TR Magazin | März, April & Mai 2025

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Magazin

PARZIVAL, WIR SIND AUCH NUR EIN VOLK, Konzert UNENDLICHE WEITEN

MERRILY WE ROLL ALONG, AALI VOM KANALI

Alle Termine bis Ende Mai, MADAMA BUTTERFLY

März | April | Mai 2025

AUF DER BÜ H NE

CHOREOGRAFISCHE WANDERUNG

EINE WINTERREISE (UA)

BEIDE PERSPEKTIVEN ZEIGEN

WIR SIND AUCH NUR EIN VOLK

POETRY SLAM TRIFFT THEATER CONNI SCHEI ẞ T

AUF ALLES (UA)

PUCCINIS BILDGEWALT MADAMA BUTTERFLY

GRO ẞ , GRÖ ẞ ER, AUDIMAX ILLUSIONEN, UNENDLICHE WEITEN

UNGELÖSTE RÄTSEL AALI VOM KANALI (UA)

COMMUNITY THEATER ÜBER WASSER (UA)

VERSTEHEN SIE ENGLISCH? MERRILY WE ROLL ALONG

WAS HABEN WIR DAZUGELERNT?

PARZIVAL

JUNG UND KREATIV

DANCE LAB 3.0 (UA)

MENSCHEN

ZU GAST

Gastspiele und Kooperationen

AUF EINEN ESPRESSO MIT ... Franziska Trinkner

Liebe Leser*innen,

wir blicken zurück auf ein erfolgreiches

Theaterjahr 2024: In vier von 16 Kategorien konnten wir uns beim „2024 BroadwayWorld Germany Award“ gegen internationale Konkurrenz durchsetzen – und uns als einziges Haus in Bayern und in Süddeutschland überhaupt positionieren. Unsere Uraufführungen MICHAEL KOHLHAAS und VALUSCHKA wurden von „BR-Klassik Aktuell“ ausgezeichnet und die Operette DIE REISE ZUM MOND erhielt den Operettenfrosch des Monats Dezember. Der Blick voraus Richtung Sommer zeigt ein vielfältiges und anregendes Programm: Der Tanzabend EINE WINTERREISE zeigt Franz Schuberts berühmtesten Liederzyklus in einer außergewöhnlichen Orchesterfassung. Mit WIR SIND AUCH NUR EIN VOLK werfen wir einen Blick auf die deutsch-deutsche Geschichte, während Hannah Haberbergers Auftragswerk CONNI SCHEI ẞ T AUF ALLES Klischees und traditionelle Rollenbilder hinterfragt. Puccinis Klassiker MADAMA BUTTERFLY birgt große Emotionen und mit AALI VOM KANALI widmen wir uns dem geheimnisvollen Leben der Aale. Unser Community-Theater-Projekt ÜBER WASSER beleuchtet auf partizipative Weise das Lebenselixier. PARZIVAL lädt zu einer modernen Heldenreise ein und in DANCE LAB 3 0 präsentieren sich unsere Tänzer*innen mit eigenen Choreografien. Mit MERRILY WE ROLL ALONG erzählen wir schließlich eine bewegende Geschichte über Lebensträume – voller Witz und Ironie. Unerfüllte Träume und galaktische Impressionen spiegeln unsere Konzerte mit den Publikumslieblinge ROMEO UND JULIA oder DIE PLANETEN .

Freuen Sie sich mit uns auf ein spannendes und emotionales Frühjahr im Theater Regensburg und begleiten Sie uns auf dem Weg in Richtung Staatstheater!

Herzlich

SEBASTIAN RITSCHEL

Spielplan

Intendant Sebastian Ritschel

Eine Winterreise

Hinter dem sich langsam öffnenden Vorhang leben sie, die Menschen, die den einsamen Wanderer auf seinem Lebensweg begleiten, beeinflusst und geformt haben. Die Bühne wandelt sich mit der Zeit, so wie die Menschen sich gegenseitig den Weg weisen. Wagner Moreira begibt sich auf eine choreografische Wanderung durch Schuberts WINTERREISE . Gemeinsam mit dem Philharmonischen Orchester Regensburg unter der musikalischen Leitung von Tom Woods und mit dem Gasttenor Richard Resch wird dieses Tanztheatererlebnis zur Aufführung kommen. Ein Tanzabend, der Spuren innerer Zerrissenheit und Sehnsucht nach Liebe, Heimat und Ankommen in eine poetische Tanzsprache übersetzt. In Zusammenarbeit mit Kristopher Kempf findet die Ausstattung eine berührende Übersetzung eines einsamen Menschen, der, von seiner Liebe verlassen, durch winterliche Landschaften irrt. Hans Zenders (1936–2019) komponierte Interpretation von Schuberts WINTERREISE ist weit mehr als eine bloße Orchestrierung des ursprünglichen Liederzyklus. Zender entwirft einen neuen Kosmos, in dem die melancholischen Melodien Schuberts zu einem komplexen Geflecht aus Klängen werden, die zugleich vertraut und völlig neuartig wirken. Die Orchestrierung ist kein Accessoire, sondern gleichberechtigter Partner der Singstimme und des Tanzes. Zender lässt die Instrumente singen, flüstern, rufen, sie imitieren die menschliche Stimme in all ihren Facetten und erweitern so die emotionale Bandbreite des Werkes. Die Streicher weinen mit dem Protagonisten, die Bläser fegen wie ein Wintersturm über die Szenerie, das Schlagzeug malt ein düsteres Bild der inneren Zerrissenheit. Diese Klangwelt, die Zender schafft, ist so dicht und vielschichtig, dass sie die Zuhörer*innen förmlich einhüllt und in die Welt des Wanderers entführt. Die Tänzer*innen der Tanzcompany geben dieser Klangwelt Raum, Zeit und Bewegung.

EINE WINTERREISE (UA)

PREMIERE 15.3.25 | 19.30 Uhr Bismarckplatz

TERMINE & TICKET-INFOS im Kalender ab S. 12 und online

Sneak Preview von EINE WINTERREISE (UA) bei der Eröffnungsgala 2024

Beide Perspektiven zeigen

1994 schreibt Jurek Becker mit WIR SIND

AUCH NUR EIN VOLK die wahrscheinlich passendste Fernsehserie zur Wiedervereinigung, welche noch im gleichen Jahr mit Manfred Krug verfilmt wird. Mit scharfsinnigem Humor schaut er dabei auf die OstWest-Entfremdung und entwirft das Bild einer Zeit des deutsch-deutschen Kennenlernens. In der Fassung von Antje Thoms kommt der Stoff, der die Regisseurin auch auf persönlicher Ebene betrifft, jetzt ins Antoniushaus: „Ich bin im Osten geboren, in der DDR aufgewachsen, dann kam in der Schulzeit die Wende und jetzt lebe ich schon länger im sogenannten Westen als im sogenannten Osten. Dennoch haben sich die Themen Wiedervereinigung und deutsche Einheit, die Gegensätze zwischen West und Ost, nicht aufgelöst – im Gegenteil.“ Bei der aus 570 Seiten bestehenden Vorlage fällt die Auswahl der Szenen nicht leicht, denn so vieles in Beckers Serie ist großartig, komisch und erzählenswert, so Thoms: „Ich versuche bestmöglich, beide Perspektiven – Ost und West – zu Wort kommen zu lassen.“ Die heutige Auseinandersetzung mit der Thematik soll dabei keinesfalls in Ostalgie abrutschen, welche

die Gräben weiter vertieft. Das stützt laut Thoms die Entscheidung, das Stück hier in Regensburg und damit erstmals im ehemaligen Westen aufzuführen. Der Stoff gewinnt damit „eine universelle Allgemeingültigkeit und beschäftigt sich nicht mehr nur mit einer bestimmten historischen Situation, sondern setzt sich damit auseinander, wie sehr fremde Menschen aus ganz verschiedenen Welten einander wirklich näherkommen und sich verstehen können. Indem sie nämlich auch bemerken, wie vieles sie – als Menschen – vereint.“

