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TEXTILPFLEGE SCHWEIZ N006/Juni 2013

LES SOINS AUX TEXTILES

Finanzielle Vorteile durch CO2-Abgabebefreiung «Unsere Forschungsprojekte widerspiegeln die wachsende Bedeutung der Hygienetechnologie» VTS-Generalversammlung 2013 in Zug

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N006/Juni 2013

Textilpflege Schweiz Inhalt Les soins aux textiles

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Editorial Finanzielle Vorteile durch Energieoptimierung und CO2-Abgabenbefreiung · Des avantages financiers en optimisant l'énergie et en se délivrant de la taxe sur le CO2

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Energiestrategie 2050 Statt grosser Wurf bloss lahme Ente?

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CO2-Abgabe Energiesparen mit CO2-Abgabebefreiung lohnt sich – nicht nur für die ganz Grossen!

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Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz Praxistipp: Arbeitssicherheit – Ausbildung und Sensibilisierung der Mitarbeitenden

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Conseil pratique: Sécurité au travail – formation et sensibilisation des collaborateurs 11 Erfa-Tag KOPAS – neue Gefahrensymbole

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Kampagne «Sichere Lehrzeit»

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Schadenfall Dossier accidents: Trous

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Forschung

TEXTILPFLEGE SCHWEIZ LES SOINS AUX TEXTILES 108. Jahrgang der Schweizerischen Wäscherei-Zeitung und 65. Jahrgang des Nachrichtenblattes VTS Erscheint monatlich, ausser Juli, am 20. 108e année de la Revue suisse des blanchisseries et 65e année de l’Avis du nettoyeur des textiles Paraît mensuellement, sans juillet, le 20. Offizielles Organ von: Organe officiel de:

VTS/ASET Verband Textilpflege Schweiz (VTS) Association suisse des entreprises d’entretien des textiles (ASET) Präsident: Christoph Papritz Sekretariat: Postfach 5853, 3001 Bern, Telefon 031 310 20 30, Fax 031 310 20 35 Nachbarverband: Schweiz. Fachvereinigung Textilpflege und Versorgung (SFTV) Präsident: Marco Wäckerlig Sekretariat: Postfach 5853, 3001 Bern www.fachvereinigung.ch Redaktion/Rédaction: Jürg Depierraz, Boris Kohler, Verbände & Kommunikation Postfach 5853, 3001 Bern Telefon 031 310 20 30, Fax 031 310 20 35 E-Mail: office@depierraz.ch Abonnementspreis: Fr. 220.–/Jahr ISSN 1422-3430 Druck/Impression: Geiger AG Bern, Habsburgstrasse 19, 3006 Bern Inserate/Annonces: inMedia Services AG, Postfach 6723, 3001 Bern, Telefon 031 382 11 80, Fax 031 382 11 83, www.inmedia.ch Adressänderungen Bitte beachten Sie, dass alle Adressänderungen an folgende Adresse gemeldet werden müssen: Textilpflege Schweiz Abonnentendienst 3178 Bösingen Telefon 031 740 97 81 Telefax 031 740 97 76 textilpflege@iposervice.ch

Neues Produktlabel – Geprüfte Qualität «Hautflora neutral»

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«Forschungsprojekte widerspiegeln wachsende Bedeutung der Hygienetechnologie

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Firmen-News «Bardusch InProgress» – Einweihung des modernisierten Standorts in Brugg

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Neuer Name mit alten Wurzeln

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Einsparung von Wasser und Energie dank moderner Prozesswassertechnologie

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Verbände und Mitteilungen Erfolgreiche VTS-Generalversammlung 2013 am Zugersee

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Clone Your Shirt: Neues Zusatzgeschäft für Textilreinigungen

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AHV-Verbandsausgleichskasse IMOREK – das Angebot steht allen VTS-Mitgliedern offen

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Altlastentagung: «Alte Lasten – Neue Chancen»

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ETSA mit neuer Website

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N006/Juni 2013

Textilpflege Schweiz Editorial Les soins aux textiles

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Finanzielle Vorteile durch Energieoptimierung und CO2-Abgabebefreiung Boris Kohler, Redaktion «Textilpflege Schweiz», Bern

Dr. Jürgen Bohnen, ein Interview über dieses und weitere Themen zu führen. Mit gutem Beispiel voran in Sachen Energieeffizienz geht die Bardusch AG. Seit 2006 wurde beim Standort in Brugg systematisch in energie- und ressourcensparende Technik investiert und so die Leistungsfähigkeit und Energieeffizienz des Betriebes gesteigert sowie der CO2-Ausstoss massiv reduziert. Anfang Juni 2013 gewährte das langjährige VTS-Mitglied anlässlich einer Einweihungsfeier Einblick in den modernisierten Brugger Betrieb. Eine Befreiung von der gesetzlichen CO2Abgabe durch Minimierung der Treibhausgasemissionen kann grosse wirtschaftliche Vorteile mit sich bringen – und zwar nicht nur für die ganz grossen Unternehmen. In den nächsten Jahren dürfte sich der Abgabensatz markant erhöhen, umso prüfenswerter ist die Möglichkeit der Abgabenbefreiung für energieintensive Unternehmen. In vorliegender Ausgabe von «Textilpflege Schweiz» publizieren wir einen ausführlichen Artikel zu diesem Thema und zeigen auf, wie mit Hilfe der Energie Agentur der Wirtschaft EnAW eine Befreiung von dieser Lenkungsabgabe erreicht werden kann und welche finanziellen Vorteile damit einhergehen können. Finanzielle Vorteile können auch durch die Einsparungen von Ressourcen und Energie erreicht werden. Das wfk – Cleaning Technology Institute führt im Bereich Ressourceneffizienz gegenwärtig zahlreiche Forschungsprojekte durch – beispielsweise in den Bereichen Wassereinsparung, ressourcen- und textilschonende Aufbereitungsverfahren, sog. Soil-Release-Systemen, Rückgewinnung von Enzymen aus Prozesswässern u.a.m. Die Redaktion von «Textilpflege Schweiz» hatte anlässlich der 46. International Detergency Conference IDC die Gelegenheit, mit dem Direktor des wfk,

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Und schliesslich war Ressourceneffizienz an der VTS-Generalversammlung von Ende Mai 2013 ein gewichtiges Thema. Unter anderem wurde den anwesenden Mitgliedern das im April 2013 erschienene Handbuch «RessEff» präsentiert und aufgezeigt, wie insbesondere auch in Textilreinigungen mit entsprechenden Energieoptimierungsmassnahmen finanzielle Vorteile realisiert werden können. Wir wünschen spannende Lektüre.

Des avantages financiers en optimisant l'énergie et en se délivrant de la taxe sur le CO2 Si l'on se libère du paiement de la taxe sur le CO2 exigée par la loi en réduisant les émissions de gaz à effet de serre, cela peut induire d'importants avantages économiques – et ce, pas seulement pour les très grandes entreprises. Si, ces prochaines années, le taux de la taxe devait être fortement relevé, il y aura d'autant plus lieu pour les entreprises énergivores d'évaluer la possibilité de se libérer de la taxe sur le CO2. Dans le présent numéro des «Soins aux textiles», nous publions un article exhaustif sur la question et avec l'assistance de l'Agence de l'Energie pour l'Economie AEnEC, nous démontrons comment on peut parvenir à se libérer de cette taxe incitative et quels avantages financiers peuvent en découler. Des avantages financiers peuvent aussi être tirés si l'on économise les ressources et l'énergie. Le wfk – Cleaning Technology Institute mène actuellement de nombreuses études dans le domaine de l'efficience des ressources – notamment dans le domaine des économies d'eau, des procédés de préparation respectant les textiles et les ressources dénommés systèmes «soil release», de la récupération des enzymes dans les eaux de traitement, etc.

La rédaction des «Soins aux textiles», à l'occasion de la 46e International Detergency Conference, a pu obtenir une interview du directeur du wfk Dr Jürgen Bohnen sur la question et sur d'autres aspects. L'entreprise Bardusch AG se montre bonne pionnière en matière d'efficience énergétique. Depuis 2006, sur le site de Brugg, des investissements ont été systématiquement faits en technique d'économie des ressources, ce qui a amélioré les performances et l'efficience énergétique de l'entreprise et massivement réduit les émissions de CO2. Au début de juin 2013, ce membre durable de l'ASET a organisé une visite de son entreprise de Brugg modernisée à l'occasion de cette inauguration. Enfin, l'efficience des ressources a été le point fort de l'assemblée générale de l'ASET en fin mai 2013. Entre autres, les membres présents se sont vu présenter le manuel «EffRess» paru en avril 2013 et on a montré comment, en particulier dans les nettoyages à sec, on peut tirer des avantages financiers en prenant les mesures voulues d'optimisation énergétique. Nous vous souhaitons bonne lecture.


Textilpflege Schweiz Energiestrategie 2050 Les soins aux textiles

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Statt grosser Wurf bloss lahme Ente? Henrique Schneider, Ressortleiter sgv, Schweizerische Gewerbezeitung, 3. Mai 2013

ENERGIESTRATEGIE 2050 – Nach dem grossen Lärm die grosse Stille: Das Grossprojekt zur Energiezukunft der Schweiz beeinflusst weit mehr als bloss den Energiekonsum.

Es ist still geworden um die Energiestrategie 2050. Noch vor wenigen Wochen konnten sich die Medien nicht darin überbieten, alle möglichen Experten zu allen möglichen Details der Vorlage zu befragen, und die Vorsteherin des Energiedepartements thematisierte unermüdlich ihre Strategie für die Zukunft. Doch nun herrscht plötzlich Stille. Und das ist gut. Der ganze Lärm entstand gegen Ende der Vernehmlassungsphase, als viele Verbände und Parteien in Medienkonferenzen ihre Ansichten vorstellten und der Bundesrat darauf reagierte. Nun müssen diese Antworten ausgewertet und gewichtet werden. Daraus entsteht dann die B0tschaft, d.h. die definitive Vorlage, welche ins Parlament geht. Und dann dürfte es wieder laut werden. Einer Grossbaustelle gleicht die Energiestrategie 2050. Und sie wird weit mehr als bloss unseren

Die Wogen glätten In der jetzigen Phase der Auswertung und Abwägung hat sich das Departement Leuthard für eine besondere Vorgehensweise entschieden. In einer Serie von «runden Tischen» wurden die kontroversesten Fragen unter den Experten und Verbandsvertreterinnen mit Bundesrätin Doris Leuthard nochmals diskutiert. Selbstverständlich ist ein Konsens schwierig: Die Wogen glätten, lautet das Ziel. Denn es gibt noch unzählige offene Fragen. Beispielsweise jene, wie frühzeitig der Paradigmenwechsel von Förder- auf Lenkungsmodell eingeleitet wird, wie die Subventionen der neuen erneuerbaren Energien möglichst marktnah umgesetzt werden und um wie viel Prozent die CO2Abgabe zu Gunsten der Gebäude verwendet werden darf. Und nicht zu vergessen die Frage aller Fragen: Werden wir genügend Strom haben?

Konsequente Strategie? Dass der Prozess der Vernehmlassung stimmig ist, heisst aber längst nicht, dass es keine Kritik an der Strategie 2050 gäbe. Vor allem wird ihr vorgeworfen, dass sie nicht konsequent ist. Von verschiedenen Seiten wird bemängelt, dass – obwohl Strom nur ca. 25 Prozent des Schweizer Energieverbrauchs ausmacht – etwa 80

Energiekonsum beeinflussen. Bild: www.skyscrapercity.com.

Prozent der in der Strategie vorgestellten Massnahmen nur die Elektrizität betreffen. Öl, weitaus der am meisten verbrauchte Energieträger in der Schweiz, wird nur am Rande erwähnt. Natürlich ist eine Konsequenz der Erhöhung der Energieeffizienz von Gebäuden, dass auch der Umgang mit Öl effizienter wird, doch das Verhältnis von Öl zu Strom bleibt dennoch bestehen. Ebenfalls Anlass zur Kritik gibt die Förderung fossiler Energien, vor allem die Erleichterungen für grössere Gaskraftwerke. Darin wird ein Widerspruch zur ambitionierten Schweizer Klimapolitik gesehen. Auf der einen Seite will das Land den Ausstoss von CO2 massiv mit teuren Inlandmassnahmen senken, auf der anderen Seite aber erlaubt es eine Vergrösserung eben dieser Emissionen seitens der Energieproduktion.

Viele Stolpersteine Als ob der offenen Fragen, der Kontroversen und der Kritik nicht genug wären, gibt es zudem auch noch manche Stolpersteine; einige davon hat sich der Bundesrat gleich selbst in den Weg gelegt. Die Energiestrategie 2050 ist eine Grossbaustelle: Sie

verändert weit mehr als unseren Energiekonsum, beeinflusst sie auch unsere Wirtschaftsstruktur, die Gesellschaft und sogar das individuelle Leben. Dieses Vorhaben wird echt kompliziert! Doch statt sich darauf zu konzentrieren und die Strategie als Gegenprojekt zu allen linken Volksinitiativen (grüne Wirtschaft, Atomausstieg, Cleantech) zu lancieren, bringen Bundesrat und Parlament stetig zusätzliche Gegenvorschläge zu den Initiativen aufs Tapet. Besonders brisant: Einige Gegenvorschläge widersprechen den Zielen der Energiestrategie 2050! Wenn beispielsweise der Stromverbrauch nach der Strategie eingedämmt werden soll, so lautet ein Gegenvorschlag (seitens des Parlaments), den Stromverbrauch zu belohnen. Wenn die Strategie will, dass die «Energiewende» möglichst marktwirtschaftlich geschehen soll, so will ein anderer Gegenvorschlag (seitens des Bundesrats) Detailhändler dazu zwingen, auf Tagesbeleuchtung zu verzichten. Es muss an dieser Stelle wohl nicht daran erinnert werden, dass Verbote nichts mit Marktwirtschaft zu tun haben.


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Textilpflege Schweiz Energiestrategie 2050 Les soins aux textiles

Wenn schon, dann klar und kohärent Die Gefahr der Gemengelage von Energiestrategie 2050, Volksinitiativen und kreativen Gegenvorschlägen ist, dass letztlich die Energiestrategie vom grossen Wurf zur lahmen Ente wird. Der Schweizerische Gewerbeverband sgv unterstützt die grundlegenden Ziele der Energiestrategie und wirkt gerade deswegen darauf ein, diese weder zu verwässern noch zu verkomplizieren. Eine gute Versorgung mit Energie zu wettbewerbsfähigen Preisen ist für unsere KMU essenziell. Wenn sich die Schweiz eine Strategie gibt, dann verlangt der sgv, dass sie klar, kohärent und marktwirtschaftlich ist. Und das fordert der sgv klar und deutlich, kein bisschen still.

