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Ausgabe 3/2011 • Mai

info@th-medien.com • www.th-medien.com • Post-Nr. 05-11 POS

Funktion und Design Ganzheitliche Betrachtung bei der Planung bringt Erfolg Seite 16

ZKZ‑59995

Postvertriebsstück 

Entgelt bezahlt 

TH Medien KG 

Businesspark A96 

D-86842 Türkheim 

ISSN 1867 4801 

Einzelverkaufspreis € 8,50 

7. Jahrgang

Magazin für Ladengestaltung, Boden, Wand, Decke, Licht, Displays und Akustik

Gesamtkonzept aus einer Hand

Modehaus Jost in Bruchsal

Neuer Zugang zu Produkten

Sicherheit durch Full-Service

Aus Alt mach Neu

Kauflust erfolgreich steigern

Seite 10

Seite 12

Seite 33


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Editorial

Professional Brand Entertainment Exklusives Shop- & Storedesign

Mit einer barrierefreien Umgebung im Supermarkt kann der Händler neue Käuferschichten für sich erschließen und für alle Kunden eine entspannte Einkaufsatmosphäre gestalten. Sylvia Zahn genannt Schumann, Redakteurin „POS-Ladenbau”

Entspanntes Einkaufen für alle

kennen Sie das auch? Die „lästige Pflicht“ des Einkaufens ruft und muss erledigt werden. Im Lebensmittelmarkt angekommen, versperren Einkaufswagen von anderen Kunden die ohnehin schon schmalen Gänge. Die Laufwege sind mit Warenträgern oder neuer, nicht verräumter Ware verstellt. Der Stressfaktor steigt, und Sie wollen das Ganze nur schnell hinter sich bringen. Anderes Szenario: Sie kommen in einen Markt und Sie empfängt eine helle, freundliche Atmosphäre: breite Gänge, Übersichtlichkeit und ein Kundenwegesystem, welches Orientierung schafft. Hier fällt es leicht sich wohlzufühlen und zu schlendern. Das Einkaufen macht Spaß. Unbewusst werden so der Aufenthalt und die Verweildauer verlängert und im besten Fall wird mehr gekauft. Zugegeben, nicht immer hat man die Zeit für so ein entspanntes Schlendern, aber Einkaufen in einer schönen Umgebung schafft Wohlgefühl und man kommt gerne wieder. Menschen mit Behinderung, Senioren und Seniorinnen sowie Mütter und Väter mit Kinderwagen kennen die oft unzureichenden Gegebenheiten im Supermarkt. Wer in einem Rollstuhl sitzt, kleinwüchsig oder ähnlich eingeschränkt ist, hat oft große Probleme beim Einkaufen. Stufen beim Ladeneingang, zu schmale Türen oder Gänge und auch zu enge Kassensituationen stellen große Hindernisse dar. Händler, die sich

bewusst mit dem Thema auseinandersetzen, wissen, dass Barrierefreiheit nicht nur damit gegeben ist, einen stufenlosen Zugang zum Markt zu schaffen. Des Weiteren sind ausreichend breite Türen, große Bewegungsflächen und die Markierung von gefährlichen Glastüren und Stufen erforderlich. Es sollten weiterhin Orientierungsmöglichkeiten für seh- und hörbehinderte Menschen geschaffen werden. Nun muss der Kunde nur noch an die Produkte gelangen. Dies ist jedoch meistens aufgrund der Aufbauhöhe der Regale für ihn oft schwierig. Hier bietet sich an, das Verkaufspersonal so zu schulen, dass es bei Bedarf unterstützen kann bzw. als Ansprechpartner zur Verfügung steht. Geschäfte barrierefrei zu gestalten, bringt also für alle Beteiligten Vorteile. Der Händler erschließt so neue Käuferschichten und schafft ein bequemeres und entspanntes Einkaufserlebnis für alle. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen dieser Ausgabe. Möchten Sie den „POSLadenbau“ abonnieren? Weitere Informationen dazu unter: www.th-medien.com Herzlichst Ihre

Sylvia Zahn genannt Schumann zgs@th-medien.com

circle&friends

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

DIE ZUKUNFT DES LADENBAUS ALS MAGAZIN! Die Zukunft des Ladenbaus ist ein komplexes Thema. Das STAR SHOP MAGAZIN informiert ausführlich und spannend über Themenschwerpunkte des modernen Shopund Storedesigns. Interessant, attraktiv und exklusiv für Sie. Einfach eine E-Mail mit dem Kennwort „Star Shop Magazin“ an die unten angeführte E-Mail-Adresse schicken und wir senden es Ihnen kostenfrei zu ... Einen virtuellen Vorgeschmack finden Sie auf unserer Homepage: www.lichtenegger-interior.com

Lichtenegger Interior GmbH Am Gewerbepark 12 • A-9431 St. Stefan Tel: +43 (0) 4352 82461 Fax: +43 (0) 4352 82461 n 220 POS-Ladenbau 1 • 2011 3 office@lichtenegger-interior.com


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Inhaltsverzeichnis

Themenschwerpunkte der Ausgabe 3/2011 Gesamtkonzept aus einer Hand, Verkaufsraumplanung – Funktion und Design, Verkaufsförderung und Warenpräsentation, Atmosphäre schaffen mit richtiger Beleuchtung Marktübersicht: Media Displays, Displays und Aufsteller

EVOLUTION OF LED

■ Rubriken

■ Objektberichte

Editorial

3

Entspanntes Einkaufen für alle

News, Produktneuheiten

6

News und Events in Wort und Bild

Marktübersicht

EVOLED, die neue LAMP83 Leuchtenserie.

22

Media Displays, Displays und Aufsteller

■ Fachbeiträge Gesamtkonzept aus einer Hand 

10

Bei der Shop-Planung wird eine verstärkte Nachfrage nach ganzheitlichen Lösungen verzeichnet

Modehaus Jost, Bruchsal

Von Claudia Hoffmann

12

Aus Alt mach Neu

Funktion und Design

16

Ganzheitliche Betrachtung bei der Verkaufsraumplanung bringt Erfolg Von Wolfgang Gruschwitz

Der neue Zugang zu Produkten

33

Um die Kauflust zu steigern, müssen Produkte im

Ihr Partner für professionelle Shopbeleuchtung.

richtigen Umfeld präsentiert werden Von Gabriela Kaiser

Atmosphäre schaffen

40

Gibt es ein Geheimnis für schönes Licht?

Wohlfühlshopping für ALLE...

44

Ladenbau und nutzungsoptimierte Lösungen –

LAMP83 Deutschland GmbH Am Weihergarben 10 74363 Güglingen Tel.: +49 71 35/ 93 06 19 0 Fax: +49 71 35/93 06 19 9 Mail:4kontakt@lamp83.de POS-Ladenbau n 1 • 2011 www.lamp83.de

Sackgasse oder Beschleunigungsspur?

Conrad, Stuttgart

Von Helge Joachim Blankenstein

Elektrofachmarkt beschreitet neue Wege

18


Anzeige Ausgabe 3/2011 • Mai

info@th-medien.com • www.th-medien.com • Post-Nr. 05-11 POS

Funktion und Design Ganzheitliche Betrachtung bei der Planung bringt Erfolg Seite 16

TH Medien KG

Businesspark A96

D-86842 Türkheim

ISSN 1867 4801

Einzelverkaufspreis € 8,50

7. Jahrgang

Magazin für Ladengestaltung, Boden, Wand, Decke, Licht, Displays und Akustik

Postvertriebsstück

Entgelt bezahlt

Visual Product Selling AUSGABE Mai Gesamtkonzept aus einer Hand

Modehaus Jost in Bruchsal

Neuer Zugang zu Produkten

Sicherheit durch Full-Service

Aus Alt mach Neu

Kauflust erfolgreich steigern

Seite 10

Seite 12

Seite 33

3/2011

■ Titelthema Funktion und Design Ganzheitliche Betrachtung bei der Planung

P’X5 Store Solution

bringt Erfolg

Filialverwaltung Sortimentsoptimierung Ladenplanung Konzeptkataloge

Modehaus Iff, Gerolzhofen

30

Neuer Style für Franken

Frischemarkt Meyer, Haßfurt



42

Wo Einkaufen zum Genuss wird

■ Praxisberichte Optimale Platzierung im Regal

46

Virtuelle Shopping-Umgebungen analysieren

Clever: ein Boden, zwei Funktionen

48

Ausstattungsprofis nutzen Boden in Geschäftsräumen zu Demonstrations- und Dekorationszwecken

Modern, Frisch, Elegant

49

Neue Dekore für natürliche Farbwelten

■ Service World of TUI, Berlin Lust auf Reisen?



36 Impressum, Termine, Vorschau

50

POS-Ladenbau n 1 • 2011 5 www.perspectix.com


L a d e n b a u

Branchen-Insider

News / Auszeichnungen Lichtenegger Interior Eröffnung von Humanic in Wien

Blocher Blocher Partners

Im vergangenen Monat eröffnete der neue Humanic Flagship-Store in der Top-Adresse Österreichs – der Kärntnerstraße 1. Prominenter

A.R.E. Design Awards für Kastner & Öhler

und exklusiver geht es nicht mehr. Mit großem Einsatz und Professionalität hat Lichtenegger Interior, der Spezialist im modernen Ladenbau, in nur sechs Wochen das Konzept realisiert. Zwei Etagen mit 520 Quadratmeter Markeninszenierung auf höchstem Niveau. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Seit Mitte April kann man den neuen Star Shop von Lichtenegger Interior besichtigen und in die Welt der „Shoemaniacs“ eintauchen. www.lichtenegger-interior.com

Wanzl Internationaler Großauftrag

Alle Angaben laut Hersteller

prozentige Erkennungsrate von EAS-Etiketten. Gleichzeitig ist das neue Modell bereits für die künftige RFID-Technologie vorbereitet. www.wanzl-ladenbau.com

Der größte europäische Lebensmittelhändler, Carrefour, setzt auf Systeme von Wanzl Ladenbau, wenn es um die Bio-Abteilungen der neuen Planet-Märkte geht. Carrefour Planet ist das neue Großformat der weltweiten Nummer 2. Carrefour Planet zeichnet sich durch hohen Kundenkomfort und eine ausgeprägte Abteilungssegmentierung aus. Innerhalb der nächsten Jahre wird das Format in Belgien, Frankreich, Griechenland, Italien und Spanien eingeführt. Der Kontrakt zwischen Carrefour und Wanzl Ladenbau hat einen Wert von 15 Millionen Euro und umfasst die bis zu 400 Quadratmeter großen Bio-Abteilungen sämtlicher Carrefour Planet-Märkte in den genannten Ländern. Im Rahmen eines weiteren Liefervertrages entschied sich Carrefour dafür, sämtliche Märkte des Carrefour Planet Formats mit dem Wanzl Einkaufswagen Tango auszustatten. Dieses Modell kommt ohne Metallverstärkungen aus und ermöglicht eine nahezu hundert6

POS-Ladenbau n 3 • 2011

Der Wandel von Kastner & Öhler zum Fashion Department Store hat für viel Furore gesorgt. Und dem österreichischen Modehaus jetzt den begehrten A.R.E. Design Award in der Kategorie „Department Store des Jahres 2011“ eingebracht. Mit dem Grand Prize der „Association for Retail Environments“ würdigt die hochkarätig besetzte Jury in Las Vegas die gelungene Neuausrichtung des Grazer Flagship Stores. In rund zwei Jahren hat das Planungsbüro Blocher Blocher Partners aus Stuttgart die sechs Stockwerke umfassende Handelsimmobilie bei laufendem Betrieb komplett umstrukturiert. Neben einem völlig neuen Erschließungskonzept wurde die Verkaufsfläche um 10.000 auf 40.000 Quadratmeter erweitert. Die zeitgemäße Inszenierung bringt nicht nur das Flair europäischer Metropolen an die Mur, die gestärkte Modekompetenz lässt Kastner & Öhler nunmehr auch in der Topliga der Modeanbieter spielen. www.blocherblocher.de

OBV Mit Innovationspreis ausgezeichnet Ende Februar wurde OBV für das Display Giro der Innovationspreis Architektur und Präsentation verliehen. Der von den Architekturfachzeitschriften AIT, ABIT und Intelligente Architektur ausgelobte Innovationspreis zeichnet damit die Zusammenarbeit zwischen Architekt und Industrie aus. Giro bietet eine Lösung für die kleinen, wertvollen Dinge wie Uhren und Schmuck. Eine kleine rotierende Bühne bringt das Produkt zum Drehen und weckt die angeborene Neugierde. Das Objekt kann von allen Seiten betrachtet werden und ist der Star der großzügigen Inszenierung. Die Technologie ist für den Betrachter unsichtbar. Antrieb und Solarzellen sind im Bühnenboden aus transluzentem Corian verborgen. Die lokale Beleuchtung ist die Energiequelle. Kein Kabel, kein Schalter und keine Batterien hindern den Alltag im Laden. Die Materialien und die Verarbeitung haben Qualität, die Anmutung ist hell und neutral. Auf Wunsch ermöglicht ein schlichter, abschließ-


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www.beckerandfriends.de

barer Glaskubus mit Sockel eine Alleinstellung im Raum. Nach Ladenschluss kann die Säule in der Eingangstür platziert werden. www.obv.de

TDX Auszeichnung für hohe Designqualität Mit dem red dot design award wird das Unternehmen TDX Technisches Licht-Design ausgezeichnet. Den Preis für das beste Produkt Design erhält das Unternehmen aus Zella-Mehlis (Thüringen) für sein CardaLED power 50 System. Der cardanische Einbaustrahler ist mit der neuesten LED – Array – Technologie ausgestattet. Er zeichnet sich im Besonderen durch seine hohe LED-Lumenpakete aus. Mit 3.500 Lumen im Bereich von 2.700K bis 3.000K liegt sein exzellenter Farbwiedergabeindex bei Ra>92. Ermöglicht wird dies durch eine spezielle Reflektorenbeschichtung. 1.700 Unternehmen aus 60 Ländern nahmen mit insgesamt 4.433 Einsendungen teil. Die Auszeichnung der Gewinner wird im Rahmen einer festlichen Veranstaltung am 4. Juli 2011 im Essener Aalto-Theater stattfinden. Die anschließende Feier erfolgt im „red dot design museum“. www.tdx-lichttechnik.com

Cedes Die Echtlicht-Umkleide-Kabine Jeder weiß, dass Licht morgens anders wirkt als mittags oder abends. Cedes: Die Lichtfabrik aus Hilden hat bei Intersport Arndt in Lippstadt vier Echtlichtkabinen eingerichtet. Der Kunde kann nun testen, wie ihm die orangerote Outdoor Jacke im gleißend, kühlen Sonnenlicht auf dem Schnee bedeckten Gletscher steht, oder ob das pink-

farbene T-Shirt und der grob gestrickte weiße Pullover auch beim Après-Ski im gedämpften Licht an der Bar zu seinem Typ passt? Fünf fest programmierte Lichtszenarien in jeder Kabine geben einen perfekten Eindruck davon, wie das neue Lieblingsoutfit in den unterschiedlichen Situationen wirkt. www.cedes.info

Ladeneinrichtungen von Tenbrink. Einfach ein gutes Gefühl. Das Auge kauft mit! Das weiß niemand besser als die Spezialisten von Tenbrink. Aus gutem Grund sind wir als Ladeneinrichter bei Preis und Leistung eines der führenden Unternehmen in Europa. Wir setzen Trends und stimmen Technik, Design und Ausstattung perfekt auf Ihre Bedürfnisse ab. In enger Zusammenarbeit planen und fertigen wir nach Ihren Maßstäben. Dabei haben wir Timing und Budget immer fest im Blick. So entstehen Lösungen, die begeistern und verkaufen. Tenbrink realisiert für Sie einzigartige Erlebniswelten mit Shopping-Impuls. Wir sind Ihre Professionals in Shopfitting!

