TR Magazin | September, Oktober & November 2025

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Magazin

ERLEBEN

AN DER ARCHE UM ACHT,

DER BÄR, DER NICHT DA WAR, AUF DEM WEG ZUM STAATSTHEATER

ÜBERLEBEN

THE GHOSTS OF VERSAILLES, LOB DER GERECHTEN (UA), MOBY DICK, FISCHER FRITZ, KLEINSTADTNOVELLE

AUSLEBEN

Alle Termine bis Ende November, SACRE – EIN RAUSCH (UA), I AM WHAT I AM

September | Oktober | November 2025

AUF DER BÜ H NE

FULMINANT

THE GHOSTS OF VERSAILLES

FÜR DIE STADTGESELLSCHAFT

LOB DER GERECHTEN (UA)

I LEB EH NIMMER LANG FISCHER FRITZ

GEPLATZTE TRÄUME

TOD EINES HANDLUNGSREISENDEN

PERSPEKTIVEN AUF NORA NORA. EIN THRILLER

GETANZTES DUO

SACRE – EIN RAUSCH (UA)

KOMISCHE VÖGEL

AN DER ARCHE UM ACHT

BIST DU ICH? | ANDERS DENKEN

DER BÄR, DER NICHT DA WAR, KLEINSTADTNOVELLE

SPANNUNGSFELDER

AUFBRUCH, ERSCHÜTTERUNGEN

ZU GAST

Gastspiele und Kooperationen

AUF EINEN ESPRESSO MIT ...

Liebe Leser*innen,

wir eröffnen die Spielzeit EXISTENZEN mit einem Festakt unter dem Titel AUF DEM WEG ZUM STAATSTHEATER und beginnen so offiziell unsere Reise in eine neue Zukunft, deren Zielpunkt die freudig erwartete Erhebung zum Staatstheater ist. Gemeinsam mit Ihnen und Vertreter*innen aus Kultur und Politik feiern wir diesen besonderen Meilenstein – als Auftakt eines umfassenden Transformationsprozesses, der weit über eine bloße Umbenennung hinausgeht. Das Feiern geht am Wochenende darauf weiter, wenn wir bei unserem beliebten THEATERFEST wieder die Türen unseres Hauses für alle öffnen.

Bis zu den ersten Premieren Ende September vertreiben wir Ihnen außerdem die Zeit mit den Wiederaufnahmen von FREDERICK für unsere kleinsten Besucher*innen und INSIDEOUT , einem Tanzstück im Jungen Theater. Und auch sonst halten wir einige Wiedersehensfreuden für Sie bereit.

Ende September starten wir dann mit dem Opernspektakel THE GHOSTS OF VERSAILLES , für den 100. Geburtstag der New Yorker MET geschrieben, und der Uraufführung mit viel Lokalbezug LOB DER GERECHTEN , vom Expert*innenduo für bissige Gesellschaftskomödien Sarah Nemitz und Lutz Hübner. Neun Premieren und acht Konzerte haben wir für Sie bis Ende November im Programm. Der Kalender im Heft weist Ihnen den Weg zu allen unseren Produktionen und Terminen im Herbst.

Machen Sie sich mit uns gemeinsam auf den Weg – in die Spielzeit EXISTENZEN und in Richtung Staatstheater.

Ihr

SEBASTIAN RITSCHEL

Spielplan

Intendant Sebastian Ritschel

Auf dem Weg

Den Wandel feiern, den Weg zum Ziel freudig begehen: Im Festakt AUF DEM WEG ZUM STAATSTHEATER werden wir musikalisch (mit Überraschungen) und mit Redebeiträgen die letzte Spielzeit als Stadttheater und den ersten Schritt zu unserer Staatstheaterwerdung gehen, die im Laufe dieser Spielzeit erfolgen wird. Gemeinsam mit Ihnen und Vertreter*innen aus Kultur und Politik feiern wir diesen besonderen Meilenstein – als Auftakt eines umfassenden Transformationsprozesses, der weit über eine bloße Umbenennung hinausgeht.

ODE AN DIE FREUDE

Im Mittelpunkt des Abends steht die Aufführung von Ludwig van Beethovens 9. Sinfonie „Ode an die Freude“, deren Botschaft von Freiheit, Menschlichkeit und Gemeinschaft aktueller ist denn je. Dabei werden das Philharmonische Orchester, die Solist*innen und der Opernchor von Stimmen aus dem Cantemus Chor unterstützt, die sich zu einem klanggewaltigen Zeichen des Miteinanders vereinen.

AUF DEM WEG ZUM STAATSTHEATER

13.9.25 | 19.30 Uhr Bismarckplatz

TERMINE & TICKET-INFOS im Kalender ab S. 12 und online

Kommt feiern!

Siebdruck mit tollen Theater-Motiven

Am Samstag, den 20. September, laden wir von 11 bis 16 Uhr zum beliebten THEATERFEST ein. Auf, hinter, neben und vor allen Bühnen ist etwas geboten und im ganzen Haus gibt es Wundersames zu entdecken, zu genießen und auszuprobieren. Im Antoniushaus und im Haidplatz können Sie bei Previews schon vor der Premiere in LOB DER GERECHTEN (UA) und FISCHER FRITZ hineinschnuppern. Sie dürfen an einer öffentlichen Tanzprobe und Bühnenerlebnis-Shows im Bismarckplatz teilnehmen und unsere Werkstätten näher kennenlernen. Ob von der Kostümversteigerung im Neuhaussaal, dem großen Verkauf von Kostümen und Requisiten im Antoniushaus (ab 12.30 Uhr), vom Glücksrad oder mit einer Tafel von CHARLIE UND DIE SCHOKOLADENFABRIK , vielleicht sogar mit goldenem Ticket, – Sie gehen sicher nicht mit leeren Händen nach Hause. Im Jungen Theater wartet die Maus FREDERICK auf Kinder, die mit ihren mitgebrachten Kuscheltieren Selfies machen wollen oder ihre Eltern wild schminken möchten (mit Hilfe der Kolleginnen aus der Maske). Mitgebrachte T-Shirts, Taschen, Tücher können mit coolen Theater-Moti-

ven bedruckt werden. Führungen auch in die verborgensten Ecken des Hauses, in den Werkstätten den Künstler*innen über die Schulter gucken, Community-Chor und Kindersingen, das Kaffeehaus mit LiveMusik – das Theater und seine Menschen ganz nah und anders kennenlernen, das ist THEATERFEST . Kommt alle! Eintritt frei.

