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Ausgabe 4/2010 • Juli

info@bauve.de • www.bauve.de • Post-Nr. 07-10 POS

6. Jahrgang Einzelverkaufspreis € 8,50 

Möbel und Einrichtung Marktübersicht Seite 10

Postvertriebsstück  B‑59995 

Möbel und Einrichtung ■ Marktübersicht

Entgelt bezahlt 

BAUVE Medien KG / TH Medien KG 

Kirchdorfer Straße 87 

D-86825 Bad Wörishofen 

ISSN 1867 4801 

POS-Ladenbau Juli 4/2010

Magazin für Ladengestaltung, Boden, Wand, Decke, Licht, Displays und Akustik

Leonardo, Berlin

Den Kunden im Blick

Green & Social Retail

Glasliebe am Point of Sale

Apothekenkonzepte im Fokus

Was kommt nach dem LOHAS-Hype?

Seite 19

Seite 26

Seite 36


Abonnieren Sie jetzt „bank objekte“

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Editorial

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Nachhaltigkeit rĂźckt im Handel und somit auch fĂźr die Ladenbauer immer mehr ins Bewusstsein. Authentische und ganzheitliche Konzepte punkten bei den Konsumenten und kĂśnnen zur Kundenbindung beitragen.

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Der Grundgedanke und die Besonderheit des erfolgreichen Konzepts am Beispiel der Supermarktkette CAP ist die Verbesserung der Arbeitplatzsituation und die Erweiterung der MÜglichkeiten fßr die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung. Gleichzeitig kÜnnen so auch Vorurteile abgebaut werden. Integrative Konzepte wie CAP Märkte sind fßr den Kunden greifbar und somit authentisch. Nachhaltigkeit muss vor allem gelebt werden, dann kommt der Kunde auch wieder.

Weitere interessante Beiträge und schĂśne Objektberichte runden diese Ausgabe ab. Viel SpaĂ&#x; beim Lesen und eine erholsame Urlaubszeit wĂźnscht Ihnen

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Um in der Zukunft bestehen zu kÜnnen, mßssen auch Apotheken besondere Konzepte bieten. Gewinnerin der MiA FutureApotheke ist die Apothekerin Tanja Franz. Am 10. Juli wurde das Zukunftsmodell im Ansbacher Stadtteil Eyb erÜffnet. Orientierend an den Grundsätzen des Neuromarketings entstand eine Erlebniswelt, die einen Trend fßr die Apothekenlandschaft setzen soll. In unserem Apotheken-Special stellen wir drei besondere Projekte vor und zeigen in verschiedenen Praxisberichten Ideen auf, wie man Kunden einen Mehrwert bieten kann. Machen Sie sich selbst ein Bild von den unterschiedlichen Innenraumkonzepten. Gemeinsames Anliegen ist es, dem Kunden bestmÜglichen Service und Orientierung zu bieten. Die Central-Apotheke in Steinbach ist beispielsweise eine der ersten Drive-In Apotheken in Deutschland.

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Nachhaltigkeit, so scheint es, ist das Modewort schlechthin und es wird munter verwendet, ob es inhaltlich passt oder nicht. Kaum eine Meldung, die ohne dieses Schlagwort auskommt. Dabei kann die ernsthafte Auseinandersetzung mit den drei Grundsätzen der Nachhaltigkeit â&#x20AC;&#x201C; die langfristig orientierte Sicht auf wirtschaftliche Gesichtspunkte, die BerĂźcksichtigung der Begrenztheit der Ressourcen unserer Umwelt und die Wahrnehmung von sozialer Verantwortung â&#x20AC;&#x201C; aufgrund des zunehmenden Bewusstseins der Konsumenten einen wirklichen Wettbewerbsvorteil bieten. Der Handel rĂźckt das Thema Nachhaltigkeit mit unterschiedlichen Konzepten immer mehr in den Fokus und somit stehen auch die Ladenbauer vor einer groĂ&#x;en Herausforderung. Der Kunde fordert ganzheitliche Ansätze. Neben einer â&#x20AC;&#x17E;grĂźnenâ&#x20AC;&#x153; Ladeneinrichtung und dem schonenden Umgang mit Energieressourcen steht auch die soziale Verantwortung der Unternehmen im Fokus.

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Themenschwerpunkte der Ausgabe 4/2010

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â&#x20AC;˘ Alles rund um die Kasse

â&#x20AC;˘ Shop-in-Shop-Systeme

â&#x20AC;˘ Projektmanagement von A-Z

â&#x20AC;˘ Nachhaltigkeit

â&#x20AC;˘ News und Events

â&#x20AC;˘ Materialkunde - Know-how im Ladenbau

â&#x20AC;˘ MarktĂźbersicht MĂśbel und Einrichtung

â&#x2013;  Rubriken

â&#x2013;  Objektberichte

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Editorial

3

Verantwortungsvoll handeln

News, Events

6

MarktĂźbersicht



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10

MĂśbel und Einrichtung

Produktneuheiten48 News in Wort und Bild

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 â&#x2013;  Praxisberichte

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19

Glasliebe am Point of Sale

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Im Beratungszylinder kĂśnnen Beratungen auch in

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Erfolgreiches Konzept in bestem Licht 32

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Die easy-Apotheken bieten ihren Kunden individuelle Beratung und ein breites Produkt-Sortiment



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Futurismus trifft Farbe

34

Helle und freundliche Farben, futuristische Formen und feinste Materialien

Die Kraft der Natur42

Telefon +49 (0) 82 47 38 00 info@bauve.de  POS-Ladenbau n 4 â&#x20AC;˘ 2010

Pflanzen haben eine positive Wirkung auf die Raumluft

Apotheken

und absorbieren Schadstoffe und Lärm

Den Kunden im Blick

26


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4/2010

■ Titelthema Möbel und Einrichtung Die Marktübersicht

■ Fachbeiträge Die Kunst der Inszenierung

8

Erfolgreiche Shop-in-Shop-Systeme grenzen die Marke vom Wettbewerb ab

A

Von Jaromin Hecker

Die Kasse – Ort der Zusammenkunft

22

Die Kassenzone wird Kommunikationspunkt und macht den Stellenwert der Kasse deutlich Von Klaus Schwitzke

Green & Social Retail

36

Was kommt nach dem LOHAS-Hype? Von Andreas Haderlein

Bogner Outlet Store, Landquart

38

Materialmix aus Tradition und Moderne

■ Verlagssonderveröffentlichung Willkommen im dula Showroom

Turtle Leather us der Haut an der Unterseite der Galapagos-Schildkröte ließe sich - falls es denn erlaubt wäre - das feinste Zierleder gerben, aber allein der Gedanke, diese sanftmütigen Tiere, die bis zu 200 Jahre alt werden, allein um der Zierde willen opfern zu müssen, ist unvorstellbar. Dank fortschrittlicher Lasertechniken ist es jetzt aber möglich, den Look und die Tiefe der Musterung von Schildkrötenleder nachzuempfinden, und dank der Hilfe von Designern ist es uns gelungen, diesen auf die strapazierfähigen und leicht zu reinigenden Designböden der Luxusklasse mFLOR zu übertragen.

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Spitzentechnologie visualisiert Einrichtungsideen

■ Service Impressum50 Hauptbild: Purple Red Links oben: Moss Green Rechts oben: Grey

Termine50

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Vorschau50

mFLOR International B.V.

Buchhandlung Weiland, Rostock44 Lust auf Lesen

Koningsbergenstraat 8-10 7418 ER Deventer Netherlands POS-Ladenbau n 4 • 2010 Tel: +49 (0) 171 4266610 Email: sales@mflor-int.eu




L a d e n b a u

Branchen-Insider

News, Auszeichnungen, Personalien ❚ Viewento Kooperation Edeka Nordbayern im Bereich Instore TV Instore TV wirkt, das sieht die Edeka Nordbayern auch so und geht eine exklusive Kooperation mit Viewento ein. Der Kooperationsvertrag setzt den konditionellen und inhaltlichen Rahmen innerhalb dessen die selbstständigen Einzelhändler der Region ihre Märkte mit Instore TV ausstatten können. Ausschlaggebend für die Auftragsvergabe war das Gesamtkonzept aus Technik, Content und Vermarktung. Kay Schulz, Geschäftsführer Viewento erklärt: „Die exklusive Zusammenarbeit mit Edeka Nordbayern bestätigt uns auf unserem erfolgreichen Weg. Als Spezialist für Instore TV bieten wir unseren Kunden das 5 Stufen-Erfolgsmodell, begonnen mit der Beratung über Projektierung, Systemintegration, Contentproduktion bis hin zum Betrieb, Supporting, Reporting. Das garantiert für unsere Kunden höchste Effektivität, Sicherheit und Zuverlässigkeit. Unsere jahrelange technische Erfahrung mit der Umsetzung von Instore TV Kommunikation macht es dem Einzelhandel leicht, Instore TV einzusetzen.“ Für die Vermarktung ist exklusiv die Agentur Poscomm verantwortlich.

des Produktes, seiner Anwendungen und des Herstellungsprozesses. Darüber hinaus machen sie Angaben zum Lebenszyklus des Produkts, den Ökobilanzkennwerten sowie Prüfergebnissen. Auch Sicherheits-, Qualitäts- und Gesundheitsaspekte des Produkts werden beleuchtet.

❚ MiA FutureApotheke Mit Schwung in die Zukunft „Deutschland suchte die FutureApotheke“ – im mittelfränkischen Ansbach wurde sie am 10. Juli der Öffentlichkeit vorgestellt. Anlässlich der ExpoPharm 2009 lobte MiA einen Preis in Höhe von

❚ Glunz Umwelt-Produktdeklarationen für Glunz

Alle Angaben laut Hersteller

Nachhaltigkeit ist zu einem der wichtigsten gesellschaftlichen Themen unserer Zeit geworden. Wer heute ein Haus baut, seine Wohnung saniert oder ein Geschäft einrichtet, achtet auf die Nachhaltigkeit der verwendeten Bau- und Werkstoffe. Die Glunz AG hat nun die Umweltverträglichkeit ihrer MDF-, OSB- und Span-Produkte durch Umwelt-Produktdeklarationen (so genannte EPDs) dokumentiert.

250.000 Euro aus. Es bewarben sich 50 Apotheker. Nach einem strengen Auswahlverfahren ging der Gewinn an die Ansbacher Apothekerin Tanja Franz. Dazu erläutert Georgina Soor, Vorstand von MiA (Marketingverband innovativer Apothekendienstler): „Die MiA FutureApotheke ist mit herkömmlichen Apotheken nicht vergleichbar. Geprägt wird sie von Erlebniswelten, welche durch Ambiente und Technologien, wie ein neuartiges Soundsystem, punktuelles Duftmarketing oder ein multimediales Kundeninformationssystem getragen werden. Service wird hier groß geschrieben, denn ein Kommissionierautomat und ein Drive-In-Schalter ergänzen das Angebot.“ Apothekerin Tanja Franz, Inhaberin der Ansbacher Residenz Apotheke, leitet dieses Zukunftsmodell, das den Apothekenmarkt revolutioniert und einen nachhaltigen Trend setzt.

❚ Jazzunique iF communication design award 2010 Die international gültigen Zertifikate wurden vom Institut Bauen und Umwelt e.V. ausgestellt. Zielsetzung der EPDs ist es, umweltund gesundheitsverträgliches Bauen zu fördern. In den validierten Deklarationen werden alle relevanten Umweltdaten eines Produkts offen gelegt: Die EPDs beinhalten eine vollständige Beschreibung 

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Jazzunique erhält den renommierten „iF communication design award 2010“. Die Auszeichnung in der Kategorie „corporate architecture“ wurde den Frankfurter Kreativen Ende Mai für ihren Tapetenshowroom des Deutschen Tapeteninstituts (DTI)


❚ Hans Werner Reinhard Neuer Geschäftsführer bei der Messe Düsseldorf

in Hamburg verliehen. „Wir freuen uns sehr, dass unsere Arbeit mit diesem begehrten Preis ausgezeichnet wurde“, zeigt sich Geschäftsführer Börries Götsch äußerst zufrieden. Unter dem Motto „Tapetenwechsel“ präsentiert der Showroom an der Hamburger Binnenalster alle drei Monate unterschiedliche Kollektionen. Variable Raumelemente schaffen jeweils das passende Ambiente für die zahlreichen Veranstaltungen des DTI. „Unser modulares Raumkonzept mit beweglichen Kuben sorgt für maximale Flexibilität“, erklärt der Architekt. Das hat auch die international besetzte Jury beeindruckt. Zum diesjährigen iF communication design award wurden insgesamt 1.687 Beiträge aus 26 Ländern eingereicht.

Gut sieben Monate vor der EuroShop unternimmt die Messe Düsseldorf einen deutlichen Schritt in Richtung Verjüngung der Unternehmensspitze. Gleichzeitig beweist das Unternehmen mit der Ernennung von Hans Werner Reinhard (39) zum Stellvertretenden Geschäftsführer, der unter anderem auch die EuroShop verantwortet, ein hohes Maß an Kontinuität. Hans Werner Reinhard übernimmt die Position von Wilhelm Niedergöker, der altersbedingt aus der Geschäftsführung der Messe Düsseldorf GmbH ausschied. „Wir legen die Verantwortung für 14 Messen am Standort Düsseldorf sowie für sämtliche Gastveranstaltungen in die Hände eines jungen und sehr messerfahrenen Geschäftsführers“, kommentiert Werner M. Dornscheidt, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Düsseldorf GmbH. „Besonders freuen wir uns, dass wir unsere Geschäftsführung durch gezielte Nachwuchsförderung auch mit eigenen Talenten weiterentwickeln können.“ n Anzeige

Bodenschätze für daheim und überall.

POS-Ladenbau n 4 • 2010



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F a c h b e i t r a g

Shop-in-Shop-Systeme

Die Kunst der Inszenierung Erfolgreiche Shop-in-Shop-Systeme grenzen die Marke zum Wettbewerb ab und schaffen gleichzeitig für den Kunden Erlebniswelten.

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n ein Shop-in-Shop-System werden viele Anforderungen gestellt; denn die Konkurrenz ist nicht nur am Point of Sale, sondern auch online groß. Das klare Ziel: Einkaufen muss zum Erlebnis werden und dies auch bleiben. Bei der Vielzahl an Geschäften und Marken ist eine deutliche Abgrenzung zur Konkurrenz wichtig. Die Präsentation einer Marke, ob in einem Mono Brand Store, Flagshipstore oder auf der Verkaufsfläche neben anderen Marken, muss authentisch, emotional und erlebbar sein. Da Kaufentscheidungen vor allem spontan und emotional erfolgen, ist der Wiedererkennungseffekt elementar. Vor diesem Hintergrund ist die Analyse der Marke und deren Herkunft der Start zu einer erfolgreichen Präsentation am POS. Authentizität und Wiedererkennungsef-

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Der Autor

Jaromin Hecker ist seit 1992 Geschäftsführer der Design- und Planungsagentur Heckhaus in München.



POS-Ladenbau n 4 • 2010

fekt grenzen die Marke zum Wettbewerb ab und schaffen gleichzeitig für den Kunden eine Erlebniswelt. Oftmals verspürt der Handel mehr Konkurrenz durch den anhaltenden und steigenden Trend im Online-Shopping- Bereich als durch stationäre Konkurrenz. Gründe hierfür sind neben hoher zeitlicher Flexibilität auch der Kostenfaktor. Angeregt durch Werbung holt sich der Kunde Informationen zu Produkten und deren Funktionen entweder im stationären Handel oder liest in Foren nach. Um diesem Kaufverhalten entgegenzuwirken, ist es unumgänglich, dass neben angemessenem Service ein Einkaufserlebnis entsteht. Der Käufer muss emotional angesprochen werden und einen deutlichen Mehrwert verspüren, gerade in diesem Geschäft einzukaufen und auch wiederkehren zu wollen.

Ziele von Shop-in-Shop-Systemen Der heutige hybride Konsument möchte begeistert werden, sich während des Einkaufs wohlfühlen und mit allen Sinnen erleben. Markentreue wird nur dann erreicht, wenn Kunden von dem Gesamtkonzept überzeugt sind und einen deutlichen Mehrwert verspüren. Allein auf dem deutschen Markt gibt es laut des Patent- und Markenamtes 780 000 Marken und jährlich kommen ca. 1500 neue

Artikel hinzu. Hiervon landet jedoch nur ein geringer Prozentsatz von Artikeln im Warenkorb der Konsumenten. Um hier in das Blickfeld des Käufers zu gelangen, braucht es neuartige Fertigungsverfahren und innovative Werkstoffe. Neben hoher Funktionalität und Nachhaltigkeit ist vor allem der Innovationscharakter ausschlaggebend. Auf der Suche nach neuen Wegen der Gestaltung stellt sich unweigerlich auch die Frage nach neuen, außergewöhnlichen Materialien. Für den modernen Designer oder Architekten ist es ein Muss, sich permanent über innovative Werkstoffe und Fertigungsverfahren zu informieren, um diese effizient in die Planung miteinfließen zu lassen. Hier sind Ideen keine Grenzen gesetzt, erlaubt ist, was physikalische Gesetze und das vorgegebene Budget zulassen. Abgesehen von einer perfekten Erlebniswelt für den Konsumenten ist es ebenso wichtig, die Bedürfnisse des Handels nicht zu vergessen. Neben Kostenfaktoren spielt hier die Aktualität des Shops mit saisonalen Veränderungen eine wichtige Rolle. Es ist keine Seltenheit, dass im Jahr bis zu zwölf Kollektionen in den Handel kommen. Den Kunden wird somit ständig frische, aktuelle Ware präsentiert.


Nicht mit jeder neuen Saison kann ein komplett neues Shop-System umgesetzt werden. Hier muss ein schneller und einfacher Tausch von wenigen Elementen einen neuen Look, passend zur neuen Kollektion ermöglichen.

