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theater zeitung MUSIKTHEATER BALLETT SCHAUSPIEL KABARETT PHILHARMONISCHES ORCHESTER LUTZ Mai 2013

Ballett mit Choreographien von Hugo Viera, Young Soon Hue und Ricardo Fernando

„Ein Kunst-Schatz in vollendeter Bewegung“ (Westfalenpost / Westfälische Rundschau) Ensemble

Interview

Premiere

Theaterpädagogik

Max Uthoff

Die Dreigroschenoper

Kulturelle Bildung

„Kabarett muss die Auswüchse des Kapitalismus bekämpfen, benennen, kenntlich machen.“ Seine politische Prägung erläutert der bekannte Kabarettist im Gespräch mit dem theaterhagen

„Und der Haifisch, der hat Zähne und die trägt er im Gesicht…“ Das populäre Stück von Bertolt Brecht und Kurt Weill steht nach über 60 Jahren wieder auf dem Spielplan

Die UNESCO ruft im Mai die „Internationale Woche der kulturellen Bildung“ aus. Das theaterhagen bietet stets ein vielfältiges und spannendes theaterpädagogisches Programm. Beispiele gefällig?

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Interview · Max Uthoff „Wir schaffen keine Revolution an einem Abend“ Max Uthoff im Gespräch

Kabarett! (lacht) Im Grunde genommen ist Jura sozusagen Leistungssport in Satire! Es kann mir aber nicht wirklich Spaß gemacht haben, sonst wäre ich heute in einer Kanzlei beschäftigt.

theaterhagen: Herr Uthoff, wie bringt man Menschen zum Lachen? Max Uthoff: (lacht) Das ist eine unfaire Frage am Anfang! Die ist hart, weil sie erstens schwer zu beantworten ist und zweitens: Selbst wenn ich die Antwort darauf wüsste, würde ich sie für mich behalten! Man stochert, man versucht und dann lernt man aus den Misserfolgen und behält das bei, was funktioniert. Es gibt natürlich ganz bestimmte Methoden, um Witze zu produzieren: lustige Bilder zum Beispiel, oder Vergleiche. Aber letztlich hofft man darauf, dass einem irgendetwas einfällt und dass das anderen dann auch gefällt. Denn der Inhalt Ihrer Programme ist ja eigentlich sehr ernst. Das liegt in der Natur des politischen Kabaretts. Soziale Missstände anzuprangern in einer Gesellschaft, in der sich alle glücklich fühlen und die Gerechtigkeit sehr gleichmäßig verteilt ist, würde wahrscheinlich nur sehr schlecht funktionieren. Am 6. Mai sind Sie mit Ihrem Programm „Oben bleiben“ zu Gast bei uns in Hagen. Worum geht es darin? In „Oben bleiben“ geht es um Machterhaltungstechniken. Das ist vielleicht ein etwas zu technischer Begriff... Es geht darum, aufzuzeigen, mit welchen Mitteln diejenigen, die oben sind, die Masse klein halten: nämlich indem sie sie ablenken, beschäftigen, unter Druck setzen, ihr Angst machen und dergleichen. Sie haben einmal gesagt: „Ich möchte das kapitalistische System mit den Mitteln der Satire aus den Angeln heben“. Gelingt Ihnen das soweit? Ich glaube, ich bin auf einem guten Weg! (lacht) Ich denke, Kabarett ist immer dazu da, Auswüchse des Kapitalismus zu bekämpfen, zu benennen und kenntlich zu machen. Aber ich gebe mich keinen allzu großen Illusionen hin. Kabarett ist nicht so gesellschaftsverändernd, dass ein Abend zur Revolution führt. Wenn Georg Schramm das nicht schafft, werde ich es auch nicht schaffen! Kabarett wurde Ihnen quasi in die Wiege gelegt: Ihr Vater, Reiner Uthoff, hat 1965 das Rationaltheater in München gegründet. Was ist das Rationaltheater? Das Münchener Rationaltheater ist von meinem Vater ungefähr mit dem Aufkommen der linken Agitprop-Szene und der 68er-Bewegung gegründet worden und stellte eigentlich so etwas wie ein Mittel der Aufklärung dar. Es gab damals den Spiegel und ansonsten sehr wenig investigativen Journalismus. Man war im Kabarett in erster Linie auf Informationsverbreitung spezialisiert. Es ging noch nicht so sehr darum, den nächsten Gag zu reißen und die Leute möglichst oft zum Lachen zu bringen, sondern darum, über Missstände aufzuklären.

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Sie sind ja zum Glück auch als Kabarettist ganz erfolgreich… Sagen wir mal so: In den letzten drei, vier Jahren funktioniert das deutlich besser als meine juristische Karriere!

Die Vorstellungen im Rationaltheater sollen früher oft mit einem Skandal geendet haben. Können Sie ein Beispiel nennen? Damals hat wohl spätestens nach 20 Minuten irgendjemand im Publikum gerufen: Diskussion! Dann wurde das Programm unterbrochen und der Punkt, der dem Zuschauer nicht gefallen hat, erstmal ausdiskutiert. Heute ist das unvorstellbar... Das war eben eine andere Zeit. Was dann die eigentlichen Skandale hervorgerufen hat, waren aber andere Geschichten. Es gab am Rationaltheater zum Beispiel ein Programm, in dem nachgewiesen wurde, dass der damalige Bundespräsident Heinrich Lübke als Architekt für die Baugruppe Schlempp Toiletten für eine KZ-Anlage gebaut hatte. Die Baupläne für diese Toiletten hingen dann im Schaufenster des Rationaltheaters. Das hat Wellen geschlagen. Trotz der frühen Prägung: Ihre Karriere als Kabarettist ist nicht nur geradlinig verlaufen. Zwischendurch haben Sie Jura studiert und mit dem 2. Staatsexamen abgeschlossen. Ich sehe das als eine sehr stringente Entwicklung hin zum

Vergangenen Montag hatten Sie wieder einmal einen Fernsehauftritt, diesmal beim „Satiregipfel“ der ARD. Unterscheidet sich das Studiopublikum vom Publikum im Theater? Beim „Satiregipfel“ ist das Publikum ein bisschen durchwachsener, jung und alt, alles fröhlich durcheinender. Wenn ich in einem Theater auftrete, stellt sich immer auch die Frage: ist es AbonnementenPublikum oder nicht? Abo-Publikum ist großartig und sehr, sehr wichtig für die Theater. Aber manchmal schleicht sich auch der ein oder andere ins AboPublikum, bei dem man das Gefühl hat, er würde sein Abonnement so ein bisschen absitzen. Aber das ist sicherlich die Ausnahme. Zum Glück! Ja. Im Prinzip sind die Leute immer neugierig auf das, was kommt, sonst wären sie nicht da. Diese Neugierde muss man erst einmal aufnehmen und sich darüber freuen. Und wenn man nach eineinhalb Stunden feststellt, dass es gar nicht geht miteinander, ja, mein Gott, dann muss man trotzdem seine Arbeit machen! Passiert aber Gott sei Dank selten. Das Gespräch führte Adaora Geiger