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Textilpflege Schweiz CO2-Abgabe Les soins aux textiles

N006/Juni 2013

Energiesparen mit CO2-Abgabebefreiung lohnt sich – nicht nur für die ganz Grossen! Redaktion

Eine Befreiung von der gesetzlichen CO2-Abgabe bringt grosse wirtschaftliche Vorteile mit sich. Die Lenkungsabgabe wird seit 2008 auf fossilen Brennstoffen wie Heizöl oder Erdgas erhoben. Damit verteuert sie die fossilen Brennstoffe und setzt Anreize zum sparsamen Verbrauch und zum vermehrten Einsatz CO2-neutraler oder CO2-armer Energieträger. Energieintensive Unternehmen haben die Möglichkeit, sich von der CO2-Abgabe befreien zu lassen, wenn sie sich im Gegenzug zu einer Verminderung ihrer Treibhausgasemissionen verpflichten. Eine Möglichkeit, die sich für Unternehmen finanziell durchaus lohnen kann – insbesondere auch für Textilpflegebetriebe. Seit 2008 wird auf den Verbrauch von fossilen Brennstoffen die CO2-Abgabe erhoben, sie beträgt zurzeit CHF 36.–/ Tonne CO2, resp. CHF 9.55/100lt Heizöl. Rund zwei Drittel der Abgabeerträge werden verbrauchsunabhängig an Bevölkerung und Wirtschaft zurückverteilt. Ein Drittel der Erträge (max. CHF 300 Mio.) fliesst in das Gebäudeprogramm zur Förderung energetischer Sanierungen und erneuerbarer Energien, weitere CHF 25 Mio. in den Technologiefonds. Energieintensive Unternehmen mit jährlichen Emissionen von mehr als 100 Tonnen CO2 (entspricht ca. 38‘000 Liter Heizöl oder 380‘000 kWh fossiler Energie) können sich von der CO2-Abgabe befreien lassen, wenn sie sich im Gegenzug zu einer Verminderung ihrer Treibhausgasemissionen verpflichten. Dazu ist beim Bundesamt für Umwelt BAFU ein Gesuch auf Abgabebefreiung einzureichen. Dieses Gesuch muss folgendes beinhalten:

Verbrennung fossiler Regelbrennstoffen noch andere relevante Emissionen ausweist.

Energieintensive Unternehmen haben die Möglichkeit, sich von der CO2-Abgabe befreien zu lassen. Dies kann grosse wirtschaftliche Vorteile

● ● ●

Administrative Daten und geografischer Perimeter des Unternehmens; Emissionsdaten und Produktionsindikatoren des Unternehmens; Modellwahl: a) Emissionsziel individuell festgelegt, b) Emissionsziel vereinfacht festgelegt (für Unternehmen, die bereits in der ersten Verpflichtungsperiode 2008 bis 2012 von der CO2-Abgabe befreit waren) oder c) Massnahmenziel für kleine Unternehmen; Zielvorschlag: Je nach Modellwahl wird entweder ein Emissionsziel definiert, dass die Menge an Treibhausgasemissionen in Tonnen CO2 festlegt, die das Unternehmen während der zweiten Verpflichtungsperiode (2013 bis 2020) emittieren darf, oder es wird ein Massnahmenziel in Tonnen CO2 definiert (für kleine Unternehmen), welches eine Liste von wirtschaftlich tragbaren Massnahmen enthält, die während der zweiten Verpflichtungsperiode umgesetzt werden müssen; Monitoringkonzept für ein Unternehmen, das neben CO2-Emissionen aus der

mit sich bringen – insbesondere auch für Textilpflegebetriebe. Bild: bisz-aktuell.de.

Energie Agentur der Wirtschaft EnAW bietet wertvolle Unterstützung Die tragenden Wirtschaftsverbände der Schweiz (Economiesuisse, SGV, Swissmem, u.a.) haben 1999 die Energie Agentur der Wirtschaft (EnAW) gegründet, damit die Unternehmen bei der Abgabenbefreiung – insbesondere bei der Erarbeitung des Zielvorschlags – professionell unterstützt werden können. Der Nutzen einer Mitgliedschaft ist gross und die Akzeptanz der EnAW in der Wirtschaft und der Politik entsprechend hoch. Gemeinsam mit den Unternehmen werden Zielvereinbarungen erarbeitet sowie Massnahmen definiert und umgesetzt und mittels eines MonitoringSystems transparent gemacht resp. überwacht. Grundsätzlich bietet die EnAW ihre Dienstleistungen in zwei unterschiedlichen Modellen an, dem KMU-Modell und dem Energie-Modell:

Das KMU-Modell bietet Energie-Management für kleine und mittelgrosse Unternehmen, die keinen eigenen Energiebeauftragten haben, jährlich weniger als 1500 Tonnen CO2 ausstossen und unter CHF 1 Mio. für Energie ausgeben. Mit wenig Aufwand wird das Energieeffizienzpotenzial festgestellt und mit wirtschaftlichen Massnahmen ausgeschöpft. Der Einstieg in das KMU-Modell lohnt sich schon ab jährlichen Energiekosten von CHF 20‘000.–. Teilnahmekosten betragen ab CHF 1‘000.– pro Jahr. ● Das Energie-Modell deckt die Ansprüche von mittleren und grossen Unternehmen mit jährlichen Energiekosten von über CHF 500‘000.– und komplexen EnergieManagement-Prozessen. Im EnergieModell werden die Unternehmen von einer fachkundigen und erfahrenen EnAW-Moderatorin oder einem -Moderator begleitet und beraten. Jedes Unternehmen ist Mitglied in einer Energie-Modell-Gruppe und profitiert vom regelmässigen Erfahrungs- und Know-how-Austausch in der Gruppe. Teilnahmekosten ab CHF 6‘000.– pro Jahr. Seit mehr als zehn Jahren treffen sich regelmässig Vertreter Schweizer Wäschereien und erarbeiten unter der Federführung der EnAW gemäss dem vorangehend beschriebenen Energie-Modell in einer Arbeitsgruppe Benchmarks und Lösungen für Energiespar- und CO2-Reduktionsmassnahmen und profitieren so von der CO2Abgabebefreiung. Momentan umfasst die Gruppe zwölf Wäschereien, es haben sich aber bereits zahlreiche weitere Interessenten für eine Mitarbeit angemeldet. Das Energie-Modell kann auch für Unternehmen interessant sein, die jährliche Energiekosten von unter CHF 500‘000.– aufweisen. Die Energie-Management-Prozesse in Wäschereien sind sehr komplex und nicht jeder Betrieb hat einen eigenen Fachmann für Energie- und Ressourcenver-


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Textilpflege Schweiz CO2-Abgabe Les soins aux textiles

einem einzigen, online bewirtschaftbaren Dokument (Verbrauchserfassung, Kennzahlen, Grafiken, Massnahmenplanung, Kosten-/Nutzenrechnung von Investitionen in die Energieoptimierung).

brauchsfragen – umso grösser ist da der Nutzen einer Mitarbeit resp. eines Austauschs in der Energie-Modell-Gruppe und der zusätzlich inbegriffenen individuellen Beratungsleistung durch Experten im Umfang von zwei Tagen.

Die CO2-Abgabebefreiung bietet Vorteile – diese werden in den nächsten Jahren noch grösser Mit dem seit 1. Januar 2013 und bis Ende 2020 gültigen neuen CO2-Gesetz werden die Vorteile einer Abgabebefreiung stark steigen: ●

Ab 2014 soll die CO2-Abgabe von zurzeit CHF 9.55/100lt Heizöl auf CHF 15.90 und später bis auf max. CHF 31.80/100lt Heizöl erhöht werden. ● Die abgabebefreiten Unternehmen partizipieren ab 2013 neu zusätzlich vom gleichen Rückerstattungsmechanismus via AHV-Lohnsumme wie alle von der Abgabe nicht befreiten Unternehmen. Der wirtschaftliche Vorteil einer Abgabebefreiung wird damit noch grösser. ● Das ab 2013 zum Einsatz kommende neue Softwaretool der EnAW vereinigt alle mit der Abgabenbefreiung verbundenen administrativen Abläufe in einem einzigen System und ermöglicht zudem die Integration des gesamten Energiemanagements eines Unternehmens in

Die untenstehende Tabelle wurde durch Gustav Lorenz, ehemaliger Eigentümer der Wäscheria Textil Service AG Ilanz/Samedan und langjähriger Mitarbeiter in der EnergieModell-Gruppe Wäscherei, erstellt und basiert auf den CO2-Abgabesätzen gemäss der CO2-Verordnung. Sie zeigt die Grössenordnung des Sparpotenzials bei verschiedenen Heizölverbrauchsmengen unter untenstehenden Annahmen auf. Bei Erdgas oder Tankgas ist das Sparpotential wegen geringerer CO2-Intensität des Brennstoffs leicht tiefer.

Eine CO2-Abgabebefreiung lohnt sich Wie die Tabelle zeigt, kann sich eine Befreiung von der CO2-Abgabe in finanzieller Hinsicht sehr lohnen – und zwar nicht nur für die ganz grossen Betriebe mit einem Heizölverbrauch von über 100‘000 lt pro Jahr! Natürlich gibt es keine Garantie, dass sich die CO2-Abgabesätze in den nächsten Jahren genauso entwickeln werden – je nach Reduktion des CO2-Ausstosses in der Schweiz kann die Abgabe gemäss Verordnung noch nach oben oder unten angepasst werden. Fest steht aber, dass weitere

Erhöhungen der Abgabe wohl unausweichlich sein dürften. Klar ist ebenfalls, dass die fossilen Brennstoffe auch unabhängig des Abgabesatzes immer teurer werden und sich das Energiesparen schon nur deshalb lohnt. Die Abgabebefreiung stellt zumindest eine prüfenswerte Option für Textilpflegebetriebe – insbesondere Wäschereien – dar, die einen erheblichen Verbrauch an fossiler Energie aufweisen. Unter www.bafu.admin.ch/co2-abgabe erfahren Interessierte alles Wissenswerte über die CO2-Abgabe. Unter www.enaw.ch besteht zudem die Möglichkeit, sich anhand eines Kosten-Nutzen-Rechners aus Energieverbrauch und Energiekosten den Teilnahmebetrag und den finanziellen Nutzen vom KMU-Modell berechnen zu lassen. Des Weiteren steht Daniel Schneiter, Moderator der Energie-Modell-Gruppe Wäscherei, interessierten Betrieben als Ansprechpartner zur Verfügung: daniel.schneiter@enaw.ch.

Befreiung von der CO2-Abgabe: Schritt für Schritt Unter folgendem Link wird die Vorgehensweise zur Befreiung von der CO2-Abgabe Schritt für Schritt erklärt: http://www.bafu.admin.ch/co2-abgabe/12364/12451/index.html?lang=de.

Anmeldefrist für CO2-Abgabebefreiung

Annahmen: *1 Abgabensätze gemäss CO2-Verordnung. Je nach Reduktion des CO2-Ausstosses in der Schweiz kann die Abgabe gemäss Verordnung nach oben oder unten angepasst werden. *2 Rückerstattungsbetrag abzgl. Bearbeitungsgebühr. *3 Kosten der EnAW-Teilnahme für Neueinsteiger im KMU-Modell für kleinere, resp. im Energiemodell für grössere Verbraucher (>100‘000 lt Heizöl) ohne Berücksichtigung der elektrischen Energie. *4 Lineare Reduktion des Heizölverbrauchs von 2 Prozent pro Jahr durch Energieoptimierungsmassnahmen. Heizölpreis CHF 90.–/100 lt.

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Die Anmeldefrist für das Gesuch beim BAFU um CO2-Abgabebefreiung ab 2014 läuft bereits am 31. August 2013 ab. Bis zu diesem Zeitpunkt müssen Interessenten alle Vorbereitungen (Datenerhebung, Zielvorgabe, Massnahmenplan etc.) abgeschlossen haben. Es ist schwierig zu sagen, wie viel Zeit für diese Vorbereitungen benötigt wird – dies hängt massgeblich vom aktuellen Stand des «Energiemanagements» des jeweiligen Betriebes ab. Wir empfehlen Ihnen, sich bei Interesse rasch möglichst bei der EnAW anzumelden: www.enaw.ch.


Textilpflege Schweiz Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz Les soins aux textiles

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Praxistipp: Arbeitssicherheit – Ausbildung und Sensibilisierung der Mitarbeitenden Technische Kommission VTS

Die Technische Kommission des VTS publiziert in loser Folge Tipps und Tricks für den Textilreinigungs- und Wäschereipraktiker. Nachfolgend lesen Sie den ersten von vier Beiträgen zum Thema Arbeitssicherheit – und zwar über die Ausbildung und Sensibilisierung der Mitarbeitenden.

Ausbildung und Sensibilisierung auf das Thema Arbeitssicherheit muss durch das Führungskader getragen werden. Sicherheit ist nicht verhandelbar. Es lohnt sich auch finanziell. Jeder Unfall kostet im Durchschnitt rund CHF 12‘000.– bis 15‘000.– und löst Stress und Leid aus. Ein Imageverlust, eine höhere Fluktuation und eine sinkende Arbeitsmotivation können weitere Folgen sein.

