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Studieren unter Palmen | Deutschlands „First Man“ Bachelor – Ein Etikettenschwindel? | Olympia 2008 Schwarzer Humor für Fortgeschrittene | From Russia with Love


Liebe Studentinnen und Studenten, ich freue mich, dass Sie sich für ein Studium an der Fachhochschule Lausitz und damit auch in unserer schönen Stadt Senftenberg entschieden haben. Es gibt viele gute Gründe in Senftenberg zu studieren: kurze Wege, eine individuelle Vor-Ort-Betreuung, modernste Lehrbedingungen, ein breitgefächertes Sport- und Freizeitangebot, ein reichhaltiges kulturelles Angebot und natürlich das Lausitzer Seenland, allen voran der Senftenberger See. Das sind die besten Voraussetzungen für ein erfolgreiches und abwechslungsreiches Studium. Senftenberg hat sich in den vergangenen Jahrzehnten zu einer Stadt der Wirtschaft und Wissenschaft entwickelt. Darüber hinaus sind wir zu dem touristischen Zentrum im Lausitzer Seenland herangewachsen. Ich schaue positiv in die Zukunft, denn Senftenberg mit seinen Ortsteilen wird in den nächsten Jahre noch schöner und stabiler werden. Die Fachhochschule Lausitz, eine der modernsten Fachhochschulen Deutschlands, und zahlreiche Firmen bilden das

Rückgrat der wirtschaftlichen Entwicklung unserer Stadt. Gerade deshalb ist mir die enge Kooperation mit der Fachhochschule so wichtig. Sie als Studenten können einen bedeutenden Beitrag zur positiven Entwicklung von Senftenberg leisten. Wir brauchen Ihr Know-how und Ihren Ideenreichtum! Ich würde mir deshalb wünschen, dass Sie Senftenberg und der Region auch nach Ihrem Studium treu bleiben. Bis dahin ist es aber noch ein arbeitsintensiver und erkenntnisreicher Weg. Für diesen Weg und Ihr Studium wünsche ich Ihnen viel Erfolg. Ihr Andreas Fredrich Bürgermeister

ERLEBNISBAD SENFTENBERG Bei uns finden Sie Erholung, Spaß, Fitness- und Animationsangebote, 25 mSchwimmbecken, Erlebnisbecken mit 50 m-Rutsche, Wasserkaskaden und Massagedüsen, kleinen Saunabereich, Solarien, Außenbereich mit Liegewiese und Beachvolleyballfeld uvm. Montag

11.30 - 15.30 Uhr reserviert für Senioren, Behinderte u. Schwangere

Dienstag, Mittwoch, Freitg. 6.30 bis 8.00 Uhr Frühschwimmen 06.30 - 08.00 Uhr öffentliches Baden 11.00 - 22.00 Uhr Donnerstag Frühschwimmen öffentliches Baden öffentliches Baden

06.30 - 08.00 Uhr 11.00 - 17.00 Uhr 20.30 - 22.00 Uhr

Samstag öffentliches Baden

10.00 - 22.00 Uhr

Sonntag öffentliches Baden

10.00 - 22.00 Uhr


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Hallo Anne, Michael, Julia, Thomas, Kadi, Simone, Ute, Sebastian, Robert, Nico und alle Anderen, frisch und munter präsentiert sich euch die Studentenzeitschrift „TheCactus“ nach den Semesterferien. Themen wie Wohnungssuche, das Careercenter oder Hochschulangelegenheiten wurden gnadenlos recherchiert und zu Papier gebracht. Für diese Ausgabe wurden 12 Bleistifte verschlissen, 30 Packungen Kaffee getrunken, 5 Ziegen geopfert, 7 neue Unterhosen erworben, 2 Eintrittskarten für den hoyerswerd´schen Zoo gekauft, 320 Bücher gelesen, 4 Nächte zum Tag gemacht, 3,5 Tastaturen zerbissen und einmal „Die nackte Kanone“ geschaut. Nichts war uns zu teuer, kein Weg zu weit, um euch diese 26 Seiten Unterhaltungskonzentrat pünktlich zum Semesterbeginn aufzutischen.

Das Studentenmagazin der Lausitz

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Das grüne Sofa 2.0 Die Hochschule von A wie „AWH“ bis Z wie „Zensur“ GlückaufFest Mittendrin statt nur dabei Bachelor - Ein Etikettenschwindel? Die fabelhafte Welt der Hochschulbibliothek Es muss nicht immer Party sein Wissen ist Macht! Deutschlands „First Man“ Studicup Managementwissen für Anfänger

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Studieren unter Palmen From Russia with Love Batman oder doch lieber schimmlige Unterhosen? Patientenverfügung nachgedacht Schwarzer Humor für Fortgeschrittene Auf nach Heidelberg!

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Schon mal ne Runde durch Hoyerswerda gedreht?

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Eventkalender Bald ist es wieder soweit

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Wissenswertes Fallen Empire: Legions Keep on dancing with the Stereo MC’s Bin ich hier oder bin ich schon auf dem Sonnendeck J.R. Moehringer: „Tender Bar“ Leon de Winter: „Malibu“ Bilderrätsel

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Olympia 2008 Gefritzt!


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Wie s mes chon i m ter imm letzte eine n e T der anzstu r mon Jahr, fi in d t n d e st ags vo ndet au er zw Dab a n 20 ch d klas ei soll eiten o tt. Der der Star :00 bis ieses S sisc vers ehen tterm dritt und uch 21:3 e t 0 U go, einem ntersc werde n Vorle in ist e Uhr sun h ntw D n e C g e Nat iscofo ha-Ch ied zw u ürlic x un isch ren Fü swoch a C e. h w Tan e d h ß n a e v n , ie e z e s Arm füße u rden a lem an owie z inem W den nd wisc en u d a u c e h r e Inte en b hen lzer nd B ven au re pe „ sse? D einen tuell au s zwei eizubri Tann w l a Link er F nn me ieder g ftretend inken F gen. uß v ü ld d e e lös Kno ßen or!-n ic ten ein, h bei d t. in der e and r Studi VZ G ere Link e...!“ rupan.

Online Mixtape Früher war es tota l In, seinem heim lichen Schwarm, ein selbst zusam men gestelltes M ixtape zu schenken. Aber Kasset ten sind schon la nge out und die CD ist auch scho n am abnippeln. Was bleibt? Das Netz! Auf der Int ernetplattform vo n 8tracks.com könnt ihr euch nu n digital ein Mixt ape zusammenstellen, dann beko mmt ihr einen Lin k und jeder, der diesen anklickt, kann euer 8trac k-Mixtape hören. Ist das nicht hoch gradig illegal? Ein fach so Musik hochladen? Norm alerweise schon, aber die Leute von 8tracks habe n sich genau da rüber Gedanken gemacht. Damit die ganze Sach e legal über die Bühne geht, gibt es nur ein paar kleine Einschrän kungen. Das wich tigste aber ist, da s es für den Nutzer komplett koste nfrei ist.

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PRAKTIKUM IM AUSL AN

oendien für Praktika in Eur „Jetzt zusätzlich 40 Stip r nu er (od er est Sem h ein pa“ Habt ihr Lust einfac d Un ? en sland zu verbring ein paar Monate) im Au ist zubekommen…. Das ld Ge ch dafür auch no a ktik Pra für n die en n 40 Stip jetzt möglich. Wir habe in Europa bekommen. zu he Förderung von bis Damit ist eine monatlic kPra vom lt ha Ge d G un 400 EUR (+ Auslands-BAFÖ h. tikumsbetrieb) möglic t uns t doch einen Termin mi Interesse? Dann mach er od 287 85l. (Te t ndsam im Akademischen Ausla llen Ste die für g un rat Be -286). Dort bekommt ihr n tio isa an rgabe und Org suche, die Stipendienve lts. eures Aufentha

SULTN O C NTS E D U T S nce! a AWHh Dr. C fessor re u e es Pro terneht t is z n ahre e Un nut zehn J studentisch ern auch enen d

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Fritz Zumkley

Prof. Dr. jur. Andreas Wien

1. Was fällt Ihnen als erstes ein wenn Sie an die FHL denken? Immer nett, immer gutes Wetter, immer nette Menschen, wenn ich da bin – fühle mich immer sehr wohl auf dem Campus.

1. Was fällt Ihnen als erstes ein wenn Sie an die FHL denken? Engagierte, fröhliche Studierende und nette Kollegen.

2. Wo sehen Sie sich in 10 bis 20 Jahren? In zehn Jahren möchte ich alle Bachsuiten für V’Cello Solo auswendig drauf haben, in 20 Jahren bin ich in Rente und will dann vor allem eins – weiter mit jungen Menschen arbeiten und unterrichten ohne Ende.

3. Mit welcher berühmten Persönlichkeit würden Sie gern mal zu Abend essen? Mit Angela Merkel; sie dürfte ruhig ihren Mann mitbringen, schließlich ist er hier in der Region, nämlich in Hosena, aufgewachsen.

3. Mit welcher berühmten Persönlichkeit würden Sie gern mal zu Abend essen? Seine Bescheidenheit würde es nicht zulassen, als berühmte Persönlichkeit genannt zu werden, aber mit Eberhard Finke, der 30 Jahre lang Solocellist der Berliner Philharmoniker war und 7 Semester lang an der UdK Berlin mein Meister war, bin ich in der Tat für Ende Juni 2008 zum Abendessen verabredet gewesen.

5. Was machen Sie um Stress abzubauen? Am „Senftenberger See“ spazieren gehen.

Violoncello. Didaktik/Methodik

4. Was war Ihr Berufswunsch als Sie noch ein Kind waren? Musiker werden! 5. Was machen Sie um Stress abzubauen? Schwimmen und Fitness-Training, ran an die Geräte, 2-mal die Woche! „Sport ist Mord“, sagte Winston Churchill, aber so sah der ja dann auch aus. Also wirklich kein gutes Vorbild! 6. Was würden Sie als erstes aus Ihrer brennenden Wohnung retten? Mein Kind, meine Frau, mein Cello: genau in dieser Reihenfolge. 7. Welches Buch haben Sie als letztes gelesen? „Grosse Cellisten“ von Harald Eggebrecht. 8. Ist Ihnen schon mal etwas peinliches oder absurdes in der Vorlesung passiert? Da habe ich an der Humboldt-Universität Berlin die Cellogruppe des Hochschulorchesters trainiert und in der linken Hand ein Metronom gehalten und mit der rechten auf meinem Koffer ganz anders taktiert. Oh weh, das war wirklich peinlich! 9. Was bringt Sie so richtig auf die Palme? Ein Schüler bzw. Student, der in musikalischen Zusammenhängen „ist doch egal“ sagt. 10. Was sollte unbedingt mal erfunden werden? Nichts, es gibt doch schon alles, man muss nur lernen, es richtig anzuwenden. Das Studentenmagazin der Lausitz

Wirtschaftsrecht, Internetrecht

2. Wo sehen Sie sich in 10 bis 20 Jahren? An der FH-Lausitz … wo denn sonst????

4. Was war Ihr Berufswunsch als Sie noch ein Kind waren? Comic-Zeichner!

6. Wer war Ihr Lieblingskünstler in Ihrer Jugend? Die Pop-Gruppe Depeche Mode! 7. Was schätzen Sie an einem Studenten am meisten? Neugierde und Interesse am Studienfach. 8. Welches Buch haben Sie als letztes gelesen? Als letztes habe ich das Buch „Veranstaltungsmanagement“, welches Studenten der FHL mit mir zusammen geschrieben haben, zum Zwecke der Korrektur gelesen. Das letzte privat gelesene Buch war: „Die Eleganz des Igels“ von Muriel Barbery. 9. Was macht Sie zu einem guten Dozenten? Ob ich ein guter Dozent bin, müssen die Studierenden selbst beurteilen. Allgemein zeichnet einen guten Dozenten meines Erachtens aus, dass er in der Lage ist, komplizierte Sachverhalte so darzustellen, dass alle Zuhörer die Möglichkeit haben sie zu verstehen. Man sollte ihm gerne zuhören. Darüber hinaus sollte er auf Fragen eingehen und sich für die Studierenden Zeit nehmen. 10. Was bringt Sie so richtig auf die Palme? Arroganz und Überheblichkeit. 11. Wofür hätten Sie gern mehr Zeit? Für meine Forschungsprojekte und für die mir nahe stehenden Personen. 12. Welche CD haben Sie als letztes gekauft? Das neue Album von Carla Bruni.


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Die Hochschule von A wie „AWH“ bis Z wie „Zensur“ Die Tiefen der Hochschule sind in ihren Weiten unergründlich. Hinter jedem Buchstaben des Alphabets verbirgt sich mindestens ein Mysterium, dem „TheCactus“ auf den folgenden zwei Seiten in bester Sherlock Holmes-Manier auf die Schliche gekommen ist. Also wenn du noch wie die Kuh im Wald über den Campus trottest, dann lies die nächsten Zeilen aufmerksam - denn Wissen ist Macht!

AWH-Consult – das ist die studentische Unternehmungsberatung der FH Lausitz. Sie setzt sich ausschließlich aus Studenten der verschiedensten Fachbereiche zusammen. Studenten bekommen so die Möglichkeit, die Theorie in die Praxis umzusetzen und erste praktische Erfahrungen zu sammeln. Falls ihr euch dafür interessiert, meldet euch einfach unter awh-consult@gmx.de oder schaut im Büro (22.109) vorbei. BAföG – das ist staatliche U nterstützung für Studenten. BAföG wird an die Studenten ausgezahlt, die ohne diese Hilfe nicht die Möglichkeiten zum Studium hätten. Seit 2008 gilt für das BAföG eine neue Regelung. Für weitere Informationen: www.bafoeg.bmbf.de Campus – das ist der wohl wichtigste Ort eures Studentendaseins. Egal, ob es ums Lernen, Feiern oder Freunde treffen geht. Hier findet ihr immer jemanden zum quatschen und zum Spaß haben. Außerdem befinden sich auf dem Campus die Mensa, die Cafeteria, die Vorlesungsräume sowie die Wohnheime. Durchfallen – das kann jedem einmal passieren und ist noch längst kein Beinbruch. Aber aller guten Dinge sind bekanntlich drei und soviele Versuche habt ihr auch, um jede Prüfung mit viel Fleiß, Lernen und Glück zu bestehen.