WIR SIND AUCH NUR EIN VOLK

PREMIERE 22.3.25 | 19.30 Uhr Antoniushaus

TERMINE & TICKET-INFOS im Kalender ab S. 12 und online

Poetry Slam trifft Theater

Am 29. März kommt die Uraufführung von CONNI SCHEI ẞ T AUF ALLES (Inszenierung: Rachel Müller) in den Haidplatz. Autorin Hannah Haberberger im Gespräch mit Schauspieldramaturgin Elena Höbarth.

HÖBARTH: Was ist deine früheste Erinnerung an die Conni Bücher?

HABERBERGER: Ich war ungefähr fünf Jahre alt, als der Vater meiner besten Freundin auf der Autofahrt nach Kroatien die Batterien aus unserem pinken Mini-Kassettenspieler entfernt hat, weil wir zum sechsten Mal CONNI IM KRANKENHAUS anhören wollten. Wir konnten überhaupt nicht verstehen, was sein Problem war.

HÖBARTH: Wie kam es dazu, dass du dich wieder damit beschäftigt hast?

HABERBERGER: Die Conni-Geschichten gibt es für verschiedene Altersstufen und sie haben mich durch einige Lebensphasen begleitet. Als ich mich dann das erste Mal mit Geschlechterstereotypen in Kinderliteratur beschäftigt habe, ist ein Funken Wut aufgekeimt. Für einen Slam zum 8. März 2024, dem internationalen feministischen Kampftag, passte das Thema perfekt. Antje Thoms war bei meinem Auftritt zum Equal Pay Day im Akademietheater. Im gemeinsamen Gespräch haben wir beschlossen, dass wir das Projekt Slam × Theater ausprobieren möchten.

HÖBARTH: Als Slam Poetin performst du selbst – worin liegt für dich der Unterschied zur Theaterbühne?

HABERBERGER: Ein befreundeter Slam Poet hat mal gesagt, Poetry Slam sei gut, um genau einen Gedanken auszuarbeiten und ihn zu Papier zu bringen. Ich empfinde das ähnlich. Wenn ich für die Slambühne schreibe, habe ich meistens ein Thema, das mich beschäftigt und zu dem ich meinen literarischen Senf dazugebe. Für das Stück war es eine Herausforderung, zum ursprünglichen Gedanken mehrere Facetten im selben Themenbereich auszuarbeiten und miteinander zu verknüpfen.

HÖBARTH: Welche Probleme hast du aus heutiger Perspektive mit den Narrativen?

HABERBERGER: Ich sehe im Conniversum ein einfaches Le-

ben mit überwiegend einfachen Problemen und einfachen Lösungen, die in meinen Augen nicht repräsentativ für die durchschnittliche Lebensrealität sind. Außerdem fehlt mir die Frechheit und die Lautstärke, eine Meinung, eine Haltung, eventuell auch mal bockig und unbequem zu sein. Ich möchte Figuren und Geschichten, die Mut machen, die Wut machen, die sich keinen Scheiß erzählen lassen, Banden bilden und die Leser*innen bestärken.

HÖBARTH: Was überrascht dich in der Auseinandersetzung mit Conni?

HABERBERGER: Wie schwer es ist, nachhaltig sauer auf sie zu sein. Es fällt erstmal leicht, sie und ihr privilegiertes Vorstadtleben durch den Kakao zu ziehen – gleichzeitig ist sie auch nur ein Mädchen, später eine junge Frau, die versucht, das zu tun, wovon ihr alle erzählen, dass es richtig sei: Nett sein, klug sein, erfolgreich sein.

Kostümfigurinen

von Larissa Kramarek

CONNI SCHEI ẞ T AUF ALLES (UA)

PREMIERE 29.3.25 | 19.30 Uhr

Haidplatz

TERMINE & TICKET-INFOS

im Kalender ab S. 12 und online

Puccinis Bildgewalt

Regisseurin Juana Inés Cano Restrepo und Ausstatterin Anna Schöttl im Gespräch mit Dramaturgin Marie Julius.

JULIUS: Von Giacomo Puccinis (Frauen)figuren geht eine Faszination aus, die in den Bann zieht. Was ist das Besondere an MADAMA BUTTERFLY ?

RESTREPO : Es gibt nicht viele Opern, in denen ein Kind im Zentrum des Geschehens steht. Damit ist nicht Dolore, das Kind von Madama Butterfly und Pinkerton gemeint, sondern Cio-Cio-San (Butterfly) selbst. Oft nehmen wir sie durch die vokalen Herausforderungen und die damit einhergehende Besetzung als erwachsene Frau wahr. Dabei zeichnet Puccini bei all der musikalischen Bildgewalt ein unglaublich komplexes und delikates Psychogramm eines Kindes, das viel zu schnell erwachsen werden muss.

JULIUS: Was ist an diesem Stoff bis heute aktuell?

RESTREPO : Zum einen die Suche nach Identität und Sicherheit, zum anderen das oft tabuisierte Thema Suizid. Ganz wie bei LA BOHÈME verführt auch Puccinis sechste Oper dazu, sich grundlegend existentiellen, zeitlosen Fragen zu öffnen: Wie lange hat ein Mensch die Kraft, sich immer wieder neu zu erfinden, ungeachtet zahlloser Fehlschläge? Was tun, wenn sich keine helfende Hand bietet und man völlig auf sich allein gestellt ist? Gibt es so etwas wie Sicherheit und Stabilität überhaupt? Warum brauchen wir Träume? Und was kann man tun, wenn die Realität unerträglich ist und der Traum sich nicht einlöst?

JULIUS: Wie geht ihr mit dem Japonismus konzeptuell und visuell um?

