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Berner Wirtschaft Economie bernoise

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Heftmitte (herausnehmbarer Service-Teil): Berner Steuermonitor – eine interessante Analyse von KPMG und Handels- und Industrie­verein des Kantons Bern (HIV) über die steuerliche Wettbewerbs­fähigkeit des Kanton Bern Détachable au milieu de ce magazin: Moniteur fiscal bernois – une analyse intéressante de KPMG et de l’Union du commerce et de l’industrie du Canton de Berne (UCI) sur la compétitivité fiscale du canton de Berne

HANDELS- UND INDUSTRIEVEREIN DES KANTONS BERN Berner Handelskammer


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Inhalt 5

Editorial

HIV-Preis 2012

6 B ern erneuerbar 7 13

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oder die Mär von der Schaffung von Arbeitsplätzen im Kanton Bern

 irtschaftswochen am W Freien Gymnasium Bern  erner Gemeinden verbessern B ihre Standortbedingungen für Unternehmen  orabendseminar Streit­ V erledigung für KMU  ortraits d‘entreprises P Séction Jura bernois  pezialistenmangel als S Wachstumshemmer  eueintritte/Firmenjubiläen/ N Nashorn

Special

 erner Steuermonitor B Moniteur fiscal bernois

Titelbild

Präsentation Lohnumfrage Thun/Berner Oberland (vl): Reto Heiz (Präsident HIV-Sektion Thun), Martin von Allmen (Gewerkschaft Unia), Moderator Stefan Geissbühler (Chefredaktor «Thuner Tagblatt»), Raphael Lanz (Stadtpräsident Thun), Rolf Glauser (Präsident Arbeit­ geberverband Wirtschaftsraum Thun und Berner Oberland), Luc Frutiger (Delegierter Verwaltungsrat Frutiger AG) der HIV-Sektion Thun und des Arbeitgeberverband Wirtschaftsraum Thun und Berner Oberland ist als Download erhältlich unter www.bern-cci.ch -> Sektion Thun.

Die Lohnumfrage 2012

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Liebe Mitglieder, liebe Leserinnen und Leser

Chers membres, chers lecteurs et lec­trices,

Der Kanton Bern hat in den letzten Jahren klar über seine Verhältnisse gelebt. Als Folge der äusserst zögerlichen Steuersenkungsmassnahmen, des Bevölkerungswachstums sowie der relativ stabilen Wirtschaftslage nahmen die Staatseinnahmen laufend zu. Anstatt den finanzpolitischen Freiraum für die Verbesserung der Standortbedingungen zu nutzen, wurden – neben dem grundsätzlich begrüssenswerten Schuldenabbau – die Verwaltung vergrössert, überholte Strukturen erhalten und die Ausgaben den steigenden Einnahmen angepasst. Nun ist die «Party» zu Ende und es bleibt ein Hochsteuerkanton, der an allen Ecke und Enden sparen muss und auch für sinn­volle Projekte kaum mehr Geld hat. Die Rezepte, um aus diesem Schlamassel wieder raus zu kommen, sind eine Verschlankung der Verwaltung, Verzichtsund Effizienzsteigerungsmassnahmen und eine Priorisierung von Projekten mit volkswirtschaftlichem Nutzen. Dazu gehört auch die Wiedererlangung der steuerpolitischen Wettbewerbsfähigkeit. Am 30. Oktober 2012 präsentierten die KPMG und HIV gemeinsam ihren neuen Berner Steuermonitor, mit welchem die steuerliche Wettbewerbsfähigkeit unseres Kantons gemessen wird. Der Monitor – er wird nun jeden Herbst aktualisiert  – soll den Handlungsbedarf und (hoffentlich) Erfolge aufzeigen. Lesen Sie dazu unser Inlay in der Heftmitte. Auf Seite 6 werfen wir einen Blick auf die Abstimmungsvorlage «Bern erneuerbar» und den gleichartigen Gegenvorschlag vom 3. März 2013. Weder die Wirtschaft noch die Hauseigentümer oder gar der schuldengeplagte Staat verfügen über genügend Mittel, um die völlig realitätsfremden Ideen umzusetzen. Ihnen und Ihren Angehörigen wünsche ich frohe Festtage, einen guten Rutsch ins 2013 und im neuen Jahr unternehmerisches und persönliches Wohlergehen.

Ces dernières années, le Canton de Berne a clairement vécu au-dessus de ses moyens. Suite aux mesures extrêmement tardives de réduction des impôts, à la croissance démographique et à une situation économique relativement stable, les recettes du Canton n’ont pas cessé d’augmenter. Toutefois, au lieu d’exploiter la marge de manœuvre politico-financière pour améliorer les conditions de site – exception faite de la réduction bienvenue de la dette – l’administration cantonale a pris de l’ampleur, les structures dépassées ont été conservées et les dépenses ont pris le même ascenseur que les recettes. Les recettes pour sortir de ce gâchis consistent à faire suive une cure d’amaigrissement à l’administration, à prendre des mesures d’abandon et d’accroissement de l’efficacité ainsi qu’à donner la priorité à des projets générant un profit économique. Retrouver une compétitivité en matière de politique fiscale en fait bien sûr partie. Le 30 octobre 2012, la société KPMG et l’UCI présenteront en commun leur nouveau «moniteur fiscal bernois» permettant de mesurer justement la compéti­tivité de notre canton sur le plan de la fiscalité. Ce moniteur – qui sera mis à jour chaque automne – doit mettre en exergue le besoin d’agir et (nous l’espérons) les succès. Lire notre encart central à ce sujet. En page 6, nous jetons un regard sur l’initiative «Berne renouvelable» et le contre-projet éponyme en vue de la votation du 3 mars 2013. Ni l’économie, ni les propriétaires fonciers, ni même le Canton endetté ne disposent de moyens suffisants pour mettre en œuvre les idées totalement éloignées de la réalité. Je vous souhaite à toutes et à tous, ainsi qu’à vos proches, de joyeuses fêtes de fin d’année, un bon passage à l’année 2013 et vous exprime mes meilleurs voeux de réussite et de bien-être, tant au plan professionnel que privé.

Dr. Adrian Haas

Dr. Adrian Haas

Direktor Handels- und Industrieverein des Kantons Bern

Directeur de l’Union du commerce et de l’industrie du Canton de Berne 3


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HIV-Preis 2012 – Samuel Spreng Die Sektion Bern des Handels- und Industrievereins des Kantons Bern HIV hat im Beisein von rund 400 Mitgliedern im Bellevue-Palace in Bern den 28. HIV-­ Preis an Samuel Spreng verliehen. Präsident Bernhard Emch ehrte den Preisträger mit den Worten «Samuel Spreng verkörpert den typischen Berner Unternehmer: sehr bescheiden und ruhig, trotz allem Erfolg die Gemütlichkeit selbst – gemessen an seinem Lebenswerk keine Selbstverständlichkeit». Der HIV-Preis gehört zu den renommierten Auszeichnungen, welche jährlich an

­ ersönlichkeiten für ihren herausragenP den Beitrag an den Wirtschaftsstandort Region Bern vergeben werden. Samuel Spreng ist Verwaltungsratsprä­ sident der Securitas Gruppe. Die Se­­cu­ ritas Gruppe Schweiz repräsentiert mit ­ihren Unternehmensbereichen «Sicherheitsdienstleistungen» sowie «Alarmund Sicherheitssysteme» ein führendes Instrumentarium, um Sicherheits- und Schutzbedürfnissen mit Leistungsbereitschaft, Spitzentechnologien und professionellen Services zu begegnen. Rund 12 000 Mitarbeitende stehen in der

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«Ich verstehe die Ehrung als An­erkennung für mein Wirken während bald 45 Jahren. Der HIV-Preis gilt auch all meinen Kadern und Mitarbeitenden – sie und ihre Vorgänger haben die Securitas-Gruppe zu dem gemacht, was sie heute ist.»

Samuel Spreng, VR-Präsident Securitas Gruppe

Schweiz, in Europa und darüber hinaus im Dienste der Securitas Gruppe. Die Securitas AG ist ein 1907 gegründetes Berner Familienunternehmen mit Hauptsitz in Zollikofen.

