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ISSN-Nr. 1860-0913 3./4. Ausgabe | September 2012 | 8. Jahrgang

Das Magazin f端r mobile Antriebstechnik und Energiemanagement

| Abgasturbolader | IAA-Special

Seite 10-11

Seite 32-35


DAS GROSSE MARINESPECIAL IN DER AUSGABE 05/06-2012 MOTOREN, ABGASNACHBEHANDLUNG, MECHANISCHE, HYDRAULISCHE, ELEKTRISCHE/ELEKTRONISCHE KOMPONENTEN, SYSTEME UND APPLIKATIONEN

Neuh Mark eiten, Tre n tdate n – Ü ds und b e und i r nform sichtlich ativ POW ER Redak WORLD 0 5/06tio 2012 Anzei nsschluss: 19.11. gensc 2012 Ersche h inung luss: 27.11. 2012 sterm in: 17.1 2.201 2


Vorwort

Trends, Neuheiten, Innovationen rund um das Nutzfahrzeug Vor rund 100 Jahren fing alles an, denn im Jahre 1897 wurden in Berlin die ersten acht Motorwagen dem Publikum präsentiert. Aus dieser ersten öffentlichen Vorstellung entwickelte sich eine regelmäßige Ausstellung, die aufgrund des Besucherandrangs ab 1991 in die IAA-Automobile (Frankfurt/ Main) und die IAA-Nutzfahrzeuge (Hannover) geteilt wurde. Beide Messen finden alle zwei Jahre statt. Für die Automobile sind die ungeraden und für die Nutzfahrzeuge die geraden Jahre reserviert.

nischen Parametern über einfache Anzeigen, Displays oder Bedienterminals genauso entspannt in seinem ergonomischen Sitz zurücklehnen wie bei der Navigation und sicherheitsrelevanten Themen wie beispielsweise Bremsen, zu dichtes Auffahren oder Spurhalten. Hier wird sehr viel für die Sicherheit getan, wozu natürlich auch die Überwachung von Lenkzeiten gehört. Alles wird immer vernetzter und der Trend von der Einzelkomponente hin zum kompletten System ist ungebrochen.

Dieses Jahr kreist also alles um die Nutzfahrzeuge auf dem großen Messegelände in Hannover. Die weltweite Leitmesse für Mobilität, Transport und Logistik deckt das komplette Spektrum der Nutzfahrzeugindustrie mit der gesamten Wertschöpfungskette ab.

Die POWERWORLD beschäftigt sich in der vorliegenden Ausgabe mit wichtigen Themen rund um die Antriebstechnik von Nutzfahrzeugen. Die Redaktion wird auf der Messe vor Ort sein und die Stände der Komponenten- und Systemhersteller be­ suchen und das Gespräch über wichtige Trends und aktuelle Neuheiten suchen. Wir freuen uns schon sehr auf ein Zusammentreffen!

Zu den wichtigen Messeinhalten gehören Themen wie klimafreundlicher Transport, Verkehrssicherheit (hierbei auch Gefahrgut­transport und Ladungssicherung), das gera­de im Omnibus- aber auch Lieferfahrzeugund Kommunalfahrzeug-Bereich immer wichtiger werdende Thema Hybridisierung und Elektromobilität aber auch effizientes und wirtschaftliches Flottenmanagement sind darunter vertreten. Die Technikkomponenten werden immer kleiner und leichter, agieren schneller und reagieren exakter, um CO2-Einsparungen in signifikanter Höhe innerhalb der unterschiedlichsten Antriebssysteme zu erreichen und die Sicherheit für Fahrer und andere Verkehrsteilnehmer zu erhöhen. Der Fahrer wird durch unterschiedlichste Fahrerassistenzsysteme entlastet und kann sich bezüglich der Überwachung von tech-

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In der kommenden Ausgabe werden wir ein Marinespecial veröffentlichen, in dem die maritimen Komponenten und Anwendungen eingehend gewürdigt werden. Auch hier gibt es interessante Entwicklungen, die wir unseren Lesern nicht vorenthal­ ten wollen – Seien sie gespannt! Wir sehen uns auf der IAA-Nutzfahrzeuge!

Ihre

Susanne Obigt | Chefredakteurin sob@techtex-verlag.com

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THERMISCHE ANTRIEBSTECHNIK Elektronisches Zylinderkompressionsmessgerät Neue Applikationen für Farymann 1-Zylinder-Motoren

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Systempartner für digitale Zündsysteme und elektronische Steuerungen

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Partner für die Abgasnachbehandlung

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Abgasturbolader für mehr „Low-end-torque“

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Leichte Nutzfahrzeuge profitieren von VTG-Turboladern

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Abgasenergierückgewinnung: Potenziale zur Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs von schweren Nutzfahrzeugen

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Gut gerüstet für TIER 4

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Komplette Abgasanlagen und Emissionstechnologien Neu entwickelter NH3-Generator Integrationspartner für den gesamten Abgasstrang Dieselpartikelfiltersysteme für Motorprüfstände – Funktionalität von SCR Katalysatoren deutlich verbessert

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Hydraulische Antriebstechnik Positionserkennung – Herausforderungen zwischen sensibler Erfassung und robusten Lösungen

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Schnell, präzise und robust – Mechatronischer Strömungssensor

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Hochpräzise Elektrohydraulik-Antriebe

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Chefredakteurin Susanne Obigt Fon: +49 (0) 61 39-29 34 43 sob@techtex-verlag.com Redaktionelle Mitarbeiter Oliver Bachmann - VISDP Magdalena Chikov Bettina Seidemann Anzeigenleitung Monja Feldmann Fon: +49 (0) 61 39-29 34 42 Home-Office: +49 (0) 61 39-29 17 77 Fax: +49 (0) 61 39-96 04 55 mfe@techtex-verlag.com

Hydrostatischer Zusatzantrieb für Nutzfahrzeuge

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Kraftstoffsparende Hydraulik- und Dieselmotorpumpen

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Proportional-Schraubpatronen mit Steckspule

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Valve World Expo 2012

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Kompakt und Sicher – Neuer Stützenzylinder mit integriertem Sicherheitsventil

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Kleine Proportional-Vorsteuereinheit für Mobilhydraulik

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Hydraulikaggregate für jede Anwendung

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Satz wunschbox designs | Stefanie Eifler 75175 Pforzheim | Fon: +49 (0) 72 31-462 85 81

Gleitlager und Toleranzringe steigern die Effizienzgewinne

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Druck Silber Druck oHG | 34266 Niestetal Fon: + 49 (0) 5 61-52 007-0 | www.silberdruck.de

Getriebe mit über 100 Gängen

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Leichte Nutzfahrzeuge mit Elektrolenkungen

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Den Antriebsstrang effizienter machen

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Herstellungsprozess schafft multifunktionale Präzisionstelle

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Elektronik im Elektrofahrzeug muss zuverlässiger werden

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MECHANISCHE ANTRIEBSTECHNIK

IAA-Special ELEKTRISCHE/ELEKTRONISCHE ANTRIEBSTECHNIK Hitze, Kälte, Druck oder Feuchte: Konditioniersysteme für Prüfstände

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Hybridtechnik für Lastkraftwagen

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Leise und emissionsfrei durch die Innenstadt

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Hopping-Filter, abstimmbare Filter und Entstör-Produkte

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Verlag TechTex-Verlag GmbH & Co. KG Schaeferstrasse 2 D-55257 Budenheim Fon: +49 (0) 61 39-29 34 43 Fax: +49 (0) 61 39-96 04 55 info@staplerworld.com www.staplerworld.com www.techtex-verlag.com

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Telematik-Anwendung mit integrierter Reifendruckkontrolle vor

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Seminar MobilTron 2012: Intelligente mobile Arbeitsmaschinen

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CAN-Schalt- und Anzeigeelemente

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Neuer Digitaler Tachograph mit optionaler Counterfunktion

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Neues Bediengerät für Low-Cost-Anwendungen

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Perfektes Paar: Board-PC und Touchscreen

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Ferndiagnose von Fahrzeugen in Echtzeit

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10 jähriges Jubiläum der deutschen Tochter am Standort Neumünster

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Frachtenbörse-Integration zur verbesserten Auftragsannahme

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Richtigstellung

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Neues elektronisches Fußpedal

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Erscheinungsweise 6 x jährlich plus Sonderhefte Druckauflage 7.500 Exemplare

Einzelpreis Inland: 30,00 € zzgl. Versand + MwSt. Ausland: 35,00 € zzgl. Versand Jahresbezugspreis (6 Ausgaben + „deutschspr. Sonderhefte“): Inland 120,00 € inkl. Versand + MwSt. Ausland 180,00 € inkl. Versand Steuernummer 26/200/1330/2 EU-Steuer wird berücksichtigt Bezugskündigung 8 Wochen vor Halbjahresende Bankverbindung Budenheimer Volksbank Kto.: 5 34 65 BLZ: 550 613 03 Erfüllungsort und Gerichtsstand Mainz

Alle Rechte, auch die des Nachdrucks, des auszugweisen Nachdrucks, der fotomechanischen Wiedergabe und der Übersetzung, liegen beim Verlag. Für unverlangt eingesandte Manuskripte wird keine Gewähr übernommen. Für namentlich gekennzeichnete Beiträge übernimmt der Autor die Verantwortung.

Mitglied der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V.

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Thermische Antriebstechnik

Elektronisches Zylinderkompressionsmessgerät

Technische Daten des elektronischen Kompressions- und Verlustdruckmessgeräts. Messbereich

0…70 bar

Genauigkeit (inkl. Sensor)

+/- 1 % vom Endwert

Genauigkeit Leckage

+/- 20 bar

Speicherkapazität

24 Messungen/Motor

Schnittstelle

USB

Batterie

1 x E-Block 9 V

Gewicht

500 g

Abmessungen

180 x 84 x 52 mm

Der Lieferumfang Compri umfasst das Handgerät, den Sensor mit gepanzertem Kabel, die Auswertungssoftware und einen Adapter für das Zündkerzen- oder Glühkerzenloch des betreffenden Motors. +/- 1 % full scale und +/- 20 mbar. Mit dieser ersten Version des Messgeräts ist es möglich insgesamt 24 Messwerte pro Motor zu erfassen – zum Beispiel eine Kompressions- und eine Verlustmessung auf jedem Zylinder eines V12-Motors. Bild: Imes GmbH

Weitere Informationen: IMES GmbH · 87600 Kaufbeuren Fon: +49 (0) 83 41-9 66 17 30 · www.imes.de

SYNEKTAR.DE

Das neue Kompressions- und Verlustdruckmessgerät der Imes GmbH, mit Sitz in Kaufbeuren, ermöglicht eigenen Angaben zufolge durch elektronische Technologie, die Messung von Kompressions- und Verlustdruck an Motoren in Reparatur- und Wartungswerkstätten sowie in Instandsetzungsbetrieben. Diese zwei Prozeduren gehören zu den ältesten und bewährtesten Diagnosevorgängen in der Motorenindustrie. Sie sind imstande, verlässliche Hinwei­se auf den Zustand des Motors zu liefern. Insbesondere können Informationen über Verschleiß und Schaden an Zylindern, Kolben und Ringen sowie Einlass- und Auslassventilen abgeleitet werden und auch Fehler in der Ventilsteuerung. Durch die Verwendung der Technologie, die sich bereits in anderen Produkten für Zylinderdruckmessungen bewährt hat, soll das Messgerät eine sofortige Auslesung der Daten bei seriengefertigten Diesel- und Benzinmotoren und an Gasmotoren, sowie das Herunterladen von den Daten für die Weiterverarbeitung ermöglichen. “Compri wurde konzipiert, um alle Vorteile der digitalen Messtech­nik bei seriengefertigten Motoren zu genießen“, so Geschäftsführer Stefan Neumann. “Es ist nach einem ähnlichen Konzept auf­ gebaut, wie unsere elektronischen Indikatoren für Großmotoren. In erster Linie wurde Compri für Wartungs- Reparatur- und Instandsetzungswerkstätten entwickelt, um diese bei der Diagnose von Diesel-, Benzin- und Gasmotoren von PKWs und LKWs, sowie von mobilen Geräten, stationären Aggregaten, Freizeit- und Arbeits­booten zu unterstützen. Compri ist ein Handgerät mit einer integrierten USB-Schnittstelle, damit die erfassten Daten auf einen Computer übertragen werden können. Neben der Speicherung für Archivierung und Trending können die Daten mit Unterstützung des IMES-Softwarepakets für eine Auswertung graphisch dargestellt werden. Mit all diesen Vorteilen hoffen wir, neue Dimensionen in der Diagnose und Zustandsüberwachung für Autos und Nutzfahrzeuge zu erreichen.“ Mit nur sechs Tasten ist das Gerät leicht zu bedienen. Es wird in einer robusten Schutzhülle geliefert. Das Gerät misst 180 x 84 x 52 mm, wiegt ca. 500 Gramm und verfügt über eine 9-Volt-Blockbatterie, die den nötigen Strom liefert. Es misst in einem Druckbereich von 0 bis 70 bar für Kompressionsdruck und 0 bis 4 bar für Verlustdruck mit einer Genauigkeiten (Compri-Einheit mit Sensor) von

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Neue Applikationen für Farymann 1-Zylinder-Motoren

Das neue optimierte Gesamtdesign des 18W-Motors. Die Greaves Farymann Diesel GmbH aus dem hessischen Lampertheim ist ein seit mehr als 60 Jahren etablierter Hersteller von Kleindieselmotoren mit einer breiten und ausgereiften Palette an Motorentechnik. Die 1-Zylinder-Motoren der Baureihen 18 und 43 überzeugen in allen bisherigen Offroad-Applikationen wie z.B. Rüttelplatten, Hochdruckreinigern, Gensets und APUs durch ihre Robustheit und Zuverlässigkeit. Die beiden Motorbaureihen sind sowohl in luftgekühlter als auch wassergekühlter Variante verfügbar. Damit werden die Leistungsbereiche um 4,5 und 11 kW abgedeckt. Beide Motortypen weisen für sich einzigartige Alleinstellungsmerkmale auf, die von den derzeitigen Kunden im höchsten Maße geschätzt werden. Der Motor 18W mit einem Hubraum von 290 cm² ist weltweit der kleinste, direkteinspritzende Seriendieselmotor mit Wasserkühlung. Er eignet sich daher hervorragend für den Antrieb von Systemen, die aus Geräuschgründen völlig gekapselt ausgeführt werden müssen. Aufgrund der Wasserkühlung kann dieser Motor ohne Leistungsreduzierung in Kapselsysteme integriert werden, während bei luftgekühlten Varianten bis zu 30 % Leistungsreduktion notwendig wären. Der größere 43F/W-Motor besticht durch seine geringe Einbauhöhe. Da es sich um einen liegenden 1-Zylinder-Motor handelt, war es konstruktiv möglich, die Einbauhöhe auf nur 360 mm zu limitieren, was wiederum diesen Motor als Systemantrieb in beengten Einbauräumen zum Favoriten macht. Zusätzlich zu diesen Kleinmotoren vertreibt Farymann Mehrzylinder-Motoren mit 3, 4 und neuerdings auch 6 Zylindern. Somit kann mit Farymann-Motoren ein Leistungs­ bereich von 4 bis 160 kW abgedeckt werden.