Sport Münzinger – Lifestyle-Shop-Konzept Auf diesem Anspruch basierend, wurde für das Traditionshaus Sport Münzinger ein Lifestyle-Shop-Konzept umgesetzt. Die neue und moderne Verkaufsfläche des Sporthauses zeigt eine optimale Präsentation verschiedener Marken unter einem Dach. Dank der Flexibilität des Shop-Systems kann sowohl die Unternehmens-Identität von Sport Münzinger als auch die der verschiedenen Marken perfekt präsentiert werden. Ziel der Planung war von Anfang an die ganzheitliche und hochwertige Darstellung unterschiedlicher Marken in einem Gesamtentwurf. In Anlehnung an das Firmen-Logo wurde ein Shop-Konzept entwickelt, das die Identität und die Herkunft des Traditionshauses zeigt. Alle verwendeten Formelemente greifen dies speziell auf und sind im Gesamtkonzept wiederzufinden. Flexibilität wird hierbei großgeschrieben und so entsteht ein Rückwandsystem in welches nach Bedarf, verschiedene Display-Elemente eingehängt werden können. Kleiderstangen, filigrane Regale aus gekantetem Stahlblech oder der Einsatz von Magnetgrafiken ermöglichen eine perfekte und individuelle Produktdarstellung. Im Handumdrehen wird das Shop-Konzept zur gleichzeitigen Präsen-

tationsfläche für T-Shirts, Accessoires und Schuhe verschiedener Top-Marken unter den gestalterischen Aspekten des Sporthauses. Innovationscharakter haben die bequemen Gel-Auflagen für die Sitzbänke. Diese laden nicht nur optisch zur Anprobe von Schuhen ein, sondern zeigen ein neuartiges Material, das in dieser Form so noch nicht eingesetzt wurde. Dieses Material zeichnet sich neben seiner flexiblen Produkteigenschaften auch durch ökologische Nachhaltigkeit aus. Das komplette Shop-System ermöglicht eine visuelle Abgrenzung der einzelnen Brands auf der Verkaufsfläche und zeigt einen authentischen Markenauftritt unter dem bewährten Image des Traditionshauses. Dies ist enorm wichtig, da zunehmend viele internationale Marken verstärkt auf Mono Brand Stores setzen, die neben höheren Verkaufszahlen auch eine bessere Inszenierung der Marke ermöglichen. Das gesamte Portfolio wird in einem harmonischen Umfeld präsentiert. So entsteht ein einheitliches Markenimage und eine starke Bindung zur Marke wird erreicht.

Kettler POS-Flächenkonzept – Flexibilität als Anspruch Ein weiteres Beispiel für hohen Anspruch und Flexibilität stellt das POS-Flächenkonzept für die Heinz Kettler GmbH & Co. KG dar. Basis dieses Shop-Konzeptes sind klare Linien, die individuell für jede Fläche angepasst werden können. Dank des flexiblen Baukastensystems bietet das Shop-System auf sehr kleinen Flächen von nur wenigen

Quadratmetern bis hin zu einer kompletten Etagenfläche die perfekte Warenpräsentation der Kettler-Produkte. Mit dieser individuellen Gestaltungsmöglichkeit können Produkte übersichtlich dargestellt werden und ermöglichen so eine hohe Flächenrentabilität. Elemente wie Highlight-Podeste, Regal-Banner und verschiedenste Displays geben dem Handel die Möglichkeit einer idealen Verkaufsflächen-Gestaltung, die den Verkauf aktiv unterstützen. Mit dem einheitlichen Branding der einzelnen Warenträger wird eine authentische Firmenpräsentation und Abgrenzung zur Konkurrenz erreicht. Kundeninteraktivität wird durch Info-Monitore erzielt, die mittels Touchscreen-Funktion durch die gesamte Produktpalette führen und sich optisch in das Gesamtkonzept einbinden.

Zukunftsbilder Für den Handel sind Emotionalisierung und das Schaffen von Erlebniswelten keine Neuheiten mehr. Die Kunden sind verwöhnt durch das immer Neue und Extreme. Hier ist es wichtig, die Zielgruppe genau zu definieren und die Marke in diesem Rahmen authentisch darzustellen. Die Herausforderung für eine perfekte Produktinszenierung ist die genaue Definition der Marke, der Zielgruppe und des Handels. Erst wenn diese Komponenten klar festgelegt sind, kann eine Erlebniswelt geschaffen werden, die nicht nur durch das Offensichtliche und Überdimensionierte beeindruckt, sondern mit Details, die im Kopf bleiben und eine Markenzugehörigkeit schaffen.  n Anzeige

POS-Ladenbau n 4 • 2010




P O S - L a d e n b a u

Marktübersicht

Möbel und Einrichtung Zum besonderen Einkaufserlebnis gehören das Sehen, Fühlen, Entdecken und Entspannen. Funktionelle Aspekte und ein unverwechselbares Design bei der Einrichtung am POS tragen dazu bei, Ambiente zu schaffen und Kunden zu binden. Von der hochwertigen Vitrine über Tische für die Warenpräsentation bis hin zu Stühlen für ein entspanntes Shoppingerlebnis präsentieren verschiedene Hersteller in unserer Marktübersicht ihre Ideen zum Thema Möbel und Einrichtung. Bauholz design www.bauholzdesign.com Mit Möbel punkten Immer mehr Einzelhändler sind begeistert von der Idee, ihr Geschäft mit Möbeln von Bauholz design einzurichten. Regale, Theken, Sideboards und Tische im stilsicheren, unverwechselbaren Design machen Recycling nicht nur in Boutiquen, Restaurants oder Geschäften für Wohnaccessoires auf feinste Art erlebbar, sondern praktisch in jeder Branche. Die Möbel werden im westfälischen Münster in 100 Prozent Handarbeit aus gebrauchten Gerüstbohlen gefertigt.

bination mit weiteren Cubic Elementen als Warenpräsenter verwendet werden. Das

zepte. Zusätzlich betreibt das Unternehmen eine eigene Kaffeerösterei und liefert auf Wunsch das geeignete Kaffeekonzept samt Kaffeetechnik und Baristaausbildung. So liefert Freund erfolgreiche Erlebniswelten, in denen sich Kunden wohlfühlen. Ganter www.ganter-ladenbau.de

Schlitzwandsystem Trax oder die Flex-Halterungen liefern zum Beispiel Konfektionsoder Tablararme, mit denen Regalböden angebracht werden können. Die 130 Zentimeter hohen Linx Präsenter sind standardmäßig in vier verschiedenen Breiten erhältlich. Individuelle Maßanfertigungen sind auf Anfrage möglich.

Die Würfel sind gefallen Schramberger Ladenbau Ganter wurde von Ravensburger mit der Planung und Einrichtung des Museumsshops im Ravens-

Freund www.ladenbau-freund.de Außerdem bietet Bauholz design dem Kunden bei der Einrichtung einen qualifizierten Komplett-Service. Erfahrene Objektberater begleiten alle Schritte von der ersten kostenlosen Beratung über das Konzept bis hin zur Umsetzung beim Kunden.

Im Geschäft braucht man FREUNDe Unter diesem Motto plant und baut das Unternehmen bundesweit innovative und

Alle Angaben laut Hersteller

Cubic www.cu31c.de Flexibler Warenpräsenter Der Mittelraumwarenpräsenter Linx ist ein flexibles Display-Panel-System von Cubic, dessen Grundgerüst aus Aluminiumprofilen besteht. Durch das schlichte Anbringen von Paneelen kann es entweder als reines Informationsdisplay dienen oder durch Kom10

POS-Ladenbau n 4 • 2010

designorientierte Einrichtungen für Bäckereien, Cafés und sonstige Frischekon-

burger Verlagsmuseums betraut. Zusätzlich sollte eine ganz besondere Empfangstheke entworfen und realisiert werden. Ganter arbeitete bei dieser Individualanfertigung den Würfel – das Grundthema der gesamten Einrichtung – stark heraus: Die 4,2 Meter lange Theke (Kasse für Eintritt und Verkauf, Empfang/Info, Verpacken, Doppel-PC-Arbeitsplatz) wirkt wie eine lose Anordnung verschieden großer Würfel mit einer darüber liegenden, komplex gearbeiteten Corian-Arbeitsplatte. Für den besonderen Werkstoff sprachen zwei Argumente: maximale Beanspruchbarkeit und direkter Bezug zu den selbst leuchtenden Corian-Würfeln, welche dekorativ in der Eingangshalle stehen und von welchen einer in den Kassentresen eingebunden ist.


Gerdes www.gerdes-ladenbau.de

Halogenkauf Lightech www.cardanlight.com

Rezeptionstresen ganz individuell Gerdes Ladenbau produziert schöne Rezeptionstresen für alle Branchen und Bereiche. Dieser schöne rund geformte Empfangstresen ist sehr funktional und individuell den Bedürfnissen des Kunden angepasst. Im hinteren Bereich ist eine Postverteilerstation eingebaut die rückseitig noch mit einer Sitzbank ausgestattet ist. Bei der Farbgestaltung bleiben keine Wünsche offen, es können Schichtstoffe aus alle Kollektionen verarbeitet werden. Lichtakzente im Frontbereich werten das Design optisch noch

LED-beleuchtete Vitrinen mit Werbe-Crowner Halogenkauf präsentiert eine Säulenvitrine mit Stauraum und beleuchtetem WerbeCrowner: Der vollverglaste Dekoraum wird optimal ausgeleuchtet mit energiesparender LED-Beleuchtung (warmweiß/kaltweiß), die in den Eckprofilen integriert ist. Gegenüber herkömmlicher Halogenbeleuchtung wird damit eine Einsparung von bis zu 160 €/Jahr bei zehnmal längerer Lebensdauer erzielt. Deko- und Stauraumschlösser sind gleichschließbar, Regalböden höhenverstellbar, Verglasung aus sechs Millimeter ESG Sicherheitsglas. Der Werbe-Crowner ist 120 Millimeter hoch und hinterleuchtet. Zusätzlich sind die Showcases mit Rollen versehen, zwei davon feststellbar. Plenti Showcases mit verschiedenen Sortimenten an Zubehör sind erhältlich bei Halogenkauf Lightech.

GO IN www.goin.de Ideen zum Entspannen Mit der Kollektion GRAND BISTRO bietet GO IN eine große Auswahl an klassischen, modernen, filigranen oder kompakten Stühlen und Barhockern. So schafft man eine bequeme Sitzgelegenheit für die kleine Pause

etwas auf. Der abgesenkte Bereich ist für Rollstuhlfahrer optimal zugänglich. Glas Trienes www.trienes.de Außen Sonne – innen Glas Der farbenfrohe Sommer 2010 bietet nicht nur Vielfalt in der Natur. Vitrinen und Regale von Glas Trienes dienen dazu, die kleinen individuellen Schätze des Alltags gekonnt in Szene zu setzen. Farbiges Glas setzt zusätzlich optische Akzente im Innenbereich.

beim Einkaufsbummel. Im aktuellen GO IN Programm sind viele weitere Ideen rund um das Thema Stühle, Tische, Barhocker und modulare Systeme. Der aktuelle Gesamtkatalog mit über 400 Seiten kann angefordert werden.

Knoblauch www.knoblauchedition.eu Neuer Geschäftsbereich Knoblauch ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen und hat sich dank vieler Anzeige

airfield Store, Frankfurt

Planung: ludWIG GÖrtZ Gmbh, hamburg Innenarchitekt: ulrich Volp

Für gute geschäFte! Generalunternehmen I ladenbau I metallbau I Objektbau hoffmann ladenbau Gmbh & Co. kG I handwerkerstr. 27 I 48720 rosendahl-holtwick telefon: 0 25 66 / 93 16 - 0 I Fax: 0 25 66/93 16 -55 I www.hoffmann-ladenbau.de

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P O S - L a d e n b a u

Marktübersicht

einzigartiger Kunden weiter entwickelt. Deshalb wurde das Erscheinungsbild des

MüllerKälber www.muellerkaelber.de Elegante Vitrinenserie Schlichte Eleganz verbunden mit puristischer Schönheit – so bekommen Ausstellungsstücke die maximale Aufmerksamkeit. Die Vitrinenserie MK 600 von MüllerKälber ist modular aufgebaut. Zentrales Element ist der abschließbare Glaswürfel mit LED-Beleuchtung. Ob der Glaswürfel an der Wand hängt, auf einem Möbelstück steht oder man einen Sockel aus Schichtstoff, Glas, Leder wählt, bleibt dem Kunden überlassen. Neu in diese Serie aufgenommen ist die Hub-

Unternehmens angepasst und gleichzeitig ein neuer Geschäftsbereich präsentiert. Mit der knoblauchedition ist so ein alter Traum Wirklichkeit geworden. Knoblauch produziert Kleinauflagen schöner einfacher Möbelstücke aus der Ideenschmiede und geht in Kürze mit fünf Produkten an den Start. Kplus Konzept www.boardstories.de Möbel mit eigener Geschichte „Mal schnell eine Notiz machen oder gedankenverloren herumkritzeln: Die Übergänge

vitrine. Mit unauffälligem Druck auf die Fernbedienung öffnet sich die funktionale aber auch gleichzeitig optisch ansprechende Sicherheitsvitrine. Ganz nach dem Firmenmotto: „Eine neue Dimension aus Design und Technik.“

Alle Angaben laut Hersteller

OBV www.obv.de

zwischen Arbeitswelt und Privatleben werden immer fließender“, erklärt Designerin Bettina Knorr. Um dem Rechnung zu tragen, ist die Möbelserie Board Stories aus MDF gefertigt und mit einer schwarzen Sonderlackierung beschichtet, die sich zum Bemalen mit Kreide eignet – perfekt für Büro und Showroom. Eloxierte Aluminiumleisten erinnern an alte Schultafeln. Damit ist Kritzeln überall möglich und mit einem Wisch ist alles wieder weg. Die Serie besteht aus Tisch, Bank, Schrank und Rollcontainer. 12

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Aktionsregal oder Aktionssäule? Feste Werbung war gestern, flexible Werbung ist heute. Genau nach diesem Motto hat eine Aktionssäule entwickelt. Wobei OBV selbst sich die Frage stellt: Ist es ein Aktionsregal oder eine Aktionssäule? Folgenden Vorteile und Möglichkeiten bietet das neue Produkt: einfaches Wechseln des Dias

durch Klemmverschlüsse (werkzeuglos), optimaler Blickfang durch optimale Ausleuchtung, für jedes Produkt universell einsetzbar, Bewerben des Produktes 1 : 1, Zubehör: Warenträger, Regalböden, Haken, Prospekthalter usw. Point Einrichtungssysteme www.point-pos.de Vitrine für den „vollen Durchblick“ Die neue UV-verklebte Glas-Ausziehvitrinen-Serie P2X der Firma Point ermöglicht durch ihre transparente Konstruktion den vollen „Durchblick“. Der Wegfall störender Beschläge, Verschlüsse und Verbindungselemente ermöglicht den freien Blick auf die zu präsentierenden Produkte volle Transparenz von allen vier Seiten bei hoher Stabilität und einfacher Handhabung. Der Verschluss der über Eck ausziehbaren und speziell für Ausstellungszwecke konstruierten Vitrinen befindet sich mit Zugriffsschutz und Schließzylinder auf dem oberen Vitrinendeckel. Die Form und Maße der Präsentationsvitrinen können vom Kunden bestimmt werden. Auf Wunsch sind die Vitrinen staubdicht lieferbar. Einlegeböden stehen in den Varianten geklebt, auf Drähten liegend oder auf Aluprofilen zur Verfügung. Alternativ zur UV-Verklebung ist eine Silikonverklebung möglich. Potrafke Kassentischsysteme www.potrafke.com Individuelle Lösungen Der Edeka-Händler Burkowski hat in seinem E-Center in Bochum eine Kassenlösung mit integriertem automatischem Cash-Handling und Touchscreen installiert. Das geschlossene Bargeldhandlingsystem i-Cash von Wincor Nixdorf wurde von dem Kassentischhersteller Potrafke direkt in den Kassentisch eingebaut, was


auch optisch eine überzeugende Lösung darstellt. Potrafke Kassentischsysteme aus Hattingen/Ruhr fertigt seit über 50 Jahren Kassentische für sämtliche Anwendungen am Point of Sale. Das Unternehmen bietet kompetente Beratung, Qualitätsprodukte mit praxisgerechter Funktionalität und attraktiver Ästhetik und Know-how für individuelle Lösungen. Beispielsweise können sämtliche Peripherie-Geräte

und funktionellen Aspekte bringt der Firma SCS den Erfolg auf dem Markt. Durch innovative Zusätze, wie zum Beispiel das Kommunikationspanel, erlaubt SCS den ständigen Dialog mit der Kundschaft. Die Vielzahl der Modelle bietet die Möglichkeit, den Bedarf an verschiedenen, von den Kunden verlangten Formaten zu befriedigen, und macht SCS durch stete Ausstattungsvariation des Designs einzigartig. Sibu Design www.sibu.at verkleidungen zur Präsentation der Ausstellungsstücke sowie Sitzhocker aus Mineralwerkstoff angefertigt. Der Mineralwerkstoff HI-MACS eignet sich dabei in der Farbe Alpine White hervorragend, um einerseits das hochwertige Material und andererseits aber auch die Ausstellungsstücke speziell zur Geltung zu bringen.

und Zubehör rund um den Kassentisch in Konzept und Layout eingebunden werden. Rosskopf & Partner www.rosskopf-partner.com Hochwertiges im Museumsshop Rosskopf & Partner fertigte in enger Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Mangelsdorf aus Stuttgart (Konzept) und dem ausführenden Unternehmen Karl Westermann aus Denkendorf (Montage) verschiedene Möbelelemente aus HI-MACS (Produkt und Marke von LG) für die Staatsgalerie in Stuttgart an. Zum einen wurden für den Museumsshop verschiedene Ausstellungsboards und Bücherregale gefertigt. Zum anderen wurden aber auch Vitrinen-

Erlebnisoase Shop Einkaufen wird mehr und mehr zu einem Freizeiterlebnis. Man verbindet damit Vergnügen, Sehen, Entdecken, Entspannung.

