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NOVEMBERHEFT 2017


11/2017

INHALT

Begegnungen mit Geschichten – Autor John von Düffel im Gespräch ................................................................. 4  Dvořák: Rusalka ........................................................ 12 Kleist: Michael Kohlhaas............................................. 14 Düffel/Twain: Tom Sawyer .......................................... 16 Kelly: Waisen .............................................................. 18 Wiederaufnahme Gas – Plädoyer einer verurteilten Mutter ....................................................................... 21 globale° – Passage Mittelmeer ..................................... 22 Gastspiel Nationaltheater Prag: Kein Mensch .............. 25 Böllwerk: 100 Jahre Heinrich Böll ................................ 28 Kaputtalismus #10: Karl Marx ................................... 29 Familienkonzert: Piep, Piep, Piep … Guten Appetit! – Musik geht durch den Magen....................................... 30 Spotlight: Birger Radde ............................................... 31 David Orlowsky Trio .................................................. 32 Lizzie Doron: Sweet Occupation ................................. 33 Und außerdem ............................................................ 34 Theaterpädagogik: Einführungen für Lehrer*innen ...... 37 Pfeil des Monats ......................................................... 38 Ermäßigte Kartenpreise .............................................. 43 Kontakt ...................................................................... 46


11/2017

LIEBES PUBLIKUM, LIEBE LESERINNEN UND LESER! Am 3. November 2017 wird in Leipzig der Deutsche Theaterpreis DER FAUST verliehen. DER FAUST ist ein bisschen der OSCAR des deutschen Theaters, die Spielregeln sind zumindest ähnlich. Es gibt in acht Kategorien jeweils drei Nominierungen durch Vorschläge der Theater, die jedoch keine eigene Produktion vorschlagen dürfen. Eine Jury bestehend aus sogenannten „Berichterstattern“ und Theaterpersönlichkeiten nominiert für jede der einzelnen Kategorien drei Künstler*innen. Über diese Vorschläge stimmen dann die Mitglieder der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste ab. Dass Nadine Lehner (Kundry in Parsifal) und Paul-Georg Dittrich (Regie La damnation de Faust) für den diesjährigen Faustpreis nominiert wurden, ist eine schöne Bestätigung für unsere Arbeit der letzten Jahre. Ob Nadine Lehner in der Kategorie Sängerdarsteller/in den Faustpreis bekommen wird, wissen wir noch nicht, verdient hätte sie ihn aber auf jeden Fall! Verdient hätte ihn auch Paul-Georg Dittrich, er hat es nur als Opernneuling ungleich schwerer „gegen“ die großen Namen Tatjana Gürbaca und Christoph M ­ arthaler, aber das ist ja sowieso die Sensation, dass er nach seiner Nominierung für Wozzeck im letzten Jahr ein zweites Mal nominiert wurde. Und dass man in dieser Liga mitspielt! So oder so: wir freuen uns sehr und gratulieren von ganzem Herzen Nadine Lehner und Paul-Georg Dittrich! Michael Börgerding 3


INTERVIEW

BEGEGNUNGEN MIT GESCHICHTEN Dramaturgin Dany Handschuh im Gespräch mit Autor John von Düffel

Beschreibungen wie „Writerholic“ und „Zehnkämpfer in der literarisch-theatralen Kulturlandschaft“ versuchen deine Produktivität in Worte zu fassen. Tatsächlich machst du wahnsinnig viel: Du bist Dramaturg am Deutschen Theater Berlin, Professor für Szenisches Schreiben an der UdK und ein sehr umtriebiger Autor mit breitgefächertem Interesse. Du hast zahlreiche Theaterstücke und Adaptionen verfasst, übersetzt fremdsprachige Literatur, schreibst Musicals, Hörspiele für den Rundfunk, Drehbücher für Filme, Essays und Romane. Was treibt dich an? Zunächst mal: Danke für das Kompliment! Aber ich weiß gar nicht, ob ich als Autor so viel produktiver bin als andere. Wenn ich an einem Tag eine halbe oder dreiviertel Seite schaffe, ist das ein guter Tag. Und manchmal streiche ich am nächsten Tag davon schon wieder einen Großteil. Das kann ich nämlich gut. Wahrscheinlich wird man irgendwann einmal über mich sagen, er konnte besser streichen als schrei­ben. Was mich allerdings beflügelt, ist, dass ich „neben“ und gewissermaßen „im Gegensatz“ zum einsamen Schreiben auch am Theater als Dramaturg oder an der UdK als Lehrender in einem ständigen Dialog bin mit Regisseur*innen, Schauspieler*innen, anderen Autor*innen und sonstigen Kolleg*innen. Und eine Sonderform dieser Zusammenarbeit ist die Bearbeitung von Romanen, Filmen oder die Überschreibung vorhandener Theaterstoffe. Es ist

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wie ein Dialog mit anderen, großen Autor *innen über die Zeiten hinweg. Das heißt, du nimmst viel von deinem Antrieb aus dem Dialog und der Zusammenarbeit mit anderen Künstler*innen? Unbedingt! Aus den vielen Wechselwirkungen, Beobachtungen und Gesprächen auf der Probe, aber auch durch die Beschäftigung mit den Stücken und Stoffen anderer Autor*innen. Für mich hat Originalität nie in der Abgrenzung von allem bestanden. Und ich habe als Dramaturg und Bearbeiter auch überhaupt kein Problem damit, hinter dem Namen und der Arbeit der anderen zurückzutreten. Meine Suche in der Begegnung mit einer Geschichte – ob sie nun von mir selber ist oder anderen Schriftsteller*innen – zielt nicht auf Originalität oder Selbstprofilierung, sondern auf Immanenz. Ich bin besessen von der Neugier herauszufinden, was die Kerninhalte und Kräfte dieser Geschichte sind, worin ihre Faszination besteht und wie sich diese Kräfte und ihr Zauber entfalten. Das der Sache „Innewohnende“ interessiert mich tausendmal mehr als alles, was von Außen auf sie draufgestülpt wird. Deswegen haben Dramaturgie und Schreiben für mich irgendwann aufgehört, getrennte Disziplinen zu sein. 2009 erschien dein Buch Wovon ich schreibe, 2012 der Essay Wie Dramen entstehen – diese Titel als Frage an dich zurück adressiert: Was inspiriert dich, einen Text zu beginnen und gibt es eine Gebrauchsanweisung für seine Entstehung? Wovon ich schreibe ist der Versuch zu skizzieren, was die Stoffe sind, von denen ich ausgehe, und zu denen ich immer