Industriestraße 1-7 | 48703 Stadtlohn www.tenbrink.de | info@tenbrink.de

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Alle Angaben laut Hersteller

L a d e n b a u

Branchen-Insider

Produkte

Bastiansen

Perspectix

Beschäftigung für die kleinen Kunden

Für den Softwarehersteller Perspectix aus Zürich war der erste Auftritt auf der EuroShop erfolgreich: Mehrere hundert Kontakte belegen das starke Interesse des Großund Einzelhandels an der neuen BusinessLösung P’X5 Store Solution. Im Mittelpunkt der Gespräche standen die durchgängigen Planungsfunktionalitäten der Software, welche Ladenbau und Sortimentierung effizient verknüpfen. Ebenso positiv wurde die Möglichkeit aufgenommen, wichtige Kennzahlen für eine Optimierung von Ein- und Verkauf zu visualisieren. www.perspectix.com

Kinder haben wenig Spaß an der Prozedur des täglichen Einkaufs. Nach kurzer Zeit sind sie gelangweilt und unruhig. Sie beginnen die Aufmerksamkeit der Eltern zu suchen oder machen sich auf, um etwas Interessantes zu entdecken. In beiden Fällen werden die Eltern vom ungestörten Einkauf abgehalten. Wie wäre es, wenn das Kind sich in einer sicheren Umgebung selbst beschäftigen könnte? Die Kinder-Spielecken des Herstellers Bastiansen sind präzise und technisch absolut durchdachte Konstruktionen. Durch ein neues Bausystem konnten die Aufbauzeiten nochmals erheblich reduziert werden. Zusätzlich wird eine höhere Flexibilität für mögliche Erweiterungen und Veränderungen an der Anlage erreicht als mit anderen Systemen. www.andreas-bastiansen.de

Kinnertied

Platek

Kindermöbel für öffentliche Bereiche

Erfolgreicher Messeauftritt

Die Zufriedenheit der Kinder ist die wichtigste Messlatte für einen erfolgreichen Einkauf. Frei nach diesem Motto entwirft Kinnertied K i nde rs pielecken und schlägt dabei den Bogen zwischen erwachsener Reduziertheit und kindlicher Phantasiewelt. Das erste Möbelset der kleinen Manufaktur aus Hamburg besteht aus den farbenfrohen Schaumstoffmöbeln Heidi und Michel. Durch die Fertigung vor Ort in Hamburg ist es möglich die Bezugsfarben und Stoffe den individuellen Entwürfen anzupassen. Zudem kann man aus drei verschiedenen Etikettfarben wählen und durch einen Wunschreißverschluss echte Unikate zaubern. Die Kinderspielecken gliedern sich homogen dem vorgegebenen Design an. www.kinnertied.de

„Wir machen draußen Licht”, so stellte sich dieses Jahr Platek Light srl. mit seinem Messestand auf der diesjährigen Euro Luce

Gelungene Premiere

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(12. bis 17. April 2011) in Mailand vor. Das Unternehmen ist ein Teil der Industriegruppe Donati, dessen Portfolio die Herstellung von Leuchten zur gebäudenahen Architektur-Außenbeleuchtung sowie für urbane Räume und das Wohnumfeld umfasst. Platek bietet individuelle Lösungen lichttechnischer Aufgabenstellungen unter Berücksichtigung der Ansprüche an eine in ihrer Tag- und Nachtwirkung ansprechenden Beleuchtungsanlage. www.platek.eu


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Eurolaser

erlebniswelten:

Displays wirtschaftlich fertigen Eurolaser ist einer der weltweit führenden Hersteller von Lasersystemen zum Schneiden, Gravieren und Markieren mit namhaften Kunden aus der Display-Fertigung. Das durchgängig modulare Grundkonzept der Systeme ermöglicht eine kundenspezifische Konfiguration, so dass sich die Maschine genau den Kundenbedürfnissen anpassen lässt. Das erhöht die Produktivität und ermöglicht optimale Ergebnisse, egal ob in Holz, Acryl, MDF oder anderen Materialien. www.eurolaser.com

: nach Ihrem wunsch : individuelle lösungen : planung : projektmanagement : schlüsselfertig

Witex Tradition und Moderne Mit der neuen Kollektion ariosa von Witex wird dem Handel jetzt ein Premium-Boden als Langdiele offeriert, der durch exklusive Eichenoptiken im Landhausdielenlook ein Hauch von Luxus in jedes Wohnambiente bringt. Die facettenreichen oder in sanfter Gleichmäßigkeit anmutenden Oberflächen dieser Kollektion vereinen Tradition und Moderne und entsprechen mit dem extra langen Paneelformat den aktuellen Trends. Die 12 mm Premium-Kollektion mit 4-seitiger, lackierter V-Fuge hat das großzügige Dielenformat 1845 mm x 188 mm (Länge x Breite) und trägt das Umweltsiegel „Blauer Engel“. Durch ein spezielles Fertigungsverfahren werden Dekorwiederholungen auf den Bodenelementen verhindert. Die Kollektion besteht aus acht Dekoroberflächen mit Synchronpore, die teilweise einen Chromeffekt aufweisen. Das DPL+-System macht die Oberflächen besonders stoßfest und hält mit der Beanspruchungsklasse 33 und der Abriebklasse AC 5 (nach DIN EN13329) auch großen Beanspruchungen – z. B. im Objektbereich mit stark frequentierten Laufzonen – problemlos stand. www.witex.com n

www.wanzl-ladenbau.com

POS-Ladenbau n 3 • 2011

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F a c h b e i t r a g

Verkaufsraumplanung

Gesamtkonzept aus einer Hand In den vergangenen Jahren wurde bei der Shop-Planung eine verstärkte Nachfrage nach ganzheitlichen Lösungen verzeichnet. Gerade Filialisten nehmen bei der Abwicklung ihrer Roll-OutProjekte gerne die Leistungen eines Full-Service Ladenbauers in Anspruch.

G

erade bei einem Roll-out, bei dem viele Filialen innerhalb einer kurzen Zeit realisiert werden sollen, ist die Beauftragung eines Full-Service Ladenbauers von Vorteil. Da bei dieser Variante alles aus einer Hand stammt, kann die Ablauf- und Logistikplanung optimal auf Anforderungen des Projektes abgestimmt werden. Insbesondere im Hinblick auf die Zeitplanung und die Einhaltung eines durchgängigen Qualitätsstandards birgt dies immense Vorteile: Der Ladenbauer setzt die erforderlichen Arbeiten meist komplett selbst oder mit bewährten Partnerfirmen um. Dadurch können bei der Koordination Zeitverluste durch Ab-/Rücksprachen mit externen Fremdfirmen vermieden werden. Stichwort Kompetenzbündelung: Durch die Zuordnung eines verantwortlichen Projektleiters hat der Kunde nur einen Ansprechpartner, der ihn stets über den Bau-Fortschritt informiert und als kompetenter Partner mit Rat und Tat zur Seite steht.

Wie aus einem Guss: Anpassung von Trockenbauwänden an die Möbel

Gewerke: Hier kann aus der kompletten Bandbreite der Bauleistungen gewählt werden. Dies sind im Wesentlichen:

Vorbereitung ist das A und O Entscheidend für eine erfolgreiche Projektdurchführung ist eine gründliche Bedarfsund Rentabilitätsermittlung vor Baubeginn. Hierzu sind folgende Fragen im Vorfeld vom Auftraggeber zu beantworten: • Welche Arbeiten können vom Ladenbau Unternehmen übernommen werden oder möchte der Kunde gerne einzelne Gewer ke selbst vergeben? • Handelt es sich um ein großangelegtes Roll-out oder ein Einzelprojekt? • Wie groß ist die geplante Shopfläche? • Beim Roll-out: Wie viele Standorte sind geplant? • Handelt sich um einen Umbau- oder Neu bauprojekt? Auf Basis dieser Informationen wird zunächst ein Budgetplan erstellt. Insbesondere der Projektumfang spielt dabei eine entscheidende Rolle. Bei einem Roll-out können so beispielsweise durch die Multiplikation der Möbel und der Festlegung eines standardisierten Ablaufschemas Kostenvorteile realisiert werden. Hierzu sind umfassende 10

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beginnend bei der Baubesprechung über das Aufmaß nehmen vor Ort, der Umwandlung der Konzeptpläne der Architekturbüros in CADZeichnungen und der Erstellung von Leistungsverzeichnissen bis hin zur Bauleitung und der Endabnahme. Ein Bauzeitenplan gibt allen Projektbeteiligten eine klare Struktur, wann welches Gewerk ausgeführt werden muss, um den Endtermin gewährleisten zu können. Ein weiterer wichtiger Punkt muss ebenfalls in der Planungsphase geklärt werden: Müssen für das Projekt eventuell noch Baugenehmigungen für Umbaumaßnahmen bei öffentlichen Stellen eingeholt werden? Dies muss mit der zuständigen Architekturabteilung des Kunden frühzeitig besprochen werden, um den Projektverlauf nicht im Nachhinein zu gefährden.

Versierte Monteure kümmern sich vor Ort um Zusammenbau und Arrangement der Möbel

Das durchgängige Farbkonzept spiegelt sich in Bodenbelägen und Wandfarben wider

Lagerkapazitäten und Logistikkenntnisse sowie Erfahrungen in der Abwicklung von Innenausbauprojekten seitens des Ladenbauunternehmens notwendig. Sollte die Wahl des Kunden auf das Komplett-Paket fallen, umfasst das Projekt folgende Bestandteile: Planung: Generell wird die Planungsleistung als eine Kostenposition in der Kalkulation zusammengefasst. Diese umfasst alle Schritte

Bauleitung: Hier zeigt sich die Stärke des FullService Ladenbauers: Der Kunde hat nur einen Ansprechpartner vor Ort, der alle Arbeiten koordiniert und dem Kunden jederzeit einen Statusabgleich zum bisherigen Baufortschritt geben kann. Ebenso werden eventuell auftretende Fehlerquellen schneller aufgedeckt und können dadurch frühzeitig behoben werden. Demontage und Baustelleneinrichtung: Sollte das Ladenlokal noch nicht geräumt worden sein, beginnt das Projekt mit einer sorgfältigen Entkernung und Grundreinigung. Danach wird die Baustelle für alle weiteren Maßnahmen vorbereitet, z. B. werden die Fassadenfenster mit Sichtschutzfolie abgeklebt, damit Passanten das Ladenlokal während der Bauarbeiten nicht einsehen können. Rohbau- und Trockenbauarbeiten: Fallabhängig können elementare Arbeiten an der Gebäudesubstanz notwendig sein, die natürlich auch Einfluss auf die Ladeneinrichtung haben. Besonders hier ist es von Vorteil, wenn der Ladenbauer auch für den Bereich Trockenbau beauftragt wurde. So kann beispielsweise vor Ort die Trockenbauwand dem Möbel angepasst werden, wodurch


ein harmonisches Ladenbild mit fließenden Übergängen erzielt wird. Elektro- und Beleuchtungsplanung: Nach der Fertigstellung der Basis, werden nun alle benötigten Elektro-Verkabelungen eingezogen. Dadurch wird auch der Grundstock für das wichtige Thema Beleuchtung gelegt, das wegen seinem Energiesparpotential heutzutage einen sehr hohen Stellenwert in der Ladenplanung einnimmt. Hinzu kommt die Installation von Lüftungsvorrichtungen, die für ein angenehmes Raumklima sorgen. Maler- und Bodenbelagsarbeiten: Farbe, Tapete und Fußbodenbelag: Abgestimmt auf das Möbelkonzept entsteht durch das farbliche Raumkonzept erst der ganzheitliche Markenauftritt. Fassade und Sicherheit: Damit im Falle eines Austausches der Fassaden-Glasfront das Ladenlokal nicht zu lange ohne Fenster auskommen muss, lohnt sich auch hier die Planung aus einer Hand. So kann der Austausch bereits frühzeitig eingeplant und just in time vor Ort umgesetzt

werden. Stichwort Sicherheitstechnik: Besonders in Publikumsbetrieben müssen die behördlichen Vorgaben wie Brandschutz und Fluchtwege eingehalten werden. Auch hierzu gibt der Full-Service-Ladenbauer kompetente Hilfestellung.

Ladeneinrichtung Parallel zu den Arbeiten vor Ort organisiert der Projektleiter des Ladenbau-Unternehmens intern den Produktionsablauf für die Möbel-erstellung. Von der Auslösung der Materialbestellungen über die interne Zeitplanung der Arbeitsvorbereitung und Produktion bis hin zur logistischen Ablaufplanung werden alle Prozesse auf den fixen Endtermin abgestimmt. Montageteams bauen vor Ort die Möbelkomponenten zusammen und führen die finalen Reinigungsarbeiten durch. Abschließend erfolgt die Endabnahme, bei der der Kunde und der Projektleiter das Ladenlokal gemeinsam begehen, eventuelle Verbesserungsmaßnahmen dokumentieren und das Projekt nach erfolgreicher Umsetzung abschließen. Fazit: Insbesondere im Hinblick auf Effektivität und Effizienz ist die Vergabe an einen Full-

Service Ladenbauer eine runde Sache. Denn bei dieser Bauvariante werden die betriebswirtschaftlichen Ziele Termintreue, Qualitätswahrung und Kosteneinhaltung optimal bedient. Den Endtermin immer fest im Blick, werden alle Arbeiten so koordiniert, dass der Store zum ausgemachten Termin schlüsselfertig an den Start gehen kann. Da der Ladenbauer die erforderlichen Arbeiten meist komplett selbst oder mit bewährten Netzwerkpartnern umsetzt, kann zudem ein durchgängiger Qualitätsstandard realisiert werden. Und ein verantwortlicher Projektleiter behält stets alle Fäden des Projektes in der Hand, wodurch eine verlässliche Kostenüberwachung ermöglicht wird. n

Die Autorin Claudia Hoffmann zeichnet bei Hoffmann Ladenbau für den Bereich Marketing verantwortlich. Anzeige

Mehr Bodenfreiheit für die richtige Auswahl.

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www.project-floors.com


O b j e k t b e r i c h t

Modehaus Jost, Bruchsal

Aus Alt mach Neu Bruchsals Fußgängerzone hat seit Mitte März 2011 ein neues Aushängeschild: In Rekordzeit ist das ehemalige Kaufhaus Schneider zum Modehaus Jost umgestaltet worden. Das Gebäude wurde innen wie außen komplett modernisiert und mit einer signifikanten Fassade versehen. So wertet der Komplex nicht nur das Stadtbild auf, sondern steigert auch die Qualität des Einkaufsstandorts.

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Individuell ■

Aussagekräftig

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+49 9072 99143-0 www.lauinger-ladenbau.de

Wolfgang Mairinger, der mit seiner Kollegin Anja Pangerl das Stuttgarter Team aus Architekten und Innenarchitekten leitete, war dann

Aus dem einst wuchtigen Komplex, der den Stadteingang regelrecht dominierte, ist ein gefälliges, wenngleich markantes Bauwerk geworden, das zur stilistischen Aussöhnung mit der örtlichen Baukultur einen qualitativen Beitrag leistet. Florale Motive, die sich in unregelmäßigen Abständen im Fassadenbild wieder finden, spielen in ihrem üppigen Dekor

Lauinger Ladenbau GmbH

„Ein Schmuckstück, das für Mode, Zeitgeist und Stil steht“

Qualitativer Beitrag zur Baukultur Bruchsals

Termingerecht

Auch wenn das vormalige Kaufhaus Schneider nicht weichen musste, kamen die umfangreichen Eingriffe an der Fassade und im Inneren faktisch einem Neubau gleich. Das ist umso bemerkenswerter, da zwischen Planung und Eröffnung kaum mehr als ein halbes Jahr verging. Trotz des strengen Winters konnte Jost seine bislang größte Filiale termingerecht im März eröffnen.

auch voll des Lobes über die Zusammenarbeit mit der Schneider Grundstücksgesellschaft, dem Stadtplanungsamt und dem Betreiber Jost: „Wir sind stolz, dass es uns in so kurzer Zeit gelungen ist für Bruchsal ein neues Schmuckstück zu bauen, das außen wie innen für Mode, Zeitgeist und Stil steht.“ Die exponierte Lage des Hauses Am Schönbornplatz mit direkter Anbindung an die Fußgängerzonen Kaiser- und Friedrichstraße lag der Stadt Bruchsal besonders am Herzen – verband sie doch mit dem Umbau die Hoffnung auf ein urbanes Aushängeschild. Die Erwartungen wurden nicht enttäuscht.

M

it seinem fünften Haus wagt der Grünstädter Unternehmer und Präsident des Bundesverbands des deutschen Textileinzelhandels, Steffen Jost, erstmals den Sprung über den Rhein – und stößt in eine neue Dimension vor. Die generalsanierte Immobilie verfügt über rund 5100 Quadratmeter Verkaufsfläche, die sich auf fünf Etagen verteilen.

Flexibel

Trotz der mehr als 70 Shop-in-Shops sind die einzelnen Segmente deutlich gegliedert und werden kompetent präsentiert

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O b j e k t b e r i c h t

Modehaus Jost, Bruchsal

Ansprechende Warenpräsentation im Bereich für Kindermode im obersten Stockwerk

Bei Dunkelheit werden die floralen Lochbleche illuminiert und sorgen so für eine tolle Außenwirkung des Modehauses

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Modern Woman: Die helle Möblierung ist ein schöner Kontrast zu den eleganten grauen Fliesen


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zweigeschossigen Glasentrées und Glasecken in den oberen Stockwerken hat noch einen anderen Vorzug: Die Nutzung des Gebäudes als zeitgemäßes Modehaus ist schon von außen klar ablesbar – im Gegensatz zu früher, als die Fassade keine eindeutige Aussage zuließ.

