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Das Künstlerdorf feiert Geburtstag

Worpswede – 125 Jahre Gegenwart

Zeitspeicher – Vier Häuser für die Kunst! 9. Februar bis 27. April 2014

Mythos und Moderne 11. Mai bis 14. September 2014


Worpswede – 125 Jahre Gegenwart

Worpswede – 125 Jahre Gegenwart

Die Frühjahrsausstellung

Zeitspeicher – Vier Häuser für die Kunst!

Das Künstlerdorf feiert Geburtstag!

9. Februar bis 27. April 2014

1889: In Paris wird der Eiffelturm als Jahrhundertmonument der Ingenieurskunst und Symbol des industriellen Fortschritts eingeweiht. Zur gleichen Zeit beschließen drei junge Maler, sich in dem bis dahin weithin unbekannten Moordorf Worpswede vor den Toren Bremens niederzulassen und dort nach der Natur zu malen. Auch sie schreiben Geschichte, denn ihr Entschluss markiert die Geburtsstunde der Künstlerkolonie Worpswede.

Die vier Worpsweder Museen begehen das Jubiläum mit einem gemeinsamen Ausstellungsreigen, der im Februar mit einem Blick in die Sammlungen beginnt, von Mai bis September mit der Großen Sommerausstellung »Mythos und Moderne« seinen Höhepunkt findet und im Herbst mit zeitgenössischen Ausstellungen ausklingt. Der Bogen spannt sich dabei von den Anfängen der Künstlerkolonie im Jahr 1889 bis in die Gegenwart.

Innerhalb weniger Jahre wird Worpswede zur bekanntesten Künstlerkolonie Deutschlands. Den Malern der ersten Stunde sind viele Generationen von Künstlern gefolgt; Worpswede ist bis heute ein lebendiges Künstlerdorf mit einer vielfältigen Kunstszene und internationaler Ausstrahlung. In diesem Jahr feiert Worpswede den 125. Geburtstag der Künstlerkolonie!

Zum Auftakt öffnen die Worpsweder Museen ab 9. Februar ihre Depots und Archive und lassen mit ausgewählten Kunstwerken und Dokumenten aus ihren Sammlungen die Historie ihrer Häuser lebendig werden. Das Spektrum der gezeigten Werke reicht weit über den Kreis der Worpsweder Künstler hinaus und umfasst auch internationale und aktuelle Kunst.

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Zwischen Fritz Mackensen, dem Gründer der Künstlerkolonie, und dem international bekannten Performance-Künstler Jonathan Meese liegen rund einhundert Jahre. Über diese Zeitspanne hinaus reicht die umfangreiche Kunstsammlung der Großen Kunstschau. Die Geschichte dieser Sammlung begann 1927, als Bernhard Hoetger seine Idee verwirklichte, eine Ausstellungshalle mit Verkaufsmöglichkeiten für die Worpsweder Künstler zu bauen. Finanziert wurde dieses Vorhaben von dem kunstsinnigen Bremer Kaffeekaufmann Ludwig Roselius, der auch Werke aus seinem Privatbesitz zur Verfügung stellte. Der aktuelle Sammlungsbestand erlaubt eine Fülle thematischer Gruppierungsmöglichkeiten. Neben Arbeiten von Mackensen und Meese, die die Bandbreite dieser Sammlung verdeutlichen, werden Werke ausgewählter Künstlerinnen und Künstler wie Paula Modersohn-Becker, Horst Antes, Walter Bertelsmann, Norbert Schwontkowski und Sati Zech zu sehen sein.

9. 2. – 27. 4. 2014 · Lindenallee 5 · Tel. 0 47 92 - 13 02 bis 15. 3. : Di – So10 – 17 Uhr; ab 16. 3. : täglich 10 – 18 Uhr 4

Foto: © Andreas Wilhelm

Von Mackensen bis Meese

Das Künstlerdorf feiert Geburtstag

Foto: © Rüdiger Lubricht/Worpsweder Museumsverbund

Große Kunstschau Worpswede

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Barkenhoff / Heinrich-Vogeler-Museum

Das Künstlerdorf feiert Geburtstag

111 Jahre Kunst –

Darüber hinaus belegen Arbeiten von mehr als einhundert Künstlern und Literaten von der Gründergeneration bis heute das kreative Potential Worpswedes; Werke der Stipendiaten der Barkenhoff-Stiftung Worpswede spiegeln zudem die Bedeutung des Künstlerdorfes als Standort aktueller, internationaler Kunstproduktion wider. Die Ausstellung präsentiert Exponate aller Genres von 1894 bis 2005, die einen Einblick in diese facettenreiche, in mehreren Jahrzehnten gewachsene Sammlung ermöglichen.

