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IT BAnker Ausgabe 2/2016

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Juni

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Supplement von bank objekte

B a n k m a g a z i n m i t I T- L ö s u n g e n f ü r u n d a u s d e r B a n k p r a x i s

Expertenwissen zuschalten Seite 8

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BAUVE Medien GmbH & Co. KG

Bahnhofstraße 57

D-86807 Buchloe

Videoberatung – Tisch mit Touch

Digitalisierung

Sicherheit

Was Banken von Fintechs lernen müssen

Geldautomaten im Visier von Verbrechern

Seite 6

Seite 14


Sicherheit für die Bank von morgen TwinLock®: Das Schloss-System für intelligentes Handling von Tresoren, Geldautomaten und anderen Wertbehältnissen

Vollautomatische Elektronikschlösser Redundante Elektronik und Mechanik Hohe Zug- und Druckkraft Höchste Sicherheitsklasse Netzwerkfähig über IP-Erweiterung Anbindung an Schlossmanagementsystem TwinNet® Optimiert die Zusammenarbeit mit verschiedenen Benutzergruppen wie Wertdienstleistern

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Editorial

Carolin Kober Redakteurin „bank objekte”

Keine Angst! Liebe Bankerinnen, liebe Banker, Angst ist ein schlechter Ratgeber im Leben. Wer ständig nur alle möglichen Risiken und Komplikationen im Blick hat, läuft Gefahr, den Anschluss zu verlieren. Wer Angst hat, verliert. Wer Neues wagt, gewinnt. So könnte man es kurz und knapp auf den Punkt bringen. „Digitalisierung“ und „Fintechs“ sind derzeit zwei Schlagwörter, die in der Finanzwelt als Schreckgespenst herumwandeln. Doch die Entwicklung ist nicht mehr abzuwenden. Banken und Sparkassen müssen sich der Herausforderung stellen, um nicht noch weiter ins Hintertreffen zu geraten. Die Sparkasse Hanau hat die Zeichen der Zeit erkannt und arbeitet bereits seit 2010 konsequent an der Digitalisierung ihres Hauses. Denn eine Studie belegt: Kunden erledigen zwar viele Routine-Bankgeschäfte online, aber gleichzeitig wünschen sie sich eine persönliche Beratung in der Filiale. Dafür brauchen Sie innovative digitale Konzepte für den Kunden von heute! Benötigt ein Berater zusätzliche Informationen und Details zu komplexen Finanzprodukten während eines Gesprächs, schaltet er per Video einen Experten hinzu, der sich in den Dialog einklinken und sein spezifisches Wissen weitergeben kann. Vorteile für beide Seiten: Der Kunde fühlt sich kompetent und umfassend beraten, das Finanzinstitut muss nicht in jeder Filiale Experten zu jedem Thema vorhalten, sondern bündelt das Wissen in der Zentrale, auf das jeder Berater per Video Zugriff hat. Ein cleverer Schachzug und mit Blick in die Zukunft sehr innovativ: Denn mit dieser Technologie ist auch Videoberatung im heimischen Wohnzimmer möglich. So funktioniert Kundenbindung von heute!

Des Weiteren hat die Sparkasse Hanau, um von lästigen Papierfluten wegzukommen, viele Daten digitalisiert. Der Kunde kann bequem auf einem im Tisch integrierten Touchmonitor sämtliche Informationen SPEZIAL zum Beratungsgespräch mitverfolgen oder größer zoomen. So sieht moderner Kundendialog aus. Es besteht also kein Grund vor Zukunftsentwicklungen Angst zu haben, wenn diese mit der passenden IT und Technik angegangen werden. Natürlich gilt es dabei auch immer, mögliche Risiken auszuschalten, denn gerade Finanzinstitute sind lukrative Angriffsziele von Kriminellen, sei es mit roher Gewalt bei der Sprengung von Automaten oder diffizileren Attacken wie Skimming. Ganzheitlich vernetzte Sicherheitslösungen versuchen Banken und Sparkassen einen umfassenden Schutz für ihre Systeme zu geben. Zum einen um Täter schon vor der Tat abzuschrekken, zum anderen indem sie durch viele Sicherheitsmaßnahmen, die ineinander greifen, wie Zutrittskontrollen und Überwachungssysteme, kriminelle Vorhaben möglichst frühzeitig unterbinden. Dieses gilt im Übrigen auch bei Cyber-Attacken auf die IT-Systeme von Banken. Versuchen Sie Ihr Finanzinstitut möglichst umfassend zu schützen, wagen Sie sich aber gleichzeitig an neue IT-Projekte und haben Sie keine Angst vor deren Umsetzung!

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Inhaltsverzeichnis

IT BAnker Ausgabe 2/2016

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Supplement von bank objekte

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IT BANkeR

Expertenwissen zuschalten Videoberatung – Tisch mit Touch

Seite 8

Titelthema

Expertenwissen zuschalten

8

Videoberatung – Tisch mit Touch

P

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BAUVE Medien GmbH & Co. KG

Bahnhofstraße 57

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B a n k m a g a z i n m i t I T- L ö s u n g e n f ü r u n d a u s d e r B a n k p r a x i s

Digitalisierung

Sicherheit

Was Banken von Fintechs lernen müssen

Geldautomaten im Visier von Verbrechern

Seite 6

Seite 14

Ausgabe Juni 2016

Editorial

Geldautomaten im Visier von Verbrechern

Keine Angst!

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Täter abschrecken – Schäden vermeiden 14

Das Verteidigungsspektrum muss heute von

12

Sicherheitslösungen bieten wirksamen Schutz vor Angriffen und ersparen Kosten

roher Gewalt bis zu gezielten Attacken reichen

P

Studie P

Sahnestücke der Banken in Gefahr

Praxisbericht

5

Corporate Banking im Umbruch: Die fortschreiten-

Expertenwissen zuschalten

de Digitalisierung im Unternehmensgeschäft hat

Videoberatung – Tisch mit Touch:

die Banken immer weiter von ihren Firmenkunden

Die Ansprüche der Kunden haben sich

entfernt

mit der Digitalisierung des täglichen

8

Lebens deutlich gewandelt

P

Fachbeiträge P

Was Banken von Fintechs lernen müssen

Advertorial

6

„Fintechs“ kapern mit ihren digitalen

Sicherheitskonzepte für

Finanz-Angeboten zunehmend das Geschäft

Geldautomaten, Recycler und Tresore

der klassischen Bankenbranche. Banken haben

Die Befüllung und Entleerung von Automaten

in diesem Wettbewerb nur dann eine Chance,

sowie die Nachversorgung der Hintergrund-

wenn sie eine vollständige digitale

bestände in den Filialen erfordert flexible

Transformation vornehmen

und sichere Prozesse

P

Die nächste Ausgabe „IT-Banker“

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Redaktionsschluss: 21.09.2016 Anzeigenschluss: 05.10.2016 Druckunterlagenschluss: 12.10.2016 Erscheinungstermin: 26.10.2016