Präventive Massnahmen ●

Bilden Sie die Kaderpersonen in Sachen Sicherheit aus. Nur so können diese ihre Verantwortung wahrnehmen. Beispielsweise die SUVA oder das bfu bieten geeignete Kurse dazu an. Die Gefahren lauern oft in den Routineaufgaben, z.B. beim Transport von Wäschewägelchen, rückwärtsfahrenden Lastwagen, nicht gereinigte Rampen, etc. Mitarbeitergespräche sollen auch das Thema Sicherheit beinhalten. So zeigen Sie, wie wichtig Ihnen die Gesundheit der Mitarbeitenden ist. Sensibilisieren Sie Ihre Mitarbeitenden. Lassen Sie in kleinen Workshops selber nach Lösungen am Arbeitsplatz suchen und machen Sie «Vereinbarungen», dass sich alle Kolleginnen und Kollegen gegenseitig auf Fehlverhalten aufmerksam machen. Setzen Sie kleine, aber motivierende Belohnungen für richtiges Verhalten aus, z.B. ein spendiertes «Znüni» nach einem unfallfreien Quartal. Neue Mitarbeitende haben ein 50 Prozent grösseres Unfallrisiko. Sie brauchen eine seriöse Einarbeitung. Geben sie den Mitarbeitenden die Chance Ideen einzubringen, z.B. mittels eines Ideenbriefkastens. Ordnung ist die halbe Sicherheit, gehen Sie mit gutem Beispiel voran. Ihr Arbeitsplatz ist sauber und stolperfrei. Sorgen Sie für genügend Informationsplattformen. Intranet, Firmenzeitung, Anschlagbrett, Sitzungen, etc. sollen Auskunft über die Sicherheitskultur und Organisation geben. Machen sie zeitlich

begrenzte Kampagnen, z.B. im Winter «Licht bringt Sicherheit» oder im Sommer «Ausgeruht die Ferienreise antreten». Setzen Sie sich erreichbare und überprüfbare Ziele, z.B. «dieses Jahr sind wir in Sachen Anzahl Unfälle unter dem Branchenschnitt». Finanzielle Ziele sind schwierig, da man durchaus weniger Unfälle, aber trotzdem höhere Kosten haben kann. Kreieren Sie eine kleine, handliche Notfallkarte für jeden Mitarbeitenden. Dort kann er auch ablesen, wie er im Krankheitsfall vorzugehen hat, z.B. telefonische Abmeldung beim Vorgesetzten. Üben sie in einer gewissen Regelmässigkeit das Notfallverhalten beispielsweise bei einer Evakuation, einem Unfall o.ä. Eine Evakuation lässt sich gut mit einem Grillfest kombinieren. Scheuen Sie sich nicht, auch über die Thematik von Nichtbetriebsunfällen zu informieren und Krankheitskampagnen durchzuführen, denn einem guten Chef ist die Gesundheit der Mitarbeiter wichtig.

Im Ereignisfall ●

Bei jedem Ereignis gilt es ruhig zu bleiben. Übersicht verschaffen, sich selbst und andere schützen, die Unfallstelle sichern, alarmieren und helfen.

Nach einem Ereignis ●

Betrachten Sie keinen Unfall als unvermeidbar. Überprüfen Sie, warum es passiert ist. Seien Sie dabei fair, aber hartnäckig. Suchen Sie nach Verbesserungen, nicht nach Schuldigen. ● Suchen Sie nach einem Unfall oder einer Krankheit das Gespräch mit dem Mitarbeitenden. Thematisieren Sie die Rückkehr an den Arbeitsplatz. Was können der Betrieb und der Arbeitnehmer besser machen, damit der Unfall sich nicht wiederholt? ● Ein Absenzen-Management hilft die Übersicht zu behalten, Schwächen zu erkennen und gezielte Massnahmen einzuleiten. Grössere Unternehmen haben einen Personaldienst, der dies angemessen umsetzen kann. Achten Sie dabei aber auf den Datenschutz.

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Textilpflege Schweiz Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz Les soins aux textiles

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Conseil pratique: Sécurité au travail – formation et sensibilisation des collaborateurs Commission technique ASET

La commission technique de l’ASET publie ça et là des «trucs et astuces» pour les nettoyeurs de textiles et les blanchisseurs. Voici le premier de quatre articles sur le thème de la sécurité au travail – il concerne la formation et la sensibilisation des collaborateurs.

Formation et sensibilisation à la sécurité sont de la compétence des cadres dirigeants. La sécurité ne se négocie pas. Elle est d’ailleurs payante puisque chaque accident coûte de 12’000 à 15’000.– francs en moyenne, sans parler du stress et des souffrances qu’il occasionne. Une perte de réputation, une plus forte fluctuation et une démotivation au travail peuvent aussi en résulter.

Mesures préventives

Veillez à la formation de votre personnel d’encadrement dans le domaine de la sécurité au travail. Cela seul leur permet d’assumer leur responsabilité. La SUVA ou le bpa, par exemple, proposent des cours sur ce sujet. Le danger rôde souvent dans les tâches routinières, par exemple le transport des chariots à linge, les camions qui effectuent une marche arrière, les rampes non nettoyées, etc. ● Dans les entretiens avec les collaborateurs, le thème de la sécurité au travail doit également être abordé. Vous montrez ainsi à quel point la santé de vos employés vous importe. ● Sensibilisez vos collaborateurs. Laissez-les chercher eux-mêmes des solutions au lieu de travail dans le cadre de petits ateliers et conclure des «conventions» engageant tous les collègues à se rendre mutuellement attentifs aux comportements fautifs. ● Prévoyez des récompenses, minimes mais motivantes, pour leur bon comportement; offrez par exemple un café-croissants au bout d’un trimestre sans accident.

Les collaborateurs nouvellement engagés courent un risque d’accident de 50 pour cent plus élevé. Ils ont besoin d’une sérieuse instruction. Laissez à vos collaborateurs la possibilité d’exprimer leurs vues, par exemple en installant une boîte à idées. L’ordre c’est déjà la moitié de la sécurité; donnez ici le bon exemple. Votre place de travail est en ordre et exempte d’embûches. Veillez à bien informer le personnel. Intranet, bulletin interne, tableau d’affichage, réunions, etc. doivent servir à l’éclairer sur la politique en matière de sécurité et d’organisation. Faites des campagnes temporaires, par exemple en hiver «Lumière et sécurité» ou en été «Partir en vacances reposé». Fixez-vous des objectifs atteignables et vérifiables, par exemple «cette année nous serons en dessous de la moyenne de la branche pour le nombre des accidents». Les objectifs financiers sont délicats car on peut très bien avoir moins d’accidents et néanmoins des coûts plus élevés. Elaborer une petite carte des mesures d’urgence pour chaque collaborateur. Il y trouvera aussi ce qu’il doit faire en cas de maladie, par exemple téléphoner à son supérieur pour annoncer son absence. Faites à intervalles réguliers des exercices sur le comportement à adopter en cas d’urgence, par exemple une évacuation, un accident, etc. Une évacuation peut très bien se terminer par un barbecue.

Ne craignez pas d’aborder aussi le sujet des accidents extra-professionnels et d’organiser des campagnes relatives à la maladie car un bon patron doit se soucier de la santé des collaborateurs.

En cas d’événement ●

Quel que soit l’événement, il faut garder son calme. Se faire une vue d’ensemble, se protéger et protéger les autres, sécuriser le lieu de l’accident, donner l’alarme et venir en aide.

Après un événement ●

Ne considérez aucun accident comme fatal. Vérifiez pourquoi il s’est produit. Ce faisant, soyez équitable, mais restez ferme. Cherchez des améliorations, pas des coupables. ● Après un accident ou une maladie, ayez un entretien avec le collaborateur. Parlez de son retour au travail. Quelles améliorations peuvent apporter l’entreprise et le travailleur pour que cela ne se reproduise pas? ● Une gestion des absences aide à garder une vue d’ensemble, à déceler les faiblesses et à engager des mesures ciblées. Les grandes entreprises ont un service du personnel qui peut les mettre en œuvre de manière appropriée. Attention ce faisant à la protection des données.

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Textilpflege Schweiz Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz Les soins aux textiles

N006/Juni 2013

Erfa-Tag KOPAS – neue Gefahrensymbole Redaktion

Im November 2013 führt der Verband Textilpflege Schweiz VTS einen Erfahrungsaustausch zwischen Kontaktpersonen Arbeitssicherheit (KOPAS) durch. Gastgeberin wird die Bezema AG in Montlingen sein. Der Anlass bietet interessante Referate und Diskussionen sowie die Gelegenheit, sich aus erster Hand über aktuelle Themen und Gefahren am Arbeitsplatz zu informieren.

Der Erfa-Tag ist Bestandteil der VTS-Branchenlösung «Sicherheit und Gesundheitsschutz in Textilpflegebetrieben». Er soll eine Plattform für den Austausch unter Gleichgesinnten bieten und die Kontaktpersonen Arbeitssicherheit (KOPAS) bei der Umsetzung der Branchenlösung im Betrieb unterstützen. Beim diesjährigen Erfa-Tag haben Interessierte die Möglichkeit, sich aus erster Hand über die Neuerungen der Branchenlösung sowie die Ziele 2014 in den Bereichen Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz in der Textilpflegebranche zu informieren.

Schwerpunktthema werden die neuen Gefahrensymbole sein, auf welche sowohl in einem theoretischen Teil, als auch in der Praxis anlässlich eines Betriebsrundgangs in der Bezema AG, eingegangen wird. Die ausgebildeten Kontaktpersonen für Arbeitssicherheit KOPAS erhalten Anfang Juli 2013 die Einladungsunterlagen mit dem detaillierten Programm.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des ErfaTages für KOPAS profitieren von interessanten Referaten und Diskussionen sowie von einem

Weitere Informationen zur Branchenlösung und zum Thema Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz finden Sie unter www.textilpflege.ch.

Betriebsrundgang in der Bezema AG in Montlingen.

Kampagne «Sichere Lehrzeit» Suva

Veranstaltungskalender Jedes Jahr ereignen sich in der Schweiz rund 25‘000 Berufsunfälle, von denen Lernende betroffen sind. Wie Analysen ergeben haben, verunglücken Lernende wesentlich häufiger als die übrigen Arbeitnehmenden. Das will die Suva ändern.

Ab Juli 2013 ruft die Suva die Kampagne «Sichere Lehrzeit» ins Leben. Zum Auftakt der Kampagne wird an alle betroffenen Lehrbetriebe ein Aufruf verschickt: Diese sollen für ihre Lernenden und Berufsbildner die jeweiligen Starter-Kits zur Kampagne bestellen. Mit diesen Starter-Kits ist der Berufsbildner/die Berufsbildnerin in der Lage, die Suva Kampagne «Sichere Lehr-

zeit» erfolgreich zu planen und umzusetzen. Ab 15. Juli 2013 ist die Kampagnenseite unter www.suva.ch aufgeschaltet und alle Einsatzmittel erhältlich. Für Fragen steht der Kampagnenleiter Herr Victor Martinez zur Verfügung: Tel. 041 419 64 59, E-Mail victor.martinez@suva.ch.

• 23. bis 24. Oktober 2013, SFTVHerbsttagung, Luzern • 30. Oktober 2013, synergy2013 / Stiftung KMU Schweiz, Bern • 12. November 2013, Berufsbildnertagung VTS, Luzern • 23. bis 27. November 2013, IGEHO, Basel • 3. bis 6. Oktober 2014, EXPOdetergo, Mailand (I) • 30. Oktober bis 1. November 2014, Texcare Forum, Frankfurt am Main (D) • 11. bis 15. Juni 2016, Texcare International, Frankfurt am Main (D)


N006/Juni 2013

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SMART PROTECTION Schonendes 80 °C Waschverfahren für effiziente Sauberkeit: Waschen wie früher, mit der Chemie von heute. ƒ schnell: in nur 10 Minuten bei 80 °C ƒ sauber: optimale Schmutzund Fleckentfernung / sehr hoher Weißgrad ƒ schonend: geringe Faserschädigung durch spezielle Additive ƒ sicher: doppelte Absicherung der Desinfektionswirkung > SMART PROTECTION zur RKI-Listung angemeldet Ökologisches Konzept ƒ Ressourcen schonend ƒ ohne Peressigsäure ƒ geringer CSB-Wert ƒ Einsparung an Chemie ƒ geringe und konstante Nachwaschquoten Ökonomisches Konzept ƒ kurze Taktzeit und geringe Kosten für Chemie kompensieren höhere Energiekosten ƒ geringe Gesamtprozesskosten

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Textilpflege Schweiz Schadenfall Les soins aux textiles

N006/Juni 2013

Dossier accidents: Trous Centre Technique de la Teinture et du Nettoyage CTTN, Revue etn 251

Les trous peuvent provenir de plusieurs origines: mécaniques, chimiques et thermiques. Les trous dus à l’action mécanique sont souvent liés à un accrochage accidentel au porter (plus rarement suite au nettoyage). Sous l’action de frottements répétés lors de l’utilisation, il se produit une usure du tissu au niveau des poches, du col, du bord des manches, etc. Cette usure quelquefois faiblement visible, s’accentue lors de l’entretien pour former un trou. Bien sûr, si cette usure des produit au bout de quelques mois d’utilisation normale, il s’agit alors d’un problème de qualité de tissu.

Les vestes sont de compositions très variées. Cependant la laine est une fibre très présente dans ce type d’article. Une des particularités de la laine est qu’elle est très appréciée par la larve d’un insecte: la mite. Une analyse à la loupe d’un trou causé par cet insecte permet de détecter des marques de morsures sur les fibres. Lorsque les petits papillons sont aperçus (teigne commune des vêtements), un traitement rapide est impératif car des larves sont sûrement déjà à table!

Sur le pourtour du trou, le tissu est très effiloché. Sous la loupe microscopique, les fibres situées aux abords du trou ainsi que le tissu alentour se révèlent usés, fibrillés. Les fibrilles observées à la surface du tissu résultent de l’éclatement des fibres sous l’action de frottements. Toute cette zone a subi des frottements répétés qui ont fibrillé le tissu et progressivement usé les fibres. Les fibres les plus fragilisées ont fini par se rompre d’où l’apparition d’un trou.

Les trous d’origine chimique sont dus, pour la majorité, à des projections de produit chimiques contenant des oxydants ou des acides: produits présents dans des nettoyants pour sanitaire, par exemple.

Cette veste présente des dommages similaires sur la manche droite et au même emplacement c’est-à-dire au coude. A cet emplacement, le tissu a un aspect blanchi. Il est fibrillé et usé. L’examen minutieux de cette zone montre un trou en devenir. Les fibres situées dans cette zone sont usées, sur le point de se rompre. Ce tissu a été dégradé par les frottements du porter. Les dommages occasionnés par le porter sont plus visibles après un entretien. Par l’agitation mécanique de l’entretien, des contraintes supplémentaires s’exercent sur le tissu. Lorsque l’usure des fibres est trop avancée, sous ces nouvelles contraintes, ces fibres finissent par se rompre; un trou se forme alors.

Enfin, les dégradations thermiques concernent plutôt les fibres chimiques sensibles à la chaleur. Ces dégradations se font généralement en deux temps: un repassage trop chaud et trop appuyé qui se traduit, dans und deuxième temps, lors de l’entretien ou lors du porter sous les contraintes mécaniques, par un trou.

