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issue #03

BLOGETTES the fashionblogger magazine

SPEZIAL Bloggende Jungdesigner

Erfolgreich bloggen Facebook Marketing SEO erklärt Against Mobbing

The Divas and the Mustang ■ Superheroines fight for Colors! ■ 80s Power Make-up ■ Pebelles Desire


CONTENT

Fashion & Beauty

con tent

The Curious Case of the Divas and the Mustang Blogettestyles Pebelles Desire Heroines vs. Mrs. Black & White 80s Make-up by Lu zieht an

Trends

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Blogging Tips

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Spezial: Bloggende Jungdesigner

Initiative gegen Mobbing im Internet Suchmaschinenoptimierung erklärt I like you – Facebook Marketing

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Farbspiel Hot Business Colourfield Beachwear Life is a Festival DIY: Reißverschluss-Blumen

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Lilies Diary Mr. StrictlyIntimate Chiclette

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«No. Seriously?» «I mean, can you believe she said that to my face?» «Oh my god! That’s like, so not ok!»

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THE FRUIT THAT EATS ITSELF

The Curious Case of The Divas and The Mustang von Nina Britschgi, ☛ www.polaroiddeer.blogspot.com

Like every Saturday, the Divas were getting ready for the Party in the evening. That particular weekend, the two had planned on going to a charity gala, to mingle with high society. But what they didn’t know, was that this Saturday would be different. They could’t have foreseen the troubles they would run into... It all started out like any normal day: After chatting on the phone while getting ready. THE BLOGETTES

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The two meet for a quick tanning session and help eachother choose the right accessories.

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Of course they needed to grab a bite to eat first, after all, there’s barely any food at these high class events!

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The reapplying of makeup is a must. A Diva knows not to show up at a party with her makeup smeared! And then suddenly...

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Their car broke down! What were the Divas to do? They were already late, and they could not find out what was wrong without getting oil on their clothes!

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Even though they couldn’t make it to the Gala, the Divas decided to party on their own! Why let a great hairdo go to waste?

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Alw having a f bottles of w trunk finally p so the drunk off to sleep, r next big adve morn


ways few extra wine in the paid off! And Divas drifted ready for the enture in the ning...

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blog ette styles

Wir alle lieben Outfitposts auf Blogs! Mirjam Herms stöberte durch die Blogosphäre und entdeckte ihre Lieblingsstyles ☛ www.chic-und-schlau.ch

Traschick

Kleid H&M, Schuhe: Ny, Ohrringe: Dawanda

☛ www.evelyn-w.blogspot.com

I heart Alice

Shirt, Schuhe, Hut: H&M, Rock: C&A, Tasche: Zara, Brille: Rayban

☛ www.iheartalice.blogspot.com 16

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BLOGETTESTYLES

Modemädchen

Kette, Rock, Schuhe, Ring: H&M, Tasche: Vintage

☛ www.modemaedchen.blogspot.com

Thebeadayse

Tasche: Boutique in BS, Skirt und Strumpfhosen: H&M, Schuhe: Tally Weijl

☛ www.thebeadayse.blogspot.com

Street Inspiration

Kleid, Bolero: H&M, Kopfband: Primark, Wedges: Topshop

☛ www.street-inspiration.blogspot.com THE BLOGETTES

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Teenager Herz

Spitzenkleid und Hut: New Yorker, Tunika: Bershka, Schuhe: André, Tasche: abro

☛ www.teenager-herz.blogspot.com

Goodomen

Hose, Jacke, Shirt und Schuhe: H&M, Beutel: Weekday, Gürtel: Zara

☛ www.goodomen.de

Lydia Lucia

Rock, Oberteil und Gürtel: H&M, Blazer: C&A, Schuhe: Primark

☛ www.lydischen.blogspot.com 18

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BLOGETTESTYLES bees and ballons

Blazer, Bluse: H&M, Shorts, Tasche: Urban Outfitters, Schuhe: Topshop

☛ www.beesandballons.blogspot.com

Asterisque

Bluse, Wedges und Clutch: Primark

☛ www.asterisque5.blogspot.com

Balkan Couture

Shirt, Tasche: Forever21, Shorts: Zara, Schuhe: Marc Jacobs

☛ www.xfashionvictimx. blogspot.com

Scarlett Cheek

Top: Tally Weijl, Jeans Bershka, Schuhe: Zara, Tasche by Elin Kling

☛ www.scarletcheek.blogs-

pot.com

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„Du bist so hässlich und dick. Echt ey, kann ich nicht ansehn“ Über Mobbing auf Blogs, von Mirjam Herms ☛ www.chic-und-schlau.ch ☛ www.blogger-against-mobbing.blogspot.com

Du bist eine fette Sau, hör auf zu Bloggen“ oder „Diese Schuhe passen nicht zu deinen krummen Füßen, zieh dich richtig an!“. Alltägliche Kommentare, die ich jeden Tag wieder von neuem löschen muss. Neben der Zeit, die durch diese Moderation verschwendet wird, werden auch Nerven strapaziert. Wo man zu Beginn noch verletzt wird, ist man nach ein paar Monaten abgehärtet und ignoriert böse Worte. Doch nicht alle Blogger und Bloggerinnen sind auf diese Reaktionen vorbereitet und können sie vor al-

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lem nicht verstehen. Wieso will mich eine anonyme Person fertig machen? Sind das vielleicht Menschen, die mich wirklich kennen? Blogs wurden gelöscht, geschlossen oder privatisiert. Oft sind die anonymen und fiesen Kommentare der Grund. Gut verständlich – wer will schon aus Spass einen Blog führen, wenn man schlussendlich nur darunter leidet? Katja aka Emily van der Hell hat dieses Problem erkannt und einen Blog erstellt:

Blogger against Mobbing Ihr erster Post: Was tun bei anonymen Beleidigungen? Sie rät uns unter anderem ruhig zu bleiben, nicht auf die Kommentare zu reagieren und in sich selbst zu vertrauen. Auf „Blogger against Mobbing“ findet man Buttons, die man in den eigenen Blog einfügen kann. Es zeigt den Lesern, dass man gegen Mobben und für faire Behandlung ist! Eine neue Idee, finde ich. Doch ob sie gut ist? Geben wir den Lesern mit diesen Buttons nicht noch mehr


MOBBING

Angriffsfläche? Ist es nicht ein wenig zu viel Aufmerksamkeit für anonyme Personen, die nichts Besseres zu tun haben als fremde Menschen anzugreifen, um sich selbst besser zu fühlen? Meiner Meinung nach ist es zu viel Aufmerksamkeit. Doch gleichzeitig können sich viele junge BloggerInnen und Neueinsteiger auf diesem Blog vorbereiten und müssen die verletzte Phase nicht durchleben. Meine Fragen habe ich auch Katja gestellt und neben diesen Antworten auch erfahren, wie der Blog ent-

standen ist und wie sie sich deration nicht veröffentlicht die Zukunft von „Blogger wurden. Das gab den letzten against Mobbing“ vorstellt. Anstoß. Wie bist Du auf die Idee gekommen diesen Blog zu starten?

Welche Zielgruppe sprichst Du besonders an? Vor allem Frauen?

Auf einem meiner Lieblingsblogs ist mir aufgefallen, dass es mehr anonyme derbe Kommentare als andere gab. Das stieß mir schon sauer auf. Dann hat Anio von www.thevidiary.com einen Post geschrieben, was für Kommentare bei «Love my Outfit» eintrudeln und Dank der Kommentarmo-

Die Zielgruppe sind wohl eher die jüngeren Bloggerinnen, die noch nicht so ein dickes Fell entwickelt haben wie die Profis von Les Mads. Während meiner Recherche ist mir aufgefallen, dass es im Netz für Kinder und deren Eltern eine Menge Infos, Hilfe und Anlaufstellen zum

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Thema Cyber-Bullying gibt. Aber für junge Erwachsene kaum. In den ersten Tagen nach Beginn des Projekts habe ich schon viele Mails von Bloggern bekommen, die Cyber-Bullying und Mobbing im realen Leben erfahren haben. Denkst Du nicht, dass wir den Anonymen mit diesen Buttons noch mehr Angriffsfläche bieten, weil wir Schwäche zeigen? Wieso zeigt man mit diesem Button Schwäche? Es zeigt doch eher «Ich bin mit so einem Verhalten nicht einverstanden». Hoffentlich auch «Ich halte mich selbst an die Regeln der Nettiquette».

che auch den Unterschied zwischen erwachsenen und Jugendlichen/jungen erwachsenen Bloggern. Das Ego eines noch nicht fertigen Erwachsenen ist (oftmals) labiler, als die eines fertigen Erwachsenen. Mit 18 Jahren hätte ich mich von miesen Kommentaren eher verunsichern lassen als heute. Wurdest Du auch schon beschimpft? Wie?