9. 2. – 27. 4. 2014 · Ostendorfer Straße 10 · Tel. 0 47 92 - 39 68 täglich 10 – 18 Uhr 6

Foto: © Rüdiger Lubricht/Worpsweder Museumsverbund

Die Sammlung des Barkenhoff umfasst künstlerische Arbeiten aus über elf Jahrzehnten und ist eng mit der Geschichte des Hauses und der seines Erbauers Heinrich Vogeler verwoben. Gemälde, Grafiken, Angewandte Kunst, aber auch Schriften und Dokumente des Jugendstilkünstlers bilden den größten Teil des Kunst- und Archivbestandes, der heute an authentischem Ort bewahrt und präsentiert wird.

Foto: © Andreas Wilhelm

Sammlung als Prozess

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Das Gedächtnis Worpswedes »Wenn Sie etwas über die Künstler wissen möchten, gehen Sie zu Martha Vogeler«, pflegten die Einheimischen zu den Besuchern Worpswedes zu sagen. Das Haus im Schluh ist durch seine Gründerin 1920 zu Worpswedes erster musealer Einrichtung geworden. Sie lebte hier bis 1961 und sammelte Objekte und Bilder aus drei Künstlergenerationen in zwei alten niedersächsischen Fachwerkhäusern. Darüber hinaus galt ihr Interesse dem Kunstgewerbe, insbesondere der Webkunst. Hans Herman Rief legte ab 1946 als Archivar den Grundstein für das bedeutende Worpsweder Archiv. In den hauseigenen Ateliers arbeiteten im Laufe der Jahre sehr unterschiedliche Künstlerinnen und Künstler wie Lisel Oppel, Horacio Butler, Wilhelm Wagenfeld, Richard Oelze, Fritz Meckseper und Uwe Häßler. Die Ausstellung zeigt Werke der genannten Künstler und gewährt spannende Einblicke in die Geschichte des Haus im Schluh.

9. 2. – 27. 4. 2014 · Im Schluh 35 – 37 · Tel. 0 47 92 - 5 22 · bis 15. 3. : Di – Fr 14 – 17 Uhr, Sa/So 11 – 17 Uhr; ab 16. 3. : Mo – Fr 14 – 18 Uhr, Sa/So 11 – 18 Uhr 8

Foto: © Rüdiger Lubricht/Worpsweder Museumsverbund

Martha Vogeler –

Das Künstlerdorf feiert Geburtstag

Foto: © Focke Strangmann/Worpsweder Museumsverbund

Haus im Schluh / Heinrich-Vogeler-Sammlung

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Worpsweder Kunsthalle

Das Künstlerdorf feiert Geburtstag

3 x Friedrich Netzel –

Die Ausstellung bietet einen Einblick in die lebendige Historie der »Worpsweder Kunsthalle Friedrich Netzel«, die die Basis der »neuen« Worpsweder Kunsthalle darstellt.

9. 2. – 27. 4. 2014 · Bergstraße 17 · Tel. 0 47 92 - 12 77 täglich 10 – 18 Uhr 10

Foto: © Focke Strangmann/Worpsweder Museumsverbund

Die Worpsweder Kunsthalle verdankt ihren Ursprung dem Buchbindermeister Friedrich Netzel, der 1879 aus Hannover in das Künstlerdorf kam. Neben dem Restaurieren von Büchern ging er schnell auf die Bedürfnisse der ankommenden Künstler ein, führte Malutensilien, schnitt Passepartouts und rahmte. Dabei entstand ein herzlicher Kontakt zu den Künstlern. Sein Sohn, ebenfalls Friedrich, begann 1919 mit dem Kunsthandel – bald schon in eigenen Räumen in der Bergstraße. Daneben begann er, eine Sammlung hochwertiger Worpsweder Kunst aufzubauen. Sein Sohn führte Kunsthandel und Sammlung fort. Durch seine Freundschaft zum damaligen Leiter des Worpsweder Archivs, Hans Herman Rief, wurde er angeregt, aktuelle wie auch auswärtige Künstler zu präsentieren.

