Issuu on Google+

März 2009 ®

MAGAZIN DEUTSCHLAND

Produkte und Entwicklungen

Anwendungen und Referenzen

Aus den Unternehmen


er fd au 09 s 20 un z 2 63 e Si är d 18 nd 1 en . M tan Sta ch su - 5 , S 9, Be 3. le 9 alle g, al : H er n: H BV nb elo ei E ür ch b N E elon h Ec

Wir sorgen für saubere Luft

BAT-compliant product concerning energy efficiency. www.ebv.com/bat

Energie sparen und den CO2-Ausstoß senken mit Echelon und EBV Technologie, die Energie spart und dabei unseren Alltag nicht beeinträchtigt, ist die beste Möglichkeit zur Steuerung und Optimierung des Energieverbrauchs. Mit der LonWorks ® Technologie von Echelon wird die Vision einer grünen' Zukunft ' schon heute Realität.

intelligente Energielösungen mit Echelon Technologie. Gemeinsam helfen wir Ihnen bei der Entwicklung erfolgreicher Energie-Management-Lösungen für Städte und Gemeinden, Gebäude und Haushalte und sorgen damit für saubere Luft! Kontaktieren Sie heute EBV – für Ihr besseres Leben von morgen!

Echelon Produkte werden in Städten und Gebäuden in ganz Europa eingesetzt und ermöglichen die Entwicklung energiesparender Infrastrukturen, die mehr Komfort, Sicherheit und Effizienz bieten und gleichzeitig Kosten sparen. EBV Elektronik ist der exklusive Halbleiterspezialist für Echelon in EMEA. Die technischen Verkaufsmannschaften und Applikationsspezialisten von EBV und Echelon bieten Ihnen Entwicklungs-Know-how und Applikationsunterstützung für

Distribution was yesterday. is EBV. Distribution was yesterday. TodayToday is EBV. D-85586 Poing | & +49 (0)8121 774-0 | www.ebv.com

Bei Fragen zu Produkten sowie für Applikationsunterstützung wenden Sie sich bitte an Ihre lokalen Experten von EBV Elektronik. Mehr Informationen gibt es auch unter www.ebv.com/lifesmellbetter, www.ebv.com/ecomiseit oder www.echelon.com. Weitere Produkt-Highlights finden Sie im EBV Newsletter – einfach registrieren unter www.ebv.com/newsletter.


Editorial Liebe Leserinnen und Leser, pünktlich zu den Frühjahrsmessen erscheint dieses LonMark Deutschland Magazin. Die Mitglieder der LonMark Deutschland und der LonMark International und die LON Technologie werden auf diesen Messen mehrfach vertreten sein. Einige Mitglieder präsentieren sich vom 3. bis 5. März in Nürnberg auf der Leitmesse Embedded World. Ob im eigenen Heim, in der Energie- und Versorgungswirtschaft, in der Logistik oder im Verkehr – die Zukunft liegt in der Vernetzung von Systemen und der Kommunikation zwischen verschiedenen Anlagen und Geräten. Die Aussteller auf der Embedded World zeigen, wie vielfältig die Einsatzbereiche von LON und wie breit gefächert die Anwendungsmöglichkeiten sind. LON wird bereits heute in vielen Branchen eingesetzt. Die ausgereifte Technologie und weltweit vorhandenes Know-how machen LON auch fit für neue Herausforderungen. Das zweite Messe-Highlight ist die ISH 2009 vom 10. bis 14. März in Frankfurt/M. Hier steht ganz eindeutig die Gebäudeautomation im Vordergrund. Mehr als 20 unserer Mitglieder präsentieren sich in

Frankfurt, viele auf eigenen Ständen, einige auch auf dem LonMark Gemeinschaftsstand in Halle 10.2, Stand C71. Ein übergreifendes Thema der ISH 2009 ist Energieeffizienz. Hier gewinnt die Gebäudeautomation immer mehr an Bedeutung. Die auf der Energy Performance of Buildings Directive (EPDB) der EU basierenden Europäischen Norm EN 15232 „Energieleistung von Gebäuden – Einfluss der Gebäudeautomatisierung“ fordert für hocheffiziente Gebäudeautomation (Klasse A) die Ausstattung mit leistungsfähiger Gebäudeautomation. Gerade LON bietet als Protokoll für Gewerke übergreifende, offene Gebäudeautomation und mit seinen interoperablen Funktionsdefinitionen ein großes Potenzial, den Betrieb von Gebäuden und Liegenschaften zu optimieren. Hier empfehle ich noch einmal die kostenlose L on M ark Deutschland Broschüre „Energieeffizienz automatisieren“. Die Broschüre zeigt am Beispiel der Raumautomation, wie hoch die Energieeinsparungen durch Nutzung von Raumautomationsfunktionen sein können und wie Sie mit LON und den LonMark Profilen Energieeffizienz planen können.

Eine weitere Voraussetzung für einen energieeffizienten Gebäudebetrieb ist die Systemintegration. Auch hier spielt LonMark eine Vorreiterrolle. Im Herbst letzten Jahres haben LonMark International und die EnOcean Alliance eine Kooperationsvereinbarung geschlossen. LON als die führende drahtgebundene Technologie in der intelligenten Gebäudeleittechnik und EnOcean als die führende funkbasierte Automatisierungstechnologie werden sich künftig ergänzen und das Energieeinsparpotenzial in Gebäuden noch mehr ausschöpfen. Auf der AHR Expo 2009 in Chicago wurde der „Best of the Year Award 2008 Infrastructure“ von der LonMark International für den EasySens LON Funk-Empfänger der Thermokon Sensortechnik GmbH verliehen. Eine Reihe von weiteren Produkten, die LON und die Funkwelt von EnOcean verbinden, finden Sie in diesem Heft.

Jörg Teichmann, Mitglied des Vorstandes LonMark Deutschland e.V.


Über das Titelbild

Inhalt

Im Hegau-Tower in Singen, BadenWürttemberg, erbaut vom weltweit bekannten Architekten Helmut Jahn, sorgt Raumautomation mit LON für Komfort und hohe Energieeffizienz. Mehr auf Seite 25.

Editorial....................................................................................................3

®

Foto: © GRUPPE DREI GmbH

Impressum Das LonMark Deutschland Magazin ist eine Publikation des LonMark Deutschland e.V.. Das LonMark Deutschland Magazin wurde 1994 als LNO Brief gegründet und 2006 umbenannt. 16. Jahrgang. Ausgabe März 2009. LonMark Deutschland e.V. Theaterstr. 74, D-52062 Aachen Tel.: +49 241 88970-36 office@lonmark.de, www.lonmark.de Redaktion: Dr. Günter Bleimann-Gather Dipl. Ing. Hermann Josef Pilgram TEMA Technologie Marketing AG Theaterstr. 74, D-52062 Aachen Gestaltung: TEMA Technologie Marketing AG Die Rechte an den Beiträgen aus dieser Publikation liegen bei den jeweiligen Autoren. Das Sekretariat der LonMark Deutschland stellt gerne einen Kontakt her, falls Interesse an einer redaktionellen Weiterverwendung besteht. Das L on M ark Deutschland Magazin erscheint vierteljährlich, jeweils zum Quartalsende. Die aktuellen Mediadaten finden Sie unter www.lonmark.de. Wir schicken Sie Ihnen auch gerne zu. Die Warenzeichen aller Unternehmen werden anerkannt.

Echelon®, LON®, LonTalk®, LonBuilder®, LonUsers®, NodeBuilder®, Digital Home®, Neuron®, LonManager®, 3150®, LonWorks®, LonWorld®, 3120® und LonPoint® sind registrierte Warenzeichen der Echelon Corporation. LonLinkTM, LonSupportTM, LonResponseTM, LNSTM, Device ToneTM, LONewsTM, LonMakerTM, i.LONTM und ShortStackTM sind Trademarks der Echelon Corporation.

Produkte und Entwicklungen

Kleiner und leistungsfähigerer: Der neue FT 5000 Smart Transceiver..............6 Automatisierter Entwurf LON-basierter Gebäudeautomationssysteme..............8 SVEA LON Power Supply LPS 133..............................................................12 ICS erschließt LON-Anwendungen in der Industrie......................................14 Belimo – sicher effizient............................................................................15 Enocean Funkemfänger dialog RC-E von spega..........................................15 EasySens LON Funk-Empfänger von THERMOKON gewinnt LonMark AWARD 2008............................................................................17 Prima-Klima dank ELKA Luftqualitätssensoren.............................................19 L-INX Automation Server von LOYTEC – Vielseitig einsetzbar........................20 Dräger LON-Zentrale in der Halbleiter- und Solarindustrie...........................24

Anwendungen und Referenzen

Hegau-Tower Singen – effizient und flexibel mit LON...................................25 Frisch auf den Tisch – dank LON...............................................................26 Datensammlung im Dienste der Kunst – Easylon Interfaces von Gesytec verbinden LON mit dem PC.........................28 Energieeffizienter Gebäudebetrieb – Gebäudeautomation bietet hohes Potenzial................................................29

LonMark und Unternehmen

ISH 2009 in Frankfurt – LON erschließt Potenziale für Energieeffizienz..........31 Energieeffiziente Gebäudetechnik als Wirtschaftsfaktor: Thermokon Innovations- und Qualitätsführer..............................................32 Energieeffizienz – Welche Rolle spielt der Mensch?......................................33


Produkte und Entwicklungen

Anwendungen und Referenzen

LonMark Deutschland und Unternehmen

Kleiner und leistungsfähigerer: Der neue FT 5000 Smart Transceiver von Echelon Der FT 5000 Smart Transceiver, Echelons integrierter Twisted-Pair FT Smart Transceiver der nächsten Generation, verbessert die Leistung von LONfähigen Geräten und bietet mit einer neuen Speicherarchitektur MĂśglichkeiten zur Kosteneinsparungen. GleichgĂźltig wo Sie sind, die LON-Netzwerktechnologie von Echelon – eine offene, erweiterbare Architektur, mit der man Geräte von verschiedenen Herstellern steuern und interagieren lassen kann – macht das Leben bequemer, einfacher und sicherer. Gleichzeitig hilft sie Energie zu sparen. Zum Beispiel unterstĂźtzen LON-gesteuerte StraĂ&#x;enbeleuchtungsnetze in Norwegen und GroĂ&#x;britannien Städte dabei, die Sicherheit fĂźr Autofahrer und FuĂ&#x;gänger zu erhĂśhen und die Kriminalitätsrate sowie die Energiekosten zu senken. Vom Louvre in Paris Ăźber die U-Bahn von New York bis hin zu den Roppongi Hills in Tokio profitieren Millionen Menschen von LON-basierten Steuerungssystemen. Bei einer derart verbreiteten Nutzung Ăźberrascht es nicht, dass die LON-Technologie eine weltweite Norm ist (auch bekannt als ISO/IEC 14908.1). Kern dieser LON-Netzwerke sind die Komponenten, die es den Geräten ermĂśglichen, miteinander zu kommunizieren. Die meisten Geräte kĂśnnen LON-fähig werden, indem man einen einfachen Mikrocontroller und einen Transceiver einbaut. Da die medienunabhängige LON-Plattform viele Arten

von physischen Kanälen unterstßtzt – wie zum Beispiel Twisted Pair, Powerline und Koaxialkabel – hängt die Wahl des Transceivers davon ab, welches physische Medium verwendet wird.

Smart Transceiver – leistungsfähig und kostengßnstig Echelon unterstßtzt zwei Arten physischer Medien: Twisted-Pair-Kabel und Powerline. Unsere Smart Transceiver integrieren einen 8-Bit-Mikrocontroller (der Kern unseres Neuron-Chipdesigns, das fßr Steuerungsanwendungen optimiert ist) und entweder einen Twisted-Pair- oder einen PowerlineTransceiver in einen einzigen Chip. Diese Integration erlaubt es Herstellern, LONfähige Geräte zu entwickeln, die nicht nur leistungsfähiger, sondern auch kostengßnstiger sind. Das Schema stellt ein typisches LONfähiges Gerät fßr Twisted-Pair-Medien dar: Unsere Twisted-Pair Free Topology (FT) Smart-Transceiver bieten eine sehr hohe Unempfindlichkeit gegenßber Gleichtaktrauschen, da ein externer Transformator bei diesem Design verwendet wird. Die Transceiver unterstßtzen eine Free-TopologyVerkabelung, so dass man die Geräte im Netzwerk ßber jede Art von Verkabelungsschema wie etwa Stern-, Bus-, Daisy Chainoder Homerun-Verkabelung miteinander verbinden kann. Die Free-Topology-Verkabelung reduziert Wartungs-, Installations-

6HULHOOHV((3520 N%RGHUJU|‰HU 

*HUlWHÂ EHUZDFKHQ RGHUVWHXHUQ ]%0RWRUHQ 9HQWLOH/HXFKWHQ5HODLV 6FKDOWHU&RQWUROOHU

,2

Jetzt verbessert Echelons integrierter Twisted-Pair FT Smart Transceiver der nächsten Generation – der FT 5000 Smart Transceiver – die Rechenleistung und die Kosteneinsparungen von LON-fähigen Geräten noch weiter. Der neue Chip läuft mit 3,3 V, der Standardspannung der meisten Chips, die mit den neuesten Silizium-Prozesstechnologien hergestellt werden. Der leistungsfähigere Neuron-Kern arbeitet 4 bis 16 Mal schneller als der Kern in den Chips der vorigen Generation, der FT 3120 Smart Transceiver und FT 3150 Smart Transceiver. Der FT 5000 Smart Transceiver unterstßtzt zudem mehr Netzwerkvariablen und verfßgt jetzt ßber Standardfunktionen wie vom Benutzer aktivierte Interrupts. Der Transceiver im neuen Chip ist kompatibel zu Chips der vorigen Generation, und Geräte, die ßber einen der beiden Chips verfßgen, kÜnnen gemeinsam im selben physikalischen Netzwerk eingesetzt werden. Da der Chip ßber 64 kB RAM verfßgt, muss bei Designs, die den FT 5000 Smart Transceiver verwenden, kein externer RAM vorgesehen werden. Anwendungen, die fßr den vorigen Chip erstellt wurden, kÜnnen zur Ausfßhrung auf dem neuen Chip neu kompiliert werden, so dass Hersteller den Wechsel zum neuen

6FKQLWWVWHOOHQ ZDQGOHU)7;

6WURPTXHOOH

/21:25.673)7.DQDO  6

FT 5000 Smart Transceiver – mehr Leistung, weniger Kosten

6HULHOOHV63, )ODVK RSWLRQDO

6PDUW7UDQVFHLYHU ,&)7

4XDU] 0+]

und Aufrßstkosten, weil Beschränkungen bei der Kabelfßhrung, Verbindung und der Platzierung der Knoten entfallen.




Produkte und Entwicklungen

Anwendungen und Referenzen

Bauteil problemlos vollziehen können. Trotz dieser neuen Funktionen senkt der FT 5000 Smart Transceiver die Kosten für einen LON-Knoten um 40 bis 50 Prozent im Vergleich zur Verwendung eines FT 3120/FT 3150 Smart Transceivers. (Die Kosten für einen Knoten enthalten nicht nur den Smart Transceiver, sondern auch die peripheren Komponenten, die im Schema oben dargestellt sind.) Diese Einsparungen werden durch die Verwendung einer neuen Speicherarchitektur erzielt, bei der preiswertere externe serielle Flash/EEPROMS anstelle von parallelem Speicher zur nichtflüchtigen Anwendungs-/Datenspeicherung verwendet werden. Und schließlich ist der FT 5000 Smart Transceiver in einem winzigen 7x7mm-QFNGehäuse verpackt, was eine erhebliche Verringerung der Größe gegenüber dem Design der vorigen Generation mit 64-PinTQFP-Gehäuse darstellt. Dadurch können auch sehr kleine Geräte mit einer LONAnschlussmöglichkeit ausgestattet werden.

LonMark Deutschland und Unternehmen

Vorige Generation

Max. Taktrate (intern)

Nächste Generation

FT 3120 Smart Transceiver-Chip

FT 3150 Smart Transceiver-Chip

FT 5000 Smart Transceiver-Chip

10-20 MHz

5 MHz

80 MHz

Betriebsspannung

5V

3,3 V

Maximale Netzwerkvariablen

62

254

Externe Speicherschnittstelle

n. v.

Parallel

RAM im Chip

2 kB

In der Tabelle (Abb. oben) werden einige Hauptmerkmale der Chips der vorigen und der nächsten Generation einander gegenübergestellt. Der FT 5000 Smart Transceiver gehört zu einer Familie von Chips, die alle den Hochleistungskern Neuron mit 80 MHz interner Taktrate und einer neuen Speicherarchitektur aufweisen. Zu dieser Familie gehört

Seriell 64 kB

auch der Neuron-5000-Chip, der mit jedem Transceiver, der nicht von Echelon angeboten wird, verwendet werden kann. Da die LON-Plattform medienunabhängig ist, kann praktisch jeder Transceiver für jede physische Schicht mit dem Neuron5000-Chip verwendet werden. Einer der am weitesten verbreitete Transceiver, die mit dem Neuron-Chip der vorigen Generation verwendet werden, ist der RS-485.

Abhay Gupta • Product Marketing Manager • Echelon Corporation www.echelon.com 29_349_08_LON_Anzeige_180x126_RZ_01:180x126

21.01.2009

13:17 Uhr

Seite 1

5 Tage, die sich richtig LONen. Seminar: „Automatisieren mit LON / Schwerpunkt Gebäudetechnik“ 5 Tage, in denen Sie mit modernsten Lehrmethoden schrittweise von Erfolg zu Erfolg geführt werden. Erlernen Sie in Theorie und Praxis professionelle Fähigkeiten für die tägliche Anwendung und Ihre berufliche Zukunft. DIAL. So macht Lernen Spaß.

