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IT BANKER Ausgabe 3/2016

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Oktober

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info@bauve.de

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www.bauve.de

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Supplement von bank objekte

www.bauve.de

info@bauve.de

BAUVE Medien GmbH & Co. KG

Bahnhofstraße 57

D-86807 Buchloe (Bayern)

B a n k m a g a z i n m i t I T- L ö s u n g e n f ü r u n d a u s d e r B a n k p r a x i s

Traditionelles und digitales Banking Wie sieht die Zukunft des Finanzdienstleistungssektors aus?

Seite 12

Mobiles Arbeiten

IT-Sicherheit

Moderne Domino-Anwendungen

Micro-Virtualisierungstechnologie

Seite 6

Seite 10


Sicherheit für die Bank von morgen TwinLock®: Das Schloss-System für intelligentes Handling von Tresoren, Geldautomaten und anderen Wertbehältnissen

Vollautomatische Elektronikschlösser Redundante Elektronik und Mechanik Hohe Zug- und Druckkraft Höchste Sicherheitsklasse Netzwerkfähig über IP-Erweiterung Anbindung an Schlossmanagementsystem TwinNet® Optimiert die Zusammenarbeit mit verschiedenen Benutzergruppen wie Wertdienstleistern Protokollierung aller Vorgänge

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Besuchen Sie uns auf dem FI-Forum 2016! Stand-Nr. P53 unseres Partners


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Editorial

SCHOCKEN SIE IHN, BEVOR ER SIE SCHOCKT.

Carolin Kober Redakteurin „bank objekte”

Voneinander lernen Liebe Bankerinnen, liebe Banker, warum eröffnet der Onlinehandels-Riese Amazon ein stationäres Ladengeschäft? Ganz einfach. Weil Kunden das Erleben und Anfassen eines Produkts und die persönliche Beratung nicht missen möchten. Außerdem können sie die gewünschte Ware gleich mitnehmen und müssen nicht warten. Übertragen auf die Bankenwelt bedeutet dies: Spielen Sie die Stärken Ihres Filialstandorts aus, indem sie traditionelles und digitales Banking miteinander verbinden. Setzen Sie auf Nähe, persönliche Beratung und ein in Erinnerung bleibendes Kundenerlebnis. Und: Nutzen Sie gleichzeitig die vielfältigen Möglichkeiten der Digitalisierung! So führen sie Ihre Filiale auch langfristig zum Erfolg – und nicht zur Schließung! Beispiele gefällig: Kundenschließfächer werden häufig als teures, notwendiges Übel angesehen, das obendrein für die Mitarbeiter der Bank zeitaufwändig ist. Doch gerade in Zeiten, in denen die Einbruchsraten in die Höhe schnellen, verwahren Kunden gerne Ihre Wertsachen sicher in einem Bankschließfach auf. Bieten Sie Ihren Kunden auch weiterhin diesen Service, doch stellen Sie gleichzeitig ihre Schließfächer mithilfe einer modernen Einzelfachsensorik auf Selbstbedienung um. So haben Sie freie Ressourcen für Ihr Personal gewonnen und gleichzeitig viele Kunden, die weiterhin gerne Ihre Filiale aufsuchen und diesen Service nutzen. So schaut Kundenbindung heute aus.

Zweites Beispiel: Cashhandling. Fakt ist: Die Bargeldverarbeitung ist teuer – sowohl für die Finanzinstitute als auch für die Händler. Fakt ist aber auch, dass des deutschen liebstes Kind nach wie vor Bargeld ist, und nicht Kredit-, EC-Karten oder Mobile Payment per Smartphone. Mithilfe von modernen Einzahlungsautomaten schlagen sie zwei Fliegen mit einer Klappe. Sie können weiterhin das Bargeld Ihrer Kunden annehmen, ohne jedoch Ihren Kassenschalter während der gesamten Banköffnungszeiten offen zu haben. Machen Sie sich Online-Administration zunutze und schaffen Sie so Freiräume für Ihre Mitarbeiter, die diese dann viel besser in Beratung investieren. Scheuen Sie sich nicht, Prozesse zu digitalisieren. Greifen Sie die Vorteile der FinTechs wie Banking im Web oder per App auf und spielen Sie gleichzeitig die klassischen Stärken Ihrer Bank oder Sparkasse als Trumpf aus. Darin liegt die Zukunft Ihrer Filiale!

Herzlichst Ihre

Carolin Kober ck@bauve.de

Mit Sicherheit der richtige Partner: +49 5 41 13 97-0 oder 0800 8 60 90 00 Kostenlose Service-Hotline · Einbruchmeldeanlagen · Brandmeldeanlagen · Videoüberwachung · Überfallmeldeanlagen · Zutrittskontrolle · Zeiterfassungssysteme · Digitale Schließanlagen · Kommunikationsanlagen · 24-Std.-Notdienst

Röwer Sicherheits- und Gebäudetechnik GmbH Im Felde 2 | 49076 Osnabrück www.roewer.de


Inhaltsverzeichnis

IT BANKER Ausgabe 3/2016

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Oktober

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info@bauve.de

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Supplement von bank objekte

B a n k m a g a z i n m i t I T- L ö s u n g e n f ü r u n d a u s d e r B a n k p r a x i s

IT BANKER

BAUVE Medien GmbH & Co. KG

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Wie sieht die Zukunft des Finanzdienstleistungssektors aus?

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P

Wie sieht die Zukunft des Finanzdienstleistungssektors aus?

Seite 12

Mobiles Arbeiten

IT-Sicherheit

Moderne Domino-Anwendungen

Micro-Virtualisierungstechnologie

Seite 6

Seite 10

Vielfältige Möglichkeiten SB-Geräte vor Sprengung zu schützen 3

Event

IT-Branchentreff für Sparkassen

Traditionelles und digitales Banking

Ausgabe Oktober 2016

Editorial

Voneinander lernen

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Traditionelles und digitales Banking

Bahnhofstraße 57

Titelthema

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P

D-86807 Buchloe (Bayern)

B a n k m a g a z i n m i t I T- L ö s u n g e n f ü r u n d a u s d e r B a n k p r a x i s

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Was FinTechs von Banken lernen können

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Eine Sicherheitsberatung hilft Wege zu finden,

Wie sieht die Zukunft des Finanzdienstleistungssektors

Täter wirkungsvoll abzuschrecken und so

aus? Lautet die Antwort FinTech? Sie mischen den

Zerstörungen oder auch Personenschäden

Markt auf und bekommen viel Aufmerksamkeit. Die

zu vermeiden

Start-ups der Financial Technology sind in aller Munde

5 P

FI-Forum 2016: IT nimmt in der Finanzwirtschaft

Messe

eine zentrale Rolle ein, um die aktuellen Herausforderungen – Digitalisierung, Regulatorik und

Sicherheit wird smarter

Effizienz – zu lösen

Security Essen bestätigt eindrucksvoll ihre

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internationale Spitzenposition: Deutlich gestiegene Ordertätigkeit und höhere

