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EIN FLIEHENDES PFERD

THEATER MATTE


EIN FLIEHENDES PFERD VON MARTIN WALSER MITARBEIT: ULRICH KHUON ZUM 90. GEBURTSTAG VON MARTIN WALSER OKTOBER UND NOVEMBER 2017 «WARUM SI MER A DÄ BODESEE?! WÜL ALLI, WO MER NÜMM USHALTE, A DS MITTELMEER GÖH.» Sabine und Helmut Halm verbringen seit elf Jahren jeden Sommer im selben Ferienhaus am Bodensee. Dort geniessen sie die Ruhe, unaufgeregte Ausflüge und dass sie niemandem über den Weg laufen müssen. Auch dieses Jahr verläuft ihr Urlaub beschaulich nach Plan. Bis sie überraschend auf Helmuts ehemaligen Schulfreund Klaus Buch treffen. Dieser ist bereits zum zweiten Mal verheiratet. Mit seiner deutlich jüngeren Frau, Helene, führt Klaus ein aufregendes Leben. Die beiden sind Mineralwasserconnaisseurs, begeisterte Sportler und legen Wert auf ein aktives und gesundheitsbewusstes Dasein – scheint es. Klaus besteht darauf, die alte Männerfreundschaft wiederzubeleben und lädt die Halms zu einem Segeltörn ein. Zwar ist Helmut gar nicht nach so viel Action, doch Sabine, fasziniert von dem noch nie getroffenen Paar, willigt ein. «Von Klaus erfahre ich in einer Stunde mehr über dich, als von dir in fünfundzwanzig Jahren.» Klaus schwelgt nämlich gerne in Erinnerungen, versucht alte Geschichten wieder auszupacken und geht Helmut damit zünftig auf die Nerven. Der Lebensstil der Halms wird von Klaus auf die Probe gestellt, ausgespielt und belächelt. Trotz eines aufkommenden Sturms, brechen die beiden Männer zum Segeltörn auf… KURIOSE TRAGIKOMÖDIE ÜBER UNTERSCHIEDLICHE WELTANSCHAUUNGEN REGIE: Hans Peter Incondi DIALEKTFASSUNG: Theo Schmid REGIEASSISTENZ: Hans-Jürg Klopfstein, Kurt Rutishauser SCHAUSPIEL: Annemarie Morgenegg, Fredi Stettler, Corinne Thalmann, Jerry Lergier BÜHNENBILD: Fredi Stettler KOSTÜM: Katrin Schilt LICHT: Markus Maria Enggist BÜHNENBAU: Fredi Stettler, Nicole D. Käser TECHNIK: Erika Gautschi, Selina Vonarburg VERLAG: Suhrkamp Theater Verlag PREMIERE: FREITAG, 20. OKTOBER 2017 Sa. 21. 10. 2017 Sa. 28. 10. / So. 29. 10. 2017 Mi. 01. 11. / Do. 02. 11. / Fr. 03. 11. / Sa. 04. 11. / So. 05. 11. 2017 Di. 07. 11. / Mi. 08. 11. / Do. 09. 11. / Fr. 10. 11. / Sa. 11. 11. / So. 12. 11. 2017 Mi. 15. 11. / Do. 16. 11. / Fr. 17. 11. / Sa. 18. 11. / So. 19. 11. 2017 Die Vorstellungen beginnen um 20 Uhr, sonntags um 17 Uhr.


GEDANKEN DER REGIE Wiederum haben die Verantwortlichen vom Theater Matte ein wunderbares Stück Theater für die Saisoneröffnung ausgewählt, und ich als Regisseur habe das Glück, dass ich Ein fliehendes Pferd von Martin Walser inszenieren darf. Diese Herausforderung nehme ich gerne an. Die Thematik des Stoffes ist besonders reizvoll. Geht es darin doch um wesentliche Fragen: Wie lebe ich mein Leben? Lebe ich das Leben, das ich will, oder bin ich lebend tot? Bin ich glücklich im Sein, auch wenn ich verheiratet bin? Im besten Fall stellt sich jeder Mensch, ob Mann oder Frau, diese Frage und findet, wenn mutig genug, auch Antworten darauf. Antworten, die ihn/sie dazu bringen können, Veränderungen an seinem/ihrem Dasein bzw. Leben vorzunehmen. Veränderungen, die schmerzen, aber auch heilen könnten. Doch das Leben bietet allerlei Ablenkungen genug, dass Mann oder Frau dieser Frage ein Leben lang ausweichen können. Ein guter Job, ein tolles Haus, ein schnittiges Auto, ein volles Bankkonto und und und … für Lebensersatz ist bis ans Ende unseres Lebens zur Genüge gesorgt. Wer lange übt, der lernt das Lügen. Wer immer schläft, der wird nie wach. Was aber, wenn es an unserem gut gebauten Kokonschlafhäuschen plötzlich Risse gibt? Was aber, wenn durch diese Risse die andere Welt, die Welt der Anderen eindringt? Erwachen wir dann? Stellen wir uns schlafend, um nicht gestört zu werden in unserem Lebensschlaf? Was ist, wenn wir unsanft geweckt werden? Können wir uns gegen das Eindringende, können wir uns gegen die Eindringlinge wehren? Und wie? Durch Ignoranz? Mit Gewalt? Dank Sicherheit? Durch Flucht wie ein fliehendes Pferd? Diese Fragen stellt uns Martin Walser in seinem Stück. Diesen Fragen stellen wir uns als Ensemble, wenn wir uns an die Arbeit machen. Antworten wollen wir, aber dabei immer fragend bleiben. Lieber dauernd mit offener Türe leben als Risse im Leben.