> > > > > >

Anerkanntes LonMark-Deutschland-Zertifikat Alles Wichtige über LonWorks© in nur 5 Tagen Schulung mit „Alex” und „LonMaker” Software Hoher Anteil praktischer Übungen Herstellerunabhängig und -neutral NRW: Förderung von 500 EUR über Bildungsscheck

Infos und Anmeldung www.dial.de Phone +49 23 51 10 64-360

Termine: 09 04.05. – 08.05.20 09 14.09. – 18.09.20

DIAL GmbH . Gustav-Adolf-Str. 4 . D-58507 Lüdenscheid . Phone +49 23 51 10 64-360 . Fax +49 23 51 1064-361 . www.dial.de

7


Produkte und Entwicklungen

Anwendungen und Referenzen

LonMark Deutschland und Unternehmen

Automatisierter Entwurf LON-basierter Gebäudeautomationssysteme Dieser Beitrag von Henrik Dibowski, Prof. Klaus Kabitzsch (TU Dresden) stellt einen automatischen Entwurfsansatz fßr interoperable, herstellerßbergreifende LONSysteme vor, die automatisch und unter Berßcksichtigung aller am Markt verfßgbaren Geräte entworfen werden. dung von spezialisierten Synthesealgorithmen ab.

Der Ansatz ist Inhalt des dreijährigen Forschungsprojekts AUTEG (www.ga-entwurf. de), das mit Mitteln des BMWi unter dem FÜrderkennzeichen IN5506 aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefÜrdert wird.

Basierend auf den Anforderungen werden zunächst funktionale Automationsschemas fĂźr jeden einzelnen Raum mit Generativer Programmierung generiert. Der Ăœbergang zu den fertigen LON-EntwĂźrfen mit allen Geräten und Funktionsprofilen erfolgt anschlieĂ&#x;end in einem iterativen Optimierungsprozess basierend auf Evolutionären Algorithmen. Dieser Vorgang erfordert semantisches Wissen Ăźber alle verfĂźgbaren Geräte und Funktionsprofile, das von semantischen Gerätebeschreibungen und vom Komponenten-Repository, einer

Der automatisierte Entwurfsansatz Der Workflow des automatischen Entwurfsansatzes ist in Abbildung 1 dargestellt. Es handelt sich um einen hierarchischen top-down Workflow, beginnend bei der Anforderungserhebung fßr ein gegebenes Gebäude. Alle nachfolgenden Entwurfsphasen laufen automatisch unter Anwen-

*HElXGHVWUXNWXU IXQNWLRQDOHXQGQLFKWIXQNWLRQDOH$QIRUGHUXQJHQ *HQHUDWLYH3URJUDPPLHUXQJ $XWRPDWLRQVVFKHPDV

/[

3

1

6WHXHUXQJÂ EHU 5DXPQXW]XQJ 8B0$1 /B0$1

/B6(7 $XWRPDWLNOLFKW 3B$&7 /B0$1

%HOHJXQJVDXVZHUWXQJ 3B$872 3B0$1

3ODWWIRUPXQGKHUVWHOOHU XQDEKlQJLJHDEVWUDNWH )XQNWLRQVEO|FNH

(YROXWLRQlUH2SWLPLHUXQJ

/B6(7

3B$&7 6WHXHUXQJÂ EHU 5DXPQXW]XJ 8B0$1 /B0$1

/B6(7 .RQVWDQWOLFKWUHJHOXQJ 3B$&7 +B5220 /B0$1

/B6(7

wissensbasierten Produktdatenbank, bereitgestellt wird. Die einzelnen Schritte des automatischen Entwurfsworkflows werden in den folgenden Abschnitten näher erläutert.

Gebäudestruktur und Anforderungen Der Entwurf von GA-Systemen erfolgt auf Grundlage der vom Architekten entworfenen Gebäudegeometrie und -struktur. Räume und Segmente stellen die Grundelemente dar, in die der Entwurf heruntergebrochen werden kann. Die Gebäudestruktur kann dabei automatisiert von 3D-CADModellen der Architekten extrahiert werden. In einem wissensbasierten Prozess werden nun die Anforderungen vom Planer oder Auftraggeber mittels kontextsensitiver Dialoge abgefragt. Anforderungen definieren dabei formal, welche Funktionalität (funktionale Anforderungen) und welche Hardwareeigenschaften (nichtfunktionale Anforderungen) das zu realisierende GASystem besitzen muss. Die eingegebenen Anforderungen werden in eine formale Sprache transformiert und kÜnnen mittels Regeln wissensbasiert weiterverarbeitet werden. Funktionale Anforderungen fßr einen Bßroraum kÜnnen beispielsweise folgende Funktionalität definieren: Der Raum besitzt zwei Lichtkreise, von denen der erste per Konstantlichtregelung und der zweite per Automatiklicht anwesenheitsabhängig gesteuert werden. Die Anwesenheit wird erfasst ßber einen Anwesenheitssensor und einen Anwesenheitstaster. Zusätzlich sollen

.RPSRQHQWHQ 5HSRVLWRU\

/21 6\VWHP

/RJLVFKH6LFKW 3K\VLVFKH6LFKW +HUVWHOOHUVSH]LILVFKH/21  *HUlWHXQG)XQNWLRQVSURILOH Abbildung 1: Der automatisierte Entwurfs-Workflow

8

Abbildung 2: Gebäudestruktur und Templates


Produkte und Entwicklungen

Anwendungen und Referenzen

die Lampen auch einzeln per Lichtschalter und Szenentaster manuell gesteuert werden können.

Die Template-basierten Anforderungen von der Anforderungserhebung dienen nun als Vorlage für die Generierung von funktionalen Automationsschemas. Hier setzt das AUTEG-Projekt bereits jetzt auf die neue VDI-3813-2 Richtlinie „Raumautomation – Funktionen“, die derzeit in einem VDI-Arbeitskreis ausgearbeitet wird, und verwendet die dort definierten Automationsschemas. Sie besitzen eine ähnliche funktionsblockbasierte Struktur wie LON-Entwürfe, sind aber abstrakter und plattform- und herstellerunabhängig. Zusammen mit der Funktionsliste stellen sie den Hauptbestandteil zukünftiger Ausschreibungen dar. Die Generierung der Automationsschemas erfolgt durch Anwendung von Generativer Programmierung. Dieses ModellierungsParadigma aus dem Softwareengineering wurde im AUTEG-Projekt auf die Domäne der Gebäudeautomation übertragen. Ein softwarebasierter Generator wurde geschaffen, der Automationsschemas nach VDI-3813-2 anhand gegebener funktionaler Anforderungen automatisch erzeugen kann, wie in Abbildung 3 dargestellt ist. Der Generator benötigt hierzu eine GA-spezifische Entwurfsmusterdatenbank, in der alle typischen Funktionsblock-Konstellationen der einzelnen Gewerke in Form von generischen Entwurfsmustern hinterlegt sind, beispielsweise für eine Konstantlicht- oder Raumtemperaturregelung.

$QIRUGHUXQJHQIU Ä7HPSODWH%UR 7\S$³

(QWZXUIVPXVWHUGDWHQEDQN

Zur Vereinfachung der Anforderungserhebung können gleiche Räume eines Gebäudes mit identischer Funktionalität und Charakteristik zu Templates gruppiert werden, beispielsweise ein 2-PersonenStandardbüroraum mit drei Fenstern und Südausrichtung (Abbildung 2, Template Büro Typ A). Templates definieren somit die Anforderungen für ganze Gruppen von Räumen und reduzieren den Spezifikationsund Entwurfsaufwand deutlich.

Automatische Generierung von Automationsschemas

LonMark Deutschland und Unternehmen

$( $(

$(Q



,&&/

'6/

*HQHUDWRU

/[

3

1

6WHXHUXQJEHU 5DXPQXW]XQJ 8B0$1 /B0$1

/B6(7 $XWRPDWLNOLFKW 3B$&7 /B0$1

%HOHJXQJVDXVZHUWXQJ 3B$872 3B0$1

/B6(7

3B$&7 6WHXHUXQJEHU 5DXPQXW]XJ 8B0$1 /B0$1

/B6(7 .RQVWDQWOLFKWUHJHOXQJ 3B$&7 +B5220 /B0$1

/B6(7

$XWRPDWLRQVVFKHPDIUÄ7HPSODWH%UR7\S$³ Abbildung 3: Automatische Generierung von Automationsschemas

Funktionsprofile realisieren (z. B. Konstantlichtregelung, Belegungsauswertung), wie sie parametrisiert werden müssen, welchen Zweck die einzelnen Netzwerkvariablen erfüllen und wie sie sinnvoll und interoperabel miteinander verbunden werden.

Semantische Gerätebeschreibungen und Komponenten-Repository

Da Gerätebedienungsanleitungen diese Informationen nur in für Menschen verständlicher Form enthalten und den XIFDateien diese Semantik fehlt, wurden semantische Gerätebeschreibungen als neue Repräsentationsform für Geräte und Funktionsprofile in AUTEG entwickelt. Semantische Gerätebeschreibungen verwenden das XML-Format und basieren auf den Technologien des „Semantic Web“, die die Schlüsseltechnologien für das zukünftige Web 3.0 darstellen. Mit der formalen Ontologiesprache OWL (Web Ontology Language) kann das genannte Wissen formal und maschinenverständlich spezifiziert und den automatischen Entwurfsalgorithmen zur Verfügung gestellt werden.

Für die automatische Erzeugung optimierter LON-Entwürfe zu gegebenen Anforderungen und Automationsschemas (siehe nächster Abschnitt) werden zusätzliche Informationen und semantisches Wissen über die LON-Geräte und ihre Funktionsprofile benötigt. Insbesondere muss bekannt sein, welche Funktionen die

Die Grundgerüste der semantischen Gerätebeschreibungen werden dabei durch einen Konverter aus den vorhandenen XIF-Gerätedateien erzeugt und dialogbasiert mit den semantischen Informationen vervollständigt. Zusätzlich können auch verschiedenste nichtfunktionale Geräteeigenschaften spezifiziert werden, wie z. B.

Bauart, Schutzklasse, unterstütztes Übertragungsmedium oder I/O-Module und deren Eigenschaften. Sie entsprechen den nichtfunktionalen Anforderungen und dienen als Auswahlkriterien für die rechnerbasierte Selektion geeigneter Geräte im nächsten Entwurfsschritt. Die semantischen Gerätebeschreibungen werden zusammen im KomponentenRepository hinterlegt, das als wissensbasierte Produktdatenbank verschiedenste Dienste erfüllt. So ermöglicht es die rechnerbasierte Suche und Selektion geeigneter Geräte und Funktionsprofile zu gegebenen Anforderungen, die automatische Interoperabilitätsauswertung zwischen Geräten und die automatische Erzeugung semantisch korrekter Bindings.

Erzeugung optimierter LON-Entwürfe Die Überführung von Automationsschemas zu vollständigen LON-Entwürfen stellt eine besondere Herausforderung dar, insbesondere wenn alle am Markt verfügbaren Geräte betrachtet werden sollen. Erst dadurch werden aber kostenoptimale Lösungen mit minimalen Geräte- und Installationskosten möglich. Jeder Funktionsblock eines Automationsschemas muss durch ein geeignetes Funktionsprofil eines LONGeräts ersetzt werden, wobei die geeig9


Produkte und Entwicklungen

Anwendungen und Referenzen

LonMark Deutschland und Unternehmen

Integration von funkbasierten EnOceanGeräten erweitert werden soll.

Autoren Lx

P

N

Steuerung über Raumnutzung U_MAN L_MAN

L_SET Automatiklicht P_ACT L_MAN

Belegungsauswertung P_AUTO P_MAN

L_SET

P_ACT Steuerung über Raumnutzug U_MAN L_MAN

L_SET Konstantlichtregelung P_ACT H_ROOM L_MAN

L_SET

Abbildung 4: Ersetzen von Funktionsblöcken durch Funktionsprofile und Geräte

neten Kandidaten durch Suchanfragen an das Komponenten-Repository identifiziert werden. Hier tritt eine enorme Komplexität zu Tage, die bereits am recht einfachen Automationsschema aus Abbildung 4 veranschaulicht werden kann. Allein bei den sechs dargestellten Gerätekandidaten existieren mehrere Varianten von Geräteund Profilkombinationen, da jedes der Geräte überlappend mehrere Funktionen abdecken kann. Geht man nun weiterhin vereinfachend davon aus, dass für jeden der 13 Funktionsblöcke zehn verschiedene Gerätekandidaten existieren, so existieren bereits mehr als 1013 verschiedene Gerätekombinationen. Schon hier ist eine Variantenvielfalt erreicht, die kein Planer oder Systemintegrator auch nur ansatzweise betrachten kann. Die Rechenleistung moderner Computer kann solch einer Komplexität begegnen. An dieser Stelle kommen evolutionäre Algorithmen als hocheffiziente Optimierungsalgorithmen zum Einsatz, die auf Konzepten der natürlichen Evolution basieren, wie Selektion, Rekombination und Mutation. Die Verfeinerung von Automationsschemas zu LON-Entwürfen erfolgt als parallele „trial and error“-Suchoptimierung, in der verschiedenste Kombinationen von geeigneten Geräten und Funktionsprofilen gebildet und bewertet werden. Dabei werden schrittweise Veränderungen hin zu immer besseren Gesamtentwürfen forciert, so dass von Generation zu Generation zunehmend bessere Lösungen entstehen. Die Interoperabilität der selektierten Funktionsprofile wird in jedem Schritt durch das Komponenten-Repository evaluiert und 10

Bindings werden automatisch erstellt. Es handelt sich um eine multikriterielle Optimierung, bei der mehrere Optimierungskriterien gleichzeitig verfolgt werden, so die Korrektheit, Vollständigkeit, Interoperabilität und Hardware- und Installationskosten der Entwürfe. Die Optimierung terminiert, wenn keine Verbesserungen mehr erreicht werden können, und liefert dann eine Menge alternativer, optimierter LON-Entwürfe. Der Systemintegrator kann die Ergebnisse betrachten und eine der Lösungen auswählen. Ein LNS-Exporter wurde implementiert, der die Entwürfe als Projekt über die LNS Object Server API in der LNS-Datenbank anlegt. Damit können die Entwürfe mit einem beliebigen LNS-basierten Systemintegrationstool geladen, angepasst und schließlich in das errichtete LON-System übertragen werden.

Fazit Der vorgestellte Entwurfsansatz automatisiert den Entwurf komplexer MultivendorLON-Systeme basierend auf formal definierten funktionalen und nichtfunktionalen Anforderungen. Er führt damit einerseits zu einer deutlichen Reduzierung der Engineering-Kosten im Bereich der Planung und Systemintegration.

Henrik Dibowski: Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Technische Universität Dresden, Fakultät Informatik, Institut für Angewandte Informatik, Lehrstuhl für Technische Informationssysteme, Deutschland. Hauptarbeitsgebiete: Erforschung und Entwicklung von automatischen Entwurfsmethoden, semantische Gerätebeschreibungen und automatische Interoperabilitätsauswertung, Projektleitung. E-Mail: Henrik.Dibowski@tu-dresden.de Telefon: +49 351 463-38068 Fax: +49 351 463-38460 Prof. Dr. habil. Klaus Kabitzsch: Inhaber des Lehrstuhls für Technische Informationssysteme. Technische Universität Dresden, Fakultät Informatik, Institut für Angewandte Informatik, Lehrstuhl für Technische Informationssysteme, Deutschland. Mitglied der LonMark Deutschland, Leiter der Task Group “Automatisierter Entwurf in der Gebäudeautomation” des Arbeitskreises “AK Technologie”. Hauptarbeitsgebiete: Automatisierungssysteme in Industrie und Gebäuden, Entwurf, Optimierung, Kommissionierung, Test und Diagnose. E-Mail: Klaus.Kabitzsch@tu-dresden.de Telefon: +49 351 463-38289 Fax: +49 351 463-38460

Publikationen zu LON und zum automatischen Entwurf: Runde, S.; Dibowski, H.; Fay, A.; Kabitzsch, K.: Integrated Automated Design Approach for Building Automation Systems. In: ETFA 2008. Proceedings of the 13th IEEE International Conference on Emerging Technologies and Factory Automation. – Hamburg, September 2008. Dibowski, H.; Kabitzsch, K.: Semantic Device Descriptions based on Standard Semantic Web Technologies. In: WFCS 2008. Proceedings of the 7th IEEE International Workshop on Factory Communication Systems. – Dresden, May 2008, pp. 395404, ISBN 978-1-4244-2349-1.

Durch Betrachtung der Entwurfsaufgabe als Optimierungsproblem können zudem deutliche Einsparungen durch Minimierung der Geräte- und Installationskosten erreicht werden.

Dibowski, H.; Plönnigs, J.; Kabitzsch, K.: Automatisierter Entwurf von Gebäudeautomationssystemen. Konzepte und Entwurfsmethoden für ein automatisiertes Engineering. In: Automatisierungstechnische Praxis, Heft 4/2008, S. 58-67, Oldenbourg Industrieverlag München, 2008.

Der Entwurfsansatz ist aktuelles Forschungsthema, das zukünftig u.a. auch auf die

Dibowski, H.; Kabitzsch, K.; Runde, S.; Fay, A.: Ein Konzept zur gewerkeübergreifenden


Systemkomponenten für integrierte Automation

Kompakte und intelligente I/O-Module für (de)zentrale Anwendungen     

hohe Akzeptanz durch internationalen Standard interoperabel und durchgängig einfache und flexible Systemintegration hohe Funktionalität durch spezielle Applikationen minimaler Verdrahtungsaufwand durch Brückenstecker

BTR NETCOM ist im Bereich der Systemkomponenten Partner der Besten.