Erasmus – Wer ins Ausland will und das nicht nur zum Sonnenbaden oder Eimersaufen, kommt nicht daran vorbei. Erasmus ist ein europäisches Förderprogramm, das Studenten bei einem Auslandsaufenthalt unterstützt. Beim Deutschen Akademischen Auslandsamt (www.eu.daad.de) bekommt man alle weiteren Infos. FHL Report – Unter diesem Namen verbirgt sich das örtliche Hochschulfernsehen unter der Leitung von Prof. Dr. Afflerbach. Das Programm wird regelmäßig beim Regionalsender WMZ gesendet. Jeder Student kann mitmachen und dabei auch noch was lernen. Na dann: Rampensäue nach vorn. Gerade noch bestanden – Davon sprechen Studenten, wenn sie in einer Prüfung genau die 50% erreicht haben, die zum bestehen einer Prüfung notwendig sind. Dabei handelt sich um eine glatte 4,0. Das ist keine gute Note, aber auch nicht die schlechteste und somit kann man in manchen Fällen damit durchaus zufrieden sein. (Hochschulball)-Tanzball – Allen Tanzwütigen empfiehlt „TheCactus“ schon jetzt die Neuauflage des Tanzballs im Sommersemester. Gegen einen minimalen Obolus bieten die Veranstalter Live-Musik, stilvolle Unterhaltung und kleine Überraschungen. Wer neugierig geworden ist, kann auch der StudiVZ-Gruppe „Linker Fuß vor! nein, der andere Linke....!“ beitreten. Immatrikulation – da du diese Zeilen liest, bist du höchstwahrscheinlich schon immatrikuliert. Doch sei dir dessen nicht zu sicher, denn ohne die in jedem Semester anfallende Gebühr von 117,00 EUR verlierst du das Privileg ein Student zu sein. Also hol dir immer rechtzeitig deine Immatrikulationsbescheinigung und überweise was das Zeug hält.

Jobbörse – das ist das Jobportal der campus-X-change. Wenn du auf der Suche nach einem Praktikum, Diplomarbeit oder einem richtigen Job nach dem Studium bist, dann bist du dort genau richtig! Unter www.jobs.campusx-change.de kannst du die nötigen Informationen zu deinem Glück finden. Kultur – Das kulturelle Programm auf unserem Campus lässt zuweilen etwas an Abwechslung vermissen, denn in den meisten Fällen findet man sich am Ende doch angetrunken im Stuk wieder. Nun kann man natürlich den Spatz in der Hand zu schätzen wissen, oder versuchen etwas an der Situation zu ändern und selber etwas auf die Beine stellen. Schließlich kann jeder das Beste aus seinem Studentenleben machen. Literatur – Falls eure körpereigene Festplatte diverse Wissenslücken aufweist, die für euch in eurem Studiengang das Andocken an dauerhaft gute Noten verhindern würden, könnt ihr sie in der Hochschulbibliothek mit Büchern, z.B. Monographien, Zeitschriften und elektronischen Medien auffüllen. Natürlich kostenlos. Mensa – Gestresst von den Vorlesungen und der Magen knurrt? Dann ab in die Mensa. Dort ist für jeden Geschmack und jede Geldbörse etwas dabei. Den aktuellen Speiseplan findest du auf www.thecactus.de und auf den LCDBildschirmen. The Cactus


7 Neue Bühne Senftenberg – Du hast mal keine Lust auf Pub oder Stuk, sondern sehnst dich nach kultureller Unterhaltung? Dann mache dich auf den Weg zur „Neuen Bühne Senftenberg“, dem Theater in der Lausitz. Dort findest du ein unterhaltsames Programm, bei dem garantiert keine Langeweile aufkommt. Organisation StuRa – Der Studierendenrat der FH Lausitz ist die gewählte Vertretung der Studierendenschaft, die die Interessen aller Studierenden gegenüber der Leitung der FHL sowie aller anderen Gremien vertritt. Finanziert wird der StuRa aus einem Teil des Semesterbeitrags aller Studenten. Parkplatzmangel – Morgens kurz vor acht: Mit dem Auto dreht man Kreise um das FHL-Gelände und versucht für sein Vehikel einen Parkplatz zu finden – vergebens! Um auf der sicheren Seite zu sein, müsste man schon 30 Minuten vor Vorlesungsbeginn am Campus sein, um einen ordentlichen Parkplatz zu finden. Quittenmarmelade – Zuerst die Quitten durch ein grobes Immatrikulationssieb geben, um eine bestimmte Anzahl von Fruchtstudenten herauszubekommen. Aus 1300g Quittenbewerber resultieren 1000g heraus gemusterte Studenten. In den nächsten Semestern werden den Fruchtstudenten Zuckerprofessoren und Geliertutoren untergemischt, um optimale Voraussetzungen zu schaffen, bevor es dem endgültigen Bachelorkochen entgegen neigt. Zum Schluss wird die frische Quittenmarmelade noch heiß in die Berufseinweckgläser entlassen. Guten Appetit! Rundbau – Der Rundbau gehört zu den ältesten Gebäuden der Fachhochschule Lausitz. Er befindet sich abseits vom Campus, abgetrennt durch die Großenhainerstraße und in unmittelbarer Nähe der Wohnheime. Durch die hohe Kapazität an Sitzplätzen fanden und finden im Rundbaugebäude zahlreiche Veranstaltungen, wie z.B. die MatheDas Studentenmagazin der Lausitz

matikolympiade des Landkreises OSL, Spaghetti Bolognese I und II sowie die Diskussionen über den BWL- Umzug nach Cottbus mit dem Dekan und den Vertretern der Stadt Senftenberg statt. Stuk – der Freizeitmagnet aller feierlustigen Sudenten. Hier kann man tanzen, trinken, nette Leute kennenlernen oder einfach mal die vom Studium frustrierte Sau rauslassen. Meistens wird dies durch entsprechende Musikauswahl abgestimmt, was den Ohren und dem Tanzbein sehr gut tut. Da es in Senftenberg nicht so viele Ausgehmöglichkeiten gibt, bietet der Stuk mit seinen Motto-Partys eine kleine Abwechslung zum Studentenalltag. TheCactus – das alltagsbegleitende Druckwerk für Lausitzer Sudenten. Dieses kleine aber feine Heftchen deckt die meisten studentischen Interessen ab und enthält informative bis amüsante Artikel, alle empfehlenswerten Termine in der Umgebung bis zu Ablenkendem für die öde Vorlesung. Das TheCactus-Team hält stets Ausschau nach neuen kreativen Mitgliedern. Wenn Du dich angesprochen fühlst, unser Büro ist im Gebäude 22 direkt über dem Stuk. Umzug – Lange umstritten und doch beschlossen. Die BWLer müssen in diesem Jahrhundert (so richtig, weiß das keiner) aus dem schönen Senftenberg nach Cottbus umziehen. Also, wenn es euch betrifft, denkt schon mal daran die Wohnung rechtzeitig zu kündigen und alles für den Umzug vorzubereiten. Vorlesung – Der Sinn, warum ihr euch eigentlich auf dem Campus aufhaltet. Die Zeit zwischen Pause, Party und Kater. Vom Bücherwurm bis zum Fetenfürst, hier müssen alle ran. Zwar sind

nicht alle Vorlesungen sinnvoll oder unterhaltsam, dennoch sollten euch hier die Professoren das beibringen, was ihr nicht von allein kapiert und dennoch für das Berufsleben braucht. Und überhaupt: So ganz ohne Vorlesung wird es

sehr schwer mit der Klausur. Wohnheim – Es bietet einem normalen Studenten eine Reihe nicht zu verachtender Vorteile. Wer dort einzieht findet sich in einem möblierten Zimmer wieder und kann eine Kochnische sowie Waschmaschinen nutzen. Des Weiteren sei der extrem kurze Weg zur FH erwähnt, so dass der Zeitraum zwischen aufwachen und Vorlesungsbeginn wirklich minimal ausfällt. Diese Welt des Luxus eröffnet sich euch für eine Miete von 148,00 EUR bis 251,00 EUR. Campus-X-Change – ist die jährliche Firmenkontaktbörse für Berufseinsteiger an der FH Lausitz. Hier könnt ihr euch über zukünftige Arbeitgeber informieren und auch den einen oder anderen Kontakt für Praktika oder Bachelorarbeit knüpfen. Die nächste Campus-X-Change findet am 1. April 2009 statt. Yvonne Catterfeld – Erfurter Sängerin und Schauspielerin, die mit der FH so rein gar nichts zu tun hat, deren Name aber glücklicherweise mit „Y“ beginnt, und sie somit für diesen Buchstaben qualifiziert. Zensur – k██e████████i████ne █████ Zensu████r █████an ████████d███████e███r█ ███████ F█████H███████ Laus████████itz ████!


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Studieren unter Palmen Ein etwas ungewöhnlicher Ort sollte für mich das Ziel im Sommersemester sein. Bali, eine indonesische Insel gelegen im Indischen Ozean, Surferparadies, grandiose Sonnenuntergänge und beeindruckende Vulkane.

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an stelle sich eine Mischung aus Bounty und Bacardi Werbung vor, gespickt mit einer Menge kulinarischer und kultureller Vielfalt. Möglich machte mir das ganze das Studienprojekt IBSN der Fachhochschule Dortmund, auf welches ich in einer Rundmail von Prof. Dr. Tauchnitz aufmerksam geworden bin. Das Studium richtet sich als Kernzielgruppe an alle Studenten der Wirtschaftswissenschaften an europäischen Hochschulen, insbesondere der Betriebswirtschaftslehre. Also ideal für mich als BWL-Student. Als Vorbereitung war für mich zunächst eine Bewerbung beim IBSN Projekt nötig. Eine weitere Bedingung für ein Studium in Indonesien ist ein Studentenvisum. Das Erhalten dieses Visums ist ein schwieriger und langwieriger Prozess. Es bedarf vieler Dokumente, wie verschiedener Empfehlungsschreiben, ca. zehn Passfotos und anderer Formulare. Das Ganze dauert etwa zwei Monate. Hiervon sollte man sich aber nicht abschrecken lassen. Das IBSN Projekt bietet einem dabei eine gute Hilfe. Gesagt getan, ging es dann für mich im März, mit Zwischenstopp in Malaysia, nach Bali, um dort sehr schnell zu merken, dass man mit deutscher Denkweise kaum weiter kommt. Es geht halt alles etwas langsamer auf Bali. Mein erster Eindruck war erstmal nicht der Beste. Katastrophale Straßenverhältnisse, mit Motorbikes überfüllte Straßen, stickige Luft, überall Müll und nervige Verkäufer. Vor allem das wahnsinnig zeitraubende Verhandeln nervte am Anfang. Die Hitliste der Verkaufsangebote am Tag: Transport (40), Massage (30), Motorbike (20), Sunglasses (10). Von den erhofften Traumstränden war anfangs weit und breit auch nichts zu sehen. Man ist in einem Land, das höchstens auf Schwellenlandniveau liegt – dort mahlen die Mühlen dann doch etwas anders und langsamer. Mit der Zeit gewöhnt man sich aber an die andere Lebensart, schraubt sein Niveau herunter und plant für alles viel mehr Zeit ein. Surfen wird auf Bali ganz groß geschrieben und man findet wirklich traumhafte Verhältnisse dafür. Okay, wenn man schon etwas geübt darin ist. Als Anfänger ist es nicht ganz so leicht, die Wellen sind schon ziemlich hoch, so dass öfters auch mal Flaggen mit einem Totenkopf darauf am Strand hängen. Transportmittel Nummer eins ist der Roller, gefolgt vom Taxi. Als Fußgänger wird man schon mal schief angeguckt, weil von den Einheimischen selbst kleinste Strecken mit dem Motorbike bewältigt werden.

Beim Essen findet man alle Arten und Preisklassen vor. Von verschiedenen Reisgerichten in den so genannten Warungs für ca. 35 Cent, bis zu internationalen Toprestaurants. Man wird auch ständig angesprochen aus welchem Land man komme und was man auf Bali denn so macht. Wenn man dann auf bahasa indonesia antwortet, dass man Student sei, bekommt man dann schon oft ein Grinsen entgegen und oftmals auch einen Rabatt. Studenten genießen hier ein sehr großes Ansehen und Respekt. Die Menschen auf Bali sind so unglaublich freundlich und lächeln einen an, auch wenn sie mal nicht so gut drauf sind. In der Uni war es dann aber ziemlich anders als in Deutschland. Es herrscht Kleiderordnung, d.h. Polo-Shirt oder Hemd, lange Hose und geschlossene Schuhe. Das Semester erstreckte sich über insgesamt gut 14 Wochen. Nach sechs Wochen gab es einen Semesterbreak von zwei Wochen, welchen ich gut zum Reisen nutzen konnte. Vorlesungen fanden von Montag bis Mittwoch statt und am Donnerstag gab es Exkursionen in verschiedene Unternehmen oder Tempelanlagen. Der Schwerpunkt des Studiums ist Marketing, Finance und bahasa indonesia. Zusätzlich sollen Schlüsselqualifikationen erworben und Sensibilität für Schwellenländer im asiatischen Raum entwickelt werden. Studiert wird in einem verschulten System. Die Unterrichtssprache ist Englisch mit indonesischem Akzent. In diversen Fächern mussten Präsentationen, Hausarbeiten und begleitende Tests geleistet werden, die mit in die Endnote einflossen. In jedem Hauptfach wird eine Klausur geschrieben. Außerdem gibt es eine Anwesenheitspflicht von 75%. Alles in Allem aber absolut machbar - es war vom Anspruch her nicht mit dem in Deutschland zu vergleichen, so dass noch genügend Freizeit vorhanden war. Das Semester auf Bali war auf alle Fälle eine sehr lohnenswerte Erfahrung für mich. Ich kann nur jedem dazu raten, der sich vorher im Klaren ist, was Schwellenland bedeutet, ein Semester auf Bali zu absolvieren. Die Erfahrungen, die ich hier gemacht habe, waren einzigartig und veränderten meine Sichtweise schon ein wenig. Infos: www.studiesnetwork.de SS The Cactus


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Liebe Studienanfänger,

Mittendrin statt nur dabei

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as diesjährige GlückAufFest TRÄUME steht wieder ganz im Zeichen eines Dichters. Es geht um William Shakespeare und sein Stück

