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theater zeitung MUSIKTHEATER BALLETT SCHAUSPIEL KABARETT PHILHARMONISCHES ORCHESTER LUTZ Juni / Juli 2013

„Sehr schön und mitreißend“ (Westfälischer Anzeiger)

Stück mit Musik von Bertolt Brecht und Kurt Weill Christian Higer, Ensemble

Premiere

Premiere

Konzerte

Carmen

Im Wartesaal zum großen Glück

Philharmonische Höhepunkte

Glühendes Temperament und bedingungslose Leidenschaft: Echo-Klassik-Preisträger Anthony Pilavachi inszeniert die Oper von Georges Bizet am theaterhagen

> Seiten 4 / 5 Juni/Juli 2013

Endlich Rente! Ein Kreuzfahrtschiff wird zum Schauplatz dieser Komödie um große Hoffnungen und vergebene Chancen. Eine Produktion des Seniorenclubs mit viel Herz und Musik

Im Sommer startet das philharmonische orchesterhagen noch einmal so richtig durch! Zahlreiche musikalische Leckerbissen für Jung und Alt finden Sie auf den

> Seiten 9 – 11

> Seite 9 theaterzeitung


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Das Spielzeitheft

13|14 ist erschien en und bietet auf 148 Seiten vielfältige Informationen zu allen Veranstaltung en der kommenden Sp ielzeit. Es ist koste nlo s an de r Theater kasse, bei den Bürgeräm ter n und an vielen weiteren Stellen in Hagen und Umgebu ng erhältlich.

lutzhagen

orchesterhagen

MUSIKTHEATER

KABARETT

Who the hell is Jesus?

Meisterfeier!

La Le Lu – 11. Oktober 2013 · Großes Haus Richard Rogler – 5. Dezember 2013 · Großes Haus Simone Solga – 10. Februar 2014 · Großes Haus Thomas Freitag – 3. April 2014 · Großes Haus Chin Meyer – 11. Juni 2014 · Großes Haus

verbindet seit 2001

Happy Birthday Britten, Verdi, Wagner Premiere 8. September 2013 · Großes Haus

Carmen – Oper von Georges Bizet Wiederaufnahme 13. September 2013 · Großes Haus

Das Feuerwerk Musikalische Komödie von Paul Burkhard Premiere 28. September 2013 · Großes Haus

Richard O‘Brien‘s The Rocky Horror Show Musical von Richard O‘Brien Wiederaufnahme 23. Oktober 2013 · Großes Haus

Don Pasquale – Oper von Gaetano Donizetti Premiere 16. November 2013 · Großes Haus

Die Acht Frauen Kriminalkomödie von Robert Thomas Hagener Erstaufführung 29. März 2014 · Großes Haus

DIE Comedian Harmonists

Wiederaufnahme 3. Januar 2014 · Großes Haus

Schauspiel mit Musik von Gottfried Greiffenhagen und Franz Wittenbrink Wiederaufnahme 5. Oktober 2013 · Großes Haus

Jesus Christ Superstar

Amadeus – Stück von Peter Shaffer

Fly me to the moon – Ein Swing-Abend Rockoper von Andrew Lloyd Webber Premiere 18. Januar 2014 · Großes Haus

Lola rennt – Oper von Ludger Vollmer

11. September 2013 · Großes Haus

Sein oder Nichtsein

Premiere 8. März 2014 · Großes Haus

Komödie von Nick Whitby Hagener Erstaufführung 2. Oktober 2013 · Großes Haus

Don Quichotte – Oper von Jules Massenet

Frau Müller muss weg – Komödie von Lutz Hübner

Premiere 26. April 2014 · Großes Haus

Hagener Erstaufführung 20. November 2013 · Großes Haus

Otello – Oper von Giuseppe Verdi

Ladies Night – ganz oder gar nicht

Premiere 7. Juni 2014 · Großes Haus

Märchen · KInderoper Der Froschkönig – Märchen zur Weihnachtszeit nach den Brüdern Grimm Uraufführung 30. November 2013 · Großes Haus

Die Reise zum Mond

BALLETT Dance Celebration!

– Ballett von Ricardo Fernando Premiere 19. Oktober 2013 · Großes Haus

Der Nussknacker – Ballett von Ricardo Fernando Wiederaufnahme 1. November 2013 · Großes Haus

Terra brasilis Ballettabend von Ricardo Fernando und Gästen Uraufführung 8. Februar 2014 · Großes Haus

Der Schrank der Georgi Eine tänzerische Recherche von Maria Hilchenbach und Ricardo Fernando Uraufführung 17. Mai 2014 · Großes Haus Ein Tanzfonds Erbe-Projekt

5. Internationale AIDS TanzGala 24. November 2013 · Großes Haus

SONDERGASTSPIELE Guildo Horn – 12. Dezember 2013 Nangaboko! – Brigands!

· Großes Haus

23. März 2014 · Großes Haus

Tim Fischer – 3. Mai 2014

Stück von Werner Hahn und Diana Ivancic Uraufführung 5. April 2014 · Bandstahl Schulte

Tote Pinguine schmecken nicht Stück von Martin Baltscheit Uraufführung 1. Juni 2014 · lutz

Rico, Oskar und die Tieferschatten Stück von Andreas Steinhöfel Wiederaufnahmetermin wird noch bekannt gegeben · lutz

Im Wartesaal zum großen Glück Eine Produktion des Seniorenclubs Wiederaufnahme 3. Oktober 2013 · lutz

SINFONIEKONZERTE 1. Sinfoniekonzert Mahlers Dritte 24. September 2013 · Stadthalle Mahler

2. Sinfoniekonzert Aus der Neuen Welt 22. Oktober 2013 · Stadthalle Copland – Stevens – Dvo ák

3. Sinfoniekonzert Genial

Komödie von Stephen Sinclair und Anthony McCarten 23. Januar 2014 · Großes Haus

3. Dezember 2013 · Stadthalle Kraus – Purcell – Marcello – Bach – Mozart

Die Harry Belafonte Story

4. Sinfoniekonzert Herzrasen

Schauspiel mit Musik von Gerold Theobalt Uraufführung 25. Januar 2014 · Großes Haus

Kabale und Liebe

21. Januar 2014 · Stadthalle Mozart – Bizet

Bürgerliches Trauerspiel von Friedrich Schiller 31. Januar 2014 · Großes Haus

5. Sinfoniekonzert Durch Nacht zum Licht

Perplex

18. Februar 2014 · Stadthalle Vaughan Williams – Britten – Schumann

– Spiel zu viert mit Elch von Marius von Mayenburg Hagener Erstaufführung 20. Februar 2014 · Großes Haus

Oper für Kinder von Jacques Offenbach Premiere Juni 2014 · lutz

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SCHAUSPIEL

philharmonisch seit 1907

LUTZ Gretchen 89ff. – Komödie von Lutz Hübner Premiere 21. September 2013 · lutz

Hey Boss, hier bin ich! Bewerbungstraining von Werner Hahn Wiederaufnahme 23. September 2013 · lutz

Ehrensache – Jugendstück von Lutz Hübner Wiederaufnahme 16. Oktober 2013 · lutz

Nur ein Tag – Kinderstück von Martin Baltscheit Wiederaufnahme 26. Oktober 2013 · lutz

Zwei Männer sehen schwarz Stück von Werner Hahn Uraufführung 9. November 2013 · lutz

Hiob – Bühnenfassung von Koen Tachelet

6. Sinfoniekonzert Entdeckung 11. März 2014 · Stadthalle C.M. Wagner – Strauss – Franck

7. Sinfoniekonzert Ungarn 8. April 2014 · Stadthalle Erkel – Liszt – Bartók

8. Sinfoniekonzert Aufbruch 6. Mai 2013 · Stadthalle Mendelssohn Bartholdy – C.M. Wagner – Brahms

9. Sinfoniekonzert Faust 27. Mai 2014 · Stadthalle Murnau/Wilden

10. Sinfoniekonzert Spanische Nacht

nach dem Roman von Joseph Roth Hagener Erstaufführung 7. Dezember 2013 · lutz

1. Juli 2014 · Stadthalle Granados – Rodrigo – Massenet – Rimski-Korsakow

Der Messias – Weihnachtskomödie von Patrick Barlow

Scratch 2014

Wiederaufnahme 14. Dezember 2013 · lutz

15. März 2014 – Stadthalle

Lucy und der wasserschaden Stück von Werner Hahn Uraufführung 16. Februar 2014 - lutz

Zehn Kammerkonzerte im Kunstquartier Hagen

· Großes Haus

theaterhagen · Elberfelder Straße 65 · 58095 Hagen · Telefon: 0 23 31 / 207 - 32 18 · www.theaterhagen.de theaterzeitung

