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MUSIKTHEATER

»Der Liebeshaber sticht sie beständig noch« Dirigent David Stern wirft sich mit einem internationalen Ensemble in mittelalterliche Liebeshändel.

PREMIERE

Richard Löwenherz Der misslungene Brautwechsel oder Richardus I., König von England Singspiel in drei Akten von Georg Friedrich Händel und Georg Philipp Telemann Libretto von Christoph Gottlieb Wend nach Paolo Antonio Rolli Mit Übertiteln In Kooperation mit den 24. Magdeburger Telemann-Festtagen Musikalische Leitung David Stern Regie Michael McCarthy Bühne/Kostüme Simon Banham Lichtdesign Ace McCarron Dramaturgie Ulrike Schröder Mit Johannes Wollrab, Juliette Allen, Florentina Soare, Louis Roullier, Raffaela Lintl, Filippo Mineccia, Alexia Macbeth, Marco Angioloni Magdeburgische Philharmonie Premiere Sa. 10. 3. 2018, 19.30 Uhr Opernhaus/Bühne Premierenfieber So. 25. 2. 2018, 11.00 Uhr Opernhaus/Wagnerfoyer Vorstellungen So. 11. 3./Fr. 16. 3./Sa. 17. 3. 2018

Plakatmotiv zu »Richard Löwenherz«

»Übrigens war ich tief gerührt von Ihren so artigen, ganz und gar von Freundschaft erfüllten Worten. Seien Sie gewiss, dass Sie mich stets voll Aufrichtigkeit und wahrer Hochschätzung finden werden.« So schrieb der Londoner Starkomponist Händel – in seiner englischen Wahlheimat besser bekannt als George Frederic Handel – im Dezember 1750 an seinen alten Studienfreund, den Hamburger Musikdirektor Georg Philipp Telemann. Viel ist über die Freundschaft dieser beiden berühmten Zeit- und mitteldeutschen Herkunftsgenossen geschrieben worden, aber das wichtigste Zeugnis ihrer grenzüberschreitenden europäischen Musikbeziehung sind bis heute ihre Werke: Händel bediente sich für mehrere Kompositionen in Telemanns »Harmonischem Gottes-Dienst« und seiner »Musique de Table«, Telemann brachte um 1730 mehrere Opern Händels in Hamburg auf die Bühne.

Da das bürgerliche Hamburger Kaufmannspublikum weniger an kapriziösen italienischen Opernhandlungen als an deftig-bodenständiger Unterhaltung interessiert war und außerdem kein Italienisch verstand, unterzog Telemann diese Opern einer grundlegenden Überarbeitung. Im Falle von Händels »Riccardo primo« – einer Episode aus dem Dritten Kreuzzug, in der es um die Hochzeit von Richard Löwenherz auf Zypern geht – übernahm er 1729 Händels italienische Arien, vertonte die ins Deutsche übersetzten Rezitative neu und fügte eine komische Nebenhandlung ein: Der Philosoph Gelasius und die Amme Murmilla kommentieren mit viel Mutterwitz und Streitlust die Liebesverwicklungen der hohen Paare und sorgen so im Geschehen um den legendären König für den nötigen Realitätssinn.

Herz.Zittern

Herz.Zittern: Schüler präsentieren ihre Sicht auf »Aida«

Eine szenische Collage zu Giuseppe Verdis »Aida«

SchülerInnen der 10. Klassen des Sportgymnasiums haben sich mit Verdis berühmter Oper »Aida« auseinandergesetzt und Themen herausgearbeitet, die dort für »Herzzittern« sorgen; im Rahmen einer szenischen Collage machen sie sich diese Themen zu eigen. Das über ein Schuljahr angelegte Projekt wird vom Land Sachsen-Anhalt im Rahmen des Modellprojekts Theaterpädagogik gefördert und ermöglicht den Jugendlichen einen vielschichtigen Zugang zur Theaterwelt.

Do. 26. 4./Do. 3. 5. 2018, jeweils 19.00 Uhr Kulturhistorisches Museum Magdeburg (Otto-von-Guericke-Straße 68-73, 39104 Magdeburg) Karten zum Preis von 6 Euro/4 Euro (erm.) sind an der Theaterkasse des Opernhauses Magdeburg erhältlich sowie telefonisch unter (0391) 40 490 490 oder online unter www.theater-magdeburg.de.

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Angeleitet vom Musiktheaterpädagogen des Theaters und von über das Modellprojekt zusätzlich engagierten KünstlerInnen, begaben sich die Jugendlichen auf Spurensuche: Von ägyptischen Schriftzeichen über afrikanische Klänge bis zur Stadtgeschichte Magdeburgs erforschten sie künstlerisch unterschiedliche Kulturen. Das Ergebnis präsentieren sie im Kulturhistorischen Museum und verbinden dadurch ihre aktuelle Lebenswelt mit der ausgestellten Welt des Vergangenen.

THEMA März/April 2018  

Das Theater-Magazin des Theaters Magdeburg. Ausgabe 47.

THEMA März/April 2018  

Das Theater-Magazin des Theaters Magdeburg. Ausgabe 47.

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