EIN SOMMERNACHTSTRAUM. Die Aufführung dieses Werkes, das sowohl Traumspiel, Rüpelposse, Königsdrama, Elfengeschichte und Liebesverwirrspiel ist, die Antike mit der Gegenwart verbindet, wird sich im Theater und auf dem Gelände der NEUEN BÜHNE an magischen, völlig verwandelten Orten ereignen. Die Zwangsverlobung zu Stückbeginn, die Flucht in den Wald und die Hochzeit der drei Liebespaare am Schluss werden zu gemeinsamen Aktionen mit dem Publikum. Die Einladung richtet sich gleichermaßen an Studienanfänger in Senftenberg wie auch in Cottbus. Eintrittskarten (kostenfrei) erhalten Sie ab 29. September 2008 in den Studentensekretariaten auf dem Campus Senftenberg Raum 2.212 und auf dem Campus Cottbus Raum 7.249. 5. „GlückAufFest“ am 8. Oktober 2008 um 19:00 Uhr Theater NEUE BÜHNE Senftenberg, Rathenaustraße 6-8 Infos: www.theater-senftenberg.de

Das Studentenmagazin der Lausitz

er kennt das nicht, nach einem Tag voller Vorlesungen und vermitteltem Wissen sitzt du in deiner Wohnung und weißt nicht, was du tun sollst. Doch irgendwann hast du halt den letzten Punkt auf der Tapete gezählt und auch Studivz turnt dich nicht mehr so richtig an. Also lenke deine Energie doch in kreative Bahnen und fang bei TheCactus an. Die Mitarbeit bei uns bietet dir eine Reihe nicht von der Hand zuweisender Annehmlichkeiten: du kannst deine eigenen Texte über Themen schreiben die dich bewegen, dich beim Layout auslassen oder Fotos schießen. Auch die soziale Komponente darf bei einer Studentenzeitung natürlich nicht außer Acht gelassen werden. Wenn du bei uns mitmachst, lernst du auf einen Schlag eine ganze Reihe freundlicher Leute kennen, die sich auch privat zu Grillabenden oder beim Bowlen treffen. Als besonderes Highlight wird das TheCactus – Team in diesem Semester bei einer Fritz Musictour teilnehmen und so wahrscheinlich alte Klassenfahrterinnerungen wieder aufleben lassen. Wenn du dich also berufen fühlst und motiviert bist bei der Entstehung einer Zeitung mitzuhelfen, dann melde dich direkt bei uns oder geh auf www.thecactus.de und kontaktiere uns per E-Mail. NR


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Bachelor – Ein Etikettenschwindel?

Mehr als 60 Prozent der Studiengänge an den Unis sind bereits auf das neue Bachelorund Master-System umgestellt, an Fachhochschulen sogar 90 Prozent. Kürzer studieren und besser qualifiziert in den Arbeitsmarkt einsteigen – so heißt das Ziel der „Bologna-Reform“. 29 europäische Länder verständigten sich, bis 2010 einen einheitlichen Hochschulraum zu schaffen.

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CUTMAN Senftenberg Rudolf-Breitscheid-Str. 1 01968 Senftenberg Tel. 0 35 73 / 65 88 33

Mo - Fr: 9.30 Uhr – 18.30 Uhr Sa 9.00 Uhr – 13.00 Uhr Nicht mit anderen Rabattaktionen kombinierbar.

eder dritte Bachelorstudent bricht sein Studium an einer Fachhochschule ab. Der Bachelor ist bislang keine Erfolgsgeschichte. Die Unternehmen nennen Defizite im Fachwissen als größtes Manko bei den Bachelorabsolventen. Laut einer Umfrage des Industrie-und Handelskammertages halten mehr als 70 Prozent der Unternehmen eine stärkere Anwendungsorientierung für die wichtigste Anforderung an die Bachelorstudiengänge, doch wurden viele Diplom-und Magisterstudiengänge einfach nur umetikettiert, der Inhalt blieb der Gleiche. Was früher bspw. in vier Jahren erlernt werden musste, muss nun in drei Jahren geschafft werden. Klausuren reihen sich an Klausuren. Die Bücher und Skripte werden von den Studenten im Akkord insich-herein-geprügelt – hängenbleiben für später kann so aber nichts. Eine Überschulung, ein Paukstudium. Keine Zeit mehr für Auslandsstudium oder längere Praktika. Da ist es auch kein Wunder, dass immer mehr Studenten am gestiegenen Leistungsdruck leiden und Anzeichen des sogenannten Burn-Out-Syndroms erkennen lassen. Das belegt eine Studie der Techniker Krankenkasse. Ziel der Umstellung war es aber nicht nur kürzere Studienzeiten zu erreichen oder praxisorientierter zu werden, sondern auch die Abbrecherquote zu senken. Das Gegenteil ist aber der Fall. Das geht aus einem Bericht des Hochschul-InformationsSystems (HIS) hervor. Demzufolge bricht jeder vierte Bachelorstudent an einer Universität sein Studium ab, an Fachhochschulen ist es sogar jeder dritte. Durch die Umstellung scheint es weniger zu einer Verschlankung als zu einer Verdichtung gekommen zu sein. Laut HIS ist die Abbrecherquote in den Ingenieur-und Wirtschaftswissenschaften an den Fachhochschulen besonders gravierend – und das bei einer anhaltend hohen Nachfrage der Wirtschaft nach diesen Fachkräften. Was sind die Gründe dafür? Erstens, die mangelhafte Reformie-

rung überhaupt. Zweitens, die Anwesenheitspflicht der Studenten und die damit verlorengegangene Flexibilität um einem Nebenjob nachzugehen, der einem das Studium meistens überhaupt erst ermöglicht. Drittens, die unzureichende Finanzierung des Bologna-Prozesses. Zu wenige Dozenten seien vorhanden, denn für ein Bachelorstudium seien eine bessere Betreuung und kleinere Lerngruppen notwendig. Professoren sind aber meist doppelt gefordert, zum einen durch die auslaufenden Diplom-Studiengänge, zum anderen durch den Bachelor und den neuen Master. Eine individuelle Betreuung der Studenten ist daher kaum möglich. Es geht aber auch anders Aus dem Bericht des Hochschul-Informations-Systems geht aber auch hervor, dass bei der Umstellung nicht alles negativ zu bewerten ist. Bspw. an den Fachhochschulen hat sich in den Studiengängen des Sozialwesens und der Agrar-, Forst- und Ernährungswissenschaften eine relativ günstige Situation ergeben. Die klaren Vorgaben der Studiengänge bieten hier vielen (angehenden) Studenten eine bessere Orientierung, welche sicherlich signifikant für die zurückgegangene Abbrecherquote ist. Was hält die Wirtschaft vom derzeitigen Bachelor? Bei dem mangelnden Praxisbezug mit dem die Reform bis jetzt umgesetzt wurde, bevorzugen Personalchefs vorerst Absolventen nach altem Muster, sprich den ehemaligen Auszubildenden, der nach der Lehre ein Studium angeschlossen hat. Er besitzt die notwendige Praxiserfahrung, weiß um die Anwendung erworbener Sozialkompetenz, Entscheidungsfähigkeit und problemorientierter Denkweisen. Das sind die am häufigsten genannten Vorteile gegenüber der Realität, die momentan beim Bachelor vorzufinden ist. SK The Cactus


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Die fabelhafte Welt der Hochschulbibliothek

Die Bibliothek an der FH in Senftenberg sollte wie der Yogakurs deiner Mutter sein: entspannend, ruhig und friedlich. Ein Ort der Produktivität und nicht wie der Baustellenjob deines Vaters: laut, hektisch und geschwätzig.

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nsere Bibliothek ist mitterlweile eine Begegnungsstätte für heimatlose Studenten, die keinen Platz zum Gedankenaustausch an der FH finden, geworden. Wie auch, wenn die Cafeteria 15 Uhr (freitags sogar 13.30 Uhr) die Tische hochklappt und im Umkreis von fünf Kilometern versammlungstechnisch atomarer Winter herrscht. So geht man also zum einzigen Platz, der ein paar Tische bietet und überdacht ist. Natürlich führt dieser traurige Zustand unweigerlich zu Konflikten innerhalb der Bibliothek. Denn ähnlich wie Nord- und Südstaaten stehen sich da zwei Interessengruppen gegenüber. Zum einen gibt es die Parteien der Mono-Lerner und auf der anderen Seite die Kollektiv-Lerner. Eine dritte Gruppe, die verzweifelt einen Platz für gesellschaftliche Interaktion sucht, wird hier nicht näher betrachtet. Die Mono-Lerner sind zufrieden mit dem was sie haben, solange ihre Geräuschreizschwelle nicht von hitzigen Diskussionen und polyphonen Klingelattacken überschritten wird. Gewöhnlich ist die einzige Form des Protests dieser Minderheit ein grimmiges Aufschauen von ihren Büchern, manchmal verbunden mit einem Marge Simpson-artigen tiefen Brum-

men. Die Kollektiv-Lerner sind da anders. Meistens gut gelaunt, immer einen flotten Spruch auf den Lippen und flüstern ist bei vielen nicht mehr im Kommunikationsrepertoire zu finden. Eine mahnende Bibliothekarin mit Kette an der Brille und Dutt würde in der heutigen Gesellschaft zudem niemandem mehr Angst machen. Wirklich übel nehmen kann man es niemandem. Denn so ein kleines Wohnheimzimmer bietet nicht genügend Platz für größere Gruppen, die sich noch einmal eingängig dem Vorlesungsstoff widmen wollen. Natürlich wird von der FH angeboten sich in die Vorlesungsräume zu setzten. Dies bildet aber keine wirkliche Alternative. Schließlich putzt sich ein Zahnarzt auch nicht in seiner Praxis die Zähne. Wer will schon in sterilen Räumen lernen, in denen man immer noch den Dozenten vor sich sieht, der einen wenige Stunden vorher mit dem Vorlesungsstoff geplagt hat? Die Mensa wäre die beste Möglichkeit. Viel Licht, guter Kaffeesupport, ausreichend große Tische, die Sachen können mit an den Platz genommen werden und der Lautstärkepegel muss theoretisch nicht nur bei zwei Dezibel liegen. Da es sich bei dem Mensagedanken leider nur um eine Seifenblase handelt, gehen wir jetzt noch ein Bierchen mit den Kollektiv-Lernern trinken, denn ändern wird sich wahrscheinlich sowieso nichts.

Es muss nicht immer Party sein

Wissen ist Macht!

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ie wir wissen ist das Freizeit- und Kulturangebot an der FH in Senftenberg so abwechslungsreich wie die Frisuren von Günther Netzer. Daher haben wir uns in der Ausgabe12 Gedanken gemacht, wie man dieser Einseitigkeit entgegenwirken kann und einige Konzepte zum Nachahmen vorgestellt. Angelehnt an die glorreiche britische Pubtradition wollen wir den ersten Schritt wagen und am 17. Dezember, ab 20 Uhr das erste offizielle STUK-Quiz gemeinsam mit euch durchführen. Gespielt wird in (Tisch-)Gruppen, die gegeneinander antreten und das Team mit den meisten richtig beantworteten Fragen gewinnt. Das Einzige was auf euch zukommt ist die Startgebühr von 5 EUR pro Team (2-6 Spieler). Um der Stukatmosphäre gerecht zu werden, ver: kaufen wir selbstverständlich auch Getränke, Merke damit am Ende auch die Antworten besser flutStuk-Quiz schen. 17.12. Weitere Infos findet ihr unter www.thecactus.de und anmelden könnt ihr euch unter stukquiz@gmx.de (mit Vor- und Nachnamen der Spieler und einem kreativen Gruppennamen). Die Platzvergabe verläuft nach der Maxime: wer zu erst kommt, malt zu erst! Erwünscht sind neben den Studenten natürlich auch Professoren, Verwaltungsangestellte und alle anderen die sich hin und wieder auf dem Campus blicken lassen. Das Studentenmagazin der Lausitz

u ihren 8. Wissenschaftstagen am 19. und 20. November 2008 lädt die FH Lausitz wieder an ihre beiden Studienorte Senftenberg und Cottbus ein. Dann ist hier die Wissenschaft noch mehr als sonst Thema. Bei Workshops, Plenartagungen, Vorträgen und Diskussionsforen referieren die Fachbereiche mit ihren Studiengängen und ihren Gästen über ihre Forschungstätigkeit. Interessant ist aber für euch vor allem, dass auch Diplomarbeiten und Bachelor-Thesen vorgestellt werden. Nach der Zentralen Veranstaltung am 20. November findet anlässlich dieses wissenschaftlichen Höhepunktes im Theater NEUE BÜHNE in Senftenberg ein mitreißendes Konzert mit ausgewählten Studierenden des Fachbereiches Musikpädagogik und dem Philharmonischen Orchester des Staatstheaters Cottbus statt. Infos: www.fh-lausitz.de


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Olympia 2008

China mehr Schein als Sein

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m 13. Juli 2001 erhielt Peking den Zuschlag für die Olympischen Sommerspiele 2008 und somit sieben Jahre Zeit, um der Welt das wahre Gesicht der Chinesen zu zeigen. Politisch hat sich aber nichts geändert. Menschenrechtsverletzungen sind immer noch auf der Tagesordnung, seien es Zwangsenteignungen von Grund und Boden ohne jegliche Entschädigungen oder nur eine eingeschränkte Pressefreiheit während der Spiele – zahlreiche Internetseiten wurden gesperrt. Tibet-Sympathisanten wurden rigoros verhaftet und sofort des Landes verwiesen. Nichts sollte auf Probleme im Land des kapitalistischen Kommunismus hinweisen und nichts sollte dem Zufall überlassen werden. So wurde im Vorfeld ein eingeschränktes Fahrverbot erlassen, zahlreiche Fabriken im Umkreis von Peking wurden vorrübergehend geschlossen - all das, um den Smog aus der 32 Millionen Stadt zu verbannen. Das China auch ein Trinkwasserproblem hat, ist allgemein bekannt. Um der erhöhten Nachfrage durch die ca. 2,5 Millionen Besucher während der Spiele gerecht zu werden, wurde einfach das Trinkwasser der im Pekinger Umland lebenden Bauern in die Metropole umgeleitet. Im Land der Mitte ist nun mal mehr Schein als Sein die oberste Priorität, deswegen wurde auch das Feuerwerk schon im Vorfeld aufgezeichnet, welches wir bei der Eröffnungsfeier am Fernseher verfolgen durften. Selbst das singende kleine Mädchen mit der liebreizenden Stimme war nicht echt, bewegte als Statistin nur ihre Lippen. Das Mädchen, das ihr die Stimme

lieh, war den chinesischen Organisatoren in letzter Minute einfach nicht vorzeigbar genug – Sie war zu pummelig. China – Die neue Supermacht Sportlich gesehen wissen wir aber nun, wo der Hammer hängt. Mit 51 Goldmedaillen avancierte China zur absoluten Supermacht und verwies damit die USA erstmals seit 1992 wieder auf Platz 2 der Gesamtwertung. Die Sternstunden bei Olympia Fast schon beängstigend waren die Vorstellungen von Michael Phelps (USA, Schwimmen, 8x Gold) im „Wasserwürfel“ und die von Ursain Bolt (Jamaika, Sprint, 3x Gold) auf der Strecke im „Vogelnest“. Klar bleiben Zweifel an deren Leistungen und wir werden schauen, ob es Ihnen nicht am Ende so ergeht wie Marion Jones, die wegen Dopings alle fünf Medaillen von Sydney aus dem Jahre 2000 aberkannt bekam. Deutschland – Weniger Medaillen, aber mehr Gold als 2004. Die Vorgabe war klar, mindestens 49 x Edelmetall sollte es werden, wie vor vier Jahren in Athen. Doch am Ende waren es nur 41. Zwar 3 x Gold mehr, aber insgesamt nur noch die Hälfte seit den Spielen nach der Wiedervereinigung 1992. Mit Deutschland geht es im Sport bergab – ein klares Signal auch für die Politik. Die Förderung der Jugendlichen sollte wieder mehr im Fokus stehen. SK

Gefritzt!