Am Abend zeigen wir mit der ERÖFFNUNGSGALA , was Sie in der neuen Spielzeit so alles erwartet und gegen 21.15 Uhr steigt die erste AFTER SHOW PARTY der Saison im Neuhaussaal.

HOFFMANN

THEATERFEST

20.9.25 | 11–16 Uhr Alle Spielstätten

ERÖFFNUNGSGALA

20.9.25 | 19.30 Uhr Bismarckplatz

TERMINE & TICKET-INFOS im Kalender ab S. 12 und online

Kostümverkauf im Antoniushaus

Fulminant

CORIGLIANO, MARIE ANTOINETTE UND BEAUMARCHAIS

M ARIE

ANTOINET T E

IN REGENSBURG

Gleich doppelt kann man den amerikanischen Komponisten John Corigliano (* 1938) zu Spielzeitbeginn kennenlernen und erleben: Zum einen mit seiner Oper THE GHOSTS OF VERSAILLES , die er im Auftrag der New Yorker MET schrieb und die in opulenter Ausstattung am 27. September bei uns Premiere haben wird. Zum anderen im 1. Philharmonischen Konzert AUFBRUCH , das Coriglianos Komposition STOMP am 6. und 9. Oktober zur Europäischen Erstaufführung bringt – ein Meisterstück, das philharmonisches Konzert, Fiddle-Musik und Jazz zugleich ist. Corigliano ist in vielerlei Hinsicht ein künstlerischer Grenzgänger, der unter anderem mit dem kanadischen Genie-Award, einem Oscar für seine Filmmusik zu THE RED VIOLIN und dem Pulitzer-Preis für Musik ausgezeichnet wurde. Er gehört sicher zu den interessantesten zeitgenössischen Komponisten.

THE GHOSTS OF VERSAILLES

PREMIERE 27.9.25

19.30 Uhr | Bismarckplatz

TERMINE & TICKET-INFOS im Kalender ab S. 12 und online

Marie Antoinette – als 14-Jährige in eine politisch opportune Zwangsehe gesteckt, wird von ihr meist nur der ignorante Spruch „Wenn sie kein Brot haben, dann sollen sie doch Kuchen essen“ kolportiert. Ob sie das jedoch je so gesagt hat oder ob es sich vielmehr um böswillige Propaganda handelt, ist nicht völlig geklärt. Sicher ist jedoch, dass Marie Antoinette, die als Maria Antonia in Wien zur Welt kam, sehr theaterbegeistert war und in ihrem Privattheater in Versailles, dem Petit Trianon, selbst auf der Bühne stand, unter anderem 1785 als adlige Waise Rosine in Beaumarchais’ Figaro. Auf dem Weg zur Hochzeit von Wien nach Paris durchquerte sie auch Bayern, wo ihr bei den Zwischenaufenthalten mehrere Opern, Komödien und Konzerte aufgeführt wurden. In unserer Inszenierung von THE GHOSTS OF VERSAILLES wird sie von der in Taipei geborenen Finnin Iida Antola dargestellt, Seymur Karimov singt die Rolle des Beaumarchais.

Für die Stadt gesellschaft

NEUES AUFTRAGSWERK

FÜR REGENSBURG

Es ist ein aufregendes Unterfangen, als Theater ein Auftragswerk zu vergeben. Immerhin weiß man im Vorfeld nie genau, was man am Ende bekommt. Schauspieldirektorin Antje Thoms ist das Wagnis eingegangen und hat die Autor*innen Lutz Hübner und Sarah Nemitz beauftragt, einen Text für Regensburg zu schreiben. „Ich schätze die Stücke der beiden schon lange“, so Thoms. „Vor allem wegen ihrer politischen Bezüge, schnellen Dialoge, großartigen Spielsituationen und ihres bissigen Humors. Hübner und Nemitz sind einfach zwei Vollprofis, die aus der Theaterpraxis kommen – und das merkt man: Das Stück ist ein Fest für Ensemble und Publikum.“ Toll war es für Thoms auch, am Entstehungsprozess des Stücks beteiligt zu sein: „Natürlich gibt es vorab Absprachen

über Inhalte, den Raum, die Ensemblegröße. Man kann also Wünsche äußern, die direkt in den Text einfließen.“ Und das Ergebnis kann sich sehen lassen: LOB DER GERECHTEN ist ein hochaktuelles Stück über die Bedrohung des bürgerlichen Engagements und über eine chaotische Suche nach gesellschaftlichem Konsens – mit vielen Bezügen zur Stadt. „In Regensburg wird gern gefeiert“, so Thoms. „Zu fast jedem Anlass gibt es ein Fest – das heißt, das, was in LOB DER GERECHTEN stattfindet, könnte jederzeit auch hier passieren. Und die im Stück aufgeworfenen Fragen – wie lösen wir Meinungsverschiedenheiten ohne Gewalt, wie gehen wir mit Andersdenkenden um, wo endet Toleranz, wer muss einbezogen werden, ohne dass sich jemand ausgeschlossen fühlt – sind auch Fragen, die gerade so eine bunte, diverse, heterogene Stadtgesellschaft mit sehr unterschiedlichen Interessengruppen betreffen.“

LOB DER GERECHTEN (UA)

PREMIERE 28.9.25 | 18 Uhr Antoniushaus

TERMINE & TICKET-INFOS im Kalender ab S. 12 und online

Schauspieldirektorin Antje Thoms, Autor*innen Lutz Hübner & Sarah Nemitz

I leb eh nimmer lang

Erinnerungen sind Geschichten über unser Leben, die wir uns selbst erzählen. Am Haidplatz starten wir mit FISCHER FRITZ in eine ganz besondere Spielzeit. In einem Bühnen-Gesamtkonzept von Kristopher Kempf, das sich über die gesamte Spielzeit hindurch entwickeln und transformieren wird, erforschen wir im Serienprinzip die Themen Altern, Pflege, Demenz und Erinnerung quer durch alle Sparten. Sechs Stücke greifen motivisch ineinander und werden zum Ende der Spielzeit an zwei Marathon-

Wochenenden gezeigt, an denen Sie jeweils alle Produktionen innerhalb von zwei Tagen sehen können.

