und Richtungserkennung. Einfache Installation und Konfiguration. Online-Device Management für Fernwartung und FirmwareUpdates. Offene Programmierstellen (API’s) für die einfache Integration mit Drittsystemen. Best-in-class RFID performance: Stray tag filtering and direction detection. Easy installation and configuration. Online device management for remote service and firmware updates. Open API’s for easy integration with 3rd party and legacy systems.

n Novatec Firmenname: Novatec Sicherheit und Logistik GmbH Adresse: An der Pönt 67-69, 40885 Ratingen Telefon: +49 2102 30 23-0 E-Mail: info@novatec-mail.de Internet: www.novatec-europe.net / www.flaschensicherung.de Kontakt: Ulrich Wirtz

Alle Angaben laut Hersteller

Novatec BottleLox Schluss mit Diebstahl von Wein und Spirituosen: Novatec BottleLox ist die meistverkaufte Flaschensicherung in Europa. Das attraktive Design mit einem voll transparentem Verschluss, ermöglicht eine optimale Warenpräsentation. Die Sicherung ist einfach in der Handhabung und schneller anzubringen, als jede andere auf dem Markt. Sekundenschnelles, einhändiges Lösen an der Kasse vermeidet wiederrum unnötige Verzögerungen beim Kassiervorgang. BottleLox ist in verschiedenen Größen für all gängige Flaschen erhältlich und bietet mit und ohne EAS-System einen zuverlässigen Schutz vor Inventurverlusten.

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Stop bottle theft in your store: Novatec BottleLox is the best-selling bottle security product in Europe. With a fully transparent closure, the attractive and sleek design won’t spoil the appearance of bottles on your shelves. Impossible to apply incorrectly, one-handed application and removal ensures maximum productivity of store staff and avoids delays in the checkout process. BottleLox is the best performing bottle tag on the market and is available in various sizes for all common bottles and with or without EAS system provides a reliable protection against stock loss.

n Novus Dahle Firmenname: Novus Dahle GmbH & Co. KG Adresse: Breslauer Straße 34-38, 49808 Lingen (Ems) Telefon: + 49 591 91 40-0 E-Mail: info@novus-dahle.com Internet: www.novus-more-space-system.com

Novus TabletSafe Mobiler Service am POS perfekt integriert: Das TabletSafe erweitert die Serie Novus RetailSystem um eine gleichermaßen praktische sowie flexible Tablet-Halterung. Über mobile Devices präsentierte Informationen fördern moderne Kundenkommunikation und Verkaufsprozesse. Außerdem unterstützen tabletbasierte Lösungen zunehmend das mobile Kassieren am POS. Ob an der Wand oder auf dem Tresen: Mit den vielfältigen Anbringungsmöglichkeiten und Standfüßen findet jedes Tablet nun seinen Platz. Optisch dezent und funktional überzeugend bietet das integrierte Schloss einen sicheren Diebstahlschutz. Mobile service perfectly integrated at the POS: The TabletSafe adds a practical and versatile tablet holder to the Novus RetailSystem range. Information presented in a customer-friendly way as well as selling through mobile devices are the mark of modern customer communication and sales processes. Whether on the wall or on the counter, the versatile mounting options now provide a place for any tablet. Unobtrusive and impressively practical: the integrated lock provides secure protection against theft.

Anwendungsbereiche / Scope of application Einsatz überwiegend am POS (Kassenbereich sowie Verkaufsraum), aber auch in der Ausstellung oder im Empfangsbereich einsetzbar. Used mainly at the POS (checkout as well as showroom), but also in exhibitions or reception areas.

Nutzen für den Einzelhandel / Benefits for retailers Sowohl mit dem Novus RetailSystem kompatibel, als auch unabhängig einsetzbar, unterstützt mobiles Kassieren, Präsentation von Produkt- oder Aktionsinformationen am POS, Förderung moderner Kundenkommunikation und Verkaufsprozesse, sicherer Diebstahlschutz durch integriertes Schloss, mit Apple- sowie Android-Geräten nutzbar, hoch- und quer nutzbar, mit Öffnung für Funktionstasten und Kabelführung, vielfältige Anbringungsmöglichkeiten (Wand, Tresen, Standfuß) Compatible with Novus RetailSystem, can also be used independently, supports mobile payment, presentation of product and promotional information at the POS, promotes modern customer communication and sales processes, integrated lock provides secure protection against theft, usable both with Apple and Android devices, for portrait and landscape use, with aperture for function buttons and cable management, versatile mounting options (wall, counter, stand)


n POS Tuning Firmenname: POS TUNING Udo Voßhenrich GmbH & Co. KG Adresse: Am Zubringer 8, 32107 Bad Salzuflen Telefon: +49 5222 3 69 65-0 E-Mail: info@postuning.de Internet: www.postuning.com Kontakt: Christoph Moser

OTP Safe Das System OTP Safe von POS Tuning stellt eine Revolution im Bereich Diebstahlvermeidung für den stationären Handel dar. Die Ware bleibt in der Griffwahl des Kunden, während Ladendiebe wirkungsvoll abgewehrt werden. Das System meldet Entnahmen ohne den ehrlichen Kunden zu verschrecken, alarmiert jedoch bei atypischen Warenentnahmen das Verkaufspersonal zuverlässig. Es fallen keine laufenden Kosten wie bei anderen Diebstahlsicherungen an. The OTP Safe system from POS Tuning is a revolution in theft prevention for stationary retail. The merchandise remains accessible to the customer, whilst shoplifters are effectively warded off. The system reports merchandise removal, without frightening off honest customers, but reliably alarms the sales staff about unusual merchandise removal. There are no ongoing costs, such as those required for anti-theft devices.

Anwendungsbereiche / Scope of application Diebstahlvermeidung im Einzelhandel. Verkaufsfördernde Präsentation von diebstahlgefährdeten Produkten. Schnelle Orientierung trotz Semi-transparenter Milchglasoptik. Warengruppen: Tabak, hochwertige Spirituosen, Rasierklingen, Kondome, sonstige Diebstahlrenner. Theft prevention in retail. Sales promoting presentation of products with a high theft risk. Easy orientation despite semi transparent frosted glass optic. Merchandise groups: tobacco, premium spirits, razor blades, condoms and other popular theft items.

Nutzen für den Einzelhandel / Benefits for retailers Diebstahlschutz bei gleichzeitiger Erhaltung der Selbstbedienung des Kunden. Platzierung als freistehendes Möbel oder Einsatz von Modulen in bestehenden Rückwänden (alle Systeme/Lochabstände, mit und ohne Regalrückwand). Steckerfertiges System zur einfachen und schnellen Platzierung und Inbetriebnahme. Hochwertige Optik unterstreicht Wertigkeit der Produkte und fördert Ambiente im Markt. Basisversion: Durch Betreiber einstellbare Alarmstufen durch Einsatz von auswechselbarer Speicherkarte und KonfigurationsSoftware (Lieferumfang). Zeitweise Deaktivierung des Systems durch eigenes Personal zur Warenverräumung. Zusatzausstattung eSchließer: Fernentriegelung durch Verkaufspersonal, ohne den Arbeitsplatz verlassen zu müssen. Zusatzausstattung Licht: Ansprechende Präsentation der Ware durch integrierte, energiesparende LED-Beleuchtung. Zusatzausstattung Klingel: Komfortables Anfordern von Verkaufspersonal durch den Kunden. Theft protection whilst still allowing customers to serve themselves. Placement as a free-standing cabinet or use of modules in existing back walls (all systems/hole spacing, with and without shelf back wall). Ready-wired system for simple and quick placement and commissioning. The high-grade look underlines the value of the products and supports the ambience in the store. Basic version: Operators can adjust the alarm levels by using a replaceable memory card and configuration software (scope

of supply). Temporary deactivation of the system by own personnel for restocking merchandise. Extra eCloser feature: Remote release by sales staff without having to leave the workstation. Extra light feature: Attractive presentation of goods with integrated, energy-saving LED lighting. Extra bell feature: Convenient request for sales staff by the customer.

n Salto Systems Firmenname: SALTO Systems GmbH Adresse: Schwelmer Str. 245, 42389 Wuppertal Telefon: +49 202 76 95 79-0 E-Mail: info.de@saltosystems.com Internet: www.saltosystems.de

Kabellose Echtzeit-Zutrittslösung Clay by SALTO Wire-free and realtime access control solution Clay by SALTO Clay by SALTO ist die EchtzeitZutrittslösung für Einzelhändler und Filialisten. Mit dem System können Anwender in Echtzeit Zutrittsrechte vergeben und entziehen. Sie kommen dabei ohne Verkabelung, ohne Softwareinstallation und mit geringem Montageaufwand aus. Clay by SALTO erlaubt u.a. die Benachrichtigung und Protokollierung von Zutrittsereignissen in Echtzeit für einzelne oder mehrere Standorte sowie die Fernöffnung von Türen über eine OnlinePlattform und mobile App. Dabei wird eine hohe Sicherheit mit PIN/TAN-Verfahren und 128-Bit-AES-Verschlüsselung gewährleistet. Clay by SALTO is the realtime access control solution for retailers. End-users can grant and revoke access rights in real time without hard-wiring, without software installation and with easy hardware installation. Clay by SALTO allows notification and audit trails of access events in real time for one or several sites as well as remote opening of doors via online platform and app. The system ensures security with PIN/TAN technology and 128 bit AES encryption.

Anwendungsbereiche / Scope of application Unternehmen, die über mehrere Niederlassungen und Filialen verfügen und diese in eine einheitliche Zutrittslösung einbinden möchten, z. B. Einzelhändler, Systemgastronomen und Lieferdienste. Companies, which run several offices and stores and want to manage these in one access control solution, such as retailers, franchise companies and delivery services.

Nutzen für den Einzelhandel / Benefits for retailers Dank „Multi Site Management” und Echtzeit-Protokollierung jederzeit den Überblick über die Berechtigungen und Zutrittsereignisse aller Mitarbeiter und Filialen haben. Bei Bedarf in Echtzeit eingreifen und Berechtigungen entziehen und gewähren. Effizientes Management der Zutrittsberechtigungen eines Standorts über den Filialleiter. Hinterlegung von Zeitplänen, die genau festlegen, wer wann welche Tür begehen darf. Keine Kosten bei Schlüsselverlust. Schnelle Reaktion bei Personalwechseln. Flexible Anpassung von Routen für Lieferfahrzeuge auch während einer Tour. Berechtigungen können jederzeit und in allen Filialen in Echtzeit angepasst werden. Echtzeit-Protokollierung erlaubt zudem Kontrolle der Arbeitsausführung. Thanks to “Multi Site Management” and real time audit trail the system provides for HQ managers an overview over access rights and access events of the entire staff in all sites. In case, access rights can be given or revoked in real time. Efficient management

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MARKTÜBERSICHT Sicherheitstechnik / Safety Technology of access rights locally by site manager. Exact definition of who can access which door at what time. No costs when keys are lost. Quick reaction when staff changes. Flexible adjustment of delivery routes, also during a tour. Access rights can be changed for all sites at any time in real time. Real time audit trail provides confirmation of deliveries.

n Superdata Firmenname: SUPERDATA EDV-Vertrieb GmbH Adresse: Ruhrstr. 90, 22761 Hamburg Telefon: +49 40 85 32 62-0 E-Mail: info@superdata.de Internet: www.superdata.de Kontakt: Volker Dieckmann

Nachweise aus einem längeren Zeitraum zur Schadensfeststellung herangezogen werden und dabei unterstützen, gerichtsfeste Aussagen zu erhalten. Nach einer gewissen Einsatzdauer steigert sich der präventive Charakter der Lösung. Loss Prevention Audit helps retailers to significantly reduce inventory discrepancies caused by employees. Since the Audit department has access to all the relevant data, considerably more cases of suspected fraud can be investigated. Because fraud is detected quickly, the solve rate rises and the extent of the losses reduces significantly. The data are evaluated on an anonymous basis and concrete data can be used within the limits of internal agreements. Similarly, evidence from an extended period of time can be used to assess loss and can help to obtain testimony that will stand up in court. After a certain period of time in use, the solution increasingly acts as a preventive tool.

n Tyco Integrated Fire & Security Z-Revision Loss Prevention Audit Z-Revision wurde als Werkzeug für die Fachabteilung Revision konzipiert und deckt dolose Handlungen an der Kasse durch Mitarbeiter auf. Über frei definierbare Zeiträume können Bondaten (z. B. Storni, Umtausch, Retouren, Rabatte in Kombination mit flexiblen Kriterien bzw. Warenwirtschaftsdaten) aller Kassen und Filialen vorgehalten und ausgewertet werden, inklusive drill-down auf den Einzelbon. Z-Revision arbeitet mit einem Scoringverfahren als Frühwarnsystem, mit dem Ziel in der Revision ein standardisiertes und aktives Monitoring zu etablieren. Die integrierte Reportengine stellt automatisiert die vom Revisor gewünschten Kennzahlen per Mail bereit und die Verteilung in der Organisation sicher. Loss Prevention Audit is a tool designed for the Audit department and detects employee cash register fraud. The slip data (e.g. voids, exchanges, returns, refunds, combined with flexible criteria and/or merchandise management data) from all checkouts and branches can be filtered out for periods you are free to define, and evaluated, including drill-down to the individual slip. Loss Prevention Audit uses scores as an early warning system, the aim being to facilitate standardized and active monitoring in the Audit department. The integrated report engine automatically mails the data specified by the auditor and ensures they are distributed within the organization.

