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info@bauve.de • www.bauve.de • Post-Nr. 10-08 POS

Next Generation Outsourcing

Entwicklungsgemeinschaft mit dem IT-Dienstleister Seite 14

Digital  Signage

Profitable Absatzzahlen Gezieltes Markdown Management Seite 18

Versteckte Kostentreiber Großprojekte richtig planen Seite 26

Individuelle Kaufanreize

Warenkorbabbrüchen im Online-Shop aktiv begegnen Seite 48

Neues Bremer Shopping Center setzt auf digitales Kommunikationsnetzwerk ab Seite 28

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10. Jahrgang

POS Manager

Ausgabe 5/2008 • Oktober

BI in der Fachabteilung Die neue Flexibilität im Berichtswesen Seite 54

Artikelsicherung Der Markt im Überblick Seite 36


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Digital Signage ist das Marketingtool der Zukunft, so die einhellige Meinung in der Branche. Hintergrundinformationen, Tipps zu Projekt- und Content Management rund um dieses vielseitige Werbemedium am POS, aber auch Beispiele für die Umsetzung in der Praxis finden Sie in der Ihnen vorliegenden Ausgabe. 

Dr. Margit Pietzke, Redakteurin „POS-Manager Technology“

Auf Sendung Liebe Leserinnen, liebe Leser, London – Hamburg – München – Frankfurt, so sieht die minimalisierte Reiseroute für Digital Signage-Interessierte allein im Oktober aus. Gestartet sind sie bereits am 1. Oktober zur Digital Signage Show in der englischen Hauptstadt, dann geht es weiter von der Themse an die Alster zu den POPAI Digital Signage Days. Will man seine Reise mit einem Messeaufenthalt verbinden, so bieten sich in München die Systems und Ende Oktober die viscom in Frankfurt a. M. an. Und die Reiseplanung ließe sich in den Folgemonaten beliebig fortsetzen. Die große Anzahl an Veranstaltungen zum Thema Digital Signage ist Spiegelbild des Booms, der sich in diesem Markt abzeichnet. Der Informationsbedarf ist hoch, der Einzelhandel steht in den Startlöchern. Pressemeldungen über Großprojekte, aber auch kleinere Testinstallationen mehren sich. Die Bandbreite reicht dabei von digitalen Beschilderungen, über einzelne Monitore im Ladengeschäft bis hin zu multimedialen Displays in den Werbelandschaften der Einkaufserlebniswelten, die weit mehr bieten als nur reine Information. Die Möglichkeiten der Interaktion mit dem Kunden, per Touchscreen oder Datenübertragung auf das Handy, bei Outdoor-Werbung auch über die Ladenöffnungszeiten hinaus, sind dann noch das Sahnehäubchen der Technologie. „Infotainment ist in – Digital Signage ist die Zukunft. Das positive Feedback des deutschen Marktes aus den letzten zwölf Monaten hat uns gezeigt, dass interaktive, kreative Werbeformen weiter auf dem Vormarsch sind. Werbung muss mehr sein als bloß nackte Information. Sie soll Mehrwerte bieten, den Kunden unterhalten und ihn natürlich auch zum Kauf anregen“, so die Erfahrung von Manfred Otte, Geschäftsleitung der CityBoomer GmbH. Die Vielfalt der Anwendungen ist gleichzeitig eine große Herausforderung für das Projektma-

nagement. Welche Zielgruppe möchte ich erreichen, welche Technik möchte ich einsetzen, wie viele Monitore platziere ich an welchen Stellen im Geschäft, wie soll die Datenübertragung ablaufen, wer kümmert sich um den Inhalt, wie sieht die Finanzierung aus, werden Industriepartner mit eingebunden oder die Möglichkeit für regionale Werbung angeboten? Die Reihe der zu klärenden Fragen scheint schier unendlich. Hier bei der Beantwortung Sorgfalt walten zu lassen, ist aber Grundvoraussetzung für einen im Endeffekt erfolgreichen Einsatz. Steht die Installation, muss im laufenden Betrieb kontinuierlich der eingespielte Inhalt aktualisiert, optimale zielgruppenspezifische Sendezeiten eruiert und die kaufanimierende Wirkung des Mediums hinterfragt werden. Was nach viel Arbeit klingt, ist aber gleichzeitig die große Chance, die diese Technologie bietet: Nämlich ad hoc den Inhalt bis in die Ebene des einzelnen Monitors hinein steuern zu können. Nur wenn diese Potenziale auch ausgenutzt werden, durch effektive Kundenansprache der Abverkauf erhöht wird, werden sich Digital Signage-Lösungen im Handel durchsetzen können. Ein beliebter Einsatzbereich des Digital Signage ist es, dem Kunden die „gefühlte Wartezeit“ an der Kasse durch informativen, gut aufbereiteten Content zu verkürzen. Dass der Inhalt der vorliegenden Ausgabe des POS-Manager Technology Ihre „gefühlte Lesezeit“ verkürzt, wünscht Ihnen

Ihre

Dr. Margit Pietzke mp@bauve.de

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Editorial


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Inhalt

Auto-ID-Systems

Ausgabe Oktober

5/2008

n Editorial Auf Sendung

Marketingtool der Zukunft Digital Signage als Werbemedium 3 Der Schlüssel zum intelligenten Digital Signage

n Aus der Branche News Neue Gesichter

23

Professionelles Content Management 6 9

n Projektmanagement Versteckte Kostentreiber Budgetplanung von Großprojekten

n Portrait Ganzheitlich denken Klaus-Michael Vogelberg, CTO der Sage-Gruppe

20

12

n Trend Entwicklungsgemeinschaft mit dem IT-Dienstleister 14 Next Generation Outsourcing im Trend

Bewegende Momente an der Waterfront Infotainment im neuen Bremer Shopping Center Digital Signage-Systeme richtig installiert Tipps für die Planung

26

28

30

n Technik

by http://www.it6000.de +49 5743 931 973-0

Business-Kommunikation im 21. Jahrhundert 16 Integration isolierter Kommunikationssysteme über Unified Communications

Interaktivität auf Großformat So funktionieren Touch Screens mit Dispersive Signal Technology

Profitable Absatzzahlen durch gezieltes Markdown-Management 18 Effiziente Planung von Preisnachlässen

Mit Hightech gegen Warenschwund 34 Historie und Zukunft der Artikelsicherung

32


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n Titelstory Digital Signage 28 Die visuelle Kommunikation per Digital Signage wird als das Marketingtool der Zukunft am POS angesehen. Darauf setzt auch das neu eröffnete Shopping Center Waterfront in Bremen.

Marktübersicht Artikelsicherung 36 Investitionen in Anti-Diebstahl-Lösungen machen sich bezahlt

Business Intelligence in der Fachabteilung 54 Neue Flexibilisierung des Berichtswesens

Auf der Jagd nach dem ROI 44 Beim Einstieg in RFID-basierte Lösungen geschickt Kosten reduzieren

Systems 2008 56 Messe für IT, Media und Communications

Warensicherung und -wirtschaft im Doppelpack RFID-Einsatz bei Northland Mit dem Warenkorb auf der Zielgeraden Individuelle Kaufanreize im Online-Shop IT-Konzepte für den Multi-Channel-Versandhandel Integration unterschiedlicher Vertriebskanäle Was muss bei der Bezahlung im Online-Shop beachtet werden? Kurz nachgefragt bei Jörg Schmiese, B+S Card Service

9. ECR-Tag im Zeichen der Kooperation

57

46 Viscom Frankfurt 2008 Internationale Fachmesse für visuelle Kommunikation

58

Produktneuheiten

59

RFID im schicken Design für den Einsatz am Point of Sale RFID-Tischleser für ePayment sowie das Lesen und Beschreiben von Loyalty Cards. t Multitag-Reader (ISO 14443-A & -B)

48

t Unterstützt NFC-Applikationen t Hohe Datenübertragungsraten

n Marketing

t PC/SC Treiber USB

50

53

OBID® classic-pro

CRM-expo 2008 Lösungen und Strategien für erfolgreiche Kundenbeziehungen

64

Veranstaltungskalender

66

Vorschau / Impressum

66

t Optional zusätzliche SecurityFunktionen

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News n Rewe Für Sie Digitale Werbung in Getränkefachmärkten Die Rewe Für Sie, eine der sieben tragenden Genossenschaften der Rewe-Gruppe, testet in 21 Getränkefachmärkten ihrer Kunden ein gemeinsam mit Partnern entwickeltes Digital Signage-System. Der Werbeanspruch, den Markenartikler im Fernsehen stellen, soll durch das System am POS reaktiviert werden. Für die achtmonatige Testphase wurde je ein zentralgesteuerter Flachbildmonitor in den Testmärken installiert, deren Entwicklung mit konventionell beworbenen Märkten verglichen wird. Erste Auswertungen zeigen schon heute, dass Verbraucher, Händler und Industrie das neue Kommunikationskonzept positiv aufnehmen. „Unsere Mitglieder scharren schon mit den Hufen“, umschreibt Artur Rogoszynski, als Vorstandsmitglied verantwortlich für Einkauf, Marketing und Vertrieb, bei der Vorstellung der neuen POSMedientechnologie plastisch die Begeisterung der Testmärkte und den Wunsch nach einem schnellen Ausbau. „Als Systembetreiber sind wir in der Lage, zukünftig alle Getränkefachmärkte mit diesem innovativen Marketingtool auszustatten“, so Marcello Sanna, Projektleiter und

verantwortlich für Marketing und Werbung. „Wir ergänzen mit Digital Signage unser Dienstleistungsportfolio und verstehen das als ein zusätzliches Vermarktungsinstrument auf Gruppenebene.“

n Vitracom

ximal acht Teilnehmer ausgelegt sind, können wir ganz individuell und Teilnehmer orientiert arbeiten“, erläutert Dr. Klausmann das Konzept.

n legalershop.de Rechtliche Anforderungen bei Internetgeschäften legalershop.de ist ein Rechts-Mustershop, der die Anforderungen bei Internetgeschäften mit Verbrauchern veranschaulicht. Das Internetportal wird von der Mainzer Fachanwältin für Informationstechnologie Sabine Heukrodt-Bauer LL.M. betrieben. Während Bücher und juristische Abhandlungen das Thema nur theoretisch behandeln, können bei legalershop.de alle Kaufoperationen „live“ durchgeführt werden. Infozeichen an den rechtlich relevanten Stellen leiten aus dem Mustershop zu leicht verständlichen Erklärungen über. Zum Inhalt gehören unter anderem Mustertexte zu Allgemeinen Geschäftsbedingungen, das Widerrufsrecht, die Anbieterkennzeichnung und Internetauktionen. Das Internetangebot richtet sich an kleine Unternehmen und Start-Ups, die bei der Einrichtung ihres Shops keine anwaltliche Prüfung vornehmen lassen möchten.

n Datalogic Mobile

1. Technologietag: Store-Management

BBB&R schließt mehrjährigen Rahmenvertrag mit Datalogic Mobile

Die Vitracom AG, Karlsruhe bietet für 2008/09 ihre Technologietage an, die das Thema „Besucherfrequenz-Messung – Möglichkeiten und Grenzen“ aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten. „Die Bedürfnisse der einzelnen Handelsunternehmen sind doch recht unterschiedlich“, stellt Vorstandsvorsitzender Dr.-Ing. Peter Klausmann immer wieder fest. „Da der Markt der Kundenstrommessung noch recht jung ist, und es gleichzeitig verschiedene Zählvarianten mit unterschiedlicher Genauigkeit gibt, können wir mit unserem Seminar ganz individuell die Fragen zur videobasierten Kundenstrommessung klären“, so Dr. Klausmann weiter. Die Technologietage behandeln verschiedene Themenschwerpunkte wie Technik, Installation, Service und IT-Integration, Kosten, Datenschutzfragen. „Da die Seminare auf vier bis ma-

Datalogic Mobile und BBB&R Handels GmbH geben bekannt, dass beide Unternehmen einen Rahmenvertrag über die Lieferung von mobilen Datenerfassungsgeräten, Software und Dienstleistungen schließen. Ab sofort können die Gesellschafter von BBB&R Handels GmbH sowie selbstständige Einzelhändler, die mit einer der Gesellschaften von BBB&R enge Geschäftsbeziehungen haben und von ihnen Waren beziehen, zu einheitlichen Preisen mobile Datenerfassungsgeräte (MDE), Software und Dienstleistungen von Datalogic Mobile beziehen. Dies wurde nach Angaben von Datalogic Mobile in einem Rahmenvertrag festgeschrieben. Darin enthalten ist auch die Absichtserklärung von BBB&R, innerhalb zwei Jahren 1600 mobile Datenerfassungsgeräte abzunehmen.



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n K&P Computer Praxisnahe Weiterbildung in Einzelhandels-IT Die K&P Computer Service- und Vertriebs-GmbH, IT-Service-Dienstleister in Wiesbaden, erweitert ihr Weiterbildungsangebot und bietet jetzt praxisnahe IT‑Schulungen speziell für Einzelhandelsunternehmen. K&P reagiert mit den neuen Schulungsprogrammen auf eine stetig steigende Nachfrage aus der Retail-Branche. Besonders hoher Schulungsbedarf herrscht bei den IT-Verantwortlichen im Einzelhandel im Bereich der Servertechnologie iSeries/i5. Gerade hier sind gut ausgebildete Mitarbeiter die Voraussetzung, um die IT für die spezifischen Unternehmensprozesse optimal einsetzen zu können. Die ITSchulungen für die Einzelhandelsbranche stehen jedem Unternehmen

setzt. Die bisher rechtlich selbstständigen Unternehmen Paxar Central Europe GmbH und Avery Dennison Rinke GmbH firmieren ab dem 25. August gemeinsam unter dem Namen Avery Dennison Central Europe GmbH. Formal wurde der Zusammenschluss der Firmen durch eine Verschmelzung herbeigeführt. Dabei wurde die Avery Dennison Rinke GmbH auf die Paxar Central Europe GmbH verschmolzen, die damit in allen Belangen die Rechtsnachfolge von Rinke antritt. Anschließend erfolgte die Namensänderung in Avery Dennison Central Europe GmbH. Geschäftsführer bleibt Thomas Willing, 51, der bereits bisher in Personalunion beide Firmen geführt hat. Die US-amerikanische Muttergesellschaft Avery Dennison Corporation mit Sitz in Pasadena, Kalifornien, hatte Mitte 2007 den ebenfalls börsennotierten Wettbewerber Paxar übernommen.

n Twinsoft Integrationspartner für die Biometrielösung VoiceIdent Die Twinsoft GmbH & Co. KG hat mit der Stimmverifizierungssoftware VoiceIdent die derzeit einzige vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zertifizierte biometrische Voice-Lösung im Programm. Telefonbanking, Teleshopping, Passwortänderungen und andere sicherheitsrelevante Aktivitäten werden durch die Authentifizierung per Stimmerkennung als biometrisches Merkmal abgedeckt. VoiceIdent ba-

offen und richten sich an Mitarbeiter in verschiedensten Funktionen – beispielsweise Second Level Supporter, Systembetreuer, Projektmit­ arbeiter und IT-Administratoren. Der Veranstaltungsort ist entweder direkt bei den Teilnehmern oder im modernen K&P Schulungszentrum in Wiesbaden.

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n Seeburger Eröffnung neuer Niederlassung in Hamburg Anfang August hat die Seeburger AG mit der Niederlassung Hamburg neue Räumlichkeiten bezogen. Grund für den Umzug in die dreifach größere Filiale ist die gestiegene Kunden-Nachfage nach den Softwarelösungen des Integrationsspezialisten aus Bretten. Auch der Zuwachs an neuen Mitarbeitern um 25 Prozent erforderte ein neues Umfeld für die Hamburger Niederlassung. In den neuen Räumlichkeiten werden künftig auch Informationsveranstaltungen zu Themen wie beispielsweise Business Integration oder RFID für Interessenten und Kunden angeboten. Daneben eröffnet der Softwarehersteller nun auch die sogenannte Seeburger Academy: Kunden erhalten hier praxisbezogene Schulungen für die Softwarelösungen von Seeburger. Die Schulungslevel richten sich nach den Anforderungen der Teilnehmer, so werden Einsteigerschulungen oder auch Kurse für Anwender mit Vorkenntnissen angeboten.

n Avery Dennison Central Europe Die Integration schreitet fort Avery Dennison hat bei der Ende Januar begonnenen Integration seiner beiden Etikettenhersteller in Sprockhövel einen weiteren Markstein ge-

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News / Neue Gesichter siert auf den biometrischen Merkmalen der Stimme. Der Nutzer muss sich durch einen Registrierungsanruf, bei dem seine Stimme analysiert und als Stimmabdruck codiert wird, registrieren. Zusätzlich werden spezielle Userdaten (wie z. B. die Mobilfunknummer) registriert. Möchte sich der Nutzer via VoiceIdent anmelden, wird neben den Userdaten eine zufällige Zahlenfolge abgefragt. Die Stimmcharakteristik wird mit dem hinterlegten Sprachmuster verglichen. Stimmen die Daten nicht überein, wird der Anrufer vom System nicht zugelassen und einem Operator überstellt.

n xplace Personalisierbares Portal verbindet Internet und Ladengeschäft Ob Kauf von Games, Videofilmen, Musik oder Hörbüchern – bislang waren Internet-Portale und Ladengeschäft getrennte Welten. Dies ändert sich mit dem neuen personalisierbaren Einkaufsführer my.xplace: Benutzer loggen sich sowohl an Kiosk-Terminals im Fachgeschäft als auch im Internet zu Hause oder mobil per Handy in ihr persönliches my.xplacePortal ein. Hier stöbern sie in einer halben Million Games-, Video- oder Musikartikeln, hören Ausschnitte und sehen Trailer, pflegen ihre virtuelle Einkaufsliste und wissen, in welcher Filiale ein Produkt vorrätig ist. Dem stationären Handel bringt die Kopplung von Ladengeschäft- und Internet-Portal signifikanten Mehrwert: Die Personalisierung schlägt eine Brücke zwischen Fachmarkt und Zuhause; die Ladengeschäfte sind als alternative Shoppingquellen im Internet präsent, die Benutzer auch außerhalb der Fachmärkte mit Angeboten erreichbar.

und Rückgaberecht im Fernabsatzhandel. HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth sagt dazu: „Das geplante neue Gesetz betrifft eine der Vorschriften, die für das Verhältnis zwischen Unternehmen und Verbrauchern von zentraler Bedeutung ist. Damit ist ein wichtiger Schritt für mehr Rechtssicherheit für Anbieter insbesondere auch im Online-Handel getan.“ Seit geraumer Zeit werden Unternehmen abgemahnt, weil sie angeblich nicht die nach dem Fernabsatzgesetz vorgeschriebene Widerrufsbelehrung vorgenommen hätten. Mit einem Inkrafttreten der Neuregelung ist jedoch nicht vor Ende 2009 zu rechnen. Genth: „Es ist nicht vermittelbar, dass die Unternehmen trotz erkannten und dringenden Handlungsbedarfs hier noch über einen erheblichen Zeitraum mit der vorhandenen Rechtsunsicherheit leben müssen.“ Allein 50.000 Unternehmen in Deutschland verkaufen Waren über das Internet. Das Umsatzvolumen der über das Internet gehandelten Waren und Dienstleistungen (B2C) beträgt in 2008 etwa 20 Milliarden Euro.

n ICS International Warehouse-Management-System validiert Im branchenunabhängigen und modular aufgebauten Lagerverwaltungssystem STRADIVARI® haben viele namhafte Unternehmen, wie z.B. VW Autostadt, LMC Caravan, Könen Tiefkühl Service, ihre individuelle Warehouse-Management-Lösung gefunden. Im August 2008 wurde STRADIVARI® vom Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik validiert und gehört damit zum renommierten Kreis der geprüften LVS-Systeme, die vom IML funktionale Qualitätsmerkmale

n GS1 Germany GS1-Standards machen das Bargeld sicher Wincor Nixdorf ist als Mitglied der GS1 Germany Solution Provider einer der ersten zertifizierten Partner der Deutschen Bundesbank im Rahmen von CashEDI. Kernbestandteil für die Abwicklung der CashEDI-Prozesse ist die konsequente Anwendung von GS1-Standards für die Identifikation. So werden alle Partner, z. B. die Bundesbankfilialen oder das einzahlende Unternehmen, mit einer Internationalen Lokationsnummer (ILN) identifiziert. Bestellungen erfolgen auf Basis der von der Bundesbank vergebenen EAN-Artikelnummern für Noten und Münzgeld. Die Nummer der Versandeinheit (NVE) wird per Strichcode im EAN 128-Format auf die Packstücke mittels einer Plombe aufgebracht. Gleichermaßen werden die zur Einzahlung anstehenden Safebags der Kunden ebenfalls mit einer NVE gekennzeichnet. Wincor Nixdorf sorgt mit CashEDI bei seinen Kunden für mehr Transparenz, eine Risikominimierung und Kostenreduktion im Bargeldhandling. Für Werttransporteure bedeutet das Verfahren eine schnellere Abwicklung von Ein- und Auszahlungen und schützt vor Geldverlusten im deutschen Geld- und Werttransportgewerbe.

n HDE Rechtssicherheit für Online-Händler Der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) begrüßt die Pläne des Bundesjustizministeriums zur Neuregelung der Muster zum Widerrufs-



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bescheinigt bekommen haben. Ob Wareneingang, Lagerverwaltung oder Kommissionierung – ohne Belege und Formulare stehen alle Warenbewegungen und Lagerinformationen mit STRADIVARI® an jedem beliebigen Ort im Unternehmen mobil zur Verfügung.

n GfK Geo Marketing Einzelhandels-Umsatzwachstum in Europa GfK GeoMarketing liefert eine Übersichtskarte, die die Wachstumsraten der Einzelhandels-Umsätze zwischen 2007 und 2009 in den 27 EU-Ländern zeigt. Die Karte zeigt, dass das Wachstum des Einzelhandels in Zentral- und Osteuropa deutlich stärker ist als in Westeuropa. Besonders die baltischen Staaten, aber auch die Türkei weisen Wachstumsraten von über 22 Prozent auf. Bei diesen hohen Wachstumsraten handelt es sich aber um Wachstum auf – im Vergleich zu Westeuropa – noch „niedrigem Niveau“. Das heißt, eine geringfügige Zunahme der Wirtschaftsleistung in den leistungsstarken Ländern Westeuropas ist absolut gesehen gewichtiger als ein starkes Wachstum in den sich noch entwickelnden Volkswirtschaften. Trotz


eventueller Risiken und oft geringerer Gesamtvolumina des Einzelhandels stehen aber solche Länder mit einem überdurchschnittlichen Einzelhandelswachstum im besonderen Fokus von expandierenden Unternehmen. Doch auch vergleichsweise gut erschlossene Märkte wie beispielsweise Norwegen, Schweden, Irland oder Spanien liegen über dem durchschnittlichen Wachstum von 5,3 Prozent und damit weit vor Deutschland.

n Godex Jetzt auch in Österreich aktiv Seit September ist der Etikettendrucker-Hersteller Godex verstärkt auch auf dem österreichischen Markt aktiv. Das Unternehmen schloss eine Distributionsvereinbarung mit dem Salzburger ID- und Barcodespezialisten BSR idware GmbH, der ab sofort Godex Thermodirektund Thermotransferdrucker exklusiv in Österreich vertreibt. Die 1990 gegründete BSR idware GmbH mit Standorten in Salzburg und Brunn am Gebirge realisiert Lösungen für Barcode- und RFID-Systeme. „Die Godex-Drucker passen sehr gut in unser Portfolio“, erläutert BSR-Geschäftsführer Albin Rainer die Entscheidung. Für Godex ist die Distribution in Österreich ein weiterer Schritt, das Geschäft in Europa auszubauen. „Seit der Gründung unserer Europazentrale schließen wir nach und nach die Lücken in unse­rem Vertriebsnetz“, so Roy Theisen, Geschäftsführer Godex Europe GmbH. „Dabei setzen wir gezielt auf qualifizierte Distributoren mit ausgewiesener Erfah­rung im AutoID- und Barcodebereich. BSR idware ist für uns genau der richtige Partner in Österreich.“

n Talaris Ehemals De La Rue Cash Systems

Neue Gesichter n 3M Touch Systems Dorothee Lehmann ist neue Vertriebsleiterin 3M Touch Systems hat Dorothee Lehmann zur Vertriebsleiterin für Deutschland, Österreich, die Schweiz und die Niederlande ernannt. In dieser Position leitet Lehmann von Neuss aus das Team der Field Application Engineers und die Mitarbeiter für Marketing und Kundenservice. Lehmann verfügt über eine 20-jährige Berufserfahrung in den Bereichen Einkauf, Vertrieb, Akquise, Beratung und Projekt Management. Zu ihrem Verantwortungsbereich gehören das Account Management, die Marktanalyse, die Kooperation mit Geschäftspartnern, die Umsetzung von Verkaufsstrategien und die Koordination von Marketingaktivitäten inklusive Messeteilnahmen. Ihre bisherige berufliche Laufbahn umfasst das Flottenmanagement, das E-Procurement und den Textil Import und Export. Lehmann ist Betriebswirtin und verfügt über einen Abschluss zur Fachfrau für Marketing (IHK). Anzeige

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Nach Vollendung der Übernahme durch die Carlyle Group tritt Talaris, die frühere Cash Systems Sparte der britischen De La Rue plc, ab sofort als eigenständiges Unternehmen am Markt auf. Unterstützt durch die erfahrene und weltweit operierende Private Equity Gesellschaft konzentriert sich Talaris mit neuem Selbstverständnis auf seine Kernkompetenzen. In Deutschland agiert das Unternehmen über die Vertriebsund Servicegesellschaft Talaris Cash Systems (Germany) GmbH, die ehemalige De La Rue Cash Systems GmbH. Geschäftsführer Ingo M. Rübenach zu den Veränderungen: „Die Synchronisation der Länderorganisationen wird dafür sorgen, dass wir schlanker und effektiver werden können.“ Mit Bargeldautomationslösungen von Talaris werden in der ganzen Welt täglich rund 500 Millionen Banknoten verarbeitet. Weltweit führende Banken, Finanzinstitute und Einzelhandelsunternehmen in mehr als 60 Ländern vertrauen auf Produkte von Talaris. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Basingstoke, Großbritannien, betreibt 30 Niederlassungen in 14 Ländern. In Nordamerika, Spanien, Deutschland, Frankreich und Großbritannien hat das Unternehmen eine marktführende Stellung. Basys GmbH•Wilhelm-Fressel-Str. 4•21337 Lüneburg

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Neue Gesichter n TD Technology

n EMC Deutschland

Julia Lindner wird Account Manager

Michael Hammerstein übernimmt Leitung

TradeDoubler, Anbieter für Performance-Marketing, holt Julia Lindner als Account Manager in das Team von TD Technology. Bei dem auf OnlineTechnologien spezialisierten Geschäftsbereich ist die 27-Jährige zuständig für die Betreuung und Weiterentwicklung von Kunden wie Jamba, CreditPlus und Payback. Als Motivation für ihren Wechsel führt Lindner die Begeisterung für Online-Marketing-Technologien und deren ständig wachsende Bedeutung sowie das internationale Arbeitsumfeld bei TradeDoubler auf. Vorher arbeitete Lindner als Business Development Manager bei ad pepper media in der Betreuung des Exklusiv-Netzwerks und begleitete die Einführung einer Technologie für semantisches Targeting. Während ihres Studiums der Volkswirtschaft sammelte sie Erfahrungen bei Yahoo! Search Marketing und SevenOne Intermedia.

Michael Hammerstein leitet ab 1. August 2008 die EMC Deutschland GmbH. Der 58-Jährige tritt die Nachfolge von Jochen Moll an, der seit 1. April 2006 das Unternehmen leitete und eine neue berufliche Herausforderung in der Region EMEA übernimmt. Seit 1984 ist Hammerstein in der IT-Branche tätig und verfügt über umfangreiche Erfahrungen in Unternehmensführung und Vertriebsleitung. Zuletzt war der Betriebswirt (FH) als Senior Vice President Central Europe bei Getronics verantwortlich für die geschäftliche Entwicklung in Deutschland, der Schweiz, Österreich und Osteuropa. Zuvor war er 14 Jahre bei Wang in verschiedenen Vertriebsleitungsfunktionen tätig, zuletzt als Geschäftsleiter, bis das Unternehmen 1999 von Getronics übernommen wurde. Weitere Stationen zu Beginn seiner beruflichen Laufbahn waren unter anderem Rank Xerox und Exxon Office Systems.

n CityBoomer Andreas Provinsky ist neuer Partnermanager Die CityBoomer GmbH hat Andreas Provinsky (29) als neuen Partnermanager für ihr expandierendes Partnernetzwerk engagiert. Er wird seine Erfahrungen aus seiner letzten Tätigkeit als kaufmännischer Angestellter in der Distributor-Partnerbetreuung sowie Kenntnisse aus seinem erfolgreich absolvierten Marketingstudium einbringen, um die Partner der CityBoomer GmbH in ihren Aktivitäten zu unterstützen. Darüber hinaus wird Andreas Provinsky das CityBoomer-Netzwerk weiter konsequent ausbauen. Seine Aufgaben erstrecken sich künftig von der Betreuung der Partner in organisatorischer und technischer Hinsicht bis hin zur Unterstützung bei Messeauftritten und der Begleitung von Kundengesprächen, bei denen profunde technologische Detailkenntnisse erforderlich sind.

n Hubwoo Thomas Brandt zum Director Sales New Business in Europa ernannt Hubwoo, Anbieter von SaaS-gestützten elektronischen Beschaffungslösungen, hat zum 1. August 2008 Thomas Brandt zum Director Sales New Business für Zentraleuropa ernannt. Brandt blickt auf eine langjährige Vertriebskarriere zurück und konnte während seiner sechsjährigen Amtszeit bei CNET Channel beachtliche Erfolge in der Contentvermarktung erzielen. Vor seiner Beschäftigung bei CNET Networks war Thomas Brandt bei Resonate Inc. tätig, wo er als Managing Director Central Europe unter anderem für Vertriebserfolge bei der BMW Bank, Daimler Chrysler Bank, Consors und der LBBW verantwortlich war. Zuvor arbeitete er bei BackWeb Technologies, Baan und Oracle. Thomas Brandt hat einen Abschluss als Wirtschaftsinformatiker.

10

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n 3Com Stefan Schenk neuer Sales Director Deutschland 3Com Deutschland hat sein Vertriebsteam verstärkt. Mit Wirkung zum 1. Juni 2008 übernahm der 48-jährige Stefan Schenk die Position des Sales Director für Deutschland. Der Vertriebsprofi verfügt über 17 Jahre Erfahrung in den führenden Unternehmen der Netzwerkbranche. Zuletzt war er bei der Allied Telesis International GmbH als Enterprise Sales Director für Deutschland und die Schweiz zuständig. Der erfahrene Manager verantwortet zukünftig den Vertrieb für das Mittelstands- und Großkundengeschäft. Hauptaugenmerk liegt dabei auf den Segmenten Industry, Retail, Healthcare und Public Sector. 3Com strebt in diesen Bereichen ein zweistelliges Wachstum an. Darüber hinaus betreut Schenk die zertifizierten 3Com Systemintegratoren, Wiederverkäufer und Channel Account Manager.

n GS1 Germany Peter Adamczyk leitet das Branchenmanagement Peter Adamczyk (39) verstärkt seit 1. September 2008 das Team von GS1 Germany als Leiter Branchenmanagement. Adamczyk wird dieses als Abteilungsleiter im Bereich Business Solutions & Consult zum branchenübergreifenden Kompetenzzentrum ausbauen. Daneben gehört es zu seinen Aufgaben, die Entwicklung spezifischer Lösungen für die einzelnen Branchen – u.a. DIY, Gesundheit, Consumer Electronics, Textil und Fleisch – auf Basis globaler Standards zu steuern und zu verantworten. Adamczyk verfügt durch seine bisherigen Tätigkeiten


über umfangreiches Branchenwissen in der Getränkeverpackungsund Kosmetikbranche. Hier war er leitend in den Bereichen Marketing, Business Development und Vertrieb tätig. Zuletzt arbeitete er für Procter & Gamble, wo er sowohl das Key Account Management als auch die Außendienstorganisation im Lifestyle-Duft-Bereich verantwortete.

n Datalogic Mobile Michael Böhnke ist neuer Key Account Manager Michael Böhnke (46) ist neuer Key Account Manager bei Datalogic Mobile CEC und betreut seit dem 1. August 2008 Direktkunden und Systemintegratoren im Gebiet Süddeutschland. Böhnke bringt über 25 Jahre Verkaufserfahrung unter anderem in der Informationstechnologie- und Logistik-Branche mit. Vor seinem Wechsel zu Datalogic war der gelernte Handelsassistent IHK, Senior Account Manager für mobile Datenerfassung bei der Acteos GmbH & Co. KG, Gilching und als Key Account Manager bei der Euro Telematik AG, Ulm sowie als Vertriebsleiter Süd bei der TNT Innight Express beschäftigt.

Leitungsfunktion der Bereiche Installation, Wartung und Support sorgen zukünftig für eine ganzheitlichere Betrachtung der Kundenbedürfnisse.

n Wincor Nixdorf Joachim Pinhammer als Vorstandsvorsitzender der VMI bestätigt Joachim Pinhammer, Direktor Retail Marketing der Wincor Nixdorf AG, ist in seinem Amt als Vorstandsvorsitzender der Visual Merchandising Initiative (VMI) einstimmig bestätigt worden. Die Mitgliederversammlung der VMI wählte nach Ablauf der ersten dreijährigen Amtszeit satzungsgemäß ihren Vorstand am 11. September 2008 neu. Joachim Zeiler von der Bizerba GmbH & Co. KG schied aus beruflichen Gründen als zweiter Vorsitzender aus. Für ihn berief die Mitgliederversammlung ebenfalls einstimmig mit Rainer Mohr von der dodenhof GmbH ein neues Gesicht in den Vorstand. Joachim Pinhammer hob hervor, dass die Initiative seit ihrer Gründung im Herbst 2005 besonders für den Einsatz digitaler Medien am POS ein branchenübergreifendes Bewusstsein und wesentliche Voraussetzungen für den professionellen Einsatz digitaler Präsentations- und Instore-Werbetechniken geschaffen habe. Der VMI gehören aktuell 25 Mitglieder an.

n Awek C-Pos

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Martin Güldenpfennig übernimmt Vertriebsleitung

Store Service 2.0 Mobiles Store Management

Martin Güldenpfennig (49) hat zum 15. September 2008 die Vertriebsleitung der Awek C-Pos GmbH übernommen. Mit dieser Entscheidung setzt der Hamburger Kassensystem-Spezialist seinen strategischen Unternehmenskurs zum Ausbau seiner Führungskompetenz weiter konsequent um. In der Branche ist Martin Güldenpfennig kein Unbekannter. Als Leiter des Vertriebs Europa für den japanischen Elektronikkonzern Omron Systems Europe prägte er über mehrere Jahre die internationale Unternehmensausrichtung entscheidend mit. Zuletzt war Martin Güldenpfennig bei der Firma Torex Retail GmbH/Berlin, einem der führenden IT-Anbieter für den Retail-Markt in Europa, als Geschäftsführer tätig.