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IT-Lösungen für die Praxis

Moderne Domino-Anwendungen in kürzester Zeit

Internationalität in der Messe Essen

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Finanzinstitute mit MicroVirtualisierung erfolgreich vor Malware schützen

Die Volksbank Heiden modernisiert ihre IBM

Die Finanzindustrie steht unter Druck. Seit

Notes-Landschaft mit einem intelligenten

Jahren nimmt die Anzahl der Cyberangriffe zu

Werkzeug in kürzester Zeit für den zeitgemäßen

und herkömmliche Sicherheitssoftware bietet

Einsatz im Browser und auf

nur unzureichenden Schutz. Die Devise lautet

mobilen Endgeräten

ab jetzt Isolieren statt Detektieren

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Die nächste Ausgabe „IT-Banker“

Redaktionsschluss: Anzeigenschluss: Druckunterlagenschluss: Erscheinungstermin:

23.01.2017 03.02.2017 10.02.2017 28.02.2017

Impressum

Kurzcharakteristik „IT-Banker“: Der „IT-Banker“, ein Supplement von „bank objekte“, richtet sich in Deutschland und Österreich an nahezu alle Sparkassen, Genossenschaftsbanken, Privat- und Geschäftsgroßbanken, Rechenzentren und Verbände sowie ausländische Bankhäuser mit Sitz in Deutschland und Österreich. Empfänger und Zielpersonen sind die IT- und Orgaabteilungen sowie Vorstände. Mit 3 Ausgaben im Jahr 2016 berichtet der „IT-Banker“ über erfolgreich umgesetzte Projekte, Entwicklungen und Lösungen aus der Praxis für die Praxis bei Banken und Sparkassen. Verlag / Herausgeber: BAUVE Medien GmbH & Co. KG Bahnhofstraße 57, D-86807 Buchloe Telefon +49 (0 82 41) 99 88 4-0, Telefax +49 (0 82 41) 99 88 4-100 Internet www.bauve.de, E-Mail info@bauve.de Geschäftsführer: Ines te Heesen

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IT-Banker – oktober 2016

Objektleitung / Anzeigen: Hannelore Syptroth E-Mail hs@bauve.de Telefon +49 (0 82 41) 99 88 4-110 Telefax +49 (0 82 41) 99 88 4-100 Redaktion: Carolin Kober (v.i.S.d.P.) E-Mail: ck@bauve.de Telefon +49 (0 82 41) 99 88 4-110 Telefax +49 (0 82 41) 99 88 4-100 Schlussredaktion: Carolin Kober (v.i.S.d.P.), E-Mail: ck@bauve.de Telefon +49 (0 82 41) 99 88 4-110, Telefax +49 (0 82 41) 99 88 4-100 Satz / Layout / Grafik: Design Werker, Rainer Wiedenmann E-Mail: info@design-werker.de Telefon +49 (0 82 41) 99 88 4-110 Telefax +49 (0 82 41) 99 88 4-100

Druck / Vertrieb: W. Kohlhammer Druckerei GmbH + Co. KG Augsburger Straße 722, D-70329 Stuttgart Telefon +49 (0) 7 11-32 72-1 00, Telefax +49 (0) 7 11-32 72-1 04 Bildnachweise: © iconimage - fotolia.com (Titelseite IT-Banker), Finanz Informatik (S. 5), VB Heiden e.G. (S. 6-7), Concept Gruppe (S. 8), Bromium (S. 10-11), Safecor (S. 12-13), Messe Essen (S. 14) Inserenten: INSYS (S. 2), Röwer Sicherheits- und Gebäudetechnik (S. 3), We4IT (S. 6-7), Concept Gruppe (S. 8-9), Bromium (S. 10-11), SAFECOR (S. 12-13, S. 16), Finanz Informatik (S. 15) Einsendungen: Für unverlangt eingereichte Manuskripte gibt es keine Gewähr. Sie gelten in jeder Hinsicht der Redaktion zur freien Disposition überlassen. Namentlich gekennzeichnete Artikel geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Eine Verwertung der in „bank objekte“ veröffentlichten Beiträge ist unzulässig.


Event

FI-Forum 2016

IT-Branchentreff für Sparkassen IT nimmt in der Finanzwirtschaft eine zentrale Rolle ein, um die aktuellen Herausforderungen – Digitalisierung, Regulatorik und Effizienz – zu lösen

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ie die über 400 Sparkassen in Deutschland angesichts dieser Themen mit IT-Unterstützung weiterhin ihre Stärke der persönlichen Kundennähe ausspielen können, zeigt das diesjährige FIForum. Unter dem Motto „Vom Kunden her denken“ veranstaltet die Finanz Informatik (FI) das Forum für Vorstände, Führungskräfte und IT-Spezialisten von Sparkassen, Verbundpartnern der Sparkassen-Finanzgruppe und Landesbanken vom 15. bis 17. November 2016 in Frankfurt. Das FI-Forum richtete sich an Mitarbeiter der Sparkassen-Finanzgruppe, steht aber auch allen anderen an IT Interessierten offen. Auf der im zweijährigen Turnus stattfindenden Hausmesse stellen die FI und nahezu alle bedeutenden IT-Anbieter in der Finanzwirtschaft an rund 200 Messeständen in der Frankfurter Messehalle 11.1 ihr aktuelles Lösungsangebot vor. Auch in diesem Jahr werden rund 10.000 Besucher erwartet. Denn aufgrund des praxisorientierten Messekonzeptes, des breiten Themenspektrums und den zahlreichen Möglichkeiten zum Netzwerken hat sich das FI-Forum zu einem bedeutenden Finanz- und ITBranchenevent entwickelt.

P Innovative Lösungen

Dabei stehen insbesondere aktuelle Entwicklungen und neue Angebote rund um die Internet-Filiale 6 und das Vertriebs-Frontend OSPlus_ neo im Mittelpunkt. Im Themenbereich „Zuverlässig steuern“ erfahren die Besucher, wie sich die steigenden regulatorischen Anforderungen bewältigen lassen. Der Bereich fokussiert die Themen Regulatorik und Banksteuerung. Hier erhalten interessierte Fachbesucher sowohl einen Einblick in bestehende Lösungen wie das standardisierte MaRisk-Reporting, als auch in neue Angebote wie etwa den einheitlichen Datenhaushalt. Im Themenbereich „Effizient arbeiten“ dreht sich alles um die Frage, wie Sparkassen durch effiziente ITProzesse nachhaltig Kosten senken können. Angebote der FI wie „my mobile workplace“ sowie „ITService-Comfort“ unterstützen die Institute in ihrem Bestreben die ITBudgets langfristig zu entlasten. P Zukunft entdecken

Einen Blick über den Tellerrand und in die Zukunft können Besucher des FI-Forums im Innovationsbereich „Zukunft entdecken“ werfen. Hier stehen innovative Zukunftstechnologien wie Virtual Reality und Künstliche Intelligenz und deren Einsatzmöglichkeit im bankfachlichen Kontext im Vordergrund. Wie auch in den Vorjahren begleitet ein umfangreiches Rahmenprogramm das FI-Forum. Insgesamt sind 60 Vorträge in drei Fachforen geplant. Hier berichten Sparkassen über den erfolgreichen Einsatz von FI-Lösungen und Experten aus Wirtschaft und Forschung stellen aktuelle Entwicklungen und Trends vor.