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INTERVIEW

wieder auf unterschiedlichste Weise zurückkehre. Dazu gehören das Element Wasser, die Themen Familie, Generationenkonflikte, das Lebensgefühl sehr verschiedener Zeiten und die Frage, wie wir uns verändern. Wie Dramen entstehen ist da schon eher ein Buch, das man auch als Lehrbuch im Schreibseminar einsetzen könnte. Ein Rezept oder eine Gebrauchsanweisung enthält es trotzdem nicht. Denn das Prinzip der „Immanenz“ – also dass jede Geschichte sozusagen die Matrix ihrer Form und Gestalt in sich trägt und man durch die Vertiefung in den Stoff den Schlüssel finden muss, wie er sich am besten erzählen lässt – dieses Prinzip bedeutet auch, dass es keine vorgefertigten Muster oder 08/15-Lösungen geben kann. Form und Inhalt ermöglichen sich gegenseitig. Das klingt, so allgemein gesagt, wie eine Plattitüde, aber im Einzelfall ist es jedes Mal eine besondere, wenn nicht die größte Herausforderung, eine Form zu finden oder zu erfinden, die atmet, die spielt, die den Inhalt zum Strahlen bringt. Bei der Suche danach geht es eher darum, von dem Spezifischen des Stoffes zu lernen und sich davon auf neue Wege führen zu lassen, als auf ein handwerkliches „So wird’s gemacht!“ zurückzugreifen. Du hast viele Adaptionen verfasst, eine der letzten ist das Familienstück Tom Sawyer, das bei uns im November Premiere hat. Wie viel Freiheit nimmst du dir bei der Transformation von Romanstoffen zu Theaterstücken? Tom Sawyer ist ein Beispiel für einen Stoff, der einen das ganze Leben lang begleitet. Die Geschichte ist beinahe universell. Fast jeder kennt sie. Insofern ist sie nicht nur vom Etikett her prädestiniert für ein „Familienstück“: Unter-

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schiedliche Generationen können sich auf sehr verschiedene Weise damit auseinandersetzen. Und jede Generation, jeder Betrachter hat die Möglichkeit, einen eigenen Zugang zu finden. Ein Beispiel: Als ich im Alter der Hauptfiguren war, standen für mich die Freiheit und Unangepasstheit von Tom Sawyer und Huckleberry Finn an erster Stelle – im Gegensatz zu der spießigen Enge und Ordnung der Kleinstadt am Mississippi. Heute sehen viele Kinder sehr deutlich die Ungerechtigkeiten und auch Rassismen in dem Buch, was sicher auch mit dem Wandel des Amerika-Bildes zu tun hat. Es ist nicht nur eine Abenteuergeschichte, sondern auch eine Geschichte über Gerechtigkeit und den Mut dazu. Und im Grunde ist das auch ein Beispiel für die Freiheit, die ich mir im Umgang mit einem solchen Stoff nehme. Ich versuche, ihn nicht historisch, sondern mit einem heutigen Blick zu betrachten, mich als Kind dieser Zeit zu verstehen, das in dieser großen universellen Geschichte seine Geschichte sucht. Und wie viel Freiheit erlaubst du der Regie im Umgang mit deinem Text? Ich gehöre grundsätzlich zu den entspannten Autoren, die nicht versuchen, die kreativen Prozesse der anderen in dem Gesamtkunstwerk Theater zu kontrollieren oder gar zu deckeln. Aber natürlich gibt es individuelle Unterschiede: Regisseur*innen, zu denen ich volles Vertrauen habe, und solche, bei denen ich eher hoffe, dass es gut geht. Klaus Schumachers Inszenierungen kenne und schätze ich seit meiner Hamburger und Bremer Zeit. Und er hat mit dem Ensemble des Theater Bremen eine der schönsten Inszenierungen meiner Buddenbrooks-Bearbeitung auf die Bühne gebracht.

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INTERVIEW

Das war und ist eine gute Basis für die Zusammenarbeit, und in dem Gespräch über Tom Sawyer haben wir uns so gut verstanden, dass Klaus Schumacher mit seiner Bühnenbildnerin sogar schon die meisten Räume und Bilder entworfen hatte und ich ganz konkret für die Besetzung und die gemeinsamen szenischen Ideen geschrieben habe. Das ging wirklich Hand in Hand. Stellst du dich beim Schreiben auf die Altersklasse deines Zielpublikums ein? Den Begriff Zielgruppe mag ich eigentlich nicht, weil er nach Spezialabfertigung einzelner Altersklassen oder Generationen klingt. Ich suche, was das Publikum angeht, weniger die Spezialbedürfnisse und Extrawünsche, sondern die Schnittmengen. So halte ich es auch zu Hause mit meiner Tochter: Was ich vorlese, muss mir auch gefallen. Ich glaube, die Chance von Theater als Begegnungsstätte ist, dass sich verschiedene Interessen, Sichtweisen und Lebensalter auf überraschende Weise in einem Inhalt, einem gemeinsamen Aufführungserlebnis treffen. Der Autor Carlos Ruiz Zafón hat einmal gesagt „A story is a letter that the author writes to himself, to tell himself things that he would be unable to discover otherwise.“ Hast du dir in deinen Texten Ratschläge gegeben? Ratschläge vielleicht nicht, aber ich glaube, dass jeder Mensch in einer Geschichte lebt, in einer Art ungeschriebenen Biographie, die viele unerzählte, nicht ausformulierte Kapitel hat. Indem wir uns mit den Geschichten anderer beschäftigen, erkennen wir unsere eigene Geschichte und das

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Kapitel des Lebens, in dem wir gerade stecken: durch die Ähnlichkeiten, aber auch durch die Unterschiede. Manchmal bekommen wir von den Geschichten der anderen Bilder, Sätze oder gar eine ganze Sprache für unsere eigene Geschichte geschenkt. Und vielleicht ist es das, was Zafón meint, dass wir uns durch das Schreiben oder Lesen von Geschichten selber besser verstehen. Und welche Ratschläge gibst du zu Semesterbeginn den neuen Studierenden im Szenischen Schreiben mit auf den Weg? Viel Lesen, sich in Geschichten verlieren und wiederfinden. Und öfter mal schwimmen gehen!

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Modellentwürfe zu Tom Sawyer von Bühnenbildnerin Katrin Plötzky


PREMIERE MUSIKTHEATER

DVORˇÁK: RUSALKA Zwischen den Welten

„Außer den Farben sind es besonders die Töne, welche eine entsprechende Stimmung in uns hervorbringen. Vornehmlich gilt dies von der menschlichen Stimme, denn sie ist die Hauptweise, in der der Mensch sein Inneres kundtut; was er ist, das legt er in die Stimme.“ (Georg Wilhelm Friedrich Hegel, Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften) DAS STÜCK

Lyrisches Märchen in drei Akten von Antonín Dvořák, Text von Jaroslav Kvapil, Uraufführung: Tschechisches Nationaltheater Prag, 1901 Eine Rusalka, eine Nixe, fühlt sich gefangen in ihrer Welt. Sie sehnt sich nach einem Leben an der Seite des Prinzen, eines Menschen, in einem ihr fremden Element. Um dorthin zu gelangen, ist sie bereit, alles aufzugeben – ihr Zuhause, ihre Schwestern, sogar ihre Stimme. Doch kaum bei den Menschen, wird sie sich der Folgen ihres Tauschgeschäfts bewusst: Als kühles „Ungeheuer“ wird sie verschrien und muss schließlich stumm mit ansehen, wie der Prinz sich einer anderen, einer Frau aus Fleisch und Blut, zuwendet. Rusalka bleibt die Wahl: Entweder sie tötet den Prinzen und kehrt ins Wasserreich zurück oder sie bleibt – weder Frau noch Nixe – zwischen den Welten zurück. In seinem Musikdrama von 1901, dessen Motive er dem reichen Fundus der Nixen-Literatur entnahm, widmet sich An-

