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Die Anleitung zum Leid Ein Opus Magnum in 6 Aufzügen und 3 Lifts Die Welt1 dreht sich durchschnittlich einmal am Tag um sich herum, spannend. Um unseren Kreisel dreht sich ein kleinerer Kreisel2, der deutlich langsamer ist, der sogar so faul ist, dass wenn er sich einmal um sich selbst gedreht hat, sich einmal um unseren Planeten Erde gedreht hat. Wäre unser orbitales Vehikel genauso langsam, wären wir schön knusprig braun auf der einen Seite und auf der anderen hätten wir einen Wintermantel, der jedes Schaf neidisch machen würde.3 Im Grunde ist es ein riesiger Dreckklumpen der durch Schwerkraft zusammengehalten wird. Und hurra, die Dreckschleuder dreht sich fleißig um einen noch viel größeren brennenden Plasmaball. Die Erde wiegt 5,972 Tausend Trillionen Kleinwagen.4 Ich hätte es gerne in Fußballfeldern angegeben, aber nach den letzten Niederlagen der deutschen Mannschaft, ist dieser Sport gerade nicht opportun. Der Mensch hat ungefähr 100 Milliarden Nervenzellen und bei jedem glücklichen Rausch gehen 30.000 drauf. Sprich 0,00003% unserer Nervenzellen verabschieden sich im Delirium mit dem Geld in der Brieftasche und der Selbstachtung auf der Schüssel. Vergleichsweise haben wir also eine Nervenzelle zu Fünfmilliardenneunhundertzweiundsiebzigmillionen Kleinwagen und wenn wir die Erde abfüllen würden, dann würden so viele Kleinwagen absterben, das…, ich merke gerade, der Vergleich trägt nicht mehr. Ich fang am besten nochmal von vorne an. Also unser Planet hat seit Jahrmillionen nichts anderes zu tun, als im Kreis zu laufen, anstatt wenigstens mal eine Sightseeingtour zu machen. Mutter Natur ist eben eine Ausgeburt der Genialität und der Apfel fiel nicht weit vom Stamm. Wie wäre es Beispielsweise mit einem Abstecher zum nächsten Asteroidengürtel? Gegen diese Abenteuer ist das Pechtropfenexperiment5 ein echter Thriller. Schon irgendwie passend, dass im spannendsten Moment die Kamera versagte. Da passiert endlich was auf Erden und Gott (ein unglaublich unfähiger Administrator, schon vor vielen Jahren wurde ihm gemeldet, dass die Hummel dem Bug des Fliegens unterliegt und er hat es noch immer nicht geregelt6) war auf Klo.

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Ich wollte gleich mal eine Fußnote einfügen um zu dem Betroffenen zu bekunden, dass ich Fußnoten liebe und sie gerne und zahlreich nutzen werde. 2 Achtung es folgt der erste von zahlreichen Kettensätzen. Der Inflationäre Gebrauch von Kommata ist in Zeiten des Aufschwungs wichtig und es wäre sehr reaktionär, Gedanken einfach abzuschließen, da sich jetzt alles bewegt, alles ist im Fluss. Das Qi des Satzes wäre ansonsten auch ganz schlecht. 3 Wer jetzt daran denkt mir die Jobidee des Inneneinrichters für Satzkonstrukte wegzunehmen, wird das Schicksal des kommenden ehemaligen Nachbarn ereilen. Von nun an werden fast nur noch wissenschaftliche Beiträge in den Fußzeilen hineinarbeiten, nicht das ich irgendwann in Ermangelung von Jobideen, Autor werden muss. 4 F.A. Brockhaus Mannheim, Brockhaus, Band 6, 19. Auflage, S. 493. Ok, da steht nichts über Kleinwagen, aber das Gewicht und ich wollte beweisen, dass ich Fußnoten auch schreiben kann, ohne das ich dabei mich selbst arm mache. Und für jeden der sich nun fragt; „Warum stehen dann im Text Kleinwagen?“ Ich habe meine unendlich intelligente Milz genutzt und es ausgerechnet. Kleiner Hinweis für den Fragesteller: „Bitte beim Lesen ständigen Kontakt mit der Milz halten um ihn zu verstehen.“ An alle jene die diesen Text lesen, diese Frage gestellt haben, aber keine Milz mehr haben; nun die sind einfach ausgeschlossen vom Erkenntnisgewinn. Ich habe meine 5 Minuten Intoleranz. 5 http://www.nzzfolio.ch//www/d80bd71b-b264-4db4-afd0-277884b93470/showarticle/8803ed00-489f-41bdb52e-71a5774cb6a0.aspx 6 http://www.bombus.de/warum-hummeln-fliegen.aspx Und ja ich habe den Link gelesen und weiß natürlich auch, warum Hummeln doch fliegen können, aber ich dachte, ich müsste Gott in meinem Text auch einen Platz einräumen.