Anwendungsbereiche / Scope of application

Alle Angaben laut Hersteller

Z-Revision ist überall dort in Handelsunternehmen unverzichtbar, wo Mitarbeiter an der Kasse einen leichten Zugriff auf Bargeld oder Produkte haben und ständig einer Verlockung ausgesetzt sind. Die Größe und Branche eines Unternehmens spielt dabei keine Rolle. Loss Prevention Audit is an essential tool in areas of retail operations where cashiers have easy access to cash or products and are constantly open to temptation. It does not matter how large or small the company is or what sector it operates in.

Nutzen für den Einzelhandel / Benefits for retailers Z-Revision hilft Handelsunternehmen, durch Mitarbeiter verursachte Inventurdifferenzen deutlich zu verringern. Da die Revision alle relevanten Daten im Zugriff hat, können erheblich mehr Verdachtsfälle geprüft werden. Die Aufklärungsquote steigt und die Schadenshöhen nehmen durch das schnellere Erkennen der dolosen Handlungen deutlich ab. Die Daten werden anonymisiert ausgewertet und können im Rahmen einer Betriebsvereinbarung konkret verwendet werden. Ebenso können

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Firmenname: Tyco Integrated Fire & Security Adresse: Am Schimmersfeld 5-7, 40880 Ratingen Telefon: +49 2102 71 41-0 E-Mail: Info@tyco.de Internet: www.tyco.de

Brandmeldesystem ZETTLER PROFILE Fire detection system ZETTLER PROFILE Die adressierbare ZETTLER PROFILE Brandmeldezentrale ermöglicht durch den integrierten 8,4 Zoll Touchscreen eine besonders einfache, intuitive Bedienung. Die mehrsprachige, anwenderorientierte Benutzeroberfläche wurde speziell für den Touchscreen entwickelt; der schlüssellose Login erfolgt über RFID Tag. Zudem wurde der Ereignisspeicher der Zentrale auf 10.000 Ereignisse vergrößert. Ausgestattet mit dem MZX Digital Protokoll lassen sich über die ZETTLER PROFILE alle MZX Detektoren, Schnittstellenmodule und Alarmierungsgeräte einschließlich der neuesten Technikgenerationen integrieren. Bis zu 99 Zentralen können miteinander vernetzt werden und sind somit auch für komplexe Anlagen geeignet. ZETTLER PROFILE is a powerful fire detection system that uses MZX Technology at its heart. Due to the VdS certified MZX Technology, the system is highly resilient to external factors such as electrical noise or sources of false alarm. The new touchscreen user interface with context sensitive help has been ergonomically engineered so that every operation is made easy. Features such as the touch sensitive LEDs that provide detailed status information ensure a fast response to all system events. The sleek and discreet touchscreen user interface can be shallow mounted in many architectural environments. With up to 2000 loop points in a maximum of 8 ring lines the system is positioned for many scenarios.

Anwendungsbereiche / Scope of application Brandmeldesystem nach EN 54-2 und VdS zur Erkennung von Bränden aller Art; Stand-alone-System für kleine bis mittlere Gewerbeobjekte, vernetztes System für große Gewerbeobjekte. Anwendung z. B. in Verkaufsstätten, Transport und Logistik. Für spezielle Anwendungsfälle sind Sondermelder verfügbar, z. B. Lagerhallen, Kühlhäuser. Fire detection system approved according to EN 54-2; Stand-alone systems for small and medium-sized applications, networked system for large applications, e.g. sales sites, shopping malls, transport and logistics. Special detector technologies are available for applications like warehouses, icehouses.


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Nutzen für den Einzelhandel / Benefits for retailers Schutz vor Brand für Personal und Kunden sowie Sachwerte Protection against fire for staff, customers and valuables

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TECHNIK IT-Sicherheit

Cyber-Attacken begünstigt durch Multichannel-Vertrieb Privileged-Account-Security-Lösung: Zugriffskontrolle, Überwachung und Reaktionsmöglichkeit Der Autor: Michael Kleist, CyberArk, verfügt über eine mehr als zehnjährige IT-Expertise, unter anderem im Bereich Sicherheits-Software

D

as Online-Geschäft ist ein zentraler Umsatztreiber für den deutschen Einzelhandel. Die Retailer stellen sich dieser Entwicklung und bauen ihr Online-Geschäft massiv aus. Die Parfümeriekette Douglas und die Supermarktkette Rewe sind dafür nur zwei prominente Beispiele. Damit vollzieht der Retail-Bereich eine Entwicklung, die in der Finanzdienstleistungsindustrie bereits vor Jahren eingesetzt hat, also die enge Verzahnung unterschiedlichster Vertriebswege – Stichwort MultichannelBanking. Klar ist, dass die Einführung eines Multichannel-Vertriebs auch die Implementierung einer adäquaten E-Commerce-Lösung und deren Einbindung in die vorhandene ITSystemlandschaft erfordert. Aber aus IT-Sicht ist dies nur ein Aspekt. Ebenso wichtig ist es, beim Aufbau eines Mehrkanalvertriebs, die bestehenden IT-Sicherheitsstrukturen auf den Prüfstand zu stellen.

Zielgerichtete Web-Attacken Sobald ein Händler neben dem stationären Laden zusätzlich ein Online-Geschäft betreibt,

▲Privileged Account Security im Überblick

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hat das gravierende Auswirkungen für die IT-Sicherheit, denn dann werden bisher abgeschottete Applikationen, die vielfach unternehmenskritischen Charakter haben, auch von außen zugänglich. Das betrifft beispielsweise das ERP- oder Warenwirtschaftssystem, das eine Schnittstelle zur Onlineshop-Lösung aufweisen muss, um auch alle aus dem E-Commerce resultierenden Warenströme abbilden zu können. Die Gefahr eines Zugriffs durch Externe auf interne Systeme nimmt dadurch deutlich zu. Der Begriff „Externe“ ist hier weit zu fassen. Online-Handel heißt nicht nur Internetpräsenz für Endkunden, sondern zum Beispiel auch Anbindung von Logistik-Dienstleistern an Unternehmensapplikationen. Standard-Sicherheitsvorkehrungen, die Händler treffen müssen wie Firewall, Antivirenschutz oder Webfilter-Techniken, stehen außer Frage. Die Methoden der Hacker werden immer raffinierter wie den aktuell häufig anzutreffenden zielgerichteten Web-Attacken, den Advanced Persistent Threats (APTs), ist es heute relativ leicht möglich, den Perimeter-Schutzwall gegen Angriffe von außen zu

überwinden. Analysen dieser Attacken zeigen, dass Angreifer dann hauptsächlich auf privilegierte und administrative Accounts zugreifen. Sie besitzen weitreichende Rechte, das heißt, über sie wird die gesamte IT-Umgebung mit Servern, Datenbanken und Netzwerkgeräten gesteuert und verwaltet.

Drei Sicherheitslücken Im Hinblick auf unterschiedliche Angriffsszenarien haben sich drei zentrale IT-Schwachstellen herauskristallisiert: 1. Privilegierte Accounts Besonders problematisch sind bei privilegierten Benutzerkonten vor allem die, von mehreren Personen genutzten, so genannten Shared Accounts, zum Beispiel Root-Konten in Unix und Linux, Administratoren- und DiensteKonten in Windows, lokale privilegierte Konten auf Desktops oder Administrator-Konten für Datenbanksysteme. Bei ihnen kann nicht kontrolliert werden, welcher Mitarbeiter ein Konto wann und wozu verwendet hat, das heißt, eine revisionssichere Überprüfung der Verwendung eines generischen Kontos bis auf die Personenebene ist nicht möglich. Die Sicherung und Überwachung dieser Konten ist unverzichtbar, da über sie ein uneingeschränkter Zugriff auf Unternehmenssysteme möglich ist. 2. Application Accounts Auch Application Accounts oder Software Accounts, das heißt die in Anwendungen, Skripten oder Konfigurationsdateien gespeicherten Passwörter stellen eine Sicherheitslücke dar. Im Unterschied zu privilegierten Accounts, die von Administratoren und damit Personen genutzt werden, greifen Applikationen automatisch auf Backend-Systeme zu, die eine Authentifizierung erfordern. Die Application Accounts werden zum Beispiel für den Datenbank-Zugriff einer Anwendung benötigt. Da Passwörter meistens unverschlüsselt im Klartext vorliegen und nur selten oder


nie geändert werden, bieten sie ebenfalls eine sicherheitskritische Zugangsmöglichkeit zu vertraulichen Datenbeständen. 3. SSH-Keys SSH-Keys werden häufig für direkte Zugriffe auf kritische Unix-Systeme – oft auch als „root“ – verwendet. Eine zentrale Verwaltung oder Überwachung der Keys gibt es in der Regel nicht. Wenn aber SSH-Keys einen unkontrollierten privilegierten Zugriff auf die jeweiligen Zielsysteme ermöglichen, ist ein hohes Sicherheitsrisiko vorhanden. Dieser Aspekt ist vor allem auch für den Retail-Bereich von hoher Relevanz, da hier viele Unternehmen Unix-Infrastrukturen betreiben und auf SSHAuthentifizierung mittels Key-Paaren setzen.

Privileged Account Security Mit einer Privileged-Account-Security-Lösung können privilegierte Zugriffe auf beliebige Zielsysteme zentral berechtigt, jederzeit kontrolliert und revisionssicher auditiert werden. Zur Sicherung von Benutzerkonten mit erweiterten Rechten sind heute verschiedene Lösungen auf dem Markt verfügbar. Bei der Auswahl sollte auf jeden Fall darauf geachtet werden, dass die Applikation neben einer regelmäßigen, automatischen Änderung aller Passwörter auch die Möglichkeit einer vollständigen Nachvollziehbarkeit sämtlicher Aktivitäten bietet. Mittels solcher SessionProtokolle ist es dann möglich, nicht nur zu

IT Security Structures Bricks and mortar retailers are suffering from the competition with online retailers. To be able to stand their ground, more and more retailers are going online. In doing so, they are seeing a development that has begun in the financial sector two years ago: the tight interlinking of different distribution channels – keyword: multichannel banking. But the introduction of a multichannel distribution system requires implementing and integrating an appropriate e-commerce solution. Moreover, it is important to test and optimize the prevailing IT security structures. Otherwise, the success of extern attacks is inevitable. And the term “extern“ is to be understood broadly. Online retailing does not only mean that the retailer is present online, but also that the logistics provider is linked to corporate applications. Security precautions, such as firewalls, anti-virus software and others are a must-have these days. But hackers are becoming increasingly innovative. For example, they use methods such as the Advanced Persistent Threads (APTs) – targeted web attacks, which can easily scale the protective wall. Analyses have shown that, above all, privileged and administrative accounts are under attack. These accounts have large rights, since they manage the entire IT environment, including server, databases and network devices. Using these privileged access data, it is possible to control resources, to paralyze inventory systems, to shut down security systems and access confidential data. überprüfen, wer Zugang zu vertraulichen Informationen hat, sondern auch, auf welche er zugreift und was er mit diesen Informationen macht. Von zentraler Bedeutung ist dies zum Beispiel für Retailer, die nur über kleinere ITAbteilungen verfügen. Sie sind dadurch oft auf die Unterstützung externer IT-Provider angewiesen, die einen Remote-Zugriff auf interne Systeme erhalten. Im Einzelnen muss eine Sicherheitsapplikation drei Leistungsmerkmale bieten: Zugriffskontrolle, Überwachung und Reaktionsmöglichkeit. Grundvorausset-

zung ist, dass sie eine Kontrollfunktion für die Verwendung von Passwörtern und den Zugriff auf Zielsysteme enthält. Zudem muss eine vollständige Überwachung der Nutzung privilegierter Konten gewährleistet sein. Nicht zuletzt sollte eine Privileged-Account-Security-Applikation natürlich auch eine sofortige Reaktion bei Sicherheitsvorfällen ermöglichen. Diese könnte auch den Entzug von privilegierten Zugriffsberechtigungen oder das Beenden einer aktiven Verbindung beinhalten. Idealerweise umfasst so eine Lösung auch Echtzeit-Analytik und -Alarmierung bereits bei der auffälligen Nutzung privilegierter Konten. Typische verdächtige Eigenschaften sind abweichende Zugriffszeiten oder die ungewöhnliche Häufung von Zugriffen. Sicherheitsverantwortliche erhalten mit einer solchen Lösung zielgerichtete Bedrohungsanalysen in Echtzeit, auf deren Basis sie auch auf laufende Angriffe reagieren können.