Juni/Juli 2013


Auf ein Wort · Kritiken Auf ein Wort Liebe Theaterfreunde,

terstützt. Dabei legen wir uns nicht fest auf besondere Genres, sondern bemühen uns, vielen Menschen den besonderen Reiz des Theaters zu vermitteln. Ein großes Augenmerk legen wir seit dem letzten Jahr auf die Familienkonzerte, mit denen das Theater die Möglichkeit eines gemeinschaftlichen, generationenübergreifenden Musikerlebnisses schafft.

die Menschen in allen Regionen Deutschlands werden nicht nur durch wirtschaftliche Strukturen und Entwicklungen, sondern auch durch Kunst und Kultur geprägt. Das gemeinsame kulturelle Erbe stiftet Identität und bildet eine Brücke der Verständigung zwischen Vergangenheit und Zukunft. Kunst und Kultur sind zudem Schlüssel zum Verständnis der eigenen und anderer Kulturen – eine wichtige Voraussetzung, um sich in einer globalisierten Welt erfolgreich zu bewegen. In diesem Sinne ist sich die Sparkasse Hagen ihrer Verantwortung für die Region bewusst. Mehr als jedes andere Hagener Unternehmen unterstützt sie gemeinnützige Einrichtungen und Aktionen – und das seit ihrer Gründung. Dabei bleibt sie dem Geschäftsprinzip „Orientierung am Gemeinwohl“ treu, setzt Impulse und stiftet Chancen. So will die Sparkasse Hagen unsere Gesellschaft fördern, so versteht sie ihren Auftrag. Die Leitlinie „Mit Menschen. Für Menschen.“ sorgt für eine nachhaltige Geschäftspolitik im Interesse der Kunden und der örtlichen Gemeinschaft. Dabei ist die Förderung der Kultur für die Sparkasse Hagen ein wichtiges Anliegen. Die heimische Kulturlandschaft ist sehr vielfältig. Und das theaterhagen ist mit seiner schier unerschöpflichen und farbenfrohen Palette an Inszenierungen ein besonderes Kulturgut mit wichtigen Impul-

Ein weiteres Musikerlebnis in dieser Spielzeit, das wir gerne unterstützen, ist die Oper „Carmen“ von Georges Bizet. Sie gehört zu den meistgespielten und damit wohl auch zu den bekanntesten Opern. Nach der „Fledermaus“ und den „Comedian Harmonists“ in der vorangegangenen Jubiläumsspielzeit glauben wir, dass wir damit wieder eine Inszenierung für ein breit gefächertes Publikum ermöglichen. Denn in einem Ziel sind sich Sparkasse und theaterhagen einig: Ein Theater für Alle ist „Gut für Hagen“! sen für Alt und Jung und großer Wirkung weit über die Stadtgrenzen hinaus. Kontinuität, Nachhaltigkeit und erfolgversprechende Konzepte sind dabei Faktoren, die das langjährige partnerschaftliche Miteinander von Theater und Sparkasse Hagen begründen und festigen. Offensichtlich wird die Zusammenarbeit in allen Spielzeiten immer bei den Inszenierungen, die die Sparkasse Hagen besonders un-

Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen bei Ihrem nächsten Theaterbesuch. Ihr

Frank Walter Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Hagen

„Leidenschaftliche Sänger, begeisterte Darsteller“ Die Dreigroschenoper Thomas Weber-Schallauer vertraut in seiner Inszenierung auf die Aktualität des Stückes und verzichtet dabei größtenteils auf eine Modernisierung. Die weiß geschminkten Gesichter der Protagonisten erwecken mit ihren übertrieben roten Wangen den Eindruck, dass hier keine realen Figuren auf der Bühne stehen, auch wenn Jonathan Peachum mit seinen Äußerungen manchem kapitalistischem Konzernchef näher kommen dürfte, als man es vielleicht wahrhaben möchte. (…) Das Hagener Ensemble stellt unter Beweis, dass es nicht nur singen, sondern auch schauspielern kann. (…) Auch die übrigen Solisten, die größtenteils mit Sängern und Sängerinnen aus dem Chor besetzt sind, überzeugen in den kleineren Partien, so dass es am Ende großen und lang anhaltenden Applaus für alle Beteiligten gibt. (Online Musik Magazin) Das Theater Hagen führt das populäre Stück jetzt mit einem Ensemble aus leidenschaftlichen Sängern auf seine musikalischen Wurzeln zurück. (…) In Hagen stehen Solisten auf der Bühne, die begeisterte Darsteller sind und sich besonders im satirischen Fach auskennen. (…) Jan Bammes hat eine seiner wunderbaren Bühnen gebaut. Bettler und Diebe residieren in einer rostigen Industrieruine, kathedralengleich und doch genauso abgewrackt wie das Personal. (Westfalenpost / Westfälische Rundschau)

Juni/Juli 2013

Tanja Schun, Werner Hahn, Marilyn Bennett

Die auch nach über achtzig Jahren immer noch tollen Songs (kommen) wunderbar zur Geltung. Zumal Alexander Ruef und das Hagener Orchester Weills ex-

pressive, farbige Partitur auf das Feinste zum Klingen und zum Leuchten bringen. (theater:pur)

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Premiere Mit großzügiger Unterstützung der Sparkasse Hagen

OPER IN VIER AKTEN

MUSIK VON GEORGES BIZET TEXT VON HENRI MEILHAC UND LUDOVIC HALÉVY NACH DER GLEICHNAMIGEN NOVELLE VON PROSPER MÉRIMÉE IN FRANZÖSISCHER SPRACHE MIT DEUTSCHEN ÜBERTITELN

PREMIERE AM 8. JUNI 2013 19.30 UHR · GROSSES HAUS

Musikalische Leitung

Florian Ludwig

Inszenierung

Anthony Pilavachi

Bühnenbild

Peer Palmowski

Kostüme

Bernhard Hülfenhaus

Licht

Ulrich Schneider

Chor

Wolfgang Müller-Salow

Kinder- und Jugendchor Caroline Piffka, Alexander Ruef Dramaturgie

Dorothee Hannappel

Mit: Marilyn Bennett, Jaclyn Bermudez, Kristine Larissa Funkhauser, Maria Klier, Raymond Ayers, Richard van Gemert, Jeffery Krueger, Orlando Mason, Charles Reid, Frank Dolphin Wong / philharmonisches orchesterhagen, Chor und Extrachor, Kinder- und Jugendchor und Statisterie des theaterhagen

„Was tun Sie“, wurde Herr K. gefragt, „wenn Sie einen Menschen lieben?“ „Ich mache einen Entwurf von ihm“, sagte Herr K., „und sorge, dass er ihm ähnlich wird.“ „Wer? Der Entwurf?“ „Nein“, sagte Herr K., „Der Mensch.“ Diese kleine Parabel ist eine der sogenannten „KeunerGeschichten“, von denen Bertolt Brecht ab 1930 über hundert schrieb. Sie irritiert – zu selbstverständlich ist es für uns, dass Liebe dem geliebten Menschen Freiheit lässt, so zu sein, wie er oder sie sein möchte. Liebe, die sich darin äußert, einen Menschen verändern zu wollen, kann, so die landläufige Meinung, nicht funktionieren. Wenn man die kleine Geschichte immer noch als provozierend empfindet, so aber gewiss nicht nur deswegen, weil man den utopischen Charakter nicht akzeptieren mag, den sie für Brecht hatte – in dem Sinne, dass die Liebe hoffentlich dazu befähigt, das Beste in einem Menschen zu erkennen und zum Blühen zu bringen. Vor allem berührt die Geschichte ein Dilemma, das wohl jeder kennt: Die Erfahrung, einen geliebten Menschen nicht nach den Maßstäben der eigenen Wünsche ummodeln zu können, und die schmerzliche Enttäuschung, wenn man zugeben muss, dass er oder sie niemals so sein wird, wie man sich das erträumt hat.

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Carmen Offene Probe 25. Mai 2013 · 10.45 Uhr Theatercafé Für Carmen, Titelfigur der Oper Bizets, ist dieses Dilemma zwischen Sehnsucht und Realität unlösbar, ebenso wie für Don José, der sie liebt. Zu unterschiedlich sind ihre Lebensumstände, als sie einander begegnen. José ist ein Soldat, den Regeln des Militärs unterworfen; zu Hause im Dorf wartet nicht nur seine alte Mutter auf ihn, die an das Gute in ihm glaubt, sondern auch die fromme Micaëla, die mit ihm aufgewachsen ist und ihn gerne als ihren Mann sähe. Sich in Carmen zu verlieben, war in diesem Lebensentwurf nicht vorgesehen. Carmen in ihn einzupassen, geht aber auch nicht.