Shop-in-Shop versus einheitlicher Gesamteindruck

Die 5.100 Quadratmeter Verkaufsfläche verteilen sich auf fünf Etagen

auf das barocke Erbe der Stadt an. Die gelaserten Metalltafeln emotionalisieren die Gebäudehülle und verleihen ihr eine bisher nicht gekannte Wertigkeit. Sie offenbart sich vor allem bei Dunkelheit, wenn die Lochbleche illuminiert werden und zusammen mit dem satten Blau der Jost Schriftzüge als Schmuckstück erstrahlen. An die Lochbleche reihen sich für die Gegend typische weiße Putzoberflächen. Dieser spannungsreiche Wechsel zwischen offenen und geschlossenen Elementen nimmt quasi nebenbei den Lokalkolorit Bruchsals auf. Die Gestaltung mit umlaufender Schaufensterzeile,

Die textile Botschaft findet ihre Entsprechung im Inneren. Jost setzt auch in seiner Bruchsaler Dependance auf ein Dachmarkenkonzept. Trotz der mehr als 70 Shop-in-Shops sind die einzelnen Segmente deutlich gegliedert und werden kompetent präsentiert. Das liegt auch daran, dass die Markenflächen in ein übergeordnetes Erscheinungsbild eingebunden wurden. Im Untergeschoss bereitet ein gespachtelter Bodenbelag nebst offener Decke der Young Fashion die Bühne, im Erdgeschoss markieren elegante graue Fliesen das Hoheitsgebiet für die Modern Woman. Die Herrenund Freizeitmode sowie der Business-Look für Sie und Ihn im 1. und 2. Obergeschoss haben als Grundlage Eichendielen, und das oberste Stockwerk für Wäsche, Dessous, Kinderund Bademode zeigt sich in Räuchereiche. Die Deckenfelder vom Erdgeschoss bis unters Dach festigen den aufgeräumten Eindruck, und schließlich trägt auch die Beleuchtungsplanung zum stimmigen Gesamtauftritt bei. „Durch die verwendete LED-Lichttechnik können die Energiekosten zumal dank der Einsparungen bei der Klimatechnik erheblich reduziert werden“, berichtet Anja Pangerl und fügt hinzu: „Und das ohne Zugeständnisse an die Beleuchtungsqualität zu machen.“ Jost setzt in Bruchsal übrigens ausschließlich auf die innovative Lichtart – als erstes Modehaus in Deutschland.  n

n Auf einen Blick Modehaus Jost, Bruchsal Verkaufsfläche:

rund 5100 m2 auf 5 Geschossen (UG bis 3. OG)

Bauzeit:

Ende November 2010 bis Mitte März 2011

Eröffnung:

Mitte März 2011

Sortiment:

DOB, HAKA, Young Fashion, KIKO, Wäsche, Accessoires, Schuhe

Innenarchitekt:

Team (Blocher Blocher Partners, Stuttgart)

Ladenbau:

Lauinger Ladenbau GmbH, Lauingen

Leuchtenhersteller:

RD Leuchten AG, Bad Zurzach, Schweiz

Fotos:

siehe Impressum POS-Ladenbau n 3 • 2011

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F a c h b e i t r a g

Verkaufsraumplanung

Funktion und Design Erfolg hat derjenige, der bei der Verkaufsraumplanung einen ganzheitlichen Ansatz wählt und Design und Funktion gleichermaßen berücksichtigt.

D

amit der Verkaufsraum heute im Zeitalter des Online-Shoppings noch bestehen kann, ist seine Funktionalität eine wesentliche Voraussetzung. Das Retail Design muss den reibungslosen Ablauf der Prozesse im Shop gewährleisten. Insbesondere wenn es, wie beispielsweise bei vertikalen Vertriebskanälen, um Schnelligkeit und bestmögliche Warenbestückung am POS geht, lassen sich über clevere, funktionale Shop-Lö-

Der Autor Wolfgang Gruschwitz ist Gründer und Geschäftsführer eines internationalen Design- und Realisierungs-Büros mit Hauptsitz in München und einer Dependance in Moskau. 16

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sungen Produktivitätssteigerungen und eine Optimierung der laufenden Kosten verwirklichen. Dies reicht allerdings bei Weitem nicht aus, denn Funktion allein begeistert nicht, ruft kein Prickeln hervor, und verkauft daher auch kein Produkt. Funktion allein ist schlichtweg langweilig.

Function Follows Emotions

hier liegt die Wichtigkeit des Designs bei der Verkaufsraumplanung. Stimmt die Atmosphäre der Umgebung, trägt das automatisch auch zu einem guten Bauchgefühl, also zum Wohlfühlen bei. Und gut gelaunte Kunden sind in der Regel die besseren Käufer. Das passende Credo ist daher „Function Follows Emotions“.

Klares Design als entscheidender USP Erfolgreiche Marken definieren sich über die Emotionen und das Lebensgefühl, das sie beim Kunden wecken. Ihr Geheimnis ist, den Konsumenten zum Fan zu machen. Im stationären Handel kann die Kaufentscheidung stark über die sensuelle Wahrnehmung beeinflusst werden, darin liegt der entscheidende Unterschied zum rasant wachsenden Online-Shopping mit seiner Transparenz und 24-h-Verfügbarkeit. Touch it, feel it, taste it, smell it – selbstverständlich kommt dem haptischen Erleben dabei eine besondere Bedeutung zu. Und genau

Es ist eine anspruchsvolle Aufgabe, die vielfältigen Anforderungen an das Design stimmig miteinander zu verbinden. Bei all den möglichen Spielereien müssen sich die verwendeten Stilelemente auf eine klare und CI-gerechte Aussage herunter brechen lassen. Bringt das Design nicht den notwendigen USP (unique selling proposition), kann die Funktion i.d.R. diese Lücke nicht füllen, stattdessen wird der Preis als Entscheidungsmerkmal herangezogen – und hier hat der Einzelhändler verglichen mit dem Online-Shop oft das Nachsehen


Den Kunden zum Fan machen – erfolgreiche Marken definieren sich über die Emotion und das Lebensgefühl, welches sie beim Konsumenten wecken

oder unterliegt dem direkten Wettbewerb. Als Design-Parameter in ihrer atmosphärischen Wirkung nicht zu unterschätzen sind Lounge-Bereiche, ebenso wie eine angenehme Beduftung und Beschallung. Raumtemperatur und Raumklima sollten

zudem keinesfalls vernachlässigt werden – extreme Kälte oder Hitze können schnell die gesamte Inszenierung des Einkauferlebnisses verderben. Decken und Böden müssen selbstverständlich ihren funktionalen Ansprüchen gerecht werden (z.  B.

hinsichtlich Schall, Beleuchtung, Pflege). Gleichzeitig prägen sie als Designelement maßgeblich die Stimmung im Raum. Ähnliches gilt für die Warenträger: Funktional liegt der Anspruch darin, die Ware aufzunehmen und eine optimale Lösung (z.  B. hinsichtlich Flexibilität, Gewicht, Abrieb der Ständer) zu liefern; gestalterisch sollen sie die Kernaussagen der Marke bzw. die Hauptmerkmale der angebotenen Ware unterstreichen. Die Ausstattung mit einem (Grund-)Licht ist in erster Linie hochgradig funktional, alles, was darüber hinaus geht und sich dem Thema Licht-Inszenierung widmet (z.  B. über Spotlights) zielt auf eine professionelle Raumgestaltung ab und gehört damit maßgeblich zum Design. Fazit: Das Retail Design im Innenraum hat eine wesentliche Funktion: Der Kunde muss sich wohlfühlen, und seine Erwartungen sollten am besten übertroffen werden. Je ganzheitlicher dabei der Blickwinkel verschiedene Aspekte einbezieht, desto besser – ganz gemäß dem Motto „Retail Is Detail“. n Anzeige

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Abdichten Waschen/Reinigen Gleiten/Tragen Transportieren Führen Breitstrecken Ableiten Entgraten Großserien

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Köln 25.05. - 28.05.2011 Halle 6.1 Stand A60

Hannover 30.05. - 03.06.2011 Halle 23 Stand F05

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O b j e k t b e r i c h t

Conrad, Stuttgart

Elektrofachmarkt beschreitet neue Wege 2.400 Quadratmeter Fläche umfasst der neue Multi-Channel-Store des Elektronik-Filialisten Conrad am Standort Stuttgart. Das neue Storekonzept transportiert den Kerngedanken des Stores: Kundennähe im Zeitalter des Multi-Channelings. Ziel ist es, eine Erlebniswelt zu schaffen und mit den Vorteilen des Onlineshoppings zu verbinden.

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POS-Ladenbau n 3 • 2011


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Highlighttische auf der Verkaufsfläche sorgen für eine neue Raumgliederung – so wird der Kunde durch die Themenwelten geleitet

K

aufentscheidungen fallen auf verschiedenen Wegen. Ob im OnlineStore oder am POS vor Ort. Wichtig ist es, den Kunden an die Hand zu nehmen und ihm die Kaufentscheidung so leicht wie möglich zu machen. „Trotz vielschichtiger Vertriebswege bleibt der Einkauf immer eine emotionale Angelegenheit. Darum war es bei der Entwicklung des Storekonzeptes für Conrad wichtig, den Erlebnischarakter des Stores ganz klar in den Vordergrund zu stellen“, erläutert Innenarchitekt Karl Schwitze die Grundidee des Stores. Heraus kam ein Mix aus interaktiver Plattform, innovativer Produktpräsentation und hohem Kundenservice. Lichtkonzept, Deckenlösung, Möbelentwurf und Kundeführung stammen, ebenso wie das komplette Storekonzept, aus der Feder des Düsseldorfer Designbüros. Cool, lässig und aufgeräumt stellt sich das neue Storedesign dar. Die CI-Farben Grau und Blau sind allgegenwärtig und wurden als Leitfaden des Gesamtkonzeptes aufgegriffen und interpretiert.

Innovative Themenwelten Spannend und innovativ präsentiert sich bereits das Schaufenster im Eingangsbereich. Auf drehbaren Regalsäulen werden

an Hand ausgesuchter Produktbeispiele die Warengruppen im Store repräsentiert. Highlighttische auf der Verkaufsfläche bilden eine neue Raumgliederung. Es entsteht ein Wegesystem, das den Kunden durch die Themenwelten des Stores leitet. Abgerundete Tische laden zum Dialog ein. Die Inseln sind nach Warengruppen geordnet. Im oberen Bereich befindet sich die offene Warenpräsentation. Unten befindet sich verpackte Ware, direkt zum Mitnehmen. An jedem Warenregal sind Bildschirme integriert, die bei Aufnahme eines Produktes unmittelbar Hintergrundinformationen wie z. B. Preis, Verfügbarkeit, ähnliche Produkte etc. zeigen. Auch der Abschluss eines Handyvertrags ist möglich. Im Laden selber wird nur eine begrenzte Produktauswahl präsentiert. Insgesamt stellt Conrad jedoch über seinen Onlineshop und den Versand ca. 200.000 Produkte zur Verfügung. Über den Einsatz von Multimediatools wird dem Kunden im Store die gesamte Vielfalt aller Produkte sichtbar gemacht. Raffiniert: Produktscanner ersetzen zwar nicht das Beratungsgespräch, bieten aber zusätzliche Informationen auf dem schnellsten Weg. Der Kunde kann den Barcode eines originalverpackten

Konzepte für Shops von Morgen. Panzer Shopconcept GmbH & Co. KG Plärnmühlweg 2 D-92681 Erbendor f Fon +49 (0) 9682 18 80 info@panzer-shopconcept.de panzer-shopconcept.com

POS-Ladenbau n 3sehen • 2011 19 Mehr Erfolgs-Konzepte Sie unter:

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O b j e k t b e r i c h t

Conrad, Stuttgart

Produkts über einen Scanner ziehen und erhält neben Peis- und Verfügbarkeitshinweisen auch detaillierte Produktdaten, Kundenbewertungen etc.

Café im Zentrum des Stores Absolutes Novum in einem Elektrofachmarkt: ein Café im Zentrum des Stores. Lange blaue Bänke in den CI-Farben laden zum Entspannen und Verweilen ein. An einer Kaffee-Theke kann man sich ein Getränk holen und auf den Bänken Platz nehmen. Das Beratungsgespräch kann hier entspannt und in loungiger Atmosphäre weiter geführt werden. Auch hier wird Multi-Channeling spür- und lebbar. Am Kopfende der Sitzecke befinden sich Flatscreens in den Wänden, auf denen das Verkaufspersonal via iPad Produktinformationen, Lieferfristen, Verfügbarkeiten etc. aufspielen kann. Offenheit und ehrlicher Umgang mit Kundenbelangen werden fühlbar. Transparenz, nicht nur auf Produkt-, sondern auch auf Beratungsebene, war ebenfalls ein Ziel der Konzep-

Durch das neue Konzept entstand ein Store mit Erlebnischarakter und die Verbindung zwischen Online Store und Point of Sale

Interaktivität wird im neuen Store ganz groß geschrieben: die Kunden können die Spiele im Store testen

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POS-Ladenbau n 3 • 2011


Lange blaue Bänke in den CI-Farben laden zur Entspannung ein

tentwicklung. Den Kunden soll nicht nur auf Produktebene ein Gros an Technik und Wissen zur Verfügung gestellt werden. Auch das Beratungsgespräch soll offener werden und den Weg in multimediale Sphären finden. Durch die Screens an den Rückwänden des Cafés werden Inhalte des Kundengesprächs auch für andere zugängig. Interessante Themen können so zu einem regen Informationsforum zwischen verschiedenen Kunden werden. „Es war uns wichtig, eine emotionale Brücke zwischen Online Store und Point of Sale zu schlagen. Genau hier hat der Kunde die Möglichkeit, auf Gleich-

gesinnte zu stoßen. Die Emotionalität, die der E-Shop nicht bieten kann, findet vor Ort, auf der Fläche direkt statt“, so Karl Schwitzke. „Idealerweise hat der Kunde so eine gute Zeit.“

Regalen. Einzelne Produktgruppen in den Warenträgern werden so besonders in Szene gesetzt. Auch hier werden energiesparende LED-Beleuchtungskörper eingesetzt. Großen Anklang findet die TV-Abteilung, an die eine Art offener Showroom angegliedert ist. Zentral gelegen ist er von allen Seiten aus begehbar. Gemütlich in einem Sessel können in diesem Showroom 3D-Beamer, die neusten 3D-Fernseher oder Games getestet werden. Der Clou: Da der Showroom seitlich offen ist, lässt sich der Bereich mittels Rollos verdunkeln, um die perfekte Kino-Atmosphäre zu schaffen. Gelungener Ausklang eines erfolgreichen Shoppingtags bei Conrad ist die Gute-Laune-Zone an der Kasse. Auf einem Bildschirm hinter den Kassen werden Filmsequenzen aus Comedy-Serien und Slapstick-Videos gezeigt, um die Wartezeit auf unterhaltsame Weise zu verkürzen. Ein Garant dafür, dass die Kunden den Conrad-Markt in Stuttgart nicht nur mit dem Produkt ihrer Wahl, sondern auch mit einem Lächeln verlassen. n Anzeige

Energieeffizientes Beleuchtungskonzept Energiesparende LED-Beleuchtung ersetzt althergebrachte Leuchtstoffröhren. Sie inszeniert die einzelnen Warenthemen und dient als Wegweiser für die einzelnen Beratungsbereiche. Neu ist der Einsatz von Punktbeleuchtung in den

n Auf einen Blick Conrad, Stuttgart Verkaufsfläche:

2.400 m2

Bauzeit:

Zehn Wochen

Eröffnung:

24. März 2011

Sortiment:

Elektronik

Innenarchitekt:

Karl Schwitzke (Schwitzke & Partner GmbH, Düsseldorf)

Ladenbau:

Panzer Shopconcept GmbH & Co KG, Erbendorf

Fotos:

siehe Impressum POS-Ladenbau n 3 • 2011

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M a r k t ü b e r s i c h t

Media Displays, Displays und Aufsteller

schiedenen Grundfarben – orange, fuchsia, weiß, lemon und aqua.

ACES www.aces-vertrieb.de

Professionelle Präsentation Das multifunktionelle Präsentationssystem verbindet die Elemente Regalsystem und Grafikträger miteinander. Das vielseitige

Brainbrokers www.brainbrokers.de

Kundenstopper für mehr Aufmerksamkeit Der Original H2O·Light Kundenstopper ist ein beleuchteter Gehwegaufsteller mit aufladbarer Li-Ionen Batterie für den mobilen Werbeeinsatz im Außenbereich. Die doppelseitige Leuchtwirkung der hinterleuchteten Poster fällt sofort ins Auge, ein

System dient der professionellen Präsentation auf Ausstellungen, Messeständen oder in Verkaufsräumen. Die Niedervoltleuchten sind schwenkbar und erlauben eine gezielte und großflächige Ausleuchtung. Grafikpanels werden mittels Gummizügen schnell, einfach und exakt eingehängt. Der Z-Rahmen lässt sich zur Feinabstimmung im Handumdrehen in der Höhe variieren. Bolsius www.bolsius.com

biniert mit entsprechender Software, die Darstellung von Informationen oder Werbung. Ein verschließbarer Korpus, Vandalismussicherheit und stabile Verarbeitung gewähren eine lange Lebensdauer bei stets anpassbaren Anforderungen. Diese Modellreihe ermöglicht eine Vielzahl von Ausstattungsoptionen: individuelle Lackierung, wie auch spezielle CI-Logos. Cedic www.cedic.eu

Roger et Gallet Bodenpräsenter Die zur L’Oréal Group gehörende Marke Roger et Gallet zeigt ihre umfangreiche Produktpalette an Seifen und ParfümCrèmes mit hochwertigen Bodenpräsentern. Die neuen POS-Möbel werden weltweit, hauptsächlich aber in Europa in Apotheken und Drogerien eingesetzt. Das Design erinnert an alte Apothekeneinrichtungen, mit Säulen, kleinen Schubladen

auswechselbarer Qualitätsakku mit drei Jahren Garantie sorgt für die nötige Energie der Hightech LED bei einer Leuchtdauer von bis zu 12 Stunden. Der H2O·Stopper ist natürlich wetterfest und funktioniert bei Temperaturen von -20° bis +60° C.