SCHÖTTL: Das, was (mit) Cio-Cio-San passiert, liegt nicht daran, dass die beiden aus verschiedenen Kulturen stammen. Es geht um unterschiedliche Einstellungen, Mentalitäten und Vergangenheiten. Ihre Seelenlandschaft verknüpfen wir mit einem erschütternden, in Japan häufigem Naturphänomen – dem Erdbeben. Diese Seelenlandschaft bestimmt visuell die Bühne, wir verknüpfen das Land mit der Hauptfigur. In den Kostümen geht es um Behauptungen, Versatzstücke und Zitate. Es wird keine historisierende Kleidung gezeigt

MADAMA BUTTERFLY

PREMIERE 5.4.25 | 19.30 Uhr

Bismarckplatz

TERMINE & TICKET-INFOS im Kalender ab S. 12 und online

Groß, größer, Audimax

Gleich für zwei Philharmonische Konzerte verlassen wir in dieser Spielzeit den gewohnten Neuhaussaal, packen unsere Instrumente zusammen und reisen mit Sack und Pack ins Audimax. Mit im Gepäck sind dabei nicht nur unsere Musiker*innen, sondern auch Werke, deren Größe und Klanggewalt unseren angestammten Saal am Bismarckplatz sprengen und damit das Audimax zum Klingen bringen: Von Sergej Prokofjews kontrastreich-romantischer zweiter Suite aus ROMEO UND JULIA und Hector Berlioz’ hochromantischer SYMPHONIE FANTASTIQUE (zu hören beim 5. Philharmonischen Konzert ILLUSIONEN am 3. März 2025) bis zu Gustav Holsts galaktischer Orchestersuite DIE PLANETEN und John Coriglianos THE MANNHEIM ROCKET , das sich seine Bahnen durch 200 Jahre Musikgeschichte bricht im 8. Philharmonischen Konzert am 14. Juli 2025.

Dass das Audimax auch den Raum für intime musikalische Momente bietet, beweisen GMD Stefan Veselka und der mehrfach preisgekrönte Pianist Markus Groh ebenfalls im 8. Philharmonischen Konzert UNENDLICHE WEITEN mit Wolfgang Amadeus Mozarts bekanntem Klavierkonzert Nr. 23 A-Dur.

ILLUSIONEN

5. Philharmonisches Konzert 3.3.25 | 19.30 Uhr | Audimax

UNENDLICHE WEITEN

8. Philharmonisches Konzert 14.7.25 | 19.30 Uhr | Audimax

TERMINE & TICKET-INFOS im Kalender ab S. 12 und online

Philharmonisches Orchester Regensburg im Audimax

Ungelöste Rätsel

EINE URAUFFÜHRUNG FÜR

MENSCHEN AB 6 JAHREN

Der Aal ist ein Tier mit Geheimnis. „Also erstklassiger Theaterstoff“, finden Dita Zipfel und Finn-Ole Heinrich. Mit Mitteln der „Nah dran!“-Förderung haben die beiden Jugendliteraturpreisträger*innen exklusiv ein Stück für das Junge Theater Regensburg geschrieben: AALI VOM KANALI

Darin begleiten wir einen kleinen Aal auf seiner Reise vom heimischen Kanal ins große Meer und gehen den Rätseln dieses sonderbaren Fisches nach. Zum Beispiel seiner Wandlungsfähigkeit: Zu Beginn seines Lebens sieht er aus wie ein Weidenblatt, nach ein paar Jahren wie ein durchsichtiger Regenwurm und dann ein paar Jahrzehnte später wie eine Schlange mit Flossen. Gegen Ende seines Lebens werden seine Augen größer und er hört auf zu fressen. So ist das auch bei Aali, er hat eines Tages keinen Hunger mehr. Dafür ist da dieses Brennen in ihm. Aali muss los. Wohin, kann er selbst nicht so genau sagen, aber es zieht ihn weg von den Freunden im Kanal. Damit beginnt eine abenteuerliche Reise durch Seen, über Wiesen (ja, Wiesen!) und Meere. Der kleine Aal trifft auf einige bemerkenswerte Persönlichkeiten, zum Beispiel den imposanten Schwan, der mit Aali sein Nest teilen will, oder Hein, die schräge

Krabbe, die ihn in die Hafenbar entführt.

Aali lernt, dass man sich vor Schiffsmotoren in Acht nehmen muss und dass das Meer hinter dem Kanal viel größer ist als gedacht. Er erfährt, was echte Freundschaft ist und wie es sich anfühlt, loszulassen und er führt uns ganz nah heran an das große Geheimnis des Lebens – wer mehr wissen will, muss ins Theater kommen. Am Premierentag laden wir herzlich zu einem Vorgespräch mit den beiden Autor*innen ein.

AALI VOM KANALI (UA)

6+

PREMIERE 6.4.25 | 16 Uhr Junges Theater

TERMINE & TICKET-INFOS im Kalender ab S. 12 und online

AALI VOM KANALI (UA) | Gabriel Kähler

Über Wasser

DIE DRITTE

PRODUKTION DES COMMUNITY THEATERS

Die Theater Community lädt wieder zum theatralen Forschen ein. Die Probenarbeit hat gerade begonnen und ist noch offen für neue Community-Mitglieder! In zwei Gruppen entwickeln wir Stücke zu einem Thema und nähern uns dabei aus unterschiedlichen Perspektiven. Eine Gruppe besteht aus Menschen im Alter von 6 bis 12 und über 30 Jahren, die andere aus Menschen zwischen 13 und 30 Jahren. Unter professioneller Anleitung entwickeln wir szenisches Material, das wir in regelmäßigen Treffen erproben. Wir geben Feedback, zeigen Probenstände und erarbeiten so gemeinsam eine Inszenierung. Als Handlungsort ist Wasser in dieser Spielzeit besonders oft vertreten (u. a. AALI VOM KANALI, MOBY DICK, RATTE RUDI GEHT VON BORD, DAS SCHIFF DER TRÄUME ),

deshalb befassen wir uns mit diesem Grundstoff des Lebens. In der Badewanne warm und flach, aus großer Entfernung hart wie Beton und im Ozean eiskalt und tief – Wasser ist wandelbar, unberechenbar, lebenspendend und lebensbedrohlich. „ Wir sind alle Wasser aus verschiedenen Flüssen. Das macht es so leicht, sich zu treffen. Wir sind alle Wasser aus diesem weiten Ozean. Eines Tages werden wir gemeinsam zu Dampf“ , sagt Yoko Ono und artikuliert damit einen weiteren Aspekt von Wasser: Als unser aller Ursprung verbindet es die Menschen fließend miteinander. Lust mitzumachen? Dann schreib uns! community@theaterregensburg.de

TWYLA ZUSCHNEID

ÜBER WASSER (UA)

PREMIERE 26.4.25 | 16 Uhr Junges Theater

TERMINE & TICKET-INFOS

Verstehen Sie Englisch?

MUSS MAN

MUSICALS WIRKLICH ÜBERSETZEN?

Diese Frage wird mir oft gestellt. Und vielleicht haben Sie das ja auch schon einmal gedacht, zumindest bei einem Musical mit Liedern von ABBA oder Tina Turner?

Stellen Sie sich vor: Sie gehen mit Ihren Kindern (wahlweise Eltern, Partner*in) in Shakespeares WAS IHR WOLLT ins wunderschöne Theater Regensburg. Sie nehmen Platz, das Licht geht aus, der Vorhang auf und die Vorstellung beginnt. Auf Englisch. Selbst wenn Sie das vorher wussten – würden Sie der Geschichte in der Fremdsprache jetzt genauso folgen können wie in Ihrer Muttersprache? Wie viele Nuancen gingen Ihnen verloren und wie viele Emotionen mit ihnen? Und wie ginge es Ihrer Begleitung mit der Sprache? Okay, aber was ist mit den Liedern, kann man die nicht wenigstens auf Englisch lassen?