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Mit dem gesetzlich beschlossenen Ausstieg aus der Kernenergie und der damit verbundenen Umstrukturierung des Energiemarktes spielen zukünftig auch Formen der dezentralen und ressourcenschonenden Energieerzeugung eine zunehmende Rolle. Dies eröffnet auch neue Marktpoten­­tiale für die bereits oben aufgeführten Motoren. Denn neben der verstärkten Nutzung von alternativen Energieerzeugern wie Windrädern und Solaranlagen zur Sicherstellung der bundesweiten zentralen Energieversorgung, wird auch ein erheblicher Bedarf an dezentralen Kleinversorgungseinheiten abseits der neu zu errichtenden Energieparks bestehen. Diese Kleinstanlagen, die nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung arbeiten, werden als Blockheizkraftwerke (BHKW) bezeichnet. Die mechanische Leistung der Antriebe hierfür liegt zwischen 3 und 8 kW. Hiermit ist es problemlos möglich, unter zusätzlicher Nutzung der Energien aus dem Kühlwasser und aus dem Abgas den typischen Gesamtenergiebedarf eines Ein- oder Zweifamilienhauses, von Kleingewerbeein­ heiten sowie von mittelständischen Unternehmen abzudecken. Experten schätzen den Jahresbedarf für solche Mini-BHKWs Lastenheft

zu realisieren, bedarf es jedoch einiger Entwicklungsmaßnahmen, damit die neuen erweiterten Anforderungen aus dem BHKWAnwendungsprofil mit kleinen Industriedieselmotoren erfüllt werden können. Exemplarisch für den kleinen 18W-Motor wird im Folgenden aufgezeigt, welche Unterschie­de in den Anforderungsprofilen für die Applikationen „Offroad“ und „Mini-BHKW“ existieren und anschließend vorgestellt, welche Optimierungsmaßnahmen zwecks Lösung ausgeführt wurden.

Offroad

Mini-BHKW

Leistung (kW/min )

5/3.600

3,1/2.600

Leistungsart

intermittierend

Dauerbetrieb bei Volllast

Laufzeit pro Jahr (h)

500

> 5.000

Ölwechsel

300

> 1.500

Wartung

500

> 1.500

Überholung (h)

2.500

> 8.000 ( 25.000 )

-1

Serviceintervalle (h)

auf ca. 25.000 Anlagen pro Jahr und dies für die nächsten 10 bis 15 Jahre. Mit einem Gesamtwirkungsgrad von über 90 %, bezogen auf den eingesetzten Primär­energiebedarf, tragen diese Anlagen auch zu den gesetzmäßig festgelegten Klimazielen und einer drastischen Verringerung des CO2-Ausstosses bei. Vor diesem Hintergrund ist es einleuchtend, dass Farymann mit seinen Produkten an diesem wachsenden Markt partizipieren möchte. Dieses Ziel zu verfolgen und

Die Übersicht macht deutlich, dass den Betreiber eines dieselmotorisch angetriebenen BHKWs die gleichen Serviceintervalle und die gleiche Lebensdauer erwarten, wie bei einem herkömmlichen Heizungssystem mit Ölbrenner. Die Lastenheftvorgaben für die beiden Marktsegmente differieren bis zum Faktor 10. Im folgenden Abschnitt werden die ausgeführten Entwicklungsschritte, die zur Erfüllung der neuen Lastenheftvorgaben notwendig waren, beschrieben.

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Gekapselt und extrem leise mit Leistungen zwischen 3 und 5 kVA.

Zu den typischen Applikationen gehören u. a. Rüttelplatten. Leistungsreduktion auf 3,1 kW/2.600 min-1 Ein neuer Fliehkraftregler mit angepasstem Federsatz wurde appliziert. Zwecks Reduktion der Partikelemission kommt eine neue Einspritzdüse mit verringertem hydraulischem Durchfluss zum Einsatz. Die Partikelemission wird hierdurch um annähernd 50 % bezogen auf das Ausgangsniveau reduziert. Als positiver Nebeneffekt verringert sich der Kraftstoffverbrauch ebenfalls um 5 %, was letztendlich wiederum dem Klimaschutz zu Gute kommt. Verlängerung der Serviceintervalle Zwecks Erhöhung der Schmierölstandzeit erhält der Motor eine Zusatzölwanne mit einem Volumen von ca. 7 Litern. Dieses Volumen entspricht in etwa dem siebenfachen Wert des Standardmotors. Die Zusatzölwanne ist als massives Gussteil in Alumi­nium so ausgeführt, dass sie als Multifunktionselement gleichzeitig die Befestigungsflächen nebst Bohrungen für die Aufnahme des Generators anbietet und auch den Tragrahmen für die elastische Aufstellung im Gesamtsystem darstellt. Zur Erhöhung des Intervalls für die Ventilspielkontrolle kommt im Zylinderkopf auslassseitig ein spezieller Ventilsitzring zum Einsatz.

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Erhöhung der zu erwartenden Überholungsintervalle Auf Grund langjähriger Erfahrungen im Offroad-Business ist das Verschleißverhalten der Serienmotoren sehr gut bekannt. Das Basistriebwerk inklusive Lagerung, Ölversorgung und Ventilsteuerung ist auch bei sehr hohen Laufzeiten seriensicher. Lediglich die Einheit Kolben und Zylinder sollten bei 2.500 h überholt oder ausgetauscht werden. Borepolishing und Verschleiß am Kolbenringpaket sind der Grund hierfür. Durch aufwendige Testreihen im Innenversuch bei Farymann und Verschleißuntersuchungen an gelaufenen Motoren aus dem Feld konnte der Verschleißmechanismus eruiert werden. Danach trägt einen wesent­lichen Anteil zum Borepolishing das serienmäßig geschlossene Kurbelgehäuseentlüftungssystem bei. Zu viele Ölpartikel gelangen über den Ansaugtrakt in den Brennraum und generieren dort harte Ölkohleablagerungen (Koks), welche ihrerseits das Borepolishing und den Kolbenringverschleiß verursachen. Zwecks Abhilfe wurde der kleine Industriedieselmotor mit einem geschlossenen Kurbelgehäuseentlüftungssystem inklusive Druckregelung aus dem Automotivbereich ausgestattet und getestet. Der neue Ölsepa­rator, der ohne Wechselelement arbeitet, erzielte bei Tests im Innenversuch bereits erfolgreiche Resultate. Die Greaves Farymann Diesel GmbH plant nun gemeinsam mit ihrem Kooperationspartner, der ATN Hölzel GmbH, eine weitere Serie Blockheizkraftwerke vom Typ CleverBHKW Piko während der nächsten Heiz-

periode zum Einsatz zu bringen, und damit die einzelnen Optimierungsmaßnahmen zu verifizieren. Das äußerst kompakte Clever-BHKW Piko produziert eine elektrische Leistung von 2,2 kW und eine thermische Leistung von 6 kW und eignet sich damit für den Einsatz in Ein- und Zweifamilienhäusern, Kleingewerbe und mittelständischen Unternehmen sowie auch kommunalen Einrichtungen. Parallel zur Testphase arbeitet das Entwicklungsteam in Lampertheim an der Optimie­ rung eines kleinen 1-Zylinder-Otto-Gasmo­tors, um diesen auch in Blockheizkraftwerken zum Einsatz zu bringen. Der Motor, mit einem Hubraum von 265 cm², wird im Dauerbetrieb voraussichtlich eine Leistung von ca. 4 kW/3.000 min-1 generieren. Aufgepasst: Über die Resultate der Kundenerprobung sowie dem Stand der Optimie­ rungsarbeiten am neuen Otto-Gasmotor wird in der POW-Ausgabe BHKWs & POWER SUPPLIES, Ausgabe 02, im Juni 2013 berichtet werden. Mini-BHKWs vom Typ Clever Piko das während der nächsten Heizperiode erprobt werden soll. Weitere Informationen: Greaves-Farymann Diesel GmbH 68623 Lampertheim Fon: +49 (0) 62 06-5 07-0 www.farymann.de

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Thermische Antriebstechnik

Systempartner für digitale Zündsysteme und elektronische Steuerungen Das Cadolzburger Unternehmen Prüfrex zählt eigenen Angaben zufolge zu den international führenden Herstellern digitaler Zündsysteme und elektronischer Steuergeräte. Eingesetzt werden die Produkte vorwiegend bei kleineren Verbrennungsmoto­ ren im Segment der Garten-, Freizeit- und Baugeräte. Neben diesem Kernbereich sind Anwendungen in den Sparten Automotive, Marine & Recreation und Industry Systems von wachsender Bedeutung – etwa bei Stand­heizungen, Außenbord-Motoren oder Öl- und Gasheizsystemen. Derzeit weitet Prüfrex sein Geschäftsfeld außerdem auf Produkte für Nichtverbrennungsmotoren aus; im Gespräch sind hier beispielsweise Zündfunkengeber für Brennstoffzellen, die der umweltfreundlichen, geräuscharmen Stromgewinnung in Hausbooten und Wohn­wagen dienen. Jährlich stellt der Hersteller nach eigenen Angaben etwa vier Millionen Zündungen und Steuerungen her. Mehr als 1.000 exklu­IPI-S, Zündspule mit integrierter Gemischregelung.

sive Produktentwicklungen, etwa 30 individuelle Entwicklungsprojekte pro Jahr und zahlreiche Patente unterstreichen die substanzielle Branchenkompetenz des Mittelständlers. 2011 erwirtschafteten die etwa 200 Mitarbeiter einen Umsatz von 25,6 Millionen Euro, davon 60 Prozent im Exportgeschäft. Seit 2005 verzeichnet Prüfrex ein durchschnittliches jährliches Umsatzwachstum von mehr als 12 %. Auch im laufenden Geschäftsjahr 2012 ist die Tendenz anhaltend positiv. Das Unternehmen wird in der dritten Gene­ration von den geschäftsführenden Gesellschaftern Yvonne Müller und Kurt Müller geleitet. Das klassische Familienunternehmen, das 1933 in Nürnberg gegründet wurde und seit 1949 in Cadolzburg ansässig ist, verbindet seine erfolgreiche Weltmarktpräsenz mit einer starken regionalen Verwurzelung. Die Unternehmenskultur baut auf Leistung, Leidenschaft, Respekt und Partnerschaft auf, langjährige Arbeitsverhältnisse prägen das Bild. Zugleich bieten sich den Mitarbeitern die Perspektiven eines global agierenden Technologieunternehmens mit engagiertem Aus- und Fortbildungswesen. Mit hohem Investitionsaufwand betreibt man die Entwicklung innovativer Produkte und den Ausbau seiner hoch automatisierten Fertigung. Neben dem Stammwerk in Cadolzburg und einem Entwicklungszentrum im Cadolzburger Industriegebiet Schwadermühle unterhält das Unternehmen seit 1979 einen Produktionsstandort im oberpfälzischen Velburg. Für die nahe Zukunft ist eine weitere Fertigungsanlage in den Vereinigten Staaten geplant. Im Juli 2011 hat man dort bereits eine Tochterfirma mit

Zündmodule in Reihe.

Marketing- und Vertriebsstandort in Gaines­ville (Georgia) gegründet. Dieses offensive Vorgehen auf dem Kernmarkt USA erfolgt in enger Rückbindung an den deutschen Unternehmensstammsitz. So sollen etwa sämtliche Produktionsanlagen des US-Standortes zunächst in Cadolzburg freigefahren werden. Die Produkte sind klein, kompakt und hoch integriert. Durch die Vernetzung von Entwicklung und Fertigung unter einem Unternehmensdach gelangen Innovationen besonders schnell und effizient zur Serienreife. Außerdem können die Zündungen und Steuerungen individuell auf die Kundenanforderungen zugeschnitten werden. Maßstäbe soll derzeit unter anderem die Neuentwicklung IPI-S. Die Zündspule mit integrierter Gemischregelung bietet Zündungs- und Motormanagement in einem. Dadurch wird nicht nur wertvoller Bauraum gespart, sondern auch das Betriebsverhalten des Motors optimiert. Die extrem kleine Einheit soll bauartbedingte Toleranzen ausgleichen, den Motorenlauf verbessern und die Abgasemissionen deutlich reduzieren. Ganz neu auf den Markt ist außerdem die Entwicklung IPI-N, ein elektronisches Steuergerät mit hochspannungsfester Zündspule, das höhere Startsicherheit bei geringerer Bauraumnutzung bieten soll.

Weitere Informationen: PRÜFREX Innovative Power Products GmbH 90556 Cadolzburg Fon: +49 (0) 91 03-79 53-0 www.pruefrex.com

Bilder: Prüfrex Innoative Power Products GmbH

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AGA Modul auf Basis Sintermetallfilter für Industriemotoren.

Partner für die Abgasnachbehandlung

Ihr Partner für: • Drehzahlsensoren • Temperatursensoren • Drucksensoren • elektronische Pedale • Positionssensoren

In Zusammenarbeit mit Volkswagen Antriebssysteme hat HJS Emission Technology eigenen Angaben zufolge erstmalig einen motorfesten, beschichteten Sintermetall-Partikelfilter für den Serieneinsatz zur Einhaltung der Emissionen der Stufe IIIB (EU-Richtlinie 97/68/EG) und der TRGS 554 validiert. Die wesentlichen Herausforderungen bei der Entwicklung der Abgasanlage ergaben sich durch die limitierten Bauräume in den betreffenden Maschinen und die hohen Anforderungen durch die zusätzlichen Belastungen aus dem motornahen Verbau. Neben einer sicheren und stabilen Regeneration des Filters waren die hohe Aschespeicherfähigkeit zur Minimierung der Wartungs­ intervalle und eine gute Reinigungsfähigkeit der Filter gefragt. Dies stellte auch die Hauptgründe dar, weshalb Volkswagen Antriebssysteme mit HJS und deren Sintermetallfilter-Technologie diese speziellen Anforderungen appliziert und validiert hat. Gestartet wurde das gemeinsame Projekt im Frühjahr 2010 mit dem Ziel, eine dauerhaltbare Lösung zur Einhaltung der Emissionsvorschriften der Stufe IIIB zu entwickeln. Der eingesetzte SMF (Sintermetallfilter) habe mit seiner Bauweise eine extrem hohe Aschespeicherfähigkeit. Wartungsintervalle von mehr als 7.000 Bh (abhängig von der Auslastung des Motors) reduzierten die „costs of operation“ signifikant. Standzeiten werden durch eine Filterreinigung deutlich reduziert und durch Wiedereinsetzbarkeit der Filtermodule seien diese kostengünstig. Die Lebensdauer des Systems liege bei mindestens 20.000 Bh bei bestimmungsgemäßem Betrieb. Durch eine kontinuierliche Regeneration (CRT-Effekt) werde der Kraftstoffverbrauch optimiert. Das Betriebskonzept wird durch das Motor-Steuergerät unterstützt und überwacht. Im Hinblick auf die Emissionsstufe IIIB bietet Volkswagen Antriebssysteme seinen Kunden bereits seit 2012 mit seinem TDI 2.0 – 455 MD Industriemotor in Kombination mit Abgasnachbehandlungssystemen des Herstellers Lösungen für Flurförderzeuge an. Somit seien die Kunden in der Lage, ihre Maschinen serienmäßig mit Motoren auszurüsten, die den geforderten Emissionsgrenzwerten entsprechen. Die gemeinsam für den 2,0 l CR Motor entwickelte, applizierte und homologierte Abgasnachbehandlung auf der Basis Sintermetallfilter sei zukünftig seitens Volkswagen ein Bestandteil des modularen Baukastens für Indus­ triemotoren und wird standardmäßig bei allen Applikationen zur Einhaltung der Stufe IIIB ab 2013 eingesetzt.

Abgassensoren Euro 6 und Tier 4 • modularer Aufbau • innovatives Housing • intelligentes Messprinzip

Abgas AGR SCR

Bilder: HJS Emission Technology, VW Antriebssysteme Sintermetallfilter für das AGA Modul VW Antriebssysteme.

