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Zehn Jahre Das Magazin des Theaters Erfurt

Neues Opernhaus Erfurt – Generalintendant Guy Montavon

Jubiläumssaison 2013/14

Mein Name ist Programm. Mireille Lebel ist Angelina.

(La Cenerentola) Oper von Gioachino Rossini Premiere: Sa, 21. Dezember 2013, 19.30 Uhr, Großes Haus

Der Mythos lebt

Es war einmal ...

Evita | Seite 3

Aschenputtel | Seite 5

Musical von Andrew Lloyd Webber und Tim Rice

Oper von Gioachino Rossini

Ausgabe

NOV. / DEZ. 13


Entree / News 2

Zehn Stichworte

Koproduktion

Guy Montavon inszeniert Le Freyschütz in Nizza Eine der bekanntesten deutschen Opern feiert am 17. November 2013 in Südfrankreich, an der Oper in Nizza, Premiere. Regie führt Guy Montavon, der den Freischütz 2015 auch auf die Erfurter Domstufen bringen wird. Die Oper von Carl Maria von Weber ist deshalb eine Koproduktion zwischen dem Opernhaus Nizza und dem Theater Erfurt. Das Bühnenbild entwirft Peter Sykora, dessen Arbeiten seit vielen Jahren international gefragt sind und bereits mehrfach auch vom Erfurter Theaterpublikum gefeiert wurden (Nabucco, Anatevka, Die Zauberflöte bei den DomStufen-Festspielen 2011). Für Guy Montavon ist die Oper in Nizza kein unbekanntes Terrain. In den 90er Jahren arbeitete er dort als Assistent des berühmten Opernregisseurs Giancarlo del Die zweite Premiere dieser Jubiläumsspielzeit „10 Jahre Theater Erfurt im Brühl“ liegt hinter uns, mit Evita steht in Kürze die dritte ins Haus. Generalintendant Guy Montavon inszeniert dieser Tage in Nizza, und der Faustpreis 2013, der vergangenes Jahr im Theater Erfurt verliehen wurde, bringt in diesem Jahr die Staatsoper im Berliner Schiller-Theater zum Glänzen. Zu diesen und anderen Themen hat Guy Montavon 10 Antworten … Premiere Don Carlo? Großartiger Spielzeit-Auftakt. Kritikerstimmen? Sind notwendig, sollten aber niemanden beleidigen. Ihre Evita von heute? Malala Yousufzai. Ihre nächste Regiearbeit? Der Freischütz in Nizza. Südfrankreich? Sinnlich, chaotisch, gut ... Bundestagswahl? Prozente fügen Leute zueinander. Theaterpreis Faust? Schon wieder keine ostdeutsche Bühne nominiert. Weihnachten? Stress. Geschenke? Noch stressiger. Vorhaben 2014? Abnehmen und ein volles Haus wie jedes Jahr!

Herzlichen Glückwunsch! Die Gewinner des 1. Preises unseres Jubiläumsgewinnspiels anlässlich des 10-jährigen Bestehens des Opernhauses im Brühl sind Beate und Mario Heller aus Waltershausen (Prospekt Sept./Okt 2013). Familie Heller wird am 17. November bei der Premiere von Guy Montavons Freischütz in Nizza live dabei sein. Der Preis beinhaltet Flug, Übernachtung sowie Premiereneintritt.

Monaco. Als Regisseur kehrt Montavon nun nach Nizza zurück, engagiert von Marc Adam, dem Intendanten des dortigen Opernhauses seit 2012. „Wir bringen in Nizza die Rezitativ-Fassung des Freischütz von Hector Berlioz in französischer Sprache auf die Bühne. Das wird sehr spannend! Mit Philippe Auguin haben wir außerdem einen Weltstar am Dirigentenpult,“ freut sich Erfurts Generalintendant auf die Arbeit an der Côte d’Azur. Neben Peter Sykora wird Guy Montavon dort erneut auch mit der Sopranistin Claudia Sorokina zusammenarbeiten, die am Theater Erfurt erstmals als „Isabelle“ in Meyerbeers Robert le Diable (Spielzeit 2011/12) begeisterte und als „Giselda“ in Giuseppe Verdis Die Lombarden 2012 bei den DomStufen-Festspielen zu erleben war.

Guy Montavons Arbeitsplatz auf Zeit: die Opéra de Nice, ein prachtvolles, mondänes Gebäude inmitten der Altstadt von Nizza.

Kulturpass

Persönlichkeitsentwicklung durch kulturelle Bildung Kulturelle Bildung macht kompetent! ist ein Projekt der Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung (LKJ) Thüringen e. V. und des Thüringer Ministeriums für Bildung und Kultur, das kulturelles Engagement fördert und belohnt. Es geht darum, Schüler darin auszubilden, Kunst zu erleben, zu genießen, mit ihr umzugehen und selbst zu gestalten. Mit dem KULTURpass Thüringen können Kinder und Jugendliche u. a. den Besuch von Theatern, Konzerten, Museen dokumentieren. Für zehn Stempel erhalten sie neben einem Zertifikat sowie einem positiven Vermerk im Schulzeugnis wichtige soziale Kompetenzen, die Bewerbungen für einen Ausbildungs-, Studien- oder Arbeitsplatz entscheidend beeinflussen. Am 2. Juli 2013 zeichnete das Theater Erfurt feierlich 80 Kinder und Jugendliche

mit den Kulturzertifikaten „Kulturpass“ und „Thüringen-Zertifikat Kultur“ aus. Neben dem Zertifikat hatten die Kinder und Jugendlichen außerdem die Möglichkeit, die

Hauptrobe von Turandot auf den Erfurter Domstufen zu besuchen. Der Kulturpass ist an der Theaterkasse oder bei der LKJ Thüringen e. V. erhältlich.

www.lkjthueringen.de

DomStufen-Festspiele 2014

Sänger-Casting für Rockoper Jedermann Angereist aus Hamburg, Berlin, München oder Wien, hatten 30 junge Frauen und Männer im Theater Erfurt Anfang Oktober nur ein Ziel: Sie wollten für die Rockoper Jedermann engagiert werden. An zwei Tagen sangen, sprachen und tanzten die aus rund 400 Bewerbern Auserwählten im Theater Erfurt für 5 Hauptrollen vor: „Jedermann“, „Mutter“, „Werke“, „Mammon“, „Liebste“. Einzig die Rolle des „Todes“ hatten Theaterautor Peter Lund und Komponist Wolfgang Böhmer in einem Casting zuvor bereits besetzt. „Hier sind zum Teil sehr erfahrene Musical-Darsteller am Start mit ganz tollen Stimmen und großer Bühnenpräsenz. Wir wollen für Jedermann natürlich nur die Besten nach Erfurt holen, also muss der ganze Auftritt berühren und ins Herz gehen,“ beschreibt Peter Lund die schwierige Aufgabe der Jury, die sich in diesen Tagen endgültig entscheiden will und die Rollen vergeben haben möchte. In rund neun Monaten, am 10. Juli 2014, feiert die Uraufführung der Rockoper auf den Erfurter Domstufen Premiere. Die mu-

sikalische Neuinterpretation des weltberühmten Theaterstücks von Hugo von Hofmannsthal ist ein Gemeinschaftswerk des Theaterautors Peter Lund und des Komponisten Wolfgang Böhmer.

Das Regie- und Juryteam von Jedermann (v.l.n.r.): Peter Lund (Regisseur), Götz Hellriegel (Choreograf) und Wolfgang Böhmer (Komponist)

Auch Tanzen war beim Casting gefragt. Nach einer kurzen Probe mit Choreograf Götz Hellriegel waren die Bewerber wieder auf sich allein gestellt und gaben vor den Augen der Jury alles.

Der erste Eindruck zählt: Sänger Vivian Lüdorf wurde beim Vorsingen von Repetitor Juri Lebedev am Klavier begleitet.


Premiere 3

Musical

Wein’ nicht um mich, Argentinien … Andrew Lloyd Webber und Tim Rice – Evita Der Plot Andrew Lloyd Webber und Tim Rice zeichnen in Rückblenden, beginnend mit der Nachricht vom Tode Evitas am 26. Juli 1952, zentrale Lebensstationen der aus einfachen Verhältnissen stammenden Eva Duarte de Perón nach. Als uneheliches Kind in einem kleinen argentinischen Dorf geboren, schließt sie sich in jungen Jahren dem Barsänger Magaldi an und zieht mit ihm nach Buenos Aires. Dort arbeitet sie als Sängerin und erhält sogar kleinere Filmrollen, bevor sie schließlich an der Seite des Diktators Juan Perón zur First Lady Argentiniens aufsteigt. Von den Armen wird sie für ihr soziales Engagement wie eine Heilige verehrt, ihr früher Tod erschüttert das ganze Land. – Als kritischer Kommentator, der in Evita im Gegensatz zur breiten Masse nur eine von Macht und Ehrgeiz Besessene sieht, führt „Che“ – in Anspielung auf den Revolutionär Che Guevara – durch die Geschichte. Der Mythos Eva Perón zählt zu den bekanntesten und gleichzeitig umstrittensten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Schon zu Lebzeiten eine Legende, wird sie nach ihrem Krebstod im Jahr 1952 vollends zum Mythos, ihr Leichnam findet sogar erst nach einer zwanzigjährigen Odyssee die letzte Ruhestätte auf dem Friedhof La Recoleta in Buenos Aires, „hinter drei Stahlplatten in einer mehrere Meter tiefen Gruft. Noch heute suchen jeden Tag Verehrer das Grab auf, legen Blumen und Heiligenbildchen für die Angebetete nieder“, so der Spiegel 1995 in einem Bericht über den Totenkult um die „Santa Evita“. Doch der schöne Schein vom „Engel der Armen“ strahlt von Anfang an nicht ungetrübt, Kritiker halten Evita den durch wechselnde Liebschaften erkauften Aufstieg, die Verfolgung von politischen Gegnern und ihre undurchsichtige Rolle in der Peronistischen Partei vor. Selbst ihre unbestreitbaren Erfolge, wie die Einführung des Frauenwahlrechts in Argentinien, können bisweilen nicht aus den Schattenseiten ihrer Karriere heraustreten. Allzu leicht übersehen wird jedoch die Persönlichkeitsstruktur der Eva Perón: Dabei zeigen die biografischen Zeugnisse und die erhaltenen Bild- und Filmdokumente vielmehr eine Frau, die von Kindesbeinen an darauf getrimmt war, das jeweils Richtige – oder auch nur das zum Überleben Notwendige – in den entscheidenden Augenblicken des Lebens zu tun. Gleichwohl hat sie es meisterhaft verstanden, ihr wahres Ich, ihr Innenleben hermetisch abzuschotten und sich in jeder Situation neu zu erfinden, um dabei gleichzeitig immer wieder in Widerspruch mit sich selbst und ihrer Umgebung zu geraten. Der „Wechsel von der zarten Lockenpracht zur festen Einschlagfrisur“ spricht in diesem Zusammenhang ebenso „Bände“, so die Evita-