Dann stellen Sie sich wieder vor:

Samstagabend auf der Couch, Sie knabbern ein paar Chips und sehen einen James-Bond-Film. Die Lage spitzt sich zu, das Tempo zieht an, die Verfolgungsjagd eskaliert, Bond und seine Nemesis stehen sich endlich gegenüber – und reden auf Englisch weiter. Und zwar bis die Sache geklärt ist und die beiden tot oder lebendig wieder auseinander gehen.

Selbst mit exzellenten Fremdsprachenkenntnissen würde der plötzliche Sprachwechsel Sie doch aus der Geschichte reißen, oder?

Ein Musical ist in der einfachsten Definition eine Geschichte mit Musik. Eine Geschichte, die das Publikum mit auf eine emotionale Reise nimmt. Wir sollten den Zugang zu dieser Geschichte nicht beschränken für Menschen, die weniger gut Englisch sprechen. Und unbegründet die Sprache innerhalb der Geschichte wechseln – auch das stört die Reise. Es wäre zum Beispiel so schade, wenn nicht jede*r im Publikum die Menschen aus Gander und die Flug-

Ensemble COME FROM AWAY | ebenfalls eine Übersetzung von Sabine Ruflair

zeugleute in COME FROM AWAY vollkommen und zu jeder Sekunde versteht. Die Worte, die damals auf Englisch gefallen sind, mögen dem ein oder anderen fremd sein – aber die Gefühle dahinter waren und sind universell. Eine Übersetzung bringt sie uns näher. Sie verbindet. Und darum ist meine Antwort auf die Frage immer: Ja, auch und gerade ein Musical muss man übersetzen.

MERRILY WE ROLL ALONG (DSE)

PREMIERE 24.5.25 | 19.30 Uhr Bismarckplatz

TERMINE & TICKET-INFOS im Kalender ab S. 12 und online

We

von Stephen Sondheim

SABINE RUFLAIR

Sabine Ruflair studierte zunächst Übersetzen für Englisch und Chinesisch, bis sie an die Folkwang Universität in Essen wechselte, um dort Musical zu studieren. Damit war der Sprung zur MusicalÜbersetzerin eigentlich nur eine Frage der Zeit. Sie übersetzte z. B. die Liedtexte in den Musical-Adaptionen von DOKTOR SCHIWAGO , LITTLE WOMEN und ONCE , die Stücke JANE EYRE und The Who‘s TOMMY , Broadway-Klassiker wie THE KING AND I und nun auch die beiden Musicals COME FROM AWAY und Stephen Sondheims MERRILY WE ROLL ALONG (gemeinsam mit Jana Mischke), die am Theater Regensburg ihre deutschsprachigen Erstaufführungen feiern. Für Ruflair ist ihre Arbeit als Brücke zwischen der Originalfassung eines Musicals und dem deutschsprachigen Publikum zu verstehen. Übersetzungen helfen, Musicals einer größeren Zielgruppe erlebbar zu machen.

SABINE RUFLAIR
Musical

Kalender

KARTEN

Tickets im Onlineshop, per Telefon +49 (941) 507 2424 oder an der Theaterkasse. Alle Ermäßigungen unter www.theaterregensburg.de/ermaessigungen

= Premiere | U30 = U30-Vorstellung (10 € für alle unter 30) | = Familienvorstellung (10 € für alle unter 18) |

ZLM = Zum letzten Mal (in dieser Spielzeit) | = After Show Party | = Einführung – 30 Minuten vor Beginn | = Nachgespräch | = Autogrammstunde im Anschluss | UA = Uraufführung | DSE = Deutschsprachige Erstaufführung | *Kinderbetreuung, Anmeldung: familie@theaterregensburg.de

MACBETH

Oper von Giuseppe Verdi | Bismarckplatz

Sa 01.03.25 19.30

Fr 21.03.25 19.30

Mi 16.04.25 19.30

Fr 25.04.25 19.30

DREI SCHWESTERN

Tragikomödie von Anton Tschechow | Antoniushaus

So 02.03.25 15.00

Di 04.03.25 19.30

Sa 08.03.25 19.30

So 09.03.25 18.00

SHOP JETZTAUCH PAYPALMIT

COME FROM AWAY (DSE)

Musical von Irene Sankoff und David Hein | Bismarckplatz

So 02.03.25 18.00

Sa 08.03.25 19.30

So 23.03.25 18.00

Fr 28.03.25 19.30

So 13.04.25 18.00

Mo 14.04.25 19.30

Sa 26.04.25 19.30

Mi 30.04.25 19.30

Sa 03.05.25 19.30

So 11.05.25 18.00

So 18.05.25 18.00 *Kinderbetreuung

Fr 30.05.25 19.30

DIE WUNDERBAREN JAHRE (UA)

Musiktheater von Torsten Rasch | Haidplatz

So 02.03.25 18.00

Fr 07.03.25 19.30

Sa 08.03.25 19.30

Di 08.04.25 19.30

So 13.04.25 18.00

DER ZINNSOLDAT UND DIE PAPIERTÄNZERIN

Märchen von Roland Schimmelpfennig | Junges Theater

Mi 05.03.25 15.00

Do 06.03.25 10.00

Fr 07.03.25 15.00

EINE WINTERREISE (UA)

Tanzabend von Wagner Moreira | Bismarckplatz

Fr 07.03.25 19.00 öffentliche Probe

So 09.03.25 14.00 Matinee

Sa 15.03.25 19.30

Sa 22.03.25 19.30

So 30.03.25 15.00 *Kinderbetreuung

So 06.04.25 18.00

Fr 11.04.25 19.30

Di 22.04.25 19.30

Di 29.04.25 19.30

Sa 17.05.25 19.30

Do 29.05.25 19.30

RATTE RUDI GEHT VON BORD

Kindermusical von M. Frowin, K. Pamuk, B. Eichhorn

Junges Theater

Sa 15.03.25 15.00

Sa 22.03.25 15.00

KARTEN & VORVERKAUF

TELEFON- & MAILSERVICE

Mo–Fr 10–18 Uhr, Sa 10–14 Uhr Kartentelefon +49 (941) 507 2424 karten@theaterregensburg.de Abo +49 (941) 507 4422 abo@theaterregensburg.de

WIR SIND AUCH NUR EIN VOLK

Schauspiel nach den Drehbüchern von Jurek Becker Antoniushaus

So 16.03.25 11.00 Matinee

Mo 17.03.25 19.00 öffentliche Probe

Sa 22.03.25 19.30

Di 25.03.25 19.30

Mi 26.03.25 19.30

Sa 29.03.25 19.30

So 30.03.25 18.00

Mi 09.04.25 19.30

Do 10.04.25 19.30

Fr 11.04.25 19.30

So 13.04.25 18.00

Mi 28.05.25 19.30

Fr 30.05.25 19.30

Sa 31.05.25 19.30

DER KLEINE PRINZ (UA)

Familienoper von Pierangelo Valtinoni | Bismarckplatz

So 16.03.25 18.00

So 20.04.25 15.00

ÖFFNUNGSZEITEN

KASSENSCHALTER & ABO-BÜRO

Mo & Di geschlossen

Mi–Fr 10–18 Uhr | Sa 10–14 Uhr

ONLINE-SHOP

Rund um die Uhr tickets.theaterregensburg.de

Tickets 6–68 Euro

NEUE ÖFFNUNGS ZEITEN!