IT-Banker – oktober 2016

Bildnachweis siehe Impressum

Die Messehalle 11.1 ist in vier Themenbereiche unterteilt, die sich den Schwerpunkten Digitalisierung, Regulatorik und Effizienz widmen. An so genannten Erlebnispunkten erhalten die Besucher weitreichende  Alle bedeutenden IT-Anbieter in der Finanzwirtschaft stellen an Informationen zu den einzelnen rund 200 Messeständen in der Frankfurter Messehalle 11.1 ihr Angeboten. Anwender aus der aktuelles Lösungsangebot vor Sparkassenwelt berichten hier aus der Praxis über ihre Erfahrungen und die Frage im Fokus, welche IT-Unterstützung Weitere Informationen und kostenlose zeigen den Mehrwert für die Institute. Im Sparkassen benötigen, um in der digitalen Anmeldung unter: Themenbereich „Sparkasse erleben“ steht Welt weiterhin kundennah agieren zu können. www.fi-forum2016.de/ n

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IT-Lösungen aus der Praxis

Mobiles Arbeiten im Bankenumfeld

Moderne Domino-Anwendungen in kürzester Zeit Die Volksbank Heiden modernisiert ihre IBM Notes-Landschaft mit einem intelligenten Werkzeug in kürzester Zeit für den zeitgemäßen Einsatz im Browser und auf mobilen Endgeräten. Neue Anwendungen entwickelt das Kreditinstitut heute selbst kostengünstig in wenigen Schritten

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 Die Volksbank Heiden modernisierte ihre gesamte IBM Notes-Landschaft auf Basis der bestehenden Infrastruktur

Bildnachweis siehe Impressum

ie Volksbank Heiden, als Teil des Finanzverbundes der Volksbanken und Raiffeisenbanken, beschäftigt derzeit 42 Mitarbeiter und betreut über 4.000 Mitglieder. Im Rahmen des Modernisierungsprojekts „wave“ der ehemaligen GAD eG sollte ein vollständiger Webarbeitsplatz geschaffen werden. Hierzu gehörte auch die Überführung der bestehenden IBM Notes-Anwendungen in eine browserunterstützte Variante. Als Lösung präsentierte das Rechenzentrum das Notes-Browser-PlugIn, welches den NotesClient sowie die Anwendungen im Browser in alt bewährter Form nutzbar macht. Die Variante mit dem Notes-Browser-PlugIn führte nur zu mäßigen Erfolg und konnte in Sachen Performance und Stabilität nicht den Ansprüchen des Instituts gerecht werden. Eine gute Alternative für eine native Webdarstellung musste her. Die Lösung

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IT-Banker – oktober 2016

„aveedo“ des IBM Collaboration-Spezialisten We4IT gab die passende Antwort: We4IT aveedo stellt IBM Notes-Anwendungen im Browser und auf mobilen Endgeräten dar, ist äußerst performant und lässt sich einfach in die bestehende IT-Infrastruktur im Rechenzentrum integrieren. P Konfigurieren statt Programmieren

Zu Beginn des Projektes analysierte We4IT mit dem hauseigenen Analysetools

die bestehende Notes-Infrastruktur der Volksbank Heiden. Der IT-Spezialist bewerte spezifisch, welche Anwendungen migriert und welche zeitsparend mithilfe des Baukastens aveedo mit einer neuen Oberfläche modernisiert werden sollten. In enger Abstimmung mit dem Kunden modifizierte We4IT seine Lösung aveedo sukzessive entsprechend den Bedürfnissen des Kunden und integrierte diese nahtlos in seine IT. aveedos ein-

„Über bestehende Anwendungen lässt sich in wenigen Schritten ein Prozess mit Weblayout legen, ohne die Altanwendung im Kern verändern zu müssen.“ Olaf Voßkamp, Leiter Organisation


DAS PROJEKT

„Bestehende Notes-Datenbanken einfach und sinnvoll erweitern, zum Beispiel durch 4-Augen-Prinzip.“

Dienstleister: We4IT GmbH Kunde: Volksbank Heiden eG Produkt: We4IT aveedo

Olaf Voßkamp, Leiter Organisation

Aufgabe: Im Rahmen eines Modernisierungsprojektes der ehemaligen GAD eG galt es, alle institutsspezifischen Anwendungen von Drittanbietern web-fähig zu machen. Lösung: Die Business Suite We4IT aveedo überführt bestehenden Anwendungen effizient ins Web und ermöglicht eine flexible und rasche Anwendungsentwicklung. Nutzen: Neben Performancegewinn durch aveedo sicherte man auch die Zukunftsfähigkeit der Anwendungen. Diese stehen Anwendern nun im Browser oder auf mobilen Endgeräten zur Verfügung.

fache Bedienoberfläche sowie die Tatsache, dass keine Notes Programmierkenntnisse von Nöten sind, ermöglichen dem Finanzdienstleister heute, neue Anwendungen schnell und günstig zu entwickeln. Bei komplexeren Umsetzungen greift bei Bedarf der Support von We4IT unter die Arme. P Der Nutzen

aveedo sicherte die Zukunftsfähigkeit der Notes-Applikationen mit sehr wenig Aufwand. Die Volksbank Heiden profitiert in mehrerlei Hinsicht: Neben der Überführung der Notes-Anwendungen

in zukunftsorientierte Webanwendungen profitiert die Bank durch die kontinuierlich wachsenden neuen Funktionen, die aveedo bereitstellt. Zudem bieten fertige Konfigurationen typischer Bankanwendungen weitere Einsatzgebiete durch aveedo. Die integrierte Workflow-Steuerung und Reporting-Komponente bieten eine schnelle Umsetzung von institutsspezifischen Anforderungen ohne großen Aufwand. P Performance ist das A und O

Die Bedienung geht nun deutlich komfortabler – als bei der Zwischenlösung mit dem Browser Plug-In – von der Hand. Das

liegt insbesondere an dem intuitiven und aufgehübschten Layout der Oberfläche, sowie an der flüssigen Performance. Dank aveedo modernisierte die VB Heiden ihre gesamte IBM Notes-Landschaft auf Basis der bestehenden Infrastruktur: • Schnelle Mobilisierung aller Notes Anwendungen • Neu gewonnene Stabilität • Flüssige Performance • Nützliche Zusatzfunktionen • Nahtlos integriert n www.we4it.com info@we4it.com

AUF EINEN BLICK

We4IT ist IBM Premier Business Partner und Anbieter von Managed Services und Produkten rund um die IBM Collaboration Solutions (ICS). Wir unterstützen Kunden beim Betreuen und ggf. Outsourcing ihrer ICSUmgebung sowie der Überführung ihrer IBM NotesAnwendungen in eine Web- und Mobile-Strategie. Mit unseren Software-as-a-Service (SaaS) Angeboten für einen modernen Arbeitsplatz aus der Cloud (Private/ Public) runden wir unser Angebot ab.