Biographin Alicia Dujovne Ortiz, wie die Verschiebung ihres Geburtsjahres von 1919 auf das Jahr 1922: „Evita besaß alle Eigenschaften außer der, die Wahrheit zu sagen.“ Vor dem Hintergrund der gleichermaßen verwickelten wie schillernden Lebensgeschichte der Eva Perón erweist es sich als besonderer dramaturgischer Kunstgriff, wenn Andrew Lloyd Webber und Tim Rice in ihrem Musical mit Che Guevara einem mindestens ebenso umstrittenen männlichen Mythos des 20. Jahrhunderts die Rolle des moralischen Richters zuweisen! Eine große Frau „Alles in allem: War Evita gut oder schlecht? Überlassen wir die Antwort auf diese schwierige Frage einem berühmten Franzosen und unparteiischen Beobachter. Pierre Mendès France, der Evita während ihres Frankreichbesuchs kennenlernte, meinte beim Abschied über sie: ‚Ich habe soeben eine große Frau kennengelernt‘. […] Größe widersetzt sich einer simplen Auflistung. Größe ist eine schwer fassliche Aura, die die Person umgibt, mal wie ein Lichterkranz, mal wie ein tragischer Schatten, eine Anziehungskraft jenseits aller aufzählbaren Tugenden und Fehler. […] Die Presse, das Fernsehen, das Theater, der Film und die Literatur interessierten sich weltweit für sie. Hat Argentinien Evita für immer vergessen? Selbst in Argentinien, wo ihr Stern verblasst wie der Himmel nach einem zu starken Morgenrot, gibt es Anzeichen für Evitas Rückkehr. Der Wunsch, den sie […] in einer Madrider Nacht gestand, ist in Erfüllung gegangen. Sie ist in die Geschichte eingegangen.“ (Alicia Dujovne Ortiz: Evita Perón) Das Musical Evita zählt zu den international meist gespielten Musicals und wurde u. a. 1980 mit sieben Tony-Awards ausgezeichnet. Andrew Lloyd Webber und sein Textdichter Tim Rice hatten bereits 1971 mit Jesus Christ Superstar einen Sensationserfolg gelandet, an den vor allem Lloyd Webber nun mit Evita anknüpfen konnte – nach dem zwischenzeitlichen Flop seines vierten Musicals By Jeeves (1975). Schon vor der Uraufführung im Londoner Prince Edward Theatre am 21. Juni 1978 wurde der Song „Don’t cry for me, Argentina“, den Lloyd Webber bereits 1976 im Zuge der Studioproduktion des Musicals aufgenommen hatte, zu einem Welthit. Im September 1979, nach 3.000 Vorstellungen am Londoner Westend, gelangte das Musical an den Broadway, wo Evita in der Originalproduktion von Harold Prince mehr als 1.500 Mal über die Bühne ging – und seit 2012 in einer Neuauflage weiterhin begeistert gefeiert wird! Nach der Deutschen Erstaufführung am 20. Januar 1981 – bezeichnenderweise derselbe

Marisca Mulder ist die Erfurter Evita – hier beobachtet bei der Probe mit Mitgliedern des Tanzensembles der Produktion und dem Opernchor des Theaters Erfurt.

Vorbereitung: Professionelles Tanzcasting im Ballettsaal des Theaters Erfurt

Tag, an dem Ronald Reagan als 40. USPräsident vereidigt wurde – im Theater an der Wien eroberte Evita rasch auch die bundesdeutsche Theaterlandschaft. In Erfurt war Evita zuletzt in der Saison 1993/94 in der Alten Oper in der Regie von Joachim Franke zu erleben. Mit der Neuproduktion in der Jubiläumsspielzeit 2013/14 gibt nun Regisseurin Nicole Claudia Weber, die bereits in mehreren Evita-Produktionen als Darstellerin auf der Bühne gestanden hat, ihr Debüt am Theater Erfurt. Für den spektakulären Bühnenraum zeichnen Judith Leikauf und Karl Fehringer verantwortlich, die ebenfalls zum ersten Mal in Erfurt zu Gast sind, die zeithistorischen Kostüme werden von Silvia Fritz entworfen. Näheres über Nicole Claudia Weber und ihren Produktions-Choregrafen Cedric Lee Bradley erfahren Sie in unserer neuen Rubrik „Beim Frühstück mit …“ auf Seite 10 dieser Ausgabe!

Evita Musical Gesangstexte von Tim Rice Musik von Andrew Lloyd Webber Inszenierung der Originalproduktion von Harold Prince Deutsch von Michael Kunze UA London 1978

Tänzer Yvonne Braschke, Marta Di Giulio, Carolin Schönemann, Carla Weissmann, Wei Ken Liao, Daniel Bradford, Vanni Viscusi, Thomas Zigon

Mus. Leitung Inszenierung Bühne Kostüme Choreografie

Premiere Sa, 9. November 2013, 19.30 Uhr, Großes Haus

Francesco Bottigliero Nicole Claudia Weber Judith Leikauf und Karl Fehringer Silvia Fritz Cedric Lee Bradley

Philharmonisches Orchester Erfurt Opernchor des Theaters Erfurt Statisterie

Weitere Aufführungen: So, 17.11. | So, 24.11. | Mi, 04.12. | Sa, 07.12. | Sa, 14.12. | Di, 31.12.2013 |

Eva Perón („Evita“) Marisca Mulder Che Máté Sólyom-Nagy Perón Juri Batukov Magaldi Jörg Rathmann Mistress Anja Elz Sprecher Reinhard Friedrich

Fr, 03.01. | Fr, 17.01. | So, 26.01. | Sa, 15.03. | Sa, 17.05.2014 Karten ab 27 EUR

gefördert von


Premiere 4

Oper

Kleidertausch und Traumprinz Gioachino Rossini – Aschenputtel (La Cenerentola) Inhalt Don Magnifico lebt mit seinen Töchtern Clorinda und Tisbe und seiner ungeliebten Stieftochter Angelina, genannt „Cenerentola“, zu deutsch Aschenputtel. Prinz Ramiro erscheint auf Brautsuche und als Diener verkleidet im Hause Magnificos. Sein Diener Dandini dagegen gibt sich als Fürst aus und lädt die Familie auf das Schloss ein. Aschenputtel aber soll zu Hause bleiben. Auf dem Schloss angekommen, umschwirren Clorinda und Tisbe den vermeintlichen Prinzen. Da erscheint Aschenputtel als festlich gekleidete, schöne Unbekannte. Sie ist dem angeblichen Diener sehr zugetan, verlangt aber von ihm, sie in ihrer täglichen Umgebung zu suchen und zu finden. Als Wiedererkennungszeichen gibt sie ihm einen Armreif. Don Magnifico muss nun erfahren, dass Clorinda und Tisbe um den Falschen geworben haben. In der Nacht suchen Dandini und Ramiro unter dem Vorwand eines Wagenunfalls in Don Magnificos Haus Zuflucht. Don Ramiro erkennt das Armband an Aschenputtels Hand und hält um ihre Hand an.

Aschenputtel (La Cenerentola) Oper in zwei Akten von Gioachino Rossini Text von Jacopo Ferretti UA Rom 1817 In italienischer Sprache mit Übertiteln Musikalische Leitung Samuel Bächli Inszenierung Lynne Hockney Bühne Benoit Dugardyn Kostüme Giovanna Fiorentini Angelina Don Ramiro Dandini Don Magnifico Clorinda Tisbe Alidoro

Mireille Lebel Uwe Stickert Florian Götz Gregor Loebel Julia Neumann Katja Bildt Vazgen Ghazaryan

Philharmonisches Orchester Erfurt Herrenchor des Theaters Erfurt Premiere: Sa, 21. Dezember 2013, 19.30 Uhr, Großes Haus Weitere Aufführungen: 29.12.2013 – 07.02.2014 Bühnenbildmodell

Karten ab 21 EUR

Nachgefragt bei Samuel Bächli Aschenputtel klingt nach Grimms Märchen – Ist das denn wirklich eine Märchenoper? Es ist natürlich eine Märchenoper. Die Geschichte wird weitgehend so erzählt, wie wir sie aus dem Märchenbuch kennen. Das bedeutet aber nicht, dass Rossini so romantisch komponiert hat wie z. B. Humperdinck für Hänsel und Gretel. Rossinis Blick auf die Figuren ist realistischer und auch gnadenloser. Die traurige Situation Aschenputtels und die giftige Atmosphäre im Hause Don Magnificos wird sehr realistisch ausgeleuchtet. Durch diesen Realismus, z. B. in der Charakterisierung der beiden „bösen“ Stiefschwestern, entsteht dann eine Komik, die es so im Märchen nicht gibt. Außerdem kommt in der Oper ein weiteres komisches Motiv hinzu, der Kleidertausch zwischen dem Prinzen Ramiro und seinem Diener Dandini. Über die Komik hinaus bot diese Konstellation auch die Möglichkeit, einen Prinzen satirisch zu karikieren, denn einen Adligen konnte man Anfang des 19. Jahrhunderts auf der Bühne wohl nur lächerlich machen, wenn er nicht echt war. Stimmt es, dass es in dieser Oper keine gute Fee und keine Stiefmutter gibt? Das stimmt, doch an die Stelle der Fee tritt Alidoro, der weise Erzieher des Prinzen. Der ist auf der Suche nach einer Braut für seinen Schützling als Bettler verkleidet im Lande unterwegs. Als er Angelina – so heißt nämlich Aschenputtel mit richtigem Namen – trifft und ihr gutes

Herz erkennt, setzt er alles daran, dass sie den Prinzen kennenlernen kann und seine Braut wird. Vielleicht waren Rossini die zwei keifenden Stiefschwestern genug, und er verzichtete auf die Stiefmutter als dritte „böse“ Sängerin. Stattdessen hat der Vater, Don Magnifico, die Bosheit der Stiefmutter übertragen bekommen. Das passt so schön in die Tradition der komischen italienischen Oper, in der immer ein komischer Alter als mehr oder weniger liebenswerter Vollidiot vorkommt. Im Ensemble fügen sich dann die gackernden Frauenstimmen mit der tiefen Stimme des Bass-Buffo sehr reizvoll und komödiantisch zusammen. Wir kündigen die Aufführungen als Aschenputtel an, Opernfreunden ist das Werk eher als La Cenerentola bekannt. In welcher Sprache wird bei uns gesungen? In Rossinis Oper ist das Element des Belcanto, des italienischen „Schöngesangs“, sehr wichtig. Die Hauptfiguren haben halsbrecherisch virtuose Partien zu singen, was auf Deutsch kaum möglich wäre. Zudem haben wir mit Mireille Lebel und Uwe Stickert zwei hochkarätige Belcanto-Sänger als Aschenputtel und Prinz besetzt, so dass wir die italienische Originalsprache gewählt haben. Gerade aber, weil die Geschichte einfach und bekannt ist, bin ich sicher, dass man der Aufführung problemlos folgen kann. Und Übertitel gibt es schließlich auch noch. Rossinis Aschenputtel ist demnach eine Oper für alle?

