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theater zeitung MUSIKTHEATER BALLETT SCHAUSPIEL KABARETT PHILHARMONISCHES ORCHESTER LUTZ April 2012

Oper von Carlisle Floyd

„Ein Theaterwunder“ (Westfalenpost)

Rainer Zaun, Jaclyn Bermudez

Premiere

Musical

Premiere

Firestorm | Abibigromma

„BEATS!“

Mit der Drama & Musical-Company Abibigromma nach Ghana, ins tropische Westafrika!

Ein einzigartiges Musicalprojekt in Kooperation mit den fünf Hagener Berufskollegs!

> Seite 3 April 2012

„Held Baltus“

> Seiten 4/5

Die Patchwork-Familie: Ein komplexes, subtiles und hochaktuelles Thema in pointierten und sehr humorvollen Dialogen! > Seite 10

100 Jahre theaterzeitung


Geschenketipps · Kabarett Theaterkarten statt Ostereier

www.theater.hagen.de sowie bei allen eventim-Vorverkaufsstellen und unter Tel. 0 23 31 / 207-3218

Gründonnerstag, 5. April 2012 · 19.30 Uhr

Karfreitagsmatinee, 6. April 2012 · 11.30 Uhr

Hänsel und Gretel Märchenoper von Engelbert Humperdinck

Werke von Johann Sebastian Bach und Antonio Vivaldi

Kirche am Widey / Am Widey 6/ 58095 Hagen

Samstag, 7. April 2012 · 19.30 Uhr Bach tanzt Ballettabend von Ricardo Fernando

Solisten Sopran: Tanja Schun · Alt: Rena Kleifeld Tenor: Björn Christian Kuhn · Bass: Christian Henneberg Oboe: Andreas Mirschel · Dirigent: Malte Kühn

Karten ab 13,50 Euro (50% Ermäßigung für Schüler, Studenten pp.)

Barbara Kuster

Eintritt: 11,-/5,50 Euro

Karten ab 14,- Euro (50% Ermäßigung für Schüler, Studenten pp.)

Kabarett

Ab 20 Uhr wird zurückgeschossen 19. April 2012 · 19.30 Uhr · Großes Haus Die Kuster rückt wieder aus, um mit verbaler Kraft und maßgeschneidertem Liedgut eine Schneise zu schlagen, die bei Ihnen nie wieder zuwachsen wird! Vom Kreissaal bis zur Grabsteinwüste – Kuster durchpflügt politisch unkorrekt einfach alles, was die deutsche Ackerkrume hergibt! Ihre Themen diesmal: Titel - Die Diskussion im Bundestag über Truppenabzug in Afghanistan! Alternative: Kuster und ihr gesanglicher Drucklufteinsatz vor Ort! Politik - Die artgerechte Selektierung bei der Kindergartenhaltung verhindert den kulturellen Einheitsbrei der Jugend! Architektur - Über kostengünstige Sprengmaßnahmen am Kanzlergebäude. Gesundheit - Selbst ist der Patient! „Medizin? Nein danke, ich mach’s mir selbst!“ Wirtschaft - Wie Putin deutsche Haushalte unterwandert! Kultur - Kleinodien der Filmkunst: Deutsche Heimatfilme! Kulturelle Rammböcke deutscher Identitätssuche!

Das Scratch-Projekt war auch in diesem Jahr wieder ein voller Erfolg! Über 200 Teilnehmer studierten innerhalb nur eines Tages Gioachino Rossinis „Stabat mater“ ein und führten das Sakralwerk am Abend zusammen mit dem philharmonischen orchesterhagen und den Solisten Angelina Ruzzafante, Kristina Larissa Funkhauser, Rafael Vázquez und Karl Huml auf. Hunderte Zuschauer waren begeistert von dieser unglaublichen Leistung, die in dieser Form ihresgleichen sucht. So kann man sich schon heute auf das nächste Scratch freuen, wenn am 25. Mai 2013 als Crossover-Projekt die größten Hits des letzten Jahrhunderts einstudiert werden.

„Musik-Kabarett der Spitzenklasse“ (Westdeutsche Zeitung)

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Kritiken · Abibigromma „Packend umgesetzt!“ – Susannah Hovenbitzers Inszenierung erreicht mit ganz sparsamen Mitteln große emotionale Wirkung. […] Hervorragend auch all die kleinen Rollen, die das theaterhagen problemlos aus dem hauseigenen Ensemble heraus besetzen kann.[…] Hagen setzt mit Floyds Susannah seine ambitionierte Reihe mit Inszenierungen amerikanischer Opern fort und verbucht mit dieser neuesten Produktion einen außerordentlichen Erfolg. (theaterpur)

Bühnenbild verbinden sich zu einem nachhaltig berührenden Abend. (…) Eine unglaublich beeindruckende Inszenierung. […] Hovenbitzer, der in Hagen bereits mehrere großartige Inszenierungen entworfen hat, ist ein Meister der Kunst, mit ganz reduzierten Mitteln intensive Gefühle zu erzeugen. Dabei entstehen Bilder von überwältigender Sogkraft und Sprachmacht. (…) In Europa ist „Susannah“ kaum bekannt. Das wird sich durch die aufsehenerregende Inszenierung sicher ändern. (Westfalenpost/Westfälische Rundschau)

Das theaterhagen zeigt die gleichnamige Oper von Carlisle Floyd jetzt in einer Inszenierung, die so gut ist, dass man von einem Theaterwunder sprechen kann. In dieser Produktion stimmt einfach alles: Ein herausragendes, hochmotiviertes Ensemble, eine kluge Regie und ein geniales

Ein ganz großer Erfolg! (Ioco) Das Publikum feierte „Susannah“ mit stehenden Ovationen (Deutsche Bühne, online)

Jaclyn Bermudez

„Ein echtes Tanz-Erlebnis“ – Bach tanzt Bach „at its best“... Barock wird so von Ricardo Fernando neu gedeutet. Die Beschränkung auf kammermusikalische Besetzung ist übrigens ein geschickter Schachzug. Fernando und sein Ensemble entgehen dadurch einer üppigen orchestralen Verbeugung vor dem Genius des 17. Jahrhunderts. (theaterpur) Ein Festspiel aus Klang und Anmut (…) mit wundervollen Musikern und Ballettkünstlern. (…) Ein außergewöhnlicher Kunstabend. (…) Hervorragende Instrumental-Solisten korrespondieren mit einem abermals bestechend guten Hagener Tanz-Ensemble! (…) Eine kongeniale Symbiose aus Klang und visueller Umsetzung; eine überaus üppige BachHommage ohne jede historisierende Unterfütterung oder Anbiederung. (…) Die faszinierende Einheit der Künstler, so ungemein lebendig und berührend. (…) Eine fulminante Klang- und Tanzkraft aller Beteiligter!

„Bach tanzt“ ist ein etwas anderer Ballett-Abend am theaterhagen. Er wagt und gewinnt den Spagat zwischen musikalischer und tänzerischer Vergangenheit und doch zeitgenössisch anmutender Interpretation. (Westfalenpost/ Westfälische Rundschau) Ricardo Fernando gelingt ein abwechslungsreicher, musikalisch stimmiger Ballettabend auf hohem tänzerischem Niveau. (WDR 5 Scala) Donnerwetter! Beim neuen Hagener Ballettabend gehen einem die Augen über, stockt der Atem, jauchzt das Herz! Ricardo Fernando und seine 15-köpfige Truppe wagen immer mehr und wachsen, so scheint‘s immer höher über sich selbst hinaus.(tanznetz) Zur Triosonate und dem Ricercar aus dem „Musikalischen Opfer“ lässt Fernando seine Compagnie in fluoreszierenden Kostümen unter Schwarzlicht tanzen. Tänzer und Musiker sind nur selten so gleichberechtigt und eng verzahnt zu erleben. Allein dafür lohnt sich dieser Abend.(Ruhrnachrichten)

FIRESTORM | ABIBIGROMMA Ein Musical von Sackey Sowah in der Fassung von Dzifa Glikpoe und Abibigromma (mit deutschen Übertiteln) Im Rahmen der „Klanglandschaften Ghana vom 22. – 29. April 2012/ Köln, Hagen, Mülheim an der Ruhr, Mönchengladbach und Krefeld“

Dass auch die zweite Aufführung an einem Donnerstag vor einem nahezu ausverkauften Haus stattfand, unterstreicht, welchen Stellenwert das Hagener Ballett und sein Ballettdirektor für die Volmestadt haben und weshalb man hier nicht über Kürzungen in der Tanzsparte nachdenken sollte.(Online Musik Magazin)

Das Afrik

a-Musica

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25. April 2012 · 19.30 Uhr · Großes Haus · 19 Uhr Einführung im Theatercafé Koproduktion von: Abibigromma-Nationaltheater Accra, Klanglandschaften Afrika/Orient, Theater an der Ruhr, NRW KULTURsekretariat, theaterhagen, Theater Krefeld-Mönchengladbach, RautenstrauchJoest-Museum, STIMMEN AFRIKAS/Allerweltshaus Köln, Theater im Bauturm – Freies Schauspiel Köln, WDR 3 Als einen ganz besonderen Programmpunkt werden wir in der Jubiläumsspielzeit eine Reise beginnen, in der wir unser Publikum – in loser Folge – mit der faszinierenden Musik Afrikas und des Orients bekanntmachen möchten.