Mein Mobiltelefon klingelte. Am anderen Ende meldete sich ein Redakteur von Radio Fritz. Bitte?!

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ch dachte, ich habe mich verhört. Lange Rede kurzer Sinn. Fritz möchte einen kurzen Beitrag über das Thema Crossgolf machen. Sie hatten den Cactus in die Hände bekommen und fanden unseren Beitrag recht passabel. Zwei Telefonate später stand die Verabredung zu einer Runde Golf in der Grube. Zwischen Abschlag und Herumgesuche fragte Sascha uns alles Mögliche rund um den Ball. Wie seien wir dazu gekommen, Regeln, wie oft, wann und wo. Ein wenig komisch ist das schon, wenn einem ein Mikro unter die Nase gehalten wird mit dem Logo des Senders, welcher auf der Schnellspeichertaste des Autoradios ganz oben steht. Nachdem wir uns bergziegenartig über Gräben und Hügel gegolft hatten, wurde es langsam dunkel, also Zeit für das letzte Ziel: „Der Stab des Todes“. Ein Holzstock, der in einem großen

Sandhaufen steckte, war dabei äußerst schwierig zu treffen. Daher brauchten wir auch fast 30 Minuten dafür. Der Fritzreporter indes schlug selber mal ein paar Bälle. Nachdem dann alle Bälle geschlagen und das Interview im MP3 Recorder war, haben wir uns bei einer Flasche Bier überlegt, dass wir im nächten Semester vielleicht ein Turnier ausrichten. Der „Große Senftenberger Bananencup“. Jeder, der den letzten Artikel gelesen hat oder mit dem wir über das Thema gesprochen haben, sagte uns, dass er das gerne selber mal probieren möchte. Also: ein Turnier muss her. Mit Grillen, Golfen und allem was dazugehört. Sascha von Fritz meinte auch, wir sollen ihm Bescheid sagen. Und wer weiß, vielleicht ist er wieder mit von der Partie. HW

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eit dem Ende des Kalten Krieges war es im August diesen Jahres das erste Mal, dass russische Truppen über die Grenzen eines souveränen Landes einmarschiert sind. In den Medien ist man sich bei den Schuldzuweisungen erwartungsgemäß einig: Der Konflikt im Kaukasus ist das Resultat neuer russischer Härte gegenüber eines Landes, dass sich den Anweisungen aus Moskau nicht fügen wollte. Auf den zweiten Blick ist der Konflikt vielschichtiger. Im Freigehege der Demokratie tummelt sich so mancher Staat, im Kaukasus ist Georgien das einzige Land, das dieser Staatsform zumindest ähnelt. Den selbstsüchtigen, autoritären Regierungsstil Michail Saakaschwilis einmal außen vor gelassen. Vier von fünf Staaten in Zentralasien gehören zu den engen Verbündeten Russlands, allerdings unisono diktatorisch regiert, bereinigt von jeglicher politischer Opposition, rechtsstaatlichen Verständnisses und freien Medien. Mit Georgien greift Russland nach dem einzigen Verbündeten Amerikas in der Region. Ein frenetisch gefeierter Besuch Bushs in der georgischen Stadt Tibilissi im Jahr 2005 ließ das durch den Zusammenbruch der Sowjetunion auf Rosinengröße zusammengeschrumpfte Ego der ehemaligen Supermacht weiter verdampfen, die heute außer Öl, Gas und Waffen kaum etwas Brauchbares produziert. Der alte Sack Russland ist bettlägerig, greift aber trotzdem mit beiden Händen nach dem Hintern der Krankenschwester und will den Zimmernachbarn den Saft abdrehen. Nun ließ der Blick auf rotierende russische Panzer in der georgischen Stadt Gori unweigerlich an den Einmarsch sowjetischer Truppen in Prag 1968 denken. Und während sich die alten EU-Staaten in vorsichtigen Einwänden aalten, was demokratische Staaten gern tun, wenn sie besonders demokratisch sein wollen, fürchten sich unsere unmittelbaren Nachbarn im Osten. Sollte Georgien doch noch gänzlich der territorialen Osmose Russlands zum Opfer fallen ist es durchaus wahrscheinlich, dass die Ukraine das nächste Häppchen sein wird. Die wiederum hat mit dem Ansinnen an das Wirtstier NATO anzudocken, die dem russischen Diplomaten Rogosin nach lediglich eine Militärallianz ist, die es den Amerikanern ermöglicht, die Größe Europas überschaubar zu halten, den Fokus des Kremls auf sich gezogen. Als sicherheitspolitischer Schwarzer Fleck zwischen Russland und dem europäisch-amerikanischen Westen würde der Ukraine schon eine SicherDas Studentenmagazin der Lausitz

heitsgarantie der EU genügen um sich aus dem Vakuum zu schrauben, das sowjetische Propaganda hinterlassen hat, müsste aber weiter dem russisch-amerikanischen Geopolitik-Poker zusehen. Der fossiliert geglaubte Kalte Krieg keimt auf der roten Trennlinie, die Russland durch den Kaukasus gezogen hat. Nachdem Amerika der Sowjetunion den Eintritt in den eigenen Hinterhof Kuba verwehrt hat, gräbt es heute mit den NATO-Beitrittsdiskussionen der Ukraine tiefe Löcher in den Vorgarten Russlands. Die Provinzen Georgiens, die zurück in Richtung Osten pendeln, Ossetien und Abchasien, reizen die demokratische Fallhöhe aus. Fällt der Rest Georgiens ins Chaos oder in russische Hand, könnte es in Europa mitunter ziemlich kalt und dunkel werden. Die zentralasiatischen Öl- und Gaspipelines führen ebenso mitten hindurch, wie die ca. 2013 fertiggestellte Nabucco-Pipeline, die kaspisches Gas liefern soll. Und wenn, wild spekuliert, der Iran und Russland den Hahn zudrehen und im georgischen Hinterland Waschbären und Beutelratten in die unfertige, vor sich hin rostende Pipeline einziehen – tja, dann wird es eine harte Zeit für die Zugvögel. Bei den vielen Windrädern, die aufgestellt werden müssten um selbst einen geringen Teil des Energiebedarfs zu decken, wird der geschmeidige Flug in den Süden zum, ja, russischen Roulette. Es kann also nur im Interesse Russlands sein die Konflikte in den Durchgangsländern für Gas- und Öllieferungen Georgien und Aserbajdschan, zwei Verbündeten der Vereinigten Staaten, anzuheizen. Der Kalte Krieg ist vorbei, es lebe der Kalte Krieg. Nur die Medien hatten in ihrem parasitären Verhältnis zum Krieg ihren Spaß an allem. Das eintönige Melken der Olympischen Spiele, die ständige Neutralisierung der Folter, die sich hinter dem sozialistischen Geleeüberzug abspielte, um gefällige Nachrichten an den Entertainment-Fixer vor dem Fernseher weiterzugeben, schrie förmlich nach Abwechslung. Im Ernstfall ist hier auf den nahen Osten Verlass oder das Abflauen des innerdeutschen Koalitionsgerangels ist eine polemische Notiz wert, diesmal jedoch war Russland schneller. Wenn Panzer rollen, es knallt und zischt, und die Zivilbevölkerung zerzaust und blutverschmiert durch die Kameralinse hindurch zum Endverbraucher leidet, ist die Welt im Universum medialer Bespaßung und viralem Voyeurismus zwischen ZDF und RTL2 in Ordnung. Nährlösung für die argumentative Einfalt hierzulande. Oder einfach das Schaffen von Gesinnungsneutralität als Bindewort für den Umgang mit russischen Griffen nach der Sowjetära, dem von der Diktatur geschulterten Sozialdarwinismus Chinas und der ökonomischen Mentalhygiene Nordamerikas. DL


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Batman oder doch lieber schimmlige Unterhosen

Für viele stellt sich vor dem Studienantritt die Frage: „Wohnheim oder doch lieber WG?“ Eine eindeutige Antwort gibt es nicht, da sie von den Präferenzen des Einzelnen abhängt.

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anch einem läuft ein kalter Schauer den Rücken hinunter, bei dem Gedanken permanenter Konfrontation mit Kommilitonen. Für denjenigen lohnt sich eine kleine eigene Wohnung, um damit die eigene Herrschaft über Abwasch, Musik und gesellschaftliche Interaktion zu haben. Steckt aber doch ein kleiner Partylöwe in dir oder leidest du unter akuter Isolophobie (Angst vor Einsamkeit), dann ist das Wohnheim der perfekte Ort für dich. Bist du aber weder Fisch noch Fleisch, dann schnapp dir eines der heimlichen 1-Raumapartments im Wohnheim. Damit wärst du also der personifizierte Kompromiss. Wohnheim Das Wohnheim ist die am nächsten liegende und unkomplizierteste Art für einen Studenten. Ist es doch nur für diese gebaut worden. Das Studentenwerk bietet bundesweit rund 180.000 Wohnheimplätze an, von diesen wiederrum liegen 406 in Senftenberg und 115 in Cottbus. Wer einen dieser begehrten Plätze haben möchte, sollte schnell sein und weiter als 25km entfernt wohnen. Denn nach Wohnberichtigung §1 sind 24km Strecke zur FH nur ein Katzensprung und problemlos zurückzulegen. Daraus ergibt sich eine Wohnberichtigung so hoch wie das Trefferkonto von Luca Toni bei der EM (für Fußballmuffel: null). Habt ihr es doch bis hinein geschafft, erwarten euch ein möbliertes Zimmer, eine Kochnische und ein Bad ohne Wanne. Waschmaschinen und Trockner stehen genauso wie die Fahrradräume zur gemeinschaftlichen Nutzung bereit. Diese Welt eröffnet sich euch für einen Spottpreis ab 148 Euro bis 251 Euro inklusive Nebenkosten. In Kauf nehmen müsstet ihr aber nächtliche Billy Idol Attacken sowie die Geräusche eurer Nachbarn bei „sämtlichen“ Aktivitäten, da die Wände teilweise so dick sind wie Kate Moss. Wohngemeinschaft Solltest du ein höheres Maß an Individualität gegenüber der Wohnheimkäfighaltung präferieren, stellt die WG wahrscheinlich eine bessere Alternative dar. Gemeinsame Kochabende, Sing Star Battles, eingeschworene Partygemeinschaften, Feierabendbierchen oder zukünftige Sexualpartner können euch erwarten. Verlief das Mitbewohner-Casting erfolgreich, stehen euch rosige WG-Jahre bevor, mit tollen Mitstreitern im Kampf gegen den alltäglichen FH-Wahnsinn. Um besseres networken zu gewährleisten, bietet es sich an auch Leuten aus anderen Studiengängen Einlass zu gestatten. Denn wenn diese in regelmäßigen Abständen noch Freunde mit nach Hause bringen, kennt ihr rubbeldiekatz die ganze FH

und habt exklusiven Zugang zu Chemikalien, Motoren, Kitteln, Musikinstrumenten und dem, was auch immer BWLer herstellen. Wichtig bei der Zusammenstellung eurer Traumwohngemeinschaft ist auch eine ähnlich Vorstellung von Hygiene. Denn während dem einen eine schimmlige Unterhose auf der Lampe durchaus dekorativ vorkommt, stößt es dem zarteren Gemüt bei diesem Anblick vielleicht säuerlich auf. Um von vornherein Stress zu vermeiden, tut euch und euren Mitbewohnern einen Gefallen und stellt Regeln auf. Klingt spießig, ist aber gut! Auch wenn das Wort „Putzplan“ an die keifende Alte aus Werner erinnert, ist es im Kern doch eine gute Sache. Nicht zu vergessen, dass euer mickriger Geldbeutel durch diese Variante noch mehr geschont wird. Miete, Essen (teilweise), Putzkrempel - alles wird geteilt. Einzelwohnung Wenn du dich lieber wie Batman in deine Höhle zurückziehst, dann ist eine eigene Wohnung vielleicht das Richtige für dich, selbst wenn du keine Karriere als Superheld planst. Denn dort hast du immer die Möglichkeit nervigen Angewohnheiten deiner Mitmenschen, wie zum Beispiel eine unerklärliche Aversion gegen das Lüften bei Freizeitläufern, aus dem Weg zu gehen. Außerdem hast du bei Abstimmung über Musik oder Fernsehprogramm immer die absolute Mehrheit. Soviel Luxus hält deine Haushaltskasse aber auf Dauer wahrscheinlich nicht aus, so dass du mit ärmlicheren Mahlzeiten dem Ruin entgegensteuern musst. Außer Mama und Papa spielen hin und wieder den Mäzen. Um der Vereinsamung entgegen zu wirken, lohnt es sich hin und wieder die Pforten deiner Wohnung für Kommilitonen zu öffnen, da sich eine eigene Wohnung perfekt für eine Runde „perfektes Dinner“ eignet. Natürlich ist es nur dir überlassen, wen du mitspielen lässt. Einzelapartment im Wohnheim Bist du Ehrenmitglied im Club der ewig Entscheidungsschwachen, dann ist dies die perfekte Lösung für dich. „Eremit gepaart mit Partyanimal“ ist hier das Schlagwort. Die eigenen vier Wände, umgeben von hilfsbereiten Studenten, die zur Not mit Butter, Wodka oder Nachhilfestunden aushelfen können. Abnehmen können wir euch die Entscheidung nicht, aber wir hoffen, die kleine Tour durch die wundersame Welt des Zusammenlebens hat euch eine Orientierungshilfe gegeben und ihr seid bereit für den nächsten Abschnitt eures Lebens. NR,JF

