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MIT 2/2011

MACH Vereinszeitschrift der Turngemeinde Münster e.V.

TG MÜNSTER: Lust auf’s Jubiläum 2012 SPORTMEDIZIN: Erste Hilfe bei Sportverletzungen des Bewegungsapparates AKTUELLES: TG-Jugendprogramm September bis Dezember

Schwimmen in der TG


INHALT

I N H A LT

Grußwort ...................................................................... Seite

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Aus dem Vorstand Lust auf’s Jubiläum 2012 ............................................ Seite Jubiläumsschrift – ein notwendiges Übel? ................... Seite Fototermin – erstes Großereignis für das Jubiläum ...... Seite TG-Fotowettbewerb ................................................... Seite

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Aus dem Vereinsleben Attraktiver Zuwachs – Neue Sportarten in der TG ........ Seite Mitgliederehrungen .................................................... Seite Maria Angly ............................................................... Seite Sommerfest in kleinem Rahmen .................................. Seite Amerikanische Studenten zu Gast bei der TG .............. Seite Sportliche Höhepunkte im 1. Halbjahr 2011 ............... Seite Boßeln – jetzt für alle in der TG ................................... Seite

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Sportpolitik und Sportentwicklung Christel Schulz – die TG gratuliert und erinnert sich ..... Seite 16 Interview mit Elke Berges ............................................ Seite 18 Aktuelles Neues in der TG ...........................................................Seite 21 Tipps vom Sportmediziner .............................................. Seite 25 Aus den Sparten ............................................................ Seite 29 Eine Sparte stellt sich vor Schwimmen in der TG ................................................. Seite 44 Kontakt und Impressum ................................................ Seite 50

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GRUßWORT

Liebe Sportlerinnen und Sportler der Turngemeinde Münster, Zum dritten Mal erscheint die MACHmit in neuem Gewande und es ist deutlich zu spüren, dass es inzwischen feste Strukturen bei der Erstellung und Gestaltung der Mitgliederzeitung gibt. Neben der ausführlicheren Vorstellung einer Sparte – in dieser Ausgabe die Schwimmsparte – enthält die Ausgabe viele Kurzberichte aus unseren Sparten. Daneben dürfen natürlich auch nicht die Berichte zu den spartenübergreifenden Veranstaltungen fehlen. Hier möchte ich besonders die Ehrung älterer und verdienter Mitglieder im Februar sowie das Sommerfest der Ehrenamtlichen nennen. Ein längeres Interview mit einen Vereinsmitglied oder mit jemandem außerhalb unseres Vereins ist ein weiterer Schwerpunkt jeder Ausgabe. Begonnen haben wir die Reihe mit Jochen Temme, dem damals frisch gewählten Vorsitzenden des SSB. In der letzten Ausgabe schloss sich eine Zusammenfassung eines Gespräches mit unserem Ehrenmitglied Werner Riegas an. In der aktuellen MACHmit finden wir diesbezüglich gleich zwei Beiträge. Eine Würdigung von Dr. Christel Homeyer anlässlich ihres 90sten Geburtstags, die als erste Frau in der TG einen Weltmeistertitel im

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Weitspringen geholt hat, und außerdem ein Interview mit Elke Berges, die als „Eigengewächs der TG“ zum Musicalstar aufgestiegen ist. Zu guter Letzt gibt es darüber hinaus noch Etliches, was der Vorstand für berichtenswert erachtet und das ist nicht wenig. Insbesondere gilt dies für das 150jährige Vereinsjubiläum im nächsten Jahr. Die Vorbereitungen laufen inzwischen auf Hochtouren. Und wie aus dem Bericht von Hans-Georg Geissdörfer hervorgeht, kann man unser Jubiläumsprogramm mit Recht als sehr ambitioniert bezeichnen. Das kann aber nur funktionieren, wenn sehr viele hierbei mithelfen. Ich habe aber in letzter Zeit die Erfahrung gemacht, dass in zunehmendem Maße immer mehr Vereinsmitglieder bereit sind, ihre ganz speziellen Qualifikationen mit einzubringen und ich bin mir sicher, dass wir am Ende des Jubiläumsjahres feststellen, dieses Jubiläum wurde nicht nur von den Mitgliedern gemeinsam begangen sondern auch gemeinsam gestaltet.

Jürgen Siekmann Mitglied des Vorstandes


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Lust auf’s Jubiläum 2012 So soll das Jubiläum der TG 2012 ablaufen: „fröhlich, sportlich, vielfältig, bunt und attraktiv. So präsentiert sich die TG als Verein der Mitte in Münster und lädt alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt – groß und klein – zum Mitmachen ein“, erklärt der Ausschuss „Stadtevent“ in seinem Leitpapier. Die TG soll als Verein für die ganze Familie erlebt werden, als Verein zum Anfassen, des fröhlichen Miteinanders, aber auch als Verein mit Kompetenz, Tradition und Zukunft. Gesagt – getan! Die zentralen Highlights für 2012 stehen fest, die Planungen laufen. • Januar 2012: Präsentation der Festschrift „150 Jahre TG“; Inhalte sind: die Vereinsgeschichte von der Gründung bis zur Gegenwart, das aktuelle Sportangebot der TG und die Vereinsentwicklung der kommenden Jahre. Die Festschrift wird reich bebildert sein und lädt damit zum Lesen ein.

• TG-Festakt 24. Februar, Rathausfestsaal – Ihr alle seid schon heute recht herzlich zur Teilnahme eingeladen! Viele Gäste werden erwartet: Offizielle, Spartenleiter, Übungsleiter, Freunde der TG aus Sport, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft der Stadt Münster. Die Veranstaltung soll durch sportliche Darbietungen aufgelockert werden. • TG-Ausstellung in der Bezirksregierung Münster, 27. Februar 2012 – 6. März 2012: Im Mittelpunkt der Präsentation steht die DTB-Ausstellung „In Bewegung – 200 Jahre Turnen/Gesundheit, Tradition, Soziale Verantwortung, Leistung“. Ergänzt werden die Exponate um Ausstellungsmaterial der TG. • Stadtevent Rathausinnenhof – 30. Juni 2012: 10 bis 12 Pagodenzelte bieten unseren Sparten Raum zur Selbstdarstellung. Für jede Sparte ist ein Aktionsraum vor dem Zelt / im Umfeld des Zeltes vorgesehen. Außerdem wird es sportliche Dar-

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bietungen, Interviews, Musik und andere Highlights geben. Eingerichtet wird zudem eine Turn- und Spielecke für Kinder. Die Plaza mit ihrer berühmten Chillida-Skulptur ist für Vorführungen und Mitmachangebote gedacht. Lauflinien auf dem Boden sollen die Zuschauer zu den Darbietungen führen. So hat jede Sparte die Möglichkeit, ihre Sportart lebendig und anschaulich zu präsentieren. Unterstützt werden kann dies durch Flyer, Slideshow etc. Überdies lädt die TG mit ihren Sparten alle Besucher ein, vor Ort ein Jubiläumsabzeichen durch sportliche Aktivitäten zu erwerben. • Eine große Feier am 27. Oktober 2012 mit Musik, Tanz und sportlichen Vorführungen wird einen festlichen Rahmen für alle Vereinsmitglieder und deren Freunde bieten. Ort wird die Mensa 2 am Coesfelder Kreuz sein. • Am 17. Novemer 2012 lädt die TG zum Tag der offenen Tür in die Halle an der Lotharingerstraße ein. Hier soll der Öffentlichkeit noch einmal die Vielfalt und Lebendigkeit unseres Vereins nahe gebracht werden. • Möglichst alle Sparten sollen im Laufe des Jubiläumsjahres ein eigenes großes Event organisieren, damit eine ständige öffentliche Präsenz gegeben ist.

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Engagierte Mitstreiter gesucht Golo Mann sagt: „Glück setzt Aktivität voraus. Glück hat man nur, wenn man etwas wagt.“ Der Erfolg des Jubiläumsjahres steht und fällt mit dem Engagement aller Vereinsmitglieder! Die Verantwortlichen wissen, dass noch eine große, steile Wegstrecke vor ihnen liegt. Deshalb an dieser Stelle der erneute Aufruf: Arbeitet alle mit, bringt Euch ein – mit Ideen, Vorschlägen und Mitmachangeboten! Meldet Euch direkt beim Unterzeichner unter der Tel.-Nr. 0251 215247, per E-Mail unter hg.geissdoerfer@gmx.de oder bei Klaus Bruckmann unter sportwart@tg-muenster.de Gebraucht werden nach wie vor auch Sponsoren, welche die Ausgestaltung der Veranstaltungen finanziell unterstützen. Auch hier ist jede Hilfe willkommen! Die TG ist heute mit ihren Angeboten im Gesundheits-, Freizeit- und Breitensportbereich Garant für ein gutes Stück Lebensqualität in Münster. Diese zentrale Botschaft wollen wir im Jubiläumsjahr 2012 im Bewusstsein der Bevölkerung verankern! Dr. Hans-Georg Geißdörfer


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Die Jubiläumsfestschrift – ein notwendiges Übel? Spartenleiterversammlung Anfang des Jahres 2011 – Schwerpunkt, das Jubiläumsprogramm im Jahr 2012. Beim Punkt „Erstellen einer Festschrift“ gab es nur allgemeine Zustimmung. Als es jedoch um die Höhe der Auflagenzahl ging, hieß es, nur nicht zu viele Exemplare drucken, wer soll die Exemplare abnehmen? „Bei den Mitgliedern meiner Sparte habe ich Bedenken“, so die Äußerung mancher Spartenleiter. Spätestens bei dieser Diskussion stellt sich die Frage, ist der beträchtliche Aufwand, der mit dem Erstellen einer Festschrift verbunden ist, gerechtfertigt? Erstellt man eine Festschrift nur, weil es zu einem 150jährigen Jubiläum dazugehört? Sicherlich wäre es eine schwerwiegende Entscheidung, die bisherige Kette zu unterbrechen, alle 25 Jahre beim jeweiligen Jubiläum auch eine Festschrift herauszugeben. Aber das allein spricht noch nicht für die erforderliche Kraftanstrengung. Sicherlich dürfte eine gut gemachte Festschrift sich hervorragend für die Öffentlichkeitsarbeit eignen – sozusagen die Visitenkarte des Vereins. Unsere Altvorderen haben dies

mit ihrer Festschrift vor 25 Jahren bewiesen. Für mich persönlich sind jedoch andere Gesichtspunkte weitaus wichtiger. Runde Jubiläen laden grundsätzlich zu einem Innehalten ein. Fragen wie: woher kommen wir, welche Geschichte haben wir als Verein, wie ist es zu bestimmten Entwicklungen gekommen, deren Auswirkungen noch heute zu spüren sind, stellen sich bei solchen Anlässen. Man könnte sagen wenn nicht bei solchen Anlässen, dann wann? Bei voller Würdigung der Historie vermittelt zudem jede Festschrift einen ausführlichen Eindruck vom aktuellen Sport- und Vereinsleben. Auch hier trägt eine Festschrift dazu bei, über die Schnelllebigkeit unserer Zeit nicht alles sofort in Vergessenheit geraten zu lassen. Und schließlich – auch hier haben die Festschriftverfasser vor 25 Jahren es vorgemacht – in einer Festschrift sollten auch Aussagen enthalten sein, wie man sich die weitere Entwicklung des Vereins vorstellt. Um es auf einen kurzen Nenner zu bringen: Im Mittelpunkt stehen die Fragen ‚woher kommen wir‘, ‚wer sind wir heute‘ und ‚wo sehen wir unsere Zukunft‘? Und auf diese Fragen soll unsere Festschrift eine Antwort geben. Wichtige Vorarbeiten sind inzwischen geleistet, damit sind aber noch nicht alle inhaltlichen Arbeiten abgeschlossen. Aus dem Grund möchte ich alle Mitglieder, die in irgendeiner Weise zum Gelingen der Festschrift beitragen möchten, bis Ende September Anregungen und kleinere Beiträge z. B. Erinnerungen an vergangenes Vereinsleben an mich weiterzuleiten. Stichwort Mitarbeit: Jede Sparte hat inzwischen ihren Beitrag zur Festschrift geleistet und – was besonders zu begrüßen ist – es waren nicht nur die Spartenleiter, die die Beiträge erstellt haben. Darüber hinaus haben weitere Mitglieder ihre Unterstützung angeboten – sei 7


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es bei der Erstellung der Fotos, sei es beim Recherchieren oder sei es auch beim Korrekturlesen – behilflich zu sein, ein Zeichen, dass die Erstellung der Festschrift auch als gemeinsame Aufgabe gesehen wird.

Und im Sinne des chinesischen Grundsatzes „Der Weg ist das Ziel“ kann man somit auch die Ausgangsfrage eindeutig mit dem Satz „Es lohnt sich auf jeden Fall eine Festschrift zu erJürgen Siekmann stellen“ beantworten.