Den Auftakt macht FISCHER FRITZ von Raphaela Bardutzky, Preisträgerin der Autor*innentheatertage 2022, ein modernes Volksstück voller Intimität und zartem Humor. Der alte Fischer Fritz fischt keine Fische mehr, sein Sohn Franz lebt in der Großstadt und kann sich nicht um ihn kümmern und so ist Fritz angewiesen auf eine Live-InPflegekraft aus Polen. Zwischen Bairisch, Polnisch und Zungenbrechern wechselnd, nähern sich die Figuren an und loten, gemeinsam in Erinnerungen stöbernd, Nähe und Distanz zwischen den Generationen, aber auch zwischen zunächst fremden Menschen in teils unerwartet intimen Situationen häuslicher Pflege aus.

FISC H ER

FRITZ FISC H T

NIC H T MEHR

FISCHER FRITZ

PREMIERE 4.10.25 | 19.30 Uhr Haidplatz

TERMINE & TICKET-INFOS im Kalender ab S. 12 und online

AUCH IM HAIDPLATZ MARATHON

FISCHER FRITZ | Gerhard Hermann

Geplatzte Träume

Mit der Premiere von TOD EINES HANDLUNGSREISENDEN setzen wir im Haidplatz gleich zwei Serien fort: Zum einen lässt sich das Pulitzer-Preis gekrönte Drama von Arthur Miller, das zeitlose und universelle Themen behandelt, nicht aus dem Theaterkanon wegdenken und passt deswegen hervorragend in unsere Reihe der „kleinen Klassiker“. In dieser entdecken wir mittlerweile in der vierten Spielzeit große Texte und Geschichten der Weltliteratur regelmäßig neu. Zum anderen ist die Neuinszenierung des 1949 in New York uraufge-

AUCH IM HAIDPLATZ MARATHON

führten Theatertexts nach FISCHER FRITZ die zweite Produktion unserer diesjährigen Haidplatz-Serie und führt die inhaltliche Auseinandersetzung mit Alter, Identitätsverlust und Erinnern intensiv fort. Im Fokus der Geschichte steht dabei Willy Loman, der seit Jahrzehnten als Vertreter unterwegs ist und sich für seine Firma aufreibt.

VERLUST DER GEGENWART

Doch jetzt kann er nicht mehr, die sich verändernden Zeiten machen ihm zu schaffen. Er leidet unter Depressionen, Halluzinationen und zunehmendem Realitätsverlust. Dabei verliert sich Willy mehr und mehr in Erinnerungen, die mit der Gegenwart zu verschmelzen scheinen. Als seine Familie, zermürbt durch Lebenslügen und jahrzehntelang angestaute Enttäuschungen, zu zerfallen droht, sieht Willy, dem finanziellen Ruin nahe und zunehmend in schlechterer psychischer Verfassung, letztlich nur noch einen Ausweg …

TOD EINES HANDLUNGSREISENDEN

PREMIERE 9.11.25 | 18 Uhr Haidplatz

TERMINE & TICKET-INFOS im Kalender ab S. 12 und online

TOD EINES HANDLUNGSREISENDEN | Jonas Julian Niemann

Perspektiven auf NORA

KONSEQUENT IST, WER WAS AUSHÄLT

„Also sind wir wieder hier.“ So beginnt Sivan Ben Yishais Prolog zu einem internationalen Theaterklassiker. Henrik Ibsens NORA (EIN PUPPENHEIM) ist unzählige Male aufgeführt worden, dabei wurde es 1879 zunächst kritisch aufgenommen. Ibsen musste sogar für die deutsche Uraufführung widerwillig einen alternativen Schluss schreiben, in dem Nora doch bei den Kindern blieb. Heute ist der einstige Skandal, eine Frau, die Unterschriften fälscht, Haus, Mann und vor allem ihre eigenen Kinder verlässt, verblasst. Die Fragen bleiben aber bestehen: Ist Nora ein Vorbild? Eine gescheiterte Mutter? Ein ewiges Kind? Opfer oder Teil des patriarchalen Systems? Oder inzwischen nicht mehr als ein Theatermythos? Und was bedeutet das alles

für die Scheidungskinder? Diese Fragen stellen sich auch die Autorinnen S. B. Yishai, G. Steinbuch und I. Žic. „Wer Traditionen hat, ist klar im Vorteil“ heißt es im Stück. Während die Figuren Ibsens also ihre Szenen zunächst, wie es „das alte Buch“ vorgibt, durchspielen, stellen die Ergänzungen der drei Autorinnen nach und nach in schauriger Konsequenz das Personenverzeichnis und die Rolle Noras in Frage und mischen den kanonischen Abend einmal mehr auf.

ELENA HÖBARTH

NORA EIN THRILLER

PREMIERE 1.11.25 18 Uhr | Antoniushaus

TERMINE & TICKET-INFOS im Kalender ab S. 12 und online

Clemens Maria Riegler

Getanztes Duo

Der Tanzabend SACRE – EIN RAUSCH ist eine musikalische Kombination aus Golijovs NAZARENO und Strawinskys LE SACRE DU PRINTEMPS . Es ist weit mehr als nur ein spannender Kontrast – diese Wahl ist eine Entscheidung, die das zentrale Thema des Abends, die Dichotomie des Lebens, auf eindringliche Weise unterstreicht.

Golijovs NAZARENO ist von südamerikanischer Folklore und klassischen Elementen inspiriert. Das Werk strahlt eine ansteckende Vitalität und Spiritualität aus, die das Gefühl der Ekstase und des ausgelassenen Festes perfekt einfängt. Golijov spricht das Publikum unmittelbar an: zugänglich, leidenschaftlich, direkt und lässt uns in einen perfekten Rausch eintauchen.

Strawinskys LE SACRE DU PRINTEMPS hingegen ist ein Meilenstein der Moderne, der bei seiner Uraufführung 1913 einen Skandal auslöste und die Musikwelt für immer veränderte. Seine radikale Rhythmik, die dissonante Harmonik und die archaische Kraft schufen eine Atmosphäre der Unruhe und des Ursprünglichen. Wo Golijov die Freude und das Feiern des Lebens in den Vordergrund stellt, taucht Strawinsky in die tiefsten, oft beunruhigenden Aspekte menschlicher Rituale und Opferbereitschaft ein.

Die Spannung zwischen diesen beiden Werken liegt in ihrer gegenseitigen Kontrastierung. Golijovs Rausch bereitet das Publikum auf die tiefere, dunklere Reise vor, die

Strawinsky antreten lässt. Anders gesagt: Golijov repräsentiert den Überschwang, das Fest, das uns verführt und betört, während Strawinsky die Kraft und die ursprünglichen Triebe offenbart, die jenseits des oberflächlichen Vergnügens lauern. Gemeinsam schaffen sie einen Bogen, der von der höchsten Freude bis zu den existenziellen Fragen nach Opfer und Gemeinschaft reicht.

