Issuu on Google+

Ausgabe 5/2011 • September

info@th-medien.com • www.th-medien.com • Post-Nr. 09-11 POS

Beeindruckende

Genusswelten

ISSN 1867 4801 

Einzelverkaufspreis € 8,50 

7. Jahrgang

Magazin für Ladengestaltung, Boden, Wand, Decke, Licht, Displays und Akustik

Delikatessenhaus Siebenförcher in Meran

ZKZ‑59995

Postvertriebsstück 

Entgelt bezahlt 

TH Medien KG 

Businesspark A96 

D-86842 Türkheim 

Seite 30

Puma Flagship-Store in Paris

Alles digital – oder was?

LED – Lohnende Investition?

Grün” ist cool ”

Posterwerbung vs. Digital Signage?

Herstellerumfrage

Seite 28

Seite 38

Seite 16


EHV

Handelsverband Baden-Württemberg e.V.

5. Fachkonferenz Handel 2011 Eine Konferenz des Handelsverbandes Baden-Württemberg Menschen

9. November 2011 · Geno-Haus Stuttgart

Unternehmen

Visionen

Menschen – Unternehmen – Visionen Wie Local Heroes Trends setzen! Hauptvorträge Vormittag

Workshops Nachmittag

Abschluss-Veranstaltung

s.Oliver

Eine facettenreiche Marke für den Handel.

Workshop 1: Eigenmarken

fahrrad.de

Vom Fahrradladen zur globalen Internet AG.

Vorträge von: Batten and Company, Coop, Ernst & Young

Verleihung Youngster Award Handel

Lush

Alles handgemacht – low budget and local hero?

Workshop 2: Future and Online

Sinus

Erfolgsfaktor Mensch: Mehr Umsatz durch ein besseres Kundenverständnis!

Vorträge von: Metro, Ewolff, Breuninger

Details und Anmeldung unter: www.kompetenz-handel.de Mit freundlicher Unterstützung von:

Medienpartner:

handelsjournal Das Wirtschaftsmagazin für den Einzelhandel

Fachkon_AnzeigeRZ_210x280.indd 1

Verlagsgruppe

Handelsblatt

Für Mitglieder

Eintritt frei! 21.07.2011 11:45:26 Uhr


Anzeige

Editorial

WWW.WITEX.COM

Kaufen kann der Kunde überall und jederzeit. In Ihrem Geschäft haben Sie die Chance, ihn von Mensch zu Mensch zu begeistern und seine Emotionen zu wecken. Wer sich wohl fühlt, kauft und kommt wieder. Sylvia Zahn genannt Schumann, Redakteurin „POS-Ladenbau”

Ein rundum gutes Gefühl Liebe Leserinnen, liebe Leser, Sommerzeit ist Urlaubszeit! Endlich fährt man mit der Familie oder Freunden in den Urlaub und hat Spaß und Entspannung. Urlaubszeit ist gleichzeitig auch immer Shoppingzeit. Man hat Zeit in Ruhe zu schlendern und kann den Einkauf genießen. Oft darf es dann auch etwas mehr sein. Das Gefühl ein gutes Schnäppchen gemacht zu haben oder etwas ganz Besonderes als Erinnerung bekommen zu haben, löst auch lange nach dem Urlaub ein gutes Gefühl und Emotionen aus. Zwei Wochen Urlaub in Berlin. Rein ins Vergnügen Großstadt, die in erster Linie nicht für Freundlichkeit und Service steht. „Wat wolln se denn?“, fragt da gerne mal etwas ruppig die Bäckereifachverkäuferin. Dabei ist es gar nicht so schwer, den Kunden glücklich zu machen. Ein kleines Beispiel: Die Imbisskultur in Berlin ist legendär. Döner, Burger und Currywurst gibt es an jeder Ecke und überall. Ein sehr freundlicher Currywurstverkäufer in Berlin-Mitte blieb dabei nachhaltig in Erinnerung. Schon während der Bestellung erklärte er ausführlich die Unterschiede zwischen der Wurst ohne und mit Darm und empfahl, das Berliner Original ohne Darm zu probieren. Nachdem wir bezahlt hatten, nutzte er die Zubereitungszeit, um auf die Regionalität und die Wertigkeit seiner Produkte aufmerksam zu machen. Zum Schluss ein ehrliches „Guten Appetit“. Wir waren zufrieden und glücklich. Sicherlich war das „nur“ der Besuch an einer Imbissbude aber es wird deutlich, dass ehrliche Freundlichkeit und Service ein gutes Gefühl schaffen. Das gute Gefühl, hier werde ich als Mensch wahr und wichtig genommen.

Aufgrund der Produktvielfalt, der Marktsättigung und dem Online-Handel kann der Kunde heutzutage überall und jederzeit kaufen. Doch was ist das Geheimnis, dass er es bei Ihnen tut? Neben einer ansprechenden Warenpräsentation, guten Produkten und einem modernen Ladenkonzept sollten Sie einen Mehrwert bieten. Kunden wollen emotional inspiriert und berührt werden. Ein herzlicher Empfang, ein ehrlicher, unaufdringlicher Service, die Interaktion mit dem Kunden – dieses Erlebnis von Mensch zu Mensch können Sie nur in Ihrem Laden bieten. Hier haben Sie die Möglichkeit, seine Emotionen und seine Sinne auf mehreren Ebenen anzusprechen. Wie wäre es zum Beispiel, wenn Sie ihm nach dem Einkauf einen schönen frischen Apfel mit einem Logo oder einem netten Spruch darauf schenken? Kleine Sache – große Wirkung. Erkenntnisse aus der Hirnforschung bestätigen dies: Wer sich wohl fühlt, kauft und kommt auch wieder. Und wo ich bei meinem nächsten Besuch in Berlin Currywurst esse, steht jetzt schon fest. Ich hoffe, Sie hatten auch eine schöne Urlaubszeit mit vielen tollen Erlebnissen und starten mit viel Kraft und Motivation in die kommenden Monate. Unsere aktuelle Ausgabe soll Sie dabei anregen, viel Spaß beim Lesen!

DIE BODENMARKE

Schwimmend verlegbare Böden von Witex. Schnell verlegt, lange haltbar und schnell wieder ausgebaut.

Witex Flooring Products GmbH Nord-West-Ring 21 D-32832 Augustdorf Phone: +49.5237.609-0 www.witex.com

Herzlichst Ihre

Sylvia Zahn genannt Schumann zgs@th-medien.com POS-Ladenbau n 5 • 2011

3


Anzeige

Besuchen Sie uns auf der Viscom Düsseldorf 13.10. – 15.10.2011 Halle 8a / J50

LED-Lichtleiste

Effektvolle Warenbeleuchtung

Inhaltsverzeichnis

Themenschwerpunkte der Ausgabe 5/2011 • Ladendesign für beeindruckende Genusswelten • LED – Investitionen, die sich rechnen? • Großbild, Displays und Aufsteller • Digitale Medien am POS • Bauen im Bestand • Neuromarketing – Alles für die Sinne • Marktübersicht: Shop-in-Shop-Systeme

■ Rubriken Editorial

■ Objektberichte 3

Ein rundum gutes Gefühl

News, Personalien

LED-Lichtleiste aus Aluminium, einfache Montage, vielseitige Einsatzmöglichkeiten Weitere Infos unter www.oechsle.de

Halterungen für elektronische Preiskassetten

Marktübersicht

19

Shop-in-Shop-Systeme

■ Fachbeiträge Let me entertain you!

14

Den Kunden das gewisse „Etwas mehr bieten“ Von Wolfgang von Hagen

Vom POS zum POT

ESL-Halterungen

7

24

Digitale Medien am Point of Sale

Strauss Innovation, Bonn

Von Gunter Hildebrand

Faszination und Neugier

Alles digital – oder was?...

10

28

Posterwerbung vs. Digital Signage? Von Tina Stotz

Mit Emotionen zum guten Geschäft

33

Über den Sinn der Sinnlichkeit Von Stefan Suchanek

LED in Fahrt

36

Wie ist der Stand bei Leuchten mit LED in der Allgemein- und Architekturbeleuchtung?

Zur Befestigung an Scannerschienen oder mit den bewährten OEK-Klick-Adaptern für nahezu alle Auszeichnungsbereiche Weitere Infos unter www.oechsle.de

Von Dipl. Ing. Jürgen Spitz

■ Verbandsnachrichten Handeln für den Handel Der Handelsverband Baden-Württemberg e.V.

4

Oechsle Display Systeme GmbH Bubesheimer Straße 13-15 D-89340 Leipheim Telefon +49 (0) / 27 98-0 POS-Ladenbau n 182• 21 2011 Telefax +49 (0) 82 21 / 27 98-27 www.oechsle.de

stellt sich vor

6 Puma, Paris ”

Grün” ist cool

16


Anzeige

Wenn Sie

Ausgabe 5/2011 • September

7. Jahrgang

Magazin für Ladengestaltung, Boden, Wand, Decke, Licht, Displays und Akustik

Beeindruckende

Genusswelten Delikatessenhaus Siebenförcher in Meran

ISSN 1867 4801

Einzelverkaufspreis € 8,50

M E H R wollen als Standard

info@th-medien.com • www.th-medien.com • Post-Nr. 09-11 POS

ZKZ-59995

Postvertriebsstück

Entgelt bezahlt

TH Medien KG

Businesspark A96

D-86842 Türkheim

Seite 30

AUSGABE September Puma Flagship-Store in Paris Grün” ist cool ”

Seite 16

Alles digital – oder was?

LED – Lohnende Investition?

Posterwerbung vs. Digital Signage?

Herstellerumfrage

Seite 28

Seite 38

5/2011

■ Titelthema Beeindruckende Genusswelten Delikatessenhaus Siebenförcher in Meran

Friedrich!, Forchheim

22

Rundum gutes Klima

Siebenförcher, Meran

30

Mit allen Sinnen kaufen

Digitales LED-Zigarettendisplay

■ Praxisberichte Ein Ort für alle Sinne

13

Bar Centrale in Bielefeld

Attraktives Design für die Wand

48

Individuelle XXL Themenmotive im A10 Center, Wildau

■ Interview

Wir fertigen Ihnen Ihr persönliches Displayprojekt - von der Aufgabenstellung über die Idee bis zur Serienproduktion und Installation am Point of Sale.

Vor Ort visuelle Kaufimpulse setzen 47 ”

POS-Ladenbau” befragt Anne Nölling

■ Service Viva, Oostende/Middelkerke Attraktive Mode an Belgiens Küste

26 Impressum, Termine, Vorschau

50

POS-Ladenbau n 1 • 2011

5

www.marketing-displays.de


V e r b a n d s n a c h r i c h t e n

Handeln für den Handel Der Handelsverband Baden-Württemberg e.V. ist die Spitzenorganisation des Einzelhandels im Südwesten und damit das Sprachrohr der Branche gegenüber der Politik, gegenüber anderen Wirtschaftsbereichen, Multiplikatoren, den Medien und der Öffentlichkeit. Er vertritt die Interessen im Haupt- und Ehrenamt durch intensive Lobbyarbeit auf der Landes-, Regional- und Kommunalebene.

O

rganisatorisch ist die Arbeitgeberorganisation in drei Regionalverbände gegliedert: Nordbaden, Südbaden und Württemberg. Daraus ergibt sich ein enger Kontakt zu allen Mitgliedern sowie ein durchgängiger Informationsfluss, also eine optimale Betreuung vor Ort. In allen handelsrelevanten Bereichen der Wirtschaftspolitik, der Arbeitsmarktpolitik, der Steuerpolitik, der Gesetzgebung sowie der Qualitätssicherung ist der Handelsverband für seine Mitglieder tätig. Die Themen Energieeffizienz, Verbraucher- und Umweltschutz sowie Ausbildung genießen dabei seit Jahren einen besonderen Stellenwert. Seit 2005 engagiert sich der Verband mit der landesweiten Ausbildungskampagne „Helden des Handels“ erfolgreich für die Sicherung des Fachkräftenachwuchses in den vorwiegend mittelständisch geprägten Betrieben. Schwerpunkt der Verbandsarbeit für die Mitgliedsbetriebe ist die rechtliche und betriebswirtschaftliche Beratung in allen Fragen eines Einzelhandelsunternehmens. Aber auch zahlreiche Mitgliederservices im Bereich Unternehmensberatung, bei der Existenzgründung und -sicherung, Unternehmensnachfolge oder beim demografischen Wandel gehören zum Dienstleistungsangebot. Auf diversen Veranstaltungen bietet der Arbeitgeberverband Plattformen für aktuelle Brancheninformationen und Wissenstransfer in die Praxis. Ergänzt wird das Portfolio des Handelsverbands durch

Der Einzelhandel in Baden-Württemberg:

• Drittstärkster Wirtschaftszweig im Land • 490.000 Arbeitsplätze,

37.500 Unternehmen

• 18.000 Ausbildungsplätze • ca. 90 Mrd. Euro Umsatz pro Jahr,

ca. 24% des Bruttoinlandproduktes

6

POS-Ladenbau n 5 • 2011

Das EHV-Netzwerk:

• Ca. 10.000 Mitgliedsunternehmen in Baden-Württemberg • Einzelhandelsunternehmen aller Betriebsgrößen und Betriebsformen sowie aller Branchen • Die EHV-Mitglieder repräsentieren ca. 80 Prozent des Einzelhandelsumsatzes • Großes Netzwerk auch von Partnern aus den handelsnahen Dienstleistungsbereichen,

unter anderem dem Bereich Ladenbau

einen großen Kreis an Netzwerkpartnern, u. a. aus dem Bereich Ladenbau, von deren Knowhow und teilweise exklusiven Angeboten die Unternehmen profitieren. Nächste Gelegenheit dazu bietet die 5. Fachkonferenz Handelsunternehmen am 9. November 2011 in Stuttgart. Unter dem Motto „Menschen – Unternehmen – Visionen – Wie Local Heroes Trends setzen!“ werden Erfolgsgeschichten aus dem Einzelhandel hautnah und live vorgestellt. Was macht den Erfolg aus? Welche Trends sind mehr als ein kurzes Zwischenspiel? Wie setzt man Visionen im täglichen Arbeitsalltag um? Antworten auf diese und weitere Fragen werden von hochkarätigen Referenten aus der Handelspraxis beantwortet. Begleitet wird die Fachkonferenz in diesem Jahr von einer Präsentation führender Anbieter aus dem Bereich Ladenbau.

Aktuelle Trends in diesem Bereich werden Knoblauch aus Markdorf, Rottmann aus Weil am Rhein, D & L Lichtplanung sowie das Unternehmen Heinrich Schmid vorstellen. Der Eintritt kostet 249 Euro, für Mitgliedsunternehmen des Handelsverbands BadenWürttemberg ist die Veranstaltung kostenlos. Weitere Informationen zu der Veranstaltung, bei der wieder rund 300 Teilnehmer erwartet werden, und ein Online-Anmeldeformular für die Fachkonferenz Handelsunternehmen in Baden-Württemberg finden Sie unter www. kompetenz-handel.de  n Kontakt Handelsverband Baden-Württemberg e.V. Neue Weinsteige 44, 70180 Stuttgart Tel: (07 11) 6 48 64-0 Fax: (07 11) 6 48 64-24 info@hv-bw.de, www.hv-bw.de


Branchen-Insider

Dula

Kiteo

Ausbildungsaktivitäten werden verdoppelt

Verkaufsfördernde Licht-Inszenierung bei Richter + Frenzel In den neu eröffneten R+F HOME-Centern München Mitte und Freising schaffen über 2.000 installierte Kiteo LED-Leuchten eine ebenso ansprechende wie angenehme Atmosphäre – ob in Panelen als Downlights, auf Stromschienensystemen oder als formschöne Pendelleuch-

Homapal Dekor gewinnt interzum award intelligent material & design 2011 Zur diesjährigen interzum in Köln hat der Schichtstoffplattenhersteller Homapal seine neuen Kollektionen 2011 einem breiten, internationa-

Alle Angaben laut Hersteller

ten montiert. Durch die professionelle Kiteo Steuerungstechnik (DMX und KNX/EIB) erstrahlen die unterschiedlichen Bereiche der gesamten Verkaufsfläche im jeweils passenden Licht: Hell wie das Tageslicht mit 6500K im Empfangsbereich oder stimmungsvoll in den einzelnen Raumkonzepten, z. B. mit einer Farbstimmung wie beim Sonnenuntergang am Meer – die eingesetzte LED-Lichttechnik realisiert Lichtstimmungen entsprechend dem natürlichen Sonnenlichtspektrum. Die gesamte Planung, Installation und erste Inbetriebnahme wurden durch ein fachübergreifendes Team von professionellen Lichtplanern, Projektleitern und Installateuren durchgeführt. Das Ergebnis: Eine Stromersparnis gegenüber dem herkömmlichen Lichtkonzept von 60 Prozent!

25 junge Menschen haben Anfang August ihre Ausbildung bei der DulaGruppe begonnen. Damit hat das international tätige Ladenbauunternehmen 2011 seine Ausbildungsaktivitäten verdoppelt. An den vier deutschen Standorten in Dortmund-Hombruch, Ahaus, Vreden und Spenge bestehen zurzeit 53 Ausbildungsverhältnisse. Das entspricht einer Quote von über 13 Prozent. „Eine wichtige Investition in die Zukunft“, nennt Heinz-Herbert Dustmann dieses Engagement. Der Geschäftsführer von Dula versteht das durchaus im doppelten Sinne. „Wir bilden schon seit etlichen Jahren generell über Bedarf aus, um Jugendlichen einen qualitativ hochwertigen Einstieg ins Berufsleben zu ermöglichen“, erinnert der 59-Jährige an die gesellschaftliche Verantwortung des Unternehmens.

L a d e n b a u

News

Anzeige

Mehr Bodenfreiheit für gute Geschäfte.

POS-Ladenbau n 4 • 2011

7

www.project-floors.com


L a d e n b a u

Branchen-Insider

Alle Angaben laut Hersteller

len Publikum präsentiert. Die Besucher der Leitmesse waren von der rundum erneuerten Produktpalette aus dem Hause Homapal begeistert. Als eines der Highlights der Messe wurde das innovative Homapal Holz-Dekor H34/016 „LARIX GREY, Matt Schnitzer kurz“ mit dem interzum-Award 2011 für „Hohe Produkt-Qualität“ ausgezeichnet. Die hochwertigen HPL-Platten sind exklusiv bei HomaTrade erhältlich. „LARIX GREY”eine Schichtstoffplatte (HPL) mit Echtholzfurnieroberfläche (reconstituted veneer), die den Eindruck erweckt, sie sei direkt mit dem Schnitzmesser aus einem Holzstamm herausgearbeitet worden. Der dezente graue Farbton verleiht der rustikalen Struktur eine elegante und eigenwillige Anmutung. Je nach Betrachtungswinkel und -abstand ergeben sich changierende Hell-/Dunkel-Effekte.

Mink Bürsten Mit Innovationspreis ausgezeichnet Für ihre kreative Idee, das Produkt „technische Bürste“ erfolgreich im Bereich Kunst und Design zu etablieren, ist die Firma August Mink mit dem Innovationspreis des Landkreises Göppingen ausgezeichnet worden. „Mit den Designbürsten von Mink ist es dem Unternehmen gelungen, in ganz neuen Anwendungsbereichen zu agieren und mit dieser Innovation

wirtschaftlichen Erfolg zu erzielen“, sagte WiF-Geschäftsführer Reiner Lohse (r.) bei der feierlichen Preisverleihung in der Kreissparkasse in Geislingen/Steige. An dem Wettbewerb, der zum 9. Mal von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Landkreis Göppingen (WiF) und der Kreissparkasse Göppingen ausgeschrieben wurde, hatten sich insgesamt 31 Unternehmen beteiligt. Ausgezeichnet wurden fünf Beiträge, die nach den Kriterien Innovationsfähigkeit, Nachhaltigkeit und wirtschaftlichem Erfolg bewertet wurden. „Durch den Einsatz von neuen Faserfarben und deren artfremde Verwendung entstanden Designelemente, die zu einem neuen visuellen und haptischen Erlebnis für den Betrachter führt“, erläuterte Andreas Fuchs (l.), Leiter Gesamtvertrieb und Marketing bei der August Mink, der die Auszeichnung entgegennahm.

Personalien Frank Adomeit Geschäftsführung der Regent Deutschland übernommen Mit Wirkung zum 1. Juni 2011 hat Frank Adomeit die Geschäftsführung Anzeige

AL L E S

L IC H T

LICHT MACHT LEBENDIG LED-Licht-Inszenierungen für anspruchsvolle Showrooms Kiteo entwickelt mit modernster LED-Technologie aus der Film- & Fernsehtechnik innovative Lichtlösungen mit einem sonnenähnlichen Farbspektrum. Diese besondere Lichtqualität ist ideal für repräsentative Lichtinszenierungen geeignet – mit intuitiven Bedienkonzepten, die in Shop & Showroom perfekte Lichtverhältnisse auf Knopfdruck schaffen. K-Spot 12F für Stromschienen

8

K-Sphaera Pendelleuchte

K-Spot 12F Einbaustrahler

POS-Ladenbau n 4 • 2011

Kiteo GmbH & Co. KG Landsberger Str. 306 80687 München Tel +49 (0)89 990 160 0 Fax +49 (0)89 990 160 222 info@kiteo.de www.kiteo.de


von Regent Licht übernommen. Gemeinsam mit Alessandro Sachs, Verkaufsdirektor International, Regent, verantwortet Frank Adomeit die deutschen Aktivitäten. Mit der Ernennung von Frank Adomeit gewinnt Regent einen erfahrenen Geschäftsführer, der auf eine mehr als 25-jährige Erfahrung im Licht – und Projektgeschäft zurückblicken kann. Zuletzt war Frank Adomeit als Regional-Verkaufsleiter und Mitglied der Geschäftsleitung bei Zumtobel Licht für die Region Mitte erfolgreich tätig.

Karl-Martin Reihn und Frank Warnat Neue Geschäftsführung bei LTS

Christof Volmer Neues Mitglied der Geschäftsleitung bei Bäro Zum 1. Juli 2011 wurde Christof Volmer in die Geschäftsleitung bei Bäro (Leichlingen/Rheinland) berufen. Bereits seit dem 1. Januar 2011 ist der 46-jährige neuer Marketingleiter des expandierenden Technologie-Unternehmens. Mit Christof Volmer hat Bäro einen ausgewiesenen Marketing- und Vertriebsexperten gewonnen, der seit vielen Jahren in der Licht- und Leuchten-Branche tätig ist. Vor seinem Wechsel nach Leichlingen war der DiplomBetriebswirt 18 Jahre lang bei der Erco Leuchten GmbH (Lüdenscheid) beschäftigt und dort zuletzt Leiter des Segmentmanagements Retail. Bei Bäro verantwortet Christof Volmer den gesamten Marketingbereich, zu dem auch die Unternehmenskommunikation zählt. n

Alle Angaben laut Hersteller

Seit 1. Juli 2011 haben Karl-Martin Reihn (r.) und Frank Warnat (l.) die Geschäftsführung bei LTS Licht & Leuchten in Tettnang übernommen und treten damit die Nachfolge der Firmengründer Walter und Wilfried Schlegel an. Karl-Martin Reihn ist seit elf Jahren als kaufmännischer Leiter/Prokurist für LTS Licht & Leuch-

ten tätig und ist in Zukunft für die Bereiche Finanzen, IT und Produktion verantwortlich. Frank Warnat, der seit über 19 Jahren als Vertriebsleiter/Prokurist für das Unternehmen tätig ist, wird die Bereiche Vertrieb, Marketing und Entwicklung übernehmen. Unter der Doppelgeschäftsführung wird LTS Licht & Leuchten die Marken LTS und Fagerhult vertreiben und damit seine führende Position im Beleuchtungsmarkt weiter ausbauen.

Anzeige

General Store EuroShop 2011

POS-Ladenbau n 4 • 2011 Naturns - Mailand - Basel - Niederndorf - Düsseldorf - Moskau - London - Budapest - New York

9

schweitzerproject.com


O b j e k t b e r i c h t

Strauss Innovation, Bonn

Faszination und Neugier Mit Erfolg startete das neue Shopkonzept von Strauss Innovation in der umgebauten Bonner Filiale. Der Lifestyle-Anbieter zeigt sich mit seinem Konzept voller Inspiration und Wärme und dem serienreifen Shopsystem gerüstet für die Zukunft.

A

bwechslungsreich und natürlich, aber zugleich leistungsstark und Trend orientiert präsentiert sich Strauss Innovation in Bonn. Nach dem Komplettumbau stellte der Filialist im März 2011 hier erstmalig seinen neuen Shop vor: Ein stimulierendes, auf Wärme und Nachhaltigkeit abgestimmtes Gesamtkonzept, kompatibel auf die drei Bereiche Ideen, Mode, Genuss sowie den für Strauss Innovation typischen zweiwöchigen Sortimentswechsel. Das neue Shopkonzept ist die konsequente Fortführung der strategischen Neuaufstellung des Traditionsunternehmens, die im Jahr 2010 mit verändertem Markenportfolio und E-Commerce ihren Anfang nahm.