Foto: © Gabi Anna Müller

Händler, Sammler, Visionär

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Worpswede – 125 Jahre Gegenwart

Das Künstlerdorf feiert Geburtstag

Weitere Ausstellungen in Worpswede Auch neben den Ausstellungen der Worpsweder Museen hat das Künstlerdorf im Jubiläumsjahr zahlreiche Ausstellungen zu bieten. Dabei stehen Künstler in der Tradition der Gründergeneration und Vertreter der 1970er Jahre im Fokus. Vor allem aber finden Sie einen exemplarischen Einblick in das Schaffen der über 100 Künstler und Kunsthandwerker, die heute in Worpswede leben und arbeiten.

Ab 3. Mai folgen Sonderausstellungen unter dem gemeinsamen thematischen Dach »Worpswede nonstop«: in der kommunalen Galerie Altes Rathaus, im Museum am Modersohn-Haus, im Neuen Worpsweder Kunstverein und in der Galerie Art99. »Worpswede nonstop« lädt dazu ein, sich durch kreative Vielfalt und neue Perspektiven auf Altes und Aktuelles überraschen zu lassen.

Details zum Programm finden Sie ab März 2014 unter www.worpswede-2014.de 12

Foto: © Klaudia Krohn

Den Beginn machen – ab 26. April – die »Tage des Kunsthandwerks« in der Galerie Altes Rathaus.

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Das Künstlerdorf feiert Geburtstag

Worpswede, Bremen

Ausstellungen aus Anlass

und die Region

des Worpsweder Jubiläums:

Von Beginn an gab es enge Verbindungen der Worpsweder Künstler nach Bremen und in die Region hinein. Heinrich Vogeler und Fritz Overbeck waren in der Hansestadt aufgewachsen, Paula Becker hatte ihre Jugendjahre dort verbracht. Otto Modersohn ließ sich 1908 in Fischerhude nieder, Overbeck zog nach Bremen-Vegesack. Einige der Worpsweder Künstler hinter­ließen gewichtige Spuren in Bremen – Vogeler mit der Gülden­kammer im Bremer Rathaus, Bernhard Hoetger mit der Böttcherstraße und dem Paula Modersohn-Becker Museum. Bis heute ist Worpswede Teil der kulturellen Identität Bremens. Es empfängt Impulse aus der nahegelegenen Großstadt und strahlt seinerseits dorthin und in die Region aus. Worpsweder Künstler sind in vielen Museen in der Region präsent und werden regelmäßig oder auch dauerhaft ausgestellt – letzteres z. B. im »Worps­ wede-Saal« der Kunsthalle Bremen.

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Paula Modersohn-Becker: Highlights aus dem Frühwerk Foto: © Jinag Feipeng

Foto: © Rüdiger Lubricht

Worpswede – 125 Jahre Gegenwart

Paula Modersohn-Becker Museum, Bremen 16. Februar bis 6. Juli 2014 Otto Modersohn – Das Frühwerk 1884 – 1889

Otto Modersohn Museum, Fischerhude 25. Mai bis 31. August 2014

Fritz Overbeck und Otto Modersohn – Eine Künstlerfreundschaft

Overbeck-Museum in Bremen-Vegesack 29. Juni bis 5. Oktober 2014 15


Worpswede – 125 Jahre Gegenwart

Mythos und Moderne 125 Jahre Künstlerkolonie Worpswede Die Große Sommerausstellung der Worpsweder Museen

Fritz Overbeck, Sommertag in der Hammeniederung (Ausschnitt), 1904, Kreissparkasse Osterholz

11. Mai bis 14. September 2014

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Im Mittelpunkt des Worpsweder Jubiläumsprogramms steht vom 11. Mai bis zum 14. September 2014 die Große Sommerausstellung »Mythos und Moderne – 125 Jahre Künstlerkolonie Worpswede« der Worpsweder Museen. Anhand der entscheidenden historischen Wendepunkte erzählt die alle vier Häuser ein­ beziehende Schau die spannende Geschichte des Künstlerdorfs vor dem Hintergrund der europäischen Kunst- und Zeitgeschichte. Über 200 Schlüsselwerke und begleitende Informationen beleuchten Licht und Schatten, Vision und Wirklichkeit, Erfolg und Scheitern, Krisen und Neuanfänge, die die wechselvolle Geschichte des Künstlerdorfs prägten. »Mythos« und »Moderne« werden dabei als zwei wichtige Tendenzen und Pole in der Entwicklung des Orts und seiner Künstler von den Anfängen im Jahr 1889 bis heute deutlich. Den Abschluss der Zeitreise durch 125 Jahre Gegenwart bildet im Herbst/Winter eine Ausstellung, die 14 renommierte Künstler aus aller Welt vorstellt, die in den vergangenen vier Jahrzehnten in den Künstlerhäusern Worpswede zu Gast waren. 17