BTR NETCOM GmbH Im Tal 2 D-78176 Blumberg Tel. +49 7702 533-0 Fax +49 7702 533-433 www.btr-netcom.com 

F

k ran

fur

t

09 .20 s in 3 .0 un D01 14 ie S . d 0 1 en Stan ch u s Be 0.2 e 1 l l Ha


Produkte und Entwicklungen

Anwendungen und Referenzen

Automatisierung von Engineering-Aufgaben in Gebäudeautomatisierungssystemen. In: GMA-Kongress 2007. Automation im gesamten Lebenszyklus. VDI-Berichte 1980, S. 139 – 148. – Düsseldorf: VDI Verlag GmbH, 2007, ISBN 978-3-18-091980-5. Dibowski, H.; Oezluek, C.; Ploennigs, J.; Kabitzsch, K.: Realizing the Automated Design of Building Automation Systems. In: INDIN’06. Proceedings of the 4th IEEE International Conference on Industrial Informatics. – Singapore, August 2006, pp. 251-256. Dementjev, A.; Kabitzsch, K.: An Online Advisory Expert System for Building Automation. Journal of Computer and System Sciences International, Vol. 43, No. 5, pp. 785 – 791, May 2004, ISSN 1064-2307 Kabitzsch, K. „L on W orks Nodes“ and

„Tools“ Chapter 3 and 12 in: Loy, D.; Dietrich, D.; Schweinzer, H. (Eds.): Open Control Networks, Kluwer Academic Publishers Boston, Dordrecht, London 2001, pp. 59-72 and 273-307 Kabitzsch, K.; Stein, G.: Network Profiles for LON. Proceedings 4th FeT’2001, IFAC International Conference on Fieldbus Systems and their Applications, Nancy, France, Nov. 2001, pp. 231 – 234 (International Federation of Automatic Control) Kabitzsch, K.; Dietrich, D.; Pratl, G.: Gewerkeübergreifende Systeme. VDE Verlag Berlin Offenbach 2002, ISBN 3-8007-2669-6 Neugebauer, M.; Plönnigs, J.; Kabitzsch, K.: Prediction of Network Load in Building Automation. Proc. FeT2003 5th IFAC International Conference on Fieldbus Systems and their Applications, Aveiro, Portugal,

LonMark Deutschland und Unternehmen

July 2003, pp 53 - 58 (IFAC International Federation of Automatic Control) Plönnigs, J.; Neugebauer, M.; Kabitzsch, K.: Automated Model Generation from Design Databases at the Example of Building Automation Networks. Proc. ISoLA2004 1st International Symposium on Leveraging Applications of Formal Methods, Cyprus, November 2004 Schach, R.; Kabitzsch, K.; Höschele, V.; Otto, J.: Integriertes Facility Management. expert Verlag, Renningen 2004 (ISBN 3-8169-2467-0) Rauscher, T.; Fischer, P.; Kabitzsch, K.: Ein branchenübergreifendes Klassenkonzept für Feldbusobjekte. It+ti Informationstechnik und Technische Informatik 42 (2000) H. 4, pp. 38 – 44, Oldenbourg Verlag München (ISSN 0944-2774)

Henrik.Dibowski@tu-dresden.de • Klaus.Kabitzsch@tu-dresden.de

SVEA LON Power Supply LPS 133 Die neue LON Power Supply LPS 133 von SVEA liefert die Betriebsspannung für LON-Geräte mit Link-Power-Transceivern. Der Versorgungsspannungsbereich von AC 85 … 253 V erlaubt den Betrieb an 120 V sowie an 230 V-Netzen, damit den Einsatz der Spannungsversorgung weltweit. Der kurzschluss- u. überlastfeste Ausgangsstrom liegt bei 1 A für Eingangsspannungen von 85 … 195 V bzw. bei 1,3 A ab 195 V. Der integrierte Abschlusswiderstand ist über einen DIP-Schalter einstellbar für Netze mit freier Topologie (55 Ohm) oder Linientopologie (110 Ohm). Zusätzlich kann eine Deaktivierung der Terminierung über eine entsprechende DIP-Schalterstellung erzeugt werden, welches z. B. beim gleichzeitigen Einsatz eines Routers mit integrierter Terminierung Anwendung findet.

Neben den grundlegenden Eigenschaften der Spannungsversorgung ermöglicht ein integrierter Taster einen Reset der angeschlossenen LON-Linie. Bei längerer Betätigung (2 Sek.) erfolgt die Abschaltung, bei erneuter Betätigung die Wiedereinschaltung der Busspannung, wobei der entsprechende Ausgangszustand über eine Kontroll-LED angezeigt wird. Im Falle einer thermischen Überlastung signalisiert die Kontroll-LED durch zyklisches Blinken den Zustand des kritischen Tempe-

raturbereichs, bevor nach Überschreiten des Temperaturgrenzbereichs eine entsprechende Schutzabschaltung erfolgt. Ein Busspannungsausfall kann über die integrierte Busspannungsüberwachung mittels Relaisausgang erfasst werden. Mithilfe dieses potentialfreien Kontakts kann der Zustand der Busspannungsversorgung in einer Gebäudeleitstelle abgebildet und somit eine Analyse im Fehlerfall deutlich erleichtert werden.

Die Bauform sieht den waagerechten Einbau und eine Montagebreite auf DINHutschiene von ca. 144 mm (8TE) vor, wobei ein Montagefreiraum von 60 mm unter- und oberhalb des Gehäuses zur thermischen Belüftung eingehalten werden muss. SVEA Building Control Systems GmbH & Co. • D-51674 Wiehl • Tel.: +49 2261 702 02 office@svea-bcs.de • www.svea-bcs.de 12


e.control™

Raumautomation

www.spega.de

Kosten senken Flexibilität erhöhen Komfort steigern

Energieeffizienz

Raumautomation

spelsberg gebäudeautomation gmbh + co. kg

zechenstraße 70 47443 moers · deutschland

telefon: +49 (0)2841 88 049 - 0 telefax: +49 (0)2841 88 049 -49


Produkte und Entwicklungen

Anwendungen und Referenzen

ICS erschließt LON-Anwendungen in der Industrie Management-PC Industrial Ethernet / IP-852 RS-232 I/O LNK 100

US UL

ICS

10/100BaseT NET SH NT1 NT2

1 3 DO

A LNK 100 Service RUN TP/FT10

UM

InlineControlServer

D 2 4

1 3 DO

D 2 4

1 3 DI

D 2 4

1.1 2.1

1.1 2.1

1.1 2.1

1.1 2.1

1.2 2.2

1.2 2.2

1.2 2.2

1.2 2.2

1.3 2.3

1.3 2.3

1.3 2.3

1.3 2.3

1.4 2.4

1.4 2.4

1.4 2.4

1.4 2.4

B 1

2

3

4

5

6

7

8

Test

TP/FT-10

Das Leistungsspektrum der InlineControlServer-Familie – ICS (SysMik GmbH Dresden) und die Durchgängigkeit der LON-Technologie ermöglichen neue Strukturen im Umfeld der Industrieautomation: Industrial Ethernet IP-852. Dezentrale Automation statt vernetze SPS. Sind industrielle Anwendungen meist von herstellerspezifischen SPS-Lösungen geprägt, ergeben sich aus der Kombination von leistungsfähigem, schnellen Controller mit Programmierbarkeit, Netzwerk-Ferninterface (RNI) und Router in nur einem Gerät unter Nutzung von LON-IP852 mit Ethernet als Kommunikationsmedium neue Einsatzfelder für den Weltstandard ISO/IEC 14908-1. Entscheidender technologischer Vorteil ist dabei die Trennung von Programmierung und Parametrierung während Inbetriebnahme und Wartung sowie die Nutzung einer einheitlichen Datenbasis in Form von „LNS“ für unterschiedliche Management- und Wartungstools. Während in SPS ähnlich wie in DDC die Kommunikationsbeziehungen zwischen den Geräten in die Projektsoftware einprogrammiert sind, werden in LON-Netzwerken Gerätefunktion und Netzwerkkommunikation rückwirkungsfrei voneinander entkoppelt. In der projektspezifischen Gerätesoftware sind Datenschnittstellen für Kommunikation und Parametrierung enthalten. Mit dem LNS-Tool NL220-TE wird die Kommunikationsstruktur im Netzwerk eingerichtet und die Parametrierung der Geräte vorgenommen. Änderungen in der Gerätesoftware

(z. B. Funktionsanpassungen) sind so einfacher möglich und können zugleich ohne Auswirkung auf das Gesamtsystem bleiben. Die zentralen Elemente der Automatisierungsstruktur bilden die InlineControlServer ICS mit modularen IOs. Die Programmierung der Controller erfolgt grafisch mit dem Programmiersystem IPOCS, das eine optimale Strukturierung komplexer Applikationen in Programm- und Makrobausteinen und damit die Wiederverwendbarkeit von Software gewährleistet. Die Effektivität der entstandenen Anwendungssoftware spiegelt sich in der universellen Nutzbarkeit innerhalb verschiedener Aufgabenstellungen wieder. So kann eine Applikation für unterschiedliche Projektanforderungen per Parametrierung über Configuration Properties (SCPTs) angepasst werden. Eine ICS-Station kann wie eine SPS zugleich eine Vielzahl Aktoren (z. B. Signalgeber, Hupen, Antriebe oder Ventile) und Sensoren über Standard-Hardware-IOs bedienen. Über LON-TP/FT-10 sind LON-Sensoren und – Aktoren anschließbar (siehe Bild).

Projektkomplexität mit NLSuite beherrschen Die generischen Applikationen im LONNetzwerk trennen die Funktionsprogrammierung von der Parametrierung und Konfiguration der Kommunikation zwischen den Geräten und sorgen somit für Optimierungen bei Inbetriebnahme und Wartungsarbeiten, da der Engineeringaufwand z. B. gegenüber klassischem

LonMark Deutschland und Unternehmen

SPS-Einsatz sinkt. Das Binding erfolgt sowohl technisch als auch zeitlich unabhängig von der Funktionsprogrammierung. Schnittstellenreferenzen für Kommunikation und Parametrierung werden in CSV-Listen zusammengefasst und mit NLCSV an das Netzwerktool NL220-TE übergeben. Auch die Verwendung des Toolpakets NLFacil-TE ist vorstellbar: In einer verfahrenstechnischen Anlage wird natürlich keine grundrißbezogene grafische Netzwerkprojektierung durchgeführt. Es können aber inhaltlich zusammengehörende LON-Geräte (z. B. eine Gruppe aus LON-Sensoren und Aktoren mit Teilen der Applikation des Supervisor-ICS) mit dem NLFacil-Modeler in einem Template zusammengefasst und anschließend Anlagen- oder Maschinengruppen zugeordnet werden. Solche Projektierungsunterstützung ist im SPS-Umfeld kaum vorstellbar! Als Bindeglied zur Aufschaltung auf den Management- und Visualisierungs-PC kommt der zertifizierte OPC Server NLOPCTE als standardisierte Schnittstelle zu Leitsystemen zum Einsatz. Die Diagnosesoftware NLTestChannel ist als ständiger NetzwerkÜberwachungs- und Diagnosepartner einsetzbar, was Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit des Automatisierungssystems verbessert. Die zusätzlich in den ICS enthaltenen online-Diagnosefunktionen unterstützen die Busanalyse während Inbetriebnahme und Betrieb.

Praxisbeispiel Anwendungsreferenz ist ein MultivendorProjekt in der Halbleiterindustrie, in dem vom Anlagenausrüster mit rund 100 LONGeräten verschiedener Hersteller, davon 14 ICS-Stationen, Überwachung und Steuerung verfahrenstechnischer Teilprozesse realisiert wurden. Ca. 600 analoge und digitale Anlagen-Prozessdaten wurden erfasst bzw. ausgegeben. Die ICS-Gerätesoftware enthielt je Controller bis zu 1.900 Datenschnittstellen für Kommunikation und Parametrierung. Die Kommunikation im Netzwerk wurde mit etwa 1.000 Bindungen realisiert. Für den Einsatz in Industrieanlagen mit hohen Sicherheitsanforderungen (z. B. zur Überwachung von Prozessparametern über LON-Sensoren) sowie für andere Aufgaben in der Industrie (Aufschaltung von Sensoren / Aktoren verschiedener Hersteller auf ICS) – z. B. in Störmeldesystemen – gibt es damit einen interessanten und leistungsfähigen Lösungsansatz alternativ zu SPS mit Feldbussen.

Maik Nestler • SysMik GmbH Dresden • D-01309 Dresden • Tel.: +49 351 433 58 0 sales@sysmik.de • www.sysmik.de 14


Produkte und Entwicklungen

Anwendungen und Referenzen

LonMark Deutschland und Unternehmen

Belimo – sicher effizient Als führender Hersteller von Antriebsund Ventillösungen beweist Belimo einmal mehr ihre außerordentliche Innovationsfähigkeit: Als absolute Weltpremiere präsentiert sie auf der ISH den ersten 6-Weg Regel-Kugelhahn. Platz sparend in Klimadecken eingebaut, übernimmt er dort die Aufgaben von bis zu vier herkömmlichen Durchgangsventilen. Weil er über ausgezeichnete Regeleigenschaften verfügt und luftblasendicht schließt, garantiert er – im Verbund mit dem neuen Raumregler CRK24-B1 – einen erhöhten Raumkomfort mit verringertem Energieverbrauch. Wie die Sicherheit und Effizienz in HLKAnlagen erhöht werden kann, zeigt Belimo mit einer breiten Palette weiterer Neuheiten und mit bewährten Lösungen aus ihrem umfassenden Sortiment. Highlights sind dabei die superflachen CM-Antriebe

(IP54/IP66) mit SuperCap-Modulen für die Notschließung bei Stromunterbruch, die RobustLine-Antriebe (IP66/67) für den Einsatz bei extremen Umweltbedingungen sowie die vor Ort programmierbaren Retrofit-Antriebe für Lüftungs-Anwendungen. Ebenfalls vorgestellt werden eine Reihe von praktischen Hilfsmitteln für die Planung, Auslegung und Inbetriebnahme. Weitere Informationen: www.belimo.de, Stand auf der ISH 2009, Halle 10.2, Stand C41. Die Belimo-Gruppe ist ein weltweit führender Anbieter für innovative elektrische Antriebslösungen in der Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik. Die Gruppe erzielte 2007 einen Umsatz von CHF 372 Millionen und beschäftigt über 1000 Mitarbeitende. Informationen zum Unternehmen und zu den Produkten sind im Internet unter www.belimo.com abrufbar.

Als absolute Weltneuheit präsentiert Belimo den ersten 6-Weg Regel-Kugelhahn für Klimadecken.

Die Aktien der BELIMO Holding AG werden seit 1995 an der Schweizer Börse gehandelt (SIX: BEAN)

BELIMO Stellantriebe Vertriebs GmbH • Jürgen Metzler • Welfenstraße 27 • D-70599 Stuttgart Tel.: +49 711 167 83-0 • www.belimo.de

„Das Geniale

an unseren Steuerungen

ist, was Sie

daraus machen.“ Bernd Riedmann, Vertriebsleiter Steuerungssysteme

Messe auf der s n u ie en S Besuch 9 ärz 200 .-27. M vom 25 , Stand B 71 3 in Halle WAREMA bietet Ihnen im Bereich Gebäudeautomation und Sonnenschutz komfortable Steuerungslösungen im anspruchsvollen Design. Ob im Modernisierungs- und Neubaubereich oder auch bei komplexen Objekten – Steuerungssysteme von WAREMA stehen für Vielfalt und Präzision und bieten ausgereifte Lösungen für einen optimalen Bedienungskomfort. www.warema.de

Sonne. Licht. WAREMA. Lonmark 180_126_RZ.indd 1

25.01.2008 13:19:29 Uhr

15


Produkte und Entwicklungen

Anwendungen und Referenzen

LonMark Deutschland und Unternehmen

EnOcean Funkemfänger dialog RC-E von spega dialog RC-E ist ein Stand-alone Funkempfänger und dient als Gateway zwischen bis zu 16 verschiedenen EnOcean-Funksendern und einem LON Netzwerk. Das Gerät empfängt und verarbeitet Telegramme von Lichtoder Jalousietastern, Fensterkontakten und Raumtemperatursensoren mit oder ohne Sollwertsteller.

Software Die Applikation des dialog RC-E stellt 32 universelle Sensorobjekte zur Verfügung, welche gezielt Daten aus den Funktelegrammen auslesen und LonMark-gerecht aufbereiten. Die Sensorobjekte lassen sich dazu auf die LonMark- Funktionsprofile Switch, OccupancySensor oder TemperatureSensor bzw. auf das spega Objekte SetpointAdjuster einstellen. Die Typen der Netzwerkvariablen werden entsprechend umgestellt.

Bild 1: Hinzufügen neuer Geräte

Zusätzlich umfasst die Software 8 ScenePanel Funktionsprofile zur Szenensteuerung, mit deren Hilfe die entsprechenden EnOcean-Funktaster zum Aufruf von Szenen verwendet werden können. Für die komfortable Konfiguration des dialog RC-E stehen sowohl ein Geräte-Plug-in sowie Plug-ins für die einzelnen Funktionsobjekte zur Verfügung, welche sich nahtlos in das spega e.control Konzept einreihen

Das Geräte Plug-in

Durch eine mehrfarbige LED wird zum einen die Funkaktivität signalisiert und zum anderen der Betriebszustand des Gerätes angezeigt. Unter Verwendung der Service Pin-Taste können sogar einzelne ausgefallene Funksender ersetzt werden, ohne ein Konfigurations-Plug-in aufrufen zu müssen.

Montage Das dialog RCE kann mittels mitgeliefertem Befestigungsrahmen direkt auf einer Wand oder auf einer UP-Dose angebracht werden.

Reichweiter/Empfang Die Reichweite in Gebäuden beträgt bis zu 30 m, kann jedoch durch verschiedene Kriterien gemindert werden, z. B. durch: • Wände • Wand-Materialtyp • Dämpfungslänge • Funkschatten durch Metallflächen • benachbarte Störquellen Beispiele für typische Reichweiten sind: • 5 Gipswände 30m • 3 Steinwände 20m • 1 Stahlbetonwand 10m • Metallwände 0m 16

Im ersten Reiter des Plug-ins werden die bereits eingelernten Sender aufgelistet (Bild 1). Diese können jederzeit bearbeitet oder auch gelöscht werden. Durch das Betätigen des Buttons „Sender hinzufügen“ öffnet sich ein neues Fenster.

Bild 2: Auswahl der Sendertypen

Im Fenster „Neuer Sender“ (Bild 2) werden der Sendertyp und der Sendername festgelegt. Zur Auswahl stehen alle von spega lieferbaren Sensoren, wie Einzel- oder Doppeltaster (ohne oder mit Bedruckung), Temperatursensoren mit oder ohne Sollwertsteller sowie ein Fensterkontakt. Zum Empfangen der gewünschten Sender ID (Bild 3) klickt man in das Textfeld „Sender ID“, um danach über die Lerntaste des Senders bzw. einen Tastendruck die entsprechende ID zu empfangen.

