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Photo: Michael Segal

Handelsspannen reden und nach meiner Ansicht könnten die Röster und Produzenten mit Preisen zwischen 100 und 120 Cents leben, mit einem Spitzenpreis für Spezialitätenkaffees - und viele Leute könnten Geld verdienen. Dieses Jahr sollten 110 zu erreichen sein. Aktuell gibt es eine Verknappung, die zu Jahresende überwunden sein sollte.” Erfolgreich Nachhaltigkeit verkaufen Auch die starke Nachfrage nach nachhaltigen Kaffees stehe fest auf der Agenda, sagt Havemann, da die meisten wichtigen Röstereien nun diese Typen verwenden würden. Diese Ansichten teilt auch Ragnar Wetterblad von der AMS Einkaufsgruppe, die in den Gründungsjahren das Utz Kapeh-Programm veranstaltet und finanziert hat. “Die großen Veränderungen haben auf der ethischen Seite und bei nachhaltigen Kaffees stattgefunden, aber eventuell nicht so schnell, wie wir, die Beteiligten, gehofft hatten.

The cupping laboratory at InterAmerican Das Cupping-Labor (Tassenproben) bei InterAmerican sustainable coffees, which have grown, but perhaps not as fast as we who have been involved would have hoped.” In defence of big industry getting into ethical coffees rather slowly, however, he says that until recently there has not been enough of it around. “And you need a well functioning certification system that works well. If there is too much certified coffee around you have done something right, because it is available and you can therefore reach the big consumers.” Wetterblad is at pains to stress that the coffee producer is the one who takes by far the biggest risk in the chain, because of the combined effects of changes in markets, changes in weather and worst of all, volatility in the market. “That is where I think the next change is coming,” he says. “Everyone involved in the chain knows that the single worst problem is mar-

ket volatility, and producers, except for the largest of them, do not have access to the tools of the trade their counterparts have. There needs to be more direct empowerment of the producer when it comes to price risk management. There have been several initiatives, but it has not been cracked yet.” Regarding the current potential for firm prices, Wetterblad feels that a strong New York price at least gives the possibility of producers covering their costs and reducing their debts. “You would probably see changes in financing in origin too, if coffee production is profitable. Growing coffee today is not a bad investment if you run it professionally. It can be good business, good for communities and better for developing countries.” The progress of the African origins are the province of Philip Schluter of Schluter

Der Grund für die Ablehnung der ethischen Kaffees durch die Großindustrie, so sagt er, sei die Tatsache gewesen, dass es bis vor kurzem nicht genügend davon gegeben habe. “Und man braucht ein gut funktionierendes Zertifizierungssystem. Wenn es zu viel zertifizierten Kaffee gibt, dann hat man es richtig gemacht, denn er ist da und man kann auch die großen Kunden erreichen.” Wetterblad weist nachdrücklich darauf hin, dass der Kaffeeproduzent derjenige in der Kette sei, der das größte Risiko zu tragen haben; wegen der vielfältigen Auswirkungen der Marktveränderungen, den Wetterbedingungen und am Schlimmsten, wegen der Volatilität des Marktes. “Und dort wird nach meiner Ansicht der nächste Wechsel einsetzen”, sagt er. “Jeder in der Kette weiß, dass das größte einzelne Problem die Marktvolatilität ist und die Produzenten, mit Ausnahme der Größten von ihnen, haben nicht den gleichen Zugang zu den Handelswerkzeugen wie ihre Kontrahenten. Wenn es an das Preisrisikomanagement geht, muss man dem Produzenten mehr direkte Verantwortung übertragen. Es gibt verschiedene Initiativen, aber bisher hat sich noch keine durchgesetzt.” In Bezug auf das aktuelle Potenzial stabiler Preise glaubt Wetterblad, dass ein starker Preis in New York den Produzenten zumindest die Möglichkeit geben könnte kostendeckend zu arbeiten und die Schulden abzubauen. “Wenn die Kaffeeproduktion profitabel wäre, würde man vermutlich auch Origins finanzieren. Kaffeeanbau ist heutzutage keine schlechte Investition, wenn man es professionell angeht. Es kann ein gutes Geschäft sein, gut für Gemeinschaften und besser für die sich entwickelnden Länder.” Der Fortschritt bei den afrikanischen Origins ist die Domäne von Philip Schluter von Schluter Trading in Nyon, dessen Importunternehmen sich auf den Import von Spezialitätenkaffee aus dieser Region konzentriert hat. Er glaubt, dass die Nachfrage auch bei steigenden Preisen stabil bleiben wird und er weist darauf hin, wie populär die afrikanischen Kaffees seien, die sein Unternehmen vertritt. “Die Ernte der afrikanischen Origins hat sich schneller verkauft, als jede

Café Europa • Voice of the Speciality Coffee Association of Europe • No. 25 • 2006 • 31 •

Cafe Europa June 2006  

Cafe magazine for Europe

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