CONNI SCHEI ẞ T AUF ALLES (UA)

Schauspiel von Hannah Haberberger | Haidplatz

Fr 21.03.25 19.00

öffentliche Probe

So 23.03.25 11.00 Matinee

Sa 29.03.25 19.30

Di 01.04.25 19.30

Fr 04.04.25 19.30

Sa 05.04.25 19.30

Di 15.04.25 19.30

Mi 16.04.25 19.30

Di 22.04.25 19.30

Mi 23.04.25 19.30

Mi 21.05.25 19.30

Fr 23.05.25 19.30

Sa 24.05.25 19.30

So 25.05.25 18.00

MADAMA BUTTERFLY

Oper von Giacomo Puccini | Bismarckplatz

Mo 24.03.25 19.00 öffentliche Probe

So 30.03.25 11.00 Matinee

Sa 05.04.25 19.30

Sa 12.04.25 19.30

Sa 19.04.25 19.30

So 27.04.25 15.00 *Kinderbetreuung

Fr 02.05.25 19.30

So 04.05.25 18.00

Fr 09.05.25 19.30

Fr 16.05.25 19.30

AALI VOM KANALI (UA)

Schauspiel von Dita Zipfel und Finn-Ole Heinrich Junges Theater

Sa 29.03.25 11.00

So 06.04.25 16.00

Sa 12.04.25 15.00

Do 01.05.25 15.00

So 04.05.25 15.00

So 11.05.25 15.00

Do 29.05.25 15.00

öffentliche Probe

Spielplanpräsentation 25/26

Wir laden herzlich zur Präsentation der neuen Spielzeit in den Bismarckplatz ein. / mit Einblicken in die nächste Saison!

/ Eintritt frei

/ Platzkarten erhältlich an der Theaterkasse & online

11 Uhr 22.3.25 Bismarckplatz

EINGELADEN!

Schöne Erfolge für unser Schauspielensemble: Lilly-Marie Voglers Soloperformance IPHIGENIES RACHE ist zur „Woche junger Schauspieler*innen“ nach Bensheim eingeladen und wird am 5. März im Wettbewerb um den Günther-Rühle-Preis dort das Festival eröffnen. Toi toi toi!

BONDI BEACH ist zu den ZwischenStücken nach Mühlheim eingeladen, einem Format der Mühlheimer Theatertage, die mit interessanten Inszenierungen die Zeit zwischen zwei Festivals theatral überbrücken. Am 5. April ist unsere Inszenierung im Theater an der Ruhr zu erleben. Wir gratulieren!

DIE REISE ZUM MOND

Operette von Jacques Offenbach | Bismarckplatz

Sa 29.03.25 19.30

Do 10.04.25 19.30

Di 15.04.25 19.30

Mo 21.04.25 18.00

Do 24.04.25 19.30

Sa 10.05.25 19.30

Sa 31.05.25 19.30

ÜBER WASSER (UA)

Community Theater | Junges Theater

Sa 26.04.25 16.00

PARZIVAL

Schauspiel von Lukas Bärfuss | Antoniushaus

So 27.04.25 11.00 Matinee

Mo 28.04.25 19.00 öffentliche Probe

Sa 03.05.25 19.30

Di 06.05.25 19.30

Do 08.05.25 19.30

Sa 10.05.25 19.30

So 11.05.25 18.00

Di 13.05.25 19.30

Do 15.05.25 19.30

Sa 17.05.25 19.30

So 18.05.25 18.00

I AM WHAT I AM

Opern-, Operetten- & Musical-Gala | Bismarckplatz

Do 01.05.25 19.30 geschlossene Vorstellung

DANCE LAB 3.0

Junge Choreograf*innen | Tanzabend | Haidplatz

Sa 03.05.25 11.00 öffentliche Probe

So 11.05.25 18.00

Di 13.05.25 19.30

Do 15.05.25 19.30

Fr 16.05.25 19.30

So 18.05.25 18.00

MERRILY WE ROLL ALONG (DSE)

Musical von Stephen Sondheim | Bismarckplatz

Mo 12.05.25 19.00 öffentliche Probe

So 18.05.25 11.00 Matinee

Sa 24.05.25 19.30

Mi 28.05.25 19.30

NEXT TO ME (UA)

Tanzabend von Gabriel Pitoni | Antoniushaus

Do 22.05.25 19.30

KONZER T E

Mo 03.03.25 19.30 ILLUSIONEN | 5. PHILHARMONISCHES KONZERT Audimax

Mi 05.03.25 21.30 26. BALKONSINGEN Balkon Bismarckplatz

So 09.03.25 19.00 FANTASIE | 4. HAUSKONZERT Foyer Neuhaussaal

Fr 14.03.25 19.30 ICH BIN DER WELT ABHANDEN GEKOMMEN | 2. ENSEMBLE LIEDERABEND Foyer Neuhaussaal

So 16.03.25 10.00 AB INS GETÜMMEL | 3. KRABBELKONZERT Foyer Neuhaussaal

So 16.03.25 11.30 AB INS GETÜMMEL | 3. KRABBELKONZERT Foyer Neuhaussaal

So 30.03.25 19.00 INSOMNIA | 5. KAMMERKONZERT Neuhaussaal

Mo 14.04.25 10.00 IM FLUSS | 6. PHILHARMONISCHES KONZERT Neuhaussaal öffentl. Probe

Mo 14.04.25 19.30 IM FLUSS | 6. PHILHARMONISCHES KONZERT Neuhaussaal

Do 17.04.25 19.30 IM FLUSS | 6. PHILHARMONISCHES KONZERT Neuhaussaal

Mi 23.04.25 21.30 27. BALKONSINGEN Balkon Bismarckplatz

So 04.05.25 11.00 ALLES FLIE ẞ T | 4. FAMILIENKONZERT Neuhaussaal

Mi 07.05.25 21.30 28. BALKONSINGEN Balkon Bismarckplatz

So 11.05.25 11.00 ALLES FLIE ẞ T | 4. FAMILIENKONZERT Neuhaussaal

Fr 16.05.25 19.30 3. ENSEMBLE LIEDERABEND Foyer Neuhaussaal

So 18.05.25 19.00 RAFFINESSEN | 5. HAUSKONZERT Foyer Neuhaussaal

So 25.05.25 19.00 DEM HIMMEL NAH | 6. KAMMERKONZERT Neuhaussaal

GASTSPIELE & KOOPERATIONEN

Mo 17.03.25 19.30 JÖRG HARTMANN LIEST AUS DER LÄRM DES LEBENS Neuhaussaal mit Buchhandlung Dombrowsky