Fazit

▲ Grafische Darstellungen von Vorfällen erleichtern eine schnelle Aufdeckung verdächtiger Verhaltensweisen

Setzt ein Retailer eine Privileged-AccountSecurity-Lösung ein, bringt das mehrere Vorteile mit sich: Er kann damit die Gefahren des Datenmissbrauchs und -diebstahls durch eine missbräuchliche Nutzung privilegierter Konten zuverlässig ausschließen. Außerdem erfüllt er auch alle einschlägigen Anforderungen aus gängigen Compliance-Vorschriften und gesetzlichen sowie aufsichtsrechtlichen Bestimmungen – und zwar effizient und ohne hohen Administrationsaufwand. n POS-Manager Technology 4 • 2016

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TECHNIK Mobile Devices

Mobile Geräte smart eingesetzt Die digitale Transformation im Handel ist keine Zukunftsmusik, sondern findet bereits statt. Unternehmen setzen smarte, mobile Geräte für das Management von Filialen ein. Dadurch sind signifikante Effizienzsteigerungen bei den internen Prozessen und der Einsatzplanung der Mitarbeiter möglich Der Autor: Christian Sauter, Vorstand Datagroup Mobile Solutions

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och vor wenigen Jahren galt der Einsatz von smarten Endgeräten im Handel eher als MarketingGag. Tablets als Gadgets signalisierten Mitarbeitern, Bewerbern und auch Kunden, wie „hip“ das Unternehmen ist. Doch kaum waren die ersten Tablets im Einsatz, bewiesen sie ihr großes Potenzial. Das zeigte sich rasch nicht nur im Bereich der Mitarbeiterführung, sondern auch durch die zum Teil radikale Verschlankung interner Prozesse. Mittlerweile gibt es eine Reihe erprobter Anwendungsszenarien. Auch die Voraussetzungen für einen erfolgreichen Einsatz im Filial-Management lassen sich aufgrund von Erfahrungswerten klar benennen.

Die Voraussetzungen Der große Vorteil mobiler Lösungen ist die Flexibilität gegenüber neuen Anforderungen des Arbeitsalltags. Um das Tempo der Prozesse ebenfalls zu erhöhen, müssen Medienbrüche beim Einsatz von smarten

Geräten vermieden werden. Dazu bedarf es oft einer vollständigen Integration der Backend-Systeme, am besten mit einer Synchronisation in Echtzeit. Um aber durch mögliche Funklöcher in der Praxis nicht lahm gelegt zu werden, ist eine Offlinefähigkeit der Anwendung ebenso wichtig. In der Praxis kann die Lösung beispielsweise so aussehen, dass ein lokales Netzwerk (LAN) für Anschluss der mobilen Geräte an einen kleinen Server innerhalb der Filiale sorgt. Dieser ist wiederum in das Firmen-Netzwerk (WLAN) eingebunden. Natürlich ist bei solchen Datentransfers das Thema Sicherheit zentral. Es gilt daher auch bei Tablet und Co. die bereits bestehenden Zugriffsberechtigungen und Rollen abzubilden. Wie bei allen mobilen Lösungen sind dicke Bedienungsanleitungen tabu. Intuitive Bedienkonzepte und ein einfacher Roll-Out dank Plug & Play sorgen für den Erfolg im Einsatz und die Akzeptanz bei

▲Klemmbrett ade: Dank Tablet und App hat der Mitarbeiter ▲Blindtext alle ••••• wichtigen Informationen im Blick

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POS-Manager Technology 4 • 2016

den Mitarbeitern. Aber Einfachheit ist nicht nur bei der Bedienung trumpf. Auch der digitale mobile Prozess sollte neu gedacht und so einfach wie möglich aufgesetzt werden. Beim herkömmlichen Prozess braucht es Formulare, Klemmbrett, Fax und die Übertragung von Daten durch das Backoffice in das bestandsführende ERP-System. Wird das Klemmbrett durch ein Tablet ersetzt, fehlt ein entscheidender Schritt zum richtigen mobilen Prozess. Bleibt es dabei, ersetzen schnell PDF und Mail lediglich Formular und Fax. Damit wäre nur wenig erreicht. Erst mit der Einbindung einer App in die Backend-Systeme ist das Ziel der Effizienzsteigerung und der Return of Invest greifbar. Der mobile Prozess ist schneller, effizienter, weniger fehleranfällig und genauer als der herkömmliche KlemmbrettProzess.

Digital im Handelsalltag Und so funktioniert eine Filiale auf Grundlage digitaler mobiler Prozesse im Alltag. Wenn in einer „digitalen Filiale“ zum Beispiel ein neuer Spiegelplan umgesetzt werden soll, verteilt die Zentrale den Sollzustand nach Regionen mit Fälligkeitsdatum als Aufgabe. Die Filiale meldet beispielsweise per Foto des entsprechenden Regals in derselben Anwendung zurück, wenn der Spiegelplan umgesetzt wurde. Auch andere Aufgaben oder Checklisten wie etwa der Rückruf einer bestimmten Charge lassen sich so zentral verteilen. Hier zeigen Lesebestätigung und Checkbox-Verifizierung an, ob die Aufgabe erledigt wurde. Doch auch der Informationsfluss aus der Filiale wird erleichtert. Die Auswertung von zentralen Abfragen wird durch die Kommunikation ohne Medienbrüche deutlich vereinfacht. Das freut nicht nur die Marktforschung, da eine zentrale Erfassung des Käuferverhaltens möglich wird. Auch die


Regalbestückung lässt sich durch Rückmeldung der aktuellen Ausstattung optimieren. Last but not least ist die Inventur durch eine Abfrage der Soll-/Ist-Bestände aus dem Stehgreif möglich. Im letzteren Fall sind vielfältige Abfrage-Möglichkeiten realisierbar. Bestellbare Artikel lassen sich filtern, suchen, sortieren oder beschädigte Ware auch abschreiben. Auch die Warenwirtschaft kann leicht einen Vorschlag zu Bestellmengen in Kombination mit historischen und geplanten Abverkaufszahlen unterbreiten, so dass die Filiale diesen zügig umsetzen kann. Ein weiterer Vorteil: Die Mindesthaltbarkeitsverwaltung und Verwaltung von Promotion-Aktionen wird ebenfalls erheblich erleichtert. Die Artikel können leicht identifiziert, im Falle der Promotionen-Aktionen umetikettiert und/ oder aus dem Sortiment genommen werden, nachdem die aktuelle Position (Lager, Regal) ermittelt wurde.

Vom Lager bis ins Regal Die Artikelverwaltung geht natürlich Hand in Hand mit der Logistik. Hier kann in der Welt der digitalen Prozesse rechtzeitig über geplante und abweichende Lieferung von Waren informiert werden. Das erleichtert zum einen die Einsatzplanung des Personals. Zum anderen kann bei eintretenden Verzögerungen bei der Auslieferung rechtzeitig eine alternative Lieferung veranlasst werden. Trifft die neue Ware ein, helfen Scanner und digitale Checkliste bei der Überprüfung der Lieferung. Auch die Mel-

Smart use of mobile devices The digital revolution in the retail trade is anything but a vision for the future: it‘s already a reality. The use of smart devices for store management can enable a quantum leap in process efficiency and optimum planning of resources. So what do everyday store operations look like, using digital mobile processes? To-do lists and checklists can be distributed across mobile devices, including the ability to notify completion on the same system. The same goes for feedback from surveys. Item management is made much faster thanks to an app communicating with the back-end systems. This also works smoothly for tracking and tracing deliveries as part of logistics processes. Builtin scanners make it easier to check inventory levels, and labels can be recorded and processed without moving from the shelf. With mobile processes, fault notifications to the service desk can be escalated easily both within the store and by head office. In the near future, there will also be push-alerts to staff‘s smartwatches and smartphones, delegating and informing them of still-to-do tasks and events. And so, even now, mobile processes can already be used in managing stores to make them faster and more efficient. That is a significant step forward from conventional processes using pens and clipboards. dung fehlerhafter Lieferungen oder Nachbestellungen sind so schnell zu veranlassen. Vereinfachte Druck-Prozesse runden die Anwendungsszenarien ab. So lässt sich auch bei der bereits eingeräumten Ware digital einiges an Zeit und Aufwand sparen, da eine Etikett-Erfassung und Bearbeitung direkt am Regal möglich ist. Zum Schluss gilt es noch, die neuen digitalen Möglichkeiten des Service Desks aufzuzeigen. Falls eine Kasse oder eine Service-Einrichtung wie der Pfandrückgabeautomat ausfällt, wird die Störung sofort vor Ort in einer App erfasst und gemeldet. Der strukturierte Informationsfluss ermöglicht es, sowohl der Filiale als auch der Zentra-

▲ Wenn mobil, dann richtig: Erst mit der App-Anwendung wird aus dem herkömmlichen ein schneller, effizienter, fehlerfrei funktionierender mobiler Prozess

le die Störung schnell zu klassifizieren, den Lösungsprozess zu überwachen und gegebenenfalls zu eskalieren. An dieser Stelle darf ein kleiner Blick in die nahe Zukunft nicht fehlen. Wenn alle Mitarbeiter einer Filiale mit einem Device wie Smartphone oder Smartwatch ausgerüstet sind, ist auch eine Push-Nachricht mit Arbeitsauftrag für den nächsten freien, also nicht bereits mit anderer Aufgabe betrauten Mitarbeiter möglich. Angenommen der Backautomat muss neu bestückt werden, alarmiert das Gerät diesen Mitarbeiter ohne Zeitverzögerung – ein Ausruf ist nicht mehr nötig.