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1 Samuel Spreng, Preisträger des diesjährigen HIV-Preises 2 Übergabe der Urkunde durch Bernhard Emch 3 Danielle Cesarov-Zaugg (CEO Inter-Translations SA) mit Dr. Beat Brechbühl (Kellerhals ­A nwälte, l.) und Bernhard Emch (Präsident HIV Sektion Bern) 4 Esther Stingelin (Geschäftsführerin Scarton Stingelin AG) mit Jürg Bucher (ehem. Konzernleiter Post, l.) und Uwe E. Jocham (Direktionspräsident CSL Behring AG) 5 Gisela Münger (HIV Kanton Bern) und Sacha Ammann (GL-Mitglied DC Bank) ­6 v.l.: Dr. Fabian Schmid, (Direktor und Vorsitzender der Geschäftsleitung RBS), Beat Giauque (Gemeindepräsident Ittigen, Grossrat) und Urs Huber (Büro für Kommunikation) 7 v.l.: Bernard Burkhalter ­(Regionalleiter BEKB), Alexandre Schmidt und Bernhard Eicher (Gemeinderat; Stadtrat FDP) mit Dr. Mario Marti (Geschäftsführer HIV Sektion Bern) 8 v.l.: Thomas Gysi (Rosat Rechtsanwälte), ­David und Sarah Doglione (beide bernadog immobilien ag) und Markus Gysi (Häusermann + Partner Notare/ Rechtsanwälte)

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Bern erneuerbar oder die Mär von der Schaffung von Arbeitsplätzen im Kanton Bern Worum es geht

Am 3. März 2013 werden die Stimmberechtigten im Kanton Bern über eine Initiative und einen Gegenvorschlag mit dem Titel «Bern erneuerbar» abstimmen. Die Initiative und der Gegenvorschlag unterscheiden sich nur unwesentlich. Beide verlangen, dass der gesamte Strombedarf und der gesamte Energiebedarf für Heizungen und Warmwasser von Gebäuden auf dem Territorium des Kantons Bern vollumfänglich durch erneuerbare Energien gedeckt wird. Hinsichtlich des Strombedarfs ist dieses Ziel gemäss dem Initiativtext bis 2035, hinsichtlich des Energiebedarfs für Heizung und Warmwasser von Gebäuden bis 2050 zu erreichen. Der Gegenvorschlag spricht von generell innert 30 Jahren, was dem Jahr 2043 entsprechen dürfte. Bedeutung für die Wirtschaft

Bei den Vorlagen geht es nicht bloss um die Frage der Energieversorgung mit erneuerbaren Energien, sondern darum, in bestehenden Wohn-, Industrie- und Dienstleistungsgebäuden die gesamten Heizsysteme umzubauen und gleichzeitig mittels wärmetechnischen Gebäude­ sanierungen dafür zu sorgen, dass der Energieverbrauch derart gering wird, dass ausschliesslich mittels erneuerbaren Energien «überlebt» werden könnte. Mit anderen Worten: Es muss eine in der Schweiz noch nie dagewesene Sanierungspflicht eingeführt werden. Bestätigt wird diese Aussage in den Erläuterungen des Regierungsrats, wo von einer «Verschärfung der Energienutzungsvorschriften» und von neuen «Vorschriften über die Sanierung bestehender Gebäude» die Rede ist. Auch das Argumenta­ rium des Initiativkomitees lässt dies­ bezüglich keine Zweifel offen, indem es von einer «Sanierung der Altbauten nach Minergie P-Standard» (!) spricht. Berechnungen im Sinne von Schätzungen eines renommierten Ingenieurbüros betreffend hierfür notwendige Investi­ tionen in wärmetechnische Gebäudesanierungen im Kanton Bern ab einem Startjahr 2013 ergaben folgende, beeindruckende Zahlen, wobei bewusst nur die Gebäude im Privatbesitz betrachtet worden sind: Geschätzter Investitionsbedarf bis 2050 (Initiative) bzw. bis 2043 (Gegenvorschlag): Total ca. 48,6 Milliarden Franken!

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Hier eine Übersicht: Initiative

Gegenvorschlag

Strom erneuerbar (= kein Strom aus Gas, Kohle, KKW, Abfall)

ab 2025: 75% ab 2035: 100%

ab 2043: 100%

Heizung und Warmwasser erneuerbar

neue Gebäude ab 2015: 100% bestehende Gebäude ab 2025: 50% ab 2035: 75% ab 2050: 100%

ab 2043: 100%

(= auch kein Gas oder Heizöl)

Prima vista könnte man sich nun auf den Standpunkt stellen, es sei ja für die Berner Volkswirtschaft ein Segen, wenn die Hauseigentümer (bzw. mittels teilweiser Überwälzung auch die Mieter) zu einer solchen Umlagerung ihres Ersparten ins baunahe Gewerbe verpflichtet würden. Von solchen Arbeitsplatz-Argumenten, die ja immer wieder als Begründung für staatlichen Interventionismus oder für die überbordende Gesetzesflut herhalten müssen, darf man sich indessen nicht blenden lassen. Die Förderung einzelner Branchen, sei dies nun via Förderbei­ träge oder begünstigender Gesetzes­ bestimmungen, schwächt unweigerlich andere Branchen und vernichtet dort ­A rbeitsplätze. Massgebend ist nämlich eine volkswirtschaftliche Nettobetrachtung und nicht etwa eine reine Bruttosicht, so wie diese im Rahmen einer kürzlich erstellten Studie der Schweizerischen Energiestiftung erfolgt ist. Ausserdem zeigen Analysen aus diversen europäischen Ländern mit aller Deutlichkeit, welche Risiken gewisse Förderstrategien beinhalten. So führte die Förderpolitik des Erneuerbare-Energien-Gesetzes in Deutschland zwar zu einem zehnjährigen Boom der deutschen Solarbranche inkl. internationalen Vorreitereffekt, doch mittlerweile haben asiatische Anbieter aufgeholt und im Markt einen massiven Kostendruck ausgelöst. Weil die deutschen Anbieter aufgrund des anhaltenden Subventionsflusses zur Trägheit neigend keinen klaren Technologievor-

sprung mehr aufweisen und mit den ­Kostenstrukturen der neuen Anbieter nicht mithalten können, mussten sie allein im letzten Jahr rund 20 000 Arbeitsplätze abbauen. Vor diesem Hintergrund ist mit Nachdruck vor solchen und anderen Staatsinterventionen zu warnen. Abgesehen davon haben im Kanton Bern weder die Hauseigentümer noch die Wirtschaft noch der schuldengeplagte Staat genügend Mittel, um die Bern- erneuerbar-Idee überhaupt umzusetzen. Der HIV empfiehlt daher, am 3. März 2013 ein doppeltes «Nein» zur Initiative und zum Gegenvorschlag in die Urne zu legen.

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Wirtschaftswochen 2012 am Freien Gymnasium Bern

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Für die Gymnasiastinnen und Gymna­ siasten aus der Tertia am Freien Gym­ nasium Bern hat’s im Rahmen ihrer sogenannten Wirtschaftswoche geheissen: «Sie sind die Geschäftsleitung der WIWAG!». Eine Woche lang waren die ­Jugendlichen also in die Rolle von Unternehmensleitungen geschlüpft. Ein com­ puterbasiertes Planspiel simulierte für ihre Firma WIWAG Markt und Unternehmen. Das Gemeinschaftsprojekt Wirtschaftswochen der Ernst Schmidheiny Stiftung zusammen mit den Industrie- und Handelskammern und zahlreichen Schweizer Unternehmungen ermöglicht betriebswirtschaftliche Projektwochen an Gymnasien. Führungskräfte aus der Wirtschaft leiten die Wirtschaftswochen als Fachlehrer/-innen. Einen Einblick in den Wirtschaftsalltag erhielten die jungen Berner Geschäftsleute bei der HIV-Mitgliedsfirma HERZOG Bau und Holzbau AG anlässlich eines Besuchs des Werkhofs in Stettlen.

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1 Walter Haas, VR-Präsident und Geschäftsführer HERZOG Bau und Holzbau AG heisst die Wirtschaftswochen-Klasse aus dem Gymnasium Neufeld Bern zum ­Firmenbesuch willkommen. 2 Werkhof von HERZOG Bau und Holzbau AG ­an der Flugbrunnenstrasse in Stettlen 3 Lukas Krüsi, Bereichsleiter Schreinerei, zeigt am praktische Beispiel, wie sich Arbeitsprozesse analysieren und optimieren lassen 4  Modernste Fertigbauweise made by HERZOG Bau und Holzbau AG 5 Schreiner-­ Monteur Marcel Jutzi im Einsatz

HERZOG Bau und Holzbau AG HERZOG Bau und Holzbau AG mit Walter Haas, VR-Präsident und Geschäfts­ leiter, feiert dieses Jahr 90 Jahre HERZOG – 10 Jahre Familie Haas. Was im Jahr 1919 mit vier Mitarbeitenden an der Militärstrasse in Bern begann, zeigt sich heute als stattliches Berner Unternehmen mit über hundert Mitarbeitenden und Lernenden – Bau, Zimmerei, Schreinerei, alles aus einer Hand. Was HERZOG Bau und Holzbau AG speziell auszeichnet, ist die Vielseitigkeit gepaart mit Fachkompetenz, womit die Mitarbeitenden alle Arbeitsgänge – von der Planung über die Bauleitung und Ausführung bis zur schlüsselfertigen Übergabe – an die Hand nehmen. www.herzogbau.ch

Walter Haas: «Unsere Mitarbeitenden beweisen seit der Firmengründung vor 90 Jahren langjährige Firmentreue. ­ Altbewährte Mittel ergänzt durch modernste Technik, von Generation zu Generation weitergetragenes Wissen, materielle und technologische Neugier – dies sind die Schlüssel zum Erfolg von HERZOG Bau und Holzbau AG.» 5

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Exportdienst

Weiterbildung Freihandelsabkommen/­Präferenzieller Ursprung – ein Vertiefungsseminar für Ermächtigte Ausführer Die Berner Handelskammer bietet in Zusammenarbeit mit der Eidgenössischen Zollverwaltung Vertiefungsseminare für sogenannt Ermächtigte Ausführer an. ­Bereits nutzten rund 100 Teilnehmende das Weiterbildungsangebot. Weitere Seminare finden am 22. 01., 26. 02. , 21. 3., 9. 4., 16. 5. und 5. 6. 2013 statt. Die Bedeutung der Freihandelsabkommen hat in den vergangenen Jahren zugenommen. Es sind derzeit 25 Freihandelsabkommen in Kraft, welche 56 Länder abdecken – und weitere werden folgen. In der Exportwirtschaft gilt es, die Vorteile dieser Abkommen gezielt zu nutzen. Die Anzahl und die Unterschiedlichkeit der

