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Katalog der Jubil¨aumsausstellung ”10 Jahre Keramikgalerie terra rossa” 18.11.2008 – 16.01.2009


10 Jahre terra rossa empfinde ich wie ein Fundstu ¨ck, aus dem etwas Neues hervorgeht. Es bildet sich ein feines Angesicht. Es w¨achst eine Gestalt aus rostroter Erde. Jana Heistermann


Kristallglasur : Ludwig Laser


Hans-Peter Jakobson

Salut an eine Zehnj¨ ahrige

Ich gratuliere der Keramikgalerie mit dem sch¨onen Namen terra rossa in Leipzig sehr herzlich zu ihrem zehnj¨ahrigen Bestehen. Ein solches Jubil¨aum ist in Zeiten wirtschaftlicher Schwierigkeiten nicht nur f¨ ur mittlere, kleinere und sehr kleine Unternehmen, zu denen eben auch terra rossa z¨ahlt, durchaus keine Selbstverst¨andlichkeit und deshalb umso sch¨oner. Ich f¨ uhle mich dieser Autorengalerie auf besondere Weise verbunden, baten mich doch die vier Gr¨ under, zwei Frauen und zwei M¨anner, vor zehn Jahren mit meiner Laudatio terra rossa zu begr¨ ußen, als sie im November 1998 aus der Taufe gehoben wurde. Einerseits war ich euphorisch, andererseits auch neugierig bis skeptisch wie sich solch ein waghalsiges Unterfangen im pulsierenden Leben dieser so z¨ ugig sich entwickelnden s¨achsischen Metropole behaupten w¨ urde. In meiner Begr¨ ußung erinnerte ich an die enormen Tradi-

tionen Leipzigs als Stadt des deutschen Kunsthandwerkes und sagte damals, wenn sich drei gestandene Keramiker aus Th¨ uringen und einer aus MecklenburgVorpommern aufmachen, um auf dem heißen Leipziger Pflaster eine solche Autorengalerie zu gr¨ unden, so sind sie sich dieses gewaltigen und anspruchsvollen Hintergrundes nicht nur bewusst, sondern empfinden ihn als stimulierend f¨ ur das eigene Schaffen. Sie wissen um die Geschichte der Keramik dieses Jahrhunderts, wissen um die Bedeutung dieser Stadt dabei und erwarten, dass man hier gewohnt ist, Kunsthandwerk mit strengem Maß zu messen. Dieser Herausforderung wollen sie sich stellen. Alle vier Gr¨ under verf¨ ugten u ¨ber gen¨ ugend Selbstvertrauen und ¨ Ubersicht, um ihren Platz in der mitteldeutschen Keramikszene zu bestimmen und sich in den zeitgen¨ossischen deutschen Kontext einzuordnen. Berechtigtes Vertrauen auf die eigene Kraft und das individuelle K¨onnen sowie jahrzehntelange Erfahrungen als selbstst¨andige Keramiker hatten sie bewogen, diesen inter-

essanten aber auch wagemutigen Schritt als Gemeinschaftsgaleristen zu wagen. Von Beginn an waren die vier bereit, u ¨ber die eigene T¨opferscheibe hinweg zu blicken und ihre Galerie auch f¨ ur weitere Keramiker, wie auch f¨ ur Grafiker, Maler, Plastiker oder f¨ ur Installationsk¨ unstler zu ¨offnen. Dieses Programm, das bereits in der Er¨offnungsausstellung mit der Pr¨asentation von Gef¨aßen der Initiatoren begleitet von Holzschnitten des Greizer Grafikers Peter Zaumseil manifest wurde, ist bis heute ein Schl¨ ussel zum Erfolg der Galerie. Welche enormen Schwierigkeiten sie auch nach dem lange vorbereiteten Start noch zu u ¨berwinden hatten und welche pers¨onlichen wie famili¨aren Opfer sie bringen mussten, konnten wir alle in der Euphorie des Beginns noch nicht ahnen. Es waren neben der t¨aglichen Produktion sowie weiteren notwendigen Arbeiten in der heimatlichen Werkstatt zum Beispiel handwerkliche, grafische oder buchhalterische Arbeiten f¨ ur das gemeinsame Unternehmen zu erledigen. Auch mussten Dienste in der Galerie geschoben


werden und anderes mehr. Und da alle daf¨ ur mehr oder weniger lange Wege zur¨ uckzulegen hatten, wurde schon mal auf der alten Couch im Hinterzimmer der Galerie u ¨bernachtet. Dennoch stand das junge Unternehmen von Beginn an mehr als einmal buchst¨ablich auf der Kippe. Dass wir heute trotz alledem den zehnten Jahrestag von terra rossa feiern k¨onnen, ist nicht zuletzt dem Beharrungs- und Durchhalteverm¨ogen zumindest eines Teiles der Gr¨ underv¨ater und m¨ utter ebenso zu danken wie deren Flexibilit¨at. Die Doppelbelastung der vier als Galeristen und Keramiker mit Ambitionen aber auch die wirtschaftliche Lage des Unternehmens erforderten eine breitere Basis an Mitgliedern und Finanzen, wollte man den eingeschlagenen Weg weiter gehen. Die Autorengalerie gab sich 2001eine neue Struktur. Aus der GbR wurde ein Verein. Geleitet vom Keramiker Frank Brinkmann, der mit Engagement. Umsicht, Ruhe, und viel Humor die Z¨ ugel fest in der Hand h¨alt, hat dieser sich kontinuierlich vergr¨oßert und bildet

so eine solide Basis f¨ ur die Galeriearbeit. Unter den heute mehr als zwanzig aktiven sowie passiven Mitgliedern finden sich neben zahlreichen Namen, die nicht nur in der mitteldeutschen Keramikszene einen ausgezeichneten Klang besitzen und mit dem breiten Spektrum ihres Schaffens die gesamte Weite und Vielfalt der zeitgen¨ossischen Keramik repr¨asentieren, auch Maler und Grafiker von Rang. Von der anspruchsvollen T¨opferware bis zur Bau- und Gartenkeramik, von der Plastik bis zum Design in Keramik und Porzellan oder bis zu Mixed-Media-Installationen bietet die Galerie dem Keramikfreund, ob interessierter Laie oder versierter Sammler und Experte, st¨andig ein großes Angebot zum Schauen und selbstverst¨andlich zum Kaufen. Darunter sind auch nahezu alle Techniken zu finden, das frei auf der Scheibe gedrehte Gef¨aß oder die frei aufgebaute Form, die traditionsreiche Fayence ebenso wie das aus Japan stammende Raku, der Salzbrand oder raffinierte Glasurkeramik. Hinzu kommen bis heute siebenundf¨ unfzig Son-

derausstellungen, deren inhaltlicher Schwerpunkt Keramik in all ihren reichen Facetten bildet, die insgesamt jedoch weit u ¨ber dieses Kerngebiet hinausreichen. Auf diese Weise avancierte die Galerie terra rossa ganz unspektakul¨ar auch zu einem sehr pers¨onlichen Forum zeitgen¨ossischer Kunst. Stellvertretend seien nur einige wenige Pr¨asentationen herausgehoben. Im Jahr 1999 die Ausstellung ERDpapier mit handgesch¨opften Arbeiten des Leipziger K¨ unstlers Roland Meinel. Ihm folgten unter anderem Frieder Heinze und Claudia R¨ uckert, beide ebenfalls aus Leipzig, mit Malerei, Grafik und Keramik sowie der bekannte Hallenser Keramiker Martin M¨ohwald.2001 stellten Astrid und Gerd Lucke aus Weißenfels ihre großartige Gef¨aßkeramik aus. Im gleichen Jahr zeigte die Naumburger Keramikerin und Mitglied der AIC Margret Weise Figuren und K¨opfe aus ¨ gebranntem Ton. Uber mehrere Jahre hinweg waren Gruppenausstellungen zum Raku, Holzbrand und Porzellan sowie zur Fayence mit jeweils namhaften


Vertretern dieser Techniken feste Bestandteile des Ausstellungsplanes. Oft standen die keramischen Werke in einem beziehungs- und spannungsreichen Dialog mit Werken von bildenden K¨ unstlern, wie etwa in einer Reinhard Minkewitz Ausstellung 2004, der auch eigene Keramiken zeigte. Internationale G¨aste geh¨orten ebenfalls zu den Ausstellern, erinnert sei nur an die Ungarische Rhapsodie allt¨aglich-idyllisch mit Borb´ala Kr´all und ihren ungew¨ohnlichen Installationen sowie der Malerei von Katalin B´odi im Jahr 2007. Der helle und lichtdurchflutete Raum der Galerie terra rossa pr¨asentiert sich so u ¨ber Jahre zunehmend als Kunstraum in der produktiven Einheit von Kontinuit¨at und Innovation. Die klassische Gef¨aßfunktion war stets ebenso Thema von Gestaltungen, wie deren Wandlung vom praktischen Gebrauch zu dem der zweckfreien Anschauung. Jedes Vereinsmitglied, aber auch jeder Aussteller und jede Ausstellerin außerhalb des Vereins, interpretiert in seinen Kunstwerken auf ganz pers¨onliche Weise

individuelle Weltsichten, gleich ob es sich um Gef¨aße, Plastiken, Objekte aus Ton oder Malerei Grafik und Plastik handelt. Sie alle eint zudem eine souver¨ane Beherrschung des Handwerks und spezifischer Techniken ihres gestalterischen Mediums, die sie als wichtige Vorraussetzungen f¨ ur die Verwirklichung ihrer origin¨aren k¨ unstlerischen Ideen intensiv und sch¨opferisch nutzen. Auch Keramik bedeutet f¨ ur solche Gestalterpers¨onlichkeiten nicht Mittel zur Selbstverwirklichung um jeden Preis, sondern ist ein Medium zur Kommunikation mit den Zeitgenossen. Das gilt f¨ ur das Unikat ebenso wie f¨ ur die gebrauchskeramische Kleinserie. Als Beispiel f¨ ur ein selbstbewusstes Vertreten des eigenen Standpunktes sollen hier S¨atze aus der Design-Diplomarbeit von 2008 des terra rossa Mitgliedes Antje Reinhardt, Keramikerin im th¨ uringischen D¨oßnitz und Absolventin der Hochschule f¨ ur Kunst und Design Halle Burg Giebichenstein zitiert werden: Die Gestaltung von Gebrauchsgegenst¨anden bedeutet f¨ ur mich grunds¨atzlich Dialog zwischen