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tonín Dvořák unerfüllten Sehnsüchten und dem unbedingten Versuch, ein Anderer zu sein – und sei es um den Preis der Selbstaufgabe. Die Regisseurin Anna-Sophie Mahler wird sich mit ihrem psychologischen Ansatz dem Schicksal Rusalkas, das Dvořák in märchenhafte Gegensätze übersetzte, nähern; die Musikalische Leitung übernimmt Hartmut Keil, der neue 1. Kapellmeister am Theater Bremen. DIE REGISSEURIN

Anna-Sophie Mahler (*1979) studierte Musiktheaterregie an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin. Nach Regieassistenzen am Theater Basel sowie bei Christoph Mar­ thaler und Christoph Schlingensief arbeitet sie seit 2004 als Regisseurin im Schauspiel und Musiktheater u. a. in Zürich, Basel, Düsseldorf, Weimar, Graz, München, Berlin. 2006 gründete sie die freie Gruppe „CapriConnection“. Ihre Inszenierung Mittelreich an den Münchner Kammerspielen war zum Berliner Theatertreffen 2016 eingeladen. In diesem Sommer wurde sie als Regisseurin an der Biennale in Venedig vorgestellt. Mit Rusalka inszeniert Mahler bereits zum sechsten Mal am Theater Bremen. Premiere 11. November, 19:30 Uhr im Theater am

Goetheplatz Musikalische Leitung: Hartmut Keil Regie: Anna-Sophie Mahler Bühne: Duri Bischoff Kostüme: Geraldine Arnold Chor: Alice Meregaglia Choreografie: Jacqueline Davenport Dramaturgie: Caroline Scheidegger Mit: Patricia Andress, Romina Boscolo / Marlene Lichtenberg, Iryna

Dziashko, Loren Lang, Nadine Lehner, Marlene Lichtenberg, Nathalie Mittelbach, Luis Olivares Sandoval, Claudio Otelli, Anna-Maria Torkel. Chor des Theater Bremen. Es spielen die Bremer Philharmoniker

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PREMIERE SCHAUSPIEL

KLEIST: MICHAEL KOHLHAAS Wutbürger, Fanatiker, Gewalttäter

„Irgendetwas muss doch möglich sein, um in diesem Staat zu seinem Recht zu kommen.“ (Christoph Hein) — Mit Michael Kohlhaas hat Heinrich von Kleist eine widersprüchliche, zwischen bürgerlichem Helden und blindwütigem Terroristen changierende Figur geschaffen. Vom dramatischen Ausmaß des Titelhelden gibt der Autor gleich am Anfang der Novelle eine Ahnung, indem er ihn als „einen der rechtschaffensten und zugleich entsetzlichsten Menschen seiner Zeit“ beschreibt. Im Kampf gegen ihm widerfahrenes Unrecht verzehrt sich Kohlhaas vollständig, treibt sich hinauf in die Hybris eines revolutionären Racheengels und hinab in den Abgrund. Anziehend und faszinierend ist er in seiner Hingabe und seiner Respektlosigkeit gegenüber Obrigkeiten, abstoßend hingegen in seiner Verengung und radikalen Vereinfachung. Die vielstimmige, der Kraft der Kleistschen Sprache vertrauenden Inszenierung nimmt sich vor, diese Widersprüche zu verhandeln. DAS STÜCK

nach der Novelle von Heinrich von Kleist Erstveröffentlichung 1810 Der Pferdehändler Michael Kohlhaas fällt auf einer Reise der Willkür des Junkers von Tronka zum Opfer. Der erfindet ein neues Dekret, das dem Händler die Durchreise ohne entsprechendes Papier verweigert. Kohlhaas verspricht, das

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Papier bei seiner Ankunft in Dresden zu besorgen und lässt zum Pfand zwei seiner Pferde auf der Tronkenburg. Als er zurückkehrt, findet er diese in einem erbarmungswürdigen Zustand und seinen Knecht misshandelt und verjagt. Als seine Versuche, sich Vergeltung auf legalem Wege zu verschaffen, scheitern, greift Kohlhaas zu Gewalt. Längst geht es nicht mehr um seine zwei Rappen, sondern um das Rechthaben an sich. Kohlhaas wird zum erbitterten Kämpfer gegen das, woran er tief geglaubt hat: das Staatswesen. Sich vom Gegenstand des Streites immer weiter entfernend, brennt, wütet und mordet er dem eigenen Untergang entgegen. Doch was hat er erreicht, als er mit sicherem Gefühl und lächelndem Herzen dem Schaffot entgegengeht? DER REGISSEUR

Martin Grünheit (*1987) studierte Szenische Künste an der Universität Hildesheim und Schauspielregie an der Theaterakademie Hamburg. Seine Abschlussinszenierung Salamitaktik – ein lustiger Abend war 2015 beim OUTNOW! Festival im Kleinen Haus zu sehen. Für das Moks setzte er in der vorletzten Spielzeit Traurig und fröhlich ist das Giraffenleben in Szene. Er ist Gründungsmitglied von cobratheater.cobra, das im Augenblick als Doppelpass-Kooperation mit dem THEATER AN DER PARKAUE in Berlin zusammenarbeitet. Premiere 16. November, 20 Uhr im Kleinen Haus Regie: Martin Grünheit Bühne: Lea Kissing Kostüme: Imke Paulick Musik: Farah Hatam, Colin Hacklander Dramaturgie: Simone Sterr Mit: Karin Enzler, Nadine Geyersbach, Colin Hacklander, Gina Haller,

Farah Hatam, Justus Ritter, Matthieu Svetchine

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PREMIERE SCHAUSPIEL

DÜFFEL/TWAIN: TOM SAWYER Once upon a time in the west

„Haltet die Uhren an. Vergesst die Zeit. Ich will euch Geschichten erzählen.“ (James Krüss) — Mitten im weiten Wilden Westen am Fluss Mississippi liegt die kleine Stadt St. Petersburg, die wohl nichts Besonderes wäre, würde dort nicht ein Junge leben, der Dinge tut, die man nicht darf: Schule schwänzen, mitternachts auf Friedhöfen Warzen weghexen, den eigenen Tod vortäuschen, Pirat werden. Doch als sich in seine Abenteuer plötzlich Ernst mischt, macht Tom Saw­yer eine Entdeckung: Die wahre Mutprobe ist, für die Wahrheit einzutreten. DAS STÜCK

die Muff Potter-Version der Geschichte von John von Düffel Uraufführung nach dem Roman The Adventures of Tom Sawyer von Mark Twain (1876, American Publishing Company) Muff Potter ist der glücklichste Sargtischler auf der Welt – allein deshalb, weil er lebt und das ist gar nicht selbstverständlich. Gehängt werden sollte er, vor vielen Jahren, für einen Mord, den er nicht begangen hatte – oder vielleicht doch? So ganz sicher war er sich damals nicht; er hatte ziemlich viel getrunken in dieser Nacht. Aber Tom Sawyer und sein Freund Huckleberry Finn hatten alles gesehen. Er war unschuldig und einen Unschuldigen durften sie nicht hän-