Max Uthoff – Oben bleiben 6. Mai 2013 · 19.30 Uhr · Großes Haus

EckStück – Die Ecke zum Stück Philharmonikus trifft Max Das Lesemonster Max und der Philharmonikus vom philharmonischen orchesterhagen begegnen sich am 6. Mai 2013 um 16.30 Uhr in der Stadtbücherei auf der Springe. Dabei dreht sich alles um die Musik! Die beiden werden zusammen mit Konzertdramaturgin Lisa Valdivia das 3. Familienkonzert „Die lustigen Streiche des Till Eulenspiegel“ und den „Philharmo-

nischen Kinder- und Jugendtag“ des philharmonischen orchesterhagen vorstellen. Bei der Veranstaltungsreihe „EckStück – Die Ecke zum Stück“ handelt es sich um eine Kooperation des theaterhagen mit der Stadtbücherei Hagen. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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Kritiken „Emotional, dramatisch, perfekt“ – Tanz-Trilogie Drei Stücke, drei Mentalitäten, drei Stunden Tanz-Rausch: schwindelerregend und mitreißend, emotional, dramatisch und perfekt. (…) Es ist schon wirklich faszinierend, auf welch hohem Niveau in Hagen das moderne Tanztheater angesiedelt ist. (…) Für Hagen, für ganz Südwestfalen, ist dieses Ballett ein kulturelles Aushängeschild erster Güte. Ein Kunst-Schatz im besten Sinne, den es unbedingt zu bewahren gilt. (Westfalenpost / Westfälische Rundschau) Ein spannender Abend, sehr zu empfehlen. (Wochenkurier) Auf den ersten Blick scheint Modern Dance das Gegenteil der beim Publikum so beliebten Handlungsballette zu sein. (…) Was der Portugiese Hugo Viera zum Auftakt zeigt, ist unterdessen geeignet, sämtliche Vorbehalte hinwegzufegen – und zwar in einem Tornado aus Kraft, Geschwindigkeit und Ausdruck. (…) Die Koreanerin Young Soon Hue setzt mit „Touch“ einen ruhigen, poetischen Gegenpol. (…) Ricardo Fernando entlässt das Publikum mit einem „Nacht“-Stück: Ihm geht es darin ebenso um starke Gefühle wie Liebe, aber auch Einsamkeit und Angst. (…). Riesenapplaus für diese Premiere. (Ruhr Nachrichten) Die Truppe tanzt alle drei Uraufführungen bis zum letzten Takt energiegeladen, konzentriert und technisch ohne Fehl und Tadel. Das imponiert! (tanznetz.de)

Juliano Pereira, Yoko Furihata

„Archaische Eindringlichkeit“ – Selma Ježková (Dancer in the Dark) Herzergreifend, aufwühlend, spannend: (…) „Selma Jezková“ von Poul Ruders ist all das und noch viel mehr. Es ist eine Passion, der Leidensweg einer Mutter, die sich für ihren Sohn opfert. Das Theater Hagen zeigt als erste Bühne in Deutschland die Opernfassung von „Dancer in the Dark“: in einer gelungenen Inszenierung mit einem wunderbaren Ensemble, das vom Publikum bei der Premiere enthusiastisch gefeiert wird. (…) Regisseur Gregor Horres und der Hagener Bühnenbildner Jan Bammes sind ein großartiges und bewährtes Team, dem es gelingt, Raumlösung und Personenführung perfekt mit der Musik zusammen spielen zu lassen, so dass die 70minütige Oper zu einer Tragödie von oratorienhafter Wucht wird. (…) Sopranistin Dagmar Hesse ist eine tief berührende Selma, weil sie die Balance zwischen Gefühlsaufruhr in der harten Realität und Flucht in liebliche Träume mit zarter Härte zeigen kann. (Westfalenpost / Westfälische Rundschau) Spätromantische, hoch emotionale Gesangspartien, die die Sänger um Dagmar Hesse als Selma überzeugend gestalten, kontrastieren mit dissonanten, ruppigen Orchesterpassagen, die das Philharmonische Orchester Hagen unter Leitung von David Marlow mit höchster Präzision und Expressivität interpretiert. (…) „Selma Jezková“ ist eine hochemotionale Oper von archaischer Eindringlichkeit, die sich weit von ihrer filmischen Vorlage entfernt, aber das kurze tragische Leben einer entwurzelten Frau in einer kurzen tragischen Oper voll packender Spannung erzählt. (Die Deutsche Bühne)

Mai 2013

Bernd Könnes, Dagmar Hesse, Ensemble

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Premiere STÜCK MIT MUSIK VON BERTOLT BRECHT UND KURT WEILL NACH JOHN GAYS „THE BEGGAR‘S OPERA“

PREMIERE AM 4. MAI 2013 19.30 UHR · GROSSES HAUS Inszenierung

Thomas Weber-Schallauer

Musikalische Leitung

Alexander Ruef

Ausstattung

Jan Bammes

Dramaturgie

Maria Hilchenbach

Mit: Werner Hahn (J.J.Peachum), Marilyn Bennett (Frau Peachum), Tanja Schun (Polly Peachum), Christian Higer (Macheath), Orlando Mason (Brown, Polizeichef von London), Maria Klier (Lucy, seine Tochter), Robert Schartel (Filch/Smith/Kimball), Evelyne Wehrens (Spelunkenjenny, Hure), Dirk Achille (Trauerweidenwalter), Richard van Gemert (Hakenfingerjakob), Firat Baris Ar (Münzmatthias), Krysztof Jakubowski (Sägerobert), Pawel Strotschilin (Ede), Wolfgang Niggel (Jimmy), Horst Fiehl (Moritatensänger) u.a. philharmonisches dreigroschen-orchesterhagen

Werkstatt – Die Dreigroschenoper 27. April 2013 . 17.00 Uhr - Opus

Die Handlung... Macheath, charmanter Frauenliebling, brutaler Verbrecher und berüchtigter Chef einer Bande von Straßenbanditen, hat Polly, die Tochter des Bettlerkönigs Peachum, entführt, mit einer grotesken „Hochzeit“ bei seiner „Platte“ eingeführt und geehelicht. Als Peachum, der aus dem Elend der Ärmsten auf äußerst originelle Art und Weise Kapital schlägt, indem er gesunde Menschen künstlich zu Krüppeln herausstaffiert, sie zum Betteln schickt und dafür sogar der Duldung des Polizeichefs Tiger Brown sicher ist, von dieser Heirat erfährt, beginnt er einen Krieg auf Leben und Tod mit Macheath. Als Mackie wieder einmal untertauchen muss, übernimmt Polly, die nun ihre „Bestimmung“ gefunden hat, sogar die Leitung der Bande. Sie kann jedoch nicht verhindern, dass ihr Mann verhaftet und ins Gefängnis geworfen wird. Lucy, die auf Polly rasend eifersüchtige Tochter des Polizeichefs, verhilft ihm zur Flucht, die doch wieder im Knast endet, weil Macheath von den Huren verraten wird. Macheath wird im letzten Augenblick vom Galgen herab durch einen reitenden Boten des Königs gerettet, „und in einem großen, etwas parodistischen Opernschluss geht die ganze Affäre gut aus“ (Brecht).

Die Entstehung... Am 29. Januar 1728 wurde in London „The Beggar‘s Opera“ von John Gay mit der Musik von John Christopher Pepusch zum ersten Mal gespielt und führte in das Milieu von Soho und Whitechapel, den Verbrechervorstädten Londons. Elisabeth Hauptmann, Brechts Mitarbeiterin seit 1924, machte den Autor 1927 auf John Gays Werk aufmerksam und übersetzte die Oper,

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während Brecht das Stück neu bearbeitete – wofür er u.a. schamlos lyrische Passagen von Rudyard Kipling und François Villon plünderte. Kurt Weill begann nach Kenntnis der ersten Szenen mit der Komposition der Musik.

seine Frau Lotte Lenya spielte, versehentlich ausgelassen wurde. „Während seiner ganzen Theaterkarriere war das das erste und einzige Mal, dass Kurt vollständig die Beherrschung verlor“, so Lenya später.

