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Ein Hotel im Zeichen Des Schriftzeichens Diploma Hochschule | Typografie I | II. Semester SS 2013 | Jenny Habermehl Matrikel-nr. 700248 | Dozentin Jennifer Sch채fer


Semesterdokumentation Typografie I


Vorwort

Semesterdokumentation Typografie Mit dem zweiten Studiensemester beginnt das erste Semester Typografie und steigt nach einigen Vorübungen direkt in die Welt der Typografie und der Wortmarken ein. Diese Dokumentation dient zur Übersicht aller Aufgaben innerhalb des zweiten Semesters im Fach Typografie. Sie hilft einerseits den Studierenden, ihre Arbeit zu strukturieren und sie ansprechend zu visualisieren und andererseits kann die Dozentin die Arbeiten so besser überblicken und die Entwicklung der Studenten nachvollziehen. Das Semester bestand aus Präsenzterminen sowie OnlineTutorien. Während der Online-Termine wurden die Zwischen­ stände der Arbeiten präsentiert und diskutiert, im Laufe beider Terminarten gab es typografischen Theorie-­Unterricht und während der Präsenzveranstaltung gab es einen Kalligrafie-­ Workshop und es wurden Referate gehalten.

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Die Semesterdokumentation beschäftigt sich allerdings hauptsächlich mit der Semesteraufgabe, eine Wortmarke sowie ein Corporate Design für das "Typotel" zu erstellen.

| Typografie


Inhaltsverzeichnis

Zeitplan

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Zusammenfassung Semesteraufgaben

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Vorübung: Buchstabenformen

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I. Der Buchstabe „T/t“

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II. Die Wortmarke „Typotel“

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II. D  ie Wortmarke „Typotel“ Redesign

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III. Plakate

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Plakat I: „Unterscheidungsmerkmale“ 30 Plakat II: „Buchstabenbilder“ 37 Plakat III: „Losgelöste Gestaltung“ 43 IV. Corporate Design

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Referat Corporate Font Typotel 53 Geschäftsausstattung 59 Werbemittel 60 Briefpapier und Visitenkarte 61 Mini Styleguide Typotel 65 Layout Dokumentation

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Abbildungsverzeichnis

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Impressum

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Typografie | 

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Zeitplan

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Diploma hochSchule | typografie 1

Termine abendtermine

mannheim

27.05.

aufgabe 1

07.09.

12.06.

aufgabe 2

28.09.

22.07.

aufgabe 3

31.07.

Aufgabe 4+ 5

18.09.

Aufgabe 6

16.10.

Buchprojekt

8 Jennifer Schäfer 31. Juli 2013 | leSSon 4 Seite 21

Abb 1. TYPO1_Lesson4_130731.pdf, Jennifer Schäfer, 31.07.2013

Zeitlicher Ablauf Dies ist eine grobe Darstellung des zeitlichen Ablaufs des Semesters. Der Plan zeigt, dass die Vorlesungen hauptsächlich aus Online-Tutorien sowie zwei Präsenzterminen bestanden. Zum Datum werden die jeweiligen Aufgaben aufgelistet, die an diesen Terminen besprochen werden sollen. So hat man einen guten Überblick, um sich die Zeit einzuteilen.

Zeitplan | Typografie


Zusammenfassung Semesteraufgaben

Vorübung: Buchstabenbilder Buchstabenformen werden zur Illustration. Setzen Sie Buchstabenformen so zueinander, dass Motive daraus entstehen. Ziel dieser Übung ist die spielerische Wahrnehmung der Schriftteile. Mit Zeichenteilen sollen Sie die Schriften aus dem klassischen Kanon (Studienheft „Klassifikation“) erforschen. Erfinden Sie Motive, indem Sie Buchstaben vektorisieren und neu arrangieren. Die Motive sollen zum Thema Hotel passen: z. B. Bett, Zimmerschlüssel, Kakerlake, etc.

Aufgabe I: Der Buchstabe „T/t“ Um eine Grundlage für die visuelle Gestaltung des Typohotels zu schaffen, setzten wir uns zunächst mit unterschiedlichsten Buchstabenformen auseinander. Ziel dieser Übung ist das Kennenlernen der Schriftenvielfalt. a)  Sammeln Sie viele verschiedene Arten des Buchstaben „T/t“, wo immer Ihnen Schrift begegnet. Dabei können Sie zum Beispiel draußen mit der Kamera auf die Suche gehen oder Buchstaben aus Zeitschriften, Verpackungen, etc. ausschneiden. b) Dokumentieren Sie Ihre Sammlung, indem Sie notieren, was die Vorlage war. Beschreiben Sie drei der gesammelten „T/t“´s und vergleichen Sie deren Merkmale untereinander.

Aufgabe II: Die Wortmarke „Typotel“ Um unserem Hotel ein Erscheinungsbil zu geben, beginnen wir mit dem Logo. Ziel der Übung ist die Erkenntnis, dass Schriften auf geometrischer Basis ästhetische Anpassungen benötigen, um visuell korrekt zu erscheinen. a) Suchen Sie sich zwei „T/t“´s aus ihrer Sammlung aus Aufgabe 1 aus. Achten Sie darauf, dass es sich dabei um eine Antiqua und eine Gotesk handelt. Zeichnen Sie die Buchstaben nach. Je Buchstabe eine A5 Seite (Millimeterpapier, Transparentpapier). b) Ergänzen Sie anschließend skizzenhaft und mit Kreativität die fehlenden Buchstaben des Wortes „Typotel“:„Y/y“, „P/p“, „O/o“, „E/e“ und „L/l“. Gehen Sie dabei wie folgt vor: 1) Entwurf 2) Konstruktion 3) Geometrische Optimierung

c) Bauen Sie die Buchstabenformen in „Fontstruct“. Dabei soll der Charakter der Schrift erhalten bleiben. Ihre Vorzeichnung auf Karopapier hilft Ihnen dabei. Wenn Sie Lust haben, können Sie gerne die restlichen Buchstaben des Alphabetes ergänzen. d) Entwerfen Sie nun eine „Wortmarke“ für das „Typotel“ in einer Schrift, die Sie zuvor mit Hilfe von „Fontstruct“ erstellt haben. Gestalten Sie verschiedene Varianten, indem Sie zum Beispiel Versalien oder Minuskeln wählen, die Schriften (Antiqua/Grotesk) mischen, das Wort durch Trennung auf zwei Zeilen verteilen oder die Schrift sperren.