Inventur Bestandskorrektur Disposition Preisverprobung Umlagerung

Kai Schlecht wird neuer Serviceleiter Ab 1. September 2008 übergibt die Awek C-Pos GmbH die Leitung des Bereiches Service an Kai Schlecht (49). Die Neuausrichtung mit Zielsetzung „optimierte Kundenorientierung“ liegt damit in erfahrenen Händen. Kai Schlecht zeichnete bis jetzt im Hause für das Management von Serviceprojekten, die Erstellung von Rollout-Plänen und die vertragliche Kundenbetreuung verantwortlich. Die

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Portrait

Ganzheitlich denken Die komplette Verantwortung für ein Projekt und damit für die Zufriedenheit des Kunden zu übernehmen, das war schon immer die Idealvorstellung für Klaus-Michael Vogelberg, Chief Technology Officer der Sage-Gruppe. Sie feiert dieses Jahr ihr 25-jähriges Bestehen. Vogelberg zur Sage-Gruppe nach Newcastle, die die KHK 1997 erworben hat, und ist dort zunächst fünf Jahre als Chief Software Architect aktiv. Von 2004 bis 2007 ist er Research & Development Director für UK und Irland, seit 2007 Chief Technology Officer (CTO). Und damit Topmanager einer weltweit tätigen Gruppe, für die Serviceorientierung schon immer ein wichtiges Thema war.

n Die Vision: Software und Service in einem Klaus-Michael Vogelberg, Chief Technology Officer der Sage-Gruppe, kann bereits auf 25 Jahre Softwareentwicklung zurückblicken.

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ls 19-Jähriger begegnet Michael Vogelberg 1984 Karl-Heinz Killeit, Gründer der KHK Source Software GmbH und einer der Pioniere der deutschen Software-Industrie. Und damit dem Job, der über seinen beruflichen Weg entscheiden sollte: Vogelberg, damals Student der Luftund Raumfahrttechnik, übernimmt als freiberuflicher Mitarbeiter die Entwicklung und Markteinführung der KHK-Software für die Schweiz. Da schadet es nicht, dass er, 1965 im Rheinland geboren, nahe der Schweizer Grenze aufgewachsen ist. Gestaltung des Pflichtenheftes, Definition der Basistechnologie, Anbindung an die Datenbank, Programmierung – all das liegt in seiner Hand. Und weil er schon mal dabei ist, schreibt er auch gleich noch das Anwenderhandbuch. Wenige Monate später erblickt die Software das Licht der Welt, und 1984 gründet die KHK ihre erste Ländergesellschaft in der Schweiz. Noch im gleichen Jahr bringt die KHK mit der Classic Line die erste deutsche Standardsoftware für PCs auf den Markt – nicht nur netzwerkfähig, sondern dank Sourcecode hochgradig auf spezifische Kundenanforderungen anpassbar. Da hat Vogelberg längst Feuer gefangen. 1988 tritt er endgültig in die KHK ein. Drei Jahre darauf ist er Prokurist, bevor er zum Geschäftsführer Entwicklung aufsteigt und Minderheitsaktionär der KHK wird. 1999 wechselt

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Aus Kundensicht macht es wenig Sinn, sich heute mit dem Kauf einer betriebswirtschaftlichen Software zufriedenzugeben. Weil sich Gesetzgebung und Rahmenbedingungen so schnell ändern, kann dieser Kauf eigentlich nur den Beginn einer längerfristigen Partnerschaft darstellen. Auch die deutschen Kunden haben inzwischen erkannt, dass sie mit laufend aktualisierter Software deutlich besser bedient sind. Sage hat schon auf Software und Serviceleistungen als Gesamtpaket gesetzt, als der Markt ausschließlich von gekaufter Lizenzsoftware geprägt war – und auch den langen Atem bewiesen, den selbst eine gute Idee manchmal braucht. Heute erscheint es ganz selbstverständlich, Software zusammen mit Wartungsverträgen und Pflege zu erwerben. Und man geht sogar noch einen Schritt weiter und setzt inzwischen sogar auf „Software as a Service“, also Anwendungen, die man gar nicht mehr kauft, sondern nur noch mietet und je nach Bedarf verwendet. Der Kunde der Zukunft installiert kein Programm mehr auf seinem Rechner. Er greift selbst online auf alle Programme und Funktionen zu, die er gerade benötigt.

n Von der Geburt des PC bis zum IT-Boom Killeit und Klaus Wecken sind nach dem Verkauf an die Sage Group 1997 wie geplant aus dem Unternehmen ausgeschieden – heute auf anderen Gebieten aber immer

noch aktiv. Vogelberg als Chief Technology Officer der Sage Gruppe ist noch dabei. Er hat alle Phasen miterlebt: den Trend weg von der Individualsoftware hin zu betriebswirtschaftlichen Standardsoftware-Lösungen Mitte der 80er Jahre. Den Ruf nach vertikalen, branchenspezifischen Lösungen Ende der 80er Jahre, der heute plötzlich wieder laut wird. Die frühen 90er Jahre, als von Staats wegen Hunderte arbeitsloser Akademiker zu Programmierern umgeschult werden. Vogelberg ist dabei, als die KHK GmbH 1984 in Deutschland den Markt für kaufmännische PC-Software begründet, nur wenige Monate nach der Geburtsstunde des Personal Computers und mitten hinein in den damals von Datenbanktechnik-Anbietern wie Nixdorf und Wang dominierten Markt. Und er erlebt den IT-Boom Mitte der 90er. Die wesentliche Erkenntnis dieser 25 Jahre: Es reicht nicht aus, dem Kunden das Gefühl zu geben, dass man ihn versteht. Man muss ihm auch eine Perspektive bieten: die Lösung, die ihn besser macht. Existiert diese Lösung noch nicht, gilt es sie zu entwickeln. Vogelberg ist überzeugt, dass Prozessorientierung die Grundlage für vernetzte Unternehmenslösungen im Sinne eines ganzheitlichen Kundennutzens schaffen wird. Erfolgreich sein wird da nur, wer innovative Konzepte verfolgt, aber nicht alles verwirft, was sich bewährt hat. Deshalb arbeitet man bei Sage auch an Lösungen, die die existierenden Unternehmensanwendungen besser miteinander integrieren und verknüpfen. Aber auch intelligente neue Anwendungen wie Analyse- und Reportingwerkzeuge, die mitdenken und dem Anwender die Arbeit dadurch deutlich erleichtern, sind ein Trend, den Sage mitgestalten will. Die gelebte Verantwortung für das große Ganze wird immer wichtiger. Für Vogelberg steht fest: An dem Tag, an dem er seinen Kunden nicht mehr erklären kann, was sein Unternehmen tut, nimmt er seinen Hut. Das wird also noch dauern. (Gekürzte Fassung aus Sage-Buch 25/25, 2008) n


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Trend

Entwicklungsgemeinschaft mit dem IT-Dienstleister Die Auslagerung der IT-Infrastrukturen verschafft Unternehmen vor allem strategische Vorteile. Zunehmend Anklang findet das Next Generation Outsourcing (NGO). Hierbei entwickeln Unternehmen die Business-Anwendungen gemeinsam mit ihrem IT-Dienstleister weiter.

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utsourcing liegt im Trend: Analysten der Experton Group erwarten für den deutschen Markt im Jahr 2008 Umsätze von rund 15,6 Milliarden Euro – Tendenz steigend. Durch Auslagerung einzelner Geschäftsprozesse oder kompletter IT-Infrastrukturen erhoffen sich aber nach wie vor viele Unternehmen in erster Linie finanzielle Vorteile. Wegfallende Investitionen für Hard- und Software führen im ersten Geschäftsjahr tatsächlich zu einer spürbaren Kostensenkung. Im Vergleich zum Inhouse-Betrieb lassen sich direkte Einsparungen aber nur am Anfang erzielen. Das bestätigen auch Analysten des Marktforschungsinstituts Gartner und warnen vor zu hohen finanziellen Erwartungen. Langfristige Vorteile für das Unternehmen entstehen erst durch die Optimierung interner Geschäftsprozesse und eine stetige Weiterentwicklung der eingesetzten Business-Applikationen. Unternehmen sollten die Auslagerung ihrer IT-Systeme also nicht ausschließlich von kurzfristig erzielbaren Einsparungen abhängig machen, sondern vor allem die strategischen Vorteile einer möglichen Outsourcing-Partnerschaft in Betracht ziehen.

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n Strategische Vorteile überwiegen Outsourcing ermöglicht – neben der direkten Kostenersparnis – vor allem eine zuverlässige Budgetierung businessrelevanter IT-Ausgaben. Unternehmen jeder Größenordnung haben durch einen fest kalkulierbaren Monatsbetrag die Kosten für die Nutzung ihrer CRM- und ERP-Systeme stets im Blick. Diese Tatsache verschafft Entscheidern weitreichende Planungssicherheit und schützt gleichzeitig vor überraschenden Mehrausgaben durch Systemausfälle oder Hardwaredefekte. Auch betriebswirtschaftlich gesehen bietet die Verwendung von Miet-Angeboten entscheidende Vorteile, denn der vergleichsweise geringe Monatsbeitrag sorgt für eine höhere Liquidität und kann zudem mit weniger Problemen in die Kostenund Leistungsrechnung aufgenommen werden. Während die Implementierung und Wartung eigener ERP-Systeme mit einem enormen technischen und personellen Aufwand verbunden sind, bieten On-Demand-Modelle wie SAPHosting schnellen Zugang zum Know-how externer Experten. Durch die hohe Spezialisierung der Dienstleister geht die Einführung

eines CRM- oder ERP-Systems in der Regel wesentlich schneller. Mitarbeiter hauseigener IT-Abteilungen übernehmen künftig beratende Aufgaben oder können produktiv in anderen Unternehmensbereichen eingesetzt werden. Die Fachleute der Outsourcing-Dienstleister sorgen aber nicht nur für die Wartung, Administration und regelmäßige Backups. Sie führen auch die Migration bestehender Systeme durch, implementieren weitere Services oder nehmen firmenspezifische Anpassungen vor. Im SAP-Umfeld können die Experten dabei auf das SAP Enterprise Repository zurückgreifen. Diese „Bibliothek“ enthält standardisierte Services, die innerhalb kürzester Zeit mit bereits aktiven Anwendungen verknüpft und unternehmensweit zur Verfügung gestellt werden können. Outsourcing mit SAP steht also auch für kurze Implementierungszeiten sowie hohe Skalierbarkeit, da sich die zugrunde liegende Software schnell und flexibel steigenden Anforderungen anpassen lässt. Um eine höchstmögliche Verfügbarkeit sämtlicher Business-Applikationen zu gewährleisten, betreiben IT-Dienstleister eigene Hochleistungsrechenzentren. Auch von diesem Know-how können Vertragskunden erheblich profitieren. Alle extern betriebenen Application- und Datenbankserver werden durch umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen vor Beschädigung, Diebstahl und unberechtigten Fremdzugriffen geschützt. Gebäude und Server-Räume sind mit speziellen Feuerlöschsystemen ausgestattet und werden rund um die Uhr bewacht. Einige Anbieter betreiben an anderen Orten ein zweites Rechenzentrum, wo Daten und Systeme als 1:1-Kopien vorgehalten werden. Selbst bei längeren Stromausfällen können sie so ihren Service zuverlässig aufrecht erhalten.

n Outsourcing ja – aber nicht um jeden Preis Outsourcing bietet eine Reihe strategischer Vorteile und wirkt sich positiv auf die Wettbewerbs-


fähigkeit aus. Bei der Auslagerung hochsensibler Datenbestände aus Forschung und Entwicklung sowie dem Bereich der UnternehmensfĂźhrung ist jedoch Vorsicht geboten. Aus Preis- und EffektivitätsgrĂźnden speichern international agierende Dienstleister die Daten ihrer Kunden oft auf Server-Systemen auĂ&#x;erhalb der Europäischen Union. Bei dieser Outsourcing-Form, dem sogenannten Offshoring, gelten ausschlieĂ&#x;lich die behĂśrdlichen Vorschriften und Gesetze des jeweiligen Landes. Auch die Datenschutzrichtlinien weichen oft erheblich von europäischen Standards ab. Diese Tatsachen kĂśnnen im Streitfall zu ernsthaften Problemen fĂźhren und die Arbeitsfähigkeit des gesamten Unternehmens negativ beeinflussen. Allein die bloĂ&#x;e Abschaltung von Daten-Servern fĂźhrt schnell zu enormen wirtschaftlichen Schäden, wenn kein Zugriff mehr auf CRM, ERP und andere Business-Applikationen besteht. Besonders sensible Daten, die in engem Zusammenhang mit dem Geschäftserfolg stehen, sollten deshalb entweder auf IT-Systeme deutscher oder europäischer Dienstleister ausgelagert beziehungsweise im eigenen Hause belassen werden. Mit Auslagerung firmeninterner IT-Infrastrukturen kommen aber auch personalpolitische Aspekte zum Tragen. Entscheiden sich Unternehmen fĂźr klassisches Outsourcing, werden in der Regel auch weniger Fachkräfte benĂśtigt. Das hat zur Folge, dass eigene IT-Kompetenz erheblich eingeschränkt und langfristig an den IT-Dienstleister Ăźbergeben wird. Eine eventuelle RĂźckkehr zu eigenen Systemen ist später nur mit erheblichem Aufwand zu realisieren und mit hohen Kosten verbunden.

Grundsätzlich ist es ratsam, vor der Auslagerung von IT-Systemen ein externes Consulting-Unternehmen mit einer grĂźndlichen Risikobewertung und der sorgfältigen PrĂźfung sämtlicher Angebote zu beauftragen. Erfahrene Experten analysieren alle internen Geschäftsprozesse und unterbreiten anschlieĂ&#x;end fundierte Vorschläge zu mĂśglichen Outsourcing-Strategien. Eine solche Beratung hat den Vorteil, dass sie anbieterunabhängig erfolgt und nicht ausschlieĂ&#x;lich den Abschluss eines Outsourcing-Vertrages zum Ziel hat.

n Trend zu â&#x20AC;&#x17E;Next Generation Outsourcingâ&#x20AC;&#x153; Der Trend zum IT-Outsourcing ist ungebrochen. Analysten des Marktforschungsinstituts Gartner prognostizieren allein fĂźr 2008 ein Wachstum des weltweiten Outsourcing-Marktes um rund 8,1 Prozent. Laut dem deutschen Branchenverband BITKOM gehen hierzulande jedoch immer mehr Firmen dazu Ăźber, ihre BusinessAnwendungen nicht nur auszulagern, sondern gemeinsam mit ihren Outsourcing-Partnern weiterzuentwickeln. Diese Entwicklung bezeichnen Fachleute auch als â&#x20AC;&#x17E;Next Generation Outsourcingâ&#x20AC;&#x153; (NGO). Neu daran ist die Tatsache, dass nicht mehr nur die reine Bereitstellung von Ressourcen im Vordergrund steht, sondern eine stetige Prozessoptimierung stattfindet. Erfahrene Outsourcing-Dienstleister wie auch die Gisa GmbH aus Halle/Saale arbeiten bereits seit vielen Jahren eng mit ihren Kunden zusammen. Geschäftsprozesse und ausgelagerte Busi-

ness-Applikationen werden ständig Ăźberwacht und von gemischten Projektteams weiterentwickelt und verbessert. Serviceorientierte Architekturen auf Basis von SAP NetWeaver bilden dafĂźr eine ideale Grundlage, da sie als Hosting-LĂśsung betrieben werden kĂśnnen und sich jederzeit um weitere Services erweitern lassen. Auf die Fachleute der unternehmenseigenen IT-Abteilungen kommen durch diese Herangehensweise neue Aufgaben zu: Sie mĂźssen in der Lage sein, wichtige Beratungsfunktionen zu Ăźbernehmen, den Auslagerungsprozess zu Ăźberwachen und als kommunikative Schnittstelle zwischen hausinternen Fachabteilungen und den Software-Entwicklern zu fungieren. Nach Angaben von BITKOM ist bereits heute rund ein Viertel aller Neuverträge dem â&#x20AC;&#x17E;Next Generation Outsourcingâ&#x20AC;&#x153; zuzuordnen.  n

Autor Andreas Bax ist seit April 2007 Bereichsleiter des Rechenzentrums der Gisa GmbH. Der 40-jährige Diplominformatiker mit kaufmännischem Abschluss war vorher als IT-Leiter tätig. Er verfßgt ßber langjährige Erfahrung im Projektmanagement und ßber sehr gute Kenntnisse im Bereich SAP, Datenbanken und kaufmännischer Anwendungen.

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Trend

Business-Kommunikation im 21. Jahrhundert Einer der wichtigsten Technologietrends für Unternehmen in naher Zukunft liegt im Bereich Unified Communications. Durch Verknüpfung aller Formen von Messaging, Mail und Conferencing in harmonisierten Posteingängen und Schnittstellen wird den zunehmenden Kommunikationsanforderungen begegnet.

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nified Communications (UC) lautet die Antwort auf heutige Anforderungen an die Unternehmenskommunikation. Konvergente IP-Netzwerke spielen hierbei die entscheidende Rolle. Bedenken bezüglich technischer Aspekte weichen dem Verständnis, dass UC enorme Vorteile gegenüber siloartigen Kommunikationssystemen liefert. UC reduziert Leerläufe und steigert die Übersicht im Geschäftsleben, in dem Transparenz über den Informationsfluss in allen Kommunikationskanälen sowie über die Erreichbarkeit von Business-Kontakten geschaffen wird. Wie Marktzahlen aus aktuellen Analysen der Experton Group aufzeigen, beläuft sich der Gesamtmarkt derzeit auf 654 Mio. Euro, mit einer geschätzten jährlichen Wachstumsrate (CAGR) im Zeitraum 2008-2012 von 37 Prozent. 57 Prozent der Investitionen flossen in Produktlizenzen, 43 Prozent in Serviceleistungen. Anzumerken ist, dass diese Umsätze nicht nur UCKernprodukte und -services umfassen, sondern auch die durch UC indirekte erzeugten Umsätze im Infrastrukturbereich.

prägt. Neben verschiedenen Standorten müssen zum Teil sogar unterschiedliche Zeitzonen verbunden und überbrückt werden. Unter diesen Entwicklungen in der Arbeitswelt litt in erster Linie die Erreichbarkeit jedes Einzelnen.

n Isolierte Kommunikationsmittel Als Reaktion auf die sinkende Erreichbarkeit hat man die „Knowledge Worker“ mit einer Vielzahl von Kommunikationsmitteln ausgerüstet. Zu den stationär verfügbaren Instrumenten kommen mobile Geräte wie Laptops, PDAs oder Smartphones. Zu den klassischen Kommunikationsmitteln Brief, Telefon und Fax sind E-Mail, Instant Messaging, Audio-, Video- und Web-Konferenzen hinzugekommen. Damit umfasst die Kommunikationsinfrastruktur des „Knowledge Worker“ heute eine Vielzahl verschiedenster Kommunikationsmittel und -kanäle. Kein Kommunikationsmittel wurde durch ein anderes komplett abgelöst, die Kommunikation verteilt sich heute eher auf

mehrere Kanäle. Diese stehen in den meisten Fällen jedoch noch isoliert nebeneinander. Das Management dieser Kanäle ist damit zu einer neuen Herausforderung geworden. Statistiken aus den USA zeigen, dass ein „Knowledge Worker“ im Durchschnitt knapp 100 Nachrichten pro Tag an bis zu sieben unterschiedlichen Orten empfängt. Zu mehr als 50 Prozent der Anrufe muss ein „Knowledge Worker“ zuerst die Telefonnummern suchen. Mehr als 30 Minuten verbringen über 30 Prozent der „Knowledge Worker“ pro Woche erfolglos damit, Menschen telefonisch zu erreichen. Bemerkenswert ist auch, dass „Knowledge Worker“ 40 Prozent ihrer Arbeitszeit nicht vor ihrem PC verbringen. 39 Prozent verpassen pro Tag mindestens fünf Anrufe im Büro. Grundsätzlich entstehen unnötige Wartezeiten sowie Unterbrechungen durch unerwünschte Kommunikation, ineffiziente Teamkoordination, Kooperationsbarrieren, mangelnde Produktivität für mobile Mitarbeiter und Kosten durch Geschäftsreisen, die es zu minimieren gilt.

n Teamarbeit und doch mobil Herausforderungen wie Globalisierung, Mobilität, flexible Arbeitsmodelle und Teamarbeit prägen die heutige Arbeitswelt des Informationszeitalters. Als Folge dieser Entwicklungen ist die heutige Teamarbeit nicht mehr der Notwendigkeit eines gemeinsamen Ortes und/oder Zeit unterworfen. Stationäre Arbeit ist dem mobilen Verständnis von Arbeit gewichen. In den vergangenen Jahrzehnten ist die Zahl derjenigen, die nicht ihre gesamte Arbeitszeit am Schreibtisch im Unternehmen verbringen, stark gestiegen. Ob Mitarbeiter aus dem Vertrieb oder Kundendienst, Berater oder Heimarbeiter – viele Berufsbilder sind stark durch die Anforderung und Möglichkeit nach Mobilität ge-

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Die Kommunikationswelt des „Knowledge Worker“


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n Integration über IP-Netze

n Infrastruktur gut planen

Unified Communications integriert die bisher voneinander isolierten Kommunikationsmittel wie Telefon, Web-, Video- und Audiokonferenzen, Instant Messaging, E-Mail, Fax auf dem PC und mobilen Endgeräten. Zusätzlich informieren Presence-Funktionalitäten über die Erreichbarkeit einer Person. Als technologische Basis von UC kristallisieren sich die IPNetze heraus. Der Anwender steht dabei stets im Mittelpunkt. Mit einer einzigen Identität kann er alle Kommunikationsformen nutzen und steuern. Der Zugang zu sämtlichen Kommunikationsformen wird vereinheitlicht, Medienbrüche werden minimiert. Es wird möglich, per Mausklick einen Anruf zu starten, bei laufendem Telefonat ohne Weiteres eine Videooder Webkonferenz dazuzuschalten und mit einem Blick zu erkennen, welcher Mitarbeiter für eine Echtzeitkommunikation verfügbar ist. Bei Bedarf kann per Knopfdruck jederzeit von der textbasierten auf die sprach- oder videobasierte Kommunikation gewechselt werden, um komplexere Sachverhalte zu illustrieren. Unternehmen profitieren von einer Kommunikationsinfrastruktur, die die verschiedenen Kanäle nahtlos integriert und Transparenz schafft. Die UC-Lösung wird zum Single Point of Contact für alle Kommunikationsmöglichkeiten. Die Kommunikationsinfrastruktur in deutschen Unternehmen ist derzeit allerdings noch weitestgehend von Insellösungen für jedes Kommunikationsbedürfnis geprägt. Die Vernetzung von text- und sprachbasierten Lösungen im Sinne von Unified Communications verspricht ein großes Potenzial. So bemühen sich IT- und Netzwerkanbieter seit langer Zeit IP-Telefonie, E-Mails und Messaging in die zentralen Geschäftsprozesse der Unternehmen zu integrieren. Doch die Anwenderunternehmen sahen bislang wenig Sinn darin, ihre alten Telefonanlagen vor Ablauf des Lebenszyklus auszutauschen. Trotz der klaren Vorteile durch integrierte Kommunikationskanäle wie beispielsweise effizientere Kommunikation, erhöhte Produktivität und Erreichbarkeit des Anwenders, scheuten bislang Anwenderunternehmen die Investitionen aufgrund von Sicherheitsbedenken und technischen Mängeln. Viele Kinderkrankheiten der Technologien aber gelten heute als faktisch behoben, und die führenden Anbieter von UC-Lösungen haben zum Großteil ihre Hausaufgaben gemacht. Dennoch ist eine Einführung nicht ad hoc zu bewerkstelligen, die IT-Infrastruktur muss auf dem neuesten Stand sein, auch existieren bis heute keine einheitlichen Standardschnittstellen.

Das Thema Unified Communications wird oft nur unter den rein technischen Aspekten betrachtet, dies ist jedoch nicht ausreichend. Auch auf Prozessebene ist das Thema UC vorzubereiten. Die Experton Group empfiehlt ein schrittweises Vorgehen: 1) Analyse der bestehenden Kommunikationsinfrastruktur 2) Identifizierung der wichtigsten Kommunikationstypen, da nicht alle Mitarbeiter die gleichen Kommunikationsanforderungen haben 3) Erarbeitung einer Standardkommunikationsinfrastruktur pro Kommunikationstyp Nicht zuletzt ist für eine erfolgreiche Umsetzung von UC die Förderung von Leadership in der Kommunikation ein Schlüsselfaktor, indem jeder die Verantwortung für eine effektive Kommunikation übernimmt.

n Technologieentwicklung Die Technologien werden insbesondere, wenn auch mit unterschiedlichem Fokus, von zwei Playern am Markt, Cisco und Microsoft, vorangetrieben. Dabei spielen auch Akquisen und Allianzen eine zentrale Rolle. Weitere wichtige Akteure sind IBM und Telekommunikationsausrüster wie Siemens, Ericsson, Nortel, Motorola, Alcatel-Lucent oder Avaya. Welcher Ansatz, der netzwerkzentrische, welcher durch Cisco verfolgt wird, oder der softwarezentrische, welcher im Bestreben Microsofts liegt, sich durchsetzt oder ob ein dritter Ansatz erfolgreich verläuft, bleibt abzuwarten. Ein wichtiger Schritt auf dem Weg hin zum unternehmensweiten UC-Einsatz zeichnet sich aber mittlerweile ab. So hat die Experton Group im vergangenen Jahr eine sehr positive Entwicklung im Bereich IP-Kommunikationsnetze aufgrund von VoIP verzeichnet, der Wegbereiter für die Einführung von Unified Communications in Unternehmen.  n

Autor Fionn Schreiner ist bei der Experton Group AG als Junior Advisor im „ICT-Service“ tätig. Seine Schwerpunkte liegen in der Beratung von IT-Dienstleistern mit Fokus auf die Marktforschung und -analyse in den Bereichen Web-Technologien und Kommunikation.


Trend

Profitable Absatzzahlen durch gezieltes Markdown-Management Preisnachlässe effizient zu planen und durchzuführen, ist gerade für Unternehmen, die sich flexibel an schnelllebige, saisonale Modetrends anpassen müssen, besonders wichtig. Strategisch-analytische Lösungen helfen hier exakt zu kalkulieren.

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er Preis ist die entscheidende Stellschraube, um schnell Gewinnmargen zu erhöhen und gleichzeitig die Bestände optimal auf die jeweilige Marktsituation auszurichten. Bei Preisnachlässen lassen sich grundsätzlich zwei Strategien unterscheiden: zum einen Angebotsaktionen mit kurzfristigen Preissenkungen, die je nach Situation wieder aufgehoben werden können, und zum anderen Schlussverkäufe mit einer ganzen Serie von Rabatten ohne die Möglichkeit einer erneuten Preisanhebung.

Weichen die Ergebnisse laufender Aktionen von den vorgegebenen Zielen ab, bietet das System Vorschläge für mögliche Korrekturmaßnahmen. Diese Empfehlungen ermöglichen es den Händlern, unnötige Preisnachlässe und zu hohe Lagerbestände zu vermeiden. Die Verantwortlichen können dafür manuell in die laufende Aktion eingreifen und Änderungen vornehmen. Dabei lassen sich Ergebnisse und Erfahrungen aus früheren Aktionen in die Planung bevorstehender Abverkäufe einbeziehen. Ein bedeutender Vorteil solch strategisch-analytischer Lösungen besteht darin, dass so Händler schnell und einfach auf Filialebene Markdown-Strategien zur Preisgestaltung entwickeln und diese kurzfristig – von einem Tag auf den nächsten – ausführen können. So sind sowohl gesteigerte Margen als auch stark reduzierte Restbestände gewährleistet.

Doch Rabattaktionen führen nicht immer zum Erfolg. Wenn Abschläge – oder auch Markdowns – zu oft, zu niedrig oder zu hoch für die falschen Artikel, zur falschen Zeit oder an den falschen Standorten durchgeführt werden, können sie zu negativen Absatzeffekten führen.

n Optimierung der Gewinnspannen Wie aber lassen sich die knapp berechneten Gewinnspannen optimieren? Hier helfen sogenannte Business Intelligence-Lösungen mit speziellen automatisierten Daten- und Analysekonzepten für eine flexible Preisgestaltung. Solche strategisch-analytischen Lösungen unterstützen die Preisgestaltung und -optimierung von Verkaufswaren – unabhängig von deren Produktlebenszyklus. Dadurch können Händler anhand fundierter Analysen besser entscheiden, welche Modelle oder Produktgruppen im Preis reduziert werden sollten und zu welchem Zeitpunkt die Aktion am besten durchgeführt wird. Ebenso lässt sich schnell überblicken, in welchen Filialen und in welchem Maß die Waren herabgesetzt werden müssen. Dabei stützen sich die Filialleiter auf detaillierte Analyseergebnisse zu kritischen Faktoren wie Bestandshöhe, Nachfrage, speziellen Kundenwünschen und möglichen Preisspannen. Die Lösung überprüft sowohl abgeschlossene als auch laufende und geplante Markdown-Aktivitäten und misst die Erfolgsquote laufender Abverkäufe.

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n Lokale statt globale Preissenkungsstrategien

Mit Business Intelligence lassen sich knapp berechnete Gewinnspannen effektiv optimieren.

Oft werden globale, standardisierte Preisabschläge auf Konzernebene festgelegt. So wird beispielsweise fünf Wochen vor Saisonende eine Preisreduzierung von 50 Prozent beschlossen, um die Bestände bis Saisonende abzuverkaufen. Eine derartige Rabattplanung lässt jedoch die Situation der einzelnen Filialen völlig außer Acht und orientiert sich alleine am durchschnittlichen Bestand. So kann es beispielsweise sein, dass die Bestände in fünf Filialen schon sehr gering oder gar aufgebraucht sind, dort also keinerlei oder nur wenig Nachlässe nötig sind, wohingegen bei anderen Filialen sogar eine Preisreduzierung von über fünfzig Prozent Sinn machen würde. All das führt dazu, dass Preisnachlässe oft an falschen Stellen durchgeführt werden oder die Aktionen nicht den gewünschten Erfolg bringen. Um Rabatte aber effektiv planen und durchführen zu können, müssen


Händler die Möglichkeit haben, die Auswirkungen aller Aktionen auf Filialebene zu prognostizieren, noch bevor diese ausgeführt werden. Und sie müssen in der Lage sein, den Erfolg bereits abgeschlossener und laufender Aktionen anhand finanzieller und operativer Ziele zu messen.

n Markdown-Pläne Mithilfe strategisch-analytischer Lösungen wie der Markdown Optimization-Lösung können Händler sogenannte MarkdownPläne erstellen. Diese Pläne legen eine Serie von Preissenkungen über eine bestimmte Zeitspanne fest – entweder für einen einzelnen Artikel in einer oder mehreren Filialen oder aber für mehrere Artikel in ebenfalls einer oder mehreren Filialen. Die Markdown-Lösung prognostiziert dabei entweder auf Basis des eingegebenen Preises die Verkaufseinheiten der einzelnen Produkte oder aber sie empfiehlt einen Zielpreis, basierend auf den eingegebenen Daten zum jeweiligen Produkt oder zur Filiale. Die Pläne können dabei auf verschiedene Ziele ausgerichtet werden und verfolgen so entweder eine Maximierung der Umsatzerlöse und Gewinnspannen oder aber die Minimierung des Bestandsrisikos. Die Lösung bezieht für die Analyse dabei drei zentrale Faktoren ein: • Zeit – beispielsweise verschiedene Saisonzyklen • Vertriebsgebiete wie etwa verschiedene Regionen und Filialen • die Produkte selbst – je nach Warengruppe oder Einkaufsbereich. Voraussetzung für die Preisoptimierungen ist eine fundierte Datenbasis, die sowohl Bestands- und Abverkaufsdaten über mindestens zwei Jahre hinweg als auch Informationen zu Ein- und Verkaufspreisen, speziellen Angeboten und Aktionspreisen wie auch Daten zu den einzelnen Filialen und Artikeln selbst enthält. Grundlage der

n Eine Markdown-Management-Lösung ermöglicht... • die stufenweise Steigerung der Nachfrage im Rahmen eines geplanten Sonderverkaufs exakt zu prognostizieren, sodass die Rabattaktionen mit den jeweiligen Beständen der einzelnen Filialen abgestimmt werden können, • das Monitoring des Verkaufsverlaufs von Produkten, die heruntergesetzt wurden, • Alarme zu generieren, wenn der Verkaufsverlauf vom gesetzten Ziel abweicht – die Lösung schlägt in diesem Fall korrigierende Maßnahmen vor, • d ie Ergebnisse bereits abgeschlossener Aktionen gegenüber der gewünschten Zielerreichung zu messen, • optimierte Preismodelle auf Basis benutzerdefinierter Regeln und Vorgaben zu errechnen, • den Einfluss von Markdown-Aktionen auf Bestand, Umsatz und Margen zu prognostizieren.

Preisoptimierungen sind Absatzprognosen über ausgewählte Produktgruppen auf Basis verschiedener Produkteigenschaften wie Material, Farbe oder Größe. Hinzu kommen saisonale Trends, Preiselastizität oder auch der Lebenszyklus des betreffenden Modells. Ebenso in die Prognosemodelle einbezogen werden Rabatteffekte, Bestände und das Produktportfolio einer Filiale. Nach Durchführung der ersten Basisprognosen werden nun Preis und Absatz anhand mehrstufiger Analysen in Hinblick auf die Zielvorgaben optimiert. Über voreingestellte Preisregeln und Preisraster ist es möglich, die Optimierungsvorschläge der Lösung an die Unternehmensstrategie anzupassen. So lässt sich beispielsweise die maximale Anzahl der Preisreduzierungen einstellen, ebenso wie die Höhe der Rabatte oder die Zeitspanne zwischen den einzelnen Markdown-Aktionen. Durch das Setzen sogenannter Preisraster können wiederum exakte Grenzen der Angebotspreise festgelegt werden, wenn beispielsweise die Preis-Endziffer immer einem Betrag von 99 Cent entsprechen soll. Die zahlreichen Einstellmöglichkeiten bieten größtmögliche Flexibilität für die Aktionen und gleichzeitig genügend Kontrollfunktionen, um die Preisgestaltung mit den Vorgaben der Unternehmen bestmöglich abzustimmen.

n Fazit Der Nutzen einer fundierten MarkdownStrategie liegt auf der Hand: Unnötige und unprofitable Abverkäufe werden dank detaillierter Analysemöglichkeiten verhindert. Die so optimierten Rabattverkäufe garantieren maximale Umsatzerlöse und minimale Bestände. Darüber hinaus sorgen individuelle Steuerungsmöglichkeiten der Preisabschläge auf Filialebene sowie eine automatische Überprüfung und Anpassung der Abverkaufspläne innerhalb der laufenden Saison für eine kontinuierliche Verbesserung der Abverkaufsprozesse bei gleichzeitig steigenden Margen. n

Autor Florian Dirnberger arbeitet seit Januar 2008 bei SAS Deutschland in Heidelberg und verantwortet hier die Marktsegmente Handel, Telekommunikation, Energieversorger und Medien. Im Vorfeld war er bereits seit über zehn Jahren im Vertrieb der IT-Branche tätig.