SCS www.scs-checkouts.it Innovatives Design SCS steht für innovatives Design, ausgedrückt in klarer Gestaltung in Kombination

mit weicher Linienführung. Die sorgfältige Studie der verschiedenen ergonomischen

Der Shop wird zur sinnlichen Erlebniswelt. Dies wurde beim Shop Konzept des österreichischen Schuhladens GANGart umgesetzt. Das Sibu Design-Produkt LL Leguan Gold, verarbeitet in Verkaufsregalen, Wänden und Objekten, unterstreicht das ansprechende Ambiente, welches mit puristischem Design, kombiniert mit einem Hauch von Asia-Style glänzt. Mit dem Produkt MultiStyle ist Sibu Design auch bei den ausgestellten Schuhen Trendsetter. Anzeige

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P O S - L a d e n b a u

Marktübersicht

Topshop1A.de www.Topshop1A.de Modern und sportiv Topshop1A.de launcht ein neues Einrichtungskonzept für den modernen und spor-

einfache Wände in hochwertige und stabile Möbel. Die Systeme passen perfekt mit den Standardelementen des Trockenbaus zusammen und ermöglichen durch die gelungene Kombination von Holzwerkstoff und Gipskarton eine einfache Montage und perfekte Fronteinbindung. Übergangslos in die Wand eingelassene Schränke, Nischen oder Vitrinen sorgen für eine Ladeneinrichtung der Extraklasse. Neben den klassischen Einsatzgebieten können auch Theken, Raumteiler, Deckeneinlässe oder Designelemente mit den Systemen schnell und einfach erstellt werden. Umdasch www.umdasch-shop-concept.com Individuelles Tisch-Programm Die Grundidee von StackEasy ist denkbar einfach. Mit universellen Montagebuchsen können Beine und Distanzrohre an Holz-

tiven Sporteinzelhandel. Das System ist auf gerundeten Elementen aufgebaut, d.h. die Säulen, die Sockel und die Fachböden inkl. Konsolen sind doppelt kreativ. Farblich gibt es diese Einrichtungslinie in den aktuellen Sommerfarben. Die Einsatzempfehlung für das System sind Highlightpoints, Schaufenster und kreative Platzierungen in Outlets, Departmentstores und hochwertige Markenboutiquen, die junge Käuferstrukturen ansprechen. Trel www.trelsystems.de Die Wand wird zur Ladeneinrichtung Die einzigartigen Trel Trockenbauschranksysteme verwandeln im Handumdrehen

Höhenverstellung an beiden Tischachsen lassen sich Höhe und Neigungswinkel der

Tischplatte individuell dem Merchandising anpassen. Durch die Kombination mehrerer Tische entstehen lebendige Landschaften im Mittelraum. ToTop ist ein Multitalent im Zentrum jedes Verkaufsraums. Werbung1A.de www.Topshop1A.de Neues Leuchtrahmensystem Werbung1A.de bietet ein neues Leuchtrahmensystem für den Einzelhandel an. Die Leuchtrahmen zeichnen sich durch innovative LED Lichttechnik mit speziell CNC lasergravierten Leuchtleisten für eine brillante Produktpräsentation aus. Durch die hohe Qualität der Artikel von Werbung1A.de bietet dieses Produkt eine Lebensdauer von acht

und Glasplatten montiert werden. Dieses Prinzip ermöglicht die Kreation unterschiedlichster Tischarten bis hin zu Tischen mit organischen Formen. Zur Erleichterung der täglichen Planungsarbeit hat Umdasch Shop-Concept aber auch einige häufig verlangte Grundtypen definiert, denen die aktuellen Konfektions-Legemaße zugrunde liegen. Zum neuen Programm ist eine kleine Broschüre erschienen, die bei Umdasch Shop-Concept angefordert werden kann.

Alle Angaben laut Hersteller

Visplay www.visplay.com Lebendige Landschaften Ein Tisch mit vielen Optionen für die Präsentation und Dekoration. ToTop gibt es in zwei Dimensionen (1600 x 800 und 2000 x 900 mm) – für Tischplatten in unzähligen Formen und Materialien. Dank der stufenlosen 14

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bis zehn Jahren bei täglich zwölf Stunden Einsatz. Gegenüber bisherigen Leuchtkästen mit Leuchtstoffröhren verbraucht es nur 20 Prozent des üblichen Stromverbrauchs. Der Leuchtrahmen eignet sich für Apotheken, Drogerien oder Supermärkte. n


Verlagssonderverรถffentlichung

Willkommen im Showroom

Spitzentechnologie visualisiert Einrichtungsideen

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Internationales Know-how im Dortmunder dula-Studio

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in bulliges BMW-Gelände-Motorrad und ein grob behauener Eichenstamm. Das sind die beiden Elemente, die Besuchern des Dula-Studios zuerst auffallen. Fast sieht es so aus, als müsse man nur den Motor starten, um über den Baumstamm davonzubrausen. Vielleicht ist genau das die Botschaft, die die Dortmunder Gestaltungsprofis vermitteln möchten: Wir haben die richtige Lösung für Ihre Einrichtungswünsche. „Immerhin setzen Kunden in 70 Ländern seit fast 60 Jahren auf Einrichtungen aus unserem Hause“, betont Heinz-Herbert Dustmann, Geschäftsführer der Dula-Gruppe.

Wo immer Dula die Inneneinrichtung eines Ladens gestaltet, steht vor allem der Kunde mit seinen Bedürfnissen im Mittelpunkt. „Schließlich geht es ja um sein Geld. Wenn sich jemand entschließt, einkaufen zu gehen, dann soll ihm das Ausgeben auch Spaß machen!“ Mit diesen Gedanken knüpft Heinz-Herbert Dustmann an die seines Vaters Heinrich an, der im Jahr 1953 mit einem Planungs- und Beratungsbüro den Startschuss für Dula gab.

Das Herz des internationalen Raumgestalters schlägt in Dortmund-Hombruch. Hier befindet sich die Unternehmenszentrale mit dem neuen 800 Quadratmeter großen Dula-Studio. „Wir haben hier alle Möglichkeiten, um die Einrichtungsideen unserer Kunden zu entwickeln“, erzählt Unternehmer Dustmann. Fast drei Monate dauerte die Umbauphase der Showrooms. Kaum ein Stein blieb auf dem anderen liegen. Das Ergebnis ist beeindruckend. Ein Gang durch das Studio ist eine Erlebnistour durch moderne Konzepte kreativer Ladengestaltung.

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Die Vielfalt des Ladenbaus

Wie im kunsthistorischen Museum einzelne Stilrichtungen oder Zeitepochen sind hier verschiedene Warenthemen in einzelnen Nischen ausgestellt: DOB exklusiv, HAKA, Accessoires, Jeans oder auch Delikatessen mit Vinothek in der spanischen Bodega. Gemäß den eigenen Ansprüchen hat Dula ausschließlich hochwertigste Materialien eingesetzt. „Diese Grundelemente des Ladenbaus zeigen wir im Mittelflur in ihrer Ursprünglichkeit“, erklärt Heinz-Herbert Dustmann. „Hier liegt auch der grob behauene Eichenstamm, gestützt auf einen Träger aus unbehandeltem Stahl und von schlichten Glasplatten durchstoßen.“

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Virtuelle Realität im 3D-Raum

Dank einer fast fünf Quadratmeter großen Projektionsfläche kann man schon heute am Besprechungstisch die Einrichtungen erleben, die erst in Zukunft gebaut werden. Möglich macht das die faszinierende Technik der Firma 3Dims GmbH aus Frankfurt. Zwei hoch auflösende Beamer projizieren je 25 Bilder pro Sekunde von hinten auf die lichtdurchlässige Fläche aus Plexiglas und erzeugen 2.420 x 1.860 Pixel. Polfilter lassen das Licht einmal vertikal und dann horizontal passieren. Betrachter tragen eine Polfilterbrille, die das Licht ebenfalls in vertikale und horizontale Anteile zerlegt. Damit entsteht der mitreißende Eindruck der Dreidimensionalität. „Und das alles in Echtzeit“, freut sich der Geschäftsführer. In ganz Dortmund und Umgebung gibt es gerade einmal eine Handvoll vergleichbarer Anlagen. „Für uns ist die 3D-Simulation das i-Tüpfelchen der Präsentation“, schwärmt Heinz-Herbert Dustmann von dem neuen System.

Mit rund 800 Mitarbeitern in ganz Europa, drei Werken in Deutschland, vier in Spanien und einem Werk in Russland setzt Dula ganzheitlichen Innenausbau mit den neuesten technischen Möglichkeiten um. Eine wichtige Bedeutung hat dabei das Thema Licht. „In unserem Lichtstudio erleben Kunden live und hautnah, welche vielfältigen und energieeffizienten Möglichkeiten aktuelle Beleuchtungskörper bieten.“ Neben der Einrichtung von Kaufhäusern und Kreuzfahrtschiffen ist der hochwertige und individuelle Innenausbau das dritte Standbein des international arbeitenden Unternehmens. Arztpraxen und Büros werden ebenso ausgestattet wie Verwaltungsgebäude, Konferenzräume und öffentliche Bereiche von Hotels. Referenzobjekte in Dortmund sind beispielsweise der Eingangsbereich des RWE-Towers und große Teile der DASA. „Wir haben eine sehr hohe Fertigungstiefe“, nennt der Unternehmer einen weiteren Pluspunkt.

Dula-Werke Dustmann & Co. GmbH, Harkortstraße 25-27, D-44225 Dortmund Telefon: +49 (0)231 7100-373, Telefax: +49 (0)231 7100-349 Ansprechpartner: Herr Nils Jo Jantoß, www.dula.de

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O b j e k t b e r i c h t

Leonardo im Alexa, Berlin

Glasliebe am Point of Sale Leonardo ist Glasliebe. Dieser neue Unternehmensclaim, der sich direkt aus dem Markenkern ableitet, wird auch im neuen Store-Konzept sichtbar und spürbar. Im März 2010 wurde der erste Store der neuen Generation im Alexa Shoppingcenter in Berlin eröffnet.

G

las neu erleben. Diese Vision wurde auf etwa 100 Quadratmetern realisiert. Emotional betonte Produktwelten und eine intelligent strukturierte POS-Präsentation bilden eine attraktive Kombination, die Kunden und potenzielle Franchisepartner gleichzeitig anzieht.

Leonardo goes future Nachdem das Unternehmen glaskoch aus Bad Driburg 2009 sein 150-jähriges Bestehen feierte, startet es jetzt mit einem völlig neuen Markenauftritt in die Zukunft. Aus dem Anbieter für Geschenkartikel aus Glas

entwickelte sich eine moderne, emotional betonte Lifestylemarke mit klar segmentierten Produktbereichen. Für die Neuausrichtung steht das 2007 in Bad Driburg errichtete Markengebäude, der Leonardo glass cube, das unter anderem einen großen, variablen Showroom enthält. Nun galt es, POS-Ladenbau n 4 • 2010

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O b j e k t b e r i c h t

Leonardo im Alexa, Berlin

auch am POS neue Zeichen zu setzen. Nach einem Einladungswettbewerb bekam CRi Cronauer + Romani den Zuschlag, dieses Konzept zu entwerfen. Geschäftsführer Rolf Romani erinnert sich: „Bei der Ideenfindung lehnten wir uns an das neue Image an, ohne den glass cube eins zu eins zu kopieren oder lediglich zu verkleinern. Vielmehr ging es darum, die Stimmung aus dem Markengebäude zu übersetzen. Ein weiterer Aspekt, zu dem uns das Produkt Glas inspirierte, war mehr Fluss in die Stores zu bringen und die Strenge der früheren Ladengeneration mit einer gefälligeren Formensprache zu durchbrechen.“

Liebe auf den ersten Blick Dieses spontane Empfinden von Zuneigung gilt auch für den Ladenbau. Der erste Eindruck ist entscheidend. „Wir wünschten uns eine warme Atmosphäre, in der sich Kunden gleich zu Hause fühlen“, sagt Bianca Kleine, Geschäftsleitung Retail Leonardo. Die Stores sollten einladend und wohnlich wirken, aber auch frisch und unverbraucht. Trotzdem sollte die Funktionalität nicht zu kurz kommen. So dient der Sockelbereich, bestehend aus weiß laminierten Schubkastenpodesten, die den Store wandbegleitend dezent einfassen, weiterhin als notwendiges Nahlager. Er bietet eine stabile Basis und ist gleichzeitig Stellfläche. Aufgestelzt auf diesen Sockel befindet sich ein schlankes Edelstahlregalsystem, das eigens für Leonardo entwickelt wurde und an dem auch nur die Haltepunkte vorgesehen sind, die man wirklich benötigt. Hierdurch bleibt das Warenträgersystem wertig und ruhig. Durch die matten Glaseinlegeböden wird die notwendige Transluzenz erzielt, so dass auf eine integrierte Regalbeleuchtung verzichtet werden konnte. Die gewünschte Wohnlichkeit wird durch Holzauflagen und einzelne Fachböden sowie diverse andere Bestückungsteile in Ahornoptik eingebracht. Seitlich hereinragende kleine Tischwinkel erinnern an zu Hause. Hier kann tatsächlich ein Tisch gedeckt werden. Im Mittelraum befinden sich oval geformte Präsenter aus weißen Podesten und asymmetrisch überkragenden Tischen, deren obere Platten als Wendeplatten einseitig in Holz ausgeführt wurden. Das Zentrum des Stores bildet ein „Marktplatz“, der mit einem Konglomerat von unterschiedlich großen, runden Podesten belegt ist, auf denen man aktuelle Themen spielen kann. Über diesem schwebt ein großer, kreisrunder 20

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Zentrum des Stores: „Marktplatz“ mit unterschiedlichen Podesten für aktuelle Themen

Stofflampion, der das Wort „Glasliebe“ trägt – die Kernaussage des Claims „Leonardo ist Glasliebe“, der zusammen mit dem neuen Logo auf der Ambiente im Februar 2010 gelauncht wurde. Flankiert wird der Markt von der gebogenen, großzügigen Kassenanlage, die den Kunden gefühlsmäßig auffängt. Hier ist das Licht gänzlich auf die Großgrafik der Rückwand ausgerichtet, während der Kunde und die Verkäuferin sich eher in gedämpftem Licht befinden. „Auch das Bezahlen soll mit einem angenehmen Gefühl des Bekommens verbunden sein“, meint Ulrike Tiemann, Geschäftsführerin CRi.

Segmentierung nach Kundenvorlieben Im Rahmen der Neuausrichtung wurde eine Segmentierung des Life Interior Bereichs (Geschenkartikel und Produkte für den täglichen Bedarf) nach Lifestylegruppen vorgenommen. Dies hilft den Kunden, ihre Lieblingsprodukte zu entdecken, bietet aber auch viele Vorteile für die Handelspartner. „Durch die klare Segmentierung in loft, home und ab 2011 passion strukturieren wir die Fläche, die unsere Handelspartner so optimal und effizienter nutzen können. Kanni-

balisierungseffekte verschwinden, die Sortimentspflege wird vereinfacht“, erläutert Leonardo Geschäftsführer Oliver Kleine. Ein noch relativ junges Segment mit außergewöhnlicher Anziehungskraft ist ”jewels by Leonardo“, das Echtschmuck aus Glas umfasst. Gerade durch dieses Segment werden viele neue Kunden generiert, von denen manche erstmalig deshalb einen Leonardo Store betreten und so an das Gesamtsortiment herangeführt werden. Als Schmuckvitrine der anderen Art dient ein persiflierter, aufklappbarer Reisekoffer außen mit dunklem Kunstleder überzogen, versehen mit aufgesetzten Schutzleisten und typischen Ledergriffen. Um die Wertigkeit des Themas Schmuck zu unterstreichen, ist innenwandig beidseitig jeweils eine LED-Leiste bündig eingelassen. Der Schmuck selbst wird auf Glasböden und entsprechenden Displayhaltern präsentiert. Eine ovale Vitrine ergänzt den Bereich der Schmuckpräsentation. Der Accessoirebereich im rechten hinteren Teil des Ladens wird noch weiterentwickelt. Hier sollen erste Erfahrungen genutzt werden, um die vielen verschiedenen Einzelprodukte noch optimaler herausstellen zu können. Eine spannende Herausforderung, da sich die Produktgruppe sehr komplex darstellt und auch saisonal verändert werden können muss.


viel oder zu wenig eingeplant, sondern das absolute Optimum erreicht“, betont Rolf Romani. „So entsteht eine Modulation der Lichtlandschaft – keine gleichförmige, langweilige Lichtstimmung, sondern inszenierte Spannungsfelder. Auch für die Lichtvoute, die die Decke schwebend erscheinen lässt und die Stoffgrafiken und -flächen belebt, wurde ein weder zu kaltes noch zu rötliches Licht verwendet. Die perfekte Harmonie der Lichtfarben war Leonardo sehr wichtig.“

Warme Ausstrahlung

Das Schaufenster bekam ein neues Gesicht, das neue Logo wurde erstmalig eingesetzt

Multimediales Erleben

Klug inszeniertes Licht

Im Pilotprojekt des Franchise-Konzeptes, der im Alexa Shoppingcenter in Berlin eröffnet wurde, will man viel Neues ausprobieren. So wurde ein verkaufsförderndes Multimediatool entwickelt. Produkte, die nicht im Store verfügbar sind, können sofort online im Laden bestellt werden. Ein Gewinnspiel wirkt als weiterer Attraktor. Auf einem integrierten Flachbildschirm, der das Wandregal noch recht nahe beim Eingang unterbricht, laufen die gleichen Produktvideos wie im Showroom des Leonardo glass cube. Starke, zum Teil in Zeitlupe ablaufende Bilder strahlen produktbezogene Emotion aus.