Impressum

Kurzcharakteristik „IT-Banker“: Der „IT-Banker“, ein Supplement von „bank objekte“, richtet sich in Deutschland und Österreich an nahezu alle Sparkassen, Genossenschaftsbanken, Privat- und Geschäftsgroßbanken, Rechenzentren und Verbände sowie ausländische Bankhäuser mit Sitz in Deutschland und Österreich. Empfänger und Zielpersonen sind die IT- und Orgaabteilungen sowie Vorstände. Mit 3 Ausgaben im Jahr 2016 berichtet der „IT-Banker“ über erfolgreich umgesetzte Projekte, Entwicklungen und Lösungen aus der Praxis für die Praxis bei Banken und Sparkassen. Verlag / Herausgeber: BAUVE Medien GmbH & Co. KG Bahnhofstraße 57, D-86807 Buchloe Telefon +49 (0 82 41) 99 88 4-0, Telefax +49 (0 82 41) 99 88 4-100 Internet www.bauve.de, E-Mail info@bauve.de Geschäftsführer: Ines te Heesen

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IT-Banker – juni 2016

Objektleitung / Anzeigen: Hannelore Syptroth E-Mail hs@bauve.de Telefon +49 (0 82 41) 99 88 4-110 Telefax +49 (0 82 41) 99 88 4-100 Redaktion: Carolin Kober (v.i.S.d.P.) E-Mail: ck@bauve.de Telefon +49 (0 82 41) 99 88 4-110 Telefax +49 (0 82 41) 99 88 4-100 Schlussredaktion: Julia Brey, E-Mail jb@bauve.de Telefon +49 (0 82 41) 99 88 4-120, Telefax +49 (0 82 41) 99 88 4-100 Satz / Layout / Grafik: Design Werker, Rainer Wiedenmann E-Mail: info@design-werker.de Telefon +49 (0 82 41) 99 88 4-110 Telefax +49 (0 82 41) 99 88 4-100

Druck / Vertrieb: W. Kohlhammer Druckerei GmbH + Co. KG Augsburger Straße 722, D-70329 Stuttgart Telefon +49 (0) 7 11-32 72-1 00, Telefax +49 (0) 7 11-32 72-1 04 Bildnachweise: Finanz Informatik (Titel IT-Banker, S. 8-9), Bonpago GmbH (S. 5), © Rainer Sturm - pixelio.de (S. 4, S. 6), Factoring Verband (S. 7 oben), fidis GmbH (S. 7 unten), NCR GmbH (S. 14) Einsendungen: Für unverlangt eingereichte Manuskripte gibt es keine Gewähr. Sie gelten in jeder Hinsicht der Redaktion zur freien Disposition überlassen. Namentlich gekennzeichnete Artikel geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Eine Verwertung der in „bank objekte“ veröffentlichten Beiträge ist unzulässig. Nachdruck von Text und Abbildungen zum Zwecke der Werbung, für Fernseh- und Funksendungen, Filme, Übersetzungen, Vervielfältigung, Vorträge und das Speichern auf Datenverarbeitungsanlagen ist, auch auszugsweise, ohne Zustimmung des Verlages nicht gestattet. Das Recht des Zitierens bleibt hiervon unberührt.


Studie

Fintechs

Sahnestücke der Banken in Gefahr Corporate Banking im Umbruch: Die fortschreitende Digitalisierung im Unternehmensgeschäft hat die Banken immer weiter von ihren Firmenkunden entfernt Der Autor: Dr. Donovan Pfaff, Geschäftsführer bei Bonpago, hat mit seinem Buch „Financial Supply Chain Management“ ein Standardwerk vorgelegt

P Kundenbedürfnisse im Fokus

Durch geschickte Ausnutzung der Rahmenbedingungen und Ausrichtung an speziellen Kundenbedürfnissen sowie der Rechnung als zentralem Dokument greifen die neuen Wettbewerber im Corporate-Banking die klassischen Ertragssäulen an. So bieten im Rahmen der Kreditvergabe crowdbasierte P2P-Plattformen wie Funding Circle oder Lendico alternative Finanzierungsquellen zu herkömmlichen Bankkrediten.

Die aktuellen Entwicklungen, Vorteile der Fintechs sowie Reaktionsmöglichkeiten der Banken hat Bonpago in einer aktuellen Studie ermittelt. Für die Analyse wurden Experteninterviews im Bankenumfeld geführt, Geschäftsmodelle von über 100 Fintechs analysiert sowie mehr als 200 Entscheider aus Rechnungswesen, Einkauf, IT und Controlling bei Unternehmen unterschiedlichster Branchen interviewt. P Aufstieg der Fintechs

Die Analyse zeigt, dass der Aufstieg der Fintechs – neben der fehlenden Kundenorientierung seitens der Banken – durch die verschärften regulatorischen Rahmenbedin-

gungen wie Basel III und PSD II begründet ist. Hinzu kommen neue Technologien wie API, Blockchain, Cloud oder Big Data, die langsam für die Masse nutzbar gemacht werden. Diese Entwicklungen bilden oftmals die Grundlage für neue Geschäftsmodelle wie die Ausgestaltung zu Plattformen, Smart-Data-Anwendungen und die Vernetzung der Unternehmen mit der „Crowd“. Auf Unternehmensseite ist die Optimierung der Prozesse im Finanz- und Rechnungswesen getrieben von Digitalisierung, Automatisierung und Vernetzung. Kleinere Unternehmen weisen zwar häufig keine Digitalisierungsstrategie auf, was jedoch nicht bedeutet, dass sie Prozessinnovationen abgeneigt sind. Sie beklagen jedoch oft mangelnde Markt- beziehungsweise Lösungskenntnis. Ihr Bankberater nutzt diese Chance nur selten. Es fehlt schlicht selbst an Detailkenntnis über Prozesse und Lösungen außerhalb der traditionellen Geschäftsfelder sowie das Angebot passender Lösungen. Spricht man Unternehmen auf die Optimierung der Financial Supply Chain an, hat sich gezeigt, dass die Rechnung das zentrale Dokument im Rahmen von Geschäftsbeziehungen ist. Jede eingehende Rechnung hängt unmittelbar mit einer Zahlung zusammen und geht damit direkt über die Bankensysteme.