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orgens unter der dröhnenden Technomusik und den Nachrichten des Nachbarn sanft aus dem Schlaf geholt, schlurfe ich schlaftrunken in mein 6m2 Bad und wünsche mir nichts sehnlicher als den Besen mit voller Wucht gegen die Decke zu dreschen. Frühstücken, fertig machen und los geht’s in die FH. Aber da meine „Hood“ nur so von Mitstudenten wimmelt, findet sich schnell eine Wegbekanntschaft. Wenn ich zurückkomme, sind meine Nachbarn glücklicherweise mit sich selbst beschäftigt und somit kann ich den Vorlesungsfrust in Allerseelenruhe im Abwasch ertränken. Dann noch einkaufen, mich für eine Weile im Morast der BWL verirren und meine im 40iger Jahre vs. Ikea eingerichtete 2-Raumwohnung für den Abend flott machen. Fernsehen brauch ich nicht. Mit dem Beziehungswissen meiner Nachbarn kann ich gut und gerne eine halbe Stunde bei Brit füllen. Und so sitzen Kommilitonen und ich in meiner Küche bei einer Flasche Rotwein und lassen uns parallel zu unserer Unterhaltung vorzüglich von den neusten Schimpfwortkreationen berieseln. In einer eigenen Wohnung wohnen ist schön. Man hat die FH nicht im Nacken, keine fremden Haare verstopfen den Abfluss, kein Mitbewohner verirrt sich betrunken in dein Bett und alleine ist man dank Senftenbergs dörflichem Charme Julia, auch nie. eigene Wohnung

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n einer WG zu wohnen ist nicht immer einfach. Das größte Problem besteht wohl in der Badnutzung, wo man früh schon einmal getrost eine Stunde warten kann bis sich die Mitbewohnerin studierfertig gemacht hat. Wenn das allerdings überstanden ist, kann man sich genüsslich seinem Kaffee hingeben und sich mit Ralf, den WG-Mitbewohnern über Wohngemeinschaft die vergangenen nächtlichen Erlebnisse austauschen. Abends ist man zum Fernsehen fast nie alleine und immer in netter Gesellschaft, was auch manchmal in einer Feierlichkeit bis zum nächsten Morgen ausarten kann. Natürlich muss man in einer WG viele kleine Kompromisse eingehen um harmonisch zusammenzuwohnen. Klar kann es mal passieren, dass einen der überfällige Käse im Kühlschrank erschrocken anguckt oder die Töpfe vom Essen von vor drei Tagen fast schon alleine in den Abwasch springen wollen. Aber gerade das macht ja den Reiz einer WG aus. Man hat immer jemanden um sich, es ist immer was los, was aber auch impliziert, dass die eigenen Ruhepunkte dünn gesät sind. Perfekt ist es natürlich, wenn man mit einem Studienkommilitonen aus dem gleichen Studiengang zusammenwohnt, denn dann kann man seinen Mitbewohner jederzeit über fachspezifische Probleme ausfragen – sehr nützlich ist das zum Lernen für die Prüfungen. Das Studentenmagazin der Lausitz

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tundenlang Duschen, ohne dass sich jemand beschwert, noch nicht mal dein Geldbeutel? Ja, das gibt es! Und zwar in einem Einzelapartment im Studentenwohnheim. Das Beste daran ist, dass du direkt nach dem Duschen völlig hüllenlos in die Küche gehen und dir etwas Leckeres zu Essen machen kannst, ohne dass dir jemand etwas abschaut oder sich beschwert. Und das nicht nur, wenn du sturmfrei hast, sondern jeden lieben langen Tag lang! Denn du hast ja keinen anderen Menschen in deinem Castle, aber genug Menschen um dich herum und wenn dir mal Salz, Butter oder ein offenes Ohr fehlen sollten, dann kannst du einfach deinen netten studentischen Nachbarn von nebenan fragen und er hilft dir sicher aus. Frei nach dem Motto: „Von Studenten, für Studenten“, oder „Eine Hand wäscht die andere“. Der einzige Nachteil ist, dass man seiner kreativen Ader nur in geringem Maße freien Lauf lassen kann, denn Wände bunt anmalen ist strengstens untersagt und ab und zu könnte es auch mal ein wenig lauter werden, dank der Party von nebenan. Aber dann hast du ja immer noch die Wahl einfach mitzufeiern!

Eileen, Einzelapartment

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u schlägst die Augen auf und denkst dir „Oh Mann“. Die Party gestern war echt extrem laut. Man hat nur zwei Möglichkeiten: ärgern oder mitmachen. Ein überschaubares kleines Zimmer ist deins. Auf dem Flur beginnt schon neutrales Gebiet. Also erst mal ein Kaffee kochen. Der Mix aus Essensresten, GeHagen, Wohnheim schirrhaufen und muffelnden Abwaschlappen wird gekonnt ignoriert. Wer in einem Wohnheim wohnt, sollte seine Pingelichkeitsschwelle schnell herabsetzen, denn die Dusche sieht auch nicht besser aus. Es gibt zwar Putzpläne, aber leider wird der zwischen Vorlesung und Party schnell vernachlässigt. Im Wohnheim zu wohnen ist eine Mischung aus Chaos und Krümelfußboden und ideal, wenn man schnell Kontakte knüpfen will. Man trifft immer neue Leute, denn jeder bringt immer irgendjemanden mit. Also braucht man viel Selbstdisziplin, um über Würstchen und Counter Strike das Lernen nicht zu vernachlässigen. Natürlich braucht man auch Glück, damit man keinen Blindgänger als Mitbewohner zugewiesen bekommt. Fazit: Auf dem Campus zu wohnen hat eine Menge Vorteile, wenn die Leute passen und man über einige Sachen hinwegsieht. Und ist der Kaffee mal leer? Kein Problem, der Mitbewohner hat bestimmt noch welchen.


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Deutschlands „First Man“

Joachim Sauer: Ehemann von Angela Merkel, Professor für physikalische und theoretische Chemie und in Hosena geboren. Interviewanfragen, die nichts mit seinem Beruf zutun haben, werden konsequent abgelehnt. Doch für TheCactus machte er eine kleine Ausnahme… 1. Wann waren Sie das letzte Mal in Senftenberg? Das ist schon 10 Jahre her, in meinem Heimatdorf in der Nähe war ich in letzter Zeit öfter. 2. Da wir eine Studentenzeitung sind, kommen wir auch gleich zum Thema. Würden Sie immer wieder das gleiche studieren, oder hatten Sie damals die „Qual der Wahl“? Mathematik war in der engeren Wahl, ich würde wieder Chemie studieren, insbesondere Theoretische Chemie, für die Mathematik unerläßlich ist. 3. Die FH Lausitz, früher Ingenieurschule, hat sich in den vergangenen Jahren in vielen Bereichen gemausert. Würde Sie heutzutage ein Studiengang der FH Lausitz reizen? Da ich mehr an der Theorie interessiert bin, wäre die FH für mich nicht das Richtige. 4. Nun mal Butter bei die Fische, was war Ihr größtes Problemfach und wie oft sind sie durchgefallen? Durchgefallen bin ich nie, ich erinnere mich jedoch noch, dass ich als Schüler einmal sehr überrascht war, als ich eine 4 in Russisch bekam.

5. Rebellieren in der DDR war ja nicht das Einfachste, aber die Verweigerung des Beitritts in die einzige offizielle Partei, die SED, war schon ein ziemlich lauter Protest, oder? Da gab es doch bestimmt eine Menge Steine auf dem Weg zum Diplom?! Es reichte nicht zu schweigen, sondern Akklamation war verlangt – das war schon eine ständige Bedrückung. Ich habe mich immer fragen müssen: Wirst Du studieren dürfen ? Wirst Du promovieren dürfen ? Ausgezeichnete Zensuren waren hilfreich, und bis zur Promotion ging es dann doch glatt, sogar sehr schnell. Ich habe mit 25 Jahren promoviert. Professor wäre ich jedoch in der DDR nie geworden. 6. Vorsprung durch Technik heißt ja ein bekannter Slogan. Gerade in der Chemie und in der Biotechnologie gibt es immer neuere Geräte und Verfahren. Würden Sie nicht manchmal am liebsten wieder die Sitzbank mit Ihren Studenten/innen teilen? Nicht für mein Fach – da gibt es genug Gelegenheiten, aber in anderen Fächern, Philosophie, Geschichte, Kunstgeschichte und Musik. Interviewer: Jens Weidner

StudiCup

Das Bowlingturnier für Studenten präsentiert von The CACTUS

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hr habt die Tanzveranstaltungen im STUK satt? Dann haben wir für Euch eine echte Alternative! Am Freitag, d. 14. November findet der erste Studi-Cup im Strike statt. Du und fünf weitere deiner Freunde treten gemeinsam als Team an. Gespielt werden acht Durchgänge bzw. Runden wobei die Zeit hierfür auf maximal sechs Stunden begrenzt ist. Zu gewinnen gibt es natürlich auch was: den ersten studentischen Wanderpokal und einen Gutschein über zwei weitere Stunden Bowling inkl. eines Freigetränks pro Person für das Siegerteam. Euer Ehrgeiz ist geweckt? Dann kommen hier die Fakten: Datum? Freitag, d. 14. November 2008 Wo? STRIKE, Bahnhofstr. 49, in Senftenberg Wann? 22:00 – 04:00 Uhr Startgebühr? 60,00 EUR pro Team (10,00 EUR pro Person!) Anmelden solltet Ihr Euch möglichst zeitnah, denn die Bahnen sind begrenzt. Einfach eine E-Mail mit den Vor-und Zunamen der Personen sowie eurem Teamnamen an cactus-zeitung@gmx.de oder einfach im Büro der AWH-Consult (über dem STUK) vorbeischauen. Anmeldeschluss ist Dienstag, d. 11. November. Achso und für einige von Euch das Wichtigste, Rauchen ist an dem Abend strikt erwünscht! Weitere Infos auf www.thecactus.de SK The Cactus


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Schon mal in Hoyerswerda gewesen?

Dieses kleine, aber feine Städtchen hat aber viel mehr zu bieten, als die nur niederträchtigen Überschriften in den Tageszeitungen. Von Badespaß über Konsumtempel bis hin zu putzigen Tierchen ist alles dabei.

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as Gute an diesem Angebot ist, du brauchst dich nur auf deinen Drahtesel schwingen, eine gute Stunde kräftig in die Pedale treten (von Senftenberg aus) und schon hast du dein Ziel erreicht. Für die Unsportlichen unter uns, gibt es gute Verbindungen mit Bus und Bahn von Senftenberg nach Hoyerswerda für ca. 5 EUR. Mit diesem Artikel wollen wir euch zeigen, dass es nicht immer Cottbus oder Dresden für einen Tagesausflug sein muss. Ein Blick um die Ecke reicht aus um einen amüsanten Tag weit weg vom Unistress zu verbringen. Da hier alles zu Fuß zu erreichen ist haben wir eine Route für einen Tag in Hoyerswerda zusammengestellt, die den studentischen Geldbeutel schont und kleine Attraktionen bereit hält. Der Reiseweg beginnt früh am Morgen im Lausitzbad „Palm Springs“. Dort könnt ihr eine ruhige, bequeme Runde im 25 m langen Sportbecken drehen. Nicht vergessen links wird überholt- Rentner können eure Schwimmbahn kreuzen. Im Freizeitbereich des Lausitzbades erwartet euch eine superschnelle 33 m Familienrutsche oder der „Action- River“ mit der Attraktion „Welle“. Danach könnt ihr euren Adoniskörper in einer der fünf verschiedenen Saunen in der neu angelegten Saunalandschaft entspannen. Das „Palm Springs“ findet ihr Am Gondelteich 1 und die Preise liegen für Studenten ab 4,50 EUR aufwärts. Von den sportlichen Strapazen ausgehungert, führt euch unsere Reiseroute in die A.- Einstein-Straße 30A zum Bäcker Dreißig. Dort frohlockt ein großes Kuchen- und Frühstücksangebot zu moderaten Preisen. Wenn die Sonne lacht, könnt ihr euch auch in die Stühle vor dem Geschäft setzen und euren Kaffe im Sonnenschein genießen. Einen Katzsprung entfernt liegt der nächste Punkt unseres Tagesprogramms. Das Lausitz-Center, mit seinen ca. 60 Fachgeschäften, ist eine florierende Shoppingmeile für alle Altersklassen. Besonders beliebt sind die zahlreichen Veranstaltungen dort, wie zum Beispiel die Automeile oder die Kunstausstellungen von den Schülern der städtischen Schulen. Somit lädt das Center am Lausitz Platz im Zentrum von Hoyerswerda zum Einkleiden, Rumstöbern, Snacken, Entspannen, Staunen, Entdecken und vielen mehr ein. Nach stundenlangen Shoppingabenteuern, leeren Magen, bleiernen Füßen und vollen Einkaufstüten führt euch nun unser Kurs in die Altstadt zum Mittagessen. In dem modernen

