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MEGA-TEST Fast 100 Produkte mit ausführlicher Beschreibung und Bewertung

Innovationen Gibt es für die Saison 2009 wirklich Neuigkeiten?

Interview Dany Bruch über seine neue Segelnummer und Localism auf Teneriffa

Spionage Hinter den Kulissen einer Windsurfmarke

Gallery Die sensationellsten Bilder des Worldcups auf den Kapverden 2009 | Ausgabe 2009/2010 | www.windsurfing-jahrbuch.de | Deutschland 6,00 € | A 6,00 € | CH 9,00 SFR | Benelux 7,00 € | E/I 7,00 € |


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editorial Text Alexander Lehmann

Wie wäre es, wenn ein Testjahrbuch zur Abwechslung mal mit einer ehrlichen Ansage startet: Über 150 Produkte für ein Magazin zu testen, macht keinen Spaß. Oder sagen wir es mal anders: Sie auf dem Wasser zu fahren, ist ja noch spitze, dann aber knapp 200 Seiten darüber zu schreiben, ist die Hölle. Auch aus diesem Grund fehlen in diesem Jahrbuch drei Kategorien: 8.5-qm-Freeridesegel, 125-Liter- und 140-LiterFreerideboards. Die Testberichte wirst du in der kommenden Ausgabe des Windsurfing Journals finden. Aber es gibt auch noch einen zweiten Grund, warum du in diesem Jahrbuch „nur noch“ 100 Testberichte findest und nicht mehr 150. Und reden wir mal nicht lange um den heißen Brei herum: Der Windsurfingbranche geht es schlechter als jemals zuvor. Beispielsweise wurden 2008 im Vergleich zum Vorjahr rund 30 Prozent weniger Boards verkauft. Das hat zur Folge, dass quer durch die Bank gespart werden muss. Was mit den zahlreichen Teamfahrerwechseln (die zum größten Teil unfreiwillig waren) Ende letzten Jahres seinen Anfang nahm, geht über Mitarbeiterentlassungen, Shopaufgaben bis hin zur Streichung von Werbeanzeigen. Im Angesicht der größten Weltwirtschaftskrise aller Zeiten mit voraussichtlichem Weltuntergang sitzen die Geldbörsen bei keinem Brand und leider auch bei keinem aktiven Windsurfer mehr locker. Die Ursachen für diese dramatische Entwicklung allein auf die globale Rezession zu schieben, wäre zu einfach. Sie sind in Wahrheit wesentlich vielfältiger, sollen aber nicht Gegenstand dieses Editorials sein. Die Branche weiß selbst um ihre Probleme und Fehler, ist aber offensichtlich immer noch nicht in der Lage (beziehungsweise bereit dazu), gemeinsam über sinnvolle Zukunftsstrategien nachzudenken. Wie sagte es Jörg Müller so schön im Anschluss an unser Interview, bezogen auf die Probleme unserer Windsurfwelt: „Die Branche geht anscheinend lieber geschlossen unter, anstatt sich ein Mal Gedanken über die Zukunft unseres Sports zu machen.“ Und natürlich hat dieser Abwärtstrend auch Konsequenzen für das Windsurfing Jahrbuch. Auch wir müssen auf die Kostenbremse treten. Jedes getestete Produkt kostet Geld. Nicht nur Papierfläche und die Farbe muss am Ende des Tages jemand bezahlen. Auch die Zeit, die wir auf dem Wasser und vor allem am Schreibtisch verbringen, sollte bestmöglich noch eine Pizza und ein kühles Bier am Abend einspielen. Von Luft und Liebe kann man sogar in Kiel nicht leben. Die erfreulich

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Die meisten groß en Brands unter stützen uns nach wie vor nach besten Kräften. Die Branche fre ut sich über die durch unser Erscheinen erm öglichte und ge lun ge ne Be leb ung auf dem Magazinmarkt. Auch wenn wir nicht jedes ihrer Produkte über den grünen Klee hinaus loben, fi nden bei allen Pa rtnern unsere Testergebnisse eine hohe Akze ptanz. Lieber Leser! Du bist daran gewö hnt, dass Magaz ine genau an dem Tag ers cheinen, der zu vor kommuniziert Recht. Allerdings wurde. Zu passt das rein ga r nicht zu einem Non-ProfitObjekt wie dem Windsurfing Jour nal, das wir in ers ter Linie dann produzieren müssen, wenn wi r Zeit dazu habe gehen nun einma n. Es l nicht selten Tit el in unserem Ve rlag vor, mit denen wir unse r tägliches Brot verdienen müsse n. Und da wir keine inhaltslose n Schnellschüsse abliefern wollen, sondern dich mit interessa nten, schönen un d auch kontrovers Berichten unter en halten wollen, ve rzögert sich der nungstermin lei Er sc he ider „manchmal“ um einige „Tage“ nach hinten. Entschuldige, we nn du in der Ve rgangenheit ma musstest! Wir wo l warten llen uns selbstve rständlich auch an die regelmäß zukünftig ige zweimonatige Erscheinungsweis e halten. Bitte sieh uns na ch, wenn es hin und wieder mal ein oder zwei (oder drei, wie dieses Mal) Wochen Verspätu ng gibt. Passt dir nicht? Okay, das ist nic ht der einzige Pu nkt, mit dem wir manchmal an ecken. Wir sind Windsurfer mit Leib und Seele und keine Schreibtischtäter! Wir schreiben öft er auch einfach munter drauflos. Die tei lweise kontrovers en Inhalte muss man nicht immer mögen, jed och zeigt uns da back unserer Le s Feedser, dass sie beisp ielsweise unsere Interviews sehr gut finden, da neben dem üb lichen „Ich-bin-ei Windsurfer“-Geblu n-tollerbber andere, oft mals provokante, aber vor allem immer ehrlic he Dinge zum Be sten gegeben we Auch Grauzonen, rden. wie zum Beispiel … na, nennen wi r sie mal „die aufmüpfige Vergangenheit“ unseres Interview partners Dany Bruch in die ser Ausgabe. Ab er genau das ge unseren Augen hört in in ein Interview. Schonungslose Eh rlichkeit, auch wenn sie wo möglich missinte rpretiert werden könnte. Jeder ist eingelad en, seine Meinun g zu äußern! Ich freue mich über Anreg ungen, Kritik, ab er vor allem natür auch Lob aller Ar lich t … Schreib mir deine Meinung, damit wir uns weiter ve rbessern können . Denn im Ende ffekt machen wir das Windsurfing Jah rbuch und auch das Windsurfing Jour nal nur für einen : für dich! .

hohen Verkaufszahlen des Jahrbuchs rechtfertigen unseren Monsteraufwand leider nicht. Wie alle Titel auf diesem Pla-

Viel Spaß beim Lesen!

neten sind wir (unglücklicherweise) zum überwiegenden Teil auf die Unterstützung von Anzeigenkunden angewiesen.

Alexander Mit kaum einer anderen Kombination hatte ich auf Teneriffa während des Tests so viel Spaß: Severne Blade 5.3 und Mistral Style 95 RD. Zwei der besten Produkte 2009. © Foto Alejandro Albitres

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inhalt

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© Foto PWA/John Carter Victor Fernandez kurz vor dem Abflug. Beim Worldcup auf den Kapverden Mitte Februar kam er über Platz 17 nicht hinaus. Und so hat sich der Vizeweltmeister von 2008 voraussichtlich schon am Anfang der Saison die Chance auf die Weltmeisterkrone verbaut.

© Covershot Thorsten Indra Fahrer Jason Polakow

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ails un s ge g a n o i üller kssp wer rg m w jö e i 8 v r 7 inte tung 08 inlei 88 s e t te l a i r o 10 ards edit eam 94 : bo testt lt e e IV g d a n l inha 16 f e eg egel 96 – au testl V: s s -test ge I a a new g l 24 f e m 98 – au der test ews 28 egaer 00 ichn m e 1 r r r lfind de öste 09 chu s 0 0 2 3 & 9 m orf 12 ressu shop ersd s imp pod shot 32 ick/ l 152 b leser s au fe brie 34 162 leser g n 56 ickfa e/bl 9 n fir 0 o 0 e 2 64 verd nen h cabo vatio c o u n r b in dany


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SEVERNE PRÄSENTIERT DAS NEUE GLIDE

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2009 kommt das rundum erneuerte Glide auf den Markt. Durch die Veränderungen, die Ben

Severne vornahm, soll das Segel noch ausbalancierter sein und eine größere Windrange haben. Größtes Plus auch 2009: Das Segelgewicht ist noch einmal etwas nach unten gegangen. Zu erhalten sind die neuen Frühgleitspezialisten in den Größen 7.5 und 8.5 qm. Infos: + 49 89 8951170, team@apm-marketing.de, www.severnesails.com PETER GARZKE MIT AERON-GABELN

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Peter Garzke wird in Zukunft mit den Gabeln und Mastfüßen von Aeron aufs

Wasser gehen. Der deutsche Profiwindsurfer mit

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der Segelnummer G-6 zeigte sich zufrieden mit dem neuen Material. Bei einem längeren Aufenthalt in Kapstadt hatte Peter, der schon seit 1978 auf dem Windsurfbrett steht, die Chance, das neue Mate-

SUPERSPORT GOLD EDITION VON JP

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Zu Beginn der neuen Surfsaison bringt JP mit der Supersport Gold Edition

CAMARO XA-10 THERMOWEAR

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Camaro geht mit neuer Funktionswäsche an den Start. Unter dem Neoprenanzug

SURF AND ACTION REISEN 2009

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rial ausgiebig zu testen. Auf seinen nächsten Trips

Der ultimative Roadmovie „Road to Bra-

wird sich dann zeigen, ob das Material des Free-

sil“ ist

seit Anfang März endlich online!

Windsurfers hält, was es verspricht. Infos: +31 050 3110845, www.aeronsport.com, info@fox-sports.nl

etwas ganz Spezielles in die Shops. Die Freeride-

getragen, soll die XA-10 Thermowear für Surfspaß

Auf www.surfurlaub.com/surfvideos werden euch zehn

boards der Supersport-Reihe sind dicht dran an der

auch bei kälteren Temperaturen sorgen. Das soge-

neue Surfspots vorgestellt. Hierfür klapperte die

Performance von Slalombrettern und gehörten im

nannte Bamboo-Fleece mit der Pull-Push-Funktion

Crew 1.200 Kilometer der brasilianischen Küste

AHD CONCEPT WAVE

vergangenen Jahr zu den Testlieblingen in unse-

ist dafür gedacht, den Körper warm und vor al-

ab. Wer 2009 lieber Urlaub an einem Nahziel ma-

rem Jahrbuch. Vor allem Hobby-Racer, die auf mehr

lem trocken zu halten. Ein hoher Tragekomfort

chen möchte, ist vom 24. bis 31.07.2009 herzlich

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Fahrspaß und -komfort Wert legen, sind mit die-

ist sicher, da die Wäsche die Eigenschaft besitzt,

nach Alaçati (Türkei) zu einem Freestylecamp ein-

Wave lässt sich wahlweise als Single-Fin-Board

sen Boards gut beraten. Die spezielle Gold Edition

Schweiß nach außen zu transportieren. Zudem soll

geladen. Bei durchschnittlich vier bis sechs Beau-

oder auch Drei-Finnen-Board fahren. Neben dem

ist in den zwei Größen 118 (6,3 kg) und 127 Liter

die neue Thermowear elastisch und flexibel sein

fort kannst du in überwiegend stehtiefem Wasser

Seal ist das Concept Wave dann schon das zweite

(6,5 kg) zu haben. Das Besondere an den Boards:

und somit den Wassersportler in seiner Bewe-

spielend leicht die neusten Freestyletricks erlernen.

Board in der AHD-Palette mit dieser Option. Drei

Mit der neuen Honeycomb-Bauweise werden die

gungsfreiheit nicht einschränken. Der UV-Schutz

Die Trainer Frank Ritter und Mirko Skroblin wer-

Finnen

Boards noch leichter als die ohnehin schon leichte

sorgt dafür, dass auch die stärksten Sonnenstrah-

den dabei von dem deutschen Worldcupper Flo

wie man ihn sonst nur vom puren Wellenreiten

Pro Edition. Zugegebenermaßen sind sie jedoch von

len der Haut nichts anhaben können. Zu haben

Jung unterstützt. Zusätzlich bekommst du abends

kennt. Drei unterschiedliche Größen werden ange-

einem Schnäppchen weit entfernt: 2199,- Euro pro

gibt‘s die Teile für obenrum als Langarm und

noch ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm

boten: 67, 77 und 87 Liter. Für 1.399 Euro kann

Board ist schon ein exklusiver Preis, allerdings sind

Kurzarm sowie eine 7/8-Hose für die unteren Re-

geboten. Wohnen wirst du im Hotel Ileri in dem

so ein Board dir gehören. Erhältlich ab Ende März.

es ja auch exklusive Boards. Infos: +49 89 6650490,

gionen. Infos: +43 6232 42010, info@camaro.at,

kleinen Städtchen Ilica. Infos: +49 89 6281670,

Infos: +49 9195 998162, info@ahd-deutschland.de,

info@pryde-group.de, www.jp-australia.com

www.camaro.at

info@surf-action.com, www.learnivals.com

www.ahd-deutschland.de

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Warum Twinser bauen, wenn es auch Thruster gibt? Das neue AHD Concept

versprechen

flüssigen Waveriding-Style,


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news

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ANGULO MIT NEUEN BOARDS

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2009 nimmt Angulo ein komplett neues Board in seine Linie auf. Das Victory. Es ist

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POWER BALANCE

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Power Balance bringt ab Sommer 2009 neue Siliconarmbänder auf den Markt. Die

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NAISH LIMITED

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Naish beginnt dieses Jahr mit der Vorstellung zwei neuer Limited-Edition-Pro-

ein Twinser-Waveboard, das nicht nur durch das au-

ausgefallenen Teile, die bereits auf der diesjährigen

dukte. Das Waveboard Limited Edition 80 und das

ßergewöhnliche Design auffällt. Auch der Shape ist

ISPO in München vorgestellt und von den Kunden

neue Segel Force LE. Das Waveboard ist shape-

sehr besonders. Das Heck und die Nose verjüngen

getestet werden konnten, gibt es in verschiedenen

identisch mit dem Wave 80 2009, hat aber ein be-

sich stark und so entsteht an der Outline eine regel-

Ausführungen (blau, pink, schwarz und transparent).

sonderes Design und durch die Verwendung von

recht gerade Kante. Egal, ob du zum Cut Back die

Die Armbänder, die leicht zu tragen und einfach zu

besseren Materialien ist es leichter als das reguläre

Welle hochschießt oder die Welle zum Bottom Turn

reinigen sind, sollen nicht nur die Körperkraft und das

Serienboard. Das zweite Limited-Edition-Produkt, das

runterfährst, Fahrspaß in der Welle soll garantiert sein.

Gleichgewicht, sondern auch noch die Gesundheit

neue Segel Force LE, ist in drei Größen (4.7, 5.0

Das Brett soll Waveexperten und Waveeinsteiger glei-

positiv beeinflussen. Freestyleass Andre Paskowski ist

und 5.3) zu haben. Als Special findest du auf dem

chermaßen ansprechen. Zu haben ist das neue Victory

von der Wirkung schon überzeugt, gehört er doch

Segel eine Signatur des Surfveteranen Robby himself

in den drei Größen 68, 78 und 88 Liter. Wir sind schon

seit Neuestem dem „Power Balance Proteam“ an. In-

und es soll ebenfalls leichter als das Serientuch sein.

auf einen Test gespannt. Infos: info@anguloboards.com,

fos: Tel. +49 8022 99112, info@powerbalanceshop.de,

Infos: Tel. +49 431 319770, info@powertrading.de,

www.anguloboards.com

www.powerbalanceshop.de

www.naishsails.com

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HIGHLIGHTS TUSHINGHAM

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Tushingham bringt 2009 zwei neue Segel auf den Markt. Das XR-Race und das

YOUNG GUN GESUCHT

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JP-Australia begibt sich wieder einmal auf die Suche nach dem absoluten Young Gun.

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PROMOTOUR VON NORTH UND FANATIC

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North und Fanatic gehen gemeinsam auf Promotour. Wenn du Lust hast, das Ma-

X-15. Den aufkommenden Longboard-Trend will

Für alle windsurfbegeisterten Kids zwischen zehn und

terial der neuen Saison Probe zu fahren, hast du hier

Tushingham von Anfang an begleiten und schickt

14 Jahren ist dies eine tolle Chance, 2009 der neue

die Chance dazu: 10.-13.04.2009 Windsurfshop Sil-

mit den XR-Rennsegeln spezielle Tücher für

„JP Young Gun“ zu werden. Wenn Wasser, Wind und

bersee, Spot: Le Grau du roix, Camargue/Frankreich.

dieses Segment in die neue Saison. Gutmütige

Wellen in deinem Leben eine übergeordnete Rolle

13.-18.04.2009 Windsurfshop Rhein-Main, Spot: Cap

Fahreigenschaften mit guter Performance und

spielen, besteht kein Zweifel daran, dass auch du un-

Coudalère/Frankreich. 26.04.2009 Surf Keppler, Spot:

weichem Segelkörper für einfaches Anpumpen

bedingt mitmachen solltest. Das Einzige, was du tun

Lac du Lauenbourg/Frankreich. 9.-10.05.2009 Aqua

standen im Fokus der Entwicklung. Drei unter-

musst, ist ein originelles Surfvideo sowie ein schönes

Fun, Spot: Alpisee, Frankreich. 16.-17.05.2009 SC

schiedliche Größen werden angeboten: 7.5, 8.5

Surffoto von dir an folgende Adresse zu schicken:

Altmühlsee. 19.-21.06.2009 Surfshop Laupheim,

und 9.5 qm. Das X-15-Speed/Slalom soll laut

Miriam.Kristen@pryde-group.de. Weiterhin sollte deine

Spot: Gardasee, Hotel Pier. 1.-2.08.2009 Surftools,

Tushingham in den Größen von 4.6 bis 6.4 qm

Bewerbung eine kurze Begründung enthalten, warum

Spot: Wörthsee, Surfstelle. 8.-9.08.2009 Windsport

besonders gut für den Speedeinsatz geeignet

gerade du in das Young Gun Team Germany gehörst.

Kids Testival, Spot: Fehmarn. 26.-28.09.2009 Para-

sein. Die Größen 7.0 bis 9.0 qm wurden speziell

Der beste Bewerber bekommt bei einem JP-Händler

dise Custom Sylt, Spot: Westerland, Brandenburger

für den Slalomeinsatz neu entwickelt. Die beiden

seiner Wahl eine satte Vergünstigung beim Kauf

Strand. 2.-4.10.2009 Surfstadl Ammersee, Spot: Gar-

Größen 9.8 und 10.8 sind für Formula-Rennen

eines brandneuen „JP Young GUN 2009“-Boards.

dasee, Capo Reamol. 8.-10.10.2009 Makuum Holland,

gedacht. Infos: +31 50 3110845, info@fox-sports.nl,

Infos: Tel. +49 89 6650490, info@pryde-group.de,

Spot: Makuum. Weitere Infos: Tel. +49 89 66655241.

www.tushingham.com

www.jp-australia.com

info@fanatic.de, www.fanatic.com

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SurfTESTival 2009

Max Matisseks Logbucheinträge Kapverden

Nach dem erfolgreichen Start im Vorjahr geht auch in diesem

Dem WJ-Team ist es gelungen, eine vollbusige, schwedische Spionin bei Max Matissek einzu-

Jahr das SurfTESTival vom 24. bis 26. April 2009 am Nordstrand

schleusen und Auszüge aus seinem Urlaubstagebuch zu entwenden!

in Podersdorf am Neusiedler See über die Bühne, eine Woche vor dem PWA World Cup. Die Marken Naish, F2, JP-Australia,

Hallo liebes Tagebuch.

Starboard, Severne, Fanatic, Mistral, North Sails und ION werden bei Österreichs größtem Surf-Test vertreten sein. Im Rahmen der

Tag 01: Das ist der erste Tag auf Sal. Ich schlief gut und träumte von Manuel. Der morgendliche,

dreitägigen Fachmesse werden die Neuheiten der heurigen Sai-

etwas dünnere Stuhlgang erinnert mich an die Tatsache, endlich angekommen zu sein. Juhu. Wir

son präsentiert und können natürlich täglich von 9:00 bis 19:00

können gute Conditions in Kanoa scoren. Leider beißt ein zehn Meter langer Tigerhai das Heck

Uhr auf Herz und Nieren getestet werden. Nicht nur für die

vom neuen Custom meines Kumpels Sandy ab. Immer der gleiche Mist.

Cracks, sondern auch für Anfänger wird passendes Equipment zur Verfügung stehen. Weht mal kein Lüftchen, verspricht das

Tag 03: Wellenreiten. Ich fühle mich schon viel besser. Ziemliche Haltungsfortschritte seit Mauri-

No-Wind-Programm (u.a. Stand-up-Paddeln) zusätzlich Spaß und

tius. Eine respirativ eingefangene und akut gewordene Schilddrüsenüberfunktion verändert meine

Abwechslung beim TESTival. Für die einmalige Testgebühr von

Gestalt in wenigen Minuten. Ich kann mich kaum wiedererkennen. Am Nachmittag schlucke ich

EUR 25,- pro Tag (und der Vorlage eines amtlichen Lichtbildaus-

eine Handvoll „Pock-i-net 500“. Diese wirken hervorragend und ich werde wieder so fett wie vor

weises) können die Besucher das komplette Windsurfmaterial

der Verwandlung. Am Nachmittag surfen wir Ponta Preta.

Tag 03

ausprobieren. Jeder Tester erhält außerdem zwei Getränkegutscheine, die im PODO eingelöst werden können, und ein Au-

Tag 06: Heute fliegen Sandy und ich nach São Vicente, der Insel mit Swinger-Status. Ich freue

togramm von Manuel Grafenauer himself. Wer am Abend noch

mich und bin ein wenig aufgeregt. Wir sind jetzt auf dem Motorkatamaran Itoma stationiert.

genug Energie hat, kann im PODO bei perfekter Atmosphäre

Schon beim morgendlichen Off-boat-Urinieren erlebe ich die erste Überraschung. Mir springt ein

direkt am Testareal mit Blick auf den Neusiedler See mit den

Yellowfin-Tuna in die Arme. Durch meine schlechte Ernährung der letzten Tage dürfte ich so etwas

Royal Captains rocken, über Schothornspannung und Mastfuß-

wie ein Lockmittel für diesen Fisch entwickelt haben. Die Crew bedankt sich bei mir.

positionen debattieren und gleich den Treffpunkt für den nächsten Testtag fixieren. Nähere Infos gibt es bei Harry Schaffrian

Tag 10: Seit heute Morgen ankert das Boot neben der unbewohnten Insel Santa Luzia. Nach ei-

harry@schaffrian.at oder +43 699 17701847).

ner Freestyle-Session erwische ich Sandy, wie er höchst pietätlos mit einer Muräne rummacht. Wi-

© Foto Stefan Csaky (www.csaky.at)

derwillig gebe ich den leckeren, zu Mittag gegessenen Fischhäppchen eine Retourkutsche in den

Tag 06

Atlantik ... back to the roots. Tag 12: Der letzte Tag unseres Kurztrips. Das tägliche Windsurfen auf der Itoma ist so fix wie das Amen im Gebet. 17:00 Uhr: Eine Bande schlecht gelaunter Nazi-Langusten überfällt das Schiff. Eine davon setzt sich auf meinen Kopf. Nicht schon wieder, denke ich. Zum Glück hilft uns eine Gang übergewichtiger Seegurken und wir können das Schiff wieder zurückerobern.

Anm. der Red.: Max scheint wohlauf wieder in der Heimat angekommen sein. Wie Augenzeugen Speed Challenge Podersdorf

berichten, trägt er trotz Problemen am Zoll noch immer den Anführer der Langusten auf dem Kopf …

Im Rahmen des SurfTESTivals vom 24. bis 26. April 2009 findet heuer erstmals die Amateur Speed Challenge statt, bei der sich jeder um den Geschwindigkeitsrekord matchen kann.

Tag 10

Mit ausreichend zur Verfügung stehenden GPS-Geräten wird der Speed der Teilnehmer auf dem Wasser gemessen. Den schnellsten vier Windsurfern winken Gratis-Wildcards für den PWA Slalom-Worldcup vom 5. bis 10. Mai in Podersdorf, wo sie Dunki, Pritchard und Co. zeigen können, wie man am schnellsten im Podersdorfer Chop um die Halsentonne kommt. Nähere Infos gibt es bei Thomas Böhm (office@upsidedown.at).

© Foto Stefan Csaky (www.csaky.at)

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Tag 01

Tag 12


podersdorf 2009

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Zusammenfassung/besondere Ankündigungen:

dwarf8 surf worldcup podersdorf 2009 Text Manuel Grafenauer

podersdorf 2009

Für alle, die lieber Bilder schauen und Überschriften lesen, gibts hier weitere Ankündigungen und alles Wichtige noch einmal in kleinen Häppchen zusammengefasst:

30.4. bis 10.5. 2009

01. Eventsponsor Dwarf8 Der Zwerg aus der Windsurf-Hauptstadt Europas hat es zum Eventsponsor geschafft!

Bald geht es wieder los ... Erfunden von Dr. Beat Steffan am sonnigen Strand von ... und der sich derzeit (Mitte März) noch im Winterschlaf

wartet, oder im legendären Royal Captains Club – Ener-

Tarifa, kommt hier der geheime Liebhaber Schneewitt-

befindende Ort Podersdorf am Neusiedler See wird die

gie werdet ihr genug brauchen. Apropos Royal Captains.

chens, um an der Bar zu rocken. Nicht umsonst ist der

Gehsteige wieder runterklappen und mehr als nur einen

Männer, nein Helden im fortgeschrittenen Alter, die auf

„härteste Softdrink überhaupt“ dank seiner einzigartigen

Gang zulegen. Von 30. April bis 10. Mai 2009 ist es so

den ersten Blick seriös erscheinen, aber die Steinschleu-

Mischung aus Limettensaft, Holunderblüten, Ingwer und

weit. Der Dwarf8 Surf Worldcup steht auf dem Programm

der immer noch im Hosensäckel stecken haben, geniale

einer Spur Chili, aber ohne Taurin oder Koffein, auf seiner

und eben jenes ist heuer so vollgepackt, dass die letzten

Platten auflegen und die besten Vodka Mango mixen,

„secret mission“ schon länger Fixstarter bei jeder Surfparty

in der Lacke herumschwimmenden Eisschollen schon jetzt

sollte man sich nicht entgehen lassen.

auf diesem Planeten.

01

zu schwitzen anfangen. Wer immer noch nicht genug hat, kann natürlich auch

02. EFPT Freestyle Classix (30. April bis 3. Mai)

Sportlich gesehen geht der Event heuer ganz neue Wege.

selbst aktiv werden. Von Paintball über Slacklinen, SUP,

Neues „altes“ Freestyle-Windsurfen, Manöver von Helitack

Den Anfang machen die Freestyler. Sie matchen sich im

Skaten am PEPSI Playground bis zu einer Partie Poker

bis Spock540, Style steht im Vordergrund des Bewerbs.

neue „EFPT Freestyle Classix“-Format, in dem – wie der

am DOTZ Floor kann alles ausprobiert werden. Wer kei-

Name schon sagt – Classic Moves von Backwind Jibe über

ne Power mehr hat, soll einfach in der Sonne chillen und

03. PWA Race (5. Mai bis 10. Mai)

Loop bis SpockMcTwist gefragt sind. Da man bekanntlich

einen Dwarf8 trinken.

Die besten Slalomsurfer der Welt heizen im Kabbelwasser

© Foto Stefan Csaky (www.csaky.at)

am Neusiedler See um die Halsentonnen.

von Drehungen um die eigene Achse schnell schwindlig wird, sind die Trickser am 3. Mai entlassen, um den Sla-

Jetzt aber noch mal gut aufgepasst: Das, was jetzt

lom-Racern der PWA World Tour Platz zu machen.

kommt, ist wichtig und deshalb ganz förmlich. Fast alle

04. Move Surfstore PWA Riders Party

namhaften Hersteller der Branche (siehe Ausstellerliste)

Hoffentlich wissen die Jungs, was sie da geplant haben,

Die Weltelite der schnellsten Surfer, allen voran Antoine

von Angulo über Gun Sails bis JP-Australia und Fanatic

und stellen sich auf eine Party ein, die sie nicht so schnell

Albeau und Björn Dunkerbeck, werden Gas geben, bis

werden am Start sein und ihre Produkte präsentieren, die

vergessen werden. Wann und wo? 5. Mai, Move Surf-

die Finnen glühen oder im Schlamm steckenbleiben. Man

dann natürlich auch vor Ort getestet werden können. Au-

store (siehe Plan) ab 20:00 Uhr.

hört, dass auch einige der schweren Slalom-Jungs einem

ßerdem vor Ort: Michi Rossmeier mit seiner brandneuen

vorübergehenden Drehschwindel nicht abgeneigt sind

Tricktionary-DVD, das im Burgenland beheimatete Label

05. ION Photo Award

und so mancher Würstelverkäufer, der schon bei den ers-

Tinana und die Surfschule Mission2surf sowie die Surfrei-

Auch den allseits beliebten ION Photo Award gibts am 1.

ten Worldcups vor mehr als zehn Jahren seinen Stand am

sebüros Travel4you und Retter Reisen, wo ihr gleich eu-

Eventgelände hatte, wird beim Anblick der Männer in Par-

ren nächsten Trip planen könnt. Nicht zu vergessen der

shot“ gewertet, die Siegerehrung findet am 2. Mai im Ro-

tylaune aufgrund traumatischer Erinnerungen laut schrei-

Move Surfstore, in dessen Zelt sich auch unser Windsur-

yal Captains Club statt. Bei Interesse am 30. April und 1.

end die Flucht ergreifen und sich den PWA-Freestyle-Kin-

fing-Journal-Stand platzieren wird. Dort kannst du dir die

Mai am „Boards and more“-Stand anmelden!

dergarten vom letzten Jahr zurückwünschen.

aktuellste Ausgabe abholen, ein bisschen Feedback zum

© Foto Boris Breuer

© Foto DMG Julia Deutsch

03

© Foto North Sails

und 2. Mai beim Worldcup am See. Es wird nur der „best

Magazin geben, dich über meinen unseriösen Schreibstil

06. Windsurfing Journal Boxengasse

Womit wir beim Feiern angelangt wären. Kleiner Tipp

beschweren oder ein Abo bestellen. Jede Dame, die das

Jeden Tag gibts die Stars eine Stunde hautnah zum Ma-

meinerseits: Ab sofort einfach jeden Tag zehn Minuten

Mag abonniert, bekommt übrigens ein Bussel von mir gra-

terialtalk, für Techniktipps oder einfach, um Goodies und © Foto DMG Manfred Machacek

Autogramme abzustauben.

früher ins Bett, dann überlebt ihr den ganzen Spaß, ohne

tis on top! Außerdem gibts täglich für eine Stunde die WJ

danach eine Woche mit Halsweh und einem entzünde-

Boxengasse, wo man bei den Fahrerzelten die neuesten

ten Knutschfleck einer pannonischen Dorfschönheit, die

Prototypen bestaunen, von den Profis Tipps bekommen

AUSSTELLERLISTE

schamlos euren übernächtigen Zustand ausgenutzt hat, in

oder einfach nur ein Autogramm abholen kann.

Move Surfstore, Tricktionary, Windsurfing Journal, Angulo,

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© Foto DMG Manfred Machacek

Hot Sails Maui, Challenger Sails, Simmer Sails, F2, Gun

den Krankenstand gehen zu müssen. Ob auf den BACARDI Partys, während der Konzerte beim ZIPFER Seaside

Wer nach all diesen grandiosen News noch ruhig sitzen

Festival, wo ein Bandmix aus über 20 Acts (u. a. Thomas

kann, dem kann ich auch nicht mehr helfen. Podersdorf

D und 3 feet smaller) auf die Musikliebhaber unter euch

wartet auf euch, C U there!

windsurfing jahrbuch 2009/2010

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Sails, Naish, Fanatic, Mistral, North Sails, ION, JP-Australia, NP, RRD, Starboard, Severne, Mission2surf, Tinana, Tra© Foto PWA Alex Williams

vel4you, Retter Reisen

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lesershots

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dubistderstar! Und wieder machen wir dich zum Star unseres Windsurfing Journals! In unserer Le-

um. Schreib uns bitte ab dieser Ausgabe einfach eine

sershot-Rubrik drucken wir regelmäßig Einsendungen unserer Leser ab und belohnen

E-Mail mit deiner Adresse, wenn du dich auf einem

jede Veröffentlichung mit einem Jahresabonnement im Wert von 24,50 Euro. Ehrlich ge-

Bild entdeckt hast! Dann senden wir dir mit der darauf

sagt haben wir mit diesem sensationellen Feedback auf unsere Rubrik nicht gerechnet:

folgenden Ausgabe dein erstes von sechs Magazinen

Die Bilder, die du in dieser Ausgabe bewundern kannst, stammen von Einsendungen

kostenlos, unverbindlich und ohne erforderliche Kündi-

aus dem September und von Anfang Oktober 2008! Wir versuchen also, chronologisch

gung nach der sechsten Ausgabe zu! Wenn du schon

alle Einsendungen abzuarbeiten, und veröffentlichen alles, was druckfähig ist. Viele von

ein Abo (bezahlt) hast, hängen wir die sechs Ausgaben

den glücklichen Windsurfern, die es in eine der Ausgaben geschafft haben, vergessen

einfach kostenlos hinten ran. Also: Wenn du ein Bild

leider, uns mit der Einsendung ihrer Bilder auch ihre Adressen zu schicken. Da teilwei-

für uns hast oder dich auf einem entdeckt hast: Einfach

se nicht auf unsere Nachfragen geantwortet wird, haben wir es schwer, die verdiente

eine E-Mail an info@windsurfing-journal.de schicken! Im

Belohnung (das Jahresabo) auszusenden. Deshalb drehen wir den Schuh nun einfach

zweiten Fall Bildnummer und Adresse nicht vergessen!

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Der Chef vom Tarifa-Surfmag „Liquid“, Henning Voges, rippt Canos de Meca. Fotografiert von www.Koeniglich.com. Moritz Fischer beim Table Top vor Naxos, aufgenommen von Lucas Fischer. Hansi Dümig fotografiert sich selbst im Gleitfieber vor Fehmarn. Schnell wie der Blitz: Jörn Werdecker auf der Ostsee bei Holnis. Peter Erichsen war am Auslöser. Philipp Brons, 18 Jahre alt aus Emden, bei einer Session vor Borkum. Foto: Gregor Lotz Ulli Hase saß vor Hanstholm am Auslöser, als Carsten von Wieding zum Sprung ansetzte. Maximilian Hinz beim Sturm vor Workum. Hinter der Kamera: Lennard Brünig. Vater Wolfgang Thomsen hielt drauf, als Sohn Jannes, 14 Jahre jung, auf der Elbe zur Air Jibe ansetzte. Bernd Friedrichs beim Sprung in Krik Vig, aufgenommen von Nicole Otte. Woran erkennt man, dass die Fotografin des 360ers von Jan eine Frau (Denise) ist? Siehe Leserbriefe!


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leserbriefe Du hast uns was zu sagen? Lob oder Kritik? Dann sende eine Mail an info@windsurfing-journal.de! Wir bitten um Verständnis, wenn wir zu krasse Formulierungen über Marken oder Wettbewerber etwas abmildern oder die Einsendungen einkürzen. Hallo Alexander und Team, um es mit euren Worten zu beschreiben: „sensationelles“ Heft! Es ist schön, dass ihr es schafft, Windsurfen aufs Papier zu bringen. So habt ihr mir grad die Nachtschicht um ein paar Stunden erleichtert. Nur warum das letzte Wave-Event auf deutschem Boden nur „stiefmütterlichen“ Platz erhalten hat, erschließt sich mir noch nicht so ganz. Mir ist noch in Erinnerung, dass Alex im letzten Jahr nicht so einer Meinung war mit den Organisatoren, aber haben die Teilnehmer es denn nicht verdient, in allen Medien berücksichtigt zu werden? Ja, die Konkurrenz hatte die Fahnen am Strand, aber steht ihr nicht über den Dingen, wie sonst ja meist auch? Gerade wo es in nicht so optimalen Bedingungen stattfand, hättet ihr doch darüber berichten können. Grüße, Katja Ritzmann REDAKTION: Hallo Katja, „stiefmütterlich“ trifft es gut. So sollte es sein. Für die Jungs auf dem Wasser tut es uns auch leid. Allerdings sind wir sehr nachtragend und lassen uns ungern zwei Mal verarschen. Deshalb ist es eine Anweisung von oben, dass wir nie wieder über Events berichten, die von Menschen organisiert werden, die wir für windig und nicht vertrauenswürdig halten. Bisher habe ich als Abonnent der ersten Stunde jede Ausgabe des Windsurfing Journals sehnsüchtig erwartet. Denn anders wolltet ihr sein. Nicht nur Phrasen dreschen und Reiseberichte liefern, sondern auch den „Otto-Normalsurfer“ zu Wort kommen lassen. Doch das scheint nicht mehr zu gelten, da ihr mit der letzten Ausgabe eine (fast) reinrassige Freestyle/Wave/Speed- und PWA/EFPT-Ausgabe herausgebracht habt. Klar, Norman Günzlein oder Klaas Voget sind derzeit Spitzenfahrer und sollten in einem Mag wie dem Eurem auch zu Wort kommen. Doch mussten mit deren teilweise sehr trivialen Ansichten gleich 13 Seiten gefüllt werden? Dass die PWA Tour für den „Otto-Normalsurfer“ ebenso wie die von euch getesteten Waveboards und Segel bestenfalls zum Zu- und Anschauen geeignet sind, da sind wir uns wohl auch einig. Lasst also in den nächsten Ausgaben wieder alle Windsurfingdisziplinen zu Wort kommen. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Vergleich unterschiedlicher Boardkonzepte für Aufsteiger? Welche Boards taugen für unsere Binnenreviere? Waveboards oder andere Shortboards oder vielleicht doch Longboards wie der Kona One oder die Raceboards? Viele Grüße, Rainer Frohböse, Hamburg REDAKTION: Moin Rainer, danke für die offenen Worte, auch wenn wir nicht mit all deinen Punkten einer Meinung sind. Trivialität hat uns bei unseren Interviews noch nie ein Leser vorgeworfen und ehrlich gesagt nehmen wir diesen Vorwurf nicht ernst. Unter Umständen war diese Ausgabe tatsächlich sehr „jung“ und wie bei allen Dingen ist es der gesunde Mix aus unterschiedlichen Aspekten, der am Ende zu einem guten Ergebnis führt. Wir wissen natürlich um deine Kona-One-Leidenschaft und teilen diese. Unterschiedliche Disziplinen zu beleuchten ist eine feine Sache, wenn man die Zeit dazu hat. Wir werden auf alle Fälle darüber nachdenken. Ist dir mal aufgefallen, dass deine Fragen alle mit dem gleichen Produkt beantwortet werden könnten? Das Unterbewusstsein spielt uns manchmal dolle Streiche… Moinsen, das Heft ist dann doch noch superschnell angekommen! Vielen Dank. Übrigens solltet ihr demjenigen, der die Überschrift und die Rubrik „Du bist der Star“ erfunden hat, eine Gehaltserhöhung geben. Dadurch, dass ich ein Foto von mir in einem Surfmagazin bewundern kann, fühle ich mich wirklich als „Star“ und halte das WS-Journal allen Bekannten und Verwandten stolz vors Gesicht. Mir sind dabei auch die Bilder mit den Windskatern aufgefallen. Könnt ihr solche Teile nicht auch mal testen? Ich empfinde das als gute Winterbeschäftigung, aber leider habe ich null Ahnung, woher man so ein Teil bekommt, was sie kosten, worauf man achten sollte und welche wirklich zu gebrauchen sind. Aloha, Andreas. REDAKTION: Hallo Andreas! Wir möchten auch ein Autogramm! Und ein Windskatertest ist vielleicht keine schlechte Idee! Könnte man direkt unter Hardcorebedingungen zum Kieler Woche Ocean Jump machen…

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leserbriefe

Hallo liebes WJ, da kommt man nach sechswöchigem Surfurlaub wieder zurück in die kalte Heimat und muss feststellen, dass es hier einfach arschkalt ist, die Firma XY schrecklich inkompetent ist, was Reklamationen angeht und das neu anzuschaffende Surfzeug viel zu teuer ist. Alles in allem eine ziemlich miese Perspektive, bis ich im Bahnhofskiosk eure neue Ausgabe in die Hände bekommen habe und wieder einmal hin und weg bin. Ihr schafft es mit jeder Ausgabe, so viel dieses Sports zu vermitteln, dass man irgendwie schon fast „stolz“ ist, ein praktizierender Windsurfer zu sein. Genau damit schafft ihr es, zehn Monate Wartezeit, horrende Materialkosten und alles „Schlechte“, was dieser Sport leider auch mit sich bringt, aus dem Kopf zu verbannen! Da ich auch in dieser Ausgabe wieder sehr von der Kategorie „Du bist der Star“ angetan bin, lasse ich euch auch ein Bild zukommen und werde dann gespannt abwarten. Grüße, Moritz Fischer REDAKTION: Du hast es verstanden, Moritz! Mit solchen netten E-Mails kommt man auf alle Fälle in die Lesershots! Siehe Nr. 02! Hallo Windsurfing Journal Team, zuerst einmal muss ich natürlich euer Engagement und das daraus entstehende Resultat loben! Eure Artikel sind einfach super zu lesen. Sobald ich eine Ausgabe zum tausendsten Mal durchgelesen habe, warte ich schon ungeduldig auf die nächste. Mein Abonnement einer Windsurfzeitschrift werde ich beibehalten, nur werde ich nun das zu abonnierende Magazin ändern. Aber ich habe auch Kritik, die mir nicht besonders aufgefallen ist, aber den Menschen in meiner Umwelt. Euer Journal riecht sehr stark und beißend nach der Druckfarbe, welcher von Kunden des Cafés, in dem ich arbeite, als unangenehm empfunden wird. Sobald ich das Magazin in einer ruhigen Phase im Café voller Freude lese, sprechen mich Kunden vor der Theke an, ob ich mal wieder mein „Windsurfzeugs“ lese. Ist das normal? Im Anhang habe ich ein Foto von mir für die Rubrik Lesershots, vielleicht schafft es es ja in euer Journal. Vielen Dank für eure Mühen. Philipp Brons. REDAKTION: Mit dem Bild Nr. 05 beweisen wir, dass wir nicht nur Lob durch den Abdruck der Leserhots belohnen! Danke auf alle Fälle für den Hinweis. Wir haben das ehrlich gesagt noch nicht gemerkt, geschweige denn hat sich jemand bei uns schon einmal beschwert. Wenn mehrere das gleiche „Problem“ haben, sendet uns doch bitte eine Mail! Moin Journal, euer Magazin ist mein neuer Liebling. Ihr seid einfach besser. Ich traue euren Tests, habe Spaß bei den guten Berichten und schätze euer authentisches Auftreten. Ich freue mich schon auf die nächsten Ausgaben. Trotzdem werde ich euren Mitbewerber nicht runtermachen, denn er hat mir schon viel surffreie Zeit erträglicher gemacht. Gruß Jan. PS: Die Fotografin hat zugunsten meines Hinterteils auf das Ablichten meines Gesichts verzichtet. So sind die Damen eben! REDAKTION: Hi Jan, du bist aber auch ein knackiger Vogel! Siehe Bild Nr. 10.


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Platz 1: Josh Angulo CV-1 (Angulo/Maui Sails/DaKine) Für Josh Angulo war der erste Wave-Event der PWA-Saison auch dieses Jahr wieder ein Riesenerfolg. Wie auch schon 2007 konnte der gebürtige Amerikaner an seinem Homespot Ponta Preta alle anderen (und zum Großteil jüngeren) Teilnehmer in die Schranken weisen. Gleich in der Single Elimination am ersten Tag überzeugte Angulo und gewann Heat für Heat. Am Ende stand er im Finale. Sein Gegner: kein Geringerer als der amtierende Weltmeister in

Text Katharina Leopold © Fotos PWA/John Carter

Der Auftakt zur diesjährigen PWA Worldtour vom 14. bis 21. Februar fand wie auch schon im letzten Jahr auf der kleinen

der Welle, Kauli Seadi. Was folgte, war ein Revival des Fi-

Insel Sal (Kapverden) statt. Zum dritten Mal in Folge gingen die besten 32 Waverider nach viermonatiger Winterpause am

nales von 2008. Denn auch im letzten Jahr standen sich

Strand von Ponta Preta an den Start. Masthohe Wellen und gute Windbedingungen ließen sowohl eine komplette Single als

die beiden am Ende gegenüber. Angulo verlor am Ende knapp die Single Elimination mit einer 2:3-Entscheidung.

auch Double Elimination zu. Die Besonderheit des Spots ist, dass die Windsurfer nur einen Steinwurf vom Strand entfernt

Doch damit war der Event noch nicht vorbei. Am fünf-

ihre atemberaubenden Rides zum Besten geben können. Und so lockte der Event auch 2009 wieder viele Zuschauer ans

ten Tag des PWA Worldcups konnte Angulo in der Dou-

Wasser. Für viele von ihnen stand vor allem ein Mann am Ort des Geschehens im Mittelpunkt: Josh Angulo. Der Weltklasse-

ble Elimination zunächst seinen zweiten Platz gegen Ross

Windsurfer, der mit seiner Familie auf Sal lebt, konnte sich über besonders viel Unterstützung aus den Zuschauerreihen

Williams verteidigen und stand somit wieder im Finale

freuen. In unserer langen Gallery präsentieren wir die besten elf Windsurfer des Events und ihren Weg durch die Heats.

gegen Kauli Seadi. Es war ein Kopf-an-Kopf-Rennen und stellte die Judges vor eine große Herausforderung. Das Ende ist bekannt: Josh gewann nach 2007 zum zweiten Mal in seiner Wahlheimat den prestigeträchtigen Event.

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Platz 2: Kauli Seadi BRA-253 (JP/Neil Pryde/Mormaii) Für Kauli Seadi, der als amtierender Weltmeister auf die kleine Insel Sal anreiste, hätte der Event nicht besser beginnen können. Der gebürtige Brasilianer kam gewohnt gut mit den oft schwierigen Bedingungen zurecht. Er gewann die Single Elimination gegen Josh Angulo und musste damit erst an Tag fünf im Finale der Double Elimination erneut aufs Wasser. Diesmal zog Kauli jedoch den Kürzeren und verlor knapp gegen den überragenden Angulo. Als Zweitplazierter hat er jedoch keinen Grund zu verzweifeln, startet er doch erneut mit einer hervorragenden Ausgangssituation in die Saison.

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Platz 3: Kevin Pritchard US-3 (Starboard/Gaastra Sails/DaKine) Der US-Amerikaner kam zunächst gut mit den Bedingungen auf den Kapverden zurecht und windsurfte gleich am ersten Tag des Events in die Top 4. Doch die unbeständigen Windverhältnisse machten dem Profi zu schaffen und somit war er einer der Ersten, die den Felsen zum Opfer fielen. Der Heat war für Pritchard damit schon nach der Hälfte vorbei und enttäuscht kam er aus dem Wasser. Es reichte trotzdem noch für einen dritten Platz in der Single Elimination und damit wartete er gespannt auf die zweite Runde. In der Double Elimination gelang es Pritchard, seinen dritten Platz gegen Marcilio Browne zu verteidigen. Im Kampf um Platz zwei behielt jedoch letztendlich Josh Angulo die Nase vorn, zog ins Finale ein und Kevin blieb auf einem sehr guten dritten Platz.

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Platz 4: Marcilio Browne BRA-105 (Fanatic/North Sails) Masthohe Wellen und Crossoffshore-Wind: Bedingungen, wie sie dem Brasilianer mit Kurznamen „Brawzinho“ gut gefallen. In der Single lief es für den Profi jedoch trotzddem em nicht so wirklich nach Plan und er schied schon in der ersten Runde gegen Jonnas as Ceballos und Kai Lenny aus. Ganz anders in der Double Elimination. Hier kämpfte eerr sich Heat für Heat nac nach vorne und musste sich erst nach acht Runden gegen KKevin evin Pritchard aus dem EEvent verabschieden. Kevin kam einfach etwas besser mit dden en Bedingungen zurecht. Dennoch gibt es für Marcilio keinen Grund, enttäuscht zzuu sein. Seine Aufholjagd geht als spektakuläres Highlight in die Eventanalen ein.

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Platz 5: Francisco Goya A-211 (Goya/O’Neill) Für die größte Überraschung sorgte beim diesjährigen Worldcup auf Sal eindeutig Francisco Goya. Unter den Augen der Zuschauer konnte er eindrucksvoll beweisen, dass er mit dem stetig steigenden Niveau nach wie vor mithalten kann. In der Single Elimination überzeugte er so schon in seinem ersten Heat und erklomm letztendlich mühelos den vierten Platz. In der Double Elimination verlor der Argentinier dann aber doch noch einen Platz gegen Marcilio Browne. Dennoch kann sich Goya über ein gelungenes Comeback freuen und mit einem guten fünften Platz die Kapverden verlassen.

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Platz 6: Ross Williams GBR-83 (Tabou/Gaastra Sails) Der Brite Ross Williams konnte sich beim diesjährigen Worldcup auf den Kapverden über den sechsten Platz freuen. Zunächst lief es jedoch nicht so gut für ihn. So musste er die Single Elimination schon in der ersten Runde zusammen mit Alex Mussolini verlassen. Ihre Gegner, Josh Angulo und Francisco Goya, hatten eine überragende Leistung an den Tag gelegt und somit war zunächst Schluss. Die nächsten Tage über war der Wind unbeständig und demnach ging es für Williams erst wieder am fünften Tag aufs Brett. Stück für Stück kämpfte er sich nach vorn. In Heat 47 war sein Gegner „Brawzinho“. Zunächst dominierte der Brite, doch der junge Brasilianer war wild entschlossen, gewann den Heat am Ende und stoppte somit Williams’ Lauf.

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Platz 7: Thomas Traversa F-3 (Tabou/Gaastra Sails) Wie schon für so viele vor ihm lief die Single Elimination auch für den sympathischen Franzosen nicht gerade wünschenswert. Das Aus in der ersten Runde und ein paar Tage ohne Wind verschafften Traversa eine „Zwangspause“. In der Double Elimination schaffte er es dann jedoch, wieder voll anzugreifen, und er kämpfte sich stetig nach vorne. Ross Williams und Marcilio Browne konnten dann aber mehr Eindruck bei den Judges hinterlassen und somit war für Traversa im Heat Nummer 46 Schluss. Demnach verließ er die Insel mit einem siebten Platz und einigen wichtigen Punkten auf dem PWA-Konto.

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Platz 8: Boujmaa Guilloul M-3 (Starboard/Severne Sails) F체r den jungen Marokkaner lief es gleich am ersten Tag des Events gut. Die 1-a-Bedingungen auf Sal waren f체r ihn wie geschaffen und so erreichte er ohne Probleme die dritte Runde der Single Elimination. Dort wurde er dann jedoch von Kauli Seadi und Kevin Pritchard gestoppt, die weiter in die n채chste Runde kamen und sich sp채ter unter den Top 3 wiederfinden sollten. In der Double Elimination konnte Boujmaa dann noch einmal zeigen, was er drauf hat, und landete am Ende auf Platz 8 der Rangliste.

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Platz 9: Robby Swift K-89 (JP/Neil Pryde) Einen guten Einstieg in den Event fand der Brite Robby Swift. Schon in der Single Elimination schnappte er sich eine der größten Wellen des ersten Tages und zeigte somit der Konkurrenz, dass man mit ihm durchaus zu rechnen hat. Mit tollen Manövern und einer stetig guten Leistung schaffte er es bis in die dritte Runde der Single. Gegen Josh Angulo und Francisco Goya musste Swift sich dann jedoch geschlagen geben. In der Double Elimination war für ihn sogar schon nach dem ersten Heat Schluss. Ross Williams und Marcilio Browne überzeugten mehr und gelangten somit in die nächste Runde. Er musste sich so mit einem neunten Platz zufriedengeben.

Platz 9: Scott McKercher KA-181 (Starboard/Severne Sails) Am ersten Tag des Worldcups konnte McKercher seine sonst so konstanten Leistungen nicht abrufen und fand während des gesamten Tages nicht zu seiner eigentlichen Form. Dennoch gelang es ihm, sich bis in die dritte Runde der Single Elimination vorzukämpfen. In der Double Elimination reichte es dann jedoch nicht mehr und er musste sich nach seinem ersten Heat geschlagen geben. Dort verlor er gegen den Franzosen Thomas Traversa und den Marokkaner Boujmaa Guilloul. Mit seinem neunten Platz, den er sich mit Robby Swift teilen darf, schaffte er es immerhin in die gefragten Top Ten. windsurfing jahrbuch 2009/2010


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Platz 11: Francisco Porcella I-69 (Mistral/Simmer Style/DaKine) Francisco Porcella hatte in der Single Elimination am ersten Eventtag nicht wirklich viel Glück. Schon in seinem ersten Heat schied er aus. Weiter kamen anstelle seiner Nik Baker und Klaas Voget. In der ersten Runde der Double Elimination, am fünften Tag des Worldcups, lief es dann deutlich besser. Porcella gelang es, gute Wellen auszuwählen und den Judges tolle Moves zu präsentieren. In der dritten Runde war es dann jedoch wieder vorbei. Insgesamt verfehlte Porcella somit nur knapp die Top Ten und platzierte sich auf dem elften Rang.

Platz 11: Kai Lenny US-1112 (Naish Boards/Naish Sails) Kai Lenny war mit seinen 16 Jahren der jüngste Fahrer, der am diesjährigen Worldcup auf den Kapverden teilnahm. Und nicht nur aus diesem Grund zog er besonders viel Aufmerksamkeit auf sich. Denn er stellte darüber hinaus auch noch dem einen oder anderen etablierten Fahrer gehörig in den Schatten. So gelang es ihm, in der Single Elimination bis in die dritte Runde zu kommen. Erst Kevin Pritchard und Kauli Seadi konnten den jungen Hüpfer aufhalten. Auch im Feld der letzten acht setzte Lenny auf spektakuläre Moves. Er war einer der wenigen, die in masthohen Wellen Wave-360er zum Besten gaben. In der Double Elimination war es erst Ross Williams, der ihn am Weiterkommen hinderte. Der elfte Platz war ihm demnach sicher. Seinen Stempel hat Kai dem Event jedoch ordentlich aufgedrückt. Er wird sicherlich auch in Zukunft noch einige Events aufmischen.

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dreiteiligermast Die Idee ist zwar nicht neu, jedoch hat sich lange kein Hersteller an dieses Thema herangewagt. Nach dem riesigen Erfolg des zweiteiligen Masts brachte erst die Einführung einer RDM-Variante (Reduced Diameter Mast; auch „Skinny“ genannt) den nächsten Evolutionsschritt. Insbesondere bei

innovationen2009 ODER „DAS GAB ES DOCH SCHON MAL!“ ODER „DAS GEHT IN DIE FALSCHE RICHTUNG!“ Text Alexander Lehmann

Wavesegeln konnten die dünnen Masten ihre Vorteile, wie zum Beispiel bessere Handlingeigenschaften oder eine softere Profilgebung, voll ausspielen. Seitdem ist jedoch im Mastbereich nicht mehr viel passiert. Mehr als 100 Prozent Carbon kann nicht verbaut werden und auch unterschiedliche Farben sind rein technisch gesehen eher unter dem Aspekt „Modeerscheinung“ abzuhaken. Nun hat sich North Sails an das Thema eines dreiteiligen Masts herangetraut. Man kann die Marke mögen oder auch nicht, eines kann man ihr jedoch mit Sicherheit nicht unter-

iFront

stellen: mangelnde Innovationsfreude. Im Fokus aller Bemühungen steht bei den Kollegen,

Echte Innovationen haben es nicht leicht. Jahrelange Entwicklungsarbeit, hohe Kosten und unzählige Teststunden sind nötig, damit am Ende dieser Bemühungen nicht Rohrkrepierer das Ergebnis sind. Darüber hinaus haben innovative Produkte und deren dahinterstehende Marken allerdings noch mit ganz anderen Problemen zu kämpfen …

Windsurfen so leicht und unkompliziert wie möglich zu machen. Daraus resultierten in der Vergangenheit schon Dinge wie die Trimmpunkte auf dem Segel oder die revolutionäre Power-XT-Mastverlängerung. Zwei Jahre Entwicklungsarbeit und unzählige Tests später präsentiert North Sails nun also einen Dreiteiler.

„Das gab es doch vor 15 Jahren schon einmal!“ Insbe-

rechts nicht in der Lage sind, ähnliche Produkte auf den

Dieses System soll drei wesentliche Vorteile bringen: Zum Ersten reduzieren drei Teile das

sondere im Windsurfsegment wurde in den Anfängen

Markt zu bringen? Sie reden die Innovationen schlecht.

Packmaß ganz erheblich. Damit dürften gesprungene Windschutzscheiben und platzende

des Sports Ende der Siebziger- und Anfang der Achtzi-

Boardbags der Vergangenheit angehören. Denn jede angebotene Mastlänge lässt sich auf

gerjahre experimentiert, was das damalige Material her-

Wir im Terra Oceanis Verlag erleben das täglich. Egal in

unter zwei Meter zerlegen. Zum Zweiten ist es mit dem Dreiteiler nun nicht mehr nötig,

gab. Eine, zwei, drei oder sogar vier Finnen wurden

welchem Funsportbereich: Kaum pusht die Marke A eine

für unterschiedlich große Segel gleich mehrere Masten zu kaufen. Im Durchschnitt benötigt

schon 1978 in Boards verbaut. Diese wurden erst immer

neue Idee, hören wir schon wenige Minuten später von

jeder Windsurfer heutzutage zwei, wenn nicht sogar drei verschiedene Mastlängen. Diese

länger, dann immer kürzer, dann mal wieder breiter oder

den Marken B, C und D, dass diese Innovation überhaupt

können nun mit lediglich zwei zusätzlichen Mittelteilen abgedeckt werden. So spart man

wahlweise schmaler oder beides. Beim Rigg wurde ähn-

nichts taugt und in die vollkommen falsche Richtung geht.

bares Geld, denn mit einem zusätzlichen Mittelteil liegt der Preis natürlich deutlich unter

In den vergangenen Jahren hat sich North Sails hinsichtlich

lich viel getüftelt. Das Short-Boom-Concept beispielswei-

Und nicht selten steht bei dieser Argumentation der Neid

dem eines kompletten zweiten Masts. Und drittens soll die zusätzliche Steckverbindung so-

seiner Gabeln nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Gefühl-

se hat André Lefebvre schon in seine Segel integriert, als

im Vordergrund, ein gleiches Produkt nicht verkaufen zu

gar eine ausgewogenere Biegekurve im Vergleich zum herkömmlichen Zweiteiler bieten. Das

te zehn Jahre setzte man auf das gleiche Kopfstück und

die meisten aktuellen Designer noch überhaupt nicht in

können und wieder einmal nur hinterherzulaufen.

wird damit begründet, dass ein Mast die größte Durchbiegung genau in der Mitte hat. Dort

auf die gleiche Biegekurve. Nicht selten mussten sich die

sitzt bei einem Zweiteiler allerdings das Verbindungssteckteil, welches unweigerlich zu einer

Entwickler den Spott mancher Mitbewerber anhören, wa-

Deshalb heben wir in diesem Windsurfing Jahrbuch mal

gewissen Versteifung dieses stark gebogenen Bereichs führt. Nicht so beim Dreiteiler, hier

ren die North-Leute doch nicht in der Lage, etwas Neues

Das riesige Entwicklungspotenzial der Windsurfpioniere

ganz bewusst einige „Innovationen“ heraus. Sie sind

kommt es nicht mehr zur Versteifung des kritischen Mittelbereichs.

auf den Markt zu bringen. Mit einem Paukenschlag wurde

lässt den Vorwurf des blanken Kopierens alter Ideen im-

womöglich nicht alle wirklich neu, jedoch haben sie

mer wieder aufblitzen, sowie heute Neuigkeiten auf den

für Aufmerksamkeit gesorgt und den Markt damit be-

Der North Sails SILVER SDM³ ist somit interessant für Vielflieger und Windsurfer mit

Herz ist das neue Kopfstück: das iFront. Das ursprüng-

Markt gebracht werden. Teilweise berechtigt, teilweise

lebt. Wir sind der Meinung, dass es immer noch besser

kleinem Auto, die zudem bei Verwendung von mindestens zwei verschiedenen Mastlängen

liche North-Kopfstück war nicht sehr steif und so war das

jedoch auch unberechtigt. Waren damals Material und

ist, wenn sich von zehn Ideen womöglich nur eine am

weniger investieren müssen als beim Kauf von zwei kompletten zweiteiligen Masten. Für alle

Ziel sehr hoch angesetzt: Das neue sollte das steifste al-

Produktionsverfahren noch gar nicht in der Lage, alle

Markt durchsetzt, als wenn gar nicht mehr weiterentwi-

Waver gibt es den Dreiteiler sogar auch noch in der RDM-Variante. Bislang ist der Mast nur

ler Kopfstücke werden. Schnell merkte man jedoch, dass

Ideen serienreif umzusetzen, ergeben sich heute durch

ckelt werden würde.

in der 75-Prozent-Carbon-Version erhältlich. Schon in der kommenden Saison soll die 100er-

eine hohe Steifigkeit nicht nur Vorteile bringt. Insbeson-

Version (Platinum) folgen.

dere in Revieren mit hartem Chop spürt man jeden Schlag

der Windsurfbranche aktiv waren.

den technischen Fortschritt ganz andere Möglichkeiten.

2009 endlich eine vollkommen neue Gabel präsentiert. Das

Und vielleicht können wir dich ja mit diesem Artikel ein

des Boards in seinen Armen, Böen werden unmittelbar an

Doch dieser Vorwurf ist nicht der einzige, mit dem sich

wenig dafür sensibilisieren, zukünftig genauer hinzuhören,

den Windsurfer weitergegeben. Man fand heraus, dass ein

so mancher Hersteller herumschlagen muss. Denn ist das

sollte dir mal wieder jemand erzählen: „Das gab es doch

hartes Kopfstück nicht immer schneller ist als ein weiches.

neue Produkt endlich serienreif, schützt man es natürlich

schon mal!“ oder „Das geht in die falsche Richtung!“

Der Effekt konnte sich sogar ins Negative umwandeln. Das Besondere an dem iFront ist nun also, dass man sich als

durch die Anmeldung von Patenten, soweit es möglich ist. Damit möchte man verhindern, dass Mitbewerber in be-

* Nein, ich habe nichts gegen Chinesen. Aber das dreiste

Windsurfer die Steifigkeit des Kopfstückes selbst aussuchen

kannter Chinesenmanier*, ohne einen Cent Entwicklungs-

Copy & Paste vieler großer Unternehmen aus dem Land

kann. Durch unterschiedliche Einstellungsmöglichkeiten ist

arbeit finanziert zu haben, die Früchte ernten, die man

der untergehenden Sonne geht mir auf den Keks und

so für jeden Geschmack etwas dabei. Haben wir dein Inte-

selber teuer gesät hat. Absolut nachvollziehbar. Nur was

schadet insbesondere der deutschen Wirtschaft (siehe

resse geweckt? Dann hole dir auf alle Fälle die kommende

machen Mitbewerber, die aufgrund des strengen Patent-

www.plagiarius.com).

Ausgabe des Windsurfing Journals! Dort werden wir das neue iFront noch einmal genau unter die Lupe nehmen! Außerdem befragen wir Experten nach ihren Meinungen über den optimalen Härtegrad eines Kopfstückes.

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versetzteschothornösen Für Laien sieht es aus wie ein einfaches „Compact Clew“ oder ein „Short Boom Cut“. Fachleute werden sofort erkennen, dass die Ösenpositionierung die eigentliche Besonderheit bei diesem Achterliek ist. Zu finden ist diese Innovation bei den neuen Gun-Sails-Wavesegeln „Steel“ und „Transwave“. Entgegen herkömmlichen Segeln, bei denen zwei Ösen direkt untereinander angeordnet sind und die so eigentlich nur zur Höheneinstellung der Gabel bei unterschiedlicher Körpergröße dienen, sind bei den neuen Steel und Transwave die Ösen so angeordnet, dass die Gabelbaumlänge um bis zu fünf Zentimeter (je nach Größe) variiert. Beim Trimm in der oberen Öse ergibt sich automatisch eine höhere Position der hinteren Hand. Der Windsurfer kann die Power des Segels besser auf das Board übertragen. Man kann das Segel kraftvoller und direkter fahren, der Stil ist aggressiver. Durch den etwas längeren Gabelbaum kann man das Segel einfacher und effektiver anpumpen, wodurch man mehr Angleitpower im unteren Windbereich erhält. Wählt man die untere Ösenposition, verändert sich das Gefühl auf der hinteren Hand. Sie sitzt etwas tiefer und man kann die Kraft des Segels durch den geringeren Hebelweg nicht mehr so einfach aufs Board bringen wie beim Trimm in der oberen Öse. Dank der versetzten Ösenposition verringert sich die Gabelbaumlänge. Die Gabel wird dadurch einen Tick steifer, das Rigggefühl ist kompakter und das Segel twistet etwas stärker im Achterliek. Das Segel ist einfacher zu kontrollieren und so bietet sich die untere Position für den Starkwindtrimm an.

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Fahrer Thomas Traversa © Foto DarrellWong

twinser Im Grunde genommen ebenfalls ein alter Hut: Boards mit zwei Finnen. HiFly war das erste Brand, das 1979 mit diesem Konzept in Serie ging. Im Laufe der letzten Jahrzehnte tauchte dann das Thema immer mal wieder mehr oder weniger auf, wurde aber häufig als Spinnerei abgetan. Der eine oder andere extreme Wellenfreak war auf Twinsern unterwegs, richtig serienreif war aber kein Konzept. Und dann kam Kauli Seadi. Sein einzigartiger Style beim Wellenabreiten wurde durch das Twinserkonzept verstärkt. Es dauerte nicht lange, und die ersten Worldcup-Profis folgten ihm. Plötzlich begann ein Run unter den Brands auf den Titel des ersten Serien-Twinsers. Mistral präsentierte bereits im Mai 2008 als vermeintlich erster Hersteller ein Waveboard mit zwei Finnen. In Magazinen wurde hoch und runter über die Sensation berichtet. Und eine Marke war richtig sauer: HiFly. Auch wenn es das Kultbrand leider nicht mehr gibt, geht kein Weg daran vorbei, dass HiFly bereits seit Anfang des neuen Jahrtausends auf ein Twin-Fin-Konzept baute. Über Freeride, Freemove, Freestyle oder Wave: HiFly war das erste Brand, das nach langer Zeit das Konzept wieder seriös anfasste und in eine wirklich gut funktionierende Richtung hin entwickelte. Nicht selten mussten sich die Kollegen dafür den Spott ihrer Mitbewerber anhören. Dieser verhallte dann allerdings Mitte letzten Jahres deutlich, als man merkte, dass der aufkommende Trend womöglich an einem vorbeigehen könnte. Da nun alle großen Marken mit entsprechendem Werbeetat hinter dem Twinserkonzept stehen, finden plötzlich auch Fachmagazine das Thema superinteressant. So viel zum Thema „journalistische Unabhängigkeit“…

Mittlerweile hat bis auf Naish und Exocet so gut wie jedes Brand ein Twinserwaveboard im Programm. Wir sind schon zahlreiche Modelle gefahren und können mit ruhigem Gewissen sagen, dass die meisten Boards wirklich so viel Spaß machen, wie die Werbung einem suggeriert. Gerade auf der Nord- und Ostsee hatten wir auf den Twinsern die besten Windsurftage der letzten Saison. Wir sehen sie als Ergänzung zu konventionellen Waveboards. Letztendlich ist es wie so oft eine Geschmacksfrage, welchen Boardtyp man eher mag. Mehr zu den Twinserwaveboards findest du in den vergangenen Ausgaben (3 und 4-2008) des Windsurfing Journals.

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Fahrer KauliSeadi © Foto ThorstenIndra

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longboards Was daran innovativ ist? Können wir dir sagen: Innovativ ist, dass sich mittlerweile mehrere Hersteller wieder an das Thema heranwagen. Der Wegbereiter war der Kona One. Er wurde unter der Prämisse entwickelt, nicht erst ab vier Windstärken Spaß zu bringen, sondern bei allen Bedingungen. Gepusht durch internationale Einheitsregatten (Kona Cup) erfreut sich die Marke Kona mittlerweile einer stetig wachsenden Fangemeinde. Wir selbst gehören auch dazu. Weltweit sollen mittlerweile an die 5.000 Bretter vom Kona One verkauft worden sein. Denn auch wenn das Board groß und schwer aussieht, macht es auf dem Wasser jede Menge Spaß. Egal ob beim Low-Wind-Freestyle, beim Freeriden oder in Wellen bei wenig Wind: Das Board ist universell einsetzbar und ein tolles Familienbrett. Mittlerweile gibt es von Kona eine ganze Palette von Windsurfboards und für 2009 nun endlich auch © Foto Lars Wehrmann

eine leichtere Bauweise. Zwar wird das Thema Longboarding noch von so mancher großen Marke als unsinnig

© Fotos Jonas Thiel

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abgetan, jedoch gibt es mit Tabou einen weiteren Global Player als Anbieter in diesem Bereich. Den Windstyler konnten wir ebenfalls bereits testen und waren auch von seinen Fahreigenschaften bei unterschiedlichsten Bedingungen begeistert. „Longboarding is not a crime“ war die Überschrift unseres Longboardtests in Ausgabe 3-2008 und wir stehen nach wie vor zu der These, dass es dem Windsurfsport nicht schaden kann, wenn auch bei einer oder zwei Windstärken viele von uns auf dem Wasser sind. Der Starboard Serenity ist ebenfall ein echt langes Brett, vom Konzept her allerdings noch einmal ganz anders: Kann man mit den anderen Longboards auch gleiten, ist der Serenity ein moderner Verdränger. Auch wenn er schon zwei Jahre auf dem Markt ist, verdient er unserer Meinung nach an dieser Stelle eine Erwähnung. Denn mit keinem anderen Board war ich vergangenes Jahr häufiger auf dem Wasser. Gepaart mit einem vortriebsstarken

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und leichten Segel wie dem Severne Glide ist der Serenity eine Hochleistungsmaschine für Windstärken bis obere drei Beaufort. Ich kann mich nicht daran erinnern, wann ich das letzte Mal bei wenig Wind so viel Spaß beim Windsurfen hatte. Denn er ist alles andere als einfach zu fahren. Jede Halse auf dem Brett ist schwieriger als ein Spock 540. Der Serenity ist ein Paradebeispiel dafür, wie Mitbewerber eine wirklich gute Idee schlechtreden können. Kein anderer Hersteller setzt auf dieses Thema, weil das Konzept angeblich „zu lang und zu unhandlich“ ist. In Wahrheit meinen sie aber wohl eher „zu unkommerziell“. Und natürlich ist der Serenity im Gegensatz zu einem modernen Freerideboard ein sehr langes Brett. Ob ein Board nun aber 3,20 oder 4,60 Meter lang ist, who cares? Es muss auf alle Fälle aufs Autodach. Na und? Was spricht dagegen, unseren Sport endlich auch mal wieder nach außen zu präsentieren! Dazu kommt, dass dank des sensationellen Gewichts von nur zwölf Kilogramm und eines perfekt platzierten Tragegriffs selbst meine Großmutter das Board zum Wasser tragen könnte. Ich kann dir nur einen Tipp geben: Verdrängen macht Spaß, man muss nicht immer gleiten! Genau so war Windsurfen einmal der populärste Funsport der Welt. Probiere das Board einfach mal selbst aus! Ich bin mir © Foto Michi Trapp

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sicher, du wirst meine Begeisterung verstehen, wenn nicht sogar teilen.

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Dany mit seiner langjährigen Freundin Carolina. © Foto Privat

Text Alexander Lehmann & Dany Bruch

I N T E R V I E W

danybruch Dany Bruch ist einer der radikalsten deutschen Windsurfer in der Welle. In der Vergangenheit segelte er jedoch nicht selten an den Medien hierzulande vorbei, da er durch seine spanische Segelnummer E-181 offiziell nicht für Deutschland startete. Damit ist nun jedoch Schluss! Neue Segelnummer, neue Sponsoren, neue Ziele. Wir sprachen mit Dany exklusiv auf seiner Wahlheimatinsel Teneriffa über die Bedeutung seines neuen Kennzeichens, seine Worldcup-Karriere und Lokalismus in El Médano.

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© Foto CMD

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© Foto CMD

WELCHE BEDEUTUNG HAT DEINE NEUE SEGELNUMMER

grundsätzlich in die falsche Richtung ausschlägt, dann

G-1181 FÜR DICH? Ursprünglich hätte ich ja gerne mei-

fängt das langsam, aber sicher an zu nerven. Nach einem

ne Nummer 181 behalten. Die war jedoch leider belegt.

mal wieder sehr glücklosen ersten Eventtag auf Lanzaro-

282 wäre frei gewesen, ich wollte jedoch unbedingt die

te bei einem lokalen Contest mit Namen „Second Reef

Eins in meiner Nummer behalten. Diese Nummer hat

2007“ riss ich direkt auf dem Strand die E-13 aus meinem

für mich eine tiefere Bedeutung. Angefangen habe ich

Segel, nachdem ich meinen ersten Heat verlor. Am nächs-

ursprünglich ja mal mit der E-46. Dann habe ich aus ir-

ten Tag stand die Double Elimination an und ich bin

gendeinem bescheuerten Grund auf E-13 gewechselt.

ohne Segelnummer ungelogen vom letzten auf Platz zwei

Das fand ich damals ziemlich cool. 13 ist zwar eine Un-

hochgefahren. Da war mir klar: Ich brauche definitiv eine

glückszahl, aber ich dachte, sie würde mir Glück bringen.

neue Nummer, wenn es ganz ohne schon so gut läuft.

Na ja, das Gegenteil war der Fall. Meine Karriere verlief

Die E-46 war mittlerweile leider belegt, die 181 fand ich

schleppend, mir ging die Motivation abhanden, ich verlor

passend, weil ich Jahrgang 1981 bin.

meine Sponsoren … BIST DU IM JANUAR GEBOREN? Nee, Februar! DA HAT DIR DIE 13 ALSO RICHTIG GLÜCK GEBRACHT!