Ja sicher. Kinder und Erwachsene werden das Märchen wiedererkennen und zugleich über unerwartete raffinierte Bühneneffekte staunen können. Welches sind für Sie die Höhepunkte und Lieblingsstellen dieser Oper? Ich halte Aschenputtel für Rossinis beste Oper. Anders als z. B. im Barbier von Sevilla liegt der Schwerpunkt nicht auf den Arien, sondern auf den grandiosen Ensembleszenen. Dies sind meine Lieblingsstellen und sie werden bestimmt die Höhepunkte der Aufführung sein. Wird denn die Inszenierung auch märchenhaft werden? Die Regisseurin Lynn Hockney wird uns in die Welt des Barocktheaters mit seiner Kulissenbühne und mit seinen magischen Verwandlungen entführen. Im Vordergrund wird die Theaterillusion stehen, weniger das realistische Abbild von Wirklichkeit.

Kostproben Matinee So, 8. Dezember 2013, 11 Uhr, Großes Haus, Eintritt frei Rang frei! Der exklusive Probenbesuch Di, 17. Dezember 2013, 18.30 Uhr, Treffpunkt Studioeingang Achtung: 99 Zählkarten am Studioeingang ab 17.30 Uhr.

Figurinen der Angelina und Dandini

Lynne Hockney, Regisseurin Die britische Choreografin Lynne Hockney wurde an der Royal Ballet School ausgebildet. Ihre Karriere umfasst Arbeiten für Oper, Theater, Film und Fernsehen, hauptsächlichen in Großbritannien und den USA‚ wo sie mit Regisseuren wie James Cameron‚ Arnold Schwarzenegger und Sir Peter Hall zusammenarbeitete. Darüber hinaus wirkte sie an zahlreichen internationalen Filmproduktionen mit, darunter so erfolgreichen wie Titanic. Jüngste und zukünftige Engagements beinhalten La Cenerentola (Glyndebourne und Berlin)‚ Der Rosenkavalier (Bolshoi Theater‚ Moskau)‚ La traviata (Magdeburg)‚ Tschaikowskys Iolanta und Francesca da Rimini, Glucks Orfeo ed Euridice am Theater an der Wien‚ Otello (Graz), Jenufa (Glyndebourne und Malmö) sowie Eugen Onegin (Grange Park Opera und in Lyon). Regelmäßig arbeitet sie dabei mit Regisseur Stephen Lawless zusammen, so auch in der vergangenen Spielzeit am Theater Erfurt bei Julius Caesar.


Repertoire 5

Wieder

im

Programm

Freuen Sie sich auf unsere Publikumslieblinge!

Anatevka Der Fiedler auf dem Dach steht symbolhaft für das Milieu des russischen Dörfchens Anatevka. Hier lebt Tewje, der Milchmann, der gleich fünf Töchter gut verheiratet wissen möchte. Sein „Wenn ich einmal reich wär“ bleibt ein schöner Traum. Das Musical Fiddler on the roof, wie es im Original heißt, gehört zu den Klassikern des Genres und ist zugleich eines der eindringlichsten Werke des Musiktheaters, eine Gratwanderung zwischen Komik und Tragik, zwischen jüdischem Witz und zu Herzen gehender Traurigkeit. Nächste Vorstellungen: Sa, 02.11.2013 | Sa, 11.01. | Sa, 18.01. | Fr, 31.01. | So, 09.03. | Fr, 04.04. | Sa, 03.05. | Fr, 06.06.2014, Großes Haus Karten ab 21 EUR

Jetzt

carmen Auch in der Jubiläumssaison verdreht die feurige Zigeunerin Carmen dem Soldaten Don José den Kopf. Georges Bizet hat den hochexplosiven Plot nach der Novelle von Prosper Mérimée in einer spektakulären Partitur eingefangen und darin ein glutvolles Panorama Andalusiens entfaltet. – Mit Ovationen feierte das Publikum im vergangenen Herbst seine Erfurter Carmen, auch das Presseecho spiegelt diese Begeisterung wider: „Regisseur Bernard Uzan erfüllte zusammen mit Hank Irwin Kittel (Ausstattung) farbenprächtige Träume einer spanischen Nacht.“ (Julia Stadter, Thüringische Landeszeitung)

Hänsel und Gretel Die „dienstälteste“ Inszenierung des Theaters Erfurt steht in der Adventszeit wieder auf dem Spielplan. Ganz traditionell, in Dekorationen und Kostümen nach Vorlagen aus dem 19. Jahrhundert, klingt Humperdincks Märchenoper besonders stimmungsvoll. „Brüderchen, komm tanz mit mir“ singt Gretel zu Beginn, und beim „Abendsegen“ sind die beiden Kinder von Engeln behütet. Spätestens aber beim „Hexenritt“ wird es für Hänsel und Gretel brenzlig, doch sie können die Knusperhexe überlisten und nicht nur sich, sondern auch den Chor der Lebkuchenkinder befreien.

Nächste Vorstellungen: Fr, 27.12.2013 | Sa, 08.03.2014, Großes Haus

Nächste Vorstellungen: Sa, 30.11. | Fr, 13.12. | Do, 26.12.2013 | So, 19.01.2014, Großes Haus

Nächste Vorstellungen: Fr, 22.11. | So, 01.12. | So, 15.12. | Mo, 16.12. | Sa, 28.12.2013, Großes Haus

Karten ab 21 EUR

Karten ab 24 EUR

Karten ab 7 EUR

Gräfin Mariza Ein stolzer, aber verarmter Graf trifft auf eine ebenso stolze, aber steinreiche Gräfin, die sich vor ihren vielen Verehrern in eine Schein-Verlobung flüchtet. Das Glück scheint so nah, doch es braucht mehr als nur ein Csárdáslied, bis sich die richtigen Paare gefunden haben. In der Erfolgsoperette des Ungarn Emmerich Kálmán erklingen schwungvolle Walzer, ein sehnsüchtiger Csárdás und flotte Foxtrotts, doch es gibt auch Momente großer Gefühle und zarter Melancholie. Die Inszenierung von Guy Montavon in der opulenten Ausstattung von Hartmut Schörghofer war einer der Publikumshits der vergangenen Saison.

Die schatzinsel Nach Robert Stevensons gleichnamigem Kult-Roman entstand diese Oper, die sich vor allem an ein junges Publikum richtet. Eine geheimnisvolle Schatzkarte führt Jim Hawkins auf eine abgelegene Insel, doch auch eine Piratenbande hat es auf den Schatz abgesehen. Die aufwändige Inszenierung auf der Großen Bühne entführt den Zuschauer zunächst in eine Seemannskneipe, nimmt ihn dann mit an Bord, wo er einen äußerst bedrohlichen Seesturm miterlebt, um schließlich auf der exotischen Schatzinsel zu landen. Die TLZ stellte anerkennend fest: „Frank Schwemmers Schatzinsel begeistert Jung und Alt.“

Nächste Vorstellungen: Fr, 29.11.2013 | Fr, 10.01. | Sa, 01.02.2014, Großes Haus Karten ab 24 EUR

downloaden!

Sie können nicht genug von Theater bekommen?

App ins Theater! Nachdem die App des Theaters Erfurt – übrigens deutschlandweit die erste Theater-App auf dem Markt – erfolgreich Thüringer iPhones erobert hat, ist nun endlich auch die sehnsüchtig erwartete Android-Version erhältlich. Die App bietet alles, was das Theaterherz begehrt: neben künstlerischen Highlights des Hauses und dem detaillierten Spielplan in den verschiedenen Spielstätten erfährt der Nutzer auch alles über die DomStufen-Festspiele in Erfurt sowie

über das Theater selbst. Die App bietet außerdem die Funktion, Aufführungstermine mit dem Smartphone-Kalender zu synchronisieren und seine Tickets aus der App heraus zu bestellen. In der Mediathek stehen Videos und Fotos vom Gebäude und den Aufführungen zur Verfügung. Die App ist kostenfrei im App-Store für iOS sowie bei Google Play für Android erhältlich. Herunterladen: itunes.apple.com oder play.google.com

theatercard www.theater-erfurt.de (   0361 22 33 155 Alle Vorstellungen zum halben preis!* * Einmalig 85 EUR zahlen (55 ermäßigt) – ein Jahr lang beliebig oft zum halben Preis in theatereigene Vorstellungen gehen


Th@ff 6

Theater & Schule

Theater & Schule

Werkstatt für Kinder

Instrumentengruppen stellen sich vor

zur Märchenoper Hänsel und Gretel

Die Streichinstrumente

Die Werkstatt für Kinder richtet sich, je nach Thema, an Kinder im Alter zwischen 7 und 14 Jahren und findet in dieser Spielzeit sechsmal statt. Es gibt Veranstaltungen wochentags für Schulen und an Wochenenden für Familien. Produktionen für Kinder, aber auch Produktionen des Abendspielplanes werden beleuchtet. Vorgestellt werden 2013 /14 Hänsel und Gretel, Märchenoper von Humperdinck, Aschenputtel (La Cenerentola), Oper von Rossini, und Otello, Oper von Verdi. Die Werkstattveranstaltungen sind keine Vorstellungen an sich, sondern entsprechen eher einem Blick hinter die Kulissen. Gemeinsam mit den Kindern „basteln“ wir an den Werken herum. Sänger, Musiker oder Kollegen aus den technischen Bereichen sind unsere Gäste. Es geht um Handlung, Musik, Komponist, Bühnenbild und Kostüm. Je nach Werk

Musical

für

suchen wir Spezifisches, Besonderes. Manchmal wird geschminkt, manchmal gebastelt, manchmal getanzt oder gemeinsam gesungen. Und nebenbei haben auch Eltern oder Großeltern Freude an den Werkstätten. Wer kennt schon die Handlungen aller Werke, weiß über das Werden eines Theaterstückes genau Bescheid? Wir beginnen die Veranstaltungsreihe mit Hänsel und Gretel und hoffen auf viele Kinder, die mit uns die bekannten Lieder aus der Oper singen möchten, den Brüderchen-Schwesterchen-Tanz zeigen oder sich als Hexe schminken lassen wollen. Moderation

Regine Weißenborn

Di, 28.11., 10 Uhr | So, 30.11.2013, 15 Uhr, Orchesterproberaum

Alles was schwingt und klingt! Bei einem Streichinstrument sind es zuerst die Saiten, die mit dem Bogen berührt werden. Musikalisch umrahmt von der Kleinen Nachtmusik von Wolfgang Amadeus Mozart, erzählen Musiker und Moderatorin von den Instrumenten, ihrer Entwicklung und natürlich vom Leben des genialen Musikers. Beim Ausprobieren der Instrumente im Anschluss können die jungen Konzertbesucher erfühlen, wie es ist, wenn man mit der linken Hand den Klang-Körper festhält und mit der rechten den Bogen auf der Saite führt. Annett Kaiser, Stefan Adler, Violine Thomas Leipoldt, Bratsche Carol Werbow-Schier, Violoncello Friedemann Seifert, Kontrabass Moderation