Beschimpft nicht, dafür bin ich wohl nicht bekannt genug und Outfitbilder sind bei mir auch rar. Aber ich hatte das Gefühl, dass jemand aus meinem direkten Umfeld stichelt. Es wurden Details, die auf den Bildern nicht zu erkenDenkst Du, dass Blogger und nen oder nicht im Text geBloggerinnen sensibel sind nannt wurden erwähnt und oder eher starke Persönlich- mies gemacht. Ab da habe keiten haben? ich die anonymen Kommentare gesperrt. Blogger haben meiner Meinung nach ein gewisses Maß Was denkst du? Wieso bean Selbstbewusstsein. Das schimpfen anonyme Menrechtfertigt aber nicht, dass schen andere BloggerInnen? irgendjemand sich über diese Art der Selbstdar- Es geht dabei wohl nie stellung auslässt! Ich ma-

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um echte Kritik, sondern um simples Niedermachen einer Person! Es geschieht, glaube ich oft aus purem Neid heraus. Oder um ein gezieltes Fertigmachen über längere Zeit. Bei einem bekannten Blog hatte das zur Folge, dass er geschlossen wurde. Ich denke aber auch, dass es generell vielen Menschen schwer fällt überhaupt Kritik zu äußern. Da kommt die Anonymität ihnen zur Hilfe und man legt noch einen drauf. Wer würde so mit anderen Menschen reden, wenn sie ihnen gegenüberstehen? Dann würden sie schnell zu Aussenseitern werden. Was versprichst Du Dir aus deinem Projekt? In erster Linie geht es mir um das Ansprechen, das Aufmerksam machen dieses Themas. Ich möchte, dass es nicht einfach stillschweigend hingenommen wird. Vielleicht ist es ein wenig blinder Aktionismus, aber wenn mir so etwas gehäuft auffällt, kann ich das


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nicht ignorieren. Das steckt so in mir drin. Ich möchte eine Anlauf­ stelle für hilfesuchende Betroffene bieten und den Austausch über dieses Thema unter den BloggerInnen fördern. Ich wünsche mir, dass so Betroffenen beigestanden und der Rücken gestärkt werden kann. Ich ziehe in Erwägung, einen Beratungsdienst hinzuzuziehen, wenn es notwendig sein sollte. Ich arbeite als Erzieherin mit Kindern/Jugendlichen und somit auch mit anderen Institutionen

zusammen, so dass ich auf diese Erfahrungen zurück­ greifen kann. Ich möchte nicht den negativen Kommentatoren die Aufmerksamkeit schenken, sondern das Augenmerk auf die Menschen hinter den Accounts lenken. Hast Du bereits negative Rückmeldung bekommen oder nur positive? Das Projekt ist bis jetzt sehr positiv aufgenommen worden. Negative Rückmeldungen habe ich noch nicht

bekommen. Eher mal ein «Was bringt das?». Ja, das wird sich zeigen. Ich bin einfach eher für machen, als für hinnehmen. Die Buttons von Katja werden bereits auf 107 Blogs angezeigt (Stand: 09. 06. 2010). Der Blog fasst bereits 16 Beiträge und mehrere Blogs, unter anderem Les Mads haben über ihre Idee berichtet. Wir wünschen Katja weiterhin viele Erfolgsgeschichten von BloggerInnen, denen durch „Blogger against Mobbing“ geholfen wurde.

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Pebelles Desire

Fotos von Michele Pauty, ☛ www.michelepauty.com Haare und Make-up von Sandra Pichler, ☛ www.sandra-pichler.com Model Constanze von Stella Models

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Catsuit von www.pebelle.com Solariumbrille von Tom Ford www.marcolin.com

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Catsuit von www.pebelle.com Schmuck von www.hm.com

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Catsuit von www.pebelle.com

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Catsuit von www.pebelle.com

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Catsuit von www.pebelle.com Stiefel von www.tiberius.at

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Wenn Blogs erwachsen werden SEO Tipps für mehr Blog-Traffic von Sandra Konrad ☛ www.shoppingverse.com, www.girlsguidetoblogging.com

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Traffic Verteilung auf www.Shoppingverse.de in den letzten Wochen Eine Tatsache die ich seit ich 2005 mit dem Bloggen begann lernte war, dass User die über (z. B.) Google zu meinem Blog finden, häufig auch zu Lesern werden. Viele Kommentare und Mails

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Foto: Claudia Hartmann/Pixelio.de

ir stecken viel Liebe in unsere Blogs, viel Zeit und eine Menge Herzblut. Unsere Belohnung dafür sind Leser, die unsere Blogs besuchen. Egal ob wir mit unseren Blogs nun Geld verdienen oder sie aus reiner Leidenschaft betreiben, wir alle wünschen uns mehr Besucher auf unseren Blogs. Doch wie bekommt man diese? Mehr Suchmaschinen-Traffic = mehr Besucher = Besucher werden zu Lesern

die ich bekam, bestätigen dies. Leider gibt es aber kein Zaubermittel, das mehr Traffic über die Suchmaschinen auf unsere Blogs hext. SEO (Search Engine Optimisation) kann aber unterstüt-

zend dabei helfen. Ich bin kein Profi was dieses Thema angeht, doch über die Jahre habe ich durch Try & Error einige Erfahrung gesammelt und zahlreiche gute Tipps bekommen, die ich gerne mit euch teilen will:


SEO - SEARCH ENGINE OPTIMIZATION

Off-Site SEO vs On-Site SEO Off-Site SEO sind Faktoren außerhalb deines BlogUniversums, die das Ranking deines Blogs beeinflussen. Leider hat man selten Einfluss auf diese Faktoren, es ist jedoch nicht unwichtig diese zu kennen. 1. Inbound Links Eingehende Links auf einen Blog sind eine Währung, die Suchmaschinen besonders schätzen. Jeder verweisende Link zum eigenen Blog ist für Google & Co eine Art Feedback, das unserem Ranking positiv angerechnet wird. Das Wichtigste das man dabei wissen sollte: ■ Idealerweise kommen diese Links von Seiten die höher ranken als man selbst (i. d. R. am Pagerank zu erkennen): Google Pagerank Check _ www.gaijin.at/ olsgprank.php ■ Diese Links sind bestenfalls mit dem Thema verbunden über das geschrieben wurde ■ Der Link, welcher zum Artikel/Blog führt, enthält wichtige Keywörter zum Thema des Artikels/Blogs

2. Blogverzeichnisse Zahlreiche Blogger die ich kenne schwören darauf, ihre Blogs in Blogverzeichnissen einzutragen und diese Einträge mit ent­sprechenden Tags und Keywörtern zu versehen. Auf diese Weise erhalten sie wertvolle Backlinks. Einige der bekanntesten Blogverzeichnisse sind: ■ www.blogoscoop.net ■ www.bloggerei.de ■ www.bloggeramt.de ■ www.blogalm.de ■ www.blogverzeichnis.eu 3. Linktausch In den meisten Fällen geschieht Linktausch auf natürlichem Wege. Uns gefällt eine Seite, wir linken darauf, der andere bekommt das mit und linkt gerne zurück. Oder man ist befreundet und linkt sich gegenseitig.

Gerade aber kommerzielle Seiten bieten Bloggern oftmals (für sehr geringes Geld) eine Linkplatzierung an. Soll heißen, sie wollen auf unseren Blogs möglichst kostenlos verlinkt werden und am besten noch mit vorgegebenen Keywörtern. Dies wirkt sich positiv auf ihr eigenes Ranking aus. Ich persönlich halte nicht viel von einem solchen Vorgehen, doch jeder sollte selbst entscheiden, ob er sich auf solche Deals einlässt und was es ihm wert ist. 4. Blogparaden Blogparaden sind nicht nur lustig und spannend für alle Beteiligten, sie vernetzten auch die mitwirkenden Blogs miteinander. Jeder linkt im günstigsten Fall auf jeden, verweist auf andere Posts der Blogparaden, etc...