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Trend

Marketingtool der Zukunft In Zeiten, in denen traditionelle Medien immer mehr an Reichweite verlieren, wird Digital Signage für die kommerzielle Nutzung in den Bereichen Einzelhandel, Banking sowie für Tankstellennetze zum wichtigen Marketingtool. Denn 60 Prozent der Kaufentscheidungen werden am Point of Sale (POS) getroffen. zusätzlichen Nutzen bieten und zum Beispiel Mütter zur bevorzugten Einkaufszeit im Lebensmittelbereich mit dem Rezept des Tages ansprechen oder an der Kasse mit Nachrichten aus der Region und den Angeboten für die nächste Woche die Wartezeiten verkürzen. Eine Bank kann morgens Büroangestellte mit Börsennachrichten und am Nachmittag ältere Menschen mit Informationen über eine Zusatzkrankenversicherung versorgen. Durch die Flexibilität erhält Digital SignageWerbung eine größere Relevanz gegenüber herkömmlicher Plakatwerbung. Attraktivität und Effektivität von Werbeinhalten werden dadurch deutlich erhöht. Zusätzlich erhalten Kunden das Gefühl, dass auf ihre Bedürfnisse eingegangen wird, das schafft Vertrauen und stärkt die Marke der Supermarktkette oder der Bank. Hinzu kommt, dass Bewegtinhalte attraktiver sind als starre Plakate und die Aufmerksamkeit von Kunden oder Passanten stärker auf sich ziehen. Digital Signage-Systeme gelten als das Marketingtool der Zukunft – auch in Tankstellen-Shops.

U

nter Digital Signage versteht man im Allgemeinen die Ausstrahlung digitaler Medieninhalte über Großbildprojektoren in Ladengeschäften und öffentlichen Bereichen. Die Definition klingt einfach. Aber Digital Signage ist mehr als bewegte Bilder am Point of Sale. Das junge Medium, das manchmal auch noch als InstoreTV, Narrowcasting oder Digital Media Network bezeichnet wird, bietet die Möglichkeit, Kunden zielgruppengenau und abgestimmt auf den jeweiligen Ort und die jeweilige Situation anzusprechen. Deshalb wird Digital Signage von Anbietern entsprechender Lösungen oft als Marketingtool der Zukunft am POS bezeichnet. Aber auch Unternehmen und Kunden schätzen Digital Signage als Medium der Zukunft ein. Das besagt eine aktuelle weltweite Studie, die die Gesellschaft für Innovative Marktforschung (GIM) und der Verband POPAI

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(Point of Purchase Advertising International) durchgeführt haben. Danach schätzen 88 Prozent der befragten Unternehmen Digital Signage als das Medium ein, welches künftig die höchsten Wachstumsraten bei Werbeausgaben erzielt. Digital Signage liegt damit noch vor dem Internet (78 Prozent) und weit vor dem Fernsehen (18 Prozent). Die Kunden wiederum sehen in Digital Signage eine sinnvolle Art der Ansprache (83 Prozent), die sie in Zukunft vermehrt nutzen werden.

n Vorteile gegenüber herkömmlichen Werbemitteln Mit Digital Signage erhalten Einzelhändler, Tankstellen und Banken die Möglichkeit, ihre Inhalte flexibel einzuspielen. Kunden werden am richtigen Ort, zur richtigen Zeit mit den richtigen Inhalten erreicht. So können Supermarktketten ihren Kunden mit Digital Signage

Diese „weichen“ Faktoren werden für große Supermarktketten, die sich in Design und Angebot kaum noch unterscheiden, immer wichtiger, um sich gegen ihre Wettbewerber im gleichen Segment abzuheben. Eine durchdachte Digital Signage-Lösung, bei der die Inhalte individuell auf die Kunden zugeschnitten und alle Beteiligten in ein stimmiges Marketingkonzept eingebunden sind, kann modernen Supermarktketten ein eigenes markenspezifisches Ambiente geben, in dem sich der Kunde wohlfühlt und so immer wieder kommt. Ein weiterer Vorteil, den Digital Signage bietet, ist die Kostenersparnis durch die digitale Einspielung und Verteilung der Werbeinhalte. Bei der Verwendung von herkömmlichen Plakaten entsteht hoher Aufwand, Schilder müssen verändert oder überklebt werden, und es fallen Kosten für den Wechsel der Inhalte an, während bei Digital SignageLösungen die geänderten Inhalte praktisch


ohne Zusatzkosten elektronisch eingespielt werden. Zudem sind die Preise fĂźr die eingesetzte Hardware in den vergangenen Jahren stark gefallen.

n Finanzierungsmodelle Fßr Flächenbetreiber, die eine Digital Signage-LÜsung planen, bieten sich zwei Finanzierungsmodelle an, die immer im Zusammenhang mit den angestrebten Zielen gesehen werden sollten: Ist das primäre Ziel die Stärkung der Marke, dann ist die Eigenfinanzierung, die eine vollständige Kontrolle ßber die Inhalte gewährleistet, der sichere Weg zum Erfolg. Dabei kann sich der Flächenbetreiber einen Teil der Refinanzierung durch den Verkauf von Airtime an Markenartikelhersteller sichern und trotzdem weitgehend ßber die Inhalte bestimmen. Wenn der Mehrverkauf von Produkten das Hauptziel ist, wird die Refinanzierung ßber die werbetreibenden Unternehmen realisiert. Flächenbetreiber mßssen sich allerdings im Klaren darßber sein, dass sie umso weniger Kontrolle ßber die Inhalte und das Marketingkonzept haben, je weniger sie investieren.

n Das Gesamtkonzept zählt Bei der Planung eines Digital Signage-Systems allein die Kostenersparnis im Blick zu haben und einen neuen Supermarkt ohne eine durchgängige Marketingstrategie im Hintergrund einfach mit Screens auszurĂźsten, greift allerdings zu kurz. Auch schĂśne groĂ&#x;e Screens werden schnell uninteressant, wenn auf ihnen in kurzen Abständen der immer gleiche Inhalt flimmert. Die gewĂźnschten Effekte wie bessere Kundenbindung, Steigerung der Abverkäufe und eine Stärkung der Marke bleiben aus. Um die MĂśglichkeiten, die das Medium Digital Signage bietet, voll auszuschĂśpfen und auch wirtschaftlichen Erfolg zu erzielen, sollten die Inhalte genau auf die Kunden einer Supermarkt-

Entwicklung der Ausgaben der Werbeindustrie: 88 Prozent der befragten Unternehmen schätzen Digital Signage als das Medium ein, welches kĂźnftig die hĂśchsten Wachstumsraten bei Werbeausgaben erzielt. (Quelle: GIM/POPAI-Studie â&#x20AC;&#x17E;The Global Digital Signage Study â&#x20AC;&#x201C; Opportunites and Risksâ&#x20AC;&#x153;, 2008)

kette abgestimmt sein und deren BedĂźrfnisse sowie deren soziales Umfeld berĂźcksichtigen. AuĂ&#x;erdem ist es fĂźr den Erfolg einer Digital Signage-LĂśsung wichtig, mit strategischen Partnern zusammenzuarbeiten und diese in das Marketingkonzept einzubinden. So sollten die Marketingabteilung der Supermarktkette, Werbeagentur, Mediaagentur und Infrastrukturanbieter gemeinsam Ăźberlegen, welche Informationen der Zielgruppe wirklichen Nutzen liefern, wie diese gestaltet sein mĂźssen und in welchen Frequenzen sie Ăźbertragen werden sollen, und so ein stimmiges Gesamtkonzept fĂźr die Inhalte der Digital Signage-LĂśsung entwickeln. Diese Inhalte kĂśnnen wie ein eigenes Programm auf die Marke und die Kunden der jeweiligen Supermarktkette zugeschnitten sein und sollten

sich idealerweise aus vier Komponenten zusammensetzen: Werbung, Branding, Entertainment und Infotainment. Je nach Region kÜnnen die Inhalte aller Komponenten mit lokalem Bezug aufgewertet werden. Die meisten MÜglichkeiten gibt es hierbei im Bereich Infotainment. Hier runden regionale Nachrichten, Informationen zur Herkunft regionaler Produkte, Wetterund Staumeldungen das Informationsangebot ab. Dabei kÜnnen Standardinhalte wie Wetter- und Stauvorhersagen zum Beispiel gegen Gebßhr direkt aus dem Internet bezogen werden und Nachrichteninhalte von spezialisierten Content-Anbietern oder Fernsehsendern. Bei Nachrichten ist es ratsam, diese individuell fßr die Digital Signage-LÜsung zu produzieren, um Supermarktkunden eine optimale Sendedauer bieten zu kÜnnen. Zusätzliche Aktualität verleihen digitale Anzeigen in bestimmten Marktbereichen, wie z. B. beim Obst und Gemßse, wo je Anzeige

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nach Saison andere Produkte beworben werden können. Solche Informationen werden direkt vom Marktleiter am Computer in vorgefertigte Templates eingegeben, die dann eingeblendet werden. Insgesamt sollten die Inhalte für eine Digital Signage-Lösung regelmäßig in einer Redaktionssitzung, bestehend aus Mitarbeitern der verschiedenen strategischen Partner (Marketingabteilung, Werbeagentur, Mediaagentur und Infrastrukturanbieter), besprochen und festgelegt werden.

n Übermittlung großer Datenmengen Die Übertragung der Inhalte kann über terrestrische Verbindungen (DSL) oder über Satellit (VSAT-System) erfolgen. Eine satellitenbasierte Netzwerklösung bietet mehr Bandbreite für die Übertragung von Video- und Audiodaten und stellt deshalb für die Übermittlung großer Datenmengen die sichere Alternative dar. Die Übertragung der Inhalte wird von entsprechenden Infrastrukturanbietern übernommen. Dabei werden die Inhalte nach der Produktion in einer Werbe- oder Spezialagentur an den Hub des Infrastrukturanbieters gesendet. Die Verteilung erfolgt dann am bes-

ten über Multicast an die jeweiligen Filialen des Supermarktes. Die zentrale Verwaltung und Steuerung der Inhalte übernehmen Softwareprogramme. Für die Bereitstellung der Infrastruktur haben sich neben den großen Netzwerkanbietern besonders Komplettanbieter bewährt, die in enger Zusammenarbeit mit strategischen Partnern von der Hardware (Netzinfrastruktur und LCD-Screens) über Verwaltung, Steuerung bis hin zum Content Management umfassende Lösungen bieten und den Flächenbetreibern soviel Arbeit wie möglich abnehmen. Die Nutzer profitieren bei Komplettanbietern außerdem von durchgängiger Qualität und Preisvorteilen.  n

Autor Ralf Mikitta Director Sales Central Region in Europa, ist seit mehr als sieben Jahren für Hughes tätig; zuvor war er Customer Team Leader im Global Sales bei British Telecom in Deutschland (Viag Interkom).


Der Schlüssel zum intelligenten Digital Signage Voraussetzung für erfolgreiches Marketing über das Medium Digital Signage ist ein professionelles Content Management. Die zeitliche und regionale Aussteuerung der Inhalte stellt einen enormen Vorteil gegenüber klassischen Kommunikationstools dar. Ein Potenzial, das in der Praxis häufig nicht ausgeschöpft wird.

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igital Signage – die Nutzung digitaler Bewegtbildinhalte zur Information und zum Marketing im out-of-home-Bereich – erfreut sich auch im deutschen Handel immer stärkerer Beliebtheit. Ausschlaggebend dafür sind mehrere Gründe, die sich auch in der von GIM und POPAI jüngst veröffentlichten PotenzialAnalyse zeigen: • die Möglichkeit zur aktiven Kommunikation in unmittelbaren Konsumkontexten, zum Beispiel am POS, in der Gastronomie, in Hotels;

• die Nutzung aktivierender Medieninhalte wie Bewegtbild und Ton. Gerade die Möglichkeit der zeitlichen und regionalen Aussteuerung der Inhalte stellt einen enormen Vorteil gegenüber klassischen Kommunikationstools dar: So wirbt z. B. der Handzettel für einen hochwertigen Pfälzer Riesling eben auch in einem badischen Weinbauort gegenüber eingefleischten Biertrinkern, und dies selbst dann, wenn der Riesling bereits ausverkauft ist.

Digital Signage kann hier deutlich gezielter kommunizieren, somit auch eine schärfere Zielgruppenansprache leisten und stärkere Kaufimpulse setzen.

n Inhaltsgestaltung als zentrale Herausforderung Zentrale Voraussetzung für gezielte Kommunikation ist jedoch ein entsprechend ausgesteuertes Content Management. Zwar bieten aktuelle Netzwerke die technische Möglich-

Die wichtigsten Vorteile von Digital Signage gegenüber anderen Medien am POS. (alle Abbn. nach: „The Global Digital Signage Study – Opportunities and Risks“, 2008)

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Trend keit, Inhalte dort zu platzieren, wo sie Relevanz erlangen – häufig werden diese Potenziale jedoch kaum genutzt. Schauen wir uns die heute gängigen Netzwerke an, so präsentieren sie häufig einen Loop, der auf allen Screens gleich ausgespielt wird und sich tageszeitlich allenfalls in Ticker-Modulen ändert, in vielen redaktionellen Inhalten (insbesondere der ausgestrahlten Werbung) aber keine regionalen Differenzierungen vornimmt. Ursächlich – und dies unterstreichen auch die in der GIM-POPAI-Studie befragten Experten – ist häufig die Komplexität des für ein differenziertes Playout erforderlichen Content Managements. Der hohe Anteil von Experten, die gerade das Inhalte-Management als zentrale Herausforderung bei der Konzeption von

stalterischen Anforderungen an die Inhalte steigen. Erschwert wird die Datenverwaltung zusätzlich, weil gerade große Netzwerke zunehmend auch Inhalte von Drittanbietern integrieren müssen.

n Anpassung an unterschiedliche Playout Devices Derzeit kommt die Mehrzahl der Digital Signage-Netzwerke mit zwei bis drei unterschiedlichen Screen-Formaten aus. Zukünftig ist jedoch zu erwarten, dass die gestalterischen und technischen Anforderungen an Netzwerke steigen werden und deutlich mehr unterschiedliche Devices anzusteuern sind. Hier wird es zum einen um verschiedene Einsatzbereiche von Displays gehen (z. B.

mit EPOS-Datenbanken, zum Beispiel um aktuelle Preise einzupflegen und Werbung mit Warenbestands-Informationen abzugleichen. Hier werden auch von den befragten Experten meist keine Standardlösungen gesehen, da bereits im Handel entsprechende Datenbanken oft nicht optimal vorbereitet sind bzw. der Handel Dritten ungern Zugriff auf solche Datenbanken gewährt. So hört sich dann aus Marketingperspektive die Idee gut an, frische Erdbeeren kurz vor Ladenschluss als Aktion auf die Screens zu bringen, faktisch ist eine solche Maßnahme jedoch kaum automatisiert im Abgleich mit internen Bestandsdaten zu realisieren. 76 Prozent aller befragten Experten erwarten daher, dass derartige Schnittstellen nur kundenspezifisch zu programmieren sind.

n Synchronisation mit anderen Instore-Medien Zentral geht es hier um Instore-Radio (das immerhin in 28 Prozent aller Digital Signage-Netzwerke synchronisiert läuft), perspektivisch aber auch um die Einbindung von Kiosk-Systemen (die während Leerlaufzeiten als Screens angesprochen werden können), von weiteren elektronischen Angeboten (z. B. Kassen- und Waagensystemen) bis hin zur Verknüpfung mit Online-Angeboten.

n Interaktivität Die größten Herausforderungen an zukünftige DS-Systeme aus Sicht von Systemanbietern.

Digital Signage-Netzwerken ansehen, mag zunächst überraschen. Genauer betrachtet zeigt sich aber, wie im Folgenden aufgezeigt, eine Vielzahl von Problembereichen, die in diesem Kontext zu bewältigen sind.

n Verwaltung der Medieninhalte Gängige Content Management-Systeme bieten oft gute Authoring- und ProgrammingTools, tun sich jedoch schwer, auch große Mengen an Medieninhalten zu verwalten. Diese Aufgabe wird jedoch umso wichtiger, desto umfangreicher und differenzierter Datenarchive für Digital Signage-Systeme werden. An Umfang gewinnen die Datenarchive jedoch nahezu zwangsläufig, weil über die Laufzeit sowohl immer mehr Inhalte verfügbar zu machen sind, als auch die ge-

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in einem Supermarkt auch Kassendisplays, Kiosk-Systeme, großformatige Außendisplays, mobile Einkaufswagen-Screens), zum anderen um eine Vielzahl von Screenformaten innerhalb eines Netzwerks, die bestimmten gestalterischen Erwartungen gerecht werden sollen. Dementsprechend müssen die verfügbaren Inhalte aufbereitet werden und für ein extrem variables Playout vorgehalten werden.

n Anbindung an handelsseitige Datenbanken Inhalte können nur dann lokal ausgesteuert werden, wenn die Informationen der Digital-Signage-Netzwerke an die reale Situation vor Ort angepasst werden können. Erforderlich ist daher vor allem der Abgleich

Die interaktive Einflussnahme auf die Content-Gestaltung wird sicherlich zu einem der Zukunftsthemen für Digital Signage. Interaktivität wird unter anderem durch eine Ausdifferenzierung der Redaktionsberechtigten erreicht (wenn zum Beispiel auch Markt- oder Abteilungsleiter Inhalte in ein Netzwerk einstellen können), durch direkte Interaktion von Konsumenten mit dem Programm (z. B. durch Upload-Möglichkeiten, MMS- oder SMSSchnittstellen), vor allem aber auch durch indirekte Interaktivität. Im Kontext der indirekten Interaktivitäten zur Disposition stehen videobasierte Personenerkennungssysteme (die beispielsweise erkennen können, ob vor einem Screen ein Mann oder eine Frau steht), bewegungssensitive Systeme, die auf bestimmte Aktionen von Kunden reagieren können (z. B. registrieren, dass eine Person ein bestimmtes Handy aus der Auslage zur näheren Betrachtung in die Hand nimmt) sowie die Einbindung externer Umgebungsdaten. Hier gibt es bei-


spielsweise Systeme, die in Abhängigkeit von der Außentemperatur wahlweise Spots für Erfrischungsgetränke oder – an Regentagen – Spots für Indoor-Erlebnisbäder schalten. Relativ hohe Erwartungen werden zudem – vor allem in Europa – mit RFID-basierten Schnittstellen verbunden. Ansätze wären hier, dass Programminhalte in Abhängigkeit vom Warenbestand oder sogar von den Produkten im Einkaufskorb des Kunden gestaltet werden können. Allerdings können aktuelle Experimente mit RFID innerhalb von Digital Signage-Netzwerken diesen Optimismus nur sehr bedingt stützen.

n Automatisierungsregeln Mit der steigenden Komplexität der Inhalteverwaltung werden Gestaltungsaufgaben zunehmend häufiger automatisiert ablaufen müssen. Die regelhafte Programmierung von Inhalten erfordert jedoch, Algorithmen und Heuristiken zu entwickeln, die auf das reale Einkaufsverhalten von Kunden antworten können. Kurz gesagt, um ziel-

gruppenspezifischen, regional oder zeitlich ausgesteuerten Inhalt zu liefern, benötigt es mehr Wissen über Kundenverhalten. Erst wenn klar ist, welche Informationsbedürfnisse eine weibliche Kundin am Donnerstagmorgen in einem ländlichen Supermarkt hat und welche Motive den Einkauf eines berufstätigen Singles am Freitagabend im City-Supermarkt leiten, können Inhalte auch situationsangemessen und damit zielgerichtet vermittelt werden.

n Professionalität gefragt Vor dem Hintergrund dieser Herausforderungen erhöhen sich aber nicht nur die Anforderungen an Content-ManagementSoftware, sondern auch an die Nutzer dieser Software. Dies sind jedoch (derzeit) häufig Laien, die bereits jetzt mit der Vielfalt der Gestaltungsmöglichkeiten der Software überfordert sind. Netzwerkbetreibern kann daher nur empfohlen werden, die Software nicht nur im Hinblick auf deren technische Möglichkeiten und ihre Optionsvielfalt aus-

zuwählen, sondern auch die bequeme und intuitive Bedienung selbst für gelegentliche Nutzer im Blick zu behalten. Auf der anderen Seite ist aber auch zu erwarten, dass das Content Management zu einer hochprofessionellen Aufgabe wird. Inwiefern hier Mediaplaner, Kreative oder Handelsexperten besondere Kompetenzen entwickeln werden, bleibt derzeit noch abzuwarten.  n

Autor Stephan Telschow ist Marktforscher und Leiter des Kompetenzzentrums POS-Forschung bei der GIM – Gesellschaft für Innovative Marktforschung in Heidelberg. Er ist Mitherausgeber der POPAI Studie „The Global Digital Signage Study – Opportunities and Risks“. (www.popaiDS.com)

▼ Weitere Produktinfos der Firma Cityboomer: www.bauve.de, Webcode 607016

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Projektmanagement

Versteckte Kostentreiber Die Abwicklung eines Großprojektes, wie zum Beispiel die Einführung eines neuen Warenwirtschaftssystems, bedeutet für alle Beteiligten eine große Herausforderung. Auf Budgetseite werden bei der Planung häufig zwei Kostentreiber vernachlässigt: Projektauftrag und Ressourceneinsatz.

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ei jedem Projekt sind grundsätzlich zwei wesentliche Parteien beteiligt. Auf der einen Seite der Auftraggeber (oft auch als Sponsor bezeichnet), welcher das Projekt initiiert und die erforderlichen Mittel zur Verfügung stellt. Auf der anderen Seite der Projektleiter, welcher für die erfolgreiche Durchführung verantwortlich ist. Hierzu müssen die Vorstellungen und Wünsche beider Seiten vor Projektbeginn in Einklang gebracht werden. Zur Festschreibung der Rahmenbedingungen ist eine möglichst genaue Definition mittels eines Projektauftrages zwingend notwendig. Inhalte eines solchen Projektauftrages sind unter anderem die Beschreibungen von Ausgangssituation und Zielsetzung, Auf-

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gabenstellung, kritische Erfolgsfaktoren, Termine und Meilensteine und die Abgrenzung zu anderen Projekten. Als Zeichen der Identifikation mit den Inhalten unterschreiben beide Parteien den Projektauftrag.

n Budgetüberschreitung in Langläuferprojekten Jedes Langläuferprojekt unterliegt während der Laufzeit einer Reihe von Störfaktoren. Änderungen oder Erweiterungen haben zur Folge, dass das mit den ursprünglich definierten Inhalten und Zielen im Einklang stehende Budget nicht mehr ausreicht. Die Deckung der Kosten kann nur durch die

Bereitstellung von zusätzlichem Budget erfolgen. Da beide Parteien mit der Unterschrift im Projektauftrag die ursprünglichen Inhalte und Ziele anerkannt haben, lässt sich mittels eines Änderungsantrags der Mehrbedarf an finanziellen Mitteln eindeutig begründen. Im Rahmen einer Jet-Umfrage im Januar 2008 wurde bei den Lesern des IM+C Newsletters nach Gründen von Budgetüberschreitungen in IT-Großprojekten gefragt. Bei drei vordefinierten Auswahlmöglichkeiten sahen 50 Prozent der Teilnehmer die Ursache am ehesten bei der nicht eindeutigen Definition des Projektauftrages.


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Um die gewünschten Ergebnisse im Rahmen der vorgegebenen Zeit und des vorgegebenen Budgets erreichen zu können, ist eine Heranführung der zukünftigen Führungskräfte an Projektmanagementthemen notwendig. Neben den beiden Themenblöcken Projektplanung (Strukturplanung, Aufwandsschätzung, Arbeitsplanung, Kostenplanung etc.) und Projektkontrolle (Terminkontrolle, Aufwands- und Kostenkontrolle, Sachfortschrittskontrolle, Qualitätssicherung, Projektdokumentation etc.) wird mit einer Ausbildung im Bereich Personalmanagement/-führung der neuen Führungskraft ein weiterer wichtiger Grundbaustein zugänglich gemacht. Bei der Besetzung der Positionen des Teilprojektleiters ist Folgendes anzumerken: Nicht jeder Mitarbeiter ist gewillt die Rolle eines Teilprojektleiters zu übernehmen. Dieser Mitarbeiter identifiziert sich über die fachliche Mitarbeit im Projekt. Im

n Fazit Bei der Projektabwicklung darf das Ziel nicht aus den Augen verloren werden. Weit wichtiger ist es jedoch, den Weg und die Wegbegleiter zur Zielerreichung sorgfältig auszusuchen bzw. regelmäßig kritisch zu hinterfragen. Der Kauf einer Maschine wird tage- oder wochenlang genauestens hinterfragt bzw. kalkuliert, bevor es zum tatsächlichen Kauf kommt. Die Rekrutierung eines Mitarbeiters erfolgt in aller Regel in einem zwei- bis vierstündigen Vorstellungsgespräch. In beiden Fällen kann eine falsche Entscheidung zu erheblichen Folgekosten führen.  n

Autor Thomas Baur ist Senior Consultant bei der Unternehmensberatung IM+C AG, Mannheim.

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33 Prozent der Teilnehmer bei o. g. Jet-Umfrage sehen für Budgetüberschreitungen in IT-Großprojekten am ehesten die Ursache in der nicht optimalen Ausbildung von Führungskräften.

Nicht alle Positionen im Projekt lassen sich mit internen Ressourcen besetzen. Um fachliche Lücken zu schließen, bei denen der Aufbau von eigenem Fachwissen zu viel Zeit in Anspruch nimmt bzw. spezielles Fachwissen nur vorübergehend benötigt wird, macht die Rekrutierung externer Dienstleister Sinn. Da die Kostensätze externer Dienstleister deutlich höher liegen als die internen, besteht hier die besondere Herausforderung, den Einsatz äußerst effektiv zu gestalten. Eine auf der Annahme beruhenden Planung, den Einsatz externer Ressourcen beliebig teilen zu können und damit den Einsatz über einen längeren Zeitraum nur jeweils für einen Tag je Woche zu erwirken, ist unrealistisch und nicht effektiv. Vielmehr sollte darüber nachgedacht werden, die Anzahl zu reduzieren, und im Gegensatz hierzu die Auslastung der einzelnen externen Ressourcen zu erhöhen. Die im Verhältnis geringeren Einarbeitungszeiten und die kontinuierliche Betreuung von mehreren Themengebieten steigern die Effizienz und verringern damit die Kosten.

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n Führungskräfte für Projektmanagement ausbilden

n Interne oder externe Ressourcen?

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Die Herausforderung für den Projektleiter besteht nun darin, geeignete Ressourcen für die Besetzung der Teilprojektleiterstellungen zu beschaffen. Die Rekrutierung von internen Ressourcen erfolgt hierbei aus den Fachbereichen des Unternehmens. Leitende Angestellte, welche bereits Erfahrung in der Führung von Teams haben, stehen selten zur Verfügung, da diese aus ihrer Linienposition nicht abgezogen werden können. Es entstehen Chancen für Mitarbeiter, welche bislang noch keine leitende Aufgabe übernommen hatten. Fachlich gesehen sind auch diese für die Anforderungen im Projekt gut gerüstet, jedoch fehlt die Erfahrung einer Führungsposition.

Umkehrschluss bedeutet dies jedoch auch, dass ein zukünftiger Teilprojektleiter sich von einer rein inhaltlichen Mitarbeit verabschieden muss.

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Mit dem Start des Projektes wird die Struktur in Form eines Organigramms festgeschrieben. Großprojekte erfordern aufgrund einer Vielzahl von zu bearbeitenden Themengebieten in der Regel die Einrichtung mehrerer Teilprojekte. Hierbei ist auf eine klare inhaltliche Abgrenzung der Themengebiete zwischen den einzelnen Teilprojekten zu achten, damit sie sich in ihrer Arbeit nicht gegenseitig behindern.


Projektmanagement

Bewegende Momente an der Waterfront Mitte September wurde das Shopping Center Waterfront in Bremen eröffnet. Damit ging auch das digitale Kommunikationsnetzwerk „Waterfront TV“ in Betrieb. Media Architekten standen dem Projektentwickler als Spezialisten für Integration von Digital Signage-Systemen zur Seite. Sendungen laufen täglich im wöchentlichen Wechsel, ein bunter Mix aus Information und Unterhaltung. Die Machart des Magazins ist dabei den besonderen Sehgewohnheiten dieses Standortes angepasst. Ausgestrahlt wird auf einer ca. 25 qm großen LED-Videowand von Philips im 16:9 Format (Pixelabstand physisch 10,00 mm) und Intellivox-Schallzeilen von Duran Audio. Aufgrund der besonderen Position der Videowand wurde zur Aufhängung eine Stahlkonstruktion entwickelt, die es ermöglicht auch im laufenden Betrieb Wartungsarbeiten durchzuführen.

Waterfront TV bietet moderiertes Infotainment rund um die Welt des Shopping Centers Waterfront – ein bunter Mix aus Information und Unterhaltung.

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ünktlich zur Eröffnung des Shopping Centers Waterfront in Bremen ging am 12. September auch Waterfront TV auf Sendung. Zwei Tage später hatten bereits über 130 000 Gäste das Center besucht – aus werbetechnischer Sicht eine erfreulich hohe Einschaltquote bzw. Kontaktzahl. Denn viele sind während ihres Einkaufsbummels auch von Waterfront TV unterhalten worden oder haben den Weg zu ihrem Lieblingsgeschäft über eines der digitalen Infoboards gefunden. Mit der Nutzung digitaler Medien erweitern sich auch die Herausforderungen auf Seiten der Projektentwickler solcher Immobilien. Dabei könnte sich demnächst ein neuer Spezialist in das große Orchester von Planern, Vermietern, Architekten oder Designern einreihen – der Media Architekt.

n Das Projekt Waterfront Bremen ist ein neues Shopping- und Freizeit-Center, unmittelbar an der Weser gelegen. Die riesige Glasfassade am Haupteingang, die drei großzügigen, lichtdurchfluteten Malls und der Food Court mit seinem maritimen Ambiente sind architektonische Highlights, die das Flair der direkten Weserlage atmosphärisch auf das Gebäude übertragen. Dazu kommt ein Mul-

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tiplex-Kino mit zehn Sälen und eine Veranstaltungshalle in direkter Nachbarschaft. In den drei Malls findet der Gast auf einer Ebene mehr als 120 Shops und Lokale und der Food Court lädt mit über 500 Sitzplätzen zum Verweilen ein.

n Die Ziele Seitens des Projektentwicklers bestand zum einen der Wunsch, durch „bewegte Bilder“ das gesamte Branding zu stärken sowie den Entertainmentfaktor der gesamten Immobilie zu erhöhen. Zum anderen sollten bestimmte Prozesse vereinfacht werden und ein internes digitales Medium geschaffen werden, das es erlaubt aktuell mit den Gästen zu kommunizieren.

Das gesamte Display wurde in das Design des Food Courts eingebettet und vermittelt dem Zuschauer den Eindruck eines riesigen Flachbildschirms. Das Content Management erfolgt über „Remote Control“. Screennetzwerk in den Malls Insgesamt wurde ein Netzwerk von 15 doppelseitigen Screenstelen implementiert, die zentral in der jeweiligen Mall positioniert wurden. Die Screens sind 57 Zoll LCD-Bildschirme, die ohne Ton betrieben werden. Die einzelnen Spots werden im 9:16 Format angelegt. Das Portrait- Format entspricht dem gängigen City Light-Poster in der Außenwerbung und stellt damit im Grunde genommen die digitale Indoor-Variante desselben dar.

n Das Ergebnis Entstanden ist ein flächendeckendes Netzwerk, mit sehr unterschiedlichen Ausprägungen des „Digital Signage“. Waterfront TV im Food Court Waterfront TV bietet moderiertes Infotainment rund um die Welt des Centers. Die

Digitale Informationsstelen erleichtern den Besuchern die Orientierung.


Auch hier erfolgt das Content Management über „Remote Control“. Das Design orientiert sich an der Innenarchitektur, auch die Möblierung in den Malls wurde in Weiß gehalten und spielt mit runden Formen. Digitale Infoboards Zusätzlich zu den insgesamt 30 Displays des Kommunikationsnetzwerkes wurden drei doppelseitige Stelen an markanten Punkten positioniert, die zunächst eine reine Orientierungsfunktion übernehmen. Hier wird auf den Displays der Übersichtsplan des gesamten Centers abgebildet. Es erlaubt dem Center Management, neue Mieter oder andere Veränderungen ab sofort unkompliziert zu integrieren und den Plan jederzeit zu aktualisieren.

n Der Weg Eine funktionierende Systemlösung sieht im Betrieb bei einer oberflächlichen Betrachtung häufig einfach und offensichtlich aus. Denn so manchem Betrachter bleibt verborgen, was auf der gesamten Strecke hätte schief laufen können und bei welchen Situationen die Weichen hätten falsch gestellt werden können. Selbstverständlich macht es Sinn – sollte sich der Projektentwickler dafür entscheiden einen Dritten zu beauftragen – diesen im Prozess so früh wie möglich mit einzubinden. So können in einem frühen Stadium wichtige Entscheidungen getroffen werden, die dem Projektentwickler oftmals spätere kostenintensive Änderungen ersparen. Zudem macht eine grob skizzierte Vorgehensweise (siehe Tabelle) sicherlich Sinn, auch oder gerade, um für das individuelle Projekt ein herausragendes Preis-/ Leistungspaket zu erzielen.

Strategie

Implementierung

Analyse und Zieldefinition

Verhandlungen und Shoot Out Hardware (Tests)

Konzept

Technisches Projektmanagement

Kalkulation

On Air-Programmdesign

Dialog

Programmproduktion Startwoche

Finaler Report

Off Air-Abnahme

Zu Beginn eines Projektes empfiehlt es sich, eine grobe Vorgehensskizze zu entwerfen.

Idealerweise ist er unabhängig von Hard- oder Softwarelieferanten, denn nur so kann er objektiv beurteilen und für seinen Auftraggeber auswählen. Gleichzeitig kennt er den Markt, sowohl aus technischer aber auch monetärer Sicht. Denn oftmals übernimmt er auch die Funktion eines vertrauensvollen Beraters, der viele Konzepte, Ideen und Angebote beurteilt, die von Dritten oder gar Projektakteuren dem Entwickler vorgetragen werden. Diese sollte er vor dem Hintergrund der gesteckten Ziele und Budgets bewerten können, damit sich der Eigentümer immer orientieren kann.

n Der Wegbereiter

Die Qualität dieser Beurteilungen und der Konzeption hängt sicherlich auch vom Verständnis über die Abläufe des jeweiligen Standorts ab. Vor diesem Hintergrund ist es von Vorteil, wenn ein hohes Maß an Know-how über das Umfeld, in dem die Digital Signage-Lösung eingesetzt werden soll, vorhanden ist. Ändern sich die Bedingungen im laufenden Betrieb und welche Folgen hat das für die Technik? Was macht überhaupt Sinn aus Marketinggesichtspunkten? Nur einige von vielen Fragen, die besser zu beantworten sind, wenn bereits konkrete Erfahrungswerte über den zukünftigen Betrieb zugrunde liegen.

