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theater zeitung MUSIKTHEATER BALLETT SCHAUSPIEL KABARETT PHILHARMONISCHES ORCHESTER LUTZ

Der

November 2012

Nuss

knacker Ballett von Ricardo Fernando Musik von Peter I. Tschaikowski

„Ein großer Spaß!“ (Ruhr Nachrichten)

Tiana Lara Hogan, Yoko Furihata, Shinsaku Hashiguchi, Brendon Feeney

Interview

Premiere

Uraufführung

Guildo Horn

Don Carlo

Die Prinzessin auf der Erbse

Endlich wieder zu Gast im Großen Haus! Der einmalige Live-Entertainer im Gespräch mit dem theaterhagen

Verbotene Leidenschaft und politischer Freiheitskampf: „starker Stoff“ in Verdis spannendem Meisterwerk

Ein Höhepunkt jeder Theatersaison: Das Märchen zur Weihnachtszeit als unvergessliches Erlebnis für Klein und Groß.

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Interview „Hinter der Bühne streicheln wir uns gelegentlich“ Guildo Horn im Gespräch theaterhagen: Herr Horn, schön, dass Sie ab dem 25. Oktober wieder zu Gast bei uns in Hagen sind. Guildo Horn: Die Freude ist ganz auf meiner kleinen Seite.

kleinkünstlerisch daherkommt, unser Bühnenbild und vor allem unsere Besetzung. Hinter der Bühne streicheln wir uns auch gelegentlich.

Sie sind in Hagen fast schon Stammgast – bereits 2009 haben Sie im Musical „Into the Woods“ mitgewirkt. Wie ist die Zusammenarbeit damals zustande gekommen? Das ist jetzt ziemlich unspektakulär: ein Anruf bei meinem Management, ein Besuch meinerseits in Hagen. Mir hat das Theater auf Anhieb riesig gefallen. Das ist so ein Kleinod mit seinen Balkonen und Brüstungen – zum Reinbeißen. Hier will man einfach spielen. Dazu „Into the Woods“: ein wundervolles Musical, weg von allen Klischees. Und die Zusammenarbeit mit jungen Künstlern, wie ich einer bin, von der Folkwang Hochschule in Essen. Dieses Paket hat mich gelockt und es gab kein zurück mehr. Okay, die obligatorisch sechsstellige Gage ohne Nachverhandlung wollen wir ebenfalls nicht verschweigen. Wie sagt Steffi so schön in der Barilla-Werbung: Der Beginn einer kochenden Leidenschaft! Und seitdem verbindet Sie eine Freundschaft mit dem Haus? Kann man so sagen. Aber nicht nur mit dem Gemäuer, sondern vor allem mit dem Inhalt des Hauses, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sämtlicher Abteilungen und dem Hagener Publikum. Ein netter Schlag Mensch. Herauszuheben der nette Freizeitjäger von der Technik, der mich mit seiner selbstgemachten Wildschweinsalami in die Abhängigkeit getrieben hat. In der „Rocky Horror Show“ sind Sie als Riff Raff zu sehen. Wie fühlt es sich an, nach einigen Monaten Pause wieder in eine Produktion einzusteigen? Ich habe keine Pause gehabt, sondern war viel mit den Orthopädischen Strümpfen auf Tour. Wir Orthopäden freuen uns alle, wenn’s jetzt in Hagen weitergeht. Ich persönlich freue mich, den Riff Raff wieder zu treffen und die anderen schrägen Vögel in unserer „Rocky Horror Show“. Mir gefällt die schrullige Inszenierung, die manchmal auch etwas

Im November kommen Sie außerdem mit den Orthopädischen Strümpfen und Ihrer Weihnachtsshow nach Hagen. Können Sie schon etwas zum Programm verraten? Da bastele ich gerade dran. Das Programm besteht zurzeit noch aus ca. 80 Titeln. Viel zu viel, es fällt mir aber immer so schwer mich von geliebtem Material zu trennen. Doch in der Beschränkung liegt der Meister! Zum Inhalt unserer Weihnachtsshow: ein bunter Blumenstrauß – von kleinen Orthopädenhänden geflochten – aus weihnachtlichen und weltlichen Melodien. Eine klanggewordene Krippe, nebst Ochs und Eselein. Eine musikalische Melange aus Schlager, Pop, Funk, Punk, Folk, Soul, Rock für Hörer aller Fachbereiche und Kinder von 1-100, oder drüber. Viel Mitsingen, Lachen, Gänsehaut kriegen und dann heiser und schweißgebadet nach Hause gehen. So will es der Brauch.

Bühnenball am 8. und 9. Februar 2013

Sie engagieren sich sehr im sozialen Bereich, ein Schwerpunkt Ihrer Arbeit liegt bei den Themen Inklusion und Menschen mit Behinderung. Wie kommt das? Ich habe 1984 nach meinem Abitur ein soziales Jahr in einer Werkstatt für Behinderte absolviert und da hat es mich gepackt. Beim ersten gemeinsamen Musizieren habe ich gemerkt, dass meine vermeintlich Behinderten in Punkto Freude und Hingabe beim Musizieren mir extrem was voraus hatten. Ohne viel Reflektion einfach geradeaus und ohne Schnörkel drauf los. Herrlich! Das Ganze hat mich derart geflasht, dass ich anschließend Pädagogik studiert und später als Musiklehrer in mehreren Behinderteneinrichtungen gearbeitet habe. Weil es so viel Spaß macht auf natürliche, ehrliche, authentische Individualisten zu treffen. Der Teil der Inklusionsdebatte, der zurzeit öffentlich ausgetragen wird, fokussiert den gemeinsamen Unterricht von Kindern und Jugendlichen mit bzw. ohne Behinderung. Jedes gute Team besteht aus Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Stärken. Auch Behinderte haben Fähigkeiten, die einem Team voran helfen können. Deshalb ist Inklusion keine mildtätige Idee, Behinderte besser zu integrieren, sondern jeder in einer inklusiven Einrichtung zieht seinen Nutzen daraus. Was verstehen Sie unter dem Begriff „Inklusion“? Im Miteinander zu großer Stärke zu gelangen. Wie könnte man das Ihrer Meinung nach auf politischer Ebene umsetzen? Ich bin kein Politiker sondern Unterhaltungskünstler. Ich tu nur. Letzte Frage: Wie verbringen Sie die Feiertage um Weihnachten herum? Im Dezember bin ich wieder mit den „Orthopädischen Strümpfen“ auf Tour. Die endet am 23.12. mit unserem traditionellen Weihnachtssingen in meiner Heimatstadt Trier. Nach dem Konzert gehen wir alle erstmal richtig feiern und an den Weihnachtstagen, die ich durchgehend in Jogginghose verbringe, gelobe ich mir, nie wieder derart zu feiern.

Das Phantom rockt die Oper! Bühnenball am 8. und 9. Februar 2013 Vorverkauf ab dem 10. November 2012 um 9.00 Uhr www.theaterhagen.de oder 02331 / 207 - 3218

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Kritiken · Rückblick „Stehende Ovationen“ – Der Nussknacker So offenkundig modern wie mit dem Inhalt der Geschichte geht Ricardo Fernando keineswegs mit dem Tanz um. Der bleibt in seinen Grundzügen weitgehend klassisch. Der junge Dirigent David Marlow vermittelte dem Orchester hörbaren Elan. An diesem Abend sprangen die Funken zwischen Bühne und Orchester vielfach hin und her. Ein großer Spaß! (Ruhr Nachrichten)

und Shinsaku Hashiguchi als ihr kongenialer Prinz. (Westfalenpost)

Das Premierenpublikum feierte alle mit stehenden Ovationen. (tanznetz)

Die Compagnie zeigt einmal mehr, wozu sie fähig ist. (…) Tiana Lara Hogan als stets bezaubernd lächelnde Claramarie und Brendon Feeney als Mensch gewordener Nussknacker bilden ein betörend schönes Paar. Leszek Januszewski ist ein über jeden Zweifel erhaben-stattlicher Drosselmeier, während Hayley Macri eine Softeis-Figur der dehnungsfähigen Sorte anbietet. Nicht zu vergessen natürlich auch die bestechend elegante Yoko Furihata als Baiser-Fee