Die erste Fassung der „Ludenoper“ wurde im Mai 1928 fertiggestellt. Zur Eröffnung seines neuen „Theaters am Schiffbauerdamm“ wollte der Theaterunternehmer Ernst Josef Aufricht mit der Uraufführung dieser „Oper“ einen Theatercoup landen: Die Proben begannen am 10. August 1928 unter der Regie von Erich Engel mit einer Riege namhafter Schauspieler. Die kurze Probenzeit und die Empfindlichkeiten verschiedener Mitspieler verursachten jedoch unvorhersehbare Komplikationen, so dass Teile des Stückes gestrichen, Songs geändert, ganze Rollen weggelassen und Sänger ausgetauscht werden mussten. Auf den Vorschlag von Lion Feuchtwanger nannte Brecht sein Stück nun „Die Dreigroschenoper“. Das Probenergebnis auch der letzten Phase verlangte eigentlich eine Premierenverschiebung, doch Aufricht bestand auf dem festgesetzten Premierentermin am 31. August, seinem Geburtstag: „Meine Unbefangenheit war mein Glück, sonst wäre die Aufführung endlos verschoben worden.“ Die Generalprobe am Abend vorher dauerte bis fünf Uhr früh und war, nach Aussage von Lotte Lenya, „ein Witz“. Wegen der Überlänge der Aufführung wurde am nächsten Morgen das Stück um eine Dreiviertelstunde gekürzt – und dann entdeckte Kurt Weill, dass im Personenverzeichnis die Rolle der Jenny, die

Dennoch: Die Aufführung unter der musikalischen Leitung von Theo Mackeben mit Harald Paulsen als Macheath, Erich Ponto (Peachum), Rosa Valetti (Frau Peachum), Roma Bahn (Polly), Lotte Lenya (Jenny), Käthe Kühl (Lucy), Kurt Gerron (Brown) und Ernst Busch (Moritatensänger/Smith) wurde ein triumphaler Erfolg. Herbert Ihering schrieb nach der Premiere im Berliner Börsen-Courier: „Es ist der Triumph der offenen Form. Was Brecht als Bearbeiter, was Weill als Komponist in diesem leichten Nebenwerk geleistet haben, das ist zugleich die Überwindung der Revue zu einer neuen Gattung und die Verschmelzung von Elementen des Varietés (…) zu einem lebendigen, theatralischen Ausdruck.“

Und heute... Das „leichte Nebenwerk“ gehört nun seit 85 Jahren zu den meistgespielten Stücken von Brecht und inzwischen auch zu den Klassikern der Moderne. Bereits kurz nach der ersten Berliner Aufführung stand die „Dreigroschenoper“ auf dem Programm des Hagener Theaters, doch nach dem Zweiten Weltkrieg gab es hier keine Aufführung mehr. Regisseur Thomas WeberSchallauer greift in seiner Inszenierung 2013 Brechts Thesen auf, dass Sex und Ökonomie

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Die Dreigroschenoper die Welt regieren und dass „erst das Fressen, dann die Moral“ kommt. Während das Stück bei seiner Entstehung für singende Schauspieler gedacht war, präsentieren wir das Stück nun mit schauspielernden Sängern – eine faszinierende Mischung.

Zu Gast Christian Higer spielt Macheath Der 1966 in Salzburg geborene Schauspieler absolvierte seine Ausbildung am Konservatorium der Stadt Wien und erhielt sein erstes Engagement 1992 am Landestheater Schwaben in Memmingen. Nach Festengagements am Landestheater Linz, am

Stadttheater Konstanz und am Mainfrankentheater Würzburg ist Christian Higer seit 2008 freiberuflich tätig und gastierte u.a. an der Deutschen Oper am Rhein, am Schlosstheater Moers, in Dortmund, München, Wien sowie bei den Salzburger Festspielen. Er wurde mehrfach bei den Bayerischen Theatertagen ausgezeichnet. Evelyne Wehrens spielt die Spelunkenjenny Die Sopranistin Evelyne Wehrens wurde in den Niederlanden geboren und studierte nach dem Abitur klassischen Gesang an der Hochschule der Künste in Utrecht. 1995 zog sie nach Deutschland und war dort fünf Jahre am Staatstheater Braunschweig engagiert.

Seit 2002 ist sie freischaffend tätig. Engagements führten sie an die Kammeropern Dresden und Ulm, die Opernakademie Bad Orb, an das Bayreuther Jugendfestspieltreffen und an das Musiktheater im Revier Gelsenkirchen. Sie absolvierte Meisterkurse bei Mya Besselink (NL) und Aleksandrina Milceva (Bulgarien/Wien). Zu ihrem abwechslungsreichen Repertoire gehören u.a. die Gräfin (Figaro), Frasquita (Carmen) und Anybodys (West Side Story). Weitere Termine: 8.5., 11.5., 18.5., 19.6., 23.6. (15.00 Uhr), 26.6., 4.7., 12.7.2013 – jeweils um 19.30 Uhr, wenn nicht anders angegeben.

Lehrertisch am 3. Mai um 18.15 Uhr im Theatercafé. Zu Gast: Dramaturgin Maria Hilchenbach. Anmeldung: www.theater.hagen.de/theaterpaedagogik

Materialmappen für den Schulunterricht können kostenfrei bestellt werden bei Miriam Walter, Tel. 02331/207-3282 oder www.theater.hagen.de/theaterpaedagogik

Der etwas andere, junge Blick hinter die Kulissen mit und von Jeannie Hannibal. Haspe. Hagen. Bochum. Gelsenkirchen. Ein wahres Ruhrpott-Potpourri an Orten, an die Nadine Feisel durch ihre Liebe zum Theater gekommen ist. Nadine wer? Das werdet ihr gleich erfahren. Theater war für die heute 24-Jährige schon immer „etwas ganz Besonderes“. Vielleicht auch deshalb, weil Theaterkarten für eine ganze Familie nicht immer finanziell möglich sind. Wenn sie aber einmal im Zuschauerraum saß, leuchteten ihre Augen umso heller und folgten gebannt den Schauspielern, Sängern und Tänzern auf der Bühne. Und insgeheim wuchs in dem schüchternen Mädchen, das sich damals nie auf eine Bühne getraut hätte, der Wunsch, selbst Theater zu spielen. Gute zehn Jahre später ist aus dem schüchternen Mädchen ein „Amateur-Profi“ im Showbiz geworden. Angefangen hat alles am theaterhagen, mit einem Praktikum unter den Fittichen von Theaterpädagogin Miriam Walter. Damals hat Nadine den Jugendclub mitbetreut und selbst mitgespielt, bei Proben zugeschaut und auch so Eigenheiten wie das „Mittagessen-vergessen“ von Miriam „abgeschaut“.