Mi 26.03.25 19.30 DR. VOLKER BUSCH: KOPF HOCH Neuhaussaal mit Bücher Pustet

Do 27.03.25 19.30 JOCHEN MALMSHEIMER: „STATT WESENTLICH DIE WELT BEWEGT, HAB ICH WOHL NUR DAS MEER GEPFLÜGT …“ EIN RIGOROSUM SONDERSHAUSEN Antoniushaus

Fr 04.04.25 19.00 NARNIA – DAS MUSICAL | CANTEMUS CHOR Antoniushaus

Sa 05.04.25 15.00 19.00 NARNIA – DAS MUSICAL | CANTEMUS CHOR Antoniushaus

So 06.04.25 16.00 NARNIA – DAS MUSICAL | CANTEMUS CHOR Antoniushaus

Di 08.04.25 19.30 BARBARA DENNERLEIN TRIO Bismarckplatz Jazzclub Regensburg

Mi 09.04.25 19.30 BENEFIZKONZERT ZU GUNSTEN DER STIFTUNG THEATER Bismarckplatz Theaterfreunde Regensburg e.V.

Do 17.04.25 19.30 EVA MATTES: ZUR HEIMAT ERKOR ICH MIR DIE LIEBE Bismarckplatz

Mi 23.04.25 19.00 RITA PAYÉS TRIO: DE CAMINO AL CAMINO Bismarckplatz mit cinEScultura

Fr 23.05.25 19.30 GRO ẞ E STIMMEN | OPERNSTUDIO MÜNCHEN Bismarckplatz

So 25.05.25 19.30 LUDIQUE! FROM BERLIN WITH LOVE Bismarckplatz

SONDERVERANSTALTUNGEN

Sa 22.03.25 11.00 SPIELPLANPRÄSENTATION 25/26 Bismarckplatz

Do 27.03.25 18.00 WELTTAG DES THEATERS

Bismarckplatz außen

SONDERFORMATE

Mi 12.03.25 21.00 OPEN MIC NIGHT Velodrom

Do 10.04.25 20.00 6. ZUKUNFTSDIALOG: WIR SIND AUCH NUR EIN VOLK! MIT DR. GREGOR GYSI UND HANS-DIETER SCHÜTT Neuhaussaal

So 13.04.25 15.00 THEATERPREDIGT: WIR SIND AUCH NUR EIN VOLK Antoniushaus

So 18.05.25 15.00 THEATERPREDIGT: PARZIVAL Antoniushaus

FÜHRUNGEN

So 02.03.25 11.00 THEATERFÜHRUNG Bismarckplatz

So 02.03.25 15.00 THEATERFÜHRUNG FÜR FAMILIEN Bismarckplatz

Mo 10.03.25 18.00 SANIERUNGSFÜHRUNG VELODROM Velodrom

Mo 24.03.25 18.00 SANIERUNGSFÜHRUNG VELODROM Velodrom

So 06.04.25 11.00 THEATERFÜHRUNG Bismarckplatz

So 06.04.25 15.00 THEATERFÜHRUNG FÜR FAMILIEN Bismarckplatz

Mo 07.04.25 18.00 SANIERUNGSFÜHRUNG VELODROM Velodrom

So 27.04.25 11.00 THEATERFÜHRUNG Bismarckplatz

So 04.05.25 15.00 THEATERFÜHRUNG FÜR FAMILIEN Bismarckplatz

Mo 05.05.25 18.00 SANIERUNGSFÜHRUNG VELODROM Velodrom

Mo 19.05.25 18.00 SANIERUNGSFÜHRUNG VELODROM Velodrom

So 25.05.25 11.00 THEATERFÜHRUNG Bismarckplatz

So 25.05.25 15.00 THEATERFÜHRUNG FÜR FAMILIEN Bismarckplatz

6. ZUKUNFTSDIALOG: WIR SIND AUCH NUR EIN VOLK!

In engem Zusammenhang mit dem Spielplan – der Kammeroper DIE WUNDERBAREN JAHRE nach einem Text von Reiner Kunze und dem Schauspiel WIR SIND AUCH NUR EIN VOLK nach Drehbüchern von Jurek Becker – steht der 6. Zukunftsdialog unter der Überschrift WIR SIND AUCH NUR EIN VOLK mit dem Politiker und Rechtsanwalt Dr. Gregor Gysi und dem Theaterwissenschaftler und Journalist Hans-Dieter Schütt.

In der Reihe ZUKUNFTSDIALOGE befasst sich das Theater Regensburg mit Zukunftsfragen und aktuellen Herausforderungen der Gesellschaft, um sich in Zeiten der Unsicherheit und des Umbruchs als Ort der Auseinandersetzung und des offenen Diskurses anzubieten und sich gemeinsam immer wieder auf die Werte einer demokratischen Gesellschaft zu besinnen.

Donnerstag, 10.4.25 | 20 Uhr | Neuhaussaal

Was haben wir dazugelernt?

2010 schreibt Lukas Bärfuss seinen PARZIVAL als Auftragswerk für das Staatstheater Hannover. In zehn Episoden, gekonnt ausgewählt aus dem umfangreichen mittelalterlichen Versepos von Wolfram von Eschenbach, skizziert er uns voller Humor und berührender Tragik einen Sinnsucher auf Heldenreise, der auf seiner teils blutigen Irrfahrt durch die Gesellschaft so manches über eben diese offenbart. Im Antoniushaus stellt sich Yvonne Kespohl zusammen mit ihrem Team jetzt diesem Stoff und sich erstmals als Regisseurin dem Regensburger Publikum vor. Wie nähert man sich heute einer solchen Geschichte aus dem Mittelalter an? Für Autor Bärfuss ist Parzivals Startpunkt in jedem Fall heutig, berichtet er im Zuge der ersten Aufführung. Denn ein Gefühl der Einsamkeit und den Wunsch des Dazugehörenwollens kennt jeder. Komplett aktualisieren kann man die Geschichte um den vielleicht größten Fragensteller der Literatur dabei jedoch nicht. Interessanter ist der Punkt: Was war damals schon so wie heute und haben wir seitdem eigent-

lich etwas dazugelernt? So lässt sich zwischen Vertrautheit und Fremdheit der Geschichte pendeln, sagt Bärfuss über seine Fassung. Feststellen lässt sich in jedem Fall, dass sich im 21. Jahrhundert unsere Ausgangslage für den Blick auf den Stoff verändert hat. In Parzivals Zeit überwogen die Fragen, bei uns heute scheinbar die Antworten. Und wer auf eine Frage mal keine Antwort parat hat, kann rund um die Uhr das Smartphone konsultieren. Vielleicht eine Chance, während PARZIVAL das Smartphone auszuschalten, sich der Neugier hinzugeben und gemeinsam Fragen zu stellen.

MAXI RATZKOWSKI

PARZIVAL

PREMIERE 3.5.25 19.30 Uhr Antoniushaus

TERMINE & TICKET-INFOS

im Kalender ab S. 12 und online

Jung und kreativ

„Sechs junge Choreografen überzeugen mit Witz, Dramatik und sinnlichem Rausch bei Dance Lab 2.0.“ – So schrieb Michael Schreiner in der MZ am 8. Mai 2024. Dieses Lob erfüllt mich als künstlerischer Leiter und Chefchoreograf des Theater Regensburg mit Stolz.