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Dies alles sind wertvolle Backlinks für unsere Blogs. Content ist King und auch der Grund weswegen Leser unsere Blogs besuchen. Je qualitativ hochwertiger und informativer für unsere Besucher, ums so mehr werden sie unsere Posts mögen und auch darauf linken. Diese vier Punkte über OffSite SEO sind lediglich die Basics zu diesem Topic, doch für den Anfang mit die wichtigsten. Doch schauen wir auf die On-Site Maßnahmen. On-Site SEO sind Techniken, die direkt auf dem Blog angewendet werden, um das Ranking und die bessere Auffindbarkeit innerhalb von Suchmaschinen zu verbessern. Techniken, die wir selbst in der Hand haben

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und steuern können. Wie bei allen SEO Maßnahmen, gibt es hier aber viel Spekulation um todsichere Maßnahmen und Do’s and Dont’s. Hier sind meine Erfahrungen dazu: Content is King Ich kann es nicht genug betonen, aber ein Blog lebt nun einmal von seinem Inhalt. Je mehr und je häufiger dieser aktualisiert wird, um so mehr Goodie-Punkte vergibt Google. Aber findet einen Mittelweg und spamt nicht mit 20 Posts am Tag den Reader eurer Leser voll. Keywords im Content Google crawlt (durchsucht) Content und somit Posts von oben und auch von unten. Dies bedeutet, dass in den ersten Sätzen eines Posts

und auch im „Schlusswort“, möglichst zum Thema passende Keywords verwendet werden sollten. Gerne auch mal mit Synonymen spielen, aber bitte keinen Post um Keywords herum schreiben. Das mag weder Google noch mögen dies unsere Leser. Man spricht etwa von 5-8 Prozent Keywortdichte in einem Text. Möchte man seine Posts etwas Keywort optimierter gestalten, helfen uns diese Fragen: ■ Mit welchen Themen will ich in Suchmaschinen gefunden werden? ■ Was würden Internet-User in Google & Co eingeben, um zu meinem Post/Blog zu finden? ■ Welche Ergebnisse bekomme ich selbst, wenn ich diese Wörter in Suchmaschinen eingebe ? ■ Welche Keywörter verwenden diese ange­zeigten Seiten und wie könnte ich diese für mich selbst nutzen? Die Ergebnisse, die uns diese Überlegungen liefern, sollten beim Schreiben in


SEO - SEARCH ENGINE OPTIMIZATION

folgende Faktoren des Posts Keywörtern die Bilder, noch bevor wir sie hochladen – einfließen: nämlich bereits beim Ab■ Keywörter im Titel ver- speichern! wenden ■ Synonyme-Keywörter in Videos mögen der URL (Wordpress erlaubt Suchmaschinen diese unabhängig vom Titel Flash nicht und genau darauf basieren unsere heißgezu benennen) verwenden ■ Keywords in aus­gehenden liebten Videos, die wir so gerne posten. Google und Links ■ Keywörter in Über­- Konsorten können aus die­schriften und Zwischen­ sem Format nicht den Inhalt herauslesen und ignoheadlines rieren diesen. Ein Post, nur mit einem Musikvideo, das Bilder richtig benennen Fast 30% des Such­ wir so klasse finden und maschinen-Traffics der unbedingt teilen wollen, auf meinem Blog landet, ist somit unbrauchbar zur kommt über die Google Bil- S chmaschinenoptimierung. dersuche. Denken wir ein- Was tun? Weglassen? Nein! mal an uns selbst, kann ich Denn weder wir selbst noch zumindest von mir behaup- unsere Leser und Besucher ten, dass ich einen Großteil wollen auf diesen Content an Informationen tatsäch- verzichten. Doch um es lich über Googles Images auch Google-freundlich zu finde und so nicht selten machen, textualisiert man interessante Blogs entdec- ein solches Video. Man beke. Aus diesem Grund soll- schreibt in einigen Sätzen ten wir die Benennung der vor und nach dem Video Bilder in unseren Posts (mit Keywörtern) worum nicht vergessen. Auch hier es geht und schon ist alles stellen wir uns die selben SEO-freundlich. Fragen, wie bereits zuvor und benennen dementspre- Ein Thema pro Post chend mit wenigen, kurzen Schon in der Schule hörten

wir immer, wir sollen so nah wie möglich am Thema bleiben. Und wie oft kam es vor, dass wir in einem Aufsatz am „Thema vorbei schrieben“? Unsere Lehrer bloggten zwar noch nicht, aber sie hatten dennoch Recht. Denn auch beim Bloggen gilt: Ein Topic pro Post. Alles andere verwirrt nicht nur unsere Leser, sondern auch die Suchmaschinen. Dies sind wirklich nur die Basics von SEO und man könnte noch viel weiter ausholen. Aber es ist ein Anfang und ihr werdet mit der Zeit erste Ergebnisse sehen. Das wird nicht von heute auf morgen geschehen – SEO braucht Zeit und Geduld. Ständig ändern sich die Kriterien und man muss immer wieder hier und da etwas anpassen. Doch es lohnt sich. Gebt nicht auf! Weitere Tipps zum Thema wie man seinen Blog pimpt, findet ihr in „SEO-Tipps für Blogger und Journalisten“, erstellt vom T3N Magazin.

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Foto: iStockphoto


FACEBOOK MARKETING

I like you

Wie man Millionen von Besuchern von Facebook auf den Blog holt von Mirjam Herms ☛ www.chic-und-schlau.ch

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acebook Fangruppen und I-Like-Buttons sind mittlerweile keine Fremdwörter mehr. Doch wie nutze ich diese Tools optimal für meinen Blog und wie gewinne ich am meisten Leser? Deutschland: 9,54 Millionen, Schweiz: 2,24 Millionen, Österreich: 2 Millionen. Das sind die Zahlen der aktiven Facebooknutzer im Monat Mai 2010. Menschen, die täglich Freunden schreiben, chatten und Fans werden, Gruppen besuchen und weiterempfehlen. Für Blogger ist Facebook das reinste Schlaraffenland. Man kann die FacebookUser abfangen und auf den eigenen Blog führen. Auf den nächsten Seiten werden die Möglichkeiten beschrieben, die Links zu den wich-

tigsten Tools gezeigt und te Facebookgruppen und schreibe dort Kommentare Anleitungen gegeben. • Empfehle andere BlogFanpages auf deiner. Die Fangruppe Eine Fangruppe hat grosse Und umgekehrt Wirkung und ist in wenigen • Biete den Fans mehr als „nur“ die Blogpost-Links. Minuten gegründet: www.facebook.com/pages/ Zeige Bilder, Videos oder create.php?campaign_id=3 andere Links 68885149649&placement= • Erstelle einen Like- Button unter jedem Blogpost pgall&extra_1=0 Um Fans zu generieren, kann unter „Seite bearbei- Wie pflege ich meine Faceten“ ein Widget auf dem book- Fangruppe? Blog eingefügt werden. So- Sobald die Facebookgrupbald ein Leser auf „Gefällt pe steht, ist die Arbeit gemir“ klickt, erscheint diese tan. Leider nein. Eine FaInformation in seinem Pro- cebookgruppe muss gehegt fil und auf dem Newsfeed und gepflegt werden. Denn nur die eingefleischten Leder Freunde. ser werden Fans ohne viel Wie komme ich zu zu erwarten. Die Fangruppe bietet aber sehr viel mehr Facebook- Fans? als nur eine kleine Kult-Ge• Lade deine Freund ein • Weise auf Twitter auf dei- meinschaft. Beziehungen schaffen: ne Fanpage hin • Suche themenverwand- Durch eine Facebook- Fan-

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gruppe ist man dem Blogautor nah und der Blogautor ist seinen Lesern. Wenn Leser Fragen stellen, kann man sie direkt beantworten und so einen privateren Umgang schaffen. Neben Kollegschaften oder Bloggerfreundschaften können so auch tolle Beziehungen erstehen, die für Werbung oder spätere Projekte genutzt werden können. Der VIP-Bereich: Wenn ich jemandem den Sinn der Fangruppe erkläre, spreche ich immer vom VIPBereich. VIP, weil man Zu-

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gang zu Fotos hat, die auf dem Blog nicht veröffentlicht wurden, weil man die Lieblings­videos des Bloggers ansehen kann oder weil man Statusmeldungen zu Gesicht bekommt. Dieses VIP-Gefühl lockt und man gewinnt damit neue Fans.

sergewöhnlichen Blogpost­Titeln lockt man so neue Leser auf den Blog.