Doch wer begleitet den Projektentwickler idealerweise auf diesem Weg und welche Fähigkeiten sollte dieser Wegbereiter besitzen?

Darüber hinaus sind während der Projektentwicklungsphase viele Systeme beteiligt, die sich gegenseitig beeinflussen, und es

gilt an unterschiedlichsten Schnittstellen effektiv zusammenzuarbeiten. Dabei sollte dieser Wegbegleiter seine Rolle im gesamten System einordnen können, um auch zu wissen, welche Kompromisse er machen darf und welche nicht, um nicht den gesamten Erfolg der Installation zu gefährden. Dazu braucht es eben solche Media Architekten, die erst Funktion und dann Form denken. Die Dinge nicht nur richtig machen, sondern die richtigen Dinge, damit am Ende ein wertvolles Asset entsteht.  n

Autor Sebastian Guth hat nach dem Studium der Volkswirtschaftslehre seinen beruflichen Einstieg auf Seiten eines internationalen Shopping Center-Experten gefunden. Im Bereich Marketing & Kommunikation war er zunächst für die Projektentwicklungsgesellschaft des CentrO Oberhausen tätig und später für deren Betreibergesellschaft. Im Jahre 2002 gründete er die Retail Television International.

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Projektmanagement

Digital Signage-Systeme richtig installiert Die Praxis zeigt, dass die Themen Installation und Inbetriebnahme von Digital Signage-Systemen oftmals zu spät und nur marginal in die Planung eines Gesamtprojektes mit einbezogen werden. Im Folgenden wird auf die wichtigsten Faktoren, die bei der Installation zu beachten sind, eingegangen, um daraus Standards für eine reibungslose Implementierung zu entwickeln.

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gal, ob es sich um Einzelinstallationen von Digital Signage-Systemen, wie kleinere oder Pilotprojekte, oder um größere Rollouts, das heißt eine Anzahl von Installationen in einem zeitlich und räumlich definierten Bereich handelt – prinzipiell stellt sich anfangs stets die Frage, auf welchem Weg die Daten übertragen werden sollen. Denn welche Art der Infrastruktur gewählt wird, hat konkrete Auswirkungen auf das ganze Projektmanagement seitens der Montage. Im Wesentlichen gibt es folgende InfrastrukturVarianten: • Satellit • Internet DSL • U MTS, GPRS, HSDPA • USB-Stick • Wireless (kabellos) mittels WiFi-Lösungen • Kabelgebundene Lösungen mit einer strukturierten Verkabelung. Für die Auswahl der geeigneten Infrastruktur gilt es folgende Punkte zu beachten: • Welche Art von Inhalten soll auf den Displays ausgespielt werden? Statische Informa-

malschutz? Welche möglichen Störquellen für eine reibungslose Datenübertragung gibt es? (Zum Beispiel: Geräte mit einer hohen Netzlast, die Stromschwankungen auslösen, wie z. B. Kühltruhen im Lebensmitteleinzelhandel). Hinsichtlich der Art der Implementierung vor Ort stellt sich die Frage, ob das Digital Signage-Netzwerk in die bestehende IT integriert werden oder separat laufen soll, beziehungsweise, ob ein zentrales oder dezentrales Setup vor Ort gewünscht wird. Die Entscheidung für ein zentrales oder, wie hier im Bild, dezentrales Setup ist Teil des Projektmanagements.

n Pro und Contra Integration in die bestehende IT

tionen (Bild und Text), News-Feeds, RSSFeeds oder bewegte Bilder? • Wie häufig ändert sich der Content? Permanent, regelmäßig oder selten? Dies gibt beispielsweise Aufschlüsse auf die benötigte Bandbreite. • Wie sehen die räumlichen Gegebenheiten aus? Wie hoch sind die Räume? Gibt es abgehängte Decken? Ist das Gebäude unter Denk-

Bei den meisten Firmen ist ein umfangreiches Netzwerk bereits vorhanden, das als Basis für die Übertragung von Digital Signage-Inhalten dienen kann. Der Vorteil der Nutzung einer bereits vorhandenen Infrastruktur mit aktiven als auch passiven Netzwerkkomponenten sowie eines meist vorhandenen DSL-Anschlusses liegt vor allem in der Kosteneinsparung bei

Zentrales Hosting von Digital Signage-Systemen.

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der Hardware und der Installation. Zudem verringert sich der Administrationsaufwand. Gegen die Integration in das bestehende Firmennetzwerk spricht häufig das vorhandene IT-Sicherheitskonzept, das vor allem den Zugriff Dritter ausschließen möchte. Ein weiterer relevanter Aspekt ergibt sich aus der bereits vorhandenen Verkabelung. Hier stellt sich die Frage, ob diese sich aufgrund ihrer Qualität für die Datenübertragung überhaupt eignet. Heutzutage werden für Verkabelung von Unternehmensnetzwerken vielfach schon CAT6- und CAT7-Kabel eingesetzt. Manche der CAT6- und alle CAT7-Kabel sind doppelt geschirmt (Stichwort PIMF = Pair in Metal Foil). Diese Eigenschaft ist zwar für die Übertragung von Daten und Sprache in Corporate-Netzwerken wichtig, jedoch eignet sie sich kaum für die Verteilung von Video-Signalen in Digital Signage-Anwendungen. Die dargestellten Inhalte sind weniger brillant und werden häufig von Schlieren und Schatten überlagert. Dies gilt insbesondere für analoge VGA-Bildsignale. Während bei DVIVideo (Digital Visual Interface) die Art des Kabelmediums keine Rolle spielt, da es sich um digitale Bildsignale handelt. Preislich muss man jedoch bei der DVI-Verteilung vom 2 bis 2,5-Fachen ausgehen. DVI findet daher im Bereich Digital Signage zurzeit noch wenig Verbreitung. Letzten Endes sprechen Sicherheitsaspekte und die technischen Eigenschaften der Kabel eher gegen eine Integration des Digital Signage-Systems in die bestehende IT-Landschaft. Die Qualität des Systems steht und fällt mit der Wahl des richtigen Kabeltyps: Für eine qualitativ hochwertige Übertragung der Bilddaten garantieren ungeschirmte CAT5- oder CAT5e-Kabel.

n Zentrales oder dezentrales Setup? Ein zentraler Aufbau ist dadurch gekennzeichnet, dass sich der oder die PCs mit dem Content Management-System (Media Player) an einem einzigen Ort befinden. Dies kann beispielsweise in einem Computerschrank im klimatisierten Serverraum oder im Marktleiterbüro im Einzelhandel sein. Von diesem Ort aus werden dann alle Inhalte über die Infrastruktur auf die Bildschirme verteilt. Der dezentrale Aufbau ist dadurch charakterisiert, dass der Media Player in der Nähe oder direkt am bzw. im Screen platziert ist. Für einen zentralen Aufbau spricht eindeutig, dass wichtige Komponenten wie Media Player

Ein Monitor, der keinen Content ausspielt – das „Unwort“ im Bereich Digital Signage.

abseits vom Kundenverkehr in einem klimatisierten, sauberen und eventuell überwachten Bereich installiert sind und somit dem Zugriff Dritter entzogen sind. Allerdings ist bei dieser Variante oftmals mit höheren Kosten für das Material (Serverschrank, Verkabelung, zusätzliche Hardware zur Übertragung von Daten über einen längeren Weg) zu rechnen. Für das dezentrale Setup spricht, dass hier in der Regel weniger Hardware wie Racks, Extender und Kabel zum Einsatz kommen, was jedoch zu Lasten eines bestimmten, gewünschten Sicherheitsstandards geht. Ebenfalls zu bedenken ist, dass bei ungeschützten Geräten durch Staub (insbesondere in Bekleidungsgeschäften), Wärme und ähnliche Umwelteinflüsse ein wesentlich höherer Aufwand bei der Wartung von Media Playern und Monitoren entsteht.

n Kriterien für die Wahl eines Installationsdienstleisters Bei der Auswahl des Rollout-Partners sollten im Wesentlichen folgende Aspekte berücksichtigt werden: • Beratung • Planung • Vor-Ort-Begehung (Site Survey) • Projektmanagement • Installation (Pilot bzw. Rollout) • Logistik und Lagerhaltung bei der Installation • Vollständige Dokumentation Nach Inbetriebnahme des Digital SignageNetzwerkes: • Wartungsservices auf Basis von Service Level Agreements (SLAs) • Logistik und Lagerhaltung im Rahmen der Wartung.

Entscheidend in der Beratungsphase ist die professionelle Unterstützung bei allen konzeptionellen Fragen (Infrastruktur und Art der Implementierung) sowie bei der Umsetzung selbst. Weitere Erfolgsfaktoren sind für die Projektplanung eine Begehung vor Ort und das ganzheitliche Projektmanagement mit einem direkten Ansprechpartner auf Seiten des Dienstleisters. Für die Installation ist es wichtig, sich bereits im Vorfeld ein Bild über die Bedingungen zu machen. Diese Informationen dienen als wesentliche Grundlage bei der Planung und beim gesamten Projektmanagement. Für viele bedeutet dies zunächst einen zusätzlichen Kostenfaktor, trägt aber rückwirkend betrachtet zur Einhaltung der Kosten bei, da Projekte zeiteffizient und wesentlich reibungsloser abgeschlossen werden können. Die Logistik und Lagerhaltung sollte komplett in den Verantwortungsbereich des Installationsdienstleisters übertragen werden. Im Sinne eines Just-in-time-Ansatzes kümmert sich dieser um die gesamte Logistik aller einzusetzenden Komponenten und den Einsatz des Installationsteams. Der Stellenwert der Logistik steigt mit zunehmender Größe und Komplexität des Rollouts. Nicht vergessen werden darf, dass das System, wenn es erst einmal zum Einsatz gekommen ist, auch am Laufen gehalten werden muss. Eine präventive Wartung im laufenden Betrieb sowie kompetenter Service im Falle einer Funktionsstörung des Digital Signage-Netzwerkes sind das A und O, da somit eventuelle Ausfallzeiten auf ein Minimum reduziert werden können. Abschließend lässt sich sagen, dass die Installation digitaler Kommunikationslösungen weit mehr erfordert als reines Wissen der Elektrotechnik. Kenntnisse im Projektmanagement, der IT sowie im gesamten AV-Bereich sind notwendig, um ein Digital Signage-System professionell und effizient durchführen zu können.  n

Autor Axel Bürger ist Geschäftsführer der Black Box Deutschland GmbH, Hallbergmoos.

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Technik

Interaktivität auf Großformat Die Dispersive Signal Technology basiert auf einem völlig neuen Ansatz zur Signalübertragung auf interaktiven Touch Screens. Berührungen werden durch Vibrationen auf dem Trägermaterial erkannt. Eine Technologie, die sich auch für großformatige Displays eignet.

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ST (Dispersive Signal Technology) Touch Screens stellen für Integratoren eine ideale Lösung dar, wenn es um den Einsatz großformatiger interaktiver Displays in öffentlichen Anwendungsbereichen wie digitale Beschilderungen, Point-of-Sale-Terminals im Einzelhandel, Informationsterminals, Konferenzräume oder Präsentationssysteme für Schulungszwecke geht. DST ist für Diagonalen mit einer Größe von mehr als 32” skalierbar, was neue Maßstäbe für großformatige Touch Screens hinsichtlich schneller, präziser und wiederholbarer Toucherkennung setzt. Die Funktion von DST bleibt unbeeinflusst von Beschädigungen der Bildschirmoberfläche durch Kratzer, von Verschmutzungen, durch ruhende Objekte auf der Oberfläche oder andere Berührungen des Touch Screens. Die Technologie bietet außerdem eine hohe Flexibilität bei der Eingabe: Sie akzeptiert Berührungen mit Finger, Stift, Kreditkarte, Fingernagel oder fast jeder Art von Schreibgerät. Ein weiteres Schlüsselmerkmal von DST sind darüber hinaus die herausragenden optischen Eigenschaften. Da das Substrat reines chemisch gehärtetes Glas ohne Beschichtungen, Reflektoren oder optoelektronische Komponenten ist, werden hohe Bildschärfe und Lichtdurchlässigkeit erzielt.

n Wie funktioniert DST? Die Dispersive Signal Technology bestimmt einen „Berührungspunkt” durch Messen der mechanischen Energie (Biegewellen) innerhalb eines Trägermaterials, die von einem Finger oder Stift durch Berühren der Oberfläche des Glases erzeugt wird. Biegewellen unterscheiden sich von Oberflächenwellen dadurch, dass sie das Touch Panel in seiner Dicke durchlaufen anstelle der Oberfläche des Trägermaterials, was einige wichtige Vorteile bietet. So werden z. B. aufgelegte Handballen ignoriert und das Panel ist auch weniger anfällig gegen Kratzer. Wenn man mit einem Gegenstand den Touch Screen berührt, werden Biegewellen ausge-

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Die Dispersive Signal Technology bestimmt einen „Berührungspunkt” durch Messen von Biegewellen innerhalb eines Trägermaterials.

löst, die sich kreisförmig vom Berührungspunkt wegbewegen. Wenn sich die Welle nach außen bewegt, breitet sich das Signal aufgrund der Dispersion im Verlauf der Zeit aus. Piezoelektrische Sensoren in den Ecken auf der Rückseite des Glases wandeln diese undeutlichen mechanischen Impulse in ein elektrisches Signal um. Die Entfernung von jedem Sensor bestimmt das Ausmaß der Dispersion des Signals. Je weiter also der „Berührungspunkt“ vom Sensor entfernt ist, desto stärker wird das Signal verbreitet. Sobald diese Signale vollständig gefiltert und digitalisiert wurden, wird eine Reihe von Signalverarbeitungstechniken angewandt, um zu berechnen, wo sich der Berührungspunkt befindet. Am wichtigsten hierbei ist, dass die Dispersion korrigiert wird, indem die zeitlichen und räumlichen Aspekte unter Rückgriff auf bekannte Daten wie das Profil der Biegewelle, Glasdispersionseffekte und weitere Merkmale des Trägermaterials zueinander in Beziehung gesetzt werden. Sobald die räumlichen Daten vorliegen, kann der genaue Berührungspunkt berechnet werden.

n DST im Vergleich Wo andere Technologien für großformatige Touch Screens ein optisches Feld, Infrarotstrahlen oder akustische Wellen über die vordere Oberfläche des Touch Screens verteilen und eine Berührung daran erkennen, dass das Feld gestört wird, wartet DST passiv auf ein Signal, das durch eine Berührung ausgelöst wird. Dieser grundsätzlich andere Ansatz bedeutet, dass Verunreinigungen wie etwa Schmutz, Fett oder Feststoffe, die sich auf der Oberfläche und an den Kanten des Bildschirms absetzen können, keine signifikanten Auswirkungen auf die Funktion des DST Touch Screens haben. Darüber hinaus haben Beschädigungen der Oberfläche wie etwa Kratzer oder Rillen normalerweise keine Auswirkungen auf die Touchleistung. Eine bezeichnende Stärke von DST sind die ausgefeilten patentierten Algorithmen, die zur Berechnung des Berührungspunkts verwendet werden. Mit dem dazugehörigen leistungsfähigen Controller, der kontinuierlich den Berührungspunkt verarbeitet, bietet DST eine schnelle und


sehr präzise Touch-Reaktion auf großformatigen Touch Screens. Darüber hinaus ist der DST Touch Screen so zuverlässig bei der Berechnung der Berührungspunkte, dass „wiederholbar präzise“ Berührungen (kontinuierliche, wiederholte Berührungen, die an derselben Stelle registriert werden) eines der Hauptmerkmale dieser Technologie sind, wodurch eine Genauigkeit von über 99 Prozent bei der Lokalisation der berührten Stelle erzielt wird. DST funktioniert auch, wenn sich ruhende Objekte auf der Glasoberfläche befinden. So reagiert DST sogar auf bewusste Berührungen des Benutzers, wenn er seine andere Hand auf den Touch Screen aufstützt, weitere Benutzer den Bildschirm berühren oder wenn sich ruhende Gegenstände wie Tassen, Getränkedosen oder Schlüssel auf der Oberfläche befinden. Dank dieser einzigartigen Eigenschaften werden versehentliche Berührungen ignoriert und die Funktion des Touch Screens bleibt von Beschädigungen oder Verschmutzungen der Oberfläche unbeeinflusst. Da DST die mechanische Energie misst, die durch die Berührung erzeugt wird, kann fast jedes beliebige Objekt, wie z. B. Finger, Zeigegerät oder Kreditkarte, zur Eingabe verwendet werden.

n Anwendungsmöglichkeiten für DST Für großformatige Touch Screens mit Dispersive Signal Technology gibt es zahllose Einsatzmöglichkeiten. Hier einige Beispiele für bereits realisierte Anwendungen:

• Orientierungshilfen In Einkaufszentren, Bürogebäuden und anderen öffentlichen Umgebungen können interaktive Displays mit Karten oder Plänen den Besuchern die Orientierung erleichtern und ihnen den richtigen Weg weisen. • Informationsterminals Bei Check-in-, Ticket-Erfassungs- und Transaktionsanwendungen ermöglichen interaktive großformatige Informationsdisplays den Benutzern, gewünschte Informationen nach Bedarf abzurufen. Die großzügig dimensionierte Bildschirmfläche bietet Software-Entwicklern zusätzlichen Platz zur Anzeige von mehr Menüoptionen auf der Startseite, was die Zugriffszeiten verkürzt. • Unternehmensverzeichnisse In Empfangsbereichen oder Lobbys großer Unternehmen können interaktive Gebäudeverzeichnisse die Unternehmen nach Abteilung, Standort oder Mitarbeitern sortiert darstellen. Neben der Bereitstellung von Hintergrundinformationen über das Unternehmen, Personalverzeichnissen oder Werbung können solche Übersichten Mitarbeitern auch wichtige und aktuelle Informationen über Betriebszeiten liefern, über abwesende Kollegen informieren oder sogar den Abruf persönlicher Nachrichten ermöglichen. • Produktanzeigen In den Ausstellungsräumen von Autohäusern arbeiten interaktive Produktanzeige-Displays

mit leuchtenden, hellen Grafiken und aktuellen Audio-Beiträgen, um es dem Kunden zu ermöglichen, schnell und intuitiv sein Wunschprodukt zu finden, Antwort auf viele Routinefragen zu bekommen und um den Kaufprozess zu beschleunigen. Eine interaktive Produktübersicht kann auch dazu dienen, dass sich Interessenten in Ruhe selbstständig informieren können, ohne sich gleich vom Verkäufer unter Druck gesetzt zu fühlen. Sie verhilft Kunden zu einem positiven Einkaufserlebnis, während gleichzeitig das Verkaufspersonal bei hohem Kundenandrang entlastet wird. Und nicht zuletzt hinterlässt der Einsatz einer benutzerfreundlichen interaktiven Produktanzeige bei dem Kunden den positiven Eindruck, dass hier mit modernster Technik gearbeitet wird. n

Autor Francesco Fasoglio ist als European Business Manager bei 3M verantwortlich für die Touchscreenprodukte (Touch Systems) innerhalb des Geschäftsbereichs Electro & Communications. Vor seinem Wechsel zu MicroTouch (MicroTouch wurde im Jahr 2001 von 3M zugekauft und damit zu Touch Systems) war er bei IBM Technical Services tätig.

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Technik

Mit Hightech gegen Warenschwund Wenn es um Warenschwund geht, gilt es für den Einzelhandel auf neue Anforderungen und Technologien zu reagieren und neue Lösungen am POS einzusetzen. Denn mit Diebstahl werden keine Gewinne gemacht.

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arenschwund ist nach wie vor eine große Herausforderung für den Einzelhandel. Jedes Jahr „zahlt“ der deutsche Einzelhandel dafür rund fünf Mrd. Euro, der größte Anteil entfällt auf Verluste durch Ladendiebstahl. Die Möglichkeiten, sich dagegen zu wehren, sind zwar vielfältig, aber nicht immer zielführend: Verschlossene Vitrinen oder der Entschluss, „Klaurenner“ ganz aus dem Sortiment zu nehmen, reduzieren zwar Verluste, schaden aber auch dem Umsatz. Anders bei Systemen zur elektronischen Artikelsicherung (EAS) – sie werden am häufigsten im Kampf gegen Langfinger eingesetzt. Mit Sicherungsetiketten ausgezeichnet, lösen die Artikel einen Alarm aus, sobald sie die Warensicherungsantennen an den Geschäftsausgängen passieren. Beim Kauf werden die Etiketten an der Kasse entfernt oder deaktiviert und der Kunde kann das Geschäft ungehindert verlassen. In der Kategorie der zehn am häufigsten gestohlenen Waren werden laut Globalem Diebstahlbarometer 2007 rund 30 Prozent der Artikel nach dieser Methode gesichert – kein anderes Verfahren wird häufiger eingesetzt. Und es ist wahrscheinlich, dass EAS-Systeme zukünftig noch häufiger in Supermärkten, Kaufhäusern und Fachgeschäften zu sehen sein werden. Denn seitdem die ersten Systeme Ende der 1960er Jahre auf den Markt kamen, wurden sie sukzessive weiterentwickelt. Der technologische Fortschritt brachte nicht nur eine Verbesserung der Leistungsfähigkeit, sondern auch eine Erweiterung des Einsatzfeldes mit sich.

n Von analogen zu digitalen Systemen Ein Blick in die Vergangenheit. „Als Ende der 1970er Jahre immer mehr Einzelhändler begannen, auf Warensicherungssysteme zu setzen, steckten diese Systeme noch in den Kinderschuhen“, erinnert sich Hartmut Engel-

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hardt, der seit über 30 Jahren als Techniker radiofrequente EAS-Systeme im Handel installiert. „Wir hatten es mit einer vergleichsweise hohen Störanfälligkeit zu tun, bei nur geringen Antennendurchgangsbreiten von rund einem Meter und Etiketten in Bierdeckelgröße.“ Einen ersten Meilenstein hin zu den heutigen Systemen bildete die herstellerübergreifende Festlegung auf eine einzige Frequenz. Waren bis dato RF-Systeme mit unterschiedlichen Frequenzen erhältlich, arbeiteten fortan alle mit 8,2 MHz. Die Vorteile der Standardisierung liegen auf der Hand: Während sich Hersteller auf ein Gebiet fokussieren und damit ihre Ausgaben für Forschung und Entwicklung wesentlich effektiver einsetzen konnten, profitierte der Handel von diesem verbesserten, konzentrierten Lösungsangebot. Weitere Fortschritte hinsichtlich der Erkennungsrate und Genauigkeit brachte einige Jahre später die Umstellung von analogen auf digitale Systeme. Je nach Etikett verbreiterten sich die Antennendurchgänge auf bis zu 1,80 Meter. 2003 kamen schließlich die ersten Einantennen-Systeme auf den Markt. Je nach Eingangslösung reichte damit sogar nur eine statt zwei Antennen aus.

n Aus Bierdeckeln wurden Briefmarken „Die Herausforderung für den Einzelhandel besteht heute darin, Artikel zuverlässig gegen Warenschwund zu sichern und gleichzeitig ihren Abverkauf zu fördern“, erklärt Dirk Endlich, Deutschland-Chef von Warensicherungsspezialist Checkpoint Systems, der seit 1969 RF-Systeme entwickelt, herstellt und vertreibt. Der ehrliche Kunde soll einerseits so wenig wie möglich bei seinem Einkauf beeinträchtigt werden und einen möglichst offenen Zugang zu den Produkten erhalten. Andererseits gilt es, Langfingern ihr Handwerk entscheidend zu erschweren. Seitdem die ersten auf Radiofrequenz (RF) basierenden Warensicherungssysteme auf den Markt kamen, wurden diese stetig weiterentwickelt. Aus bloßen Systemen zur Abwehr von Inventurverlusten wurden moderne Warenschwund-Management-Plattformen, die mehr leisten, als nur mit hoher Zuverlässigkeit einen Alarm auszulösen. Auf eine neue Variante der RF-Technologie setzt ein Warensicherungssystem, das seit An-

Modernes Warenschwund-Management leistet mehr als nur Alarm auszulösen.

fang 2008 im Einzelhandel Anwendung findet: Durch die Verwendung von 360-RF, eine 360Grad-Rotation des RF-Signals, wird hier die Leistungsfähigkeit deutlich gesteigert. Unabhängig von seiner Lage wird das Etikett besser erkannt. Positiv wirkt sich dies nicht nur auf die Durchgangsbreiten aus, sondern auch auf die Größe der Etiketten. „Aus den ‚Bierdeckeln’ von damals sind heute ‚Briefmarken’ geworden“, bestätigt Hartmut Engelhardt. Immer häufiger werden diese schon bei der Herstellung im oder am Produkt oder seiner Verpackung angebracht, was zu einer „unsichtbaren“ Diebstahlsicherung führt und damit das Produkterlebnis für den Verbraucher verbessert.

n Warenschwund-Management Immer wichtiger wird die Bereitstellung zusätzlicher Informationen, die Schlüsse auf die Ursachen von Warenschwund sowie die Leistungsstärke einer Filiale zulassen. So dokumentieren die digitalen softwaregestützten Systeme, zu welcher Uhrzeit und an welcher Stelle z. B. ein Alarm ausgelöst und wann dieser wieder abgestellt wurde. Störungen werden per Fernwartung bearbeitet, so dass sich die Funktionssicherheit erheblich erhöht. Zudem besteht die Möglichkeit der Vernetzung mit Peripheriegeräten, wie z. B. Kundenfrequenzzählern, Deaktivatoren oder Videoüberwachungssystemen, über das bestehende Unternehmensnetzwerk. Die aus dem System gewonnenen Daten können mit denen anderer Backoffice-Bereiche, z. B. Bestandsmanagement, Personalbesetzung, Warenversand und -eingang, Kundenfrequenz und Kaufquote, verknüpft werden. Ziel ist es, mithilfe der Analysen mehr über die Ursachen von Warenschwund zu erfahren (Verfügt die entsprechende Filiale beispielsweise über ausreichend Personal? etc.) sowie die Leistung einer Filiale zu stärken (Verhältnis von Kunden zu Warenschwund und Kaufquote).

n Zukunftstechnologie RFID nutzen „Wir empfehlen jedem Einzelhändler eine ganzheitliche Herangehensweise an das Thema Warenschwund. Die zeitnahe Generierung von unternehmensspezifischen Kennzahlen mithilfe der EAS-Systeme bringt dabei einen entscheidenden Vorteil“, bestätigt Dirk Endlich. „In der Folge können nicht nur Inventurdifferenzen gesenkt, sondern auch eine Verbesserung des Einkaufserlebnisses für den Kunden herbeigeführt werden.“ Zukünftig wird die Verbindung von Warensicherung und Warenidentifikation mit nur einem einzigen System weiter an Bedeutung gewinnen. Waren könnten so künftig nicht nur entlang der Supply Chain bis zum POS verfolgt, sondern auch gesichert werden. Die Weichen dafür hat Checkpoint Systems mit seinem neuen System bereits gestellt. Neben einem Zweifrequenz-Label hat das Unternehmen auch Antennen entwickelt, die eine Nutzung von RFID fördern. Nach Aufrüstung mit einem entsprechenden Lesegerät kann das System neben RF-Warensicherungsetiketten auch RFID-Etiketten zur Warenidentifikation erkennen. „Bis zu einem breiten Einsatz werden sicherlich noch ein paar Jahre vergehen“, weiß Dirk Endlich. „Viele Handelsunternehmen wollen sich jedoch frühzeitig dafür rüsten und das Potenzial aus den dann möglichen Verbesserungen im Bestandsmanagement und der Warenverfügbarkeit in Kombination mit geringeren Inventurverlusten ausschöpfen.“ n

Autorin Christina Westerhorstmann ist seit 2005 Mitglied der Peckert Gruppe, seit 2007 Mitglied der Geschäftsleitung und Gründungsmitglied des zur Peckert Gruppe gehörenden Instituts für Markenfranchise GmbH & Co. KG.

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Marktübersicht

Investitionen in Anti-Diebstahl-Lösungen machen sich bezahlt Fünf Milliarden Euro verliert der deutsche Einzelhandel jedes Jahr durch Warenschwund. Im Kampf gegen Langfinger bieten sich verschiedene Lösungen zur Warensicherung an. zueinander in Beziehung. So erklärten 68 Prozent, dass Warenschwund stärker auftrat, nachdem die Ausgaben zur Diebstahlprävention gekürzt worden waren. 60 Prozent erwarten einen Anstieg von Warenschwund als ein Ergebnis von reduzierten oder verschobenen Diebstahlpräventions-Ausgaben. Nur 30 Prozent sind der Meinung, Warenschwund würde auf dem gleichen Niveau bleiben.

n Verschiedene Sicherungssysteme

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er Einzelhandel hatte in den vergangenen Jahren starke wirtschaftliche Einbußen zu verzeichnen. Wer aus Kostengründen sein Budget zur Diebstahlbekämpfung gesenkt hat, sollte sich dies jedoch noch einmal gut überlegen. Denn wer weniger für die Diebstahlprävention ausgibt, muss mit noch mehr Warenschwund rechnen. Der „Loss Prevention Budget Trends“-Bericht zeigt einen starken Zusammenhang zwischen einer Kürzung der Ausgaben zur Diebstahlprävention und einem Anwachsen des Warenschwunds auf. Die Studie basiert auf einer Befragung von 329 Verantwortlichen für Verlustprävention in US-Handelsunternehmen durch das US-Forschungsinstitut „Preference Research“.

n Ausgaben zur Diebstahlprävention Gerade in wirtschaftlich schwächeren Zeiten reduzieren Einzelhändler erfahrungsgemäß

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ihre Ausgaben zur Diebstahlprävention. Nach der „Loss Prevention Budget Trends“-Studie gaben 77 Prozent der Befragten an, dass bei flauer Wirtschaft ihr Budget gekürzt oder verschoben wurde. 61 Prozent erklärten, dass ihr Investitionsvolumen erst nach der Rezession an das frühere Niveau wieder angepasst wurde, und 33 Prozent sagten aus, dass es überhaupt nicht wieder aufgestellt wurde. Nur acht Prozent konnten eine Erhöhung ihres Budgets realisieren.

n Diebstahlaufkommen übertrifft Einsparungen Den Erfahrungen zufolge zahlen Einzelhändler, die ihre Budgets zur Diebstahlprävention gekürzt haben, aber einen höheren Betrag für Warenschwund als zuvor. Der Studie zufolge setzte die Mehrheit der Befragten Kürzungen der Ausgaben zur Diebstahlprävention mit einem Anstieg des Diebstahlaufkommens

Die elektronische Artikelsicherung ist eine Präventionslösung zur Vermeidung von Diebstählen und Manipulationen durch Etikettenveränderung oder Verpackungsaustausch in Einzelhandelsgeschäften. Eingebettet in ein ganzheitliches Sicherungssystem sind elektronische Warensicherungsanlagen sehr wirksam. Es sind im Wesentlichen vier Systeme am Markt: • Radiofrequenz-Technik (RF), • elektromagnetische Technik (EM), • akustomagnetische Technik (AM), • autoaktive Technik (AA).

n Viele Vorteile durch RFID Die Vorteile sind unübersehbar, wie die folgende Marktübersicht zeigt: „Mit dem RFIDEtikettensystem bietet der Einzelhandel seinen Kunden ein angenehmes Einkaufserlebnis und spart darüber hinaus deutlich Zeit: ob bei der Lagerbestandsaufnahme (30 Prozent), an der Kasse oder bei der Inventur (jeweils 65 Prozent Zeitersparnis). Ein weiterer Vorteil ist der hohe Diebstahlschutz, der durch die RFID-Schleusen an den Ausgängen gewährleistet wird“, so Avery Dennison. Oder wie KJL Sicherheitssysteme schreibt: „Die Vorteile liegen in der Reduzierung von Inventur-Differenzen, der Präventionen gegen Diebstahl und Vandalismus, dem Schutz der eigenen Mitarbeiter, der Aufklärung von Straftaten und Sicherung von Beweismaterialien sowie der Sicherung von Betriebs- und Geschäftsgegenständen.“ n


n Artikelsicherung für den Einzelhandel n AF Electronics Firmenname: AF Electronics GmbH & Co. KG Anschrift: Am Berkelbogen 4, 48653 Coesfeld Telefon: (0 25 41) 8 51 82 E-Mail: info@af-electronics.eu Internet: www.af-electronics.eu Ansprechpartner: Andreas Fleige Produkt: Protex Leinensicherungsanlagen, mechanische Sicherungssysteme wie Laptopsicherungen, Fernbedienungshalter, Kabelaufroller und Kartonagensicherungen Beschreibung: Die Sicherungsanlagen der Firma Protex schützen eine Vielzahl von Produkten des Elektround Textilhandels. Die Leinensicherungsanlagen

Komponenten: Je nach Anforderung an die Menge der zu sichernden Artikel werden Einzelgeräte mit vier bis acht Sicherungsplätzen oder eine Zentraleinheit mit Erweiterungsmodulen für bis zu 80 Sicherungsplätze kombiniert. Zusatzfunktionen wie Stromversorgung zur Aktivierung der ausgestellten Waren oder interaktive Kundenansprache können modular hinzu gewählt werden. Hierzu kommen ganz allgemeine Klebesensoren oder spezielle Sensoren für besondere Kontaktformen oder Aufgaben. Jüngstes Produkt ist ein Magnethalter für immer kleinere Consumer Electronic Handhelds mit Stromversorgung.

n Avery Dennison Information and Brandmanagement Division Firmenname: Avery Dennison Central Europe GmbH Anschrift: Kleinbeckstraße 3-17, 45549 Sprockhövel Telefon: (0 23 24) 70 02-0 E-Mail: baerbel.schleiting@eu.averydennison.com Internet: www.ris.averydennison.com Ansprechpartner: Bärbel Schleiting

Funktion: Die Leinensicherung erfordert einen direkten Kontakt zur Ware per Kabel (Leine) und Sensor. Wird der Kontakt unterbrochen (durch Abschneiden oder Lösen) wird der Alarm ausgelöst. Die mechanische Artikelsicherung umschließt die Ware und kann mit einer elektronischen Sicherung kombiniert werden. Technik: Spezielle überlistungssichere Sensoren kombiniert mit einer sicheren Technik Hardware/Software: Keine. Nur für die Interaktivität wird ein Content zur Kundenansprache benötigt. Dies kann individuell nach Kundenwunsch vom MP-3 Player bis hin zu einem Avatar reichen.

gibt es für große als auch Einzelinstallationen, mit und ohne Stromversorgung der ausgestellten Geräte, mit und ohne Interaktivität zum Interessenten per Audio und Video, mit und ohne Warenhalterung.

bedienungen etc.; Baumärkte oder Baufachhandel für Maschinen wie Bohrmaschinen, Akkuschrauber etc.