„Firestorm“ ist ein komödiantisches Musical, das von der Acappella- und Chor-Tradition der Ashanti geprägt ist, einer der großen Bevölkerungsgruppen Ghanas. Es handelt vom Kampf einer Gruppe junger Frauen um Freiheit und Selbstbestimmung. Sie rebellieren gegen die althergebrachte Sitte, nach der die Eltern die Ehemänner für ihre Töchter aussuchen. Darüber wollen die Frauen fortan selbst entscheiden. Als ihnen die Männer dieses verweigern, drohen sie damit, einen „Feuersturm“ zu entfachen, der nicht eher enden soll, als bis die Männer damit aufhören, Frauen wie ihr Eigentum zu behandeln. Doch der König und sein Ältestenrat nehmen den Kampf auf, und sie scheinen zum Äußersten entschlossen: Ein Kampf bis aufs Blut entbrennt. So scheint es jedenfalls... Abibigromma ist die Drama & Musical-Gruppe des ghanaischen Nationaltheaters Accra. Im Zentrum der Arbeit der Gruppe steht die Entwicklung eines inhaltlich und ästhetisch eigenständigen afrikanischen Theaters,

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das Elemente traditioneller afrikanischer Kulturen mit einer zeitgenössischen Ästhetik verbindet. Der Name Abibigromma bezieht sich auf den Begriff „Abibigro”, der eine traditionelle ghanaische Aufführungsform bezeichnet, die sich aus Musik, Tanz, Pantomime, Bewegung und dialogischen Elementen zusammensetzt. Abibigromma ist eine der ganz wenigen staatlich subventionierten Theatergruppen im subsaharischen Afrika, die sich ausschließlich und unter professionellen Bedingungen der eigenen Theaterarbeit widmen kann. Zahlreiche Gastspiele führten die renommierte Theatergruppe bisher nach Europa, in die USA und quer durch Afrika. Weitere Infos zu den Veranstaltungen im Rahmen von „Klanglandschaften Ghana vom 22. – 29. April 2012 / Köln, Hagen, Mülheim an der Ruhr, Mönchengladbach und Krefeld“ unter www.theater.hagen.de.

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Premiere BEATS! – DAS MUSICAL VON AXEL GOLDBECK (MUSIK) JOHANNES MARIA SCHATZ (LIBRETTO) DIANE WEIGMANN (SONGTEXTE)

Uraufführung 14. April · 19.30 Uhr Großes Haus Musikalische Leitung Regie Ausstattung Choreographie

Steffen Müller Gabriel Thilo Borowczak Jan Bammes Ricardo Fernando

Lara TC Alani Floh Thessa Fabi Maja Ina Kim Giovanni Crush Sophia Carla Lea Hanna Emma Achim Philipp Gillan

Lisa Gonscherowsky Luc Packlidat Carolin Vogel Wioleta Czebotorowicz Joanna Baker Claudio Fisicaro Nadine Floer Saskia Ehrenthal Anastasia Erbeling Nevio Grasso Pascal Bülow Nathalie Schäfer Sabrina Steinkühler Melina Fuhrmann Janine Göbbels Vanessa Barthl Ioakim Iliadis Dennis Groß Robert Schartel

Ensemble: Nick Batram, Candy da Costa Marques, Seynabou Diagne, René Dreier, Susanne Ferreira da Costa, Sabrina Karthaus, Wojtek Knopinski, Lisa Marie Markert, Evangelia Mitskopoulou, Nicole Leboch, Hülya Özyasar, Deborah Polak, Shadi Shamsaldini, Heike Suchon, Fatima Uzun, Lisa Weber, David Weroniecki philharmonisches orchesterhagen

BEATS! ist eine Kooperation zwischen den fünf Hagener Berufskollegs, dem Theaterförderverein und dem theaterhagen. In dem bundesweit einmaligen Projekt sind Schüler von der Ideenfindung für einen Plot bis hin zu den Darstellern und zur Bühnentechnik unter der Anleitung von Profis des Theaters an allen Produktionsschritten beteiligt. Die Schülerinnen und Schüler haben durch die Zusammenarbeit mit den Theaterprofis viele neue Facetten an sich kennengelernt und berufsrelevante Praxiserfahrung gewonnen. Der Komponist Axel Goldbeck schrieb gemeinsam mit dem Librettisten Johannes Maria Schatz und der Songwriterin Diane Weigmann ein Stück, das die Lebensrealitäten der Jugendlichen als Ausgangpunkt für eine spannende Geschichte nimmt.

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Fritz-Berg-Gedächtnis-Fonds

Lions-Hilfswerk Hagen-Mark e.V.

In Kooperation mit: Berufskolleg Kaufmannschule I, Berufskolleg Kaufmannschule II, Cuno-Berufskolleg I, Cuno-Berufskolleg II, Käthe-Kollwitz Berufskolleg

Worum geht’s?

Wie aufwändig ist das Ganze?

Die Sommerferien haben begonnen. Alle freuen sich darauf, die freie Zeit im Jugendzentrum zu verbringen. Es soll ein Kulturprojekt mit den Jugendlichen einer Partnerstadt geben. Als diese ankommen ist die Ernüchterung jedoch groß: Völlig unterschiedliche Welten prallen aufeinander. „Straßenkultur“ trifft auf „Hochkultur“ und zunächst werden alle Klischees bedient. Nachdem es erst richtig geknallt hat, raufen sich alle zusammen, um das Projekt doch noch auf die Beine zu stellen. Nach den ersten künstlerischen Annäherungsversuchen lassen auch die zwischenmenschlichen nicht auf sich warten. Das ist der Ausgangspunkt für weitere Querelen. Das Projekt droht zu scheitern. Beherzt greift der Leiter des Jugendzentrums ein und kann das Blatt noch mal wenden – schließlich geht es auch um den Fortbestand des Jugendzentrums.

Da BEATS! mit seinem umfassenden Ansatz nahezu alle Produktionsabläufe betrifft und es sich bei dem Stück um eine echte Uraufführung handelt, ist der Aufwand hoch: die Schüler bekamen von Profis Schauspiel-, Gesangs- und Tanzunterricht und waren auch immer Gradmesser der Authentizität der Musik und des Textes. Nicht nur für die Jugendlichen ist BEATS! somit ein besonderes Projekt, sondern auch für die damit betrauten Theatermitarbeiter, die Lehrer und die Direktoren der Berufskollegs. Die unterschiedlichen Herangehensweisen der einzelnen Beteiligten haben das Projekt bereichert und für den besonderen Reiz des Ganzen gesorgt.

Wie klingt das? Komponist Axel Goldbeck hat sich bewusst von verschiedenen Stilen und Musikrichtungen inspirieren lassen. Genauso wie es die Geschichte verlangt. HipHop trifft auf Klassisches, Musicaltypisches auf eingängige Popsongs. Entstanden ist so eine reizvolle Musikmischung, die man nicht so schnell aus dem Kopf bekommt, und die die Handlung zu jedem Zeitpunkt unterstützt. Dabei haben sich die Darsteller sehr schnell mit dem Stück identifiziert und die Songs auch in ihrer (knapp bemessenen) Freizeit für sich gesungen. Es spielt das philharmonische orchesterhagen.