Für Carmen ist das Dilemma zwischen Sehnsucht und Realität unlösbar Carmens Herkunft ist rätselhafter. Eine Zigeunerin heißt es, sei sie. In jedem Fall ist sie von einem unbändigen Freiheitsdrang getrieben. Dazu gehört die Unwilligkeit, sich über einen längeren Zeitraum an einen Mann zu binden – ihre Liebesverhältnisse dauern normalerweise keine sechs Monate, heißt es einmal über sie – und auch der Wunsch nach sozialem Aufstieg. Sie kennt die Armut, und sie weiß, was sie will und was nicht. Die Liebe des Soldaten José rührt sie, die Avancen seines Leutnants sind aber auch nicht unwichtig. Als schließlich der Star der Stadt, der umjubelte Stierkämpfer Escamillo, ihr seine Verehrung

Werkstatt – Carmen 1. Juni 2013 · 17.00 Uhr Opus ausspricht, kann sie nicht widerstehen. Ist es Liebe, die sie für ihn empfindet? Sie sagt es. So wie sie es gerade erst Don José sagte. Der wird rasend eifersüchtig. Er hat Carmen alles geopfert, das ihm etwas bedeutete, sich ihr zuliebe in einen Schmuggler-Ring hineinziehen lassen und sich eine Rückkehr ins bürgerliche Leben ein für alle Mal versperrt. Doch Carmen kann ihn nicht dauerhaft lieben. Ihre Hoffnung knüpft sich an Escamillo, den Mann, der auf dem Zenit seines Erfolges steht.

Georges Bizet, Zeichnung von Gaston Planté, 1860

Juni/Juli 2013


Carmen Lehrertisch 6. Juni 2013 · 18.15 Uhr Theatercafé Anmeldung: www.theaterhagen.de/ theaterpaedagogik Kostenfreie Materialmappen für den Schulunterricht bestellen: www.theaterhagen.de/ theaterpaedagogik

Carmen verhält sich falsch. Oder? Wenn man so erzählt, wie Carmen sich verhält, scheint völlig eindeutig: Was sie macht, ist falsch. Erlebt man sie allerdings in der Oper von Georges Bizet, löst sich das eindeutige Urteil schnell auf. Denn die Musik beglaubigt Carmens ebenso leidenschaftliche wie wechselhaften Gefühle in jedem Moment. Was übrigens auch für die anderen Charaktere zutrifft. Gefunden hatte Bizet sie in einer Erzählung von Prosper Mérimée. Er gewann zwei der besten Librettisten seiner Zeit, Henri Meilhac und Ludovic Halévy, auf der Grundlage der Novelle ein Libretto für ihn zu schreiben. Dass Mérimées Geschichte ein riesiges Potenzial für eine Oper bot, hatte Bizet richtig erkannt. „Carmen“ sollte zu einer der

weltweit am häufigsten aufgeführten Opern werden. Der Komponist, der kurz nach der Uraufführung an der Pariser Opéra-Comique starb, erlebte diesen Erfolg allerdings nicht mehr. Von der Premiere in Paris am 3. März 1875 gibt es desaströse Berichte. Das Publikum reagierte von Akt zu Akt zunehmend verstört auf die Geschichte und ihre Titelheldin, auf die für damalige Verhältnisse unerhörte erotische und emotionale Wucht dieser Oper. Der große Erfolg kam durch eine Bearbeitung zustande, die man aus heutiger Sicht als Verfälschung begreifen kann: Anstelle der gesprochenen Dialoge, wie sie in der Opéra-Comique üblich waren, hatte Bizets Freund Guiraud Rezitative komponiert und in die Partitur eingefügt. Sie entsprachen nicht dem Charakter des Werks, aber dem zeitgenössischen Geschmack, und so konnte die Oper in dieser Verfälschung ihren Welterfolg antreten. Dass inzwischen die Urfassung wieder zur Verfügung steht, ist ein großes Glück. Der Wechsel zwischen der hochemotionalen Musik und den knappen Dialogen ist ungemein spannend. Man erlebt eine Carmen, die man nicht einfach mit dem Etikett „femme fatale“ bekleben und abtun kann, sondern die der Mittelpunkt einer äußerst bewegenden, letztlich tragischen Liebesgeschichte ist.

Am Premierenabend sowie vor den Aufführungen am 11. und 14. Juni gibt es um 19.00 Uhr eine Einführung im Theatercafé

Zu Gast

Der international gefragte und gefeierte Regisseur Anthony Pilavachi ist zum ersten Mal zu Gast in Hagen. Er kam auf Zypern zur Welt, wuchs in Frankreich auf und lebt seit 1987 in Deutschland. Zu den Inszenierungen, für die er in den letzten Jahren besondere Aufmerksamkeit gewann, zählen „Der fliegende Holländer“ in Frankfurt (1999), die Welturaufführung von Verdis rekonstruierter Fassung „Gustavo III“ 2003/04 in Göteborg und Darmstadt, „Zar und Zimmermann“ in Bremen (2006), und der komplette Wagner’sche „Ring“ in Lübeck, für dessen Aufzeichnung auf DVD Anthony Pilavachi 2012 mit dem renommierten Echo Klassik Preis ausgezeichnet wurde. Weitere Termine: 11.6., 14.6., 28.6., 3.7. und 10.7.2013 – jeweils um 19.30 Uhr sowie in der nächsten Spielzeit 2013/14.

Der etwas andere, junge Blick hinter die Kulissen mit und von Jeannie Hannibal. Ich war im Konzert. Tropf. Tropf. Tropf. Ich nehme ein zaghaftes Schlagen auf einer Trommel wahr, im gleichmäßigen Rhythmus pulsiert das Tropfen. Ein Geiger hebt seinen Bogen zum Spielen an. Ich halte den Atem an. Leise und vorsichtig beginnt er zu musizieren. Doch er streicht den Bogen ganz merkwürdig über die Saiten. Ich ziehe die Augenbrauen zusammen und merke, dass ich angespannt bin. Diese Atmosphäre ist unbehaglich. Das leise Klingeln eines Triangles. Plötzlich durchschneidet ein lauter Gong die Klangwelt. Dann tockert, quietscht, sägt, klirrt es, als würden die Geigen, Kontrabässe, Trommeln und Flöten in einer ganz anderen Sprache sprechen. Wie in einer Versuchsküche, einem Musiklabor. Das Tockern und Tropfen wird mal leiser, mal lauter. Es wird quietschiger. Die Geigen scheinen zu nach Hilfe zu schreien. Gefangene, die ihrem Schmerz Ausdruck verleihen. Die Stimmung wird düster. Ich denke an Harry Potter, „Herr der Ringe“ und andere Fantasy-Filme. Das Kreischen der Geigen tut in der Seele weh. Es klingt wie Stimmen von Außerirdischen, Science Fiction pur. Das Kreischen verhallt, harmonisch aufeinander abgestimmte Töne fluten den Saal. Ich denke an eine

Juni/Juli 2013

Blumenwiese, an ein Liebespaar, das im Sonnenlicht tanzt. Plötzlich ziehen dunkle Wolken auf, ein Blitz erschreckt die Tanzenden, schräge Töne wecken den Zuhörer aus seiner Wohlfühlzone. Dieses „Töne-Erzeugen“ ist so fantasievoll, ein Blick über den Tellerrand in eine ferne Galaxie. Wie ein Herzschlag pulsiert es im Saal. Tock. Tock. Tock. Ein Piepen. Jenes Piepen und impulsartige Auf und Ab, das im Krankenhaus auf dem Monitor läuft. Der Dirigent wedelt, fuchtelt, führt, leitet, pulsiert mit den Instrumenten und wirft sich voller Körpereinsatz in die Wogen aus Tönen. So verwirrend wie aufregend war mein Erlebnis im 8. Sinfoniekonzert des philharmonischen orchesterhagen. Das erste Stück „Puls für großes Orchester“ von Moritz Eggert war sehr modern, ein scheinbares Durcheinander an Tönen. Dem 16-jährigen Florian vom Fichte-Gymnasium, den ich in der Pause getroffen habe, gefiel das nicht so gut: „Ich mag viel lieber klassische Musik, weil sie so schön harmonisch klingt.“ Ihr fragt euch, warum ich Florian getroffen habe? Er ist einer der Schüler, deren Schule Dank der

Werner Richard – Dr. Carl Dörken-Stiftung Karten im Konzertabonnement gestiftet bekommt, damit junge Leute wie ihr kostenlos ins Konzert gehen könnten. Coole Sache, oder? Vielleicht hat eure Schule sogar ein Abonnement? Nutzt es aus, die Konzerte sind nicht nur modern. An unserem Abend wurde es mit Anton Bruckners 5. Sinfonie auch noch richtig schön „klassisch“ und ich saß hinterher ganz beglückt im Zug nach Hause…

kultich.theaterhagen@gmail.com

theaterzeitung

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Spielplan Di 18 24. Schul- und Jugendtheatertage

Di 04

Hagener Erstaufführung

Theaterstück von N. Erpulat und J. Hillje

Verrücktes Blut

12.00 – 13.30 & 19.30 – 21.00 Uhr · lutz

Ganztägig · Großes Haus / Opus/ lutz

Schulvorstellung 6,- Euro / Freiverkauf 12,-/6,- Euro

Mi 05

Hagener Erstaufführung

Theaterstück von N. Erpulat und J. Hillje

Schulvorstellung 6,- Euro

Verrücktes Blut

Mit Mitgliedern der Jugendclubs des theaterhagen

15.00 Uhr · lutz

Freiverkauf 3,-/2,- Euro

Carmen

PREMIERE

Oper von Georges Bizet · In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln

19.30 – 22.30 Uhr · Großes Haus Abo P u. Freiverkauf PK 1

So 09 ISS WAS?!