Fazit Nach diesem kleinen Ausflug in die Filiale der digitalen Prozesse fällt das Fazit leicht. Die digitale Transformation verändert die Art des (Zusammen)-Arbeitens. Weniger administrativer Aufwand und ein verbesserter Informationsfluss führen zu deutlich effizienteren Prozessen und einer optimierten Ressourcenplanung. Die Vermeidung von Medienbrüchen sorgt beim Kennzahlenmanagement dafür, dass die relevanten Informationen zielgerichtet und einsatzgerecht bereitstehen. Auch die Strukturierung und Organisation von Aufgaben wird erleichtert und die Zusammenarbeit optimiert. Dadurch ist ein zentrales Management der Filialen in Echtzeit möglich. Die papierbasierten herkömmlichen Prozesse werden entweder überflüssig oder deutlich reduziert. Neben diesen quantitativen Effekten wird die Mitarbeiterzufriedenheit und Motivation sowie das Kauferlebnis der Kunden gesteigert. n POS-Manager Technology 4 • 2016

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TECHNIK Content Commerce

Wie man zwei wichtige Komponenten bei der Entwicklung eines Online-Shops verbindet Zuerst das eine, dann das andere. Oder doch nicht? Warum im E-Commerce IT-Infrastruktur und Content gleichermaßen von Bedeutung sind Die Autoren: Daniel Reyhe, diva-e Digital Value Enterprise, besitzt langjährige Erfahrung bei der Integration verschiedener CMS-Lösungen im heterogenen Projektumfeld. Markus Klöschen, diva-e, arbeitet seit sieben Jahren im Online Marketing

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ei der Entwicklung eines Online-Shops stehen Betreiber vor einer Art HenneEi-Problem: Was sollte zuerst da sein? Die Infrastruktur oder der Content? Meist denken Shop-Betreiber zuerst über die technische Umsetzung ihres Online-Shops nach. Welche Lösungsansätze gibt es dabei? Welche Systeme benötige ich überhaupt? Und wie kann ich diese optimal miteinander verbinden? Der Content folgt dann meist erst im zweiten Schritt. Dabei spielt er eine wichtige Rolle, wenn es um einen erfolgreichen Online-Auftritt geht: Im ECommerce ist das zentrale Ziel, eine maximale Konversionsrate zu generieren. Das bedeutet, so viele Besucher des eigenen Online-Shops wie möglich in Kunden umzuwandeln, also zum Kauf der angebotenen Produkte zu bewegen. In einer nahezu gesättigten Online-Einkaufswelt mit starken globalen Playern stellt das eine große Herausforderung für Händler dar. Um sich aus dem Marktangebot hervorzuheben, gilt es, den Kunden ein einzigartiges und emotionales Einkaufserlebnis zu bieten. Das gelingt zum einen durch guten, relevanten Content und zum anderen durch eine optimale Shop-Infrastruktur bzw. Lösungsarchitektur als Bestandteile einer Content Commerce-Strategie. Nutzwertiger Content und eine geeignete Lösungsarchitektur sind also beides wichtige Komponenten für einen erfolg-

reichen Online-Shop. Wie dieser Content aussehen sollte, welche Möglichkeiten Shop-Betreiber bei der technischen Umsetzung haben und wie diese Komponenten zusammenspielen, zeigen die folgenden Tipps und Lösungsansätze:

▲Commerce-First-Ansatz

▲CMS-First-Ansatz

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POS-Manager Technology 4 • 2016

„Guter“ Content Content sollte ganz generell für Menschen erstellt werden, nicht für Suchmaschinen. Ein Text muss den Nutzer an genau dem Touchpoint der Customer Journey abholen, an dem dieser sich gerade befindet, ihm Informationen und Orientierung liefern, Fragen beantworten und Tipps geben. Das muss nicht zwangsläufig nur in Textform geschehen. Je nach Thema und Zielgruppe eignen sich auch Bilder, Infografiken, Audio-Aufnahmen oder Video-Clips, um Informationen zu vermitteln. Auch in puncto Suchmaschinenoptimierung wirkt sich konsequent nutzerorientierter Content positiv aus: Suchmaschinen erkennen heute, ob Inhalte semantisch so gestaltet sind, dass sie sich an menschliche Nutzer richten, oder ob sie beispielsweise mit Keywords überladen sind und offensichtlich nur für die Suchmaschinen erstellt wurden. Damit ein Online-Shop erfolgreich ist, sollte der Nutzer durch eine gute Struktur an die Hand genommen werden. Ein wesentlicher Faktor hierfür sind klar gekennzeichnete Kategorien

und Unterkategorien. Wer in einem Online-Shop für Kleidung nach einem Gürtel sucht, sollte ihn beispielsweise schnell unter der Kategorie „Accessoires“ finden. Auch der Content muss dieser Struktur folgen und entsprechend der verschiedenen Kategorien aufbereitet sein. Der Nutzer möchte sich schließlich durchklicken, um am Ende auch detaillierte Informationen zu dem Produkt zu erhalten, wie zum Beispiel zu Qualität und Material. Nicht nur die Einstiegstexte auf der Homepage sind also relevant, sondern auch die Kategoriebeschreibungen – als Einstieg zu den einzelnen Produkten – und die Produktbeschreibungen auf den einzelnen Unterseiten. Vor allem diese detaillierteren Texte bieten die Chance, Nutzer gezielt über Suchmaschinen zu gewinnen und zu überzeugen. Außerdem sollen sie dem Nutzer Orientierung und Zusatzinformationen bieten und ihn so bei der Kaufentscheidung unterstützen. Spezifischer Content hilft dem Shop-Betreiber zudem dabei, eine höhere Konversionsrate zu erzielen: Da sie sich durch guten Content als Produkt-Experten präsentieren, gewinnen sie das Vertrauen der Nutzer, die daraufhin eher gewillt sind, ein Produkt zu kaufen, als wenn sie keine zusätzlichen Informationen dazu bekommen hätten. Über geeigneten Content ein Produkt und seine Besonderheiten vorzustellen

▲Hybrid-Ansatz


und dessen Vorteile zu erklären, kommt am Ende also sowohl dem Käufer als auch dem Verkäufer zugute.

Unterhalten und informieren Zu den Inhalten eines Online-Shops gehören natürlich Produktbeschreibungen. Doch Internetnutzer, die online einkaufen, suchen nicht nur nach Informationen, sondern auch nach Unterhaltung. Zum nutzwertigen Content eines Online-Shops zählen also auch Inhalte, die nicht direkt etwas mit dem Produkt zu tun haben. Das können zum Beispiel Tipps, Trends oder Erfahrungsberichte sein wie „So werden Ihre Urlaubsfotos noch schöner“ oder „5 praktische Tipps, um Energie zu sparen“. Diese „Ratgeber-Inhalte“ stellen den Shop-Betreiber erneut als Experten dar, der nicht nur seine Produkte verkauft, sondern auch seinen Kunden einen Mehrwert bietet. Dieser Content sollte dann nicht nur auf der Website erscheinen, sondern über sämtliche Kanäle (in angepasster Form) ausgespielt werden. Im Idealfall wirken sich diese Ratgeber-Inhalte positiv auf die Kaufentscheidung des Nutzers aus.

Drei Varianten Bei der technischen Umsetzung eines OnlineShops ist zu beachten, dass Shop-Systeme oft nicht für das Ausspielen von Inhalten konzipiert sind. Ihre Stärke liegt vielmehr in der optimalen Darstellung der Produkte und Produktbeschreibungen. Hier benötigt man unter Umständen ein weiteres System. Ein Content Management System (CMS) eignet sich besonders dafür, Inhalte zu pflegen, anzupassen und in geeigneter Form an verschiedene Endgeräte auszuspielen. Fazit: Kein System kann alles, sondern jedes hat seine besonderen Stärken. Welche Möglichkeiten es gibt, Shop-System und CMS miteinander zu verbinden, zeigen die folgenden drei Lösungsansätze: 1. Commerce-First-Ansatz Beim Commerce-First-Ansatz ist das ShopSystem das führende System. Shop und Produkte stehen also im Vordergrund und die Inhalte aus dem CMS werden in das Shop-System eingespielt. Das CMS ist dann nur für die reine Content-Pflege verantwortlich. Die Herausforderung dabei ist, dass der auf die Kunden zugeschnittene, personalisierte Content – variiert je nach Persona, Region, Altersgruppe, Kaufverhalten etc. – individuell angepasst und jedes Mal neu geladen und im Shop gerendert werden muss. Das kann im Endeffekt mit mehr Aufwand für die Softwareentwicklung und damit höheren

How to combine two important components when developing an online shop First one, then the other. Or not? – Why IT infrastructure and content are equally important in e-commerce. When developing an online shop operators face a chicken and egg problem: which should be there first? Infrastructure or content? Shop operators usually think about the technical implementation of their online shop first. What solutions are available for this? What systems do I need? And how can I best combine them with each other? The content is then usually the second step. Yet content is vital for a successful online presentation. The technical report shows the importance of both infrastructure as well as content for a successful online shop and why combining both components at an early stage is a good idea. What is good content? What is its function? And in what solution structures can I embed this content? Kosten für den Shop-Betreiber einhergehen. Ein weiterer potenzieller Kostentreiber wäre ein fehlender Multi-Channel-Support seitens der E-Commerce-Plattform. Denn Shop-Betreiber sehen sich zunehmend in der Pflicht, ihre Produkte auch auf mobilen Endgeräten wie Tablets und Smartphones anzubieten und mit entsprechendem Content anzureichern. Auch regionale Besonderheiten wie beispielsweise im Lebensmitteleinzelhandel erfordern den Einsatz einer gut durchdachten Multi-Channel-Strategie. Moderne CMS-Systeme bieten derartige Möglichkeiten meist „Out-of-the-Box“. Sinnvoll ist dieser Ansatz vor allem dann, wenn nur wenige Verkaufskanäle geplant sind und ein gut integrierbares CMS-System zur Verfügung steht. 2. CMS-First-Ansatz Bei diesem Ansatz gilt das CMS als das führende System. Technisch betrachtet werden hier alle relevanten Informationen wie Produktdaten (Preise, Produktbeschreibungen, etc.), Bestell- und Auftragsdaten (bestellte Artikel, Gesamtsumme, Lieferfenster, etc.) und Kundendaten aus dem Shop-System in das CMS integriert. Der gesamte Einkauf (u.a. Produkte suchen, Produkte in den Warenkorb legen, Adress- und Bezahldaten eingeben, Bestellung abschicken) ist im CMS abzubilden. Das Shop-System ist dann nur eine Menge von Schnittstellen mit entsprechender Datenhaltung. Das Shop-Backend, also die Administration des Shops, kann weiter separat bestehen und ist hier von geringerer Bedeutung. Die Herausforderung bei diesem Ansatz besteht darin, die Daten aus dem Shop-System aktuell, vollständig und performant in das CMS zu übertragen. Der Vorteil ist, dass bei diesem Ansatz alle Contentrelevanten Features des CMS-Systems wie z.B. Multi-Channel, Targeting und Personalisierung direkt im Shop verwendet werden können. Der CMS-First-Ansatz bietet sich beispielsweise an, wenn ein Shop-Betreiber, der seine Produkte bisher nur stationär angeboten hat, mithilfe einer rein informativen und CMS-basierten Website

nun versucht, seine Produkte auch online zu vertreiben. 3. Hybrid-Ansatz Shop-System und CMS sind bei diesem Ansatz gleichrangige Systeme und laufen parallel. Sowohl die Informationen aus dem Shop-System als auch der Content aus dem CMS werden auf ein „neutrales“ Drittsystem ausgespielt, z.B. eine Single-Page-Applikation. Die Herausforderung hierbei ist, die Informationen aus beiden Systemen – sowohl die E-Commerce-relevanten als auch die Content-relevanten – in das Drittsystem zu integrieren. Dabei ist es zwingend notwendig, dass diese Informationen entsprechend verfügbar, aktuell, vollständig und performant auszulesen sind. Relevant kann dieser Ansatz im Zuge einer Content-Commerce-Strategie werden, wenn Online-Shop und CMS bereits erfolgreich koexistent verwendet werden. Ob und nach welchem der beschriebenen Ansätze Shop-System und CMS miteinander verknüpft werden können, sollte vor deren Auswahl und Einsatz überprüft werden – sowohl in Bezug auf passende Konnektoren als auch hinsichtlich der Infrastruktur. Gerade beim Thema Schnittstellen lauert die eine oder andere Stolperfalle. Daher ist vor allem darauf zu achten, dass die Schnittstellen verständlich, offen und wenn möglich zustandslos sind.

Fazit Für die Umsetzung eines Online-Shops gilt, dass Infrastruktur und Content miteinander harmonieren und zusammen funktionieren müssen. Deshalb sollten sich Shop-Betreiber gleich von Anfang an Gedanken zu beiden Komponenten machen. Eine frühzeitige Zusammenarbeit zwischen den IT- und den Content-Verantwortlichen trägt dazu bei, dass die Shop-Besucher am Ende von einem hochperformanten, nutzerfreundlichen Online-Shop sowie von informativen, nützlichen und unterhaltenden Inhalten profitieren.  n POS-Manager Technology 4 • 2016

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TECHNIK Website Redirect Management

Website Relaunch: Ohne Weiterleitungen greift auch das beste Konzept nicht Plant man die Seiten-Weiterleitung von Anfang an mit ein, können Linkstärke, Seitenhistorie und damit Rankings auch nach dem Neustart weitgehend erhalten werden Der Autor: Der studierte Medienwissenschaftler Christoph Spannagel, Goldbach Interactive, hat langjährige Erfahrung im Bereich Suchmaschinen-Optimierung

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ie Ziele beim Relaunch einer Unternehmenswebsite sind oft hoch gesteckt: bessere Performance und Bedienbarkeit, mehr Umsatz, nicht zuletzt ein moderneres Design. Vorübergehende leichte Verluste im Ranking und Traffic nehmen dabei viele bewusst in Kauf; oft genug wird aus Unwissenheit und schlechter Planung jedoch auch ein dramatischer Einbruch riskiert. Dabei können Verluste mit der richtigen Planung und korrekten Weiterleitungen vermieden werden.