Warum muss ich das gesehen haben? Es ist schon erstaunlich, wie schnell sich aus zunächst „theaterfernen“ Jugendlichen Darsteller entwickeln konnten, die in ihren Rollen aufgehen und sich mit dem Gesamtprojekt identifizieren konnten. Ähnliches passierte auch im Backstagebereich. Die Tatsache, dass den jungen Erwachsenen so viele Gestaltungsmöglichkeiten eingeräumt wurden, sorgte dafür, dass die Motivation und der Teamgeist stets hoch war. Wer sehen möchte, was in „der Jugend von heute“ so alles steckt, sollte sich eine der sieben Vorstellungen im Großen Haus des theaterhagen nicht entgehen lassen. Termine: Mo 16.4. (11 Uhr), So 22.4. (15 Uhr), Mo 7.5. (11 Uhr), Sa 19.5. (19.30 Uhr), Di 5.6. (11 Uhr), Mo 11.6. (11 Uhr)

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BEATS! René Dreier: Endlich habe ich Menschen kennengelernt, die mich so mögen wie ich bin, und dadurch bin ich selbst in mir gewachsen. Ich habe nun noch mehr Spaß daran, zu singen und zu tanzen (obwohl ich eigentlich gar nicht tanzen kann). Ich kann ehrlich sagen, dass dieses Projekt mich verändert hat und mir in einer harten Zeit im Leben die Chance gegeben hat, zu bleiben, wer ich bin und weiter zu machen und das verdanke ich allen, die an diesem Projekt teilnehmen und dieses Projekt ins Leben gerufen haben und es uns ermöglichen. Vanessa Barthl: Ich bin am Anfang mit der Einstellungen herangegangen, meine Liebe zur Musik mit anderen zu teilen, die auch so viel Spaß daran haben wie ich. Für mich persönlich bedeutet BEATS! eine Menge. Ich war nie ein selbstbewusster Typ, wenn es ums Singen ging. Durch BEATS! habe ich gelernt, dass man sich nicht zurück halten soll und dadurch kann mehr aus mir herauskommen. Mein Selbstbewusstsein ist auf jeden Fall rapide angestiegen. Und durch BEATS! habe ich wundervolle Menschen kennengelernt, die ich nie wieder missen möchte. Alles in allem ist BEATS! eine der Erfahrungen, die mich tief im Inneren sehr prägt. Hülya Özyasar: Durch BEATS! habe ich eine leidenschaftliche Familie gewonnen. Wir alle haben einen Ziel: auf der Bühne zu stehen... Dank BEATS! ist mein Selbstbewusstsein gestiegen. Die Erinnerungen von BEATS! werden immer in meinem Herzen bleiben. Sabrina Steinkühler: Im Vorhinein hatte ich ehrlich gesagt einige Bedenken, ob ich mit den Leuten, die ebenfalls die Castingrunden überstanden hatten, gut zu recht komme. Doch ich bin froh gewesen, dass alle super tolle Persönlichkeiten sind, die ich nach kurzer Zeit schon in mein Herz geschlossen hatte. Durch BEATS! wird mir noch viel klarer, dass Musik und Schauspiel genau das ist, was mich mein Leben lang begleiten soll. So hart und schweißtreibend die Proben auch sind, machen sie immer wieder aufs neue super viel Spaß, da man nicht nur miteinander lachen kann, sondern auch jeder für jeden da ist. Man teilt mit den anderen die gleiche Leidenschaft, deswegen entsteht diese wunderbare Gruppendynamik.

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Nathalie Schäfer: Als ich letztes Jahr zum BEATS!-Casting gegangen bin, habe ich gedacht: „Hoffentlich kann man mich hier irgendwie gebrauchen.“ Ich hätte nie gedacht, dass ich wirklich das Talent dazu habe, eine Rolle in diesem Musical zu bekommen. Es ist so schön, wenn jemand Talent in dir sieht auf der Bühne zu stehen und die Unterstützung des ganzen BEATS!-Ensembles hinter sich zu spüren. Ich traue mich inzwischen, Dinge zu tun, von denen ich vorher nur träumen konnte. Ganz egal, wie anstrengend die Proben neben der Schule und dem Lernen sind, wir haben so viel Spaß und sammeln dabei so viele wichtige Erfahrungen! Ich hätte es nie für möglich gehalten, dass man in so kurzer Zeit so viel fürs Leben lernen kann. Luc Packlidat: Zu Beginn der Castings und Recalls stand für mich im Vordergrund, mir einen Lebenstraum zu erfüllen, ein großes Projekt zu starten, in dem ich mit Leuten meines Alters Begeisterung für Musik und Schauspiel teilen und weitergeben kann. Doch es ist noch mehr als das! Die "Beats-family" vereint Jugendliche aus den unterschiedlichsten Bereichen, hat uns zusammengeschweißt und durch die Erfahrungen meinem Leben einen völlig neuen Blickwinkel gegeben. Mir ist bewusst geworden, dass die Musik den Umgang mit Menschen umgestalten kann. Ich bin davon überzeugt, dass wir das mit diesem Musical auch über das Theater hinaus schaffen. Lisa Gonscherowsky: Als BEATS! losging, war ich zwar voller Vorfreude, ich hatte aber auch Angst, den Erwartungen nicht gerecht zu werden. Meine Angst wurde mir schnell wieder genommen, weil wir in kürzester Zeit so ein tolles Team geworden sind. Wir hatten schon so wunderbare Momente zusammen, weil wir alle eine Leidenschaft teilen: die Musik. Es ist Wahnsinn zu sehen, wie wir immer besser werden und wie sich jeder weiterentwickelt. Ich bin unendlich dankbar, bei BEATS! dabei sein zu dürfen! Janine Göbbels: Durch BEATS! Kann ich endlich meinen Traum wahrmachen. Ich wollte schon immer auf einer Bühne mit tollen talentierten Menschen stehen, die genau dieselbe Leidenschaft haben wie ich. Durch das Projekt habe ich sehr viel dazu gelernt. Es ist eine super Erfahrung, die ich später meinen Kindern erzählen kann. Ich bin einfach nur glücklich, dabei zu sein, und es ist immer total witzig. Man freut sich, nach einem anstrengenden Arbeitstag zu BEATS! zu gehen.

Es ist eine Bereicherung für meinen Körper und meine Seele, und ich bin total stolz auf alle BEATS!-Mitglieder und die, die das Projekt auf die Beine bringen. Es macht trotz der Anstrengung großen Spaß! Dennis Martin Groß: Durch BEATS! hab ich gelernt, nicht den Kopf hängen zu lassen und in Melancholie zu verfallen, sondern aufzustehen und der Welt zu zeigen, wer ich bin und was ich kann. Außerdem habe ich in der Zeit gelernt, Prioritäten richtig zu setzen und mich selbst immer wieder zu übertreffen. Ich habe durch dieses Projekt sowohl den Ehrgeiz, Musik zu machen wieder gefunden, was einer großen Hilfe auf dem Weg zu mir selbst gleichkommt. Carolin Vogel: Als ich bei BEATS! mitmachen durfte, habe ich mich echt gefreut, mit so vielen tollen talentierten Menschen zusammen so ein großes Projekt zu machen. Als dann die Proben anfingen, waren wir schon sofort wie eine große Familie. Wir haben uns super verstanden und jeder konnte tolle Erfahrungen sammeln: von Gesangs- zu Tanz- und Schauspieltraining aber auch Teamwork und Zusammenhalt. Ich bin echt froh, dabei zu sein und hab‘ durch BEATS! auch viel für mich dazu gelernt. Ich find es einfach klasse, wie Musik so viele Menschen verbinden kann und bin stolz auf jeden einzelnen der bei BEATS! dabei ist! Nick Batram: Was ist eigentlich BEATS!? Für mich ist BEATS! keine Theatergruppe, sondern eher eine Einstellung! Wenn man mal genauer hinter die „Kulissen“ sieht, erkennt man eine Gruppe aus Jugendlichen, die im wahren Leben sehr wahrscheinlich niemals zusammen gefunden hätten... Bei BEATS! sind wir alle gleich, und das ist das Schöne und fasziniert mich.

www.beats-musical.de

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Spielplan April 2012

Mo 16 BEATS! (UA)

11.00 Uhr · Großes Haus

Mi 04 Die Comedian Harmonists

Schauspiel mit Musik von Gottfried Greiffenhagen und Franz Wittenbrink

19.30 – 22.15 Uhr Großes Haus

Schulvorstellung 15,- Euro / 7,50 Euro

Di 17

Do 05 Hänsel und Gretel

Märchenoper von Engelbert Humperdinck

19.30 – 21.40 Uhr · Großes Haus Abo G Freiverkauf PK 3

Eintritt frei

Fr 06 Karfreitagsmatinee

Werke von Johann Sebastian Bach und Antonio Vivaldi Solist: Andreas Mirschel, Oboe; Dirigent: Malte Kühn

11.30 Uhr · Wideykirche Hagen Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde, Am Widey 6

Abo A und Freiverkauf PK 3

Mi 18 Rico, Oskar und die Tieferschatten

10.00 Uhr · lutz

Eintritt frei

Ballettabend von Ricardo Fernando Musik von Johann Sebastian Bach

Abo W und Freiverkauf PK 3

So 08

Richard O‘Brien‘s

Musical von Richard O‘Brien

Abo ThR · Ausverkauft

Werkeinführung – Susannah

Hagener Erstaufführung

Sa 14 Uraufführung BEATS!