Haus im Schluh / Heinrich-Vogeler-Sammlung

Das Künstlerdorf feiert Geburtstag

1889: Flucht in die Kunst –

Die industrielle Revolution hat Europa erfasst, die Moderne ist auf dem Vormarsch. Auch in Deutschland wandelt sich das Leben; den Rhythmus diktieren die Maschinen. Rauchende Schornsteine künden vom künftigen Reichtum der rasch wachsenden Metropolen. Während französische Künstler unter dem Eindruck dieser Entwicklungen mit einer neuen Bildsprache die künstlerische Moderne einläuten, finden sich ab 1889 in Worpswede junge Künstlerinnen und Künstler zusammen, die einen ganz anderen Weg einschlagen. Bewusst suchen sie die dörfliche Abgeschiedenheit und formulieren in der Darstellung der urtümlichen Landschaft und des bäuerlichen Daseins einen Gegenentwurf zum modernen Leben. In der Gegenüberstellung von exemplarischen Werken der Worpsweder Künstler mit Arbeiten zeitgenössischer Vorläufer und Wegbereiter aus Frankreich wird der ganz eigene Beitrag der »Alten Worpsweder« zur kunstgeschichtlichen Entwicklung deutlich.

11. 5. – 14. 9. 2014 · Im Schluh 35 – 37 · Tel. 0 47 92 - 5 22 täglich 10 – 18 Uhr 18

Hans am Ende, Frühling in Worpswede (Ausschnitt), um 1900, Worpsweder Kunststiftung Friedrich Netzel

Aufbruch und frühe Erfolge

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Barkenhoff / Heinrich-Vogeler-Museum

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1897: Verkannte Moderne –

1897 schließt sich die junge Paula Becker den Worpsweder Malern an. Sie bildet innerhalb der Worpsweder Künstlergemeinschaft eine bemerkenswerte Ausnahme. Inspiriert von der französischen Avantgarde, die sie während ihrer vier Paris-Aufenthalte kennenlernt, schafft sie innerhalb weniger Jahre ein umfangreiches, sehr eigenständiges Werk. Ihre herausragende Leistung als eine Pionierin der künstlerischen Moderne wird erst nach ihrem frühen Tod 1907 erkannt. Heute ist Paula Modersohn-Becker die bedeutendste unter allen Worpsweder Künstlern. Diese Ausstellungssektion stellt die Werke Paula ModersohnBeckers denen der Gründer der Künstlerkolonie gegenüber. Sie zeigt ihre gemeinsamen Wurzeln und Motive und skizziert die künstlerischen Einflüsse, die Paula Modersohn-Becker in ihrem Werk zukunftsweisend verarbeitete. Deutlich wird in der Gegenüberstellung der radikal moderne malerische Ansatz, der die junge Künstlerin von ihren Kollegen abhob.

11. 5. – 14. 9. 2014 · Ostendorfer Straße 10 · Tel. 0 47 92 - 39 68 täglich 10 – 18 Uhr 20

Paula Modersohn-Becker, Mieke Vogeler mit Perlenkette, (Ausschnitt) 1902, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

eine Gegenüberstellung

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Große Kunstschau Worpswede

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1918: Zeitenwende –

Der Erste Weltkrieg ist verloren, die Weltwirtschaftskrise führt auch Deutschland in eine tiefe Depression. Ein Riss geht durch das Land. Demagogen von links und rechts bekämpfen den neuen demokratischen Staat; die Menschen suchen nach Antworten auf die Krise. In Worpswede träumen drei Künstler von neuen Welten: Heinrich Vogeler, der Pazifist und Kommunist; Fritz Mackensen, der nationalistisch gesinnte Vertreter einer »niederdeutschen Kunst«, und Bernhard Hoetger, der sein architektonisches Werk aus Versatzstücken völkischer Ideale und unterschiedlicher Weltkulturen gestaltet. Die so unterschiedlichen Lebens- und Weltentwürfe dieser drei Künstler sind für die Geschichte der Künstlerkolonie Worpswede gleichermaßen prägend. Ihr Leben und ihre künstlerische Entwicklung stehen im Mittelpunkt einer Werkschau am Originalschauplatz: in Hoetgers Großer Kunstschau.