„Ganz großes Theater“ – Nur Ein Tag Eine Achterbahnfahrt der Gefühle: Befreiendes Lachen wechselt sich mit unterdrückten Schluchzern im Publikum ab. Es gibt verrückte und verspielte Momente, ruhige und besinnliche. (…) „Wer weint denn schon um eine Eintagsfliege?“ Auf jeden Fall diejenigen, die „Nur ein Tag“ sehen – aber nur mit einem Auge. (Westfälische Rundschau)

und verspielt wird die Botschaft deutlich: Wir sind auf der Welt, um etwas aus unserem Tag zu machen. (Westfalenpost)

Minutenlanger tosender Applaus in einem ausverkauften Lutz (…). Ganz großes Theater. (…) Wieder einmal ein Stück, das alle Generationen erreicht. (Radio 58)

Eine Inszenierung, die ebenso berührend wie leichthändig ist. (…) Jenna Schulz als kluge Fliege, Sebastian Kolb als frecher Fuchs und Firat Bas Ar als sensibles Wildschwein sind ein großartiges Team. (…) Regisseurin Miriam Michel verzichtet auf laute Gesten und setzt dafür auf präzise Charakterisierungen. (…) Gerade deswegen wird die kleine Parabel zum großen Theatererlebnis. Denn ganz leise

Hagener Leuchttürme vereinen ihre Kräfte Phoenix hagen Hymne Beim Auftaktspiel der Beko Basketball Bundesliga-Saison 2012/2013 zwischen Phoenix Hagen und LTi GIESSEN 46ers war es soweit: Das philharmonische orchesterhagen stellte die neue Hymne für die Hagener Mannschaft vor. Zehn Minuten vor Beginn des Spiels stürmte das Orchester in Konzertkleidung das Spielfeld und spielte die Komposition von Andres Reukauf, der darin – thematisch passend – Elemente aus Igor Stravinskis „Feuervogel“ verarbeitete. Die fulminante Hymne begeisterte die Mannschaft ebenso wie das Publikum, das in Beifallsstürme ausbrach.

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Während des Spiels wurde die Stimmung mit den vom philharmonischen orchesterhagen eingespielten Jingles angeheizt: Unschöne Manöver wurden durch Kakophonie bestraft, gelungene Spielzüge mit Fanfaren belohnt. So bewiesen die zwei Hagener Leuchttürme, dass sie gar nicht so weit auseinander liegen, wie es auf den ersten Blick scheint. Auf weitere gemeinsame Projekte darf man gespannt sein! Die Phoenix Hagen Hymne sowie die Jingles stehen auf der Homepage des theaterhagen zum Download bereit: www.theater.hagen.de

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Premiere OPER IN VIER AKTEN MUSIK VON GIUSEPPE VERDI TEXT VON JOSEPHE MÉRY UND CAMILLE DU LOCLE IN ITALIENISCHER SPRACHE MIT DEUTSCHEN ÜBERTITELN

PREMIERE AM 10. NOVEMBER 2012 19.00 UHR · GROSSES HAUS Musikalische Leitung:

GMD Florian Ludwig

Inszenierung:

Philipp Kochheim

Ausstattung:

Uta Fink

Dramaturgie:

Dorothee Hannappel

Chor:

Wolfgang Müller-Salow

Mit: Rainer Zaun (Filippo II.), Tamara Haskin (Elisabetta di Valois), Xavier Moreno (Don Carlo), Kristine Larissa Funkhauser (Prinzessin Eboli), Raymond Ayers (Rodrigo, Marquis von Posa), Richard van Gemert (Graf von Lerma), Tanja Schun (Tebaldo), Orlando Mason (Großinquisitor), Sebastian Joest/ Egidijus Urbonas (Mönch/Karl V.), Maria Klier (Stimme von oben), u.a. Opernchor und Extrachor des theaterhagen philharmonisches orchesterhagen

AM ANFANG… … stand eine Anfrage aus Paris: Die dortige Opéra wünschte sich eine neue Oper von Verdi und hatte auch gleich einige Sujets dafür parat. Verdi wählte das Szenario über Don Carlos, beruhend auf dem gleichnamigen Schauspiel von Friedrich Schiller. Denn es bot, was das Pariser Publikum verlangte, etwa das in der „Grand Opéra“ unverzichtbare Ballett sowie einige große Szenen. Und Schiller war ein Autor, der Verdi seit langem interessierte. Was er bei Schiller fand, war die Verquickung eines großen politischen Stoffes mit hochemotionalen individuellen Konflikten. Verdi verknappte die Handlung und reduzierte das Personal auf die Kombination, mit der er die größte musikalische Wirkung erzeugen konnte: So entspricht die Familienkonstellation Elisabeth – Carlos – Philipp dem Verdi-typischen „magischen Dreieck“ von Sopran zwischen Tenor und Bariton bzw. Bass. Bei „Don Carlo“ ergänzt der Komponist diese Konstellation um die drei weiteren, von außen hinzukommenden Stimmen Mezzosopran (Prinzessin Eboli), Bariton (Marquis von Posa) und Bass (Großinquisitor).

EINE FAMILIENGESCHICHTE Mit diesen Figuren gestaltet Verdi eine aufregende Familiengeschichte: Filippo II., der Vater von Don Carlo, ist Herrscher über das Weltreich Spanien, in dem die Sonne niemals untergeht. Hinter ihm steht der Großinquisitor, der seine Macht absichert. Verheiratet ist er mit Elisabetta di Valois, einer jungen Frau des französischen Hofes, die fremd ist im strengen spanischen Hofzeremoniell, und von der es heißt, sie sei immer von einer geheimen Traurigkeit umgeben. Diese hat ihre Ursache nicht zuletzt darin, dass Elisabetta zunächst mit Don Carlo verlobt war, ehe sie seinen Vater heiratete. Doch ihre Liebe zum Infanten konnte sie nicht vergessen. Und auch Carlo liebt Elisabetta noch immer. Somit wird der Sohn Carlo zum Gegenspieler des Vaters: Er liebt

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Don

Carlo

dessen Frau und stellt obendrein seine Herrschaft radikal in Frage. Seine eigenen politischen Ansichten hat Don Carlo von seinem Freund aus Kindertagen, dem Marquis von Posa. Der ist gerade aus Flandern zurückgekommen, das dem spanischen Reich angehört, aber aktuell von Aufständen und Freiheitskämpfen aufgewirbelt wird. Von dort bringt Posa aufgeklärt-freiheitliche Ideale mit. Die drei jungen Leute Carlo, Posa und Elisabetta haben für kurze Zeit die Hoffnung, sie könnten Einfluss auf den König nehmen. Soviel wäre gewonnen, wenn sie ihn bewegen könnten, freiheitliches Gedankengut zuzulassen und Carlos als Statthalter nach Flandern zu schicken, der dort ein milderes Regime führen würde. Doch die Hoffnung währt nicht lange: Sind Carlos Liebe und Posas politischer Ehrgeiz schon eine brisante Basis, um darauf politische Pläne zu errichten, so geraten diese vollends aus dem Lot, als Prinzessin Eboli ins Spiel kommt. Denn auch sie liebt den Prinzen und wird, als er sie abweist, zu einer gefährlichen Feindin.

„STARKE STOFFE“ Mit den tatsächlichen Zuständen am spanischen Königshof im 16. Jahrhundert hat das alles wenig zu tun. Die Gedanken, die Posa äußert, hätten ihn binnen kürzester Zeit den Kopf gekostet. Und der echte Carlos war, allen historischen Quellen zufolge, ein kränklicher, unbeherrschter, grausamer junger Mann. Geschichte, so formulierte Schiller es einmal, betrachte er vor allem als „ein Magazin

Materialmappen

für den Schulunterricht können kostenfrei bestellt werden bei miriam.walter@stadt-hagen.de, Tel. 02331/207-3282

für meine Phantasie“ – heute würde man sagen, er habe sie als Ideensteinbruch so geplündert, wie es ihm für sein 1787 veröffentlichtes Drama gelegen kam. Nicht ganz unähnlich verfuhr 80 Jahre später Verdi mit dem Schiller’schen Text: Er bat darum, noch Szenen einzufügen, die er aus Schillers Drama kannte – etwa die Begegnungen zwischen König Philipp und dem Marquis von Posa – aber er begeisterte sich auch für Szenen, die seine Librettisten aus anderen Quellen eingefügt hatten. Weder historische Korrektheit noch Respekt vor dem klassischen literarischen Werk hätten ihn daran hindern können, sich aus dem Stoff das herauszusuchen, was ihm musikalisch entgegenkam: getreu seiner viel zitierten Devise, dass er Stoffe brauche, die „neu, groß, schön, abwechslungsreich, stark sind, aber wirklich stark“. Und „starker Stoff“ ist die Geschichte von Don Carlo ohne Zweifel. Die Historie liefert Verdi den Hintergrund: das strenge Reglement des spanischen Absolutismus im Zeitalter der Inquisition. Davor und dagegen stehen die Sehnsüchte und Aufbruchsphantasien der jungen Leute, ihr Freiheitsdrang und ihre Liebe. In Arien, Ensembles und Duetten von großer Eindringlichkeit gestaltet Verdi ihre spannungsgeladenen Konflikte und Emotionen – die vergebliche Liebe und den Traum von Freundschaft und Freiheit ebenso wie die abgrundtiefe Einsamkeit, die nicht nur König Filippo erfährt. Die Spannung, die er so erzeugt, hat bis heute nichts von ihrer Wirksamkeit auf Zuschauer und Zuhörer verloren.