Mit Mitgliedern der Jugendclubs des theaterhagen

11.00 Uhr · lutz

Freiverkauf 3,-/2,- Euro

Di 11 Carmen

Oper von Georges Bizet · In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln

19.30 – 22.30 Uhr · Großes Haus

Abo VB A u. Freiverkauf PK 2

Mi 12 Die Großherzogin von Gerolstein

19.30 – 20.40 Uhr · Großes Haus

Markus Pawlik, Klavier

Freiverkauf 5,-/2,50 Euro

Oper von Georges Bizet · In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln Abo C u. Freiverkauf PK 1

& Jugend ab 10.30 Uhr · Stadthalle Hagen

Die Comedian Harmonists

Schauspiel mit Musik von Gottfried Greiffenhagen und Franz Wittenbrink

19.30 – 22.30 Uhr · Großes Haus

So 16

Freiverkauf PK 3

Gespräch zum 9. Sinfoniekonzert mit GMD Florian Ludwig und Gästen

11.30 Uhr · Kindergarten Spieltrieb, Fley-Abenteuerland, Heigarenweg 9

20.00 Uhr · Stadthalle, Sinfonium Freiverkauf 15,-/10,- Euro

Sa 22 Im Rampenlicht 16.00 Uhr · lutz

Der Wildschütz

Komische Oper von Albert Lortzing

Abo W und Freiverkauf PK 3

So 23

10. Kammerkonzert

19.30 – 22.20 Uhr · Großes Haus

Sommerfreuden

11.00 Kurzführung zu einem Exponat der Museen

Kombiticket (Führung und Konzert) 9,60 Euro

11.30 Uhr Auditorium im Kunstquartier Hagen

Freiverkauf 6,60/3,30 Euro

Die Dreigroschenoper

Stück mit Musik von B. Brecht und K. Weill

Abo N u. Freiverkauf PK 4

15.00 – 17.45 Uhr · Großes Haus

Mi 26 Die Dreigroschenoper

Stück mit Musik von B. Brecht und K. Weill

Abo L/VB B u. Freiverkauf PK 4

19.30 – 22.15 Uhr · Großes Haus

Do 27 ZUM LETZTEN MAL

IN DIESER SPIELZEIT

Eintritt frei

So 16 Der Wildschütz

15.00 – 17.50 Uhr · Großes Haus

Komische Oper von Albert Lortzing

Abo H und Freiverkauf PK 3

balletthagen unterwegs

Freiverkauf 6,60/3,30 Euro

ISS WAS?!

18.00 Uhr · Elbershallen Hagen

TanzRäume 2013

Mind Over Matter · Neuer Tanz aus NRW NRW Theatertreffen 2013

20.30 Uhr · Theaterlabor Bielefeld

Werke von W.A.Mozart, S. Prokofiew, C. Hallé, J. Brahms u. L.v.Beethoven

balletthagen unterwegs

Freiverkauf 3,-/2,- Euro

Selma Ježková (Dancer in the Dark)

Deutsche Erstaufführung

Präsentation der Gewinner „Zirkus“

Juni 2013

Mit Mitgliedern der Kinder- und Jugendclubs des theaterhagen

Freiverkauf 5,00/2,50 Euro

Eintritt frei

Abo K und Freiverkauf PK 4

16.00 Uhr · lutz

11.30 Uhr · Auditorium im Kunstquartier Hagen

Kombiticket (Führung und Konzert) 9,60 Euro

19.00 Uhr · Theatercafé

Das wird man ja wohl noch sagen dürfen

Präsentation der Gewinner „Schauspiel“

Werkeinführung Selma Ježková (Dancer in the Dark)

Henning Venske

11.00 Kurzführung zu einem Exponat der Museen

Spielplan Juni/Juli

Barock

Do 20

Kabarett

Im Rampenlicht

Abo G u. Freiverkauf PK 4

9. Kammerkonzert

Eintritt 5,00 Euro inkl. ein Getränk

Erwachsene 9,- Euro / Ermäßigt 6,- Euro Familienkarte 23,- Euro

So 02

Stück mit Musik von B. Brecht und K. Weill

19.30 – 22.15 Uhr · Großes Haus

Eintritt frei

Fr 21 Solisten hautnah

Eröffnungskonzert 11.00 Uhr Abschlusskonzert 18.00 Uhr

Mi 19 Die Dreigroschenoper

Fünf-Uhr-Tee mit Edeltraud Kwiatkowski

Produktionsgespräch mit den Beteiligten der Neuinszenierung

Konzertabo und Freiverkauf PK K

Sa 15

17.00 Uhr · Opus

Stadthalle 20.00 Uhr 19.15 Uhr Einführung

Abo D u. Freiverkauf PK 3

Werkstatt – Carmen

Spielerisch

19.30 – 22.30 Uhr · Großes Haus

Mit Werken von Rossini, Prokofjew und Bartholdy · Solist: Markus Pawlik, Klavier Dirigent: Markus Huber

Abo L/VB B Freiverkauf PK 3

Freiverkauf 3,-/2,- Euro

Fr 14 Carmen

9. Sinfoniekonzert

Oper von Poul Ruders

19.30 Uhr · Großes Haus

15.00 Uhr · lutz

17.00 Uhr – Theatercafé

Mit Mitgliedern der Kinder- und Jugendclubs des theaterhagen

Restkarten

Operette von Jacques Offenbach

Do 13

19.30 – 22.15 Uhr · Großes Haus

PREMIERE

Gioachino Rossini: Ouvertüre zu „Die diebische Elster“ · Konzerteinführung für Kinder (7-13 Jahre) und Eltern

18.45 Uhr · Stadthalle, Clubraum

Sa 08 ISS WAS?!

Freiverkauf 5,-/3,- Euro / Tageskarte 8,-/5,- Euro

12.00 – 13.30 Uhr · lutz

Sa 01 ISS WAS?!

Jugend auf die Bühne! Theatergruppen aus Hagen und Umgebung

Die Comedian Harmonists

Schauspiel mit Musik von Gottfried Greiffenhagen und Franz Wittenbrink

19.30 – 22.30 Uhr · Großes Haus Freiverkauf PK 3

Fr 28 Carmen

Oper von Georges Bizet · In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln

11.00 Uhr · lutz

Mo 17 24. Schul- und Jugendtheatertage

19.30 – 22.30 Uhr · Großes Haus

Ganztägig · Großes Haus / Opus/ lutz

Die Großherzogin von Gerolstein

Operette von Jacques Offenbach

Abo ThR Freiverkauf PK 3

18.00 – 20.45 Uhr · Großes Haus

Jugend auf die Bühne! Theatergruppen aus Hagen und Umgebung

Freiverkauf 5,-/3,- Euro / Tageskarte 8,-/5,- Euro

22.30 Uhr – Theatercafé

balletthagen unterwegs

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theaterzeitung

Abo F u. Freiverkauf PK 1

Eintritt frei

TanzRäume 2013

20.00 Uhr · Elbershallen Hagen

Juni/Juli 2013


Juni/Juli Sa 29 Im Rampenlicht

10. Sinfoniekonzert

16.00 Uhr · lutz

Mit Werken von Maurice Ravel, Jean Françaix u. Camille Saint-Saëns Solisten: Daniel Ottensamer, Klarinette; Ulrich Walther, Orgel Dirigent: Florian Ludwig

