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T A N Z !

H E I L B R O N N

21. BIS 25. MAI 2014 – THEATER HEILBRONN

CEDAR LAKE CONTEMPORARY BALLET


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Inhalt 3 Begrüßung 4 - 6 Ultima Vez/Wim Vandekeybus (Brüssel) What the Body Does Not Remember 7 Profi-Workshop German Jauregui Allue (Brüssel) Ultima Vez Repertoire 8 - 9 Jolika Sudermann (Berlin/Amsterdam) PULSE 10 - 11 Angela Schubot/Jared Gradinger (Berlin) LES PETITES MORTS – I hope you die soon 12 - 15 EN-KNAP (Ljubljana) Ottetto (8 Swings for His Highness) 16 - 18 Tanzprojekt mit Menschen aus Heilbronn parken 19 Vortrag Entwicklung des Bühnentanzes 20 - 23 Cedar Lake Contemporary Ballet (New York) Violet Kid/Tuplet/Grace Engine 24 - 25 shifts (Berlin) FESTINA LENTE – Make Haste Slowly 26 - 27 Workshops 28 Programmübersicht GEFÖRDERT VOM MINISTERIUM FÜR WISSENSCHAFT, FORSCHUNG UND KUNST

Impressum: Theater Heilbronn | Berliner Platz 1 | 74072 Heilbronn | T. 07131/56 30 01 www.theater-heilbronn.de | Intendant: Axel Vornam | Redaktion: Karin Kirchhoff Gestaltung: Katrin Schröder | Spielzeit 2013|2014.


3 TANZ! HEILBRONN 2014

»iM PulS« Unter dieser Überschrift präsentiert die 6. Ausgabe von Tanz! Heilbronn wieder zeitgenössischen Tanz, von der großen New Yorker Kompanie bis zum Debut einer in Hohenlohe aufgewachsenen Nachwuchschoreografin. Der Puls ist lebenswichtig, ohne seinen ständigen Rhythmus herrscht Stillstand im Körper. Wie der Atem ist der Puls ein innerer Taktgeber, beide tragen den Körper durch die Zeit. Auch andere Rhythmen bestimmen unser Leben: der Wechsel von Tag und Nacht, die Abfolge der Jahreszeiten, der Kreislauf von Werden und Vergehen. Ein Tänzer benutzt seinen Atem sehr bewusst. Jüngere zeitgenössische Arbeiten experimentieren darüber hinaus mit Pulsieren und Atmen zur Erzeugung von besonderen Bewusstseinszuständen und zur Auflösung von Ich-Grenzen. Stellvertretend hierfür stehen die eindringliche Arbeit des Duos Angela Schubot und Jared Gradinger sowie eine kraftvolle Choreografie von Jolika Sudermann. Und natürlich kann Musik dem Tanz einen Rhythmus vorgeben. Sowohl die drei ausdrucksstarken Choreografien des Cedar Lake Contemporary Ballet wie auch »Ottetto« mit acht Live-Musikern und fünf Tänzern der slowenischen Kompanie EN-KNAP zeichnen sich durch einen ungewöhnlichen Umgang mit Musik aus. Zu guter Letzt hat der Impuls auch in übertragener Hinsicht Bedeutung: Auf welche Impulse reagieren wir, was bringt uns zum Handeln? Wann ist der Körper schneller als der Geist? Wie kann man einer Gruppe, einer Gesellschaft Impulse geben? Solche Fragen motivieren das am Eröffnungsabend zu sehende atemberaubende Stück »What the Body Does Not Remember« von Wim Vandekeybus sowie das interaktive Spiel »Festina Lente« der Gruppe shifts. Bereits in den vergangenen Jahren fanden im Rahmen des Festivals Tanzprojekte mit nicht-professionellen Tänzerinnen und Tänzern statt, mit Jugendlichen, Senioren und zuletzt mit Gefangenen der JVA. Wir freuen uns besonders, dass wir in diesem Jahr erstmals ein mehrmonatiges zeitgenössisches Tanztraining für Jugendliche und Erwachsene ermöglichen können. Eine dritte Gruppe trainiert intensiv und kurz vor Festivalbeginn. Gemeinsam zeigen sie die Ergebnisse ihrer Proben unter dem Titel »parken« in einem Heilbronner Park. Wir wünschen Ihnen einen kräftigen Puls, heißes Blut und einen kühlen Kopf – und viel Spaß beim Zuschauen und Mitmachen!

Axel Vornam Intendant

Karin Kirchhoff Kuratorin


4 TANZ! HEILBRONN 2014 ULTIMA VEZ/ WIM VANDEKEYBUS

Ultima Vez/Wim Vandekeybus (Brüssel) What the Body Does Not Remember 21. Mai 2014, 19.30 Uhr Großes Haus 31,00/27,00/22,00/17,00 € (erm. 15,50/13,50/11,00/8,50 €)