In Zusammenarbeit mit den verantwortlichen Lichtplanern wurden aufwendige Lichttests durchgeführt, durch die eine Reduzierung sämtlicher HIT Leuchtmittel auf 35 Watt erzielt werden konnte. Dies ist auch für die Langzeitbetrachtung der Energiebilanz wichtig, zumal sich damit auch der Kühlbedarf senkt. Die verschiedenen farbigen und nicht farbigen Glasexponate werden mittels unterschiedlicher Reflektorausbildung entsprechend lebhaft inszeniert. So sind fast alle Reflektoren goldbedampft, mit Ausnahme derjenigen für den Bereich loft. „Wir haben nicht einen Strahler zu

Sämtliche Wände und auch der Deckenspiegel sind in einem sehr hellen, warmen Schlammton gehalten. Davor verlaufen teilweise weiße transluzente Stoffbahnen oder auch die bereits erwähnten Grafikdrucke, die jeweils die Zentren der Wandabwicklungen betonen. Für den Boden wurde ein hochwertiger mitteltoniger elastischer Belag eingesetzt, der eine gute Ökobilanz ausweist und angenehm zum Verweilen ist. Die Storefront mit dem Schaufenster und der schon vorhandenen, raumhohen Glasfaltanlage bekam buchstäblich ein „neues Gesicht“. Zum einen wurde hier erstmalig das neue Logo eingesetzt. Zum anderen wurde die Dynamik aus dem glass cube mit Kreissegmenten, realisiert mit angeschnittenen blaue Folien und Stoffen, spannend übersetzt. „In Zukunft sollen die saisonalen Themenwelten den Franchisepartnern zur Verfügung gestellt werden, auch um die Sprache in den Stores einheitlich auf das jeweilige Sortiment abzustimmen“, so Holger Olthoff, Leonardo Retailmanager. Ein weiteres zeitgemäßes Detail findet sich in dem Raumduft, der als Unikat für Leonardo entwickelt wurde und das sinnliche Einkaufserlebnis abrundet.

n Auf einen Blick

Positives Feedback

Leonardo im Alexa, Berlin

Die neue Generation der Leonardo Stores kommt an. Befragt nach der Wirkung des neuen Erscheinungsbildes äußerten sich Kunden spontan positiv. Zusammen mit engagierten Franchisepartnern ist jetzt ein bundesweiter Ausbau des neuen StoreKonzeptes geplant. Als Wunschstandorte gelten Centerstores im Umfeld entsprechender Lifestyle-Welten, aber auch Locations in gut frequentierter Lage von Städten ab 80.000 Einwohner. n

Verkaufsfläche:

ca. 100 m2

Bauzeit:

vier Wochen

Eröffnung:

26. Februar 2010

Sortiment:

Glas, Homeware, Accessoires und Glasschmuck

Planung, Innenarchitektur:

CRi Cronauer + Romani Innenarchitekten GmbH, Bensheim

Fotos:

siehe Impressum

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F a c h b e i t r a g

Kassen

Die Kasse – Ort der Zusammenkunft An der Kasse findet nicht nur der Zahlvorgang kurz vor dem Verlassen des Ladens statt, es ist vor allem auch der Augenblick, in dem der Kunde seine Ware in Empfang nimmt. Hier bietet sich die Möglichkeit des persönlichen Kontakts. Die Kassezone wird Kommunikationspunkt und macht den Stellenwert der Kasse deutlich.

D

ie Position des Kunden an der Kasse lässt sich nutzen, um vor dem Verlassen des Stores ein letztes Mal die Markenwerte zu kommunizieren. In aller Regel bildet der Bezahlvorgang den Abschluss des Ladenbesuchs. Der hier vermittelte Eindruck ist also der letztlich vorhaltende. Schöne Inszenierungen holen den Kunden emotional ab und verstärken das Gefühl, sich etwas Besonderes gegönnt zu haben. Ein Kunde, der sich bereits für eine Ware entschieden hat, ist

n

Der Autor

Klaus Schwitzke ist Mitinhaber des Düsseldorfer Designbüros Schwitzke & Partner.

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tendenziell auch für weitere Empfehlungen offen. Diese können über konkrete Produktpräsentationen im direkten Kassenumfeld oder virtuell über die Nutzung von Screens hinter den Kassen kommuniziert werden. Beispielsweise laufen bei Depot über den Kassen große Bildschirme. In kurzen Filmen wird über neue Produkte, Ideen und Wissenswertes informiert. Damit wird die Wartezeit kurzweiliger und informativer – was letztlich auch zur Kundenbindung beiträgt.

Wartebereich mit Bar

ser Ansatz aufgegriffen und gleich noch ein Wartebereich mit Bar installiert. So kann an einem zentralen Punkt nicht nur die Ware bezahlt werden, sondern es findet auch eine Beratung zu den Produkten statt. Begleitende Personen können sich die Wartezeit hier mit einem Kaffee verkürzen und lockern so die Wartesituation der Kunden auf. Dieses Zusammenspiel vermittelt eine angenehme Atmosphäre und unterstreicht damit auch die Botschaft, die die Marke Esprit mit ihrer Bodywear Kollektion vertreten möchte.

Materialien und Beleuchtung Die Funktionalität des Kassenbereichs kann noch erweitert werden, indem neben der reinen Bezahlung und Warenausgabe, auch die sich ergebende Kommunikationssituation als Möglichkeit genutzt wird, einen Mehrwert für den Kunden zu installieren. Die Kasse lässt sich so auch in einen Informationsbereich überführen. Bei der Gestaltung der Esprit Bodywear Kasse wurde die-

Für die Flächen, die ein Kunde im Kassenbereich berührt, bieten sich natürliche, angenehme Materialien wir Holz, Leder oder auch Naturstein an. Auch die Rückwände sollten in den gestalterischen Gesamtrahmen eingefügt und emotional ansprechend sein. Ein weiterer Punkt, der nicht zu vernachlässigen ist, ist die Beleuchtung des Kassenbereichs. Die Illumi-


nation darf nicht als störend oder gar blendend empfunden werden – weder von den Angestellten noch den Kunden. Beim Kassenblock des Hamburger Alsterhauses wurde ganz offensiv mit Weiß und Blau, den CI-Farben des Hamburger Luxushauses, gearbeitet. Dabei sind weder der Schriftzug noch das Logo direkt mit Spots belegt, treten aber unterstrichen von der Farbwahl der Beleuchtung in den Vordergrund. Die Kogge als Wahrzeichen und zentrales Element des InstoreBrandings kommuniziert die Marke Alsterhaus und sorgt für Wiedererkennbarkeit. So ist die Welle mit dem blauen Balken das gestalterische Element für die Kassenbereiche.

tralen Großkasse bestehen, die beim Kauf verschiedener Produkte in einem Haus klare Vorteile mit sich bringt. Generelle Umsatzrückgänge im stationären Handel sind abseits der Sortimentsgestaltung häufig auch auf die virtuelle Konkurrenz im Internet zurückzuführen. Ein Weg, dem Kunden die Vorteile, die er glaubt nur online finden zu können, auch auf der Fläche zugänglich zu machen, ist die Angleichung des Bezahlvorgangs. In Onlineshops muss sich

vice ist mit nur wenigen Abstrichen auch im stationären Handel möglich, wenn man in den Flächen verschiedene Bezahlmöglichkeiten, Abhol- und andere Servicezonen integriert. Die Vorteile digitaler Kommunikation lassen sich darüber hinaus auch direkt auf der Fläche nutzen, wenn mit multifunktionalen Displays gearbeitet wird. Diese lassen sich mit verschiedensten Funktionen bespielen und können über eine berührungsempfindliche Oberfläche gesteuert werden. Der Kunde kann dieses Hilfsmittel mit persönlichen

Perspektiven Grundsätzlich sollten die Bezahlmöglichkeiten entsprechend der Segmente gestaltet sein. In einem Luxus-Store möchte der Kunde nicht an der Kasse anstehen müssen. Da kommt die Kasse zum Kunden, man gibt seine Kreditkarte ab und erhält wenig später Ware und Quittung wieder, ohne dass man sich irgendwo angestellt hätte. Auch wenn dies in niedrigeren Preislagen mit höherer Kundenfrequenz nicht genauso umsetzbar ist, wird die Entwicklung doch dahingehen, mehrere Bezahlmöglichkeiten auf der Fläche zu installieren. Ein Beispiel wäre ein System, das sich an der Bezahlsituation der Gastronomie orientiert. Hier werden die Mitarbeiter mit mobilen Cashterminals ausgestattet, die den Kunden eine Alternative zu den großen Sammelkassen bieten. Gerade beim Kauf weniger Teile wird das Anstellen in großen Kassenschlangen als abschreckend empfunden. Hier bieten mobile Bezahlmöglichkeiten dem Kunden eine schnelle und unkomplizierte Lösung an. Parallel bleibt die Möglichkeit der zen-

Die Beleuchtung darf bei Kunden und Mitarbeitern nicht als störend empfunden werden

kein Kunde ums Verpacken und Transportieren kümmern, die Sachen werden geliefert. Man bekommt während des Auswahl- und Zahlprozesses weitere Produktvorschläge mit Waren, die thematisch passen, was andere Kunden noch dazu gekauft haben oder Hinweise zu Sonderangeboten. Dieser Ser-

Angaben füttern und so individuelle Informationen und Empfehlungen zu angefragten Produkten erhalten. Doch bei allen gestalterischen Möglichkeiten bleibt ein Grundsatz bestehen: Der Kunde wird dann ein zufriedener Kunde, wenn er Respekt, Beratung und Service erfährt.  n Anzeige

INNOVATIVE LICHTLÖSUNGEN So einzigartig wie Ihre Marke sind auch unsere Lichtlösungen. Wir nennen das Corporate Light. Aus individuellen Markenwelten ergibt sich individuelle Shopbeleuchtung. Mehr Informationen erhalten Sie unter www.oktalite.de oder Tel. 0221- 59767- 0.

Liliencron Apotheke, Hamburg

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P r a x i s b e r i c h t

Apotheken

Diskrete Beratung – guter Service Patienten suchen bei Erkrankungen immer häufiger den kompetenten Rat in der Apotheke, bevor sie zum Arzt gehen. Sie wünschen sich dabei aber höchstmögliche Vertraulichkeit. Im Beratungszylinder können Gespräche auch in kleineren Apotheken diskret durchgeführt werden.

D

ie Markt-Apotheke ist seit über 20 Jahren eine sehr beratungsaktive, auf Homöopathie spezialisierte Apotheke in Holzkirchen bei München. Die Diskretion zu wahren, ist im nur 38 Quadratmeter großen Verkaufsraum jedoch nicht immer leicht. „Ich suchte deshalb nach einer Lösung, mit der wir einem Beratungsgespräch spontan einen vertraulichen Rahmen geben können“, beschreibt Inhaber Peter Gerhold die Aufgabe. „Außerdem wollte ich eine flexible Lösung, die sich nahtlos in unser bestehendes Raumkonzept einpasst.“ Über einen Pressebericht wurde Gerhold auf den Beratungszylinder des Planungsbüros Höferlin & Höferlin aufmerksam. Das Konzept gefiel ihm auf Anhieb. Nach einigen Monaten der gemeinsamen Planung und Anpassung ist Gerhold seit September 2009 stolzer Besitzer des bundesweit ersten Beratungszylinders für Apotheken. 24

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Der Beratungszylinder macht neugierig Dieser wird von seinen Kunden begeistert angenommen und sorgt für Gesprächsstoff. „Viele fragen: Was ist denn das? Sieht ja richtig spacig aus, kann man damit auch beamen? Oder: Ist das der Apotheker- Beichtstuhl?“, berichtet Gerhold. Der Beratungszylinder passt sich optimal in die kleine Verkaufsfläche ein. Im offenen Zustand ist er ein ganz normaler Handverkaufsplatz. Wenn ein Beratungsgespräch mehr Diskretion benötigt, sagt Gerhold nur: „Gehen wir da rüber“. Dann wird daraus ein diskreter Beratungsplatz, der mithilfe der mattierten Glas-Schiebetüren – die absoluten Sichtschutz bieten – an die Vertraulichkeit des Gesprächs angepasst wird. „Oft reicht es schon, wenn ich eine Tür als Abtrennung zum benachbarten Verkaufstisch etwas

zuziehe“, freut sich Gerhold über die flexible Handhabung. In der Regel beginnt das Beratungsgespräch im Stehen. „Bei Bedarf bitte ich einfach Platz zu nehmen, um zum Beispiel den Blutdruck zu messen oder einen Stützstrumpf anzupassen.“ Dann senkt Gerhold kurzerhand den Tisch, mit ihm auch den Computerbildschirm und die Tastatur. Die Arbeit mit und im Beratungszylinder macht dem Apotheker aus Leidenschaft sichtlich Freude. „Auch bei Müttern, die ihre kleinen Kinder mit in den Zylinder nehmen, ist der Umgang viel entspannter. Das passende Spielzeug wird einfach mit rein genommen.“ Auch ein Hautanalysegerät, das Gerold vor zwei Jahren anschaffte, kaum nutzte und jetzt im Beratungszylinder fest anschloss, kommt viel häufiger zum Einsatz. „In den letzten drei Wochen habe ich mehr Hautmessungen gemacht als in den zwei Jahren davor.“


Im geöffneten Zustand ein normaler Handverkaufsplatz – je nach Vertraulichkeit des Gesprächs entsteht ein diskreter Beratungsplatz

89 Prozent der Apothekenkunden fordern eine diskrete Beratung Der Beratungszylinder kommt nicht nur der Forderung nach mehr Diskretion in der Apotheke nach. Eine repräsentative Befragung unter 500 Apothekenleitern ergab, dass in 89 Prozent der Apotheken die Kunden ein Gespräch unter vier Augen wünschen. Der Zylinder erfüllt auch die Apothekenbetriebsordnung, die vorschreibt: „Die Offizin muss so eingerichtet sein, dass die Vertraulichkeit der Beratung gewahrt werden kann.“ (§ 4, Abs. 2 ApBetrO). Diese Aspekte waren der Auslöser für den Wettbewerb „Beratung

braucht Diskretion“ der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA). Der Beratungszylinder überzeugte die Juroren und gewann Ende 2007 den ersten Preis. Die Präsidentin der Bundesapothekerkammer, Magdalene Linz lobte ihn als „flexibel und einfach“. Der Beratungszylinder passt sich der Apotheke individuell an. In geöffnetem Zustand ist er Bestandteil der Apotheke und erst dann, wenn beraten wird, erfolgt die Schließung, je nach Bedarf und Intensität des Gespräches. Der Zylinder ist immer nur temporär im Einsatz und unterstützt die jeweilige Situation. Der Platzbedarf er-

scheint auf den ersten Blick recht groß, ist aber eben nur bei geschlossenem Zylinder voll wirksam. Im Normalfall ist der halbgeschlossene oder voll geöffnete Zylinder ein vollwertiger HV-Platz. In geöffnetem Zustand ist der Zylinder voll in den bestehenden Apothekenbetrieb integriert. Das gesamte Warenangebot auch im Zylinder wird vom Kunden gesehen und wahrgenommen. Eine diskrete Beratung in der Apotheke eröffnet neue Möglichkeiten, Stammkunden zu binden und Neukunden zu gewinnen. So kommt der Apotheker seiner Pflicht aus der Apothekenbetriebsordnung nach, und gleichzeitig wird ein Marketinginstrument für die Apotheke geschaffen.  n Anzeige

Apotheker Gerhard Schreiner, Feuerbach Apotheke, Ansbach

„Ich beleuchte mit BÄRO ... ... weil ich sowohl eine besonders leistungsstarke als auch gleichzeitig wirtschaftliche und energieeffiziente Lichttechnik haben wollte. Beratung und Lichtplanung von BÄRO bewerte ich als ausgezeichnet. Meine Apotheke strahlt nach der

Modernisierung eine besondere Atmosphäre aus, die auch die Kunden beeindruckt. Mein hochwertiges Produktangebot wird von nur 18 Leuchten optimal präsentiert. POS-Ladenbau n 4 • 2010 25 Tel. 02174 799-777 Ich bin rundum zufrieden und marketing@baero.com baero.com empfehle BÄRO gerne weiter.“


O b j e k t b e r i c h t

Apotheken

Den Kunden im Blick Die Central Apotheke in Steinbach, die Ginko Apotheke in Gangelt-Breberen und die Rebland Apotheke in Baden-Baden haben unterschiedliche innenarchitektonische Ansätze und bieten doch eines gemeinsam: bestmöglichen Service und Orientierung für den Kunden und gleichzeitig „Raum“ für Kommunikation.

I

m Dezember 2009 wurde die Central Apotheke in Steinbach eröffnet – eine der ersten Drive-In Apotheken

in Deutschland. Die Offizin ist in einem transparenten Glaskubus eingebaut. Der puristische Neubau ist durch seine Stahl-Glas-

Konstruktion lichtdurchflutet und erlaubt sowohl vom Verkaufsraum als auch vom Personalbüro auf der offenen Galerie einen

Central Apotheke, Steinbach 26

POS-Ladenbau n 4 • 2010


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fantastischen Blick in den Taunus. Die Transparenz der Architektur wird lichttechnisch unterstrichen durch fast schwebend aufgehängte Lichtmodule. Das indirekte Licht des Lichtmoduls taucht den Glaskubus bei Dunkelheit in ein sphärisch blaues Licht, das direkte Licht beleuchtet die Warenträger. Die Ladengestaltung trägt dem Ausblick Rechnung und so wurde auf geschlossene Schaufensterbereiche verzichtet. Der Mittelraum ist mit niedrigen Gondeln und Schütten als Sonderanfertigung bestückt und erlaubt – trotz des kleinen Verkaufsraums – viel Bewegungsfreiheit. Die Rückwand, Vorwahl und die beiden spiegelbildlichen Tresen bilden unter der Galerie den Raumabschluss. Die Trennwand zu den rückwärtigen Räumen für Personal und Beratungsraum ist ab einer Höhe von 2.20 Meter mit einer durchlaufenden satinierten Glasscheibe ausgeführt, um zusätzlich Licht nach hinten zu führen. Ein grafisches Gestaltungselement sind die aufgesetzten dreidimensionalen Schriftzüge, die einen emotionalen Bezug zu dem Thema Apotheke und Sortiment widerspiegeln.