Auf diesem Link http:// developers.facebook.com/ docs/reference/plugins/like kann die URL des Blogposts eingefügt und ein Code generiert werden. Dieser wird dann in die HTML- Version Der Like- Button Der Like-Button ist ein So- des Posts eingefügt und das cial Plugin und kann nach kleine I-like Tool erscheint. jedem Post eingefügt werden. Wenn jemand einen Post mag, klickt er auf den Klicken und unsichtbar Fan Button und in seinem Profil werden und Newsfeed wird der Post Der Like- Button hat eine angezeigt. Tipp: Mit aus- kleine aber feine und vor


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allem unsichtbare Funktion. Neustens ist I like nämlich nicht nur I like sondern: Ich bin jetzt Fan! Klickt man in einem Blog also auf irgendeinen Like-Button ist man automatisch Fan von der Fanpage des Blogs. Like Button auf Twitter Verschiedene Twitterdienste wie zum Beispiel www. tweetphoto.com haben einen Like-Button integriert. Twittert man also ein Bild und einer Person gefällt dies, kann es geliked und somit weiterverbreitet werden. Eine leichte Mög-

lichkeit, neue Follower zu in den Blog eingefügt werden. Ab diesem Zeitpunkt gewinnen. sehen die Leser was genau Der Nachteil des Like- auf der Fanseite oder in dem Buttons ist, dass er nicht eigenen Profil „abgeht“. Finkommentiert werden kann. den sie dann interessante Durch das fällt das „Gelik- Dinge, die im Blog nicht zu te“ schnell an das Ende der finden sind, werden sie vielTimeline und bleibt nicht leicht auch Fan. lang aktuell. Und das hat wieder der gleiche Effekt: Profil – Newsfeed Der Live Stream Der Live Stream ist eine – neue Fans – neue Leser weitere Möglichkeit mehr Facebook- Fans zu gewinnen. Unter diesem Link http://developers.facebook.com/docs/reference/ plugins/live-stream kann der Live Stream erstellt und

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HPUNKTANNA

super hero ines !

Fotos und Styling: Anna Heuberger ☛ www.hpunktanna.com Haare & Make-up: Juliane Krammer ☛ Facebook Models: Maria W./tempo, Thomas Bayer ☛ Facebook

Mr. Black and White ist gekommen um die Farben zu knechten, sie in seine Welt der Grautöne zu verschleppen! Dieses Vor­ haben hat er aber ohne unsere Superheroines gemacht: Rainbow Brite, Aqua Woman, Catwoman und Wonder Woman sind zu allem bereit. Der ewige Kampf des Bösen gegen das Gute.... THE BLOGETTES

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Kleid: Plastica www.myspace.com/roplastica, Tights & Accessoires: Stylists own

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Rainbow Brite

„Rainbow Brite, see the shining light. Yes I‘m gonna take ya to Rainbow Brite. Starlite flies, right before your eyes, and rainbow colors will cheer you up. Magic Light, gonna take you for a ride.“

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Cat Woman

„Another life another time. We‘re Siamese twins writhing intertwined. Face to face no telling lies. The masks they slide to reveal a new disguise.“

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Monokini & Legging: H&M, Maske: Models own Accessoires: Stylists own

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Aqua Woman

„In that ocean. Wide eyed and deeper in your gaze, and bluer than the bright that‘s in the cave. There is a city, came out from you, Atlantis. In ruins, sunken below the waves.“

Kleid: Plastica www.myspace.com/roplastica Diadem & Legging: Stylists own

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Wonder Woman

„Wonder Woman, Wonder Woman. All the world‘s waiting for you, and the power you possess. In your satin tights, fighting for your rights and the old Red, White and Blue.„

Kleid: lilo www.liloshop.etsy.com Accessoires & Tights: Stylists own

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Standard-Produkte Teint: KIKO Mat Fluid, Bobbi Brown Corrector Light Bisque, Bobbie Brown Concealer Porcelain, Bobbi Brown Skin Foundation Porcelain, IsaDora Velvet Touch Compact Powder Sheer Transparent, essence Sun Club Matt Bronzing Powder Brunettes. Augen: MAC Prep+Prime Eyes, Lidschatten von 120er Palette, essence Volume Boost Base Mascara, Bobbi Brown Extreme Party Mascara Black, Bobbi Brown Eyeshadow Hot Stone f端r die Augenbrauen

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LU ZIEHT AN

Lu zieht an von Luciana Schmidt, ☛ www.luziehtan.de

Back to the Eighties? Wohl kaum möglich bei der 20-Jährigen. Wobei, gut hineingepasst hätte sie so jedenfalls – in die Glanzzeit von David Bowie, Madonna, Falco und Paulchen Panther. Also griff sie tief in den Farbtopf und dabei nie daneben!

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Teint: Bobbi Brown, IsaDora, KIKO, essence. Augen: MAC, 120er Palette, essence, Bobbi Brown. Lippen: KIKO Red Emotion Satin 203 Cheerful Orange

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Teint: Bobbi Brown, IsaDora, KIKO, essence. Augen: MAC, 120er Palette, essence, Bobbi Brown. Lippen: Manhattan Intense Moisture & Gloss 45D

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Teint: Bobbi Brown, IsaDora, KIKO, essence. Augen: MAC, 120er Palette, essence, Bobbi Brown. Lippen: p2 going wild Lipgloss 010 Magic Flower, Limited Edition

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Teint: Bobbi Brown, IsaDora, KIKO, essence. Augen: MAC, 120er Palette, essence, Bobbi Brown. Lippen: MAC Mattene Lipstick Night Violet, Limited Edition

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Foto: BeneB und LeifM


LILIES-DIARY

lili es-di ary

Christine Neder ☛ www.lilies-diary.blogspot.com Das Interview führte Julia Basagic ☛ www.fanfarella.at

Etwas mitgeben, einen Ratschlag, einen Tipp, ein Schmunzeln oder einen Gedanken, das will Christine mit ihrem Blog erreichen. Er ist mit ihren Gefühlen gefüllt, er lebt den Moment. So lebt auch sie scheint es. Entweder München, Berlin oder Wien – who cares? Hauptsache machen, wofür ihr Herz schlägt und das ist Mode!

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Das Thema dieser Ausgabe sind Farben. Einleitend wüsste ich gerne was du mit den Farben rot, grün, blau, gelb, schwarz und weiß assoziierst?

sign, der weiße Laborkittel hätte einfach nicht zu meinem blassen Teint gepasst. Meine Oma war Schneidermeisterin, meine Mutter Hobbyschneiderin und Fashionfreak also hat man Alle zusammen: kunterbunt mir die Leidenschaft schon und jede für sich: Rot für ein bisschen in die Wiege die Liebe – da kommt die gelegt. Ich habe in Bielefeld Romantikerin in mir durch – Grün für die Hoffnung Blau ist der Himmel Gelb ist Gelb Schwarz ist gerade meine Lieblingsklamottenfarbe, und weiß wird viel zu schnell dreckig. Erzähl uns doch mal deinen Werdegang bis dorthin ,wo du jetzt stehst. Schule, Praktika, Jobs,... Ja, es fing ganz unspektakulär an: Ich habe am Gymnasium in Bayern mein Abi gemacht mit den Leistungskursen Chemie und Kunst. Und ich habe mir auch bei der Studienwahl zwischen den beiden schwer getan. Ja, unglaublich aber war, ich habe in Erwägung gezogen Chemie zu studieren. Dann wurde es aber doch Modede-

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angefangen Modedesign zu studieren, war während des Studiums 3 Monate bei Allegra Hicks in London, habe ein Jahrespraktikum bei der Vogue gemacht, letzten Februar mein Diplom hinbekommen und gerade eben bin ich bei der ELLE im Lifestyle. Man sieht also, es