Fototermin – Erstes Großereignis für das Jubiläum Fast jeder Zehnte unserer Vereinsmitglieder war am 9. Juli gekommen, um an dem Fototermin für unsere Jubiläumsfestschrift teilzunehmen. Was daraus geworden ist, wird man spätestens 2012 in der Festschrift bewundern können! Vorerst vielen Dank an den Fotografen Guido Thering aus der Sparte Badminton und an die vielen Teilnehmer, wir

hoffen auf euch auch bei den nächsten AkKlaus Bruckmann tionen!

TG-Fotowettbewerb Im Rahmen ihres 150jährigen Jubiläums veranstaltet die Turngemeinde Münster einen Fotowettbewerb. Gesucht werden Fotos, die sowohl das gegenwärtige sportliche Leben als auch das Vereinsleben wiedergeben. Die Spannbreite der einzureichenden Fotos ist sehr breit. Sowohl originelle Schnappschüsse als auch arrangierte Fotos von sportlichen Übungen kommen in Betracht. 8

Die besten Fotos werden prämiert. Außerdem ist daran gedacht, die besten Fotos sowohl in der Festschrift als auch als Bildmaterial in der Ausstellung in der Bezirksregierung zu verwenden. Einsendeschluss ist der 15. November 2011. Abgabe als Papierbild oder digitales Bild in der Geschäftsstelle der TG Mindestgröße (hoch oder quer) 10 x 15 cm bzw. 640 x 960 Pixel


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Attraktiver Zuwachs – Neue Sportarten in der TG Die Presse hat inzwischen ausführlich darüber berichtet, dass in der TG sich wieder einiges getan hat: Tänzer wieder in der TG: Nachdem sich der Tanzclub Prinzipal aufgelöst hatte, meldete sich die Trainerin des Clubs Frau Eller-Braun bei der TG. Aus diesem Kontakt entstand die Aufnahme von über 30 Tänzern in unserer Sparte „Gymnastik und Tanz“. Zwei Gruppen Jugendlicher und eine Schautanzgruppe tanzen jetzt in der TG. Außerdem ist die TG jetzt mit zwei Wettkampfpaaren in Lateintanz im Tanzsport aktiv. Eine Gruppe „historischer Fechter“ trainierte schon seit geraumer Zeit in unserem Gymnastiksaal und hat jetzt endgültig den Weg in die TG gefunden. Sie gehört jetzt mit ihren knapp 20 Aktiven zur Sparte Fechten. Es krabbelt in der Turngemeinde Münster: Man kann nicht früh genug beginnen, sich die Welt mit allen Sinnen zu erobern! Das überlegten sich auch die zehn Mütter des Geburtsvorbereitungskurses im letzten Herbst für ihren zukünftigen Nachwuchs. Man verstand sich auf Anhieb gut und ver-

abredete, so früh wie möglich eine Krabbelgruppe zu gründen. Und inzwischen ist es so weit. Die Turngemeinde Münster bietet die Möglichkeit, in passender Umgebung mit viel Spaß, Gesang und Bewegung die kleinen Erdenbürger zu beglücken. Vor unserem Gymnastiksaal stehen jetzt 10 Kinderwagen, im Saal liegen auf Matten und Decken 10 kleine Jungen und Mädchen, strampeln, werden von ihrem Müttern gehalten, rhythmisch gestreichelt, sanft bewegt. Annina Weniger leitet die erste Stunde, lässt Kinderlieder anstimmen und leitet zu Fingerspielen an. „Es geht uns vor allem um die frühzeitige Unter-

stützung der verschiedenen Wahrnehmungsmöglichkeiten der Kinder. Wir übernehmen abwechselnd die Leitung, so entlasten wir uns gegenseitig und pflegen natürlich auch damit den Kontakt untereinander“, begründet Frau Weniger ihr Engagement. Auf jeden Fall kann man sich jetzt von 0 bis 100 Jahren in der TG sportlich betätigen kann.

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Mitgliederehrungen

Die „neuen“ Axel Bäcker (links), Hanne Wittern (oben Mitte), Thomas Hövelmann (rechts) unter den „alten“ Ehrenmitgliedern und Jubilaren

Die Ehrung verdienstvoller und langjähriger Mitglieder fand in den vergangenen Jahren in unterschiedlicher Form statt. Häufig wurde sie bei einer Delegiertenversammlung durchgeführt oder sie war mit dem Neujahrsempfang verbunden, also nur als ein Programmpunkt unter anderen. Der Vorstand hat in diesem Jahr einen neuen Weg beschritten und die Ehrung als eigenständige Veranstaltung mit all ihren alten und jungen Jubilaren organisiert, so dass die zu Ehrenden verdientermaßen im Mittelpunkt standen. Dank der engen Kooperation mit dem Adolph-Kolping-Berufskolleg stand am 12.3.2011 hierfür der sehr schöne und reizvolle Unterrichtsraum „Restaurant“ zur Verfügung. 10

Eingebettet in einem feierlichen, aber auch unverkrampften Rahmen mit Sektempfang, Lichtbildervortrag über das sportliche Geschehen in der TG und freundschaftlichen Gesprächen erfolgte die Ehrung für langjährige Mitgliedschaft (25 Jahre, 50 Jahre und mehr). Die Ehrungen nahmen die beiden Vorstandsmitglieder Dr. Hans-Georg Geissdörfer und Gesine Hinrichs vor. Mitglied seit 25 Jahren sind Herbert Brück, Heinz-Josef Bufé, Cornelia Ernst, Regina Feldhaus, Ursula Geuting, Dieter und Inge Hegerding, Günter Herrmann, Albert Jürgens, Gerd Masuhr, Ulrich Peters, Hannelore Prange, Inge Rupprecht, Margret Strich und Christiane Taube. Seit 50 Jahren sind in der TG aktiv Christa Bäumer, Heinrich Böckelmann, Wolfgang


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Giesholdt, Erika Lammerding und Herbert Stephan. 50 Jahre Mitglied eines Vereins zu sein, ist aus heutiger Sicht sicherlich etwas Besonderes, aber es gibt noch Mitglieder, die auch diese Zeit zum Teil noch bei Weitem überschreiten. Hierzu gehören in diesem Jahr Maria Angly Mitglied seit 75 Jahren, Helmut und Brunhilde Böcker beide 70 Jahre, Erika Brink 60 Jahre, Hilde Eimermacher 70 Jahre, Georg Hermann 60 Jahre, Lieselotte Hüttig 75 Jahre, Gisela Ladner 55 Jahre, Walter Röll 75 Jahre und Dorle Wienhaus 60 Jahre. Zu Ehrenmitglieder wegen besonderer Leistungen und Verdienste wurde in diesem Jahr Axel Bäcker (Judosparte), Thomas Hövel-

mann (Badmintonsparte) und Hanne Wittern (Tennissparte) ernannt. Die jeweilige Laudatio wurde von Vereinsmitgliedern gehalten, die die zu Ehrenden seit Jahren besonders kennen. Christopher Kohlstedte bedankte sich bei seinem Vorgänger in der Spartenleitung Axel Bäcker für sein Jahrzehnte langes uneigennütziges Engagement. Ralph Huesmann ehrte Thomas Hövelmann (s. Seite 30) und Axel Hägerbäumer seinen Tennisfreund Hanne Wittern, der seit Jahren mit seiner Erfahrung und Ausgeglichenheit eine große Hilfe für die TG in schwierigen Zeiten gewesen ist. Die TG gratuliert auch auf diesem Weg allen Jürgen Siekmann Geehrten.

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Maria Angly (4. 12. 1919 – 27. 6. 2011)

oben Marianne Roth (Crottaz), Erika Brink, unten Ingrid Rumpf (Hartmann), Maria Angly, Bärbel Nitschke im Jahr 1960

Die Turngemeinde hatte Maria Angly gerade noch geehrt, jetzt ist diese beeindruckende sportliche Frau am 27. Juni 2011 im Alter von 91 Jahren gestorben. Seit 1934 war sie Mitglied in der Turngemeinde Münster, eine Zeit lang Beisitzerin im Vorstand und langjährige Leiterin der Leichtathletinnen in der Turngemeinde. Selber eine erfolgreiche Leichtathletin, war sie für viele eine vorbildliche Trainerin. Auch nach ihrer aktiven Zeit führte sie ihr kleines Büchlein mit allen Adressen, um Kontakte mit ihren „ehemaligen Schützlingen“ aufrecht erhalten zu können. Ihre Anteilnahme auch für die persönlichen Probleme ist unvergesslich. Mit Disziplin und sportlichem Denken hat sie das Alter gelebt und mit uns geteilt. Wir erinnern uns in Dankbarkeit an sie. Erika Brink, Ingrid Hartmann, Marianne Crottaz, Gisela Severin, Heidi Flormann

Sommerfest in kleinem Rahmen Ein Anfang wurde im vergangenen Sommer gemacht als sich die Spartenleiter und Spartenleiterinnen auf dem Gelände der Paddelsparte zu einer außerordentlichen Spartenleiterversammlung trafen. Am Ende des Treffens stand fest, wir sollten uns im nächsten Jahr dort wieder treffen. Am 17.6.2011 war dann das zweite Treffen angesagt. Leider waren an diesem Tag viele verhindert, die es bedauerten, nicht teilnehmen zu können. Für alle, die dabei sein konnten, war es ein gelungenes Beisammensein. Nach einer längeren Kanufahrt traf man sich beim Grillen und 12

tauschte sich in zwanglosen Gesprächen über die verschiedenen Sportarten aus, die die einzelnen in der TG betreiben. Es war


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sehr interessant, denn wann bekommt man zum Beispiel schon aus erster Hand erzählt, worauf es bei Skaterhockey ankommt? Fazit: auch im nächsten Jahr soll es wieder ein Treffen auf der Anlage der Paddelsparte geben.

Allerdings wird der Termin schon sehr frühzeitig bekannt gegeben und der Kreis der Einzuladende wird von vornherein auf alle erweitert, die für die TG tätig sind.

Amerikanische Studenten zu Gast bei der TG

Eine Gruppe von 10 amerikanischen Architekturstudentinnen und -studenten aus Münsters Partnerstadt Fresno hielten sich vom

22.5. – 12.6.2011 im Münster auf. Im Mittelpunkt standen fachliche Themen und der Kontakt zu den Architekturstudenten der Fachhochschule Münster. Das Beiprogramm wurde vom Partnerschaftsverein Münster – Fresno organisiert. Als der Partnerschaftsverein an Dieter Schemmelmann herantrat und ihn bat, den Förderverein hierbei behilflich zu sein, gab es eine spontane Zusage. Die Kanutour auf der Werse dürfte den amerikanischen Gästen sicherlich lange in Erinnerung bleiben. Denn alle waren von der Schönheit und den Reizen der vom Wasser aus betrachteten Werselandschaft sehr angetan.

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Sportliche Höhepunkte 1. Halbjahr 2011 Im ersten Halbjahr 2011 gab es einige bemerkenswerte sportliche Ereignisse für TGSportler und Topveranstaltungen der TG. Gratulieren darf die TG-Gemeinde ihren Mädchen der Rhythmischen Sportgymnastik. Sie hatten sich für den Deutschland-Cup in Halle mit 2 Mannschaften qualifiziert und belegten in der Schülerinnenklasse unter den 34 besten Mannschaften aus ganz Deutschland einen hervorragenden 16. Platz. Ihre Erfolge bei den westfälischen Meisterschaften und beim Landesturnfest sind beachtlich und werden in einem Artikel dieser MACHmitAusgabe beschrieben. Hier sollte nicht unerwähnt bleiben, dass bei diesem Landesturnfest wieder einmal die Altherrenriege der Turner ihre sportliche Überlegenheit in NRW bewiesen. Die Fechter veranstalteten 2 große Fechtturniere, die westfälischen Meisterschaften der Senioren und die der Schülerinnen und Schüler. Hier gab es auch für die TGler Erfolgsmeldungen. Schon auf dem internationalen Fechtturnier in Solingen waren unsere Fechter erfolgreich. Hier siegte bei starker Konkurrenz aus dem Rheinland und den Niederlanden die 12jährige TG-Florettfechterin Henriette Holze und Anton Fehnker belegte in seiner Wettkampfklasse einen hervorragenden vierten Platz. Die Taekwondo-Sparte wird immer erfolgreicher. Vermeldet wurden ein Sieg und ein zweiter Platz beim großen Internationalen Münster-Detmold Cup 2011 in Bielefeld. Auch hier findet man Genaueres in einem speziellen Artikel der Sparte. Die Volleyballer veranstalteten in der Dreifachhalle an der Lotharingerstraße (man kann eigentlich schon von unserer TG-Halle sprechen, auch wenn sie natürlich zur Kol14

pingschule gehört) am 10.4. ihr großes Mixed-Volleyballturnier – den „Ratten-Cup“, zu dem über 15 Mannschaften kamen, und am 14./15.5. den WVV Bezirkscup der Freizeitligen. Felix Richter aus der Sparte Turnen war gleich für 2 attraktive Veranstaltungen der TG verantwortlich: Er organisierte erfolgreich wieder mal das spartenübergreifende Fußballturnier der TG und zum ersten Mal in den Osterferien eine alle Teilnehmer begeisternde Skifreizeit in Galtür. Wer 2012 dabei sein möchte, sollte sich direkt an ihn wenden (felixrichter1974@yahoo.de). Die Badminton-Sparte veranstaltete – diesmal vor den Sommerferien – wieder einmal mit viel Erfolg das für alle TG-Sportler offene Badmintonturnier. In den Sommerferien lief wieder das von Thomas Lammers geleitete und altbewährte Ferienprogramm „Bewegte Kids“. Die Besucherzahlen waren wieder beeindruckend.