Aufgabe III: Plakate „Anatomie der Buchstaben“ – Zeichen erkennen und unterscheiden Gestalten Sie DIN A2 Plakate für ihr Typohotel. Beispielsweise zur Eröffnung oder als Wanddekoration für die Hotelzimmer. Machen Sie neben der Plakatidee auch den Absender Ihrer Botschaft klar. a) Plakat 1: „Unterscheidungsmerkmale“ b) Plakat 2: „Buchstabenbilder“ der Vorübung c) Plakat 3: „Losgelöste typografische Gestaltung“

Aufgabe IV: Corporate Design Schriftwirkung und Schriftsemantik Suchen Sie eine geeignete Hausschrift (Corporate Font) für Ihr Hotel und begründen Sie Ihre Wahl. Hilfreich für Ihre Begründung ist es dabei, zuerst Merkmale und Eigenschaften oder Zielgruppe des Hotels zu definieren.

Corporate Identity: Nachden Sie den Namen des Hotels als Wortmarke erstellt haben, ergänzen Sie mit der Hausschrift ein typografisches Erscheinungsbild. Benutzen Sie Flächen, Weißräume und Ihre Wortmarke als zentrale Gestaltungsmerkmale: a) Briefbogen b) Visitenkarte c) Medium Ihrer Wahl: Website, T-Shirt, Streichholzschachtel, Kofferanhänger, Hotel A–Z etc.

Quellen: TYPO1_Lesson1_130527.pdf, Jennifer Schäfer; TYPO1_Lesson2_120609.pdf,

Typografie | Zusammenfassung Semesteraufgaben

Jennifer Schäfer; TYPO1_Lesson4_130731.pdf, Jennifer Schäfer

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Vorübung: Buchstabenformen

Aufgabenstellung

Umsetzung

Buchstabenformen werden zur Illustration. Setzen Sie Buch­ stabenformen so zueinander, dass Motive daraus entstehen. Ziel dieser Übung ist die spielerische Wahrnehmung der Schriftteile. Mit Zeichenteilen sollen Sie die Schriften aus dem klassischen Kanon (Studienheft „Klassifi­kation“) erforschen.

Die entstandenen Buchstabenformen sind aus den unterschiedlichsten Bereichen eines Hotels. Jeder kennt sie und kann diese Formen auch mit einem Hotel verbinden.

Erfinden Sie Motive, indem Sie Buchstaben vektorisieren und neu arrangieren. Die Motive sollen zum Thema Hotel passen: z. B. Bett, Zimmerschlüssel, Kakerlake, etc.

Bei der Umsetzung wurde nach einem Brainstorming gedanklich der Besuch eines Hotels durchgegangen. So entstand eine kleine Geschichte, die man mit diesen Buchstabenformen erzählen kann. Verwendet wurden unterschiedlichste Schriftarten und Schriftschnitte.

Der Besuch im Typotel

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Der Gast betritt das Hotel und bekommt an der Rezeption einen Schlüssel ausgehändigt. Zimmer Nummer 3. Während sein Gepäck von dem Pagen mit einem Kofferwagen zum Zimmer gebracht wird, nimmt der Gast gemütlich Platz im Restaurant und bestellt sein Abendessen. Es gibt Hummer als Vorspeise und gegrillten Fisch, die Firma des Gastes zahlt die Spesen. An der Hotelbar werden noch ein oder zwei Cocktails getrunken und mit der Bardame geflirtet, dann muss der Gast auch schon ins Bett – morgen ist ja ein wichtiges Meeting. Der Anzug hängt ordentlich auf dem Bügel und der Gast kann beruhigt in dem sehr komfortablen Bett schlafen gehen. Am nächsten Morgen schnell unter die Dusche, den obligatorischen Kaffee zum Frühstück und dann wieder auschecken und los zum Meeting.

Vorübung: Buchstabenformen | Typografie


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Typografie | Vor端bung: Buchstabenformen


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T


t

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I. Der Buchstabe „T/t“

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I. Der Buchstabe „T/t“ | Typografie


I. Der Buchstabe „T/t“

Sammeln und bescheiben

Sammeln

Um eine Grundlage für die visuelle Gestaltung des Typohotels zu schaffen, setzten wir uns zunächst mit unterschiedlichsten Buchstabenformen auseinander. Ziel dieser Übung ist das Kennenlernen der Schriftenvielfalt.

Wenn man einmal darauf achtet, dann fällt plötzlich auf, wie viele T's und t's tagtäglich um uns herum sind. Sie springen regelrecht ins Auge und es gibt so viele verschiedene Arten, dass man ganze Bücher damit füllen könnte. Gesammelt waren sie also schnell, abfotografiert auf dem Weg zur Arbeit, in der Arbeit und nach der Arbeit aus Zeitung und Zeitschriften.

a) Sammeln Sie viele verschiedene Arten des Buchstaben „T/t“, wo immer Ihnen Schrift begegnet. Dabei können Sie zum Beispiel draußen mit der Kamera auf die Suche gehen oder Buchstaben aus Zeitschriften, Verpack­ungen, etc. ausschneiden. b) Dokumentieren Sie Ihre Sammlung, indem Sie notieren, was die Vorlage war. Beschreiben Sie drei der gesammelten „T/t“´s und vergleichen Sie deren Merkmale untereinander.

Beschreiben Das groteske „t“ ist sehr schlicht und wirkt durch die Aussparung aus einer Oberfläche sehr interessant. Dieses „t“ gehört zu der Schriftgattung „Serifenlose Linear-Antiqua“ (auch Grotesk oder Sans serif genannt), wurde aber modifiziert, indem man den Querstrich links weggelassen hat. Die Strichstärken weisen keinen Kontrast auf und es sind, wie der Name schon sagt, keine Serifen vorhanden. Der Schaft ist oben abgeschrägt. Das schöne „T“ gehört zu der Schriftgattung „Schreibschriften“ und wirkt sehr dynamisch durch die schwungvoll gezogene Linie. Es ist zwar eine am Computer generierte Schrift, erweckt aber den Anschein einer mit Feder geschriebenen Schrift, da die Strichdicke innerhalb eines Striches variiert und an den Enden dünn ausläuft. Das barocke „T“ kann man an Hand der Keilserifen und der Kehlung der Schriftgattung „Barock Antiqua“ zuordnen. Man kann den Kontrast zwischen Grund- und Haarstrich sehr gut erkennen. Der Schaft wirkt zwar sehr mächtig, wird aber durch die vertikale Aussparung aufgelockert.

Vergleichen Obwohl es derselbe Buchstabe des Alphabets ist, könnten diese drei nicht unterschiedlicher sein. Die verschiedenen Schriftarten, die ebenfalls zu unterschiedlichen Schriftklassen gehören, geben den Buchstaben ein individuelles Gesicht, das man aber an Hand bestimmter Merkmale (wie Serifen, der Balken- und Strichdicke oder geschwungener Linien) bestimmen kann. Diese drei „T's“ passen sehr gut in ihre verschiedenen Einsatzgebiete. Das modifizierte groteske im Firmenlogo einer Werbeagentur, das geschwungene kalligraphische in einer Backzeitschrift als Überschrift oder das barocke bodenständige als Schriftzug auf der Titelseite einer renommierten Zeitung.