Das Studentenmagazin der Lausitz

und frischen Ambiente der Mojito-Bar erwarten euch zahlreiche Gerichte in jeder Preisklasse. Zum kleinen Preis lädt das Tagesmenü zum Schlemmen ein und du bist fit für die nächsten Etappen in der „Weltmetropole“ Hoyerswerda. Der nächste sehenswerte Hauseingang ist der nahe gelegene sechs Hektar große Zoo. Der ermäßigte Eintritt für Studierende beträgt 2,50 EUR. Mit insgesamt 1290 Tieren und drei Tigerbabys (die mittlerweile ein Jahr alt sind) bietet dieser viele Erlebnisse, Erholung und Kultur. Von Pinguinfütterung über Insektenhotel zum ornithologischen und geologischen Lehrpfad hat der städtische Zoo eine Menge zu bieten. Für diejenigen unter euch, die den Zoo lieber von außen betrachten, könnt ihr wie Herbert Köfer eine Tierpatenschaft übernehmen. Studentenfreundlich sind „Prachtrosella“ mit 50 EUR oder das „Prevost- Schönhörnchen“ für schlappe 80 EUR jährlicher Unterstützung. Vom Zoo aus geht die Reise nun in Richtung Markt. Ein kurzer Blick auf das Rathaus, ein Eis vom Fliesshof geschnappt, fünf Minuten Verweilpause und weiter geht’s. Mit dem tropfendem Eis in der linken Hand und dem knipsenden Fotoapparat in der rechten Hand führt unser Ausflugsprogramm euch zur nächsten Sehenswürdigkeit: Die Handwerkergasse, auch bekannt als Lange Straße existiert seit dem 17. Jh. und beherbergt eine Vielzahl an Kneipen, steht unter Denkmalschutz und ist einfach schön anzuschauen. Einen letzten kulturellen Aufwind erfährt unsere Reisroute durch die Kulturfabrik. Von Kleinkunst und Reggae- Nächten über Comedy bis hin zu Blues bietet die Kufa für jede Geschmacksrichtung etwas. Das soziokulturelle Zentrum lädt Musiker, Regisseure, Kabarettisten und Liedermacher ein, um ihr Repertoire zu präsentieren. Auch eine Vielzahl an Arbeitsgruppen, Veranstaltungen und Projekten werden erst durch die Kufa ins Leben gerufen. Sehr beliebt ist die jährliche Prohibitionsparty, die Arbeitsgruppe „englischer Stammtisch“ oder das Blow- Up-Programmkino, bei dem der Zuschauer im Voraus einen Filmwunsch abgeben kann. Die Kufa findet ihr auf der Alten Berliner Straße 26. KW,JF


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Patientenverfügung nachgedacht

Ein stressiger Tag vorbei, jetzt nur noch schnell ins Auto und nach Hause fahren. Die angesetzte Party am Abend im Kopf, gibt man ein bisschen mehr Gas, das Radio dröhnt und dann passiert es: eine Unachtsamkeit in der Kurve, den Fahrradfahrer nicht gesehen, ausgewichen, Endstation Baum.

S

o schnell und grausam kann aus einem gesunden Menschen ein Komapatient werden und was nun? Viele Menschen ängstigen sich vor einem Lebensende, das von unzähligen Untersuchungen, medizinischen Eingriffen und lebenserhaltenden Maßnahmen gekennzeichnet ist. Generell hat jeder Mensch das Recht selbst zu entscheiden welche ärztliche Behandlung an ihm vorgenommen wird. Dies resultiert aus dem Grundgesetz in welchem die unantastbare Würde des Menschen und das Selbstbestimmungsrecht verankert sind. So kann ein schwer Krebskranker selbst entscheiden, ob er die qualvolle Chemotherapie erdulden will oder lieber palliativ (schmerzlindernd) das Leben beendet. Was aber, wenn der Patient seinen Willen nicht mehr adäquat ausdrücken kann, wie beispielsweise nach einem schweren Schlaganfall? Durch die enormen medizinischen Fortschritte der letzten Jahrzehnte kann ein Leben erheblich verlängert werden. Jedoch ist die entscheidende Frage, ob auch eine Erhöhung der Lebensqualität stattfindet oder diese gar sinkt, wie es oftmals scheinbar der Fall ist. Hier kommt wieder die Würde ins Spiel. Bleibt diese im jahrelangen Siechtum erhalten? Als gesunder Mensch unvorstellbar, besteht die Möglichkeit einer Änderung der Sichtweise, wenn man tatsächlich betroffen ist. Wer kann sagen, wie viel der Patient noch wahrnimmt und wer definiert diesem dann lebensunwürdig zu sein?

Um dieses Dilemma zu lösen, wurde die Patientenverfügung ersonnen, in der der potentielle Patient zwischen verschiedenen Kriterien seiner möglichen Behandlung differenzieren kann. Stichworte wie Wiederbelebung, Beatmung, künstliche Ernährung und Organspender fallen in diesem Zusammenhang. Problematisch ist jedoch die Umsetzung. Ist die Verfügung zwingend verbindlich? Welche Reichweite hat sie und welcher Form bedarf sie? An dieser Stelle versucht die Bundesregierung seit Jahren und so auch 2008 eine gesetzliche Regelung zu schaffen, da die ständige Bewegung in einer Grauzone für die betroffenen Ärzte und Angehörigen keine befriedigende Situation darstellt. Zusammengefasst können also zwei Extreme eintreten. Einerseits wird der Leidende durch unnötige lebensverlängernde Maßnahmen nicht nur entwürdigt, sondern im schlimmsten Fall auch noch als Organlager genutzt. Andererseits stiehlt ein Bevollmächtigter, beispielsweise aus ökonomischen Gründen, dem Kranken einfach das Leben, obwohl noch unerkannte Lebensqualität vorhanden war. Diese Möglichkeiten, so pervers sie auch erscheinen, sind durchaus denkbar. Banale Gründe wie Bettenmangel im Krankenhaus, knappe Krankenkassen oder gierige Erben könnten über Leben oder Sterben entscheiden. RW

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The Cactus


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Es gibt für alles einen Preis. Handyweitwurf, schnellstes Bier und schärfstes Essen. Da ist es nicht verwunderlich, dass es auch einen Preis fürs Ableben gibt, den „Darwin Award“.

W

obei schnödes Ableben hier nicht gewürdigt wird. Wie zum Beispiel Marino Malerba, der einen Hirsch erschoss, der oberhalb von ihm auf einem überhängenden Felsen stand. Der Hirsch rächte sich daraufhin, indem er tot auf den Schützen fiel und diesen ebenfalls erlegte. Er erlangte somit postum Ruhm, denn er wurde heißer Kandidat für den „Darwin Award“, den die Molekularbiologin Wendy Northcutt auf ihrer populären Internetseite jährlich vergibt. Hier werden seit 1994 diejenigen ausgezeichnet, die sich aufgrund exzessiver Dummheit praktisch aus Versehen aus dem Leben katapultieren. Sterben allein genügt nicht. Nach Aussage der Homepage-Gründerin muss die Dummheit schon von solchem Kaliber sein, dass der Gesellschaft mit dem Ableben ein Gefallen getan wird. Qualifizieren kann sich nur, „wer den Genpool verbessert, indem er sich selbst daraus entfernt“. Der Award war, passender Weise, eine Idee von Biologiestudenten an der Stanford University. Sie sammelten Anekdoten, Urban Legends (Moderne Legenden), Geschichten und stellten sie auf den Uni Server. Die Seite wurde schnell populär und wurde ausgelagert. Es werden täglich neue Fälle eingestellt und online darüber diskutiert. Dabei müssen die Fälle beweisbar und nachvollziehbar sein. Dabei werden die Urban Legends ausgesiebt und extra aufgeführt. Wie der Soldat der Festbrennstoffraketen an sein Auto montiert hat und gegen eine Wand geflogen ist. Auch werden Geschichten erwähnt, die nur knapp den Dawin Award verfehlten. Wie dem Jungen nach dem Fußballspiel, der eine Fahne um den Hals gebunden hatte, als er im Fankorso von seinem Moped gezogen wurde, weil sich die Fahne im Hinterrad verfing. Er hatte das Glück knapp zu überleben und dennoch auf der Internetseite oder in den Büchern des „Darwin Awards“ zu makaberem Ruhm zu kommen. Die Bücher erfreuen sich äußerster Beliebtheit und werden in der deutschen Hörbuchversion von Dirk Bach und Hella von Sinnen gesprochen. Wendy Northcutt ist nicht die Erste, die mit schwarzem Humor ihr Geld verdient. Dennoch trifft es nicht den Geschmack eines Jeden. Aber wer will es denn einem verübeln, ist der Mensch doch tief fasziniert von Makaberem und Unvorstellbarem. Und wie sagte schon Niklas Stiller: Den eigenen Tod immer ein bisschen im Auge behalten: das beruhigt und erfrischt zugleich. Na dann.-

nitionszuges auf dem Weg zu einem Marinestützpunkt gefallen war. Neugierig auf das Innere des Geräts, öffnete er die Bombe mit einem Schneidbrenner. Ein Schwertschlucker segnete in Bonn das Zeitliche, als er sich einen Regenschirm in den Hals einführte und unglücklicherweise den Öffnungsknopf betätigte. Ein 25-jähriger Soldat starb am 15. Juli an den Verletzungen, die er sich bei seinem Fall aus dem 3. Stockwerk eines Hauses zugezogen hatte. Der junge Mann starb beim Versuch, weiter als sein Kumpel zu spucken. Sein Plan war, sich während des Ausspuckens mit Anlauf gegen ein Eisengeländer zu werfen, um seinem Speichel dadurch noch mehr Geschwindigkeit zu verleihen. Als Resultat einer tragischen Fehlkalkulation brach das Geländer, welches der Mann noch umklammerte, bevor er den Halt verlor und acht Meter dem Zement entgegen fiel. Mit seinem Faible für Darmspülungen erfüllte ein Alkoholiker aus Texas die Kriterien des Darwin Awards. Seine Vorliebe wurde ihm zum Verhängnis, als er während einer Halsentzündung sein ungewöhnliches Hobby mit der Sucht verknüpfte. Drei ganze Liter Sherry fanden mit Hilfe eines hochprozentigen Rektaleinlaufs den umgekehrten Weg in seinen Körper. Die großzügig dosierte Menge seines Lieblingsalkoholikums führte zu dem gewünschten Rausch. Zusätzlich brachte sie dem 58-jährigen einen Promillegehalt von 4,7 und den Exitus. In die Ruhmeshalle der dümmsten Abgänge schaffte es auch ein junges Mädchen aus Mexiko. Die Hotelangestellte versuchte während ihrer Arbeit mit Jemandem aus der unteren Etage Kontakt aufzunehmen. Anstatt dabei das Telefon zu benutzen, schien ihr der Frachtaufzug die sinnigere Alternative. Während der Unterhaltung hielt die 24-jährige ihren Kopf in den Aufzugschacht. Da sie diesen auch nicht herauszog, als sich der Aufzug von unten näherte, nahm das Gespräch ein jähes Ende.

Santiago Alvarado, 24, versucht durch ein Oberlicht in ein Fahrradgeschäft einzubrechen. Er fällt schließlich mit dem Kopf voran in das Geschäft. Dort rammt er sich seine Taschenlampe durch den Schädel, die er sich in den Mund gesteckt hatte, damit seine Hände frei sind.

Randy Nestor, 28, war ein Autodieb. Wenn die gestohlenen Autos ihm zu heiß wurden, hat er sie nicht bloß irgendwo stehen lassen, sondern auch angezündet. Diese kriminelle Angewohnheit wurde ihm zum Verhängnis. Nach einer zehnjährigen Diebeskarriere verbrannte Randy in Pittsburgh in einem Transporter, den er von innen in Brand setzte. Er hatte nicht bemerkt, dass der Türgriff auf der Innenseite kaputt war.

Ein Mann aus Kalifornien kam kürzlich in den Besitz einer alten Bombe, die aus einem umstürzenden Waggon eines Mu-

www.darwinawards.com/deutsch HW

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Managementwissen für Anfänger – Führungskräfteseminar vom 21.07.-01.08.2008

Alle Jahre wieder nach der letzten Prüfungswoche im Sommersemester findet das Führungskräfteseminar initiiert durch Prof. Schuster statt. Dieses, für alle Studiengänge offene Seminar, erfreut sich großer Beliebtheit an der Fachhochschule Lausitz am Standort Senftenberg.

D

as Führungskräfteseminar ist unterteilt in eine Prozessanalyse in der ersten Woche und der Soft Skill-Schulung in der zweiten. Es steht den Teilnehmern frei welche und wie viele Wochen sie belegen möchten. Für eine Anerkennung als Wahlpflicht- oder Ergänzungsfach im Diplomstudiengang ist eine mündliche Prüfung am Ende der zweiten Woche erforderlich. Die Bachelor bekommen so genannte Soft Skill-Credits auf dem Zeugnis gutgeschrieben, pro Seminartag 0,5. Am Montag, dem 21.07.08, war es mal wieder soweit. Um 10 Uhr im Raum 2.311 starteten Prof. Schuster und Prof. GrawertMay in die erste Woche. Nach der Begrüßung übernahm Prof. Grawert-May für den Rest des Tages und brachte den lernwilligen Studenten die Grundlagen des TPS, Toyota Produktionssystem, näher. Um die Ein-Seiten-Sicht zu vermeiden, erklärte Prof. Schuster am Dienstag die Prozessanalyse aus technischer Sicht, TPS dagegen kümmert sich hauptsächlich ums Denken. Damit die Theorie nicht die Überhand gewann, kam die Praxis nach der Mittagspause dran. Bei Produktionsspielen konnten die Kommilitonen die kleinen feinen Unterschiede beider Konzepte testen. Der Mittwoch stand ganz im Zeichen der Vorbereitung für den Unternehmensbesuch am folgenden Tag. Es wurde besprochen worauf geachtet werden sollte. Des Weiteren erfolgte die Unternehmenseinführung in die Salzgitter Mannesmann Stahlhandel GmbH in Lauchhammer. Am 24.07. fuhr die Seminargruppe zum Unternehmen und wurde kurz von dem Geschäftsführer herumgeführt. Danach erfolgte die Gruppeneinteilung und innerhalb von 45min. sollten die einzelnen Stationen geprüft werden, im Sinne des vorher erlernten Wissens. Im Anschluss daran ging es zurück in die Seminarräume zur Auswertung des Gesehenen. Dabei entstand eine ausführliche Prozessdokumentation. Der Freitag gab Raum zur Eigenarbeit, da die Beobachtungen in einem Bericht niedergeschrieben werden sollten. Die Endfassung kam auch dem Unternehmen zu Gute. In der zweiten Woche vom 28.07. bis 01.08. stand die Verbesserung der Managementkompetenzen auf dem Plan. Hier trat die Theorie in den Hintergrund und die Übungen überwogen. Der Montag begann mit Prof. Wehling, der sich zuerst der Unternehmerpersönlichkeit und deren Bestandteilen widmete und nachfolgend den Businessplan näher erläuterte. Herr Weiner übernahm im Folgenden die Marktanalyse und führte den BIP-Test (Bochumer-Inventar-Test) durch, ein Test zur Bestimmung der Eigenschaften eines Menschen.