Aus Warenhaus wird Lifestyle-Anbieter Die Geschichte des Familienunternehmens begann 1902 mit einem Geschäft für

10

POS-Ladenbau n 5 • 2011

Kurz, Weiß- und Wollwaren in Düsseldorf. Heute ist es eine Kette mit 92 Filialen mit Schwerpunkt im nördlichen Rheinland. Seit 2008 gehört das Unternehmen dem schwedischen Finanzinvestor EQT. Vom Unternehmenssitz in Langenfeld wird die strategische Positionierung als LifestyleAnbieter vorangetrieben. „Strauss Innovation steht für Vielfalt, Individualität und qualitativen Anspruch unter dem Aspekt Value for Money“, charakterisiert Vertriebschef Helmut Johannsson die Marke. „Das neue Shopkonzept macht diese Botschaft erlebbar und wird von Kunden sowie Mitarbeitern begeistert angenommen.“ Nach dem erfolgreichen Start des Bonner Pilotprojektes mit Umsatzzuwächsen im zweistelligen Bereich werden 2011 zwei weitere Filialen nach dem neuen Shopkonzept umgebaut, für 2012 ist die Umrüstung weiterer Filialen geplant. Das Strauss Sortiment setzt sich zusammen aus Mode mit

50 Prozent, 40 Prozent vereint der Bereich Ideen mit Schwerpunkt Living auf sich, 10 Prozent sind Genuss (Kulinaria und die Vinothek). Vierzehntägig wird das Sortiment in allen Bereichen ausgetauscht und der Produktwechsel intensiv kommuniziert. Die wichtigste Zielgruppe sind Frauen zwischen 35 und 60 Jahren mit Vorliebe für Impulskäufe. Rund 180.000 Kunden sind im Besitz einer Kundenkarte. „Ein Besuch bei Strauss Innovation ist wie ein Rundgang durch ein Haus. Ein besonders liebevoll eingerichtetes Haus, in dem es immer etwas Neues zu entdecken und zu kaufen gibt“, beschreibt Planerin Noreen Süße das Shoppingerlebnis. Das Sortiment ist breit, aber nicht tief und von jedem Produkt sind nur wenige Exemplare vorhanden. Jeder der 26 Sortimentswechsel schafft neue Kaufanreize. Die Mischung aus Neugierde, Faszination und Begehrlichkeit zieht Kunden regelmäßig in die Filialen. „Strauss


Anzeige

www.beckerandfriends.de

ist die anregendste Art, das Leben mit schönen Dingen zu bereichern“, beschreibt das Unternehmen seine Philosophie.

Serienreifes Shopmodell Nachdem Strauss Innovation in der Vergangenheit seine Shopkonzepte lediglich in Nuancen verändert hatte, war mit der strategischen Neupositionierung der richtige Zeitpunkt gekommen, die neue Linie am POS für die Kunden sichtbar zu machen. In einer sehr kurzen Entwicklungs- und Umsetzungsphase von sieben Monaten wurde ein komplett neues, serienreifes Shopsystem entwickelt und in Bonn pilotiert. Raum- und Möbelkonzepte sowie der Sortimentsablauf wurden überarbeitet. Die neu geschaffenen Raumzonen machen die Bereiche eindeutig erkennbar und ermöglichen den Überblick über die Produktbereiche. Das modulare Mobiliar erlaubt zahlreiche Veränderungsmöglichkeiten, je nach Warenfokus, Artikelgröße und Flächenbedarf. Im Fashionsegment wurden miteinander kombinierbare Präsentationsmöbel konzipiert wie der neue Präsentationstisch, der mit einer großen Schublade ausgestattet ist, die als Nahlager dient. Für den Bereich Ideen wurden rollbare Mittelschränke mit reduzierter Höhe entwickelt, um die Großzügigkeit des Raumes sowie die Weitsicht nicht zu beeinträchtigen.

Gesamtkonzept über alle Bereiche Grundidee der Neugestaltung war ein Gesamtkonzept als verbindende Klammer, das zugleich kompatibel auf alle Welten und Bereiche ist. Hierfür wurde ein einheitliches Material- und Farbkonzept mit dem Zusammenspiel von zeitgemäßen, ruhigen Farbtönen sowie zurückhaltenden Strukturen entwickelt. Besonderes Augenmerk wurde auf die Auswahl der Materialien gelegt, um die unterschiedlichen

Ladeneinrichtungen von Tenbrink. Einfach ein gutes Gefühl. Das Auge kauft mit! Das weiß niemand besser als die Spezialisten von Tenbrink. Aus gutem Grund sind wir als Ladeneinrichter bei Preis und Leistung eines der führenden Unternehmen in Europa. Wir setzen Trends und stimmen Technik, Design und Ausstattung perfekt auf Ihre Bedürfnisse ab. In enger Zusammenarbeit planen und fertigen wir nach Ihren Maßstäben. Dabei haben wir Timing und Budget immer fest im Blick. So entstehen Lösungen, die begeistern und verkaufen. Tenbrink realisiert für Sie einzigartige Erlebniswelten mit Shopping-Impuls. Wir sind Ihre Professionals in Shopfitting!

Anfassen erwünscht – Im Living-Bereich wird ein großes Bett zum Blickfang Industriestraße 1-7 | 48703 Stadtlohn www.tenbrink.de | info@tenbrink.de

POS-Ladenbau n 5 • 2011

11


O b j e k t b e r i c h t

Strauss Innovation, Bonn

Das neue Logo über dem Kassenbereich ist bereits vom Eingang aus sichtbar

Die Präsentationstische wurden modular gestaltet – praktisch für Kunden und Personal

Produktsortimente optimal zu präsentieren und eine harmonische, einladende und dabei natürlich wirkende Atmosphäre zu schaffen. Der Hauptton der Möbel ist Weiß mit einer feinen, leicht grauen Eschestruktur. In den verschiedenen Bereichen wird sie mit Beige und Grautönen in unterschiedlichen Abstufungen bis hin zum Anthrazit kombiniert. Dieses Hauptmaterial wird mit einem warmen hellen Holzton, einer sehr natürlich wirkenden Eiche, ergänzt. Hell-Dunkel-Kontraste wurden gezielt unter dem Nutzungsaspekt eingesetzt, wie zum Beispiel der dunkle Fußboden in rauer Holzdielenoptik als Kontrast zur weißen, glatten Decke.

Inszenierung von Wohlfühlatmosphäre Inspiration und Lust auf neue Produkte wird durch die kreative Inszenierung von Elementen aus dem eigenen Sortiment geschaffen. Gedeckte Tische präsentieren Geschirr, Tischware, Porzellan und Wein. Esstische, Stühle oder Sitzgruppen für den Garten lassen die Kunden in eine eigene Welt eintauchen. Im Living-Bereich wird ein großes Bett zum Blickfang mit Bettwäsche, Kissen und Decken zum Anfassen. Das Lichtkonzept in Weiß sorgt neben geringen Energie- und Betriebskosten für eine dynamische, lebendige Stimmung. Durch die gezielte Ausleuchtung mit einer bestmöglichen Farbwiedergabe bringt es 12

POS-Ladenbau n 5 • 2011

Ein Schrank im Stil eines Küchenbuffets bringt die Produkte zur Geltung

die Produkte optimal zur Geltung und schafft stimmungsvolle Effekte in der Warenpräsentation. Extra warmes Licht sorgt in den geräumigen Umkleidekabinen mit Sitzbank für eine angenehme Atmosphäre. „Der für Strauss typische bunt gespickte Warenkorb wird in dem

neuen Shop kreativ und zugleich sehr echt in Szene gesetzt. Sortiment und Ladenbau passen perfekt zueinander. Strauss Innovation hat ein neues Gesicht bekommen, ohne wertvolle Traditionen aufzugeben“, fasst Helmut Johannsson zusammen. n

n Auf einen Blick Strauss Innovation, Bonn Verkaufsfläche: Eröffnung: Sortiment: Innenarchitekt: Ladenbau: Boden:

950 m2 10. März 2011 Ideen Mode Genuss Noreen Süße, Ralf Ickinger (brandneu.retaildesignstudio, Hamburg) Tenbrink Objekteinrichtungen GmbH, Stadtlohn objectflor Art und Design Belags GmbH, Köln

Fotos:

siehe Impressum


Genusswelten

Bei der Gestaltung der Bar Centrale in Bielefeld stand die Vermittlung von Emotionen und Werten im Vordergrund. Bei der Umsetzung wurde deshalb intensiv und tiefgründig mit Materialien, Von René Kottmann Formen und Farben gearbeitet.

D

as Konzept der Bar Centrale ist eine Kombination aus einer klassischen italienischen Cafébar, Front Cooking sowie Delikatessenverkauf. Hier gelten unverfälschte italienische Speisen mit dem nachhaltigen Gedanken als das Aushängeschild. Werte wie Tradition, Gastfreundschaft, Kultur, Lebensfreude, Kochkunst, Qualität, Verantwortung und vor allem Natürlichkeit sollte die Innenarchitektur in eine einfache aber authentische Formen- und Materialsprache übersetzen. Diese findet zum einen ihren Ausdruck in den wohlüberlegt eingesetzten Materialien wie echtes Nussbaumholz und Furniere für die Thekenschürze sowie Möbelelemente und Tische. Zum anderen wird der Effekt durch den ebenso echthölzernen Eichenboden und den italienischen Biancone-Naturstein für den Sockelbereich, die Arbeitsplatten und die Thekenplatte verstärkt. Die natürliche Note und die besonders warme Haptik des Nussbaumholzes wurde durch die mit Öl versiegelte Oberfläche intensiviert. Da nachhaltige Aspekte beachtet werden mussten, wurde auf lackierte Flächen verzichtet. Die offene, transparente Küche schafft Vertrauen zwischen Gast und Küchenpersonal.

finsternis statt. So sorgt man hier für Qualität, Gesprächsstoff und fördert den Kontakt zwischen Gast und Personal.

P r a x i s b e r i c h t

Ein Ort für alle Sinne

Details schaffen Emotionen

Eine weitere Besonderheit findet man am Rückbuffet der Bar. Statt alkoholischer Getränke und Gläser wird hier der Gast mit Feinkost wie Fleisch und Käse, Brot und Kaffeespezialitäten, Pasten und Gewürzen überrascht. Hier stehen die hochwertigen Speisen im Vordergrund.

Hohe Wertigkeit der Produkte Die vom Gastronomen ausgewählte italienische Espressomaschine hat eine ganz eigene mystische Geschichte. Die Faema E61 ist unter Baristas weltweit für den hervorragenden Espresso, Kaffee und für die Langlebigkeit bekannt. E steht für Eclisse und bedeutet übersetzt Finsternis, 61 steht für das Jahr 1961. Die Maschine wurde 1961 gestaltet und gebaut und in diesem Jahr fand auch eine Sonnen-

Es sind manchmal die kleinen Details, die den Gast zur Überlegung kommen lassen, seinen „Coffee To Go“ oder „Coffe To Stay“ hier zu sich zu nehmen. Manchmal ist es der Moment, in dem man die Wärme von natürlich behandeltem Holz fühlt oder es sind die fossilen Abdrücke auf dem Biancone-Stein, die einen zum Träumen und Entspannen einladen. Bei der Bar Centrale werden tatsächlich alle Sinne angeregt. Die Gäste schätzen die Qualität der Speisen, die individuelle Einrichtung und die freundschaftliche Stimmung und Gelassenheit, die hier herrscht. Das differenzierte Konzept und die ganzheitliche Einricht können dazu verhelfen, Mehrwert für Kunden oder Gäste und Mitarbeiter zu schaffen und diese zu binden. Das ganzheitliche Einrichtungskonzept ist eine Investition in die Wertschätzung der Mitarbeiter. Es steigert das Wohlbefinden und die Überzeugung. Das ist wichtig, damit die Motivation, Leistung und die Identität zum Unternehmen steigt.  n Anzeige

Im Ladenbau sind Böden gefragt, die Individualität ausdrücken. Dirk Moysig, Moysig Retail Design GmbH, Herford

POS-Ladenbau n 5 • 2011

13

www.objectflor.de


F a c h b e i t r a g

Trend

Let me entertain you! Am POS werden nicht nur Produkte konsumiert, sondern auch Erlebnisse. Oft reichen gute Produkte allein nicht mehr aus, um Kunden zu Käufern zu machen. Gerade in Zeiten von E-Commerce muss man seinen Kunden das „gewisse Etwas mehr“ bieten.

D

er wohl größte Vorteil des stationären Handels gegenüber dem Internetverkauf ist die Möglichkeit, „echte Erlebnisse“ zu schaffen: Verkaufen als soziale Begegnung zu inszenieren, die den Kunden und seine Bedürfnisse in den Mittelpunkt stellt. Eines dieser Bedürfnisse ist der Wunsch nach Dialog. Kunden möchten heute mitreden und sich austauschen – und das überall, im Laden und auch online. Durch das Web und soziale Medien wie Facebook oder Twitter sowie Bewertungsportale wie Qype stehen viele Wege der Kommunikation zur Verfügung. Mittels Social Media können Unternehmen ihre Kunden gezielt zum Point of Sale leiten, indem sie z. B. eine eigene Community aufbauen, Fans gewinnen und diese schließlich zu Käufern machen. Gelingt es dann, am POS

Der Autor Wolfgang von Hagen ist Sales Director bei der Decor Metall GmbH.

14

POS-Ladenbau n 5 • 2011

Begeisterung zu entfachen, wird darüber im Netz gesprochen. Durch die Mund-zuMund-Propaganda schöner Kauferlebnisse werden wiederum neue Käuferschichten erreicht und für den POS gewonnen.

Der Shop als Ausflugsziel Innovative Unternehmen haben bereits vor einiger Zeit begonnen, über neue erlebnisorientierte Konzepte nachzudenken, bei denen Gastronomie, Kunst, Kultur und Konsum näher zusammenrücken. Ziel ist es, über eine hohe Aufenthaltsqualität die Aufenthaltsdauer der Kunden im Geschäft zu verlängern. Dazu wird der klassischen Einkaufsstätte eine neue Dimension hinzugefügt: zum Beispiel ein Café, eine Lounge zum Entspannen, individuelle Services – oder der Shop verwandelt sich zeitweise in eine Event-Location für Veranstaltungen, Ausstellungen oder Workshops. Der Handel wird so zum Treffpunkt, den Kunden nicht nur zum Shoppen aufsuchen. Die Industrie hat ebenso den POS als Möglichkeit entdeckt, ihren Kunden näherzukommen. Der Nahrungsmittelhersteller Maggie ist beispielsweise selbst zum Händler geworden und inszeniert seine Markenwelt an eigenen Standorten in

fünf deutschen Großstädten. In den Maggi Kochstudios werden Gerichte frisch zubereitet und zum Verkauf angeboten, der Kunde kann Rezepte mitnehmen und zu Hause nachkochen. Die dazu passenden Produkte findet er direkt im Shop. Außerdem kann er dort Kochkurse als Event buchen. Es gibt viele Möglichkeiten, den Point of Sale zum „Point of Leisure“ zu machen. Einen Ort, an dem Kunden ihre Zeit gerne verbringen, wo sie sich wohlfühlen und der ihnen einen abwechslungsreichen Kontrast zum Alltag bietet. Denn Shoppen ist immer Lifestyle und Freizeitgestaltung zugleich.

Mobile Events – Marken auf Rädern Eine weitere Möglichkeit, den Verkauf im Handel zu unterstützen und die Erlebnisqualität am Point of Sale zu erhöhen, sind temporäre Pop-up-Events. Diese meist von Herstellern durchgeführten Aktionen präsentieren Marken auf aufmerksamkeitsstarke Weise. So präsentiert das PBS-Unternehmen Hamelin seine Papierkollektionen ELBA und Oxford in einer Road-Show, der „Schulbus Promotion-Tour 2011“. Im Mittelpunkt steht ein original amerikanischer Schulbus aus New York, der als rollender Marken-


So wird der POS zum „Point of Leisure“:

• Schaffen Sie eine einzigartige Wohlfühl-Atmosphäre mit gezielten Aha-Effekten. Verste hen Sie den Verkaufsraum als Bühne, die immer wieder neu inszeniert werden muss. Bedienen Sie sich des Storytellings – erzählen Sie Geschichten über das Visual Merchan dising. Kommunizieren Sie eine klare Botschaft. • Überraschen Sie mit spannenden Sortimentskombinationen mit Cross-Selling-Potenzial. Bieten Sie Angebote und Dienstleistungen, die Kunden zum Verweilen einladen. Wenn möglich, geben Sie Einblicke in die Herstellung. Originelle Produktpräsentation in einem amerikanischen Schulbus

• Schaffen Sie ein ästhetisch ansprechendes Umfeld über den Ladenbau – mit einem stim migen Zusammenspiel aus Einrichtung, Beleuchtung, Materialien und Farben. Bleiben Sie flexibel mit modularen Shop-Systemen, die sich den wandelnden Anforderungen an die Warenpräsentation anpassen. • Sprechen Sie bei der Shopgestaltung möglichst viele Sinne gleichzeitig an, damit Ihr

Angebot intensiver wahrgenommen wird und in Erinnerung bleibt. Schaffen Sie multi sensorische Erlebnisse über die fünf Wahrnehmungskanäle: visuell (sehen), auditiv (hö ren), kinästhetisch (fühlen), olfaktorisch (riechen) und gustatorisch (schmecken).

• Veranstalten Sie regelmäßig Events und bieten Sie eine Plattform zum persönlichen Austausch. Machen Sie Ihren Shop zum Treffpunkt. So lernen auch Sie Ihre Kunden bes ser kennen. Entspannte Atmosphäre – Lounge-Bereich im Fotofachhandel

botschafter in ganz Deutschland an rund 60 Einsatzorten bei Papier-, Büro- und Schreibwarenhändlern sowie vor Kaufhäusern und Fachmärkten anzutreffen ist. Eltern und Kinder können sich über die neuesten Produkte informieren und an Aktionen teilnehmen, bei denen Interaktion und der spielerische Umgang mit den Produkten im Vordergrund stehen.

• Machen Sie Kunden zu Fans, indem Sie sie in Ihre Kommunikation stärker einbeziehen. Werden Sie ein unverzichtbarer Bestandteil des Lifestyles Ihrer Kunden. Mehr Erlebnis – mehr Ergebnis Das „Point of Leisure“-Konzept – den Einkauf als vergnügliches Erlebnis zu gestalten – lässt sich auf nahezu alle Handelsflächen übertragen. Neues wagen, den Kunden zum Staunen bringen, ihn in seinen Lebensstilwelten abholen und in seinen Wertvorstellungen bestätigen.

Dies sind neben einem guten Produktportfolio und kompetentem Verkaufspersonal wohl die wichtigsten Schlüsselfaktoren, um auch in Zukunft als Händler Erfolg zu haben. Einkaufswelten mit Unterhaltungswert und der soziale Austausch in einer entspannten Atmosphäre bieten klare Vorteile zum Online-Kauf. Dann heißt es auch offline: Like it! n Anzeige

POS-Ladenbau n 5 • 2011

15


O b j e k t b e r i c h t

Puma, Paris

„Grün“ ist cool Nach umfangreichem Umbau eröffnete Anfang April das Sportlifestyle-Unternehmen Puma seinen Store in Paris. In bester Lage auf dem Boulevard Sébastopol gelegen, vereint der neue Store innovatives und nachhaltiges Design mit neuesten Technologien. Hier wird der Einkauf zum Erlebnis und die neue Interaktion mit den Kunden stärkt die Bindung.

16

POS-Ladenbau n 5 • 2011


Anzeige

SEE THE LIGHT

Auch bei der Warenpräsentation wurden nachhaltige Materialien eingesetzt

D

ie Prinzipien der Shopgestaltung wurden durch eine klare geschlechts- und kategorienspezifische Produktanordnung optimiert, bei der die Präsentation und Sichtbarkeit der Schuhauswahl zunächst im Vordergrund steht. Auf zwei Etagen und mehr als 200 Quadratmetern Verkaufsfläche bietet der Store in Paris ein breites Angebot an Schuhen, darunter Kultmodelle wie den Puma Suede, den Puma Speedcat, den Puma Mostro oder den aktuellen Topseller Puma Faaslab. Besucher finden im Store auch Lifestyle-, Active-, Fitness- und Motorsportbekleidung sowie Accessoires für Frauen und Männer. Im Black Station-Bereich auf der ersten Etage erhalten Modefans Artikel von Design-Kooperati-

Lichtkonzept. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, wurde im neuen Puma Flagship Store ein Großteil der eingesetzten Leuchten in LED-Technik ausgeführt. Das spart zum einen direkte Energiekosten, zum anderen aber auch indirekte Kosten für die Klimatisierung, da weniger Strahlungswärme abgeführt werden muss. Für die Warenpräsentation sorgen energiesparende Halogen-Metalldampflampen in Kombination mit hocheffizienten LED-Strahlern für eine hohe Farbwiedergabe und eine großartige Farbbrillanz. Die hohe Lebensdauer der eingesetzten Beleuchtungskörper halten dabei die Wartungskosten in einem erfreulich niedrigen Rahmen. Ziel der Lichtplanung war es, eine interessante und spannende Wareninszenierung zu erzeugen

„Dieser neue Shop ist der erste Schritt bei unseren Bemühungen, unseren Kunden ein unterhaltsames, freudiges und nachhaltiges Umfeld beim Kauf von Puma-Produkten zu bieten“, sagt Sergio Bucher, Head of Global Retail, Puma. „Wir sind sehr stolz, dieses neue Konzept in Paris starten zu können, schließlich ist Frankreich ein sehr wichtiger Markt für unsere Marke.“ onen zwischen Puma und Hussein Chalayan und Alexander McQueen. Das Schaufenster der ersten Etage fällt dem Betrachter durch ein riesiges Footwear-Display in Form des legendären Puma Suede mit einem farbenfroh leuchtenden Puma Stripe besonders ins Auge.

Nachhaltigkeit im Fokus In Einklang mit der Mission, das begehrteste und nachhaltigste Sportlifestyle-Unternehmen zu werden, beinhaltet der neue Store, der erstmalig im Jahr 2001 eröffnet wurde, eine Reihe nachhaltiger Merkmale. Nachhaltiges Retail Design erfordert beispielsweise ein auf Ökologie und Nachhaltigkeit ausgelegtes

und dem Kunden ein tiefgreifendes Gefühl für die Sport- und Lifestyle-Marke Puma zu vermitteln. Neben dem effizienten Lichtkonzept garantieren FSC-zertifiziertes Holz und zertifizierte Bodenbeläge, dass die verwendeten Forstprodukte von geprüfter Herkunft sind und verantwortungsvoll gewonnenen werden, niedrigemittierende Farben und Klebstoffe schützen die Gesundheit der Kunden, und Kleiderbügel aus Maisstärke statt Plastik für die Puma-Kleidungsstücke reduzieren Abfall. Die Struktur der bestehenden Wände blieb weitestgehend unangetastet, wodurch die Menge der verwendeten Baumaterialien reduziert wurde. Diese Maßnahmen untermauern die Nachhaltigkeitsziele von Puma und helfen, die Natur zu schützen.

SEE THE LIGHT JETZT MIT 5 JAHREN GARANTIE

POS-Ladenbau n 5 • 2011

WWW.XAL.COM

17


O b j e k t b e r i c h t

Puma, Paris

Atmosphäre entsteht durch Deckenmonitore mit Inhalten aus der Natur

32 iPads mit wechselnden Inhalten schaffen Interaktion mit den Kunden

ner neuen iPad und iPhone App, die die Benutzer überall Punkte zählen lässt, ob beim Tischtennis-Match mit Freunden oder bei der Anzahl der Bars, die in der letzten Woche besucht wurden. Die iPads im Store erlauben es den Kunden zudem, über die europäische ECommerce Website einzukaufen, womit ein breiteres Warensortiment, sämtliche verfügbare Kleidergrößen und alternative Farbauswahlen der im Store gelagerten Artikel geboten werden. Besucher können die Artikel, die sie im Shop sehen, sogar online bestellen und sich bequem nach Hause schicken lassen. Die energieeffiziente Beleuchtung unterstreicht das nachhaltige Konzept

Erlebnis Einkauf Um eine möglichst „natürliche“ Atmosphäre zu schaffen, zeigen Deckenmonitore auf der ersten Etage hypnotische, sich langsam bewegende Bilder verschiedener Szenarien, von Wolkenfeldern bis hin zu UnterwasserSzenen mit den Unterleiben von Haien. Diese faszinierenden Ansichten geben der Verkaufsfläche eine unterhaltsame Note. Das Herz eines jeden Einkaufserlebnisses ist die Umkleide – der Ort, an dem der Kunde die Möglichkeit hat, den Produkten „hautnah“ zu kommen. Mit der Puma Peepshow, einer roten Box, die sich öffnet um Videoclips zu zeigen, wurde der Spaß und die Freude der Einkaufsatmosphäre auf die Umkleidekabinen ausgedehnt. So entsteht ein reizvolles interaktives Erlebnis, das den Kunden einen noch engeren Kontakt zur Marke erlaubt. Pariser U-Bahn-Kacheln vervollständigen diese Erfahrung mit dem Flair der franzö18

POS-Ladenbau n 5 • 2011

sischen Hauptstadt. Im Zuge der Puma Social „After Hours Athletes“-Kampagne wird das „Joy Pad“, eine transparent rote Wand aus 32 iPads mit interaktivem Inhalt, der sich in regelmäßigen Abständen erneuert, mit dem „Life Scoreboard“ ausgestattet – ei-

„Der neue Store in Paris steht ganz im Zeichen unseres Anspruchs, den Spaß beim Einkaufserlebnis in den Einzelhandel zurückzubringen“, so Ales Kernjak, Head of Puma Retail Store Concept. „Die neue Fläche überrascht mit unerwarteten Eigenschaften, spiegelt unsere Leidenschaft bei der Interaktion mit unseren Kunden wider und schafft ein unvergessliches und verbindendes Einkaufserlebnis.“  n

n Auf einen Blick Puma, Paris Verkaufsfläche: Bauzeit: Eröffnung: Sortiment: Innenarchitekt: Leuchten: Ladenbau:

200 m2 sieben Wochen 8. April 2011 Schuhe, Lifestyle-, Active-, Fitness- und Motorsportbekleidung sowie Accessoires Team (Plajer + Franz Studio, Berlin) XAL GmbH, München Dula-Werke Dustmann & Co GmbH, Dortmund

Fotos:

siehe Impressum


Shop-in-Shop-Systeme

Rewe to go Rewe testet in Köln ein neues Konzept für Hochfrequenzlagen: „Rewe to go“ heißt das innovative und moderne Convenience Konzept. Auf einer der belebtesten Einkaufsstraßen in Deutschland, Hohe Straße / Ecke Schildergasse stellt „Rewe to go“ eine echte Alternative zu Fast-Food-Filialen, Imbissbuden und Bäckereien dar. Ein besonderes Highlight ist der „Coffee to go - Corner“ im Zentrum des Stores. Die erfrischend unkonventionelle Farbgebung in Grün und Schwarz, wirkt lifestyleorientiert und spricht alle Altersgruppen an. Die offene Deckengestaltung erzeugt einen sehr trendigen Eindruck und unterstreicht die Wirkung des Gesamtkonzepts. Der Ladenbauspezialist Assmann begleitete die-

ses Projekt von der Planung bis zur Ausführung. Als Generalist bietet Assmann sämtliche Module der Prozesskette Ladenbau an, vom Shopdesign über das Baumanagement, die Fertigung bis hin zur Lieferung und Montage.