Ordnung und Übersicht Durch den Einsatz eines Medikamentenautomaten, der die bestellte Ware in Sekundenschnelle in der Rückwand des Shops „ausspuckt“, konnte ein Großteil des Sortiments aus dem Verkaufsraum ausgelagert werden. Das angefertigte Mobiliar ist sehr klar und übersichtlich gestaltet, um maximale Ordnung und Übersicht in den Warenaufbau zu bringen. Auch für die Mitarbeiter ist die Bedienung denkbar einfach. Alle Glasböden und Haken werden ohne Werkzeug in Trägerschienen gesteckt, was eine schnelle Veränderung der Bestückung ermöglicht. Die Formensprache trägt der klaren Architektur Rechnung und ist schlicht und funktional. Das zieht sich auch in der Materialwahl durch. Beschichtete und lackierte Oberflächen in Weiß gönnen dem Auge Ruhe, wo die Sortimentsvielfalt die Aufmerksamkeit auf sich zieht. Trotz aller Coolness ist die Atmosphäre hell und freundlich. Dazu trägt auch das verwendete Material am Tresen und der Rückwand bei. Die Reliefplatte in Oberfläche Eiche ist ein schöner Kontrast zu den Flächen in weißem Corian, mattiertem Edelstahl und seidenmatten Lackflächen.

Planung: Frau Giesen

Konsequentes Konzept Der Bereich des Tresens wurde funktional gestaltet. Auf der Rückseite findet sich die technische Ausrüstung wie Rezeptdrucker, Kasse, Scanner, Tütenhalterung, Mülleimer und Bevorratung für Proben. Eine durchlaufende Edelstahlkante ermöglicht, dass Geldrollen auch mit dem entsprechenden Schwung an der Tischkante geöffnet werden können. Der Bildschirm wird auf der Kundenseite durch einen „eingeschobenen“ Verkaufskubus kaschiert. Im Tresenbereich wurde bewusst auf Pendelleuchten verzichtet. Hier beleuchten kardanisch gelagerte Leuchten die darunter liegende Verkaufstheke und Gondeln, teilweise mit vorgesetzten Wabenrastern, um ein blendfreies Arbeiten zu gewährleisten. Es ist ein durchgängiges, konsequentes Konzept, das sowohl auf das Sortiment als auch auf das Personal und den Kunden abgestimmt ist. Die Ware steht im Vordergrund – ist aber sortiert und übersichtlich. Der Bauherr hat sich getraut, einen neuen Weg zu gehen, um vom „80er Jahre Look“ in der Moderne anzukommen. Dabei hat das Zusammenspiel zwischen Bauherr, Architekt und Innenarchitektin eine optimale Symbiose ergeben. n

Planung: medicalplan, Köln

Kompetenz im Ladenbau

www.hochkeppler.de POS-Ladenbau n 4 • 2010

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Apotheken

Ginko Apotheke, Gangelt-Breberen

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esundheit und Wohlbefinden werden immer mehr zu einem Thema des individuellen Lifestyles. Der Gesundheitsmarkt befindet sich im Wandel, Konsumenten tragen mehr Eigenverantwortung und eine gesunde Lebensweise liegt im Trend. Darauf muss sich der Gesundheitsmarkt einstellen. Dies hat auch die Ginko Apotheke erkannt und sich rundum dem Konzept „Wohlfühlen“ verschrieben. Die Individualität und Atmosphäre des neuen Verkaufsraums stehen im Einklang mit dem Produkt- und Serviceangebot und bilden einen ganzheitlichen Ansatz. Die Apotheke im nordrhein-westfälischen Gangelt-Breberen realisierte in Zusammenarbeit mit M&V Creativ Display aus Heinsberg ein Raum28

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und Einrichtungskonzept mit wohltuender Ausstrahlung. Nach ersten Gesprächen mit der Inhaber-Familie Shirazi war schnell klar: Diese Apotheke soll sich von den klassischen Apotheken-Konzepten unterscheiden und unter dem steigenden Wettbewerbsdruck den wirtschaftlichen Erfolg sicherstellen. Den Kunden soll das Gefühl vermittelt werden, sich an einem Ort zu befinden, der sich den Bedürfnissen von Körper und Seele widmet. Bei der Ginko Apotheke steht der Erhalt der Gesundheit im Vordergrund, nicht die Krankheit. So verspricht es auch der Name der Apotheke. Denn die asiatische Heilpflanze „Ginkgo“ steht für Vitalität mit kraftspendenden und lebensverlängernden Eigenschaften.

Großzügiges Raumkonzept mit Transparenz Mit einem Blick für das Wesentliche entstand auf einer Verkaufsfläche von rund 200 Quadratmeter ein Raumkonzept, dessen Gestaltungslinie auf Klarheit und Großzügigkeit beruht. Der rechteckige Grundriss wurde übersichtlich strukturiert und erschließt sich dem Kunden auf natürliche Weise. Die Verkaufsfläche verfügt über keinerlei Sichtbarrieren, was sich bis hin zu einem offen einsehbaren Labor erstreckt. Einen räumlichen Fokuspunkt bildet die über fünf Meter lange Verkaufstheke mit drei Beratungsplätzen. Mit ihrer hinterleuchteten satinierten Glasfront ist sie ein wahrer Lichtblick. Die Sicht-


turen vertraut sind, wird durch die freie Sicht ins Labor betont. Vertrauen durch Transparenz war der Grundgedanke bei der Öffnung des Laborbereichs, den ein Glasfenster vom Verkaufsraum trennt. Unter Berücksichtigung der sicherheitsrelevanten Auflagen erlangt der Kunde einen tieferen Einblick in die Arbeit des Apothekenpersonals. Das sonst eher „stille Kämmerlein“ wurde so harmonisch in das Gesamtkonzept integriert und bietet einen innovativen Impuls.

Raum zum Relaxen Die Gestaltung mit reduzierter, klarer Formgebung setzt sich auch in der Relax- und Beratungszone fort. Hinter einer Sichtwand lädt dieser Bereich zum Verweilen ein. Ein Beratungsplatz bietet eine Rückzugsmöglichkeit und gibt Intimität für ausführliche Gespräche und Serviceleistungen. Das Gestaltungsrezept ist aufgegangen. Volkmar Krieg, Geschäftsführer von M&V Creativ Display, kann zufrieden auf sein erstes Apotheken-Projekt dieser besonderen Art zurück blicken.  n

Weiße Möbel mit braunen Akzenten setzen die Ware harmonisch in Szene

wahl-Produkte werden an der Rückwand hinter der Theke auf filigranen Glasböden präsentiert. Weitere Funktionsbereiche wurden unter Berücksichtigung der Arbeitsabläufe positioniert.

Der Mix macht’s Materialien, Farben und Licht werden harmonisch zusammengeführt. Das Zusammenspiel von weißen Hochglanz LackOberflächen, dunklem Holz, Edelstahl und Glas in Verbindung mit einem warmen Terrakotta-Farbakzent erzeugt ein wohnlich-warmes Ambiente. So wird „Wohlfühlen“ atmosphärisch im Raum erlebbar. Eine wandhohe Leuchtbox im direkten Sichtbereich seitlich der Theke setzt einen weiteren Akzent zur atmosphärischen Gesamtinszenierung. Das Gingko-Motiv greift den Apothekennamen auf und unterstützt die Idee konzeptionell, aber nicht werblich. Decke und Boden vervollständigen den Raumeindruck. In die Gipskartondecke eingelassene Deckenstrahler sorgen für eine ausgewogene und akzentuierte Beleuchtung. Für den Boden wurde ein pflegeleichter PVC-Belag in „Beton-Optik“ gewählt, der rutschhemmend ausgeführt wurde und im Sinne der Nachhaltigkeit recycelt werden kann.

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Warenpräsentation – reduzierter Warendruck Charakteristisch: Die Produkte stehen im Vordergrund. Dank des reduzierten Warendrucks kommen sie gut zur Geltung. Die weißen Hochglanz lackierten Wandmöbel mit Glasböden ergeben einen klaren Hintergrund und sind mit Bodenfreiheit an die Wand montiert. So wirken sie wie schwebend und strahlen Leichtigkeit aus. Einen warmen Kontrast zu der ansonsten kühlen Anmutung bietet die Terrakotta-Wandfarbe. Die Warenpräsentation beginnt ab einer angenehmen Sicht- und Griffzone, im unteren Sockelbereich sorgen Vorratsschubladen für die schnelle Warenauffüllung. Ein weiterer Unterschied zu klassischen Apotheken-Konzepten liegt im Verzicht auf ein Beschriftungsleitsystem. Aufgrund der großzügigen Raumaufteilung und der klar gegliederten Sortimentsbereiche im Freiwahlbereich ist dennoch eine schnelle Orientierung sichergestellt. Auch auf Displays der Markenhersteller wird weitestgehend verzichtet, um das Raumkonzept nicht zu stören.

Freie Sicht ins Labor Dass Apotheker neben der kompetenten Beratung auch mit der Herstellung von RezepPOS-Ladenbau n 4 • 2010

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Apotheken

Rebland-Apotheke, Baden-Baden

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fen. Das Raumkonzept gliedert sich nun in den dreifach vergrößerten Verkaufsraum, die Rezeptur, das Labor, das Büro und einige Neben- und Lagerräume.

Der Bereich der Außenfassade wurde dem neuen Erscheinungsbild angepasst. Die bodentiefe Schaufensterfront erstreckt sich über die gesamte Gebäudebreite. Als Dekorationsflächen im Schaufenster dienen einzelne, verstellbare Quader. Hier soll nur produkt- oder jahreszeitbezogen dekoriert werden. Es gilt, weniger ist oft mehr. Die etwa 75 Quadratmeter Grundfläche der Apotheke wurden im Zuge des Umbaus neu strukturiert. Somit wurde eine großzügige Verkaufsfläche geschaf-

Betritt der Kunde die Apotheke, empfängt ihn ein heller lichtdurchfluteter Raum mit einer sehr klaren Warenpräsentation. Die Regale der einzelnen Sortimente sind lediglich 1,7 Meter hoch. Somit besteht zwischen pharmazeutischem Personal und Kunden die gewollte Kommunikationsmöglichkeit und die Einsehbarkeit der Arbeitsbereiche, was die hohe Kompetenz ersichtlich macht. An diesem Konzept orientierend, wurden die Warenträger im Mittelraum in einer Reihe angeordnet. Weiße Schichtstoffplatten und satiniertes Glas präsentieren übersichtlich die Produkte. Der klar strukturierte Warenaufbau erleichtert dem Kunde die Suche nach dem gewünschten Produkt, hier muss kein Kunde „stöbern“. Um dem Kunden eventuelle Wartezeiten angenehmer zu gestalten, wurde eine gepolsterte Bank mitten im Verkaufsraum platziert.

ie von Apotheker Axel Scheumann geführte Rebland Apotheke befindet sich im Ortsteil Steinbach in Baden-Baden im Schwarzwald. Sein Wunsch war es, der Apotheke ein klares und minimalistisches Erscheinungsbild zu geben. Wichtig war für Scheumann auch die persönliche Betreuung vom Erstkontakt bis zur Fertigstellung. Planer Erich Büdenbender ließ diesen Wunsch Realität werden. Der Umbau wurde in drei Wochen bei laufendem Betrieb realisiert.

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Geradliniges, klares Innenraumkonzept Auch die Auswahl der Materialien und Farben unterstreicht das klare innenarchitektonische Konzept. Die zweigeteilte Bodengestaltung schafft Struktur und gibt Orientierung. Im Verkaufsraum wurde ein weiß- grauer Kunststoff-Design-Bodenbelag der Premium-Klasse verlegt, die Arbeitsbereiche schmückt ein hochwertiger chilifarbener Teppichboden. Das Farbkonzept an Wänden und Decken greift die gradlinige Gestaltung auf. Hier wurde vorwiegend Weiß eingesetzt. Die abgehängte Deckenstufe wurde anthrazitfarben gestrichen und grenzt, als optische Spange, den Verkaufsraum vom Arbeitsbereich ab. Ein frisches Rot akzentuiert den Bereich der Rezeptur. Der Herstellungsort für verschriebene Salben etc. ist durch eine Glasscheibe vom Umfeld abgetrennt. So hat der dort Tätige den Kundenraum im Blick, gleichzeitig ermöglicht es dem Kunden dem pharmazeutischen Personal bei der Herstellung zuzusehen. Diese Konzeption bringt zum einen die Fachkom-


petenz der Apotheke zum Ausdruck, zum anderen wird das Leistungsspektrum deutlich gemacht. Die Beleuchtung wurde harmonisch auf das Konzept abgestimmt. Für das allgemeine Raumlicht wurden Downlights eingesetzt. Weitere Downlights mit Dekoring und Einbauleuchten sorgen für eine optimale Akzentbeleuchtung, beispielsweise an der anthrazitfarbenen Deckenstufe. Für die Inszenierung der Produkte wurden für die Regalbeleuchtung Einbaustrahler gewählt.

Transparenz vermittelt die durch eine Glasscheibe abgetrennte Rezeptur

n Auf einen Blick

Die Apotheke führt alle, für eine gut geführte Apotheke, üblichen Warensortimente, apotheken- und rezeptpflichtige sowie freiverkäufliche Artikel. Zudem stellt diese Apotheke eine eigene Produktlinie unter dem Namen „mantraPharm“ in eigenen Produktionsstätten her. Diese Produkte werden zur unterstützenden Immunernährung, als diätetisches Lebensmittel und als Nahrungsergänzungsmittel für die Langzeitgesundheit empfohlen. Die Beratung über diese Produkte erfolgt in der Apotheke durch das Fachpersonal und in ausführlichen Produktbroschüren.  n Anzeige

Central Apotheke, Steinbach Verkaufsfläche:

62 m2

Bauzeit:

ca. 3 Wochen

Eröffnung:

Dezember 2009

Architektur:

Grosshauser Architekten, Frankfurt

Planung, Innenarchitektur:

Sophie Giesen Innenarchitektur, Hennef

Lichtplanung:

Cedes GmbH, Hilden

Ladenbau:

Gert Hochkeppler Ladenbau GmbH, Köln-Bickendorf

Ginko Apotheke, Gangelt-Breberen Verkaufsfläche:

200 m2

Bauzeit:

2 Monate

Eröffnung:

Juli 2009

Architektur, Innenarchitektur:

Claudia Weber, Gangelt

Planung, Ladenbau:

M&V Creativ Display GmbH, Heinsberg

Rebland Apotheke, Baden-Baden Verkaufsfläche:

75 m2

Bauzeit:

3 Wochen bei laufendem Betrieb

Fußboden:

Project Floors GmbH, Hürth

Planung:

Büdenbender Atelier f. Raumgest. & Innenausbau, Netphen

Alle Fotos:

siehe Impressum

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P r a x i s b e r i c h t

Apotheken

Erfolgreiches Konzept in bestem Licht Getreu dem Motto „einfach, schnell und günstig“ bieten die easy-Apotheken ihren Kunden individuelle Beratung und ein breites Produkt-Sortiment zu günstigen Preisen. Neben den „klassischen“ verschreibungspflichtigen Medikamenten stehen dabei besonders OTC-, Wellness-, Körper- und Zahnpflege-Produkte sowie Kosmetika im Fokus.

D

as easy-Konzept beinhaltet, dass sich der Kunde wohlfühlt, in Ruhe shoppen kann und optimal betreut wird. Die Beratung ist dabei einer der Eckpfeiler. Der Kunde wird bereits am HV-Tisch individuell beraten. Farbige Markierungen auf dem Fußboden signalisieren anderen Kunden, einen gewissen „Sicherheitsabstand“ einzuhalten – die Privatsphäre bleibt gewahrt. Persönliche Beratungen erfolgen auf Wunsch unter vier Augen in einem separaten Raum. Diese „Diskretion“ ist ein weiteres wich32

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tiges Merkmal. Die verschreibungspflichtigen Medikamente kommen durch spezielle Kommissionierautomaten in den Kassenbereich und werden direkt in eine recyclebare Kunststofftüte verpackt. So bekommen andere Kunden nicht mit, welche Medikamente ausgehändigt werden. Auch bei der Preispolitik unterscheiden sich die easy-Apotheken klar von anderen. Es gibt keine Kunden-Präsente, Produkt-Proben oder Rabatte. Alle Produkte sind in der Regel ca. 10 bis 50 Prozent günstiger. Alle Medikamente

kommen aus Deutschland, so sind Qualität und Sicherheit gewährleistet.

Lichtkonzept unterstreicht die Philosophie Die Philosophie des neuartigen Apotheken-Modells findet sich auch in der Ladengestaltung und beim Lichtkonzept konsequent wieder. Bäro Business Development-Manager Thorsten Lewin: „Wir haben gemeinsam mit der Zentrale in Hildesheim ein deutschlandweit gültiges


Grundkonzept für die Lichtgestaltung in den easy-Apotheken erarbeitet. Dieses wird nun jeweils – abgestimmt auf die Filiale – gemeinsam mit dem Kunden vor Ort umgesetzt.“ Das jeweils individuelle Lichtkonzept hat das Ziel, das ProduktSortiment verkaufsfördernd in Szene zu setzen und gleichzeitig eine freundliche Atmosphäre in der Apotheke zu schaffen. Wichtig ist dabei, das Corporate Design der Apotheken-Kette – ein frisches apfelgrünes Logo und die Farbe dunkelblau – lichttechnisch zu unterstreichen.

Spiel mit Licht und Schatten im Verkaufsraum Nach Fertigstellung der Planung und einer genauen Stromkosten-Analyse für die neue Beleuchtungsanlage erfolgt die Installation. Wichtig dabei: Schon das Schaufenster muss durch seine helle Beleuchtung von Weitem sichtbar sein und Kunden locken. Zum Beispiel sorgen im Eingangsbereich der Düsseldorfer easy-Apotheke Aufbauleuchten an Stromschienen für einen freundlichen Empfang des Kunden, bauen so genannte „Schwellenängste“ ab und führen in die Apotheke hinein. Bereitstehende Einkaufskörbe laden zum Shoppen ein. Die Beleuchtung der Regale erfolgt ebenfalls mit Aufbauleuchten, wobei die integrierte Bäro Light Star Lichttechnik die Produkte – zum Beispiel Nahrungsergänzungsmittel oder Kosmetika – besonders lichtintensiv illuminiert. Oberhalb der Regale montierte Spots setzen zusätzliche Akzente. Ein gezieltes Spiel von Licht und Schatten schafft in Kombination mit der sich spiegelnden Decke im gesamten Verkaufsraum ein attrak-

Das individuelle Lichtkonzept unterstreicht das Corporate Design der easy-Apothken

tives, großzügiges Ambiente. Die hohe Beleuchtungsstärke im Kassenbereich gewährleistet zudem eine verbesserte Konzentration und somit ein fehlerfreies Arbeiten der Mitarbeiter. Auch die an der Rückwand des Verkaufsraums präsentierten OTC-Produkte – auf diese fällt der Blick des Kunden beim Eintritt als Erstes – werden hell und auffallend beleuchtet, denn die Produkte sollen in der easy-Apotheke im Mittelpunkt stehen.