XTREMES TEMPO, HÖCHSTE PRÄZISION, FIEBRIGE SPANNUNG: Wim Vandekeybus' Meisterwerk läßt den Zuschauer atemlos zurück. Ausgangspunkt ist »die Intensität von Momenten, in denen etwas anderes über dich entscheidet, in denen du keine Wahl hast; wenn man sich verliebt, oder die Sekunde, bevor ein Unfall passiert« (W. Vandekeybus). Das sind Momente, in denen der Körper instinktiv und reflexhaft handeln muss. Daraus entwickelt der Choreograf in riskanten Arrangements eine dynamische und akrobatische Bewegungssprache, die die physischen Grenzen seiner neun Tänzerinnen und Tänzer auslotet. Sie stehlen sich die Kleider vom Leib und springen aufeinander los, Ziegelsteine flie-

gen durch die Luft und werden in letzter Sekunde gefangen. Die Szenen oszillieren zwischen lustvoller Wildheit, Aggression und spielerischem Humor, angetrieben von der pulsierenden Musik von Thierry de Mey und Peter Vermeersch. »What the Body Does Not Remember« entstand 1987 und machte Wim Vandekeybus mit einem Schlag berühmt. Der damals 24-jährige Belgier hatte zuvor sein Psychologiestudium abgebrochen, um mit Theaterrevolutionär Jan Fabre zu arbeiten. Zwei Jahre später gründete Wim Vandekeybus seine eigene Kompanie Ultima Vez, »What the Body ...« war seine erste Produktion und erhielt den renommierten New Yorker Bessie Award. Das Stück gilt

bis heute als Meilenstein in der europäischen Tanzgeschichte und hat auch in der Neueinstudierung mit einem jungen Ensemble nicht an Dringlichkeit und Frische verloren. Mit seinem Œuvre von fast 30 oft genreübergreifenden Produktionen gilt Wim Vandekeybus als einer der innovativsten Choreografen Europas. Die meist parallel zu den Proben komponierte Musik spielt eine herausragende Rolle in seinen Arbeiten. Neben Peter Vermeersch und Thierry de Mey gehörten so bekannte Komponisten wie David Byrne und Marc Ribot zu seinen künstlerischen Mitstreitern. »Ein rasanter Rausch der Bewegung und der Bilder ... grandios ...« kurier (wien), 2013


Foto: Danny Willems

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» ... längst legendäres Kultstück ... Ein Abstieg in die Abgründe des Denkens und der Seele, gespickt mit tänzerischer Besessenheit, atemberaubender Dynamik, bravouröser Akrobatik!« kronen zeitung, 2013

»Extremer Körpereinsatz, Spiel mit Gefahren, Situationen, in denen immer wieder Grenzen überschritten werden: Choreograf Wim Vandekeybus reißt das Publikum mit der Neubearbeitung seines 1987 uraufgeführten Erstlingswerks ›What the Body Does Not Remember‹ auch heute noch zu Jubel hin.«

Foto: Danny Willems

www.tanz.at, 2013

»26 Jahre, nachdem es das erste Mal aufgeführt wurde, sprüht »What the Body Does Not Remember« vor neuer Energie.« guardian adelaide, 2013


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TANZ! HEILBRONN 2014 ULTIMA VEZ/ WIM VANDEKEYBUS

Regie, Choreografie, Bühne: Wim Vandekeybus Tanz: Ricardo Ambrozio, Tanja Marín Friðjónsdóttir, Zebastián Méndez Marín, Aymara Parola, Maria Kolegova, Livia Balazova, Eddie Oroyan, Pavel Masek, Jorge Jauregui Allue Originalmusik: Thierry de Mey & Peter Vermeersch Probenleitung: Eduardo Torroja Lichtdesign: Francis Gahide Styling: Isabelle Lhoas Produktion: Ultima Vez. Mit Unterstützung von Charleroi Danses, Centre Chorégraphique de la Fédération Wallonie-Bruxelles. Koproduktion KVS Brüssel. Dauer: 1 Stunde 20 Minuten, keine Pause

Foto: Danny Willems


Profi-Workshop

7 TANZ! HEILBRONN 2014 PROFI WORKSHOP

German Jauregui Allue (Brüssel) Ultima Vez Repertoire 21. Mai 2014, 14 – 18 Uhr Steps Tanzstudio Die Choreografien von Wim Vandekeybus/Ultima Vez zeichnen sich durch extrem kraftvolle, dynamische Bewegungen am Boden und im Raum aus. German Jauregui Allue hat über 10 Jahre mit Ultima Vez gearbeitet und vermittelt Bewegungsfolgen und die zugrunde liegende Technik. »Der Workshop konzentriert sich auf das Bewegungsvokabular der Kompanie Ultima Vez. Bodenarbeit und Partnering bilden hierfür die Basis. Wir werden uns mit der Physikalität von Bewegung beschäftigen sowie mit der Stimulation des Körperzentrums, wo wir die Quellen von Energie und Kraft

finden. Weiterhin untersuchen wir unterschiedliche Methoden und Konzepte, die uns helfen, Präzision und die richtige Intention für unsere Bewegungen zu finden.« (GJA) German Jauregui Allue, geboren 1972 in Bilbao, absolvierte eine Theater- und Tanzausbildung in Spanien. Von 1998 bis 2008 tanzte er für Ultima Vez/Wim Vandekeybus in den Stücken »In spite of wishing and wanting« (1999), »Inasmuch as life is borrowed ...« (2000), »Blush« (2002), »Sonic Boom« (2003), »Puur« (2005), »Spiegel« (2006) sowie in den Kurz- und Tanzfilmen, die in diesen Jahren entstanden. Für »Scratching the

inner fields« (2001) und »NieuwZwart« (2009) war er Probenassistent. In »What the Body Does Not Remember« tanzte er anlässlich der Wiederaufnahme beim Klapstuk Festival 2002. Seit 2007 kreiert er eigene Stücke, die erfolgreich in Europa und Lateinamerika aufgeführt werden. Als international anerkannter Dozent unterrichtet er regelmäßige Tanzklassen und gibt Workshops, u. a. in Wien, Paris und Montreal. Dieser Workshop richtet sich an professionelle Tänzerinnen und Tänzer. Wenn vorhanden, bitte Knieschoner mitbringen. Es besteht die Möglichkeit, entweder nur den Workshop zu buchen oder ein Gesamtpaket: Workshop + Vorstellung »What the Body Does Not Remember« + Premierenempfang incl. warmes Büffet mit der Company Preis nur Workshop: 35,00 €, erm. 30,00 € Preis Workshop, Vorstellung, Büffet: 55,00 €, erm. 50,00 € Anmeldeschluss: 14. Mai 2014 Ort: Steps Tanzstudio, Villmatstr. 35, 74076 Heilbronn www.steps-tanzstudio.com In Kooperation mit