Weitere Informationen: HJS Emission Technology GmbH & Co. KG · 58706 Menden/Sauerland Fon: +49 (0) 23 73-9 87-0 · www.hjs.com

Halle 13 Stand C39

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Wir stellen aus: IAA Nfz 2012 in Hannover Halle 26, Stand E 15


Thermische Antriebstechnik

Abgasturbolader für mehr „Low-end-torque“ Das hohe Potenzial zur Senkung des Kraftstoffverbrauchs und damit der CO2-Emissio­nen durch die Verkleinerung des Hubraums führt zu einer immer weiteren Verbreitung des Turboladers. Nur durch Aufladung sind die hohen spezifischen Leistungen darstellbar, die zur Erhaltung beziehungsweise Steigerung von Fahrdynamik und Komfort nötig sind. Die Weiterentwicklung des Abgasturboladers ist daher ein wesentlicher Ansatz zur Steigerung der Effizienz von Verbrennungsmotoren. Bosch Mahle Turbo Systems (BMTS) hat neue Entwicklungen umgesetzt, die eine Erhöhung des „Low-endtorque“ – dem Drehmoment im unteren Drehzahlbereich – bewirken und damit zur Absenkung von Kraftstoffverbrauch und CO2-Emissionen beitragen. Geringeres Trägheitsmoment Bei niedrigen Drehzahlen ist der Abgasmassenstrom, der den Turbolader antreibt, noch gering. Um dennoch ein gutes Ansprechverhalten des Laders und somit ein hohes Drehmomentniveau in diesem Bereich zu erreichen, ist ein möglichst geringes Trägheitsmoment der Turbine entschei­ dend. BMTS hat für die Anwendung in Ottomotoren eine Diagonalturbine als Zwischenstufe von Radial- und Axialturbine entwickelt. Sie verfügt über eine deutlich

Bei der Weiterentwicklung des Abgasturboladers wurde Titanaluminid verwendet, das sich durch seine erhöhte spezifische Festigkeit besonders eignet. Aus ihr ergeben sich Potenziale für die Wirkungsgradsteigerung durch eine Anpassung des Turbinenraddesigns.

höhere Durchlässigkeit, wodurch der Durchmesser und damit das Trägheitsmoment des Rades reduziert werden können. Die Dynamik des Laders erhöht sich dadurch ebenso wie der Maximaldurchsatz für die Darstellung hoher Leistungen im oberen Drehzahlbereich. Ein Ansatz zur Absenkung des Trägheits­ moments der Turbine für Dieselanwendun­gen ist der Ersatz des Turbinenradwerkstoffs Inconel durch Titanaluminid (TiAl). Um erhebliche 50 % verringert sich dadurch das Massenträgheitsmoment des Turbinenrads. Auch damit wird das Ansprechverhalten entsprechend verbessert; der Drehmomentaufbau erfolgt spürbar optimiert. Für den Fahrer ebenfalls spürbar, führt die schnellere Einregelbarkeit seine Eingabe über das Gaspedal deutlich schneller in das entsprechende Kraftstoff-LuftVerhältnis um. Bei Dieselbrennverfahren ergibt sich eine Emissionsreduzierung durch die höhere Ladedruckdynamik. Einen weiteren Vorteil bietet das Titanaluminid durch seine erhöhte spezifische Festigkeit. Aus ihr ergeben sich Potenziale für die Wirkungsgradsteigerung durch eine Anpassung des Turbinenraddesigns.

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Reibungsreduzierung Eine weitere Möglichkeit, das Ansprechver­ halten und die Dynamik des Abgasturboladers zu verbessern, ist die Optimierung des mechanischen Wirkungsgrades durch Reibungsreduzierung. BMTS wird einen wesentlichen Schritt durch den Einsatz einer Schrägkugellager-Lagerkartusche mit Keramikkugeln statt konventioneller Gleitlagerung mit Axial- und Radiallagerung gehen. Die verringerte Reibung wird beson­­ders beim Kaltstart und im Teillastbetrieb eine deutliche Verbrauchsreduzierung bewirken. Zudem verstärken sich die oben genannten Vorteile durch eine weitere Verbesserung des Trägheitsmoments. Mehr Dynamik – weniger Emission Durch diese Maßnahmen lässt sich die Dynamik von Turboladern deutlich steigern, mit positiven Auswirkungen sowohl für die Drehmomententfaltung als auch den Kraftstoffverbrauch des Motors. Eine Absenkung der Emissionen ergibt sich beispielweise auch durch den resultierenden höheren Ladedruck in der Teillast und die somit höhere Abgasrückführungs-Verträglichkeit aufgrund der erhöhten Sauerstoffzufuhr. Das Drehmoment im unteren Drehzahlbereich steigt an, die Dynamik verbessert sich – besonders für den Realbetrieb birgt das ein hohes Potenzial zur Absenkung des Verbrauchs und der Emissionen. Bild: Bosch Mahle Turbo Systems GmbH & Co. KG

Halle 12 Stand C25 _________ Halle 17 Stand B10

Weitere Informationen: Bosch Mahle Turbo Systems GmbH & Co. KG 70376 Stuttgart Fon: +49 (0) 7 11-75 87 90 www.bmturbosystems.com

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Thermische Antriebstechnik

Leichte Nutzfahrzeuge profitieren von VTG-Turboladern VG-Turbocharger aus dem Hause Cummins Turbo Technologies. Die BTS Turbo GmbH aus Weilheim in Oberbayern wurde 2004 als ein Unternehmen der Bauer-Gruppe gegründet und ist auf Turboladertechnik spezialisiert. In wenigen Jahren entwickelte sich das Unternehmen nach eigenen Angaben zu einem der führenden Anbieter für Abgasturbolader im freien Ersatzteilmarkt für Neu- und AustauschTurbolader für alle Anwendungen und alle Marken. Neben Ladern für PKW, LKW, Baumaschinen, Industrie, Landwirtschaft, Sport und Tuning liefert BTS auch komplette Anbau- und Montagesätze. Für die Abgasturbolader von Cummins Turbo Technologies, die unter dem Markennamen Holset vertrieben werden, ist das Unternehmen seit 2010 Vertragspartner von Cummins. Die Holset-Turbolader werden im Off-Road-, On-Road, Marine- und Indus­triebereich angeboten. Für leichte Nutzfahrzeug-Motoren stehen VG-Turbocharger für die Leistungsklassen von 40 bis ca. 440 kW zur Verfügung. Die Abgasturbolader werden u.a. in den Iveco-Cursor 13-Motoren eingesetzt.

Die VTG-Lader (Variable-Turbinengeometrie) von Cummins laufen unter der Bezeichnung VG Turbochargers, Serie 200/300/400/ 500 und sind mit einem patentierten verschiebbaren Düsenring ausgerüstet. Diese Technik hat sich eigenen Angaben zufolge bereits bei den mittleren bis schweren Nutzfahrzeugen bewährt und soll für leichte Nutzfahrzeuge eine kompakte, leichte, robuste und kostengünstige Alternative zu anderen Produkten bieten. Im Rahmen eines 1.000-Stunden-Zuverlässigkeitstests, der von Cummins Turbo Tech-

nologies durchgeführt wurde, konnten die VTGLader den Experten zufolge ihre Zuver­lässigkeit unter Beweis stellen. Hingegen fiel nach diesen Angaben ein Wettbewerbsprodukt nach bereits 300 Stunden aus. Dieser Ausfall wurde den Untersuchungen zufolge durch Verschleiß an den Drehpunk­ten der verstellbaren Leitschaufeln verursacht. Der Lader mit dem verschiebbaren Düsenring soll im Vergleich hierzu weniger bewegliche Teile und 85 % weniger Verschleißstellen aufweisen. Der verschiebbare Düsenring soll gegenüber anderen Produkten eine Reihe von Vorteilen bieten. Bei der thermischen Regeneration sei mit Hilfe des Laders eine effizientere Steuerung durch die Erhöhung der Auspufftemperatur möglich, was eine effizientere Verbrennung der Russpartikel ermögliche. Die Ingenieure des Herstellers gehen davon aus, dass diese Technik teurere und kompliziertere Dieselpartikelfilter

Bild: BTS GmbH überflüssig machen könne. Darüber hinaus werde durch den beim Schließen der Turbine entstehenden Gegendruck im Abgassammelrohr bei gleichzeitiger Erhöhung der Kompression im Ansaugrohr zusätzliche Bremsleistung über die Schiebetechnik des VTG-Laders zur Verfügung gestellt, was die Lebensdauer der Bremsanlage sowie der Service-Intervalle verlängere und auch in diesem Bereich zu Kosteneinsparungen führe.

Weitere Informationen: BTS GmbH 82362 Weilheim Fon: +49 (0) 8 81-6 27-3 00 www.btsturbo.de

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25.01.2012 13:11:39

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Thermische Antriebstechnik

Abgasenergierückgewinnung: Potenziale zur Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs von schweren Nutzfahrzeugen

Schematische Darstellung des WHR-Systems.

Um das tatsächliche Potenzial der WHR aufzuzeigen, hat Behr Prototypen der notwendigen Komponenten in einem hohen Reifegrad gefertigt und im vorhandenen Bauraum realisiert. Auf einem Motorprüfstand wurde das System komplett mit vollständiger Abgasnachbehandlung (Parti­ kelfilter und SCR) aufgebaut. Der Motor wurde repräsentativ für die Anwendung in schweren Nutzfahrzeugen gewählt (circa 2 Liter/Zylinder). Insgesamt wurde auf dem Motorprüfstand für den transienten ETC (Europäischer Transienter Zyklus) ein Verbrauchspotenzial von 4 % bestimmt. In dem für den realen Fahrzeugbetrieb wichtigen ETC-Abschnitt „Motorway“ ergeben sich sogar 5 %. Die Ergebnisse zeigen also eine gute Übereinstimmung sowohl mit den von Behr bereits 2010 getroffenen Vorhersagen als auch mit simulierten und experimentell bestimmten Daten aus den stationären Messungen.

Der große Treiber bei der Weiterentwicklung des Antriebsstrangs von Nutzfahrzeugen und dessen Peripherie war und ist die Reduzierung der Emissionen aufgrund der weltweit immer strengeren Emissionsgesetzgebungen. Ein Blick auf die aktuellen Dieselpreise und deren voraussichtliche weitere Entwicklung zeigt jedoch, dass das Augenmerk nun zunehmend auch auf die Kraftstoffeinsparung gelenkt werden muss, um den wirtschaftlichen Betrieb der NKWFlotte zu gewährleisten. Zudem wird im Laufe der nächsten Jahre, ähnlich den Pkws, eine CO2-Gesetzgebung auch bei den Nutzfahrzeugen eingeführt werden. Die Bemessungsbasis wird voraussichtlich der Verbrauch je transportierter Nutzlast sein (g[CO2]/t*km). Aus diesen Gründen müssen für die Optimierung des Kraftstoffverbrauchs die Logis­tik, das Fahrzeugdesign und der Antriebsstrang betrachtet werden. Innerhalb des Antriebsstrangs werden das Thermomana­ gement und die Hybridisierung eine große Rolle spielen. Der Beitrag des Thermoma-

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nagements wird dabei auf 10 % geschätzt. Insbesondere die Rückgewinnung von mechanischer Energie aus der Abgasabwärme spielt in diesen Entwicklungen eine wichtige Rolle, denn lediglich 40 % der im Kraftstoff enthaltenen chemischen Energie gelangen bei modernen Heavy-Duty-Motoren als mechanischer Vortrieb zu den Rädern. Über die Abgasrückführung und das Abgas gehen etwa 30 % an hochwertiger Wärme ungenutzt direkt oder indirekt als Wärme verloren. Hochwertig ist diese Wärme deshalb, weil sie mit ihrer hohen Temperatur einen weiteren, dem Dieselprozess nachgeschalteten Kreisprozess, den sogenannten Rankine-Prozess, zur Gewinnung mechanischer Leistung antreiben kann. Die Abgasenergierückgewinnung über den Rankine-Zyklus funktioniert dabei wie eine Dampfmaschine. Dadurch kann die zum Vortrieb erforderliche Motorleistung um die Effektivleistung des RankineSystems reduziert und bei gleicher Nettoleistung mit einer reduzierten Kraftstoffeinspritzmenge gefahren werden: Der Kraftstoffverbrauch sinkt.

Im Realbetrieb muss jedoch beachtet werden, dass die Leistung des WHR-Systems nicht immer dann direkt mechanisch genutzt werden kann, wenn sie auch zur Verfügung steht. Alternativ dazu kann die erzeugte Energie ebenso elektrisch über einen hybriden Antriebsstrang zur Verfügung gestellt werden und wäre so über einen elektrischen Energiespeicher kontinuierlich nutzbar, allerdings unter Berücksichtigung der Verluste entlang der elektrischen Wirkungsgradkette. Die zukünftigen Untersuchungen müssen deshalb insbesondere die Frage beantworten, wie die erzeugte mechanische Energie optimal in den Antriebsstrang eingekoppelt werden kann. Bild: Behr GmbH & Co. KG Halle 12 Weitere Informationen: Behr GmbH & Co. KG 70469 Stuttgart Fon: +49 (0) 7 11-8 96-0 www.behrgroup.com

Stand C21

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Thermische Antriebstechnik Überblick über das Leitungsprogramm.

Gut gerüstet für TIER 4

Halle 13 Stand C31 Die Abgasgesetzgebung in Europa, Nordame­rika und Japan stellt auch die Hersteller von mobilen Arbeitsgeräten und ihre Zulieferer vor besondere Herausforderungen. Die unter dem Begriff TIER 4 zusammengefasste Initiative sieht drastische Senkungen der erlaubten Grenzwerte vor. In der finalen Stufe sind ab 2014 nur noch rund 10 % der heutigen Ruß- und NOx-Emissionen zulässig. Neben dem Downsizing liegen mögliche Lösungswege im Bereich der Motoren­technik und Motorensteuerung. Angesichts der zukünftig geforderten Normen dürften die Motorensysteme deutlich komplexer werden. Damit erhöhen sich auch die Anfor­derung an die motornah verbauten Komponenten wie Entkoppelelemente, Abgasund Ölrückführleitungen und Abgasdehnkörper. Lösungsansätze Anstelle mechanischer Einspritzanlagen und einfacher Abgasanlagen treten turboaufgeladene Aggregate, die mit hohem Einspritzdruck von 2.000 bar arbeiten und mit (zumindest) gekühlter Abgasrückführung ausgerüstet sind. Die Erhöhung der Zündtemperatur und Drücke erhöhen die

Anforderungen an die Beschaffenheit der motornah verbauten Leitungselemente. Witzenmann gilt nach eigenen Angaben als der Entwicklungspartner führender Unternehmen in der Nutzfahrzeug- und Automobilbranche. Die motornah verbauten Entkoppelelemente sind druckstabil und absolut gasdicht. Ausgelegt als selbsttragende Bauteile, nehmen sie hochfrequente Schwingungen auf wie sie etwa durch den Abgasturbolader verursacht werden und gewährleisten so einen dauerhaft störungs­freien Betrieb. Einfache Montage Einfache Montage und einen zuverlässigen Ausgleich von Montagetoleranzen zeichnen alle flexiblen, metallischen Elemente von Witzenmann aus. Gebogene Leitungen als Kombination aus starren und flexiblen Komponenten werden als komplettes LeitungsSystem eingesetzt. Die Kombination verschiedener Elemente ermöglicht den Einsatz auf engstem Raum und bietet gleichzeitig ein hohes Maß an Zuverlässigkeit und Flexibilität. Flexible Sonder-Wickelschläuche mit Wellenprofil werden hauptsächlich im Bereich der Abgasanlagen eingesetzt. Diese sind sehr robust, unempfindlich gegen Torsions­ bewegungen und ausreichend gasdicht. Flexible Fluid- und Rückführleitungen erhöhen die Funktionssicherheit und reduzieren Emissionen und den Kraftstoffverbrauch. Balgelement aus Pforzheim.

Bilder: Witzenmann GmbH

Umfassendes Know-how Als Lieferant nahezu aller namhaften Hersteller von Nutzfahrzeugen verfügt der Hersteller nach eigenem Bekunden über eine enorm breites Anwendungswissen und eine ausgereifte und umfangreiche Produktpalette. Dank des Know-how in Entwicklung, Schweißen und Verarbeitung entstehen zusammen mit dem Kunden passgenau gebogene Leitungssysteme für die Abgasführung, Schwingungs- und Geräuschentkopplung oder auch Rückführleitungen für Öl, Wasser oder Abgas bis hin zu raumsparenden Anbindungen unterschiedlicher Aggregate. Diese Engineering-Kompetenz soll eine kundenindividuelle Abstimmung von Geometrie und technischen Eigenschaf­ten ermöglichen und so eine wirtschaftliche Lösung erlauben.