Cornelia Schönherr

Mi, 06.11., 10 Uhr | So, 17.11.2013, 15 Uhr, Orchesterproberaum Weitere Termine: Do, 21. November 2013, 10 Uhr, Die Blechblasinstrumente Sa, 7. Dezember 2013, 15 Uhr, Die Holzblasinstrumente Di, 10. Dezember 2013, 10 Uhr, Die Harfe

Erwachsene 5 EUR, Schüler 2,50 EUR

Kinder

Lachen ist die beste Medizin Peter Blaikner und Konstantin Wecker – Till Eulenspiegel Im diesem turbulenten Musical treibt Till Eulenspiegel seinen Schabernack mit allen, die ihm in die Quere kommen. Die erfolgreiche Inszenierung von den DomStufen-Festspielen für die Kleinen 2013, die insgesamt 5.000 Kinder begeisterte, ist nun auch im Opernhaus zu erleben. Aufführung 12. November 2013, 11 Uhr, Großes Haus Karten ab 7 EUR

O-Ton

Wieder mal öfter ins Theater gehen

Der Weg ist das Ziel Schatzinsel-Projekt der Erfurter Lessingschule März 2013 – ich erhielt wiederholt eine Einladung zu einem Workshop für Lehrer. Diesmal ging es um Die Schatzinsel, Nachspielen einer Projekteinführung für Schüler. Ich bin Lehrerin des Unterrichtsfaches Darstellen und Gestalten an der Lessingschule Erfurt und immer auf der Suche nach guten Ideen und Zusammenarbeit. Diese verbindet mich schon seit vielen Jahren mit dem Theater Erfurt in Person der Theaterpädagogin Regine Weißenborn. Von dem Einführungsworkshop und ersten Absprachen betreffs Arbeitsinhalten, Möglichkeiten und Wünschen beflügelt, stellte ich meinen Schülern, dem Kurs DG Klasse 9, meinen Vorschlag, sich einige Wochen mit der Oper Die Schatzinsel zu befassen, vor. Begeistert nahmen die Schüler/innen den Projektvorschlag auf. Als Projektprodukt wählte der Kurs das Spielen einer Szene aus der Schatzinsel. Bei einem Probenbe-

such und einem Blick hinter die Kulissen waren die Schüler ganz nah am Theatergeschehen und begeistert! Sie befassten sich mit dem Buch, Filmen und dem Libretto der Oper und waren gespannt auf die Umsetzung. Für einige war der Vorstellungsbesuch die erste Begegnung mit einer Oper. Sie empfanden die Aufführung als kurzweilig, spannend und motivierend für ihr Projekt. Nun heißt es, selbst in Rollen zu schlüpfen, Arbeiten am Bühnenbild, an Requisiten und Kostümen. Gefragt sind jetzt Kreativität und Engagement des DG-Kurses. Werden wir es schaffen, einen Teil der Schatzinsel so umzusetzen, dass wir ihn vor Publikum aufführen können? Das ist unser Ziel, aber manchmal ist auch der Weg das Ziel!

Silke Jung FL-Kurs DG der Lessingschule Erfurt

young generation ngen u l l e t s r abo 5 Vo * 7,– Euro Gefördert von:

Junior theater card

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en g n u l l e t s alle Vor ,– Euro** für 10

www.theater-erfurt.de * 5 Vorstellungen nach Wahl im Großen Haus ** Einmal 30,– Euro zahlen, beliebig oft für 10,– Euro ins Theater gehen Beides gilt für Schüler, Studenten, Azubis bis 27 Jahre in der Spielzeit 2013 / 14, aber leider nicht für Gastspiele, die DomStufen-Festspiele in Erfurt und Sonderveranstaltungen.


Festtage

am

Theater 7

Schauspiel

Unser Weihnachtsmärchen: Rumpelstilzchen Märchen von Max Geuthner nach den Gebrüdern Grimm Der königliche Sekretär Seibot übervorteilt die empörten Markthändler, indem er ihnen schamlos ihre Waren abpresst. Nur der Müller bleibt gleichmütig. Als Seibot aber über seine Tochter Lena herzieht, lässt er sich zu der Behauptung hinreißen, dass Lenas flinke Hände selbst Stroh zu Gold verwandeln könnten. Da der junge König Ulrich von Reichenstein große Geldsorgen hat, befiehlt er die Müllerstochter zu sich, damit sie dieses Wunder vollbringe. Weinend und ratlos sitzt sie nun in einer Kammer seines Schlosses. Aus ihrer Verzweiflung rettet sie das Rumpelstilzchen. Natürlich ist die Hilfe des rätselhaften Männchens nicht uneigennützig. Nachdem es zum dritten Mal Stroh zu Gold versponnen hat, nennt es einen sehr hohen Preis. Der König hat versprochen, Lena zur Frau zu nehmen, deshalb fordert Rumpelstilzchen nichts weniger als ihr erstes Kind. Als der selt-

Jahreswechsel

am

same Kobold plötzlich neben der Wiege des kleinen Prinzen steht und seinen Lohn einfordert, ist die Not groß. Das Flehen der jungen Königin erhörend, gibt Rumpelstilzchen ihr noch drei Tage Zeit seinen Namen zu erraten, wohl wissend, dass seit tausend Jahren niemand mehr diesen Namen erfahren hat. Max Geuthners spannende und unterhaltsame Fassung verdeutlicht auf spielerische Weise, dass Geld oder Gold langfristig nicht glücklich machen können. Das geheimnisvolle Rumpelstilzchen trägt bei ihm auch nicht nur dämonische Züge. Es weiß um den Reichtum emotionaler Werte, wenn es sagt: „So ein Menschlein ist mir lieber als alle Schätze dieser Welt“. Inszenierung Ausstattung

Volkmar Mehlhose, der Müller Reinhard Friedrich Lena, die Müllerstochter / Bierbrauer Judith Mauthe Ulrich von Reichenstein, der junge König / Korbflechter Arno Sudermann Seibot, Sekretär des Königs Wolfgang Kaiser Rumpelstilzchen / Bäckerin Maria-Elisabeth Wey Premiere Do, 14.11.2013, 10 Uhr, Studio Aufführungen für Familien Sa, 16.11. | Sa, 23.11. | Sa, 30.11. | So, 01.12. | So, 08.12. | Sa, 14.12. | So, 15.12. | Sa, 21.12. | So 22.12. I Mi, 25.12. | Do, 26.12.2013, Studio

Anne Keßler Norman Heinrich Karten ab 7 EUR

Theater Erfurt

Ein Feuerwerk für die Ohren

Wünschen Sie Ihren Mitarbeitern ein frohes Fest

Neben unseren Vorstellungen zur Weihnachtszeit, die einen einzigartigen Tag für die ganze Familie versprechen, möchten wir Sie an Silvester mit unseren Aufführungen in das neue Jahr begleiten. Der Musical-Klassiker Evita von Andrew Lloyd Webber und Tim Rice, vor allem berühmt durch seinen Welthit „Don’t cry for me Argentina“, wird am 31. Dezember um 14 Uhr und 18 Uhr gegeben. Wer es etwas ruhiger mag, dem schicken wir eine Einladung zum Taubenvergiften – Alexander Morandini präsentiert in entspannter Salonatmosphäre Chansons und Monologe von Georg Kreisler, um 17 und 20 Uhr im Studio. Wir wünschen einen guten Rutsch!

Viele Unternehmen möchten ihren Mitarbeitern für ihre Unterstützung und ihr Engagement besonders zur Weihnachtszeit einmal Danke sagen. Warum nicht mit einer Einladung zu einem Theaterbesuch? Das Firmenabonnement ist genau das Richtige, damit machen Sie jeden Mitarbeiter glücklich! Es richtet sich an Unternehmen und bietet die Möglichkeit, zu einem günstigen Preis ein Abonnement zu erwerben. Es kann ab sechs Anrechten pro Spielzeit, für mindestens vier theatereigene Veranstaltungen zum Vorzugspreis gebucht werden. Sitzplätze und Platzgruppen sind frei wählbar. Ein Abendessen im Theaterrestaurant 1894 mit einer professionellen Einführung in das Stück durch unsere Dramaturgen rundet Ihren Abend ab. Informationen erhalten Sie unter 0361 2233102.

Alexander Morandini

Handliches Geschenk gesucht?

Weihnachtspäckchen für UNICEF

Weihnachten steht vor der Tür, und Sie möchten Ihren Liebsten eine besondere Freude bereiten? Mit einem Gutschein des Theaters Erfurt verschenken Sie einmaligen Kunstgenuss, ohne sich auf eine Vorstellung festlegen zu müssen. Wählen Sie bequem aus unserem großen Angebot leidenschaftlicher Opern, beflügelnder Konzerte oder faszinierendem Schauspiel. Gutscheine erhalten Sie zu einem frei wählbaren Betrag ab 10 Euro.

Glück ist das einzige, das sich verdoppelt, wenn man es teilt. Die Weihnachtspäckchen des Theaters Erfurt lösen dieses Versprechen im mehrfachen Sinne ein – zur Wahl stehen drei Pakete á drei Vorstellungen zum Sonderpreis von je 53 Euro. Mit dem Weihnachtspäckchen sorgen Sie nicht nur für Freude unterm Weih-

nachtsbaum, sondern können gleichzeitig Kindern in Not in über 150 Ländern der Welt helfen. Pro verkauftes Päckchen gehen 5 Euro als Spende an UNICEF. Das Kinderhilfswerk setzt sich dafür ein, die Welt zu einem besseren Ort für Kinder zu machen. Mit Ihrer Spende helfen Sie UNICEF, Kindern zu helfen!

Informationen: 0361 22 33 152 | www.theater-erfurt.de

Paket 1: 31.01.2014 Anatevka 08.03.2014 Die Schatzinsel 05.04.2014 Joseph Süß

Paket 2: 01.02.2014 Gräfin Mariza 30.03.2014 Joseph Süß 27.04.2014 Eugen Onegin

Paket 3: 02.02.2014 Aschenputtel 07.03.2014 Don Carlo 25.04.2014 Boris Godunow

R

53 EU

5 EUR Spende für

Besucherservice Theater Erfurt Martinsgasse, 99084 Erfurt 0361  22  33  155 | www.theater-erfurt.de Besucherservice in der Erfurt Tourist Information Benediktsplatz 1, 99084 Erfurt


Gastspiele 8

Chanson

Spiel der Geschlechter „Ach, die erste Liebe ...“ – Wolf Biermann & Pamela Biermann Den Biermann und seine Lieder zur Gitarre – das kennt man. Aber Biermann im Konzert mit seiner Frau Pamela – das ist eine ganz andere Nummer! Der Dichter und seine Muse singen Lieder aus mancher Welt, poetische Kostbarkeiten, die Biermann im Laufe der letzten 50 Jahre in sein singbares Deutsch gebracht hat. Die meisten Lieder erzählen vom Spiel der Geschlechter im Frieden wie im Krieg. Und etliche Songs und Chansons handeln auch vom Krieg im Spiel der

Geschlechter, so wie Bulat Okudshavas „Ach, die erste Liebe ...“, der Titelsong des Abends. „Biermann trägt das in seinem bekannten Stil vor, (…) hier kommt die ostdeutsche Tradition hervor, der Biermann klanglich eine Ausnahmestellung verleiht. Stimmlich ist der 76-Jährige bestens drauf. Was aber den Abend veredelt, ist das Mitwirken seiner Frau Pamela. Sie, die Autodidaktin, was das Singen anbelangt, gibt dem Abend Würze und Überraschungen.