KRAF T

MITTANZEN MÖGLICH!

OPEN CLASS

Tanzchef Wagner Moreira lädt einmal im Monat zur OPEN CLASS in den Ballettsaal, nämlich Sa, 11.10. und Sa, 29.11., je um 14.30 Uhr. Anmeldungen für die 15 Plätze direkt bei der Theaterkasse. (10 €, erm. 6 €)

SACRE – EIN RAUSCH (UA)

PREMIERE 8.11.25 | 19.30 Uhr Bismarckplatz

TERMINE & TICKET-INFOS im Kalender ab S. 12 und online

Komische Vögel

Auf der Erde gibt es viele eigenartige und einzigartige Lebewesen und bei manchen fragt man sich: Was hat sich der Schöpfer nur dabei gedacht? Pinguine, zum Beispiel. Diese komischen Vögel riechen nach Fisch und können nicht fliegen. Dafür sind sie hervorragende Schwimmer und tauchen bis zu 18 Minuten lang! Weil sie an einem der kältesten Orte der Welt, dem Südpol, leben, kuscheln sie sich in Gruppen eng aneinander, um sich gegenseitig zu wärmen. Sie sind sich ein Leben lang treu und sie arbeiten zusammen, zum Beispiel bei der Nahrungssuche. Ihr Lieblingsessen? Na klar: Käsekuchen mit Rosinen. Zumindest die Pinguine in Ulrich Hubs mit dem Deutschen Kindertheaterpreis ausgezeichneten Theaterstück AN DER ARCHE UM ACHT können von dem süßen Gebäck gar nicht genug kriegen. Bereits in der Spielzeit 22/23 waren die lie-

benswerten Vögel in PINGUINE KÖNNEN KEINEN KÄSEKUCHEN BACKEN zu erleben. Nun kommen sie zum Familienstück zur Weihnachtszeit ins Antoniushaus. Zu dritt und in Begleitung einer Taube sind sie diesmal an Bord der Arche Noah unterwegs und stellen sich den ganz großen Fragen des Lebens: Woran glauben wir? Woraus erwachsen Zusammenhalt und Freundschaft? Was bedeutet Solidarität?

HANNAH SPIELVOGEL

AN DER ARCHE UM ACHT

6+

PREMIERE 22.11.25 | 16 Uhr Antoniushaus

TERMINE & TICKET-INFOS im Kalender ab S. 12 und online

BIST DU ICH?

Im Theater kann man Dinge, Menschen und Tiere erscheinen lassen. Glaubst du nicht? Dann hast du den Bären, der nicht da war, noch nicht gesehen! Er holt einen Zettel aus seiner Tasche, auf dem steht: „Bist du ich?“. Eine interessante Frage, denkt der Bär, finden wir es heraus! Er macht sich also auf den Weg und damit beginnt eine fröhliche, verspielte Reise. Wie viele Sorten Stille gibt es? Kann man schneller pfeifen als man gehen kann? Wachsen

Dinge auch, wenn man nicht hinschaut? DER BÄR , DER NICHT DA WAR erzählt lustvoll, philosophisch und mit absurdem Witz von der Suche nach der eigenen Identität und der Freude an der (Selbst-)Erkenntnis. Eine Ermutigung dazu, der Welt offen, neugierig und gelassen zu begegnen und sich selbst in ihr zu entdecken.

Es bleibt auch sonst tierisch im Jungen Theater: FREDERICK ist zurück. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen mit der Feldmaus, die ihre Familie mit Farben, Wörtern und Klängen nährt!

DER BÄR , DER NICHT

DA WAR

PREMIERE 5.10.25 | 15 Uhr

Junges Theater

TERMINE & TICKET-INFOS

ANDERS DENKEN

Eine Anekdote zur KLEINSTADTNOVELLE geht so: Die Lektorin des Verlags, bei dem das Buch später erstmals erschien, hielt das Geburtsdatum des Autors für frei erfunden. Wie kann ein Mensch mit 18, 19 Jahren so etwas schreiben? Trotz dieser Annahme wollte sie den Text veröffentlichen. Als Ronald M. Schernikau dann vor ihr saß, stellte sich heraus, dass der Autor wirklich so jung war.

„Wie wirkt, worin wir leben?“ war Schernikaus Ausgangsfrage. Mit vielen autobiografischen Bezügen erzählt er von b., einem Schüler, der sich nicht wiederfindet in einer Welt voll verstaubter Konventionen und kleinbürgerlicher Spießigkeit. b. sucht nach Authentizität und einem Ausdruck von Autonomie. Beides findet er in der Beziehung zu seinem Mitschüler Leif. Nähe, Berührungen, Begehren, Liebe – das alles ist auf einmal zum Greifen nah. Doch schnell wird b. mit den Grenzen einer Gesellschaft konfrontiert, die einengt, statt Veränderung zuzulassen. Schernikaus hellwacher Gedankenstrom ist ein sprachstilistisches Meisterwerk und ein nachdrücklicher Aufruf, den Status quo zu hinterfragen.

TWYLA ZUSCHNEID

im Kalender ab S. 12 und online

KLEINSTADTNOVELLE

PREMIERE 29.11.25 | 19.30 Uhr

Junges Theater

TERMINE & TICKET-INFOS

im Kalender ab S. 12 und online

Kalender

September bis November

KARTEN

Tickets im Onlineshop, per Telefon 0941 / 507 2424 oder an der Theaterkasse. Alle Ermäßigungen unter www.theaterregensburg.de/ermaessigungen

= Premiere | WA = Wiederaufnahme | U30 = U30-Vorstellung (10 € für alle unter 30) | = Familienvorstellung (10 € für alle unter 18) | = After Show Party | = Autogrammstunde im Anschluss | UA = Uraufführung | DSE = Deutschsprachige Erstaufführung | *Kinderbetreuung, Anmeldung: familie@theaterregensburg.de

FREDERICK

Puppenspiel nach Leo Lionni | Junges Theater

Sa 06.09.25 15.00

So 07.09.25 15.00

Di 09.09.25 15.00

So 21.09.25 15.00

So 02.11.25 15.00

Di 04.11.25 15.00

Mi 05.11.25 15.00

Do 06.11.25 15.00

Fr 07.11.25 15.00

So 09.11.25 15.00

INSIDEOUT (UA)