Motiv auf der Rückwand wurde bei Cedic inhouse digital gedruckt.

Cedic www.cedic.eu

Individuell kombiniert

Sound for Vision Cedic aus Heilbronn hat das 2 x 3 m große Shop-in-Shop-System von Harman/Kardon entwickelt, produziert und europaweit ausgeliefert. Das SIS präsentiert die Sound for Vision – Produktpalette und lädt auf bequemen Sitzmöbeln zum Testen ein. Die diamantdunklen, bedruckten Bodenplatten und der Buzzer sind robust und für einen langlebigen Einsatz im Handel ausgelegt. Das großflächige

concept-s www.concept-s-design.com

Concept-s präsentiert Shop-in-Shop-Rahmen in unterschiedlichen Größen mit doppeltem Nutzen. Diese eignen sich mit um 360° drehbaren Paneelen hervorragend als Raumteiler oder Schaufensterelement. So einfach wählt der Kunde sein passendes Modell: Er kann sich zum Beispiel für eine offene oder verschließbare Brillenpräsentation entscheiden und diese mit Postern, Spiegeln oder Containern kombinieren. Das komplette Angebot kann im Katalog oder auch online auf der Homepage entdeckt werden. Anzeige

POS-Ladenbau n 5 • 2011

19

M a r k t ü b e r s i c h t

Assmann Ladenbau www.assmann.at


M a r k t ü b e r s i c h t

Shop-in-Shop-Systeme

Flexibler Mittelraumwarenpräsenter Der Mittelraumwarenpräsenter Linx von Cubic ist ein flexibles Verkaufsraumelement, das sowohl als Warenpräsenter als auch als Informationsdisplay eingesetzt werden kann. Die eleganten Aluminiumprofile mit einer Höhe von 142   cm bieten den Rahmen für individuell gestaltete Rückwände. Diese können entweder frei stehen oder durch die zusätzliche Installation von Glasböden, Kleiderstangen, Preisschildhaltern oder anderen Accessoires zum Warenpräsenter erweitert werden. Besonders attraktiv ist hier die problemlose Kombinierbarkeit mit anderen Cubic Systemen. Auf diese Weise können die gleichen Elemente sowohl in der Rückwand als auch im Verkaufsmittelraum eingesetzt werden. Linx ist in den Achsmaßen 625  mm und 1250  mm erhältlich und kann auf Wunsch auch mit Rollen für ein leichteres Handling geliefert werden. Effekt Grafik www.effekt-grafik.de

Funktionalität und Eleganz Jean Pierre Rosselet Cosmetics aus der Schweiz baut auf die Kreativität der Firma Effekt Grafik in Bocholt. Funktionalität und schlichte Eleganz überzeugen bei der Lipogen-Beauty-Bar aus der „Design-Schmiede“ der Bocholter. Ein- und Aufsätze sind modular konzipiert und ermöglichen es dem Kunden, schnell und kostengünstig neue Produkte am POS zu platzieren. Ganter Interior www.ganter-interior.com

Harmonische Gesamtdarstellung

Alle Angaben laut Hersteller

der gemeinsamen Darstellung dennoch harmonisch. Der Roll-out des El em en ts - K o n zeptes begann im März 2009. Seitdem wurden zahlreiche Shop-inShop-Flächen und Stores realisiert.

Cubic www.cubic.co

Für Betty Barclay realisiert Ganter Interior die Shopkonzepte „ELEMENTS“ und „COLLECTION“. Beide Konzepte wurden für unterschiedliche Warensegmente entwickelt, um den jeweiligen Waren- und Präsentationsanforderungen gerecht zu werden. Die beiden Gestaltungskonzepte weisen ein individuelles Erscheinungsbild auf und profilieren sich somit differenziert und eigenständig. Aufgrund der Verwendung gleicher Materialien in beiden Konzepten wirken diese in

20

POS-Ladenbau n 5 • 2011

Gert Hochkeppler Ladenbau www.hochkeppler.de

Design und Energieeffizienz Nach einem Vorentwurf von Beiersdorf entwickelte Gert Hochkeppler Ladenbau in Abstimmung mit BDF ein Designkonzept für alle nachfolgenden Shops. Die neuen Shopin-Shop-Systeme zeichnen sich in erster Linie durch die LED Beleuchtungen aus, die in verschiedenen Elementen zum Einsatz kommen. Das Design des Shops entspringt maßgeblich dem CI des Kunden, um die Platzierung der Männerprodukte zu verdeutlichen, unterscheidet sich die Materialität und Farbigkeit auf der linken Rückwandseite vom restlichen Shop. Hoogstraal Ladenbau www.hoogstraal.com

Raum für die Ware Titolosport in Bern gehört seit vielen Jahren zu den Trendsettern in den Bereichen Sportschuh und -bekleidung. Insgesamt entstand ein Konzept unter dem Motto: „Weglassen“ anstelle von „Dazutun“. Farblich sehr einfach gehalten, wurde Raum für die Wirkung der Ware geschaffen. Die neue Adidas-Corner wirkt durch die vertikal stehenden weißen Lamellen sehr lebendig trotz angenehmer farblicher Zurückhaltung. Das Adidas-Logo ist in die Wand eingelassen und nicht hervorgehoben. Die berühmten drei Streifen führen farblich herausgelöst horizontal durch die Wand und enden schließlich in Form des Präsentations-Tisches.

Kunstdünger www.kdshop.it

Flexibel, langlebig und designorientiert SOISTES. Der Name will sagen: Hier bin ich. Ich kann alles. Und noch viel mehr. Kunstdünger hat mit seiner Eigenentwicklung SOISTES den Nerv derer getroffen, die ein Shopsystem gesucht haben, das flexibel, langlebig und designorientiert ist. Mit der Fähigkeit ausgestattet, sehr viele der über 1400 Produkte aus dem aktuellen Katalog BOOK2011 in das System zu integrieren, ist SOISTES ein Tausendsassa, wenn es um Einfallsreichtum geht. Lichtenegger Interior www.lichtenegger-interior.com

Strategie und Dramaturgie Der Aufwand, mit dem Marken am POS um Käufer buhlen, ist enorm. Shops sind aufwendig inszenierte Markenwelten, die sich gegenüber dem Mitbewerb abgrenzen. Eine Aufgabe die mit Shop-in-Shop -Systemen – mit dem Mitbewerber als Nachbar – zur ganz speziellen Disziplin wird. Hierbei ist es wichtig, die spezifischen Markenkennzeichen im Interieurdesign konkret herauszuarbeiten und zu platzieren. Das STAR SHOP KONZEPT von Lichtenegger Interior bietet eine verlässliche Methode die Marke strategisch, auch als Shop-im-Shop-System, zu positionieren. Bei aller Gemeinsamkeit ist damit die Individualität der Marke dennoch gewährleistet!

ROL www.rolgroup.com

Maßgeschneiderte Lösungen ROL ist einer der führenden internationalen Lieferanten von Shopausstattungen und hat 16 Tochtergesellschaften weltweit. Es spielt keine Rolle, ob nur Material für POS-Systeme oder komplette Einzelhandelskonzepte benötigt werden, man kann bei ROL immer auf eine innovative maßgeschneiderte Lösung vertrauen. ROL verfügt über große Erfah-


rungen bei der Zusammenarbeit mit einigen der führenden Marken in dem Bereichen Mineralölmarkt, Convenience, bei Mode und Health & Beauty.

„doppelte Boden“ einfach aus dem Sichtbereich des Kunden weggeklappt werden. Mit dem Restsortiment auf nur einer Ebene wirkt die Theke optisch immer noch gut gefüllt und erzeugt Warendruck auf der gesamten Breite. Die Stützträger der Zwischenablage sind trotz ihrer robusten Belastbarkeit so filigran gearbeitet, dass zwischen ihnen universelle 60er Normtabletts Platz finden.

Schmees Ladenbau www.schmees-ladenbau.de

Selecta www.selecta.de

„Doppelter Boden“ schafft Warendruck

Shop-in-Shop-System für Apotheken

Shop-Betreiber in der Vorkassenzone sind oft verpflichtet, bis kurz vor Feierabend ein umfangreiches Sortiment bereit zu halten. Damit Backshops diese Klausel besser einhalten können, stattet Schmees Ladenbau seine Thekenvitrinen wahlweise mit einer flexiblen Zwischenablage aus. Nimmt die Warenmenge zum Feierabend hin ab, kann der

Selecta hat ein Einrichtungssystem für den multiplen Einsatz in Apotheken entwickelt, das den gesamten Bereich der Offizin und des Backoffice inklusive Regalierung, Klima und Licht umschreibt. Durch gezielte Farbund Materialkonfiguration ist jedes CI-Design zu implementieren. Anspruchsvolle Vorgaben an Raum und Funktion lassen sich ab der Schnitt-

stelle Rohbau unkompliziert bis hin zur Inbetriebnahme realisieren. Individuelle Anforderungen werden planerisch von Anfang an integriert und punktgenau umgesetzt. Visplay www.visplay.com

Vielfältige Präsentationsvarianten Invisible 6, die horizontale Tragschiene mit verborgener Technik, unterstreicht den Raumeindruck, tritt aber hinter der Ware zurück. Dank der umfassenden Einsatz- und Präsentationsvarianten eignet es sich für nahezu alle Branchen – ein ideales System für Markenstores und Shop-in-Shop. Invisible 6 wurde bereits in zahlreichen Markenshops eingesetzt, z.  B. bei Yves Rocher, Möve, Hush Puppies, Salewa oder Swisscom.  Auszeichnung: 2007 Design-Preis „Janus de l’Industrie“. Neu ist die Variante Invisible 6 P/L für den Einsatz von LED-Licht am Warenträger. n Anzeige

Think Mink! ®

Abdichten Waschen/Reinigen Gleiten/Tragen Transportieren Führen Breitstrecken Ableiten Entgraten Großserien

Abdichten und Führen in kleinen und kleinsten Zwischenräumen: Mink Leistenbürsten! Mit Mink Leistenbürsten können Sie viele Aufgaben schnell, wirtschaftlich und ästhetisch lösen. Bestens bewährt haben sich Mink Leistenbürsten z. B. um Spalten zuverlässig abzudichten, Kabeldurchlässe an Produktund Präsentationswänden optisch ansprechend und sauber zu gestalten, sowie Schiebetüren sanft und sicher zu führen. Individuell in Größe und Form anpassbar bestechen Mink Leistenbürsten nicht zuletzt durch ihre einfache Handhabung, ihre lange Lebensdauer und einem sehr guten Preis-/Leistungsverhältnis.

Weitere Informationen erhalten Sie unter: fon +49 (0) 7161 4031- 0 fax +49 (0) 7161 4031-500 info@mink-buersten.de www.mink-buersten.com August Mink KG Fabrikation technischer Bürsten, Postfach 949, DE-73009 Göppingen

interlift 2011

Hannover 19.09. - 24.09.2011 Halle 6 Stand K28

Stuttgart 10.10. - 13.10.2011 Halle 7 Stand 7136

Augsburg 18.10. - 21.10.2011 Halle 5 Stand 5127

POS-Ladenbau n 5 • 2011

21


O b j e k t b e r i c h t

Friedrich!, Forchheim

Rundum gutes Klima... Das Modefachgeschäft Friedrich! wurde im Februar 2011 am Paradeplatz 2 in Forchheim neu eröffnet. In einem denkmalgeschützten Gebäude mit wenig guten baulichen Voraussetzungen wurde ein attraktives Verkaufskonzept für entspanntes Einkaufsfeeling umgesetzt.

F

rau Friedrich, die Inhaberin, ist nicht neu in der Modebranche. Sie arbeitete viele Jahre in der Boutique Nina Laube, die jedoch im Herbst vergangenen Jahres wegen Geschäftsaufgabe geschlossen wurde. Nun wollte es Frau Friedrich wissen und realisierte ihr eigenes Geschäft. Sie entschied sich bewusst für den Standort am Paradeplatz, da sich die Innenstadt in den vergangenen Jahren im Bezug auf die Kundenströme verändert hat und dort in Zukunft noch weitere attraktive Geschäfte entstehen sollen. Die Tiefgarage am Paradeplatz ist natürlich ein weiteres wichtiges Argument. Ein leer stehender Geschäftsraum, vormals eine Apotheke, in einem städtischen Gebäude weckte das Interesse. Gemeinsam mit dem verantwortlichen Innenarchitekten wurden die Möglichkeiten zunächst ausgelotet. Außer der guten Lage waren die baulichen Gegebenheiten nicht optimal, da die Fassade mit den klein gegli-

Aus einem „hässlichen Entlein“ wurde ein „stolzer Schwan“

ederten Fenstern aus Denkmalschutzgründen keinerlei Veränderung zuließ. Seitens der Stadt bestand lediglich das Angebot, dass der Eingang seitlich in den Durchgang verlegt werden kann und einer Vergrößerung ähnlich wie bei der benachbarten Bank nichts im Wege steht.

Integrierte Heizungsund Klimaanlage

Der Einsatz von hellen, freundlichen Farben vergrößert den Raum optisch

22

POS-Ladenbau n 5 • 2011

Durch das Abbrechen von nicht tragenden Zwischenwänden war es dann möglich, den Verkaufsraum zu vergrößern und durch das Einziehen von einem zusätzlichen Unterzug den Durchgang zum Nebenraum offener zu gestalten. Die Heizung selbst fand man auch nicht optimal vor und so reifte die Entscheidung, zusammen mit dem Klimafachmann ein  modernes und effiziente Raumluftkonzept zu konzipieren, welches optisch nirgends in Erscheinung tritt. Das Zentralgerät der gewählten Klima-Wärmepumpe wurde geschickt über den Kabinen integriert, mit einem Frischluftanschluss versehen und mit einer zusätzlichen Luftfilterstufe selbst für

Allergiker tauglich aufgewertet. Die Zu- und Abluft wird über den Hohlraum zwischen der Feuerschutzdecke und der abgehängten Decke geführt. So strömt die gereinigte sowie gekühlte oder erwärmte Luft in der Deckenvoute im Fenster und Eingangsbereich in den Raum ein und wird im rückwärtigen Kabinenbereich wieder angesaugt. Als angenehmen Nebeneffekt haben dadurch die Kabinen eine ständige Luftdurchspülung. So entsteht Sommer wie Winter ein angenehmes Raumklima ohne die Ladengestaltung zu beeinträchtigen. Ebenfalls werden mit diesem Raumkonzept die Betriebskosten für Klimatechnik und Raumheizung durch den Einsatz der Klima-Wärmepumpe im Vergleich zu einem konventionellen Konzept nahezu halbiert.

Einladende Atmosphäre Durch eine geschickte Rauminszenierung gelang es die weniger optimalen Gegebenheiten in eine offene Ladengestaltung zu verwandeln. Der frühere Zugang zur Apotheke wurde in das einzige bodentiefe Schaufenster


Anzeige

zum Paradeplatz umgestaltet. Die weiteren Fenster präsentieren Mode auf Halbfiguren nach außen. Durch die Ausleuchtung und die helle Gestaltung der Fenster wirken diese auf der eher dunklen Fassade wie freundliche Augen und machen neugierig. In der Passage erlaubt die rahmenlose Eingangsanlage mit der dezenten roten Türeinfassung einen tiefen Einblick in den vorderen Geschäftsraum und nimmt so natürlich beim Kunden die Schwellenangst. Der trichterförmige Raumzuschnitt aus Sicht des Eingangs fokussiert die „ShowWand“ an der gegenüberliegenden Seite. Die Gliederung dieser Wand in drei Bereiche, jeweils eingefasst im Rot des Firmenlogos, bildet den idealen Platz für die Darstellung von Modethemen, die bereits am Eingang bestens erkennbar sind. Die zusätzliche Betonung dieser Wandscheiben durch indirektes Licht fördert die plastische Darstellung und rückt scheinbar die Mode näher ins Blickfeld. Große Tische laden ein den, ersten haptischen Kontakt mit der Ware aufzunehmen. Der Kassen- und Packtisch fällt trotz seiner Größe auf den ersten Blick nicht auf, denn er schmiegt sich an die rechte Wand und bildet die Verbindung zum separaten Kabinenbereich im seitlich angegliederten Raum. Durch diese optische Trennung ist der Kunde absolut ungestört und kann in den großzügigen Kabinen nach Herzenslust die Mode probieren. Auch beim kritischen Blick in den Spiegel vor den Kabinen ermöglicht dieser Nebenraum eine angenehme und persönliche Atmosphäre.

Einheitliche Farbund Formensprache Insgesamt wurde durch den Einsatz von dezent gebrochenem Weiß, sowohl für die Wände als auch für die Möbel, der Raum optisch vergrößert. Jedoch ohne Behag-

lichkeitsverlust. Geschickt wurde hier das „Weiß“ auf unterschiedlichen Materialen wie Glas und Strukturholz variiert. Zusammen mit dem Designbelag in Holzoptik und der in der Decke integrierten Beleuchtung wird ein ansprechender Gesamteindruck vermittelt. An der Fassade selbst war aus Denkmalschutzgründen nur ein Schriftzug in Einzelbuchstaben, maximal hinterleuchtet, zulässig. So entstand aus dem Familiennamen der Firmenname mit einem Ausrufezeichen dahinter. Die beiden Farben schwarz und rot wurden hier spielerisch umgesetzt. Diese Buchstaben wurden dann auf eine fast weiße Grundplatte montiert und hinterleuchtet. So blieb der Charakter des Gebäudes erhalten, jedoch wurde auch eine größtmögliche Auffälligkeit erreicht, um das Handicap mit den kleinen Fenstern auszugleichen. Aus Energiegründen und wegen der geringen Wartung hat man sich hier bereits für die zukunftsweisende LEDTechnik als Ausleuchtung entschieden.

Starkes Konzept für die Zukunft Mit einer Verkaufsfläche von ca. 85 Quadratmeter hat Friedrich! die Attraktivität von Forchheim maßgeblich beeinflusst und gesteigert. Dies belegt auch insgesamt der Zuspruch nach der Eröffnung der sanierten Geschäftsräume. Hier zeigt sich deutlich, dass engagierte Einzelunternehmer auch heute noch ihre Chance am Markt haben, wenn sie sich gemeinsam mit Fachleuten auf den Weg machen und wie hier aus einem vorher eher „hässlichen Entlein“ einen „stolzen Schwan“ im Einzelhandelsteich machen. Wenn dann zu diesem Mut auch noch die optimale Geschäftsführung dieses Geschäft über Jahre attraktiv erhält, ist solch ein Unternehmen ein Gewinn für die Stadt, für den Unternehmer und für die Kunden. n

Frische Luft zum Handeln Mit den innovativen Klima- und Lüftungsprodukten von Mitsubishi Electric bieten wir Ihnen die Systemlösung, wenn es darum geht, die Frischluftzuführung in klimatisierten Räumen zu perfektionieren. Die neuen Lossnay Lüftungsgeräte sorgen für eine vorkonditionierte Frischluftzufuhr, die den Energiebedarf senken und die Energiekosten verringern. Optimieren Sie Ihr Klima mit unserem Angebot von Beratung, Planung, Realisierung und Baubetreuung im Bereich Ladenbau und nutzen Sie unsere Kundenbetreuung als selbstverständlichen Service. Lossnay LGF-100GX

geprüft nach

VDI 6022*

*Bei

Einhaltung der entsprechenden Rahmenbedingungen unter www.mitsubishi-les.de/Lossnay

n Auf einen Blick Friedrich!, Forchheim Verkaufsfläche: Bauzeit: Eröffnung: Sortiment: Architektur / Innenarchitektur: Heizungs– und Klimatechnik:

ca. 85 m2 sechs Monate Februar 2011 DOB Arnold Full (Planungsbüro Full, Retzstadt) Frank Lubich Kältetechnik, Pfaffenhofen

Fotos:

siehe Impressum

Vereinbaren Sie einen unverbindlichen Beratungstermin:

Fr ank Lubich Kälte-Klimatechnik ... und Ihr Klima ist geregelt

POS-Ladenbau n 5 • 2011 23 Kälte-Klima-Umwelttechnik Tel: 08441 40817-0 Doderhof 3 85276 Pfaffenhofen / Ilm

E-Mail: info@lubich-kaelte.de Web: www.lubich-kaelte.de


F a c h b e i t r a g

Digitale Medien

Vom POS zum POT Digitale Medien am Point of Sale werden immer mehr zu einem Instrument zur Kundenbindung. Doch wo ist zukünftig der POS?

B

is vor kurzer Zeit wurden Kommunikations- und Retaildesignagenturen nicht müde, den Standardsatz „70 Prozent der Kaufentscheidungen werden am Point of Sale getroffen“ immer wieder als Argumentationsgrundlage zum Verkauf ihrer Dienstleistungen an den Kunden heranzutragen. Inzwischen hat sich jedoch die Lage grundsätzlich verändert. Mobile Devices, wie Smartphones, durchdringen den Konsumentenmarkt und machen Informationen immer und überall verfügbar. Die Zeiten, in denen der Kunde zuhause mit analogen Medien eine Vorauswahl an Produkten getroffen hat, die er beim späteren Einkauf zu erwerben plante, gehören der Vergangenheit an. War bislang der Übergang von analoger Kommunikation zum POS stets die Eingangstür des Shops oder des Geschäftes, so ist diese Grenze heute nicht mehr vorhanden, der Kunde trägt die Kommunikationsflä-

Der Autor Gunter Hildebrand ist Gründer und Geschäftsführer der Hildebrands GmbH.

24

POS-Ladenbau n 5 • 2011

che und somit die Produktinformationsquelle in Form z. B. seines iPhones stets bei sich.

Geschlossenes Markenerlebnis Was bedeutet das für den Verkauf der Waren? Wie kann man Kunden binden, die oft aktuellere Informationen über Kollektionen oder technische Details von Produkten haben, als das eigene Verkaufspersonal? Man muss dem Kunden eine Heimat geben, ihn an die Hand nehmen, ihm Sicherheit bieten. Das sind alles keine neuen Erkenntnisse, sondern bekannte Parameter in der Markenführung. Aber diese Parameter haben eine neue Qualität gewonnen. Sie müssen so eingestellt werden, dass der Kunde sich stets in einer Markenwelt befindet, sich stets darin wiederfindet und sich stets damit identifizieren kann. Das bedeutet, von der klassischen über die digitale Kommunikation bis zum physischen Punkt, an der er die Waren gegen sein Geld tauscht, muss ein komplettes – ein geschlossenes – Markenerlebnis stehen. Dieses geschlossene Erlebnis hat nur das eine Ziel, den Kunden an den POT, den Point of Truth zu führen, egal ob an der Kasse im Shop oder beim Check-out online. Für die Industrie ist es ein vorteilhafter Weg. Die Stärkung der Marke online als auch stationär – beides

wird sich auszahlen. Konsumenten werden zukünftig lokale Standorte vermehrt als Markenleuchttürme wahrnehmen, als Erlebnisräume, in denen sie mehr über die Marke erfahren können, in denen Identifikation geschaffen wird und in denen sie sich versichern können, dass die Marke auch zu ihnen passt. Vorderhand werden aber die dort getätigten Umsätze nicht mehr direkt als Benchmark für den Erfolg oder Misserfolg einer Fläche dienen können. Umsätze werden zukünftig nicht mehr in einem Kausalzusammenhang mit der jeweiligen Fläche zu sehen sein, Flächenproduktivität wird zu einer historischen Kennzahl verkommen.

Gute Produkte, guter Service und lokales Networking Was macht aber neben der Industrie der klassische Handel? Der Handel muss noch viel mehr als bisher sein Profil schärfen. Tut er das nicht, stirbt er. Ein stets aktueller, einzigartiger Produktmix, sehr gut geschultes Personal, lokales Networking – eine regionale Marke der Marken werden – das sind Ansätze, die den Handel in Zukunft stärken werden. Wir haben also den Verkaufszeitpunkt, egal ob im stationären Handel oder online als POT definiert. Was passiert aber


zukünftig mit den kompletten Instore Medien – wenn sowieso schon jeder Konsument seine Produktinformation oder sein Produktvideo auf seinem Smartphone in der Tasche trägt? Benötigen wir zukünftig noch Produkterklärungsvideos z. B. in

Größe und Form abfragt, danach die Bodenbeschaffenheit und die Lage des Rasens – z. B. Schatten oder Südlage mit Sonne – daraus generiert am POT die Applikation die optimale Konfiguration der Beregungsanlage und zeigt dem Kun-

Fazit Die Aufgabe der Industrie liegt nun darin, sämtliche Insellösungen, bislang bestehend aus Werbeanzeigen, TV-Spots, Onlineshops, Instorekommunikation, In-

Eine interaktive Beratung, etwa übers Smartphone, kann helfen Kunden zu binden

Baumärkten? Nein. Der Kunde wird sich zukünftig bereits virtuell in der Markenwelt, in der er einkaufen will, informiert haben – zusätzliches One-Way Infotainment ist überflüssig – in Form der häufig anzutreffenden schwarzen unbespielten Bildschirme eher negativ zu bewerten. Eine interaktive Beratung aber, die er mit seinem Smartphone steuern kann, z. B. für komplexe DIY Produkte wie Beregnungsanlagen o.ä. werden ihn interessieren und binden. Praxisnah ist, dass der Kunde am POT einen QR Code zum Thema „Beregnungsanlage“ von einem Übersichtsposter einscannt – darauf startet auf seinem Smartphone eine Applikation, die zuerst die betroffene Rasenfläche nach

den zugleich noch in einem markenkonformen Shopsystem, wo und in welchem Regal die passenden Teile gefunden werden können. Hier eröffnet sich für den Kunden ein echter Mehrwert, durch die Verkettung aller salesrelevanten Kanäle. Die Steuerung der Inhalte durch die Industrie erlaubt es dem Kunden sozusagen an jedem Platz der Welt stets bestens über sein Produkt informiert zu sein, das Retail Design im Shop hilft ihm, seine Welt auch physisch zu erleben, sich sozusagen im Kompetenzcenter des jeweiligen Produktes zu befinden. Kommt hierzu noch geschultes Verkaufspersonal steht einem rundum positiv beeindruckten Kunden nichts mehr im Wege.

ternetauftritt und klassischem POS in ein geschlossenes System zu überführen – diesen verkaufsseitigen Elementen den Flow zu geben und sie gemeinsam auf den POT auszurichten. Planungsprozesse in den Bereichen der klassischen und digitalen Kommunikation sowie im Retail Design und deren Ausführung müssen zukünftig eng miteinander abgestimmt werden. Die Chance der vernetzten Kommunikationsund somit Verkaufskanäle birgt große Potenziale – aber im Falle einer fraktalen, benutzerunfreundlichen und nicht geschlossenen Markendarstellung wird der Kunde mit der Zeit immer weniger Bereitschaft zeigen, sich mit den kommunizierten Werten auseinander zu setzen. n Anzeige

Professionelle Lösungen für erstklassiges Digital Signage Embedded Monitore – Open-Frame Monitore – DisplayMark™ Validierung Mit der Wahl von Digital View-Lösungen entscheiden Sie sich für jahrelange Innovation und Entwicklung im Bereich professioneller Signage-Display-Technologie. Ein flexibles Produktportfolio und einzigartige Analysefunktionen stehen für Ihre erfolgreiche Projektumsetzung und stellen weitere Phasen sicher!