Branche/Artikel/Einsatzort: Textileinzelhandel zum Schutz von hochwertigen Einzelteilen wie z. B. Lederjacken etc.; Elektro- und Fotoeinzelhandel für z. B. Kameras, Camcorder, Rasierer, Telefone, Handys, MP3-Player, CD-Player, Navigationsgeräte, Fern-

Produkt: Hang Tags und Sew-in Labels mit integrierten EASElementen Beschreibung: In einem Etikett, zum Beispiel dem Preisetikett oder einem eingenähten gewebten Etikett, ist ein Sicherheitselement integriert, das für den Kunden nicht erkennbar ist. Funktion: Ziel ist es, die Ware bereits ausgezeichnet von den Fertigungsbetrieben zu beziehen und so den aufAnzeige

Könnten Sie einen Dieb erkennen, wenn Sie ihn sähen? Lassen Sie nicht zu, dass Ihnen Ihr Profit einfach davonläuft. Den typischen Ladendieb gibt es nicht. Es könnte einfach jeder sein, der Ihre Ware stiehlt – angefangen von der älteren Dame am Stock mit der Einkaufstasche am Arm bis zu dem Schüler, der auf seinem Heimweg von der Schule vorbei kommt und der Versuchung erliegt. Alle Diebe haben eines gemeinsam, nämlich dass sie Ihnen mit Ihrem Profit einfach davonlaufen. Mit Hilfe des einfachen Vensafe Verkaufssystems gebieten Sie dem Warenstrom unbezahlter Zigaretten, Tabakwaren, Rasierklingen und Batterien, der sich auf beiden Beinen aus Ihrem Laden wegbewegt Einhalt. Sie würden gern mehr hierüber erfahren? Nehmen Sie mit uns Kontakt auf unter der Tel. Nr. 02132-937060. Auf www.vensafe.de können Sie den Test mit unserem neuen Profitrechner durchführen und erfahren, wieviel Geld Sie sparen können, wenn Sie den Diebstahl stoppen.

Profitrechner


Marktübersicht wendigen Prozess des Anbringens und Entfernens von Sicherheitselementen wie z. B. Hard Tags einzusparen. Dies spart erhebliche Kosten, da viele manuelle Arbeitsgänge in den Filialen entfallen und auch der Prozess am POS beschleunigt wird. Technik: Avery Dennison integriert in Sew-in Tags aus Printed Fabric Materialien und gewebte Etiketten AM oder RF-Sicherheitselemente, die für die Warensicherung genutzt werden können. Auch in Hang Tags können RF-Sicherheitslabel integriert werden. Hardware/Software: Am POS werden eventuell neue Deaktivatoren benötigt, ansonsten werden die vorhandenen Warensicherungsanlagen genutzt. Hier ist Kompatibilität zu den am Markt vorhandenen Systemen gewährleistet. Branchen/Artikel/Einsatzort: Diese Produkte eignen sich vor allem für die Auszeichnung von Eigenmarken bereits an der Quelle, da hier auf die Produktausstattung direkt Einfluss genommen werden kann.

n Avery Dennison Printer Systems Division Firmenname: Avery Dennison – Printer Systems Division Anschrift: Ohmstraße 3, 85386 Eching Telefon: (0 81 65) 92 52 99 E-Mail: udo.deters@eu.averydennison.com Internet: www.machines.averydennison.com Ansprechpartner: Udo Deters Produkt: Avery Dennison hat in Kooperation mit Creativesystems ein RFID-Etikettensystem entwickelt, das eine beispiellose Nachverfolgbarkeit von Waren ermöglicht. Es vereinfacht die Kontrolle des Warenbestandes und bietet einen erhöhten Diebstahlschutz.

ter an Infopoints Informationen über das jeweilige Produkt abfragen und seinen aktuellen Standort im Geschäft ermitteln können. An der Kasse werden alle Bücher auf einmal erfasst, die Gesamtrechnung erstellt und zusätzlich noch weitere Buchempfehlungen abgegeben. Zusätzlich befinden sich an den Ausgängen RFID-Sicherheitsschleusen, die einen Alarm auslösen, sobald ein Kunde ein Produkt ohne zu bezahlen aus dem Laden trägt. Komponenten: Das RFID-Etikettensystem besteht aus passiven EPCUHF-RFID-Etiketten der 2. Generation und Monarch® 9855 RFID-UHF-Druckern von Avery Dennison, mobilen RFID-Lesegeräten, 14 RFID-Kassensystemen, 40 RFID-Infopoints und RFID-Sicherheitsschleusen an den Ausgängen. Funktion: Sobald ein Artikel im Geschäft eintrifft, wird die internationale Standardbuchnummer (ISBN) mit einem Barcodeleser eingescannt und im ERP-System des Geschäfts mit Titel, Autor und einer Inhaltsangabe des Artikels verknüpft. Daraufhin wird ihr mit der TrueVUE EPS-Inbetriebnahmesoftware ein elektronischer Produktcode (EPC) zugewiesen. Schließlich druckt ein Monarch® 9855 RFID-UHF-Drucker von Avery Dennison ein RFID-Etikett mit UHF-Inlay, auf dem alle relevanten Daten gespeichert sind. Technik: RFID-Technologie Hardware/Software: EPC-Gen2-Etiketten, Barcodelesegeräte, Monarch® 9855 RFID-UHF-Drucker, RFID-Lesegeräte, RFID-Sicherheitsschleusen Branchen/Artikel/Einsatzort: Das RFID-Etikettensystem wurde zuletzt bei einem Buchhändler eingesetzt, ist aber leicht übertragbar auf alle anderen Retailbereiche, in denen Waren mit Etiketten gekennzeichnet werden können: Die RFIDEtiketten von Avery Dennison können auch in sehr kleinem Format und mit einem extrem löslichen Klebstoff produziert werden, so dass die Waren beim Abziehen nicht beschädigt werden.

n Checkpoint Systems Beschreibung: 2008 wurde ein 4500m2 großes Geschäft des Buchhändlers Byblos in Lissabon mit dem RFID-Etikettensystem ausgestattet. Alle Bücher, Spiele und Videos des Händlers sind mit EPC-Gen2-Etiketten versehen, mit deren Hilfe die Kunden und Mitarbei-

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Firmenname: Checkpoint Systems Anschrift: Westerwaldstraße 3-13, 64646 Heppenheim Telefon: (0 62 52) 70 38 15 E-Mail: dirk.endlich@eur.checkpt.com Internet: www.checkpointeurope.de Ansprechpartner: Dirk Endlich, Country Manager Checkpoint Systems Deutschland

Produkt: Evolve, WarenschwundManagement-Plattform Beschreibung: Das auf Radiofrequenz basierende EAS-System bietet gegenüber Vorgängersystemen eine um 25 Prozent verbesserte Detektion, was zu breiteren Antennendurchgängen führt und die Verwendung kleinerer Etiketten ermöglicht. Daneben bietet die Lösung eine integrierte Kundenfrequenzzählung, Smart Alarm Management und eine Standard-EthernetSchnittstelle sowie über Fernwartung einfach vorzunehmende Systemaufrüstungen. Durch Nutzung von Software Defined Radio (SDR) kann Evolve gleichzeitig auf zwei Frequenzen arbeiten: Neben Warensicherungsetiketten könnten so auch RFID-Labels erfasst werden. Komponenten: Evolve besteht in der einfachsten Form aus Antennen, die an den Ein- und Ausgängen installiert werden, sowie einem Deaktivator am Kassentisch. Die Antennen sind dabei in verschiedenen Ausführungen erhältlich. Als offene Plattform entwickelt, ermöglicht Evolve die Nutzung bestehender Netzwerkinfrastruktur und die Integration weiterer Lösungen wie z.B. Videoüberwachungssysteme. Daneben sind verschiedene Software-Programme erhältlich, die die Leistungsfähigkeit und die Funktionsweise des Systems erfassen und auf Filial- oder Unternehmensebene analysieren. Funktion: Artikel, die mit radiofrequenten Sicherungsetiketten ausgestattet werden, lösen einen Alarm aus, wenn sie die Antennen an den Geschäftsausgängen passieren. Durch die Nutzung von 360-RF, eine für militärische Anwendungen entwickelte Technologie, wird eine 360Grad-Drehung des RF-Signals erzeugt, was zu einer besseren Erkennung der Etiketten von jedem Winkel aus führt. Hat sich ein Kunde für den Kauf eines gesicherten Artikels entschieden, wird das Sicherungselement an der Kasse entfernt oder deaktiviert. Technik: Radiofrequenz-Technologie Branche/Artikel/Einsatzort: Evolve ist für alle Einzelhandelsbranchen geeignet, insbesondere den Lebensmittelgroß- und -einzelhandel, Textil und Schuhe, Drogerien sowie Unterhaltungselektronik.


n Continental Marketing Services Firmenname: Continental Marketing Services GmbH Adresse: Frankenstr. 7-11, 63791 Karlstein Telefon: (0 61 88) 95 90-0 E-mail: rhorn@cms-eas.com Internet: www.cms-eas.com Ansprechpartner: Rainer Horn Produkt: CMS stellt Hart- und Weichetiketten für die Sicherung von diversen Produktgattungen her, die für die marktgängigen Sicherheitssysteme AM, RF und EM bestimmt sind. Beschreibung: Die Etiketten werden in der Regel im Distributionszentrum, direkt im Einzelhandel oder aber auch am Herstellungsort an der Ware angebracht, sog. Quellensicherung. Das trifft hauptsächlich bei der Einnähung von Webetiketten oder der Anbringung von Hangtags zu. Ein weiteres Hartetikett von CMS ist auch für Quellensicherungszwecke geeignet — ein Hartetikett, das ein AM und ein RF Warensicherungselement in einem Etikettengehäuse enthält. Dadurch wird der Warenfluss vom Hersteller zum Einzelhandel optimiert und zeitraubende Warenzuordnungsprozesse entfallen. Bei unternehmensübergreifenden Umlagerungen von bereits gesicherter Ware (z. B. carry overs, Retouren) braucht nicht mehr umetikettiert zu werden. Komponenten: Hartetiketten bestehen aus Kunststoff- gespritzten (ABS Material) Ober- und Unterteilen inkl. Einbau der entsprechenden AM und RF Resonatoren bzw. EM-Streifen sowie einer Lösungseinrichtung bei Hartetiketten zum Entriegeln des Nagels.

Technik: Die Standardsicherungssysteme sind akustomagnetisch, radiofrequent oder elektromagnetisch. Jede Technik hat ihre „eigenen“ Alarmelemente, die auf einer bestimmten Frequenz arbeiten. Hardware/Software: Für das Erkennen der Sicherungsetiketten dienen die oben erwähnten Antennen, die als Sende- und Empfangsantenne installiert werden. Branche/Artikel/Einsatzort: EAS-Hartetiketten sichern alle Arten von Textilien, Spirituosen, Brillengestelle, CDs, Sportartikel, Henkelware.

abgedeckt. Die Vorderseite bleibt unverändert. Der Safer ist in der Höhe einstellbar und verfügt über drei verschiedene Tellergrößen. Komponenten: Das Produkt besteht aus Polycarbonat Lexan (unverwüstliches Plastik). Funktion: Das Produkt wird in den Safer mit der passenden Tellergröße geschoben. Die obere Seite des Safers wird hinuntergezogen und der hintere Verschluss durch Drücken des Knopfes geschlossen. An der Kasse wird der Verschluss des Safers in den Patenöffner gelegt. So wird der Safer geöffnet und die Ware kann entnommen werden.

n Fors Firmenname: Fors GmbH Anschrift: Worringerstr. 30, 50668 Köln Telefon: (02 21) 12 06 28 53 E-Mail: info@fors-online.de Internet: www.fors-online.de Ansprechpartner: Elodie Vermeersch, Vertriebsmanager Deutschland/Österreich/Schweiz Produkt: Saferboxen, Bottlekey (Flaschensicherung), Blisterkey (Hakenverriegelung), ClipFors (Sicherung für Produkte mit Umreifungsbänder), Laptopsicherung, Leinensicherung, EAS Anlagen, Hard Tags.

Beschreibung: Neuheit: der 2D Safer, Sicherung für alle Kosmetik- und elektronischen Produkte. Generell sind die gestohlenen Waren meistens eher klein, gleichzeitig aber von hohem Wert. Typische Produkte sind demnach ParFunktion: füms, Kosmetika oder kleine Die Sicherungsetiketten lösen im Bereich der Anten- elektronische Produkte. Der nensicherungsanlage im Einzelhandel einen Alarmton neue Fors-Safer ist für diese aus, der signalisiert, dass sich an der Ware ein an der ästhetischen Produkte beKasse nicht deaktiviertes Sicherungsetikett befindet. stimmt. Denn nur die HinterDas kann einen Diebstahl vermuten lassen oder aber seite des Produkts wird von auch ein Vergessen der Detaktivierung an der Kasse. der transparenten Schutzhülle Unbenannt-5 28.08.2008 16:35:01 Uhr

Branchen/Artikel/Einsatzort: Supermärkte, Fachhandel für Multimedia oder Kosmetika; Parfüms, Kosmetika, MP3 Player.

n High-Scan Firmenname: High-Scan Artikelsicherungs GmbH Anschrift: Feuerbachweg 13, 41469 Neuss Telefon: (0 21 37) 49 73 E-Mail: info@high-scan.de Internet: www.high-scan.de Ansprechpartner: Harald Stroh Produkt: Radiofrequenz Technologie (RF) + Akustomagnetik Technologie (AM), Leinensicherung und Kundenfrequenzzähler Beschreibung: Alle High-Scan Systeme können als Mono-Systeme eingesetzt werden. Aufgrund der Leistungsfähigkeit werden weniger Systeme benötigt, um die Ausgänge zu sichern. Der Erfassungsbereich der z.B. Solo-Systeme beträgt zu jeder Seite bis zu 120 cm. Somit können Ausgänge von über 200 cm und Kassendurchgänge von 100 cm Breite gesichert werden. Es ist also möglich über 400 cm breite Ausgänge mit nur zwei Antennen zu sichern. Die neueste GeAnzeige

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Marktübersicht Funktion: Die Videoaufnahme kann mittels eines individuell erstellten Zeitplanes oder der internen Bewegungserkennung gestartet werden. Optional kann man durch externe Peripherie, wie z. B. Alarmkontakte, Bewegungsmelder etc. die Aufzeichnung steuern. Weiterhin können vom Aufzeichnungssystem Ereignisse erkannt und über verschiedene Alarmschnittstellen weitergeleitet werden. Die Aufzeichnungen finden in vollständiger PAL-Auflösung statt, d. h. eine optimale Bildqualität steht für die Auswertung zur Verfügung. neration der High-Scan Systeme kann vom Kunden als Werbeträger genutzt werden. Für alle High-Scan Systeme gilt: Jeder Etikettentyp, vom Hart- bis zum Klebeetikett kann verwendet werden. Komponenten: Aus einem Solo-System (Antenne), einem Trafo sowie der Installation Funktion: Kommt ein „vergessenes“ und/oder aktives Sicherungsetikett in das Detektionsfeld, löst das System den Alarm aus. Technik: Radiofrequenz- und/oder Akustomagnetik-Technik Hardware/Software: Keine zusätzliche Branchen/Artikel/Einsatzort: Für den gesamten Einzelhandel

n KJL Sicherheitssysteme Firmenname: KJL Sicherheitssysteme GmbH & Co. KG Anschrift: Angerburger Straße 1, 22047 Hamburg Telefon: (0 40) 23 90 99 32 E-Mail: info@kjl-sicherheitssysteme.de Internet: www.kjl-sicherheitssysteme.de Ansprechpartner: Frau Eichelberg

Hardware/Software: Die Grundausstattung sieht einen 4-Kanal Digitalrekorder, mit einer 500 GB Festplatte, DVD-Brenner, Tastatur und Maus vor. Der KJL-DVR ist bereits komplettiert und zum sofortigen Einsatz verwendbar. Als Betriebssystem wird Windows XP mitgeliefert. Branchen/Artikel/Einsatzort: Der KJL-DVR ist für den Groß- und Einzelhandel geeignet.

n Logokett Firmenname: Logokett GmbH Anschrift: Karl-Arnold-Str. 1, 47877 Willich Telefon: (0 21 54) 95 32 70 E-Mail: info@logokett.com Internet: www.alpha-deutschland.com www.logokett.com Ansprechpartner: Herr Liedtke Produkt: Aktive Lösungen für hochwertige Artikel: Kartonagensicherung, aktive Präsentationsdisplays, Spirituosensicherung, aktive 3 Alarm Etiketten Beschreibung: Die aktiven Lösungen bieten die Möglichkeit, hochwertige Artikel an jedem beliebigen Ort verkaufsfördernd und kundenfreundlich auszustellen. Die aktiven Etiketten, wie zum Beispiel die Kartonagensicherung, schützen hochwertige Artikel gegen Manipulation und unterbinden das Umverpacken oder

Produkt: Digitales Videoüberwachungssystem mit POSSchnittstelle und Software

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Technik: Die Lösungen sind kompatibel zu allen Warensicherungstechnologien – RF, AM, EM. Branchen/Artikel/Einsatzort: Branchenlösung für Multi-Media, Textil/BekleidungLeder, SB-Märkte, DIY, Parfümerie/Drogerie

n Nedap Firmenname: Nedap Deutschland GmbH Anschrift: Otto-Hahn-Str. 3, 40670 Meerbusch Telefon: (0 21 59) 81 45-167 E-Mail: info@nedap.com Internet: www.nedap.de Ansprechpartner: Hiltrud Brinkmeier Produkt: Elektronische Warensicherungssysteme mit radiofrequenter Technik mit dem angeschlossenen webbasierten Managementinformationssystem EASi/Net Beschreibung: Die Warensicherungssysteme sind modular aufgebaut. Der Kunde kann mit reiner Artikelsicherung starten und baut bei Bedarf aus auf Besucherfrequenzzählung, Werbung, Managementinformationssystem EASi/Net bis hin zur RFID Erkennung. Komponenten: Warensicherungsantennen, Besucherfrequenzsensoren, Werbekits, Sicherungsetiketten und das Management-Informationssystem EASi/Net

Beschreibung: Der KJL-DVR ist ein PC basierendes Mehrkanalsystem, das die neuesten Digitalvideokompressionstechnologien verwendet. Komponenten: Das System vereint die Komponenten Multiplexer, Videosensorik, Alarmmanagement, Aufzeichnung und Kassendatenerfassung in einem Gerät.

Warensicherungssystem aus, wenn versucht wird, die gesicherte Ware aus dem Markt zu tragen. Die aktiven Präsentationsdisplays schaffen unbegrenzte Ausstellungsmöglichkeiten von hochwertigen elektronischen Handheld-Produkten auf der gesamten Verkaufsfläche. Sie sind ideal für Sonderplatzierungen und der Kunde hat die Möglichkeit, das Produkt vor dem Kauf live und aktiv kennen zu lernen. Bei Manipulation wird ein Alarm, am betroffenen Produkt, gezielt ausgelöst.

Zupacken von Artikeln. Bei dem Versuch die Kartonagensicherung zu knacken, ertönt ein Signal aus dem Etikett. Zusätzlich löst die Sicherung Alarm im

Funktion: Diebstahlgefährdete Artikel werden mit einem Sicherungsetikett versehen und erzeugen einen Alarm, wenn dieses Etikett beim Bezahlvorgang nicht deaktiviert oder entsichert wurde. In die Antennen integriert sind Sensoren, die ein- und ausgehende Kunden zählen. Durch webfähige Deaktivatoren wer-


den die Menge und die Qualität der eingesetzten Sicherungsetiketten geprüft und registriert. EASi/Net verarbeitet Informationen aus Besucherfrequenzzählung, Deaktivierungen und Alarmmonitoring. Technik: Die Systeme arbeiten auf Basis der Radiofrequenten Technik. Das Managementsystem EASi/Net ist ein web-fähiges System. Branchen/Artikel/Einsatzort: Geeignet für alle Produkte und alle Branchen im Einzelhandel. Neben den klassischen Bereichen, wie Textil, Schuhe, Drogerie bietet Nedap Speziallösungen, z. B. für Optiker.

n Rako Firmenname: Rako Security-Label Produktsicherungs GmbH Anschrift: Möllner Landstraße 15, 22969 Witzhave Telefon: (0 41 04) 69 31 19 E-Mail: info@rako-security-label.com Internet: www.rako-security-label.com Ansprechpartner: Steffen Hamer

Branchen/Artikel/Einsatzort: Es können alle Handelswaren geschützt werden, auf die man ein Etikett in der Größe 4x4 cm, 3x3 cm oder 5x5 cm kleben oder integrieren kann, wie z. B. Lebensmittelverpackungen, elektronische Geräte (Fernseher, Radio etc.), DVD und CD Boxen, Spirituosen. Der Einsatzort sollte im Innenbereich liegen. Diese Kombination wird vor allem im Einzelhandel eingesetzt.

Produkt: Komplettlösung zur elektronischen Artikelsicherung

n Scanmarketing

Beschreibung: Es handelt sich um zwei Produkte zur elektronischen Artikelsicherung.

n Novatec Firmenname: Novatec Sicherheit und Logistik GmbH Anschrift: An der Pönt 47, 40885 Ratingen Telefon: (0 21 02) 30 23 15 E-mail: u.wirtz@novatec-mail.de Internet: www.novatec-warensicherung.de Ansprechpartner: Ulrich Wirtz Produkt: Warensicherung (verschiedene Technologien), Flaschensicherung BottleLox, Hart- und Klebeetiketten, Videoüberwachung, Gesamtlösungen Beschreibung: Novatec bietet als neutraler Großhändler verschiedene Lösungen an. Spezielle Systeme für den Checkout garantieren eine effiziente Sicherung. Insbesondere im Bereich der RF-Systeme (8,2MHz) ist die schnelle und reibungslose Deaktivierung der Sicherungsetiketten im Kassiervorgang ein echter Vorteil. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass Kunden, die bezahlt haben, auch sicher keinen Alarm auslösen. Speziell für Wein und Spirituosen bietet Novatec „BottleLox“ an. Diese Flaschensicherung ist voll transparent und stört somit nicht die Warenpräsentation. Ein spezieller Verschluss garantiert ein Höchstmaß an Manipulationssicherheit. BottleLox sind kompatibel mit allen 8,2MHZ / 58 KHz Warensicherungssystemen. Komponenten: Eine klassische Warensicherung besteht aus Antennen am Eingang, Löser und Deaktivatoren für den Kassentisch sowie verschiedenen Sicherungsetiketten. Technik: RF Branchen/Artikel/Einsatzort: Grundsätzlich gibt es Lösungen für alle Handelsbereiche, Textil, Schuhe, Sport, LEH, Drogeriemärkte.

1. Lucatron RF Etikett, 8.2 MHz: Dieses Etikett kann auf einem beliebigen Produkt verklebt werden. Es wird überwiegend im Einzelhandel verwendet und dient der Artikelsicherung. Es kann z. B. an der Kasse deaktiviert werden und ist bedruckt oder unbedruckt lieferbar. Ein typisches Einsatzgebiet sind Supermärkte mit engen Kassendurchgängen. 2. Mono Antenne – Merkur: Diese Antenne wird im Durchgangs- bzw. Ausgangsbereich eingesetzt. Sie hat beidseitig eine Reichweite von mindestens 60 cm und den Vorteil, dass sie als einzelne Antenne z. B. mittig eingesetzt werden kann.

Firmenname: Scanmarketing GmbH Anschrift: Gutenbergstraße 18, 78652 Deisslingen Telefon: (0 74 20) 92 00 9-0 E-Mail: info@scanmarketing.de Internet: www.artikelsicherung.com Ansprechpartner: Uta Bindels (Marketing, Vertrieb) Produkt: Als Vertreter des niederländischen Herstellers Cross Point bietet Scanmarketing beide Basistechnologien (AM Akustomagnet und RF Radiofrequenz) an. Obendrein bietet Scanmarketing als Händler des US-amerikanischen Herstellers Xpondr® LoopSysteme auf Basis der 66 KHz-Technologie an. Beschreibung: Das Antennensystem Cross Point NEXUS ermöglicht mit nur einer Installation sowohl elektronisch die Waren zu sichern (Etikettensicherung) als auch Besucherfrequenzen zu erfassen und statistisch zu verwalten. Obendrein werden die Antennen als Werbeflächen genutzt und können einfach und preis-

Komponenten: RF Etikett: Papier, Aluminium Folie, permanenter Kleber, Liner; RF Antenne: Elektronik mit Kabeln, Aluminium- oder Stahlprofile mit Plexiglas, LEDs Funktion: Um die Antenne wird eine Frequenz von 8.2 MHz erzeugt. Wenn das aktive RF Etikett an der Kasse nicht deaktiviert wird und in diesen Bereich eintritt, kommt es zu einer Störung der Frequenz, wodurch die Antenne dann ein Alarmsignal von sich gibt. Technik: RF – Radio Frequenz – 8.2 MHz Hardware/Software: RF Mono Antenne-Merkur, die das Alarmsignal von sich gibt. Lucatron RF Etikett, welches die Frequenz von 8.2 MHz der Antenne stört.

wert mit Wechsel-Motiven bestückt werden. Durch einfache DSL Vernetzung sind die für Filialrevision, Personaleinsatzplanung oder Filialmarketing wichtigen Daten jederzeit verfügbar. Komponenten: NEXUS besteht grundsätzlich aus mindestens einer Antenne (z.B. AM Mono für schmale Ausgangstüren) und einer Stromversorgungseinheit. Je nach Konfiguration kann NEXUS als Schleusen-System (zwei Antennen oder mehr) mit Stromversorgungseinheit und Datenübertragungsmodul bestehen.

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Marktübersicht Funktion: Simpel ausgedrückt wird im Ausgangsbereich eines Geschäfts ein Energiefeld generiert, welches durch das Eindringen eines Sicherungsetiketts gestört wird. Diese Feldveränderung wird vom System als Sicherungsetikettensignal ausgewertet und so erfolgt eine Alarmauslösung durch Ton und/oder Lichtsignal. Fehlalarme z. B. durch Label-Smog oder durch Störeinflüsse aus der Umwelt werden durch spezielle Signale gemeldet, so dass eine hohe Motivation der Mitarbeiter erreicht wird, nämlich die Sicherheit im Alarmfall die Personen korrekt ansprechen zu können.

Komponenten: Ausgabegerät, Kartenset oder Bon über Touchscreendrucker und Kasseneinbindung LAN oder RS 485 Funktion: Der Kunde wählt sein Produkt, indem er eine Produktkarte aus einem Ständer entnimmt oder einen

Komponenten: Alarmzentrale und entsprechende Sicherungskabel. Durch verschiedene Sicherungsadapter an diesen Kabeln erfolgt die Sicherung individuell angepasst an die Ausstellungsware. Durch weitere Optionen erfolgt über diese Adapter auch gleich die Spannungsversorgung.

Technik: NEXUS kann mit RF 8.2 MHz Technologie oder mit AM 58 KHz Technologie bestellt werden. Hardware/Software: In der Mindestkonfiguration wird nur eine Antenne benötigt. Zum Betrieb mit Zählfunktion und Alarmmanagement und Deaktivierungs-Statistik am POS ist das Datenübertragungsmodul sowie die Software „Store-Reporter“ erforderlich. Branche/Artikel/Einsatzort: Der Einsatz ist branchenunabhängig, da beide Basistechnologien (RF und AM) zur Verfügung stehen. Eine spezielle Antennenausführung NEXUS RF-16 erlaubt den Einsatz im robusten Umfeld von CheckIn/Check-Out Situationen im SB-Handel.

n Vensafe Firmenname: Vensafe GmbH Anschrift: Düsseldorferstr. 217, 40667 Meerbusch Telefon: (0 21 32) 93 70 60 E-Mail: constantin.joannou@vensafe.de Internet: www.vensafe.de Ansprechpartner: Constantin Joannou-Römer Produkt: Zervio-ZervioExtra, Boxxio, Touchscreen und Produktkarten Beschreibung: Stellfläche 0,81 m2 B 90 cm, T 91 cm, H 192,5 cm und ein Gewicht von 165 kg; je nach Produkt-Mix 80 Produkte 1600 Artikel, Boxxio 48 Produkte 960 Artikel; mit 2 Zervio Extra je nach Produkt-Mix erweiterbar bis auf 240 Produkte 4800 Artikel; Touchscreen oder Flatscreen mit Bedienerfunktion am Ausgabegerät; Lesen von gedrucktem Bon oder Karten möglich, SMS-Versand optional, Benachrichtigung zum Nachfüllen von Produkten mit Stückzahlangabe, Einbruchsversuch und weiteres; Info-Menü: Anzahl Produkte pro Schacht, Verkäufe pro Kasse, Ausgabebestätigung über Bewegungssensor.

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Warenpräsentation. Diese Sicherung erfolgt direkt am Ausstellungsplatz, wo der Kunde die Ware ungehindert ausprobieren, fühlen und seine Vorauswahl treffen kann. Ein Sicherungskabel, welches an die Ware angebracht wird und mit einer mobilen Alarmzentrale verbunden ist, übernimmt dabei die Absicherung. Manipulationen an dieser Verbindung werden durch einen akustischen und optischen Alarm angezeigt.

Produktbon an einem Touchscreen ausdruckt. Die Produktkarte wird wie jeder andere Artikel sonst an der Kasse vorgezeigt. Die Karte wird über die Kasse/ Scanner aktiviert und der Kunde zahlt für das Produkt. Die aktivierte Produktkarte wird am Scanner des Ausgabesystems eingelesen und das Produkt wird innerhalb von zwei Sekunden ausgegeben. Technik: Windows XP-Pro Lizenz, Patent der Hardware Vensafe AS in Norwegen

Funktion: Die Alarmzentralen haben für jedes Sicherungsobjekt einen eigenen Anschlussport. An einer Zentrale können dabei bis zu 32 Ports vorhanden sein. Die zu sichernde Ware wird über einen Adapter und ein Anschlusskabel mit diesen Ports verbunden. Einmal angeschlossen führt jede Unterbrechung dieser Verbindung zu einer Alarmauslösung, die auch anzeigt, welche Ware betroffen ist. Durch den Einsatz von z. B. spiralisierten Anschlusskabeln kann dabei die Ware vom Kunden so

Hardware/Software: Beim Anschluss über den Scanner wird keine Software benötigt. Eine Einbindung über dem Marktserver benötigt ein Update der Kassensoftware (Wincor, NCR, Awek, GK-Software, Torex Retail und POS-Systemhaus bereits im Einsatz) Strom: 220V max. 170 Watt. Branche/Artikel/Einsatzort Für Zigaretten, Tabakwaren, Rasierklingen, Kondome, Druckerpatronen, alle Blisterwaren und anderes sehr gut geeignet. LEH, Discounter, Drogeriemärkte, C + C, Elektromärkte, Baumärkte usw.

frei wie möglich bewegt werden, wird anschließend aber immer wieder am richtigen Platz, passend zum Preisschild abgelegt. Die Adapter können an die Ware angeklebt, gesteckt oder geschraubt werden und beeinträchtigen die Funktion in keiner Weise.

n Zacom Firmenname: Zacom GmbH & Co. KG Anschrift: Möhlerstr. 32-36, 33442 Herzebrock-Clarholz Telefon: (0 52 45) 88 7-0 E-Mail: info@zacom.de Internet: www.zacom.de Ansprechpartner: Andreas Waltmann Produkt: Elektronische Leinensicherung Beschreibung: Die elektronische Leinensicherung dient der Diebstahlssicherung hochwertiger Güter in der freien

Technik: Die modernen elektronischen Leinensicherungen basieren auf der sogenannten „Impuls-Echo“-Technologie. Dabei wird ein Signal, der Impuls über die Leitung zum Sicherungsadapter geschickt, und anschließend das zurückkommende Signal als Echo ausgewertet. Diese Technik bietet eine hohes Maß an Sicherheit gegen Manipulationen durch Kurzschluss oder Störungen durch statische Aufladungen. Branchen/Artikel/Einsatzort: Der klassische Einsatzbereich sind alle Elektronikwaren – vom Handy, MP3 Player, Digitalkamera, Camcorder, Notebook, Spielekonsole bis zum Rasierer.


n Welchen Nutzwert hat die Artikelsicherung für den Einzelhandel? AF Electronics Minimierung der Warenverluste bei geringen Kosten und einfachster und damit sicherster Bedienung. Avery Dennison – Information and Brandmanagement Division Durch den Einsatz von Quellensicherung können ganz erhebliche Kosten eingespart werden und das Personal in den Shops kann sich wieder mehr um die Kunden kümmern anstatt Ware zu sichern. Hinzu kommt, dass die Ware bereits gesichert transportiert wird, was auch hier zu einer Reduzierung des Schwunds führen kann. Nicht zuletzt hat auch der Kunde einen Vorteil, da durch die beschleunigten Prozesse am POS geringere Wartezeiten beim Bezahlen realisiert werden können. Avery Dennison – Printer Systems Division Mit dem RFID-Etikettensystem bietet der Einzelhandel seinen Kunden ein angenehmes Einkaufserlebnis und spart darüber hinaus deutlich Zeit: ob bei der Lagerbestandsaufnahme (30 Prozent), an der Kasse oder bei der Inventur (jeweils 65 Prozent Zeitersparnis). Ein weiterer Vorteil ist der hohe Diebstahlschutz, der durch die RFID-Schleusen an den Ausgängen gewährleistet wird. Checkpoint Systems EAS bietet Einzelhändlern ein umfangreich ausgestattetes und modular nutzbares System, um Schwund zu reduzieren, die Profitabilität zu verbessern und das Einkaufserlebnis der Konsumenten zu steigern (kleinere Etiketten, breitere Antennedurchgänge, zuverlässigere Alarmmeldung). An Bedeutung gewinnt auch die Kombination aus Warensicherung und Warenidentifikation mit dem Ziel, Verbesserungen im Bestandsmanagement und der Warenverfügbarkeit zu erreichen. Continental Marketing Services Ziel ist die Reduzierung von Inventurdifferenzen durch präventive Artikelsicherungsmaßnahmen; bei Quellensicherung Reduzierung des Etikettierungsaufwandes und damit cost sharing zwischen Industrie und Handel sowie Optimierung der Warenströme durch ein Kombinationsetikett AM/RF. Fors Teure Produkte haben eine zuverlässige Sicherung, die das Aussehen des Produkts nicht behindert. High-Scan Der Hauptnutzen ist die Senkung der Inventurdifferenz, die Sicherheit für das Personal/Inhaber, dass sich in ihrem Geschäft ausschließlich Kunden und keine Ladendiebe aufhalten.