VESTE AVEC TROU «Trou sur manche»

Le trou relevé sur cette veste est le résultat d’une dégradation importante du tissu à l’usage. Le nettoyage n’est pas en cause. Il a simplement révélé le degré d’usure du tissu. La responsabilité du nettoyeur ne peut être engagée. On peut considérer l’usure d’un tissu et d’un vêtement inévitable dans le temps. En revanche, l’apparition d’une telle usure sur un vêtement récent et peu porté, traduit une faible résistance du tissu au porter et donc une mauvaise qualité.

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On observe un trou relativement important sur la manche gauche de cette veste. Les examens ont montré que la veste n’a subi aucune dégradation d’origine chimique ni thermique. Ce trou est d’origine mécanique. Ce trou est bien localisé, au coude, et isolé.

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N006/Juni 2013

Textilpflege Schweiz Forschung Les soins aux textiles

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Neues Produktlabel – Geprüfte Qualität «Hautflora neutral» Hohenstein Institute

Hohenstein Forscher entwickeln ein Testsystem, welches die Sicherheit antibakteriell funktionalisierter Textilien dokumentiert.

Besonders bei direkt auf der Haut getragener sogenannter Firstlayer- sowie Sportbekleidung sind antibakterielle Textilien, z.B. mit Silber dotierte Produkte, aufgrund ihrer Anti-Smell-Wirkung sehr gefragt. Antimikrobiell funktionalisierte Textilien finden sich in den letzten Jahren jedoch immer wieder in kritischen Medienberichten, welche die Verbraucher verunsichern. Auch in einem aktuellen Test von Fahrradhosen der Zeitschrift Öko-Test (4/2013) wurden Textilien abgewertet, die Silber enthielten. Kritiker propagieren bei einer zu «starken» antimikrobiellen Wirkung eine mögliche negative Beeinflussung der gesunden Hautflora des Menschen. Dies soll insbesondere dann zum Problem werden, wenn antibakterielle Fasern zu körpernaher Kleidung wie Unterwäsche oder Socken verarbeitet werden. Doch bei dieser Kritik wird ein Aspekt fast immer übersehen: die tatsächliche Verfügbarkeit des Wirkstoffes Silber im damit ausgerüsteten Produkt. So widerlegten Wissenschaftler der Hohenstein Institute in Bönnigheim bereits vor einigen Jahren im Rahmen einer umfangreichen wissenschaftlichen Feldstudie (AiF-Nr. 15537 N) die Befürchtungen bezüglich handelsüblicher antibakterieller Produkte. Beim Vergleich des Einflusses normaler sowie antibakteriell funktionalisierter Chemiefasern auf Hautflora und Mikroklima zeigten sich keine signifikanten Unterschiede. Die Forschungsergebnisse belegen, dass antibakterielle Wirkstoffe in hochwertigen Textilausrüstungen so eingearbeitet sind, dass sie im mikroskopischen Bereich an der Faseroberfläche wirken und das Produkt vor Geruchsbildung schützen. Die meisten Silberionen sind also beim Tragen auf der Haut schlichtweg nicht verfügbar und können hier demnach auch keine Wirkung entfalten oder durch Schweiss oder Waschen verstärkt herausgelöst werden. Für die untersuchten Produkte konnten die Wissenschaftler also grundsätzliche Entwarnung geben – plädierten aber gleichzeitig dafür, die Auswirkungen solcherart

funktionalisierter Textilien auf die Hautflora im Sinne des Verbraucherschutzes generell zu untersuchen. Nicht jedes Produkt kann aber vor Markteintritt in wochen- oder monatelangen Feldstudien überprüft werden, ein Schnelltest jedoch fehlte bislang. Dieser Problematik haben sich die Hohenstein Forscher angenommen. Mit Hilfe eines neuen Testsystems können Textilhersteller bereits bei der Produktentwicklung die Auswirkungen antibakterieller Ausrüstungen auf die Hautflora untersuchen lassen. Die Praktikabilität und Sicherheit in der Aussage hat das Testsystem bereits bei der Überprüfung und dem Vergleich antibakteriell ausgerüsteter Funktionstextilien bewiesen. Die praxisorientierte Prüfung basiert auf einem standardisierten Modell der menschlichen Hautflora, bei dem Keimbesiedlung, Topographie und Milieueigenschaften einer gesunden Haut simuliert werden. Hierfür wurden Keimarten der Mikroflora einer menschlichen Epidermis ausgewählt und auf ein eigens entwickeltes künstliches Hautersatzmaterial (HUMskin) appliziert. Die Wirkung des Prüfmaterials gegenüber diesen Keimen wird in einer Tragesimulation über einen Kontaktzeitraum von 18 Stunden quantitativ analysiert und gegen ein Kontrollmaterial ohne antimikrobielle Ausrüstung bewertet. Dabei wird sowohl die Veränderung der Gesamtkeimzahl als auch die Anzahl der einzelnen Keime unter die Lupe genommen. Tritt innerhalb der Expositionszeit keine signifikante Keimreduktion auf, gilt das Textil als «sicher» in Bezug auf die körpereigene Hautflora. Die Prüfergebnisse können mit dem Hohenstein Qualitätslabel «Antibakteriell & Hautflora neutral» ausgelobt werden. Voraussetzung für die Labelvergabe ist die erfolgreiche Prüfung auf antibakterielle Wirksamkeit nach DIN EN ISO 20743. Um eine praxisnahe Prüfung zu gewährleisten, wurde das Testsystem mit Textilien der früheren Feldstudie zum Einfluss antibakterieller Kleidung (AiF-Nr. 15537 N) korreliert.

Durch das Hohenstein Qualitätslabel «Hautflora neutral» soll für den Verbraucher beim Kauf zukünftig ersichtlich werden, welches antibakterielle Textil nachweislich die Hautflora unbeeinflusst lässt. Neben den bisherigen Prüfungen «Antibakteriell», «Geruchsreduktion», «Wirksam gegen Milben», «Hautfreundlich» und «Allergikerfreundlich» wird von den Hohenstein Instituten somit eine weitere endverbraucherorientierte Zertifizierung für Textilhersteller angeboten.

Das neue Hohenstein Qualitätslabel weist die Sicherheit von antibakteriellen Produkten gegenüber der menschlichen Hautflora aus. © Hohenstein Institute.

Hautflora Die Haut ist mit rund zwei Quadratmetern Fläche unser grösstes Organ. Sie ist dicht mit Mikroorganismen wie Staphylokokken, Mikrokokken, Propioni- und Corynebakterien besiedelt. Diese bilden die so genannte residente Hautflora, die einen wichtigen Beitrag zur Barrierefunktion der Haut leistet und den Menschen vor äusseren Einflüssen und pathogenen Keimen schützt.


Textilpflege Schweiz Forschung Les soins aux textiles

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N006/Juni 2013

«Forschungsprojekte widerspiegeln wachsende Bedeutung der Hygienetechnologie» Interview: Jürg Depierraz, VTS-Geschäftsführer, Bern

Das wfk – Cleaning Technology Institute in Krefeld ist praxisorientierter wissenschaftlicher Begleiter der Textilpflegebranche – und das seit vielen Jahrzehnten. Im Rahmen der 46. International Detergency Conference IDC von vergangenem April hatte die Redaktion von «Textilpflege Schweiz» Gelegenheit, mit Dr. Jürgen Bohnen, Direktor des wfk seit 2002, ein Gespräch über zukünftige Forschungsfelder sowie die Herausforderungen und die Struktur der Branche von morgen zu führen.

Redaktion: Zuallererst – was war aus Ihrer Warte an der diesjährigen International Detergency Conference IDC – der 46. insgesamt, die das wfk veranstaltete – inhaltliches Highlight aus Sicht der Textilpflegebranche? Dr. Jürgen Bohnen: Wir möchten mit der International Detergency Conference für Reinigungs- und Hygiene-Experten aus Forschung und Praxis ein Forum konzentrierter Fachinformation und intensiven Austauschs bieten. Dementsprechend steht auch bei den im Rahmen der Konferenz vorgestellten Forschungsthemen der praktische Nutzen im Vordergrund. Die IDC versucht, die Branche dabei zu unterstützen, den Herausforderungen von heute und morgen zu begegnen. Für einzelne Betriebe werden durchaus unterschiedliche Themen hinsichtlich ihrer praktischen Relevanz nützlich sein und damit ein «Highlight» darstellen.

Und welche Empfehlung können Sie den Textilpflegebetrieben mit auf den Weg geben, genau diese Erkenntnisse in den betrieblichen Alltag zu überführen? Vor der Umsetzung neuer Erkenntnisse in einem Betrieb ist in jedem Einzelfall zunächst eine sorgfältige Bedarfsanalyse sinnvoll. Wir beraten die Betriebe der Branche gerne bei der Umsetzung von Forschungsergebnissen zur Steigerung von Effizienz und Nachhaltigkeit.

Sind Sie mit den Besucherzahlen der 46. IDC zufrieden? Vom 9. bis 11. April 2013 konnten wir mehr als 550 Teilnehmer begrüssen. Dieser neue Besucherrekord zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind und spiegelt die wachsende Bedeutung der Reinigungs- und Hygienetechnologie wieder. Die zahlreichen Reaktionen von Teilnehmern und Referenten während und nach der Tagung waren sehr positiv. Wir sind daher mit dem Verlauf der Konferenz sehr zufrieden. Allen,

die zu diesem Erfolg beigetragen haben, möchten wir sehr herzlich danken. Wir freuen uns schon auf die nächste IDC im Frühjahr 2015; die Planungen haben bereits begonnen.

Das wfk beschäftigt sich nicht ausschliesslich mit Textilpflege. Wie viel Prozent macht dieser Bereich aus – an der vergangenen IDC, aber auch grundsätzlich in Ihrer Arbeit am wfk? Aktuell beschäftigen sich etwa 50 Prozent unserer Forschungsprojekte mit Textilpflege. Die andere Hälfte umfasst weitere Bereiche wie die Aufbereitung medizinischer Instrumente und Implantate, die Reinigung von Industrieanlagen und industriellen Teilen, die Gebäudereinigung, die Reinigung im Haushalt sowie Grundlagen der Reinigungs- und Hygienetechnologie. Die Themen unserer Projekte spiegeln die wachsende Bedeutung der Reinigungs- und Hygienetechnologie wider: Während Reinigungs- und Desinfektionsverfahren in der Vergangenheit in vielen Bereichen oft lediglich als notwendiges Übel neben den «eigentlichen» Produktionsprozessen betrachtet wurden, stellen sie heute einen wichtigen und integralen Bestandteil dar, der für Wirtschaftlichkeit und Qualität einen hohen Stellenwert besitzt.

Der Verband Textilpflege Schweiz VTS hat Ende April 2013 sein in Zusammenarbeit mit den Bundesämtern für Energie und Umwelt in den vergangenen 18 Monaten bearbeitetes Projekt «Ressourceneffizienz in Textilreinigungen und Wäschereien» abgeschlossen. Der VTS hat seinen Mitgliedern, ja der gesamten Branche, ein praxisbezogenes und pragmatisches, 150-seitiges Arbeitsbuch in die Hände gelegt. Es ist ein Leitfaden von Praktikern für Praktiker. Welche Projekte hat das wfk in diesem Bereich auf Forschungsstufe am laufen? Im Bereich Ressourceneffizienz führen wir gegenwärtig zahlreiche Forschungsprojekte

Dr. Jürgen Bohnen, Direktor des wfk – Cleaning Technology Institute.

durch. Ein Beispiel für den Bereich Wassereinsparung ist die Entwicklung eines Verfahrens zur Minimierung des Resttensidgehalts auf OP- und Schutztextilien unter Einsatz thermolabiler Tenside. Diese speziellen Tenside können vor dem Spülprozess durch gezielte Wärmeeinwirkung gespalten werden und verlieren dann ihre Grenzflächenaktivität. Die Spaltprodukte können deshalb während des Spülprozesses mit wesentlich geringerem Wassereinsatz von der Textiloberfläche entfernt werden als bei Einsatz herkömmlicher Tenside. Ein weiteres Projekt gilt der Entwicklung ressourcensparender und textilschonender Aufbereitungsverfahren auf der Basis von Stosswellen. Diese erlauben prinzipiell bereits bei Raumtemperatur eine effektive Reinigung. In weiteren Forschungsvorhaben werden sog. Soil-Release-Systeme entwickelt. Diese werden, z.B. in der Spülphase, auf die sauberen Textilien appliziert. Dort bilden sie eine gut haftende Schutzschicht. Beim anschliessenden Gebrauch der Textilien gelangt Schmutz dann nicht mehr auf die Textilien selbst, sondern auf die SoilRelease-Schicht. Die Soil-Release-Schicht kann dann bei der nächsten Wäsche aufgrund ihrer speziellen physikalischchemischen Eigenschaften zusammen mit dem Schmutz leicht wieder von den Textili-


N006/Juni 2013

Textilpflege Schweiz Forschung Les soins aux textiles

en abgelöst werden. Dadurch können Wasser, Energie und Waschmittel eingespart werden. Aktuelle wfk-Projekte gelten der Anwendung von Soil-Release-Systemen bei stark verschmutzter Berufskleidung und Businesskleidung. Weitere Projekte zur Ressourceneinsparung befassen sich mit der Rückgewinnung von Enzymen aus Prozesswässern textiler Dienstleistungsbetriebe auf der Basis superparamagnetischer Mikropartikel und der Vorbehandlung stark verschmutzter hydrophobierter Textilien auf Basis mikrobiell funktionalisierter PSA-Hydrogele. Zur Verbesserung der Reinigung und Hygiene textiler Bodenbeläge wird derzeit ein Projekt zum Einsatz von KohlendioxidClathraten bearbeitet.

Vor zwei Jahren haben wir an derselben Stelle ebenfalls ein Gespräch über die damalige IDC geführt. Energieeffizienz und Ressourcenoptimierung standen damals absolut im Fokus – wie beurteilen Sie die Fortschritte der Branche in der Praxis in diesen Bereichen? Energieeffizienz und Ressourcenoptimierung sind nach wie vor ein wichtiges Thema in unserer Branche. Vor dem Hintergrund von Ressourcenverknappung und «Energiewende» ist davon auszugehen, dass dies auch in Zukunft so bleiben wird. Viele Unternehmen haben in diesem Bereich grosse Fortschritte erzielt. In anderen Unternehmen werden die vorhandenen Einsparpotentiale aber noch nicht im möglichen Umfang genutzt. Zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit werden entsprechende Innovationen zukünftig aber auch in diesen Betrieben notwendig sein.