Digital View www.digitalview.com/signage-home

Join us! 8a H10

POS-Ladenbau n 5• 2011

25

Mehr als 150.000 Installationen weltweit bauen bei der Umsetzung ihrer Signage-Technology auf Digital View.


O b j e k t b e r i c h t

Viva, Oostende/Middelkerke

Attraktive Mode an Belgiens Küste Hochwertige Mode für Damen und Herren verspricht der neue Multilabel-Store Viva in Middelkerke in Belgien. Weitere Läden entstanden in Oostende und Nieuwpoort. Alle Shops wurden nach dem gleichen Konzept umgestaltet und tragen so die unverwechselbare Handschrift von Viva.

S

ie gilt als kulinarische Hauptstadt Belgiens, besitzt die meisten Badestrände und steht in dem Ruf mondän zu sein: Oostende. Auch modisch gesehen ist Oostende top: Man findet dort alle internationalen Labels, die auf der Strandpromenade wie auf einem Catwalk ‚vorgeführt‘ werden. Rechtzeitig zu Saisonbeginn hat in Middelkerke, in unmittelbarer Nachbarschaft von Oostende, Viva, ein hochwertiger Multilabel-Store für SIE und IHN nach einigen Wochen des Umbaus seine Wie26

POS-Ladenbau n 5 • 2011

dereröffnung gefeiert. Magische Anziehungskraft besitzt bereits das Entrée zu Viva: Die 40 Meter lange Schaufensterfront an der Magistrale von Middelkerke nach Oostende führt durch den Buchsbaum umsäumten Eingang in den ebenso anspruchsvoll wie clean angelegten Fashion-Store, der in hellen, sand- bis sepiafarbenen Tönen gehalten ist.

Hochwertig und dezent Bei dem neuen Shopdesign hat der verantwortliche Ladenbauer durch hochwertiges

und dabei optisch dezentes Styling den perfekten Rahmen für den anspruchsvollen Kunden geschaffen. Das gilt auch für die verschiedenen Präsentationsformen der international bekannten Mode-Labels, die bei Viva vertreten sind, wie In Linea, pierre cardin, Betty Barclay, Clarina, Basefield, Aigle, Taifun, Meyer, Commander, Alberto und Zerres: Hochglanzverchromte Regale mit hinterleuchteten Kapitellen in Echtholz, Tablare in Bronzeglas und Edelholzfurnier, mit hellem Leder bespannte Infills, Pyramidentische in Nussbaum, HPL und Chromstahl, gepolsterte und mit


Anzeige

Die Beleuchtung stellt die hochwertige Ware stilvoll in den Vordergrund

Das optisch dezente Konzept spricht anspruchsvolle Kunden an

Leder bespannte Satztische und Barren in Hochglanzchrom sind die zentralen Materialien und Elemente, die das neue ShopDesign bei Viva bestimmen. Von einer Relax-Lounge mit hochflorigem Teppich, Koinor-Ledersesseln, Stehleuchten und Dekor-Nischen führen zwei Stufen in die großzügig angelegten Umkleidekabinen, die mit echtem Hirnholzparkett, großformatigen Spiegeln, lederbezogenen Sitzhockern und bodenlangen, sandfarbenen Vorhängen ausgestattet sind. Ins rechte Licht gesetzt wurde die Viva-Mode im Verkaufsraum durch HIT-Einbaustrahler, im Kassenbereich sind schwarze, zylinderförmige Adapterstrahler sowie Stoffpendelleuchten montiert. Sämtliche Vouten sind mit dimmbarer Hinterleuchtung versehen, die Gesamtraum-Beleuchtung ist relativ dunkel gehalten, besondere Ware wird durch Spots hervorgehoben. n

Visplay International GmbH T +49 (0)7621 77 00 20 00 info@visplay.com www.visplay.com

Anzeige

n Auf einen Blick Viva, Oostende/Middelkerke Verkaufsfläche: Bauzeit: Eröffnung: Sortiment: Architekt / Innenarchitekt: Ladenbau: Ladenbausystem:

210 m2 ca. fünf Wochen 2010 HAKA, DOB Jürgen Michel, Rebecca Wiemers (schleifenbaum design & project GmbH, Haiger) schleifenbaum design & project GmbH, Haiger Visplay International GmbH, Weil am Rhein

Fotos:

siehe Impressum

Der Generalunternehmer im Ladenbau Kalteiche-Ring 36 D-35708 Haiger phone: +49(0)27 73 - 94 02.0 info@schleifenbaum.com www.schleifenbaum.com

POS-Ladenbau n 5 • 2011

27


F a c h b e i t r a g

Großbild, Displays und Aufsteller

Alles digital – oder was? Der tägliche Fokus am POS liegt in der Fragestellung, wie Produkte oder Dienstleistungen am effektivsten beworben werden können. War Posterwerbung gestern? Diktiert heute die digitale Werbung den Markt? Der richtige Weg liegt genau dazwischen – die individuelle Kombination macht’s.

D

er gemütliche Einkaufsbummel oder Spaziergang durch deutsche Straßen und Geschäfte kann ganz schön anstrengend für Augen und Ohren werden. Überall preisen Geschäfte ihre Angebote, noch bessere Leistungen und Neuheiten an. Schon von Weitem sind Kundenstopper und Werbefahnen mit ihren Botschaften zu sehen. Die konventionelle Posterwerbung mit Displays aus Aluminium gibt es schon seit vielen Jahrzehnten. Manche Modelle fallen durch ihre Extras ins Auge, wieder andere glänzen mit Sondereloxalen oder knalligen RAL-Farben. Neben den gängigen Poster-DIN-For-

Die Autorin Tina Stotz ist Referentin für Marketing und Kommunikation bei der Marketing-Displays GmbH & Co. KG.

28

POS-Ladenbau n 5 • 2011

maten kommen Sonderformate und -formen zum Einsatz. Die Rahmen finden in vielen weiteren Displayformen wie z. B. in Kundenstoppern, Posterständern oder Infopräsentern Anwendung. Bei näherem Herankommen laden Digital Signage Displays im Schaufenster direkt zum Betreten der Geschäfte ein. Gerade die digitalen Verkaufsförderungsdisplays findet der potenzielle Kunde inzwischen überall. In-Store-TV über der Rolltreppe oder dem Tresen, Infostelen im Autohaus, Infopulte und Kioske am Bahnsteig oder in der Bank – digitale Beschilderung und Werbung erobern den Alltag. Wertgutscheine werden am dm-Terminal ausgedruckt, das gewünschte Bücherregal am Ikea-PC in der passenden Farbe und Länge herausgesucht sowie noch schnell das passende „Brötchen & Kaffee“-Angebot an der Tankstelle am Infosystem betrachtet und direkt mitgenommen. Heute muss alles schnell gehen. Werbebotschaften sollen auf Zielgruppen zugeschnitten sein, wenn möglich noch durch eine Verkaufssoftware gesteuert; ständig und sofort aktualisierbar. Die Inhalte werden von

Agenturen oder Designabteilungen vorbereitet – ganz individuell. Da stellt sich die Frage: „Wenn digital alles schneller und aktueller beworben werden kann – was wird zukünftig aus der konventionellen Posterwerbung? Brauchen wir diese überhaupt noch?“.

Die eierlegende Wollmilchsau am POS „JA“ – ohne Posterwerbung geht es nicht! Die Antwort auf diese Frage ist leicht – nur deren Umsetzung bedarf eines großen Knowhows und noch mehr Erfahrung. Jedoch tritt hier eine immer stärker werdende Problematik auf: Display-Billiganbieter im World Wide Web. Dumpingpreise zerstören den Markt; qualitativ minderwertige Produkte – äußerlich nicht sofort von den hochwertigen Produkten zu unterscheiden – erhalten beim Onlinekauf mit einem Klick den Vorzug gegenüber den in Deutschland gefertigten, meist teureren Displays. Dank digitaler Plattformen wie Ebay und Amazon oder Suchmaschinen wie Google & Co. ist die absolute Preistransparenz inzwischen fast erreicht.


Wichtige Faktoren wie die Verwendung von Qualitätsmaterialien, Know-how in der Fertigung oder Musterbau und Herstellung mit schnellen Reaktionszeiten in Deutschland können online kaum vernünftig verständlich transportiert werden. Der wichtigste Umsatz-Erfolgsfaktor Kunde heutzutage ist anspruchsvoll, unterschiedlich und extrem wandelbar. Es gibt Interessenten, Bestandskunden, Neukunden – keiner von ihnen hat denselben Wissensstand, Hintergrund oder die gleichen Vorstellungen. Um diese „Variablen“ zufrieden zu stellen, sie mit der richtigen Werbemöglichkeit bedienen sowie dem Preisverfall entgegen wirken zu können, ist das „Wie“ der Knackpunkt. Informationen müssen gezielt und effektiv, möglichst ohne Streuverluste verteilt werden, egal ob sie auf gedrucktem oder digitalem Wege erfolgen. Es ist wichtig, am Point of Sale ebenso variabel aufzutreten wie die verschiedenen Kundentypen. Um diese so zu bedienen, wie sie es verlangen, braucht der Werbetreibende schon fast die sagenumwobene, eierlegende Wollmilchsau in Displayform. Die Vorlieben des „variablen“ Kunden sind so unterschiedlich wie der Mensch an sich. Audiovisualisierer oder Printliebhaber? Hier kommt die Verbindung aus herkömmlicher Posterwerbung mit Digital Signage ins Spiel.

Individuelle Entwicklung einer Problemlösung Das Standarddisplay aus dem Web kann eine solche Verbindung nicht leisten. Es reicht weder aus, um Informationen variabel zu transportieren, noch repräsentiert es das Informationen liefernde Unternehmen adäquat. Die „Entwicklung einer Problemlösung“ ist gefragt. Durch enge Zusammenarbeit des Displayherstellers mit den

Herkömmliche Displays wurden bei Pirelli Deutschland mit Digital Signage kombiniert

Auftraggebern können individuelle Kundenwünsche schnell und flexibel auch in großen Stückzahlen effektiv wirtschaftlich umgesetzt werden. Auf kurzem Wege und mit schnellen Reaktionszeiten entstehen individuelle „Kombinationsdisplays“ oder gleich ganze Systeme. Genau hier realisiert sich der Ansatz, herkömmliche Werbedisplays mit Digital Signage zu kombinieren, um eine möglichst breite Zielgruppe zu erreichen. Die richtige Material- und Profilauswahl erlaubt es dem Displayhersteller, gleich mehrere Kombinationsmöglichkeiten zu erschaffen: Digital Signage Infostelen mit integrierten LED ermöglichen die Wiedergabe von Werbespots mit zeitgleich hinterleuchteter Posterpräsentation. Infostelen mit zusätzlichen Prospektablagen bieten Interessenten die digitalen

Informationen auch gedruckt zum Mitnehmen an oder offerieren mit Klemmrahmen eine direkte Informationsübersicht. Passen nicht alle gewünschten Informationsmöglichkeiten in ein Display, kann aus einem Profil ein ganzes System verschiedener Displays erstellt werden. Perfektionierend wirken zusätzliche Extras wie spezifisches Design im Firmen-CI oder konsequente Logoanbringung (Druck oder Gravur). Derart ausgestattet erreichen die Displays ihr Werbeziel – ob durch gedruckte, digitale oder kombinierte Werbung. Der Boom der digitalen Werbung wird in naher Zukunft also kaum die klassische Printwerbung ganz verdrängen. Schöne Aussichten für deutsche Displayhersteller, denn diese Kombinationsleistung eng am Kunden können weder entfernte Billigproduzenten noch der OneClick-Kauf im Web ermöglichen. n Anzeige

POS-Ladenbau n 5 • 2011

29


O b j e k t b e r i c h t

Siebenförcher, Meran

Mit allen Sinnen Einkaufen Kürzlich eröffnete das Delikatessenhaus Siebenförcher in Meran seine neue kulinarische Erlebniswelt. Das neue innenarchitektonische Konzept vereint auf 250 Quadratmetern die lange Tradition von Siebenförcher und modernes Design.

30

POS-Ladenbau n 5 • 2011


Anzeige

N

ach erfolgreicher Neukonzeption erstrahlt das traditionelle Feinkostgeschäft Siebenförcher aus Meran im neuen Look. Bei der Konzipierung setzten die Planer zum einen auf eine Vergrößerung der Ladenfläche, zum anderen sollte durch die Erweiterung des Sortiments die Kundenstruktur ausgedehnt werden. „Meran erfreut sich bei Touristen aus dem europäischen Umland wegen seiner kulinarischen Vielfalt großer Beliebtheit“, unterstreicht Bernhard Schweitzer. „Um genau den Nerv dieser Zielgruppe zu treffen, war es wichtig, das Angebotsportfolio zu erweitern.“ Aus 60 Quadratmetern Traditions-Schlachterei mit eigener Herstellung

wurden 250 Quadratmeter Feinkost. Das Sortiment wurde auf Basis der qualitativ hochwertigen Ansprüche des Fleisch- und Wurstsortiments durch regionale Delikatessen, Käse und Spezialitäten erweitert. Entstanden ist eine kulinarische Genusswelt mitten in Meran.

Symbiose aus Alt und Neu Sensibel und mit viel Gefühl für die historischen Mauern wurde das ebenerdige Ladenlokal mit dem Untergeschoss verbunden. Heraus kam eine Symbiose zwischen den alten baulichen Gegebenheiten wie alte Kellergemäuer, Holzdecken, Nischen,

Bauen im Bestand Interview mit Bernhard Schweitzer Was sind im Allgemeinen die Besonderheiten, wenn umfangreiche Umbaumaßnahmen im Bestand vorgenommen werden?

bau müssen immer alte und neue Werkstoffe miteinander kombiniert werden. Wo liegen die Herausforderungen?

Wichtig ist zunächst die intensive Auseinandersetzung mit der sichtbaren und vor allem mit der nicht sichtbaren Substanz. Bei Siebenförcher in Meran war auch die unmittelbare Nähe zu den Nachbargebäuden ein wichtiger Aspekt. Zudem hatten wir dort die enge Altstadt-Situation, die besondere Vorsichtsmaßnahmen auch aufgrund der über hundertjährigen Bausubstanz verlangte. Das erforderte viel Handarbeit, da maschineller Einsatz kaum oder nur mit kleinen Baggern möglich war. Es ist immer sehr spannend, ein Konzept für eine bestehende, nur begrenzt modifizierbare und baulich zu verändernde Struktur zu entwickeln. Der Charakter soll natürlich erhalten bleiben, so dass wesentliche Teile gekonnt und harmonisch mit Neuem verbunden werden. Was waren bisher Ihre größten Herausforderungen? Die Sicherung der Betonarbeiten im Kellergeschoss von Siebenförcher. Mit Betonpfählen mussten die angrenzenden – ebenfalls sehr alten Mauern der Nachbarhäuser – während der gesamten Arbeiten gestützt werden. Beim Um-

Eine ideale Kombination und Stimmigkeit zwischen dem Ursprungsgebäude und den angestrebten Neuerungen in Hinblick auf die zu verwendenden Materialien und dem überhaupt baulich Möglichen zu erzielen. Natürlich ist das dann auch immer eine Budget-Frage. Bei neuen Projekten ist man konzeptionell freier, da im Grunde jede Idee umsetzbar ist. Bauen im Bestand stellt hohe Anforderungen an die angestrebte Innovation. Die Ideen müssen sich mit dem Bestand vertragen und sollten sich harmonisch ergänzen, aber auch Spannungen erzeugen, die das fertige Objekt interessant machen, und ihm eine neue charakterliche Facette verleihen. Gerade bei Siebenförcher ist dies durch die Integration der Metallstruktur in das Gewölbe gut gelungen. Das historische Gebäude, erhält durch die Glas-Stahlkonstruktion eine gewisse Modernität und Leichtigkeit. Und was sind die Voraussetzungen für gute Ergebnisse? Man muss sich von Anfang an intensiv mit den räumlichen Gegebenheiten und dem was tatsächlich möglich ist auseinander setzen. Das ist bei einem Umbau noch viel aufwendiger als bei einem Neubau. Professionelles Projektmanagement, welches von Anfang an alle Verantwortlichen sowie Sachverständige mit ins Boot holt ist, unverzichtbar.

Authentic Oak + Dank ihrer unendlichen Maserungsvielfalt sind langsam wachsende Harthölzer schon seit Hunderten von Jahren ein allseits beliebtes Material für Fußbodenbeläge. Die Zahl der in den letzten 20 Jahren gescheiterten Versuche, diesen Look bei Synthetikprodukten nachzuempfinden, war mindestens genauso groß wie die Vielfalt der Holzmaserungen. Bei diesem jüngsten Verfahren, das Eichenholz gefühlsmäßig und optisch perfekt nachempfindet, entstehen belastbare, strapazierfähige mFLOR-Böden der Luxusklasse.

www.mflor.eu mFLOR International B.V. Koningsbergenstraat 8-10 7418 ER Deventer Netherlands POS-Ladenbau n 5 • 2011 Tel: +49 (0) 171 4266610 Email: sales@mflor-int.eu

31


O b j e k t b e r i c h t

Siebenförcher, Meran

Viel Glas bringt Modernität und Leichtigkeit ins historische Gebäude

Öffnungen und neuem Design. Bei der Innenraumgestaltung war es den Innenarchitekten und dem Ladenbauer wichtig, die alten Strukturen der Geschäfsträume klar herauszuarbeiten. Im Kellergeschoss wird die Atmosphäre durch die rauen und ursprünglichen Gewölbe bestimmt. Die Wände wurden, wie die Gewölbe, aufwändig freigelegt und restauriert. Nun zeigen sie sich in ihrer imposanten ursprünglichen Gesteinsstruktur. Stahltreppen und Strahlträger schlagen eine Brücke zum modernen Design, sind jedoch zurückgenommen und dezent platziert, um den besonderen Charakter nicht zu stören. Ein echter Holzboden aus Natureiche verleiht eine warme und ursprüngliche Atmosphäre. Edle Spotstrahler heben einzelne Warenthemen hervor. Spannend: Die Warenträger und Wandmodule wurden in einer Mischung aus Holz und Schwarzstrahl konzipiert. Eine eher rustikale Optik, die zum einen der langen Tradition von Siebenförcher Rechnung trägt, zum anderen jedoch eine klare und moderne Designsprache verkörpert.

Mediterraner Charme im Erdgeschoss

Die Gewölbe im Kellergeschoss schaffen eine ursprüngliche Atmosphäre

n Auf einen Blick Siebenförcher, Meran Verkaufsfläche: Bauzeit: Eröffnung: Sortiment: Architekt: Innenarchitekt: Ladenbau:

250 m2 4. Oktober 2010 bis 8. April 2011 April 2011 Fast komplettes Sortimentsangebot an Produkten für den täglichen Bedarf. Fleisch-, Milch- und Nudelprodukte, Wein, Delikatessen usw. Angelika Margesin, Barbara Verdorfer (a+b architektinnen, Meran) Dietmar Platzgummer (Interstore Design, Naturns) Schweitzer Project AG, Naturns

Fotos:

siehe Impressum

32

POS-Ladenbau n 5 • 2011

Einen deutlichen und gewollten Kontrast zum Gewölbe bietet das Erdgeschoss, in dem sich das gesamte Fleisch, Wurstund Specksortiment erschließt. Terrakotta farbene Bodenfliesen verströmen mediterranen Charme und unterstreichen die südländische Mentalität Merans. Für die Decke wurde eine Lösung aus akustischer Decke und Holzdecke gewählt, die farblich das Thema der Bodenfliesen aufgreift. Es entsteht eine visuelle Klammer, die von Kunden als ruhig und angenehm empfunden wird. Lichtspots in der Decke verbreiten ein warmes Licht, das die Warenauslagen appetitlich und frisch aussehen lässt. Farben und Materialien wurden bewusst zurückgenommen ausgewählt, um das Warensortiment hervorzuheben und den Appetit der Kunden auf Meraner Spezialitäten zu wecken. „Fleisch ist ein sehr ursprüngliches Produkt. Daher war es wichtig, das Produkt in den Vordergrund zu stellen und unser Design lediglich als Transportmittel für eine appetitanregende Präsentation zu nutzen. Das Auge isst schließlich mit“, erläutert Bernhard Schweitzer. Als technisches Highlight und besondere Innovation wurde eine neu entwickelte Kühltheke eingesetzt: eine stützenlose Frischetheke komplett aus Glas. n


Neuromarketing

Aktueller Trend oder fundierte Kenntnisse im Ladenbau: Über den Sinn der Sinnlichkeit.

Und wie sieht es in Ihrem Laden aus? Reicht Ihren Kunden ein funktionales Geschäft oder müssen Sie sich zum Zirkusdirektor ausbilden lassen? Nein. Es geht doch einfach nur um Emotionen. Also Schuster, bleib bei Deinen Leisten. Aber machen Sie es mit ganzem Herzblut, das sieht man Ihrem Laden an und berührt auch Ihre Kunden. Und damit befinden wir uns mitten in der Welt von Verkaufspsychologie und Neuromarketing, wenn es darum geht, den Kunden besser zu verstehen, zu respektieren und komplimentieren und ihn somit als Fan zu gewinnen bzw. zu binden. Sie müssen ihn nur positiv emotional berühren. Fangen wir klein an: Wie wäre es mit einem „Herzlich Willkommen“ und einem ehrlichen, freundlichen Handschlag zur Begrüßung?

Quelle: Prof. Dr. Andreas Herrmann, Marketing Review 2007

D

arf es ein bissl mehr sein? Extravagantes Abendessen im „Teatro“ mit „Variete und Live-Cooking“, Urlaub nur noch im Abenteuer-Erlebnispark mit Adrenalin Kitzel für Papi und extra „Wohlfühlwellness“ für Mutti. Natürlich wird die Outdoorjacke erst nach dem Test unter der künstlichen Regendusche erworben und das dreiundzwanzigste Promi-Kochbuch erst in der kuscheligen Leselounge bei Espresso probegelesen... Der Kunde von heute will nicht nur „gut“ – er will „besser“. Er ist verwöhnt, der Anspruch wird immer größer, da viele in der heutigen Welt fast alles gesehen, erleben und erfahren können. Und das Ganze bitteschön mit einem Erlebnis, mit einem Mehrwert oder einer Geschichte gekoppelt. Etwas worüber man spricht! Und wofür man auch ein wenig beneidet wird.

Die nach oben geschwungene Linie (li.) erinnert an einen lächelnden Mund, die nach unten geschwungene (re.) an einen traurigen. Die linke Kaffeemaschine erzielte deutlich mehr Verkaufsumsätze

Ihr Laden als „besonderer Ort“ Vielleicht haben Sie auch bereits davon gehört: In Mailand sind die begehrtesten und angesagtesten Modegeschäfte nicht auf der Hauptpromenade oder der exklusiven Via Montenapoleone: Sie sind kompliziert versteckt in den letzten Winkeln von eigentlich unattraktiv wirkenden Randzonen. Ehemalige Industriegebäude, grau und morbid. Sogar die Fenster dunkel und blickdicht abgeklebt und beim Betreten muss man klingeln. Ein kräftiger schwarzer Mann mit Anzug öffnet die Türe und man wird höflich hineinkomplimentiert (bei manchen wird der Zutritt in die „heiligen Hallen“ sogar nur mit einer begehrten Zutrittskarte gewährt). Ab diesem Moment stehen Sie in einer anderen Welt. Lässige Musik, hohe stylische Räume, der Duft von Espresso und glitzernde Kronleuchter versprechen Ihnen, dass Sie ab jetzt der „König Kunde“ sind. Man hört den Stein

vom Herzen fallen: „Ich habe es gefunden, ich durfte hinein, so etwas Zauberhaftes habe ich hier gar nicht erwartet, was werden wohl meine Freunde/innen sagen, wenn ich das erzähle... ich bin mal wieder besonders“. Sie haben ein emotionales Kontrastprogramm erlebt. Es erschien Ihnen abenteuerlich und zufällig. Es war aber von Experten detailliert geplant, um Sie zu emotional zu bewegen und eine geheimnisvolle und begehrenswerte Welt zu präsentieren. In diesem Moment werden Glückshormone stimuliert und der anschließende Einkauf fällt „ausnahmsweise“ mal etwas großzügiger aus. Man gönnt sich ja sonst nichts...