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Boßeln – jetzt für alle in der TG „Schmiet weg!“ ist der Schlachtruf alIer Boßlerinnen und Boßler der Turngemeinde Münster, wenn sie vom Herbst bis zum Frühjahr mit ihren „Wurfgeschossen“ auf die Straßen und Waldwege zwischen Gimbte und Gelmer ziehen, um sich im friesischen Wettkampf zu messen. Das hier im Münsterland weniger bekannte Boßelspiel zählt bereits seit Jahrhunderten an der Nordseeküste von Schleswig-Holstein bis nach Holland zu den „Kugelspielarten“. Zwar ist Boßeln nicht so publikumswirksam wie Fußball, Tennis oder Reiten, aber für die Schlachtenbummer und Zuschauer – hier „Käkler und Mäkler“ genannt – weitaus empfehlenswerter und gesünder, denn sie müssen sich an der frischen Luft bewegen. In Ostfriesland hat sich das Straßenboßeln zu einem echten Volkssport entwickelt, dessen Ergebnisse im Sportteil der Lokalzeitungen ebenbürtig neben nationalen und internationalen Sportergebnissen die Spalten füllen. Die Wurftechnik ist mit vielen leichtathletischen Wurfdisziplinen vergleichbar und ähnelt am meisten der Kegelwurftechnik. Ziel eines jeden Werfers ist es, die größtmögliche Weite zu erzielen. Die unkomplizierte Technik gewährleistet jedoch auch ungeübten Werferinnen und Werfern aller Altersklassen die Durchführung von einfachen Wettkämpfen. Dadurch wird das Boßeln zu einem echten Volkssport und ist als idealer Ausgleichssport beliebt. Jeden Sonntagmorgen treffen sich die Boßler der TG pünktlich um 9.15 am Landhaus Oe-

ding in den Bockholter Bergen. Getreu dem Wahlspruch „es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur eine dem Wetter nicht angemessene falsche Kleidung“ findet das Treffen auch bei Frost, Schnee und leichtem Regen statt. Wie in alten Zeiten, so kämpfen auch heute noch die frei gewählten beiden Mannschaften auf einer Strecke von 10 bis 15 Kilometer um den hoch dotierten Sieg – denn immerhin geht es um ein Freibier, das der Verlierer dem Sieger spendet. Wie köstlich ein solcher Trunk schmeckt, kann nur der ermessen, der schon einmal einen zwei-stündigen harten Boßlerwettstreit hinter sich gebracht hat. Gegen 12.15 trennt man sich, so dass jeder auch mittags zu Hause sein kann. Für Heinz Bäumer, Obmann und Oberbloßler ist Boßeln der ideale Freizeitsport, der körperliche Bewegung, Aufenthalt in der freien Natur und Gemeinschaftsleben miteinander verbindet und nicht zuletzt dank der landschaftlich sehr schönen Strecke immer wieder neue und unterschiedliche Naturereindrücke vermittelt. Organisiert wird das Boßeln von der Jedermannsparte und ist für alle Mitglieder der Turngemeinde unabhängig von der Sparte kostenlos. Auftakt ist der 9. Oktober 2011 um 9.15 am Landhaus Oeding in den Bockholter Bergen, Guntruper Berg 38 in Gimbte/Greven. Die Abschlussveranstaltung findet dann am 1.4.2012 statt. (Weitere Informationen bei Heinz Bäumer, Tel. 0251 272662) J.Siekmann

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Christel Schulz – die TG gratuliert und erinnert sich Am 6. April 2011 beging unser Ehrenmitglied Dr. Christel Homeyer, geb. Schulz ihren 90. Geburtstag, zu dem wir ihr seitens des Vorstandes auch persönlich gratuliert haben. Christel Homeyer lebt in einem Seniorenheim in Königswinter. Die Tatsache, dass sie heute noch als Ehrenmitglied geführt wird, obwohl sie auf Grund ihrer Heirat mit dem Biologen Bernd Homeyer und dessen Tätigkeit in Leverkusen 1955 Münster im Alter von 34 Jahren verlassen hat und ins Rheinland gezogen ist, dürfte ein Indiz dafür sein, dass hier ganz besondere Leistungen vorliegen müssen. In dem von Hans Langenfeld und Klaus Prange verfassten Werk „Münster – die Stadt und Ihr Sport“ werden in einem zweieinhalb seitigen Portrait ihre besonderen Leistungen hervorgehoben, im Folgenden einige Auszüge aus diesem Portrait: „Münster 1937. Annette-Schule, Schulalltag. Gespräch zwischen zwei Obersekundanerinnen: ‘Uns fehlt die vierte Läuferin für die Staffel. Hast du nicht Lust mitzumachen, Christel, kannst doch gut laufen.’ Lust hat Christel schon. Sport macht ihr in jeder Form Spaß. Das Problem ist nur, dass es um die Staffel des TV 1862 [der heutigen TG Münster von 1862] geht und ihre Eltern ihr ver16

boten haben, bei dem Turnverein mitzumachen. Nicht, dass sie etwas gegen die Sportbegeisterung ihrer Tochter hätten. Nein, der Grund liegt ganz woanders. Wenn die Mädchen auf dem kleinen Spielplatz neben der Turnhalle am Breul trainieren, sehen die Jugendlichen aus der Nachbarschaft von der Promenade aus zu und werfen – vielleicht, um ihr Interesse zu erringen – mit Steinen, um sich schleunigst aus dem Staube zu machen, sobald die Turnerjugend über den Zaun klettert, um ihnen die Übergriffe heim-


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zuzahlen. Doch bei Christel siegt das Interesse am Sport über das Gehorsamsgebot. Sie startet in der Staffel und wird gleich noch Kreismeisterin über 100 m und im Weitsprung – mit erstaunlichen 5,21 m. Die Zeitung bringt ihr Bild, und so erfahren die Eltern vom Vereinstritt ihrer Tochter – und verzeihen ihr. Christel hat Feuer gefangen. Sie beginnt zu trainieren, auf der 280-m-Bahn am Bohlweg [Der Sportplatz existiert nicht mehr. Er wurde inzwischen bebaut. Im Rahmen der Suche nach einem Standort für die Sporthalle der Adolph-Kolping-Schule wurde er noch in Erwägung gezogen] – wegen des lockeren Belages unter Sportlern als „Sandwüste“ verrufen ist. Und ihr Eifer zahlt sich aus: Schon 1937 gewinnt sie bei den Gaumeisterschaften in Dortmund den 100-m-Titel und legt im Weitsprung, um einen Zentimeter geschlagen, den zweiten Platz… 1938 fährt Walter Pralle – Sportwart des TV 1862 – seine vier begeisterten jungen Leichtathletinnen von Sportfest zu Sportfest und sein kleiner DKW dient Ihnen als Umkleideraum. So einfach ging es damals zu… 1939 ist Christel Schulz Oberprimanerin und müsste sich eigentlich auf das Abitur konzentrieren, doch sie kann sich als gute Schülerin leisten, ihr Hobby intensiv zu betreiben. Erich Stechemesser – hervorragendes Allround-Athlet vom SC Preußen und Assistent am Hochschulinstitut für Leibesübungen – berät sie, und das Training auf dem Uniplatz zahlt sich aus. Mit einer unglaublichen Leitungssteigerung eilt sie von Sieg zu Sieg: Westfalenmeisterin über 100 m, Deutsche Meisterin im Weitsprung mit 5,92 m… und dann am 30. Juli die Sensation. Im Berliner Olympiastadion steigert sie sich gegen die Holländerin Fanny Koen [die 1948 mit vier Olympischen Goldmedaillen zum Weltruhm kam], die 5,91m erreicht, auf 6,12m und verbessert

damit den elf Jahre alten Weltrekord der Japanerin Kinuye Hitomi um 14 cm. Damit ist sie die erste Frau, die die 6-m-Marke „offiziell überspringt“. Der Weltrekord wurde erst viele Jahre nach dem Krieg überboten. Sie wird in die Olympiamannschaft für die Olympischen Spiele 1940 berufen, die wegen des 1939 von Deutschland begonnenen zweiten Weltkrieges aber nicht stattfanden. Der Traum vom Olympiasieg ist ausgeträumt. Christel besteht das Abitur und beginnt das Lehramtsstudium in den Fächern Biologie, Physik und Leibesübungen. Bei den letzten Deutschen Kriegsmeisterschaften 1943 gewinnt sie noch einmal den Titel über 100m und schließt damit ihre Laufbahn als Leistungssportlerin ab. Nach Ihrem Studium und der Promotion unterrichtet sie einige Jahre an der Marienschule in Münster. War sie nach dem Krieg als Leistungssportlerin nicht mehr aktiv, so hat Christel Schulz sich in den ersten Nachkriegsjahren noch in die ehrenamtliche Arbeit des TVM eingebracht.1947 wurde sie als Vertreterin der Frauen in dem neuen Vorstand nach der Vereinigung des TVM 1862 mit den Friesen gewählt. Außerdem gehörte sie 1952 zu den Gründungsmitgliedern des Kulturrates. Auch auf diesem Weg gratuliert die Turngemeinde Münster herzlich unserem Ehrenmitglied Dr. Christel Homeyer. Jürgen Siekmann

(Übrigens findet man Christel Homeyer auch im Internet: http://de.wikipedia.org/wiki/Christel_Schulz)

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Was wurde aus dem „Mädchen von Seite Eins“?

Elke Berges – von der Turngemeinde zum Musical-Star Ein Gespräch mit Elke am 28. Mai 2011 Wir treffen uns heute hier um einen Bogen zu spannen von 1987 – 2012. Wir, das sind: Erika Brink, Martina Brink, Olga Döring, Janina Palm und unser „Star“ Elke Berges. Liebe Elke, welche Erinnerungen hast du an die Turngemeinde Münster? Elke: Sehr viele, wundervolle, es war für mich ein zweites „Zuhause“. Ich bin mit der RSG aufgewachsen und groß geworden. Es gab wertvolle Freundschaften und in der familiären Atmosphäre gab es einen tollen Zusammenhalt, es wurde gelacht, geweint, gestrebt, gekämpft, immer unter dem Aspekt der Freude und der Lust am Sport.

Ausgeschieden bin ich aus der TG, bedingt durch meine Ausbildung, ungefähr 1989. Freundschaften zu früheren „Wegbegleitern“ aus der RSG sind noch bis heute geblieben. Inwieweit hat dich das Sporttreiben in der TG bei deiner späteren Berufswahl beeinflusst? Elke: In der Gymnastik konnte ich mich selber kennenlernen: Ausstrahlung, Präsenz vor Kampfrichtern und Publikum, Show-Auftritte bei den Vorführungen, auch mit Soloeinlagen. Da habe ich gemerkt „das kannst du und das macht dir Freude“. Ich habe mit dem Sportstudium auf Diplom an der Sporthochschule in Köln angefangen. Durch eine Show motiviert habe ich mich im „Studio Theater

Was verbindest du persönlich mit der TG (außer den Erinnerungen)? Elke: Die TG hat mich eigentlich zur Bewegung gebracht. Angefangen mit Kinderturnen im Breul bin ich schon bald zur RSG gekommen, zunächst in die Nachwuchsgruppe bei Irmi Gasche. Dann durfte ich „aufsteigen“ zur Leistungsgruppe bei dir, liebe Erika. Meine späteren Trainerinnen waren Inge Schulz und Olivia Wetter. Als Ausgleich für den Leistungssport mit den Wettkämpfen von internationalen Vergleichskämpfen bis zu Deutschen Meisterschaften waren immer deine großen Vorführungen in der Halle Münsterland ein Highlight. von links: Janina Palm, Erika Brink, Olga Döring, Elke Berges,

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S P O R T P O L I T I K U N D S P O R T E N T W I C K LU N G