Foto: German Jauregui Allue


8 TANZ! HEILBRONN 2014 JOLIKA SUDERMANN

Jolika Sudermann (Berlin/Amsterdam): PULSE

Donnerstag, 22. Mai 2014, 19.30 Uhr, Kammerspiele 15,00 € (erm. 7,50 €)

Doppelprogramm mit Angela Schubot/Jared Gradinger »Les Petites Morts – I hope you die soon« Gesamtdauer: 1 Stunde 45 Minuten, eine Pause Eine 10-minütige Kurzeinführung in beide Stücke findet um 19 Uhr im Foyer der Kammerspiele statt. Konzept/Regie: Jolika Sudermann Lichtdesign: Floor van Dongen Postproduktion und Vertrieb: Het Veem Theater Amsterdam, in Koproduktion mit der Tanzfabrik Berlin

IN TRIP, EINE EKSTATISCHE GRUPPENZEREMONIE, EINE TECHNO-MEDITATION, EIN TANZ AUF DER GRENZE ZWISCHEN PERSÖNLICHKEIT, KOLLEKTIVEM BEWUSSTSEIN UND MASSENHYPNOSE. Fünf Menschen, getrieben von einem konstanten Rhythmus, pulsierend im selben ununterbrochenen Takt. Jeder von ihnen bewegt sich in seiner eigenen Weise, und je länger sie sich bewegen, desto ähnlicher werden sie einander, verschmelzen wie zu einem großen vibrierenden Organismus. Vibration ist in Zellen, Venen und Atomen. Das Herz schlägt, wir atmen, gehen, laufen, tanzen, kauen. Dieses Stück ist eine konsequente physische Erkundung des einfachsten aller Rhythmen: des Pulses.

Jolika Sudermann, freischaffende Choreografin und Darstellerin, geboren in Hohenlohe, studierte Umweltwissenschaften, Tanztheater und an der Amsterdamer Hochschule der Künste das Fach »Mime«. Als Artist in residence am Het Veem Theater Amsterdam produzierte sie mit Alma Söderberg das erfolgreiche Duett »A Talk« (Stuttgarter Tanz- und Theaterpreis 2013). »PULSE« (2010) ist ihre Studien-Abschlussarbeit, die anschließend u. a. im Rahmen des Performancenetzwerks Aerowaves tourte (Sarajevo, Manchester, Helsinki). Die jetzigen Tänzerinnen und Tänzer sind Absolventen von »Dance Intensive«, einem einjährigen Orientierungsprogramm der Tanzfabrik Berlin.


9 TANZ! HEILBRONN 2014 JOLIKA SUDERMANN

Foto Originalbesetzung: Anja Beutler


10 TANZ! HEILBRONN 2014 ANGELA SCHUBOT/ JARED GRADINGER

Angela Schubot/Jared Gradinger (Berlin)

LES PETITES MORTS – I hope you die soon Donnerstag, 22. Mai 2014, 19.30 Uhr Kammerspiele Doppelprogramm mit Jolika Sudermann »PULSE« Gesamtdauer: 1 Stunde 45 Minuten, eine Pause Eine 10-minütige Kurzeinführung in beide Stücke findet um 19 Uhr im Foyer der Kammerspiele statt.

Choreografie/Performance: Jared Gradinger, Angela Schubot Musik: Tian Rotteveel Lichtdesign: Andreas Harder

Fotos: Sabine Brinker

TERBEN IST EIN VORGANG, VON DEM BEHAUPTET WIRD, MAN KÖNNE IHN NUR ALLEIN DURCHLEBEN. Aber wie und auf welche Weise können zwei Körper zusammen auf der Bühne sterben? Kann man die Einsamkeit des Todes durch bedingungslose Gemeinsamkeit überwinden? Diese Paradoxie ist für Jared Gradinger und Angela Schubot

der Ausgangspunkt ihrer zutiefst konzentrierten und kontemplativen Arbeit. Sie zeigen zwei atmende Körper in enger Umschlingung, entrückte Zustände, Zeitlosigkeit, existenzielle Nähe und sich allmählich entfaltende Stadien von Intimität und Auflösung. »(Das Stück) lebt von nichts anderem als der Radikalität, mit der Schubot & Gradinger sich in ihre auf welche


TANZ! HEILBRONN 2014 ANGELA SCHUBOT/ JARED GRADINGER

Weise auch immer hergestellten Zustände begeben. ... So extrem ist die Spannung, die die beiden zu vermitteln vermögen, dass man meint, eine Stecknadel fallen zu hören, obwohl doch im herkömmlichen Sinne nichts geschieht auf der Bühne.« Berliner zeitung, 2013

Angela Schubot und Jared Gradinger begannen ihre Zusammenarbeit 2009 mit ihrem Duett »What they are instead of«. Dieses wie auch das nach-

folgende »IS MAYBE« (2011), thematisieren die Entgrenzung des Körpers und die Suche nach einem bedingungslosen Miteinander, um der eigenen Identität zu entkommen. Beide Stücke tourten erfolgreich u. a. nach Melbourne, New York, Tel Aviv, Wien, Talinn und Helsinki. Das Nachfolgestück »I hope you die soon« wurde bereits in London, Straßburg, Luzern, Uzès und im Rahmen einer Südamerika-Tournee präsentiert.