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gen lassen. Ihrer mutigen Aussage hat er die Chance auf ein zweites, besseres Leben zu verdanken. Deswegen erzählt er jedes Jahr aufs Neue ihre Geschichte, die auch seine ist – die Geschichte von dem frechen, ungezogenen, liebenswerten Lausebengel Tom Sawyer und dem Stadtstreicherjungen Huckleberry Finn. DER REGISSEUR

Klaus Schumacher (*1965) kam 1995 nach Bremen als Ensemblemitglied am Moks, wurde fünf Jahre später dessen künstlerischer Leiter und wechselte 2005 in gleicher Position an das Junge Schauspielhaus Hamburg. Seine Inszenierungen wurden mehrfach zum Berliner Kinder- und Jugendtreffen eingeladen sowie er unter anderem mit dem Rolf-Mares-Preis und dem FAUST als bester Kinder- und Jugendtheaterregisseur ausgezeichnet. Seit der Spielzeit 2012/13 hat er sich als regelmäßig wiederkehrender Gast am Theater Bremen den großen Erzählungen und Beziehungsgeschichten gewidmet – zuletzt Iwan Turgenjews Väter und Söhne. Nun inszeniert er hier zum ersten Mal seit langem wieder ein Theaterstück für Kinder. Premiere 26. November, 15 Uhr im Theater am

Goetheplatz Regie: Klaus Schumacher Bühne: Katrin Plötzky Kostüme: Karen Simon Musikalische Leitung: Andy Einhorn Dramaturgie: Dany Handschuh Mit: Alexander Angeletta, Martin Baum, Guido Gallmann, Judith

Goldberg, Gabriele Möller-Lukasz, Johannes Schumacher, Simon Zigah und der Band: Andy Einhorn, Marlene Glaß, Jan-Sebastian Weichsel Mit freundlicher Unterstützung der Sparkasse Bremen Präsentiert von Bremen Vier

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PREMIERE MOKS

KELLY: WAISEN

Wieviel ist der Andere wert?

„Proximus sum egomet mihi – Ich bin mir selbst der Nächste.“ (Publius Terentius Afer) — In den aktuellen politischen Debatten scheint die Frage nach Solidarität und Gemeinschaftssinn allerorts präsent: ob EU-Krise, Flüchtlingsregulierungen oder Auseinandersetzungen um Grenzen. Ein ursprünglich menschlicher, mitunter gar christlicher Diskurs verbirgt sich ja eigentlich dahinter: Wieviel ist der „Andere“ im Verhältnis zu mir selbst und meiner Familie oder Kultur und meinem Land wert? Wieviel ist man bereit zu geben, ohne etwas zu bekommen? Spielt Nächstenliebe noch eine Rolle, wenn es um Macht, Ressourcen oder das blanke Überleben geht? Waisen verhandelt diesen Konflikt um die Wertigkeit von Empathie in dem Mikrokosmos, in dem er uns allen immer wieder begegnet: der Familie. DAS STÜCK

von Dennis Kelly Uraufführung: 9. August 2009, Travers Theatre Edinburgh Ein ganz normaler Abend, das Paar Helen und Danny beim Abendessen. Plötzlich steht Helens Bruder Liam blutüberströmt im Zimmer. Er versichert, lediglich einem Jungen, der niedergestochen wurde, zu Hilfe gekommen zu sein. Doch wo ist dieser Junge jetzt? Müsste man den Vorfall nicht bei der Polizei melden? Während Danny irritiert ist von den widersprüchlichen Äußerungen Liams, stellt sich

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Helen schützend vor ihren vorbestraften Bruder. Doch Liam verstrickt sich zunehmend in hanebüchene Erklärungen, sodass bald klar wird, dass er nicht der Helfer, sondern der Täter war. Im Konflikt zwischen Loyalität zur Familie und eigenem Gewissen muss sich Danny entscheiden, nach welchen Prinzipien er handeln möchte. Dennis Kellys Stück Waisen wirft in einem Kammerspiel gesamtgesellschaftliche Fragen nach Schuld, Verantwortung und Zivilcourage auf und enthüllt gleichermaßen, wie schnell Werte wie Moral und Hilfsbereitschaft über Bord geworfen werden, sobald eigene Interessen und Verstrickungen im Vordergrund stehen. DER REGISSEUR

Konradin Kunze wurde 1977 in Freiburg geboren. Nach seinem Schauspielstudium an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover war er Ensemblemitglied am Moks und am Jungen Schauspielhaus Hamburg. Seit 2009 arbeitet er als freier Schauspieler, Autor und Regisseur. Mit der Kompanie Flinn Works entwickelt er recherchebasierte internationale Theaterprojekte wie Maji Maji Flava und seine Solo-Performance Schädel X. Nach mehreren Arbeiten am Moks, war zuletzt Kunzes Romanadaption Abzählen von Tamta Melaschwili im Kleinen Haus zu sehen. Premiere 25. November, 19 Uhr im Brauhaus Regie: Konradin Kunze Bühne und Kostüme: Léa Dietrich Musik: Octavia Crummenerl Dramaturgie: Sabrina Bohl, Rebecca Hohmann Mit: Meret Mundwiler, Julian Anatol Schneider, Christoph Vetter

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Fania Sorel in Gas


WIEDERAUFNAHME

LANOYE: GAS – PLÄDOYER EINER VERURTEILTEN MUTTER Eine Frau zwischen Abscheu und Mutterliebe Darf man dieses Kind noch lieben? Einen Attentäter und mehrfachen Mörder? Der belgische Autor Tom Lanoye gibt der Mutter eines jungen Fanatikers, der sich dem islamistischen Terror hingegeben und zahlreiche Menschen getötet hat, eine Stimme. Und Alize Zandwijk hat mit Fania Sorel die ideale Partnerin, um das „Plädoyer einer verurteilten Mutter“ zu einem intensiven und wuchtigen Theaterabend hoher Schauspielkunst werden zu lassen. „‚Mir schaudert‘, sagt die Mutter angesichts des Sohnes und einer Gesellschaft, die ihn als Zielscheibe für ihre Erschütterung braucht. Und die sich die Mutter vorknöpft: Sie hätte doch etwas geahnt haben müssen. Ist mitverdächtig. Gar Mittäterin? Immerhin hat sie dieses Ungeheuer geboren und großgezogen. Nein, auf Mitleid ist sie nicht aus. Aber ihre Mutterliebe will sie verteidigen und ihrer Abscheu Ausdruck verleihen. Bei so viel Trauer und Entsetzen, die ihr Sohn ausgelöst hat. Wie ist da Buße möglich? Lanoye spendiert keine Erlösung. Aber dem Publikum einen Text, der packt mit seinen Konflikten, den unauflöslichen Widersprüchen und verzweifelten Fragen. Eine unbequem bohrende, in jeder Sekunde faszinierende empathische Regiearbeit von Alize Zandwijk.“ (Jens Fischer, taz) Wiederaufnahme Fr 24. November, 20 Uhr im Kleinen Haus