An Der Wien“ (Peter Weck) gemeldet. Mit dem Gedanken „mal gucken, was du kannst“, habe ich die Aufnahmeprüfung gemacht und – unter knapp 500 Bewerbern – sogar bestanden! Nach 3-jähriger Ausbildung bekam ich mein „Musical-Diplom“. „Den Menschen Freude bereiten, schöne berührende Momente schenken“ war und ist mein Motto. Wie war dein weiterer Berufsweg? Elke: Die Ausbildung war nicht immer einfach, sehr hart und mit persönlichen Krisen verbunden. Bei „Cats“ in Hamburg bekam ich mein erstes Profi-Engagement, die Rolle der Cassandra. Damit habe ich traumhafte Erfahrungen gemacht und wirklich viel für meinen Beruf gelernt. Die Musicalwelt an sich finde ich zauberhaft, weil sie Bewegung, Sprache und Gesang auf sehr schöne Art und Weise verbindet. Und ich habe in einigen wundervollen Produktionen mitgespielt, im Theater des Wes-

tens in Berlin, im Colosseum in Essen und als erste einzige Deutsche bei der Europa Tournee der originalen Broadway Musical Produktion „42nd Street“. Mein Berufsweg war sehr vielseitig: Theater, Events, Fernsehen, als Tänzerin, Sängerin, Schauspielerin und Choreographin. Die Musical Engagements mit 7-8 Shows pro Woche habe ich immer für maximal ein Jahr angenommen, um dann im Wechsel als selbstständige Künstlerin zu arbeiten. Somit habe ich mir meine Vielseitigkeit und Bodenständigkeit erhalten und konnte viele unterschiedlichste Eindrücke und Erfahrungen sammeln. Liebe Elke, was machst du heute? Elke: Ja…. Heute bin ich hier bei Euch, Erika, Martina, Olga und Janina, und freue mich sehr über die Einladung. Ich bin im Grunde genommen als freie Künstlerin tätig. Ich werde von Agenturen oder direkt vom Kunden engagiert für Veranstaltungen, Events oder Showacts. Entweder als Akteur auf der Bühne, oder ich bin für die Umsetzung verantwortlich. Das heißt, ich erarbeite ein Konzept für dieses Projekt, mache gegebenenfalls die Musikausarbeitung, engagiere ein Team, choreographiere und studiere das Ganze ein und bringe es auf die Bühne. Letztes Jahr habe ich z. B. die Choreographie für das Stück „Alte Freunde“ im WolfgangBorchert-Theater in Münster ausgearbeitet. Den Weg der RSG in Münster habe ich immer, wenn auch aus der Ferne, verfolgt und war geschockt, als mir Martina 2003 mitteilte, die RSG in der TG stehe kurz vor dem „Aus“. Umso mehr freut es mich, dass es auch heute noch durch euch, Olga und Janina, weiter geht und anderen Mädchen die Möglichkeit gegeben wird, ebenso wundervolle Erfahrungen zu sammeln. Vertrauen, Menschlichkeit und Gruppengedanke, das hat die RSG mir für mein Leben mitgegeben.

Martina Brink

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Karstadt sports Stubengasse 25 48143 M端nster

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AKTUELLES

Kursangebot ab September Wieder bietet die TG ab September ein attraktives Kursangebot. Der zugehörige aktuelle Flyer liegt in der Lotharingerstraße, in diversen Institutionen und Geschäften wie KARSTADTsports aus. Natürlich findet man auch alle Informationen auf unserer Homepage unter http://www.tg-muenster.de/

sportangebot/kursangebot.html. Für Vereinsmitglieder sind viele Angebote zum halben Preis zu haben! Späterer Einstieg ist möglich. Auskünfte erteilen die jeweiligen Übungsleiter oder Frau Hartwich in unserer Geschäftsstelle, E-Mail: Hartwich@tg-muenster.de

Newsletter beziehen Alle ein bis zwei Monate gibt der Vorstand den Newsletter heraus. Wer ihn noch nicht bezieht, aber über Aktuelles in der TG informiert werden möchte, meldet sich dafür

formlos bei sportwart@tg-muenster.de an. Alte Newsletter findet man auf unserer Homepage www.tg-muenster.de/hauptverein/ aktuelles-infos/newsletter.html

Mehrwert für alle TG-Mitglieder Die TG-Sportler, die nicht zu der Sparte Jedermannsport gehören, ist die Teilnahme an den Angeboten des Jedermannsports ab so-

fort kostenlos! Begrenzt wird das Angebot durch die Aufnahmekapazität der jeweiligen Gruppe.

Service für alle Übungsleiter der TG Gemeinsames (kostenloses!) Sporttreiben jeden Mittwoch 20 Uhr – 22 Uhr in der Halle der Erich-Kästner-Schule, Sportangebot nach

Vereinbarung. Anmeldung bei trampolin@tg-muenster.de

TG-Vereinsausweis eingeführt Die Mitglieder der Sparten, Gymnastik und Tanz, Leichtathletik, Trampolin und Turnen haben seit dem 1. Juli einen Vereinsausweis der TG erhalten. Er ist verbunden mit dem Deutschen Sportausweis. Diese Form des Ausweises ist eine Empfehlung des DOSB. Er eröffnet

den Inhabern neben des Nachweises der Vereinszugehörigkeit noch weitere individuell nutzbare Möglichkeiten. So ist er für die Mitglieder des Deutschen Turnerbundes gleichzeitig die Gymcard, die viele finanzielle Vorteile – z. B. bei Lehrgangsbuchungen – eröffnet.

Aktueller Sportkalender der TG Auf der Titelseite unserer Homepage der TG findet man stets unser aktualisiertes Sportangebot. Bei der Größe des Vereins ändern sich fast monatlich einige Daten. Der Druck eines

neuen Sportkalenders ist für Ende 2011 geplant. Alle Trainingszeiten findet man auch unter dem Menuepunkt „Sportangebot“.

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AKTUELLES

Fotowettbewerb der TG Im Rahmen ihres 150jährigen Jubiläums veranstaltet die Turngemeinde Münster einen

Fotowettbewerb (s. Ausschreibung Seite 8). Einsendeschluss ist der 15. November 2011.

Termine Für das zweite Halbjahr 2011 liegen schon merkenswerte Termine fest. Einige Aktivitäten seien hier genannt: Am 17. und 18. September startet wieder das große internationale Fechtturnier in unserer TG-Halle. Man sollte es nicht versäumen, einmal vorbeizuschauen – Spitzensport ganz umsonst, wo gibt es das schon? Am Samstag, dem 24. September wird unsere Sportabzeichenaktion auf der Sentruper Höhe veranstaltet. Die Begeisterung der Teilnehmer des letzten Jahres über diese Aktion sollte alle TGler animieren, selbst teilzunehmen. Beginn 10 Uhr – Anmeldung bei sportwart@tgmuenster.de bis zum 20.09. Am 15. Oktober 17:30 Uhr bis zum 16. Oktober 10 Uhr veranstaltet die Sportjugend für unsere Jüngsten wieder einmal eine Lesenacht. Am 11. November veranstaltet der Stadtsportbund in der Halle Berg-Fidel wieder die Show des Sports. Von der TG werden die Tanzgruppe unter Leitung von Claudia Eller-Braun und die historischen Fechter auftreten. Am 15. November 2011 ist Einsendeschluss für den TG – Fotowettbewerb. Am Samstag, dem 19. November findet auch in diesem Jahr wieder ein Tag der Übungsleiter stattfindet. Der Vorstand erwartet, dass alle Übungsleiter sich diesen Termin reservieren. Wenige Wochen vor unserem Jubiläumsjahr ist dieser Tag von besonderer Bedeutung.

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AKTUELLES

TG Jugend –

Programm September bis Dezember 2011 Mitmachen und anmelden unter jugend@tg-muenster.de oder 0251 40180.

1. TG Lesenacht Samstag, 15. bis Sonntag 16. Oktober 2011 Beginn 17:30 Uhr (Sa), Ende 10 Uhr (So) Gymnastikraum der TG Die Lesenacht für alle im Alter von 6 bis 10 Jahre. Tauche mit uns ein in spannende Abenteuer und geheimnisvolle Welten. Anmeldung: Bis 7. Oktober 2011.

2. Workshop Veranstaltungsmanagement Samstag, 5. November 2011 11:00 Uhr Versammlungsraum der TG Speisen und Getränke einkaufen kann jeder. Dekorieren macht sogar Spaß. Und ein Kumpel aus der Nachbarschaft besorgt sogar ein paar Stehtische und ein anderer eine Musikanlage – wofür benötige ich jetzt noch einen Veranstaltungskaufmann? Zum einen: Genau deswegen. Damit nicht jede Party gleich abläuft und von der Tagesverfassung deiner Gäste abhängig ist. Zum anderen: Das Veranstaltungsgeschäft wird immer größer. Und mit den Chancen große Veranstaltungen zu organisieren, steigen auch die Risiken – gerade bei öffentlichen Veranstaltungen. Wir wollen die Hintergründe von Veranstaltungen durchleuchten. Rechtliche Aspekte hervorheben, uns mit Verordnungen für Versammlungsstätten oder der großen Unbekannten – der GEMA – auseinandersetzen. Aber wir wollen auch aufzeigen, wie man Veranstaltungskonzepte zusammenstellt, frische Ideen entwickelt und wer weiß… vielleicht deinen nächsten Geburtstag oder deinen Abiball zum Erlebnis machen. Anmeldung: Bis 31. Oktober 2011 Kostenbeitrag: Für TG Mitglieder frei. Nicht-TG Mitglieder 2,– EUR

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AKTUELLES

3. Backstage-Tour Donnerstag, 17. November 2011 17:30 Uhr Messe und Congress Centrum Halle Münsterland (Ticketshop), Albersloher Weg 32, 48155 Münster Wir haben die einmalige Gelegenheit, eine Backstage-Tour durch die Halle Münsterland zu erleben. Genau zwischen den beiden Kegelparty-Wochenenden führt uns die Marketing-Leiterin Birgit Koch von der Halle Münsterland hinter die Bretter, die die Welt bedeuten und wir dürfen sehen, dass das große Bier- und Getränkelager der größten Party Europas mitten drin ist, ohne dass es die Partygäste merken. Anmeldung: Bis 10. November 2011-06-27 Kostenbeitrag: keiner

4. TG Jugend-Weihnachtsfeier Freitag, 2. Dezember 2011 19:00 Uhr Alle warten auf das Christkind. Aber wir machen das bei netten Gesprächen, guter Musik und kalten sowie heißen Getränken. Wir läuten den Advent ein. Näheres zur Feier erfahrt ihr rechtzeitig in der TG Jugend-Info. Wenn du die Party noch mitgestalten möchtest, melde dich einfach. Anmeldung: Bis 26. November 2011 Kostenbeitrag: 4,– EUR

Anmeldung: Am einfachsten meldet Ihr euch an per E-Mail unter jugend@tg-muenster.de. Nach eurer Anmeldung erhaltet Ihr eine Anmeldebestätigung per E-Mail zurück. Aber ihr könnt eure Anmeldung auch telefonisch bei der TG Geschäftsstelle abgeben. Kontakt: TG Geschäftsstelle Lotharingerstraße 17, 48147 Münster Tel.: 0251 40180 Fax: 0251 57760 Mitmachen: Du möchtest die Jugend mitgestalten? Super, wir freuen uns über jede helfende Hand, egal ob grundsätzlich oder für eine bestimmte Aktion. Grundsätzlich treffen wir uns jeden ersten Donnerstag im Monat im Versammlungsraum der TG. Aber du kannst uns auch eine E-Mail zuschicken. Gern senden wir dir dann auch unsere monatlichen TG Jugend-Infos mit allen Infos was im nächsten Monat bei uns läuft. 24


TIPPS VOM SPORTMEDIZINER

Erste Hilfe bei Sportverletzungen des Bewegungsapparates Verletzungen des Stütz- und Bewegungsapparates bilden die häufigste Verletzungsgruppe bei Sporttreibenden und sind deshalb auch für Trainer und Übungsleiter eine große Herausforderung. Bereits in der Erstbehandlung können die Weichen dabei sehr günstig gestellt werden. So werden Komplikation vermieden und Heilzeiten erheblich verkürzt. Tipp: Die Prophylaxe durch ausreichendes Auf-/Abwärmen, exakte Technik in der Ausübung, Einhalten von Fairplay und Regelwerk sowie das Tragen intakter Sportbekleidung und vollständiger Schutzausrüstung kann das Verletzungsrisiko erheblich reduzieren! Es werden leichte Sportverletzungen (die unter kühlenden, schonenden Maßnahmen zeitnah folgenlos ausheilen) von komplikationsgefährdenden Sportverletzungen (die ei-

ne schnelle ärztliche Behandlung erfordern, um möglichst ohne bleibenden Schaden auszuheilen) unterschieden. Die Differenzierung zwischen beiden Gruppen kann selbst dem erfahrenen Sportmediziner schwer fallen und erfordert nicht selten eine weitere Diagnostik im Krankenhaus! Leichte Sportverletzungen können sein: • Prellungen von Muskeln oder Knochen durch stumpfen Anprall • Zerrungen von Muskeln und Gelenk sichernden Bändern • Leichte Verstauchungen (Distorsionen) der Gelenke mit geringem Belastungsschmerz Komplikationsgefährdende Sportverletzungen sind: • Ausrenkungen (Luxationen) von Gelenken (z. B. Finger, Schulter) • Bänderrisse mit schwerem Belastungs25


TIPPS VOM SPORTMEDIZINER

schmerz und Gelenkinstabilität (z. B. Knöchel) • Große Blutergüsse (Hämatome) nach Anprallverletzungen • Knochenbruchverdacht (Schmerz, Fehlstellung, Schwellung, Bewegungsverlust) • Sehnenrisse (z. B. von Achillessehne oder Bizepssehne) Tipp: Aufgabe der Ersthelfer ist niemals die exakte Diagnosestellung; diese bleibt den Ärzten vorbehalten. Schon bei Verdacht auf eine komplikationsgefährdende Sportverletzung sollten die Ersthelfer ihre Maßnahmen entsprechend treffen und die Sportverletzten zeitnah (ggf. mit dem Rettungswagen) einer weiteren diagnostischen fachärztlichen Abklärung zuführen lassen.