Fr 20

Werkeinführung – Bach tanzt

19.00 Uhr · Theatercafé Eintritt frei

PREMIERE

Jugendmusical von A. Goldbeck, J. M. Schatz, D. Weigmann

19.30 Uhr · Großes Haus

So 15 8. Kammerkonzert Bella Italia 11.00 Kurzführung zu einem Exponat der Museen

Kombiticket (Führung und Konzert) 9,60 Euro

11.30 Uhr · Auditorium im Kunstqaurtier Hagen Freiverkauf 6,60 / 3,30 Euro

Davon geht die Welt nicht unter

Ein Projekt des Seniorenclubs des theaterhagen

Bach tanzt (UA)

Ballettabend von Ricardo Fernando Musik von Johann Sebastian Bach

19.30 – 21.45 Uhr · Großes Haus

Freiverkauf 15,- Euro / 7,50 Euro

Kabarett

Barbara Kuster „Ab 20 Uhr wird zurückgeschossen“ Abo K und Freiverkauf PK 4

Oper von Carlisle Floyd In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Abo VB A und Freiverkauf PK 3

Fünf-Uhr-Tee mit Edeltraud Kwiatkowski Gast: Oberbürgermeister Jörg Dehm

19.30 Uhr · Großes Haus

Susannah

19.30 – 21.15 Uhr · Großes Haus

Do 19

Eintritt 5,50 Euro inkl. ein Getränk

Eintritt frei

19.30 – 21.45 Uhr · Großes Haus

17.00 Uhr · Theatercafé

19.00 Uhr · Theatercafé

Bach tanzt (UA)

Ballettabend von Ricardo Fernando Musik von Johann Sebastian Bach

Abo L / VB B und Freiverkauf PK 3

The Rocky Horror Show 18.00 – 20.30 Uhr · Großes Haus

Werkeinführung – Bach tanzt

19.00 Uhr · Theatercafé

Bach tanzt (UA)

19.30 – 21.45 Uhr · Großes Haus

Di 10

von Andreas Steinhöfel Bühnenfassung von Felicitas Loewe

Werkeinführung – Bach tanzt

Eintritt frei

Oper von Carlisle Floyd In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Schulvorstellung 6,- Euro

19.00 Uhr · Theatercafé

Hagener Erstaufführung

Susannah

19.30 – 21.15 Uhr · Großes Haus

Freiverkauf 11,- / 5,50 Euro

Sa 07

Werkeinführung – Susannah

19.00 Uhr · Theatercafé

Abo B · Ausverkauft

Jugendmusical von A. Goldbeck, J. M. Schatz, D. Weigmann

Abo F und Freiverkauf PK 3

22.30 Uhr · Theatercafé Eintritt frei

Sa 21 Theater hautnah

Die offene Probe – Don Giovanni

10.45 Uhr · Theatercafé Eintritt frei

Hänsel und Gretel

Märchenoper von Engelbert Humperdinck

19.30 – 21.40 Uhr · Großes Haus Abo Z Freiverkauf PK 1

19.30 – 21.50 Uhr · lutz Ausverkauft

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April 2012


April So 22

SONDERGAST

Gespräch zum 7. Sinfoniekonzert mit GMD Florian Ludwig und Gästen

11.30 Uhr Ellipse im Technologie- und Gründerzentrum der Fernuniversität Hagen Unistraße 1, 58097 Hagen

So 29

Werkeinführung – Bach tanzt

14.30 Uhr · Theatercafé Eintritt frei

Bach tanzt (UA)

Ballettabend von Ricardo Fernando Musik von Johann Sebastian Bach

15.00 – 17.15 Uhr · Großes Haus

Eintritt frei

Abo N und Freiverkauf PK 3

BEATS! (UA)

Musicalprojekt von A. Goldbeck, J. M. Schatz, D. Weigmann

15.00 Uhr · Großes Haus Freiverkauf 15,- Euro / 7,50 Euro

Di 24 7. Sinfoniekonzert Neue Wege

Solistin: Frederieke Saeijs, Violine; Dirigent: Eric Solén

20.00 Uhr · Stadthalle 9.15 Uhr Einführung

Theatertreff des Theaterfördervereins

Konzertabo und Freiverkauf PK K

Mi 25 FIRESTORM |ABIBIGROMMA Klangwelten Afrika-Orient;

Freitag, 27. April 2012 · 19.30 Uhr Eintritt frei

Music&Dance-Company Nationaltheater Ghana

Gäste: Matthew Williams, Noemi Martone, Balletttänzer am theaterhagen

19.30 Uhr · Großes Haus

Do 26

Abo B und Freiverkauf PK 4

Kolpinghaus, Bergischer Ring 18, 58095 Hagen

Werkeinführung – Bach tanzt

Theaterbesucher können zukünftig

19.00 Uhr · Theatercafé

auch gerne das Parkhaus Mittelstadt

Eintritt frei

(Bergischer Ring, 58095 Hagen, 10

Bach tanzt (UA)

Gehminuten zum Theater) zum Parken

Ballettabend von Ricardo Fernando Musik von Johann Sebastian Bach

ihrer Fahrzeuge zu 3,- Euro / 24h

19.30 – 21.45 Uhr · Großes Haus

nutzen!

Abo D und Freiverkauf PK 3

Sa 28 Werkstatt · Don Giovanni

Produktionsgespräch mit den Beteiligten der Neuinszenierung

Konzert- und Theaterkasse Elberfelder Straße 65 · 58095 Hagen Telefon: 0 23 31 / 207 - 32 18 Telefax: 0 23 31 / 207 - 24 46 theaterkasse@stadt-hagen.de www.theater.hagen.de

17.00 Uhr · Opus Eintritt frei

Richard O‘Brien‘s

Musical von Richard O‘Brien

The Rocky Horror Show

Öffnungszeiten Theaterkasse: Montag 10.00 – 16.00 Uhr

19.30 – 22.00 Uhr · Großes Haus Abo MT · Ausverkauft

Dienstag –Freitag 10.00 Uhr bis 19.00 Uhr

So 29 Uraufführung Held Baltus

Samstag 10.00 Uhr bis 15.00 Uhr

PREMIERE

Kinderstück von Lutz Hübner

Die nächste Theaterzeitung erscheint am 25.04.2012

11.00 Uhr · Lutz Freiverkauf 6,- Euro

Eintrittspreise I*

II*

III*

IV*

V*

VI*

* Preise zzgl. eines „Jubiläumstalers“ in Höhe von 0,50 Euro pro Eintrittskarte in der JubiläumsSpielzeit 2011 / 2012 im Großen Haus und in der Stadthalle.