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GLOBALE°

PASSAGE MITTELMEER

Szenische Lesungen, Autor*innengespräche und interkulturelle Begegnungen Das ganze Eröffnungswochenende des Festivals für grenzüberschreitende Literatur ist in diesem Jahr dem Mittelmeerraum gewidmet. Gemeinsam mit dem Theater Bremen nimmt globale° seine Gäste mit auf eine zweitägige Entdeckungsreise. Schriftsteller*innen aus den Balkanstaaten, den Maghreb-Ländern, aus Israel und Syrien sowie aus Malta werden auf Autor*innen treffen, die in Deutschland, Belgien, Österreich, den Niederlanden leben und deren Migrationserfahrungen ihre Literatur grundiert. Wer sich zwischen den verschiedenen Veranstaltungen ausruhen und ungezwungen ins Gespräch mit interessanten Autor*innen kommen möchte, kann sich an kulinarischen Spezialitäten der Mittelmeerregion erfreuen, die das Team vom noon ganztägig anbietet. Unter anderem werden auch Autor*innen vorgestellt, deren Stücke man später im Repertoire des Theater Bremen wiederfinden kann: Der in Marokko lebende Schriftsteller Simon-Pierre Hamelin schildert in seinem Roman 101, rue Condorcet, Clamart (Osburg Verlag 2017) einen Tag im Exilleben der wichtigsten russischen Dichterin Marina Zwetajewa. Anzukommen versuchte sie in der gleichen Pariser Wohnung, in der Hamelin achtzig Jahre später aufwuchs, in der gleichen Straße, in der auch der Bremer Schauspieler Matthieu Svetchine als Kind russischer Eltern lebte. Eine szenische Lesung aus Hamelins

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Roman mit Matthieu Svetchine und Nadine Geyersbach wird erstmalig im Rahmen der globale° am 4. November um 16 Uhr im Brauhaus vorgestellt. Ohne Tabus und falsche Scham setzt sich die niederländische Autorin Nisrine Mbarki mit dringlichen Themen auseinander. Als Teilnehmerin der Diskussion über Frauen im Mittelmeerraum wird sie ihre Ansichten am 5. November um 14 Uhr darstellen, ab dem 26. April 2018 wird dann ihr Stück Club Paradies als deutschsprachige Erstaufführung in der Regie von Yahya Gaier zu sehen sein. Ein Haus in der Nähe einer Airbase von Akın E. Şipal ist eine sensible Erzählung einer Rückkehr, die zum Neubeginn wird: Eine deutsche Familie mit türkischen Wurzeln entscheidet sich, ihren Lebensmittelpunkt in die Südtürkei zu verlagern. Şipals Stück wird am 2. Februar 2018 in der Regie von Frank Abt uraufgeführt – aber schon am 5. November um 16 Uhr wird man im Brauhauskeller einen Einblick in die Geschichte bekommen können. Ein besonderes Erlebnis ist die Theatervorstellung für die ganze Familie am 5. November um 15 Uhr im Kleinen Haus. Paul Maar, der Vater des Sams, und Capella Antiqua treten auf unter dem Titel: Neues vom fliegenden Kamel. Nasreddin Hodscha ist der Held seiner Inszenierung und zahlreicher seit dem 14. Jahrhundert überlieferten Narrengeschichten aus dem Orient. Ausführliche Infos zu allen Lesungen, Vorträgen, Theatervorstellungen, Ausstellungen, Panels und Podiumsdiskussionen, dem wissenschaftlichen Kolloquium, der Oper, Filmvorführungen, Literatur-, Video- und Schreibworkshops für Jugendliche gibt es unter globale-literaturfestival.de.

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GLOBALE°

SA 4. NOVEMBER Eröffnung des Programms: Ivana Sajko: Rio Bar, Richard

Swartz: Blut, Boden und Geld. 13 Uhr, Kleines Haus Mittelmeer-Symposium – 14 Uhr, Brauhauskeller Lesung Stefan Hertmans: Die Fremde. 15 Uhr, Kleines Haus Szenische Lesung Simon-Pierre Hamelin:

101, rue Condorcet, Clamart. 16 Uhr, Brauhaus Lesung Ron Segal: Jeder Tag wie heute. 17 Uhr, Kleines Haus Maltesische Literatur heute mit Leanne Ellul, Albert Friggieri und Adrian Grima. 18 Uhr, Brauhauskeller Lesung Olga Grjasnowa: Gott ist nicht schüchtern 20 Uhr Kleines Haus Konzert Papa Afrika – ab 21 Uhr, noon SO 5. NOVEMBER Szenische Lesung Habib Tengour: Traverser / Übers Meer 11:30 Uhr Kleines Haus. Diskussion mit Simon-Pierre Hamelin: Kultur im Maghreb. 12 Uhr, Kleines Haus Lesung Kaouther Adimi: Steine in meiner Hand Anschließend im Gespräch mit Nisrine Mbarki über

Frauen im Mittelmeerraum. 14 Uhr, Brauhaus Lesung und Vortrag Ondřej Cikán: Menandros und Thaïs, Antike Schundromane. 15 Uhr, Brauhauskeller Theatervorstellung Paul Maar: Neues vom fliegenden Kamel. 15 Uhr, Kleines Haus Szenische Lesung Akın E. Şipal: Ein Haus in der Nähe einer Airbase. 16 Uhr, Brauhauskeller Lesung Abdelkader Djemaï: Die letzte Nacht des Emir 17 Uhr, Brauhauskeller Lesung Robert Menasse: Die Hauptstadt. 18 Uhr Kleines Haus

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GASTSPIEL NATIONALTHEATER PRAG

ŽÁDNÝ CˇLOVEˇK – KEIN MENSCH Eine Neukomposition von Jiří Kadeřábek

„Der Tod ist die Lösung aller Probleme: Kein Mensch – kein Problem.“ (Stalin) — Ausgehend von Archivmaterial und historischen Quellen untersucht Kein Mensch das Verhältnis von Ideologie und Kunst zwischen zeitgenössischer Oper und Installation. 1949 gewann der Bildhauer Otakar Švec gegen seinen Willen den Wettbewerb zur Anfertigung des StalinDenkmals auf dem Prager Letná Plateau. Ihr Bau dauerte sechs Jahre. In der Zwischenzeit starb Stalin, die Ehefrau von Švec beging Selbstmord und auch der Bildhauer nahm sich kurz vor der Enthüllung des Denkmals 1955 das Leben. Sein Name wurde nicht erwähnt. Einige Jahre später wurde die Statue als Reaktion auf den politischen Wandel in der Sowjetunion und die Kritik des Personenkults im Rahmen einer geheimen Sprengung zerstört. Jiří Kadeřábeks kammermusikalische Komposition arbeitet mit Aufnahmen von Männerchören und Sinfonieorchester, die zu einer Surround-Installation verwebt werden. Libretto und Inszenierung stammen von der in Bremen geborenen Regisseurin und Autorin Katharina Schmitt. Di 7. und Mi 8. November, jeweils 20 Uhr im Kleinen Haus Komposition: Jiří Kadeřábek Libretto: Lukáš Jiřička, Katharina Schmitt Regie: Katharina Schmitt Bühne und Kostüme: Patricia Talacko Dramaturgie: Lukáš Jiřička Mit: Sylva Čmugrová, Eliška Gattringerová,

Jan Mikušek, Josef Škarka, Jakub Tolaš. Kammerorchester des Prager Nationaltheaters, Chor und Orchester Prager Staatsoper, Kinderoper Prag Gefördert durch den Internationalen Koproduktionsfonds des GoetheInstitut 25


Gastspiel Kein Mensch am Di 7. und Mi 8. November


11/2017

BÖLLWERK: 100 JAHRE HEINRICH BÖLL 14. – 23. November Ausstellung Einmischung erwünscht!