Weitere Informationen: Witzenmann GmbH 75175 Pforzheim Fon: +49 (0) 72 31-5 81-0 www.witzenmann.com

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Thermische Antriebstechnik

Komplette Abgasanlagen und Emissionstechnologien Das Geschäftskonzept der Dinex Gruppe ist die Entwicklung, Herstellung und Dis­ tribution kompletter Abgasanlagen und Emissionstechnologien für alle Nutzfahrzeuge und industrielle Maschinen mit Dieselmotoren. Das Unternehmen liefert komplette, maßge­fertigte Abgasanlagen - vom Turbo bis zum Endrohr – für LKWs, Busse, Kleintransporter und Industrielle Maschinen. Zusätzlich bietet man eine Auswahl an Emissionstech­ nologieprodukten für diesen Anwendungs­ bereich an. Tätig ist man innerhalb des Originalausrüstungs-Hersteller- (OEM), Originalteilzuliefe­ rer- (OES) und Aftermarkt-Segments. Sämtliche Prozesse von der Entwicklung, Herstellung bis hin zur Distribution laufen in eigener Regie. Die Entwicklung basiert auf Einbauraum-Anforderungen oder spezifischen Kundenzeichnungen. Die hauseigene Produktion umfasst Produkte in Metall- und Keramik. Das Unternehmen ist eigenen Angaben zufolge Europas führender Lieferant von Abgasanlagen und Emissionstechnologien für Nutzfahrzeuge sowie auch industrielle Maschinen. Außerdem gibt man an, der einzige industrielle Produzent mit einer eigenen Produktionsabteilung für Metall- sowie auch Keramikprodukte zu sein.

Die Kalbacher können im Aftermarket Segment ein umfangreiches Programm für EURO IV & V Ersatzanwendungen anbieten.

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Rußpartikelfilter und Katalysatoren erreichen jetzt in vielen Fällen das Ende ihrer Lebensdauer und müssen ersetzt werden. Denn der Zahn der Zeit nagt an den typischen Verschleißteilen Auspuffrohr und Schalldämpfer. Ersatzteile für solche Fahrzeuge gab es bisher nur direkt von den Fahrzeugherstellern. Die Kalbacher bieten eine breite Palette an Ersatzanwendungen für Nutzfahrzeuge und Transporter. Mit insgesamt 50 Typen der so genannten Big Seven sind die dänischen Abgasspezialisten sehr gut aufgestellt. Bei Transportern hat man mit 460 Komplettsystemen das nach eigenen Angaben umfangreichste Kleintransporterprogramm in Europa. Dinex bekundet, der einzige Anbieter zu sein, der ein solches Programm exklusiv für den freien Markt bereit hält. „Wir wissen, dass der Bedarf nach hochwer­ tigen Ersatzanwendungen für die Fahrzeuge mit den Normen Euro 4 und Euro 5 derzeit stark steigt.“, sagt Oliver Gravemann, Vertriebsleiter. „Denn seit Einführung der Eu­ro 4 Norm sind Jahre vergangen. Viel Zeit für eine Abgasanlage.“ Ersatz fanden freie Werkstätten nur direkt beim Fahrzeughersteller. Es gibt auch eine Alternative auf dem freien Markt. Bei Dinex hat man darauf geachtet, ein Programm auf den Markt zu bringen, das zunächst einmal die gängigsten Fahrzeugtypen abdeckt.

Innenansicht eines Dieselpartikelfilters. So bieten die dänischen Spezialisten Anwendungen für die so genannten Big Seven, also Mercedes, MAN, DAF, Volvo, Scania, Iveco und Renault. Insgesamt 50 Ty­pen sind im Angebot. „Wir betrachten unser Angebot als hochwertige Alternative zu den von den Fahrzeugherstellern angebotenen Lösungen und sind traditionell ein Partner des freien Marktes.“, erklärt Gra­ vemann weiter. Damit stehen der freien Werkstatt erstklassige Ersatzteile zur Verfügung, die ohne weiteres mit dem Angebot der Fahrzeughersteller mithalten können. Alle Designs sind im hauseigenen Emission Technology Center und durch anerkannte Institute getestet und verifiziert. Die Lösungen des Herstellers sind immer ein direkter Ersatz für den in der Erstausrüstung verbauten Schalldämpfer oder Katalysator. Die Ersatzanwendungen werden aus hoch­wertigen Materialien hergestellt und

Universalfilter aus dänischer Entwicklung.

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Thermische Antriebstechnik

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haben mit 1,5 bis 2 mm eine größere Rohrstärke als die meisten Wettbewerbsprodukte. Die Produkte zeichnen sich durch intelligente Rohrbiegung und sehr wenige Schweißpunkte aus. Das sichert optimalen Abgasfluss, reduziert Geräusche und mindert den Verschleiß. Die Produkte sind in allen EU-Ländern mit Umweltzonen zertifiziert und garantieren so freie Fahrt in ganz Europa.

Weitere Informationen: Dinex GmbH 36148 Kalbach Fon: +49 (0) 180 225 1125 www.dinex.de

Bilder: Dinex GmbH

Neu entwickelter NH3-Generator Seine breite Palette an Systemen zur Emissionsminderung präsentiert Abgasspezialist Twintec auf der IAA Nutzfahrzeuge in Hannover. Das Königswinterer Unternehmen, das jüngst mit Baumot eine weitreichende Kooperation vereinbart hat und sich mit dem Schweizer Anbieter auch gemeinsam in Hannover präsentiert, bietet unterschiedliche Filtertechnologien an, da es im Nutzfahrzeug - wie im Bereich der Baumaschinen - wegen der großen Bandbreite von möglichen Einsatzzwecken (anders als beispielsweise bei den PKW) keine Universallösung geben kann. Zum Einsatz kommen Nebenstrom- und Wandstromfilter, mit passiver und aktiver Regeneration, sowie SCR-Systeme. Für den Bereich der SCR-Technik, das heißt der Reduktion von Stickoxiden im Abgas, stellen die beiden Abgasnachbehandlungs­ spezialisten einen neu entwickelten NH3Generator vor. Die Bildung des Ammoniakgases aus der wässrigen Harnstofflösung

Seine breite Palette an Systemen zur Emissionsminderung präsentiert Abgasspezialist in Hannover. AdBlue wird durch Dosierung in den Generator erzeugt. Dieser Generator bietet nach Herstellerangaben unter anderem den großen Vorteil, dass das zur Stickoxid-Reduktion benötigte Ammoniak „unter Laborbedingungen“ erzeugt wird und im Abgasstrang, wo unterschiedliche Temperaturen, Drücke und Massenströme herrschen, als Gas dosiert wird. Kennzeichnend für diese Anwendung sind der geringe Bauraum des SCRSystems, die wesentlich effizientere Gasin-Gas-Mischung, eine hohe Effizienz des Gesamtsystems und eine „solide selektive katalytische Reduktion (SCR)“ ohne Bildung von Ablagerungen und unerwünschten Nebenprodukten. Bild: Twintec AG

Halle 13 Stand Weitere Informationen: TWINTEC AG A36 53639 Königswinter Fon: +49 (0) 22 44-91 80-40 www.twintec.de


Thermische Antriebstechnik

Integrationspartner für den gesamten Abgasstrang

AGR-Ventil für Heavy-DutyAnwendungen. Nach der erfolgreichen Etablierung von In­ dustrie- und Nutzfahrzeugmotoren, die die Abgasnormen der Stufen Tier 4 Interim beziehungsweise Euro 5 erfüllen, sind momentan die Vorbereitungen für die Folgenormen Tier 4 Final und Euro 6 in vollem Gang. Beide Gesetzgebungen bringen eine weitere Verschärfung der Partikel- und Stick­stoffemissionen mit sich, so dass ein konsequenter Einsatz von Abgasrückführkomponenten im On- und Off-Road Bereich künftig unerlässlich sein wird. Die Pierburg GmbH gilt eigenen Angaben zufolge als Spezialist in Sachen Abgasrückführung und kann hierbei auf eine jahrelange Erfahrung im PKW-Segment zurückgreifen. Speziell für den Nutzfahrzeugbe­reich bietet der Hersteller daher komplette Kühlermodule an, die dem Kunden durch

Abgasmassenstromsensor für den AGR-Kreis für Medium- und HeavyDuty-Anwendungen.

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die konsequente Systemintegration verschiedener Komponenten die Reduzierung von Entwicklungs- und Applikationskosten ermöglicht und die Komplexität sowohl bei der Fertigung als auch innerhalb der Logistik reduziert. Neu sind außerdem die Entwicklung eines bürstenlosen preisgünstigen BLDC Aktuators sowie der Serienstart des Abgasmassenstromsensors (AGS). Die Erfahrungen aus dem PKW-Markt trugen nicht zuletzt dazu bei, gängige Produk­te wie AGR-Ventile, Abgasklappen, Drossel­klappenstutzen und AGR-Kühler für LightMedium- und Heavy-Duty Motoren weiter zu entwickeln. Dabei kam die Kompetenz zum Tragen, die Pierburg in der Vergangen­ heit bei der Saugrohrentwicklung erworben hat: Das Saugrohr galt schon immer die Basis für ein Modul mit elektromechanischen Stellern, das in einen komplexen Einbauraum integriert werden musste. Intelligentes Baukastensystem reduziert Kosten Für den Commercial Diesel-Markt legen jetzt wahlweise AGR-Kühler oder Mixer den Grundstein für komplette Abgas-Module aus Pierburg-Produkten. Deren Vorteil liegt eigenen Angaben zufolge darin, dass Einzelkomponenten aus dem entsprechen­ den Baukasten – vom AGR-Ventil, AGRKühler und dem Rückschlagventil bis hin zur Abgasstauklappe, Drosselklappe sowie dem Abgasmassensensor - in einer kompakten, aufeinander abgestimmten Bauweise kombiniert werden. Motoren der Leistungsklassen von 50 bis 560 kW sollen sich damit bedarfsgerecht, kostengünstig und zuverlässig ausstatten lassen. Damit alle eingesetzten Teile die üblichen Lebensdaueranforderungen erfüllen und ein Optimum an Haltbarkeit und Leistung gewährleistet ist, muss abschließend die gesamte Applikation überprüft werden. Durch die Auswahl von ausgereiften, jahrelang weiter entwickelten Komponenten aus einer Hand entstehe ein maßgeschneiderter Abgasstrang, ohne dass sich der automobile Hersteller um die Systemintegration der Einzelprodukte oder qualitätssichernde Maßnahmen kümmern müsse.

Neue Aktuatorenfamilie als erfolgreiche Basis Zu den Einzelkomponenten im Abgasstrang gehört unter anderem auch eine Reihe von DC-motorischen Aktuatoren, die Pierburg kürzlich entwickelt hat. Sie sind seit 2011 in Serie und stellen für Light- und Medium-Duty Anwendungen eine Alternative zu den bürstenlosen (BLDC) Aktuatoren dar. Die dazu benötigten Motoren sind eine Eigenentwicklung und wurden vom Markt sehr gut angenommen. Die größte Herausforderung bei der Antriebsentwicklung war es, die erhöhte Schwingfestigkeit zu gewährleisten und den Bürstenverschleiß auf ein Minimum zu reduzieren. Reichen die kommutatorischen DC-Antriebe aufgrund der benötigten Laufleistung bei Heavy Duty Anwendungen nicht aus, stehen BLDC Aktuatoren zur Verfügung. Man nutzt dazu einen Aktuator, der die Basis für Klappen-AGR-Ventile, Abgasklap­ pen oder beispielsweise auch Wastegatesteller darstellt und voll CAN-Bus fähig ist. Damit bietet er die Möglichkeit einer kompletten On Board Diagnostik (OBD). Mit den BLDC-Aktuatoren ist die vollständige Anwendungspalette erschlossen und die für Euro 6 benötigte präzise Regelung durch AGR-Ventile und Abgasklappen dem Hersteller zufolge gegeben. Abgasmassenstromsensor geht in Serie Die Neckarsulmer haben einen Abgasmassensensor entwickelt, der Heißgasmassenströme direkt im Abgas ermittelt und somit eine präzise Regelung ermöglicht. Die exakte Messung und Regelung der Abgasmasse ist unabdingbar, um eine optimale Motorenkalibrierung hinsichtlich des Verbrauchs, der Co2 -Emissionen und der NO xund Partikelemissionen zu ermöglichen. Die ersten Abgasmassenstromsensoren werden sowohl im On- als auch im Off-

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Thermische Antriebstechnik

AGR-Mixermodul für dem Medium-Duty-Bereich im AGRHochdruckkreislauf. Halle 13

Abgasklappe für MediumDuty-Anwendungen. Roadbereich Anfang 2013 in Serie gehen. Der Sensor arbeitet nach dem Prinzip der Heißfilmanemometrie und ist mit keramischen Elementen ausgestattet, die die notwendige Robustheit gewährleisten sollen. Über CAN-Bus ist er in die gesamte Regelung

des Abgasmassen­stroms eingebunden und ermögliche eine genaue Bestimmung des Massenstromes im gesamten Kennfeld des Motors. Bilder: KSPG AG

Weitere Informationen: KSPG AG 74172 Neckarsulm Fon: +49 (0) 71 32-33-0 www.kspg.com

Stand C32

Dieselpartikelfiltersysteme für Motorprüfstände – Funktionalität von SCR Katalysatoren deutlich verbessert Die A-R-T GmbH aus Brandenburg rüstete im August 2012 die Motorprüfstände bei der DAF Trucks N.V. mit Dieselpartikelfiltern aus. Die Nachrüstung umfasste 4 Motorprüfstände. Durch die Nachrüstung redu­zieren sich die Emissionen von Rußpartikeln um ca. 98 %. Die nachgeschalteten SCR Katalysatoren reduzieren die Stickoxide. Dabei setzten die Brandenbur­ger geschlossene Filtersysteme ein. Durch die Nachrüstung werden die gültigen EU - Normen der Emissionsminderung erfüllt und die Funktionalität der gesamten Anlage optimal verbessert. Die Besonderheit bei diesem Projekt lag darin, dass relativ kaltes Abgas in die PartikelBild: A-R-T GmbH

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filter eingeleitet wurde. Die üblichen aktiven und passiven Regenerationsmethoden für Partikelfilter konnten nicht angewendet werden oder wurden ausgeschlossen. Das System eignet sich zur Reduktion von Ruß ab einer Abgastemperatur auch von weniger als 100 °C. Es ist besonders für den stationären Betrieb von Motoren ausgelegt, aber auch für Motoren, die sehr niedrige Abgastemperaturen bei mobilen Anwendungen haben. „Bei unseren Anlagen gilt, je höher die Abgastemperatur, umso wirkungsvoller der Abbrand von Rußpartikeln im Filtersystem“, so der Geschäftsführer Roland Kalz. „Bei diesem System haben wir konventionelle Regenerationsstrategien umsetzen

können, die zu den bestmöglichen Ergebnissen geführt haben.“ Der Hersteller liefert seit ca. 10 Jahren Abgassysteme und Oxidationskatalysatoren zur Reduktion von Emissionen an statio­nären Motoren, wie Biogasmotoren, Diesel – und Gasmotoren sowie zur Reduktion von anorganischen Stäuben an Anlagen. Seit 2012 ist die A-R-T GmbH, zertifiziert nach DIN ISO 9001.