April 2012

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philharmonisches orchester Familienkonzert

Die Prinzessin und der Bär 31. März 2012 · 15 Uhr Ratssaal im Rathaus Hohenlimburg, Freiheitstr. 3, 58119 Hagen

Dirigent und Erzähler: GMD Florian Ludwig Richard Strauss: Duett-Concertino für Klarinette und Fagott mit Streichorchester und Harfe Kann Musik Geschichten erzählen? Aber ja! Mit dem Duett-Concertino von Richard Strauss erzählt das philharmonische orchesterhagen in diesem Familienkonzert die Geschichte von der Prinzessin und dem Bären, die an das berühmte Märchen von der Schönen und dem Biest angelehnt ist. Klarinette und Fagott erwecken die beiden Hauptpersonen zum Leben und zaubern mit ihrer Musik eine märchenhafte Geschichte: Als die Prinzessin im Wald auf den Bären trifft, erschrickt sie zunächst fürchterlich und will weglaufen. Doch der Bär hält sie fest, aber nicht etwa, um ihr weh zu tun, sondern aus Neugierde und Hoffnung auf Gesellschaft. Sie ringen miteinander, bis die selbstbewusste Prinzessin sich losmachen kann. Längst hat sie gemerkt, dass sie den Bären eigentlich nicht zu fürchten braucht, und als sie so einander gegenüber stehen, beginnt auf einmal der Wald an zu funkeln wie ein Smaragd. Es scheint, als wäre die Waldfee der Auslöser dieses zauberhaften Spektakels, das die beiden in seinen Bann zieht. - Und was dann passiert, ist im Konzert zu erfahren, an dem alle Altersgruppen ihre Freude haben werden. Dabei sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt: Die Musik nimmt die Zuhörer mit auf das Abenteuer der Prinzessin und des Bärs. Karten: 9,00 / 6,00 Euro alle Plätze; Familienkarte 23,- Euro

7. Sinfoniekonzert

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Malte Kühn

15. April 2012 · 11.30 Uhr Auditorium im Kunstquartier Hagen 11.00 Uhr Kurzführung zu einem Exponat der Museen

Solistin: Frederieke Saeijs, Violine Dirigent: Eric Solén

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Andreas Mirschel

Bella Italia

24. April 2012 · 20 Uhr Stadthalle Hagen 19.15 Uhr Einführung

Neue Wege schlug auch Mendelssohn mit seinem Violinkonzert ein, denn hier spielt er mit der klassischen Form des Solokonzerts. Als Solistin wird die niederländische Geigerin Frederieke Saeijs zu hören sein, die sich seit ihrem

Die Karfreitagsmatinee hat Tradition in Hagen und leitet den Feiertag in diesem Jahr mit zwei Kantaten von Johann Sebastian Bach ein: „Es ist das Heil uns kommen her“ und „Was Gott tut, das ist wohlgetan“. Beide Kantaten sind in Leipzig entstanden, wo Bach als Thomaskantor wirkte und für jeden Sonn- und Feiertag eine Kantatenaufführung einstudierte. Die Gesangssolisten der Matinee sind in Hagen bereits bekannt durch ihre Auftritte im theaterhagen, wie z. B. Björn Christian Kuhn in „Die Comedian Harmonists“ oder Rena Kleifeld in „Susannah“. Der Initiator der Karfreitagsmatinee Andreas Mirschel ist Solooboist des philharmonischen orchesterhagen und wird mit Antonio Vivaldis Fagottkonzert RV 474 zu erleben sein, welches er für sein Instrument anlässlich der Matinee umgeschrieben hat.

8. Kammerkonzert

Neue Wege

Als Rockstar bekannt geworden, bahnte sich Jon Lord den Weg zum Komponisten sinfonischer Werke. Dabei wurde er maßgeblich durch den Komponisten Malcolm Arnold beeinflusst, den er im ersten Satz der Suite für Streichorchester „Disguises“ („Tarnungen“) porträtiert. Auch die beiden weiteren Sätze zeichnen das Bild von Personen, die in Lords Leben große Bedeutung haben: seine Mutter Miriam und ein alter Freund, der ihn auf seine Art immer wieder aufbaut, dessen Identität Lord jedoch nicht preisgeben möchte.

6. April 2012 · Kirche am Widey · 11.30 Uhr Tanja Schun, Sopran · Rena Kleifeld, Alt Björn Christian Kuhn, Tenor · Christian Henneberg, Bass Andreas Mirschel, Oboe · Leitung: Malte Kühn Werke von J.S. Bach und Vivaldi

Solisten: Werner Hußendörfer, Klarinette Friedhelm Grote, Fagott

Jon Lord: Disguises Felix Mendelssohn Bartholdy: Violinkonzert Franz Schubert: Sinfonie Nr. 6

Karfreitagsmatinee

Sieg beim Long-Thibaud-Violinwettbewerb im Jahre 2005 international einen Namen gemacht hat. Ebenso wie Mendelssohns Violinkonzert zeugt Schuberts 1817/18 geschriebene Sinfonie Nr. 6 von dessen innovativem Geist, der sich durch melodischen Ideenreichtum, originelle Harmonik und phantasievolle Instrumentationen auszeichnet. Die Leitung wird der schwedische Dirigent Eric Solén inne haben, der bis 2010 Generalmusikdirektor des Theaters und der Philharmonie Thüringen war und ein gern gesehener Gastdirigent renommierter Orchester ist.

22. April 2012 · 11.30 Uhr Ellipse im Technologie- und Gründerzentrum der FernUniversität Hagen Unistr. 1, 58097 Hagen

Marilyn Bennett, Mezzosopran · Michael Lauxmann, Barockvioline Ursina Staub, Viola d‘amore · Barbara Schorling, Barockvioloncello Malte Kühn, Cembalo Bella Italia – Urlaubsland, Land des „dolce far niente“, des guten Essens! Aber eben auch Ursprungsland der Oper und Heimat bedeutender Komponisten! Im 8. Kammerkonzert ist das schöne Italien in Kantaten und Sonaten aus der Epoche des Barock zu erleben. Auf dem Programm stehen Werke von Alesandro Grandi, Attilio Ariosti, Evaristo Felice Dall’Abaco und Antonio Vivaldi, die das Kammerensemble auf historischen Instrumenten aufführen wird.

Sandro Botticelli: Die Geburt der Venus

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11 12 13 14 MUSIKTHEATER Cabaret Musical von John Kander und Fred Ebb Premiere am 1. September 2012 · Opus Don Giovanni Oper von Wolfgang Amadeus Mozart Wiederaufnahme am 7. Oktober 2012 · Großes Haus

SCHAUSPIEL

SINFONIEKONZERTE

Die Dreigroschenoper von Bertolt Brecht und Kurt Weill Premiere am 4. Mai 2013 · Großes Haus

1. Sinfoniekonzert Apotheose 25. September 2012 · Stadthalle Beethoven

Richard O´Brien´s The Rocky Horror Show Musical von Richard O´Brien Wiederaufnahme am 25. Oktober 2012 · Großes Haus

Die Comedian Harmonists Musikalisches Schauspiel von Gottfried Greiffenhagen und Franz Wittenbrink Wiederaufnahme am 15. Dezember 2012 · Großes Haus

Don Carlo Oper von Giuseppe Verdi Premiere am 10. November 2012 · Großes Haus

Der Diener zweier Herren Lustspiel von Carlo Goldoni 12. Oktober 2012 · Großes Haus

Fly me to the moon Ein Swing-Konzert Premiere am 1. Dezember 2012 · Großes Haus

Party für eine Leiche Theaterstück von Patrick Hamilton 29. November 2012 · Großes Haus

Die Großherzogin von Gerolstein Operette von Jacques Offenbach Premiere am 12. Januar 2013 · Großes Haus

Jenseits von Eden Schauspiel von John Steinbeck 6. Dezember 2012 · Großes Haus

Der Wildschütz Oper von Albert Lortzing Premiere am 2. März 2013 · Großes Haus

Der blaue Engel Schauspiel nach Heinrich Mann und Josef von Sternberg, von Peter Turrini 27. Januar 2013 · Großes Haus

Selma Ježkóva (Dancer in the dark) Oper von Poul Rouders Premiere am 13. April 2013 · Großes Haus Carmen Oper von Georges Bizet Premiere am 8. Juni 2013 · Großes Haus

Kabale und Liebe Drama von Friedrich Schiller 21. Februar 2013 – Großes Haus

KABARETT

Bühnenball 2013 8. und 9. Februar 2013

Dieter Hildebrandt 22. Oktober 2012 · Großes Haus

BALLETT

Matthias Deutschmann 4. Dezember 2012 · Großes Haus

Der Nussknacker Ballett von Ricardo Fernando Premiere am 20. Oktober 2012 · Großes Haus

H.G. Butzko 4. März 2013 · Großes Haus

Dornröschen (reloaded) Ballett von Ricardo Fernando Wiederaufnahme am 2. Februar 2013 · Großes Haus Ballettabend Premiere am 23. März 2013 · Großes Haus