Damals habe ich mich gar nicht darum gekümmert. Erst

LOGISCH … Ich weiß auch nicht, wieso, aber die Zahl

als ich dann wieder ein wenig in den Wettkampfzirkus

Eins sah vor der 81 einfach besser aus! Als ich nun nach

einstieg und wirklich nur vom Pech verfolgt war, merkte

einer deutschen Segelnummer suchte, fand ich die Idee,

ich, dass irgendetwas nicht stimmte. Natürlich hängt die

eine vierstellige Zahl zu haben, erst nicht ganz so toll.

eigene Leistung nicht nur von Glück und Pech ab. Nur

Meine Freundin Carolina war es dann, die meinte, dass

wenn du häufig 50/50-Situationen hast und die Nadel

alle ganz großen Windsurfer vierstellige Nummern haben:

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Robby Naish, Pete Cabrinha, Jason Polakow … Bis auf Björn

LUNG AUF EINEN ZWEITEN GRANDIOSEN WINDSURFER

haben alle Legenden eine vierstellige Segelnummer. Dazu

MIT EINEM G IM SEGEL WIRD DEN MODERATOREN

nimmt die Zahl Eins nicht viel Platz im Segel ein. Damit

NICHT LEICHT FALLEN … Wir werden sehen. Ich hoffe,

war die G-1181 gebucht!

die Leute werden froh sein, dass nun zwei deutsche Fahrer in den Top 10 mitfahren können. Klaas wurde 2008

WAS VERSPRICHST DU DIR DAVON, NUN MIT EINER

im Waveriding ja insgesamt Sechster, ich Siebter. Das

DEUTSCHEN SEGELNUMMER ZU WINDSURFEN? Bereits

verspricht eine spannende Saison 2009.

bei meiner Sponsorensuche musste ich feststellen, dass der spanische Markt für viele Firmen keine hohe Priorität

NEUE SEGELNUMMER – NEUE SPONSOREN … WIE KAM

hat. Damit war es am Anfang sicherlich auch eine finanzi-

ES DAZU? Mein Boardsponsor F2 hatte sich ja bereits im

elle Entscheidung, mit einem G im Segel an den Start zu

Laufe der letzten Saison verabschiedet. Im Juli hieß es,

gehen. Je mehr ich mich jedoch mit dem Thema beschäf-

sie wüssten nicht, wie es weitergehen würde, und stell-

tigte, desto stärker wuchs meine Motivation, Deutsch-

ten alle Zahlungen ein. Eine Woche vor dem Event auf

land bei internationalen Events zu vertreten. Ich bin ja

Gran Canaria … Da habe ich in einer Nacht- und Nebel-

nun jahrelang für Spanien angetreten. Aber glaub mal

aktion noch schnell die Boards weiß gemacht und bin

nicht, dass mir das irgendwelche Vorteile verschafft hät-

ohne Brettsponsor angetreten. Mein oberstes Ziel war es

te. Auf Events wie in Pozo wurden immer alle Canarios

dann, Aufmerksamkeit zu erregen. Ein komplett weißes

und Freunde von den Moderatoren gepusht. Mein Name

Board fällt natürlich auf, wenn du am Ende auf dem Po-

ist da nie gefallen! Obwohl ich seit fast zwei Jahrzehnten

dium stehst. Das hat also sehr gut geklappt. Ich bekam

auf Teneriffa lebe und hier zu den ältesten Windsurfern

direkt nach dem Event einige Angebote, ich wollte je-

gehöre. Als ich dieses Jahr dann den dritten Platz in Pozo

doch eine vernünftige und langfristige Zusammenarbeit

holte, da hieß es auf einmal: „Hey, UNSER Canario Dany

und wartete deshalb erst einmal bis zum Ende der Saison

Bruch auf dem Treppchen …“ Da gehörte ich dann also

ab. Meine ersten Ansprechpartner waren dann natürlich

auf einmal dazu! Jetzt erwähnten mich die ganzen Vögel

Gaastra und Tabou. Doch das Angebot, das mir Matt

plötzlich! Und genau das war der Zeitpunkt, an dem ich

Pritchard machte, war echt nicht erfreulich, schon gar

merkte, dass mir in Wirklichkeit nichts mehr daran liegt,

nicht nach so einem Jahr. Er war jedoch ganz cool und

für Spanien zu starten.

fair dabei und sagte dann auch gleich, dass ich auf alle Fälle einen neuen Partner nehmen sollte, wenn das rich-

KAM ALSO DIE MOTIVATION FÜR DAS G EHER AUS

tige Angebot dahintersteht. Ich hatte im Laufe des letz-

DEM FRUST GEGENÜBER DEM E HERAUS? Es kam

ten Jahres Ben Severne kennengelernt. Er war öfters auf

dieses Jahr einfach vieles zusammen. Viele Freunde mein-

der Insel und wir haben uns viel über Segeldesign und

ten, dass ich mit größerer Unterstützung rechnen könnte,

neue Schnitte unterhalten. Letztendlich waren wir dann

wenn ich für Deutschland starten würde. Dann, das muss

wohl beide happy, als wir unsere Zusammenarbeit in tro-

ich ehrlich zugeben, war ich innerlich schon ein wenig

ckenen Tüchern hatten. Und was die Boardmarke angeht,

gekränkt, wenn bei den Events auf den Kanaren immer

war ich nach der doch sehr erfolgreichen Saison 2008 in

von den tollen Locals die Rede war, ich aber immer kom-

der glücklichen Situation, mit mehreren möglichen Part-

plett ausgeblendet wurde. Wenn du 18 oder 19 bist und

nern sprechen zu können. Auf Sylt habe ich mich häufig

dein Leben lang auf Teneriffa gewindsurft bist, ist das

und lange mit Patrice Belbeoch von Exocet unterhalten

echt enttäuschend. Als ich dann dieses Jahr auf einmal

und wir waren uns auf Anhieb sympathisch. Er weiß um

der gefeierte Canario war, nach meinem dritten Platz vor

die Bedeutung des deutschen Marktes, zumal er ja in der

Pozo, habe ich echt gedacht: Ihr könnt mich alle mal.

anderen großen europäischen Windsurfnation Frankreich

Und deshalb fahre ich jetzt für mein Land und habe da

sehr gut aufgestellt ist. Seine Ideen von Boards und das

auch echt Bock drauf.

Angebot, auch bei der Entwicklung neuer Shapes mitwirken zu dürfen, gaben dann letztendlich den Ausschlag.

ICH BIN WIRKLICH GESPANNT, WAS DIESES JAHR AUF SYLT BEIM WORLDCUP PASSIERT! BISLANG WURDE DA

© Foto PWA/John Carter

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GLÜCKWUNSCH! PATRICE IST IN MEINEN AUGEN EINER

JA IMMER NUR EIN FAHRER BRUTAL DURCH DIE MO-

DER SYMPATHISCHSTEN MENSCHEN IN DER BRANCHE.

DERATION GEPUSHT: KLAAS VOGET. UND ER WURDE

Und er ist sehr klar und immer direkt. Er hat mir gesagt, was

JA 2008 AUCH SENSATIONELL DRITTER. DIE UMSTEL-

er für mich tun kann und was nicht. Das hat mir sehr gefallen.

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© Foto PWA/John Carter

Außerdem merkt man seine Identifikation mit Exocet.

att ich den damals Führenden in der Gesamtwertung, Matt

Ich hab manchmal das Gefühl, er kümmert sich wirklich

rsPritchard, aus dem Event kickte und ihm damit seinen ers-

persönlich um alles. Um die Designs, die Produktion,

ten Platz versaute.

die Shapes. Überall hat er seine Finger mit drin. Exocet ist auch deshalb für mich ein super Partner, weil ich dort

DESHALB WAR IM LETZTEN JAHR SEIN ANGEBOT SO

nicht einer unter vielen bin, wie beispielsweise bei Fana-

SCHLECHT!!! (lacht) Das kann sein! Auf jeden Fall sagten

tic. Die haben mit Victor Fernandez, Jonas Ceballos, Mar-

damals viele zu mir, ich würde mein Talent wegwerfen.

cilio Browne oder auch Klaas so hochkarätige Teamfahrer,

Ich arbeitete sehr viel und hatte deshalb wenig Zeit zu

da wäre ich keine wichtige Figur.

trainieren. Meine Freundin stieß mich dann ebenfalls in die richtige Richtung und ich beschloss, das Ganze wie-

DU BIST JA IM GRUNDE ERST WIEDER RELATIV SPÄT

der etwas professioneller anzugehen. Ich eröffnete mit

IN DIE PROFESSIONELLE TOUR EINGESTIEGEN. Als ich

meiner Freundin einen Fashionshop mit Friseur in El Mé-

20 war, trennte ich mich erstmals von dem Worldcup-

dano („Unplugged“) und konzentrierte mich wieder mehr

Zirkus. Durch familiäre Probleme musste ich in der Firma

aufs Windsurfen.

meines Vaters das Ruder in die Hand nehmen und hatte eigentlich keine Zeit mehr, um aufs Wasser zu kommen.

WENN MAN SICH MANCHE FOTOS VON DIR ANSCHAUT,

Dazu kam dann noch Pech mit den Bedingungen bei

SPRINGST DU NICHT SELTEN IN DEN FÜNFTEN STOCK.

drei Tourstopps ohne Wind. Dann bin ich einfach wieder

HAST DU NIE ANGST, DASS DU DICH VERLETZT? Ich ar-

mehr für mich gefahren und habe nur noch an ein paar

beite seit zwei Jahren mit einem sehr guten Physiothera-

Local-Events teilgenommen und auf Gran Canaria beim

peuten zusammen, der gezielt auf meine Bedürfnisse und

Worldcup. 2005 kam dann so ein wenig die Wende, als

beanspruchten Muskelgruppen ein Training entwickelt hat.

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Mitt en M Mi eentsprechenden ntsprechenden Fitnessübungen, Ernährung und Stret-

Pfeifen auch noch den Mittelfinger zeigte, reichte es

chin ch i g. g U nd ich kann wirklich nur sagen, dass die Ergebching. Und

mir. Da muss man ja wohl nicht ruhig bleiben. Und

nisse supergut sind. Ich fühle mich viel besser als früher,

dann gab es halt Momente, in denen wir den Leuten

kann viel länger windsurfen win und verletze mich auch nicht

deutlich gesagt haben, was wir von ihnen halten. Zwei

h so hä h hatte im letzten Jahr eine Situation, mehr häufifig. IIch

oder drei von ihnen haben wir sogar von der Insel ge-

als mir bei der Landung nach einem echt hohen Front-

jagt. Heutzutage würde ich sicherlich anders reagieren.

loop der Fuß fast komplett durch die Fußschlaufe ge-

Und es sind ja ohnehin bei Weitem nicht mehr so viele

rutscht ist. Am kritischsten Punkt ist er hängen geblieben

auf dem Wasser. Aber damals war das wirklich krass.

und ich dachte wirklich: „Das wars.“ Es tat richtig weh

Ich kann mich noch an einen Vorfall erinnern, bei dem

und ich musste mit meinem anderen Bein wie ein Irrer

irgendein Italiener Bart David (Anm. d. Red.: nach wie

gegen das Board treten, um meinen Fuß aus der Schlau-

vor einer der besten Windsurfer auf Teneriffa, der auf-

fe zu bekommen. Da ich aber für meine Knöchel spezi-

grund schwerer Knöchelverletzungen nur noch ohne

elle Übungen gemacht hatte, ist nichts passiert! Eine hal-

Fußschlaufen in der Welle unterwegs ist) auf dem

be Stunde später war alles wieder in Ordnung. Und das

Wasser „fuck you, fuck you“ hinterherrief, weil Bart

kann ich mir nur dadurch erklären, dass ich wirklich top-

auf seine Vorfahrt bestand. Normalerweise rastet Bart

fit war. Wenn ich daran denke, wie oft und wie krass ich

dann immer gleich aus, aber nicht so an diesem Tag.

mich bei meinen ersten Pushloop-Tabletop-Versuchen auf

Als er später an Land kam, wollte er sogar noch mit

die Schnauze gelegt habe, ist es eigentlich ein Wunder,

dem Typen reden, aber der Idiot hatte bereits seine 15

dass nichts Schlimmes passiert ist.

Freunde aufgestachelt und plötzlich schmeißen die sich alle auf Bart und verprügeln ihn wie die Wilden. Ich

APROPOS SCHLIMM: MAN MUNKELT, DU WÄRST FRÜHER

war als einziger Local noch vor Ort und bin dann sofort

EIN SCHLIMMER VOGEL GEWESEN … In Bezug worauf?

Bart zu Hilfe gekommen. Die lagen auf ihm drauf und schlugen auf ihn ein! Ich versuchte dann, die Meute

SAGEN WIR ES MAL SO: LOKALPATRIOTISMUS … Oh.

wegzutreten, und als die sahen, dass ich Bart zur Hil-

Tja. Da kann ich wohl leider nichts gegen sagen.

fe kam, hörten sie dann auch endlich auf und machten einen auf Unschuldslämmer. Und das war dann wirklich

MAN MUNKELT, DU WARST EIN RICHTIGER ASSI. Das

der Auslöser, dass sich am nächsten Tag alle Windsur-

stimmt, ich war teilweise wirklich asozial.

fer aus Cabezo getroffen haben und beschlossen, dass das so nicht weitergehen kann.

ABER WARUM? DU BIST DOCH NICHT MAL EIN WASCHECHTER CANARIO? Unser Hauptproblem waren damals

IHR HABT OFFIZIELL EINE VERSAMMLUNG EINBERU-

die Italiener.

FEN? Genau! Ich meine, es kann doch nicht sein, dass

die Touristen uns verprügeln! NUR DAMALS? ICH HABE HEUTE NOCH MANCHMAL

© Foto PWA/John Carter

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PROBLEME MIT DEN KOLLEGEN … Dann weißt du ja,

WAR DAS DER ERSTE VORFALL DIESER ART? Ja, das

wovon ich spreche. In den starken Tagen des Windsur-

war das erste Mal, dass es wirklich zu einer Schläge-

fens waren teilweise 80 Windsurfer in der kleinen Bucht

rei kam. Und die ging ja nicht mal von uns aus. Auf

von El Cabezo auf dem Wasser. Du kennst den Spot ja

dem Wasser hat man vielleicht mal geschrien, aber

gut, dir muss ich nicht sagen, wie voll das dann ist.

das wurde nie mit an Land gebracht! Und glaub mir:

Und dann hast du da eine Gruppe von 20 Italienern,

Wir haben uns wirklich einiges gefallen lassen. Es gab

die sich absolut beschissen benehmen, und irgendwann

wirklich Fälle, da haben dich irgendwelche Leute über

fängt der Ärger an. Am Anfang sagst du noch nichts

den Haufen gefahren und wenn du dann gesagt hast:

und lässt dir auch noch einiges gefallen. Aber irgend-

„Zahle mal die Reparatur“, kam im besten Falle ein: „Du

wann reicht es dann halt. Leute, die ohne Respekt und

kannst mich mal!“ Da stehst du dann aber wie blöd am

Rücksicht auf dem Wasser unterwegs sind, nerven ein-

Strand! Wie es der Zufall wollte, kam der Typ, der Bart

fach nur. Das Problem ist, durch reines Ignorieren wird

aufgemischt hatte, genau am Nachmittag der Versamm-

es ja nich nicht besser, sondern die Jungs nahmen sich im-

lung an den Strand und wollte wieder aufs Wasser!

mer mehr heraus. Als mir dann einer mal wieder in die

Und wir standen da mit 40 Mann und fragten uns, wie

W lle rein We Welle reindroppte und mir zur Belohnung nach meinem

blöd man eigentlich sein kann …

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OH MANN, DA HATTE ER ABER PECH … Das kann man

hat da eine gute Strategie. Er fährt einfach hinter denen

so sagen. Wir haben ihm sein Material aus der Hand geris-

her und lässt dann sein Equipment los …

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sen, in den Bunker geschmissen und Windsurfverbot erteilt. Anstatt nach Hause zu fliegen, ist der Idiot dann aber wie-

ICH LACH MICH TOT … ABER GENERELL MUSS ICH MIR

der aufs Wasser. Es fing damit an, dass er erst in der großen

ALSO IN CABEZO ALS TOURI KEINE SORGEN MEHR MA-

Bucht unterwegs war, dann wurde er an der Hafenmole ge-

CHEN. Du kennst ja die Regeln, windsurfst mit Respekt

sehen und letztendlich tauchte er doch tatsächlich ein paar

vor anderen, also ein klares Ja. Du musst dir keine Sor-

Tage später wieder in Cabezo auf. Dann hat ihn sich Bart

gen machen. Es sei denn, du bekommst es hin, Bart aus

aber noch einmal geschnappt und anständig verprügelt.

der Reserve zu locken. Obwohl er seit der Geburt seines Sohnes wesentlich entspannter geworden ist. Aber seit der

DAS KANN ICH VERSTEHEN. Bart war echt außer sich.

Aktion mit dem Italiener überlegt er halt nicht mehr lange.

Na ja, der Typ ist dann nach Fuerteventura abgehauen und wurde wenige Tage später auch von dort verjagt.

ERSTAUNLICHERWEISE SIND DIE ITALIENER EXPERTEN DARIN, SICH IM AUSLAND „FREUNDE“ ZU MACHEN.

SEITDEM WART IHR DANN DEN TOURISTEN GEGEN-

WENN ICH AN DIE HORDEN HALBSTARKER MÖCHTE-

ÜBER ETWAS FEINDSELIG. Wir waren an einem Punkt,

GERNVÖGEL DENKE, DIE GRUNDSÄTZLICH AM SUN-

wo wir einfach echt die Schnauze voll hatten. Wir wur-

SET BEACH IN SÜDAFRIKA RUMHÄNGEN, KANN MAN

den beschimpft, beleidigt und verprügelt, das reichte

WIRKLICH MAL AUF DUMME GEDANKEN KOMMEN. Die

uns. Wahrscheinlich haben da auch Leute drunter gelit-

Jungs wissen ganz genau, dass sie sich mit ihrer Art und

ten, die nicht so richtig was dafür konnten. Mittlerweile

ihrem Auftreten keine Freunde machen, deshalb kommen

ist es aber wirklich entspannt. Es waren lustige Zeiten,

die ja auch grundsätzlich in Gruppen von mindestens

die sind aber lange vorbei. Ich meine, Bart ist nach wie

zehn Mann. Die verstehen einfach die simpelsten Verhal-

vor nicht ganz so entspannt, wenn man ihm blöd kommt.

tensregeln nicht und fühlen sich grundsätzlich im Recht.

Seinen Ärger bekommen aber in erster Linie Kiter zu spüren. Ansonsten haben wir in Cabezo keinen Stress

WAS SIND NUN DEINE ZIELE 2009? TOP 3? Top 3 wäre

mehr. Jetzt gehen sich eher die Locals ab und zu ge-

auf alle Fälle schon mal ein Anfang! Generell möchte

genseitig auf den Sack. Und sollten sich mal Kiter in die

ich aber verstärkt daran arbeiten, dass ich nicht nur als

Bucht verirren, sagt man ihnen entspannt, dass sie nicht

Contest-Windsurfer wahrgenommen werde, sondern man

erwünscht sind, und dann ist gut.

mich später irgendwann einmal eher als einen verrückten Waterman in Erinnerung behält. Ich bin absolut adrena-

IN CABEZO FUNKTIONIEREN AUCH NICHT BEIDE SPORT-

lingesteuert und deshalb möchte ich einfach viele crazy

ARTEN NEBENEINANDER. DAFÜR IST DER SPOT ZU

Dinge machen. Ob es nun beim Springen ist oder bei

KLEIN UND DER WIND ZU AUFLANDIG. Drei oder vier

der Suche nach anderen neuen Herausforderungen auf

Locals sind auch ab und zu mal mit ihren Kites draußen,

dem Wasser. Reiner Wettbewerb ist das eine, eine echte

aber die verstehen halt auch, wie das Ganze funktioniert.

Präsenz zu haben etwas anderes. Ich glaube, in der heu-

Wenn das dann die Touris sehen und da munter mitmi-

tigen Zeit mit den begrenzten Budgets und dem immer

schen wollen und den Windsurfern entweder fast die

kleiner werdenden Markt ist es umso wichtiger, dass man

Köpfe mit ihren Leinen rasieren oder bestmöglich noch

sich abseits von Wettkämpfen selbst anständig vermark-

auf sie raufspringen, geht das natürlich in die Hose. Da

tet. Egal, ob du Weltmeister bist oder nicht. Mein Ziel ist

gab es im letzten Jahr auch die eine oder andere Anzei-

es eher, dass man sich an mich erinnert, weil ich viele

ge, aber das geht vorbei.

interessante und verrückte Storys zu bieten hatte. Wenn man dann noch ein paar gute Ergebnisse dranhängen

GEGEN WEN? Gegen Bart. Er hatte irgend so einen spa-

kann, ist das doch perfekt.

nischen Profi vom Wasser gejagt und da war das Gejam-

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mer der Kiter h hier natürlich groß. Nach dem Motto „ei-

ALS FREE-WINDSURFER WAHRGENOMMEN ZU WER-

nen Profi kann kannst du doch nicht vom Wasser schicken“.

DEN, IST SICHERLICH AUCH DEINEN SPONSOREN

Barts Antwort d darauf war dann nur: „Warum nicht? Wenn

WICHTIGER, ODER? Meinen jetzigen ja! Aber es gibt

er mich stört u und mich dann auch noch blöde nach dem

auch Marken, für die ist lediglich das Ergebnis entschei-

Motto anmacht ‚Ich bin Spanier und wer bist du?’“ Bart

dend. Schöne Veröffentlichungen interessieren die nicht.

© Foto CMD

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© Foto CMD

F2 war genauso. Ich habe in einem Jahr weltweit über 60

Stopps auf den Kapverden locker die Kohle hätten,

Seiten Coverage gehabt, aber das hat die nicht interes-

das Preisgeld zu verdoppeln. Und die Kollegen in

siert. Und das kann doch eigentlich nicht sein. Für eine

Pozo ja wohl auch und die Sylter Organisatoren so-

Seite Werbung zahlen die Jungs einen Haufen Kohle,

wieso. Viele Big Names der Szene schlugen in die

aber die restlichen Veröffentlichungen interessieren die

gleiche Kerbe: „Das Preisgeld wurde ja ohnehin vor

nicht. Diesen Ansatz finde ich falsch.

einigen Jahren reduziert und dann verloren wir sogar Events, sodass 2008 nur noch drei Tourstopps statt-

ICH KANN DICH AUF DER EINEN SEITE VERSTEHEN.

fanden, dann muss man bei den verbleibenden Veran-

AUF DER ANDEREN SEITE ERMÖGLICHEN HÄUFIG DIE

staltungen halt mehr bekommen …“

ANZEIGENSCHALTUNGEN DER MARKEN ERST, DASS DU DANN MIT DEINEM BERICHT ÜBERHAUPT IN DAS

BEMERKENSWERT, DASS SICH DIE JUNGS NICHT FRA-

MAGAZIN KOMMST. DAS HÖRT ZWAR NIEMAND GER-

GEN, WARUM DAS PREISGELD REDUZIERT WURDE UND

NE, ABER AM ENDE DES TAGES MUSS IRGENDJEMAND

WARUM ES NUR NOCH DREI WAVE-EVENTS GIBT …

DEN DRUCK SCHLIESSLICH BEZAHLEN. UND GLAUBE

Unglaublich, oder? Das gab eine riesige Diskussion bei

MIR: ALLEN BETEUERUNGEN ZUM TROTZ IST DAS BEI

dem Treffen. Das Verhalten der älteren Fahrer bei die-

ALLEN FUNSPORTTITELN SO. DIE ROSIGEN ZEITEN SIND

sem Thema kann ich noch nachvollziehen. Die fahren

EINFACH VORBEI UND WERDEN AUCH NICHT WIEDER-

vielleicht noch drei oder vier Jahre mit und wollen noch

KOMMEN. ICH HABE DAS GEFÜHL, DASS DAS BEI

einmal möglichst viel Preisgeld abkassieren. Dass das den

EINIGEN FAHRERN NOCH NICHT ANGEKOMMEN IST.

Sport endgültig kaputt machen würde, ist denen egal.

Da hast du absolut recht. Das habe ich auch beim Riders-Meeting auf Sylt feststellen müssen, als auf einmal

DAS IST DAS GENERELLE PROBLEM DIESER BRANCHE.

die Diskussion aufkam, die Veranstalter sollen doch bit-

ES SIND EINFACH NOCH ZU VIELE MENSCHEN AKTIV,

te das Preisgeld für die Events 2009 verdoppeln. Hallo?!

DIE SICH EINEN DRECK UM DIE ZUKUNFT KÜMMERN.

Wir sind in einer weltweiten Krise und nun soll das Preis-

DARAN KRANKT WINDSURFEN. LEIDER SIND ES NICHT

geld verdoppelt werden?!

SELTEN GERADE DIE EINFLUSSREICHEN MENSCHEN, ORGANISATIONEN UND VERTRIEBE, DIE SO DENKEN.

FRAGEN SICH DIESE TIEFFLIEGER DENN AUCH MAL,

Zum Glück gibt es aber auch noch Menschen, die Wind-

WER DAS AM ENDE BEZAHLEN SOLL? Manche mein-

surfen immer noch pushen und es für den besten Sport

ten zum Beispiel, dass die Veranstalter des PWA-

der Welt halten. Dazu gehöre ich auch.

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eintagbeigunsails Text Alexander Lehmann

Flughafen Hamburg, Freitagmorgen 8:30 Uhr. Ein Zubringerbus bringt mich auf die Rollbahn zu meinem „Flugzeug“. Zigarrenschachtel wäre bei der Größe die treffendere Bezeichnung. LUXAIR war bislang noch nicht auf meinem Radar aufgetaucht und so bin ich glücklich, dass die Sonne scheint und es windstill ist. Bei anderen Wetterbedingungen hätte ich bei Start und Landung sicherlich nicht ganz so entspannt auf meinem Platz gesessen. Mein Ziel ist Saarbrücken. Die Universitäts- und einzige saarländische Großstadt liegt im äußersten Westen Deutschlands. Kein Wasser weit und breit, sieht man mal vom 120 Hektar großen Bostalsee ab. In Saarbrücken erwartet man nicht gerade eine der größten Windsurfmarken der Welt. Und trotzdem ist es die Heimat von Gun Sails. Für einen Tag blicke ich hinter die Kulissen des Segelbrands. Ein Insiderbericht.

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Fahrer Stephane Etienne © Foto Jerome Houyvet

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werksspionage

Die eine oder andere gerümpfte Nase kann ich mir gerade bildlich vorstellen: „Gun Sails? Das ist doch die Billigmarke!“ Seit Gründung der Unternehmung Mitte der Achtzigerjahre sehen sich die Mitarbeiter besonderer Kritik und Anfeindungen ausgesetzt. Es dauert Jahrzehnte, das von Mitbewerbern gepflegte und genährte Image des Schmuddelkindes der Branche mit guter Qualität und einwandfreiem Service aufzubrechen. Mittlerweile sind Produkte aus dem Hause Gun Sails nicht nur qualitativ top, sondern sicherlich auch die preisstabilsten auf dem Markt. Nicht selten laufen Menschen mit neuen Ideen gegen Windmühlen an. Wer Neuland betritt, ist meistens einsam. So ergeht es auch Eberhard von Osterhausen, als er 1986 die Segelmarke Gun Sails gründet und als Erster in dieser Branche den Direktvertrieb als Absatzkanal wählt. Diese Entscheidung kam jedoch nicht von ungefähr.

Eberhard war ein Tüftler mit hohem technischem Verständnis. „Tuning Surf“ ist der Name seiner ersten Unternehmung. Er baut schmale, lange Windsurfboards, die man als „Gun“ bezeichnet. Nach ersten Erfolgen in der internationalen Speedszene – eines seiner Bretter fährt bei der Speedweltmeisterschaft in Weymouth 1984 auf Platz drei – liefert er kurz darauf die ersten Boards an den deutschen Facheinzelhandel aus. Allerdings bekommt er relativ schnell zu spüren, dass eine Warenlieferung nicht immer zwangsläufig mit einem Zahlungseingang verbunden sein muss. Er rennt seinem Geld hinterher und bekommt finanzielle Probleme, da er die Produktion der Boards grundsätzlich vorfinanzieren muss. Nicht selten steht Eberhard am Ende der Saison vor verschlossenen Türen mancher Surfshops. Während die Betreiber sich als Surflehrer auf den Malediven sonnen, spitzt sich die Situation für den Branchenneuling immer weiter zu. Er fasst den Entschluss, dass es so nicht weitergehen könne. Die Zahlungsmoral seiner Geschäftspartner zwingt ihn dazu, über neue Absatzkanäle nachzudenken. Der konsequente Direktvertrieb hält Einzug in die Windsurfindustrie. Das Sympathische an der Idee: 1986 gibt es eigentlich nur die Zahlungsform „per Nachname“. Man verschickt ein Paket und bekommt sicher sein Geld. Und obendrein ist die Marge auch noch besser. Mit seinen Gun-Boards hätte sich dieser Vertriebsweg jedoch problematisch gestaltet.

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Fahrer Flo Jung © Foto Jerome Houyvet


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Die Pakete sind nicht nur sehr groß, es ist darüber hinaus auch noch schwierig, die Bretter so einzupacken, dass sie unversehrt beim Kunden landen. Was tun? Eberhard möchte gern weiterhin in der Windsurfwelt aktiv sein und so orientiert er sich um. Segel sind wesentlich leichter zu verschicken und außerdem sind die Stückzahlen auch noch

duktionszeiten. Heute ist China als Partnerland gang und gäbe, 1988 betritt Eberhard damit

interessanter … Sein Freundeskreis ist von der Idee nicht

noch Neuland. China ist sehr basic, um nicht zu sagen ein Dritte-Welt-Land. Doch davon lässt

begeistert. Kaum einer glaubt, dass Kunden Segel einfach

er sich nicht beirren. Er fliegt hin, überzeugt sich persönlich von den Möglichkeiten und ent-

so telefonisch bestellen, ohne sie vorher zu sehen, anfas-

schließt sich, zukünftig hier seine Segel produzieren zu lassen.

sen zu können oder beraten zu werden. Seine Freunde raten Eberhard von dieser Idee ab. Er probiert es trotzdem.

Eberhard von Osterhausen ist ein entschlossener Typ: entweder ganz oder gar nicht. Er überlegt sich eine Entscheidung zwei oder drei Tage sehr genau und geht dann unaufhaltsam

Durch einen glücklichen Zufall lernt Eberhard in Holland

seinen Weg. So konsequent, wie er auf den chinesischen Produktionspartner setzt, trifft er

eine kleine Segelmacherei kennen, die die ersten Segel für

im gleichen Jahr die Entscheidung, alle Segel nur noch in Monofilm herstellen zu lassen. Das

ihn schneidert. Da er sich den Namen „Gun“ bereits aus

neue Material ist 1988 gerade erst aufgekommen und viele Hersteller sind sich noch nicht

seiner Zeit als Boardhersteller hat schützen lassen, nennt er

sicher, ob sie den Schritt hin zur durchsichtigen Folie, weg vom altbekannten Dacron und

seine Segelmarke schlicht „The Gun Sails“. 1986 schaltet er

Mylar, wagen sollen.

erste Anzeigen. Schwarz-weiß, 1/3 Seite, „Call and order“, die ersten Bestellungen trudeln ein. Eberhard fühlt sich be-

1988 ist nicht nur geschäftlich ein entscheidendes Jahr. Eberhard heiratet seine schwangere

stätigt. Er verfolgt seinen Weg konsequent weiter. Bestell-

Frau Petra, die Hochzeitsreise muss er jedoch allein machen: in Richtung China. Es überkommt ihn ein ungutes Gefühl. Die boot steht vor der Tür und er erwartet die erste Lieferung. Die komplette Produktion hat er vorfinanziert, seine gesamte Existenz hängt davon ab. Doch wie soll er sich sicher sein, dass ihm auch tatsächlich Segel geschickt werden?! In dem Container könnte ja auch alles andere landen. Oder womöglich kommt nie ein Container an?! Kurz vor Heiligabend sitzt er im Flieger, um vor Ort die Abfertigung seiner Ware zu kontrollieren. Seine Sorge stellt sich als unbegründet heraus. Seine Partner in China lassen ihn nicht hängen und er erwartet gespannt den Messebeginn. Die boot 1989 verläuft grandios. Der Aufwand hat sich gelohnt. Doch wo Erfolg ist, sind Neider nicht weit. Für die Gun-Sails-Mitarbeiter mutiert der tägliche Weg zum Messestand zum Spießrutenlauf. Viele Mitbewerber zeigen den Kollegen den Mittelfinger (im wörtlichen Sinn), beleidigen oder ignorieren sie. Gerüchte werden in den Funsporthallen gestreut: „Die Segel taugen nichts“, „die werden mit Brandlöchern

Fahrer Stephane Etienne © Foto Jerome Houyvet

von Zigaretten ausgeliefert“ oder „die Qualität ist unterirdisch“ sind noch drei harmlosere Verzettel werden gedruckt, auf Events verteilt und schließlich

leumdungen. Dem Erfolg tut das keinen Abbruch. Hunderte von Segeln werden über die The-

surfsegeln zu diesen günstigen Konditionen gar nicht mög-

die Produktion in China konzentriert. Nachdem die Zusammenarbeit mit Hank Costa been-

bucht er einen eigenen Stand auf der boot in Düsseldorf

ke gereicht, der Preis ist unschlagbar.

lich wären. Natürlich wissen die Mitbewerber es insgeheim

det ist, rückt Michael Pucher als Segeldesigner ins Gun-Sails-Team auf. Er führt die Mar-

besser. Als Markeninhaber und Direktvertriebler spart Gun

ke sehr erfolgreich ins neue Jahrzehnt, ehe drei Jahre später (1992) Jean Marc Siou Na-

1987. Die Resonanz ist unglaublich, der The-Gun-SailsStand explodiert. Innerhalb der neun Messetage reißen

Nach nur drei Jahren hat sich The Gun Sails bei den Windsurfern etabliert. In der Branche

Sails schlicht zwei entscheidende Margen auf den Produkti-

del und Garn in die Hand nimmt. Sein Gastspiel dauerte jedoch nur ein Jahr. Mit Sioux

ihm die Besucher seine Segel förmlich aus der Hand: Er

gelten sie jedoch als „Enfant terrible“. Das Hauptargument lautet, dass sie mit ihren Preisen

onspreis. Während andere deutsche Vertriebe ihre Produkte

Sails gründet er seine eigene Segelmarke und man besinnt sich wieder der Qualitäten von

verkauft über 1.000 Segel.

und dem direkten Vertriebskanal die gesamte Windsurfkultur zerstören würden. Nicht wenige

vom Hersteller einkaufen und an einen Shop verkaufen müs-

Michael. Nach drei Jahren Alleinherrschaft (bis 1995) ist er aufgrund der immer breiter

Shops reißen Anzeigenseiten aus den Magazinen raus, bevor sie auf die Verkaufstheke ge-

sen, der dann natürlich auch mit diesem Produkt noch zu

werdenden Diversifikation der Segellinien dem Entwicklungsprozess nicht mehr gewach-

legt werden, und auch die Gerüchteküche wird täglich mit neuen Hiobsbotschaften genährt.

Recht Geld verdienen muss, ist die Vertriebskette bei Gun

sen. Verstärkung muss her. Namhafte Segeldesigner wie Roddy Lewis (Race- und Speed-

Sails um zwei Elemente kürzer.

segel), André Lefebvre (Freeridesegel) und Christoph Walker (Wavesegel) sind dann ge-

Das ist der Durchbruch. Der Segelmacher kommt kaum noch nach, neue Segel zu schneidern. Nicht selten holt Eberhard persönlich mit dem Lkw seine Segel aus Holland ab, um sie

Nicht nur verbal wird mit harten Bandagen gekämpft. Die Rechtsanwälte haben Hochkunjuk-

dann in Deutschland angekommen sofort an die Endkun-

tur: Einstweilige Verfügungen und Abmahnungen wegen angeblich unlauteren Wettbewerbes

In den beiden Anfangsjahren 1987 und 1988 zeichnet

Roddy feiert unter Mithilfe von Michael Pucher gleich in den ersten beiden Jahren tolle

den weiterzuleiten. Ein Logistiknetzwerk, wie man es sich

trudeln reihenweise im Briefkasten des Firmensitzes ein. Egal was Gun Sails unternimmt oder

noch Eberhard von Osterhausen persönlich für die De-

Erfolge. In Sachen Speed holen die Gun-Sails-Teamfahrer fast alle Rekorde, die es gibt.

heute vorstellt, ist noch nicht einmal ansatzweise vorhan-

welche neuen Ideen umgesetzt werden: Irgendein Mitbewerber stört sich immer daran.

signs verantwortlich. Gemeinsam mit Hank Costa von der

den. Viele Wege müssen in Eigenregie koordiniert werden, Versandlisten und Etiketten werden mit der Hand erstellt.

meinsam mit Michael Pucher für unterschiedliche Segellinien verantwortlich. Insbesondere

kleinen holländischen Segelmacherei World Sport entwi-

1999 dann der harte Bruch. Eberhard von Osterhausen beschließt, dass Gun Sails etwas Neues

Doch im Laufe der Jahre beruhigt sich das Verhältnis zu den Shops und zu den Mitbewerbern.

ckelt er sehr erfolgreich die ersten Segel. Aufgrund des

braucht. Die Koordination der einzelnen Segeldesigner erweist sich als ein Gewaltakt. Insbe-

Gun Sails ist mittlerweile anerkannt und zu einer der größten Segelmarken der Welt geworden.

unerwarteten Erfolgs und des großen Drucks auf Hank

sondere bei der Designübergabe in die Produktion müssen sich alle Beteiligten immer wieder

Auf der ispo 1988 lernt Eberhard von Osterhausen einen

Unterschiedlichste Designer arbeiten im Laufe der Jahre für die Marke und entkräften den Vor-

lässt aber gerade zum Ende des Jahres 1988 die Qua-

auf die unterschiedlichen Arbeitsweisen der einzelnen Designer einstellen. Nebenbei verfolgen

chinesischen Hersteller kennen, der ihm das Gelbe vom Ei

wurf, Gun Sails würde sich lediglich der alten Segelschnitte ihrer Mitbewerber bedienen. Ein

lität der Segel stark nach. Dies ist mit ein Grund dafür,

diese auch noch ihre eigenen Projekte (Michael Pucher stößt seine eigene Segelmarke Power-

verspricht: niedrigere Preise, bessere Qualität, kürzere Pro-

Hauptargument lautet, dass unter normalen Umständen Entwicklung und Herstellung von Wind-

dass sich Eberhard ohne Erfahrungswerte vollkommen auf

Sails an; Lefebvre hat seine eigene Marke nie aufgegeben).

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Renato zieht um: Von Mailand geht es nach Tarifa. Gun Sails hat dort einen Partnershop, in dessen Anschluss ein Loft leer steht. „Für ein Jahr kann ich da ja mal hingehen“, Renato spricht weder spanisch noch englisch … Aus diesem einem Jahr sind mittlerweile elf geworden. Doch in dem Loft kommt Renato nicht zur Ruhe. Viele Kunden (und Mitbewerber) wollen Renato über die Schulter schauen. Doch das ist ihm gar nicht recht. Er braucht Ruhe und Konzentration. Da wirkt es wie ein glücklicher Zufall, dass Ende 1999 der Segeldesigner Monty Spindler seinen großen Segelloft in Facinas, nur 20 Kilometer von Tarifa entfernt, schließen muss, nachdem die Marke ART durch den Inhaber eingestellt wird. Monty trifft diese Entscheidung hart, zumal sein Gehilfe Robert Stroj mit seinem Know-how im Gepäck zu Neil Pryde nach Maui wechselt. Renato übernimmt den Loft mit dem kompletten Inventar. Bis heute werden die Gun-Sails-Segel hier entwickelt.

Fahrer Flo Jung © Foto Jerome Houyvet

Auch Eberhard von Osterhausen fühlt sich in dem Loft pudelwohl und ist fast öfter in Facinas als in Saarbrücken. Er fungiert seit den ersten Tagen als eine Art Co-Designer. An

Durch Zufall bekommt Gun-Sails-Cheftester Jochen Krauth in Südafrika im Winter 1998 ein

jeder Öse, jeder Kante und an jedem Lattenspanner kann er

Segel von Renato Morlotti in die Hand. Er ist begeistert. Nicht nur aufgrund der Fahreigen-

aufgrund seiner Detailverliebtheit stundenlang tüfteln. Aber

schaften, sondern auch die gesamte Konzeption, das Design und die hochwertige Verarbei-

nicht nur die technischen Details liegen ihm am Herzen. Auch

tung des Einzelstücks überzeugen ihn. Renato ist gelernter Segelmacher, von der Pike auf, wie

die Optik und die Farbauswahl gestaltet er maßgeblich mit.

man so schön sagt. Ein echter Arbeiter und Handwerker, der nicht nur ein sehr guter Proto2004 geht als schwärzestes Jahr in die Gun-Sails-Firmengeschichte ein. Der Gründer, Motor und Inhaber von Gun Sails, Eberhard von Osterhausen, stirbt am 15.08.2004 bei einem Unfall mit seinem Ultraleichtflugzeug. Er ist schon den ganzen Tag über mehrere Male in der Luft und will dann am frühen Abend noch ein letztes Mal für diesen typenbauer ist, sondern dabei auch immer die Umsetzung in die Serienproduktion im Hinter-

Tag über die Wolken aufsteigen. Doch kurz nach dem Start

kopf hat. Jochen erzählt Eberhard begeistert von dem Segel. Der ist sofort Feuer und Flamme.

stürzt die Einpropellermaschine ab. Die Maschine kommt

Wenige Tage später sitzt er mit seiner Frau Petra im Flieger Richtung Mailand. Sie besuchen

ins Trudeln, kippt seitlich ab und schlägt kopfüber in ein

Renato Morlotti in seiner Segelmacherei und Eberhard ist stark beeindruckt, als er sieht, mit

Gebüsch ein. Dort fängt sie Feuer. Trotz Untersuchungen

welchem Fachwissen und welcher Perfektion Renato seine Segel schneidert. Er engagiert ihn

des Luftfahrtbundesamtes kann die genaue Ursache des

vom Fleck weg als den neuen Segeldesigner von Gun Sails.

Absturzes nicht geklärt werden.

1. Gun-Sails-Gründer Eberhard von Osterhausen 2. Renato Morlotti at work

Ein Schock legt sich über die Firmenzentrale. Eberhard von Osterhausen war ein beliebter Chef. Er kam meistens gut gelaunt ins Büro, und selbst wenn er mal nicht so gute Laune hatte, waren seine Ohren für die Sorgen seiner Mitarbeiter immer offen. Die erste Frage, die sich alle stellen: „Wie soll es bloß ohne Ebi weitergehen?“ Schon wenige

Die letzten 21 Cover der Gun-Sails-Kataloge.

Tage nach dem Tod klingeln die Telefone in der Zentrale. Investoren interessieren sich über Anwälte für die Firma und machen erste Kaufangebote. Doch diese Alternative kommt für Petra von Osterhausen nicht in Betracht. Zusammen mit dem stellvertretenden Geschäftsführer Jörg Müller und

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Produktchef Rainer Sprick nimmt sie das Heft in die Hand.

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3 Bei einer Betriebsversammlung verkünden die drei, dass es genauso weitergehen wird wie

Gun Sails ausschließlich seine eigenen Produkte vertreibt,

Wenn man bei Gun Sails anruft oder eine E-Mail schreibt, so antworten Silke Grabowski oder

01. Jörg Müller & Petra

bisher. Man macht den Mitarbeitern Mut und dreht die Stimmung wieder in eine positive

liegt natürlich auch eine Hauptaufgabe des Teams in der

Tim Maicher. Beide sind selbst Windsurfer und stehen den Kunden im Customer Service mit

v. Osterhausen

Richtung. Eine „Jetzt-erst-recht“-Stimmung kommt auf. Auch die Lieferanten und Produzenten

Frage, welche neuen Produkte das Unternehmen braucht,

Rat und Tat zur Seite. Und sollte einer der beiden dich auf ein Nice-Price-Angebot auf der

stärken dem Führungsteam den Rücken. Die Sorgen der Mannschaft, der eine oder andere

wie dies umgesetzt werden kann und wer damit beauftragt

Internetseite von Gun Sails hinweisen, so kannst du dir sicher sein, dass Thorsten Heu das

Partner könne nach dem Tod des wichtigsten Ansprechpartners einen Rückzieher machen, er-

wird. Schnelle Entscheidungen sind möglich und zielgerich-

Bild davon geschossen hat. Der rote Teppich, den du grundsätzlich im Hintergrund der ver-

weisen sich als unbegründet. Petra von Osterhausen integriert sich reibungslos in die Unter-

tet arbeitet man grundsätzlich auf einen Konsens als Er-

günstigten Produkte siehst, schmückt sein Büro. Wenn du eine Reklamation hast, ist er als

nehmung. In solchen Fällen nicht selten aufkommende Kompetenzstreitigkeiten gibt es nicht.

gebnis hin. Zwei Ziele stehen dabei im Vordergrund: gute

After-Sales-Service-Mitarbeiter derjenige, der über berechtigt oder unberechtigt entscheidet.

05. Bernd Diesburg

Alle bisherigen Verantwortlichen kümmern sich nach wie vor um ihre Aufgabengebiete, in die

Produkte und zufriedene Kunden. Und letztendlich ist man

Am Ende des Tages hat dann Patricia Jacoby wohl den wichtigsten Job. Sie kontrolliert in der

06. Sarina Zaffino

Petra sich auch nicht einmischt.

natürlich auch ein Wirtschaftsunternehmen. Gun Sails soll

Buchhaltung, ob auch alle Kunden brav bezahlt haben.

07. Verena Lillig

als inhabergeführtes Unternehmen ohne finanziellen BackGun Sails ist schon lange keine One-Man-Show mehr. 2004 ist Rainer Sprick bereits über 15

up eines Konzerns erfolgreich am Markt bestehen.

Jahre an Bord, Jörg Müller mehr als zehn Jahre. Eberhard von Osterhausen hinterlässt eine gewachsene Struktur. (Foto 0) Petra von Osterhausen ist sich ihrer neuen Verantwortung sofort bewusst und bringt sich aktiv mit in die Führung des Unternehmens ein. Sie kümmert sich als

03. Gun-Sails-Lager 04. Thorsten Britz

Hotline an, landen sie tatsächlich in Saarbrücken bei Celine Leobold, Murielle Lang und

09. Tim Maicher

11. Retourenbüro

Christophe Lombardo. Die Grenze zu Frankreich ist keine zehn Kilometer entfernt und

eine lockere Arbeitsatmosphäre, alle duzen sich untereinan-

so arbeiten die drei in Deutschland, leben aber in Frankreich. Der große Vorteil: Für den

12. Thorsten Heu

der. Durch eine flache Hierarchie und eine teamorientierte

bedeutenden Markt in Frankreich kann Gun Sails alle Strukturen des Headoffice inklusive

13. Patricia Jacoby

Arbeitsstruktur sind die Mitarbeiter im Hause Gun Sails

Lager und Versand nutzen.

14. Murielle Lang

universell einsetzbar. Urlaubsvertretungen werden ei-

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10. Silke Grabowsky

Mittlerweile beschäftigt man 15 Mitarbeiter. Es herrscht

genständig organisiert.

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08. Tel.-Übersicht

Eine weitere Besonderheit am Headoffice in Saarbrücken ist, dass auch die französischen Ansprechpartner mit im Hause sitzen. Rufen die Kunden aus Frankreich die nationale

Das Office in Saarbrücken wird kontinuierlich ausgebaut.

02. Rainer Sprick

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15. Christophe Lombardo

Gun Sails ist heute ein erfolgreiches, mittelständisches Unternehmen in Deutschland. Ich

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16. Celine Leobold

muss ehrlicherweise gestehen, dass ich die Marke seit meinem Besuch mit anderen AuEinige der Mitarbeiter von Gun Sails sind auch be-

gen sehe. 15 Mitarbeiter geben in dem Firmensitz ihr Bestes, um gute Produkte zu einem

geisterte Windsurfer. Bis auf die Kollegen im Lager und

guten Preis an Windsurfer weiterzugeben. Dazu gehört sicherlich auch eine Menge Idea-

Versand. Dort werden bewusst Mitarbeiter eingesetzt,

lismus, aber letztendlich hängen bei Gun Sails mittlerweile nicht wenige Existenzen vom

die nicht windsurfen. „Ansonsten würden die Jungs

Erfolg der Marke ab. Über diesen Umstand machen sich viele sicherlich keine Gedanken,

sich den ganzen Tag nur über neues Material unter-

wenn sie öffentlich versuchen, die Marke in Misskredit zu bringen. Ich habe schon viele

halten und sich alles ganz genau anschauen, anstatt es

Marken und Firmen kennengelernt. Und eins ist sicher: Es gibt in unserer Branche leider

aufzubereiten und zu verschicken“, erzählt Jörg Müller

kaum noch Unternehmen, die sich seriöse Gedanken über den Windsurfsport in zehn Jah-

lachend. Und damit haben sie auch wirklich genug zu

ren machen. Bei vielen habe ich den Eindruck gewonnen, dass über kurzfristige Gewin-

tun. Im Jahr packen Thorsten Britz und Bernd Diesburg

noptimierung hinaus kein besonderes Interesse mehr am Windsurfen besteht. Das ist bei

Geschäftsführerin insbesondere um administrative Dinge, um rechtliche Angelegenheiten, um

ca. 20.000 Pakete im Headoffice in Saarbrücken. Im

Gun Sails anders. Gun Sails ist ein inhabergeführtes Unternehmen mit sozialem Verant-

Personalfragen. Sie fungiert als Schnittstelle in sämtlichen finanziellen Fragen des Unterneh-

gleichen Zeitraum kommen um die 30 Container in Saar-

wortungsbewusstsein gegenüber seinen Mitarbeitern und dem Windsurfsport. Und diese

mens nach außen. „Am Anfang war es wirklich schwer. Ich habe meinen Mann oft gefragt,

brücken an. Doch das ist nur ein Teil der gesamten Lie-

Unternehmung soll auch noch in 20 Jahren so erfolgreich sein wie heute. Diese Einstel-

wie es mit Gun Sails weitergehen soll, wenn ihm mal etwas zustößt. Mein Mann wollte von

fermenge. Wöchentlich treffen Warenlieferungen unter-

lung ist mir persönlich deutlich sympathischer als imageträchtige, große Markennamen,

all dem nichts wissen. Er hielt sich für unsterblich.“

schiedlicher Produktgruppen auch als Stückgut ein. Die

hinter denen nichts mehr steht.

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Lieferungen sind so organisiert, dass entsprechend saiEberhard von Osterhausen machte sich über seine Nachfolge nie Gedanken. Er stand noch

sonaler Schwankungen immer ein ausreichender Bestand

Zum Direktvertrieb einer Windsurfmarke kann man sicherlich unterschiedlicher Mei-

voll im Saft, war motiviert, gesundheitlich fit. So wie Gun Sails ergeht es sicherlich den we-

im Lager vorhanden ist, der natürlich in der Hauptsaison

nung sein. Ich bin ein bekennender Freund der Surfshops in Deutschland. Allerdings

nigsten mittelständischen Unternehmen in Deutschland, wenn die zentrale Figur des Inhabers

deutlich höher ist als in der Nebenzeit. Eine korrekte

sind die vorhandenen Strukturen im Einzelhandel durch unseriöse Auslaufpolitik und

von heute auf morgen wegfällt. Bei Gun Sails ist für Kunden und Partner der Übergang so

Warensdisposition ist für Gun Sails unumgänglich, da

rücksichtsloses Vollpressen der Shops so chaotisch geworden, dass dem Markt die

reibungslos verlaufen, als hätte das Dreierteam seit Jahren nichts anderes gemacht. Wich-

sie zum größten Teil den Endverbraucher beliefern, der

Luft zum Atmen fehlt.

tige Entscheidungen treffen Petra, Jörg und Rainer noch heute meistens beim gemeinsamen

ja keine Vororder abgibt wie im Einzelhandel üblich. Flughafen Saarbrücken, Freitagabend 19:30 Uhr. Ich laufe zu Fuß über die Rollbahn

Mittagessen, wenn kein Telefon und keine E-Mails stören. Das Geheimnis des Erfolges liegt aber sicherlich im gegenseitigen Vertrauen begründet. Keiner redet dem anderen in seinen

Jede einzelne Kundenbestellung geht vorher durch die

zu meiner Zigarrenschachtel, die mich zurück nach Hamburg bringen soll. Das Wet-

Kompetenzbereich hinein. Als stellvertretender Geschäftsführer hat Jörg Müller hinsichtlich

Hände von Sarina Zaffino, der Versandleiterin. Sie prüft

ter ist nach wie vor ruhig und so denke ich weniger über einen sicheren Start, denn

des Marketings und des Verkaufs genauso alle Freiheiten, wie Rainer Sprick in seinen Kern-

jeden Auftrag auf Verfügbarkeit und bereitet ihn digital

über meinen Tag bei Gun Sails nach. Als Unternehmen betrachtet ist die Segelmarke

bereichen Einkauf, Disposition und Produkte. Rainer und Jörg sind darüber hinaus auch auf

auf. Sarina teilt mit ihrer Kollegin Verena Lillig die glei-

einzigartig und unvergleichbar im Windsurfmarkt. Ich bin selbst Inhaber eines Unter-

fast allen Messen am Stand anzutreffen, um den direkten Kundenkontakt nicht aus den Au-

che Leidenschaft: Cristiano Ronaldo. Bilder des Weltfuß-

nehmens und weiß damit aus eigener Erfahrung, wie hart man sich dem Wettbewerb

gen zu verlieren.

ballers des Jahres 2008, auf denen er mehr oder weni-

stellen muss und was alles dazugehört, um als mittelständische Firma erfolgreich am

ger bekleidet ist, verzieren auch das Büro von Verena,

Markt zu bestehen. Unabhängig von allen Marktgegebenheiten habe ich größten Res-

In ihren Fachbereichen sind alle Führungskräfte Experten, die als solche auch von den jeweils

der Verantwortlichen fürs Web und für die Administra-

pekt vor den Leistungen der Mitarbeiter in Saarbrücken. Und vielleicht kann dieser

anderen beiden akzeptiert werden. Grundsätzliche Dinge, wie zum Beispiel Produktportfo-

tion. Vielleicht sollten wir dem Windsurfing Journal mal

Artikel dazu beitragen, dass du das nächste Mal nicht mehr die Nase rümpfst, wenn

lio und Design, neue Projekte oder Geschäftsprozesse, werden in der Gruppe diskutiert. Da

ein Poster von ihm beilegen …

du den Namen Gun Sails hörst.

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I N T E R V I E W

jörgmüller GENDWANN ZU TEUER WIRD? Dieses Phänomen haben

den nach wie vor, dass ein Segel, auf dem 700,- Euro

Mast. Wir haben gerade bei diesem Service ganz kurze Entscheidungswege und das ist

wir in dieser Dramatik nur in Deutschland. Ob in Italien,

steht, bestimmt doppelt so gut sein muss wie eines für

natürlich ein Bereich, mit dem wir uns von unseren Mitbewerbern abheben wollen. Und

Frankreich oder Holland: Dort sind wir immer noch mit

350,- Euro. Und dann bekommen die Kunden sofort 30

natürlich ist die Verfügbarkeit auch ein Service, den in dieser Form kaum ein anderer

aktuellen Segeln günstiger als andere Marken mit Vor-

Prozent Nachlass und freuen sich darüber, dabei war der

bieten kann. Wir haben ein gut gefülltes Lager. Du kannst ganzjährig sieben Tage die

jahresmodellen. Die Mitbewerber stehen natürlich insbe-

ursprüngliche Wert ein rein fiktiver. Die Kunden bemes-

Woche, 24 Stunden am Tag eine Bestellung aufgeben. Nach Bestelleingang ist die Ware

sondere dann unter Druck, wenn das Verkaufsargument

sen leider ein Schnäppchen häufig nach der Höhe des

innerhalb von ein oder zwei Tagen beim Kunden. Und sollte wider Erwarten etwas nicht

während seines Studiums rutschte er 1990 in die Firma rein und lernte das

Nummer eins der Preis ist. Wenn ich mir den Mikro-

gewährten Rabattes und nicht nach dem tatsächlichen

verfügbar sein, bekommst du sofort ein Feedback von unserem Serviceteam.

Geschäft von der Pike auf kennen. Nach seinem Studium landete er in der

kosmos Messe anschaue, ist bei vielen Händlern der

Wert. Denn wenn du für das Segel dann immer noch

Lagerdruck einfach so groß, dass sie uns mit selbstmör-

knapp 500,- Euro zahlen musst, kann man doch noch

ÄRGERT ES DICH, DASS GUN SAILS TROTZ DES DRAMATISCHEN PREISVERFALLS AN-

derischen Preisen unterbieten. Mir kann keiner erzählen,

nicht von einem Schnäppchen reden.

DERER MARKEN NOCH NICHT ALS PREMIUMMARKE ANGESEHEN WIRD? Das Elitäre

Jörg Müller, 43 Jahre und Diplom-Kaufmann, ist einer der dienstältesten Manager in der Windsurfbranche. Als er Mitte der Achtzigerjahre mit dem Windsurfen begann, lernte er Rainer Sprick und Eberhard von Osterhausen kennen. Durch Ferienjobs auf Messen, im Call-Center und im Lager bei Gun Sails

Unternehmensberatung eines Ex-Professors, ehe Eberhard ihn dann 1994 als festen Mitarbeiter und seine rechte Hand engagierte.

und auch der Begriff Premium definieren sich ja nicht selten einzig und allein über den

dass man mit diesen Preisen noch Geld verdienen kann, und die Konsequenzen spürt ja bereits der gesamte

UND WIE WOLLT IHR EUCH DANN DAVON ABSETZEN?

Preis. Unsere Segel sind absolut gleichwertig zu allen Premiummarken. Gerüchte über

Markt. Langfristig kann das nicht funktionieren. Der Kun-

Durch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Und ganz wich-

günstigere Materialien oder billigere Verarbeitung entstammen der Märchenkiste unserer

machen, was unsere Kunden wollen. Wir prüfen sehr

de gewöhnt sich natürlich an diese Preise. Ich befürchte,

ttig: Mit Leistung meine ich vor allem auch unseren Service.

Mitbewerber. Schau dir unsere Produkte einfach an. Wir verarbeiten das gleiche Mate-

genau die Wünsche anhand von Erfahrungswerten, aber

dass viele Marken durch Überbelieferung ihrer Händler

auch durch Marktbefragungen. Wir haben durch unseren

und deren Harakiri-Aktionen zukünftig nicht mehr auf ein

DER WIRD JA NUR LEIDER GERADE IN DEUTSCHLAND

Features unserer Segel sind auf Topniveau und erfüllen alle Ansprüche. Schreib auf ei-

persönlichen Kontakt zu den Windsurfern, tägliche Tele-

für sie erträgliches Preisniveau kommen.

NICHT GERNE BEZAHLT. Das stimmt. Viele erwarten

nen Pullover „Lacoste“ und er kostet sofort 100 Euro mehr. Dabei wird auch die Variante

den günstigsten Preis und wollen noch den besten Ser-

ohne Krokodil in Asien gefertigt und kommt womöglich aus der gleichen Produktion. Pre-

WIESO IST GUN SAILS ERFOLGREICH? Weil wir das

fonate und E-Mails, natürlich einen Wettbewerbsvorteil.

rial, die gleichen Tücher vom gleichen Hersteller oft sogar in der gleichen Fabrik. Die

Wir fragen unsere Kunden aktiv nach ihren Wünschen

UND HABT IHR KEINE ANGST DAVOR, DASS DAS FÜR

vice. Das Dilemma liegt aber nicht auf Kundenseite. Für

mium bedeutet: Es muss auch teuer sein. Wir sind ein Direktanbieter und wollen keine

und hören uns jeden Verbesserungsvorschlag an.

EUCH EIN PROBLEM WERDEN KÖNNTE? ZUMINDEST

die Shops wird dies immer schwieriger. Wenn man nur

Preise an unsere Segel schreiben, die wir dann nicht erzielen können. In diesem Sinne

HIERZULANDE HEBT SICH GUN SAILS NICHT MEHR

noch wenige Euro an einem Segel verdient, ist es kein

werden wir nie Premium sein, wir sind nun mal im Niedrigpreissegment. Wir wollen Pre-

ALS IHR VOR ÜBER 20 JAHREN GESTARTET SEID, HAT-

HINSICHTLICH SEINER PREISSTRUKTUR AB. Das Pro-

Wunder, dass man nicht mehr einen allumfassenden

mium in der Gesamtleistung sein. Durch die Aktionen auf Messen und den rapiden Preis-

TET IHR JA EINEN ECHTEN PREISVORTEIL GEGENÜBER

blem ist, dass der Kunde mittlerweile erwartet, dass er

Service bieten kann. Nimm nur mal den Reklamations-

verfall innerhalb einer Saison verstehen aber nach und nach immer mehr Kunden, dass

DEN MITBEWERBERN. SELBST AUSLAUFSEGEL ETA-

30 Prozent Nachlass im Surfshop schon fürs Hände-

fall als Beispiel. Bei Garantieabwicklungen sind wir im-

die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers nichts mehr über die Qualität oder

BLIERTER MARKEN WAREN DAMALS NOCH 100 DM

schütteln bekommt. Eigentlich könnte man unsere Mitbe-

mer sehr schnell und vor allem großzügig. Ich bin mir

das Premiumimage aussagt.

TEURER ALS EURE JEWEILS AKTUELLEN. MITTLERWEI-

werber durch die Bank abmahnen, denn die Preise, die

sicher, dass du von uns bislang noch nichts Negatives

LE BEKOMMT MAN VORJAHRESMODELLE FAST VON

viele Marken vorgeben, sind reine Mondpreise. Der ei-

mitbekommen hast. Wenn ich höre, dass es bei Mitbe-

JEDEM BRAND FÜR MINDESTENS 100 EURO WENIGER ALS EURE AKTUELLEN MODELLE.

gentlich erzielte Verkaufspreis liegt ja in den allermeisten

werbern bis zu einem halben Jahr dauert, bis mal ein

RINGE WIEDERVERKAUFSWERT. Hier sollte man sich ehrlicherweise die Frage stellen: Wie

DIE LETZTE BOOT IM JANUAR HAT DAS MAL WIEDER EINDRUCKSVOLL BEWIESEN. AB-

Fällen tatsächlich viel niedriger. Diese Marken möchten

kaputter Mast begutachtet wird, kann ich mich ja nur

hoch ist mein Verlust über die Nutzungsdauer bzw. was kostet mich das Segel pro Jahr.

GESEHEN VON DEM GANZ OFFENSICHTLICH MANGELNDEN BETRIEBSWIRTSCHAFTLICHEN

aber natürlich ihr hochpreisiges, prestigeträchtiges Pre-

freuen. Bei uns bekommt der Kunde innerhalb weniger

Wenn du nach fünf Jahren ein Gun-Segel, welches du für 350 Euro gekauft hast, verkaufst:

DENKEN EURER MITBEWERBER: MACHST DU DIR KEINE SORGEN, DASS GUN SAILS IR-

miumimage aufrechterhalten. Und so denken die Kun-

Werktage im berechtigten Reklamationsfall einen neuen

Was erwartest du denn dann als Wiederverkaufswert? Unsere Kunden fahren im Schnitt fünf

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EIN WEITERES ARGUMENT GEGEN GUN-SEGEL IST NICHT SELTEN DER ANGEBLICH GE-

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jörg müller

jörg müller

Jahre ihre Segel und kaufen sich dann ein neues. Im schlimmsten Fall bekommen sie von uns

DIE KOLLEGEN SEIT ACHT JAHREN MIT DER UNENT-

Shops „Luft“ haben und sich nicht gegenseitig die Preise kaputt machen. Unser

im Rahmen unserer jährlichen Recyclingaktion noch 50 Euro dafür. Sie haben dann 300 Euro

GELTLICHEN LIEFERUNG VON MITTLERWEILE DREI UN-

Verkaufspreis steht fest, darüber müssen die Jungs im Laden nicht diskutieren.

Verlust oder 60 Euro pro Jahr der Nutzungsdauer ausgegeben. Und jetzt rechne dir aus, was

TERSCHIEDLICHEN FUNSPORTMAGAZINEN. ICH SEHE

Wenn sie dort zwei Segel nebeneinander ausrollen und eines davon unseres

ein Segel, das du für 600 Euro gekauft hast, nach fünf Jahren noch bringen muss. 300 Euro?

DESHALB EIN DIREKTKONZEPT WIE EURES IMMER MIT

ist, dann heißt es natürlich auch in Frankreich: „Was kannst du am Preis noch

Ist das realistisch? Hey, dann leg doch noch 50 drauf und kauf dir ein nagelneues Gun-Segel.

GEMISCHTEN GEFÜHLEN. ICH GLAUBE, SHOPS SIND ALS

machen?!“ Dann sagt der Shopbesitzer: „Bei dem Produkt X gebe ich dir Y

KOMMUNIKATIONSPLATTFORM EINFACH SUPERWICHTIG.

Prozent, dann kostet das Segel also 500,- Euro, beim Gun-Segel gibt es keinen

IHR WERDET JA NACH WIE VOR DAFÜR AN DIE WAND GESTELLT, DASS IHR DEN HAN-

Da gebe ich dir uneingeschränkt recht! Du kannst mir glau-

Rabatt. Es kostet 350,- Euro.“ Nicht selten greift der Kunde dann zu unserem

DEL UMGEHT UND EURE PRODUKTE DIREKT ANBIETET. MITTLERWEILE HAT IM GRUNDE

ben, dass wir niemals angestrebt haben, dass alle nur noch

Produkt. Die französischen Shops ziehen das so durch und es funktioniert sehr

JEDER GROSSE SHOP AUCH EINEN ONLINEBEREICH ODER BRINGT SOGAR BESTELLKA-

bei Gun Sails kaufen. Weltherrschaft ist etwas für Despoten.

gut. Fast die Hälfte aller Gun-Segel werden in Frankreich über den Einzelhandel

TALOGE HERAUS. IST DER VORWURF DADURCH HINFÄLLIG? Zum Teil. Es ist nach wie

Wir wollen dem Facheinzelhandel nicht schaden. Wir alle

verkauft. Ich befürchte, das wäre hierzulande unmöglich.

vor so, dass kein großer Mitbewerber von uns seine Produkte direkt zu einem Endver-

stellen uns dem Wettbewerb. Hinsichtlich einer Communi-

braucher schickt. Sie bieten z.B. keinen Onlineshop zur direkten Bestellung an, dies wird

ty ist ein Shop eine superwichtige Anlaufstation. Gun Sails

DIE AUSLÄNDISCHEN SHOPS GEBEN AUF EURE PRODUKTE KEINE NACH-

über den Handel organisiert, der heutzutage auch einen Onlinebereich unterhält. Des-

kann da kein Ersatz sein. Gun Sails ist lediglich eine Alter-

LÄSSE? Bei Gun Sails gibt es zwei Preise: Den Katalogpreis und den Auslauf-

halb finde ich es fast ein wenig vermessen, wenn man uns das heute noch zur Last legt.

native. Und ich bin der festen Überzeugung, dass man die

preis, wenn die neuen Produkte rauskommen. Auf diese beiden Preise können

Dieses Vorurteil ist entkräftet, denn online kann heute jeder verkaufen. Direkt zu verkau-

Probleme des Einzelhandels nicht uns ankreiden kann.

sich die Kunden und Händler verlassen.

Viele verwechseln Direktvertrieb mit Versand. Für viele setzt der Direktverkauf dann ein,

„EINE ALTERNATIVE“ HÖRT SICH ETWAS VERNIEDLICHT AN …

IST ES GERADE IM INTERNATIONALEN BEREICH EHER EIN VOR- ODER EIN

wenn man etwas nach Hause geschickt bekommt. Das ist aber nicht direkt, das nenne

Aus unserer Sicht sind unsere Mitbewerber nicht in erster

NACHTEIL, EINE DEUTSCHE MARKE ZU SEIN? Wir sehen uns gar nicht so als

ich Versand und das bietet heute fast jeder Shop an. Ich denke, dass wir mit unserer

Linie die Shops. Wir denken als Marke und unsere Mit-

deutsche Marke. Wir haben einen italienischen Segeldesigner, der in Spanien sei-

Arbeit in der Vergangenheit für viele Händler den Weg geebnet haben. Wir haben den

bewerber sind anderen Marken. Das ist ein Unterschied!

nen Loft hat. In Sri Lanka werden unsere Segel gebaut, die dann von hier aus

Versand von Surfmaterial sozusagen gesellschaftsfähig gemacht. Früher, als das Netz der

Wir müssen uns mit der Qualität und unserem Service ge-

in die ganze Welt verschickt werden. Wir sitzen sehr dicht an der französischen

Surfshops noch flächendeckend war, stand der Versand von Produkten noch gar nicht auf

gen diese behaupten. Nur in Deutschland hat sich unser

Grenze, in unserem Office arbeiten Mitarbeiter unterschiedlicher Nationalitäten.

der Prioritätenliste vieler Händler. Das hat sich heute gewandelt und das Vertrauen, dass

direkter Vertriebskanal so zugespitzt. Das funktioniert in

Wir sind ziemlich international. In England gab es vor ein paar Jahren einen Fall,

man einfach ein Segel bestellen kann und dass es dann wirklich nach Hause geliefert

anderen Ländern gar nicht so gut. Die Italiener sind von

wo offensichtlich ein Importeur einer anderen Marke, dem die Argumente gegen

wird und heil ankommt, haben wir sicherlich mit implementiert. Auch der gern ausge-

dem Vertrauen in den Versandhandel allgemein, so wie

uns ausgingen, in einem Forum geschrieben hatte, dass wir ja die „Krauts“ wä-

sprochene Vorwurf, Gun Sails würde die Shopstrukturen zerstören, hat sich doch mittler-

es hier in Deutschland vorherrscht, noch weit entfernt. In

ren und die Segel nach Lederhosen riechen würden. Ich habe mich damals unter

weile überholt. Zeig mir einen Shop, der durch uns zur Aufgabe gezwungen wurde.

Frankreich haben wir zum Beispiel über unseren Direktver-

meinem Namen eingeloggt und ihm die Angst vor einer „deutschen Invasion“ ge-

trieb hinaus auch noch fünfzehn Partner im Einzelhandel.

nommen. In Frankreich sind wir oft noch „la marque allemande“. Selbst wenn wir

ALLEN SCHWÄCHEN DES FACHEINZELHANDELS ZUM TROTZ WAR UND BIN ICH EIN

Diese sind mit einer Art Gebietsschutz ausgestattet. Soll

gar nicht „Made in Germany“ auf unsere Produkte schreiben können, genießen

GROSSER FREUND DER SHOPKULTUR UND HALTE SIE FÜR EINEN UNABDINGBAREN

heißen: In einem Umkreis von mehr als 75 Kilometern ha-

wir auch durch unseren deutschen Firmensitz ein positives Image im Ausland, da

GARANTEN FÜR DIE ZUKUNFT DES SPORTS. NICHT OHNE GRUND UNTERSTÜTZEN WIR

ben wir in der Regel immer nur einen Partner, damit die

die Deutschen nach wie vor als sehr zuverlässig, genau und ordentlich gelten.

fen bedeutet aber, dass wir als Marke, Hersteller und Verkäufer gleichzeitig auftreten.

windsurfing jahrbuch 2009/2010


testeinleitung

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testeinleitung

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„Überflieger“ noch einmal gesondert hervorzuheben. In die-

Wie in den letzten Jahren gibt es auch noch andere wichtige Merkmale, die unseren Materialtest

sem Jahr hätten wir sonst wohl einfach alle Produkte noch

auszeichnen und einmalig machen. Hier noch einmal kurz die wichtigsten Punkte in Kurzform:

einmal auflisten können, berücksichtigt man Körpergewicht,

d e r m e g a -t e s t – a u f l a g e I V Text Alexander Lehmann © Alle Fotos Alejandro Albitres & Lars Wehrmann

Auch wenn es nicht mehr 150 Produkte sind, die wir für dich unter die Lupe genommen haben: 100 sind doch auch nicht ganz so schlecht, oder?! Die fehlenden Kategorien (8.5-qm-Freeridesegel mit Camber; 125- und 140-l-Freerideboards) findest du in der kommenden Ausgabe des Windsurfing Journals. Dieses erscheint voraussichtlich im Mai …

Fahrkönnen und Einsatzbereich. In diesem Jahr versuchen

1. Keine Costumboards mit Seriendekor

wir, dir am Anfang jeder Testkategorie zumindest bei den

Wir testen ausschließlich Material von der Stange. Zum größten Teil greifen wir dafür auf

Boards mit einem Satz das Produkt zu beschreiben, sodass

Material im OTC zurück. Das Testmaterial dort kannst du jederzeit persönlich unter die Lupe

du sofort merkst, in welche Richtung es tendiert.

nehmen. Tests von leichten Prototypen überlassen wir anderen.

Erneut stehen bei unserem Test also wieder Charakteri-

2. Offenheit beim Testteam

sierungen des Materials im Vordergrund. Du kannst dann

Erneut beschreiben wir dir detailliert unser Testteam. Ist jemand nebenbei auch noch für

am Ende selbst entscheiden, welches Board oder Segel

eine Marke oder einen Shop tätig, schreiben wir es auch hin. Außerdem kannst du bei

das richtige für dich ist. Spaß haben wirst du im Grunde

jeder Person lesen, auf welchem Material sie in ihrer Freizeit unterwegs ist. Und wenn

wahrscheinlich sowieso mit allen Produkten, wenn dir der

wir WIR schreiben, dann meinen wir damit die Personen, die auf den Bildern zu sehen

direkte Vergleich fehlt.

sind. Wir sind alle das komplette Material wirklich gefahren und tun nicht einfach nur

Mittlerweile sind wir zum vierten Mal ausgerückt, um das neuste Material zu testen. Aber

dass wir dir ruhigen Gewissens alle Produkte aus diesem

so, wie es bei unseriösen Testberichten im World Wide

5. Europäische Bedingungen

nicht nur neue Produkte waren am Start. Viele Hersteller fangen an, gute und bewährte

Magazin empfehlen können. Trotzdem haben einzelne

Web auch vorkommen soll.

Südafrika, Maui, Kapverden … Traumtestgebiete, die für die meisten Windsurfer in

Shapes über eine Saison hinaus beizubehalten. Diesen Trend finden wir mehr als begrü-

Produkte natürlich besondere Stärken und manchmal so-

ßenswert. Denn so erlangt die Branche verlorengegangene Glaubwürdigkeit zurück und wir

gar leichte Schwächen. Nur stehen diese in starker Ab-

3. Keine Mitarbeiter der großen Marken vor Ort

serer Meinung nach macht es mehr Sinn, das Material dort zu testen, wo es hinterher

haben darüber hinaus die Hoffnung, dass dadurch die jährlichen 399-Euro-Angebote von

hängigkeit von Körpergewicht und Fahrkönnen des Benut-

Auch wenn wir die Mädels und Jungs alle gerne mögen,

auch zum Einsatz kommt: Auf Ost- und Nordsee und bei den selten optimalen Bedin-

der Messe verschwinden. So schön wie das für uns Konsumenten auch sein mag. Wer sich

zers und dem Haupteinsatzbereich.

haben sie unserer Meinung nach nichts bei unserem Test

gungen auf Teneriffa.

Deutschland und Österreich leider ebenso fern sind wie der erste Triple-Frontloop. Un-

zu suchen. Oder stand schon mal ein Produktmanager ne-

mal ernsthaft darüber Gedanken macht, kommt schnell zu dem Ergebnis, dass es einfach unmöglich ist, ein in Thailand produziertes Board auf einer deutschen Messe mit den be-

Kleines Beispiel: Warum sollte sich ein 65-Kilo-Mann im

ben dir und gab Tipps, als du zum ersten Mal dein neues

Am Ende unserer Testeinleitung bleibt uns wieder nur so viel zu sagen: Unsere Testergeb-

stehenden Handelsstrukturen für diesen Preis zu verkaufen. Was da geschieht, ist lediglich

gleichen Maße Gedanken über die Performance beim

Segel aufgebaut hast?

nisse sind subjektive Querschnitte aus den Meinungen von sechs bis sieben mehr oder

Schadensbegrenzung verantwortungsloser Brands, denen die Zukunft unseres Sports nicht

Angleiten machen wie ein 100-Kilo-Kandidat? Für ihn ist

sonderlich am Herzen liegt.

womöglich ein drehfreudiges Brett viel entscheidender.

4. Kostengünstige Tests

Schreibtisch) und beschreiben die Produkte nach bestem Wissen und Gewissen. Letzt-

Der schwere Fahrer hingegen braucht auf diesen Punkt

Gestelltes Testmaterial ist nach einem Testeinsatz dann

endlich geht jedoch nichts über die eigene Meinungsbildung hinaus. Deshalb unser Tipp:

Bevor ich mich in Rage schreibe, lieber zurück zu unserem Test: Wir gehen erneut anders

gar nicht so sehr zu achten, bekommt er doch mit seinem

für die Hersteller mehr oder weniger unbrauchbar. Das

Guck dir im Internet die Windvorhersage an (14 Knoten aus der richtigen Richtung mit

an unsere Testberichte heran als viele unserer internationalen Kollegen. Keines der in dieser

Körpereinsatz so gut wie jedes Board um die Kurve.

musst du am Ende des Tages mitbezahlen. Deshalb sind

Sonne reichen), setz dich in den Flieger (200 bis 300 Euro), verbringe ein entspanntes

wir froh, dass unser Testmaterial zum überwiegenden Teil

Wochenende auf der Kanareninsel und probiere unser Testmaterial doch einfach mal

Ausgabe gefahrenen Boards oder Segel ist wirklich schlecht. Vielleicht liegt das auch an un-

weniger begabten Windsurfern. Wir hatten eine Menge Spaß auf dem Wasser (nicht am

serer guten Vorauswahl und eventuell drucken wir auch den einen oder anderen Testbericht

Aus dem oben beschriebenen Grund sehen wir bei dieser

nach Benutzung auf Teneriffa im OTC vielen weiteren

selbst aus! Vielleicht kommst du ja zum gleichen Ergebnis. Und wenn nicht, schreibe uns

gar nicht erst mit ab. Generell sind das also schon mal gute Grundvoraussetzungen dafür,

Ausgabe auch davon ab, einzelne Produkte in der Kategorie

Windsurfern zur Verfügung steht.

gerne deine Meinung! Alle Infos zum OTC findest du hier: www.otc-windsurf.com.

windsurfing jahrbuch 2009/2010

windsurfing jahrbuch 2009/2010


testteam

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testteam

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dastestteam Text Jonas Wagner

In diesem Jahrbuch sind nicht nur neue Tests, sondern auch welche aus den ver-

breiten Querschnitt durch alle Gewichtsklassen. Und

gangenen Ausgaben des Windsurfing Journals, um dir eine Komplettübersicht über

natürlich verheimlichen wir dir auch nicht, welcher

die Produkte 2009 zu geben. Da wir zum Beispiel die Twinserboards schon im Herbst

Tester privat zu welchem Material greift und in wel-

in Dänemark, die meisten anderen Produkte jedoch erst später auf Teneriffa getestet

cher Verbindung der eine oder andere sonst noch

haben, ist unser Testteam 2009 größer denn je. Doch eines ist gleich geblieben: Um

zur Windsurfindustrie steht. Das Windsurfing Jahr-

für jede Gewichtsklasse den richtigen Eindruck vom Material zu bekommen, haben

buch und auch das Windsurfing Journal stehen für

wir auch für die Testsaison 2009 vom Ultraleichtflugzeug (Graham mit 57 Kilo; ja,

Transparenz. Wir haben nichts zu verstecken, zumal

er hat tatsächlich zwei Kilo zugenommen!) bis zum Airbus A380 (Alexander mit 95

du uns ja spätestens beim nächsten Mal Windsur-

Kilo; er hat im Vergleich zum letzten Jahr extra sieben Kilo abgenommen!) einen

fen persönlich auf dem Wasser beobachten kannst.