Tanzstück von Wagner Moreira Junges Theater

Fr 12.09.25 15.00

Sa 13.09.25 15.00

So 14.09.25 15.00

Sa 15.11.25 15.00

MERRILY WE ROLL ALONG

THE GHOSTS OF VERSAILLES

Oper von John Corigliano | Bismarckplatz

So 14.09.25 11.00

Matinee

Mo 15.09.25 19.00 öffentliche Probe

Sa 27.09.25 19.30

Fr 03.10.25 18.00

Sa 18.10.25 19.30

Di 21.10.25 19.30

Sa 25.10.25 19.30

So 09.11.25 18.00

Fr 14.11.25 19.30

Sa 29.11.25 19.30

LOB DER GERECHTEN (UA)

Gesellschaftskomödie von Lutz Hübner und Sarah Nemitz Antoniushaus

So 21.09.25 14.00 Matinee

Mo 22.09.25 19.00 öffentliche Probe

So 28.09.25 18.00

Di 30.09.25 19.30

Mi 01.10.25 19.30

Fr 03.10.25 18.00

Sa 04.10.25 19.30

So 05.10.25 15.00

TANZ DAHOAM (UA)

Tanzperformance | Mobil

Fr 26.09.25 20 00 St Theresia

Fr 24. 10.25 20.00 geschlossene Veranstaltung

Fr 24. 11.25 20.00 geschlossene Veranstaltung

Für die ganze Famlie

Erleben Sie Theater für Groß und Klein mit unserem Familienprogramm zur Weihnachtszeit

DER BÄR, DER NICHT DA WAR

Schauspiel nach dem Bilderbuch von Oren Lavie

PREMIERE 5.10.25 | 15 Uhr

AN DER ARCHE UM ACHT

Familienstück von Ulrich Hub

Premiere 22.11.25 | 16 Uhr

CHARLIE UND DIE SCHOKOLADENFABRIK

Musical von Marc Shaiman Premiere 6.12.25 | 18 Uhr

DER BÄR, DER NICHT DA WAR

Schauspiel nach dem Bilderbuch von Oren Lavie Junges Theater

Sa 27.09.25 11.00 öffentliche Probe

So 05.10.25 15.00

So 12.10.25 15.00

So 19.10.25 15.00

So 26.10.25 15.00

EINFÜHRUNGEN & NACHGESPRÄCHE

Außer bei Premieren finden bei fast allen Vorstellungen 30 Minuten vor Beginn Einführungen und zu ausgewählten Produktionen Nachgespräche statt. Details im Monatsspielplan und online.

FISCHER FRITZ

Modernes Volksstück von Raphaela Bardutzky | Haidplatz

So 28.09.25 11.00 Matinee

Mo 29.09.25 19.00 öffentliche Probe

Sa 04.10.25 19.30

Mi 08.10.25 19.30

Do 09.10.25 19.30

Sa 11.10.25 19.30

So 12.10.25 18.00

Fr 24.10.25 19.30

Sa 25.10.25 19.30

So 26.10.25 18.00

Mi 19.11.25 19.30

Fr 21.11.25 19.30

So 23.11.25 18.00

MERRILY WE ROLL ALONG (DSE)

Musical von Stephen Sondheim | Bismarckplatz

Sa 04.10.25 19.30

Sa 11.10.25 19.30

So 19.10.25 18.00

Do 23.10.25 19.30

Fr 24.10.25 19.30

Sa 15.11.25 19.30

So 23.11.25 18.00

MADAMA BUTTERFLY

Oper von Giacomo Puccini | Bismarckplatz

So 12.10.25 18.00

Do 20.10.25 19.30

MOBY DICK

Schauspiel nach dem Roman von Herman Melville Haidplatz

Mi 15.10.25 19.30

Do 16.10.25 19.30

Sa 18.10.25 19.30

So 19.10.25 18.00

Mi 22.10.25 19.30

I AM WHAT I AM

Opern-, Operetten- & Musical-Gala | Bismarckplatz

Fr 17.10.25 19.30

So 26.10.25 18.00

MOBY DICK

NORA. EIN THRILLER

Schauspiel von S B Yishai, H Ibsen, G Steinbuch, I Žic

Antoniushaus

So 26.10.25 11.00 Matinee

Mo 27.10.25 19.00 öffentliche Probe

Sa 01.11.25 18.00

Di 04.11.25 19.30

Mi 05.11.25 19.30

Fr 07.11.25 19.30

Sa 08.11.25 19.30

So 09.11.25 18.00

KARTEN & VORVERKAUF

TELEFON- & MAILSERVICE

Mo–Fr 10–18 Uhr, Sa 10–14 Uhr

Kartentelefon +49 (941) 507 2424 karten@theaterregensburg.de Abo +49 (941) 507 4422 abo@theaterregensburg.de

SACRE – EIN RAUSCH (UA)

Tanzabend von Wagner Moreira | Bismarckplatz

Fr 31.10.25 19.00 öffentliche Probe

So 02.11.25 11.00 Matinee

Sa 08.11.25 19.30

Do 13.11.25 19.30

So 16.11.25 18.00

Fr 28.11.25 19.30

So 30.11.25 15.00 *Kinderbetreuung

ÖFFNUNGSZEITEN

KASSENSCHALTER & ABO-BÜRO

Mo & Di geschlossen

Mi–Fr 10–18 Uhr | Sa 10–14 Uhr

ONLINE-SHOP

Rund um die Uhr tickets.theaterregensburg.de

Tickets 6–88 Euro

TOD EINES HANDLUNGSREISENDEN

Drama von Arthur Miller | Haidplatz

So 02.11.25 14.00

Matinee

Mo 03.11.25 19.00 öffentliche Probe

So 09.11.25 18.00

Di 11.11.25 19.30

Do 13.11.25 19.30

Fr 14.11.25 19.30

So 16.11.25 18.00

Di 25.11.25 19.30

Do 27.11.25 19.30

Fr 28.11.25 19.30

So 30.11.25 18.00

AN DER ARCHE UM ACHT

Familienstück von Ulrich Hub | Antoniushaus

Sa 15.11.25 11.00 öffentliche Probe

Sa 22.11.25 16.00

Sa 29.11.25 14.00

Sa 29.11.25 16.00

KLEINSTADTNOVELLE

Monolog nach Ronald M. Schernikau | Junges Theater

Sa 22.11.25 11.00

Sa 29.11.25 19.30

öffentliche Probe

HAIDPLATZ-MARATHON

Theater total: In einem kleinen Theater-Festival können Sie beim HAIDPLATZ-MARATHON alle sechs Neuinszenierungen, die in dieser Spielzeit hier das Licht der Welt erblicken, an zwei aufeinanderfolgenden Tagen nacheinander erleben. In den Pausen gibt es Zeit für Erfrischungen und anregenden Austausch. Werfen Sie sich mitten ins Theatervergnügen, nutzen Sie den Frühbucherrabatt und erleben Sie Haidplatz pur!