P Fazit

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass die neuen Wettbewerber den Banken in drei Bereichen überlegen sind: Geschäftsstrategie, Prozessorientierung und Produktinnovation. Viele Banken haben dies – auch wenn sie es nach außen nicht zugeben – längst erkannt. Und sie reagieren, oft noch langsam wie ein Containerschiff bei einem Kurswechsel, mittlerweile auf die Konkurrenz – sei es, indem sie eine Eigenentwicklung kundenorientierter Produkte anstreben, zur Erweiterung ihres Portfolios mit FinTechs kooperieren oder die innovativen Konkurrenten schlicht aufkaufen. n

IT-Banker – juni 2016

Bildnachweis siehe Impressum

D

urch den Fokus auf scheinbar lukrative Geschäftsfelder wie zum Beispiel dem Investmentbanking haben die Banken die Verbindung zu ihrer Basis verloren. Vor allem die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) werden von ihren Hausbanken nur unzureichend mit den Produkten und Services bedient, die ihren aktuellen Anforderungen entsprechen. Immer mehr junge Unternehmen, sogenannte Fintechs, entwickeln neue Geschäftsmodelle, die sich die Trägheit und mangelnde Kundenfokussierung der Banken zu Nutze machen.

In der Liquiditätsbeschaffung sind es unter anderem E-Rechnungs-Provider, die den Zugriff auf die Rechnung nutzen, um Dynamic Discounting oder ganzheitliche Supply-Chain-Finance-Lösungen zu etablieren. Im Zahlungsverkehr sind es vor allem Anbieter wie Traxpay, die Echtzeittransaktionen anbieten, oder wie Transferwise, die den Auslandszahlungsverkehr schneller und zu günstigeren Konditionen ermöglichen. Wiederum andere Fintechs, wie zum Beispiel die Smart-ProcurementSpezialisten von Compraga, bieten Services an, die sich gar nicht in klassische Strukturen einordnen lassen und so gänzlich neue Geschäftsfelder darstellen. Hier werden beispielsweise für die Abwicklungen von Rechnungen, vom Eingang bis zur Verbuchung und Zahlung, Beträge von über 10,00 Euro / Transaktion von Konzernen gezahlt. Eine Traumgebühr für alle Banken im Zahlungsverkehr.

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Fachbeitrag

Digitalisierung der Finanzbranche

Was Banken von Fintechs lernen müssen „Fintechs“ kapern mit ihren digitalen Finanz-Angeboten zunehmend das Geschäft der klassischen Bankenbranche. Banken haben in diesem Wettbewerb nur dann eine Chance, wenn sie eine vollständige digitale Transformation vornehmen. Leuchtturmprojekte ebnen dafür den Weg Der Autor: Otto Johannsen, Geschäftsführer bei fidis, ist Experte für Finanz und IT

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 Die jungen Technologieunternehmen digitalisieren die klassischen Finanzdienstleistungen und stellen sie online zur Verfügung

in Konto eröffnen, einen Kredit beantragen, Fonds einkaufen: Das kann man heute alles bequem in wenigen Minuten vom Sofa aus erledigen. Möglich machen das so genannte „Fintechs“. Die jungen Technologieunternehmen digitalisieren die klassischen Finanzdienstleistungen und stellen sie online zur Verfügung. Was früher umständlich über mehrere Tage oder Wochen hinweg bei Banken und Sparkassen zum Teil manuell abgewickelt werden musste, lässt sich heute per Mausklick erledigen.

te neue mobile oder webbasierte FinanzAngebote hinzu: Von der Kontoverwaltung über die Kreditvergabe bis zur Anlageberatung greifen Fintechs tief in das Stammgeschäft von Banken und Sparkassen ein. Das Wachstum der Branche ist enorm. Vor allem der europäische Markt wächst rasant. Junge, schnell gewachsene Unternehmen – wie TransferWise, Funding Circle, number26 oder Kreditech – setzen jetzt alles daran, von der neu gewonnen Größe zu profitieren und den etablierten Banken weitere Marktanteile wegzunehmen.

P Paypal war der Anfang

P Schicke Kunden-Portale

Bildnachweis siehe Impressum

Diesen Digitalisierungstrend hat die Bankenbranche schlichtweg verschlafen. Beispiel Paydirekt: Banken und Sparkassen reagieren viel zu spät mit dem eigenen Angebot für die Online-Bezahlung. Paypal hat sich längst als Standard etabliert. Und das hat gravierende Folgen: Denn die Bank selbst ist nur noch im Hintergrund an der Transaktion beteiligt. Sie hat damit keinen direkten Zugriff mehr auf die Kunden, kann die Markenbindung nicht festigen und nicht auf ihre Produkte und Dienstleistungen hinweisen. Paypal war nur der Anfang. Fast täglich kommen heu-

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IT-Banker – juni 2016

reichen nicht aus Einig sind sich alle: Die großen Bankhäuser haben eine zeitgemäße Kundeninteraktion in den vergangenen Jahren vernachlässigt. In der digitalen Welt haben die traditionellen Geldinstitute außer OnlineBanking nicht viel zu bieten. Ein schickes neues Kundenportal reicht jedoch nicht aus, um den Kurs zu korrigieren. Wer von Fintechs lernen will, muss verstehen, was sich hinter den hippen Webseiten wirklich verbirgt: Fintechs haben erstmals die gesamte Wertschöpfungskette eines Finanzdienstleisters digitalisiert – vom Vertrieb