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TANZ! HEILBRONN 2014 EN-KNAP

EN-KNAP (Ljubljana)

Ottetto (8 Swings for His Highness) Freitag, 23. Mai 2014, 19.30 Uhr Komödienhaus 22,00/18,00/14,00 € (erm. 11,00/9,00/8,00 €) Eine 10-minütige Kurzeinführung findet um 19 Uhr im Foyer des Komödienhauses statt.

CHT MUSIKER, EINE DIRIGENTIN, FÜNF TÄNZER UND EIN KOLLEKTIV AUS VIDEOKÜNSTLERN VERSAMMELT DER SLOWENISCHE CHOREOGRAF IZTOK KOVAC FÜR EINE SCHWUNGVOLLE DEKONSTRUKTION VON STRAVINSKYS »OKTETT«. Dieses außergewöhnliche Musikwerk für acht Blasinstrumente floppte bei seiner Erstaufführung 1923, aus heutiger Sicht markiert es den Beginn des Neoklassizismus in der Musikgeschichte. Im Zusammenklang von Tanz, Musik, Licht und Bühnenbild visualisiert »Ottetto« spielerisch die Beziehungen zwischen Tönen und Tänzern, Sichtbarem und Hörbarem. Das Ergebnis ist zugleich klug und humorvoll, elegant, abstrakt und originell. Iztok Kovac gründete 1993 in Belgien die Gruppe EN-KNAP. Ein Jahr später siedelten sie in seine Heimat Slowenien um und bildeten dort das erste professi-

onelle zeitgenössische Tanzensemble. In den folgenden 20 Jahren kreierte Iztok Kovac 30 eigene Projekte, die erfolgreich in ganz Europa gastierten, dazu fünf Tanzfilme, mehrere Dokumentarfilme und pädagogische Projekte. Seit 2009 leitet er das Kulturzentrum Španski Borci in Ljubljana. »Genussvoll zelebriert wird die Leichtigkeit, die Bewegung, die Akkuratesse. Alles scheint ein bloßes Spiel mit Formen, Licht und Fantasie ... Stark im Ausdruck, mit großem Spaß am Spiel und noch mehr Können in der Technik begeistert EnKnap und präsentiert dem Publikum visuelle Glanzlichter am laufenden Band ... Ein großer Abend.« kreiSzeitung oldenBurg 2013

» ... eine spritzige, geistreiche und vielschichtige Vorstellung.« radio SloVenia 1, 2012

»Stravinsky selbst hätte ›Ottetto‹ geschätzt! Alles an der Inszenierung ist meisterhaft verflochten; Kovacs Vision ist komplex und originell... Ein Stück von absoluter Leichtigkeit.« SlowakiSCHe tageSzeitung, 2013


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Foto: Andrej Lamut


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TANZ! HEILBRONN 2014 EN-KNAP

Konzept, Choreografie: Iztok Kovac Tanz EN-KNAP Group: Luke Thomas Dunne, Ida Hellsten, Bence Mezei, Ana Štefanec, Tamás Tuza Musik: Igor Stravinsky, »Oktett«, 1923 Kompositorische Ergänzungen: Gregor Pompe Dirigentin: Živa Ploj Peršuh Musiker/innen Branimir Slokar Academy Ensemble: Irena Rovtar, Jože Kotar, Arpad Balasz Piri, Miha Petkovšek, Urška Kurbos, Leon Pokeržnik, Domen Gantar, David Kajic Video: Komposter Lichtdesign: Jaka Šimenc Dauer: 60 Minuten Produktion: EN-KNAP Productions. Partner: Društvo ustvarjalcev sodobne slovenske kulture (Delavnica). Unterstützt von der Stadt Ljubljana – Dezernat für Kultur und dem Kultusministerium der Republik Slowenien.


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Foto: Andrej Lamut


16 TANZ! HEILBRONN 2014 PARKEN

parken

Tanzprojekt mit Menschen aus Heilbronn 24. Mai 2014, 15 und 17 Uhr Alter Friedhof, Weinsberger Str./Karmeliter Str./Schiller Str. 25. Mai 2014, 12, 15 und 17 Uhr Alter Friedhof, Weinsberger Str./Karmeliter Str./Schiller Str. 25. Mai 2014, 21 Uhr Überraschungsperformance, Theatervorplatz

Künstlerische Leitung: Nina Kurzeja (Stuttgart), Rosemary Lee (London), Lisa Thomas (Bietigheim/Ludwigsburg) Probenleitung/Choreogr. Assistenz »Melt down«: Henrietta Hale Kostüm: Gesine Pitzner Dauer: maximal 50 – 60 Minuten

IN PARK MIT SCHÖNEN ALTEN BÄUMEN, MITTEN IN DER STADT UND DOCH EIN BISSCHEN ABGELEGEN, OASE, SPIELPLATZ, AUCH TRINKERTREFFPUNKT. Wie erleben wir die Natur in der Stadt? Können wir noch Pause machen? Nehmen wir den Rhythmus der Jahreszeiten oder den eigenen Atem noch wahr? Wie wäre es, uns zu verlangsamen? Und wenn nichts mehr zu tun bleibt? Mit solchen Fragen beschäftigt sich das diesjährige Tanzprojekt. Zwei Gruppen - Jugendliche und Erwachsene - proben erstmals mit den Choreografinnen und Tanzpädagoginnen Lisa Thomas und Nina Kurzeja über einen Zeitraum von vier Monaten. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erfahren ein zeitgenössisches