An welchen weiteren Themenbereichen forscht das wfk gerade aktuell im Bereich der Textilpflege? Neben der Notwendigkeit zur Einsparung von Ressourcen spielt zunehmend die Tatsache eine Rolle, dass die Funktionalität von Textilien und auch anderen Materialien in wachsendem Umfang durch messbare Grössen definiert wird. Dies gilt beispielsweise für persönliche Schutzkleidung, OP-Textilien oder Reinraumtextilien. Das wfk-Institut entwickelt neue Verfahren zur validierten Wiederaufbereitung solcher Textilien und zur kontinuierlichen Überwachung der funktionalen Eigenschaften. Hierbei spielten einfache und kostengünsti-

ge Schnellmethoden eine zentrale Rolle, die ohne Beteiligung externer Fachinstitutionen auch von kleinen Unternehmen eingesetzt werden können. Eine weitere Herausforderung resultiert aus den wachsenden Anforderungen an den Hygienestatus aufbereiteter Materialien. Die Möglichkeiten zur Bewältigung dieser Herausforderung durch Hygiene-Qualitätsmanagementsysteme, z.B. im Rahmen von RABC-Systemen, bilden ebenfalls einen Schwerpunkt unserer Arbeit.

Der Transfer von wissenschaftlichen Erkenntnissen in den betrieblichen Alltag ist eine stete Herausforderung... Wie schafft dies das wfk? Zum Transfer unserer Forschungsergebnisse in die Praxis nutzen wir neben Publikationen in Fachschriften, unserer Informationsschrift «wfk-news» und unserer wfk-Website insbesondere Vorträge bei Tagungen. Die International Detergency Conference ist hierfür ein Beispiel. Darüber hinaus führen wir zahlreiche Seminare und Workshops zu aktuell wichtigen Themen unserer Branche durch. Die Themenfelder reichen dabei von der Vermittlung von Basiswissen bis hin zu massgeschneiderten Programmen auf Wunsch einzelner Unternehmen. Der Zeitrahmen der Veranstaltungen reicht hierbei von einem Tag bis zu einer Woche. Dabei können wir den Teilnehmern die thematischen Inhalte in Theorie und Praxis intensiv vermitteln, da uns in unserem Institut in Krefeld auch ein modernes Technikum zur Verfügung steht.

Energie – allgemeiner gesprochen Ressourcen – sparen ist ja gut und recht. Doch letzten Endes geht es im Textil-Service um saubere Wäsche. Stellen Sie als Forscher hier nicht einen markanten Zielkonflikt dar? Dieser Zielkonflikt besteht in der Tat und ist von ganz entscheidender Bedeutung für unsere Arbeit. Wir möchten mit der Entwicklung effizienterer Wiederaufbereitungsverfahren dazu beitragen, dass sachgerechte Aufbereitungsqualität im Hinblick auf Sauberkeit, Hygiene und Funktionalität einerseits und Ressourceneinsparung andererseits gleichermassen gewährleistet werden können.

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Wäschereien sind mit mikrobiologischer Hygiene sagen wir mal sensitiver konfrontiert als Textilreinigungen. Blickt man aber auf europäische und nationale Gesetzgebungs- und Konsumentenschutzprozesse, könnte man – etwas provokativ formuliert – erwarten, dass der Hygienefimmel auch die Textilreinigungen erfassen wird. Dort sind Schnelltests, Monitoring und dergleichen noch überhaupt nicht gang und gäbe. Worauf zielt eines Ihrer aktuellen Forschungsprojekte, das gemäss Ihrer Website «Hygienemonitoring Lösemittel-basierter Aufbereitungsprozesse» heisst? Textilreinigungsbetriebe bereiten Textilien in organischen Lösemitteln auf. Zum Nachweis der hygienischen Qualität solcher Aufbereitungsprozesse stehen derzeit lediglich Abklatschproben zur Verfügung, die von externen mikrobiologischen Fachlaboren zeit- und kostenintensiv ausgewertet werden müssen. Im von Ihnen genannten wfk-Projekt wird ein Biomonitoring-Verfahren auf der Basis extremophiler Enzyme entwickelt, deren Inaktivierung während der Aufbereitung der Reduktion praxisrelevanter Mikroorganismen entspricht. Dieses BiomonitoringVerfahren soll die Überprüfung der Hygiene in Lösemittel-basierten Aufbereitungsprozessen im Rahmen der innerbetrieblichen Eigenkontrolle innerhalb kurzer Zeit ohne die Notwendigkeit externer Fachlaboratorien ermöglichen.

Wo liegen aus Ihrer Sicht die grössten Herausforderungen für die Textilpflegebranche von morgen und wie kann hier die Wissenschaft, das wfk helfen? Auf der einen Seite steigen die Anforderungen an Funktionalität, Reststoffarmut und Hygiene von Materialien und Oberflächen permanent an. Auf der anderen Seite verstärken wirtschaftliche Zwänge und rechtliche Vorschriften die Notwendigkeit der Ressourceneinsparung. Wir möchten mit unserer Forschungsarbeit in enger Zusammenarbeit mit den Betrieben unserer Branche einen Beitrag zur Bewältigung dieser Herausforderung leisten.

Herr Bohnen, besten Dank für dieses Gespräch. Der Verband Textilpflege Schweiz schätzt die guten Kontakte zum wfk sehr.


Textilpflege Schweiz Firmen-News Les soins aux textiles

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«Bardusch InProgress» – Einweihung des modernisierten Standorts in Brugg Redaktion

Am 7. Juni 2013 lud die Bardusch AG zur Einweihungsfeier des modernen Hygiene- und Wäschelogistikbetriebs für Berufskleider der Niederlassung in Brugg ein. Über 150 Gäste folgten der Einladung und nutzten die Gelegenheit, den in den letzten Monaten umgebauten und auf den neusten Stand der Technik gebrachten Betrieb zu besichtigen. Unter dem Motto «Bardusch InProgress» wurde die Energieeffizienz markant gesteigert und der CO2-Ausstoss massiv reduziert. Bardusch nimmt damit im schonungsvollen Umgang mit den natürlichen Ressourcen eine führende Rolle ein. anlässlich der Einweihungsfeier den modernisierten Betrieb bei laufender Produktion zu besichtigen. Andreas Holzer liess es sich nicht nehmen, die VIPs und Medienvertreter gleich persönlich durch den HightechBetrieb zu führen.

Vollautomatische Sortieranlage für hohe Auslieferqualität

Über 150 Gäste nahmen an der Einweihungsfeier der modernisierten Bardusch-Niederlassung in Brugg teil. Andreas Holzer, CEO der Bardusch AG, begrüsste die Anwesenden und eröffnete den Anlass.

CEO Andreas Holzer begrüsste die Anwesenden in Brugg und eröffnete zusammen mit dem Brugger Stadtammann Daniel Moser den Anlass. «Unser Motto Bardusch InProgress steht für Innovation und Nachhaltigkeit, eine wichtige Voraussetzung, um besten Service mit gleichbleibend hoher Qualität liefern zu können – schnell, flexibel und nachhaltig. In unserer Niederlassung in Brugg haben wir InProgress konsequent umgesetzt und Leistungsfähigkeit und Energieeffizienz des Betriebes markant gesteigert», so Holzer. Die Wäscherei am Standort in Brugg existiert seit 1964 und hat sich vor ca. 15 Jahren auf die Aufbereitung von Berufskleidung spezialisiert. Täglich werden mehr als sieben Tonnen Wäsche bearbeitet. Das Kundenportfolio setzt sich zusammen aus Betrieben aus dem Bereich Lebensmittel/ Pharma, Gewerbe sowie Industrie. Seit 2006 wurde in Brugg systematisch in energie- und ressourcensparende Technik investiert. Der letzte Meilenstein dieser Umbauarbeiten geschah in den vergangenen Monaten mit der Installation einer vollautomatischen Sortieranlage. Am 7. Juni 2013 hatten Projektpartner, Kunden, Medienvertreter und Gäste aus der Ettlinger Konzernspitze nun die Gelegenheit,

Mit über 100 eingebauten Sensoren und Schaltern sowie mit rund 12 Kilometer verlegten Kabel entspricht die Wäscherei nicht mehr dem klassischen Wäschereibild mit dampfenden Anlagen, sondern ist ein Hightech-Betrieb verbunden mit der realen Wäschewelt. Kernstück ist die vollautomatische Sortieranlage von Kannegiesser. Sie erhöht die trägerindividuelle Auslieferqualität und ermöglicht den lückenlosen elektronischen Datenaustausch mit den Kunden. Die Anlage sortiert rund 2500 Teile pro Stunde gemäss Kundenanforderungen und verwaltet im Tourenspeicher aktuell ca. 12‘000 Teile (Kapazität 17‘000), die zur Auslieferung trägerindividuell abrufbar sind. In der Legerei werden auf vier Faltmaschinen je ca. 1800 Teile pro Stunde teils vollautomatisch gefaltet und anschliessend verpackt.

V.l.n.r.: Axel Blechschmidt (Vertrieb Kannegiesser Schweiz), Andreas Holzer, Daniel Moser (Stadtammann von Brugg) und Martin Kannegiesser (Geschäftsführer Herbert Kannegiesser GmbH).

Höhere Ressourceneffizienz und reduzierter CO2-Ausstoss Der Umbau der Bardusch AG in Brugg wurde in enger Zusammenarbeit mit den Projektpartnern Kannegiesser, Christeyns, Reburg Solutions und Jost Brugg AG innert weniger Monaten und ohne Unterbruch der Produktion realisiert. Mit Investitionen in Dosier-, Wasch- und Finishanlagen der neusten Generation und in die Wasser- und Wärmerückgewinnungstechnologie erhöht Bardusch die Ressourceneffizienz und

Kernstück der Niederlassung in Brugg ist die neue vollautomatische Sortieranlage, welche rund 2500 Teile pro Stunde gemäss Kundenanforderungen zusammenstellt und im Tourenspeicher über 12‘000 Teile verwaltet.


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Textilpflege Schweiz Firmen-News Les soins aux textiles

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Produktion an und nach Arbeitsende wird das Licht automatisch abgeschaltet – eine wichtige Massnahme gegen unnötigen Stromverbrauch.

Optimierte Arbeitsbedingungen für die Mitarbeitenden

Die neuen Waschschleudermaschinen der Firma

Andreas Holzer erklärt auf dem Rundgang durch

Kannegiesser mit optimierten Waschprogrammen

die Wäscherei in Brugg die Funktionsweise des

und innovativer Spültechnik.

neuen Abwasserwärmetauschers.

konnte den CO2-Ausstoss pro gewaschenes Teil seit 2007 bereits um mehr als die Hälfte reduzieren.

Zwei Tunnelfinisher der Firma Kannegiesser arbeiten mit einem integrierten Umluftsystem nach dem Gegenstromprinzip. Die angesaugte kühle Frischluft fliesst gegen den Wäschestrom, nimmt die Abwärme der Kleidung in der letzten Kammer auf und erwärmt sich auf ca. 80°C. Die zusätzlich benötigte Wärme für die Trocknung wird neu nicht mehr mit indirekter Dampfbeheizung, sondern mit direkter Gasbeheizung erzeugt – der Wirkungsgrad konnte dadurch massiv verbessert werden. Zugunsten der Qualität werden die Textilien materialschonend mit einer tiefen Temperatur zwischen 110 bis 140°C getrocknet. Der Einsatz an Primärenergie konnte so um 30 Prozent reduziert werden. Ab Sommer 2013 wird zudem mit der Wärmerückgewinnung der Abluft das Waschwasser aufgeheizt, wodurch zusätzlich 1000 bis 1500 kW pro Tag eingespart werden können.

Neue Waschschleudermaschinen der Firma Kannegiesser und optimierte Waschprogramme mit innovativer Spültechnik verkürzen die Waschzeit, verbessern die Waschqualität und steigern dadurch die Produktionsleistung pro Tag um 25 Prozent. Ein Ampelsystem auf dem Display der Steuerungseinheit verhindert Unter- und Überbeladung der Maschinen und die integrierte Waage steuert den exakten Wasser- und Waschmittelbedarf. In einem nächsten Schritt wird nun noch ein integriertes Wasserrückgewinnungssystem in Betrieb genommen, das den Frischwasserverbrauch um 35 Prozent senken und den Energieverbrauch für das Aufheizen der Waschflotte reduzieren soll.

Die neue computergesteuerte Dosierung der Waschmittelkomponenten pro Wäscheposten (Charge) verhindert Fehldosierungen und

Schliesslich wurde beim Umbau der Fokus auch auf eine arbeitsgerechte und gleichzeitig energieeffiziente Beleuchtung gelegt. Dank einer genauen Analyse des Lichtbedürfnisses und dem Einsatz moderner Beleuchtungstechnologien kann auch hier Energie gespart werden. Im Einsatz stehen ein- und zweiflammige Leuchtstoffröhren mit drei Leistungsstufen, ausgerüstet mit elektronischen Vorschaltgeräten (EVG Multilamp). Die Elektronik passt die Helligkeit der Leuchten den Bedürfnissen in der

verbessert die Waschqualität.

Im Bereich Chemie schafft ein in die Dosieranlage integriertes Managementinformationssystem Transparenz über die Dosierung, den Verlauf des Waschprozesses sowie über die Kosten. Das System gewährleistet eine lückenlose Rückverfolgbarkeit jedes Wäschepostens für ein effektives Hygienemanagement. Planmässige Kontrollen durch Titration und Prozessvalidierung mit Testkeimen sind feste Bestandteile des RABCSystems und sichern die mikrobiologische Qualität der Wäsche.

Ergonomie an den Arbeitsplätzen: Dem Personal stehen höhenverstellbare Nähtische, Bildschirme und Eingabestationen zur Verfügung.

Alle Arbeitsplätze und Arbeitsabläufe wurden bereits in der Planungsphase durch den internen Physiotherapeuten unter ergonomischen Gesichtspunkten begutachtet und optimiert. Dem Personal stehen nun höhenverstellbare Bildschirme, Nähtische und Eingabestationen zur Verfügung. Steharbeitsplätze sind mit gelenkschonenden Gummimatten, Fussstützen und Stehhilfen ausgerüstet. Fester Bestandteil des Bardusch Gesundheitskonzepts ist des Weiteren die regelmässige Betreuung der Mitarbeitenden durch den Physiotherapeuten.

Unterhaltsames Rahmenprogramm Abgerundet wurde die Einweihungsfeier der Bardusch AG in Brugg mit einem geselligen Rahmenprogramm. Die Anwesenden kamen in den Genuss eines reichhaltigen MittagsBarbecue, begleitet durch musikalische Unterhaltung der Tympanic Jazzband und einer Fashion Dance-Show der Tanzgruppe «Special Elements».