Am Tagesende besprach Prof. Schuster mit den Seminarteilnehmern die Geschäftsideen, die für das Präsentationstraining am Mittwoch vorbereitet werden sollten. Am Dienstag begann Frau Bormeister mit dem Rhetoriktraining. Hier wurden wichtige Regeln zum Thema Reden und Verhalten erlernt. Nach der Mittagspause leitete Prof. Schuster das Seminar mit dem Inhalt: Wie führe ich Mitarbeitergespräche? Das Trainerteam von MLP um Herrn Frost standen mit Theorie und Kamera am Mittwoch bereit. Es wurde gezeigt, wie man sich richtig präsentiert. Danach erfolgte die Auswertung der Kameraaufnahmen. Die zweite Tageshälfte galt dem Teamtraining. Wie bilde ich ein Team? Wie arbeite ich richtig zusammen? Alles Fragen, die dort geklärt werden konnten u.a. anhand einer Produktionssimulation. Frau Bormeister trat am Donnerstagvormittag wieder in Aktion mit der Konfliktbewältigung. Den Abschluss des Seminars bildete Prof. Grawert-May mit seiner Brainstormingsitzung. Die mündliche Prüfung für die Anerkennung dieses Führungskräfteseminars konnte am Freitag abgelegt werden, bei der Themen zur ersten Woche abgeprüft wurden. Fazit: Es ist eine hervorragende Ergänzung zum herkömmlichen Studienstoff, vor allem für die Studiengänge, die nicht explizit mit Managementsachen in Berührung kommen wie beispielsweise Informatiker (Nichts für ungut, liebe Informatiker!) Heutzutage sind diese weichen Faktoren immer wichtiger und schon das Zertifikat sieht in der Bewerbung gut aus. Natürlich orientieren wir uns auch an den Wünschen der Studenten, aber man kann es bekanntlich nicht allen recht machen. Trotzdem zogen die diesjährigen Teilnehmer wieder eine positive Bilanz und gaben neue Anregungen für folgende Seminare. Im neuen Semester wird dieser Soft Skill-Bereich durch ein entstandenes Career Center ausgebaut. Es werden erweiternde Themen angeboten in verschiedenster Form. Es können auch weitere Themenanfragen eurerseits aufgenommen werden. Die zugehörigen Termine werden separat über Aushänge veröffentlicht. In der Regel sind diese Seminare für alle Studiengänge offen und werden an beiden Standorten der FH Lausitz angeboten. Bei Fragen stehen ich euch gern zur Verfügung unter sylvia.bischoff@online.de SB

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Angebote

Dozenten

Termin

Kompaktseminar Prozessführung

Prof. Schuster, Prof. Grawert-May

1xjährlich Ende Juli in SFB

Kompaktseminar Managementkompetenzen

Prof. Schuster, Prof. Grawert-May, Prof. Wehling, MLP Trainerteam, Fr. Boremeister, Hr. Weiner

1xjährlich Ende Juli in SFB

Kompaktseminar Interaktive Personalführung

Prof. Schuster

1xjährlich Ende Februar in SFB

Tagesseminar Bewerbertraining

MLP Trainerteam

12xjährlich in SFB & CB

Tagesseminar Führung kritischer Mitarbeitergespräche

Prof. Schuster

4xjährlich in SFB & CB

Tagesseminar Assessment-Center

4xjährlich in SFB & CB

Tagesseminar Personalanstellung bei Kleinunternehmen, Scheinselbständigkeit

Hr. Hofer (TK), Dr. Reichmann (BASF), NN

2xjährlich in SFB & CB

Tagesseminar Personalbeurteilungsgespräche und Personalförderung

Prof. Strunz

2xjährlich in SFB & CB

Zwei-Tagesseminar Erstellung Businessplan (keine BWLer)

Prof. Wehling

4xjährlich in SFB & CB

Tagesseminar Behandlung von Konflikten, Managementmethoden im Umgang mit Konflikten

Prof. Schuster, Prof. Grawert-May

4xjährlich in SFB & CB

Tagesseminar Präsentationstraining

MLP Trainerteam

4xjährlich in SFB & CB

Tagesseminar Rhetoriktraining

NN

4xjährlich in SFB & CB

Tagesseminar Angebotserstellung allg.

Prof. Schuster, NN

weitere Seminarthemen auf Anfrage bei sylvia.bischoff@online.de

Gesellschaft für Montan- und Bautechnik mbH (GMB) � INGENIEURDIENSTLEISTUNGEN � STROM- UND WÄRMEVERSORGUNG � FACILITY MANAGEMENT � BETRIEBSMANAGEMENT TAGEBAU � PROJEKTE TAGEBAU

Knappenstraße 1 01968 Senftenberg Telefon: 03573 78-3230 Fax: 03573 78-3224 Internet: www.gmbmbh.de

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GMB – A VATTENFALL COMPANY


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Auf nach Heidelberg!!!!! Ja, fast ein ganzes Jahr habe ich darauf gewartet. Endlich in das Praxissemester gehen zu können und auch noch nicht gerade so nah an zu Hause. Und wie cool ich doch darüber geredet habe, endlich mal in einer anderen Stadt zu wohnen.

D Kolumnistin Mareen Pielock Biotechnologie

och jetzt, wo ich so kurz vor der Abreise stehe, wird mir ein wenig komisch. Denn bis jetzt habe ich meine 21 Jahre wie die Made im Speck gelebt. Schön wohlbehütet bei Mutti auf dem Sofa. Da hat das Abitur keine Probleme gemacht und die zwei ersten Studienjahre flutschten auch ohne große Schwierigkeiten vorbei. Und jetzt werde ich einfach in das grausige einsame Leben, in eine fremde Stadt geschmissen und keiner ist mehr da zum gewohnten Ausheulen und Nerven, wenn man mal in fünf Minuten seelischen Stress an anderen auslassen will und muss. Wie soll das funktionieren? Warum unternimmt keiner was dagegen? Ich hatte da auch schon die Idee mir in Heidelberg eine schöne große Pflanze zu kaufen. Aber meine Familie hat mir diese gedankliche Höchstleistung gleich wieder mithilfe von zwei simplen Argumenten zunichte gemacht. Erstens habe ich so gegen alles was grün ist und wächst eine Pollenallergie und zweitens habe ich es bereits geschafft, die einzelnen Vertreter aller Pflanzengenre zu töten. Nicht mit Absicht! Die Pflanzen wollen nicht in meiner Nähe wachsen. Vielleicht bin ich auch so ein schlechter Pfleger, dass alle Selbstmord begangen haben. Es klappt halt nicht. Ich kann nicht so gut mit Pflanzen! Es blieb also nur eine Möglichkeit: WG und einfach mal ein bisschen den Temperamentmodus zurückschrauben. Wäre ja schließlich nicht zweckgemäß, wenn ich wegen erheblichen Nervens wieder raus geschmissen werde. Das war schon ein ganz schön anstrengender Akt ein Zimmer irgendwo zu bekommen, von dem man nicht eine Stunde bis zum Arbeitsplatz braucht. Hat mich dann auch ordentlich was gekostet. Gott, wenn ich doch nur dran denke wie viele Taschen und Schnick-Schnack ich mir für das Mietgeld hätte kaufen können! Aber das kann man ja auch keinem erzählen, also pssst! Wie meine Oma immer so schön sagt: „Ach Reenchen, dafür kannst du dir später alles leisten und musst dir nie wieder um Geld Sorgen machen. Deswegen lerne du schön fleißig!“ Eines sag ich euch, wenn meine Oma nicht Recht behält, muss ich mit ihr mal ein ernstes Wörtchen reden. Ich bin gespannt, was mich in Heidelberg alles erwartet. Zum Anfang werde ich sicher erst einmal feststellen, was Heimat ist und was so unbewusst alles dazu gehört. Und wenn es nur mein Lieblingsdöner bei meinem Lieblingstürken in Cottbus ist, der mir immer mit einem netten Lächeln und einem dezenten „Ich liebe dich, meine Große!“ überreicht wird. Es gibt

sicher viele Dinge, die ich in dieser Zeit echt vermissen werde. Meine Freunde werden mir sehr fehlen. Wenn ich aus Heidelberg wiederkehre, dann wird einer meiner besten Freunde nicht mehr da sein. Der Erste, der der Region den Rücken gekehrt hat. Und das auch noch, um zur Polizei zu gehen. Oh man! Ja, ich werde in Heidelberg wohl oft an die Geburtstagfeiern denken, an denen immer irgendein Blödsinn stattfand. Letztens haben wir wieder nach dem Grillen drei Stunden Tischtennis gespielt und uns zu elft wie die Bekloppten um die Platte gequetscht und sind gerannt ohne zu stoppen. Es sei denn, man hat wieder die Angabe nicht hinbekommen. Nein, ich nicht. Ich hab sogar drei Punkte geholt. Das ist bei null Tischtennisbilanz echt nicht schlecht. Es waren ja am Wochenende nur so 35°C im Schatten. Da kann man ruhig schon mal sporteln. Wir sind eben alle ein bisschen anders. Und es gibt Dinge, die ich endlich mal ein wenig losgeworden bin. Spontan fällt mir da jetzt beim Packen auf, dass ich wohl definitiv die Tourette ähnlichen Schreianfälle und das an-der-Tür-Gekratze meiner alten greisen Katze nicht missen werde. Da kann man echt gewalttätige Gedanken entwickeln und auf Ideen kommen, die einer wuscheligen Perserkatze nicht so recht gefallen würden. Ist ja auch echt süß, der Kuschel-Knäuel. Aber im Alter werden eben nicht nur die Menschen dominanter und fordernder! Und wenn man eine fünfköpfige Familie in Schach hält, kann man das schon als dominant bezeichnen. Wenn ich noch etwas in der Vorbereitungszeit gelernt habe, dann nicht zu glauben, dass wenn man jung ist einen alle unterstützen und es gut mit einem meinen! Ist schon echt verblüffend. Und so darf ich wegen einer mündlichen Nachprüfung noch mal nach Senftenberg kutschen. Aber wäre doch langweilig, wenn mal alles in meiner Planung geklappt hätte. So erhalte ich mir noch ein wenig Spannung und hoffe den zweiten Anlauf ohne Schwierigkeiten zu bestehen. Aber die Rennerei war wirklich nervig und ich hätte das alles gut und gerne weggelassen. Ja und ein paar Tage habe ich noch zu Hause und so lange werde ich mir einreden, dass ich in Heidelberg DIE Entdeckung machen werde, von irgendjemandem als Alternativkünstler entdeckt werde oder einfach super gut bei der Basketballmannschaft ankommen werde. Doch bis es soweit ist, habe ich noch Ferien und sitze bei Mutti auf dem Sofa! MP

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23 Oktober 2008

November 2008

0 8 . O k to b e r, M i

14 . N ove m b e r, F r

THECACTUS Semestereröffnungsparty

StudiCup präsentiert von TheCactus und Strike

21.00 Uhr STUK FHL Senftenberg

21.30 Uhr Strike Bowling & Bar, Senftenberg

15 . O k to b e r, M i

19 . N ove m b e r, M i

STURA Semestereröffnungsparty

8. Wissenschaftstage

10.00 Uhr Campus FHL, Senftenberg

21.00 Uhr STUK FHL Senftenberg

TheCactus presents: „Balls of Fury“

16 . O k to b e r, D o Peter und der Wolf

19.30 Uhr FHL KZM, Senftenberg

10.00 Uhr Theater Neue Bühne Senftenberg

2 2 . N ove m b e r, S a toniRoxN8 (Across Dead Memories, Sense of Realty)

17. O k to b e r, F r Hochschulball der BTU und der FHL

20.00 Uhr Pegasus Kulturtreff, Senftenberg

20.00 Uhr BTU Mensa Cottbus

Dezember 2008 10 . D e z e m b e r, M i

18 . O k to b e r, S a

SEXY CAMPUS NIGHTS

toniRoxN8 (Harthof, Stasn, Bitter Verses)

21.00 Uhr FLYER BEACHTEN!! Senftenberg

20.00 Uhr Pegasus Kulturtreff Senftenberg

TheCactus presents: „Butterfly Effect“

19.30 Uhr FHL KZM, Senftenberg

2 2 . O k to b e r, M i SEXY CAMPUS NIGHTS

21.00 Uhr FLYER BEACHTEN!! Senftenberg

17. D e z e m b e r, M i das THECACTUS Stuk-Quiz

2 5 . O k to b e r, S a

20.00 Uhr STUK FHL Senftenberg

5. GlückAufFest / Ein Sommernachtstraum

Januar 2009

2 9 . O k to b e r, M i TheCactus presents: „Leon der Profi“

19.30 Uhr FHL KZM, Senftenberg

31. O k to b e r, F r Wer hat Angst vor Virginia Woolf?

19.30 Uhr Theater Neue Bühne Senftenberg

Das Studentenmagazin der Lausitz

14 . J a n u a r, M o TheCactus presents: „Trainspotting“

19.30 Uhr FHL KZM, Senftenberg Angaben ohne Gewähr

Dein Termin nicht dabei? Dann bitte an cactus-zeitung@gmx.de

18.00 Uhr Theater Neue Bühne Senftenberg

T H E AT E R PA R T Y LESUNG KINO MESSE EVENT Ko n z e r t

Bald ist es wieder soweit

E

s gibt im Leben ein paar Konstanten, auf die man sich ganz einfach verlassen können sollte. Zum Beispiel, dass man sich beim Elfmeterschießen gegen England entspannt zurücklehnt und zuschaut wie die Jungs von der Insel einen nach dem anderen in den nächtlichen Himmel ballern. Oder, dass bei einem erneuten Versuch von Naddel Karriere zu machen, nie mehr als eine warme Mahlzeit für sie raus springt. So können sich die Studenten der FHL sicher sein, dass der Cactus in Kooperation mit dem Sprachenzentrum in jedem Semester ein paar filmische Höhepunkte durch den Beamer jagt. Selbstverständlich auch dieses Mal wieder im englischen Original, damit keine wässrige Übersetzung und eine merkwürdige Synchronstimme den Filmgenuss trüben. Dieses Semester beginnen wir am 29.10.2008 mit Luc Bessons Meisterwerk Leon der Profi, ein Kunstwerk, das bei vielen in der Liste ihrer Lieblingsfilme wohl ganz oben steht. Man mag ja über französische Filme denken, was man will, aber in diesem Fall stimmt von der Story bis zur Musik einfach alles. Am 19.11.2008 segeln wir in etwas seichtere Gewässer, zu einem Film, dem man wohl auch mit ein paar Bier im Schädel noch ganz gut folgen kann. Die Rede ist von Balls of Fury. Hier bekommt eine Randsportart endlich die Aufmerksamkeit, die sie verdient … Tischtennis. Um genauer zu sein, geht es um Undergroundtischtennis und jeder, der über die Nackte Kanone oder Dodgeball lachen konnte, sollte vorbeikommen. Als drittes hält Butterfly Effect Einzug in das Konrad Zuse Medienzentrum. Dieser Film wurde damals in unseren Kinos weitestgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit gezeigt. Völlig zu Unrecht, denn er erhielt ausgesprochen gute Kritiken. Am 10.12.2008 bieten wir euch deshalb nochmal die Gelegenheit, ganz wie der Hauptcharakter aus dem Film, euren Fehler aus der Vergangenheit wieder gut zu machen und Butterfly Effect in Kinoatmosphäre zu genießen. Zu guter Letzt zeigen wir am 14.01.2009 Trainspotting. Dieser Film über schottische Drogenabhängige wurde unter die zehn besten britischen Filme gewählt, obwohl es nur siebeneinhalb Wochen gedauert hat ihn zu drehen. Alles in allem ist dieser Film mit seinen tollen Dialogen und der dreckigen, rohen Atmosphäre wohl einer der besten Filme der 90er. Wem es also zum Ende des Semesters aufgrund der bevorstehenden Prüfungszeit schlecht geht, riskiert einfach mal einen Blick auf die „dreckigste Toilette Schottlands“ und sieht die Welt mit anderen Augen. NR