MÄRCHEN ZUR WEIHNACHTSZEIT Die Prinzessin auf der Erbse Märchen nach Hans Christian Andersen Premiere am 25. November 2012 · Großes Haus

Max Uthoff 6. Mai 2013 · Großes Haus Henning Venske 13. Juni 2013 · Großes Haus

SONDERGASTSPIELE

2. Sinfoniekonzert Nordisch 23. Oktober 2012 · Stadthalle Pärt - Sibelius - Sunde - Grieg 3. Sinfoniekonzert Requiem 20. November 2012 · Stadthalle Brahms 4. Sinfoniekonzert Klassisch 11. Dezember 2012 · Stadthalle L. Mozart – Haydn - W.A. Mozart 5. Sinfoniekonzert Very British 22. Januar 2013 · Stadthalle Smyth – Elgar - Dvo ák 6. Sinfoniekonzert Stabat mater 19. März 2013 · Stadthalle Dvo ák 7. Sinfoniekonzert Kontraste 23. April 2013 · Stadthalle Trojahn - Eggert - Brahms 8. Sinfoniekonzert Fantastisch 14. Mai 2013 · Stadthalle Eggert - Bruckner 9. Sinfoniekonzert Spielerisch 18. Juni 2013 – Stadthalle · Rossini – Prokofjew - Mendelssohn Bartholdy 10. Sinfoniekonzert Klangrausch 9. Juli 2013 · Stadthalle Ravel - Françaix - Saint-Saëns

Guildo Horn 13. Dezember 2012 · Großes Haus

Scratch 2013 25. Mai 2013 – Stadthalle

Götz Alsmann 19. Januar 2013 · Großes Haus

Crossover Zehn Kammerkonzerte im Kunstquartier Hagen

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Premiere erhalten dervereins s Theaterför de e ilf Chance, H e it M verband di im Klassen er ül ch ellung S st le or al t eine V tiskontingen ra G n takt: ei on er K . üb suchen altus“ zu be de n. ge von „Held B stadt-ha hnieders@ tillmann.sc /207-3223. oder 02331

KINDERSTÜCK VON LUTZ HÜBNER MITARBEIT: SARAH NEMITZ · AB 6 JAHREN

Premiere 29. April · 11 Uhr · lutz Baltus Hanna Claire Elmar

Paul Schlenga Sonja Bohé Rebecca Ditzler Sebastian Kolb

Klavier

Alexander Ruef

Regie Ausstattung Dramaturgie Regieassistenz/ Inspizienz Regiehospitanz

Werner Hahn Jeremias H. Vondrlik C. Nöding / M. Michel Deborah Krönung Philipp Hohman

„Schisser“ sagt Claire zu Baltus, weil er immer so ängstlich ist. Das darf man aber auch sein mit sechs Jahren, vor allem, wenn man von älteren Mädchen unheimliche Geschichten erzählt bekommt. Claire ist neun, wohnt im gleichen Haus wie Baltus und besucht ihn ganz oft. Sie provoziert ihn gerne - wegen seiner Angst. Baltus lebt alleine mit seiner Mutter Hanna. Sie geht seit neuestem abends oft aus, dann ist Baltus allein. „Du bist doch schon groß“, sagt sie nur. Wenn Baltus allein ist, hat er Angst vor Geistern. In seiner Phantasie sind die Geister zu allem fähig. Baltus denkt, dass man sich einen Geist wie einen Virus einfangen kann, der einem die gute Laune raubt, so wie er es an seiner Mutter erlebt hat. Eines Tages bringt Hanna einen Freund mit nach Hause. Doch wenn sie nicht dabei ist, verhält sich Elmar gemein gegenüber Baltus, setzt ihn unter Druck oder bedroht ihn. Er kündigt Baltus sogar an, dass er bald einziehen möchte und dann „der Mann“ im Haus sei. Werden die beiden dennoch neue Freunde? Weitere Vorstellungen am: Mi 2., Do 3., Mo 21., Di 22., jeweils 9 Uhr / Di 8., Mi 9., Do 10., Mi 23., Do 24. Mai, Di 12., Mi 13., Do 14. 6.2012, jeweils 10 Uhr / So 17.6. um 11 Uhr

Interview mit den Darstellern Rebecca Ditzler und Paul Schlenga Warum ist Baltus im Stück ein Held? Rebecca: Weil er am Ende so mutig ist, als Elmar ihn erschreckt. Ist Claire auch eine Heldin für euch? Rebecca: Also, so ein bisschen schon. Am Ende kümmert sie sich um Baltus. Sie sagt ja auch, sie ist die einzige, die sich richtig sorgt um ihn. Und sie ist mutig, weil sie sich Elmar in den Weg stellt. Was müsste ein Mensch machen, um ein Held zu sein? Paul: Er muss was für andere Leute tun. Es gibt ja so einen Preis, wo die neun besten Leute geehrt werden für ihre Taten. Also z.B. man sieht ein Feuer, und dass da jemand nicht raus kommt und ruft schnell die Feuerwehr! Die Feuerwehr sind auch selber ziemliche Helden, weil sie den Brand bekämpfen, die haben sicher auch manchmal Angst, aber die machen das trotzdem. Vielleicht wollen deswegen viele Kinder Feuerwehrmann werden? Paul: Vielleicht auch, das hat aber auch viel damit zu tun, dass man mit Feuer arbeitet! Rebecca: Ich finde die Anzüge schön! Wie ist das mit euch, könntet ihr auch etwas Heldenhaftes tun, im Notfall? Paul: Also so richtig jetzt nicht. Aber ich möchte ja später mal nach Hollywood gehen, und ich könnte mir schon vorstellen, irgendwann mal einen Film zu drehen, der die Menschheit dazu auffordert, auch anderen viel zu helfen. Rebecca: Also Ärzte sind für mich auch so Helden. Mein Papa, der ist Chirurg, und ich möchte auch Chirurg werden, also Chirurgin, und dann selbst helfen können.

Lehrerstammtisch zu „Held Baltus“ Fr 27. April 2012 · 17 Uhr · lutz

Helden!

Theatertreffen am 16. und 17. Juni 2012 Im Blickpunkt „Held Baltus“, Kinderstück von Lutz Hübner und Sarah Nemitz (Mitarbeit) präsentiert vom GRIPS-Theater aus Berlin, der cia.paideia aus Sao Paulo und dem lutzhagen Das Festival wird großzügig unterstützt durch den Lionsclub Hagen, das Goethe-Institut und das Hotel Arcadeon.

Im theaterhagen begegnen sich am 16. Und 17. Juni im Rahmen eines kleinen Theatertreffens drei unterschiedliche Aufführungen des Kinderstückes „Held Baltus“, das in der Spielzeit 2011/12 neben dem GRIPS-Theater auch bei der cia. paideia in Sao Paulo und im lutzhagen seine Premieren erlebte. Zur Eröffnung des Festivals wird Lutz Hübner in einem Vortrag und anschließender Diskussionsmöglichkeit Einblicke in seine Arbeit als Bühnenautor geben. Ein Podiumsgespräch über inhaltliche Perspektiven des Kinder- und Jugendtheaters wird die zwei Theatertage abschließen.