über die Risiko- und Bonitätsprüfung, die Datenverarbeitung bis zum Backoffice. Auf diese Weise konnten sie das Bankengeschäft auf eine neue Qualitätsebene heben und es deutlich schneller, effizienter und kundenfreundlicher machen. Das ist das eigentlich Revolutionäre an ihnen. Für die klassische Bank steht also ein radikales Umdenken an. Anstatt lediglich innerhalb ihrer Abteilungen auf elektronische Dokumente und Datenbanken zu setzen, müssen zukünftig auch die Übergänge zwischen den Wertschöpfungsbereichen digitalisiert werden. Erst ein solches digitales „Streamlinen“ ermöglicht es, den gesamten Prozess für die Anlage eines Girokontos oder eines Kredits durch die IT zu steuern. Die Mitarbeiter der Finanzinstitute schreiten dann nur noch ein für das „Management by Exception“ – also die Ausnahmebearbeitung. Das beschleunigt die Prozesse erheblich. P Schritt für Schritt

zum Change-Prozess Für die traditionsverhaftete Bankenbranche kommt eine solche digitale und strukturelle Transformation einem Erdbeben


mit dem sich die Prozesse rund um den Ankauf offener Handelsforderungen digitalisieren lassen, ist am besten geeignet. Über Schnittstellen zu Kreditversicherern oder der Wirtschaftsauskunftei sollten alle für den Factoring-Prozess relevanten Daten automatisch abrufbar sein. Und über ein an das System angeschlossenes Kundenportal können die Factoringnehmer bequem den aktuellen Stand der Rechnungsbearbeitung oder der Auszahlungsquote einsehen.

gleich. Verkrustete Strukturen müssen aufgebrochen und Mitarbeitern völlig neue Aufgaben zugewiesen werden. Mit einem Leuchtturmprojekt lassen sich dazu erste Erfahrungen sammeln und Mitarbeiter Schritt für Schritt für den Change-Prozess gewinnen. Besonders eignet sich dafür die Finanzdienstleistung Factoring. Zum einen ist beim Factoring aufgrund der großen Datenmengen, die tagtäglich anfallen, per se ein hoher Grad an Automatisierung erforderlich, um das Produkt erfolgreich am Markt anbieten zu können. Des Weiteren ist Factoring ein boomender Markt: Die Umsätze der Mitglieder des Deutschen Factoring-Verbandes steigen seit Jahren an. Im vergangenen Jahr wurde die 200 Milliarden Euro-Marke geknackt – ein Ende des Wachstums ist derzeit nicht

abzusehen. Bei Mittelständlern und Kleinunternehmen wird das Produkt als Alternative zum Bankenkredit immer beliebter. Factoring hat sich längst von seinem Nischendasein befreit und als wichtige Finanzierungssäule des Mittelstandes etabliert. Für Banken bietet Factoring daher die Möglichkeit, Umsätze anzukurbeln, die durch das fehlende Zinsgeschäft brach liegen. P Vertrieb vollkommen

automatisieren Da im Factoring-Geschäft täglich enorme Mengen an Daten anfallen, wie Rechnungen, Stammdaten von Debitoren und Kunden, Angaben zu Limiten und Auszahlungsvorgängen, ist es entscheidend, diese schnell und trotzdem sicher zu bearbeiten. Eine hochgradig automatisierte Lösung,

Entscheidend für Banken ist es vor allem, den Factoring-Vertriebsprozess zu automatisieren. Denn die Identifikation und Qualifikation von Kundenkontakten ist in der Finanzbranche und speziell im AssetGeschäft enorm aufwändig. Banken müssen eine besonders genaue Risikoprüfung ihrer Kunden vornehmen, um das Ausfallrisiko beim Factoring zu minimieren. Vom Vertriebsgespräch bis zur ersten Auszahlung vergehen daher oft Wochen – für den Fall, dass das Unternehmen die Prüfung überhaupt besteht. Kundenfreundlich ist das nicht. Und effizient ist es auch nicht: Denn erst betreiben Banken viel Aufwand, um an Neukunden zu kommen, um sie dann nach aufwändiger Prüfung wieder auszuschließen. P Fazit: Eine starke IT

IT-Lösungen, mit im System hinterlegten Parametern, ermöglichen es, zugelassene Branchen, Bonitätskriterien und LimitKonditionen direkt im Kundengespräch zu überprüfen und den Vertrag am Bildschirm abzuschließen. Die benötigten Informationen dafür holt sich das System aus hinterlegten Quellen. Im Zuge der Digitalisierung sollten Banken auch direkt die steigenden Anforderungen an das Berichtswesen berücksichtigen. Erforderlich sind dafür starke und gleichzeitig flexible ERP-Systeme mit globaler Kompetenz. Für die Fintechs könnten die Vorgaben durch das Kreditwesengesetzes zum Fallstrick werden. Denn hinter den schönen Oberflächen wird oft noch mit selbstgebastelten Individuallösungen hantiert. Um langfristig am Markt zu bestehen, brauchen sie aber zuverlässige und leistungsfähige IT-Systeme. Andernfalls ist es mit dem Wachstum schneller wieder vorbei, als ihnen lieb ist. n

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Praxisbericht

Videoberatung und Touchscreen

Expertenwissen zuschalten Die Ansprüche der Kunden haben sich mit der Digitalisierung des täglichen Lebens deutlich gewandelt. So stehen Banken und Sparkassen vor der zentralen Frage, welche Bedeutung Filialen in Zukunft haben. Denn Bankgeschäfte werden vermehrt online durchgeführt Die Autoren: Christian Grandinger, Direktor, und Thomas Berger, Leiter IT-Organisation, Sparkasse Hanau

der Immobilienfinanzierung wollen Kunden eine individuelle und persönliche Beratung in der Filiale. Wie regionale Tradition und technische Innovationen Hand in Hand gehen, zeigt das Beispiel der Sparkasse Hanau. Um auch weiterhin mit dem Wettbewerbsvorteil der persönlichen Nähe in der Filiale zu punkten, setzt das Institut IT-gestützte Beratungsangebote ein. P Persönlich, nah und technisch

innovativ

 Per Video können Berater bei Fragen zur Baufinanzierung oder zu Versicherungen einen

N

Experten aus der Hauptstelle hinzuziehen

Bildnachweis siehe Impressum

ach der aktuellen Studie „Digitale Revolution im Retail-Banking“ von Roland Berger erledigen 63 Prozent der Bankkunden in Deutschland alltägliche Bankgeschäfte online. Das da-

raus häufig abgeleitete „Sterben der Filiale“ ist aber falsch. Denn laut der Studie wünschen sich 55 Prozent der Befragten weiterhin innovative Filialkonzepte. Insbesondere bei komplexen Produkten wie

