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Das Magazin für Flurförderzeuge und Logistik

Vermieter-Special Das STW-VermieterSpecial 2013: Ab Seite 36 Container-Special Mit Buiscar, Terberg, Actiw, Orlaco, Kalmar… Ab Seite 48

3. Ausgabe

ISSN-Nr. 1612-1848

Juni 2013

11. Jahrgang


Vo r w o r t

STAPLERWORLD 03-2013

Von Konzernen, Schnittstellen und Gasflaschen… Gordon Riske, CEO von Kion, der übrigens schon seinen Staplerschein vor Antritt der Führungsposition gemacht hat, spricht zu Recht von einem Wachstumssegment, denn alles was irgendwo bestellt, verladen oder geliefert wird, muss bewegt werden, und zwar von Flurförderzeugen. Da passt es gut, dass der Kion-Konzern als Baoli Blue Line wohl wieder die ehemaligen OM-Drei- und Vierrad-E-Stapler aufleben lässt. Da macht es auch Sinn Rory Harvey Kelly, der lange schon Erfahrung mit den OM-Geräten, seinerzeit für Komatsu, gemacht hat, wieder mit ins Boot zu holen. 1 Mrd. Euro will Kion beim bevorstehenden Börsengang erlösen – das ist realistisch – gebraucht wird der Betrag unter anderem zur Schuldentilgung. KKR und Goldman Sachs hatten den Gabelstaplerhersteller Ende 2006 aus dem Mischkonzern Linde herausgekauft und damals einen Unternehmenswert von geschätzt 4 Milliarden Euro ermittelt. Da beide Private-Equity-Gesellschaften nun davon überzeugt seien, dass Kion noch eine gute Zukunft vor sich hat werden sie größere Aktienpakete auf den Markt werfen. Großinvestor Weichai wird seinen Anteil wohl auf 30 % erhöhen.

– n e t s a Ihre L Maßstab unser

70,8 % Strafzoll auf in China gefertigte Handhubwagen sind ein Wort und sollen den verbliebenen europäischen Herstellern (BT, Pramc, Logitrans, Stöcklin) Vorteile verschaffen. Denn die Chinaware wird teurer und es funktioniert nicht, eine Hubhydraulik aus China mit einem Stahlbau aus demselben Land in Europa zu bauen und ihn dann als Europaware zu deklarieren. Für Hersteller gilt: Eigenen Anteil hochschrauben und in Europa bauen/montieren oder weiterhin in Fernost kaufen. Für den User ist das alles überschaubar – die Preise gleichen sich an die europäischen Produkte ein wenig an – es ist auszuloten, worauf man bim Handhubwagen Wert legt, Qualität und vielleicht die Sicherung europäischer Arbeitsplätze oder eben Wegwerfware… Eher im Verborgenen spielt sich eine noch nicht herstellerübergreifnede Diskussion ab – die um die Schnittstelle FAS-SS-300. Dies ist eine universelle Schnittstelle (meist 16polig) – sie öffnet Herstellern von Assistenz und Sicherheitssystemen für Flurförderzeuge den Datenstrom zum CanBus und anderen Steuerungsinformationen. Interessanterweise hat der große Linde-Händler Willenbrock kürzlich (Bericht auf Seite 23-25) in seiner Braunschweiger Niederlassung Systeme von TBM, Elokon und Domick & Müller im Einsatz vorgestellt – und das trotz eigener Angebote des OEM-Partners. Ein wegweisender Schritt, denn viele Kunden möchten gerade im Bereich der Zugangssysteme einen neutralen Drittanbieter aufgebaut wissen, der für alle Flurförderzeuge im Bestand (also auch für Produkte unterschiedlicher Hersteller) gleichermaßen einsetzbar ist. Die im September in Baden Baden stattfindende VDI FFZ-Tagung böte eine erste gute Gelegenheit zur Diskussion dieser dringend erforderlichen genormten Zugangsmöglichkeit. Ebenso interessant ist die Entwicklung im Bereich Treibgasbeschaffung und -bevorratung – TyczkaTotalgas aus Geredsriet ist mit einer knackigen Investition vorgeprescht und hat seine Bluetec-Flasche mit verwechslungsfreiem Anschluss eingeführt – ich freue mich sehr, dass mir mit Steffen Liebert der geistiger Vater des Systems (Interview ab Seite 33) Rede und Antwort stand. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen wieder viel Spaß beim „Datamining“ auf den kommenden Seiten.

Herzlichst Ihr Oliver Bachmann

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Frontstapler

STAPLERWORLD 03-2013

Inhalt I Impressum

Gegengewichtsstapler mit E-, LPG- und Dieselantrieb, Einsatzberichte, Interviews Toyota übernimmt Dambach Schmalgangstapler

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UniCarriers formiert sich

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Geländestapler aus Spanien – was kann Agria?

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130 Einzelstücke pro Jahr: Besuch bei Mora

10

Hubmast auf 90° – das grüne Kästchen weiß es

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Flottenmanagementsystem I_Site

15

Große E-Stapler: Marktsegment mit Potential

16

Effizienter Fälschungsschutz

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80-V-Klimalösung für Flurförderzeuge

18

Power für die Gießerei

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Systemgeräte

Whitepaper zur Automatisierung von Gabelstaplern

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Stöcklin übernimmt Vertrieb der Hyundai-Frontstapler

20

Niederhubkommissionierer mit 48 Gabeloptionen

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Niederhubwagen-Baureihe ergänzt

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Eigene STW-Stapler?

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Liebherr erzielt höchsten Umsatz der Unternehmensgeschichte

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Willenbrock demonstriert Zugangs- und Assistenzsysteme…

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FAS Fahrer-Assistenzsysteme und Sicherungssysteme…

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Automatisierte Schubmaster im Molkerei-Einsatz

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Gehgeräte

Chefredakteur VISDP Dipl.-Wirtsch.-Ing. Oliver Bachmann | oba@techtex-verlag.com Cell: +49 (0) 1522-9225539 Redaktionelle Mitarbeiter Susanne Obigt, Hans Wirth, Magdalena Chikov, Bernd Derenbach, Nina Nadge, Eva Hausmann-Klein, Peter Pospiech/Rhauderfehn

Anzeigen STW PAN-EUROPEAN ISSUE, STAPLERWORLD-Website www.staplerworld.com und AUTO-ID in LOGISTICS and PRODUCTION IMP InterMediaPartners GmbH In der Fleute 46 | 42389 Wuppertal-Langerfeld Sven Anacker/Britta Steinberg Fon: +49 (0) 202-27169-0 | Fax: -20 steinberg@intermediapartners.de mail@intermediapartners.de | www.intermediapartners.de Erscheinungsweise 6 x jährlich plus Sonderausgaben Druckauflage 10.000 Exemplare Satz JOY DESIGNS | Jennifer Dietmann | 68766 Hockenheim Fon: +49 (0) 62 05-255 35 42 | www.joy-designs.de Druck Silber Druck oHG | 34266 Niestetal Fon: + 49 (0) 5 61-52 007-0 | www.silberdruck.de

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Eigene Lagertechnik nimmt Gestalt an

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Handhubwagen mit Wägeeinrichtungen

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Advertorial: Produktneuheit „Soft Touch“…

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30iger Maulschlüssel ade!

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Vermieter-Special

Einzelpreis Inland: 30,00 € zzgl. Versand, inkl. MwSt. Ausland: 35,00 € zzgl. Versand Jahresbezugspreis (6 Ausgaben + „deutschspr. Sonderhefte“): Inland 120,00 € inkl. Versand + MwSt. Ausland 180,00 € inkl. Versand Steuernummer 26/200/1330/2 EU-Steuer wird berücksichtigt Bezugskündigung 8 Wochen vor Halbjahresende

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Alle Rechte, auch die des Nachdrucks, des auszugsweisen Nachdrucks, der fotomechanischen Wiedergabe und der Übersetzung, liegen beim Verlag. Für unverlangt eingesandte Manuskripte wird keine Gewähr übernommen. Für namentlich gekennzeichnete Beiträge übernimmt der Autor die Verantwortung.

Mit Buiscar, Terberg, Actiw, Orlaco, Kalmar und vielen anderen Das Container-Special 2013

Verlags- / Objektleitung Susanne Obigt | sob@techtex-verlag.com

Anzeigenleitung Albert Mumm | mumm@techtex-verlag.com

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Verlag TechTex-Verlag GmbH & Co. KG Schaeferstrasse 2 | D-55257 Budenheim Fon: +49 (0) 61 39-29 34 43 Fax: +49 (0) 61 39-96 04 55 info@staplerworld.com www.staplerworld.com | www.techtex-verlag.com

Ab 48

Mitglied der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V.


Toyota übernimmt Dambach Schmalgangstapler Mit sofortiger Wirkung hat Toyota sämtliche Rechte an den Dambach-HRL-Staplern übernommen. Dambach mit Sitz in Rastatt will sich auf schienengeführte Regalbediengeräte konzentrieren. Schon seit einigen Jahren baut dieses Unternehmen für Toyota und Atlet Schmalgangstapler nun wird sich das Portfolio auf Toyota konzentrieren. Die künftig unter BT vertriebenen VNAGeräte werden im BT-Werk Mjölby gebaut. Hans van Leeuwen, Executive Vice President Marketing & Sales, Toyota Material Handling Europe (TMHE), ist zu Recht zuversichtlich, dass diese Programmergänzung sinnvoll ist und vielleicht auch überfällig war. STAPLERWORLD richtete einige aus Lesersicht wichtige Fragen an den Experten. Wann wird die Produktionsverlagerung nach Mjölby komplett durchgeführt sein? Hans van Leeuwen (TMHE): Wir rechnen mit einem Produktionsstart in Mjölby noch im ersten Quartal 2014. Wieviele Dambach-Geräte wurden überhaupt gebaut und wie viele „leben“ derzeit noch aus der Dambach-Produktion? Hans van Leeuwen: Mehr als 6.000 Schmalgangstapler wurden bisher gebaut, davon eine Vielzahl für Toyota. Man kann schlecht überblicken, wie viele Geräte davon insgesamt noch im Einsatz sind. Sicher ist, dass die ehemaligen Dambach-Geräte in punkto Lebensdauer und Zuverlässigkeit Maßstäbe setzen.

Hans van Leeuwen rechnet mit dem produktionsstart Anfang 2014.

info Toyota Material Handling Deutschland GmbH 30853 Langenhagen Tel.: +49 (0) 511 7262-0 www.toyota-forklifts.de

Wie werden die neuen Hi-Racker künftig bei Toyota heißen und wird das das Ende des knickgelenkten „Vectors“ werden? Hans van Leeuwen: An unseren BT Vector Schmalgangstaplern wird sich nichts ändern. Gerade das Knickgelenk-Chassis für besonders schmale Umsatzgangbreiten sucht im Markt seinesgleichen.

So sehen die HRL-Stapler künftig aus – die Beziehung zu Toyota besteht schon lange.

In Mjölby werden die BT-Produkte gefertigt, hier finden nun die Rastatter Maschinen ihre neue Heimat.

Wird der Wettbewerber Atlet-Unicarriers noch beliefert werden? Hans van Leeuwen: Generell besteht die Möglichkeit, alles Weitere wird die Zukunft zeigen. Bilder: Toyota/STW

Der kippbare Mast, der beim Transport am Gerät verbleibt, ist eine der Besonderheiten. Auch die Hydraulikeinheit für die Schwenkschub-/Teleskopgabel befindet sich unterhalb der lastbegleitenden Kabine – das bietet so kein Marktbegleiter.


Neuer Stapler im aktuellen Farbkleid

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Frontstapler

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UniCarriers formiert sich Also, wenn zwei sich zusammentun, dann kann das im Ernstfall, wie bei den meisten guten Ehen, wahrhaft etwas Dauerhaftes werden. So geschehen mit Nissan Forklift und TCM – beide bekanntlich aus Japan. Als 2011 Nissan Forklift, die zunächst (2010) aus dem Nissan-Automobilkonzern herausgelöst wurde, und TCM, ihre Hochzeit bekanntgaben, gab es skeptische Blicke. Hintergrund war und ist, dass der japanische Staat, der um die im Export gefürchtete Stärke des Yen weiß, heimische Unternehmen stärken und vor Übernahmen schützen will. Hitachi Construction Machinery war die Mutter von TCM (erster Frontstapler schon 1949) und Nissan Motor Corporation (erster Frontstapler 1957) war die Mutter des gleichnamigen Staplerherstellers, der sich 2007 Atlet in Göteborg einverleibt hatte. Beide „Mütter“ wollten sich von nicht zum Kerngeschäft gehörenden Aktivitäten trennen. UniCarriers (Uni steht für United, Unique, Universal) hat nun 5.300 Mitarbeiter und ein Headquarter in Tokio unter Leitung von CEO Satoru Omori. Nun steht auch die Organisationsstruktur fest. An das Headquarter in Japan werden drei regionale Gesellschaften angebunden. Je eine in Europa, eine in den USA und natürlich eine in Japan für Fernost.. In Meerbusch bei Düsseldorf wird bis Mitte des Jahres ein europäisches Headquarter, die UniCarriers Europe GmbH mit einem internationalen Team formiert.