11. 5. – 14. 9. 2014 · Lindenallee 5 · Tel. 0 47 92 - 13 02 täglich 10 – 18 Uhr 22

Heinrich Vogeler, Die Kriegsfurie, 1919, Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh Worpswede

Kunst und Weltanschauung

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Worpsweder Kunsthalle

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1945: Stunde Null – Neubeginn

Das nationalsozialistische Regime hat die Welt in einen Krieg gestürzt, an dessen Ende die Kapitulation Deutschlands und die Frage nach der moralischen Verantwortung von Tätern und Mitläufern stehen. Auch Worpswede, das als »niederdeutsches Musterdorf« eine Rolle in der NS-Kulturpolitik gespielt hat, muss sich dieser Frage stellen. Diese Ausstellungssektion beginnt mit einer Bestandsaufnahme der Worpsweder Situation im Jahr 1945. Sie beschreibt die NSPlanungen für Worpswede und die Auswirkungen der nationalsozialistischen Ideologie auf den Ort. Die Kunst der »Alten Worpsweder« wurde von den Nationalsozialisten für ihre »völkische Kunstauffassung« vereinnahmt; deren Verbreitung wurde auch durch einige Worpsweder Künstler aktiv vorangetrieben. Dennoch gelingt Worpswede nach 1945 ein künstlerischer Neubeginn im Zeichen der Moderne, der eine Öffnung zur Welt und eine zweite Blütezeit des Künstlerdorfs in den Fünfziger und Sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts einleitet. 11. 5. – 14. 9. 2014 · Bergstraße 17 · Tel. 0 47 92 - 12 77 täglich 10 – 18 Uhr 24

Richard Oelze, Selbstbildnis vor Landschaft (Ausschnitt), um 1947/48, Worpsweder Kunststiftung Friedrich Netzel

und Wege in die Moderne

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Mit dem Audio-Guide

Buchen Sie eine Kunstführung –

mehr erfahren

wir zeigen’s Ihnen!

Worpswede mobil erleben – im Ort und in den Museen: Unser Audioguide vermittelt viele spannende Hintergrundinformationen. Und das nicht nur in den Ausstellungen, sondern auch beim Spaziergang durch den Ort! Den Audioguide erhalten Sie ab 11. 5. 2014 als App für iOS und Android oder als Leihgerät in den Ausstellungshäusern.

Zur Großen Sommerausstellung »Mythos und Moderne« erscheint im Wienand Verlag ein opulenter Katalog mit ca. 200 Seiten, 250 farbigen und 60 s/w-Abbildungen und informativen Hintergrundtexten zu 125 Jahren Kunst in Worpswede. Der gebundene Katalog im Format 23 x 28,5 cm erscheint im Mai 2014.

Machen Sie mehr aus Ihrem Worpswede-Aufenthalt und vertiefen Sie Ihr Ausstellungserlebnis mit einer Kunstführung! Die Gästeführer Worpswede – Teufelsmoor bieten Führungen in unterschiedlichen Formaten und Längen und mit verschiedenen thematischen Schwerpunkten an. Die versierten Gästeführer/-innen gehen gern auf Ihre individuellen Wünsche ein. Sie vermitteln die Geschichten hinter den Bildern und können so manche Anekdote aus der Ortsgeschichte erzählen. So erfahren Sie auf sehr persönliche Weise vieles über Worpswede und seine Künstler und finden einen intensiven Einstieg in den Worpsweder Kunstkosmos. Informieren Sie sich und lassen Sie sich individuell beraten!