Abkommen lassen die Anwendung ­jedoch immer komplexer werden, was wiederum mit Risiken verbunden ist: Nachforderungen von Zöllen in Bestimmungsländern verbunden mit einer möglichen Straf­e und nicht zuletzt ein drohender Entzug des Status als Ermächtigter Ausführer. In den Vertiefungsseminaren wird den Exporteuren von den aus der Praxis kommenden Referenten der Zollkreisdirek­ tion Basel anhand praktischer Beispiele gezeigt, was es bedeutet, die Ursprungsprozesse unternehmensspezifisch zu gestalten und worauf speziell geachtet ­werden muss. Es werden Kenntnisse vermittelt, die helfen, eine gute Ursprungs-

Bereichern Sie ­ Ihre Firmenanlässe

Executive MBA mit Vertiefung in ­ Integrated Management Bern – Fribourg – der HIV gratuliert

Ob Geburtstagsfest, Firmenjubiläum oder Tagung: KULT, die Studierendenagentur der Hochschule der Künste Bern (HKB), vermittelt Ihnen die passende Musik zu Ihrem Anlass. KULT vertritt rund 200 angehende Profimusikerinnen- und Musiker aller Sparten, die an der HKB ein Vollzeitstudium absolvieren und über ein hohes instrumentales/gesangliches Niveau verfügen. Die von KULT vermittelten Auftritte verschaffen den Künstlerinnen und Künstlern Einblick in die Arbeitsrealität von Profimusikern und ermöglichen ihnen, sich bereits währen des Studiums einen Teil des Lebensunterhaltes zu verdienen.

bewirtschaftung umzusetzen und ge­ gebenenfalls auch firmeninterne Anpassungen vorzunehmen. Im Nachgang zum theoretischen Seminarteil folgt die Vertiefung in ausgewählten Spezialgebieten wie Agrarprodukte oder Veredelung/Reparatur. Nach dem offiziellen Veranstaltungsteil nutzen die Anwesenden die Gelegenheit zum Austausch unter Export­ spezialisten. Interessierte beachten die Ausschreibung weiterer Vertiefungs­ seminare ab Januar 2013 unter www.bern-cci.ch -> Exportdienste.

Unser Angebot für Sie:

Das Angebot umfasst zahlreiche musikalische Stilrichtungen. Von Klassik über Jazz bis zu Volksmusik bieten wir fast alles an.

Klasse Bern: Baumgartner Eric, Belp; Beyeler André, Hasle bei Burgdorf; Christen Hans Ulrich, Koppigen; Gautschi Anders, Bern; Haller Markus, Kallnach; Hänggi Fabian, Bellach; Hugo Vanessa, Visp; Kämpfer Anna, Bern; Lauener Christoph, Thun; Lobsiger Martin, Thun; Meier Simon, Niederscherli; Merlach Claude, Bellmund; Müller Mathias, Schöftland; Pasqua Di Bisceglie Maurizio Daniele, Bern; Salazar Alejandro, Bern; Schlumpf Beat, Münsingen; Schwab Stefan, Walperswil; Rieder Renata, Bern

HIV-Ausbildungstipp CAS Praktische Kommunikations- und Medienarbeit im Unternehmensalltag

Nehmen Sie mit uns Kontakt auf:

Elise Tricoteaux und Jan Müller stehen Ihnen für die Beratung gerne zur Verfügung. www.kult-agentur.ch, Tel.: 031 848 39 75 kult@hkb.bfh.ch.

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Eine längst fällige Ergänzung im Studienprogramm an der Privaten Hochschule Wirtschaft PHW Bern. Im Umfeld der neuen Studienmodule sind u. a. folgende herausragende Persönlichkeiten eingesetzt: – Samuel Schmid, alt-Bundesrat (Modul: «Lobbying in der Privatwirtschaft vs. im öffentlich rechtlichen Betrieb») – Lorenz Furrer und Andreas Hugi, Kommunikationsexperten, Furrer.Hugi &

Partner, führende Schweizer Public ­ ffairs Agentur mit Sitz in Bern, A Zürich und Brüssel – Gabriela Amgarten, Inhaberin der amgarten GmbH, ehem. Mitglied der Geschäftsleitung beim Schweizer Fern­ sehen, Unterhaltungschefin Weitere Informationen:

Private Hochschule Wirtschaft PHW Bern, www.phw-bern.ch Berner Wirtschaft 04 | 12


Special

Dezember 2012

Berner Steuermonitor Moniteur fiscal bernois

Berner Steuermonitor – eine interessante Analyse von KPMG und Handels- und ­Industrieverein des Kantons Bern (HIV) über die ­steuerliche Wettbewerbsfähigkeit des Kanton Bern

Moniteur fiscal bernois – une analyse intéressante de KPMG et de l’Union du ­commerce et de l›industrie du Canton de Berne (UCI) sur la compétitivité fiscale du Canton de Berne

Am 30. Oktober 2012 präsentierten KPMG und Handels- und Industrieverein des Kantons Bern (HIV) ihren neuen Berner Steuermonitor, mit welchem die steuerliche Wettbewerbsfähigkeit unseres Kantons gemessen wird. Der Monitor soll den Handlungsbedarf und (hoffentlich) Erfolge aufzeigen und nun jedes Jahr im Herbst aktualisiert werden.

KPMG et l’Union du commerce et de l’industrie du Canton de Berne (UCI) ont présenté le 30 octobre 2012 leur nouveau moniteur fiscal bernois permettant de mesurer la compétitivité ­fiscale de notre canton. Le moniteur doit démontrer le besoin d’agir et (espérons) les réussites et sera désormais actualisé chaque année en automne.

Er zeigt heute unter anderem Folgendes:

A ce jour, il indique entre autres ce qui suit:

Schwache Position bei der Unternehmensbesteuerung

Position fabile en ce qui concerne l’impositions des entreprises

– Die Gewinnsteuersätze sind zwar in den Kantonshauptorten von Genf, Waadt, Basel-Stadt und Solothurn höher als im Kanton Bern. in den letzten Jahren haben aber viele Kantone Steuersenkungen vorgenommen, derweil Bern (wie auch Zürich und Genf) seine vergleichsweise hohen Steuersätze beibehalten hat. Als einer der letzten Kantone hält Bern zudem noch an einem Mehrstufentarif bei der Gewinnsteuer fest. (vgl. Bild 1)

HANDELS- UND INDUSTRIEVEREIN DES KANTONS BERN Berner Handelskammer

– Il est vrai que les taux d’imposition sur les bénéfices des chefs-lieux cantonaux Genève, Vaud, Bâle-Ville et Soleure sont plus élevés que dans le canton de Berne, mais ces dernières années, beaucoup de cantons ont entrepris des réductions d‘impôts, alors que Berne (comme Zurich et Genève) a gardé un taux d’impôt comparativement élevé. En outre, Berne est l’un des derniers cantons a maintenir un tarif échelonné pour l’imposition sur les bénéfices (cf. fig. 1).


Unternehmensbesteuerung – Gewinnsteuern

Imposition des entreprises – Impôts sur les bénéfices

Taux d’imposition sur les bénéfices 2012

Gewinnsteuersätze 2012

Kantone mit einem höheren Gewinnsteuersatz als Bern Cantons avec un taux d’imposition sur les bénéfices supérieur à Berne Kantone mit gleichem Gewinnsteuersatz wie Bern Cantons avec un taux d’imposition sur les bénéfices égal à Berne Kantone mit einem tieferen Gewinnsteuersatz als Bern Cantons avec un taux d’imposition surBS les bénéfices inférieur à Berne 23.4

VD 23.5%

SH 16.0%

BS 22.5% TG BL 16.5% 20.7% AG ZH JU 18.9% AR AI 21.2% 21.1% SO 12.7%14.2% 21.9% ZG SZ LU SG 12.1% 15.1% 14.0% 17.1% NE NW GL 21.0% 12.7% 16.5% OW BE 12.7% UR FR 21.6% GR 15.1% 19.6% 16.7%

GE 24.2%

VS 21.6%

TI 20.7%

Bemerkungen: Maximaler effektiver Vorsteuersatz Bund/Kanton/Gemeinde für den jeweiligen Hauptort. Quelle: KPMG Schweiz. Remarques : taux d’imposition préalable maximal réel Confédération/Canton/commune pour les chefs-lieux respectifs. Source : KMPG Suisse

Bild/fig. 1

Unternehmensbesteuerung – Gewinnsteuern

Imposition des entreprises – Impôts sur les bénéfices

Beitrag an die Steuereinnahmen durch die Gewinnsteuer, Kanton Bern 2009

Contributions aux recettes fiscales par l’impôt sur les bénéfices, Canton de Berne 2009