Rechtzeitig planen

mer. Ein Relaunch ist aufwändig, es wird über Struktur, Inhalte und Design diskutiert, unterschiedliche Interessen sind zu berücksichtigen. Zwischen Meetings und Testläufen kann das Thema Redirects leicht aus dem Blickfeld geraten. Leider schiebt es sich oft erst dann prominent in den Vordergrund, wenn es an die Messung der Ergebnisse geht: Nach dem Relaunch brechen Positionen im organischen Ranking und damit Traffic und Umsatz regelrecht weg.

Redirects nutzen

Wohl jede Checkliste für einen Wohnungsumzug enthält die Punkte: Nachsendeauftrag und Ummeldungen. Schließlich ist klar, dass man die Adressänderung anderen auch mitteilen muss, um erreichbar zu bleiben und Informationen und wichtige Unterlagen zuverlässig zu erhalten. Wird eine Website neu aufgesetzt, ändert sich viel mehr als nur eine Adresse. Es gibt zahllose neue URLs und externe Verlinkungen auf bestehende Unterseiten werden ungültig und laufen ins Leere. Bedacht wird das längst nicht im-

Was ist passiert? Links, die auf die ursprünglichen Seiten verweisen, funktionieren nicht mehr. Nutzer erhalten die Fehlermeldung 404 „Seite nicht gefunden“ – und springen häufig ab, der Traffic sinkt. Aber auch Suchmaschinen finden die Seiten zunächst nicht mehr und sortieren sie folgerichtig aus ihren Suchergebnissen. Werden die neuen Seiten von Suchmaschinen gefunden und bewertet, sind die Rankings häufig schlechter als mit den alten Inhalten. Es fehlt ihnen die „Suchmaschinenhistorie“ – die Information, wie häufig sie in der Vergangenheit aufgerufen,

▲Redirect Verwaltung per htaccess

▲Das Problem mit htaccess

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verlinkt und genutzt wurden. Im Ergebnis landet eine neue Seite, selbst wenn sie inhaltlich unverändert oder besser ist, nicht selten im Ranking viel weiter unten und es dauert sehr lange, bis sie sich den ursprünglichen Platz wieder erarbeitet hat. Das lässt sich vermeiden, indem man Weiterleitungen, sogenannte Redirects, nutzt. Für dauerhafte Weiterleitungen wie bei einem Relaunch nutzt man eine 301-Umleitung. Eine 302-Weiterleitung dagegen signalisiert nur eine vorübergehende Änderung und ist nur selten sinnvoll. Beispielsweise dann, wenn ein Produkt vorübergehend nicht verfügbar ist. Mit Hilfe von Redirects kann der Großteil der ursprünglichen Linkstärke (verschiedene Untersuchungen gehen von 90 bis 98 Prozent aus) und Seitenhistorie auf die neue Seite übertragen werden. Somit ist der wichtigste Schritt tatsächlich, rechtzeitig an die Umleitungen zu denken. Alles Weitere lässt sich planen.

Seiten sorgfältig erfassen Im zweiten Schritt sind Sorgfalt und Fleiß angesagt. Für eine optimale Weiterleitung

▲Lösung für das Problem


sollte jeder früheren Seite eine neue Seite zugeordnet werden. Bei Online-Shops ist das häufig automatisiert oder semi-automatisiert möglich, indem alte und neue Artikelseiten maschinell ausgelesen und abgeglichen werden – beispielsweise mit einem Abgleich von statischen Artikelnummern. Werden Inhalte nur leicht angepasst oder sogar unverändert übernommen, können diese auch auf anderen Seiten häufig mit maschineller Unterstützung zugeordnet werden. Bei einer kompletten Umstrukturierung der Seiten und der Inhalte stößt das Verfahren jedoch an seine Grenzen. Da aber hier schon in der Konzeptphase bekannt ist, welche Inhalte mit welchem Ziel geändert oder verschoben werden, empfiehlt es sich, dies auch während der gesamten Überarbeitung nachvollziehbar zu dokumentieren. Daraus ergibt sich dann die passende Weiterleitung. Darüber hinaus gilt es, einige Punkte zu beachten. • Bevor Seiten wegfallen, sollte immer zuerst deren Traffic und Ranking geprüft werden. Zeigt sich, dass die Seiten noch genutzt werden, sollten sie im neuen Stil aufbereitet werden oder zumindest über eine Archivfunktion erhalten bleiben. • Es ist möglich, mehrere alte Seiten einer neuen zuzuordnen. Schwierig wird es im umgekehrten Fall, wenn eine bestehende Seite aufgesplittet wird. Da nicht einzelne Abschnitte einer Seite der jeweils neuen Seiten zugeordnet werden können, kann es nur einen „Alleinerben“ geben. Es ist dann zu entscheiden, welche der neuen Seiten die Linkstärke der ursprünglichen Seite bekommen soll. • D ie Seiten sollten passend weitergeleitet werden, es sollte also nicht einfach im

▲Vorteil der Lösung

Website Relaunch: the Best Concept is Futile without Referrals Apart from achieving state-of-the-art design and usability a better performance to finally increase sales is the goal of any companies’ website relaunch. Often enough, the relaunch is followed by a decline according to search engine ranking and traffic. The reason why: links that direct to original sites doesn’t work anymore, so users will receive an error message. Moreover, search engines don’t find the sites anymore and will therefore sort them out from there search results. If the new sites will be found later their ranking is worse, because the search engines’ history of the old sites is missing. Referrals transfer the majority of the original links’ power to the new website. Such referrals must be planned before getting started and implemented carefully. Every former site has to be linked exactly to one new site. Typically, every redirect rule is stored in a matching table and executed at every call no matter the user visits a valid, invalid or redirected URL. A large number of sites and referrals as well as a lot of traffic leads to heavy server utlilisation and long loading times so that users lose patience. Remedy provides the ReDirect Manager. Here, the matching list is located on an external server and can be called even a 404 error is identified. On the other hand, valid calls will be directed to existing sites instantly. That’s the way to avoid long load times. großen Stil auf die Home-Seite verlinkt werden, wenn es einen bestimmten Artikel nicht mehr gibt. Für den Nutzer ist das frustrierend und auch bei Google wird dies als soft-404 bewertet und somit einem Wegfall der Seite quasi gleichgesetzt.

Performance sichern Traditionell werden Redirect-Regel in einer Matching Tabelle in der .htaccess auf dem Server hinterlegt und bei jedem Seitenaufruf abgearbeitet. Je nachdem, welches Content Management System verwendet wird, ist eine entsprechende oder ähnliche Weiterleitungsfunktion bereits integriert. In aller Regel bedeutet dies jedoch, dass bei jedem Aufruf zunächst die Matching-Tabelle vollständig abgeglichen wird – unabhängig davon, ob der Nutzer eine gültige, ungültige oder weitergeleitete URL aufrufen möchte. Enthält die Liste nur wenige Seiten und ist die Zahl der Nutzer und somit der Zugriffe eher gering, so funktionieren Weiterleitungen und Seite meist problemlos. Anders ist dies bei einer großen Anzahl von Seiten und Weiterleitungen gepaart mit hohen Zugriffszahlen. Die Weiterleitung ist auch hier gewährleistet – aber es dauert. Bei größeren Webauftritten kann eine MatchingTabelle durchaus mehrere tausend Einträge umfassen. Je höher die Seitenzahl und die Frequentierung, desto mehr leidet die Performance, wenn bei jeder Anfrage erst die gesamte Liste abgearbeitet werden muss. Das führt zu langen Ladezeiten. Nutzer

sind frustriert und springen häufig ab. Im Extremfall kann gar der Server zusammenbrechen. Dem ließe sich durch eine Aufstockung der Serverkapazitäten vorbeugen, das ist jedoch teuer.

Fazit Eine einfache Lösung bietet der ReDirect Manager. Dabei wird zunächst ein kurzer Code auf dem eigenen 404-Template eingebunden. Die Zuordnungstabelle liegt auf einem sicheren, externen Server. Der entscheidende Unterschied ist: Die MatchingListe wird nur noch im Bedarfsfall abgerufen, also nur dann, wenn ein 404-Fehler ausgemacht wird. Nur in diesem Fall wird der Aufruf auf den externen Server umgeleitet und mit der Tabelle abgeglichen. Der Nutzer bemerkt davon nichts, er wird direkt auf die in der Liste aufgeführte neue Seite geführt. Alle gültigen Aufrufe dagegen führen ohne Umweg zur bestehenden Seite. Engpässe und lange Ladezeiten werden so vermieden. Mit einer zusätzlichen Reporting- und Optimierungsfunktion können als 404 einlaufende URL’s verfolgt, nachträglich in die Mapping-Liste eingepflegt und in Redirects umgewandelt werden. Plant man die Seiten-Weiterleitung wie beschrieben von Anfang an mit ein, können Linkstärke, Seitenhistorie und damit Rankings auch nach dem Neustart weitgehend erhalten werden, so dass die mit dem Relaunch umgesetzten Ziele auch zum Tragen kommen.  n POS-Manager Technology 4 • 2016

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TECHNIK Data Warehouse

Data Warehouse aus der Cloud: Vor- und Nachteile eines Database-as-a-Service Die Themen Big Data und Cloud beschäftigen die Unternehmen in allen Branchen. Digitalisierung, Internet of Things, Social Media und cloudbasierte Geschäftsmodelle produzieren massenhaft Daten, die verwertbar und überall zugänglich sein sollen. Doch wohin damit? Der Autor: Marian Spohn ist als Fachredakteur spezialisiert auf Themen aus dem IT- und Automotive-Umfeld

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m besten wäre es doch, alle Daten je nach Bedarf in ein über die Cloud flexibel erweiterbares Data Warehouse abzulegen, also Database-as-a-Service zu nutzen. Experten mahnen hier aber zur Vorsicht. Schnell anpassungsfähige CloudAngebote wie Software-as-a-Service (SaaS), Infrastructure-as-a-Service (IaaS) oder Database-as-a-Service (DBaaS), sozusagen ein cloudbasiertes Data Warehouse (DWH), gewinnen in sämtlichen Branchen mehr und mehr an Bedeutung. In einer Studie (IBMStudie: „Growing up hybrid”, 2016) zum Thema Hybrid-Cloud, einem Mix aus On-Premise- und Cloud-Lösungen, wurden weltweit IT-Verantwortliche befragt. 85 Prozent der Unternehmen, die bereits eine sehr gut integrierte hybride IT-Infrastruktur aufweisen, gaben an, dass sie ihre Kosten durch den Cloud-Einsatz signifikant reduzieren konnten. Bei den Firmen mit weniger gut integrierter Hybrid-Cloud gelang dies gerade einmal der Hälfte. „Ob ein Data Warehouse aus der Cloud allerdings die richtige Lösung für ein Unternehmen darstellt, muss sorgfältig von Fall zu Fall geprüft werden“, so Markus Ruf, Daten-Experte der mip GmbH.

Mehr Flexibilität Dabei arbeitet ein DWH eher im Hintergrund. Es sammelt strukturierte und unstrukturierte Daten, die gesäubert, analysiert und für die Weiterverarbeitung in anderen Systemen aufbereitet werden. Ein Schattendasein hat es jedoch nicht verdient: Denn um unternehmensrelevante Informationen gewinnen und auswerten zu können, müssen stets historische Da-

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ten sowie Muster für einen Vergleich herangezogen werden – und diese liefert das Data Warehouse. Ein anschauliches Beispiel dafür findet sich etwa in dynamischen Branchen wie dem Handel. Gerade im Einzelhandel kann sich das Konsumverhalten vom einen auf den anderen Tag verändern. Um diese raschen Schwankungen besser mit Predictive-Analytics-Tools voraussagen zu können, müssen die aktuellen Ergebnisse mit früheren Datenprofilen verglichen werden, damit sich Kaufmuster erkennen lassen. In der Modebranche beispielsweise sind zwar Wechsel im Look oder neue Farbpräferenzen nur schwer absehbar,

über die jeweils verkauften Stückzahlen oder die bevorzugte Stoffauswahl lassen sich dagegen über Jahre hinweg Trends feststellen und vorausahnen. „Deshalb arbeiten wir gerade mit unseren Kunden daran, Data-Warehouse-, Echtzeit- und Big-Data-Technologien stärker zu integrieren“, meint Ursula Flade-Ruf, Gründerin und Geschäftsführerin von mip. „Die Kunden müssen schneller sowie flexibler auf neue Technologien und Entwicklungen in den Märkten reagieren können. Darum greifen sie vermehrt auf Cloud-Produkte zurück, die sich rasch und ohne große Anfangsinvestition einbinden lassen.“ Laut Flade-Ruf eignet sich die Cloud vor allem für Testzwecke oder zeitlich begrenzte Services: „Über die Cloud-Plattform Bluemix können beispielsweise Watson-Services bezogen werden – mithilfe des kognitiven Supercomputers lassen sich Datenpakete besonders schnell analysieren.“ Dieses bedarfsorientierte Vorgehen ist viel kosteneffizienter als die Installation von Watson im Unternehmen.