Die Tanzgruppe «Special Elements», eingekleidet mit der neuen Bardusch Proof&Protect Kollektion, unterhält mit einer spektakulären Fashion Dance-Show.

CEO Andreas Holzer war vollends zufrieden mit dem Anlass und konnte entsprechend auch ein positives Fazit ziehen: «Mit unserer Einweihungsfeier in Brugg konnten wir unseren Gästen einen interessanten Einblick in unseren modernisierten Betrieb gewähren. Bardusch nimmt im schonungsvollen Umgang mit den natürlichen Ressourcen eine führende Rolle ein. Mit den jüngsten getätigten Investitionen in der Höhe von rund CHF 3 Mio. in innovative Technik und effiziente Prozesse bekennen wir uns klar zum Standort Brugg und zum wirtschaftlichen Potenzial des Mittellandes. Kundennähe, Flexibilität und Qualitätssicherheit verbunden mit nachhaltigem Handeln gehören zu den zentralen Anliegen des Hygiene- und Wäschelogistikbetriebes».


Textilpflege Schweiz Firmen-News Les soins aux textiles

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Eingefangene Statements anlässlich der Einweihungsfeier der Bardusch Ag in Brugg Dipl.-Kfm. Martin Kannegiesser, Geschäftsführer der Herbert Kannegiesser GmbH

Christina Ritzer, Gesellschafterin der Bardusch GmbH & Co. KG und Mitglied im Aufsichtsrat

Über Energieeffizienz und Produktivitätssteigerung «Der Preisdruck in der Textilservice-Branche nimmt stetig zu. Energieeffizienz und Produktivitätssteigerung werden folglich immer wichtiger für die Unternehmen, um diesem Druck standhalten und auf dem Markt bestehen zu können. Die verschiedenen Prozesse der Dienstleistung «Textilservice» müssen dabei als gesamtes System betrachtet respektive analysiert werden – inkl. der Logistik. So wie es die Bardusch AG hier in der Niederlassung Brugg gemacht hat.»

Über Wachstumsstrategien der Wäschereien in der Schweiz «Die Bardusch AG ist sehr gut aufgestellt, die Niederlassungen in der Schweiz sind gut vernetzt und wir sehen Potential – nicht zuletzt bei Berufs- und Arbeitsschutzkleidung. Wir sind innovativ und analysieren die Situation in der Branche laufend sehr aufmerksam. Zudem pflegen wir eine sehr gute und enge Zusammenarbeit mit Bardusch Deutschland. Unser Wachstum fokussiert nicht primär auf Akquisition, das haben wir hier in Brugg mit Millioneninvestitionen bewiesen.»

Über Innovationspotential in den verschiedenen Marktsegmenten «Das grösste Innovationspotential sehe ich beim Marktsegment der Berufskleider – insbesondere in Industrieländern ist hier das Potential noch lange nicht ausgeschöpft. Der Anteil an Berufskleidung steigt. Sie wird immer modischer, vermittelt Corporate Identity und hat gleichzeitig Schutzfunktion. Hier orte ich insbesondere Potential bei der Vermarktung – viele Kunden, aber auch der Mann und die Frau auf der Strasse, fassen den Begriff Berufskleidung immer noch viel zu eng und verstehen darunter nur den klassischen Blaumann.»

Über die Strategie «Bardusch InProgress» in der Schweiz «Wir führen seit über 50 Jahren Niederlassungen in der Schweiz. Die Schweiz ist für uns nach Deutschland der zweitwichtigste Markt. Entsprechend wollen wir unsere Strategie InProgress fortführen. InProgress steht für Innovation und Nachhaltigkeit. Wir werden in naher Zukunft auch in unserer Niederlassung in Basel namhafte Investitionen tätigen und uns hinsichtlich Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und Produktivität weiter verbessern.» Über die wirtschaftliche Situation in den Euroländern «Ich darf hier erfreulicherweise festhalten, dass die BarduschGruppe die letzten drei Jahre sehr gut überstanden hat. Unsere Gesellschaften in den Ländern Deutschland, Schweiz, Frankreich, Polen, Ungarn, Slowakei und sogar in Spanien liefen gut. Der Pessimismus in den Ländern schlägt folglich nicht immer direkt auf alle Branchen durch – er hängt stark davon ab, wie gut man aufgestellt ist.»

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Neuer Name mit alten Wurzeln rigotex handels ag

Marktpräsenz ausgebaut: die in der internationalen Produktion und Beschaffung tätige rigotex handels ag mit Sitz in Bütschwil, hat per 1. August 2012 das Objekthandelsgeschäft der Schönenberger AG, Dietfurt, übernommen.

Seit bald 20 Jahren beschäftigt sich die rigotex handels ag mit der Produktion, Beschaffung und dem Vertrieb von Flachwäsche für Küche, Tisch, Bett und Bad. Daher kann der Markt nahtlos mit den bewährten Textilien beliefert werden. Ergänzt mit dem erweiterten Sortiment der rigotex wurde das Angebot komplettiert. Im Bereich Flachwäsche hat das Unternehmen für jede An- und Herausforderung eine passende Lösung. Heute gehört die rigotex handels ag zu den massgebenden Anbietern für Gastro- und Objekttextilien. Weiterhin gehören Wäschereien, Spitäler, Heime sowie Grossisten, Wiederverkäufer und die führenden Cash&Carry-Märkte zu den Absatzkanälen. Wäscheeinkauf ist Vertrauenssache rigotex pflegt einen offenen, fairen und partnerschaftlichen Kundenkontakt vor und speziell auch nach dem Wäschekauf – getreu dem Motto: «nach dem Kauf ist vor

bietet das Unternehmen hohe Gewähr für gleichbleibende Qualitätsstandards auch bei Nachbestellungen. Die rigotex handels ag ist nicht bereit, nur aus preislichen Gründen diese Grundsätze über Bord zu werfen. Interessierte können sich gerne mit einer unverbindlichen Offerte von der Schlagkraft überzeugen lassen. rigotex – swiss house of textiles – Neuer Name mit alten Wurzeln.

Weitere Informationen: Telefon 071 982 70 40, www.rigotex.ch.

dem Kauf». Die Kunden schätzen und vertrauen rigotex, weil das Unternehmen mit seinem umfassenden Know-how aus der Textilproduktion die Produkte sehr gut kennt und so eine Beratung anbieten kann, die diesen Namen verdient. Der Wareneinkauf erfolgt ausschliesslich aus Betrieben die rigotex persönlich kennt und deren Produktions- und Sozialumstände angemessen sind. Auf dieser Basis

Einsparung von Wasser und Energie dank moderner Prozesswassertechnologie triwaclean gmbh

Die Firma triwaclean gmbh aus Heitersheim (D), ein Unternehmen mit jahrzehntelanger Erfahrung auf dem Gebiet der Wasseraufbereitung (auch stark kontaminierter industrieller Abwässer), hat jetzt eine neue Anlage zur Aufbereitung von Wäscherei-Abwasser vorgestellt.

Selbst höher belastetes Abwasser aus Krankenhaus-Wäschereien kann mit der neu entwickelten triwaclean-Anlage zu «Trinkwasserersatz» (gemäss der Trinkwasserverordnung TVO) aufbereitet werden. Beim Einsatz der triwaclean-Anlage ist zudem eine Wärmerückgewinnung möglich, wodurch weitere Kosteneinsparungen erzielt werden können.

Interessierten Firmen errechnet triwaclean auf Wunsch gerne unverbindlich die möglichen monatlichen Einsparungen. Hierzu kann ein entsprechendes Formular angefordert werden: Tel. +49 7634 507 049, E-Mail info@triwaclean.com. Weitere Informationen: www.triwaclean.com. Die neue Anlage von triwaclean zur Aufbereitung von Wäscherei-Abwasser.


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Erfolgreiche VTS-Generalversammlung 2013 am Zugersee Redaktion

Am 25. Mai 2013 traf sich die Branche in Zug zur diesjährigen VTS-Generalversammlung. Rund 100 Textilreiniger, Wäscher, Branchenlieferanten und geladene Gäste kamen und informierten sich über die laufenden Geschäfte des Schweizer Branchenverbandes, profitierten von Fachvorträgen und genossen ein geselliges Rahmenprogramm.

VTS-Präsident Christoph Papritz begrüsste die angereisten Mitglieder im schönen Theater Casino Zug direkt am Zugersee und führte in souveräner Art und Weise durch die Veranstaltung. Nebst den statutarischen Geschäften, welche allesamt einstimmig genehmigt wurden, standen verschiedene interessante Informationsreferate auf dem Programm.

den Anwesenden das neu erschienene Handbuch und warf nochmals einen Blick zurück auf den Verlauf des Projektes. Er betonte, dass man stolz auf die geleistete Arbeit sein dürfe. Wahrscheinlich zum ersten Mal habe der VTS ein so personal-, kosten- und zeitintensives Grossprojekt gestemmt – bereits sei das Handbuch für zwei Anerkennungspreise nominiert worden. Sparsamer Umgang mit Ressourcen spare Geld und könne sogar Spass machen und schliesslich sei auch eine Imageförderung für den Verband und seine Mitgliederbetriebe eine willkommene Nebenwirkung. Zum Schluss konnte Daniel Ammann bereits erste Ergebnisse aus dem Teilprojekt «Benchmarking» präsentieren und rief die Anwesenden nochmals dazu auf, auch hier mitzumachen und vom anonymisierten Zahlenvergleich zu profitieren.

Dany Ammann orientierte über das Projekt RessEff und die Höhere Berufsbildung respektive die Weiterbildung.

VTS-Präsident Christoph Papritz führte gekonnt durch den statutarischen Teil der Generalversammlung 2013.

«Ressourceneffizienz in Textilreinigungen und Wäschereien» RessEff Vorstandsmitglied Daniel Ammann orientierte über das Projekt «Ressourceneffizienz in Textilreinigungen und Wäschereien». Ein Projektteam des VTS hat in den vergangenen zwei Jahren ein Handbuch für die Praxis, ein anonymisiertes Online-Benchmarking und weitere Teilprojekte zur Verbesserung der Energie- und Ressourceneffizienz in Textilpflegebetrieben erarbeitet. In seinem Referat präsentierte er

Rainer Michels, Mitautor des Branchenhandbuches und Mitglied der Technischen Kommission des VTS, hielt anschliessend sein Referat «Ressourceneffizienz – Chancen und Möglichkeiten in der Textilreinigung». Anhand von anschaulichen Beispielen zeigte er auf, wie Textilreinigungen ohne kostspielige Neuinvestitionen, sondern durch relativ einfach zu realisierende Massnahmen Energie und Ressourcen einsparen können – beispielsweise durch regelmässige Prüfung der Kondensatableiter, der Prozesswärmeverteilung und des Verfahrens oder auch durch Optimierungen beim Verpackungsmaterial. Mittels einer Beispielrechnung machte er die Anwesenden darauf aufmerksam, wie schnell jährliche Kosten von über CHF 6000.– durch unnötige Dampfverluste entstehen können.

Lernende rekrutieren – der VTS präsentiert sich an Berufsmessen

Rund 100 Textilreiniger, Wäscher, Branchenlieferanten und geladene Gäste informierten sich über die laufenden Geschäfte des Schweizer Branchenverbandes und profitierten von interessanten Fachvorträgen.

Daniel Häner, Vorstandsmitglied und Verantwortlicher für die berufliche Grundbildung im VTS, machte in seinen Ausführungen auf den stark umkämpften Lernenden-Markt aufmerksam und orientierte, dass die Ausbildungskommission des VTS beschlossen habe, den Beruf Textilpfleger/

Rainer Michels referierte über «Ressourceneffizienz – Chancen und Möglichkeiten in der Textilreinigung».

in EFZ vermehrt an Berufsmessen zu präsentieren. Auf Initiative der Zentralwäscherei Chur und der Wäscheria Textil Service AG habe der VTS bereits an der Berufsmesse «Fiutscher» in Chur teilgenommen. Und die Schmid Textilrewashing AG habe den Beruf erfolgreich an der Aargauer Berufsschau präsentiert und bereits einen neuen Lernenden rekrutieren können. Häner informierte weiter, dass der VTS im Herbst 2013 an der Zentralschweizer Bildungsmesse «ZEBI» teilnehmen und dies auch mit einer Berufsbildnertagung am 12. November 2013 verbinden werde. Eingeladen seien nicht nur aktuelle Berufsbildner, sondern auch solche, die es werden wollen.

Orientierung Höhere Berufsbildung Mit einem weiteren Referat durch Dany Ammann wurden die Mitglieder über das Thema Höhere Berufsbildung orientiert. Dem Verband ist es momentan nicht möglich, eine höhere Berufsprüfung oder höhere Fachprüfung zu erarbeiten. Prioritä-


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Daniel Häner informierte die Anwesenden über die Strategie des Verbandes in Sachen Lernendenrekrutierung.

ten müssten bei der Beruflichen Grundbildung gesetzt werden, die in nächster Zeit mit der Überarbeitung des Bildungsplans grosse Anforderungen stellen werde. Der VTS wolle deshalb vorerst spezifische Weiterbildungsangebote erarbeiten. Der Verband denke dabei an ein Diplom «Wäschereispezialist/in» und «Textilreinigungsspezialist/in», wobei vorerst mit zwei Modulen begonnen und das Angebot dann schrittweise ausgebaut werden soll. Verantwortlicher für das Ressort Weiterbildung ist Dany Ammann – Interessierte für eine Mitarbeit in der Weiterbildungskommission können sich gerne beim Verband melden.

beiden Labels bestünden zum Teil grosse Unterschiede, beispielsweise hinsichtlich Fokus der Kontrollen (hauptsächlich hygienische Aspekte vs. gesamtheitliche Betrachtung des Waschprozesses), Vorgaben zu Wäschepflege und Grenzwerten, Durchführung der Eigen- und Fremdkontrollen (Wasserproben, Abklatschkontrollen, etc.), Zertifizierungstellen u.a.m. Claudia Schukei betonte in ihren Ausführungen, dass beide Labels ihre Vor- und Nachteile hätten, schlussendlich müsse sich jede Wäscherei selber mit der Materie auseinandersetzen und für sich entscheiden, welches Zertifikat am besten zu den Bedürfnissen des Unternehmens und des Kundenkreis passe.