Alexander Lehmann (Cheftester Windsurfing Jahrbuch)

Michi Trapp (Tester Windsurfing Jahrbuch)

Windsurfer seit 1979, Chefredakteur, Cheftester und Inhaber des Terra Oceanis Verlags. Wa-

Bevor sich Michi im Dezember 2008 in Richtung Südpol auf-

rum er neben Segel-, Tauch- und Bike-Titeln auch ein Windsurfmagazin macht, sagt er jedem

machte, um exklusiv den Aufbau der Neumayer-Station III

ganz offen: Damit er immer das neuste Material testen und so dem Büroalltag regelmäßig ent-

bildlich und videotechnisch festzuhalten (alles, was du im

fliehen „muss“. Beim Worldcup auf Sylt ist er seit drei Jahren am Start und konnte letztes Jahr

Fernsehen über den Bau der Station zu sehen bekommst,

in der Disziplin Slalom sogar einen Heat gewinnen. War er in den vergangenen Jahren privat

hat er produziert), testete er in Dänemark gemeinsam mit

hauptsächlich mit Segeln von North Sails und Fanatic-Boards unterwegs, war sein meistgenutztes

uns noch eine Menge Waveequipment. „Mr. Pushloop“ be-

Equipment 2008 der Starboard Serenity, das Kona-Tandem „Mahalo“, der Kona One und bei den

sitzt aufgrund seiner häufigen Auslandsaufenthalte kein ei-

Segeln das Severne Glide, das North Sails Warp und Duke sowie das Simmer Mission X.

genes Material mehr. Und wenn er es dann doch mal aufs Wasser schafft, greift er einfach immer zu dem, was bei

Torben Sonntag (Tester Windsurfing Jahrbuch)

uns in der Redaktion an Testmaterial herumfliegt.

Alexander Lehmann WJB

Torben Sonntag WJB

Mark „Sparky“ Hossgot WJB

Manuel Grafenauer WJB

Michael Trapp WJB

Tris Best OTC

Ben Meyer OTC

Adam Lewis OTC

Graham „Mosquito“ Woods OTC

Als Deutschlandimporteur für Hot Sails Maui hat er sich vor allem mit den spärlich bekleideten Damen bei seiner Onlinewerbung einen Namen gemacht. Auch ansonsten eckt er gerne an

Tris Best und Ben Meyer (Inhaber des OTC)

und macht keinen Hehl daraus, dass ihn Testergebnisse für seine Segel überhaupt nicht inte-

Die beiden Bosse im OTC. Nach lokalen Streitigkeiten im

ressieren, es sei denn, es wird schlichtweg die Unwahrheit geschrieben. Dann wird er sauer,

Herbst 2008, wodurch sie gezwungen waren, das OTC

und im Gegensatz zu vielen anderen in der Branche kommuniziert er das auch offen. Nach

für fast drei Monate zu schließen, starten die beiden seit

einem Achillesfersenriss konnte er in diesem Jahr auf Teneriffa nicht dabei sein, testete aber

Mitte Januar 2009 wieder voll durch. Tris, jahrelanger

im vergangenen Jahr noch Segelneuheiten und Twinserboards mit.

Testchef von Windsurf UK, und Ben testen das ganze Jahr über die 100 unterschiedlichen Boards und 90 un-

Mark „Sparky“ Hossgot (Tester Windsurfing Jahrbuch)

terschiedlichen Segel in ihrem Center und haben in jeder

Sparky ist ein sensationeller Windsurfer, der seit 2007 als Punktrichter bei allen Worldcups dabei

einzelnen Kategorie persönliche Lieblinge. Hier nun alle

ist. Sein anfälliges Knie verhindert leider eine aktive Teilnahme am Geschehen. Nachdem Torben

aufzuzählen, würde den Rahmen sprengen. Fahre doch

für den Teneriffatest passen musste, übernahm Sparky die Aufgabe, Alexander als Gegenpart bei

einfach mal zum OTC und frage die beiden Jungs persön-

den Tests die Sporen zu geben. Er war für den Wavetest 2009 ebenfalls im Team von Boards

lich! Dann kannst du auch gleich ausprobieren, ob sich

UK. Privat fährt er Customs von D’Light, die Mistral-Twinserboards und Severne S1 und Blades.

ihr Eindruck mit deinem deckt!

Manuel Grafenauer (Tester Windsurfing Jahrbuch)

Adam Lewis und Graham „Mosquito“ Woods (Tester OTC)

Unser Mann für redaktionelle Dinge aus Österreich war 2009 zum ersten Mal bei einem Test

Die fleißigen Helfer im OTC sind so etwas wie die Leibei-

auf Teneriffa dabei. Die Freestyle-Rakete mit Arnold-Schwarzenegger-Englisch machte nicht nur

genen von Tris und Ben. Und der lange Aufenthalt auf Te-

in rosa Boxershorts beim Après-Surf halbnackt auf dem Tresen der Lokalität „Goiter“ tanzend

neriffa hat den beiden ganz offensichtlich nicht geschadet.

eine gute Figur. Den Al Bundy der Windsurfbranche (er schläft sogar mit seinen [Neopren-]

Durch fast tägliche Sessions auf dem Wasser gehören die

Schuhen) brachte teilweise auch das Material zum Staunen, hatte er doch nicht selten vorher

beiden Engländer mittlerweile zu den besten Windsurfern

ganz andere Erwartungen aufgrund „großer“ und „kleiner“ Namen. Neben seinem Studium ar-

auf der Insel. Wenn sie in diesem Tempo weiterlernen,

beitet er im österreichischen Top-Shop „Hangloose“ (www.hangloose.at). Dort ist der oft mit-

wirst du spätestens in einem Jahr auch auf der internatio-

tellose Tagelöhner auf die Almosen seines Chefs Robert Schönwetter angewiesen, der ihn mit

nalen Bühne von ihnen zu hören bekommen. Privat sind

Fanatic-Boards und North-Segeln beglückt. Ach so: Und er ist wieder solo! Liebesbriefe und

sie hauptsächlich mit Starboard und Mistral beziehungswei-

Heiratsavancen gerne an manuel@windsurfing-journal.de.

se Severne und North Sails unterwegs.

windsurfing jahrbuch 2009/2010

windsurfing jahrbuch 2009/2010


testlegende

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testlegende

Text Jonas Wagner

Never change a winning team! Nach diesem Motto haben wir uns auch bei unserem vierten Jahrbuch gerichtet und präsentieren dir eine weitestgehend unveränderte Testlegende, die über das Jahrbuch hinaus auch für alle vergangenen und kommenden Journal-Ausgaben ihre

testlegende

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surfen lernen. Vielmehr möchten wir damit einen Fahrer

gungen schnell unfahrbar. Auf ein Segel übertragen: Angleitpower ist für ein Schwer-

beschreiben, der auch mit unterschiedlichen Windstärken

gewicht eine viel bedeutendere Kategorie als für ein Leichtgewicht! Es ist offensichtlich

gut zurechtkommt und eine gewisse Strecke ohne Pro-

am besten, wenn neben dem Volumen oder der Quadratmeterzahl auch die Performance

bleme zurücklegen kann. Sogar der Umgang mit Fuß-

des Boards und des Segels dem Gewicht des Surfers genau angepasst wird.

Gültigkeit hat. Und auch wenn du den folgenden Text langweilig finden solltest, empfehlen wir dir seine Lektüre. Dann weißt du genau,

schlaufen und Trapez klappt einigermaßen und auch der

wie wir die einzelnen Punkte bewertet haben und was wir uns bei den unterschiedlichen Merkmalen gedacht haben. Und dir wird deut-

sichere Stand bei böigen Winden (und unterschiedlichen

Unsere Gewichtsklassen sind wie folgt eingeteilt:

Segelgrößen) ist kein Thema. Unser „Anfänger“, wie wir

licher, welche Kriterien für dich wichtig oder unwichtig sind. Angleiten

ihn hier definieren, ist gerade im Anfangsstadium der be-

leicht:

45 - 65 kg

rüchtigten Powerhalse.

mittel:

65 - 85 kg

Der Balken „Angleiten“ zeigt dir, wie viel Power das Board/Segel im unteren Windbereich

ein Segel das beste für eine bestimmte Bedingung, eine

hat und wie schnell es ins Gleiten kommt. Wir haben bei der Bewertung der einzelnen

Könnensstufe, ein Gewicht oder eine Disziplin ist, wird

• Fortgeschrittener: Die Hürde der ersten Halse ist ge-

Produkte den durchschnittlichen Eindruck der verschiedenen Tester zusammengeführt. Fol-

die entsprechende Stelle in der Grafik grün gefärbt sein.

nommen. So fährt der fortgeschrittene Surfer erfolgreich

Disziplin

gendes solltest du beachten: Wenn du ein sehr leichter Fahrer bist, solltest du weniger auf

Wenn wir der Meinung sind, dass es nicht passt, wird die

von A nach B über C, ohne nass zu werden. Langsam,

Da Boards und Segel sehr unterschiedliche Charaktere haben können, zeigen wir dir mit

dieses Kriterium achten als ein schwerer Fahrer. Für dich wäre die Kategorie „Top End Con-

Tabelle rot sein. Hoffentlich helfen diese farbigen Tabel-

aber sicher feilt er an seinem Surfstil. Eigene Ziele in den

dieser Grafik, ob ein Board/Segel wirklich nur in großen Wellen funktioniert, da es zum

trol“ viel wichtiger bei deiner persönlichen Bewertung. Dagegen ist gerade für die schweren

len herauszufinden, wo die Eignung des Produktes liegt.

verschiedensten Bedingungen steckt er von Windsurftag

Beispiel eher angleitschwach ist und die Power einer Welle benötigt, um ins Rutschen zu

Piloten das Angleitverhalten eines Boards/Segels von größter Bedeutung.

Um jedoch ein Gesamtbild zu bekommen, solltest du den

zu Windsurftag immer höher. Diese Gruppe ist außerdem

kommen, oder ob man damit auch entspannt auf einem See heizen kann, da es gute Gleitei-

ganzen Text lesen und mit anderen Tests vergleichen.

für die Plug-and-play-Surfer relevant, die versuchen, aus

genschaften hat, sehr schnell und laufruhig ist bzw. das Segel ein gutes Handling hat, was

ihrer knappen Zeit den größtmöglichen Spaß auf dem

eher typische Freeride-Merkmale sind. Boards (oder Segel) mit guten Manövereigenschaften,

Wasser herauszuholen.

breiter Nase und gutem Sprungvermögen kann man auch zum Freestylen einsetzen. Freemo-

Geschwindigkeit Die Frage, die hinter diesem Kriterium steht, ist, wie groß das Potenzial des Boards/Segels

Je nach Einsatzbereich des getesteten Materials kön-

ist, unter normalen Bedingungen, ohne richtig große Anstrengungen, so richtig schnell zu

nen die beschriebenen Unterpunkte variieren. Die

werden. Ein besserer Windsurfer wird durch sein Fahrkönnen natürlich auch ein im Ver-

folgenden Kategorien werden analysiert:

schwer: 85 - 105 kg

ve ist traditionell eine Kategorie, die einen guten Kompromiss aus ansprechenden Fahrleis• Experte: Einige Jahre Erfahrung lassen diese Wind-

tungen und guten Manövereigenschaften bietet.

surfer mit großer Motivation und großem Enthusiasmus

gleich zu seinen Mitbewerbern nicht so schnelles Board zu einem guten Topspeed bringen können. Was du außerdem beachten solltest: Ein Board/Segel, das so richtig schnell ist,

Bedingungen

ihr Material immer bis ans Limit fahren, um ihre eigenen

Bei den großen Freeridesegeln sind nur die beiden Disziplinen Freeride und Freerace re-

muss nicht zwangsläufig das beste seiner Klasse sein, wenn darunter der Fahrspaß leidet

Die Darstellung der Bedingungen hält fest, welche Per-

Fähigkeiten weiter auszureizen. Vielleicht startet der eine

levant. Ist ein Segel auch zum Freeracen geeignet, bedeutet das, dass es eine sehr gute

formance insbesondere Waveboards/-segel in Wellen bei

oder andere Experte sogar schon bei kleineren Amateur-

Gesamtperformance hat, die das Segel außergewöhnlich schnell und solide macht.

unterschiedlichen Windrichtungen haben. Der Testbereich

Wettkämpfen. Mithilfe ihrer sportlichen Leidenschaft und

Top End Control

reicht dabei von onshore (genau auflandig) über cross-

des Selbstvertrauens in ihr Können trauen sich die Exper-

Einsatzbereich

Übersetzt würde man dazu „Kontrolle im Grenzbereich“ sagen, jedoch hätten diese drei

onshore (schräg auflandig) und sideshore (der Wind kommt

ten auf jeden Fall in alle Bedingungen.

Bei Waveboards muss man sich über den Einsatzbereich keine Gedanken machen: Sie

Wörter unser schmales Kästchen gesprengt. Wie verhält sich das Segel oder das Board,

genau von der Seite) bis hin zu traumhaften Cross-off-Be-

wenn es mit richtig viel Druck gefahren wird? Wie einfach ist es in dieser Situation zu kon-

dingungen (schräg ablandig). Je wendiger ein Board sich in

• Pro: Serienmaterial wird mittlerweile auch von den Topfah-

die Kategorie „Einsatzbereich“ dazu, um das mögliche Potenzial der Boards in unter-

trollieren? Gerade leichtere Fahrer sollten darauf achten, dass bei ihrem Wunschboard/-segel

den Bottom Turns (von kurzen, engen Snaps über lang ge-

rern genutzt. Daher ist klar: Die Bretter/Segel, die an dieser

schiedlichen Wasserbedingungen darzustellen. Wenn ein Board sowohl im Flachwasser

der Balken möglichst weit nach rechts ausschlägt!

zogene Carves) verhält, desto besser wird das Board auch

Stelle keine rote Markierung haben, sind leistungsfähig ge-

und im Chop als auch bei Swell funktioniert, muss es unheimlich laufruhig sein und

in den unterschiedlichsten Bedingungen performen. Außer-

nug, um von Profis zu Höchstleistungen gepusht zu werden.

eine sehr gute Overallperformance bieten. Ist ein Board hingegen relativ flach geshapt

oder es womöglich unkontrollierbar wird!

gehören in die Welle und sollen auch da gefahren werden. Bei Freerideboards kommt

(flache Scoop-Rockerlinie) und um die Mastschiene herum sehr breit, kann es sein, dass

Manövereigenschaften

dem wird ein Board, das sehr gute Gleiteigenschaften be-

Bei der Bewertung der Manövereigenschaften fließen Fragen in die Bewertung ein wie zum

sitzt, besser bei auflandigem Wind funktionieren, da man

Fahrergewicht

es Swell-Bedingungen nicht so gerne mag, da die Breite des Boards die Geschwindigkeit

Beispiel: Wie fährt das Board/Segel in die Manöver? Bei den Boards: Wie leicht fährt es

viel Dampf braucht, um bei solch einer Windrichtung über

Offensichtlich ist dieses Kriterium sehr eng mit dem

abbremst, sobald man in ein Wellental fährt. Sehr frei gleitende Boards haben vielleicht

in den Turn? Wie ruhig bleibt es dabei? Wie vielseitig ist das Board bei unterschiedlichen

das Weißwasser zu kommen. Dieses Fahrverhalten ist bei

Können des Fahrers verbunden. Ein schwerer Fahrer

das Problem, dass sie bei Chop-Bedingungen wie auf einer Buckelpiste unterwegs sind

Radien? Bei den Segeln: Wie neutral verhält es sich in Kurven? Wie ist die Kraftentfaltung

Segeln gleich zu bewerten. Ein Segel mit viel Angleitpower

wird zwar mit einem kleinen Board/Segel gut zurecht-

und nur den Flachwassereinsatz vertragen. Diese Unterschiede erkennst du an unserer

nach einem Manöver?

ist eher ein Onshore-Segel als eines mit super Handling,

kommen, wenn er talentiert genug ist und aktiv die

Darstellungsform des Einsatzbereiches.

aber wenig Druck im unteren Windbereich.

Performance des Materials durch beispielsweise Anpumpen begleitet. Andersherum wird ein leichter Fah-

Benutzerfreundlichkeit Bei all der Performance, die ein Produkt haben soll, darf eine ganz wichtige Eigenschaft

Könnensstufe

rer ein Board mit viel Auftrieb oder ein Segel mit viel

nicht fehlen: Wie viel Spaß macht es, mit dem Produkt windsurfen zu gehen? Wie schnell

Hier sollst du einen Überblick bekommen, wie einfach ein

Angleitpower sehr zu schätzen wissen, wenn er gera-

fühle ich mich darauf wohl? Wie lange brauche ich, um mich an das Material zu gewöhnen?

Board in seinem Handling ist und welche Performance du

de zum ersten Mal Gleiterfahrungen sammeln möchte.

Bedingungen Onshore S. Onshore Side Shore S. Offshore

Angleiten

Je besser die Plug-and-play-Eigenschaften eines Boards oder eines Segels sind, desto mehr

erwarten kannst. Wir haben uns vier verschiedene Stufen

Wie dem auch sei – es gibt auf jeden Fall eine Men-

Könnensstufe Anfänger

Geschwindigkeit

Punkte bekommt das Produkt in dieser Kategorie.

überlegt. So kannst du genau sehen, welches Board am

ge Boards/Segel, die für bestimmte Gewichtsbereiche

Fahrergewicht

besten zu deinem Können passt und dir vielleicht sogar noch

prädestiniert sind. Zum Beispiel kann ein Board/Segel,

Disziplin

Potenzial bietet, wenn du besser wirst. Sie sind wie folgt:

das für leichte Surfer super ist, für schwere Fahrer viel

EIGNUNG Grün oder Rot?

zu langsam angleiten und zu sensibel sein. Auf der an-

In Anlehnung an die international verständliche und allgemein akzeptierte Symbolik von

• Anfänger: Die Bezeichnung „Anfänger“ ist ein wenig

deren Seite wird für ein Leichtgewicht ein Board, das

Grün für „Los“ und Rot für „Stopp“ zeigen dir die beiden Farben, wofür das Board/Se-

untertrieben, wird doch ein absoluter Neuling auf kei-

nur mit sehr selbstsicherem Fahrstil kontrolliert über die

gel geeignet ist und wofür nicht. Wenn wir also der Meinung sind, dass ein Board oder

nem der hier getesteten Boards sonderlich einfach wind-

Kante gefahren werden kann, in überpowerten Bedin-

windsurfing jahrbuch 2009/2010

Board-Ergebnisse

Eignung

Leicht Wave

Fortge.

Experte

Mittel Freestyle Freemove

Pro Schwer Freeride

Top End Control Manövereigenschaften Benutzerfreundlichkeit

Diese Grafik stellt dir die Eignung des Materials in drei bis vier unterschiedlichen Kategorien dar. Die Kategorien variieren nach den unterschiedlichen Anforderungen an das Material. Grüne Fläche bedeutet: “passt super”; rote Fläche: “passt eher nicht”.

Durch diese Grafik erfährst du, wie wir das Material in fünf bis acht unterschiedlichen Disziplinen bewertet haben.

windsurfing jahrbuch 2009/2010


waveboards 75 l

100

w a v e b o a r d s 75l

Exocet U-Surf II 76

waveboards 75 l

101

Exocet X-Wave 73

Goya One Wave 77

In dieser Kategorie sind die meisten neuen Shapes für die kommende Saison am Start. In der Königsklasse unter den Waveboards sind die Lieblingsspielzeuge normalgewichtiger Menschen um die 75 Kilogramm. Unterschiedliche Konzepte stellten sich unserem Testteam. Vom reinen Sideshore-Waveboard bis hin zum universellen Euro-Waveboard haben wir elf unterschiedliche Bretter genauer untersucht und hoffen, mit unseren Beschreibungen dir deinen persönlichen Liebling herausstellen zu können. Hier in aller Kürze unsere Empfehlungen: Dir wird der … Exocet U-Surf II 76 gefallen, wenn du dich uneingeschränkt auf Wellen konzentrieren möchtest, ein einfach zu fahrendes Waveboard suchst und auf Shortboardstyle stehst. Exocet X-Wave 73 gefallen, wenn du ein komfortables Waveboard mit universellem Einsatzbereich suchst, das dir auch dann Spaß bringen wird, wenn du nicht zu den Besten der Welt gehörst. Fanatic NewWave 75 TE gefallen, wenn du eine High-PerformanceDown-the-line-Maschine suchst, die, von einem guten Windsurfer gesteuert, schier grenzenlose Performance bietet. Goya One Wave 77 gefallen, wenn du ein leichter Fahrer bist und für unterschiedlichste Bedingungen nur ein Board mit tollen Allroundeigenschaften im Gepäck haben möchtest. JP RWW 74 gefallen, wenn du es liebst, mit einem kraftvollen Stil Wellen aller möglichen Größen zu zerlegen, und maximalen Spaß aus minimalen Bedingungen rausholen möchtest. Mistral Wave 74 gefallen, wenn du ein universelles Waveboard für viele unterschiedliche Einsatzgebiete suchst, das dir ermöglicht, schnell Fortschritte zu machen. Starboard Evil Twin 74 gefallen, wenn du ein guter Windsurfer bist und bei viel Wind deinen Fokus aufs Wellenabreiten legst. Dann wirst du aus dem Grinsen nicht mehr rauskommen. Tabou Da Curve 73 TE (Twin) gefallen, wenn du eher ein leichter oder mittelschwerer Windsurfer bist, der mit unterschiedlichsten Radien jede Welle in Grund und Boden carven möchte. Tabou Da Curve 79 HD gefallen, wenn du auf der Suche nach dem perfekten Down-the-line-Waveboard für die sensationellsten Wellenritte deines Lebens bist. Tabou Pocket Wave 75 gefallen, wenn du dank des riesigen Einsatzbereichs in heimischen Gewässern auch dann Spaß haben möchtest, wenn es vom Land aus gar nicht danach aussieht. Witchcraft Wave 77 gefallen, wenn du dich auf ein Abenteuer einlassen kannst und dank der drei Finnen Wellenreitfeeling pur unter deinen Füßen spüren möchtest.

Der erste Eindruck Der U-Surf II 76 von Exocet macht auf den ersten Blick einen relativ kurzen und breiten Eindruck. Die Outline gleicht der eines Wellenreiters mit Squashtail. Der große Finnenkasten ermöglicht, die Finne auf unterschiedlichen Positionen zu fahren. Die Pads sind dünn und hart, unter den Hacken hat jedoch auch der U-Surf die Exocet-typischen DDSA-Heel-Cushions verbaut, die insbesondere harten Chop abfedern sollen. Den Verstellmechanismus der Fußschlaufen finden wir umständlich. Nachdem man sie angepasst hat, liefern sie aber einen hohen Tragekomfort. Im Unterwasserschiff findet sich ein stark ausgeprägtes V bereits weit vorne. Es verstärkt sich in Richtung Heck und läuft ab der vorderen Schlaufenposition wieder aus. Die GFK-Finne wirkt relativ weich und hat im Tip viel Flex. Fahreigenschaften Wo wir gerade bei der Finne sind: Auf der Welle super, bei normaler Fahrt etwas schwach auf der Brust, so kann man ihre Leistung zusammenfassen. Insbesondere schwere Windsurfer sollten sich eine steifere Finne zu dem Board holen (gerne auch größer), damit sie bei den Fahreigenschaften des Boards keine Kompromisse eingehen müssen. Denn die eigentliche Performance ist wirklich gut. Leichte bis mittelschwere Windsurfer werden mit der Finne weniger Probleme haben. Sie unterstützt dann eher noch die engen Turns auf der Welle, dazu aber mehr bei den Manövereigenschaften. Das Board gleitet wohl auch dank der 58 Zentimeter Breite erstaunlich gut an. Es beschleunigt dann eher sanft denn explosiv auf eine moderate Endgeschwindigkeit. Es liegt dabei sehr ruhig im Wasser und ist unheimlich einfach zu fahren, sodass auch Waveeinsteiger mit ihm zurechtkommen werden. Die weichen Heel Cushions unter den Hacken machen sich sehr angenehm bemerkbar. Die entspannten Fahreigenschaften sorgen dafür, dass man nicht in Lichtgeschwindigkeit in die Schlaufen gehen muss, um ein Abwerfen zu verhindern. Mit dem U-Surf kann man sich bei allem etwas mehr Zeit lassen und so wird er seinen Piloten in keiner Situation überfordern. Manövereigenschaften Der U-Surf hält auf der Welle das, was der Shape verspricht. Man fährt nicht zu weit von dem brechenden Teil der Welle weg, sondern bleibt immer hoch auf der Welle und reitet sie dadurch eher durch enge, radikale Turns ab, als durch lang gezogene. Der U-Surf lässt sich sehr gut über den hinteren Fuß steuern und ist auf der Welle wirklich ein Spaß bringender Begleiter. Auch schlechte Wellen oder Weißwasser kann man mit dem Board noch zerlegen. Es hält in jedem Radius seinen Speed, der zwar nicht sehr hoch ist, aber exakt zum Style des Boards passt. Für den Nord- und Ostseeeinsatz mit eher nicht ganz so perfekten Wellen und Bedingungen ist der U-Surf ein sehr guter Begleiter, da er dank seines Shapes sowohl das eine oder andere Windloch durchgleitet als auch auf kleinen Wellen eine Menge Spaß macht. Pro: Enge Turns, wenig technischer Input nötig, laufruhig.

Achtung! Wir haben in diesem Jahrbuch die Produkte nicht alphabetisch, sondern aufsteigend nach Verkaufspreisen sortiert!

windsurfing jahrbuch 2009/2010

Contra: Nicht ganz so aggressiv wie seine Kollegen in dieser Gruppe.

Fazit: Der U-Surf II ist nicht unbedingt ein Hardcore-Waveboard, sondern macht vielmehr in genau unseren heimischen Bedingungen viel Spaß und ermöglicht Wellenritte auch für den nicht ganz so geübten Windsurfer.

Board-Ergebnisse Angleiten Geschwindigkeit Top End Control Manövereigenschaften E n g e Tu r n s Weite Turns Benutzerfreundlichkeit

Eignung Bedingungen

Onshore

Fahrergewicht Könnensstufe

Leicht Fortge.Mittel Anfänger Experte Schwer Pro Leicht

Fahrergewicht Disziplin

Wave

Der erste Eindruck Der 73 ist das kleinste der aus vier Brettern bestehenden X-Wave-Serie und geht unverändert in die neue Saison 2009. Das Board ist auf europäische Wellenbedingungen ausgerichtet. Die X-Waves sind 2008 aus Exocets „Original Wave“-Serie hervorgegangen und der 73 ist dem 2007er„Exo Wave“ bis auf kleine, wenn auch erkennbare Änderungen sehr ähnlich. Das Heck ist in den letzten 30 Zentimetern etwas schmaler als zuvor und die Kanten sind etwas schärfer, wodurch das Brett bei höheren Geschwindigkeiten gutmütiger werden, aber auch engere Cut Backs ermöglichen sollte. Ein V mit Doppelkonkaven im vorderen Teil, das unter den Fußschlaufen in ein einfaches V übergeht, bestimmt das Unterwasserschiff. Produziert werden die X-Waves in Carbon/ Holz-Custom-Sandwich. Der 73 ist gut verarbeitet und ausgestattet, einschließlich eines großen Deckpads und Dual-Density-Schockabsorbern unter den Fersen sowie zusätzlichen Pads auf den Kanten zwischen vorderen und hinteren Fußschlaufen, die den Komfort bei engen Halsen erhöhen sollen. Die 20-cm-Finne wirkt im Vergleich zu anderen Brettern dieser Gruppe relativ klein.

S. Onshore Side Shore S. Offshore

Mittel

Schwer

Freestyle Freemove Freeride

Fahreigenschaften Obwohl kurz und gedrungen wie die meisten Bretter in der Gruppe, hebt sich der Exocet im Fahreindruck deutlich von den Konkurrenten ab. Er ist schnell und laufruhig, dabei aber weniger verspielt und locker, und fühlt sich somit eher wie ein konventioneller Waveboardshape an. Bei aktivem Fahrstil kommt der X-Wave früh ins Gleiten, beschleunigt dann gut und gleitet auch locker durch Windlöcher. Die Kanten greifen hervorragend und man kann bei auflandigem Wind gut kurz vor der Welle anluven und mit viel Geschwindigkeit in die Sprünge gehen. Trotz der recht kleinen mitgelieferten Finne läuft das Board zudem gut Höhe. Das Domedeck und die guten Fußpads machen Bump-and-Jump-Ritte sehr komfortabel und Schläge spürt der Fahrer nur gedämpft. Die Schlaufen fallen eher negativ auf, da sie ein wenig weich und zudem schwer einzustellen sind.

Fazit: Der X-Wave 73 ist ein gutes AllroundWaveboard, dessen Potenzial leicht erschließbar ist. Das gedämpfte Feedback ist Fehler verzeihend und kommt damit auch Welleneinsteigern zugute.

Board-Ergebnisse Angleiten Geschwindigkeit Top End Control Manövereigenschaften E n g e Tu r n s Weite Turns Benutzerfreundlichkeit

Eignung Bedingungen

Onshore

Fahrergewicht Könnensstufe

Leicht Fortge.Mittel Anfänger Experte Schwer Pro Leicht

Fahrergewicht Disziplin

Wave

S. Onshore Side Shore S. Offshore

Mittel

Manövereigenschaften Beim Wellenreiten hatten wir manchmal das Gefühl, dass durch die sehr gute Dämpfung des Brettes (bei Kabbelwasser ein Vorteil) die Welle nicht direkt genug zu spüren ist. Allerdings kann man trotzdem enge und kraftvolle Turns mit dem X-Wave fahren. Er fühlt sich dabei aber nicht ganz so frei und wendig an wie die Vorreiter in der Gruppe. Kontrolle und Speed machen sich beim Backside-Wellenreiten positiv bemerkbar. Länge (cm) Breite (cm) Volumen (l) Gewicht (kg) Finne (cm) Segelgrößen (m2) Vertrieb Telefon Homepage Preis

230 57 76 6,30 21,5 (US) 3.7-5.9 Liquid Sports GmbH +49 431 6 90 20 29 78 exocet-original.com 1450,- €

Pro: Ein schnelles, laufruhiges und einfach zu fahrendes Brett. Contra: Wenn man eher auf hartes, direktes Feedback des Boards steht, wird einen die komfortable Dämpfung stören.

Länge (cm) Breite (cm) Volumen (l) Gewicht (kg) Finne (cm) Segelgrößen (m2) Vertrieb Telefon Homepage Preis

Schwer

Freestyle Freemove Freeride

230 54 73 6,3 20 (US) 2.5-5.4 Liquid Sports GmbH +49 431 690202978 exocet-original.com 1450,- €

Der erste Eindruck Der One Wave 77 ist das kleinste Modell aus der Baureihe, in der es insgesamt vier Größen gibt. Das Unterwasserschiff des One Wave hat eine flache Nose und geht am Ende in ein ausgeprägtes V über. Der One ist das Freestyle-/Waveboard von Goya und soll sich in fast allen Bedingungen gut machen. Der 77 hat einen stärker ausgeprägten Rocker als seine großen Geschwister. So dreht er schneller und bietet ein Maximum an Kontrolle. Das Zubehör gefällt uns gut. Die Pads geben viel Halt und die mitgelieferte Finne passt gut zum Brett. Fahreigenschaften Das Brett gleitet früh an und liegt locker auf dem Wasser. Es beschleunigt bereitwillig auf eine gute Endgeschwindigkeit. Diese Eigenschaften machen sich gut bei auflandigen Bedingungen und kleineren Wellen, denn der One beschleunigt schnell zwischen den möglicherweise dicht hintereinander laufenden Wellen und ermöglicht so ein sicheres Kreuzen von schon gebrochenen Wellen. Bei Sprüngen kommt der Goya einfach aus dem Wasser und bietet damit gute Flugeigenschaften für Einsteiger, die gerade anfangen, die ersten Sprünge zu üben. Er ist also ein einfach zu fahrendes Bump-and-Jump-Board und in dieser Gruppe vielleicht sogar das beste Board für starken Wind und kleine Wellen. Man hat eigentlich nie Kontrollprobleme und auch weniger erfahrene Windsurfer werden mit dem Brett in so gut wie allen Bedingungen ohne Probleme schnell und einfach zurechtkommen. Selbst beim Carven in höheren Wellen schlägt sich das Board recht ordentlich. Insgesamt ist es eigentlich mehr ein kleines Crossoverboard als ein Waveboard. Manövereigenschaften Der Goya 77 eignet sich hervorragend für Ein- und Aufsteiger in die Welt des Waveridings. Er ist im Vergleich zu seinem Vorgänger vielseitiger geworden. Sowohl was die passenden Bedingungen angeht als auch die Fahrstile, mit denen man ihn fahren kann. Für radikale Turns ist schon etwas Einsatz des Fahrers nötig, aber ansonsten macht er nie etwas Unvorhersehbares und verzeiht durchaus Fahrfehler. Daher ist der One 77 ein gutes Brett für leichtere Surfer, die nur ein Brett wollen, um alle Bedingungen von „Bump and Jump“ bis Sideshore-Waveriding abzudecken. Dank der gut passenden Finne kann man problemlos Vollgas und ordentlich Druck auf Kante und Finne geben. Für wirklich radikale Manöver in der Welle ist das Board etwas zu gutmütig. Sehr gute Windsurfer werden viel aus dem Potenzial des One holen können und auch in hohen Wellen Spaß haben, aber wie der Name schon sagt, soll der One eben EIN Brett für alle Bedingungen sein. Er kann also von allem ein bisschen, aber ist in keiner Disziplin wirklich radikal.

Pro: Klasse Allrounder. Contra: Hardcore-Wavefans sollten zum Goya Cusstom greifen.

Fazit: Der Goya One 77 erfüllt die Anforderungen, die an ihn gestellt wurden, exzellent. Er ist ein super Alleskönner, gleitet früh und bietet ein aufregendes, aber kontrolliertes Fahrgefühl, mit dem Surfer aller Könnensstufen schnell Fortschritte machen werden.

Board-Ergebnisse Angleiten Geschwindigkeit Top End Control Manövereigenschaften E n g e Tu r n s Weite Turns Benutzerfreundlichkeit

Eignung Bedingungen

Onshore

Fahrergewicht Könnensstufe

Leicht Fortge.Mittel Anfänger Experte Schwer Pro Leicht

Fahrergewicht Disziplin

Wave

Länge (cm) Breite (cm) Volumen (l) Gewicht (kg) Finne (cm) Segelgrößen (m2) Vertrieb Telefon Homepage Preis

S. Onshore Side Shore S. Offshore

Mittel

Schwer

Freestyle Freemove Freeride

238 56,5 77 6,9 23 (US) 3.0-6.0 Sunset-Vertriebs GmbH +49 30 82007120 goyasails.com 1490,- €

windsurfing jahrbuch 2009/2010


waveboards 75 l

102

Starboar d Evil Twin 74

Der erste Eindruck Der Evil Twin ist neu in der Starboard-Familie und ist das Twinser-Waveboard. Es hat eine kurze, breite Outline. Um die Carvingeigenschaften zu verbessern, sind die Kanten recht dünn. Das Unterwasserschiff ist monokonkav, um dem Brett noch mehr festen Grip beim Carven zu verleihen. Insgesamt weicht der Shape etwas von den anderen Twinsern ab. Die meisten Twinser sehen aus wie die alten „No-nose“-Boards, nur andersrum. Der breiteste Teil vieler anderen Twinser ist vor der Mastspur. Man könnte sagen, sie haben einen „No-heck“-Shape. Der Evil Twin ist anders, er erinnert etwas an den Evo vergangener Jahre, nur eben mit zwei Finnen. Das Brett kommt mit den typischen, leicht verstellbaren Starboard-Schlaufen, den bewährten Pads mit Heel Bumper und zwei erotischen G10-Finnen.

Fazit: Der Evil Twin 74 ist ein reines Waveboard, das in guten Bedingungen auf der Welle unglaubliche Fahreigenschaften hat. Für Einsteiger ist es nicht unbedingt geeignet, aber Fortgeschrittene und Experten werden mit diesem Board schnell über sich hinauswachsen

Board-Ergebnisse Angleiten Geschwindigkeit

Manövereigenschaften Nachdem du die Fahreigenschaften gelesen hast, ist dein Eindruck von dem Evil Twin vielleicht noch nicht gerade der beste. Aber das macht nichts, denn wie es sich für ein anständiges Waveboard gehört, liegen die Stärken des 74ers genau in diesem Abschnitt: bei den Manövereigenschaften. In guten Wavebedingungen ist das Board einfach unglaublich sensationell zu fahren. Sobald du in die Welle droppst und auf die Kante gehst, wirst du dich wundern, wie extrem gut die Kanten greifen und mit welcher Aggressivität man das Brett fahren kann. Man kann das Brett auf dem Heck in enge Turns knallen und dank der Finnen die Welle beim Cut Back im Skate-Style zerschlitzen. Die breite Nase wirft einen beim Cut Back selbst von kleinem Weißwasser zurück und die Finnen halten das Brett immer in der Spur. Das Brett ist in der Welle sehr schnell und daher können auch Aufsteiger damit verspätet an die Wellenlippe fahren, ohne in einem Waschgang zu enden. Dies ist ein großer Unterschied zu anderen Boards. Pro: Pures Waveboard. Contra: Kein Alleskönner und Defizite bei Schwachwind.

windsurfing jahrbuch 2009/2010

Der erste Eindruck Vier Boards, acht unterschiedliche Modelle. So lässt sich die Da-Curve-Palette zusammenfassen. Neben der hier getesteten 79-Liter-Variante gibt es noch eine 69-, 73- und 85-Liter-Version. Das Besondere für 2009: Die Team-Edition der Da-Curve-Linie ist bei gleichem Shape mit zwei Finnen zu fahren (Twinser). Der Shape macht für diese Größe einen recht schmalen Eindruck im Style eines Hardcore-Waveboards. Das Board besitzt scharfe Rails und ein schmales Pintail. Das Unterwasserschiff hat ein V im vorderen Bereich, welches in Richtung Heck noch deutlicher wird und dann auf Höhe zwischen den Schlaufen wieder abflacht.

Top End Control Manövereigenschaften

Weite Turns Benutzerfreundlichkeit

Eignung Bedingungen

Onshore

Fahrergewicht Könnensstufe

Leicht Fortge.Mittel Anfänger Experte Schwer Pro Leicht

Fahrergewicht Disziplin

Wave

Länge (cm) Breite (cm) Volumen (l) Gewicht (kg) Finne (cm) Segelgrößen (m2) Vertrieb Telefon Homepage Preis

S. Onshore Side Shore S. Offshore

Mittel

Schwer

Freestyle Freemove Freeride

230 55,5 74 6,71 2x16 (US) 3.5-5.5 APM Marketing GmbH +49 89 89 51 11 70 star-board.com 1499,- €

Fahreigenschaften Vielleicht ist der Da Curve das reinrassigste Waveboard in dieser Gruppe, das am kompromisslosesten aufs Down-the-line-Wellenabreiten ausgelegt ist. Denn da liegt die wahre Stärke des Boards. Auch mit dem 79er-Da-Curve hatten wir das Gefühl, dass weniger Volumen drinsteckt als draufsteht. Das muss nun aber nicht an einer falschen Volumenangabe liegen, sondern ist in unseren Augen eher shapebedingt. Der Da Curve ist relativ schmal und gestreckt und macht damit auf Anhieb deutlich, dass er zum reinen Flachwasserheizen im unteren Windbereich eher ungeeignet ist. Der Da Curve will auf eine Welle und da geht er wirklich ab wie eine Rakete. Es macht riesig Spaß, sich mit dem Board über den vorderen Fuß gefahren die Welle hinunterzustürzen. Es hält dabei, wenn man technisch etwas mehr Input in das Board steckt, gut seinen Speed und ermöglicht auch enge Turns. Dabei kann man den Da Curve vertikal wieder gegen die Wellenlippe fahren und so sehr aggressiv und radikal die Wellen zerlegen. Der Da Curve erreicht beim Hinausfahren eine gute Geschwindigkeit, braucht aber permanenten Druck, damit man gleitend über das Weißwasser kommt. Insbesondere leichte Fahrer bis 75 Kilo werden sich dabei weniger Sorgen machen müssen als die schwereren Kollegen.

Fazit: Reinrassiges „High-Wind-down-the-lineWaveboard“ für leichte bis mittelschwere Fahrer, die sich trauen, sich mit voller Wucht in den Bottom Turn zu schmeißen, und dafür mit sensationellen Wellenritten belohnt werden.

Board-Ergebnisse Angleiten Geschwindigkeit

Manövereigenschaften Auf der Welle ist das Zuhause des Da Curve. Dabei dürfen die Wellen ruhig schnell und steil sein. Da man sehr schnell auch sehr enge Turns fahren kann, braucht man von dem Face gar nicht weit wegzufahren und kann so auch crazy Nordseewellen anständig zerlegen. Trotzdem ist der Da Curve gerade für mittel- bis schwergewichtige Fahrer insbesondere für längere Radien geeignet, leichte Fahrer werden wie gesagt generell keine Einschränkungen hinnehmen müssen. Den Da Curve fährt man am besten weit nach vorne geneigt über den vorderen Fuß, die weichen Pads sorgen dafür, dass einem nicht die Fußsohlen wegbrennen.

Pro: Carvingeigenschaften, Speed auf der Welle, Fahrkomfort. Contra: Für schwere Fahrer benötigt man anständig und konstant Druck im Segel.

Manövereigenschaften

Der erste Eindruck Der Pocket Wave 2008 kam uns etwas unklar, irgendwie noch nicht ganz fertig vor. Daher hattest du es auch nicht im Jahrbuchtest finden können. Der Pocket Wave 75 von 2009 sieht insgesamt deutlich besser aus als sein Vorgänger. Das Volumen ist anders verteilt und soll dem Brett so mehr Vielfalt verleihen und damit mehr Windsurfer ansprechen. Es soll in Side- und OnshoreBedingungen funktionieren und früher angleiten als sein Vorgänger. Tatsächlich machen Outline und Volumen einen sehr ausbalancierten Eindruck. Auch die Gleitfläche ist etwas größer geworden. Das Brett kommt mit einer 24-cm-Finne, was für ein Brett dieser Volumenklasse erstaunlich groß ist. Die Pads sind sehr angenehm, nicht zu hart, nicht zu weich und geben dem Fuß in jeder Position guten Halt. Die Schlaufen sind leicht zu verstellen und lassen die Füße sicher auf dem Brett stehen.

E n g e Tu r n s

W itchcr aft 77

Fazit: Der Pocket Wave 75 ist ein sehr gutes Spielzeug für die Welle, eröffnet dem Windsurfer fast alle Möglichkeiten und animiert zu neuen Tricks. Man lernt schnell dazu und fühlt sich vom ersten Moment an wohl auf dem Board. Für europäische Bedingungen eines der besten Waveboards auf dem Markt. Sehr empfehlenswert.

Board-Ergebnisse Angleiten Geschwindigkeit Top End Control Manövereigenschaften E n g e Tu r n s

Weite Turns Benutzerfreundlichkeit

Eignung Bedingungen

Onshore

Fahrergewicht Könnensstufe

Leicht Fortge.Mittel Anfänger Experte Schwer Pro Leicht

Fahrergewicht Disziplin

103

Ta bou Pocket Wave 75

Top End Control

E n g e Tu r n s

Fahreigenschaften Der Evil Twin überraschte uns ein wenig. Im Gegensatz zu den meisten anderen Twinsern gleitet der Starboard nämlich nicht ganz so gut an. Es schadet nicht, ordentlich Druck im Segel zu haben und das Board mit technischem Input zu unterstützen. Einer unserer leichten Tester fand es am besten, bereits in Verdrängerfahrt in die Schlaufen zu gehen und dann zu pumpen, was das Zeug hält. Bei wenig Wind fährt der Evil Twin nicht ganz so gut, er ist ein ganz eindeutiges Starkwindboard. Angesichts der 74 Liter ist aber die Frage, ob das zwangsläufig ein schlechter Charakterzug ist. Denn ohne Druck auf dem Kessel würde man ein 74-Liter-Board wohl ohnehin nicht auspacken. Der Evil Twin erreicht eine moderate Endgeschwindigkeit, starke Amwindkurse sind nicht ganz seine Stärke. Das Brett läuft nicht ganz so frei und liegt immer satt und leicht kontrollierbar im Wasser.

Ta bou Da Cur ve HD 79

waveboards 75 l

Wave

Länge (cm) Breite (cm) Volumen (l) Gewicht (kg) Finne (cm) Segelgrößen (m2) Vertrieb Telefon Homepage Preis

S. Onshore Side Shore S. Offshore

Mittel

Schwer

Freestyle Freemove Freeride

236 54,5 79 6,4 22 (US) 3.7-5.6 New Sports GmbH +49 2234 933400 tabou-boards.com 1499,- €

Fahreigenschaften Man stellt sich rauf und fühlt sich wohl! Eine Eingewöhnungsphase braucht man für das Brett überhaupt nicht. Der Pocket Wave 75 gibt durch die neue, gleichmäßige Volumenverteilung beim Dümpeln viel Stabilität. Das Board hat ein recht breites Heck, wodurch es früh angleitet. Es beschleunigt schnell auf eine hohe Endgeschwindigkeit und läuft dank der großen Finne sehr gut Höhe. Sobald man im Fahren ist, bemerkt man die lebhafte Natur des Boards. Das 08er-Modell war noch ein richtiges Euro-Waveboard, das extrem luvgierig war. Das 09er ist insgesamt ein mehr als gelungenes Brett, es ist leicht zu fahren und macht eigentlich alles, was man will. Die Finne ist für den Einsatz in der Welle nur für leichte Fahrer etwas groß. Das frühe Angleiten, die Beschleunigung und die Endgeschwindigkeit machen das Board zu einem sehr guten Bump-and-Jump-Board bei wenig Wind. Manövereigenschaften Der Pocket Wave ermutigt ständig zu Sprüngen. Auch in auflandigen Bedingungen, wenn die Wellen eng beieinander sind, beschleunigt das Board schnell, um mit ordentlich Speed abspringen zu können. Aber auch bei viel Wind macht das Board Spaß und ist leicht zu kontrollieren. So erhält das Brett einen großen Einsatzbereich. Beim Abreiten greifen die Kanten sehr gut. So sind schnelle, enge Turns möglich. Man kann den Bottom Turn bei hohen Wellen hervorragend carven. Egal, für welchen Radius man sich entscheidet, das Board dreht schnell und reagiert prompt. Es ist supereinfach, fast rechtwinklig auf die Welle zu treffen. Die breite Nose erleichtert den Cut Back und feuert das Brett in kleinen Wellen schnell wieder Richtung Wellental. Bei großen Wellen hindert die Finne das Heck am Ausbrechen und so wird der Cut Back eher gecarvt, als dass man einen Lip Slide macht. Je schwerer der Pilot, umso weniger wird man sich aber daran stören. Leichtere Fahrer sollten sich einfach eine kleinere Finne dazukaufen.

Pro: Großer Einsatzbereich, Vielseitigkeit, Benutzerfreundlichkeit. Contra: Als Waveboard für heimische Bedingungen nicht zu kritisieren.

Weite Turns Benutzerfreundlichkeit

Eignung Bedingungen

Onshore

Fahrergewicht Könnensstufe

Leicht Fortge.Mittel Anfänger Experte Schwer Pro Leicht

Fahrergewicht Disziplin

Wave

Länge (cm) Breite (cm) Volumen (l) Gewicht (kg) Finne (cm) Segelgrößen (m2) Vertrieb Telefon Homepage Preis

S. Onshore Side Shore S. Offshore

Mittel

Schwer

Freestyle Freemove Freeride

225 55 75 6,3 24 (US) 3.5-5.2 New Sports GmbH +49 2234 933400 tabou-boards.com 1499,- €

Der erste Eindruck Der Witchcraft Wave 77 ist in jedem Fall anders als die übrigen Bretter dieser Gruppe und kann sich zu Recht als Exot feiern lassen. Die Kante geht von einem extrem scharfen Rail am Heck in eine sehr softe an der Nose über, die fast schon verdrängerartig sehr voluminös ist und eine kleine Stufe hat. Das Board hat eine kurze, runde Outline mit einem vergleichsweise schmalen Heck und einer breiten Nase. Das Unterwasserschiff ist wie ein negatives V. Also quasi monokonkav, aber mit einer klar erkennbaren Mittellinie. Der Shape stammt von dem Holländer Bouke Becker, das Board wurde auf Fuerteventura entwickelt und in Bulgarien mit einer CNC-Fräse gebaut. Den Wave 77 gibt es in den zwei Bauweisen SDT und HDD. Die Standfläche ist sehr großzügig und das Brett wird mit sehr breiten Schlaufen geliefert, die fast schon an Kiteschlaufen erinnern. Die wohl größte Besonderheit: Das Brett hat nicht nur zwei, sondern sogar drei Finnen. Fahreigenschaften Das Brett hat recht viel Volumen und liegt in Verdrängerfahrt stabil im Wasser. Es gleitet erstaunlich früh mit der ersten Böe an. Das Board beschleunigt schnell und erreicht eine gute Endgeschwindigkeit. So sind mit der dicken Nase schon früh große Sprünge über kleine Wellen möglich. Bei viel Speed wird das Brett unruhig und man muss sich an die drei Finnen erst einmal ein wenig gewöhnen. Erhält das Trio viel Druck, rutscht das Brett etwas zur Seite. Sobald man aber angenehm angepowert ist, fährt das Brett ruhig und ermutigt Aufsteiger zu neuen Manövern. Das Board läuft extrem gut Höhe, aber auch dabei sollte man nicht zu viel Druck auf die Finnen geben. Also einfach die Innenkante belasten und den Rest vom Brett erledigen lassen. Man sollte das Brett mehr als einmal fahren, um darüber urteilen zu können. Es hat ganz klar Vorteile, die aber nicht jeder Windsurfer herauskitzeln kann. Fest steht: Es ist ein einzigartiges Brett, das man entweder lieben oder hassen wird. Manövereigenschaften Das Brett ist ganz klar in der Welle zu Hause. Wenn du noch nie ein Witchcraft-Board gefahren bist, musst du dich erst einmal daran gewöhnen. Wenn du dich im Turn zu weit nach vorne lehnst, verlieren die Kanten den Grip und du fliegst aus der Kurve. Bleibst du zu weit hinten, greifen die Rails wie bei einem Slalomboard und das Brett dreht nicht. Am besten ist es, sein Gewicht auf den vorderen und hinteren Fuß gleichmäßig zu verteilen und den Rest das Brett machen zu lassen. Hat man erstmal das richtige Fingerspitzen- (bzw. Fußspitzen-)gefühl entwickelt, kann man mit dem Brett eigentlich alles machen. Es carvt gut, verliert beim Bottom Turn kaum Speed und dreht schnell. Es ist einfach, vertikal wieder auf die Welle zuzufahren und die Lippe zu treffen. Auch Cut Backs kann man carven oder sliden. Egal, was man bevorzugt, es fällt leicht, die Kontrolle zu behalten. Auch beim Lipslide ist es nicht weiter schwer, das Board zu stoppen und den Finnen wieder Grip zu verleihen. Das Board sollte immer dicht am Wellenface gefahren werden, um die Vorzüge aus den drei Finnen voll auszureizen. Pro: Gewöhn dich an das Brett und es wird dich mit sensationellen Wellenritten belohnen. Contra: Gewöhn dich nicht an das Brett und du wirst nie wieder draufsteigen wollen.

Fazit: Der Wichcraft Wave 77 ist anders, spezieller, außergewöhnlich. Du solltest ihn ausprobieren und schauen, ob er zu dir passt. Wenn du dich darauf einlässt und er deinem Style entspricht, wirst du nichts anderes mehr fahren wollen.

Board-Ergebnisse Angleiten Geschwindigkeit Top End Control Manövereigenschaften E n g e Tu r n s Weite Turns Benutzerfreundlichkeit

Eignung Bedingungen

Onshore

Fahrergewicht Könnensstufe

Leicht Fortge.Mittel Anfänger Experte Schwer Pro Leicht

Fahrergewicht Disziplin

Wave

Länge (cm) Breite (cm) Volumen (l) Gewicht (kg) Finne (cm) Segelgrößen (m2) Vertrieb Telefon Homepage Preis

S. Onshore Side Shore S. Offshore

Mittel

Schwer

Freestyle Freemove Freeride

228 55,5 77 6,5 2x13,5 +14 (US) 3.7-5.5 Witchcraft Fuerteventura +34 660 382646 witchcraft.nu 1575,- €

windsurfing jahrbuch 2009/2010


waveboards 75 l

104

JP RWW 74 (FWS)

Der erste Eindruck Der Real World Wave 74 ist das mittlere Brett von insgesamt fünf Modellen dieser Reihe und hat sich tatsächlich im Vergleich zum Vorjahr schon wieder sehr stark verändert. Bei der kurzen, breiten Outline fällt besonders das neue Heck auf. Dieses ist erheblich breiter und kürzer als 2008. Das Unterwasserschiff hat ein ausgeprägtes V, wodurch es einfach sein soll, von einer Kante auf die andere zu wechseln. Es ermöglicht damit in kleinen Wellen schnelle Turns. Das Board ist konzipiert, um in allen Bedingungen auf der Welt gut zu funktionieren. Es ist gedacht als Ein-BrettLösung für Windsurfer, die oft in unterschiedlichen Bedingungen unterwegs sind. Das Zubehör ist wie bei JP Australia üblich sehr gut. Die Schlaufen sind einfach einstellbar und bieten festen Halt. Die Pads sind ebenfalls rutschfest und die mitgelieferte G10-Finne passt super zum Brett. Fahreigenschaften Das 09er-Board braucht, anders als das 08er-Modell, etwas mehr Wind beziehungsweise Technik des Fahrers, um ins Gleiten zu kommen. In der Mitte ist das Brett recht breit und dort ist auch das meiste Volumen. Dies kommt besonders Wellen-Aufsteigern zugute, da das Board sehr stabil im Wasser liegt, sowohl beim Dümpeln, als auch wenn man schon gleitet. Dieses Shapemerkmal nimmt dem Brett aber einen Teil seines Wavecharakters. Es ist nicht das schnellste Board auf dem Wasser, jedoch ist es dafür auch nicht entwickelt worden. Trotz moderatem Speed eignet sich der RWW gut zum Springen. Mit etwas Anlauf vor der Welle sind Besuche in der dritten Etage kein Problem. Bei „Höchstgeschwindigkeit“ ist das Brett dank des ausgeprägten V im Unterwasserschiff sehr leicht zu kontrollieren und überfordert in keiner Situation seinen Piloten, sodass man sich entspannt auf das nächste Manöver konzentrieren kann.

Fazit: Der Real World Wave 74 fühlt sich beim Abreiten zu Hause. Besonders die Cut Backs sind einfach und radikal zu fahren. Auf diesem Brett werden sich besonders schwerere Surfer mit kraftvollem Fahrstil wohlfühlen.

Board-Ergebnisse Angleiten Geschwindigkeit Top End Control Manövereigenschaften E n g e Tu r n s Weite Turns Benutzerfreundlichkeit

Eignung Bedingungen

Onshore

Fahrergewicht Könnensstufe

Leicht Fortge.Mittel Anfänger Experte Schwer Pro Leicht

Fahrergewicht Disziplin

Wave

S. Onshore Side Shore S. Offshore

Mittel

Contra: Braucht etwas mehr Wind, um das Potenzial voll auszureizen.

windsurfing jahrbuch 2009/2010

Der erste Eindruck Die Wave-RD-Baureihe ist 2008 neu zur Mistralpalette gestoßen und so hat das Traditionsbrand den Shape für die neue Saison 2009 unverändert gelassen. Drei Bretter zwischen 69 und 86 Litern werden angeboten. Die Wave RD sind für Windsurfer mit gutem Niveau für den Einsatz in anspruchsvollen Bedingungen bestimmt. Der 76 hat mit dem Vorgängermodell Beast aus 2007 shapemäßig nichts mehr gemein. Von der Outline (mit rounded Pintail) bis zur Kantengestaltung, die für perfekte Bottom Turns optimiert wurde, ist eigentlich alles neu. Das Unterwasserschiff ist relativ komplex und hebt sich von dem anderer Bretter deutlich ab, mit V im Bug, Monokonkave bis hinter die Mastspur, V mit Doppelkonkave im Fußschlaufenbereich und ausgeprägtem V im Heck. Dies soll das Umkanten des Boards zu einem Kinderspiel machen. Zusätzliche Deckchannels sollen das Brett versteifen. Die Bauweise ist von 2008 auf 2009 modifiziert worden: Statt Technora Kevlar Custom Sandwich sorgt nun die Carbon-Kevlar-Technologie für eine Gewichtsreduzierung des ohnehin schon leichten Boards um 200 Gramm auf nur noch 5,9 Kilogramm. Dieses Gewicht ist wirklich sensationell leicht, „erotisch“, wie es unser Tester Manuel nennt. Die Ausstattung ist sehr gut, mit bequemen Schlaufen, hochwertiger Finne und Fußpads mit gutem Halt.

Schwer

Freestyle Freemove Freeride

Manövereigenschaften Beim Abreiten der Welle ist der RWW eher verhalten und man muss sich mit vollem Körpereinsatz in den Turn werfen, um das Brett sportlich um die Kurve zu bekommen. Dann dreht es schnell und geht auch problemlos um enge Kurven. Es carvt gut und macht so in fast allen Bedingungen viel Spaß. Je mehr Kraft man auf das Board wirken lässt, umso mehr belohnt es einen mit radikalen Radien. Besonders viel Spaß bringt der RWW, wenn man vertikal die Welle hochschießt und zum Cut Back ansetzt. Die breite Nase wird auch von kleinsten Wellen radikal zurückgeworfen und man kann ordentlich Spray in den Himmel verteilen. Es dauert etwas, bis man sich an das Brett gewöhnt hat, aber dann steht dem Spaß nichts mehr im Wege.

Pro: Cut Backs machen einfach Spaß!

Mistr al Wave 76 RD

Board-Ergebnisse Angleiten Geschwindigkeit Top End Control Manövereigenschaften E n g e Tu r n s Weite Turns Benutzerfreundlichkeit

Eignung Bedingungen

Onshore

Fahrergewicht Könnensstufe

Leicht Fortge.Mittel Anfänger Experte Schwer Pro

Disziplin

Leicht Wave

S. Onshore Side Shore S. Offshore

Mittel

231 55,5 74 6,1 22 (US) 4.0-5.4 Pryde Group GmbH +49 89 6650490 jp-australia.com 1599,- €

Pro: Beeindruckend gutmütiges Brett mit trotzdem sehr hohen Leistungsreserven. Sehr gute Allroundperformance. Contra: Es dauert etwas, bis man das volle Brettpotenzial erkennt – Geduld!

Schwer

Freestyle Freemove Freeride

Der erste Eindruck Nachdem die Shapes der Da Curves 2008 alle komplett neu entwickelt wurden, gehen alle vier Größen der Reihe (67, 73, 79, 85) im Vergleich zum Vorjahresshape unverändert in die neue Saison 2009. Dennoch birgt die Linie eine Überraschung. Wie gehabt ist sie in zwei unterschiedlichen Bauweisen zu haben. Dieses Jahr bietet die Team Edition jedoch nicht nur einen höherwertigen Materialeinsatz, sondern sie ist darüber hinaus auch noch mit zwei Finnen anstatt mit einer Finne ausgestattet. Ohne weitere Shapeänderungen gibt es so also den Da Curve entweder als Single-Fin-Board oder als Twinser. Fahreigenschaften Es ist nicht verwunderlich, dass sich der 73 auch mit zwei Finnen erheblich kleiner anfühlt. Das gleiche Gefühl hatten wir auch im letzten Jahr und dieses Merkmal zieht sich eigentlich durch die komplette Da-Curve-Linie durch. Mit 53,5 Zentimetern ist das Board recht schmal und so ist es beim Dümpeln etwas anspruchsvoller zu fahren. Mit diesen Boards soll man ja aber nun auch nicht verdrängen, sondern gleiten und so ist man froh, wenn genügend Druck das Board über die Gleitschwelle befördert. Wir konnten nicht feststellen, dass die zwei Finnen einen Vor- oder Nachteil gegenüber der SingleFin-Version beim Angleiten bringen. Wie eigentlich bei allen Tabou-Boards ist der Name Programm. Das Board will nicht langweilig geradeaus fahren, sondern es will in die nächste Kurve geworfen werden. Nichtsdestotrotz ist auch das normale Dahingleiten eine echt entspannte Geschichte. Das Brett liegt unheimlich frei auf dem Wasser und erreicht eine gute Endgeschwindigkeit. Es ist ein sehr gutes Brett für leichte und mittelschwere Fahrer bei stärkerem Wind. Es ist schnell, direkt und sehr lebhaft, was in Kabbelwasser viel Aufmerksamkeit erfordert, aber zu einem enorm agilen Fahrgefühl führt. Man sollte das Brett nicht mit mehr als 4.7 qm fahren.

Länge (cm) Breite (cm) Volumen (l) Gewicht (kg) Finne (cm) Segelgrößen (m2) Vertrieb Telefon Homepage Preis

237 54 76 5,9 24 (US) 2.7-5.7 Boards and more GmbH +49 89 666550 mistral.com 1599,- €

Pro: Kontrolle bei viel Wind, Carvingstyle, enge Turns. Contra: Als reinrassiges Waveboard für viel Wind nichts zu meckern.

Fanatic NewWave 75 TE

Fazit: Der 73er-Twinser von Tabou vereint die Qualitäten eines traditionellen Shapes mit den Vorzügen von Twin Fins. Er eignet sich besonders für leichte und mittelschwere Windsurfer bei viel Wind.

Board-Ergebnisse Angleiten Geschwindigkeit Top End Control Manövereigenschaften E n g e Tu r n s Weite Turns Benutzerfreundlichkeit

Eignung Bedingungen

Onshore

Fahrergewicht Könnensstufe

Leicht Anfänger Leicht

Fahrergewicht Disziplin

Wave

S. Onshore Side Shore S. Offshore Fortge.MittelExperte Schwer Pro Mittel

Schwer

Freestyle Freemove Freeride

Manövereigenschaften Wie die Single-Fin-Variante ist auch der Twinser-DaCurve auf den Wellen zu Hause. Es macht unheimlich viel Spaß, sich in beliebig enge oder weite Turns zu werfen. Das Brett macht alles mit. Die Twinser-Variante liebt es, kurze, harte Snaps direkt ans Wellenface zu fahren, und man kann das Board in sensationell enge Bottom Turns treten, ohne dass es an Geschwindigkeit verliert. Am Wellenface angekommen, fällt der Cut Back dann teilweise schon so radikal aus, dass man fast automatisch einen Taka an die Lippe zaubert. Manchmal hat das radikale Ausbrechen zur Folge, dass man die Kontrolle verliert, und so sollte man gerade bei den ersten Turns nicht mit Vollgas das Brett an der Wellenlippe wieder in die neue Richtung drücken. Die Kanten greifen in allen Situationen sehr gut im Wasser, selbst wenn kleiner Chop das Wellenreitvergnügen trübt.

Manövereigenschaften Der Mistral ist in der Welle etwas weniger agil und nervös als manche anderen Bretter und wird so weniger Adrenalinjunkies als vielmehr konservativere Fahrer ansprechen. Allerdings zeigt er wirklich ausgezeichnete Fahreigenschaften und kann von guten Fahrern zu überraschend engen und kraftvollen Carves gebracht werden.

Länge (cm) Breite (cm) Volumen (l) Gewicht (kg) Finne (cm) Segelgrößen (m2) Vertrieb Telefon Homepage Preis

105

Ta bou Da Cur ve TE 73

Fazit: Gutmütig, komfortabel, ein toller Allrounder. Dieses Brett ist ideal für Fahrer, die in Küsten- und in Wellenrevieren schnell Fortschritte machen wollen. Experten könnten vom ersten Eindruck ein wenig abgeschreckt werden, aber wer sich an das Brett gewöhnt hat, wird merken, dass der RD ein enormes Potenzial hat.

Fahrergewicht

Fahreigenschaften Der Wave RD 76 ist 237 cm lang, misst aber trotzdem nur 54 cm in der Hüfte und fühlt sich eher wie ein traditioneller Shape an. Er hat trotzdem überraschend viel Auftrieb und kann auch 5.3er-Segel noch ohne Probleme tragen. Die große Finne und das schmale Heck helfen dabei, das Brett beim Dümpeln sicher auf Kurs zu halten. Es gleitet leicht an und beschleunigt zügig, ohne dem Fahrer viel Input abzuverlangen. Die Finne verträgt viel Druck und gibt guten Halt auch bei höheren Geschwindigkeiten. Sie scheint uns sehr gut zum Brett zu passen. Der 76 kommt eigentlich in allen Bedingungen gut klar und hat ein beträchtliches Potenzial. Er ist gutmütig, vielseitig und kann viele Rollen, von Bump-and-Jump-Brett in Küstenrevieren bis Waveboard in Sideshore-Welle, ausfüllen.

waveboards 75 l

Der erste Eindruck Zum ersten Mal, seitdem Sebastian Wenzel für Fanatic tätig ist, hat er die NewWave-Serie shapetechnisch unverändert gelassen. Es ist lediglich ein weiteres Board hinzugekommen und so besteht die Linie nun aus vier Brettern (69, 75, 81 und neu: 91 Liter). Alle Boards werden in Technora-Kevlar-Doppelsandwich mit Light Finish (LF) und in der „Team Edition“-Technologie mit Ultra Light Finish (ULF) angeboten. Im Vergleich zum Vorgängershape aus 2007 ist der 75 also bereits 2008 bei gleicher Breite etwas kürzer geworden. Damals lagen jedoch die wichtigsten Neuerungen im Unterwasserschiff. Dieses hatte einen neuen, von einer Monokonkave geprägten Shape, die aber durch eine Doppelkonkave ergänzt wurde, die vom Bereich vor der Mastspur bis zu den vorderen Fußschlaufen in Erscheinung trat. Dieser Shape ist nach wie vor einmalig bei allen getesteten Brettern. Die Fußschlaufen sind bequem und ergonomisch und auch die Deckpads sind griffig und bequem, dabei aber nicht so weich, dass sie den direkten Kontakt zum Brett stören. Mitgeliefert wird eine sehr hochwertige 22,5 Zentimeter lange G10-Finne. Fahreigenschaften Der Fanatic gleitet für seine Größe gut an. Nach Überqueren der Gleitschwelle fühlt er sich sehr lebendig und fast nervös unter den Füßen an, gleichzeitig bieten Finne und Kanten aber gute Führung im Wasser. Das Fahrgefühl ist sehr frei und direkt. Gleichzeitig sind aber auch Kontrolle und Fahrkomfort beachtlich. Während der NewWave für weniger gute Fahrer ein wenig anspruchsvoll sein könnte, gibt es für gute Fahrer mit aktivem Fahrstil kaum ein besseres Brett auf dem Markt. Waren schon die Vorjahresmodelle in unseren Tests ganz weit vorn, machte der 2008er-NewWave noch einmal einen Sprung nach vorne und so überzeugt er nach wie vor alle Tester. Höhelaufen erfordert eine gute Technik, da der Druck nicht nur über die Finne, sondern auch über die Luvkante erfolgen muss. Domedeck und Pads zeigen gute Dämpfung, ohne Rückmeldungen vom Brett an den Fahrer zu unterbinden.

Fazi: Der NewWave 75 hat sensationelle Allroundeigenschaften. Er ist ein VollblutWaveboard, das bei unseren Testern zur ersten Wahl gehörte, deshalb können wir es dir wirklich empfehlen.

Board-Ergebnisse Angleiten Geschwindigkeit Top End Control Manövereigenschaften E n g e Tu r n s Weite Turns Benutzerfreundlichkeit

Eignung Bedingungen

Onshore

Fahrergewicht Könnensstufe

Leicht Fortge.Mittel Anfänger Experte Schwer Pro Leicht

Fahrergewicht Disziplin

Wave

S. Onshore Side Shore S. Offshore

Mittel

Schwer

Freestyle Freemove Freeride

Manövereigenschaften In der Welle zeigt der Fanatic atemberaubende Carvingeigenschaften. Er ist zwar nicht sehr Fehler verzeihend und benötig somit eine gute Technik, aber wer über das nötige Niveau verfügt, kann den NewWave mit enormer Geschwindigkeit durch den Bottom Turn führen und kraftvolle Cut Backs mit viel Spray in die Welle zirkeln. In Sideoffshore-Bedingungen sticht der Fanatic besonders hervor, aber sein lebhafter, aufregender Charakter macht ihn für alle Wellenbedingungen geeignet.

Länge (cm) Breite (cm) Volumen (l) Gewicht (kg) Finne (cm) Segelgrößen (m2) Vertrieb Telefon Homepage Preis

233 53,5 73 6,20 2x 15 (US) 3.5-5.2 New Sports GmbH +49 2234 933400 tabou-boards.com 1599,- €

Pro: Unglaublicher Kantengriff in den Turns – dieses Brett macht wirklich alles mit! Contra: Die sehr lebhafte, direkte Charakteristik des NewWave wird weniger gute Fahrer vielleicht etwas abschrecken.

Länge (cm) Breite (cm) Volumen (l) Gewicht (kg) Finne (cm) Segelgrößen (m2) Vertrieb Telefon Homepage Preis

238 54,5 75 5,4 22,5 (US) 3.5-5.8 Boards and more GmbH +49 89 66655241 fanatic.com 1699,- €

windsurfing jahrbuch 2009/2010


waveboards 85 l

106

w a v e b o a r d s 85l

Exocet X-Wave 83

waveboards 85 l

107

Fanatic AllWave 82

Starboar d Evo 80

Für schwere Fahrer sind die Boards aus dieser Kategorie schon die kleinsten Spielzeuge, die sie im Gepäck haben können, während leichte Fahrer sie eher als Low-Wind-Waffen einsetzen. Dementsprechend spielt bei der Auswahl für das richtige Produkt in dieser Kategorie vor allem das Körpergewicht des Fahrers eine entscheidende Rolle. Elf unterschiedliche Konzepte findest du auch in dieser Waveboardkategorie und ehrlich gesagt wäre eine konkrete Empfehlung für die besten fünf Produkte so subjektiv, dass wir dir lieber mit einem Satz eine Kurzcharakteristik aller Boards geben, um dir auf Anhieb ein Gefühl dafür zu vermitteln, in welche Richtungen die verschiedenen Shapes gehen. Spaß hatten wir eigentlich mit jedem Board auf dem Wasser. Und so wird dir der … Exocet X-Wave 83 gefallen, wenn du (egal in welcher Gewichtsklasse) für europäische Bedingungen ein gutes Euro-Waveboard mit breitem Einsatzbereich suchst. Fanatic AllWave 82 gefallen, wenn du als eher mittelschwerer und schwerer Fahrer ein Board mit tollen Carvingeigenschaften für Nord- und Ostseewellen haben möchtest. Fanatic NewWave Twin 84 gefallen, wenn du das vielleicht beste Twinserboard auf dem Markt dein Eigen nennen möchtest. JP FreestyleWave 84 gefallen, wenn du für heimische Reviere ein Board suchst, das alle nötigen Eigenschaften eines sensationellen Bump-and-JumpBoards mitbringt. JP Twinser Wave 84 Pro gefallen, wenn du einen modernen Shape mit leicht abrufbarer Performance haben möchtest, der dir auf Anhieb ohne jede Eingewöhnungszeit richtig viel Spaß bringt. Mistral Twinzer 84 RD gefallen, wenn du ein kompromissloses Twinserwaveboard suchst, mit dem du Wellen jeder Größe in seine Bestandteile zerlegen kannst. Naish Wave 80 gefallen, wenn du ein typisches Naishboard mit allerdings hohem Komfort suchst, das dich mit ausdruckstarkem Stil gefahren auf der Welle zum kleinen Robby werden lässt. Starboard Evil Twin 80 gefallen, wenn du einen Evo mit looserem Fahrgefühl suchst und dein Fokus insbesondere auf Wellenabreiten liegt. Starboard Kode 80 gefallen, wenn du beim Wellenreiten im Bottom Turn das Gefühl haben möchtest, als würdest du mit einem heißen Messer durch

Der erste Eindruck Der 83er ist das zweitkleinste Board der X-Wave-Reihe. Wie schon bei den anderen X-Waves beschrieben, ist diese Linie der bisherige Evolutionshöhepunkt aus den Exo Waves, die wiederum von den Original Waves abstammen. Das Board ist im Vergleich zur Saison 2008 bis auf die Schlaufen unverändert geblieben. Neu ist jedoch, dass drei der vier Größen der X-Waves (73, 83, 93 Liter) nun auch in einer leichteren Pro-Version zu haben sind. Hier im Test ist die günstigere Carbon/Holz-SandwichKonstruktion. Wie bei allen Exocets gefallen uns auch bei diesem Board die Pads mit ihren Double Density Shock Absorbers (DDSA) besonders gut. Sie sind sehr komfortabel zu fahren und schlucken auch harten Chop. Die 21-cm-Finne wirkt etwas weich und klein. Im Unterwasserschiff findet man eine Doppelkonkave mit V im mittleren Brettteil und ein einfaches V im Heckbereich. Exocet nennt diesen Shape „Progressiver V-Shape“. Fahreigenschaften Der X-Wave 83 ist ein schönes und typisches EuroWaveboard. Mehr müsste man eigentlich nicht schreiben, denn damit ist der Charakter mit zwei Worten erklärt: Er bietet gutes Gleitpotenzial, beschleunigt schnell auf einen guten Topspeed und überfordert zu keiner Zeit den Piloten. Auch hartes Kabbelwasser kann einem dank der guten Pads nichts anhaben und man steht jederzeit komfortabel und bequem an Deck. Vor dem Gleiten, beim Dümpeln, liegt das Board stabil im Wasser, sodass man überhaupt keine Mühe hat, die erste Böe zum Angleiten zu nutzen. Auch bei auflandigem Wind kommt man dank guter Höhelaufeigenschaften schnell durch die Brandungszone und auch größere Windlöcher stellen für den X-Wave kein Problem dar. Schwere Fahrer sollten zu einer größeren und steiferen Finne greifen, um das volle Potenzial des Boards ausreizen zu können. Insbesondere für leichte Fahrer ist sie jedoch sehr gut geeignet und sorgt für einen stabilen Geradeauslauf.

Fazit: Der X-Wave 83 bietet genau das, was sich Waverider hierzulande wünschen. Sie bekommen ein Brett, das alles mitmacht und in unterschiedlichen Bedingungen zu jeder Zeit Spaß macht.