Historie in Europa

Dort übernimmt Keiji Ikeda die Führung als CEO. Masato Yokokura übernimmt die Verantwortung für die Abteilung Strategie, während Sales und Marketing von Hans Georg Hesse geleitet werden. Die ehemaligen Büros von Nissan in Amsterdam und von TCM in Brüssel werden aufgelöst. Soweit so klar. Die Marken, Nissan, TCM und Atlet sind unterschiedlich stark – bis 2015 dürfen die Nissan-Stapler noch so heißen (sie tun das übrigens seit 1957) und danach wird die neue Mutter eine globale Marke präsentieren. Die Nissan- und TCM-Produkte sind primär Frontstapler und sollen ihren Weg weiterhin über Händler zum Kunden finden, so UniCarriers Germany Marketingchef Ingo Rose. Die Atlet-Geräte eignen sich zumindest für die typischen Groß- und Flottenkunden eher für den Direktvertrieb – das wird auch so bleiben. Schauen wir uns den Weltverbund an. Die Produktionskapazitäten für Japan von TCM und Nissan wurden in Japan im TCM-Werk Shiga zusammengelegt – die Produktionen in Europa (Göteborg = Lagertechnik) und Pamplona (Frontstapler) bleiben ebenso erhalten wie das US-amerikanische Frontstaplerwerk in Marengo bei Chicago.

Nissan steuert zum UniCarriers-Verbund etwa 2.100 Mitarbeiter bei. Die europäischen Produkte werden zu über 90 % aus den beiden Werken in Spanien und Schweden kommen – einige Sondergeräte wie bandagenbereifte Stapler, die in den USA für Traglasten bis 4 t produziert werden, kommen aus dem Dollarraum. Zudem besteht die Möglichkeit Großgeräte aus der japanischen Produktion von UniCarriers zu beziehen. Interessant ist, dass der Verbund auch fahrerlose Transportsysteme anbieten könnte, denn TCM fertigte solche in Japan – das Know-How ist da und im Zuge des sich verstärkt ausweitenden Systemgedankens sind derartige Komponenten als Top-


Infokasten UniCarriers-Produktionsstätten: Shiga: Frontstapler E-/LPG/D von 1 bis 5 t, Großstapler, Containergeräte, RTG Pamplona: (Staplerproduktion ab 1989): Frontstapler E-/LPG/D von 1 bis 5 t Göteborg: Lagertechnik Marengo/USA: Frontstapler von 1 bis 5 t Villas del Sol/Mexiko: Frontstapler Anhui/China: Frontstapler

Infokasten UniCarriers/Nissan-Produktportfolio: I Verbrennungsmotorische Stapler mit Gas-, Dieselantrieb von 1,5 bis 8 t I E-Stapler (3-/4-Rad) 48 und 80 V auch mit Bandage von 1,25 bis 3 t I Lagertechnikgeräte: Nieder-/Hochhubwagen, Schubmaster, Kommissionierer in allen Ausführungen mit und ohne lastbegleitende Kabine, Sonderkonstruktionen können. Hochregalstapler fertigte bisher Dambach für den Konzern – nach dem Verkauf der Dambach-HRL-Stapler an Toyota (siehe Interview in dieser STW-Ausgabe) wird dieser Lieferverbund aber Ende 2013 auslaufen – Rose ist optimistisch, dass man adäquaten Ersatz finden wird.

of-the-Line durchaus in Europa vermarktungsfähig. UniCarriers wird zudem eventuell auch die komplette Systemtechnik liefern

Total Cost of Ownership

Die Eigenständigkeit der Marken wird sicher aufgegeben werden – aber Nissan bleibt mit seinem Produkt-Know How bei Lagertechnik und bei Frontstaplern, insbesondere bei Elektrostaplern klarer Technologie-Vorreiter in Europa und damit auch im Konzern – was auch Sinn macht, schließlich ist dieser Markt ja für E-Geräte und Systemtechnik künftig noch affiner. Beweise? Schon jetzt stammen alle in Eu-

ropa verkauften TCM-, Atlet- und NissanFrontstapler aus der spanischen Produktion. Das wird auch so bleiben – schließlich ist Europa auf Sicht ein wichtiger E-StaplerMarkt – wenn nicht noch die Brennstoffzelle den Verbrennern in ferner Zukunft mächtig „auf Pferd hilft. Die deutschen Vertriebsaktivitäten sämtlicher UniCarriers-Marken werden in Oberhausen konzentriert, wo man sicher kurzfristig ein neues Gebäude mit Gebrauchtmaschinenlager und größeren Büroflächen benötigen wird. Der Traditionsstandort Lessingstrasse mit den Baulichkeiten von Lafis und Atlet wird aber vorerst weiter genutzt. Geschäftsführer ist Andreas Hampe, der bisher Atlet leitet. Er berichtet als Landeschef Deutschland an Keiji Ikeda und HansGeorg Hesse im nahen Meerbusch. An die Deutschland-Zentrale werden die UniCarriersHändler angebunden. Ingo Rose macht klar, dass das bestehende Vertriebsnetz schnellstmöglich noch effektiver und direkter unterstützt werden kann und dass die Entwicklung und der Ausbau stärker denn je forciert wird. Ob und wie die künftigen Händler als UniCarriers-Handelspartner gebrandet werden ist noch unklar – fest steht, dass neue Farben allenthalben einziehen – NissanProdukte werden weiß-blau – das STW-Titelbild beweist es eindrücklich. Bis zum Abschluss des Markenbildungsprozesses werden sämtliche Produkte neben dem eigentlichen Markennahmen auch den Schriftzug „by UniCarriers“ tragen um dem Kunden die Konzernzugehörigkeit zu verdeutlichen. Einen Schritt hat man schon getan – die europäischen Ersatzteile für alle Marken werden aus dem Logistikzentrum im Niederländischen Enschede verteilt. Diese ist komplett von der Nissan-Autosparte abgekoppelt. Nissan Forklift, Atlet und TCM integrieren ihre ET-Bestände zeitnah. Apropos Kunden: Rose ist sicher, dass trotz der vielfältigen Informationen und noch anstehenden Umbenennungen die Kunden markentreu bzw. händlertreu bleiben werden – wer bis jetzt mit der Performance seines Händlers zufrieden war, wird dies auch unter der UniCarriers-Egide sein. Fazit: Der weltumspannende Player UniCarriers formiert sich – auch wenn bisher eine gemeinsame Dachmarke noch fehlt, stehen Programm, Vertrieb und Vertriebskanäle sowie das wichtige Ersatzteilwesen. (oba)

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Neuh Mark eiten, Tre n tdate n – Ü ds und b e und i r nform sichtlich ativ POW E Redak RWORLD 05/06 tio -20 Anzei nsschluss: 30.09 13 gensc .2 h Ersche inung luss: 09.10 013 .2013 sterm in: 04 .11.2 013

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3 1 0 2 6 D 5/ FÜR L R O W R E IFT R W H C PO S IK IT N E Z H C H E C DIE FA ANTRIEBST A 2013! E L IC vember 2013 I B N H O C M E IT heint Anfang Nmoplettausgabe R G A -Ko ft ersc ZUR HNICA C E Das He T I R G als A


Bei den Hubgerüsten will Nextra auch Sonderanfertigungen realisieren.

Der TH 210 auf der Bauma, gut zu erkennen der 4x4Antrieb dieses 2.100 kg tragenden Gerätes (500 mm LSP)

Geländestapler aus Spanien – was kann Agria? Das 1958 gegründete spanische Familienunternehmen Agria, das rund 150 Mitarbeiter beschäftigt, hat das Berliner Handelshaus Nextra zum 01. März 2012 als Generalimporteur für seine Baumaschinen und Geländestapler ernannt. Derzeit werden sechs Geländestapler mit Traglasten von 1.600 bis 3.500 kg angeboten, größere Maschinen sind angeblich schon in Planung. Agria fertigt jährlich rund 450 Geländestapler. Nextra hat in Deutschland mittlerweile neben Agria Möckmühl, die auch am Stammhaus beteiligt sind, 15 Händler in Deutschland gewinnen können. Das endgültige Händlernetz soll bis Ende 2013 stehen und rund 25 Partner umfassen.   Die Ersatzteilversorgung, so Geschäftsführer Klaus Ullmann, im Gespräch mit der STAPLERWORLD, wird über ein Zentrallager in Erlenbach bei Heilbronn und mit Express aus Spanien sichergestellt. Bisher war Agria nur sehr sporadisch, meist über belgische Händler, hierzu vertreten. Da sich der spanische Heimatmarkt auf einer dramatischen Talfahrt befindet und der ebenfalls spanische Marktbegleiter Mast insolvent ist, rechnet man sich hierzulande größere Chancen aus. Ullmann und sein Vertriebsleiter Ingo Rauschenberger sind froh gestimmt, denn im Gala-Bau, bei Zeltverleihern, Bauunternehmen und auch in der Holzbranche sieht er Kundenpotential. Im Gespräch mit der STW erläutert Klaus Ullmann, Geschäftsführer Nextra Anlagenbau GmbH, seine Entscheidungen:   Sie haben selbst schon Stapler gebaut, warum haben Sie sich für die Agria-Geräte entschieden, was hat Sie überzeugt? K. U.: Nachdem die Fertigung von Kleinserien in Deutschland zunehmend komplizierter geworden ist, haben wir für unse-

ren Kundenkreis Ausschau nach einer echten europäischen Alternative gehalten. Die Auswahl war bei Geländestaplern nicht groß. Überzeugt hat uns letztendlich das Agria-Konzept wegen seines bewußten Verzichtes auf komplizierte elektronische Elemente und der damit verbundenen einfacheren Wartung. Der leichte Zugang zu den Komponenten und deren übersichtliche Anordnung, vor allem aber Zuverlässigkeit und Robustheit in der Arbeit kommen den Kundenwünschen sehr entgegen. Der Geländestaplermarkt in Deutschland nimmt jährlich rund 300 Einheiten auf, welche Bedeutung können Sie hier übernehmen? K. U.: Unser Nahziel ist ein Marktanteil von 10 bis 12 %, den wir aller Voraussicht nach noch 2013, aber auf jeden Fall bis 2014 erreichen werden. Unsere Zielgruppe sind kleine bis mittlere Unternehmen sowie Einzelunternehmer aus den Bereichen Landund Forstwirtschaft. Wie beurteilen Sie Qualität, Nachhaltigkeit und Performance der Spanier? K. U.: Während der Anfänge der Zusammenarbeit im Jahre 2011 mussten wir mit Agria über Qualitätsprobleme in der Ver­ arbeitung der Stapler sprechen. Was uns dann aber positiv überraschte, war das „offene Ohr“ der Agria-Qualitätsmanager für unsere Kritik. Das Verständnis der Spanier für die hohen Anforderungen des deutschen Marktes wuchs in den letzten beiden Jahren immens. So wurde z.B. gemäß unserer Anregung kurzfristig die Mastaufhängung verstärkt. Und übrigens: eine deutlich zu sehende Schweissnaht ist kein Qualitätsproblem, sondern hat eher mit Ästhetik und Optik zu tun.

Typ 30.21 mit klimatisierter Kabine.

Welche Geländestapler aus der Agria-Range werden in Deutschland besonders stark nachgefragt werden? K. U.: Es zeigen sich sehr deutlich zwei Interessengruppen: Landwirte, Pferdehöfe, Obstbauern und Winzer, die die kleinen und wendigen Modelle TH 160 und TH 175 wegen ihres geringen Wenderadius bevorzugen. Bei gegenwärtig maximal 3.500 kg Hubkraft sind es zweitens die Zelt- und Gerüstbauer sowie Sägewerke, die aber schon ungeduldig auf die neuen 5 Tonner warten. Wie befriedigen Sie Sonderwünsche wie spezielle Hubgerüste, Kabinen oder Anbaugeräte? K. U.: Es gehört zu den Stärken kleinerer Hersteller, auch individuellen Sonderwünschen gegenüber flexibel zu sein. Agria ist im Rahmen der eigenen Produktionskapazitäten jederzeit bereit, Sondermasten oder Kabinen zu fertigen. Ansonsten wird auf das bewährte Sortiment der bekannten Anbaugerätehersteller zurückgegriffen. Bilder: Nextra/STW

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Frontstapler

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130 Einzelst端cke pro Jahr: Besuch bei Mora


Fornovo di Taro liegt rund 100 km südwestlich von Verona und ist Heimstätte der nicht ganz unbekannten Gabelstaplermarke Mora, benannt nach dem Firmengründer, dessen Söhne Mario und Pietro Mora heute das 65-Mitarbeiter-Unternehmen führen. Die italienische Sonderschmiede baut jährlich rund 130 Kompakt- und Spezialstapler, Schmiedemanipulatoren und auch containerfähige Sonderstapler. Beim Besuch der STAPLERWORLD waren die Werkshallen voll, die Produktion ausgelastet – bis Ende 2013 sind die Auftragsbücher des Vorzeigeunternehmens voll. Pietro Mora ist sich seiner führenden Marktposition bewusst – Wettbewerb gibt es zweifelsohne, aber nachdem speziell einige deutsche Marktbegleiter das Umfeld verlassen haben, wird es ein wenig leichter. Verbrennungsmotorische Geräte und EStapler halten sich die Waage – in Deutschland trifft man verstärkt auf die rot-schwarzen E-Maschinen. Ein Programm aufzublättern ist kaum möglich, fast jedes Gerät ist ein Einzelstück – glücklich schätzt man sich schon bei Kleinserien von drei bis fünf Maschinen – eine solche Serie harrte beim Besuch der STW gerade der Abnahme – sie wird ihren Einsatzort in einem portugiesischem Automobilwerk finden. 2002 stoppte die Produktion der kleineren E-Stapler bis 4 t, die fast jeder italienische Hersteller für den Heimmarkt produzierte – Stückzahlen und Kosten stimmten nicht mehr. Die leistungsstärksten Geräte sind zwei 25-t-E-Stapler, je einer im Einsatz in den Niederlanden und in Spanien – ein 32-Tonner für einen französischen Kabelhersteller wird noch in 2013 ausgeliefert – größere E-Stapler kann sich Mora derzeit eher schwerlich vorstellen. In der Produktion befinden sich aktuell ein 15-Tonner mit 1.200 mm LSP mit zwei jeweils seitlich wechselbaren Batterien. Ein großer 8-Tonner für den deutschen Betreiber Aleris in Koblenz, der die größte Mora-Flotte nördlich der Alpen sein eigen nennt, war zur Auslieferung ebenfalls bereit.