 Ein Multi-Touch-Sensor projiziert bei Bedarf Dokumente und Daten direkt

auf den Tisch vor dem Kunden

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Bereits 2010 hat sich das innovative Geldhaus von ausschließlich papiergebundenen Beratungsangeboten verabschiedet. Seitdem bilden IT-gebundene Beratungsprozesse in den 27 Geschäftsstellen die Grundlage für alle Kundengespräche. Ziel dieser strategischen Neuausrichtung war es, den Kunden in den Mittelpunkt der Beratung zu stellen. Um dies zu erreichen, sollten Kunden aktiv in die Gespräche eingebunden werden und störende Barrieren wie etwa ein Tischmonitor entfernt werden. Ein weiteres Anliegen war eine qualitative Verbesserung der Gespräche in kleineren Filialen durch die Einbeziehung von Experten bei komplexeren Beratungen. Für die praktische Umsetzung hatte die Sparkasse Hanau ein detailliertes Anforderungsprofil entwickelt. Die neue Technologie musste problemlos in die bestehende IT-Infrastruktur der Sparkasse Hanau passen und dabei mit der Gesamtbanklösung OSPlus harmonieren. Auf diesem Weg stellten die Hanauer sicher, dass die Berater auch weiterhin in den vertrauten Workflows arbeiten. Darüber hinaus galt es, die technischen Vorgaben des zentralen IT-Dienstleisters der Sparkassen-Finanzgruppe, Finanz Informatik (FI), einzuhalten. Denn damit werden nicht zuletzt auch die aufsichtsrechtlichen Vorgaben erfüllt.


P Tisch mit Touch

Vor diesem Hintergrund hat sich die Sparkasse Hanau entschieden, zusätzliche Filialstandorte einzurichten. Dabei suchten die Verantwortlichen gezielt Standorte mit einer hohen Frequenz aus. Eine erste Pilotfiliale entstand im modernen Kulturund Bildungszentrum „Kultur im Forum Hanau“ im neuen Einkaufszentrum in der Innenstadt. Obwohl dieser Standort nur wenige Schritte vom Marktplatz und der dort gelegenen Hauptgeschäftsstelle entfernt ist, setzten die Hanauer hier ganz bewusst auf Präsenz. Im Mittelpunkt des dort realisierten Filialkonzepts steht ein innovativer Beratungsplatz. Basierend auf den Beratungsanforderungen der Sparkasse Hanau, und den Systemvorgaben sowie der neuen Bedienoberfläche von OSPlus_neo der Finanz Informatik, optimierte die Firma digitech das System VisulutionTouch. Für die Zusammenarbeit sprach, dass keine zusätzliche Software oder Treiber benötigt wurden. Damit können die Sparkassen Kosten und Aufwände senken. Eine Projektionseinheit, die über dem Beratertisch montiert ist, projiziert bei Bedarf Dokumente und Daten direkt auf den Tisch vor dem Kunden. Der Clou der Lösung verbirgt sich im Tisch unter der Projektionsfläche: Ein Multi-Touch-Sensor, vergleichbar mit dem sensitiven Display eines Tablets. So können Berater und Kunde direkt in Dokumenten weiterblättern oder Grafiken größer zoomen. Der

Berater steuert allein mit zwei Knöpfen situativ den Projektor. Gleichzeitig kann er die Ansicht auf dem Tisch „einfrieren“. So erhält der Kundenberater wertvolle Zeit, um Daten in das Beratungsprotokoll einzutragen, während der Kunde selbst die Ergebnisse durchliest. P Videoberatung mit Experten

In der kleinen Filiale stehen vorrangig Beratungen zur Liquidität und einfache Servicethemen im Mittelpunkt. Um aber auch den darüber hinausgehenden Bedarf von Kunden bedienen zu können, suchte die Sparkasse Hanau nach Lösungen, um das komplette Beratungs-Angebot abzudecken. Dazu wurde die technische Ausstattung um eine Videoberatungslösung ergänzt. Über diese können Berater bei Fragen zur Baufinanzierung oder zu Versicherungen einen Experten aus der Hauptstelle hinzuziehen. Als ideale Lösung erwies sich der „Videoberatung-Expertenchat“ der FI. Bei der Wahl war die lückenlose Integration in das bestehende OSPlus-Netzwerk (OSPN) eine zentrale Anforderung. OSPN ist eine effiziente Netzwerklösung für Sparkassen, welche die Leistungsansprüche des heutigen System- und Anwendungsbetriebs erfüllt und sich gleichzeitig an den zukünftigen technischen Anforderungen orientiert. Damit konnte sichergestellt werden, dass die Videodateien in HDQualität ohne Störung laufen und der Berater zugleich mit dem vertrauten OSPlus

arbeiten kann. Im Forum Hanau sitzt der Experte dank eines großen 40-Zoll-Monitor gefühlt mit am Tisch. Der vom Experten übertragene Content wird ebenfalls auf den Tisch projiziert. Gespräche mit dem Kunden erfolgen auf Augenhöhe, so dass der Austausch von Angesicht zu Angesicht für eine hohe Akzeptanz sorgt. Das innovative Beratungsangebot wird seitens der Kunden sehr gut angenommen. Pro Tag finden im Schnitt fünf Beratungen in der innovativen Kleinfiliale statt, mit und ohne Beratertisch und Videounterstützung. Die Rückmeldungen der Kunden sind durchweg positiv. Selbst Altersgruppen, die es gewohnt sind, persönlich beraten zu werden, nutzen das Angebot. Denn die Beratung auf Augenhöhe mit dem großen Monitor und der räumlich optimalen Anordnung baut Hemmschwellen ab. Im Zuge der technischen Einführung des Beratungstisches und der Videoberatung hat die Sparkasse Hanau die Mitarbeiter eingehend im Umgang mit den neuen Technologien geschult. Im Vorfeld entwickelten die Verantwortlichen Style Guides für die Gespräche und spielten in der Testphase unterschiedliche Gesprächssituationen durch. Mit dem innovativen Beratungsangebot hat die Sparkasse Hanau eine zeitgemäße Lösung an zurzeit drei Standorten etabliert, welche die Erwartungen der Kunden an eine zeitgemäße Beratung erfüllt und gleichzeitig die Effizienz der Mitarbeiter steigert. Die Sparkasse Hanau prüft aktuell, an welchen Standorten diese Beratungstechnik zukünftig mit Mehrwert genutzt werden kann. P Zukunftsfähige Lösung