Ein Abend für junge Choreograf*innen ist eine Investition in die Zukunft des Tanzes. Er bietet eine Bühne für aufstrebende Talente, um ihre innovativen Ideen zu präsentieren und wertvolles Feedback zu erhalten. DANCE LAB 3.0 ist ein Tanzabend, der sich aus mehreren kurzen Stücken zusammensetzt: Ein Mosaik aus getanzten Appetithäppchen. Hier zeigt die Tanzcompany des Theater Regensburg einmal mehr ihr ganzes Können und Potenzial. Das Repertoire ist vielfältig: Vom Tanztheater über zeitgenössischen Tanz, performative Beiträge bis hin zu klassischen Aspekten. Die vergangenen Spielzeiten haben gezeigt, wie wertvoll dieser Abend ist, denn jede und jeder der Künstler*innen hat mehr zu erzählen als es zunächst scheint. Das Spektrum reicht von fiktiven Kurzgeschichten über humorvolle Beiträge bis zu psychologischen Prozessen und biografischen Ansätzen. Die Möglichkeiten sind unbegrenzt.

Wenn ich die Tanzcompany als „Gemälde“ bezeichnen möchte, dann hat sie in dieser Spielzeit viele neue Farben gewonnen. Vier neue Tänzerinnen und ein Tänzer

BOLÉRO aus DANCE LAB 2.0

bereichern das Ensemble. Die Tanzcompany besteht momentan aus internationalen Künstler*innen, die aus zehn verschiedenen Nationen kommen. Ich bin schon jetzt gespannt auf die Ergebnisse und freue mich auf das diesjährige Laboratorium der Tanzkunst.

WAGNER MOREIRA

DANCE LAB 3.0 (UA)

PREMIERE 11.5.25 | 18 Uhr Haidplatz

TERMINE & TICKET-INFOS im Kalender ab S. 12 und online

Zu Gast

Zwei Lesungen, die sich von unterschiedlichen Seiten dem Leben nähern, sind im März bei uns zu Gast. Am 17. März liest Jörg Hartmann aus seinem biografischen Roman DER LÄRM DES LEBENS , der auf hinreißende Weise seine Geschichte und die seiner Eltern und Großeltern erzählt. Es ist eine Liebeserklärung an die Kraft der Familie – und an den Ruhrpott (in Kooperation mit der Buchhandlung Dombrowsky). Am 26. März liest der Regensburger Psychiater und Neurowissenschaftler Prof. Dr. Volker Busch aus seinem Buch KOPF HOCH! Wissenschaftlich fundiert, empathisch und humorvoll schildert Busch, wie wir festen Boden unter den Füßen gewinnen in einer Zeit, in der manches ins Wanken gekommen ist (in Kooperation mit Bücher Pustet).

„Lebte Jean Paul Sartre nicht lange mit Simon Bolivar zusammen? Oder war es eher Simone Signoret – bei Beaujolais im Boudoir?“, fragt kabarettistisch Jochen Malmsheimer in der ihm eigenen Wortgewalt und

mit ungeheurem Sprachwitz am 27. März im Antoniushaus.

Die Brücke zum Musikalischen schlägt das Gastspiel ZUR HEIMAT ERKOR ICH MIR DIE LIEBE der Fassbinder-Mimin und ehemaligen Tatort-Kommissarin Eva Mattes, die mit Johanna Mohr (Gesang) und Markus Syperek (Flügel) am 17. April ein musikalisch-literarisches Mosaik ausbreitet.

Barbara Dennerlein bringt am 8. April mit ihrem Trio Jazz vom Feinsten auf die Bühne (Veranstalter ist der Jazzclub Regensburg), Bigband-Sound ist gleich danach am 9.  April mit dem Gebirgsmusikcorps der Bundeswehr und dem Benefizkonzert der Theaterfreunde zu erleben. Mit katalanischen Klängen feiern wir in einer Kooperation mit cinEScultura zusammen Sant Jordi, am 23. April mit dem Rita Payés Trio DE CAMINO AL CAMINO . Am 25. Mai überbringen Ludique – bekannt und beliebt vom Sommernachtsball und als Special Guests der Gala I AM WHAT I AM – ChansonGrüße FROM BERLIN WITH LOVE . Klassisch wird es dann am 23. Mai mit großen Stimmen und dem Opernstudio München.

HOFFMANN

TERMINE & TICKET-INFOS im Kalender ab S. 12 und online

Ludique

Auf einen Espresso!

FRANZISKA TRINKNER

FRANZISKA TRINKNER IST SEIT NOVEMBER 2024 PROJEKTLEITUNG FÜR DIGITALE TRANSFORMATION AM THEATER REGENSBURG

HOFFMANN: Was heißt „Digitale Transformation“ am Theater eigentlich?

TRINKNER: Das ist tatsächlich sehr breit gefächert und folgt der Grundfrage: Wie kann man in allen Bereichen des Theaters, von der Bühne über die Gewerke bis zur Vermittlung, mit digitalen Mitteln unterstützen, um die Arbeit zu erleichtern. Und es geht auch darum, das Publikum (und Nicht-Publikum) mit digitalen Mitteln und im digitalen Raum abzuholen.

HOFFMANN: Und was heißt das zum Beispiel?

TRINKNER: Gerade im Bereich von Dienstplänen oder Arbeitsplanung kann man vielfältige Entlastung durch digitale Tools schaffen. Ein Beispiel ist auch die digitale „Außenwerbung“, bei der wir auf Monitoren mehr von unserem Angebot zeigen können. Hier unterstütze ich die Kolleg*innen des Marketings bei der Umsetzung.

HOFFMANN: Wie bist du zu dem Job gekommen?

TRINKNER: Nach dem Abitur in Stuttgart habe ich ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) im Kulturamt gemacht und dort den Theaterkalender der Stadt als ersten Online-Kalender betreut. Das hat mich zum Studium „Kultur und Wirtschaft“ in Mannheim, Warschau und Bayreuth gebracht, mit den Schwerpunkten Informatik, Medienrecht und Marketing. Nach ein paar Jahren im Online-Marketing des Goethe-Instituts in München bin ich nun seit November 2024 am Theater Regensburg.

HOFFMANN: Was magst Du an Deinem Job besonders?

TRINKNER: Ich mag die Verbindung zwischen den Menschen, die Theater schafft und die Emotionen, die es hervorruft.

Den Espresso mit Franziska Trinkner trank Andrea Hoffmann

Schauspieler Gerhard Hermann brachte theaterale Einwürfe und literarische Eckbälle in den Zukunftsdialog.