IT-Banker – oktober 2016

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IT-Lösungen aus der Praxis

Sicherheitslösungen für SB-Geräte

Vielfältige Möglichkeiten SB-Geräte vor Sprengung zu schützen Eine Sicherheitsberatung durch die Concept Gruppe aus Steinfurt hilft Wege zu finden, Täter wirkungsvoll abzuschrecken und so Zerstörungen oder auch Personenschäden zu vermeiden

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ie Experten der Concept Gruppe Steinfurt beschäftigen sich seit geraumer Zeit mit der wirkungsvollen Verhinderung von Automatensprengungen und haben ein ganzes Spektrum an Sicherheitsprodukten entwickelt, die den Angreifern die Durchführung ihres Vorhabens vereiteln. Welche Maßnahmen jeweils für sich genommen oder auch in Kombination Sinn machen, muss von Falls zu Fall entschieden werden. Die Verunsicherung angesichts der stetig zunehmenden Sprengangriffe auf Geldausgabeautomaten ist groß. Bei einer individuellen Sicherheitsberatung werden die Gefahrenlage sowie personelle, räumliche und technischen Rahmenfaktoren ermittelt und mögliche Sicherheitskonzepte vorgestellt. Gemeinsam wird dann fest gelegt, welche Maßnahmen umgesetzt werden. Die CONroll-Sicherheitseinhausung wird in der Zarge der SB-Automaten verbaut und verschließt das System hermetisch gegen jede Art von mechanischem Zugriff. Zargenrahmen, Rollladen und Führungsschienen entsprechen der Widerstandsklasse RC3. Potenzielle Täter kommen nicht an den Geldausgabekanal und können kein Gas einleiten. Detektoren erkennen, dass ein Täter versucht sich Zugriff zu verschaffen und lösen vorab festgelegte Abwehrmechanismen aus.

P Schwachpunkt Geldausgabe

P Tätern das Leben schwer machen

Wie sichere ich die neuralgischen Punkte ohne die Nutzerfreundlichkeit einzuschränken? Die überzeugende Antwort darauf lautet: mit CONsafe. „CONsafe aktiv“ ist ein Verschlussmechanismus für Geldausgabeöffnungen, der verdeckt auf dem Tresor befestigt ist und diese aktiv elektromechanisch verriegelt. Bei einer erfolgreich ausgeführten Transaktion am Automaten, wird die Verriegelung durch Sensoren gesteuert aufgehoben.

Alles was sichtbar den Zugriff erschwert und die Kriminelle in ihrer „Arbeit“ behindert, schreckt diese ab. Daher gehören auch CONgrid (stabile Fensterschutzgitter) oder CONwall (zertifizierte RC3 Wände) zum Leis­ tungsspektrum der Concept Gruppe. „Wir verhindern Taten schon im Ansatz“, betont der Geschäftsführer der Concept Gruppe, Horst Frenking. „Wir sorgen dafür, dass dem Täter für die Ausübung des Raubs einfach keine Zeit bleibt. Das Risiko, während der Tat gefasst zu werden, steigt für ihn erheblich.“ Und sollte tatsächlich einmal ein Täter bis zum Automaten vordringen und sich an ihm zu schaffen machen, wird er mit CONfog in die Flucht geschlagen: Nebel wird „ereignisorientiert“ ausgelöst und gezielt innerhalb von Sekunden im Raum eingesetzt. Der Täter sieht im wahrsten Sinne des Wortes „die Hand vor Augen“ nicht mehr. Er beendet sein Tatvorhaben und entfernt sich vom Tatort. Details zu den einzelnen Maßnahmen und zusätzliche Möglichkeiten erfahren Sie bei einer individuellen Sicherheitsberatung durch die Concept Gruppe. n

Die Notenausgabe erfolgt zuverlässig wie immer. Nachdem das Geld zum Shutter transportiert wurde, verriegelt das System wieder. Ein starker Motor und Präzisionsführungsschienen sorgen für einen sicheren Halt. Dadurch hat der Täter keine Chance durch die Ausgabeöffnung Sprengstoffe oder Gase einzuleiten. Alle sonstigen Öffnungen, die zum Tresor des Automaten führen, werden durch „CONsafe passiv“ – extra robuste Blenden aus V2A – geschlossen und innerhalb des Tresores mit einer Konterplatte verschraubt. Des Weiteren können das Bedienfeld und die Tresortür mit dem System „CONsafe passiv plus“ vor unerwünschtem Aufreißen geschützt werden.

www.concept-gruppe.com secure@concept-gruppe.com

AUF EINEN BLICK

Bildnachweis siehe Impressum

Die Concept Gruppe bietet ein ganzheitliches „Secure Concept“: CONsafe: Verschluss-System für Tresoröffnungen CONroll: Sicherheitseinhausung für Geldautomaten CONfog: Sicherheitsnebel

 Die Volksbank Heiden modernisierte ihre gesamte IBM Notes-Landschaft auf Basis der beste-

henden Infrastruktur

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IT-Banker – oktober 2016

CONgrid: Fensterschutzgitter CONbox: Sicherheitsbriefkasten CONignite: Gas-Protection-System CONwall: RC3 Sicherheitswand


TÄTER ABSCHRECKEN – SCHÄDEN VERMEIDEN. WO ANDERE NOCH MELDEN - WEHREN WIR SCHON AB

SICHERHEITSLÖSUNGEN DER CONCEPT GRUPPE Wir sorgen dafür, dass Täter wirksam abgeschreckt werden.

CONroll: Sicherheitseinhausung für Geldautomaten CONgrid: Fensterschutzgitter CONsafe: Verschluss-System für Tresoröffnungen

CONfog: Sicherheitsnebel

CONignite: Gas-Protection-System

CONwall: Die RC3-Sicherheitswand

CONbox: Sicherheitsbriefkasten

Nutzen Sie unsere Sicherheitsberatung:

Telefon +49 2552 / 99 76 -0 www.concept-gruppe.com Auf dem Windhorst 65 • 48565 Steinfurt-Borghorst • Telefax +49 2552 / 99 76 - 6900 • secure@concept-gruppe.com


IT-Lösungen aus der Praxis

IT-Sicherheit

Finanzinstitute mit Micro-Virtualisierung erfolgreich vor Malware schützen Die Finanzindustrie steht unter Druck. Seit Jahren nimmt die Anzahl der Cyberangriffe zu und herkömmliche Sicherheitssoftware bietet nur unzureichenden Schutz. Bromium überwindet die Grenzen herkömmlicher Sicherheitslösungen, die auf die Malware-Erkennung angewiesen sind. Die Devise lautet ab jetzt Isolieren statt Detektieren Der Autor: Jochen Koehler ist Regional Director DACH bei Bromium in Heilbronn

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 Die Bromium-Lösung kapselt alle Anwenderaktivitäten in eigenen Micro-VMs ab