Hersteller und Nutzer. Und dies bedeutet immer einen Ausgleich zwischen Ideal und Realit¨at. Diese Auffassung pr¨agt den Charakter der Jubil¨aumsausstellung. Sie pr¨asentiert in wohltuender Beschr¨ankung und gestalterischer Strenge ein spannungsvolles und lebendiges Miteinander der unterschiedlichsten gestalterischen Handschriften und Ausdrucksformen, die sich zu einem in sich geschlossenen und aussagef¨ahigen Gesamtbild vereinen, das so als ein Sinnbild des Vereins und seines Konzeptes erlebt werden kann, in dem produktiven Raum f¨ ur individuelle Haltungen und Ansichten vorhanden ist. Auf diese Weise konnte sich terra rossa in den zehn Jahren seines Bestehens zu einem h¨ochst lebendigen Unternehmen mit Ausstrahlung entwickeln. Das beweist: Autorengalerien k¨onnen eine reale Alternative zu den bisher immer noch g¨angigen Vertriebs und Marketingstrategien f¨ ur ein k¨ unstlerisches und kunsthandwerkliches Schaffen bilden, das sich leider nicht erst seit heute in einer wirtschaftlichen wie inhaltlichen Krise befindet. Auf


den zahllosen T¨opferm¨arkten steht - bis auf seltene Ausnahmen - die Qualit¨at seit langem in einem deutlichen Missverh¨altnis zur Quantit¨at und zum wirklichen Kaufinteresse eines Publikums, das zwar noch immer zu den St¨anden str¨omt, aber haupts¨achlich um den Unterhaltungs- und Eventcharakter zu suchen, erst recht, wenn es Eintritt zu entrichten hat. Kommerzielle Kunstgalerien befassen sich u ¨berhaupt nicht oder ganz am Rande mit Keramik und die wenigen renommierten Keramikgalerien vertreten haupts¨achlich bestimmte K¨ unstler dazu verf¨ ugen sie u ¨ber einen festen Kundenstamm. Außerdem m¨ ussen solche Unternehmen enorme Aufschl¨age auf die Werkstattpreise nehmen, um selbst existieren zu k¨onnen. Oft genug ist ihre wirtschaftliche Situation kaum besser als die derjenigen, die sie vertreten. Die Standorte vieler keramischer Werkst¨atten, auch von terra rossa Mitgliedern, in meist landschaftlich reizvollen Regionen Deutschlands, jedoch relativ abgeschieden von gr¨oßeren Publikumsstr¨omen, machen

Direktverk¨aufe u ¨ber die T¨opferscheibe hinweg von allzu viel Zuf¨alligkeiten abh¨angig, als dass sie dauerhaft sichere Existenzen bieten k¨onnten, trotz allm¨ahlich steigender Tendenz, vor allem durch gemeinschaftlich veranstaltete Tage offener Werkst¨atten oder touristische Kunst- und Kulturinitiativen. Den Keramikern ist ihre Situation mehr oder weniger deutlich bewusst. Die wenigsten jedoch sind bereit daraus notwendige Konsequenzen zu ziehen, wie die Teilnahme an Kursen zur Formgebung oder zum Dekor f¨ ur handwerkliche T¨opfer, konsequente Verfolgen eigener Wege bei den K¨ unstlern sowie das Suchen nach vern¨ unftigen Marketingkonzepten und neuen Vertriebswegen, jenseits oder zumindest neben den u ¨berholten T¨opferm¨arkten und dem etablierten Galeriewesen. Neue Gedanken aber sind notwendig, damit die kulturtr¨achtige Keramik vom T¨opferhandwerk u ¨ber das Design bis zur freien Kunst weiter bestehen kann. Sol¨ che Uberlegungen stellt auch Antje Reinhardt in ihrer Diplomarbeit an, wenn sie zum

Beispiel f¨ ur sinnvolle und gut durchdachte Netzwerkstrukturen, haupts¨achlich auf regionaler Ebene pl¨adiert, wobei sie einer klugen Konzentration auf die Region durch effektive Kooperationen von Einzelk¨ampfern in ihren Werkst¨atten mit regionalen Manufakturen und Betrieben gute Chancen einr¨aumt. Auch die verst¨arkte Nutzung von Internetportalen f¨ ur den Vertrieb wird von ihr empfohlen. Autorengalerien sind in diesem Kontext eine weitere interessante M¨oglichkeit auf aktuelle Kunst sowie zeitgen¨ossisches Kunsthandwerk aufmerksam zu machen und auch zu verkaufen. Dazu sind allerdings bestimmte a¨ußere Vorraussetzungen wie eine Stadt mit der entsprechend lebendigen kulturellen Szene und einer gewissen Kaufkraft notwendig. Von den Betreibern verlangt es u ¨ber eine zun¨achst unbestimmte Zeit viel Opfermut und demzufolge auch einen langen Atem. Daf¨ ur bietet sie wie es das Beispiel terra rossa zeigt, den unsch¨atzbaren Wert des unmittelbaren und individuellen Austausches von Produzenten und Adressaten. Haupts¨ach-


lich die Keramiker k¨onnen hierbei W¨ unsche, Vorstellungen und Bed¨ urfnisse ihrer Kunden unmittelbar erfahren und Nutzen f¨ ur ihre Arbeit daraus ziehen. Interessenten wiederum erhalten die M¨oglichkeit, Keramik mit allen Sinnen zu erleben und dazu authentische Informationen vom Produzenten zu erhalten, die dazu dienen k¨onnen, bereits vor dem Besitz ein enges Verh¨altnis zu einem Gegenstand zu finden, der sp¨ater dem unmittelbaren Lebensumfeld, ob als raumgestaltendes Unikat oder im t¨aglichen Gebrauch, eine unverwechselbare pers¨onliche Atmosph¨are geben soll. Dass zu solch einer wichtigen Kommunikation die Autorengalerie terra rossa noch u ¨ber lange Zeit ihren ganz eigenen Beitrag leisten m¨oge, das w¨ unsche ich der Galerie und uns von ganzem Herzen!


Abflug : Rolf B¨ uttner


Frank Brinkmann

Terra rossa – 10 Jahre Schaufenster der Keramik

Ein Zusammenschluss aus Begeisterung f¨ ur die keramische Kunst und der Lust am praktischen, zielgerichteten Handeln bildet die Basis der Keramikgalerie terra rossa. Immer im Wandel befindet sich stetig die organisatorische Form, dies f¨ uhrte zu der jetzigen Vereinsform als Tr¨ager der Galerie. Terra rossa ist vor allem, aber nicht nur, eine Keramikgalerie, in dieser werden j¨ahrlich sechs bis acht Ausstellungen organisiert . Techniken der Keramikarbeit, Personalausstellungen, Gruppenausstellungen zu ausgew¨ahlten Themen werden von den Mitgliedern des Vereines und den Mitarbeitern der Galerie vorbereitet und in den jeweiligen Ausstellungen pr¨asentiert. Der Standort in Leipzig am Roßplatz 12 ist die durchg¨angige Konstante in den zehn Jahren des Galeriebetriebes. Gegr¨ undet im Oktober 1998 in der Form einer GbR begann der Ausstellungsbetrieb. Schon

die erste Ausstellung erweiterte in der Kombination moderner Gef¨aßkeramik von Ute Kl¨otzer, Ludwig Laser, Armin Rieger und Angelika K¨ uhn von Hinzenstern mit Holzschnitten des Th¨ uringer Grafikers P. Zaumseil die ausschließliche Konzentration auf das keramische Schaffen. Dieser Arbeitsansatz ist erfreulicherweise erhalten geblieben ohne dogmatisch zu sein. Mit den Erstausstellern im Keramikbereich sind sogleich die ersten Aktivisten der terra rossa Entwicklung benannt. In der Kombination mit Malerei, Grafik oder Plastik werden besonders die Bereiche der Objektkeramik und keramischen Plastik sinnf¨allig erweitert und in einen u ¨bergreifenden Kontext gestellt. Ausstellungsbeitr¨age von Maria Geszeler aus Kecskem´et 2002 (Un), Mario Lobedan / Herrmann Kampmann 2002 (D/Fr), Reinhard Minkewitz 2004 (D), Mechthild Mansel (D) 2005 oder Katalin B´odi / Borb´ala Kr´all 2006 (Un) sind nur einige Ausstellungen, in denen eine g¨ ultige Kombination verschiedener Medien erfolgte. Dem keramischen Schaffen eine

B¨ uhne geben und dem Publikum Kunst, Kunsthandwerk – Design, sowie Information u ¨ber Technik und Arbeitsweise der Vorgestellten zu vermitteln ist das Hauptanliegen des Vereines terra rossa. Daraus folgt auch die Pr¨asentation zeitnaher, aktueller Keramik der j¨ ungeren Geschichte. In dieser Arbeitsreihe stattete die Galerie 2006 z.b. eine Ausstellung des Keramikers H. J. Schirrmeister (1978-1992) aus. In der Zusammenarbeit mit dem Kunstverein Westerstede 2007 konnte die keramische Kunst des polnischen K¨ unstlers Edward Roguszczak (1927-1997) in einer konzentrierten Ausstellung dargeboten werden. Es ist hier nicht der Platz, um die Vielzahl der zeitgen¨ossischen Keramikk¨ unstler und K¨ unstlerinnen vorzustellen, mit denen eine Zusammenarbeit in dem 120 Quadratmeter großen Ausstellungsraum erfolgte. Neben Martin M¨ohwald, Andre von Martens, Martin Schlotz, Volkmar K¨ uhn, Johannna Hitzler seien nur einige Namen stellvertretend f¨ ur die große Gruppe der ausgestellten Kolleginnen und Kollegen benannt.