Weitere Informationen: A-R-T GmbH 03205 Bronkow/OT Lug Fon: +49 (0) 3 53 29-59 07 70 www.a-r-t-kalz.de

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Hydraulische Antriebstechnik

Positionserkennung - Herausforderungen zwischen sensibler Erfassung und robusten Lösungen Die AB Elektronik wurde 1967 in Deutschland gegründet und ist heute ein Unternehmen der Sensor Division von TT electronics. Insbesondere im Bereich der Positionssensorik gelingt es den Spezialisten, richtungsweisende Entwicklungen auf den Markt zu bringen und sowohl für Chassis- als auch für Antriebstranganwendungen neue Impulse zu geben. Gemeinsam mit dem konzerneigenen Entwicklungszentrum in Cambridge, UK, bringt das Unternehmen derzeit SIMPSpad, eine neuartige magneto-induktive Sensortechnologie, auf den Markt. Das Herzstück sind millionenfach bewährte ASICs und Designmethoden, mit denen das Unternehmen auch schon die konzerneigene Autopad-Technologie eigenen Angaben zufolge erfolgreich umsetzte. SIMPSpad eignet sich insbesondere für die Messung durch nicht-ferromagnetische Metalle und zeichnet sich als besonders robuste Technologie aus. Ihr Einsatzgebiet sehen die Experten insbesondere im Bereich der linearen und kurvenlinearen Positionserkenn­ung, zum Beispiel in hydraulischen Systemen, Getrieben, Bremszylindern oder Stoßdämpfern.

Die Funktionsweise von SIMPSpad basiert auf einer Schicht aus weichmagnetischem Material mit hoher Permeabilität welche auf der statischen PAD-Leiterplatte aufgebracht wird. Mit dieser magneto-induktiven Messtechnik wird die Position eines beweglichen Magneten erfasst. Das statische PAD besteht aus zwei Leiterbahn-Strukturen, welche je eine Sendespule bilden. Diese erzeugen sinus- und cosinus-förmige, räumliche elektromagnetische Felder. Außerdem ist eine dritte Spule als Empfangsspule in die Leiterplatte integriert. Sobald ein Zielmagnet vorhanden ist, wird ein Teil des Metalls gesättigt und bewirkt eine Kopplung von der Sinus- und Cosinus- Spule in die Empfängerspule. Die relativen Anteile der Sinusund Cosinus-Signale hängen von der Position des Magneten ab, wodurch sich ein positionsabhängiges Signal ergibt. Auf Grund dieser Eigenschaften und der relativen Robustheit des Gesamtsystems eignet sich die Technologie besonders gut zur Messung des Zylinderhubs, von pneumatischen Aktuatoren über Hydraulikzylinder bis hin zu Stoßdämpfern. Weitere Vorteile bietet die hohe Skalierbarkeit mit möglichen Messlängen von 20 mm

Das Gesamtsystem – mit dem beweglichen Target, genannt Puck.

bis 1.000 mm und einer Standard-Genauig­ keit von < 1 %, welche sich unter bestimm­ ten Bedingungen noch steigern lässt. Dass gute Hubweg-Längen-Verhältnis, mit einem Arbeitsbereich, welcher nur 20 mm kürzer als die Gehäuselänge ist, bietet optimale Integrationsmöglichkeiten. Die Verwendung der Technologie außerhalb eines Aluminium-Zylinders könnte z. B. in einem Flach-Profil-Gehäuse erfolgen, das erhöht die Flexibilität z. B. für die optionale oder nachträgliche Montage und spart dadurch Kosten. Kommen raue Umgebungsbedingungen zum Tragen, kann der Sensor in einem StahlHydraulikzylinder montiert werden, wobei die Nähe von ferromagnetischem Material seine Leistung nicht beeinflusst.

Eine SIMPSpad Leiterplatte – innerhalb des Systems als Pad bezeichnet.

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Hydraulische Antriebstechnik

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Eine hohe Toleranz besteht gegenüber den dynamischen Veränderungen im MagnetSensor-Abstand, so dass sie in schlecht geschützten Bereichen, wie im schmutzbelas­ teten Bereich des Stoßdämpfers, montiert werden kann. Der einfache mechanische Aufbau und das berührungslose Messverfahren machen

die millionenfach bewährte Basis für die neue magneto-induktive SIMPSpad-Technologie. Damit entstehen neue Lösungsan­ sätze für hydraulische Systeme und andere anspruchsvolle Applikationen, bei denen eine präzise und berührungslose Positionsmessung notwendig wird.

SIMPSpad – gute Integrierbarkeit auch in wenig abgeschirmten Bauräumen.

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die Technologie unempfindlich gegen starke Umgebungsvibration. Die große Auswahl an Magneten-Geometrien, einschließlich der rotatorischen Variante, ermöglicht außerdem ihre Verwendung dort, wo eine Drehung zwischen Zylinderschaft und Gehäuse systembedingt toleriert werden muss. Systeme, die unter den anspruchsvollen Umgebungsbedingungen schnell, präzise und zuverlässig Positionen sensieren, stellen Entwickler und Applikationsingenieure gestern wie heute vor besondere Herausforderungen. AB Elektronik kann auf langjährige Erfahrung, unter anderem mit dem induktiven Autopad-System, zurückgreifen. Bereits seit 2007 auf dem Markt, lieferte es

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Schnell, präzise und robust Mechatronischer Strömungssensor Optischer 2-Leiter-Sensor im Metallgehäuse mit M18 Gewinde.

Selbst Medien bis 180 °C absolut präzise und schnell messen? Der neue mechatronische Strömungssensor von Ifm ist intuitiv einsetzbar, robust und praktisch wartungsfrei. Er ist anwendbar für Durchflussbereiche von 0,3...25 l/min bei Druckbereichen bis 15 bar. Der neue mechatronische Strömungssensor der Baureihe SBT arbeitet nach dem Prinzip des federgestützten Kolbens: Der im Ventilsitz eines Gehäuses ruhende Kolben wird durch das strömende Medium gegen die Federkraft angehoben. Im Gegensatz zu anderen Messverfahren ermögliche das mechatronische Messprinzip sehr geringe Ansprechzeiten unter 10 ms. Gleichzeitig bewirke die Federkraft ein sicheres Rückstellen des Kolbens bei nachlassender Strömung in die Ausgangsposition. So sei der lageunabhängige Einbau des Strömungssensors gegeben und der Rückfluss werde verhindert. Gleichzeitig biete dieses Verfahren eine sehr hohe Messdynamik über den kompletten Messbereich. Durch die Temperaturentkopplung des Messwertaufnehmers von der Elektronik seien Varianten des Sensors speziell für Medien im Hochtemperaturbereich bis 180 °C einsetzbar. Darüber hinaus seien die Sensoren dieser Baureihen intuitiv und schnell einstellbar und bieten ein analoges Ausgangssignal. All das kombiniert mit ihrem überzeugenden PreisLeistungs-Verhältnis macht dem Hersteller zufolge die neuen mechatronischen Strömungssensoren zu echten Universaltalenten. Bild: Ifm Electronic GmbH

Hochpräzise Elektrohydraulik-Antriebe Wenn Entwickler zwischen einem elektrischen oder hydraulischen Antrieb entschei­ den können, wählen sie meist die elektrische Variante. Vor der Hydraulik schrecken viele wegen des aufwändigen Ölkreislaufs mit Hin- und Rückleitung, Filtrierung, Ölpumpe und Ventilen zurück. Von Nachteil ist bei herkömmlichen Hydrauliklösungen die ständige Verschmutzungsgefahr durch Leckagen. Mit dem Reglersystem Prynamics von Cosateq sollen die hermetisch gekapselten Elektro-Hydraulikantriebe der Böhner EH GmbH eine Genauigkeit von zwei Mikrometer erreichen und damit das Problem beseitigen. Die elektro-hydraulischen Antriebe EH-D der Böhner-EH GmbH vermeiden die Nachteile herkömmlicher hydraulischer Antriebe. Durch den Einsatz von Prynamics werden die Antriebe nach Herstellerangaben auf zwei Mikrometer genau geregelt und vereinen die Vorzüge zweier Welten – die einfache Ansteuerung und Regelung elektrischer Antriebe und die hohe Kraftdichte der Hydraulik. Zusammen mit dem Reglersystem erziele der kompakte, einfach zu be­dienende Hydraulikantrieb bei Positionieraufgaben besonders hohe Wiederholgenauigkeiten im Bereich von zwei Mikrometern.

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„Die gemeinsame Lösung ist das erste Ergebnis der Öffnung von Prynamics zu allen gängigen Bus-Systemen“, erklärt Gerd Leiprecht, technischer Leiter der Cosateq. „Die einfache Handhabung von EH-D und Prynamics ergänzen sich dabei ideal. Statt sich mit komplizierter Reglerprogrammierung zu befassen, gibt der Anwender einfach die erforderlichen Parameter ein. Spezielles Hydraulikwissen ist bei den Lösungen nicht erforderlich.“ Das hermetisch gekapselte Aggregat der EH-D-Antriebe beherbergt alle Funktionseinheiten und kommt ohne elektrisch angesteuerte Ventile oder rotatorische Dichtungen aus. Die Lebensdauer-Ölfüllung habe keinerlei Kontakt mit der Außen­welt. Durch die gekapselte Bauweise ist die Verschmutzungs­Mit Prynamics sollen die hermetisch gekapselten Elektro-Hydraulikantriebe der Böhner EH GmbH eine Genauigkeit von zwei Mikrometer erreichen.

gefahr der Umwelt minimal. In der Anwen­ dung werden die Bewegung und Positionierung des Hydraulikzylinders alleine durch die Drehrichtung und Drehzahl des integrierten Elektromotors erreicht. Die gering bewegten Eigenmassen der EH-D sollen für ein ausgezeichnetes dynamisches Verhalten und eine hohe Energieeffizienz sorgen. Das Reglersystem Prynamics kann hohe Kräfte über den gesamten Wegbereich zuverlässig und präzise steuern.

Weitere Informationen: COSATEQ GmbH & Co. KG 88239 Wangen Fon: +49 (0) 75 22-97 49 0 www.cosateq.com

Bild: Cosateq GmbH & Co. KG


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Hydraulische Antriebstechnik

Hydrostatischer Zusatzantrieb für Nutzfahrzeuge

Der hydrostatische Zusatzantrieb Hydraulic Traction Assistant (HTA) soll eine energieeffiziente Alternative zum klassischen Allradantrieb bieten und das Systemgewicht im Vergleich um rund 400 kg senken. Für Nutzfahrzeuge, die abseits der Straße zur Belieferung in Baustellen einfahren, die auf aufgeweichtem Untergrund unterwegs sind oder die im Winter Steigungen und Pässe bewältigen müssen, ist ein Allradantrieb von großem Vorteil. Der hydrostatische Zusatzantrieb Hydraulic Traction Assistant (HTA) bietet nach Herstellerangaben eine energieeffiziente Alternative zum klassischen Allradantrieb. HTA senkt das System­ gewicht im Vergleich um rund 400 kg. Das geringere Gewicht erhöht die Nutzlast entsprechend und senkt den Kraftstoffverbrauch. An einer beliebigen Achse im Nutzfahrzeug steigern zwei hydraulisch angetriebene Rad­nabenmotoren bedarfsgerecht die Traktion. Im Straßenbetrieb laufen die Radnabenmotoren im Neutralmodus mit und sollen so die Schleppverluste auf ein Kraftstoff sparendes Minimum reduzieren. Bei Gelän­ defahrten und in schwierigem Terrain aktiviert der Fahrer den Traktionsmodus per Kippschalter, auch während der Fahrt unter Last. Im Traktionsmodus stellt das HTASystem eine zusätzliche Leistung von rund 50 kW und zusätzliche Drehmomente von bis zu 6.000 Nm pro Rad zur Verfügung. Im Kriechgang-Modus verbessere HTA das Rangieren und weitere Arbeitsgänge, die bei geringen kontinuierlichen Fahrzeuggeschwindigkeiten ausgeführt werden. Dazu treiben ausschließlich die beiden Radnaben­motoren das Nutzfahrzeug vorwärts oder rückwärts an; das mechanische Getriebe befindet sich bei diesem rein hydraulischen Fahren in Neutralstellung. HTA füge sich ohne wesentliche Änderungen in vorhandene Nutzfahrzeugkonzepte ein und wirke sich nicht auf das Chassis-Design, die Manövrierbarkeit oder den Wendekreis aus, sondern bringe hier sogar Vorteile im Vergleich zu mechanischen Allradantrieben.

Die Systemlösung Hydraulic Traction Assistant HTA besteht aus in die Achse integrierten Radialkolben-Hydromotoren, einer Axialkolbenverstellpumpe, einem Ventilblock, einem elektronischen Steuergerät sowie Ölkühler und Hydrauliktank. Sämtliche Komponenten stammen von Rexroth und bewähren sich bereits seit Langem im rauen Einsatz bei mobilen Arbeitsmaschinen. Für die Nutzfahrzeughersteller besonders wichtig: Als Teil der Bosch-Gruppe bekundet Bosch Rexroth, die Anforderungen an das Engineering im Automotive-Bereich, insbesondere in Bezug auf die funktionale Sicherheit gemäß ISO 26262 zu kennen und erfüllen. Für OEMs reduziere sich damit der Aufwand für die Systemintegration deutlich. HTA sei vom Zweiachser bis zum Vierachser flexibel implementierbar und mache die Allrad-Funktion auch für Fahrzeugtypen interessant, bei denen die Hürde für den Kauf eines mechanischen Allradantriebs sonst zu hoch wäre. Das sind vor allem Nutzfahrzeuge, die wegen ihres überwiegen­den Straßenanteils eher selten einen Allradantrieb benötigen – aber genau dann von der erhöhten Einsatzsicherheit auf schwierigem Terrain profitieren. Dazu gehö­ren Zugmaschinen, Kipper, Feuerwehrfahrzeuge, Betonmischer und -pumpen, Absetzund Abrollkipper, Tank- oder Silofahrzeuge sowie Holztransporter.

Weitere Informationen: Bosch Rexroth AG 97816 Lohr am Main Fon: +49 (0) 93 52-18-0 www.boschrexroth.com

Halle 17

31. Motek 31. Motek Internationale Fachmesse für Internationale Fachmesse für Montage-, Handhabungstechnik Montage-, Handhabungstechnik und Automation und Automation www.motek-messe.de www.motek-messe.de

6. Bondexpo 6. Bondexpo Fachmesse für inInternationale Internationale Fachmesse für industrielle Klebtechnologie dustrielle Klebtechnologie

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Bild: Bosch Rexroth AG

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Hydraulische Antriebstechnik Die Ferra-Pumpe ist für reduzierte Druckpulsation und hohe Leistungsdichte im Verhältnis zur relativ kleinen Modulgröße optimiert.