Erstversorgung von leichten Sportverletzungen: „P-E-C-H“ Die „P-E-C-H“-Regel ist eine einfache Faustregel, um an die Maßnahmen bei leichten Verletzungen des Bewegungsapparates zu erinnern: „P“ = Pause „E“ = Eis „C“ = Kompression „H“ = Hochlagerung „Pause“ Hierzu sei auf den Abschnitt „Allgemeines“ verwiesen. „Eis“ Die lokale Eisanwendung im Bereich der Verletzung soll die Gewebeschwellung verringern und die Schmerzleitgeschwindigkeit der Nerven senken. Hierzu ist eine Einwirkdauer von mindesten 20 Minuten, idealerweise zwei bis drei Stunden erforderlich. Es können Eisstücke und so genannte „Coolpacks“ verwendet werden. Diese sollten je26

doch niemals direkt auf die Haut aufgebracht werden, da es durch das Temperaturgefälle zu Erfrierungsschäden der Haut kommen kann. Es empfiehlt sich, die Kühlung auf einen unterliegenden Kompressionsverband aufzubringen oder das „Coolpack“ in ein Handtuch einzuschlagen. Voraussetzung für die äußere Eisanwendung ist eine warme und ausreichend durchblutete Extremität. Tipp: Eissprays sind zur Kühlung völlig ungeeignet, da eine Langzeitkühlung damit nicht möglich ist. Die kurzzeitige Kühlwirkung des Eissprays bewirkt vielmehr eine reaktive Mehrdurchblutung der Haut und führt so zu vermehrter Schwellung. Ein längeres Aufsprühen kann zu Erfrierungsschäden der Haut führen. „Kompression“ Ein elastischer Wickel in ausreichender Breite soll die Schwellneigung des Gewebes reduzieren und so die Wirkung der Kühlung unterstützen. Hierbei kann nach den ersten Bindengängen das „Coolpack“ mit dem verbleibenden Wickel über der Verletzungsstelle fixiert werden. Ein Kompressionsverband sollte stets von körperfern nach körpernah gewickelt werden. Eine ausreichende Breite des


TIPPS VOM SPORTMEDIZINER

Wickels und ein moderater Druck sollen Schnürfurchen im Hautniveau und eine Beeinträchtigung der Durchblutung verhindern (Ein elastischer Kompressionswickel ist kein „Tourniquet“!). Voraussetzung für die Anlage eines Kompressionsverbandes ist – wie im Falle der Kühlung – eine warme und gut durchblutete Extremität.

dann Vorrang zu geben: sie ist mit geeigneten Hilfsmitteln zu unterstützen.

„Hochlagerung“ Soweit es von Betroffenen toleriert wird, soll die verletzte Extremität zwecks Minderung der Schwellneigung erhöht gelagert werden.

Durchblutungsfördernde Maßnahmen wie Massagen, Sonnenbäder und Saunabesuche sind unbedingt zu vermeiden, da sie Gewebeeinblutung, Schwellneigung und Schmerzleitung fördern können! Eine längere Gelenkentlastung oder Ruhigstellung ist bei Jugendlichen und Erwachsenen mit dem Risiko einer Thrombosebildung in der ruhig gestellten Extremität verbunden. Daher sollten Unterarmgehstützen und vergleichbare Ruhigstellungsmittel nur nach ärztlicher Absprache zur Anwendung gebracht werden. (Ärzte können hierbei begleitende gerinnungshemmende Spritzengaben empfehlen).

Tipp: Im Falle schwerwiegender Verletzungen (Ausrenkungen, Knochenbrüche) tolerieren Betroffene diese Maßnahme vielfach nicht und nehmen eine schmerzerleichternde Schonhaltung ein. Der von den Betroffenen spontan eingenommenen Schonhaltung ist

Tipp: „Muskelkater“ wird nicht nach der „P-E-C-H“-Regel behandelt. Hier empfiehlt sich die lokale Wärmeanwendung und Verzicht auf weitere sportliche Betätigung für 5 bis 7 Tage. Bei Beschwerdedauer über 5 Tagen sollte der Arzt konsultiert werden.

Tipp: Tolerieren Betroffene die Kompression oder sonstige Manipulationen an der verletzten Extremität nicht, besteht der Verdacht auf das Vorliegen eines Knochenbruches (Fraktur). Von Betroffenen nicht tolerierte Maßnahmen sollten nicht gegen ihr Einverständnis durchgeführt werden.

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TIPPS VOM SPORTMEDIZINER

Erstversorgung komplikationsgefährdender Sportverletzungen Komplikationsgefährdende Sportverletzungen bedürfen schneller ärztlicher Hilfe, um eine möglichst vollständige Ausheilung ohne bleibende Einschränkungen zu gewährleisten. Die Therapie dieser Verletzungen ist ausschließlich erfahrenen Ärzten vorbehalten und kann z. B. in der Einrichtung (Reposition) eines Knochenbruches (Fraktur) oder einer Gelenkausrenkung (Luxation), ggf. auch in der Durchführung einer Operation bestehen. Auch die Verabreichung von Schmerzmitteln ist Ärzten vorbehalten. Im Falle des Verdachtes auf eine komplikationsgefährdende Sportverletzung ist daher unverzüglich der Rettungsdienst zu verständigen (siehe Abschnitt „Notruf und Rettungskette“). Anzeichen für komplikationsgefährdende Sportverletzungen können sein: • Knochen-/Gelenkschwellung • Schmerzhafte Bewegungseinschränkung • Hautblässe/Hautkälte körperfern der Verletzung • Taubheitsgefühl körperfern der Verletzung • Lähmung/Bewegungsverlust körperfern der Verletzung • Spürbares Knochenreiben, tastbare Knochenenden • Bei Hautverletzung: sichtbare Knochenenden („offene Fraktur“) Etwa 20% der Sportverletzungen sind Knochenbrüche. Diese Untergruppe zeigt vor allen anderen Sportverletzungen die stärkste Häufigkeitszunahme! Maßnahmen der Ersthelfer bei komplikationsgefährdeten Sportverletzungen: • Ruhigstellung der verletzten Extremität 28

• • • • •

durch Umpolsterung mit Decken, Kleingeräten oder hierfür vorgesehenen Hilfsmitteln aus dem Notfallrucksack (z. B. SAMSPLINT-Schienen). Abdecken von Wunden mit sterilem Verbandsmaterial. Zeitnahe Alarmierung des Rettungsdienstes! Kein Wiedereinrichten von Knochenbrüchen oder ausgerenkten Gelenken! Keine Verabreichung von Getränken, Speisen oder Medikamenten! Belassen des Verletzten am Unfallort. Eine ungeübte Transportmaßnahme soll unterbleiben!

Tipp: Droht den Verletzten oder den Helfern am Unfallort weitere Gefahr, so kann in Ausnahmefällen ein Transport vor Eintreffen des Rettungsdienstes erforderlich sein. Hierbei ist auf bestmöglichste Ruhigstellung der verletzten Extremität zu achten! Dr. med. Gerrit Borgmann und Dr. med. Ralph Schomaker Praxis Orthopädie + Unfallchirurgie im ZfS-Zentrum für Sportmedizin Windthorststraße 35, 48143 Münster Tel. 0251 1313620 www.zfs-muenster.de


AU S D E N S PA R T E N

Badminton

Badminton-Jugend

Sie trainiert freitags 16:30 – 18:30 Uhr Sporthalle Lotharingerstraße und mittwochs 16:15 – 18:15 Uhr in der Fürstin-von-Gallitzin-Schule. Die Badminton-Sparte hat inzwischen auch einen Jugendwart: Ole Stege hat sich bereit erklärt, seine Altersgenossen im Verein und der Sparte zu vertreten. Weitere Interessenten für die Jugendarbeit würden wir sehr begrüßen.

Ole Stege

Ralf Huesmann, Spartenleiter Badminton

Die Badminton-Jugend freut sich über weitere Jungen/Mädchen ab ca. 11 Jahre aufwärts.

TG-Badminton verbindet für die Ewigkeit! Badminton bietet nicht nur Spiel, Spaß und Spannung ähnlich einem ovalen Überraschungsei. Es kann auch der Start einer langen – sogar auf ewig angelegten – festen Beziehung sein. Nina und Christian lernten sich kennen auf dem Court unserer TG-Halle. Aus den Kämpfen mit- und gegeneinander resultierte im April 2011 das standesamtliche JaWort. Durch den Regen gelber Shuttlecocks und unter einem Dach aus Badmintonrackets schritt das Paar die Treppen des ewigen Glückes hinab. Die TG gratuliert herzlich. Ralf Huesmann

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AU S D E N S PA R T E N

Thomas Hövelmann: Ehrenmitglied der TG Münster Für seine langjährigen Verdienste als Abteilungsleiter, Übungsleiter und Spieler der Badmintonsparte (seiner Zeit noch „Abteilung“) wurde Thomas Hövelmann am 12.3.2011 bei einem Festakt in den Kreis der TG-Ehrenmitglieder aufgenommen. Ich kann mich noch genau an ein Gespräch mit Thomas im Jahr 2003 erinnern. Damals suchte er einen Nachfolger für die Abtei-

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lungsleitung und wollte mich mit folgenden Worten locken: „Hey Ralf, Du magst doch auch sympathische, gutaussehende Damen. Ich kann Dir versprechen, wenn Du Abteilungsleiter wirst, liegen Dir die Spielerinnen haufenweise zu Füßen.“ Ich war seit Jahren glücklich verheiratet und ließ José Torres den Vortritt. 2006 übernahm ich dann doch die Badminton-Spartenleitung, allerdings muss ich leider gestehen: Mir liegen keine sympathischen, gutaussehenden Spielerinnen zu Füßen. Entweder hatte Thomas mit dem Frauen-Versprechen übertrieben oder ich gehe das Thema falsch Ralf Huesmann an?!


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Gymnastik & Tanz

14. World-Gymnaestrada in Lausanne

Die Maya-Show der Turner der KTG Heidelberg und TaBeaA Halle

Unter den insgesamt 1.900 Aktiven des DTB waren auch sechs Gymnastinnen der TG Münster, die an der World – Gymnaestrada teilnahmen, dieses „wichtigste Breitensportfest der Welt“ – wie sie von Juan Antonio Samaranch, IOC-Ehrenpräsident betitelt wurde. Der harte Kern der Vorführgruppe um Inge Schlüter: Annelie Busch, Dorothea Dube, Erika Dahms, Annemarie Heinze, Anna-Maria Kleinert und Inge Schlüter hatten sich schon lange darauf gefreut und auch entsprechend intensiv für ihre Vorführungen in Lausanne geübt.

Am 9. Juli startete der Bus des WTB in Warendorf und erreichte nach 11-stündiger, problemloser Fahrt unserer Quartier in Morges, der wunderhübschen Blumenstadt – 10 km von Lausanne entfernt. Wir richteten uns in der uns zugewiesenen Schule häuslich ein und nahmen dann an der Welcome-Party des „Team Morges“ teil. Stimmungsvoll und herzlich wurden wir empfangen und bei Wein und Musik saßen wir voller Freude auf die vor uns liegende Woche zusammen. Sonntagmorgen fuhren wir zum Messegelände und nahmen dann im Stade Olym31


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treffen mit über 90 Minuten turnerischer und gymnastischer Höchstleistungen.