Wenn sie mit ihrer kräftigen, zwischen Alt und Mezzosopran angesiedelten Stimme singt, dann bekommen viele Lieder noch einmal eine ganz andere Färbung.“ (Armin Bauer, Ludwigsburger Kreiszeitung) Einmalige Aufführung Di, 19. November 2013, 20 Uhr, Großes Haus Karten ab 21 EUR

Schauspiel

Englischsprachige Gastspiele The American Drama Group Europe (ADGE) and TNT Theatre Britain Peter Pan nach James Matthew Barrie

A Christmas Carol nach Charles Dickens

Peter Pan lebt mit den verlorenen Jungs (elternlose Kinder) auf der Insel Neverland, die mit ihren zahlreichen Wundern die Fantasie beflügelt. Trotzdem ist das Leben dort kein Paradies, denn es gibt Piraten und deren Anführer Käpt’n Hook, der sich an Peter rächen will. Von einem Ausflug nach London nimmt er Wendy und ihre Brüder John und Michael mit nach Neverland. Unheimliche Situationen und große Abenteuer erleben die Darling-Kinder, bis sie so großes Heimweh verspüren, dass Peter sie und die verlorenen Jungs zurückbringt.

„Humbug“, entgegnet der engstirnige, geizige Geschäftsmann Ebenezer Scrooge auf die frohen Weihnachtswünsche seines Angestellten Bob Cratchit. Nach Feierabend tritt er den Heimweg in sein kaltes leer stehendes Haus an, ohne Notiz von den Leuten zu nehmen, die voll Vorfreude die letzten Vorbereitungen für den Heiligen Abend treffen. Als er seine Tür öffnet, glaubt er plötzlich das Gesicht seines toten Geschäftspartners Marley zu sehen. „Humbug“ denkt er. Doch an diesem Weihnachtsabend wird er eines Besseren belehrt. Nacheinander wird er von den Geistern der vergangenen, der

Vor reichlich einhundert Jahren sorgte der Junge, der niemals erwachsen werden wollte, für Furore. Der schottische Schriftsteller Sir James Matthew Barrie wollte jedoch kein Kinderbuch schreiben, ihm war eine Würdigung des Kindseins wichtig und die Botschaft, Kindern eine gewisse Verantwortung zuzutrauen, aber auch mit ihren Seelen behutsam umzugehen. Aufführungen Mo, 25. November 2013, 9.15 und 11 Uhr, Großes Haus Peter Pan

Karten ab 7 EUR

gegenwärtigen und der zukünftigen Weihnacht heimgesucht. Eindringlich zeigen sie ihm, wie viel Glück er durch seine Hartherzigkeit und seinen Zynismus bisher versäumt und wie viel Unglück er in das Leben anderer Menschen gebracht hat. Sie führen ihm die Einsamkeit vor, in der er einmal sterben wird, falls er sein Leben nicht ändert. Aufführungen Mo, 25. November 2013, 14.30 und 17 Uhr, Großes Haus Karten ab 7 EUR

Tanz

Lesung

Herbstlese im Großen Haus Wäre ich du, würde ich mich lieben – Horst Evers „Ein brillanter Autor, ein wunderbarer Erzähler und ein stiller Komödiant … Einfach klasse, eins mit Stern!“ (Süddeutsche Zeitung) Warum erfindet der Mensch elektrische Zahnbürsten, aber keinen Mülleimer, der sich selbständig ausleert? Wie hält man vor einem Kater dessen Kastration geheim? Wie die Tücken des Alltags auch aussehen mögen: Horst Evers kann so lustig und liebevoll davon erzählen, dass man schon wieder froh ist, dass es diese Probleme gibt. Einmalige Aufführung Do, 28. November 2013, 20 Uhr, Großes Haus

Der Kartenverkauf erfolgt nicht über das Theater Erfurt. www.herbstlese.de / u. a. Erfurt Tourist Information

Das Russische Nationalballett zu Weihnachten Vier romantische Ballettabende im Theater Erfurt Die hohe Kunst des klassischen Balletts wird nach wie vor in Russland zelebriert. Mit ihrem breitgefächerten Repertoire voller Schönheit und Eleganz vermittelt das russische Ballettensemble einzigartige Erlebnisse und feiert weltweit große Erfolge. Zur diesjährigen Weihnachtszeit präsentieren wir nicht nur eindrucksvolle Ballettabende zu Kompositionen von Peter Tschaikowsky, dieses Mal wird u. a. auch Musik von Georges Bizet zu hören sein, wenn, wie in seiner Oper, auch das Ballett Carmen den zeitlosen Konflikt vom Kampf der Geschlechter darstellt. Das einaktige Handlungsballett wird im ersten Teil und die Festliche Gala mit Ausschnitten großer Ballettwerke im zweiten Teil des Abends zu erleben sein. Die Nussknacker-Vorstellungen entführen erneut – mit einem Hauch von Weihnachten – in eine traumverlorene Welt,

im Märchenball empfängt ein Märchenerzähler wunderbar getanzte Geburtstagsgeschenke, und in Schwanensee wird wie immer die Liebe über das Böse triumphieren. Gastspiele Russisches Nationalballett Moskau (Musik vom Tonträger) Carmen / Festliche Gala – Einmalige Aufführung Fr, 20. Dezember 2013, 19.30 Uhr

Der Nussknacker – Aufführungen So, 22. Dezember 2013, 15 Uhr und 18 Uhr Märchenball – Einmalige Aufführung Mi, 25. Dezember 2013, 14 Uhr Schwanensee – Einmalige Aufführung Mi, 25. Dezember 2013, 19 Uhr, jeweils Großes Haus Karten ab 21 EUR


Konzert 9

3. Sinfoniekonzert

Bekannte Unbekannte Anton Bruckners „Zweite“, zu den weniger bekannten unter seinen neun Sinfonien zählend, steht in Erfurt als Erstaufführung auf dem Programm des Philharmonischen Orchesters. Ihre Entstehungs- und Aufführungsgeschichte spiegelt die Tragik des Sinfonikers Bruckner. War das Werk 1872 von den Wiener Philharmonikern zunächst als unspielbar abgelehnt worden, geriet ein Jahr später die Uraufführung zum Triumph. Dennoch ließ sich der Komponist zu Kürzungen und Umarbeitungen bewegen und hinterließ der Nachwelt einmal mehr das Problem der Fassungen. Im Sinfoniekonzert kommt die Fassung von 1877 zur Aufführung. Als Eingangsstück wählte Samuel Bächli das großbesetzte Orchesterwerk Cantique d’amour des französischen Komponisten und Dirigenten Igor Markevitch aus dem Jahr 1936. In der vergangenen Spielzeit begeisterte Alina Bercu im Bühnenkonzert mit Wolfgang Amadeus Mozarts Jeunehomme-Kon-

zert. Im großen Saal stellt sich die junge Pianistin mit der äußerst selten zu hörenden Klavierfassung des berühmten BeethovenViolinkonzerts vor. Der Komponist selbst nahm die Bearbeitung vor und schrieb erhalten gebliebene Kadenzen für das Klavier. Besucher dieses Konzertabends sollten sich unbedingt das 9. Sinfoniekonzert im Mai vormerken, denn dann erklingt die Originalfassung mit der renommierten Geigerin Mirijam Contzen. Igor Markevitch: Cantique d‘amour Ludwig van Beethoven: Klavierkonzert D-Dur (Klavierfassung des Violinkonzerts op. 61) Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 2 c-Moll (Fassung von 1877) Dirigent Samuel Bächli Solistin Alina Bercu, Klavier Kooperation mit der Thüringen Philharmonie Gotha

Neujahrskonzert

Die in Rumänien geborene Pianistin Alina Bercu studierte an den Musikhochschulen in Brasov, Weimar sowie Nürnberg und nahm an Meisterkursen u. a. von Rudolf Buchbinder und Andras Schiff teil. Konzertgastspiele führten sie bereits in die großen Konzertsäle der Welt wie die Carnegie Hall New York oder die Tonhalle Zürich. „Alina Bercu fasziniert das Publikum mit feinsten Samt-Tönen. Ihre Anschlags-Kultur ruft leuchtende Klangfarben hervor. Ihr Spiel ist in höchstem Maße natürlich", schrieb ein belgischer Rezensent in Klassiek Centraal. Bercus Debüt-CD mit Kammermusik von Franz Schubert und Johannes Brahms, eingespielt mit dem Preisträger des Königin Elisabeth-Wettbewerbs Ilian Garnetz, wurde mehrfach ausgezeichnet. Do, 14.11. | Fr, 15.11.2013, 20 Uhr, Großes Haus (19.30 Uhr Einführung)

Mittagskonzert Do, 14. November 2013, 12.30 Uhr, Großes Haus

3. Philharmonisches Kammerkonzert

4. Philharmonisches Kammerkonzert

5. Philharmonisches Kammerkonzert

Celloquartett Das spielfreudige und virtuose Celloquartett um den Solocellisten des Philharmonischen Orchesters, Eugen Mantu, spannt in der Matinee den Bogen von Jacques Offenbachs berühmtem Can-Can aus Orpheus in der Unterwelt zum argentinischen Tango, von Heinzelmännchens Wachtparade von Kurt Noack zu George Gershwins Summertime. Bereits zum wiederholten Mal erklingt im Rahmen der Philharmonischen Kammerkonzerte mit der Zoologischen Suite eine Komposition unseres italienischen Kapellmeisters Francesco Bottigliero.

Matinee mit Klaviertrio Wer sich dieser beliebten Gattung der Kammermusik zuwendet, findet eine reiche Auswahl an großartigen Werken vor. Das Klaviertrio Hatfield wählte mit dem Klaviertrio Es-Dur op. 100 D 929 eines der späten Kammermusikwerke Franz Schuberts, entstanden 1827 in der Zeit der Winterreise, das zum großen Vorbild folgender Komponistengenerationen wurde. Dazu erklingt das Klaviertrio Nr. 2 e-Moll op. 67 von Dmitri Schostakowitsch. Erfolgreich uraufgeführt im November 1944 in Leningrad mit dem Komponisten am Klavier, gehört es zu den meistgespielten seiner Kammermusikwerke.