Cloud-Sicherheit Mit dem Cloud-Einsatz geben Unternehmen aber auch den Betrieb ihrer Software, teilweise sogar ihre komplette IT-Infrastruktur in die Hände der Cloud-Anbieter – und damit auch Performance und Datensicherheit. Eine Studie (Computerwoche, CIO und TecChannel: „Cloud Readiness 2015“) zeigt in diesem Zusammenhang, dass besonders die Sicherheitsbedenken sowohl bei CloudVerweigerern (83,6 Prozent) als auch bei Cloud-Befürwortern (68 Prozent) immer noch hoch sind. „Cloud-Provider können allerdings einen viel


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Database as a service: a data warehouse in the cloud

Keine Performance-Garantie Ein anderer Nachteil der Cloud sind Performance-Probleme, die etwa beim Verschieben von großen Datenmengen auftreten. „Im Gegensatz zu einem operationalen System, das nur nacheinander Transaktionen abwickelt, sind Data-Warehouse- und auch künftige BigData-Anwendungen nach wie vor stark Input/ Output-lastig“, erklärt Flade-Ruf. „Beim Thema Cloud und Übertragungsgeschwindigkeit sind wir in Deutschland auf den letzten Metern, selbst in Großstädten, einfach noch nicht schnell genug.“ Und ergänzt: „CloudProvider werden niemals eine bestimmte Leistung oder I/O-Werte garantieren. Derartige

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Service Level Agreements auf Performance oder auf eine bestimmte Anzahl an CPUKernen, RAM- und Festplatten-Speicher gibt es nicht.“ Dieses Thema wird in der medialen Diskussion umgangen, da bisher niemand genau messen kann, wo der Geschwindigkeitsverlust entsteht: Verliert der Rechner selbst die Zeit oder wird die Zeit auf dem Weg dorthin eingebüßt? „Der Cloud-Kunde erhält daher nur eine virtuelle Maschine“, erläutert Flade-Ruf. „Diese bekommt bestimmte Prozessoren zugewiesen, die aber over provisioned sind, sprich: die Prozessoren sind mehreren Rechnern zugewiesen. Nur wenn eine Bare-Metal-Maschine angemietet wird, lassen sich vorgegebene Leistungsparameter in etwa einhalten. Diese werden aber seltener angeboten und sind natürlich dementsprechend teurer.“

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höheren und professionelleren Sicherheitsstandard anbieten, als etwa ein kleines mittelständisches Unternehmen“, so Flade-Ruf. „Jedoch stellt sich immer die Frage, ob die Anbieter überhaupt Interesse daran haben, für eine maximal mögliche Cloud-Sicherheit zu sorgen.“ Die großen Provider suggerieren dabei oft ein Gefühl von Sicherheit. CyberAttacken und Datendiebstähle, wie etwa der jüngst bekannt gewordene Hacker-Angriff auf Microsoft-, Google- und Yahoo-Konten belegen aber immer wieder das Gegenteil. Zudem haben die Rechtsstreitigkeiten von Apple mit der US-Regierung gezeigt, dass Staaten wie die USA weiterhin unter bestimmten sicherheitsrelevanten Bedingungen auf Daten von US-Firmen zugreifen können. „Dabei ist egal, in welchem Land die Daten gespeichert sind“, konstatiert Flade-Ruf. „Wir beobachten, dass die deutschen Unternehmen hier immer noch zögerlich sind, ihre sensiblen, für Auswertungen relevanten Daten in die Cloud zu legen.“

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Cloud-based data warehouses are playing an increasingly important role in a growing number of industries, such as retail: Database as a Service (DBaaS) solutions are flexible, rapidly available, always up to date, and don’t require an expensive initial investment. So why are data warehouses so indispensable? These solutions usually work behind the scenes, collecting both structured and unstructured data. This data is then cleansed, analyzed, and prepared for additional processing in other systems. For example, in retail, it might be compared with historical information to identify patterns and anticipate trends in purchasing behavior. And companies are increasingly turning to cloud-based solutions because of their cost-efficient and demanddriven nature. In fact, 85 percent of companies with a well-integrated hybrid IT infrastructure found they were able to significantly reduce costs with cloud. But DBaaS also has its downsides: The security aspects of cloud-based solutions like these, and their performance during data uploading/downloading, pose the main challenges for customers and providers. When it comes to their most sensitive data, German companies are still reluctant to hand over their warehouses to cloud providers.

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TECHNIK Mobile Inventur

Fehlerfreie Inventur statt Zettelwirtschaft Mit der richtigen Inventur-App wird das Smartphone zum vollwertigen MDE Der Autor: Wirtschaftsinformatiker Jens Stier (36) arbeitete 15 Jahre im Bereich Entwicklung und Vertrieb von ERP-Systemen, bis er 2012 engomo gründete

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gal, ob im stationären Einzelhandel oder im Online-Handel: Regelmäßige Inventuren gehören für alle Handelsunternehmen zum Alltag. Dabei benutzen sie häufig noch papierbasierte Inventurbelege und übertragen anschließend alle Daten manuell in das entsprechende System – eine fehleranfällige und aufwendige Verfahrensweise. Alternativ kommen spezielle Geräte zur mobilen Datenerfassung (MDEs) zum Einsatz, die jedoch zum einen recht teuer sind, zum anderen ebenfalls eine Datenübertragung von der MDE-Software ins Warenwirtschaftssystem erforderlich machen. Es geht allerdings auch einfacher, direkter und kostengünstiger: Über eine Konfigurationsplattform für Apps können Unternehmen sich eine individuelle Inventur-App zusammenstellen und diese über Konnektoren direkt an das eigene Backend-System anbinden. Dank eines innovativen Baukastensystems sind dafür keinerlei Programmierkenntnisse erforderlich. Mithilfe einer solchen App, die sich an den eigenen Bedarf und das Corporate Design des Unternehmens anpassen lässt, können Mitarbeiter per Smartphone Barcodes einscannen, die Anzahl der vorhandenen Produkte eingeben und alle Informationen direkt im Warenwirtschaftssystem verbuchen. Jedes Handelsunternehmen zählt regelmäßig seine Bestände, um stets einen aktuellen Überblick über die tatsächlich vorhandenen Artikel und Materialien zu haben, in Bezug auf Lieferzeiten auskunftsfähig zu bleiben und Diskrepanzen zwischen den geführten und tatsächlichen Beständen frühzeitig auf die Spur zu kommen. Bei der herkömmlichen Inventur erfassen Mitarbeiter die gezählten Bestände meist auf ausgedruckten Belegen. Diese müssen im Vorfeld angelegt und ausgedruckt werden, am Tag der Inventur notieren die Mitarbeiter die gezählten Bestände händisch, anschließend übertragen sie die gesammelten Daten wieder manuell ins Warenwirtschaftssystem – ein umständliches und zeitaufwändiges Verfahren, bei dem sich leicht Fehler einschleichen.

Mobile Datenerfassung Scannergeräte zur mobilen Datenerfassung – sogenannte MDEs – können diesen Prozess erheblich beschleunigen: Sie erfassen den

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Artikelcode automatisch und der Mitarbeiter muss nur noch die entsprechende Stückzahl eintippen. Übertragungsfehler reduzieren sich so enorm. Allerdings haben MDEs zwei entscheidende Nachteile: zum einen sind sie teuer in der Anschaffung, zum anderen müssen die Daten erst ausgelesen und anschließend wieder ins Warenwirtschaftssystem übertragen werden – auch dieser Prozess birgt daher noch immer ein Fehlerrisiko und erfordert zusätzliche Arbeitsschritte.

Das Smartphone als MDE Mit einer Inventur-App lassen sich inzwischen auch kostengünstigere mobile Endgeräte wie Smartphones oder der iPod Touch zum Erfassen des Warenbestands nutzen. Die Kamera des Geräts wird zum Barcode-Scanner, über den Produktdaten registriert und die anschließend wiederum mit den Zählwerten versehen werden. Einen wirklichen Mehrwert bietet eine Inventur-App, wenn sie direkt an das Warenwirtschaftssystem angebunden ist: Dann können Mitarbeiter die Artikeldaten mobil im System aufrufen, die gezählten Werte eingeben und diese somit direkt verbuchen – nur so kann die Datenübertragung unmittelbar und ohne zusätzlichen Zwischenschritt erfolgen. Darüber hinaus ist es sinnvoll, wenn die App unterneh-

mensspezifische Anforderungen erfüllt: So werden beispielsweise manche Waren nicht gezählt, sondern gewogen und die Anzahl wird anhand des Durchschnittsgewichts ermittelt. Dank der direkten Verknüpfung mit dem Warenwirtschaftssystem können Mitarbeiter auch einen solchen Zwischenschritt zeitsparend in der App durchführen, indem sie einfach das ermittelte Gewicht eingeben.

Vollintegrierte Inventur-App Handelsunternehmen können die individuelle Programmierung einer solchen App in Auftrag geben – was mit erheblichen Kosten verbunden ist – oder sie mithilfe einer Konfigurationsplattform, wie beispielsweise engomo, kostengünstig selbst erstellen. Die Anbindung an die unternehmensspezifischen Systeme gelingt dabei durch eine spezielle Softwareplattform, die als Backend-Konnektor zwischen die mobilen Endgeräte und die IT-Systeme geschaltet ist. Auch für die Erstellung des Frontends sind keine Programmierkenntnisse erforderlich: Wie bei einem Baukasten lassen sich alle Funktionen individuell zusammenstellen. Nach einer kurzen Einweisung können Händler so ihre individuelle Inventur-App kreieren und an ihre Systeme anbinden – für schnelle, fehlerfreie Prozesse, aber ohne hohe Investitionskosten.  n

Goodbye Paper Chase: Fast and Accurate Stocktake How to turn a smartphone into a MDE using the right inventory app: Whether it is in stationary retail or in online trade: regular stocktaking is part of everyday business for all retailers. It allows an overview of all available products and materials, provides accountability in terms of delivery times and reveals discrepancies between booked and actual stocks. Many retailers still use paper based inventory documents and transfer all data manually to the inventory management system – an error-prone and time-consuming process. Alternatively, there are special devices for mobile data entry (MDE) which scan product codes automatically. However, MDEs are often expensive and still require a data transfer from the MDE software to the inventory management system. But there is another – easier, more direct and very cost-effective – way: Using a configuration platform for apps, retailers can compile their individual inventory app and connect it directly to their own backend systems, allowing employees to scan barcodes with their smartphone or tablet camera, enter the number of present products and feed all information directly to the inventory management system. Thanks to an innovative modular unit assembly system, no knowledge in programming is necessary while the app can be adapted to specific needs and corporate designs. Thus, an inventory app not only reduces errors in stocktaking significantly but also saves retailers time to focus on their core business.


PROJEKTMANAGEMENT Warenwirtschaft

Wegst, das Sylter „Haus der Geschenke“, rüstet auf elektronische Warenwirtschaft um Innerhalb von zwei Arbeitstagen wurden die Kassen bei laufendem Betrieb mitten in der Hauptsaison aufgebaut und angeschlossen

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as Haus mit dem Elefanten an der Fassade gehört zu Sylt wie die Sansibar, Sand und Wellen. Mitten in Westerland betreibt die Familie Wegst seit 1896 erfolgreich Handel. Zunächst mit Elfenbeinschnitzereien – an die der Elefant erinnert – dann mit Schmuck im Friesischen Stil bis in die heutige Zeit, in der Geschäftsführer Carsten Wegst neben Schmuck und Souvenirs auch ein eigenes Modelabel (Sylt Brand) betreibt. Es wurde Zeit für die Entscheidung, elektronische Warenwirtschaft und modernste Kassensysteme einzuführen. Und weil man bei Wegst stets Wert auf höchste Qualität legt, hat man diese Aufgaben an Spezialisten übertragen – das deutsche Softwarehaus Clarity & Success für die Warenwirtschaft und den deutschen Distributor Quad des POS-Hardware-Herstellers Posiflex Technology aus Taiwan. Für Clarity & Success Geschäftsführer Florian Henkel und sein Team bedeutete die Einführung von Warenwirtschaftssoftware und POS Kassen gleich in zweifacher Hinsicht eine Herausforderung. Zum einen mussten die Kassen im laufenden Betrieb aufgebaut und angeschlossen werden – mitten in der Hauptsaison. Zum anderen musste der vornehmlich ältere Mitarbeiterstab in die digitale Warenwirtschaft eingewiesen werden – und das innerhalb von zwei Arbeitstagen.