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Foto: BeneB und LeifM


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hat mich immer mehr vom Modedesign in die Richtung Styling und Modejournalismus getrieben. Du hast vor kurzem dein Diplom in Modedesign gemacht, was machst du jetzt oder was ist geplant? Bis Ende Juni geht noch mein Praktikum bei der ELLE in München und dann habe ich mehrere Optionen. Leider werde ich erst in 2 Wochen sicher wissen ob es danach nach Berlin, Wien oder doch endgültig München geht. Aber eins kann ich schon verraten. Es wird bei einer Zeitung sein. Deine Fotos sind Teil deiner Abschlussarbeit in Modedesign und eines ist mir besonders in die Augen gestochen: Sehe ich mir nämlich deine Fotos der Abschlussarbeit an, fallen mir am meisten die Perücken auf. Wie bist du auf diese Idee gekommen und wie hast du sie gefertigt? Die Idee kam mir beim Joggen. Ich wollte so gerne ein Shooting ohne Klamot-

ten machen und ich habe mich für das Diplom viel mit Wolle und der Strickliesel beschäftigt. Leider konnte ich meine ganzen Wollexperimente nicht in der Kleiderkollektion mit einbauen aber irgendwie haben sie plötzlich als Haarimitate total Sinn gemacht. Wie die Stricklieselwürste gedreht als Locken oder die Wollbommel in Übergröße als Afro. Es hat so viel Spaß gemacht die Dinge zu basteln!

den und ein Onlinemagazin daraus zu machen. Es geht um das Thema „Perfektionismus“, das ich in Texten aus verschiedenen Bereichen des Lebens untersuche. Perfektionismus in der Gesellschaft, in den Medien, in der Schönheit und der virtuellen Welt. Aus den Texten sind Ideen und Konzepte für die Entwürfe der Kleidung entstanden und daraus die Fotostrecken. Eine kleine Kettenreaktion. Online habe ich es gestellt, weil die Druckkosten den Das Produkt deiner DiplomRahmen der finaziellen arbeit ist das Online-Magazin Möglichkeiten gesprengt Paerfect, was war die Idee hätten, ich aber gerne wollte, dazu, um was geht es darin? dass es sich viele anschauen können. (Hier geht es zum Ehrlich gesagt war mei- Magazin: www.issuu.com/ ne Unentschlossenheit die paerfect/docs/magazin) Idee dazu. Man kann ja in allen möglichen Berei- Wie würdest du dich und deichen sein Diplom machen. nen Stil Mode zu entwerfen Ganz klassisch im Modede- beschreiben? Was beeinflusst sign mit einer Kollektion, deinen Kreativ-Prozess? als Stylistin oder mit einer schriftlichen Theoriearbeit. Ich bin eher der künstlerisch, Irgendwie macht mir alles architektonische Designer. Spaß: das Designen, das Ich liebe es zu basteln, zu Stylen, das Schreiben und bauen, zu konstruieren und so ist die Idee gekommen ganz neue verrückte Sachen alles miteinander zu verbin- auszuprobieren. Ich sehe

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den Designprozess eher als Kunst. Deswegen kommen bei mir auch meistens untragbare Sachen raus... Du bloggst seit fast einem Jahr über dein Leben und was dich beschäftigt, oft auch Texte die einem zum Nachdenken bringen. Hat dein Blog eine Message, oder soll es ein öffentliches Tagebuch sein, ein Ventil? Ich habe schon sehr oft anderen Menschen versucht zu erklären was mein Blog eigentlich ist. Darüber gab es auch schon bestimmt 5 Posts. Vielleicht zitiere ich einfach kurz aus einem: „Was ich schreibe ist immer nur ein Auszug aus einem Gedankengang, ein kleines Stückchen meiner Weltanschauung, ein Hauch meiner Einstellung und Meinung. Einiges hat mit mir zu tun, vieles höre ich von anderen und das meiste beobachte ich. Natürlich denke ich darüber nach was unterhaltsam ist, was interessiert, was polarisiert und auch ein bisschen provoziert. Und natürlich inter-

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essiert schwarz-weiß Denken mehr als grau. Und ein Schubladendenken fordert den anderen auf, einmal selbst über seinen Standpunkt nachzudenken. Vielleicht sollte man es einfach neutral lesen, setzten lassen, darüber nachdenken und für sich dabei was rausziehen. Denke es ist für jeden ab und zu mal was dabei. Aber bitte immer daran denken, was ich schreibe, schreibe ich gerade in den Moment aus einem Gefühl und Impuls heraus. Es ist eine Ansicht oder Meinung die noch reift, sich im Gespräch entwickeln könnte und durch andere Ansichten von anderen vielleicht ändern würde. Aber ich führe ja immer meine Monologe... Ich mag es total Kommentare zu bekommen, auch kritische die einen vor den Kopf stoßen. Hilft mir mich weiter zu entwickeln. Bin kein skuriller Mensch, der nur seine Meinung als richtig sieht. Ich lasse mich immer sehr gerne vom Gegenteil überzeugen. Aber auch nicht immer. Und wer mich

richtig kennen lernen will muss mich persönlich kennen lernen. Ich gebe auch zu, es ist wie eine kleine Therapie für mich. Es hilft mir runter zu kommen, abzuschalten und die ganzen Gedanken im Kopf zu ordnen. Bin leider mit Gedankenüberschuss bestraft. Ich möchte unterhalten, Menschen zum lachen, schmunzeln, nachdenken anregen und vielleicht den einen oder anderen etwas mitgeben, einen Ratschlag oder Tipp. Es gibt Dinge im Leben, die muss man machen und dann welche, die macht man, weil man es liebt sie zu tun. Was gehört in deinem Leben zu den Dingen, die du liebst? Schreiben! Fotografieren! Die Welt mit ihren Bewohnern beobachten! Du hast schon einiges geschafft in deinem Leben, worauf bist du besonders stolz? Meine Diplommodenschau hat mich schon ziemlich berührt. Endlich auf dem


LILIES-DIARY

Hast du einen Lebenstraum?

zu treffen und wenn ich mal ein bisschen utopisch sein Ich träume nicht, ich habe darf, einen Bestseller zu Wünsche. schreiben. Ich wünsche mir glücklich zu werden, die richtigen Entscheidungen für mich

Laufsteg zu sehn, für was man 6 Monate so hart gearbeitet hat. Für das man alles gegeben und soviel aufgegeben hat. Und allgemein bin ich stolz darauf aus allen schlechten Phasen im Leben wieder mit Optimismus und Zuversicht raus gekommen zu sein. Designer zu sein, ist ein Traum vieler, was würdest du jenen raten, die diesen verwirklichen wollen?

Foto: Petra Herbert/ www.petraherbert.com

Sehr genau darüber nach zu denken ob sie es wirklich, wirklich wollen. Zu reflektieren wie ihre Vorstellungen sind und dann vielleicht erfahrene Designer fragen wie es wirklich ist. Es ist verdammt hart und hat wenig mit dem pseudo-glamour zu tun dem einen die Medien immer mitgeben.