Präsentation der Gewinner „Tanz“

Freiverkauf 5,-/2,50 Euro

007 trifft Amadeus

Klangrausch

Das Picknick-Openair

20.00 Uhr · Westfalenbad

Freiverkauf 18,-/ 12,für Kinder bis 14 Jahre Bei schlechtem Wetter wird das Konzert auf den 6. Juli verschoben, die Karten behalten ihre Gültigkeit

Konzertabo und Freiverkauf PK K

So 30

3. Familienkonzert

Richard Strauss: Till Eulenspiegels lustige Streiche

11.00 Uhr · Großes Haus

Freiverkauf 9,-/6,- Euro / Familienkarte 23,- Euro

Der Wildschütz

Abo ThR und Freiverkauf PK 3

19.30 – 22.30 Uhr · Großes Haus

Oper von Georges Bizet · In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Eine Produktion des Seniorenclubs des theaterhagen

19.30 Uhr · lutz

Freiverkauf 12,- / 6,- Euro

IN DIESER SPIELZEIT

ZUM LETZTEN MAL

19.30 – 22.15 Uhr · Großes Haus AboVB A Freiverkauf PK 3

Musical von Richard O`Brien

19.30 – 22.00 Uhr · Großes Haus

Freiverkauf PK 2

Im Wartesaal zum großen Glück

Eine Produktion des Seniorenclubs des theaterhagen

19.30 Uhr · lutz

Mi 03 Carmen

Oper von Georges Bizet · In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln

19.30 – 22.30 Uhr · Großes Haus Abo L/V/VB B u. Freiverkauf PK 2

Freiverkauf 12,- / 6,- Euro

Fr 12 ZUM LETZTEN MAL

Do 04 Die Dreigroschenoper

Stück mit Musik von B. Brecht und K. Weill

19.30 – 22.15 Uhr · Großes Haus Abo D u. Freiverkauf PK 4

Carmen

Richard O‘Brien‘s The Rocky Horror Show

Operette von Jacques Offenbach

Fr 05

Do 11 ZUM LETZTEN MAL

Juli 2013

IN DIESER SPIELZEIT

18.00 – 20.50 Uhr · Großes Haus

Mi 10 ZUM LETZTEN MAL

Im Wartesaal zum großen Glück

Komische Oper von Albert Lortzing

von Gerolstein

Stadthalle 20.00 Uhr 19.15 Uhr Einführung

Abo B u. Freiverkauf PK 2

Di 02 Die Großherzogin

Die Dreigroschenoper

Stück mit Musik von B. Brecht und K. Weill

19.30 – 22.15 Uhr · Großes Haus

Abo C u. Freiverkauf PK 4

Im Wartesaal zum großen Glück

Werkeinführung – Selma Ježková (Dancer in the Dark)

Eine Produktion des Seniorenclubs des theaterhagen

19.30 Uhr · lutz

Freiverkauf 12,- / 6,- Euro

19.00 Uhr · Theatercafé

Sa 13 Im Wartesaal zum großen Glück

15.00 Uhr · lutz

Eintritt frei

Deutsche Erstaufführung

Selma Ježková (Dancer in the Dark)

Eine Produktion des Seniorenclubs des theaterhagen

Freiverkauf 12,- / 6,- Euro

Oper von Poul Ruders

19.30 – 20.40 Uhr · Großes Haus Abo Z u. Freiverkauf PK 3

Werkeinführung – Selma Ježková (Dancer in the Dark)

Sa 06 Abschluss-Präsentation

19.00 Uhr · Theatercafé

Deutsche Erstaufführung

Oper von Poul Ruders

Eintritt frei

Im Rampenlicht

Präsentation der Gewinner in den Sparten Zirkus, Tanz, Schauspiel

19.30 Uhr · Großes Haus Freiverkauf 12,-/6,- Euro

So 07

19.30 – 20.40 Uhr · Großes Haus Gespräch zum 10. Sinfoniekonzert mit GMD Florian Ludwig und Gästen

11.30 Uhr · Kommunale Drogenhilfe, Fachstelle Suchtvorbeugung, Bergstr. 99 Eintritt frei

ZUM LETZTEN MAL Der Wildschütz

Komische Oper von Albert Lortzing

15.00 – 17.50 Uhr · Großes Haus

Im Wartesaal zum großen Glück

Abo N und Freiverkauf PK 3

PREMIERE

Eine Produktion des Seniorenclubs des theaterhagen

19.30 Uhr · lutz

Freiverkauf 12,- / 6,- Euro

Mo 08 Im Wartesaal zum großen Glück

Eine Produktion des Seniorenclubs des theaterhagen

19.30 Uhr · lutz

Freiverkauf 12,- / 6,- Euro

Di 09

ZUM Selma Ježková LETZTEN MAL (Dancer in the Dark)

Maurice Ravel: Ma mère l’oye Konzerteinführung für Kinder (7-13 Jahre) und Eltern

18.45 Uhr · Stadthalle, Clubraum Freiverkauf

Juni/Juli 2013

Abo MT u. Freiverkauf PK 3

Sa 13 Solisten hautnah

Ulrich Walther, Orgel

20.00 Uhr · St. Meinolf Kirche Hagen

Werke von Bach, Mendelssohn, Franck, Alain, Wagner Freiverkauf 15,- /10,- Euro

Konzert- und Theaterkasse Elberfelder Straße 65 · 58095 Hagen Tel.: 0 23 31 / 207 - 32 18 · Fax: 0 23 31 / 207 - 24 46 theaterkasse@stadt-hagen.de · www.theater.hagen.de Öffnungszeiten: Montag: geschlossen Dienstag – Freitag: 14.00 – 19.00 Uhr Samstag: 10.00 – 15.00 Uhr sowie jeweils eine Stunde vor Beginn der Vorstellung Vom 13. Juli bis zum 27. August sind Theaterferien und die Kasse bleibt geschlossen. Danach sind wir gerne wieder für Sie da und hoffen, Sie auch in der Spielzeit 2013/14 wieder im theaterhagen begrüßen zu dürfen. Neben der Theaterkasse können Theater- und Konzertkarten auch an allen Hagener Bürgerämtern, an EVENTIM-Vorverkaufsstellen sowie online unter www.theaterhagen.de erworben werden. Die nächste Theaterzeitung erscheint am 28.08.2013

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lutz 5. Jugendwettbewerb

Im Rampenlicht

Initiiert und gefördert durch den Lions Club Hagen-Mark

„Im Rampenlicht“ ist ein Jugendwettbewerb in den Sparten Tanz, Zirkus und Schauspiel. Initiiert wurde er 2004 durch den Lions Club Hagen-Mark und findet – in Zusammenarbeit mit dem lutzhagen – nun bereits zum fünften Mal statt. Der Wettbewerb wird unter Bewertung einer fachkundigen Jury durchgeführt. Die Ausscheidungen für jede Sparte erstrecken sich über eine Woche und werden jeweils samstags mit der Präsentation der Spartensieger auf der Bühne des lutz abgeschlossen. Höhepunkt ist die Abschlusspräsentation mit allen Gewinnern im Großen Haus des theaterhagen.

Präsentation Schauspiel: 15. Juni 2013 ab 16.00 Uhr im lutz

24. Hagener Schulund Jugendtheatertage 17. und 18. Juni 2013 · Auf allen Bühnen des theaterhagen Die Aufregung steigt: In vielen Hagener Klassenzimmern, Schulaulen und Pausenräumen wird geprobt, gespielt, getanzt, gesungen und musiziert. Sogar noch umgeschrieben und neu verfasst. Die Ausstatter sind dabei, mit Hammer, Schraubendreher, Pinsel und viel Farbe theatralische Gedanken in Visuelles umzusetzen. Und der Transport zum Theater muss auch noch organisiert werden! Und das Fan-Publikum will noch eingeladen werden! Und weiter steigt der Druck. Denn das pünktliche Aufgehen des Vorhanges, das erste Scheinwerferlicht – sie haben etwas Unerbittliches. Die Termine stehen: Am 17. und 18. Juni 2013 werden auf allen Bühnen und zu allen denkbaren Uhrzeiten die 24. Hagener Schul- und Jugendtheatertage stattfinden. Mehrere hundert Jugendliche begegnen sich mit unterschiedlichsten Inhalten und Spielformen zu einem unvergleichlichen Spektakel im theaterhagen.