Bild 3: Empfang der “Sender ID“

Zur Vermeidung von Fehlzuweisungen filtert das Plug-in sogar empfangene Telegramme von nicht bekannten zyklischen EnoceanSendern aus, wenn diese nicht dem ausgewählten Sendertyp entsprechen. Im zweiten Reiter (Bild 4) können den einzelnen Funktionsobjekten beliebige Namen zugeordnet werden, um eine Zuordnung der Objekte zu den einzelnen Sendern zu erleichtern. Im nächsten Reiter (Bild 5) ordnet man den

Bild 4: Benennen der Funktions-Objekte


Produkte und Entwicklungen

Anwendungen und Referenzen

Sendekanälen aller eingelernten Funksensoren die entsprechenden Funktionsobjekte zu.

• • • • •

dialog RC-J2: Jalousie-Doppeltaster dialog RC-N1: neutraler Einfachtaster dialog RC-N2: neutraler Doppeltaster dialog RC-T: Raumtemperatursensor dialog RC-TS: Raumbediengerät mit Sollwertsteller und Sensor • dialog RC-F: Fensterkontakt.

Spega Funk Sensoren Für den Einsatz mit dem neuen Funkempfänger dialog RC-E abgestimmt ist die große Bandbreite der angebotenen Funksensoren: • dialog RC-L1: Licht-Einfachtaster • dialog RC-L2: Licht-Doppeltaster • dialog RC-J1: Jalousie-Einfachtaster

LonMark Deutschland und Unternehmen

Bild 5: Zuordnung der Funktionsobjekte zu den

Alle Bediengeräte sind in den Farben Reinweiß, Anthrazit und Aluminium erhältlich und lassen sich mit den gängigen Schalterprogrammen der Firmen Jung, Berker, Gira und Merten kombinieren.

Sendekanälen

Gaetano Camilleri • spelsberg gebäudeautomation gmbh + co. kg • D-47443 Moers www.spega.de

EasySens LON Funk-Empfänger von Thermokon gewinnt LonMark Award 2008 Thermokon erhielt im Januar auf der AHR Expo 2009 in Chicago von LonMark International den „Best of the Year Award 2008“ für seinen EasySens LON Funk-Empfänger. Ron Bernstein, Executive Director von L on M ark International überreichte den attraktiven Preis an Frank Neudecker, Exportleiter der Thermokon Sensortechnik GmbH. Der Award wird jährlich in vier Kategorien für Projekte, Produkte, an Persönlichkeiten oder für Programme vergeben, die sich durch wegweisende Innovationen und Leistungen auszeichnen. Das Preisgremium der LonMark war von den Vorteilen des LON Funk-Empfängers so überzeugt, dass es diese Neuentwicklung mit dem AWARD 2008 für Infrastrukturprodukte auszeichnete. Der EasySens Funk-Empfänger bietet eine echte Lösung für „Green Buildings“. Seine Energie gewinnt er direkt aus der Umgebung, deshalb werden keine Batterien benötigt und der Bedarf an Verdrahtungsund Verkabelungsmaterial wird ebenso wie das Brandrisiko minimiert. Weitere einzigartige und innovative Merkmale des SRC65-FTT sind z. B. vordefinierte Sensor-Objekte (Sensor, Schalter…) und entsprechende Ausgangsvariablen (SNVT) für die Kommunikation im LON-System. Zudem können mehrere Sensoren mit nur einem LON-Knoten ausgewertet werden. Der Empfänger kann mit einer Vielzahl von Sensoren (Temperaturfühler, Feuchtefühler, Bewegungsmelder, Lichtsensoren) kommunizieren.

EasySens SRC65-FTT – Funk-Empfänger für batterielose Funksensoren und Funkschalter (EnOcean) Die batterielosen Thermokon Funkkomponenten beziehen ihre Energie aus der Umwelt – winzige Änderungen von Bewegung, Druck, Licht, Temperatur oder Vibration genügen, um die Geräte mit Energie zu versorgen und den Betrieb aufrechtzuerhalten. Diese Art der Energiegewinnung schont Ressourcen und ist sehr umweltfreundlich: Batterien, externe Verkabelungen und Materialien wie Kupfer, Plastik etc. werden nicht gebraucht. Dass die Funkkomponenten durch diese Art der Energieversorgung quasi wartungsfrei sind, ist eine weitere Qualität. Die Kombination eines Funkschaltsystems mit sehr kleiner Sendeleistung mit einem effizienten Übertragungsprotokoll ergibt überraschenderweise ein Funksignal mit hoher Leistungsfähigkeit und optimalem Energieverbrauch. Für die Weiterentwicklung dieser innovativen Funksensortechnologie und eines internationalen, interoperablen Standards steht die EnOcean Alliance, eine Allianz weltweit führender Unternehmen im Bereich der Gebäudetechnik. Die Standards lassen sich wie folgt definieren: • minimale Sendeleistung • sichere Übertragung dank sehr kurzer Funktelegramme

• hohe Störsicherheit durch redunante asynchrone Übertragungen im Zufallsverfahren • sichere Übertragung mittels einer 32-Bit Sender ID • zwei weltweit akzeptierte Frequenzbänder (315 MHz und 868 MHz) Die batterielosen Funkkomponenten decken Anwendungen in den Bereichen Temperatur, Feuchte, Bewegung, Beleuchtung und vieles mehr ab. Die Transmitter gruppieren sich um den Funkempfänger und bilden so ein sternenförmiges Unternetzwerk. Der Empfänger wandelt alle empfangenen Funktelegramme in LON Standard Netzwerkvariablen (SNVTs) um und bietet vordefinierte Objekte (verschiedene Transmitter oder Schalter) mit entsprechenden Ausgangsvariablen (SNVTs) für die LON-Kommunikation zur Auswahl an. Der Empfänger verarbeitet die empfangenen Daten als Input in das jeweilige 17


Produkte und Entwicklungen

Anwendungen und Referenzen

LonMark Deutschland und Unternehmen

Steuerschema. Der Empfänger fungiert als Kommunikationsnabe und leitet die Daten an das übergeordnete LON-Steuerungsnetzwerk weiter. Die drahtlosen Eingaben können Schritt für Schritt mittels Thermokon LNS Plug-Ins konfiguriert werden und stellen somit eine benutzerfreundliche Schnittstelle dar. Die batterielose Funk-Lösung bietet eine ganze Reihe von Vorteilen.

Flexibilität der Anwendungen – keine Notwendigkeit von Bohrungen oder Verkabelung • Kein Kabelziehen in Wänden, daher können Wände jederzeit verschoben, entfernt oder eingezogen werden • Sensoren und Schalter können dort angebracht werden, wo sie sinnvoll und praktisch sind und nicht mehr nur dort, wo für den Elektriker die Kabelverlegung am einfachsten ist. • Leichte Montage auf jeder Oberfläche: Beton, Ziegel, Glas, Stein) • Schutz von Architektur und Material: kein Bohren, kein Öffnen von Wänden • Wegfall teurer Verkabelungen • Installation an Plätzen, wo vorher keine Fühler montiert werden konnten, z. B. Atrium, Gewächshäuser etc. • Optimierte Steuerung von Großräumen unter Berücksichtigung lokaler Anforderungen wie z. B. abgetrennte Büroräume etc. • Zeiteinsparung, schnellere Installation auf der Baustelle • Keine Wartung

Ron Bernstein, Excecutive Director LonMark International (l), und Frank Neudecker, Exportleiter Thermokon (r.)

• Ökologische Verträglichkeit • Keine Induktionsfelder, Emissionen sind niedriger als bei herkömmlichen Leistungssschaltern • Keine ungewollten Emissionen – Schalter strahlen nur, wenn sie in Betrieb sind • Geringe Kosten für Installation, Wartung, Renovierung und Energieverbrauch • Jeder Empfänger kann bis zu 9 Raumthermostate und Fensterkontakte auswerten

Kosten- und Zeitersparnis • Kostenwegfall bei Verdrahtungspläne, Kabel- und Rohrverlegung, Elektriker-

arbeiten, Installation und Nachrüstung • Zeit- und Kosteneinsparungen bei Nachrüstungen oder Änderungen der Raumaufteilung • Wegfall von Fehlplanungen bei der Raumgestaltung: Anfängliche Sensorposition kann einfach korrigiert werden • Einfache und kostengünstige Neuplatzierung bei Veränderung der Räumlichkeiten oder Hallenpläne • Keine unerwarteten Überraschungen beim Öffnen von Wänden • Keine Störungen des laufenden Betriebs durch Lärm oder Dreck • Verbesserte Temperatursteuerung und erhöhter Komfort.

THERMOKON Sensortechnik GmbH • D-35756 Mittenaar • Tel.: +49 2772 6501-0 email@thermokon.de • www.thermokon.de 28.01.2008 10:56 Uhr Seite 1

LonMark_2:AZ_99x210 angeschnitten

Intelligente Gebäudeautomation mit bringt 3-fach Nutzen

• Industrie • Gewerbe • Verwaltungen

Elektrobau Gundlach GmbH Haspelstraße 31–35 D-35037 Marburg Tel. 06421.1801-0 Fax 06421.1801-80 www.gundlach-elektrobau.com info@gundlach-elektrobau.com


Produkte und Entwicklungen

Anwendungen und Referenzen

LonMark Deutschland und Unternehmen

Prima-Klima dank ELKA Luftqualitätssensoren ELKA-Luftqualitätssensoren sichern gute Luftqualität und senken Betriebskosten. Fassadensanierungen und neue Fester nach energetischen Gesichtspunkten schaffen dichte Außenhüllen. Oft kann dann die Feuchtigkeit aus dem Innenraum nicht mehr ausreichend durch die Außenhaut entweichen. Folgen sind Schäden wie z. B. Schimmelbildung. Besonders bei Schulgebäuden wiegt dies schwer. Die Klassenräume müssen heute weit mehr Schüler aufnehmen, als dies einmal geplant war. Durch weitere Faktoren wie nasse Kleidung erhöht sich die Luftfeuchtigkeit im Raum zusätzlich. Hinzu kommt eine überhöhte CO2-Konzentration, die das Leistungsvermögen der Schüler massiv reduziert. In der DIN EN 13779 werden 0,15 % (1500 ppm) als oberster Grenzwert in Nicht-Wohngebäuden empfohlen. Dieser Wert wird oft bereits nach zwei Unterrichtsstunden dauerhaft für den gesamten Tag mit mehr als 5000 ppm deutlich überschritten. Menschen, die unter diesen Bedingungen arbeiten müssen, leiden häufig unter Müdigkeit, Leistungsabfall, Kopfschmerzen, Schwindel, Blutdruckanstieg und beschleunigtem Herzschlag. Die Folge ist eine reduzierte Leistungsfähigkeit.

Einsparungen von 20-70 % möglich Um diesen Beeinträchtigungen entgegen zu wirken, kann eine moderne Lüftungsanlage eingebaut werden. Intelligente Raumluftqualitätssensoren aus der Baureihe RLQ von ELKA sorgen in Verbindung mit moderner Anlagentechnik wie drehzahlgeregelten Motoren und Wärmerückgewinnung dafür, dass eine gleich bleibend gute Luftqualität mit geringstem energetischem Aufwand und damit niedrigen Betriebskosten hergestellt wird. Studien belegen, dass sich durch bedarfsgerechte Lüftung Betiebskosteneinsparungen von 20 bis 70 % erzielen lassen!

Stand-alone-Lösungen Der nachträgliche Einbau einer geeigneten Lüftungsanlage setzt neben dem finanzi-

ellen Einsatz gewisse bauliche Randbedingungen voraus. Eine kostengünstige Alternative bieten Raumluftqualitätssensoren von ELKA als Stand-alone-Lösungen. Die Montage der optisch ansprechenden Geräte erfolgt unkompliziert direkt auf die Wand. Akustische und optische Signale erinnern bei schlechten Luftverhältnissen daran, dass gelüftet werden muss und geben „grünes Licht“, sobald die Luftqualität wieder hergestellt ist. Elektrische Ausgangssignale ermöglichen ein automatisches Öffnen und Schließen von motorisch betriebenen Fenstern, die einfacher nachzurüsten sind, als eine Lüftungsanlage. Auch die Ansteuerung von dezentral angeordneten Lüftungsgeräten ist eine Option, die diese intelligenten Sensoren von ELKA bieten.

Wartungsfreie CO2-Messung In der Vergangenheit hatten gerade CO2Sensoren den Ruf, teuer und wartungsintensiv zu sein. Dies ist bei den Sensoren der Baureihe RLQ von ELKA nicht der Fall. Anders als bei vielen Wettbewerbsprodukten wird die Nullpunktdrift nicht dadurch kompensiert, dass darauf vertraut wird, dass sich das Außenluftniveau von ca. 300 ppm innerhalb eines Zeitraums selbständig in einem Raum einstellt. Untersuchungen haben gezeigt, dass dies ohne Lüftungsanlage in einem Raum besonders in der kalten Jahreszeit nahezu nie der Fall sein wird, da weder das Reinigungspersonal, noch die Raumnutzer die Räume ausreichend lüften. Die hochwertigen RLQ-Sensoren arbeiten nach dem Zweistrahl-Infrarot-Photometer Prinzip (NDIR = nicht dispersiver InfrarotAbsorptionsanalysator). Hierbei sorgen zwei Messsysteme dafür, dass der Alterungsprozess der internen Lichtquelle ausgeglichen wird. Der positive Effekt: Eine Re-Kalibrierung ist nicht erforderlich.

triebnahme. Der RLQ.CTF-10R vereint die Messung der Größen CO2, relative Feuchte und Temperatur auf einem Produkt. Die Messergebnisse werden über analoge 0-10 V Signale bereitgestellt und lassen sich gut in Gebäudeautomationssysteme integrieren. Über einen digitaler Ausgang sowie akustische und optische Signalgeber können weiterhin Aktionen hinsichtlich des Überund Unterschreitens von Grenzwerten ausgelöst werden. So kann die integrierte Taupunktüberwachung dazu genutzt werden, Gebäudeschäden durch z. B. Schimmelbildung vorzubeugen. Vor Erreichen des Taupunkts erzeugt der Sensor eine Warnung (optisch, akustisch) oder löst über ein elektrisches Signal eine Aktion (z. B. Öffnen des Fensters) aus. Weitere Ausführungen stehen als Kombination Feuchte-/Temperatursensor (Typ RLQ. TF-10R) oder als reine CO2-Messung (Typ RLQ.C-10R) zur Verfügung. Die Parametrierung der Produkte wird reproduzierbar über eine USB-Schnittstelle in Verbindung mit dem Tool Tune.RLQ vorgenommen. Weitere Informationen und das Parametriertool sind unter www.elka.de erhältlich.

Raumluftqualitätssensor Typ RLQ

Reduzierte Kosten durch Multisensoren Wirtschaftlich werden die Sensoren besonders dadurch, dass mehrere Messgrößen in einem Produkt vereint sind. So reduzieren sich die Kosten für das Produkt selbst, die Montage, die Verkabelung und die Inbe-

Parametriersoftware Tune.RLQ

ELKA-Elektronik GmbH • D-58511 Lüdenscheid • Tel.: +49 (0) 2351 176-0 vertrieb@elka.de • www.elka.de 19


Produkte und Entwicklungen

Anwendungen und Referenzen

LonMark Deutschland und Unternehmen

L-INX Automation Server von LOYTEC – Vielseitig einsetzbar Bereits im letzten Jahr hat LOYTEC mit den L-INX Automation Servern eine neue Produktfamilie für das Vernetzen und Managen von verteilten Liegenschaften sowie Gebäuden jeder Größe vorgestellt. Die Automation Server decken eine Vielzahl unterschiedlichster Funktionen ab, die sich beliebig kombinieren lassen. Das macht sie zu Multitalenten im Umfeld offener Gebäudemanagementsysteme, die standardisierte Kommunikationsprotokolle wie z. B. CEA-709, BACnet, OPC, Modbus oder M-Bus verwenden. Grundsätzlich kann man die L-INX Automation Server ihren Funktionen entsprechend in zwei Gruppen einteilen. Die erste Gruppe deckt die Teildisziplinen „Visualisierung und Datenerfassung“ ab. Zu dieser Gruppe gehören die Automation Server LINX100 und LINX-101, die für den Einsatz in LonMark Systemen gedacht sind. (Mit LINX200 und LINX-201 bietet LOYTEC auch adäquate Produktlösungen für BACnetSysteme an.) Die zweite Gruppe wird mit „frei programmierbar“ überschrieben. Dieser Gruppe sind die Automation Server LINX-110 und LINX-111 zuzuordnen.

Geräten liegenden Zeitsteuerprogrammen. Neben der Konfiguration über das WEB Interface besteht die Möglichkeit, Scheduler-Parameter via XML-Datei in die L-INX Automation Server zu laden. Trending ermöglicht die lokale Aufzeichnung von Werten oder Betriebszuständen in CSVDateien. Über die o.g. E-Mail Benachrichtigung können CSV-Dateien an definierte Adressaten weitergeleitet werden. Für eine Integration in LonMark Systeme unterstützen die Automation Server LINX100 und LINX-110 entweder den TP/FT-10 oder IP-852 Kanal (konfigurierbar). Zusätzlich verfügen beide Automation Server über ein integriertes Remote Network Interface (RNI) mit 2 MNI Geräten. Die Automation Server LINX-101 und LINX-111 bieten anstatt der RNI Funktion einen vollwertigen IP-852/TP-FT10 Router und können somit gleichzeitig am TP/FT-10 und am IP-852 Kanal betrieben werden.