 Christian Grandinger (li), Direktor der Sparkasse Hanau, und Thomas Berger,

Leiter IT-Organisation, freuen sich über die gelungene Umsetzung des IT-Projekts

Die FI arbeitet mit der Sparkasse Hanau und digitech an dem Ausbau des Angebotes, damit auch andere Institute von dieser Innovation profitieren können. Dazu schafft die FI die technischen Voraussetzungen und bietet ein entsprechendes Finanzierungskonzept. Für den Ausbau der Videoberatung ist vorgesehen, das System auch für Videokonferenzen mit anderen Instituten und Verbundpartnern zu erweitern. Auch die direkte Videoberatung für private Kunden im heimischen Wohnzimmer soll zu einem späteren Zeitpunkt realisiert werden. n

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Advertorial

Sicherheit

Sicherheitskonzepte für Geldautomaten, Recycler und Tresore Die Befüllung und Entleerung von Automaten sowie die Nachversorgung der Hintergrundbestände in den Filialen erfordern flexible und sichere Prozesse

S

▲ Flexible Schließprozesse mit zentraler Verwaltung

Bildnachweis siehe Impressum

B-Geräte, AKTs und andere Wertgelasse werden in den Filialen und SB-Standorten der Banken und Sparkassen von eigenen Mitarbeiter oder Versorgungs- und Betreuungs-Teams, sowie externen Wertdienstleistern entleert und befüllt. Bei Tresor-Öffnungen durch eigene Mitarbeiter müssen die Vorgaben der Unfallkasse zum Schutz vor Überfällen berücksichtigt werden. In Geschäftsstellen,

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welche vertrieblich einen stärkeren Fokus auf Beratung legen und nicht ständig mit zwei Mitarbeitern am Service-Point arbeiten, muss beispielsweise jeder Zugriff auf Bargeld – also alle Tresore - durch biometrische Autorisierung geschützt sein. Auch die Beauftragung von externen Dienstleistern stellt hohe Anforderungen an das Verschlusskonzept von Automaten und Tresoren. Wie lassen sich jetzt die Anfor-

derungen der UVV-Kassen, der internen Revision und die Regelungen der MaRisk in einem Sicherheitskonzept vereinen? „Der Wertdienstleister ist verantwortlich, wir haben alles ist vertraglich geregelt.“ Das Ausgliedern der Cash-Logistik an einen externen Dienstleister, entbindet die Geldinstitute, bzw. den Verwaltungsrat der Sparkasse als Aufsichtsgremium, nicht von den Überwachungspflichten.


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P Outsourcing und Hosting der

Bargeldlogistik Sind externe Dienstleister mit der Ver- und Entsorgung beauftragt, dient als Beurteilungsmaßstab für die Ausgliederung der Cash-Logistik vor allem die Anforderungen des § 25a KWG und die damit korrespondierenden Regelungen der Mindestanforderungen an das Risikomanagement von Banken (MaRisk, AT 9). Das Ausgliedern jener Prozesse hilft, Kosten zu sparen. Das Outsourcing entlastet das eigene Personal. Die Prozesse prägen aber auch das Image zum Kunden und jenes innerhalb der Branche. Outsourcing macht abhängig, denn die Bargeldversorgung ist und bleibt ein wesentlicher Bestandteil des Geschäftsmodells eines Geldinstituts. Der Teil- oder Komplettausfall eines Wertdienstleisters durch Streik, Insolvenz oder andere Ursachen, der Vorfall einer dolosen Handlung oder schlichtweg die gegebenenfalls fehlende Sicherheit und gebotene Organisation des Wertdienstleisters bringt das Geldinstitut im Ernstfall unter Handlungsdruck und in Erklärungsnot. Handlungsdruck, weil im schlimmsten Falle kurzfristig Ersatz organisiert werden muss. Erklärungsnot, weil im Schadensfall die Frage nach der Aufsichtspflicht gestellt wird und vom Geldinstitut und den Verantwortlichen beantwortet werden muss. Ferner droht ein Imageschaden, sollte die Bargeldversorgung der Kunden zeitweise nicht sichergestellt werden können. Dieser kann aufgrund eines hohen Anteils des Geldinstituts am Versorgungsvolumen signifikant sein. Das Geldinstitut dürfte es hierbei sehr schwer haben, sich zu exkulpieren und auf die ausgegliederte Dienstleistung zu verweisen, da die Geldversorgung in der öffentlichen Wahrnehmung zu den Hauptaufgaben eines Instituts gehört. P Notfallpläne und Exit-Strategien

Neben der Überwachung und Steuerung des Dienstleisters – mit klaren Verantwortlichkeiten innerhalb des Instituts – sollten in allen Banken Notfallpläne und Exit-Strategien für die ausgelagerten Wertdienstleistungen existieren. Sie müssen greifen, wenn der Dienstleister die geschuldete Dienstleistung nicht mehr oder nicht in der erforderlichen Qualität oder Reaktionsgeschwindigkeit erbringen kann. Netzwerkbasierte-Tresorschlösser oder

Einmalcode-Schlösser, wie das von der INSYS und SAFECOR GmbH entwickelte TwinLock Business & ProtectMaster unterstützen in Kombination mit einem Hosting des Verschluss-Konzeptes den gesamten Prozess und machen diesen für das Geldinstitut beherrschbar. P Flexible Zutrittskontrolle

für SB-Automaten Sicherheitskonzepte für Geldautomaten, Recycler und Tresore erfordern eine ganzheitliche Betrachtung der Prozesse und umfassen somit auch den Zutritt zum SB-Foyer, dem Gebäude und den Automaten-Rückräumen. Neben Sicherheitstüren in den Klassen RC3 oder 4 ist hier die Zutrittskontrolle ein zentraler Punkt. Während der externe Dienstleister gern Ausweismedien, ID-Karten oder Transponder für den Zutritt verwendet, so kann es erforderlich sein, dass – aufgrund der UVV-Bestimmungen (DGUV Vorschrift 25) – eigene Mitarbeiter mittels biometrischem Fingerabdruck die Räume betreten. Das IP-basierte Zutrittskontrollsystem OSEntry bietet Zugang mit Biometrie, Karten, Transpondern, PIN-Codes und Einmalcodes oder Smartphone. Somit lässt sich für alle Prozesse der richtige Zugang realisieren – mehr Flexibilität geht nicht. P IT-Sicherheit bei