Attraktives Verkaufsdisplay

Alle Angaben laut Hersteller

Mit den farbenfrohen Design-Gartenfackeln von Bolsius – Die Kerze ist Outdoor-Kerzenschein garantiert. Fröhlich gepunktet und geringelt laden sie im neuen Verkaufsdisplay, das Bolsius – Die Kerze ab sofort anbietet, zum Zugreifen ein. Das schlichte Display stellt bewusst die 32 bunten Fackeln in den Vordergrund. Erhältlich sind die Fackeln in fünf ver22

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BVS www.bvs-gruppe.de

Produktfamilie erweitert

und Messingapplikationen. Die starke, beleuchtete Acrylfläche und der Präsentations-Drehteller unterstreichen die Hochwertigkeit und erwecken Aufmerksamkeit. Concept-s www.concept-s-design.com

Interaktive Brillenauswahl

Infomedia bietet nun auch Hardwarelösungen für den Digital Signage Markt an. Die neue Stele ds:one ermöglicht, kom-

STYLE SELECT ist das neue Verkaufstool zur interaktiven Brillenauswahl mit TouchScreen. Kunden können Fassungen während der Anprobe fotografieren oder filmen und sich anschließend im direkten Vergleich für ihr optimal passendes Modell


entscheiden. Mit einer eigens entwickelten Software, passender Hardware und hoch auflösender Kamera ist STYLE SELECT als Tischvariante und für Wandmontage erhältlich. Mehr Informationen finden Sie in unseren aktuellen Katalogen sowie auf unserer Homepage. Cubic www.cubic.co

Vielseitig einsetzbar Der Strux Mediapole ist ein elegantes Spannstangensystem, das entweder an der

Wand montiert oder zwischen Boden und Decke befestigt werden kann. Durch das umfangreiche Zubehörsortiment kann es vielseitig eingesetzt werden. Als Halterung für einen Monitor ist der Strux Mediapole ideal für Wartezonen geeignet; darunter befestigte Regalböden bieten Platz für Informationsmaterial. Konfektionsarme, Kleiderstangen oder spezielle Produkte wie Schuh- oder Huthalterungen verwandeln den Strux Mediapole in ein Verkaufsraumelement, das auch für den Textilbereich hervorragend geeignet ist. Die Spannstangen sind in Schwarz, Silber oder Chrom erhältlich und lassen sich zwischen 2,40 m und 3,75 m stufenlos auf jede beliebige Höhe einstellen.

Decor Metall www.decor-metall.com

Der pure Markenauftritt Das von Decor Metall für PureLink entwickelte Display schafft in seiner Klarheit eine schnelle Ve r b i n d u n g zum Kunden. Ob Kabel, Adapter oder Video-Switch – die gut strukturierte Präsentation hilft bei der Wahl. Die vertikal geteilte Rückwand ermöglicht in einem Regalmodul die Platzierung von hängender und stehender Ware. In der rechten Rückwandhälfte, die optional auch hinterleuchtet werden kann, sorgen Anzeige

POS-Ladenbau n 3 • 2011

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M a r k t ü b e r s i c h t

Media Displays, Displays und Aufsteller

Glasetagen für eine wertige Produktpräsentation. Der gelaserte Schriftzug im Topper bringt die Marke zum Strahlen. Display & Design www.display-design.de

Die Welt im Rahmen Mit dem Innovationsmodell P@dFramer bietet Display & Design ab sofort ein interaktives Displaysystem für alle Bereiche: Der P@dFramer gibt dem iPad den Rahmen, den es verdient. Das attraktive Design im edlen Aluminium wurde bereits als

Armani Mascara Verkaufsdisplay. Durch die Kombination aus schwarzem bzw. klarem Acrylglas, Digital- und Siebdruck wurde im wahrsten Sinne ein „Eye-Catcher“ produziert. Auf den transparenten Acrylscheiben sind die Strichführungen des Mascaras simuliert und erzeugen damit eine gewisse Dreidimensionalität. Das in Schwarz und Violett gehaltene Design erzeugt beim Verbraucher eine geheimnisvolle Spannung und regt somit ideal zum Kaufinteresse an. Evonik www.evonik.com

Edles Material für Aufsteller Innen ein aufmerksamkeitsstarkes Dekor, außen eine Hochglanzschicht: PLEXIGLAS Hi-Gloss ist in vier Dekoren erhältlich – Brushed Aluminium, Fine Carbon, Floral Silver und Floral Night. Das Material, das den Blick des Kunden auf die Waren lenkt, eignet sich für Aufsteller, Displays sowie für den Möbel- und Messebau. Die Europäisches Geschmacksmuster angemeldet. Ob als Wandmontage, freistehendes Informationsmedium oder als Einbaurahmen, die Einsatzmöglichkeiten sind unbegrenzt. Der P@dFramer ist im Hoch- und Querformat einsetzbar und höhenverstellbar. Optionale Prospekthalter oder Stereoboxen runden den Auftritt dieses PräsentationsAllrounders ab. Effekt Grafik www.effekt-grafik.de

Hochwertiges Verkaufsdisplay Für die L’Oréal-Gruppe entwickelte Effekt Grafik ein neues hochwertiges Giorgio

mit dem PLUS an Leistung und Service. Neben dem Aluminium-Faltzelt a.tent.o aus eigener Fertigung bietet das Unter-

nehmen ein breites Spektrum modularer Promotionsysteme: Displays für den Inund Outdooreinsatz, Theken, Stehtische, Rahmen- und Spannsysteme, Messe-Systemstände und Werbeschirme. Individuell gestaltet im Digital- oder Siebdruck, Thermotransferfolien- oder Sublimationsdruck. Helia www.helia-ladenbau.com

Schwebende Präsenter Im Rahmen der EuroShop in Düsseldorf präsentierte Galeria Kaufhof in der Königsallee 1-9 eine Produktneuheit von Helia Ladenbau.

obere Glanzschicht verstärkt die edle Tiefenwirkung. Eingesetzt wird das Material im Verkaufsraum und Außenbereich, da es UV-stabil und wetterfest ist. HBS www.hbs-gmbh.de

Lösungen mit maximaler Werbewirkung Alle Angaben laut Hersteller

HBS bietet Lösungen nach dem Produkt PLUS-Prinzip. Hochwertige Qualitätsprodukte, persönliche Ansprechpartner vor Ort, die HBS-eigene Druckerei und Näherei und ein Logistik-Service, der neben Auf- und Abbauarbeiten auch die Einlagerung und Wartung von Displaysystemen und a.tent.o-Zelten umfasst, sind Beispiele einer konsequenten Kundenorientierung 24

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Produkte aller Art können durch eine spezielle patentgeschützte Technologie zum Schweben gebracht werden. Erhalten sie einen einmaligen Drehimpuls, entsteht eine Rotation, die auch unscheinbare Produkte wie Primaballerinas bei endlosen, vollendeten Pirouetten wirken lässt. Die Schaufenster wurden von Stardesigner Wolfgang Joop als Kreativpartner von Galeria Kaufhof kreiert – im Mittelpunkt die Schwebetechnologie von Helia Ladenbau.


Hildebrands www.hilde-brands.com

Jansen Display www.jansen-display.de

Shoppen rund um die Uhr

Aufmerksamkeitsstarke Kundenstopper

Mit dem Sundyshopper wird die Zukunft der Windowshopping-Systeme vorgeführt. Außerhalb der Öffnungszeiten kann der Handel 24h/7 für seine Kunden Güter zur Verfügung stellen. Die Technologie ermöglicht es, den Kunden dreidimensional zu erfassen und über einen Bildschirm Bekleidungsstücke anprobieren zu lassen. Neu hierbei ist, dass der Kunde das Bekleidungsstück nicht als Layer vor sich sieht, sondern sich drehen und wenden kann und so das Bekleidungsstück wie in der Kabine anprobieren kann. Erweiterungen sind möglich. Beim Abschluss des

Die Jansen Display Gruppe produziert hochwertige und aufmerksamkeitsstarke Kundenstopper für den Innen- und Außeneinsatz zu äußerst wettbewerbsfähigen Preisen. Jansen Display legt bei der Entwicklung der Produkte großen Wert auf hohe Qualität und Individualität. Daher vertrauen bekannte Markenartikler auf die Entwicklungs- und

Verkaufsprozesses kann somit online gekauft werden oder mit einer Tagging-Funktion der Kunde dem Handel zugeführt werden. HL Display www.hlbrandman.com

Säulendisplay STC HL Display bietet eine Vielzahl speziell designter Display-Lösungen an. Mit den

eigenen Abteilungen für Produktdesign und CAD sowie den unterschiedlichsten Fertigungstechniken, wie Spritzguss- und Tiefziehtechniken, sowie Metallverarbeitung und eigener Druckerei begleitet das Unternehmen den Kreativprozess von der Idee bis zur Installation. So werden effektive Lösungen entwickelt, die einfach in der Handhabung sind und stärkster Beanspruchung am POS standhalten. Das Säulendisplay STC wird transportgünstig flach verpackt und kann ohne Werkzeug innerhalb einer Minute zusammengebaut werden. Durch die individuelle Bedruckung und Farbgebung kann es auf das Image der Marke abgestimmt werden. Die STC-Reihe ist erhältlich in zwei verschiedenen Größen und drei verschiedenen Ausführungen: Gravity-Feed, Open-Tray und Multi-Level.

Produktionskompetenz von Jansen Display. Der aktuelle Katalog „Visual Communication 2011/2012“ kann angefordert werden. Kleinhempel www.kleinhempel.de/multitouch-loesungen

Multitouch-Displays auf dem Vormarsch Mit dem Siegeszug von iPhone und iPad Anzeige

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M a r k t ü b e r s i c h t

Media Displays, Displays und Aufsteller

werden Multitouch-Anwendungen immer wichtiger – auch für eine zeitgemäße Kundenansprache am POS und POI. Ein überzeugendes Beispiel ist das MultiTouch-Konzept pi TOUCH, das der Druckund Mediendienstleister Kleinhempel als Tischlösung mit integriertem 46 Zoll Multitouch-Panel anbietet. Der Touchdesk

Die Firma Kling entwickelt dafür innovative und individuell zurechtgeschnittene Konzepte zur effektvollen Inszenierung von Produkten. Diese stellen die Marke in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit und wecken beim Betrachter positive Emotionen. Kunstdünger www.kdshop.it

Modulares Profilsystem Speziell für Shop-in-Shop-Lösungen hat Kunstdünger aus Norditalien das modulare Profilsystem soistes entwickelt: Hochwertiges silbereloxiertes Aluminium und eine große Zubehörauswahl an Fachböden, Seilspannsystemen, Digitalbeeindruckt durch seine einfache Bedienung und empfiehlt sich als interaktives Promotion- und Informations-Tool. Alle Anwendungen und Funktionen lassen sich leicht in das gewünschte Corporate Design bringen und werden mithilfe eines Redaktionssystems gepflegt. Das System kann erworben werden, ist aber auch für Messeeinsätze und Events kurzzeitig zu mieten.

haltiger Materialien ihre Berücksichtigung. Die Kombination aus dem Einsatz hochwertiger Komponenten und individuellem, auf das jeweilige Produkt abgestimmten Design setzt sich durch; Langlebigkeit und Qualität treten in den Vordergrund. Ziel ist es stets, trotz des individuellen Ansatzes, eine preisattraktive Lösung zu bieten. NEC www.nec-display-solutions.de

High End Public Display mit LED Backlights Das neue High-End Public Display NEC MultiSync X551S ist ein stilvoller Blickfang in Verkaufs- und Empfangsbereichen und eignet sich für sämtliche Retail und Digital Signage Anwendungen. Ausgestattet mit einem professionellen LCD Public Display Panel erfüllt der 55 Zoll Bildschirm die höchsten Anforde-

Kling www.kling.de

Erfolgreiche Warenpräsentation Erlesene Marken verkörpern Luxus, Eleganz und Einzigartigkeit. Das Wecken von Begehrlichkeiten steht dabei im Vordergrund der nach außen gerichteten Wirkung. Dies muss sich auch in einer attraktiven Produktpräsentation widerspiegeln.

druckpräsentationen und Standfüßen machen soistes zu einem gefragten System für die individuelle POS-Displaygestaltung. Mit einer speziellen Schiene wird soistes für gängige Warenträgersysteme aufgerüstet: Elemente wie Wandabhänger oder Konfektionsrahmen lassen sich dann einfach einhängen. M&V Creativ Display www.mv-displays.de

Alle Angaben laut Hersteller

Displaylösungen im Detail M&V Creativ Display hat sich in vergangenen Jahren als der Spezialist für die Entwicklung und die Produktion individueller Displays bewiesen. Neben der designorientierten Konzeption finden die heute immer wichtigeren Aspekte wie geringer Platzbedarf und Verwendung nach26

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rungen an Helligkeit und Zuverlässigkeit und entspricht allen Voraussetzungen für den 24/7 Betrieb. Die LED


Hintergrundbeleuchtung sorgt für einen sehr niedrigen Energieverbrauch sowie ein extrem schlankes Design. Netvico www.netvico.com

Eine Idee setzt sich durch In den Bogner-Stores in Köln, München und Garmisch-Partenkirchen sind

screen, der den Zugriff auf die speziell dafür angepasste Website und den Online-Shop des Unternehmens gestattet. Dort können alle Artikel aufgerufen und ihre Verfügbarkeit überprüft werden, die Modelle der neuesten Kollektion können in Videos begutachtet und anschließend direkt bestellt werden.

Panther www.Panther-Packaging.com

Perfekte Inszenierungen Am POS schlägt für jedes Produkt die Stunde der Wahrheit: Dringt es in das

No Problaim www.noproblaim.at

Starker Auftritt am POS Wenn es um einen aufmerksamkeitsstarken Werbeauftritt am POS geht, dann sind Inflatables von No Problaim der Hingucker. Das Unternehmen präsentiert mit den 2 m hohen Nanos eine neue und innovative Produktidee, die gerade für den Schweizer Konzern Migros entwickelt wurde. Nanos sind kapselförmige Stehaufmännchen-Figuren, die im Original nur ein paar Zentimeter groß sind und sich gerade als das neue Trend-Geschicklichkeitsspiel bei den Jugendlichen etablieren. Der 2 m große No Problaim Nano zeigt durch eine Eisenschale im Fußteil, die der Stabilisierung dient, das

zunächst drei Shopping-Terminals installiert worden. Das für Bogner eigens entworfene und von Netvico umgesetzte sogenannte B-Terminal besticht durch sein wertiges Design: Die Außenhülle aus weißem Tannenholzfurnier fügt sich harmonisch in das bestehende Ambiente der Bogner-Stores ein. Herzstück der Stele ist der 32-Zoll-Full-HD-Touch-

gleiche Stehauf-Verhalten wie seine kleinen Vorbilder und sorgt damit bei Events für Aufmerksamkeit und Unterhaltung.

Bewusstsein des Konsumenten, verführt es zum Kauf? Genau diesen Effekt erreichen zahlreiche, mit Displays der Panther-Gruppe individuell in Szene gesetzte Produkte im Handel. Sie ziehen die Aufmerksamkeit der Verbraucher in ihren Bann und lösen Kaufimpulse aus. Panther verfügt über Know-how, Ausstattung und Kreativität, jedes Produkt in authentischen, markentypischen Displaywelten zu präsentieren. Konstruktiv und veredelungstechnisch kann das Unternehmen alle relevanten Druckverfahren anbieten, aber auch eine Vielzahl standardisierter Elemente vorweisen, die schnell verfügbar und ökonomisch sind. Anzeige

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Media Displays, Displays und Aufsteller

Project Floors www.project-floors.com

Praktische und günstige Verkaufshilfen Project Floors stellt Ladenbauern oder Raumausstattern mit seinen Displayständern eine praktische und günstige Ver-

und extrem stabil. Zweimal gewann es den „Display Superstar“. Kunststoffdisplays und 3D-Logos können in geringen Stückzahlen angefertigt, druckveredelt oder per Aufkleber individualisiert werden. STI www.sti-group.com

Produkte werden erlebbar

kaufshilfe zur Verfügung. Auf einer Fläche von knapp 1,5 qm kann der Kunde mittels 30 Displaytafeln im Format 60x60 cm den gesamten Inhalt der LIGHT, MEDIUM oder PREMIUM COLLECTION repräsentativ zeigen. Zum besseren Handling ist jede Tafel mit einem Griff ausgestattet, so dass jederzeit auch mit einer Auswahl vor Ort beraten werden kann, um Licht-, Möbel- oder Stoffvorgaben zu berücksichtigen und abzustimmen. Publiplast www.publiplast.de

Display-Standards für die Zukunft

Alle Angaben laut Hersteller

Kunststoffdisplays erfüllen mühelos die vielfältigen Anforderungen am POS. So z.  B. der von Publiplast entwickelte Promostand für den Kaffeevollautomaten EQ.7 von Siemens. Das Display ist mobil, teilzerlegbar, einfach aufzubauen, leicht

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Das Ergebnis ist eine Shop-in-Shop-Lösung im Kleinformat, die wahlweise als Gondelkopf oder verbunden mit einem Rückseiten-Modul auch freistehend im Handel platziert werden kann. Das neue Shop-System bietet dabei ausreichend Präsentations- und Verkaufsfläche für das gesamte TintiSortiment und dem Verbraucher eine optimale Übersichtlichkeit. Der primäre Einsatz von Holz unterstreicht den naturnahen Ansatz und macht die Platzierung zu einem Dauerläufer. Ein integrierter 10 Zoll Bildschirm erweckt die Tinti-Farben zum Leben und bietet weitergehende Produktinformationen. Syma www.syma.ch

Einfaches Fertigrahmenprogramm SYMA - XWALL heißt das neue Wunderkind, das neue Dimensionen im Ladenbau eröffnet. Getreu dem Motto „keep it simple“ gestaltet

sich der Aufbau des innovativen Produktes als äußerst einfach. Die gefertigten Rahmenelemente lassen sich in alle Richtungen, nebeneinander und übereinander modular kombinieren und individuell mit verschiedenen Materialien wie Holz, Textil und Alucobond ergänzen. Ob fix installiert oder als freistehendes Display – SYMA-XWALL bietet größte Flexibilität. Die umfangreiche Palette von Warenträgern garantiert eine optimale Präsentation von Produkten. Veoga www.veoga.com

Emotionale Präsentation Es ist allgemein bekannt, dass Warendisplays und Aufsteller am richtigen Platz den zusätzlichen Abverkauf enorm fördern. Wichtig hierbei ist die Darstellung der Produkte und wie diese emotional durch das Display unterstützt werden. Daneben ist auch die passive Produktinformation ein wichtiger Bestandteil. Gemeinsam mit dem Kunden entwickeln die Designer von Veoga individuelle Verkaufspräsenter aus den unterschiedlichsten Materialien. Visplay www.visplay.com

Gezielt Fokuspunkte schaffen Mit Label Light, einer Variante des Plakathaltersystems Label mit integrierter Beleuchtung, lassen sich gezielt Fokuspunkte schaffen. Werbebotschaften werden verstärkt, beleuchtete


Bilder werten die Ware auf. Die vier Formate von Label Light gibt es für den kabellosen Einsatz in Invisible 6 P/L und auch mit Standfuß für die Platzierung auf Tablaren. Wie bei Label passt sich das rahmenlose, schlichte Design jeder Raumgestaltung an. Plakate können spielend leicht ausgetauscht werden.