Don Carlo

ist Teil der Aktion „Jeder Schüler ins theaterhagen“. Gruppenreservierungen bei tillmann.schnieders@stadthagen.de, Tel. 02331/207-3223

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Don Carlo XAVIER MORENO (Don Carlo)

TAMARA HASKIN (Elisabetta)

Der Tenor wurde in Barcelona geboren. Am „Conservatori Superior del Liceu“ graduierte er in Gesang, Piano und Chordirigat mit Auszeichnung. Seine Laufbahn begann er 2003 am Nationaltheater Mannheim. Als Gast war er an der „Opéra national de Paris - Opéra Bastille“, am „Teatre del Liceu“ (Barcelona), an der Ungarischen Staatsoper in Budapest, am „Tel Aviv Perfoming Arts Center“ (Israel), sowie an den Opernhäusern in Hannover, Dortmund, Darmstadt, Mainz und Heidelberg. Im Opernfach sang er die Partien des Don Carlo in der gleichnamigen Oper, Edgardo („Lucia di Lammermoor“), Rodolfo („La Bohème“), Pinkerton („Madame Butterfly“), Nemorino („L‘elisir d‘amore/ Der Liebestrank“), die Titelrolle im „Werther“, Alfredo („La Traviata“) und Tamino („Die Zauberflöte“). Zu seinem Konzertrepertoire zählen die Requiems von Dvo ák, Mozart und Verdi, Haydns Schöpfung, Beethovens 9. Sinfonie und Dvo áks Stabat Mater. Er arbeitete mit den Dirigenten Adam Fischer, James Conlon, Hartmut Haenchen, Dan Ettinger, Frédéric Chaslin, György Ráth und Cornelius Meister zusammen.

Die amerikanische Sopranistin studierte Gesang an der University of Arts in Philadelphia und am Institut D’Art Vocal Dejean in Paris. Ihre Karriere begann sie als Solistin in Young Artist Programmen der Oper von Minnesota sowie der Opera Illinois. Es folgten Auftritte in Opern des 20. Jahrhunderts, etwa als Bess in „Strange Fruit“ an der New York City Opera, wo sie auch als Rose in in „Dead Man Walking“ zu erleben war, und als Mary in „York: The Voice of Freedom” in Pennsylvania. In der Carnegie Hall wirkte sie in der „Voices of the New Millenium Gala“ mit. 2009 sang sie an der Mazedonischen Oper die Titelpartie in Giuseppe Verdis „Aida“, in der sie in der vergangenen Spielzeit auch im Theater für Niedersachsen Hildesheim zu erleben war. Zu ihrem Repertoire zählen die Partien der Santuzza in „Cavalleria Rusticana“, die Tosca sowie die Musetta in „La Bohème“. Tamara Haskin ist auch eine international gefragte Konzertsängerin; sie ist mit zahlreichen amerikanischen Orchestern aufgetreten und gastiert regelmäßig in Konzerten der KlassikPhilharmonie Hamburg.

Erkki-Sven Tüürs „Wallenberg“ sowie Purcells „Dido and Aeneas“ an der Dortmunder Oper. Von 2004 bis 2008 war Philipp Kochheim Oberspielleiter der Oper am Staatstheater Darmstadt. Dort inszenierte er u. a. Brecht/ Weills „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“, Rodgers/ Hammersteins „Carousel“ und Verdis „Rigoletto“. 2009 folgte „Jekyll & Hyde“ am Theater Lüneburg und MacDermots/ Ragnis „Hair“ am Staatstheater Kassel, wo er in der vergangenen Spielzeit auch „La Bohème“ inszenierte. Er wurde mehrfach für seine Arbeiten ausgezeichnet. 2004 wurde ihm der Götz-Friedrich-Preis für Regie verliehen. Am theaterhagen inszenierte er 2010 das Musical „Jekyll & Hyde“.

UTA FINK Die Bühnen- und Kostümbildnerin studierte bei Erich Wonder in Wien sowie in den USA. Nach Abschluss des Studiums war sie u. a. an Häusern in Frankfurt, Heidelberg, Kaiserslautern, Münster, Pforzheim und Bielefeld beschäftigt. Mit Philipp Kochheim hat sie bereits im Rahmen der Inszenierungen von „Tosca“, „Cavalleria Rusticana“ und „Die Entführung aus dem Serail“ sowie am theaterhagen „Jekyll & Hyde“ zusammengearbeitet. In Hagen zeichnete Uta Fink überdies in der Spielzeit 1995/1996 verantwortlich für das Bühnenbild zu Webers „Sylvana“.

PHILIPP KOCHHEIM Lehrertisch zu Don Carlo am 8. November 2012 um 18.15 Uhr im Theatercafé. Zu Gast: Dramaturgin Dorothee Hannappel. Anmeldung unter www.theater.hagen.de oder miriam.walter@stadt-hagen.de.

Der Regisseur, geboren 1970 in Hamburg, absolvierte nach dem Studium der Kunstgeschichte eine fünfjährige Assistenz bei John Dew u.a. an der Wiener Staatsoper. 1997 verantwortete er Gogols „Tagebuch eines Wahnsinnigen“ am Dortmunder Schauspiel. Inszenierungen an Theatern in ganz Deutschland – klassisch und modern, im Sprech- und Musiktheater – folgten. So inszenierte er u.a. die Uraufführung von Alexander Goehrs Opern-Tryptichon „No Opern“, Mozarts „Così fan tutte“ am Theater Heidelberg, die Uraufführung von

30 Minuten vor jeder Vorstellung im Theatercafé Weitere Termine: 15./24.11., 5./14./22.12. und 30.12.2012 (18.00 Uhr) sowie 23.1., 17.2. (18.00 Uhr), 22.2., 5.3., und 7.4.2013 (15.00 Uhr) – jeweils um 19.00 Uhr, wenn nicht anders angegeben.

Der etwas andere, junge Blick hinter die Kulissen mit und von Jeannie Hannibal. Ein Frauenheld und sein bester Kumpel, ein spektakulärer Mord, eine eifersüchtige Ex-Freundin, eine geplatzte Hochzeit und ein Ende mit Schrecken: All dies wäre ausreichend Material für einige Folgen „Verbotene Liebe“ und mindestens genauso viele Hollywoodfilme. Doch der gute alte Mozart hat aus diesem „Stoff“ die Oper aller Opern, ein Meisterwerk der Operngeschichte, kurz: „Don Giovanni“ gewebt. Aber: Ist diese Oper wirklich so gut, dass sie es wert ist, mehr als drei Stunden kostbarer Freizeit mucksmäuschenstill im Theater zu verbringen? Es ist Sonntag. Ein verdammt schöner Sonntag. Ich stehe vor dem theaterhagen und werfe wehmütig einen letzten Blick zum strahlend blauen Himmel. Ist das vielleicht der letzte schöne Herbsttag? Sollte ich nicht kurzerhand meine Karte an einen Kandidaten 50plus verkaufen? Kaum eine halbe Stunde später schäme ich mich fast ein bisschen dafür, gerade noch an das schöne Wetter gedacht zu haben. Die Oper ist