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MR. STRICLTY INTIMATE

mr. str ictly in timate Robert Schermann ☛ www.mrstrictlyintimate.wordpress.com Ein Portrait von Julia Basagic ☛ www.fanfarella.at

Robert Schermann steckt hinter dem Pseudonym und Blognamen Mr. Strictly Intimate. Eine auffällige Persönlichkeit, wie eine Christbaumkugel inmitten von faden Ostereiern, schillernd, besonders und ganz und gar nichts für die Fastenzeit. Haute Couture ist seine Leidenschaft, die Vogue sein Ziel und Sex and the City das Lebensmotto. Was ihn sonst noch von all den faulen Eiern unterscheidet und warum sich Anna Wintour warm anziehen soll... THE BLOGETTES

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Foto: Maria Ratzinger


MR. STRICLTY INTIMATE

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r weiß es nicht, aber ich kenne Robert schon länger. „WOW“ war mein erster Gedanke, als ich ihn 2009 bei der MQ Fashionweek in Wien sah. Und man konnte ihn nicht übersehen! Gestyled vom Scheitel seiner Glatze bis zu der Fußspitze der noblen Treter, selbstbewusster Gang und immer ein Lachen auf den Lippen – mehr braucht es bei mir also nicht, meine Aufmerksamkeit zu erhaschen. Aber es mussten erst die Vienna Awards for Fashion and Lifestyle verliehen werden, bis ich dem 23-Jährigen hochoffiziell vorgestellt wurde. Wir heuchelten nicht lange höfliches Gerede und gingen gleich ans Eingemachte: Sex, Liebe und Intrigen – Gossip Girl vom Feinsten. Und da wären wir auch schon beim Thema.

heimnisse werden gelüften, auf Schwachpunkte hingewiesen, ein bisschen lästern, ein bisschen jubeln, ein bisschen weinen, aber immer voll das Leben zeigen. Denn Mode ist Leben, sie ist überall und immer mit dabei – egal ob beim ersten Date, in

der Arbeit, beim Essen, mit den Eltern und Freunden, wenn man liebt und hasst, wenn man glücklich ist oder enttäuscht. Ich frage ihn, wie er sich selbst beschreiben würde und er antwortet blitz-

Foto: Thomas Binder

Denn der frisch gebackene Mode-Bakkalaureat-Absolvent führt seinen Blog im Stil der Erfolgsserie Gossip Girl. Einblicke in die Modeszene Wiens, die man vor der Glotze nicht bekommt, Ge-

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Fotos: Thomas Binder

schnell. Anderen wäre es wohl unangenehm, ihm aber nicht, er trägt sein Innerstes nach Außen und darauf ist er stolz. Er weiß, dass er eine auffällige Person ist, aber entweder liebt man ihn, oder man tut es nicht. Ob es ein Zwischending gibt, frage ich mich immer noch. Eigentlich sei er stockkonservativ behauptet er, und es fällt mir schwer das zu glauben. Denn zeitgleich blättert er im Buch zu Sex and the City 2, zeigt auf Outfits und erzählt mir sofort, in welcher Folge und zu welchem Anlass das Teil getragen wurde. Da sitzt mir wohl ein eingeschweißter Fan gegenüber. Dann erzähle ich besser nicht, dass mir der erste Teil nicht so gut gefallen hat und ich im zweiten Teil alles viel zu übertrieben fand. Gute Entscheidung, denn Sex and the City ist eine Art Lebensphilosophie für ihn: Immer so gestyled sein, als könne man in einer Folge von Sex and the City mitspielen. Stockkonservativ ist etwas anderes. Dann erzählt er aber, dass er gerne einmal eine Familie grün-

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MR. STRICLTY INTIMATE

den würde, dass das 18. und 19. Jahrhundert seine Lieblingsära sei, er sehr tiefgründig und nachdenklich sein kann und ich verstehe. Oft fällt das Wort Perfektionist. Nähte müssen ganz gerade sein, die Qualität der Stoffe 1A, da kennt er kein Pardon. Er zeigt mir seinen Mantel den er trägt zum Beweis, er ist ein Teil seiner Kollektion. Ich such nach dem Like-Button. Und bevor er über sein geplantes Mode-Label schreibt, das noch in den Kinderschuhen steckt, schreibt er lieber gar nichts darüber. Schade, denn das Label 8785 minarikschermann verspricht viel, wenn ich ihn über seine Inspirationen und

seinen Arbeitsstil reden höre. Literatur ist seine bevorzugte Inspirationsquelle, am liebsten jene, wie die von Jane Austen. Seine aktuelle Kollektion „men on a mission“, die gleichzeitig auch Abschlusskollektion seines Studiums ist, wurde von einem Zitat von James Laver inspiriert: „A smart uniform enhances a man‘s masculinity...It gives him a head-dress which exaggerates his height; it puts a stripe on his trousers to exaggerate his apparent length of leg; it gives him epaulettes to exaggerate the width of his shoulders.“ Jetzt ist er also fertig mit der Uni, und was kommt nun? Tief Luft holen rate ich, denn kleine Ziele kennt er nicht. Er will hoch hinaus, richtig hoch und das in Windeseile! Am 24. Juni erscheint sein Mode- und Lifestylemagazin „The F“, in dem es um die schönen Dinge des Lebens gehen wird, aber immer den Fokus auf Mode, ruhig auch leistbare Mode und von Jungdesignern. Ein Jahr lang bleibt er uns

ÖsterreicherInnen noch erhalten, in dem er sein Label vorantreiben möchte, zumindest eine Kollektion präsentieren will. Dann soll es ab nach London auf die renommierte St. Martins gehen. Ist das alles erledigt, dann geht es an das Hauptziel, das er nie aus den Augen verlieren wird: Chefredakteur der amerikanischen Vogue. Manche träumen davon einmal in irgendeinem Modemagazin einen Artikel veröffentlichen zu dürfen, er nimmt sich gleich den Goliath der Modewelt vor. Spätestens mit 45 will er es geschafft haben, dafür würde er auch einen Umweg bei der britischen Vogue einlegen. Und er sieht es gar nicht gerne, wenn man ihn damit nicht ernst nimmt.

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Foto: Nina Funke


CHICLETTE

chic let te

Caroline Cozzella ☛ www.www.chicletteshop.de Das Interview führte Mirjam Herms ☛ www.chic-und-schlau.ch

... ich schreibe über Mode, Kunst und DIY, meine Näharbeiten und Illustrationen, sowie meine Ausbildung zur Maßschneiderin.“ Die kleine Beschreibung von Caroline (Chiclette) weckt Interesse. Eine 19- Jährige, die weiss was sie will und vor allem ... erreicht was sie will. Eine 19- Jährige, die bloggt, designt, näht und mit ihrer Mode Fuss fassen will. Sie hat für Blogettes ihr Nähkästchen geöffnet und von ihrem Werdegang erzählt...

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ie junge Berlinerin hat gerade ihr Abitur bestanden und beginnt im September mit einer Ausbildung zur Massschneiderin. Nachher möchte sie Mode studieren und irgendwann in der Modebranche arbeiten. Auf ihrem Blog teilt sie ihre Näharbeiten mit der Welt und überrascht schnell mit einem eigenen Label: „Chiclette“

recherchiert hat und dann den Namen „Chiclette“ beim Markenpatentamt eintragen ließ. Dann muss ich vor der Eröffnung des Online-Shops noch beim Rathaus vorbeischauen und dem Gewerbeamt Bescheid geben. Ich werde vermutlich zwar nicht soviel verdienen, dass ich wirklich etwas versteuern müsste, die wollen aber (verständlicherweise) trotzdem wissen, wer was Was hat es gebraucht eine verkauft.
Mehr gibts eieigene Marke zu gründen? gentlich nicht großartig zu erledigen, da das Projekt Zunächst habe ich mir ja momentan mehr eine einen Anwalt genommen, Nebentätigkeit ist. Sollte der für mich Markenrechte ich in einigen Jahren dar-

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aus ein großes Unternehmen machen wollen, müsste ich mich gründlicher um eine Existenzgründung kümmern. Mit ein wenig Ausdauer und Liebe könnte also eigentlich jeder sowas im kleinen Rahmen machen. Du hast während der Schule genäht und gebloggt. War das kein grosser Stress? Wie hast Du alles unter einen Hut gebracht? Und vor allem, wie bist du dazu gekommen? Als ich mich dazu entschlossen habe, etwas in die Richtung später einmal machen zu wollen, habe ich natürlich angefangen zu zeichnen und die ersten Entwurfsversuche gewagt. Ich zeichne intensiv seit etwa vier Jahren.
Ich weiß selbst nicht mehr genau, wie ich überhaupt auf das Thema „Modedesign“ gekommen bin (habe mir das mit elf Jahren in den Kopf gesetzt), aber ich war schon immer kreativ und habe gerne handwerklich gearbeitet. Es ist zwar ein


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Foto: Nina Funke by Peter Churchman


kann, total glücklich mit der jetzigen Situation zu sein – ich zweifle oft an mir selbst und möchte mich unbedingt in vielerlei Hinsicht verbessern.

