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THEATER MATTE

MÖWE UND MOZART


MÖWE UND MOZART VON PETER LIMBURG – SCHWEIZER ERSTAUFFÜHRUNG DEZEMBER 2017 UND JANUAR 2018 «ES ISCH NIE FÜR IRGENDÖPPIS Z‘SPÄT. ME BRUCHT NUME PHANTASIE FÜR SICH‘S VORZSTELLE.» Herbert hat abgeschlossen – mit dem Leben, der Liebe, dem Glück und seiner geliebten Musik. Auch die regelmässigen Besuche seiner Nichte lässt er eher über sich ergehen, als dass er sich darüber freuen würde. Hauptsache, nicht ins Altersheim müssen. In seinen vier Wänden fühlt er sich wohl, umgeben von Büsten bekannter Komponisten, seiner Bildergalerie und seinen Büchern. Sein einziger Lichtblick: der wöchentliche Besuch im Park. Und die Ruhe, die ihm da gegönnt ist. Da taucht scheinbar aus dem Nichts diese plappernde, quirlige Sofia auf. Und besitzt die Frechheit, Herbert Brötchen anzubieten, stachelt ihn auf zu einer Prügelei, verfolgt ihn sogar bis nach Hause – und geht einfach nicht mehr weg. Ungleicher könnte das Paar nicht sein: Er, grantig unkommunikativ – sie, fröhlich lebenslustig. Was will sie von ihm? Die beiden geraten in ein Brimbamborium der Gefühle, das die Grenzen des Alters herausfordert. HEITERE AUSSICHTEN AUF DIE VORANSCHREITENDE, ZWEITE LEBENSHÄLFTE

REGIE: Lilian Naef DIALEKTFASSUNG: Marianne Tschirren REGIEASSISTENZ: Kurt Rutishauser SCHAUSPIEL: Hans Witschi, Marianne Tschirren, Nicole D. Käser BÜHNENBILD: Fredi Stettler KOSTÜM: Katrin Schilt LICHTDESIGN: Markus Maria Enggist BÜHNENBAU: Fredi Stettler, Nicole D. Käser TECHNIK: Erika Gautschi, Selina Vonarburg GRAFIK: Nicole D. Käser FOTO: Ben Zurbriggen VERLAG: Thomas Sessler Verlag, Wien PREMIERE: SAMSTAG, 16. DEZEMBER 2017 So. 17. 12. 2017 Mi. 20. 12. / Do. 21. 12. / Fr. 22. 12. / Sa. 23. 12. 2017 Mi. 27. 12. / Do. 28. 12. / Fr. 29. 12. / Sa. 30. 12. / *So. 31. 12. 2017 Mi. 03. 01. / Do. 04. 01. / Fr. 05. 01. / Sa. 06. 01. / So. 07. 01. 2018 Mi. 10. 01. / Do. 11. 01. / Fr. 12. 01. / Sa. 13. 01. / So. 14. 01. 2018 Mi. 17. 01. / Do. 18. 01. / Fr. 19. 01. / Sa. 20. 01. / So. 21. 01. 2018 Die Vorstellungen beginnen jeweils um 20 Uhr, sonntags um 17 Uhr. *SILVESTER-VORSTELLUNGEN, DOPPELVORSTELLUNG: 16.30 Uhr und 21.30 Uhr