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nämlich wirklich spannend und vor allem: total modern inszeniert! Es geht um Don Giovanni, einen Frauenheld, einen richtigen Casanova, der laut seinem Diener Leporello schon tausende von Frauen rumgekriegt hat und meint: „Bin ich einer Frau treu, betrüge ich alle anderen.“ Doch nicht nur das Anbändeln mit mehreren Frauen, auch andere zeitlose Probleme wie Eifersucht und Untreue kommen nicht zu kurz. In der Pause treffe ich im Foyer des Theaters einen netten Kerl. Ich frage ihn, wie ihm die Oper gefällt. Seine Euphorie überrascht mich dann doch ein bisschen: „Das ist mein erstes Mal in der Oper, und ich finde es großartig!“ Ob er das hier wirklich besser findet als Kino, will ich von ihm wissen. „Das ist überhaupt nicht vergleichbar. Hier ist alles live: vorne die Leute im Orchestergraben und auf der Bühne die Sänger. Diese Energie spürt man bis ins Publikum. Im Kino ist alles schon ‚fertig’, die Musik, das Bild, die Emotionen. Im Theater ist man

Teil der Aufführung.“ Ob er denn das Thema modern genug findet? Immerhin ist die Oper mehr als zweihundert Jahre alt. „Liebe ist doch immer modern!“, sagt mein Interviewopfer lachend. Und wo er Recht hat, hat er Recht. Schließlich geht es in „Don Giovanni“ darum, wie kompliziert Liebesangelegenheiten manchmal sein können und dass der Frauenheld irgendwann die Rechnung für sein egoistisches Fehlverhalten erhält. Und das ist im „realen“ Leben meistens auch nicht anders. Also, bis bald in „Don Giovannis“ Welt, P.S.: Welche Themen rund um’s theaterhagen interessieren Euch? Ich freue mich über eure Ideen und Anregungen unter: kultich.theaterhagen@gmail.com

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Spielplan November 2012

Mi 14 Hagener Erstaufführung Nur ein Tag

Kinderstück von Martin Baltscheit

10.00 – 11.15 Uhr & 16.00 – 17.15 Uhr · Lutz

Sa 03 Werkstatt Don Carlo

Schulvorstellung 6,- Euro

Produktionsgespräch mit den Beteiligten der Neuinszenierung

Freiverkauf 10,- / 6,- Euro

17.00 Uhr · Opus Eintritt frei

Werkeinführung – Der Nussknacker

19.00 Uhr · Theatercafé

19.00 Uhr · Theatercafé Eintritt frei

Der Nussknacker

Abo MT Freiverkauf PK 2

So 04 Richard O‘Brien‘s The Rocky Horror Show

Der Nussknacker

Ballett von Ricardo Fernando Musik von Peter Iljitsch Tschaikowski

19.30 Uhr · Großes Haus

Ballett von Ricardo Fernando Musik von Peter Iljitsch Tschaikowski

19.30 – 21.30 Uhr · Großes Haus

Eintritt frei

Werkeinführung – Der Nussknacker

Abo B Freiverkauf PK 3

Do 15 Hagener Erstaufführung Nur ein Tag

Kinderstück von Martin Baltscheit

10.00 – 11.15 Uhr · Lutz Schulvorstellung 6,- Euro

Musical von Richard O‘Brien

15.00 – 17.30 Uhr · Großes Haus Abo N und Restkarten PK 2

17.00 Uhr · Theatercafé

Mi 07 WIEDERAUFNAHME Ehrensache

Eintritt 5,50 Euro inkl. ein Getränk

Jugendstück von Lutz Hübner

12.00 – 13.20 Uhr · Lutz Schulvorstellung 6,- Euro

Jugendstück von Lutz Hübner

12.00 – 13.20 & 19.30 – 20.40 Uhr · Lutz Schulvorstellung 6,- Euro Freiverkauf 10,- / 6,- Euro

Eintritt frei

Jugendstück von Lutz Hübner

12.00 – 13.20 & 19.30 – 20.40 Uhr · Lutz Schulvorstellung 6,- Euro Freiverkauf 10,- / 6,- Euro

Sa 10

Werkeinführung – Don Carlo

18.30 Uhr · Theatercafé Eintritt frei

Abo D und Freiverkauf PK 2

Fr 16

Don Carlo

19.00 Uhr · Großes Haus

Werkeinführung – Der Nussknacker

Der Nussknacker

Ballett von Ricardo Fernando Musik von Peter Iljitsch Tschaikowski

15.00 – 17.00 Uhr · Großes Haus Abo H Freiverkauf PK 2

6

Musical von Richard O‘Brien

19.30 – 22.00 Uhr · Großes Haus Restkarten PK 1

Liederabend Neue Dichter Lieben

Peter Schöne, Bariton; Moritz Eggert, Klavier

20.00 Uhr · Stadthalle Sinfonium

22.00 Uhr · Theatercafé

Eintritt frei

Richard O‘Brien‘s The Rocky Horror Show

Freiverkauf

14.30 Uhr · Theatercafé

Nur ein Tag

Kinderstück von Martin Baltscheit

Schulvorstellung 6,- Euro

Abo P und Freiverkauf PK 1

So 11

Hagener Erstaufführung 10.00 Uhr · Lutz

PREMIERE

Oper von Giuseppe Verdi In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Don Carlo

Oper von Giuseppe Verdi In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

19.00 Uhr · Großes Haus

Fr 09 Ehrensache

Werkeinführung – Don Carlo

18.30 Uhr · Theatercafé

Do 08 Ehrensache

Fünf-Uhr-Tee mit Edeltraud Kwiatkowski

theaterzeitung

Eintritt frei

Sa 17

Werkeinführung – Der Nussknacker

19.00 Uhr · Theatercafé Eintritt frei

November 2012


November

Der Nussknacker

Ballett von Ricardo Fernando Musik von Peter Iljitsch Tschaikowski

19.30 – 21.30 Uhr · Großes Haus

Uraufführung

Märchen nach Hans Christian Andersen

Abo W Freiverkauf PK 2

So 18

PREMIERE

Die Prinzessin auf der Erbse

17.00 Uhr · Großes Haus Freiverkauf 10,- / 7,50 / 5,- Euro

Gespräch zum 3. Sinfoniekonzert mit GMD Florian Ludwig und Gästen

11.30 Uhr Ökumenisches Gemeindezentrum St. Andreas & Jacobus Helfe Helferstr. 68-72 Eintritt frei

Di 27 Richard O‘Brien‘s The Rocky Horror Show

Musical von Richard O‘Brien

19.30 – 22.00 Uhr · Großes Haus Freiverkauf PK 2

EXTRA

Die Prinzessin auf der Erbse

Mi 28

19.00 Uhr · Theatercafé Eintritt frei

Ein Blick hinter die Kulissen des Märchens zur Weihnachtszeit

11.00 Uhr · Lutz Freiverkauf 6,- Euro

Werkeinführung – Der Nussknacker

Der Nussknacker

Ballett von Ricardo Fernando Musik von: Peter Iljitsch Tschaikowski

19.30 – 21.30 Uhr · Großes Haus Abo L / V / VB B Freiverkauf PK 3

Werkeinführung – Don Giovanni

17.30 Uhr · Theatercafé Eintritt frei

Don Giovanni

Oper von Wolfgang Amadeus Mozart In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

18.00 – 21.15 Uhr · Großes Haus Abo ThR und Freiverkauf PK 2

Di 20 3. Sinfoniekonzert Requiem

mit Werken von Johannes Brahms Solisten: Jaclyn Bermudez, Sopran; Stefan Adam, Bariton Opernchor des theaterhagen Extrachor des theaterhagen philharmonischer chorhagen Leitung: GMD Florian Ludwig

Stadthalle 20.00 Uhr 19.15 Uhr Einführung Konzertabo und Freiverkauf PK K

Do 29 Hagener Erstaufführung Party für eine Leiche

Krimi von Patrick Hamilton Westfälisches Landestheater

19.30 – 21.30 Uhr · Großes Haus Abo G u. Freiverkauf PK 4

Fr 30 Filmfest zum 5. Hagener Handyfilmfestival

Helden Gesucht!