Seit 2002 nicht mehr im Programm: Die Standard-E-Stapler bis 5.000 kg.

Die Fertigungstiefe des Familienunternehmens ist extrem hoch. Stahlbau und Masten sowie die Lenkachsen produziert man selbst. Zugekauft wird gerne eine bewähr­te Hydrostatik für die IC-Stapler. Deutsche Kunden ordern Volvo-Diesel, in vielen anderen Ländern kommt Perkins gut an. Bei E-Staplern setzt man auf die bekannten italienischen Omci-Achsen, die mit selbst entwickelten E-Motoren bestückt werden. Gasmotoren liefert wie fast überall GM und die Steuerung der E-Stapler übernehmen italienische Zapi-Produkte. Bei den Gabeln setzt man auf Vetter, Cascade und MSI Matchforks. Hubmastprofile liefert Hoesch. Dieser Mix aus eigener Konstruktion und großserienmäßig bewährten Komponenten trägt zu der hohen Verfügbarkeit bei, schließlich können Staplerhändler unterschiedlicher Marken durchaus Wartungsarbeiten an den rotschwarzen Italienern vornehmen.


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Ein 15-t-E-Stapler und ein 9-t-Gasstapler (für Corus in Koblenz) vor der Auslieferung.

Papierindustrie wird stärker Mora-Produkte fallen uns primär in der Stahl-, Kabel- und Autoindustrie auf, verstärkte Anfragetätigkeit nach bandagenbereiften E-Staplern verzeichnet die Familie Mora aus der europäischen Papierindustrie. Hier werden Hubhöhen bis zu 9.500 mm angefragt, die man mit aus deutschen Hoesch-Profilen gefertigten Triplexmasten mit integrierter Zinkenverstellung beantwortet. Auch die Getränkeindustrie setzt vermehrt auf E-Stapler – die französische

Brauerei Kronenbourg ordert seit 1996 Stapler von den Gestaden des Taro. Nestle hat gerade eine große Gasflotte gegen E-Maschinen ausgetauscht. Doch zurück zur Produktionsphilosophie: Die Kabinen fertigt man nicht selbst, sie stammen von einem norditalienischen Partner, der sie allerdings „roh“ also ohne Innenleben anliefert. Vor Ort werden meist hochwertige Grammersitze, Joysticksteuerung, Displays und kundenspezifische Zusatzausstattungen eingebaut – alle Mora-

Drei 10-Tonner kurz vor der Auslieferung – sie werden in Portugal in einem Automobilwerk arbeiten – gut zu erkennen ist die hochschwenkbare Kabine.

Stapler werden mit kippbaren Kabinen ausgestattet, die zwischen den meist über der Kabine angelenkten Neigezylindern aufgeklappt werden können. Die leistungs­ stärksten E-Geräte werden derzeit mit 96-V-Batterien mit gewaltigen 1.920 Ah Kapazität ausgestattet. Für den neuen 15-Tonner mit zwei Trögen werden zwei je 2,6 t Großbatterien verbaut – gute Erfahrungen macht man mit den Fast Charge Batterien von Enersys, die sich bestens für den Mehrschichteinsatz eignen.

Rahmen des 15-t-E-Staplers mit 1.200 mm LSP, die beiden Batterien werden jeweils seitlich untergebracht.


Das Ersatzteillager fasst Teile im Gesamtwert von 4,8 Mio. Euro – Mora sieht sich selbst als höchst lieferfähig, was in Anbetracht der kleinen Stückzahlen ein sehr wichtiger Pluspunkt ist, denn die Kunden arbeiten fast immer ohne Stand-by-Gerät.

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Wer Mora meint, muss auch Fred Rijper sagen, der seit 2000 aus Amsterdam und aus seinem Büro in Italien, höchst erfolgreich den Vertrieb für die Niederlande und Deutschland koordiniert. Er kontaktet Kunden sowohl direkt, arbeitet aber auch mit Händlern zusammen. Frankreich hat seit langem einen festen Vertriebspartner, in Großbritannien arbeitet sich ein neuer Importeur in den schwierigen Markt ein. Der-

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Vertrieb


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zeit ist man in ganz Europa vertreten, im Osten auch bis Ungarn und Rumänien – Skandinavien hingegen ist ein weißer Fleck auf der Landkarte. Dennoch hat es auch schon Geräte bis nach China verschlagen – deutsche Automobilhersteller und deren Zulieferer ordern gerne Produkte, die sie aus Europa kennen. Wer glaubt, italienische Hersteller fertigen und liefern aus und „vergessen“ dann den Kunden, der irrt bei Mora gewaltig. In einer an die Produktion angeschlossenen Halle lagern Ersatzteile im Wert von 4,8 Mio. Euro, die im Nachtsprung fast zu jedem Kunden gelangen können. Gerade bei Maschinen mit sehr kleinen Stückzahlen ist das ein erhebliches Unterfangen. Die Kunden goutieren dies und halten der Marke meist über viele Jahre die Treue. Gute Erfahrungen macht man speziell mit deutschen Anbaugeräten, Partner Seith aus Lohr am Main soll nicht unerwähnt bleiben. Hier passen Denke und Qualität anscheinend bestens zusammen. Vor der Auslieferung werden im Stammwerk Stapler und Anbaugerät miteinander verheiratet und zu einer CE-konformen Einheit abgenommen. Arroganz ob des Geleisteten? Fehlanzeige! Die Familie Mora sieht sich als Problemlöser, die auch bei kleinsten Änderungen intensiv hinhören und den Kunden nicht einfach aus einer Sonderausstattungsliste auswählen lassen. „Wir sind nicht alleine und der Markt ist beschränkt also spielen für uns Konstruktion, Materialstärke, Dokumentation, Energieverbrauch, Total-Cost-ofOwnership, Ersatzteile und vor allen Dingen Beratung und Qualität eine übergroße Rolle“. Das ist wahr, denn noch in diesem Jahr werden zahlreiche deutsche Betreiber wie etwa der Flughafen Düsseldorf noch ihre neuen Moras übernehmen. (oba) Bilder: STW info MORA S.P.A. Carrelli Elevatori 43045 Fornovo di Taro Tel. +39-0-5253442 I www.mora.it Vertrieb D + NL: AMRIJ International BV. NL 1090 Amsterdam Tel.: +31-653176175 I www.amrij.nl

Das selbst konstruierte Triplexhubgerüst aus deutschen HSP-Profilen ist ein interessantes Feature für die Papierindustrie. Mora bietet Hubhöhen bis zu 9.500 mm.

Volvomotoren und Linde-Hydrostatik – eine Kombination für einen deutschen Kunden. Außerhalb von Deutschland setzt man auf Perkins-Aggregate.


Hubmast auf 90° – das grüne Kästchen weiß es Die LED-Anzeige informiert über die Gabelposition – kapiert jeder. Erstmals kamen Toyota und andere Staplerhersteller mit dem integrierten Mastneigungs-Anzeiger, der dem Staplerfahrer zeigt, ob der Mast wirklich exakt 90° im Winkel steht – eine sehr nützliche Information – speziell beim Einund Auslagern in größeren Höhen. Statt mechanischer Anschläge oder seilgeführter Systeme gib tes jetzt als Ergänzung Flatfork aus den USA im Vertrieb von My GmbH in Westerstetten. Das batteriegetriebene Kästchen mit fünf LED´s wird mit starken Neodym-Magneten in Augenhöhe am Mastprofil befestigt und es arbeitet laut Herstellerangaben mit einer Akkuladung gut ein Jahr. Die Genauigkeit gibt Geschäftsführer

Peter Krnavek mit 0,25° an. Selbstverständlich kann das schlaue Kästchen links oder rechts montiert werden. Die Magnetmontage bietet den Vorteil, dass es auf mehreren Staplern einsetzbar ist – auch dem Abhandenkommen nach Dienstschluss lässt sich so gut vorbeugen. Der Temperaturbereich erstreckt sich von -29° bis 49° C und dürfte damit für die meisten Einsätze voll ausreichend sein – eine Ausführung für besonders hohe Umgebungstemperaturen (etwa für Giessereien) ist aber verfügbar. Bild: My GmbH info So sieht die Hubgabel-Nivelliereinrichtung montiert aus, per Magnet wird das Gerät in Augenhöhe des Fahrers angebracht.

My Gmb D-89198 Westerstetten Tel.: +49 (0) 7348-94984-0 www.myintralogistik.de

Flottenmanagementsystem I_Site Die neue Version erleichtert den Überblick über die Flotte und die Anzeige der Informationen kann individuell gestaltet werden. Neben Verbesserungen des Portals stehen den Fuhrparkverantwortlichen auch Features zur Erhöhung der Sicherheit zur Verfügung.

Dank des neuen Toyota I_Site Webportals hat der Anwender seine Flotte nun noch besser im Blick. Startpunkt ist ab sofort die persönliche Startseite, das sogenannte „Dashboard“. Dieses besteht aus mehreren leicht konfigurierbaren Kacheln, deren Inhalte vom Nutzer individuell ausgewählt werden können. So hat der Anwender alle für ihn relevanten Informationen direkt im Blick. Zusätzlich wurden die Lesbarkeit der Screenshot der I_Site im Win-8Look. Flotten- und Zustandsübersicht per mobilem Endgerät.

Berichte, der Zugang zu verschiedenen Firmen-Standorten, die Fahrerverwaltung und Gruppierungsmöglichkeiten der Flotte optimiert. Neu und optional verfügbar ist der so genannte „Pre-Operational Check“: Über ein Display an der Maschine führt der Bediener bei Arbeitsbeginn vordefinierte Sicherheitschecks durch. Diese können vom Fuhrparkverantwortlichen zentral über das Web-Portal eingesehen und verwaltet werden. Toyota I_Site ist eine Kombination aus Technologie, Informationen, fachlicher Kompetenz und Beratung, die den Anwender dabei unterstützt seinen Materialfluss effizienter zu gestalten. Bestandteile der Lösungen sind u. a. eine Zugangskontrolle und Schocksensoren zur Überwachung von Kollisionen. Das Flottenmanagementsystem hilft so, neben der Optimierung des Fahrzeugeinsatzes, generell die Sicherheit am Arbeitsplatz zu erhöhen und somit die Kosten zu senken. Bilder: Toyota

info Toyota Material Handling Deutschland


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Im Angebot sind derzeit:

Frontstapler

Carer R50 N (5.000 kg/600 mm LSP)

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Große E-Stapler: Marktsegment mit Potential Im Großsegment ab 5 t muss man heute entsprechend aufgestellt sein, weil Getränkeindustrie, Papierhersteller, Logistiker und vor allem Produktionsunternehmen nach diesen Maschinen verlangen. Der Einsatz von E-Staplern unterscheidet sich massiv von dem von Verbrennern – die deutlich höheren Anschaffungskosten für Stapler, Batterie und Ladegerät werden durch erheblich günstigere Energiekosten und um rund 30 % geringere Wartungskosten im Vergleich zu Verbrennern wett gemacht – hinzu kommen Aspekte wie ruhiger vibrationsfreier Arbeitsplatz, minimierter Ge-

räuschpegel, was vereinzelt Probleme in sehr lauten Umgebungen machen kann. STW rät bei der Evaluierung des Einsatzes sehr sorgfältig auf Anschaffung, Unterhalt und Performance zu achten, denn große E-Stapler haben auch beim Einsatz, Stichwort Geschwindigkeit an Rampen, einige Einsatzbesonderheiten. Das Angebot ist recht groß und reicht von chinesischen über skandinavischen hin zu italienischen und deutschen Produkten, die sich teilweise in Konzeption, Anzahl der Batterien (ein oder zwei) erheblich voneinander unterscheiden. Bei großen E-Staplern ist zudem

Toyota Traigo HT/Cesab Eco P 60 bis P 85 (6.000 bis 8.500/600 mm LSP) Clark GEX50 (5.000/500 mm LSP) Doosan B50X-5 (5.000/500.mm LSP) Hang Cha HLES50 (5.000/500.mm LSP) Hyundai 50B-7 (5.000/500.mm LSP) Jungheinrich EFG 550 (4.990/500.mm LSP) Kalmar ECF 50-6 bis ECF 90-6L (5.000/600 mm bis 9.000/600 mm LSP) Linde E50HL (5.000/500.mm LSP) Mora EP60R80 V (6.000/600 mm LSP) Still RX 60-50/600 (4.990/600 mm) Yale ERP 50 M (4.999/500 mm LSP) Hyster J4.0-5.0XN (4.999/500 mm LSP) Rainero AC80-CO-HT der gemischte Innen-/Außeneinsatz durchaus an der Tagesordnung, weswegen auf eine ordentliche Kabine mit Heizung (kann auch Diesel-Zusatzheizung sein, so anachronistisch es klingt) zu achten ist. Bei der Beschaffung ist besonders auf den Lastschwerpunktabstand zu achten, so gibt es Modelle mit 500, 600 und 900 mm (Kalmar ECF 80-9), auch Low-Built-Versionen für die Containerbeladung werden von einigen Herstellern angeboten.