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Und irgendwann ist aus der Praktikums-Chefin dann eine gute Freundin geworden. Das Praktikum am theaterhagen war aber nicht nur der Anfang einer wunderbaren Freundschaft, sondern auch das Sprungbrett für eine kleine Theaterkarriere. Nachdem Nadine eine Kinder-Theatergruppe geleitet und mit den jungen Darstellern auf den jährlich stattfindenden Schul- und Jugendtheatertagen ihr selbst geschriebenes (!) Stück „Friends to Dance“ aufgeführt hat, sollte der Sommer 2012 Nadine ihr bislang größtes Theatererlebnis bescheren: Als Statistin war sie die bei der Oper „Europeras“ von John Cage bei der Ruhrtriennale dabei – mitten unter Vollprofis. „Besonders aufregend war es, die Entstehung einer professionellen Produktion hautnah mitzuerleben und dabei als Laie mit offenen Armen aufgenommen zu werden!“, beschreibt Nadine ihre Eindrücke. Wenn das nicht der Hammer ist! Ein Satz von Nadine ist mir besonders in Erinnerung geblieben. „Im Theater zu sein, kommt mir wie Urlaub vor!“ Vielleicht ist Theater nicht die Art von Urlaub, die euch jetzt in den Sinn kommt. Aber vielleicht muss

Urlaub im Theater auch nicht mit dem Urlaub an der See, in den Bergen oder in einer aufregenden Stadt vergleichbar sein. Denn der Besuch eines Stückes im theaterhagen ist Urlaub für die Seele: Wenn die Scheinwerfer angehen und die Schauspieler scheinbar nur für euch spielen, wenn ihr mit dem Ensemble durch Epochen an neue Orte fliegt und wenn der rubinrote Samtvorhang am Ende einer Vorstellung an kostbare Tuchware auf einem orientalischen Markt erinnert. Also, wie wäre es mit einem „entspannten Urlaub“ in einem der tollen Stücke des theaterhagen? Schnell entscheiden, denn diese Spielzeit neigt sich dem Ende entgegen!

kultich.theaterhagen@gmail.com

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Spielplan Mai 2013 Fr 03

Hagener Erstaufführung

Verrücktes Blut

Theaterstück von Nurkan Erpulat und Jens Hillje

12.00 – 13.30 Uhr · lutz

Schulvorstellung 6,- Euro

Sa 04 PREMIERE Die Dreigroschenoper Stück von Bertolt Brecht, Musik von Kurt Weill

19.30 Uhr · Großes Haus

Abo P u. Freiverkauf PK 3

So 05

Operette von Jacques Offenbach

Abo MT Freiverkauf PK 3

Di 14 Hagener Erstaufführung Verrücktes Blut

Richard O‘Brien‘s The Rocky Horror Show

Musical von Richard O‘Brien

Restkarten PK 2

Eintritt frei

Fantastisch

Tanz-Trilogie

Mit Werken von Moritz Eggert und Anton Bruckner Dirigent: GMD Florian Ludwig

Konzertabo und Freiverkauf PK K

Choreographien von Hugo Viera, Young Soon Hue und Ricardo Fernando

15.00 – 17.45 Uhr · Großes Haus

Abo N u. Freiverkauf PK 3

19.30 Uhr · Großes Haus

Di 07 Uraufführung Lucy und der Hungerbauch

Umweltstück für Kinder im Vorschulalter von Werner Hahn und Hans Steinmeier

10.00 – 11.10 Uhr Ausverkauft 12.00 – 13.10 Uhr · lutz Restkarten 6,- Euro

Mi 08 Uraufführung Lucy und der Hungerbauch

Umweltstück für Kinder im Vorschulalter von Werner Hahn und Hans Steinmeier

Restkarten 6,- Euro

10.00 – 11.10 Uhr · lutz

Die Dreigroschenoper

Werkeinführung – Selma Ježková (Dancer in the Dark)

Deutsche Erstaufführung

Oper von Poul Ruders

Abo C u. Freiverkauf PK 3

19.30 – 20.40 Uhr · Großes Haus

Eintritt frei

Deutsche Erstaufführung

Oper von Poul Ruders

Abo L/V/VB B u. Freiverkauf PK 3

Selma Ježková (Dancer in the Dark)

Gespräch mit Beteiligten der Produktion

Eintritt frei

Sa 11 Die Dreigroschenoper

Bürgeramt Haspe – Tel: 02331/207-4401

Fünf-Uhr-Tee mit Edeltraud Kwiatkowski

Eintritt 5,00 Euro inkl. ein Getränk

Stück von Bertolt Brecht, Musik von Kurt Weill

19.30 Uhr · Großes Haus

Abo W u. Freiverkauf PK 4

Bürgeramt Eilpe – Tel: 02331/207-4403

Informationen zu EVENTIM-Vorverkaufsstellen in Ihrer Nähe unter www.eventim.de oder Tel: 01805-533933 (0,14 Euro / Minute, Mobilfunkpreise max. 0,42 Euro / Minute)

Gespräch zum 8. Sinfoniekonzert mit GMD Florian Ludwig und Gästen

11.30 Uhr · Circus Quamboni (in den Übungsräumen) Louise-Märcker-Straße 1a, 58135 Hagen

17.00 Uhr · Theatercafé

Fr 17 Abgefahren (UA)

Jugendstück von Werner Hahn und Diana Ivancic

19.30 – 20.30 Uhr · lutz Freiverkauf 12,- / 6,- Euro

theaterhagen unterwegs – Tanz-Trilogie

Choreographien von Hugo Viera, Young Soon Hue, und Ricardo Fernando

20.00 Uhr · Theater Hameln

Sa 18 balletthagen unterwegs – Midnight Lullaby

TanzArt Gala

19.30 Uhr · Stadttheater Gießen

balletthagen unterwegs – Voices

TanzArt Gala

19.30 Uhr · Theater Koblenz

Abgefahren (UA)

Jugendstück von Werner Hahn und Diana Ivancic

19.30 – 20.30 Uhr · lutz

So 12

19.30 – 20.40 Uhr · Großes Haus

Nach dem Applaus

19.00 Uhr · Theatercafé

19.00 Uhr · Theatercafé

Selma Ježková (Dancer in the Dark)

Werkeinführung – Selma Ježková (Dancer in the Dark)

Schulvorstellung 6,- Euro / Freiverkauf 12,-/6,- Euro

Abo B u. Freiverkauf PK 4

Eintritt frei

Zentrales Bürgeramt – Tel: 02331/207-5777

12.00 – 13.30 & 19.30 – 21. 00Uhr · lutz

Do 16

Theaterstück von Nurkan Erpulat und Jens Hillje

Stück von Bertolt Brecht, Musik von Kurt Weill

19.30 Uhr · Großes Haus

Fr 10

Stadthalle 20.00 Uhr 19.15 Uhr Einführung

Mi 15 Hagener Erstaufführung Verrücktes Blut

Abo K und Freiverkauf PK 4

Bürgeramt Hohenlimburg – Tel: 02331/207-4402

19.30 – 22.00 Uhr · Großes Haus

8. Sinfoniekonzert

14.30 Uhr · Theatercafé

Mo 06 Kabarett Max Uthoff – Oben bleiben

Bürgeramt Vorhalle – Tel: 02331/207-4411

12.00 – 13.30 Uhr · lutz

Schulvorstellung 6,- Euro

Bürgeramt Boele – Tel: 02331/207-4400

Theaterstück von Nurkan Erpulat und Jens Hillje

Werkeinführung – Tanz-Trilogie

Bürgerämter der Stadt Hagen:

18.00 – 20.45 Uhr · Großes Haus

Neben der Theaterkasse können Theaterund Konzertkarten auch an EVENTIM-Vorverkaufsstellen, an allen Hagener Bürgerämtern sowie online unter www.theater.hagen.de erworben werden.