HAIDPLATZ MARATHON

KONZER T E

So 28.09.25 19.00 DIE JUNGEN WILDEN | 1. KAMMERKONZERT Neuhaussaal

So 05.10.25 19.00 DIALOGE | 1. HAUSKONZERT Foyer Neuhaussaal

Mo 06.10.25 10.00 AUFBRUCH | 1. PHILHARMONISCHES KONZERT Neuhaussaal öffentliche Probe

Mo 06.10.25 19.30 AUFBRUCH | 1. PHILHARMONISCHES KONZERT Neuhaussaal

Do 09.10.25 19.30 AUFBRUCH | 1. PHILHARMONISCHES KONZERT Neuhaussaal

Mi 22.10.25 21.30 31. BALKONSINGEN Balkon Bismarckplatz Eintritt frei

So 26.10.25 10.00 THE YOUNG PERSON ’ S GUIDE TO THE ORCHESTRA 1. FAMILIENKONZERT Neuhaussaal 12.00 THE YOUNG PERSON ’ S GUIDE TO THE ORCHESTRA 1. FAMILIENKONZERT Neuhaussaal

Fr 31.10.25 19.30 ENSEMBLE-LIEDERABEND Foyer Neuhaussaal

Sa 01.11.25 15.00 THE YOUNG PERSON ’ S GUIDE TO THE ORCHESTRA 1. FAMILIENKONZERT Neuhaussaal

So 02.11.25 19.00 ERINNERUNGEN | 2. KAMMERKONZERT Neuhaussaal

So 09.11.25 10.00 HALS ÜBER KOPF | 1. KRABBELKONZERT Foyer Neuhaussaal

So 09.11.25 11.30 HALS ÜBER KOPF | 1. KRABBELKONZERT Foyer Neuhaussaal

Mi 12.11.25 21.30 32. BALKONSINGEN Balkon Bismarckplatz Eintritt frei

Fr 21.11.25 19.30 ERSCHÜTTERUNGEN | 2. PHILHARMONISCHES KONZERT Audimax

So 30.11.25 19.00 LO BAILADO | 2. HAUSKONZERT Foyer Neuhaussaal

SONDERVERANSTALTUNGEN

Sa 13.09.25 19.30 AUF DEM WEG ZUM STAATSTHEATER | FESTAKT Bismarckplatz

Sa 20.09.25 11.00–16.00 THEATERFEST alle Spielstätten Eintritt frei

Sa 20.09.25 19.30 ERÖFFNUNGSGALA 25/26

Bismarckplatz

Sa 22.11.25 19.30 22. INTERNATIONALE AIDSTANZGALA Bismarckplatz

EHRENPREISVERLEIHUNG

DER DEUTSCHEN

SCHALLPLATTENKRITIK

Bereits im Herbst 2023 wurde das SWR Hörspiel

MIXING MEMORY & DESIRE des Oberpfälzer

Dramatikers Werner Fritsch mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik in der Kategorie „WortKunst“ ausgezeichnet. Das autobiographische Stück erzählt von Fritschs katholischer

GASTSPIELE & KOOPERATIONEN

Kindheit auf einem Bauernhof in der Oberpfalz und im Internat in den 1960er und 1970er Jahren – hat also erheblich Lokalkolorit. Nun soll der Ehrenpreis am 21.11. um 19.30 Uhr im Foyer Neuhaussaal verliehen werden. Neben einer Laudatio des Jurors Jörn Florian Fuchs wird Ensemblemitglied Clemens Maria Riegler neue Texte von Werner Fritsch zu Gehör bringen. Eine literarische Reise in die regionale Geschichte.

So 07.09.25 19.00 NUEVOS DIALOGÓS Bismarckplatz Vermietung

So 28.09.25 19.30 YOUKALI | VON BERLIN ÜBER PARIS ZUM BROADWAY Bismarckplatz Gastspiel

So 05.10.25 19.30 MAX MOOR LIEST: SCHACHNOVELLE Bismarckplatz Gastspiel

Do 09.10.25 19.30 JAZZ IM THEATER | TOBIAS MEINHART NYC QUARTET | SONIC RIVER Bismarckplatz Kooperation

Sa 01.11.25 19.30 CHRISTIAN BERKEL LIEST: SPUTNIK Bismarckplatz Gastspiel

Fr 21.11.25 19.30 EHRENPREISVERLEIHUNG DER DEUTSCHEN SCHALLPLATTENKRITIK AN WERNER FRITSCH Foyer Neuhaussaal Kooperation

Do 27.11.25 19.30 CAROLINE WAHL LIEST: DIE ASSISTENTIN Bismarckplatz Gastspiel

VELODROM & FÜHRUNGEN

TAG DES OFFENEN DENKMALS

Sonderführung durch das Velodrom

Sonntag, 14.9.2025 | 12 & 15 Uhr

Viele weitere Führungen durch das Theater Regensburg – für große und kleine Leute –finden Sie auf unserer Website unter www.theaterregensburg.de/produktionen/theaterfuehrung.html.

Spannungs felder

Im Spannungsfeld zwischen AUFBRUCH und ERSCHÜTTERUNGEN nehmen die ersten beiden Philharmonischen Konzerte der neuen Saison mehr als 350 Jahre Musikgeschichte zwischen barockem Solokonzert und zeitgenössischer Freiheit unter die Lupe. Auf seine ganz eigene Weise nimmt jedes der Werke Bezug auf persönliche oder gesellschaftliche EXISTENZEN von der Vergangenheit bis ins Heute. Musikalisch brechen sie Genregrenzen und gewohnte Klangstrukturen, werfen die Frage nach persönlicher Freiheit und gesellschaftlicher Entwicklung auf. Ob in ihnen vielleicht Antworten verborgen sind? – Das gilt es im Konzert herauszufinden!