Wanzl Displays www.wanzl-displays.com

System der 1.000 Möglichkeiten Wie vielseitig eine abverkaufsstarke POSPräsentation sein kann, zeigt Wanzl mit

Wave-Infotainment www.wave-infotainment.de

Revolution im Shop-Design und am POS

VKF www.renzel-media.de

Wave-Infotainment bietet neue Lösungen zur interaktiven Kundenansprache am POS. Basierend auf dem faszinierenden Konzept des Apple iPads ergeben sich ungeahnte Kommunikations- und Interaktionsmög-

High Definition am POS Die neue FLASH.moviePRO HD Serie von VKF Renzel bringt Promotionfilme in exzellenter HD-Qualität an den POS. Das kompakte, robuste Metallgehäuse, inklusive flacher Wandhalterung, macht die Geräte mit integriertem Flashkartenleser leicht montierbar. Auch der Anschluss eines PC oder einer externen Festplatte ist

möglich. Fehlende äußere Bedienelemente schließen eine Fremd- oder Fehlbedienung aus. Flash.moviePRO HD (16:9) ist in Größen von 19 bis 52 Zoll lieferbar.

ken keine Grenzen gesetzt. Und das perfekte Branding mit Produkten, Logo und Farbgebung signalisiert alle Aspekte, die Kunden mit einer Marke verbinden.

dem modularen Palettendisplay POSsibility. Das Modell sorgt mit vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten für eine aufmerksamkeitsstarke Produkteinführung, für einen erfolgreichen Impulsverkauf und für eine gelungene Aktionsplatzierung. Das Display lässt sich variabel bestücken und bequem per Hubwagen transportieren. Der Gestaltungsfreiheit sind mit Drahtetagen, Trenngittern, Preisschienen und Blisterha-

lichkeiten mit Kunden. Das Systemkonzept besteht aus individuellen Apps, welche sich in das Store-Design einfügen, dem iPad und einer diebstahlgeschützten Designhalterung. Vorteile: Gesamtkonzept (Plug & Play), umgebungs- und anwenderabhängige Funktionen, kundenspezifische Apps, einfache und preiswerte Integration. n Anzeige

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Modehaus Iff, Gerolzhofen

Neuer Style für Franken Das Modehaus Iff im fränkischen Gerolzhofen gilt in Sachen Mode als Markenzeichen der Stadt und der Region. Die Geschichte beginnt bereits in den 1930er Jahren. Mit dem jetzt erfolgten Komplett-Umbau haben die Eigentümer Anja und Günter Iff die Weichen für eine zukunftssichere Entwicklung des traditionsreichen Modehauses gestellt.

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itten im Ortskern von Gerolzhofen, am zentralen Marktplatz, wird das Modehaus Iff seit 75 Jahren in dritter Generation geführt. Über die Jahre veränderte das Gebäude durch den Zusammenschluss mehrerer Wohnhäuser, Umbauten und Erweiterungen immer wieder seine Erscheinung. Eine echte Herausforderung beim Umbau sowohl für die Außen- wie auch für die Innengestaltung. Andrea Ostberg, Innenarchitektin und Projektmanagerin: „So erforderten beispielsweise die höhenversetzten Geschosse der unterschiedlichen Gebäudebereiche rollstuhl- und kinderwagengerechte Rampen für eine barrierefreie Fortbewegung innerhalb der Ebenen.“ Für die Erreichbarkeit steht natürlich auch ein Aufzug zur Verfügung.

Markenwelten – individuell inszeniert Nach dem mehrphasigen Umbau (der Verkauf wurde nicht unterbrochen) bietet das Modehaus ein in sich schlüssiges Gesamteinkaufserlebnis auf 1.600 Quadratmeter über drei Stockwerke – für Kind, Frau und

Mann in allen Altersklassen. Markenspezifische Präsentationen mit Logos und Rückwand-Postern wie zum Beispiel bei s.Oliver oder Gerry Weber wechseln sich ab mit Shop-in-Shop-Systemen der Modemarken Frank Walder, Basefield, Gelco, Mac, Marc O’Polo, Tommy Hilfiger und Opus. Viele weitere führende Modemarken ergänzen das Angebot. Ein gekonnter Mix, der trotz aller Markenidentitäten auch regionale Einflüsse berücksichtigt, Übersichtlichkeit schafft und gleichzeitig Spannung erzeugt.

Spiegel in seiner reinsten Form SGG MIRALITE®

REVOLUTION

Dekorative Wand-Grafiken verbinden „Voraussetzung dafür war, die verschiedenen Formensprachen der einzelnen Gebäudeteilöffnungen miteinander in Einklang zu bringen“, erklärt Andrea Ostberg. Das Team setzte als verbindendes Hauptelement dekorative Wand-Grafiken ein, die sich in verändernder Form und Inszenierung vom Unter- bis ins Obergeschoss ziehen. Im Basement, wo auf 400 Quadratmeter Bademode und Wäsche sowie Mode für Babys, Kinder und Schüler prä-

Reine Reflektion: Der Spiegel SGG MIRALITE REVOLUTION lässt Innenräume größer wirken, sorgt für Helligkeit und Wohlbefinden und eröffnet ganz neue Perspektiven. Der Spiegel kommt ohne Bleizusatz und Kupfer aus und enthält damit praktisch keine gesundheitsschädlichen flüchtigen Bestandteile. Ein Plus für Gesundheits- und Umweltschutz. Weitere Informationen und Händlerliste unter: glassinfo.de@saint-gobain.com oder im Internet unter: www.saint-gobain-glass.com

Exponate und modische Highlights werden auch lichttechnisch in Szene gesetzt

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Modehaus Iff, Gerolzhofen

planer Stefan Haase. „Mode will erlebt werden. Mit dem Beleuchtungskonzept unterstützen wir dieses Erleben, indem wir Exponate und modische Highlights lichttechnisch in Szene setzen. Darüber hinaus sorgt es in den Treppenaufgängen sowie in den Loungebereichen für die dort jeweils erforderliche Lichtstimmung.“ Der Loungebereich mit Theke, Barhockern und Sesseln im Zentrum des 1. OGs

Nach dem Umbau bietet das Modehaus Iff ein Gesamteinkaufserlebnis auf 1.600 m2

Das flexible Ladenbausystem gewährleistet eine optimale Warenpräsentation

sentiert wird, sind große, bunte „Bubbles“ der Blickfang. In der Bademodenabteilung sind sie blau und wecken Assoziationen zu im Wasser aufsteigenden Luftblasen, zu frischer, sommerlicher Atmosphäre. In der Kinderabteilung wird das Motiv dann – abgestimmt auf die Zielgruppe – bunter und vollflächiger. In der Wäscheabteilung lösen sich die Blasen zu Kreisen auf, die als glänzende Konturen im selben Creme-Farbton wie die matte Wand dezente Akzente setzen. Die Grafiken ziehen sich weiter über das Treppenhaus und alle Geschosse, wo sie schließlich in Form von Leuchtkreisen auch vom Lichtkonzept motivisch aufgenommen werden.

Warenpräsentation mit System Die Wandfarben creme, braunbeige und beige nehmen sich bewusst zurück und rücken so die Ware noch wirkungsvoller in den Vordergrund. Das flexible Ladenbausystem gewährleistet nicht nur die op32

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timale Warenpräsentation, sondern auch den problemlosen Austausch der Ware bei Kollektionswechseln oder Aktionsangeboten. „Ein weiterer wesentlicher Aspekt der Inszenierung ist das Licht“, erklärt Licht-

Wohlfühlstimmung im ganzen Haus Doch nicht nur die ausgeklügelte Illumination versetzt den Kunden in Wohlfühlstimmung. Eine kleine Ruhe- und Wartezone im Erdgeschoss lädt zum Entspannen ein. Im oberen Stockwerk sind in den tiefen Fensterbänken vor den Umkleidekabinen Sitzgelegenheiten nach italienischem Vorbild eingerichtet. Und an einer Theke mit Barhockern und Sesseln im Loungebereich im Zentrum des ersten Obergeschosses werden Kaffeespezialitäten angeboten. „Hier haben wir eine Umgebung geschaffen“, so Andrea Ostberg, „die mit weichen Teppichen, alten Bildern und stilvollen Stehleuchten echte Wohnatmosphäre erzeugt.“ Anja und Günter Iff: „Ein stimmiges Gesamtkonzept, der vielfältige Markenmix, eine kundenorientierte Flächenplanung und die kreative Inszenierung machen unser Haus zu einem der attraktivsten Modetreffpunkte in Franken. Wir sind überzeugt, dass wir unsere Kunden mit dem neu gestalteten Angebot und der daraus resultierenden hohen Aufenthaltsqualität noch besser ansprechen werden.“  n

n Auf einen Blick Modehaus Iff, Gerolzhofen Verkaufsfläche:

1.600 m2

Bauzeit:

elf Wochen

Eröffnung:

24. März 2011

Sortiment:

Textilien (Multilabel)

Architekt:

Christian Küster, Würzburg

Innenarchitekt:

Christina Jerosch, Andrea Ostberg

(moysig retail design gmbh, Herford)

Ladenbausystem:

Cubic, Auetal

Boden:

objectflor Art und Design Belags GmbH, Köln

Fotos:

siehe Impressum


Warenpräsentation

Um bei den Kunden die Kauflust zu steigern, müssen Produkte in einem entsprechenden Umfeld präsentiert werden.

K

aufen ist etwas Alltägliches, Selbstverständliches. Trotzdem sind die Zeiten vorbei, in denen Produkte einfach lieblos ins Regal gestapelt werden können und sich nur über den Preis verkaufen lassen. Heute befinden wir uns in einer Zeit, in der Unternehmen mit zu vielen Waren, um die Gunst zu weniger Kunden konkurrieren. Und der Kunde hat ja eigentlich alles – ein Haushalt verfügt im Schnitt über ca. 10.000 Produkte. Einen Kauf außerhalb der Notwendigkeit tätigen Kunden nur, wenn die Produkte in einem ansprechenden Umfeld präsentiert werden. Wir müssen versuchen, die Kauflust der Kunden zu steigern. Der Handel muss dem Kunden heute mehr bieten als leblose Produkträume. Der Konsument soll sich wohl fühlen, denn beim Einkauf wählen wir im allgemeinen Geschäfte aus, in denen uns die Atmosphäre gefällt. Emotionalisierung von Produkten ist das Credo heute.

Kunden kaufen keine Produkte In dem Buch „Codes – die geheime Sprache der Produkte“ steht, dass wir eine Absicht haben, ein bestimmtes Ziel verfolgen, wenn wir ein Produkt auswählen und kaufen. Es werden das Produkt und die Marke ausgewählt, die am besten zu unserem Ziel passen.

„Wir wollen den neuen Lippenstift, um attraktiv zu sein, wir wollen den Pudding, um unserem Kind Trost zu spenden, wir wollen einen BMW, um Fahrspaß zu erleben.“ Kunden kaufen also keine Produkte, sondern das gute Gefühl, das sie damit haben. Und genau dieses gute wohlige Gefühl muss auch in der Produktpräsentation transportiert werden und da gibt es mehrere Möglichkeiten.

E x p e r t e n m e i n u n g

Der neue Zugang zu Produkten

Immer mehr werden Produkte des Wohnbereiches als Warenpräsenter genutzt, wie Kleiderschränke, Sofas, Esstische, Orientteppiche. Diese geben uns ein wohliges Gefühl von Haus und Heim. Diese Möbel, Lampen und Accessoires sollten Sie je nach Thema, das Sie darstellen, passend auswählen, damit das Konzept stimmig über das Produkt hinaus geht. Mit den Trends wechseln die Themen und somit auch Anzeige

Im Ladenbau sind Böden gefragt, die Individualität ausdrücken. Dirk Moysig, Moysig Retail Design GmbH, Herford

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www.objectflor.de


Warenpräsentation

„Die Stofffabrik“ – Stimmungsvolle Raumatmosphäre entsteht durch eine SchlossInszenierung, bei der Heimtextilien geschickt in Szene gesetzt werden

die Möbel. Der Handel kann natürlich nicht unzählig viele Varianten an solchen Möbeln auf Lager halten. Deswegen ist zum einen eine Kombination aus festen Warenträgern und diesen wechselnden Möbeln angebracht. Und zum anderen gehen Händler dazu über, diese Möbel direkt mit zum Verkauf anzubieten. Der Kunde kann also nicht nur die Waren darauf und darin kaufen, sondern auch den „Warenträger“ an sich. Dies hat den Vorteil, dass der Händler immer wieder ein frisches Bild auch bei den Warenpräsentern in seinen Laden bekommt.

binationen oder Themen lassen die gleichen Produkte ganz anders wirken. Jeder Mensch hat naturgemäß Filter gesetzt, um von der Informationsflut nicht überhäuft zu werden und da übersehen wir schon einmal Dinge. Sie werden feststellen, dass auch Kunden, die öfter bei Ihnen einkaufen, diese „alten“ Produkte

auf einmal völlig anders und vielleicht zum ersten Mal wirklich wahrnehmen.

Erzählen Sie eine Geschichte Wenn Sie Themen festlegen, dann denken Sie nicht nur an Farben oder Produktgruppen,

Auch bei den Produkten kann das Sortiment nicht ständig komplett erneuert werden. Stellen Sie Ihre „alten“ Produkte immer mal wieder in einen neuen Kontext. Andere Farbkom-

Die Autorin Gabriela Kaiser ist Impulsgeberin, Querdenkerin und Ideenentwicklerin. Sie hält Vorträge auf internationalen Messen, Design- und Trendveranstaltungen. Seit 2010 hat sie einen Lehrauftrag für Strategie- und Trendforschung an der Hochschule in Nürnberg.

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Handskizzen, die mit wenigen Strichen Gegenstände, wie z. B. Möbelstücke stilisieren, erzeugen beim Betrachter eine unerwartete Spannung


ist viel interessanter und weckt unseren Entdeckungsdrang. Hier kaufen wir nicht einfach nur ein, sondern gehen auf eine Erlebnisreise. Sitzgelegenheiten mit Leselektüre und Getränk, die ebenfalls in die Szenerien integriert werden, erhöhen die Verweildauer.

Gezielte Brüche Ein zu rundes Thema birgt die Gefahr langweilig und dadurch unbeachtet zu bleiben. Sie sollten schauen, dass es spannend ist – durch Farb-, Material-, Oberflächen- oder Stilkontraste. Unsere Zeit ist geprägt von neuen ungewohnten Kombinationen und Kontrasten, die vielleicht sogar auf den ersten Blick alte Stilregeln zu brechen scheinen. Aber genau dadurch entstehen neue Optiken. Probieren Sie mutig Neues, Ungewöhnliches und Sie werden über die positive Resonanz überrascht sein.

Die Verwendung von Produkten aus dem Wohnbereich wie Sofas oder Teppiche schaffen eine emotionale, authentische Warenpräsentation

sondern an eine Szenerie, die Sie darstellen könnten, eine Geschichte, die Sie damit erzählen könnten. Da scheint gerade jetzt ein Raum für ein Geburtstagskind geschmückt zu werden. Der Tisch für die Gäste ist schon gedeckt, die Leiter steht noch in der Szenerie, die Girlande ist noch nicht komplett aufgehängt, Dinge liegen noch umgeschmissen auf dem Boden. Die Szene wirkt, als würde jeden Augenblick die Person wieder kommen und weiter an der Geburtstagsdekoration arbeiten; es ist quasi wie eine Momentaufnahme. Das Spannende ist gerade das Unvollendete, Unperfekte, das die Szene so sympathisch macht und einen Film in unserem Kopf startet. Es ist eine lebensnahe, authentische Geschichte, die wir kennen und in die wir uns von daher gut hinein versetzen können. Authentizität ist ein wichtiger Schlüsselbegriff unserer Zeit. Es darf nicht künstlich übergestülpt wirken sondern, muss stimmig und echt sein. Digital bedruckte Tapeten oder Banner können eine Raumatmosphäre schaffen, die eigentlich durch die Raumgegebenheiten gar nicht vorhanden sind. Nicht jedes Geschäft ist in einem Schloss oder einer Lagerhalle, aber das Feeling kann beim Betrachter durch die Bilder sehr gut erzeugt werden. Es muss nicht immer realistisch digital gedruckt sein. Auch Handskizzen, die aus wenigen Strichen bestehen, können stilisiert Gegenstände, wie Möbelstücke, darstellen. Sehr schön ist bei

beiden Varianten das Spiel von Zwei- und Dreidimensionalität. So können durch Bilder schnell und günstig immer wieder neue Raumeindrücke im Laden aufgebaut werden, die beim Kunden eine unerwartete Spannung erzeugen.

Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance. Deshalb nutzen Sie Ihre Chance mit einer emotionalen authentischen Inszenierung. n Anzeige

Manches Mal ist Weniger mehr Je nach Thema und Wertigkeit können bzw. sollten Produkte ganz puristisch inszeniert werden. Nichts ist allerdings schwieriger als eine puristische Inszenierung. Üppig dekorativ zu inszenieren ist sehr viel einfacher, denn da steht viel additiv nebeneinander und durch die Fülle verliert das Einzelteil schon mal an Bedeutung und es ist nicht so wichtig, wo genau was steht. Bei einer puristischen Inszenierung steht jedes einzelne Teil im besonderen Blickpunkt des Betrachters. Hier muss jedes Teil mit sehr viel Sorgfalt ausgesucht werden und steht oder hängt an einer ganz bestimmten Stelle, damit das Gesamtkonzept passt. Laden Sie Ihre Kunden zum Flanieren und Verweilen ein. Eine strenge Gliederung des Verkaufsraumes mit langen Gängen, die alle gleich sind, ist praktisch und übersichtlich, bietet aber kein Erlebnis. Eine etwas verspieltere Aufteilung, bei der es immer neue Ecken und Dekorations-Inseln zum Entdecken gibt, POS-Ladenbau n 3 • 2011

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World of TUI, Berlin

Lust auf Reisen? „Room with a view“: Unter dieser Leitidee hat die TUI Ende Februar 2011 ihr neues FlagshipReisebüro – die World of TUI – am Berliner Gendarmenmarkt in der Markgrafenstraße 46 eröffnet.

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I

n einer Zeit, in der Online-Buchungen dem klassischen Reisebüro große Konkurrenz bereiten, zeigt die World of TUI der Branche neue Wege auf. „Ziel war es, das Format Reisebüro grundlegend weiterzuentwickeln und eine Plattform zu schaffen, auf der wir neue Dinge ausprobieren können“, erläutert Michael Lambertz, Director Group Marketing der TUI. Als Partner verantwortete eine Hamburger Agentur für Markenerlebnisarchitektur das Konzept und die Gestaltung der World of TUI. „Unser Anspruch bestand darin, die Marke TUI erlebbar zu machen und einen Ort zu schaffen, der Lust auf Reisen macht“, erklärt deren Geschäftsführer Holger Pütting. „Durch die offene warme Atmosphäre fühlt sich jeder eingeladen – unabhängig davon, ob der Besucher konkret buchen oder sich nur inspirieren lassen möchte.“

Modernes Design und innovative Medientechnologie Auf einer Gesamtfläche von circa 320 Quadratmetern erwartet die Besucher über zwei Ebenen das Reisebüro der Zukunft. „Aufgrund der Angebotsfülle und Komplexität

des Internets sehnen sich viele Menschen wieder verstärkt nach Orientierung und persönlicher Beratung“, so Lambertz. „Darin besteht eine große Chance für das Reisebüro. Individuelle Beratung in angenehmer und inspirierender Atmosphäre ist der wesentliche Vorteil, den ein stationäres Format heute bieten kann.“

Messebau Ladenbau WWW.WITEX.COM

Weltreise mit dem Zeigefinger Vor dem Hintergrund der zunehmenden Digitalisierung hat die World of TUI die Vorteile des Internets in das Reisebüro integriert und „schafft so echte Mehrwerte für Kunden“, so Lambertz. Ein Beispiel für die Verknüpfung von Offline- und Online-Welt ist der 65 Zoll große Touchtable, dessen Schiefer-Gehäuse im Kontrast zur glatten Bildschirmoberfläche steht. Hier können sich die Besucher mit ihrem Zeigefinger auf Weltreise begeben. Die stilisierte Weltkarte zeigt bei Berührung Bilder und Informationen zu Reisezielen und ausgewählten Hotels. Dazu hat TUI eigene Inhalte mit User Generated Content, beispielsweise Flickr-Bildern, angereichert und mit Social Media Plattformen wie Facebook und dem TUI-Reiseblog verknüpft.

DIE BODENMARKE Witex Flooring Products GmbH Nord-West-Ring 21 D-32832 Augustdorf Phone: +49.5237.609-0 www.witex.com

Digital auf Weltreise gehen: Am 65 Zoll großen Touchtable können die Gäste mit dem Zeigefinger Reiseziele erkunden

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O b j e k t b e r i c h t

World of TUI, Berlin

Die Cafebar der World of TUI bietet Getränke – natürlich – aus aller Welt

Das neue Raumkonzept des Markenshops setzt auf die Themen Ausblick und Horizont

World of TUI bietet individuelle Beratung in angenehmer und inspirierender Atmosphäre

Das neue Raumkonzept

Im ersten Stock der World of TUI befindet sich ein ruhiger separater Beratungsbereich

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Das neuartige Raumkonzept des Reisebüros wird durch die Themen Ausblick und Horizont bestimmt. Dabei wird beispielsweise die hintere Wand durch einen 30 Quadratmeter großen LED-Screen medial bespielt. Ruhige Filmsequenzen verwandeln den Raum wahlweise in eine abendliche Savanne, einen traumhaften Südseestrand oder eine pulsierende Metropole. Und das Thema Horizont setzt sich fort in der Ladengestaltung. Ein geschwungenes Band aus halbhohen Elementen greift die Horizont-Linie der LED-Wand auf und dient der Einteilung des Grundrisses in Zonen. Auf diese Weise verlängern die Möbel die digitale Landschaft vom Screen in den realen Raum. Der Raum gliedert sich insgesamt in drei Zonen mit unterschiedlichen


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K.U.L.T.OBJEKT Retaildesign digitale

Halbhohe Trennwände im Raum navigieren durch die Reisewelt: Auf den Oberflächen können Gäste das Straßenbild großer Metropolen als Relief erfühlen

Funktionen: Im eingangsnahen Bereich kann sich der Gast ungestört umsehen und aufhalten. Eine erlesene Reise-Bibliothek lädt zum Stöbern ein, eine Cafebar bietet Getränke aus aller Welt und am Touchtable können die Besucher virtuell auf Reisen gehen, um Länder, Städte oder ausgewählte Hotels zu entdecken. Diese relativ öffentliche Zone geht fließend in das Herzstück des FlagshipStores über, den Lounge-Bereich, der für Beratungsgespräche in entspannter Atmosphäre konzipiert wurde. Daran schließt sich im hinteren Bereich des Raumes ein niedriges Podest mit vier großzügigen Schreibtischen an, das durch halbhohe Raumteiler abgeschirmt wird. Im ersten Stock befindet sich ein ruhiger separater Beratungsbereich: „Wir haben uns intensiv mit den optimalen räumlichen Voraussetzungen für gute Beratung auseinandergesetzt. Menschen haben in Bezug auf die Atmosphäre und das Verhältnis von Distanz und Nähe sehr unterschiedliche

Vorstellungen von der idealen Beratungssituation“, erklärt Pütting. „Während die einen lieber mit dem Berater und einem Laptop in der Sofaecke Platz nehmen, bevorzugen die anderen Kunden nach wie vor die klassische Schreibtisch-Situation.“

Sonnige Stimmung In allen Zonen der neuen World of TUI sind eine sonnige Lichtstimmung, natürliche Materialien und warme Farbakzente vorherrschend. Glatte weiße Oberflächen kontrastieren mit hellem Eichenholz, hochflorigen Teppichen und groben Wollstoffen. Zwei „Clouds“ Lichtobjekte setzen die Anmutung von Ausblick und Horizont im Raum fort. Die Formsprache ist geradlinig und klar. Auch die halbhohen Trennwände im Raum navigieren durch die Reisewelt: Auf den Oberflächen können Gäste das Straßenbild großer Metropolen als Relief erfühlen.  n

n Auf einen Blick World of TUI, Berlin Verkaufsfläche:

ca. 320 m2

Bauzeit:

Zehn Wochen

Eröffnung:

23. Februar 2011

Architekt, Planer:

Ingo Beelte (NEST one GmbH, Hamburg)

Ladenbau:

Panzer Shopconcept GmbH & Co KG, Erbendorf

Fotos:

siehe Impressum

www.projectdiary.kultobjekt.info

Rauminszenierungen

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deren Zeit gekommen ist.

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F a c h b e i t r a g

Licht

Atmosphäre schaffen Gibt es ein Geheimnis für schönes Licht? Was ist eigentlich „schönes Licht“ und wie entsteht es? Ist schönes Licht nur eine Laune der Natur oder lässt es sich ein- und ausschalten? Wie wirkt eine bestimmte Leuchte im Laden? Schafft sie mit der erzielten Lichtstimmung genau die gewünschte Atmosphäre? Was geschieht mit dem Rest des Raumes? Ist es hell genug?

D

as vermeintlich triviale, weil allgegenwärtige Thema Licht stellt sich bei näherer Betrachtung als höchst anspruchsvolle und vor allem höchst persönliche Angelegenheit heraus. Die subjektive Wahrnehmung des Phänomens Licht lässt sich auf Basis objektiv messbarer Methoden oder mit rein designorientierten Ansätzen nur schwer erschließen. „Hunderte von Lichtplanungsprojekten mit immer wieder ähnlich lautenden, grundsätzlichen Fragestellungen lieferten die Impulse, mich intensiv mit der subjektiven Wirkung von Licht auseinanderzusetzen und diese besser zu verstehen. Die Idee war geboren, ein einfaches, nachvollziehbares Konzept für schönes Licht zu entwickeln. Das Er-

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gebnis ist eine erste pragmatische Anleitung, die Schritt für Schritt aufzeigt, wie in einem Raum mittels Licht eine positive Atmosphäre geschaffen werden kann, in der sich Kunden und Mitarbeiter wohlfühlen“, so Leuchtenund Lichtdesigner Bernd Beisse.

ich kenne mich nicht aus, ich empfinde die Situation als eher negativ. Nehmen wir unterbewusst ein kontrastreiches Sehbild wahr, signalisiert unser Gehirn: Ich sehe scharf, ich kenne mich aus, ich empfinde die Situation als eher positiv.

Kontraste

Intensive Farben

Die visuelle Wahrnehmung findet auf zwei verschiedenen Ebenen statt. Während wir auf der bewussten Ebene die Dinge und den Raum benennen und zuordnen, nehmen wir auf der unterbewussten Ebene nur ein Sehbild wahr, welches lediglich ein abstraktes Abbild der Helligkeiten wiedergibt. Nehmen wir unterbewusst ein kontrastarmes Sehbild wahr, signalisiert unser Gehirn: Ich sehe unscharf,

Die Wahrnehmung von Farbigkeit wird maßgeblich über zwei Faktoren gesteuert: Ist das Spektrum des von der Lichtquelle ausgesandten Lichts homogen, werden alle Farbnuancen von Gegenständen reflektiert und sind somit sichtbar. Dagegen sorgt ein zerrissenes Spektrum für eine schwache Farbwiedergabe. Zum anderen kommt es darauf an, inwieweit Licht gebündelt ist. Wer-


den Lichtstrahlen über einen Diffusor wie Wolken oder milchiges Glas etc. zerstreut, werden die von den Gegenständen zurück reflektierenden Lichtstrahlen überlagert und es entsteht ein Schwächung des Farbkontrastes. Treffen Lichtstrahlen gebündelt auf die von uns wahrgenommenen Gegenstände, werden die Farben gesättigter zurückreflektiert.

Licht im Blickfeld Unsere Wahrnehmung findet zum Großteil in einem begrenzten Ausschnitt statt, der unserem normalen Sichtfeld entspricht, wenn wir nach vorne sehen. Dementsprechend nehmen wir Licht hauptsächlich in diesem Sichtfeld wahr und nicht an der Decke oder am Boden. Eine Person kann einen Raum als eher dunkel empfinden, obwohl sie objektiv betrachtet viel Licht zum Lesen einer Zeitung hätte. Da ihre Wahrnehmung sich insbesondere auch auf etwaig unbeleuchtete Nebenräume ausdehnt, wird sie den gesamten Raum als dunkel empfinden. In dem Moment, wo die das Sichtfeld begrenzende Wand eines Nebenraums erleuchtet ist, wird die Person die Situation als positiver empfinden, obwohl die Lichtmengen sich in ihrer Umgebung objektiv nicht verändert haben.

Subjektive Helligkeit Unsere biologische Rhythmik ist an den Tag-/Nachtrhythmus angepasst ebenso wie unser Hormonhaushalt. Das bedeutet, dass neben der erforderlichen Helligkeit die unser

Visuelles-System (Auge) benötigt um Sehen zu können, auch unser Nicht-Visuelles-System (Hormonhaushalt) durch Licht beeinflusst und gesteuert wird. Der wirtschaftliche Druck steigt – ebenso der Leistungsdruck jedes einzelnen. Was liegt also näher als das Licht unseren biologischen Bedürfnissen anzupassen? Die mentale Energie in die Arbeitsprozesse einfließen zu lassen und damit die Aktivierung und das Wohlbefinden zu steigern, ist durch positives Licht nachweislich möglich. Die mentale Leistung kann teilweise über 20 Prozent angehoben, Stresserscheinungen und Ermüdung hingegen entsprechend vermindert werden.

Keine Blendung Die Blendung ist die wohl unmittelbarste Beeinträchtigung für unseren Körper. Da unser Gehirn einen Großteil seiner Arbeit mit der Verarbeitung von visuellen Eindrücken verwendet, wirkt die Blendung als unmittelbare Verminderung der Leistung unseres Gehirns. Sie wird in Form von Müdigkeit, Konzentrationsstörung und Unwohlsein wahrgenommen, wird aber im Regelfall aufgrund der unterbewussten Wahrnehmung des Lichts fälschlicherweise anderen Umständen zugeordnet. Die Blendung, die uns im Alltag begegnet, kommt zum Großteil von nicht entblendeten Strahlern, wo der Teil des Lichts, der nicht im Reflektor gebündelt wird als so genanntes Streulicht in alle Richtungen verstreut wird. Die Blendung wird dann vermieden, wenn Leuchten oder Leuchtmittel

Eine positive Atmosphäre mittels Licht, in der sich Kunden und Mitarbeiter wohlfühlen

wie die Wahl der optimal angepassten Leuchte. Aus Sicht der Energieeffizienz können an dieser Stelle erste Sparmaßnahmen getroffen werden, indem neue Technologien eingesetzt werden – sowohl bei den Leuchtmitteln als auch bei ihren Betriebsgeräten. Die neue LED-Technologie beispielsweise setzt hier neue Maßstäbe. n Anzeige

bauseitig den Austritt des Streulichts verhindern. Neben der Qualität von Kunstlicht ist auch die Quantität von Bedeutung. Die Wahl des Leuchtmittels ist ebenso entscheidend

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O b j e k t b e r i c h t

Frischemarkt Meyer, Haßfurt

Wo Einkaufen zum Genuss wird Im Haßfurter Gewerbepark an der B 26 eröffnete nach siebenmonatiger Bauzeit der Frischemarkt Meyer und macht mit seinem neuen Konzept Lust aufs Einkaufen.

I

dyllisch zwischen den beiden Naturparks Haßberge und Steigerwald gelegen, gilt Haßfurt als attraktiver Treffpunkt am Main. Der reizvolle Mix – Stadt, Land, Fluss – bietet das richtige Ambiente, um die fränkische Lebensart zu genießen. Dass auch Einkaufen Genuss sein kann, beweist der im November 2010 eröffnete Frischemarkt Meyer. Unternehmer Gerhard Meyer betreibt noch zwei weitere Märkte in Zeil und Obertheres. Die Ladenbauspezialisten setzten bei der Planung des neuen Edeka-Marktes auf ein anspruchsvolles Konzept für entspanntes Einkaufen. Breite Gänge, frische Farben und ein durchdachtes Kundenleitsystem schaffen eine entspannte Einkaufsatmosphäre.

Orientierung durch Farbe Der Markt empfängt den Kunden mit einer einladenden Obst- und Gemüseabteilung. Farblich wurde diese in einem frischen Grün gestaltet, schöner Eyecatcher ist der ovale Baldachin in der Mitte der Abteilung. Gerhard Meyer legt in seinen Märkten großen Wert auf den Verkauf von Produkten aus der Region. Ein schöner Bezug dazu ist das große Wandbild

Schöner Eyecatcher ist der ovale, grüne Baldachin in der Obst- und Gemüseabteilung

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mit der Abbildung der Landschaft um den Main. Nach der Obst- und Gemüseabteilung öffnen sich die Sortimente. Übersichtlichkeit und Orientierung sind wesentliche Merkmale des neuen Konzeptes. Erreicht wird dies durch große silberfarbene Buchstaben an den Wänden. Diese leiten den Kunden stilvoll in die einzelnen Segmente. Auch das Farbkonzept unterstreicht diesen Ansatz. Beispielsweise wurde der Bereich für die Blumen in Blaulila gestaltet, die Wein- und Spirituosenabteilung strahlt in einem kräftigen Karminrot. Übersichtliche Regale strukturieren den ca. 2700 Quadratmeter großen Markt und stellen die Ware in den Vordergrund. Und auch die Instore-Kommunikation überzeugt: Übergroße Bilder an den Stirnseiten der


Großzügig wurde der Frischebereich für Fleisch, Wurst, Käse und Fisch gestaltet

Übersichtliche Regale erleichtern die Orientierung im Frischemarkt Meyer

Regale weisen auf die jeweiligen Sortimente hin. Dadurch entsteht eine ruhige Atmosphäre, kein „Schilderwald“ lenkt die Kunden von den Produkten ab.