L-INX Automation Server

Als gemeinsames Leistungsmerkmal verfügen alle L-INX Automation Server über Automationsfunktionen für ein umfassendes Alarming (Alarmmanagement), Scheduling (Zeitschalten) und Trending (Trendaufzeichnungen). Alarming beinhaltet das Generieren, Weiterleiten, Quittieren und Darstellen von Alarmzuständen. Da L-INX Automation Server auch Email-Benachrichtigungen in Abhängigkeit von Aktionen und Ereignissen aussenden können, werden beliebige Adressaten über anstehende Alarme informiert. Scheduling umfasst das lokale, zeitabhängige Schalten sowie die Konfiguration von lokalen oder auf entfernten 20

Alle L-INX Automation Server unterstützen sowohl statische als auch dynamische Netzwerkvariablen. Dies ermöglicht den Einsatz in LNS-basierten Netzwerken und in Netzwerken, die nicht auf LNS aufsetzen. Neben Standardnetzwerkvariablentypen (SNVTs) wird der Zugriff auf nutzerdefinierte Netzwerkvariablen (User Defined Network Variables, UNVTs) und Konfigurationseigenschaften (Configuration Properties, SCPTs, UCPTs) unterstützt. Das beigestellte Konfigurations-Tool ermöglicht das Einlesen von UNVTs aus Device Resource Files und den Zugriff auf Konfigurationseigenschaften (SCPTs, UCPTs) mittels LonMark File Transfer. Jeder L-INX Automationserver unterstützt bis zu 1.000 statische oder dynamische Netzwerkvariablen. Neben den gemeinsamen Leistungsmerkmalen gibt es weitere, produktspezifische Merkmale, die beliebig kombinierbar sind und L-INX Automation Server vielseitig einsetzbar machen.

Embedded OPC Server Ein elementares Leistungsmerkmal der LINX-100 und LINX-101 aus der Gruppe „Visualisierung und Datenerfassung“ ist der integrierte OPC Server (OPC XML/ DA). Unterstützt werden bis zu 1.000 OPC Datenpunkte. Die Datenpunkte sind über den integrierten Webserver abrufbar und bedienbar. Das Konzept erlaubt es, OPC Server dezentral im Feld zu verteilen. Der Zugriff z. B. von zentralen SCADA-Systemen erfolgt über IP-Verbindungen via Web Services (OPC XML/DA). Web Services verwenden in der Regel Port 80 (HTTP) und erleichtern es, über Firewalls hinweg zu kommunizieren sowie den Datenverkehr zu tunneln (SSH). Die Trennung der OPC Server von der PC-Hardware trägt zu einer höheren Ausfallsicherheit bei. Für eine direkte Verbindung mit dem OPC Server müssen die OPC Clients den OPC XML/DA Standard unterstützen. Für die Anbindung von OPC COM/DCOM Clients (OPC DA 2.0.5) stellt LOYTEC mit LOPC-BR800 eine Software zur Verfügung, die sich LINX-100 und LINX-101 als OPC XML/DA Client darstellt. Die Datenpunkte werden intern an OPC COM/DCOM Server übergeben. Dabei erscheint jeder LINX-100 oder LINX-101 Automation Server als eigenständiger OPC COM/DCOM Server. Die Automation Server LINX-100 und LINX-101 eignen sich somit hervorragend zur gezielten Übergabe von Informationen aus LonMark Systemen an übergeordnete SCADA oder ERP Systeme.

Visualisierung

Visualisierung und Datenspeicherung mit LINX-100 und LINX-101


Produkte und Entwicklungen

LINX-100 und LINX-101 bieten sich auch für unterschiedlichste Visualisierungsaufgaben an. Die Automation Server können kundenspezifische Grafikseiten mit dynamischen Inhalten verwalten, die über das grafische Nutzerinterface LWEB-800 angezeigt werden. Als .NET Applikation lässt sich LWEB-800 auf jedem PC, Notebook oder Smart Phone mit MS Windows Betriebssystem installieren. Die Kommunikation zwischen LWEB-800 und den LINX-100/-101 Automation Servern erfolgt dabei mittels Web Services (OPC XML/DA). Die o. g. Firewall-freundliche Kommunikation sowie der Verzicht auf JavaScript und ActiveX ermöglicht IT-Administratoren eine einfache und sichere Einbindung in jedes IPNetzwerk. LWEB-800 kann Informationen von verschiedenen Automation Servern darstellen, die z. B einen Überblick über liegenschaftsübergreifende Betriebszustände geben. Bis zu 10 grafische Projekte mit jeweils unterschiedlichen Grafikseiten und Auflösungen können in jedem LINX-100 und LINX-101 hinterlegt werden. Alle Projekte bzw. Grafikseiten greifen auf dieselben oder auf unterschiedliche Datenpunkte zu. Nicht nur der Zugriff auf binäre und analoge Datenpunkte ist möglich, über das grafische Nutzerinterface LWEB-800 kann auch komfortabel auf die Automationsfunktionen wie Alarming (Alarmmanagement), Scheduling (Zeitschalten) und Trending (Trendaufzeichnungen) zugegriffen werden. Die Darstellung der kundenspezifischen Grafikseiten kann rahmenlos und mit transparentem Hintergrund erfolgen. So lassen sich z. B. für bis zu 10 individuelle Nutzer virtuelle Raumbediengeräte hinterlegen, die einen Zugriff auf Raumautomationsfunktionen ermöglichen. Beim Einsatz in verteilten Liegenschaften können je LINX100/101 bildschirmfüllende, grafische Oberflächen für die lokale Bedienung vor Ort getrennt von einer grafischen Oberfläche für die zentrale Bedienung gestaltet werden. So werden jedem Nutzer genau die Informationen und Zugriffsmöglichkeiten angeboten, die er für ein effektives Betreiben der Anlagen tatsächlich benötigt.

Anwendungen und Referenzen

len von Berichten wie Crystal Reports oder DreamReport™ auf die gespeicherten Daten zugreifen.

Gateway Wie schon erwähnt, ist der integrierte OPC XML/DA Server ein elementares Leistungsmerkmal der LINX-100 und LINX-101 Automation Server. Das erlaubt die Abbildung von Standardnetzwerkvariablentypen (SNVTs), nutzerdefinierte Netzwerkvariablen (User Defined Network Variables, UNVTs) und Konfigurationseigenschaften (Configuration Properties, SCPTs, UCPTs) auf OPC Datenpunkte. Weiter unterstützen LINX-100 und LINX-101, zusätzlich zur CEA-709 Kommunikation, die Integration einer M-BUS und Modbus Schnittstelle (Q1/2009). Informationen aus diesen Bussystemen können ebenfalls auf OPC Datenpunkte abgebildet werden. Zusätzlich erlauben die Automationsserver LINX100 und LINX-101 einen Datenaustausch zwischen den einzelnen Bussystemen. So können z. B. Energiedaten von M-Bus Zählern auf Standardnetzwerkvariablentypen (SNVTs) abgebildet werden. Weitestgehend kann man unter der Rubrik „Gateway“ auch die Schnittstelle zu den vorgenannten Datenbanken aufführen, die sämtliche Informationen für eine Langzeitdatenspeicherung übergeben kann. All dies macht die LINX-100 und LINX-101 Automation Server zur Integrationsplattform in einem Gebäudemanagementsystem.

„frei programmierbar“

Datenaufzeichung und –speicherung Alle L-INX Automation Server unterstützen das Speichern von Daten in CSV-Dateien. Zusätzlich können die Automation Server LINX-100 und LINX-101 in Kombination mit dem LWEB-801 Data Logger über eine bestehende IP-Verbindung Daten in eine zentrale Datenbank schreiben. LWEB-801 unterstützt dabei die folgenden Datenbanken: SQLite, SQL Express, MySQL, OLE Datenbank. Neben dem grafischen Nutzerinterface LWEB-800 können selbstverständlich Softwarelösungen zum Erstel-

LINX-110 und LINX-111 – frei programmierbar nach IEC61131

Die Automation Server LINX-100 und LINX101 verfügen über Anwendungsobjekte, die gängige mathematische Berechnungen und Funktionen sowie logische Operatoren (Boolesche Algebra) mit Datenpunkten ausführen können. Als wirklich „frei programmierbar“ sind aber die Automation Server

LonMark Deutschland und Unternehmen

LINX-110 und LINX-111 zu bezeichnen. Neben den gemeinsamen Leistungsmerkmalen der L-INX Automation Server ist die Programmierbarkeit nach IEC61131 das Hauptmerkmal von LINX-110 und LINX-111. Zur Programmierung wird das grafische Programmiersystem L-LOGICAD verwendet. Als Programmiersprachen stehen die „Funktionsbaustein-Sprache“ (FBS), „Ablaufsprache“ (AS), „Structured Text“ (ST) und „C“ für die Programmentwicklung zur Verfügung. Sämtliche Programmiersprachen können innerhalb eines Projektes gemischt werden. Zur Inbetriebnahme und Überwachung bietet L-LOGICAD umfangreiche Online-Test-Funktionen mit Logikanalyse und Oszilloskop-Funktionalität. Auf einem LINX-110 bzw. LINX-111 können mehrere IEC61131 Programme parallel und mit unterschiedlichen Zykluszeiten (min. 10ms) ausgeführt werden. Neue IEC61131 Applikationen können ohne Unterbrechung der laufenden Programme in das Gerät geladen werden. Das Verbinden von Standardnetzwerkvariablentypen (SNVTs), nutzerdefinierte Netzwerkvariablen (User Defined Network Variables, UNVTs) und Konfigurationseigenschaften (Configuration Properties, SCPTs, UCPTs) mit IEC61131 Variablen erfolgt über die beigestellte Konfigurationssoftware. LINX-110 und LINX-111 unterstützen bis zu 1.000 dynamische oder statische Netzwerkvariablen. Bis zu 1.000 Adresstabelleneinträge heben fast jede Beschränkung bei der Kommunikation mit verteilten CEA-709 Knoten im Netzwerk auf.

Intelligente Infrastruktur Je nach L-INX Automation Server ist entweder ein Remote Network Interface (RNI) oder ein vollwertiger IP-852/TP-FT10 Router integriert. L-INX Automation Server wie LINX-100 (Visualisierung und Datenerfassung) und LINX-110 (frei programmierbar) bieten neben ihren genannten Merkmalen die Fernzugriffsmöglichkeit auf den angeschlossenen TP/FT-10 Kanal über eine bestehende IP-Verbindung. Bis zu zwei Applikationen, wie z. B. das LOYTEC Systemdiagnose-Tool LSD und das Netzwerkmanagmenttool NL220, können gleichzeitig auf das integrierte Netzwerkinterface zugreifen. Somit hat der Systemintegrator jederzeit Zugriff auf aktuelle Netzwerkstatistiken und kann ggf. korrigierend eingreifen, ohne das Netzwerk vor Ort aufzusuchen. LINX-101 (Visualisierung und Datenerfassung) und LINX-111 (frei programmierbar) verfügen über integrierte IP-852/TP-FT10 Router. Sie können somit zusätzlich zum Aufbau der Netzwerkinfrastruktur eingesetzt werden, um einen Ethernet/IP (IP-852) 21


Produkte und Entwicklungen

Anwendungen und Referenzen

LonMark Deutschland und Unternehmen

Backbone mit einem TP/FT-10 Kanal zu verbinden und gleichzeitig Aufgaben wie z. B. dezentrales Zeitschalten, Trendaufzeichnen, logische Verknüpfungen und lokale Visualisierung übernehmen.

Applikationen Die einzelnen Leistungsmerkmale lassen sich beliebig kombiniert oder in ihrer Gesamtheit dazu verwenden, um unterschiedlichsten Aufgabenstellungen als Lösungsansatz zu dienen. Betrachten wir stellvertretend die Themen Raumautomation und Liegenschaftsverwaltung. Raumautomationssysteme auf Basis des CEA-709 Kommunikationsstandards setzen heute fast ausnahmslos einen Ethernet/ IP (IP-852) Backbone für die vertikale Kommunikation mit dem Managementsystem ein. Der Automation Server LINX-101 mit seinem integrierten IP-852/TP-FT10 Router kann hier zunächst für den Aufbau der Netzwerkinfrastruktur eingesetzt werden. Über die Visualisierungsmöglichkeiten (LWEB-800) vom LINX-101 werden dem Raumnutzer virtuelle Raumbediengeräte angeboten, die über die Arbeitsplatzrechner bedient werden (s. Abbildung links oben).

Virtuelles Raumbediengerät auf LINX-100 oder LINX-101

Lokal können Energiezähler mit CEA-709-, Modbus- oder M-BusSchnittstelle auf den LINX-101 Automation Server aufgeschaltet werden. Die entsprechenden Energiedaten werden mittels LWEB-801 in eine zentrale Datenbank gespeichert, auf die z. B. der lokale Nutzer über LWEB-800, das Managementsystem oder externe FM Dienstleister zugreifen können. Parallel zur CEA-709 Kommunikation mit dem Managementsystem können Dritten (z. B. ERP Systeme) Daten zu Aufzeichnungs- und Analysezwecken über die OPC Schnittstelle angeboten werden.

Datenspeicherung in SQL/OLE Datenbank1 E-Mail Benachrichtigung OPC XML/DA Server2 CEA-709 (TP/FT-10 / IP-852) M-Bus Modbus Master (RTU-Modbus / TCP-Modbus) Gateway-Funktion Visualisierung über Nutzerschnittstelle3 Free Programmable IEC611314 Einfache, mathematische Operationen5 Remote Network Interface (RNI) Integrierter IP-Router (TP/FT-10 auf IP-852)

LINX-111

Alarming (Alarmmanagement) Scheduling (Zeitschalten) Trending (Trendaufzeichnung) Grafische Trendkurvendarstellung Datenspeicherung in CSV-Dateien

LINX-110

Funktion

LINX-101

Hardware

LINX-100

Beispiele an Grafikseiten

x x x

x x x

x x x

x x x

x8 x x x x

x9 x

x9 x

x9 x

x9 x

x6 x x x x

x8 x x x x x x x x x

x6 x

x x

x

x

x

x

x

7

x x x

x x 7

x

1

LWEB-801 Data Logger Lizenz wird für die Langzeitdatenspeicherung in SQLite, SQL Express, MySQL oder OLE Datenbanken benötigt

2

OPC Bridge für OPC COM/DCOM Clients (OPC DA 2.0.5) verfügbar Über LWEB-800 (.NET Applikation), lässt sich auf jedem PC, Notebook oder Smart Phone mit MS Windows Betriebssystem installieren

3

4

Nur mit L-LOGICAD Programmiersoftware (in LINX-START-LC2 enthalten) Über Anwendungsobjekte, die mathematische Funktionen mit Datenpunkten ausführen können 6 Entweder TP/FT-10 oder IP-852 7 RNI steht nur bei TP/FT-10 Anbindung zur Verfügung 8 In Verbindung mit LWEB-800 oder LWEB-801 9 In Verbindung mit LWEB-801 und E-Mail Kommunikation 5

x

Im Liegenschaftsbetrieb übernimmt eine Kombination aus LINX101 und LINX-110 die zentralen Aufgaben. Während LINX-110 die logischen Verknüpfungen und Berechnungen von Informationen aus dem lokalen Netzwerk von beliebigen CEA-709 Knoten wie z. B. I/O Modulen vornimmt sowie Zeitschaltfunktionen ausführt, kümmert sich LINX-101 um die Visualisierung. Beispiele an Grafikseiten Dem Nutzer vor Ort werden kundenspezifische Grafikseiten angeboten, die er für das tägliche Bedienen und Betreiben der Anlage benötigt. Über diese Grafikseiten hat der Nutzer auch Zugriff auf die Zeitschalt- und weitere Automationsfunktionen im LINX-110. Die Zentrale kann auf dieselben Grafikseiten zugreifen. Zusätzlich hat die Zentrale Zugriff auf Grafikseiten, die zusätzliche Informationen über Energieverbrauch, Betriebszustände oder sogar die Netzwerkqualität liefern. Diese Seiten bleiben dem lokalen Nutzer vorenthalten. E-Mail Benachrichtigungen informieren über Alarmzustände oder übermitteln Trenddaten (CSV-Dateien). Die Kombination aus einem L-INX Automation Server mit integriertem Remote Network Interface und einem Server mit Integriertem Router erlaubt den Fernzugriff auf das lokale Netzwerk und eine Integration in ein liegenschaftsübergreifendes CEA-709 Netzwerk. Diese Beispielapplikationen (s. Abbildung links Mitte) zeigen noch einmal deutlich die Vielseitigkeit der L-INX Automation Server. Hier wie auch in andere Anwendungen sind die L-INX Automation Server mit ihre Flexibilität und Skalierbarkeit eine sichere Investition für jedes Gebäudemanagamentkonzept.

LOYTEC electronics GmbH • A-1170 Wien • Tel.: +43 1 4020805-0 info@loytec.com • www.loytec.com 22


L-INX Automation Server

LOYTEC www.loytec.com

Visualisierung OPC XML/DA Server Alarmverwaltung Zeitschalten Trendaufzeichnung Benachrichtigung Fernzugriff ������

Kalkulation

L-Web Clients

Embedded Visualization

Central Data Logger WLAN Router

SQL DB

Internet/Intranet Wired/Wireless Router, Firewall OPC XML-DA

LonMark® or BACnet® System

LINX-100 (CEA-709) und LINX-200 (BACnet) Automation Server ermöglichen die grafische Visualisierung von Informationen aus LonMark® Systemen oder BACnet® Netzwerken. Mit der integrierten Visualisierung, Automationsfunktionen, Fernzugriffsmöglichkeiten, Email-Benachrichtigung, SQL Kompatibilität und dem OPC XML/DA Server sind die L-INX Automation Server die perfekte Lösung für das Management von verteilten Liegenschaften und Gebäuden jeder Größe. LOYTEC electronics GmbH, Blumengasse 35, 1170 Wien, Österreich • info@loytec.com • Tel.: +43 (1) 40208050 • Fax: +43 (1) 4020805 - 99 L-INX is a trademark of LOYTEC electronics GmbH. LonMark and the LonMark Logo are managed, granted, and used by LonMark International under a license granted by Echelon Corporation. BACnet is a registered trade mark of the American Society of Heating, Refrigerating and Air Conditioning Engineers, Inc. (ASHRAE).

networks under control - www.loytec.com TM


Produkte und Entwicklungen

Anwendungen und Referenzen

LonMark Deutschland und Unternehmen

Dräger LON-Zentrale in der Halbleiter- und Solarindustrie

aus einer Zentrale und mehreren LON-Bus Linien zusammen. Jede LON-Linie ist dabei einer Produktionslinie zugeordnet, die wiederum in vier Abschnitte unterteilt ist.