HANS PETER INCONDI, REGIE Incondi arbeitet seit über dreissig Jahren als Schauspieler und Regisseur. Erste Erfahrung sammelt er nach seiner Ausbildung am Kleintheater 1230 im Herzen der Altstadt von Bern. In den 90-Jahren erweitert er seine Theatertätigkeit mit ersten Regiearbeiten. An den Tell-Spielen Interlaken leitet er während sieben Jahren die Inszenierungen. Am Theater Ittigen inszenierte er Stücke von Beat Sterchi, Bettina Wegenast Rohrer und Daniel Brüggemann. 2001 wird er künstlerischer Leiter und Hausregisseur des Theater Kanton Bern. Dazu kommen weitere Regieaufträge in Deutschland und der Schweiz. 2009 wird er künstlerischer Leiter am hof-theater.ch. Am Theater Matte hat er bereits Schon wieder Sonntag, Winterrose, Zorn und Villa Danserault inszeniert.

MARTIN WALSER 1927 in Wasserburg (D) am Bodensee geboren, ist Martin Johannes Walser besonders bekannt für seine Darstellung innerer Konflikte von Antihelden. Walser studierte in Regensburg und Tübingen, wo er dann auch mit einer Dissertation über Franz Kafka promovierte. Sein erster Roman Ehen in Philippsburg erschien 1957 und war bereits ein grosser Erfolg. Walser erhielt für sein Werk zahlreiche Preise, unter anderen den Georg-Büchner-Preis 1981, den Friedenspreis des deutschen Buchhandels 1998 und den Internationalen Friedrich-Nietzsche-Preis 2015. Walser lebt wieder am Bodensee, Schauplatz vieler seiner Geschichten. Auch von Ein fliehendes Pferd, seiner Novelle, die er 1985 in Zusammenarbeit mit Ulrich Khuon dramatisiert hat. ULRICH KHUON, 1951 in Stuttgart (D) geboren, Dramaturg und Intendant des Deutschen Theater Berlin. Seit 2017 ist er auch Präsident des Deutschen Bühnenvereins.


THEATER MATTE THEATER MATTE: Mattenenge 1, 3011 Bern, T 031 901 38 80, www.theatermatte.ch Das Theater befindet sich am Eingang zum Mattequartier direkt an der Ecke Untertorbrücke / Mattenenge. Wir empfehlen Ihnen, die öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen. Es stehen nur beschränkt Parkplätze zur Verfügung. BERNMOBIL: Bus Nr. 12 in Richtung Zentrum Paul Klee – Haltestelle Nydegg oder Bärengraben. Bus Nr. 30 – Haltestelle Läuferplatz. VORVERKAUF ONLINE UND ALLE INFORMATIONEN: www.theatermatte.ch VORVERKAUF TELEFONISCH: 031 901 38 79, Dienstag und Donnerstag von 10 bis 15 Uhr NORMALPREIS: CHF 37.– PERSONEN IN AUSBILDUNG: CHF 32.– gegen Ausweis KINDER BIS 16 JAHRE: CHF 20.– KULTURLEGI: CHF 20.– gegen Ausweis JUGENDKULTURPASS 16–26: CHF 20.– gegen Ausweis GÖNNERINNEN UND GÖNNER: CHF 5.– Ermässigung Die Vorstellungen beginnen jeweils um 20 Uhr, sonntags um 17 Uhr.

IHR ANLASS BEI UNS KUNDENEINLADUNG, MITARBEITERANLASS, JUBILÄUM ODER WAS AUCH IMMER ANSTEHT – DAS THEATER MATTE BIETET ATTRAKTIVE MÖGLICHKEITEN ZUR DURCHFÜHRUNG VON ANLÄSSEN ALLER ART. Zum Beispiel organisieren wir für Sie eine geschlossene Vorstellung eines Theaterstücks aus dem aktuellen Programm, auf Wunsch kombiniert mit einem Apéro riche. Oder Sie erfahren bei einem Probenbesuch und anschliessender Diskussion mit der Regie und den Schauspielern, wie sich ein Theaterstück entwickelt. Neben den aktuellen Produktionen verfügen wir über ein zusätzliches Repertoire an Stücken, musikalischen Auftritten oder weiteren Bühnen-Events. Gerne empfangen wir Sie im Theater Matte, zeigen Ihnen die Lokalitäten und besprechen Ihre individuellen Wünsche, Ansprüche und Bedürfnisse für den geplanten Anlass. WIR FREUEN UNS AUF SIE. Ihre Ansprechpartner: Peter Kaufmann und Annemarie Morgenegg: T 031 901 38 80

GÖNNERSCHAFT Trotz unseres Zuschauererfolgs sind wir nach wie vor auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Falls Sie bei uns bereits Gönnerin oder Gönner sind, danken wir Ihnen herzlich. Falls nicht, können Sie Ihre Gönnerschaft auf www.theatermatte.ch gleich anmelden.


EVA M. RUFER STIFTUNG

STYNER-STIFTUNG

P.P. CH-3011 BERN POST CH AG

| THEATER MATTE | MATTENENGE 1 | 3011 BERN |

EIN FLIEHENDES PFERD – Flyer A5 Theater Matte Bern  

Der Flyer zur Produktion EIN FLIEHENDES PFERD des Theater Matte Bern, Okt. / Nov. 2017