Externe keramische Arbeitstreffen sind ebenso interessante Themen der Ausstellungst¨atigkeit. ”Anagama ade” stellte 2004 Keramiker aus Polen, Japan, und Deutschland vor, die in der Form eines Workshops gemeinsam arbeiteten und ihre Werke in besagtem Ofen brannten. 2006 konnte unter dem Titel ”Blickwechsel” ein Einblick in die Programmatik der Majolika Manufaktur Karlsruhe gew¨ahrt werden. Arbeiten der dort t¨atigen K¨ unstlerinnen H. Langhans, M. Fiegil, U. Korn belegten den derzeitigen Stand der Arbeitsweise in der Manufaktur. Durch die Bindung an Leipzig ist eine Konzentration unserer Ziele zur Stadt und ihren B¨ urgern und B¨ urgerinnen hin vorrangig. Eine f¨ ur uns sehr w¨ unschenswerte Konstellation bildete sich in den letzten Jahren. Die tempor¨are Zusammenarbeit mit dem Museum f¨ ur Angewandte Kunst im Grassimuseum f¨ uhrt gegenw¨artig zu der Integration des Kunstvereines trerra rossa in das Begleitprogramm der wichtigen und umfassend angelegten Ausstellung ”Gef¨ass / Skulptur”. The-

matische F¨ uhrungen im Ausstellungskontext, Technikvorf¨ uhrungen sind kleine Beitr¨age unserer Mitglieder f¨ ur die Vermittlung der Keramikkunst, aber auch die intensive Zusammenarbeit in der Zusatzausstellung großformatiger, keramischer Plastik im Außenbereich des Museums sind Beispiele einer guten Verst¨andigung mit dem Museum. Zuk¨ unftig sind die M¨oglichkeiten des Kunstvereines und der vertretenen Keramiker und Keramikerinnen auch u ¨ber die unmittelbare, mittels¨achsischen Bezugslinien hinaus darzustellen, einen ersten Ansatz dazu bot uns der Kunstverein Westerstede. In einer Gruppenausstellung wurden Mitglieder und die Programmatik unseres Vereines 2007 in der Galerie des Kunstvereines Westerstede vorgestellt. Eine erstaunliche Resonanz in Publikumsfrequenz und Verkauf best¨atigt, dass diese Zielrichtung erweiterte M¨oglichkeiten f¨ ur unsere Vorhaben birgt. Ein festes Stammpublikum und dar¨ uber hinaus wachsende Resonanz l¨asst die Mitglieder des Vereines nicht ohne Zuversicht,

die kommenden Aufgaben anzugehen. Die Keramikkunst der in der terra rossa-Galerie Vertretenen bahnt sich u ¨ber die Galerieverk¨aufe einen Weg in die Niederlande, England, Frankreich, Spanien ... und nat¨ urlich Gesamtdeutschland. Nicht unerw¨ahnt soll das Arbeitsfeld bleiben, mit dem die Mitglieder von terra rossa e.V. das Feld der ¨asthetischen Bildung bestellen. Die Zusammenarbeit mit Schulen, Jugendh¨ausern, Museen und externen Ateliers bilden den Hintergrund der Jugendarbeit zu den Anliegen der Galerie: Vermittlung von Grundlagenwissen und formale Schulung der durchaus interessierten jungen Sch¨ ulerinnen und Sch¨ uler ist ein f¨ ur uns wichtiges Arbeitsgebiet. Aus den verschiedenen Aktivit¨aten zu diesem Vorsatz sei aus dem Jahr 2005 angef¨ uhrt ”K¨opfe und Welt”. Unsere Mitglieder arbeiteten zur Thematik mit Jugendlichen aus Leipziger Schulen. In den Arbeitstreffen entstanden Zeichnungen, Malereien und keramische Objekte durch die Sch¨ uler. Die Kombination der verschiedenen Wege der


Formfindung erm¨oglichte einen Vergleich und dadurch die unmittelbare Vermittlung der jeweiligen M¨oglichkeiten und Potenziale der Techniken. F¨ ur die stetige Erweiterung der Kenntnisse und f¨ ur eine wachsende Begeisterung f¨ ur das keramische Medium wurden Schulungen geplant und durchgef¨ uhrt. Ein Seminarblock f¨ ur ausgebildete, bildende K¨ unstlerinnen und K¨ unstler so wie Designer wurde 2006 / 2007 angeboten. Durch die erfolgte Erweiterung ihrer Fachkenntnis konnten einige diese Malerinnen und Designer erfreulicherweise Festanstellungen erhalten und an der Fertigung eines des gr¨oßten baugebundenen, keramischen Reliefs in Deutschland mitarbeiten. Arbeitstreffen in den Ateliers der Mitglieder geben einen Rahmen des Austausches und der gegenseitigen Inspiration. In der Verbindung der Mitglieder der terra rossa entstehen st¨andig neue Symbiosen die auch in externe Ausstellungsprojekte m¨ unden oder zu gemeinsam durchgef¨ uhrten Seminaren f¨ uhren. Hier sei das Ausstellungsprojekt TON ART an-

gef¨ uhrt, in dem der S¨ udraum von Leipzig in seiner heutigen Bedeutung f¨ ur die Keramikproduktion und die Studiokeramik erfasst und analysiert wurde. Hierzu trug auch eine Zusammenarbeit einiger Mitglieder des Vereines mit dem K¨ unstlerhaus Schaddelm¨ uhle bei. Somit ist der Zusammenschluss der Keramiker und Keramikerinnen in unserem Verein in weiten Bereichen kein Galerieverein. Seit der Verein terra rossa e.V. die Basis der Arbeit bildet, ist der Gedanke vorrangig, die M¨oglichkeiten der keramischen Materialien und des Mediums Keramik in seiner Gesamtheit zu diskutieren und zu vermitteln. Dies war und ist nur durch das Engagement, die Einbringung von Ideen, Anregungen, Zeit und auch finanzieller Mittel unserer Mitglieder m¨oglich. Mit dem Blick auf die weitere Verfolgung unserer gemeinsamen Ziele ist hier Gelegenheit unseren Mitstreitern daf¨ ur zu Danken und f¨ ur eine zuk¨ unftige Zusammenarbeit zu werben. Weitere Informationen zu unserer Galeriearbeit finden Sie unter : www.terra-rossa-leipzig.de


101010 : Frank Brinkmann


Michael Kath

White Cube Black Square

Es ist die k¨ unstlerische Auseinandersetzung, die gute Keramik entstehen l¨asst. Der Wunsch, sich gegen¨ uber der Masse positionieren zu wollen und zu k¨onnen steht dabei im Zentrum, wenngleich auch oft als existentielle Auseinandersetzung. Viele K¨aufer von Gebrauchskeramik wollen einen k¨ unstlerischindividuellen, gegen das industrielle Umfeld wirkenden Aspekt mit der Keramik in ihr Leben einbringen. Und dieser k¨ unstlerische Aspekt der Gebrauchsobjekte, der sie gegen¨ uber der Industrie emanzipiert und verkaufbar macht, wird erst m¨oglich durch grundlegend sch¨opferische, v¨ollig eigenst¨andige Ideen und Auseinandersetzungen, die sich in ebenso eigenst¨andigen und freien Objekten zeigen m¨ ussen um exemplarisch zu kondensieren, frei von Zwecken nur gebunden an ihre inneren Notwendigkeiten. F¨ ur diesen urspr¨ unglichen Prozess sind die Monatsbilder von Antje Reinhardt ein Beispiel, denn hier

ging es darum, von der k¨ unstlerischen Auseinandersetzung mit der Tradition und Urt¨ umlichkeit der Jahreszeiten als Motivfolge motiviert und geleitet, auf elementarem Grund Experimente zu betreiben, un¨ ubliche Techniken auszuloten und neue Verkn¨ upfungen herzustellen, um k¨ unstlerischen und handwerklichen Erkenntnisgewinn f¨ ur die Zukunft zu erringen. Es ist diese Stelle, an der der Wandel einer k¨ unstlerischen Idee hinein in eine erste elementare Form der Keim f¨ ur Entwicklung ist. An diesem Ort des Werdens lebt die Kunst ¨ der Keramik, an diesem Ubergang erh¨alt sie ihre Existenzberechtigung ausserhalb ihrer Gebrauchseigenschaften und steht im freien Schulterschluss zur Malerei. Und wir sehen in dieser Jubil¨aumsausstellung ”10 Jahre Keramikgalerie terra rossa” jene St¨ ucke, die in individueller Weise die Wandlung einer Idee oder einer Technik, oder auch einer Philosophie in die Keramik hinein aufzeigen. Aus diesen individuellen k¨ unstlerischen Konzentrationen ergeben sich die mannigfachen

Spannungsb¨ogen der Ausstellung. So ist eine Vase von Sybille Abel–Kremer neben einem v¨ollig weissen, allein in seiner Oberfl¨ache leicht strukturierten und gl¨anzend glasierten Monatsbild Antje Reinhardt’s zu sehen. Die sich bewusst gemachte geometrische Idee der Vase als Kugel, die uns Sybille Abel–Kremer im Katalog zu ihrer Vase beschreibt, verbunden mit dem Fokus auf einer belebenden Wechselwirkung von Form und Oberfl¨ache, stellt die Vase in Einklang mit eben jenem Monatsbild ”Februar”, welches tats¨achlich die Realisierung einer gleichen Stilidee im ebenso grundlegenden Sinne zu sein scheint. Und analog zur geometrischen Diskussion der Vase Sybille Abel-Kremer’s k¨onnte keine andere Form die keramische Grundlagenforschung der Monatsbilder von Antje Reinhardt charakteristischer begleiten als die Scheibe – geometrische Urform der Keramik. Die Thematisierung dieser elementaren und gegenstandslosen geometrischen Grundformen innerhalb der und durch die Keramik, wie sie z.B. auch Ludwig Laser in seinem


Streben nach Zeitlosigkeit und seiner Konzentration auf schlichte, strenge Formen mit seiner Vase oder seinen Doppelwandgef¨aßen als Deformation der Kugel f¨ uhrt und erweitert, zeigt die nat¨ urliche und elementare Verkn¨ upfung der Keramik mit der Malerei auf. In einer solchen stellt Frank Brinkmann’s ”101010” meiner Ansicht nach einen Markstein seines Schaffens dar, ein außerordentliches Kondensat. Nicht nur finden zahlreiche seiner keramischen Schaffensperioden wie die tief verwurzelte Fayence fr¨ uherer Zeiten, die mathematischen Ideen der ”Balance”, die rauhen St¨ uckformen der NachflutZeit oder die r¨aumliche Thematisierung digitaler Bildwelten z.B. durch das grosse Relief in Grimma u ¨ber den in den digitalen Titel eingehenden Kubus aus Einsen und Nullen ihre Verschmelzung, der damit auch ganz nebenbei einen gelungenen Beitrag zur 10-Jahresausstellung darstellt. Nein, u ¨ber diese Vereinigung hinaus findet eine Erweiterung aller dieser Kosmen hinein in die klassische Moder-