„Helden! der Zukunft“ Im Rahmen des Theatertreffens wird es ein Symposium mit Theaterschaffenden und Wissenschaftlern geben. Ziel ist es, ein Kernthema zu erarbeiten, das Menschen weltweit in längerfristiger Zukunft beschäftigen wird – mit all seinen territorial unterschiedlichen Aspekten und Auswirkungen. Dieses im Symposium zu erarbeitende Thema wird mit Hilfe international agierender Institute und Netzwerke in Jugendtheatern aller Kontinente platziert. Sie werden aufgefordert, sich aus ihren speziellen Perspektiven theatralisch mit dem Inhalt auseinanderzusetzen. Über einen Zeitraum von fünf Jahren werden dann die Ergebnisse in Deutschland zu einer permanenten Werkschau zusammengeführt. Programm: Samstag, 16. Juni 2012 11 Uhr

Lutz Hübner im Gespräch · Theatercafé Der Autor und sein erstes Kinderstück

16 Uhr

„Held Baltus“· lutz · Aufführung des lutzhagen

18 Uhr

„Held Baltus“ · opus · Aufführung der cia.paideia

Sonntag, 17. Juni 2012

11 Uhr

„Held Baltus“ · lutz · Aufführung des GRIPS-Theaters

12.30 Uhr „Helden! der Zukunft“ · lutz Suche nach perspektivischen Inhalten des Kinder- und Jugendtheaters Paul Schlenga, Rebecca Ditzler

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Weitere Infos unter www.theater.hagen.de

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SpielZeit 2012 | 2013 LUTZ Nur ein Tag – Kinderstück von Martin Baltscheit 30. September 2012 · lutz Lucy und der Hungerbauch Theaterstück für Kinder von Werner Hahn und Hans Steinmeier 27. Januar 2013 · lutz Abgefahren – Jugendstück von Werner Hahn und Diana Ivancic 9. März 2013 · lutz

Verrücktes Blut – Theaterstück von Nurkan Erpulat und Jens Hillje 20. April 2013 · lutz Hey Boss, hier bin ich! – Bewerbungstraining von Werner Hahn Wiederaufnahme 17. September 2012 · utz Davon geht die Welt nicht unter Eine Produktion des Seniorenclubs von Ulla Gericke Wiederaufnahme 11. Oktober 2012 · lutz Ehrensache – Jugendstück von Lutz Hübner Wiederaufnahme 6. November 2012 · lutz

Der Messias – Weihnachtskomödie von Patrick Barlow Wiederaufnahme am 15. Dezember 2012 · lutz Superzahni und die Karieshexe nach einer Idee von Markus Hardenbicker Wiederaufnahme 7. Januar 2013 · lutz Rico, Oskar und die Tieferschatten Stück von Andreas Steinhöfel Wiederaufnahme 19. März 2013 · lutz Kinderoper Neues Stück 8. September 2012 - lutz

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Die Gewinner der

23. Am 27. und 28. Februar 2012 fanden auf allen Bühnen des theaterhagen die 23. Schul- und Jugendtheatertage statt. Knapp 560 Mitwirkende (Alter von 5 - 25 Jahren) und über 2000 Zuschauer wurden an den beiden Tagen von morgens bis abends verzeichnet. Präsentiert wurde ein abwechslungsreiches und spannendes Programm mit 19 Theatergruppen und Schulklassen aus Hagen und Umgebung. Die Gesamtaufführungsdauer von mehr als 16 Stunden bescherte den Zuschauern und Teilnehmern viele interessante Einblicke in die Theaterwerkstätten der Schulen und außerschulischen Bildungsträger. Die bunte und vielfältige Mischung aus Tanzdarstellungen, Musiktheater- und Schauspielstücken, Klassikern und Eigenproduktionen, lustigen, dramatischen und zum Nachdenken anregenden Bühnenwerken sorgten dafür, dass für jeden Geschmack das Richtige dabei war. Die Jury vergab sechs Preise. So dürfen sich die jüngsten Gewinner – GS Kuhlerkamp mit „Die Kölner Heinzelmännchen“, GS Hestert mit „Piraten lesen nicht“ – über Eintrittskarten für einen Besuch der Kinderoper „Ritter Gluck im Glück“ oder des 3. Familienkonzerts „Circus Musicus“ freuen – ein Sonderpreis - Besuch einer Orchesterprobe – wurde darüberhinaus noch für die Oberlinschule Volmarstein mit „Wasser, Luft und Erde – Kinder erleben die Schöpfungsgeschichte“ ausgelobt –, die Sieger der mittleren Altersgruppe – GHS Remberg mit „Pause“ – haben eine Beteiligung an einem Theaterworkshop gewonnen, und die ältesten Spieler – Anne-Frank-Gymnasium Halver mit „Mord in der Waschküche“, Hildegardis-Schule Gymnasium mit „Zeit der Schuldlosen“ – dürfen zwischen einem Vorstellungsbesuch des Jugendmusicals „BEATS!“ und des Jugendstücks „Kopfkino“ wählen.

& Am 26. April 2012 wird bundesweit ein Schnuppertag für Mädchen und Jungen in Betrieben angeboten. Neugierige auf die Arbeitsabläufe im theaterhagen können sich auf der Aktions-Homepage www.boys-day.de bzw. www.girls-day.de informieren und anmelden. Das theaterhagen nimmt teil mit folgendem Programm für Schüler ab 13 Jahren: Vormittagsgruppen: Führungen durch das theaterhagen und Probenbesuch der Oper „Don Giovanni“. Für Nachmittagsgruppen finden Führungen mit Gesprächsaustauschmöglichkeiten statt.

Endlich ist der lang ersehnte Tag gekommen. Die Ballettschülerinnen und Schüler von Ida Kowalsky strömen ins Theater und dürfen endlich auf einer großen Bühne tanzen und in die Wunderwelt des Theaters eintauchen.Die Aufregung steigt. Unter den wachsamen Augen der strengen Ballettlehrerin bereiten sich alle „Backstage“ auf die große Show vor. Doch bevor sich der Vorhang für die eigentliche Show hebt, wird der reibungslose Probenablauf permanent gestört – sogar von Ballettvätern. Für die steht fest:

Tanzen - „So schwer ist das doch gar nicht“... Mit der BACKSTAGE STORY bringt die Ballettschule Ivancic mit ihren Schülerinnen und Schülern ein „getanztes Musical“ auf die Theaterbühne, das einen selbstironischen Einblick hinter der Kulissen gewährt. Seien Sie dabei, wenn übereifrige Ballettmütter, ignorante Väter, motivierte Kinder und die entnervte Ballettlehrerin aufeinander treffen. In der von Werner Hahn konzipierten Aufführung geht es turbulent und tanzverrrückt zu. Doch nicht nur Ballett sondern auch Hip-Hop, Jazz, Stepp und vor allem fetzige Musik und Gesang begeistern groß und klein.

Getanztes Musical der Ballettschule Ivancic 30 Jahre

17. Mai

THEATER HAGEN

17.00 Uhr

KARTENVORVERKAUF + INFOS:

Ballettschule Ivancic, Tel. HA 2 81 55 Reisebüro Europa, Tel. HA 3 10 51

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On tour Sebastian Joest, Mitglied des Opernchores des theaterhagen, wird am Karfreitag dieses Jahres in der Lutherkirche in Solingen die Jesus-Worte als auch die Bass-Partien in Johann Sebastian Bachs Matthäus-Passion mit der Dorper Kantorei unter der Leitung von Stephanie Schlüter singen. Jeffery Krueger, Tenor im Musiktheater-Ensemble des theaterhagen, wird, ebenfalls am Karfreitag, in der Pfarrkirche in Düren mit dem Bachchor und dem Bachorchester der Cappella Villa Duria unter der Leitung von Johannes Esser Johann Sebastian Bachs Johannes-Passion zur Aufführung bringen und die Tenorpartie (Evangelist und Arien) singen.

Künstlersteckbrief Name: Charles Reid · Stimmfach: Tenor · Gast: Sam Polk in „Susannah“ Bisherige Engagements: Elf Spielzeiten an der Metropolitan Opera – das umfasste das Singen von Haupt- und von Nebenrollen. Fünf Spielzeiten bei den Bayreuther Festspielen für Katharina Wagners „Die Meistersinger“. Salzburger Festspiele, San Francisco Opera, Theater an der Wien, Nationaltheater Mannheim, Deutsche Oper am Rhein und viele mehr. Diesen Komponisten der Vergangenheit bzw. Gegenwart würde ich gerne bitten, ein Stück für mich zu komponieren: Basierend auf „Lobgesang“, „Elias“ und „Paulus“ – hätte ich gerne, dass Felix Mendelssohn eine Oper für mich schreibt. Meine musikalisch aufregendste Begegnung war: Eine Inszenierung von J. S. Bachs Matthäus-Passion von Jonathan Miller an der Brooklyn Academy of Music. Irgendetwas an dieser Produktion verband die Künstler auf eine ganz besondere Art mit dem Publikum. Bei den Aufführungen konnte man die Zuschauer weinen hören… und an unberechenbaren Stellen. Es war eine magische Verbindung. Das mir liebste Publikum ist: Als ich mich als Narr in „Boris Godunov“ an der Metropolitan Opera am Ende verbeugte, war das unglaublich. Ich habe keine solch große Resonanz seitens des Publikums für eine derart kleine Rolle erwartet. Ich verehre das Publikum in Bayreuth für den Elan, mit dem es Bravo und Buh ruft! Ich habe einmal Mozart in Mexico City gesungen. Nach jeder Arie brach das Publikum in Applaus aus…wie bei einem Rockkonzert… es hat irgendwie Spaß gemacht, so eine ungewöhnliche Resonanz auf Mozart zu erleben.