Tresorschlössern und Zutritt Das Tresorschloss TwinLock Business & ProtectMaster, sowie das Multi-Zutrittsterminal OSEntry lassen sich vollständig in das Banknetz integrieren und zentral administrieren. Neben den Zertifizierungen des VdS und den Bestimmungen der Sachversicherer müssen Verschluss-Lösungen daher auch alle Anforderungen an die IT-Sicherheit erfüllen. Zutritt ist ein sensibles Thema – gerade im Hinblick auf Sicherheitsbereiche, wie Technik- oder Automatenräume. Hochsicherheitsschlösser für Tresore gehen noch eine Stufe weiter und müssen bereits jetzt fiktive zukünftige Risiken ausschließen. Es muss also technisch unterbunden werden, dass beispielsweise eine heute noch nicht entdeckte Lücke in der Verschlüsselung zukünftig zu einem Risiko werden kann. Alle Prozesse sind also so gestaltet, dass mögliche Fehler nicht zu einer Schwachstelle werden. n www.safecor.de


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Advertorial

Sicherheitslösungen

▲ Nichts geht mehr: Das System CONnebel nimmt Tätern die Orientierung. Eine der wirkungsvollen Sicherheitslösungen der Concept Gruppe

Täter abschrecken – Schäden vermeiden Sicherheitslösungen der Concept Gruppe bieten wirksamen Schutz vor Angriffen und ersparen Kosten

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it einer Kombination unterschiedlicher Sicherheitssysteme macht es die Concept Gruppe aus Steinfurt Tätern schwer. „Wir verhindern Taten schon im Ansatz“, betont der Geschäftsführer der Concept Gruppe, Horst Frenking. „Wir sorgen dafür, dass dem Täter für die Ausübung des Raubs einfach keine Zeit bleibt. Ein schneller Zugriff ist ihm mit unseren Sicherheitssystemen nicht möglich und das Risiko, während der Tat gefasst zu werden, steigt für ihn erheblich.“

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Hier die fünf Elemente, die in ein Sicherheitskonzept einfl ießen können:  1. Der CONnebel

Der CONnebel nimmt dem Täter die Orientierung. Der Nebel wird „ereignisori-

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entiert“ ausgelöst und gezielt innerhalb von Sekunden im Raum eingesetzt. Neu ist hier nicht nur die leistungsstarke Nebelmaschine, sondern auch die spezielle Steuerung, die für höchste Effizienz an den entscheidenden Stellen im Raum sorgt. Der Täter sieht im wahrsten Sinne des Wortes „die Hand vor Augen“ nicht mehr. Er beendet sein Tatvorhaben und entfernt sich vom Tatort. Der eingesetzte Nebel ist für Menschen gesundheitlich unbedenklich. Die Räume können unmittelbar nach dem Lüften wieder genutzt werden. Die genau Wirkungsweise des CONnebel-Systems sehen Sie in einem von der Concept Gruppe er stellten Video auf folgender Seite: www.concept-gruppe.com/de/ sicherheit-im-sb-foyer

 2. Das CONroll-System

Es wird in der Zarge von SB-Automaten verbaut und verschließt das System hermetisch gegen jede Art von mechanischem Zugriff. Zargenrahmen, Rollladen und Führungsschienen entsprechen der Widerstandsklasse RC3. Das bedeutet: Täter kommen mit herkömmlichen Methoden nicht an den Geldausgabekanal und können daher kein Gas einleiten. Auch anderweitige Manipulationen sind unmöglich. Das System ist nicht an den jeweiligen Automaten gebunden und ist bei einem neuen SB-Gerät wiederverwendbar. Das sichert die Investition über viele Jahre. Unterschiedlichste Detektoren erkennen eindeutig, ob ein Täter versucht


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sich Zugriff zum System zu verschaffen. Daraufhin werden vorab festgelegte Alarme und Abwehrmechanismen ausgelöst. Die automatische Steuerung macht es möglich, bei Aufschaltung auf einen Leitstand, das Gerät aus der Ferne zu öffnen. Auch eine baulich veränderte Anti-Skimming-Version des CONroll ist erhältlich.  3. Concept Fenstergitter

Concept Fenstergitter sind eines der wirkungsvollsten und zugleich offensichtlichsten Abschreckungsmittel. Sie verhindern, dass der Täter durch das Fenster in die Sicherheitsräume zum Automaten gelangt. Die Schutzgitter sind aus massivem Stahl und werden individuell an die baulichen Gegebenheiten angepasst. Sie können sowohl „Indoor“ als auch „Outdoor“ installiert werden.

den unbrauchbar gemacht, noch bevor die Gaskonzentration für eine Sprengung des Geldausgabeautomaten ausreicht. Durch den Einsatz eines neu entwickelten schnell reagierenden Gassensors (FRDU) ist das System in Sekundenschnelle aus dem „Standby-Mode“ heraus aktiv mit der Neutralisation des eingeleiteten Gases beschäftigt, ohne dass es zu einer größeren Explosion kommen kann. Diese Sensorik ist im Tresor und zusätzlich im Gerätekopf installiert und verhindert somit auch Kollateralschäden, wenn die Täter bei der Einleitung des Gases nicht den Tresor treffen. Es entfallen zeitaufwändige Reinigungsvorgänge und Nachjustierungen. Dieses System ist durch den Hersteller beim deutschen Patent- und Markenamt zum Patent angemeldet. Das Gesamtsystem beinhaltet eine Steuereinheit und vier

„Unsere Sicherheitssysteme schrecken ab und sind eine langfristige Investition in die Standortsicherung.“ Horst Frenking, Geschäftsführer Concept Gruppe Die Concept Gruppe fertigt darüber hinaus RC3 Wände und Türen. Die Zugangs- und Sicherheitstüren in RC3Ausführung halten nahezu jedem Angriff stand. Sicherheitsglas mit einer Glasstärke von mindestens 10 mm werden für Fenster hinter den SB-Wänden verbaut. Diese Fenster sind zusätzlich mit einem Sichtschutz versehen und entsprechen der Einbruchshemmungs-Klasse EH2.  4. Concept Tinteneinfärbe-Systeme