Präsentation Zirkus:

22. Juni 2013 ab 16.00 Uhr im lutz

Präsentation Tanz:

29. Juni 2013 ab 16.00 Uhr im lutz

Abschlusspräsentation:

6. Juli 2013 um 19.30 Uhr im Großen Haus

Programm

24. Hagener Schulund Jugendtheatertage

Montag, 17.6.2013

lutz

opus

„Irma hat so große Füße“ GS Kuhlerkamp 9.00 – 9.40 Uhr

„Der Glückspilz“ Käthe-Kollwitz-BK 10.45 – 11.05 Uhr

„Alles im Wunderland“ Fichte Gymnasium 11.30 – 12.45 Uhr

„Happy Meal“ Werner-Richard-BK der ev. Stiftung Volmarstein 12.00 – 12.45 Uhr

„Rotasia“ Berswordt GS/Dortmund 15.00 – 15.50 Uhr

„The Battle“ AWO Jugendcafé Real I 15.00 – 15.30 Uhr

„Der Krüppel von Inishmaan“ Albrecht-DürerGymnasium II 16.00 – 18.00 Uhr

„Tatoo“ Rudolf-Steiner-Schule 17.30 – 18.45 Uhr

„Top Dogs“ GE Eilpe 19.00 – 20.00 Uhr

Großes Haus

„Leben“ AWO Jugendcafé Real II 20.15 – 21.45 Uhr

Dienstag, 18.6.2013

EckStück – Die Ecke zum Stück Das EckStück am 3. Juni 2013 findet wie gewohnt um 16.30 Uhr in der Stadtbücherei auf der Springe statt. Dieses „EckStück“ steht ganz im Zeichen der 24. Hagener Schul- & Jugendtheatertage! Alle teilnehmenden Gruppen und das theaterhagen als außerschulischer Spiel- und Lernort werden vorgestellt. Das letzte EckStück dieser Spielzeit! Am 1. Juli 2013 steht das „EckStück“ unter dem Motto „Spielplanvorschau 2013/2014“. Um 16.30 Uhr werden in der Stadtbücherei auf der Springe die Kinderstücke des theaterhagen der kommenden Spielzeit – zum Teil spielerisch – vorgestellt. Bei der Veranstaltungsreihe „EckStück – Die Ecke zum Stück“ handelt es sich um eine Kooperation des theaterhagen mit der Stadtbücherei Hagen. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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theaterzeitung

lutz

opus

Großes Haus

„Windows x-perience“ Aldegrever Gymnasium Soest 11.30 – 13.05 Uhr

„Dschungelstar“ Erwin-Hegemann-GS 9.00 – 9.35 Uhr

„Kinderspiele“ Oberlinschule 10.00 – 11.00 Uhr

„Mein kleiner Freund“ OGS Kipper 16.00 – 17.00 Uhr

„Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung“ Bergstadt Gymnasium bretterhaus ensemble Lüdenscheid 15.00 – 16.40 Uhr

„Lysistrata“ Hildegardis Gymnasium 17.00 – 18.30 Uhr

„Karl Schmidt – eine Erfolgsgescichte“ Christian-RohlfsGymnasium 18.30 – 20.00 Uhr

Juni/Juli 2013


lutz · Orchester Im Wartesaal zum großen Glück Musikalische Komödie von Ulla Gericke Eine Produktion des Seniorenclubs des theaterhagen

Premiere am 7. Juli 2013 · 19.30 · lutz Ältere Menschen. Sitzen. Warten beim Aperitif. Gleich geht die Tür auf. Captain’s Dinner. Essensschlacht. Doch jetzt: warten. Worauf? Auf’s große Glück? Wäre endlich mal Zeit! Was hat man nicht alles hinter sich gebracht: 40er Jahre, der schlimme Krieg, Hitler, Trümmer. 50er Jahre, der Wiederaufbau, Beruf, Ehe, Kinder. 60er Jahre, das erste Auto, Fernseher, Reihenhaus. Und immer wieder Arbeit. Viel Arbeit. Studium der Kinder, Enkelkinder, erste Krankheiten. Erste Verluste. Doch nun endlich Rente: Zeit. Ruhe. Muße. Ich. Nur Ich. Einen Augenblick lang. Reisen. Mit dem Schiff. In die Ferne. Weit weg von allem. Und im Gepäck: Ein ganzes Leben. Ein langes, reiches Leben. Und das prallt auf das Gepäck der anderen. Mit all seiner Tragik. Mit all seiner Komik. Mit ganz viel Musik. Und natürlich mit den Darstellern des Seniorenclubs, die seit Jahren die Bühne des lutz rocken. Oder swingen? Nein: rocken!

Samstag

51 . Juni 2013 Maar, der Stargast Paul Sams“, as Autor von „D nd Bücher ße ie hl sc wird an signieren!

Einmal mit den Profis in einem großen Orchester spielen – war das auch schon immer dein Traum? Hier wird er Wirklichkeit, denn GMD Florian Ludwig und das philharmonische orchesterhagen studieren mit Instrumentalisten aller Altersgruppen ein Programm ein, das noch am selben Abend aufgeführt wird. Die ganze Familie kann also mit von der Partie sein!

Dirigent: Florian Ludwig

Abschlusskonzert

au S b n e t n e pielmobil Instrum Trommelworkshop

Juni/Juli 2013

Orchester-SCRATCH Mitspielen!

Text: Paul Maar Bilder von Schülern der Grundschule Overberg und der Sekundarschule Wetter

Eintritt für den ganzen Tag und für alle Angebote (inkl. Orchester-Scratch): 9,- / erm. 6,- Euro

18.00 Uhr · Großer Saal Moritz Eggert: Das ganz normale Leben

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Instrumentenqu

Weitere Vorstellungen: 8.7., 10.7., 11.7., 12.7. und 13.7.2013 (15.00 Uhr) – jeweils um 19.30 Uhr, soweit nicht anders angegeben.

(ab 4 Jahren)

11.00 Uhr · Großer Saal Moritz Eggert: Das philharmonische orchesterhagen geht zum Konzert

Für das junge Publikum eröffnet sich ein humorvoller Blick in die Zeit, als Oma und Opa die ersten Liebesschwüre tauschten – nicht über Facebook und nicht mit dem Smartphone in der Hand, aber genau mit den gleichen Hummeln im Bauch.

& Jugend

Eröffnungskonzert

Der Philharmonische Kinder- und Jugendtag 2013 geht der spannenden Frage nach, wie eigentlich eine Komposition entsteht. Wie werden die Noten erstellt, die dann Musiker zum Klingen bringen? Diesen aufregenden Prozess – von der Idee über den Instrumentenbau bis hin zu den Proben und Aufführungen – können Besucher an diesem Tag mit dem philharmonischen orchesterhagen und verschiedenen Schülerensembles aus der Region nachverfolgen und auch mitgestalten: sei es beim Instrumente-Basteln, im Trommel- oder Gesangsworkshop oder als Mitstreiter im Orchester-SCRATCH!

Schüler-Bands

Mit viel Gefühl, Charme und Witz vereinen die Darstellerinnen und Darsteller auf der Bühne des lutz Vergangenheit und Gegenwart zu einem zauberhaften Theatererlebnis. Nach dem großen Erfolg des Straßenfegers „Davon geht die Welt nicht unter“ dürfen sich die Zuschauer der neuen Seniorenclub-Produktion – neben viel Anekdotischem – vor allem auf eine Fülle bekannter Schlager aus vier Jahrzehnten freuen.

Schlagensemble des Jugendsinfonieorchesters des Hochsauerlandkreises, Musikkurs der Einführungsphase des Christian-Rohlfs-Gymnasiums, philharmonisches orchesterhagen, Dirigent: GMD Florian Ludwig

Probe: 11.30 – 12.30 Uhr | Aufführung: 18.00 Uhr (im Anschluss an „Das ganz normale Leben“) Anmeldung bis zum 7. Juni 2013 an der Konzert- und Theaterkasse oder bei den Bürgerämtern der Stadt Hagen. Das Notenmaterial wird nach der Anmeldung zugesandt. Weitere Informationen: www.facebook.com/PhilKiJuTag oder www.theaterhagen.de Mit großzügiger Unterstützung des Rotary Clubs Hagen, Hörakustik Faust und der Buchhandlung am Rathaus

u.v.m. theaterzeitung

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Orchester 9. Sinfoniekonzert

Spielerisch 18. Juni 2013 20.00 Uhr Stadthalle Hagen Solist: Markus Pawlik, Klavier Dirigent: Markus Huber Gioachino Rossini: Ouvertüre zu „Die diebische Elster“ Sergei Prokofjew: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3 Felix Mendelssohn Bartholdy: Sinfonie Nr. 4 „Italienische“ Philharmonikus um 18.45 Uhr!