Die Großherzogin von Gerolstein

Freiverkauf 12,- / 6,- Euro

Die Dreigroschenoper

Stück von Bertolt Brecht, Musik von Kurt Weill

19.30 Uhr · Großes Haus

Abo Z u. Freiverkauf PK 4

Eintritt frei

Die nächste Theaterzeitung erscheint am 29.05.2013

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Mai 2013


Mai So 19

ZUM LETZTEN MAL Tanz-Trilogie

Werkeinführung – Selma Ježková (Dancer in the Dark)

17.30 Uhr · Theatercafé

Choreographien von Hugo Viera, Young Soon Hue und Ricardo Fernando

Eintritt frei

Deutsche Erstaufführung

So 26 ZUM LETZTEN MAL

Selma Ježková (Dancer in the Dark)

Oper von Poul Ruders

Abo ThR u. Freiverkauf PK 3

19.30 – 22.15 Uhr · Großes Haus

Abo G u. Freiverkauf PK 3

IN DIESER SPIELZEIT

Fly Me to the Moon

18.00 – 19.10 Uhr · Großes Haus

Ein Swing-Abend

Ausverkauft

15.00-17.00 Uhr · Großes Haus

Mo 27 Jeder neue Schritt ist immer nur der Vorletzte Werke von J. S. Bach, Kilchenmann zu Anna Seghers’ „Das siebte Kreuz“ 27. Mai 2013 · 18.30 Uhr

Di 21 Der Wildschütz

Komische Oper von Albert Lortzing

Abo VB A und Freiverkauf PK 3

Werkeinführung – Selma Ježková (Dancer in the Dark)

Di 28 Richard O‘Brien‘s The Rocky Horror Show

Mi 22

19.30 – 22.20 Uhr · Großes Haus

19.00 Uhr · Theatercafé

Eintritt frei

Deutsche Erstaufführung

Oper von Poul Ruders

Musical von Richard O‘Brien

Freiverkauf PK 2

Abo B u. Freiverkauf PK 3

Komische Oper von Albert Lortzing

Abo D und Freiverkauf PK 3

19.30 – 20.40 Uhr · Großes Haus

Fr 31

Nach dem Applaus

Gespräch mit Beteiligten der Produktion

Do 23 Uraufführung Lucy und der Hungerbauch

Umweltstück für Kinder im Vorschulalter von Werner Hahn und Hans Steinmeier

Restkarten 6,- Euro

Fr 24 Uraufführung Lucy und der Hungerbauch

Umweltstück für Kinder im Vorschulalter von Werner Hahn und Hans Steinmeier

Ausverkauft

19.00 Uhr · Theatercafé

Eintritt frei

Oper von Poul Ruders

Abo F u. Freiverkauf PK 3

10.00 – 11.10 Uhr · lutz

19.30 – 20.40 Uhr · Großes Haus

21.00 Uhr – Theatercafé

Eintritt frei

Theatertreff des Theaterfördervereins

Sa 25 Theater hautnah Die offene Probe – Carmen

Gast: Annette Kern

Freitag, 31. Mai 2013 · 19.30 Uhr Restaurant Kolpinghaus, Bergischer Ring 18, 58095 Hagen

10.45 Uhr · Theatercafé

Werkeinführung – Selma Ježková (Dancer in the Dark)

10.00 – 11.10 Uhr · lutz

18.00 – 20.50 Uhr · Großes Haus

Fr 31 Deutsche Erstaufführung Selma Ježková (Dancer in the Dark)

Eintritt frei

19.30 – 22.00 Uhr · Großes Haus

Do 30 Der Wildschütz

Selma Ježková (Dancer in the Dark)

Karten 9,60 Euro an der Museumskasse

Osthaus Museum

Eintritt frei

Chartstürmer

18.00 Uhr · Stadthalle

Restkarten 10.-/5,- Euro

Werkeinführung – Tanz-Trilogie

Eintritt frei

Konzert- und Theaterkasse Elberfelder Straße 65 · 58095 Hagen Telefon: 0 23 31 / 207 - 32 18 Telefax: 0 23 31 / 207 - 24 46 theaterkasse@stadt-hagen.de www.theater.hagen.de

Dirigent: GMD Florian Ludwig

19.00 Uhr · Theatercafé

Öffnungszeiten : Montag: geschlossen Dienstag – Freitag: 14.00 – 19.00 Uhr Samstag: 10.00 – 15.00 Uhr sowie jeweils eine Stunde vor Beginn der Vorstellung

Eintrittspreise PREISKATEGORIE

1 2 3 4 M K

Mai 2013

I

II

III

IV

V

VI

43,70 37,50 33,70 26,30 10,00 28,00

39,40 33,70 30,60 23,80 10,00 26,00

35,00 30,00 27,00 21,00 7,50 24,00

28,50 24,50 22,00 17,00 7,50 22,20

24,00 20,50 18,50 14,80 5,00 17,80

17,50 15,00 13,50 10,80 5,00 14,40

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Theaterpädagogik Internationale Woche der kulturellen Bildung Am theaterhagen wird kulturelle Bildung in allen Sparten groß geschrieben. Als Schnittstelle zwischen Bildungseinrichtungen aller Art und vielfältigen Angeboten in den Bereichen Musiktheater, Ballett, Schauspiel und Konzert wirkt die Theaterpädagogik.

Di 21. Mai

Mi 22. Mai Schüler der Gesamtschule Eilpe kommen im Rahmen ihrer Berufsorientierung für eine Führung ins theaterhagen und werden dabei vor allem die unterschiedlichen Werkstätten besichtigen.

Die Projektgruppe der Gesamtschule Haspe besucht, gefördert durch die Volksbühne Hagen (vbh), die Aufführung der Lortzing-Oper „Der Wildschütz“ und bekommt sowohl eine Vor- als auch Nachbereitung als „Rundumpaket“.

21. – 25. Mai 2013

Das theaterhagen bietet stets ein ungemein vielfältiges und spannendes theaterpädagogisches Programm. Beispielhaft für die breite Palette an Inhalten möchten wir Ihnen das Programm während der Internationalen Woche der kulturellen Bildung vorstellen, welche die UNESCO vom 20. bis 26. Mai ausgerufen hat.

Do 23. Mai

Fr 24. Mai

Vorstellungen des Kinder-Theaterstücks „Lucy und der Hungerbauch“ mit Nachgespräch im lutz.

& Jugend Die Sekundarschule Wetter wird das theaterhagen mit ihrer „Presse-AG“ besuchen. Außerdem beteiligt sich diese Schule am Philharmonischen Kinder- & Jugendtag, der am 15. Juni 2013 stattfinden wird.

Sa 25. Mai

orchesterhagen

Mitsingen ist angesagt bei SCRATCH 2013! Kulturelle Erwachsenenbildung gehört ebenfalls ins Programm des theaterhagen: über 400 Sängerinnen und Sänger werden zusammen mit dem philharmonischen orchesterhagen die Stadthalle zum Beben bringen!

Die Kinder- und Jugendclubs treffen sich zu ihrer wöchentlichen Probe im lutz.

Übrigens

„Lucy und der Hungerbauch“ wird offizieller Beitrag zur UN-Dekade Im März wurde „Lucy und der Hungerbauch“ international ausgezeichnet! Das Theaterstück, gilt nun als offizieller Beitrag der UNDekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“.

Neugierig geworden? Lust auf mehr? Kontaktperson zu Fragen der kulturellen Bildung ist Theaterpädagogin Miriam Walter: miriam.walter@stadt-hagen.de, Tel: 02331/207-3282.