Der Schweizer Abend

pic an der Eröffnungsveranstaltung teil. Mit dem offiziellen Delegationsanzug, Poloshirt, Deutschland-Rucksack und -Fahne marschierten wir zusammen mit etwa 20.000 anderen Teilnehmern aus Deutschland und 52 anderen Nationen in das Stadion ein. Der Einmarsch dauerte über zwei Stunden. Doch die Stimmung war gewaltig. Die Zuschauer zeigten ihre Begeisterung durch die „La Ola-Welle“. Die von den Schweizer Turnern gestaltete Eröffnungsveranstaltung war mitreißend und ein gelungener Start in die GymnaestradaWoche. Nach intensiven Proben für die Großgruppenvorführung des DTB folgte am 3. Tag unser erster Auftritt nach der Musik von Queen „don’t stop me now“ mit; dies blieb auch unser Motto für die nächsten Tage. Den verregneten Mittwoch nutzten wir als „Kulturtag“ und bummelten durch die wunderschöne Stadt Lausanne, stiegen zahlreiche Treppen zur Kathedrale hinauf und besuchten auch die Kirche St. Francois. Wir genossen den Spanischen Abend, der wie alle anderen nationalen Abende zu den Highlights jeder Weltgymnaestrada zählt. Hier präsentieren die Nationen ihre Besten und versuchen, sich bei ihren Darbietungen gegenseitig zu über32

Am Donnerstag zeigten wir ganz europäisch zusammen mit Teilnehmern aus Dänemark, Großbritannien, Norwegen, Niederlande, Finnland, Schweiz, Tschechien und der Slowakei unsere zweite einstudierte Vorführung und hatten dennoch ausreichend Gelegenheit, die in den Messehallen stattfindenden Vorführungen einzelner Vereine aus verschiedensten Ländern zu besuchen, um Anregungen für eigene Aktivitäten zu finden. Einzigartiger Ideenreichtum, farbenfrohe Kostümierung, ausdrucksvolle Choreografie, Musik und sportliche Höchstleistungen konnten wir bestaunen. Ein Höhepunkt der Woche in Lausanne war die FIG-Gala am Freitag, wo die Besten eines jeden Landes, die vom internationalen Turnverband für die Teilnahme ausgewählt waren, ihr Können zeigten. Diese Gala war vom Schweizer Choreograf Matthias Bechter gestaltet und bestach durch hervorragende Inszenierung, nahtlose Übergänge und sportliche Höchstleistungen. Tosender Beifall und stehende Ovationen waren für die Aktiven der verdiente Lohn. Ich habe selten eine so gelungene, perfekte und begeisternde Gala erlebt. Übereinstimmend waren alle Teilnehmerinnen unserer Turngemeinde mit der Woche in Lausanne sehr zufrieden. Einhellige Meinung war: Lausanne hat sich gelohnt, ebenso alle Mühen für die Vorbereitung. Nächster Ausrichtungsort für die 15. Gymnaestrada wird 2015 Helsinki sein. Es wäre schön, wenn nach diesem Bericht auch andere Sportler(innen) unserer TG auf den Geschmack kommen. Vielleicht sehen wir uns in Helsinki? Erika Dahms


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30 Jahre Radtouren Gymnastikgruppe Kinderhaus Es ist fast nicht zu glauben, dass Ulla Albers und Adele Wienand sich 30 Jahre lang einmal im Jahr eine zünftige Radtour ausgedacht haben! In diesem Jahr ging die Fahrt vom 20.5.- 22.5. nach Warendorf, der Reiterstadt und der Stadt des Pferdes. Alle Teilnehmerinnen starteten bestens gelaunt, denn das Wetter war super und es waren keine größeren Steigungen zu bewältigen. Kurz vor Warendorf erwartete uns eine große Überraschung. Anlässlich des Jubiläums bewirtete uns Herr Tittmann, der Ehemann einer der Teilnehmerinnen, mit Sekt, Erdbeeren, salzigem Knabbergebäck und mit Süßigkeiten. In Warendorf erwartete uns schließlich ein Stadtspaziergang unter dem Motto: „Fleißig? Fügsam? Fromm?“, auf dem wir uns mit einer kundigen Stadtführerin auf die Suche nach „Frauenspuren", dem Wirken von Frauen in Warendorf, machten. Am nächsten Morgen war eine Führung per Fahrrad angesagt. Wieder hatten wir eine

tolle Führerin, lustig und voller Sachkenntnisse. So erfuhren wir in doppeltem Sinne Feld-, Wald- und Klostergeschichten. Spannend ging es zu auf dieser Pättkestour, die ca. 15 km lang war und ca. 3 Stunden dauerte. Auf alten geschichtsträchtigen Wegen wurde uns in gemütlichem Tempo ein Stück Warendorfer Vergangenheit nahe gebracht. Am späten Nachmittag waren wir wieder zurück in Warendorf und einige Unentwegte besuchten sogar noch das Warendorfer Landgestüt und bestaunten die rassigen Hengste. Am letzten Tag begleitete uns unsere nette Reiseführerin bis zur Gnadenkapelle in Telgte und schließlich erreichten wir auf Umwegen abends wieder glücklich und zufrieden das heimische Münster. Eine rundum gelungene Jubiläumstour fand viel zu schnell ein Ende. Ein herzliches Dankeschön an unsere beiden Organisatorinnen und ein gesundes WiederErika Dahms sehen im nächsten Jahr!

Erfolge der Rhythmischen Sportgymnastik Der Deutschlandcup der Gruppen, der dieses Jahr vom 17.-19.6. in Halle an der Saale stattfand, sowie das NRW-Turnfest in Remscheid/Solingen eine Woche später beendeten die erfolgreiche Wettkampfsaison von über 15 Gymnastinnen und ließ sie auf weitere Höhepunkte im nächsten Wettkampfjahr hoffen. Besonders erfreuliche Leistungen erbrachte in diesem Jahr die Gruppe der Schülerinnenwettkampfklasse (SWK) 10-12 Jahre. Emma Stegat, Emelie Beck, Louisa Hernandez Marti-

nez, Jessi Hagen, Frauke Janßen und Sina Stoltefuß sicherten sich auf dem NRW-Turnfest mit ihrer Kür mit 5 Reifen den 1.Platz. Die sehr lange und anstrengende Wettkampfvorbereitung zahlte sich somit für die 6 Mädchen aus und belohnte sie für ihre hervorragenden Leistungen mit einer Goldmedaille. Auch schon in der Woche zuvor auf dem Deutschlandcup der Gruppen in Halle konnte sich die SWK-Gruppe der TG Münster gegen 12 andere Gruppen durchsetzen und erreichte Rang 16. 33


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Für die Gruppe in der freien Wettkampfklasse ab 16 Jahren lief es beim Turnfestpokal leider nur durchwachsen. Die Nervosität wurde Leonie Hennicke, Tabea Malchow, Angelika Döring, Selina Schemmelmann und Marie Gondek zum Verhängnis. Den ersten Durchgang konnten sie auch mit einem hervorragenden zweiten Durchlauf, bei dem sie höhere Punkte als die anderen Gruppen erzielten, nicht mehr kompensieren. Mit nur 0,1 Punkten Abstand zu Rang 2 wurde es dann leider nur der dritte Platz. Emma Stegat und Emelie Beck turnten in diesem Jahr nicht nur in der Gruppenformation sondern nahmen auch an Einzelwettkämpfen teil. Diese Doppelbelastung meisterten die beiden Gymnastinnen mit Bravur und belohnten sich auf dem NRW-Turnfest in der Kinderleistungsklasse 10 Jahre mit Silber und Bronze. „Es ist unglaublich, wie viel Wettkampferfahrungen Emma und Emelie im Alter von 10 Jahren schon sammeln konnten und mit welcher Souveränität sie das Wettkampfgericht von sich überzeugen 34

können“ berichtet Olga Döring, eine Trainerin der Rhythmischen Sportgymnastik der TG Münster. Angefeuert durch das eigene Team gelang es Clarissa Eichwald in der Juniorenwettkampfklasse (JWK) 12 – 15 Jahre mit ihren drei Küren mit den Keulen, dem Reifen und dem Band auf Platz 7 von insgesamt 23 Teilnehmerinnen, dicht gefolgt von ihrer Teamkollegin Bernadette Riemann, die den 8.Rang erreichte. Beide haben eine beeindruckende Wettkampfsaison geturnt. Durch Disziplin und extreme Leistungssteigerungen konnten sich die beiden TG Gymnastinnen für die Norddeutschen Meisterschaften am 16. April in Bremen qualifizieren und dort mit ihrem Können überzeugen. Selina Schemmelmann und Paula Giesler erreichten in der JWK auf dem Turnfestpokal Platz 10 und 12. Die zwei Wettkampftage in Remscheid beendete Angelika Döring mit einer mehr als überzeugenden Leistung in der FWK. Die 19jährige Abiturientin war selber von ihren Darbietungen so beeindruckt, dass ein paar Freudentränen nicht ausblieben. „Ich bin mega stolz auf unsere Geli, sie hat uns alle echt umgehauen“ berichtete Janina Palm, Trainerin des derzeitig sechsköpfigen Trainerstabes der RSG der TG Münster. Der 4.Platz von insgesamt 11Gymnastinnen der westdeutschen Spitze war am Ende also mehr als verdient.


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Neben den sehr erfolgreichen Ergebnissen der Wettkämpfe auf dem NRW-Turnfest in Remscheid blieb natürlich auch sonst die gute Teamatmosphäre nicht aus. Übernachtet und gegessen wurde mit 20 Personen in einem Klassenraum in einer Schule direkt neben der Wettkampfstätte. Marie Gondek, aktive Gymnastin und Trainerin der RSG berichtete, dass solche gemeinsamen Fahrten total wichtig sind für den Zusammenhalt der Gruppe. Es schweißt zusammen und stärkt für die nächsten Wettkämpfe. Gegenseitige Unterstützung, Respekt und natürlich der Spaßfaktor sind das A und O einer solchen

Teamfahrt. Nach diesem nun erfolgreichen Wettkampfjahr freuen sich alle Gymnastinnen und Trainer auf die nächste Saison und auf weitere Reisen, die sie gemeinsam bestreiten werden. Für Mädchen im Alter von 5 – 8 Jahren, die die Rhythmische Sportgymnastik kennen lernen wollen, findet immer dienstags eine Anfängergruppe von 16 – 17.30 Uhr in der Dreifachsporthalle an der Lotharingerstraße statt. Über neue Gesichter und bewegungsbegeisterte Mädchen würde sich die RSG Abteilung Janina Palm der TG Münster sehr freuen.

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Jedermannsport

Jedermanngruppe in Kinderhaus Unsere Gruppe besteht seit 1970 und trifft sich jeden Donnerstag von 18 – 20 Uhr in der Paul-Schneider Grundschule Kinderhaus. Sie ist aus einer Gruppe Turner hervorgegangen, u.a. mit dem damaligen Bundesligaturner der TG Wilfried Beinecke, dessen Vater der damalige Hallenwart der Breulhalle war. Nach dem Turntraining spielte man zum Ausklang Fußball. Irgendwann entschieden wir uns, nach einer geeigneten Halle zu suchen, um regelmäßig Fußball spielen zu können. Zu der Zeit wurde Hallenfußball in der TG noch nicht gern gesehen, aber da es sich um langjährige Mitglieder des Vereins handelte, wohl oder übel geduldet. Der Übungsleiter, Rüdiger Lübben, der schon damals einige Abteilungen in Kinderhaus leitete, wurde schließlich fündig und es begann ab 1970 ein regelmäßiges Fußballspielen in der heutigen Sporthalle der Waldschule Kinderhaus. Von Anfang an war es der Donnerstag, an dem man sich von 18 – 20 Uhr traf. Irgendwann in den 70ern wurde die Halle der Grundschule West genutzt, bis dann Ende der 70er der Wechsel in die Halle der Paul-Schneider Grundschule stattfand. Seitdem treffen sich die inzwischen gestandenen Herren regelmäßig zu ihrem Fußballspiel. Leider sind über die Jahre hin einige Sportler, wie z. B. Wilfried 36

Beinecke, aus beruflichen oder gesundheitlichen Gründen abgesprungen. Aber glücklicherweise wurden diese Lücken durch Neueintritte geschlossen. Sogar der Sohn eines langjährigen Mitglieds spielt inzwischen regelmäßig mit. Von den „Gründern“ dieser Abteilung sind leider nur noch Erich Kaiser und Rüdiger Lübben übrig geblieben. Wenn es aber um gesellige Treffen und Fahrten (u. a. in die Türkei) geht, sind möglichst auch die Ehemaligen wieder dabei. Es ist eine eingeschworene Gruppe mit vielen Freundschaften entstanden und die Mitglieder der Abteilung hoffen, noch viele Jahre gemeinsam Sport treiben zu können. Übrigens ging in diesem Jahr die Abteilungsfahrt für einen langen Tag nach Düsseldorf. Neben Führungen durfte natürlich auch der gemeinsame Umtrunk in einer Düsseldorfer Altbierkneipe nicht fehlen (siehe Foto). Neben Aktiven waren auch wieder einige Ehemaligen bei dieser Fahrt dabei. Die Fahrt wurde in diesem Jahr von unserem Mitglied Erich Kaiser hervorragend organisiert und in Düsseldorf wurden bereits Pläne für die nähere Zukunft und natürlich für eine gemeinsame Fahrt im kommenden Jahr geschmiedet. Sport hält halt zusammen und verbindet. Rüdiger Lübben