Typografie | I. Der Buchstabe „T/t“

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ot el

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II. Die Wortmarke „Typotel“

Aufgabenstellung Um unserem Hotel ein Erscheinungsbild zu geben, beginnen wir mit dem Logo. Ziel der Übung ist die Erkenntnis, dass Schriften auf geometrischer Basis ästhetische Anpassungen benötigen, um visuell korrekt zu erscheinen. a) Suchen Sie sich zwei „T/t“´s aus Ihrer Sammlung aus Aufgabe 1­ aus. Achten Sie darauf, dass es sich dabei um eine Antiqua und eine Gotesk handelt. Zeichnen Sie die Buchstaben nach. Je Buchstabe eine A5 Seite (Millimeterpapier, Transparentpapier). b) Ergänzen Sie anschließend skizzenhaft und mit Kreativität die fehlenden Buchstaben des Wortes „Typotel“: „Y/y“, „P/p“, „O/o“, „E/e“ und „L/l“. Gehen Sie dabei wie folgt vor: 1) Entwurf 2) Konstruktion 3) Geometrische Optimierung

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c) Bauen Sie die Buchstabenformen in „Fontstruct“. Dabei soll der Charakter der Schrift erhalten bleiben. Ihre Vorzeich­ nung auf Karopapier hilft Ihnen dabei. Wenn Sie Lust haben, können Sie gerne die restlichen Buchstaben des Alphabetes ergänzen. d) Entwerfen Sie nun eine „Wortmarke“ für das „Typotel“ in einer Schrift, die Sie zuvor mit Hilfe von „Fontstruct“ erstellt haben. Gestalten Sie verschiedene Varianten, indem Sie zum Beispiel Versalien oder Minuskeln wählen, die Schriften (Antiqua/Grotesk) mischen, das Wort durch Trennung auf zwei Zeilen verteilen oder die Schrift sperren.

Umsetzung Aus der vorherigen Aufgabe wurden das „Groteske t“ und das „Barocke T“ ausgewählt. Nachdem die beiden Buchstaben so detailgetreu wie möglich abgezeichnet wurden, ging es darum, alle weiteren Buchstaben aus dem Schriftzug „Typotel“ zu zeichnen. Als einzige Vorlage dienten die beiden "T/t's". Der groteske Schriftzug wurde komplett in Minuskeln, der antiqua Schriftzug in Majuskeln erstellt. Die Buchstaben wurden mit Bleistift auf Millimeterpapier umgesetzt. Da das Programm „Fontstruct“ auf Kästchen basiert, wurden die Buchstaben ebenfalls mit Hilfe des Milimeterpapiers in Kästchen eingeteilt, damit die Umsetzung später leichter fällt. So entstand aus einem vorhandenen Buchstaben ein ganz neuer Schriftzug. Die folgende Umsetzung in „Fontstruct“ stellte sich als komplex heraus. Durch die vorher genannten Einschränkungen war es kaum möglich, mit Rundungen in den Serifen zu arbeiten oder die Linien innerhalb der Linearantiqua zu erstellen, und es wirkt alles sehr statisch und kantig. Zuletzt geht es um die Wortmarke selbst. Diese sollte aus den in „Fontstruct“ erstellten Buchstaben erstellt werden. Die ausgewählten Schriften sind nicht sehr gut mischbar, da sie zu unterschiedliche Grundstriche haben und optisch nicht miteinander vereinbar sind. Deshalb wurde die groteske Variante in Kleinbuchstaben gewählt, da die Linearantiqua durch die eingeschränkten Möglichkeiten bei den Serifen zu statisch wirkt. Der finale Schriftzug ist in Minuskeln gehalten, da die charakteristische Schrägstellung der Oberlänge im „t“ dem Schriftzug Modernität und Dynamik verleiht.

II. Die Wortmarke „Typotel“ | Typografie


„E“ und „Y“: Das "Y" war am aufwendigsten umzusetzen

„T“ und „L“: Diese beiden Buchstaben waren sehr gut zu zeichnen

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„P“ und „O“: Die einzigen Buchstaben mit geschlossenen Punzen

Fontstruct: Webseite zur Umsetzung von Schriften in einem Raster mit vorgegebenen Bausteinen

Abb 2. Screenshot Editor http://fontstruct.com,, 20.06.2013

Typografie | II. Die Wortmarke „Typotel“


II. Die Wortmarke „Typotel“

Ergebnis Zuletzt ging es um die Wortmarke selbst. Diese sollte aus den in „Fontstruct“ gebauten Buchstaben erstellt werden. Die ausgewählten Schriften sind nicht sehr gut mischbar, da sie zu verschiedene Grundstriche haben und optisch nicht miteinander vereinbar sind. Um dies zu verdeutlichen wurden einige Beispiele zur Schriftmischung angefügt. Auf Grund dieser Tatsache wurde die groteske Variante in Kleinbuchstaben gewählt, da sich die Linearantiqua durch die eingeschränkten Möglichkeiten bei den Serifen als wenig ästhetisch erwies. Es wäre auch eine zweizeilige Variante möglich, allerdings wurde der einzeilige Schriftzug favorisiert. Neben den ein- bis zweizeiligen Varianten gibt es auch mehrere, in denen mit den vektorisierten Buchstaben in Anordnung und Größe gespielt wurden.

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Der finale Schriftzug ist in Minuskeln gehalten, da die charakteristische Schrägstellung der Oberlänge im „t“ dem Schriftzug Modernität und Dynamik verleiht.

II. Die Wortmarke „Typotel“ | Typografie


typotel „t,y,p,o,e,l“: Auf Basis des abgeschrägten "t's" entstanden nach und nach alle weiteren Buchstaben des Wortes "typotel"

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„fontstruct: Nach der Vorzeichnung wurde mit der Umsetzung begonnen

Abb 3. Screenshots Editor http://fontstruct.com,, 20.06.2013

Typografie | II. Die Wortmarke „Typotel“


Paris

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London

Ber


rlin

lissabon

New York

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II. Die Wortmarke „Typotel“ Redesign

Das Typotel Moodboard Zuallererst folgten Überlegungen, um was für ein Hotel es sich handelt, welches die Wortmarke „Typotel“ erhalten soll. Mit Hilfe einer Internetrecherche wurde ein Moodboard angelegt, um die Hauptmerkmale des Typotels festzulegen. Das Typotel ist ein sehr edles Designhotel, jedoch sehr schlicht und in klaren, wenig verspielten, Formen gehalten. Es wird mit vielen dunklen Elementen wie schwarzen Wänden und Einrichtungsgegenständen gearbeitet, kombiniert mit sehr hellen Farben und Materialien aus Glas und Holz. Es besitzt große Fensterfronten, durch die viel Licht eindringt. Hauptsächlich kommt viel warmes Licht zum Einsatz.