Zur Oper „Selma Ježková“ gibt es für die Besucher der Vorstellung im Jugend-Abonnement ein Nachgespräch mit Beteiligten der Produktion. Für Schulklassen ist der Besuch dieser englischsprachigen Oper im Rahmen der Aktion „Jeder Schüler ins theaterhagen!“ des Theaterfördevereins übrigens kostenfrei möglich. Infos unter: tillmann. schniedes@stadt-hagen.de oder Tel: 0 23 31 / 207-3223

Die Vereinten Nationen haben für die Jahre 2005 bis 2014 die Weltdekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgerufen. Damit wird signalisiert: Nachhaltige Entwicklung betrifft alle. Durch nachhaltiges Denken und Handel sollen Kinder und Jugendliche verstehen, dass ihr ganz persönliches Handelns eine reale Konsequenz hat – für sich selbst und für das weltweite Zusammenleben. Und genau dies wird in „Lucy und der Hungerbauch“ thematisiert: Auf ganz unterschiedliche Weise erfahren die Bühnenfiguren die Folgen von Hunger. Und Prof. Wunderlich, der ziemlich verrückte Professor aus dem Garten nebenan, erklärt, welche Konsequenzen unser übergroßer Fleischkonsum für die Bauern in Mexico hat. Er hilft, den Blick auf unsere Mülleimer zu richten, die von Lebensmittel überquellen. Und er fordert die Bühnenfiguren auf: „Hinaus in die Welt! Hinaus in die Welt! Und fragen, fragen, fragen, fragen, fragen!“

In der ersten Pause der „TanzTrilogie“ gibt es im Theatercafé ein Pausengespräch für junge Zuschauer. Es ist keine Anmeldung erforderlich.

offene Probe

Carmen Zur Offenen Probe von „Carmen“ kommen Mitglieder des Backstage-Clubs, um als Multiplikatoren in den Schulen nähere Informationen zur berühmten Oper von Georges Bizet zu erhalten. In dieser Oper wirkt im Übrigen der Kinder- & Jugendchor des theaterhagen mit.

Termine: 7.5. (10.00 Uhr & 12.00 Uhr), 8.5., 23.5. und 24.5.2013 – jeweils um 10.00 Uhr im lutz. Bildung für nachhaltige Entwicklung vermittelt Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen nachhaltiges Denken und Handeln.

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theaterzeitung

Mai 2013


lutz SONIA: (Pistole in der Hand) Friedrich Schiller schreibt „Über die ästhetische Erziehung des Menschen“ nach den Schrecken der Französischen Revolution. Er fragt sich: Wie kann der Mensch dazu gebracht werden, mit seiner Freiheit verantwortlich umzugehen – Ferit, was meinen Sie dazu? FERIT: Ey, was weiß isch – SONIA: ICH! ICH! ICH! und wie kommt man zu einem Ich, das diesen Namen verdient? He? Durch die Kunst, sagt Schiller, durch Spiel, durch Selbstbildung im Spiel! Diese Arbeit an sich selbst führt zu innerer Freiheit. Dann wird man auch zu äußerer Freiheit fähig. Interessiert Sie das nicht, Ferit? FERIT: Doch, doch, Frau Kelisch. SONIA: KeliCH. Sprich mir nach Ferit: Friedrich Schiller FERIT: FriedrischSONIA: FriedriCH

Vorsicht! Im lutz wird geschossen! Mit Worten und mit Waffen! Jugendlichen etwas beibringen? Deutsche Werte? Und ausgerechnet Schillers „Kabale und Liebe“ und „Die Räuber“? Wen interessiert das? Doch nicht unsere „Versager, die Hartz IV-Empfänger, faule, kriminelle Machos, (…) Hinterhofmoscheegänger, die Unterdrücker, die Abzocker, die Schwesternhasser, die Ehrenmörder, die Pädophilen, Rassisten, Antisemiten, (…) die Schulklassenniveausenker, die Integrationsverweigerer, die Ghettogangster...“? (Verrücktes Blut) In höchst provokanter Weise werden die Zuschauer des lutz seit dem 20. April auf die Suche nach unserer aktuellen deutschen Kultur und ihren Bildungsinhalten geschickt. Und das in einer packenden Theaterform, die zwischen Realität und Fiktion hin und her pendelt. Vorstellungstermine im Mai: 3.5. (12.00 Uhr), 14.5. (12.00 Uhr), 15.5. (12.00 Uhr & 19.30 Uhr) im lutz

FERIT: FriedriCH SONIA: Schiller FERIT: Schillller

am 1. Juni um 15.00 Uhr lutz

am 8. Juni um 15.00 Uhr lutz Mit dem Theaterstück „Lucy und der Hungerbauch“ hat das lutz ein heißes Eisen unserer global vernetzten Nahrungsmittelindustrie angefasst. Die insgesamt sechs Kinder- und JugendTheaterClubs des lutz haben dieses Thema auf ihre Weise aufgegriffen, von unterschiedlichen Seiten und vor allem mit unterschiedlichen Theaterformen neu beleuchtet. Ein ganzes Jahr lang haben die jungen Darstellerinnen und Darsteller geschrieben, geprobt und getobt! Entstanden sind Theaterstücke, die sich mit Nahrungsmittel, Kaufverhalten, Essgewohnheiten und Mülleimer-Inhalten beschäftigen. Bühne Frei! Supermarkt geöffnet! Kühlschrank auf! Und natürlich auch: Ab in den Mülleimer!

kgekehrt! c ü r u z h c o d d un Abgefahren – Zwei Zusatzvorstellungen am 17. und 18. Mai 2013, jeweils 19.30 Uhr Schlussendlich waren es 14 Männer, die eine außergewöhnliche Idee zu einem eindrucksvollen Theatererlebnis werden ließen: Straftäter, die sich aufgrund ihrer Drogenabhängigkeit in der AWO-Klinik Deerth im Maßregelvollzug befinden, nahmen außergewöhnliche Wege auf sich und landeten mitten auf der Bühne des lutz. Sie haben ihre Männlichkeitsmuster zerbrochen, kulturelle Widerstände überwunden, Lernängste bezwungen, körperliche Einschränkungen

Gefördert durch:

bei Seite geschoben, ungeahnte Empathien geweckt, ungewohntes Vertrauen aufgebaut. Zusammen mit Diana Ivancic (Choreographie) und Werner Hahn (Buch und Regie) entwickelten sie ein Stück, das weit in ihre Lebens- und Seelenwelten hineinführt. Aufgrund des großen Erfolges und zahlreicher Kartennachfragen wird „Abgefahren“ im Mai noch zwei Mal zu erleben sein.

Die Arbeit in den TheaterClubs bietet die Möglichkeit, mit jungen Menschen unterschiedlichste Spielmodelle, Erzählformen und inhaltliche Herangehensweisen auszuprobieren. Die wöchentlichen Begegnungen erinnern mitunter an aufregende Laborarbeit, in der sich unterschiedliche Elementarteilchen zu einem ständig neuen Ganzen fügen.

Mai 2013

Ensemble

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Orchester

philharmonisches orchesterhagen

8. Sinfoniekonzert

Fantastisch 14. Mai 2013 · 20.00 Uhr Stadthalle Hagen Dirigent: GMD Florian Ludwig Moritz Eggert: Puls Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 5 Das 2011 uraufgeführte Orchesterwerk „Puls“ von Moritz Eggert ist eine fantastische „Reise durch das Unterbewusstsein, durch die Geräusche des eigenen Körpers“, so der Komponist für Hagen. Der Puls treibt dieses Werk an und regt zu freien Assoziationen im Bezug auf die Klänge des Körpers an. Anton Bruckner nannte seine 5. Sinfonie sein „kontrapunktisches Meisterwerk“ oder auch seine „Phantastische“, was später zu zahlreichen weiteren Beinamen und mystischen Deutungen anregte. Sein Weg zur Sinfonie war ein langer: Das erste von ihm für gültig erachtete sinfonische Werk war seine 1. Sinfonie, die er erst mit 42 Jahren abschloss. Doch von hier an

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bahnte er sich seinen weiteren Weg, der ihn zu einem der bedeutendsten Sinfoniker seiner Zeit machte. Welcher Kraftakt die umfangreiche 5. Sinfonie für Bruckner gewesen ist, beschreibt seine Aussage, dass er die Sinfonie „nicht um 1000 Gulden“ noch einmal hätte schreiben wollen. Ihre Aufführung in einer durch den Dirigenten Franz Schalk bearbeiteten Fassung im April 1894 in Graz konnte Bruckner aus gesundheitlichen Gründen nicht miterleben. Erst am 23. Oktober 1935 wurde die Sinfonie schließlich in ihrer Originalfassung uraufgeführt, so dass der Komponist selbst dieses Werk nie gehört hat.