Tanztraining, improvisieren, schulen Bühnenpräsenz und Körperbewusstsein und entwickeln jeweils ein gemeinsames Tanzstück. Dazu kommt eine dritte Gruppe, die kurz und intensiv mit der Londoner Choreografin Rosemary Lee arbeitet und ihr Stück »Melt down« einstudiert. Eine Gruppe von Menschen sinkt, kaum wahrnehmbar, unter den Ästen eines Baumes zu Boden. Ein einzelner Glockenschlag markiert jede Minute. Dieses einfache aber kraftvolle Bild ruft einen Strom unterschiedlicher Assoziationen von menschlicher Verletzlichkeit und dem Widerstand des Geistes hervor. Die drei Arbeiten werden in einem gemeinsamen Programm auf dem Alten Friedhof präsentiert. Zum Abschluss des Festivals zeigen die Teilneh-

merinnen und Teilnehmer noch eine kleine Überraschungsperformance auf dem Platz vor dem Theater. Nina Kurzeja studierte an der HfM/Ballettakademie in Köln und an der Palucca-Schule in Dresden. Seit 2002 arbeitet sie als freischaffende Choreografin in Stuttgart. Mehrere ihrer Tanz-/Theaterproduktionen wurden zu Festivals eingeladen oder mit dem Stuttgarter Theaterpreis ausgezeichnet. Außerdem entwickelt sie seit Jahren erfolgreich Projekte mit Kindern und Jugendlichen. 2013 entstand »alice im iconland«, ein Tanztheaterstück für Kinder ab 10 Jahren. Rosemary Lee arbeitet als Choreografin, Tänzerin und Regisseurin seit mehr als 25 Jahren in unterschiedlichen


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Fotos »Meltdown« London 2011: Hugo Glendinning


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Kontexten und mit verschiedenen Medien. Sie schuf ortsspezifische und generationenübergreifende Arbeiten mit großen Gruppen (Amateure und Profis), außerdem Solos sowie Installationen und Filme. Für das renommierte Londoner Festival Dance Umbrella schuf sie 2011 »Square Dances«: In vier Londoner Parks tanzten mehr als 200 Mitwirkende aller Altersstufen in vier Choreografien, eine davon die Performance »Melt down«.

Lisa Thomas absolvierte ihre Ausbildungen in Tanz und Tanzpädagogik in Berlin und London. Sie lehrt als Dozentin für Tanz, Tanztheater und Choreografie in verschiedenen Schulen und Hochschulen. 2003 begann ihre künstlerische Arbeit mit Senioren. Seit 2009 ist sie Leiterin des Altentanztheater-Ensembles ZARTBITTER der Tanz- und Theaterwerkstatt Ludwigsburg, mit dem Produktionen vor allem zu generationen- und spartenübergreifenden Themen entstanden, zuletzt »Venus Unlimited« 2011 und »Tochter_von« 2013.

Gefördert aus Mitteln des Innovationsfonds Kunst des Landes BadenWürttemberg.

Mit freundlicher Unterstützung des Landesinstituts für Schulsport, Schulkunst und Schulmusik

Die Originalversion von »Melt down« wurde in Auftrag gegeben und präsentiert von Dance Umbrella, mit Unterstützung der National Lottery durch Arts Council England und Bloomberg. Foto: Lisa Thomas


Sabine Keller Von den 20er Jahren zum zeitgenössischen Tanz

19 TANZ! HEILBRONN 2014 PUBLIKUMSGESPRÄCH ZU »PARKEN« und Vortrag

Eine Einführung in die Entwicklung des Bühnentanzes Vortrag mit Videobeispielen 24. Mai 2014, 18 Uhr Foyer Grosses Haus

Manchmal scheint Zeitgenössischer Tanz schwer verständlich. Ein paar grundlegende Informationen zur Tanzgeschichte können den Zugang vereinfachen und den Sehgenuss erhöhen. Dieser Vortrag stellt beispielhaft einige unterschiedliche Tanzkonzeptionen vor und stellt Verbindungen zu Stücken des Festivals her. Nach dem Klassischen Ballett hat Tanz als Körperkunst seit den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts eine starke Entwicklung genommen. Die Bedeutungen des Tanzes sind Veränderungen unterworfen. Den verschiedenen Ansätzen lie-

gen jeweils andere Vorstellungen von Körper und Bewegung zugrunde. Betrachtet werden die Funktion des Tanzes, der Probenprozess, das Verhältnis zur Musik, die Konstruktion der Bühne, die Themen und die Choreografien. Die Beispiele machen anschaulich, wie sehr sich die Sichtweisen von Tanz in Theorie und Praxis unterscheiden. Ein Verständnis des dahinter liegenden Wissens hilft, die jeweiligen Intentionen zu erfassen und den Tanz im Lichte dieses Wissens zu »lesen«.

Publikumsgespräch zu »parken« 25. Mai 2014, 18 Uhr Foyer Grosses Haus Am Sonntag um 18 Uhr findet ein Publikumsgespräch mit Nina Kurzeja, Henrietta Hale, Rosemary Lee und Lisa Thomas statt. Die Choreografinnen berichten über den Proben-

prozess für das Heilbronner Projekt. Außerdem werden Unterschiede in der kulturellen Bildungsarbeit in Deutschland und England Thema des Gesprächs sein.

Sabine Keller wurde an der Deutschen Sporthochschule Köln zur Diplomsportlehrerin mit Schwerpunkt Tanz-, Musikund Bewegungstheater ausgebildet. Nach Weiterbildungen in verschiedenen Tanz- und Körpertechniken sowie in Tanztherapie unterrichtete sie 20 Jahre am Berufskolleg Waldenburg angehende Sport- und Gymnastiklehrer. Derzeit arbeitet sie als Bewegungstherapeutin an einer psychosomatischen Klinik. Parallel dazu war und ist sie auch choreografisch tätig z.B. für die Kunstnacht in Schwäbisch Hall.


