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Drugs kept me alive de Jan Fabre

Foto: W. Bergman

CrĂ­tiques i recull de premsa

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Drugs kept me alive Direcció de Jan Fabre

La premsa ha dit…

“Els moviments semblen cridar-se a si mateixos, i desenvolupa el seu subtil poder destructiu a sobre de l’escenari sense que els drames o els abismes es trenquin” Simone Kaempf. Nacht Kritik (Berlin). 16/08/12

“Les confessions d’un addicte a la dansa són sorprenents, però també és una comèdia impetuosa. Ell no es demora i parla de la guerra biològica del seu cos” Sandra Luzina. Tagesspiegel. 18/08/12.

“La força de la seva vida de drogoaddicció, aventures i medicaments per al VIH. I bufa bombolles sobre ell. És trist, bell, poètic i boig” Michaela Schlagenwerth. Berliner Zeitung. 20/08/12

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Drugs kept me alive Direcció de Jan Fabre

Nacht Kritik (Berlin). 16/08/12

kept me alive – Jan Fabre und Antony Rizzi zelebrieren bewusstseinserweiternde Arzneien bei Tanz im August 20/08/12 15:50 Berauschend: Antony Rizzi © Wonge Bergmann Drugs kept me alive – Jan Fabre und Antony Rizzi zelebrieren bewusstseinserweiternde Arzneien bei Tanz im August Lebenssaft und Schaffenskraft von Simone Kaempf Berlin, 16. August 2012. Hier geht es um Bewusstseinserweiterung. "Life is to accept theunacceptable." Mit diesen Worten beginnt der Tänzer Antony Rizzi seine SoloPerformance, dieautobiographisch von ihm selbst erzählt: von vielen Experimenten mit Drogen, von etwas, was ihm zuIntensität und Leben verholfen hat, auch wenn es Leben rauben könnte, und was sich als Kraft nichtnur im Kopf, sondern auch im Körper ausbreitet. Bald schlackern Rizzis Beine wie Gummiglieder, eineWellenbewegung geht durch seinen Körper,

alles

äußerst

amorph

und

doch

in

Hochspannung.

Wie die Stoffe heißen, die einem zum Treibstoff werden können, davon ist auf der Bühne viel dieRede. Ketamin und GBH, Poppers und Speed. Letzteres eine Kombination, mit der man sich wie eineRaubkatze bewege, erzählt Rizzi einmal. Diese Stoffe, die einen lebendig machen und gleichzeitigentfernen von der Welt, werden hier ausgiebig gefeiert, aber nicht naiv, sondern mit einer Ironie, dieman sich nur leisten kann, wer die Dinge durchlebt hat. Ein ekstatischer Derwisch Rizzi selbst kommt auf der Bühne ziemlich posh daher, im zeitgemäß dicken Brillengestell und im schwarzenAnzug. Er trägt eine weiße Strickmütze, die an einenSufi erinnert. Ist er

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Drugs kept me alive Direcció de Jan Fabre nun

der

ekstatische

Derwisch

oderdoch

der

geprügelte

Dummkopf?

In

den

Tanzeinlagentestet der windende Körper seine Grenzen ab. DieBewegungen scheinen sich auch immer wieder gegensich selbst zu wenden, entwickeln subtil ihrezerstörerische Kraft, ohne dass auf der Bühne gleichdas große Drama entsteht oder sich Abgründeaufreißen. Diesen schmalen Grad zwischen Selbstfeier und Selbstzerstörung hält der Tänzer, der zum Ensemblevon William Forsythe in Frankfurt gehörte, bevor er mit Jan Fabre zu arbeiten begann und auch selbstchoreografierte, mit beeindruckender Präzision. Unter der Regie von Jan Fabre ist eine Mischform ausTanz, Schauspiel und Sprecherzählung gelungen, die sich im Laufe des Abends immer mehr vomDiktum Droge löst, und wenn sich Rizzi in einer Szene die Arzneifläschchen, die die Bühne säumen,unters Jackett stopft und wie schwanger über die Bühne wandelt, sind auch allgemeinere Säfte undKräfte gemeint, die einen am Leben halten, aber auch dunkle Seiten haben. Bedürfnis nach Intensität Bevor es zu düster wird, wechselt Rizzi von der Erzählung