Abb 4. http://interiii.com/wp-content/uploads/2013/03/Green-Conservatorium-Hotel-Designby-Piero-Lissoni-Galleries-and-Ideas.jpg

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Erweiterung Aufgabenstellung Im Laufe der Online-Vorlesung vom 22. Juli 2013 stellte sich heraus, dass es für viele Studenten sehr schwierig war, kreativ mit dem Programm „Fontstruct“ umzugehen. So wurde wenig mit den Schriftzügen experimentiert viele schränkten sich selbst in ihrer Kreativität ein. Deshalb wurde die Aufgabe umformuliert und es steht nun jedem frei, welches Programm zur Umsetzung des auf Papier entworfenen Schriftzuges verwendet wird. Auch die Wahl des „T's“ für die Aufgabe ist nun nicht mehr auf die ausgesuchten „T's“ aus Aufgabe 1 beschränkt.

Der Eingangsbereich ist offen und einladend. Das Typotel ist ein internationales Hotel, offen für Gäste aus der ganzen Welt, die Urlaub, Businessreisen oder Tagungen direkt im Hotel machen möchten. Im ganzen Hotel finden sich immer wieder Elemente der Typografie, ob an Wänden oder in der Dekoration. Die Buchstaben und der Schriftzug auf den Bildern wurden nachträglich eingefügt, nachdem der finale Schriftzug feststand.

Abb 5. http://images.zeit.de/reisen/2012-10/czech-inn/czech-inn-540x304.jpg

Mit dieser neuen Erkenntnis wurde eine Idee umgesetzt, die schon länger ins Auge gefasst, jedoch auf Grund der vorhergegangenen Aufgabenstellung verworfen wurde.

Abb 6. http://www.contemporist.com/photos/mbc_231209_016.jpg

II. Die Wortmarke „Typotel“ Redesign | Typografie


Der Entwurf Wie in dem vorangegangenen Versuch wurde auch hier zuerst ein Entwurf auf Millimeterpapier unter Zuhilfename von Bleistift, Geodreick und Kurvenlineal gemacht. Der Schriftzug gehört zu der Familie der Renaissance Antiqua und zeichnet sich durch elegante Serifen und unterschiedlich breite Grundstriche aus.

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Die Digitalisierung Anschließend wurden die Entwürfe eingescannt und in Illustrator platziert. Dann wurde das Raster passend zum Millimeter­ papier eingestellt und alle Punkte am Raster ausgerichtet. Dies hat die Arbeit sehr erleichert. Das Vektorisieren der einzelnen Buchstaben ging sehr schnell und es konnte individuell nachgebessert werden, wenn eine Serife in der Zeichnung nicht ganz gelungen war. Da mir das Minuskel „y“ nicht gefallen hat, habe ich eine zweite Variante gezeichnet. Ebenso von dem Minuskel „t“. Besonders gut kann man die Zuordnung der Schriftfamilie an der Punze des „o's“ und des „e's“ erkennen. Als besonders schwierig gestaltete sich das „y“, das „p“ war allerdings ebenfalls nicht sehr einfach.

Typografie | II. Die Wortmarke „Typotel“ Redesign


II. Die Wortmarke „Typotel“ Redesign

Das Ergebnis Für den finalen Entwurf der Wortmarke „Typotel“ wurden verschiedene Varianten ausprobiert, zum Beispiel das Vergrößern des „T“'s, das Wort komplett als Minuskel, die Buchstaben versetzt anordnen oder etwas hinzuzufügen wie Glyphen oder Elemente bestehend aus einer geschwungenen Klammer oder einen Rahmen erstellt aus dem Arm des „T“'s. Damit der Schriftzug nicht an Wichtigkeit verliert durch hinzugefügte

Elemente, wurden diese in 50 % Grau gesetzt. Nach mehreren Varianten wurde sich für den Entwurf mit den Glyphen entschieden, da dieser interessant wirkt und für die Internationalität des Hotels sowie zum Thema Typografie sehr prägnant ist. Trotz der zusätzlichen Elemente wirkt der Schriftzug edel. Die prägnantere Variante mit orangenen Glyphen zu bevorzugen, da diese außerdentlich modern wirkt.

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II. Die Wortmarke „Typotel“ Redesign | Typografie


Das Typotel Designhotel Um den Schriftzug auf seine Fernwirkung sowie die Wirkung auf Artikeln des täglichen Bedarfs in einem Hotel zu testen, wurde er beispielsweise auf ein Gebäude, ein Handtuch und einen Seifenspender appliziert. Selbst auf einem Handtuch gehen die Glyphen der Schrift nicht verloren und sind gut sichtbar. Der Schriftzug „Typotel“ ist sehr gut lesbar.

Abb 7. http://www.raumtraum-dekoshop.de/images/produkte/i87/87179-ONADIM09.jpg

Abb 8. http://www.reinebaumwolle.de/media/catalog/product/cache/2/image/5e06319eda06f0 20e43594a9c230972d/7/0/70x200schwarz.jpg

Typografie | II. Die Wortmarke „Typotel“ Redesign

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Abb 9. http://www.ahochvier.de/Bilder%20Beckers/beckers.jpeg


Stamm

30

Bauch Abstrich


Querstrich

g

un

ig Ne

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Auslauf Serife


III. Plakate

Aufgabe Gestalten Sie DIN A2-Plakate für ihr Typohotel. Bespielsweise zur Eröffnung oder als Wanddekoration für die Hotelzimmer. Machen Sie neben der Plakatidee auch den Absender Ihrer Botschaft klar.

Plakat I „

Plakat II 32

Buchstabenbilder der Vorübung

Unterscheidungsmerkmale

Plakat III

Losgelöste typografische Gestaltung

III. Plakate | Typografie


Plakat I: „Unterscheidungsmerkmale“

Aufgabe

Umsetzung

Wie unterscheiden sich Buchstaben und womit hebt sich Ihr Typohotel von anderen ab. Ziel dieser Übung ist es typografische Begriffe originell als Plakatidee zu visualisieren. Die Buchstaben, die Sie zur Erklärung der „Anatomie der Buchstaben“ verwenden, zeichnen Sie von Hand. Visualisieren Sie mindestens drei Begriffe.