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Paddeln

Pfingstfahrt ins Wattenmeer Wer in das Fahrtenprogramm der Paddelabteilung schaut und nach dem Ziel der Pfingstfahrt dieses Jahres sucht, wird ein wenig verwirrt sein, denn anstatt von Münster aus nach Süden an die Lahn zu fahren, wie dort angegeben, trafen sich 13 Mitglieder der Abteilung auf dem Zeltplatz des WSV Norden (Wasser Sport Verein e.V.). Nach der Osterfahrt an die Ardèche, der Christihimmelfahrtstour in die Alpen schlug jemand vor, nach so viel Süßwasser nun mal eine Paddeltour im Salzwasser auszuprobieren. Für eine kleine Gruppe findet sich in der

letzten Minute schnell noch ein geeigneter Platz, und die Wahl mit dem WSV Norden am Norder Tief stellte sich als Glücksfall heraus: ein kleiner, gemütlicher Platz mit einer freundlichen Betreuungsmannschaft. Besser hätten wir es nicht treffen können. Am Samstag Morgen ging es ohne Verzögerung aufs Wasser. Das Norder Tief galt es zu erkunden. Von Norden-Süderneuland schlängelt sich das Tief Richtung Westen und endet in der Leybucht. Die Bezeichnung Tief findet man im Ostfriesland häufig. Es sind die Entwässerungsadern

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des Küstengebietes. Kurz vor dem Deich gibt es in der Regel große Sammelbecken, bei Ebbe werden die Tore zur Nordsee geöffnet, und das angesammelte Süßwasser kann abfließen, oft sorgen auch große Pumpwerke für einen andauernden Wasserabfluss, denn sonst stünde den Ostfriesen das Wasser schnell bis zum Hals. Es gibt Leute in der Sparte, die Kanadierfahrer nicht zu den richtigen Paddlern zählen, aber einen großen Vorteil hat das Kanadierfahren: statt im Boot zu sitzen kniet der Kanadierfahrer, hat also eine bessere Übersicht. Und so hat Günter von seinem Kanadier aus die ultimative Kneipe entdeckt, die zum Ziel dieser Samstagsfahrt wurde. Am Pfingstsonntag sollte es dann ins Salzwasser gehen. Gestartet wurde in Neßmer Siel. Für Münsteraner ungewohnt bestimmte nun der Gezeitenkalender den Abfahrtszeitpunkt. Mit ablaufendem Wasser ging es gegen 9:00 Uhr Richtung Baltrum. Es stellte

sich heraus, dass man mit dem abfließenden Wasser recht schnell unterwegs ist. Da blieb noch Zeit, um die Insel fast zu umrunden – auf der Suche nach einem schönen Sandstrand. Zur Rückfahrt mussten wir auf das auflaufende Wasser warten und nutzten die Zeit für eine ordentliche Fischmahlzeit. Gegen 15 Uhr traten wir die Rückfahrt an. Jörg behauptet noch immer, dass die vielen Seehunde unterwegs die kleine Gruppe vom rechten Weg abbrachte, sodass wir nach einiger Zeit im Watt festsaßen. Mit etwas mehr Wasser fanden wir auch den richtigen Priel wieder, der zum Ausgangspunkt zurückführte. Für die meisten war es die erste Paddeltour im Wattenmeer. Alle waren begeistert, und es war sicher nicht die letzte Fahrt der Paddelabteilung an die Nordseeküste. Nach einem ausgiebigen Frühstück am Montag traten wir die Rückreise an und erreichten unser Bootshaus wieder ohne lange Klaus-Dieter Hartwich Staus.

Skaterhockey

„Rike, Jana und die starken Männer“ Unter dem Motto „Rike, Jana und die starken Männer“ fand auch in diesem Jahr (ein wenig verspätet) im März das alljährliche Neujahrstreffen der Münster Mottek statt. Durch den Organisator Benny mit originalgetreuen Wikingerhelmen ausgestattet, begab man sich vom Germania Campus startend mit Bollerwagen und Verpflegung auf eine kleine Wanderung. Erste Rast: Schloss Wilkinghege, wo zahlreiche, grandios bespickte Canapés serviert wurden. Gestärkt setzte man die Tour fort, ehe man sich schließlich (kurze Zeit später) mit letzten 38

Kräften auf den Burger King-Parkplatz an der Steinfurter Straße schleppte. Hier, am Ende der


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Marathon-ähnlichen Runde, wurden die Akkus ein weiteres Mal aufgeladen. Als letzte Station des Tages kehrte man jetzt in den nahe gelegenen, urgemütlichen „Schmitz’ Katze-Partyraum“ ein, wo bereits – wie sollte es anders sein – eine mit leckeren Häppchen bedeckte Theke auf ihre Verzehrer wartete. Bei Kaltgetränken, Carrera-Bahn, Pokern, EM-Qualispiel auf Großleinwand und vielem mehr ließ man den äußerst gelungenen Tag bis spät in die Nacht ausklingen. An dieser Stelle nochmal im Namen der ganzen Mannschaft ein dickes Dankeschön an Benny... der nichts dem Zufall überließ! Fazit: Mottek gab, wie gewohnt, auch neben dem Platz eine verdammt gute Figur ab!!! Nun aber auch noch was zum Kerngeschäft, dem Sportlichen der Inline-SkaterhockeySparte: Derzeit belegt man nach 11 von insgesamt 16 Spielen der Saison 2010/2011 in der Landesliga Westfalen mit einer ausgeglichenen Bilanz (5S, 1U, 5N) einen Platz im

Mittelfeld (5. Platz von 9 Mannschaften). Mit einem Unentschieden gegen Absteiger Remscheid zu Beginn und einigen anschließenden Siegen startete man mehr als ordentlich in die aktuelle Spielzeit. Gerne hätte man längerfristig den Anschluss an die Spitzenteams gehalten, musste in den letzten Spielen jedoch oftmals – bedingt durch zahlreiche Ausfälle – mit einem stark dezimierten Aufgebot antreten und so einige unglückliche Niederlagen hinnehmen. Zwar präsentierte man sich stets äußerst kämpferisch und konnte beispielsweise mit nur 8 Feldspielern die leicht favorisierten Neheimer auswärts knapp 8:7 schlagen, doch wie beim 2:5 in Paderborn, wurde zuletzt leider häufig deutlich, dass auch dem am tapfersten kämpfenden Trupp irgendwann die Puste ausgeht. Nun heißt es in den letzten fünf Partien noch einmal richtig Gas zu geben, um die Saison ordentlich zu Ende zu bringen und mit einem guten Gefühl in die verdiente WinterFriedel Partu pause zu gehen.

Taekwondo

Gold und Silber beim Münster-Detmold Cup Einen großen Erfolg konnten die TaekwondoSportler der TG Münster von 1862 e.V. bei der Teilnahme am Internationalen MünsterDetmold Cup 2011 in Bielefeld verzeichnen. In einem Starterfeld von 521 Teilnehmern dominierte in der Klasse der Damen -57 kg Barbara Stracke ihre Halbfinal-Gegnerin klar und gewann diesen Kampf eindeutig mit 8:2. Im Finale musste sie sich jedoch ihrer Gegnerin geschlagen geben, die ihren Größen- und Gewichtsvorteil ausnutzen 40

konnte; im Ergebnis aber dennoch eine Silbermedaille für Barbara! In der Klasse der Herren -68 kg zeigte sich Anton Backhaus in Topform; in seinen Vorrunden- und Halbfinalkämpfen dominierte er seine Gegner von Anfang bis Ende und gewann souverän zweistellig mit 14:2 und 12:4; somit war der Einzug ins Finale gesichert. Dieses entwickelte sich dann zu einem Schlagabtausch zwischen zwei hochmotivier-


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von links: Dr. Bernd Lohmann, Anton Backhaus, Barbara Stracke, Carsten Berghaus

ten Kontrahenten, die jede Chance nutzten; der Endstand betrug schließlich 15:15. Nach den Regeln folgte nun noch eine Extrarunde, in der ein „Golden Point“ den Kampf entscheiden musste. Anton zeigte sich in dieser Entscheidungsrunde äußerst nervenstark und nutzte konsequent einen kleinen Deckungsfehler seines Gegners zum Sieg.

um mehr als 100% übertroffen.“ Für die Arbeit der Übungsleiter in der TaekwondoSparte war dieser Turniererfolg auch eine weitere Bestätigung ihrer Arbeit: Seitdem die Sparte nach jahrelanger Pause wieder an Turnieren teilnimmt, konnten bisher jedes Mal vordere Plätze belegt und Medaillen errunStefan Schlüter gen werden.

Hocherfreut zeigten sich Abteilungs-Vize Carsten Berghaus und Trainer Dr. Bernd Lohmann: „Wir hatten uns gut vorbereitet und hatten auf Grund des starken Teilnehmerfeldes vielleicht mit einem dritten Platz gerechnet. Insofern wurden unsere Erwartungen 41


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Trampolin

Trampolin-Nachwuchs überzeugt In der teilnehmerstärksten Wettkampfklasse der Jahrgänge 1999-1997 erreichten Nele Skowronski und Vera Marie Bialdiga auf dem Doppelmini einen hervorragenden 10ten und 11ten Platz, auch wenn sie damit knapp den Einzug ins Finale verpassten. Im Synchronturnen am Nachmittag hatten sie dann mehr Erfolg. Nach drei souverän geturnten Übungen kamen sie mit Rang 5 bereits auf ihrem ersten Synchron-Wettkampf dem Treppchen beeindruckend nahe. Die Trainerin Nina Brumerloh mit ihren Schützlingen

Der TG-Nachwuchs der Trampolinsparte zeigte sich bei seinem Wettkampfdebut auf den Gaumeisterschaften Anfang Mai von seiner besten Seite. Den größten Erfolg des Tages erzielte Mia Janzen. In der Klasse der Jüngsten (Jahrgang 2000-2005) zeigte sie auf dem Doppelmini bereits 2 sauber geturnte Saltos und konnte sich am Ende über eine Silbermedaille freuen.

Sibylla Heckmann und Sarah Tietz hatten bei ihrem ersten Wettkampf wohl vor allem mit ihrer Nervosität zu kämpfen. Ein kleiner Wackler sorgte leider für einen unfreiwilligen Übungsabbruch bereits nach dem zweiten der zehn geforderten Übungsteile. Dennoch können die beiden Mädchen auf ihre Urkunden mit Rang 16 zu Recht stolz sein. Auch Laura Raschke und Mia Janzen unterlief in ihrer Synchron-Übung ein kleiner Patzer, konnten aber noch den 12ten Platz belegen. Nina Brummerloh

Turnen

Die Alten bleiben Spitze in NRW Beim Landesturnfest NRW in Remscheid und Solingen siegten die älteren Turner unserer TG in allen von ihnen gemeldeten Klassen. Damit 42

ist die Männergruppe um Herbert Stephan die erfolgreichste in NRW – sehr bemerkenswert, aber eigentlich nicht ganz unerwartet.


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Es gewannen im Gerätturnen Ludger Lanwer (Altersklasse 60 Jahre), Klaus Bruckmann (AK 65), Heinz Brinkmann (AK 70) und Herbert Stephan (AK 75). Dritter wurde Ernie Lethmate (AK 65), Vierter Henner Hatesaul (AK 65). Klaus Bruckmann gewann zudem den Gymnastik-Vierkampf in seiner Altersklasse. Klaus Bruckmann Übungsleiter Herbert Stephan (2. von rechts) mit seinen fitten Turnern jenseits der 50.

Mädchen turnen mit Höhen und Tiefen Nach und nach etablieren sich unsere Turnmädchen wieder im Wettkampfsport. So starteten am 19. März 2011 sogar drei Mannschaften der TG-Münster bei den Bezirks-Mannschafts-Wettkämpfen in Gievenbeck. Die erste Mannschaft mit Johanna Brunsing, Emilie Höslinger, Lilith Kaiser, Anna Kremerskothen und Anna Scholz-Sadebeck belegte in der Jahrgangsklasse ‘98 und jünger den 3. Platz hinter der Mannschaft des TVE Greven und des DJK Nienberge. Auch die zweite Mannschaft mit Alina Beitz, Corinna Brunsing, Olivia Kiefer, Antonia Riethmüller und Noura Yahfoufi belegte in ihrer Jahrgangsklasse 2002-2004 Platz 3, hinter der Mannschaft des TSC MS-Gievenbeck und dem TVE Greven. Beide Mannschaften qualifizierten sich damit jeweils für die nächst höhere Liga.