Der klassische Einsatzbereich von Gaswarnanlagen beschränkt sich meist auf das Signalisieren und Melden von überhöhten Gaskonzentrationen. Dabei werden Blitzlicht und Hupe sowie potentialfreie Kontakte und gelegentlich Bus-Schnittstellen verwendet. Das heute verfügbare Angebot an Technik für Sensoren und für die Auswertung aller Hersteller richtet sich hauptsächlich an diesem Aufgabenprofil aus. Wenn überhaupt können Fremd-Signale, digitale Eingänge oder gar Bussignale wie Profibus oder LON-Bus nur beschränkt eingangsseitig verarbeitet oder ausgangsseitig bereitgestellt werden.

Das Gasmanagement der einzelnen Abschnitte wird von einer Unterzentrale pro Abschnitt übernommen. An den Produktionsanlagen werden so Konzentrationen von HF, SO2, NH3 und anderen Gasen überwacht. Dabei kommen vier bis sechs LONTransmitter vom Typ „Polytron 7000 LON“ im Bereich der Raumluft, der Schleusen und auch der Abluft zum Einsatz.

In modernen Solar- und Halbleiterfabriken möchte man aber die Funktionalität einer Gaswarnanlage mit der des Gasmanagements verbinden, um so nur ein System betreiben zu müssen. Dieses System übernimmt das komplette Handling der eingesetzten Prozessgase und damit sowohl Warn- wie auch Steuerfunktionen. Dafür sind aber Multi-Norm-Anschlüsse, diverse Bus-Ausgänge und eine hohe individuelle Programmierbarkeit bei gleichzeitig geringen Kosten pro Eingangskanal erforderlich.

Lösung von Dräger Dräger hat erfolgreich ein kostengünstiges LON-System bestehend aus LON-Zentralen und LON-Meßköpfen entwickelt, das gezielt auf die Anforderungen in der Solar- und Halbleiterindustrie ausgerichtet ist. Anders als bei traditionellen Gaswarnanlagen setzt Dräger neben einer übergeordneten Zentraleinheit auf lokale Unterzentralen, die über den LON-Bus mit der Zentrale verbunden sind. Die Funktion der Gaswarnung und das Gasmanagement liegen hauptsächlich in den Unterzentralen, die unabhängig voneinander und unabhängig von der Hauptzentrale arbeiten.

Die Unterzentrale An den Unterzentralen sind alle Signalgeber angeschlossen, die Gaskonzentrationen, Flaschengewichte, Ventilstellungen und andere Prozessgrößen messen. Über praktisch beliebig viele Schnittstellen in der Unterzentrale können dann die erforderlichen Steuerungen wie Lüfteranforderung, Schalten von Alarmmittel oder Umschalten von Gasquellen vorgenommen werden. Zur Freigabe von Prozessgasen oder für Funktionen, die von Hand gesteuert werden sollen, kann ein Bedientableau angeschlossen werden. Da jede Unterzentrale eine individuelle Programmierung erhalten kann, lassen sich

beliebige Prozessabläufe und Steuerungsanforderungen realisieren.

Die Hauptzentrale Die Hauptzentrale übernimmt Visualisierungs- und Kommunikationsfunktionen, die den eigentlichen Steuerungen im Produktionsbereich übergeordnet sind. So kann sich der Nutzer am Touchscreen der Hauptzentrale über die Visualisierung einen Überblick über kritische Zustandsmeldungen wie Gasalarme oder auch über Prozessgrößen verschaffen, ohne sich erst aufwendig durch Menüs zu hangeln. Weiter stehen die Speicherung der Messdaten, aber auch Alarmhistorien oder Kurzzeittrends der Messdaten, insbesondere der Gaskonzentrationen, zur Verfügung. Die Visualisierung lässt sich dabei je nach Aufgabenstellung über das Intranet, das Internet oder per sicherer Direkteinwahl per ISDN-Leitung auch von weit entfernten Arbeitsplätzen nutzen. So kann im Falle einer überhöhten Gaskonzentration außerhalb des gefährdeten Bereiches nachvollzogen werden, ob die Konzentration weiter ansteigt oder ob durch die Lüftungsanlage bereits eine weniger gefährliche Verdünnung erreicht wurde. Auch hier sind individuelle Anpassungen möglich, was den Funktionsumfang, aber auch die Datensicherheit angeht.

Beispiel einer realisierten Anlage in der Solarindustrie Dräger hat mittlerweile mehrere Anlagen dieser Art realisiert. Anhand der gesammelten Erfahrungen wurde eine Grundfunktionalität entwickelt, die um vorbereitete Module für Eingangs-, Ausgangssignale und um Steuerfunktionen erweitert werden kann. So setzt sich eine mittelgroße Gaswarn- und Gasmanagement-Anlage im Bereich der Solarindustrie

Die Ventilsteuerung der Prozessgase übernimmt eine separate Unterzentrale je Produktionslinie. An allen Unterzentralen befinden sich Tableaus für manuelle Schaltvorgänge. Je Unterzentrale kommt eine Alarmeinheit zum Einsatz, an der neben mehrstufigen Gas-Alarmen weitere Meldungen über die Betriebsbereitschaft oder Störungen an der Anlage ersichtlich sind. Alle Messgrößen laufen über den LON-Bus auf der Hauptzentrale auf und werden dort an eine übergeordnete GLT weitergereicht. Die Visualisierung der Hauptzentrale stellt unter anderem ein Anlagenschaubild zur Verfügung, in dem Messgeräte und Alarmzustände symbolisiert sind. Über das firmeninterne Netzwerk können alle Informationen der Hauptzentrale auch außerhalb der Produktion von Büros abgerufen werden.

Kosten Durch die Verwendung der LON-Technologie konnte der Funktionsumfang von Dräger Gaswarnanlagen zu dem eines Gasmanagement-Systems erweitert werden. Die vorgenommene Unterteilung in Haupt- und Unterzentralen verringert die Hardwarekosten erheblich, da nur eine Nutzer-Anlagen-Schnittstelle an der Hauptzentrale benötigt wird, unabhängig von der Anzahl der zu verarbeitenden Eingangssignale. Auch die Installationskosten sind deutlich reduziert worden, da zwischen Hauptzentrale und Unterzentralen nur eine Busleitung je Linie benötigt wird. An einer Linie können mehrere Unterzentralen angeschlossen sein. Durch das lange Wartungsintervall von sechs Monaten und durch die Haltbarkeit der Dräger-Gassensoren über mehrere Jahre kann im laufenden Betrieb ein deutlicher Kostenvorteil erzielt werden.

Karsten Kletschkus • Dräger Safety AG & Co. KGaA • D 23560 Lübeck • Tel.: +49 3 41 35 34 -673 karsten.kletschkus@draeger.com • www.draeger.com 24


Produkte und Entwicklungen

Anwendungen und Referenzen

LonMark Deutschland und Unternehmen

Hegau-Tower Singen – effizient und flexibel mit LON

Das Foyer des Hegau-Towers bei der Eröffnungsfeier – Fotos © Singener Wochenblatt

Architekt Helmut Jahn vor dem Hegau-Tower

Singen im Landkreis Konstanz, eine Gemeinde mit 46.000 Einwohnern, gehört zu den aufstrebenden Städten Baden-Württembergs. Sichtbares Zeichen ist der „Hegau-Tower“. Dessen Architekt Helmut Jahn ist bekannt durch Projekte wie das Sony-Center Berlin, den Messeturm Frankfurt, die Flughäfen in München, Chicago und Bangkok oder den Posttower Bonn. Bauherr ist die GVV Städtische Wohnbaugesellschaft Singen mbH.

und die Volumenstromregler aufgeschaltet.

Der Hegau-Tower hat zwei Teile: ein 67,50 Meter hohes Hochhaus mit 18 Geschossen und einen fünfgeschossigen Flügelbau. Direkte Nachbarn sind das Gebäude der Traditionsmarke Maggi, der Singener Bahnhof und das Gründer- und Technologiezentrum „SinTec“.

Flexible Raumaufteilung Die Grundrisse jeder Etage können flexibel aufgeteilt werden. Von den gemeinsam nutzbaren Konferenzräumen im obersten Geschoss hat man einen weiten Blick über die Hegau-Landschaft. Bei gutem Wetter reicht er auch bis zum nahe gelegenen Bodensee und den Schweizer Alpen.

Energieeffiziente Haustechnik Moderne Gebäudetechnik sorgt für Energieeffizienz und Komfort. Das Fassadensystem ist steuerbar und übernimmt Aufgaben des Wärmeschutzes, des Blendschutzes und der Lüftung. Für gutes Klima sorgen Klimasysteme und natürliche Belüftung. Heiz- und Kühlsysteme arbeiten über Bauteilaktivierung.

Integrierte Gebäudeautomation Im Auftrag der Ga-tec Baden-Baden, Gesamtauftragnehmer Technik, instal-

lierte das Technische Büro Südbaden von Kieback&Peter ein übergreifendes Gebäudeautomationssystem. Umfassende Systemintegration ist Voraussetzung für Energieeffizienz, Komfort, Sicherheit und zuverlässigen Betrieb. Das Automationssystem besteht aus drei Informationsschwerpunkten. Im ersten steuert eine Automationsstation DDC4200 von Kieback&Peter die Kesselanlage, die Wärme- und Kälteverteilung und die Abluftanlagen des Flügelbaus. Im zweiten regelt eine Automationsstation DDC4200 die Wärmeeinbindung aus dem benachbarten SinTec-Gebäude, die Wärme- und Kälteverteilung für das Hochhaus und verschiedene Abluftanlagen. Im dritten Informationsschwerpunkt in der Dachzentrale des Hochhauses arbeiten eine Automationsstation DDC4200 und eine DDC4200-L. Auf die DDC4200 sind die Wetterstation, die Lüftung und die Kühldecken für das 17. Obergeschoss, der Kühlturm und weitere Abluftanlagen aufgeschaltet. 23 BusModulRegler BMR von Kieback&Peter in den Etagen kommunizieren direkt mit der DDC4200. Die BMR sorgen für die Zonenregelung der Betonkerntemperierung, außerdem sind die Brandschutzklappen

Energiesparende Einzelraumregelung mit LON und Raumregler RCN-L In die Automationsstation DDC4200-L ist die auf LON basierende Einzelraumregelung integriert. Die Einzelraumregelung ist etagenweise organisiert. Die Komponenten verschiedener Hersteller kommunizieren über LON. Das LON-Netzwerk ist flexibel und kann ohne Probleme an unterschiedliche Grundrisse angepasst und auch wieder verändert werden. Kieback&Peter übernahm die Systemintegration. Die Grundausstattung jeder Etage umfasst acht Raumbediengeräte von Svea. Aktoren der Firma Warema steuern die 39 Jalousien. LON-DALI-Router von Svea schalten und dimmen bis zu 256 Leuchten. Kieback&Peter Raumregler RCN122-L aus der technolon®-Reihe überwachen und regeln die 39 Fenster und 39 UnterflurKonvektoren zum Heizen und Kühlen. Der Raumregler RCN-L ist eu.bac-zertifziert. Das eu.bac-Zertifizierungszeichen garantiert Regelgenauigkeit und Energieeffizienz.

Einheitliche Gebäudeleittechnik Auf der zentralen Gebäudeleittechnik Neutrino-GLT von Kieback&Peter stehen alle Anlagendaten zur Verfügung. Über die GLT wird das System einfach bedient und kann immer weiter optimiert werden – für noch mehr Energieeffizienz und noch besseren Komfort der Nutzer.

Kieback&Peter GmbH & Co. KG • Tempelhofer Weg 50 • D-12347 Berlin • Tel.: +49 30 60095-0 info@kieback-peter.de • www.kieback-peter.de 25


Produkte und Entwicklungen

Anwendungen und Referenzen

LonMark Deutschland und Unternehmen

Frisch auf den Tisch – dank LON Unicontrol CM von UNITRO-Fleischman ist ein neues Kontroll- und Überwachungssystem für die LebensmittelLogistik. Saftig süße Erdbeeren zu Weihnachten und frischen Seefisch im Hochsommer – wir Verbraucher wünschen uns zu jeder Jahreszeit frische Früchte oder auch leicht verderbliche Lebensmittel mit Topqualität und zudem noch preiswert auf unserem Speisezettel. Die Lebensmittel-Discounter haben erheblichen Aufwand bei Transport und Lagerung, um die Kundenwünsche befriedigen zu können. Dieser Aufwand ist in den letzten Jahren stetig gestiegen. Deshalb haben inzwischen selbst große Handelsketten diese Leistungen an spezialisierte Dienstleister ausgegliedert, die sich ausschließlich mit Lebensmittel-Logistik befassen.

Lebensmittelqualität braucht Überwachung Diese Unternehmen sind europaweit tätig. Ihre Logistikzentren mit Lagerhallen und Kühlhäuser errichten sie meist an verkehrsgünstig gelegenen Knotenpunkten und in der Nähe von Ballungsgebieten. Damit die empfindlichen Waren nicht verderben oder an Qualität einbüßen, ist es sehr wichtig, die Lagerbedingungen rund um die Uhr zu kontrollieren und zu überwachen. Fällt beispielsweise ein Kühlaggregat aus, muss sofort der dafür zuständige Servicedienst alarmiert werden. Sämtliche Logistikzentren sind zudem via Internet mit einer zentralen Überwachungs- und Leitstelle verbunden, so dass ein zentrales Controlling über sämtliche Logistikzentren möglich ist.

Überwachungssystem mit LON Die Firma UNITRO-Fleischmann in Backnang hat nun mit ihrem Unicontrol CM für ein namhaftes Logistikunternehmen ein Kontroll- und Überwachungssystem ent-

wickelt und bereits mehrfach europaweit erfolgreich eingesetzt. Aufgrund der langjährigen guten Erfahrungen setzt UNITRO als zertifizierter LON-Systemspezialist auch bei diesem Projekt die LON-Technologie ein. Benutzt wird das LON FTT 10 Protokoll mit freier Bus-Topologie zur Datenübertragung über 2-Draht innerhalb der Verteilungen und über LWL-Router, Glasfaserleitung und Point zu Point-Verbindung zur örtlichen Störmeldezentrale. Diese wiederum wird über einen Remote-Manager und LON-Over IP mit der für sämtliche Logistikzentren zuständigen Leitzentrale verbunden (s. Bild der Unterstation und das Prinzipschema).

Systemaufbau Das Gesamtsystem besteht aus Unterstationen und einer Störmeldezentrale, bestückt mit folgenden Komponenten: Die in den jeweiligen Lagerhallen eingebauten Unterstationen beinhalten je 3 Erfassungsmodule der Type LM 16/0 für jeweils 16 digitale Meldeeingänge. Die Meldungen werden über einen LWL-Router an die örtliche Störmeldezentrale im Technikbüro des Logistikzentrums weitergeleitet. Parallel erfolgt eine Klartextmeldung über das aus dem Unitro-Exclusiv-Programm eingesetzte Klartextmeldesystem LON-Text, einer 4x40 Zeichen LCD-Klartextanzeige. Dieses LON-Text-Gerät hat zudem einen Sammelmeldeausgang und einen quittierbaren Hupenausgang zur Ansteuerung eines akustischen Warnsignals. Weiter kann über eine RS 232-Schnittstelle ein Protokolldrucker angeschlossen werden. Diese Klartextanzeige wird zum Teil im Unterstationsgehäuse oder auch über den LON-Bus abgesetzt an entsprechender Stelle in der Lagerhalle eingebaut. Vom Konzept her wurde gewünscht, dass an dieser örtlichen Klartextanzeige sämtliche anstehenden Störmeldungen des örtlichen Logistikzentrums angezeigt werden, also auch die Meldungen aus den anderen Lagerhallen. Diese Meldungen können als Erstwert- oder Letztwertanzeige sowie scrollend dargestellt werden. In der Praxis sollte trotz der Vielzahl von Meldungen jedoch nach Möglichkeit nur die Anzeige „keine Störung“ vorliegen, da jede Anlagenstörung möglichst schnell behoben werden muss. In der örtlichen Störmeldezentrale laufen nun über die LWL-Router die Meldungen der Unterstationen ein und werden über

26

Relaisausgangsmodule auf die 48 Eingänge der ebenfalls aus dem Unitro-Exklusiv-Programm eingesetzten CC 24-Kompaktstörmeldesysteme mit Telefonwählgerät aufgeschaltet. Es wurde bewusst diese hardwaremäßige Verdrahtung und Zuordnung der Meldeeingänge zu den CC 24-Tabelaus gewählt, um auch ungeschultem Personal eine einfache Zuordnung der Meldeeingänge zu den Anzeige- und Telefonausgängen zu ermöglichen. Selbstverständlich könnte das Ganze auch über die LON-Schnittstelle der CC 24-Tabelaus gebindet werden. Über den internen FTT 10 LON-Bus wird zudem eine eingebaute LON-Text-Klartextanzeige sowie eine weitere abgesetzte Klartextanzeige angesteuert. Ein Remote-Manager ermöglicht über seinen DSL-Ausgang die Verbindung zur zentralen Leitwarte. Über die beiden eingebauten Kompaktzentralen CC 24 mit Telefonwählmodem werden nun 48 Meldungen als quittierbare Blinkstörmeldung mit zusätzlichem akustischem Signal angezeigt. Weiter können 48 Sprachmeldetexte über Telefon abgesetzt und somit das Servicepersonal zur schnellen Störungsbehebung gezielt alarmiert werden.

Lösung für kleinere Zentren Für kleinere Logistikzentren mit beispielsweise nur einer Lagerhalle gibt es eine Kleinzentrale, welche über die eingebaute CC 24 Kompaktstation eine optisch akustische Meldung abgibt und weiter über den LON-Bus ein Paralleltableau ansteuert sowie über das eingebaute Telefonwählgerät die entsprechenden Servicestellen alarmiert. Ein eingebauter Remote-Manager ermöglicht auch hier mit LON-Over IP die direkte Internetanbindung an die Leitwarte.