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Fallen Empire : Legions „Nur“ ein Browserspiel

Keen on dancing with the Stereo MC´s

Man nehme eine gute Portion Electronic mische diese mit etwas Hip Hop und gebe je eine Prise Funk und Soul hinzu. So ähnlich würde wohl das Rezept für die Musik der Stereo MC´s lauten.

N D

ie meisten werden bei dem Wort Browserspiel an kleine, schnell dahinprogrammierte Spiele denken, deren einzige Daseinsberechtigung darin besteht, die Zeit im PC Pool schneller vergehen zu lassen. Das Spiel ist im besten Sinne des Wortes ein gewöhnlicher Shooter. Dem durchschnittlichen Spieler wird alles bekannt vorkommen, sei es die Steuerung, die Grafik oder die Spielmodi. Die einzigen Dinge mit denen sich das Spiel von der Masse abhebt sind: alles spielt sich im Browser ab, man kann sofort loslegen und es ist zurzeit noch völlig für umme. Wenn euch also langweilig ist und sich zufällig ein beliebiger PC mit Internetanschluss in der Nähe befindet, spricht nichts dagegen auf www.instantaction.com zu surfen und fröhlich eine Runde zu ballern. Auf der Seite befinden sich außerdem noch ein paar andere Browserspiele, die ebenfalls eine überdurchschnittliche Qualität aufweisen. NR

ach einer kleinen Schaffenspause melden diese sich zu ihrem 20jährigen Plattenjubiläum mit „Double Bubble“ zurück und erobern erneut den Dancefloor. Begonnen hatte alles 1985 als sich Rapper Rob B. (Rob Birch) und DJ/Produzent The Head (Nick Hallam) zusammenfanden um das Projekt Stereo MC´s zu gründen. Zwei Jahre später erschien ihr Debütalbum „33-45-78“, jedoch ohne große Resonanz. Aufgrund ihrer Vorliebe für Performances, die entgegen der damaligen Hip Hop–Attitude war, machten sie sich einen Namen als beste Live-DanceBand und waren der erste Rap-Act auf einem Rock-Festival. Der große Durchbruch gelang ihnen dann 1992 mit dem 3. Album „Connected“, ab da stürmten sie die Musikwelt und erhielten 1994 bei den British Music Awards die Ehrung als beste Band. Daraufhin verschwanden sie in der Versenkung und gönnten sich eine Pause, um ihre Fans mit dem nicht erwarteten Album „Deep down and dirty“ im Mai 2001 zu überraschen. In den folgenden Jahren kam es zu Uneinigkeiten mit ihrem Label Universal, was sie in ihrer kreativen Arbeit behinderte und dazu veranlasste sich selbstständig zu machen. Das Ergebnis war Graffiti Recordings, unter dem „Paradi-

se“ im August 2005 und nun „Double Bubble“ erschien. Das neue Album hält was der Opener „Get it on“ verspricht, straight nach vorn treibende Beats und kompakte Soundpatchworks. Man wird förmlich auf die Tanzfläche gesogen und dabei still zu halten ist kaum möglich. Daneben findet man auch einige eher elektropop-orientierte Stücke wie „Karaoke“ oder „Pictures“, die nicht weniger eingängig sind. Alarm für Ohrwurmpotenzial! Nach dem eher unsicher wirkenden „Paradise“ haben sie mit ihrem 6. Studioalbum zu ihrer ursprünglichen Kraft zurück gefunden und glänzen mit britischer Coolness. Jedem zu empfehlen der auf Hip Hop mit einer Dosis Dancefusion steht. DH

Bin ich hier oder bin ich schon auf dem Sonnendeck?

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eterLicht ist wohl einer der schillerndsten und skurrilsten Gestalten der deutschen Musiklandschaft. Auf Konzerten sieht man überall Schilder, die bitten, keine Aufnahmen zu machen. Auf Pressefotos ist sein Gesicht immer verdeckt, selbst als er bei Harald Schmidt 2006 zu Gast war, durfte man ihn nur kopfabwärts filmen. Eine Biografie über ihn gibt es nicht. Nichts soll auf seine Person hinweisen und dadurch dem Hörer Interpretationslücken bieten. Die Musik soll als Ganzes wahrgenommen werden, in all ihrer Banalität. PeterLicht ist aber nicht nur Musiker, sondern auch Autor. 2007 bekam er für seinen Text „Die Geschichte meiner

Einschätzung am Anfang des dritten Jahrtausends“ den 3Sat-Preis und den Publikumspreis beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb. Noch bei Freud galt die Melancholie als Krankheitsbild, als psychopathologischer Zustand. Inzwischen hat sie sich zum Erkennungsmerkmal eines bestimmten Künstlertyps gemausert,

der irgendwo zwischen Abgeklärtheit, Kummer und Brillanz mit den verbliebenen Resten wuchert. Mit seinem vierten Album „Melancholie und Gesellschaft“, welches am 05. September erschien, darf man sich fortan den Melancholiker als glücklichen Menschen vorstellen. Bisher vor allem in Sachen Ironie und Fragmentpoetik ein schwereloser Nachkommen der deutschen Romantik, singt PeterLicht auf diesem zugleich schwermütigen und weltbejahenden Album so emphatisch wie derzeit kein zweiter: „Der Traum geht weiter“. Vieles ist abhanden gekommen, aber nichts ist verloren. Wir träumen von der Freiheit jenseits der Freiheit. SK The Cactus


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J.R. Moehringer: „Tender Bar“

Ein Buch ideal für ruhige Momente, in denen man eine gute Geschichte auf sich wirken lassen kann und Zeit hat sie zu genießen.

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ender Bar“ ist die Biografie des Autors und ein imposantes Werk über das Leben in den USA der 70er bis hin zu den 90er Jahren. Erzählt werden dabei die Geschichten von realen Personen, die intensiv und faszinierend sind, dass einem am Ende nur noch eins bleibt und zwar einen schon lange bekannten Satz zu bestätigen: „Das Leben schreibt die besten Geschichten.“ Die Geschichte in diesem Buch handelt von einem Jungen, seiner Mutter und Männern in einer Bar, die sich der Kleine als Vorbildfiguren nimmt, da sein Vater abgehauen ist und er keine männliche Idealfigur mehr hat. So entwickelt er aus all den Gästen der einst beliebtesten Bar Manhassets seine eigene Vaterfigur und lässt sich davon leiten. In der Bar lernt er alles, was ihm später im Leben einmal helfen wird und er findet dort auch was er braucht: Rat, Geborgenheit und Weisheit. Jeder der Stammgäste weiß eine andere Anekdote zu erzählen oder zu einer bestimmten Gegebenheit einen anderen Rat zu geben und so scheint immer der Richtige dabei zu sein. Jedoch darf nicht davon ausgegangen werden, dass diese Biografie nur fröhlich abläuft und alle Probleme durch die Bar gelöst werden. Dieser Roman schwankt zwischen allen Gefühlslagen, die die menschliche Welt zu bieten hat. So kommt es durchaus vor, dass die Stimmung von einem Moment zum anderen ins Gegenteil wech-

selt. Aber gerade das macht den Reiz dieses Buches aus. Diese Realität und Nüchternheit, mit der die Ereignisse erzählt, aber nur selten kommentiert werden. Somit bekommt der Leser selbst die Chance zu überlegen, was er nun gemacht hätte. Ein Ausblick in die Zukunft wird an kaum einer Stelle gewährt und sollte da doch einmal einer vorhanden sein, so ist er allerhöchstens vage angedeutet oder uninteressant. Es bleibt zu sagen, dass dieses Buch einen Eindruck vermittelt, dem man sich nicht entziehen kann. Wenn der Autor die Bar betritt, kommt es einem nahezu so vor, als würde man sie selbst betreten. Das Aufschlagen des Buches ist wie das Betreten der Bar und die erste gelesene Seite ist der erste kühle Cocktail, bei dem im Hintergrund Sinatra läuft. SP

Seiten: 464 ISBN: 3596176158 Preis: 9,95 EUR

Leon de Winter: „Malibu“

Faszinierend, spannend und an der Grenze der Realität – ein Krimi mit philosophischem Hintergrund!

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unächst wird der Leser mit einem Prolog konfrontiert, in dem scheinbar Fakten ohne Zusammenhang aneinandergereiht werden. So ist von Kontinentalverschiebungen, Umzugslastwagen und Geburtstagsfeiern die Rede. Viele erwähnte Namen und Handlungen verwirren auf den ersten Seiten, werden aber dann bei ihrer Verkettung durchschaubar. So nimmt der Autor das schlimmste Ereignis des Buches der eigentlichen Erzählung schon vorweg. Erst dann lernen wir den Protagonisten kennen: Joop Koopman ist ein holländischer Schriftsteller, der in Los Angeles lebt und Skripte Seiten: 432 Seiten für Filme schreibt. Er lebt in Scheidung ISBN-10: 3257234341 und sein ein und alles ist seine TochPreis: 10, 90€ ter Mirjam. Diese verunglückt aber an ihrem 17. Geburtstag tödlich und für Joop bricht die Welt zusammen. Aber er wird in seiner Trauer nicht in Ruhe gelassen. Von einem alten Schulfreund wird er in einen Spionagefall für den israelischen Geheimdienst verwickelt und seine Cousine konfrontiert ihn mit ihren buddhistischen Wiedergeburtstheorien. Zu allem Überfluss folgt auch noch der Motorradfahrer, Das Studentenmagazin der Lausitz

durch den Mirjam ums Leben kam, Joop auf Schritt und Tritt. Dem Protagonisten wird also von allen Seiten zugesetzt, seine materialistische Weltansicht wird völlig auf den Kopf gestellt. So liest er z. B., dass Menschen, die ein Herz transplantiert bekommen, Charakterzüge des früheren „Eigners“ des Herzens annehmen. Da Joop beim Tod seiner Tochter einer Herztransplantation zustimmte, beginnt er nun den Empfänger des Herzens zu suchen, um herauszufinden, ob von seiner Tochter „etwas übrig geblieben“ ist. Dabei wird nicht nur Joop, sondern auch der Leser immer wieder vor die Frage gestellt, was wahr ist und was nicht. Aber auch einen starken Realitätsbezug stellt der Autor her: Politisch aktuell zeigt er die Unterschiede und Spannungen zwischen Judentum, Buddhismus und Islam auf. Dies projiziert sich alles auf die Handlungen Joops, dessen eindrücklich geschilderte Liebe zu seiner Tochter dennoch primäres Thema des Buches bleibt. So schafft der Autor einen „literarischen Hybrid“ zwischen Krimi, Politik, Philosophie und Liebe, aus dem der Protagonist nur gestärkt hervorgehen kann. MD - Anzeige -


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Bilderrätsel

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ist du mit den Studiengängen an der Fh Lausitz vertraut? Hier kannst du dein Wissen unter Beweis stellen. Die abgebildeten Fotos stellen vier verschiedene Studiengänge unserer Fachhochschule dar. Schreibe die jeweiligen Studiengänge in die Kästchen unter die Bilder, um das Lösungswort zu erraten. Und Voila! Kannst du das neue Album „Melancholie und Gesellschaft“ von PeterLicht gewinnen. Schicke uns eine E-Mail mit dem Lösungswort bis 31.11.2008 an cactus-zeitung@gmx.de und sie ist dein.

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Impressum: Herausgeber: The Cactus Redaktion Chefredaktion: Julia Fischer(V.i.S.d.P.) Mareen Fronzeck Diana Ludzay Jens Weidner Redaktion: Jens Weidner Julia Fischer Diana Ludzay Nico Roblick

Sven Kadlec Ralph Posselt Stephan Peschel Larysa Drevytska Daniela Handke Eileen Muhs Nicole Albrecht Carolin Fohgrub Kristin Weisbach Holger Rebol Hagen Weigelt Mareen Fronzeck

Mitarbeit an dieser Ausgabe: Nico Roblick Jens Weidner Mareen Pielock Julia Fischer Sven Kadlec Diana Ludzay Hagen Weigelt Mareen Fronzeck Robert Weisel Ralph Posselt Stephan Peschel Daniela Handke Eileen Muhs

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Kontakt: 03573 / 85 730 cactus-zeitung@gmx.de Adresse: Fachhochschule Lausitz The Cactus Großenhainer Str 57 01968 Senftenberg Auflage 2.500

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TheCactus - Ausgabe 13