Die 1. Mannschaft der TG startete schließlich am 22. Mai in der Hinrunde der Bezirksliga, ausgerichtet vom TV Beckum, leider krankheitsbedingt in Unterbesetzung. Die Teilnahme war groß und die Konkurrenz stark. Allein in dieser Altersklasse nehmen 16 Mannschaften à fünf Turnerinnen teil. Die Mannschaft der TG Münster belegt den 12. Platz vor dem TSV Ladbergen und allen drei Mannschaften des TSC Münster-Gievenbeck. Die Turnerinnen der zweiten und dritten Mannschaft machten dieses Jahr mit den Kreis-Mannschafts-Meisterschaften ihre ersten Wettkampferfahrungen. Die Rückrunde der Bezirksliga wird für die 1. Mannschaft nach den Sommerferien stattfinden. Dann können wir hoffentlich in voller Besetzung Hanna Gentner starten. 43


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Schwimmen

Eine Sparte stellt sich vor – Schwimmen in der TG Münster 15 Jahre Sparte Schwimmen Seid nun 15 Jahren wird die Sparte Schwimmen durch André Schmitz geleitetet und hat sich von 1995, wo knapp 60 Mitglieder registriert waren und vorwiegend nur Schwimmkurse angeboten wurden, zur größten Sparte mit über 400 Sporttreibenden mit 25 Übungsleitern und Gruppenhelfern innerhalb der Turngemeinde entwickelt. Ein Rückblick macht deutlich, was sich verändert hat. Ein Rückblick ab 1995 Im Herbst 1995 übernahm André Schmitz die Abteilung und baute nach und nach neben dem Kurssystem die heutige Sparte auf. Neben den Schwimmkursen wurde das Jugendschwimmen aufgebaut und das Kurssystem zu einer Schwimmschule erweitert. Die damaligen Übungsleiter entschieden sich, die Abteilung nicht wieder an dem leistungsbezogenen Wettkampfschwimmen auszurichten, sondern im Sinne des damalig aufkommenden Breitensport- und Gesundheitsgedanken auszurichten, was 1996 zu einer engen Kooperation mit der AOK Münster führte. Schon am Ende des folgenden Jahres wuchs die Abteilung auf das Doppelte heran, um nach der Wiedereröffnung des sanierten Stadtbad Mitte sich noch einmal zu verdoppeln. Durch diese Entwicklung wurde es erforderlich, immer wieder neue Übungsleiter zu schulen. Da auch der Jugendbereich stetig wuchs, konnten aus dem Nachwuchs die ers44

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ten Gruppenhelfer ausgebildet werden. Dies geschah zusammen mit der Turnerjugend in der TG unter Leitung von André Schmitz und Bettina Dellbruck. Neben seinem Angebot zum Anfängerschwimmen übernahm die Schwimmabteilung auch die Ausrichtung des „Sportelns am Wochenende“ am Schillergymnasium, wo in den ersten Jahren auch das Lehrschwimmbecken zur Verfügung stand. Da nach und nach eine neue Identität erwuchs und aus dem Kurssystem eine selbständige Abteilung entstanden war, wuchs der Wunsch bei den Aktiven der Abteilung, einen Namen und ein Maskottchen


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zu erarbeiten. So entstand 1999 bei einer Klausurtagung der jetzige Name „Squalino“ – kleiner Hai – mit dem Slogan „Schwimm mit Biss“ und dem Hai-Emblem. Die inhaltliche Ausrichtung der Schwimmsparte Zur Jahrtausendwende wurde die jetzige inhaltliche Ausrichtung fixiert, nicht nur schwimmspezifische Kompetenzen in der Schwimmabteilung zu fördern, sondern auch die ganzheitliche Bewegungserziehung und die Gesundheitsförderung in das Zentrum

der Aktivitäten zu stellen. So werden stets Möglichkeiten, die die Entwicklung neben der motorischen auch der sozialen, kognitiven und emotionalen Fähigkeiten fördern, in der Planung von Übungseinheiten einbezogen. Fort- und Ausbildung als ein fester Leitgedanke Zudem wurde der Leitgedanke herausgearbeitet, nicht nur Kinder und Jugendliche sportlich zu fördern, sondern Jugendliche und junge Erwachsene in ihrem Werdegang zu unterstützen. Durch die Möglichkeit als Gruppenhelfer oder Übungsleiter tätig zu sein, üben sie Verantwortung zu übernehmen und den Übungsbetrieb mitzugestalten. 46

Daher ist die stetige Aus- und Fortbildung ein wichtiger Schwerpunkt in der Arbeit von Squalino geworden. Hierzu gehören auch Praktikanten und FSJler, die die Organisation im Spartenbüro und den Übungsbetrieb unterstützen und durch André Schmitz als Diplom-Sozialpädagoge betreut werden. Vereinsleben außerhalb der Schwimmhalle Um die Zusammengehörigkeit innerhalb der Abteilung weiter zu fördern, gab es immer wieder Angebote außerhalb des Übungsbetriebes, wie Ausflüge mit dem Rad oder mit dem Paddelboot über die Werse, Kinoabende oder auch Kegelnachmittage. Zudem besteht seit 2006 eine Kooperation mit dem Ferienwerk Münster e. V., wo regelmäßig Gruppenhelfer und Jugendliche aus den Schwimmriegen mit in die Ferienfreizeiten nach Italien fahren. Eigenständiges Abteilungsbüro und Praxisstelle der FH und Uni Heute bietet die Schwimmsparte im Stadtbad Mitte, im Stadtbad Ost und in der Friedensschule knapp 20 Schwimmkursgruppen, 20 Jugendschwimmriegen und 5 Präventionskurse wöchentlich an. Es besitzt ein eigenständiges Spartenbüro und ist anerkannte Praxisstelle der Studiengänge Sozial-


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pädagogik, Sport und Pädagogik. Das aktive Vereinsleben, die junge Mitgliederstruktur und der damit verbundene Nachwuchs an aktiven Mitarbeitern sowie die stetige Ausund Fortbildung der Aktiven lässt positiv in die Zukunft schauen.

Die Schwimmschule von Squalino Münster

des Seepferchen und als dritter Teil rundet dann das Jugendschwimmabzeichen Bronze, – ehemalig Freischwimmer – das Angebot der Schwimmschule ab. 40 Wochen bis zum Seepferdchen – danach der Freischwimmer Innerhalb von etwa 40 Wochen erlernen Kinder das Schwimmen. Während die erste Hälfte dieser Zeit schwerpunktmäßig auf die Ziele der Bewegungsförderung und Wasserbewältigung ausgerichtet ist, also spielerisch

Die Angebote der Schwimmsparte ist unterteilt in die Schwimmschule und den Schwimmverein. An dieser Stelle wird zunächst die Schwimmschule vorgestellt. Bewegungsförderung als Grundlage Innerhalb der Schwimmschule findet die Grundlagenausbildung zum Schwimmen statt. Die Schwimmsparte bietet Übungsgruppen für Kinder ab 3 Jahre an. Zu Beginn steht eine Bewegungsförderung, welches auch als Präventionskurs von den Krankenkassen anerkannt ist. Danach folgt die Anfänger-Schwimmausbildung mit dem Erwerb

Grundlagen für den Erwerb der Schwimmtechnik schaffen soll, wird in der zweiten Hälfte die Schwimmtechnik erlernt, so dass das Seepferdchen-Abzeichen anschließend meist mühelos abgelegt wird. Um die Technik und auch die Wassersicherheit zu festigen, wurde bewusst das Jugendschwimmabzeichen Bronze mit in die Schwimmschule integriert. Somit gibt es folgende Angebote und Gruppen die aufeinander aufbauen: Bewegungsförderung – Wasserbewältigung – Technik Brust – Seepferdchen – Jugendschwimmabzeichen Bronze. Ganzheitliche Bewegungsförderung spielt eine bedeutende Rolle Durch die differenzierten Angebote wird deutlich, dass nicht nur die schwimmspezifi47


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schen Kompetenzen gefördert werden, sondern dass die ganzheitliche Bewegungserziehung eine bedeutende Rolle innerhalb des Konzeptes der Schwimmsparte spielt. So werden nicht nur die motorischen Fähigkeiten in der Planung von Übungseinheiten bedacht, sondern auch die Entwicklung im sozialen Umgang und die kognitiven Fähigkeiten berücksichtigt.

Schwimmer, wenn sie eingeschult werden. Auch kann sich die Zahl der abgeleisteten Schwimmprüfungen sehen lassen. Die Schwimmsparte vergibt im Jahr etwa 80 Seepferdchen und 100 Jugendschwimmabzeichen Bronze.

Der Schwimmverein Optimale Betreuung – individuelle Förderung Die Schwimmschule besteht aus knapp 20 Gruppen mit etwa 50 Kursteilnehmern sowie 100 Mitgliedern und wird pro Gruppe von 2 – 3 Übungsleitern betreut. Dies bedeutet, dass es innerhalb des Angebots ein Betreuungsschüssel von 4 zu 1 besteht, um die Kinder optimal zu fördern. Während der gesamten Zeit durchlaufen die Kinder innerhalb einer Gruppe die Angebote der Schwimmschule. Hierbei wird darauf geachtet, dass die Übungsleiter bzw. Gruppenhelfer nicht wechseln, um dem Kind eine optimale Betreuung zu gewährleisten. Somit können die Kinder persönliche Bindung zu ihren Übungsleitern und den andern Kursteilnehmern aufbauen, was auch eine individuelle Förderung erleichtert wird. Folgerichtig erlangen Kinder häufig bereits mit 5 Jahren ihr Seepferdchen und sind bereits sichere

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Nachdem die Kinder in der Schwimmschule das Seepferdchen und das Jugendschwimmabzeichen Bronze absolvieren können, bietet die Schwimmsparte den gewachsenen Gruppen im Schwimmverein ein weiteres vielfältiges Angebot. Vom Jugendschwimmabzeichen zur breitensportlichen Talentförderung Die Jugenschwimmabzeichen Silber und Gold können erlangt werden, um dann weiter im Jugendbereich in den Gruppen der breitensportlichen Talentförderung zu trainieren. Neben dem Erlernen der Schwimmtechniken Rücken, Kraul und Delphin steht der Gedanke des Breitensports im Vordergrund. Die Kinder sollen neben dem schwimm- und sportspezifischen Fähigkeiten weitere Kompetenzen erwerben, die sie in ihrem Aufwachsen stärken sollen. Neben den soziale Fähigkeiten geht es auch in der Arbeit darum


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chen, wobei dazu auch ein Wetteifern und gegenseitiges Messen dazu gehört. Damit die Kinder spielerisch Wetteifern können bietet die Sparte kindgerechte Wettkämpfe in Form von Weihnachtsschwimmen oder Eltern-Kind Olympiade an. Hier können dann die Eltern auch die Fortschritte ihrer Kinder beobachten.

ein Bewusstsein für die eigene Gesundheit zu schaffen und Wege aufzuzeigen wie Sport ein Ausgleich für die Belastung im Alltag darstellt.

Neben dem Kinder- und Jugendschwimmen rundet das Aquapower für junge Frauen das Angebot ab, welches auch als Präventionskurs bei den Krankenkassen anerkannt ist. Durch kleine Gruppen werden gesteckte Ziele erreicht Innerhalb des Schwimmvereins gibt es knapp 30 Gruppen mit etwa 20 Kursteilnehmern sowie 250 Mitgliedern. Ein Übungsleiter betreut in der Regel 8 Kinder, sodass auch hier eine optimale Förderung möglich ist und die gesteckten Ziele erreicht werden können. Über das Jahr verteilt vergibt die Sparte etwa 120 Silber-Abzeichen und 80 Gold-Abzeichen.

Gesundheitsförderung statt Leistungsstress Anstatt im Jugendbereich leistungsbezogene Wettkämpfe anzubieten, geht es somit darum individuelle Ziele zu stecken und zu errei49


KO N TA K T U N D I M P R E S S U M

Vereinsführung Klaus Bruckmann Sportwart sportwart@tg-muenster.de

Benjamin Krekel kommissarischer Jugendwart jugend@tg-muenster.de

Dr. Hans-Georg Geißdörfer Öffentlichkeitsarbeit Vorbereitung des Jubiläums marketing@tg-muenster.de

Christian Oberdörfer Finanzwart finanzen@tg-muenster.de

Axel Hägerbäumer Juristische Vertretung rechtsberatung@tg-muenster.de

Jürgen Siekmann Geschäftsführung Geschaeftsfuehrung@tgmuenster.de

Gesine Hinrichs Kulturwartin kultur@tg-muenster.de

Simone Mühlenbrock Beisitzerin muehlenbrock@tg-muenster.de

Geschäftsstelle Andrea Vinnenberg u. a. Finanzen, Übungsleiterverwaltung Vinnenberg@tg-muenster.de

Karin Hartwich u. a. Kurse, Sportberatung Hartwich@tg-muenster.de

Sabine Hoffmann u. a. Mitgliederverwaltung Hoffmann@tg-muenster.de

Impressum Herausgeber und Verlag: Druck: Redaktion, Layout: Hinweis:

Postverlagsort: Bezugspreis:

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Turngemeinde Münster von 1862 e.V., Geschäftsstelle, Lotharingerstraße 17, 48147 Münster Joh. Burlage GmbH & Co. KG, Kiesekampweg 2, 48157 Münster Klaus Bruckmann, Jürgen Siekmann, Thomas Korthals Die „MACHmit“ ist das offizielle Mitteilungsorgan für alle Vereinsmitglieder. Bitte beachten Sie alle Ankündigungen. Die Redaktion behält sich Kürzungen und Änderungen der eingesandten Artikeln vor. 48135 Münster im Mitgliedspreis enthalten


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Turngemeinde Münster e. V. Geschäftsstelle Lotharingerstraße 17 48147 Münster Telefon: 0251 40180 (vormittags 9 bis 12 Uhr) info@tg-muenster.de www.tg-muenster.de Öffnungszeiten: Di 14 bis 18.30 Uhr Fr 10 bis 12.30 Uhr


TG MachMit 02/2011