Fernbedienung über Leitwarte Mit der zentralen Leitwarte ergeben sich nun für den Kunden weitere interessante Möglichkeiten mit hohem Nutzeffekt. So kann bei den in einer Visualisierung geografisch dargestellten Logistikzentren bei Auftreten einer Störung und dann blinkendem Logistikstandort durch einfaches Anklicken menügeführt über Gebäudegrundrisse und Anlagendarstellungen bis zur einzelnen Störstelle grafisch durchnavigiert werden. Parallel werden auf einem Meldungsprotokoll Meldungseingang, Meldungserkennung mit Quittierung und Meldungsbeseitigung protokolliert und auch in einer Historienliste abgelegt. Weiter kann über das volltransparente LON-Netzwerk via


Produkte und Entwicklungen

Anwendungen und Referenzen

LonMark Deutschland und Unternehmen

UNICONTROL CM (Condition Monitoring) the power to control

LWL/LON

LM16/0

LM16/0

LM16/0

LON/FTT

Lontext

LON/FTT

Lontext

LM16/0

Zentrale

Unterstation X

LON/FTT

Unterstation 1

LM16/0

LM16/0

LM16/0

ME24

CC24

Leitwarte mit Visualisierung

CC24

4

Fernalarmierung

Lontext

Lontext

SISSYpro Erstwertmeldesystem

2-Draht, Lichtwellenleiter, LON over IP (DSL/GPRS) von Leitwarte aus bis zur Unterstation fernparametriert und fernprogrammiert werden. Diese Fernparametrierung erstreckt sich auch auf die Texterstellung bzw. Textänderung an den örtlichen Klartextanzeigen in den Unterstationen. Eine weiterer Nutzen besteht in der Erfassung von Energieverbräuchen, die über das gleiche Netzwerk dann in der Zentrale erfasst und ausgewertet werden können, mit der Möglichkeit des günstigeren Energiebezuges für die gesamten Logistikzentren.

LON over IP (DSL / GPRS)

RemoteManager

Das bereits in mehreren Logistikzentren eingesetzte System hat sich bestens bewährt und erlaubt dem Kunden eine lückenlose schnelle Überwachung seiner Betriebs- und Versorgungseinrichtungen im sensiblen Bereich der Lebensmittel-Logistik.

UNITRO-Fleischmann • D-71522 Backnang • Tel.: +49 7191 141-117 info@unitro.de • www.unitro.de

XX Anzeige aktuell 2

26.11.2008

12:58 Uhr

Seite 1

Weniger ist Mehr! Easylon® VNI - 8 fache Power in Einem zum Preis von Einem

8-facher gleichzeitiger Netzwerkzugriff Nutzung der PC Leistung Erweiterte Adresstabelle 100% kompatibel mit Standard Interfaces

Testen Sie uns jetzt: Mehr Infos unter www.gesytec.de Gesytec GmbH · Pascalstraße 6 · 52076 Aachen Telefon: +(49) 24 08/9 44 - 0 email: info@gesytec.de · www.gesytec.de


Produkte und Entwicklungen

Anwendungen und Referenzen

LonMark Deutschland und Unternehmen

Datensammlung im Dienste der Kunst – Easylon Interfaces von Gesytec verbinden LON mit dem PC

Die Vitrine für die ungarische Krone im Parlamentsgebäude in Budapest wird mit LON überwacht.

LON wird nicht nur in der Gebäudeautomation, sondern auch in sehr vielen anderen Bereichen eingesetzt. Der LON Pionier Gesytec verfügt hier über langjährige und umfangreiche Erfahrungen. Ein Beispiel ist die Überwachung und Steuerung des Klimas in Vitrinen, in denen wertvoll Kunstgegenstände und historische Zeugnisse aufbewahrt werden. Wertvolle Kunst und Kulturgüter sollen einerseits einer breiten Öffentlichkeit zugänglich sein, andererseits aber bestmöglich vor Vandalismus und Diebstahl geschützt werden. Auch schädliche Umwelteinflüsse können Kunstwerke nachhaltig schädigen. Den Spagat zwischen öffentlichem Interesse und dem Auftrag, wertvolle Ausstellungsstücke vor Beschädigung und Verfall zu bewahren, schaffen Museen heute mit moderner Technik. Die Firma Glasbau Hahn aus Frankfurt/ Main hat sich unter anderem auf den Bau hoch technisierter Ausstellungsvitrinen für Museen und Privatsammlungen spezialisiert. Ihre klimatisierten Ausstellungsvitrinen schützen die Exponate nicht nur vor

mutwilliger Beschädigung, sondern auch vor zu viel Luftfeuchtigkeit, Schadstoffen in der Luft und schwankenden Temperaturen.

Kommunikation und Steuerung mit Easylon-Produkten In die Vitrinen sind Temperatur- und Feuchtefühler eingebaut, die über ein LON-Netzwerk mit einem zentralen Rechner verbunden sind. Auch die Lichtstärke und die Stickstoffkonzentration in den Vitrinen können erfasst werden. Das Easylon USB Interface von Gesytec übermittelt die Daten aus den einzelnen Vitrinen an den zentralen Rechner. Auf dem PC werden die aktuellen Messdaten über den OPC-Server M von Gesytec dem Benutzer, zum Beispiel dem Wachpersonal der Museen oder den Kustoden, zur Verfügung gestellt. Der Easylon OPC Server M ermöglicht beliebigen OPC Clients den Zugriff auf ein LON-Netzwerk. Da mehrere Instanzen des OPC Servers gleichzeitig auf einem PC installiert werden können ist auch der Zugriff auf mehrere LON-Netzwerke gleichzeitig möglich. Die Messdaten werden auf dem Computer in Form von Tabellen oder auch als Grafik aufbereitet dargestellt.

Über das Easylon Interface können in anderer Richtung auch die Sollwerte für Temperatur und Luftfeuchte an die Vitrinen übermittelt werden, wenn diese über eine eigene Klimatisierung verfügen. Bislang ist für die Verbindung zwischen Vitrine und PC noch eine Verkabelung notwendig, an einer Übertragung per Funk wird gearbeitet.

Bewährte Lösung mit Ausbauoptionen „Die Interfaces von Gesytec sind für die Übermittlung der Daten aus den Vitrinen optimal, weil sie leicht zu installieren, einfach zu handhaben und stabil im laufenden Betrieb sind“, so Hans-Georg Wallenstein, freier Software-Programmierer, der bei Glasbau Hahn die Steuerung der Vitrinen realisiert. Über eine Schnittstelle können beliebig viele Vitrinen an das System angebunden werden. Und im laufenden Betrieb haben sich sowohl Vitrinen als auch die Klimasteuerung in einer Vielzahl von Objekten bestens bewährt. Klimatisierte Ausstellungsvitrinen schützen unter anderem die ungarische Krone im Parlamentsgebäude in Budapest, eine Gutenbergbibel, eine Mumie in Dänemark und historische Kleider in China.

Gesytec GmbH • D-52076 Aachen • Tel.: +49 2408 944-0 info@gesytec.de • www.gesytec.de 28


Produkte und Entwicklungen

Anwendungen und Referenzen

LonMark Deutschland und Unternehmen

Energieeffizienter Gebäudebetrieb – Gebäudeautomation bietet hohes Potenzial Die stetig steigenden Energiepreise haben den Druck zur Energieeinsparung in Gebäuden – und zwar in Wohn- und Nicht-Wohngebäuden gleichermaßen – kräftig erhöht. Die so genannte Warmmiete steigt rasant an und ein Ende dieser Entwicklung ist nicht absehbar. Doch die positive Nachricht ist, dass man als Immobilienbesitzer auch Handlungsoptionen hat, um sich von dieser Preisentwicklung abzukoppeln: die Steigerung der Energieeffizienz! Viele Maßnahmen sparen nicht nur Energie ein, sondern rechnen sich auch wirtschaftlich, d. h. die Amortisationszeit der Investitionskosten über die eingesparten Energiekosten liegt bereits bei heutigen Preisen deutlich unter der wirtschaftlichen Lebensdauer der Investitionen.

Wie entsteht mehr Energieeffizienz im Gebäude? Prinzipiell gibt es drei Möglichkeiten, die Energieeffizienz in Gebäuden zu erhöhen: 1. eine Dämmung der Gebäudehülle, 2. eine Optimierung der Wärme- und Kälteerzeugung, 3. eine intelligente Regelung besonders der Energieabgabe. Während die Dämmung auf die Reduzierung von Wärmeverlusten durch Transmission zielt, dient die Optimierung der Erzeugungssysteme einem besseren Wirkungsgrad bei der Energieumwandlung. Als dritte Option bietet sich die Regelungstechnik an, die insbesondere mit Hilfe der Raumautomation alle Formen unsachgemäßer Energieabgabe und damit schlussendlich Energieverschwendung vermeidet.

desregierung zu erreichen, müssen wir ein besonderes Augenmerk auf den Gebäudebestand richten. Hier stoßen die oben erwähnten Optionen zur Energieeffizienzsteigerung oft auf Barrieren, die es beim Neubau nicht gibt. Einerseits sind solche Gebäude in Benutzung, d.h. man muss Verbesserungen im laufenden Gebäudebetrieb erreichen, andererseits können einzelne Optionen nicht oder nur mit sehr viel Aufwand umgesetzt werden. Ist z. B. eine Sanierung der Fassade mit erhöhter Wärmedämmung nicht möglich, werden die Transmissionsverluste dauerhaft hoch bleiben. Umso wichtiger ist es in diesem Fall, die Energieerzeugung durch modernste Anlagentechnik zu optimieren und die Energieverluste durch eine präsenz- und nutzungszeitenabhängige Raumautomation einzugrenzen. D. h. bei langfristigem Verzicht auf eine verbesserte Dämmung bekommen die beiden anderen Handlungsoptionen eine gleichermaßen hohe Bedeutung. Soll jedoch eine Sanierung der Fassade zu einer späteren Zeit nachgeholt werden, so scheidet eine vor-

gezogene Erneuerung der Anlagentechnik wegen einer zu großen Dimensionierung nach Fassadensanierung aus. Es bleibt also nur noch die Option der Gebäude- und Raumautomation. Zusammenfassend kann man sagen, dass die Gebäude- und Raumautomation in Nicht-Wohngebäuden unabhängig von weiteren Investitionsentscheidungen immer einsetzbar ist. Die in 2007 veröffentlichte BDI-Studie von McKinsey & Company [1] unterstreicht die besondere Bedeutung der Regelungstechnik in Gebäuden durch die Tatsache, dass die höhere CO2-Einsparerträge bringt als die Wärmedämmung von beispielsweise Büro- oder Schulgebäuden. Gebäudemanagementsysteme und Gebäudeautomationssysteme werden in der Studie generell mit einer Einsparung von 110 € je Tonne CO2 angegeben. Auch für ein integriertes LON Raumautomationssystem ergibt sich bei analoger Rechnung unter zu Hilfenahme der Ergebnisse der LonMarkStudie der Hochschule Biberach [2] eine Vermeidungseinsparung von 120 €/tCO2 für Schulgebäude und 115 €/tCO2 für Bürogebäude. Damit stehen Raumautomationssysteme, genau so wie die übrige Gebäudeautomation, in ihrer Effizienz weit vor den meisten anderen Hebeln zur Emissionsreduzierung (siehe Tabelle 1). Eine

Gerade das Potenzial der Raum- und Gebäudeautomation ist in Nicht-Wohngebäuden enorm: bis zu 60 Prozent der Beleuchtungsenergie und 30 Prozent der Heiz- und Kühlenergie lassen sich allein durch effizienzsteigernde Funktionen der Raumautomation einsparen. Damit wird sie zu einer besonders lukrativen Investition. An Modellrechnungen auf Basis der LonMark-Studie der Hochschule Biberach [2] lässt sich nachweisen, dass die jährlichen Energieeinsparungen deutlich über der Darlehensannuität der Investition liegen. Anders ausgedrückt: die Raumautomation erwirtschaftet Ihre eigenen Zinsen und Tilgungsraten und darüber hinaus eine Rendite für den Investor!

Warum ist Gebäudeautomation so attraktiv für den Gebäudebestand? Um die klimapolitischen Ziele der Bun-

Tabelle 1: Vermeidungskosten ausgewählter Maßnahmen zur CO2-Reduzierung

29


Produkte und Entwicklungen

Anwendungen und Referenzen

detaillierte Übersicht über die Energieeffizienzfunktionen findet sich in [3] bzw. [4]. Zur Richtigstellung soll hier erwähnt werden, dass es nicht darum geht, die eine gegen die andere Maßnahme auszuspielen. Richtig ist selbstverständlich der richtige Mix aller drei Optionen und dabei spielt die Regelungstechnik – entgegen der landläufigen Meinung – eine mindestens so bedeutende Rolle wie die Dämmung oder der Austausch alter Kessel.

Wer hilft beim Umgang mit der energieeffizienten Raumautomation? Um Funktionen der Raumautomation richtig zu identifizieren und zu planen, hat die LonMark Deutschland e.V. zahlreiche Hilfen entwickelt. Die Broschüre „Energieeffizienz automatisieren“ [3] stellt alle Funktionen der Raumautomation vor und präsentiert eine Checkliste, mit der sich für ein konkretes Projekt geeignete Funktionen identifizieren lassen. Diese lassen sich dann herstellerneutral mit Hilfe passender Ausschrei-

bungstexte ausschreiben. Dabei wird auf die existierenden LonMark Funktionsprofile verwiesen, in denen die Wirkungsweise und die Kommunikationseigenschaften beschrieben sind. Noch in 2009 wird darüber hinaus das Blatt 2 der VDI 3813 erscheinen, in dem – ähnlich wie bei der LonMark – alle Funktionen der Raumautomation definiert sind. Die Hilfen erlauben es dem Planer jetzt, energiewirksame Automationsfunktionen eindeutig und herstellerneutral zu spezifizieren. Der Verweis auf existierende Funktionsprofile sichert ab, dass die gewünschten Funktionalitäten in der Errichtungsphase auch tatsächlich realisiert werden, so dass der Gebäudebetreiber sich über ein perfekt funktionierendes Gebäude freuen kann.

Literaturquellen: [1] McKinsey & Company, Inc.: Kosten und Potenziale der Vermeidung von Treibhausgasemissionen in Deutschland, September

LonMark Deutschland und Unternehmen

2007, erstellt im Auftrag von „BDI initiativ – Wirtschaft für Klimaschutz“, Download unter www.mckinsey.de [2] Martin Becker, Peter Knoll: Untersuchungen zu Energieeinsparpotentialen durch Nutzung integrierter offener Gebäudeautomationssysteme, März 2007, erstellt im Auftrag der LonMark Deutschland e.V. [3] LonMark Deutschland e.V.: Energieeffizienz automatisieren, Broschüre 2007, Download unter www.lonmark.de [4] Jan Spelsberg: Energieeffizienz kann man planen, LonMark Deutschland Magazin, Ausgabe März 2007

Über den Autor: Jan Spelsberg ist geschäftsführender Gesellschafter der spega – spelsberg gebäudeautomation gmbh + co. kg in Moers und Sprecher des Arbeitskreises Marketing der Lonmark Deutschland e.V.

Jan Spelsberg • spelsberg gebäudeautomation gmbh + co. kg • D-47443 Moers www.spega.de

Umwelt schonen. Geld sparen.

www.lonmark.de

LON – das Netzwerk mit eingebauter Energie- und Kosteneffizienz. L ON M ARK – Zertifizierte Qualität für Produkte und Dienstleistungen. LON + L ON M ARK Ihre Partner für erfolgreiche Projekte.

30

Bestellen Sie das kostenlose Infopaket mit Broschüre und CD. L ON M ARK Deutschland Theaterstr. 74 D-52062 Aachen Tel. +49 241 88970-36 Fax +49 241 88970-42 office@lonmark.de www.lonmark.de


Produkte und Entwicklungen

Anwendungen und Referenzen

LonMark Deutschland und Unternehmen

ISH 2009 in Frankfurt – LON erschließt Potenziale für Energieeffizienz Der L on M ark Gemeinschaftsstand steht auf der ISH 2009 wieder an der gewohnten Stelle in Halle 10.2, C71. Daneben präsentieren sich viele Mitglieder mit eigenen Ständen. Ein übergreifendes Thema ist Energieeffizienz. Die gewerkeübergreifende, offene Gebäudeautomation mit LON bietet großes Potenzial, den Betrieb von Gebäuden und Liegenschaften zu optimieren. Rund 20 Mitglieder der LonMark Deutschland zeigen auf der ISH eine umfangreiche Palette von Produkten und Systemen. Sie reicht von Kesseln, Pumpen, Ventilen und Lüftungssystemen über Sensorik, Zähler und Antriebe bis hin zu Systemen für die Raum- und Gebäudeautomation und das Gebäudemanagement. Dazu kommen Dienstleistungen wie zum Beispiel Systemintegration. Offenheit und eine Vielzahl von Komponenten verschiedener Hersteller, die in einem Netzwerk gewerkeübergreifend kommunizieren können sind Voraussetzungen moderner Gebäudeautomation. Die Vielfalt an LON-Produkten und Dienstleistungen auf der ISH zeigt, dass LON diese Voraussetzungen umfassend erfüllt.

Systemintegration ermöglicht Energieeffizienz Die Möglichkeit, Geräte, Anlagen und Systeme in ein umfassendes Kommunikations- und Automationsnetzwerk zu integrieren, ist der Schlüssel zum energieeffizienten Gebäudebetrieb. In LON-Netzwerken kommunizieren alle Geräte und Anlagen untereinander über eine einheitliche „Sprache“. Da sie mit eigener „Intelligenz“ ausgestattet sind, können sie die für sie relevanten Informationen auch verarbeiten und ihre Aktivitäten „intelligent“ auf einander abstimmen.