19.30 Uhr · Lutz

Theatertreff des Theaterfördervereins Gast: Alexander Schwalb

Sa 24

Werkeinführung – Don Carlo

18.30 Uhr · Theatercafé Eintritt frei

Freitag, 30. Oktober 2012 · 19.30 Uhr Restaurant Kolpinghaus, Bergischer Ring 18, 58095 Hagen Eintritt frei

Don Carlo

Oper von Giuseppe Verdi In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

19.00 Uhr · Großes Haus Abo VB A und Freiverkauf PK 1

So 25 2. Kammerkonzert Souvenir de Florence 11.00 Kurzführung zu einem Exponat der Museen Kombiticket (Führung und Konzert) 9,60 Euro

11.30 Uhr Auditorium im Kunstquartier Hagen Freiverkauf 6,60/3,30 Euro

November 2012

Konzert- und Theaterkasse Elberfelder Straße 65 · 58095 Hagen Telefon: 0 23 31 / 207 - 32 18 Telefax: 0 23 31 / 207 - 24 46 theaterkasse@stadt-hagen.de www.theater.hagen.de Öffnungszeiten : Montag: Dienstag – Freitag: Samstag:

geschlossen 12.00 – 19.00 Uhr 10.00 – 15.00 Uhr

sowie jeweils eine Stunde vor Beginn der Vorstellung

Die nächste Theaterzeitung erscheint am 28.11.2012

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Märchen zur Weihnachtszeit MÄRCHEN ZUR WEIHNACHTSZEIT NACH HANS CHRISTIAN ANDERSEN TEXT VON WERNER HAHN MUSIK VON ANDRES REUKAUF

URAUFFÜHRUNG AM 25. NOVEMBER 2012 17.00 UHR · GROSSES HAUS Musikalische Leitung

Andres Reukauf

Inszenierung

Norbert Hilchenbach

Bühne

Malte Lübben

Kostüme

Kristina Ayers

Choreographie

Ricardo Viviani

Dramaturgie

Miriam Michel

König Magnus Erik Gustav Ole Rasmus

Jan Schuba

Königin Jule Kristin Freya Lale Berit

Kristina Günther-Vieweg

Prinz Malte Nils Finn Jannik Søren Jasper Tillmann Schnieders Jette

Milena Hagedorn/Stefanie Köhm

Haushofmeister Andersen Emanuele Pazienza Diener

Oliver Müller, Michael Klaus, Tobias Kramm, Pawel Strotschilin

Saxophon

Gerrit Rentz

Schlagzeug

Marco Schmitz

Bass

Andreas Müller

LEHRERTISCH ZU „DIE PRINZESSIN AUF DER ERBSE“ am 24. November 2012 um 10.00 Uhr im Theatercafé. Anmeldung unter www.theater.hagen.de oder miriam.walter@stadt-hagen.de.

MATERIALMAPPEN für den Schulunterricht können kostenfrei bestellt werden bei miriam.walter@stadt-hagen.de, Tel. 02331/207-3282 Weitere Vorstellungen: So 02.12. (11.00 + 14.00 +17.00 Uhr), Mo 03.12. (9.00 + 11.30 + 15.00 Uhr), Di 04.12. (9.00 + 11.30 Uhr), Mi 05.12. (9.00 + 11.30 Uhr), Do 06.12. (10. 00 Uhr), Fr 07.12. (10.00 Uhr), Sa 08.12. (11.00 Uhr), So 09.12. (11.00 + 14.00 Uhr), Mo 10.12. (9.00 + 11.30 Uhr), Di 11.12. (9.00 + 11.30 Uhr), Mi 12.12 (10.00 Uhr), Fr 14.12. (11.00 Uhr), Sa 15.12. (11.00 Uhr), So 16.12. (11.00 + 14.00 + 17.00 Uhr), Mo 17.12. (9.00 + 11.30 + 15.00 Uhr), Di 18.12. (9.00 + 11.30 + 15.00 Uhr), Mi 19.12. (9.00 + 11.30 Uhr), Do 20.12. (10.00 Uhr), So 23.12. (11.00 Uhr)

Prinz Malte Nils Finn Jannik Søren Jasper soll heiraten. Aber er darf nicht entscheiden, wen! Denn seine Eltern haben genaue Vorstellungen von der zukünftigen Schwiegertochter: Aus einem reichen Königshaus muss sie stammen, blasse Haut und langes Haar soll sie haben, sittsam, schweigsam und empfindsam muss sie sein. Aber was ist, wenn der Prinz keine Lust aufs Heiraten hat? Schon gar nicht eine blasse Königstochter? Im nahe gelegenen Wald begegnet er Jette. Stark ist sie, klug und selbstständig, ganz anders als alle Mädchen, die er je gesehen hat. Ein bisschen erschreckt sie ihn, denn sie schläft auf dem Boden, lebt alleine, ist ziemlich dreckig und riecht fremd. Trotzdem bringt sie sein Herz zum Rasen. Plötzlich will der Prinz ganz schnell heiraten, nämlich Jette! Aber so einfach geht das nicht. Im Schloss muss erst noch die große Prüfung der Königin bestehen. Doch 20 Matzratzen, eine winzige Erbse und ein gut gehütetes Geheimnis des Haushofmeisters Andersen führen schließlich zu einem glücklichen Ende.

STEFANIE KÖHM und MILENA HAGENDORN spielen abwechselnd Jette, ein kluges, starkes und furchtloses junges Mädchen, das im Wald lebt, bis es Prinz Malte begegnet. Stefanie Köhm absolvierte ihr Musicalstudium an der Folkwang Universität der Künste in Essen. Während ihres Studiums kam die gebürtige Mainzerin bereits 2009 ans theaterhagen und spielte in „Into the Woods“ das Rotkäppchen. Im folgenden Jahr stand sie in Ralph Benatzkys „Im weißen Rössl“ auf der Hagener Bühne. Milena Hagedorn erhielt ihre Ausbildung an der Joop van den Ende Academy in Hamburg und der German Musical Academy Osnabrück. Sie war unter anderem am Theater Bielefeld und den Freilichtspielen Tecklenburg engagiert. In dieser Spielzeit war sie bereits in der Musicalproduktion „Cabaret“ als KitKat-Girl im theaterhagen zu sehen.

TILLMANN SCHNIEDERS ist Prinz Malte Nils Finn Jannik Søren Jasper, der noch nicht heiraten will und deshalb von zu Hause wegläuft. Seine Meinung ändert sich jedoch, als er der ungewöhnlichen Jette begegnet. Tillmann Schnieders hat an der Folkwang Hochschule Essen und der Universität der Künste in Berlin studiert. In der Spielzeit 2012/13 kann man ihn als Rocky („The Rocky Horror Show“), Prinz Malte Nils Finn Jannick Sören Jasper („Die Prinzessin auf Erbse“) und als Baron Grog („Die Großherzogin von Gerolstein“) am theaterhagen erleben.

JAN SCHUBA ist König Magnus Erik Gustav Ole Rasmus, der eigensinnige Vater des jungen Prinzen, der seiner Frau mit Humor und flotten Sprüchen das Leben manchmal schwer macht. Der gebürtige Bündener absolvierte seine Ausbildung zum Sänger und Schauspieler in Mainz. Seine Engagements führten ihn unter anderemans Staatstheater Mainz, die Brüder-Grimm-Festspiele Hanau und das Theater Trier. Am theaterhagen ist er zum ersten Mal zu sehen.

EXTRA

„Die Prinzessin auf der Erbse“ 18. November, 11.00 Uhr, lutz Auch in diesem Jahr gibt es wieder die Möglichkeit, schon vor der Premiere erste Blicke hinter die Kulissen des Märchens zur Weihnachtszeit zu werfen. Worum geht es? Wie wird die Geschichte umgesetzt? Welche Ideen hatten der Autor und der Komponist? Welche Umsetzung hat sich der Regisseur überlegt? Wie sieht das Bühnenbild aus, wie die Kostüme? Wie klingen die Songs? Wer spielt mit? Hautnah ist zu erleben, wie aus einer Geschichte ein fesselndes Musiktheaterstück zum Hören und Sehen wird. Das Produktionsteam zeigt Ausschnitte aus dem Stück und beantwortet viele Fragen.