20 TANZ! HEILBRONN 2014 CEDAR LAKE CONTEMPORARY BALLET

Cedar Lake Contemporary Ballet (New York) Violet Kid/Tuplet/Grace Engine 24. Mai 2014, 19.30 Uhr Großes Haus 31,00/27,00/22,00/17,00 € (erm. 15,50/13,50/11,00/8,50 €)

Künstlerische Leitung: Alexandra Damiani Tanz: Billy Bell, Jon Bond, Nickemil Concepcion, Vânia Doutel Vaz, Jason Kittelberger, Joseph Kudra, Navarra Novy-Williams, Guillaume Quéau, Matthew Rich, Ida Saki, Joaquim de Santana, Acacia Schachte, Rachelle Scott, Ebony Williams, Jin Young Won, Madeline Wong Dauer: ca. 1 Stunde 50 Minuten, zwei Pausen

Fotos: Julieta Cervante

ECHZEHN ATEMBERAUBEND PERFEKTE UND AUSDRUCKSSTARKE TÄNZERINNEN UND TÄNZER BILDEN DAS ENSEMBLE DES CEDAR LAKE CONTEMPORARY BALLET AUS NEW YORK. Sie verbinden amerikanisches Entertainment auf höchstem Niveau mit anspruchsvollen Choreografien. Seit

Jahren beauftragt die Truppe erstklassige Choreografinnen und Choreografen mit exklusiven Neukreationen. In Heilbronn präsentiert sie ein Programm mit Werken der Kanadierin Chrystal Pite, des Schweden Alexander Ekman sowie des aus Israel stammenden Wahl-Engländers Hofesh Shechter. Jede der drei Arbeiten zeichnet sich durch einen speziellen Umgang mit Musik aus.


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VIOLET KID (2011) Choreografie, Musik: Hofesh Shechter Lichtdesign: Hofesh Shechter, Jim French

Hofesh Shechters Werke sind spannungsvolle Abbilder einer Gesellschaft zwischen Amüsement und Todesangst, seine Bühneninszenierungen eine kunstvolle Komposition aus rabiater Bewegung, Musik und Licht. »Violet Kid« führt in ein

komplexes und zum Teil düsteres Universum aus globaler Krise, Revolte und eruptivem Tanz. Der Choreograf selbst komponierte den halluzinatorischen Soundtrack für Cello, Violine und Kontrabass. Hofesh Shechter war Mitglied der berühmten Batsheva Dance Company in Tel Aviv. Er nahm Drum- und Percussionunterricht und experimentierte mit eigener


22 TANZ! HEILBRONN 2014 CEDAR LAKE CONTEMPORARY BALLET

»... ein richtiger Hit [...] man (wird) nicht müde, diesem hypnotisierend schönen und aufwühlenden Tanz zuzuschauen.« wieBke HÜSter, Faz, 2011

TUPLET (2012) Choreografie: Alexander Ekman Musik & Ton: Mikael Karlsson, Victor Feldman, »Fly Me To The Moon« Lichtdesign: Amith A. Chandrashaker

Alexander Ekman stellt in »Tuplet« die Frage: Was ist Rhythmus? Und beantwortet sie mit einer spritzigen Choreografie, in der sechs temperamentvolle Tänzer von ihrer eigenen Bodypercussion begleitet werden, ergänzt durch eine elektronische Komposition des Schweden

Mikael Karlsson. Alexander Ekmans Werke sind bekannt für clevere Ideen, Schnelligkeit und Sinn für Humor. Er kreierte Auftragsarbeiten für zahlreiche europäische Ballettkompanien, u. a. NDT I und II, Göteborg Ballett, Ballet de L’Opéra du Rhin, Ballett Bern, Iceland Dance Company, Ballet Junior de Genève und Royal Swedish Ballet.

GRACE ENGINE (2012) Choreografie: Crystal Pite Licht: Jim French Musik: Owen Belton

Tanz wie ein Film noir: einsame Gestalten auf einem düsteren Bahnsteig, Paare die sich finden und verlieren, Anklänge an Erinnerung, Schicksal und verstreichende Zeit. Chrystal Pite fügt Szenen wie im Filmschnitt hintereinander, zeigt Gruppen im schnellen Vor- und Rückspulen, nutzt Zeitlupe, Großaufnahme, Stops, Neuanfang. Der Soundtrack wird dominiert vom

Rattern und Stampfen eines Zuges und dem verhallenden Echo von Schritten. Chrystal Pite tanzte in William Forsythes Ballett Frankfurt, bevor sie selber zu choreografieren begann. Sie schuf Werke für NDTI, Cullberg Ballett, Ballett Frankfurt, The National Ballet of Canada und Les Ballets Jazz de Montréal und erhielt zahlreiche renommierte Preise. Ihre in Kanada ansässige Kompanie Kidd Pivot residierte von 2010-12 auch am Künstlerhaus Mousonturm in Frankfurt. »Auf den ersten Blick scheinen sich Pite und Shechter auf derselben existenziellen Spur zu befinden, aber wo bei Shechter die Menschlichkeit verzweifelt nach einem Ausweg vor dem Wissen um die Leere sucht, verspricht Pites Choreografie Erlösung jenseits des Abgrunds. Belebender Stoff, mit einer subtil optimistischen Note am Ende.« guardian london, 2012.