Gibt es das ultimative Verkaufsgeheimnis? Ich mache es kurz, denn ich bin überzeugt: Ja. Auf die beiden Faktoren Qualität und Service muss ich gar nicht näher eingehen, denn die Anzeige

Theken-Design in neuer Dimension Kühltheke VARIUS UVP-C-O • Optimale Präsentation und großer Warendruck durch Glasstützen • Ausgezeichnete Energieperformance • Einfache Reinigung und Beschickung

POS-Ladenbau n 5 • 2011

33

E x p e r e t e n m e i n u n g

Mit Emotionen zum guten Geschäft


E x p e r t e n m e i n u n g

Neuromarketing

sollten selbstverständlich sein. Das ultimative Verkaufsgeheimnis ist, dass der Kunde beim Einkaufen emotional inspiriert, fasziniert, verführt, verlockt werden will. Warum denn nicht: Schenken Sie Ihrem Kunden einen Mehrwert zum Produkt. Zum Beispiel einen herzlichen Empfang – man kennt es vom Lieblingsitaliener: Begrüßung mit Namen und

Handschlag (kleine Berührungen stimulieren übrigens unser Gehirn sehr positiv). Das Öffnen der Tür bei Betreten und Verlassen des Ladens. Einen „roten Teppich“ extra für Ihren geliebten Kunden. Er ist nicht mehr der „Geldbringer“ – er ist Gast! Der erste Eindruck: Eine saubere und sofort erkennbare Außenwerbung mit Name und Logo. Stilvolle Dekoration mit

Themen und Bildern im Schaufenster, zwei schicke Blumentöpfe und ein roter Teppich am Eingang hofieren den Kunden respektvoll ins Ladeninnere. Frische, leuchtende Blumen, neueste Trends und Infos, eine etwas opulentere Sitzmöglichkeit als Zeichen der Gastlichkeit, eine kleine liebevolle Kinderecke statt ein vergrauter Abstellplatz für kaputtes

Fragen an den Experten Dr. Hans-Georg Häusel Dipl. Psychologe und Autor zum Thema Neuromarketing 1. Begriffe wie „Neuromarketing, Verkaufspsychologie, dramaturgische Inszenierung etc.“ sind die aktuellen Schlagworte der modernen Verkaufswelt. Können Sie uns kurz erklären, was dahinter steckt? Dr. Hans-Georg Häusel: Neuromarketing nutzt die Methoden und Erkenntnisse der Hirnforschung für das Marketing. So hat sich insbesondere durch die Hirnforschung gezeigt, dass Kaufentscheidungen überwiegend unbewusst fallen und dass Verkaufsräume, Services und Produkte, die keine Emotionen auslösen, für das Gehirn wertlos sind. 2. Viele Berater berufen sich auf langjährige oder „angebliche“ Erfahrungswerte. Diese sind für den normalen Einzelhändler aber schwer nachzuvollziehen. Handelt es sich hier um eine Modeerscheinung, oder ist es eine fundierte und beständige Erkenntnis mit handfesten Beweisen und belegten Studien? Dr. Hans-Georg Häusel: Neuromarketing ist keine Modeerscheinung, sondern – seriös betrieben – die Nutzung neuro-wissenschaftlicher Erkenntnisse für die Praxis. Dahinter stehen also beweisbare Fakten und viele Studien. Wie gut Neuromarketing in die Praxis umgesetzt wird, hängt

die Qualität natürlich sehr stark von der Erfahrung und der Ausbildung der Berater ab. Sie kommen in der Regel sehr viel herum, sehen mehr Erfolge, aber auch Misserfolge in der Praxis als der normale Einzelhändler und dieses Wissen nutzen sie für ihre Beratungsarbeit. Sie helfen, die eigene Betriebsblindheit aufzugeben.

Dr. Hans-Georg Häusel: Jedes Detail und jeden Kundenkontaktpunkt in seinem Geschäft konsequent aus Sicht des unbewussten Gehirns hinterfragen: Wo kann ich positive Emotionen verstärken und negative vermeiden? Wenn man das konsequent an hundert Stellen macht, hat man den Marktvorsprung, den man braucht.

3. Ist eigentlich, im immer weiter schreitenden Zeitalter von Billigeinkauf im Internet und weltweiten Vergleichs–Portalen, ein sinnlich und emotional gestalteter Verkaufsraum (meist ohne Parkplatz vor der Tür...) noch konkurrenzfähig? Viele Menschen werden doch bereits bei der Jagd nach „Null-Tarif-Schnäppchen“ und „Geizist-geil“ Angeboten schon emotional völlig befriedigt?

5. Wagen wir doch mal eine Prognose: Was wird uns in den nächsten Jahren erwarten? Werden unsere tiefsten Emotionen zum Innenarchitekten?

Dr. Hans-Georg Häusel: Gerade im hochwertigen Geschäftsbereich, der sehr stark von Ästhetik und emotionalem Service lebt, hat auch ein emotionaler Verkaufsraum eine hohe Bedeutung. Andere Warengruppen, wie Unterhaltungselektronik oder Bücher leiden viel stärker unter dem Internet. 4. Welche Änderungen kann der Einzelhändler ohne großen Aufwand am POS sofort vornehmen, um ein erfolgreicheres Verkaufsergebnis zu erzielen?

Dr. Hans-Georg Häusel: Wir werden zunehmend emotional differenziertere Geschäfte haben. Wir unterscheiden in „Controlled Shopping“, „Inspirational Shopping“, „Experiental Shopping“, „Efficient Shopping“ und „Exlusive Shopping“ – dahinter stecken unterschiedliche Emotionalisierungskonzepte auch im Design und in Zielgruppen. 6. Nun zur Praxis: Wie sieht denn – Ihrer persönlichen Meinung nach – der „perfekte Verkaufsraum“ aus? Dr. Hans-Georg Häusel: Der perfekte Verkaufsraum positioniert sich konsequent in einer der obigen Emotionswelten. Vielen herzlichen Dank für das Interview.

Zur Person: Dr. Hans-Georg Häusel Dipl. Psychologe, Vorstand der Gruppe Nymphenburg Consult AG, München. In der Marketing-Hirnforschung und der Übertragung auf Fragen des Konsumverhaltens, Marketings und Marken-Managements zählt er weltweit zu den führenden Experten. Er ist Autor der Bestseller „Think Limbic! – Die Macht des Unbewussten verstehen und nutzen für Motivation, Management und Marketing“ (2000/2003), „Brain View – Warum Kunden kaufen“ (2004/2008), „Neuromarketing“ (2007) und „Emotional Boosting – Die hohe Kunst der Kaufverführung“ (2009).

34

POS-Ladenbau n 5 • 2011


Der Autor Stefan Suchanek vom Büro Raumkunst in München ist Innenarchitekt, Ladenbauprofi und Dozent an der Blocherer Schule. Er war Designer bei der kultigen Infotainmentsendung „Tapetenwechsel“ und moderierte die Wohn- und Lifestylesendung „Chili und Couch“ im Bayerischen Fernsehen. Spielzeug, den Duft nach Espresso und Zimt und dazu einfach nur ein ehrliches Lächeln schaffen Wohlgefühl. Eine warme und gezielt eingesetzte Lichtdramaturgie sowie eine übersichtliche Ladenaufteilung zur leichten Orientierung bedeuten Sicherheit und optimieren die Aufenthaltsdauer beim Kunden. Ist es wirklich so einfach? Ja. Wir sind einfach nur Mensch. Ein Beispiel für Neuromarketing in der Anwendung: Eine Kaffeemaschine aus dem Hause Jura. Das Gehäuse hatte im unteren Drittel der Vorderansicht eine Designkante, deren nach unten geschwungene Linie an einen traurigen Mund erinnerte. Experten entdeckten den Fehler und ließen die identische Maschine mit einer positiv wirkenden Kante neu produzieren, also eine nach oben geschwungene Linie, die an einen lächelnden Mund erinnert. Ab diesem Zeitpunkt erzielte die Kaffeemaschine nun optimale Verkaufsumsätze. Freundlichkeit als Symbol: kleine Sache, große Wirkung. (Quelle: Prof. Dr. Andreas Hermann, Marketing Review 2/07)

Der erste Eindruck zählt Menschen wurden geprägt. Unser Grundbedürfnis ist die Arterhaltung. Dazu gehören Essen, Trinken, ein trockenes Dach, Fortpflanzung und der Schutz vor Feinden. Diese und andere Grundbedürfnisse steuern im Unterbewusstsein unser Leben. Und das schon seit Urzeiten. Heute haben wir es bequemer und über Feinde, ausreichende Ernährung und eine solide Unterkunft müssen wir uns in Europa fast keine Sorgen machen. Auch das mit der Fortpflanzung ist mittlerweile keine Pflicht mehr, eher angenehme Kür. Dennoch sind unsere Sinne über Millionen Jahre sensibilisiert worden und reagieren auf äußere Reize. Und

falls diese nicht unserem inneren „Autopiloten“ entsprechen, ergreifen wir sozusagen die Flucht. Sprich: Wenn unser Unterbewusstsein den Laden und die darin herrschende Stimmung nicht als positiv bewertet, löst das Unbehagen aus und die Kasse bleibt leer. Neueste Erkenntnisse aus der Gehirnforschung zeigen auf, dass der Kunde bereits innerhalb weniger Sekunden beim Betreten des Ladens (bzw. schon davor, also beim Betrachten der Fassade und/oder der Auslage) unbewusst eine Kaufentscheidung trifft. Darum zählt der allererste (nicht nur visuelle) Eindruck zu den wichtigsten. Unbeeindruckt davon, ob Sie die nach außen transportierten Leistungen und Angebote meisterhaft und kompetent erfüllen. Deshalb sollte der Ersteindruck so positiv als möglich sein, um dem Kunden ein Eintreten, Verweilen und Einkaufen so angenehm wie möglich zu machen. In unfreundlich und unangenehm wirkenden Situationen wittern wir unbewusst

Gefahr und weichen aus. Siehe unser vorausgegangenes Beispiel mit der Kaffeemaschine...

Wie können Emotionen im Ladenbau sichtbar gemacht werden? Zeigen Sie also mehr Mut zur Persönlichkeit, Eigenständigkeit, Kreativität. Entwickeln Sie eine zeitgemäße und bewusste Gestaltung im Ladenbau und eine sinnliche und saisonale Inszenierung in Dekoration und Visual Merchandising. Überdenken Sie doch mal Ihre Verkaufsidee / Strategie und dann, mit ein wenig Phantasie, den ganzen Laden. Vielleicht reicht schon ein geschicktes Facelifting oder ein themenorientiertes Dekorationskonzept. Sie trauen es sich selbst nicht zu? Die Investition in einen Profi hat sich oft bewährt. Haben Sie den richtigen, dann hilft er Ihnen, Ihre Ideen professionell zu ergänzen und umzusetzen. n Anzeige

Raum für Persönlichkeit. Sie haben Ihr Studium/Ihre Ausbildung in einer der unten genannten Fachrichtungen erfolgreich abgeschlossen. Als absoluter Profi auf Ihrem Gebiet kennen Sie sich in der Umsetzung von Shop-Konzepten mit AutoCAD aus und spüren neue Trends zielsicher auf. Sie sind eine kommunikative, stilsichere Persönlichkeit, die Kreativität mit wirtschaftlichem Gespür verbindet. Wenn Sie sich außerdem durch analytisches sowie konzeptionelles Denken auszeichnen und ein echter Teamplayer sind, dann sind Sie bei uns genau richtig als

Freiberuflicher Mitarbeiter (w/m) als Innenarchitekt oder Designer Mit Kreativität und Liebe zum Detail arbeiten Sie daran, Verkaufsläden zu einem echten Erlebnis werden zu lassen. Sie setzen die Akzente und überzeugen mit raffinierten Lösungen, die Räumen und Verkaufsflächen ein neues Gesicht verleihen. Nutzen Sie den Handlungsspielraum für Ihre eigenen Ideen. Sind Sie interessiert? Dann freuen wir uns auf Ihre Online-Bewerbung auf www.galeria-kaufhof.de/karriere GALERIA Kaufhof GmbH Personalmarketing und Rekrutierung Herr Moritz Gamon

Member of METRO GROuP

POS-Ladenbau n 5 • 2011

35


F a c h b e i t r a g

Licht

LED in Fahrt Wie ist der aktuelle Stand bei Leuchten mit LED in der Allgemein- und Architekturbeleuchtung?

D

ie Entwicklung des LED-Marktes in der Allgemeinbeleuchtung schritt anfänglich, also Ende der 1990er Jahre, als die ersten weiß strahlenden LED am Markt auftauchten, sehr viel langsamer voran, als von den LED-Herstellern propagiert. Dieses Zögern hatte zunächst vielfältige Gründe, wobei wirtschaftliche Überlegungen sicher zu den bestimmenden gehörten. Der Preis, gemessen in Euro pro Lumen, erlaubte den Einsatz von LED nur im Hochpreissektor, bei dem es um Prestige ging und bei dem die Veröffentlichung eines Projektberichtes in der Fachpresse ganz sicher war. Viele der mutigen Akteure mussten auch Tiefschläge einstecken, z. B. dass Frühausfälle von ganzen LED-Modulen die zuvor propagierte Lebensdauer als leere Versprechungen entlarvten. Dieser Zeit des Abwartens folgt nun, rund zehn Jahre später, eine Trendwende. Es kommt ordentlich Fahrt in das LED-Geschäft. Inzwischen gibt es (fast) keinen Leuchtenhersteller mehr, der keine Aktivitäten im Bereich der LED unterhält. Selbst klassische und eher konservativ orientierte Unternehmen nehmen LED-Produkte in ihr Portfolio auf.

Lichtquelle oder elektronisches Bauteil Die LED mischen den Markt der etablierten Leuchtenhersteller auf. Nicht nur, dass diese umdenken müssen. Die Erfahrungen, die man über viele Jahre bei der Konstruktion von Leuchten mit konventionellen Lampen gewonnen hat, sind kaum auf LEDLeuchten übertragbar. Es strömen zudem jede Menge neue Markteilnehmer hinzu, z. B. Unternehmen, die aus dem Bereich der Elektronik kommen. Diese haben zwar

Der Autor Dipl. Ing. Jürgen Spitz Der Innenarchitekt ist viele Jahre als Lichtplaner im Innen- und Außenraum tätig und zudem Trainer im Team Licht bei Dial.

36

POS-Ladenbau n 5 • 2011

Vielleicht wird man die LED auch – mangels Verfügbarkeit – gar nicht mehr ersetzen können. Wie gehen die Hersteller mit diesen Aspekten um? Wie immer werden die unliebsamen Produkteigenschaften konsequent verschwiegen, während die Kataloge und Prospekte die zahlreichen Vorzüge von LED-Leuchten herausstellen.

Lichtausbeute und Lichtströme steigen Das Geschäft mit LED war von Anfang an geprägt von Mythen und Märchen. Verlässliche Daten und Fakten zu Lebensdauer, Lichtausbeute und Lichtfarbe waren die Ausnahme. kaum Know-how in Sachen Licht, wissen dagegen, wie sie die elektronischen Lichtquellen ansteuern und dimmen können.

Alles ist möglich Derzeit spürt man ein Umdenken in der gesamten Leuchtenbranche. Waren die LED lange Zeit nur Nischenanwendungen vorbehalten, wie in Signalleuchten, der Notbeleuchtung oder im Bereich von farbdynamischen Anwendungen, so kann man sich die LED in fast allen Spielarten der Allgemein- und Architekturbeleuchtung vorstellen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis es auch die entsprechenden Produkte gibt.

Viele Probleme noch ungelöst Trotz aller Euphorie sind viele technische Probleme der LED noch weitgehend ungelöst. Zwei Beispiele 1. Lichtfarbe: Trotz aufwendiger Bauteilselektion mit Einteilung in Farbklassen, dem Binning, lassen sich bei mehreren LED aus demselben Bin desselben Herstellers visuell Farbunterschiede erkennen. 2. Ersatzbeschaffung: Was ist, wenn LED zur Nachbestückung wegen Ausfall benötigt werden. Höchstwahrscheinlich wird die Ersatzbeschaffung nicht so einfach sein, wie bei konventionellen Leuchtmitteln.

Dennoch ist die Lichtausbeute in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen ist. Die durchschnittliche Leuchtenlichtausbeute von derzeit auf dem Markt erhältlichen Produkten beträgt 55 bis 60 lm/W. Einige wenige Produkte erreichen sogar eine Leuchtenlichtausbeute von bis zu 80 lm/W. Im Vergleich zu konventionellen Leuchtmitteln steht man damit schon ganz ordentlich da. Wenn man gar den Beleuchtungswirkungsgrad als Vergleichsmaßstab heranzieht, sind LED-Leuchten mit ihrem meist geringen Streulichtanteil den üblichen Lampen sogar überlegen. Ebenfalls kräftig zugelegt haben die elektrischen Leistungen, die pro LED-Chip gefahren werden. Damit haben auch die Lichtströme pro LED-Chip massiv zugelegt. Mehrere Hundert Lumen pro LED sind heute an der Tagesordnung. Damit ist man den kompakten Leuchtstofflampen deutlich auf den Fersen. Lediglich für Hochdruck-Entladungslampen mit etlichen Tausend bis Hunderttausend Lumen pro Lampe wird es in absehbarer Zeit keine Pendants im LED-Bereich geben.

LED-Leuchten und Retrofit In der Allgemeinbeleuchtung finden LED gegenwärtig auf drei sehr unterschiedliche Weisen ihren Weg zum Einsatz. 1. Viele Leuchtenhersteller unternehmen einige Anstrengungen, um Produkte zu entwickeln, die von vorneherein auf das Leucht-


Anzeige

INNOVATIVE LED-TECHNOLOGIE Flächen-LED-Leuchten für Shopeinrichtungen

mittel LED ausgelegt sind. Thermomanagement, Optikauslegung und Leuchtendesign sind speziell auf LED abgestimmt. Dadurch können sich völlig neue Formen ergeben, die auch der Vermarktung des Produktes förderlich sein können. Allerdings entstehen durch die Entwicklung auch hohe Kosten, die zu dem ohnehin schon hohen Preis für die LED-Komponenten hinzukommen.

• Gleichmäßige, weiche Beleuchtung ohne störende Lichtpunkte • Hohe Energieeffizienz GH

LIGH

T

S

H

I

2. Die deutlich einfachere Variante des Einsatzes von LED besteht darin, bereits existierende Leuchten, die ursprünglich für konventionelle Leuchtmittel konzipiert wurden, auf LED umzurüsten. Auch hier versucht man, das vorhandene Produkt möglichst optimal zu „LEDisieren“, also z. B. das Gehäuse für die Kühlung der LED einzubeziehen. Aufgrund der Einsparungen an Neuentwicklungen von Komponenten im Vergleich zu Variante 1 ist dieser Weg für den Hersteller deutlich risikoloser. Nachteilig wirkt sich hier jedoch aus, dass die Leuchte auf den ersten Blick eben nicht neu aussieht. Dennoch lassen sich die meisten LED-Produkte, die heute auf dem Markt sind, dieser Variante zuordnen.

• Lichtfarben: 3000 / 4000 / 6400K

L

W

Y

• Anspruchsvolles Design O

ENE

RG

3. Der dritte Weg setzt an einer ganz anderen Stelle an. Er beruht auf dem einfachen Tausch eines bestehenden Leuchtmittels gegen ein LED-Leuchtmittel. Hier handelt es sich nicht um die Erstbestückung, sondern eine Ersatzbestückung beim ohnehin notwendigen Austausch konventioneller Leuchtmittel. Die zahlreichen Anbieter solcher LEDSubstitute haben dabei einen besonderen Fokus auf die stabförmigen 26 mm Leuchtstofflampen (auch T8 genannt) sowie auf Reflektorlampen, wie Niedervolt-Halogenlampen vom Typ QR-CBC 51 gelegt.

Optik-Entwicklung für LED-Leuchten

www.elektra.de

Anzeige

Das Hauptargument für diesen Weg liegt in der propagierten Energieeinsparung, die sich durch einen Austausch ergeben soll. Die Leuchtenhersteller lehnen mehrheitlich diesen Weg ab und auch die großen Lampenhersteller haben nur wenige „Retros“ in ihren Portfolios, die sich zudem mehr an den privaten Endverbraucher als an den professionellen Anwender richten.

ELEKTRA GmbH Werkstr. 7 · 32130 Enger Fon +49 5223 1850 info @ elektra.de

LS-BOXX – EINE GENERATION VORAUS »Die LS-BOXX ist meine Visitenkarte. Gut sortiert und übersichtlich: Da sehen die Kunden sofort – hier kommt ein echter Profi. «

Immer wenn Applikationen für das Leuchtmittel LED entwickelt werden, muss aus der gegebenen Lichtverteilung des LED-Chips die gewünschte Abstrahlcharakteristik generiert werden. Hier gilt dasselbe, was auch für alle anderen Leuchtmittel gilt: Es gibt keine anspruchsvolle Anwendung, in der man ohne zusätzliche optische Elemente auskommt, egal ob es sich um Lichtsysteme für Arbeitsplätze, Straßenbeleuchtung, Anstrahlungen oder faseroptische Systeme handelt. Nur in einfachsten Anwendungen können LED ohne weiteres Zutun verwendet werden. Ganz ähnlich wie etwa nackte Leuchtstofflampen für Voutenbeleuchtungen verwendet werden, können natürlich auch LED ohne weitere Optik für Hinterleuchtungen eingesetzt werden.

Perspektive Der LED-Markt wächst rasant. Dadurch werden die Kosten pro Lumen, derzeit noch eines der Haupthemmnisse, weiter sinken. Während die OLED, die mehr in der großflächigen Anwendung in der Architektur zu sehen ist, sich sehr langsam entwickelt, werden die LED fast alle Bereiche der Lichtanwendung für sich erobern. Die konventionellen Leuchtmittel werden künftig auch zu sehen sein, insbesondere die effizienten und langlebigen, allerdings werden deren Marktanteile zu Gunsten der LED langsam sinken. n

Ihr Sortimo Direct Team ist gerne für Sie da. Mo-Do: 8:00-18:00 Uhr und Fr: 8:00 - 16:00 Uhr

POS-Ladenbau n 5 • 2011 Tel.: 0800 7678466 (kostenfrei) E-Mail: direct@sortimo.de www.sortimo.de

37


U m f r a g e

LED

LED – Lohnende Investition? „POS-Ladenbau“ befragte die Hersteller: 1. Was sind die Vorteile der LED-Technik und wo sind Ihrer Meinung nach die idealen Einsatzgebiete? 2. In welchen Bereichen eignet sich die konventionelle Lichttechnik besser? 3. Was sind momentan die Schwächen und Nachteile der LED-Technik? Stefan Grote

Marketing, Ansorg 1.    Durch die LED-Technik wird kein UV/ IR-Licht produziert, d.h. es dringt keine Wärme nach außen in Richtung Ware. Die LED bedingen aufgrund ihrer Abstrahlcharakteristik eine neue Reflektortechnologie. Dadurch dass weniger Licht in der Leuchte verloren geht und viel Licht direkt aus der Leuchte fließt, besteht ein höherer Wirkungsgrad für die Leuchte. Bei der Steuerund Dimmbarkeit bringen die LED eine Revolution mit sich. Durch LED kann einfach und sehr flexibel farbiges Licht generiert werden. Es können dynamische Lichtszenarien gestaltet werden. Licht kann gedimmt werden, d.h. es kann z. B. auf Besucherströme reagiert werden und somit auch Energie gespart werden. Zudem ist beim Einschalten der Leuchte sofort 100% des Lichtstroms verfügbar. Die LED haben definitiv eine lange Lebensdauer, zumindest das LEDModul selbst. Außerdem ermöglichen die LED kleinere Bauformen in der Leuchtenentwicklung und zeigen sich extrem robust. 2.    In der Praxis zeigt sich, dass es noch schwer ist, eine flächendeckende und qualitativ hochwertige LED-Shopbeleuchtung zu realisieren. LED werden meist in Teilbereichen des Shops eingesetzt. Halogen-Metalldampflampen sind insgesamt nach wie vor effizienter, d.h. man erhält mehr Licht pro eingesetztem Watt. Ein Beispiel für den Einsatz von Halogenmetalldampflampen ist die Beleuchtung von hohen Räumen, d.h. wenn der Abstand von Lichtquelle zur Ware sehr groß ist. 3.    Die LED haben noch nicht die Effizienz wie die Halogenmetalldampflampen, d.h. man bekommt noch nicht genügend Licht (Lumen) pro eingesetzem Watt, was sich wiederum auch auf die Beleuchtungsstärke auswirkt. Die Lebensdauer gilt meist nur für das LED-Modul, nicht für die Kühlung, nicht für die Vorschalttechnik, d.h. ob die Leuchte dann auch so lange hält, ist ungewiss. Eine Leuchte mit LED-Modul muss 38

POS-Ladenbau n 5 • 2011

gekühlt werden. Die Kühlung kann je nach Leistungsstärke des LED-Moduls aktiv (z.  B. mit Ventilator) oder passiv (Wärme wird auf den Leuchtenkörper verteilt bzw. abgeführt) erfolgen. Bei aktiver Kühlung besteht ein weiteres elektronisches Bauteil und somit auch ein weiterer Risikofaktor für die Leuchte. Dieser Punkt wird oftmals vernachlässigt. Bei den LED gibt es noch keine Langzeittests. Dies macht Qualitätsaussagen schwierig. Es gibt noch keine einheitlichen Richtlinien für die LED-Technik, keine Standards sind festgelegt. Dadurch gibt es einen riesigen Markt mit unterschiedlichsten Lösungen und enormen Qualitätsunterschieden. Eine qualitativ hochwertige LED-Beleuchtung für den Shopbereich hat deshalb ihren Preis. Christof Volmer

Dipl.-Betriebswirt, Bäro 1.    Nach wie vor liegen die Hauptvorteile der LED Technik darin, dass sie kein UVund Infrarotlicht emittiert und sich somit ideal zur waren- und produktschonenden Beleuchtung einsetzen lässt. Aufgrund der sehr hohen Lebensdauer ist die Technik ferner äußerst wartungsarm und daher überall dort einsetzbar, wo der Kunde an langen Wartungsintervallen interessiert ist. Ein weiterer Vorteil ist die Dimmbarkeit der LED. Dadurch bieten sich schon heute die unterschiedlichsten Gestaltungsmöglichkeiten. Weitere ideale Einsatzgebiete sind Läden mit geringen Deckenhöhen und natürlich Einsatzbereiche, bei denen geringe Leistungen ausreichend sind. 2.    Die konventionelle Lichttechnik hat ihre Vorteile ganz eindeutig dort, wo große Raumhöhen sind oder generell höhere Lichtströme gefordert werden. Stehen die reinen Investitionskosten im Vordergrund, ist auch hier die konventionelle Lichttechnik noch im Vorteil. 3.    Das LED-Licht reicht noch nicht ganz an die Qualität der Farbspektren konventioneller Lampen heran, insbesondere z. B. der

SDW-T-Technik. Darüber hinaus mangelt es den LED auch noch an der Brillanz. Bei höheren Leistungen / höheren Lichtströmen ist eine zusätzliche Kühlung notwendig, um die Lebensdauer nicht negativ zu beeinflussen. Ein weiterer Punkt sind die hohen Investitionskosten im Vergleich zur herkömmlichen Lichttechnik. Nicola Barthelme

Barthelme LED Solutions 1.    Ob im Möbelbau, als dekorative Raumgestaltung, in der Architektur, in der Werbetechnik oder am Point of Sale – LED eröffnen ganz neue Möglichkeiten der Gestaltung. Durch den extrem geringen Stromverbrauch und den erheblich längeren Wartungszyklen erzielt man mit LED eine beachtliche Kosteneinsparung. Erst die sehr kleine und kompakte Bauform der Leuchtdiode begünstigt die perfekte Lösung für schlecht zugängliche Bereiche. Weitere Vorteile durch die Beleuchtung mit LED ist die hohe Lichtausbeute, das volle Farbspektrum, keine Infrarot- und UV-Strahlung und die Umweltfreundlichkeit. 2.    Überall dort, wo eine bestimmte (stärkere) Lichtstärke erwünscht und es bautechnisch nicht anders möglich ist (Bsp. Deckenbeleuchtung am Arbeitsplatz bei extremen Raumhöhen etc.). Bei zu warmer Umgebungstemperatur (Bsp. Direkte Sonneneinstrahlung bei laufendem Betrieb, Sauna etc.). 3.    Die LED können derzeit die Lichtstärke von einigen herkömmlichen Leuchtmitteln noch nicht ersetzen. Im High-Power-Bereich muss immer eine sehr gute Kühlung gegeben werden – meist durch größere Kühlkörper gelöst, die wiederum die kleine Einbauform der LED wieder aufheben. Bernd Unrecht

Geschäftsführer, Bernd Unrecht lights 1.    Die Helligkeit bzw. Lumen-Pakete im Verhältnis zum Watt-Verbrauch werden im-


mer besser und sind sicherlich in absehbarer Zeit erste Wahl, vor allem auch in puncto Umweltfreundlichkeit und Energieeinsparung. Für mich als Designer bietet die flache Architektur der LED neue Möglichkeiten der Gestaltung und auch innovative Lösung für den Konsumenten. 2.     Die größte Hürde für den Lichtplaner sind sicherlich das umfangreichere Angebot an bisherigen Lösungen im konventionellen Bereich, da muss die LED-Technik erst noch aufholen. Aber die technischen Gegebenheiten und Entwicklungen der LED, ob im niedrigen oder sehr hohem lumen-out-put, bieten dem Lichtplaner immer mehr Einsatzchancen, denn auf Grund der höheren Lebensdauer, den geringeren Wartungsintervallen, dem geringeren Stromverbrauch und den damit verbundenen Energieeinsparungen werden sie sicherlich bald den Markt beherrschen.   3.    Einschränkungen gibt es vor allem auf Grund der technischen Bauweise der LED, denn durch die flache Bauweise können eine LED nur in eine Richtung – meistens mit einem 120 Grad Winkel – abstrahlen. So lassen sich eher Downlights, Pendelleuchten oder Wandleuchten besonders gut einsetzen, für ein komplettes Raumlicht sind diese LED noch nicht geeignet. Doch hier gibt es in der Form von LED-Retrofit Lampen in Wattagen von 6-8 und circa 600 bis 850 lumen – schon ganz gute Lösungen. Diese LED-Retrofits werden sich sicherlich im Markt schnell durchsetzen.