ne, vielmehr noch aus ihr heraus statt: das weiß-schwarze 10 in seiner kartesischen Form 101010 im Sinne der Nullform des schwarzen Quadrates Malewicz’s, grandios facettiert durch expressionistisch freie Fayence und im wahrsten Sinne des Wortes gebrochen mit seiner existenziellen Seele aus Ton um neues Gold zu sch¨ urfen. Ein Feuerwerk! Und wie von selbst in–formiert dieses bemerkenswerte St¨ uck durch seinen Aufbau u ¨ber die Urgr¨ unde der Rezeption von Kunst in der Moderne durch das Konzept des White Cube als Kunstraum, hier in der Galerie bei der Gestaltung der Ausstellung betont und mit der Keramik wechselwirkend thematisiert: In ”Die Galerie als Gestus” fragt Brian O’Doherty 1981 innerhalb seiner den White Cube der Kunstgalerien erstmals grundlegend analysierenden Schriften, ob es denn nicht die weiße Zelle selbst ist, welche er nebenbei auch als ”den ideellen Raum par excellence” bezeichnete, die mittlerweile so sehr an Bedeutung gewonnen habe, dass sie u ¨ber die Kunst dominiert, und somit die eigentli-

che Errungenschaft der Moderne darstellt? Das Schwarze Quadrat Malewicz’s ist heute Ikone der Moderne, von der man urspr¨ unglich glaubte, sie w¨ urde die Kunst vernichten, ergo dominieren, und deren Suprematismus uns als geometrische Diskussion der Grundformen innerhalb der keramischen Diskurse begegnet. Und so beantworten die, teilweise sogar keramisch ausgef¨ uhrten, in einer Raumdiskussion entwickelten Architektone Malewicz’s als aus Kubus-, Kreis- und Quaderformen aufgebaute Modelle von Lebensr¨aumen im Sinne autonomer, reinweisser Satelliten O’Dohertys Frage nach der Natur des White Cube, und pr¨asentiert sich diese Sichtweise schon hier erbaut auf das Fundament des schwarzen Quadrates, welches uns dann letztlich die Antwort selbst liefert. Denn in der Rezeption des Schwarzen Quadrates dominiert die Idee des Quadrates u ¨ber die reale Wahrnehmung der nichtparallelen Seiten, l¨aßt so das Schwarze Quadrat als dynamisches Objekt im Raum erscheinen und auf diese Weise das es umgebende Weiß u ¨ber seine


inhaltliche Wahrnehmung als realen Raum erkennen, ein Prototyp des White Cube als Kunstraum. Diese Genesis des White Cube durch das Schwarze Quadrat ist eindrucksvoll als nur eine von vielen Facetten repr¨asentiert, und 101010 ist gerade in jenem Sinne, in dem es f¨ ur seine hochindividuelle und komplexe Thematisierung klassisch moderner Malerei seinen eigenen 3-dimensionalen Kunstraum erschafft, ein Beispiel von Malerei im Raum. Vielleicht stellt gerade deswegen die innere Auseinandersetzung mit der suprematistischen Form, manifestiert durch deren physische Erf¨ ullung mit eigener Intention und neuem Inhalt, auf magische Weise eine fundamentale Verkn¨ upfung zu Kandinsky her, denn wie kann sie anders verstanden werden als mit Kandinsky’s Hauptthese zu Farbe und Form der Male¨ rei in ”Uber das Geistige in der Kunst”: Subjektive Substanz in objektiver H¨ ulse. Dar¨ uber hinaus sei auf den immensen Spannungsbogen zwischen der Gegenstandslosigkeit der klassischen Moderne und dem gegenstands-

losen Wesen digitaler Welten als einem zeitgen¨ossischen Hauptthema von 101010 hier aus Platzgr¨ unden nur im Sinne der Moti¨ vation einer geneigten Uberlegung hingewiesen. In der anspruchsvollen Wechselwirkung von Keramik mit Malerei steht 101010 nicht allein innerhalb der Ausstellung, denn Reinhard Minkewitz’ ”Bauchdecke” erscheint in selten deutlich erfahrbarer Korrespondenz zu seinem beigestellten Gem¨alde, und zeigt die unausweichliche Verwobenheit abstrakter Form mit fig¨ urlicher Darstellung nah an der Ununterscheidbarkeit, frappierend die fast widerstandslose Verwandlung der Linienz¨ uge im Raum und auf der Bildebene ineinander, die ebenso eine intensive Raumdiskussion beim Betrachter loszutreten vermag und die Diskussion in die Frage nach der Natur der Abstraktion hineinf¨ uhren kann. Und im Spannungsfeld zwischen Malerei und Keramik wiederum auf eigene, figurative Weise ist Eckart Meisel anzutreffen, dessen keramische Werke eine nat¨ urliche N¨ahe zur Grafik zeigen. So wird

bei seinem ”Kopf” der intensive Umgang mit r¨aumlicher Wahrnehmung und Perspektive klar, wie auch die grafisch-dekorative Gestaltung der Fl¨achen in charakteristischen Farben, die seine Malerei und Keramik unverwechselbar eint, auf Augenh¨ohe mit dem Betrachter eingesetzt in einer kulturell verschl¨ usselten Kommunikation verschiedener Sichtweisen eines Individuums und gleichzeitig auf eben jenes. Wie Eckart Meisels Keramiken ist auch Mechthild Mansels Vase ein grafisch-malerischer Transport auf die Oberfl¨ache Ton, einer Linie durch die Ritzung Volumen gebend f¨ ur ein Wechselspiel zwischen starker Linie und dezent colorierter Fl¨ache, eine Vase von beachtlicher Gr¨osse zu dekorieren. Und auch Ulrike Korn, Alrun Reinhardt oder Jenny Rosenberg, ohne die Namensliste hierbei ersch¨opft zu haben, verkn¨ upfen ihr keramisches Werk fliessend mit ihrer malerischen Ausdrucksweise. Im Lichte dieser Wechselbeziehung erf¨ahrt die Ansicht, Keramik und Malerei unterschieden sich z.B. im Sinne dessen, daß


das eine auf der Ebene geschieht und das andere im Raum, neue Auseinandersetzung. Denn wir sehen, daß es einen erfahrbaren Raumbegriff in einem nicht streng dimensional gebundenen Sinne gibt: Schon die Entdeckung der perspektivischen Malerei zeigte uns nichts weiter als die fundamentale Erkenntnis der Dominanz der sinnlichen Erfahrung unserer Welt u ¨ber deren physikalische Beschaffenheit, im weiteren nur best¨atigt etwa durch Abstraktion, Gegenstandslosigkeit und Informationsbegriff. ”Male eine Linie im Geiste!” – und niemand schert sich um die Frage, ob im Raum oder auf der Ebene. Allein durch den Wunsch und die existentielle Notwendigkeit, Ideen zu materialisieren, fangen diese an, sich weiter zu differenzieren, auf dass sie eher malerisch oder eher keramisch werden, oder zur¨ uckkehren als transformierte Idee: Die Raumprobleme, die ich in der Zeichnung bearbeite, kann ich immer mal im keramischen Material gegen-kontrollieren, heisst es bei Reinhard Minkewitz, wie erw¨ahnt kongenial demonstriert

an seinen Ausstellungsbeitr¨agen, Ich mache Keramik, um malen zu k¨onnen bei Eckart Meisel, zu dessen ”Frau mit Widder” ein in interessanter Korrespondenz dazu stehendes Gem¨alde existiert, welches ich hier abgebildet habe, um eine, wiederum v¨ollig anders als bei Reinhard Minkewitz oder Frank Brinkmann geartete Wechselwirkung aufzuzeigen, und letztlich zu belegen, dass es bei beiden Welten um die gleiche Ausweitung der individuellen k¨ unstlerischen Wahrheiten in einen als Kunstraum definierten Realraum geht. Auch nicht um-

sonst sind Antje Reinhardts keramische Scheiben Monatsbilder , begleiten sie doch Serien fotografischer Impressionen jahreszeitlichen Wandels der sie umgebenden urspr¨ unglichen Natur. Interessanterweise f¨ uhren Antje Reinhardt’s Monatsbilder durch die k¨ unstlerische und keramische Thematisierung der Monate und Jahreszeiten und ihren Wunsch, neue Wege in unterschiedliche Richtungen zu beschreiten und verschiedene Techniken zu erproben, eine Typendiskussion. Eine, die es hochinteressant gemacht hat, den Ideentypen der Bilder Keramiken anderer K¨ unstler beizustellen. Die Kombinationen sind hier zwar naturgem¨aß mannigfaltig, dennoch im Einzelfall auch wieder erstaunlich eindeutig, wie es das bereits erw¨ahnte Paar der Vase und des Monatsbildes ”Februar” zeigt. Im Sinne einer solchen Typendiskussion ist es dann aber gerade die Vielzahl der m¨oglichen Permutationen zwischen Bildern und Objekten, die uns die vielen verschiedene Betrachtungsweisen auf die Keramik verdeutlichen k¨onnen, derart, dass jeder Einzelne, ob


K¨ unstler, Handwerker oder Betrachter, mit seinem ganz pers¨onlichen Bild z.B. von der Keramik individuell auf die Objekte zugeht und in ganz eigene Wechselwirkung tritt. Die Vielfalt und Vielzahl dieser Wechselwirkungen, wie sie in dieser im Spektrum breit angelegten Ausstellung gezeigt werden k¨onnen, sind charakteristisch f¨ ur die terra rossa als offener Verein und pr¨agen ihr allt¨agliches Profil. So war die Idee der Gestaltung der Jubil¨aumsausstellung, in der aktuelle und ehemalige Mitglieder vetreten sind, die lange Zeit des Bestehens und die mannigfache Produktion zu reduzieren auf die Ideen und Philosophien ihrer Protagonisten, und Raum zu schaffen, so dass dieser Raum durch die St¨ ucke mit jenen Ideen und Philosophien gef¨ ullt wird, um sie dem Betrachter befreit kommunizieren zu k¨onnen, und die Ausstellung auf diese Weise an der bereits erw¨ahnten Schwelle zwischen Idee und Materialisierung stattfinden lassen zu k¨onnen. Im Unterschied zur Vereinzelung etwa der White Cube Gallery soll jedoch ein Dialog

entstehen zwischen den einzelnen Mitgliedern der terra rossa, und mit den Betrachtern. Ein Dialog im Sinne dessen, dass sie u ¨ber ihr eigenes Werk, welches an diesem ideellen Raum par excellence (O’Doherty) der Keramikgalerie ihre Ideen in die Welt tr¨agt, in Dialog stehen mit anderen. In Antje Reinhardt’s Diplomverteidigung heißt es: Nun produziert man Keramiken nicht ins Leere. Sie sollen irgendwo sein, einen Platz, ihre Benutzung finden und ebenso Vergn¨ ugen bereiten. Bei Anderen. Im besten Falle nat¨ urlich bei den K¨aufern, denn dieser Beruf soll meinen Lebensunterhalt sichern. Das bedeutet f¨ ur mich Dialog und Austausch. Erkenntnis dar¨ uber, was wird gebraucht, gemocht, wie wird Keramik aus handwerklicher Fertigung gegenw¨artig wahrgenommen. Welche M¨oglichkeiten besitzt sie. In meiner Arbeit habe ich viele dahingehende Fragen gestellt und versucht, Antworten zu finden, vielem Unbeantworteten werde ich mich sicher in den n¨achsten Berufsjahren n¨ahern. Diese unbeantworteten Dinge