Freundliche Atmosphäre und zufriedene Kunden Die seit nunmehr drei Jahren gute Zusammenarbeit trägt Früchte. Die easy-Zentrale bestätigt, dass man mit der Lichtwirkung und der bisherigen Kundenresonanz sehr zufrieden ist: „Die Lichtkonzepte passen sehr gut zur easy Philosophie und auch die Apotheken-Kunden sind begeistert und empfinden das Licht als angenehm und einladend.“  n Anzeige

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P r a x i s b e r i c h t

Apotheken

Futurismus trifft Farbe Helle und freundliche Farben, futuristische Formen und feinste Materialien bestimmen das edle Ambiente der Airport Apotheke in Hannover.

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ie Eröffnung der ersten Apotheke am Flughafen Hannover-Langenhagen stand ganz im Zeichen von Farbe und Design. Die verantwortliche Apothekerin verzichtete auf vorgefertigte Apothekenausstattung und setzte stattdessen auf individuelles Design. Eine freundliche Atmosphäre, die Vertrauen schafft, akzentuierte Farben und eine klar strukturierte Sortimentsübersicht sollten das Apothekenbild prägen. Konzeptionell sollten Form- und Farbakzente im Fokus stehen, so der Wunsch der Inhaberin.

Futurismus trifft Farbe Fließende Formen zur Unterstützung eines harmonischen Gesamteindrucks bestimmten, vereint in einem schlichten, klaren Kon34

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zept, die Apothekenentwürfe des Architekten Manuel Windmann vom Architekturbüro Windmann.Architektur.Design. Eine überwiegend runde und geschwungene Gestaltung ohne Ecken oder Kanten. Die kreative Farbkombination aus dezentem ArcticWhite und einem intensiven Orange sollte den Eindruck des organisch anmutenden Designs zusätzlich verstärken und zieht sich durch die gesamten Räumlichkeiten der Apotheke. Um die fließenden Formen zu realisieren, fand der Mineralwerkstoff HI-MACS Anwendung. Mineralwerkstoffe sind ideal für Anwendungen, die höchste Hygiene, Langlebigkeit und leichte Pflege sowie eine angenehme Grundwärme inklusive einer edlen Optik vereinen. Nach kurzer Beratung war schnell klar, dass dieser Werkstoff die beste Wahl für die neue Apotheke war: HI-MACS

eignete sich optimal, um die außergewöhnlichen Interieur-Formen und vor allem den Wunsch nach fugenfreien und damit hoch hygienischen Möbeln umzusetzen. Es kann zu variablen, fugenlosen Formen verarbeitet werden – und das bereits ab einer Materialstärke von neun Millimetern.

Funktional und ästhetisch – der Verkaufstresen Dank der thermoplastischen Verformung des Mineralwerkstoffs konnte vor allem das Highlight der Einrichtung, ein 13 Meter langer, zweiteiliger, stark geschwungener Tresen realisiert werden. Dieses Herzstück des Verkaufsraumes ist ein echter Eyecatcher – optisch perfekt und nahezu fugenlos. Die Tresenoberfläche sowie die vordere Sichtflä-


che des gesamten Tresens werden von einem dezenten Weiß bestimmt. Der modern und fröhlich wirkende Orange-Ton akzentuiert die Grundfarbe sowie die gewählte Form ideal und vermittelt gleichzeitig eine positive Stimmung. Die umlaufende schmale Linie in Orange unterhalb der Tresenoberseite betont dies zusätzlich. Neben dem optischen Aspekt bietet das gestalterische orangefarbene Band auch einen funktionalen Aspekt, es dient als praktische Taschenablage vor den Kassenbereichen. Der Verkaufstresen wirkt sehr futuristisch und fungiert als funktionaler Raumteiler des offen gestalteten Verkaufsraumes. Der Tresen beginnt mit einer geringen Tiefe als Konsolenelement und vergrößert sich nach und nach in gerundeter Form bis zur Raummitte. Am Ende fungiert er als typischer Verkaufstresen. Die Herstellung dieses anspruchsvollen Interieurs verlangte von dem Spezialistenteam enorme Präzision. Vor allem die Länge und die unterschiedlichen Radien des Tresens machten eine absolut passgenaue Herstellung mehrerer Einzelsegmente erforderlich.

Akzentuierte Farben und ein klar strukturiertes Sortiment bestimmen das Bild

Ein Werkstoff für außergewöhnliche Designs Die thermoplastische Verformbarkeit erlaubt es, den Mineralwerkstoff bei 165 Grad Celsius in praktisch jede Form zu biegen. Diese war für die Formgebung des riesigen Verkaufstresens entscheidend. Es galt, den Tresen in sieben Einzelelemente zu unterteilen. Ein Spanplatten-Gerüst bildete den Grundstein. Anhand der Architektenentwürfe stellten die Spezialisten zunächst positive und negative MDFSchablonen der einzelnen Teilstücke her. Die Elemente mussten alle dreidimensional perfekt zusammen passen und deshalb in allen Ebenen so gefertigt werden, dass das Ergebnis am Ende wie ein großes Ganzes anmutet – ohne Fugen. Die gelieferten Mineralwerkstoff-Platten wurden zugeschnitten, zwischen zwei Heizplatten erhitzt und anschließend in den vorgefertigten Biegeschablonen geformt. Das Ergebnis nach dem Aushärten war exakt so, wie es die Zeichnungen vorgegeben hatten. Die einzelnen, so in der Werkstatt gefertigten Teilelemente wurden anschließend auf das Gerüst aufgebracht, zusammengefügt, verklebt und am Ende wurde der gesamte Tresen nochmals geschliffen. Das Ergebnis: Die Oberfläche, hergestellt aus einem einzigen Material, veredelt den au-

Fließende Formen durch runde und geschwungene Gestaltung ohne Ecken

ßergewöhnlichen Verkaufstresen zu einer homogenen, puristischen Einheit mit einheitlichem Glanzgrad. Die optischen und haptischen Vorteile dieses Hightech-Materials kommen dabei voll zum Tragen. Auch Verkaufsregale- und ablagen, Schränke, Innentüren, die Säulenverkleidung sowie der gesamte Laborbereich wurden aus dem Mineralwerkstoff gefertigt. Speziell die

Säulenverkleidung wurde in der Herstellung ähnlich wie der geschwungene Tresen gefertigt – Schablonen, Heizplatte, Formung und präzise Verarbeitung. Am Ende der Umbauarbeiten konnte die Apothekerin ein individuelles und kreatives Apothekeninterieur abnehmen, dem dank hochwertiger Materialien und enormem technischen Know-how eine große Präsenz am Flughafen HannoverLangenhagen sicher ist. n POS-Ladenbau n 4 • 2010

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F a c h b e i t r a g

Nachhaltigkeit

Green & Social Retail Was kommt nach dem LOHAS-Hype?

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m Handel und in der Konsumgüterindustrie hat in den vergangenen vier Jahren das Schlagwort LOHAS die Runde gemacht. Dieser „Lifestyle of Health and Sustainability“ umschreibt heute eine wachsende Gruppe von Konsumenten aus der gesellschaftlichen Mitte, die sehr großen Wert auf ethische und öko-soziale Aspekte beim Konsum legen. So die Theorie. Fest steht: Es ist keine Zielgruppe. In Berlin-Mitte wurden bereits T-Shirts mit der Aufschrift „LOHASS – Ich bin keine Zielgruppe“ gesichtet. Bei bescheidener Einschätzung können wir von einem Zeitgeist-Phänomen reden. Wer es größer mag, der betrachtet den LOHAS-Hype unter dem Lichte der gegenwärtigen Wirtschaftskrise und kommt zum Schluss: Wir stehen am Beginn des Greenomics-Zeitalters und LOHAS sind die Speerspitze eines konsumkulturellen Paradigmenwechsels. Die Auswirkungen des neo-grünen Lebensstils sind zweifelsohne vielerorts spürbar. Kaum eine Großstadt, die keinen Bio-Supermarkt beherbergt. Kaum ein Sortiment, das nicht das Etikett „bio“ integriert. Kaum eine öffentliche Konsum-Debatte, die nicht unter dem Diktat des Klimawandels stattfindet und die im Appell an das verantwortungsvolle unternehmerische, aber auch persönliche Handeln endet. Im Gegensatz zum Müsli-Öko aus den 1970er und 1980er Jahren zeichnet diese vermeintliche Powerzielgruppe aus, dass sie eben nicht jene altbackene Verzichtslogik in sich trägt, sondern vermeintliche Gegensätze in ihren Ansprüchen und Bedürfnissen vereint: Sowohl

n

Der Autor

Andreas Haderlein ist seit 2002 Mitarbeiter des Zukunftsinstituts von Matthias Horx und leitet neben seiner Forschungsund Autorentätigkeit mit den Schwerpunkten Social Media, E-Commerce und Handelsmarketing die Zukunftsakademie. 36

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Gesundheit als auch Genuss, sowohl Technik als auch Nachhaltigkeit, sowohl „öko“ als auch „chic“. Es ist eine konsensfähige Alternativ-Kultur, strategischer Konsum mit Stil statt schwer verdauliches Körnerbrot. Verständlich also, dass das Thema langsam auch den Ladenbau und erst recht die Immobilienbranche erfasst. Denn es werden mehr und mehr ganzheitliche Konzepte eingefordert. Die Grenzen zum „Greenwashing“ indes sind auf der Händlerebene sehr schnell überschritten. Wenn ein Supermarkt ein Fünftel seiner Fläche mit Öko-Produkten voll stellt, aber seine Kühltheken nicht mit Türen ausstattet um Energie zu sparen, fragt sich der kritische Kunde, was soll das ganze grüne Mäntelchen.

Vier Punkte als Gradmesser der Entwicklung Erstens, neu eingeführte Zertifikate, deren Akzeptanz und Instrumentalisierung sind ein guter Beleg für mehr Aufmerksamkeit für das Thema Nachhaltigkeit. Wer als Händler auf die zunehmende Sensibilität der Öffentlichkeit in Bezug auf Nachhaltigkeit, Umweltschutz und Unternehmensverantwortung reagieren will, der legt bei der Ladeneinrichtung Wert auf ein Umweltmanagement nach

dem Öko-Audit DIN-ISO 14001. Es nützt allerdings nicht, dieses Engagement in einem mehrere Zentimeter dicken CSR-Bericht aufzuführen. Das Engagement der Storebetreiber muss spürbar beim Kunden ankommen. Und vor allem: Es macht keinen Sinn, darüber nur selbstlosen Altruismus und Ökofreundlichkeit zur Schau zu tragen. Es muss sich selbstverständlich rechnen. Viele Möbelschreiner und Ladenbauer nutzen das Umweltzertifikat bereits als Marketing-Tool beim Akquirieren von Aufträgen. Zweitens, einige Player im Markt haben erkannt, dass sie ihr Geschäftsfeld in gewisser Hinsicht entlang der öko-sozialen Fragen erweitern oder neu justieren können. Der Experte für Visual Merchandising Barthelmess beispielsweise unterstützt seine Kunden nun auch bei deren Nachhaltigkeitsstrategien. Im Juni 2009 führte das Fürther Unternehmen das Ökolabel „ECO Line“ ein, das nun einige Produkte des eigenen Katalogs „decorado“ auszeichnet. Aber damit nicht genug: Auf Wunsch prüft Barthelmess auch individuell jeden Schritt innerhalb eines Projektes auf seine Umweltverträglichkeit und zeigt anhand eines Leitfadens, wie Gestaltungskonzepte für Schaufenster und den POS so umweltschonend wie möglich umgesetzt werden können.


Drittens, „Neo-Nature“ ist der Trend im Ladenbau. Die Anziehungskraft von freundlichen Bio-Supermärkten, von neuen Convenience-Stores, die auf Frische setzen, aber auch von systemgastronomischen Franchise-Konzepten wie Vapiano ist im wahrsten Sinne „natürlich“. Hier spielen Holz, natürliche Baumaterialien, Natur, Authentizität und Ursprünglichkeit inszenierendes Interieur eine große Rolle. Und selbstverständlich sind auch noch die Vorreiter der Bio-Szene am Markt: Das Reformhaus beispielsweise hat unlängst sein altbackenes Laden-Konzept überarbeiten lassen. In Frankfurt eröffnete im Sommer 2009 das „Reformhaus der Zukunft“. Es besticht durch hochwertige Ladenbaukomponenten, entwickelt vom Ladenbauspezialisten Assmann Shop Design. 100 bis 150 weitere Relaunches sollen in den kommenden drei Jahren folgen. Viertens, die Energieeffizienzdebatte spielt im Handel nicht nur aus Kostengründen eine immer größere Rolle. Es geht um das grüne Leitimage in der Branche. Wal-Mart testet bereits einen Store-Typ mit 45 Prozent weniger Energieverbrauch. Lidl will in diesem Jahr 100 Märkte nach Energieeffizienz- und Nachhaltigkeitsstandards bauen. Die Bio-Supermarktkette Alnatura hat flächendeckend Glastüren an den Kühltheken der Märkte angebracht und das Europäische Handelsinstitut (EHI) vergab 2008 erstmals die Energiemanagement Awards.

Fallbeispiel „Carrotmob“ Auf den ersten Blick ist „Die Möhre“ in Bielefeld ein ganz normaler Bioladen. Dort erhält man regionale Produkte aus ökolo-

gischem Landbau von verschiedenen Bauernhöfen der Umgebung und frisches Brot vom Biobäcker. Doch „Die Möhre“ hat es in sich. Hinter dem Bioladen steht das integrative Projekt „Keimzeit“, das Jugendlichen mit Behinderung eine Ausbildung ermöglicht. Ein „Point-of-Responsibility“ wie auch das erfolgreiche SupermarktKonzept CAP, in dem geistig und körperlich behinderte Menschen als Verkäufer und Mitarbeiter eine Anstellung finden, oder das Frankfurter Taschenlabel Affentor, das langzeitarbeitslose Frauen versucht in den Arbeitsmarkt zu reintegrieren. Dass soziale und ökologische Verantwortung von den Kunden auch belohnt wird, zeigt der „Carrotmob Bielefeld“ vom vergangenen Sommer. Carrotmobbing ist eine friedliche Art von Protest, die zum gemeinsamen Shoppen in besonders umweltfreundlichen Geschäften aufruft. Mit der Karotte als Symbol mobilisierte der Carrotmob Bielefeld über Twitter und verschiedene Social-Network-Plattformen Konsumenten, den Bioladen „Die Möhre“ als Belohnung für sein soziales und ökologisches Engagement zu stürmen. 300 Käufer in der Stunde verzeichnete der Laden, die Regale mussten im Akkordtakt nachgefüllt werden. Knapp 50 Prozent des Tagesumsatzes investierte der Laden in eine neue klimaschonende Ausstattung.

Fazit Ein Händler wird heute nicht allein aufgrund seiner Produkte im Regal beurteilt, sondern nach seinem ganzen Tun und Handeln. Deshalb ist es wichtiger als je zuvor, dass Unternehmen sich unabhängig von

nationalen Gesetzen eigene Standards setzen, zu denen sie sich bekennen und verpflichten. Das betrifft das Soziale genauso wie das Ökologische. Nachhaltigkeit wird also dann zum Wettbewerbsvorteil, wenn

Das Taschenlabel Affentor versucht langzeitarbeitslose Frauen zu integrieren

sie die ganze Unternehmenskultur erfasst und nicht an der eigenen Lagerhallentür endet. Das heißt: Nachhaltigkeit muss gelebt und kommuniziert werden. Es ist viel wichtiger die Mitarbeiter in diesen Fragen zu schulen, als jedem Zertifikat hinterher zu rennen und mit einer „grünen“ Optik zu glänzen. Denn nur die Verkäuferinnen und Verkäufer können Kunden im Gespräch vom Engagement ihres Arbeitgebers überzeugen und Kunden letzten Endes binden. Ein bisschen Naturholz aus nachhaltiger Forstwirtschaft im Innenausbau schafft gewiss kein Alleinstellungsmerkmal.  n Anzeige

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O b j e k t b e r i c h t

Bogner Outlet Store, Landquart

Materialmix aus Tradition und Moderne Im bündnerischen Landquart, unweit der Stadt Chur eröffnete im November 2009 das Alpenrhein Village. Auf 300 Quadratmeter bietet hier das Münchner Traditionshaus Bogner in seinem Outlet Store ein besonderes Einkaufserlebnis.

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er Kunde hochwertiger Modelabel ist im Laufe der vergangenen Jahre nicht nur anspruchsvoller geworden, sondern auch aufgeklärter. Wurden hohe Preise von Markenprodukten vor einigen Jahren noch als selbstverständlich erachtet, nutzen Kunden heute die Möglichkeit Marken- und Preisorientierung miteinander zu verbinden. Aus diesem Grund etablieren sich Outlet Stores, die ihren Ursprung in den USA der siebziger Jahre haben, seit den neunziger Jahren auch in Europa. Sie bieten mit dem Angebot von Ware zumeist erster Wahl die optimalen Voraussetzungen für den sogenannten Cross-Selling-Effekt: Nicht nur 38

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Smart-Shopper, also Kunden, die Markenware zu möglichst günstigen Preisen erlangen möchten, sollen angesprochen werden. Auch klassische Markenkäufer des Einzelhandels sollen neben dem Kauf in Monolabel-Stores und Internet für den Kauf in Outlet Stores gewonnen werden. Dies kann nur gelingen, wenn zwischen dem Design von Monostores und Outlet Stores keine zu große gestalterische Lücke klafft. Damit sich die an künstlerische Storekreationen gewohnten Markenkunden auf Outlet Center einlassen können, bedarf es eines innovativen und der Brandidentity entsprechenden Outlet Store Designs auf der Höhe aktueller Design-Trends.