Jens Meyer

Dipl.-Kfm. Torsten Vogt

Dipl.-Ingenieur, Candelaris

Geschäftsführer, Cedes

1.    Die Gesamtkosten einer Beleuchtungsanlage werden zu ca. 70% von Stromkosten verursacht. Durch konsequente Umstellung auf LED-Leuchtmittel und intelligente Steuerungen lassen sich diese deutlich reduzieren. Bei der Beleuchtung von hitzeempfindlichen Waren sind die LED durch geringere Abwärme im Vorteil. Durch eine regelbare Ansteuerung kann auch die Lichtfarbe das Erscheinungsbild des Objektes verändert werden. Backwaren benötigen andere Farbverteilungen als Fleisch oder Bekleidung. Dies ist ausschließlich mit LED-Leuchtmitteln möglich.

1.    Die Vorteile der LED-Technik liegen hauptsächlich im geringeren Wartungs- und Servicebedarf, geringer Wärmeabgabe und einer hohen Lebensdauer. Der Einsatz im Shopbereich bedingt eine Abkehr von quantitativer Beleuchtung hin zu qualitativer Beleuchtung. Die Inszenierung der Ware muss im Vordergrund stehen.

2.    Im Bereich der Straßenbeleuchtung werden gerne Natrium-Niederdrucklampen eingesetzt. Diese haben einen sehr hohen Wirkungsgrad (200Lm/W, LED 80Lm/W). Allerdings werden durch das gelborange Licht die Farben sehr unnatürlich dargestellt. 3.    Die Anschaffungskosten der LED-Beleuchtung sind deutlich höher. Durch die längere Betriebsdauer und niedrigerem Stromverbrauch und Wartungskosten liegt die Amortisationsdauer bei ca. drei Jahren. Bei günstigen LED-Leuchtmitteln ist eine angenehme Lichtfarbe bzw. Farbverteilung nicht gegeben. Hier spielt die Selektion der LED eine wichtige Rolle.

2.    Nach wie vor stellen moderne Entladungslampen im Shopbereich auf Grund ihrer Effizienz, den Investitionskosten und vor allem auf Grund der Brillanz des Lichts auf der Ware die optimale Beleuchtung dar. Neue Lichtkonzepte sollten jedoch immer darauf ausgelegt sein, die LED-Technik jederzeit integrieren zu können. Die Nachteile die die LED heute noch haben, stehen intensiv im Fokus der Forschung und Entwicklung der Beleuchtungsfirmen. 3.    Neben den hohen Investitionskosten, den Schwankungen in der Lichtfarbe, dem Fehlen von Standards und der notwendigen Kühlung der Platinen stellt das größte Problem dar, dass der Wirkungsgrad mit zunehmender Lichtqualität immer mehr abnimmt. Claus-Peter Albers

Geschäftsführer, CPA Lichtkonzept 1.    Die Vorteile der LED-Technik liegen deutlich in der Akzentbeleuchtung, wie HinAnzeige

Das neue Licht. Für Food und Nonfood.

Tel. +49 2174 799 777 info@baero.com POS-Ladenbau n 5 • 2011 baero.com

39


U m f r a g e

LED

terleuchtung von Einrichtungen, Voutenbeleuchtung und für Wartungszwecke schwer zugänglicher Bereiche. Weiterhin stellen sich Vorteile heraus bei der Warenpräsentation von empfindlicher und/oder verderblicher Ware, wie z. B. Obst und Gemüse, Käse und Fleisch oder anderen UV-empfindliche Waren. Die LED sondern keine oder so gut wie keine UV- und IR-Strahlung ab und zeichnen sich durch eine besonders lange Lebensdauer aus. 2.    Die konventionelle Lichttechnik eignet sich zurzeit noch für die Beleuchtung von allgemeinen Verkaufsflächen, kurzlebigen Waren und Ausstellungsbereichen wie Aktionsflächen und Messeständen. Bei allgemeiner Beleuchtung durch Langfeld-Leuchten mit Leuchtstofflampen lässt sich mit der konventionellen Beleuchtung zurzeit noch ein wirtschaftlich interessantes Ergebnis erzielen. 3.    Die Schwächen und Nachteile der LEDTechnik liegen zurzeit häufig noch in der Verhältnismäßigkeit zwischen Energieeinsatz und Lichtergebnis. Dieses gilt insbesondere für die Präsentation von Verkaufsräumen/ -flächen. Der technische Aufbau von hochwertigen LED-Leuchten ist deutlich aufwendiger, da notwendige Kühlung für die LED-Platine geschaffen werden muss, um Lichtausbeute, Farbstabilität und Lebensdauer zu gewährleisten. Auch die Lichtlenkung mit speziellen Reflektoren gestaltet sich recht schwierig. Diese notwendigen Maßnahmen spiegeln sich zwangsläufig im höheren Produktpreis gegenüber konventionellen Beleuchtungskörpern wider.

tilien oder die direkte Anstrahlung von Warenpräsentation aus der Decke gewünscht ist, eignet sich die konventionelle Technik besser (Schaufensterbereiche, Verkaufsfläche, Wandabwicklung und Dekoration).   3.    Nachteile sind die zum einen noch hohen Investitionskosten, die sich bei ehrlicher Betrachtung nicht „schön“ rechnen lassen sowie das nicht ausgereifte Kühlmanagement. Die Leuchten sind entweder zu schwer oder aktiv gekühlt. Als Ersatz zur Halogenmetalldampflampe sind LED nur mit höherem Energieeinsatz zu gebrauchen und dies bei vergleichbarer Lichtausbeute. Weiterer Nachteil ist das teilweise gewöhnungsbedürftiges Design und ein hohes Leuchtengewicht. Derzeit gibt es große Qualitätsunterschiede in der technischen Ausführung. LED-Module sind nicht variabel austauschbar (keine genormten Fassungen). Martin Krautter

Pressesprecher, Erco

1.    Folgende Vorteile bieten LED: Geringe bis substituierte UV-Belastung, wichtig bei immer empfindlicher werdenden Waren, sowie kleine und filigrane Einbaumöglichkeiten. Teilweise besteht ein Energieeinsparungspotenzial bei intelligentem Einsatz. Einsatzgebiete mit optimaler Eignung für den Einsatz von LED sind Nischen, Vitrinen, Konturen, dynamisches Licht (Dimmung, Farbwechsel, Weißwechsel), schwierig zu revisionierende Bereiche (hohe Decken, Treppenaugen etc.) und bei der Außenbeleuchtung.

1.    Hohe Lichtausbeute, also große Energieeffizienz sowie lange Lebensdauer sind zwei prinzipielle Vorteile, die LEDBeleuchtung wirtschaftlich machen. Neben der Auswahl hochwertiger LED liegen mit der Gestaltung effizienter optischer Systeme sowie der Entwicklung steuerbarer, elektronischer Betriebsgeräte weitere Faktoren in der Hand der Leuchtenhersteller, die für optimale Lichtqualität sowie einen zuverlässigen „Return-on-Invest“ durch niedrige Energie- und Wartungskosten sorgen. Aus unserer Sicht gibt es kaum einen Bereich in der Retail-Beleuchtung, für den sich die LED-Technik nicht als Alternative anbieten würde, aber insbesondere im Bereich der Strahlerbeleuchtung, zum Beispiel im Schaufenster, zeigen LED ihre Stärken.   2.    Es gibt nur noch wenige Bereiche der Beleuchtung, wo LED keine Alternative darstellen. Für die gleichmäßig hohe, nicht zu dimmende Allgemeinbeleuchtung z. B. von Hallen oder Großflächen bieten sich nach wie vor Leuchten mit Hochdrucklampen oder Leuchtstofflampen an. Auch bei der Akzentbeleuchtung im Shop sind Strahler und Fluter mit Hochdrucklampen weiterhin bewährte und effiziente Werkzeuge, solange auf die Dimmbarkeit verzichtet werden soll.

2.    Überall wo eine kräftigere Farbdarstellung, eine brillantere Darstellung von Tex-

3.    Die überlegene Wirtschaftlichkeit von LED-Lichtlösungen erschließt sich oft erst

Alex Wielpütz

Elan

40

POS-Ladenbau n 5 • 2011

auf den zweiten Blick – in der „Total Cost of Ownership“-Betrachtung, denn ein zunächst höheres Anfangs-Invest wird erst im Betrieb durch geringe Energie- und Wartungskosten kompensiert. Noch ist außerdem das Angebot von LED-Leuchten mit sehr hohen Lichtströmen eingeschränkt. Dies wie auch die jetzt schon gute Farbwiedergabe von warmweißen LED wird sich in absehbarer Zeit weiter verbessern. Timo Rolofs

ERO Lichttechnik 1.    Zu den wichtigsten Vorteilen der LED-Technik zählen sicherlich die hohe Lebensdauer der LED und die geringe Leistungsaufnahme. Sie sind unempfindlich gegenüber Vibrationen und haben keine UVund IR-Anteile im Lichtstrahl. LED werden bevorzugt als Lichtquelle für energiesparende Retrofits eingesetzt, so genannte LED-Ersatzleuchtmittel für konventionelle Leuchtmittel, um sich die Vorteile der LEDTechnik zu Nutze zu machen, ohne gleich die komplette Leuchte austauschen zu müssen. Aber auch im Leuchten-Sektor erhält die LED-Technik Einzug: Sie ist eine völlig neue Lichtquelle mit viel Lichtaustritt auf kleinster Fläche. Dem Design und der Formgebung einer Leuchte sind kaum noch Grenzen gesetzt und man darf gespannt sein, wie die Leuchten der Zukunft aussehen werden. 2.    Welches Leuchtmittel zum Einsatz kommt, wird in den meisten Fällen durch die Anforderungen an die Beleuchtung bestimmt. Es gibt für nahezu jeden Anwendungsfall Lösungen und Produkte mit LED-Technik. Ausscheidungskriterium für die LED-Technik könnten jedoch die hohen Anschaffungs- oder Umrüstkosten darstellen, wenn sich die LED-Beleuchtung gegenüber der konventionellen Lichttechnik nicht amortisiert.    3.    LED erzeugen Wärme – nicht im Lichtstrahl, sondern das Bauteil selbst erwärmt sich. Je mehr Leistung den LED abverlangt wird, desto höher die entstehende Wärme. Führt man die Wärme nicht durch zusätzliche Kühlung (z. B. Kühlkörper, Lüfter) ab, verkürzt sich rapide die Lebensdauer der LED. Aus diesem Grund fallen leistungsstarke LED-Strahler meist größer aus, da die Kühlkörper entsprechend groß dimensioniert sein müssen. In bestimmten Fällen nimmt man die Wärme auf Kosten der


Anzeige

Lebensdauer in Kauf, z. B. bei kurzen Betriebszeiten wie bei Taschenlampen, (Kfz-) Leseleuchten etc. Nicole Borngesser

Marketing Manager Central Europe, GE Lighting

3.    Gute LED sind noch sehr teuer und es gibt keine genormten Bauteile, damit ist der Austausch bei Defekten schwieriger. Ein weiterer Nachteil sind die Abweichungen in der Farbtemperatur bei gleichen LED-Elementen. Peter Schall

1.    LED-Systeme haben sich im Markt als Niedrigenergie-Produkte mit niedrigen Wartungskosten etabliert. Dies ist auf die dramatischen Fortschritte in der Leistungsfähigkeit der LED-Technologie zurückzuführen, die in hoher Geschwindigkeit erzielt werden. Zudem verlangt der Markt mehr denn je nach energieeffizienten Lösungen. Die wichtigsten Vorteile sind: keine Einschaltverzögerung bei der Lichtabgabe, bis zu 90% Energieeinsparungen, Lebensdauern von bis zu 50.000 Stunden, geringe Wartungs- und Unterhaltungskosten, exzellente Leistung bei niedrigen Temperaturen, LED enthalten weder Quecksilber noch Blei, extrem geringe UV- und Infrarot-Strahlung. Einsatzgebiete: Architektonische Beleuchtung, Akzentbeleuchtung, Shopbeleuchtung, Allgemeinbeleuchtung. 2.    In der Flächenbeleuchtung mit stabförmigen Leuchtstofflampen, wie Büros und flache Hallen. 3.    Durch die Begrenzung der maximalen Sperrschichttemperatur von LED auf ca. 150° Celsius sind immer umfangreiche Kühlmaßnahmen nötig. Dies führt häufig zu großen, preisintensiven und schweren Kühlkörpern und ist gegebenenfalls mit einer nicht zu vernachlässigenden Geräuschentwicklung verbunden (forcierte Kühlung). Torsten Klute

Gebr. Albert-Leuchten 1.    Die Lichtlenkung des erzeugten Lichts ist sehr gut und einfach und somit besonders geeignet für Strahler. Aufgrund der hohen Lebensdauer besonders geeignet für Leuchten, die lange in Betrieb und nur schwer zugänglich sind. 2.    Die konventionelle Lichttechnik eignet sich im privaten Bereich besser, wo die Lampen nur zeitweise oder sehr selten im Betrieb sind. Ebenfalls sind diese besser geeignet im Außenbereich, da die Elektronik immer empfindlicher ist als bei der konventionellen Technik, sowie bei hohem Anspruch an die Farbwiedergabe.

Hera   1.    Die Hauptvorteile der LED liegen in den minimalen Baugrößen, die eine ganz neue Designvielfalt erlauben, und in der langen Lebensdauer von 30.000 bis 50.000 Stunden und mehr. Die Anwendungsgebiete sind heute schon sehr vielfältig. Ideal ist der Einsatz der LED aber in jedem Fall dort, wo ein Austausch der Leuchtmittel mit hohem Verschleiß aufwendig und teuer ist, wie beispielsweise bei der Straßenbeleuchtung oder aber auch bei der Shopbeleuchtung.   2.    Die konventionelle Lichttechnik ist die bessere Wahl, wenn kostengünstige Lösungen mit hoher Leuchtkraft gefragt sind, wie z.   B. in der industriellen Flächenbeleuchtung. Mit einer modernen T5-Leuchtstoffleuchte können im Vergleich zu LED einfach bessere Ergebnisse erzielt werden – insbesondere wenn zur Erhöhung der Lichtstärke ein Reflektor eingesetzt wird. Das liegt an der dauerhaft hohen Energieeffizienz und den bislang günstigeren Kosten pro Lumen.   3.    Eine große Schwäche der LED-Technik zeigt sich heute immer noch in den hohen Investionskosten. Hinzu kommen das Problem der Produzierbarkeit von LED mit gleichen Lichtfarbe-Eigenschaften und die kontinuierliche Weiterentwicklung der Technik, welche die langfristige Verfügbarkeit identischer LED und damit das Nachrüsten von Leuchten erschwert. Ein weiterer Nachteil liegt zudem in dem Leuchtkraftverlust der LED, der über die gesamte Lebensdauer bis zu 30 Prozent beträgt.

Trockenbauprofil und LED-Lichttechnik in perfekter Harmonie Schlanke, filigrane Profile und innovative LED-Technik sorgen für atemberaubende und energiesparende indirekte Wand-, Decken- und Bodenbeleuchtung. Die innovative Beleuchtungslösung mit dem

LED Lichtvoutenprofil wurde von Hera zur Realisation der homogenen Lichtlinien im Innenraum konzipiert. Das Basiselement ist ein schlankes mit Gipskartonplatten verkleidetes Stahlblech-Profilelement, das je nach Anwendungsgebiet in drei Ausführungen (Wand-, Decken- oder Bodenprofil) erhältlich ist.

LED-Stick 2, LED Line oder LED RGB-Line Die bewährten Hera-Produkte

können in verschiedenen Lichtfarben - natürlich auch dimmbar - zum Einsatz kommen. Weitere Informationen finden Sie unter www.hera-online.de

Martin Höhn

Marketing, Hoffmeister Leuchten 1.    Unbestritten sinnvoll ist der Einsatz von Leuchten mit LED-Technologie in sämtlichen Situationen, in denen die spätere Zugangsmöglichkeit zur Wartung nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich, und dadurch mit hohen Kosten verbunden ist. Die LED-Technologie erlaubt es heute, Leuchten zu entwerfen, die in dieser baulichen Form mit konventionellen Leuchtmitteln

®

Hera GmbH & Co. KG · Dieselstraße 9 · 32130 Enger Fon: +49 (0) 5224 911-0 · Fax: +49 (0) 5224 911-215 mail@hera-online.de · www.hera-online.de


U m f r a g e

LED

nicht realisierbar wären. Der immense Innovationsschub im Bereich Leistungsfähigkeit der LED-Technik in den vergangenen Jahren und der Blick auf kommende ChipGenerationen wird einen Großteil der herkömmlichen Lampen mittelfristig ablösen und für einen nachhaltigen Wandel sorgen.   2.    Zur Zeit befindet sich der Markt auf einer Schwelle. In bestimmten Anwendungen haben die LED inzwischen aus ökonomischer Sicht die Nase vorn. Allerdings schreitet auch die Entwicklung speziell der Entladungslampen weiter voran, so dass heute Leuchtmittel verfügbar sind, die eine höhere Effizienz als aktuelle LED-Module bieten. So rechnet sich (im Augenblick) z. B. im Bereich der Akzentbeleuchtung beispielsweise in Shops oder Museen der Einsatz von LEDTechnik aus rein wirtschaftlichen Gründen noch nicht. Berücksichtigt man allerdings zusätzlich in der Unternehmenskommunikation  wirksame Faktoren wie die Identifikation mit energiesparender Technologie, gewinnt auch dort das Thema an Bedeutung.    3.    In dem Augenblick, in dem es um die ernsthafte, professionelle Beleuchtung mit LED-Technologie geht, wird das Thermomanagement zum herausfordernden Faktor für die Leuchtenhersteller. LED erzielen nur im optimalen Temperaturbereich ihre maximale Leistung und Lebensdauer. Thomas Röding

Export, Insta 1.    Das sofort gerichtete Licht der LED kann für viele neue, unterschiedliche Applikationen eingesetzt werden. Applikationen, die bis vor kurzem mit konventionellen Lichtquellen nicht möglich waren, werden nun umsetzbar. Bei niedrigen Temperaturen wird die höchste Effizienz erreicht. 2.    Konventionelle Technik ist weniger wärmeempfindlich, benötigt aber in der Regel mehr Platz zur Lichtverteilung, je nach Bauform. Bei genügendem Bauraum sind  heute noch oft Entladungslampen eine wirtschaftliche Alternative.   3.    Die neue LED-Technik sollte nicht in vorhandene Hüllen/Schablonen  (vorhandene Gehäuse etc.) verfrachtet werden. Das wäre kontraproduktiv. Die neue Technologie erfordert ein hohes Maß an Know-how. Vom Chip bis zum Wärmemanagement. 42

POS-Ladenbau n 5 • 2011

Peter Rothnie

Bereichsleitung Vertrieb & Marketing, Kiteo 1.    Die herausragenden Vorteile der LED liegen in der Energieeffizienz, der Möglichkeit über Farbmischung tageslichtähnliche Spektren mit sehr guter Farbwiedergabe zu erzeugen und die Steuerbarkeit der Lampe bei gleichzeitig hoher Lebensdauer. Ideales Einsatzgebiet sind z. B. Bürogebäude mit der Möglichkeit, tageszeitliche Veränderungen, die der Mensch für das Wohlbefinden und die Erhaltung der Gesundheit benötigt, in ein Gebäude künstlich einzubringen. Der Einsatz von LED-Technik in Verkaufsräumen bietet außerdem die Möglichkeit durch den gezielten Einsatz von Farben das jeweilige Warensortiment besonders hervorzuheben. Des Weiteren kann über die LED-Steuerungstechnik die Beleuchtungsstärke je nach Uhrzeit und Bedarf eingestellt werden. So wird die Beleuchtung in den Schaufenstern bei Uhrzeiten mit wenig oder gar keinem Publikumsverkehr auf ein Minimum heruntergefahren. Das spart Kosten. 2.    Bei großflächiger Ladenbeleuchtung von z. B. „weißer Ware“ ist der Investitionsaufwand bei LED Beleuchtung im Vergleich zu konventionellen Leuchtstoffröhrensystemen noch hoch. 3.    Schwierigkeiten sind im Wärmemanagement der LED zu sehen, große Lumenpakete auf engen Raum zu generieren ist mit großem (aktivem oder passivem) Kühl-Aufwand behaftet. Extrem kleine und lichtstarke LED-Module benötigen noch überproportional große Kühlkörper. Hier ist dringender Handlungsbedarf seitens der Industrie gefordert. Der Vorteil der Kompaktheit der LED-Lichtquelle hebt sich ansonsten oft genug durch die verhältnismäßig großen Kühlsysteme auf. Alfred Bucher

Lamp 83 1.    Die Vorteile der LED-Technik sind niedrige Wartungskosten, die geringere Wärmebelastung im Vergleich zu Metalldampflampen, ein individueller Farbwechsel und die 100 % Beleuchtungsstärke beim Einschalten.

3.    Momentaner Nachteil sind die hohen Anschaffungskosten und die geringe Energieeinsparung im Vergleich zu Metalldampflampen. Bernhard Mann

Geschäftsführer, LBM 1.    Die heutige LED-Technik bietet mehrere Vorteile gegenüber herkömmlicher Lichttechnik. Neben einer inzwischen von führenden Herstellern garantierten Nutzbrenndauer von 50.000 Stunden bzw. fünf Jahren Garantie auf das LED-Modul bieten aktuelle LED Leuchten im Vergleich zu Halogen und zur Kompakt-LLP deutliche Energieeinsparungen und belasten dabei die angestrahlten Exponate und Räume deutlich weniger mit Temperatur und UV. Die idealen Einsatzgebiete sind dort, wo lange Brenndauer sonst zu häufiger Wartung führen, oder wo Wartung aufgrund des Anbringungsortes einen erhöhten Aufwand bedeutet, ansonsten im Shop, im Hotel, im Bürogebäude und auch bereits im Museum für die Allgemeinbeleuchtung und in vielen weiteren Anwendungen bis hin zur Fassade. 2.    Grundsätzlich sollte man jedes Projekt weiterhin zuerst auf die dafür am besten geeignete Lichttechnik hin untersuchen. Das sich daraus ergebende Preis-Leistungsprofil der jeweils einsetzbaren Technik wird dabei meist ausschlaggebend für die Entscheidung pro oder kontra LED sein. Abseits solcher Überlegungen sind bestimmte Leistungsbereiche wie z. B. der Ersatz von Flutern über 150W HIT oder der (Kosten-Nutzen)neutrale Ersatz von freistrahlenden T5 Leuchtstofflampen in Supermärkten noch keine Domäne der LED. 3.    Die Schwächen sind weiterhin die Empfindlichkeit des Leuchtmittels LED gegenüber Temperatur und Feuchtigkeit. Beides zwingt Hersteller zu aufwendig designten Leuchten mit perfekter Temperaturableitung für innen und außen und hoher Schutzart, soweit es sich um Außenleuchten handelt. Ob und in wie weit es ein Nachteil sein mag, dass die LED sowohl in der Fertigung als auch in der Steuerung ein Produkt weniger marktbeherrschender Konzerne sind, wird sich für die restlichen, nur zukaufenden Leuchtenhersteller noch zeigen. Jochen Kleblein

2.     Bei großen Höhen und dem Bedarf an hoher Farbwiedergabe auch im Vergleich zu den Anschaffungskosten eignet sich die konventionelle Technik besser.