LILIAN NAEF, REGIE Lilian Naef wurde nach ihrer Schauspielausbildung 1984–1988 am Konservatorium in Bern (heute HKB) an die Freie Volksbühne in Berlin engagiert; es folgten Stückverträge an verschiedenen deutschen Theatern. Sie ist Gründungsmitglied der Geschwister Pfister (Salzburger Stier 1992.) Seit 1995 arbeitet Lilian Naef als freiberufliche Schauspielerin in eigenen und «fremden» Theaterprojekten und beim Film. 1999–2002 war sie als Schauspielerin und Regisseurin am Luzerner Theater engagiert und 2002–2006 leitete sie das Theater Marie in Aarau. 2007 erfolgte die Gründung des Vereins EcouteVoir mit Veronika Minder und Cristina Achermann. Unter diesem Label entstanden Theaterprojekte, Lesungen, Filme und Ausstellungen. Sie unterrichtet seit einigen Jahren auch Atem-, Stimm- und Sprechtechnik an diversen Fakultäten der Uni Bern, bei diversen Radiosendern und privat. Seit 2007 hat sie ausserdem einen Lehrauftrag als Kommunikationstrainerin an der Berner Fachhochschule für Gesundheit. Sie ist in verschiedenen CH-Filmen, z. B. als Frau Pfarrer in Die Herbstzeitlosen oder als Barbel in Heidi zu sehen. Sie lebt und arbeitet in Bern.

GEDANKEN DER REGIE Zwei ältere Menschen treffen sich auf einer Parkbank. Unterschiedlicher könnte ihr Blick auf‘s Leben nicht sein. Mit Zynismus begegnet der Mann der Tatsache, dass seine Kräfte schwinden, mit Humor tut es die Frau. Daraus entsteht Komik. Beide brauchen einander, beide sind einsam. Obwohl sich Herbert mit Händen und Füssen gegen eine Veränderung in seinem Leben wehrt, gelingt es Sofia, sich ihm anzunähern und die Verkrustungen etwas aufzuweichen. Unterstützung bekommt sie dabei von Herberts Nichte Cornelia. Unter Herberts Schale verbirgt sich ein weicher Kern, und wir erfahren allmählich den Grund für seine tiefe Melancholie. Aber auch Sofia hat ihre Geheimnisse. Diese gibt sie aber erst ganz zum Schluss des Abends preis. Nach einem körperlichen Schwächeanfall wird die verbleibende gemeinsame Zukunft äusserst kostbar. Es geht um die Liebe im Alter, um die Bilanz, die man in der dritten Lebenshälfte angesichts der gelebten Jahre zieht. Leichtfüssig und poetisch versucht die Inszenierung, sich diesem Thema anzunähern. Es gelingt Limburg, eine Komödie zu schreiben, wo man ein Drama erwartet. Die Herausforderung beim Inszenieren von Möwe und Mozart besteht meiner Meinung nach darin, dass man nicht «nur» den in Fülle vorhandenen Sprachwitz bedient, sondern dass die SchauspielerInnen ihre Figuren mit allen Sorgen und Nöten ernst nehmen, kennen und lieben lernen. Nur so werden die Charaktere glaubwürdig, widersprüchlich, tiefgründig und dadurch menschlich, und nur so kann sich das Publikum nachher mit ihnen identifizieren. Und das wollen wir ja im Theater und besonders in der Komödie: Über uns selbst und unsere Schwächen lachen können.

PETER LIMBURG, AUTOR Peter Limburg wurde 1957 in Trier geboren. Nach einem kurzen Ausflug in die Fernsehwelt studierte er Germanistik, Theologie und Politikwissenschaften. Seine Anfänge als Schriftsteller hatte er als Co-Autor von Sachbüchern und in der Werbung. Limburg schrieb nebenher als Freiberufler Kurzgeschichten, Sketche und satirische Texte. Als Verehrer des Dramatikers Neil Simon, in Kombination mit seiner Liebe für Komödien, war der Sprung zum Theaterautor für Limburg nicht mehr gross. Sein erstes Stück Ein Genie in nackten Nöten wurde 2002 veröffentlicht. Seither erschienen viele weitere Komödien wie Der Schneeman und das schwarze Loch, Nenn mich Charlie, sowie Möwe und Mozart.