Junges Podium 14. Mai 2013 · 19.30 Uhr Sinfonium der Stadthalle Hagen Die Reihe „Junges Podium“ wurde ins Leben gerufen, um dem Musikernachwuchs der Region eine Bühne in einem professionellen Kontext zu bieten. Preisträger des Wettbewerbs „Jugend musiziert“ führen im Sinfonium der Stadthalle Hagen, dem Proberaum des philharmonischen orchesterhagen, ihr kammermusikalisches Können vor und bieten eine reizvolle Ergänzung zum anschließenden Sinfoniekonzert des Orchesters. Der Eintritt ist frei.

12. Mai 2013 11.30 Uhr Übungsräume des Circus Quamboni Louise-Märcker-Straße 1A 58135 Hagen

Mai 2013


Orchester Jeder neue Schritt ist immer nur der Vorletzte

007 trifft Amadeus Das Picknick-Open Air Samstag, 29. Juni 2013 · 20.00 Uhr · Westfalenbad

philharmonisches orchesterhagen mit dem

Waldbühnen-Feeling endlich auch in Hagen! Das philharmonische orchesterhagen und das Westfalenbad laden zu einem stimmungsvollen Openair-Konzert, das Sie bei einem schönen Sommer-Picknick auf der Rasenfläche genießen können.

Tragen Sie Ihren Namen und Ihre Adresse ein und schicken Sie den Coupon an das theaterhagen, Elberfelder Str. 65, 58095 Hagen, z.H. Lisa Valdivia. Sie können uns Ihre Antwort auch per Fax (02331/207-2042) oder per Email (poh@ stadt-hagen.de) zukommen lassen.

Wollten Sie schon immer einmal das Konzertprogramm des philharmonischen orchesterhagen bestimmen? Hier bietet sich die Chance! Und Mitmachen lohnt sich:

Unter allen Einsendungen ermitteln wir die meistgenannten Wünsche für das Programm und verlosen 3x2 Karten für den 29. Juni. Bei schlechtem Wetter wird das Konzert auf den 6. Juli 2013 verschoben, Karten behalten ihre Gültigkeit. Einsendeschluss ist der 15. Mai 2013.

Kreuzen Sie einfach in untenstehender Liste Ihre drei Favoriten für das Picknick Open Air des philharmonischen orchesterhagen an.

Karten für 18,- / 12,- Euro für Kinder bis 14 Jahre sind erhältlich an den KundenCentern der HVG, an allen CTSVorverkaufsstellen, an der Theaterkasse und in den Filialen der Märkischen Bank. Am Veranstaltungstag werden Karten an der Abendkasse erhältlich sein.

Ausfüllen und mit etwas Glück 2 Eintrittskarten gewinnen!

Vorname

Klassiker:

Johann Sebastian Bach: Air aus der 3. Orchestersuite

Bed ich Smetana: Die Moldau

Antonín Dvo ák: Slawischer Tanz op. 46 Nr. 8

Johannes Brahms: Ungarischer Tanz Nr. 5

Telefon Nr.

PLZ / Ort

Satie-Quartett Der Minervae Banquet Lesung: Ursula Elsner, Präsidentin der Anna-Seghers-Gesellschaft Sieben Gefangenen gelingt die Flucht aus dem Konzentrationslager Westhofen bei Worms. Daraufhin lässt der KZ-Kommandant für jeden der Entflohenen ein Kreuz errichten und befiehlt, dass die Flüchtlinge innerhalb von sieben Tagen aufgespürt werden. Sechs der Geflohenen werden gefasst und hingreichtet; nur einem gelingt die Flucht, so dass das siebte Kreuz leer bleibt.

Filmmusik aus Hollywood: James Bond

Titanic

Star Wars

Fluch der Karibik

E.T.

Harry Potter

Nostalgie: Harold Arlen: Somewhere Over The Rainbow Astor Piazzolla: Oblivion (Tango)

Wolfgang Amadeus Mozart: Eine kleine Nachtmusik

Max Steiner: Vom Winde verweht

Georg Friedrich Händel: Wassermusik

Johann Strauß: Kaiserwalzer

George Gershwin: Summertime

Malcolm Arnold: River-Kwai-Marsch

Mai 2013

Werke von J. S. Bach, Kilchenmann zu Anna Seghers’ „Das siebte Kreuz“

In ihrem 1942 im Exil veröffentlichtem Roman „Das siebte Kreuz“, den Anna Seghers bereits 1937 begann, beschreibt die Autorin die Flucht von sieben Individuen, die mit ihren unterschiedlichen Biographien jeweils eine soziale Schicht der damaligen Gesellschaft repräsentieren. Von diesem Roman inspiriert, suchte der Komponist Marc Kilchenmann nach einem Weg der musikalischen Umsetzung. Er wurde nicht nur in Form eigener Kompositionen fündig sondern auch in Johann Sebastian Bachs Fugenwerk „Musikalisches Opfer“. Entstanden ist ein musikalisches Programm, das von einer Lesung aus Anna Seghers’ Roman begleitet wird und von der Gegenüberstellung der Musik von Bach und Kilchenmann lebt.

Name

Straße / Nr.

27. Mai 2013 · 18.30 Uhr Osthaus Museum

Marc Kilchenmann

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On tour

Rainer Zaun, zurzeit u.a. als Baculus in Albert Lortzings komischer Oper „Der Wildschütz“ in Hagen zu sehen und zu hören, gastierte am Nationaltheater Mannheim als Gefängnisdirektor Frank in Johann Strauß´ Operette „Die Fledermaus“, eine Partie, die er bereits über 100 Mal auf der Bühne verkörperte.

David Marlow, 1. Kapellmeister am theaterhagen, dirigierte im März zwei Konzerte mit dem Brandenburgischen Staatsorchester Frankfurt (Oder). Auf dem Programm standen Werke von Wolfgang Amadeus Mozart. Außerdem übernimmt er im Mai die musikalische Assistenz in einer konzertanten Produktion von Richard Wagners „Der fliegende Holländer“ im Concertgebouw Amsterdam unter der musikalischen Leitung von Andris Nelsons.