Dieser oder jeder andere Anfang, wie zum Beispiel das tägliche Verhalten der Oreamnos americanus (=Bergziege), auf Latein klingt alles gleich ein wenig versauter, beim Grasen, zeigt auf imposante Weise wie banal die Existenz ist. Und wenn man nicht gerade Vertreter der Volkspartei ist, der erklären darf, wie toll es doch ist, wie man sich zum Wahlergebnis geschrumpft hat, dann ist jede Betrachtung der Existenz monoton und verliert das fantastische, ganz gleich ob es sich um Einstein oder das Leben meines Nachbarn handelt. Wie schön und bedeutend muss doch das Leben der Dinosaurier gewesen sein? Unsere lieben Echsenfreude haben wesentlich länger hier auf dem Planeten gewirkt und heute ist man schon froh, wenn man noch irgendeinen Knochen von ihnen auffindet. Ich denke, dem Erfinder des Kugelschreibers wird es nicht großartig anders ergehen.7 Von meinem Nachbarn der die Bohrmaschine so sehr mag, würde ich gerne sogar das Auffinden der Gebeine verhindern. Die Halbwertzeit des Menschen unterbietet in den meisten Fällen jene von Uran. Angemerkt sei an dieser Stelle, dass ich mir wünschte die Halbwertzeit von dem einen oder anderen Genunfall wäre bereits vorbei. Aber es scheitert doch schon an der Endlagersuche, damit wir manche Synpasenpräkariate begraben und man sie einfach vergessen könnten. Nun hat sich die Evolution entschieden, für ein Schwein wird es zu kleine Ohren haben und nicht putzig genug für eine Babyrobbe sein. Besonders schnell ist das Äffchen nicht. Besonders kräftig auch nicht. Die ökologische Nische war einzig noch das Hirn übermäßig entwickeln zu lassen. Klar nur weil wir ein relativ effizientes Gehirn haben, muss es nicht jeder benutzen. Die Bibel würde ich auch eher als Wurfgeschoss benützen, als dass ich darin geistige Erbauung finde und so lässt sich eben doch mit einem Gehirn das gute 1,4 Kilo wiegt und einem massiven Schädelknochen, auch so manche Wand damit einschlagen. Höhere Physik für einfachere Gemüter. Die restliche Geschichte kennt jeder, außer die eben genanntes Ballistikschrappnell wörtlich nehmen, Speer erfunden und den Kugelschreiber. Wir gliedern uns damit in eine Reihe von Organismen ein, die differenzierte Mehrzeller im Grunde sind. Nun muss man dem Menschen zu Gute halten, er hat ein wirklich sehr weit entwickeltes Gehirn, wenn man die vergleichbaren Wesen zu Rate zieht, spätestens nach einem 10 Minütigen Gespräch mit einem Wurm wird man merken, dass es nicht sehr erquickend ist und mit einem Bandwurm schon gar nicht, der hat das Gehirn wieder abgeschafft. Aber einen weiteren Unterschied zwischen Mensch und anderen läufigen Wesen gibt es auch nicht, wir gehen fremd wie sie, wir lügen wie sie und mögen alle Schokolade. Nach einigen Turbulenzen, legte sich dann auch für den Menschen die Zeit, in der er nicht das Mammut sondern seinen Artgenossen jagte, der ein Mammut erschlagen hat, um etwas zu beißen bekommen. Kedenfalls in den meisten Regionen und auch in den meisten Berufszweigen. Schön das es Dinge gibt, auf die man sich verlassen kann, so sind in der Wirtschaft immer noch die bösen Zurückgebliebenen und da spreche ich noch nicht mal von Vereinigungen wie dem Bund der Vertriebenen, aber die sind wenn man es genau nehmen möchte, ja auch nicht zurückgeblieben. Da wir nicht mehr auf der Flucht vor einem Mammut sind, weil wir keinen Speer haben, sondern vor Vertretern weil sie kostenlose Kugelschreiber haben8, können wir die 7