Bildnachweis siehe Impressum

er Finanzsektor gehört zu den drei Hauptzielen der Cyberkriminalität. Betroffen sind unter anderem Banken, Kreditinstitute, Versicherungen oder Investmentunternehmen. Die Cyberangriffe auf die Finanzindustrie werden dabei immer raffinierter und haben deutlich zugenommen. So wurde beispielsweise im November 2015 aufgedeckt, dass Cyberkriminelle dem Finanzunternehmen Scottrade 4,6 Millionen Kundendaten gestohlen haben und im März 2016 wurde bekannt, dass die Bangladesh Central Bank von einer unbekannten Hackergruppe um rund 80 Millionen US-Dollar erleichtert wurde. Dabei hatte die Bank noch Glück im Unglück. Ein simpler Rechtschreibfehler verhinderte, dass die Cyberkriminellen mit der angestrebten Gesamtsumme von 1 Milliarde US-Dollar abziehen konnten. Es zeigt sich, dass heute gängige Client-Sicherheitslösungen, die für die Abwehr von Angriffen, Signaturen, Verhaltensanalysen oder heuristische Methoden nutzen, keinen zuverlässigen Schutz vor der wachsenden Anzahl an polymorphen Cyber-Bedrohungen, Zero-Day-Attacken und Advanced Persistent Threats bieten. Das liegt daran, dass herkömmliche Lösungen wie Intrusion-PreventionSysteme oder Antiviren-Software, aber auch Next-Generation-Firewalls auf die Malware-

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IT-Banker – oktober 2016

Erkennung angewiesen sind. Unternehmen nutzen deshalb auch zunehmend SandboxingLösungen, bei denen Applikationen in einer isolierten virtuellen Umgebung ausgeführt werden. Aber auch die Sandbox-Analyse bietet keinen ausreichenden Schutz, denn auch sie erkennt neue zielgerichtete Attacken in der Regel nicht. Außerdem gibt es inzwischen zahlreiche Methoden für ein erfolgreiches Umgehen des Sandbox-Schutzes. Zum Beispiel statten Malware-Entwickler ihren Schadcode mit einer Zeitverzögerung aus, so dass er von der Sandbox nicht sofort zu erkennen ist. P Micro-Virtualisierung macht

Angriffe unwirksam Traditionell genutzte Lösungen sind somit unzureichend. Abgesehen davon, dass ihre „mangelnde Treffsicherheit“ zu einer hohen Zahl von False Positives und False Negatives führt, können sie auch das Unternehmensnetz nicht zuverlässig schützen: Wird Malware nicht erkannt oder zielt sie beispielsweise direkt auf den Kernel ab – etwa durch einen Kernel-Mode-Exploit – wird das System komplett kompromittiert. Das zentrale Problem bisheriger Ansätze in der IT-Sicherheit ist, dass ein 100-prozentiges Erkennen von Malware eine reine Utopie ist

und auch bleiben wird. Ein gänzlich anderes Lösungsmodell verfolgt deshalb auch das 2010 in Cupertino im Silicon Valley gegründete Unternehmen Bromium mit seiner MicroVirtualisierungstechnologie. Das zugrunde liegende Konzept dabei lautet: Es steht nicht die Detektion von Schadcode oder das Aufspüren von Angriffen im Vordergrund, sondern der gezielte Schutz vor Malware, wobei diese nicht zwingend als solche erkannt werden muss. Realisiert wird dies durch die Isolierung aller potenziell gefährlichen Aktivitäten. Vereinfacht ausgedrückt erfolgt bei der Bromium-Lösung der Malware-Schutz direkt am Endpunkt durch Hardware-isolierte MicroVMs, mit denen alle Anwender-Aktivitäten gekapselt werden – zum Beispiel das Aufrufen einer Webseite, das Downloaden eines Dokuments, das Öffnen eines E-Mail-Anhangs oder der Zugriff auf die Daten eines USB-Geräts. Eine Kompromittierung des Endpunkts über einen dieser Angriffswege ist damit ausgeschlossen. Die Micro-Virtualisierungstechnologie basiert auf dem Bromium Microvisor, einem Xen-basierten, speziell im Hinblick auf Sicherheit entwickelten Hypervisor, und den integrierten Virtualisierungs-Features aller aktuellen CPUGenerationen. Mit diesem Lösungsansatz werden Hardware-isolierte Micro-VMs für alle Anwenderaktivitäten mit Daten aus unbekannten Quellen realisiert. Jeder einzelne Task läuft dabei in einer eigenen MicroVM – und zwar strikt getrennt voneinander, vom eigentlichen Betriebssystem und vom verbundenen Netzwerk. Konkret heißt das, dass alle einzelnen – auch mit nur einer Applikation verbundenen – Aktivitäten voneinander isoliert werden, zum Beispiel unterschiedliche Seitenaufrufe in einem Browser oder das Öffnen verschiedener Dokumente mit Word, Excel oder anderen Anwendungen. Damit wird zuverlässig verhindert, dass sich Schadprogramme ausbreiten.


tisch nach Beendigung einer Aktivität, beispielsweise dem Schließen eines Files oder Browser-Tabs, gelöscht wird; eine Ausbreitung von Schadcode ist damit ausgeschlossen. Nicht zuletzt bietet die Lösung den Vorteil, dass sie für den einzelnen Anwender im Hintergrund läuft, ohne dass er dabei Einschränkungen hinsichtlich Benutzerkomfort oder Systemperformance hat. Bei den heutigen Rechnergenerationen erfolgt das Laden einer Micro-VM in rund 20 Millisekunden.

P Die potenzielle Angriffsfläche

wird minimiert Unter technischen Gesichtspunkten kennzeichnen die Bromium-Lösung drei zentrale Komponenten: die geringe Anzahl von Lines of Code (LOC), der Least-Privilege-Ansatz und das Copy-on-Write-Verfahren. Alle drei Elemente sind darauf ausgerichtet, die potenzielle Angriffsfläche auf ein Minimum zu reduzieren. Erstens wird dies durch die minimale Anzahl von Codezeilen realisiert. Die Bromium-Lösung unterscheidet sich dabei deutlich von herkömmlichen Sicherheitsapplikationen; Sandboxing-Lösungen zum Beispiel müssen eine extrem hohe Codebasis – bis zu Millionen Lines of Code – aufweisen, um Systemumgebungen nachbilden zu können. Bromium hingegen kommt mit lediglich 100.000 LOC aus, wobei die vor allem relevante Schnittstelle zwischen Micro-VM und Gesamtsystem nur 10.000 Codezeilen umfasst. Es liegt auf der Hand, dass mit einer höheren Anzahl von Codezeilen auch die Gefahr potenzieller Schwachstellen steigt, weil jede einzelne Codezeile letztendlich einen möglichen Angriffspunkt darstellt. Zweitens liegt dem Bromium-Ansatz ein LeastPrivilege-Konzept zugrunde. Das heißt, es werden in der Micro-VM immer nur diejenigen Systemressourcen wie Netzwerk-Services oder Files verfügbar gemacht, die für einen bestimmten Prozess erforderlich sind. Sobald dieser Prozess beendet ist, zerstört sich die Micro-VM selbst – und zwar mit der gesamten Malware, die sie unter Umständen enthält. Und drittens nutzt Bromium ein so