Am 21. Dezember 2017 ist Heinrich Bölls hundertster Geburtstag. Seit seinem Tod im Jahre 1985 hat es in Deutschland keinen vergleichbaren, öffentlichen Intellektuellen mehr gegeben: Böll legte sich mit der politischen Linken wie der Rechten an, mit der katholischen Kirche ebenso wie mit der Presse. Er setzte sich für Flüchtlinge aus Vietnam ein und für Dissidenten in Osteuropa. Er war Humanist, aber kein Moralist, und überzeugt, dass „Sprache, Liebe, Gebundenheit den Menschen zum Menschen machen“. An sein Engagement und sein Werk wollen die Ausstellung und die Veranstaltungen im Foyer des Theater am Goetheplatz erinnern. 14. November um 19 Uhr: Ausstellungseröffnung (dauer-

haft geöffnet bis zum 23. November während der Vorstellungszeiten im Theater am Goetheplatz) 14. November um 19:30 Uhr: René Böll im Gespräch mit Schriftsteller Michael A ­ ugustin und Lesung aus Irisches Tagebuch. 20. November um 19:30 Uhr: Heinrich Böll – Vorstellung der Biografie (erscheint zur Frankfurter Buchmesse 2017) durch den Autor Dr. Jochen Schubert und Dr. ­Gabriele Ewenz, Leiterin des Heinrich-Böll-Archivs Köln. 22. November um 19:30 Uhr: Radio Böll: Michael ­Augustin und Walter Weber stellen Fotos und viele Original­töne aus den Archiven von Radio Bremen vor. Veranstaltet von der Heinrich-Böll-Stiftung 28


11/2017

KAPUTTALISMUS #10: KARL MARX Vortrag und Diskussion mit Rudolf Hickel

In diesem Jahr vor 150 Jahren hat Karl Marx den ersten Band seines Werkes Das Kapital geschrieben und veröffentlicht. Den zweiten und dritten Band gab sein Freund und Förderer Friedrich Engels erst später heraus. Am 5. Mai 1818 geboren, folgt im kommenden Jahr Marx’ 200. Geburtstag. In unzähligen Artikeln, auf den vielen Konferenzen und bei den Festakten geht es um die Frage: Wie steht es mit der Aktualität seiner „Anatomie des Kapitalismus“? Dabei lautet der meistens übersehene Untertitel des Kapital „Kritik der Politischen Ökonomie“. Auf der Grundlage seiner Fundamentalthese von der einzig und allein Werte schaffenden menschlichen Arbeit, entwickelte er die Abhängigkeit von der Lohnarbeit bis hin zur Ausbeutung, die immer wieder eintretenden Krisen und am Ende das umstrittene Untergangsgesetz „vom tendenziellen Fall der Profitrate“. Marx hat theoretisch ungelöste Probleme hinterlassen und sein Untergangsgesetz lässt sich bisher nicht bestätigen. Aber es gelingt ihm zu zeigen, wie der Kapitalismus immer wieder selbst produzierte Probleme zu verarbeiten versucht. Unbeantwortet bleibt allerdings die Fundamentalfrage, ob die ökologische Katastrophe am Ende doch noch zum Blackout des Systems führt. Mo 27. November, 19:30 Uhr im Theater am Goetheplatz (Foyer). Eintritt frei!

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FAMILIENKONZERT

PIEP, PIEP, PIEP … GUTEN APPETIT! – MUSIK GEHT DURCH DEN MAGEN Dass Musik durch den Magen geht, weiß keiner besser als das bekannte Duo für musikalische Expeditionen: Moni, die Möwe und ihr Freund Wolle. Es ist inzwischen kein Geheimnis mehr, dass die beiden bei ihren Abenteuern mit den Bremer Philharmonikern gerne die eine oder andere Leckerei verdrücken – sei es Kuchen, Kekse, Kakao oder Schokoheringe. Kein Wunder also, dass sich das erste Konzert der Saison voll und ganz dem Thema Essen widmet: Frei nach dem Motto „Piep, piep, piep – Guten Appetit“ werden musikalische Gerichte aus den unterschiedlichsten Nationen aufgetischt. Ob deftige Kost von Humperdinck oder die fein gedeckten Tafeln Telemanns, italienische Klassiker von Verdi oder exotische Küche nach der Rezeptur unterschiedlicher Komponisten. Auf der Karte steht ein kulinarisches Menü alla Moni und Wolle. Statt Messer und Gabel halten die Bremer Philharmoniker ihre Instrumente in der Hand und laden ein zu einem klingenden Festmahl unter Freunden. So 19. November, Familienkonzert um 11 Uhr Mo 20. November, Schulkonzert um 9:30 Uhr und 11:15 Uhr So 10. Dezember, Familienkonzert um 11 Uhr im Theater am Goetheplatz Musikalische Leitung: Hartmut Keil Szenische Einrichtung: Caroline Blanck Bühne und Kostüme: Christina Hoenicke Dramaturgie: Isabelle Becker Mit: Wolfgang von Borries, Alexander Swoboda. Es spielen die Bremer Philharmoniker

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MUSIKTHEATER

SPOTLIGHT: BIRGER RADDE

Neue Liederabendreihe mit Ensemblemitgliedern des Musiktheaters In verschiedenen Hauptrollen, im Ensemble, manchmal sogar nur als Stimme aus dem Off – die Musiktheatervorstellungen am Theater Bremen wären ohne die Ensemblemitglieder nicht nur unmöglich, sondern schlichtweg undenkbar. Um bisher Ungehörtes und die ganz intimen Momente des Gesangs erlebbar zu machen, hat sich Yoel Gamzou, der neue Musikdirektor des Theater Bremen, dazu entschlossen, die Sänger*innen hin und wieder von der großen Bühne zu holen und sie – sei es an vielbespielten oder an bisher ungesehenen Orten des Theaters – in ein ganz anderes Licht zu rücken. Zum Auftakt der neuen Reihe Spotlight lädt der Bariton Birger Radde in den Malsaal und präsentiert gemeinsam mit dem Pianisten Andrej Hovrin Lieder von Gustav Mahler und Nikolai Medtner. Di 14. November, 20 Uhr im Malsaal, Treffpunkt ist das noon / Foyer Kleines Haus. Eintritt 15 € / 9 € erm.