Schnell und einfach „Am Ende hat alles reibungslos geklappt“, freut sich Florian Henkel, nachdem insgesamt fünf leistungsstarke POS-Systeme, geliefert von Posiflex-Distributor Quad, für die Geschäftsbereiche Geschenke, Schmuck und Bernstein installiert und die 20 Mitarbeiter geschult und eingewiesen waren. Wie immer ernteten die Software-Experten von Clarity & Success Erstaunen darüber, wie schnell und einfach Artikelstämme eingelesen und etikettiert sind, um anschließend nur noch gescannt zu werden. Henkel: „Für die Topseller wie den klassischen Sylt-Aufkleber haben wir uns dabei etwas Besonderes einfallen lassen. Diese wurden als Spezial-Artikel markiert und können so noch schneller verkauft werden.“ n

▲ Carsten Wegst schließt die alte Kasse ab und nimmt links die neue in Betrieb

Electronic Inventory Management Wegst, the well-known “House of Presents” with over 100 years of tradition located on the German holiday island of Sylt in the North Sea, has restructured its business by moving to electronic inventory management and a new POS system. The old trade building with the Elephant’s image on its façade belongs to the Island of Sylt like the famous ‘Sansibar’, the sand and the waves. At its location in central Westerland, the Wegst family pursues successful trade since 1896. What started out with ivory carvings – symbolized by the Elephant – extended to typical Frisian adornments and jewellery until this day and, in parallel, its own fashion label (Sylt Brand) initiated by General Manager Carsten Wegst. The time had come to modify business operations to move to electronic inventory management as well as state-of-the-art POS systems. And, since with the Wegst Family has always sets a high value on premium quality products, this task was delegated to specialists in the field – namely, the German software company Clarity & Success for the inventory management software, and Quad, German distributor of the globally renowned POS hardware manufacturer Posiflex Technology from Taiwan for the cash point hardware. Florian Henkel, CEO at Clarity & Success, points out the dual challenge set by the introduction of inventory management software together with appropriate equivalling POS hardware: For one, all new cash points had to be implemented during running business – in the midst of peak season. Secondly, the principal senior staff at Wegst had to become familiar with and trained on the new electronic management software – in the span of just two working days. „Everything went well, smoothly and successfully“, Florian Henkel was pleased to comment, after a total of five powerful POS Systems supplied by Posiflex distributor Quad for the sectors Gifts, Jewellery and Amber had been implemented and the staff of twenty had been briefed successfully. One more time the software experts from Clarity & Success earned delighted astonishment of all people involved at the fast and easy input of article inventory and labelling, with just scanning as the final step. Henkel added: „For top-sellers like the classical Sylt Sticker, we thought of something special. Labelling them as ‚special articles’ rendered them to sell even faster.“

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PROJEKTMANAGEMENT POS-Systeme

Bereit zum Abflug! Schnelle Lösungen zur Technologieintegration für den neuen Satellitenterminal am Flughafen München

▲Neue Zahlungsterminals und ein Farbwechsel von Grau zu Schwarz bei der POS-Hardware machten eine Anpassung der TechnologieHalterungen erforderlich

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ie Eröffnung eines neuen Terminals oder Satellitenterminals ist für jeden Flughafen ein großes Unterfangen. Momentan werden die letzten Arbeiten an einer neuen Einrichtung am Flughafen München fertiggestellt. Nach der Eröffnung wird der neue Satellitenterminal die Kapazität für Lufthansa und seine Star Alliance-Partner am Terminal 2 des zweitgrößten Flughafens Deutschlands, der allein in den ersten drei Monaten des Jahres 2016 fast neun Millionen Fluggäste zählte, erhöhen. Eurotrade, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Flughafen München FMG, ist für das Management und die Infrastruktur von ungefähr 65 Prozent der Einzelhändler des Flughafens zuständig und sobald das neue Satellitenterminal voll funktionsfähig ist, wird die Zahl seiner Partner 80 betragen. Eher ungewöhnlich für einen Flughafen ist die Tatsache, dass die Mitarbeiter bei diesen Partnern (darunter DutyFree-Geschäfte, Boutiquen für Kleidung und

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Accessoires, Zeitungskioske und Schmuckgeschäfte) von Eurotrade beschäftigt werden, das diese Geschäfte als Franchise-Unternehmen im Auftrag der Einzelhändler betreibt. Einschließlich des Managements und der Logistik handelt es sich um insgesamt 1100 Mitarbeiter.

Infrastruktur des Einzelhandels Entscheidend bei der Arbeit des Managements ist dabei der Betrieb und die Instandhaltung der Technikanlagen und Infrastruktur des Einzelhandels am Flughafen. In Hinblick auf die Eröffnung des neuen Satellitenterminals wurde im November 2015 die Entscheidung getroffen, das POS-System zu erneuern und neue H5000 Verifone Zahlungsterminals zu installieren. Dadurch und durch einen Farbwechsel von Grau zu Schwarz bei der POS-Hardware mussten auch die Technologie-Halterungen angepasst wurden. SpacePole-Halterungslösungen von Ergonomic

Solutions wurden schon seit Jahren problemlos bei den Partnern verwendet und nachdem wir im November gebeten wurden, uns an der Ausschreibung zu beteiligen, konnten wir die Bedürfnisse vor Ort erkennen und Lösungen für einige individuelle Herausforderungen entwickeln, die beim Einzelhandel in einem solch internationalen Umfeld entstehen. Ein spezifisches Beispiel dafür ist der Zahlungsvorgang. Es gibt minimale Unterschiede bei den Vorgaben der Kartenunternehmen und Steuerbehörden in den einzelnen Ländern. Aus diesem Grund ist ein Signatur Pad unabdingbar und in manchen Fällen ist es auch nötig, dass der Kunde ein Zollerklärungsformular ausfüllt und angibt, aus welchem Land die Waren stammen. Bisher waren Signatur Pads auf einem Tresen angebracht und nahmen Schaden durch kleine Bierfässer und anderen schweren Waren aus dem Duty-Free-Shop, die darauf unsanft abgestellt wurden. Daher entschied man sich dafür, es auf einem Stab anzubringen, mit


der Möglichkeit, den Arm darauf abzustützen, und die Bewerber für die Ausschreibung wurden gebeten, einen Prototyp für einen Test zu entwickeln. Zudem wurden für die Ausschreibung eine Reihe an verschiedenen Halterungslösungen für die existierenden POS und Zahlungsterminals benötigt. Da Eurotrade der Eigentümer ist, mussten die Bewerber nicht nur eine Lösung liefern, die auf herkömmliche Weise an Möbel angebracht werden konnte, sondern in Falle von einigen Luxus-Geschäften auch auf Marmor.

Anspruchsvolles Umfeld Aufgrund der kurzen Zeitspanne zwischen Kauf und geplantem Einbau war der Auswahlprozess kurz und effizient und Ergonomic Solutions erhielt den Auftrag, da sich das Unternehmen in einigen Aspekten deutlich von der Konkurrenz abheben konnte. Zum einen war das Produkt SpacePole bereits bekannt und wegen der dänischen Qualität und Benutzerfreundlichkeit beliebt. Zahlungsterminals werden beispielsweise zwischen Kunde und Mitarbeiter fast ständig rotiert und Eurotrade war sehr beeindruckt von der nahezu problemlosen Verlässlichkeit über viele Jahre in solch einem anspruchsvollen Umfeld. Zum anderen wurden der Prototyp mit der Möglichkeit, den Arm darauf abzustützen, und die Adaptionen wie verschiedene Halterungslösungen von einem speziellen Kundendienst-Team entwickelt und innerhalb einer Woche (über die Weihnachtsfeiertage) ausgeliefert. Diese wurden den Anforderungen von Eurotrade vollständig gerecht, was den Mitbewerbern nicht gelungen war.

Fazit Ausgehend von den ersten Gesprächen im November wurde Ergonomic Solutions der Auftrag am 22. Februar erteilt. Die neuen Geräte und Halterungen wurden ab März dieses Jahres ausgeliefert, schon einige Zeit vor der Eröffnung des neuen Satellitenterminals Ende April, wobei die vollständige Einführung Ende Mai erfolgen wird. In Bezug auf Ausschreibungen und Auslieferungsprozesse meinte Sebastian Sand aus der IT-Abteilung von Eurotrade: „Ergonomic Solutions sind Experten, wenn es um die Integration von Technologie in einem außergewöhnlichen Umfeld geht. Sie verstanden unsere Bedürfnisse sofort und entwickelten sehr schnell Prototypen, die den besonderen Anforderungen am Flughafen München gerecht werden.“ Weiter sagte er: „Bei solch einem engen Zeitplan mussten wir uns auf den gewählten Anbieter jederzeit verlassen können und mit Ergonomic Solutions haben wir den idealen Partner gefunden.“ n

Ready for take-off! Ergonomic Solutions provides a quick turnaround for technology integration as Munich Airport opens new satellite terminal: The opening of a new terminal or satellite at any airport is a huge undertaking. Currently, the final touches are being put to a new facility at Munich Airport. Once opened, the new satellite will increase capacity for Lufthansa and its’ Star Alliance partners at Terminal 2 of Germany‘s second largest airport which handled almost 9 million passengers in the first three months of 2016, alone . Eurotrade, a wholly owned subsidiary of Flughafen München FMG, is responsible for the management and infrastructure of approximately 65% of the airport’s retail sites, and once the new satellite is fully operational, this will number 80 outlets. Rather unusually for an airport, staff at these outlets (including duty free stores, clothing and accessory boutiques, news-stands, and jewellery shops) are employed by Eurotrade, which runs the stores as franchise operations on behalf of the retailers. Including the management team and logistics support, this accounts for 1100 personnel in total. Key amongst the management tasks is the running and maintenance of the airport’s retail IT estate and infrastructure. With an eye to the opening of the new satellite, a decision was taken in November 2015 for a general upgrade of the POS systems including the installation of new H5000 Verifone payment terminals. This and a change of colour from grey POS hardware to black also meant a change in the colour of the technology mounting solution. SpacePole technology mounts from Ergonomic Solutions had been in use at the outlets for many years without fault, and when invited to tender in November last year, were able to understand and develop solutions to address some of the unique challenges faced by retailing within such an international environment. One specific example of this was within the payments transaction process. There are subtle differences in the requirements of the card issuers and tax authorities of different countries. For this reason, a signature pad is a necessity and is used in some cases for a passenger to physically write a declaration on which country they originate from. Historically that signature pad has been desk mounted, and suffered from having duty free mini kegs of beer dropped on them along with other weighty duty fee purchases! Therefore, the decision was made to mount the pad on a pole with a specially designed arm rest, and those tendering for the contract were asked to create a prototype for testing. At the same time, the tender required several different types of mounting configurations to suit the existing and new furniture for PoS and payment alike. As Eurotrade has ownership of all outlets, they had to supply not only a solution that could be traditionally screwed to the furniture, but also in the case of one high end retail establishment, affixed to marble as well. With such a short purchase and roll out cycle, the selection process was swift and intense but awarded to Ergonomic Solutions for reasons that really marked the organisation out from the competition. Firstly, and historically, the SpacePole product was well known and liked for its Danish build quality and ease of use. Payment terminals, for example, are rotated between customer and operator almost constantly and Eurotrade were very impressed with the almost flawless reliability in a challenging operating environment, for many years. Secondly, production standard prototype arm rests and configurations including the different desk mounts were designed in-house by the dedicated customer support team and supplied within a week (over the Christmas holidays). These completely addressed the requirements demanded by Eurotrade – something not achieved by the competitors. From those initial conversations in November, the order was confirmed with Ergonomic Solutions on 22nd February. The new mounts and configurations began to be delivered in March this year – well in time for the opening of the new satellite at the end of April, with full roll out to follow by the end of May. Speaking of the tendering and roll out process, Sebastian Sand, from the IT department at Eurotrade said, “Ergonomic Solutions are the experts in understanding the integration of technology in challenging environments. They understood our requirements immediately and very quickly delivered prototypes that addressed the unique issues we face at Munich Airport.” He added, “With such a short project timescale, we need to be confident in our chosen supplier at every step of the process, and in Ergonomic Solutions, we found the ideal partner.”