Es wurden bewusst drei Buchstaben aus der Wortmarke Typotel gewählt, damit der Bezug zum Hotel selbst hergestellt wird. Da die Plakate als Dekoration im Hotel aufgehängt werden sollen, sind diese im Querformat angelegt worden, um eine möglichst plakative Wirkung von Buchstabe und Schrift zu erhalten. Alle Plakate basieren auf schwarzem Hintergrund, die Schrift ist negativ in Weiß und die typografischen Besonderheiten sowie deren Begriffe wurden farbig hervorgehoben. Das Orange wurde gewählt, da es sich gut von der der weißen Schrift und dem schwarzen Hintergrund abhebt und die Aufmerksamkeit auf sich zieht. Als Absender steht immer die Wortmarke Typotel.

Plakat „Abstrich“ keine aBsTriCHe in saCHen koMForT

kriBBeLn iM BaUCH in Unseren wHirLPooLs

Unsere neiGUnG ZUM PerFekTionisMUs BedeUTeT 30 °C iM PooL

Typografie | III. Plakate

Ein Abstrich ist ein im Buchstaben nach unten geführter Strich. Es wurde für diese Erklärung das „y“ aus dem Schriftzug gewählt. Der passende Spruch dazu lautet „Keine Abstriche in Sachen Komfort“, wobei das Wort „Abstrich“ orange hervorgehoben wurde. Das Plakat soll nicht nur dekorativ sein, sondern dem Besucher vermitteln, dass das Hotel für den besten Komfort des Gastes sorgt.

Plakat „Bauch“ Kribbeln im Bauch bekommt der Gast, wenn er sich in einem der Whirlpools des Hotels aufhält. Für die Visualisierung wurde das „p“ gewählt, da es als einziger Buchstabe in dem Schriftzug Typotel einen „Bauch“ hat. Der Schriftzug „Kribbeln im Bauch in unseren Whirlpools“ steht rechtsbündig am Stamm der Minuskel und bildet ein Gegengewicht zum Bauch des „p's“.

Plakat „Neigung“ Für die Erklärung der Neigung eignet sich die Minuskel „o“ sehr gut. Da die Neigung des „o“'s 30° beträgt, kam die Idee mit dem Pool. 30 °C ist eine schöne Badetemperatur und läd direkt ein zum Plantschen. Und daher auch der Perfektionismus, denn 30 °C müssen auch konstant gehalten werden. Gleichzeitig sieht das „o“ aus wie ein Rettungsring.

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keine in saC


e aBsTriCHe CHen koMForT

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kriBBeL iM BaUC in Unsere wHirLPooL


Ln CH en Ls

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Unsere neiGUn PerFekTionisM BedeUTeT 30 째C iM PooL


nG ZUM MUs C 39


Plakat II: „Buchstabenbilder“

Aufgabe Gestalten Sie DIN A2-Plakate für Ihr Typohotel. Beispielsweise zur Eröffnung oder als Wanddekoration für die Hotelzimmer. Machen Sie neben der Plakatidee auch den Absender Ihrer Botschaft klar. Die Plakate „Buchstabenbilder“ sollen aus den Buchstaben­ illustrationen aus der Vorübung erstellt werden.

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Abb 10. http://www.interiornity.com/imgsource/contemporary-bathroom-renovation-bymow-design-studio.jpg

Umsetzung Da die Plakate aus der vorhergehenden Aufgabe rein typografisch gelöst sind, wurde hier auf zusätzlichen Text verzichtet. Es ist lediglich eine aus Buchstaben bestehende Illustration, großflächig im Hochformat angelegt und unten das Logo des Typotels, mittig gesetzt. Beides negativ auf schwarzem Hintergrund. Die Plakate sollen minimalistisch und plakativ wirken und dienen lediglich zu Dekorationszwecken.

III. Plakate | Typografie


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Abb 11. http://www.3dhousedownload.com/2013/01/27/hotel-room-wallpaper/

Visualisierung Um die Poster besser in Szene zu setzen, wurden diese in Mood-Bilder eingebaut. Den Hummer passend in das Badezimmer und den Cocktail und das Bett in das Schlafzimmer. Außerdem wurde die Bettdecke dem Corporate Design angepasst. Das Logo kann sich überall wiederfinden, da es sehr verzierend wirken kann. Die Poster können überall passend oder auch losgelöst vom Raum platziert werden. Sie werden ohne sichtbare Befestigung an der Wand, also auch ohne Rahmen, festgemacht und sollten regelmäßig wechseln.

Typografie | III. Plakate


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Plakat III: „ Losgelöste Gestaltung“

Aufgabe

Umsetzung

Gestalten Sie DIN A2-Plakate für Ihr Typohotel. Beispielsweise zur Eröffnung oder als Wanddekoration für die Hotelzimmer. Machen Sie neben der Plakatidee auch den Absender Ihrer Botschaft klar. Die Gestaltungsmittel sind frei wählbar.

Diese Plakatreihe, bestehend aus sechs Plakaten, entstand aus sich um eine bestimmte Achse drehende Buchstaben des Typotel-Schriftzuges. Durch den Effekt Multiplizieren und die Einfärbung in den Corporate-Farben des Typotels, erhalten diese Gebilde ihre Dynamik und Schönheit. Sie wurden jeweils verkleinert und horizontal mittig sowie stark vergrößert im Anschnitt platziert. Es gehören immer zwei Plakate zueinander, können aber auch beliebig gemischt werden.

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III. Plakate | Typografie


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Typografie | III. Plakate


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IV. Corporate Design

Aufgabe

Zielgruppenanalyse

Schriftwirkung und Schriftsemantik Suchen Sie eine geeignete Hausschrift (Corporate Font) für Ihr Hotel und begründen Sie Ihre Wahl. Hilfreich für Ihre Begründung ist es dabei, zuerst Merkmale und Eigenschaften oder Zielgruppe des Hotels zu definieren.

Die Zielgruppe des Typotels umfasst zum größten Teil kinder­ lose Paare sowie Singles im Alter zwischen 28–35 Jahren mit Sinn für Ästhetik und Design. Das Gesamteinkommen liegt über 50.000 € im Jahr. Sie reisen gerne und suchen für einen Städtetrip eine zentral gelegene, gehobenere Unterkunft mit Extras wie Whirlpools, Wellness und gutem Essen. Sie kommen aus der ganzen Welt, denn das Hotel spricht viele Sprachen und gilt als international.

Corporate Identity Nachden Sie den Namen des Hotels als Wortmarke erstellt haben, ergänzen Sie mit der Hausschrift ein typografisches Erscheinungsbild. Benutzen Sie Flächen, Weißräume und Ihre Wortmarke als zentrale Gestaltungsmerkmale: a) Briefbogen b) Visitenkarte c) Medium Ihrer Wahl: Website, T-Shirt, Streichholzschachtel, Kofferanhänger, Hotel A-Z etc.