Logokett Verkaufsfördernd durch offene, sichere Warenpräsentation. KJL Sicherheitssysteme Die Vorteile des liegen in der Reduzierung von Inventur-Differenzen, der Präventionen gegen Diebstahl und Vandalismus, dem Schutz der eigenen Mitarbeiter, der Aufklärung von Straftaten und Sicherung von Beweismaterialien sowie der Sicherung von Betriebs- und Geschäftsgegenständen. Nedap Der Nutzen des Einzelhändlers liegt in der Sicherung der Waren vor Diebstahl. Immer größere Bedeutung gewinnt dabei aber auch das Verarbeiten von Informationen zur Optimierung der Verkaufsprozesse. Novatec Drastische Reduzierung der Inventurverluste bei einem überschaubaren Kostenaufwand. Schnelle Amortisation der Investition, oft nur wenige Monate. Rako Vermeidung von Diebstahl, Steigerung des Umsatzes durch geringere Inventurdifferenz. Scanmarketing Mit nur einer Installation können mehrere Nutzen und Funktionen realisiert werden und dies auch bausteinartig. Gerade der Fachhandel, der umsichtig investieren und planen muss, kann die Systeme je nach Bedarf konfigurieren und jederzeit nachrüsten. Dies bedeutet hohen Investitionsschutz. Vensafe Kunden- und Mitarbeiterdiebstahl ausgeschlossen, Shopdesign am POS, Reduzierung vom Warenbestand, Jugendschutz, flexible Produktwahl und Aufstellungsort, Zeiteinsparung bei der Befüllung, Platzbedarf und vieles mehr. Zacom Der erste Nutzen ist die offene Warenpräsentation mit allen bekannte Vorteilen. Die Sicherung erfolgt am Präsentationsmöbel, somit bleibt die Ausstellungsware auch dort und kann nicht für Manipulationen in andere Bereiche des Shops verbracht werden. Da die Leinensicherung heute auch gleich die Halterung der Ware übernimmt und über ein einziges Kabel auch noch die Spannungsversorgung erfolgen kann, sieht die Präsentation immer ordentlich und aufgeräumt aus. Zusätzlich stimmt auch die Zuordnung von Ware und Preisschild. Hochwertige Produkte werden entsprechend präsentiert und somit hochwertig verkauft.

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Technik

Auf der Jagd nach dem ROI Steigende Erwartungen der Kunden insbesondere hinsichtlich „Do-it-myself“-Optionen üben auch auf den mittelständischen Handel Investitionsdruck aus. Beim Einstieg in RFID-basierte Lösungen können Kooperationen helfen, Synergieeffekte zu nutzen und Kosten zu sparen.

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ie kaum eine andere Branche muss sich der Handel den ständig steigenden Marktanforderungen stellen. Kürzere Warendurchlaufzeiten, höhere Qualität, ein zuverlässiger Lieferservice und eine lückenlose Warenverfolgung, möglichst auf Artikelbasis, zwingen die Handelsunternehmen zum Umdenken bei Planung und Einsatz neuer Technologien. Hinzu kommen die gestiegenen Erwartungen der Kunden an den Handel.

n Herausforderungen mit RFID-Technologie begegnen Das Marktforschungsinstitut Gartner hat bereits 2006 herausgefunden, dass es der größte Wunsch der Verbraucher ist, die gesuchte Ware schnell, einfach und vorrätig zu finden. Diese Attribute erfüllt theoretisch kein anderes Warenkennzeichnungssystem so intelligent, umfangreich und flexibel wie die Radiofrequenz-

Identifikationstechnologie (RFID). Eine weitere europäische Studie, die im März 2008 im Auftrag der NCR-Corporation durchgeführt wurde, belegt, dass „Do-it-myself“-Optionen von fast 98 Prozent der Verbraucher gewünscht werden. Das heißt: Der Einsatz von Selbstbedienungslösungen wie Self-Checkout- und Kiosksystemen könnte in Verbindung mit RFID-getaggter Ware, RFID-Regalen, RFID-Einkaufswagen und -Warenkörben bis hin zum RFID-fähigen Point of Sale (POS) nicht nur den Warenfluss optimieren, sondern auch dem Kundenwunsch nach mehr Flexibilität entsprechen. Wartezeiten an der Kasse können am POS mit Hilfe von RFID-gestützten Self-Checkout-Systemen und ergänzenden E-Payment-Verfahren via PDA, Mobiltelefon, Internet oder Geldautomaten reduziert oder ganz vermieden werden. Der Handel kann mit dem Einsatz von RFIDTechnologie die ungeliebten Out-of-Stock oder Bullwhip-Effekte vermeiden, die für das zu-

Einsatzgebiete von RFID – Prozessoptimierung und Produktverfolgung zwischen Industrie und Handel

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sätzliche Abschmelzen der ohnehin schon geringen Handelsmargen sorgen. Die unternehmerischen Vorteile von RFID liegen auf der Hand. Bei der Lawsgroup, einem in Hongkong stationierten Auftragshersteller von Bekleidung, und Lemmi Fashion, einem deutschen Hersteller von Kinderbekleidung, konnten mit Hilfe von RFID die Durchlaufzeiten um bis zu 27 Prozent reduziert werden, während die Produktionsplanung um bis zu 29 Prozent verbessert wurde. Die Effizienz des Warenflusses am Warenein- und -ausgang konnte bis auf nahezu 200 Prozent gesteigert werden. Bestände in Distributionszentren und Filialen ließen sich besser überwachen. Die Zahlen aus Asien sind durchaus auf den deutschen Markt und beispielsweise die Lebensmittelbranche übertragbar. Nicht nur die großen Hersteller, sondern vor allem auch mittelständische Unternehmen können davon profitieren. Eine komplett RFID-gesteuerte Supply Chain vom Hersteller über die Distribution zum Handel und weiter zum Endkunden würde über alle Stationen der Wertschöpfungskette hinweg Vorteile und reale Gewinne für die Beteiligten generieren. Die Metro Group, die in ihrem Future Store in Rheinsberg bei Duisburg die RFID-Kennzeichnungstechnologie bereits 2004 erprobte, konnte die Warenpräsenz im Regal nach eigenen Berechnungen um neun bis 14 Prozent steigern, indem sie Artikelgruppen einzeln mit HF-RFIDTags kennzeichnete. Alle Prozesse entlang der Wertschöpfungskette Hersteller, Distribution und Handel können, so zeigen z. B. die positiven Erfahrungen mit der Palettenkennzeichnung über UHF-RFID-Etiketten bei Nestlé, Mars oder Unilever, signifikant verbessert werden. Detaillierte Warenflussinformationen sind ständig und an allen Stationen der Logistikkette verfügbar.


n Mittelstand zeigt gebremste Investitionsbereitschaft Trotz aller ersichtlichen Vorteile der Technologie, stellen die nötigen Investitionen aber gerade für den Mittelstand eine große Hürde dar. Auf dem Weg zur Investitionssicherheit und zum Wettbewerbsvorteil muss zusätzlich auch die Kundenakzeptanz bei den neu eingesetzten Technologien berücksichtigt werden. Viele mittelständische Unternehmen warten immer noch, dass ihnen die grundlegende Sorge um die Investitionssicherheit genommen und der ROI innerhalb kürzester Zeit garantiert wird. Durch die zögerliche Haltung, die angesichts der Aufgabenvielfalt und Investitionen verständlich ist, werden aber Gestaltungsspielräume hinsichtlich der Standards und der eingesetzten Kennzeichnungssysteme nicht wahrgenommen.

n Synergien schaffen Der Return-On-Investment hängt nicht nur von der Aufgabe des Unternehmens und dem Engagement beim Technikeinsatz ab, sondern gerade auch von der Fähigkeit, die RFID-Daten in die firmeneigenen IT-Systeme zu integrieren und Partnerunternehmen bei Einführung der neuen Technologie einzubinden und aktiv zu beteiligen. Viele Faktoren, die Unternehmen selbst positiv beeinflussen könnten, um den ROI in relativ kurzer Zeit zu sichern, werden vernachlässigt. Gerade mittelständische Handelsunternehmen könnten RFID-Synergien mit Herstellern, Distributoren und weiteren Dienstleistern (z. B. Hard- und Software bei Kassensystemen) bilden.

Durch das Einbeziehen und die Abstimmung technologischer Entwicklungsschritte können eigene Anforderungen rechtzeitig eingebracht werden. Geringere Kosten für jeden einzelnen Partner, aber auch eine schnellere Umsetzung sind realisierbar, wenn sich alle Beteiligten auf ein einheitliches RFID-System verständigen. Die gemeinsame und vor allem anteilige Nutzung der finanziellen Ressourcen stellt dabei sicher, dass auch kleinere Partner finanziell nicht überfordert werden. Insbesondere bei der strategischen Planung und bei der Analyse der Anforderungen sind Synergien durch die optimale Kombination der Geschäftsfelder von Bedeutung.

n Trotz Skepsis – RFID wird sich durchsetzen Auch auf internationaler Ebene herrscht weitgehend Einigkeit über den Erfolg der kontaktlosen Kennzeichnungs- und Warenverfolgungstechnologien. In einer aktuellen Umfrage des Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) gehen über 95 Prozent der Befragten davon aus, dass sich RFID generell durchsetzen wird. Über zwei Drittel von ihnen halten den Zeitrahmen von zehn Jahren für realistisch, rund 30 Prozent gehen davon aus, dass es länger dauern wird. Es gebe für die internationale Wettbewerbsfähigkeit weder mittel- noch langfristige Alternativen zum Einsatz von RFID, kommentiert Eurospace das Umfrageergebnis. Doch auch dies sei gesagt: Auch Hersteller von RFID-Technologie und RFID-Dienstleister sind stellenweise noch skeptisch, wenn es um die zeitliche Umsetzung bzw. vollständige und

branchenübergreifende Einführung von RFIDTechnologien geht. Einige äußern Bedenken in rechtlicher Hinsicht, beim Thema Datenschutz seien noch viele Fragen offen. Andere betonen, dass die RFID-Technik vorwiegend vom Handel gewollt und genutzt würde und nur für die Kennzeichnung von beispielsweise Paletten gut funktioniere, dass das Case-Level-Tagging im Gegensatz dazu aber noch zu wünschen übrig ließe. Doch auch hier spricht man hinter vorgehaltener Hand von Kinderkrankheiten, deren Behebung größtenteils schon erarbeitet wurde. Generell kann man sagen, dass die Hersteller unzufrieden mit den Absatzzahlen sind – und hier gehen sie Hand in Hand mit dem Mittelstand – sich also einen schnelleren ROI ihrer Investitionen und Entwicklungskosten gewünscht hätten. Jedoch bezweifelt kein Hersteller oder Dienstleister der RFID-Branche, dass die Investitionen des Handels, des Mittelstands und der Großindustrie in RFID-Technologien sinnvoll seien und der ROI, wenn nicht kurz-, dann zumindest langfristig gesichert ist.  n

Autor Stefan Georg Hamacher befasst sich als freier Journalist, Offenbach am Main, mit den Fachthemen RFIDTechnologie, Logistik und AutoID.

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Technik

Warensicherung und -wirtschaft im Doppelpack Seit Kurzem setzt Northland, Experte für Outdoor-Bekleidung und -Ausrüstung, auf RFID zur Sicherung seiner Waren. Die für den Fashion-Bereich optimierte UHF EPC G2-Installation macht nicht nur Langfingern das Leben schwer, sondern erlaubt zusätzlich eine Anbindung an das Warenwirtschaftssystem. ergänzt werden. „Die RFID-Diebstahlsicherung meldet nicht nur, dass ein Produkt gestohlen wurde, sondern auch welches und wann. Mit dieser Information kann besonderes Augenmerk auf diebstahlgefährdete Produktgruppen und Zeiten gelegt werden“, gibt Otto Url, RFID-Projektverantwortlicher für die Northland GmbH, Einblick in die wesentlichen Vorteile der Lösung. Gleichzeitig können gestohlene Produkte sofort nachgeordert werden, um die Verfügbarkeit im Shop unverzüglich zu gewährleisten.

n Spezielle Lösung für Textileinzelhandel Diese reine UHF EPC G2 DiebstahlschutzInstallation soll nach einer Testphase auf weitere Northland-Shops ausgeweitet werden. Zwei wesentliche Eckpfeiler machen den Diebstahlschutz in dieser Form überhaupt erst technisch möglich: der neue UHF G2XL-Chip des Halbleiterherstellers NXP und die RFID/AutoID Middleware You-R® OPEN des österreichischen Technologieconsulting- und Softwareunternehmens RF-iT Solutions. „Der Einsatz war bisher

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orthland zählt im Fashion-Segment zu den Vorreitern beim Einsatz der RFID-Technologie. Der österreichische Hersteller von Extremsporttextilien hat bereits im Vorjahr in seinem Grazer Shop eindrucksvoll bewiesen, dass die Technologie in Sachen Effizienz und Transparenz herkömmlichen Anwendungen um Längen voraus ist. Während eine manuelle Inventur im Northland Store rund 1,5 Stunden betrug und schlussendlich keine vollständige Information darüber vorhanden ist, ob Fehlbestände vorliegen, konnte der automatisierte Prozess auf Basis der RFID-Technologie in nur viereinhalb Minuten für insgesamt 651 Artikel durchgeführt werden. Der Faktor 20 ermöglicht neue Möglichkeiten zur optimierten Flächenbe-

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wirtschaftung und wurde kürzlich um ein weiteres Feature ergänzt: eine RFID-basierte Diebstahlsicherung.

n Artikelmanagement und -sicherung kombiniert Rund 1300 verschiedene Outdoor-Produkte wie Jacken, Hosen, Pullover bis hin zu Rucksäcken und Thermoskannen sind im Grazer Shop zurzeit mit RFID-Tags ausgestattet. Seit Kurzem kombinieren die Datenträger erstmals die Artikelinformation und eine Diebstahlsicherung auf einem Hang-Tag. Am Kassenbildschirm wird angezeigt, wenn ein Diebstahl auftritt. Dies kann durch einen optischen oder akustischen Alarm am Gate

Als einen wesentlichen Vorteil der RFIDLösung sieht Otto Url, RFID-Projektverantwortlicher für die Northland GmbH, dass diebstahlgefährdete Produktgruppen und Zeiten identifiziert werden können.


Die Textilien bei Northland sind alle mit einem RFID-Tag ausgestattet. Neben Diebstahlsicherung ist auf dieser Basis auch eine schnelle, zuverlässige Inventur der eng hängenden Kleidungsstücke möglich.

noch schwierig, da traditionelle UHF RFIDGates ein schwer eingrenzbares Lesefeld hatten, was oft zu unerwünschten Fehlalarmen führte“, erklärt Rainer Lutz, Marketing Manager, NXP Semiconductors. NXP hat deshalb ein neuartiges Referenzgate entwickelt, das ein sehr präzises Lesefeld erzeugt. Es ermöglicht einen über acht Meter breiten offenen Eingangsbereich, welcher wie durch einen unsichtbaren dünnen elektronischen Vorhang Produkte präzise erkennt, wenn sie den Ausgang passieren. „Das UPM Raflatac’s UHF EPC Gen 2 Web Inlay, das bei Northland eingesetzt wird, wurde speziell auf die Anforderungen von Fashion-Anwendungen optimiert. Damit kann eine exzellente Inventurleseperformance selbst bei eng hängenden Textilien erreicht werden“, erklärt Mikko Immonen, Business Develop-

ment Direktor bei UPM Raflatac. „Das Inlay kann in allen Orientierungen präzise erkannt werden, sodass sich speziell im EAS-Gate Vorteile erzielen lassen.“

Neben UPM Raflatac konnte Toshiba als Projektpartner gewonnen werden, die mit ihrer verlässlichen RFID-Modultechnologie und dem B-SA4 RFID-Drucker den Shop auch auf künftige, erweiterbare Anforderungen vorbereitet. „Die Fashion-Lösung von You-R® OPEN gewährleistet eine rasche Umsetzung des Projektes entlang der Logistikkette und direkt in den Shops sowie eine rasche Anbindung an vorhandene Warenwirtschaftssysteme, um die Investitionskosten stark zu reduzieren“, erklärt Dominik Berger, Geschäftsführer von RF-iT Solutions. Der Einsatz des vielfach erprobten skalierbaren Operating Environment You-R® OPEN als Verbindungsglied zwischen der RFID-Hardware und der bestehenden IT-Infrastruktur reduziert den Umsetzungszeitraum und ist auf die individuelle Prozesslogistik der jeweiligen Kunden rasch und einfach konfigurierbar. Damit kann nicht nur die Inbetriebnahme, sondern auch der laufende Betrieb, etwa bei veränderten Anforderungen, effizient gestaltet werden. n Anzeige

SIE haben die Wahl... ...125 - 134KHz / 13,56MHz / 868MHz UHF (50 / 200 / 500 mW) + 1D- / 2D-Scanner

...zwei RFID Reader in einem Gerät kombiniert + 1D-Scanner

Erfahren Sie mehr über diese und viele andere budgetschonenden Kombinationsmöglichkeiten unseres einmaligen modularen Konzeptes: www.tt-netcom.com (sales@tt-netcom.com)

Dominik Berger, Geschäftsführer von RF-iT Solutions: „Die Fashion-Lösung erlaubt eine rasche Anbindung an vorhandene Warenwirtschaftssysteme.“

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Technik

Mit dem Warenkorb auf der Zielgeraden Jeder Online-Shop-Betreiber fürchtet sie: Kaufprozesse, die vor erfolgreichem Kaufabschluss abgebrochen werden. Intelligente Realtime Analytics-Technologien ermöglichen eine Vorhersage der Kundenreaktion im Kaufprozess. Darauf basierend gezielt gesetzte, individuelle Kaufanreize fördern den Abschluss der Kauftransaktion.

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er prozentuale Anteil von Warenkorbabbrüchen bei Online-Kaufaktionen lässt sich nur erahnen. Branchenkenner gehen jedoch von Werten zwischen 50 und 70 Prozent aus. Spürbare Umsatzverluste sind die Folge. Die Gründe für den Abbruch eines Kaufprozesses sind vielfältig und die Ursachen lassen sich vom Shop-Betreiber in der Regel ohne Weiteres beheben. So sind fehlende Kundendaten wie Passwörter oder Kundennummern, technische Probleme oder eine nicht optimale Usability der Shopnavigation typische Auslöser für Kaufabbrüche. Allerdings führen auch persönliche Gründe des potenziellen Kunden (z. B. Erfahrungen im Online-Shopping, Internet-Affinität etc.) zu Warenkorbabbrüchen, auf die der Händler bislang kaum Einfluss nehmen konnte.

n Warenkorbabbrüche rechtzeitig verhindern Hier ist der Shop-Betreiber gefordert, in seinem eigenen Interesse diese aus dem persönlichen Verhalten des Kunden resultierende Abbruchaffinität frühzeitig zu erkennen und darauf präventiv zu reagieren. So vermindern z. B. Kaufanreize und Warenkorbprozesse, die individualisiert auf den jeweiligen Kunden abgestimmt sind, nachweislich das Risiko eines Kaufabbruchs. Als Kaufanreize eignen sich insbesondere Maßnahmen des one-to-one Marketing, d.h. individuelle Angebote, die auf den jeweiligen Kunden zugeschnitten sind. Dabei kann es sich um Rabattaktionen, Erlass von Versandkosten sowie Incentives handeln oder auch um ein Chatangebot mit einem der Servicemitarbeiter, um bestehende Probleme oder Fragen just in time mit dem Kunden klären zu können. Doch welche Maßnahme hat letztendlich im individuellen Fall Erfolg? Wie kann der Händler bereits vor Auftreten der ersten Abbruch-Signale präventiv reagieren? Statistische und analytische Verfahren, die in Echtzeit arbeiten, machen dies möglich.

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Individuelle Kaufanreize animieren den Kunden, die ausgewählte Ware auch zu kaufen.

n Prävention durch Echtzeitprognose Mit Hilfe von Kundenprofilen, die durch analytische Verfahren gewonnen werden, lassen sich Kundenmodelle erstellen, die, auf den jeweiligen Webshop-Besucher angewendet, dessen Abbruchaffinität prognostizieren. Herkömmliche Prognose-Verfahren berücksichtigen meist nur gespeicherte historische Besucherdaten wie bislang getätigte Käufe oder auch Stammdaten des Kunden. Datenschutzrechtlich war dies oftmals bedenklich. Neueste technologische Entwicklungen (Echtzeit-Applikationen) können jedoch das Besucherverhalten im Online-Shop in Echtzeit auswerten und die Ergebnisse in ihre Analysen einfließen lassen. Diese sogenannten anonymisierten Online-Daten werden nur just in time zum Verbessern des Kundenmodells genutzt und eine Speicherung dieser Daten ist somit nicht mehr nötig. Wie dies im konkreten Fall aussehen kann, zeigt folgendes Beispiel: Ein Shop-Besucher

– einmal ein passendes Produkt entdeckt – füllt seinen Warenkorb. Die Produktauswahl kann gezielt erfolgen oder der Kunde stöbert auf der Suche nach dem Objekt seiner Begierde durch das Angebot des Versandhändlers. Er hinterlässt durch sein Navigationsverhalten, durch Suchanfragen und Reaktionen auf angezeigte Produktempfehlungen Spuren, die sich sofort analysieren und auf Kundenmodelle zum verbesserten Lernen anwenden lassen. Das Auswerten dieses Click- und Navigationsverhaltens im Online-Shop bzw. die Auswahl der Produkte und die Reaktionen auf Produktempfehlungen liefern wertvolle Hinweise für das jeweilige Profil des Webshop-Besuchers. So können intelligente Verfahren z. B. allein anhand des Clickverhaltens feststellen, ob es sich bei dem Webshop-Besucher um einen potenziellen Neukunden oder Bestandskunden handelt, um ihn dann entsprechend unterschiedlich ansprechen zu können. Gehen wir zurück zu unserem Beispiel: Der Warenkorb ist nun gefüllt, der Schritt zur Kasse aber noch lange nicht getan. Hier kommen die Ergeb-


nisse der Echtzeitprognose und damit die Wahl der präventiven Maßnahmen zum Einsatz. • Echtzeitprognosen erkennen z. B. frühzeitig, ob ein potenzieller Kunde den Warenkorb in erster Linie als Merkzettel nutzen wird. In diesem Fall kann der Händler anbieten, ihn in regelmäßigen Abständen per E-Mail zu informieren, sofern sich ein Artikel auf seinem Merkzettel (Warenkorb) in Preis oder Verfügbarkeit ändert. • Erkennt das System, dass es sich um einen Kunden handeln könnte, der geneigt ist, bei Zahlungs- und Versandkonditionen den Kaufvorgang abzubrechen, so könnte der Händler präventiv alternative Vorschläge unterbreiten oder z. B. Rabatte bei der Auswahl einer bestimmten Zahlungsart anzeigen. • Wird vermutet, dass kurz vor Ende des Transaktionsvorganges der entscheidende Schritt – das „Absenden der Bestellung“ noch offen bleibt, so könnte z. B. ein sofortiges Chatangebot dem Kunden eine direkte Kommunikationsmöglichkeit mit einem Servicemitarbeiter ermöglichen, um offensichtlich bestehende Probleme oder Fragen schnell und einfach klären zu können. Fazit: Verfahren der Echtzeitanalyse erlauben eine Prognose über mögliche Warenkorbabbrüche und eine an dem Profil des jeweiligen Kunden ausgerichtete Auswahl Erfolg versprechender Kaufanreize. Derartige innovative Analyseverfahren verhelfen somit nicht nur Shopbetreibern zu mehr Klarheit bei der Frage nach dem individuellen Profil ihrer Besucher bzw. Kunden, sondern verringern zudem messbar die Wahrscheinlichkeit von Warenkorbabbrüchen und tragen damit maßgeblich zum wirtschaftlichen Erfolg des Händlers bei.

n Frischer Wind im Handel Nicht nur die Echtzeitprognose, sondern auch weitere innovative Technologien er-

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23.09.2008

Kaufabschluss erreicht – das Endziel jedes Online-Shop-Betreibers.

obern derzeit die Märkte des Versandhandels und stationären Handels. Realtime Analytics-Applikationen, die dynamische Preisoptimierungen, Vorhersagen von Artikelnachfragen oder auch individualisierte Produkt- und Contentangebote für OnlineShops sowie elektronische Newsletter ermöglichen, bieten den Händlern zahlreiche Chancen, sich im hart umkämpften Markt erfolgreich zu etablieren. So erlauben produktgenaue Vorhersagen von Nachfragewahrscheinlichkeiten und Abverkaufszahlen eine automatische Disposition von Waren. Durch eine dynamische Preisoptimierung lassen sich Abverkaufspreise automatisch testen, um optimale Produktpreise und damit bestmögliche Margen erzielen zu können.

n Individualisierung als Erfolgsfaktor

So können z. B. Banner in Online-Shops oder auch Produktempfehlungen in einem elektronischen Newsletter auf die Bedürfnisse des Webseitenbesuchers bzw. Newsletterempfängers ausgerichtet und damit die Responsewahrscheinlichkeit auf diese Content- bzw. Kaufempfehlungen erhöht werden. Die meisten der großen Versandhäuser nutzen heute bereits derartige Empfehlungsmaschinen. Diese Lösungen müssen jedoch nicht teuer sein. Insbesondere für kleine und mittelständische Shops empfiehlt es sich, über ein Miet-Modell nachzudenken, wie es z. B. unter dem Portal www.ireus.net angeboten wird.  n

Autorin Sandra Kögel

Individualisierung ist ein weiterer wichtiger Faktor für erfolgreiche Kundenbindung im Handel. Während statisch generierte Produktund Kaufempfehlungen im Versandhandel heute in nahezu jedem Shop angeboten werden und sich diese somit aus Sicht der Kunden nicht mehr für ein Abgrenzungsmerkmal eignen, steht die Individualisierung von Empfehlungen ebenfalls mit an der Spitze der Innovationen für die Handelsbranche. Ermöglicht wird dies durch Empfehlungsmaschi-

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nen, sogenannte Recommendation Engines, die in Echtzeit arbeiten. Diese neue Generation der Empfehlungsmaschinen basiert auf der Kombination von neuen mathematischen Verfahren, so u. a. aus dem Reinforcement Learning mit klassischem Data Mining. Die Empfehlungsmaschinen sind dadurch in der Lage, selbstlernend und vollautomatisch ihre eigenen Empfehlungen durch ständige Interaktion mit den Kunden/Webseitenbesuchern etc. immer weiter zu optimieren. Damit lassen sich diese Empfehlungssysteme vielseitig einsetzen, um verschiedene Business-Szenarien zu verwirklichen.

ist Marketing- und PR-Managerin der prudsys AG, Spezialist für Realtime AnalyticsAnwendungen. Das Unternehmen ist im Handelsbereich zum Preferred Business Partner des Bundesverbandes des Deutschen Versandhandels (bvh) ernannt worden.

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Technik

IT-Konzepte für den Multi-Channel-Versandhandel Der parallele Einsatz von unterschiedlichen Vertriebswegen im Versandhandel hat sich schon seit längerer Zeit etabliert. Allerdings bestehen oft noch Defizite bei der Verknüpfung der Kanäle. Neue IT-Konzepte erleichtern hier die Integration.

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ekannt unter dem Schlagwort Multi-Channel-Handel hat sich der parallele Einsatz von unterschiedlichen Vertriebswegen im Versandhandel schon seit längerer Zeit etabliert. Und das gilt nicht nur für klassische Versandhandelsunternehmen, die hauptsächlich mit dem klassischen Katalog und einem Webshop am Markt sind. Auch reine E-Commerce-Händler, TV-ShoppingKanäle und Hersteller oder Einzelhändler mit großen E-Commerce-Anteilen setzen auf mehr als einen Vertriebskanal. Dennoch ist es immer noch zu selten, dass in den Unternehmen die verschiedenen Vertriebskanäle nicht nebeneinanderher existieren, sondern wirklich

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verzahnt voneinander profitieren und sich gegenseitig befruchten.

n Multi-Channel – eine komplex vernetzte Welt Der Konsument seinerseits drängt die Unternehmen in ein Multi-Channel-Verhalten. Er erwartet einfach Schnelligkeit und Transparenz in den Abwicklungen. Der Kunde informiert sich im Internet, kauft im Versandhandel und begrüßt es sehr, wenn er seine Retouren in die Filiale bringen und dort die offene Restsumme seiner Rechnung mit einer EC-Karte zahlen kann. Wenn er dann im Kundenservicecenter

anruft, um seinen aktuellen Kontostand zu erfahren, nimmt er selbstverständlich an, dass sein Gesprächspartner im Call-Center alle seine Transaktionen kennt. Dieses Konsumentenverhalten stellt für Unternehmen eine enorme Herausforderung dar, denn Prozesse müssen transparent sein, Informationen gesammelt und schnell am richtigen Punkt und zur richtigen Zeit zur Verfügung gestellt werden. Multi-Channel-Handel bedeutet auch MultiChannel-Kommunikation mit dem Kunden. Dabei ist es wieder der Kunde, der über unterschiedlichste Kanäle mit dem Unternehmen in Kontakt tritt und auch vor Medienbrüchen


nicht zurückschreckt. Zugangsmöglichkeiten, Bequemlichkeit, Verfügbarkeit und Gewohnheit führen zu sehr unterschiedlichen Mustern der Kommunikation. Über die gesamten Stufen eines Verkaufsprozesses ergeben sich hier vielfältige Kombinationsmöglichkeiten, die die Kunden wie selbstverständlich verwenden und diese Flexibilität auch vom Versandhaus als Gegenüber erwarten. Und als ebenso selbstverständlich sieht der Kunde in der Filiale das dezentrale Servicecenter des Versandhauses an, in dem er seine Pakete mit Waren aus dem Versandhandel entgegen nimmt oder mit einem Gutschein aus dem Internet seinen Filialkauf begleichen möchte. Die genannten Beispiele sind nur kleine Varianten der Kombinationen aus den bisherigen, sehr geläufigen Geschäftsmodellen. Die Praxis zeigt zahlreiche weitere, komplexe Varianten. Zusätzlich erweitern die Versandhändler ihre bestehenden Geschäftsmodelle um neue oder altbewährte Vertriebsformen wie Shopping-Plattformen, Sammelbesteller oder Internet-TV. Will das Versandhandelsunternehmen diese Vertriebswege nutzen und dabei den Kunden führen, erfordert das eine unterstützende, flexible IT-Struktur. Echte Multi-Channel-Funktionen gibt es aber nur mit einer zentralen Sicht auf die Abläufe im Unternehmen und einem zentralen Datenmanagement, dennoch muss das Unternehmen agil bleiben können.

n Integration mit neuen IT-Konzepten Für fast jede Anforderung im Versandhandel gibt es mittlerweile geeignete Softwaretools, die für sich gesehen funktional durchaus sehr gute Ergebnisse liefern und die an sie gestellten Aufgaben erledigen. So werden Systeme zum Adressabgleich und postalische Prüfung eingesetzt, es werden externe Bonitätsbewertungstools angebunden, es gibt eine spezielle Logistiksoftware im Unternehmen und natürlich eine Webshoplösung. Je mehr Systeme verwendet werden, desto stärker und aufwendiger die Integration. Die einzelnen System- und Toolinseln werden über Schnittstellen miteinander verbunden und integriert. Je nach System reicht die Integration vom einfachen FTP-Datentransfer bis hin zur Verwendung von komplexen Integrationsplattformen und Aufruf von Funktionen in Drittsystemen. Dabei muss die Frage nach der Ausfallsicherheit der Systeme und nach

n Was eine serviceorientierte Architektur (SOA) bringen kann Business Innovation • Schnellere Umsetzung von Funktionen • Neue Produkte und Angebote durch Neubündelung vorhandener Leistungen • Zufriedenere Kunden durch innovative Angebote Höhere Anwenderproduktivität • Gesteigerte Produktivität durch intuitive Benutzeroberflächen auf Basis von Ajax (Asynchronous JavaScript and XML), diese führen zu mehr Transaktionen pro Zeiteinheit • Reduzierter Trainingsaufwand • Weniger operative Fehler durch Vermeidung manueller Datenübertragung Prozesseffizienz • Gesteigerte Prozessautomatisierung • Verbesserte interne Prozesse, zum Beispiel für Compliance und Genehmigungsverfahren • Verbesserte externe Prozesse, beispielsweise im Vertrieb oder im Einkauf IT-Projekte beschleunigen • Wiederverwendung vorhandener Funktionen • Redundante IT-Anwendungen verringern • Schnellere Reaktion auf neue Anforderungen aus den Geschäftsbereichen • Geringerer Wartungsaufwand

dem Verhalten der angebundenen Systeme bei Ausfall des Partnersystems ebenfalls bedacht werden. Die Erstellung von Schnittstellen, die Einführung von Integration, die Administration der Systeme ist aufwendig in Hinsicht auf Personal, Zeit und Geld. Nicht wenige Anwender und IT-Verantwortliche wünschen sich daher „neues Festland“, d. h. IT-Lösungen, die wirklich integriert und Multi-Channel-fähig sind. Gleichzeitig sollen sie in der Lage sein, die Vielzahl der externen Softwaresysteme und Anwendungen prozessoptimiert zu integrieren. Daneben wird nach einer Plattform für ein zentrales Datenmanagement gesucht. Es beginnt bei zentraler Datenhaltung im Bereich der Stammdaten und endet in kanalübergreifenden Reports aus einem zentralen Data-Warehouse.

n SOA: Neuer Hype oder praktisch nutzbar? Seit einigen Jahren diskutiert die IT-Welt dazu einen Ansatz, um Anwendungen, Systeme, Datenbanken oder Funktionen so zu koordinieren, dass diese zentral und organisationsübergreifend nutzbar gemacht werden können: die serviceorientierte Architektur, kurz SOA. Aber erst seit Kurzem wird dieses Konzept innerhalb der Unternehmen intensiv diskutiert und umgesetzt.

Gemeinhin wird in der IT-Welt SOA als ein Konzept verstanden, nicht als technische Komponente oder Softwareprogramm. Maßgeblich dabei sind nicht technische Einzelaufgaben oder Applikationen, sondern die Integration dieser IT-Bestandteile, die als Dienste oder Services bezeichnet werden, in eine unternehmensweite IT-Lösung. SOA ist also ein Ansatz, Funktionalität, die in Systemlandschaften weit verteilt sein kann, über eine zentrale Instanz wiederum in anderen Bereichen zur Nutzung zur Verfügung zu stellen. Wie wendet man dieses Konzept an? Beispielhaft sei das an einer komplexen ERP-Lösung, beispielsweise einer Backoffice-Lösung für Versandhandel, demonstriert. Jedes Modul dieser Software, z. B. das Auftragserfassungsmodul, das Marketingmodul oder das Logistikmodul bietet seine Funktionen als sogenannte Services über interne Schnittstellen (Service Interfaces) anderen Modulen des Systems oder auch externen Applikationen an. Module können diese Services aktiv anfragen. Ein kurzes Beispiel: In der Auftragserfassung wird der verfügbare Bestand eines Artikels gebraucht. Das Auftragserfassungsmodul fragt dazu über die interne Schnittstelle den Bestand des Artikels an. Die Anfrage wird durch das Logistikmodul beantwortet, das die Hoheit über die Bestandsinformationen hat. Die gleiche Anfrage kann aus einem Webshop über Schnittstellen an das Logistikmodul gestellt und von dort beantwortet werden. POS-Manager Technology 5 • 2008

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Technik die Fachabteilungen, sich übergreifend den Prozessen zu widmen, die zu mehr Kundennutzen und damit mehr Kundenbindung führen. Nutzung gleicher Funktionen in allen Vertriebskanälen wie Preisfindung, Bonitätsbewertung, Adressprüfungen, Ermittlung von geeigneten Zahlungsarten und andere wird von den operativen Abteilungen daher dringend gefordert.