Board-Ergebnisse Angleiten Geschwindigkeit Top End Control Manövereigenschaften E n g e Tu r n s Weite Turns Benutzerfreundlichkeit

Eignung Bedingungen

Onshore

Fahrergewicht Könnensstufe

Leicht Fortge.Mittel Anfänger Experte Schwer Pro Leicht

Fahrergewicht Disziplin

Wave

S. Onshore Side Shore S. Offshore

Mittel

Schwer

Freestyle Freemove Freeride

Der erste Eindruck Das Board ist vom Shape her identisch mit dem Vorjahresmodell. Einzige Neuerung: 2009 gibt es den AllWave sowohl in der normalen als auch in der teureren und leichteren Team Edition. Wie 2008 gibt es das Brett in drei Ausführungen: 72 Liter, 82 Liter und 92 Liter. Der 82er soll das vielseitigste Brett der Reihe sein und einen extrem breiten Einsatzbereich haben. Im Vergleich zum 2007er-Shape wurden die Rockerlinie sowie das Unterwasserschiff (platt im Bug, Monokonkave vor der Mastspur, Doppelkonkave bis zu den hinteren Fußschlaufen und wieder Monokonkave im Heckbereich) überarbeitet und die Kanten sind etwas voller geworden; der Umriss des Bretts bleibt aber wie beim Vorgängershape sehr kompakt. Das Board kommt in Glas-Doppelsandwich und mit ausgezeichneter Ausstattung, bestehend aus sehr guten Deckpads, Fußschlaufen und einer 23,5 Zentimeter langen G10-Finne. Fahreigenschaften Der AllWave 82 ist ein gegenüber dem 2007erModell deutlich verbessertes Brett, das sich durch Reaktionsfreudigkeit und ein direktes Fahrgefühl auszeichnet. Es gleitet früh an, braucht dabei allerdings einen aktiven Fahrer. Das schmale Heck macht außerdem den Schritt in die Schlaufen wackeliger als auf vielen anderen Brettern. Auch im Gleiten ist das Brett so lebendig, dass der Fahrer es gerade auf Kabbelwasser aktiv unter Kontrolle halten muss. Wer dies hinbekommt, kann insbesondere bei Nutzung der Luvkante zur Unterstützung der Finne mit dem AllWave beeindruckend gut Höhe laufen. Mehr als andere Bretter in dieser Gruppe ist der AllWave vor allem aber ein reinrassiges Waveboard. Als Bump-and-Jump-Brett ist er einfach zu lebhaft, was voll angepowert die Brettgeschwindigkeit einschränkt.

Fazit: Der AllWave 82 hat im Vergleich zum Vorgängershape aus 2007 an Attraktivität gewonnen und ist das Waveboard bei Sideonshorebedingungen für mittelschwere und schwere Fahrer.

Board-Ergebnisse Angleiten Geschwindigkeit Top End Control

E n g e Tu r n s Weite Turns Benutzerfreundlichkeit

Eignung Bedingungen

Onshore

Fahrergewicht Könnensstufe

Leicht Fortge.Mittel Anfänger Experte Schwer Pro Leicht

Fahrergewicht Disziplin

Wave

S. Onshore Side Shore S. Offshore

Mittel

Tabou Da Curve 85 TE (Twinser) gefallen, wenn du eines der vielseitigsten Waveboards suchst, dass auf der Welle bei unterschiedlichsten Turns seinesgleichen sucht. Achtung! Wir haben in diesem Jahrbuch die Produkte nicht alphabetisch, sondern aufsteigend nach Verkaufspreisen sortiert! windsurfing jahrbuch 2009/2010

Contra: Als solches nicht zu kritisieren.

Länge (cm) Breite (cm) Volumen (l) Gewicht (kg) Finne (cm) Segelgrößen (m2) Vertrieb Telefon Homepage Preis

235 56 83 6,6 21 (US) 3.2-5.9 Liquid Sports GmbH +49 431 690202978 exocet-original.com 1450,- €

Pro: Absolut herausragende Carvingeigenschaften! Contra: In starker Kabbelwelle anspruchsvoll zu fahren.

Schwer

Freestyle Freemove Freeride

Board-Ergebnisse Angleiten Geschwindigkeit

Fahreigenschaften Der Evo gleitet extrem früh an, ohne dass man etwas dafür tun muss. Sobald das Brett gleitet, beschleunigt es schnell und ist einfach zu kontrollieren. Bei wenig Wind ist es hervorragend und gleitet auch durch die größten Windlöcher. Das breite Heck trägt das Gewicht des Fahrers mühelos. Auch wenn der Wind zunimmt und das Wasser kabbeliger wird, bleibt der Evo entspannt und man fühlt sich immer wohl auf dem Brett. Das frühe Angleiten, die Beschleunigung und die gute Endgeschwindigkeit machen das Brett zu einem sehr guten Bump-and-Jump-Brett in auflandigen Bedingungen und bei wenig Wind. Insgesamt fühlt sich der Evo aber in fast allen Bedingungen zu Hause. Leichte Windsurfer brauchen manchmal etwas Kraft, um Kurven radikal fahren zu können, aber schwere Jungs werden sich auf dem Brett sofort wohlfühlen.

Manövereigenschaften E n g e Tu r n s Weite Turns Benutzerfreundlichkeit

Eignung Bedingungen

Onshore

Fahrergewicht Könnensstufe

Leicht Fortge.Mittel Anfänger Experte Schwer Pro Leicht

Fahrergewicht Disziplin

Wave

S. Onshore Side Shore S. Offshore

Mittel

Schwer

Freestyle Freemove Freeride

Manövereigenschaften Beim Abreiten zirkelt das Brett einen herrlichen Carve vor die Welle. Die Kanten greifen gut, doch das Board fühlt sich dabei soft an und verzeiht auch mal einen Fehler. Es ist beeindruckend, dass man nahezu alle Kurvenradien problemlos fahren kann. Egal ob man über den vorderen Fuß carvt oder das Board lieber im Skatestyle mit dem hinteren Fuß in enge Turns presst – der Evo macht alles bereitwillig mit. Die Finne passt hervorragend zum Brett und man verliert im Turn kaum Speed. Lediglich die leichten Testfahrer lamentierten, dass man viel Kraft brauche, um den Evo in enge Turns zu dirigieren. Durch die breite Nase wird man vom Weißwasser beim Cut Back wieder in Richtung Land geworfen. Mit dem Evo hat man so gut wie nie Kontrollprobleme, weder in hohen noch in kleinen Wellen noch am oberen Windlimit. Auch zum Springen hat der Evo alle Vorraussetzungen. Die gute Endgeschwindigkeit ermöglicht dem Fahrer große Sätze und auch in auflandigen Bedingungen reicht es, wenn man zwei Mal kräftig pumpt, um in Fahrt zu kommen und zwischen den Wellen zu beschleunigen, um auf eine Rampe zuzuschießen.

Butter schneiden. Pro: Komfortables Euro-Waveboard mit universellem Einsatzbereich.

Fazit: Der Evo 80 hat einen sehr großen Windeinsatzbereich und man kann in der Welle eigentlich alles damit machen. Es ist erstaunlich, wie leicht er auch bei Starkwind zu kontrollieren ist. Sehr empfehlenswert für den mittel- bis schwergewichtigen Surfer.

Top End Control

Manövereigenschaften

Manövereigenschaften In der Welle fühlt sich der AllWave zu Hause. Er hat am Wellenhang wirklich unglaubliche Carvingeigenschaften. Kurven können mit beliebigem Radius eingeleitet werden, der zu jedem Zeitpunkt nachträglich noch verändert werden kann. So kann man auf der Welle immer genau am richtigen Platz sein. Das Heck beißt sich bei engen Bottom Turns förmlich ins Wasser, sodass der 82 auf dem Teller zu drehen ist, aber trotzdem mit genug Speed zurück Richtung Welle fährt, um kraftvolle Cut Backs zu setzen. Hoher Spaßfaktor! Auch Halsen gelingen mit dem Brett außergewöhnlich gut.

Manövereigenschaften Der X-Wave ist ein universelles Waveboard, das immer genau das macht, was der Fahrer wünscht. Er passt sich unterschiedlichen Styles an und so kann man sowohl engere als auch weitere Turns problemlos vor die Welle carven. Vielleicht dreht ein Twinserboard noch enger und vielleicht carvt ein echtes Down-the-lineWaveboard lange Turns noch aggressiver. Als einziges Board für möglichst viele unterschiedliche Bedingungen und für den Einsatz auf Nord- und Ostsee ist es jedoch schwer, am X-Wave vorbeizukommen. Er verzeiht auch kleinere Fahrfehler und ermöglicht Wellenaufsteigern, sich immer weiter an über den vorderen Fuß gefahrene Wellenritte heranzutasten.

Der erste Eindruck Der Evo 80 ist 2009 komplett neu. Wir waren sehr gespannt auf das Brett, konnte uns der Evo doch in den vergangenen Jahren immer wieder überraschen und vor allem überzeugen. Die 2009er-Baureihe besteht aus sechs Boards zwischen 66 und 100 Liter. Das Board hat eine kurze und breite Outline. Die Kanten sind nicht sonderlich scharf und im Unterwasserschiff geht es von konkav an der Nose zu doppelkonkav im Heck über. Das Brett kommt mit den nicht ganz einfach einzustellenden Starboard-Schlaufen, die aber guten Halt bieten, wenn man sie einmal richtig eingestellt hat. Die Pads verfügen über Heel Bumpers, was sie bequem macht. Zu dem Brett gehört eine G10-Finne.

Länge (cm) Breite (cm) Volumen (l) Gewicht (kg) Finne (cm) Segelgrößen (m2) Vertrieb Telefon Homepage Preis

233 57 82 5,6 23,5 (US) 4.5-5.9 Boards and more GmbH +49 89 66655241 fanatic.com 1499,- €

Pro: Gleitet extrem früh an, sehr vielseitig beim Abreiten. Contra: Leichte Surfer brauchen viel Kraft, die Schlaufen sind für große Füße Sperrmüll.

Länge (cm) Breite (cm) Volumen (l) Gewicht (kg) Finne (cm) Segelgrößen (m2) Vertrieb Telefon Homepage Preis

233,5 58,5 80 6,7 24 (US) 4.0-6.0 APM Marketing GmbH +49 89 89511170 star-board.com 1499,- €

windsurfing jahrbuch 2009/2010


waveboards 85 l

108

Starboar d Kode 80

Der erste Eindruck Der Kode von Starboard verschmilzt für die Saison 2009 die beiden erfolgreichen Linien Pure Acid und Kombat. Acht unterschiedliche Größen gibt es vom Kode, die hier getestete 80-Liter-Variante ist die drittkleinste. Der Shape im Heck hat dünne, scharfe Kanten, ein schmales Pintail und eine gerade Abrisskante. Das Unterschiff ist geprägt durch ein ausgeprägtes V in Höhe der Mastschiene, welches sich in Richtung Heck immer weiter abflacht. Die breiteste Stelle des Rumpfes liegt ungewöhnlich weit hinten, ungefähr auf der Höhe der vorderen Fußschlaufen. Sehr gut haben uns die Pads gefallen, die mit Heel-Cushions ausgestattet sind. Die Fußschlaufen lassen sich nicht groß genug einstellen, um auch mit Schuhen Größe 45 hineinzupassen. Fahreigenschaften Der Kode tritt ein schweres Erbe an, war doch der Acid eines der beliebtesten Waveboards weltweit. Um es kurz zu machen: Der Kode hat nichts von den positiven Fahreigenschaften des Acid verloren. Er ist wie sein Vorgänger ein sehr gutes Waveboard, das vor allem dadurch besticht, in jeder erdenklichen Situation sehr einfach kontrollierbar zu bleiben. Selbst in den sehr europäischen Bedingungen an der dänischen Nordseeküste ist das Board durch den härtesten Chop nicht aus der Ruhe zu bringen. Wenn man in den Bottom Turn fährt und sich einem die Welle mal wieder nicht clean und glassy vor die Füße wirft, schneidet der Kode durch das Wasser wie ein heißes Messer durch Butter. Das Erstaunliche ist, dass er dabei auch nicht gerade langsam unterwegs ist. Auch beim Hinausfahren erreicht der Kode einen sehr guten Speed und ermöglicht dank seiner schnellen Beschleunigung hohe Sprünge auch ohne viel Anlauf. Nichtsdestotrotz merkt man beim Kode, dass er eher ein Starkwindboard ist als ein reiner Frühgleiter. Man hat das Gefühl, dass er oben raus keine Limits kennt, sich dafür aber unten heraus schon ein kraftvolles Segel als Partner wünscht.

Fazit: Der Kode lässt einen den Vorläufer Acid schnell vergessen, denn bei den Fahrleistungen steht er seinem Vorgänger in nichts nach. Als Starkwindwaveboard ist der Kode auch nicht so versierten Fahrern zu empfehlen, weil er auf der einen Seite sehr schnell, auf der anderen Seite aber auch durchaus Fehler verzeihend ist.

Board-Ergebnisse Angleiten Geschwindigkeit Top End Control Manövereigenschaften E n g e Tu r n s Weite Turns Benutzerfreundlichkeit

Eignung Bedingungen

Onshore

Fahrergewicht Könnensstufe

Leicht Fortge.Mittel Anfänger Experte Schwer Pro Leicht

Fahrergewicht Disziplin

Wave

S. Onshore Side Shore S. Offshore

Mittel

Contra: Schlaufen.

windsurfing jahrbuch 2009/2010

Schwer

Freestyle Freemove Freeride

Der erste Eindruck Der Freestyle Wave 84 ist das zweitkleinste Board der aus fünf Größen bestehenden Baureihe. Das Brett ist im Vergleich zum Vorjahr etwas schmaler geworden und hat genau wie der Real World Wave etwas mehr Fläche zwischen den Schlaufen bekommen. So soll es früher angleiten und in Windlöchern nicht so schnell an Fahrt verlieren. Die Kanten sind in der Mitte recht rund, damit sie nicht bei geslideten Freestylemanövern versehentlich greifen. Den FSW gibt es in zwei Bauweisen: der normalen Wood-Sandwich-Edition (hier im Test) und der leichteren Pro-Version. Das Zubehör ist JP-Australiatypisch sehr hochwertig. Die Schlaufen sind leicht verstellbar, die Pads geben guten Grip und sind unter den Füßen sehr bequem. Fahreigenschaften Der FSW 84 gleitet sehr früh an, ohne dass der Fahrer viel dafür tun muss. Sobald er gleitet, beschleunigt er bereitwillig und fühlt sich lebhaft und agil unter den Füßen an. Die Nase läuft sehr frei über dem Wasser und vermittelt einem den Eindruck, dass man sehr schnell unterwegs ist. Auch wenn sich das ein wenig nach einer unruhigen Gleitlage anhört, können wir dich beruhigen: Das Board ist zu jeder Zeit sehr einfach zu kontrollieren und überfordert auch Aufsteiger nicht. Da das Brett sehr früh angleitet und schnell beschleunigt, eignet es sich am besten für Bump-and-Jump-Bedingungen. Hier kann das Board seine Stärken voll ausspielen und ist somit gerade auch für Binnen- oder Ostseereviere eine gute Wahl. Denn jede noch so kleine Rampe lädt einen zum Springen ein. Das Board löst sich leicht vom Wasser und lässt sich in der Luft leicht dirigieren.

Fazit: Der Freestyle Wave 84 ist ein lebhaftes Crossoverboard, mit dem man in fast allen Bedingungen viel Spaß haben kann. Seine Stärken zeigt er vor allem in Bump-and-JumpBedingungen.

Board-Ergebnisse Angleiten Geschwindigkeit Top End Control Manövereigenschaften E n g e Tu r n s Weite Turns Benutzerfreundlichkeit

Eignung Bedingungen

Onshore

Fahrergewicht Könnensstufe

Leicht Fortge.Mittel Anfänger Experte Schwer Pro Leicht

Fahrergewicht Disziplin

Wave

Länge (cm) Breite (cm) Volumen (l) Gewicht (kg) Finne (cm) Segelgrößen (m2) Vertrieb Telefon Homepage Preis

234 56 80 6,6 23 (US) 3.5-5.5 APM Marketing GmbH +49 89 89511170 star-board.com 1499,- €

Pro: Frühes Angleiten, lebhaft und dennoch einfach zu kontrollieren. Contra: In der Welle nur für schwere Fahrer zu empfehlen.

Länge (cm) Breite (cm) Volumen (l) Gewicht (kg) Finne (cm) Segelgrößen (m2) Vertrieb Telefon Homepage Preis

109

Mistr al Twinzer 84 RD

S. Onshore Side Shore S. Offshore

Mittel

Schwer

Freestyle Freemove Freeride

Manövereigenschaften Da der FSW 84 im Bump-and-Jump-Einsatz wirklich glänzt, ist es nicht verwunderlich, dass er für den Einsatz in richtigen Wellen nur bedingt geeignet ist. Während schweren und ungeübteren Fahrern das tolle Gleitpotenzial auf der Welle zugutekommt, benötigen leichte oder mittelschwere Fahrer eine Menge Kraft, um das Board zu einem Turn zu überreden. Man muss sich sportlich in die Kurve werfen, damit das Brett mit Speed durch den Turn geht. Das Board benötigt eine kleine Eingewöhnungsphase, gerade wenn man vorher auf einem richtigen Waveboard stand. Das Gute ist, dass es beim Bottom Turn so gut wie keine Geschwindigkeit verliert. Mit viel Kraft und Aggressivität kann man mit dem Brett durchaus Spaß in der Welle haben. Auf Flachwasser eignet es sich deutlich besser zum Freestylen als ein reinrassiges Waveboard. Für die Wende bietet das Brett sehr viel Stabilität und es ist möglich, geradezu entspannt um den Mast zu schlendern. Abschließend kann man die Manövereigenschaften am einfachsten mit dem Wort „universell“ beschreiben.

Manövereigenschaften Der Kode ist erstaunlich variabel zu fahren. Ob über den vorderen oder hinteren Fuß, ob enge oder weite Turns, der Kode macht alles mit, ohne dabei zu hohen technischen Input des Fahrers zu fordern. Und so ist der Kode auch für nicht so hartgesottene Waver ein gutes Board, da es auf der einen Seite schnell ist, auf der anderen Seite aber gerade in Manövern immer die Spur hält und man damit nie die Kontrolle verliert.

Pro: Immer kontrollierbar, sehr schöne Carvingeigenschaften.

JP FW 84 (FWS)

waveboards 85 l

238 57,8 84 6,3 25 (PB) 4.4-6.0 Pryde Group GmbH +49 89 6650490 jp-australia.com 1599,- €

Der erste Eindruck Der Mistral Twinzer 84 ist das mittlere Board aus der Twinser-Palette des Brands (76, 84, 92 Liter). Der 84er hat im Gegensatz zu seinen Mitstreitern einen auffälligen Shape. Er ist sehr kurz und die breiteste Stelle liegt weit vorne. Die Rails sind in der Bugpartie sehr dick, im Heckbereich dafür dünn. Das Unterwasserschiff ist durch ein starkes V gekennzeichnet. Zur Mitte des Boards wird es durch eine Doppelkonkave unterstützt, die am ausgeprägtesten zwischen den Schlaufen ist und zum Heck hin wieder in ein reines V ausläuft. Durch diesen Shape hat das Board einen relativ langen, flachen Bereich im Unterwasserschiff, was laut Shaper Mark Nelson sehr gute Angleit- mit sehr guten Carvingeigenschaften kombinieren soll. Wie gewohnt ist das Set-up qualitativ hochwertig: Gute Schlaufen und Pads, die allerdings fast ein wenig dünn sind und dadurch ein direktes Boardgefühl vermitteln. Fahreigenschaften Das Mistral-Board ist anders, und zwar wirklich anders, als alle seine Mitbewerber. Gleich nach dem Beachstart merkt man, dass der Shape eine Eingewöhnungsphase benötigt. Trotz voluminösem Bug muss man sich gerade als schwerer Fahrer optimal positionieren, damit die Nase beim Dümpeln nicht eintaucht. Sehr lang ist der vordere Bereich des Boards wirklich nicht und so ist das Board etwas sensibler zu handhaben. Erstaunlicherweise hat das Brett dann aber mit Druck im Segel keinen Nachteil bei den Angleiteigenschaften zu verzeichnen. Hier scheint sich der Shape mit langer, wenig durchgerockerten Gleitfläche auszuzahlen. Wie alle Twinserboards läuft es viel besser Höhe als ein Single-Fin-Board und macht in Gleitfahrt durch sein looses Fahrgefühl unheimlich Spaß. Kurzen, harten Chop kann man einfach überhüpfen, die Finnen greifen bei kleineren Jumps sofort wieder und geben dem Brett die nötige Führung. Da es nicht um den Geschwindigkeitsrekord bei den Twinserboards geht, ist es im Grunde nebensächlich zu erwähnen, dass das Board nicht das schnellste in der Testgruppe ist. Dafür ist der Shape des Boards auch einfach zu speziell und kompromisslos auf Wellen ausgerichtet. Manövereigenschaften Bei den Manövereigenschaften zeigt sich, dass sich der Twinzer auf der Welle tatsächlich als das purste Doppelfinnenboard anfühlt. Der kurze Shape mit voluminösen Kanten im vorderen Bereich ermöglicht enorm enge, harte Bottom Turns, das Board hält den Speed dabei sehr gut. Beim Cut Back ist das Board sensationell an die Wellenlippe zu treten, lediglich bei kurzen steilen Wellen muss der Pilot aufpassen, dass nach dem Turn die Nase nicht in der Welle hängen bleibt. Hat man sich erst einmal ein wenig an das Board gewöhnt, ist es ein sensationelles Spielzeug, das einen dazu animiert, eine Welle nach der anderen abzureiten. Pro: Pures Twinserfeeling für sensationelle Wellenritte. Contra: Benötigt längere Eingewöhnungszeit.

Naish Wave 80

Fazit: Kompromissloses Twinser-Waveboard zum Einsatz in Wellen jeder Größe. Dank der guten Gleiteigenschaften mit hohem Spaßpotenzial in jeder Wellenhöhe.

Board-Ergebnisse Angleiten Geschwindigkeit Top End Control Manövereigenschaften

Der erste Eindruck Der Naish Wave 80 sieht nach einem konventionellen Waveboard-Shape aus: Dünnes Heck, spitzes Pintail und viel Tucked-Under-Edge weit hinten im Heck sind nur einige Merkmale. Die Pads machen einen guten, großzügigen und dank der Doppelpolsterung weichen Eindruck. Auch die Schlaufen sind angenehm weich und die hintere Position ist variabel in drei Plugreihen wählbar. Auf Höhe der Mastschiene zieht sich eine Extrakante auf dem Deck entlang der Rails (Step Rail). Das soll Stabilität bringen und das Board versteifen. Das Unterwasserschiff ist vorne plan, geht Richtung Heck in eine Doppelkonkave mit leichtem V über, das in der Boardmitte am deutlichsten ist und dann immer weiter ausläuft. Auf Höhe der Fußschlaufen verschwindet dann das V ganz und das Unterwasserschiff ist vor der Finne nur noch doppelkonkav.

E n g e Tu r n s

Board-Ergebnisse Angleiten Geschwindigkeit Top End Control Manövereigenschaften E n g e Tu r n s

Weite Turns Benutzerfreundlichkeit

Eignung Bedingungen

Onshore

Fahrergewicht Könnensstufe

Leicht Fortge.Mittel Anfänger Experte Schwer Pro Leicht

Fahrergewicht Disziplin

Fazit: Das Hardcore-Waveboard aus dem Hause Naish macht seinem Namen alle Ehre und macht auf der Welle dank seiner variablen Carvingeigenschaften wirklich eine Menge Spaß. Insbesondere leichte und mittelschwere Windsurfer sind mit dem Board gut beraten.

Wave

S. Onshore Side Shore S. Offshore

Mittel

Schwer

Freestyle Freemove Freeride

Fahreigenschaften Auf der dank Videoanimationen sehr guten Homepage von Naish (www.naishsails.com) sagt es Produktmanager Michi Schweiger grob übersetzt so: „Der Wave ist für dich das richtige Board, wenn du in Wellen windsurfst und nicht auf Flachwasser.“ Dem haben wir nichts hinzuzufügen. Der Wave 80 von Naish braucht etwas mehr Druck im Segel, um in die Hufe zu kommen. Er ist ein Starkwindwaveboard, dessen Performance insbesondere dann richtig zum Vorschein kommt, wenn andere Boards schon überpowert sind. Einmal in Fahrt, beschleunigt er schnell auf einen guten Topspeed. Insbesondere in kabbeligen Bedingungen machen sich die Pads und Schlaufen positiv bemerkbar. Man merkt immer noch, dass man auf einem Naish-Board steht, da es sehr direkt und unmittelbar das Feedback vom Wasser an den Fahrer wiedergibt. Jedoch ist das Feedback nun dank der weichen Unterlagen wesentlich angenehmer. Der Naish Wave ist auch im überpowerten Zustand nicht nervös und überfordert so den Piloten zu keiner Zeit.

Weite Turns Benutzerfreundlichkeit

Eignung Bedingungen

Onshore

Fahrergewicht Könnensstufe

Leicht Fortge.Mittel Anfänger Experte Schwer Pro Leicht

Fahrergewicht Disziplin

Wave

S. Onshore Side Shore S. Offshore

Mittel

Schwer

Freestyle Freemove Freeride

Manövereigenschaften Auf der Welle ist der Wave zu Hause. Erstaunlicherweise braucht es keinen hohen technischen Input, um möglichst viel aus ihm herauszukitzeln. Die Kurvenradien sind sehr variabel zu fahren und auch hinsichtlich der Belastung lässt einem das Board alle Optionen offen. Man kann es über den vorderen Fuß fahren, um durch lang gezogene Turns zu jagen. Dabei hält das Board dann gut seinen Speed, je weiter man sich nach vorne schmeißt. Über den hinteren Fuß gefahren lässt der Wave 80 erstaunlich enge Turns zu. Man schießt vertikal gegen das Face der Welle und jagt dann mit einem harten, engen Cut Back die Welle wieder hinunter. Auf der Welle macht das Board wirklich eine Menge Spaß.

Länge (cm) Breite (cm) Volumen (l) Gewicht (kg) Finne (cm) Segelgrößen (m2) Vertrieb Telefon Homepage Preis

225 59 84 6,1 2x16,5 (US) 4.0-5.7 Boards and more GmbH +49 89 666550 mistral.com 1599,- €

Pro: Wellenreitperformance, Kontrolle. Contra: Braucht ordentlich Wind.

Länge (cm) Breite (cm) Volumen (l) Gewicht (kg) Finne (cm) Segelgrößen (m2) Vertrieb Telefon Homepage Preis

237 56 80 6,5 21,5 (US) 3.7-5.7 Powertrading GmbH +49 431 319770 naishsails.com 1599,- €

windsurfing jahrbuch 2009/2010


waveboards 85 l

110

Ta bou Da Cur ve 85 TE

Der erste Eindruck Man nehme einen normalen Da Curve, setze anstatt einem zwei Finnenkästen ins Heck und fertig ist der Twinser. Alle vier Größen (69, 73, 79 und 85 Liter) der Da-Curve-Palette 2009 gibt es in beiden Finnenvarianten, wobei die Team Edition jeweils die Twinser bezeichnet. Die Standard-Schlaufen sind gut, die dick gepolsterten Fußpads sehr bequem und die beiden mitgelieferten Finnen sind hochwertige G10Modelle. Wie seine kleinen Geschwister hat der 85er eine doppelte Plugreihe. Mit einer Breite von 56 Zentimetern gehört auch die 85-Liter-Variante zu den schmaleren Waveboards. Dadurch wirkt auch das Pintail recht schmal, die Kanten noch im vorderen Bereich voluminös. Fahreigenschaften Hatten wir bei den kleineren Da Curves in bisherigen Tests immer das Gefühl, dass sie weniger Liter haben als angegeben, vermittelt einem der 85er auch wirklich die Sicherheit dieser Volumenklasse. Mit genug Druck im Segel geht der Da Curve gut los, man sollte sich jedoch etwas auf das Board einlassen und kommt umso schneller ins Gleiten, je mehr man es aktiv unterstützt. Es beschleunigt eher gleichmäßig denn explosiv auf eine gute Endgeschwindigkeit. In normaler Geradeausfahrt ist der Da Curve TE sehr laufruhig und damit auch für nicht so geübte Piloten jederzeit kontrollierbar. Egal, wie sehr man ihn auch versucht zu treten, ab einer gewissen Geschwindigkeit geht es nicht schneller, sodass man entspannt nach einer neuen Welle Ausschau halten kann. Wie bei allen Twinsern läuft auch der Da Curve TE sehr gut Höhe und man ist nach einem Wellenritt schnell wieder zurück am Peak.

Fazit: Der Da Curve 85 TE ist ein sehr schönes Spielzeug auch in nicht so sensationellen Wellen, da Radien auf der Welle sehr vielseitig zu fahren sind und Fahrer aller Gewichtsklassen damit ihren Spaß haben werden.

Board-Ergebnisse Angleiten Geschwindigkeit Top End Control Manövereigenschaften E n g e Tu r n s Weite Turns

Contra: Als echtes Twinserwaveboard für den Einsatz ausschließlich in Wellen nicht zu kritisieren.

windsurfing jahrbuch 2009/2010

Der erste Eindruck Die Fanatic NewWave Team Edition geht im Vergleich zum Vorjahr unverändert ins neue Jahr. Die 81-Liter-Variante ist aber nicht mehr der größte Shape, es gibt nun auch noch eine 91er-Version für die Bier- und Dönerliebhaber unter uns. Nach unten wird die Palette durch eine 69- und eine 75-Liter-Variante ergänzt. Es werden zwei Bauweisen angeboten. Wir hatten die hochwertige Team Edition im Test und so war es nicht verwunderlich, dass der NewWave zu den leichtesten Boards der Gruppe gehörte. Das Domedeck ermöglicht einen angenehmen Stand, die guten Standard-Schlaufen sitzen auf schönen, dicken Pads. Scharfe Rails und ein schmales Pintail kennzeichnen den Shape. Das Unterwasserschiff ist etwas für Philosophen und wahrscheinlich nur durch die computergestützte Shapeentwicklung möglich: Es hat im vorderen Bereich eine deutliche Doppelkonkave, Richtung Heck wird diese jedoch immer mehr zur Monokonkave, da die Wölbung im Zentrum des Boards immer weiter verschwindet. Die gute G10-Finne hat ein breites Tip.

Benutzerfreundlichkeit

Eignung Bedingungen

Onshore

Fahrergewicht Könnensstufe

Leicht Fortge.Mittel Anfänger Experte Schwer Pro Leicht

Fahrergewicht Disziplin

Wave

S. Onshore Side Shore S. Offshore

Mittel

Schwer

Freestyle Freemove Freeride

Fahreigenschaften Von unserem letzten Jahrbuchtest hatten wir den NewWave 75 in sehr guter Erinnerung. Der 81er steht seinem kleinen Bruder in nichts nach. Er ist in diesem Test das Board, das am meisten technischen Input fordert, dafür den Piloten dann aber mit fast grenzenloser Performance belohnt. Es ist das schnellste Board der Gruppe, während des Topspeeds aber sehr sportlich zu fahren und man muss sich etwas mehr konzentrieren als bei den Mitbewerbern. Wenn man es schafft, mit High Speed am Wellenface anzukommen, springt man mit dem NewWave locker eine Etage höher als erwartet. Die Beschleunigung ist ähnlich explosiv, jedoch verlangt das Board aufgrund seines reinrassigen Waveboardshapes ordentlich Druck im Segel. Damit soll nun aber nicht gemeint sein, dass das Board schlecht angleitet. Erstaunlicherweise geht es wirklich gut los und auch die schweren Fahrer hatten mit dieser Performance keine Probleme.

Fazit: Der NewWave ist ein radikales Downthe-line-Waveboard, das aber aufgrund seiner hohen Gleit- und Geschwindigkeitsperformance auch auf der Nordsee Spaß macht, da man sich mit ihm richtig rausschießen kann.

Board-Ergebnisse Angleiten Geschwindigkeit Top End Control Manövereigenschaften E n g e Tu r n s Weite Turns

Eignung Bedingungen

Onshore

Fahrergewicht Könnensstufe

Leicht Fortge.Mittel Anfänger Experte Schwer Pro Leicht

Fahrergewicht Disziplin

Wave

S. Onshore Side Shore S. Offshore

Mittel

Länge (cm) Breite (cm) Volumen (l) Gewicht (kg) Finne (cm) Segelgrößen (m2) Vertrieb Telefon Homepage Preis

239 56 85 6,6 2x16 (US) 4.2-6.0 New Sports GmbH +49 2234 933400 tabou-boards.com 1599,- €

Pro: Bei hohem technischen Input grenzenlose Performance für alle Gewichtsklassen. Contra: Nicht so versierte Waver sollten eher den AllWave nutzen.

Schwer

Freestyle Freemove Freeride

Manövereigenschaften Die radikalen Fahreigenschaften haben natürlich einen hohen Einfluss auf das Verhalten des Boards in Manövern. In den Bottom Turn gefahren nimmt die ohnehin schon hohe Geschwindigkeit weiter zu und man fährt mit High Speed der brechenden Welle wieder entgegen. Gerade in langen Turns über den vorderen Fuß gefahren gleicht das einem Husarenritt und es sollte möglichst kein Chop auf der Welle sein, damit man den Move übersteht. Man kann jedoch auch mit gleichmäßiger Druckverteilung auf beide Füße engere Turns fahren und steil vertikal wieder die Welle hochschießen. Mit höherem technischen Input sind die Manövereigenschaften wirklich sensationell. Allerdings muss man die ganze Zeit über hellwach sein und sich voll und ganz auf das Board einlassen.

111

Fanatic NewWave Twin 84

Benutzerfreundlichkeit

Manövereigenschaften Der Da Curve TE ist auf der Welle ein Kracher. Man spürt deutlich, dass er noch enger in die Kurve zu treten ist als sein Singlefin-Kollege. Daher braucht man nie sehr weit vom brechenden Teil der Welle wegzufahren und kann so gerade auch Nord- und Ostseewellen anständig zerlegen. Wir verstehen nach wie vor nicht, warum uns viele Profis weismachen, Twinser wären nur für perfekte Bedingungen geeignet. Der Da Curve jedenfalls beweist das Gegenteil, denn perfekt waren unsere Testbedingungen in Dänemark sicherlich nicht, Spaß hatten wir aber trotzdem jede Menge. Den 85er kann man sowohl über den vorderen Fuß als auch mit gleichmäßiger Druckverteilung über beide Füße sehr schön in den Bottom Turn treten, ohne dass er an Geschwindigkeit verliert.

Pro: Fahrkomfort, sehr vielseitig hinsichtlich der Kurvenradien.

Fanatic NewWave 81

waveboards 85 l

Der erste Eindruck Drei unterschiedliche Größen sind vom NewWave Twin verfügbar. Neben einer 72- und einer 78-LiterVariante ist das größte Board mit 84 Litern ausgestattet und dieses hatten wir hier im Test. Den Twinser von Fanatic gibt es ausschließlich in der hochwertigen Team Edition. Die Ausstattung des Boards ist sehr gut. Gute Schlaufen, hervorragende Pads und zwei 16,5 Zentimeter lange G10-Finnen gehören serienmäßig zum Board. Es unterscheidet sich deutlich von seinen Geschwistern, dem NewWave und dem AllWave. Es wirkt wesentlich runder und kompakter und hat über das ganze Deck hinweg eine deutliche Wölbung (Domedeck). Das Heck läuft in einem spitzen Pintail aus, die Kanten sind dünn und scharf. Fahreigenschaften Das gewölbte Deck passt sich perfekt der Ergonomie der Fußsohle an und so steht man schon in Dümpelfahrt sehr bequem auf dem Board. Hinsichtlich der Angleitleistung steht es den besten Waveboards der Gruppe in nichts nach. Das Board hat zwei Modi: Man kann entspannt über das Wasser gleiten und es dabei belassen. Es erreicht dann eine gute Geschwindigkeit und gleitet auch längere Windlöcher problemlos durch. Die Finnen verlieren nie an Führung und auch nicht so versierte Fahrer werden mit dem Board eine Menge Spaß haben. Was jedoch gerade die Experten ansprechen dürfte, sind die Fahrleistungen des NewWave Twin, wenn man ihm die Sporen gibt. Wenn man es drauf anlegt, beschleunigt das Board explosiv auf eine sehr hohe Geschwindigkeit und man fliegt den Twinserkollegen davon. Gerade in typischen Nordseebedingungen kann man mit dem NewWave Twin zwischen kurz aufeinanderfolgenden Wellen supergut beschleunigen, um sich dann in den Orbit zu schießen. Im „Experten-Modus“ ist das Board unserer Meinung nach das schnellste Twinserboard. Aber Vorsicht: kein Vorteil ohne Nachteil. Wenn man angenagelt über das Wasser fliegt, muss man schon mit dem Kopf bei der Sache sein!

Fazit: Der NewWave Twin ist unserer Meinung nach eines der besten Twinser-Waveboards auf dem Markt. Dank seiner Vielseitigkeit werden sowohl Welleneinsteiger, aber vor allem auch die fortgeschrittenen Piloten unbegrenzten Fahrspaß erleben. Unser Lieblingsboard. Sehr empfehlenswert.

Board-Ergebnisse Angleiten Geschwindigkeit Top End Control Manövereigenschaften

239 56,5 81 6.0 25 (US) 3.7-6.0 Boards and more GmbH +49 89 66655241 fanatic.com 1699,- €

Pro: Enorme Vielseitigkeit und höchstmögliche Performance. Contra: Macht süchtig.

Der erste Eindruck Der JP Twinser Wave 84 Pro ist das größte Board aus der Range (76, 68 Liter). Die Boards sind in zwei unterschiedlichen Bauweisen lieferbar: in einer FullWood-Sandwich-Version (günstiger, schwerer) und in der von uns getesteten, leichteren und teureren Pro Edition. Werner Gnigler ist verantwortlich für den Shape, der auf den ersten Blick harmonisch und vertraut erscheint. Man könnte fast meinen, man habe ein normales Waveboard der australischen Marke vor sich. Der Unterwassershape geht an der Nose mit einem flachen Bereich los, geht dann in eine Monokonkave über, diese wird zu einer Doppelkonkave, aus der dann zwischen den Schlaufen ein leichtes V herausguckt, um am Ende in einem V auszulaufen. Alles klar?! Die Pad-Schlaufen-Kombi ist wie immer bei JP einfach super.

E n g e Tu r n s

Benutzerfreundlichkeit

Eignung Bedingungen

Onshore

Fahrergewicht Könnensstufe

Leicht Anfänger

Fahrergewicht

Leicht

Disziplin

Fazit: Ein harmonisches Twinser-Waveboard mit sehr ausgewogenen Fahreigenschaften und leicht zugänglichem Potenzial. „Plug and Play“ par excellence. Sehr empfehlenswert.

Board-Ergebnisse Angleiten Geschwindigkeit Top End Control Manövereigenschaften E n g e Tu r n s

Weite Turns

Wave

S. Onshore Side Shore S. Offshore Fortge.MittelExperte Schwer Pro Mittel

Schwer

Freestyle Freemove Freeride

Manövereigenschaften Sensationell. Mehr bräuchten wir eigentlich nicht zu schreiben. Es ist im Grunde egal, wie gut du bist, ob du über den vorderen oder den hinteren Fuß fährst, enge oder weite Turns bevorzugst. Der NewWave Twin macht einfach alles mit und ist hinsichtlich seiner Vielseitigkeit auch bei dieser Eigenschaft Klassenprimus. Die Rails greifen hervorragend und dank der ausgewogenen Volumenverteilung sind superenge Turns möglich, ohne das Board zu stark auszubremsen. Die Twinser sorgen für perfekte Führung und selbst in choppy Bedingungen tendiert das Board nicht dazu, aus der Kurve zu fliegen.

Länge (cm) Breite (cm) Volumen (l) Gewicht (kg) Finne (cm) Segelgrößen (m2) Vertrieb Telefon Homepage Preis

JP Twinser 84 Pr o

Fahreigenschaften An das JP-Board muss man sich überhaupt nicht gewöhnen. Ganz im Gegenteil: Man steigt drauf, fährt los und fühlt sich sofort wohl. Es bietet sehr ausgewogene Fahreigenschaften mit gutem Gleit- und Geschwindigkeitspotenzial. Es ist sehr einfach zu kontrollieren und wird damit gerade auch TwinserEinsteigern sein Potenzial zugänglich machen. Beim Dümpeln liegt es erstaunlich stabil im Wasser und bietet, den Mastfuß in der mittleren Position fahrend, sicherlich mit das beste Angleitverhalten der Gruppe, was vor allem den schwereren Fahrern zugutekommt. Hinsichtlich der Endgeschwindigkeit sind wir uns sicher, dass es mindestens genauso schnell wie ein Single-Fin-Board ist, allerdings läuft es um Welten besser Höhe, sodass man nach seinen Turns auf der Welle wieder schnell an seinen Ausgangspunkt zurückkommt. Während der normalen Gleitfahrt fühlt sich das Board sehr schön loose an, ohne dass man jemals das Gefühl hat, es könnte wegrutschen. Man hätte ja eigentlich erwarten dürfen, dass Kaulis Spielzeug ein Spezialistenboard ist, jedoch wurden wir vom genauen Gegenteil überrascht.

Weite Turns Benutzerfreundlichkeit

Eignung Bedingungen

Onshore

Fahrergewicht Könnensstufe

Leicht Anfänger

Fahrergewicht

Leicht

Disziplin

Wave

S. Onshore Side Shore S. Offshore Fortge.MittelExperte Schwer Pro Mittel

Schwer

Freestyle Freemove Freeride

Manövereigenschaften Das Board turnt superharmonisch, verliert nie die Führung und ermöglicht dem Fahrer, mit gleichbleibendem Speed durch die Kurve zu kommen. Der Halsenradius ist nicht ganz so variabel wie bei dem besten Board der Gruppe, und um in wirklich extrem enge Turns zu fahren, benötigt das Board viel Druck auf dem vorderen Fuß, damit es mit gleichbleibender Geschwindigkeit wieder Richtung Wellenface fährt. Nicht ganz so versierte Wavepiloten werden die Manövereigenschaften sehr zu schätzen wissen, da das Board einen niemals überfordert. Länge (cm) Breite (cm) Volumen (l) Gewicht (kg) Finne (cm) Segelgrößen (m2) Vertrieb Telefon Homepage Preis

234 57,5 84 6,0 2x16,5 (US) 4.2-6.2 Boards and more GmbH +49 89 66655241 fanatic.com 1699,- €

Pro: Draufstellen – wohlfühlen. Contra: Nichts zu kritisieren.

Länge (cm) Breite (cm) Volumen (l) Gewicht (kg) Finne (cm) Segelgrößen (m2) Vertrieb Telefon Homepage Preis

234 57 84 6,1 2x17,75 (US) 4.5-6.2 Pryde Group GmbH +49 89 6650490 jp-australia.com 1699,- €

windsurfing jahrbuch 2009/2010


waveboards 85 L

112

Starboar d Evil Twin 80

crossoverboards 95 l

c r o s s o v e r b o a r d s 95l

113

Starboard Kode 94 Technora

Ta bou 3S 97

Hatten wir im vergangenen Jahr Boards um die 95 Liter noch in eine Wave- und in eine Crossoverkategorie eingeteilt, haben wir in diesem Jahr nur noch eine Gruppe für dich am Start, da wir nicht mehr 16, sondern „nur noch“ elf Kandidaten unter die Lupe genommen haben. Den Beschreibungen wirst du allerdings deutlich entnehmen können, ob die einzelnen Kandidaten eher reine Wellenschlitzer sind oder sich eher für den Bumpand-Jump-Einsatz eignen. Die Zusammenlegung der beiden oben genannten Kategorien hätte eine konkrete Top-5-Empfehlung natürlich noch schwerer gemacht, da die Boards teilweise große Unterschiede hinsichtlich ihres optimalen Einsatzbereichs aufweisen und wir von daher nicht einfach ein eher wavelastiges Board hätten empDer erste Eindruck Starboard hat dieses Jahr zwei Twinser-Größen im Programm. Die von uns gefahrene 80-Liter-Variante und eine um sechs Liter kleinere 74er. Beide Boards werden in zwei Bauweisen angeboten: in Wood und in Wood Carbon. Letztere hatten wir hier im Test. Das Board erinnert beim ersten Hinschauen an den Evo, wirkt lediglich etwas gestreckter und nicht ganz so pummelig. Das Heck hat ein niedliches Swallotail. Das Unterwasserschiff hat im vorderen Bereich eine ausgeprägte Monokonkave, die bis zu den vorderen Schlaufen in eine Doppelkonkave übergeht. Dann kommt noch ein V dazu, während sich die Doppelkonkave abschwächt, bis dann am Heck nur noch ein V zu finden ist. Das Board hat gute Pads und einfach verstellbare Schlaufen. Die Finnen sehen aufgrund ihrer Flächenverteilung am deutlichsten nach Finnen aus dem reinen Wellenreitbereich aus. Fahreigenschaften Der Evil Twin fühlt sich etwas kleiner als 80 Liter an, weist jedoch im Vergleich zur 74-Liter-Variante deutliche Fahrleistungsunterschiede auf. Kennt man den Evo, ist der erste Eindruck auf dem Wasser gleich ein sehr vertrauter. Denn auch der Evo hat trotz seiner kurzen und breiten Ausmaße hervorragende Gleiteigenschaften und carvt spielerisch durch die Wellen. Dabei steht der Evil Twin mit ihm auf einem Level. Während der normalen Gleitfahrt zieht das Board wie alle Twinser sehr gut Höhe und man hat hinsichtlich der Stabilität des Hecks fast den Eindruck, man stünde auf einem Single-Fin-Board. Wie auch der Mistral Twinzer ist der Evil Twin keine Hochgeschwindigkeitsgranate, jedoch sollen das die Twinserboards auch gar nicht sein. Auch beim Starboard waren wir davon beeindruckt, überhaupt keine Nachteile gegenüber „normalen“ Waveboards in Kauf nehmen zu müssen.

Fazit: Wer den Evo mag und nun auf der Suche nach einem Board ist, das – ohne zu extrem zu sein – looser am Fuß hängt, ist mit dem Evil Twin bestens beraten. Er macht auf der Welle alle möglichen Turnradien mit und wartet darüber hinaus noch mit einer guten Gleitperformance auf.

fehlen wollen, obwohl du vielleicht eher auf Allroundeigenschaften aus bist. Deshalb hier unsere Kurzcharakteristik: Dir wird der … Exocet Cross II 94 gefallen, wenn du eines der besten Crossoverboards auf dem Markt suchst, das zum einen mit tollen Fahreigenschaften und zum anderen mit einer Menge Komfort punktet.

Board-Ergebnisse Angleiten

Exocet X-Wave 93 gefallen, wenn du ein sehr komfortables Leichtwind-

Geschwindigkeit

waveboard suchst, mit dem du auf dem Wasser noch Spaß hast, wenn die Cracks

Top End Control

schon wieder am Strand sitzen.

Manövereigenschaften E n g e Tu r n s

F2 Rebel 91 gefallen, wenn du ein Board suchst, das zwar in der Welle

Weite Turns

wirklich Potenzial hat, aber daneben auch noch auf Flachwasser im Free-

Benutzerfreundlichkeit

moveeinsatz durchaus Stärken aufweist.

Eignung

Fanatic AllWave 92 gefallen, wenn du ein Board in dieser Volumenklasse suchst,

Bedingungen

Onshore

Fahrergewicht Könnensstufe

Leicht Fortge.Mittel Anfänger Experte Schwer Pro Leicht

Fahrergewicht Disziplin

Wave

S. Onshore Side Shore S. Offshore

Mittel

Schwer

Freestyle Freemove Freeride

das als reines Waveboard eingesetzt zu den besten dieser Gruppe gehört. Fanatic FreeWave 95 gefallen, wenn du das Benchmark-Board dieser Klasse dein Eigen nennen möchtest, das sowohl im Wave- als auch im Freemoveeinsatz überzeugt. JP RealWorldWave 92 gefallen, wenn du ein großes Waveboard mit sensationellen Carvingeigenschaften für unterschiedlichste Wellenbedingungen suchst. Mistral Style 95 gefallen, wenn du das unserer Meinung nach beste Allroundboard dieser Gruppe suchst. Unglaubliche Performance, schnell, leicht, wendig.

Manövereigenschaften „Evil“ heißt wörtlich übersetzt nicht nur böse, sondern auch schlecht und übel. Zum Glück kann man diese Bezeichnungen hinsichtlich der Manövereigenschaften überhaupt nicht mit dem Board in Verbindung bringen und der Name klingt ja auch einfach gut. Auf der Welle zeigt sich das Board wie sein Bruder Evo sehr variabel. Ob über den vorderen oder hinteren Fuß gefahren, der Evil Twin macht alles mit. Er fühlt sich dabei nicht ganz so bissig an wie mancher Mitbewerber, ermöglicht aber auch nicht so versierten Windsurfern, mit tollen Turns die Wellen zu rippen.

Einfach sensationell. Mistral Twinzer 92 gefallen, wenn du ein reines Waveboard suchst, das dank seiner zwei kleinen Finnen unterschiedlichste Radien ermöglicht. Naish All Terrain 95 gefallen, wenn du unbegrenzten Spaß im Bump-and-JumpEinsatz suchst und allen anderen davonfahren möchtest. Starboard Evo XTV 90 gefallen, wenn du mit einem Klassiker aus den schlechtesten Wellenbedingungen mit dem meisten Spaß hervorgehen willst.

Pro: Tolle Fahreigenschaften wie der Evo, hängt dabei nur looser am Fuß. Contra: Nicht ganz so bissig wie andere Waveboards.

Länge (cm) Breite (cm) Volumen (l) Gewicht (kg) Finne (cm) Segelgrößen (m2) Vertrieb Telefon Homepage Preis

232,5 58 80 6,1 2x16 (US) 4.0-6.0 APM Marketing GmbH +49 89 89511170 star-board.com 1749,- €

Der erste Eindruck Der Kode 94 ist das viertgrößte Board, der aus acht Brettern bestehenden Kode-Reihe von Starboard. Die Bretter gibt es den Bauweisen Technora, Wood und einer teuren und leichten Edelversion Wood/Carbon. Der Kode vereint den Acid und das Kombat aus 2008 in eine Serie. Das Unterwasserschiff besteht aus dem für Starboard typischen V, welches in der Nose ausgeprägter als am Heck ist. Das 94 hat im Gegensatz zu den kleineren Boards der Kode-Serie keine Heel Bumpers. Das soll dem Brett ein direkteres Fahrgefühl geben. Die Schlaufen sind gut und leicht verstellbar (allerdings nur für Barfußfahrer) und geben guten Halt. Fahreigenschaften Auch wenn man noch nicht gleitet, liegt der Kode stabil und ausbalanciert im Wasser und fühlt sich genauso groß an wie draufsteht. Man kann locker Segel bis zu einer Größe von 6.4 Quadratmeter mit dem Brett kombinieren. Sowie eine Böe ins Segel drückt, geht der Kode in Gleitmodus. Ohne Probleme setzt er den Vortrieb sofort um. Das Brett beschleunigt gut, gleichmäßig, aber nicht explosiv auf eine gute Endgeschwindigkeit. Wie schnell man dann am Ende wirklich unterwegs ist, stellt sich erst bei Vergleichsfahrten heraus. Als Pilot merkt man alleine nicht, dass der Kode wirklich schnell wird, weil es zu keiner Zeit problematisch wird, die Kontrolle zu behalten. Der Charakter des Boards verändert sich sehr stark, wenn man die Schlaufenposition von innen nach außen ändert. Dann kann man ordentlich Druck auf die Kanten geben und freerideähnliche Fahreigenschaften entdecken. Das Brett hat ein ausgeprägtes V, schneidet damit einfach durch Kabbelwasser und bleibt immer laufruhig. Es fährt sich weich und reagiert prompt auf Fußsteuerung.

Könnensstufen und Einsatzbereiche suchst.

Pro: Ein wirklich guter Alleskönner, der einfach zu fahren ist und eine breite Masse anspricht.

Tabou 3S 97 gefallen, wenn du Fahrkomfort vom anderen Stern gepaart mit

Contra: Als One-Board-only nicht zu kritisieren.

Achtung! Wir haben in diesem Jahrbuch die Produkte nicht alpha-

Board-Ergebnisse Angleiten Geschwindigkeit Top End Control Manövereigenschaften E n g e Tu r n s Weite Turns Benutzerfreundlichkeit

Eignung Bedingungen

Onshore

Fahrergewicht Könnensstufe

Leicht Fortge.Mittel Anfänger Experte Schwer Pro Leicht

Fahrergewicht Disziplin

Wave

S. Onshore Side Shore S. Offshore

Mittel

Schwer

Freestyle Freemove Freeride

Manövereigenschaften Der Kode liebt es, wenn man Druck auf eine Kante gibt. Die Kanten greifen unglaublich gut und durch das gewölbte Deck im Heck ist es einfach, die Kanten entsprechend zu belasten. Mit viel Kraft schneidet das Brett problemlos durch Kabbelwasser und bleibt immer ruhig und verspringt nicht. Im Turn ist das Brett extrem vielseitig und verliert kaum an Geschwindigkeit. Für enge Turns braucht man etwas technisches Fahrkönnen. Insgesamt fühlt sich der 94 durchaus wohl in der Welle. Wir waren allerdings noch mehr von den Freestylefähigkeiten beeindruckt. Das Brett kommt supereinfach von der Wasseroberfläche frei und die Kombination aus Kantenshape, Unterwasserschiff und Outline lassen das Board kontrolliert rückwärts gleiten. Zum Freeriden ist es von Vorteil, hinten zwei Schlaufen aufs Deck zu schrauben. Man kann extrem viel Druck auf die Finne geben und einfach nur Vollgas geben. Dann fährt das Brett fast nur noch mit der Finne im Wasser. Es ist fast unnötig zu erwähnen, dass die Kontrolle immer noch einfach und herausragend ist. Auch in Kabbelwasser ist es kein Problem zu rasen.

Starboard Kode 94 gefallen, wenn du einen fantastischen Alleskönner für alle

einem riesigen Einsatzbereich suchst. DAS One-only-Board schlechthin!

Fazit: Es reicht fast, das Pro und Contra zu lesen. Der Kode ist ein fantastischer Alleskönner mit einem weichen Charakter, der durch nichts aus der Ruhe zu bringen ist. Der Windbereich ist ebenfalls beeindruckend.

Der erste Eindruck Für 2008 ist die Baureihe basierend auf Kundenrückmeldungen komplett überarbeitet worden. Und so hat man den Shape für die neue Saison bei den beiden großen Versionen (97; 107) unverändert gelassen und nur an den beiden kleineren Boards (76; 86) den Shape verfeinert. Der 3S 97 sollte nach seinem Relaunch 2008 verbesserte Drehfreudigkeit und Eigenschaften in der Welle bei gleichbleibend guter Nutzerfreundlichkeit bieten. Außerdem sollte das redesignte Brett schneller beschleunigen und eine höhere Endgeschwindigkeit erreichen. Für diesen Zweck ist das Heck schmaler geschnitten und auch die Rails wurden verdünnt, um den Kurvengriff zu erhöhen. Der Rocker wurde ebenfalls überarbeitet. Das Unterwasserschiff zeigt ein einfaches durchgehendes V bis zum Spockspoiler im Heck. Zwei Bauweisen stehen zur Auswahl: die Standardversion sowie eine Limited-Version. Die Ausstattung des 97 ist gut: Dual-Density-Footpads, innen und außen liegende Schlaufenpositionen und eine 32-cm-Freeridefinne (PB). Fahreigenschaften Seine rundliche Outline macht den 3S zu einer stabilen Plattform beim Dümpeln, auch wenn er sich sehr kompakt anfühlt. Er gleitet erstaunlich früh an, umso mehr, wenn man die an sich bremsende Wirkung des Heckspoilers in Betracht zieht. Sogar bei passiver Fahrweise gewinnt er schnell an Fahrt. Die schlechten Schlaufen vom Vorjahr wurden durch verbesserte Versionen ersetzt und geben keinen Grund mehr zur Beanstandung. Die Pads sind ebenfalls nicht mehr so rutschig wie beim Vorgängermodell, sodass man nun einen guten und sicheren Stand an Bord hat, um auch Freestylemanöver mit dem Brett zu machen. Der 97 ist nicht das schnellste Brett, aber selbst im härtesten Kabbelwasser noch gutmütig und deswegen leicht zu kontrollieren, wodurch er in anspruchsvollen Bedingungen oft genauso schnell ist wie Bretter mit grundsätzlich höherem Speedpotenzial.

Fazit: Der 3S 97 hat ein sehr großes Potenzial und zeichnet sich durch frühes Gleiten und enorme Kontrolle in allen Lagen aus. Das Halsenverhalten wird Aufsteiger begeistern. Mit weniger freerideorientierter Finne ist auch der Einsatz in Freestyle und Welle kein Problem und so können wir dir das Board empfehlen.

Board-Ergebnisse Angleiten Geschwindigkeit Top End Control Manövereigenschaften E n g e Tu r n s Weite Turns Benutzerfreundlichkeit

Eignung Bedingungen

Onshore

Fahrergewicht Könnensstufe

Leicht Fortge.Mittel Anfänger Experte Schwer Pro Leicht

Fahrergewicht Disziplin

Wave

S. Onshore Side Shore S. Offshore

Mittel

Schwer

Freestyle Freemove Freeride

Manövereigenschaften Das Halsenverhalten des 3S spiegelt die Performance beim Geradeausfahren wider: Das Brett fühlt sich ungeheuer kontrolliert an und kommt auch bei niedriger Geschwindigkeit nicht aus dem Gleiten – es ist somit sehr gut für Halsenlerner geeignet. Im Bottom Turn ist es sowohl auf lang gezogene Carves als auf aggressive enge Kurven ausgelegt. In kleinen und mittleren Wellen macht der 3S die beste Figur, lässt sich gut Richtung Wellenface drehen und erleichtert mit seinem breiten Bug gegen das Weißwasser gefahrene Cut Backs. Der 3S lässt sich für Freestylemanöver leicht aus dem Wasser bekommen, die mitgelieferte Finne ist aber für diesen Einsatzbereich zu groß. Auch auf der Welle hatten wir das Gefühl, dass eine kleinere und weniger freerideorientierte Finne die Eignung für enge Carves deutlich verbessern könnte. Länge (cm) Breite (cm) Volumen (l) Gewicht (kg) Finne (cm) Segelgrößen (m2) Vertrieb Telefon Homepage Preis

237 62 94 7,1 28 (US) 4.5-6.5 APM Marketing GmbH +49 89 89511170 star-board.com 1299,- €

Pro: Angleiten, butterweiches Durchqueren selbst übelsten Kabbelwassers, Kontrolle. Contra: Bei der tollen Allroundperformance ist nichts zu kritisieren.

Länge (cm) Breite (cm) Volumen (l) Gewicht (kg) Finne (cm) Segelgrößen (m2) Vertrieb Telefon Homepage Preis

237 62 97 7,1 28 (PB) 4.2-6.5 New Sports GmbH +49 2234 933400 tabou-boards.com 1299,- €

betisch, sondern aufsteigend nach Verkaufspreisen sortiert! windsurfing jahrbuch 2009/2010

windsurfing jahrbuch 2009/2010


crossoverboards 95 l

114

Naish AllTer r ain 95

Der erste Eindruck Die All-Terrain-Reihe ist 2008 neu ins Naish-Line-up gesurft und machte ihrem Namen auf Anhieb alle Ehre. Bereits im letzten Jahr hatten wir die 95-Liter-Variante im Test und sie begeisterte uns als universelles Bump-andJump-Board. Und so wurde im Vergleich zum Vorjahr bis auf eine marginale Designveränderung der Shape nicht angefasst. Wie auch bei den Waveboardserien sind Harold Iggy und Rick Naish für diese Linie verantwortlich. Zwei Finnen werden serienmäßig mit den All Terrains geliefert und sollen das Abstimmen auf unterschiedliche Bedingungen erleichtern. Im Falle des 95 sind es zwei unterschiedlich lange (25 und 28 Zentimeter) Freewave-/ Freeridefinnen. Wie bei den anderen Naish-Boards ist die Ausstattung mittlerweile sehr gut. Die Dual-DensityDeckpads einschließlich Wulst unter dem hinteren Fuß finden wir sensationell. Vielfältige Fußschlaufenpositionen und die festen, aber guten Schlaufen machen ebenfalls einen guten Eindruck. Das Brett wird mit Holzeinlagen, Carbonstringern unter den Kanten und zusätzlichen TT-Aramidverstärkungen gebaut. Ein platter Bugbereich mit Bevel, der in Doppelkonkaven im mittleren Brettbereich übergeht und mit einfachem V unter den Fußschlaufen und im Heck abschließt, bestimmt das Unterwasserschiff. Fahreigenschaften Der All Terrain ist ein für Freizeitsurfer sensationell geeigneter Allrounder! Er gleitet früh an. Nach Überschreiten der Gleitschwelle beschleunigt er kontrolliert, aber sehr schnell auf eine eindrucksvolle Endgeschwindigkeit. Das spritzige und lebendige Brett liebt es, wenn man mit viel Druck im Segel ordentlich Gas gibt, und ist ein mehr als gelungener Bump-and-Jump-Shape. Die Finne hält viel Druck aus und liefert dabei guten Halt und Vortrieb. Schlaufen und Pads lassen eine direkte Verbindung zum Brett zu, ohne dabei zu hart zu sein. In anspruchsvollen Bedingungen (Kabbelwasser, Starkwind) bleibt das Fahrverhalten sehr kontrolliert, und obwohl das klassisch direkte Naish-Gefühl vorhanden ist, werden die schlimmeren Schläge nur gedämpft an den Fahrer weitergegeben. So muss man nie einen Gang zurückschalten und kann den Ritt entspannt genießen.

Fazit: Der All Terrain 95 bietet so viel Potenzial, dass man von Session zu Session immer begeisterter von ihm ist. Er ist sehr guter, direkter Allrounder mit hoher Endgeschwindigkeit. Als eines der besten Bump-and-Jump-Boards der Gruppe sehr zu empfehlen.

Board-Ergebnisse Angleiten Geschwindigkeit Top End Control Manövereigenschaften E n g e Tu r n s Weite Turns Benutzerfreundlichkeit

Eignung Bedingungen

Onshore

Fahrergewicht Könnensstufe

Leicht Fortge.Mittel Anfänger Experte Schwer Pro Leicht

Fahrergewicht Disziplin

Wave

S. Onshore Side Shore S. Offshore

Mittel

Contra: Als Bump-and-Jump-Board nicht zu kritisieren.

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Schwer

Freestyle Freemove Freeride

Der erste Eindruck Zum dritten Mal in Folge lässt Shaper Patrice Belbeoch die Erfolgsserie Cross unverändert und bleibt damit seiner Linie treu, Shapes erst dann zu verändern, wenn er tatsächlich eine bessere Variante gefunden hat. Und so bleibt der Cross, wie er ist: das Crossoverboard von Exocet. Die Baureihe besteht aus vier Boards, wovon das 94er das zweitkleinste ist. Der Cross wurde in all unseren Jahrbüchern als Bump-and-Jump-Board hoch gelobt. Auch im Vergleich zu den neueren Shapes kann der Cross nach wie vor überzeugen und so müssen wir rein gar nichts an den herausragenden Performancewerten ändern. Das Unterwasserschiff besteht aus einem leichten V, das konstant vom Heck bis zur Nose läuft. Dadurch soll das Brett schnell, leicht kontrollierbar und sehr wendig sein. Das Board hat ausgezeichnete Pads, neue Schlaufen, die wir hinsichtlich ihres Verstellmechanismus’ unterirdisch finden, und wird mit einer 28cm-Finne geliefert, die wir allerdings nach wie vor für zu freeridelastig halten. Eine 25er-Wave-/Freestyle-Finne würde besser zu dem Board passen. Fahreigenschaften Der Cross 94 liegt beim Dümpeln stabil im Wasser, auch wenn er sich etwas kleiner anfühlt als mancher Mitbewerber mit ähnlichem Volumen. Sobald der kleinste Windhauch kommt, schießt das Brett quasi von alleine los und beschleunigt bereitwillig auf eine sehr eindrucksvolle Geschwindigkeit. Und dann ist es da: das hundertprozentige Plug-and-play-Feeling, welches das Board unserer Meinung nach zu einem der Spitzenreiter dieser Gruppe macht. Das Brett ist lebhaft, aber nicht nervös. Es reagiert sehr gut und schnell auf Fußsteuerung und gibt sehr gutes Feedback an den Fahrer. Auf Raumwind dürfte es eines der schnellsten Bretter dieser Gruppe sein. Die Finne ist dann hervorragend; man kann sich voll gegen die Kante stützen und Vollgas geben. Auch bei Kabbelwasser und Überpower bleibt das Brett dank der guten Pads sehr komfortabel zu fahren. Man hat den Eindruck, es bügele den Chop einfach weg. Das Board läuft Höhe in einem beeindruckenden Winkel und mit einer hohen Geschwindigkeit. Der Cross ist eines der vielseitigsten Boards dieser Klasse, man kann mit ihm eine breite Range an Segeln fahren.

Board-Ergebnisse Angleiten Geschwindigkeit Top End Control Manövereigenschaften E n g e Tu r n s Weite Turns Benutzerfreundlichkeit

Eignung Bedingungen

Onshore

Fahrergewicht Könnensstufe

Leicht Fortge.Mittel Anfänger Experte Schwer Pro Leicht

Fahrergewicht Disziplin

Wave

S. Onshore Side Shore S. Offshore

Mittel

Länge (cm) Breite (cm) Volumen (l) Gewicht (kg) Finne (cm) Segelgrößen (m2) Vertrieb Telefon Homepage Preis

240 62 95 6,8 28 (PB) 4.2-6.5 Powertrading GmbH +49 (0)431 319770 naish-sails.com 1399,- €

Pro: Unglaublich vielseitig, sensationelles Potenzial, unschlagbar als One-only-Board. Contra: Nichts zu kritisieren.

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Exocet X-Wave 93

Fazit: Der Cross 94 ist tatsächlich ein Alleskönner. Ob als Leichtwind-Waveboard, als Freerider oder Freestyler – mit diesem Brett können Fahrer aller Könnensstufen und Gewichtsklassen machen, was sie wollen. Nach wie vor eines der besten Boards unter allen 50 getesteten.

Schwer

Freestyle Freemove Freeride

Der erste Eindruck Der 93 ist das zweitgrößte Board der X-Wave-Reihe, die 2008 aus den Exo Waves (die wiederum von den Original Waves abstammen) hervorgegangen ist, und bleibt vom Shape her im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Das Brett geht mit etwas schmalerem Heck und dünneren Rails als das Vorgängermodell Exo Wave an den Start, was laut Exocet zu besserer Kontrolle bei hohen Geschwindigkeiten, aber gleichbleibend guten Angleitund Höhelaufeigenschaften führen soll. Der 93 wird in Carbon/Holz-Sandwich hergestellt, was hervorragende Haltbarkeit bieten soll. Das Brett wird mit dem von den anderen X-Waves bekannten großen Deckpad mit DualDensity-Absorbern, einer relativ kleinen 23-cm-Finne und schlecht verstellbaren Fußschlaufen geliefert. Das Unterwasserschiff unterscheidet sich durch eine Monokonkave im Bugbereich geringfügig von dem des 73ers, besitzt aber ebenfalls die Doppelkonkave mit V im mittleren Brettteil und ein einfaches V im Heckbereich. Fahreigenschaften Der X-Wave fühlt sich wie ein relativ konventioneller Shape an. Er überquert die Gleitschwelle schnell und ist im Gleiten sehr laufruhig. Hinsichtlich der Top-End-Geschwindigkeit fahren die Bump-and-Jump-Boards dem X-Wave davon, jedoch liegt der Fokus dieses Boards auch nicht auf Freeride. Der Fahrkomfort ist dank der großen Dual-Density-Deckpads sehr hoch. Auch harter Chop wird durch das Board gut geschluckt und überfordert so niemals den Piloten. Gerade Wave-Aufsteiger werden mit dem X-Wave sehr gut zurechtkommen, da er sehr gutmütige Performance bietet, die leicht zugänglich ist, und Nervosität ein Fremdwort für ihn ist. Die Fußschlaufen zeigen allerdings beim Einsatz in der Welle einige Schwächen. Bequem sind sie, aber die innere Polsterung unterstützt eigentlich nur den Spann und nicht die Seiten der Füße. Der Exocet fühlt sich generell recht groß und gutmütig an und nicht so direkt und agil wie einige andere Shapes in dieser Gruppe.

Länge (cm) Breite (cm) Volumen (l) Gewicht (kg) Finne (cm) Segelgrößen (m2) Vertrieb Telefon Homepage Preis

239 59 94 6,5 28 (PB) 4.0-6.8 Liquid Sports GmbH +49 431 690202978 exocet-original.com 1450,- €

Pro: Der Exocet ist ein laufruhiges und sehr komfortables Brett mit tollem Carvingpotenzial. Contra: Nicht ganz so hoher Topspeed.

Fanatic AllWave 92

Fazit: Der X-Wave 93 bietet sich als Brett für mittelschwere und schwerere Fahrer an, die vor allem in Wellen endlos carven möchten. Für diesen Einsatz können wir dir das Board sehr empfehlen.

Board-Ergebnisse Angleiten Geschwindigkeit Top End Control Manövereigenschaften E n g e Tu r n s Weite Turns Benutzerfreundlichkeit

Eignung Bedingungen

Onshore

Fahrergewicht Könnensstufe

Leicht Fortge.Mittel Anfänger Experte Schwer Pro Leicht

Fahrergewicht Disziplin

Wave

S. Onshore Side Shore S. Offshore

Mittel

Schwer

Freestyle Freemove Freeride

Der erste Eindruck Der AllWave wird von Fanatic trotz seiner Größe als reinrassiges Waveboard bezeichnet. Auf der Welle soll er trotz seiner 92 Liter radikal und agil sein. Die Rockerlinie sowie das Unterwasserschiff ähneln denen der beiden kleineren AllWaves (82 und 72 Liter). Platt im Bugbereich, früher Einsatz einer Monokonkave, Mono- mit Doppelkonkave im Bereich der vorderen Fußschlaufen und Monokonkave ab der hinteren Schlaufe. Das Brett wird mit einer hervorragenden Ausstattung geliefert. Der Shape ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Neu ist jedoch, dass der AllWave 2009 in zwei Bauweisen angeboten wird und selbst die Standard-Bauweise leichter ist als letztes Jahr. Fahreigenschaften Der kompakte AllWave fühlt sich beim Dümpeln erst einmal etwas kleiner als 92 Liter an. Dabei ist er aufgrund der gelungenen Pads und Schlaufen sehr komfortabel. Durch einen aktiven Fahrstil kommt das Board gut ins Gleiten. Einmal über die Gleitschwelle gerutscht, fühlt er sich klein, kompakt und wendig an. Höhelaufen ist kein Problem. Der AllWave ist ohne Zweifel eines der am stärksten auf den Welleneinsatz zugeschnittenen Bretter in dieser Testgruppe. Auch auf Flachwasser hat man das Gefühl, dass er jederzeit für das nächste Manöver bereit ist. Gerade auf stark kabbeligem Wasser ist der AllWave etwas nervöser und dadurch etwas anspruchsvoller zu fahren. Das Board verlangt nach einem aktiven und aufmerksamen Fahrstil, den der geübte Waverider aber spielend beherrscht.

Fazit: Der AllWave 92 sollte als reines Waveboard eingesetzt werden. Er ist weniger ein Allrounder, sodass die ideale Zielgruppe leichte bis mittelschwere Fahrer sind, die ein Brett für den reinen Einsatz bei Leichtwind in der Welle suchen. Für diese Gruppe ist er eine Wellenreitmaschine.

Board-Ergebnisse Angleiten Geschwindigkeit Top End Control Manövereigenschaften E n g e Tu r n s Weite Turns Benutzerfreundlichkeit

Eignung Bedingungen

Onshore

Fahrergewicht Könnensstufe

Leicht Fortge.Mittel Anfänger Experte Schwer Pro Leicht

Fahrergewicht Disziplin

Wave

S. Onshore Side Shore S. Offshore

Mittel

Schwer

Freestyle Freemove Freeride

Manövereigenschaften Das Brett dreht exzellent, das kann man nicht anders sagen. Man spürt förmlich, wie die Kanten auch in engen Kurven guten Halt bewahren, und man kann mit viel Druck und Kurvenlage in enge Bottom Turns gehen. Auch das plötzliche Verengen bereits eingeleiteter Turns ist ohne Probleme möglich, sodass man sehr vertikal an die Wellenlippe herankommt. Dabei verliert der AllWave selbst bei üblen Belastungsfehlern kaum an Geschwindigkeit und steuert unbeirrbar durch den Turn. Ein echtes Waveboard, das sich auf der Welle gut und gern zehn Liter kleiner anfühlt, als es ist. Insbesondere in europäischen Bedingungen zum Welleneinsatz zu empfehlen.

Manövereigenschaften Der X-Wave zeigt in und vor allem auf den Wellen sein wahres Potenzial. Er geht sehr gut in die Kurve und bevorzugt weite Radien, auch wenn engere Radien über den hinteren Fuß gefahren ebenfalls problemlos möglich sind. Er ist somit sehr vielseitig, da man ihn mit erhöhtem Kantendruck in enge Turns leiten kann. Dank seiner geringen Gleitschwelle hält er immer gut den Speed. Der Exocet sorgt bei weiteren Radien über den vorderen Fuß gefahren dank des sensationellen Kantengriffs für ein breites Grinsen auf dem Gesicht des Fahrers.

Manövereigenschaften Auch hier sind wir nach wie vor beeindruckt. Das Board kann wirklich alles und das wirklich gut. Man kann freestylen wie mit einem Freestyleboard und freeriden wie mit einem Freerideboard. Exocet hat es wirklich hinbekommen, dass man mit dem Cross auch in die Welle gehen kann. Nicht nur schwere Fahrer können das Board in tolle Turns bringen. Allerdings empfehlen wir zum Einsatz in diesen Bedingungen eine Finne wie eingangs erwähnt oder noch kleiner.

Manövereigenschaften Der All Terrain verliert beim Einleiten der Kurve kaum an Geschwindigkeit. Die Leekante sollte zunächst vorsichtiger gesetzt, und erst wenn sie greift, mit vollem Druck belastet werden. An diese Halsentaktik muss man sich erst gewöhnen, wenn man sich aber an diese Reaktion des Boards gewöhnt hat, zeigt das Brett beeindruckende Kurveneigenschaften. Auch Freestyle ist in der Palette des Möglichen, da das Brett leicht aus dem Wasser zu bekommen ist und gut rückwärtsgleitet. Pro: Sehr gute Allroundleistungen. Liebt angepowertes, druckvolles Fahren. Sehr schnell.

Exocet Cr oss II 94

crossoverboards 95 l

Länge (cm) Breite (cm) Volumen (l) Gewicht (kg) Finne (cm) Segelgrößen (m2) Vertrieb Telefon Homepage Preis

240 60 93 6,9 23 (US) 4.0-6.5 Liquid Sports GmbH +49 431 690202978 exocet-original.com 1450,- €

Pro: Ein sehr gutes Waveboard. Contra: Erfordert ein gewisses Fahrkönnen und insbesondere beim Angleiten für schwerere Windsurfer einen aktiven Fahrstil.

Länge (cm) Breite (cm) Volumen (l) Gewicht (kg) Finne (cm) Segelgrößen (m2) Vertrieb Telefon Homepage Preis

235 60 92 5,7 25 (US) 4.5-6.5 Boards and more GmbH +49 89 66655241 fanatic.com 1499,- €

windsurfing jahrbuch 2009/2010


crossoverboards 95 l

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Fanatic Fr eeWave 95

Der erste Eindruck Die FreeWave-Boards waren in den vergangenen Jahren so etwas wie die Benchmarkprodukte für vielseitige Crossoverboards. Und so ist die Produktlinie von Jahr zu Jahr gewachsen. 2008 kam ein 104Liter-Board hinzu, für 2009 gibt es sogar noch eine 113-Liter-Version für den absoluten Leichtwindeinsatz. Der 95er gilt als das erfolgreichste Board aus der Linie und geht unverändert in die neue Saison. Die ohnehin sehr leichten Boards werden 2009 noch durch die Team-Edition-Linie getoppt. Der FreeWave hat eine runde Outline und das typische Swallowtail. Im Test hatten wir erneut die Carbon/Kevlar-Doublesandwich-Bauweise. Sie wird mit vier Schlaufen und einer guten G10-Powerbox-Finne geliefert. Fahreigenschaften Der FreeWave zählt nach wie vor zu den absoluten Frühgleitern dieser Gruppe. Er fährt los, sobald die leichteste Brise ins Segel kommt. Nach dem Angleiten bietet das Brett wegen seiner Breite im mittleren Bereich sehr viel Stabilität und man kann entspannt nach hinten gehen, um mit den Füßen nach den Schlaufen zu suchen. Der 95 hat quasi verschiedene Geschwindigkeiten. Man kann bei wenig Speed entspannt gleiten, man kann ihn aber auch zu einer hohen Endgeschwindigkeit pushen. Das Brett beschleunigt sehr gut und lässt sich auch auf kabbeligem Wasser komfortabel fahren. Das Brett bleibt immer in der Spur, die Finne bietet sehr gute Traktion und man kann gut damit kreuzen. Der FreeWave hat sehr gute Fahreigenschaften, die dem eines Freerideboards gleichkommen.