Neue Generation von Markenräumen Im November vergangenen Jahres eröffnete das bislang erste Outlet Village der deutschsprachigen Schweiz in Landquart, Graubünden. Das sogenannte Alpenrhein Village verzeichnete bereits in den ersten vier Tagen einen Besucherandrang von 30.000. Internationale und Schweizer Markenartikel-Hersteller bieten hier an sieben Tagen in der Woche Kollektionen mit einer garantierten Preisreduktion von mindestens 30 Prozent an. Um den Besucheransturm auch in Zukunft zu sichern, gilt es im Outlet Village die Kommunikation hochwertiger Markenartikel zu ge-


währleisten. Damit eine Marke in der Masse der derzeit über 40 Outlet Stores im OutletDorf nicht untergeht, ist ein Shopkonzept aus dem Inneren der Marke heraus unerlässlich. Mit der Betonung auf dem Begriff „Marke“ gilt es, bei der Gestaltung der Shops den potenziellen Kunden in die emotionalen Anreize eines Labels mitzunehmen. Wurde die Formgebung von Outlet Stores lange Zeit eher stiefmütterlich behandelt, ist es an der Zeit, mit der neuen Generation von Markenräumen auch die hochwertige Inszenierung der Markenware in Outlet Stores zu gewährleisten. Mit der Inszenierung des Outlet Centers als malerisches Bergdorf bietet bereits die Gestaltung des Alpenrhein Village eine vom Hüttenzauber geprägte Atmosphäre: Eine ausgezeichnete Umgebung für das neu gestaltete Outlet Design von Bogner. Das Münchner Traditionshaus stellte den Shopdesignern der D’art Design Gruppe 2009 die spannende Aufgabe, ein ganzheitliches Verkaufserlebnis in dem 300 Quadratmeter großen Outlet Store in Graubünden zu schaffen. Das Designbüro stellte sich der großen Herausforderung, den klaren, zeitlosen und internationalen Stil von Bogner über das Shopdesign darzustellen. Die gleichzeitige Präsentation der Kombination von Bestand und Neuware, als auch das Konzept im Anklang an die bereits bekannte Bogner Welt – beispielsweise das Bogner Haus in München – zu gestalten, forderte den hohen Anspruch der Innenarchitekten heraus. Die vertraute Kombination aus Sport und Stil, Tradition und Moderne im Hause Bogner galt es zu unterstreichen.

Der Outlet Store im Alpenrhein Village wurde im November 2009 eröffnet

Gelebte Naturverbundenheit In Anklang an die Formgebung der Bogner Monostores wurde der Shop mit einem Mix aus natürlichen Materialien in Kombination mit matt gebürstetem Aluminium gestaltet. Die Innenarchitekten entschieden sich für Holzscheit-, Leder-, Travertin- und eine graue Riefenoptik als stilbildende Elemente. Diese binden den Store in die raue Bergatmosphäre des Outlet Villages in Graubünden ein. Sie bieten gleichzeitig direkte Bezüge zum vertrauten Bogner Monolabel-Store-Design. Es wurde bewusst auf glänzende Materialien verzichtet, um die raue Haptik der natürlichen Oberflächen visuell zu verstärken. Auch die Bogner-Ästhetik, gelebte Naturverbundenheit mit einer weltoffenen Sicht zu verbinden, spiegelt sich in dieser Material-

Naturelemente wie Travertin, Holz und Leder prägen den Look&Feel des Outlet Stores

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Bogner Outlet Store, Landquart

wahl wider. Authentisch und zugleich hochaktuell gestaltet sich der scheinbare Gegensatz der Elemente: Warme Ausstrahlung von Holz und Travertin stehen im Kontrast zu der glatten, kühlen Lederoptik sowie gebürstetem Aluminium. Die Materialwelten strukturieren des Weiteren die weitläufige, geradlinig strukturierte Fläche thematisch. Die warme Travertinoptik an den Wänden gibt dem gesamten Raum eine beruhigende Atmosphäre im bunten Treiben des Outlet Villages. Holzscheite prägen den Grundton des Raumes über die raumgliedernde Mittelwand. Mit der Theke und den Highlightpräsentern in Lederoptik werden Akzente gekonnt gesetzt. Accessoires werden in beleuchteten Vitrinen gehighlighted.

Den Rahmen des natürlich anmutenden Shopdesigns bildet rau gebürstetes Aluminium

Imagebilder auf hinterleuchteten Glaspanelen setzen Bezüge zu aktuellen Kollektionen

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Den sportlichen Charakter von Bogner visualisiert die Rahmengebung des Shops durch das Material Aluminium. Mit der gebürsteten Optik bildet es einen prägnanten, aber nicht zu harten Gegensatz zu den Elementen Kalkstein, Leder und Holz. Um die Ordnung des Ladens zu wahren, sind die Mittelraumpräsenter stark zurückgenommen: Über die graue Riefenoptik fügen sich die Sonderkonstruktionen unauffällig in die


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Agentur für Werbung Marketing Online Die Kombination von Tradition und Moderne spiegelt das Shopdesign wider

aufgeräumte Shopgestaltung ein. So bleibt im schnellen Wechsel der unterschiedlichen Kollektionen der stilsichere Look des Outlet Stores gewahrt. Großflächige, saisonal wechselnde Imagebilder auf hinterleuchteten Glaspanelen sowohl auf den Wänden als auch am raumtrennenden Wandelement setzen Bezüge zu den aktuellen Kollektionen, um den schnellen Wandel der Mode im klassischen Ambiente nicht außer Acht zu lassen. Bogner zeigt sich mit dem neuen Outlet Design einmal mehr stilsicher: Die maximalen Ansprüche des Münchner Traditionshauses an Design, Qualität und Funk-

Events tion erfüllt die Verbindung von Innovation und Tradition des Shopdesigns. Den besonderen Herausforderungen eines Outlet Shops – zum Beispiel schnell wechselnden Kollektionen, einer hohen Kundenfrequenz mit längerer Verweildauer – wird das Konzept mit dem gekonnten Zusammenspiel scheinbar gegensätzlicher Materialthemen ausgezeichnet gerecht. In Metzingen (Deutschland) und Parndorf (Österreich) eröffneten bereits weitere Bogner Outlet Stores im neuen Design, das die moderne Haltung des Modehauses in Verbindung mit dessen Stilsicherheit widerspiegelt. n

n Auf einen Blick Bogner Outlet Store, Landquart Verkaufsfläche:

300 m2

Bauzeit:

4 Wochen

Eröffnung:

November 2009

Sortiment:

Bogner Modekollektionen und Accessoires

Planung, Innenarchitektur:

D‘art Design Gruppe GmbH, Neuss

Ladenbau:

Vizona GmbH, Weil am Rhein

Fotos:

siehe Impressum

//Spiel.Satz.Sieg. www.insideall-agentur.de POS-Ladenbau n 4 • 2010

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P r a x i s b e r i c h t

Klima

Die Kraft der Natur Neben einem allgemeinen Wohlfühleffekt haben Pflanzen eine positive Wirkung auf die Raumluft und absorbieren Schadstoffe und Lärm.

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ie meisten Menschen und Unternehmen wissen im Prinzip um die positive Wirkung von Pflanzen auf Räume bzw. die Menschen, die sich darin befinden. Pflanzen geben Sauerstoff. Sie eliminieren Gerüche und Schadstoffe in der Luft und bringen ein wenig Natürlichkeit in die künstlich geschaffenen Gebäude unserer Lebens-, Arbeits- und Einkaufswelt. Nur, allein ein Blumentopf kann nicht viel bewirken. Und für mehr steht gerade am Point of Sale oft nicht ausreichend Platz zur Verfügung. Welche Möglichkeiten man dennoch hat, die Kraft der Natur in sein Geschäft zu bringen, zeigt das Beispiel des Modehauses Grieder in Basel. 42

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Modehaus Grieder in Basel Grieder ist Teil der Brunschwig Group, einer der bedeutendsten Gruppen im Schweizer Facheinzelhandel. Weil die Verkaufsfläche von Grieder in Basel nicht genügend Raum für eine spürbare Begrünung bot, entschied man sich für die Installation einer „Grünen Wand“ der Firma art aqua. Dabei wachsen die Pflanzen nicht auf dem Boden, sondern eben in der Vertikalen. Dies hat den Vorteil, dass keine Stellfläche dafür benötigt wird. Im Gegensatz zu anderen, konventionellen Methoden der Innenraumbegrünung bieten „Grüne Wände“ aber noch weitere Vorteile: Durch die Verwendung von Böden aus einem

speziellen künstlichen Substrat kommt keine Blumenerde in die Räume, wodurch die Verbreitung von Insekten, Sporen und Organismen aus Indoor-Grünanlagen verhindert wird. Das Wohlergehen der Grünanlage wird nicht dem Zufall überlassen. Durch eine automatisierte, computergesteuerte Wasserund Nährstoffversorgung ist gesichert, dass Funktion und Ästhetik erhalten bleiben. Für Grieder in Basel wurden zunächst verschiedene realistische dreidimensionale Computeranimationen für eine optimale Entscheidungsfindung bei der Innenraumbegrünung erstellt. Im Weiteren wurde eine rechteckige Säule von ca. drei


aktive Verdunstung Keime enthalten. Diese Technik zerstäubt Wasser mittels mechanischem Druck, Vibration einer befeuchteten Fläche oder thermischer Verdampfung. Bei aktiver Verdunstung ist Wasserdampf deutlich sichtbar.

Organismusfreundliches Klima Arbeitgeber und Arbeitnehmer profitieren gleichermaßen: Fehltage durch Erkältungskrankheiten werden reduziert, die Arbeitseffizienz dank besserer Konzentrationsfähigkeit erhöht. Allen Menschen im Gebäude geht es besser: Schadstoffe von elektrischen Geräten, Feinstaub, Ozon, Gerüche, elektrostatische Aufladungen sowie Elektrosmog werden von Wasserinstallationen und begrünten Wänden herausgefiltert. Der „Energieträger Wasser“ überzeugt: Feuchte Luft wird vom Menschen wärmer empfunden als trockene Luft. Der optimale Behaglichkeitsbereich liegt zwischen 50 und 60 Prozent Luftfeuchtigkeit.

Weniger Heizkosten Gemäß einer Faustregel sinken die Heizkosten um sechs Prozent, wenn man die Raumtemperatur um ein Grad Celsius senkt. Richtwerte für die optimale Raumfeuchte zur Erreichung des gleichen Behaglichkeitsgefühls beim Menschen:

Begrünte Wände verbinden ästhetische und funktionelle Aspekte zugleich

Meter Höhe und 1,5 Meter Breite begrünt. Auf diese Weise entstand eine etwa 18 Quadratmeter große Fläche, so groß wie der Garten eines Reihenhauses. Dieser „Garten“ erfüllt bei Grieder verschiedene Funktionen. Er wirkt nicht nur wie die Natur allgemein beruhigend auf das Gemüt der Menschen, die dort arbeiten oder einkaufen. Er absorbiert auch einen Großteil des Geruchs von Leder und Lederpflegemitteln. Entstanden ist ein Ort, der attraktives Einkaufen in ausgefallener Architektur bietet. Der edle Materialmix und die begrünte Ecksäule geben dieser hochwertigen Boutique ihre eigene Identität. Allgemein schafft der Einsatz von begrünten

Wänden ein gesundheits- und leistungsförderndes Klima. Im Einzelnen bewirken sie:

Erhöhung der Luftfeuchtigkeit Die auch im Modehaus Grieder angewandte passive Verdunstung bietet viele Vorteile – vor allem befeuchtet sie die oftmals trockene Luft im Gebäudeinnern, was dem menschlichen Organismus gut tut. Physikalisch gesehen geschieht dies durch den selbstständigen Feuchtigkeitsausgleich zwischen einer humiden Oberfläche und der trockeneren Umluft (Raumluft). Bei passiver Verdunstung ist Wasserdampf nicht sichtbar und keimfrei. Im Gegensatz dazu kann die

• 24 Grad Celsius Raumtemperatur bei 40 Prozent r.F. • 22 Grad Celsius Raumtemperatur bei 45 Prozent r.F. • 20 Grad Celsius Raumtemperatur bei 50 Prozent r.F. r.F. = relative Feuchtigkeit

Produktion von Sauerstoff Die Begrünung von Wänden schafft eine Atmosphäre wie im Park: Stoffe wie Kohlendioxyd (CO2), Kohlenmonoxid (CO), Formaldehyd, Benzol oder Phenol werden aus der Luft gefiltert und in Sauerstoff umgewandelt.

Schallminimierung Die gesamte Raum-Akustik verbessert sich: Lebendige und bewegte Oberflächen schlucken störende Geräusche und reduzieren generell den gefühlten Lärmpegel. Auch der Nachhall von Geräuschen wirkt viel unaufdringlicher.  n POS-Ladenbau n 4 • 2010

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O b j e k t b e r i c h t

Buchhandlung Weiland, Rostock

Lust auf Lesen Die Buchhandlung Weiland präsentiert sich modern und mit größerem Sortiment in neuen Räumen in Rostocks Kröpelinger Straße. Das neue Interior-Konzept überzeugt auf 1.400 Quadratmetern mit spannenden Kontrasten aus rustikaler Eiche, kräftigen Farben und gemütlichen Lounges.

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er rote Teppich wirkt nicht nur freundlich und einladend – er ist gleichermaßen der feierliche Auftakt für ein ganz neues Store-Konzept. Ziel war es, mit der neuen Store-Gestaltung weitere Zielgruppen zu erschließen, ohne dabei die angestammte Kundschaft zu verlieren. Weiland steht für eine lange Buchhändler-Tradition in Rostock und verfügt neben Populär-Literatur vor allem auch über ein umfassendes Sortiment an wissenschaftlicher Literatur. Das neue Konzept des Designbüros Schwitzke & 44

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Partner sieht neben dem bisherigen Schwerpunkt Fach- und Sachbüchern vor allem auch ein erweitertes Sortiment für die ganze Familie vor. Neben Unterhaltungs- und Kinderliteratur werden die Bereiche Lebenshilfe und Ratgeber sowie Hörbücher und Non-BookArtikel weitere Schwerpunkte sein.

Leichte Orientierung Das frische Rot und vor allem viel Holz dominieren den neuen Auftritt des dreige-

schossigen Geschäfts. Eine Verschalung aus Echtholz zieht sich am vergrößerten Rolltreppenkern durch den Store und wirkt wie eine optische Klammer. In großen Lettern sind darauf die Sachgebiete der einzelnen Stockwerke angegeben. Das sorgt für eine gute Fernwirkung und leichte Orientierung auf den Etagen. Raffiniert: Im ersten Obergeschoss läuft das Holzband über die Decke zur gegenüberliegenden Wand und wird zur Bühne. Diese wird für Autorenlesungen und andere Veranstaltungen genutzt.


Knallgrün und mit einem echten Thron ist die Kinderabteilung eines der Highlights des Ladens geworden. „Kids only“ heißt es auf flauschig-grünem Teppich inmitten vieler Stofftiere. Lesen, hören oder spielen – die Kinderabteilung ist das quirlige Zentrum im ersten Obergeschoss. Eine mit Regenbogen, einer Burg und einem Thron

lebnis Buchladen sollte klar durch die Materialsprache kommuniziert werden. Kompetenz, Qualität und Unterhaltung werden schon beim Betreten des Ladens erlebbar gemacht. Holz wirkt sympathisch und wird zum haptischen Erlebnis“, erklärt Karl Schwitzke das Designkonzept. Lounges aus unterschiedlichem Leder un-

neue Ideen einzugliedern. Das haben wir bei Weiland gemacht. Bereiche wie Kinderbücher oder Ratgeber haben eine klare eigene Aussage bekommen. Angestammte Bereiche wie die bestehende herausragende Wissenschaftsabteilung sind in ihrer optischen Wahrnehmung gestärkt worden“, erläutert Schwitzke die Umsetzung.

„Kids only“ – Knallgrün und mit einem echten Thron wurde die Kinderecke gestaltet

gestaltete rund zwölf Quadratmeter große Sitzlandschaft bietet den kleinen Lesern viel Raum zum Schmökern.