Unter dem Titel AUFBRUCH beginnt auch die Konzertspielzeit mit einem Stück des amerikanischen Komponisten John Corigliano. In STOMP ist der Name Programm:

Die Klänge des klassischen Konzertstücks, von Fiddle-Musik und Jazz, vereinen sich mit dem geräuschhaften Stampfen. Darauf verzichtet Johann Sebastian Bach in seinem Violinkonzert zwar, doch stellt auch dieses Werk bis heute vor Herausforderungen: Nur in einer Abschrift erhalten, bleiben weite Teile Interpretationssache der Solistin, die im zweiten Satz in einen musikalischen Dialog mit den übrigen Streichern tritt. In Beethovens 5. Sinfonie verschränken sich schließlich Individuum und Gemeinschaft – nachträglich als „Schicksalssinfonie“ betitelt, stellt sich die Frage, von welchem Schicksal eigentlich die Rede ist. Was sicher ist: Jede Sinfonie Beethovens ist eine Revolution für sich.

AUFBRUCH

1. Philharmonisches Konzert 6. & 9.10.25 | 19.30 Uhr Neuhaussaal

ERSCHÜTTERUNGEN

2. Philharmonisches Konzert 21.11.25 | 19.30 Uhr Audimax

TERMINE & TICKET-INFOS

im Kalender ab S. 12 und online

Guter Zweck

BENEFIZABEND

ZUGUNSTEN DER LEUKÄMIEHILFE

OSTBAYERN E.V.

Bewegung und Sport helfen vor, während und nach einer Krebstherapie Nebenwirkungen zu verhindern und zu lindern, die körperliche Funktions- und Leistungsfähigkeit zu verbessern und die Lebensqualität zu steigern. Darum hat die Leukämiehilfe Ostbayern 2023 ein Sport- und Bewegungszentrum (LeoSport) am Gelände des Universitätsklinikums Regensburg eröffnet.

Mit der Einladung des interaktiven Formats TANZ DAHOAM zum Benefizabend soll den Menschen für einen guten Zweck die Freude an der Bewegung nahe gebracht werden.

22. INTERNATIONALE AIDSTANZGALA

Bereits zum 22. Mal verwandelt sich Regensburg in ein Meer aus Tanz, Kunst und Herz!

Die AIDSTANZGALA steht wieder vor der Tür und vereint auf einzigartige Weise Engagement, Kunstgenuss und Tanz der Extraklasse. Wie kaum eine andere Veranstaltung bringt die AIDSTANZGALA internationale Tanzensembles und Gruppen auf die Bühne, seit über zwei Jahrzehnten ein Leuchtturm von Gemeinnützigkeit und Charity. Jede Eintrittskarte, jede Spende trägt dazu bei, wichtige Projekte im Kampf gegen AIDS zu unterstützen und Betroffenen vor Ort sowie in ausgewählten internationalen Projekten zu helfen. Dieser Abend ist die perfekte Gelegenheit, Kunst und Engagement miteinander zu verbinden!

Die international aufgestellte Benefizveranstaltung wird gemeinsam vom Theater Regensburg, dem Jazzclub Regensburg e. V. und der Psychosozialen Aids-Beratungsstelle Oberpfalz des BRK auf die Bühne gebracht. Es ist ein Abend, an dem wir gemeinsam ein Zeichen setzen und Solidarität leben.

TANZ DAHOAM (UA)

26.9.25 | 20 Uhr St. Theresia

TERMINE & TICKET-INFOS

im Kalender ab S. 12 und online

22 . INTERNATIONALE AIDSTANZGALA

22.11.25 | 19.30 Uhr Bismarckplatz

TERMINE & TICKET-INFOS im Kalender ab S. 12 und online

Zu Gast

Besondere Gastspiele bereichern auch im Herbst unser Programm, die wir hier in Auswahl vorstellen wollen: Freuen Sie sich am 28. September auf Vladimir Kornéev, der unter dem Titel YOUKALI einen Chansonabend über Exil, Zugehörigkeit und die Kraft der Musik und den Liedern von Kurt Weill zu Gehör bringt. In Kooperation mit der Jüdischen Gemeinde Regensburg.

So, 28.9.25, Bismarckplatz

Regensburg, Brooklyn und zurück heißt es am 9. Oktober mit Tobias Meinhart und seinem NYC Quartet. Der Ausnahmesaxophonist und gebürtige Regensburger stellt bei uns sein neues Album SONIC RIVER vor. Eine Kooperation mit dem Jazzclub Regensburg. Weitere Sonderveranstaltungen und Gastspiele finden Sie unter www.theaterregensburg.de.

So, 9.10.25, Bismarckplatz

ANDREA HOFFMANN

Am 5. Oktober liest Max Moor, bekannt als Schauspieler und Moderator vieler Kultursendungen, darunter über 800 Sendungen ttt – titel, thesen, tempramente, aus Stefan Zweigs SCHACHNOVELLE , begleitet vom Emil Brandqvist Jazz-Trio. In Kooperation mit dem Jazzclub und Bücher Pustet.

So, 5.10.25, Bismarckplatz

Auf einen Espresso! JESSICA

MOTHES

JESSICA MOTHES IST BÜHNENMEISTERIN AM THEATER REGENSBURG DIE GEBÜRTIGE NIEDERSÄCHSIN

HAT IN DER SPIELZEIT 13/14 HIER ALS VERANSTALTUNGSTECHNIKERIN ANGEFANGEN UND HAT NACH DER ERFOLGREICH ABSOLVIERTEN MEISTERSCHULE PERSONALVERANTWORTUNG FÜR 32 MENSCHEN ALS LEITUNG DER BÜHNENTECHNIK

HOFFMANN: Wie wird man Bühnenmeisterin und was ist das für ein Beruf?

MOTHES: Eigentlich heißt das ja ‚Meister für Veranstaltungstechnik Bühne und Studio‘ aber am Theater sagen wir einfach Bühnenmeister. Ich wollte nach dem Abitur nicht studieren. Am liebsten wäre ich Pyrotechnikerin bei Rammstein geworden, aber das ist ja kein Lehrberuf. Also habe ich eine Ausbildung zur ‚Fachkraft für Veranstaltungstechnik‘ am Theater Wismar gemacht, einer Gastspielbühne. Da haben wir wirklich alles gemacht: Licht, Ton, Bühnenauf- und Abbau, Gastspiele betreut, das Straßentheaterfest und Hafenfeste ausgerichtet, einfach alles. Das lehrt einen viel! Danach war ich für ein Jahr Beleuchterin am Staatstheater Nürnberg und bin seit über zehn Jahren hier am Haus. Hier gibt es klar eingehaltenen Arbeitszeiten. Das kannte ich vorher nicht. Angefangen hab’ ich in Regensburg im Jungen Theater. Meinen Pyrotechnik-Schein habe ich übrigens auch gemacht und später dann noch meinen Meister.