Fazit: Der FreeWave hat einen eindrucksvollen Einsatzbereich für alle Gewichtsklassen und Könnensstufen. In der Welle unschlagbar, macht er aber auch als Freemoveboard auf Flachwasser eine gute Figur und ist deshalb unserer Meinung nach sehr zu empfehlen.

Board-Ergebnisse Angleiten Geschwindigkeit Top End Control Manövereigenschaften

Contra: Nichts zu beanstanden.

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Der erste Eindruck Im Vergleich zum Vorjahr wurden nur die kleineren Evo-Shapes überholt. Die 90-Liter-Version und auch die größeren Boards der Reihe gehen unverändert in die Saison 2009. Der Evo 90 kann sowohl als einziges Waveboard für schwerere Fahrer als auch als Ergänzung zu einem kleinen Brett für den Einsatz bei Leichtwind durch leichte Fahrer eingesetzt werden. Das Board ist als Holzversion (im Test) und etwas schwerere Technoraversion zu haben. Das komplexe Unterwasserschiff kombiniert eine Monokonkave im Bug mit einer Doppelkonkave im Mittelteil, zu der vor der Finne ein V kommt, das im Heck als einfaches V ausläuft. Die Brettausstattung ist vorbildlich und schließt eine 25 Zentimeter lange G10-Drakefinne, Starboards gegen Verdrehen geschützte Slick-Fußschlaufen und gute Fußpads ein.

E n g e Tu r n s Weite Turns Benutzerfreundlichkeit

Eignung Bedingungen

Onshore

Fahrergewicht Könnensstufe

Leicht Fortge.Mittel Anfänger Experte Schwer Pro Leicht

Fahrergewicht Disziplin

Wave

S. Onshore Side Shore S. Offshore

Mittel

Schwer

Freestyle Freemove Freeride

Fahreigenschaften Das beim Dümpeln stabil im Wasser liegende Brett kommt überraschend schnell vom Wasser frei, wenn etwas Druck ins Segel kommt. Es erreicht eine gute Endgeschwindigkeit, läuft sehr gut Höhe und fühlt sich dabei sehr laufruhig und kontrolliert an. Einziger Kritikpunkt sind die unserer Meinung nach zu weit auseinanderliegenden Schlaufenplugs, die dazu führen, dass die Schlaufen beim Barfußfahren zu wenig Halt geben. Dies kann man beheben, indem man bei den vorderen Schlaufen beispielsweise das dritte Loch der vorderen Positionen und das zweite Loch der hinteren Positionen benutzt. Trotz der guten Geschwindigkeit bei Geradeausfahrt reagiert der Evo leicht auf Fußsteuerung. Er ist ein jederzeit angenehm zu fahrendes Board, auf dem sich Aufsteiger wie auch fortgeschrittene Windsurfer gleichermaßen wohlfühlen werden.

Fazit: Der Evo XTV 90 war insbesondere im Welleneinsatz bei schlechten Bedingungen ein absoluter Liebling der Tester. Er ist ein extrem gelungenes Brett für Leichtwindeinsatz auf Nord- oder Ostsee. Dafür können wir ihn dir sehr empfehlen!

Board-Ergebnisse Angleiten Geschwindigkeit Top End Control Manövereigenschaften

Weite Turns Benutzerfreundlichkeit

Eignung Bedingungen

Onshore

Fahrergewicht Könnensstufe

Leicht Fortge.Mittel Anfänger Experte Schwer Pro Leicht

Fahrergewicht Disziplin

Wave

S. Onshore Side Shore S. Offshore

Mittel

Länge (cm) Breite (cm) Volumen (l) Gewicht (kg) Finne (cm) Segelgrößen (m2) Vertrieb Telefon Homepage Preis

241 61 95 6,4 27 (PB) 4.5-6.7 Boards and more GmbH +49 89 66655241 fanatic.com 1499,- €

Pro: Unglaublich gutes Kurvenverhalten, breiter Einsatzbereich und Eignung für Welleneinsteiger und Experten. Contra: Von den zu weit auseinanderliegenden Fußschlaufenplugs abgesehen haben wir nichts zu bemängeln.

Schwer

Freestyle Freemove Freeride

Manövereigenschaften In den schlechten Wellen vor El Cabezo bei wenig Wind war es schwer, unsere Tester von diesem Brett wieder runterzukriegen! Der Evo bleibt kontrolliert, egal wie radikal man ihn in die Kurve drückt. So ist es leicht, den Bottom Turn so zu gestalten, dass man vertikal an die Wellenlippe heranfährt und sehr radikale Cut Backs in die Welle schneiden kann. Dabei fühlt sich der Evo unglaublich leicht und reaktionsfreudig an. Er gehörte zu den besten Waveboards der Gruppe. Im Waveeinsatz hat er eine breitere Einsatzspanne als so gut wie jedes andere Board dieser Gruppe.

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F2 Rebel 91

E n g e Tu r n s

Manövereigenschaften Wenn man den FreeWave in der Welle fährt, macht sich die niedrige Gleitschwelle bemerkbar. Egal ob man das Board über den hinteren oder den vorderen Fuß fährt, es ist so gut wie unmöglich, aus dem Gleiten zu kommen. Über den vorderen Fuß kann man in weiteren Radien sehr gut den Speed mit durch den Turn nehmen, um dann an der Lippe einen kraftvollen Cut Back zu machen. Die Kanten greifen sehr gut und das Board ist damit in seinem Element. Bis auf den AllWave machte uns kein anderes Board dieser Gruppe beim Wellenabreiten mehr Spaß. Dafür muss man beim Freestylen leichte Abstriche machen, da das Brett im Sliding-Modus nicht so einfach zu kontrollieren ist wie mancher Mitbewerber dieser Gruppe. Der FreeWave hat seine Stärken beim Carven und in der Welle.

Pro: Sehr frühes Angleiten, gutes Handling und superniedrige Gleitschwelle.

Starboar d Evo XTV 90

crossoverboards 95 l

Der erste Eindruck Der Rebel 91 ist das größte Brett der Rebel-Palette. 2008 wurde der Shape vollständig erneuert, da F2 in der Vorgängerserie Guerilla kein großes Waveboard am Start hatte. Für 2009 schickt F2 den Shape unverändert in die Saison. Wie alle Bretter der Rebel-Serie hat auch der Rebel 91 den Anspruch, in allen Bedingungen von masthoher Hookipa- bis zu chaotischer Nordseewelle zu funktionieren. Als One-only-Board für schwere Windsurfer oder Leichtwindbrett für leichte Fahrer gedacht, verträgt der 91er mit einer Breite von 61 Zentimetern problemlos auch größere Segel. Der Shape unterscheidet sich mit einem durchgehenden Straight V im Unterwasserschiff von den anderen Rebels und wartet mit der Rebel-typischen Chaosgrafik (die ohne Frage die Geschmäcker teilt) und exzellenter Ausstattung auf. Dies schließt eine große G10-Finne als Angleitbeschleuniger ein. Fahreigenschaften Der Rebel ist kippstabil und kann ohne größere Probleme Segel bis 6.2 Quadratmeter vertragen. Die F2-Fußschlaufenplugs sind weiter auseinander positioniert als bei anderen Marken, sodass man barfuß wenig seitliche Führung an den Füßen spürt und in den Schlaufen leicht verrutscht. Problemlösung: Einfach ein Plugpärchen wählen, das eigentlich nicht zueinander gehört. Angleiten und Beschleunigung nach Überqueren der Gleitschwelle sind Stärken des 91ers, zudem gleitet er gut durch Windlöcher und fühlt sich dabei immer agil und leicht unter den Füßen an. Die erreichbare Endgeschwindigkeit ist eher moderat, aber das Brett bleibt auch in kabbeligen Bedingungen bequem und kontrolliert zu fahren und überzeugt mit direktem Fahrgefühl. Es lässt sich selbst in ungeordneter Welle gut springen, da es zwischen den Wellen gut beschleunigt und immer kontrolliert bleibt.

JP RWW 92 (FWS)

Fazit: Der Rebel 91 ist einer der besten Allrounder der Gruppe und ein gelungenes FreemoveWaveboard, das vor allem schwereren Fahrern mit druckvollem Stil viel Spaß bereiten wird.

Board-Ergebnisse Angleiten Geschwindigkeit Top End Control Manövereigenschaften E n g e Tu r n s Weite Turns Benutzerfreundlichkeit

Eignung Bedingungen

Onshore

Fahrergewicht Könnensstufe

Leicht Fortge.Mittel Anfänger Experte Schwer Pro Leicht

Fahrergewicht Disziplin

Wave

S. Onshore Side Shore S. Offshore

Mittel

236 62,5 90 7,0 25 (US) 4.5-6.5 APM Marketing GmbH +49 89 89511170 star-board.com 1499,- €

Pro: Der Rebel ist ein wirklich guter Allrounder. Er lässt sich gut springen und ist gut beim Höhelaufen. Contra: Es dauert etwas, bis man das Manöverpotenzial des Rebels voll ausnutzen kann.

Fahreigenschaften Der RWW 92 kommt für ein Waveboard sehr früh ins Gleiten. Er beschleunigt dann entspannt auf eine gute Endgeschwindigkeit. Das Brett liegt ruhig im Wasser und ist sehr leicht zu fahren. Es bietet genau das, was uns immer sehr gefällt: Plug and Play! Einfach draufstellen, losfahren und wohlfühlen. Auch bei Kabbelwasser hat man mit dem RWW keine Kontrollprobleme. Trotz seiner 92 Liter und der recht breiten Outline gleitet er erstaunlich gelassen über unruhiges Wasser hinweg. Man kann sich einfach aufrecht auf das Brett stellen und seinen Weg durch den Chop suchen. Obwohl es ein Waveboard ist, hat das Brett durchaus auch Crossovereigenschaften und eignet sich hervorragend für Bump-and-Jump-Reviere. Die gute Endgeschwindigkeit und das ruhige Fahrgefühl ermöglichen auch Wave-Aufsteigern schnelle Fortschritte in der Welle mit ersten Sprungversuchen und Wellenritten. Auf dem Brett fühlt sich jeder Windsurfer sofort sicher und es ermutigt einen, neue Manöver auszuprobieren.

Fazit: Der RWW Jahrgang 09 ist einfacher zu fahren als sein Vorgänger und gleitet früher an. Er eignet sich hervorragend als großes Spielzeug in der Welle und wird als solches von uns sehr empfohlen.

Board-Ergebnisse Angleiten Geschwindigkeit Top End Control Manövereigenschaften E n g e Tu r n s Weite Turns Benutzerfreundlichkeit

Eignung Bedingungen

Onshore

Fahrergewicht Könnensstufe

Leicht Fortge.Mittel Anfänger Experte Schwer Pro Leicht

Fahrergewicht Disziplin

Wave

S. Onshore Side Shore S. Offshore

Mittel

Schwer

Freestyle Freemove Freeride

Manövereigenschaften Wir waren sehr beeindruckt, wie gut der RWW 92 trotz seiner Größe dreht! Wie sein kleiner Bruder, der RWW 74, wird auch der 92 mit seiner dicken Nase beim Abreiten bei einem Cut Back selbst von den kleinsten Wellen wieder in Richtung Land geworfen. Der Kantenshape zahlt sich ebenfalls aus. Der RWW ist ein exzellenter Carver und man kann den Kurvenradius auch während des Turns verändern. Am besten dreht das Board über den hinteren Fuß. Aufgrund der 92 Liter schadet es nicht, etwas beherzt in den Turn zu gehen, und man sollte nicht allzu defensiv fahren. Auf das Brett kann man durchaus noch ein 6.4erSegel stellen. Das macht es als Einsteiger-Waveboard und ebenso als großes Waveboard für erfahrene Windsurfer gleichermaßen interessant. Der Real World Wave macht seinem Namen alle Ehre und funktioniert in europäischen Bedingungen mit semi-optimalen Wellen sehr gut.

Manövereigenschaften Um die Kurvenqualitäten des F2 zu nutzen, sollte man den Turn nicht zu radikal einleiten. Wenn die Kanten erst einmal greifen, kann man dann fast nach Belieben mehr Druck auf die Kanten geben und kraftvolle Kurven fahren. Egal ob über den vorderen oder über den hinteren Fuß eingeleitete Turns: Das Board macht alles mit. Außerdem lässt es sich sehr gut wenden.

Länge (cm) Breite (cm) Volumen (l) Gewicht (kg) Finne (cm) Segelgrößen (m2) Vertrieb Telefon Homepage Preis

Schwer

Freestyle Freemove Freeride

Der erste Eindruck Der Real World Wave 92 ist das größte Brett der aus fünf Boards bestehenden Baureihe. Das Brett ist in der Mitte etwas schmaler geworden, gleicht aber die dort verloren gegangene Gleitfläche durch etwas mehr Breite zwischen den Schlaufen aus. Das 09er-Modell ist im Vergleich zum 08er etwas kürzer geworden. Die Kanten sind in der Mitte gemäßigt, gehen aber zu scharfen, dünnen Kanten im Heck über. Das Board wurde entwickelt, um in allen Wellenbedingungen der Welt ein Maximum an Spaß zu bieten. Es soll also früh angleiten und sich für kleine Wellen und auflandigen Wind eignen, wie auch in Hookipa bei vier Meter Welle und Sideshore-Wind funktionieren. Das Brett kommt mit der guten JP-Standardausstattung: einfach verstellbare Schlaufen und Pads, die guten Halt geben. Dazu gibt es eine hochwertige G10-Finne.

Länge (cm) Breite (cm) Volumen (l) Gewicht (kg) Finne (cm) Segelgrößen (m2) Vertrieb Telefon Homepage Preis

238 61 91 6,4 24,5 (US) 4.5-6.6 F2 International GmbH +43 720 10955051 f2.com 1549,- €

Pro: Benutzerfreundlichkeit, Carvingpotenzial, Wellenritte. Contra: Als großes Waveboard nicht zu kritisieren.

Länge (cm) Breite (cm) Volumen (l) Gewicht (kg) Finne (cm) Segelgrößen (m2) Vertrieb Telefon Homepage Preis

233 60,5 92 6,6 24 (US) 4.7-6.2 Pryde Group GmbH +49 89 6650490 jp-australia.com 1599,- €

windsurfing jahrbuch 2009/2010


crossoverboards 95 l

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Mistr al Style 95 RD

crossoverboards 105 l

Mistr al Twinzer 92

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Naish All Ter r ain 104

c r o s s o v e r b o a r d s 10 5 l Wenn du dich nicht mehr daran erinnern kannst, wann deine Waage zuletzt Der erste Eindruck Mit nur 6,1 kg ist der Style 95 physisch extrem leicht. Die Anforderungen an Mark Nelson für das Board waren „einfach“: Das Brett soll so vielseitig wie möglich sein. Die Kanten sind recht dünn und der Rocker ist im Vergleich zum Vorgängermodell stärker geworden, um dem Board sowohl gute Freemove- als auch Wavefähigkeiten zu geben. Abgesehen davon soll es schnell beschleunigen und eine hohe Endgeschwindigkeit erreichen. Das Zubehör ist wie immer bei Mistral sehr gut: eine CNCgefräste G10-Finne, Schlaufen, die guten Halt geben, und Pads mit Hackenpolster. Fahreigenschaften Beim Dümpeln ist das Brett sehr kippstabil und gleitet sensationell gut an. Sobald man im Gleiten ist, beschleunigt das Brett sehr schnell. Es fühlt sich lebhaft an und beschleunigt auf eine wirklich eindrucksvolle Endgeschwindigkeit. Allerdings erfordert es etwas Input des Windsurfers, um das ganze Potenzial abzurufen. Das Board gibt ein direktes Feedback und man kann wirklich mit Vollgas heizen und Spaß haben. Dennoch ist es nicht nur zum Heizen da. Trotz der guten Angleitund Freerideeigenschaften ermuntert der Style 95 den Fahrer auch dazu, neue Tricks zu versuchen. Besonders für Sprünge und Aerials eignet sich das Board hervorragend. Trotz des direkten Feedbacks ist das Brett immer einfach zu fahren. Egal ob in der Welle, auf Flachwasser oder bei gemäßigten Freestyletricks – das Board hat fast nie Kontrollprobleme und verzeiht auch mal einen Fehler des Piloten.

Fazit: Der Mistral Style 95 ist ein wahrer Alleskönner und besonders für mittelschwere und schwere Windsurfer das vielleicht beste Crossoverboard der Gruppe. Unter allen 50 getesteten Boards hat dieses Board mir persönlich am meisten Spaß gemacht. Für Nord-, Ost- und Binnensee ein sensationelles Freemoveboard. Sehr empfehlenswert.

Board-Ergebnisse Angleiten

Der erste Eindruck Der Twinzer 92 ist das größte der drei Twinserboards von Mistral. Die Outline ist kurz und breit und die breiteste Stelle liegt weit vor der Mastspur. Das Unterwasserschiff ist interessant, denn es besteht aus einem V, das in der Nose und im Heck ausgeprägter ist als in der Mitte. Das starke V soll es erleichtern, beim Wellenabreiten schnell von einer Kante auf die andere zu kommen. Damit das Brett früh angleitet, ist der Rocker nicht sehr stark ausgeprägt. Das Zubehör ist typisch Mistral: leicht verstellbare Schlaufen, die in Kombination mit den Pads einen sehr guten Grip geben. Das Brett wird mit zwei G10-Finnen geliefert.

Geschwindigkeit

Manövereigenschaften E n g e Tu r n s Weite Turns Benutzerfreundlichkeit

Eignung Bedingungen

Onshore

Fahrergewicht Könnensstufe

Leicht Fortge.Mittel Anfänger Experte Schwer Pro

Disziplin

zweistellige Werte angezeigt hat, oder du nach wie vor ein Board mit kleinen Volumenreserven suchst, dann bist du mit Brettern aus dieser Crossoverkategorie besser beraten als mit denen aus der vorherigen. Aber auch Freemove-Einsteiger werden diese Bretter zu schätzen wissen, da sie einem immer noch eine gewisse Sicherheit geben, gleichzeitig aber klein

Board-Ergebnisse

genug sind, um auf dem Wasser in unterschiedlichsten Einsatzbereichen richtig Spaß zu machen.

Angleiten Geschwindigkeit

Top End Control

Leicht

Fahrergewicht

Fazit: Der Mistral Twinzer 92 unterscheidet sich deutlich von seinen beiden kleinen Geschwistern, auch wenn er sich in ähnlichen Bedingungen zu Hause fühlt. Besonders bei schräg auflandigem Wind ist der 92 empfehlenswert, da die Gleitschwelle sehr gering ist und man einmal im Rutschen auch ohne Wind nicht mehr stehen bleibt.

Wave

S. Onshore Side Shore S. Offshore

Mittel

Schwer

Freestyle Freemove Freeride

Fahreigenschaften Beim Dümpeln liegt das Brett recht hoch im Wasser und unbeabsichtigte Gewichtsverlagerungen verzeiht es aufgrund seiner Outline ohne Weiteres. Der Twinzer gleitet früh an und beschleunigt ruhig auf eine gute Geschwindigkeit. Durch Windlöcher gleitet das Board einfach durch und bleibt auch bei extrem geringen Geschwindigkeiten im Gleiten. Das ist wohl der Vorteil der Outline. Sobald der Wind nachlässt, kommt die volle Breite wieder ins Wasser und das Brett gleitet auch bei extrem langsamer Fahrt weiter. Das Board fühlt sich recht kompakt an, ist aber nicht unangenehm lebhaft und keinesfalls nervös. Es ist eigentlich immer einfach zu kontrollieren und es macht nichts Unvorhersehbares. Das macht es vielleicht nicht zu dem radikalsten Twinser der Welt, aber das Board ist einfach zu fahren und macht viel Spaß.

Top End Control

Auch in dieser Kategorie verzichten wir auf die Hervorhebung einzelner

Manövereigenschaften

Kandidaten, sondern versuchen, in wenigen Worten die Vorzüge der Boards

E n g e Tu r n s

hervorzuheben.

Weite Turns Benutzerfreundlichkeit

Und so wird dir der …

Eignung Bedingungen

Onshore

Fahrergewicht Könnensstufe

Leicht Fortge.Mittel Anfänger Experte Schwer Pro Leicht

Fahrergewicht Disziplin

Wave

S. Onshore Side Shore S. Offshore

Mittel

Schwer

Naish All Terrain 104 gefallen, wenn du ein perfektes Crossoverboard suchst und deinen Schwerpunkt auf tolle Carvingeigenschaften legst.

Freestyle Freemove Freeride

Exocet Cross II 106 gefallen, wenn du ein universelles Freemoveboard par excellence suchst, mit dem du in unterschiedlichsten Revieren immer Spaß

Manövereigenschaften Beim Bottom Turn greifen die Kanten extrem gut, allerdings bedarf es dafür erwartungsgemäß etwas mehr Körpereinsatz des Fahrers als bei den beiden kleineren Mistral Twinzern. Dadurch fühlt sich der 92 fast mehr wie ein konventionelles Waveboard und weniger wie ein Twinser an. Trotzdem kann man gerade über den hinteren Fuß sehr enge Bottom Turns fahren, ohne dass das Board aus der Gleitfahrt kommt. Gerade Wellenaufsteigern kommt das zugute, können sie so doch erste Wellenreiterfahrungen sammeln, ohne grundsätzlich beim Turn von der Welle aufgefressen zu werden. Beim Cut Back carvt das Board sehr schön. Es sind die kleinen Finnen, die es einfach machen, in den Turn zu fahren und das Brett wieder Richtung Land zu lenken. Die breite Nase erleichtert es zudem, sich vom Weißwasser in die ursprüngliche Richtung drücken zu lassen. Der 92er ist ein Brett, mit dem man das Maximum aus schlechten Wavebedingungen rausholen kann. Er ist nicht so sehr für Bump-and-Jump-Reviere oder zum einfachen Cruisen geeignet. Er ist also ein gutes großes Waveboard für Schwergewichte.

Manövereigenschaften Auch in diesem Punkt hat uns der Mistral 95 überzeugt. Bei Manövern greifen die Kanten extrem gut, und wenn man das Board über den vorderen Fuß fährt, carvt es wie kaum ein anderes Brett dieser Gruppe. Wie gut es carvt, merkt man erst nach mehrfachem Fahren. Man braucht schon ein wenig Mut, sich bei einem Board dieser Größe so richtig in die Kurve zu schmeißen. Man kann die Kante quasi unendlich belasten und den Radius während des Turns beliebig verändern. Dennoch verschneidet das Brett nie und man kommt mit extrem viel Speed wieder zurück zur Wellenlippe. Die Finne macht in der Welle einen guten Job, nur beim Freestylen sollte man eine kleinere nehmen. Das Brett kommt mit eigentlich allen Bedingungen sehr gut zurecht und bietet einen angenehmen Mix aus Radikalität und Benutzerfreundlichkeit. Es dürfte kaum einen Windsurfer geben, der sich nicht sofort auf dem 95 wohlfühlt. Egal, ob man das Board aggressiv oder entspannt fährt, das Board macht wirklich immer eine gute Figur.

haben wirst. Fanatic FreeWave 104 gefallen, wenn du vor allem ein großes Waveboard suchst, das aber auch im Freestyle- und Freerideeinsatz zu überzeugen weiß. JP X-Cite Ride 110 gefallen, wenn du das vielleicht beste Freerideboard der Gruppe suchst, das dank seiner leicht zugänglichen Performance auch Aufsteiger überzeugen wird. Starboard Kode 102 gefallen, wenn du ein universelles Bump-und-JumpBoard mit tollen Carvingeigenschaften und sensationeller Laufruhe suchst. Tabou Rocket 105 gefallen, wenn du auf der Suche nach dem schnellsten Board dieser Gruppe bist, das trotzdem einfach zu kontrollieren und zum Hei-

Pro: Unglaublich guter Allrounder, radikal und gleichzeitig einfach zu fahren. Contra: Wir wissen nichts ...

Länge (cm) Breite (cm) Volumen (l) Gewicht (kg) Finne (cm) Segelgrößen (m2) Vertrieb Telefon Homepage Preis

239 61 95 6,1 26 (PB) 4.2-6.4 Boards and more GmbH +49 89 666550 mistral.com 1599,- €

Pro: Gleitet früh, sehr gut für Waveriding bei wenig Wind. Contra: Ein reines Waveboard, nicht zum Freemoven geeignet.

Der erste Eindruck Wie schon 2009 soll der All Terrain ein Board sein, das man in allen Bedingungen auf der Welt einsetzen kann. Die Anforderung an den Shape ist also nicht einfach. Das Board soll für Windsurfer unterschiedlicher Gewichts- und Könnensklassen in so gut wie allen Bedingungen funktionieren. Das klingt erst einmal nach einem Ding der Unmöglichkeit und oftmals sind diese „Alleskönner“ doch nur schlechte Kompromisse, die ein bisschen von allem können, aber nichts richtig. Die 95-Liter-Variante konnte uns jedoch schon letztes Jahr davon überzeugen, dass Naish es mit dieser Baureihe wirklich geschafft hat, ein sensationelles Crossoverboard zu bauen. Insgesamt ist das Board recht leicht, aber an allen kritischen Stellen verstärkt. Der Nose, den Kanten und den Standflächen wurden extra Carbonmatten spendiert. Das Board hat für 2009 komplett neue Pads und Schlaufen bekommen. Der Shape ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert.

Länge (cm) Breite (cm) Volumen (l) Gewicht (kg) Finne (cm) Segelgrößen (m2) Vertrieb Telefon Homepage Preis

231 63 92 6,4 2x17,5 (US) 4.5-6.2 Boards and more GmbH +49 89 666550 mistral.com 1599,- €

zen die beste Wahl ist. Mistral Style 105 gefallen, wenn du ein Bump-and-Jump-Board ohne erkenn-

Fahreigenschaften Der 104 fährt sich fast genauso wie der 95-Liter-All-Terrain. Dem Naish reicht eine kurze Böe, um ins Gleiten zu kommen und dann mit Nachdruck zu beschleunigen. Wenn man hinten zwei Schlaufen nebeneinander aufschraubt, kann man sehr gut Druck auf die Kante geben und das Board mit einem großen Segel zum Freeriden nutzen. Es erreicht einen wirklich hohen Topspeed und lässt sich auch in Kabbelwasser leicht fahren. Der All Terrain gibt sanftes Feedback an den Windsurfer und man hat nie den Eindruck, dass sich das Board selbstständig machen möchte. Bei viel Speed kann sich das Board in unruhigem Wasser etwas steif anfühlen, allerdings dämpfen die dicken Pads harte Schläge sehr gut ab. Mit nur einer Schlaufe am Heck und den vorderen Schlaufen weit innen montiert gibt der All Terrain ein gutes Crossoverboard ab. Man kann auch wirklich viel Spaß in der Welle mit dem Board haben und selbst zum BasicFreestyle eignet es sich gut. Daher müssen wir feststellen: Der All Terrain kann etwas von allem und das richtig gut! Manövereigenschaften In der Welle verliert der All Terrain kaum an Geschwindigkeit beim Bottom Turn. Daher kommt man echt schnell wieder an der Wellenlippe an und hat genug Speed für alle Manöver. Egal, ob man einen engen Cut Back zaubern will oder einen Lip Slide, mit dem All Terrain ist alles möglich. Für den Waveeinsatz sollte man natürlich die kleinere der beiden mitgelieferten Finnen montieren. Auch beim Freestyleeinsatz waren wir positiv überrascht. Der 104 klebt nicht am Wasser, sondern kommt einfach aus dem Nass heraus. Er liegt leicht am Fuß und lässt sich beim Rückwärtssliden leicht kontrollieren. Bei der Halse macht das Board eine gute Figur, es dreht leicht und schnell, behält den Speed und wirkt nie unkontrolliert. Man kann fast unendlich viel Druck auf die Kante gehen, der All Terrain verschneidet nie, die Kanten haben einfach Grip! Wir waren sehr zufrieden mit den neuen Pads und Schlaufen, sie sind angenehm und geben in jeder Situation viel Halt. Die Schlaufen sind anfangs etwas steif, aber wenn sie einmal richtig eingestellt sind, hat man damit keine Probleme.

bare Schwächen suchst.

Pro: Sehr gutes Board für unterschiedlichste Bedingungen.

Achtung! Wir haben in diesem Jahrbuch die Produkte nicht alphabe-

Contra: Nichts zu kritisieren.

Fazit: Der All Terrain 104 passt hervorragend in die Naish-Palette. Er ist als One-Board-onlyLösung für alle Könnensstufen und jeden Einsatzbereich wirklich zu empfehlen.

Board-Ergebnisse Angleiten Geschwindigkeit Top End Control Manövereigenschaften Wa v e Freestyle Freeride Benutzerfreundlichkeit

Eignung Könnensstufe

Anfänger

Fahrergewicht

Fortge.

Leicht

Einsatzbereich Flachwasser

Länge (cm) Breite (cm) Volumen (l) Gewicht (kg) Finne (cm) Segelgrößen (m2) Vertrieb Telefon Homepage Preis

Experte

Pro

Mittel

Schwer

Chop

Swell

244 64 104 6,8 25 + 32 (PB) 4.5-7.5 Powertrading GmbH +49 431 319770 naishsails.com 1399,- €

tisch, sondern aufsteigend nach Verkaufspreisen sortiert! windsurfing jahrbuch 2009/2010

windsurfing jahrbuch 2009/2010


crossoverboards 105 l

120

Exocet Cr oss 106

Der erste Eindruck Der Cross 106 ist das zweitgrößte Brett der aus vier Boards bestehenden Reihe. Er hat eine moderne, kurze und runde Outline und soll sich sowohl zum Freestylen als auch zum Einsatz in der Welle eignen. Das Unterwasserschiff besteht aus einem V, was in der Mitte stark ausgeprägt ist, an Heck und Nose nur leicht. Das Deck ist recht flach und die Kanten sollen laut Exocet alle Freestyletricks ermöglichen. Das Deck ist im Standbereich mit Carbon und Holz verstärkt und mit sehr guten Pads ausgestattet. Die Schlaufen sind gut und die mitgelieferte Finne sehr dünn. Shaper Patrice Belbeoch schickt diesen Shape zum dritten Mal in Folge unverändert in die jeweils neue Saison.

Fanatic Fr eeWave 104

Fazit: Der Cross 106 überzeugt durch seinen freundlichen Charakter, verzeiht Fehler, ist schnell und dennoch leicht zu fahren und bietet jede Menge Potenzial für Manöver.

Board-Ergebnisse Angleiten Geschwindigkeit Top End Control

Fahreigenschaften Der Cross 94 ist nach wie vor eines unserer Lieblingsboards in der 95-Liter-Crossoverkategorie und so ist es nicht verwunderlich, dass uns auch dieses Board hier, der 106er, sehr gut gefallen hat. Da unser Fokus in dieser Kategorie auf einem möglichst vielseitigen Einsatzbereich liegt, landet der Cross locker in den Top 3. Die Schlaufen sind im Verhältnis zu den reinen Freerideboards weiter innen und ermöglichen so einen manöverorientierten, aufrechten Stand, der sehr bequem ist. Dadurch kann man aber nicht so einfach richtig Druck auf die Kante geben, um voll angepowert den Cross zum Topspeed zu bringen. Der Cross ist trotzdem noch sehr schnell, jedoch muss man etwas besser windsurfen können, um aus ihm alles rauszuholen. Er gleitet sehr früh an und verzeiht auch Fehler, wenn man auf der Suche nach den Schlaufen danebentritt. Das Brett hat zwei Charaktere, auch wenn es gutmütig ist. Man kann es mit halber Geschwindigkeit fahren, dann kommt es hinter der Mastschiene nicht aus dem Wasser, gleitet aber problemlos durch Windlöcher. Wenn man richtig Gas gibt, kommt es weiter aus dem Wasser, ist dennoch leicht zu kontrollieren und einfach zu fahren. Auf Raumwindkurs wird das Board richtig schnell. Die Pads sind superkomfortabel, geben guten Halt und auch die Kanten halten das Brett ruhig. Wenn man das Board auf der Finne fährt, ist es etwas sensibel zu trimmen. Bei zu großem Druck bekommt man schnell mal einen Spinout. Manövereigenschaften Der Cross hat jede Menge Potenzial. In der Halse führen die Kanten das Brett wie auf Schienen. Er fühlt sich weich an und ist sehr vielseitig. Durch die Breite des Boards ist der Fußwechsel einfach, das Brett verzeiht Fehler und man kommt mit genügend Geschwindigkeit aus der Kurve. Ähnliche Eigenschaften hat es bei der Wende. Geübte Fahrer werden auch Freestyletricks mit dem Cross hinbekommen und unsere schweren Tester waren mit dem Board sogar in der Welle. Es ist ein sehr gutes Freemoveboard, einfach zu fahren, macht Spaß und funktioniert in allen Bedingungen.

Pro: Benutzerfreundlichkeit, einfach zu kontrollieren und viel Potenzial. Contra: Als universelles Freemoveboard nicht zu kritisieren.

windsurfing jahrbuch 2009/2010

Manövereigenschaften Wa v e Freestyle Freeride Benutzerfreundlichkeit

Eignung Könnensstufe

Anfänger

Fahrergewicht

Fortge.

Leicht

Einsatzbereich Flachwasser

Experte

Pro

Mittel

Schwer

Chop

Swell

Der erste Eindruck Der FreeWave 104 ist 2007 neu in die FreeWaveReihe gekommen und hat auf Anhieb mit hervorragenden Allroundeigenschaften überzeugt. Wie alle FreeWaves geht auch das mit 104 Liter zweitgrößte Brett der Reihe unverändert gegenüber 2008 in die neue Saison. Neu ist allerdings, dass 2009 nun auch alle Größen der FreeWave-Reihe in der leichten Team Edition zu haben sind. Hier im Test kommt die Custom-Wood-Sandwich-Konstruktion mit „Light Finish“ zum Einsatz. Wie wir es von Fanatic bei den hochwertigen Bauweisen gewohnt sind, ist die Ausstattung sehr gut. Die Fußschlaufen können innen und außen montiert werden. Zudem ist das Board für seine Größe sehr leicht. Fahreigenschaften Der FreeWave 104 ist nach wie vor ein sehr gelungenes Brett. In der Vergleichsgruppe sticht er mit eindeutigem Potenzial für den Welleneinsatz hervor und hat so die stärkste Crossover-Charakteristik. Der 104 ist aufgrund seines bis zum Heck durchlaufenden Domedecks nicht so stabil wie manch Mitbewerber beim Dümpeln, gleitet aber schon mit wenig Druck im Segel an, kommt schnell vom Wasser frei und beschleunigt dann schnell auf eine gute Endgeschwindigkeit. Wenn man die Schlaufen nach außen montiert, kann man den FreeWave so richtig schnell werden lassen, da man dann besser Druck auf die Kanten ausüben kann. Wenn man die Schlaufen in der inneren Plug-Position fährt, merkt man sofort, dass der FreeWave nicht zum sturen Geradeausfahren geschaffen ist. Er wird zwar auch mit dieser Einstellung schnell, aber der lebhafte Charakter macht das Brett besser zum Manövereinsatz geeignet. Der 104 fühlt sich dabei leicht und locker unter den Füßen an, wobei die Fußpads ein optimaler Kompromiss zwischen Dämpfung und direktem Kontakt zum Brett sind. Wer mehr Wert darauf legt, lange Schläge zu machen, der sollte zum Eagle 100 greifen. Der FreeWave ist dafür fast zu schade!

Board-Ergebnisse Angleiten Geschwindigkeit Top End Control Manövereigenschaften

242 64 106 7,0 32 (PB) 4.5-7.5 Liquid Sports GmbH +49 431 690202978 exocet-original.com 1450,- €

Pro: Echte Crossover-Performance, wie man sie nur selten in einem Brett dieser Größe findet! Contra: Fürs Geradeausheizen ist der Eagle 100 die bessere Wahl.

Der erste Eindruck Der X-Cite Ride 110 ist das zweitkleinste Brett der aus sechs Boards bestehenden Baureihe. Jedes Board gibt es in drei Bauweisen: der leichten Pro Edition im Silber-Look, der bekannten Full-Wood-Sandwich-Version (hier im Test) und als Epoxy-Sandwich-Board. Der X-Cite Ride 110 ist im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 Zentimeter schmaler geworden, man kann aber ohne Probleme sogar noch ein 7.5er auf dem Board fahren. Ansonsten ähnelt der Shape dem Vorjahresmodell. Das Deck ist recht flach, wodurch das Board sehr stabil unter den Füßen liegt. Die Mastschiene liegt verhältnismäßig tief im Board, was zu mehr Kontrolle bei viel Wind und unruhigem Wasser führen soll. Die Outline ist einfach eine schlankere Version des 120-LiterX-Cite. Die Finne passt gut zum Board, die Pads geben JPtypisch viel Halt und ein wahrer Pluspunkt sind die vielen Einstellungsmöglichkeiten für die Schlaufen.

Wa v e

Fazit: Der X-Cite gleitet früh an und macht alle Fahrstile problemlos mit. Insbesondere für Fortgeschrittene ist es ein sehr empfehlenswertes Freeridebrett.

Board-Ergebnisse Angleiten Geschwindigkeit Top End Control Manövereigenschaften Wa v e

Freestyle Freeride Benutzerfreundlichkeit

Eignung Könnensstufe

121

JP X-Cite Ride 110 (FWS)

Fazit: Der FreeWave 104 schafft den seltenen Brückenschlag zwischen Freeride, Wave und Freestyle, mit guten Leistungen in allen drei Bereichen. Es war eines der Lieblingsbretter aller Tester und ist sehr zu empfehlen.

Anfänger

Fahrergewicht

Fortge.

Leicht

Einsatzbereich Flachwasser

Experte

Länge (cm) Breite (cm) Volumen (l) Gewicht (kg) Finne (cm) Segelgrößen (m2) Vertrieb Telefon Homepage Preis

Pro

Mittel

Schwer

Chop

Swell

Manövereigenschaften Denn Kurvenfahrten sind die echte Domäne des FreeWave. Carving ist ein Genuss, da die Kanten sich leicht setzen lassen und durch den gesamten Kurvenradius perfekten Halt bieten, sodass eine hohe Geschwindigkeit gehalten werden kann. Man kann wirklich enorm viel Speed mit auf den neuen Bug nehmen. Das Board hat somit echtes Crossoverpotenzial als Leichtwind-Waveboard für Fahrer aller Gewichtsklassen. Auch Freestyle ist mit dem Brett möglich, da es gut und leicht aus dem Wasser gehebelt werden kann und gut rückwärts weitergleitet. Länge (cm) Breite (cm) Volumen (l) Gewicht (kg) Finne (cm) Segelgrößen (m2) Vertrieb Telefon Homepage Preis

crossoverboards 105 l

241 63,5 104 6,6 29 (PB) 4.7-7.0 Boards and more GmbH +49 89 66655241 fanatic.com 1499,- €

Fahreigenschaften Der X-Cite gleitet wirklich extrem früh an und setzt die Power des Segels sofort in ansprechende Fahrleistungen um, sodass man sich auf dem Brett schlagartig wohlfühlt. „Plug and Play“ nennen das die Engländer und auch wir sind von diesem Charakterzug auf Anhieb begeistert. Der 110 beschleunigt schnell auf einen sehr guten Topspeed, bleibt dabei aber immer ruhig auf dem Wasser. Wie auch bei den größeren Brettern dieser Range gibt es eigentlich nie Kontrollprobleme. Auch bei hoher Geschwindigkeit und nicht ganz glattem Wasser behält der X-Cite seine Nerven und wird nicht nervös. Daher lernen auch unerfahrene Windsurfer und Aufsteiger auf diesem Board schnell. Durch die vielen möglichen Schlaufenpositionen kann man das Brett sehr individuell einstellen. Sobald das Board gleitet, liegt es führungssicher im Wasser und bietet definitiv mehr ein Freeridefeeling als ein Crossovergefühl. Mit nur einer Schlaufe am Heck gefahren ist das Board deutlich manöverorientierter, jedoch empfehlen wir insbesondere Anfängern und Aufsteigern hinten zwei Schlaufen zu montieren, da dies wesentlich komfortabler ist. Manövereigenschaften Der X-Cite kommt gut mit unterschiedlichen Fahrstilen zurecht. Man kann ihn mit halber Kraft fahren und entspannt gleiten oder auch Vollgas geben und sich ins Trapez hängen. Mit stabil im Wasser liegenden Kanten schneidet sich das Brett seinen sauberen Weg durch das Wasser. Bei Halsen verhält sich der 110 genau wie der 120. Er geht einfach um die Kurve, ohne dass man viel dafür tun muss. Es schadet nicht, sich konsequent auf die Kante zu stellen, um die Drehung zu beschleunigen, das Board dreht sehr bereitwillig ein. Sobald das Wasser unruhiger ist, muss man sich einen Tick mehr konzentrieren, damit das Board sauber durch den Turn geht und dabei seinen Speed hält. Steht man dabei zu aufrecht auf dem Brett, kann es im Kabbelwasser schon mal verschneiden, daher sollte man sich aktiv in die Kurve lehnen. Pro: Sehr frühes Angleiten, exzellente Freerideperformance in einem großen Windbereich, einfach zu fahren. Contra: Enge Carving-Turns verlangen etwas höhere Konzentration.

Freestyle Freeride Benutzerfreundlichkeit

Eignung Könnensstufe

Anfänger

Fahrergewicht

Fortge.

Leicht

Einsatzbereich Flachwasser

Länge (cm) Breite (cm) Volumen (l) Gewicht (kg) Finne (cm) Segelgrößen (m2) Vertrieb Telefon Homepage Preis

Experte

Pro

Mittel

Schwer

Chop

Swell

246 65 110 6,8 34 (PB) 5.2-7.2 Pryde Group GmbH +49 89 6650490 jp-australia.com 1499,- €

Starboar d Kode 102

Der erste Eindruck Der Kode 102 ist das drittgrößte Brett, der aus acht Boards bestehenden Kode-Serie von Starboard. Die Bretter gibt es den altbekannten Bauweisen Technora und Wood, zusätzlich gibt es eine neue Edelversion in Wood/Carbon. Der Kode führt den Acid und Kombat von 2008 zu einer Baureihe zusammen. In den kleinen Größen ist er also ein reinrassiges Waveboard, in den größeren Größen ist er ein Crossoverboard zum Freeriden, mit dem man aber auch freestylen können und sogar in kleinen Wellen Spaß haben soll. Das Unterwasserschiff besteht aus dem für Starboard typischen V, welches in der Nose ausgeprägter ist als am Heck. Mit 65 Zentimeter ist der Kode recht breit für ein Brett mit 102 Liter Volumen. Er hat im Gegensatz zu den kleinen Boards der Serie keine Heel Bumpers. Das soll dem Brett ein direkteres Fahrgefühl geben. Die Schlaufen sind leicht verstellbar und geben in Kombination mit den Pads guten Halt. Fahreigenschaften In Verdrängerfahrt fühlt der Kode sich kurz, aber stabil an. Er gleitet gut, aber nicht explosiv an und beschleunigt ruhig auf eine gute Geschwindigkeit. Nach dem Angleiten kommt man einfach in die Schlaufen und hat guten Halt auf dem Brett. Das V im Unterwasserschiff bestimmt den Charakter des Brettes. Es ist unglaublich einfach zu kontrollieren. Wir haben das Board auch noch bei sieben Windstärken mit einem 4.2er gefahren und es war zu jederzeit unkompliziert und hat den Piloten nie überfordert. Man hätte mit der Kombination den ganzen Tag fahren können. Das fanden wir für ein 102-Liter-Brett schon sehr erstaunlich und es verdeutlicht den einfachen Charakter des Kode. Durch die unglaubliche Kontrolle fühlt sich das Brett kleiner an, als es ist, und es ermutigt den Windsurfer dazu, viele Manöver auszuprobieren. Beim Topspeed muss man kleine Abstriche machen. Auf der Speedpiste gibt es in dieser Gruppe sicherlich schnellere Boards, aber sobald das Wasser bewegter wird, gleicht der Kode die Geschwindigkeit durch die exzellente Kontrolle wieder aus. In hartem Kabbelwasser kann es also durchaus sein, dass man ein sonst schnelleres Board überholt. Die fehlenden Heel Bumper fallen nicht weiter auf, nicht mal in anstrengendem Chop. Das direktere Feeling, das aus den fehlenden, weichen Einlagen resultiert, empfanden alle Tester als positiv. Manövereigenschaften Das Cavingpotenzial des Kode ist erstaunlich. Das Brett ist sehr vielseitig und dabei einfach zu fahren. Man kann es sehr gut als Wave-Einstiegsbrett nutzen. Erfahrene Windsurfer werden sogar viel Spaß damit in der Welle haben. Auch beim Freestylen schneidet das Brett gut ab, was etwas überraschend für uns war. Denn wir hätten gedacht, dass es aufgrund seiner stabilen Wasserlage nicht so einfach von der Oberfläche wegkommt. Doch dem ist nicht so. Das Board springt gut ab und gleitet hervorragend auf der Nose. Der Kode ist ein wirklich guter Alleskönner, besonders geeignet für den Einsatz an der Küste. Es ist hat genau die richtige Balance aus Kontrolle, Benutzerfreundlichkeit und genügend Potenzial für erfahrene Windsurfer. Pro: Ein Alleskönner mit extrem viel Kontrolle. Contra: Speedjunkies sollten zum Futura greifen.

Fazit: Der Kode 102 ist einfach zu fahren und macht jede Menge Spaß. Einsteiger werden schnell Fortschritte machen und erfahrene Windsurfer können jede Menge Potenzial aus dem Board rausholen. Es ist extrem vielseitig und kann eigentlich alles.

Board-Ergebnisse Angleiten Geschwindigkeit Top End Control Manövereigenschaften Wa v e Freestyle Freeride Benutzerfreundlichkeit

Eignung Könnensstufe

Anfänger

Fahrergewicht

Fortge.

Leicht

Einsatzbereich Flachwasser

Länge (cm) Breite (cm) Volumen (l) Gewicht (kg) Finne (cm) Segelgrößen (m2) Vertrieb Telefon Homepage Preis

Experte

Pro

Mittel

Schwer

Chop

Swell

237 65 102 7,3 30 (US) 5.0-7.5 APM Marketing Gmb +49 89 89511170 star-board.com 1499,- €

windsurfing jahrbuch 2009/2010


crossoverboards 105 l

122

Ta bou Rocket 105 LTD

freerideboards 115 l

Mistr al Style 105 RD

123

Bic Techno 118

f r e e r i d e b o a r d s 11 5 l „Free ride“ kann man in Bezug auf diese Boards wohl mit „entspanntes Gleiten“ Der erste Eindruck Da die Rocket-Palette 2008 komplett überarbeitet worden ist, hat man für 2009 nur einzelne Shapes verändert. An der Performance des 105ers gab es nichts zu verbessern und so geht das Board als zweitkleinste Version der Reihe unverändert in die neue Saison. 2009 gibt es drei unterschiedliche Bauweisen des Rocket: die günstige GT-Version, die mittelteure normale Version und eine auf nur 100 Exemplare limitierte LTD-Version (hier im Test). Der Rocket 105 wurde mithilfe des zweifachen Super-X-Weltmeisters Matt Pritchard gestaltet. Das Unterwasserschiff ist durch ein durchgehendes V geprägt, das sowohl die Geschwindigkeit als auch die Kontrollierbarkeit erhöhen soll. Die Brettausstattung ist gut. Die gelieferte Finne misst 34 Zentimeter Länge und die Fußpads mit integrierten Schockabsorbern unter den Fersen sind sehr gut. 2009 hat Tabou nun auch endlich gute Fußschlaufen am Start, sodass wir hier nichts mehr zu kritisieren haben.

Fazit: Der Rocket 105 ist eine Rennmaschine mit Manieren – ein schnelles, gut reagierendes Freeridebrett für viel Spaß beim Heizen. Für Geschwindigkeitsfanatiker wirklich empfehlenswert!

Board-Ergebnisse Angleiten Geschwindigkeit Top End Control Manövereigenschaften Wa v e Freestyle Freeride

Fahreigenschaften Mit Druck im Segel hebt der Rocket sofort ab – er kommt früh ins Gleiten und beschleunigt angepowert sehr zügig auf höhere Geschwindigkeiten. Bei Mittelwind ist die Geschwindigkeit noch moderat, mit zunehmendem Wind wird der Rocket dann seinem Namen immer mehr gerecht und fährt allen anderen Boards der Gruppe davon. Insbesondere bei Starkwind ist der Topspeed wirklich beeindruckend. Dabei wirkt das Brett lebhaft und leicht und macht auch Langstreckenschläge und lange Sessions zum Genuss. Das Domedeck ist sehr komfortabel und lässt sich gut zur Kraftübertragung auf die Finne nutzen. Mit viel Druck im Segel hatte unser leichtester Tester leichte Kontrollschwierigkeiten, die aber für schwere und erfahrene Fahrer kein wirkliches Problem darstellen. Der Rocket ist ein Bump-and-Jump-Brett, das slalombrettähnliche Endgeschwindigkeiten erreicht, dabei aber gutmütig genug ist, um entspanntes und kontrolliertes Fahren zuzulassen.

Benutzerfreundlichkeit

Eignung Könnensstufe

Anfänger

Fahrergewicht

Fortge.

Leicht

Einsatzbereich Flachwasser

Experte

Mittel

Schwer

Chop

Swell

Manövereigenschaften Die lebhafte Charakteristik des Rockets führt bei Halsen im Kabbelwasser dazu, dass das Brett aktiv im Zaum gehalten werden muss. Insbesondere leichte Fahrer werden Probleme bekommen, die Kanten im Wasser zu halten. Man sollte also wirklich konsequent und mit viel Druck auf der Leekante in die Kurve gehen. Wer dies tut, kann saubere, schnelle Halsen zirkeln. Die bevorzugten Radien des 105 sind eher weit.

Pro: Der 105 ist ein Frühgleiter mit fantastischer Höchstgeschwindigkeit, der trotz seines lebhaften Charakters leicht zu kontrollieren ist. Contra: Das Brett hat kein Crossover-Potenzial für Welle und Freestyleeinsatz. Hierfür ist der 3S die eindeutig bessere Wahl.

windsurfing jahrbuch 2009/2010

Länge (cm) Breite (cm) Volumen (l) Gewicht (kg) Finne (cm) Segelgrößen (m2) Vertrieb Telefon Homepage Preis

Pro

242 61 105 6,6 34 (PB) 4.5-7.0 New Sports GmbH +49 2234 933400 tabou-boards.com 1499,- €

Der erste Eindruck Der 105 ist das größte Board aus der brandneuen StyleReihe, in der es drei Größen gibt. Der Shape des Style stellt den Alleskönner bei Mistral dar. Der Fokus bei dem Board liegt auf uneingeschränkter Vielseitigkeit. Die Kanten sind recht dünn und der Rocker ist ausgeprägt, um dem Board sowohl gute Freemove- als sogar auch Wavefähigkeiten zu geben. Abgesehen davon soll es schnell beschleunigen und eine hohe Endgeschwindigkeit erreichen. Keine leichten Shapeanforderungen für Mark Nelson also. Es ist nicht einfach, einem Brett all diese Eigenschaften zu geben. Allerdings hat Herr Nelson diese Aufgabe bei den kleinen Styles mit Bravour gemeistert. Die Messlatte für den 105 liegt also weit oben. Das Zubehör ist bei Mistral wie immer sehr gut: eine CNC-gefräste G10-Finne, Schlaufen, die guten Halt geben, und Pads mit Hackenpolster. Fahreigenschaften Beim Dümpeln ist das Brett sehr stabil und bietet auch für Einsteiger genug Stabilität. Der 105 hat aber einen engeren Einsatzbereich als die kleineren Styles, die aufgrund des geringeren Volumens automatisch noch manöverorientierter sind. Man sollte das Brett mit nicht mehr als 6.5 qm fahren. In Gleitfahrt fühlt sich das Board ansonsten einfach zu klein an. Perfekt ist ein 5.9er. Damit gleitet der Style sehr früh an. Im Gegensatz zu seinem kleinen Bruder, dem Style 95, beschleunigt er etwas verhaltener und hat auch ansonsten einen ruhigeren Charakter. Der 105 hat ein eingebautes Speedlimit, was ihn eher für entspanntes Cruisen als für Topspeedheizen prädestiniert. Durch den Style 95 waren wir nun auch sehr verwöhnt und setzten den gleichen Maßstab an den großen Bruder an. Jedoch ist der 105 eher ein entspannter Gleiter mit ausgewogenen Fahrleistungen als ein lebhaftes Performancebrett. Manövereigenschaften Der Style 105 ist perfekt für Aufsteiger, die an Windsurfen mit vielen Manövern interessiert sind. Am besten fährt man das Board in einer aufrechten, manöverorientierten Position mit weit innen montierten Schlaufen. So kommt man auch einfach durch Kabbelwasser und Aufsteiger kommen in bewegter See leichter zurecht. Die Carvingeigenschaften in der Halse sind extrem gut, auch wenn das Board nicht gerade von selbst um die Kurve schleudert. In der Halse und auch beim Bottom Turn muss man sich schon mit etwas Entschlossenheit in die Kurve legen. Insgesamt reagiert der 105 auf einen kraftvollen, aggressiven Fahrstil wesentlich besser als auf eher vorsichtige Windsurfer. Auch beim Cut Back ist es hilfreich, Gewalt anzuwenden oder genau den brechenden Teil der Welle zu erwischen. Um mit gutem Speed aus der Kurve zu kommen, benötigt er nicht viel Hilfe des Fahrers. Wie beim Geradeausfahren ist das Brett auch in der Kurve eher ruhig und entspannt. Wie gesagt: Das Brett ist nicht langweilig, es ist hervorragend, um sich damit an Wellen heranzutasten, nur für wirklich fortgeschrittene Surfer ist es nicht radikal genug. Pro: Maximale Kontrolle und entspannter Charakter. Contra: Erfahrene Windsurfer wünschen sich etwas mehr Biss.

Fazit: Der Style 105 ist sehr empfehlenswert für Aufsteiger, die nach einem manöverorientierten Brett suchen, mit dem sie sich erstmals in kleine Wellen wagen wollen.

übersetzen. Vor allem fortgeschrittene Windsurfer greifen zu dieser Volumenklasse, da sie den besten Mix aus Volumenreserven und maximaler Performance bietet. Freerideboards sollten unserer Meinung nach schnell angleiten, einfach zu fahren und schnell sein. Drei Eigenschaften, die im Grunde alle Testkandidaten erfüllen. Es zählt wie immer letztendlich nur der persönliche Geschmack, der aus

Board-Ergebnisse

einem einfachen Board einen Testsieger macht, und so versuchen wir dir auch

Angleiten

in dieser Kategorie in einem Satz die Stärken der jeweiligen Boards aufzuzeigen,

Geschwindigkeit

anstatt einzelne herauszuheben.

Top End Control Manövereigenschaften

Dir wird der …

Wa v e Freestyle Freeride

Bic Techno 118 gefallen, wenn du ein gutes Freerideboard in einer haltbaren

Benutzerfreundlichkeit

Technologie zu einem unschlagbaren Neupreis suchst.

Eignung Könnensstufe

Anfänger

Fahrergewicht

Fortge.

Leicht

Einsatzbereich Flachwasser

Experte

Pro

Mittel

Schwer

Chop

Swell

Fanatic Eagle 113 HRS gefallen, wenn du den Erfolgsshape von Sebastian Wenzel trotz kleinem Portemonnaie fahren möchtest. JP X-Cite Ride 120 (FWS) gefallen, wenn du eines der besten Freerideboards der Gruppe haben möchtest, das keine erkennbaren Schwächen hat. Mistral Screamer 116 gefallen, wenn du ein Freerideboard mit slalomähnlicher Performance suchst, das insbesondere auf Down-Wind-Kursen fast allen Mitbewerbern davonfährt. Mistral Syncro 114 gefallen, wenn du ein Freerideboard suchst, das mit zunehmendem Wind immer besser wird und dann scheinbar grenzenlose Performance bietet. Starboard Furura 111 gefallen, wenn du eines der besten Freerideboards mit einer tollen Kombination aus Performance und Benutzerfreundlichkeit haben möchtest. Tabou Rocket 115 gefallen, wenn du auf allen Kursen der Schnellste sein

Länge (cm) Breite (cm) Volumen (l) Gewicht (kg) Finne (cm) Segelgrößen (m2) Vertrieb Telefon Homepage Preis

242 63 105 6,3 28 (PB) 4.7-6.9 Boards and more GmbH +49 89 666550 mistral.com 1599,- €

Der erste Eindruck Der Bic Techno 118 geht unverändert in die neue Saison. Obwohl der Techno2 in Thermoform-Technologie hergestellt wird, ist sein Gewicht vergleichbar mit den Kollegen in Sandwichbauweise. Das Zubehör ist hochwertig, die Pads sind komfortabel, die Schlaufen leicht verstellbar. Auch die Finne verfügt über eine hochwertige Qualität. Das Design des 118ers ist modern und weist eine sehr runde Outline auf. In dem breiten Heck ist viel Volumen unter den Füßen des Fahrers platziert und das Brett hat eine flache Scoop-Rockerlinie. Fahreigenschaften Beim Dümpeln zeigt sich das Board superstabil, Fehler verzeihend und auch bei schlechten Bedingungen holt es alles aus den Böen heraus. Es ist eines der angleitstärkeren Bretter der Gruppe und beschleunigt ruhig und sanft, als wenn es sich damit extra auf nicht so sichere Piloten einstellen würde. Es kommt auf eine gute Geschwindigkeit und liegt dabei dank der flachen Nose platt auf der Wasseroberfläche. Auf Flachwasser ist es komfortabel und sicher zu fahren, die Wölbung der Kanten ist gut geeignet, um sich mit den Hacken dagegen zu stützen. Das Brett ist extrem vielseitig und kann sich an fast alle Fahrstile und Könnensstufen anpassen. Bei halber Geschwindigkeit ist es stabil und einfach zu fahren. Wenn man dem Brett die Sporen gibt, reagiert der 118 erstaunlich gut und liefert ein sehr weiches Fahrgefühl, was zum Teil der Konstruktion zuzuschreiben ist. Mit viel Feedback von der Finne bietet es hohe Leistung und belohnt einen selbstsicheren Fahrstil. Die einzige Achillesferse des Brettes bemerkt man, sobald man es in Bedingungen mit höheren Windwellen fährt. Die größere Breite des Boards vor der Mastschiene verursacht ein Abbremsen der Geschwindigkeit, da es teilweise am Chop hängen bleibt.

formance des Boards ganz auszureizen.

tisch, sondern aufsteigend nach Verkaufspreisen sortiert!

Board Ergebnisse Angleiten Geschwindigkeit Top End Control Manövereigenschaften Benutzerfreundlichkeit

Eignung Könnensstufe

Anfänger

Fahrergewicht

Fortge.

Leicht

Einsatzbereich Flachwasser

Experte

Pro

Mittel

Schwer

Chop

Swell

Manövereigenschaften Bei Manövern reagiert der Techno2 vorhersehbar und gibt dem Fahrer die Sicherheit, sich voll auf Manöver konzentrieren zu können. Das Board nimmt seine Geschwindigkeit mit in die Kurve, die gute Kontrolle hilft die Halse einzuleiten, es carvt wie von selbst und behält den Speed auch während des Manövers. Das bleibt auch bei ruppigen Bedingungen so. Hierbei hilft die höhere Breite vor der Mastschiene, da die Kanten auf voller Länge einfach durch den Chop ins Wasser schneiden. Der Techno2 ist ein ideales Brett für Freerideeinsteiger und fortgeschrittene Windsurfer. Mit dem einfachen, praktischen Handling kann man gut die ersten Gleitmanöver lernen.

willst und du ein wenig technischen Input mitbringst, um die sensationelle Per-

Achtung! Wir haben in diesem Jahrbuch die Produkte nicht alphabe-

Fazit: Weich und einfach zu fahren, ist der Techno2 am besten für Flachwasser geeignet und gibt dem fortgeschrittenen Windsurfer viel Raum, um neue Manöver zu lernen. Die Leistungsstärke ist mehr als vergleichbar mit Sandwichboards und der Preis ist kaum zu schlagen.

Pro: Benutzerfreundlich und gute Leistung in allen Bedingungen. Preiswert. Contra: In starkem Chop können die Kanten leicht hängen bleiben.

Länge (cm) Breite (cm) Volumen (l) Gewicht (kg) Finne (cm) Segelgrößen (m2) Vertrieb Telefon Homepage Preis

248 66 118 8 38 (Tuttle) 5.5-8.5 Choppy Water GmbH +49 431 9719898 bicsport.com 699,- €

windsurfing jahrbuch 2009/2010


freerideboards 115 l

124

Bic Techno Pr o 74

Der erste Eindruck Die Techno-Pro-Linie ist für die Saison 2009 neu ins Bic-Line-up aufgenommen worden und schließt die Lücke, die die Tiga-Boards nach ihrem Aus hinterlassen haben. Je nach Größe sind die Shapes für unterschiedliche Bedingungen gemacht. Angefangen mit dem Bic Techno Pro 54 startet Bic die Linie mit einem klassischen Waveboard, beschreibt dann den 57 und 65 als Wave-Slalomboards/Freerideboards, während der 64, 74 und 80 als Freerace-Slalomboards angesetzt werden. Bis auf die beiden kleinsten Boards ist Marco Copello für die Shapes verantwortlich. Mit zwei unterschiedlichen Plugreihen weit auf der Kante macht der Techno Pro 74 deutlich, dass er nicht zum entspannten Cruisen, sondern für Topspeed gemacht ist. In der Deep-Tuttle-Box steckt eine 46 Zentimeter lange G10-Slalomfinne. Die Schlaufen sind einfach zu verstellen, um jedoch mit großen Füßen samt Schuhen hineinzupassen, muss man schon etwas daran herumzerren. Sie sind darüber hinaus nicht sonderlich stark gepolstert.

Fanatic Ea g le 113 HRS

Fazit: Der Techno Pro 74 ist ein Freeraceboard mit Hang zum Slalomfeeling, das besonders durch gute und sehr gute mittelschwere und schwere Fahrer auszureizen ist und diese zu den Schnellsten in ihrem Revier macht.

Board Ergebnisse Angleiten Geschwindigkeit Top End Control Manövereigenschaften

Fahreigenschaften Der Techno Pro 74 liegt satt im Wasser und bietet beim Dümpeln eine sehr stabile Plattform. Er kommt schnell ins Gleiten und beschleunigt genauso schnell auf eine gute Endgeschwindigkeit. Während der Beschleunigung muss man sich schon ein wenig konzentrieren, damit man die weit auf den Kanten positionierten Fußschlaufen trifft und, ohne den Vorgang durch unsanfte Fehltritte abzubrechen, einen sicheren Stand bekommt. Gute Windsurfer werden mit diesem Vorgang weniger Probleme haben, fortgeschrittene Windsurfer sollten auf alle Fälle erst einmal die zweite, weiter in der Boardmitte liegende Plugreihe nutzen, auch wenn diese ebenfalls schon recht weit außen liegt. Einmal festen Stand in den Schlaufen generiert merkt man, wie gut man sich auf der Kante des Boards mit den Hacken abstützen und dem Board auf der guten, großen Finne gefahren richtig die Sporen geben kann. Mit einem sportlichen Segel wie dem Gaastra Matrix oder North X-Type gefahren kann man das Board auch ohne Cambersegel zu einem wirklich hohen Topspeed pushen. Es fliegt dann über das Wasser, bleibt dabei aber relativ einfach zu kontrollieren, sofern der Chop nicht zu kurz hintereinander kommt oder zu hart wird. Je besser der Windsurfer, umso mehr wird er auf alle Fälle aus dem Board herausholen, denn sehr gutes Potenzial ist deutlich zu spüren. Manövereigenschaften Ähnliches Bild bei den Manövereigenschaften: Hohen technischen Input belohnt das Board mit einem scharfen und schnellen Turn und lässt Slalomfeeling pur aufkommen. Das Board muss beherzt in die Kurve eingeleitet werden, zaghaftes Drücken bestraft das Board mit viel zu weiten Radien oder es springt im schlechtesten Fall aus der Kurve. Durch die Breite des Boards ist es nach dem Schiften kein Problem, die Gleitfahrt ohne zu große Geschwindigkeitsverluste fortzusetzen. Pro: Hohen technischen Input belohnt das Board mit einer tollen Performance. Contra: Ungeübtere Fahre könnte das Board überfordern.

windsurfing jahrbuch 2009/2010

Benutzerfreundlichkeit

Eignung Könnensstufe

Anfänger

Fahrergewicht

Fortge.

Leicht

Einsatzbereich Flachwasser

Länge (cm) Breite (cm) Volumen (l) Gewicht (kg) Finne (cm) Segelgrößen (m2) Vertrieb Telefon Homepage Preis

Experte

Pro

Mittel

Schwer

Chop

Swell

235 74 115 7,4 46 (Tuttle) 5.5-8.5 Choppy Water GmbH +49 431 9719898 bicsport.com 879,- €

Der erste Eindruck Im dritten Jahr in Folge bleibt der Erfolgsshape des Eagle unverändert. Fanatic bleibt damit seiner Linie treu, erst dann in den Shape einzugreifen, wenn man tatsächlich eine Steigerung zum Vorgängermodell entwickelt hat. So ist dieser Test nahezu mit dem Vorjahrestest identisch, bis auf den kleinen Unterschied, dass wir in diesem Jahr auf die günstigste Bauweise des Eagles gesprungen sind. Die HRSVersion ist mit 999,- Euro gerade für Gelegenheitswindsurfer oder Wiedereinsteiger eine interessante Alternative. Den Eagle gibt es in drei verschiedenen Größen: Der 113er ist das mittlere Brett. Es kombiniert Elemente aus Race, Freerace, SuperX und Freestyle. Das Brett hat eine klassische, ausgewogene Outline. Die Kanten sind hinten scharf, um schnelle Turns und Manöver zu erlauben. Im Mittelteil sind sie recht rund, um das Brett früh angleiten und ruhig im Wasser liegen zu lassen. Das Unterwasserschiff geht von einer Doppelkonkave an der Nose zu einem ausgeprägten V im Heck über. Durch diesen Shape ist das Brett bei Kabbelwasser sehr ruhig, bei glattem Wasser dennoch sehr schnell. Das Brett wird mit guten Pads und einer 39-cm-Finne geliefert. Die Schlaufen sind leider dem üblichen Fanatic-Standard unwürdig. Man kann sie zwar sehr einfach einstellen, jedoch sind sie sehr schmal und die Seiten sind sehr hart und damit unkomfortabel. Fahreigenschaften Beim Dümpeln ist das Brett wegen seiner geringen Breite nicht so stabil wie andere Bretter dieser Gruppe. Die HRSEagle-Version benötigt ein wenig aktive Unterstützung des Fahrers, um ins Gleiten zu kommen. Einmal über die Gleitschwelle gekommen fühlt sie sich angenehm lebhaft an, ohne dem Fahrer viel Technik abzuverlangen. Auch die günstige Version des Eagles beschleunigt auf eine hohe Endgeschwindigkeit, ohne dass es sich dabei extrem anfühlt oder man als Pilot eine Menge technischen Input in das Board stecken muss. Man bemerkt die Geschwindigkeit nicht durch Kontrollprobleme, sondern dadurch, dass man ganz entspannt fast alle anderen Windsurfer überholt. Man kann auch problemlos mit halber Geschwindigkeit cruisen, wobei sich das Brett immer reaktionsfreudig anfühlt. Es ist sehr kompakt, verzeiht Fehler und ist durch den kurzen Shape sehr lebhaft. Das Deck ist ziemlich gewölbt, wodurch auch die inneren Schlaufenpositionen sehr bequem zu fahren sind, sofern man denn andere Schlaufen auf das Board geschraubt hat. Die Finne macht ihren Job relativ gut, wobei man hier deutlich die Vorteile der hochwertigeren, steifen Finne der teureren Version spürt. Manövereigenschaften Der Eagle fühlt sich angenehm kompakt an und ist daher wendig für ein Brett dieser Größe. Man kann ruhig mit viel Geschwindigkeit in die Halse gehen und sich voll in die Kurve legen. Das Brett carvt wie auf Schienen. Man kann die Halse aber auch aufrecht stehend über den hinteren Fuß fahren. Bei der Wende ist das hohe Volumen vor der Mastschiene von Vorteil. Das Brett ist stabil genug, um sich bei dem Gang um den Mast Zeit zu lassen. Pro: Hohe Endgeschwindigkeit und trotzdem ruhig und einfach zu kontrollieren, vielseitig beim Halsen. Contra: Er könnte etwas schneller angleiten.

Board Ergebnisse Angleiten Geschwindigkeit Top End Control Manövereigenschaften Benutzerfreundlichkeit

Eignung Anfänger

Fahrergewicht

Fortge.

Leicht

Einsatzbereich Flachwasser

Experte

125

Naish Global Fr eeride 115

Fazit: Der Eagle 113 HRS ist wie die leichte Version sehr schnell und trotzdem leicht zu fahren. Er passt sich an verschiedene Fahrstile an und ist damit ein sehr empfehlenswertes Brett für Aufsteiger und Fortgeschrittene.

Könnensstufe

freerideboards 115 l

Pro

Mittel

Schwer

Chop

Swell

Der erste Eindruck Der 115 ist das größte der aus vier Boards bestehenden Baureihe „Global Freeride“. Die Boards sollen früh gleiten und ein Maximum an Spaß bringen. Die Globals sollen einfach zu fahren sein und den Windsurfer möglichst wenig fordern. Das Board hat für 2009 komplett neue Pads und Schlaufen bekommen. Die komplette Palette ist shapeidentisch mit der All-Terrain-Reihe. Sie wird jedoch nur mit einer verhältnismäßig großen Finne geliefert. Damit liegt der Fokus mehr auf dem Punkt Angleiteigenschaften und außerdem soll man die Reihe so auch mit großen Segeln fahren können. Fahreigenschaften Der Global 115 fühlt sich auf dem Wasser recht klein und kompakt an, eher wie ein 110-Liter-Board. Er gleitet recht früh an, aber auch hier hat man den Eindruck, auf einem 110-Liter-Brett zu stehen. Sobald er gleitet, beschleunigt er aktiv auf eine gute Endgeschwindigkeit. Er gehört vielleicht nicht zu den schnellsten Boards dieser Gruppe, dennoch gibt es am Topspeed nichts auszusetzen. Sobald man gleitet, fährt sich der Global Freeride sehr angenehm. Die dicken Pads lassen keine Übertragung der Schläge auf die Füße zu, egal wie choppy das Wasser ist. Das Brett liegt immer ruhig im Wasser und macht nichts Unvorhersehbares. Es ist tatsächlich ein einfach und angenehm zu fahrendes Board, das schon beim Geradeausfahren eine Menge Spaß macht. Auch nicht so versierte Windsurfer werden sich schnell wohl auf dem Global Freeride fühlen.

Fazit: Der Global Freeride 115 ist ein exzellentes Freerideboard mit breitem Einsatzbereich und wirklich tollen Carvingeigenschaften. Ein für alle Könnensstufen geeignetes Board mit hohem Spaßpotenzial.

Board Ergebnisse Angleiten Geschwindigkeit Top End Control Manövereigenschaften Benutzerfreundlichkeit

Eignung Könnensstufe

Anfänger

Fahrergewicht

Fortge.

Leicht

Einsatzbereich Flachwasser

Experte

Mittel

Schwer

Chop

Swell

Manövereigenschaften Bei der Halse bemerkt man erneut die kompakte Natur des Boards. Es ist wirklich sehr vielseitig, wenn es um Drehungen in alle Richtungen geht. Das Board macht eigentlich alle Fahrstile mit. Einige unserer Tester fielen bei den ersten Halsen tatsächlich ins Wasser. Sie waren sichtlich verwundert, wie gut und schnell das Brett insbesondere in enge Halsen dreht. Das hatten wir bei dieser Literklasse nicht erwartet. Aufgrund dieser wirklich tollen Carvingeigenschaften ist es nicht verwunderlich, dass die schweren Tester mit dem Board dann sogar in die Welle gegangen sind, nachdem sie hinten eine Single-Schlaufe montiert hatten. Und so eignet sich das Brett unserer Meinung nach sogar auch als überdimensioniertes Waveboard. Da es wirklich schnell dreht und dabei kaum Speed verliert, kann man gut Wellen abreiten. Aufgrund der guten Gleiteigenschaften und der guten Beschleunigung kann man es aber auch als Bumpand-Jump-Board einsetzen. Insgesamt ist das Global ein sehr gutes Brett für alle Könnensstufen. Aufsteiger werden sich schnell mit ihm zurechtfinden und Fortschritte machen. Fortgeschrittene können den Global sogar in der Welle fahren oder bei viel Wind im Bump-and-JumpEinsatz Spaß haben. Länge (cm) Breite (cm) Volumen (l) Gewicht (kg) Finne (cm) Segelgrößen (m2) Vertrieb Telefon Homepage Preis

246 66 113 8,1 39 (PB) 5.5-8.5 Boards and more GmbH +49 89 66655241 fanatic.com 999,- €

Pro: Unglaubliche Carvingeigenschaften, sogar in der Welle einsetzbar.. Contra: Als universelles Freerideboard nicht zu kritisieren.

Pro

Starboar d Futur a 111

Der erste Eindruck Das Deck des Futura ist im Vergleich zum Vorjahresmodell im vorderen Bereich flacher geworden, dafür ist die Wölbung des Decks zwischen den Schlaufen ausgeprägter. Das Brett ist insgesamt etwas schmaler geworden, aber im hinteren Bereich zwischen den Schlaufen etwas breiter. Auf dem Futura gibt es eine Unmenge an Möglichkeiten, die Schlaufen aufzuschrauben. Die Schlaufen geben zusammen mit den Pads auf dem gewölbten Deck einen sehr guten Halt und die hochwertige Drake-Finne passt sehr gut zum Brett. Fahreigenschaften Letztes Jahr war der Futura eines der schnellsten Bretter im Test. Allerdings war es anspruchsvoll zu fahren und verlangte dem Fahrer damit einiges an technischem Fahrkönnen ab, um wirklich Topspeed zu erreichen. Die neue Outline ist ein großer Schritt nach vorne. Das Brett ist wesentlich einfacher zu kontrollieren, besonders in ruppigen Bedingungen. Der neue Shape bietet wirklich einen spürbaren Unterschied im Vergleich zu dem vom letzten Jahr. Der Futura 111 ist extrem ruhig in Verdrängerfahrt und man kann problemlos ein 7.5er-Segel auf das Brett stellen. Es gleitet früh an und beschleunigt extrem schnell. Sobald die Füße in den Schlaufen sind, steht man sicher und komfortabel. Die Finne gibt hervorragende Traktion und im Gegensatz zu den Vorgängern hatten wir mit dem Futura 2009 keinen einzigen Spinout. Auch bei Topspeed kann man immer mehr Druck auf die Finne geben, ohne dass es Probleme gibt. Zusammen mit einem guten Freeracesegel erreicht das Brett wirklich einen hohen Topspeed, bleibt dabei aber immer einfach und bequem zu fahren, ohne den besagten technischen Input wie beim Vorgängermodell mitzubringen. Bei Leichtwind ist der Futura für jede Könnensstufe entspannt fahrbar. Und auch bei viel Wind schneidet das Brett mit dem starken V in der Nase und den guten Kanten, die nach hinten immer schärfer werden, butterweich durchs Wasser. Je mehr Wind ins Segel drückt, umso schneller wird der Futura und gehört sicherlich zu den schnellsten drei Brettern der Gruppe.