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Ein weiterer Teil der Zielgruppe sind Menschen auf Geschäftsreisen, die nur kurz übernachten, aber nicht auf Komfort und Luxus verzichten möchten.

Was das Typotel ausmacht Das Typotel ist ein Designhotel, dessen Ausstattung auf klaren Linien basiert und aus den Materialien Stein (Schiefer), Holz und Glas gefertigt ist. Weiße Wände stehen schwarzen Wänden gegenüber, helle Vorhänge und große Fensterfronten lassen viel Licht in das Gebäude. Die Betten sind äußerst komfortabel und alle Zimmer sind mit einem offenen Bad mit Badewanne ausgestattet.

IV. Corporate Design | Typografie


Die Hausschrift (Corporate Font)

Adrian Frutiger

Als Hausschrift für das Typotel wurde die Schriftart Avenir beziehungsweise Avenir Next gewählt. Sie wird für Überschriften und als Fließtextschrift im Schriftschnitt „Light“ verwendet. Auf Visitenkarten und Briefpapier sowie auf den Plakaten wird sie ausschließlich in Majuskeln verwendet. Im Fließtext jedoch wird sie in Groß- und Kleinschreibung verwendet.

Der schweizer Typograf, geboren 1928 in Unterseen, ist einer der bedeutensten Schriftgestalter der Schweiz. Nach einer Schriftsetzerlehre machte er eine Weiterbildung in einer Kunstgewerbe­ schule. In Zürich arbeitete er als Grafiker bis er nach Paris ging und dort 1952 Mitarbeiter der Pariser Schriftgiesserei Deberny & Peignot wurde. 1962 hatte er dann sein eigenes Grafikatelier in Arcueil bei Paris und 1978 schrieb er sein bekanntestes Buch „Der Mensch und seine Zeichen“, das später in acht Sprachen übersetzt wurde.

Avenir Die von Adrian Frutiger im Jahre 1988 entworfene Grotesk besitzt viele Schriftschnitte mit feinen Abstufungen. Vor der Avenir Next gab es zuerst die Avenir (franz. „die Zukunft“), eine Anspielung auf die Futura (lat. „Zukunft“). Die Avenir ist, im Gegensatz zu der konstruierten Futura, von Hand skizziert. So wirkt sie menschlicher und lesbarer. Doch bald kam die Kritik an den fehlenden Schriftschnitten wie kursiv und bold, da es nur heavy, black, medium, regular, book und light gab. Da dies zu sehr einschränkte, entschied sich Frutiger mit Hilfe von Akira Kobayashi (Type Director Linotype) 2004 für eine Überarbeitung.

Avenir Next Die von Frutiger stark erweiterte Avenir enthält nun nicht nur bold und condensed sowie italic Schritschnitte, sondern auch Kapitälchen und Mediävalziffern. So lässt sich die Avenir Next sehr vielseitig einsetzen. Beide Schriften werden von Linotype vertrieben und sind zum Beispiel in der Platinum Collection enthalten. Die Pro Version unterstützt mindestens 33 Sprachen.

Typografie | IV. Corporate Design

In seinem Leben hat Frutiger sehr viele Schriften entwickelt, darunter sehr bekannte wie: áá áá Avenir áá Avenir Next áá Frutiger áá Frutiger Serif áá Frutiger Next áá OCR-B áá Univers Es gibt mehrere Dokumentarfilme über sein Leben und seine Werke sowie mehrere Bücher von und über ihn, unter anderem das Gesamtwerk seiner Schriften mit vielen Skizzen und Beschreibungen seiner Schriftentwicklungen.

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Referat Corporate Font Typotel

Aufgabe

Referat vom 7. September 2013

Bereiten Sie ein Referat vor, in dem Sie über den historischen gestalterischen Hintergrund und den Schriftgestalter der Corporate Schrift für Ihr Typotel erzählen. Erläutern Sie, warum diese Schrift genau die richtige für Ihr Hotel ist.

In dem Referat über die Corporate Font des Typotels wird auf die Eigenarten der Avenir sowie über deren Schriftgestalter Adrian Frutiger in einer Kurzbiografie eingegangen. Die schriftliche Ausführung ist auf der vorhergehenden Seite nachzulesen. Es folgen Ausschnitte aus der Präsentation, die besonders wichtig für die Wahl der Schrift sind sowie deren Besonderheiten und Beispiele für den Einsatz der Schrift als Corporate Font. Ein zweiseitiges Handout wurde ausgehändigt, damit die wichtigsten Informationen stets zur Hand sind.

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Die Schriften Avenir unD Avenir next

ADriAn frutiger

Avenir

eckdAten

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· · · · · · · · ·

· ·

die Avenir wurde 1988 von Adrian Frutiger für Linotype entworfen Avenir (franz. „die Zukunft“), Anspielung auf Futura (lat. „Zukunft“) serifenlose Linear-Antiqua laut Frutiger die bessere Futura, da von Hand skizziert und menschlicher als die konstruierte Futura, x-Höhe verändert Kritik gegen die Schrift: kein kursiv oder Bold Schriftschnitt, nur „Oblique“, also maschinell kursiv gestellt Avenir wird als Schrift verkannt durch die fehlenden Schnitte

Avenir next ·

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schweizer Typograf, geb. 24. Mai 1928 in unterseen bei Interlaken absolvierte in Interlaken eine Schriftsetzerlehre daraufhin Weiterbildung an der Kunstgewerbeschule Zürich Arbeit als Grafiker in Zürich 1952 Mitarbeiter der pariser Schriftgiesserei Deberny & peignot 1962 eigenes Grafikatelier in Arcueil bei Paris 1978 schrieb er das Buch „Mensch und seine Zeichen“ (in sieben Sprachen übersetzt) 1992 lebt er bis heute in Bremgarten bei Bern arbeitet heute noch eng mit Linotype zusammen

Frutigers schriFten

2004 Überarbeitung und Entstehung Avenir Next zusammen mit Akira Kobayashi (Schriftdesigner und Type Director bei Linotype) mit den Schriftschnitten Italic, Condensed, Bold und weiteren insgesamt 24 Schriftschnitten Avenir Next auch für Greek und Cyrillic (Avenir Next W1G) und Arabisch (Janna) seit Mountain Lion sind die Avenir und Avenir Next auf allen Macs vorhanden