Weihnachtskonzert Julia Neumann, gefeiert in der Titelpartie der Studioproduktion von Claudio Monteverdis Oper Die Krönung der Poppea, singt Arien aus Adventskantaten von Johann Sebastian Bach und dem Messias von Georg Friedrich Händel. Monika Ripamonti spielt Cembalomusik des großen italienischen Meisters Domenico Scarlatti, Gundula Mantu und Frank Drechsel stellen sich mit Sonaten von Johann Sebastian Bach und Jean Marais solistisch vor. Triosonaten von Georg Philipp Telemann und Johann Philipp Krieger ergänzen das Programm der Matinee am ersten Adventssonntag.

Celloquartett: Boyana Antonova Frank Drechsel Eugen Mantu Claudia Schwarze

Nicola Hatfield, Violine Jakob Fauser, Violoncello Akiko Yukawa, Klavier

gefördert von

Konzerte

Rückblick im Dreivierteltakt

im

Rathaus

2. Kammermusik-Soiree Duo Violine – Klavier Franz Schubert: Sonate A-Dur D 574 Johann Sebastian Bach: Präludium und Fuge h-Moll über ein Thema von Tomaso Albinoni BWV 923, 951 Johann Sebastian Bach: Partita Nr. 2 d-Moll BWV 1004 Béla Bartók: Rhapsodie Nr. 1 Edvard Grieg: Sonate c-Moll op. 45 Anna Stümke, Violine Samuel Bächli, Klavier So, 24. November 2013, 19.30 Uhr, Rathaus-Festsaal

„Mit frechen Frauen um die Welt“ reiste das Solistenensemble des Theaters in den letzten zehn Jahren. Im Eröffnungsjahr des neuen Opernhauses 2003 startete der Operetten-Zyklus, der selten gehörte Schmuckstücke wie Emmerich Kálmáns Bajadere mit Evergreens u. a. von Johann Strauß verband. Gleich drei seiner berühmtesten Operetten gingen über die Bühne des Großen Hauses. Das Neujahrskonzert 2013 blickt mit Highlights aus dem goldenen und silbernen Zeitalter der Operette sowie Lieblingsstücken der Orchesterliteratur auf Publikumserfolge der letzten Jahre zurück. Der Donauwalzer darf nicht fehlen, wenn das Philharmonische Orchester mit großen Konzert-

walzern von Johann und Josef Strauß, mit rasanten Polkas und Märschen einen beschwingten Auftakt ins neue Jahr gibt. Erstmalig steht das Neujahrskonzert unter der Leitung von Kapellmeister Juri Lebedev, der in dieser Spielzeit am Theater Erfurt u. a. Gräfin Mariza, Anatevka und Aschenputtel dirigieren wird. Dirigent

Juri Lebedev

Solisten des Opernensembles des Theaters Erfurt Mi, 01.01. | So, 05.01.2014, 18 Uhr, Großes Haus Karten ab 30 EUR

Konzert

Zum vierten Advent Auch in diesem Jahr laden Künstler des Theaters Erfurt zum beliebten Adventskonzert ein. Das farbige Programm mit Streichern des Philharmonischen Orchesters und Solotrompeter Alexander Bernhardt als Solist enthält Kompositionen von Bach, Purcell, Pergolesi, Humperdinck sowie bekannte Weihnachtslieder.

Cornelia Nuernbergk, Sopran Astrid Thelemann, Alt Musiker des Philharmonischen Orchesters Erfurt So, 22. Dezember 2013, 18 Uhr, Rathaus-Festsaal Kartenverkauf: Erfurt Tourist Information

So, 17. November 2013, 11 Uhr, Rathaus-Festsaal

So, 3. November 2013, 11 Uhr, Rathaus-Festsaal Alle Konzerte finden in Kooperation mit dem Kammermusikverein Erfurt e. V. statt.

Julia Neumann, Sopran Gundula Mantu, Violine Frank Drechsel, Viola da Gamba Monika Ripamonti, Cembalo Eugen Mantu, Violoncello So, 1. Dezember 2013, 11 Uhr, Rathaus-Festsaal


Beim Frühstück

mit ...

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Interview

Evita – Zwischen Macht und Opulenz Frühstückstalk mit Nicole Claudia Weber und Cedric Lee Bradley Zwanzig Jahre ist es her, seit die Evita zum letzten Mal in Erfurt über die Bühne der Alten Oper ging. In der Jubiläumssaison 2013/14 wagt sich das neue Theater Erfurt abermals an die Realisierung der Rockoper über die Lebensgeschichte der Eva Perón. Im Vorfeld der mit Spannung erwarteten Produktion trafen sich Anja Fietzek (Marketing und Kommunikation) und Musikdramaturg Berthold Warnecke im traditionsreichen Erfurter Café Rommel zu einem FrühstücksInterview mit Regisseurin Nicole Claudia Weber und Choreograf Cedric Lee Bradley, die sich beide seit vielen Jahren kennen, in Erfurt aber zum ersten Mal gemeinsam an der Spitze einer Musicalproduktion stehen.

griechische Lieder für die Audition zu meiner Musicalausbildung vorbereitet!“ In Wien, wo sie ihre weitere Ausbildung im Tanz- und Gesangsstudio des Theaters an der Wien (1993/94) und an den Performing Arts Studios Vienna (1994 – 96) erhielt, kreuzte sich dann wieder überraschend der Weg mit Cedric Lee Bradley. Weber: „Ich habe erfahren, dass Cedric genau wie ich in Wien lebt, und dort sind wir uns in der Folgezeit hin und wieder auch über den Weg gelaufen, ohne dass sich daraus gemeinsame Projekte ergeben hätten. Als ich jetzt für Evita auf der Suche nach einem Choreografen war, da hat mir Susanne Schemschies, die als Dramaturgin am Theater St. Gallen im vergangenen Jahr die Produktion von Chicago betreute, sofort Cedric empfohlen. Ich war zunächst ganz unsicher, ob ich ihn fragen kann, habe dann aber allen Mut zusammengenommen und ihn einfach angerufen – und er hat sofort zugesagt!“

„In meiner ersten ballettstunde bin ich ohnmächtig geworden.“

Weber: „Das ist eigentlich eine lustige Geschichte, Cedric war mein erster Lehrer für Jazz-Tanz. Ich war damals in München, wo ich – noch vor meiner Schauspielausbildung – getanzt habe.“ Erst relativ spät, so erzält sie weiter, im Alter von 19 Jahren, habe sie ihre professionelle Tanzausbildung begonnen: Weber: „In meiner ersten Ballettstunde bin ich ohnmächtig geworden. Ich war so beeindruckt, dass ich vergessen habe, zu atmen!“

Cedric Lee Bradley, der seit 1995 in Österreich lebt, ist Tänzer und Choreograf mit Leib und Seele. Selbst im Gespräch am Frühstückstisch scheint es ihn gelegentlich vom Sitzplatz reißen zu wollen.

In Erfurt erstmals gemeinsam an der Spitze einer Musical-Produktion: Regisseurin Nicole Claudia Weber und Choreograf Cedric Lee Bradley

Doch das tat der Liebe zum Tanz und zur Musik keinen Abbruch, im Gegenteil: Weber: „Als ich 1989 in München meine Schauspielausbildung begonnen habe, da war ich für das alles irgendwie noch zu jung. Ich hatte damals den Eindruck, dass nur das, was schwer und ernst ist, auch wahr ist, und alles Leichte oberflächlich. Und da habe ich dann eine große Sehnsucht zum Musiktheater entwickelt. Während dieser Zeit habe ich in einer griechischen Taverne gearbeitet, um Geld für die Ausbildung zu verdienen. An jedem Wochenende gab es dort Live-Musik. Nach ein paar Wochen kam eine deutschsprachige Musikerin dorthin, die Klavier spielte. Seitdem habe ich angefangen, beim Kellnern griechische Lieder zu singen und habe mit ihr zwei

Cedric Lee Bradley: „Ich habe Choreografie studiert, zuerst an der High School for the Performing and Visual Arts in Houston, danach an der University of New York.“ Als Tänzer und Sänger stand er in Opern- und Musicalproduktionen in den USA und in ganz Europa auf der Bühne und hat daneben seit vielen Jahren eine international erfolgreiche Karriere als Popsänger, Songwriter und Produzent gestartet, die ihn 1996 sogar zum Eurovision Song Contest nach Oslo führte. Lee Bradley: „Meine große Leidenschaft war immer die Choreografie! Ich liebe ganz einfach die Idee, Bilder zu erschaffen. Natürlich liebe ich auch das Tanzen,

aber der Wille, etwas Eigenes zu kreieren, ist so viel stärker. Ich war ein wenig über mich selbst überrascht, als ich vor zwölf Jahren gesagt habe: Genug getanzt, ich möchte jetzt nur noch Choreografie machen. Dann erzählte mir meine Freundin Melissa King vor zwei Jahren, dass sie Chicago in St. Gallen inszenieren werde. Ich sagte ihr: ‚Wenn du das machst, dann bin ich als Tänzer dabei!‘ Sie hat es nicht geglaubt, aber ich bin zur Audition nach St. Gallen gekommen und, ja, dann habe ich zwei Jahre lang als Dance Captain in der Produktion wieder auf der Bühne gestanden. Es reizt mich eben immer wieder, aber irgendwann muss man sich entscheiden, vor allem, wenn man 45 Jahre alt ist …“ Nicole Claudia Weber fällt ihm lachend ins Wort: „Ich habe Cedric jetzt bei unseren Evita-Proben in der Arbeit mit den Tänzern gesehen. Irgendwann sagte er: Ich bin zu alt, ich kann das so nicht machen! – Und legte gleichzeitig richtig los. Da schaute mich unser Bühnenbildner Karl Fehringer an und beide dachten wir in dem Augenblick nur: So alt wäre ich auch gerne! Aber wir haben auch wirklich fantastische Tänzer gecastet, die auch alle super singen können. Die Tanzszenen werden wirklich der Hammer!“ Wie entsteht eine Choreografie für ein Stück wie Evita, bei dem ja vierzig Choristen, acht Tänzer und die Solisten auf der Bühne zu bewegen sind? Lee Bradley: „Nur in meinem Kopf. Ich schließe einfach meine Augen und stelle mir das Set vor. Ich schreibe nicht und tanze dabei auch nicht selbst. Ich höre die Musik und sage dann irgendwann: Ok, so geht‘s.“ Ist es dazu nicht notwendig, auch die Regie zu kennen? Lee Bradley: „Wir sprechen ganz viel miteinander. Ich stehe immer hinter ihr und höre zu, was ihre Ideen sind. Und dann sage ich, wie die Choreografie dazu aussehen kann.“ Weber: „Das ist ein direkter Austausch. Ich sage, hier sollte das und das geschehen, und dann entwickelt Cedric dazu seine Bilder. Es ist ein wunderbarer Luxus, dass wir beide gemeinsam bei den Proben zuschauen können. Und die Tanzszenen helfen auch den anderen Darstellern! Als Marisca Mulder, unsere Evita, zu ihrer ersten Probe auf die Probebühne kam, sah sie die Tänzer bei der Arbeit. Und sie hat sofort diese Energie mitgenommen, das ist natürlich super! Sie ist gleich voll eingestiegen, das ist wirklich ganz toll. Als Cedric ihr dann die Tanzschritte für die Nummer ‚Buenos Aires‘ gezeigt hat, war ich selbst so begeistert, dass ich ihm gesagt habe, er soll sie mir auch gleich beibringen, damit ich weiß, wie es geht.“ Und wie sieht es mit dem bekanntermaßen äußerst tanzfreudigen Erfurter Opernchor aus, der ja auch über weite Strecken in Evita präsent ist? Lee Bradley: „Die müssen sehr viel tanzen! Nach der ersten Probe kam ein