Maas & Roos 1.    Vorteile sind langfristig vor allem in der Energieeinsparung und der Umwelt-


verträglichkeit zu finden. Sicher aber auch geringere Bautiefen bei gleichzeitig homogenen Ausleuchtungen sowie weniger Installationsaufwand. Selbst Großwerbeanlagen werden zunehmend in LED-Technik hergestellt: Gewichtsersparnis, kein Glasbruch bei der Montage und einfachere Verdrahtung der Bauteile sind weitere Vorteile.

3.    Farbunterschiede (Binning) beim Nachkauf von Leuchten erfordern einen höheren logistischen Aufwand beim Hersteller und Verbraucher. Für manche Anwendung noch unwirtschaftlich.

2.    Immer dann, wenn große / weiträumige Flächen im Bereich Ladenbau mit Licht / Umgebungslicht / Arbeitslicht zu gestalten sind und genügend Platz hierfür vorhanden ist.

1.    LED sind langlebig, effizient und sehr gut mit Lichtmanagementsystemen steuerbar – weil sie sich stufenlos dimmen lassen und Farbwechsel ermöglichen. Dadurch sind sie perfekt dafür geeignet, Farben z. B. bestimmter Lebensmittel herauszuarbeiten. Außerdem entwickeln LED keine Wärme nach vorne, weshalb sie die ideale Wahl für die Beleuchtung von Kühltheken und Freezern sind.   2.    Jede Technologie hat ihre Vor- und Nachteile: Hochdruckentladungslampen sind energieeffizient und kostengünstig. Mit ihrer sehr guten Farbwiedergabe sind sie ideal z. B. für Modeboutiquen geeignet. Das Maß aller Dinge in Sachen Farbwiedergabe sind Halogenlampen – allerdings sind die natürlich weniger effizient als LEDLeuchten oder Entladungslampen.

Fred Bass

Managing Director, Neonlite International (brand owners of Megaman) 1.    LED sind unter anderem extrem energiesparend; die Technik verbraucht 80% weniger Energie und hält 13 mal länger als das Halogenäquivalent und etwa 50 mal länger als übliche Glühlampen. Unsere LED-Reflektorlampen ahmen das Design traditioneller Halogen-Lichtquellen nach und erzeugen dabei eine ausgezeichnete Lichtverteilung. Diese Lampen sind dank der minimalen Wärmeabfuhr für Präzisions- und Richtungsbeleuchtung im Einzelhandelsumfeld ideal geeignet, ebenso für die Beleuchtung in unmittelbarer Nähe der Waren.   2.    Im Moment bleibt der einzige Vorteil der Kompaktleuchtstofflampen im Kostenbereich. Die LED-Technik bleibt immer noch eine größere Investition und bei Umfeldern mit herkömmlichen Leuchten und Einrichtungen ist in den meisten Fällen eine Beleuchtungssanierung erforderlich. 3.    Die Hauptnachteile der LED-Technik sind ein Mangel an allgemeinem Bewusstsein der Technik und die vorsichtige Haltung gegenüber der Investition für langfristigen Kostenvorteil. LED sind in der letzten Zeit sehr schnell entwickelt und verbessert worden – besonders in Hinsicht auf die Farbwiedergabe und Wärmeabfuhr.

Pressesprecher Technologiethemen, Osram

3.    LED sind im Prinzip für fast jede Anwendung nutzbar. Wie schnell sie sich wann durchsetzen, ist vor allem eine Frage der Kosten. Wir empfehlen jedem Einzelhändler, ein Energy Audit durchführen zu lassen und auf dieser Basis die beste der Vergleichslösungen zu wählen. Anzeige

www.urbanus-design.de

3.    Auf dem Markt befinden sich sehr viele Angebote, die ihre Versprechen in Dauertests nicht halten. Zahlreiche LED Beleuchtungen zeigen Farbveränderungen (Color Shift) und starke Leuchtkraftverluste (Degradation) welche passende Nachlieferungen im Servicefall fast unmöglich machen und zu Enttäuschungen über die Zeit führen.

Christian Bölling

DIE ZUKUNFT HEISST LED.

Dietrich Brennenstuhl

1.    Der Vorteil der LED besteht in der Langlebigkeit (50.000 Std) dem geringen Stromverbrauch, der geringen Wärmelast, dem geringen Herstellungs-Energie-Verbrauch und der 100% Recycelbarkeit. Zudem erlauben die LED völlig neue Designansätze. Einsatzgebiet sind Projektbereiche wie Banken, Praxen, Bürogebäude, Krankenhaus, Hotel, Verwaltungsgebäude und Privathäuser / Wohnungen. 2.    Bei großflächigen Hallenbeleuchtungen ist die Wirtschaftlichkeit gegenüber konventionellen T 5 System noch zu gering (z. B. Lagerhalle, billig ausgebaute Büros ohne Nachhaltigkeitsanspruch usw.).

www.urbanus-design.de

Geschäftsführer und Inhaber, Nimbus

FÜR PRÄSENTATIONSSYSTEME VON HEUTE. LICHTTECHNIK VON MORGEN. n 5 • 2011 43 Von der Idee bisPOS-Ladenbau zur kompletten Präsentationsanlage.

Informationen anfordern.


U m f r a g e

LED

Prof. Iska Schönfeld

Philips 1.    LED sind herkömmlichen Lichtquellen heute in vielen Bereichen schon überlegen. Sie sind klein und unempfindlich gegen Stöße, energieeffizient, langlebig und wartungsarm. Das macht sie zu einer sehr wirtschaftlichen Lichtquelle. Auch das Dimmen und die digitale Ansteuerung in Applikationen mit farbveränderlichem Licht ist kein Problem. Außerdem sind sie unempfindlich gegen niedrige Umgebungstemperaturen. Besonders in Applikationen mit langen Einschaltzeiten oder einer Beleuchtung mit gewünschten Farbwechseln sind LEDBeleuchtungssysteme eine ideale Lösung. Das gilt zum Beispiel für die Straßenoder Fassadenbeleuchtung oder zur Allgemein- oder Akzentbeleuchtung in Hotels, Foyers und im Einzelhandel. Auch in Gefrierschränken und Kühltheken sowie in Frischebereichen des Lebensmittelhandels sind sie konventioneller Beleuchtung ebenso überlegen wie bei der Ambientebeleuchtung in öffentlichen Bereichen. Inzwischen werden sie auch zunehmend in Wohnbereichen eingesetzt.   2.    Überall dort, wo sehr hohe Beleuchtungsstärken gefordert sind, wie zum Beispiel bei der Beleuchtung von Hallen oder Räumen mit hohen Decken sind konventionelle Beleuchtungssysteme heute noch die bessere Lösung. Das gilt auch für große Verkaufsflächen und dort vor allem in den Bereichen, in denen die Akzentbeleuchtung gegen das Tageslicht konkurrieren muss. Hier kommen traditionell Halogen-Metalldampflampen zum Einsatz, die eine sehr hohe Lichtausbeute haben, mit der LED noch nicht vollständig konkurrieren können.   3.    Zwar haben LED bereits eine sehr hohe Lichtqualität (Lichtfarbe, Farbwiedergabe und Richtbarkeit), das geht jedoch zu Lasten der Lichtleistung. Hohe Leistung bei hervorragender Lichtqualität können LED aktuell noch nicht.

kleinen Bauform mit gerichtetem UV- und Infrarotfreiem Licht. Sie sind mechanisch stark belastbar, erschütterungsfest, froststabil und leicht dimmbar. Sie erreichen weiterhin hohe Lumen pro Wattwerte. 2.    Die LED können inzwischen alle Farben und Lichttemperaturen erzeugen, so dass sie keine Nachteile gegenüber konventionellen Leuchtmitteln aufweisen. 3.    Momentane Schwäche ist die Beherrschung des Thermomanagements, d.h. der LED-Chip muss mit Kühlkörpern oder mit anderen gut wärmeleitenden Materialien kontaktiert werden. LED-Lösungen sind in der Regel teurer als konventionelle, dafür halten sie länger und benötigen weniger Energie. Unter Berücksichtigung der Einsparung an Wartungs- und Energiekosten armortisieren sich LED-Lösungen innerhalb von ein bis fünf Jahren. Mag. Patrick Sparer

Dipl.-Kfm. Petra Polster

Prolicht

Geschäftsführung, Regiolux

1.    Zum einen erlaubt die LED-Technik gerade durch die geringe Größe der Bauteile die Entwicklung einer neuen Formensprache. Schmale, ästhetische Leuchten finden so ihren Weg auf den Markt. Zum anderen bietet das Produkt LED Vorteile gegenüber herkömmlicher Leuchtmittel: Energieeffizienz, geringe Wärmeabstrahlung nach vorne, keine UV-Bestrahlung der Ware, extrem lange Lebensdauer und hoher Wirkungsgrad.

1.    Unserer Einschätzung nach wird die LED-Technik zur größten Umwälzung im Leuchtenmarkt führen seit der Einführung der Leuchtstofflampe. Die LED-Technik wird nach und nach immer mehr Einsatzbereiche abdecken und andere Leuchtmittel in ihrer Bedeutung deutlich abschwächen.   2.    Derzeit sind die Anschaffungskosten der LED-Technik noch zu hoch, um auch für die Projekte interessant zu sein, die sich stark an den Investitionskosten orientieren. Wir gehen somit davon aus, dass sich die Leuchtmittelverteilung drastisch verändern wird, aber dennoch jedes Leuchtmittel – dank seiner spezifischen Eigenschaften – bestimmte Anwendungsbereiche beibehalten wird. Andere Bereiche werden sicherlich von der LED-Technik übernommen werden.   3.    Die größte Schwäche ist derzeit noch der Preis der LED-Leuchten. Dagegen werden die heute noch mehr oder weniger vorhandenen Probleme mit der Lichtausbeute (Lumen/Watt), Farbwiedergabe, Kühlung etc. schnell ausgeräumt werden, schließlich steht man noch am Anfang der Entwicklung. Ein weiterer Nachteil der LED-Technik ist nach wie vor mangelnde Konstanz und Standardisierung – vor allem verursacht durch die rasend schnelle Entwicklung in diesem Bereich. Dies führt unter anderem dazu, dass

2.    Gerade in der Industrie, in Fabrikhallen bzw. Produktionsstätten, in denen hohe Lichtströme benötigt werden, ist konventionelle Lichttechnik leichter und besser einsetzbar. In allen anderen Bereichen wie Home, Office oder Shop halten LED bereits Einzug. 3.    Im Moment sind LED-Leuchten auf dem Markt noch relativ teuer. Gerechtfertigt wird dies durch die Ersparnisse bei den Energiekosten und dem nicht notwendigen Leuchtmitteltausch. Weiterer Nachteil sind die fehlenden Standards. Wolfgang Keckeis

Regent Lighting 1.     Die Vorteile der LED liegen in der Langlebigkeit (100.000  h für rote LED und 50.000 h für weiße und blaue LED), im niedrigen Stromverbrauch und in der 44

POS-Ladenbau n 5 • 2011

2.     Vor allem in der Flächenbeleuchtung punktet die konventionelle Beleuchtung, auch durch die bessere Farbwiedergabe in gewissen Anwendungen 3.    Die fehlende Transparenz für den Kunden und die hohe Investition bei den LED sind derzeitige Nachteile der Technik. Aufgrund der hohen Dynamik bei der Entwicklung gilt, was man heute kauft, ist morgen schon alt. Weiterhin gibt es viele unprofessionelle Anbieter mit einer für den Kunden undurchschaubaren Argumentation. Die geringe Normierung und Standardisierung erschwert zudem die Übersicht am Markt. Weiterhin ist die technische Zuverlässigkeit der Elektronik fraglich, da es noch keine Langzeiterfahrung gibt.

Dieter Podhajecky

Profiled

Da eine Anpassung der Lichtfarbe möglich ist, eignen sich LED besonders gut im Frischebereich bei Obst und Fleisch.

1.    Vorteile der LED sind die geringe UVBelastung, die geringere Wärmebelastung und der deutlich geringe Wartungsaufwand.


der Austausch bzw. die Nachbestellung bereits nach wenigen Jahren oder sogar Monaten nicht mehr oder nur mit deutlichen Abweichungen möglich ist. Markus Weindl

Geschäftsführer, Ruco Licht 1.    Optimale Einsatzgebiete für  LED-Technologie finden sich überall dort, wo Strahlungswärme, die zwangsweise bei der konventionellen Technologie neben Licht in den Raum abgegeben wird, störend ist. Ein Beispiel hierfür ist die Beleuchtung von wärmeempfindlichen Produkten.    2.    Nach wie vor eignet sich die konventionelle Lichttechnik vor allem dort, wo ein Investitionsbudget einzuhalten ist, wo absolute Lumenwerte zählen oder wo die Sicherstellung der Farbbrillanz Priorität hat. 3.    Neben den Investitionskosten ist die fehlende Langzeiterfahrung, wie beispielsweise die fehlenden Informationen über Lebensdauer oder Lichtstrom, noch nachteilig beim Einsatz von LED zu werten. Solveig Busler

Schnick-Schnack-Systems 1.    Die LED-Technik punktet durch eine geringe Wärmeentwicklung, eine lange Lebensdauer und einen hohen Wirkungsgrad. RGB-LED haben einen hohen Farbwiedergabeindex und können produktbezogen farbkalibriert werden, dass bestimmte Farben stärker betont werden, was sie besonders bei Lebensmitteln und Luxusartikeln als ideales Leuchtmittel spezifiziert. Gleichzeitig können LED losgelöst von der konventionellen Beleuchtung als Kommunikationsmittel genutzt werden, indem Bilder, Texte oder Videos als Inhalt vermittelt werden und so besondere mediale Ereignisse schaffen und Aufmerksamkeit erregen. 2.    Konventionelle Lichttechnik ist besonders dort geeignet, wo der Abstand zwischen Leuchte und beleuchtetem Objekt sehr groß ist. Dafür sind Deckenleuchten oder Richtstrahler Beispiele. 3.    Derzeit ist eine große Anzahl von LED nötig, um die Leuchtstärke konventioneller Leuchtmittel zu erreichen. Für die genaue Ansteuerung sind Vorschaltgeräte in der Nähe der LED notwendig.

Roman F. Skupin

Self Electronics Germany 1.    Bereits die hohe Variabilität der LED in den Bauformen und -größen setzt neue Maßstäbe, die Formgebung neuer Beleuchtungslösungen bezieht daraus Vorteile und enorme Wachstumsraten. Die lange Lebensdauer senkt die Wartungskosten; geringere Leistungsaufnahme entlastet auch die Klimatechnik und die Vermeidung von UVund Wärmeabstrahlung schont die Präsentation. Schaukästen und Schmuckvitrinen, Kühltheken und Kosmetik-Displays sowie alle Areale bis zur Greifhöhe lassen sich heute technisch und wirtschaftlich bereits mit alleiniger LED-Verwendung abdecken.

Farbwiedergabe sowie eine hohe Effizienz und lange Lebensdauer. Ein weiterer Pluspunkt liegt in der Dimmfähigkeit über verschiedene Dimmverfahren.  2.    Konventionelle Lichttechnik setzen wir derzeit noch sehr erfolgreich auf der „Fläche“ ein. Das heißt überall dort, wo große Verkaufsflächen zu beleuchten sind und das Budget für die Beleuchtungsanlage begrenzt ist. 3.    Die Schwächen liegen derzeit noch im Bereich der Anschaffungskosten, die nicht mit denen der konventionellen Technik (Entladungslampen) zu vergleichen sind.  Reinhard Bugge

2.    Grundbeleuchtung aus hohen Decken ist auf Sicht mit konventioneller Technik wirtschaftlicher darstellbar. Bereiche mit höheren Grund- und Spitzentemperaturen wie etwa in Bäckereien bleiben ebenfalls vorerst in der Hand der Entladungslampen, die da nicht so sensibel sind. Sofern die Strategie eines Unternehmens kürzere Markenauftritte oder Präsentationszeiten vorsieht (Umbauperioden von max. 2 bis 3 Jahren, Messeauftritte, Roadshows etc.), fallen LED durch das „Preisgitter“: ihre Vorteile rechnen sich meist nicht.

Technische Leuchten Rudolf von Prusky 1.    Energieeffizienz sowie keine UV- und Infrarotstrahlung und die lange Lebensdauer gegenüber konventionellen Lichtlösungen sind zum einen Vorteile der LEDTechnik. Zum anderen ermöglicht es die Bauform, in Anwendungsbereichen, wo es Anzeige

3.    Deutlichstes Manko ist das Fehlen von verlässlichen Standards bezüglich Baugrößen, dauerhafter Lieferbarkeit diverser LED-Elemente und somit Nachrüstungsund Planungssicherheit. Dazu gesellen sich die „schwarzen Schafe“, die mit minderwertigen Billig-Produkten das schnelle Geld machen und beim Kunden das Vertrauen in die Technik auf längere Zeit zerstören. Hochwertige LED werden auf Dauer zwar im Preis nachgeben, da es sich aber nach wie vor um Halbleitertechnik handelt, darf man keine illusorischen Vorstellungen davon haben, dass anspruchsvolle Lichttechnik jemals für den Preis einer Glühlampe zu haben sein wird. Heiko Gröschel

TDX 1.    UV-freie und IR-freie Wareninszenierung und Warenbeleuchtung geben Spielraum für neue, interessante Konzeptionen die dabei die Ware schonend in den Fokus stellen (Frischebereich, Fashion-Bereich). Dazu gesellen sich noch eine exzellente POS-Ladenbau n 5 • 2011

45


U m f r a g e

LED

mit konventionellen Möglichkeiten bisher nicht möglich war, Lichtlösungen zu realisieren. 2.    Bei Anwendungen mit erforderlichen sehr hohen Lampenleistungen eignet sich die konventionelle Lichttechnik besser. 3.    Momentaner Nachteil der LED-Technik ist der zur Zeit wesentlich höhere Preis im Vergleich mit konventionellen Leuchtmitteln.

2.    Die LED-Technik eignet sich nur bedingt in Bereichen wo hohe Umgebungstemperaturen herrschen. Zum Beispiel in Fertigungshallen der Stahlindustrie oder Saunen etc. 3.    Wie immer bei neuen Technologien dauert es eine Weile, bis sich Standards durchgesetzt haben. Stephane Vasse

Segmentmanager General Illumination, Tridonic

Tobias Grau

Geschäftsführer, Tobias Grau 1.    Die LED-Technik ist grundsätzlich für jedes Einsatzgebiet denkbar. Die Vorteile von LED liegen im Wegfall des Leuchtmittelwechsels; sie haben je nach Einsatz und Ausführung der Leuchte mehr Schalt- und Dimmkomfort. Mit entsprechenden LED ist es möglich eine höhere Farbbrillanz als mit Leuchtstoff zu erreichen und das bei annähernd gleicher Effizienz. Mit ihnen sind neue Bauformen möglich. 2.    Zur Zeit werden Strahler in sehr kleiner Bauform und starker Lichtleistung eher in Niedervolthalogentechnik angeboten. 3.    Nachteile sind die höhere Anschaffungskosten und, dass es viele LED-Leuchten mit einer schlechten Lichtqualität gibt (niedrige CRI Zahl, häufig nicht angegeben). Bettina Wolff

PR und Marketing, Toshiba Lighting Systems 1.    Der Einsatz von LED ist deutlich energieeffizienter und somit kostensenkend. Bei bis zu 80 % weniger Stromverbrauch – ob im Wohn- oder Geschäftsbereich – als Glühlampen und bis zu 50 % weniger als Kompaktleuchtstofflampen erzielt man deutlich weniger Stromkosten. Je nach Einsatzgebiet ergeben sich zehn oder gar 20 Jahre Lebensdauer – ganz ohne Wartung. Bei bis zu 40.000 Betriebsstunden halten professionelle Modelle durchschnittlich zehn Jahre (Grundlage: 4.000 h/Jahr). LED sind quecksilberfrei und haben eine minimale UV- und Infrarotstrahlung. Sie sind zu fast 100 % recycelbar und RoHS-konform. Um den Klimawandel zu bekämpfen, muss der CO2-Ausstoß gesenkt werden. Hier helfen LED-Lampen – denn sie verursachen bis zu 80 % weniger CO2-Emissionen als normale Glühlampen. 46

POS-Ladenbau n 5 • 2011

1.    LED haben gerade im Ladenbau viele Vorteile gegenüber anderen Lichtquellen. Ein besonderer Vorteil für die Waren ist, dass sie ohne beeinträchtigende UV- und IR-Anteile im Licht auskommen. Außerdem machen sie sich schnell bezahlt, weil sie eine wesentlich höhere Lebensdauer als zum Beispiel Halogenlicht aufweisen und eine hohe Lichtausbeute bieten. Mit einer leistungsfähigen elektronischen Steuerung lassen sich sogar die Farbtemperaturen flexibel und dynamisch einstellen, so dass Warengruppen schnell mit einer veränderten Farbtemperatur ins richtige Licht gesetzt werden können. Im Shop kommen LED zur Geltung etwa bei der Regalbeleuchtung, als Spotlight oder Downlight, bei der Beleuchtung von Frischwaren oder als allgemeine Verkaufsraumbeleuchtung. 2.    LED können heute grundsätzlich in allen Bereichen die konventionelle Lichttechnik ersetzen. Welche Produkte zum Einsatz kommen, entscheiden die Planer jeweils für das konkrete Projekt. Dabei spielen neben den technischen Eigenschaften auch Faktoren wie die Amortisationszeit, die Installations- und Wartungskosten sowie die Lebensdauer eine Rolle. Es gibt bereits mehrere Shops, die mit 100 Prozent LED Beleuchtung ausgestattet sind. 3.    Die Investitionskosten liegen höher im Vergleich zu Installationen mit konventionellen Lichtquellen. Der Auftraggeber muss also eine langfristige Betrachtung in seiner Kalkulation berücksichtigen. In den kommenden Jahren ist allerdings mit sinkenden Kosten zu rechnen. Zum Teil wird der ROI bereits in nur drei bis fünf Jahren erreicht. Zu erwähnen ist auch, dass die LED-Technik noch nicht über ein vergleichbares Maß an Standards verfügt. Die Branchen-Organisationen arbeiten daran. Standards sind nötig, um Produkte zum Beispiel mit anderen

Fabrikaten ergänzen oder ersetzen zu können sowie die Installation und Wartung, aber auch die Planung zu erleichtern. Presse Zumtobel

Zumtobel 1.    Durch die kleine Bauform lassen die LED sich sehr gut integrieren, z. B. in Möbel / Regale in Shops und Verkaufsstätten, aber auch als unauffällige Lichtquellen in Museen, Ausstellungen. Mit neuen Entwicklungen erobern die LED mittlerweile auch großflächig zu beleuchtende Bereiche wie Büros und öffentliche Gebäude. Aufgrund der langen Lebensdauer reduzieren sich Wartungsaufwand und -kosten. Da bei LED kaum Wärmeabstrahlung bzw. kaum IR- oder UV-Strahlung erfolgen, wird zudem die beleuchtete Ware geschont. Auch häufiges Schalten, wie beispielsweise durch Bewegungsmelder in Korridoren, stellt für die LED kein Problem dar. Ein weiterer Vorteil liegt im Dimmverhalten. Im Zusammenspiel mit tageslichtabhängigem Lichtmanagement kann deutlich mehr Energie gespart werden als mit konventionellen Lösungen. 2.    Trotz der vielen Vorteile der LED haben die konventionellen Lösungen nicht ausgedient. So weisen beispielsweise moderne und effiziente Fluoreszenz-Leuchten immer noch ein sehr interessantes Kosten-NutzenVerhältnis auf und werden weiterhin optimiert. Konventionelle Lichttechnik eignet sich vor allem derzeit für folgende Bereiche: für diffuse Allgemeinbeleuchtung, wobei auch hier die LED immer stärker auf dem Vormarsch ist, für direkt / indirekt abstrahlende Lichtquellen, in Umgebungen mit hohen Temperaturen (z.  B. Industrie mit 50 bis 60 °C Umgebungstemperatur). 3.    Im Vergleich zu konventionellen Leuchten haben LED-Leuchten höhere Investitionskosten, wobei durch Lebensdauer, Energieeffizienz und Wartungsfreiheit der ROI je nach Projekt innerhalb weniger Jahre erreicht werden kann. Die LED sind auf ein gutes Thermomanagement angewiesen. Das muss bei jedem Leuchtendesign vorab gut durchdacht werden. Es gibt noch keine Standardisierung / Normierung: Dadurch wird der Vergleich verschiedener LEDLösungen schwerer. Der Kunde muss sich auf die Angaben des Herstellers verlassen können.  n


Digitale Medien

Wer nach innovativen, neuen Kommunikationswegen für Werbung sucht, findet in Schaufenster-TV ein zukunftsweisendes Modell. „POS-Ladenbau“ befragt Anne Nölling, CityUp-Geschäftsführerin und Digital Signage-Expertin, zu Schaufenster-TV und der Zukunft von Digital Signage im Allgemeinen. Frau Nölling, wie genau sieht das Konzept Schaufenster-TV aus?

Welche Technik steckt hinter diesen Screens?

Anne Nölling Beim SchaufensterTV werden in der Auslage des Einzelhandels Flatscreens installiert, über die ein Programm aus Lokalnachrichten, allgemeinen News, Veranstaltungstipps für die Region, Wetterberichten und Werbung ausgestrahlt wird. Der Clou dabei ist, dass das Programm auf jedem einzelnen Screen individuell gestaltet und jederzeit an aktuelle Bedürfnisse angepasst werden kann. So kann jeder einzelne Werbeclip lokal und zeitlich bestmöglich positioniert werden. Ab September 2011 sind wir in vielen deutschen Innenstädten vertreten, unter anderem in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Hannover, Köln, München und Stuttgart.