Fazit: Der Futura ist wesentlich einfacher zu fahren als sein Vorgänger. Der Topspeed ist wirklich beeindruckend, viel schneller ist man als Otto-Normal-Windsurfer sicherlich auch auf dem Isonic nicht mehr! Für Windsurfer, die ohne viel Anstrengung die Schnellsten auf dem See sein wollen und weniger Wert auf Manöver legen.

Board Ergebnisse Angleiten Geschwindigkeit Top End Control Manövereigenschaften Benutzerfreundlichkeit

Eignung Könnensstufe

Anfänger

Fahrergewicht

Fortge.

Leicht

Einsatzbereich Flachwasser

Experte

Pro

Mittel

Schwer

Chop

Swell

Manövereigenschaften Das 111 schlägt sich auch in der Halse gut. Der Fahrer sollte allerdings schon beherzt auf die Kante treten, damit das Brett sich schnell in die Kurve legt und nicht von Kabbelwasser aus der Ruhe gebracht wird. Mit viel Kraft macht das Brett fast jeden Kurvenradius mit. Hier ist etwas mehr Fahrkönnen und Selbstbewusstsein gefordert als beim Geradeausfahren, aber hat man einmal den Dreh raus, kann man radikale Halsen fahren, ohne viel an Geschwindigkeit einzubüßen. Offensichtlich ist der Futura aber eher ein Freerideboard mit Fokus auf Topspeed und tendiert nicht so sehr in Richtung Crossoverboard. Für geübte Fahrer sind die Manövereigenschaften weniger eingegrenzt. Länge (cm) Breite (cm) Volumen (l) Gewicht (kg) Finne (cm) Segelgrößen (m2) Vertrieb Telefon Homepage Preis

246 67 115 7,8 40 (PB) 4.7-8.0 Powertrading GmbH +49 431 319770 naishsails.com 1199,- €

Pro: Sehr schnell, einfach zu fahren und man hat viel Spaß! Contra: Als schnelles Freerideboard nicht zu kritisieren. Manöverorientierte Windsurfer sollten eher den Kode 112 wählen.

Länge (cm) Breite (cm) Volumen (l) Gewicht (kg) Finne (cm) Segelgrößen (m2) Vertrieb Telefon Homepage Preis

240 68 111 7,2 38 (Tuttle) 5.0-8.0 APM Marketing GmbH +49 89 89511170 star-board.com 1299,- €

windsurfing jahrbuch 2009/2010


freerideboards 115 l

126

JP X-Cite Ride 120 (FWS)

Der erste Eindruck Der X-Cite Ride 120 ist das drittkleinste Brett der aus sechs Boards bestehenden Baureihe. Jedes Board gibt es in drei Bauweisen: Der leichten Pro Edition im SilberLook, der bekannten Full-Wood-Sandwich-Version (hier im Test) und als Epoxy-Sandwich-Board. Das Brett ist im Vergleich zum Vorjahr etwas schmaler geworden, die Outline im Bereich der Schlaufen aber runder. Das soll zur Folge haben, dass der X-Cite schneller als sein Vorgänger ist, gleichzeitig aber weiterhin früh angleitet. Auf Höhe der Mastschiene sind die Kanten voluminöser als im Vorjahr, insgesamt ist das Brett etwas dünner. Dadurch liegt der Mastfuß tiefer, was mehr Kontrolle bei viel Wind geben soll. Man kann auf diesem Brett quasi überall Schlaufen aufschrauben. So viele Plugs hat kaum ein anderes Brett. Das Zubehör ist gewohnt gut, die Schlaufen und Pads geben viel Halt und es gibt eine hochwertige G10-Finne dazu. Fahreigenschaften Wie wir es von allen X-Cite Rides kennen, gleitet auch der 120 von selbst und echt schnell an. Das Board ist wirklich schnell, was man selbst aber kaum bemerkt. Manchmal wundert man sich erst, wenn man andere Windsurfer überholt und selbst aber gar nicht den Eindruck hat, schon am Anschlag zu sein. Das Board ist immer einfach zu fahren und problemlos zu kontrollieren. Auch Kabbelwasser macht da keine Ausnahme. Mit dem Board kommt man fast automatisch in eine eingehängte Fahrposition und gibt Gas. Auf Höhe der Schlaufen ist das Brett recht breit, wodurch es Fahrfehler verzeiht. Windlöcher durchgleitet das Brett ohne Probleme. Der X-Cite ist so schnell und einfach zu fahren, dass Ein- und Aufsteiger den Eindruck vermittelt bekommen, sehr schnell Fortschritte zu machen. Er ist wirklich ein Plug-and-play-Board. Man stellt sich drauf, fährt los und fühlt sich wohl. Erfahrene, sehr gute Windsurfer könnten das Brett schon fast langweilig finden, denn es ist alles andere als eine Zicke: Es macht wirklich alles, was, wann und wie man es will.

Fazit: Der JP X-Cite Ride 120 legt die Messlatte in Sachen Fahrkomfort und Benutzerfreundlichkeit sehr hoch. Besonders leichte und mittelschwere fortgeschrittene Windsurfer, die schnell weiter Fortschritte machen wollen, sind mit dem Brett sehr gut beraten und wir können es dieser Gruppe sehr empfehlen.

Board Ergebnisse Angleiten Geschwindigkeit Top End Control Manövereigenschaften Benutzerfreundlichkeit

Eignung Könnensstufe

Anfänger

Fahrergewicht

Fortge.

Leicht

Einsatzbereich Flachwasser

Experte

Mittel

Schwer

Chop

Swell

Contra: Enge Halsen müssen kraftvoll eingeleitet werden.

windsurfing jahrbuch 2009/2010

Der erste Eindruck Der Rocket 115 wurde für die Saison 2008 so gut überarbeitet, dass Shaper Fabien Vollenweider ihn 2009 unverändert in die Saison schickt. Im Gegensatz zum Vorgängershape aus 2007 sind die Kanten etwas voller, was für bessere Kippstabilität und Kontrollierbarkeit des von der größeren Finne generierten Lifts sorgen soll. Wir haben die teure „Limited Edition“ getestet, aber wie bei den anderen Rockets sind auch ein etwas schwereres Standardmodell und die günstige GT-Version erhältlich. Finne und Footpads sind hochwertig und die sonst von uns so bemängelten Schlaufen gehören endlich der Vergangenheit an. Fahreigenschaften Ein Fazit gleich vorweg: Der Rocket macht seinem Namen alle Ehre und zeigt seine Stärken insbesondere in angepowerten oder überpowerten Bedingungen. Das Brett fühlt sich kleiner an als die meisten Mitbewerber in der Gruppe und freut sich beim Angleiten über eine aktive Unterstützung des Piloten. Die Fußpads sind bequem, die Schlaufen bieten guten Halt und das müssen sie auch. Denn erst einmal in Fahrt zeigt der Rocket dann sein wahres Gesicht. Mit viel Druck im Segel beschleunigt er explosiv und mühelos, ohne auch nur einen Hauch von Kontrollverlust. Die Endgeschwindigkeit zählt zu den höchsten in der Gruppe, was man manchmal gar nicht realisiert, weil der Ritt trotzdem sanft erscheint. Im Duell mit dem Mistral Screamer gab letztendlich nur noch das Rigg und das Fahrkönnen des Piloten den Ausschlag über den höheren Topspeed. Beide Boards fahren den anderen der Gruppe ansonsten deutlich davon. Gerade auf Raumschotkursen ist auch der Rocket eine echte Rakete. Er wird enorm schnell und fühlt sich dabei kompakt und lebhaft an. Uns erscheinen effiziente Cambersegel als ideale Ergänzung zum Rocket. So bestückt gleitet er locker durch jedes Windloch und ist leicht zu trimmen.

Fazit: Rocket 115 – der Name ist Programm. Um die Rakete zu zünden, braucht man etwas mehr Wind, aber wenn der Rocket dann losgeht, halte dich besser gut fest! Für Performance-Windsurfer sehr empfehlenswert!

Board Ergebnisse Angleiten

Länge (cm) Breite (cm) Volumen (l) Gewicht (kg) Finne (cm) Segelgrößen (m2) Vertrieb Telefon Homepage Preis

250 67,5 120 7,3 38 (PB) 5.5-8.0 Pryde Group GmbH +49 89 6650490 jp-australia.com 1499,- €

Pro: Hochgeschwindigkeitsrenner, insbesondere auf Raumschotkursen. Contra: Die Leichtwindperformance erfordert ein aktives Fahrverhalten des Piloten.

Der erste Eindruck Drei Bretter zwischen 104 und 133 Liter stehen auch 2009 unverändert hinsichtlich ihres Shapes zur Auswahl. Zielgruppe sind fortgeschrittene Fahrer, die „Freecarve Slalom“-Performance suchen. Der 116 ist im Vergleich zum Vorgängermodell aus 2007 schmaler, hat weichere Kanten mit mehr „Tuck“ und eine rundere Outline mit einem Rounded Pintail. Ein durchgehendes V, etwas weniger ausgeprägt als beim Vorgängershape, sowie große Bevels im Bug und zwischen Mastspur und vorderen Fußschlaufen zieren das Unterwasserschiff. Der Screamer ist in zwei Bauweisen erhältlich. Hier im Test ist die hochwertigere Carbon-Sandwich-Version. Die Ausstattung ist nicht zu kritisieren. Schlaufen, Pads und Finne sind sehr gut und auch die unterschiedlichen Plugoptionen für die Montage der Fußschlaufen in einer innen und einer außen liegenden Position finden wir gut.

Geschwindigkeit

Manövereigenschaften Benutzerfreundlichkeit

Eignung Anfänger

Fahrergewicht

Fortge.

Leicht

Einsatzbereich Flachwasser

Länge (cm) Breite (cm) Volumen (l) Gewicht (kg) Finne (cm) Segelgrößen (m2) Vertrieb Telefon Homepage Preis

Fazit: Der Screamer RD 116 ist ein gelungener Wurf. Er war einer der absoluten Lieblinge der Tester und bietet herausragende Leistungen in einem breiten Windspektrum. Das Brett wird viele Nutzer begeistern. Sehr empfehlenswert.

Board Ergebnisse Angleiten Geschwindigkeit

Top End Control

Könnensstufe

127

Mistr al Scr eamer 116 RD

Experte

Pro

Mittel

Schwer

Chop

Swell

Manövereigenschaften Das Halsenverhalten ist in Ordnung, aufgrund der Performance des Boards muss man aber hinsichtlich der Vielseitigkeit Abstriche machen. Entweder man sucht ein High-Performance-Freerideboard oder ein Freemoveboard. Der Rocket zählt zur ersten Gruppe und so ist es nicht verwunderlich, dass er eigentlich immer denselben Standardkurvenradius wählt, egal wie man in den Turn geht. Diesen fährt er aber sehr sicher durch. Ist die Kante erstmal gesetzt, greift sie sehr gut und verschneidet auch in kabbeligen Bedingungen nicht. Flinke Füße sind in der Wende gefragt, denn hier fühlt sich das Brett relativ klein an.

Manövereigenschaften Will man mit dem Board kraftvolle Halsen carven, muss man beherzt und konzentriert zur Sache gehen. Mit etwas mehr Druck auf der Kante gleitet es auch engere Turns gut durch, verlangt dabei aber etwas höheres Fahrkönnen. Hier sind schwere Windsurfer im Vorteil. Leichteren Windsurfern empfehlen wir, sich stark in die Kurve zu lehnen und die 180-Grad-Drehung mit etwas Aggressivität anzugehen. Steht man mehr oder weniger aufrecht auf dem Brett, dreht der X-Cite verhalten und neigt bei Kabbelwasser dazu, etwas zu „hüpfen“. Aber mit genug Kraft auf der Kante ist die Halse auch in unruhigem Wasser kein Problem. Wenden ist kein Problem, wenn man sich beim Gang um den Mast etwas beeilt, da das Board im vorderen Bereich nicht so viel Volumen hat.

Pro: Frühes Angleiten und extrem einfach zu fahren.

Pro

Ta bou Rocket 115

freerideboards 115 l

242 64 115 6,9 38 (PB) 4.7-8.0 New Sports GmbH +49 2234 933400 tabou-boards.com 1499,- €

Fahreigenschaften Ehrlich gesagt haben wir 2008 einen Fehler gemacht. Das Board ist nämlich, abgesehen vom Tabou Rocket, deutlich das schnellste seiner Klasse, zumal in diesem Jahr auch kein Super Sport von JP im OTC zur Verfügung stand. Der Screamer hat definitiv 10 anstatt 9,5 Punkte beim Merkmal „Geschwindigkeit“ verdient. Wir sind ihn in diesem Jahr wirklich häufig und lange gefahren und er bietet unglaubliche, slalomboardähnliche Performance auf Raumwindkursen. Große Riggs verträgt er problemlos und beim Dümpeln zieht er schnurgerade seine Bahn. Der Screamer ist einer der besten Frühgleiter im Test und kommt dank der perfekten Kombination von über Finne und Rumpf produziertem Auftrieb selbst bei passivem Fahrstil sehr schnell über die Gleitschwelle. Dabei vermitteln die gut platzierten Schlaufen und das Domedeck ein sehr komfortables Fahrgefühl. Das Brett fährt sehr frei, ohne jedes Einspitzeln der Kanten, und auch wenn die Brettnase bei Gleitfahrt relativ tief sitzt, schwebt man geradezu über Kabbelwasser. Amwindkurse bewältigt der Screamer mit Bravour und er erreicht sehr hohe Winkel, ohne groß an Geschwindigkeit zu verlieren. Das Brett vermittelt wirklich ein außergewöhnliches Fahrgefühl. Das beim Höhelaufen sehr hilfreiche Domedeck und das Volumen im Heck führen dazu, dass akkurates Trimmen des Brettes raumschots etwas anspruchsvoller ist, allerdings stellt dies nicht wirklich ein Problem dar. Wir hatten anfangs aufgrund der Brettgröße und der großen Finne erwartet, dass Brettkontrolle in anspruchsvollen Bedingungen schwierig werden könnte. Diese Befürchtung bestätigte sich aber nicht, das Brett bleibt selbst bei Starkwind sehr gutmütig. Manövereigenschaften Der Screamer versteht es meisterhaft, jeden Impuls vom Fahrer sofort umzusetzen. Trotz seiner Größe kann er selbst enge Carvinghalsen schnell durchgleiten, wenn man genug Druck auf die Kante bringt. Dabei gibt das Brett mit seiner Spurtreue und dem guten Kantengriff jedem Fahrer das Selbstvertrauen, mit jeder Halse ein wenig radikaler zu werden, um die Grenzen des Boards auszuloten. Fußwechsel und Halsen sind bei der Breite des Brettes kein Problem. Pro: Frühgleiter, monsterschnell, effizient. Contra: Man kommt zu selten mit ihm aufs Wasser.

Top End Control Manövereigenschaften Benutzerfreundlichkeit

Eignung Könnensstufe

Anfänger

Fahrergewicht

Fortge.

Leicht

Einsatzbereich Flachwasser

Experte

Pro

Mittel

Schwer

Chop

Swell

Mistr al Syncr o 114 RD

Der erste Eindruck Der Syncro 114 ist das mittlere Board von der aus drei Größen bestehenden Baureihe. Das 2009er-Modell ist ganze drei Zentimeter schmaler geworden als sein Vorgänger und es passt als Freemoveboard perfekt neben den Screamer in die Mistral-Palette. Der Syncro soll sich sowohl für klassische Freestyle-Tricks als auch fürs Freeriden auf Flachwasser eignen. Um das Brett schneller zu machen, ist der Rocker viel flacher als beim Vorgänger. Die Nose ist recht stark nach oben gebogen. Das Brett gibt es in zwei Bauweisen und es kommt mit dem gewohnt hochwertigen Zubehör von Mistral. Die Schlaufen sind einfach verstellbar und bieten guten Halt, die Pads haben ein Extra-Polster für die Ferse und zum Board gehört eine G10-Finne. Fahreigenschaften Beim Dümpeln liegt der Syncro nicht gerade stabil im Wasser. Durch das stark gewölbte Deck reagiert das Board in Verdrängerfahrt stark auf Gewichtsverlagerungen. Sobald der Wind reicht, gleitet das Brett aber gut an und beschleunigt schnell auf eine hohe Geschwindigkeit. Bei wenig Wind kann der Syncro seine Stärken nicht ausspielen, Windlöcher sind nicht so sein Fall. Die Fahrleistungen im Ganzen sind unterpowert auch nur unterdurchschnittlich. Sobald der Wind jedoch zunimmt, merkt man schnell, was in ihm steckt. Das Board hört gar nicht auf zu beschleunigen und der Topspeed ist wirklich beeindruckend. Es ist sicherlich nicht so schnell wie ein Slalomboard, aber schon recht nah dran und die lange Nase liegt immer flach auf dem Wasser. Nur der Screamer ist noch schneller. Die Kanten sehen aus, als würden sie manchmal verschneiden, aber das passiert niemals. Nicht einmal dann, wenn man von hinten über die Dünung brettert. Bei Fullspeed ist es nicht immer einfach, den Syncro zu fahren, aber ungeübte Surfer müssen ja nicht immer Vollgas geben. Er erlaubt ebenso einen aufrechten Stand zum entspannten Cruisen.

Fazit: Im oberen Windbereich war der Syncro ein gern gesehener Testpartner auf Teneriffa. Insgesamt ist er aber sicherlich eher Windsurfern zu empfehlen, die ein gehobenes Fahrkönnen haben.

Board Ergebnisse Angleiten Geschwindigkeit Top End Control Manövereigenschaften Benutzerfreundlichkeit

Eignung Könnensstufe

Anfänger

Fahrergewicht

Fortge.

Leicht

Einsatzbereich Flachwasser

Experte

Pro

Mittel

Schwer

Chop

Swell

Manövereigenschaften Aufgrund der hohen Endgeschwindigkeit muss man sich bei der Einleitung der Halse richtig konzentrieren, es sei denn, man nimmt schon vorher Wind aus dem Segel. Im Turn gibt es aber viel Hilfe von den Kanten. Man muss schon mit viel Kraft in die Kurve gehen und sich ordentlich reinlehnen, dann greifen die Kanten extrem gut und das Board verschneidet nicht. Auch bei Kabbelwasser kommt man wirklich gut und schnell um die Kurve, vorausgesetzt man geht die Halse mit etwas Körpereinsatz an. Bei der Wende muss man schon schnell sein. Die Nose ist nicht unbedingt breit und hat auch nicht viel Volumen. Wer bei dem Tanz um den Mast trödelt, kann sich danach bei einem kurzen Bad entspannen. Länge (cm) Breite (cm) Volumen (l) Gewicht (kg) Finne (cm) Segelgrößen (m2) Vertrieb Telefon Homepage Preis

256 68 116 6,7 39 (PB) 5.5-7.8 Boards and more GmbH +49 89 666550 mistral.com 1599,- €

Pro: Sehr gutes High-Wind-Potenzial. Contra: Bei Schwachwind sind die Fahrleistungen eher durchschnittlich.

Länge (cm) Breite (cm) Volumen (l) Gewicht (kg) Finne (cm) Segelgrößen (m2) Vertrieb Telefon Homepage Preis

248 65 114 6,5 35 (PB) 5.3-7.3 Boards and more GmbH +49 89 666550 mistral.com 1599,- €

windsurfing jahrbuch 2009/2010


wavesegel 4.7/5.3 m 2

129

w a v e s e g e l 4.7/5.3m

2

Auf der einen Seite macht der Test mit Segeln aus dieser

cher Größen miteinander verglichen und so die Punktwerte

Kategorie sicherlich am meisten Spaß. Auf der anderen Sei-

bestimmt. Unsere ersten Jahrbuchtests haben gezeigt, dass

te ist es aber auch die schwierigste Gruppe. Je kleiner Segel

die Fahreigenschaften beider Größen bei allen Herstellern

werden, desto mehr Wind bläst über das Wasser, desto an-

identisch sind. Ehrlich gesagt, sollte man dieses auch voraus-

spruchsvoller wird es, echte Unterschiede zwischen den Kan-

setzen dürfen.

didaten herauszufahren. Viele der Segel sind wir auch auf Teneriffa im OTC gefahren. Wir haben einen Teil der hier veröffentlichten Produkte schon

Die leichten Fahrer mit um die 70 Kilogramm Gewicht fuhren

in den letzten Ausgaben des Windsurfing Journals getestet.

4.7, während die schweren Fahrer zur gleichen Zeit mit 5.3

Bunt durch die Reihe hatten wir entweder 4.7er- oder 5.3er-

auf dem Wasser waren. So konnten wir die Segel dann sogar

Größen der Hersteller am Start. Wir haben jeweils Segel glei-

größenübergreifend miteinander vergleichen.

Gun Sails Steel 5. 3 m 2

Windsurfern, da dann das Profil zu hart wird und das Segel nicht mehr atmen kann. Die Einstellungen sind unproblematisch. Die Herstellerangaben passen sehr gut, lediglich leichte Fahrer sollten das Vorliek auf 430 Zentimeter trimmen.

Der erste Eindruck Das Steel ersetzt für die Saison 2009 das Hammer und geht als Sideshore-Wavesegel an den Start. Von 3.3 bis 5.7 werden neun unterschiedliche Größen angeboten. Es besteht zu 100 Prozent aus X-Ply und soll damit den härtesten Bedingungen trotzen. Im Gegensatz zum Hammer liegen die Latten etwas tiefer im Segelkörper und im Vorliekspanel wurde Dacron eingesetzt, damit das Segel nicht mehr so steif und direkt ist, wie sein Vorgänger. Damit soll es auch an Onshoretagen funktionieren und so einen größe-

ren Einsatzbereich bieten. Die Ausstattung ist wie gewohnt sehr gut und hochwertig. Riggen und Einstellungen Das 5.3er-Steel baut man auf einem 430-Zentimeter-Mast auf, auch wenn die Vorlieklänge eigentlich nur 429 Zentimeter beträgt. Doch wie sich auf dem Wasser herausstellen sollte, harmoniert der RD-Mast, der automatisch etwas weicher als ein SD-Mast ist, ganz hervorragend mit dem Segel. Und auch wenn man einen SDM-Mast im Steel fahren kann, empfehlen wir das nicht einmal schweren

Fahreigenschaften Als Nachfolger vom Hammer haben wir ein steifes Sideshore-Wavesegel erwartet, das eine Menge Wind braucht, um richtig in Fahrt zu kommen. Doch wir wurden schnell eines Besseren belehrt. Denn das Steel hat mit dem Vorgängermodell rein gar nichts mehr zu tun und ist ein Quantensprung im positiven Sinn. Hatten wir dem Hammer immer Angleitprobleme attestiert, gehören diese mit dem Steel der Vergangenheit an. Mit etwas weniger Achterliekspannung gefahren geht es früh los und beschleunigt den Piloten schnell auf einen tollen Topspeed. Auch das Handling hat uns positiv überrascht. Musste man beim Hammer immer ziemlich genau den Anstellwinkel für den richtigen Vortrieb finden, gibt einem das Steel jederzeit das Gefühl, gut im Wind zu stehen, und es balanciert sich fast automatisch aus. Damit erfordert es selten Ausgleichshandlungen und liegt immer angenehm in der Hand. Objektiv wie subjektiv hat das Steel also ein schönes Handling und wird Fahrer aller Gewichtsklassen überzeugen. Das Dacronpanel im Vorliek nimmt harte Schläge gut auf und so stört einen auch harter Chop nicht. Alles in allem ist das Steel ein wirklich gutes Wavesegel und ein um Welten besserer Nachfolger des Hammer. Pro: Tolles Handling, tolle Performance, guter Mix aus weich und direkt. Contra: Nichts zu meckern.

Fazit: Das Gun Sails Steel lässt einen das Vorgängermodell Hammer schnell vergessen, konnte der Neuling doch mit einer wesentlich besseren Performance in allen Bereichen uns Tester sehr schnell überzeugen.

Segel-Ergebnisse Angleiten Geschwindigkeit To p E n d C o n t r o l Handling Wind Range

Eignung Bedingungen

Onshore S. Onshore Side Shore S. Offshore

Könnensstufe

Anfänger

Fahrergewicht

Leicht

Fortge.

Experte

Mittel

Pro Schwer

Vorliek 429 Gabel (cm) 175 Empf. Mast (cm) 430 RDM Andere Größen 3.3|3.7|4.0|4.2|4.5|4.7|5.0|5.3|5.7| Vertrieb Gun Sails v. Osterhausen GmbH Telefon +49 6893 80110 Homepage gunsails.de Preis 375,- €

windsurfing jahrbuch 2009/2010


wavesegel 4.7/5.3 m 2

130

wavesegel 4.7/5.3 m 2

131 Achterliek erst einmal nur „einhaken“. Dann entwickelt sich ein schönes Profil und das Segel entwickelt eine Menge Power.

Der erste Eindruck Das Panther macht auf den ersten Blick einen sehr guten und stabilen Eindruck. Der größte Unterschied zum Wave SE, dessen Nachfolge das Panther antritt, ist die kürzere Gabel. Im Leech findet ein neues Material Verwendung, das angeblich UV-resistenter und obendrein auch noch leichter als Monofilm sein soll. Die Masttasche ist ebenfalls sehr hochwertig. Neben der guten Verarbeitung wartet am Unterliek eine Überraschung. Man kann an das Segel wahlweise einen Trimmblock oder, falls man einen Trimmhaken an seiner Verlängerung hat und

windsurfing jahrbuch 2009/2010

symmetrischer zu machen. Der Mastprotektor im Moto-X-Style sieht gut aus, ist aber ein wenig kurz geraten. Riggen und Einstellungen Das Rock kann man sehr gut individuell trimmen. Wie bei allen Tushinghams trimmt man das Segel insbesondere über das Vorliek. Leichten Fahren empfehlen wir mehr Spannung, da das Segel trotzdem noch einen schönen Shape im unteren Bereich aufweist, wenn man am Achterliek nur eine normale Spannung anlegt. Dabei ist der Bauch erst dann richtig deutlich sichtbar, wenn Wind in das Segel drückt. Das Segel hat recht wenig vorgeformtes Profil, um

dieses System beibehalten will, eine einfache Öse befestigen. Das Panther hat zwar nicht mehr so viel Profil wie sein Vorgänger, aber dennoch einen stark vorgeformten Bauch im unteren Bereich. Riggen und Einstellungen Das Segel trimmt man hauptsächlich über das Achterliek. Am Vorliekstrecker hat man tatsächlich nur wenig Platz für Spielereien. Die Vorlieklänge sollte man nicht mehr als einen Zentimeter variieren. Das hat den Vorteil, dass man das Segel nur am Achterliek verstellen muss, wenn man den Trimm ändern will. Das

Fazit: Das Rock ist ein ausgereiftes und harmonisches Wavesegel, das vor allem Freunde weicher Charakteristiken anspricht und mit dem diese Windsurfer viel Spaß haben werden.

Segel-Ergebnisse Angleiten Geschwindigkeit To p E n d C o n t r o l Handling Wind Range

Eignung Bedingungen

Onshore S. Onshore Side Shore S. Offshore

Könnensstufe

Anfänger Leicht

Fahrergewicht

Pro: Großer Windbereich, sehr gute Verarbeitung und einfach zu fahren. Contra: Als weiches Wavesegel nichts zu kritisieren.

Fortge.

Vorliek Gabel (cm) Empf. Mast (cm) Andere Größen Vertrieb Telefon Homepage Preis

Experte

Mittel

Pro Schwer

420 162 400 RDM 2.7|3.3|3.7|4.0|4.2|4.5|4.7|5.0| 5.2|5.5|5.7|6.0| Fox Sports +31 50 3110845 fox-sports.nl 485,- €

Hot Sails S mack 4.8 m 2

Der erste Eindruck Das Segel von Tushingham hält bei der Verarbeitung, was der Name verspricht: Das Rock wird sicherlich auch so manchen Waschgang überstehen, selbst wenn man mal über Steine zurück an den Strand klettern muss. Das Segel hat eine Vorlieköse und keinen Trimmblock. Im Segel kommen drei unterschiedliche Sorten X-Ply zum Einsatz. Je nach belasteter Zone ist es eher grob oder feinmaschig und teilweise sogar mit Kevlarfäden verstärkt. Im Segelfenster befindet sich ein schmaler PVC-Bereich. Die Vorliekbahn ist weit hochgezogen aus Dacron. Die Segellattentaschen sind wechselseitig auf das Segel aufgebracht, um das Profil beidseitig

Fahreigenschaften Das 09er-Rock ist sehr einfach zu fahren. Wie man schon vom Design her vermutet, erwartet einen kein experimentelles Wavesegel, sondern ein harmonisches und ausgereiftes Tuch, an das man sich nicht lange gewöhnen muss. Dank der Dacron-Vorliekbahn und des PVC-Fensters ist das Rock eher ein weiches Wavesegel, das auch bei harten Böen und kurzem Chop angenehm zu fahren ist. Dabei ist das Segel auch im Low-Wind-Trimm eher flach und liegt neutral in der Hand. Das Profil entsteht bei zunehmendem Wind und beschleunigt das Board schnell auf einen guten Topspeed. Die Verwendung von Dacron und PVC beeinflusst das gesamte Fahrverhalten. Das Rock ist ein recht weiches Segel, das in allen Situationen leicht kontrollierbar ist und Fehler verzeiht. Der Druckpunkt ist sehr stabil und fängt auch im oberen Grenzbereich nicht an zu wandern. Beim Wellenabreiten stellt sich das Segel schön neutral und entwickelt nach durchgefahrenem Bottom Turn schnell wieder Druck zum Cut Back. Dank der Segelcharakteristik entsteht der Druck jedoch nicht unmittelbar, sondern baut sich konstant auf und überfordert so den Piloten nicht.

Der erste Eindruck Das Smack ist das Hardcore-Powerwavesegel mit weichem Charakter von Hot Sails Maui. Der Protektor ist auffälig gut, sehr leicht verschließbar und deckt auch die Trimmrollen der Verlängerung vollständig ab. Die Masttasche ist extrem robust. Das Segel hat ein PVC-Fenster. Die Lattenenden sind durch Lederpads geschützt. Das X-Ply zieht sich bis zur Masttasche durch, eine breite Dacronbahn befindet sich im oberen Bereich des Achterlieks. Drei Minibattens, jeweils auch tatsächlich gefüllt mit runden, dünnen Latten, schützen das Material im Achterliek. Das Unterliek ist deutlich konkav ausgeschnitten, damit das Segel den Piloten bei Manövern und insbesondere im Bottom Turn nicht

behindert. Insgesamt hinterlässt das Smack einen echten Heavy-Duty-Eindruck! Riggen und Einstellungen Das Segel lässt sich sehr einfach aufbauen. Der 4-Meter-Mast geht leicht in die Masttasche und der Trimmblock mit den großen Rollen erleichtert das Anlegen der Vorliekspannung. Wie auch in der Vergangenheit funktioniert das Segel mit viel Loose Leech besser, daher empfehlen wir, die Mastverlängerung ein bis zwei cm weiter auszufahren als angegeben. Zum Feintuning und Nachtrimmen verändert man lediglich die Spannung am Achterliek. Man sollte dort anfangs nicht allzu viel Spannung anlegen, sondern das

Fahreigenschaften Das Smack sieht nicht nur aus wie ein HardcoreWavesegel, es fährt sich auch so. Durch die vielen Verstärkungen und das robuste Material ist es nicht unbedingt das leichteste Segel im Test, jedoch kann man sich ruhigen Gewissens anständig durchwaschen lassen, ohne befürchten zu müssen, dass einem das Segel beim Auftauchen in Fetzen um die Ohren schwimmt. Noch nicht in Gleitfahrt wirkt das Segel etwas schwerer in der Hand als einige der Mitbewerber. Ein tiefer Bauch im unteren Bereich und ein recht weit vorne liegender Druckpunkt sorgen für frühes Angleiten. Einmal in Fahrt bietet das Segel zwar ein weiches Fahrgefühl, liegt aber keinesfalls schwer in der Hand. Durch den stabilen Druckpunkt kann man das Segel weit in den oberen Windbereich hinein problemlos fahren. In Kombination hinterlassen diese Fahrleistungen durch eine große Windrange einen positiven Eindruck. Das Segel schlägt bei Manövern extrem weich und einfach um und es liegt neutral in der Hand. Beim Abreiten ist es einfach in jede gewünschte Position zu bringen und es liefert immer dann Vortrieb, wenn man ihn braucht. Auch bei Onshore hat man nach einem lang gezogenen Bottom Turn genug Powerreserven, um mit viel Speed auf die Wellenlippe zu treffen. Pro: Mehr Stabilität geht nicht, viel Power, stabiler Druckpunkt, weit oben raus fahrbar. Contra: Physisch nicht das leichteste Segel, auf dem Wasser liegt es aber nicht schwer in der Hand.

4.7er fährt man mit einem Vier-Meter-Mast und der Aufbau stellt kein Problem dar.

schnell locker und im unteren, vorderen Bereich ist etwas vorgeformter Shape im Segel.

Fahreigenschaften Das Panther liegt gut in der Hand, fühlt sich direkt an und das neue Material im Leech lässt das Segel leicht und reaktionsfreudig wirken. Der Vortrieb, den das Segel liefert, ist sehr angenehm und obwohl es weniger Bauch hat als sein Vorgänger, gleitet es recht früh an. Wenn der Wind zunimmt reicht es, am Achterliek die Spannung zu erhöhen bis das Segel wieder ausbalanciert und neutral in der Hand liegt. Das Vorliek muss man eigentlich nie nachtrimmen, was sehr angenehm ist. Der Druckpunkt ist sehr stabil und gibt dem Fahrer die Sicherheit, auch in ruppigen Bedingungen entspannt zu fahren. Wenn man die Trapeztampen richtig eingestellt hat, kann man mit sehr wenig Kraftaufwand lange auf dem Wasser bleiben. Das Segel hat genug Power, um Windlöcher einfach zu durchgleiten und beschleunigt schnell, sobald der Wind wieder da ist. Durch den großen fahrbaren Windbereich ist das Segel nicht nur für den Einsatz in der Welle geeignet. Der einzige Wermutstropfen ist vielleicht, dass das Wave Panther filigranen Windsurfern nicht immer schnell und präzise genug reagiert. Der große Einsatzbereich des Segels kompensiert aber unserer Meinung nach dieses kleine Manko deutlich.

Fahreigenschaften Beim Dümpeln liegt das Gator sehr ausbalanciert und leicht in der Hand und genau genommen bleibt es auch so, wenn man gleitet. Das Segel verlangt nicht viel Input vom Fahrer, sobald der Wind reicht, gleitet es problemlos an. Sobald man im Trapez hängt, bringt es viel Vortrieb aufs Brett und beschleunigt entspannt auf einen durchaus guten Topspeed. Im Vergleich zum Blade ist es wesentlich weicher und es fühlt sich progressiver an. Die Dacronbahn am Mast macht das Segel soft und bringt weiche Power. Das Gator ist dadurch auch in der Lage, harte Schläge von Kabbelwasser oder Böen abzufedern, und zeigt einen ruhigen Charakter. Das Segel ist ideal für böigen Starkwind, obwohl es nicht so reaktionsfreudig ist wie das Blade oder das S1. Es punktet mit einfacher Kontrollierbarkeit und bietet ein neutrales Fahrgefühl. Man kann das Segel gut nach hinten legen und Vollgas geben, aber aufgrund des einfachen Handlings macht es auch in der Welle Spaß. Es ist das perfekte Segel für Windsurfer, die es insgesamt eher ruhiger angehen lassen, meistens in einem Freeriderevier unterwegs sind, auch mal gerne in der Welle fahren, aber keine HardcoreWavefreaks sind.

Fazit: Das Panther hat alles, wofür Ezzy steht: Es bietet einfaches Handling in Kombination mit viel Leistung in einem wirklich großen Windbereich. Unserer Meinung nach das beste Ezzy bisher.

Segel-Ergebnisse Angleiten Geschwindigkeit To p E n d C o n t r o l Handling Wind Range

Eignung Bedingungen

Onshore S. Onshore Side Shore S. Offshore

Könnensstufe

Anfänger

Fahrergewicht

Pro: Viel Power, ausbalanciert und sehr großer Windeinsatzbereich. Contra: Wir haben nichts zu meckern.

Vorliek Gabel (cm) Empf. Mast (cm) Andere Größen Vertrieb Telefon Homepage Preis

Leicht

Fortge.

Experte

Mittel

Pro Schwer

406 161-166 400 2.9|3.3|3.5|3.7|4.0|4.2|4.5|5.0| 5.2|5.5|5.8|6.0|6.3|6.9| BS Sport Bauer & Schulmann +49 40 38628880 ezzy.com 494,- €

Sever ne Gator 5. 3 m 2

Ezzy Wave Panther 4 .7 m 2

Tushingham Rock 4.7 m 2

es in den Manövern schön neutral werden zu lassen. Das 4.7er-Rock fährt man idealerweise mit einem vier Meter langen RDM-Mast.

Der erste Eindruck Das Gator ist der Verwandlungskünstler bei Severne. In Größen bis 5.3 ist es ein Wavesegel, von 5.5 bis 6.0 ein Freemovesegel und alles was größer als 6.0 ist, ist zum Freeriden geeignet. Mit dem 5.3 sind wir also an der Grenze zwischen Wave und Freemove. Insgesamt sind die Gators trotz ihrer Spezialisierung der unterschiedlichen Größen eher für den Durchschnittssurfer gedacht. Die Gators können etwas von allem und das können sie tatsächlich sehr gut. Insgesamt macht das 5.3er einen aufgeräumten Eindruck: Die Verarbeitung ist gut, die verwendeten Materialien

geben keinen Grund zur Beanstandung, die Nähte sind gut geschützt und alle scheuergefährdeten Stellen sind mit Lederpads abgedeckt. Der Mastprotektor geht weit runter. Riggen und Einstellungen Das Gator ist extrem leicht aufzubauen. Der Mast geht fast von allein in die Masttasche. Es lohnt sich in jedem Fall, mit den Einstellungen etwas rumzuspielen, um den persönlich besten Trimm zu finden. Das gilt sowohl für die Spannung am Vor- als auch am Achterliek. Das Leech wird auch bei wenig Vorliekspannung

Fazit: Das Smack ist ein sehr gutes Segel für ruppige Bedingungen. Surfer, die ein weiches Fahrgefühl mit viel Power mögen, sind mit dem Smack gut beraten.

Segel-Ergebnisse Angleiten Geschwindigkeit To p E n d C o n t r o l Handling Wind Range

Eignung Bedingungen

Onshore S. Onshore Side Shore S. Offshore

Könnensstufe

Anfänger

Vorliek Gabel (cm) Empf. Mast (cm) Andere Größen Vertrieb Telefon Homepage Preis

Contra: Wer direkte und reaktionsschnelle Segel mag, sollte zum S1 oder Blade greifen.

Experte

Mittel

Pro Schwer

412 164 400 RDM 2.8|3.3|3.8|4.0|4.3|4.5|4.8| 5.0|5.3|5.5|5.8|6.3| Ohana Sports +49 431 5916390 hotsails.de 495,- €

Fazit: Das Gator 5.3 ist ein gut ausbalanciertes und verlässliches Segel mit einem breiten Einsatzbereich. Mit seinem leichten Handling ist es gut geeignet für Freemoveeinsätze und gelegentliche Ausflüge in die Welle.

Segel-Ergebnisse Angleiten Geschwindigkeit To p E n d C o n t r o l Handling Wind Range

Eignung Bedingungen

Onshore S. Onshore Side Shore S. Offshore

Könnensstufe

Anfänger

Fahrergewicht

Pro: Herrlich neutrales Handling, verlässliche Power in einem großen Windbereich.

Fortge.

Leicht

Fahrergewicht

Vorliek Gabel (cm) Empf. Mast (cm) Andere Größen Vertrieb Telefon Homepage Preis

Leicht

Fortge.

Experte

Mittel

Pro Schwer

438 168 430 3.7|4.2|4.7|5.3|5.5|6.0|6.5| 7.0|7.5|8.0| APM Marketing GmbH +49 89 89511170 severnesails.com 499,- €

windsurfing jahrbuch 2009/2010


wavesegel 4.7/5.3 m 2

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Fahreigenschaften Bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla. Der erste Eindruck Bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla

bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla. Riggen und Einstellungen Bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla

Fazit: Style kann man nicht testen.

Segel-Ergebnisse Angleiten Geschwindigkeit To p E n d C o n t r o l Handling Wind Range

Eignung Könnensstufe

Anfänger

Contra: Bla bla bla.

Fortge.

Leicht

Fahrergewicht

Experte

Mittel

Freeride

Einsatzbereich

Pro: Bla bla bla.

133 Segel fährt am besten mit nicht allzu viel Loose Leech, aber das Achterliek sollte gut gespannt sein, damit das Segel nicht an der Gabel anliegt und besser rotiert.

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Vorliek Gabel (cm) Empf. Mast (cm) Andere Größen Vertrieb Telefon Homepage Preis

Pro Schwer

Freerace

430 177 400 3.0|3.5|3.7|4.0|4.2|4.5|4.7| 5.0|5.5|5.8|6.0|6.3 Ohana Sports +49 431 5916390 hotsails.de 519,- €

Gaastr a Poison 4.7 m 2

Hot S ails Fir e 5.3 m 2

bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla bla.

wavesegel 4.7/5.3 m 2

Fahreigenschaften Das Poison ist direkter und präziser als in den letzten Jahren. Es hat auf einer Einstellung einen großen Windeinsatzbereich und lässt sich ohne Probleme bei zunehmendem Wind gut nachtrimmen. Um den Trimm bei mehr Wind zu verändern, ist es ratsam, sowohl das Vor- als auch das Achterliek stärker zu spannen. Den Charakter des Segels kann man gut verändern. Das Poison war eines der beliebteren Segel unserer Tester, da es mit seiner Power und dem guten Handling fast alle Fahrstile in einem breiten Einsatzbereich abdeckt. Aufgrund des fast nicht vorhandenen Loose Leech reagiert es sehr schnell und direkt. Im Gegensatz zu den meisten Segeln mit wenig Vorliekspannung ist der Druckpunkt sehr stabil. Dadurch ist das Segel auch bei böigen Winden leicht zu fahren. Das Poison hat einen ruhigen Charakter, der auch bei ruppigen Bedingungen nicht aus der Ruhe zu bringen ist. Daher ist das Segel angenehm zu fahren und immer leicht zu kontrollieren. Dem Segel fehlt vielleicht etwas die Reinrassigkeit eines Hardcorewavesegels. Als Tuch für unterschiedlichste Bedingungen und für die heimischen Reviere ist es aber schlichtweg sensationell. Der erste Eindruck Das Poison ist das Powerwave-Segel von Gaastra. Laut Hersteller ist es aber kein reines Wavesegel, sondern ebenfalls für Bump-and-Jump-Bedingungen geeignet. Also ein Wavesegel, das man auch noch auf dem Baggersee fahren kann. Die Gabel ist etwas länger geworden, um ein direkteres Fahrgefühl zu vermitteln und dem Segel für auflandige Windbedingungen mehr Power zu geben. Am Achterliek gibt es für die Gabel nur eine Öse und somit ist die Höhe der Gabel

vorgegeben. Ansonsten ist das Segel ein typisches Gaastra-Segel, das gut verarbeitet ist und dessen unterschiedliche Materialien farblich stylisch im typischen Look angeordnet sind. Riggen und Einstellungen Das 4.7 riggt man mit einem Vier-Meter-Mast auf. Wenn das Segel noch nass ist, ist es nicht ganz einfach, den Mast in die Masttasche zu schieben. Ansonsten ist es aber insgesamt einfach aufzubauen und auch einfach zu trimmen. Das

windsurfing jahrbuch 2009/2010

Riggen und Einstellungen Dank der Trimmhilfen im Segeltop kann jeder Windsurfer die optimale Einstellung des Segels ganz einfach herausfinden. Leichten und mittelschweren Windsurfern empfehlen wir, generell die MAX-Einstellung anzupeilen, da das Ice trotzdem noch über einen tiefen Shape im Hauptteil des Segels verfügt, es sei denn, man zieht diesen durch erhöhte Achterliekspannung aus dem Segel. Ein 4-Meter-Mast passt von der Härte her unserer Meinung nach optimal für alle Gewichtsklassen ins

Pro: Windrange, Performance, Kraftreserven, Trimmvariabilität. Contra: Nicht ganz so federleichtes Handling.

Fazit: Andere riggen um, du hast auf dem Wasser immer noch Spaß. Ice-Piloten verbringen dank der riesigen natürlichen Windrange mehr Zeit auf dem Wasser als andere, die ständig an ihren Segeln den optimalen Windbereich nachjustieren müssen. Es bietet eine tolle Performance in allen Bereichen.

Segel-Ergebnisse Angleiten Geschwindigkeit To p E n d C o n t r o l Handling Wind Range

Eignung Bedingungen

Onshore S. Onshore Side Shore S. Offshore

Könnensstufe

Anfänger

Fahrergewicht

Vorliek Gabel (cm) Empf. Mast (cm) Andere Größen Vertrieb Telefon Homepage Preis

Leicht

Fortge.

Experte

Mittel

Pro Schwer

410 165 400 RDM 3.4|3.7|4.0|4.2|4.5|4.7| 5.0|5.3|5.7|6.2| Boards and more GmbH +49 89 66655272 north-windsurf.com 555,- €

Vandal Enemy 5.3 m 2

N or th Sails Ice 4 .7 m 2

Der erste Eindruck Wie alle North-Segel wirkt auch das Ice sehr aufgeräumt und edel. Die unterste Segellatte ist als einzige Latte auf der Rückseite des Segels aufgenäht, um das Profil symmetrischer zu machen. Das Fensterpanel ist durch Monofilm geprägt, der Rest des Segels besteht aus X-Ply, welches bis an die Masttasche heranreicht. Das Top des Ice wird durch einen Gummiring geschützt (kein Variotop) und zwei Minibattens sollen das Material im Achterliek vor übermäßigem Verschleiß schützen.

Segel-Ergebnisse Angleiten Geschwindigkeit To p E n d C o n t r o l Handling Wind Range

Eignung Bedingungen

Onshore S. Onshore Side Shore S. Offshore

Könnensstufe

Anfänger

Pro: Präzises Handling Windeinsatzbereich

und

großer

Contra: Nichts zu kritisieren.

Fortge.

Leicht

Fahrergewicht

Vorliek Gabel (cm) Empf. Mast (cm) Andere Größen Vertrieb Telefon Homepage Preis

Experte

Mittel

Pro Schwer

408 161 400 RDM 4.0|4.2|4.5|4.7|5.0|5.4|5.8|6.2| New Sports GmbH +49 2234 933400 gaastra.com 559,- €

hat das Enemy von Anfang an einen Stein bei uns im Brett.

Segel. Wie beschrieben stellt man den gewünschten Bauch über die Achterliekspannung ein. Dabei war erstaunlich zu sehen, wie lange man das Segel trotz geringer Achterliekspannung fahren kann. Fahreigenschaften Windrange! Das ist das größte Pfund des Ice. Hat man die entsprechende Spannung am Achterliek angelegt, braucht man sich anschließend nicht mehr darum zu kümmern. Das Ice geht im unteren Windbereich mit am frühsten los in der Gruppe und ist am längsten auf dieser einen Einstellung kontrollierbar. Selbst mit tiefem Bauch braucht es schon einiges an Wind, bis man mal das Gefühl bekommt, der Druckpunkt könne anfangen zu wandern – tut er aber nicht. Und so kann man als Ice-Fahrer die Abstände zwischen den einzelnen Segelgrößen sicherlich etwas größer wählen als bei vielen Mitbewerbern. Damit ist das Ice für die üblichen, stark böigen Windbedingungen auf Nord- und Ostsee klar im Vorteil. Jedoch: Kein Vorteil ohne Nachteil. Das Ice hat ein nicht ganz so federleichtes Handling wie die besten Segel im Test und auch ein totales On-Off-Verhalten ist ihm fremd. Wobei es wie jedes andere Segel mit erhöhter Schothornspannung zwar an Power verliert, aber gleichzeitig ein besseres On-OffVerhalten bekommt und sich dann auch leichter anfühlt. Wer jedoch nur selten in glasklaren Downthe-line-Bedingungen windsurft, wird immer eher die kraftvolle Einstellung des Segels wählen. Für heimische Reviere ist das Ice ein sehr gutes Segel, das zu jeder Zeit Kraftreserven zu bieten hat, ohne dabei den Fahrer zu überfordern.

Fazit: Das Gaastra Poison ist ein schnelles, präzises und direktes Segel, das durch den guten Twist überschüssige Power absorbiert und immer einfach zu fahren ist. Eines der besten Segel im Test.

Der erste Eindruck Bei der Ausstattung wagt Chefdesigner Dan Kaseler im Gegensatz zum Design keine Experimente. Eine 3-fach-Vorliektrimmrolle, ein ausreichend langer, verschließbarer Mastprotektor, beidseitig angebrachte Gummipads an den Lattenenden und umgeklappte Nähte im Unterliek hinterlassen einen guten Eindruck. Die Vorliekbahn ist aus Dacron, im restlichen Segel ist ausschließlich X-Ply zu finden. Ein Lederpad schützt das Top (kein Vario). Das aufgeräumt und

sauber verarbeitet wirkende Segel hat darüber hinaus zwei Minibattens im Achterliek. Riggen und Einstellungen Einen Doktortitel braucht man für das Aufriggen des Enemy nicht. Mast reinstecken, Vorliek durchsetzen, fertig. Achterliek um einen Zentimeter anziehen und raus aufs Wasser gehen. Wir sind große Freunde des Unkomplizierten, da wir lieber auf dem Wasser sind, anstatt uns mit Trimmfummelei zu beschäftigen. Und so

Fahreigenschaften Das Enemy gleitet gut an, ist schnell und bietet neben der großen Windrange auch noch ein gutes Handling. Es macht wirklich Spaß, mit ihm zu fahren, und wir konnten keine negative Eigenschaft entdecken. Was uns beim Testen natürlich besonders interessierte, war der Vergleich zum anderen Dan-Kaseler-Segel in dieser Gruppe: dem Gaastra Manic HD. Denn auf den ersten Blick sehen sich die Segel hinsichtlich der verwendeten Materialien und Tuchführung schon ähnlich. Beim Aufeinanderlegen konnten wir dann feststellen, dass das Vorliek des Enemy etwas kürzer ist als beim Manic. Viel gravierender ist jedoch ein anderer Aspekt: die Anordnung der Latten. Beim Enemy ist der Abstand zwischen der untersten Latte und der Latte über dem Gabelbaum viel größer als beim Manic. Darüber hinaus sind die Anstellwinkel aller Latten im Vandal viel steiler im Vergleich zum Gaastra Manic. Daraus lässt sich schließen, dass das Vandal stärker aufs Handling und auf aggressives Wellenabreiten ausgelegt ist als das Manic, bei dem eher ausgewogene Fahreigenschaften von Bedeutung sind. Auf dem Wasser kann man dann mit sehr viel bewusstem „Hinfühlen“ feststellen, dass sich das Vandal beim Handling einen Tick leichter anfühlt, das Gaastra dafür aber oben heraus stabiler und dadurch länger zu halten ist.

Pro: Tolle Performance, sehr leicht in den Händen, gutes Handling, crazy Design. Contra: Für manchen ist das Design sicherlich zu crazy …

Fazit: Eines ist sicher: Mit dem Vandal Enemy wirst du am Strand auffallen. Da wir persönlich auf alle Formen des Außergewöhnlichen stehen, gefällt uns diese Abkehr vom Einheitsbrei. Zumal das Segel von der Performance her ganz oben bei den Topsegeln mitspielt und es damit umso mehr eine Frage des Designs sein dürfte, ob es sich gegen seine Mitbewerber behaupten kann oder nicht.

Segel-Ergebnisse Angleiten Geschwindigkeit To p E n d C o n t r o l Handling Wind Range

Eignung Bedingungen

Onshore S. Onshore Side Shore S. Offshore

Könnensstufe

Anfänger

Fahrergewicht

Vorliek Gabel (cm) Empf. Mast (cm) Andere Größen Vertrieb Telefon Homepage Preis

Leicht

Fortge.

Experte

Mittel

Pro Schwer

426 173 400 RDM 3.3|3.7|4.0|4.2|4.5|4.7|5.0|5.3|5.7| New Sports GmbH +49 2234 933400 vandalsails.com 569,- €

windsurfing jahrbuch 2009/2010


wavesegel 4.7/5.3 m 2

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wavesegel 4.7/5.3 m 2

135 viel herumzuexperimentieren. Legt man die Herstellerangabe an, entwickelt sich ein sehr schöner Segelshape mit einem harmonischen Loose Leech im oberen Achterliekbereich. Das Segel wirkt nicht so bauchig wie manch anderer Vertreter, die Lattenenden liegen noch weit am Mast an und erst durch das Anlegen der Achterliekspannung zieht man sie ein Stück zurück. Den gesamten Trimm kann man so über das Achterliek steuern. Das Segel wirkt auch mit wenig Spannung relativ flach, erst der Wind drückt ein tieferes Profil ins Segel.

Fahreigenschaften Das Blade hat im Vergleich zum letzten Jahr etwas an Angleitpower verloren, gleitet aber immer noch recht früh an. Wir waren beeindruckt, wie gut das Segel fährt, wenn man es „falsch“ aufbaut. Selbst wenn man so gut wie kein Loose Leech im Segel hat, funktioniert es noch erstaunlich gut. Wenn man sich am Strand anschaut, wie die meisten Leute ihr Segel trimmen, ist das ein nicht zu verachtender Vorteil! Wie auch beim Vorgänger ist der Druckpunkt sehr weit unten und recht weit vorne. Das Blade fühlt sich dieses Jahr auf der Welle deutlich besser an als letztes Jahr, da es einen präziseren Eindruck hinterlässt. Es liefert beim Cut Back sehr viel Power, ist beim Bottom Turn neutral und leicht in die neue Position zu bringen. Insgesamt ist das 09er-Modell reaktionsfreudiger als sein Vorgänger. Es liefert jederzeit unmittelbar Power und liefert so schnell genug Speed für den nächsten Turn. Wenn der Wind zunimmt, muss man nur die Achterliekspannung erhöhen, muss man aber auch nicht, denn das Segel funktioniert trotzdem noch weiter einwandfrei. Dieses Jahr ist es einfacher, zwischen Gator und Blade zu unterscheiden. Das Gator ist mehr ein Segel zum entspannten Cruisen, während das Blade eher für Vollgas gedacht ist. Der erste Eindruck Das Blade macht auf den ersten Blick einen sehr guten Eindruck. Es sieht sehr stabil aus und dies bestätigte sich auch später im Test. Im Segel sind drei verschiedene X-Plys verarbeitet. Severne hat sich sicherlich etwas dabei gedacht, und vermutlich ist es tatsächlich eine sinnvolle Kombination von Materialien. Rein optisch sieht es allerdings etwas zusammengepuzzelt aus. Sehr gut gefällt uns das Unterliek, wo keine Naht ungeschützt ist. Das hat gleich zwei Vorteile: Erstens nimmt die Naht keinen Schaden am Standlack des

Boards, zweitens gibt es keine scharfen Kanten, an denen sich der Windsurfer bei Manövern oder Waschgängen verletzen kann. Der Mastprotektor könnte weiter nach unten gehen, aber immerhin kommt man so leichter an den Trimmblock. Riggen und Einstellungen Das Segel ist leicht aufzubauen, der Vier-MeterMast geht einfach ins Segel hinein. Der Trimm ist unproblematisch, es ist einfach, die richtigen Einstellungen zu finden. Die Angaben des Herstellers sind sehr gut, aber auch ‚‚schlecht’’ auf-

Fazit: Das Blade überzeugt erneut mit viel Power, einem extrem großen Windeinsatzbereich und mehr Reaktionsfreudigkeit als sein Vorgänger. Ein sehr empfehlenswertes Segel für hauptsächlich mittelschwere oder schwerere Windsurfer, die nicht so oft umriggen wollen.

Segel-Ergebnisse Angleiten Geschwindigkeit To p E n d C o n t r o l Handling Wind Range

Eignung Bedingungen

Onshore S. Onshore Side Shore S. Offshore

Könnensstufe

Anfänger Leicht

Fahrergewicht

Pro: Präzises und reaktionsfreudiges Segel mit viel Power und stabilem Druckpunkt. Contra: Zum entspannten Freeriden ist man mit dem Gator besser beraten.

Fortge.

Vorliek Gabel (cm) Empf. Mast (cm) Andere Größen Vertrieb Telefon Homepage Preis

Experte

Mittel

Pro Schwer

440 169 430 RDM 3.0|3.3|3.7|4.0|4.2|4.5|4.7| 5.0|5.3|5.7|6.2| APM Marketing GmbH +49 89 89511170 severnesails.com 579,- €

Gaastr a Manic HD 4.7 m 2

Sever ne Blade 5.3 m 2

gebaut funktioniert das Blade noch erstaunlich gut. Eigentlich kann man fast nichts falsch machen.

Der erste Eindruck Das Manic HD 4.7 von Gaastra ist baugleich mit dem regulären Manic, hat jedoch anstatt Monofilm zur besseren Haltbarkeit auch im Segelfenster X-Ply verbaut. Die Ausstattung ist ansonsten bei beiden Manics gleich. Es hat einen guten, verschließbaren Mastprotektor, eine 3-fach-Trimmrolle, eine Gummilippe an der Unterliekkante und umgeklappte Segelbahnen im Unterliek als Nahtschutz. Zwei unterschiedliche Sorten X-Ply kommen im Segel zur Anwendung. Für bessere Durchsicht ist das Material im Segelfensterbereich grob-

maschiger. Das Manic HD hat am Segeltop eine eingenähte Kevlarverstärkung. Diese schließt mit einem Lederpanel als Schutz (kein Variotop) ab. Im oberen Achterliek hat das Manic HD zwei echte Minibattens, die das Segeltuch vor übermäßiger Beanspruchung schützen sollen. Insgesamt wirkt das Manic sehr aufgeräumt, hochwertig und auf uns sehr stylisch. Riggen und Einstellungen Wie bei manch anderem Wavesegel braucht man mit der Vorliekspannung gar nicht so sehr

windsurfing jahrbuch 2009/2010

gelegtes Dacron, das deutlich stabiler wirkt als bei manchem Mitbewerber und nicht so leicht verknittert. Für die Hardcore-Fraktion gibt es das Mission auch noch in einer Heavy-Duty-Bauweise (Mission X) ganz aus X-Ply und mit einem PVCSegelfenster. Riggen und Einstellungen Simmer-typisch ist auch beim Mission kein Studium nötig, um die richtige Einstellung für das Segel zu finden. Es funktioniert mit den Werksangaben sehr gut und vor allem über einen breiten

Segel-Ergebnisse Angleiten Geschwindigkeit To p E n d C o n t r o l Handling Wind Range

Eignung Bedingungen

Onshore S. Onshore Side Shore S. Offshore

Könnensstufe

Anfänger

Fahrergewicht

Pro: Für leichte und mittelschwere Fahrer super geeignet.

Vorliek Gabel (cm) Empf. Mast (cm) Andere Größen

Contra: Schwere Fahrer sollten das Icon wählen. Vertrieb Telefon Homepage Preis

Leicht

Fortge.

Experte

Mittel

Pro Schwer

416 156 400 RDM 3.0|3.3|3.7|4.0|4.2|4.5|4.7|5.0| 5.3|5.6|6.1| Tekkno Trading Project GmbH +49 40 55763510 simmerstyle.com 579,- €

Naish For ce 4 .7 m 2

Simmer Mis sion 4 .7 m 2

Der erste Eindruck „Sieht gut aus!“ Das kann man wirklich nicht anders sagen. Auf den ersten Blick sehen der Materialmix, der Schnitt und die Farben schlichtweg gut aus. Auch der dicke Mastprotektor im Moto-X-Style macht wirklich was her, zumal er in der Segelfarbe gehalten ist. Am Achterliek findet sich der Simmer-typische Ring, der durch stabile Gurtbänder am Segel gehalten wird. Der Cutout an der Achterlieköse ermöglicht es, die Gabelbaumlänge auf beachtliche 156 Zentimeter zu reduzieren. In der Vorliekbahn findet sich doppelt

Fazit: Ein tolles Sideshore-Wavesegel, das im Vergleich zu seinem Vorgängermodell Vision noch einmal deutlich zulegen konnte und uns wirklich mit seinem tollen Handling und seiner Overallperformance überzeugt hat.

Pro: Ein tolles Wavesegel, das auf der Welle richtig viel Spaß macht. Contra: Schwere Fahrer werden das Poison dank höherer Kraftreserven im Low-WindBereich bevorzugen.

liekspannung zieht man den Shape aus dem Segel, das Achterliek entwickelt ein harmonisches Loose Leech und man kann das Segel so auch extrem flach trimmen, ohne dass es merkwürdig aussieht. Also kann man je nach Gewichtsklasse und Windstärke das Segel optimal auf sich einstellen.

Windbereich, in dem Nachtrimmen überflüssig ist. Schwere Fahrer sollten einen Zentimeter weniger Achterliekspannung an das Segel anlegen. Fahreigenschaften Das Segel kann alles, was ein gutes Wavesegel können muss, und eignet sich nicht nur für den Einsatz im sonnigen Hookipa, sondern auch im verregneten Dänemark. Das Icon der Simmers gleitet zwar einen Tick früher an und Windlöcher auch besser durch, hinsichtlich des Handlings und der Performance im oberen Windbereich ist das Mission jedoch die Macht. Gerade leichte und mittelschwere Fahrer sind mit ihm besser beraten, da es keinen permanenten Grunddruck hat, sondern nur dann seine Kraft entwickelt, wenn der Fahrer es auch wirklich will. Hinsichtlich der Windrange scheint nach oben raus kein Limit zu existieren. Selbst wenn um uns herum die Windsurfer mit 3.9 weggeflogen sind, konnten wir noch kontrolliert übers Wasser fliegen. Die kurze Gabellänge schreit förmlich nach Manövern. Ein weiterer Vorteil: Die Gabel selbst ist in der Horizontalbewegung viel steifer und macht das Segel auch in den stärksten Böen noch leicht kontrollierbar. Das Segel lässt sich spielend in den Bottom Turn legen und generiert zum Cut Back wieder angenehmen Druck, ohne den Piloten durch zu explosive Kraftentwicklung zu überfordern. Kurzum: Note sehr gut.

Fahreigenschaften Durch das im windlosen Zustand relativ flache Profil und dank des geringen Eigengewichts liegt das Manic ganz leicht in der Hand. Nimmt der Wind ein wenig zu, fängt das Segel an zu atmen, entwickelt einen schönen Shape und beschleunigt schnell auf einen guten Topspeed. Diese Eigenschaft sorgt dafür, dass das Segel auf der Welle fast ganz neutral zu stellen ist und es einen beim tief gezogenen Bottom Turn überhaupt nicht behindert oder einschränkt. Fährt man dann die Welle hoch und stellt das Segel wieder in den Wind, reagiert es sofort, nimmt den Winddruck wieder auf und lässt einen kraftvollen Cut Back zu. Als richtiges Wavesegel ist am Manic also rein gar nichts zu kritisieren. Lediglich schwere Fahrer werden mit dem Schwestersegel Poison besser beraten sein, da dieses den Körpermassen unten heraus schneller über die Gleitschwelle verhilft. In schönen Bedingungen, aber auch für den normalgewichtigen und leichten Fahrer ist das Manic ein tolles Segel.

Der erste Eindruck Der Mastprotektor aus dem Hause Naish gefällt uns sehr gut. Er geht weit über das Segel hinaus und ist einfach verschließbar. Unter ihm verbirgt sich der in unseren Augen etwas rückständige Trimmblock, der ohne Rollen und mit kleiner Übersetzung die Trimmkräfte erhöht und auch das Einfädeln des Tampens zur Fingerübung werden lässt. Die Unterliekkante ist ausreichend geschützt, die Gummilippe endet in Höhe der Achterlieköse. Die Segeloutline ist an dieser Stelle mit einem Cutout versehen, um die Gabellänge zu reduzieren.

Die oberen drei der fünf Segellattenenden sind durch Plastikpads geschützt. Die drei Minibattens sind jeweils tatsächlich mit kleinen runden Latten gefüllt. Das Segel hat ein Variotop mit Zapfen. Riggen und Einstellungen Beim Force kann man hinsichtlich des Trimms nicht viel verkehrt machen. Es zeigt auf Trimmveränderungen am Vorliek mehr als deutlich die Shapeveränderungen in den Segelbahnen. Mit weniger Vorliekspannung ist es extrem bauchig, besonders im unteren Bereich, mit mehr Vor-

Fahreigenschaften Als ein Wavesegel für ruppige Nord- und Ostseebedingungen ist am Force wirklich nichts zu kritisieren. Eigentlich komisch, dass Robby dieses Segel auch in perfekten SideoffshoreBedingungen nutzt, wo da doch theoretisch das Session besser funktionieren müsste. Vielleicht mag er so wie wir auch den permanenten Grunddruck und den eher weiter hinten liegenden Schwerpunkt des Segels. Als leichtes Segel fühlt es sich beim Dümpeln sehr ausbalanciert an und wird auch leichtere Fahrer nicht überfordern. Unten heraus geht es gut los und beschleunigt schnell auf einen guten Topspeed. Das Force liefert permanentes Feedback an den Fahrer und stellt sich auch im Bottom Turn nie ganz so neutral wie absolute SideshoreWavesegel. Ein in unseren Breitengeraden eher positiver Effekt, denn so bekommt man schnell wieder Fahrt durch das Segel, sollte die Welle mal nicht genügend Schubkraft liefern. In einer Einstellung bietet das Force einen sehr großen Einsatzbereich, erst bei zunehmendem Wind sollte man an Land ein wenig an Vor- und Achterliek nachtrimmen.

Pro: Hohe Powerreserven, sehr leichtes Handling. Contra: Nichts zu kritisieren.

Fazit: Das Manic hat nichts von seinem tollen Potenzial verloren, ist in Turns unheimlich neutral und entwickelt mit Segeldruck gute Power, die einen durch jedes Manöver bringt. Es bietet eine runde, wirklich gute Performance in allen Bereichen.

Segel-Ergebnisse Angleiten Geschwindigkeit To p E n d C o n t r o l Handling Wind Range

Eignung Bedingungen

Onshore S. Onshore Side Shore S. Offshore

Könnensstufe

Anfänger

Fortge.

Leicht

Fahrergewicht

Vorliek Gabel (cm) Empf. Mast (cm) Andere Größen Vertrieb Telefon Homepage Preis

Experte

Mittel

Pro Schwer

411 164 400 RDM 3.3|3.7|4.0|4.2|4.5|4.7|5.0|5.3|5.7| New Sports GmbH +49 2234 933400 gaastra.com 589,- €

Fazit: Das Force ist und bleibt gerade für die heimischen Gefilde sicherlich eines der besten Wavesegel auf dem Markt. Es ist leicht, bietet ein tolles Handling und hohe Kraftreserven. Wir hatten mit dem Force einen Menge Spaß auf dem Wasser.

Segel-Ergebnisse Angleiten Geschwindigkeit To p E n d C o n t r o l Handling Wind Range

Eignung Bedingungen

Onshore S. Onshore Side Shore S. Offshore

Könnensstufe

Anfänger

Fahrergewicht

Vorliek Gabel (cm) Empf. Mast (cm) Andere Größen Vertrieb Telefon Homepage Preis

Leicht

Fortge.

Experte

Mittel

Pro Schwer

410 160 400 3.0|3.4|3.7|4.0|4.2|4.5| 4.7|5.0|5.3|5.7|6.0| Powertrading GmbH +49 431 319770 naishsails.com 589,- €

windsurfing jahrbuch 2009/2010


wavesegel 4.7/5.3 m 2

136

wavesegel 4.7/5.3 m 2

137 Windbereich nicht übermäßig angesetzt werden, um das Profil nicht aus dem Segel zu ziehen. Positiv aufgefallen ist die große Masttaschenaussparung, die es auch großen Windsurfern problemlos möglich macht, ihre Gabel auf einer anständigen Höhe zu fahren.

Der erste Eindruck Gleich mehrere neue Ansätze hat North Sails im Ego verarbeitet. So hat man zum Beispiel ein Cutaway Clew nicht deshalb eingebaut, um die Gabelbaumlänge zu reduzieren, sondern um sie bei den entsprechenden Segelgrößen gleich zu lassen, mehr Fläche im Achterliek zu gewinnen und dadurch das Vorliek zu verkürzen. Die unterste Latte im Segel ist nach oben versetzt worden. Sie beginnt zwar noch auf der herkömmlichen Höhe am Mast, geht dann aber als Cross Batten bis ans Ende des Cutaway Clew. In allen Segelgrößen verbaut North

Sails fünf Latten, um die Windrange möglichst groß zu halten. Ab fünf Quadratmetern abwärts haben alle Egos X-Ply auch im Segelfenster, bei den größeren Segeln ist es Monofilm, um Gewicht einzusparen. Das Ego wurde ausschließlich auf RDM-Masten entwickelt. Riggen und Einstellungen Wie bei allen kompakten Wavesegeln empfehlen wir auch beim Ego, die angegebene Vorliekspannung anzulegen und den Feintrimm nur noch über das Achterliek zu regeln. Mittelschwere

Fahreigenschaften Segeldesigner Kai Hopf empfiehlt das Segel nur Windsurfern bis 85 Kilogramm. Schwerere Fahrer haben durch den RD-Mast das Problem, dass das Segel zu weich wird und zu sehr flext. In 4.7 bietet das Segel eine gute Performance, auch wenn man nicht gerade Modelmaße hat. Allerdings muss man sich ein wenig an das neue Fahrgefühl gewöhnen. Die horizontale Druckpunkt-Position liegt beim Ego im Vergleich zu den meisten anderen Wavesegeln weiter hinten, wodurch man gleichmäßigen Zug auf beiden Händen hat. Dies ist für erfahrene Waver, die Segel mit weiter vorne liegenden Druckpunkt gewöhnt sind, ein neues Gefühl. Nicht so versierten Piloten erleichtert der gleichmäßige Zug jedoch das Abreiten und das Segel passt damit besser zu Twinserboards, die mehr über die Finne gefahren werden. Insgesamt gleitet das Ego gut an und erreicht eine für Wavesegel typische Endgeschwindigkeit. Der Twist im Segeltop funktioniert trotz weiter ausgestellten Achterlieks gut und harmonisch und ermöglicht so einen Einsatz des Segels auf nur einer Einstellung in einem breiten Windbereich. Die wahren Vorzüge des Segels bemerkt man erst in Manövern. Auf der Welle kommt die kompakte Outline voll zum Tragen. Leicht und schnell dirigierbar liegt das Ego beim Bottom Turn in der Hand. Durch das hoch geschnittene Unterliek berührt man auch bei den krassesten Turns nie das Segel und kann sich beim Cutback weit mit dem Körper unter das Segel schmeißen. Pro: Kompakter Shape für atemberaubende Wellenritte. Contra: Für schwere Fahrer ist das Ice zu empfehlen.

Fazit: Für leichte und mittelschwere Fahrer sind die kleineren Größen insbesondere für den Welleneinsatz geeignet. Dank der besonderen Outline werden die größeren Segel bestimmt auch die Freestyler überzeugen. Insgesamt ein interessantes Konzept, auf das man sich einlassen muss und das ein wenig Eingewöhnungszeit bedarf.

Segel-Ergebnisse Angleiten Geschwindigkeit To p E n d C o n t r o l Handling Wind Range

Eignung Bedingungen

Onshore S. Onshore Side Shore S. Offshore

Könnensstufe

Anfänger

Fortge.

Leicht

Fahrergewicht

Vorliek Gabel (cm) Empf. Mast (cm) Andere Größen

Experte

Mittel

Pro Schwer

407 167 400 RDM 3.0|3.4|3.7|4.0|4.2|4..5|4.7| 5.0|5.3|5.6|5.9|6.3| Boards and more GmbH +49 89 666550 north-windsurf.com 589,- €

Vertrieb Telefon Homepage Preis

Maui Sa ils Le gend 5.3 m 2

Nor th S ails E go 4.7 m 2

und schwere Windsurfer sollten nicht zu viel Achterliekspannung anlegen, um möglichst viel Power aus dem Segel zu holen.

Der erste Eindruck Das Legend macht nach wie vor einen HeavyDuty-Eindruck und sieht so aus, als könne auch der härteste Waschgang ihm nichts anhaben. Zehn unterschiedliche Größen (3.3 bis 6.1 qm) gibt es von dem bevorzugten Segel des CaboVerde-Worldcup-Gewinners Josh Angulo. Für die Saison 2009 wurde es leicht überarbeitet. Es bietet nach wie vor eine gute Ausstattung mit allen Verstärkungen und Schutzpanels, die wir von einem guten Wavesegel erwarten. Ein gut verschließbarer, langer Mastprotektor schützt die

3-fach-Trimmrolle, welche recht weit oben angebracht ist, sodass man die Unterliekkante sehr weit in Richtung Board trimmen kann.

windsurfing jahrbuch 2009/2010

verschließbar. Die 3-fache Vorliektrimmrolle ist um 90 Grad gedreht, im Achterliek findet man zwei Ösen. Riggen und Einstellungen Setzt man an das S1 die empfohlene Vorliekspannung, sieht das Segel aus wie der Bezug einer Trommel. Zwischen den Latten und Verstärkungen tut sich nicht eine Falte auf. Das S1 ist ein Segel, das eher auf einer Trimmeinstellung funktioniert und mit dessen Einstellungen man nicht sonderlich herumexperimentieren muss.

Fazit: Das S1 setzt hinsichtlich seines Handlings und seiner Performance Maßstäbe insbesondere für die leichte und mittelschwere Gewichtsklasse an Windsurfern. Diese Fahrer erhalten eines der besten Wavesegel auf dem Markt.

Segel-Ergebnisse Angleiten Geschwindigkeit To p E n d C o n t r o l Handling Wind Range

Eignung Bedingungen

Onshore S. Onshore Side Shore S. Offshore

Könnensstufe

Anfänger

Fahrergewicht

Pro: Handling und Performance sind einfach sensationell. Contra: Nur schwere Fahrer werden in manchen Situationen Kraftreserven vermissen und von daher eher das Blade aus dem Hause Severne bevorzugen.

Segel-Ergebnisse Angleiten Geschwindigkeit To p E n d C o n t r o l Handling Wind Range

Eignung Bedingungen

Onshore S. Onshore Side Shore S. Offshore

Könnensstufe

Anfänger

Contra: Benötigt kleine Eingewöhnungsphase.

Fortge.

Leicht

Vorliek Gabel (cm) Empf. Mast (cm) Andere Größen

Experte

Mittel

Pro Schwer

429 175 400 3.3|3.7|4.0|4.2|4.5|4.7| 5.0|5.3|5.7|6.1| TPE Sport +49 461 9789560 mauisails.com 609,- €

Vertrieb Telefon Homepage Preis

Windsurfer. Dementsprechend sollten leichtere Windsurfer etwas mehr Spannung anlegen, schwere eher etwas weniger.

Leicht

Vorliek Gabel (cm) Empf. Mast (cm) Andere Größen Vertrieb Telefon Homepage Preis

Fortge.

Experte

Mittel

Pro Schwer

412 162 400 RDM 3.7|4.0|4.3|4.5|4.7|5.0|5.3| 5.6|5.9|6.3| APM Marketing GmbH +49 89 89511170 severnesails.com 599,- €

Simmer Icon 4. 7 m 2

Sever ne S1 4.7 m 2

Der erste Eindruck Das S1 ist das leichteste Wavesegel auf dem Markt. Es macht trotzdem einen ordentlichen Eindruck hinsichtlich der Verarbeitungsqualität, auch wenn die eine oder andere Verstärkung aus Gewichtsgründen weichen musste. Die Segellatten sind wechselseitig auf das Segeltuch genäht, um eine Profilsymmetrie herzustellen. Die umgeklappten Segelbahnen im Unterliek sehen nicht nur gut aus, sondern schützen so auch die Nähte. Der Mastprotektor im Moto-X-Style macht einen guten Eindruck. Er ist groß und gut

Fazit: Offensichtlich kann man mit dem Legend Worldcups gewinnen! Gute Windsurfer werden nach einer kurzen Eingewöhnungsphase eine Menge Spaß mit dem Legend haben.