http://suite101.de/article/von-wem-wurde-der-kugelschreiber-erfunden-a71446 Interessant ist das ich erst im Nachhinein durch Recherche erfahren habe, dass der Erfinder des Kugelschreibers wirklich in Vergessenheit geraten ist. Im Brockhaus steht außer der Funktionsweise sogar gar nichts über den Kugelschreiber, geschweige denn etwas über den Erfinder. 8 Ich finde die Parallele interessant, wie man heute in Fußgängerzonen von Menschen mit diesen kleinen spitzen Geräten in die Ecke gedrängt wird und das obwohl ich nicht die Matte von so einem zottligen Getier trage.


Zeit, in der wir nicht mehr im Überlebensmodus stecken, nutzen um nachzudenken. Nun besagen Studien, dass man mittels eines MRTs Entscheidungen 10 Sekunden vorhersagen kann, bevor sie einem selbst bewusst werden.9 Aber ich möchte nun nicht noch am freien Willen zweifeln, oder mir vorstellen, dass ich ein Gehirn im Tank wäre. Ich finde Tanks nicht direkt erotisch. Wenn es eine Tupperdose wäre, dann vielleicht, dann würde ich mein Balzverhalten eben darauf ausrichten, da es aber keinen Unterschied macht, ob ich ein Gehirn im Tank bin oder nicht10, hat dieses Gedankenkonstrukt keinerlei Relevanz für diesen Text. [Jeder der sich schon einmal damit beschäftigt hat was man so mit Texten verdienen kann, wird mir diese Werbung sicher verzeihen, besonders wenn der Autor so blöd ist und über seine Job-Ideen in Fußzeilen quasselt] Aber nehmen wir für einen Moment an, wir könnten tatsächlich noch rational nachdenken, auch wenn die nächste Studie besagt, dass wir 99% aller Entscheidungen spontan treffen11 und nur die gnadenlos tolle Fähigkeit haben, rationale Gründe hinterherzuschieben, woher aber die These stammt, dass wir damit unser Unterbewusstsein verfolgen könnten, an welchen rationalen Gründen es sich bewegt hat. Ich würde gerne diese These an jener Stelle erweitern, in dem ich behaupte, dass der übermäßige Einsatz von Bohrmaschinen an einem spontanen Koma des rationalen Unterbewusstseins den Ursprung findet. Wobei ich mir alleine schon das Bewegungsprofil des Unterbewusstseins amüsant vorstelle, besonders wie die ersten Marketingforscher durch Facebook Twitter und Co [noch mehr Werbeeinnahmen] es zu erstellen. Nachdem ich dargelegt habe, was man tun kann; nämlich Bücherwerfen und mit Würmern reden, muss ich nun darauf eingehen, was ich tun soll. Das Soll entspringt aus der Fähigkeit, eben rationale Gründe für Handlungsanweisungen herauszugeben. Mir erscheinen universelle Prinzipien da die griffigsten, weil sie keine echten Auswege lassen. Sie sind ein strenges Regelwerk, die im Grunde nicht wirklich etwas aussagen, da man immer wieder in die universellen Konflikte gerät. (Sollte man Sterbehilfe betreiben? Da kommen die beiden universellen Prinzipien zum Kampf, Leben erhalten zu wollen und Leid zu verhindern) Nun kann man darüber keine definitive Aussage treffen, aber man hat eben eine heilige Kuh, die vereinfacht ausmuht: „Was du nicht willst, was man dir tut, das füg auch keinem anderen zu. Für fortgeschrittene Kälber: „Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“12 Nun lässt sich über alles streiten, außer die geliebte Schokolade. Aber ich behaupte nun an dieser Stelle, dass Leid etwas vom Menschen gemachtes ist. Nun muss man Leid natürlich aber vorher definieren. Wer definierte Zellen hat, muss auch Wörter definieren. Ich spreche mit Leid nicht die naturgegebenen Dinge an, wie dass Rosen ekelhaft stinken, oder der Orka Robben umher schleudert13 und sich auf sie stürzt. Also grenze ich auch Leid aus, das aus dem Spieltrieb entstanden ist, weil dem alle Wesen unterliegen. Ich spreche vom Leid, dass aus nicht existenznotwendigen Gründen entstanden ist. Das zwischen Gewinnmaximierung und dem Spieltrieb der Mariannengraben liegt, ist auf den ersten Blick sofort zu erkennen.