Beispiel für eine serviceorientierte Architektur (SOA) in einer Versandhandelslösung.

Ist nur ein Modul für einen Service zuständig, wie beispielsweise das Logistikmodul für den verfügbaren Bestand, bedeutet dies im Gesamtsystem zentrale Datenhaltung (hier im Beispiel in der Datenbank DB/2) und konsistente Information in alle Richtungen. Ein zweites Beispiel für eine Anwendung wäre die korrekte und zentrale Preisermittlung unter Berücksichtung aller Parameter, konsistent für Call-Center und Webshop. Damit diese Serviceanfragen organisiert werden können und auch externe Systeme diese nutzen können, sorgt ein sogenannter Service Bus mit einem Applikationsserver (in der Grafik WebSphere) für die entsprechende Verbindung der Systeme. Diese beiden Komponenten wirken ähnlich einem zentralen Nervensystem der gesamten Software oder Systemlandschaft. In einer serviceorientierten Architektur unterhalten sich Softwaremodule oder -komponenten nicht mehr direkt, sondern über das gemeinsame Rückgrat des Service Bus. Dadurch ist gewährleistet, dass Module und Komponenten einfacher ausgetauscht werden können, wenn funktionale Erweiterungen oder das Ersetzen einer Komponente notwendig werden. Eine serviceorientierte Architektur in der IT bietet viele Vorteile: Neue Anwendungen und Applikationen können deutlich schneller entwickelt werden und in neue Prozesse eingebunden werden, als es bisher der Fall war. Es wird modularer entwickelt, einzelne Softwarekomponenten werden lizenziert oder gekauft und können über den SOA-Weg ein Gesamtsystem darstellen. Ermöglicht wird dies durch die zentrale Ablage und Verwaltung der gemeinsam genutzten Funktionalitäten (Services).

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Oft erkannt werden auch Vorteile durch Prozessoptimierung. Dadurch erlangte Effekte wie Qualitätssteigerung, Kostenreduktion und Steigerung der Produktivität sind echte Beiträge für die Ertragssteigerung im Unternehmen. Dabei liegen die Kostenersparnisse hier nicht direkt in der leichteren Implementierung neuer Softwareprogramme oder Funktionen, sondern im Prozess selbst. Ebenso wichtig, wenn auch noch nicht von allen Unternehmen wahrgenommen, ist die Bedeutung von SOA für die Einführung von Innovationen und neuen Geschäftsmodellen. SOA ist ein strategischer Wettbewerbsvorteil, wenn die Geschäftsleitung versteht, dass mehr Flexibilität, eine verbesserte Nutzung von IT-Ressourcen für die Einführung neuer kundenfreundlicher Funktionalitäten oder neuer Geschäftsideen eingesetzt werden kann. SOA ermöglicht, dass die IT dem Geschäftsprozess folgt und nicht umgekehrt. Auf diese Weise kann das Unternehmen schnell auf veränderte Marktbedingungen reagieren.

n Lösungen für das Viel-Kanal-Dilemma? Ist SOA ein Allheilmittel für das Problem im Versandhandel, verschiedene Vertriebs- und Kommunikationskanäle zu integrieren, damit daraus tatsächlich Kundennutzen entsteht? Oder wird wieder ein Schlagwort für die Generierung von Umsatz bei IT-Dienstleistern genutzt? Der Versandhandel ist mehr als andere Branchen mit dem natürlichen, unsteten multichannel-orientierten Verhalten des Kunden konfrontiert. Dadurch wächst der Druck auf

Wenn über die Wiederverwendung von funktionalen Softwarebausteinen über verschiedene Softwaresysteme hinweg, gemeinsame Nutzung von Daten und tiefere Integration von externen Serviceanbietern wie Adressdateien oder Bonitätsinformationen nachgedacht wird, ist SOA ein Konzept, das den Versandhäusern große Dienste erweisen kann. Das gilt insbesondere auch, wenn über die Ausweitung des Geschäfts, die zukünftige Entwicklung und Veränderung der Marktgegebenheiten nachgedacht wird. Dabei ist SOA unabhängig zu sehen von Standard- oder Individuallösungen bzw. Mischformen. SOA-Lösungen haben im Kern ein zentrales Datenmanagement eingebaut und sind prozessorientiert in Funktion und Workflow. Erstmals wird nicht nur datenorientierte Integration ermöglicht, sondern eine funktionale Integration, die Softwaresysteme synchron miteinander arbeiten lässt. Genau das macht SOA für den MultiChannel-Versandhandel langfristig nahezu unverzichtbar, gepaart mit der Schnelligkeit der Reaktion des Unternehmens auf Veränderungen im Markt.  n

Autorin Helga Trölenberg-Buchholz ist Mitgründerin und Mitglied der Geschäftsleitung der Alea GmbH, die einen Softwarestandard für den Multi-Channel-Versandhandel entwickelt hat, sowie Mitglied im Expertenteam des IVHI (Institut für Versandhandels-Innovationen) für das Themengebiet „IT und DV-Prozesse“. Sie besitzt umfangreiche Branchenerfahrungen im Versandhandel mit Schwerpunkt Database-Management, Prozessoptimierung, Marketing und Projektleitung.


Was muss bei der Bezahlung im Online-Shop beachtet werden? Kurz nachgefragt bei Jörg Schmiese, Verkaufsleiter E-Commerce bei B+S Card Service eine Bestätigung über den Erfolg der Transaktion. Auf der anderen Seite bieten viele Online-Händler in Deutschland die beliebte Lastschrift per Bankeinzug an. Richtig, das ELV ist auch im Internet sehr beliebt. Allerdings trägt der Händler dabei ein erhöhtes Risiko, denn der Käufer kann die Zahlung rückgängig machen und die Ware trotzdem behalten. Insgesamt ist die Zukunft der Lastschrift aufgrund der Harmonisierung der europäischen Zahlungsräume und -verfahren ab 2010 ungewiss.

Herr Schmiese, welche Online-Bezahllösung empfehlen Sie Ihren Kunden? Das ist unterschiedlich und hängt von mehreren Faktoren, wie z. B. der Kundenbeziehung und den Transaktionsvolumina, ab. Am günstigsten sind für einen Händler grundsätzlich die bankenseitig autorisierten Online-Zahlverfahren mit einer Zahlungsgarantie wie giropay. Erfahrungsgemäß wird die Onlinezahlung von den Kunden jedoch nur bei bekannten Bezahlungsverfahren und vertrauenswürdigen Online-Händlern akzeptiert.

Was ist der Hauptunterschied zwischen der Kartenzahlung über einen PSP und direkt über den Händler? Bei der Bezahlung über einen PSP bleiben die sensiblen Kundendaten im Server des PSP, ohne dass der Händler Zugriff darauf hat. Der Händler muss sich also nicht um die Speicherung und Verwaltung der Kreditkartendaten kümmern, weil er mit ihnen erst gar nicht in Berührung kommt.  n

n Entscheidungskriterien für angebotene Zahlungsart • Handelt es sich um digitalen Content oder physikalische Waren? • Für welche Länder richte ich das Angebot aus und wohin soll geliefert werden? • Besteht ein Vertrauensverhältnis mit dem Kunden und wie hoch ist der Warenwert? • Welche Alters- bzw. Zielgruppe möchte ich erreichen? • Ist bei den angebotenen Produkten mit Betrug zu rechnen? • Welche Transaktionsvolumina sind zu erwarten? Gibt es Lastspitzen? • Wird es viele Stornierungen bzw. Retouren geben? Sind Teillieferungen möglich? • Wie viel Umsatz wird voraussichtlich mit Online-Bezahlverfahren generiert? • Welche Sicherheitsvorkehrungen sind bereits implementiert bzw. möglich?

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Gibt es denn Formen, bei denen die Risiken geteilt werden? Ja, insbesondere bei der Zahlung per Kreditkarte über einen Payment Service Provider (PSP) werden die Datensicherheits- und Ausfallrisiken für beide Seiten minimiert. Wie sieht der Zahlungsprozess mittels Kreditkarte über einen PSP aus? Der Kunde wird beim Bezahlvorgang auf den sicheren Server des PSP weitergeleitet und gibt dort in einer geschützten Bezahlmaske seine Daten ein. In einigen Fällen erfolgt vor der eigentlichen Zah­lung automatisch noch eine zusätzliche Au­thentifizierung durch den Kunden bei seiner kartenausgebenden Bank. Händler und Kunde erhalten anschließend POS-Manager Technology 5 • 2008

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Technik

Business Intelligence in der Fachabteilung Business Intelligence-gestützte IT-Systeme gewinnen zunehmend an Bedeutung in den Fachabteilungen. Die Akzeptanz der modernen, intelligent konzipierten Lösungen wird dabei nachhaltig gestärkt durch die Flexibilisierung des Berichtswesens.

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issen ist Macht. Vor allem, wenn es im eigenen Hause schneller zur Verfügung steht als beim Wettbewerb. Dann wird Wissen schnell zu Marktmacht. Diese erreichen Handelsunternehmen, wenn sie in der Lage sind, Trends und Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und wirkungsvoll zu agieren. Um bei aller Komplexität im Handel aus der Vielzahl der Informationen schnell Wissen zu generieren und somit stets den Überblick über die realen Begebenheiten zu wahren, gewinnen Business Intelligence-gestützte IT-Systeme zunehmend an Bedeutung in den Fachabteilungen.

n An den Anforderungen der Fachabteilungen orientiert Der wahre Nutzen von Business Intelligence (BI)-Systemen in Handelsunternehmen mutete früher für Fachabteilungen mitunter kryptisch an. Denn richtig greifbar war das Thema nur, wenn man hinter die Kulissen blickte. Dort, im Bereich der Technik, wird der Nutzen moderner BI-Systeme offensichtlich – zumindest für technisch Versierte, die den Vorteil von OLAP-Datenbanken gegenüber der in klassischen ERP-Systemen üblichen relationalen Datenbanken erkennen und zu schätzen wissen. Die im Wesentlichen technische NutzenArgumentation machte in der Vergangenheit die Akzeptanz der BI-Technologie bisweilen schwierig. Das ändert sich rapide, seitdem Anwender den hohen praktischen Nutzwert solcher Systeme in ihrer täglichen Arbeit erkennen: BI-Lösungen für den Handel orientieren sich mehr denn je an den Anforderungen der Fachabteilungen und rücken diese in den Fokus der Funktionalität. Eine besondere Rolle spielt dabei die Flexibilisierung des Berichtswesens, das in modernen Anwendungen sein starres Korsett verliert.

n Geschwindigkeit ist Trumpf Im Handel ist Geschwindigkeit Trumpf. Genauer gesagt: die beherrschte Geschwindigkeit. Insbesondere in Zentralabteilungen wie dem

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Einkauf und der Disposition kommt es darauf an, aus den sich permanent ändernden Bestandsdaten schnell Informationen zu gewinnen, um frühzeitig Entwicklungen und Trends zu erkennen. Daraus sind in immer kürzeren Zeitfenstern die geeigneten Maßnahmen abzuleiten. Um stets die richtigen Entscheidungen treffen zu können, ist eine verlässliche, homogene Datenbasis notwendig. Diese muss für alle in Berichten dokumentierten Auswertungen identisch sein. Was an sich logisch klingt, führt im Handel angesichts der immens großen Datenmengen, die zeitgleich zum Beispiel an den Kassen, im Call Center und im Internet generiert werden, zu großen Herausforderungen. Große Datenmengen haben früher zu nicht akzeptablen Antwortzeiten geführt. Dieses Problem kann aber heute auf der technischen Ebene weitestgehend gelöst werden. Hohe Priorität hat nun die Sicherstellung eines leistungsfähigen Berichtswesens, das auf der einen Seite ein ausreichendes Maß an Standard-Reports umfasst und andererseits eine maximale Flexibilität für die zielgerichtete Ad hoc-Auswertung des aktuellen Datenbestandes zulässt. Denn gerade die immer wiederkehrende Notwendigkeit, anlassbezogen Daten nach wechselnden Fragestellungen und damit verbundenen Kriterien auszuwerten, führt existierende Auswertungsmechanismen regelmäßig an ihre Grenzen. Berichte innerhalb eines traditionellen BI-basierten Systems durch die IT-Abteilung erstellen zu lassen, kostete zuviel Zeit und Geld für das Briefing, die Realisierung, Tests und die Inbetriebnahme. Das führte oftmals zu „pragmatischen“ Lösungsalternativen der Anwender, bei denen teilweise auf Microsoft Excel zurückgegriffen wurde, was jegliche Stringenz in der Auswertung konterkarierte und Arbeitskraft und Zeiten band. Zudem ist dieser Systembruch zwischen leistungsfähiger Zentral-IT und dezentraler PC-IT oftmals ein Grund für Performance-Probleme, die traditionellen BILösungen mitunter nachgesagt wird. Diese Einschätzung kommt dadurch zustande, dass Mitarbeiter in den Fachabteilungen die Performance durchaus nach anderen Kriterien beurteilen, als IT-Profis dies tun. Messen letztere die Leistungsfähigkeit eines IT-Systems anhand der ermittelten Antwortzeiten, legen Anwender naturgemäß großen Wert auf die optimale Unterstützung der jeweiligen Aufgabe und die einfache sowie schnelle Bedienbarkeit der Applikation. Ein immer häufiger genanntes Kriterium für den Nutzwert einer BI-An-

wendung ist die Flexibilität, mit der auf sich ändernde Rahmenbedingungen eingegangen werden kann. Gerade dort, wo ein kurzfristiger und valider Informationsfluss gefordert ist, wird die Performance einer Anwendung auch sehr stark daran gemessen, wie schnell sich aus dem großen Datenpool verlässliche Informationen bedarfsgerecht zusammenstellen lassen. Dazu müssen neben geeigneten, aussagekräftigen Kennzahlen auch die technischen Möglichkeiten bestehen, Berichte ad hoc neu zusammenzustellen und verwenden zu können. Um dies zu gewährleisten, muss das Berichtswesen auf einer einheitlichen, leistungsfähigen Basis beruhen und über eine vom Prinzip her intuitiv zu bedienende Navigation verfügen, die das schnelle Auffinden vorhandener Berichte und damit Kennzahlen ermöglicht. Diese neu zusammengestellten Berichte mit den einheitlichen Kennzahlen und Definitionen muss der Anwender individuell ablegen können, damit sie zu einem späteren Zeitpunkt zur Verfügung stehen. Darüber hinaus ist es sinnvoll, bereits in der zentralen Standard-Anwendung nutzerfreundliche Tools für die Ad hoc-Erstellung von Berichten bereitzustellen. Damit wird vermieden, dass Anwender mit Office-Tools eine parallele Anwendungsumgebung aufbauen und damit Inkonsistenzen und Redundanzen schaffen.

n Portale für die Fachabteilung Ein besonderes Maß an Geschwindigkeit und Flexibilität im Berichtswesen erfordert die Warensteuerung im Handel. Die Vielzahl der Informationen aus allen Vertriebskanälen muss strukturiert gesammelt, zu geeigneten Kennziffern zusammengefasst, ausgewertet und dann dem Verkäufer, dem Einkäufer, dem Disponenten und natürlich auch dem Management so zur Verfügung gestellt werden, dass sie damit umgehend arbeiten können. Um dies zeitnah zu gewährleisten, müssen die dazu erforderlichen BI-Systeme zum einen tief in die hintergrundverarbeitenden Backoffice-Systeme integriert sein und zum anderen über eine auf die jeweilige fachliche Aufgabe abgestimmte Benutzeroberfläche verfügen. Für die profunde Integration in die Backoffice-Systeme sorgen IT-Professionals, die sich in den komplexen Datenstrukturen eines Handelsunternehmens auskennen und zudem die handelsfachliche Expertise besitzen, etwa verschiedene Umsatzarten sauber zu unterscheiden. Fehlt diese Expertise, wird die Zusammenarbeit mit der Fachabteilung schnell kompliziert und am Ende werden in den Aus-

wertungen Äpfel mit Birnen verglichen, was dann durchaus zu Fehlentscheidungen bei den Anwendern führen kann. In diesem Zusammenhang entwickeln die ITBerater des auf Handelsunternehmen spezialisierten IT-Dienstleisters EDS Itellium für den Aufbau eines stringenten Kennzahlensystems zunächst ein Meta-Daten-Modell. Dies folgt den Erkenntnissen der Ist-Analyse und bezieht das breit angelegte Best-Practice-Wissen aus anderen Handelsprojekten ein. Gemeinsam mit den Fachabteilungen wird für alle Auswertungen verbindlich festgelegt, welche Kennzahlen gelten und wie etwa der Umsatz oder der Warenbestand eindeutig und über alle Auswertungen hinweg ermittelt werden kann. Einmal abgestimmt, bleibt das Datenmodell für den Anwender technisch im Verborgenen. Denn moderne BI-Lösungen lassen sich über die Internet-Technologien zu komfortablen Fachportalen ausgestalten. Dadurch erhält jede Fachabteilung genau die Anwendung, die sie in ihrer täglichen Arbeit braucht – angefangen von der Funktionalität über die Abbildung etablierter Arbeitsabläufe bis hin zur Verwendung der hausinternen Begrifflichkeiten. Sogar die Bildschirmgestaltung erfolgt gemäß der Corporate Identity (CI). Weitere Vorteile einer Portalanwendung liegen in der hohen Benutzerfreundlichkeit und Flexibilität, mit der das Berichtswesen bedarfsgerecht gestaltet werden kann. Insbesondere die Möglichkeit, durch eine intelligente Strukturierung den gezielten Zugriff auf Standardberichte zu beschleunigen, führt zu einer wesentlichen Steigerung des Nutzerkomforts und der Bearbeitungsgeschwindigkeit. In der Praxis hat es sich dabei bewährt, die Komplexität der Navigation über eine aufgabenspezifische Nutzerführung nachhaltig zu vereinfachen. Dabei kann der Anwender nur die Berichte sehen, die für sein Aufgabengebiet notwendig sind. Allein das reduziert die Komplexität. Darüber hinaus stellt ein dem Explorer-Baum nachempfundenes Ordnersystem sicher, dass auch bei einer Vielzahl von Aufgabenbereichen einzelne Standard-Berichte schnell gefunden werden. Eine umfassende On- und Offline-Dokumentation in Form von integrierten Berichtsdokumentationen und Pocket-Cards zu wichtigen Kennzahlendefinitionen helfen auch dem ungeübten Nutzer, ohne großen Schulungsaufwand eine portalbasierte BI-Anwendung schnell zu nutzen. Dieser findet sich auch in dem Ad hoc-Berichtswesen zurecht, wenn dieses in strukturierter Form und mit Hilfe von für den POS-Manager Technology 5 • 2008

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Technik Anwender verständlichen Begrifflichkeiten einen gekapselten Zugriff auf die Datenebene erlaubt. Diese Kapselung ermöglicht es den Anwendern, ohne technisches Wissen über Zugriffswege und unterlagerte Datenhaltung die für die jeweilige Fragestellung relevanten Informationen zu erhalten. Eine Nutzerführung, bei der mit einfachem Mausklick angegeben werden kann, welche Informationen grundsätzlich gesehen, welche Merkmale wie Tag, Umsatz, Warengruppe etc. ausgewertet werden sollen und welche Einschränkung etwa eines Lieferanten das Ergebnis spezifisch machen, erlaubt es dem Anwender, schnell auf spontan aufkommende Fragestellungen etwa nach der Bestandsentwicklung neuer Waren oder zur Absicherung von Abschriften konkrete Antworten zu geben.

n Hohe Akzeptanz Die Erfahrungen zeigen, dass ein hohes Maß an Benutzerergonomie die Akzeptanz solcher Tools nachhaltig steigert. So belegen Analysen von EDS Itellium, dass nach Umstellung auf eine portalbasierte Anwendung sich die Anzahl der aktiv in der Warensteuerung genutzten Berichte nach einem Jahr nahezu verdoppelt hat. Ein wesentlicher Grund dafür ist, dass die Anwender sich mehr mit der Ware befassen konnten und sich weniger mit dem Berichtswesen auseinandersetzen mussten. Dementsprechend positiv ist auch das Feedback, das die IT-Berater bereits kurz nach der Einführung der Portalanwendung erhalten haben. Die Akzeptanz des Systems und das Vertrauen in verlässliche, stringente Zahlen ist so groß, dass sich komplette Arbeitsroutinen geändert und an den Möglichkeiten des flexiblen Berichtswesens angepasst haben. Ein Beispiel: Filialleiter lassen montags die Ergebnisse der zehn Top-Häuser aus der Vorwoche gegen das Gesamtergebnis des Unternehmens laufen. So erkennen sie, wo ihre Filiale im Gesamtkontext und gegenüber dem Benchmark steht. Damit erfüllt das BISystem in vollem Umfang seinen Zweck, täglich einen aktiven Beitrag für die Wertschöpfung im Handelsunternehmen zu leisten.  n

Autor André Paul ist Leiter Business, Unit Business Intelligence, bei der EDS Itellium GmbH.

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Grün, sicher und konvergent Green IT ist einer der Trends auf der Systems 2008.

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ie Systems, professionelle Businessto-Business-Messe für Informationsund Kommunikationstechnologie (ITK), öffnet vom 21. bis 24. Oktober auf der Messe München in Riem zum 27. Mal ihre Pforten. Unter dem Claim „Ideas for better Business“ erwartet die Besucher aus Mittelstands- und Großunternehmen das gesamte Spektrum der ITK-Branche sowie ein Rahmenprogramm aus Kongressen, Konferenzen und Vorträgen in fünf Hallen. Zu den Themenschwerpunkten zählen Green IT, IT-Security und Unified Communications.

n Trendthemen Die Systems ist mit ihren Trendthemen am Puls der Zeit. „IT-Security“ zählt erneut zu den Ausstellungsschwerpunkten der Messe. Die IT-Security Area ist zugleich Europas größte Leistungsschau rund um Lösungen und Services zur IT-Sicherheit. Unter dem Stichwort „Green IT“ werden umweltbewusste Ansätze wie das energieeffiziente Rechenzentrum, Potenziale der Virtualisierung, die Vermeidung von Elektronikschrott oder Ressourcen schonendes Druck-Management diskutiert. Der Themenschwerpunkt „Unified Communications“ findet sich nicht nur in den Ausstellungshallen wieder. Auch die Communications World widmet dem Thema in diesem Jahr einen ganzen Tag voller Vorträge.

n Kongresse und Konferenzen Die Zahl der Kongresse und Konferenzen, die sich terminlich und räumlich rund um die Systems ansiedeln, hat sich in den vergangenen Jahren stetig erhöht. „Mobile and Broadband Internet – Building the Networks, Devices

and Applications of the Future“ titelt die tradi­ tionell im ICM stattfindende Communication World das Gipfeltreffen der internationalen Telekommunikationsbranche. Führungskräften und Entscheidern aus Marketing, Vertrieb, E-Business, Controlling oder Logistik bietet die Internet World am 21. und 22. Oktober ein branchenübergreifendes Informationsangebot rund um die Wertschöpfungskette des Internets. Neben den bewährten Formaten wartet die Systems 2008 mit zwei neuen Veranstaltungen im Rahmenprogramm der Messe auf: Die Financial Times Deutschland richtet erstmals eine eintägige Konferenz rund um das Thema „IT-Compliance“ aus. Die von innoea consulting organisierte „Mittelstandskonferenz“ bietet ein breites Angebot an Workshops und Vorträgen rund um aktuelle IT-Themen für den Mittelstand. Am 21. Oktober findet zum zweiten Mal die deutschsprachige „Digital Signage Konferenz“ statt, am 22. Oktober der RFID-Anwendertag für Handel und Logistik. n

SYSTEMS Messe für IT, Media und Communications Termin: 21. bis 24. Oktober 2008 Öffnungszeiten: täglich 9 bis 18 Uhr Veranstaltungsort: Neue Messe München Schwerpunkte: Unified Communications, Green IT, IT-Security, IT-Compliance, Mobile Business, Open Source, ERP, Storage, Dokumentenmanagement Veranstalter: Messe München GmbH, München Telefon (0 89) 9 49 - 2 07 20 Fax (0 89) 9 49 - 2 07 29 E-mail newsline@messe-muenchen.de Internet www.systems.de


9. ECR-Tag im Zeichen der Kooperation Drei Länder, 1 200 Teilnehmer, 600 Unternehmen und 100 Referenten – der Branchentreff der deutschsprachigen Konsum- und Gebrauchsgüterwirtschaft beleuchtete am 4. und 5. September 2008 in Zürich erfolgreiche Strategien von morgen. „Chancen ohne Grenzen“ war der Leitgedanke des diesjährigen ECR-Tags, der erstmals in der Schweiz stattfand. Neben zahlreichen Vorträgen zur den neuesten technologischen und prozessorientierten Entwicklungen und Anwendungen in den zehn Parallel-Sessions zog sich das Thema „Unternehmensübergrei­ fenden Kooperation“ wie ein roter Faden durch die Gesamtveranstaltung. Als einen der Schlüssel zu mehr Wettbewerbsfähigkeit bezeichnet diese auch die „Strategiegruppe Zukunft“ von GS1 Germany, die Unternehmen bis 2016 auf Erfolgskurs bringen will. Laut GS1 Germany gibt es vier Kernbereiche, die über Erfolg oder Misserfolg entscheiden. Kommunikations- und Prozessstandards, die unternehmensübergreifende Kooperation in Verbindung mit einer multifunktionalen internen Struktur, zudem die Steigerung von Effizienz und Flexibilität. Dass hier erheblicher Nachholbedarf besteht, zeigt die aktuelle ECRUmsetzungsstudie 2008, die GS1 Germany wieder gemeinsam mit dem EHI Retail Institute durchgeführt hat. Zwar ist der Nutzungsgrad von Kommunikations- und Prozessstandards erneut gestiegen, doch scheuen angesichts der konjunkturellen Eintrübung viele Unternehmen derzeit notwendige Investitionen. Zudem fehlt häufig noch das Vertrauen, die eigenen Geschäftsabläufe konsequent mit Partnerunternehmen zu vernetzen.

n ECR Award und Swiss Logistics Award Bereits am 3. September wurden in Zürich der ECR Award und der Swiss Logistics Award 2008 verliehen. Zukunftsweisende Logistiklösungen, zielgruppengerechte Sortimente, optimale Warenverfügbarkeit am Point of Sale: Unternehmen, die mit integrierten ECR-Konzepten neue Maßstäbe setzen, wurden ausgezeichnet. Der Preis für herausragende Unternehmenskooperationen ging in diesem Jahr an Coca-Cola Deutschland und die Metro Group. Beide Unternehmen haben die enge Verzahnung ihrer Prozesse und die gemeinsame Ausrichtung auf

Im Plenum des 9. ECR-Tags stellten Vordenker der Branche, wie aus dem Hause der Coca-Cola GmbH Béatrice GuillaumeGrabisch, Geschäftsführerin (l.) und Karsten Kamin, Senior Manager CCRM & ShopperMarketing ihre Projekte vor.

die Bedürfnisse des Konsumenten als strategisches Element im Management verankert. In der Kategorie Einzelunternehmen wurde Kraft Foods Deutschland mit dem ECR Award ausgezeichnet. Der Konsumgüterhersteller zählt zu den Vorreitern einer ganzheitlichen ECR-Strategie. ECR-Unternehmerpersönlichkeit des Jahres 2008 ist Hansueli Loosl, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Coop Schweiz. Die Jury würdigte das leidenschaftliche Engagement des Managers, der die Umsetzung von ECR sowohl im eigenen Unternehmen als auch auf internationaler Ebene vorantreibt. Für eine verblüffend einfache, auf RFID basierende Logistiklösung erhielt die SFS unimarket AG den Swiss Logistics Award 2008. Die Jury hob den wegweisenden Charakter des Projekts „turnLOG“ zur Optimierung des Bestellmanagement hervor.

n Vorträge mit Praxisnähe In den zehn Parallel-Sessions vertieften renommierte Praktiker aus Logistik, Category Management/Marketing, Einkauf/Key Account Manage­ ment, Technologien/Standards und EPC/RFID zentrale Aspekte unternehmens- und grenzübergreifender Geschäftsprozesse.

Ab 2010 müssen alle Scanning-Systeme den GS1 DataBar (vormals RSS) lesen können. Die umfassende und weltweit eindeutige Kennzeichnung von Kleinstartikeln, gewichtsvariabler Ware und Coupons am Point of Sale wird dann möglich. Entsprechend muss auch der Etikettendruck auf DataBar umgestellt werden. Dies gilt auch für die nachgelagerte Software zur Aufarbeitung der enthaltenen Informationen. Der Einzelhandel muss sich also dringend technisch auf den DataBar vorbereiten, umso mehr, als die Industrie ihre Produkte ab 2010 mit DataBar ausgezeichnet liefern darf. Den kleinen Strichcode im Visier hat bereits die Rewe Informations-Systeme GmbH. In Zusammenarbeit mit dem EHI Retail Institute fährt das Unternehmen in Penny-Märkten ein Pilotprojekt. Erste Ergebnisse zeigen, dass der Großteil der mit DataBar gekennzeichneten Produkte gut zu scannen waren. Jedoch gibt es auch noch problematische Störfaktoren, z. B. Glas als Verpackungsmaterial sowie gewölbte Verpackungsformen. Um eine vernünftige Lesegeschwindigkeit an der der Kasse zu erhalten, ist eine klare Forderung des Einzelhandels, dass der Code omnidirektional lesbar ist. Zur Vertiefung des Themas DataBar bietet GS1 Germany am 18. November 2008 in Köln ein Seminar an. Über ihre Erfahrungen mit dem Einsatz der RFID-Technologie in der Bekleidungswirtschaft sprachen u. a. Dr. Sebastian Potyka, Geschäftsführer, Van Laak GmbH, Otto Url, RFID-Projektverantwortlicher, Northland GmbH (zum Projekt siehe auch Seite 46) und Rainer Jilke, Bereichsleiter Prozessorganisation Einkauf der Karstadt Warenhaus GmbH (s. auch POS-Manager Technology 3/08, S. 52). Jilke betonte, dass derzeit nur wenige Einzelhändler mit ihren RFID-Projekten in die Medien gehen. In der Praxis seien es deutlich mehr, die sich mit dem Thema auseinandersetzen. Inwieweit derzeitige technologische Trends bis nächstes Jahr im Einzelhandel Einzug gehalten haben, wird der 10. ECR-Tag aufzeigen. Die Branche trifft sich wieder vom 3. bis 4. September 2009 in Dresden.  n POS-Manager Technology 5 • 2008

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Technik

Die größte viscom frankfurt aller Zeiten Internationale Fachmesse für visuelle Kommunikation vom 30. Oktober bis 1. November 2008 auf dem Messegelände Frankfurt Abend des zweiten Messetags im Deutschen Filmmuseum statt.

n Digital Signage Days Die beiden Digital Signage Days am 30. und 31. Oktober klären grundlegende Fragestellungen zu diesem Thema. Es zeichnet sich immer mehr ab, dass gerade im Bereich Digital Signage die Content-Produktion in der Werbung ein großes Problem darstellt. Es gibt sowohl auf Seiten der Auftraggeber, der Planer, der Designer sowie der Flächenanbieter noch erheblichen Klärungsbedarf. Hier möchte die viscom frankfurt in der „Werberstadt“ Frankfurt eine Plattform bieten und alle Beteiligten zusammenbringen. Auf das Medium abgestimmter kreativer Content ist ein Schlüssel für den Erfolg von Digital Signage in der Zukunft.  n

E

s wird die größte viscom in Frankfurt aller Zeiten: Die Internationale Fachmesse für visuelle Kommunikation geht Ende Oktober mit über 260 Ausstellern an den Start. Bereits im Juni musste die Ausstellungsfläche um zehn Prozent vergrößert werden, nun belegen die Firmen insgesamt über 60 Prozent mehr Fläche als die Vorveranstaltung im Jahr 2006 (damals noch unter dem Namen PRO SIGN). „Mit diesem hervorragenden Ergebnis untermauert die viscom ihre Funktion als Leitmesse der visuellen Kommunikation“, erklärt viscom-Direktorin Petra Lassahn. „Impulsgeber sind neben den Klassikern Werbetechnik, Lichtwerbung und großformatiger Digitaldruck inzwischen auch verstärkt neue Bereiche wie Digital Signage und Industrial Inkjet Printing.“ Der Veranstalter, die Reed Exhibitions Deutschland GmbH, erwartet zur viscom frankfurt 2008 über 260 Aussteller und 7 500 Besucher aus 30 Nationen.

n Große Beteiligung bei den Awards Nicht nur die Messe wird im Markt hervorragend angenommen, auch die beiden Awards

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verbuchen eine sehr gute Beteiligung. Der viscom Innovation Award hat über 40 Einreichungen erhalten. Diese verteilen sich gleichmäßig über alle Kategorien: Digitaldruck/Large Format Printing, Textilveredelung, Lichtwerbung sowie Signmaking für den Bereich POS (fertige Produkte wie Präsentationssysteme, die am POS aufgestellt werden) und Signmaking im Bereich Maschinen, Materialien, Software, Werkzeuge, Anwendungstechniken und Montageverfahren zur Herstellung werbetechnischer Produkte. Auch der Best Practice Award im Bereich Digital Signage stößt auf großes Interesse. Die drei Kategorien, in denen die Hersteller, Dienstleistungs- und Handelsunternehmen, Agenturen und Integratoren ihre Produkte anmelden können, sind Retail Signage – Digital Signage Anwendungen im Handel; Information Signage – Digital Signage Anwendungen, die Informationen auf Public Displays zeigen und Wegeleitung – Digital Signage Anwendungen als Leitsysteme im öffentlichen Raum. Die Einreicher sind immer Auftraggeber und Auftragnehmer. Beide Awards werden während der viscom frankfurt 2008 prämiert: Die Verleihung findet im Rahmen der diesjährigen viscom night am

viscom frankfurt 2008 Internationale Fachmesse für visuelle Kommunikation Termin: 30. Oktober bis 1. November Öffnungszeiten: Donnerstag/Freitag Samstag

10 bis 18 Uhr 10 bis 17 Uhr

Veranstaltungsort: Messegelände Frankfurt am Main, Halle 3.0 Schwerpunkte: Werbetechnik, Lichtwerbung und großformatiger Digitaldruck, Digital Signage und Industrial Inkjet Printing Veranstalter: Reed Exhibitions Deutschland GmbH, Düsseldorf Telefon (02 11) 90 19 12 19 Fax (02 11) 90 19 11 49 E-Mail info@viscom-messe.com Internet www.viscom-messe.com