100.00% 91.03%

90.00%

– Les sociétés privilégiées fiscalement (cela englobe les holdings, les sociétés de gestion et mixtes) revêtent pour le canton de Berne une importance secondaire concernant la substance fiscale, la valeur ajoutée économique et les emplois. – La charge fiscale due à l’imposition sur les bénéfices est portée en absolu en grande partie par très peu d‘entreprises: 5.1% des entreprises bernoises réalisant un bénéfice imposable de plus de 250 000 fr. fournissent en effet plus de 91% des recettes de l’impôt sur les bénéfices (cf. fig. 2). – Le canton de Berne ne compte que pour les taux d’imposition ordinaires sur le capital parmi les cantons les plus attrayants. Cependant, la plupart des cantons prévoient des taux d’imposition sur le capital moins élevés pour les sociétés privilégiées fiscalement. – La majorité des entreprises assujetties à l’impôt, à savoir 53%, contribuent seulement pour 1.5% aux recettes du Canton tirées de l’impôt sur le capital . Forte imposition de la classe moyenne et des revenus supérieurs

– Les taux d’imposition maximaux bernois concernant l’impôt sur le revenu 70.00% comptent parmi les plus élevés sur le Anzahl Steuerpflichtige 60.00% plan national. Parmi les cantons voiNombre de contribuables sins, seuls les cantons de Vaud et du 50.00% Beitrag an die Jura imposent encore plus les revenus Kantonssteuer 40.00% Contribution maximaux (cf. fig. 3). à l’impôt cantonal 30.00% – A lors que d’autres cantons (comme 20.00% p.ex. Zurich) appliquent des taux mo12.31% 8.44% 6.91% 10.00% dérés pour un revenu annuel de 5.10% 1.76% 0.30% 100 000 fr., le canton de Berne se classe 0.00% 0-10'000 10'001-50'000 50'001-250'000 250'001+ parmi les quatre cantons appliquant Steuerbarer Gewinn in CHF | Bénéfice imposable en francs suisses les barêmes les plus élevés pour un tel Der Vergleich zeigt, dass verhältnismässig wenige Unternehmen den Grossteil der Steuerlast tragen revenu annuel. (5.1% der Unternehmen leisten 91% der gesamten Steuerbeiträge der Gewinnsteuern) La comparaison démontre que proportionnellement, peu d’entreprises supportent la plus grande partie de la charge fiscale – Même parmi les personnes physiques, (5.1% des entreprises fournissent 91% de la totalité des recettes fiscales issues de l’imposition sur les bénéfices) il apparaît qu’un petit nombre de Quelle: Steuerstatistik des Kantons Bern, 2011; Source : statistiques fiscales du Canton de Berne contribuables (6%) assume 32% des reBild/fig. 2 cettes tirées de l’impôt sur le revenu. – Privilegiert besteuerte Gesellschaften (das umfasst Holdings, – L’impôt sur la fortune est plus élevé en Suisse romande que Verwaltungs- und gemischte Gesellschaften) sind für den dans le canton de Berne. Grâce audit «frein à l›impôt sur la Kanton Bern hinsichtlich Steuersubstrat, wirtschaftliche fortune» (max. 25% du rendement de la fortune, min. 2.4‰ de Wertschöpfung und Arbeitsplätze von sekundärer Bedeula fortune), le canton de Berne demeure au niveau de la Suisse tung. alémanique (cf. fig. 4). – Bei der Gewinnsteuer tragen ganz wenige Unternehmen den – La proportion de contribuables bien payés dans le canton de absoluten Grossteil der Steuerlast: Jene 5,1% der Berner Berne est comparativement modeste. Unternehmen, die einen steuerbaren Gewinn von mehr als CHF 250 000 erzielen, liefern über 91% der GewinnsteuerBerne perd beaucoup de recettes fiscales en faveur des Beiträge ab (vgl. Bild 2) – Einzig bei den ordentlichen Kapitalsteuersätzen gehört der cantons voisins Kanton Bern zu den attraktivsten Kantonen. Für privilegiert – Le canton de Berne se classe plutôt mal en tant que site en Suisse: les entreprises avec une grande substance fiscale besteuerte Gesellschaften sehen jedoch die meisten Kantone sont sous-représentées, et le canton génère une part des retiefere Kapitalsteuersätze vor. cettes supérieure à la moyenne à partir des impôts indivi– Bei der Kapitalsteuer leistet die Mehrheit aller steuerpflich­ duels. tigen Unternehmen, nämlich 53%, lediglich einen geringen Beitrag von 1,5% an die Kapitalsteuer-Einnahmen des – Une analyse des données relatives aux pendulaires démontre que Berne n’est pas particulièrement attrayant en tant que Kantons. «lieu de résidence». Plus de 55 000 des pendulaires travaillent 80.00%

74.15%


Hohe Besteuerung des Mittelstands wie auch der oberen Einkommen

certes dans le canton de Berne, mais payent les impôts sur leur revenu en dehors. Par contre, seuls 39 000 travailleurs bernois font la navette avec les cantons voisins. En considération nette, le canton de Berne perd ainsi la substance fiscale d’environ 16 000 contribuables (cf. fig. 5). – Suite à la crise financière, le canton de Berne n’a pas réussi à compenser la baisse des recettes issues de l’impôt sur les bénéfices avec des impôts sur le revenu supplémentaires, à la différence du canton de Zurich (Zurich a pu plus que compenser les pertes fiscales dues à la conjoncture grâce à une immigration nette élevée, où les personnes imposées à la source ont joué un grand rôle.) – Comme le démontre le compte cantonal, le canton de Berne a certes pu augmenter les recettes totales depuis 2002, mais les dépenses ont augmenté au même rythme. Au lieu d’améliorer les structures grâce à cet argent, les dépenses ont été adaptées aux recettes et la marge de manœuvre fiscale cruellement nécessaire de nos jours a en partie été gâchée (cf. fig. 6).

– Die Berner Spitzensteuersätze bei der Einkommenssteuer gehören im nationalen Vergleich zu den höchsten. Von den umliegenden Kantonen belasten nur die Kantone Waadt und Jura die Spitzeneinkommen noch stärker (vgl. Bild 3) – Während andere Kantone (wie z.B. Zürich) bei jährlichen Einkommen von CHF 100 000 moderate Steuersätze anwenden, befindet sich der Kanton Bern im Ranking bereits bei diesen Jahreseinkommen unter den vier Kantonen mit den höchsten Tarifen. – Auch bei den natürlichen Personen zeigt sich, dass ein kleiner Teil der Steuerpflichtigen (6%) immerhin 32% der gesamten Einkommenssteuer-Beiträge übernimmt. – Die Vermögenssteuer ist in der Westschweiz höher als im Kanton Bern. Dank der sogenannten «Vermögenssteuerbremse» (max. 25% des Vermögensertrages, min. 2.4‰ des Vermögens) kann der Kanton Bern mit der Deutschschweiz mithalten (vgl. Bild 4) – Der Anteil gutverdienender SteuerzahIndividualbesteuerung – ler ist im Kanton Bern vergleichsweise Einkommenssteuern gering. Maximale Einkommenssteuersätze

Imposition individuelle – Impôts sur le revenu

Taux d’imposition maximaux sur le revenu dans les chefs-lieux des cantons 2012

in den Kantonshauptorten 2012

Bern verliert viele Steuergelder an Nachbarkantone

– Im nationalen Standort-Ranking schneidet der Kanton Bern eher schlecht ab: Unternehmen mit grossem Steuersubstrat sind untervertreten, und der Kanton generiert einen überdurchschnittlich hohen Anteil der Steuererträge aus den Individualsteuern. – Eine Analyse der Pendlerdaten zeigt, dass Bern als «Wohnkanton» keine besondere Attraktivität geniesst. Über 55 000 Pendler arbeiten zwar im Kanton Bern, versteuern ihr Einkommen aber ausserhalb. Demgegenüber pendeln nur rund 39 000 Kantonalberner Arbeitnehmer in die Nachbarkantone. In der Nettobetrachtung verliert der Kanton Bern somit das Steuersubstrat von zirka 16 000 Steuerpflichtigen (vgl. Bild 5) – A nders als etwa dem Kanton Zürich gelang es dem Kanton Bern im Nachgang zur Finanzkrise nicht, den ­Einbruch der Einnahmen aus Gewinnsteuern durch zusätzliche Einkommenssteuern zu kompensieren. (Zürich vermochte dank einer hoher Netto-Zuwanderung die konjunkturell bedingten Steuerausfälle sogar mehr als auszugleichen, wobei quellenbesteuerte Personen eine wichtige Rolle gespielt haben.) – Wie die Staatsrechnung zeigt, konnte der Kanton Bern zwar die Gesamt­ einnahmen seit 2002 steigern. Die Ausgaben erhöhten sich jedoch im Gleichschritt. Anstatt mit dem Geld Schwung für verbesserte Strukturen zu holen, wurden die Ausgaben den Einnahmen angepasst und der heute dringend ­notwendige finanzpolitische Handlungsspielraum teilweise verspielt (vgl. Bild 6)

Kantone mit einem höheren max. Einkommenssteuersatz als Bern Cantons avec un taux d’imposition sur le revenu maximal supérieur à Berne Kantone mit einem tieferen max. Einkommenssteuersatz als Bern 23.4 Cantons avec un taux d’imposition sur les bénéfices inférieur à Berne BS 37.5%