Erlebnis Einkauf An der hinteren Stirnseite des Marktes befindet sich die Frischeabteilung. Wie ein langes Band schlängelt sich dieser großzügige Bereich für Fleisch, Wurst, Käse und Fisch über die gesamte Breite des Marktes. Auch hier wurden mit unterschiedlichen Wandfarben die einzelnen Bereiche voneinander getrennt. Optisches Highlight ist die Wandgestaltung der Fischabteilung – die abgebildete Unterwasserwelt fördert das Erlebnis Einkauf und macht Appetit auf Fisch. Verkaufsfördernd sind auch die hochmodernen Bildschirme im gesamten Frischebereich. Hier erhält der Kunde aktuelle Angebote. Vorteil der modernen Tech-

Übergroße Bilder an den Regalen weisen auf die Sortimente hin

nik: Die Inhalte können die Mitarbeiter jederzeit ändern und so kann der Abverkauf optimal gesteuert werden. Moderne Technik findet sich überall im Markt, von der energieeffizienten Beleuchtung über Themenbilder die per Beamer erzeugt werden können bis hin zu computerge-

steuerten Klimakassetten an der Decke, die für eine optimale Temperatur in den unterschiedlichen Segmenten sorgen. Der neue Lebensmittelmarkt in Haßfurt zeigt eindrucksvoll, wie durch Schaffung einer schönen Atmosphäre der Lebensmitteleinkauf zum Erlebnis werden kann.  n

n Auf einen Blick Frischemarkt Meyer, Haßfurt Verkaufsfläche: Bauzeit: Eröffnung: Sortiment: Planung/Konzeption: Ladenbau/Ladenbausystem:

ca. 2.700 m2 sieben Monate November 2010 Food und Nonfood (Vollsortimenter) Dipl.–Ing. Stefan Wehner, Juan Carlos Román (Linde Ladenbau, Planungscenter Hannover) Linde Ladenbau, Bad Hersfeld

Fotos:

siehe Impressum POS-Ladenbau n 3 • 2011

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F a c h b e i t r a g

Verkaufsraumplanung

Wohlfühlshopping für ALLE... Ladenbau und nutzungsoptimierte Lösungen – eine Sackgasse oder die Beschleunigungsspur für Vordenker?

N

icht erst seit dem Inkrafttreten der UN-Behindertenkonvention wird verbindlich geregelt, dass Menschen mit Sinnes- und/oder motorischen Einschränkungen die Teilhabe am öffentlichen Leben uneingeschränkt zu ermöglichen ist. Auch schon viele Jahre zuvor wurde dies gesetzlich geregelt. Aber die jüngere Generation Betroffener klagt zustehende Rechte immer häufiger ein. Daher ist die Missachtung dieser Regeln im Kern ein unverständliches Desaster. Denn die Auftraggeber aus dem Handel sehen sich unter Umständen vermeidbaren Imageschäden und Schadensersatzzahlungen ausgesetzt. Ist es doch der Handel, der in vorderster Front wirtschaftliche Interessen und gesellschaftliche Auflagen mit den Kundenwünschen zusammenführen muss. In dieser Situation sind die Auftraggeber auf intelligente und nachhaltige Konzepte angewiesen. Der Handel muss den Rücken freibekommen, um sich dem eigenen Unternehmenszweck „verkaufen“ widmen zu können. Aber gerade diese Unterstützung ist bisher nicht zu erkennen. Natürlich finden immer neue, meist technische Innovationen Einzug in die Verkaufsflächen. Nur immer wieder mit eingeschränkter Nutzbarkeit. Einfach ausgedrückt kommen auf die Ladenbaubranche, möchte diese auch künftig ihrer Aufgabe gerecht werden, deutlich mehr innovative Ideen und Beratungsaufgaben zu. Die gesamte Branche ist es, die ihren Auftraggebern Konzepte mit nahezu uneingeschränkter Nutzbarkeit präsentieren muss.

Die Rechte aller berücksichtigen Wer also auch in der Zukunft erfolgreich sein möchte, sollte die internati-

Der Autor Helge Joachim Blankenstein ist seit 2009 selbständiger Unternehmensberater.

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onal verbindlich geregelten Auflagen in seine Konzepte einbeziehen. Das ist jedoch einfacher gesagt als getan. Umfrageergebnisse spiegeln ein schlechtes Bild bei der nutzungsoptimierten Verkaufsflächengestaltung wider. Es stellt sich heraus, dass Auflagen in Hinsicht auf Brand- und Feuerschutz eingehalten werden. Ebenso Wünsche der Auftraggeber bei Beleuchtung oder akustischer Ausstattung. Darunter fallen natürlich auch lebensmittelrechtliche Vorgaben und viele weitere Auflagen, denen man sich als Planer im Ladenbau unterwerfen muss. Den wenigsten ist jedoch klar, dass auch die Rechte der Menschen mit Behinderungen bei der Planung berücksichtigt werden müssen. Weit gefasst, ist dies immerhin die große Minderheit von ca. 40 Prozent der Bevölkerung. Oder anders dargestellt über 30 Mio. Bundesbürger. Mehr als 30.000.000 potentielle Kunden sind unterrepräsentiert, geht es um kaufentscheidende Verkaufsflächengestaltung. Der globale Ladenbau ist es, der es in der Hand hat, dem Handel die

Kaufkraft dieser Minderheit als Kunden zuzuführen. Nur wer in der Lage ist, pragmatische Lösungen mit optischer Abrundung anzubieten, wird auch künftig in die Lage versetzt, notwendige Unternehmensgewinne zu realisieren.

Vom Ladengestalter zum Verkaufsflächengestalter Wichtigste Voraussetzung ist dabei der Wille, sich von altbekanntem und liebgewordenem Antiquariat technischer Errungenschaften loszusagen. Schönheitsreparaturen werden nicht ausreichen. Beispielsweise ist es seit Jahrzehnten üblich, Frischetheken mit mehreren Zentimetern verglastem Nichts zu fertigen. Nicht nutzbare Einkaufswagen für Rollstuhlnutzer stellen Fehlinvestitionen für den Handel dar. Chancen bei der Technisierung von Produktinformationen für sehbehinderte Menschen bleiben ungenutzt, weil die Entwickler den Handel über komplette Lösungsmöglichkeiten, aus Unkenntnis, nicht informieren. Wege aus die-


ser Sackgasse basieren auf dem Erkennen der Anforderungsprofile einer sich veränderten und verändernden Gesellschaft. Dieses Wissen geht heute erheblich tiefer als die schon legendäre laufrichtungsbezogenen oder greifhöhenoptimierte Produktpräsentation und andere Konzepte.

Architekten und Konstrukteure müssen sich umgehend mit den tatsächlichen Bedürfnissen heutiger Kunden auseinandersetzen. Dazu liefert beispielsweise ein Selbsterfahrungstraining entscheidende Grundlagen. Denn nur wer sich in die Situation von Menschen mit Seh-

Hohe Verkaufstheken können z.  B. für Rolstuhlnutzer zum Problem werden. Mit einer absenkbaren Theke könnte er die Verkäuferin sehen und die Ware leichter in Empfang nehmen.

Der Handel ist dringend auf zeitgemäße Lösungen angewiesen, soll er den Kundeninteressen folgen und auch künftig Umsatz und Gewinn sichern. Planer,

behinderungen oder Hörbehinderungen versetzen kann oder sich den Herausforderungen der Kleinwüchsigen und Gehbehinderten stellt, kann die wahren

Bedürfnisse Kinderwagen schiebender Eltern und taschenbepackter Kunden erfüllen. Diese Erfahrungen sind das Fundament einer nutzeroptimierten Ladengestaltung. Bei sinnvoller Kombination weiterer Aspekte lassen sich Waren so präsentieren, dass ein deutlich erweiterter Kundenkreis davon profitieren kann. Es wird Zeit, dass die Ladenbaubranche dem Handel mit nachhaltigen Konzepten als kompetenter Partner zur Seite steht. Fazit: Zusammenfassend bleibt also die Erkenntnis: Ladenbau war gestern – Verkaufsflächenoptimierung ist morgen. Die Branche ist ganz am Anfang einer umwälzenden Entwicklung. Eine Entwicklung, die nur die innovativsten Unternehmen überstehen werden. Innovation im Gleichschritt mit Gesetzesänderungen stellt keinen Widerspruch dar, sondern zeigt wirtschaftliche Cleverness. Nur wenn die Dienstleister der Ladenbaubranche es bewerkstelligen, den Auftraggebern aus den Reihen des Einzelhandels Konzepte mit einem breiteren Nutzungsspektrum anzubieten, ist der Handel weiter in der Situation, Investitionen im Ladenbau zu lancieren. Nur wer sich den Herausforderungen stellt und sich fit macht für die Zukunft, hat im Überlebenskampf eine Chance. Denn „Wohlfühlshopping“ ist der Garant für eine Win-Win-Win-Situation (LadenbauHandel-Kunde).  n Anzeige

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P r a x i s b e r i c h t

Verkaufsförderung

Optimale Platzierung im Regal Virtuelle Shopping-Umgebungen analysieren und prognostizieren das Konsumentenverhalten am POS. Damit geben sie Handel und Herstellern Insights, wie sie durch eine kundenorientierte Gestaltung des POS Such- und Einkaufsstress der Kunden vermeiden, den Einkaufsprozess einfacher und zugleich spannender gestalten und damit zufriedene Konsumenten an sich binden.

M

it der Inszenierung am Point of Sale setzen Hersteller und Händler Anreize zum Kauf der Produkte, kurbeln den Umsatz an und schaffen zusätzliche Konsumentenkontakte. In den vergangenen Jahren hat die Verkaufsförderung am POS im Rahmen der Marketingkommunikation an Bedeutung gewonnen. Gründe hierfür gibt es viele: Es werden immer mehr neue Produkte und neue Marken in den Markt eingeführt. Die unüberschaubare Vielfalt von

Zeitschriften und Radio- oder TV-Sendern führt zu einer geringeren zielgruppenspezifischen Wirkung klassischer Werbung. Entscheidend ist aber vor allem, dass über 70 Prozent der Kaufentscheidungen erst direkt am POS getroffen werden. Deswegen kommt der Präsentation und Inszenierung vor Ort entscheidende Bedeutung zu. Nicht nur über die Zweitplatzierung von Produkten werden die Konsumenten angeregt, Produkte zu kaufen – eine wichtige Rolle übernimmt

stets auch die kundenorientierte Gestaltung des Regals.

Die richtige Produktpositionierung Der Aufbau des Regals, das sogenannte Planogramm, sollte vor allem mit Blick auf die Kundenbedürfnisse konzipiert werden und Suchstress am Regal vermeiden. Denn findet sich der Kunde dort nicht zurecht, entsteht daraus Einkaufsstress, der mit negativen Gefühlen verbunden ist und die Kaufbereitschaft senken kann. Einher mit der entsprechend geringen Kundenbindung geht ein hohes Umsatzrisiko für Handel und Hersteller. Doch wonach orientieren sich die Shopper beim Einkauf am Regal? Sind sie auf der Suche nach einer bestimmten Geschmacksrichtung und die Marke ist nicht so wichtig? Oder soll es bei Schokolade unbedingt die Lieblingsmarke sein, egal ob Vollmilch, Nougat oder Nuss? Für Konsumgüter gibt es für jede Kategorie einen sogenannten Entscheidungsbaum. Er kann durchaus unterschiedlich ausfallen, nicht immer steht die Art des Produktes (z.  B. die Geschmacksrichtung bei Lebensmitteln) an erster Stelle. Mitunter ist es auch der Preis bzw. sind es die verschiedenen Preisklassen, wonach Konsumenten sich orientieren. Immer häufiger ist es zudem die Art der Verpackung (z.  B. Glas oder PET bei Getränken) oder die Verpackungsgröße (z.  B. Familienpackung oder Single serve), die eine wichtige Rolle spielt. Und natürlich gibt es Kategorien, in denen eine Marke so stark ist, dass sie eine eigene Gruppe für sich bildet. Wichtig ist, dass der Einzelhandel den Einkaufsentscheidungsprozess für jede Kategorie kennt und diese Insights am POS gewinnbringend umsetzt. Erste Grundregeln für die richtige Positionierung der Produkte im Regal, die Such- und Einkaufsstress der Konsumenten vermeiden sowie die noch nicht festgelegten Käufer zum Stöbern animieren, sind: • Produkte, die häufig miteinander substitu iert werden, sollten beieinander stehen.

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• Marken, die besonders treue Verwender haben, sollten im Block platziert werden. • Produkte der gleichen Merkmalsausprä gung, die für den Konsumenten beson ders wichtig ist, sollten beieinander stehen.

Den Shopper verstehen lernen Der Schlüssel für ein langfristig erfolgreiches Category Management, das mit der richtigen Regalgestaltung aus Kunden Käufer macht, liegt darin, den Konsumenten und die zugrundeliegenden Einkaufsprozesse zu verstehen, die sich vor und während des Kaufs abspielen – Prozesse, die identifizierbar sind und mittels geeigneter Strategien und Taktiken beeinflusst werden können. Diesem Ziel dient ShopperResearch, in dessen Mittelpunkt der einkaufende Konsument steht sowie die Fragestellung: „Welche Kunden (Wer) kaufen welche Produkte (Was) mit welchen Motiven (Warum) und Prozessen (Wie) zu welchem Zeitpunkt (Wann) in welchen Mengen (Wie viel) in welcher Einkaufsstätte (Wo)?“ Shopper-Research liefert Antworten auf all diese Fragen und gibt Handel und Herstellern bei der Regalgestaltung messbare Insights, mit denen sie ihre Abverkäufe optimieren können.

Meinung und Verhalten sind nicht das Gleiche Um Insights zum Konsumentenverhalten am Regal zu gewinnen, sind Forschungsmethoden notwendig, die die strategischen Hebel für den Erfolg am POS identifizieren. Herkömmliche

Konsumentenbefragungen können diese Antworten nicht liefern, da die Befragten hierbei nicht die Wahrheit sagen. Dies geschieht nicht mit Absicht, sie tun es im besten Glauben. Aber was sich wirklich im Gehirn abspielt, wenn Shopper vor dem Regal stehen und ein Produkt auswählen, lässt sich mit eigenen Worten nicht beschreiben. Zu selten sind sie sich bewusst, „warum“ sie etwas kaufen. So erhält man in einer Befragung zwar die Meinung der Konsumenten, aber diese liefert keine Einsichten in das Verhalten am Regal bzw. während des Einkaufens. Das Marktforschungsunternehmen Simstore hat eine spezielle Methode entwickelt, mit der es das Einkaufsverhalten der Shopper testet. Dadurch werden Insights gewonnen, die das Verhalten der Kunden, deren Bedürfnisse sowie die Faktoren, die ihr Einkaufsverhalten beeinflussen, wesentlich besser analysieren und quantifizieren als herkömmliche Befragungen.

Virtuelle Regale simulieren den Einkauf Grundlage für die Analyse des Konsumentenverhaltens am Regal ist eine virtuelle ShoppingUmgebung. Mithilfe einer Software kann nahezu jede Kategorie realitätsnah, „fotorealistisch“ und interaktiv dargestellt werden. Sei es das Joghurt-Sortiment im Kühlregal, das KaugummiRegal an der Kasse oder die Bierabteilung mit ihren Kästen und Sixpacks. Bei den ShopperStudien werden die Konsumenten aufgefordert, Produkte aus dem virtuellen Regal auszuwäh-

len. Mit Hilfe von Mausklicks können sie sie aus dem Regal nehmen, ansehen und in den Einkaufswagen legen – ganz so wie am wirklichen Regal im Geschäft. Dabei werden out-ofstock-Situationen nachgestellt und die Shopper erhalten Aufgaben zum Finden von Produkten. Ihre Bewegungen und Reaktionen werden beobachtet und gemessen. In vielen SimstoreStudien wurde immer wieder festgestellt, dass die Verbraucher sich so verhalten, wie in der wirklichen Einkaufssituation.

Entscheidungskriterien der Kunden bestimmen das Planogramm Das Verhalten der Shopper hinsichtlich ihrer Präferenzen und ihres Substitutionsverhaltens erfasst Simstore in den Decision Tree Studien mit Hilfe einer speziellen Fragetechnik. Die Erkenntnisse geben Einblick in die Einkaufsmotive, Bedürfnisse, Erwartungen und Denkstrukturen der Konsumenten, die sich in einer bestimmten Kategorie bewegen. Aufgezeigt wird somit die Struktur der Kategorie aus Konsumentensicht. Das ermöglicht die Analyse des Entscheidungsbaums der Konsumenten und deckt die gewichtete Bedeutung von Produktmerkmalen wie Preis, Geschmack, Marke oder Verpackung auf. Im Ergebnis wird deutlich, wie die Warengruppe gegenüber anderen, benachbarten Kategorien positioniert und abgegrenzt ist. Die gewonnenen Insights analysieren und prognostizieren die Durchsetzungskraft von Produkten und sind die Grundlage für kundenorientierte Sortiments- und Platzierungsoptimierungen im Regal. n Anzeige

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P r a x i s b e r i c h t

Trend

Clever: ein Boden, zwei Funktionen Ausstattungsprofis von Pfeiffer & May nutzen mFLOR-Boden in Geschäftsräumen gleichzeitig auch zu Demonstrations- und Dekorationszwecken. andererseits aber auch designerische Finesse und Vielseitigkeit bieten.