Diese Rolle/Oper schätze ich sehr und möchte sie in Zukunft gerne singen: Es sind zu viele, um sie zu benennen. Ich liebe die Rolle des Pylades in Glucks „Iphigénie en Tauride“. Diesen Sommer werde ich meinen ersten Rodolfo in Fairbanks, Alaska singen… eine Rolle, von der ich schon immer Impressum theaterzeitung April 2012: geträumt habe. Herausgeber: theaterhagen · Elberfelder Straße 65 · 58095 Hagen · Tel. 0 23 31 - 207 - 3210 Intendant: Norbert Hilchenbach · Redaktion: Monika Martinčević Gestaltung: IDEENpool GmbH, Norma Nierstenhöfer & Thomas Gebehenne Texte: Jan Bogen, Lisa S. Breuer, Werner Hahn, Dr. Maria Hilchenbach, Monika Martinčević, Jürgen Pottebaum, Miriam Michel, Tillmann Schnieders, Miriam Walter Fotos: Stefan Kühle, Privat Verlag und Druck: WAZ- Druckzentrum Bathey; Auflage: 96.000

Förderliches am Rande Liebe Freunde des theaterhagen! Wer kennt sie nicht – die „schönen Stellen“ in einer Oper, in einer Sinfonie? Wir sitzen im Theater oder im Konzertsaal und warten auf den Moment, in dem wir mit unserer Wahrnehmung und Empfindung ganz in der Musik sind. Jeder von uns hat mit der Zeit eine Sammlung dieser „schönen Stellen“ zusammengetragen. Für den Einen sind das die ersten Takte der „Aria“ aus den GoldbergVariationen von J. S. Bach („Bach tanzt“), für den Anderen ist es die Ouvertüre zur „Fledermaus“ von J. Strauß und ein Dritter wartet vielleicht schon auf die Premiere der Oper „Don Giovanni“ von W. A. Mozart am 5. Mai 2012, weil er die Registerarie des Leporello live auf der Bühne erleben möchte. Unproblematisch ist diese Hörweise nicht. So hat der Philosoph Theodor W. Adorno 1965 das Hören von „schönen Stellen“ als ein Verhalten von Dilettanten kritisiert, weil nur Melodien aus komplexen Werken herausgelöst würden. Wir sollten uns von Adornos Bedenken nicht beirren lassen. Natürlich ist die „schöne Stelle“ nur Teil eines kompositorischen Ganzen. Aber nehmen wir mit der „schönen Stelle“ nicht auch das ganze Werk mit in unseren Alltag? Der Theaterförderverein unterstützt unser Theater auf vielfältige Weise darin, dass unsere Erinnerungen an „schöne Stellen“ nicht nur wachgerufen, sondern in aktuellen Inszenierungen und Produktionen immer wieder neu gehört werden. Bestimmt findet sich am Ende der Jubiläumsspielzeit auch der ein oder andere neue Schatz in unserer persönlichen Musikalienkiste. Gast im Theatertreff am 27. April 2012 sind Noemi Martone und Matthew Williams, Mitglieder des balletthagen. Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr im Restaurant “Kolpinghaus” (Bergischer Ring 18).

Ihr Theaterförderverein

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www.theaterfoerderverein.de

Dieser Komponist bzw. dieses Werk wird meiner Meinung nach heutzutage überschätzt bzw. unterschätzt: Mir wurde gesagt, dass die Musik von Carlisle Floyd von den Kritikern in Deutschland nicht sehr geschätzt wird. Aber ich glaube, der Sinn jeder großen Kunst ist es, etwas zu kommunizieren…um den Zuschauer emotional zu berühren und ihn zum Nachdenken zu bewegen. Ich würde den Kritikern ger-

Kulturgemeinde Volksbühne Hagen und Umgebung e. V.

Ähnlich wie auf dem Flughafen für den Flieger, gibt es diesmal auch zur Mitgliederversammlung einen letzten Aufruf. Am 22.April 2012, um 11 Uhr beginnt die Sitzung im Theatercafé. Gegen 13 Uhr wird die Versammlung voraussichtlich geschlossen. Da es dann für viele Gäste viel zu spät zum Kochen am heimischen Herd sein wird, bietet das Restaurant „Ercosman“ in der Goldbergstraße im Anschluss an unsere Versammlung einen Mittagstisch an. Die Speisekarte für Vorbestellungen liegt in der Sitzung aus. Vielleicht ergibt sich beim gemeinsamen Mittagessen eine zusätzliche Möglichkeit, sich besser kennenzulernen. Natürlich freut sich der Vorstand über regen Meinungsaustausch. Schon jetzt ist dies ein Ziel des traditionellen „Servicevereins rund um den Theaterbesuch“. Machen Sie also mit, denn es geht um Ihre Unterhaltungsinteressen und ehrenamtliche Mitarbeit macht Spaß. Bis bald - auf der Mitgliederversammlung. Helmut Graul

ne vorschlagen, sich entweder auf „Susannah“ oder auf „Of Mice and men“ vorbehaltlos einzulassen, um zu erleben wie bewegend es sein kann. Die Kritiker, die Floyds Opern auf der Basis ihrer Musik analysieren, haben sich dafür entschieden, die offenkundige Realität zu ignorieren, dass seine Opernstoffe relevanter und bewegender sind als die mancher Opern des üblichen Repertoires. Es ist ungerechtfertigt, wenn sie die Opern nicht sowohl aus musikalischer als auch dramatischer Perspektive betrachten. Neben der Musik ist eine weitere Leidenschaft von mir: Mein Podcast – „This Opera Life Podcast with Charles Reid“. Eines der besten Dinge, die mein Job mit sich bringt, sind die Begegnungen mit den Menschen, und die Geschichten, die wir miteinander teilen. In diesem wöchentlichen Podcast stelle ich die Künstler „ungeschminkt“ einem breiten Publikum vor.

Ballettfreunde Hagen Liebe Ballettfreunde, wenn man als Tanzbegeisterte ermessen möchte, ob eine Ballettaufführung am eigenen, kleinem Theater im Auge des überregionalen Betrachters Anerkennung findet, so hilft ein Blick auf die Seite des Tanznetzes im Internet (www.tanznetz.de). Dort findet man Kritiken, geschrieben von Tanzexperten, die von Aufführungen kleinerer Compagnien bis zu den Premieren an den großen Tanzbühnen der Welt mit fachlich strengem Blick die tänzerische Qualität beschreiben. Den Bewohner einer nicht so großen Stadt am Rande der Metropole Ruhr und Tor zur ländlich geprägten Region des Sauerlandes freut es besonders, wenn man auf der Startseite jener international tätigen Tanzplattform auf ein Foto und einen Bericht über die Premiere ‚Bach tanzt’ in Hagen stößt. Wenn man dann per Mausklick die Kritik in Gänze öffnet und eine begeisterte Beurteilung der Hagener Premiere liest, geht einem nicht nur das Tanzherz auf, sondern man ist stolz auf die Entwicklung, die den Tanz an unserer Bühne in den letzten Jahren zur Blüte getrieben hat. „Ricardo Fernando und seine 15-köpfige Truppe wagen immer mehr und wachsen, so scheint’s, immer höher über sich selbst hinaus.“ schreibt die Autorin Marieluise Jeitschko, um am Ende ihrer ausführlichen Kritik zu resümieren: „Aber alle zusammen machen Ricardo Fernandos reifes, technisch vorzügliches, homogenes Ensemble aus, das eine wirkliche Bereicherung der NRW-Tanzszene bildet.“ Dem haben die Ballettfreunde Hagen nichts weiter hinzu zu fügen als die Aufforderung, sich diesen Genuss in unserem theaterhagen auf keinen Fall entgehen zu lassen. Also bis bald in unserem theaterhagen, Ihre Ballettfreunde Hagen

April 2012

Theaterzeitung April 2012  

Die April-Ausgabe 2012 der Theaterzeitung des theaterhagen

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