Foto: Julieta Cervante

Musik. 2008 gründete er in Großbritannien seine eigene Company und avancierte schnell zu einem der Stars der jungen Tanzszene Londons. Seine Kreationen »Uprising«, »In your rooms« und »Political Mother« wurden weltweit von Publikum und Presse gefeiert.


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24 TANZ! HEILBRONN 2014 SHIFTS

shifts (Berlin)

FESTINA LENTE – Make Haste Slowly 25. Mai 2014, 19.30 Uhr Kammerspiele 15,00 € (erm. 7,50 €)

Choreografie, Konzeption: Malgven Gerbes, David Brandstätter Tanz, Choreografische Mitarbeit: Vidal Bini, Caroline Allaire, I-Fen Lin, Sebastian Kurth, Malgven Gerbes Komposition: Ruth Wiesenfeld Lichtdesign: Bruno Pocheron Texte, Dramaturgische Beratung: David Williams Dauer: ca. 70 Minuten

ER IST PUBLIKUM? WER IST AKTEUR? An diesem Abend sind die Grenzen fließend. Die Zuschauer geben den Tänzern die Impulse und setzen sie in Bewegung. Festina Lente heißt übersetzt: Eile mit Weile. Mit großer Leichtigkeit entwickelt das Stück seine Dynamik aus dem Moment, heiter und verspielt, poetisch und irritierend. Das Publikum dirigiert Rhythmus und Fortgang des Geschehens: manchmal werden Bewegungen einzelner Tänzer gesteuert und dann wieder die der ganzen Gruppe. Jeder Zuschauer kann sich entscheiden, aktiv am kollektiven Prozess mitzuwirken oder passiv zu beobachten, das Tempo zu beschleunigen oder alles auf Anfang zu setzen. Endet der Abend im stillen Auseinandergehen oder in einem Happening? Können wir aufeinander zählen?

»Zu sporadischen Klangeinwürfen von Ruth Wiesenfeld entsteht eine facettenreiche Choreografie. Diese wirkt mitunter so einladend träumerisch, dass zwischendurch schon mal das Weiterzählen vergessen wird.« zittY Berlin, 2013

Die Choreografen und Tänzer David Brandstätter und Malgven Gerbes begegneten sich während ihres Choreografie-Studiums in Arnheim. Er kam als Jongleur und Einradartist zum Tanz und studierte außerdem Musikwissenschaft, sie hatte zuvor in Paris Architektur studiert. Beide gründeten shifts im Jahre 2007. Ihre Stücke entstehen in oft jahrelangen Recherchen und Workshops in Asien und Europa, zwischen internationalen Tourneen und Lehraufträgen in Frankreich und Deutschland.


Fotos: shifts


26 TANZ! HEILBRONN 2014 SCHUBOT/GRADINGER

Workshop

Angela Schubot & Jared Gradinger On Becoming (Körper und Atem) Freitag, 23. Mai 2014, 15 – 18 Uhr Samstag, 24. Mai 2014, 12 – 16 Uhr

In ihrer künstlerischen Arbeit beschäftigen sich Angela Schubot und Jared Gradinger seit Jahren mit der Entgrenzung des Körpers. In diesem Workshop geben sie eine Einführung in ihre Methoden: Warm up, Improvisation, Partnerübungen. »Ausgangspunkt ist die Suche nach einem bedingungslosen Miteinander, um seiner eigenen Ichhaftigkeit zu entfliehen. Es gibt unzählige Möglichkeiten des Miteinanders, wenn wir davon ausgehen, dass unser Körper nicht bei der Haut aufhört. Dieser Workshop wird sich damit beschäftigen, wie man Bewegungen des Körpers leben kann, anstatt etwas darzustellen. Wir werden nach einem mobilen und wandlungsfähigen Körper suchen, der sich auf viele Arten entfalten kann, und gleichzeitig aufmerksam bleiben für seine sich wandelnden Bedeutungen. Wir beginnen mit einem zweistündigen Training, das darauf abzielt, die Gewohnheiten des

Körpers zu erkennen und sich von ihnen zu lösen. Wie kann man sein Bewegungsspektrum erweitern und in die Gegenwart setzen? Danach nützen wir unsere extrem physische und auch esoterische künstlerische Praxis, um verschiedene Möglichkeiten des Miteinanders zu erforschen. Hier liegt der Fokus in der Atmung als vereinende Kraft, wobei wir Material aus unserem Duett »I hope you die soon« verwenden werden.« (A.S. / J.G.) Angela Schubot ist Tänzerin und Choreografin. Sie leitete elf Jahre mit ihrem Schauspielerkollegen Martin Clausen die interdisziplinäre Kompanie TWO FISH. Als Tänzerin arbeitete sie mit Constanza Macras/Dorky Park, Rosalind Crisp, Benoît Lachambre und Margret Sara Gudjonsdottir. Sie unterrichtet Movement research und coacht junge Künstler in Stockholm, Wien und Berlin. Jared Gradinger gehörte zu

den Gründern von Constanza Macras/Dorky Park, und war mehrere Jahre als Tänzer, Regieassistent und Workshopleiter für die Company aktiv. Außerdem arbeitete er mit William Forsythe, Meg Stuart, Jeremy Wade u.a. Mehrfach kuratierte er in Bordeaux und Royan ein Festival für zeitgenössische Kunst. Beide haben mehrere Duette miteinander kreiert und leiteten Workshops u.a. in Melbourne, Gießen, Frankfurt, Helsinki, Santiago de Chile, Sao Paulo und Buenos Aires. Zielgruppe: Jugendliche (Mindestalter: 16 Jahre) und Erwachsene, keine Vorkenntnisse erforderlich. Unterrichtssprache: Englisch und Deutsch. Preis: 68,00 €, erm. 52,00 € Anmeldeschluss: 14. Mai 2014 Ort: Steps Tanzstudio, Villmatstr. 35, 74076 Heilbronn, www.steps-tanzstudio.com In Kooperation mit