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KONZERT

DAVID ORLOWSKY TRIO Chamber.World.Music von Paris nach Odessa Mit ihrem unverwechselbaren und mitreißenden Musikstil haben sie Maßstäbe in der klassischen Musikwelt gesetzt. Chamber.World.Music nennt sich ihre selbst entwickelte Musikrichtung, die die Genregrenzen der Klassik, des Klezmer, des Pop, der Musik des Vorderen Orients und des Jazz auslotet. Das Trio spielte unter anderem in der New Yorker Carnegie Hall, der Berliner Philharmonie, dem Concertgebouw Amsterdam sowie auf den großen Musikfestivals in Luzern und Oslo. Und jetzt kommen sie auf Einladung von Yoel Gamzou nach Bremen. 2008, 2011 und 2015 wurden sie mit dem ECHO -Klassik ausgezeichnet. Für ihr neuestes Album Paris – Odessa haben sich David Orlowsky, Florian Dohrmann und Jens-Uwe Popp von ihren vielfältigen Reiseeindrücken inspirieren lassen, die sie in Städten wie Paris, Bukarest, Wien und Odessa gesammelt haben. Musikalisch verarbeitet mit den Besonderheiten des jeweiligen Landes ist jedes der Stücke einzigartig und eine Hommage an die Vielfalt des Lebens und die Musik als seine universelle Sprache. Sa 4. November, 19:30 Uhr im Theater am Goetheplatz Eintritt 25 € / 15 €  Mit: David Orlowsky (Klarinette), Jens-Uwe Popp (Gitarre),

Florian Dohrmann (Kontrabass)

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LESUNG

LIZZIE DORON: SWEET OCCUPATION Begegnung mit dem Fremden

Fünf Männer in der Mitte ihres Lebens: Die verurteilten ehemaligen Terroristen Muhammad, Suleiman und Jamil aus den besetzten Gebieten sowie die Israelis Chen und Amil, die den Dienst an der Waffe verweigert haben. Männer, die im Gefängnis saßen und, nachdem sie wieder freikamen, die „Friedenskämpfer-Bewegung“ gründeten, beschlossen, ihrem Leben eine entschieden andere Richtung zu geben. Muhammad nahm Kontakt zu Lizzie Doron auf und so traf sie diese Männer: Feinde, Widersacher. Palästinenser, die die Juden töten wollten, und Israelis, die sich geweigert hatten, ihr Land zu verteidigen. Ein Jahr lang hörte sie ihren Kindheitserinnerungen zu, lernte ihre Gefühle kennen, ihre Träume und Ängste, erfuhr von dem Moment, als sie anderen das Leben nahmen. Entstanden ist ein ergreifendes Dokument über einst Radikale, die dem sinnlosen Hass eine Perspektive entgegensetzen: Worte sind stärker als Molotowcocktails, Handgranaten oder Steine. Und Rettung bringen oft diejenigen, die nicht mit dem Strom schwimmen. So 26. November, 11 Uhr im Theater am Goetheplatz (Foyer). Eintritt 10 € / 5 € erm. Moderation: Esther Willbrandt Lesung: Irene Kleinschmidt In Kooperation mit Bremen Zwei

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10/2017

UND AUSSERDEM

BLICKWECHSEL: CANDIDE

In Voltaires satirischem Roman Candide – und dementsprechend auch in Bernsteins Adaption – geht es vor allem um die Frage, warum auch in der besten aller möglichen Welten nicht immer alles bestens ist. Mit Pastor i. R. Rolf SängerDiestelmeyer und Dramaturg Ingo Gerlach. So 5. November, 18 Uhr in der Kulturkirche St. Stephani Eintritt frei! THEATERTREFFEN: FELIX ROTHENHÄUSLER

Seit Beginn der Intendanz von Michael Börgerding ist er Hausregisseur am Theater Bremen, hat das Schauspiel mit Aufführungen wie Sickster, Die Räuber, Faust10, Mr. Robot geprägt und mit Le Nozze di Figaro und Werther besondere Interpretationen eines aufs Wesentliche konzentrierten Musiktheaters gezeigt. In dieser Saison wird er mit dem Liederabend You Want It Darker, der Erforschung des Tragödienkomplexes Ödipus/Antigone und der Operette Die Fledermaus in beiden Sparten präsent sein. Felix Rothenhäusler im Gespräch mit Hendrik Werner. Mo 6. November, 20 Uhr im noon / Foyer Kleines Haus 5 € / für Mitglieder der Theaterfreunde ist der Eintritt frei! Die BREMER THEATERFREUNDE laden ein

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EIN-SICHTEN ÖDIPUS / ANTIGONE

Jan Eichberg, Filmemacher und Autor der Fassung, und Akın E. Şipal, ebenfalls Filmemacher, Dramatiker und Dramaturg der Produktion, plaudern über die Arbeit am Stück, philosophieren über antike Stoffe im Mittelmeerraum und das Filmemachen. Dazu gibt es Mezze in der S-Werkstatt! Di 7. November, 18 Uhr in der S-Werkstatt (Lessingstraße 63). Eintritt frei! EIN-SICHTEN MICHAEL KOHLHAAS

Ein rechtschaffener Bürger wird zum radikalen Staatsfeind. Eine Mutation, an der uns Kleist durch alle Zerissenheiten des Herzens und Wirrungen des Verstandes teilhalben lässt. Unterstützt vom Bremer Rechtsanwalt Bernhard Docke, Träger des Friedenspreises der Villa Ichon 2016, gibt das Team Einblick in Kleists schillernde Figur. Do 9. November, 20 Uhr, auf der Probebühne, Treffpunkt ist das noon / Foyer Kleines Haus. Eintritt frei! KINDERMATINEE TOM SAWYER

Wir laden Kinder und ihre Eltern ein, in unserer einstündigen Einführung die Inszenierung spielerisch kennenzulernen. Sehen Sie erste Ausschnitte und kommen Sie mit den Künstler*innen ins Gespräch. Sa 11. November, 15 Uhr auf der Probebühne, Treffpunkt ist das noon. Eintritt frei! EUROPÄISCHE GESPRÄCHE

Facebook, YouTube & Co – Wie müssen die Digital­konzerne reguliert werden? Angesichts von Fake-News und Hasspro-

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UND AUSSERDEM

paganda stellt sich immer dringlicher die Frage, welche Leitplanken ein demokratischer Ordnungsrahmen haben muss. Demokratische Politik muss hier die Regeln definieren und darf sie nicht privaten Unternehmen wie Facebook & Co. überlassen, auf deren Firmenpolitik sie keinen Einfluss hat. Nationale Alleingänge reichen nicht aus, es braucht vielfältige und wirksame europäische Lösungen. Mit: Dr. Heinrich Wefing (DIE ZEIT ) So 12. November, 11:30 Uhr im Theater am Goetheplatz (Foyer). Eintritt frei! Eine Zusammenarbeit von Helga Trüpel (MdEP) und dem Theater Bremen