Bessere Klassifizierung mit Gebäudeautomation Mit der „Energy Performance of Buildings Directive“ (EPBD) hat die EU eine verbindliche Vorgabe zum Nachweis der Energieeffizienz von Gebäuden gemacht. Die auf der EPDB basierende Europäischen Norm EN 15232 („Energieleistung von Gebäuden – Einfluss der Gebäudeautomatisierung“) gibt Hinweise, wie sich Umfang und Qualität der Gebäudeautomation auf den Energieverbrauch von Gebäuden auswirken. Umfassende Gebäudeautomation, wie sie LON ermöglicht, ist wichtige Voraussetzung, damit Gebäude die Energieeffizienzklassen B und A erfüllen. Die Investitionskosten Gebäudeautomation liegen in der Regel deutlich unter den zu erwartenden Energiekosteneinsparungen. Der Return on Invest ist höher als zum Beispiel bei umfangreichen Dämmmaßnahmen.

Aussteller aus der LonMark Community auf der ISH: • • • • • • • • • •

Die Kommunikation reicht vom einzelnen Heizungsventil und Lichtschalter bis hin zu großen Kessel- und Kälteanlagen. Gebäudeautomation mit LON macht es möglich, Funktionen wie Raumfunktionen, Anlagenfunktionen, Bedien- und Anzeigefunktionen, Managementfunktionen oder Service- und Diagnosefunktionen auszuführen, wie sie in den Richtlinien VDI 3813 und VDI 3814 beschrieben sind.

• • • • • •

Aquametro, Halle 10.2, A41 Belimo, Halle 10.2, C41 BTR NETCOM, Halle 10.2, D01 HGI – Heger Gebäudeautomation, Halle 10.2, C71 Heimeier, Halle 10.1, D38 Kieback&Peter, Halle 10.2, A75 KSB AG, Halle 9.1, E30 Neuberger Gebäudeautomation, Halle 8.0, F94 NZR – Nordwestdeutsche Zählerrevision, Halle 10.2, D74 Oppermann Regelgeräte, Halle 10.2, C38 saia-burgess Controls GmbH & Co. KG, Halle 10.2 B43 und D60 Sauter Cumulus GmbH, Halle 10.2, A51 und D60 Thermokon, Halle 10.2, B89, D10, C71 TAC GmbH, Halle 10.2, C71 TROX, Halle 5.0, B40 und C40 Viessmann, Halle 8.0, F96 und G94

www.lonmark.de 31


Produkte und Entwicklungen

Anwendungen und Referenzen

LonMark Deutschland und Unternehmen

Energieeffiziente Gebäudetechnik als Wirtschaftsfaktor: Thermokon Innovations- und Qualitätsführer Die Energiekosten steigen. Ressourcen von Öl, Kohle und Gas gehen zur Neige. Der Klimawandel beherrscht zunehmend die Diskussionen im In- und Ausland. Vor diesem Hintergrund ist der effiziente, nachhaltige Umgang mit Energie zu einem Schlüsselthema für die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen aufgestiegen. – Sonnige Zeiten für „Intelligente Grüne Gebäude“, die aufgrund ihrer leicht zu bedienenden, wartungsarmen und energieeffizienten Gebäudetechnik überzeugen.

Reduzierung des Energiebedarfs in Gebäuden ermöglicht. Beide Systeme ergänzen sich hierzu optimal: LON ist die führende drahtgebundene Technologie der intelligenten Gebäudeleittechnik, EnOcean die funkbasierte Automationstechnologie

80 Prozent der Gesamtkosten eines Gebäudes fallen im Betrieb an, nur 20 Prozent in der Bauphase. Ein niedriger Energieverbrauch ist daher für Bauherrn und Betreiber ein Qualitätsmerkmal von hohem Wert. Die effektivste Lösung für dieses Problem liegt darin, Gebäude so zu bauen oder existierende so nachzurüsten, dass sie energieeffizient sind. Dadurch lassen sich mehr als 30 Prozent Energie einsparen.

Anpassung von Heizung, Klimatisierung und Lichtsteuerung an die tatsächliche Nutzung des Raumes ermöglichen. Ideal für Neubauten als auch zur Nachrüstung sind dabei die innovativen Erfolgsprodukte der EasySens-Familie, die mittlerweile in mehr als 30.000 Systemen zum Einsatz gekommen sind.

Was die EnOcean-Technologie so einzigartig macht, ist die zuverlässige Nutzung frei verfügbarer Umgebungsenergie, z. B. Solar-, Bewegungs-, Wärme- oder Vibrationsenergie. „Ganz ohne Batterien und Wartung“ war das Schlüsselargument für eine breite Marktakzeptanz dieser Funklösung, vor allem im Bereich von Bürogebäuden.

Verbindung von drahtgebundener und funkbasierter Automationstechnologie

Die übergeordnete Kommunikation zur Leitebene kann beispielsweise durch EasySens LON-Gateways erfolgen, die jeweils mehrere Räume / intelligente Unternetzwerke mit dem LON-Backbone der Gebäudeautomatisierung verbinden. Damit wird in idealer Weise die Flexibilität eines FunkSystems mit der hohen Bandbreite eines drahtgebundenen Backbones kombiniert.

Sensortechnologie erschließt Einsparpotenziale Thermokon sorgt dank modernster Sensortechnologie dafür, dass Einsparpotenziale optimal ausgeschöpft werden: durch individuell zugeschnittene Lösungen, die eine

Genau an diesem Punkt setzt auch die LON-Technologie an, die mit intelligenter Gebäudeautomation im Zusammenspiel mit der batterielosen EnOcean-Technologie (EasySens) eine einfache und deutliche

EnOcean EnOcean --no nowires wires --no noBatteries batteries --no noLimits limits --Bedienung Bedienung

LON LON --Gebäudeautomation Gebäudeautomation --Steuerung Steuerungund und Überwachung Überwachung

Temperaturmessung und Sollwertverstellung

Visualisierung Licht dimmen und schalten, Jalousiesteuerung

LON-Netzwerk

Bewegungsmelder und Lichtmessung

Raumregler

EnOcean-LON-Gateway

FensterüberwachungEnergiesperre

Jalousiesteuerung

Lichtaktoren

Lichtsteuerung

Alarmmeldung

...

Verbindung EnOcean – LON-Empfänger

Vollständig bidirektionale Kommunikation Die zweite Generation des Gateways, bspw. der EasySens STC65-FTT von Thermokon, ermöglicht zukünftig eine vollständig bidirektionale Kommunikation. Daten, die von EnOcean basierenden Sensoren generiert werden, können direkt von LON basierenden Aktoren und Reglern abgerufen werden. LON basierende Controller können wiederum mit EnOcean basierenden Aktoren kommunizieren: Typische Anwendungen dafür sind energiesparende Funktionen, wie das Dimmen oder Ausschalten der Beleuchtung bei Nicht-Belegung des Raumes, HLK-Abschaltung bei offenem Fenster, Stand-by-Modus von Heizung, Lüftung und Klimaanlage bei Nicht-Belegung eines Raumes etc. Die Vorteile liegen auf der Hand: Das Raumklima wird verbessert, der CO²-Austoß reduziert und Kosten deutlich gesenkt. Ein mit intelligenter Thermokon-Sensortechnik ausgestattetes Gebäude ist damit auf Dauer wirtschaftlicher als ein konventioneller Bau und nicht zuletzt für die Bewertung einer Immobilie von zentraler Bedeutung.

THERMOKON Sensortechnik GmbH • D-35756 Mittenaar • Tel.: +49 2772 6501-0 email@thermokon.de • www.thermokon.de 32


Produkte und Entwicklungen

Anwendungen und Referenzen

LonMark Deutschland und Unternehmen

Energieeffizienz – Welche Rolle spielt der Mensch? Um energieeffiziente Gebäude zu bauen oder die Energieeffizienz im Bestand zu verbessern, ist es grundsätzlich notwendig, alle Planungen und Baumaßnahmen in einem integralen Prozess mit geeigneten Methoden und Planungswerkzeugen aufeinander abzustimmen. Die energetischen Planungsziele sind sowohl für Neubauten als auch für Baumaßnahmen im Bestand festzulegen. Diese werden allerdings nur dann erreicht, wenn bautechnische und anlagentechnische Maßnahmen optimal aufeinander abgestimmt und miteinander ausbalanciert sind. Für jedes Projekt ist herauszufinden, welche Möglichkeiten zur Optimierung der Energieeffizienz verfügbar sind.

Effiziente Anlagentechnik

gieeffizient, wenn sichergestellt wird, dass die Anlagentechnik auch effizient betrieben wird. Bereits sehr früh im Planungsprozess ist es deshalb notwendig, zu überlegen, inwieweit erwartet werden kann, dass sich der Nutzer energieeffizient verhält. Fällt die Prognose eher negativ aus, ist es nahe liegend, alle energetisch relevanten Vorgänge im Betrieb des Gebäudes zu automatisieren. Ein wesentliches Element ist dabei die Bereitstellung von Energie in Form von Wärme und Kälte, Warmwasser, Luft und künstlichem Licht abhängig vom Bedarf. Das heißt, es wird nur die Energie bereitgestellt, die real in jedem Raum benötigt wird. Unnötiger Energieverbrauch durch (aus energetischer Sicht) problematisches Nutzerverhalten oder Energieleistungen bei Abwesenheit von Personen im Raum oder während Zeitfenstern, in denen keine Energie benötigt wird, wird vermieden.

Auf Grundlage eines optimierten baulichen Wärmeschutzes und der möglichen Nutzung passiver Energiegewinne besteht die Aufgabe der Anlagentechnik im Wesentlichen darin, einen aus energetischer Sicht effizienten Betrieb des Gebäudes zu ermöglichen. Dazu gehört nahezu immer die Bereitstellung von Wärme und Kälte, Warmwasser, Luft und künstlichem Licht. Zu den wichtigsten Bestandteilen einer effizienten Anlagentechnik zählen die Nutzung erneuerbarer Energien, die kontrollierte Lüftung des Gebäudes, Wärmerückgewinnung (z. B. aus Abluft, Abwasser und technischen Prozessen) sowie die Vermeidung von Verlusten bei der Erzeugung, Speicherung, Verteilung und Übergabe von Energie.

Energetisches Gebäudeverhalten

Alle anlagentechnischen Maßnahmen erweisen sich allerdings erst dann als ener-

Die Energieeinsparverordnung (EnEV 2007) verknüpft bautechnische- und anlagentech-

Systemgrenze Vermeidung von Verlusten - Erzeugung - Speicherung - Verteilung - Übergabe

Erneuerbare Energien - Solarenergie - Bioenergie - Geothermie - Windkraft - Wasserkraft

Kontrollierte Lüftung Wärmerückgewinnung Betriebsweise der Anlagentechnik

Bild 2: Effizienzfaktoren der Anlagentechnik

nische Möglichkeiten, um ein optimiertes energetisches Gebäudeverhalten zu ermöglichen. Zu den wichtigsten Zielen eines effizienten energetischen Gebäudeverhaltens zählen in erster Linie: • die Nutzung erneuerbarer Energien, • die Reduktion von Heiz- und Kühllasten, • und eine optimierte Tageslichtnutzung durch die Kombination geeigneter baulicher- und anlagentechnischer Maßnahmen. Der Schlüssel zur Energieeffizienz liegt aber nicht zuletzt in einem „energieeffizienten“ Nutzerverhalten, das durch automatische Vorgänge effektiv unterstützt werden kann. Das Nutzerverhalten steht allerdings immer im Kontext zu den konkreten Funktionen eines Gebäudes und ihrer organisatorischen Verflechtung untereinander. So sind in einen Einfamilienhaus andere Verhaltensweisen zu erwarten als in einem Verwaltungsgebäude. Deshalb sind alle technische Maßnahmen nur bedingt zu standardisieren, sondern vielmehr auf Basis der Bedarfermittlung in jedem einzelnen Projekt systematisch zu ermitteln und als technisches Gesamtkonzept zu gestalten – eine der Hauptaufgaben des GebäudeSystem-Designers. Mehr unter: www.gebaeude-system-designer.de

Dipl.-Ing. Architekt Dietmar Half • DIAL GmbH • D-58507 Lüdenscheid • Tel.: +49 2351 1064-360 dialog@dial.de • www.dial.de 33


An: LonMark Deutschland • Sekretariat • Theaterstraße 74 • D-52062 Aachen

Vorstand und Arbeitskreise der LonMark Deutschland Vorsitzender Norbert Heger HGI Heger Gebäudeautomation Ingenieurgesellschaft mbH heger@lonmark.de Weitere Vorstandsmitglieder Sven Gensmüller TAC GmbH gensmueller@lonmark.de

Senden Sie mir weitere Infos über folgende Beiträge zu (Die LonMark Deutschland leitet Ihre Adresse an die für die Beiträge verantwortlichen Autoren und Unternehmen weiter, die Ihnen dann Informationsmaterial zusenden.) Produkte und Entwicklungen Kleiner und leistungsfähigerer: Der neue FT 5000 Smart Transceiver von Echelon

Automatisierter Entwurf LON-basierter Gebäudeautomationssysteme

SVEA LON Power Supply LPS 133 ICS erschließt LON-Anwendungen in der Industrie

Martin Mentzel Ingenieurbüro Mentzel mentzel@lonmark.de

Belimo – sicher effizient EnOcean Funkemfänger dialog RC-E von

Hans-Jörg Schweinzer LOYTEC electronics GmbH schweinzer@lonmark.de

EasySens LON Funk-Empfänger von Thermo-

Jörg Teichmann Thermokon Sensortechnik teichmann@lonmark.de Arbeitskreisleiter Qualifizierung Willi Meyer Innung für Elektro- und Informationstechnik Nürnberg Tel.: +49 911 270 527 meyer@elektroinnung-nuernberg.de Marketing Jan Spelsberg spelsberg gebäudeautomation gmbh + co. kg Tel.: +49 203 30 617-10 jsp@spega.de Technik Dr. Jürgen W. Hertel MicroNet Sensorik GmbH Tel.: +49 172 24 390 14 hertel@lonmark.de

spega

kon gewinnt LonMark Award 2008

Prima-Klima dank ELKA Luftqualitätssensoren L-INX Automation Server von LOYTEC – Vielseitig einsetzbar Dräger LON-Zentrale in der Halbleiter- und Solarindustrie

Senden Sie mir bitte außerdem Infos über LonMark Deutschland e.V. Infos zur LON-Technologie Infos über Mitgliedschaft im LonMark Deutschland e.V. Rufen Sie mich bitte an! Ich möchte das LonMark Magazin kostenlos abonnieren.

Sekretariat LonMark Deutschland Sekretariat Theaterstr. 74 D-52062 Aachen Tel.: +49 241 88 970-36 office@lonmark.de

Anwendungen und Referenzen Hegau-Tower Singen – effizient und flexibel mit LON

Frisch auf den Tisch – dank LON Datensammlung im Dienste der Kunst – Easy-

lon Interfaces von Gesytec verbinden LON mit dem PC Energieeffizienter Gebäudebetrieb – Gebäudeautomation bietet hohes Potenzial

LonMark und Unternehmen ISH 2009 in Frankfurt – LON erschließt Potenziale für Energieeffizienz

Energieeffiziente Gebäudetechnik als Wirt-

schaftsfaktor: Thermokon Innovations- und Qualitätsführer Energieeffizienz – Welche Rolle spielt der Mensch?

Absender Name Vorname Firma Adresse Tel.: Fax

Aller guten Dinge sind drei

Das LonWorks-Installationshandbuch bietet eine praktische Einführung in die LonWorks Technologie und beschreibt detailliert deren Einsatz in der Gebäudeautomation, insbesonders in der Elektroinstallation. (ISBN 3-8007-2822-2)

LonWorks – Gewerkeübergreifende Systeme infor-

dardisierungskonzept, die Kommunikation zwischen unterschiedlichen Gewerken und den Nutzen gewerkeübergreifender Systeme.

Das LonWorks-Planerhandbuch richtet sich an Planer und Architekten. Es gibt Hilfestellungen zu den Besonderheiten der Planung von ganzheitlichen Systemen auf Basis der LonWorks Technologie. Es schafft eine Basis für fachgerechte

(ISBN 3-8007-2669-6)

Planung.

miert über Interoperabilität und das LonMark-Stan-

(ISBN 3-8007-2599-1)

34

Die Lon Bücher sind im VDE-Verlag erschienen. Sie sind über die LonMark Deutschland e.V., Theaterstr. 74, D-52062 Aachen, Tel. +49 241 88970-36, office@lonmark.de, beim VDE-Verlag oder im Buchhandel erhältlich.


LON – For Intelligent Buildings ®

SVEA bietet ein vollständiges, interoperables und praxisgerechtes Produktsortiment für die Raum- und Gebäudeautomation basierend auf der LON-Technologie. Besuchen Sie uns im Internet unter www.svea-bcs.de und informieren Sie sich über die aktuellen Innovationen, wie die neue Link Power Supply mit Störmeldeausgang.

SVEA Building Control Systems GmbH & C0. Fritz-Kotz-Straße 8 51674 Wiehl Deutschland Tel. +49 2261 702 02 Fax. +49 2261 702 284 E-Mail info@svea-bcs.de www.svea-bcs.de

Sprechen Sie uns an!


Building Automation 2.0 Effektiver und interaktiver

Building Automation 2.0 steht für eine Lösung, die IT und LONMARK-Netzwerke auf einer gemeinsamen IPInfrastruktur zusammenführt.

Building Automation 2.0 ist ein Teil der unternehmensweiten Informationstechnik (IT). Die Konvergenz von BA2.0 und IT ermöglicht es, die zur Verfügung stehenden Ressourcen effektiv für die Erreichung der Unternehmensziele einzusetzen.

Web-Dienste sind die Basis für interaktive Building Automation 2.0 Applikationen wie Service-Portale und vollautomatisierte Energiesparfunktionen.

Machen Sie Ihre Immobilie fit für den Wettbewerb und erschließen Sie neue Einkommensquellen mit BA2.0

Durch BA2.0 entsteht eine neue Gebäudeinfrastruktur, das Netzwerk, mit einzigartigen Möglichkeiten für innovative Anbieter von Dienstleistungen.

Heger Gebäudeautomation Ingenieurgesellschaft mbH, Gutenbergstraße 8, 48477 Hörstel, Telefon: +49(5459)8017-0, info@hgi.de

www.systemintegrator.de

Das IP-Netzwerk ist die wichtigste Infrastrukturkomponente für eine attraktive und wettbewerbsfähige Immobilie.


LonMark Magazine März 2009