Workshop

27 TANZ! HEILBRONN 2014 LIBBY FARR

Libby Farr (Berlin) Einführung Ballett Samstag, 24. Mai 2014 Sonntag, 25. Mai 2014 Jeweils 10 – 12 Uhr

Libby Farr gilt als Expertin für einen »anderen« Ballettunterricht. Ihr Ansatz ermöglicht ein vertieftes Verständnis vom Körper und seinen Bewegungsmöglichkeiten. Diese Einführung richtet sich an Ballett-Anfänger und Tänzer/ innen, die sich für grundlegende Prinzipien des Balletts interessieren: Placement (Platzierung) und Alignment (Ausrichtung), Beugen, Funktion und Rotation der Gelenke, Koordination und natürliche Schieb- und Ziehbewegungen. Der Unterricht ist wie eine normale Ballettklasse aufgebaut, mit Arbeit an der Stange und in der Mitte. Dazu kommen einfache Übungen am Boden, die helfen, den Körper zu spüren und zu verstehen bevor er in die Aufrichtung gelangt.

Das Ziel ist, Ballett als ein Werkzeug kennenzulernen, um das Bewusstsein für das eigene natürliche Bewegungspotential zu verbessern, die Betrachtungsweise des eigenen Körpers zu erweitern und dabei gleichzeitig die Freude am Ballett zu erfahren. Libby Farr tanzte nach ihrer Ausbildung an der School of American Ballet in New York in mehreren Kompanien in den USA sowie beim Zürich Ballett und dem Ballett der Deutschen Oper in Berlin. Nach der Geburt ihres Sohnes trat sie im Theater des Westens auf, unterrichtete an mehreren Schulen und leitete die Tanzabteilung der »Etage«, eines Ausbildungsinstituts für Darstellende Künste in Berlin. Sie ging als Tänzerin

und Probenleitung ans Deutsche Nationaltheater Weimar und anschließend als Ballettmeisterin und Assistentin zu Amanda Millers Kompanie Pretty Ugly. Sie unterrichtet regelmäßig als Gastdozentin bei P.A.R.T.S. in Brüssel, der SEAD in Salzburg, Impulstanz in Wien sowie professionelle Kompanien in ganz Europa. Zielgruppe: Jugendliche (Mindestalter: 12 Jahre) und Erwachsene, keine Vorkenntnisse erforderlich. Unterrichtssprache: Englisch und Deutsch. Preis: 45,00 €, ermäßigt 35,00 € Anmeldeschluss: 12. Mai 2014 Ort: Steps Tanzstudio, Villmatstr. 35, 74076 Heilbronn, www.steps-tanzstudio.com In Kooperation mit


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PROGRAMMÜBERSICHT 2014 21.05.2014

19.30 Uhr

GROSSES HAUS

ULTIMA VEZ/WIM VANDEKEYBUS What the Body Does Not Remember

22.05.2014

19.30 Uhr

KAMMERSPIELE

JOLIKA SUDERMANN PULSE ANGELA SCHUBOT/JARED GRADINGER LES PETITES MORTS – I hope you die soon

23.05.2014

19.30 Uhr

KOMÖDIENHAUS

EN-KNAP Ottetto (8 Swings for His Highness)

24.05.2014

15.00 Uhr & 17.00 Uhr

ALTER FRIEDHOF

FOYER GROSSES HAUS

18.00 Uhr 19.30 Uhr 25.05.2014

12.00 Uhr & 15.00 Uhr & 17.00 Uhr

GROSSES HAUS

ALTER FRIEDHOF

PARKEN Tanzprojekt mit Menschen aus Heilbronn VORTRAG CEDAR LAKE CONTEMPORARY BALLET (NEW YORK) Violet Kid/Tuplet/Grace Engine PARKEN Tanzprojekt mit Menschen aus Heilbronn

18.00 Uhr

FOYER GROSSES HAUS

PUBLIKUMSGESPRÄCH ZU »PARKEN«

19.30 Uhr

KAMMERSPIELE

SHIFTS FESTINA LENTE – Make Haste Slowly

21.00 Uhr

BERLINER PLATZ 1

ÜBERRASCHUNGSPERFORMANCE

FESTIVALCARD TANZ! HEILBRONN – SIE SPAREN MEHR ALS 25%!

Die Festivalcard umfasst alle Vorstellungen von Tanz! Heilbronn 2014. (exklusive der Workshops) Preiskategorie I Preiskategorie II

82,00 € (erm. 45,50 €) 74,50 € (erm. 42,00 €)

ERMÄSSIGUNG

Ermäßigte Preise erhalten Schülerinnen und Schüler, Studierende, Wehrpflichtige, Zivildienstleistende und 80% Schwerbehinderte.

Ihre Eintrittskarte ist auch Fahrausweis im gesamten HNV-Netz! Das Ticket gilt jeweils 3 Stunden vor und nach dem Vorstellungsbesuch.

ÖFFNUNGSZEITEN THEATERKASSE Mo. bis Fr. 10–19 Uhr, Sa. 10–14 Uhr Tel. 07131/56 30 01 oder 56 30 50 www.theater-heilbronn.de

Kartentelefon: 07131/563001

Tanz! Heilbronn Broschüre  

Zum sechsten Mal lädt das Theater Heilbronn zum Festival »Tanz! Heilbronn« ein. Vom 21. bis 25. Mai ist in allen drei Spielstätten des Theat...

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