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http://www.zeit.de/2008/17/Freier-Wille http://www.jg-eberhardt.de/philo_exp/ex_gehirn_im_tank.html 11 http://www.ecircle.com/blog/de/2011/04/15/ein-blick-ins-gehirn-was-ihre-besucher-und-interessentenwirklich-wollen/ 12 Kant, Immanuel, AA IV, 421. 13 http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=eEhQ5nauXgY Eine fliegende Robbe sagt mehr als 1000 Worte. Ich liebe billige Reime. 10


Jedes Wesen wird versuchen sich so gut wie möglich zu erhalten. Egoismus ist eine Notwendigkeit. Deswegen lieben wir auch Schokolade so sehr, weil wir darin Nährstoffe aufnehmen, wie Zucker und Fette, die einfach früher sehr rar gesät waren und unser Hirn sagt: „Yummi!“. Ein wunderbarere Beweis, dass unser Gehirn ein schlechter Diätratgeber ist. Vielleicht sollte man sich nicht nur den Magentrakt auf ein Wodkaglas verkleinern lassen, Lobotomie to go, neurologische Landschaftsgärtnerei der neuste Trend nach der Molekularküche. Heute besteht der Egoismus viel mehr darin, ein Haus zu besitzen, um die Tür vor den Vertretern mit den Kugelschreibern zu schlagen zu können. Und keiner kümmert sich um die Gefühle des Vertreters. Die Banalität des Bösen zeigt sich schon in Dingen des Selbstschutzes. Aber wie sieht es aus mit der Knechtschaft die wir auf die Welt verteilen mit den schönen Worten der Globalisierung. Klar ein Kalb das nicht gefressen wird, wird auch nicht geboren. Tiere zu objektivieren ist schon schändlich und gehört missachtet. Jedoch darauf lassen sich die wenigsten ein, außer es ist ihr eigener Stubentiger. Aber Menschen zu objektivieren verbietet sich für die meisten schon wieder voll und ganz. Und heute spreche ich mal zur Majorität. Das gemachte Leid auf dieser Welt, beginnt im Kampf um die seltenen Erden und endet spätestens auf unserem Teller. Jeder Hobbypanikschieber der nun Angst davor hat, dass uns Firmen mit Silizium im Essen vergiften wollen, darf sich gerne nun für die nächsten paar Jahre in den Keller begeben und sein Essen ausreichend testen. So habe ich eine Weile Ruhe. Aber mich reizt der Gedanke im CERN mal eine Kartoffel einzubauen, zur Überbrückung des Relais des Kondensators. Die Kartoffel als Elementarteilchen meines Lebens im Zusammenspiel mit den Elementarteilchen der Existenz. Aber mit Essen wird leider schon genug Unfug gemacht, da sollte man es nicht noch verschlimmern, indem ich Menschen auf Ideen bringe. Die Probleme sind bekannt und die Konzerte zum Weinen wurden alle bereits gespielt. Davon abgesehen das Helium dank der US Regierung viel zu billig ist und ich für ein paar Euro um die Welt fliegen kann, da es uns auf diesem Planeten scheinbar noch nicht kuschlig warm genug ist, gibt es so viele Baustellen, die man hier nun ansprechen könnte, dass sie den Rahmen sprengen und man eher das Bedürfnis hat wieder mit dem Wurm zu reden, da sich niemand als den Buhmann darstellen lassen möchte, der er ist. Vor allen Dingen weil man dann dem Schreiberling Scheinheiligkeit vorwirft. An dieser Stelle des Textes möchte ich Foxconn danken für den PC und die toten Angestellten. Die produzieren nicht nur für Apple, bzw. produzierten. Die Zombieausbeutung ist glaube ich noch kein echtes Thema, mit dem wir uns beschäftigen müssen. Wir sind in einem gewissen Maß natürlich in dieser Zivilisation verhaftet in dem Leid und können nicht heraus, außer wir steigen ganz aus. Aber ich muss sagen wie Faust, dass ich für dieses Leben einfach nicht geschaffen bin. Ich wäre auf dem Acker sehr schlecht aufgehoben und die die schlecht aufgehoben sind, die pflanzen sich nicht fort und das ist schlecht. Heute sind es nicht die Säbelzahntiger die einen reißen, aber ein erfülltes Leben ist das auch nicht. Man sollte schon daran arbeiten können seine Potentiale verwirklichen, denn ansonsten steigt die Mortalitätsrate sehr stark. Aber nun sind wir in diesen Zivlisationsnotwendigkeiten und müssen damit umgehen. Erster moralischer Blickpunkt ist die Reduzierung auf das Minimum. Aber kommen wir ab vom bekannten Gefasel, weswegen man diesen Text eigentlich lesen sollte, ist ja die Anleitung zum Leid. Wir wissen, was für Blutpcs wir in den Händen halten und im Gegensatz zu Schmuck sind sie nicht wirklich vermeidbar. Auch wenn man sich dem Leid versucht zu enthalten, gilt es zu leiden, denn die Welt teilt sich sehr einfach ein und das hat auch noch Bush erkannt: „ Du bist Teil des Problems, oder Teil der Lösung.“. Sprich wenn man nicht gerade an der vordersten Front ist, kann man da nun wirklich nicht behaupten, man wäre fein raus aus der Sache, auch mit unserem Ablassbrief zu Weihnachten an den WWF können wir der Hölle nicht