Kraftstoffsparende Hydraulikund Dieselmotorpumpen Die Concentric AB Gruppe stellt in Hannover Öl- und Kühlmittelpumpen mit variablem Durchfluss für Euro-6-Motoren sowie den Alfdex Zentrifugal-Ölnebelseparator vor. Nach Herstellerangaben bieten die Technologien der Produkte Umweltvorteile für die nächste Generation von Motoren und Plattformen – reduzierter Kraftstoffverbrauch bei den Öl- und Kühlmittelpumpen und verbesserte Emissionswerte im Falle von Alfdex. Eigenen Informationen zufolge hat man bereits Verträge mit mehreren globalen LKW-Herstellern für deren neuen Motoren­ Öl- und Kühlmittelpumpen mit variablem Durchfluss.

programme in Vorbereitung auf Euro-6-Vorgaben abgeschlossen. Die Pumpen mit variablem Durchfluss sind darauf ausgerichtet, den Durchfluss an den realen Bedarf des Motors in jedem Moment des Zyklus anzupassen, statt einen konstanten Durchfluss ohne Berücksichtigung des tatsächlichen Bedarfs zu liefern. In einem Motor, der mit variablen Kühlmittel- und Ölpumpen arbeitet, könnten die Kraftstoffeinspa­ rungen bis zu 4 % erreichen; dies erfülle nicht nur gesetzliche Anforderungen und Umweltauflagen, sondern verbessere zugleich die Motorleistung. Die Palette von Hydraulikpumpen, Motoren, Lüfterantrieben und Aggregaten von Concentric wird auf der IAA erstmals vorgestellt (ehem. Haldex). Zu den Highlights zählt nach Herstellerangaben die sehr

leise Zahnradpumpe Calma sowie das Ferra-Gußeisen-Sortiment, beide entwickelt vom deutschen Hydraulik-Kompetenzzentrum in Hof. Ferra ist für den anspruchsvollen Hochleistungseinsatz in Bau- und Landmaschinen, Transportanlagen und anderen Mobil- und Geländeanwendungen ausgelegt. Calma reduziert die Geräuschpegel in langsamen Anwendungen, darunter vor allem Elektrofahrzeuge wie Gabelstapler und Lagertechnikgeräte, um bis zu 10 dB bzw. 85 %. Bilder: Concentric Hof GmbH

Weitere Informationen: Concentric Hof GmbH 95014 Hof Fon: +49 (0) 92 81-8 95-0 www.concentricab.com

Halle 13 Stand B26

Proportional-Schraubpatronen mit Steckspule Wandfluh bietet seit kurzem die Proportional-Schraubventile mit Steckspule an. Durch die auswechselbare Spule soll die Logistik erheblich vereinfacht werden, da die Magnetspule auch nachträglich montiert werden kann. Durch die verschiedenen Varianten sind die Proportional-Schraubpatronen zu einem sehr flexiblen System geworden. Verschiedene Stecker- und Spannungsvarianten sind ab Lager lieferbar und werden bezüglich individueller Anpassungen mit der gewohnten Wandfluh-Flexibilität ergänzt. Zudem wurde die Perfomance der Ventile durch die verbesserte Magnetspule erhöht. Somit können auch Umgebungstemperaturen von bis zu 70 °C ohne Leistungseinbussen gefahren werden. Mit der Verbesserung des Korrosionsschutzes der Magnetspule erreichen die Ventile je nach Ausführung eine Salzsprühfestigkeit von über 500 h. Es stehen Ventile in den Normsenkungen M22 und M33 nach ISO 7789 zur Wahl. Druckbegrenzungen sind als direktgesteuerte und vorgesteuerte Versionen bis zu

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Durchflussmengen von über 230 l/min und Drücken bis 350 bar erhältlich. Neben der optimierten proportionalen Drossel für Durchflüsse bis 63 l/min ist das All-In-OneVentil QSPPM33 (sitzdichter Mengenregler) mit mechanisch voreingestelltem Imin im Produktsortiment. Durch den voreingestellten Imin wird die Seriestreuung der Ventile auf ein Minimum reduziert, um eine Vereinfachung der Ventilinbetriebnahme zu garantieren.

Durch die verschiedenen Varianten sind die Proportional-Schraubpatronen zu einem sehr flexiblen System geworden.

Typische Anwendungen für die qualitativ hochstehenden Proportional-Schraubpatronen sind vorwiegend: · Feinfühlige Verstellung von Druck bzw. Durchflussmenge · Regelung der Geschwindigkeiten von Hydromotoren · Zylindersteuerung und -positionierung · Individuelle Klemm- und Spannkraftverstellung

Weitere Informationen: WANDFLUH AG CH-3714 Frutigen Fon: +41 (0) 33-672 72 72 www.wandfluh.com

Bild: Wandfluh AG

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Hydraulische Antriebstechnik

Valve World Expo 2012

DICHT& SICHER Besuchen Sie uns:

Vom 27. bis 29. November 2012 findet zum zweiten Mal in Düsseldorf die Internationale Fachmesse mit Kongress für IndustrieArmaturen, Valve World Expo, statt. Belegt sind die Messehallen 3 und 4 sowie das angrenzende CCD. Süd, in dem die Konferenz stattfindet. Bereits seit Ende Juli ist der digitale TicketShop im Internetportal geöffnet. Die eTickets sind deutlich günstiger als die an den Kassen verkauften Einlasstickets. Mit wenigen Mouse-Clicks kann das Ticket bereits zu Hause oder im Büro am PC erstellt und ausge­druckt werden. Es wird dann beim Betreten der Valve World Expo einfach vor die Drehkreuze gehalten, die sich öffnen. Das Ticket ist gleichzeitig als kostenfreier Fahrschein im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) nutzbar. Online bestellte Tagestickets kosten statt Euro 39,- dann nur Euro 29-,. Die Dauerkar­te ist -digital gebucht- für Euro 45-, statt Euro 55-, (Tageskasse) zu erhalten.

Noch bequemer ist es per Smartphone: Das dort heruntergeladene Ticket gilt als digitales Einlassticket in die Messe. Die digitale Variante gilt allerdings nicht als Fahrschein im VRR-Bereich. Zum ersten Mal sind aber die Kosten für den Messekatalog im Eintrittspreis enthalten. Der Katalog liegt vor Ort aus und kann mitgenommen werden.

HANNOVER

MESSE 13.-27.- April

Halle17, St.C 48/2 Lee Rückschlagventile Ø 6 mm

Bilder: Messe Düsseldorf GmbH

Weitere Informationen: www.valveworldexpo.com www.valveworldexpo.de

NEU: Softseat Ventile für hohe Dichtigkeit bei langer Standzeit

LEE Hydraulische Miniaturkomponenten GmbH Am Limespark 2 · 65843 Sulzbach Telefon 06196/77369-0 E-Mail info@lee.de · www.lee.de POWERWORLD 03+04/12


Hydraulische Antriebstechnik

Kompakt und Sicher - Neuer Stützenzylinder mit integriertem Sicherheitsventil Die Anwendung von Stützenzylindern in Fahrzeugen, bei denen vom Betreiber auch auf der Stangenseite bestimmte Sicherheits­anforderungen gestellt werden, konnte bisher nur durch aufwändige Verrohrungen zusätzlich aufgebauter Rückschlagventile realisiert werden. Neumeister bietet mit einem im Zylinderboden integrierten Rückschlagventil die Lösung für eine kompak­ tere Bauweise und eine einfachere Mon­ tage. Bei dem neuen Stützenzylinder ist ein zwei­tes Ventil im Zylinderboden integriert. Der Vorteil: Keine zusätzlichen Anbauten und Verrohrungen sind mehr notwendig. Die Weitere Informationen: Neumeister Hydraulik GmbH 74196 Neuenstadt Fon: +49 (0) 71 39-4 60-0 www.neumeisterhydraulik.de

Ansteuerung der Venti­ le erfolgt geschlossen und geschützt im Zylinderboden. Eine Beschä­ digung der Steuerleitun­gen sei damit ebenfalls ausgeschlossen.

Stützenzylinder mit integriertem Sicherheitsventil.

Halle 26 Stand E36

Für die Anwender von Stützenzylindern mit Rückschlagventil-Absicherung ergibt sich durch die integrierte Bauweise dem Hersteller zufolge ein wesentlicher Vorteil: Die korrekte Auswahl des Rückschlagventils in Bezug auf das Übersetzungs­verhältnis des Hydraulikzylinders kann dadurch entfallen und Fehlerquellen werden somit ausgeschlossen. Bild: Neumeister Hydraulik GmbH

Kleine Proportional- Vorsteuereinheit für Mobilhydraulik

Druckminderventil VR 030. In den letzten Jahren haben sich in der Mobilhydraulik, aber auch vermehrt in stationären Anwendungen, kompakte Vorsteuerventile in Patronenbauweise mit einer Baugröße Durchmesser 32 mm durchgesetzt. Dem ungebrochenen Trend zu weiterer Miniaturisierung und Kostenoptimierung folgt Magnet-Schultz mit der Vorstellung einer kleineren Ausführung in Baugröße 30 mm.

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Sind geringe Hysterese, kompakte Bauweise, hohe Schutzart und proportionale Kennlinie Selbstverständ­ lichkeiten für richtungsweisende Ventile, zeichnet sich das neue Druckminderventil nach Herstelleran­gaben darüber hinaus durch eine geringe Leckage aus. In der Beurteilung von Maschinen und Anlagen nach Ressourcen- und Energieeffizienz spielt diese Eigenschaft eine wichtige Rolle. Das 3/2 NC- Ventil hält einem Betriebsdruck von 50 bar stand und regelt im Bereich bis 20 bar bei einem Nenndurchfluss von 4l/min. Ein Flansch mit 2 Bohrungen ermöglicht eine sichere und rationelle Befestigung auf dem Ventilblock.

Der elektrische Anschluss erfolgt axial über einen AMP Stecker. Als Optionen bietet der Hersteller einen Deutsch-Stecker Typ DT 04-2P, Handnotbetätigung und Grobschmutzfilter zum Schutz der Ventilbauteile. Andere Druckvarianten sind auf Anfrage möglich. Bild: Magnet-Schultz GmbH & Co Fabrikations- und Vertriebs-KG

Weitere Informationen: Magnet-Schultz GmbH & Co Fabrikations- und Vertriebs-KG 87700 Memmingen Fon: +49 (0) 83 31-1 04-0 www.magnet-schultz.com

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Hydraulische Antriebstechnik

Hydraulikaggregate für jede Anwendung Von Standardanwendungen bis zu hochkomplexen Aufgaben – Hydraulikzylinder von Hoven Hydraulik sind für die Präzisionsarbeit ausgelegt. Für eine optimale Performance bietet der Stolberger Hersteller zudem anwendungsspezifische Aggregate mit Nenndrücken bis 350 bar. Für explosionsgefährdete Umgebungen gibt es diese optional auch ATEX-zertifiziert.

Hydraulikaggregat für vielfältige Einsatzzwecke.

Individuelle Auslegung serienmäßig Die Aggregate – Herzstücke jeder Hydraulikanlage – werden individuell nach Kundenanforderung schlank und leistungsfähig ausgelegt und konstruiert. Je nach Anwen­ dung setzt Hoven dabei Normbehälter aus Aluminium oder Stahl mit bis zu 2.000 Litern Volumen ein. Größere Sonderbehälter, zusätzliche Ölauffangwannen zum Umwelt­schutz sowie Überdachungen oder Kapselungen zur Geräuschreduzierung sind eben­falls möglich. Bei Volumenströmen bis zu 750 Litern pro Minute sollen hochpräzise Steuerblöcke eine exakte und schnelle Regelarbeit der Aggregate gewährleisten. Bei Bedarf werden Kühlkreisläufe mit Öl-Wasseroder Luft-Wärmetauschern integriert, die auch hohen Temperaturen oder besonders häufiger Ansteuerung zuverlässig standhalten. Vorgaben, Vorschriften oder Sonderwünsche im Hinblick auf Lackierung und Layout der Aggregate werden ebenso berücksichtigt. Zu jeder Anlage liefern die Stolberger umfassendes Dokumentationsmaterial sowie systemspezifische Datenblätter. Auch die Prüfung und Zerti-

fizierung aller Bauteile nach den anerkannten Standards wird auf Wunsch übernommen. Für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen können die Aggregate auch ATEX-zertifiziert ausgeführt werden. Damit bietet der Hersteller Aggregate und Zylinder – mit und ohne ATEX – als leistungs­fähiges und abgestimmtes Paket aus einer Hand. Bilder: Wilhelm Hoven Maschinenfabrik GmbH & Co.

Weitere Informationen: Wilhelm Hoven Maschinenfabrik GmbH & Co. 52223 Stolberg Fon: +49 (0) 24 02-96 53-0 www.hoven.de

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Mechanische Antriebstechnik Durch den Einsatz von Norglide-Gleitlagern dämpfen Zweimassenschwungräder die Vibrationen des Fahrzeugmotors.

Gleitlager und Toleranzringe steigern die Effizienzgewinne

Produktpalette. Der internationale Automobilmarkt stellt zunehmend höhere Anforderungen an die Erstausrüster (OEMs) bei der Produktion von Hochleistungsteilen, die erschwinglich und gleichzeitig langlebig sein müssen. Durch die Norglide-Gleitlager und RencolToleranzringe, unterstützt Saint-Gobain Per­formance Plastics die OEMs bei der Erfüllung dieser Anforderungen. Nach eigenen Angaben ideal für Antriebssysteme, Chassis sowie für Anwendungen im Fahrzeug­ innenraum und der Karosserie geeignet, optimieren Gleitlager und Toleranzringe die Komponentenfertigung sowie die Antriebs­leistung und den Fahrkomfort für den Endkunden.

zur Verbesserung der Reibungskontrolle und zur Geräusch- und Vibrationsdämpfung (Noise, Vibration and Harshness - NVH) beitragen. Die Gleitlager verfügen über eine dicke, selbstschmierende Beschichtung aus Polytetrafluorethylen (PTFE), die kontrollierte Reibwerte bei axialen und radialen Belastungen ermöglicht, um so das NVHVerhalten zu optimieren. Die federähnlichen Eigenschaften der Toleranzringe sorgen für einen festen Sitz zwischen Lagern, Wellen und Gehäuse. Die Auswölbungen im Kreisrand der Toleranzringe absorbieren effektiv die durch mechanische Verbindungen im Fahrzeugchassis und im Antriebsstrang übertragenen NVH.

Der Trend hin zu steigenden Effizienzgewinnen bei Antriebs- und Chassiskomponenten führt zu Einsparungen im Kraftstoff­verbrauch und zur Senkung der Kohlendioxidemissionen (CO2). Mit Norglide-Gleitlagern und Rencol-Toleranzringen sollen sich die Vorteile steigender Effizienzgewinne der einzelnen Komponenten reali­sieren lassen, da Materialien verwendet werden, die

Lenkungsdruckstück Aufgrund der dicken PTFE-Schicht verringern die Gleitlager in einem Lenkungsdruck­ stück die Reibung im Druckstück und tragen damit zu einem verbesserten Lenkgefühl und Fahrverhalten bei. Damit bekommt der Fahrer ein besseres Gefühl für die Fahrbahnoberfläche, so dass letztendlich das Fahrerlebnis verbessert wird.

gestattete Sitz-Armlehne zeigt folgende Eigenschaften: Durch einen bestimmten Reibwert bleibt die Armlehne in der gewünschten Position und fällt nicht herunter. Die kontrollierte Reibung sorgt für ein Gefühl von hoher Qualität, Leistung und Luxus. Zweimassenschwungrad Durch den Einsatz von Norglide-Gleitlagern dämpfen Zweimassenschwungräder die Vibrationen des Fahrzeugmotors und verhindern eine Übertragung der Vibrationen auf das Getriebe. Dies trägt zu einem komfortableren Fahrgefühl bei. Scharniere Durch die Verwendung von PTFE in seinen Gleitlagern ist der Hersteller in der Lage, das Drehmoment bei Scharnieren nach genauen Spezifikationen zu kontrollieren. Die Gleitlager können an Metallrahmen eingesetzt werden, ohne die Lackierarbeiten zu beeinträchtigen. Bilder: Saint-Gobain Performance Plastics Rencol Ltd.

Sitz-Armlehne Eine wurde zur Verbesserung der Drehmomentkontrolle mit den Toleranzringen ausDownload unter www.techtex-verlag.com/POWERWORLD

PTFE-Schicht verringern die Gleitlager in einem Lenkungsdruckstück die Reibung im Druckstück.

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Das Drehmoment bei Scharnieren kann nach genauen Spezifikationen kontrolliert werden.

Weitere Informationen: Saint-Gobain Performance Plastics Rencol Ltd. UK-BS34 5TB Bristol Fon: +44 (0) 1 77-91 57-0 www.bearings.saint-gobain.com

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Mechanische Antriebstechnik Bilder: MacLions

Getriebe mit über 100 Gängen Der ehemalige Saarbrücker Informatikstudent Toma Macavei entwickelte ein compu­tergesteuertes Getriebe, das über 100 Gänge bieten kann und etwa die Größe eines DIN-A-4-Blattes hat. Sein Bruder Andrei, der­zeit noch Jurastudent an der Saar-Uni, ist als Geschäftsführer einer Firma für die Vermarktung zuständig. Durch Einreichung einer Patentanmeldung ist die Erfindung bereits rechtlich gesichert. Nun suchen sie Partner für den Bau eines Prototyps.