16 Rainero-Maschinen sind eher selten, werden in Deutschland aber von OMG in Uelzen angeboten.

Carers Range wird mit verschiedenen Kabinenvarianten ausgerüstet.

Linde Material Handling bietet die Baurei­he E20 bis E50 mit 19 verschiedenen Standard-Modellvarianten auf den Markt. Mit den Typen E40 bis E50 mit abgesenkter Bauhöhe für 4 bis 5 t Traglast ist das Spektrum an Varianten noch größer geworden. Die umgangssprachlich als „Containerver-

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Linde E 50 in Co

ntainerversion.

tterien HT mit zwei Ba kg verteilt). Toyota Traigo erien á 1.350 tt Ba ei zw f au h A (80V/1-050

nreif er ist nun serie Hysters 5-Tonn ch no er hi r Delivery“ und „Ready fo n. vo ga ai Cr in lände auf dem Testge


Effizienter Fälschungsschutz Unternehmen werden immer häufiger mit Fälschungen ihrer Produkte konfrontiert. Besonders heikel daran: Die Plagiate betreffen auch Einzelteile, die über Zulieferer in die Fertigung geschleust werden. tesa scribos bietet mit VeoMark eine Sicherheitslösung in seinem Portfolio, die Fälscher abschreckt und das Vertrauen der Verbraucher stärkt. Die Lösung bietet effizienten Schutz in den unterschiedlichsten Segmenten, von elektronischen Bauteilen über Kleidung bis hin zu Automobilersatzteilen. Mit dieser neuen Imaging Technologie wird jedes Sicherheitsetikett einzeln beschriftet. Wie auf der Abbildung ersichtlich, werden neben dem hoch aufgelösten, kundenindividuellen Design offene und verdeckte Sicherheitsmerkmale mit einer stückindividuellen Codierung in das Etikett integriert.  Diese Codierung der Etiketten kann weder drucktechnisch noch holografisch kopiert werden. Dabei ist sie immer untrennbar an das Sicherheitsetikett gebunden, was jedes Etikett einzigartig und damit fälschungssicher macht. Das Etikett schimmert bei direktem Licht in Regenbogenfarben, während bei indirekter Beleuchtung silberne und schwarze Strukturen sichtbar sind. Wie schon bei tesa PrioSpot sind auch bei tesa VeoMark einige Sicherheitsmerkmale unmittelbar sichtbar, andere sind verdeckt und können nur von Experten mit einem speziellen Hilfsmittel ausgelesen werden.

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Frontstapler

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Bild: Archiv info Tesa Scribos: Tel. +49 (0) 40-4909 6330

80-V-Klimalösung für Flurförderzeuge Bei E-Staplern spielt die Energieeffizienz der Klimaanlage eine besonders große Rolle für die Wirtschaftlichkeit des Fahrzeugbetriebs. Zudem ist der umweltfreundliche Betrieb und die Anpassung an unterschiedliche Fahrzeugkabinen sehr wichtig. Correctair Skimo eignen sich für alle Elektrofahrzeuge. Kompressor und Kondensator sind bereits in das Klimasystem integriert. Die Spannung geht so ohne Leistungsverluste direkt an den Motor für den Kompressor – ein zusätzlicher Wandler ist nicht notwendig. Das stufenlos regelre Gebläse des Klimasystems arbeitet angeblich bare leise. Ein Unterspannungsschutz schont die Batterie. Die Anlage ist für eine Kabinengröße von 3 bis 4 m3 Volumen ausgelegt. Die Dachversion ist einteilige. Die Struktur ist verstärkt, so dass sie auch auf einem gewölbten Dach montiert werden kann. Als Dachkonstruktion erhöht sie die Bauhöhe um 250 mm (Vorsicht bei knappen Tordurchfahrten, Anm. der Red.). info Hauser Umwelt-Service GmbH & Co. KG 47809 Krefeld Tel. +49 (0) 21 51 - 51 08 11 www.hausergruppe.de

Bild: Hauser


Power für die Gießerei: 8-t-Elektrostrapler mit durchsichtoptimiertem Drehgerät Der umlaufende Rammschutz verhindert Anfahrschäden wirkungsvoll.

Gesamtansicht des ECF 80-9 für 8.000 kg Traglast bei 900 mm – der mit Batterie und Anbaugerät rund 13 t schwere Stapler wird in einer Gießerei arbeiten.

Für die Gießerei eines Automobilkonzerns konfigurierte das Staplercenter Pieckert in Empfingen einen Kalmar Elektrostapler ECF 80-9 mit einer Hubhöhe von 4.500 mm und einer geringen Bauhöhe von 3.435 mm. Dieser Hochleistungsstapler wird zum Entleeren von Schrottbehältern eingesetzt und wurde deshalb mit einem sehr speziellen Drehgerät von Seith, Neuendorf, ausgestattet. Das durchsichtoptimierte Gerät wartet mit zwei Hydraulikmotoren zur gleichmäßigen Krafteinleitung in den Drehkranz auf und bietet in seiner Klasse einen verblüffend guten Blick auf den aufzunehmenden Kübel. Das Anbaugerät vom Typ 80.55i trägt 8.000 kg bei 600 mm LSP und ist damit perfekt auf den HochleistungsFrontstapler abgestimmt. Zwei Standard-700-Ah-Batterien, nebeneinander im Trog abgestellt, powern den Stapler, so lassen sich preiswerte Standardbatterien kleinerer Stapler verwenden.

info Cargotec Germany GmbH Niederlassung Hamburg D-22525 Hamburg Tel.: +49-(0)40-547305-32 www.cargotec.com www.kalmarind.de

sowie eine SpiritDelta-Kabine mit geschweißten Eckstützen zum besonders leichten Auswechseln der Frontscheiben (gerade im Gießereieinsatz eine häufig formulierte Kundenforderung) wurden ebenfalls realisiert.

Der Kalmar-Elektrostapler ECF 80-9 wurde mit zahlreichen Sonderausstattungen an seinen harten Einsatz angepasst – wichtigste Änderung, die für die Flexibilität der schwedischen Staplerbauer spricht: Statt einer großen 1.500-Ah-Batterie wird dieser Frontstapler von zwei gleichgroßen 700-AhBatterien versorgt – so kann der Betreiber die sonst in den „normalen“ Frontstaplern kleinerer Klassen verwendeten Batterien ohne Änderungen nutzen. Dazu wurde das Batteriefach auf die Maße 1.040 x 1.720 mm verbreitert und schon passen die beiden Batterien quer nebeneinander. Selbstverständlich werden sie über einen gemeinsamen Ladestecker versorgt – zusätzlich befindet sich auf dem rechten vorderen Kotflügel eine sehr bequem zugängliche Ladebuchse. LED-Beleuchtung, Klimaanlage, ein das Heck und die Seiten umschliessender Ramm- und Anfahrschutz aus Vierkantstahl

Dazu Karsten Pieckert, Geschäftsführer des zuständigen Kalmar-Exklusivhändlers Staplercenter Pieckert aus Empfingen: „Elektrostapler treten immer häufiger in die Fußstapfen von Verbrennern – mit der überarbeiteten AC-Technik, der sparsamen LoadsensingHydraulik und dem in der Branche eindeutig größten Angebot an Sonderausstattungen und Realisierungspotential für Spezialwünsche, haben wir auch diese Kunden-Spezifikation zufriedenstellen können.“ Derartige Spezialstapler werden für einen fest definierten Einsatz gefertigt und sind Einzelstücke, die sich keinesfalls aus Serienfahrzeugen ableiten lassen. Die Leistung ist bei allen Umschlagmaschinen aus Lidhult üppig dimensioniert; so stehen serienmäßig ein 31-kW-Fahrmotor zur Wahl und für die Pumpen wird ein 27-kW-Motor (100 % Einschaltdauer) verbaut. Selbstverständlich bietet Kalmar mit der ECF-Serie ein acht Geräte umfassendes Programm im Bereich 5.000 bis 9.000 kg Traglast. Diese werden je nach Wunsch für Lastschwerpunktabstände von 600 bis 1.250 mm gefertigt. Die zwischen 8 und 11,3 t schweren Grundgeräte werden mit Duplex-Freisichthubgerüst, Duplex-FreihubFreisicht-Hubgerüst und Triplex-FreihubFreisicht-Hubgerüst ausgeliefert. Mit Triplexmast erreichen sie maximal 6.200 mm Hubhöhe. Und bis zu 2.140 mm Freihub.


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Whitepaper zur Automatisierung von Gabelstaplern Das Diskussionspapier thematisiert sechs Kernfragen, die Unternehmen sich vor dem Umstieg auf neue Technologien stellen sollten. Das Papier steht unter http://news. crown.com/de/2013/automatisierung-vongabelstaplern/ als Download zur Verfügung. Es gibt einen Überblick über den aktuellen Stand der Technik und erläutert Punkte, die es vor dem Umstieg zu beachten gilt. Laut dem White Paper ist „die Automatisierung in der Intralogistik eine der wirksamsten Methoden zur Bekämpfung steigender Kosten“. Weiter heißt es: „Da steigende Sachinvestitionsbudgets auch zur Förderung neuer Projekte verwendet werden können, fragen sich viele Unternehmen, ob es nicht an der Zeit ist, Gabelstapler zu automatisieren. „Es zeigt sich

immer deutlicher, dass zukunftsorientierte Intralogistik-Manager über die Stapler- Automatisierung und ihren möglichen Nutzen in Lägern nachdenken“, erklärt Tim Quellhorst, Senior Vice President bei Crown. „Betrachtet man den Stand dieser Technologie und ihre rasante Entwicklung, so erkennt man, dass diese Frage nicht immer eindeutig beantwortet werden kann. Die Automatisierung bringt bereits Vorteile mit sich, allerdings eben auch Risiken, falls die Erwartungen zu hoch gesteckt oder die veranschlagten Mittel für das Projekt unzureichend sind.“ Trotz des erfolgreichen Einsatzes von Fahrerlosen Transportsystemen (FTS) in der Fertigung sind diese Technologien im Warehousing bisher eher eine Seltenheit. Dafür gibt es zwei wesentliche

Gründe: Zum einen stellen sich in der Lagertechnik andere Herausforderungen als in der Produktion, zum anderen waren einige frühe Nutzer im Nachhinein von dem hohen Aufwand enttäuscht, der nötig ist, mit FTS-Technik nachgerüstete Stapler betriebsbereit zu halten. Das White Paper befasst sich unter anderem mit diesen beiden Themen und dient Intralogistik-Managern so als Entscheidungshilfe, ob diese Technologie für ihr Unternehmen und/oder ihren Einsatzbereich geeignet ist.

info www.crown.com

Stöcklin übernimmt Vertrieb der HyundaiFrontstapler in der Schweiz Mit Wirkung vom 01. Februar 2013 hat der in Dornach bei Basel ansässige Flurförderzeughersteller Stöcklin zusätzlich und als Abrundung der eigenen Lagertechnikgeräte den Vertrieb der E-, Gas- und Dieselstapler von 1.000 bis 25.000 kg Traglast von Hyundai Heavy Industries übernommen. Bislang war Hyundai Heavy Industries nur über kleinere Händler vertreten, die nun als Stöcklin-B-Händler fungieren. Fünf eigene Verkaufsberater von Stöcklin sorgen für die Nähe zu den Bestands- und Potentialkunden in der Schweiz. Parallel wird Stöcklin in Dornach ein Ersatzteillager für schnelldrehende Parts einrichten, zusätzlich werden die 15 in der Schweiz arbeitenden Stöcklin-Monteure aus dem Zentrallager von HHI in Belgien im Nachtsprung beliefert. Der Schweizerische Markt für Flurförderzeuge gilt als sehr anspruchsvoller Käufermarkt. Laut Bruno Haller, Bereichsleiter Flurförderzeuge bei Stöcklin, werden jährlich etwa 1.700 Dieselstapler verkauft, der E-Anteil ist stark steigend – Treibgasgeräte spielen in der Schweiz eine untergeordnete Rolle.