mer eine Neigung. Ich habe schon mit 13 Jahren sporadisch selbstgebastelte Sachen im Internet verkauft. Mir macht es einfach Spaß ein eigenes kleines „Unternehmen“ zu Wolltest Du schon immer betreiben, Sachen zu plaeinen eigenen Shop und ein nen, zu basteln und zu verLabel gründen? kaufen. Mir gefällt einfach die Verbindung zwischen Ich hatte dazu schon im- kreativer und kaufmänni-

Fotos: Nina Funke

wenig anstrengend manchmal, soviel zutun zu haben, aber es macht auch total viel Spaß und mich persönlich macht es glücklich, das zu tun, was ich unbedingt will - ich wäre glaube ich sehr unzufrieden, wenn ich meiner Leidenschaft keine Plattform geben würde. Wobei ich auch nicht von mir behaupten

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scher Arbeit. Das ist vielleicht ungewöhnlich, aber für mich wie gesagt wie ein „Hobby“. Jetzt wo ich kurz davor bin eine Ausbildung zur Maßschneiderin zu beginnen und ich schon entsprechende Fähigkeiten erworben habe, einfache Kleidung zu nähen, lag die Idee nahe einen neuen Shop zu eröffnen. Was inspiriert Dich? Eine ganze Menge! Oftmals sind es die aktuellen Kollektionen der bekannten Modeschöpfer, die mir Anregungen geben, Streetstyles oder Trends (egal ob aktuell oder bereits aus der Mode). Menschen und Persönlichkeiten, Körper und Hüllen sind es, die mich besonders reizen. Es können aber auch ganz banale Dinge sein, wie ungewöhnliche Farbkombinationen, Blumen, Gebäude oder Strukturen. Ich lasse mich aber auch gerne von schön eingerichteten Cafés, alten Filmplakaten, Kunstausstellungen oder Flohmärkten inspirieren.

Inspiration kann alles sein, alles abstecken etc.
Für ein aber niemals das, wonach einfaches Kleid brauche ich so 2-3 Nachmittage würde man eigentlich sucht. ich mal so sagen. Manchmal schneller manchmal Was mich schon immer weniger schnell. interessierte: Wie lange brauchst Du für ein Kleid? Hm... das ist immer unterschiedlich. Man muss ja erstmal den Schnitt machen, Stoff zuschneiden,

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Farb spiel Von Mirjam Herms ☛ www.chic-und-schlau.ch

Schwarze, graue und dunkle Kleider fallen diesen Sommer ins Wasser. Denn farbige Kleider verleihen ein ganz besonderes Lebensgefühl und die Farbe bunt hält dieses garantiert über Wasser

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Foto: Werk

FARBENFROH

Bunt

Rosa Kleidchen, gelbe Kleidchen, blaue Kleidchen. Alles tolle Kleidchen. Aber wieso nicht alle Farben kombinieren und bunt tragen? Nicht nur Missoni und Gucci schwören auf Farbenvielfalt, auch H&M und Zara sind auf den bunten Zug aufgesprungen. Also los – trauen wir uns etwas!

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1. www.boohoo.com £ 20,00 2. www.poshvintage.com $ 125,00 3. www.republic.co.uk £ 26,99 4. www.oasis-stores.com £ 40,00 5. www.dorothyperkins.com £ 18,00

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Foto: Werk

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Grün

Rosa Kleidchen, gelbe Kleidchen, blaue Kleidchen. Alles tolle Kleidchen. Aber wieso nicht alle Farben kombinieren und bunt tragen? Nicht nur Missoni und Gucci schwören auf Farbenvielfalt, auch H&M und Zara sind auf den bunten Zug aufgesprungen. Also los – trauen wir uns etwas!

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1. www.desireclothing.co.uk £ 22,00 2. www.shopruche.com $ 34,99 3. www.modcloth.com $49,99 4. www.dorothyperkins. com £ 38,00 5. www.oasis-stores.com £ 60,00

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Foto: Werk

FARBENFROH

Rot

Orangenrot, Scharlachrot, Zinnoberrot, Permanentrot, Feuerrot, Mittelrot, Hochrot, Blutrot, Karminrot, Purpurrot, Weinrot oder Braunrot. Rot ist die Farbe des Feuers, der Energie und Wärme. Für uns Frauen ist rot eigentlich nur eines: ein Statment! Sexy und selbstbewusst

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1. www.haburi.com € 54,90 2. www.poshvintage.com $ 425 3. www.shopruche.com $ 68,99 4. www.desireclothing.co.uk £ 25,00 5. www.modcloth.com $ 137,99

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hot busi ness

Was trägt man bei 30° im Büro? Das fragt sich Mirjam Herms und bekam Antworten von Regula und Kathrin ☛ www.chic-und-schlau.ch

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s wird wärmer, Eisdielen und Freibäder öffnen, Studentinnen tragen bauchfrei Miniröcke und Flip Flops. Doch die Menschen, die nicht (mehr) vom Studentendasein gesegnet sind, keine Nacht- oder Saisonjob haben oder nicht wie andere den ganzen Tag am Pool verbringen können, müssen sich jetzt in Schale werfen und... arbeiten gehen. Die, die das schlechteste Los gezogen haben sind die Bankjungs und Versicherungsladys. Täglich schwit-

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zen sie sich im Anzug und Hemd Flecken in die Kleidung und erkälten sich ausschliesslich im Sommer wegen den Klimaanlagen. Voller Neid betrachten sie im Tram diese, die es ein wenig lockerer angehen dürfen – die Marketingtussis und Grafikermänner, die Kreativen. Die Kreativen haben meistens das Glück in kleineren Firmen zu arbeiten wo sich entweder niemand ums Aussehen schert oder sich alle dermassen darum küm-

mern, das luftige Sommerkleidchen völlig in Ordnung sind. (So lange sie farblich zu den Schuhen, der Tasche und der Kette passen) Sie tragen kurze Hosen, Leinenhemden, luftige Kleidchen und Sandalen. Doch wie findet man die ideale Mitte von Businessund Freizeitkleidung im Sommer? Wir haben Teile gesucht, die businesstauglich sind, eine Assistentin einer Privatbank um Tipps gebeten und eine Kreative erzählen lassen.


HOT BUSINESS 1

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klassisch

Regula von ☛ www.filonia.tumblr.com arbeitet als Assistentin in einer Privatbank. Ihr Dresscode: Business. Keine Flip Flops, keine Schultern, keine Piercings, keine Knie und kein Dekolette. Und wie kann frau sich unter diesen Vorschriften noch individuell und kreativ kleiden? Ich habe mit der 21-Jährigen gesprochen und ihre Tipps und Tricks gesammelt.

Do’s • Lange Hosen • Röcke oder Kleider über die Knie • Bei den Schuhen gilt Qualität statt Quantität • Strümpfe • Zarte Halskettchen • Wertvolle Uhren • Schlichtes Makeup

Foto: Werk

Dont’s • Schulterfrei • Statement Schmuck • Zu enge Kleider, Röcke und Hosen Die besten Läden für junge • Kurze Hosen Leute im Businessalltag sind • Schrilles Make-up die üblichen Verdächtigen: • Billige Materialien H&M, Zara, Mango, Topshop, Esprit, Navyboot, Sommertipps: • Weite Hosen und Röcke Asos, Benetton • Leinenmaterialien 4 • Weiss tragen • Kein Polyester (Wer will 5 schon vor dem Kunden stinken?) • Lange und leichte Wickelkleider • Keine zu schweren Taschen 1. www.forever21.com $ 3,80 2. www.shop.hm.com € 24,95 3. www.nelly.com € 54,90 4. www.allsaints.com £ 85,00 5. www.desireclothing.co.uk £ 12,00 • Haare nach hinten binden

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kreativ

von Kathrin Wittich ☛ www.kathrynsky.de Ich bin Stier, lebe in Hamburg, bin ein Ruhrgebietskind, liebe leckeres Essen, habe Politikwissenschaften studiert, arbeite seit 2003 als freie Stylistin, zudem als Assistentin für Social Media & PR und blogge seit Ende des Jahres 2006. Einen richtigen Büroalltag gibt es bei mir also nicht. Ob Gespräche mit dem Prof, ein Shooting das auch mal auf einem Boot stattfinden kann, ein Tag vor dem Computer oder ein Interview das Aus-