DAS KLEINE ICH BIN ICH THEATERSTÜCK FÜR MENSCHEN AB 3 JAHREN VON UND MIT LIVIA FRANZ UND MARKUS MARIA ENGGIST NACH DEM BUCH VON MIRA LOBE UND SUSI WEIGEL – URAUFFÜHRUNG 04. NOVEMBER BIS 30. DEZEMBER 2017 «WAS? DU BISCH ES TIER OHNI NAME? ES WÜSSE DOCH ALLI, WÄR SIE SI ODER WIE SIE HEISSE.» «Wer bist denn du?», fragt der Frosch. Dem kleinen bunten Tier fällt darauf keine Antwort ein und so macht es sich auf die Suche. Auch alle anderen Tiere, denen es auf seiner Reise begegnet, können ihm da nicht weiterhelfen. Bis es ihm endlich einfällt: «Ich bin ich!» Livia Franz und Markus Maria Enggist präsentieren mit viel Humor und heiteren Liedern einen fantastischen Kinderbuchklassiker von der Suche nach der eigenen Identität, vom Anderssein und vom Dazugehören.

KRIMINALGSCHICHT WIEDERAUFNAHME Di. 30. 01. / Mi. 31. 01. / Fr. 02. 02. / Sa. 03. 02. / So. 04. 02. 2018 Ein Gemeinschafts­werk der Ber­ner Trou­ba­dou­rs. Die ursprüngliche Form wird beibehalten: 14 Lieder wer­den mit ka­ba­ret­tis­ti­schen Dia­lo­gen auf­ge­lockert – nicht immer bier­ernst … LIEDER: Mani Matter, Jacob Stickelberger, Fritz Widmer ARRANGEMENT: Hank Shizzoe INSTRUMENTE, GESANG, SPIEL: Christine Lauterburg, Markus Maria Enggist, Michel Poffet, Hank Shizzoe

THEATER MATTE THEATER MATTE: Mattenenge 1, 3011 Bern, T 031 901 38 80, www.theatermatte.ch Das Theater befindet sich am Eingang zum Mattequartier direkt an der Ecke Untertorbrücke / Mattenenge. Wir empfehlen Ihnen, die öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen. Es stehen nur beschränkt Parkplätze zur Verfügung. BERNMOBIL: Bus Nr. 12 in Richtung Zentrum Paul Klee – Haltestelle Nydegg oder Bärengraben. Bus Nr. 30 – Haltestelle Läuferplatz. VORVERKAUF ONLINE UND ALLE INFORMATIONEN: www.theatermatte.ch VORVERKAUF TELEFONISCH: 031 901 38 79, Dienstag und Donnerstag von 10 bis 15 Uhr NORMALPREIS: CHF 37.– PERSONEN IN AUSBILDUNG: CHF 32.– gegen Ausweis KINDER BIS 16 JAHRE: CHF 20.– KULTURLEGI: CHF 20.– gegen Ausweis SILVESTERVORSTELLUNGEN: CHF 57.– inkl. Cüpli oder ein Getränk nach Wahl JUGENDKULTURPASS 16–26: CHF 20.– gegen Ausweis KINDERVORSTELLUNGEN BIS 14 JAHRE: CHF 15.– ERWACHSENE: CHF 25.– GÖNNERINNEN UND GÖNNER: CHF 5.– Ermässigung BEGINN: Die Vorstellungen beginnen jeweils um 20 Uhr, sonntags um 17 Uhr. Kindervorstellungen um 14 Uhr. Matinées um 11 Uhr. *SILVESTER-VORSTELLUNGEN, DOPPELVORSTELLUNG: 16.30 Uhr und 21.30 Uhr


EVA M. RUFER STIFTUNG

STYNER-STIFTUNG

P.P. CH-3011 BERN POST CH AG

| THEATER MATTE | MATTENENGE 1 | 3011 BERN |

MÖWE UND MOZART – Flyer A5 Theater Matte Bern  

Der Flyer zur Produktion MÖWE UND MOZART des Theater Matte Bern, Nov. 2017 / Jan. 2018