Stöcklin setzt das Augenmerk zunächst auf die bestens ausgebaute E-Stapler-Palette (Dreiradstapler von 1.000 bis 2.000 kg, Vierradstapler von 1.600 bis 5.000 kg) von Hyundai. Doch auch den großen Dieselgeräten, die in der Schweiz fast immer mit Dieselpartikelfilter und Vollkabine geordert werden, prophezeit er einen starken Markteintritt voraus. Dazu Bruno Haller: „Wir betreuen aus der Tradition heraus eher Kunden im Bereich Logistik/Warehousing, die einen Hang zu E-Geräten haben, hier werden wir ansetzen, auch die neuen Schubmaststapler von Hyundai sind eine

sinnvolle Abrundung, die wir nicht aus eigener Produktion anbieten können – hier verzahnen sich die beiden Programme sehr gut.“ Den ersten großen Marketing-Coup haben die Experten aus Dornach schon veranlasst: Die Schweizerische Meisterschaft der Gabelstaplerfahrer wird bereits landesweit mit Hyundai-Frontstaplern ausgetragen. Die Endausscheidung findet im Juni in Locarno statt. Bild: Stöcklin Logistik AG Stöcklin, mit Hauptsitz in Dornach bei Basel, übernahm ab 1.Februar 2013 den Vertrieb von Hyundai-Frontstaplern in der Schweiz.

info Hyundai Heavy Industries Europe (HHIE) 2440 Geel/Belgien Tel. +32 (0) 14 562 237 www.hyundai.eu Stöcklin Logistik AG Förder- und Lagertechnik CH-4143 Dornach Tel.: +41 (0) 61 705 81 11 www.stoecklin.com


Niederhubkommissionierer mit 48 Gabeloptionen Mineralwasser. Vor eineinhalb Jahren unterzeichneten Hövelmann und Yale-Händler Reiter eine Servicevereinbarung für einen Teil des Fuhrparks mit über 110 Frontstaplern und Lagertechnikgeräten. Das klappte anscheinend gut und als neue Lagertechnikstapler zu beschaffen waren wandte man sich an den Servicepartner. Es wurde vereinbart, dass Hövelmann an dem Testprogramm für die neuen Niederhubkommissionierer MO25 teilnahm. Das Unternehmen hat das Systemgerät (dazu gehören laut Nomenklatur der STW Niederhubkommissionierer) drei Wochen lang eingesetzt – anschließend wurde ein Gerät aus der ersten Serie bestellt. Der MO25 2.000 und 2.500 kg Traglast und 48 verschiedene Gabeloptionen. Antriebsmotor ist ein klasssenüblicher Drehstrommotor mit 2,6 kW Leistung. Die Hövelmann Ahr Getränkelogistik aus Oberhausen lagert und vertreibt verschiedene Biersorten, Erfrischungsgetränke und

Die Fahrer baten Yale, die Konstruktion der vorderen Rollen zu ändern, sodass Paletten mit Bodenbrett einfacher aufgenommen werden können. Außerdem haben sie auch um drei Montagepositionen für die vorderen Rollen gebeten. Weiterhin wurde ein Flachstahl anstelle des ursprünglich geplan-

ten Rundstahls für die Montage von FahrerKeypad und Computer/Monitor des Kommissionier-Terminals angefragt. Da das Unternehmen den Kommissionierer für die gesamte Schichtdauer von acht Stunden betreibt, wurde die Konstruktion des Batteriefachs so geändert, dass eine Batterie mit 620  Ah eingesetzt werden kann. Es wurde auch eine Stoßstange aus weichem Polyurethan für die Knie des Fahrers sowie eine gepolsterte Bodenmatte gewünscht – beides nun Teil der Standardausstattung. Dazu die Logistikleitung des Getränkedistributeurs: „Die Änderungen, die der Hersteller an dem Kommissionierer vorgenommen hat, bieten eine komfortable Arbeitsumgebung für unsere Fahrer und ermöglichen uns ein deutlich effizienteres Laden und Entladen großer Paletten. Bilder: Yale info www.yale-forklift.com

Niederhubwagen-Baureihe ergänzt Die Premia-Niederhubwagenreihe wurde um ein Model für schwere Einsätze ergänzt, dem PBF25N2 mit 2.500 kg Traglast. Das neue Chassis bietet eine seitliche Standposition, die die körperliche Beanspruchung reduziert und das bei guter Sicht nach Vor­ne und Hinten. Die Form des Chassis, die Rückenlehne und die rutschfeste Bodenmatte sollen den Komfort und die Sicherheit erhöhen, so der Hersteller. Ungewöhnlich ist das Maxius Lenkrad, das anstelle der Deichsel eingebaut wurde. Die Fahrgestellbreite von 720 mm erlaubt eine Längsaufnahme von Europaletten. Der in der Klasse übliche AC-Motor beschleunigt den Hubwagen bis zu 12 km/h. Zu den Standardfunktionen gehören die automatische Geschwindigkeitsverminderung in Kurven, eine progressive Lenkung und lastabhängige variable Geschwindigkeitsbegrenzungen. Ein schlüsselloser PIN-Code-Zugang weist jedem Benutzer seine vorher eingegeben Voreinstellungen zu. Per Schlüsselschalter kann die Leistung der Maschine immer sofort an neue Aufgaben und Arbeitsbedingungen angepasst werden. So kann der

Bediener den Sicherheits-/Sparmodus wählen, wenn er beispielsweise in sehr kleinen Räumen arbeitet oder zerbrechliches Gut transportiert, um dann direkt in den Leistungsmodus zu wechseln, wenn wieder höhere Geschwindigkeiten gefragt sind. Zusätzlich zu den zwei Lasträdern und dem Antriebsrad verfügt der Hubwagen über zwei verbundene Stützräder, welche die Stabilität erhöhen und die Beschädigung der Räder auf Rampen verhindern. 135 mm Hubhöhe, Batterien von 375 bis 500 Ah Batterien und ein Multifunktionsdisplay mit Batterieladeanzeige und Stundenzähler sind Standard. Bild: Mitsubishi info Mitsubishi Caterpillar Forklift Europe bv 47269 Duisburg Tel. +49 (0) 203 - 456 681-0 www.mitforklift.com

Das neue Cockpit Lenkrad anstelle der sonst üblichen Deichsel. Seitenansicht des neuen Niederhubwagens, der mit Batterien bis zu 500 Ah Kapazität bestückt werden kann.


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Eigene STW-Stapler? Wir haben es , LTD has foDear Manager UIPMENT  CO., Q  E & RE A W e can supply INE HARD   ars in China. W (CHINA) SUNSH ye U 20 O ut ZH dann doch bo SU  a – pments Our company arehouse Equi ing Electric W ak m uipments. on eq d se se ou cu els of wareh od m t nicht gemacht! en er ff over 120 di : Da freut sich das STW-Team – endlich Handelspartner werden oder viel besser noch Maschinen unter eigenem Namen anbieten. Auf jeden Fall haben wir herzlich gelacht und zeigen unseren Lesern gerne die Art der Geschäftsanbahnung wie sie Chinesen verstehen. Nun ja, hoffentlich sind die Produkte besser als das Marketing. Hier die Email im Wortlaut:

info Suzhou (China) Sunshine Co., Ltd. Tel: +86-512-68089079 / 68781271 / 0086-13771870719 Fax: +86-512-68089080 www.sunshine-logistic.com

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Liebherr erzielt höchsten Umsatz der Unternehmensgeschichte Umsatz um über 9 % auf 9,1 Mrd. € gestiegen – Beschäftigtenzahl erhöht sich auf 37.800 – Investitionen in Höhe von rund 840 Mio. € – das sind die Kernzahlen der von Isolde und Willi Liebherr (zweite Generation) geführten Unternehmung. Insgesamt hat die Firmengruppe ihren Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr um mehr als 760 Mio. € oder über 9 % auf 9,1 Mrd. € gesteigert. In den Produktbereichen Baumaschinen und Mining-Geräte erwirtschaftete man ein Umsatzplus von beinahe 490 Mio. € oder 9 %. Der Anteil dieser Bereiche betrug wie im Vorjahr rund zwei Drittel des Gesamtumsatzes der Firmengruppe. Außerhalb der Bereiche Baumaschinen und Mining erzielte Liebherr einen Umsatz von insgesamt 3.220 Mio. €, was einer Steigerung um circa 280 Mio. € oder 9 % entspricht. Alle dazugehörigen Sparten konnten Zuwächse verzeichnen; dabei handelt

es sich um die Bereiche Maritime Krane, Aerospace und Verkehrstechnik, Werkzeugmaschinen und Automationssysteme sowie Hausgeräte. Die Sparte Maritime Krane erzielte bei einem Wachstum von über 20 Mio. € oder 3 % einen Umsatz von rund 830 Mio. € einen überdurchschnittlichen Umsatzanstieg konnte die Sparte Aerospace und Verkehrstechnik verzeichnen: Der Umsatz ist hier im Vergleich zu 2011 um nahezu 120 Mio. € oder 13 % gestiegen und lag bei etwa 1.030 Mio. €. Der Umsatz der Sparte Hausgeräte lag bei 890 Mio. € und ist damit bezogen auf das Vorjahr um 45 Mio. € oder 5 % angestiegen. In Westeuropa ist der Umsatz auch im Jahr 2012 leicht gestiegen. Dort erzielte man Verkaufserlöse in Höhe von rund 3.970 Mio. €, was einem Plus von mehr als 150 Mio. € oder 4 % entspricht. In Osteuropa verzeichnete das Familienunternehmen eine Umsatzsteigerung um annähernd 150 Mio. € oder 16 % auf insgesamt über

1.050 Mio. €. Der Umsatz im Nahen und Mittleren Osten belief sich im zurückliegenden Geschäftsjahr auf nahezu 310 Mio. €. Damit ist er im Vergleich zu 2011 um fast 20 Mio. € oder 6 % gestiegen. In Amerika entwickelte sich der Umsatz mit einem Zuwachs von rund 140 Mio. € oder 11 % auf circa 1.500 Mio. € ebenfalls positiv. Einen erfreulichen Anstieg verzeichnete die Firmengruppe auf dem afrikanischen Kontinent. Der Umsatz betrug dort rund 590 Mio. €, was einem Plus von über 120 Mio. € oder 26 % entspricht. In der Region Fernost / Australien knüpfte Liebherr an die positive Entwicklung im Geschäftsjahr 2011 an. Mit einem Plus von 12 % lag die Zuwachsrate 2012 etwa auf Vorjahresniveau. In dieser Region wurden Verkaufserlöse in Höhe von über 1.670 Mio. € erzielt. Das sind circa 180 Mio. € mehr als im Geschäftsjahr 2011. info www.liebherr.com


Willenbrock demonstriert Zugangs- und Assistenzsysteme von Systempartnern Der zweite Tag der Arbeitssicherheit Ende Mai in der Braunschweiger Niederlassung der Willenbrock-Gruppe mit Hauptsitzen in Bremen und Hannover (550 Mitarbeiter / 171 Mio. EUR Jahresumsatz, Niederlassun­gen in Braunschweig, Bersenbrück, Bremerhaven, Schiffdorf und Wilhelmshaven) widmete sich den herstellerunabhängigen Assistenz-, Zugangs- und Überwachungssystemen. Im Rahmen dieses Events präsentierte man ergänzend zu den vom OEM-Partner (Linde Material Handling GmbH) verfügbaren guten und bewährten Lösungen für Sicherheit und Zugangskontrolle sowie für die Vermeidung von Kollisionen auf Lager weitere Anbieter. 200 Kunden folgten der Einladung. Der Braunschweiger Niederlassungsleiter Martin Bartsch und der Produktmanager für Lager- und Systemtechnik sowie Routenzüge Volker Vahl hören jeden Tag auf ihre Kunden und lernen, dass viele von ihnen auch an ergänzenden Systemen von Dritt­ anbietern interessiert sind. Sei es wegen der Neutralität, sei es wegen der vom Kunden geforderten Montage auf Produkten unterschiedlicher FFZ-Hersteller oder aber, um generell einen eher „neutralen“ Systemlieferanten mit an Bord zu haben. Eine Erkenntnis, die den großen fünf FFZ-Herstellern nicht so angenehm ist, aber der Kunde ist schlussendlich König und er entscheidet.

Präsentation am „lebenden Objekt“ – hier ein Fahrerassistenzsystem von TBM, das im Falle der Annäherung an ein Hindernis oder an eine Gefahrenstelle automatisch die Geschwindigkeit des Fahrzeuges reduziert.

Was in der Theorie so simpel klingt, daran lassen die Braunschweiger Experten keinen Zweifel, ist in der Praxis nicht so einfach. Einem Zusatzgerät einen Anschluss an die Bordspannung zu gewährleisten ist eine Sache, die Anbindung an die Fahrsteuerung mit einem Assistenzsystem, etwa bei der Annährung an ein Hindernis, ist eine ganz andere Sache. Weil hierbei nämlich die CE-Zertifikation des Gerätes durchaus in Frage gestellt werden kann. Also müssen der Hersteller bzw. der von ihm autorisierte Händler beim Kundenfahrzeug eine Schnittstelle erzeugen, die Spannungsversorgung und Anbindung an das Nervennetz (sprich CanBus) des Gerätes möglich macht. Leider gibt es zurzeit in der FFZ-Branche noch keine genormte Schnittstelle, betont Vahl im Gespräch mit der STW-Redaktion, und eine herstellerübergreifende Lösung ist nicht in Sicht. Nichtsdestotrotz bietet sein Haus die CE-gerechte Erstellung einer solchen Schnittstelle an Neufahrzeugen und an schon im Einsatz befindlichen Fahrzeugen an. In der Willenbrock-Gruppe ist ein Team von Intralogistik-Spezialisten tätig, das für jeden Kundeneinsatz das optimale Lösungskonzept zu erarbeitet und umsetzt. Dies beginnt bei der Beratung und Planung und endet beim Sonderbau.

chen mit blinkenden LED´s sondern fest auf Fahrzeuge aufgebaut, so dass auch Tests und Vorführungen unter realen Bedingungen gezeigt werden konnten. Dieser zweifelsohne bemerkenswerte Ansatz wird im Händlerverbund durchaus ernst genommen, und viele Händlerkollegen sind an den Erfahrungen und den Vorgehensweisen interessiert, denn Großkunden in ganz Deutschland und darüber hinaus suchen immer stärker nach derartigen Lösungen und der Markt für Drittsysteme wird kräftig wachsen – aktuell nächster Kandidat wird Mobileeye sein, die sich anschicken, den Markt aufzurollen. Bilder: Willenbrock

info Willenbrock Fördertechnik Holding GmbH 28197 Bremen Tel.: +49.(0) 421 - 54 97-0 www.willenbrock.de

Katalog

unter www.bauer-suedlohn.de anfordern!