JU 42.4%

NE 39.3% FR 35.4%

VD 41.5%

GE 45.0%

BL

42.4%

SO 34.5%

BE 41.4%

AG 34.3%

SH 32.3%

TG 32.5% AR 30.0% AI SG 26.1%% 32.7%

ZH 39.9%

ZG 22.9% SZ NW 23.0% OW 25.2% 24.1% UR 25.6%

LU 30.0%

GL 31.2% GR 32.4%

TI 40.9%

VS 36.5%

Bemerkungen: Maximaler Einkommenssteuersatz (ledig, keine Kinder, keine Konfession; Durchschnittssteuersatz) Bund/Kanton/Geme inde für den jeweiligen Hauptort. Quelle: KPMG Schweiz. Remarques : taux d’imposition maximal sur le revenu (célibataire, sans enfants, sans confession, taux moyen) Confédération/Canton/commune pour les chefs-lieux respectifs. Source : KPMG Suisse

Bild/fig. 3

Individualbesteuerung – Vermögenssteuern

Imposition individuelle – Impôts sur la fortune

Progression der Vermögenssteuersätze (ledig, keine Kinder, keine Konfession)

Progression du taux d’imposition sur la fortune (célibataire, sans enfant, sans confession)

Steuersatz in Promille Taux en pour-mille 10.00 9.00

GE VD

8.00

BL 7.00

NE VS

6.00

FR BE

5.00

1)

ZH JU

4.00

mit Vermögenssteuerbremse (Art. 66) avec frein à l'impôt sur la fortune (art. 66)

3.00 2.00

AG ZG LU SO OW

1.00

NW

0.00 100'000

200'000

500'000

1'000'000

2'000'000

10'000'000

Reinvermögen in CHF | Fortune nette en francs suisses Bemerkungen: 1) Kanton Bern: Vermögenssteuer nach Art. 66 StG („Vermögenssteuerbremse“): Ist die Vermögenssteuer höher als 25% des Vermögensertrages, wird sie auf 25% des Vermögensertrages begrenzt, die Mindeststeuer beträgt hierbei jedoch 2.4 ‰ des steuerbaren Vermögens. Quellen: TaxWare, KPMG Schweiz. Remarques : 1) Canton de Berne : taux d’imposition sur la fortune selon art. 66 LI (« frein à l’impôt sur la fortune ») : Si l’impôt sur la fortune dépasse les 25% du rendement de la fortune, il est limité à 25% du rendement de la fortune, l’impôt minimal est cependant de 2.4 ‰ de la fortune imposable. Sources : TaxWare, KMPG Suisse

Bild/fig. 4


Standortqualität und Einnahmenstruktur

Qualité du site et structure des recettes

Pendlerstatistik des Kantons Bern Saldo Zupendler – Wegpendler

Statistique des pendulaires dans le canton de Berne. Solde pendulaires entrants- pendulaires sortants

Pendlersaldo

Je höher der Pendlersaldo, desto grösser ist der Anteil der Erwerbstätigen, die im jeweiligen Kanton arbeiten, aber ausserhalb wohnen.

Bilan

L’Union du commerce et de l’industrie tire le bilan suivant: Zupendler – Wegpendler – La nécessité d’agir pour le canton de in Relation zu den Erwerbstätigen im Kanton Plus le solde pendulaire est élevé, plus grand est Berne dans le domaine fiscal est grande Solde pendulaire le nombre de travailleurs travaillant dans le canton, Pendulaires entrants – Pendulaires sortants (personnes physiques et morales). en relation avec les travailleurs dans le canton mais résidant en-dehors. – Les recettes croissantes des dernières Kanton Pendlersaldo / Solde pendulaire années (en dehors de la réduction de la Basel-Stadt 35.49% Während 55‘031 Zupendler im Kanton Bern arbeiten, dette qu’il convient de saluer) ont été Zug 21.58% pendeln 38‘980 Berner in andere Kantone. Zürich 11.16% d’abord utilisées pour augmenter les In der Nettobetrachtung „verliert“ der Kanton Bern Genf 9.79% somit 16‘051 Steuerzahler an die anderen Kantone. dépenses et les changements structuObwalden 5.46% Alors que 55'031 pendulaires entrants travaillent rels sont en grande partie restés en Bern 3.45% dans le canton de Berne, 28'980 travailleurs bernois Neuenburg 2.34% plan. A ce titre, le Canton a gaspillé ses pendulaires travaillent dans d’autres cantons. Schaffhausen -0.75% En considération nette, le canton de Berne « perd » chances. Waadt -1.05% ainsi 16'051 contribuables travaillant dans – Une stratégie recommandable au CanGraubünden -1.22% d’autres cantons. St. Gallen -4.08% ton de Berne est de réduire sensibleDer Kanton Bern wird zwar eher als Luzern -4.45% ment les dépenses en même temps que Arbeitsort, nicht aber als Wohnort Wallis -5.73% bevorzugt. Dadurch geht Steuersubstrat d’abaisser petit à petit les impôts pour Jura -7.12% von natürlichen Personen an die Solothurn -13.03% les personnes physiques et morales, umliegenden Kantone verloren. Glarus -14.18% compte tenu du fait que dans le cadre Le canton de Berne est certes préféré Aargau -18.37% comme lieu de travail, mais pas comme Appenzell AR -18.60% de la solution apportée au conflit fiscal lieu de résidence. Ainsi, une substance Freiburg -18.89% avec l’UE, une baisse de l’impôt sur les fiscale de personnes physiques est Thurgau -22.87% perdue au profit des cantons voisins. Basel-Land -27.49% bénéfices et des mesures compensaSchwyz -28.79% toires peuvent s‘imposer. Nidwalden -37.19% –  Le canton de Berne peut mieux vendre Bemerkungen: Bei den Erhebungen der Pendlermatrix des Bundesamtes für Statistik handelt es sich um eine Stichprobe. Arbeitswege mit weniger als 50 Beobachtungen wurden in der Evaluation nicht ausgewiesen. Die Grundgesamtheit der sa situation relativement avantageuse Strukturerhebung enthält alle Personen der ständigen Wohnbevölkerung ab vollendetem 15. Altersjahr, die in Privathaushalten leben. Aus der Grundgesamtheit ausgeschlossen wurden neben den Personen, die in Kollektivhaushalten leben, auch Diplomaten, en matière d’impôt sur la fortune et de internationale Funktionäre und deren Angehörige. Quelle: Bundesamt für Statistik, Strukturerhebung 2010. surcroît gagner de la substance fiscale Bild/fig. 5 avec les travailleurs résidant hors du canton, à condition que lui et ses comFazit munes améliorent les facteurs de lieu Der Handels- und Industrieverein zieht folgendes Fazit: de résidence, fiscaux ou non fiscaux. – Der Handlungsbedarf im Kanton Bern im steuerlichen – Les autres facteurs liés au site pour l’économie bernoise ­Bereich (natürliche und juristische Personen) ist gross. doivent aussi être améliorés; il faut attacher une grande im– Es rächt sind nun, dass die steigenden Einnahmen der letzten portance aux infrastructures en matière de transports ainsi Jahre (neben dem Schuldenabbau, der zu begrüssen war) vorqu’à la formation (cf. programme de points forts de l’UCI de ab zur Ausgabensteigerung verwendet worden sind und mai 2012). Strukturveränderungen weitgehend ausblieben. Man kann Le moniteur fiscal au complet peut être téléchargé à partir diesbezüglich von verpassten Chancen sprechen. – Dem Kanton Bern empfiehlt sich als Strategie, eine spürbare du site www.hiv-bern.ch. Ausgabensenkung gepaart mit einer schrittweisen Senkung der Steuern für natürliche und juristische Personen, wobei sich im Rahmen der Lösung des EUSteuerstreits eine GewinnsteuersenStandortqualität und Einnahmenstruktur Qualité du site et structure des recettes kung und Ersatzmassnahmen (wie z.B. Verhältnis Einnahmen/Ausgaben des Kantons Bern Verhältnis Einnahmen/Ausgaben des Kantons Bern Lizenzboxen) aufdrängen können. – Der Kanton Bern kann seine relativ in/en CHF 1000 günstige Vermögenssteuer-Situation 10,500,000 besser vermarkten und zudem Steuer10,000,000 substrat von heute noch aussenkan­ tonal wohnenden Arbeitskräften hinzu 9,500,000 gewinnen, wenn er und seine Gemein9,000,000 den die steuerlichen und nicht-steuer­ 8,500,000 lichen Wohnstandortfaktoren verbesEinnahmen Recettes sern. 8,000,000 Ausgaben – Die übrigen Standortfaktoren für die Dépenses 7,500,000 bernische Wirtschaft sind ebenfalls zu verbessern; der verkehrstechnischen 7,000,000 Erschliessung und der Ausbildung ist 6,500,000 hohes Gewicht beizumessen (vgl. dazu das Schwerpunkteprogramm des HIV 6,000,000 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 vom Mai 2012). 9,922,331

9,824,323

9,438,320

8,863,083

8,278,175

8,756,324

10,018,500

9,961,900

9,686,894

9,820,390

9,030,183

9,929,432

9,556,521

9,039,164

8,865,265

8,250,071

8,089,074

8,093,686

7,869,011

Der vollständige Steuermonitor kann unter www.hiv-bern.ch heruntergeladen werden.