Concept Tinteneinfärbe-Systeme sichern die Geldkassetten. Das TinteneinfärbeSystem wird bei Gas-, mechanischen und Sprengstoffangriffen in Millisekunden ausgelöst und „entwertet“ dadurch die Beute. Das Geld kann nicht mehr in den normalen Umlauf gebracht werden und hinterlässt auch am Täter eindeutige Spuren, die zur Tataufklärung dienen.  5. Das Gas-Protection-System

Das Gas-Protection-System wirkt Angriffen mit explosivem Gas entgegen. Die von Tätern eingeleiteten Gase wer-

Module, die die eingeleiteten Gase nach automatischer Aktivierung neutralisieren. Zusätzlich registriert die Steuereinheit diesen Vorgang und gibt ein Alarmsignal aus, das an eine bestehende Alarmanlage weitergegeben werden kann. Auch bei Stromausfall ist durch eine Notstromversorgung die autarke Funktion des Gerätes gewährleistet. Durch die zusätzliche Anbringung eines mehrsprachigen Warnaufklebers werden die Täter auf den Einsatz der Gas-Protection-Anlage hingewiesen. Dies soll im Vorfeld einen Sprengversuch verhindern.

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Koordination der Maßnahmen und Sicherheitsberatung Die Concept Gruppe hat sich auf kundenindividuelle Lösungen spezialisiert. Daher ist ein ausführliche Sicherheitsberatung und eine genaue Analyse der Anforderungen sinnvoll. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass die erforderlichen Sicherheits-Maßnahmen gezielt und nachhaltig umgesetzt werden. ■ www.concept-gruppe.com

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erfahren Sie mehr über diese und weitere Sicherheitslösungen, wie z.B. das gas-protection-System. rufen Sie uns an! ConCept gruppe Auf dem Windhorst 65 48565 Steinfurt-Borghorst  0 25 52 / 99 76 - 0  secure@concept-gruppe.com

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Fachbeitrag

Sicherheit an Geldautomaten

Geldautomaten im Visier von Verbrechern Das Verteidigungsspektrum muss heute von roher Gewalt bis zu gezielten Attacken reichen Der Autor: Lars Bösel, Director IT Services Provider bei NCR

 Physische Sicherheit von

Automaten

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 Ganzheitliche Sicherheitsstrategien sind gefragt

aut Bundeskriminalamt wurden im Jahr 2015 in Deutschland 157 Geldautomaten gesprengt oder versucht zu sprengen. Die Zahl ist verschwindend gering angesichts von etwa 58.000 Geldautomaten deutschlandweit. Die Gefahr, dass Menschen zu Schaden kommen und die hohen Kollateralschäden an den Gebäuden sorgen allerdings für eine hohe Medienwirksamkeit der Fälle. Doch nicht immer gelingt es den Tätern, Geld zu erbeuten. Neuere Geldautomaten sind oft mit sogenannten Ex-Gas-Tresoren ausgerüstet, die Explosionen von außen (am Gerät angebrachte Sprengsätze) und innen (eingeleitetem Gas) standhalten.

Betrieb der Geldautomaten haben. Matten können die Wärmeentwicklung oder -belastbarkeit verändern und Piezozünder können sich auf die Elektronik auswirken. Zudem sollte in jedem Fall auch geprüft werden, ob zum Beispiel die Zertifizierungen der Tresore bei nachträglichen Einbauten weiter Bestand haben. Statt aus Handlungsdruck einfach zu einer Lösung zu greifen, sollten Finanzinstitute ganzheitliche Sicherheitsstrategien umsetzen. Nur durch ein Zusammenspiel unterschiedlicher Maßnahmen erreichen sie ein hohes Maß an Sicherheit gegen die unterschiedlichsten Bedrohungen.

 Vorsicht vor Schnellschüssen bei

Schutzmaßnahmen

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Ältere Geldautomaten lassen sich nachrüsten. Technologien wie Farbpatronen, die das Geld bei gewaltsamer Öffnung oder Sprengung des Tresors einfärben und unbrauchbar machen, sollen von der Tat abschrecken. Angeboten werden im Markt auch beispielsweise Dämm-Matten, die im Tresor des Automaten ausgelegt werden, um die Wucht der Explosion zu mindern oder Piezozünder, die eingeleitetes Gas in vielen kleinen Zündungen verpuffen lassen, so dass keine große Explosion erfolgen kann. Dabei müssen Banken und Finanzinstitute allerdings berücksichtigen, dass die meisten Maßnahmen Auswirkungen auf den

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 Anti-Skimming-Lösungen

Immer wieder versuchen Angreifer sich Zugang zu einem Geldautomaten oder der Infrastruktur zu verschaffen. Gelingt es Angreifern, an Kabel eines Systems zu gelangen, können sie beispielsweise den PC abkoppeln und einen eigenen Rechner anschließen, die so genannte Black-Box. Darüber wird dann versucht, das Ausgabemodul direkt anzusteuern und eine Auszahlung anzustoßen. Eine Verschlüsselung der Datenübertragung vom Gerät ins Netzwerk sowie die Kommunikation von PC mit dem Ausgabemodul begegnet solchen Angriffen. Am System selbst sollte zusätzlich eine physische Authentifizierung der Geldausgabe implementiert werden, damit die Auszahlung rein über betrügerische Kommandos verhindert wird.  Skimming bleibt

Bedrohung Nummer 1 Doch auch wenn physische Angriffe aktuell die Bedrohungswahrnehmung dominieren, bleibt Skimming die häufigste Angriffsart auf Geldautomaten und ist die Angriffsart mit dem höchsten Schaden an Bankautomaten weltweit. Da sich Kriminelle immer wieder neue Ziele suchen und Schlupflöcher finden, müssen Automatenbetreibern ihre Anti-Skimming-Lösungen immer auf dem aktuellsten Stand halten. Eine unternehmensweite Betrugserkennungslösung, die anhand der Kartentransaktionen von Kunden auffällige Muster erkennt und Alarm schlägt, ist ebenfalls eine sinnvolle Schutzmaßnahme. Die technologische Entwicklung schreitet heute rasant voran und mit ihr entstehen neue Angriffsszenarien. Daher müssen Finanzinstitute umfassende Sicherheitskonzepte implementieren, die immer neue Attacken antizipieren. Dazu gehören auch eine kontinuierliche Aktualisierung der Software sowie die Ablösung veralteter Hardware. Zu warten, bis ein Angriff erfolgt ist, kann keine nachhaltige SB-Strategie sein. ■


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