Auf dem Tag der Arbeitssicherheit führten Neumaier Industry (DRehsitz), Elokon, Domnick & Müller sowie TBM (siehe Interview in dieser Ausgabe) ihre Systeme vor, und zwar nicht einfach wie so oft als Käst-

Hier ein E 45 mit drehbarem Fahrerarbeitsplatz – eine weitere Ergonomiekomponente, die der Linde-Händler aufbauen muss, ohne dass die CE gefährdet ist. 1-16 4c Katalog 6.0 ohne neu.indd 1

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FAS Fahrer-Assistenzsysteme und Sicherungssysteme für Flurförderzeuge FFZ sind potentielle Gefahrenverursacher, das ist klar – Schaden an Gesundheit der Mitarbeiter, Betriebsfremder und anderer im „Wirkungskreis“ der Fahrzeuge arbeitenden oder sich aufhaltenden Personen ist höchste Priorität eines jeden Betreibers – schon weil ein sauberes „Sicherheitsranking“ sich sehr gut macht. In Deutschland regeln DIN 15185-2 (z. T. durch die Maschinenrichtlinie überholt), TRBS 2111 und BGV D27 den sicheren Ablauf im Betrieb des Schmalganglagers, während im Rahmen der BetrSichV (Betriebssicherheitsverordnung) z.B. die ASR 17 und ASR 18 die breiten Gänge und die den Betrieb mit frei verfahrbaren Fahrzeugen regeln.

Jungheinrich, Kion-Gruppe, Crown oder Toyota ersannen eigene Zugangssysteme. Diese Systeme funktionieren sehr gut, sind meist integraler Bestandteil von Neugeräten (die Nachrüstung gestaltet sich oft schwierig) und sie tun ihren Dienst klaglos. Nachteil: Sie können nicht einfach ausgebaut werden und sie legen teilweise eine enorme „Daten-Sammelwut“ an den Tag. Doch in Zeiten von Mehrmarkenflotten pochen Betreiber auf externe Systeme von Drittanbietern. Diese lassen sich auf den Produkten unterschiedlichster Hersteller verwenden und sammeln meist weniger Daten. Sie erfüllen bestimmte Funktionen

(Zugangskontrolle, Schocksensor, Geschwin­digkeitsreduzierung in definierten Bereichen, Rückraumwarneinrichtungen, Absturzsiche­ rungen, Toranfahr- und Sturzsicherung als Kollisionsvermeidung etc.). Aber ACHTUNG: Der FFZ-Hersteller muss bei vielen Systemen (etwa bei solchen, die beispielsweise die Geschwindigkeit reduzieren) eine universelle Schnittstelle zur Verfügung stellen, diese meist 16polige Schnittstelle mit der Fachbezeichnung FASSS-300 öffnet den Datenstrom zum CanBus und anderen Steuerungsinformationen. Zusätzlich, aber das gilt für externe wie auch für proprietäre Systeme, müssen etwa bei Antikollissionssystemen Sensoren nicht nur am Stapler, sondern auch in der Umgebung der jeweiligen Gefahrstelle montiert werden. Passive Sensoren (etwa Reflektoren) sind leicht zu montieren und verzichten auf eine Spannungsversorgung. Aktive Sensoren haben große Reichweiten, müssen aber mit elektrischer Energie (Akku, Netz) versorgt werden. In der Regel wird pro Gefahrbereich eine GB-Box mit Steckeranschluss 230VAC montiert, durch die dann die lokalen Sensoren energieversorgt und gesteuert werden. Transponder im Boden lassen sich leicht verlegen aber viele Logistik- und Lagerleiter haben starke Aversionen gegen Bohrmaschinen, die Löcher in den teuren Industriefussboden machen um dort Transponder zu versenken – auch gestatten viele Vermieter von Logistikimmobilien derartige Veränderungen nicht. STAPLERWORLD sprach mit Waldemar Marinitsch, Geschäftsführer von tbm, in München über dieses komplexe aber auch immer wichtiger werdende Thema. Sie haben umfangreiche Erfahrun­ gen im Einsatz solcher Systeme, ab welchen Flottengrößen wird investiert? W. M.: Die Investitionen in den Präventivschutz sollte jeder Betreiber vornehmen, auch wenn mit nur einem Fahrzeug in seiner Umgebung bei jeder Einleitung der gefahrbringenden Bewegung Menschen, den Baukörper (Regal, Tor, Stützen usw.) und Lagerware nachhaltig gefährdet


Investieren eher Betriebe mit häufig wechselnden Fahrern oder Leiharbeitnehmern, die sich nicht so schnell an komplexe Situationen schulen lassen? W. M.: Natürlich sind Betriebe mit Leiharbeitnehmern und häufig wechselnden Fahrern sowie Betriebe mit Mehrschichtarbeit besonders risikobehaftet. Es muss nicht immer ein Personenunfall sein, von denen im Jahr 2010 lt. BG-Unfallstatistik alleine in Deutschland und nur mit Flurförderzeug ca. 28.800 (davon 496 mit Berentung und 21 mit Todesfolge!) verzeichnet wurden. Auch das kaputt gefahrene Tor, Regalstütze oder z.B. Aufzug sind kostspielige Anfahrschäden mit Folge von lokalem Betriebsausfall, Umleitungen, Fahrtzeitänderungen und Kapazitätseinbußen und Instandhaltungskosten mit eventuellem Ersatzfahrzeug. Ihre Systeme sollen primär Zusammenstöße zwischen Staplern, festen Hindernissen oder etwa Rolltoren vermeiden. Wie umfangreich ist die Umrüstung am Stapler, welche Sensoren, Netzwerkverbindungen und Spannungsversorgungen müssen installiert werden? W. M.: Der gemeinsamer Nenner des Montageorts ist das Fahrzeugdach am Heck. Hier werden von uns in einer wettergeschützen Box bzw. einem Spoiler untergebracht und wirken „umweltabgeschirmt“ auf das Fahrzeugumfeld. So wird bei der Rückwärtsfahrt der vom Fahrer nicht einsehbarer Rückraum mit der RRW-107 Rückraumwarneinrichtung wirksam 3-dimensional mit einer Ultraschallkeule auf Fahrzeugbreite und eine Länge bis zu möglich 9 m und optional zur Seite überwach . In allen Fahrtrichtungen nach oben (Unterzüge, Torsturz, Strom-, Gas-, Sprinklerleitungen usw. ) wird mit der NoColl-Technik, bidirektional (patentrechtlich geschützt) lokal eine Aktivwarnung für das dortige Umfeld oder das Fahrzeug nach dem Gebot der Umgebung (nur eingefahrener Mast z.B. am Tor oder Unterzug, Verlangsamung der Geschwindigkeit vor der jeweiligen Gefahrstelle angesteuert oder z.B. mit dem IOG-207 Indoor-Outdoor-Geschwindigkeitsregler, der ohne Anbauten am Baukörper oder Boden das Fahrzeug im Indoorbereich, immer nur in limitierter Geschwindigkeit fahren lässt. So werden z.B. auch in „schmalen Breitgängen“ bei mangelnden Sicherheitsabständen durch die Funktion „Begegnungsverkehr“ die Fahrzeuge in einem Gang bei einer Begegnung mit einem an-

derem Fahrzeug verlangsamt. Den Rest des Ganges bzw. bis zur nächsten Begegnung kann in V2 gefahren werden, da links und rechts des Fahrzeuges der Sicherheitsabstand wieder gewährleistet ist. Es muss betont werden, dass FAS nur als Assistenzsystem neben dem verantwortlichen Fahrer wirken, quasi im Dualsystem – Fahrer und FAS. Nur wenn beide System versagen würden, könnte noch ein Unfall passieren. Wie aufwändig ist die Umrüstung eines Staplers mit Fahrerassistenzsystem, welche Kosten und Zeiten müssen Anwender einkalkulieren? W. M.: Der Aufwand der Nachrüstung ist drastisch gesunken, seit wir die FAS-USS (Universalschnittstelle), die uns vom jeweiligen Fahrzeughersteller (CE-KennzeichenVerantwortlicher angefertigt wird) verwenden. Dadurch ist die eigentliche Fahrzeugausstattung werksseitig vorbereitet und programmiert. Die Programmierung richtet sich nach den am Einsatzort befindlichen Gefahrstellen und Situationen. Die Fahrzeugausstattung ist preislich vom Umfang der Schutzsysteme abhängig und kostet in der Regel ca. 1.750,- bis ca. 5.500,- mit allen Systemen, ohne Montage. Die Montage dauert vom Fachmann, bei bereitgestelltem FAS-USS, ca. 2-3 Stunden. In den Spoiler lassen sich natürlich auch das Ortungssystem oder Befugniskontrolle einbauen. Wir hören, dass sich die großen FFZ-Anbieter eher zögerlich der „Öffnung“ ihrer Geräte per Schnittstelle gegenüberzeigen, dennoch soll KION Ihnen zugesagt haben, eine 16-polige Schnittstelle nun auf Kundenwunsch und ohne Einschränkung von Garantie, Gewährleistung, CE oder anderen Einschrän­ kungen zur Verfügung zu stellen? W. M.: Ja, diese Zusage haben wir telefonisch erhalten. Die Fahrzeughersteller haben an sich keine Argumente gegenüber dem Betreiber, der verantwortlich für die Sicherheit in seinem Betrieb zu sorgen hat, für die Ablehnung und Verweigerung. Zunehmend gehen die Konzerne dazu, konzernübergreifend Standard nach dem Stand der Technik mit FAS einzuführen und gestalten sinngemäß die Ausschreibungen. Es ist nun nachgewiesen, dass die FAS, die über die FAS-SS-300 bedient werden, auf das Verhalten des Fahrzeuges keine negative Auswirkung haben. So lassen sich auch nachträglich Konformitätserklärungen ausstellen, die die kontrollierte Nachrüstung beinhalten.

Gerade im Fullservice ist die Umrüstung von Fahrzeugen auf externe Systeme ein durchaus zwischen Betreiber, FFZ-Hersteller und Zugangssystemhersteller kontrovers diskutiertes Thema. Wie erleben Sie in diesem Reigen die „Großen“, die sich ja im Ernstfall ebenso wie die kleineren den Betreiberwünschen unterordnen müssen? W. M.: Der Markt regelt die Szene nach dem Bedarf. Wünsche und nachvollziehbare Forderungen mächtiger Endkunden haben auch bei großen Herstellern wie KION, JH oder Toyota eine entsprechende Priorität. Dabei sind große Unterschiede zwischen den Herstellern festzustellen, bezogen auf die Kundenorientierung. Bevorstehende Ausschreibungen sind oftmals das einzige Druckmittel großer Endkunden, um Schnittstellen für nützliche Assistenzsysteme zu erhalten. Dies vorrangig nur für Neugeräte. Vor dem Hintergrund, dass die erforderlichen Schnittstellen i.d.R. bereits für bestehende Fahrzeuggenerationen verfügbar sind, der Zugang also technisch möglich, ist die Blockade mancher Hersteller schwer nachvollziehbar. Viele Antikollisionssysteme regeln im Ernstfall die Geschwindigkeit nicht bis auf V = 0, warum? W. M.: Bei der Abwehr der Gefahren in diversen Bereichen und Situationen verzeichnen wir bei bestimmungsgemäßer Verwen­ dung eines Flurförderzeuges Vmax - ohne Limitierung, meist im Outdoorbereich zu Bewältigung langer Strecken) V2 Indoorgeschwindigkeit von ca. 10-12 km/h V3 limitierte Geschwindigkeit vor und im Bereich der Gefahrstellen V4 Stopp – vor der Gefahrstelle, wie z.B. vor dem Abgrund, vor dem Niedrigsturz, vor der Deckenleitung usw. Die älteren Fahrzeuge haben häufig keine Gegenstrombremse und sind auf das Abbremsen des Fahrers mit Reaktionszeitzuschlag angewiesen. Favorisiert wird jedoch immer ein STOPP vor der Gefahrstelle, ob vom Fahrer, vom FAS oder von beiden eingeleitet. Das Gespräch führte STW-Redakteur Oliver Bachmann Bild: tbm info tbm GmbH, München www.tbm.biz


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Automatisierte Schubmaster im Molkerei-Einsatz

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Die automatisierten Schubmaststapler FM-X können anhand von im Boden eingelassenen Magnetpunkten selbstständig durch das Lager navigieren.   2 Drei selbstfahrende FM-X14 übernehmend die Transportlogistik im Verpackungslager.   3 Aufgrund der geringen Grundfläche und der großen Lagerkapazität von 3.000 Paletten werden Gangbreiten von lediglich 2.900 mm realisiert.  1