Gioachino Rossinis Ouvertüre zu seiner Oper „Die diebische Elster“ eröffnet ein verspielt bewegtes Konzertprogramm, in dem rasante Tempi und spielerische Virtuosität die Werke miteinander verbinden. Die Ouvertüre stellte Rossini erst am Tag der Uraufführung unter großem Zeitdruck fertig. Für die Komposition seines virtuosen 3. Klavierkonzerts, das der international erfolgreiche Pianist Markus Pawlik spielen wird, brauchte Sergei Prokofjew dagegen mehrere Jahre. In Felix Mendelssohns „Italienischer“, die das philharmonische orchesterhagen unter der Leitung des Generalmusikdirektors des Theaters Pforzheim aufführen wird, bringen vor allem der erste und der letzte Satz große Spielfreude mit sich, die sich durch stürmische Ausbrüche sowie spritzige Themen und deren Leichtigkeit ergibt.

10. Sinfoniekonzert

Klangrausch 9. Juli 2013 · 20.00 Uhr · Stadthalle Hagen Solisten: Daniel Ottensamer, Klarinette Ulrich Walther, Orgel Dirigent: Florian Ludwig Maurice Ravel: Ma mère l’oye Jean Françaix: Konzert für Klarinette und Orchester Camille Saint-Saëns: Sinfonie Nr. 3 „Orgelsinfonie“ Mit Ravel Maurices Suite „Ma mère l’oye“ („Mutter Gans“) beginnt der musikalische Rausch, in den die Kompositionen dieses Konzerts ihre Zuhörer hineinziehen. Impressionistische Klänge erreichen diesen Eindruck in Ravels Orchesterwerk, der sich in Jean Françaix’ Klarinettenkonzert aus dem Jahre 1967, gespielt vom Soloklarinettist der Wiener Philharmoniker, fortsetzt. Der Klangrausch findet seinen Höhepunkt in Saint-Saëns’ 3. Sinfonie, der so genannten „Orgelsinfonie“, die mit ihrer fulminanten Orchesterbesetzung und den dadurch abwechslungsreichen Klangfarben beeindruckt. Hier wird der vielfach ausgezeichnete Hagener Organist Ulrich Walther zu hören sein, der am 13. Juli 2013 außerdem ein Orgelkonzert in der Meinolfkirche geben wird.

Markus Huber

Solisten hautnah

Klavierabend mit Markus Pawlik 21. Juni 2013 · 20.00 Uhr Sinfonium (Stadthalle Hagen)

10

theaterzeitung

Philharmonikus um 18.45 Uhr!

Daniel Ottensamer

Markus Pawlik · Ulrich Walther

Orgelkonzert mit Ulrich Walther 13. Juli 2013 · 20.00 Uhr Meinolfkirche

In der Reihe „Solisten hautnah“ sind Solisten der Sinfoniekonzertreihe in einem Recital zu hören, so dass hier eine weitere Facette des künstlerischen Könnens erlebt werden kann. Der in Berlin und Los Angeles lebende Pianist Markus Pawlik gibt Klavierabende auf allen bedeutenden Podien Deutschlands und wichtigen internationalen Städten wie Amsterdam, Lyon, Athen, Chicago, New York, Boston oder Tokyo. In Hagen wird er neben Werken von Beethoven, Brahms, Prokofjew und Mozart auch Kompositionen des Hageners Karl Halle spielen. Eine Begegnung mit einem weiteren Kind unserer Stadt findet im Orgelkonzert mit Ulrich Walther statt, der seit 2010 eine Professur an der Kunstuniversität Graz inne hat und Werke von Bach, Mendelssohn, Franck, Alain und Wagner in seine Heimatstadt mitbringt.

Juni/Juli 2013


Orchester

007 trifft Amadeus Das Picknick-Open Air Samstag, 29. Juni 2013 · 20.00 Uhr · Westfalenbad Bei schlechtem Wetter wird das Konzert auf den 6. Juli verschoben, die Karten behalten ihre Gültigkeit Waldbühnen-Feeling endlich auch in Hagen! Das philharmonische orchesterhagen und das Westfalenbad laden zu einem stimmungsvollen Openair-Konzert, das Sie bei einem schönen Sommer-Picknick auf der Rasenfläche genießen können.

9. Kammerkonzert

Barock

2. Juni 2013 · 11.30 Uhr Auditorium im Kunstquartier Hagen Werke von Janitsch, J. Ch. Bach, Corelli, Telemann Magdalena Rozanska, Violine · Olga Rovner, Viola Barbara Schorling, Violoncello Andreas Mirschel, Oboe · Georg Hellebrandt, Cembalo Das Neue an der Musik des Barocks bestand vor allem in der Intensivierung ihrer sinnlichen Wirkung. Davon, dass die Musik Georg Philipp Telemanns oder Arcangelo Corellis bis heute über diese bewegende Ausstrahlung verfügt, kann man sich im 9. Kammerkonzert überzeugen. Dabei finden die Instrumentalisten zu verschiedenen Besetzungen zusammen und richten ihren Blick mit dem Sohn Johann Sebastian Bachs, Johann Christian Bach, auch in die Richtung der Frühklassik. Außerdem laden sie dazu ein, den schlesischen Komponisten Johann Gottlieb Janitsch zu entdecken, dessen Quartette besonders reizvoll sind.

Vor Beginn der Kammerkonzerte findet um 11.00 Uhr eine Kurzführung zu einem Exponat der Museen statt

Juni/Juli 2013

Karten für 18,- / 12,- Euro für Kinder bis 14 Jahre sind erhältlich an den KundenCentern der HVG, an allen CTS-Vorverkaufsstellen, an der Theaterkasse und in den Filialen der Märkischen Bank. Am Veranstaltungstag werden Karten an der Abendkasse erhältlich sein.

10. Kammerkonzert

Sommerfreuden 23. Juni 2013 · 11.30 Uhr Auditorium im Kunstquartier Hagen

3. Familienkonzert

Richard Strauss: Till Eulenspiegels lustige Streiche 30. Juni 2013 · 11.00 Uhr Großes Haus

Werner Hußendörfer, Klarinette Arion-Quartett: Yusuke Hayashi / Nicola Borsche, Violine Susanne Schmickler, Viola Walter Gödde, Violoncello Werke von Fromm-Michaels, Haydn, Brahms Nun ist er endlich da: der lang ersehnte Sommer! Die Kammerkonzertreihe des philharmonischen orchesterhagen verabschiedet ihr Publikum mit einem Programm voller Sehnsüchte in die bevorstehende Sommerpause.

Werner Hußendörfer (Mitte) und das Arion-Quartett

Sprecher: Lutz Lansemann Dirigent: GMD Florian Ludwig Nach dem großen Erfolg mit Modest Mussorgskis „Bilder einer Ausstellung“ in der letzten Saison ist Lutz Lansemann erneut im Familienkonzert zu Gast. Der Schauspieler hat sich an den deutschen Theatern sowie im Fernsehen etabliert und legt darüber hinaus einen Schwerpunkt auf pädagogische Projekte. Zur Musik von Richard Strauss erzählt er hier von den Streichen des Till Eulenspiegel und verkörpert den Schelm auf seine unvergleichlich eindrückliche Art, die Klein wie Groß mitreißt. Ob als Pastor oder Frauenheld verkleidet führt Till seine Mitmenschen an der Nase herum. „Doch aus der großen Zehe guckt der Schelm hervor“, heißt es bei Richard Strauss, dessen Sinfonische Dichtung durch Lutz Lansemanns Darstellung lebendig wird. Wenn das mal gut geht, was der Till dort alles treibt…

theaterzeitung

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Künstlersteckbrief

Neue Engagements Jeffery Krueger, seit sieben Jahren festes Ensemblemitglied am theaterhagen, tritt zur Spielzeit 2013/14 ein neues Festengagement an der Musikalischen Komödie in Leipzig an. Jacyln Bermudez wird nach zwei Spielzeiten am theaterhagen mit Beginn der kommenden Spielzeit Ensemblemitglied am Staatstheater Kassel. Alex Ruef, Solorepetitor, wechselt nach zwei Jahren in Hagen ebenfalls zu Beginn der kommenden Saison das Haus und zwar an das Staatstheater Hannover. Lisa Valdivia, seit drei Spielzeiten Konzertdramaturgin und Referentin des GMD, übernimmt ab der Spielzeit 2013/14 dieselbe Position beim Beethovenorchester Bonn.