 Beispiele für Anwenderaktivitäten, die abge-

kapselt werden

genanntes Copy-on-Write-Verfahren, bei dem alle erforderlichen Ressourcen und Daten geklont in der Micro-VM im temporären Speicher bereitgestellt werden. Das heißt, schadhafte Änderungen können auch nur isoliert in der Micro-VM durchgeführt werden. Damit haben sie keinerlei Auswirkung auf das Host-System und können sich auch nicht ausbreiten. Die neue Lösung bietet mehrere Vorteile: Durch die Isolierung aller potenziell gefährlichen Prozesse erreicht Malware nie das eigentliche Betriebssystem und kann somit weder lokal noch im Netzwerk Schaden anrichten oder zu einem Datendiebstahl führen. Auch Systeme, die beispielsweise nicht auf aktuellem Upgrade- oder Patch-Stand sind, bleiben damit umfassend geschützt. Darüber hinaus macht die Lösung kein zeitaufwändiges und kostenintensives Neuaufsetzen von kompromittierten Rechnern erforderlich, da eine mögliche Schädigung auf die jeweilige Micro-VM beschränkt ist und diese automa-

P Die Zukunft liegt in der

Micro-Virtualisierung In der heutigen Zeit drehen sich die Sicherheitsfragen nicht mehr nur darum ob das Netzwerk oder die Endpunkte kompromittiert werden sondern wann das passiert. Verschiedene Untersuchungen zeigten bereits, dass Cyberkriminelle bei Angriffen auf Finanzinstitute versuchen, verwundbare Endpunkte zu kompromittieren und so an die Konten und die Daten der Kunden zu gelangen. Traditionelle Sicherheitslösungen bieten davor strukturbedingt keinen zuverlässigen Schutz. Mit seinem neuen Lösungsansatz der MicroVirtualisierung umgeht Bromium das Problem herkömmlicher Sicherheitsapplikationen. Der innovative Ansatz dabei ist, dass nicht primär die Detektion von Schadcode, sondern vielmehr der Schutz vor Malware das Ziel ist. Den Nutzen, den Finanzinstitute aus dem neuen Lösungsansatz ziehen können, sind weniger Datenmissbrauch, niedrigere Ausfallzeiten, ein geringerer Opex und die bessere Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen. n www.bromium.com

AUF EINEN BLICK

Der Hauptsitz von Bromium befindet sich in Cupertino im Silicon Valley, Kalifornien. In Deutschland ist Bromium mit einer Niederlassung in Heilbronn vertreten, die Jochen Koehler, Regional Director DACH, leitet. Bromium gilt als der Pionier bei der Micro-Virtualisierungstechnologie auf Endgeräten. Das Unternehmen wurde 2010 gegründet.  Das Dashboard liefert einen detaillierten Überblick über den aktuellen Alarmierungsstatus

IT-Banker – oktober 2016

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IT-Lösungen aus der Praxis

Traditionelles und digitales Banking

Was FinTechs von Banken lernen können Wie sieht die Zukunft des Finanzdienstleistungssektors aus? Lautet die Antwort FinTech? Sie mischen den Markt auf und bekommen viel Aufmerksamkeit. Die Start-ups der Financial Technology sind in aller Munde sierung müssen sich die Filialbanken daher auch auf diese Stärke besinnen. Die klassischen Bankprodukte erzielen aufgrund geringer Margen keine Erlöse. Die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen muss bei den Bedürfnissen der Kunden ansetzen. Kosteneffizienz und Blick nach vorn heißt aber nicht, den Standort in der Fläche aufzugeben, die Filiale zu schließen und nur noch Apps zu entwickeln! P Effiziente Sicherheitskonzepte in

den Filialen und im Cashhandling

 Traditionelle Banken müssen ihre Veränderungsgeschwindigkeit im Rahmen der Digitalisierung

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deutlich steigern

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och halt, haben Sie richtig gelesen? Muss die Headline dieses Artikels nicht lauten: „Was Banken von FinTechs lernen können?“ Nein, wir haben uns nicht verschrieben. Mit neuen Geschäftsideen bringen die FinTech Start-ups frischen Wind in die alteingesessene Landschaft der Geldinstitute, indem sie es sich zur Aufgabe machen, den Umgang mit Geld noch einfacher zu machen. Ganz gleich, ob Banking im Web, per App, mobiles Bezahlen mit dem Smartphone, die Kontrolle der eigenen Einnahmen und Ausgaben oder die Organisation von Geldanlagen und Investments. Zusätzlich zählt der Bereich der Schwarmfinanzierung, die Crowdfunding Portale und Crowdinvesting Plattformen zum Sektor der FinTech. Natürlich können und müssen sich die Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken und andere Geldinstitute von den innovativen und modernen Geschäftsideen der FinTechs inspirieren lassen und ihren Kunden dabei helfen, eigene Einnahmen und Ausgaben zu kontrollieren, ihr Geld richtig zu investieren und sicher zu überweisen. Der Schlüssel zum Erfolg besteht aber nicht nur in der Digitalisierung, sondern auch im traditionellen Banking. Je schneller die Symbiose aus Tradition und Moderne gelingt,

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desto erfolgreicher und gestärkter werden die klassischen Filialbanken in der Zukunft aufgestellt sein. Was können die FinTechs nun von den Banken lernen? Nun, in erster Linie richtet sich dieser Artikel nicht an die Start-ups da draußen, sondern an meine Hausbank und an meine Filiale in meiner Stadt. Traditionelle Banken müssen ihre Veränderungsgeschwindigkeit im Rahmen der Digitalisierung deutlich steigern, das ist klar. Bei den Ideen der Start-ups wird häufig hervorgehoben, dass der Kunde in den Mittelpunkt aller Entwicklungen gestellt wird. Diese Kundenfokussierung gilt für das Banking im Web oder per Smartphone und App, aber und gerade auch für die Filiale. Der Hype um neue Geschäftsideen im Banken- und Finanzmarkt bestimmt die Medien und ist Thema vieler Events und Diskussionen. Was bei all der Aufregungen hierbei leider viel zu häufig vergessen wird, sind die Stärken des traditionellen Bankings. Aufgrund des Kosten- und Margendrucks bleibt häufig die Filiale auf der Strecke. Dabei halten nicht nur die hohen Regularien die Start-ups derzeit noch auf Abstand, auch die Präsenz in der Fläche und vor Ort ist ein unschlagbarer Vorteil. Neben der Digitali-

Die UVV-Kassen ermöglichen effiziente Sicherheitskonzepte in den Filialen. Mit einem großen Fokus auf Beratung und Vertrieb lassen sich mit biometrischen Lösungen auch in Filialen mit geringer Personalstärke nahezu alle Bankgeschäfte realisieren. Kosteneffizienz und persönliche Beratung vor Ort können auf diese Weise einfach realisiert werden. Mit zentralen Administrations-Lösungen, wie der Sicherheitsmanagement-Software OSsecure, lassen sich alle Filialen aus der Hauptstelle ohne zusätzliche Software direkt über den Webbrowser steuern. Zusätzlich lassen sich Automaten und Tresore mit dem netzwerkfähigen Tresorschloss TwinLock Business & ProtectMaster online administrieren. Verschiedene Konzepte für das Cashhandling mit Eigen- oder Fremdversorgung durch einen Dienstleister lassen sich bequem integrieren. Mehr Effizienz geht nicht. P Steht der Kunde im traditionellen