sind noch nicht formulierte neue Ideen und Spannungsfelder, die einer keramischen Realisierung harren. Diese Spannungsfelder mit zu generieren und zu diskutieren, und Antworten finden zu wollen, bedeutet gleichzeitig eine Existenzberechtigung f¨ ur eine offene Keramikgalerie. Sie stellt als ein Forum, in dem grundlegende Diskussionen m¨oglich sind, einen wichtigen Zugewinn f¨ ur ihre Mitglieder dar und macht es ihnen m¨oglich, im Diskurs zu stehen, ihre Arbeiten reflektieren zu k¨onnen und ihre ganz eigene Entwicklung voranzutreiben. Die Positionierung der terra rossa gegen¨ uber dem Kunsthandwerk der T¨opferm¨arkte wird sich auch in Zukunft daran messen lassen, ob und wie qualitativ eine k¨ unstlerische Ideendiskussion durch ihre Mitglieder gef¨ uhrt wird, die ja bekanntlich in einer sehr fruchtbaren Wechselwirkung mit dem Handwerk steht, so wie auch Antje Reinhardt sagt: Diese Arbeit mit all ihrem Experiment bedeutet f¨ ur mich einen enormen Zugewinn an Erkenntnissen – ungef¨ahr proportional zur Ausschußproduktion, die in


den letzten Wochen ein f¨ ur mich in meiner Werkstatt bisher nicht gekanntes Maß erreicht hat. Ich habe mir eine Pallette an M¨oglichkeiten erarbeitet, die ich in der folgenden Zeit auf ihre Umsetzbarkeit im Gef¨aßbereich pr¨ ufen und Anwendungen finden werde. K¨ unstlerische Qualit¨at und Individualit¨at sind Existenznotwendigkeit f¨ ur eine Galerie, und der Anspruch, k¨ unstlerische Qualit¨at zu entwickeln und zu pflegen, ist mit einer Galerie verkn¨ upft. Und so hoffe ich nat¨ urlich, ich kann mit meiner Sichtweise auf einige St¨ ucke und der Gestaltung dieser Jubil¨aumsausstellung einen kleinen Diskurs dazu liefern. Entsprechend habe ich den Katalog Dualog genannt, weil auch er eine Kommunikation, einen keramischen Dialog der Mitglieder der terra rossa, begr¨ undet in der Dualit¨at von Kunst und Handwerk, Idee und Material oder Philosophie und Existenz mittels ihrer St¨ ucke aufzeigen soll, ob frei oder gebrauchsgebunden, ob Malerei oder Dekor, reflektiert durch die Gestaltung des Kataloges auf eine Art, die es dem Be-

trachter erm¨oglichen soll, ganz verschiedene St¨ ucke und Philosophien nebeneinanderzustellen und miteinander kommunizieren zu lassen, um auf diese Art das Keramikforum terra rossa lebendig sein zu lassen. Viel Freude dabei !


Eckart Meisel

In Zeiten der kulturellen Verwirrung unserer Zivilisation ist mein Masstab die Kunst der archaischen Hochkulturen. In deren Malerei, Plastik und Keramik und auch in deren Mythen finde ich die Elemente, die eine Grundlage f¨ ur eine international verst¨andliche Sprache bilden k¨onnen.

Kopf ↑ 60cm


Ulrike Korn

Bewegung ist das eigentliche Thema. Die Bewegung der Figuren, der Farbe, der Formen.

Kugel 13.5 cm

Eckart Meisel

In Zeiten der kulturellen Verwirrung unserer Zivilisation ist mein Masstab die Kunst der archaischen Hochkulturen. In deren Malerei, Plastik und Keramik und auch in deren Mythen finde ich die Elemente, die eine Grundlage f¨ ur eine international verst¨andliche Sprache bilden k¨onnen.

Kopf ↑ 60cm


Ludwig Laser

Ich strebe nach Zeitlosigkeit und liebe die schlichte strenge Form.

Vase ↑ 40 cm

Eckart Meisel

In Zeiten der kulturellen Verwirrung unserer Zivilisation ist mein Masstab die Kunst der archaischen Hochkulturen. In deren Malerei, Plastik und Keramik und auch in deren Mythen finde ich die Elemente, die eine Grundlage f¨ ur eine international verst¨andliche Sprache bilden k¨onnen.

Kopf ↑ 60cm


Sybille Abel–Kremer

Ausgangspunkt f¨ ur meine Besch¨aftigung mit dem keramischen Gef¨aß ist die Teeschale. Dabei bilden sicher Formen und Glasuren der japanischen Teemeister eine wichtige Vorlage. Der Formenkanon der Schale ist weiter als bei der geschlossenen Form, bei ihr ist das Wechselspiel von Form und Oberfl¨ache von besonderem Interesse.

Teeschale 12 cm

Eckart Meisel

In Zeiten der kulturellen Verwirrung unserer Zivilisation ist mein Masstab die Kunst der archaischen Hochkulturen. In deren Malerei, Plastik und Keramik und auch in deren Mythen finde ich die Elemente, die eine Grundlage f¨ ur eine international verst¨andliche Sprache bilden k¨onnen.

Kopf ↑ 60cm


Sybille Abel–Kremer

Antje Reinhardt

Ausgangspunkt f¨ ur meine Besch¨aftigung mit dem keramischen Gef¨aß ist die Teeschale. Dabei bilden sicher Formen und Glasuren der japanischen Teemeister eine wichtige Vorlage. Der Formenkanon der Schale ist weiter als bei der geschlossenen Form, bei ihr ist das Wechselspiel von Form und Oberfl¨ache von besonderem Interesse.

Teeschale 12 cm

Monatsbild November 1 37cm


Antje Reinhardt

Monatsbild September 1 37 cm

Antje Reinhardt

Monatsbild November 1 37cm


Antje Reinhardt

Jana Heistermann

In Vorbereitung der Ausstellung erinnerte ich mich an einen Spaziergang als junges M¨adchen u ugten Acker. Aus ¨ber gepfl¨ rostbrauner Erde blickte mich ein zarter Porzellankopf an. Ich reinigte ihn und bewahrte diesen Schatz bis heute.

Monatsbild September 1 37 cm

Dose 11 x 9 cm


Antje Reinhardt

Rolf Bu ¨ ttner

Die keramischen Arbeiten sind f¨ ur mich ein Medium der Besch¨aftigung mit einem Thema. F¨ ur die aktuellen Arbeiten sind das u ¨berwiegend die Gestalten der (griechischen) Mythologie. Dabei interessiert mich deren Allgemeing¨ ultigkeit, ihre G¨ ultigkeit in unseren Tagen. Der experimentelle Umgang mit dem Material ist mir wichtig. Ich kombiniere Steine und Holz mit Keramik, erzeuge Oberfl¨achen nicht nur mit Glasuren, auch mit Rost und Farben. In dem Sinne ist das Egebnis stets offen.

Monatsbild September 1 37 cm

Prometheus ↑ 21 cm


Antje Reinhardt

Monatsbild September 1 37 cm

Frank Brinkmann

Schale 78 cm


Rolf Bu ¨ ttner

Frank Brinkmann

Jeder Gegenstand in unserer selbst geschaffenen Umgebung besitzt seine Funktion. Diese ist teils rational, wie das Halten einer Kerze, und teils emotional. Zweites dr¨ uckt sich durch den Gefallen aus, den wir an dem Gegenstand finden. Beide Aspekte sind gleichermaßen wichtig.

Aphrodite, Schale ↑ 13.5 cm , 17 x 15 cm

Schale 78 cm


Heike Blechschmidt

Frank Brinkmann

”Eine st¨andige Suche nach neuen Ausdrucksm¨oglichkeiten in Formgebung und Gestaltung – ihre Arbeiten wirken urspr¨ unglich, bodenst¨andig, ehrlich.”

Kegel ↑ 9–43 cm

Schale 78 cm


Heike Blechschmidt

Ludwig Laser

”Eine st¨andige Suche nach neuen Ausdrucksm¨oglichkeiten in Formgebung und Gestaltung – ihre Arbeiten wirken urspr¨ unglich, bodenst¨andig, ehrlich.”

Kegel ↑ 9–43 cm

Teller 32 cm


Franziska M. K¨ ollner

Ludwig Laser

Mich besch¨aftigt die serielle Vielfalt eines Themas, wodurch immer wieder neue Sichtweisen entstehen.

Figuren ↑ 15 cm

Teller 32 cm


Franziska M. K¨ ollner

Mich besch¨aftigt die serielle Vielfalt eines Themas, wodurch immer wieder neue Sichtweisen entstehen.

Ute Kl¨ otzer

”Sie bevorzugt einen auf elementaren Formen oder Formenkontrasten beruhenden Aufbau der Gef¨aße mit einer zunehmend verhalteneren Farbigkeit der Oberfl¨achen.” (H.-P. Jakobson)

Figuren ↑ 15 cm

Vase ↑ 22 cm


Franziska M. K¨ ollner

Mich besch¨aftigt die serielle Vielfalt eines Themas, wodurch immer wieder neue Sichtweisen entstehen.

Figuren ↑ 15 cm

Ulrike Korn

Dem Motiv der Bewegung entspricht die Figurine. Neugierig, spontan, mutig sucht sie ihr Gl¨ uck – springt und tanzt, erstarrt, h¨alt inne, l¨adt ein, offenbart Einsicht.

Deckeldose 18 x 12 cm


Hans–Peter Meyer

Seit 1980 befasse ich mich intensiv mit keramischer Malerei auf dekorativen Gef¨aßen und Objekten. Bei der Fayencemalerei versuche ich selbstgew¨ahlte Themen wie z.B. aus der Geschichte, der M¨archenwelt, biblische Szenen und aus der Natur umzusetzen.Die Ascheglasur Glasurmalerei, die das Bild aquarellartig entstehen l¨aßt, war mit einer langen Zeit des Probierens verbunden, bis das gew¨ unschte Glasurbild entstand.