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wärts geführt werden muss, über Abwechslung kann ich mich nicht beschweren. Die „Was zieh ich an – Frage“ beschäftigt mich natürlich somit immer wieder auf ein Neues. Bei dem Gespräch mit dem Prof wähle ich automatisch klassischere Kleidung. Warum auch immer, doch das fiel mir schon einige Male auf. Bei Shootings bin ich generell praktisch angezogen. Auf dem Boden rumrutschen, klettern oder schnell mal etwas besorgen ist einfacher, wenn

die Kleidung funktional ist. Im Büro gibt es (zum Glück) keine Kleiderordnung. Vor kurzem wurde gewünscht ich wäre auch gern in Anzug gesehen. Leider kann ich diesen Wunsch nicht erfüllen bevor ich keinen Herr von Eden Anzug für Damen habe. So finde ich es bis dahin wichtig, entweder immer eine Strickjacke oder ein gut sitzendes Jacket/Blazer dabeizuhaben. Diese müssen nicht zwangsläufig in der Farbe schwarz sein. Auch mal ein zur Augenfarbe passendes blau oder ein knalliges grün machen die schlichte Strickjacke zum Hingucker. Das Jacket oder der Blazer müssen zu 100% passen, ansonsten ruinieren sie mehr als sie bewirken sollen. Die lang geschnittenen, groß wirkenden Blazer müssen nicht zwangsläufig auch an den Schultern zu groß sein. Mir selbst gefallen die Kurz-


HOT BUSINESS 1

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1. www.shop.hm.com € 9,95 2. www.mytheresa.com € 195,00 3. www.boohoo.com £ 20,00 4. www.asos.com € 68 5. www.boohoo.com £ 20,00 6. www.forever21. com $ 24,80 7. www.urbanoutfitters.co.uk £ 166,00 8. www.storets.com $ 60,00

Fußschmerzen zu klagen. Ansonsten sind Basics wie eine weiße Bluse natürlich wichtig, diese kann jedoch auch durch ein Basic T-Shirt ersetzt werden. Das macht den Übergang von Büro zum Tages- oder Abend-Outfit leichter. Für mich selbst ist es wichtig dass ich mich nicht verkleidet fühle, alles was ich im Büro kombinieren kann, ist auch in der Freizeit möglich.

Ich spiele so gern mit den verschiedenen Möglichkeiten von Kleidung, dass es ich Nichts ausschließen oder für unersetzbar erklären möchte. Sich in seiner Haut wohlfühlen wirkt Stilsicher und das ist unersätzlich! Ein kleiner Tipp zum Schluß, bei Briseis (http:// de.dawanda.com/shop/briseis)gibt es Bürokleidung die klassisch gehalten ist, jedoch sehr modern wirkt.

Foto: Werk

blazer sehr gut, doch das ist natürlich Geschmacks und Typabhängig. Ein absolutes Muss sind gut sitzende Schuhe. Meine Mutter hat mir den Satz, „das ich nur ein Paar Füße habe und diese es wert sind, in wertvolle Schuhen zu laufen“, schon als Kind in meinen Kopf gebrannt. Bis heute lege ich Wert auf Qualität statt Quantität und bin froh seltenst über Blasen oder

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Vor mehr als 50 Jahren hat Mark Rothko das Colourfield Painting f체r sich entdeckt... Heute entdecken immer mehr Designer dass Farbverl채ufe und knallige Accessoires die wichtigsten Stilelemente des Sommers sind. Toller Trend! Von Julia Jassoy 5 3

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TRENDS

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1. Kette www.frenchconnection.com ca. € 35,- 2. Shopper www.strenesse.com € 239,- 3. Tasche www.greatplains.co.uk ca. € 30,- 4. Sandalette von www.3Suisses.de € 65,-5. Brille von DSquared2 www.marcolin.com € 195,6. Tasche www.net-a-porter.com von Jimmy Choo ca. € 1.515,- 7. Kleid www.net-a-porter.com von Vivien Westwood ca.€ 250,- 8. Kleid www.asos.com ca. € 50,- 9. Kleid www.frenchconnection.com ca. € 85,- 10 Gummistiefel www.net-a-porter.com von Jimmy Choo for Hunter € 277,11. Kleid www.strenesse.com € 319,-

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Juhu der Sommer ist da! Und mit ihm die neuen Bikini- und Beachtrends. Ob Monokini, Cut-Out, Fransen oder Pailletten – diesen Sommer ist alles erlaubt und kombinieren sehr erwünscht! Von Julia Jassoy

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1. Campaign Image www.asos.com 9. Batiktuch Mattew Williams www.net-a-porter.com ca. € 200,- 12. Bikini www.calzedonia.com ca. € 45,- 4. Wasserfeste Ice-Watch www.ice-watch.com € 79,- 3. Playsuit www.asos.com € 50,- 5. Strohhut www. accessorize.com € 25,50 2. Sandalen www.monsoon.com ca. € 40,- 10. Shorts www.outfittersnation.com 14. Seemannsbeutel www.strenesse.com € 319,-11. Monokini www.very.co.uk ca. € 30,-6. Monokini www.net-a-porter.com € 325,-13. Bikini www. calzedonia.com ca. € 35,- 8. Tasche www.7trends.de € 3,- 7. Sonnenbrille Tom Ford www.marcolin.com € 240,-

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life is aival! fest

Sommerzeit ist Festivalzeit! Und wer sich nicht gezwungenermaßen im Schlamm wälzen muss, darf ruhig auch zu ein paar hübschen Teilen greifen. Von Julia Basagic ☛ www.fanfarella.at

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1. www.shoemanic.com € 79,95 2. www.benetton.com 3. www.riverisland.com £ 24,99,- 4. www.asos.com £ 50,- 5. www. boohoo.com £ 20,- 6. www.fashionaire.de € 99,- 7. Kampagnenfoto von www.missselfridge.com 8. www.newlook.com £ 22,9. www.camel­active.de 10. www.modcloth.com $ 113,99 11. www.forever21.com $ 19,90, 12. www.monsoon.com € 78,13. www.hm.com

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diy

Ein DIY-Haarreifen von Annett ☛ www.kuhlchikkmakeup.blogspot.com

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DO IT YOURSELF Materialien • 3 Reißverschlüsse (hier 20 cm lang) • 1 Haarreifen • 4 Kreise aus Leder oder dickem Stoff • Schere • Heißkleberpistole

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Zuerst muss man die Reißverschlüsse trennen. Am besten geht das, wenn man die Klammer am Ende entfernt. Den überstehenden Stoff abschneiden. So bekommt man 4 fertige Teile.

Nach ca. 2 cm macht eine kleine So macht man in einer Spirale Falte. Heißkleber muss hier zwi- weitere Falten. Für 5 cm Blüten, schen den Falten und zwischen sollten es ca. 5 Falten werden Leder und Reissverschluss

In der Mitte angekommen sollte Als Detail könnte man noch man etwas Stoff schräg abschnei- den vorher entfernten Reißden, um es so einfacher in der verschlussläufer in der Mitte anbringen. Manchmal haben Mitte festzukleben diese Muster, hier ist es ein Schmetterling.

Man nehme einen Kreis aus Leder und mit dem Heißkleber befestigt man das eine Ende des Reißverschlusses

Falls der Reißverschluss zu Ende ist, einfach leicht zur Mitte hin festkleben und etwas überlappend den 2. Teil festkleben und weiter mit der Spirale fortfahren

Nun befestigt man die Rose am Haarreif. Am Besten vorher die passende Stelle markieren. Bei Wunsch kann man Blätter hinzufügen. Mit einem Lederkreis die unschönen Klebestellen verdecken. FERTIG!

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con ! tri bute

Du hast eine zündende Idee und möchtest damit in der nächsten Ausgabe von The Blogettes sein? Dann schreib uns ein Mail mit einem groben Konzept. Wir freuen uns! b l o g e t t e s @ g m a i l . c o m

Impressum

Herausgeber: Julia Basagic und Mirjam Herms Chefredaktion: Julia Basagic Layout: Julia Basagic Kontakt: julia.basagic@gmail.com mirjam.herms@gmail.com Anzeigenanfragen: Mirjam Herms mirjam.herms@gmail.com 96

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Profile for Julia Basagic

The Blogettes 03  

Magazin von Fashionblogger für Fashionblogger und alle anderen Modebegeisterten

The Blogettes 03  

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