HOFFMANN: Als Frau in einem eher männlich dominierten Beruf, wie ist das?

MOTHES: Vielleicht muss man sich als Frau schon etwas mehr beweisen, mit Vergleichen leben und manchmal derbe Sprüche aushalten oder parieren können. Aber hier am Haus sind wir sechs Frauen in der Theatertechnik in verschiedenen Bereichen und wir sind alle gleichberechtigt. Die körperliche Belastung ist schon da, aber es gibt entsprechende Richtlinien und Hilfsmittel zum Heben und Tragen. Eigentlich denke ich nicht in den Kategorien „männlich“ oder „weiblich“.

Den Espresso mit Jessica Mothes trank Andrea Hoffmann

HOFFMANN: Welche Voraussetzungen muss man für den Beruf allgemein mitbringen?

MOTHES: Ich finde ja, jede*r kann Techniker*in werden, die oder der wirklich Lust auf den Beruf hat. Das technische Verständnis kommt, wenn man Spaß an etwas hat! Es hilft allerdings, wenn man mit Physik was anfangen kann. Und Pro-Tip: Man sollte auf keinen Fall kleiner sein als 1,65 m. (*lacht) – Ok. Ich bin 1,59 m!

HOFFMANN: Und was macht besonders Spaß?

MOTHES: Zu sehen, wie eine Veranstaltung von der Idee auf die Bühne kommt und wie sie letztendlich beim Publikum ankommt. Und dass man nicht jeden Tag dasselbe tun muss!

THEATERFREUNDE MACHEN FREUDE

Aktiv am Theaterleben teilnehmen und unterstützen, das ist unser Credo. In dieser Spielzeit fördern die Theaterfreunde das Familienmusical CHARLIE UND DIE SCHOKOLADENFAB -

RIK und die Schauspielproduktion im Jungen Theater WAS DAS NASHORN SAH , je mit namhaften Beträgen und ermöglichen gerade dem Theater für Kinder, Jugendliche und Familien so neue Freiräume.

Auch die Macher*innen auf und hinter den Bühnen werden von den Theaterfreunden regelmäßig bedacht. Wir freuen uns, auch in dieser Spielzeit Theatermenschen mit Förderpreisen, je dotiert auf 500 Euro, auszeichnen zu können, nämlich Natascha Weigang und Max Roenneberg (Schauspiel), Scarlett Pulwey und Alejandro Nicolás Firlei Fernández (Musiktheater) und die Chorleiterin Lucia Birzer. Ehrenpreise der Theaterfreunde gehen an Tom Woods (1. Kapellmeister

und stellvertretender GMD ), Wolfgang Frauendienst (Leitung Ton und Video) und Ronny Scholz (Chefdramaturg).

Die Verleihung der Preise erfolgt durch die Vorsitzende der Theaterfreunde und den Intendanten bei der Gala zum Theaterfest im September 2025.

THEATERFREUNDE REGENSBURG E-MAIL info@theaterfreunde-regensburg.de

Hurra: Es geht voran!

Der Kultur- und Planungsausschuss und ihm folgend auch der Stadtrat haben Ende Juni mit großer Mehrheit grünes Licht für die weitere Planung der Sanierung des Velodroms gegeben. Wir sind sehr erleichtert und glücklich über diese Entscheidung. Damit kann die Sanierung des Velodroms konkret in die nächste Phase gehen. In der nun abgeschlossenen „Leistungsphase 2“ haben wir intensiv und immer im Sinne der Sache gemeinsam gerungen. Die Sanierungspläne für das Velodrom haben dadurch einen großen Schritt nach vorne gemacht. Das Projekt ist jetzt noch denkmalgerechter, wirtschaftlicher und in der Nutzung flexibler, sodass möglichst viele Menschen davon profitieren werden.

Noch fünf Spielzeiten werden wir ohne das Velodrom planen. Ziel ist es, das Gebäude zur Spielzeit 30/31 wieder als zentrale Spielstätte nutzen zu können. Wir freuen uns über diesen wichtigen Meilenstein und danken allen Beteiligten für das große Engagement.

Eine der letzten Möglichkeiten das Velodrom zu besichtigen, bevor die Baumaßnahmen eine Begehung des Gebäudes so

IMPRESSUM

VELO, WIR VERMISSEN DICH!

gut wie nicht mehr möglich machen, gibt es am Tag des offenen Denkmals am 14. September um 12 Uhr und um 15 Uhr.

HERAUSGEBER Theater Regensburg, Anstalt des öffentlichen Rechts, Bismarckplatz 7, 93047 Regensburg | Intendant Sebastian Ritschel, Kaufmännischer Direktor Dr. Matthias Schloderer | CORPORATE DESIGN klein,laut | GRAFISCHE GESTALTUNG Nina Reiß | CHEFREDAKTION Andrea Hoffmann | REDAKTION Dramaturgie, KBB, Marketing, Vorstand | FOTOS Collagen: Foto Tom Neumeier Leather, Bearbeitung Nina Reiß (S. 6, 7, 8, 15), Andrea Hoffmann (S. 22), Lena Krebs (S. 5), Marie Liebig (S. 2, 12), Mariana Meraz (S. 21), Tom Neumeier Leather (Cover, S. 1, 3, 10, 11, 14, 16, 17, 19, 23, 24), Christophe Ouvrard (S. 4), Herbert Schulze (S. 21), Laura Westermann (S. 21) | STAND 17.7.2025 | DRUCK Schmidl & Rotaplan Druck GmbH, Regensburg | Das Theater Regensburg wird durch die Stadt Regensburg und den Freistaat Bayern gefördert | Spielzeit 25/26

Insideout

Tanzstück von Wagner Moreira

Wiederaufnahme 12.9.25

Junges Theater

Schauspiel nach dem Roman von Herman Melville Moby Dick

Musical von Stephen Sondheim

Wiederaufnahme 4.10.25

Bismarckplatz

Wiederaufnahme 15.10.25

Haidplatz

Oper von Giacomo Puccini

Wiederaufnahme 12.10.25

Bismarckplatz

Glitzernd durchs Leben schillern

WAS DER KLAMOTTE DIE PAILLETTE, IST DEM ALLTAG DAS ABO:

Mit über 30 maßgeschneiderten Abo-Angeboten fi ndet jede Theaterseele ein passendes Serienangebot, das das Schillern zur Routine macht.

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