¨ Ubertopf ↑ 36 cm , 40 cm

Ulrike Korn

Dem Motiv der Bewegung entspricht die Figurine. Neugierig, spontan, mutig sucht sie ihr Gl¨ uck – springt und tanzt, erstarrt, h¨alt inne, l¨adt ein, offenbart Einsicht.

Deckeldose 18 x 12 cm


Antje Reinhardt

Ulrike Korn

Dem Motiv der Bewegung entspricht die Figurine. Neugierig, spontan, mutig sucht sie ihr Gl¨ uck – springt und tanzt, erstarrt, h¨alt inne, l¨adt ein, offenbart Einsicht.

Monatsbild Mai 37 cm

Deckeldose 18 x 12 cm


Antje Reinhardt

Monatsbild Mai 37 cm

Antje Reinhardt

Monatsbild November 2 37 cm


Rosemarie Peuckert

Antje Reinhardt

Mit gl¨anzender Fayence, klaren Formen und Farben entwickle ich verschiedene Dekore, die das Geschirr von Steinbach Keramik zu etwas besonderem und unverwechselbarem machen sollen. Dabei suche ich nach einfachen und klaren Mustern, die so oder so a¨hnlich zu allen Zeiten und in vielen Kulturen verwendet wurden, weil sie offenbar als ”sch¨on” empfunden werden.

Teller 20 cm

Monatsbild November 2 37 cm


Gabriela Roth–Budig

Antje Reinhardt

Fr¨ uher entstanden Unmengen von Kinderzeichnungen – bis ich durch Zufall mit Ton in Ber¨ uhrung kam und entdeckte, daß das plastische Arbeiten mir am meisten entspricht. Noch heute besch¨aftigen mich K¨orperhaltungen und Gesten, welche uns verraten, wer wir sind.

Hallo Hallo 2008 ↑ 100 cm

Monatsbild November 2 37 cm


Gabriela Roth–Budig

Fr¨ uher entstanden Unmengen von Kinderzeichnungen – bis ich durch Zufall mit Ton in Ber¨ uhrung kam und entdeckte, daß das plastische Arbeiten mir am meisten entspricht. Noch heute besch¨aftigen mich K¨orperhaltungen und Gesten, welche uns verraten, wer wir sind.

Hallo Hallo 2008 ↑ 100 cm

Eckart Meisel

Ich sehe mich immernoch nicht als Keramiker, ich bin Maler. Ich mache Keramik, um malen zu k¨onnen. Die grosse Linie ist allerdings dieselbe.

Frau mit Widder 30x26.5 cm


Rolf Bu ¨ ttner

Die Figuren entwickeln sich aus sich selbst heraus. Als ob sie u uhrung selbst ¨ber ihre Ausf¨ mitbestimmen. Die fertigen St¨ ucke sind mehr als Dekoration. Sie sind Figur gewordene Gedanken, mit denen ich im Dialog stehe.

Abflug ↑ 15 cm

Eckart Meisel

Ich sehe mich immernoch nicht als Keramiker, ich bin Maler. Ich mache Keramik, um malen zu k¨onnen. Die grosse Linie ist allerdings dieselbe.

Frau mit Widder 30x26.5 cm


Jana Heistermann

Mein Arbeitsplatz ist die Natur. Ich lasse mich von einem Ort, einer Landschaft, einer Hand voll Ton aus der Erde f¨ uhren. Als Mittel einer Ausdruckskraft der Sch¨opfung diene ich der Verbindung von Mensch und Natur.

Erd¨ apfel 7–10 cm

Eckart Meisel

Ich sehe mich immernoch nicht als Keramiker, ich bin Maler. Ich mache Keramik, um malen zu k¨onnen. Die grosse Linie ist allerdings dieselbe.

Frau mit Widder 30x26.5 cm


Jana Heistermann

Alrun Reinhardt

Mein Arbeitsplatz ist die Natur. Ich lasse mich von einem Ort, einer Landschaft, einer Hand voll Ton aus der Erde f¨ uhren. Als Mittel einer Ausdruckskraft der Sch¨opfung diene ich der Verbindung von Mensch und Natur.

Erd¨ apfel 7–10 cm

Vase ↑ 43 cm


Jana Heistermann

Mein Arbeitsplatz ist die Natur. Ich lasse mich von einem Ort, einer Landschaft, einer Hand voll Ton aus der Erde f¨ uhren. Als Mittel einer Ausdruckskraft der Sch¨opfung diene ich der Verbindung von Mensch und Natur.

Erd¨ apfel 7–10 cm

Mechthild Mansel

Ich begebe mich immer total in den Malakt hinein, denke und f¨ uhle mit Farbe und Pinsel. Das k¨orperliche und seelische Kennenlernen ist unmittelbarer Gegenstand und direkter Prozess des Malens. Die Arbeit dann zusammen mit dem Keramikmeister Frank Brinkmann, meiner Art der Technik, umgesetzt in weichen Ton, mit Farbpigmenten, Oxyden – ein herrlicher, mich inspirierender Kontrast.

Bodenvase ↑ 55 cm


Jana Heistermann

Antje Reinhardt

Mein Arbeitsplatz ist die Natur. Ich lasse mich von einem Ort, einer Landschaft, einer Hand voll Ton aus der Erde f¨ uhren. Als Mittel einer Ausdruckskraft der Sch¨opfung diene ich der Verbindung von Mensch und Natur.

Erd¨ apfel 7–10 cm

Monatsbild Februar 37 cm


Jana Heistermann

Mein Arbeitsplatz ist die Natur. Ich lasse mich von einem Ort, einer Landschaft, einer Hand voll Ton aus der Erde f¨ uhren. Als Mittel einer Ausdruckskraft der Sch¨opfung diene ich der Verbindung von Mensch und Natur.

Erd¨ apfel 7–10 cm

Sybille Abel–Kremer

Allen Formengruppen ist gemein, dass sie sich meist in Bezug auf H¨ohe und Weite in der N¨ahe quadratischer Maße bewegen, die Kubusform nachempfinden. Bei der geschlossenen Form geht es dabei vornehmlich um die Kugelgestalt. Wichtig ist mir, dass die Oberfl¨ache mit der Form in belebender Wechselwirkung steht.

Vase ↑ 18 cm


Jana Heistermann

Mein Arbeitsplatz ist die Natur. Ich lasse mich von einem Ort, einer Landschaft, einer Hand voll Ton aus der Erde f¨ uhren. Als Mittel einer Ausdruckskraft der Sch¨opfung diene ich der Verbindung von Mensch und Natur.

Erd¨ apfel 7–10 cm

Ludwig Laser

Mein Ziel ist es, zeitlose gute Gef¨aßkeramik herzustellen, und sich langsam die Kunst zur¨ uck zu erobern, weil T¨opfe drehen nicht alles ist.

Doppelwandgef¨ aße 18 / 30 cm


Jana Heistermann

Antje Reinhardt

Mein Arbeitsplatz ist die Natur. Ich lasse mich von einem Ort, einer Landschaft, einer Hand voll Ton aus der Erde f¨ uhren. Als Mittel einer Ausdruckskraft der Sch¨opfung diene ich der Verbindung von Mensch und Natur.

Erd¨ apfel 7–10 cm

Monatsbild Juli 37 cm


Eckart Meisel

Deckeldose ↑ 22 cm

Antje Reinhardt

Monatsbild Juli 37 cm


D¨ orte Teichert

Antje Reinhardt

Ich habe den Wunsch und Anspruch, dass meine Keramiken im allt¨aglichen Gebrauch ihren Zauber entfalten.

Deckeldose ↑ 20 cm

Monatsbild Juli 37 cm


D¨ orte Teichert

Ich habe den Wunsch und Anspruch, dass meine Keramiken im allt¨aglichen Gebrauch ihren Zauber entfalten.

Deckeldose ↑ 20 cm

Jenny Rosenberg

F¨ ur mich sind die Keramikgef¨aße eine Art Leinwand. Eigentlich komme ich vom Malen, Zeichnen, der Illustration, bin also Quereinsteiger. Ich m¨ochte die schwarzen Zeichnungen in die Schalen einf¨ ugen, einlegen... Eine gespannte einfache Form fasziniert mich, und daran versuche ich mich immer wieder.

Schalen 9 /12 cm


Tabea Surel

Meine Geschirr- und Gebrauchskeramik zeichnet sich durch eine klare Formensprache, Leichtigkeit und eine differenzierte Farbpalette aus. Die ¨außere Oberfl¨ache der Gef¨aße ist im lederharten Zustand engobiert und dann mit einem glatten Stein poliert.

Vasen ↑ 30 cm

Jenny Rosenberg

F¨ ur mich sind die Keramikgef¨aße eine Art Leinwand. Eigentlich komme ich vom Malen, Zeichnen, der Illustration, bin also Quereinsteiger. Ich m¨ochte die schwarzen Zeichnungen in die Schalen einf¨ ugen, einlegen... Eine gespannte einfache Form fasziniert mich, und daran versuche ich mich immer wieder.

Schalen 9 /12 cm


Antje Dietrich

Die Dinge, die uns umgeben, sind Ausdruck unserer Lebensgewohnheiten, widerspiegeln unsere Lebenseinstellung. Das klassische Service scheint abgel¨ost, neue Eß- und Trinkgewohnheiten sind Anlass f¨ ur neues Design.

Vasen ↑ 23.5 cm

Jenny Rosenberg

F¨ ur mich sind die Keramikgef¨aße eine Art Leinwand. Eigentlich komme ich vom Malen, Zeichnen, der Illustration, bin also Quereinsteiger. Ich m¨ochte die schwarzen Zeichnungen in die Schalen einf¨ ugen, einlegen... Eine gespannte einfache Form fasziniert mich, und daran versuche ich mich immer wieder.

Schalen 9 /12 cm


Antje Dietrich

Die Dinge, die uns umgeben, sind Ausdruck unserer Lebensgewohnheiten, widerspiegeln unsere Lebenseinstellung. Das klassische Service scheint abgel¨ost, neue Eß- und Trinkgewohnheiten sind Anlass f¨ ur neues Design.

Vasen ↑ 23.5 cm

Antje Dietrich

¨ Ein Beitrag zur Asthetik des Alltags, besondere St¨ ucke, die im t¨aglichen Gebrauch erfreuen, funktionieren und individuell sind.

Tasse ↑ 9 cm


Anette Kniesche

Mein Ziel: Das Material T o n ausreizen.

Klangspiel ↑ 60 cm

Antje Dietrich

¨ Ein Beitrag zur Asthetik des Alltags, besondere St¨ ucke, die im t¨aglichen Gebrauch erfreuen, funktionieren und individuell sind.