Fahrergewicht

Pro: Tolle Performance auf der Welle. Riggen und Einstellungen Das Legend ist problemlos aufzuriggen. Erstaunt waren wir wie im Vorjahr von der Tatsache, dass man das Loose Leech mit entsprechender Vorliekspannung bis zu dem Panel über der Gabel ziehen kann. Das ist vor allem für leichte Fahrer im Starkwindtrimm ein echter Vorteil. Die Achterliekspannung sollte im normalen

Die Herstellerangaben sind gut und man sollte diese befolgen. Das Segel entwickelt auch mit zunehmender Vorliekspannung kein größeres Loose Leech, sodass es bis weit ins Top hinein das Profil hält. Fahreigenschaften In Verbindung mit dem leichtesten Mast der Gruppe ist es kein Wunder, dass das S1 beim Dümpeln den besten Eindruck hinterlässt. Es liegt so sensationell leicht in der Hand, dass auch der Klon von Dr. Evil „Mini-Me“ aus Austin Power‘s Goldständer damit zurechtkäme. Zu jeder Zeit kann man das Segel spielerisch neuen Windbedingungen anpassen und in Sekundenschnelle den optimalen Anstellwinkel herstellen. Das macht das Segel in allen Lagen sehr effizient und verleitet einen dazu, sich in immer neue Manöver zu schmeißen. Die leichten Angleitvorteile von Powerwavesegeln werden wohl nur die schweren Fahrer bemerken. Normalgewichtige und leichte Fahrer werden auch in diesem Punkt nicht enttäuscht. Und so ist das S1 in unseren Augen insbesondere für diese beiden Gewichtsgruppen eines der besten Wavesegel auf dem Markt. Hinsichtlich des Handlings und der Reaktionsfreudigkeit gibt es kein Segel, das besser als das S1 ist. Insbesondere bei zunehmendem Wind ist ein Nachtrimmen nicht erforderlich. Dank der hohen Segelspannung kann man das Segel so lange fahren, bis es ohnehin ratsamer wäre, einen Quadratmeter weniger aufzuriggen.

Fahreigenschaften Was soll man gegen ein Segel sagen, das mit Josh Angulo als Fahrer gerade den ersten Worldcup der Saison gewonnen hat!? Gerade das Legend gehört zu den Segeln im Test, dessen Beschreibung unheimlich schwer ist, da bei ihm mehr als bei manch anderen Segeln im Test die persönlichen Vorlieben eine große Rolle spielen. Am wohlsten fühlt es sich definitiv beim Wellenabreiten. Es wird im Bottom Turn komplett neutral und gibt beim Cut Back viel Response und schnell verfügbare Power an den Fahrer und das Board zurück. In normaler Fahrt bietet es eine gute Performance, der weiter hinten und oben liegende Druckpunkt zieht einen immer in eine aufrechte, manöverorientierte Position. Das Segel hat eine große Windrange, wenn man bereit ist, das Vor- und Achterliek nachzutrimmen, falls der Wind zu- oder abnimmt. Man sollte das Segel auf alle Fälle nicht nach der ersten Fahrt beurteilen, sondern sich etwas darauf einlassen und sich eine Eingewöhnungszeit geben. Mit zunehmender Vertrautheit lernt man das Segel immer mehr schätzen.

Fahreigenschaften Schon die 2008er-Variante des Icon hatte uns wirklich überzeugt und war eines der Lieblingssegel unserer Fahrer im Test. Das 2009erModell steht dem in nichts nach. Wir wissen nicht mehr genau, seit wann wir von den Simmer-Segeln so begeistert sind, jedoch hat uns auch dieses Jahr wieder jedes einzelne Modell, das wir bislang gefahren sind, sehr gut gefallen. Das Icon kann alles, was ein Wavesegel können muss, und ist dank seiner variablen Trimmeinstellungen genau den jeweiligen Bedürfnissen des Fahrers anpassbar. Ob mit viel Shape im Segel für weniger Wind oder flachem Trimm mit mehr Loose Leech bei Starkwind: Das Icon macht auf jeder Einstellung Spaß, hat ein tolles Handling und bietet so vielleicht das rundeste Gesamtpaket aller hier getesteten Segel. Es gleitet gut an, wird wirklich schnell und vermittelt dabei immer ein harmonisches Gefühl in den Händen, sodass man sich nie überfordert fühlt, sondern in allen Situationen Herr der Lage ist. Darüber hinaus sind die Segel nun unserer Meinung nach auch noch echte Hingucker. Der erste Eindruck Die doppelt gelegte Dacronbahn im Vorliek ist nicht nur relativ breit, sondern zieht sich auch weit hoch in Richtung Masttop. Der Mastprotektor im Moto-X-Style und in der Farbe des Segels macht auf uns einen sensationellen Eindruck und verbirgt eine 3-fache Trimmrolle. Das Unterliek wird durch eine Gummilippe geschützt. Am Achterliek findet man keine Öse, sondern Simmer-typisch direkt an der Kante des Segels einen Edelstahlring. Kurz über dem Ring hat das Segel einen kleinen Cutout, durch den sich die nötige Gabellänge reduziert. Im

Segel kommen neben Dacron drei verschiedene Sorten X-Ply zum Einsatz. Das X-Ply im Achter- und Unterliekbereich hat sogar als Extra-Verstärkung Kevlarfäden eingearbeitet. Riggen und Einstellen Das Icon ist unkompliziert aufzuriggen und bietet eine große Trimmrange für unterschiedliche Bedingungen, Körpergewichte und Einsatz bereiche. Einmal eingestellt, ist jedoch auch die natürliche Windrange beachtlich und man kann sich späteres Umriggen sparen. Die Herstellerangaben passen gut für den 80-Kilo-

Fazit: Das Icon ist ein wirklich tolles und unkompliziertes Wavesegel, das nicht nur sehr trimmvariabel ist, sondern auch eine tolle Performance auf nur einer Einstellung bietet. Wir haben rein gar nichts daran auszusetzen und so kommt es als einer unserer persönlichen Favoriten aus dem Test.

Segel-Ergebnisse Angleiten Geschwindigkeit To p E n d C o n t r o l Handling Wind Range

Eignung Bedingungen

Onshore S. Onshore Side Shore S. Offshore

Könnensstufe

Anfänger

Fahrergewicht

Pro: Kann alles, was man von einem Wavesegel erwartet. Contra: Nichts zu kritisieren.

Leicht

Vorliek Gabel (cm) Empf. Mast (cm) Andere Größen Vertrieb Telefon Homepage Preis

Fortge.

Experte

Mittel

Pro Schwer

413 159 400 RDM 3.4|3.7|4.0|4.2|4.5|4.7|5.0|5.3| 5.6|5.9|6.2| Tekkno Trading Project GmbH +49 40 55763510 simmerstyle.com 629,- €

windsurfing jahrbuch 2009/2010


wavesegel 4.7/5.3 m 2

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wavesegel 4.7/5.3 m 2

139

Der erste Eindruck Das Combat soll der Alleskönner von Pryde sein. Trotz der normalen Abmessungen sieht das Segel erst einmal sehr groß aus. Das liegt wohl an dem Compact-Clew-Design und der Tatsache, dass es eine eher moderate Biegekurve im Vorliek hat. Der Gesamteindruck des Segels überzeugt mit guter Verarbeitung und sehr viel X-Ply-Verstärkungen. Der Mastprotektor geht bis zur Base, ist allerdings nur sehr schwer wegzuklappen. Deshalb

ist der Trimmblock nicht ganz so einfach zu erreichen. Ansonsten verfügt das Segel über viele Verstärkungen, hochwertige Materialien und wartet mit vielen durchdachten Features auf. Riggen und Einstellungen Um das Combat richtig einzustellen und auch um es nachzutrimmen, muss man sowohl die Spannung am Vor- als auch am Achterliek verändern. Das Segel hat aber auf einer Einstellung

Fahreigenschaften Das Combat ist ein weiches Segel und leicht zu fahren. Es soll eine große Bandbreite von Windsurfern ansprechen und viele Bedingungen abdecken. Man kann nicht gerade sagen, dass das Combat ein absoluter Frühgleiter ist, trotzdem hatten wir den Eindruck, dass es im Vergleich zum Vorjahr verbessert in die neue Saison geht. Der Freizeitsurfer wird sich erst einmal an das Segel gewöhnen müssen. Der Druckpunkt liegt weit oben, sodass es den überraschten Windsurfer bei einer Böe schon mal auf die Zehen ziehen kann. Es ist aber kein Problem, die überschüssige Power aus dem weichen Segel wieder rauszulassen. Sobald das Combat gleitet, ist es ein angenehm zu fahrendes Segel. Harte Böen und Schläge von Kabbelwasser dämpft es ab und liegt fast immer stabil und ausbalanciert in der Hand. Der Segeldruck wird über die Gabel auf beide Hände gleichmäßig verteilt. Beim Abreiten ist das Segel nicht so präzise und reaktionsfreudig wie manch andere Segel, aber ausreichend Power für fette Turns ist definitiv vorhanden. Beim Cut Back wird es völlig neutral und erleichtert dem Fahrer, sich auf das Brett zu konzentrieren. Insgesamt ist es zwar einfach, das Segel bei Manövern in die gewünschte Position zu bringen, aber durch den weichen Charakter macht es nicht immer sofort, was es soll. Pro: Großer Windeinsatzbereich. Weiche Kraftentfaltung. Contra: Für direkte und schnelle Power sollte man ein anderes Segel nehmen.

Fazit: Das Combat 4.7 ist einfach aufzubauen und es ist leicht, den richtigen Trimm zu finden. Hat man sich an das Segel gewöhnt, ist es einfach zu fahren und verzeiht Fehler. Der ruhige Charakter qualifiziert das Segel für alle Bedingungen

Segel-Ergebnisse Angleiten Geschwindigkeit To p E n d C o n t r o l Handling Wind Range

Eignung Bedingungen

Onshore S. Onshore Side Shore S. Offshore

Könnensstufe

Anfänger

Fortge.

Leicht

Fahrergewicht

Vorliek Gabel (cm) Empf. Mast (cm) Andere Größen Vertrieb Telefon Homepage Preis

Experte

Mittel

Pro Schwer

408 164 400 3.5|4.0|4.2|4.5|4.7|5.0|5.3|5.6| Pryde Group GmbH +49 89 6650490 neilpryde.com 639,- €

Saillo f t Bionic 5.3 m 2

Neil Pr yde Combat 4.7 m 2

einen recht großen Windbereich und so muss man nur selten an den Strand zurück. Insgesamt benötigt es nicht viel Vorliekspannung und ist daher auch problemlos von weniger kräftigen Windsurfern aufzubauen.

Riggen und Einstellungen Da Sailloft noch keine eigenen Masten im Programm hat, empfehlen wir (und die Hamburger auch) die SDM-Platinum-Masten von North Sails mit Drop Shape. Sie passen sehr gut zu den Sailloft-Segeln und liefern eine tolle Performance. Ansonsten ist das Bionic ähnlich wie alle anderen Sailloft-Segel auch sehr unkompliziert aufzubauen. Die Herstellerangaben passen gut.

Der erste Eindruck X106 heißt das neue Zaubermaterial, das Sailloft entdeckt hat. Das Besondere: Im Custom-MadeVerfahren werden für bestimmte Segelbahnen zwei Lagen von diesem Material entsprechend der Größe und der Position im Segel mit sechs Tonnen Druck bei 80 Grad laminiert. Die zwischen den beiden Lagen einlaminierten Kevlarfäden verteilen durch ihre strahlenförmige Anordnung die Zugkräfte perfekt auf das Segel. Mit 2,5 Tau-

sendstel Zoll ist dieses Material genau halb so dick wie der am häufigsten verwendete Monofilm und damit natürlich leichter. Zudem kann das Bionic durch die einlaminierten Kevlarfäden auf viele zusätzliche Verstärkungen verzichten, sodass auch aus diesem Grund Gewicht eingespart werden konnte. Die Outline und der Shape des Segels stammen vom Erfolgsmodell Curve, wobei das Bionic nun durch seine besondere Materialwahl über ein halbes Kilo leichter ist.

Fahreigenschaften Merkt man die 500 Gramm Unterschied zum Curve auch wirklich? Kurz gesagt: Das tut man. Und zwar deutlich. Nicht nur beim Handling fühlt sich das Segel deutlich leichter an, auch während der Fahrt hat man ein anderes Segelgefühl als beim Curve. Das Segel lässt sich besser anpumpen und ist in Gleitfahrt schneller auf Windveränderungen vom Anstellwinkel her anzupassen. Unverändert im Vergleich zum Curve ist die große Trimmrange, durch die man die Charakteristik des Segels deutlich von einem früh gleitenden Segel auf ein Starkwindsegel mit flachem Profil verändern kann. Haben wir beim Curve geschrieben, dass sich wohl vor allem schwere Fahrer von dem Segel begeistern lassen, ist das Bionic ohne Einschränkungen auch Fliegengewichten zu empfehlen. Über Angleiten, Geschwindigkeit bis hin zum Handling macht das Bionic überall eine gute Figur. Dank dem geringen Gewicht ist auch das Handling in Manövern sehr gut. Es lässt sich sehr leicht in alle gewünschten Positionen bringen und überfordert den Fahrer auch nicht in extremen Situationen. Das Bionic hinterlässt den gleichen positiven Eindruck, den wir von dem Curve bei den Manövereigenschaften kannten, wirkt nur leichter und flexibler.

Fazit: Hightech aus Norddeutschland. Durch den besonderen Materialmix ist das Bionic ein wirklich leichtes Segel, das trotz des geringen Gewichts beachtliche Verstärkungen aufweisen kann und eine tolle Performance bietet.

Segel-Ergebnisse Angleiten Geschwindigkeit To p E n d C o n t r o l Handling Wind Range

Eignung Bedingungen

Onshore S. Onshore Side Shore S. Offshore

Könnensstufe

Anfänger

Fahrergewicht

Pro: Deutlich leichter als das Curve. Contra: Teurer als das Curve.

Vorliek Gabel (cm) Empf. Mast (cm) Andere Größen Vertrieb Telefon Homepage Preis

Leicht

Fortge.

Experte

Mittel

Pro Schwer

428 171 400 4.2|4.7|5.3|5.9|6.3| Sailloft Hamburg +49 40 8501191 sailloft.de 679,- €

Neil Pr yde T he F l y 5. 4 m 2

als grenzwertig ist. Ansonsten kann man mit den Einstellungen nicht sonderlich viel herumexperimentieren. Man sollte die angegebene Vorliekspannung beachten und das Segel dann im Feintrimm nur noch über das Achterliek tunen.

Der erste Eindruck In den Größen 5.4 und 5.1 Quadratmeter noch mit fünf Latten versehen, haben alle kleineren Größen nur noch vier Latten. Ein sogenanntes Compact Clew am Achterliek ermöglicht bei gleichbleibender Gabelbaumlänge die Segelfläche oberhalb der Latte über dem Gabelbaum weiter auszustellen. Die Verstärkungen in den Stresszonen wurden auf ein Minimum verkleinert, um das Gewicht der Segel zu reduzieren. Ansonsten

windsurfing jahrbuch 2009/2010

findet man im The Fly die üblichen Neil-PrydeLattenspanner, Gummipads zum Schutz der Lattenenden auf der gegenüberliegenden Seite des Segels und einen massiven Mastprotektor, der eine Dreifachrolle verbirgt. Riggen uns Einstellungen Man fährt das 5.4er auf einem 400er-RD-Mast, was für ein Segel in dieser Größe insbesondere für mittelschwere und schwere Windsurfer mehr

Fahreigenschaften Das Segel ist gewöhnungsbedürftig. Durch den kompakten Shape, das etwas tiefere Profil und den weiter hinten liegenden Druckpunkt ist der Unterschied zu herkömmlichen Wavesegeln sofort spürbar. Das Segel bietet permanenten Grunddruck. Auch das Twistverhalten fühlt sich durch das weiter ausgestellte Achterliek anders an. Mit dem 5.4er haben die Designer die Grenze des Machbaren erreicht. Insbesondere leichte Windsurfer werden das The Fly 5.4 als größtes Wavesegel zu schätzen wissen, wenn sie gerade beim Carven permanenten Grundzug wünschen und mit viel Power Wellen abreiten möchten. Für diese Piloten ist dann auch der empfohlene 400er-RDM-Mast eine gute Wahl. Die Windrange ist trotzdem klein und so muss man die Quadratmeterbnstufungen untereinander kleiner wählen. Der mitgelieferte Mast kommt bei mittelschweren und schweren Windsurfern schnell an seine Grenzen. Er ist zu weich, das Segel twistet schon am Compact Clew in Richtung Mast weg und trübt so ein wenig das Handling in Manövern. Auf der Welle tut das Segel genau das, was man von ihm erwartet, was aber auch ungeübten Wavekriegern zugutekommt: Es bietet konstanten Vortrieb und ermöglicht so, in voller Gleitfahrt durch den Turn zu kommen.

Pro: Konstanter Vortrieb auf der Welle. Contra: Gewöhnungsbedürftig, kleine Windrange.

Fazit: Das The Fly ist in 5.4 Quadratmetern mit einem 400er-RD-Mast ein gutes Segel für leichte Piloten, die sich auf Kaulis Fährte machen und sich von einem Turn in den nächsten schmeißen wollen. Für Fahrer mit einem Gewicht wie unsere drei Tester (86, 92, 95 Kilo) funktioniert ein Vier-Meter-RD-Mast in einem 5.4er mit dem The-Fly-Shape nicht.

c r o s s o v e r 6.0m

2

Diese Segelkategorie beinhaltet sicherlich einige der meistge-

Wenn du uns nach der unserer Meinung nach wich-

fahrenen Segel überhaupt. Wenn der Wind mit vier bis fünf

tigsten Eigenschaft dieser Segel fragst, so fällt die Ant-

Windstärken weht, kommen Tücher dieser Größe bei den

wort eindeutig aus: Windrange! Wir haben die Erfahrung,

meisten Windsurfern zum Einsatz. Viele möchten in dieser Grö-

dass gerade an Tagen, an denen man diese Segelgröße

Geschwindigkeit

ße ein Segel haben, mit dem sie in möglichst unterschiedlichen

aufbaut, oft böige Bedingungen herrschen. Und dement-

To p E n d C o n t r o l

Bedingungen Spaß haben können. Reine Spezialistensegel

sprechend ist es superwichtig, dass ein Segel nicht nur

Handling

werden dabei immer seltener. Echte Crossovereigenschaften

unten raus früh losgeht, sondern auch oben raus mög-

Wind Range

stehen hoch im Kurs. Wir haben erneut viele unterschiedliche

lichst lange zu halten ist.

Segel-Ergebnisse Angleiten

Segel für dich unter die Lupe genommen und versuchen,

Eignung Bedingungen

Onshore S. Onshore Side Shore S. Offshore

Könnensstufe

Anfänger

Fahrergewicht

Vorliek Gabel (cm) Empf. Mast (cm) Andere Größen Vertrieb Telefon Homepage Preis

Leicht

Fortge.

Experte

Mittel

dir die Hauptmerkmale und -einsatzgebiete zu beschreiben.

Pro Schwer

425 174 400 RDM 3.6|3.9|4.2|4.5|4.8|5.1|5.4| Pryde Group GmbH +49 89 6650490 neilpryde.com 639,- €

windsurfing jahrbuch 2009/2010


crossoversegel 6.0 m 2

140

crossoversegel 6.0 m 2

141

Der erste Eindruck 2008 ist das Torro neu in die Gun-Sails-Segelpalette aufgenommen worden und konnte sofort als klassisches Freemovesegel überzeugen. Egal ob im Freeride-, Freestyle- oder Waveeinsatz: Das Torro gilt als Universaltalent und Crossoverspezialist. Es hat entgegen dem Transwave X-Ply in der Vorliekbahn anstatt Dacron. Ein deutlicher Cutout (Reduced Boom Lenght) reduziert die Gabelbaumlänge deutlich. Ingesamt besteht das Segel zu 50 Prozent aus X-Ply, insbesondere in den Stresszonen ist das haltbare Material verbaut. Im Unterliek ist eine umgeklappte Segelbahn zu fin-

Der erste Eindruck Das Transwave ist neu in der 2009er-GunSails-Palette und ersetzt als klassisches Powerwavesegel das Wave MC. Es sieht klar und stylisch aus und besteht zu 70 Prozent aus drei unterschiedlichen X-Ply-Arten sowie Monofilm im Top. Die Verarbeitung ist tadellos. Im Gegensatz zum Torro ist die Gabel offiziell um sieben Zentimeter länger, verwendet man jedoch die untere Achterlieköse, sind es nur noch drei (siehe dazu auch den Innovationenartikel in dieser Ausgabe). Außerdem findet man im Transwave Dacron in der Vorliekbahn anstatt

windsurfing jahrbuch 2009/2010

den, um die Naht darunter besser zu schützen. Der gute Mastprotektor ist sehr dick gepolstert und gut verschließbar und schützt die um 90 Grad gedrehte 3-fach-Trimmrolle. Alle Torro-Segel haben ab der Größe von 5.7 qm eine Tubelatte oberhalb der Gabel verbaut, die das Profil besser unterstützt.

Riggen und Einstellungen Wie auch das Torro kann man das Transwave mit einem SD- oder RD-Mast fahren. Wir haben beides ausprobiert und empfehlen ganz deutlich den RD-Mast. Das Segel kann durch das größere Spiel in der Masttasche einfach noch ein Stück weit mehr atmen und das macht es vor allem in kabbeligen Bedingungen wesentlich angenehmer zu fahren. Die Herstellerangaben sind alle richtig und gut und wir können die Einstellungen empfehlen.

Segel-Ergebnisse Angleiten Geschwindigkeit To p E n d C o n t r o l Handling Wind Range

Eignung Könnensstufe

Anfänger

Wave

Disziplin

Pro: Als Freemovesegel unkritisierbar. Contra: Nichts zu meckern.

Fahreigenschaften Das Transwave war eine der größten Überraschungen im Test. Im positiven Sinn. Wir halten es für eines der besten Segel in dieser Kategorie, da wir, egal ob im Flachwassereinsatz oder in der Welle, jedes Mal mit einem Grinsen vom Wasser kamen. Dank der Dacronbahn im Vorliek liegt das Segel ohne Wind ganz neutral und mit wenig Shape in der Hand. Sowie dann eine Böe ins Segel schlägt, entwickelt sich ein schöner Bauch und beschleunigt das Segel sehr schnell auf einen guten Topspeed. Insbesondere am böigen und mit schräg auflandigem Wind nicht einfach zu fahrenden Spot in El Cabezo hatten wir mit dem Transwave niemals Probleme, schnell über das Weißwasser zu kommen und genügend Speed für den nächsten Sprung zu sammeln. Schläge schluckt das Segel einfach komplett weg, sodass man sich auf seinen nächsten Move konzentrieren kann und sich nicht unnötig mit dem Rigg beschäftigen muss. Trotz wenig durchgesetzter Achterliekspannung ist die Windrange unheimlich groß. Wir hatten das Gefühl, immer noch eine Windstärke mehr fahren zu können und so waren manche Kollegen schon mit 5.0ern unterwegs, während unsere schweren Tester ohne Nachtrimmen immer noch Spaß mit dem 6.1er hatten. In Bottom Turns stellt sich das Segel schön neutral und generiert sehr schnell wieder Dampf, sowie man es zum Cut Back öffnet. Alles in allem ist das Transwave ein Powerwavesegel wie es im Buche steht. Pro: Sensationelle Performance als PowerwaveSegel. Contra: Einfach nur Glückwunsch zu diesem Segel.

Fortge.

Leicht

Fahrergewicht

Riggen und Einstellungen Das Torro ist alles andere als kompliziert aufzubauen. Einfach einen 430er-RD-Mast ins Segel stecken und los gehts. Die Herstellerangaben sind gut und dank der Trimmhilfe FRED im Segeltop ist es einfach, die richtige Vorliekspannung anzulegen. Wir

X-Ply. Alles in allem hinterlässt das Transwave einen sehr guten Eindruck.

Fazit: Das Torro ist ein Crossoversegel par exellence. In die Hand nehmen und wohlfühlen. Für alle Gewichtsklassen und jedes Fahrkönnen uneingeschränkt empfehlenswert.

Vorliek Gabel (cm) Empf. Mast (cm) Andere Größen Vertrieb Telefon Homepage Preis

Experte

Mittel

Pro Schwer

Freestyle Freemove Freeride

454 181 430 RDM 4.3|4.7|5.0|5.3|5.7|6.0|6.3|6.6| Gun Sails v. Osterhausen GmbH +49 6893 80110 gunsails.de 355,- €

Fazit: Wer für böige Reviere ein Segel sucht, das dank seiner großen natürlichen Windrange auch noch dann Spaß macht, wenn andere vom Wasser gehen müssen, der ist mit dem Transwave gut beraten. Es ist ein sensationelles Powerwavesegel und wird von uns wärmstens empfohlen.

Segel-Ergebnisse Angleiten Geschwindigkeit To p E n d C o n t r o l Handling Wind Range

Eignung Könnensstufe Fahrergewicht Disziplin

Anfänger Leicht Wave

Vorliek Gabel (cm) Empf. Mast (cm) Andere Größen Vertrieb Telefon Homepage Preis

Fortge.

Experte

Mittel

Pro Schwer

Freestyle Freemove Freeride

456 188 430 RDM 3.7|4.0|4.2|4.5|4.7|5.0| 5.3|5.7|6.1| Gun Sails v. Osterhausen GmbH +49 6893 80110 gunsails.de 375,- €

Nor th Sails Natur al 5.8 m 2

Fahreigenschaften Entweder Gun Sails hatte einfach nur Glück mit unserem Testteam oder die Segel sind 2009 wirklich so gut. Wir tippen auf letzteres. Wenn selbst ein überzeugter Nicht-Gun-Sails-Fahrer aus dem schönen Österreich die Segel freudestrahlend lobt, muss da etwas dran sein. Aber von vorne: Das Torro liegt leicht und ausbalanciert in der Hand. Obwohl gerade für schwere Fahrer ein 430erRD-Mast in einem 6.0er grenzwertig ist, funktionierte das Segel wirklich einwandfrei. Es gleitet einfach an und liefert jederzeit positives Feedback an den Fahrer, ohne einen dabei zu überfordern oder unruhig zu wirken. Der Druckpunkt sitzt bombenfest, sodass man das Segel ruhig mit weniger Achterliekspannung fahren kann und so die Gleitleistungen noch einmal deutlich verbessert. Manöver sind mit dem Torro in jeder erdenklichen Variation möglich. Es stellt sich schön neutral und gibt nach dem Ausrichten schnell wieder Power, um im Rutschen zu bleiben. Es ist mit all seinen Fahrleistungen ein perfektes Freemovesegel mit universellem Einsatzbereich für alle Gewichts- und Könnensstufen.

Zentimeter mehr durchsetzen als angegeben. Aufgebaut macht es einen sauberen Eindruck und hat ein deutlich vorgeformtes Profil im unteren Bereich.

Hot Sails Superfr ea k 5.8 m 2

Gu n Sails Tr answave 6.1 m 2

Gun Sa ils Tor r o 6.0 m 2

empfehlen dir nicht zu viel Achterliekspannung, da das Segel wirklich gut mit schönem Bauch funktioniert und dank der Tubelatte und der X-Ply Bahn im Vorliek in allen Lagen das Profil erhält.

Der erste Eindruck Das Natural ist neben dem Duke das zweite Crossoversegel von North. Während das Duke seinen Charakter je nach Größe von Wave bis hin zu Freemove verändert, ist das Natural ein weniger spezialisiertes Freeridesegel. Es ist in erster Linie auf Benutzerfreundlichkeit ausgelegt. Es soll dem Freizeitsurfer ein einfaches Fahrgefühl geben und so die Zeit auf dem Wasser maximieren. Das Natural hat eine deutlich längere Gabel und einen deutlich kürzeren Mast bekommen

und ist damit komplett überarbeitet worden. Es bietet die von North gewohnte Qualität. Die Nähte sind hervorragend verarbeitet, das Segel ist überall, wo es notwendig ist, mit Gummipads gegen Scheuern geschützt und auch sonst hat es alle Features, die es braucht. Riggen und Einstellungen Das Natural ist einfach aufzubauen. Man sollte sich an die Angaben des Herstellers halten, lediglich beim Achterliek kann man noch einen

Fahreigenschaften Auf dem Wasser ist das Natural nicht mehr mit seinem Vorgänger zu vergleichen. Es hat sehr viel Power bei wenig Wind und gleitet extrem früh an. Vor allem in Kombination mit recht breiten Boards ist das Segel ein absoluter Frühgleiter und ein wahres Powerpaket für wenig Wind. Der Druckpunkt ist weiter unten und etwas weiter hinten als beim Vorgänger. Das Segel bringt deshalb viel Vortrieb aufs Brett. Das Segel hat einen großen Windeinsatzbereich, um aber den Druckpunkt stabil zu halten, muss man hin und wieder nachtrimmen. Der Unterschied zum Vorjahr liegt darin, dass das 09er-Natural nicht so leicht und ausbalanciert in der Hand liegt wie das 08er, und so hat es zwar an Performance gewonnen, bei den sehr guten Handlingeigenschaften jedoch ein wenig verloren. Das Segel braucht nicht viel Input des Fahrers, um gut zu funktionieren, aber bei Vollgas muss man sich schon mit etwas Einsatz in das Segel hängen. Bei Halsen ist das Natural etwas unhandlicher, als wir es gewohnt waren, da es durch die lange Gabel sehr langsam rotiert. Im Vergleich zu seinen Vorgängern hat das 2009er eher einen deutlichen Freeride- als Freemovecharakter.

Pro: Gleitet früh an und beschleunigt gut. Contra: Das Handling des Vorgängers war besser.

Riggen und Einstellungen Das Superfreak hat einen großen Windbereich, ist allerdings etwas trimmsensibel. Die Vorgaben des Herstellers bieten eine gute Orientierung, aber man sollte viel herumexperimentieren, um den individuell passenden Trimm zu finden. Man kann das Superfreak extrem weich mit sehr viel Bauch trimmen, man kann es aber auch richtig flachziehen und dann sehr lange oben raus halten. Der Trimm ist also sehr individuell auf Windstärke und Körpergewicht abstimmbar.

Der erste Eindruck Das Superfreak geht unverändert in die neue Saison und so ist es nach wie vor der bunte Vogel unter den Testsegeln. Mittlerweile gibt es nicht nur über acht Millionen Designs, man kann sich das Segel auch selbst designen und für einen Aufpreis individuell bedrucken oder benähen lassen. Auch ansonsten fällt das Segel aus dem Rahmen. Die zweite und dritte Latte von unten gehen nicht bis an die Masttasche heran, das Profil wird vom Wind in das Segel gedrückt. Bis

auf das PVC-Fenster besteht das Segel komplett aus Dacrontuch und ist zusätzlich am Achter- und Vorliek sowie am Top an der Masttasche mit Kevlar verstärkt. Das Segel sollte also weder „ausleiern“ noch kaputtgehen, fast egal was passiert. Wie auch die anderen Hot-Sails-MauiSegel hat es einen sehr guten Mastprotektor, der bis zum Mastfuß reicht. Die Neoprenlippe am Unterliek schützt die Schienbeine des Fahrers und an den Lattenenden sind beidseitig robuste Lederpads aufgenäht.

Fahreigenschaften Das Superfreak ändert je nach Trimm sehr stark das Fahrgefühl. Sehr bauchig getrimmt gleitet es sehr früh an, fühlt sich aber sehr weich an. Der Druckpunkt bleibt trotz allem stabil, nur wenn der Wind zunimmt, wird es nervös. Zeit also, am Trimm zu spielen. Und da ist einiges drin. Am Achterliek hat man bestimmt zehn Zentimeter Verstellbereich – wenn nicht noch mehr. Aus Spaß zogen wir das Superfreak mit einer Trimmhilfe am Achterliek so richtig flach und einige unserer Tester fuhren das 5.8, als die meisten anderen Surfer am Spot mit 4.5 Quadratmeter unterwegs waren. Und siehe da: Sie waren mit Sicherheit voll am Anschlag, aber konnten noch kontrolliert fahren. In normalen Bedingungen ist das Superfreak ein Fehler verzeihendes Segel mit angenehm weichem Handling. In Manövern wird es völlig neutral, es schlägt so sanft um, dass man es kaum merkt (vielleicht auch, weil es das komplett geräuschlos tut) und nach einem Manöver beschleunigt es bereitwillig wieder auf eine angenehme Geschwindigkeit. Pro: Genau wie letztes Jahr: das Fahrgefühl. Contra: Ebenfalls wie letztes Jahr: das Fahrgefühl.

Fazit: Das Natural hat sich 2009 komplett verändert. Es hat einen größeren Einsatzbereich bekommen und musste im Gegenzug dafür einen Teil des guten Handlings einbüßen. Es ist jetzt eher ein deutliches Freeridesegel und nicht mehr so gut für den Crossovereinsatz geeignet.

Segel-Ergebnisse Angleiten Geschwindigkeit To p E n d C o n t r o l Handling Wind Range

Eignung Könnensstufe

Anfänger

Fortge.

Leicht

Fahrergewicht

Wave

Disziplin

Vorliek Gabel (cm) Empf. Mast (cm) Andere Größen Vertrieb Telefon Homepage Preis

Experte

Mittel

Pro Schwer

Freestyle Freemove Freeride

434 194 430/400 4.5|5.0|5.4|5.8|6.2|6.6|7.0|7.5|8.1| Boards and more GmbH +49 89 66655272 north-windsurf.com 450,- €

Fazit: Das Superfreak 5.8 ist auf jeden Fall ein Hingucker. Es eignet sich für Surfschulen, denn die Materialien sind zu 100 Prozent UV-resistent und Dacron und PVC sind quasi unkaputtbar. Eins ist sicher: Man muss das Fahrgefühl mögen. Wenn man weiche Segel nicht mag, ist man mit dem Superfreak schlecht beraten.

Segel-Ergebnisse Angleiten Geschwindigkeit To p E n d C o n t r o l Handling Wind Range

Eignung Könnensstufe Fahrergewicht Disziplin

Anfänger Leicht Wave

Vorliek Gabel (cm) Empf. Mast (cm) Andere Größen Vertrieb Telefon Homepage Preis

Fortge.

Experte

Mittel

Pro Schwer

Freestyle Freemove Freeride

440 183 430 2.9|3.2|3.5|3.7|4.0|4.2|4.5|4.7|5.0| 5.3|5.5|5.8|6.3|6.7|7.0|8.0|9.0| Ohana Sports +49 431 5916390 hotsails.de 519,- €

windsurfing jahrbuch 2009/2010


crossoversegel 6.0 m 2

142

crossoversegel 6.0 m 2

143 zum SD-Mast diese Variante empfehlenswerter, da das Segel so noch einen Tick mehr atmen kann, sich aber in Manövern dafür noch neutraler stellen lässt. An den Herstellerangaben gibt es nichts auszusetzen.

scheuergefährdeten Stellen sind mit Lederpads abgedeckt, die Nähte sind gut geschützt. Beim Gator fällt schon beim Aufriggen auf, dass es unheimlich leicht ist, und so ist es kein Wunder, dass die verwendeten Materialien zwar hochwertig sind, auf großflächige Verstärkungen jedoch eher verzichtet wurde. Riggen und Einstellungen Der 4,30-Meter-Mast lässt sich einfach in die Masttasche einführen. Die aufgedruckten Maße

Pro: Leichtes Handling, guter Kompromiss zwischen Freeride und Freestyle. Contra: Kein Vorteil ohne Nachteil. Das Segel ist wirklich leicht, aber hinsichtlich der Haltbarkeit im Langzeiteinsatz halten wir uns lieber zurück.

Skinnymast und unserer Meinung nach harmoniert dieser sehr gut mit dem eher steiferen Profil des Segels. Da ein RD-Mast bei gleicher Länge nie so hart wie ein SD-Mast ist, gibt er dem Segel noch genug Luft zum Atmen. Das Remedy hat bei zunehmender Vorliekspannung ein ausgeprägtes Loose Leech. Wir empfehlen dir, am Anfang nicht zu viel Spannung anzulegen, da das Profil des Segels durch die fünf (Tube-)Latten ausreichend stabilisiert wird.

Der erste Eindruck Nach Aussagen von Gaastra wurde das Remedy für die Saison 2009 überarbeitet. Das erfolgreiche Crossoversegel, das aus der ehemaligen PWA-Disziplin Super-X heraus entstanden ist, soll in allen unterschiedlichen Bereichen ein hohes Maß an Performance liefern. Wurde zur letzten Saison der Fokus vor allem auf Topspeed gesetzt und das Profil des Segels etwas flacher designt, steuert man für das Modell der 2009er-Linie wieder ein wenig zurück und gibt den Segeln vor

windsurfing jahrbuch 2009/2010

allem im unteren Bereich wieder mehr Shape, um die An- und Durchgleiteigenschaften zu verbessern. Das Profil soll bombenfest auch im überpowerten Bereich sein, wozu als Unterstützung Tubelatten zum Einsatz kommen. Gaastra möchte mit dem Remedy nach wie vor leistungsorientierte Windsurfer ansprechen, die schon ein wenig technisch versierter sind. Riggen und Einstellungen Gaastra empfiehlt zu dem Segel einen 430-cm-

Fahreigenschaften Das 2009er-Remedy wurde unserer Meinung nach genau in die richtige Richtung weiterentwickelt. Dank des stärkeren Profils unter der Gabel geht es wesentlich früher los als sein Vorgänger, behält aber auch im oberen Windbereich nach wie vor die Ruhe und ist immer leicht zu kontrollieren. Es hat damit seine natürliche Windrange stark vergrößert und sich für eine größere Zielgruppe geöffnet. Dank des Gaastra-typischen geringen Grundgewichts liegt es beim Dümpeln leicht in der Hand und beschleunigt wie kein anderes Segel den Fahrer samt Board auf einen hohen Topspeed. Je besser der Fahrer, umso mehr kann man aus dem Segel herausholen. Es ist vielleicht sogar das schnellste Segel aus der Gruppe, insbesondere dann, wenn man im Starkwindtrimm Vor- und Achterliek etwas weiter nachtrimmt. Durch die unterschiedlichen Trimmmöglichkeiten kann man also im Grunde selbst bestimmen, für welchen Einsatz man das Segel hauptsächlich nutzen möchte, und so war das Remedy 2009 eines der liebsten Testbegleiter unserer Crew sowohl im Wave- als auch im Freestyle- und Freerideeinsatz. Pro: Beschleunigung, Topspeed, bombenfester Druckpunkt. Contra: Stark verbessert zum Vorgängermodell haben wir nun nichts mehr zu kritisieren.

Fazit: Das Gator 6.0 ist ein einfach zu fahrendes Crossoversegel mit leichtem Hang zum Freeriden. Allerdings macht es auch alle Freestyletricks mit und ungeübte Surfer werden schnell Fortschritte machen. Besonders erwähnenswert ist das sehr neutrale und einfache Handling.

Segel-Ergebnisse Angleiten Geschwindigkeit To p E n d C o n t r o l Handling Wind Range

Eignung Könnensstufe

Anfänger

Fortge.

Leicht

Fahrergewicht

Wave

Disziplin

Vorliek Gabel (cm) Empf. Mast (cm) Andere Größen Vertrieb Telefon Homepage Preis

Experte

Mittel

Pro Schwer

Freestyle Freemove Freeride

Simmer I r on 5.7 m 2

Der erste Eindruck Das Gator ist das Chamäleon von Ben Severne. Allerdings hinterlässt es keine unschönen Haufen am Strand oder ändert die Farbe, sondern je nach Quadratmeterzahl den Charakter. In den Größen bis 5.3 ist es ein Wavesegel, von 5.5 bis 6.0 ein Freemovesegel und alles was größer als 6.0 ist, ist für den Einsatz im Freeridebereich gedacht. Bei dem 6.0er sollten wir es also mit einem Freemovesegel zu tun haben. Die Verarbeitung ist wie bei allen anderen Gators sehr hochwertig. Alle

Fahreigenschaften Sowie man das Gator 6.0 zum ersten Mal in die Hand nimmt, wird klar: Es ist ein wirklich gutes Freemovesegel. Es linst mit dem linken Auge auf Manöver und mit dem rechten auf den Speedtrip. Das Gator überträgt den Vortrieb direkt auf das Brett und gleitet sehr gut an. Sobald man gleitet, beschleunigt das Segel auf eine sehr hohe Endgeschwindigkeit, die zu den besten in dieser Gruppe gehört. Um wirklich alles aus dem Segel herauszuholen, muss man das Segel mit dem Unterliek aufs Brett legen und sich voll ins Segel hängen. Um an die Grenzen des Segels zu gehen, ist es von Vorteil, wenn man ein wenig technischen Input leistet. Der Druckpunkt ist sehr stabil und daher sind GatorFahrern Kontrollprobleme auch bei Starkwind unbekannt. Das Segel twistet gut und lässt überschüssige Power entweichen, sodass es immer seinen ruhigen Charakter behält. Es federt nicht nur harte Böen, sondern auch Schläge von Kabbelwasser ab. Das Segel liegt immer ausbalanciert in der Hand. Sollte man bei Überhack tatsächlich mal Kontrollprobleme bekommen, reicht ein kleiner Zug am Achterliekstrecker und alles ist wieder beim Alten. In der Halse wird das Segel schön neutral und lässt sich einfach in die gewünschte Position bringen. Nach dem Schiften geht es wie gewohnt mit dem sehr leichten Handling weiter und man wird sofort wieder bestimmt beschleunigt.

453 182 430 3.7|4.2|4.7|5.3|5.5|6.0| 6.5|7.0| 7.5|8.0| APM Marketing GmbH +49 8989511170 severnesails.com 549,- €

Fahreigenschaften Wir waren gespannt, ob das Iron an das Erfolgsvorgängermodell Crossover hinsichtlich seiner Fahreigenschaften anknüpfen kann, und wurden nicht enttäuscht. Wie alle Simmer-Segel 2009 hat uns auch das Iron auf Anhieb unheimlich gut gefallen. Es wirkt leicht, ausbalanciert und bietet einen sehr guten Kompromiss aus Handling und Power. Es befördert auch schwere Windsurfer schnell und spielerisch über die Gleitgrenze und liegt dabei leicht und reaktionsfreudig in der Hand. Das Dacronpanel in der Vorliekbahn in Verbindung mit einem RD-Mast sorgt dafür, dass das Segel sehr schön atmen kann und dadurch nicht nur an Gleitperformance dazugewinnt, sondern auch harten Chop abfedert. Wenn man die richtige Einstellung von Vor- und Achterliek für sich entdeckt hat, braucht man über einen sehr großen Windbereich nichts weiter an dem Segel zu verstellen. Es funktioniert über mehrere Windstärken hinaus und ist ein sehr gutes Segel für den Waveund Freemoveeinsatz.

Fazit: Das Iron tritt mit breiter Brust in die Fußstapfen des sensationellen Vorgängermodells Crossover und hat uns auf breiter Linie überzeugt. Es bietet in unterschiedlichsten Einsatzbereichen eine tolle Performance und so ist es ein wirklich empfehlenswertes Segel.

Segel-Ergebnisse Angleiten Geschwindigkeit To p E n d C o n t r o l Handling Wind Range

Eignung Könnensstufe

Anfänger

Der erste Eindruck Das Iron ist das neue Powerwave-Segel im Hause Simmer und löst das Erfolgsmodell Crossover ab, das in den vergangenen Jahren immer zu unseren Testsiegern gehörte. Von 3.7 bis 6.7 gibt es zehn unterschiedliche Größen. Unser 5.7er wirkt im Gegensatz zum Vorgängermodell Crossover etwas gedrungener. Der Druckpunkt soll im Vergleich noch weiter unten liegen. Das Iron enthält viel Monofilm, ist aber an vielen Stellen sinnvoll verstärkt und hat in allen kritischen Stressbereichen X-Ply. Der Simmer-typische Mastprotektor ist wie

immer sensationell. Im Moto-X-Style ist er der Masttaschenfarbe angepasst und wirkt damit einfach sehr stylisch. Die Lattenspanner lassen sich mit Schlitz- und Kreuzschraubenziehern bedienen und der Achterliekring, der unterhalb eines Booms sitzt, ist durch aufwendige Gurtbänder mit dem Segel vereint.

Wave

Disziplin

Pro: Tolle Gesamtperformance ohne Grund zur Kritik.

Vorliek Gabel (cm) Empf. Mast (cm) Andere Größen

Experte

Mittel

Pro Schwer

Freestyle Freemove Freeride

439 183 430 3.7|4.0|4.2|4.5|4.7|5.0|5.3| 5.7|6.2|6.7| Tekkno Trading Project GmbH +49 40 55763510 simmerstyle.com 589,- €

Contra: Wie gesagt: kein Grund zur Kritik! Vertrieb Telefon Homepage Preis

Riggen und Einstellungen In das Iron kann man sowohl einen SD- als auch RD-Mast schieben. Wir haben es mit einem 430cm-Skinnymast getestet und finden im Vergleich

Fortge.

Leicht

Fahrergewicht

einfach definieren kann. Wir empfehlen für das Segel etwas mehr Vorliekspannung, bei nur moderater Achterliekspannung.

Fazit: Das Remedy ist 2009 stark verbessert, mit einem größeren Wind- und Einsatzbereich über alle Könnens- und Gewichtsklassen hinweg. Es eignet sich sehr gut im Freemoveeinsatz, um allen Kollegen davonzufahren. Je besser man ist, umso mehr wird man aus dem Segel herausholen können.

Segel-Ergebnisse Angleiten Geschwindigkeit To p E n d C o n t r o l Handling Wind Range

Eignung Könnensstufe

Anfänger Leicht

Fahrergewicht Disziplin

Wave

Vorliek Gabel (cm) Empf. Mast (cm) Andere Größen Vertrieb Telefon Homepage Preis

Fortge.

Experte

Mittel

Pro Schwer

Freestyle Freemove Freeride

452 185 430 RDM 4.8|5.2|5.6|6.0|6.4|6.9|7.4| New Sports GmbH +49 2234 933400 gaastra.com 569,- €

Ne il Pr yde Excess 5. 9 m 2

Gaastr a Remedy 6.0 m 2

Sever n e Gator 6.0 m 2

geben eine sehr gute Orientierung, es ist aber sinnvoll, auch mal etwas mit dem Trimm zu experimentieren, um die für sich passende Einstellung zu finden. Wir empfehlen etwas mehr Vorliek- und normale Achterliekspannung.

Der erste Eindruck Das Excess ist das Crossoversegel von Neil Pryde. Es weist bis auf den Compact Clew Shape und die deshalb verkürzte Gabel kaum Unterschiede zum letzten Jahr auf. Die Vorgabe an das Segel ist einfach. Es soll so vielseitig wie möglich sein und damit die größtmögliche Bandbreite an Windsurfern ansprechen. Das 2008er-Modell erledigte diese Aufgabe schon sehr gut, daher war es schwer, für diese Saison etwas zu verändern, und vieles blieb unverändert. Das Segel hat im oberen Bereich recht dünnen Monofilm, ist aber insgesamt

sehr hochwertig verarbeitet und wirkt insgesamt klar und gut durchdacht. Riggen und Einstellungen Das Excess ist unheimlich problemlos aufzuriggen und funktioniert eigentlich auf allen Einstellungen gut. Das macht es für den normalen, etwas trimmunsensiblen Windsurfer einfach, ein gutes Ergebnis aus dem Segel zu holen. Das Loose Leech kommt mit zunehmender Vorliekspannung immer deutlicher ins Segeltop, sodass man das gewünschte Profil anhand dieses Merkmals selbst

Fahreigenschaften Wie im vergangenen Jahr hat uns auch das Excess von 2009 nicht enttäuscht. Als Bump-and-JumpSegel für unterschiedlichste Einsatzgebiete ist es einfach ein sehr gutes Segel und gehört ganz klar zu den besten der Gruppe. Der Druckpunkt ist, egal auf welcher Trimmeinstellung, sehr schön stabil und fängt auch bei zunehmendem Wind nicht an, Probleme zu machen. In dieser Eigenschaft unterscheidet sich das Excess deutlich vom FireFly, dessen Windeinsatzbereich und Druckpunktstabilität nicht an die des Excess heranreichen können. Diese positiven Eigenschaften kommen dem Excess vor allem in böigen Revieren zugute und lassen nie Kontrollprobleme aufkommen. Durch das ausbalancierte Handling kann man das Segel gut bei viel Wind fahren und mit einem angenehmen Fahrgefühl eine deutlich höhere Endgeschwindigkeit erreichen als mit dem FireFly. Im Vergleich zum Vorjahr ist das Excess vielleicht einen Tick weicher geworden. Starke Böen und auch harte Schläge von Kabbelwasser federt das Excess somit sehr gut ab. Daher ist das Segel auch in ruppigen Bedingungen komfortabel zu fahren. Wenn man bei wenig Wind kaum Spannung am Achterliek anlegt, ist das Segel wirklich sehr vielseitig und fast alle Tricks sind möglich. Durch Windlöcher gleitet es problemlos durch, ohne viel Input vom Fahrer zu verlangen.

Pro: Gute Allroundleistung. Contra: Als Bump-and-Jump-Segel nicht zu kritisieren.

Fazit: Das Excess fühlt sich etwas leichter und weniger direkt an als im letzten Jahr. Für alle Freizeitsurfer ist es ein wirklich gutes Segel, das mit einer großen Windrange in unterschiedlichsten Bedingungen wirklich Spaß macht.

Segel-Ergebnisse Angleiten Geschwindigkeit To p E n d C o n t r o l Handling Wind Range

Eignung Könnensstufe Fahrergewicht Disziplin

Anfänger Leicht Wave

Vorliek Gabel (cm) Empf. Mast (cm) Andere Größen Vertrieb Telefon Homepage Preis

Fortge.

Experte

Mittel

Pro Schwer

Freestyle Freemove Freeride

447 185 430 5.4|5.9|6.4|6.9|7.4| Pryde Group GmbH +49 89 6650490 neilpryde.com 599,- €

windsurfing jahrbuch 2009/2010


Der erste Eindruck Das Global ist das Powerwave-Segel von Maui Sails, das auch schlechte Onshore-Tage gut werden lassen soll. Aus dem Maui-Team fahren es vor allem die schweren Jungs. Neu ist in diesem Jahr auch eine 6.8er-Variante für absolute Leichtwindtage. Acht weitere Größen sind zwischen 4.0 und 6.2 Quadratmeter erhältlich. Das Maui Sails Global hat überall den gleichen engmaschigen Monofilm. Das Top wird geschützt durch einen Gummiring. Zwei Minibattens, ein dünner PVC-Streifen am Lattenende, eine Dacron-Vorliekbahn im oberen

Bereich, X-Ply an der Masttasche im unteren Bereich, teilweise doppellagiges Dacron und Gummilippen auf den Hauptnähten im Unterliek runden den äußeren, positiven Eindruck ab. Ein gut verschließbarer, langer Mastprotektor schützt die 3-fach-Trimmrolle, welche recht weit oben angebracht ist, sodass man die Unterliekkante sehr weit in Richtung Board trimmen kann.

Fahreigenschaften Das Global hat nichts von seinen Vorjahresqualitäten verloren und ist nach wie vor ein gutes Powerwave-Segel für nicht ganz so optimale Windtage. Der Druckpunkt liegt nach wie vor höher als bei anderen Segeln und zieht einen so in eine aufrechte, manöverorientierte Position. Hinsichtlich der Angleitperformance spielt das Global immer noch ganz oben in der Liga der Besten mit. Es beschleunigt das Board schnell auf einen guten Topspeed und so sind schräg auflandige Reviere mit störendem Weißwasser überhaupt kein Problem. In Manövern verteilt sich der Druck des Segels gleichmäßig auf beide Hände und man hat schon ordentlich Power in der Hand, was schwere Windsurfer oder solche mit kraftvollem Stil sehr zu schätzen wissen werden. Erst wenn der Wind stark zunimmt, sollte man an Vor- und Achterliek deutlich nachtrimmen, damit man den Druckpunkt stabil hält. Das Global hat seine Stärken ganz klar in der effizienten Umsetzung von Wind in Vortrieb und so muss man hinsichtlich leichten Handlings kleine Abstriche machen. Pro: Gleitet früh an und hat hohe Powerreserven. Contra: Das kraftvolle Handling muss man mögen.

Riggen und Einstellungen Maui Sails empfiehlt mit Nachdruck die Verwendung seiner eigenen Masten, da nicht alle Masten ande-

No r t h Sails Duke 5. 9 m 2

Im unteren Bereich ist viel vorgeformter Shape im Segel, was viel Angleitpower erahnen lässt. Das Feintuning findet über das Achterliek statt. Wir empfehlen, wie bei mehreren Segeln dieser Klasse, nicht zu viel Spannung anzulegen, da auch das Duke mit moderater Achterliekspannung unserer Meinung nach am besten funktioniert.

Der erste Eindruck Seitdem wir das Duke 5.9 im Test haben, gehört es zu den beliebtesten Segeln unter allen Testern und es ist kein Geheimnis, dass viele von uns es auch privat fahren, weil die Performance des Segels von Jahr zu Jahr von Neuem zu überzeugen weiß. Für die Saison 2009 wurde das obere Achterliek überarbeitet. „Hyper Leech II“ heißt das in der North-Sprache nun und soll weniger nervös sein. Im mittleren Bereich hat das 09er-Duke weniger Spannung als im Vorjahr. Diese Veränderungen sollen dem Segel mehr Power beim Pumpen geben

windsurfing jahrbuch 2009/2010

und es bei Freestyletricks leichter kontrollierbar machen. Das Duke fährt man mit einem SDMMast, da North der Ansicht ist, dass dies für ein direktes Segel in dieser Größe besser ist. Wir sind der Meinung, dass leichte und mittelschwere Fahrer ruhig auch einen 430-RD-Mast in das Segel stecken können, da es dann vom Handling her noch leichter wird. Riggen und Einstellungen Das Duke ist leicht aufzubauen und die aufgedruckten Maße geben eine sehr gute Orientierung.

Fahreigenschaften Bereits das 2008er-Duke gehörte zu den besten Segeln im Test und wir haben das Gefühl, dass es Segeldesigner Kai Hopf gelungen ist, noch eine kleine Schippe draufzulegen. Das Segel gleitet nach wie vor sehr früh an und fühlt sich dabei leicht und lebhaft an. Der Druckpunkt liegt recht hoch und weit vorne. Dadurch ist es sehr wendig und animiert den Windsurfer zu einem aufrechten Stand auf dem Brett. Das wiederum ist gut, um von einem Manöver ins nächste zu windsurfen. Zusammen mit der weichen Kraftentfaltung kann man mit dem Segel sehr effektiv pumpen. Sobald der Wind reicht, beschleunigt das Segel zwar weich, aber bestimmt auf eine hohe Endgeschwindigkeit. Das Duke hat auf einer Einstellung einen sehr großen natürlichen Windeinsatzbereich und bietet dabei ein eindrucksvolles Handling, was unserer Meinung nach im Vergleich zu den letzten beiden Jahren noch einmal verbessert werden konnte. Der stabile Druckpunkt macht es möglich, das Segel sehr lange zu halten und man hat nie den Eindruck, es sei nervös. Das 5.9er-Duke ist in jedem Fall ein sensationelles Freemove-, Waveund auch Freestylesegel, mit dem man wesentlich mehr machen kann, als einfach nur geradeaus zu fahren. Pro: Riesiger Windeinsatzbereich, leichtes und reaktionsfreudiges Handling. Contra: Nichts zu meckern.

Fazit: Das Global 5.8 ist für böige und Leichtwind-Tage ein idealer Begleiter, da jeder Windhauch in Vortrieb umgesetzt wird und man so auch an schlechten Tagen Spaß auf dem Wasser hat.

Segel-Ergebnisse Angleiten Geschwindigkeit To p E n d C o n t r o l Handling Wind Range

Eignung Könnensstufe

Anfänger

Fortge.

Leicht

Fahrergewicht

Wave

Disziplin

Vorliek Gabel (cm) Empf. Mast (cm) Andere Größen Vertrieb Telefon Homepage Preis

Experte

Mittel

Pro Schwer

Freestyle Freemove Freeride

444 186 430 4.0|4.2|4.5|4.7|5.0|5.4|5.8|6.2|6.8| TPE Sport +49 461 9789560 mauisails.com 605,- €

Fazit: Das Duke 5.9 ist ein wirklich gelungenes Segel und bietet ein ausbalanciertes Handling in einer breiten Windrange. Bei kaum einem anderen Testprodukt waren sich alle Tester gleichermaßen so einig: Sehr empfehlenswert.

Segel-Ergebnisse Angleiten Geschwindigkeit To p E n d C o n t r o l Handling Wind Range

Eignung Könnensstufe Fahrergewicht Disziplin

Anfänger Leicht Wave

Vorliek Gabel (cm) Empf. Mast (cm) Andere Größen Vertrieb Telefon Homepage Preis

Fortge.

Experte

Mittel

Pro Schwer

Freestyle Freemove Freeride

458 183 430 4.2|4.5|4.7|5.0|5.4|5.9|6.4|6.9| Boards and more GmbH +49 89 666550 north-windsurf.com 605,- €

Neil Pr yde Fir eF l y 6.1 m 2

Maui Sails Global Wave 5.8 m 2

rer Hersteller zu ähnlich guten Ergebnissen führen. Ansonsten hatten wir den gleichen Eindruck wie im letzen Jahr: Auf einem 430-cm-Mast mit regulärem Durchmesser geriggt, zeigt das Global viel Bauch, vor allem im unteren Segelbereich. Das Loose Leech kommt mit zunehmender Vorliekspannung deutlicher ins Segel. Die Latten stehen über den Mast hinaus, sodass man die Achterliekspannung deutlich anlegen muss.

crossoversegel 6.0 m 2

Nais h A ll Ter r a in 6. 0 m 2

crossoversegel 6.0 m 2

144

145 das Vorliek an, entwickelt sich ein deutliches Loose Leech in den oberen Panels. Ansonsten wirkt es im mittleren Bereich so gespannt wie der Bezug einer Trommel. Am Achterliek muss man ebenfalls etwas Spannung anlegen, um die Latten vom Mast wegzuziehen, und so die Rotationen bei Manövern softer werden zu lassen.

Der erste Eindruck Auf den ersten Blick erinnert das FireFly 6.1 an das Expression 6.1 vom letzten Jahr, obwohl sich Gabel- und Mastlänge (beide plus sieben Zentimeter) deutlich verändert haben. Es hat im unteren Bereich viel vorgeformten Bauch. Es braucht schon etwas Achterliekspannung, um die beiden unteren Latten vom Mast wegzuziehen, damit sie gut rotieren. In der Mitte ist das Segel recht stark unter Spannung, während das Top sehr loose ist. Das FireFly stellt zusam-

men mit dem Excess die Crossoversegel-Palette von Neil Pryde dar. Wer sich für dieses Segel interessiert, sollte in jedem Fall auch den Test des Excess lesen, denn dort sind schon einige Vergleiche gezogen worden. Das FireFly ist leicht und hat im oberen Bereich recht dünnen Monofilm, insgesamt hat es aber alle Features, die ein hochwertiges Segel heutzutage braucht. Riggen und Einstellungen Legt man die Einstellung laut Herstellerangabe an

Fahreigenschaften Auf dem Wasser unterscheidet sich das FireFly deutlich vom Excess. Es fühlt sich spürbar größer an und liegt auch nicht so leicht in der Hand. Bei wenig Wind entwickelt es guten Vortrieb, um das Board ins Rutschen zu bringen, und beschleunigt den Fahrer zügig auf einen angemessenen Topspeed. Der Druckpunkt liegt weiter vorne und weiter oben als beim Excess. Daher zieht das Segel den Fahrer in eine aufrechte, manöverorientierte Position. Das Segel lässt sich gut pumpen, es fühlt sich direkt an und reagiert schnell. Es absorbiert aber auch Schläge von Kabbelwasser und ist Fehler verzeihend. In Turns ist es einfach, das FireFly in die gewünschte Position zu bringen, und bei der Halse rotiert das Segel gut. Sobald man das Segel wieder dichtholt und nach hinten neigt, liefert es sofort wieder Vortrieb. Nimmt der Wind zu, verliert das Segel ein wenig seine Balance und man muss am Strand Vor- und Achterliek nachtrimmen. Das Unterliek ist weit ausgeschnitten, um dem Fahrer bei Manövern viel Platz zu lassen und ihn nicht zu behindern. Am wohlsten fühlt sich das Segel bei wenig bis mittelstarkem Wind und manöverorientiertem Windsurfen in einer aufrechten Fahrposition. Denn trotz verändertem Trimm liegt es bei viel Wind unruhig und schwer in der Hand.

Pro: Crossoversegel bei wenig und mittelstarkem Wind. Contra: Kleine Windrange, wenig verstärkt.

Riggen und Einstellungen Im Grundtrimm auf einem Mast mit regulärem Durchmesser hat das All Terrain relativ viel vorgeformtes Profil vor allem im unteren Segelbereich. Die Trimmspanne ist breit, da das Loose Leech progressiv weiter nach unten reicht, je mehr Vorliekspannung angelegt wird. Das Feintuning erfolgt dann traditionell über das Achterliek. Fahreigenschaften Das Naish überzeugt auf dem Wasser durch sehr gute Allroundleistungen. Mit seiner praktischen Art ist es ein Segel, das bei vielen Hobbysurfern sehr viel Anklang finden dürfte. Im Dümpeln ist es stabil und ausgewogen und entwickelt selbst bei ganz wenig Druck im Segel genug Zug, damit sich auch schwere Fahrer gut am Segel festhalten können. Bei mehr Wind überträgt es Kraft sehr gutmütig und doch effektiv aufs Brett. Über eine breite Windspanne bleibt das All Terrain auf einer Einstellung ausbalanciert und druckvoll in der Hand. Selbst bei viel Wind behält es einen sehr gutmütigen Charakter und erlaubt dem Fahrer, sehr stabil in seiner Haltung zu verharren. Dabei lässt es sich aufrecht oder sportlich aktiv fahren. Bei Hack lässt sich zudem durch Nachtrimmen der Druckpunkt weiter stabilisieren. Das All Terrain liegt leicht und effizient in der Hand und zeigt verlässliche und gute Leistungen. Der erste Eindruck Das All Terrain ist 2008 neu in die NaishModellpalette aufgenommen worden und war auf Anhieb so erfolgreich, dass für die Saison 2009 keine Veränderungen vorgenommen wurden. Lediglich um Details, wie ein Gummipad auf der Masttasche zum leichteren Einfädeln des Masts, wurde die All-Terrain-Linie für 2009 verfeinert. Nach wie vor soll sie die besten Eigenschaften aus Naishs Wave- und Freerideprogramm vereinen. Sieben Größen decken in 0.5er-Schritten

den Bereich von 4.0 bis 7.0 Quadratmeter ab und wie bei Freemove-Baureihen üblich sind die kleineren Größen auf optimales Handling und die großen Modelle auf Angleitstärke und Kontrolle ausgelegt. Im Gegensatz zu Naishs Wavesegeln findet sich im All Terrain nur ein Segelpanel am Vorliek, was zu gutem Vortrieb selbst im unteren Windbereich führen soll. Das gesamte Segel ist aus X-Ply gebaut und macht einen sehr soliden und gut gefertigten Eindruck. Auch die Ausstattung ist tadellos.

Fazit: Das FireFly ist ein manöverorientiertes Segel mit gutem Handling, aber nicht wirklich für starken Wind oder den Einsatz in der Welle geeignet. Wir würden es am ehesten leichten Windsurfern empfehlen. Ansonsten bietet das Excess eine deutlich bessere Overallperformance.

Segel-Ergebnisse Angleiten Geschwindigkeit To p E n d C o n t r o l Handling Wind Range

Eignung Könnensstufe

Contra: Als Allroundsegel nicht zu kritisieren.

Fortge.

Leicht Wave

Disziplin

Vorliek Gabel (cm) Empf. Mast (cm) Andere Größen Vertrieb Telefon Homepage Preis

Experte

Mittel

Pro Schwer

Freestyle Freemove Freeride

453 184 430 4.1|4.5|4.9|5.3|5.7|6.1|6.5|6.9| Pryde Group GmbH +49 89 6650490 neilpryde.com 619,- €

Fazit: Als Allrounder ist das All Terrain 6.0 ein sehr praktisches Segel. Eine gute Wahl für Hobbysurfer mit nur einem Segel im Quiver, da es in unterschiedlichen Revieren und bei unterschiedlichen Bedingungen gut funktioniert.

Segel-Ergebnisse Angleiten Geschwindigkeit To p E n d C o n t r o l Handling Wind Range

Eignung Könnensstufe Fahrergewicht Disziplin

Pro: Windeinsatzbereich, Vielseitigkeit bezüglich Fahrstil, gleichmäßige und zuverlässige Kraftenwicklung.

Anfänger

Fahrergewicht

Anfänger Leicht Wave

Vorliek Gabel (cm) Empf. Mast (cm) Andere Größen Vertrieb Telefon Homepage Preis

Fortge.

Experte

Mittel

Pro Schwer

Freestyle Freemove Freeride

453 182 430 SDM 4.0|4.5|5.0|5.5|6.0|6.5|7.0| Powertrading GmbH +49 431 319770 naishsails.com 649 €

windsurfing jahrbuch 2009/2010


freeridesegel 7.0 m 2

146

freeridesegel 7.0 m 2

147

freeride

n o c a m 7.0m

Gun Sa ils Ra pid 7.2 m 2

Windbereich eine Menge Power hat. Der 460-cmMast ist einfach in die Masttasche einzuführen, der Trimmblock reduziert die Trimmkräfte.

2

Auch wenn alle meinen, Waveriding wäre die Königsdiszi-

haben die Segel heute mit diesen Tüchern wirklich nichts

plin aller Windsurfer, sprechen Verkaufszahlen und tatsäch-

mehr gemein. Hohe Performance und einfaches Handling ge-

liche Gegebenheiten eine andere Sprache: Bestimmt 90

hen bei den meisten Produkten mittlerweile Hand in Hand.

Prozent aller Windsurfer sind Freerider. Sie fahren so oft

So kann man mit diesen Segeln zum einen richtig Gas ge-

es geht ans Wasser, packen ihr 120-Liter-Board aus, bauen

ben, zum anderen muss man jedoch nicht befürchten, dass

ein 7.0er auf und haben einfach nur Spaß auf dem Wasser

einem nach einer halben Stunde die Arme abfallen.

und freuen sich über jedes neue, durchgeglittene ManöGerade auf Teneriffa im Winter, bei Sonne und 20 Grad,

ver. Windsurfing pur.

werden einem die Vorzüge dieser Segelklasse bewusst. Wir haben es schon im letzten Jahr geschrieben: Auch wir

Während in Deutschland nur die Verrücktesten den kalten

wissen diese Segelgruppe von Jahr zu Jahr mehr zu schätzen.

Temperaturen trotzen und bei Schneeregen aufs Wasser

Wenn ich mich noch daran erinnere, wie schwer Segel in

gehen, gleitet man selbst im dünnen Neo entspannt übers

dieser Größe noch vor Jahren waren, was für ein schlechtes

Wasser und wird sich in diesen Momenten immer wieder

Handling sie boten und wie eng ihre Einsatzgebiete waren,

bewusst, warum man eigentlich Windsurfer ist.

BOARDVERTRIEB

Exocet Liquid Sports GmbH + 49 4349 915763 info@liquid-sports.de www.exocet-original.com

Starboard APM Marketing GmbH +49 89 89511170 team@apm-marketing.de www.star-board.com

F2 F2 International GmbH +43 720 10955051 info@f2surf.com www.F2-surf.com

Tabou New Sports GmbH +49 221 546950 info@tabouboards.de www.tabou-boards.com

JP Pryde Group GmbH +49 89 6650490 info@neilpryde.de www.jp-australia.com Mistral Boards and more GmbH +49 89 666550 office@boards-and-more.com www.mistral.com windsurfing jahrbuch 2009/2010

Riggen und Einstellungen Hält man sich an die Herstellerangaben, kann man mit dem Trimm nichts verkehrt machen. Für den normalgewichtigen Windsurfer passen sie sehr gut, leichten Windsurfern empfehlen wir mehr Vorliekspannung, da das Segel gerade im unteren

Witchcraft Sailboards +34 660 382646 info@witchcraft.nu www.witchcraft.nu

Ezzy Sails +49 40 41264074 info@theyareback.de www.theyareback.de Gaastra Sails New Sports GmbH +49 221 546950 info@gaastra.de www.gaastra.de Gun Sails +49 6893 80110 service@gunsails.de www.gunsails.de Hot Sails Maui Ohana Sports +49 431 591 63 90 torben@hotsails.de www.hotsails.de Maui Sails TPE Sport +49 461 9789560 info@tpesport.de www.mauisails.com Naish Sails Powertrading GmbH +49 431 319770 info@powertrading.de www.naishsails.com Neil Pryde Pryde Group GmbH +49 89 66504927 info@neilpryde.de www.neilpryde.com

Fazit: Das Rapid ist ein schönes Segel für alle Freizeitracer, denen Cambersegel ein zu schlechtes Handling haben, die aber trotzdem nicht auf einen Extra-Kick Leistung mit einem schnellen Freeraceboard verzichten möchten.

Segel-Ergebnisse Angleiten Geschwindigkeit To p E n d C o n t r o l Handling Wind Range

Eignung Könnensstufe

Anfänger

Contra: Höhere Windstärken erfordern Nachtrimmen.

Experte

Mittel

Freeride

Einsatzbereich

Pro: Im unteren und mittleren Windbereich ein sehr leistungsstarkes Segel.

Fortge.

Leicht

Fahrergewicht

Vorliek Gabel (cm) Empf. Mast (cm) Andere Größen Vertrieb Telefon Homepage Preis

Pro Schwer

Freerace

476 207 460 5.7|6.2|6.7|7.2|7.9|8.6| Gun Sails v. Osterhausen GmbH +49 6893 80110 gunsails.de 359,- €

unterstützt von den passenden Trimmerklärungen im Segel. Wenn man sich an die Angaben des Herstellers hält, ist man schon mal sehr gut beraten. Leichte Fahrer sollten das Vorliek etwas weiter durchsetzen.

North Sails Boards and more GmbH +49 89 666550 office@boards-and-more.com www.north-windsurf.com Sailloft +49 40 8501191 mail@sailloft.de www.sailloft.de Severne Sails APM Marketing GmbH + 49 89 89511170 team@apm-marketing.de www.severnesails.com Simmer Sails Tekkno Trading Projekt GmbH +49 40 55763510 into@tt-project.com www.simmerstyle.com Tushingham Fox Sports +31 50 3110845 info@fox-sports.nl www.tushingham.com Vandal Sails New Sports GmbH +49 221 546950 info@gaastra.de www.gaastra.de

Nor th Sails Natur al 7. 0 m 2

Naish Powertrading GmbH +49 431 319770 info@powertrading.de www.naishsails.com

Goya Sunset Vertriebs GmbH +49 30 70170691 info@my-sunset.com www.my-sunset.com

der Kante ist ein Dacronpanel eingenäht. Zum besseren Feintrimm je nach Größe des Windsurfers finden sich zwei Achterliekösen unter einem deutlichen Cutout zur Reduzierung der Gabelbaumlänge wieder. Alles in allem macht das Rapid einen guten, durchdachten Eindruck.

SEGELVERTRIEB

BIC Choppy Water GmbH +49 431 9719898 info@choppywater.de www.bicsport.com

Fanatic Boards and more GmbH +49 89 666550 office@boards-and-more.com www.fanatic.de

Der erste Eindruck Das Rapid ist 2009 neu in die Gun-Sails-Palette aufgenommen worden. Es soll die besten Eigenschaften eines camberlosen Freerace- mit den Handlingvorteilen eines Freeridesegels verbinden. Sechs unterschiedliche Größen (5.7 bis 8.6) bietet die deutsche Segelmarke also geschwindigkeitsorientierten Freeridern an. Auf den ersten Blick weist das Segel sehr viel Monofilm auf. Eine breite Bahn X-Ply geht die Vorliekskurve entlang, um den Stressbereich besser vor Verschleiß zu schützen und ein direktes Fahrgefühl zu vermitteln. Drei Minibattens unterstützen das Achterliek, an

Fahreigenschaften Wie es der Name verspricht, geht das Rapid sehr früh los. Das Fahrgefühl ist durch die X-PlyVorliekbahn sehr direkt und liefert Feedback vom Segel unmittelbar an den Windsurfer weiter. Die Beschleunigung des Segels ist ebenfalls exzellent und so kommt man sehr schnell auf einen guten Topspeed. Die Stärken des Segels liegen unserer Meinung nach insbesondere im Leicht- und Mittelwindeinsatz. Dort bringt das Rapid auf nur einer Einstellung sehr gute Leistungen und macht eine Menge Spaß. Wenn der Wind dann weiter zunimmt, erhöht sich der Zug auf der hinteren Hand und man sollte kräftig Vor- und auch Achterliek nachtrimmen, um nicht Kontrolleinbußen hinnehmen zu müssen. Auf dieser Starkwindeinstellung hat man dann noch weiter eine Menge Spaß, allerdings leiden dann durch das flache Profil erfahrungsgemäß die Durchgleiteigenschaften ein wenig. Alles in allem hält das Segel, was Gun Sails verspricht. Mit einem leistungsstarken Freeraceboard gepaart, bringt es eine Menge Vortrieb. Man hat durch das leichtere Handling wesentlich mehr Spaß als mit einem Cambersegel und kann auch das eine oder andere Manöver mit dem Rapid machen, ohne dass einem gleich die Arme abfallen.

Der erste Eindruck Das Natural ist neben dem Duke das zweite Crossoversegel von North. Während das Duke seinen Charakter je nach Größe von Wave zu Freeride verändert, ist das Natural ein weniger spezialisiertes Freeridesegel, das in erster Linie auf Benutzerfreundlichkeit ausgelegt ist. Es soll dem Freizeitsurfer ein einfaches Fahrgefühl geben und so die Zeit auf dem Wasser maximieren. Ab 7.0 qm und größer liegt der Fokus des Segels auf den Gleiteigenschaften. Das Segel soll früh angleiten, ein leichtes Handling bieten und leicht kontrollierbar sein. Im Vergleich zum Vorjahresmodell

sieht das 7.0er nicht sehr stark verändert aus, auch Gabel- und Mastlänge sind identisch. Die Ausstattung ist North-typisch, deshalb nicht zu kritisieren und bietet alle Features, die man von einem modernen Freeridesegel erwartet. Neun unterschiedliche Größen (4.5 bis 8.1) sind 2009 im Angebot. Riggen und Einstellungen Das einfache Handling beginnt schon beim Aufriggen. Es ist nicht weiter schwer, das Segel richtig aufzubauen und zu trimmen. Hier zeigt sich das Segel erwartungsgemäß benutzerfreundlich,

Fahreigenschaften Das Natural 7.0 hat sehr viel Angleitpower und geht wirklich früh los. Am besten schraubt man das Segel auf ein breites Brett mit viel Volumen und fährt bei wenig Wind. Sobald man gleitet, beschleunigt das Segel schnell und liegt dabei leicht in der Hand. Der Druckpunkt ist stabil und wenn die Trapeztampen richtig eingestellt sind, kann man das Segel bei fast allen Winden mit sehr wenig Kraftaufwand fahren. Es ist bei wenig Wind keinesfalls nervös und bringt den Fahrer in eine komfortable Freeride-Fahrposition. Das 2009erNatural 7.0 zog den Windsurfer noch in eine eher aufrechte, manöverorientierte Position. Das Nachfolgemodell 2009 fühlt sich etwas direkter an und ermöglicht so auch eine sehr freerideartige Position, aus der heraus man dem Segel so richtig die Sporen geben kann. In den Halsen ist es nach wie vor vollkommen unkompliziert und bietet ein für ein Segel in dieser Größe tolles Handling. Nach der Halse rotiert das Segel soft und lässt dem Fahrer genug Zeit, sich wieder in den Schlaufen stehend und im Trapez eingehakt auf die Beschleunigung zu konzentrieren.

Fazit: Das Natural überzeugt als handlingorientiertes Freeridesegel mit einer tollen Gesamtperformance, die man genau so von einem 7.0er-Freeridesegel erwartet.

Segel-Ergebnisse Angleiten Geschwindigkeit To p E n d C o n t r o l Handling Wind Range

Eignung Könnensstufe Fahrergewicht

Anfänger

Einsatzbereich

Pro: Wie der Vorgänger: Tolles Gesamtpaket, das als Freeridesegel nicht zu kritisieren ist. Contra: Siehe Pro.

Fortge.