Vorbehaltserklärung – Rechte des Kunden, Rechte des Unternehmens Zum Schluss referierte Dino Cerutti, Rechtsanwalt, Fischer & Sievi, zum Thema «Vorbehaltserklärung – Rechte des Kunden, Rechte des Unternehmens». In seinem Referat zeigte er auf verständliche Art und Weise auf, inwieweit Textilpflegebetriebe bei einem Schadenfall haftbar gemacht werden können und welche Bedeutung den allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGBs) und der Vorbehaltserklärung des VTS dabei zukommt.

RABC-System vs. RAL-Gütezeichen Claudia Schukei, Qualitätsleiterin bei der Bardusch AG, Basel, und Mitglied der VTS-Kommission Gesundheit und Hygiene KGH, referierte zum Thema «RABC-System vs. RAL-Gütezeichen – Wäschelabels im Vergleich». Die beiden Hygienelabels hätten grundsätzlich die gleiche Funktion: sie bestätigen resp. zertifizieren adäquate Reinheit und mikrobiologische Qualität bei der Aufbereitung der Textilien und seien in etwa in gleichem Masse dort nachgefragt, wo Textilien in hygienisch anspruchsvollen Bereichen wie Lebensmittelindustrie, Gesundheitsbereich, Reinräumen, Pharmaund Kosmetikindustrie eingesetzt werden. Trotzdem sei es schwierig, einen direkten Vergleich anzustellen, denn zwischen den

Claudia Schukei stellte den Teilnehmern die Hygienelabels RABC-System und RAL-Gütezeichen vor – inkl. Demonstration einer Abklatschkontrolle.

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Die Begleitpersonen hatten die Gelegenheit, die historische Zuger Altstadt zu besichtigen. Anschliessend stand in der Confiserie Speck am Bahnhof Zug eine Kirschtortenführung auf dem Programm – inkl. Besichtigung des Kirschkellers und anschliessender Degustation.

und die Kunden im Idealfall sogar mündlich darauf aufmerksam zu machen. Am besten werde der Kunde vor der Reinigung mittels Vorbehaltserklärung auf mögliche Probleme oder Gefahren hingewiesen. Wenn der Kunde die Vorbehaltserklärung unterzeichne, akzeptiere er automatisch auch die AGBs.

Geselliges Rahmenprogramm Abgerundet wurde der statutarische und fachliche Teil der Generalversammlung 2013 durch ein geselliges Rahmenprogramm mit einem Apéro und köstlichem Nachtessen zu Musik und Tanz sowie reichlich Gelegenheit für interessante Gespräche und Networking.

Vielen Dank!

Rechtsanwalt Dino Cerutti hielt ein Referat zum Thema «Vorbehaltserklärung – Rechte des Kunden, Rechte des Unternehmens».

Grundsätzlich schulde der Textilpfleger einen Erfolg, da es sich bei der Aufbereitung von Textilien um einen Werkvertrag handle. Dies aber nur im Rahmen des «nach den Regeln der Kunst» überhaupt machbaren – bei Streitigkeiten in dieser Hinsicht sei es ratsam, die Paritätische Schadenerledgigungsstelle PSE zu kontaktieren. Des Weiteren sei es insbesondere bei heiklen Textilien sehr wichtig, den Kunden vor der Reinigung in Kenntnis der allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) des VTS zu setzen, denn dann hafte der Reiniger bei einem Schadenfall nur für grobe Fahrlässigkeit oder Vorsatz. Die Beweislast, dass die AGBs vom Kunden akzeptiert wurden, liege aber beim Reinigungsbetrieb. Es empfehle sich deshalb dringend, diese im Bereich der Kasse für den Kunden unübersehbar zu platzieren

Der VTS dankt den Lieferanten Bezema, BurnusHychem, Chemie AG, Christeyns, Ecolab, FM Service AG, Jensen, Kannegiesser, Kreussler, Lüta, Prochema, Rotecno, Seitz und Schaerer Textilpflegesysteme AG für ihre grosszügige finanzielle Unterstützung der Generalversammlung. Einen speziellen Dank geht an Sigfried von Heyking, Novotex Textilpflege GmbH, für die Mitorganisation der Versammlung und für das Sponsoring des Apéros und der Blumendekoration, sowie an die Schaerer Textilpflegesysteme AG, Fulenbach, für das Sponsoring der Tischdekoration.

Referatstexte auf www.textilpflege.ch Das Protokoll, die Vortragsfolien sowie weitere Informationen zu den Referatstexten der VTS-Generalversammlung 2013 stehen den VTS-Mitgliedern im internen Bereich der Verbands-Website www.textilpflege.ch zum Download zur Verfügung.


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Clone Your Shirt: Neues Zusatzgeschäft für Textilreinigungen Clone Your Shirt / Redaktion

Ein neues Projekt namens «Clone Your Shirt» wird momentan in der Schweiz ausgerollt. Kunden wird es ermöglicht, ihr Lieblingshemd direkt bei ihrem Textilreiniger nachproduzieren zu lassen.

Das Projekt wurde von Rikard Bergmark gestartet, einem Schwedischen Unternehmer, der seit sieben Jahren in Zürich lebt. Bergmark machte aus seiner eigenen Not eine Tugend. Er selbst ist zwei Meter gross und viel beschäftigt, wodurch er oft zu wenig Zeit hatte, passende Hemden zu finden. «Oftmals brachte ich meine Hemden in die Reinigung, um Flecken entfernen zu lassen, damit ich die Hemden möglichst lange tragen konnte», so Bergmark. Dies löste aber sein grundsätzliches Problem der Hemdensuche nicht. «Deshalb habe ich mir überlegt, dass es am einfachsten wäre, mein Lieblingshemd duplizieren zu lassen», meint der Schwede. Dies war die Geburtsstunde von «Clone Your Shirt».

Der Prozess Clone Your Shirt ermöglicht es den Kunden, hochwertige massgeschneiderte Hemden bei Textilreinigungen zu bestellen. «Wir haben beschlossen, nur Stoffe aus reinster Baumwolle zu verwenden und arbeiten nur mit uns persönlich bekannten Schneidern zusammen», erklärt Bergmark. Der Kunde gibt seine Kleidung zur Reinigung und vermerkt, welches Hemd als Vorlage dienen soll. Im nächsten Schritt wird das Hemd vom Textilreiniger ausgemessen und die Angaben an Clone Your Shirt weitergegeben. Anschliessend wird das Hemd in beliebiger Anzahl und im gewünschten Stoff produziert.

Der Clone Your Shirt Prozess

1. Eine Broschüre mit Stoffmustern, Anleitung und Bestellformular wird mit jedem gereinigten Hemd an den Kunden abgegeben. Zusätzliche Stoffmuster sind in der Reinigung und auf der CYS Homepage erhältlich.

2. Der Kunde gibt seine Bestellung mit dem Vorlagenhemd an die Reinigung.

3. Nach Ladenschluss: Die Hemden werden ausgemessen und die Informationen an CYS gesendet.

4. Clone Your Shirt koordiniert die Bestellung mit dem Schneider, benachrichtigt die Kunden via Email/Telefon und liefert die neuen Hemden an die Reinigung.

5. Die neuen Hemden werden vom Kunden in der Reinigung abgeholt. Legende:

Interessierte Textilreiniger können sich direkt bei Rikard Bergmark melden, um mehr über das Konzept und die Umsetzung zu erfahren. Tel. +41 79 257 47 00, E-Mail rikard@cloneyourshirt.com.

Online-Portale, die einen solchen Service anbieten, gibt es bereits viele. Jedoch bietet die Methode von Clone Your Shirt dem Kunden die Möglichkeit, die Stoffe vor der Bestellung anzuschauen und auch zu fühlen. Ausserdem muss der Kunde nicht selbst seine Masse nehmen oder diese von einem Schneider nehmen lassen. «Preislich liegen die Hemden zwischen 80 bis 130 Franken pro Stück», erklärt Bergmark. Ein Hemd kann zudem auch mit einem Monogramm versehen oder mit speziellen Manschettenknöpfen bestellt werden. Die Vorteile für Textilreiniger Bergmark ist sich sicher, dass dieses Angebot eine gute Möglichkeit ist, wie Reinigungen ihr Service-Portfolio ausbauen und letztendlich auch ihren Umsatz steigern können. «Für einen Textilreinigungsbetrieb gibt es kein Risiko und keine Erstinvestitionen, die getätigt werden müssen», so Bergmark. Clone Your Shirt stelle alle benötigten Materialien zur Verfügung. Der Reiniger muss lediglich das Hemd ausmessen und die Bestellung an Bergmark weiterleiten. Drei Wochen später ist das Hemd kopiert und der Kunde kann es wieder in der Reinigung abholen. Bergmark ist nun auf der Suche nach Textilreinigungen, welche das «Clone Your Shirt»-Konzept in ihrem Laden anbieten möchten. Interessierte können sich direkt bei ihm melden (siehe Kasten).


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AHV-Verbandsausgleichskasse IMOREK – das Angebot steht allen VTS-Mitgliedern offen Jürg Depierraz, VTS-Geschäftsführer, Bern

Der Verband Textilpflege Schweiz VTS zählt zu den Gründerverbänden der AHV-Verbandsausgleichskasse IMOREK. Deren Angebote gehen weit über die klassischen Aufgaben der 1. Säule hinaus. Und diese stehen nicht nur Wäschereien und Textilreinigungen offen, sondern auch allen im VTS organisierten Lieferanten.

Die AHV-Verbandsausgleichskasse IMOREK bietet ihren angeschlossenen Unternehmungen im Sozialversicherungsbereich attraktive Dienstleistungen. Als klassische Abrechnungsstelle für die AHV-, IV-, EOund ALV-Beiträge übernimmt sie zentrale Aufgaben des Personalbereichs. Über die Familienausgleichskasse der IMOREK zahlt der Dienstleister in vielen Kantonen an die Unternehmungen die Kinderzulagen aus. Doch nebst diesen traditionellen Aufgaben erbringt die IMOREK zahlreiche weitere wichtige Dienstleistungen – dies im Rahmen der ihr so genannt «übertragenen Aufgaben». Die IMOREK verfügt über eine eigene Pensionskasse und ermöglicht damit ihren Kunden die Erfüllung der gesetzlichen Vorgaben im Bereich der 2. Säule und sie hat weitere Angebote in ihrem Programm:

● ● ● ● ● ●

2. Säule/BVG und weitergehende Vorsorge Krankentaggeldversicherung Unfallversicherung Obligatorium Unfallversicherung Ergänzung zum Obligatorium Mutterschaftsversicherung im Kanton Genf Betriebliches Gesundheitsmanagement

Auch VTS-Lieferanten profitieren Zentral zu wissen ist, dass die Dienstleistungen der IMOREK nicht nur den im VTS organisierten Wäschereien und Textilreinigungen offen stehen. Die IMOREK steht auch sämtlichen Maschinen-, Waschmittel-, Waschhilfsmittel- und Software-Lieferanten offen. Jedes VTS-Mitglied hat die Möglichkeit, bei der IMOREK eine individuelle Offerte, sei es für Teilbereiche oder für das gesamte Leistungsspektrum, zu verlangen.

Rechnet eine Unternehmung über die IMOREK ab, hat sie den Vorteil, nur mit einem einzigen Ansprechpartner zu wirtschaften – und dabei alle Facetten des Sozialversicherungsbereichs abzudecken. «Alles aus einer Hand» ist denn auch der grosse Vorteil, den bereits angeschlossene Unternehmungen immer wieder nennen – und die gute Wettbewerbsfähigkeit einer sehr persönlich-geführten Verbandsausgleichskasse ebenso. Weitere Informationen: www.imorek.ch

Altlastentagung: «Alte Lasten – Neue Chancen» Redaktion

Die Sektion Altlasten im AWEL (Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft) des Kantons Zürich feiert 2013 den 20-Jährigen Geburtstag. Aus diesem Anlass findet am Dienstag, 27. August 2013 die Altlastentagung «Alte Lasten – Neue Chancen» in den Räumlichkeiten der Universität Zürich statt.

Eine zielführende Altlastenbearbeitung ist das Resultat des Engagements aller Beteiligten. Daher will der Kanton Zürich diesen Anlass dazu nutzen, die bisherige Arbeit zu würdigen, die aktuellen Altlastenthemen zu diskutieren und gemeinsam zu überlegen, wie den zukünftigen Herausforderungen zu begegnen sein wird. Abgeschlossen wird die Tagung mit einem Apéro.

Themenschwerpunkte werden sein: ●

Altlasten im politischen Umfeld Altlasten im fachtechnischen Umfeld ● Aktuelle Schwerpunkte der Altlastenbearbeitung ● Zukünftige Herausforderungen ●

Anmeldeschluss ist der 1. Juli 2013. Anmeldungsunterlagen und Detailprogramm können unter info.altlasten@bd.zh.ch angefordert werden. Die Tagungskosten betragen CHF 50.– (inklusive Mittagessen). Weitere Informationen: www.awel.zh.ch.


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ETSA mit neuer Website Redaktion

■ Alles aus einer Hand: PROCHEMA BAAR AG Baar, Tel. 041 768 00 50 ■ Annahmeblocks und -bücher:

Die European Textile Service Association ETSA hat ihre Website komplett neu gestaltet und auch inhaltlich überarbeitet. Die neue Plattform des europäischen Textilservice-Verbands ist unter der neuen Adresse www.textile-service.eu zu finden.

Die Website ist ein auf das Textilservicebusiness fokussiertes KommunikationsTool. Mittels neuer Navigation gelangt der Nutzer einfach zu zahlreichen Informationen rund um den Textilservice. Bei der Überarbeitung der Plattform wurde viel Wert darauf gelegt, die Nutzer auf die zahlreichen in Worten und Bildern dargestellten Kernaussagen und Commitments aufmerksam zu machen, zu welchen sich die der ETSA angehörenden TextilserviceDienstleister verpflichtet haben – wie

beispielsweise Corporate Social Responsibility oder Verantwortungsbewusstsein in Sachen Umweltschutz. Die alte Website www.etsa-europe.org wurde entfernt, jedoch wird man bei Eingabe der alten URL automatisch auf die neue Seite weitergeleitet. Weitere Informationen: www.textile-service.eu.