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EMANUELE PAZIENZA

spielt Königin Jule Kirstin Freya Lale Berit, die resolute Mutter des Prinzen, die keinen Tag länger auf die Vermählung ihres Sprösslings warten mag. Nach Festengagements am Theater Parchim und dem Theater Neustrelitz ist Kristina Günther-Vieweg seit 2005 freiberufliche Schauspielerin. Sie ist ein häufiger Gast am theaterhagen, beispielsweise spielte sie im Märchen zur Weihnachtszeit der letzten Spielzeit die Mutter in „Rotkäppchen“. Sie ist auch in der lutzhagen-Produktion „Rico, Oskar und die Tieferschatten“ zu sehen.

spielt Haushofmeister Andersen, den wichtigsten Mitarbeiter des Königspaares, der im Schloss für Ordnung sorgt und Prinz Malte im Kampf mit den nörgelnden Eltern zur Seite steht. Emanuele Pazienza studierte zunächst Psychologie, bevor er zum Musical wechselte und mit einem Diplom in den Fächern Gesang, Tanz und Schauspiel abschloss. Am theaterhagen gastierte Emanuele Pazienza erstmalig 2008, als er in der umjubelten „West Side Story“ den Chino gab. Seitdem ist er auf der Hagener Bühne regelmäßig in Musicals, Operetten und Märchen zu sehen.

Plakat-Malwettbewerb: „Die Prinzessin auf der Erbse“

Party für eine Leiche Krimi von Patrick Hamilton Westfälisches Landestheaterr

Über 400 wunderschöne Einsendungen hat das theaterhagen für den diesjährigen Plakat-Malwettbewerb erhalten. Da fiel die Auswahl der drei Gewinner wirklich schwer! Daher wird ein Großteil der eingesendeten Bilder im Theater, in Filialen der Märkischen Bank eG und der Stadtbücherei ausgestellt werden. Die drei Gewinnerinnen erhalten außerdem Eintrittskarten für die Premiere, eine CD mit den Songs aus dem Märchen zur Weihnachtszeit und eine Einladung zum Erbsensuppenessen mit Darstellern des Stückes. Das Plakat von Julia Sondermann wird schon bald in Hagen und Umgebung für „Die Prinzessin auf der Erbse" werben. Das theaterhagen und die Märkische Bank eG danken allen Kindern ganz herzlich für ihre Zusendungen!

29. November · 19.30 Uhr Großes Hauß Ein Zimmer im ersten Stock eines herrschaftlichen Hauses in London. Ein Klavier, ein Buffet. Ein Tisch mit einer Lampe, ein Sessel, eine Uhr, an den Fenstern rote Vorhänge, eine große Truhe. Es ist 20.40 Uhr, draußen regnet es. Dunkel. Völlige Stille. Plötzlich fällt der Deckel der Truhe mit einem lauten Knall zu. Ein Streichholz wird entzündet. Die Leiche von Ronald Kentley, Sohn und Erbe von Sir Johnstone Kentley, ist verstaut. Seine Studienfreunde Granillo und Brandon haben ihr Werk vollendet. Kein Motiv, keine Fehler – der perfekte Mord. Gleich kommen die Gäste.

1. Platz Julia Sonderrmann GS Altenvoerde – Ennepetal Klasse 1

2. Platz

3. Platz

Julia Gregg Overbergschule – Hagen Klasse 2

Josephine Schneider GS Nordstadt – Schwelm Klasse 3

November 2012

ro ist an der Preis von 7 Eu ter erhältlich. Die CD zum llung im Thea te rs Vo r de such ab sofort und beim Be asse nimmt Die Theaterk en. eg tg en en Vorbestellung

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KRISTINA GÜNTHER-VIEWEG

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Basierend auf diesem Stück drehte Alfred Hitchcock 1948 seinen legendären Film „Cocktail für eine Leiche“ mit James Stewart. Durch die Einheit von Ort und Zeit gelingt sowohl dem Film, vor allem aber auch dem Stück, ein Höchstmaß an Spannung und Dramatik. Mit einfachsten Mittel entsteht Suspense in einer Intensität, die für das gesamte Genre Maßstäbe setzt.

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philharmonisches orchester Liederabend 16. November 2012 · 20.00 Uhr · Sinfonium (Stadthalle) Robert Schumann: Dichterliebe · Moritz Eggert: Neue Dichter Lieben Peter Schöne, Bariton

Moritz Eggert, Klavier

Der Komponist für Hagen dieser Saison, Moritz Eggert, hat in Hagen bereits 2006 mit der Uraufführung seiner Oper „Helle Nächte“ große Erfolge gefeiert. In diesem Konzertabend im Probenraum des philharmonischen orchesterhagen ist er nun als Liedkomponist und Pianist zu erleben. Er begleitet den Bariton Peter Schöne, der dem hiesigen Publikum aus seiner Zeit am theaterhagen bestens bekannt ist und sich inzwischen als Opern- und besonders als Liedsänger national wie international etabliert hat. Gemeinsam interpretieren sie Moritz Eggerts Liederzyklus „Neue Dichter Lieben“ und stellen ihm im Wechsel die berühmte Schumannsche „Dichterliebe“ gegenüber. So entsteht musikalisch wie literarisch ein interessantes Wechselspiel rund um das Lied und die Liebe.

3. Sinfoniekonzert

Requiem

20. November 2012 · 20.00 Uhr Stadthalle Hagen 19.15 Uhr Einführung Johannes Brahms: Vier ernste Gesänge, Ein deutsches Requiem Solisten: Jaclyn Bermudez, Sopran · Stefan Adam, Bariton Opernchor und Extrachor des theaterhagen philharmonischer chorhagen Dirigent: GMD Florian Ludwig

2. Kammerkonzert

erschließen. Umso mehr kann man sich auf das 2. Kammerkonzert freuen, zu dem sich Musiker des philharmonischen orchesterhagen in dieser Streicherbesetzung zusammengefunden haben.

25. November 2012 11.30 Uhr Auditorium im Kunstquartier Hagen

Das Streichsextett von Tschaikowski verleiht diesem Konzert seinen Titel: Erinnerung an Florenz. Der Komponist schrieb es nach seinem dortigen Aufenthalt, während dessen er an der Oper „Pique Dame“ gearbeitet hatte. Über die Monate hatte er Florenz sehr lieb gewonnen und schrieb sein Sextett 1890 in Erinnerung an die italienische Stadt.

Souvenir de Florence

Johannes Brahms: Streichsextett Nr. 1 Peter Tschaikowski: Streichsextett „Souvenir de Florence“ Zoltan Oppelcz, Evgeny Selitsky, Violine Bijan Fattahy, Olga Rovner, Viola Melinda Riebau, Katrin Geelvink, Violoncello Die Streichsextette von Brahms und Tschaikowski finden aufgrund ihrer großen Besetzung, die sich als Gattung nicht recht etablieren konnte, selten ihren Weg in die Konzertsäle. Und das, obwohl sie sich dem Zuhörer in ihrer melodischen Eingängigkeit und strukturellen Klarheit sofort

Brahms komponierte sein erstes Streichsextett vermutlich im Zuge seiner Bemühungen um die Gattung der Sinfonie. Der mit Brahms befreundete Geiger Joseph Joachim führte die Komposition 1860 erstmals mit seinem Ensemble auf. Für Clara Schumann arrangierte Brahms das Werk auch für Klavier und trug es später in dieser Fassung selbst gerne in Konzerten vor.

Ein ergreifendes Programm erwartet das Publikum beim 3. Sinfoniekonzert des philharmonischen orchesterhagen: Brahms’ „Vier ernste Gesänge“ mit Stefan Adam als Solist und „Ein deutsches Requiem“ mit großem Choraufgebot und der Sopranistin Jaclyn Bermudez an der Seite des international erfolgreichen Baritons. Stefan Adam war langjähriges Ensemblemitglied am theaterhagen und ist seither wiederholt als Gast nach Hagen zurückgekehrt. Zuletzt machte er in Wagners/ Loriots „Der Ring an einem Abend“ in der Rolle des Wotan auf sich aufmerksam. Auch Jaclyn Bermudez hat auf der Hagener Bühne schon große Erfolge gefeiert, z. B. als Mimi in Puccinis „La Bohème“ oder als Susannah in der gleichnamigen Oper von Carlisle Floyd.

18. November 2012 · 11.30 Uhr Ökumenisches Gemeindezentrum St. Andreas & Jacobus Helfe, Helferstr. 68 - 72

Nachklang 20. November 2012 Im Anschluss an das 3. Sinfoniekonzert Foyer der Stadthalle Hagen Einen gemeinsamen Konzertausklang mit seinem Publikum – das wünscht sich das philharmonische orchesterhagen und lädt nach dem 3. Sinfoniekonzert zu einem geselligen Beisammensein im Foyer der Stadthalle ein. Mit dabei sein werden die Solisten des Abends, Stefan Adam und Jaclyn Bermudez, sowie GMD Florian Ludwig, die sich auf anregende Gespräche mit dem Publikum bei Sekt und Canapés freuen.