entkommen. Denn die universelle Frage stellt sich: „ Kann es ein allgemeines Gesetz sein, dass man glücklich ist, währenddessen man Leid auf der Welt verursacht?“ Diese Frage ist einfach und es gibt keinen universellen Konflikt auf den ersten Blick. Nein das ist böse, dass darfst du nicht. Wenn man einen Autounfall sieht und ein Kleinkind lässt den Kopf hängen und zwar bis zu den Füßen, dann wird auch keiner wollen können, dass er in diesem Moment glücklich sein kann. Damit ist auch ein weiterer Punkt in diesem Text abgehakt. Es wurde an die Kinder gedacht. Ein moralisches Leid ist gerechtfertigt und notwendig. Und da aus Moral Handeln entsteht, könnte es vielleicht ja doch mal passieren, dass wir diese Welt ein wenig gerechter ausrichten. Wenn 90% des Vermögens nicht mehr bei 10% der Menschen liegt und was es nicht sonst noch alles für lustige Zahlen dazu gibt. So nun wäre ja alles gesagt…was kann ich wissen. .was soll ich tun…da war doch noch was… wonach hatte Kant noch gleich gefragt? Ach ja…Was kann ich hoffen? Nun ja das ist schnell geschrieben. Ich denke die Hoffnung die einem dann bleiben kann ist: wenn man vom Leid aufgefressen ist und noch so laut geschrien hat und sich trotzdem nichts verändert hat und zudem auch noch umweltbewusst ist und sich deswegen nicht verbrennt, ist die letzte Hoffnung, das die Klippe von der man sich stürzen will schon von so vielen gleich rationalen Wesen benutzt wurde, dass man sanft landet, weil der Berg sich fast bis zur Klippe erstreckt. Stiftung Warentest sagt zu dem Komfort sicher auch sehr gut. Post Skriptum: Nun sagt sich bestimmt jeder: „Toll da gibt einer die Handlungsanweisung zum Leiden heraus und sagt nicht wie man damit leben soll.“ Eine kleine Begründung. Es gibt so viele Lebensratgeber wie Sand am Meer, weil keiner funktioniert. Würde einer funktionieren, bräuchten wir die Anderen nicht mehr. Jeder darf seinen eigenen Weg aus der pawlowischen Elektrozelle14 heraussuchen. Es würde nichts bringen, den Meinigen hier zu veröffentlichen. Aber wer möchte kann von mir etwas Schokolade haben. Nota Bene: Die Übernahme dieser Weltansicht kann zu starken Kopfschmerzen und Typ 2 Diabetes führen. Es wird empfohlen ganz lange die Luft anzuhalten, da Sauerstoffmangel zu Euphorie führt. Also liebe Leserschaft, schont eure Nerven und eure Umwelt. Zieht den Stecker der Bohrmaschine von eurem Nachbar.

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Das ist eine lustige Umschreibung meinerseits eines brutalen Experimentes von Solomon und Wayne von 1953. Es ging um negative Verstärkung und Vermeidungsverhalten. http://dtserv1.compsy.unijena.de/ss2005/allgpsy_uj/lernen/content.nsf/Pages/6598D43D065893FDC1257035005D5E8D/$FILE/pppresen tationGast23-06-05.pdf


Die Anleitung zum Leid