Die Heideblume Molkerei Elsdorf-Rotenburg AG wurde zunächst als Privatbetrieb gegründet, daraus ging 1909 die Molkereigenossenschaft Elsdorf hervor. Das Partnerunternehmen, die Elsdorfer Feinkost Aktiengesellschaft, wurde 1986 am Standort Elsdorf etabliert. Heute beliefert Elsdorfer fast alle deutschen Discount- und Einzelhandelsketten. Rund 190.000 t Molkereiund Feinkostartikel werden am Standort Elsdorf pro Jahr ausgeliefert. Logistikleiter Michael Sievers, erklärt: „Damit wir effizient ausliefern und Kosten für die Lagerhaltung einsparen können, haben wir Vorort ein modernes Logistikzentrum errichtet, das auch in die ausgefeilten EnergieManagement-Systeme integriert ist.“ Der technische Leiter der Molkerei, Thomas Müller, fügt an: „Damit wir auch in Zukunft unsere Produktionsstätten flexibel gestalten können, waren die örtlichen Gegebenheiten bei der Planung des Logistikzentrums eine besondere Herausforderung. Aus diesem Grund transportieren wir gegenwärtig das Verpackungsmaterial mit einem LKW-Shuttle vom Logistikzentrum zur Fer­ tigung in die Molkerei. Auf Paletten werden dort die frischen Molkereiprodukte in den Koffer-LKW verladen, und nach Anlieferung im Logistikzentrum mit Stetigförderern und drei Regalbediengeräten in das gekühlte, 30 m hohe Paletten-Hochregal bis zum Versand eingelagert. So wird die Kühlkette nicht unterbrochen.“ Im Logistikzentrum lagern 4.500 Paletten Fertigware sowie 3.000 Paletten Roh-, Hilfsund Betriebsstoffe. Still wurde mit der Automatisierung und Optimierung der Lagerprozesse im neuen Betriebsmittellager beauftragt. Bis zu 1.000 kg wiegen die Paletten mit dem Verpackungsmaterial. Drei automatisierte Schubmaststapler vom Typ FM-X14 bewirtschaften das Lager, das mit einer Temperatur von 15 bis 20° C betrieben wird und von der 5° C kalten Versandhalle isoliert ist. Paletten werden vom Einlagerstich eingelagert, und gleichzeitig werden Paletten zum Versandstich transportiert. Die Systemleistung beträgt 30 Transporte pro Stunde. Durch die große Lagerkapazität von 3.000 Paletten bei der geringen Grundfläche werden Gangbreiten von lediglich 2.900 mm realisiert. Das bedeutet: für die Schubmaster bleibt beim Ein- und Auslagern nur 60 mm Platz zum Rangieren. Um die Gewaltschäden bei einer manuel-


len Bedienung zu vermeiden und im DreiSchicht-Betrieb möglichst sicher arbeiten zu können, war bei der Auswahl der automatisierten Stapler der Dual-Betrieb der Fahrzeuge besonders wichtig. Als fahrer­ lose Transportsysteme setzt man nun selbstfahrende Serienfahrzeuge ein, die sich auch manuell bedienen lassen. Alle Fahrzeuge sind rechnergesteuert und über Access Points und WLAN mit dem Leitstandrechner verbunden. Die Schnittstellen vom Staplerleit- zum Lagerverwaltungssystem sowie zur Fördertechnik wurden ebenfalls vom Flurförderzeuglieferanten programmiert. Zur besseren Nutzung der Stapler werden die Aufträge im Leitsystem disponiert. Anhand der Visualisierung des Fahrkurses wird der Standort jedes Staplers auf den drei Arbeitsplatzstationen im Lager angezeigt. Für den sicheren Betrieb sorgt die Software des Leitrechners. Sie kontrolliert Fahrtrichtungen und an engen Stellen sowie Kreuzungen regelt sie den Verkehr und reduziert das Fahrzeugtempo. Ferner wird im Leitstand der Ladezustand von den Batterien in den Staplern und den Wechselstationen überwacht und angezeigt. Die autonomen Fahrzeuge können selbstständig durch das Lager navigieren und flexibel auf Umgebungsveränderungen reagieren. Die Navigation der intelligenten Stapler basiert anhand von im Boden eingelassenen Magnetpunkten. Diese Technik ermöglicht eine flexible Fahrkursgestaltung. Da die Navigation nicht mit einer Lasertriangulation eines Rotationsscanners durchgeführt wird, sind Lichttaster in die Gabelzinken eingelassen, die eine ständige Entfernungsmessung durchführen. In Kombination mit den Regaltraversen werden mit speziellen Sensoren für die integrierte Höhenansteuerung und dem Palett-FinderSensor, der einen Gabelquerverschub von bis zu 75 mm ermöglicht, Paletten bis zur obersten Regalablage, in 7.200 mm Höhe, ein- und ausgelagert. Die Sensorfelder der Personenschutzanlage sorgen beim Palettentransport für Kollisionsschutz.   Fotos: Still/Knehr

info www.still.de

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4 Für den sicheren Betrieb sorgt die Software des Leitrechners. An engen Stellen und Kreuzungen regelt sie den Verkehr und reduziert das Fahrzeugtempo.    5 Die kommissionierte Ware wird auf Bereitstellungsbahnen in die klimatisierte Versandhalle angeliefert und sofort in die Kühlauflieger mit Doppelstock-Staplern verladen.   6 Die Präzision der Staplersteuerung lässt alle denkbaren Rangierarbeiten zu.


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Eigene Lagertechnik nimmt Gestalt an

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Sicherheit in der Höhe: Neue Arbeitsbühne Als einer der führenden Hersteller von Stapler-Anbaugeräten hat Bauer aus Südloh auch eine Reihe von Arbeitsbühnen im Fertigungsprogramm. Diese gewährleisten die nötige Sicherheit bei Reparatur- und Wartungsarbeiten an hochgelegenen Gebäudeteilen, Krananlagen, Installationen etc.. Speziell für Deichselstapler wurde eine neue Arbeitsbühne entwickelt. Die TÜV-geprüfte Arbeitsbühne Typ MB-I ist zugelassen für eine Person und kann sowohl mittels Deichselstapler als auch Gabelstapler aufgenommen, gesichert und hochgefahren werden. Aufgenommen wird die Arbeitsbühne über die Einfahrtaschen. Beim weiteren Hineinfahren des Deichselstaplers arretiert automatisch eine Abrutschsicherung. Beim Einsatz eines Gabelstaplers wird die Arbeitsbühne durch eine Sicherungskette bzw. Bolzensicherung vor Abrutschen geschützt. Eine neue Türverriegelung erleichtert den Zugang auf die Arbeitsbühne und die standardmäßig zum Lieferumfang gehörende Werkzeugablage erleichtert das Arbeiten in der Höhe. Die optional erhältliche Rollenausstattung rundet das durchweg positive Bild dieser neuen Arbeitsbühne ab. Bild: Bauer info BAUER GmbH 46354 Südlohn Tel.: +49 (0) 2862 709-0 www.bauer-suedlohn.de

Bekanntlich bezieht Clark in Europa seine Lagertechnik (noch) von OMG aus Italien. Das wird sich auf längere Sicht wohl ändern, denn die Südkoreaner möchten aus eigener Kraft Fullliner werden und arbeiten mit Hochdruck an den stückzahlstarken Geräten Nieder- und Hochhubwagen (24 V). Sie kommen als Niederhubwagen PX 20 und Hochhubwagen SX 12/16. Die für die europäischen Märkte konzipierten Fahrzeuge wurden von dem global agierendem Clark-Entwicklungsteam entwickelt und werden bei Clark gebaut. Entwickelt wurde der Elektro-Niederhubwagen PX 20 mit einer Tragfähigkeit von 2,0 Tonnen sowie die Elektro-Hochhubwagen SX 12/16 mit Tragfähigkeiten von 1,2 und 1,6 Tonnen und einer maximaler Hubhöhe von 5.200 mm vom global agierenden Entwicklungsteam in Mülheim. Die unterschiedlichen Fahrzeuge können mit einer klappbaren Plattform ausgerüstet werden, um den Fahrer bei langen Wegstrecken zu entlasten. Ausgelegt sind die Gehgeräte für die unterschiedlichen Märkte und weisen in der EU-Ausführung konforme Gabelmessungen und DIN Batterien aus. Zum Einsatz kommen unterschiedliche Batterien, so daß mit einer kurzen Batterie beim Niederhubwagen PX 20 ein L2-Maß von 530 mm erreicht wird. Durch unterschiedliche Rahmenkonstruktionen im Bereich der Niederhubwagen kann eine Batterie bis zu einer Größe von 375 Ah aufgenommen werden. Bei den Hochhubwagen können Batteriekapazitäten von 150 bis 375 Ah eingesetzt werden. Alle Hubgerüste verfügen über Mastdämpfungen beim Übergang zwischen den Hubgerüststufen. Der SX 12/16 – als SSX 12/16 in Breitspurausführung erhältlich – ist in der Hubfunktion mit Proportionaltechnik ausgestattet. Daraus resultiert ein Heben und Senken mit schnellen Hub und Senkgeschwindigkeiten einerseits. Andererseits ermöglicht der Proportionalhub ein gefühlvolles Anheben oder ElektroNiederhubwagen PX20.

Hochhubwagen CSX 12/16 für 1.200/1.600 kg und bis zu 5.200 mm Hubhöhe. sanftes Absetzen der Last in den unterschiedlichen Logistikanwendungen. Der Rahmen mit Vierpunkt-Auflage garantiert hohe Resttragfähigkeiten. Die abgerundete Schürze und der Abstand zum Boden schützen zudem die Füße des Bedieners. Die Wendigkeit auf Rampen und anderen Gefällen wird dadurch nicht beeinträchtigt. Ein Auffahrschalter am Deichselkopf, der die Fahrtrichtung umkehrt, um eine Gefährdung des Fahrers zu verhindern, erhöht die Sicherheit. Basierend auf der weit verbreiteten CanBus-Technik, können die Bediener sich auch mit einem Pin anmelden, der automatisch die Ihnen zugewiesenen Fahr- und Hubgeschwindigkeiten einstellt/abruft. Außerdem: Nur autorisierte Fahrer können das Gerät bewegen.

Bilder: Hersteller

info Clark Europe GmbH 45478 Mülheim an der Ruhr Tel.: +49 (0) 208-377336-0 www.clarkmheu.com


Das neue GasHeX-Ventil.

30iger Maulschlüssel ade! Beim Treibgas ist`s klassisch: die 11-kg-Flasche ist am Heck montiert, besteht aus Stahl, ist rot und schwer. Dann kam die 14-kg-Aluflasche, propagiert von Rheingas – auch eine interessante Alternative. Nun ist mit der Bluetec-Flasche von TyczkaTotalgaz die nächste Innovation auf dem Markt – sie unterscheidet sich zu den bisherigen Brenngasflaschen durch einen inkompatiblen Clip-On-Anschluss. Gründe genug mit Steffen Liebert zu sprechen, der als Produktmanager bei Tyczka Totalgaz in Geretsried die neue Entwicklung initiiert hat. Wie lange hat die Vorbereitung für dieses Projekt gedauert, wie viele Flaschen wurden neu beschafft und welche Investitionssumme steht hinter dem Projekt? S. L.: Die Idee, bzw. der „Leidensdruck“, das Ventil ändern zu müssen, wurde bei mir vor 20 Jahren geboren. Damals war ich ganz neu in der Materie Flüssiggas und mir fehlte die Erfahrung. 2009 ging es dann schritt-

Werkzeugloser Wechsel.

weise los mit den ersten Gesprächen und Tests, es wurde ein Projekt. Die Krise brachte dann alles wieder ins Stocken. Ende 2011 kam wieder Fahrt auf und im März 2012 waren die ersten blauen Flaschen im Feldtest. Unsere Geschäftsführung und der Einkauf gaben das Freizeichen. Sie haben eine neue Flasche und ein neues Ventil namens „GasHeX“. Die FFZ-Branche ist konservativ – wie bewegen Sie die Kunden zum Umdenken, denn der klassische Maulschlüssel ist ja noch vielerorts im Einsatz? S. L.: Jeder Hersteller wartet seit Jahren auf eine vernünftige Lösung für den werkzeuglosen Flaschenwechsel in Deutschland. Ist ein 30iger Maulschlüssel da, wird oft mit viel zu viel Kraft angebrummt, was oft zum Platzen der Dichtung im Flaschenschluss führt. Ist der Schlüssel weg, übernimmt meist eine große kräftige Rohrzange das Geschäft, darunter leidet die Schlüsselfläche. Steffen Liebert, Produktmanager Motogas bei Tyczka Totalgaz GmbH.

Sie sprechen von einer 50 % kürzeren Wechseldauer bei der neuen Flasche – hat das denn tatsächlich eine so große Rolle gespielt – wer viele Stapler einsetzt, hat doch Tanks auf seinen Fahrzeugen? S. L.: Die Zeitersparnis für den Flaschenwechsel ist da, man sollte diese nicht überbewerten. Wenn der Staplerfahrer natürlich zwei Stunden auf der Suche nach dem Maulschlüssel ist, dann schon. Allerdings gibt es Firmen, da spielt Zeit wirklich eine große Rolle, da wird der Fahrer für das Stapeln bezahlt und nicht für den Flaschenwechsel. Auch für Stapler, die im festen Produktionsprozess eingebunden sind und kontinuierlich Ware vom Band abnehmen und verladen, ist Zeitersparnis wichtig. Sie fragen, wer viele Stapler hat, setzt Tanks ein. Das ist richtig. Voraussetzung dafür ist die Wirtschaftlichkeit zum Betrieb einer Tankstelle. Auf das Tankstellengeschäft haben wir uns natürlich genauso spezialisiert wie, auf die neue Flasche.