ABENTEUER EUROPA

Das Europa-Quartett der Heinrich Böll-Stiftung Bremen lädt zum Gespräch über aktuelle Bücher, die neue Diagnosen und Visionen zur Zukunft Europas vorstellen. Zum Auftakt kommt Claus Leggewie mit Europa Zuerst. Eine Unabhängigkeitserklärung. Mit ihm debattieren Ulrike Liebert (Politikwissenschaftlerin), Emanuel Herold (Pulse of EuropeAktivist) sowie Helga Trüpel (Europa-Parlamentarierin). So 19. November, 11 Uhr im noon / Foyer Kleines Haus Eintritt frei! COCKTAIL #4: STEFAN JEEP

Pio Rahner im Gespräch mit dem Videokünstler. Stefan Jeep hat unter anderem ausgestellt in Hannover, Salzburg und Nikosia und ist im Vorstand des Künstlerhaus Güterbahnhof. Er wird über seine künstlerische Arbeitsweise berichten und wie der Güterbahnhof vor 20 Jahren zum Künstlerhaus mit Ateliers wurde. Di 21. November, 20 Uhr im noon / Foyer Kleines Haus Eintritt 5 € 36


11/2017

THEATERPÄDAGOGIK

EINFÜHRUNGEN FÜR LEHRER*INNEN

Kommen Sie mit dem Regieteam ins Gespräch und lassen Sie sich vorab über das Konzept der Inszenierung informieren. Mit anschließendem Probenbesuch. Mo 13. November, zu Michael Kohlhaas, 18 Uhr im noon / Foyer Kleines Haus Mi 22. November, zu Tom Sawyer, 17 Uhr im Theater am Goetheplatz (Foyer) Anmeldung unter theaterpaedagogik@theaterbremen.de

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Pan – Tilt – Zoom, kurz PTZ, verspricht bei den Herstellern von Video-Netzwerkund Überwachungskameras das perfekte Ausleuchten und die richtige Fokussierung. Schwenken, Kippen, Zoomen, Vergrößern, Verkleinern, Näher-Rankommen, Abstand-Gewinnen etc. Wo, wenn nicht am Theater, spielt der Per­spektiv­wechsel eine permanente Rolle, ist Aufgabe und Herausforderung zugleich? Wagt man den


Blick hinter die Bühne, begegnet man erneut PTZ, denn das Schwenken, Kippen, Zoomen ist auch Aufgabe der Inspizient*innen an ihrem Pult, am Steuerkreuz des allabendlichen Bühnengeschehens: manuell, digital und überhaupt. Danke D. H. und I.B.! Ihre Lieblingspfeile bitte weiterhin an dramaturgie@theaterbremen.de


ARD THEATERC AB 25 €!

Unsere TheaterCard 50 ermöglicht Ihnen einen Preisvorteil von rund 50 %, die TheaterCard 25 einen Preisvorteil von rund 25 %, gültig für jeden Termin, jede Spielstätte und jede Preiskategorie, ausgenommen sind Gastspiele, Konzerte und Sonderveranstaltungen. Außerdem berechtigt der Besitz der TheaterCard 50 zum Kauf einer personengebundenen oder übertragbaren PartnerCard. TheaterCard 50 (personengebunden) 100 € PartnerCard 50 (personengebunden) 50 € PartnerCard 50 (übertragbar) 75 € TheaterCard 25 (personengebunden) 25 € Theaterkasse Mo – Fr: 11 – 18 Uhr, Sa: 11 – 14 Uhr Tel 0421 . 3653 - 333 oder kasse@theaterbremen.de Abonnementberatung Di – Fr: 14 – 18 Uhr, Sa: 11 – 14 Uhr Tel 0421 . 3653 - 344 (Di – Fr: 14 – 18 Uhr) abo@theaterbremen.de


SAVE THE DATE 6. Benefizkonzert » Kunst fördert Kunst e. V. « 3. März 2018, 20 Uhr Die Glocke, Bremen Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen Solisten Äneas Humm, Bariton Jahrgang 1995

Riccardo Cellacci, Flöte Jahrgang 1999

Dominik Wagner, Kontrabass Jahrgang 1997

Leitung

David Danzmeyr

Mit den Erlösen aus dem Konzert werden u. a. Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, das Theater Bremen und die Stadtteiloper Osterholz-Tenever unterstützt. Kunst fördert Kunst e.V. Dr. Ulrich Hackmack Rainer Gerstmayr Der Kartenvorverkauf hat begonnen: www.nordwest-ticket.de


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ERMÄSSIGTE KARTENPREISE

SCHÜLER*INNEN, AUSZUBILDENDE UND STUDIERENDE Für die Vorstellungen im Theater am Goetheplatz und im Kleinen Haus sind Karten zum Preis von 9 € erhältlich (exkl. Konzerte und Sonderveranstaltungen). ARBEITSLOSE, FREIWILLIGENDIENSTLEISTENDE UND SCHWERBEHINDERTE (AB 50 % GDB) Sowohl im Vorverkauf als auch an der Abendkasse bieten wir Ihnen gegen Vorlage eines entsprechenden Ausweises einen Preisnachlass von rund 50 % auf den regulären Kartenpreis für alle unsere Vorstellungen (exkl. Konzerte und Sonderveranstaltungen) an. Diese Konditionen gelten auch für Begleitpersonen von Schwerbehinderten. KULTURTICKETS Bürger*innen mit geringem Einkommen erhalten gegen Vorlage der „Grünen Karte“ ein Kulturticket zum Preis von 3 €. In den Bremer Bürgerhäusern und den Zweigstellen der Stadtbibliothek können die Karten für ausgewählte Vorstellungen reserviert werden. Ansonsten erhalten Sie diese immer ab Montag für Vorstellungen der laufenden Woche an der Theater­kasse, sofern noch Karten verfügbar sind – www.kulturticket.bremen.de. GRUPPENTARIFE Besuchergruppen ab 10 Personen erhalten einen Rabatt von rund 20%. THEATERCARD 50 / THEATERCARD 25 Unsere TheaterCard 50 ermöglicht einen Preisvorteil von rund 50 % und die neue TheaterCard 25 von rund 25 %. Sie sind gültig für jeden Termin, jede Spielstätte und jede Preiskategorie (exkl. Gastspiele, Konzerte und Sonderveranstaltungen) und ab dem Kaufdatum 1 Jahr gültig. BLAUER THEATERTAG Musiktheater 20 € / Schauspiel 15 € auf allen Plätzen!

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taz.die solidarische Methode Der taz-Solidarpakt garantiert das Abo für alle. Ein Drittel unserer AbonnentInnen zahlt freiwillig einen höheren „politischen Preis“, damit andere sich die taz leisten können. Jetzt abonnieren: (030) 2590 2590 oder www.taz.de/abo


11/2017

FÖRDERER BREMER THEATERFREUNDE FÖRDERKREIS JUNGES.THEATERBREMEN Karin und Uwe Hollweg

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Der Senator für Kultur

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11/2017

KONTAKT

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Börgerding (Generalintendant), Michael Helmbold (Kaufmännischer ­Geschäftsführer) Redaktion: Dany Handschuh Szenenfotos: Jörg Landsberg Gestaltung: ErlerSkibbeTönsmann, Tim Feßner Druck: Druck & Verlag Kettler GmbH. Änderungen und Irrtümer vorbehalten. 46


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