Entspannter Talk beim Frühstück (v.l.n.r.): Anja Fietzek, Berthold Warnecke, Cedric Lee Bradley und Nicole Claudia Weber Sänger aus dem Chor zu mir und sagte: ‚Das ist vielleicht ein bisschen zu viel!‘ Ich antwortete: ‚Sorry, wir machen ja keine ‚Ersatzchoreografie‘. Die Leute zahlen Eintritt, um eine Show zu sehen.‘ Danach habe ich trotzdem ein wenig reduziert. Am Ende der Probe kam er wieder zu mir und sagte: ‚Können wir vielleicht ein wenig mehr machen?!‘ – Das ist super!“ Mit Tanz und Choreografie ist Nicole Weber selbst bestens vertraut. Ihr Debüt als Musicaldarstellerin gab sie 1996 als Fräulein Kost in John Kanders Cabaret, außerdem stand sie in zwei Evita-Produktionen als Tänzerin bzw. Mistress selbst auf der Bühne. Also im Notfall wäre ein Einspringen in Erfurt … Weber: „Nein!!! Daran ist nicht einmal zu denken! Aber ich kenne das Stück wirklich in- und auswendig, was mir jetzt bei der Probenarbeit sehr zugute kommt, vor allem wenn man zwischen den Szenen hin- und herspringen muss.“

Weber: „Guy Montavon hat sich bei Josef Köpplinger, der damals noch Intendant in Klagenfurt war und mittlerweile das Münchner Staatstheater am Gärtnerplatz leitet, nach einem möglichen Regisseur für Evita erkundigt. In Klagenfurt habe ich bei Köpplinger viel übers Theater gelernt, auch als Darstellerin mit ihm gearbeitet und dort Regie geführt! 2008 habe ich in Klagenfurt die Leitung des Jugendtheaterclubs übernommen. Köpplinger kennt mich also ganz genau und hat mich deshalb wohl empfohlen.“ So einfach können die Wege nach Erfurt sein! Gab es denn schon Gelegenheit, die Stadt ein wenig kennen zu lernen? Weber: „Leider kaum! Am ersten Abend habe ich mich sogar verlaufen. Aber wir probieren wirklich den ganzen Tag, und zwischen den Proben bereite ich jeweils die nächsten Szenen vor.“ Lee Bradley: „Wir waren neulich mit unseren Tänzern auf dem Oktoberfest, und die haben gleich richtig losgelegt! Die Leute waren total begeistert und haben uns sofort angesprochen. Am Ende sind wir mit fünfzehn Gästen im Schlepptau weiter über den Domplatz gezogen …“

„Die leute zahlen eintritt, um eine show zu sehen.“

Den Erfahrungen im Musical folgte dann wieder eine Hinwendung zum Schauspiel und zum Improvisationstheater. Weber: „Ich habe über das Improvisationstheater den Weg zum Unterrichten gefunden, und über das Unterrichten wiederum zur Regie.“ Erste Regie-Sporen im Schauspiel erwarb sie sich seit 2006 vor allem durch Urund Erstaufführungen, unter anderem am Théâtre National du Luxembourg (I will survive), am Theater St. Gallen (FSK 16 und Finnisch für Frauen) oder auch am Landestheater Linz (Pest oder unbeaufsichtigte Gepäckstücke). Die Liebe zum Schauspiel „und vor allem zu Autoren“ (Weber) ist bis heute ungebrochen, auch wenn sie mittlerweile erfolgreich den Schritt ins Musiktheater- und Musical-Regiefach vollzogen hat, u. a. mit den Österreichischen Erstaufführungen von King Kong, Der gestiefelte Kater, dark side of the moon und Shakespeares sämtliche Werke leicht gekürzt. Und wie kam das Erfurter Engagement zustande?

Die Jubiläumsspielzeit 2013/14 steht unter dem Motto „Mein Name ist Programm“. Zum Abschluss unseres Gespräches wollten wir natürlich noch wissen, welches Programm die beiden denn unmittelbar mit Evita verbinden. Weber: „Das ist gar nicht so einfach, obwohl jeder bei Evita sofort Bilder und eine eigene Vorstellung der Figur im Kopf hat. Einerseits denke ich sofort an Macht, aber das ist irgendwie auch ein wenig ‚lappsch‘. Natürlich auch Opulenz, in jeder Hinsicht, auch eine inhaltliche Opulenz: Evita ist so eine umstrittene Frau, auch eine politische Frau, in einer Zeit und in einem Land, wo Frauen grundsätzlich gar nichts zu sagen hatten. Für den Choreografen kann es dagegen nur eine Antwort geben: Lee Bradley: „Evita ist ‚Buenos Aires‘!“


Magazin 11

Im Archiv

gestöbert ...

Gefeiert

Das Theater Erfurt vor 100 Jahren

Premiere Poppea und Meet & Greet

In der Spielzeit 1913 /14 brachte der ab 1909 als Direktor des Stadttheaters tätige William Schirmer in Erfurt 27 Opern, 6 Operetten, 33 Schauspiele und zahlreiche andere Stücke in insgesamt 251 Vorstellungen auf die Bühne. Eine Opernkarte kostete im Parkett 3 Mark. Zehn Jahre später, 1923, erhielt das bisher verpachtete Haus den Status eines Stadttheaters. Schirmer, der Pächter und Theaterdirektor, wurde erster städtischer Intendant. In Deutschland herrschte Inflation. Schirmer leitete das Erfurter Theater auch in dieser schwierigen Zeit erfolgreich, aber ein ständiger Kampf um seine eigene und die Existenz von Personal und Theater entbrannte. Schon im Dezember 1922 kostete eine Theaterkarte 610 Mark, die Preise stie-

„Meet & Greet“ ist eine Veranstaltungsreihe der Jubiläumssaison und ging am 10. Oktober in die zweite Runde. Gäste haben an jedem 10. Tag im Monat die Gelegenheit, Mitarbeiter des Theaters Erfurt kennenzulernen. Zum letzten Termin im Oktober wurde auch die Premierenfeier

Wer

gen nun fast täglich. Das Intendantengehalt wuchs zwar ebenfalls, reichte aber kaum zum Überleben. Im November 1923 bekam Schirmer einen Abschlag in Höhe von 148 Billionen und 273 Milliarden Mark! Ab Januar 1924 erhielt er 400 Festmark monatlich. 1928 ging William Schirmer nach 18 erfolgreichen Jahren Erfurter Intendanz in den Ruhestand. Er war aber nicht nur Intendant, Regisseur und Spielleiter, er stand auch selbst als Schauspieler (Onkel Bräsig) auf der Bühne. Frank Palmowski, Gesellschaft der Theater- und Musikfreunde Gestalten Sie Erfurter Theatergeschichte aktiv mit! 0361 5616768

der Poppea ins Café Rommel verlegt und es wurde gemeinsam geplauscht, gefeiert, musiziert und gelacht. Schauen Sie doch das nächste Mal vorbei! 10.11. und 10.12., ab 19 Uhr, Cafè Rommel, Johannesstr. 19.

William Schirmer als „Onkel Bräsig“

macht was?

Ich arbeite am

Theater Erfurt,

ner von Jahren! Als ei 18 st fa it se Kunst und das schon Mitt ler zwischen h ic n bi n er st realisieren vier Bühnenmei ievorgaben zu eg R e, lf he Ich Arbeitssiund Technik. geblich für die aß m m de er ß und bin au lichen Personen r Bühne befind de f au r le al hwarz. cherheit kleidung ist sc ts ei rb A ne ei M zu tun, verantwor t lich. f der Bühne au h ic be ha t Die WänDie meiste Zei der Erde liegt. r te un er et M arz und die etwa 4,50 ebenfalls schw nd si ch ei er nb de im Bühne rbeitskleidung arbe meiner A F e di ch au t das erklär ns mit Weitt eines „Gar te ei gk di en w ot N nicht und die ich im Idealfall n bi er au ch us Z n sollten blick“. Für die e Ver wandlunge ch is en Sz . so or t Don zu sehen. Gut werden. Stichw en og llz vo ch is möglichst mag rung ist für nsiven Inszenie te in er es di Carlo. Bei nstärke und durchaus Ner ve er st ei nm ne von einen Büh von Technikern m ea T es nd re ie ein gut funktion r ein Glück ! be ich. Was fü ha s de ei B il. Vor te

Gemeinsames Musizieren: Solorepetitorin Won Choi sorgte neben solistischen Beiträgen anderer Ensemblemitglieder für die musikalische Untermalung des Abends.

Entscheidung

Sören  Lopata

Bühnenme

Bilderrätsel Gesucht ist das tägliche Arbeitsmittel eines Dirigenten. Das Lösungswort senden Sie an Theater Erfurt, Placidus-Muth-Str. 1, 99084 Erfurt oder per Email an pr@theater-erfurt.de. Einsendeschluß ist der 29. November 2013. Unter allen richtigen Einsendungen verlosen wir Freikarten für die italienische Märchenoper Aschenputtel (La Cenerentola) von Gioachino Rossini zur Premiere am Samstag, 21. Dezember 2013. Lösung:

ister

Carmen ist Publikumsliebling Für die Oper von Georges Bizet haben sich bei der diesjährigen Abstimmung über die beste Produktion in der Spielzeit 2012/13 insgesamt 34 Prozent der Theaterbesucher ausgesprochen. Auf den Plätzen 2 und 3 folgen das Musical Anatevka (31 Prozent) und die Barockoper Julius Caesar (10 Prozent). Initiiert wird die Auszeichnung von der Gesellschaft der Theater- und Musikfreunde mit Unterstützung der Sparkasse Mittelthüringen sowie der Thüringer Allgemeinen.

Der Preis wird bereits zum 10. Mal vergeben, und so wird demnächst auch der Carmen-Produktion (Regie: Bernand Uzan) eine gläserne Tafel im unteren Theaterfoyer gewidmet sein. Die Tafel-Übergabe findet während der öffentlichen Premierenfeier für das Musical Evita statt (9. November 2013). Carmen steht in dieser Spielzeit erneut auf unserem Spielplan. Nächste Vorstellung: Samstag, 30. November 2013, 19.30 Uhr.