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die bekanntesten Schriften: – univers – Frutiger – roissy (pariser Flughafen Charles de Gaulle) – Avenir, Centennial, Iridium, Meridien und Serifa – die auf Maschinenlesbarkeit optimierte OCr-B (1973 zum ISO-Standard erhoben)

erkennungsmerkmAle Auszeichnungen

waagerechter Abstrich

Gerader Schaft & Querbalken

doppelstöckig

einstöckig

Flacher Scheitel & Sohle bis zum Boden

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1986 Gutenberg-preis der Gutenberg-Gesellschaft e. v. 1987 Type Directors Club Medal des New york Type Directors Club 2006 SOTA-AWArD für sein Lebenswerk 2007 preis Designer 2007 des Bundesamtes für Kultur der Schweizerischen Eidgenossenschaft für die prägung der visuellen umgebung von Millionen von Menschen

Weitere merkmAle

Werke von und Über Frutiger

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Echte Kapitälchen, Mediävalziffern und großer Glyphensatz professionell eingesetzt von vielen namhaften unternehmen oder Städten als Corporate Font oder sogar für die Wortmarke (Amsterdam, LG, BBC Two, Japan Airlines, Eurovision Song Contest, Filmtitel von „Super 8“, AT&T, Apple (Siri und Maps), Starbucks, etc. und natürlich das Typotel Designhotel in Berlin

HANDOuT rEFErAT AvENIr NExT vON FruTIGEr | JENNy HABErMEHL | TypOGrAFIE 1 | 2. SEMESTEr

Der Mann von Schwarz und weiss: Adrian Frutiger (Film von Christine Kopp und Christoph Frutiger) Adrian Frutiger – Ein Leben (Film von Sebastian rohner) Adrian Frutiger – Schriftengestalter. (Film von Anne Cuneo) Adrian Frutiger – Schriften. Das Gesamtwerk. (Stiftung Schrift und Typographie) Ein Leben für die Schrift. (Schlaefli & Maurer) uvm.

HANDOuT rEFErAT AvENIr NExT vON FruTIGEr | JENNy HABErMEHL | TypOGrAFIE 1 | 2. SEMESTEr

Abb 12. Handout Referat vom 07.09.2013, Jenny Habermehl

IV. Corporate Design | Typografie


Die Avenir im Schriftschnitt Medium

ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ&!? abcdefghijklmnopqrstuvwxyz -:;.,«»„”“fifl$€1234567890%£¥@ ÄÇÉĘÎŁÑØŠÙÆäçéęîłñ�šùæß Erkennungsmerkmale der Avenir

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Avenir Gegenüberstellung Futura

Q

Futura

G

a

g

M

Weitere Merkmale der Avenir

��������� Mediävalziffern

Typografie | IV. Corporate Design

Ŧýpøťęŀ Internationale Glyphen


Referat Corporate Font Typotel

Schriftschnitte der Avenir und Avenir Next

Avenir

Avenir Next

Avenir Next Condensed

Light

Ultra Light Italic

Ultra Light Condensed Italic TypoTel DesignhoTels aM lustGarten 1 10178 berlin

Book

Regular Italic

Regular Condensed Italic

Roman

Medium Italic

Medium Condensed Italic

Medium

Demi Bold Italic

Demi Bold Condensed Italic

Black

Bold Italic

Bold Condensed Italic

Heavy

Heavy Italic

Heavy Condensed Italic

+49 (0)30 55 00 555 typotel@desiGnhotels.de www.typotel.de

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Die Avenir und das Typotel – Briefpapier

TypoTel DesignhoTels aM lustGarten 1 10178 berlin

+49 (0)30 55 00 555 typotel@desiGnhotels.de www.typotel.de

TypoTel DesignhoTels aM lustGarten 1 10178 berlin

+49 (0)30 55 00 555 typotel@desiGnhotels.de www.typotel.de

Avenir Next Demi Bold, 7 pt, 20 gesperrt, versal Avenir Light, 7 pt, Zeilenabstand 10 pt, 20 gesperrt, versal

GeschäftsführunG: Max exaMple | reGisterGericht: aMtGericht charlottenburG | reGisternuMMer: hrb 1234567 Kontodaten: deutsche banK aG | Konto 12345678 | blZ 111 222 333

Avenir Light, 7 pt, Zeilenabstand 10 pt, 20 gesperrt, versal Trennstriche Avenir Next Bold GeschäftsführunG: Max exaMple | reGisterGericht: aMtGericht charlottenburG | reGisternuMMer: hrb 1234567 Kontodaten: deutsche banK aG | Konto 12345678 | blZ 111 222 333

IV. Corporate Design | Typografie


Die Avenir und das Typotel – Visitenkarte

Max ExaMplE hotelManager typotel Designhotels | aM lustgarten 1 | 10178 Berlin typotel@Designhotels.De | www.typotel.De

Avenir Next Demi Bold, 7 pt, 130 gesperrt, versal Avenir Light, 7 pt, Zeilenabstand 11 pt, 20 gesperrt, versal Trennstriche Avenir Next Demi Bold, 7 pt

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Anwendungsbeispiel Avenir in Magazinen (stark vergößert)

Headline Avenir Medium Versal Subline Avenir Next Demi Bold versal Fließtext Avenir Light Epe cum quassusam qui ut rest, sum fugit officia nemporum haribusandam serroribus maximil itestem expliciur, ullo quo is sequiasimint odit a dellecae. Ga. Nam reptas entiae am autecaecab.

Typografie | IV. Corporate Design


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Geschäftsausstattung

Umfang

Briefpapier

Zu einer gelungenen Geschäftsausstattung gehören anprechend gestaltete und hochwertige Visitenkarten sowie Briefpapier. Nachdem die Hausschrift gefunden ist, ging es an die Gestaltung der Geschäftsausstattung.

Das Briefpapier ist an die Visitenkarte angelehnt. Die beiden Balken werden im Briefkopf aufgenommen sowie Adresse und Kontaktdaten des Hotels und das Logo. Es folgen die Absenderzeile, die Anschrift des Empfängers und die Inhalte eines Normbriefs.

Visitenkarte

Im Fuß des Briefbogens werden nochmals die Balken aufgegriffen, diesmal schmaler und horizontal gespiegelt. Im helleren Balken befinden sich weitere Pflichtdaten eines Briefbogens wie Geschäftsführung, Registergericht und -nummer und Bankdaten.

Die Visitenkarten sind im Format 85 x 40 mm, ein schmales und elegantes Format und nicht alltäglich für Visitenkarten. Auf der Rückseite befindet sich die Wortmarke Typotel, negativ auf einem schwarzen Balken, der rechts in den Anschnitt geht.

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Dreht man die Karte um, geht der Balken von links aus dem Anschitt ein paar Milimeter weiter und endet dann. Auf dieser Seite befinden sich die Kontaktdaten auf weißem Hintergrund, zuerst der Name des Kartenbesitzers, dessen Position und mit etwas Abstand darunter die Adresse und Kontaktmöglichkeiten.