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MARKETING Digitalisierung

Marketing in Echtzeit Kanalübergreifend den Kunden im Fokus Der Autor: Sebastian Fleischmann, Sales Director Oracle Marketing Cloud und Experte für datengesteuertes Marketing

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ährend sich viele Unternehmen noch schwertun mit der Digitalisierung, ist diese längst im Alltag der Endkunden angekommen. Sie surfen im Internet, tauschen sich auf Facebook aus, sehen YoutubeVideos an und springen dabei ganz selbstverständlich von einem Kanal und einem Gerät zum anderen. Smartphones und Tablets sind ständige Begleiter, die das Internet jederzeit verfügbar machen. Social-Media-Plattformen eröffnen zudem neue Strategien und Kommunikationswege. All dies beeinflusst auch das Verbraucherverhalten. Kunden erwarten heute schnelle Reaktionszeiten, eine persönliche Ansprache und auf ihre individuellen Bedürfnisse abgestimmte Inhalte. Dabei verändert sich die digitale Welt rasend schnell: Ständig kommen neue Kanäle hinzu, die es in der richtigen Weise zu bespielen gilt – vom Hype zum ‚out‘ vergehen manchmal nur Monate, wie zuletzt bei Live Streaming Plattformen. Nur wer diese in kurzer Zeit in die bestehenden Marketing-Prozesse integrieren und zur Kundenansprache nutzen kann, gewinnt. Klassische Kanäle spielen zwar nach wie vor eine Rolle im Marketing-Mix, aber die guten alten Zeiten, in denen der TV-Spot das Maß aller Dinge war, sind Vergangenheit. Die Digitalisierung, die zunehmende Verbreitung

mobiler Endgeräte sowie die wachsende Bedeutung von Suchmaschinen und Social Media haben die Art und Weise, wie Kaufentscheidungen getroffen werden, signifikant verändert. Das bedeutet, dass wir aufgrund des veränderten Verbraucherverhaltens im Marketing eine starke Verschiebung hin zu den digitalen Kanälen erleben. Die klassischen Kanäle müssen mit diesen in Einklang gebracht werden.

Datengesteuertes Marketing Diese Herausforderung lässt sich nur mit datengesteuertem Marketing meistern. Wer seinen Kunden auf Basis gesammelter Daten genau kennt, kann auch optimal auf ihn eingehen. Wer Kampagnendaten anschließend genau analysiert und interpretiert, kann die richtigen Schlüsse ziehen und fundierte Entscheidungen treffen. Viele Führungskräfte haben dies bereits erkannt. Laut einer Studie der Winterberry Group sagen 90 Prozent der befragten Unternehmen, dass Kundendaten ihnen bereits einen Wettbewerbsvorteil gebracht haben, 32 Prozent sprechen sogar von einem beträchtlichen Vorteil. 74 Prozent der Befragten erhoffen sich eine Umsatzsteigerung mithilfe von Kundendaten, aber nur 34,8 Prozent konnten dies bisher er-

folgreich umsetzen. Einer der Gründe hierfür dürfte die noch immer sehr dynamische Entwicklung der nötigen Werkzeuge sein. Vieles musste früher von Hand oder durch einen unüberschaubaren „Zoo“ einzelner, nicht integrierter Tools erledigt werden – das ist nicht jedermanns Sache. Entscheidend für die Umsetzung eines erfolgreichen, datengetriebenen Marketings sind neben der Strategie daher die richtigen Anwendungen.

Schnelligkeit in der Cloud Neue Software in bestehende IT-Infrastruktur zu integrieren ist immer mit hohem Aufwand verbunden. Hier bringen Cloud-Lösungen entscheidende Vorteile. Als Software as a Service stehen Tools innerhalb von kurzer Zeit plattformunabhängig an jedem gewünschten Arbeitsplatz zur Verfügung und sind immer auf dem aktuellsten Stand. Neue Funktionen oder neue Kanäle können laufend integriert werden. Eine Studie von Oracle und IDG Connect zeigt: 92 Prozent der befragten Unternehmen sind heute schon überzeugt, dass sie mit der Cloud Innovationen schneller umsetzen können. 73 Prozent geben an, dass die Cloud Kundenbindung fördere und 76 Prozent sehen die Cloud als große Unterstützung bei der Neukundenakquise.

Je nach Kundensituation

▲Eine durchgehende Cross-Channel-Marketing-Strategie steckt bei den meisten Unternehmen noch in den Kinderschuhen

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Um eine positive Kundenerfahrung zu gewährleisten, ist zudem eine durchgängige CrossChannel-Marketing-Strategie erforderlich. Der Marketer muss alle für das Produkt oder Unternehmen relevanten Kanäle in seine Planung mit einbeziehen. Es ist schlicht nicht mehr zeitgemäß, Geräte oder Kanäle zu vernachlässigen, die der Kunde nutzt und auf denen er ein Informations- oder Mitteilungsbedürfnis hat. So lassen sich überflüssige Werbeaussendungen vermeiden, Content perfekt abstimmen und der Kunde erhält einen Mehrwert. Hat er zum Beispiel einen Flug gebucht, hilft ihm eine Service-SMS mit der Ankündigung des Gates. Hat er ein Notebook bestellt, interessiert ihn möglicherweise das passende Zubehör. Wird der Kunde stattdessen die nächsten Wochen von Display-Werbung für Notebooks verfolgt, wird er eher verärgert sein.


Digitization

▲Im Moment sind nur 10 Prozent der befragten Unternehmen der Meinung, das Echtzeitverhalten des Kunden berücksichtigen zu können

Routine automatisieren Geschäftsverantwortliche müssen dafür sorgen, dass ihr Unternehmen profitabel arbeitet und seine Position gegenüber den Mitbewerbern am Markt auch in Zukunft erfolgreich verteidigt oder ausbaut. Dafür wünschen sie sich eine Marketingabteilung, die mit möglichst geringem Aufwand maximale Erfolge erzielt, die zudem messbar sein müssen. Datengetriebenes Marketing bringt eine hohe Transparenz in die Wirksamkeit der verschiedenen

Marketingaktivitäten. Anhand von Analysen lässt sich genau feststellen, welche Kampagne auf welchem Kanal welches Ziel erreicht hat. So können künftige Maßnahmen auf die Ergebnisse abgestimmt und Werbung gezielt gesteuert werden. Durch die Automatisierung von Standard-Aufgaben bleibt den Fachleuten in der Marketingabteilung zudem mehr Zeit für die wirklich wichtigen Belange. Für das Unternehmen bedeutet das ein deutlich kosteneffizienteres Marketing auf Basis fundierter Erkenntnisse.

Digitization has become part of everyday life. End customers surf the internet, exchange experiences on Facebook, watch videos on YouTube and jump from one media channel and device to another as a matter of course. Smartphones and tablets are constant companions that enable access to the internet at any time. In addition, social media platforms create new strategies and communication channels. All of this also affects consumer behavior. Nowadays customers expect fast response times, personal approach and individualized content. Therefore the digital world evolves at a fast pace. New channels are added all the time and have to be filled with the right content – sometimes only months lie between ‘hype’ and ‘out’ as recently experienced with live streaming platforms. Only those succeed, who integrate new channels into existing marketing processes to approach customers. Classical media channels still matter, however the good old days when television advertising was the measure of all things are over. Digitization, increasing use of mobile devices and growing importance of search engines and social media have significantly changed the way in which purchasing decisions are made. That means we are witnessing a strong shift towards digital channels due to changes in consumer behavior and classical media channels need be brought in line with these developments.

Fazit

▲Derzeit nutzen nur 16 Prozent der befragten Unternehmen automatisierte Echtzeit-Antworten in sozialen Netzwerken

Digitales, automatisiertes und datengesteuertes Marketing wird für viele Unternehmen in Zukunft unverzichtbar sein. Wer die modernen Möglichkeiten nutzt, kann sich einen wertvollen Vorsprung sichern. Die richtigen Software-Tools im richtigen Einsatzgebiet sparen manuelle Arbeit und ermöglichen es Marketern, sich verstärkt um wichtige Bereiche wie Analyse und Optimierung zu kümmern. Komplexe Datenanalysen bieten ein bisher nicht ausgeschöpftes Potenzial, den Kunden noch besser kennenzulernen und passgenau auf ihn einzugehen. Auf ihrer Basis lässt sich eine durchgehende Cross-Channel-MarketingStrategie entwickeln, die alle Kanäle integriert. Mit umfassenden Cloud-Lösungen können Unternehmen kosteneffizient die digitale Transformation im Marketing mit minimalem Aufwand vollziehen. n POS-Manager Technology 4 • 2016

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SERVICE Termine / Vorschau Paris Retail Week 2016

IT & Business 2016

EuroShop 2017

Treff für Online-Handel und POS E-commerce Paris & Digital(in)Store

Fachmesse für digitale Prozesse und Lösungen Trade fair for digital processes and solutions

Fachmesse für Handelstechnologie The World’s No. 1 Retail Trade Fair

4. bis 6. Oktober 2016 Messe Stuttgart www.messe-stuttgart.de/it-business

5. bis 9. März 2017 Messe Düsseldorf www.euroshop.de

NEOCOM 2016

Internet World 2017

Multichannel und E-Commerce Kongress Multi Channel and E-Commerce Congress

Die E-Commerce Messe The E-Commerce Trade Fair

12. bis 14. September 2016 Paris expo Porte de Versailles www.parisretailweek.com

dmexco 2016 Internationale Kongressmesse für digitales Marketing Digital Marketing Exposition & Conference 14. und 15. September 2016 Messe Köln www.dmexco.de

ECR-Tag 2016 Kongress für die Konsumgüterbranche Consumer Market Congress 21. und 22. September 2016 Berlin www.ecrtag.de

12. und 13. Oktober 2016 Düsseldorf www.neocom.de

LogiMAT 2017 Viscom 2016 Internationale Fachmesse für visuelle Kommunikation, Technik und Design International trade fair for visual communication, technology and design 2. bis 4. November 2016 Messe Frankfurt www.viscom-messe.com

Security 2016 Weltleitmesse für Sicherheit und Brandschutz World’s Leading Fair for Security and Fire Prevention 27. bis 30. September 2016 Messe Essen www.security-messe.de

14. bis 16. März 2017 Neue Messe Stuttgart www.logimat.de

Branchentreff für den Handel Retail World

Top-Event der digitalen Welt No. 1 Event for the Digital World

16. und 17. November 2016 Berlin www.handelskongress.de

20. bis 24. März 2017 Hannover Messe www.cebit.de

Deutscher Handelskongress 2016

• Internationaler E-Commerce • Omnichannel • Suchmaschinenoptimierung / SEO

• Mobile Shopping • Tablets und iPads am POS / Tablets and iPads • Bon- und Coupondrucker für POS und Kiosksysteme / Receipt and voucher printers for POS and kiosk systems • Digital Signage • Business Intelligence • Cloud Computing • Self Service (Waagen, Kassen) • Mobile Marketing

Marktübersicht / Market review: Identtechnik / Identification Technology Erscheinungstermin / Publication date:  • Redaktionsschluss / Copy deadline:  • Anzeigenschluss / Advertisement deadline:  • Druckunterlagenschluss / Printing material deadline:  

POS-Manager Technology 4 • 2016

Internationale Fachmesse für Distribution International Trade Fair for Distribution

CeBIT 2017

POS-Manager Technology 5/2016

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7. und 8. März 2017 ICM München www.internetworld-messe.de

12.10.2016 07.09.2016 21.09.2016 23.09.2016


„Gelungenes Technologie-Konzept! Wo haben Sie denn die innovative Lösung her?“

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Einzelverkaufsp reis € 8,50

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Hier finden Sie alle wichtigen Fachinformationen, unter anderem über

Themenspektrum für den stationären Einzelhandel und den Onlinehandel.

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POS Manager Technolgy 04 2016  

Fachmagazin für IT-Lösungen im Einzelhandel

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