Überzeugend echt Die Lösung für Pfeiffer & May: „Flagstone Bauxite“ in der Ausführung „Blaze“ von mFLOR. Der flexible Bodenbelag überrascht mit dem optischen Effekt von Bauxitspuren in Gestein, der natürlichen Erscheinungsform des Aluminium-Erzes. Die typische metallischmineralische Oberfläche mit ihren Strukturen und Schattierungen fasziniert durch ihre Komplexität und bildet einen reizvollen Kontrast zu Keramik, Metall und anderen Materialien, wie sie üblicherweise in Bädern vorkommen. Die hohe Authentizität des Dekors wird durch spezielle Präge- und Druckverfahren ermöglicht. Sie sorgen dafür, dass auch Fachleute mehr als einen Blick brauchen, um Original und Dekor voneinander unterscheiden zu können. Ähnliches gilt für die Haptik: Die Oberfläche ist so gefertigt, dass sie von einer echten mineralischen Textur kaum zu unterscheiden ist – auch und vor allem beim Gehgefühl.

Wirtschaftliche Lösung mit Außenwirkung

I

n einem anständigen Bad findet man immer Fliesen auf dem Boden – oder? Wer dieses Prinzip für bare Münze nimmt, lässt sich einige besonders attraktive Alternativen bei der Gestaltung des Badezimmers entgehen. Ein anschauliches Beispiel für neue Ideen bietet Pfeiffer & May, der renommierte Fachgroßhandel für Bäder, Heizung, Elektro- und Haushaltstechnik. Seit über einem Jahrhundert stehen die Namen Pfeiffer & May für Qualität in Sachen Sanitär- und Haustechnik. Was 1906 als Eisenwarengeschäft in Karlsruhe begann, entwickelte sich über die Jahre und Jahrzehnte zu einem von Deutschlands führenden Fachanbietern mit zahlreichen Standorten, einem beeindruckenden Produktsortiment sowie einem umfassenden Serviceportfolio.

Immer neue Ideen für die Kunden Typisch für die Profis von Pfeiffer & May ist, dass sie immer wieder neue Akzente setzen 48

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– sowohl im Hinblick auf neue Designideen als auch bei der Form der Beratung. Als vor einiger Zeit die Neugestaltung der Verkaufsräume in den verschiedenen Niederlassungen anstand, entschlossen sich die Verantwortlichen dafür, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen: Sie wählten nicht nur einen Boden, der sich perfekt ins gesamte Ambiente der Geschäfts- und Vorführräume einfügte, sondern nutzten auch die Gelegenheit, den Boden zu „Showroom“-Zwecken zu verwenden. Mit dem neuen Boden wollten die Kundenberater von Pfeiffer & May dem geneigten Publikum einen dezenten praktischen Impuls für dessen eigene Badausstattung geben. Natürlich wäre es keine gute Idee, die gesamten Geschäftsräume mit herkömmlichen Fliesen auszulegen. Warum auch? Andere Materialien sind ebenfalls durchaus geeignet – und geben dem Bad optisch und haptisch ein ganz neues Gepräge. Dabei müssen sie einerseits robust, zweckmäßig und pflegeleicht sein,

Kaum weniger entscheidend sind die qualitativen Eigenschaften von mFLOR: Der 2,5 Millimeter starke Bodenbelag hält starker Beanspruchung stand – bei einem ausgesprochen geringen Pflegeaufwand. In Kombination mit der schnellen Verlegung sind Anspruchslosigkeit bei der Wartung wie auch die Langlebigkeit des Bodens ein überzeugendes wirtschaftliches Argument. Die Wirtschaftlichkeit der Lösung ist für Pfeiffer & May ein maßgebliches Kriterium – schließlich sollen die Böden in Geschäfts- und Präsentationsräumen lange halten und gut aussehen, selbst wenn sie täglich stark beansprucht werden. Mindestens so wichtig aber ist die Wirkung auf die Kunden: Die unverwechselbare Optik soll schon beim Betreten der Räumlichkeiten Aufmerksamkeit erregen und inspirieren. Dazu muss der Boden natürlich jederzeit so tiptop aussehen wie alle übrigen Ausstellungsstücke – nur dass er eben primär kein Ausstellungsstück ist. n


Modern, frisch, elegant, hochwertig Neue Homapal-Kollektionen 2011 exklusiv bei HomaTrade: Mit den neuen Dekoren lassen sich wunderschöne Interieurs in natürlichen Farbwelten realisieren.

Z

ur diesjährigen interzum in Köln wird der Schichtstoffplattenhersteller Homapal seine neuen Kollektionen 2011 einem breiten, internationalen Publikum präsentieren. In Deutschland exklusiv sind die hochwertigen Homapal HPL-Platten über HomaTrade zu beziehen. Die Besucher der Leitmesse erwartet eine rundum erneuerte Produktpalette aus dem Hause Homapal. Die 2011er Kollektion Magnethaftplatten besteht aktuell aus 22 Dekoren – davon elf Neuheiten. Akzente setzen hier Trendfarben wie lila, cassis, orange und apfelgrün in glänzenden und matten Oberflächen. Besonders reizvoll ist die neue Kombination von glänzend und matt auf einer magnethaftenden Oberfläche: das Dekor Checkerboard. Mit seinem „tanzenden“ Schachbrettmuster setzt Checkerboard inspirierende Akzente. Es ver-

einigt gekonnt matte und hochglänzende Segmente auf einer magnethaftenden Oberfläche – in den Farben apfelgrün, lila und schwarz. Homapal beweist erneut, dass Ästhetik und Funktionalität kein Widerspruch, sondern eine perfekte Symbiose bilden können. Ebenfalls neu ist die in matt-weiss geprägte Oberfläche der Magnethaftplatte Dots Reverse und die Alu-KreuzstrichmattOberfläche im modischen Farbton Taupe. Die Klassiker sind in weiss, hellgrau, dunkelgrün und schwarz für die üblichen Anwendungen (matte Oberflächen mit Kreide und glänzende Oberflächen mit Boardmarkern beschreibbar) unverändert erhältlich.

Neue Akzente Auch bei den Echtmetall-Oberflächen hat der Hersteller neue Akzente gesetzt: 17

neue Dekore mit Oberflächen aus echtem Aluminium und Kupfer begeistern Designer und Objektbauer. Mit den vier neuen, handgestalteten, glatten Kupferdekoren – davon drei in großzügiger Streifen-Optik und eines in eigenwilliger Luna-Anmutung – lassen sich wunderschöne Interieurs in warmen, natürlichen Farbwelten realisieren. Mit den Alu-Dekoren Matrix und Mikado in jeweils vier Farbvarianten erweitert das Unternehmen sein Produktportfolio der geprägten Oberflächen im EchtmetallSegment. Die gefragte, handgestaltete Crush-Familie hat mit Crush Caribbean in drei Farbschattierungen ein neues Mitglied erhalten. Das glatte Alu-Dekor „Flame“ – matt und seidig glänzendes Finish auf einer Oberfläche in dezent geschwungenen Linien in drei Farbvarianten – eignet sich für elegante Anwendungen. n POS-Ladenbau n 3 • 2011

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S e r v i c e

Impressum / Termine / Vorschau

ISSN 1867-4801 („POS-Ladenbau“) Verlag / Herausgeber: TH Medien KG, Businesspark A96, D-86842 Türkheim Telefon (0 82 45) 9 67 60-0, Telefax (0 82 45) 9 67 60-1 00 Internet www.th-medien.com, E-Mail info@th-medien.com Druck / Vertrieb / Aboverwaltung: TH Medien KG, Businesspark A96, D-86842 Türkheim „POS-Ladenbau“: Der „POS-Ladenbau“ ist eine deutschsprachige LadenbauFachzeitschrift und beschäftigt sich inhaltlich mit der Planung, Ausstattung und Einrichtung des Point of Sale. Im Blickpunkt stehen Geschäfte und Filialen im gehobenen Segment. Leserzielgruppen sind Entscheider in den Handelszentralen der Laden- und Kettenbetreiber, private Handelsgeschäfte, Architekten, Planer, Einrichter und Bauherren aus nahezu allen europäischen Ländern, aber auch, aus Asien und vielen weiteren Ländern. In seinen außergewöhnlich schönen und informativen Objektberichten hat der „POS-Ladenbau“ ein besonderes Highlight. Der „POS-Ladenbau“ sieht sich als Sprachrohr der Ladenbauer und Innenarchitekten am POS und im Handel insgesamt, wenn es um Planung, Einrichtung und Ausstattung geht. Geschäftsführer: Christian te Heesen Redaktion: Sylvia Zahn genannt Schumann, E-Mail zgs@th-medien.com Telefon (0 82 45) 9 67 60-1 60, Telefax (0 82 45) 9 67 60-1 00 Redaktionsassistenz & Anzeigen: Waltraud Ullmann, E-Mail wu@th-medien.com Telefon (0 82 45) 9 67 60-1 20, Telefax (0 82 45) 9 67 60-1 00 Schlussredaktion: Carolin Kober, E-Mail ck@th-medien.com Telefon (0 82 45) 9 67 60-1 10, Telefax (0 82 45) 9 67 60-1 00 Satz/Layout/Grafik: Bernhard Hlava, E-Mail ladenbau@hbhmedia.de Telefon (0 82 34) 95 95 63 Telefax (0 82 34) 9 595 64 Titelgestaltung und Produktion: Bernhard Hlava, Christian te Heesen Objektleitung: Christian te Heesen (v.i.S.d.P.), E-Mail t.h@th-medien.com Telefon (0 82 45) 9 67 60-2 61, Telefax (0 82 45) 9 67 60-1 82 Titelbild: Gruschwitz GmbH Fotos (Seiten in Klammern): Hoffmann Ladenbau (10), Blocher Blocher View, Stuttgart (12-15), Gruschwitz GmbH (16), Oliver Tjaden (18-21), Joachim Grothus, Bielefeld (30-32), Trendagentur (33-35), NEST one (36-39), Bernd Beisse (40-41), Linde Ladenbau GmbH & Co. KG (42-43), Helge Joachim Blankenstein (44-45), Simstore (46-47), mFlor (48), Homapal (49) Einsendungen: Für unverlangt eingereichte Manuskripte gibt es keine Gewähr. Sie gelten in jeder Hinsicht der Redaktion zur freien Disposition überlassen. Namentlich gekennzeichnete Artikel geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Eine Verwertung der in „POS-Ladenbau“ veröffentlichten Beiträge ist unzulässig. Nachdruck von Text und Abbildungen zum Zwecke der Werbung, für Fernseh- und Funksendungen, Filme, Übersetzungen, Vervielfältigung, Vorträge und das Speichern auf Datenverarbeitungsanlagen ist, auch auszugsweise, ohne Zustimmung des Verlages nicht gestattet. Das Recht des Zitierens bleibt hiervon unberührt. Titel: Der Titel „POS-Ladenbau“ ist urheberrechtlich geschützt und Eigentum der TH Medien KG. Das gilt für die Schreibweise, den Aufbau, das Layout, die Art und Weise der Erscheinung und den Verwendungszweck. Das Logo und den Titel anderweitig zu verwenden, zu verfälschen oder zu ändern ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung der TH Medien KG zulässig. Bei Nichtbeachten wird Schadenersatz geltend gemacht. Leserzielgruppen: Alle Zentralen der Verbraucher- und Supermärkte, Kaufhäuser, Drogerieflächen und Drogeriemärkte, Einzelhandelsketten, Privateinzelhändler, Autohäuser, Apotheken, Buchhandlungen u.v.m. aus nahezu allen europäischen Ländern, aber auch aus Asien und vielen weiteren Ländern. Abonnements: David Gorschboth, E-Mail dg@th-medien.com Telefon (0 82 45) 9 67 60-1 90, Telefax (0 82 45) 9 67 60-1 00 Abonnementpreise (Inland): € 44,- inkl. 7% USt. und Versand­kosten (Einzelverkauf € 8,50 inkl. 7% USt. zzgl. Versandkosten) Abonnementpreise (Ausland): € 44,- exkl. USt. zzgl. € 18,- Versandkosten und € 13,- Bankspesen* (Einzelverkauf € 8,50 exkl. USt. zzgl. Versandkosten und Bankspesen) (* in Nicht-Euro-Ländern) Gültige Anzeigenpreisliste Nr. 5 / Abolaufzeit: Vom 1. Januar 2011. Die Abonnementdauer beträgt ein Jahr. Das Abonnement verlängert sich automatisch um ein weiteres Jahr, wenn es nicht bis sechs Wochen vor Ablauf eines Bezugsjahres schriftlich gekündigt wird. Druckauflage: 12.100 Exemplare

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-Ladenbautagung Unter dem Motto „Die Zukunft sichern“ trifft sich die Branche am 19. und 20. Mai 2011 bei der dlv-Ladenbautagung in Hamburg. Die Ladenbauunternehmen haben volle Auftragsbücher, der Handel ist investitionsfreudig. Die Krise scheint fast vergessen. Jetzt heißt es die Zukunft im Auge zu behalten, und die richtigen Weichen zu stellen. Darüber diskutieren dlv-Mitgliedsunternehmen und Gäste mit hochkarätigen Referenten auf dem Branchentreff in Hamburg. Klaus Striebich / ECE erklärt, warum die Zukunft der Shoppingcenter vielversprechend ist, und die ECE kräftig investiert. Dieter Lange, gefragter Experte führender Wirtschaftsinstitute, coacht Führungskräfte. Er erklärt, was erfolgreiche Unternehmen ausmacht, und wie man es schafft, von Anfang an die richtigen Entscheidungen zu treffen. Wolfgang Clement, Bundeswirtschaftsminister a.D. gibt einen Überblick über die derzeit mehr als bunte Politiklandschaft. Die mittelständisch geprägte Ladenbaubranche darf mit Blick auf seine Rede gespannt sein, wohin der Zug rollt. Hamburg hat in den vergangenen Jahren durch den Neubau der Hafen-City Furore gemacht. Die Elbphilharmonie geriet wegen explodierender Baukosten in die Schlagzeilen, wird aber wegen ihrer anspruchsvollen Architektur bewundert. Grund genug für das dlvNetzwerk Ladenbau die schöne Hafenstadt für die Ladenbautagung auszusuchen. Weitere Informationen unter www.netzwerk-ladenbau.de

Termin Interzum 25. bis 28. Mai 2011 Messegelände Köln www.interzum.de

Eine Messe wie die interzum kennt keinen Stillstand. Spezielle Aussteller- und Besucher-Zielgruppen verlangen neue, individuelle Konzepte fernab von Form und Farbe. Bestes Beispiel dafür: Das neue Angebotssegment Light & Innovative Materials mit dem Projekt „innovation of interior“ in Halle 4.2. Hier werden neuartige Anwendungen für den Innenausbau präsentiert: Spezielle Materialien wie Mineralwerkstoffe, neuartige Beschichtungen oder Direktdruck-Technologien. Hier findet man alles, was in der Produktion echtes Trendpotenzial besitzt.

Vorschau POS-Ladenbau 4/2011 • Unverwechselbare Markenwelten • Visual Merchandising • Ganzheitliche Lichtlösungen • Eingang, Schaufenster, Außen- und Leuchtwerbung • Moderne Materialien im Store Design • Reduzierung der Energiekosten • Marktübersicht Schaufensterfiguren und Dekoration

Erscheinungstermin 13. Juli 2011


Wir haben ein Exklusivpaket für Sie geschnürt... Die unvergleichliche Dekor-Vielfalt und die jahrzehntelange Erfahrung rund um erstklassige Schichtstoffplatten im Objekt-, Möbel- und Innenausbau von zwei namhaften Schichtstoff-Herstellern haben wir in unserer neuen Vertriebsgesellschaft HomaTrade GmbH gebündelt. Die hochwertigen FORMICA® HPLKollektionen in riesiger Auswahl, einzigartigen Farben und außergewöhnlichen Texturen und Strukturen umfassen eine breite Palette an ausdrucksstarken Schichtstoffen. Sie eignen sich für viele Interieurs: Von Büros und Shops bis zu Krankenhäusern. Die edlen Schichtstoffe von HOMAPAL überzeugen mit Oberflächen aus echtem Aluminium, Kupfer, Edelstahl und Messing. HOMAPAL HOLZ Echtholz-HPL-Dekore (reconstituted veneer) sowie HOMAPAL Magnethaftplatten mit ihrer hohen Haftkraft ergänzen die Produktpalette des Spezialisten für das Echte. HOMAPAL – das sind Platten, die was drauf haben. Sie erhalten die Premium-Schichtstoffe von FORMICA® und HOMAPAL aus einer Hand bei der HomaTrade GmbH – exklusiv, schnell und unkompliziert.

Besuchen Sie uns auf der interzum 2011 in Köln in Halle 6.1, Gang A Stand-Nr. 011

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