Weitere Informationen: MacLions · Universität Campus Starterzentrum Gebäude A1 1 · 66123 Saarbrücken

Fahrer bremst, kann das Getriebe auch die Energie von den Rädern aus zurück übertragen. „So kann man beispielsweise Strom gewinnen für einen Elektroantrieb“, erklärt der 29-jährige Andrei. Das sei sehr gut geeignet für Fahrzeuge mit Hybridantrieb, also beispielsweise Benzin- und Elektroantrieb. Eine Saarbrücker Anwaltskanzlei, die auf Patentrecht spezialisiert ist, hat die Patent­ anmeldung eingereicht. Nun suchen die beiden umtriebigen Studenten nach Partnern, die sie beim Bau eines bis zu 200.000 Euro

Andrei Macavei gründete Maclions und entwickelte das Patent. teuren Prototyps unter­stützen. Andrei Macaveis Firma Maclions wurde für die Entwick­ lung des Patents bisher mit 5.000 Euro durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie in dessen Programm KMU Signo gefördert.

Toma Macavei entwickelte das Getriebe. „Ich habe zwei Zahnradkammern miteinander kombiniert“, erklärt der 30-jährige Toma Macavei. Das funktioniert ähnlich wie bei Fahrrädern und ihren zwei hintereinander liegenden Zahnkränzen. „Liegen in der vorderen Zahnradkammer beispielsweise fünf Zahnradpaare und in der hinteren drei, ergeben sich daraus also 15 Gänge. Theoretisch können wir damit über 100 Gänge erreichen“, erklärt der ehemalige Saarbrücker Informatik-Student. Der schwierigste Teil der Konstruktion war bisher die Verbindung beider Getriebeteile. Bisher ist keinem Ingenieur eine Lösung dafür eingefallen, wie die beiden Zahnradkammern miteinander gekuppelt werden können. Toma Macavei hat nun eine computergestützte Lösung erfunden, die innerhalb der Verbindung beider Zahnradkammern liegt. Diese errechnet den optimalen Gang für die jeweilige Geschwin­digkeit und schaltet das Getriebe automatisch. Die Zahnradpaare des Getriebes können sehr eng beieinander stehen, denn die Kupplung der Gänge geschieht im Innern dieser kompakten Welle. „Ein Auto beispielsweise kann so konstant mit sehr niedriger Drehzahl gefahren werden“, erklärt der Bruder des Erfinders, Andrei Macavei. So wird erheblich Kraftstoff gespart, da auch bei hohen Geschwindigkeiten keine hohe Drehzahl erforderlich ist. „Außerdem wird der Motor nicht so stark belastet“, erklärt der angehende Jurist einen weiteren Vorteil. Das so genannte Finngetriebe von Toma und Andrei funktioniert in zwei Richtungen. Das heißt, es kann nicht nur Kraft vom Motor an die Räder weitergeben. Wenn ein

Praktisch unzerstörbar: Dämpfungselemente für Landmaschinen

Die von ACE, einem renommierten Spezialisten für industrielle Dämpfungstechnik, neu entwickelte TUBUS Spring ist ein kombiniertes Feder-Dämpfer-Element für Geräte zur Bodenbearbeitung. Sie besteht aus einzelnen Co-PolyesterElastomer-Pads, die – getrennt durch Separatorplatten – individuell zu einem kompletten Federpaket zusammengesetzt werden.

Bruchgefahr ist nahezu Null. Sie kann durch ihren modularen Aufbau in einer Vielzahl von Anwendungen im Bereich der Landmaschinentechnik zum Einsatz kommen – überall dort, wo sichere, zuverlässige, kompakte und robuste Dämpfungselemente benötigt werden. Fragen Sie ACE nach Ihrer persönlichen TUBUS Spring-Lösung:

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Ein besonderer Vorteil liegt in der Auslegung der Federkennlinie, die ganz individuell nach den spezifischen Kundenerfordernissen gestaltet werden kann. Die TUBUS Spring bietet höchste Kraft- und Energieaufnahme, ist wartungsfrei, und die ACE_Powerworld_3-4-2012.indd 1

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Mechanische Antriebstechnik

Leichte Nutzfahrzeuge mit Elektrolenkungen

Die Elektrolenkung Servolectric stellt Informationen für weitere Sicherheits- und Fahrerassistenzsysteme zur Verfügung. Im Vergleich zu Hydrauliklenkungen spare die Elektrolenkung rund 0,6 Liter Kraftstoff im NEFZ-Fahrzyklus (Neuer Europäischer Fahrzyklus) im Stadtverkehr. Die verbrauchsoptimierte Servolectric von ZF Lenksysteme erobert dem Hersteller zufolge nach dem PKW-Markt jetzt auch das volumenstarke Geschäftsfeld der Leichten Nutzfahrzeuge (LCV). Bereits über 23 Millionen Exemplare wurden von der Elektrolenkung gefertigt. Davon rund 2,6 Mio. Exemplare in der achsparallelen Ausführung mit der größten Zahnstangenkraft. Mit geringen Modifikationen ist diese Elektrolenkung für Leichte Nutzfahrzeuge adaptierbar. Im Vergleich zu Hydrauliklenkungen spare die Elektrolenkung rund 0,6 Liter Kraftstoff im NEFZ-Fahrzyklus (Neuer Europäischer Fahrzyklus) im Stadtverkehr. Ein weiterer Vorteil ist die Systemfähigkeit, das heißt die Vernetzung mit elektronischen Assistenzsystemen. Für den Kunden bedeutet dies mehr Sicherheit und Komfort. Weniger Verbrauch – weniger Kohlendioxid Die Elektrolenkung benötigt nur dann Leistung, wenn gelenkt wird. Nach aktuellsten Messungen spare die Elektrolenkung gegen­über einer hydraulisch unterstützten Servo­lenkung 0,6 Liter Kraftstoff auf 100 Kilome­ter ein. Bei einer Laufleistung von 25.000 km pro Jahr bedeute das eine Einsparung von 150 Liter Kraftstoff, allein durch die Lenkung. Daraus ergeben sich rund 210 Euro bei einem Literpreis von 1,40 Euro für Diesel. Auch hinsichtlich der CO2-Emissionen ergibt sich ein erhebliches Einsparpotenzial. Im Vergleich zu einer hydraulischen Servolenkung produziert die Servolectric 16,1 g/ km weniger CO2. Bei einer jährlichen Lauf-

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leistung von 25.000 km ergibt das eine Ersparnis von rund 0,4 Tonnen CO2. Zudem hat der Gesetzgeber die Einführung einer EU-weiten CO2-Strafsteuer für Nutzfahrzeuge beschlossen, die mehr als 147 g/km CO2 emittieren. Bereits 2014 tritt sie mit ei­nem Grenzwert von 175 g/km in Kraft, eine Staffelung sorgt schrittweise für die Erreichung des Grenzwertes von 147 g/km in 2020. Auch hier zeigt die Servolectric nach den Erkenntnissen des Herstellers ein enormes Sparpotenzial. Power-on-demand Die Elektrolenkung basiert auf dem Prinzip der Zahnstangenlenkung, die bei der Elektrolenkung mit einem Servomotor und einer hoch entwickelten Elektronik verknüpft wird. Sobald der Fahrer eine Lenkbewegung durchführt, registrieren Sensoren das entsprechende Lenkmoment und die Lenkgeschwindigkeit. Aus diesen Daten errechnet ein Steuergerät innerhalb von Millisekunden die erforderliche Lenkunterstützung und der Servomotor überträgt das optimale Moment über ein Kugelumlaufgetriebe auf die Zahnstange der mechanischen Zahnstangenlenkung. Die Leistungsgrenzen dieser Lenkung liegen bei einer Lenkachslast von über 2.000 kg. Die 2006 eingeführte Elektrolenkung in der achsparallelen Ausführung bietet aber noch weitere Vorteile: Der platzsparende Einbau durch Wegfall von Lenkungspumpe und Verschlauchung vereinfacht die Montage und entlastet die Umwelt. Neben den PKW-Lenkungen deckt die sie nun auch die Leichten Nutz-

fahrzeuge (LCV) wie zum Beispiel Mercedes Sprinter oder Volkswagen Crafter ab. Damit ist diese Lenkung von der Kleinstwagenklasse über die Mittel- und Oberklasse bis hin zum Transporter vertreten. Systemfähigkeit schafft Fahrsicherheit Die Lenkung kann mit einer Vielzahl von externen Systemen vernetzt werden. So stehen die gesammelten Informationen über den Lenkradwinkel anderen Systemen, wie dem ESP oder einer adaptiven Fahrwerkregelung, zur Verfügung. Außerdem ermögliche sie Fahrsicherheitsfunktionen wie einen Spurhalte- oder Ausweichassistent. Je nach Fahrsituation greift das entsprechende System ein und empfiehlt dem Fahrer durch optische, akustische oder haptische Signale eine Lenkungskorrektur. Ein Handgriff am Lenkrad ist beim Parkassistenten nicht mehr nötig. Halle Hier übernimmt die Elektro­17 lenkung vollständig autoStand nom den Lenkeingriff. B10 _________ Bilder: Halle ZF Lenksysteme GmbH 17 Weitere Informationen: ZF Lenksysteme GmbH 73527 Schwäbisch Gmünd Fon: +49 (0) 71 71-31-0 www.zf-lenksysteme.com

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Mechanische Antriebstechnik

Den Antriebsstrang effizienter machen Die Zukunft im öffentlichen Nahverkehr liegt für den weltweit agierenden Nutzfahr­zeug-Zulieferer in der weiter gesteigerten Effizienz von Antriebssystemen. Mit Blick auf das emissionsfreie Fahren präsentiert Voith in Hannover das Technologiekonzept ElvoDrive, ein serieller Hybridantrieb. Der Antrieb überträgt die benötigte Leistung vollständig elektrisch, so dass ein Verbrennungsmotor immer im Punkt des geringsten spezifischen Verbrauchs betrieben werden kann. In späteren Baustufen lassen sich auch reine Elektro-Antriebe, Range Exten-

gen Schaltprogramm SensoTop und dem Telemetriesystem DIWA SmartNet. Basis ist das neue Automatgetriebe, das im Vergleich zu seinem Vorgängermodell noch einmal 5 % Kraftstoff sparen soll. Möglich werde dies durch die Regelung des Arbeitsdrucks im Getriebe, der sich bis auf fünf bar absenken lässt. Dies spare bis zu 3 % Diesel. Dazu kommt ein intelligentes Anfahrmana­ gement ebenso wie das Schaltprogramm SensoTop. In Verbindung mit einem neuen Torsionsschwingungsdämpfer schaltet das Programm bei noch niedrigeren Drehzahlen und senkt damit den Verbrauch. Komplettiert wird das Effizienzpaket durch das Telemetriesystem SmartNet. Um Ausfallzeiten zu minimieren, sendet der Bus seine Betriebsdaten über GPRS an einen Server. Bei einer Störung im Getriebe wird der Betreiber informiert und kann sofort reagieren, bevor der Bus ausfällt. Denn mit präventiver Instandhal-

Der Wasserretarder SWR arbeitet mit dem Kühlmittel des Motors und soll dadurch wartungsfrei sein.

Automatgetriebe DIWA.6. den Enddruck dank Zwischenkühlung bei einer niedrigeren Verdichtungstemperatur erreichen. Der Aquatarder SWR, der nach Herstellerangaben erste Sekundär-Wasserretarder der Welt, erweitert sein Einsatzspektrum: Ab Serienstart ist er im neuen Verteiler-LKW Mercedes-Benz Antos erhältlich. Der Wasserretarder arbeitet mit dem Kühlmittel des Motors und sei damit wartungsfrei: Im Vergleich zu Öl-Retardern lassen sich dem Hersteller zufolge zwischen 6 und 12 Liter Öl pro Fahrzeug jährlich einsparen. Zudem entfällt die Altölentsorgung und die mit einem Ölwechsel verbundenen Werkstattarbeiten. Durch seine extrem kompakte Bau­weise benötige er 50 % weniger Bauraum und sei um 35 kg leichter als ein vergleichbarer Öl-Retarder. Retarder übernehmen bis zu 90 % aller Fahrzeugbremsungen. Das schont die Betriebsbremse und reduziere den Bremsstaub um bis zu 80 %. Bilder: Voith Turbo GmbH & Co. KG

Der LP 725 ist von 2013 an für die neue Generation der Euro-6-Motoren vorgesehen.

der- oder Plug-in-Konzepte realisieren. Die Vorteile des ElvoDrive in künftigen Linienbussen sind damit vielfältig: vom reinen Senken des Verbrauchs bis zum emissionsfreien, elektrischen Fahren auf kurzen Strecken. Sparpotenzial hat auch ein neues Effizienzpaket. Es besteht aus dem neuen Automat­ getriebe DIWA.6, dem topografieabhängi-

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tung sind die Busse länger auf der Straße und kürzer in der Werkstatt. In Bussen und in anderen Nutzfahrzeugen mit viel Luftverbrauch wird der LP 725, ein Dreizylinder-Kompressor nun auch in Alu-Leichtbauweise angeboten. Der LP 725 ist von 2013 an für die neue Generation der Euro-6-Motoren vorgesehen. Voith Luftpresser zeichnen sich gegen­­über einstufigen Kompressoren durch eine höhere spezifische Fördermenge aus. Sie sollen weniger Energie verbrauchen und

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Weitere Informationen: Voith Turbo GmbH & Co. KG 89522 Heidenheim Fon: +49 (0) 73 21-37-0 www.voith.de

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Mechanische Antriebstechnik Produktreihe Conform auf Forchtenberg.

Herstellungsprozess schafft multifunktionale Präzisionsteile Immer komplexer, schneller und multifunk­ tionaler, so müssen sie sein, die technischen Lösungen welche Konstrukteure und Entwickler in der Automobil- und Elektroindustrie heutzutage entwickeln. Das alles für eine Welt in welcher der technische Fortschritt beständig voran schreitet. Dabei darf bei all den notwendigen technischen Features und der Begeisterung für innovative Produktlösungen das wichtigste Ziel nicht aus den Augen verloren werden – die kostenoptimale Produktion der entwickelten Produkte. Gerade im Bereich der Präzisionsteile aus Metall können hier durch unterschiedliche Produktionsverfahren enorme Kostenunterschiede resultieren. Das Produktsegment der Präzisionsteile war in der Vergangenheit eine Domäne der spanabhebenden Fertigungsindustrie. Die Teile wurden dabei größtenteils im kostenintensiven Drehverfahren hergestellt. Stei-

sich um komplexe Präzisionsteile welche anstatt im Drehverfahren nun mittels Metallumformung hergestellt werden. Allein durch die Änderung des Produktionsverfahrens sollen abhängig von Teil und Produktionsmenge, Kosteneinspareffekte um bis zu 80 % realisiert werden können. Auslöser für diese enorme Kostenreduzierung ist unter anderem der geringere Material­ einsatz der aus dem spanlosen Umformverfahren resultiert sowie eine deutlich höhere Stückleistung der Mehrstufenpressen gegenüber herkömmlichen Drehautomaten. Dabei sind den Anwendungsfällen und dem Design der Conform-Produkte nach Herstellerangaben beinahe keine Grenzen gesetzt. So können mit der in Forchtenberg genutzen 6-Stufen-Presstechnologie Teile mit Außenverzahnung, formgewalzte, hohle und halbhohle Teile sowie exzentrische Produkte und Lagerbolzen hergestellt werden.