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lutz Ehrensache

Respekt wird dafür völlig vernachlässigt. Wenn wir mehr Respekt hätten, das wäre gesünder, glaube ich. Jenna: Für mich ist z.B. „ehrenhaft“ immer für meine Familie und Freunde da zu sein! Respektvoller Umgang mit den Menschen, die mir begegnen: das finde ich Ehrensache.

Jugendstück von Lutz Hübner

Wiederaufnahme am 7. November 2012 12.00 Uhr · lutz Interview mit den Darstellern Jenna Schulz und Firat Baris Ar Was ist das Besondere an deiner Figur? Baris: Das Interessante an der Rolle des Psychologen Kobert ist, dass er den Drang hat, peinlich genau herauszufinden, was passiert ist, wie es sich entwickelt hat, warum es so kommen musste, wie es gekommen ist. Er fragt und fragt, es tut schon fast weh, ihm dabei zuzusehen. Am Ende zeigt sich an dieser Figur, dass man nicht alles verstehen kann und dass man das auch irgendwann akzeptieren muss. Es macht Spaß, Kobert zu spielen, ich mag seine Herangehensweise an den Fall. Ich finde, er ist „guter und böser Cop“ in einer Person. Jenna: Elena ist ein sehr selbstbewusstes Mädchen, das manchmal über Grenzen hinweggeht und Gefahren sucht. Meine Arbeit an dieser Rolle war recht aufwendig. Ich habe als Grundlage eine Figuren-Biographie geschrieben: beispielsweise wie Elenas Familienverhältnisse hätten sein können, oder ihr Umfeld und ihre Freunde.

Hadi Khanjanpour, Jenna Schulz, Firat Baris

Was glaubst du, wie so etwas wie der Mord an dem jungen Mädchen passieren kann? Jenna: Ich glaube, so eine Tat hat viel mit Unehrlichkeit gegen sich selbst zu tun. Baris: Das weiß ich nicht. Vielleicht sind es starke Emotionen wie Liebe im Konflikt mit Familienehre; vielleicht fehlendes Selbstwertgefühl der Täter? Vielleicht ist es die Angst, nicht als voller Mann zu gelten? Auf jeden Fall glaube ich, dass bei einer solchen Tat viel Angst mit im Spiel sein muss.

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Was ist für dich Ehre bzw. Ehrensache? Baris: Vielleicht: Halte dein Wort, wenn du etwas versprichst und verspreche nichts, was du nicht halten kannst. Ich finde, Ehre ist überbewertet und

Glaubst du, dass es richtig ist, Theaterstücke nah an realen Grenzen zu spielen? Jenna: Ich glaube, das ist das wichtigste im Theater. Ich finde es gut, wenn die Zuschauer sich auch nach dem Stück mit der Problematik auseinandersetzen und vielleicht sogar den Mut aufbringen, etwas in ihrem Umfeld zu ändern; und wenn sie bloß mehr die Augen offenhalten. Baris: Das ist aber eine einfache Frage: Ja! Weitere Termine: 8.11.um 12.00 und 19.30 Uhr; 9.11. um 12.00 und 19.30 Uhr; 4.12., 5.12. und 6.12. um 12.00 Uhr; 7.12. um 19.30 Uhr

Materialmappen für den Schulunterricht können kostenfrei bestellt werden bei miriam.walter@stadt-hagen.de, Tel. 02331/207-3282

Nur ein Tag ein Theaterstück für Kinder von Martin Baltscheit

Kinderstimmen: „Es ist ein Stück, das nicht nur Kinder zum Lachen bringt und begeistert, sondern auch zur Trauer bewegt.“ „Beim Stück ‚Nur ein Tag’ wird der Tod gut gespielt, es gibt lustige und traurige Momente. Und es zeigt, dass man das Leben immer genießen soll!“ „Das Theaterstück zeigt jungen und auch alten Menschen eine spannende Geschichte, die viele verschiedene Emotionen hervorruft. Es ist für die ganze Familie, weil es eine spannende Geschichte über das Leben und den Tod erzählt.“ „Ein sehr schönes und witziges Stück, in dem Kinder und Erwachsene lachen, aber auch weinen können.“

ZUSÄTZLICHE TERMINE: Mi 14.11.2012 (16.00 Uhr); Mi 27.2.2013 (10.00 Uhr); Do 28.2.2013 (10.00 Uhr) sowie Sa 2.3.2013 (16.00 Uhr)!

Weitere Termine: 25.10., 26.10., 14.11., 15.11., 16.11.2012 – jeweils um 10 Uhr.

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Helden Gesucht! 5. Hagener Handyfilmfestival Clip:2

30. November 2012, 19.30 Uhr, lutz Eine Gemeinschaft verschiedener Hagener Institutionen lädt NRW-weit Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 13 bis 27 Jahren ein, nach ihren persönlichen Helden und Heldinnen zu suchen und sich in einem zweiminütigen Handyfilm mit dem Thema auseinander zu setzen. Bis zum 11. November 2012 können die Filmbeiträge eingereicht werden – eine namhafte und kompetente Jury wird die Arbeiten in den Altersklassen „13 bis 16“ und „über 17“ bewerten. Auch in diesem Jahr gibt es wieder tolle Preise zu gewinnen: Die Auszeichnungen werden beim finalen Filmfest am 30. November 2012 auf der Bühne des lutzhagen, das erstmals als Kooperationspartner dabei ist, verliehen. An diesem Abend wird auch vor Ort der Publikumspreis ermittelt. Weitere Informationen auf www.clip2-filmfestival.de

Helden Gesucht!

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On tour Künstlersteckbrief

Charles Reid, der in der vergangenen Spielzeit erfolgreich sein Debüt am theaterhagen als Sam Polk in der Oper „Susannah“ von Carlisle Floyd feierte und in dieser Spielzeit als Don José in George Bizets „Carmen“ in Hagen zu sehen und zu hören sein wird, ist in einer Neuproduktion der Oper „Mathis der Maler“ von Paul Hindemith als Wolfgang Capito am Theater an der Wien engagiert. Die musikalische Leitung übernimmt Bertrand de Billy, Regie führt Keith Warner. Es spielen die Wiener Symphoniker.

Nachruf – Bodo Heutelbeck Bodo Heutelbeck, vielbejubelter Darsteller im Seniorenclub des lutzhagen, Ensemblemitglied der Produktion „Rico, Oskar und die Tieferschatten“ und Statist in mehreren Produktionen des theaterhagen, ist im Sommer unerwartet verstorben. Nur wenige Tage nach Beendigung seines Berufslebens als Elektromeister folgte er im Herbst 2005 einer Presseeinladung und nahm am ersten Treffen des neu zu gründenden Seniorenclubs teil. In seiner unnachahmlichen, westfälisch knorrigen Art drohte er an, sich die Sache mal anzusehen. Und wenn es ihm nicht gefiele, wäre er auch gleich wieder weg.

Der gebürtige Japaner absolvierte seine Ausbildung in seinem Heimatland. Zu seinem klassischen Repertoire gehören u.a. „Giselle“, „Der Nussknacker“ sowie „Coppelia“, „Cinderella“, „Don Quixote“ und „Schwanensee“. Sein Repertoire „Modern“ weist ebenso viele Rollen in Stücken zeitgenössischer japanischer Choreographen auf. Vorherige Engagements: Star Dancers Ballet Tokio 2001 – 2012 Mit diesem Choreographen der Gegenwart würde ich gerne arbeiten. Ich würde gerne mit William Forsythe arbeiten, denn ich habe schon in seinen Stücken getanzt und ich war sehr beeindruckt von diesem Choreographen. Meine spannendste Begegnung als Tänzer war: Tony Rizzi. (Rizzi, ein italienischer Amerikaner aus Boston war Solist und künstlerischer Ratgeber von William Forsythe am Ballett Frankfurt. Er schafft seit 1984 eigene Werke für das Royal Ballet, das Boston Ballet, das Frankfurt Ballett und das Scapino Ballet, Anm. d. Red.) Das mir liebste/ ideale Publikum ist: Ich mag ein Publikum, das unmittelbar reagiert.