Impressum theaterzeitung Juni/Juli 2013: Herausgeber: theaterhagen · Elberfelder Straße 65 · 58095 Hagen · Tel. 0 23 31 - 207 - 3210 Intendant: Norbert Hilchenbach · Redaktion: Adaora Geiger Gestaltung: IDEENpool GmbH, Norma Nierstenhöfer & Thomas Gebehenne Texte: Thilo Borowczak, Adaora Geiger, Werner Hahn, Dr. Maria Hilchenbach, Miriam Michel, Jürgen Pottebaum, Manuel Schneider, Tillmann Schnieders, Lisa Valdivia, Miriam Walter, Imme Winckelmann Fotos: Stefan Kühle, Privat Verlag und Druck: WAZ- Druckzentrum Bathey; Auflage: 96.000

Förderliches am Rande Liebe Freunde des theaterhagen! Wie wirkungsvoll ein Verein seine Ziele verfolgen kann, hängt unter anderem von der Zahl der Mitglieder ab. Man sollte auch danach fragen, ob die Mitglieder möglichst lange dabei bleiben. Der TFV ist in der glücklichen Lage, dass die rund 500 Mitglieder dem Verein meist über lange Zeit angehören. Die Treue der Mitglieder ist umso wichtiger in Zeiten, in denen mehr verlangt ist als finanzielle Hilfe. Es gilt, für den Erhalt des theaterhagen in der politischen Debatte klar Position zu beziehen sowie die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Theaters ideell zu unterstützen. Auf der Mitgliederversammlung am 2. Mai 2013 hat der TFV wieder die Personen geehrt, die seit mehr als 25 Jahren Mitglied sind: Peter Asbeck, Marie-Luise Büchner, Hiltrud und Dr. Klaus Fehske, Gerhard Hirschfeld, Karl-Josef Ludwig, Dr. med. R. Koslowski, Dietmar Millhoff, Katharina Osthaus, Prof. Christoph Raebiger, Werner Schmidt, Viktoria Schüßler, Liesel und Günter Selvers, Ilse Strate, Dr. med. Rolf Termeer, Helga Winkler, Siegfried Wollschläger, Irmgard Zahlten, Elke und Dietrich Zimmermann. Zu den Jubilaren zählen auch diese drei Unternehmen: Douglas Holding, HVG und Mark-E. Als Jubiläumsgabe überreichten Klaus Hacker und Helga Feyerabend je einen Sonderdruck eines Linolschnitts, auf dem der Künstler Reinhard Hilker das Theaterportal gestaltet hat. Auch im nächsten Jahr wird es Jubilare geben – die Freude an Oper, Tanz, Konzert und Schauspiel im theaterhagen verbindet. Am 28. Juni ist im Theatertreff der Marketingreferent Tillmann Schnieders zu Gast. Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr im Restaurant „Kolpinghaus”, Bergischer Ring 18. Ihr Theaterförderverein www.theaterfoerderverein-hagen.de

Name: Christian Higer, Schauspieler

In der „Dreigroschenoper“ spielt und singt Christian Higer den Macheath. Am theaterhagen ist er erstmals zu Gast. Vorherige Engagements: Vor mehr als 20 Jahren hat meine Theaterlaufbahn am Landestheater Schwaben in Memmingen begonnen. Mein damaliger Intendant war Norbert Hilchenbach. Es war eine großartige Zeit, der ich es zu verdanken habe, jetzt den Mackie Messer am theaterhagen spielen zu dürfen. Danach war ich in Linz, Konstanz und Würzburg. Seit fünf Jahren arbeite ich als freier Schauspieler, u.a. am Bayerischen Staatsschauspiel in München, am Schauspiel Dortmund, an der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf und demnächst bei den Salzburger Festspielen. Diesen Autor der Vergangenheit bzw. Gegenwart würde ich gerne bitten, ein Stück für mich zu schreiben: Johann Nestroy, den ich sehr liebe. Franzobel steht auch in dieser Tradition, aber der lebt ja und tut das vielleicht noch. Meine künstlerisch aufregendste Begegnung war: Wenn ich mich für eine entscheiden muss, dann vielleicht die mit dem Regisseur Michael Gruner, der mich in der konsequenten künstlerischen Umsetzung seiner gelebten Philosophie nachhaltig beeindruckt hat. Das mir liebste Publikum: ist ein offenes, das ohne festgefahrene Meinung ins Theater kommt, das bereit ist, sich hineintreiben zu lassen in

Kulturgemeinde Volksbühne Hagen und Umgebung e. V. Wasserloses Tal 27 · 58093 Hagen

Amadeus, Bad und Bühne Liebe Kulturfreunde, Am Samstag, den 29. Juni wird im Außenbereich des Westfalenbads klassische Musik außerhalb der großen Konzertsäle geboten. Unter dem Motto „007 trifft Amadeus“ hat das philharmonische orchesterhagen eine Mischung aus leichter Klassik und bekannten Filmtiteln vorbereitet. Ab 18.00 Uhr bitten der GMD und das philharmonische orchesterhagen in Kooperation mit dem Westfalenbad zum Picknick mit Musik. Um 20.00 Uhr beginnt das erste Konzert mit Waldbühnenflair.

Alle vbh-Mitglieder sind herzlich eingeladen! Die Volksbühne übernimmt als Kulturförderer den Eintritt der Mitglieder und erklärt das sommerliche Musikereignis zur außerordentlichen Mitgliedsversammlung. Bitte bringen Sie Ihre Verpflegung mit und genießen Sie diesen einmaligen Abend. Achtung: Voranmeldung in der Rathausbuchhandlung (Tel. 02331/32689) erforderlich.

Man sieht sich

ein fremdes Leben, in dem man sich selber auch entdecken kann. Diese Rollen schätze ich sehr und möchte sie in Zukunft gerne spielen: Wahnsinnig gern den Liliom von Franz Molnár, solang ich nicht zu alt dafür bin. Aber das muss jetzt schnell gehen. Und sonst noch alles von Horváth. Diesen Satz über Theater möchte ich nie wieder hören: Theater brauchen wir nicht. Die sind zu teuer, deshalb machen wir sie zu. Neben dem Theater ist eine weitere Leidenschaft von mir: Ich verbringe möglichst viel Zeit mit meiner Familie und meinen Freunden. Wenn die Zeit es zulässt, laufe ich und würde auch noch Fußball spielen, wenn meine Achillessehnen nicht streiken würden. So muss ich mich darauf beschränken, als Fan dem BVB die Daumen zu drücken. Dieses Gericht käme mir nie auf den Tisch: Wovon ich überhaupt kein Fan bin, das sind Saucen. Bei mir darf es gern ganz trocken sein: Nudeln, Gemüse, Reis, Fleisch, das sollte alles nicht schwimmen.

Ballettfreunde Hagen Liebe Ballettfreunde, wie wichtig die Unterstützung unserer Ballettcompagnie ist, zeigt sich nicht nur, wenn es darum geht, Gastchoreographen zu finanzieren, Premierenfeiern auszurichten oder glanzvolle Kalender zu erstellen. Gerade auch dann, wenn die Öffentlichkeit nicht zuschaut, gibt es viele Situationen, in denen Hilfe und der Netzwerkgedanke sehr wichtig sind. So zum Beispiel, wenn ein Ensemblemitglied eine Verletzung erleidet. Dies geschah vor einigen Wochen direkt auf der Bühne während der Vorstellung, als sich die Tänzerin Yoko Furihata verletzte und von ihrem Tanzpartner von der Bühne gezogen werden musste. Nach der medizinischen Versorgung durch die Rettungskräfte vor Ort, den Notarzt und das Krankenhaus, konnte auch Dank des Einsatzes von fachkompetenten Ballettfreunden wie den Physiotherapeuten David Lopez und Indira Nettekoven eine zügige Behandlung von Yoko Furihata sicher gestellt werden. Während große Compagnien über eigene Physiotherapeuten und Beziehungen zu Fachkliniken verfügen, existiert eine entsprechende Versorgung in Hagen „nur“ auf ehrenamtlicher Basis: Dr. Gerhardt leistet Soforthilfe in seiner Praxis, David Lopez bietet regelmäßige physiotherapeutische Hilfe als Sponsoring für unsere Compagnie an, Sport in Gym bietet kostenloses Muskeltraining für die Tänzer und auch das Ehepaar Nettekoven bietet osteopathische Hilfe in seiner Freizeit an, wann immer Not am Mann bzw. an der Frau ist. Diese Hilfe ist außerordentlich wichtig. Denn die Tänzerinnen und Tänzer gehen für eine kurze Karriere mit geringem Einkommen ein enormes gesundheitliches Risiko ein, um uns als Publikum mit ihrer nahezu schwerelos wirkenden Körperkunst zu verwöhnen. Als Ballettfreunde liegt uns die Gesundheit der Tänzerinnen und Tänzer besonders am Herzen, deswegen danken wir allen Unterstützern von Herzen für Ihren Einsatz!

Ihr Volker Schwiddessen

vbh

volksbühne hagen

Ihre Ballettfreunde Hagen

Viel Kultur im Angebot.

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theaterzeitung

Juni/Juli 2013


Theaterzeitung Juni 2013