8,150,105

Die Ausgaben des Kantons Bern folgen den Einnahmen. Les dépenses du canton de Berne suivent les recettes. Quelle: Geschäftsberichte und Rechnungen des Kantons Bern: http://www.fin.be.ch/fin/de/index/finanzen/finanzen/publikationen/geschaeftsberichtstaatsrechnung.html Source : rapports de gestion et comptes du Canton de Berne : http://www.fin.be.ch/fin/de/index/finanzen/finanzen/publikationen/geschaeftsberichtstaatsrechnung.html

Bild/fig. 6


Berner Gemeinden verbessern ihre Standortbedingungen für Unternehmen Der Handels- und Industrieverein des Kantons Bern hat bereits vier Mal seit 1999 die Standortqualitäten ausgewählter bernischer Gemeinden gemessen und verglichen. Anfangs September wurde der alle Regionen umfassende Gesamtbericht des aktuellsten Updates den Gemeindevertretern und den Medien vorgestellt. Der Bericht zeigt, dass die meisten Gemeinden ihre Standortqualitäten verbessert haben. Wenn die Faktoren­gruppe

«Umgebung und Lebensqualität» miteinbezogen wird, so fungieren die Gemeinde Kirchberg und die Stadt Langenthal an der Spitze. Das insgesamt positive Resultat des Gemeinde-Benchmarks kann indessen nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Kanton Bern im schweizerischen Vergleich, das heisst relativ zu den anderen Kantonen, an Standortgunst eingebüsst hat. Auf Ebene Kanton sind grössere Anstrengungen nötig.

Werner Wyss (li.) und Thomas Rufener (re.)

«Das HIV-Gemeinderating ist ein ausgezeichneter Spiegel für die Stadt Langen­t hal. Das Rating setzen wir ein in der Betreuung und Beratung bei der Ansiedelung neuer Firmen und im Falle von Firmen-Neugründungen ebenso wie bei der Unterstützung von Privatpersonen. Der erreichte Spitzenrang im Berner Gemeinderating ist für die Stadt Langenthal eine wichtige Motivation, bezüglich Steuerklima, dienstleistungsorientierter Verwaltung, zeitgemässer Infrastruktur und Lebensqualität sich ständig zu verbessern.» Thomas Rufener, Stadtpräsident Langenthal

Des communes bernoises améliorent leurs conditions d’implantation en faveur des entreprises Pour la quatrième fois depuis 1999, l’Union du commerce et de l’industrie du Canton de Berne (UCI) a mesuré et comparé les qualités de communes bernoises sélectionnées en tant que sites d’implantation. Début septembre 2012 elle a présenté un rapport global détaillé de la dernière mise à jour de son classement englobant toutes les régions. Ce rapport révèle que la plupart des communes ont amélioré leurs qualités en tant que sites d’implantation. Si l’on inclut le groupe de Economie bernoise 04 | 12

facteurs «Cadre environnant et qualité de vie», la commune de Kirchberg et la ville de Langenthal arrivent en tête. Toutefois, malgré le résultat d’ensemble positif de la comparaison des communes ne peut faire oublier que sur le plan national, c’est-à-dire par rapport aux autres cantons, le Canton de Berne a perdu de son attractivité. De plus grands efforts doivent donc être fournis en la matière au niveau cantonal.

«Die guten Platzierungen in allen bisherigen Ratings haben das Vertrauen von Industrie und Gewerbe in den Standort Kirchberg klar gestärkt und dazu bei­ getragen, dass in den letzten Jahren innovative Unternehmen ihre Geschäftstätigkeit in unsere Gemeinde verlegt und sich hier angesiedelt haben. Durch die Erweiterung mit der Faktorengruppe «Umwelt und Lebensqualität» wurde der Gemeinderat zudem motiviert, diese ­Bereiche in das wirtschaftspolitische Engagement einzubeziehen und gezielt zu fördern. Erfreulich ist, dass die Ratinggemeinden aus dem Emmental und dem Oberaargau ihre Positionen kontinuierlich verbessern konnten und aktuell ­bezüglich Wirtschaftsfreundlichkeit im Kanton Spitzenplätze belegen.» Werner Wyss, Gemeinderatspräsident Kirchberg

Allen einbezogenen Gemeinden wurde der Gesamtbericht zugestellt. Für weitere Interessierte kann er beim HIV bezogen beziehungsweise unter www.bern-cci.ch/ Publikationen/Gemeinderating heruntergeladen werden.

Toutes les communes participantes ont reçu le rapport global. Celui-ci peut être chargé à partir du site UCI sous www.bern-cci.ch/ Publikationen/Gemeinderating.

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Ausladung von Herrn Dr. Brabeck an der Pädagogischen Hochschule Bern Am Montagsforum vom 22. Oktober 2012 des Instituts für Weiterbildung der Pädagogischen Hochschule Bern (PH Bern) war Nestlé-Verwaltungsratspräsident Dr. Peter Brabeck als Referent eingeladen. Bloss wenige Tage vor der Veranstaltung erhielt Herr Dr. Brabeck allerdings eine schroffe Ausladung. Dies, weil ganz offensichtlich die verantwortliche Führung der PH Bern wegen Drohungen von rund fünfzig Mitarbeitenden (darunter ein führender Ethikprofessor!) und ähnlich vieler Studierender eingeknickt waren.

Der Handels- und Industrieverein des Kantons Bern hat sich in einem Brief an den Erziehungsdirektor, Herrn Regierungsrat Dr. Bernhard Pulver, ob solch beschämendem Verhalten beklagt, dies zeuge von Arroganz und schade dem Image des Kantons Bern als Wirtschaftsstandort. Der HIV fordert, dass Offenheit und Toleranz und auch das Verständnis für wirtschaftliche Zusammenhänge als Inhalte ins Leitbild der PH Bern auf- ­ und eine gezielte Stärkung der Führungsstrukturen an die Hand genommen werden.

HIV-Seminar vom 19. September 2012 – Streiterledigung für KMU

Staatliche Gerichtsbarkeit und gesetzlich geregelte Alternativen

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Rund 50 Interessierte besuchten am 19. September 2012 im Kursaal das HIVVorabendseminar zum Thema «Streit­ erledigung für KMU: Staatliche Gerichtsbarkeit und gesetzlich geregelte Alternativen». Ziel der Veranstaltung war, die gesetzlich geregelten Konfliktlösungsverfahren, der staatliche Zivilprozess, die Schiedsgerichtsbarkeit und die Mediation in ihren Eigenheiten darzustellen und miteinander zu verglichen. Nach einer Begrüssung durch Dr. Adrian Haas, HIV-Direktor, leitete der juristische Sekretär des HIV, Dr. David Herren (5) das Publikum kurz in die Thematik ein. Anschliessend kamen die geladenen Referenten zu Wort: Frau Danièle Wüthrich-Meyer (3), Oberrichterin am Handelsgericht, stellte das zivilprozessuale Verfahren des Berner Handelsgerichts vor. Herr Bernhard Berger (2), Dr. iur., Rechtsanwalt, LL.M, Partner bei Keller14

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hals Anwälte, referierte über das Verfahren nach den Swiss Rules of International Arbitration. Herr Christian Leu (4), Rechtsanwalt bei Postfinance, berichtete über «Mediation im Unternehmen und bei ­handelsrechtlichen Streitigkeiten». Herr

Schiedsgerichtsbarkeit:

Die Handelskammern Basel, Bern, Genf, Lausanne, Neuchâtel, Lugano und Zürich bieten seit dem 1. Januar 2004 unter dem Namen «Swiss Rules of International Arbitration» gesamtschweizerisch eine einheitliche Schiedsordnung für nationale und internationale Schiedsfälle an. Diese stellt eine diskrete Streiterledigung sicher und misst der Parteiautonomie eine grosse Bedeutung zu. Mitgliedsunternehmen, welche Gebrauch von diesem Schiedsreglement machen möchten, müssen in Verträgen einzig eine Musterschiedsklausel verankern. Weitere Informationen zum Verfahrensreglement und dessen Anwendung finden Sie unter www.swissarbitration.org.

­ anspeter Rentsch (1), Dr. iur., lic. oec. H HSG, Direktor/Mitglied der Konzernleitung der Swatch Group, brachte die Sicht der unternehmerischen Praxis, insbesondere die Vermeidung rechtlicher Risiken in internationalen Verfahren ein.

Voranzeige:

Weitere Informationen www.b2berne.ch.

Berner Wirtschaft 04 | 12


Auflösung Wettbewerb Magazin 3/2012 Wie viele Destinationen fliegt SkyWork Airlines im Winterflugplan 12/13 an? Diese Frage stellten wir in unserem Wettbewerb im Magazin Berner Wirtschaft 3/2012. Die richtige Antwort ­lautet 13 Destinationen, nämlich Amsterdam, Barcelona, Belgrad, Berlin Schö­ nefeld, Budapest, Hamburg, Köln/Bonn, London City, Palma de Mallorca, Rom, Thessaloniki, Wien, Zagreb. Am 25. Oktober 2012 zog unsere Glücksfee, Frau Anne Burri, Sachbearbeiterin Exportdienste, Berner Handelskammer, unter Aufsicht von Herrn Notar Lukas Manuel Herren, Bern, (Bild unten) die Wettbewerbsgewinnerin Frau Sandra von May-Granelli, Inhaberin und Vorsitzende der Geschäftsleitung Feusi Bildungszentrum AG, Bern. Wir gratulieren der Gewinnerin einer Flug­reise für zwei Personen an eine Wunschdestination von SkyWork herzlich. Stelldichein auf dem Flughafen Bern-Belp: Die glückliche Gewinnerin unseres Leserwettbewerbs, Frau Sandra von May-Granelli, anlässlich der Preisübergabe durch Sibylle Plüss-Zürcher, stv. Direktorin HIV, und Thomas Kurzweg, Chief Commercial Officer (CCO), verantwortlich für die Bereiche Marketing, Sales und Customersupport der SkyWork-Gruppe.