Er blieb. Zum Glück. Und er wurde – als Senior – eine nicht wegzudenkende Seele der Jugendbühne. Ensemble und Publikum liebten ihn gleichermaßen, jungen wie älteren Menschen erzählte er mit seinen ehrlichen, anrührenden Bühnentypen vielfältigste Theatergeschichten.

Impressum theaterzeitung November 2012:

Viel Unvergessliches bleibt in uns zurück. Und dafür sind wir dankbar.

Fotos: Stefan Kühle, Privat

Förderliches am Rande Liebe Freunde des theaterhagen! Mit der Spielzeit beginnt auch stets der „Theatertreff” wieder. Am 28. September war die Sopranistin Jaclyn Bermudez zu Gast. Die junge Künstlerin aus den USA erwies sich für das Moderatorenteam Knut Fessen und Michael König als Glücksfall. Anschaulich erzählte sie von den ersten Begegnungen mit der Musik, von ihrer Ausbildung zur Opernsängerin, von Vorbildern und den ersten Engagements. Die Rollen der letzten Spielzeit (u. a. Susannah, Mimi) kamen ebenso zur Sprache wie die neuen Rollen in der Spielzeit 2012/13: z. B. Carmen in der Kinderoper „Zorro jagt den Carmen-Schatz” oder Micaela in der Bizet-Oper „Carmen”. „Kunst und Musik müssen Bestandteil der Gesellschaft bleiben, das fängt bei den Kindern an.” Dieses Statement aus einem Interview mit der Westfälischen Rundschau (4.9.2012) wiederholte und bekräftigte die Künstlerin. Mit ihrer offenen Art fand Jaclyn Bermudez schnell Kontakt zu den zahlreich erschienenen Gästen, die mit vielen Fragen ihrerseits dazu beitrugen, dass das Gespräch lebendig und informativ blieb. Am Ende gab die Künstlerin auf Bitten des Publikums eine Kostprobe ihres Könnens. So wird der Abend allen Beteiligten in bester Erinnerung bleiben, weil der „Theatertreff” sein Hauptanliegen einlösen konnte: Interessierte Theaterliebhaber hinter die Kulissen schauen zu lassen und den Menschen im Gespräch zu begegnen, die Abend für Abend dafür arbeiten, dass auf der Bühne im theaterhagen gespielt wird. Sie sind neugierig geworden? Dann laden wir Sie herzlich ein zum nächsten „Theatertreff” am 30. November 2012. Gast ist dann Alexander Schwalb, Klarinettist im philharmonischen orchesterhagen. Sein Instrument bringt er mit, das ist versprochen. Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr im Restaurant „Kolpinghaus”, Bergischer Ring 18. Ihr Theaterförderverein www.theaterfoerderverein-hagen.de

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Name: Shinsaku Hashiguchi Tänzer im Ensemble des balletthagen seit der Spielzeit 2012 / 13

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Dieses Ballett möchte in in Zukunft gerne tanzen: „Empty House“, Choreographie von Johan Inger. Meine Lieblingsmusik, zu der ich tanzen möchte, ist: „Carmina Burana“ von Carl Orff. Neben dem Tanzen ist eine weitere Leidenschaft von mir: Ich fahre gerne Fahrrad! Dieses „Gericht“ möchte ich nie zu mir nehmen: Alkohol. Wenn ich Alkohol trinke, verschlechert sich meine Kondition.

Herausgeber: theaterhagen · Elberfelder Straße 65 · 58095 Hagen · Tel. 0 23 31 - 207 - 3210 Intendant: Norbert Hilchenbach · Redaktion: Adaora Geiger Gestaltung: IDEENpool GmbH, Norma Nierstenhöfer & Thomas Gebehenne Texte: Adaora Geiger, Werner Hahn, Dr. Maria Hilchenbach, Jürgen Pottebaum, Manuel Schneider, Tillmann Schnieders, Lisa Valdivia, Miriam Walter, Imme Winckelmann Verlag und Druck: WAZ- Druckzentrum Bathey; Auflage: 96.000

Kulturgemeinde Volksbühne Hagen und Umgebung e. V. Wasserloses Tal 27 · 58093 Hagen

Arbeit, Herzblut, Ehrenamt Die Volksbühne Hagen (vbh) wirbt für Hagener Kultur. Das wird auch so bleiben. Dennoch soll an dieser Stelle auch ein wenig Werbung in eigener Sache betrieben werden. Gerade am Beginn einer Spielzeit häufen sich die Aufgaben für die Aktiven des Vereins. Umbuchungen, Kündigungen, Neuaufnahmen oder die Herstellung der allgemeinen Informationsbroschüren machten Arbeit und kosteten Freizeit. Wenn nun die neuen Angebote mit neuen Flyern in Kürze vorgestellt werden, sei einmal daran erinnert, dass in den vorliegenden Ausgaben viel Herzblut und Engagement von Ehrenamtlichen steckt. Bleibt zu hoffen, dass sich die viele Arbeit gelohnt hat und sowohl die Druckerzeugnisse als auch die Angebote bei Nicht-Theatergehern Beachtung und Zuspruch finden. Noch wunderbarer, wenn zunehmend Kulturinteressierte den Drang verspürten, sich für die Volksbühne etwas Zeit zu nehmen. Je mehr Ehrenamtliche sich um das Wohl der Theaterfreunde kümmern könnten, desto besser wird der Service des Vereins. Und – auch das sei in aller Bescheidenheit nicht verschwiegen – eigentlich klappt schon jetzt vieles ganz gut. Dank dafür an dieser Stelle den unermüdlich Ehrenamtlichen. Mitarbeit macht sich bezahlt! In diesem Sinne Ihr Volker Schwiddessen

Ballettfreunde Hagen Liebe Ballettfreunde! Das Leitungsteam der Ballettfreunde ist sehr erfreut über die Fertigstellung des von vielen Ballettfreunden lang ersehnten, neuen Ballettkalenders 2013. Zum dritten Mal ist es gelungen, einen hochwertigen Fotokalender des balletthagen zu erstellen. Nach einem ersten, erfolgreichen Kalender mit Bühnenfotos von Stefan Kühle im Jahre 2009, einem zweiten, viel beachteten und gelobten Kalender 2011 mit Aufnahmen der Tänzerinnen und Tänzer vor verschiedenen Sehenswürdigkeiten unserer Stadt (Fotografin: Heike Wippermann), dürfen wir nun Einblicke in die Welt hinter den Kulissen bieten. Es ist eine wunderbare Mischung aus Tänzerportraits und Schnappschüssen gelungen, die z. B. in der Garderobe, dem Ballettsaal, hinter den Kulissen, im Fundus oder dem Theatercafé aufgenommen wurden. Auf diese Weise ist eine atmosphärisch dichte fotografische Kollage entstanden, die sowohl Momente der Vorbereitung auf den Bühnenauftritt, der Leichtigkeit, aber auch der intensiven Konzentration unserer Tänzerinnen und Tänzer während der Arbeit zeigen. Sehr dankbar sind wir der Hagener Fotografin und Ballettfreundin Heike Wippermann, die den Ballettfreunden Hagen zum wiederholten Male kostenlos ihre Kunstfertigkeit und Arbeitszeit zur Verfügung stellte und so die Entstehung dieses außergewöhnlichen Portraits unserer Ballettcompagnie ermöglichte. Layout und Druck zu bevorzugt günstigen Bedingungen verdanken wir der Gentura Grafik und Fotografie Agentur, Bochum. Ebenso wäre die Realisation eines solchen Projektes nicht ohne die Mitgliedsbeiträge und Spenden zahlreicher Ballettfreunde in Hagen und Umgebung möglich gewesen. Viel Freude mit dem neuen Ballettkalender 2013 „Das Ballett Hagen – Hinter den Kulissen“ wünscht Ihnen das Leitungsteam der Ballettfreunde Hagen. Erhältlich ist der Ballettkalender im Theater während der Ballettvorstellungen am Ballettstand und an der Theaterkasse zu einem Preis von 12,50 Euro/ Stück. Der Erlös kommt ausschließlich den Projekten des balletthagen zu Gute.

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Theaterzeitung November 2012  

Die aktuelle Theaterzeitung des theaterhagen. Guildo Horn im Interview - Das Weihnachtsmärchen "Die Prinzessin auf der Erbse" - Verdis "Don...