Impressum theaterzeitung Mai 2013: Herausgeber: theaterhagen · Elberfelder Straße 65 · 58095 Hagen · Tel. 0 23 31 - 207 - 3210 Intendant: Norbert Hilchenbach · Redaktion: Adaora Geiger Gestaltung: IDEENpool GmbH, Norma Nierstenhöfer & Thomas Gebehenne Texte: Thilo Borowczak, Adaora Geiger, Werner Hahn, Dr. Maria Hilchenbach, Miriam Michel, Jürgen Pottebaum, Manuel Schneider, Tillmann Schnieders, Lisa Valdivia, Miriam Walter, Imme Winckelmann Fotos: Stefan Kühle, Privat Verlag und Druck: WAZ- Druckzentrum Bathey; Auflage: 96.000

Förderliches am Rande Liebe Freunde des theaterhagen! Wer hätte gedacht, dass der TFV einmal intensiv darüber nachdenkt, welche Rechtsform für das Theater besonders vorteilhaft sein könnte? Die anhaltende Debatte um den städtischen Zuschuss zum Theateretat hat dies dringlich gemacht, weil man auf diesem Wege Einsparpotential nutzen möchte. Dabei hat der TFV von Anfang an alle Überlegungen unterstützt, dem Theater die Rechtsform einer gGmbH zu geben. Eine gemeinnützige GmbH wird meist dann gewählt, wenn eine Institution oder Organisation nicht vorrangig darauf ausgerichtet ist, wirtschaftlichen Gewinn zu erzielen. Sie empfiehlt sich, wenn es um die selbstlose Förderung z. B. von Wissenschaft und Bildung, Sport oder eben auch Kultur geht. Die Vorteile einer gGmbH liegen vor allem in der Befreiung von der Körperschafts- und Gewerbesteuer. Außerdem dürfen für Zuwendungen Spendenquittungen ausgestellt werden. Wenn der TFV eine Beteiligung an der zu gründenden gGmbH zusagt, dann darf er aber nicht riskieren, an möglichen Verlusten beteiligt zu werden. Der Gesellschafterstatus des TFV muss also in diesem Sinne juristisch eindeutig bestimmt sein. Es ist eine komplexe Rechtsmaterie, aber das Nachdenken lohnt sich. Denn es wäre wünschenswert, dass der TFV in der Gesellschafterversammlung einer zukünftigen gGmbH seinen Einfluss geltend machen könnte. Nachdem am 26. April die Sopranistin Maria Klier im Theatertreff zu Gast war, folgt jetzt am 31. Mai Annette Kern, die Soloflötistin des philharmonischen orchesterhagen. Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr im Restaurant „Kolpinghaus”, Bergischer Ring 18. Ihr Theaterförderverein www.theaterfoerderverein-hagen.de

Künstlersteckbrief

Name: Bernd Könnes, Tenor

Zurzeit ist er am theaterhagen als Staatsanwalt in der Oper „Selma Ježková (Dancer in the Dark)“ zu erleben. Vorherige Engagements: Zuletzt an der Sächsischen Staatsoper Dresden und der Staatsoperette Dresden. Diesen Komponisten der Vergangenheit bzw. Gegenwart würde ich gerne bitten, ein Stück für mich zu komponieren: Richard Wagner. Meine musikalisch/ künstlerisch aufregendste Begegnung war: Alfons Eberz als Siegfried im „Ring“. Das mir liebste/ideale Publikum ist: Kritikfähig und offen. „Kinder, schafft Neues!“ hat Richard Wagner ausgerufen – dafür braucht man ein neugieriges, offenes Publikum. Diese Rollen schätze ich sehr und möchte sie in Zukunft gerne singen: Herodes in „Salome“, den Hauptmann in „Wozzeck“, Mime im „Ring“. Dieser Komponist bzw. dieses Werk wird meiner Meinung nach heutzutage unterschätzt: Ich bin ein Fan von „Tiefland“

Kulturgemeinde Volksbühne Hagen und Umgebung e. V. Wasserloses Tal 27 · 58093 Hagen

Nicht alles neu im Mai… …aber die Volksbühne (vbh) ist im Wandel. Aktuell wird die Internetseite der vbh aufgebaut. Relativ weit sind Angebot und Service im Bereich des Spezial-Abonnements gediehen. Mit „vbh-Gutscheinen“ kann man terminlich ungebunden Produktionen vom theaterhagen und anderen Kultur-Anbietern besuchen. Infos und Gutscheine gibt es für Mitglieder bei Ellen Sommer (Tel: 02331/9239773). Die monatlichen „Spezial-Angebote auf Gutscheinbasis“ werden am Anfang des Monats über die Mailadresse verschickt. Für diese attraktiven Angebote hält die Buchhandlung am Rathaus (Tel: 02331/32689) Karten oder Gästelisten bereit. Mitglieder ohne Internetverbindung erhalten dort auch das jeweils aktuelle AngebotsProgramm in gedruckter Form. Das Ausscheiden von Marianne Schmidt aus der Kartendisposition hat für alle deutliche Auswirkungen. Zusätzliche Kartenbestellungen können zu den üblichen Ladenzeiten in der Rathausbuchhandlung geordert werden. Kartenumtausch ist künftig eingeschränkt über Dorothee Oblong (Tel: 02335/2511) möglich. Für Fragen und Anregungen ist das vbh-Team vor den Ring A/B Theaterveranstaltungen für Sie da. Alle Ihre Ansprechpartner finden Sie im Volksbühnenheft. Wenn weitere Informationen erforderlich sind, rufen Sie an! Tel: 0160 470 6811.

von Eugen d’Albert, ein tolles Stück, das eine Renaissance verdient. Diesen Satz über Musik/Theater möchte ich niemals wieder hören: „Das war schon immer so.“ Oder „Das ist Tradition.“ Neben der Musik/ dem Theater ist eine weitere Leidenschaft von mir: Die Jagd. Dieses Gericht käme mir nie auf Tisch: Zu viel Vegetarisches.

Ballettfreunde Hagen Liebe Ballettfreunde, neulich entwickelte sich am Ballettstand im Foyer des theaterhagen ein sehr angeregtes Gespräch mit einem kulturinteressierten Ehepaar aus Wetter. Sie berichteten, dass sie sehr gerne ins theaterhagen kommen. Hier herrsche eine familiäre Atmosphäre und darüber hinaus böte das Theater in Hagen Kultur auf höchstem Niveau an, welche durchaus auch überregional in den Feuilletons namhafter Zeitungen reflektiert würde. Aber nicht nur das Hagener Theater wäre für sie eine beliebte Anlaufstelle in unserer Stadt, ebenso gerne nähmen sie die Ausstellungsangebote im Kunstquartier oder die philharmonischen Konzerte in der Stadthalle wahr. Hagen habe kulturell so viel zu bieten, dass sie sich entschlossen hätten, demnächst hier zu wohnen. Eine ansprechende Wohnung zentrumsnah hätten sie bereits erstanden... Dieses Gespräch ist keine Fiktion, sondern hat wirklich so stattgefunden. Es gibt immer noch Menschen, die sich von unserer Stadt gerade wegen ihres kulturellen Angebotes angezogen fühlen und die die „familiäre“ Atmosphäre in Hagens Kulturtempeln als besonders positiv und angenehm hervorheben. Im weiteren Verlauf des Gespräches tauschten wir unsere Eindrücke über das gerade Gesehene, nämlich die Choreographie von Hugo Viera, aus. Die Dame aus Wetter (demnächst Hagen) nahm die choreographische Sprache Vieras als sehr bildhaft wahr. Es seien ihr Bildszenen von Rubens oder Giacometti in den Sinn gekommen. Wir diskutierten die Musik-, Bühnenbild- und Kostümauswahl sowie die individuellen künstlerischen Leistungen.

Bis bald

So ging ein wirklich anregender Abend mit neuen Eindrücken und der Eröffnung neuer Blickwinkel auf unsere Stadt im Allgemeinen und die Kunst des Tanzes im Besonderen zu Ende.

Volker Schwiddessen

Bis bald in unsrem theaterhagen,

vbh

volksbühne hagen

Ihre Ballettfreunde Hagen

Viel Kultur im Angebot.

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theaterzeitung

Mai 2013

Theaterzeitung Mai 2013  

Die aktuelle Ausgabe der Theaterzeitung des theaterhagen im Mai 2013.

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