Wir danken der HIV-Mitgliedsfirma SkyWork bestens fürs Stiften des Wett­ bewerbspreises. Allen Teilnehmenden danken wir fürs Mitmachen – wenn’s diesmal nicht geklappt hat, so laden wir Sie ein zur erneuten Teilnahme an unse-

ren Wettbewerben im Magazin Berner Wirtschaft beziehungsweise auf unserer ­Homepage www.bern-cci.ch -> Wettbewerb.

Business2School – interessante Plattform für die Wirtschaft

Daniel Meienberg, Head of Costumer Relations bei mimacom

«Wir wollen uns selber immer wieder übertreffen – bevor es andere tun. Erstens zum Nutzen unserer Kunden und zweitens im Interesse von uns selbst.» Business2School ist eine Plattform für die Wirtschaft, für Studierende und Dozierende. Auf B2S können Sie Bachelorund Masterarbeiten, Praktika und Stellen ausschreiben. www.b2s.ch ist Partner der Berner Fachhochschule (BFH) und der Fachhochschule Westschweiz (HESSO). Mit einem Inserat auf B2S erreichen Sie Studierende beider Fachhochschulen – insgesamt rund 25 000 Personen. Im Interview mit www.b2s.ch berichtet Economie bernoise 04 | 12

Daniel Meienberg, Head of Costumer Relations der mimacom, über das sinnvolle Nutzen der elektronischen Plattform. mimacom ag, the open source integrator, wurde 1999 als Spin-Off der Fachhochschule Bern gegründet. Die mimacom group beschäftigt zur Zeit weltweit rund 150 Mitarbeiter, mehrheitlich Projektmanager, Scrum Master, IT Consultants und Software Engineers. Sie benutzen die Plattform Business2School schon seit 2010. Wie sind Sie auf die Plattform gestossen? Daniel Meienberg (D. M:): Unser Leiter des Standorts Lausanne hat uns auf Business2School aufmerksam gemacht. Er kannte B2S aus seiner Tätigkeit an der Fachhochschule Westschweiz. www.b2s.ch:

D. M.: Ja, wir haben bereits interessante Bewerbungen erhalten und auch einige Vorstellungsgespräche gehabt. Wir stellen gerne Diplomierte gleich nach dem Studium an und bilden sie intern aus bei zunächst strenger Selektion. www.b2s.ch: Wo sehen Sie die Vorteile von Business2School etwa gegenüber einer klassischen Jobplattform? D. M.: Bei B2S ist das Zielpublikum genau definiert. Das vereinfacht die Arbeit. Denn, wenn wir ein Inserat auf einer grossen Jobplattform platzieren, bewerben sich auch oft Personen mit nicht annähernd gewünschtem Profil. Wir werden nächstens erneut junge Ingenieure einstellen und B2S nutzen.

www.b2s.ch: Nutzen Sie Business2School auch für die Werbung neuer Mitarbeitender?

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Portraits d‘entreprises Séction Jura bernois

G. & Y. Leuenberger SA,

AGC Verres Indus­triels SA

Eschert/­Moutier

(VIM), ­Moutier

45 employés

160 collaboratrices et collaborateurs à Moutier

Nos activités

Nos activités

Nos activités

Entreprise familiale de décolletage qui fêtera ses 50 ans d’activité en 2014. Un parc de machines diversifiées permet à G. & Y. Leuenberger SA d’être constamment à la pointe du progrès et, grâce à une organisation extrêmement souple, d’adapter sa production à des commandes allant de 100 à plusieurs millions de pièces mesurant de 1 à 100 millimètres. Toutes les matières y sont usinées, telles que laiton, acier, inox et même le plastique. Une équipe dynamique de collabo­ra­ teurs(trices) spécialisés est à la disposition du client pour lui apporter son aide au cours du développement de ses produits. La société réalise aussi des loupes d’horloger pouvant être personnalisées.

AGC Verres Industriels SA développe, produit et commercialise des vitrages et des composants destinés aux secteurs du bâtiment, des transports (ferroviaire, tramways, métro, maritime, aéronautique, militaire, véhicules spéciaux) et de l’industrie. Les débuts du verre à Moutier remontent à 1841 et l’entreprise a connu un développement continu en se spécialisant dès 1955 sur les produits verriers transformés. Proche des besoins de ses clients, grâce à une forte intégration de ses processus de fabrication, VIM est en mesure de fournir des vitrages spécifiques «sur mesure» complexes dans des délais courts. AGC Verres Industriels SA est une société du groupe AGC, leader mondial du verre, présent sur tous les continents et offrant une large gamme de produits allant du verre mince pour écrans tactiles aux verres pour l’automobile.

Paerli SA, fondé en 1892, spécialisée dans la conception et le montage d’installations de chauffage et de sanitaire, a toujours suivi le même objectif: «Etre au service du client». Cette volonté nous a ainsi permis d’asseoir notre notoriété sur l’ensemble de l’arc jurassien. Aujourd’hui, l’entreprise, forte de 50 collaborateurs spécialisés, se décompose en 5 dépar­ tements: Administration et commercial, bureau d’étude et de conception, assistance et coordination, montage et réali­ sation, service après-vente. Toutes ces activités sont interdépendantes et sont chacune dirigées par un gestionnaire technicien responsable. Un encadrement performant et la formation continue du personnel de Paerli vous garantissent un conseil de haut niveau et une efficacité d’intervention sans faille.

Nos attentes concernant la politique économique

Une terminaison urgente de la route nationale A16. Un soutien et un développement encore plus intense de la formation professionnelle et si possible pas sur la riviera lémanique mais ici où nous en avons un grand besoin. Le maintien et le renforcement des infrastructures régionales afin de garder dans notre région les jeunes que nous formons et pourquoi pas pour en faire venir d’autres. Une simplification drastique de toute la paperasserie administrative qui étouffe nos PME.

Nos attentes concernant la politique économique

La situation économique est juste délétère. Depuis la chute de l’Euro nos prix ont augmenté de 25% pour nos clients. Pour avoir une quantité de travail suffisante, nous rognons nos marges. Est-ce une mauvaise passe? Ou devons-nous délocaliser prochainement? Notre sort ne préoccupe personne au niveau politique. Puisse notre avance technologique nous permettre de passer le cap. www.leuenberger-sa.ch

Orientée vers l’exportation, VIM souhaite des conditions de libre-échange favorisant le commerce à conditions comparables par rapport aux acteurs étrangers. La défense du Swiss Made et de la place suisse comme lieu de production est prioritaire. Grande consommatrice d’énergie électrique par ses processus spécifiques au traitement du verre, l’entreprise nécessite un approvisionnement sûr à un coût acceptable permettant de maintenir sa compétitivité.

Paerli-Chiquet SA 50 collaborateurs répartis entre Tramelan, Neuchâtel, Delémont

Nos attentes concernant la politique économique

www.paerlisa.ch

www.yourglass.com

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Economie bernoise 04 | 12


Spezialistenmangel als Wachstumshemmer Talent-Identifikation, alternative Suchmöglichkeiten und Employer Branding bieten Chancen

Daniela Stöckli, Geschäftsleiterin Wilhelm Kader­ selektion AG, Bern www.wilhelm.ch

Die Fachkräftelücke* ist in einigen Branchen ein Hindernis für nachhaltiges Wachstum. Es fehlen vor allem Infor­ma­ tiker, Elektroingenieure, Mikroingenieure, Maschineningenieure und Bau­inge­ nieure. Die demografische Entwicklung wird verstärkt dazu führen, dass die Zahl qualifizierter Berufseinsteiger sinkt. Gleichzeitig steigt der Bedarf an jüngeren wie älteren Arbeitnehmern mit Schlüsselqualifikationen. Talente identifizieren und entwickeln mit Hilfe von Assessments