Dreht man den Briefbogen um, ist die Rückseite schwarz bedruckt.

Der gesamte Text ist in Majuskeln gehalten, im Schriftschnitt Light der Avenir Next. Der Name des Ansprechpartners ist in Demi-Bold hervorgehoben. Die einzelnen Kontaktdaten sind mit einem senkrechten Strich (Bold) und Leerraum getrennt. Der komplette Text der Visitenkarte ist gesperrt. Der Name des Karteninhabers ist etwas mehr gesperrt als der restliche Text.

IV. Corporate Design | Typografie


Werbemittel

Weitere Werbemittel

Webseite

Zusätzlich zu Visitenkarten und Briefpapier wurden noch Mini-Sticker im Format 22 x 22 mm mit Logo und Buchstabenbildern gestaltet. Diese können zum verschließen von Briefumschlägen oder einfach als Sammelobjekt dienen. Es gibt derzeit 12 Motive.

Die Webseite des Typotels ist sehr schlicht, aber Bildwirksam gestaltet. Vor der eigentlichen Seite ist eine kurze typografische Animation, in der sich die Wortmarke Typotel aus mehrfach wechselnden Buchstaben aufbaut. Diese Animation wurde als GIF-Animation und anschließend als Daumenkino erstellt.

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Stempel Der Stempel wurde für die gesamte Kommunikation per Brief erstellt und kann auch als gestalterisches Mittel eingesetzt werden, indem man den Schriftzug und die Glyphen in den Corporate Farben einpinselt und stempelt.

Typografie | IV. Corporate Design


Briefpapier und Visitenkarte

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IV. Corporate Design | Typografie


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Typografie | IV. Corporate Design


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Mini Styleguide Typotel

Corporate Font Avenir Next

Farben

Headlines

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Avenir Medium Versal

Sublines

Grau (0/0/0/50)

Avenir Next Demi Bold versal

Schwarz (0/0/0/100)

Orange (0/60/100/0)

Weiß (0/0/0/0)

Bildsprache

Fließtexte

Avenir Light Logo Farbe

Schwarz/Weiß

IV. Corporate Design | Typografie


Layout Dokumentation

Aufgabe

Umsetzung Spaltenlayout

Das Format für diese Dokumentation wurde vor der Erstellung von der Dozentin auf DIN A4 festgelegt. Ebenso ist die Schrift "Adobe Garamond Pro" vorgegeben worden, Allerdings ist die Arbeit mit der Schrift frei wählbar. Als Spaltenlayout wurde ein zwölfspaltiges Layout, welches sich durch eine gerade Zahl teilen lässt, ermittelt.

Diese Semesterdokumentation wurde zweispaltig angelegt, wobei sich das zwölfspaltige Layout als weniger übersichtlich herausgestellt hat. Mit Hilfe von Frau Schäfer wurde ein sechsspaltiges Raster ermittelt, mit einem Steg von 6 mm und einem Satzspiegel von oben 60 mm, unten 20 mm, innen 24 mm und außen 30 mm.

Raster Das Grundlinienraster beginnt bei 60 mm und beträgt 12 pt. Auf dem Screenshot aus InDesign sieht man die Raster-, Spaltenund Randaufteilung.

Schrift Die Adobe Garamond Pro wird für Überschriften, Zwischenüberschriften, Bildunterschriften und Fließtexte verwendet. Als Headline ist die Garamond versal, also in Majuskeln, in der Schriftgröße 19 pt in regular mit der Laufweite 50 negativ auf einem schwarzen Balken geschrieben. Die Aufgabenstellung ist zur besonderen Kennzeichnung kursiv geschrieben und mit einem grauen Balken hinterlegt. Die Sublines, 11 pt bold, stehen auf einer Absatzlinie. Alle Fließtexte sind 9 pt groß, der Zeilenabstand ist durch das Grundlinienraster gegeben. Die Aufgabenstellungen sind linksbündig gesetzt, alle restlichen Texte im Blocksatz mit der letzten Zeile linksbündig, um eine strukturierte Lesbarkeit und Übersicht zu gewährleisten. Abb 13. Screenshot aus dem Programm InDesign, 15.10.2013

Typografie | Layout Dokumentation

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Abbildungsverzeichnis

Abb 1. TYPO1_Lesson4_130731.pdf, Jennifer Sch채fer, 31.07.2013

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Abb 2. Screenshot Editor http://fontstruct.com,, 20.06.2013

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Abb 3. Screenshots Editor http://fontstruct.com,, 20.06.2013

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Abb 4. http://interiii.com/wp-content/uploads/2013/03/Green-Conservatorium-Hotel-Design-by-Piero-Lissoni-Galleries-and-Ideas.jpg

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Abb 5. http://images.zeit.de/reisen/2012-10/czech-inn/czech-inn-540x304.jpg

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Abb 6. http://www.contemporist.com/photos/mbc_231209_016.jpg

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Abb 7. http://www.raumtraum-dekoshop.de/images/produkte/i87/87179-ONADIM09.jpg

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Abb 8. http://www.reinebaumwolle.de/media/catalog/product/cache/2/image/5e06319eda06f020e43594a9c230972d/7/0/70x200schwarz.jpg

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Abb 9. http://www.ahochvier.de/Bilder%20Beckers/beckers.jpeg

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Abb 10. http://www.interiornity.com/imgsource/contemporary-bathroom-renovation-by-mow-design-studio.jpg

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Abb 11. http://www.3dhousedownload.com/2013/01/27/hotel-room-wallpaper/

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Abb 12. Handout Referat vom 07.09.2013, Jenny Habermehl

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Abb 13. Screenshot aus dem Programm InDesign, 15.10.2013

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Abbildungsverzeichnis | Typografie


Impressum

Eidesstattliche Erklärung Ich erkläre hiermit, dass ich die vorliegende Arbeit selbstständig und ohne Benutzung anderer als der angegebenen Hilfsmittel angefertigt habe; die aus fremden Quellen (einschließlich elektronischer Quellen und dem Internet) direkt oder indirekt übernommenen Gedanken sind ausnahmslos als solche kenntlich gemacht. Die Arbeit wurde bisher weder im Inland noch im Ausland in gleicher oder ähnlicher Form einer anderen Prüfungsstelle vorgelegt und auch noch nicht physisch oder elektronisch veröffentlicht.

Mannheim, den 28.10.2013

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Informationen Inhalt und Gestaltung Jenny Habermehl Bindung Fadenbindung Hardcover Cellophanierung Matt Papier Innenseiten 135 g/m2 Bilderdruck matt gestrichen Druck Digital 4/4 farbig Abgabedatum 2. November 2013

Typografie | Impressum



Typography, Typotel, Jenny Habermehl