Tasse ↑ 9 cm


Anette Kniesche

Christiane Schlegel

Mein Ziel: Das Material T o n ausreizen.

Klangspiel ↑ 60 cm

Flasche ↑ 28 cm


Anette Kniesche

Mein Ziel: Das Material T o n ausreizen.

Klangspiel ↑ 60 cm

Annette M¨ obius

Absolute Priorit¨at haben Funktionalit¨at, Handhabbarkeit, klare Sachlichkeit in Form und Dekor, Zeitlosigkeit und immer die M¨oglichkeit, die Services zu erg¨anzen, ggf. immer auch Einzelnes zu ersetzen.

Schale 30 cm


Anette Kniesche

Mein Ziel: Das Material T o n ausreizen.

Klangspiel ↑ 60 cm

Gabriela Roth–Budig

Seit ich denken kann, interessiere ich mich f¨ ur Menschen, ihre Gef¨ uhle, Haltungen, Verhaltensweisen und versuche, das bildnerisch wiederzugeben.

aus ”Krabbelgruppe” ↑ 26 cm


Regina Albrecht

”Kontrastreiche Schwarz-Weiß-Oberfl¨achen kennzeichnen ihre Skulpturen und Objekte.”

Frau ↑ 30 cm

Gabriela Roth–Budig

Seit ich denken kann, interessiere ich mich f¨ ur Menschen, ihre Gef¨ uhle, Haltungen, Verhaltensweisen und versuche, das bildnerisch wiederzugeben.

aus ”Krabbelgruppe” ↑ 26 cm


Regina Albrecht

”Kontrastreiche Schwarz-Weiß-Oberfl¨achen kennzeichnen ihre Skulpturen und Objekte.”

Frau ↑ 30 cm

Ursula Ambos

Es ist eine klare Gestaltung der Form, die durch einfache Glasuren unterstrichen wird. Oftmals sind Gef¨aße durchbrochen, geschnitten. Sie suchen Beziehung zum Raum, zur Umgebung, lassen Spielraum offen f¨ ur ihre Verwendung.

Wandteller 48 cm


Antje Reinhardt

Ursula Ambos

Es ist eine klare Gestaltung der Form, die durch einfache Glasuren unterstrichen wird. Oftmals sind Gef¨aße durchbrochen, geschnitten. Sie suchen Beziehung zum Raum, zur Umgebung, lassen Spielraum offen f¨ ur ihre Verwendung.

Monatsbild November 1 37 cm

Wandteller 48 cm


Antje Reinhardt

Frank Brinkmann

”101010 ist gerade in jenem Sinne, in dem es f¨ ur seine hochindividuelle und komplexe Thematisierung der klassisch modernen Malerei seinen eigenen 3-dimensionalen Kunstraum erschafft, ein Beispiel von Malerei im Raum.” (KATAlOG)

↑ 27

101010 2008 30 33 cm ↑

Monatsbild November 1 37 cm


Ute Kl¨ otzer

Frank Brinkmann

”101010 ist gerade in jenem Sinne, in dem es f¨ ur seine hochindividuelle und komplexe Thematisierung der klassisch modernen Malerei seinen eigenen 3-dimensionalen Kunstraum erschafft, ein Beispiel von Malerei im Raum.” (KATAlOG)

↑ 27

101010 2008 30 33 cm ↑

Lochgef¨ aß ↑ 14.5 cm


Keramische Materialien in ihrer Vielfalt als Medium zu nutzen ist meine h¨aufigste Arbeitsweise. Der Rhythmus dieser Materialien und das Tempo, welches vom Material vorgegeben wird, passen zu mir. Dabei gilt es pers¨onliches Erleben in eine Form zu u ¨bertragen, die ¨ Jetzt-Ubergreifendes katalysiert.

”101010 ist gerade in jenem Sinne, in dem es f¨ ur seine hochindividuelle und komplexe Thematisierung der klassisch modernen Malerei seinen eigenen 3-dimensionalen Kunstraum erschafft, ein Beispiel von Malerei im Raum.” (KATAlOG)

↑ 27

Spur der Flut 2004 ↑ 68 cm

Frank Brinkmann

101010 2008 30 33 cm ↑

Frank Brinkmann


Frank Brinkmann

Antje Reinhardt

Keramische Materialien in ihrer Vielfalt als Medium zu nutzen ist meine h¨aufigste Arbeitsweise. Der Rhythmus dieser Materialien und das Tempo, welches vom Material vorgegeben wird, passen zu mir. Dabei gilt es pers¨onliches Erleben in eine Form zu u ¨bertragen, die ¨ Jetzt-Ubergreifendes katalysiert.

Spur der Flut 2004 ↑ 68 cm

Monatsbild September 2 37 cm


Franziska M. K¨ ollner

Antje Reinhardt

Die thematische Pr¨aferenz in meinen plastischen Arbeiten ist in erster Linie auf die menschliche Figur gerichtet. Der ¨ Ubergang von naturalistischen Ankl¨angen zur Abstraktion ist im Moment ein wichtiges Spannungsfeld f¨ ur mich.

Torso ↑ 63 cm

Monatsbild September 2 37 cm


Gabriela Roth–Budig

Antje Reinhardt

Ton als Arbeitsmaterial funktioniert mit meiner Arbeitsweise momentan am besten, es ist mir vertraut.

Zeig mir deinen FuĂ&#x; 2008 → 108 cm

Monatsbild September 2 37 cm


Gabriela Roth–Budig

Ton als Arbeitsmaterial funktioniert mit meiner Arbeitsweise momentan am besten, es ist mir vertraut.

Zeig mir deinen FuĂ&#x; 2008 → 108 cm

Reinhard Minkewitz

Die Raumprobleme, die ich in der Zeichnung bearbeite, kann ich immer mal im keramischen Material gegen-kontrollieren.

Bauchdecke 44 x 25 cm


Reinhard Minkewitz

Reinhard Minkewitz

Die Raumprobleme, die ich in der Zeichnung bearbeite, kann ich immer mal im keramischen Material gegen-kontrollieren.

Gem¨ alde 55 x 60cm

Bauchdecke 44 x 25 cm


terra rossa

Weggef¨ ahrten

10 Jahre terra rossa sind Grund genug, ihre Mitglieder zu versammeln, und im Katalog der gemeinsamen Ausstellung die Weggef¨ahrten der terra rossa, ihre aktuellen und ehemaligen Mitglieder, die F¨orderer des Vereins und auch die Kommissionisten der Galerie gemeinsam vorzustellen. Kontakte zu den Mitgliedern und Partnern sind jederzeit u ¨ber die Keramikgalerie terra rossa, Roßplatz 12, Leipzig, m¨oglich.

F¨ orderer des Kunstvereins terra rossa e.V. Dr. Uta Brinkmann, Leipzig. Claudius Gabriel, Leipzig. Wolfram Boden, Colditz. Reinhard Minkewitz, Leipzig. Bildender K¨ unstler.

Mitglieder des Vereins Ihr Galerie-Team Franziska Deutrich Eva-Sybilla Seyferth Gerd-Michael Arabin

Jana Heistermann, Leipzig, *1962, +2006. Landschaftsg¨artnerin, Keramikerin, Montessorip¨adagogin und Projektkoordinatorin. Gestaltung von G¨arten im Einklang von Mensch und Natur, Keramik als Erlebnis der Sinne, Verbindung traditioneller und moderner Kulturen. Kleinkeramik, Freihandkeramik, Raku, Gartenkunst und -keramik, Lebensschule Mandala, Werkstatt in B¨orln, Dahlener Heide.

Sybille Abel-Kremer, Markkleeberg, *1954, Gr¨ undungsmitglied Kunstverein terra rossa e. V. 2001. Diplomkeramikerin. Eigene Werkstatt in Markkleeberg, Lehrerin am Humboldt-Gymnasium in Leipzig. Gef¨aßkeramik, Steinzeug, Porzellan. Fertigung von Einzelst¨ ucken, u.a. Kummen, Schalen, Teeschalen, geschlossene Gef¨aße in kugeliger Gestalt. Regina Albrecht, Leipzig, *1945, +2006. Erste Versuche mit dem Medium Ton 2003 in einer freien Keramikwerkstatt. Seit 2004 eigene Werkstatt in Leipzig-L¨ utzschena. Skulpturen, Objekte, Gartenkeramik. Frank Brinkmann, Schaddel, *1960, Gr¨ undungsmitglied des Kunstvereins terra rossa e.V. 2001, Vorsitzender des Vereins. Keramische Plastik, Objekte, keramische Reliefs baubezogen, Gef¨aße entstehen in meinem Atelier oder bei Arbeitstreffen mit vertrauten oder neuen Kollegen / innen in Fabriken und Ateliers meiner jeweiligen Arbeitsgruppen. Bestandteil meiner


Arbeit ist die Organisation und Betreibung des K¨ unstlerhauses Schaddelm¨ uhle als Arbeitsm¨oglichkeit f¨ ur K¨ unstler / innen und junge Talente. Weiterhin betreibe ich die Vorbereitung und Durchf¨ uhrung von Ausstellungen, welche die Vielfalt der Ausdrucksm¨oglichkeiten von Kollegen / innen, vornehmlich aus dem Keramikbereich, dem Interessierten zug¨anglich machen. Gebrauchs- und k¨ unstlerische Keramik f¨ ur den Innen- und Außenbereich.

abschluss 1984. Gebrauchs- und Ziergef¨aße, große Gef¨aßunikate. Franziska M.-K¨ ollner, Leipzig, *1968, Gr¨ undungsmitglied des Kunstvereins terra rossa e. V. 2001. T¨opferlehre, Meisterlehrgang und seit 1993 eigene Werkstatt in Leipzig, lebt mit Mann, drei Kindern und der Gratwanderung zwischen Arbeit, Kunst, Fa¨ milie und Uberleben. Gebrauchsund k¨ unstlerische Keramik.

Heike Blechschmidt, Groitzsch, *1967, +2006. 1990 Meister im Keramikhandwerk, seit 2002 t¨atig in eigener Werkstatt. Gebrauchskeramik.

Ulrike Korn, Beucha, *1955, +2007. Lebt und arbeitet in Beucha bei Leipzig. Seit 2005 freie k¨ unstlerische Mitarbeit in den Ateliers der Majolika Manufaktur Karlsruhe. Skulptur und Plastik f¨ ur Außenbereiche, Objekte in leuchtenden Farben.