CHEMIE AG 3048 Worblaufen, Tel. 031 921 44 88 PROCHEMA BAAR AG Baar, Tel. 041 768 00 50 ■ Armaturen / Kondensatableiter: TLV Euro Engineering GmbH Herrengasse 5, 8853 Lachen/SZ Tel.: 055 442 26 47, Fax: 055 442 26 48 www.tlv.com, storzer@tlv-euro.de André Ramseyer AG Industriestrasse 32, 3175 Flamatt Tel. 031 744 00 00, info@ramseyer.ch ■ Berufsbekleidung Wimo AG 4852 Rothrist, Tel. 062 785 00 60, www.wimoag.ch, info@wimoag.ch ■ BÜFA-Textilpflege- und Wet-Clean-Produkte CHEMIE AG 3048 Worblaufen, Tel. 031 921 44 88 E-Mail: info@chemieag.ch – Internet: www.chemieag.ch ■ Bügelmaschinen: AEBY André-C. 1175 Lavigny, Tel. 021 808 61 81, www.aebya.ch PROCHEMA BAAR AG Baar, Tel. 041 768 00 50 www.repmo.ch 071 393 77 41, Industrie Wasch- und Bügeltechnik Schaerer Textilpflege-Systeme AG Industrie Allmend 25, 4629 Fulenbach Tel. 062 926 52 52, Fax 062 926 52 53 ■ Chem. Kleider-Reinigungsmaschinen: AEBY André-C. 1175 Lavigny, Tel. 021 808 61 81, www.aebya.ch www.repmo.ch 071 393 77 41, Industrie Wasch- und Bügeltechnik Schaerer Textilpflege-Systeme AG Industrie Allmend 25, 4629 Fulenbach Tel. 062 926 52 52, Fax 062 926 52 53 ■ Dampfkessel und -generatoren: AEBY André-C. 1175 Lavigny, Tel. 021 808 61 81, www.aebya.ch PROCHEMA BAAR AG Baar, Tel. 041 768 00 50 ■ Dampf- und Kondensattechnik: Spirax Sarco AG Gustav Maurer Strasse 9, 8702 Zollikon, Tel. 044 396 80 00, Fax 044 396 80 10, info@ch.spiraxsarco.com, www.spiraxsarco.ch André Ramseyer AG Industriestrasse 32, 3175 Flamatt Tel. 031 744 00 00, info@ramseyer.ch ■ Dampfanlagen:

Die European Textile Service Association ETSA hat unter www.textile-service.eu einen neuen Internetauftritt.

Josef Stöckli GmbH Dampfkesselanlagen, Breiten, 6216 Mauensee, Tel. 041 921 43 35, Fax 041 921 63 14, certuss@certuss.ch ■ Detachiermittel: CHEMIE AG 3048 Worblaufen, Tel. 031 921 44 88 01 BÜFA-Textilpflegeprodukte Ecolab (Schweiz AG), Kriegackerstrasse 91, 4132 Muttenz, Tel. 061 466 94 66, Fax 061 466 94 44 PROCHEMA BAAR AG Baar, Tel. 041 768 00 50 Schaerer Textilpflege-Systeme AG Industrie Allmend 25, 4629 Fulenbach Tel. 062 926 52 52, Fax 062 926 52 53 SCS Steinfels Cleaning Systems 8411 Winterthur, Tel. 052 234 44 00, Fax 052 234 44 01 ■ Dosier-, Mess- und Regeltechnik:

www.textilpflege.ch

SMARTEC Dosiertechnik BEZEMA AG CH-9462 Montlingen Tel. 071 763 88 11 / Fax 071 763 88 88 www.bezema.com / bezema@bezema.com ■ Drahtbügel: CHEMIE AG 3048 Worblaufen, Tel. 031 921 44 88 PROCHEMA BAAR AG Baar, Tel. 041 768 00 50 ■ Flüssigdosiersysteme inklusive Produkte: BEZEMA AG CH-9462 Montlingen Tel. 071 763 88 11 / Fax 071 763 88 88 www.bezema.com / bezema@bezema.com Burnus AG 4500 Solothurn, Tel. 032 626 35 10

w


Insertionspreis für Bezugsquellen-Liste: Unter beliebiger Überschrift jede Druckzeile Fr. 48.– pro Jahr. Auf Wunsch werden weitere Überschriften aufgenommen.

CHEMIE AG 3048 Worblaufen, Tel. 031 921 44 88 CHRISTEYNS GmbH 6301 Zug, Tel. 041 252 16 16 Fax 041 252 19 19, info@christeyns.ch Ecolab (Schweiz AG), Kriegackerstrasse 91, 4132 Muttenz, Tel. 061 466 94 66, Fax 061 466 94 44 Diversey Postfach, 9542 Münchwilen, Tel. 071 969 27 27, www.diversey.com PROCHEMA BAAR AG Baar, Tel. 041 768 00 50 SCS Steinfels Cleaning Systems 8411 Winterthur, Tel. 052 234 44 00, Fax 052 234 44 01 ■ Frottierwäsche Floringo GmbH Äussere Kreuzäcker 2, D-82395 Obersöchering Tel. +49 (8847) 6907-0, Fax +49 (8847) 6907-10 www.floringo.de, info@floringo.de ■ Hemdenbügelsysteme und Zubehör:

Kyburz Bettwarenfabrik AG 3122 Kehrsatz Objekttextilien für das Bett, Bettwaren, Duvet, Kissen, Bettwäsche, Bad, Küche und Tisch. Tel. 031 961 15 25, Fax 031 961 53 89 info@Kyburz-bfb.ch, www.kyburz-bfb.ch TEXTILWERKE AG TWB CH-6037 Root, Objekttextilien für Bett, Bad, Küche und Tisch Tel. 041 455 00 70, Fax 041 450 30 33 E-Mail: info@textilwerke.ch www.textilwerke.ch HOTELWÄSCHE ERWIN MÜLLER GmbH 9444 Diepoldsau, Tisch- und Bettwäsche, Frottier und Berufsbekleidung, Tel. 0848 809 809, Fax 0848 806 806 service@erwinmueller.ch, www.erwinmueller.ch ■ Tragtaschen, Schutzhüllen: CHEMlE AG 3048 Worblaufen, Tel. 031 921 44 88 PROCHEMA BAAR AG Baar, Tel. 041 768 00 50

■ Wet-Care

■ Transportwagen/Rollcontainer:

■ Imprägniermittel:

PROCHEMA BAAR AG Baar, Tel. 041 768 00 50

BEZEMA AG CH-9462 Montlingen Tel. 071 763 88 11 / Fax 071 763 88 88 www.bezema.com / bezema@bezema.com CHEMIE AG 3048 Worblaufen, Tel. 031 921 44 88, BÜFA-Textilpflegeprodukte CHRISTEYNS GmbH 6301 Zug, Tel. 041 252 16 16 Fax 041 252 19 19, info@christeyns.ch PROCHEMA BAAR AG Baar, Tel. 041 768 00 50

■ Wärmerückgewinnung:

PROCHEMA BAAR AG Baar, Tel. 041 768 00 50 info@prochema.ch – www.prochema.ch ■ Kassen, Computer, Software: www.composplus.ch ■ Kreussler-Textilpflegeprodukte: PROCHEMA BAAR AG Baar, Tel. 041 768 00 50 ■ Lager- und Transportartikel: CHEMIE AG 3048 Worblaufen, Tel. 031 921 44 88 PROCHEMA BAAR AG Baar, Tel. 041 768 00 50 ■ Mangelbewicklungen: ODERMATT Mangelbewicklung/Textilprodukte/ Wäschereizubehör, Wirzboden 23, 6370 Stans, Tel./Fax 041 610 18 02 / 079 707 81 77 ■ Nassreinigungsmaschinen: PROCHEMA BAAR AG Baar, Tel. 041 768 00 50 Schaerer Textilpflege-Systeme AG Industrie Allmend 25, 4629 Fulenbach Tel. 062 926 52 52, Fax 062 926 52 53 ■ OP-Bereichsbekleidung / Textilien aller Art: Texteam AG 4103 Bottmingen / 4242 Laufen Info unter www.texteamag.ch, 061 761 65 30 / 061 423 91 64 ■ Reinigungsverstärker: CHEMIE AG 3048 Worblaufen, Tel. 031 921 44 88, BÜFA-Textilpflegeprodukte PROCHEMA BAAR AG Baar, Tel. 041 768 00 50 ■ Rollenplastik: CHEMIE AG 3048 Worblaufen, Tel. 031 921 44 88 PROCHEMA BAAR AG Baar, Tel. 041 768 00 50 ■ Sauerstoffbleichmittel: CHRISTEYNS GmbH 6301 Zug, Tel. 041 252 16 16 Fax 041 252 19 19, info@christeyns.ch Ecolab (Schweiz AG), Kriegackerstrasse 91, 4132 Muttenz, Tel. 061 466 94 66, Fax 061 466 94 44 ■ Teppichreinigung: LÄSSER Teppich- und Polsterreinigung AG Sonnentalstrasse 5, 8600 Dübendorf ■ Textillieferant/Flachwäsche: DIVINA Textil AG CH-9424 Rheineck Objekttextilien für Bett und Bad Tel. 071 888 25 31, Fax 071 888 40 54 sleepy@divina.ch, www.divina.ch rigotex handels ag, CH-9606 Bütschwil, Objekttextilien für Küche, Tisch, Bett und Bad, T 071 982 70 40, F 071 982 70 41 www.rigotex.ch, info@rigotex.ch

■ Wasser- und Energiemanagement BMS-Energietechnik AG 3812 Wilderswil, Tel. 033 826 00 12, Fax 033 826 00 14, www.bms-ch.com CHRISTEYNS GmbH 6301 Zug, Tel. 041 252 16 16 Fax 041 252 19 19, info@christeyns.ch Ecolab (Schweiz AG), Kriegackerstrasse 91, 4132 Muttenz, Tel. 061 466 94 66, Fax 061 466 94 44

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Diversey Postfach, 9542 Münchwilen, Tel. 071 969 27 27, www.diversey.com PROCHEMA BAAR AG Baar, Tel. 041 768 00 50 Schaerer Textilpflege-Systeme AG Industrie Allmend 25, 4629 Fulenbach Tel. 062 926 52 52, Fax 062 926 52 53 SCS Steinfels Cleaning Systems 8411 Winterthur, Tel. 052 234 44 00, Fax 052 234 44 01

BMS-Energietechnik AG 3812 Wilderswil, Tel. 033 826 00 12, Fax 033 826 00 14, www.bms-ch.com CHRISTEYNS GmbH 6301 Zug, Tel. 041 252 16 16 Fax 041 252 19 19, info@christeyns.ch ■ Wäschenetze: CHEMlE AG 3048 Worblaufen, Tel. 031 921 44 88 PROCHEMA BAAR AG Baar, Tel. 041 768 00 50 ThermoTex Europe AG Langenhagstrasse 13 | 4147 Aesch | SCHWEIZ Tel. +41 61 751 91 00 | Fax +41 61 751 91 01 info@thermo-tex.ch | www.thermo-tex.ch Kennzeichnungsmaschinen, Textilprinter, Textiletikettendrucker, Patchmaterial, Kennzeichnungsband, Embleme, Transfers, Barcodes, Wäschenetze, Wäschesäcke, Wäscheschränke, T-Shirts/Poloshirts bedruckt

PROCHEMA BAAR AG Baar, Tel. 041 768 00 50 ■ Wet-Cleaning: Burnus AG 4500 Solothurn, Tel. 032 626 35 10 CHEMIE AG 3048 Worblaufen, Tel. 031 921 44 88, BÜFA-Textilpflegeprodukte CHRISTEYNS GmbH 6301 Zug, Tel. 041 252 16 16 Fax 041 252 19 19, info@christeyns.ch SCS Steinfels Cleaning Systems 8411 Winterthur, Tel. 052 234 44 00, Fax 052 234 44 01 ■ Zubehör von A bis Z: CHEMIE AG 3048 Worblaufen, Tel. 031 921 44 88 PROCHEMA BAAR AG Baar, Tel. 041 768 00 50

■ Wäschereiprodukte und Textilhilfsmittel BEZEMA AG CH-9462 Montlingen Tel. 071 763 88 11 / Fax 071 763 88 88 www.bezema.com / bezema@bezema.com PROCHEMA BAAR AG Baar, Tel. 041 768 00 50 ■ Wäschereimaschinen: FERRUM AG Waschtechnik, 5102 Rupperswil, Bahnstrasse 18, Tel. 062 889 12 22 www.ferrum-waschtechnik.ch PROCHEMA BAAR AG Baar, Tel. 041 768 00 50 www.repmo.ch 071 393 77 41, Industrie Wasch- und Bügeltechnik Schaerer Textilpflege-Systeme AG Industrie Allmend 25, 4629 Fulenbach Tel. 062 926 52 52, Fax 062 926 52 53 ■ Wäsche-Kennzeichnungsmaschinen: J. P. Müller AG 8810 Horgen, Tel. 043 244 10 50, Fax 043 244 10 51 Internet: www.jpmuellerag.ch E-Mail: info@jpmuellerag.ch Thermopatch: Pressen, Embleme, Kennzeichnungsgeräte ThermoTex Europe AG Langenhagstrasse 13 | 4147 Aesch | SCHWEIZ Tel. +41 61 751 91 00 | Fax +41 61 751 91 01 info@thermo-tex.ch | www.thermo-tex.ch Kennzeichnungsmaschinen, Textilprinter, Textiletikettendrucker, Patchmaterial, Kennzeichnungsband, Embleme, Transfers, Barcodes, Wäschenetze, Wäschesäcke, Wäscheschränke, T-Shirts/Poloshirts bedruckt ■ Wäschewagen: ThermoTex Europe AG Langenhagstrasse 13 | 4147 Aesch | SCHWEIZ Tel. +41 61 751 91 00 | Fax +41 61 751 91 01 info@thermo-tex.ch | www.thermo-tex.ch Kennzeichnungsmaschinen, Textilprinter, Textiletikettendrucker, Patchmaterial, Kennzeichnungsband, Embleme, Transfers, Barcodes, Wäschenetze, Wäschesäcke, Wäscheschränke, T-Shirts/Poloshirts bedruckt

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■ Waschmittel: Burnus AG 4500 Solothurn, Tel. 032 626 35 10 CHEMIE AG 3048 Worblaufen, Tel. 031 921 44 88, BÜFA-Textilpflegeprodukte CHRISTEYNS GmbH 6301 Zug, Tel. 041 252 16 16 Fax 041 252 19 19, info@christeyns.ch Ecolab (Schweiz AG), Kriegackerstrasse 91, 4132 Muttenz, Tel. 061 466 94 66, Fax 061 466 94 44

Hirschengraben 8, Postfach 6723, 3001 Bern Telefon 031 382 11 80, Telefax 031 382 11 83 sbruelhart@inmedia.ch, www.inmedia.ch


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Textilpflege Schweiz Juni 2013