Produktneuheiten n Comp-Mall Videowand Controller Die Comp-Mall GmbH stellt mit den Modellen VWBOX-122 und VWBOX-133 zwei Videowand Controller mit sehr hoher Auflösung vor. Es sind kompakte

rung – bei maximaler Aktionsfreiheit ihres Filialmanagements. Layoutvorlagen aller Werbeformate werden zentral und CI-konform erstellt, verwaltet und bequem per Drag&Drop aus den an WaWi-Daten gekoppelten Datenbanken des ePP bestückt. Über das ePP-Onlineportal greifen die Filialverantwortlichen darauf zu und entwerfen mit wenigen Mausklicks druckreife individuelle Aktionswerbung (z. B. Deckenhänger, Aufsteller, Prospekte). Selbst kurzfristige Änderungen sind dank drastisch verkürzter Korrektur- und Freigabeprozesse und einem PrintOn-Demand-System kein Problem mehr.  www.eazyPrintPerformer.info

n Videro

Händlern mehr Kontrolle und erleichtert die Gestaltung von Design und Layout ihres Shops. So kann etwa der Zeitpunkt, zu dem Änderungen auf einzelnen Seiten sichtbar werden, vom Betreiber durch den neuen Vorschau-Modus festgelegt werden. Der zeitgesteuerte Wechsel von Shop-Inhalten macht somit Wochenendaktionen oder tageszeitabhängige Specials vorab planbar. Ebenfalls erleichtert wurde das Erstellen und Einbinden von Gutscheinen, die in verschiedenen Sprachen und Währungen angeboten werden können. Mit der neuen Version können Verkäufer ihre Produkte auch auf internationalen Ebay-Seiten in vielen Sprachen und Währungen anbieten und von einer zentralen Stelle aus administrieren.  www.truition.de

Videro Signage Präsentationsgeräte zur Verteilung und Vergrößerung einer Signalquelle auf mehrere Anzeigegeräte in einer Videowand. Jedes Display zeigt einen Ausschnitt, die zusammen das Vollbild auf der Videowand ergeben. Bei der Vergrößerung über mehrere Bildschirme werden auch die Stege zwischen den Bildschirmen berücksichtigt. So entstehen keine störenden Verzerrungen oder Sprünge zwischen den einzelnen Displays. Die Farbabgleich-Funktion (color matching) gewährleistet die farbliche Angleichung der einzelnen Displays. Die Signale werden in Echtzeit dargestellt und erlauben so die Anzeige von bewegten Bildern wie Filmen oder Animationen.  www.comp-mall.de

n Sato TAGportal System

lassen sich alle Hardwaremodelle auf Wunsch auch als interaktive Touchscreens nutzen.  www.videro.de

eazyPrintPerformer Der eazyPrintPerformer (ePP) bietet Handelsunternehmen eine Software zur Printmarketingoptimie-

Kinotickets via Handy Die Atrada AG erweitert ihr Portfolio im Bereich Ticketing und bietet ab sofort den Kauf von Kinotickets über mobile Endgeräte an. Die grafische Oberfläche der Mobile Commerce-Lösung ist sowohl für klassische kleine Handydisplays als auch für das iPhone von Apple optimiert. Über den Browser des Handys wird zunächst die Webadresse des mobilen Kinoticketshops angewählt, anschließend lassen sich über die Tastatur alle gewünschten Informationen zur Vorstellung und Startzeit abrufen sowie nach einmaliger Registrierung für den Webkauf alle Angaben von Vorstellungsauswahl über Sitzplatzauswahl und Bezahldaten für den Online-Kartenkauf eingeben. Zur Buchungsbestätigung kann der Kunde eine SMS bestellen, mit der er seinen Abholcode erhält. Im Kinocenter können die Karten am Terminal abgeholt werden.  www.atrada.ne

n Xplace xplace ShowSafe

n Truition CMS E-Commerce-Plattform 5.0

n Schühlmann IT Solutions

n Atrada

Das Commerce Management System in der Version 5.0 des E-Commerce-Spezialisten Truition bietet eine Kombination aus Multi-Channel Produktverkauf und flexiblem, zentralisiertem Bestands- und Produktmanagement. Die neue Version gibt Online-

In Zusammenarbeit mit dem Warensicherungsanbieter Checkpoint Systems kommt der digitale POSVerkaufsberater ‚xplace ShowSafe‘ auf den Markt. Das Informationssystem wird an die Leinensicherung angeschlossen und zeigt die Produktfeatures auf einem Bildschirm an, welcher im Regal oder in einem Terminal integriert ist. Sobald ein gesichertes Produkt bewegt wird, erscheint die entspre-

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Alle Angaben laut Hersteller

Sato stellt mit dem neuen TAGportal System ein robustes und sehr leicht installierbares RFID-Gate für UHF-Tags vor. Die Besonderheit: Bei dem hochmodernen RFID-Gate handelt es sich um eine modulare Komplettlösung in einem robusten Gehäuse, die innerhalb von zwei Stunden aufgebaut und betriebsbereit ist. Das Portal ist mit vier Hochleistungsantennen, einem Radar-Annäherungssensor und drei Lichtschranken zur automatischen Richtungserkennung ausgestattet und in ein robustes, schlankes Metallgehäuse gekleidet. Das TAGportal System erkennt sogar durch ein Plastiktor oder ein Rolltor hindurch, ob sich etwa eine Palette auf das Gate zubewegt, und kann die Erfassung dann automatisch aktivieren.  www.satoworldwide.com

Pünktlich zur Viscom baut der Gronauer Digital-Signage-Anbieter Videro AG sein Angebot für Hardware um weitere Modelle aus. Die optisch und haptisch verschiedenen Grundmodelle können in allen Fällen individuell gestaltet werden. Im neuen Produktangebot enthalten ist die Möglichkeit, die Gehäusematerialien komplett mit Grafiken zu bedrucken. Ideal für temporäre Promotionkampagnen ist zudem die einfache, schnelle und kostengünstige Anwendung von bedruckten Abdeckungen aus Kunststoff oder Pappe. Damit können digitale Kampagnen optimal über den Bildschirm hinaus unterstützt werden. Sollen die digitalen Plakate nahtlos in Möbel- und Ladenkonzepte integriert werden, bietet die Videro AG kompakte Einbauvarianten an. Hier sind alle Systembestandteile in einem geschlossenen Einbaumodul zusammengefasst. Selbstverständlich


Produktneuheiten

chende Info auf dem Bildschirm – ganz ohne Eintippen oder Scannen. Die Bildschirmanzeige lässt sich frei konfigurieren und gestalten. Sollte ein Produkt trotz der Sicherung entwendet werden, zeigt xplace ShowSafe genau an, welches Gerät fehlt.  www.xplace.de 

n Epoq Epoq RS Shopping Cart Der Karlsruher Softwarehersteller Epoq präsentiert das neue Softwaremodul Epoq RS Shopping Cart, das die Abbruchquote in Webshops erheblich reduziert. Die Softwarelösung prognostiziert, ob ein Webshop-Besucher den aktuellen Kaufvorgang abbrechen will. In solchen Fällen wird dem Kunden automatisiert ein zusätzlicher Kaufanreiz gegeben. Dies kann beispielsweise in Form einer versandkostenfreien Lieferung oder eines zehnprozentigen Rabattes auf die Bestellung erfolgen. Bei der Wahl der Kaufanreize berücksichtigt Epoq RS Shopping Cart sowohl den Wert des Warenkorbes, als auch die durch den Kaufanreiz für den Webshop anfallenden Kosten. Der Einsatz von Epoq RS Shopping Cart führt laut Hersteller durch die gezielt gesetzten Kaufanreize zur signifikanten Umsatzsteigerung in Webshops.  www.epoq.de

n Oki Printing Solutions

Umfeld Wert auf einen schnellen, zuverlässigen und robusten Bondrucker legen. Die kompakten Kraftpakete sind stehend, liegend oder hängend im gesamten Einzelhandel flexibel einsetzbar. Erhältlich in den Farben schwarz, rot, beige, metallic-grau und zudem auf Wunsch auch farblich individuell (ab 250 Geräten), sind die neuen Bondrucker durch ihre hohe Druckgeschwindigkeit für jeden Einsatzort geeignet. Der neue OKIPOS 411 schafft 200 Millimeter in der Sekunde, der rasante OKIPOS 412 sogar mit 250 Millimeter pro Sekunde. Die gute Druckqualität und der nicht flüchtige Speicher der Geräte ermöglichen es, in die Kassenbelege Barcodes einzufügen.  www.oki.de

n Sanyo Video Vertrieb SLM-Monitorserie Die Sanyo Video Vertrieb AG (SVV) bietet mit der SLM-LCD-Monitorserie eine komplette Monitorserie von 8,4“ (21 cm) bis 32“ (81 cm) im Metallgehäuse für den professionellen Einsatz in Videoüberwachungsanlagen oder überall dort, wo eine gute Bildqualität und eine hohe Bildauflösung gefragt sind. Die Anschlussvielfalt, FBAS, S-Video, mit Durchschleifausgang ist genauso selbstverständlich wie ein VGA-Eingang und, ab einer Bildschirmgröße von 15“, ein zusätzlicher DVI-Eingang. Die Modelle SLM2200N, SLM-2601N und SLM-3200N verfügen über die Bildformate 4:3 und 16:9. Alle Geräte verfügen

über eine entspiegelte Frontscheibe mit Schutzglas sowie einen bereits montierten Aufstellfuß.  www.sanyo-video.com

OKIPOS 411 und 412

Alle Angaben laut Hersteller

Oki Printing Solutions, Spezialist für professionelle Drucklösungen und Output Management, erweitert sein Produktportfolio erstmals um zwei leistungsfähige Thermo-Bondrucker. Mit der Einführung der neuen Geräteklasse adressiert Oki alle Anwen­ der, die im arbeitsreichen POS-

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n Cosys Druckprotokoll-Set Die Cosys Ident GmbH aus Holle rundet ihr Angebot für mobile Lösungen im Handel durch das neue Druckprotokoll-Set ab. Bestandteile des Sets sind: WLAN-Notebook, mobiler Tintenstrahldrucker, vorinstallierte Software für Datenübertragung und Protokolldruck, USB-Stick, Ersatzpatronen. Den Kern der Lösung bildet die auf dem Notebook befindliche Cosys Software, die zum einen für den Protokolldruck zuständig ist und zum anderen die empfangenen MDE-

Daten verwaltet und später in das für das jeweilige Warenwirtschaftsystem übliche Format exportiert. Das Set ist ideal für mehrstöckige und großflächige Geschäfte wie beispielsweise Mode- und Kaufhäuser, bei denen auf den einzelnen Etagen keine Möglichkeit zum Drucken und Auslesen der Daten besteht. Auch für spezielle Inventurteams, die von der Zentrale in Filialen geschickt werden, ist das DruckprotokollSet geeignet.  www.cosys.de

n ICS International ICS StoreManager Vielfach gehört das Handling mit Papierlisten bei der Warenerfassung im Einzelhandel noch zur Tagesordnung. Die Einführung aufwendiger Automatisierungs­technik impliziert zumeist hohe Kosten. Im Bundle mit dem Datalogic Memor bietet die Standardsoftware ICS StoreManager der ICS International AG eine kompakte mobile Alternative und bietet eine effiziente Warenwirtschaft für Filialisten. Wareneingang, Bestellerfassung und Inventur sind die Kernfunktionen des ICS StoreManagers. Dieser hat eine klare und einfache Bedienung und ist besonders für den Handel interessant. Optionale Zusatzfunktionen wie Preisabfragen, Rücklieferungen und Preisanpassungen mit mobilen Druckern machen ihn zum Multitalent. Datalogic liefert mit seinem Memor die mobile und ergonomische Hardware für die beleglose Datenerfassung.  www.ics-ident.de

n ACI Worldwide BASE24-eps ACI Worldwide, Inc. (Nasdaq: ACIW), bringt eine neue Version seines Online-Bezahlsystems BASE24-eps für die IBM z-Plattform heraus. Die BASE24-eps Release 1 Version 08.2 bietet Standard-Unterstützung für IBMs „blue stack” Datenbank, Middleware und Sicherheitsfunktionen auf dem Mainframe. Ebenfalls unterstützt wird der Data Security Standard (DSS) der Payment Card Industry (PCI). ACI bringt mit dieser Version die Großrechnerwelt im Backend der Banken mit der Technologie des Frontends zusammen. Die neue Version erweitert die Kommunikationsdienste in einer z/OS-Umgebung und kann in eine Monitoring-Lösung unter IBM Tivoli integriert werden. Sicherheitsupgrades bedienen IBM Crypto


Express2 für Verschlüsselung und RACF für Zugangskontrolle und Auditing.  www.aciworldwide.com

n NTSwincash central logistics Die Kontrolle der Warenflüsse sowie die Bestandsführung gehören zu den zentralen Aufgaben der Warenlogistik. Mit der NTSwincash-Lösung „central logistics“ erfolgt die Warenflusskontrolle per Mausklick dank einer schnelleren und einfacheren zentral gesteuerten Warenlogistik. Als zentrales Logistikmodul steuert NTSwincash central logistics alle Warenströme im Unternehmen, aber auch übergreifend in kompletten Filialnetzen. Dank der vielseitigen Lösung sind darüber hinaus ein lückenloses Monitoring aller Warenbewegungen, filialübergreifende Bestandskontrollen sowie Shop to Shop-Transfers ebenso möglich wie das Tracking von Seriennummern.  www.ntswincash.com

n Omikron FACT-Finder Das Herzstück von FACT-Finder ist die schnelle und fehlertolerante Suche. Ab sofort werden Online-Shopper damit noch schneller fündig: Die Such- und Navigationslösung FACT-Finder von Omikron unterstützt jetzt auch Multicore-Systeme und kann Suchanfragen daher auf mehreren Prozessoren gleichzeitig bearbeiten. Davon profitieren vor allem Online-Shops mit großen ProduktDatenbanken und sehr vielen Suchanfragen. Um Cross- und Up-Selling-Potenziale richtig nutzen zu können, müssen Shop-Betreiber das Einkaufsverhalten ihrer Kunden kennen. Mit der Recommendation Engine weiß FACT-Finder, welche Artikel zu

einem Produkt häufig dazugekauft werden. Um an diese Informationen zu gelangen, analysiert FACTFinder die Einkäufe im Shop und merkt sich die dazu gekauften Produkte. Welche Produkte werden oft gesucht, aber nicht gefunden? Welche Produkte entwickeln sich zum Trend und Renner? Wann lässt die Häufigkeit der Suche bei einem Produkt nach? – Das Feature What’s Hot gibt Aufschluss über solche Besonderheiten und verschafft Shop-Betreibern so die Chance rechtzeitig zu handeln.  www.fact-finder.de

n Actindo

n Ricoh

actindo Power

Digitaler Produktionsdruck

Die actindo GmbH bietet kleinen und mittelständischen Unternehmen mit dem professionellen ERP-System „actindo Power“ jetzt eine Einstiegslösung in die automatisierte Bestellverarbeitung für ihren Online-Shop. actindo Power gibt es als Komplettpaket im Software as a Service-Modell zu einer günstigen Flat-Rate im Monat, ohne weitere Zusatzkosten. actindo Power beinhaltet neben der kompletten Warenwirtschaft, der Fakturierung und einer Echtzeit-Schnittstelle zu Webshop-Systemen – actindo ProWebshop – auch das Business-Intelligence-Modul actindo Statistik mit umfangreichen Auswertungsmöglichkeiten. Support, Wartung, Backups und regelmäßige Updates sind in der Monatspauschale ebenfalls enthalten. Weil beim actindo Power SaaS-Paket keine Arbeitsplatz-Lizenzen anfallen, können beliebig viele Anwender gleichzeitig auf das, webbasierte actindo ERP2-System zugreifen. Überschaubare Kosten und umfassender Service machen das actindo Power Paket zur idealen ERP-Lösung speziell für die Online-Shops von Existenzgründern und KMUs.  www.actindo.de

Ricoh Deutschland präsentiert gemeinsam mit Infotec seine leistungsstarken Systeme sowie passende

n Hy-Line Computer Components

Softwarelösungen für den digitalen Produktionsdruck. Der Hersteller punktet vor allem hinsichtlich Druckgeschwindigkeiten, Konfigurationsmöglich­ keiten und vollautomatischer Endverarbeitung. Das neue Farb-System Ricoh Pro C900 erfüllt hohe Produktivitäts- und Ge­schwindigkeitsansprüche im Produktionsdruck. Als Flaggschiff der neuen Pro-Reihe von Ricoh zeichnet es sich durch seine hohe Geschwindigkeit von 90 Vollfarb­seiten pro Minute, eine Papierkapazität von 11 000 Blatt und die breite Palette an Konfigurationen für vollautomatisches Finishing aus. Das Schwarzweiß-Produktionsdrucksystem Pro 1356EX erreicht eine Druckge­ schwindigkeit von bis zu 135 Seiten pro Minute und beschleunigt so den Workflow. Durch Kopplung zweier Systeme lässt sich die Leistung auf 270 Seiten pro Minute steigern.  www.ricoh.de

n Motorola WLAN-Planer 802.11n

Hochformatige Public Displays Starre Anzeige- oder Werbetafeln werden zunehmend durch Public Displays ersetzt. Das als „Digital Signage“ bezeichnete Thema bietet dem Fachhandel nicht nur neue Absatzchancen, sondern auch ganz andere Möglichkeiten der Kundenansprache am POS. So lässt sich etwa in den Abendstunden, wenn erfahrungsgemäß die Kundenschicht wechselt, eine andere Werbung zeigen als um die Mittagszeit. Und bewegte Bilder sprechen nun mal noch mehr Worte als starre. Hy-Line Computer Components präsentiert Public Display von LG Display. Sie sind in den Größen 32”, 42” jeweils mit 1366 x 768 Auflösung und 52“ mit der Auflösung 1920 x 1080 verfügbar. Mit einer Helligkeit von 500 cd/m2 sind sie auch im Außenbereich einsetzbar. Ferner bestechen sie durch einen attraktiven Blickwinkel von 178/178 und hohem Kontrast von bis zu 900:1. Hy-Line Computer Components liefert die Displays fertig konfektioniert im Kit mit Controller, OSD und Kabelsatz.  www.hy-line.de

Motorola Enterprise Mobility business hat mit dem Motorola 11n-LANPlaner ein leistungsfähiges 802.11n-Tool vorgestellt, das vorausschauende Netzwerkfähigkeiten besitzt. Die Software-Suite

liegt jetzt in ihrer elften Version vor. Die Erweiterung der Suite ermöglicht die Simulation von 802.11n-Produkten wie dem Motorola AP-7131, dem ersten 802.11n Access Point mit drei Funkmodulen. Die neue WLAN-Technologie 802.11n wird als die entscheidende Komponente betrachtet, mit der Unter-

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Produktneuheiten nehmen den Übergang vom verkabelten Netzwerk zu einer komplett drahtlosen Netzwerkstruktur realisieren können. Kunden, die Systeme gegen unerlaubtes Eindringen ins Netzwerk einsetzen, können darüber hinaus die für den sicheren 802.11n-Einsatz erforderliche Abdeckung durch die Funk-Sensoren des AP-7131 vorherbestimmen.  www.motorola.com/de

bilen oder festinstallierten Computern und gewöhnlichen Arbeitsplatzrechnern.  www.intermec.de

n Screen New Technologies Sunlight LCDs

n Cellular South und Intava

ischer Zusammenschluss von Zahlungssystemen) gehören, werden am deutschen Point-of-Sale (POS) zu den gleichen Bedingungen wie nationale ecKarten akzeptiert. Dadurch können Händler ihren Kundenstamm um europäische Konsumenten erweitern. Inhaber deutscher Karten ermöglicht die Harmonisierung bargeldloses und einfaches Einkaufen in vielen Ländern Europas.  www.firstdata.com

n Omeco

HoloPro™

omeco webshop 4.0 Für seinen neuen Flagship Store setzt Cellular South Wireless auf neueste Display-Technologien. Interesse wecken für aktuelle Telefonmodelle und interaktiv über Funktionen informieren: Diese Punkte stehen im Mittelpunkt der von dem HoloPro™ Partner Intava Corp. konzipierten Installation. Bereits vor Betreten des Geschäfts erregt ein 1,52 Meter hohes, transparentes, sich drehendes Telefon die Aufmerksamkeit der Besucher. Ein Video, das auf eine Glasscheibe mit HoloPro™ projiziert wird, vermittelt einen schwebenden Eindruck, der Blicke magisch anzieht. Durch den Einsatz der neuesten HoloPro™-Generation, bei der die Anzahl der lichtlenkenden Hologramme auf über 20 Millionen pro Quadratmeter dramatisch gesteigert wurde, wird die Illusion perfekt. Cellular South und Intava verfolgen das Ziel, ein räumliches Einkaufserlebnis mit den Vorteilen eines Onlineshops zu realisieren.  www.holopro.de

n Intermec

Alle Angaben laut Hersteller

SR30 Plug and Play Handheld-Scanner Intermec stellt seinen automatisch adaptionsfähigen SR30 Barcode-Scanner für POS-Anwendungen im Retailbereich vor. Durch die leichte Anschlussfähigkeit und der Möglichkeit sich neuen Konfigurationsanforderungen sofort anzupassen, können Einzelhändler die Gerätekosten und den Installationsaufwand reduzieren. Der Anwender erhält ein robustes und flexibles Gerät, ausgestattet mit Intermec’s patentierter Vista Linear Imaging-Technologie für ein schnelles sowie akkurates Scannen auch von beschädigten oder schlecht gedruckten Barcodes. Die Auto-Adaptionsmöglichkeiten des SR30 vereinfachen die Installation, sorgen für eine sofortige Verbindung zu POS-Terminals sowie zu mo-

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Der Alzenauer Spezialist für elektronische Bildsysteme Screen New Technologies baut auf seine Erfahrung im Bereich Outdoor Digital Signage. Mit dem neu entwickelten Sunlight-System präsentiert Screen NT die ersten großen LCD-Displays, die auch unter direkter Sonneneinstrahlung optimal einsetzbar sind. Das patentierte Sunlight-System nutzt sogar das zusätzliche Sonnenlicht, um über ein Spiegelsystem das TFT-Display indirekt zu beleuchten und sich dadurch automatisch und energiesparend dem Umgebungslicht anzupassen. Gleichzeitig schützen die speziell entwickelten und entspiegelten Schutzgläser das System vor UVund Infrarotstrahlen sowie menschlicher Beschädigung. Damit, so Screen-Marketingleiter David Fearnley, wird ein neues Kapitel im Digital Signage angekündigt, in dem alle Vorteile eines LCD-Displays auch im Schaufenster oder im Außenbereich zu genießen sind.  www.screen-nt.de

n TeleCash TA 7.0-Kartenterminal TeleCash nimmt das erste TA 7.0-zugelassene Kartenterminal in den Netzbetrieb auf und in Produktion. Die TeleCash GmbH & Co. KG, Netzbetreiber für die Abwicklung von Kartenzahlungen in Deutschland sowie ein Tochterunternehmen von First Data, hat die Zulassung als Netzbetreiber im Zahlverfahren electronic cash (ec) gemäß des neuen Technischen Anhangs 7.0 (TA 7.0) bereits Anfang August erworben. Die Zulassung entspricht den neuesten Industriestandards. Die technologische Harmonisierung mit TA 7.0 bringt Händlern und Kunden bedeutende Vorteile. Europäische Debitkarten, die zum Euro Alliance of Payment Scheme (Europä-

Die Omeco GmbH präsentiert die neue Version 4.0 ihres omeco webshop. Das neue Major Release verfügt über ein leistungsfähiges Gutscheinmodul, das die schnelle Umsetzung verschiedenster MarketingAktionen ermöglicht und ein ideales Werkzeug zur zielgenauen Verkaufsförderung darstellt. Omeco hat den webshop 4.0 auch mit neuen Rabattfunktionen ausgestattet: Shopbetreiber können unterschiedlichen Kunden und Kundengruppen nun zielgerichtet Rabatte zuweisen. Außerdem verfügt die neue Version über erweiterte B2B-Funktionen, die eine individuelle Preislistengestaltung und Preisfindung deutlich vereinfachen. Insgesamt wurden im omeco webshop 4.0 mehr als 100 Detailverbesserungen bei der Usability, dem Interfacedesign und bei den Arbeitsprozessen im Backoffice und im Frontend umgesetzt.  www.omeco.de

n t+t netcom Handheld tt5000 t+t netcom deckt mit dem neuen Handheld tt5000 eine weitere Sparte im Bereich Mobile Computing ab. Der tt5000 bietet aufgrund seines kleinen und leichten Designs maximalen Bedienkomfort gepaart mit einer optimalen Ergonomie und wurde speziell für Inhouse-Anwendungen z. B. im Geschäft, in der Gastronomie oder im Gesundheitswesen konzipiert. Leistungsstarke Komponenten wie großes 3,5“ LCD-Farbdisplay, Scanner (5-70 cm Range) mit Vibrationsfunktion, WLAN und Bluetooth gehören zur Grundausstattung. Als Zubehör sind Langzeitakku, Cradle, Tasche, Kabel (USB, Fahrzeugladekabel) und Headset erhältlich.  www.tt-netcom.com


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Lösungen und Strategien für erfolgreiche Kundenbeziehungen Die CRM-expo findet am 5. und 6. November in Nürnberg zum zehnten Mal statt.

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ie CRM-expo versammelt als Leitmesse zum Thema Kundenbeziehungsmanagement alle wichtigen und führenden Anbieter, Berater und Dienstleister. Aussteller wie Adito, CAS oder Microsoft, Oracle, PiSA oder SAP, Lufthansa Systems oder empression zeigen hier ihre neuen Lösungen und Produkte. Einen weiteren, wichtigen Mehrwert für Besucher aber bietet die CRM-expo mit ihrem Kongress. Hier referieren Experten und Spezialisten über aktuelle Themen und Trends, zeigen Anwender, was erfolgreiches CRM ausmacht und wie man Kundenbeziehungen gestalten muss. In kompakter und informativer Weise erfahren Besucher, welche Möglichkeiten CRM bietet und wie sie das Kundenbeziehungsmanagement ohne Verluste für ihre Kampagnen, Kundenbindungsmaßnahmen, Verkaufsförderungsaktivitäten oder auch Produkteinführungen einsetzen können.

n Praxisorientiert und vielseitig Auch in diesem Jahr ist der Kongress zur CRMexpo ausgesprochen vielseitig und praxisorientiert angelegt. So werden im Anbieter-Forum Software-Unternehmen und CRM-Berater gemeinsam mit ihren Kunden zeigen, welche

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Vorteile ihre Systeme und Anwendungen im täglichen Geschäftsalltag bieten. Jeweils drei Anbieter etwa präsentieren in der Reihe „CRM at its best“ von Schwetz-Consulting die Highlights ihrer Systeme. In den Ring steigen unter anderem Microsoft, SuperOffice und die CAS Software AG. „Die Erhöhung des Kundenwerts bei Kabel Baden-Württemberg“ oder „Der verteilte Kunde – Dialogmarketing bei Schurter electronics“ sind weitere Vortragsthemen. Die besten und erfolgreichsten CRM-Anwendungen mit Branchenbezug werden im Anwender-Forum vorgestellt. Hier präsentieren sich auch die Gewinner des CRM Best Practice Awards 2008. „Differenzierung und Wachstum in gesättigten Märkten am Beispiel der AXA Winterthur“, „CRM rechnet sich – wenn man es richtig macht“ oder „Die Firmenwebsite als Motor zur Leadgenerierung“ eröffnen interessante Brancheneinblicke. Im Themen- und Diskussions-Forum dreht sich in diesem Jahr alles um Trends und zukünftige Entwicklungen im CRM. Zum zehnjährigen Bestehen der CRM-expo diskutieren Vertreter der führenden CRM-Anbieter über „CRM damals, heute und in Zukunft“. Eine sicher spannende Talkrunde, treffen hier doch die Großen und Meinungsführer der Branche aufeinander.  n

CRM-expo Messe + Kongress Termin: 5. und 6. November 2008 Öffnungszeiten: täglich von 9 bis 18 Uhr Veranstaltungsort: NürnbergMesse, Halle 10.0 Schwerpunkte: Kundenbindung, Kundenwertanalyse, Softwarelösungen, Kampagnenmanagement, Stammdaten-Management, Call Center Lösungen, ERP, Vertriebs- und Marketingautomatisierung, integrierte Kundendaten, mobiles CRM, CRM on Demand, Direktmarketing Veranstalter: asfc atelier scherer fair consulting GmbH, Fürth Telefon (09 11) 97 00 58-0 Fax (09 11) 97 00 58-66 Internet www.crm-expo.com


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Impressum ISSN 1437-398X BAUVE Medien KG, Kirchdorfer Straße 87, 86825 Bad Wörishofen, Telefon (0 82 47) 3 80-0, Telefax (0 82 47) 3 80-1 00, E-Mail info@bauve.de, Internet www.bauve.de POS-Manager Technology: Fachzeitschrift mit ausschließlich Technologie-Themen am POS sowie im Handel insgesamt. Zielpersonen der Zeitschrift sind überwiegend in den Zentralen der Handelsketten, des gehobenen sowie des allgemeinen Einzelhandels angesiedelt. Die Zeitschrift erscheint überwiegend in D, A, CH. Persönlich haftender Gesellschafter und Geschäftsführer: Christian te Heesen (v.i.S.d.P.) Redaktion: Dr. Margit Pietzke Telefon (0 82 47) 3 80-2 20, Telefax (0 82 47) 3 80-2 00, E-Mail mp@bauve.de Carolin Kober, (auch Schlussredaktion) Telefon (0 82 47) 3 80-1 10, Telefax (0 82 47) 3 80-2 00, E-Mail ck@bauve.de Bild-, Foto- und Grafikquellen: LNC Property Group (S. 1, 28 f.), Nedap (S. 1 u.), Prudsys (S1 l.u., S. 5, S. 48 f.), 3M (S. 4, 32 f.), RfiT Solutions (S. 5, 46 f.), Sage (S. 12), Experton Group (S. 16), Abelstock (S.18, 26, 50,54), Hughes (S. 20, 22), Black Box (S. 30 f.), Checkpoint Systems (S. 34 f.), Scanmarketing (S. 36), B+S (S. 53), GS1 Germany (S. 57), Reed Exhibitions Deutschland (S. 58), Stefan Hippel (S. 64) Anzeigen: Angelika Eigner, Telefon (0 82 47) 3 80-1 50, Telefax (0 82 47) 3 80-1 00, E-Mail ae@bauve.de Titelproduktion: Sibylle Jakob, Tina Wullenkord Satz/Layout/Grafik: Sibylle Jakob, Tina Wullenkord Telefon (0 82 47) 3 80-2 40/-1 42 Telefax (0 82 47) 3 80-1 49, E-Mail sj@bauve.de, tw@bauve.de Druck: Pera Druck GmbH Hofmannstraße 7, D-81379 München Telefon (0 89) 8 58 09-0, Telefax (0 89) 8 58 09 36 E-Mail info@peradruck.de Einsendungen: Für unverlangt eingereichte Manuskripte übernimmt der Verlag keine Gewähr. Sie gelten in jeder Hinsicht der Redaktion zur freien Verfügung überlassen. Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Eine Verwertung der im „POS-Manager Technology“ veröffentlichten Beiträge ist unzulässig. Nachdruck von Text und Abbildungen zum Zwecke der Werbung für Fernseh- und Funksendungen, Filme, Übersetzungen, Vervielfältigung, Vorträge und das Speichern auf Datenverarbeitungsanlagen ist, auch auszugsweise, ohne Zustimmung des Verlages nicht gestattet. Das Recht des Zitierens bleibt hiervon unberührt. Promotion (Anzeigen): Für den Inhalt der Rubrik „Promotion“ sind die jeweiligen Inserenten/Hersteller selbst verantwortlich. Titel: Der Titel „POS-Manager“ ist urheber- und markenrechtlich eingetragen beim Deutschen Patent- und Markenamt der Bundesrepublik Deutschland unter der Registriernummer 300 65 767 geschützt. Das gilt für die Schreibweise, den Aufbau, das Layout, die Art und Weise der Erscheinung und den Verwendungszweck. Das Logo oder den Titel anderweitig zu verwenden, zu verfälschen oder zu ändern, ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung des BAUVE Verlages zulässig. Bei Nichtbeachtung wird Schadensersatz geltend gemacht. Leserzielgruppen: Alle Zentralen der Verbraucher- und Supermärkte, Kaufhäuser, Drogerieflächen und Drogeriemärkten, Einzelhandelsketten, Privateinzelhändler, Autohäuser, Apotheken, Buchhandlungen u.v.m. Bankverbindung: Sparkasse Memmingen  –  Lindau  –  Mindelheim, Konto-Nr. 10 881 662 (BLZ 731 500 00) Abonnementverwaltung: Sandra Rieger, Telefon (0 82 47) 3 80-1 11, Telefax (0 82 47) 3 80-1 00, E-Mail: sr@bauve.de Postvertrieb: Alpha Systems GmbH, Wandalenstraße 55a, 86343 Königsbrunn, Telefon (0 82 31) 51 38 Telefax (0 82 31) 3 42 09 Abonnementpreise (Inland): s 44,- inkl. 7% USt. und Versandkosten (Einzelverkauf s 8.50 inkl. 7% USt. zzgl. Versandkosten). Abonnementpreise (Ausland): s 44,- exkl. USt. zzgl. s 18,- Versandkosten und s 9,50 Bankspesen*. (Einzelverkauf s 8.50 exkl. USt. zzgl. Versandkosten und Bankspesen*). *in Nicht-Euro-Ländern Gültige Anzeigenpreisliste: vom 1. Januar 2008 Die Abonnementsdauer beträgt ein Jahr. Das Abonnement verlängert sich automatisch um ein weiteres Jahr, wenn es nicht sechs Wochen vor Ablauf eines Bezugsjahres schriftlich gekündigt wird. Druckauflage: 13.100

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Veranstaltungskalender

International Digital Signage Days 08 14. bis 16. Oktober 2008 Le Meridien Hamburg www.digitalsignagedays.com

Internet World Fachmesse & Kongress 21. und 22. Oktober 2008 ICM München www.internetworld-messe.de

SYSTEMS Messe für IT, Media und Communications 21. bis 24. Oktober 2008 Neue Messe München Internet: www.systems.de

Insight E-Commerce 2008 Netzwerkkonferenz 4. bis 5. November 2008 Intershop Tower in Jena www.insight-ecommerce.de

CRM-expo Messe + Kongress 5. und 6. November 2008 NürnbergMesse, Halle 10.0 www.crm-expo.com

Pangora E-Commerce Kongress 6. November 2008 HVB Forum München www.e-commerce-kongress.de

viscom frankfurt 2008 Internationale Fachmesse für visuelle Kommunikation

Deutscher Handelskongress 2008 & Retail World 2008

30. Oktober bis 1. November 2008 Messegelände Frankfurt am Main, Halle 3.0 www.viscom-messe.com

11. und 12. November 2008 Estrel Hotel Berlin www.handelskongress.de

Vorschau In der kommenden Ausgabe • EuroCIS 2009 – Vorschau • Marktübersicht Personaleinsatzplanung • Kasse – PC für die ganze Filiale • Green IT • Preisauszeichnung • Besucherfrequenzanalyse • Online-Shop – rechtliche Aspekte

Erscheinungstermin: 10. Dezember 2008


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