25.500 Euro konnten nach der AIDSTANZ -

AIDS TANZ GALA

GALA Ende 2024 zwischen dem Kinderheim Elonwabeni in Kapstadt und dem Notfallhilfefonds der Aids-Beratungsstelle Oberpfalz aufgeteilt werden. „Es ist das höchste Ergebnis seit die AIDSTANZGALA im Theater am Bismarckplatz aufgeführt wird und das zweithöchste Ergebnis in der Geschichte der AIDSTANZ -

GALA seit 2003“, freute sich Hans-Peter Dorsch von der Aids-Beratungsstelle Oberpfalz des BRK. Die Schirmherrschaften Prof. Dr. Bernd Salzberger und OB Gertrud Maltz-Schwarzfischer übergaben den Scheck symbolisch im Januar 2025.

Wie vielschichtig die Begegnung von Fußball und Theater sein kann, unterstrich beim 5. Zukunftsdialog am 22. Januar Schauspieler Gerhard Hermann, der aus der Loge Künstlerisch-Literarisches zum Talk beitrug. Unter der Moderation von Katharina Kleinfeld sprachen Sebastian Ritschel und Matthias Schloderer mit Philipp Hausner und Achim Beierlorzer (SSV Jahn) darüber, was die beiden Kulturbereiche, die von Emotionen und dem LiveErlebnis geprägt sind, tun können, um die Gesellschaft im demokratischen Sinne zusammenzuhalten – nämlich zum Diskurs einzuladen, Themen anzubieten und anzusprechen sowie Rassismus, Ausgrenzung und Homophobie eine Absage zu erteilen.

ZUKUNF T S DIALOG

Prof. Dr. Bernd Salzberger und Gertrud Maltz-Schwarzfischer

Seit nunmehr 35 Jahren begleiten und unterstützen die Theaterfreunde Regensburg e. V. alle Sparten des hiesigen Theaters, mit einem besonderen Augenmerk auf Produktionen für Kinder und Familien. 2012 wurde die Stiftung Theater durch die Theaterfreunde Regensburg e. V. ins Leben gerufen und unterstützt seither, fußend auf einem Stiftungskapital von 50.000 Euro, besondere Produktionen. Auf vielfältige und lebendige Weise haben die Theaterarbeit und das Bühnengeschehen seither von den Theaterfreunden und der Stiftung profitiert – zum Wohle aller. Am 9. April findet im Rahmen der Feierlichkeiten zum 35-jährigen Bestehen der Theaterfreunde ein Benefizkonzert mit dem Gebirgsmusikkorps der Bundeswehr unter der Leitung von Major Rudolf Piehlmayer zu Gunsten der Stiftungstätigkeiten im Theater am Bismarckplatz statt. Das sinfonische Blasorchester wartet mit einer großen Klangvielfalt und einem qualitätvollen Repertoire auf, das neben klassischen Werken auch moderne Klänge und alpenländische Musiken beinhaltet. Eine Bandbreite, die auch das Engagement der Theaterfreunde widerspiegelt.

Auf die Freundschaft und auf die Unterstützung der Theaterarbeit in allen Belangen!

Gebirgsmusikkorps der Bundeswehr

Lohnenswert

Mit Spannung erwarten wir in diesen Wochen die erste belastbare Kostenschätzung zur Velodrom-Sanierung – zum Abschluss der sogenannten Leistungsphase 2. Klar ist: Der umsichtige Umgang mit Bau- und Bodendenkmal sowie die mehrjährige Verschiebung haben einen signifikanten Einfluss auf die Gesamtkosten. Kann sich ein solches Invest überhaupt lohnen? Nun, Sie lesen das Theatermagazin und vermuten wahrscheinlich eine rhetorische Frage. Was gibt ein Theater der Region ökonomisch zurück? Im Rahmen einer Studie der LMU München in der Spielzeit 23/24 wurde genau diese Frage beantwortet. Ein Ergebnis: Das Publikum unseres Hauses gab zusätzlich zum Theaterbesuch beeindruckende 25 Mio. Euro in Regensburg aus, z. B. für Gastronomie und Unterkunft. Je Tourist*in sind das im Schnitt 177 Euro pro Besuch, je Regensburger*in immerhin 45 Euro. Regensburg erhielt somit für jeden über die Kapitaleinlage der Stadt investierten Euro 1,60 Euro zurück. Qualitative Effekte wie die Steigerung der Standortqualität sind dabei noch gar nicht berücksichtigt: Für über 75 Prozent der Befragten hat der Theaterbesuch die Meinung zu Regensburg positiv beeinflusst, ebenso viele werden den Besuch der Stadt weiterempfehlen.

IMPRESSUM

Das Velo fehlt aktuell in dieser Rechnung. Als unsere größte Spielstätte umfasst es 200 Plätze mehr als die Ersatzspielstätte Antoniushaus. Das macht knapp 30.000 Plätze pro Jahr aus. Der „return on investment“ des Theaters ist mit dem Velo also deutlich höher – insbesondere aber die Reichweite zur Erfüllung unseres Kulturauftrages. Die Pflege des reichhaltigen Schatzes unserer kulturellen Infrastruktur lohnt also so oder so.

Fragen zur Velosanierung? Schreiben Sie uns an: vorstand@theaterregensburg.de.

HERAUSGEBER Theater Regensburg, Anstalt des öffentlichen Rechts, Bismarckplatz 7, 93047 Regensburg | Intendant Sebastian Ritschel, Kaufmännischer Direktor Dr. Matthias Schloderer | CORPORATE DESIGN klein,laut | GRAFISCHE GESTALTUNG Nina Reiß | CHEFREDAKTION Andrea Hoffmann |

REDAKTION Dramaturgie, KBB, Marketing, Vorstand | FOTOS Felix And (Portrait Haberberger, S. 4), Andrea Hoffmann (S. 21), Larissa Kramarek (Figurinen, S. 5), Lena Krebs (S. 10), Marie Liebig (S. 1), Tom Neumeier Leather (Cover, S. 3, 7, 8, 9, 18, 20, 22, 24), Sabine Ruflair (S. 11), Gerhard W. H. Schmid (S. 2, S. 19), Rainer Spitzenberger (S. 23), Urban Zintel (S. 17) | STAND 12.2.2025 | DRUCK Schmidl & Rotaplan Druck GmBH, Regensburg | Das Theater Regensburg wird durch die Stadt Regensburg und den Freistaat Bayern gefördert | Spielzeit 24/25

Macbeth

Oper von Giuseppe Verdi

noch bis zum 25.4.25

Bismarckplatz

Sommer nachtsball

Das Schiff der Träume

Die Reise zum Mond

Fantastische Operette von Jacques Offenbach

noch bis zum 31.5.25

Bismarckplatz

Next To Me

Tanzabend von Gabriel Pitoni

28.6.25

Bismarckplatz

U30 exklusiv 22.5.25

Antoniushaus

Unendliche Weiten

8. PHILHARMONISCHES KONZERT

JOHN CORIGLIANO (*1938)

MANNHEIM ROCKET

WOLFGANG AMADEUS MOZART (1756–1791)

Konzert für Klavier und Orchester Nr. 23 A-Dur KV 488

GUSTAV HOLST (1874–1934)

DIE PLANETEN op. 32

Suite für großes Orchester

KLAVIER Markus Groh

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TR Magazin | März, April & Mai 2025 by Theater Regensburg - Issuu