Ute Kl¨ otzer, Gera, *1949, Gr¨ undungsmitglied der Galerie 1998, Gr¨ undungsmitglied und Vorstandsvorsitz des Kunstvereins terra rossa e. V. 2001 bis 2006. T¨opferlehre, Abschluss als Diplomformgestalterin (FH), Arbeit als Designerin in Th¨ uringen, 1980 Aufbau einer eigenen T¨opferei in Sonneberg, Meister-

Ludwig Laser, Obergeißendorf, *1960, 1998 Gr¨ undungsmitglied der Galerie. ¨ 1988 Meisterpr¨ ufung. 1990 Ubersiedlung nach Obergeißendorf. Organisation und Leitung mehrerer Keramikworkshops und Malerwerkst¨atten. Selbstst¨andig in eigener Werkstatt in Obergeißendorf. Gebrauchs- und k¨ unstle-

rische Keramik, Salzglasur, Kristallglasur, Raku. Neben der Gef¨aßkeramik t¨atig in der Malerei, Grafik und Fotografie. Eckart Meisel, Leipzig, *1955, +2006. Atelier in Leipzig. Maler, Grafiker, Keramiker. K¨ unstlerische Gef¨aßkeramik, Plastik, Malerei. Arbeiten befinden sich im Besitz der Lutherstadt Wittenberg, der Landesregierung Sachsen, des Regierungspr¨asidiums Leipzig, der Landeskirche Sachsen, des LindenauMuseums Altenburg, der Galerie Denkmalschmiede H¨ofgen, der Sammlung E´aers M¨onchengladbach. Hans-Peter Meyer, Bischofswerda, *1947, +2006. T¨opferlehre, Praktiken in renommierten Keramikwerkst¨atten, Kunsthochschule Berlin, 1970 Anerkennung Kunstschaffender im Handwerk, seit 1974 freischaffender Keramiker in Bischofswerda in eigener Werkstatt, 1990 Mitglied im s¨achsischen K¨ unstlerbund und BBK. Gebrauchskeramik, dekorative Gef¨aßkeramik, Fayencemalerei, Ascheglasur-


malerei, Kristallglasuren.

Mehrschicht-

Annette Kniesche, Leipzig, +2007. Diplomkeramikerin Burg Giebichenstein. Seitdem freischaffend als Keramikerin in eigener Werkstatt. Verheiratet, 1 Kind. Herstellung von Gebrauchskeramik, Wandgestaltung, Kachel¨ofen, freie Objekte. Annette M¨ obius, Jena, *1963, +2006. 1988 Meisterpr¨ ufung, seit 1992 eigene Werkstatt in Jena, 1995 Keramikpreis der Stadt B¨ urgel. Ank¨aufe vom Keramikmuseum B¨ urgel und Museum f¨ ur Angewandte Kunst in Gera. Alrun Reinhardt, Halle (Saale), *1972, +2006. Ausbildung zur Buchbinderin in Leipzig, anschließend als Buchbinderin in Weimar t¨atig, Studium an der Hochschule f¨ ur Kunst und Design Burg Giebichenstein in Halle (Saale), Fachbereich Malerei / Bucheinband, soziales Jahr in Nancy/Maxville, Studium an der FH-Merseburg, Fachbereich Sozialwesen, freie Gestaltung

in Keramik, Malerei, Plastik, Textil. Mitarbeit in verschiedenen Werkst¨atten: Handweberei, Textilf¨arberei, Applikation in der Staatlichen Textil- und Gobelinmanufaktur Halle GmbH. Keramik-, Emaille-, Textilwerkstatt im K¨ unstlerhaus 188 in Halle (Saale). Weberei und Keramik auf La Palma. Freie Mitarbeit als Dozentin an der VHS Halle in der Keramikwerkstatt. Seit 2002 selbstst¨andig t¨atig als freischaffende K¨ unstlerin (Keramik und Malerei). Gef¨aßkeramik. Jenny Rosenberg, Leipzig, *1976, +2007. Ich lebe und arbeite im graphischen Hof in Leipzig und habe dort gemeinsam mit T¨opfermeisterin Susan Hopf die Keramikwerkstatt ”Seltene Erden”. Seltene Erden sind f¨ ur mich die Welten, die sich er¨offnen, wenn man sich voll auf einen k¨ unstlerischen Prozess einl¨asst. Malerei und Keramik. Gabriela Roth-Budig, *1964, Gr¨ undungsmitglied Kunstverein terra rossa e. V. 2001. Meine kleine Werkstatt befindet sich im Keller unseres

Wohnhauses. Es ist leider nicht viel Platz, da ich aber 3 Kinder (meine wichtigste Inspirationsquelle) habe, besteht so die M¨oglichkeit, Familie und Arbeit unter einen Hut zu bringen. Ich stelle auch sehr gerne Gebrauchskeramik her, dadurch schaffe ich mir eine wohltuende Distanz zu meinen freien Arbeiten, die es mir erm¨oglicht, den Weitblick zu behalten. Seit 1989 eigene Werkstatt in Leipzig, seit 2003 Mitglied im Bund Bildender K¨ unstler Leipzig. Gebrauchskeramik, Fayence, Plastiken, Installationen. Angela Teubert, Leipzig. Gebrauchskeramik, Gartenkeramik. Tabea Surel, Weimar, *1976, +2008. Ausbildung zur Keramikerin in den Hedwig-BollhagenWerkst¨atten f¨ ur Keramik in Marwitz, Gesellenabschluss. 2002 Gesellin in Keramikwerkstatt in Tennessee (USA). Seit 2006 freischaffende Keramikerin in Weimar. Gebrauchskeramik, Geschirr, Einzelst¨ ucke.


Rolf Bu ¨ ttner, *1968, +2008. Verheiratet, eine Tochter. Malerlehre nach Abitur und Wehrdienst. 1994-98 Studium an der Bauhausuniversit¨at Weimar, Diplom, seit dem freischaffender Designer (vk). Besch¨aftigung mit Raumgestaltung, Fotografie, Malerei, digitaler Grafik, Grafik, Plastik. Seit 2002 Leiter einer kommunalen Jugendkunstschule (Volkskunstschule Oederan), Vorstandsmitglied der ”Turmgalerie” im Schloss Augustusburg, Mitglied im Freiberger Kunstverein. K¨ unstlerische Keramik, Skulptur, Walldesign, Bilder. Ute Hartwig-Schulz, Mutschen. Ursula Ambos, Leipzig. Gef¨aßkeramik, individuelle Einzelst¨ ucke.

Ehemalige Mitglieder des Kunstvereins terra rossa und Kommissionisten der Galerie

Christiane Schlegel, Leipzig, *1970, +2001–2006, Gr¨ undungsmitglied des Vereins. Gesellenpr¨ ufung 1998, 2002 Aufnahme in BVBK, Ausbau eines alten Hinterhauses in LeipzigPlagwitz zu Atelier und Ausstellungsr¨aumen. 2003 Werkstattgr¨ undung. Antje Reinhardt, Dr¨oßnitz, +2006–2006. In meiner Werkstatt nutze ich verschiedene keramische Massen – vornehmlich Steinzeug und Porzellan – die ich frei auf der Scheibe drehe oder in Plattentechnik verarbeite. Nach eigenen Entw¨ urfen und im Dialog mit dem Kunden entstehen Einzelgef¨aße und Gef¨aßgruppen bis hin zu Kleinserien. Sehr gute Gebrauchseigenschaften der Keramiken sind f¨ ur mich ebenso maßgeblich wie Materialbeherrschung und gezieltes Experiment.

Mechthild Mansel, Dresden, *1959, +2006–2007. Studium Landschaftsarchitektur TU Dresden mit Zusatzstudium Architekturbezogene k¨ unstlerische Gestaltung. 1993 Diplom an der Hochschule f¨ ur Grafik und Buchkunst. Meistersch¨ ulerin von Prof. Kurth. Malerin, Grafikerin. Freischaffend. Antje Dietrich, Halle (Saale). Meine zwei kleinen Werkstattr¨aume sind lang und schmal - nach vorn ein großes Fenster zur viel befahrenen, sehr lauten Stadtstraße - nach hinten mit Blick ins Gr¨ une, ein Garten, tats¨achlich ruhig. Genau in dieser Mitte befinde ich mich. Mein liebster Arbeitsplatz nat¨ urlich im gr¨ unen Teil. So m¨ochte ich Beides: experimentieren, neues probieren, kreativ sein und andererseits kontinuierlich ein Ladensortiment produzieren. D¨ orte Teichert, Dessau, *1979, +2006–2008. 2 T¨ochter, Ausbildung zur Keramikerin bei Joachim Jung in Glashagen, seit 2004 selbst¨andige Keramikerin.


Rosemarie Peuckert, Leipzig. Seit 12 Jahren besteht die Keramikwerkstatt Steinbach Keramik in Leipzig-Gohlis, Menckestraße 44 (neben dem Schillerhaus). Ich bin f¨ ur Form und Dekor verantwortlich und Kristin Zettl dreht das Geschirr. Wir fertigen ein Geschirr f¨ ur jeden Tag mit guten Gebrauchseigenschaften. Ulrike Friedemann, Halle (Saale). Helga Krauße, +2006–2007. Frank Steenbeck, +2006–2007.

L¨oßnitz,

Jena,

Gudrun Sailer, Eberswalde, +2006–2007. Andrea Herrmann, Berlin. Johanna Hitzler, Blankenhain. Thomas Lo ¨ber-Buchmann, Halle (Saale).

Martin (Saale).

M¨ ohwald,

Halle

Armin Rieger, Bergfeld. Gr¨ undungsmitglied der Galerie 1998. Angelika Ku ¨ hn von Hintzenstern, K¨ uhdorf. Gr¨ undungsmitglied der Galerie 1998. Porzellanatelier Beatrix Krause und Claudia St¨ olzel, Halle (Saale). Steffi Herz, Schl¨ uchtern. Andreas Plauen.

J.

Leonhardt,

Gertrud Rauer, Westerstede, Ulrich Schumann, Berlin– Pankow. Werkstatt f¨ ur Neue Keramik. Andrea Herrmann, Berlin. Gordon Gran, Krauschwitz.


Objektfotografien – Horst Kath. Dresden. Ausstellungsfotografien und Bildbearbeitung – Michael Kath. Leipzig.


Kataloggestaltung, Edition, Layout und Satz – Michael Kath. Leipzig. 2008.


Keramikgalerie des Kunstvereins terra rossa e.V. . RoĂ&#x;platz 12 . 04103 Leipzig . Tel 0341-9904399 .


10 Jahre terra rossa