Besonders in wirtschaftlich schwierigen Zeiten lohnt es sich, «ungeschliffene» Diamanten einzustellen und diese on- und off-the-job zu den top Leistungsträgern der Unternehmung weiter zu entwickeln. Bloss – wie können solche Talente gefunden werden? Wie kann eine Person beispielsweise bezüglich ihres Führungspotenzials beurteilt werden, ohne dass sie in ihrem bisherigen beruflichen Werdegang je eine Führungsfunktion innehatte? Mit Hilfe von Assessments können gezielt jene Kompetenzen erfasst werden, welche einerseits den Anforderungen einer Position entsprechen, anderseits aber

gen, sich mit Employer Branding zu befassen. Die «Arbeitgeber-Markenbildung» ist eine unternehmensstrategische Massnahme. Dabei werden Konzepte aus dem Marketing, insbesondere der Markenbildung, angewandt. Ziel ist, ein Unternehmen insgesamt als attraktiven Arbeitgeber zu präsentieren und von anderen Wettbewerbern im Arbeitsmarkt positiv zu differenzieren. Unternehmen mit einer bekannten Marke sind als Arbeitgeber bei jungen StelZusammenarbeit mit einem professiolensuchenden erste Anlaufstelle. Dies nellen Personalberater belegen jährlich durchgeführte UmfraFür viele Profile ist eine Ausschreibung gen. KMU mit weniger als 1000 Mitarvia Stelleninserat aussichtslos. Hier beitenden sind auf diesen Listen aber empfiehlt sich die Zusammenarbeit mit kaum zu finden. Gerade für KMU ist es einem professionellen Personalberater. wichtig, sich ein positives Arbeitgeber- Denn dieser verfügt über ein gutes Bezie- Image zu geben. hungsnetz in der spezifischen Branche Die bestehende Belegschaft soll als Botund verfolgt einen breiteren Rekrutie- schafter ihres Unternehmens die Unterrungsansatz mit alternativen Suchmög- nehmenskultur nach aussen tragen. «Wir lichkeiten. Mit «Research» identifiziert sind stolz, für ein so geachtetes Unterer beispielsweise die gesuchten Leis- nehmen tätig zu sein.» Das ist das Ziel tungsträger im Markt und führt diskrete des Employer Brandings. Um glaubwürErstkontakte zu potenziellen Kandidaten dig zu sein, muss man wissen, wie sich im Markt. das eigene Unternehmen von den andeAuch hier lohnt sich, mit dem/den End- ren unterscheidet. Zudem muss man von kandidat/en ein Assessment durchzu- den eigenen Stärken überzeugt sein, ein führen um die erfolgsentscheidenden einheitliches Kommunikationskonzept Faktoren auszumachen und zu beurtei- haben und leben, was man sagt. Das len. Ein strukturiertes Auswahlverfah- HR gibt in erster Linie die Impulse. Die ren erhöht überdies die Sicherheit, die Unternehmensleitung muss sie zur «richtigen» Mitarbeitenden zu haben, er- «Chefsache» erklären. heblich. auch die Grundvoraussetzungen dafür bilden, dass ein Talent zur fähigen Führungskraft heranwachsen kann. Entwicklungsfelder werden aufgezeigt und konkrete Massnahmen definiert, die eine gezielte Förderung ermöglichen. So kann das Humankapital eines Unternehmens nachhaltig gestärkt werden. Betriebliche Nachwuchsförderung ist sinnvoll, aber nur mittelfristig eine Lösung. Was kann noch getan werden?

Imagepflege für Arbeitgeber – Employer Branding

* (Differenz zwischen der Nachfrage nach Fachkräften und dem inländischen Angebot an Fachkräften zu einem bestimmten Zeitpunkt)

Die Verknappung an Fach- und Nachwuchskräften wird Unternehmen zwin-

Jubilierende HIV-Mitglieds­ firmen im Jahr 2013

Les entreprises «jubilaires» 2013 membres de l’UCI

­Der Handels- und Industrieverein des Kantons Bern erfreut sich jedes Jahr einer grossen Anzahl Mitgliedsfirmen, welche ihre runden Geburtstage feiern können (5, 10, 15 … Jahre). Weil ein Jubiläum willkommene Gelegenheit bietet, die Firma gezielt bekanntzumachen, möchten wir gerne unsere Jubilare in geeigneter Art erwähnen. Wir denken dabei ans Magazin Berner Wirtschaft, an unsere Webseite www.bern-cci.ch oder an noch abzusprechende weitere Formen.

L’Union du commerce et de l’industrie du Canton de Berne (UCI) se réjouit tous les ans de voir qu’un grand nombre d’entreprises membres fêtent un anniversaire marquant (5e, 10e, 15e année). Parce qu’un jubilé est une opportunité bienvenue pour faire connaitre d’une façon ciblée une entreprise, nous aimerions mentionner nos membres «jubilaires» de façon appropriée. Pour cette occasion, nous pensons à notre magazine «L’Economie bernoise», à notre site internet www.bern-cci.ch ou à toute autre forme encore à convenir.

Ende Oktober haben wir jene Mitgliedsfirmen, welche gemäss unserer Datenbank 2013 ihr Jubiläum haben, angeschrieben und sie gebeten, dies uns per Fragebogen kurz zu bestätigen. Sollten Sie von uns nicht angeschrieben worden sein, bitten wir um kurze Mitteilung an alfred.rikli@bern-cci.ch.

Berner Wirtschaft 04 | 12

Fin octobre nous avons contacté les entreprises membre qui selon la banque de données de nos membres fêteront leurs anniversaires. Si vous n’avez pas été contactés, nous vous prions de nous envoyer un mail (alfred.rikli@bern-cci.ch).

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Neueintritte

Firmenjubiläen

Nashorn

Der HIV Bern begrüsst neue Mitglieder

Diese Firmen und HIV-Mitglieder feiern 2012 ihr Jubiläum – wir gratu­lieren herzlich.

Das ärgert das Nashorn

AD Badewelt Antonio D’Amico, Köniz Alpabern AG, Bern EBL GmbH, Lotzwil Fritz Aegerter AG, Herzogenbuchsee Gigashop Networks AG, Bern Grünig-Interscreen AG, Schwarzenburg H + Z Rohrbach AG, Rohrbach Haws AG, Burgdorf Inforg GmbH, Gunten IVP Ivan Vaccari Personalberatung, Bern Jörg Lienert AG Bern, Bern Krontal Immobilien AG, Rüegsauschachen Liechti Küchen-Schreinerei AG, Wiedlisbach Maya Burkhard Coaching + Moderation, Thun Meridian AG, Thun Pascal Blattner Sales Services, Muri b. Bern Polo Motorrad Schweiz GmbH, Langnau Quartierladen 3013 + Metzgerei Iseli, Bern RESIQ AG, Burgdorf Stauffer Deckensysteme-Desys, Bern Swiss Sedimentation Technologies, Muri travailPLUS, Bern UNIROCK SA, Bienne Whitelight Veranstaltungstechnik AG, Burgdorf ZVG Zellstoff-Verarbeitungs AG, Niederbipp Mitglied werden? Alle Informationen finden Sie unter www.bern-cci.ch

10 Jahre

Energie Wasser Bern, Bern Res Publica Consulting AG, Bern 15 Jahre

ADIUTOR Anlage+Vorsorge-Planung, Bremgarten 40 Jahre

BijouxStadelmann, Bern Fankhauser Engineering AG, Oberdiessbach Tapisa Schweizer AG, Gwatt Wohncenter von Allmen AG, Interlaken

Jetzt wird wieder gejammert im Kanton Bern: Über die Streichung von Beiträgen an Quartierzentren, über die Ausdünnung von Buslinien oder über den Verzicht auf den Ausbau von Kitas. Am lautesten jammern jeweils Mitglieder von Parteien, die in der Vergangenheit nicht bereit waren, Hand zu bieten für rechtzeitige Massnahmen zur Verhinderung der längst absehbaren Finanzmisere. Man beklagt nun quasi die Situation, die man selber (mit)verursacht hat. Das Nashorn ärgert sich und hofft, dass die Stimmbürger bei den nächsten Wahlen den Spruch «Wahltag ist Zahltag» beherzigen werden.

50 Jahre

Arbor AG, Boll 60 Jahre

ETAVIS Arnold AG, Liebefeld Treuhand Gerber + Co AG, Herzogenbuchsee 80 Jahre

Garage Leiser AG, Lyss 90 Jahre

Marti AG, Moosseedorf 100 Jahre

Aebi Auto, Lyss Wirz Bauunternehmung, Bern 150 Jahre

UBS AG, Bern Feiert Ihre Firma 2012 ein ­Jubiläum? – Melden Sie das an redaktion@bern-cci.ch

Das freut das Nashorn

Auch auf Bundesebene wird gejammert. Dies vor allem von linker Seite über ­angeblich milliardenschwere Steuerausfälle als Folge der Unternehmenssteuerreform II. Mittlerweile ist allerdings plötzlich von beträchtlichen Mehreinnahmen die Rede: So zogen aufgrund der Einführung des Kapitaleinlageprinzips mehrere Grosskonzerne mit Milliarden­ umsätzen in unser Land. Zudem lösen die Einführung des Kapitaleinlageprinzips und die damit verbundene Stärkung der Risikokapitalfinanzierung erhebliche Wachstumseffekte aus. In dieses Bild passt, dass sich die behaupteten Steuerausfälle in den Zahlen des Bundes bisher nicht nachweisen lassen: So erzielte z. B. die Verrechnungssteuer 2011 sogar ein Spitzenergebnis und auch bei der Einkommenssteuer können bis heute keine negativen Auswirkungen festgestellt werden. Das Nashorn freut sich und ist gespannt auf eine seriöse Gesamtbetrachtung der Reform.

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Alfred Rikli, HIV Bern

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auch a­ uszugs­weise, nur mit schriftlicher Genehmigung des Herausgebers. Die «Berner Wirtschaft » ­erscheint vier mal jährlich. »

Berner Wirtschaft 04 | 12


Economie bernoise 04 | 12

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Unsere smarten Technologien leuchten ein.

Wir bringen Licht in die Versorgung von morgen. Die BKW berät und unterstützt private Haushalte und Gemeinden im sinnvollen Umgang mit Energie. Sie entwickelt und fördert «intelligente» Anwendungen und Systeme für eine präzise und vorausschauende Abstimmung von Angebot und Nachfrage. www.bkw-fmb.ch

Berner Wirtschaft, Economie bernoise  

Ausgabe 04 | 12

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