Erlebnis Buchladen Um die Etagen in einen wohnlichen Charakter zu tauchen, sind Regalabwicklungen und Mittelraummöbel aus rustikaler Eiche, die durch rote Akzente wie die Bestseller-Wand oder den roten Kassenblock unterbrochen wird. „Das Er-

terstreichen die Wirkung nach dem Motto: Einfach reinfallen lassen und genießen... Eine moderne Interpretation klassischer Bibliotheksmöbel befinden sich im Untergeschoss: Auf lederbespannten Holzbänken vor Holztischen mit Stehlampen kann sich in aller Ruhe mit der Sach- und Fachliteratur oder der Reiselektüre befasst werden. „Dem Store ein unverwechselbares Profil geben heißt, bestehende Kernkompetenzen visuell zu stärken und konzeptionell in

Am Point of Sale wird das Markenimage transportiert, so der Designer. „Der unmittelbare Kontakt mit den Kunden macht sichtbar, ob die neue Botschaft funktioniert. Wird sie angenommen, gewinnt der Store in zunehmendem Maße an Glaubwürdigkeit.“

Starke Verwurzelung Dabei stellt gerade die lokale Verankerung eine große Chance dar, sich nachhaltig zu POS-Ladenbau n 4 • 2010

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O b j e k t b e r i c h t

Buchhandlung Weiland, Rostock

Erlebnis Buchladen – Frisches Rot und viel Holz schaffen eine wohnliche Atmosphäre

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Im ersten Obergeschoss lädt das Café „Freeze“ zu einer entspannten Pause ein

positionieren. Der Buchladen Weiland ist bereits lange auf der Kröpeliner Straße ansässig. Und es hat eine starke örtliche Verwurzelung stattgefunden. Das Haus ist ein fester Bestandteil in der Einzelhandelslandschaft. Der Umzug in neue größere Räumlichkeiten in derselben Straße beeinflusst nachhaltig die Identifikation zwischen Kunde und Händler. Das stärkt das Alleinstellungsmerkmal des Buchhauses Weiland. Das Café „Freeze“ im ersten Obergeschoss rundet das Konzept ab. In klassischer

Kaffeehaus-Gestaltung sind unterschiedliche Sitzmöglichkeiten wie Theke und Stehtische mit lederbespannten Hockern, gemütliche Sessel oder klassisches Gestühl zu Holztischen kombiniert worden. Milchkaffee-braune Wände mit kleinen Bilder-Arrangements und stilvoll-rustikalen Wandvertäfelungen unterstreichen die Atmosphäre. Die Gestaltungssprache des Cafés integriert sich harmonisch in das Gesamtkonzept. Zudem hat das „Freeze“ lokale Wurzeln – der Betreiber ist ein Rostocker Gastronom.  n

n Auf einen Blick Buchhandlung Weiland, Rostock

Toller Eyecatcher – Kräftiges Rot an der Bestseller-Wand setzt Akzente

Verkaufsfläche:

1.400 m2

Bauzeit:

sieben Wochen

Eröffnung:

2. Februar 2010

Sortiment:

Bücher und Media

Planung, Konzeption:

Designbüro Schwitzke & Partner, Düsseldorf

Fotorechte:

siehe Impressum

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L a d e n b a u

Produktneuheiten

Produktneuheiten Alutech Helsinki Kein Einrichtungsgegenstand wird mehr unterschätzt als der Bilderrahmen. Doch ein Bilderrahmen ist mehr als ein langweiliges Accessoire oder „Mittel zum Zweck“. Der Alutech Helsin-

wie Produkte nicht von der Stange kommen, so sind auch die STAR SHOPS von Lichteneggger Interior keine Standardartikel. Kein Store gleicht dem anderen. Das STAR SHOP Konzept ist die Erweiterung des industriellen und rein funktionalen Ladenbaus um die exklusive Inszenierung der Markenwelt. Dabei handelt es sich um die Entwicklung bzw. Unterstützung der individuellen Marke durch innovatives und integrales Shopdesign. Gleichzeitig schafft es die spezielle Atmosphäre, der Marke Nachhaltigkeit, Ausdruck und Authentizität zu verleihen. STAR SHOPS durchlaufen ein professionelles 4-Phasen-Modell, das vom Briefing bis zum Service alle relevanten und neuen Erfolgsfaktoren mit einbezieht. www.lichtenegger-interior.com

CAD+T Planung und Visualisierung

Figur, um Kindermode in großen Größen auch ansprechend präsentieren zu können.“ Bei der Figur handelt es sich um einen zehnjährigen Jungen mit Kleidergröße XL-XXL, der laut Gesswein „eine ideale Ergänzung zur Kinderfigurenserie Just Kids von EuroDispay darstellt“. www.eurodisplay.de

ki Aluminium-Bilderrahmen ist ein schmaler und kantiger und ebenso zeitloser Alurahmen, der die gerahmten Motive perfekt unterstützt. Durch die drei erhältlichen Oberflächen silber matt, silber fein gebürstet und schwarz matt ist der Rahmen sehr variabel einsetzbar. Mit einer Breite von nur 8 mm lässt er dem Motiv viel Raum zur Entfaltung seiner Wirkung. Erhältlich für Bildgrößen bis zu 70 x 100 cm. www.alutech.de

Lichtenegger Interior STAR SHOP

Alle Angaben laut Hersteller

Der Erfolg jeder Marke hängt unweigerlich mit der Präsentation der Produkte zusammen. Shops und Stores sind lebendige Kommunikationsplattformen, die viel mehr als reine Architektur und Interior zu bieten haben. Sie sind die Perfektion des Marketings am Point of Sale. So

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CAD+T entwickelt auf AutoCAD oder AutoDesk Inventor basierende Lösungen, die den Anforderungen von Objekteinrichtern und Ladenbauern entsprechen. Beginnend

von der Planung und Visualisierung als Verkaufsunterstützung, können Aufträge technisch auskonstruiert werden. Die Daten der Konstruktion stehen zur Verfügung für ERP Systeme und CNC. CAD+T ist seit 20 Jahren auf dem Markt und mehr als 2500 Kunden vertrauen diesen Anwendungen.

Evonik PLEXIGLAS SATINICE In Trendfarben – von Caramelo über Kiwi bis Mandarin – setzt PLEXIGLAS SATINICE Akzente. Farben schimmern mal transparent oder transluzent, mal sind sie gedeckt. Doch nicht nur aufgrund der Farbvielfalt wird das gegossene Material im Laden-, Möbel- und Messebau sowie für Lichtobjekte und Dis-

www.cadt.at

EuroDisplay Kinderfigur in XXL Als weltweit erster Hersteller bietet der Rintelner Spezialist für Schaufensterfiguren ab sofort eine Kinderfigur für den XXL Bereich an. Damit reagiert das Unternehmen auf die aktuellen Veröffentlichungen des Hohensteiner Instituts, das in einer deutschlandweiten Aktion die Bevölkerung vermessen hat. „Die neusten Untersuchungen belegen, dass jedes 5. Kind in Deutschland übergewichtig ist“, erklärt Andreas Gesswein, Geschäftsführer von EuroDisplay. „Die Textilindustrie hat bereits darauf reagiert und wir liefern nun die passende

plays genutzt. Die fein satinierte Oberfläche wirkt auf ihre Art weich und warm. Platten und Blöcke sind kratzunempfindlich, Fingerabdrücke, Staub und leichte Verunreinigungen nicht sichtbar. Bei Materialstärken von bis zu 80 Millimetern lässt sich der Werkstoff verkleben, fräsen, laserschneiden, kantenpolieren und umformen, ohne dass er die seidenmatte Oberfläche verliert. www.plexiglas-shop.com


Mflor Nachhaltige Böden Böden von von Mflor bieten die Optik und Haptik natürlicher Materialien wie Holz, Stein oder Bambus, andererseits auch ein Maximum an Gehkomfort, Robustheit und Wartungsfreundlichkeit. Hinzu kommt die ungewöhnlich große Auswahl an origienellen und hochwertigen Dekors der unterschiedlichsten Ausprägung. Mindestens so wichtig ist die Bilanz in Sachen Nachhaltigkeit und maximal umweltgerechter Eigenschaften im gesamten Produktlebenszyklus. Hochwertiges PVC, wie es für Mflor-Böden verwendet wird, hat eine enorm lange Le-

die Warenpräsentation in der Farbe und Anmutung positiv und thematisch passend unterstützt. Unter der Prämisse, einen strapazierfä-

einheit, die lediglich Karten einliest und die Daten dann zur weiteren Verarbeitung sicher an den Application Server der TeleCash übermittelt. Somit können auch „alte“ Terminals, die nicht den technischen Anforderungen von TA 7.0 erfüllen, als Zwischenlösung weiter am Netz gehalten werden. Vorteile für den Händler: Keine zeit- und ressourcenaufwendigen Software-Downloads, Beschleunigung der Prozessabläufe, deutlich verringerter Investitionsaufwand für Terminal- und Kassenhardware durch längere Lebenszyklen sowie die einfache Nutzung und Erweiterung um Zusatzfunktionen wie Gutscheinkarten oder die Aufladung von Handy-PrepaidKarten ohne neue Hardwarekomponenten. www.telecash.de

bensspanne und kann noch Jahrzehnte nach seinem Ersteinsatz ohne nennenswerten Qualitätsverlust verwendet werden. Schon bei der Produktion wird im Unterschied zu vielen anderen Materialien vergleichsweise wenig Energie benötigt – und zudem immer weniger mineralische Rohstoffe. Auch später trägt die einfache Reinigung ohne aufwendige – oder gar scharfe – Reinigungszusätze zur Schonung von Ressourcen und Umwelt bei. Die positiven Umwelteigenschaften sind natürlich auch entsprechend zertifiziert. www.mflor.eu

Project Floors PREMIUM COLLECTION Gerade im Lebensmitteleinzelhandel muss ein Bodenbelag vielen Anforderungen genügen. Gleichzeitig muss die Optik ansprechend sein und Verschmutzungen müssen einfach und problemlos mit geringen Unterhaltskosten beseitigt werden können. Der HIT-Markt in Andernach sollte eine Gestaltung erhalten, die die einzelnen Produktbereiche optisch von der Wegeführung trennt und gleichzeitig

higen Bodenbelag mit authentischen Dekoren einzusetzen, wählte man verschiedene Artikel des Hürther Unternehmens Project Floors als Anbieter für Designbodenbeläge. Die technischen Daten der PREMIUM COLLECTION mit einer 0,8 mm starken Nutzschicht für höchste Beanspruchungen erfüllten die Kriterien im Hinblick auf die Belastbarkeit, gleichzeitig konnten die Entscheider aus einer Vielzahl von Holzoptiken die richtigen und passenden Favoriten auswählen. Insgesamt wurden in unterschiedlichen Abteilungen fast 600 m² in vier verschiedenen Optiken verarbeitet. Jeder Bereich anders, aber in sich durchdacht und in der Summe ansprechend und einladend. So präsentiert sich der HITMarkt in Andernach seinem Publikum und sorgt für ein angenehmes Einkaufserlebnis auch bei den Dingen des täglichen Bedarfs.

Weimann Shop-in-Shop Konzept Seit 2010 sind die 77 Standorte der Max Bahr Baumärkte mit einer neuen Tapetenprä-

www.project-floors.com

Telecash Managed Payment Service Mit Managed Payment Service (MPS) bietet TeleCash ein innovatives Server-Client-System für weniger Technik am Point of Sales, das den Händler entlastet. Die komplexen Zahlvorgänge, die bislang im Inneren des Terminals verarbeitet wurden, übernimmt bei dieser Systemlösung ein ausfallsicherer PCI-konformer Server der TeleCash. Somit wird aus dem Zahlungsterminal oder Kassensystem eine reine Bediener-

sentation ausgestattet. Das Design der neuen Abteilung wurde in Zusammenarbeit von Max Bahr, dem Tapetenhersteller Graham & Brown und dem norddeutschen Ladenbauer Weimann ausgearbeitet. Ladenbau Johann Weimann hat die technische Umsetzung, Fertigung und die bundesweite Montage des modularen Tapeten Shop-in-Shop Systems übernommen. Das Shop-in-Shop Konzept umfasst verschiedene Wand-Module zu den Themen Tapetenmusterflächen (Flapper), Rollenfächer, Bordürenpräsenter sowie Tapetenbuch. Auf Kleinflächen können mit Coupon-Ware auf nur 6 m² Grundfläche 540 Tapetentypen untergebracht und somit gezeigt werden. Der Selmsdorfer Ladenbauer Weimann hat das Gesamtprojekt von der technischen Ausarbeitung über die Fertigung bis zur bundesweiten Montage in nur 14 Wochen realisiert. www.weimann-ladenbau.de n POS-Ladenbau n 4 • 2010

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S e r v i c e

Impressum / Termine / Vorschau

ISSN 1867-4801 („POS-Ladenbau“) Verlag / Herausgeber: TH Medien KG, Kirchdorfer Straße 87, D-86825 Bad Wörishofen Telefon (0 82 47) 3 80-0, Telefax (0 82 47) 3 80-1 00 Internet www.th-medien.com, E-Mail info@th-medien.com Druck / Vertrieb / Aboverwaltung: BAUVE Medien KG, Kirchdorfer Straße 87, D-86825 Bad Wörishofen „POS-Ladenbau“: Der „POS-Ladenbau“ ist eine deutschsprachige LadenbauFachzeitschrift und beschäftigt sich inhaltlich mit der Planung, Ausstattung und Einrichtung des Point of Sale. Im Blickpunkt stehen Geschäfte und Filialen im gehobenen Segment. Leserzielgruppen sind Entscheider in den Handelszentralen der Laden- und Kettenbetreiber, private Handelsgeschäfte, Architekten, Planer, Einrichter und Bauherren aus nahezu allen europäischen Ländern, aber auch, aus Asien und vielen weiteren Ländern. In seinen außergewöhnlich schönen und informativen Objektberichten hat der „POS-Ladenbau“ ein besonderes Highlight. Der „POS-Ladenbau“ sieht sich als Sprachrohr der Ladenbauer und Innenarchitekten am POS und im Handel insgesamt, wenn es um Planung, Einrichtung und Ausstattung geht. Geschäftsführer: Christian te Heesen Redaktion: Sylvia Zahn genannt Schumann, E-Mail zgs@th-medien.com Telefon (0 82 47) 3 80-1 60, Telefax (0 82 47) 3 80-1 00 Schlussredaktion: Carolin Kober, E-Mail ck@th-medien.com Telefon (0 82 47) 3 80-1 10, Telefax (0 82 47) 3 80-1 00 Anzeigen: Waltraud Ullmann, E-Mail wu@th-medien.com Telefon (0 82 47) 3 80-1 20, Telefax (0 82 47) 3 80-1 00 Satz/Layout/Grafik: Bernhard Hlava, E-Mail bh@th-medien.com Telefon (0 82 47) 3 80-1 40 Telefax (0 82 47) 3 80-1 00 Titelgestaltung und Produktion: Bernhard Hlava, Christian te Heesen Objektleitung: Christian te Heesen (v.i.S.d.P.), E-Mail t.h@th-medien.com Telefon (0 82 47) 3 80-1 80, Telefax (0 82 47) 3 80-1 82 Titelbild: cityfoto.at/david, F.H.M./pixelio.de Fotos (Seiten in Klammern): Peter Neusser (Seite 8 links), Heckhaus (Seite 8 rechts), Götz Wrage (19-21), Designbüro Schwitzke & Partner (2223), Michael W. Höferlin (24-25), Sophie Giesen (26), Fam. Shirazi, M&V (28-29), Studio Sonnenschein, Netphen (30-31), Bäro (32-33), Hans-Jürgen Oertelt (34-35), Zukunftsinstitut (36-37), Günter Laznia (38-41), art aqua (42-43), Oliver Tjaden (44-47) Einsendungen: Für unverlangt eingereichte Manuskripte gibt es keine Gewähr. Sie gelten in jeder Hinsicht der Redaktion zur freien Disposition überlassen. Namentlich gekennzeichnete Artikel geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Eine Verwertung der in „POSLadenbau“ veröffentlichten Beiträge ist unzulässig. Nachdruck von Text und Abbildungen zum Zwecke der Werbung, für Fernseh- und Funksendungen, Filme, Übersetzungen, Vervielfältigung, Vorträge und das Speichern auf Datenverarbeitungsanlagen ist, auch auszugsweise, ohne Zustimmung des Verlages nicht gestattet. Das Recht des Zitierens bleibt hiervon unberührt. Titel: Der Titel „POS-Ladenbau“ ist urheberrechtlich geschützt und Eigentum der TH Medien KG. Das gilt für die Schreibweise, den Aufbau, das Layout, die Art und Weise der Erscheinung und den Verwendungszweck. Das Logo und den Titel anderweitig zu verwenden, zu verfälschen oder zu ändern ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung der TH Medien KG zulässig. Bei Nichtbeachten wird Schadenersatz geltend gemacht. Leserzielgruppen: Alle Zentralen der Verbraucher- und Supermärkte, Kaufhäuser, Drogerieflächen und Drogeriemärkte, Einzelhandelsketten, Privateinzelhändler, Autohäuser, Apotheken, Buchhandlungen u.v.m. aus nahezu allen europäischen Ländern, aber auch aus Asien und vielen weiteren Ländern. Abonnements: David Gorschboth, E-Mail dg@th-medien.com Telefon (0 82 47) 3 80-1 90, Telefax (0 82 47) 3 80-1 00 Abonnementpreise (Inland): € 44,- inkl. 7% USt. und Versand­kosten (Einzelverkauf € 8,50 inkl. 7% USt. zzgl. Versandkosten) Abonnementpreise (Ausland): € 44,- exkl. USt. zzgl. € 18,- Versandkosten und € 13,- Bankspesen* (Einzelverkauf € 8,50 exkl. USt. zzgl. Versandkosten und Bankspesen) (* in Nicht-Euro-Ländern) Gültige Anzeigenpreisliste Nr. 4 / Abolaufzeit: Vom 1. Januar 2010. Die Abonnementdauer beträgt ein Jahr. Das Abonnement verlängert sich automatisch um ein weiteres Jahr, wenn es nicht bis sechs Wochen vor Ablauf eines Bezugsjahres schriftlich gekündigt wird. Druckauflage: 13.100 Exemplare

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Termine

Expo Real

Tendence Lifestyle

4. bis 6. Oktober 2010 Messe München www.exporeal.net/de/startseite

27. bis 31. August 2010 Messe Frankfurt www.tendence.messefrankfurt.com

Viscom

Comfortex

4. bis 6. November 2010 Messe Frankfurt (Halle 3) www.viscom-messe.com

4. bis 6. September 2010 Messe Leipzig www.comfortex.de

Läden 2010

Shop Design & RetailTec

8. – 9. November 2010 Wiesbaden www.conferencegroup.de

14. bis 16. September 2010 Moskau www.shopdesignrussia.com

UAE – InRetail & Index 2010

Ordertage Inneneinrichtung 17. bis 19. September 2010 Westfalenhallen Dortmund www.westfalenhallen.de

8. bis 11. November 2010 Dubai www.indexexhibition.com

3. Schweizer Shopping Center Kongress

Glasstec 28. September bis 1. Oktober 2010 Messe Düsseldorf www.glasstec.de

11. November 2010 Zürich www.sc-forum.ch

India Retail Forum

Deutscher Modehandels-Kongress

28. bis 29. September 2010 Mumbai www.indiaretailforum.in

23. bis 24. November 2010 Düsseldorf www.bte.de

Vorschau POS-Ladenbau 5/2010 • Richtiges Licht für Lebensmittel • Objekteinrichtung und Ladenbausysteme • Technologie und Sicherheit • Visual Merchandising

• Personaleinsatzplanung

• Raum und Platz für Genuss und Entspannung • Regalsysteme und Warenpräsentation • Marktübersicht Digital Signage

Erscheinungstermin 22. September 2010


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POS-Ladenbau 04/2010