Banking im Mittelpunkt? Kosteneffizienz der Filiale ist das eine, auf der anderen Seite muss die Filiale ihren Trumpf ausspielen können, nämlich die Nähe zum Kunden. Die Öffnungszeiten von Filialen sind für Arbeitnehmer in großen Teilen genauso unrealistisch wie für Jugendliche, die eine Ausbildung machen oder zur Schule gehen. Auf der anderen Seite werde ich als Kunde in meiner Filiale persönlich beraten und kann Verträge oder Unterlagen direkt mitnehmen, statt tagelang auf die


Post zu warten. Den persönlichen Kontakt zum Berater, kann auch keine Videokonferenz ersetzen. Zugeschaltete Experten unterstützen hingegen die Beratung vor Ort. Meine Bank hat samstags bereits geöffnet, aber neben einfachen Dingen, wie den Öffnungszeiten, gibt es auch viele klassische Bankprodukte, mit welchen die Filialbank Ihre Stärken vor Ort ausspielen kann und muss. Machen Sie es wie die FinTechs und setzen Sie den Kunden in den Mittelpunkt. Ein paar Ideen und Beispiele gefällig? P Das klassische Bank-Schließfach:

SB-Modernisierung mit EFSEinzelfachsensorik Die jährliche Kriminalstatistik zeigt einen Anstieg der Einbrüche im zweistelligen Bereich, im vergangenen Jahr um 20 Prozent. In vielen Banken und Sparkassen sind Kundenschließfächer daher nahezu ausgebucht. An einigen Standorten existieren bereits lange Wartelisten. Schließfächer, eine klassische Bankdienstleistung, welche in größeren Städten bereits von privaten Anbieter kopiert und erfolgreich angeboten wird und einen klaren Vorteil gegenüber der virtuellen Welt darstellt. In den meisten Filialen ist das Mietfach jedoch ungeliebt und in den Köpfen vieler Verantwortlicher ein defizitäres Produkt. Mit einfachen Mitteln kann jedoch genau mit solchen Produkten die Filiale ihre Stärke ausspielen. Ein einfaches Modernisierungskonzept alter Kundenmietfächer macht diese SB-fähig und stellt somit den Kunden wieder in den Mittelpunkt. Zusätzlich gewährleistet das EFS-Konzept von Safecor mehr Effizienz in Organisation und Kosten. Mit der EFS-Einzelfachsensorik können mechanische Mietfächer modernisiert werden. Die Fächer werden mit Sensoren ausgestattet und sind in Kombination mit einer funkgesteuerten Empfangseinheit einzeln alarmüberwacht. Ein zusätzlicher Effekt: Die Anlage wird SB-fähig und kann von den Kunden ohne einen Institutsmitarbeiter betreten werden. Die Bankmitarbeiter haben mehr Zeit für die Beratung. Außerdem wird durch die softwareseitige Anbindung der Schließfachanlage eine revisionssichere und automatisierte Dokumentation aller Fachbegehungen erreicht. Sicherheit vor Einbrüchen für die Werte Ihrer Kunden, SB-fähigkeit für mehr Komfort und Kosteneffizienz.

P Bringen Sie den Bankschalter zum

Kunden Neben dem Thema Sicherheit ist Bargeld auch eines dieser Attribute, mit welchem Kunden ihre Bank sofort in Verbindung bringen. Bargeld ist eins dieser klassischen Bankprodukte, welches die Filialbanken nicht als Kostenfaktor, sondern als Chance und Möglichkeit der Kundenbindung sehen müssen. Schließlich werden noch immer über 80 Prozent aller Geschäfte bar getätigt und nur 1 bis 2 Prozent mit dem Smartphone. Vielerorts hat bereits ein Umdenken in der Geldbearbeitung stattgefunden. Einzahlungen, welche nicht am Recycler bearbeitet werden, nehmen die Mitarbeiter am Schalter entgegen. Hier sieht die Kostenoptimierung häufig so aus, dass die Einzahlungen in Safebags gegeben, deponiert und abschließend durch den Wertdienstleiter gezählt und bearbeitet werden. In Folge dessen nehmen die Anzahl der Safebags und deren Bearbeitungskosten stark zu. Auch wenn der Teilprozess Bargeldbearbeitung auf den Dienstleister verlagert wird, kosten die Entgegennahme des Bargelds und die Datenerfassung am Schalter in der Filiale wertvolle Zeit. Auch im Nachgang fordert dieser Prozess Ressourcen – beispielsweise für die DienstleisterSteuerung und Differenzenklärung. Das Ausgliedern der Bargeldbearbeitung trägt daher zur Optimierung der Kosten bei, ist jedoch nur ein Teil der Lösung und stellt noch keine verursachergerechte Kostenverrechnung her. Als Full-Service Anbieter stellt Safecor ein Gesamt-Konzept unter dem Namen „Bargeld-Lösung.de“ vor, welches Bargeld Einzahlungen direkt in den Geschäftsräumen des Firmenkunden ermöglicht und nicht erst am Schalter der Filiale. Ein smarter Einwurftresor für Bargeld ist der moderne Nachttresor und dient beim Händler vor Ort als Einzahlungsautomat für Bareinzahlung. Der Händler wirft das Bargeld ein. Der Tresor sichert, zählt, prüft auf Echtheit und kümmert sich um den Transport des Geldes. Für den Händler stellt die Lösung eine enorme Erleichterung in der Bargeldentsorgung mit vielen Vorteilen dar. Dieses Rundum-Angebot können Banken und Sparkassen auch ihren Geschäfts- und Firmenkunden anbieten und so Bargeld als Produkt gegenüber den FinTechs etablieren.