Anne Nölling Wir verwenden hochauflösende Flatscreens, diese sind für den Dauerbetrieb ausgelegt. Sie sind mit einem externen Mini-PC ausgestattet und stehen auf einer für Schaufenster-TV exklusiv gefertigten Stele.

fang für ihr Schaufenster, dazu kostenfreie Werbung auf rund 30 Screens im näheren Umfeld. Das überzeugt die meisten. Neben Schaufenster-TV bieten sie außerdem individuelle DS-Lösungen für den POS an. Was werden Sie von Kunden am häufigsten gefragt?

Anne Nölling Noch befinden wir uns in der sogenannten „Lernphase“, da einige Einzelhändler erst

Anne Nölling Wir sind auf die Konzeption und die redaktionelle Umsetzung von DS-Lösungen spezialisiert. Die Technik im Hintergrund ist inzwischen nicht mehr der Fokus. Es geht darum DS-Lösungen zu entwickeln, denen eine Kosten-Nutzen-Analyse zu

begreifen müssen, was Schaufenster-TV überhaupt ist und was sie damit erreichen können. Einige sind anfangs skeptisch, zeigen sich aber angetan, nachdem sie sich näher mit dem Angebot und unseren Leistungen auseinandergesetzt haben. Unabhängig von der Frage der Werbewirksamkeit, haben Einzelhändler auch wenig zu verlieren, denn sie erhalten kostenlos einen hochwertigen Flatscreen als Blick-

Grunde liegt, die dem Kunden und dessen Zielen entspricht. Gerade KMUs erhoffen sich durch Digital Signage Umsatzsteigerungen oder Kostensenkungen. Hier analysieren wir alle Voraussetzungen und auch Erwartungen und entscheiden dann gemeinsam mit dem Kunden, ob überhaupt und wenn ja, in welchem Rahmen Digital Signage sinnvoll eingesetzt werden kann.  n

Sind Einzelhändler gegenüber Schaufenster-TV generell aufgeschlossen?

Schaufenster-TV verfolgt einen überregionalen und gleichzeitig einen regionalen Ansatz. Welchen Stellenwert nimmt der lokale Bezug ein? Anne Nölling Einen sehr wichtigen. Schaufenster-TV soll primär als „Fernsehen direkt von hier“ wahrgenommen werden. Lokal Relevantes wie Wetterberichte, Touristenattraktionen, Beiträge über neue Bauprojekte oder aktuelle Theateraufführungen liefern das Infotainment, dazwischen werden Werbebotschaften von lokalen Friseuren, Blumenläden, Elektrogeschäften oder Reisebüros platziert. Abgesehen davon besitzt Schaufenster-TV auch einen Sendeblock mit aktuellen bundesweit relevanten Nachrichten und überregionaler Werbung, der sich mit dem Regionalblock abwechselt.

POS-Ladenbau n 5 • 2011

47

I n t e r v i e w

Vor Ort visuelle Kaufimpulse setzen


P r a x i s b e r i c h t

Großbild

Attraktives Design für die Wand Anfang April 2011 eröffnete die neue Einkaufspromenade des A10 Centers in Wildau am südlichen Berliner Autobahnring. Nach der Erweiterung verfügt das Center über insgesamt rund 200 Fachgeschäfte auf einer Fläche von 66.000 m2. Trendig bei der Wand- und Deckengestaltung zeigt sich die Shopping-Mall mit individuellen XXL Themenmotiven aus Digitalvlies.

B

ei dem Projekt A10 Einkaufscenter Wildau, wobei es sich um einen Erweiterungsbau des bereits bestehenden Einkaufszentrums handelt, wurden die jeweils drei neuen Eingangs- und Einkaufszonen mit 4.500 m2 individuell gestaltetem und bedrucktem Digitalvlies, sechs 3D-Zitaten aus der Philosophie mit ca. 1.500 Zeichen in verschiedenen Versalhöhen und drei 3D-Signs als Wegweiser mit jeweils 55 Quadratmeter gestaltet. Außerdem wurden im Innenbereich zehn ca. 20 m2 große Deckensegel mit Motivdruck versehen und 28 digital bedruckte Dreiecksegel mit jeweils 30 m2 in vorhandenen Y-Säulen verspannt. Eine Besonderheit im Inneren des Gebäudes ist die 155 m lange und 5  m hohe Ellipsen-Wandbekleidung, mit einem zusammenhängenden Motiv. 48

POS-Ladenbau n 5 • 2011

Voll im Trend Stiefel Digitalprint folgt mit diesem Auftrag einem Trend aus Nordamerika, Malls mit individuellen XXL-Themenmotiven attraktiv zu gestalten. Die Vorteile liegen auf der Hand: Wände können als Trockenbaukonstruktionen – auch dreidimensional – kostengünstig und schnell erstellt werden, die Oberflächen werden unter Einsatz von digital bedruckten Folien und vor allem aber neuerdings Digitalvlies kostenoptimal an die Anforderungen der Innenarchitektur angepasst. Aber: Gestaltung, die heute noch als pfiffig und modern durchgeht und Kunden begeistert, kann in wenigen Jahren als ästhetisch überholt gelten. Insbesondere Wandbehänge aus Digitalvlies bieten hier eine einfache Möglichkeit frischen Wind

in das Erscheinungsbild eines Konsumtempels zu bringen und Kunden den Eindruck zu vermitteln, an etwas Neuem teilzuhaben. Der Erlebniswert wird wieder gesteigert. Die fachmännisch ausgeführte Oberflächenbearbeitung der Unterkonstruktion vorausgesetzt, lässt sich Vlies superschnell austauschen. Außerdem entspricht Digitalvlies und dessen komplette Verarbeitung sowohl den erhöhten Bandschutzanforderungen als auch allen Anforderungen an das nachhaltige Bauen.

Anspruchsvolle Umsetzung Die komplexen Motive wurden von einer renommierten Design-Agentur in den USA entwickelt. Die Grafikabteilung von Stiefel erstellte auf Basis der digitalen Motiv-


daten von allen zu gestaltenden Flächen Ausführungspläne (Fotomontagen), die vom Auftraggeber frei gegeben werden mussten. Nach exakter Vermessung der fertig gestellten Trockenbauwände wurden die Druckdaten von den Grafikern an die Formatanforderungen angepasst. Für die 155 m lange Ellipse zum Beispiel bedeutete dies, dass die gelieferten Motivdaten um fast 20 m verlängert werden mussten; bei der Entwicklung des Motivs stand das letztendliche Format der Ellipsenfläche noch gar nicht fest. Diese Druckdatenanpassung war insofern heikel, als die erste und die letzte von insgesamt 221 Bahnen mit einer Länge von jeweils 5  m einen exakten Anschluss ergeben mussten, um den Eindruck eines umlaufenden Motivs nicht zu zerstören. Auf den letzten Verarbeitungsmetern stieg bei Montageteam und Projektleitung die Anspannung. Was wäre, wenn der exakte Anschluss nicht passen würde? Im A10 Einkaufscenter wurde für die WandDas Ergebnis verkleidung Digitalvlies verwendet war dann glücklicherweise perfekt. Nur Eingeweihte können den Beginn des Motivs erkennen. Insgesamt wurden bei diesem Projekt 4500 m2 Digitalvlies von Stiefel bedruckt, konfektioniert und montiert. Bahnlängen von bis zu 8,45 m wurden an einem Stück gerade und bündig von mehreren parallel arbeitenden Montageteams zu ganzen Motiven exakt zusammen gefügt. Kritisch war die Kombination der grafischen Motive zu den Bahnlängen von bis zu 8,45 m. Denn die Motivanschlüsse mussten sehr exakt von oben bis unten passen, um einen fortlaufenden Motiv-Charakter zu erlangen. Dies erforderte viel Vorbereitung bei der Datenanlage und eine ständige Kontrolle der gedruckten Bahnen zueinander. Sehr wichtig bei der Montage waren die Abstände und Maße, die genauestens einzuhalten und ständig abzugleichen waren. Beispielsweise mussten bei den rechteckig angeordneten Gipsplatten 70 cm Abstand zur Oberkante der Glasrahmen der Geschäfte eingehalten werden und erst ab diesem Maß durfte dann 5 m nach oben tapeziert werden. Entscheidend war auch die exakte Benennung der Bahnen um eine richtige, fortlaufende Montage für die Montageteams sicher zu stellen. Dieser bekam die ca. 70 cm breiten Bahnen mit einem mitgedruckten Fußtext geliefert, anhand dessen er das Motiv in der richtigen Reihenfolge fortlaufend verkleben konnte. Bei etwas über 1.000 Tapetenrollen ein wichtiger Bestandteil! Die Verklebung selbst wurde mit zwei bis drei Monteuren pro Abschnitt vorgenommen. Die Höhe in der verklebt wurde und die Länge der zu verklebenden Bahnen waren beiderseits eine große Herausforderung. Dabei wurde mit Arbeitsbühnen bis 17 m Arbeitshöhe gearbeitet.

Dreiecksegel Für einen anderen Teil des Centers wurden Dreiecksegel mit Motiven produziert und in vorhandenen Y-Säulen faltenfrei mit einem Abstand von umlaufend 5 cm zu Säulen verspannt. Diese dreieckigen Stoffsegel sind 9 m hoch und 3,7 m breit und laufen nach unten spitz zu. Das entwickelte Montagekonzept musste mit den Statikern des Auftraggebers abgestimmt werden, da die Säulen zum Tragwerk der Decken gehören. In einen umlaufend genähten kleinen Hohlsaum wurden Alurohre eingeschoben, an denen in gleichen Abständen Zugfedern befestigt wurden, die die Dreiecksegel mit gleichmäßiger Spannung in den Y-Säulen halten. Wichtig war hier die schonende Behandlung des Stoffs bei der Konfektion des Hohlsaums. Allzu leicht sind Falten oder Weißbruchstellen im Druckbild ersichtlich.

Alleinstellungsmerkmal Das Besondere an diesem Auftrag war, dass zum ersten Mal in Deutschland ein Projekt mit Beklebungen in dieser Größenordung mit Digitalvlies statt mit Folien zum Einsatz kam. Bei dieser Entscheidung stand ein langfristiger Mehrwert im Fokus. Die Kosten, die bei einem Austausch der umfangreichen Dekorationsfläche entstehen, werden durch die Verwendung des leichter zu entfernenden Vlieses wesentlich reduziert. Zudem bietet dieses Material die Möglichkeit, einen matteren, edleren Charakter der Oberfläche zu erzeugen. n Anzeige

Anzeige

POS-Ladenbau n 5 • 2011

49


S e r v i c e

Impressum / Termine / Vorschau

ISSN 1867-4801 („POS-Ladenbau“) Verlag / Herausgeber: TH Medien KG, Businesspark A96, D-86842 Türkheim Telefon (0 82 45) 9 67 60-0, Telefax (0 82 45) 9 67 60-1 00 Internet www.th-medien.com, E-Mail info@th-medien.com Druck / Vertrieb / Aboverwaltung: TH Medien KG, Businesspark A96, D-86842 Türkheim „POS-Ladenbau“: Der „POS-Ladenbau“ ist eine deutschsprachige LadenbauFachzeitschrift und beschäftigt sich inhaltlich mit der Planung, Ausstattung und Einrichtung des Point of Sale. Im Blickpunkt stehen Geschäfte und Filialen im gehobenen Segment. Leserzielgruppen sind Entscheider in den Handelszentralen der Laden- und Kettenbetreiber, private Handelsgeschäfte, Architekten, Planer, Einrichter und Bauherren aus nahezu allen europäischen Ländern, aber auch, aus Asien und vielen weiteren Ländern. In seinen außergewöhnlich schönen und informativen Objektberichten hat der „POS-Ladenbau“ ein besonderes Highlight. Der „POS-Ladenbau“ sieht sich als Sprachrohr der Ladenbauer und Innenarchitekten am POS und im Handel insgesamt, wenn es um Planung, Einrichtung und Ausstattung geht. Geschäftsführer: Christian te Heesen Redaktion: Sylvia Zahn genannt Schumann, E-Mail zgs@th-medien.com Telefon (0 82 45) 9 67 60-1 60, Telefax (0 82 45) 9 67 60-1 00 Redaktionsassistenz & Anzeigen: Waltraud Ullmann, E-Mail wu@th-medien.com Telefon (0 82 45) 9 67 60-1 20, Telefax (0 82 45) 9 67 60-1 00 Schlussredaktion: Carolin Kober, E-Mail ck@th-medien.com Telefon (0 82 45) 9 67 60-1 10, Telefax (0 82 45) 9 67 60-1 00 Satz/Layout/Grafik: Bernhard Hlava, E-Mail ladenbau@hbhmedia.de Telefon (0 82 34) 95 95 63, Telefax (0 82 34) 95 95 64 Titelgestaltung und Produktion: Bernhard Hlava, Christian te Heesen Objektleitung: Christian te Heesen (v.i.S.d.P.), E-Mail t.h@th-medien.com Telefon (0 82 45) 9 67 60-2 61, Telefax (0 82 45) 9 67 60-1 82 Titelbild: Schweitzer Project AG Fotos (Seiten in Klammern): Handelsverband Baden-Württemberg e.V. (6), Tenbrink (10-12), tischlerei formsache (13), decor metall (14-15), PUMA Retail AG (16-18), Planungsbüro Full (22-23), youretail (24-25), schleifenbaum design & project GmbH (26-27), Flagship Yeans Halle Stuttgart (28), Schweitzer Project AG (30-32), Tobias Zeller_pixelio.de (36), City up (47), Stiefel Digitalprint GmbH (48-49) Einsendungen: Für unverlangt eingereichte Manuskripte gibt es keine Gewähr. Sie gelten in jeder Hinsicht der Redaktion zur freien Disposition überlassen. Namentlich gekennzeichnete Artikel geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Eine Verwertung der in „POS-Ladenbau“ veröffentlichten Beiträge ist unzulässig. Nachdruck von Text und Abbildungen zum Zwecke der Werbung, für Fernseh- und Funksendungen, Filme, Übersetzungen, Vervielfältigung, Vorträge und das Speichern auf Datenverarbeitungsanlagen ist, auch auszugsweise, ohne Zustimmung des Verlages nicht gestattet. Das Recht des Zitierens bleibt hiervon unberührt. Titel: Der Titel „POS-Ladenbau“ ist urheberrechtlich geschützt und Eigentum der TH Medien KG. Das gilt für die Schreibweise, den Aufbau, das Layout, die Art und Weise der Erscheinung und den Verwendungszweck. Das Logo und den Titel anderweitig zu verwenden, zu verfälschen oder zu ändern ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung der TH Medien KG zulässig. Bei Nichtbeachten wird Schadenersatz geltend gemacht. Leserzielgruppen: Alle Zentralen der Verbraucher- und Supermärkte, Kaufhäuser, Drogerieflächen und Drogeriemärkte, Einzelhandelsketten, Privateinzelhändler, Autohäuser, Apotheken, Buchhandlungen u.v.m. aus nahezu allen europäischen Ländern, aber auch aus Asien und vielen weiteren Ländern. Abonnements: Rico Schumann, E-Mail rs@th-medien.com Telefon (0 82 45) 9 67 60-1 90, Telefax (0 82 45) 9 67 60-1 00 Abonnementpreise (Inland): € 44,- inkl. 7% USt. und Versand­kosten (Einzelverkauf € 8,50 inkl. 7% USt. zzgl. Versandkosten) Abonnementpreise (Ausland): € 44,- exkl. USt. zzgl. € 18,- Versandkosten und € 13,- Bankspesen* (Einzelverkauf € 8,50 exkl. USt. zzgl. Versandkosten und Bankspesen) (* in Nicht-Euro-Ländern) Gültige Anzeigenpreisliste Nr. 5 / Abolaufzeit: Vom 1. Januar 2011. Die Abonnementdauer beträgt ein Jahr. Das Abonnement verlängert sich automatisch um ein weiteres Jahr, wenn es nicht bis sechs Wochen vor Ablauf eines Bezugsjahres schriftlich gekündigt wird. Druckauflage: 12.100 Exemplare

50

POS-Ladenbau n 5 • 2011

Termin viscom düsseldorf 2011 Internationale Fachmesse für visuelle Kommunikation, Technik und Design 13. bis 15. Oktober 2011, Messegelände Düsseldorf Für Ladenbauer und Shopbesitzer ist die viscom alljährlich ein wichtiger Termin im Messekalender. Vom Display im Verkaufsraum bis zum Bildschirm mit Produkt- und Preisinformationen, von der werblichen Gestaltung bis zum passenden Lichtkonzept – die Angebote für den Einzelhandel sind hier umfangreich. So auch in diesem Jahr: Auf der viscom düsseldorf 2011, die vom 13. bis 15. Oktober stattfindet, erwartet die Besucher unter anderem die zweite Auflage der DISPLAY/POS World, das Forum Individualdesign mit rund 150 innovativen Materialien und Mustern sowie Anwendungsbeispielen aus dem Bereich Retail Signage. Mit rund 350 Ausstellern aus den Bereichen Werbetechnik, Lichtwerbung, Digitaldruck, Digital Signage und Display/POS bietet die viscom die ganze Bandbreite der visuellen Kommunikation. Für die Ausgestaltung von Geschäften wartet die Messe mit passenden Ideen, Produkten und Dienstleistungen auf und deckt so wichtige Bereiche des Handelsmarketings ab.

Über die viscom düsseldorf 2011 Von der klassischen Werbetechnik über den Digitaldruck bis hin zu digitalen Werbeträgern und POS-Medien – die viscom düsseldorf bringt auch 2011 die gesamte Branche der visuellen Kommunikation zusammen. Seit ihren Anfängen als Treffpunkt der Werbetechnik und Lichtwerbung hat sich die viscom zur europaweit größten Messe der werblichen Kommunikation und Gestaltung entwickelt. Beispielhaft dafür sind die Digital Signage World, das Forum Individualdesign und die PoS World, die innerhalb der viscom stattfinden. 2011 findet die viscom, die alternierend in Frankfurt und Düsseldorf veranstaltet wird, vom 13. bis 15. Oktober in Düsseldorf statt. Erwartet werden rund 350 Aussteller und 11.000 Fachbesucher.

www.viscom-messe.com www.digital-signage-world.com

Vorschau POS-Ladenbau 6/2011 • Einkaufswelten, die begeistern • Individuelle Komplettlösungen • Gestaltungsmöglichkeiten mit Ladenbausystemen • Platzieren, präsentieren, inszenieren • Shopbeleuchtung – Emotionen helfen verkaufen • Fokus Eingangsbereich – Der erste Eindruck zählt • News und Events • Marktübersicht: Bodenbeläge

Erscheinungstermin 16. November 2011


Ausgabe 5/2 011 • Septem

7. Jahrgang 8,50

Beeindrucke

nde

Genusswelte

D-86842 Türkheim Businesspark A96

Puma Flagsh ip-Store in Paris

Alles digital – oder was?

Grün” ist coo l ”

Seite 16

Posterwerbung vs. Digital

Seite 28

Signage?

LED – Lohnende Inv estition?

Herstellerumf rage Seite 38

Ausgabe 4/2011 • August

Effiziente Warenwirtschaft

ISSN 1437-398X

ISSN 1610-3211

Modernes Filialmanagement

Cut costs, conserve resources D-86842 Türkheim

Seite 24

Intelligente Outsourcing-Lösung Outsourcing solution

Businesspark A96

Seite 35

Effiziente Warenwirtschaft

TH MEDIEN KG

Seite 38

Anzeige

Mit WLAN Kunden anziehen

Marktübersicht Sicherheitstechnik

Seite 44

Seite 28

Attract customers with WLAN

Safety Technology

B e s t e l l c o u p o n

S enden Sie mir bitte das ein weiteres Probeexemplar kostenlos zu. für Ich gehe Ja, ich abonniere „ZDF WISO-Magazin“ ab sofort mit dieser Bestellung garantiert keine weiteren Verpflichtungen ein. mindestens 1 Jahr zum Jahresbezugspreis von e 44,- inkl.

Bankverbindung für Lastschrifteinzug:

Ja, ich abonniere den „POS Ladenbau“ ab sofort für mindestens 1 Jahr Ausgaben) von e 44,-zum inkl.Preis Versandkosten und (6 Bitte sendenzum SieJahresbezugspreis mir ein Probeexemplar von e 3,90 7  % USt. exkl. USt. und zzgl. Versandkosten) inkl. 7 %(Ausland USt. zzgl. Versandkosten.

Kontonummer

info@th-medien.com

Data quality in CRM systems

P Schallabsorbierende Lösungen für Banken – Marktübersicht

Datenqualität und CRM im Handel

www.th-medien.com

D-86842 Türkheim Businesspark A96 B-59995

Postvertriebsstück

 Jahresabo „bank objekte“ 1 (Wert: 44,00 E)

15. Jahrgang

Seite 20

bank objekte August 4/2011

Cashless Payment

Entgelt bezahlt

TH Medien KG

 Jahresabo „POS-Manager Technology“ 1 (Wert: 44,00 E)

Post-Nr. 04-11 objekte

Einzelverkaufspreis F 8,50

Zahlen Sie bar oder mit Handy?

Seite 16

25,- E Prämie (bitte pers. Kontoverbindung angeben)

ZKZ 21967

POS Manager 13. Jahrgang

POS Manager Technology

info@th-medien.com • www.th-medien.com • Post-Nr. 08-11 POS

Fachmagazin für IT-Lösungen im Einzelhandel / Trade Magazine for IT-Solutions in Retail

Einzelverkaufspreis € 8,50

4/2011

Ausgabe 4/2011 • August

x Rechnung Rechnung wird perper Lastschrift bezahlt. wird Lastschrift bezahlt.

n

Delikatessenh aus Siebenfö rcher in Meran

Seite 30

ZKZ-59995

„POS-Ladenbau“ zu den oben genannten Themenbereichen. • Sie erhalten Ihren „POS-Ladenbau“ mit allen branchen- relevanten Veranstaltungen zuverlässig und termingerecht. • Als Abonnent erhalten Sie zusätzliche Informationen gegenüber Einzelbeziehern. • „POS-Ladenbau“ ist im Abonnement billiger als im Einzelbezug. Sie sparen E 15,70! (Inland) • Sie erhalten zusätzlich ein hochwertiges Geschenk.

Versandkosten und 7 % USt.

• Post-Nr. 0911 POS

Entgelt bezahlt

• Als Abonnent entgeht Ihnen kein geldwerter Beitrag mehr aus

„POS - La d e nb a u “ N r. 5/ 2 01 1

-medien.com

Postvertriebsstück

Ihre Vorteile als Abonnent:

Zu meinem Abonnement erhalte ich eines der folgenden Geschenke:

.com • www.th

TH Medien KG

Unser Fachmagazin „POS-Ladenbau“ liefert Ihnen umfangreiche Themen und Schwerpunkte aus den Bereichen Ladenbau und Innenarchitektur im Handel und am POS.

Unser Geschenk für Neuabonnenten

info@th-medien

Magazin für Ladengestalt ung, Boden, Wand, Decke , Licht, Displa ys und Akus tik

ISSN 1867 4801

Einzelverkaufspre is €

Abonnieren Sie jetzt den „POS-Ladenbau“

ber

Schallabsorbierende Lösungen für Banken Marktübersicht Seiten 28-41

Planung

Analyse

Management

Einrichtung verkauft

Geschäftsstellenanalyse

Machbarkeitsstudie

Seite 6

Seite 8

Seite 10

Coupon gültig vom 14.09.2011 bis 15.11.2011

Bankleitzahl

Geldinstitut

Name, Vorname

Straße

PLZ, Ort

Telefon

Datum, Unterschrift

We i te r e Kont akt möglich en ZöDgFlic WhISOM a: gTaHzi n d o r•f eBrust e 8a7r k• A89668 2 ad Weiter e Kkoeit nta k t: m k eit en M• e dKi i ernch KG sirnaeßssp • 58 B 68 4 2WTör ü ri sh k hoefi e mn

E-Mail: wiso@bauve.de · Telefon (0 82 47)9 67 60-0 38 00 · Telefax 3 80-1 82 E-Mail: info@th-medien.com · Telefon +49 (0) 82 45 · Telefax(0 82 47) +49 (0)82 45 9 67 60-1 00

K S J N r. 4/ Ma i 20 06

Datum, Unterschrift Widerrufsrecht: Mir ist bekannt, dass ich diese Vereinbarung innerhalb von 10 TaWiderrufsrecht: Mir ist bekannt, dass ich diese Vereinbarung innerhalb von 10 Tagen beim gen bei der TH Medien KG, Herr Rico Schumann, Businesspark A96, 86842 Türkheim, BAUVE Verlag GmbH, Frau Sandra Rieger, Kirchdorfer Straße 87, 86825 Bad Wörishofen, schriftlich widerrufen kann. Zur Wahrung der Frist genügt die rechtzeitige Absendung. schriftlich widerrufen kann. Zur Wahrung der Frist genügt die rechtzeitige Absendung. Die Kündigungsfrist für das Abonnement beträgt 6 Wochen zum Ende des Bezugszeitraums. Im Falle des Widerrufs wie auch bei einer Kündigung erlischt die Einzugsermächtigung. Im Falle des Widerrufs wie auch bei einer Kündigung erlischt die Einzugsermächtigung.


Ihr Partner für Beleuchtungskomponenten, Licht-Management-Systeme und LED-Module

Was wir für Ihr Licht tun.

Überzeugende Lösungen für Ihre LED-Produkte. Mit der LED Solution Box bietet Tridonic ein flexibles Gesamtpaket inklusive Lichtquelle, mit dem Sie direkt zur gewünschten Lösung kommen: von Komponenten und Modulen über Systeme bis hin zum gewohnt überzeugenden Tridonic-Service. So haben Sie mit Tridonic auch bei LED alles im Griff: Wir stecken unsere ganze Energie in Ihr Licht. led.tridonic.com


POS-Ladenbau 05/2011