Rückblick

Don Carlo-Premierenfeier bei Breuninger Nach Standing Ovations und minutenlangem Applaus für das Don Carlo-Ensemble im Großen Haus wurde der fulminante Spielzeitauftakt 2013/14 am 21. September dieses Jahres im Erfurter Kaufhaus Breuninger weiter gefeiert. Zuschauer, Sängerinnen und Sänger, Regieteam sowie viele weitere an der aufwändigen Produktion Beteiligte ließen den spektakulären Opernabend erst in den frühen Morgenstunden ausklingen. Die Oper von Giuseppe Verdi hatte das Publikum von Beginn an in ihren Bann gezogen, und der Begeisterung schlossen sich später auch viele Vertreter überregionaler und regionaler Medien an. So schrieb die Thüringische Landeszeitung beispielsweise von einem ‚beeindruckenden Gesamtkunstwerk, das man unbedingt gesehen haben sollte‘. In einem Bericht des MDR-Thüringen-Journals war gar von einer ‚Inszenierung von Weltrang‘ die Rede.


Spielplan 12

November 2013

Dezember 2013 5. Philharmonisches Kammerkonzert

Konzert

Musical

15.00 / 17.00 Uhr, S

Rumpelstilzchen

Märchen

3. Philharmonisches Kammerkonzert

Konzert

18.00 Uhr, GH

Hänsel

Oper

Don Carlo

Oper

Di 03

17.00 Uhr, GH

Unterführung

Führung

Mi 04

19.30 Uhr, GH

Evita

Musical

Do 05

17.00 Uhr, GH

Unterführung

Führung

Fr 06

19.30 Uhr, GH

Die Schatzinsel

Piratenoper

Sa 07

15.00 Uhr, OP

Instrumentengruppen

19.30 Uhr, S

Der Ring

Sa 02

19.30  Uhr, GH

Anatevka

So 03

11.00  Uhr, R 15.00  Uhr, GH

des

Nibelungen (an

einem

Abend)

Oper

Sonntagsabo A + freier Verkauf Mi 06

10.00 Uhr, OP

Instrumentengruppen

stellen sich vor

Sa 09

Musical

Evita Premierenabo + freier Verkauf

So 10

19.00  Uhr, CR

Meet & Greet – Gemeinsam Feiern mit dem Theaterensemble

Spezial

Di 12

11.00 Uhr, GH

Till Eulenspiegel

Musical

Do 14

10.00 Uhr, S

Rumpelstilzchen

Märchen

12.30 Uhr, GH

Mittagskonzert

Konzert

Gretel

und

Mittwochsabo + freier Verkauf

Th@ff*

Die Streichinstrumente 19.30 Uhr, GH

So 01

11.00 Uhr, R

Fr 01

Th@ff*

stellen sich vor

Die Holzblasinstrumente

So 08

19.30 Uhr, GH

Evita

11.00 Uhr, GH

Matinee

Musical

Samstagsabo B + freier Verkauf

Aschenputtel (La Cenerentola)

zu

Einführung

Freier Eintritt

Freier Eintritt 20.00 Uhr, GH

3. Sinfoniekonzert (19.30 Uhr Einführung) Konzertabo + freier Verkauf

Konzert

Fr 15

20.00 Uhr, GH

3. Sinfoniekonzert (19.30 Uhr Einführung)

Konzert

Sa 16

15.00 Uhr, S

Rumpelstilzchen

Märchen

So 17

11.00 Uhr, R

4. Philharmonisches Kammerkonzert

Konzert

17.00 Uhr, GH

Unterführung

Führung

15.00 Uhr, OP

Instrumentengruppen

Th@ff*

19.00 Uhr, CR

Meet & Greet – Gemeinsam Feiern mit dem Theaterensemble

Spezial

Do 12

17.00 Uhr, GH

Unterführung

Führung

Fr 13

19.30 Uhr, GH

Carmen

Oper

Sa 14

15.00 / 17.00 Uhr, S

Rumpelstilzchen

Märchen

19.30 Uhr, GH

Evita

Musical

Konzertabo + freier Verkauf

stellen sich vor

Die Streichinstrumente 18.00 Uhr, GH

Evita

Musical

Sonntagsabo + Freier Verkauf Di 19

17.00 Uhr, GH

Unterführung

20.00 Uhr, GH

„Ach,

die erste

Führung

Liebe ...“

Mi 20

20.00 Uhr, S

Triumph

Do 21

10.00 Uhr, OP

Instrumentengruppen

der

Liebe

Oper stellen sich vor

Th@ff*

Die Blechblasinstrumente Fr 22

19.00 Uhr, GH

Hänsel

Sa 23

15.00 Uhr, S

Rumpelstilzchen

Märchen

19.30  Uhr, GH

Don Carlo

Oper

und

Gretel

Oper

Samstagsabo A + freier Verkauf So 24

15.00 Uhr, GH

Evita

Musical

Sonntagsabo B + freier Verkauf 19.30  Uhr, R

Kammermusik-Soiree

Mo 25 Do 28

9.15 / 11.00 Uhr, GH

Peter Pan

Gastspiel

14.30 / 17.00 Uhr, GH

A Christmas Carol

Gastspiel

10.00 Uhr, OP

Theaterwerkstatt

Th@ff*

zu Hänsel und Gretel 20.00 Uhr, GH

Di 10

Erfurter Herbstlese 2013 – Horst Evers

So 15 Mo 16

Di 17

19.30 Uhr, GH

Gräfin Mariza

Fr 20

Sa 30

Sa 21

Rumpelstilzchen

Märchen

15.00 Uhr, OP

Theaterwerkstatt

Th@ff*

zu Hänsel und Gretel 19.30 Uhr, GH

Carmen

Oper

Joseph SüSS

Vormerken! Oper von Detlev Glanert über Leben und Leiden des Joseph Süß Oppenheimer 22. März bis 21. Juni 2014 Ein umfangreiches Begleitprogramm erwartet Sie im Vorfeld der Premiere.

Oper

10.00 Uhr, OP

Instrumentengruppen

Th@ff*

stellen sich vor

Die Harfe

11.00 Uhr, GH

Rumpelstilzchen

Märchen

15.00 Uhr, GH

Hänsel

und

Gretel

Oper

10.00 Uhr, GH

Hänsel

und

Gretel

Oper

17.00 Uhr, GH

Unterführung

18.30 Uhr, GH

Rang

frei! zu

Führung

Aschenputtel (La Cenerentola)

Einführung

19.30 Uhr, GH

Carmen / Festliche Gala

Ballett

15.00 / 17.00 Uhr, S

Rumpelstilzchen

Märchen

19.30 Uhr, GH

Aschenputtel (La Cenerentola)

Oper

Premierenabo + freier Verkauf So 22

11.00 Uhr, S

Rumpelstilzchen

Märchen

15.00 /18.00 Uhr, GH

Der Nussknacker

Ballett

Gastspiel Russisches Nationalballett Moskau Mi 25

14.00 Uhr, GH

Märchenball

Ballett

Gastspiel Russisches Nationalballett Moskau

Operette

15.00 Uhr, S

Don Carlo

Gastspiel Russisches Nationalballett Moskau

Lesung

Freitagsabo A + freier Verkauf

18.00 Uhr, GH

Freier Eintritt | 99 Zählkarten am Einlass

Karten unter www.herbstlese.de Fr 29

Märchen

Samstagsabo A + freier Verkauf

Konzert

Duo Violine – Klavier

Rumpelstilzchen Sonntagsabo + freier Verkauf

Liederabend

Mit Wolf und Pamela Biermann

15.00 Uhr, S

15.00 Uhr, S

Rumpelstilzchen

Märchen

19.00 Uhr, GH

Schwanensee

Ballett

Gastspiel Russisches Nationalballett Moskau Do 26

15.00 / 17.00 Uhr, S

Rumpelstilzchen

Märchen

18.00 Uhr, GH

Carmen

Oper

Fr 27

19.30 Uhr, GH

Die Schatzinsel

Piratenoper

Sa 28

18.00 Uhr, GH

Hänsel

Gretel

Oper

So 29

15.00 Uhr, GH

Aschenputtel (La Cenerentola)

Oper

Di 31

14.00 /18.00 Uhr, GH

Evita

17.00 /20.00 Uhr, SiS

Einladung

und

Sonntagsabo A + freier Verkauf Musical zum

Taubenvergiften – Alexander Morandini

Chanson

Rumpelstilzchen – Vorstellungen für Schulen im Studio und Großen Haus: Do, 14.11. | Mo, 18.11. | Fr, 22.11. | Mi, 27.11. | Do, 28.11. | Fr, 29.11. | Di, 03.12. | Mi, 04.12. | Do, 05.12. | Fr, 06.12. | Mo, 09.12. | Di, 10.12. | Mi, 11.12. | Do, 12.12. | Fr, 13.12. | Mo, 16.12. | Di, 17.12. | Mi, 18.12. | Do, 19.12. | Fr, 20.12.2013

Informationen unter 0361 22 33 255

GH = Großes Haus / S = Studio / B = Bühne / R = Rathaus-Festsaal / OP = Orchesterproberaum / Bs = Ballettsaal / SF = Studiofoyer / SiS = Salon im Studio / CR = Café Rommel

Alle Sinfoniekonzerte und Evita werden gefördert von

Spielplanänderungen vorbehalten

Impressum Herausgeber Theater Erfurt Generalintendant Guy Montavon V.i.S.d.P. A. Langer, A. Fietzek, A. Kehr Redaktion Dramaturgie / Öffentlichkeitsarbeit Grafik Bernadette Israel Fotos Lutz Edelhoff Redaktionsschluss 30. Oktober 2013 Theaterkarten auch in allen Pressehäusern der erhältlich.

Die Beilage erscheint alle zwei Monate in der „Thüringer Allgemeinen” (TA), der „Ostthüringer Zeitung” (OTZ) und der „Thüringischen Landeszeitung” (TLZ)

Partner des Theaters Erfurt

Besucherservice im Theater Erfurt Martinsgasse / Theaterplatz, 99084 Erfurt Kartenvorverkauf Mo bis Fr 10 – 18 | Sa 10 – 14 Uhr Abonnementbüro Mo bis Fr 10 – 18 | Abo-Telefon: 0361 22 33 152 Service-Telefon: 0361 22 33 155 täglich 10 – 18 Uhr www.theater-erfurt.de | www.domstufen.de vorverkauf@theater-erfurt.de

Besucherservice in der Erfurt Tourist Information Benediktsplatz 1, 99084 Erfurt Kartenvorverkauf Jan – März: Mo bis Fr 10 – 18 Uhr | Sa 10 – 18 Uhr Apr – Dez: Mo bis Fr 10 – 19 Uhr | Sa 10 – 18 Uhr

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PROspekt November/Dezember 2013