Preis: € 24,80 in den Worpsweder Museen, ca. 34,00 € im Buchhandel ISBN 978-3-86832-203-3

Kontakt, Beratung und Buchung unter 0 47 92 - 95 41 27 info@worpswede-fuehrung.de · www.worpswede-fuehrung.de

Katalog »Mythos und Moderne«

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Foto: © Focke Strangmann

Foto: © Focke Strangmann

Worpswede – 125 Jahre Gegenwart

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Worpswede – 125 Jahre Gegenwart

Das Künstlerdorf feiert Geburtstag

Lebendiges Künstlerdorf

Spezielle Gästeführungen und Tagesprogramme laden zum Kennenlernen von Ort und Kunst ein. Mit Torfkahn, Moorexpress oder Kremser können Sie sich auf eine nostalgische Zeitreise begeben. Entdecken Sie die Atmosphäre regionaltypischer Märkte und Feste, besuchen Sie die Kunst- und Kulturmeile Bergstraße mit der neu gestalteten Tourist-Information und genießen Sie OpenAir-Events sowie musikalische und literarische Leckerbissen in Verbindung mit kulinarischer Gastlichkeit.

Tourist-Information Worpswede · Bergstraße 13 · Tel. 0 47 92 - 93 58 20 info@worpswede.de · www.worpswede.de/willkommen 28

Foto: © Focke Strangmann/Worpsweder Museumsverbund

2014 bietet Worpswede ein besonders breites Kultur- und Veranstaltungsprogramm. Erleben Sie den Dreiklang aus Kunst, Landschaft und dörflichem Leben, der den besonderen Charme des Künstlerdorfs ausmacht! Freuen Sie sich auf die »Tage des Kunsthandwerks« und viele weitere Sonderausstellungen (s. auch Seite 12/13).

Foto: © Andreas Wilhelm

Worpswede

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Alte Molkerei

Informationen

Informationen

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Öffnungszeiten Während der Großen Sommerausstellung »Mythos und Moderne« vom 11. Mai bis 14. September 2014 sind alle Museen täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet – auch montags! Bis zum 27. April gelten zum Teil abweichende Öffnungszeiten, diese sind bei den Ausstellungsbeschreibungen vermerkt.

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aus Richtung A 27/ OsterholzScharmbeck

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Bergstraße aus Richtung A1/ Fischerhude

Große Kunstschau

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Worpsweder Kunsthalle

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Eintritt und Tickets Museum4 ist die Worpsweder-Museums-Karte. Sie ermöglicht den einmaligen Besuch der vier Museen mit nur einem Ticket. Preis: € 15,– (ermäßigt € 10,–).

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Das Ticket ist ein Jahr lang gültig und übertragbar. Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr haben freien Eintritt. Museum4 erhalten Sie in den Worpsweder Museen und bei der Tourist-Information Worpswede. Natürlich können Sie auch jedes Haus separat mit einem Einzelticket besuchen.

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aus Richtung Lilienthal/ Bremen

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Anreise, Unterkunft, touristische Angebote Sie können mit den Buslinien 640 und 670 der evb von Bremen oder Osterholz-Scharmbeck sowie – an Wochenenden – mit dem historischen Moorexpress anreisen.

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Barkenhoff / Heinrich-Vogeler-Museum Ostendorfer Straße 10 · Tel. 0 47 92 - 39 68

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Die Worpsweder Museen

Große Kunstschau Worpswede Lindenallee 5 · Tel. 0 47 92 - 13 02 Haus im Schluh / Heinrich Vogeler Sammlung Im Schluh 35 – 37 · Tel. 0 47 92 - 5 22 Worpsweder Kunsthalle Bergstraße 17 · Tel. 0 47 92 - 12 77 30

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Alle Informationen zu Anreise, Unterkunft und Übernachtungspauschalen sowie zu den vielfältigen touristischen Angeboten des Künstlerdorfes Worpswede erhalten Sie hier: Tourist-Information Worpswede · Bergstraße 13 · Tel. 0 47 92 - 93 58 20 info@worpswede.de · www.worpswede.de/willkommen 31


Barkenhoff Große Kunstschau Haus im Schluh Worpsweder Kunsthalle

www.worpswede-museen.de www.worpswede-2014.de Die Frühjahrsausstellung »Zeitspeicher – Vier Häuser für die Kunst!« wurde ermöglicht durch

Abb. Vorderseite: Anna E. Munch, To brødre, 1923 Gestaltung: studio 37 · Titelfoto: Andreas Wilhelm

Worpswede – 125 Jahre Gegenwart

Programm 125 jahre worpswed fruehjahr2014  
Programm 125 jahre worpswed fruehjahr2014  

Die Künstlerkolonie feiert Geburtstag

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