P Amazon eröffnet ersten Laden

Der Online-Konzern Amazon geht unter die stationären Einzelhändler. Vor wenigen Wochen eröffnete der Versandhändler sein weltweit erstes Ladengeschäft. Warum? Die Antwort ist auch hier ganz einfach. Die Vorteile des stationären Handels sind nicht von der Hand zu weisen. Produkte erleben und anfassen, persönliche Beratung und das „nicht auf Produkte warten müssen“, sondern diese gleich mit nach Hause nehmen. Unschlagbare Vorteile gegenüber der virtuellen Welt. Warten Sie nicht, bis die FinTechs im klassischen Banking ankommen. P Traditionelles und

digitales Banking kombiniert Der Schlüssel für die Zukunft liegt in der Verknüpfung von traditionellem und digitalem Banking. Seien Sie mutig und werden Sie zum Lösungs-Anbieter für Ihre Geschäftskunden. Sparen Sie mit smarten Einzahlungsautomaten ganz nebenbei Kosten im Bargeld-Handling. Stellen Sie mit der biometrischen OSsecure-Lösung Ihre Filialen effizient auf und spielen Sie die Stärken Ihrer Filialen aus. Entdecken Sie klassische Bankdienstleistungen, wie Kundenschließfächer als Kundenbindungsinstrument und machen Sie diese mit EFS effizient und SB-fähig. Nicht jede neue Geschäftsidee der FinTechs wird sich durchsetzen und Kundenbindung muss nicht immer aus einem App bestehen. Bei einer Umfrage eines renommierten Wirtschaftsmagazins unter 24 der größten und bekanntesten deutschen Finanz-Startups berichtete nur ein einziges von einem Jahresüberschuss. n www.safecor.de

AUF EINEN BLICK

Safecor wurde von erfahrenen Fachleuten aus dem Technik- und Vertriebsbereich gegründet, welche zuvor über Jahre führend in Konzernen für Sicherheitstechnik tätig waren und maßgeblich an der Entwicklung und Markteinführung moderner Automatisierungs- und Sicherheitssysteme mitgewirkt haben. Zielsetzung war es, durch modernste elektronische Technologien den Komfort und die Sicherheit zu erhöhen.

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Messe

Security Essen

Sicherheit wird smarter Security Essen bestätigt eindrucksvoll ihre internationale Spitzenposition: Deutlich gestiegene Ordertätigkeit und höhere Internationalität in der Messe Essen zu sehen, wie smarte Häuser Gäste empfangen und im Einbruchsfall oder bei Bränden reagieren. Besonders innovative Lösungen zeichnete die Messe Essen am ersten Messetag mit dem Security Innovation Award aus. 84 Einreichungen gab es für den Oscar der Sicherheitsbranche. P Treffpunkt der Sicherheitswirtschaft

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 Intelligente Video-Überwachung

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achhaltig hat die Security Essen ihre Position als Weltmesse der zivilen Sicherheit unterstrichen: 1.040 Unternehmen aus 45 Nationen definierten in der Messe Essen vier Tage lang den Standard der zivilen Sicherheit neu. Sie präsentierten den über 40.000 Fachbesuchern aus 119 Nationen innovative Produkte und Dienstleistungen von intelligenter Video-Überwachung über die Sicherung von Immobilien und Unternehmen bis hin zum geschützten Datentransport. „Besonders gefreut hat uns dabei die starke Präsenz digitaler und vernetzter Neuheiten. Sicherheit wird smarter“, so Oliver P. Kuhrt, Geschäftsführer der Messe Essen. „Die Resonanz der Fachwelt auf die Lösungen unserer Aussteller war enorm. Die Besucher waren sehr zufrieden mit ihrem Messebesuch und haben die Security Essen als hochrangige Kontaktund Orderplattform genutzt.“ Jeder vierte Besucher platzierte seine Bestellung direkt auf der Messe, ein Plus von acht Prozent im Vergleich zu 2014. Die Aussteller berichteten von guten Geschäften, rund 60 Prozent rechnen zudem mit einem guten bis sehr guten Nachmessegeschäft – das ist ein Plus von fünf Prozent. Dabei bewegte sich die Security Essen in einem starken wirtschaftlichen Umfeld: Allein in Deutschland beträgt der Umsatz der Sicherheitsbranche rund 14,5 Milliarden Euro, ein Anstieg von rund 17 Prozent Zweijahres-Vergleich. Jeder dritte

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Besucher beurteilte die künftige Konjunkturentwicklung der Sicherheitsbranche als stark steigend, ein Zuwachs von über 30 Prozent. Perfekte Bedingungen für die Security Essen, die ihre Stärke als umfassende Fachmesse der internationalen zivilen Sicherheit voll ausspielte. Aus 119 Ländern kamen die Experten, um sich in Essen zu informieren, Kontakte zu pflegen und zu ordern. Jeder dritte Fachbesucher reiste aus dem Ausland an, ein besonders starkes Plus verzeichneten dabei Großbritannien sowie Afrika und Asien. P Sicherheit wird digitaler und vernetzter

Wohin die Entwicklung in der Sicherheitsbranche geht, war in den Messehallen deutlich zu sehen: Die Sicherheitstechnik wird vernetzter und digitaler. Ob das per Smartphone steuerbare Vorhängeschloss, hochauflösende und mobile 4k-Videokameras, mit der Gebäudeautomation verbundene Alarmtechnik oder vielseitig einsetzbare Drohnen mit angeschlossener Leitstelle – die Aussteller demonstrierten den Stateof-the-Art der modernen Sicherheit. Was clevere Bauten schon heute können, zeigte das smart security Mustergebäude des BHE Bundesverband Sicherheitstechnik e.V. und der Messe Essen. Aufgeteilt in die Bereiche Bürogebäude und Privaträume waren Produkte, Lösungen und komplette Szenarien

Mit einem umfangreichen Rahmenprogramm bot die Security Essen Ausstellern und Besuchern zahlreiche Möglichkeiten zum informativen Austausch, zu Wissensvermittlung und Networking. Den Auftakt machte das Spitzengespräch am ersten Messetag. Unter der Leitung von Ulrich Grillo, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, trafen sich Experten aus Industrie und Verbänden, um aktuelle Themen der Sicherheitsbranche in den Fokus zu rücken. Im beliebten Security Forum gaben an allen Messetagen Verbände, Hersteller und Praktiker in Vorträgen, Live-Demonstrationen und Roundtables Antworten auf aktuelle Sicherheitsfragen. In Zusammenarbeit mit dem BDSW Bundesverband der Sicherheitswirtschaft veranstaltete die Security Essen zum dritten Mal den Tag der Aus- und Weiterbildung. Rund 500 Auszubildende, Studenten und Umschüler nutzten die Chance, sich auf kurzen Wegen über die Sicherheitsbranche zu informieren und wertvolle Kontakte zu Unternehmen zu knüpfen. P Hohe Wiederbesuchsabsichten

Die Fachbesucher lobten das Angebot der Security Essen, die Internationalität der Messe und die gezeigten Neuheiten. Bereits jetzt sagten 89 Prozent von ihnen und 91 Prozent der Aussteller, dass sie bei der nächsten Security Essen dabei sein werden, die vom 25. bis 28. September 2018 in der Messe Essen stattfindet. Das neu eingeführte Pre-Booking führte schon jetzt zu einem hohen Interesse an der Security Essen 2018. 74 Prozent der Aussteller haben bereits vor Ort ihre erneute Teilnahme bestätigt. n


Sparkassen-Finanzgruppe

VOM KUNDEN HER DENKEN. Wie kรถnnen Sparkassen und Banken auch in der digitalen Welt nah am Kunden sein? Welchen Beitrag kann die IT dazu leisten? Erfahren Sie mehr: www.fi-forum2016.de FI-Forum 2016 15. bis 17. November 2016 Messe Frankfurt a. M., Halle 11.1


IT banker 03 2016  

Bankmagazin mit IT-Lösungen für und aus der Bankpraxis

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