Kennen Sie schon...?

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Gehgeräte

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Tank mit neuer GasHex-Armatur.

Bestand bisher wirklich eine Verwechslungsgefahr zwischen Butan-/ Propan-Flaschen, die ja stehend eingesetzt werden und den Flüssiggasflaschen, die liegend eingesetzt werden? S. L.: Ihr Frage ist so schön kurz, darauf muss ich aber länger antworten. Wenn die Flüssiggasprofis mal durch die Brille des normalen Gasanwenders schauen, klare Antwort, ja es besteht Verwechslungsgefahr. Das ist genau die Frage die mich vor 20 Jahren dazu bewogen hat das Ventil zu verändern. Flüssiggas ist eine tolle mobile Energie mit über 2000 Anwendungen und steigendem Interesse an weiteren Einsatzmöglichkeiten. Es gibt dafür aber nur zwei Anwendungsformen, flüssig oder gasförmig. Beide benutzen bisher das gleiche Anschlussgewinde W21,8 als Linksgewinde für die deutsche Treibgasflasche und für die deutsche Propangasflasche und das konnte ich nicht akzeptieren. Optisch unterscheidet sich die11-kg-Treibgasflasche in Deutschland nur durch den Kragen von der 11-kg-Brenngasflasche, die an der Stelle des Kragens zwei Henkel hat. Das hat aber nichts zu sagen, durch die EU kommen auch 11-kg-Brenngasflaschen mit Kragen nach Deutschland. Treibgasflaschen werden auf dem Flurförderzeug liegend für den Betrieb montiert, haben aber denselben Fußring für den Transport wie die Brenngasflasche. Das Füllvolumen von 11 kg und das Gas Propan/Butan sind ebenfalls identisch, nach DIN 51622 hergestellt. Es gibt einen Steuerunterschied, den sieht man nicht, den zahlt man nur. Das ganze Thema wäre nicht so brisant, wenn der Ventilaufbau nicht gleich wäre, das Herzstück der Flasche, sozusagen. Wir haben im Treibgasbereich für den motorischen Zweck die Flüssigentnahme. An diesem Treibgasventil ist ein Tauch-

rohr, welches in die Flüssigphase reicht, es ist von außen nicht sichtbar. Damit wird flüssiges Gas in größerer Menge zum Verdampfer des Treibgasmotors transportiert, ohne dass die Flasche vereist. Propangasflaschen für Brennzwecke (Brenngas) haben kein Tauchrohr im Ventil, bei dieser Anwendung wird nur das gasförmige Gas im oberen Teil entnommen und durch den angeschraubten Regler (mit W21,8 Linksgewinde) der Betriebsdruck der Flasche auf 30 bzw. 50 mbar für das Verbrauchsgerät reduziert. Schließt man einen Gasgrill oder Heizer mit Regler an eine volle stehende Treibgasflasche an, wird das flüssige Gas in den Regler gedrückt. Der Regler fällt aus, es kommt zur unkontrollierten Verbrennung und zum Spucken mit Flüssigphase. Das Gefährliche daran ist, zwischen dem Regler und dem Treibgasventil befindet sich keine Dichtung! Es ist nur eine Verschraubung ohne dichtende Verbindung. Ein Gasaustritt von flüssigem Gas in Verbindung mit der Zündquelle Gasgrill oder Heizer kann schwere Folgen haben. Benutzt man im umgedrehten Fall eine Brenngasflasche an einem Treibgas Flurförderzeug, ist die Verschraubung auch nicht zu 100 % dicht. Der Dichtring im Flaschenanschluss für Treibgasventile ist in den meisten Fällen zu dünn für das Brenngasventil. Flüssigphase tritt aus, vergrößert sein Volumen auf das 260fache, unter der Flasche befindet sich oft der Motor mit der Lichtmaschine, gleiches Szenario.

Eine liegende Brenngasflasche wir auch nur halb leer, weil das Tauchrohr fehlt, dazu kommt der Tatbestand der Steuerhinterziehung, aus 100 m sichtbar für jeden Zollbeamten (Flasche ohne Kragen). Wird das Flaschenventil bei Flaschen ohne Schutzkragen bei Unfall abgerissen, tritt flüssiges Gas mit Minus 42 °C aus, ohne Stopp und ohne Halt, bis die Flasche leer ist. Da werden aus einer vollen 11-kg-Flasche schnell 5600 Liter Gasphase. Treibgasventile haben für diesen Fall extra dafür eine eingebaute und vorgeschriebene Rohrbruchsicherung, die die Flasche im Gefahrenfall bei Leitungsbruch mechanisch verschließt. Diese Sicherheitseinrichtung gibt es bei Brenngasflaschen so nicht. Muss der Kunde den neuen Anschluss mit GasHeX-Ventil kaufen/ mieten, denn ohne ihn geht es ja nicht? S. L.: Ohne neuen Flaschenanschluss „GasHeX“ geht es nicht und das ist gut so. Dieses neue verwechslungssichere Flaschenventil für die MOTOGAS-BLUETEC Flasche benötigt den dafür konzipierten Flaschenanschluss. Dieser Anschluss garantiert den Ausschluss einer Verwechslung zu Brenngas für alle Zeit. Unsere Kunden können den GasHeX bei uns für kleines Geld kaufen, es gibt ihn in vier Ausführungen je nach Hochdruckschlauch und Lage der Flasche auf dem Kontergewicht. Wir bieten es den Händler und Herstellern von Flurförderzeugen in der Erstausrüstung und für das Ersatzteilsortiment zur Listung an. Wir betreiben auch weiterhin den Direktvertrieb von Geretsried aus für unsere Bestandskunden und Händler. Die Flasche fließt in das bestehende Pfandsystem ein. Die Kunden bekommen die Flasche zum gleichen Pfandpreis wie die „alte rote Flasche“. Das erleichtert die Umstellung bei unseren Bestandskunden 1:1. Aus rot wird blau: Die BluetecFlasche ist die nächste Innovation auf dem Markt – sie unterscheidet sich zu den bisherigen Brenngasflaschen durch einen inkompatiblen Clip-On-Anschluss.


Kalmar-Großstapler: Überzeugen kann der Staplertyp mit einer max. Traglast von 16 t und einer maximalen Hubhöhe von 5.000 mm. Die Länge der Gabelzinken beträgt 2.400 mm.

Schwerlaststapler – die Königsklasse der Frontstapler Für besonders harte und raue Einsätze und überall da, wo schwere Transportgüter befördert werden müssen, wie z. B. in Baustoff-, Holz- und Gießereibetrieben sowie in der Schwer- und Automobilindustrie, in Logistikzentren, auf Großbaustellen aber auch in Häfen stehen die Schwerlaststapler „ihren Mann“. Man setzt primär auf Kalmar-Geräte. Überzeugen kann der Staplertyp mit einer max. Traglast von 16 t und einer maximalen Hubhöhe von 5.000 mm. Die Länge der Gabelzinken beträgt 2.400 mm. Hydraulische Zinkenverstellung und Seitenschieber ermöglichen das problemlose Aufnehmen und präzise Abladen unterschiedlicher Lastbreiten. Mit intelligenten Funktionen ausgestattet, lassen sich die Stapler effizient bedienen. Optimum Drive beispielsweise steht für äußerste Präzision. Dem Bediener bietet dieses Feature optimale Kontrolle beim Fahren sowie der Bedienung des Hubgerüstes. Vollkommen unabhängig voneinander wird mit dem Gaspedal die Geschwindigkeit geregelt, gleichzeitig mit dem Hubsteuerhebel die Motorkraft. Lösungen zur Beförderung schwerer Transportgüter bieten aber auch Teleskopstapler. Im Bereich der starren Schwerlast-Teleskopstapler beispielsweise reichen die Hubhöhen bis maximal 10.000 mm und die Grundtragkräfte bis maximal 16 t. Im Gespräch mit Dieter Beyer klärt die STW Details des Großmaschinen-Einsatzes: Groß-Teleskopstapler sind hierzulande Exoten. Welche Kunden mieten diese Maschinen an und für welche Einsätze? D. B.: Leistungsfähige Technologie, robuster Aufbau und nicht zuletzt die Vielfalt der Anbaugeräte bewähren sich. Teleskopstapler sind längst keine Exoten mehr sondern gehören mittlerweile zum täglichen Erscheinungsbild auf vielen Baustellen. Ob starre, drehbare oder Teleskopstapler für besonders schwere Lasten – mit den passenden Anbaugeräten lassen sich die Maschinen perfekt auf die Anforderungen der Kunden abstimmen. So vielfältig die Einsatzmöglichkeiten so unterschiedlich das Kundenklientel bzw. die Branchen. Ob im Baugewerbe, der Industrie, den Kommunen, im Messe- und Eventbereich oder in

der Landwirtschaft – ein Teleskopstapler passt sich der jeweiligen Aufgabe an: Mit Palettengabel zum Stapler, mit Schaufel zum Lader, mit Korb zur Arbeitsbühne oder mit Lasthaken zum Kran. Die Vorhaltung dieser sehr teuren Maschinen ist nicht einfach, die Auslastung doch sicher eher problematisch? D. B.: Die optimale Auslastung der Maschinen zu erreichen, ist sicherlich eine tägliche Herausforderung. Überzeugende Argumente bieten die Maschinen selbst aufgrund hoher Produktqualität und Vielseitigkeit. Die Vielzahl unterschiedlicher Anbaugeräte vergrößert die Anzahl der Einsatzmöglichkeiten. Durch diese Multifunktionalität ergibt sich für den Mietkunden eine hohe Effizienz in den Arbeitsabläufen und für den Vermieter eine verbesserte Auslastung. Welche Voraussetzungen müssen die Bediener solcher Mietmaschinen mitbringen, der „normale Staplerschein“ dürfte ja kaum reichen? D. B.: Um diese Features qualifiziert einsetzen zu können, ist elementares Maschinenwissen ebenso wichtig wie die sichere Handhabung der geländegängigen Teleskopstapler. Jeder Bediener, der einen entsprechenden Befähigungsnachweis vorlegen kann, ist klar im Vorteil. Über die BeyerAkademie, einem Tochterunternehmen der Beyer-Mietservice KG, bieten wir professionelle Schulungen an in denen, unter anderem auch für Teleskopstapler, fundiertes Wissen in Theorie und Praxis vermittelt wird. Welche Maßnahmen ergreifen Sie, um diese teuren Maschinen vor Diebstahl zu schützen. Sind Geofencing-Systeme an Bord, die beim Verlassen eines eingestellten Territoriums SMS-Alarm schlagen? D. B.: Beyer-Mietservice liefert Mietmaschinen deutschlandweit sowie ins europäische Ausland. Der Schutz von Maschinen vor Diebstahl und unerlaubter Nutzung ist ein ebenso wichtiger Bestandteil unserer Vermietung wie das Angebot umfassender Service- und Dienstleistungen. Der Markt bietet hierfür eine komplexe Auswahl optimaler Sicherheitskonzepte, die sowohl Benutzungsnachweise über die jeweilige Maschine liefern als auch durch ein integriertes

Ortungssystem den aktuellen Standort anzeigen. In unserem Maschinenpark erfüllt das Telematik-System von Elecdatra diese Aufgabe. Wie wichtig wird für Ihr Haus die Großgeräte-Vermietung, nach dem ja bei Standardmaschinen die Preise sehr niedrig und Margen teilweise kaum erkennbar sind? „Alles aus einer Hand“ ist die Unternehmensphilosophie der Beyer-Mietservice KG. Das heißt, wir bieten den Kunden für ihre Vorhaben nicht nur die optimalen Mietlösungen sondern ein Rundum-Sorglos-Paket dazu. Wir möchten keine Massenmärkte bedienen sondern explizit Maschinen und Geräte mit hohen Qualitätsstandards anbieten, die sich vom Wettbewerb auf dem Markt abheben. Den Kunden ein loyaler und verlässlicher Partner sein, der den Bedarf erkennt um so zielgenau und flexibel auf die jeweiligen Anforderungen zu reagieren und die passende Lösung anzubieten, das hat bei uns oberste Priorität. Daher liegt die Kernkompetenz in der persönlichen Beratung und einem umfassenden Service. Das Servicepaket beinhaltet nicht nur topgewartete Maschinen und Geräte, die in der eigenen Fachwerkstatt mit UVV-Prüfzentrum vor jeder Auslieferung einen Komplettcheck durchlaufen. Auch die flexible und zeitnahe Anlieferung durch eigene Tieflader und Spezialtransporter, ein 24-Stunden-Service sowie die schnelle Hilfe bei technischen Problemen durch Beyer-Monteure mit ihren SpezialServicefahrzeugen gehören dazu. Bei allem was wir tun, orientieren wir uns nicht an Margen sondern an einer maximalen Kundenzufriedenheit. Ein langjähriger und kontinuierlich wachsender Kundenstamm bekräftigt unsere Philosophie. Denn für unsere Kunden ist nicht der günstigste Preis entscheidend sondern ein angemessenes PreisLeistungsverhältnis. Mit Inhaber Dieter Beyer sprach STW-Redakteur Oliver Bachmann Bilder: BEYER-Mietservice info BEYER-Mietservice KG 57539 Roth-Heckenhof Tel.: 0800  0929970 (D) www.beyer-mietservice.de


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