in

den

Tanz

oder

produziert

ausSeifenlaugenschalen große Seifenblasen, die trotz seiner äußersten Vorsicht und Hingabe natürlichdoch zerplatzen. Über Microport ist sein Atmen, das Luftholen und jede Diktion verstärkt zu hören, darin findet sich auch ein Ausdruck für das Abgeschottetsein auf einem Drogentrip, bei dem dieSinnes-Wahrnehmung überdeutlich funktioniert. Es ist ein Abend von eigentümlicher Schönheit, derein Wertesystem erschafft, das aus dem Bedürfnis nach Intensität entstanden ist.Man kann sich allerdings auch fragen, ob die Performance vor den dunklen Seiten nicht einfach auchwegrennt und ein bisschen zuviel Entertainment produziert. Im Publikumsgespräch nach derVorstellung bleibt Rizzi in dem Modus, sich selbst zu ironisieren. Seine Botschaft, dass alle ein wenignetter zueinander sein sollten, mag man ihm jedoch nicht abkaufen, aber sei's drum. Ein Höhepunktwar "Drugs kept me alive" ganz sicher auf dem Festival Tanz im August, das neben ImPulsTanz Wienund Montpellier Danse mittlerweile eines der großen europäischen Tanzfestivals ist.Wie es im nächsten Jahr konzipiert sein wird, ist derzeit unklar. Die künstlerische Leitung durch fünfKuratoren ist nicht sinnvoll, darin sind sich alle Verantwortlichen einig. Das Festival könnte enger ansHebbel am Ufer gebunden werden, das nach Matthias Lilienthals pg. 4


Drugs kept me alive Direcció de Jan Fabre Weggang ab der neuen Spielzeit vonAnnemie Vanackere geleitet wird, oder unabhängig werden, wie es sich die Verantwortlichen derTanzwerkstatt wünschen, damit eine größere inhaltliche Bandbreite garantiert bleibt. Es soll sichetwas verändern, aber die Richtung ist noch offen.

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Drugs kept me alive Direcció de Jan Fabre

Tagesspiegel 18.8.2012

Kritikenrundschau Ein Abend zwischen Aufklärung und Verausgabung ist "Drugs kept me alive", schreibt Sandra Luzina im Tagesspiegel (18.8.2012). Rizzi, seit 15 Jahren HIV-positiv, rede mit frappierender Offenheit über legale und illegale Substanzen, der Katalog seiner Süchte ist beachtlich. "Die Bekenntnisse eines alternden Tanz-Junkies sind erschütternd, aber auch von irrwitziger Komik." Er schone sich nicht und erzählt vom biologischen Krieg, der in seinem Körper tobt, was Fabre überflüssigerweise mit grellen Soundeffekten verdeutlicht. "Doch er begreift sich nicht als Opfer, er bleibt 'ein unheilbarer Soldat der Liebe'. Das Schlussbild ist eine Apotheose: Hunderte Seifenblasen rahmen diesen dreckigen Heiligen."

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Drugs kept me alive Direcció de Jan Fabre

Berliner Zeitung. 20/08/12 Michaela Schlagenwerth bringt ihr Lob für diesen Abend von Fabre/Rizzi in einem längerenFestivalbericht für die Berliner Zeitung (20.8.2012) schlaglichtartig vor: Rizzi erzähle "in einer Tourde Force von seinem sex-, abenteuer- und drogensüchtigen Leben, von HIV und Medikamenten.Seifenblasen umwehen ihn. Es ist traurig, schön, poetisch und verrückt."

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De Singel

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Drugs kept me alive  

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