Leicht

Vorliek Gabel (cm) Empf. Mast (cm) Andere Größen Vertrieb Telefon Homepage Preis

Freeride

Experte

Mittel

Pro Schwer

Freerace

477 208 460 4.5|5.0|5.4|5.8|6.2|6.6|7.0|7.5|8.1| Boards and more GmbH +49 89 66 6550 north-windsurf.com 490,- €

windsurfing jahrbuch 2009/2010


freeridesegel 7.0 m 2

148

freeridesegel 7.0 m 2

149

gut gebautes Segel mit allen modernen Features, inklusive eines leicht zugänglichen 3D-Mastfußprotektors, einer Lattenkonfiguration, bei der diese abwechselnd von beiden Seiten auf das Segel genäht sind, und eines Strap-on-Systems. Riggen und Einstellungen Das T-Bird benötigt aufgrund einer starken Biegekurve viel Unterliekspannung. Die Leech twistet sehr gut, sobald man etwas mehr Spannung anlegt. Man benötigt allerdings etwas weniger Unterliekspannung als aufgedruckt ist, aber es

Pro: Einfach, den richtigen Trimm zu finden, komfortabel zu fahren, sehr effektiv in einem riesigen Windbereich. Contra: Nichts zu sagen!

gute Trimmrange. So kann jeder Windsurfer in Abhängigkeit von seinem Gewicht die richtige Einstellung am Segel wählen und wird garantiert in einem breiten Windfenster Spaß mit dem Segel haben. Wie die anderen Freeridesegel von Gaastra zeigt auch das Matrix mit angelegter Vorliekspannung im unteren Bereich einen ausgeprägten Shape, der Richtung Masttop schnell abflacht und im ausgeprägten Loose Leech endet.

Der erste Eindruck Wie im Vorjahr geht Gaastras Matrix-Palette mit sieben unterschiedlich großen Segeln (5.5 bis 8.5 qm) in die neue Saison. Es ist nach wie vor das High-Performance-No-Cam-Freeridesegel (schönes Wort!), mit dem Windsurfer unterschiedlichster Könnensstufen schnell Forschritte machen sollen oder wie es Gaastra auf seiner Homepage so schön sagt: „Riding the newly designed Matrix you will feel naked in the warm wind.“ Die Verarbeitung des Segels ist tadellos und wie alle Gaastra-Segel ist auch das Matrix im Vergleich zu

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Mitbewerberprodukten sehr leicht. Dafür verzichtet man auf übermäßige Verstärkungen und konzentriert sich auf die hauptsächlich beanspruchten Bereiche des Segels. Die Ausstattung gibt keinen Anlass zur Kritik und den Hinweis von Gaastra, man könne das Segel auch mit Masten anderer Hersteller fahren (bei identischen IMCS-Werten und gleicher Länge) finden wir sehr löblich. Riggen und Einstellungen Das Matrix hat sowohl eine große natürliche Windrange auf einer Einstellung als auch eine

Fahreigenschaften Wie schon das Vorgängermodell überzeugte uns auch das 2009er-Matrix. Wir hatten das Gefühl, dass es auf einer Einstellung nun einen noch größeren Bereich ohne Performanceverluste abdeckt. So können gerade schwere Fahrer oder solche, die einen kraftvollen Stil bevorzugen, mit wenig Vorliekspannung das Segel sehr früh über die Gleitgrenze bringen, ohne dass der Druckpunkt bei zunehmendem Wind schnell anfängt zu wandern. Das Segel öffnet sich trotzdem bei zu harten Böen und lässt den übermäßigen Druck ab. Mittelschwere Fahrer können hingegen von Anfang an Vor- und Achterliek nach Herstellerangaben trimmen und so auf nur einer Einstellung sowohl unten als auch oben raus auf die tolle Performance des Segels bauen. Im Starkwindtrimm mit flacher gezogenem Profil zählt das Segel deutlich zu den schnellsten der Gruppe. Das Handling bleibt dabei dank geringem Grundgewicht und stabilem Druckpunkt die ganze Zeit in einem grünen Bereich und animiert den Fahrer, noch mehr Gas zu geben. Auch in Manövern macht das Segel eine gute Figur und so hinterlässt das Matrix einen tollen Eindruck als universelles Freeridesegel. Pro: Große Windrange, schnelle Beschleunigung, hoher Topspeed. Contra: Ein wenig technischer Input ist vonnöten, um alles aus dem Segel herauszuholen.

Fazit: Das T-Bird ist ein überzeugendes Freeridesegel mit vielen Qualitäten und einer tollen Gesamtleistung.

Segel-Ergebnisse Angleiten Geschwindigkeit To p E n d C o n t r o l Handling Wind Range

Eignung Könnensstufe

Anfänger

Fortge.

Leicht

Fahrergewicht

Experte

Mittel

Freeride

Einsatzbereich

Vorliek Gabel (cm) Empf. Mast (cm) Andere Größen Vertrieb Telefon Homepage Preis

Pro Schwer

Freerace

475 202 460 SDM 6.0|6.5|7.0|7.5|8.0|8.5| Fox Sports +31 50 3110845 tushingham.com 499,- €

Fazit: Wenn man ein Freeridesegel sucht, mit dem man über einen breiten Windbereich seine Kollegen verheizt, ohne dabei Abstriche beim Handling machen zu müssen, ist man mit dem Matrix sehr gut beraten.

Segel-Ergebnisse Angleiten Geschwindigkeit To p E n d C o n t r o l Handling Wind Range

Eignung Könnensstufe Fahrergewicht

Anfänger

Fortge.

Leicht

Einsatzbereich

Vorliek Gabel (cm) Empf. Mast (cm) Andere Größen Vertrieb Telefon Homepage Preis

Freeride

Experte

Mittel

Pro Schwer

Freerace

480 203 460 5.5|6.0|6.5|7.0|7.5|8.0|8.5| New Sports GmbH +49 2234 933400 gaastra.com 539,- €

Saillof t Cr oss 7.0 m 2

Der erste Eindruck Bis auf dass in der obersten Segelbahn nun auch X-Ply zum Einsatz kommt und die unterste MiniBatten weggefallen ist, hat sich das T-Bird weder optisch noch hinsichtlich des Schnittes von 2008 auf 2009 verändert. Das T-Bird hat seit 2006 die „Airframe“-Technologie: Mit dieser wird der Druck gleichmäßig aus allen Ecken des Segels in die Mitte des Segels geliefert und gleichzeitig das Gewicht reduziert, ohne dass die Haltbarkeit beeinflusst wird. Die fünfte Generation des T-Bird ist, wie wir es von Tushingham gewohnt sind, ein

Fahreigenschaften Auf dem Wasser war das T-Bird eines der Lieblingssegel unserer Tester. Es bietet eine hervorragende Allroundleistung. Mit all der Spannung am Mast könnte man denken, dass das T-Bird nicht sonderlich viel Power im unteren Bereich hat. Aber dank der Dacronbahn vor der Masttasche und des Spiels für den Mast stretcht das Segel, sobald Wind einfällt. Dann bekommt es ein tiefes Profil, gleitet früh an und beschleunigt schnell auf eine sehr gute Endgeschwindigkeit. Das Segel bietet scharfes, präzises Feedback, ist aber komfortabel und einfach zu handeln. Ebenfalls leicht zu handhaben ist der große Einsatzbereich. Der Druckpunkt wandert niemals und liefert kontinuierlich Vortrieb aus seiner weit unten und vorne liegenden Position. Unter überpowerten Bedingungen gleicht das Segel gut alle Schläge von Kabbelwasser aus und durch das gute Flexverhalten werden Böen ausgeglichen. Weitere Stärken hat das Segel im oberen Windbereich, da es sehr stabil und schnell wird. Bei Manövern fühlt es sich kleiner an als 7.0 Quadratmeter. Das geringe Gewicht, das direkte Handling und der stabile Druckpunkt erleichtern es, das Segel während des Turns in jede Position zu bringen. Die Power kommt direkt und schnell wieder, sobald man es will. Insgesamt macht es sehr viel Spaß, mit dem Segel zu fahren.

Riggen und Einstellungen Das Cross 7.0 riggt man auf einem 460-cm-Mast auf. Die Herstellerangaben stimmen: Wenn man das Segel danach trimmt, steht es sehr gut und man braucht nicht nachzutrimmen. Profil und Outline gefallen uns äußerst gut und das Segel ist schnell und einfach aufgebaut. Die kurze Gabel ist schon an Land sehr angenehm.

Der erste Eindruck Das Sailloft Cross ist das Freeridesegel von Sailloft und stieg 2008 wie Phönix aus der Asche. Es wurde auf Anhieb Testsieger in unserer 7.0er-Segelkategorie und war hinsichtlich seiner Overallperformance nicht zu schlagen. Ein Jahr haben die Hamburger Segelmacher nun versucht, das Design zu verbessern, und wen wundert es: Ohne Erfolg. Und so geht das Erfolgssegel (zum Glück) unverändert in die neue Saison. Es verfügt damit nach wie vor über sechs Latten und wirkt klar und aufgeräumt. Es hat keinen überflüssigen

Schnickschnack, verfügt aber über alle modernen Features, die ein Segel haben sollte. Das Segel hat ein harmonisches Profil, einen guten Shape im unteren Bereich und auch das Loose Leech macht einen modernen Eindruck. Die Masttasche ist recht schmal, was das Segel direkt und druckpunktstabil macht. Das Cross hat ein geschütztes Unterliek, um Segel und Surfer zu schonen, und eine kurze Gabel, von Sailloft SBC („Short Boom Concept“) genannt. Die Ausstattung überzeugt mit einem guten Trimmblock, einem langen Mastprotektor und geschützten Lattenspannern.

Fahreigenschaften Das Cross 7.0 liegt beim Dümpeln leicht und direkt in der Hand. Sobald der Wind etwas zunimmt, gleitet es extrem früh an und beschleunigt schnell auf eine wirklich hohe Geschwindigkeit. Egal, auf welchem Brett und welcher Tester es gerade fuhr, das Cross hat fast alle Vergleichs-/Wettfahrten gewonnen. Nicht nur die Endgeschwindigkeit des Cross ist beeindruckend. Das Segel liegt äußerst ausbalanciert in der Hand, der Druckpunkt wandert kein Stück und es ist sehr einfach zu fahren. Während andere Tester mit ihren Segeln teilweise am Kämpfen waren, fuhr der Tester mit dem Cross locker (manchmal frech winkend) an ihnen vorbei. Und das Erstaunlichste daran ist, dass das Cross im Grunde auf einer Einstellung immer funktioniert. Man muss also nie umtrimmen und kann endlose Sessions auf dem Wasser genießen. Auch die Halse meistert das Segel easy und ohne viel Kraftanstrengung oder technisches Fahrkönnen, auch wenn die Handling-Segel der Gruppe sich in Manövern etwas leichter anfühlen. Insgesamt hat uns das Cross jedoch wirklich überrascht. Mit diesem Segel ist Sailloft zweifelsohne der große Wurf in dieser Kategorie gelungen. Wir können das Cross 7.0 jedem Surfer wärmstens empfehlen! Pro: Sehr großer Einsatzbereich, sehr gutes Handling, sehr hohe Endgeschwindigkeit, die Liste ist endlos! Contra: Gar nix! Es gibt nichts gegen dieses Segel zu sagen.

Riggen und Einstellungen Das Sprint ist einfach aufzuriggen, man kann mit Anlegen der Herstellerangaben nichts verkehrt machen. Auch mit stärkerer Achterliekspannung behält das Segel im unteren Bereich immer ein wenig Shape, damit es zu keiner Zeit Angleitleistung verliert. Leichten Fahrern empfehlen wir von vornherein etwas mehr Achterliekspannung.

Naish Sprint 7.3 m 2

Gaas tr a M at rix 7 .0 m 2

Tushingham T-Bir d 7.0 m 2

schadet nie, mit den Einstellungen zu experimentieren. Die Tiefe des Profils stellt man wie bei den anderen Segeln auch über die Achterliekspannung ein. Das T-Bird hat eine große Tuningrange.

Der erste Eindruck Modifiziert geht das Sprint in die neue Saison. Mast und Gabel sind um jeweils drei Zentimeter kürzer geworden und lassen das neue Sprint einen Hauch kompakter erscheinen. Es werden 2009 zwischen 5.5 und 8.0 qm nur noch fünf unterschiedliche Größen angeboten. Das 5.0 gibt es nicht mehr. Das Sprint ist nach wie vor das klassische Freeridesegel aus dem Hause Naish, das für Komfort, Handling und gute Fahrleistungen steht. Wie im Vorjahr ist der hohe Monofilm-Anteil im Segel sehr auffällig.

Dadurch wirkt es nicht nur sehr leicht, es ist es auch. Kritische Stellen wie Unter- und Achterliek werden durch den Einsatz von X-Ply sinnvoll verstärkt. Die Vorliekbahn ist ebenfalls aus X-Ply, auf dem zur Verstärkung zusätzlich eine Lage Dacron aufgenäht ist. Die Ausstattung ist nicht zu kritisieren. Auf den Segellattenenden sind beidseitig Gummipads angebracht und die Minibattens sind tatsächlich gefüllt mit kleinen, runden Latten. Oberhalb der Achterlieköse ist ein deutliches Cutout. Der Mastprotektor ist gut verschließbar und geht weit über die Trimmrolle hinaus.

Fahreigenschaften Im letzten Jahr fanden wir, dass beim Dümpeln und im unteren Gleitbereich im Vergleich zum 2007erSegel mehr Leistung aus dem Sprint zu holen war. In diesem Jahr sind diese positiven Veränderungen geblieben und obendrein wurde das Handling noch einen Tick verbessert. Der kompaktere Eindruck, den wir beim ersten Aufriggen hatten, bestätigte sich auf dem Wasser. Das Sprint liegt gerade in marginalen Bedingungen sehr leicht in der Hand und ist jederzeit bereit, auf die nächste Böe einzusteigen, um das Board samt Piloten ins Rutschen zu bringen. Es beschleunigt gut auf eine hohe Endgeschwindigkeit und liegt immer ausbalanciert in der Hand. Bei zunehmendem Wind sollte man an Vor- und Achterliek etwas nachtrimmen, um weiterhin unbegrenzten Fahrspaß zu genießen. Das Segel gleitet auch in diesem Set-up noch größere Windlöcher durch und macht auch in Manövern eine gute Figur. Es rotiert weich und sowie man dichtgeholt hat, beschleunigt es wieder schnell und direkt. Das Sprint ist ein Freeridesegel, wie es im Buche steht, mit einer schönen Performance über einen breiten Einsatzbereich und ohne erkennbare Schwächen. Pro: Wie im letzten Jahr ein guter Kompromiss aus Effizienz, Geschwindigkeit und Kontrolle mit verbessertem Handling. Contra: Bei Überpower leichte Druckpunktwanderung, die man durch Nachtrimmen beheben kann.

Fazit: Das Cross 7.0 ist auch 2009 klarer Anwärter auf den Gruppensieg. Wir können es wirklich nur empfehlen: Egal ob du groß oder klein, dunkel oder blond, dick oder dünn bist, du wirst mit dem Segel viel Spaß haben.

Segel-Ergebnisse Angleiten Geschwindigkeit To p E n d C o n t r o l Handling Wind Range

Eignung Könnensstufe

Anfänger

Fortge.

Leicht

Fahrergewicht

Experte

Mittel

Freeride

Einsatzbereich

Vorliek Gabel (cm) Empf. Mast (cm) Andere Größen Vertrieb Telefon Homepage Preis

Pro Schwer

Freerace

477 205 460 5.5|6.0|6.5|7.0|7.5|8.0| Sailloft Hamburg +49 40 8501191 sailloft.de 559,- €

Fazit: Das Sprint 7.3 ist ein super Allrounder geblieben, der hinsichtlich des Handlings noch eine Spur besser als das Vorgängermodell werden konnte und im klassischen Freerideeinsatz zu überzeugen weiß.

Segel-Ergebnisse Angleiten Geschwindigkeit To p E n d C o n t r o l Handling Wind Range

Eignung Könnensstufe Fahrergewicht

Anfänger

Fortge.

Leicht

Einsatzbereich

Vorliek Gabel (cm) Empf. Mast (cm) Andere Größen Vertrieb Telefon Homepage Preis

Freeride

Experte

Mittel

Pro Schwer

Freerace

480 206 460 SDM 5.5|6.0|6.6|7.3|8.0| Powertrading GmbH +49 431 31 97 70 naishsails.com 579,- €

windsurfing jahrbuch 2009/2010


freeridesegel 7.0 m 2

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freeridesegel 7.0 m 2

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Der erste Eindruck Auch wenn die Disziplin Super-X mittlerweile der Vergangenheit angehört, behält Maui Sails das Segel in seiner Linie. Es gibt auch keinen Grund dazu, es herauszunehmen, da die positiven Eigenschaften des Segels gerade im Bump-andJump-Einsatz lange noch nicht aus der Mode sind. Die kleineren Größen sollen sich sogar zum Freestylen eignen, während die großen Segel manöverorientierte Freeridesegel sind. Nach wie vor sind sieben Größen zwischen 4.8 und 7.5 Quadratmeter erhältlich. Die Verarbeitung wirkt wie bei allen Maui-Sails-Segeln sehr gut. Das Erscheinungsbild wird durch viel Monofilm geprägt und bis auf etwas stärkeren X-Ply-Einsatz im Segeltop können wir rein

windsurfing jahrbuch 2009/2010

Manövereigenschaften bei. Generell sind bei allen 09er-Gator-Segeln die Latten ein Stück weiter nach unten gerutscht, um den Schwerpunkt des Segels weiter in Richtung Board zu verlagern und somit die Kontrolle zu verbessern. Besonders beim geschwindigkeitsorientierten Freeriden ist das ein Vorteil, denn der Windsurfer kann sich weit nach unten lehnen und den Segelkräften sein gesamtes Körpergewicht entgegensetzen.

Pro: Tolles Freemovesegel mit super Handling. Contra: Als solches nicht zu kritisieren.

Riggen und Einstellungen Beim Aufriggen stellt man fest, dass der Mast durch die Dacronmasttasche regelrecht eingesaugt wird. Trotz verhältnismäßig niedriger Trimmkräfte lässt sich das Segel in einer Einstellung in einem

äußerlich keine Veränderungen zum Vorjahr feststellen. Das X-Ply zieht sich weiterhin einmal komplett um den Segelkörper, die Vorliekbahn besteht aus doppellagigem Dacron. Riggen und Einstellungen Das Switch verträgt ordentlich Vorliekspannung, das Loose Leech setzt dann harmonisch im Segeltop ein und wir empfehlen dir, das Achterliek nur leicht anzuziehen. So entsteht ein schönes Profil im Gabelbaumbereich, sowie der Wind in das Segel bläst. Ansonsten steht das Switch tadellos und faltenfrei, wenn man den Mast des Herstellers verwendet, was sowohl von Maui Sails als auch von uns empfohlen wird.

Fazit: Das Gator bietet sehr gute Leistung mit unschlagbarem Handling. Es ist ideal für Aufsteiger und Fortgeschrittene, die nach einem konstanten und entspannten Segel suchen und hin und wieder mal ein Rennen auf dem See gegen einen anderen Windsurfer fahren wollen, bei denen aber Manöver im Vordergrund stehen.

Segel-Ergebnisse Angleiten Geschwindigkeit To p E n d C o n t r o l Handling Wind Range

Eignung Könnensstufe

Anfänger

Vorliek Gabel (cm) Empf. Mast (cm) Andere Größen

Contra: Als Freeridesegel mit riesigem Einsatzbereich nicht zu kritisieren.

Pro Schwer

Freerace

472 194 460 3.7|4.2|4.7|5.3|5.5|6.0|6.5|7.0| 7.5|8.0| APM marketing GmbH +49 89 89511170 severnesails.com 579,- €

Fazit: Das Switch 7.0 ist ein Segel, das vor allem im Freeride- und Freemoveeinsatz durch seinen ausgewogenen Charakter Fahrern aller Könnensstufen viel Spaß bereiten wird. Die Gesamtperformance des Segels ist herausragend.

Segel-Ergebnisse Angleiten Geschwindigkeit To p E n d C o n t r o l Handling Wind Range

Eignung Könnensstufe Fahrergewicht

Anfänger

Fortge.

Leicht

Einsatzbereich

Pro: Ausbalanciertes Fahrgefühl, beste Allroundeigenschaften in einer breiten Windspanne.

Experte

Mittel

Freeride

Einsatzbereich

Vertrieb Telefon Homepage Preis

Fahreigenschaften Wenn wir ehrlich sind, haben wir überhaupt keine Veränderungen zum Vorjahressegel gespürt. Das ist im Grunde auch gut so, denn schon im letzten Jahr war das Switch eines der beliebtesten Testsegel. Beim Dümpeln ist das Maui Sail superleicht und stabil. Die recht lange Gabellänge sowie die durch das Dacronpanel ins Segel gebrachte Flexibilität führen dazu, dass es sich sehr gut anpumpen lässt. Trotz des auf den ersten Blick flach wirkenden Profils kommt es sehr gut ins Gleiten. Druck im Segel bringt nämlich deutlich stärkeres Profil als noch im Ruhezustand ins Segel. Im Gleiten merkt man dem Switch seine Größe nicht an. Es wirkt wesentlich kleiner und hat ein sehr gutes Handling auf allen Kursen. Das Fahrgefühl ist immer komfortabel und doch druckvoll. Auch wenn das Switch eher wie ein Handlingsegel aussieht, gehört man mit ihm zu den Schnellsten bei Vergleichsfahrten. Zudem lässt es sich bei Starkwind gut nachtrimmen und bleibt so sehr kontrollierbar. Oben raus kann man das Segel länger als die meisten anderen der Gruppe fahren. Das Swift ist ein sehr reaktionsfreudiges Segel, das uns in der Summe aller Eigenschaften mehr als überzeugt hat. Es ist vielseitig und kann zum Heizen, aber auch zum entspannten Fahren gut eingesetzt werden. Seine Neutralität in Manövern ist ein weiteres Plus.

Fortge.

Leicht

Fahrergewicht

Vorliek Gabel (cm) Empf. Mast (cm) Andere Größen Vertrieb Telefon Homepage Preis

Freeride

Experte

Mittel

Pro Schwer

Freerace

476 212 460 4.8|5.2|5.6|6.0|6.4|7.0|7.5| TPE Sport +49 461 9789560 mauisails.com 595,- €

Nor th S ails X-Type 7.3 m 2

Der erste Eindruck Die Gator-Linie bei Severne bietet Segel von 3.7 bis 8.0 und somit einen Einsatzbereich von drei bis acht Beaufort. Den jeweiligen Anforderungen entsprechend gibt es beim Gator je nach Größe der Segel drei Schwerpunkte: Wave, Freemove und Freeride. Das hier getestete Gator 7.0 gehört in die Freeridekategorie. Es hat ein 475er-Vorliek und braucht dabei nur eine zwei Meter lange Gabel. Das X-Ply-Material mit Aramid-Spectra-Fäden, eine Erfindung aus dem Hause Severne, sorgt für ein sehr geringes Gesamtgewicht. Die Verstärkungen sind sinnvoll und gerade ausreichend. Der Cutout im Achterliek verkürzt den Gabelbaum signifikant und trägt sicher seinen Teil zu den positiven

Fahreigenschaften Das Gator gleitet früh. Es bringt den Vortrieb schnell, aber sanft aufs Brett. Es fühlt sich nicht so direkt an, sondern überträgt die Power – einem Freemovesegel ähnlich – eher weich und progressiv auf den Fahrer und beschleunigt etwas entspannter, ohne das Brett nervös werden zu lassen. Sobald man richtig im Fahren ist, kommt das exzellente Handling zum Vorschein. Das Segel liegt super ausbalanciert und leicht in der Hand. Es fühlt sich wesentlich kleiner an, als es ist, und deckt einen beeindruckend großen Windbereich ab. Das Gator ist nicht unbedingt eine Rennmaschine und so es ist nicht nötig, sich voll an die Gabel zu hängen und die Fersen durchs Brett zu treten. Es ist eher einfach zu fahren und zum entspannten Cruisen gedacht. Man kann die Fahrt genießen, denn das Segel tut nichts Überraschendes. Wenn der Wind zunimmt, muss man lediglich das Vorliek etwas mehr spannen, damit der Twist verbessert wird und der Druckpunkt da bleibt, wo er hingehört. Das Gator ist nicht ganz so effizient wie andere Hochleistungssegel, aber es erfreut den Fahrer mit einfachem, entspanntem und dennoch aufregendem Windsurfen und dem besten Handling der Testgruppe. Dementsprechend fährt es Manöver spielend leicht. Es rotiert einfach und lässt sich problemlos in die gewünschte Position bringen. Auf dem neuen Kurs beschleunigt es erneut weich auf den moderaten Topspeed.

schweren Fahrern empfehlen wir auch bei weniger Wind die MAX-Einstellung hinsichtlich des Loose Leech im Segeltop.

Neil Pr yde Hellcat 7.2 m 2

Maui Sails Swit ch 7.0 m 2

Sever ne Gator 7.0 m 2

großen Windbereich mühelos fahren. Das dürfte besonders leichteren Windsurfern zugutekommen.

Der erste Eindruck Das X-Type ist das camberlose Hochleistungssegel von North Sails. Das Segel soll aufgrund der hohen Spannung im Monofilm auch ohne Camber ein Maximum an Leistung bringen. Im Vergleich zum Vorjahr soll es früher angleiten, ohne bei der High-Wind-Kontrolle einzubüßen. Das X-Type soll seine Leistung aus einer Kombination aus Hyper Leech II und TT Top II ziehen und so einen aktiven Twist erhalten haben. Zusätzlich hat das Segel viel Profil im unteren Bereich, um starken Vortrieb im Low-Wind-Einsatz zu entwickeln. Es ist ein typisches North-Segel mit vielen Verstärkungen und Features. Es wirkt sehr hochwertig und ist von 5.4 bis 8.8 in sieben Größen zu haben, das getes-

Der erste Eindruck Das Hellcat ist das camberlose Freeracesegel aus dem Hause Neil Pryde. Die Vorliekskurve des Hellcats ist nur moderat vorgeformt, damit es im unteren Windbereich gut funktioniert und einfach zu fahren ist. Von 5.2 bis 8.2 qm gibt es sieben unterschiedliche Größen. Im Grunde erinnert es stark an sein Vorgängermodell, was auch die Maße an Gabel und Vorliek bestätigen, die nahezu identisch sind. Lediglich das Vorliek ist einen Zentimeter länger als im letzten Jahr. Riggen und Einstellungen Die Masttasche des Hellcat ist recht großzügig geschnitten. Damit lassen sich die edlen

tete 7.3 liegt genau in der Mitte der Segelrange. North Sails hat darüber hinaus auf die Kritik der zu langen Gabellänge des Vorgängermodells reagiert. Dank des Cutouts im Achterliek ist die Gabel nun um satte neun Zentimeter kürzer. Riggen und Einstellungen Für ein 7.3er lässt sich das X-Type leicht und unproblematisch aufbauen. Da aber der Monofilm straff und das Leech loose sein soll, braucht man schon etwas Kraft, um die richtige Vorliekspannung anzulegen. Hier kann eine gute Trimmhilfe oder die Power XT von North nicht schaden. Einmal am Vorliek getrimmt, findet das Feintuning nur noch über das Achterliek statt. Leichten und mittel-

Rennspargel mit Standard-Durchmesser leicht einführen und einfach bis zum Segeltop schieben. Kleiner Tipp: Damit du nach einer Session nicht einen einteiligen Mast hast, klebe die Steckverbindung mit einem Streifen Tape ab. Das erspart dir eine Menge Ärger. Insgesamt ist das Hellcat leicht aufzubauen und durch die geringe Biegekurve ist es problemlos, entsprechende Vorliekspannung an das Segel anzulegen. Am Achterliek sollte auf alle Fälle ein wenig Spannung angelegt werden, da das Segel eine Menge vorgeformtes Profil bis weit hinauf im Segelkörper hat. Fahreigenschaften Das Hellcat gleitet sehr gut an und mit einem leis-

Fahreigenschaften Wie im Vorjahr ist das X-Type ein sehr effizientes und jederzeit kontrollierbares Hochleistungssegel, das auf hohen Topspeed ausgelegt ist. Legt man nicht zu viel Achterliekspannung an das Segel, geht es auch unten heraus gut los und hält dank des harmonisch und gut twistenden Tops auch bei Starkwind sein gutes Handling, sodass man sich auf neue Geschwindigkeitsrekorde konzentrieren kann. Der Druckpunkt des Segels liegt ziemlich weit unten, was das Board schnell beschleunigt und auf das Wasser drückt. Das macht das Windsurfen auch bei viel Speed leicht, das Brett hebt nicht ab und Kontrollprobleme bleiben aus. Je mehr der Wind zunimmt, umso schneller wird das Segel. Ähnlich einem Slalomtuch konnten wir das Segel so weit über den normalen Grenzbereich raus fahren, dass einem irgendwann das eigene (Nicht-)Können im Wege stand, um noch weiter zu beschleunigen. Zu diesem Zeitpunkt hatten bereits auch schon einige Freerideboards aufgegeben und so passen moderne Freeraceboards wie ein Fanatic Ray oder JP Super Sport am besten zu dem Segel. Jede kleine Böe nutzt das Tuch, um zu beschleunigen, und verteilt dabei den Druck schön gleichmäßig auf beide Hände. Das Segel twistet wirklich gut und bleibt dabei immer ruhig und flattert fast nie. Das Handling ist auch bei starken Böen und Kabbelwasser gut, was ebenfalls auf den Twist zurückzuführen ist. In der Halse ist das X-Type ebenfalls leicht zu kontrollieren und die Latten schlagen schnell und weich um. Pro: Überragende Leistung mit grenzenlosem Potenzial, je stärker der Wind bläst. Contra: Einige Freerideboards werden den Speed nicht mitgehen können.

tungsfähigen Brett beschleunigt es extrem schnell auf einen wirklich hohen Topspeed. Dabei gibt es ein direktes Fahrgefühl und man fühlt einfach nur noch rohe Power. Das Segel nutzt jede Böe, um weiter zu beschleunigen, und durchgleitet Windlöcher in der Größe vom Chiemsee. Das Hellcat läuft gut Höhe und liegt ausbalanciert, effizient, aber auch satt in der Hand, was leichte Fahrer schnell an ihre Grenzen bringen kann. Je mehr der Wind zunimmt, umso sportlicher wird das. Am besten funktioniert das Segel auf Raumwind. Es wird extrem schnell, bleibt aber einfach zu kontrollieren und ermuntert den Fahrer immer, nach der nächsten Böe Ausschau zu halten. Bei starkem Wind kommt das Segel aber doch relativ schnell an seine Grenzen und es wird schwer zu kontrollieren. Der Druckpunkt wandert leicht und das Segel wird nervös. Mit mehr Vorliekspannung kann man dem zwar entgegenwirken, aber so ganz lässt sich das nicht ausschalten. Wir hatten das Gefühl, dass das Segel nur im mittleren Achterliek twistet, dafür aber das Top gleichermaßen zumacht und damit für einen starken Lift aufs Brett sorgt. In diesen Situationen kann man nur noch die hintere Hand nachlassen und den Segelkörper öffnen. In Manövern ist es das gleiche Spiel: Im richtigen Windbereich ist das Segel einigermaßen leicht und handlich, aber am oberen Windlimit wird es zunehmend schwerer, die Kontrolle bei der Halse zu behalten. Bei viel Wind ist es in jedem Fall ein Segel für kräftige Windsurfer mit genug Power im Arm, um das „bockende Kätzchen“ zu bändigen und die Kontrolle zu behalten. Pro: Im perfekten Windbereich sensationell. Contra: Durch mangelnde Twisteigenschaften außerhalb dieses Windbereichs leider das Gegenteil.

Fazit: Das X-Type 7.3 ist ein Kraftprotz für fortgeschrittene und gute Windsurfer, die Topspeed mit gutem Handling wollen. Die Topperformance des Segels ist in dieser Gruppe unerreicht.

Segel-Ergebnisse Angleiten Geschwindigkeit To p E n d C o n t r o l Handling Wind Range

Eignung Könnensstufe

Anfänger

Fortge.

Leicht

Fahrergewicht

Experte

Mittel

Freeride

Einsatzbereich

Vorliek Gabel (cm) Empf. Mast (cm) Andere Größen Vertrieb Telefon Homepage Preis

Pro Schwer

Freerace

488 206 460 5.4|6.0|6.6|7.3|7.8|8.2|8.8| Boards and more GmbH +49 89 666550 north-windsurf.com 650,- €

Fazit: Das Hellcat macht im richtigen Windbereich sehr viel Spaß. Es gleitet wohl am frühsten an in dieser Gruppe und beschleunigt schnell und kompromisslos auf einen hohen Topspeed. Leider ist die Windrange alles andere als groß und sowie der optimale Windbereich nach oben überschritten wird, ist das Segel sehr schwer zu kontrollieren.

Segel-Ergebnisse Angleiten Geschwindigkeit To p E n d C o n t r o l Handling Wind Range

Eignung Könnensstufe

Anfänger

Fahrergewicht Einsatzbereich

Vorliek Gabel (cm) Empf. Mast (cm) Andere Größen Vertrieb Telefon Homepage Preis

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Leicht Freeride

Experte

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Pro Schwer

Freerace

476 205 460 5.2|5.7|6.2|6.7|7.2|7.7|8.2| Pryde Group GmbH +49 89 6650490 neilpryde.com 679,- €

windsurfing jahrbuch 2009/2010


shop- & schulfinder

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shop-

&

KOB Surf & Sport Mindener Str. 32 32547 Bad Oeynhausen Tel. 05731 26373 www.trendsports-bo.de trendsports-bo@gmx.de

schulfinder 33

Du hast ein Board oder Segel gefunden und weißt nun nicht, wo der nächste

Sollte dir das Jahrbuch gefallen haben und du nun auch unbedingt

Shop ist? Genau dafür haben wir dir alle uns bekannten Shops im Folgenden

windsurfen lernen oder womöglich besser werden möchtest, gibt es

nach Postleitzahlen sortiert aufgelistet. Wir erheben allerdings in der heutigen,

im Anschluss eine Auflistung aller uns bekannten Windsurfschulen.

schnelllebigen Zeit keinen Anspruch auf Vollständigkeit! Unter Umständen kann es sogar sein, dass mancher Shop seine Pforten schon wieder geschlos-

Sollten wir einen Shop oder eine Schule vergessen haben, kannst du

sen hat, bevor wir es mitbekommen haben. Deshalb ruf doch einfach in den

dich gerne bei uns melden! Wir werden dann für das nächste Jahr-

entsprechenden Läden durch, bevor du dich auf den Weg machst!

buch unsere Listen ergänzen! | Stand Januar 2009. Alle Angaben ohne Gewähr |

shopfinder 34 01 Wild East Schandauer Str. 60 01277 Dresden Tel. 0351 2591805 www.wildeast.de info@wildeast.de 04 kitefly.de Riemannstr. 33 04107 Leipzig Tel. 0341 42991004 www.kitefly.de info@kitefly.de 06 Sievers Wassersportservice Am Stausee 06537 Kelbra-Kyffhäuser Tel. 034651 6415 wassersport-kelbra@t-online.de 08 Surf Lutz Mottelerstr. 19 08062 Zwickau Tel. 0375 7929498 www.surf-lutz.de surf-lutz@web.de 10 Surf Shop Berlin Wöhlertstr. 1 10115 Berlin Tel. 030 2834798 www.fss-berlin.de surfshop@fss-berlin.de Quiksilver Boardrider Club Tauentzienstr. 4 10789 Berlin Tel. 030 21235693 www.quiksilver.com boardrider.berin@quiksilvereurope.com 12 Jopo Eis Kiefholzstr. 15 12435 Berlin Tel. 030 53600958 www.jopo-eis.de joerg@indogermany.de

17 Backside Lange Str. 24 17489 Greifswald Tel. 03834 892459 www.backside24.de info@backside24.de RAM-Air Knopfstr. 27 17489 Greifswald Tel. 03834 764701 www.ram-air.de petair@ram-air.de 18 Surfhaus GmbH Warnowufer 57 18057 Rostock Tel. 0381 4902844 www.surfhaus.de info@surfhaus.de Surfcenter Wustrow An der Nebelstation 2 18347 Ostseebad Wustrow Tel. 038220 80250 www.surfcenter-wustrow.de scw@surfcenter-wustrow.de Windsurfing Rügen Ostseecamp 18569 Suhrendorf Tel. 038305 82240 www.surf-auf-ruegen.de info@windsurfing-ruegen.de 19 Board Center Werderstr. 74a 19055 Schwerin Tel. 0385 5557954 www.board-center.com info@board-center.com 20 Hai Q Hegestr. 27 20249 Hamburg Tel. 040 6524158 www.haiq.com info@haiq.com

M.S.P. Store Papenreye 22 22453 Hamburg Tel. 040 587071 www.msp-trendsport.de info@msp-trendsport.de Crack Kieler Str. 306 22525 Hamburg Tel. 040 5406465 www.crack-surfshop.de info@crack-surfshop.de

Surf Center Wismar Alter Holzhafen 3 23966 Wismar Tel. 03841 213229 www.surfcenter-wismar.de surfcenter-wismar@t-online.de 24 Secret Spot Kiel Kehdenstr. 5 24103 Kiel Tel. 0431 2407777 www.secretspot.de Surf Line Kiel Alte Lübecker 26 24113 Kiel Tel. 0431 641606 www.surflinekiel.de anfrage@surflinekiel.de

23 Boardrider Fleischhauer Str. 46 23552 Lübeck Tel. 0451 5058950 www.boardrider-shop.de info@boardrider-shop.de

Surf Center Kiel Sophienblatt 64a 24114 Kiel Tel. 0431 63061 www.surf-center-kiel.de info@surf-center-kiel.de

Surf Center Lübeck St. Jürgenring 64 23564 Lübeck Tel. 0451 796482 www.surf-center.de info@surf-center.de

Surf Depot Kiel Volbehrstr. 43 24119 Kiel-Kronshagen Tel. 0431 61722 www.surfdepotkiel.de derthomas@online.de

Windgeister Fehmarn Am Hafen 1 23769 Orth Tel. 04372 1806 www.windgeister.de info@windgeister.de

Segelmacherei Arne Gosche Im Saal 2 24145 Kiel Tel. 0179 7578418 www.arnegosche.de info@arnegosche.de

Windsport Sail + Sportswear Osterstr. 45-47 23769 Burg/ Fehmarn Tel. 04371 87792 www.windsport.de info@windsport.de

Surf Pirates Schleswiger Str. 1 24941 Flensburg Tel. 0461 12425 www.surfpirates.de info@surfpirates.de

Surfshop Fehmarn Hauptstr. 44 23769 Landkirchen/ Fehmarn Tel. 04371 5888 www.surfshopfehmarn.de info@surfshopfehmarn.de 25

Palm Beach East Surfshop Schneewitchenstr. 44 12555 Berlin Tel. 030 6571984 www.surfshop-koepenick.de surfshop@surfshop-koepenick.de oder laengert@gmx.de Wasserstart Müggelseedamm 196 12587 Berlin Tel. 030 67891059 wasserstart@freenet.de www.wasserstart.com 14 On Top Surf Sport Knobelsdorffstr. 41 14059 Berlin Tel. 030 3221020 www.ontop-berlin.de ontop-kiteforce@gmx.de Surf & Sail Grahl Unter den Linden 1 14542 Werder/ Havel Tel. 03327 43295 www.surfundsail.de info@surfundsail.de

21 Windsurfing Hamburg Oortkatenufer 12 21037 Hamburg Tel. 040 7372043 www.windsurfing-hamburg.de info@windsurfing-hamburg.de Surfbörse Buxtehude Marktstr. 9 21614 Buxtehude Tel. 04161 80155 www.surfboerse-buxtehude.de surfbux1@aol.com 22 Surfer´s Point Deelböge 5-7 22297 Hamburg www.surfers-point.de info@surfers-point.de Handmade Müssenredder 4a 22399 Hamburg Tel. 040 440867 www.handmade.de info@handmade.de

Windsurfing Fehmarn Am Hafen 2 23769 Westfehmarn Tel. 04372 1052 www.windsurfing-fehmarn.de info@windsurfing-fehmarn.de Windsurfing Wulfen Camping Wulfener Hals 23769 Wulfen/ Fehmarn Tel. 04371 5988 www.windsurfing-wulfen.de info@windsurfing-wulfen.de Strandcamping Wallnau 23769 Fehmarn Tel. 04371 879140 www.surfers-p.de contact@surfers-p.de Windsurfing Charchulla Strandallee Burgtiefe 23789 Burg auf Fehmarn Tel. 04371 3400 www.extreme-life.de weltenbummler@t-online.de

Wave Culture Ellerbeker Weg 121 25462 Rellingen Tel. 0551 487177 www.waveculture.de info@waveculture.de Surf Shop Schlömer Hamburger Str. 52 25746 Heide Tel. 0481 2079 www.surf-shop-schloemer.de info@surf-shop-schloemer.de Nieblumer Windsurfing Shop Jens-Jacob-Eschel-Str. 27 25938 Nieblum-Föhr Tel. 04681 4766 www.nws-foehr.de huecki@nws-foehr.de Outback Roots Strandstr. 17 25980 Westerland/ Sylt Tel. 04641 929214 www.outbackroots.de rootssylt@aol.com

Surfshop Sylt Wilhelmstr. 5 25980 Westerland/ Sylt Tel. 04651 7734 www.surfshop-sylt.de info@surfshop-sylt.de

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Paradise Customs Am Hafen 8-10 25992 List/ Sylt Tel. 04651 871701 www.paradise-sylt.de par@dise-sylt.de 26 WSM. Funsport Ammergaustr. 10 26123 Oldenburg Tel. 0441 5601132 www.wsmfunsport.de www.online-surfshop.de info@wsmfunsport.de Wind Specials – Fun Center Untere Strandpromenade 26486 Wangerooge Tel. 04469 942222 www.windsurfing-wangerooge.de info@windsurfing-wangerooge.de Surf & Fashion Norderney Luisenstr. 8 26548 Norderney Tel. 04932 525

Windstärke 7 Franz-Claas-Str. 12 33428 Harsewinkel Tel. 05247 983856 oder 0176 49114727 www.windstaerke7.de team@windstaerke7.de

48

Hogi Surf Feldstr. 111 33609 Bielefeld Tel. 0521 321234 www.hogi-surf.de hogi-surf@gmx.de

49 Surf & Snow Düversbrucherstr. 38 49448 Hüde/ Dümmersee Tel. 05447 1800 www.reisensportspass.de reisensportspass@aol.com

Andreas Surf Point Marktstr. 2 34393 Grebenstein Tel. 05674 280 www.andreas-klier.de andreassurfpoint@online.de Surf & Ski Diegelmann Bikes and More Frankfurter Str. 52 35392 Gießen Tel. 0641 23636 www.diegelmannsport.de surf-ski-diegelmann@t-online.de www.bikesandmore-luh.de

40

Lonasport Pillmannstr. 35 38112 Braunschweig Tel. 0531 2144400 www.lonasport.com lona@lonasport.com Surf Löwen Kittelbachstr. 56 40489 Düsseldorf Tel. 0211 400304 www.surf-loewen.de vertrieb@surf-loewen.de Surf & Skate Chaotic Hochdahlerstr. 115 40724 Hilden Funsport Essen Limbecker Platz 5-6 45127 Essen www.funsport-essen.de info@funsport-essen.de Surf Werkstatt Hofackerstr. 60 45478 Mühlheim a. d. Ruhr Tel. 0208 591939 oder 0162 7062236

28 Surfshop Charchulla Ostertorsteinweg 48 28203 Bremen Tel. 0421 323350 www.surfshop-charchulla.de otto@surfshop-charchulla.de Attitude Lifestyle Sports Ostertotsteinweg 94/ 95 28203 Bremen Tel. 0421 707129

100% Surf Hohenzollernstr. 15 45659 Recklinghausen Tel. 02361 24818 www.100-surf.de 100-surf@web.de

31 Surfers Paradise Ladenstr. 19 31535 Neustadt am Rübenberge Tel. 05036 988119 www.surfers-p.de contact@surfers-p.de

Karibik Sport Schievenstr. 58 45891 Gelsenkirchen Tel. 0209 783997 www.karibiksport.de info@karibiksport.de

32 Magic Sports Stiftsallee 99 32425 Minden Tel. 0571 61811 www.magic-sports.de webmaster@magic-sports.de

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Beachline Xanten Strohweg 10 46509 Xanten Tel. 02801 4666 www.beachline-xanten.de info@beachline-xanten.de Surf-Sport Rheinhausen Friedrich-Ebert-Str. 70-74 47226 Duisburg Tel. 02065 52037 www.surf-sport.de info@surf-sport.de

W&O Surftechnik Janningsweg 41 48159 Münster Tel. 0251 260458 www.surftechnik.de www.surfshop-muenster.de info@surftechnik.de

Surf Löwen Funsport Dümmersee Große Str. 36 49459 Lembruch Tel. 05447 1343 www.funsport-duemmersee.de info@funsport-duemmersee.de

53 38

Funsport Meyer Heisfelder Str. 205 26789 Leer Tel. 0491 2545

Surfshop Steinhuder Meer Kiefernweg 20 31535 Neustadt Tel. 05036 2924 www.e-surfing.de info@wavecult.tv

Surf Löwen Krefeld Uerdinger Str. 242 47800 Krefeld Tel. 02151 590404 www.surf-loewen-krefeld.de info@surf-loewen-krefeld.de

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Icecream Windsurfing Rothgerberbach 2 50676 Köln Tel. 0221 746171 www.icecreamwindsurfing.com shop@icecreamwindsurfing.com

69 Windsurf Silbersee Adalbert-Stifter-Str. 15a 69234 Dielheim Tel. 06222 3079900 www.windsurf-silbersee.de info@windsurf-silbersee.de eveline@windsurf-silbersee.de www.surfontour.de 72 Surf & Sportshop Neckarstr. 4 72622 Nürtingen Tel. 07022 54246 www.surfshop-schumacher.de info@surfshop-schumacher.de Windsurfing Boutique Albstr. 29 72764 Reutlingen Tel. 07121 370384 www.windsurfing-boutique.de shop@windsurfing-boutique.de 75

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Dream Sports Bertha-von-Suttner-Platz 19 53111 Bonn Tel. 0228 7217779 www.dream-sports.de nacketsurfer@web.de

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Surf Pit Hauptstr. 133 76448 Durmersheim Tel. 07245 7980 www.surf-pit.de peter@surf-pit.de

Boards Extreme Kaufbeuren Am Bleichanger 4 87600 Kaufbeuren Tel. 08341 15522 www.boards-extreme.de info@boards-extreme.de

Wave Store Brunhamstr. 44 81249 München Tel. 089 1276388-76 www.wavestore.de office@wavestore.de Surftools Schorn 1 82319 Starnberg Tel. 08178 909611 www.surftools.de info@surftools.de

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Funsport Müller In der Gibitzen 15 90530 Wendelstein Tel. 09129 6586 www.funsport-mueller.de info@funsport-mueller.de

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Frontside Zink Martin-Luther-Platz 6 91054 Erlangen Tel. 09131 28182 www.frontside-zink.de info@frontside-zink.de Surfcenter Altmühlsee Ansbacher Str. 99 91710 Gunzenhausen Tel. 09831 1240 www.kiteundsurfshop.de willi@surfcenter-altmuehlsee.de

Surf + Bike-Hütte Zur alten Bergehalde 3 82380 Peißenberg Tel. 08803 5070 www.surf-bike-huette.de info@surf-bike-huette.de www.hang-five.de tp@hang-five.de Element-Sports Samerstr. 1 83022 Rosenheim Tel. 08031 2341151 www.element-sports.de info@element-sports.de

Maximum Surf Richard-Strauss-Str. 30 88276 Berg Tel. 0751 5695763 www.maximum-surf.de info@maximum-surf.de Surfshop Laupheim Zeppelinstr. 39 88471 Laupheim Tel. 07392 5555 www.surfshop-laupheim.de info@surfshop-laupheim.de

Surfstadl Ammersee Kerschlacher Weg 1 82346 Andechs/ Erling Tel. 08152 40111 www.surfstadl.de surfstadl@aol.com

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Surf Syndikat Bahnhofsplatz 1 85521 Ottobrunn/ München Tel. 089 4605185 www.surf-syndikat.de surfsyndikat@aol.com

Lollipop Amalienstr. 14 76133 Karlsruhe Tel. 0721 25488

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Windsurfpoint Langgasse 14 65510 Idstein-Heftrich Tel. 06126 959804 www.windsurfpoint.de info@windsurfpoint.de

Surf Reichart Sachsenkammerstr. 6 83646 Bad Tölz Tel. 08041 6783 www.surf-reichart.de k.wiedenbauer@surf-reichart.de

Surfline (Munich Shop) Thalstr. 7 87466 Oy-Mittelberg Tel. 08376 1762 www.surfline-munich.de surfline.munich@t-online.de

Soul Sport Habsburgerstr. 123 79104 Freiburg

Surfshop am Kinzigsee Am Kinzigsee 63505 Langenselbold Tel. 06184 4487 www.surfshopamkinzigsee.de surfshop.kinzigsee@gmx.de

Aqua Fun Lachsgasse 3 99084 Erfurt Tel. 0361 7457999 www.aqua-fun.com info@aqua-fun.com

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Windsurfing Rhein-Main Heerstr. 76 60488 Frankfurt Tel. 069 761010 www.windsurf.de info@windsurf.de

99

x-tasy Action-Shop Durlacher Allee 55 76131 Karlsruhe Tel. 0721 621566 www.xy24.de x-tasy-sports@web.de

Three Up Surfsport Schottenstr. 73 78462 Konstanz Tel. 07531 23117 www.threeup.de info@threeup.de

Board-Sport Brückenstr. 10-12 59519 Möhnesee Tel. 02924 1660 www.board-sport.de info@board-sport.de

Windsurfing Chiemsee Hauptstr. 12 83339 Chieming Tel. 0900 5432444 www.windsurfing-chiemsee.com info@windsurfing-chiemsee.com

Surf & Snowcenter Augsburg Georg-Brach-Str. 4 ½ 86152 Augsburg Tel. 0821 519517 www.surf-snowcenter.de info@surf-snowcenter.de

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3-D-Project Schulstr. 1 95444 Bayreuth Tel. 0921 513478 www.watercolors.de 3-dproject@watercolors.de

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Looping.de Auf der Bein 9 55257 Budenheim Tel. 06139 293240 www.looping.de info@looping.de

Sörfcamp Vockenhagen 4 58256 Ennepetal www.soerfcamp.de info@soerfcamp.de

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Surf Keppler Kelterstr. 101 75179 Pforzheim Tel. 07231 101818 www.surfkeppler.de surfkeppler@aol.com

Snow & Surfboard Center Bonn Christian-Lassen-Str. 10 53117 Bonn (Buschdorf) Tel. 0228 671527 www.surfboardcenterbonn.de info@surfboardcenterbonn.de

Windsurfing Siegerland Breitestr. 11 57076 Siegen Tel. 0271 41842 www.windsurfing-siegerland.de info@windsurfing-siegerland.de

Snow Surf Center Reichelberg 20 83301 Traunreut Tel. 08669 819901 www.snowsurf.de info@snowsurf.de

Werner´s Surf & Snowboard Brechhausstr. 1 91710 Gunzenhausen Tel. 09831 7706 www.werners-surfshop.de werners_surfshop@t-online.de 93

Adrenalin Bischof-von-Henle-Str. 2 93051 Regensburg Tel. 0941 26262 www.adrenalin-regensburg.de adrenalin-regensburg@t-online.de

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17 Fun Müritz Windsurfing Wieseneck 17 17192 Waren/ Müritz Tel. 03991 125917 www.fun-mueritz.de hschuetzler@fun-mueritz.de Wassersport Fleesensee Strandweg 17213 Göhren-Lebbien Tel. 039932 8278563 www.wassersport-fleesensee.de mail@wassersport-fleesensee.de Surfmühle Am Müritzufer 2a 17248 Boeker Mühle Tel. 039823 21380 www.surfmuehle.de info@Surfmuehle.de Windsport Usedom Hauptstr 36 17459 Ückeritz Tel. 038375 20641 www.windsport-usedom.de windsport-usedom@web.de Segelschule Greifswald Yachtweg 3 17493 Greifswald Wieck Tel. 03834 830541 www.segelschule-greifswald.de info@segelschule-greifswald.de Surfcenter Loissin Strandweg 1 17509 Loissin Tel. 038352 66700 www.surfkurse.com info@surfkurse.com 18 Wassersportschule Rostock Warnowufer 65 18075 Rostock Tel. 0381 2009555 www.wassersport-rostock.de info@wassersport-rostock.de Wassersport-Center Anglersteig 2 18225 Kühlungsborn Tel. 038293 14026 www.wassersport-center.de wassersport-center@t-online.de Surfschule Pepelow Sandweg 1 18233 Pepelow Tel. 038294 39025 www.surfschule-pepelow.de info@surfschule-pepelow.de An der Nebelstation 2 18347 Ostseebad Wustrow Tel. 038220 80250 www.surfcenter-wustrow.de scw@surfcenter-wustrow.de Uni Surf Team Rügen Am Ufer 14a 18556 Dranske/ Rügen Tel. 038391 939904 www.ustruegen.de ustruegen@t-online.de Windsurfing Rügen Kite-Island Ostseecamp 18569 Suhrendorf Tel. 038305 82240 www.windsurfing-ruegen.de info@windsurfing-ruegen.de Sail & Surf Rügen Am Fähranleger 18573 Altefähr Tel. 038306 23253 www.segelschule-ruegen.de info@segelschule-ruegen.de WASSER & WIND - Sport Rügen Scharpitz 6a 18573 Altefähr/ Rügen Tel. 038306 75121 www.wasser-wind.de info@wasser-wind.de Surf Oase Thiessow Dörpstraat 2 18586 Kleinzicker-Thiessow Tel. 038306 23253 www.sail-surf-ruegen.de info@segelschule-ruegen.de

19 Windsurf- & Kite-Schule Flessenow Werderstr. 74a 19055 Schwerin Tel. 0385 5557954 www.board-center.com info@board-center.de

Windsurfing Fehmarn Am Hafen 2 23769 Westfehmarn Tel. 04372 1052 www.windsurfing-fehmarn.de info@windsurfing-fehmarn.de

21 Windsurfing Hamburg Oortkatenufer 12 21037 Hamburg Tel. 040 7372043 www.windsurfing-hamburg.de info@windsurfing-hamburg.de

Windsurfing Wulfen Camping Wulfener Hals 23769 Wulfen/ Fehmarn Tel. 04371 5988 www.windsurfing-wulfen.de info@windsurfing-wulfen.de Wassersportschule Wallnau Strandcamping Wallnau 23769 Fehmarn Tel. 04372 456 www.strandcamping.de info@strandcamping.de

22 Surfers Paradise Papenreye 22 - Tiefgarage 22453 Hamburg Tel. 040 587071 www.surfers-p.de surfers-paradisehh@web.de

Strandcamping Wallnau 23769 Fehmarn Tel. 04371 879140 www.surfers-p.de contact@surfers-p.de

23 Surf-Center Lübeck St. Jürgen-Ring 64 23564 Lübeck Tel. 0451 796482 www.surf-center.de info@surf-center.de surfers-coaching Fredenhagenweg 2 23566 Lübeck Tel. 0178 5015333 www.surfers-coaching.de info@surfers-coaching.de Surf- & Katamaranschule Timmendorfer Strand Durchgang Strandallee 13/ Am Trampolin 23669 Niendorf/ Ostsee Tel. 04503 2604 www.surfen-timmendorf.de surfentimmendorf@yahoo.com Surfschule Niendorf /Ostsee Haus des Kurgastes/Kurverwaltung 23669 Niendorf/Ostsee www.surfen-timmendorf.de surfentimmendorf@yahoo.de Surf- und Kiteschule Pelzerhaken Auf der Pelzerwiese 98 23730 Pelzerhaken Tel. 04561 528393 www.surfschule-pelzerhaken.de sven@surfschule-pelzerhaken.de

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Nordwind Wassersport Meldorf Am Yachthafen 25704 Meldorf Tel. 0179 4520016 www.nordwind-wassersport.de info@nordwind-wassersport.de

Happy Surfschule Norderney Südhoffstr. 18 26548 Norderney Tel. 04932 648 www.surfschule-norderney.de info@surfschule-norderney.de

Surf- und Kiteschule Meldorfer Bucht Hamburger Str. 52 25746 Heide Tel. 0481 2079 www.surf-shop-schloemer.de info@surf-shop-schloemer.de

Windsurfingschule Baltrum Haus Wattenblick 192 26579 Baltrum Tel. 04939 433 www.wattenblick-baltrum.de mammen-baltrum@t-online.de Surfschule Großes Meer Forlitzer Str. 213/ 215 26624 Forlitz-Blaukirchen Tel. 04942 5096 www.surfschule-grosses-meer.de jens@surfschule-grosses-meer.de

Surf-Akademie Husum Damm 15 25813 Husum Tel. 04841 63321 www.surfakademie.de surfakademie@foni.net X-H20 Am Ordinger Strand 25826 St. peter-Ording Tel. 04863 1508 Mobil. 0175 2488424

Windsurfingschule Norddeich Osterstr. 31 26725 Emden Tel. 0170 9609446 www.surfschule-norddeich.de info@surfschule-norddeich.de

Surf-Center Wismar Alter Holzhafen 3 23966 Wismar Tel. 03841 213229 www.surfcenter-wismar.de surfcenter-wismar@t-online.de

Nieblumer Windsurfing Schule Jens-Jacob-Eschel-Str. 27 25938 Nieblum-Föhr Tel. 04681 4766 www.nws-foehr.de huecki@nws-foehr.de

Windsurfing Borkum Under de Diek 41 26757 Borkum Tel. 04922 2299 www.windsurfing-borkum.de ulrike@beachnet.de

Westwind Kiel Cat & Surfschule Falckensteiner Strand 87 24159 Kiel Tel. 0431 2483872 www.westwind-kiel.de info@westwind-kiel.de

Windsurfing Föhr Promenade 20/ Am Hafendeich 11-13 25938 Wyk auf Föhr Tel. 04681 580088 www.windsurfing-foehr.de charlotte@windsurfing-foehr.de

Nordwind Wassersport Zentrale Neu Revensdorf 2 24214 Lindau Tel. 04308 183111 www.nordwind-wassersport.de info@nordwind-wassersport.de Nordwind Wassersport Surendorf Zum Kurstrand 24229 Schwedeneck/ Surendorf Tel. 04308 183111 www.nordwind-wassersport.de info@nordwind-wassersport.de

Wassersport Grömitz Stiegkamp 6 23743 Grömitz Tel. 0170 182 442 8 www.surfschule-groemitz.de info@surfschule-groemitz.de

Windsurfingschule Westwind Promenade 17 24217 Schönberger Strand Tel. 0431 2580040 www.wetwind.net klaus.wienschlaeger@t-online.de

Charchulla Windsurfing Strandallee Burgtiefe 23789 Burg auf Fehmarn Tel. 04371 3400 www.extreme-life.de weltenbummler@t-online.de

Surfschule Wangerooge Untere Strandpromenade 26486 Wangerooge Tel. 04469 942222 www.windsurfing-wangerooge.de info@windsurfing-wangerooge.de

Segel & Surfschule am Binnensee Lütjenburger Weg 71 23774 Heiligenhafen Tel. 04362 1441 www.malicke.de segeln@malicke.de

Surfschule Sierksdorf Höhehof Sierksdorf Am Strande 23730 Sierksdorf www.surfen-timmendorf.de surfentimmendorf@yahoo.de

Nordwind Wassersport Kellenhusen Am Südstrand 23746 Kellenhusen Tel. 0174 6332858 www.nordwind-wassersport.de info@nordwind-wassersport.de

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Surfschule Maasholm Ortseingang 24404 Maasholm Tel. 0171 3474450 (Juni-Sep) www.surfschule-maasholm.de info@surfschule-maasholm.de

Windsurfschule Ricklef Boysen K. J. Clement Wai 9 25946 Norddorf/ Amrum Tel. 04682 1557 www.surfschule-amrum.de info@surfschule-amrum.de Surfschule Westerland Brandenburger Str. 15 25980 Westerland Tel. 04651 27172 www.sunsetbeach.de info@sunsetbeach.de

Surf- & Segelzentrum Gold Haus Nr. 4 23769 Gold/ Fehmarn Tel. 04371 4149 www.windsurfing-gold.de surfenundsegeln@t-online.de

Wind- und Kitesurfschule Tatort Hawaii Am Strand 1 24235 Stein Tel. 0431 7067986 www.tatort-hawaii.de joerg@tatort-hawaii.de

Windgeister Fehmarn Am Hafen 4 23769 Orth Tel. 04372 1806 www.windgeister.de info@windgeister.de

Ostwind Segelsport Am Brackstock 24321 Hohwacht Tel. 04381 90510 www.ostwind.com info@ostwind.com Surf & Sail Karkkamp 7 - 24321 Darry Tel. 04381 9768 www.surfandsail.de info@surfandsail.de

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Camp One Jahnstraße 1 25980 Westerland Tel. 04651 43375 www.surfschule-wenningstedt.de j.benecke@gmx.de

Sylt Sportiv Heefwai 4 25985 Sylt Ost/ Munkmarsch Tel. 04651 935077 www.syltsportiv.de mail@syltsportiv.de 26

Surfschule Petersen Polderweg 30 26465 Langeoog Tel. 04972 6294 www.surfschulelangeoog.de dr.walterpetersen@t-online.de

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Surfschule Fun & Wave Hafenstr. 7a 31515 Steinhude Tel. 05033 390208 www.fun-wave-steinhude.de info@fun-wave.de

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Fun-Surf-Schule Kassel Schlangenweg 15a 34117 Kassel Tel. 0561 527198 www.funsurfschule.de funsurfschule@aol.com Windsurfing Edersee Bringhäuser Bucht – Seestr. 34549 Edertal Tel. 05623 2582 www.windsurfing-edersee.de

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Surfcenter Diegelmann Frankfurter Str. 52 35392 Gießen Tel. 0641 23636 www.diegelmann-sport.de surf-ski-diegelmann@t-online.de Surfsport Vogelsberg Am Camping 1 36399 Freiensteinau Tel. 0170 3649549 www.surfsport.de boarder@surfsport.de

OK-Surfschule Gervinusstr. 10 45144 Essen Tel. 0201 491933 www.oksurf.de mailto@oksurf.de Surf‘n Smile Surfschule am Baldeneysee Freiherr vom Stein Str. 384 45133 Essen Tel. 0234 3389850 www.surf-smile.de info@surf-smile.de Essener Segelsurfer e.V. Hofkamp 8 45309 Essen Tel. 0201 292449 www.surfen-in-essen.de info@surfen-in-essen.de Surfschule Riverside Ruhrstr. 6 45529 Hattingen Tel. 02324 80038 www.camping-hattingen.de info@camping-hattingen.de

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Beachline Xanten Strohweg 10 46509 Xanten Tel. 02801 4666 www.beachline-xanten.de info@beachline-xanten.de W & O Surftechnik Janningsweg 41 48159 Münster Tel. 0251 260458 www.surftechnik.de www.surfshop-muenster.de info@surftechnik.de Surfclub Warendorf e.V. Seewiese 21 48231 Warendorf Tel. 02581 61285 www.scwaf.de scwaf-geschaeftsstelle@web.de

Surfshop Steinhuder Meer Kiefernweg 20 31535 Mardorf Tel. 05036 2924 www.surfshopsteinhudermeer.de info@wavecult.tv

WSM. Funsport Ammagaustr. 10 26123 Oldenburg Tel. 0441 5601132 www.wsmfunsport.de www.online-surfshop.de info@wsmfunsport.de The Surf Company Steinstr. 15 26388 Wilhelmshaven Tel. 04421 993388 www.surfcompany.de info@surfcompany.de

Windsurfing Club Angermund e.V. Peter Jansen Str. 11 b 40882 Ratingen Tel. 02102 5795520 www.wscaev.de info@windsurfing-clubangermund.de

Surfshop & Surfschule Charchulla Ostertorsteinweg 48 28203 Bremen Tel. 0421 323350 www.surfshop-charchulla.de otto@surfshop-charchulla.de Segel- Yacht & Surfschule Altwarmbüchener See Pappelweg/ Bootshaus am See 30916 Hannover Tel. 0511 61 35 45 www.sail-surf-hannover.de info@sail-surf-hannover.de

Uli‘s Windsurfing & Katamaran Schule Talstr. 71 40217 Düsseldorf Tel. 0211 379940 www.uwsks.de anne@ulis-windsurfing-undkatamaranschule.de

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Surf‘n‘Kite Düsseldorf Am Kleinforst/Unterbacher See 40627 Düsseldorf Tel. 0211 13722523 www.surfandkite-duesseldorf.de info@surfandkite-duesseldorf.de

Surfers Paradise Ladenstr. 19 31535 Neustadt am Rübenberge Tel. 05036 988119 www.surfers-p.de contact@surfers-p.de

Windsurfing Testcenter Kirchenweg 52 25980 Sylt Tel. 0171 3456211 www.windsurfen-sylt.de

Wassersport Brasilien Ahornweg 1 24217 Schönberg Tel. 04344 414544 www.brasilsports.de oli@brasilsports.de Nordwind Wassersport Heidkate Am Strand 24217 Heidkate Tel. 0173 6117437 www.nordwind-wassersport.de info@nordwind-wassersport.de

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Surf & Snow Düversbrucherstr. 38 49448 Hüde/ Dümmersee Tel. 05447 1800 www.reisensportspass.de reisensportspass@aol.com info@bootsclub-nordhorn.de Funsport Dümmersee Große Str. 36 49459 Lembruch Tel. 05447 1343 www.funsport-duemmersee.de info@funsport-duemmersee.de Surf Wurm Marienstr. 15 49733 Haren Tel. 05934 8686 www.surfwurm.de surfwurm@aol.com

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Segelschulzentrum Gehrlein Stormweg 8 68794 Oberhausen/ Rheinhausen Tel. 07254 76671 www.segelschulzentrum-gehrlein.de ssz-gehrlein@t-online.de

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Schwaben-Surf Salzstr. 4 87700 Memmingen Tel. 0179 7573328 www.schwabensurf.com info@schwabensurf.com

Brühler Surfclub 1976 e.V. Postfach 1111 50321 Brühl Tel. 02236 389257 www.bruehler-surfclub.de petra@bruehler-surfclub.de

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Surf on tour Adalbert Stifter Str. 15A 69234 Dielheim Tel. 06222 3079900 www.surfontour.de info@windsurf-silbersee.de

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Repa Yachtschule Strandbadstr. 12 88090 Immenstaad Tel. 07545 6293 www.repasegeln.de info@repasegeln.de

Hürther Windsurfing Club Postfach 5211 50354 Hürth Tel. 02233 31785 www.hwsc.net surfgott@hwsc.net 52

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Fachhochschule Aachen Mies van der Rohe Str. 52074 Aachen Tel. 0241 8024390 www.hochschulsport. rwth-aachen.de web@hsz.rwth-aachen.de

Windsurfschule Silbersee SURF ON TOUR Adalbert-Stifter-Straße 15 A 69234 Dielheim Tel. 06222 3079900 www.surfontour.de www.windsurf-silbersee.de info@surfontour.de info@windsurf-silbersee.de 78

Windsurf Zentrum Zülpich Danziger Str. 3 53909 Zülpich Tel. 02252 95151 www.surf-schule.de info@surf-schule.de WS-Schule Gerlach & Ott Kirchwiese 12 55444 Seibersbach Tel. 06131 891035 www.surfcamp-veluwemeer.de frank@surfcamp-veluwemeer.de Windsurfingschule Monika Ott Seeblick 27 56745 Bell Tel. 02652 3688 www.surfmoni.de surfmoni@aol.com

Wassersportschule Kemnade Querenburger Str. 29 58455 Witten Tel. 02302 20120 www.kemnadersee.de wassersportschule@ kemnadersee.de

Surfschule Wasserburg Wasserburgerstr. 31 88149 Nonnenhorn Tel. 08382 998097 www.surfschule-wasserburg.de info@surfschule-wasserburg.de

Der Surf Bauch Wollmatinger Str. 77 78467 Konstanz Tel. 07531 53911 www.surfbauch.de helmutbauch@aol.com Surfschule Reichenau Am Campingplatz Sandseele 78479 Insel Reichenau Tel. 07534 7384 www.sandseele.de camping@sandseele.de

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Windsurfingschulen München Allacher Str. 130a 80997 München Tel. 089 1413155 www.bittl-surfschule.de info@bittl-surfschule.de

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Surf + Cat Center Tutzing Nordbadstr. 1 82327 Tutzing Tel. 08158 6819 www.nordbad.de info@nordbad.de

Windsurfing Siegerland Breitestr. 11 57076 Siegen Tel. 0271 41842 www.windsurfing-siegerland.de info@windsurfing-siegerland.de

Surfin‘ Safari In der Grub 17 88131 Lindau Tel. 08382 23330 www.hermano.de kreitmeir.lindau@t-online.de

Surfschule Bodensee Strandweg 32b Im Strandbad Ost 88662 Überlingen Tel. 0721 151434020 www..surfschule-bodensee.de bela@surfschulebodensee.de 91

Surfcenter Altmühlsee Ansbacher Str. 99 91710 Gunzenhausen Tel. 09831 1240 www.kiteundsurfshop.de willi@surfcenter-altmuehlsee.de Surfschule Brombachsee Badehalbinsel 91720 Absberg Tel. 09175 597 www.surfschulebrombachsee.de info@surfschulebrombachsee.de

Surfschule Starnberger See Richard Wagner Str. 19a 82538 Geretsried Tel. 08171 80226 www.surfschule-starnbergersee.de info@surfschule-starnbergersee.de 83

Frontside Zink Martin-Luther-Platz 6 91054 Erlangen Tel. 09131 28182 www.frontside-zink.de info@frontside-zink.de

Surfschule Seecamping Langlau Seestr. 30 91738 Langlau Tel. 0177 3245083 www.windsurfingschule.de info@windsurfingschule.de

Windsurfschule Bernau Ludwig Thoma Str. 15a 83233 Bernau am Chiemsee Tel. 08051 8877 www.surfschule-chiemsee.de kaufmann-bernau@t-online.de

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Windsurfing Rhein-Main Heerstr. 76 60488 Frankfurt Tel. 069 761010 www.windsurf.de info@windsurf.de

Chiemsee-Surfcenter Waldstr. 20 83257 Gstadt Tel. 08054 7464 www.chiemsee-surfcenter.de info@chiemsee-surfcenter.de

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Surfshop am Kinzigsee Am Kinzigsee 63505 Langenselbold Tel. 06184 4487 www.surfshopamkinzigsee.de surfshop.kinzigsee@gmx.de

Snow Surf Center Reichelberg 20 83301 Traunreut Tel. 08669 819901 www.snowsurf.de info@snowsurf.de

98 Windsurfschule Suhl Schleusinger Str. 7 98527 Suhl Tel. 03681 760753 www.wassersportverein.de rudiratscher@aol.com

Windsurfschule Königsee Röderweg 17 63739 Aschaffenburg Tel. 06021 930500 www.windsurfschule.de j.groene@online.de

Windsurfing Chiemsee Hauptstr. 12 83339 Chieming Tel. 0900 5432444 www.windsurfing-chiemsee.com info@windsurfing-chiemsee.com

99 Aqua-Fun Lachsgasse 3 99084 Erfurt Tel. 0361 7457999 www.aqua-fun.com info@aqua-fun.com

Bootsclub Nordhorn e.V. Heseper Weg 52 (Bootshaus) 48529 Nordhorn Tel. 05921 37104 www.bootsclub-nordhorn.de surfen@bootsclub-nordhorn.de 49

Windsurfclub Emsland e.V. Loosstr. 19 49809 Lingen Tel. 0591 1266135 www.wsce.de wsce@online.de

64

Surfschule Biblis Niersteinerstr. 15 64521 Groß-Gerau Tel. 06152 56888 www.freizeitsee-biblis.de surfschule.dernel@t-online.de

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Surfschule Bostalsee Lerchenweg 7 66625 Nohfelden Tel. 06852 7590 www.bostalsee.com h.kasten@gmx.de

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Windsurf-Club Speyer e.V Armbruststr. 23 67354 Römerberg Tel. 06232 84151 www.windsurfclub-speyer.de info@windsurfclub-speyer.de

Windsurfing-Schule Schliersee Rathausstr.17 83727 Schliersee Tel. 08026 60690 www.berauer.com berauer.schliersee@intersport.de 85

Segel-Surf-Club Neufahrn e.V. An den Mühlseen 2 85375 Neufahrn Tel. 08165 691364 www.ssc-neufahrn.de webmaster@ssc-neufahrn.de

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Surfclub Weissenstadt Schulstr. 9 95163 Weissenstadt Tel. 09253 298 www.surfclub-weissenstadt.de reinhard.schwarz@ surfclub-weissenstadt.de

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162 impressum VERLEGER & HERAUSGEBER Alexander Lehmann

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01 FREERIDETEST Viel Power für wenig Wind! In der kommenden Ausgabe testen wir die großen Freerideboards (125 und 140 Liter) sowie große Freeride-Cambersegel in 8.5 qm für die kommenden, lauen Sommertage.

02 INTERVIEW Fabien Vollenweider ist nicht nur der Shaper, sondern auch der Garant für den Erfolg der Tabou-Boards. Wir sprachen mit ihm in unserer gewohnt offenen Art und Weise …

03 IFRONT Was lange währt, wird endlich gut. North Sails hat ein halbes Jahrzehnt gebraucht, um eine neue Gabel zu entwickeln. Wir stellen dir das neue System vor und schildern dir den steinigen Weg dorthin.

04 JELLYFISH Der Klimaerwärmung sei Dank: Beim Testen auf Teneriffa Anfang des Jahres sind uns die Portugiesischen Galeeren um die Ohren geschwommen. Wie gefährlich ist diese tückische Quallenart für uns Windsurfer wirklich?

05 SHOPKULTUR ZWISCHEN DEN BERGEN Österreich hat eine kleine, aber feine Surfshopszene, die sich gegen Preis-

REDAKTIONSANSCHRIFT Windsurfing Journal | Barkauer Str. 121 | 24145 Kiel Fon +49 431 996 99 77 | Fax +49 431 996 99 86 info@windsurfing-journal.de CHEFREDAKTEUR Alexander Lehmann ART DIRECTION Jan Weisner | www.outline-graphix.de Fon +49 431 64 73 173 | weisner@o-graphix.de GRAFISCHE UNTERSTÜTZUNG Matthias Falk, Jonas Bronnert, Timo Burkhardt MITARBEITER DIESER AUSGABE Bernd Wehner, Kirsa Stoltenburg, Manuel Grafenauer, Torben Sonntag, Michi Trapp, Jonas Wagner, Mart Kuperij, Meiko Möller, Jonathan Klinck, Christian Sewening, Mark Hossgot, Adam Lewis, Katharina Leopold, Graham Woods, Tris Best, Ben Meyer. CHEF VOM DIENST Tim Jacobsen FOTOGRAFEN Lars Wehrmann, Hochzwei, CMD, Darrell Wong, John Carter, Stefan Csáky, Manuel Grafenauer, Julia Schweiger, Jerome Houyvet, Charles Oreve, Marco Knopp, Thorsten Indra, Tom Körber, Alejandro Albitres, BenjaminThouardt, Michi Trapp, Jonas Thiel. SHOPANZEIGENLEITUNG Tim Jacobsen, tim@free-magazin.de DIGITAL IMAGING Imprint Digital Foto Kiel

treiberei und das Onlinebusiness stemmt. Wie unsere Kollegen aus dem Nachbarland dem täglichen Wahnsinn zwischen Auslauf- und Rabattschlacht begegnen, liest du in der neuen Ausgabe. Und vieles mehr in der kommenden Ausgabe, die im Mai erscheinen wird!!!

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Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck, Aufnahme in elektronische Datenbanken sowie sonstige Vervielfältigungen nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Herausgeber. Für unverlangt eingesandtes Bildmaterial wird keine Haftung übernommen. ANZEIGEN Nordstern Media Eliane Lehmann e.lehmann@nordstern-media.de Fon +49 431 71 97 888 www.nordstern-media.de Im Terra Oceanis Verlag erscheinen die Titel: Windsurfing Jahrbuch (www.windsurfing-jahrbuch.de), Pedaliéro (www.pedaliero.de), Sailing Journal (www.sailing-journal.de), Brett (www.brettmag.de), FreeMagazin (www.free-magazin.de), Kitelife (www.kitelife.de) und Silent World (www.silent-world.eu) Infos unter: www.terraoceanisverlag.de

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(Windsurfing Journal Ausgabe 06)

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