Abhängig von Teil und Produktionsmenge sollen Kosteneinspareffekte um bis zu 80 % realisiert werden können.

gende Rohstoffpreise kombiniert mit dem generellen Kostendruck in der gesamten Industrie ließen den Ruf nach innovativeren und kostengünstigeren Produktionsverfahren immer lauter werden. Kostenoptimierung durch geändertes Produktionsverfahren Als Antwort auf diese Herausforderung hat Arnold Umformtechnik, Hersteller von individualisierten Multifunktions- und Verbindungsteilen aus Metall, die Produktreihe Conform entwickelt. Dabei handelt es

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mittelt werden, ohne dabei Funktionalität oder Qualitätsansprüche zu gefährden. Der Entstehungsprozess mündet sodann in die Produktion von seriennahen Funktionsmustern welche mit denselben Eigenschaften in der später folgenden Großserie als Umformteil hergestellt werden können. Dadurch entsteht eine lückenlose Konformität mit den Ansprüchen des Kunden.

Schematische Darstellung des Entstehungsprozesses.

Serienreife von Anfang an Der Anforderung nach größtmöglicher Multifunktionalität einerseits und dem kostenoptimalsten Herstellungsverfahren andererseits wird bereits in der Frühphase der Conform-Teileentwicklung Rechnung getragen. Nach einer ersten Abstimmung mit dem Kunden führt man für die zu fertigenden Teile, quasi noch auf dem Reisbrett, einen sogenannten Großseriencheck durch. Hierdurch können die erforderlichen Parameter für eine kosteneffiziente und optimierte Herstellung des Kundenteils er-

Bilder: Arnold Umformtechnik GmbH & Co. KG Download unter www.techtex-verlag.com/POWERWORLD

Weitere Informationen: Arnold Umformtechnik GmbH & Co. KG 74670 Forchtenberg-Ernsbach Fon: +49 (0) 79 47-821-0 www.arnold-umformtechnik.de

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Mechanische Antriebstechnik

Elektronik im Elektrofahrzeug muss zuverlässiger werden Die Zuverlässigkeit leistungselektronischer Module, die für den Antrieb von Elektrofahrzeugen benötigt werden, wird maßgeb­lich durch die Zuverlässigkeit und Lebensdauer der stromführenden Drahtverbindun­ gen zu den Halbleiterschaltern, den sogenannten Bondverbindungen (siehe Bilder) bestimmt. Diese Draht- oder BändchenBonds sind quasi die Hauptschlagadern leistungselektronischer Antriebe, denn über sie wird die gesamte Antriebsenergie für Elektrofahrzeuge verteilt. Wenn sich eine solche Verbindung löst, kann der gesamte Antrieb des Elektrofahrzeugs ausfallen.

Die Partner des Verbundprojekts RoBE – „Robustheit für Bonds in E-Fahrzeugen“ – haben sich das ambitionierte Forschungsziel gesteckt, eine zuverlässige Lebensdauerprognose jeder Bondverbindung schon bei der Herstellung zu ermöglichen und die Bondlebensdauer mindestens zu verdoppeln. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert diese Verbundpro­jekt, denn die Lösung auch solcher technologischer Fragestellungen wird mit darüber entscheiden, ob sich Deutschland zu einem Leitanbieter für Elektromobilität entwickeln kann.

Bändchen-Bonds gehören zu den Hauptschlagadern leistungselektronischer Antriebe.

Das Verbundprojekt zielt auf ein tieferes Verständnis der Einflussfaktoren und der mechatronischen Zusammenhänge der BondTechnik. Durch die Erforschung, Modellierung und Simulation der Prozesse und Materialien der Bondtechnologie und der Entwicklung alternativer Techniken wie dem Laserstrahlschweißen sollen heutige Verfahrensgrenzen überwunden werden.

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Weitere Informationen: Heraeus Materials Technology GmbH & Co. KG 63450 Hanau Fon: +49 (0) 61 81-35-0 www.heraeus-materials-technology.de Wichtigster Hebel zur Erforschung der benötigten innovativen Lösungen ist in diesem Projekt die Zusammenführung der Kompetenzen entlang der kompletten Entwicklungs- und Entstehungskette durch die Kooperation von Industrie und Forschungsinstituten. Unter der Führung des Automobilherstellers Audi AG wird RoBE eigenen Angaben zufolge mit den Partnern Conti Temic Microelectronic GmbH (Zulieferer der Automobilindustrie), Infineon Technolo­gies AG (Hersteller leistungselektronischer Module), F&K Delvotec (Hersteller Bondautomaten), Heraeus Materials Technology GmbH (Hersteller Bondmaterialien), LTI Drives (Hersteller Industrie- und Solarumrichter), S&F Systemtechnik (Automatisierung) und den Forschungsinstituten Fraunhofer IZM und Fraunhofer ILT mit einer Laufzeit von drei Jahren einen neuen Benchmark für die Zuverlässigkeit von Bondverbindungen setzen.

Bilder: Heraeus Materials Technology GmbH & Co. KG

Electric Drives Production Konferenz und Ausstellung Nürnberg, 16. – 17.10.2012

Wissenschaftlicher Partner:

Elektrische Antriebe optimiert produzieren und damit den Anforderungen industrieller Motoren und denen der Elektromobilität gerecht werden. Produkte, Ideen und Konzepte erleben Sie im Kongress und auf der Ausstellung der E|DPC. Seien Sie dabei. Konferenzthemen u.a.: Offizieller Verbandspartner:

- Future Challenges in Production of E-Drives - Innovative Production Concepts and Processes - Winding Assembly and Quality Assurance - Magnet Manufacturing and Test

edpc-expo.com


Neue Doppelradialgebläse für die Nutzfahrzeugklima­ tisierung

Ebm-Papst, nach eigenen Angaben führender Hersteller von Motoren und Ventilatoren, ist auch dieses Jahr mit Ventilatorlösungen für die Nutzfahr­zeugklimatisierung auf der IAA vertreten. Die neuen gewichtsreduzierten Ventilatoren basieren auf der hauseigenen GreenTech EC-Technologie und arbeiten mit sehr hohen Wirkungsgraden. Die integrierte Elektronik ermöglicht eine präzise bedarfsgerechte Regelung der Luftmenge für die Insassen der jeweiligen Fahrzeuge und somit eine effiziente Nutzung der Klimaanlage. Der Anwender hat wie bisher die Möglichkeit das Gebläse über lineare Spannung und PWM anzusteuern. Optional kann alternativ auch eine Ansteuerung über LINBus realisiert werden. Neu bei diesen Gebläsen ist der um eine weitere Stufe erhöhte Schutz der Elektronik, die nun mit der Schutzart IP 6K9K sogar einer Beaufschlagung durch Hochdruckreiniger standhält. Das Gebläse erfüllt alle Anforderungen an raue Umgebungstemperaturen wie z.B. Hitze, Staub und extreme Wetteränderungen.

Effizienz und Wirtschaftlichkeit Zwei Lastwagenbaureihen, die seit 2005 nicht nur bewegen, sondern nach Herstellerangaben als Synonym für Effizienz, Wirtschaftlichkeit und höchste Zuverlässigkeit stehen – das sind der MAN TGL und TGM. Als Speditionsfahrzeug im Nah- und Verteilerverkehr, im leichten Fernverkehr, beim Einsatz auf der Baustelle oder im breiten Spektrum der kommunalen Anwendungen, MAN hat mit diesen beiden Alleskönnern Maßstäbe in der Transportbranche gesetzt. Von Kunden wegen seiner vielfältigen Einsatzzwecke, der konsequenten Leichtbauweise für maximale Nutzlast und des niedrigen Kraftstoffverbrauchs geschätzt, von Fahrern wegen der einzigartigen Fahreigen­schaften und ausgezeichneten Komfortverhältnisse im Cockpit begehrt, haben die Baureihen einen festen Platz in unzähligen Lkw-Flotten gefunden. So war es kaum ver­wunderlich, dass der MAN TGL kurz nach seiner Markteinführung zum „Truck of the Year 2006“ gewählt wurde. Die vielleicht schönste Auszeichnung spiegelt sich jedoch im Markterfolg der Baureihen wider: Seit Anlauf der Serienproduktion wurden insgesamt mehr als 150.000 TGL und TGM an Kunden im In- und Ausland verkauft.

Bild: Emitec Gesellschaft für Emissionstechnologie mbH

Halle 12 · Stand C22 Freigelände · Stand Q60

Neues Ölnebelabscheidersystem

Halle 11 · Stand C09 Bild: MAN Truck & Bus

Halle 12 · Stand B14 www.mantruckandbus.com

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Bei Emitec, dem Spezialisten für Abgasnachbehandlungssysteme, findet man Konzepte, neue Technologien und Produkte aus Ent­wicklung und Serie zur bestmöglichen Erfüllung der an die Nutzfahrzeughersteller und Betreiber gestellten hohen Anforde­rungen wie EU VI Abgasnorm, Umweltzonen etc. Ein neuartiges, zukünftiges, motornahes Konvertersystem wird zur Fachdiskussion vorgestellt.

www.emitec.com

Bild: Ebm-Papst Mulfingen GmbH & Co. KG

www.ebmpapst.com

Innovative Konzepte, neue Technologien und Produkte

Als Systemanbieter rund um Filtration und Fluidmanagement zeigt Hengst Automotive auf der diesjährigen IAA die gesamte Palette zukunftsorientierter Lösungen, von kundenindividuellen Entwicklungen bis zu standardisierten Produkten unter dem Motto „More functionality. Greater efficiency. Extra benefit“. Das Ölnebelabscheidersystem Blue.tron ist Bestandteil des HengstBaukastensystems zur Motorenoptimierung. Ein hoher Fraktionsabscheidegrad von über 99 % bei 300 l/min, kompakte Baumaße (Durchmesser: 105 mm, Bauteilhöhe: 250 mm), eine geringe Leistungsaufnahme von ledig­lich 60 W bei 90 °C und ein Minimalge-

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wicht von nur 2.400 g: Diese Eckdaten bringen die wesent­lichen Vorteile des neuen Ölnebelabscheiders nach Angaben des Herstellers auf einen Nenner. Der Ölnebelabscheider ist auf die strengen Emissionsgrenzen gemäß Euro VI und EPA 2013 ausgerichtet und reinigt hoch effizient die so genannten Blow-by-Gase zum Schutz der Umwelt und des Motors. Das System ist als Lebensdauerbauteil konzipiert und bietet mit seiner Schräglagentauglichkeit vielseitige Einbau- und Einsatzmöglichkeiten. Bild: Hengst GmbH & Co. KG

Halle 13 · Stand C23

Variable Kühlmittelpumpen Auf der diesjährigen IAA Nutzfahrzeuge in Hannover zeigt BorgWarner neben Turboladertechnologien neue Lösungen im Bereich bedarfsgeregelte Thermomanagementsysteme. Der Hersteller bietet speziell für den Einsatz in Nutzfahrzeugen konzipierte variable Kühlmittelpumpen, die ein effizientes Thermomanagement unterstützen sollen, indem sie durch aktive Regelung genau den Kühlmittelstrom liefern, der gerade benötigt wird. Als Resultat ergeben sich eine Reduzierung direkter Verluste sowie eine Erhöhung des Gesamtwirkungsgrads.

Speziell für den Einsatz im Schwerlastbereich entwickelte man die Heavy-Duty Control­ led Coolant Pump (HDCCP), deren Serienstart für das kommende Jahr geplant ist. Die als „fail safe-on“ ausgearbeitete Pumpe erreicht die volle Zuschaltung, also maximalen Kühlmittelstrom, bereits in weniger als drei Sekunden. Zudem verfügt die Pumpe über exzellente Modulationsfähigkeiten und erlaubt eine von der Motordreh­ zahl unabhängige Regelung.

Hankook’s verbrauchsoptimierte Reifenserie ‘e-cube‘ für Schwer-LKW erzielte nach Herstellerangaben bei einem umfassenden Kraftstoff-Verbrauchstest im DEKRA Automobil Test Center Klettwitz Top-Resultate, die auch im direkten Vergleich mit dem Premium-Wettbewerb bestehen. In dem mehrtägigen von Hankook beauftragten und von der unabhängigen Prüfungsstelle DEKRA in deren Automobil Test Center Klettwitz durgeführten Test wurde der Einfluss verschiedener Reifensätze auf den Kraftstoffverbrauch für Lastzüge ermittelt. Mit einem dokumentierten, durchschnittlichen Verbrauch von 29,4 L pro 100 km, gemessen auf aktuellen ‘Scania G420 4x2‘ Zugmaschinen und vollbeladenen ‘Schmitz Cargobull‘ Sattel-Aufliegern, konnte nicht nur eine signifikante Kraftstoff-Reduzierung der Hankook ‘e-cube‘-Serie gegenüber den herstellereigenen Standardmodellen bestätigt, sondern darüber hinaus eine Kraftstoff-Effizienz exakt auf dem Niveau der ebenfalls mit getesteten und gemessenen Michelin X-Energy Bereifung festgestellt werden.

Bild: BorgWarner

Bild: Hankook Tire Europe GmbH

www.hengst.de

Technologien für die Motoren von heute und morgen Federal-Mogul wird auf der IAA Nutzfahrzeuge eine ganze Reihe von Technologien, mit denen Effizienz, Schadstoffausstoß und Kraftstoffverbrauch von Nutzfahrzeugen verbessert werden kann präsentieren. Zu diesen gehören EcoTough Diesel Kolben­schaftbeschichtung für weni­ger Kraftstoffverbrauch Irox Bronzelager mit verbesserter Dauerfestigkeit. Neue Ventilsitz-Mate­ rialien und Schmierung der Ventilführung für längere Lebensdauer und weniger War­tungsaufwand Champion CNG Transit Class Zündkerzen für höhere Effizienz bei alternativen Kraftstoffen sowie Thermflex-Isolierschläuche für bessere Emissionswerte. Bild: Federal-Mogul

Halle 13 · Stand C56 www.federalmogul.com

Halle 13 · Stand D44 www.BorgWarner.com

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LKW-Reifen-Serie in DEKRA Verbrauchstest

Halle 16 · Stand A30 www.hankookreifen.de

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Euro-6-Abgassysteme Mit umfangreichen Investitionen sowie einem maßgeschneiderten neuen Fertigungsstandort hat sich das Esslinger Unternehmen eigenen Angaben zufolge als führender Lieferant für NFZ-Euro-6-Systeme positioniert. Die meisten europäischen LKW-Hersteller verlassen sich nach Herstellerangaben bei der Umsetzung der komplexen Euro-6-Gesetzgebung auf die Abgasanlagen des Spezialisten – mit einem Auftragsvolumen in Höhe von rund zwei Dritteln des Marktes sei man führender Produzent von NFZ-Abgassystemen der Euro-6-Norm. „Kein Wettbewerber hat seine strategischen Weichen derart konsequent gestellt und in vergleichbarem Maß investiert, um der hohen Euro-6-Hürde mit entsprechend ausgereiften Systemen zu begegnen“, betont Dr. Laschet und verweist auf die Erweiterung der Fertigungskapazitäten durch den Neubau eines auf die Produktion von Euro6-Systemen zugeschnittenen Fertigungsstandorts in Wilsdruff bei Dresden. Optimier­te Prozesse gewährleisten kürzeste Lagerund Durchlaufzeiten sowie vereinfachte Logistik und machten das Werk weltweit zum modernsten seiner Art.

Technologie-Portfolio und Innovationen für die Effizienz und Sicherheit von Nutzfahrzeugen Wabco präsentiert als nach eigenen Angaben einer der weltweit führenden Zulieferer von elektronischen Brems- und Stabilitätssystemen, Federungen und Getriebeautomatisierungssystemen für Nutzfahrzeuge preisgekrönte Technologien, Systeme und Produkte für LKW, Busse und Anhänger auf der IAA Nutzfahrzeuge 2012 in Hannover. Der Hersteller wird spannende Innovationen für die Effizienz, ökologische Nachhaltigkeit, Sicherheit und Fahrereffektivität vorstellen. So präsentiert man am Messestand unter anderem eine neue Technologie im Bereich Fahrerassistenzsysteme für LKWs und Busse sowie eine innovative Zusatzfunktion des preisgekrönten Tele­ matiksystems TrailerGuard für effizientes Flottenmanagement. Das Unternehmen ist nach eigenem Bekunden der erste Zulieferer der Nutzfahrzeugindustrie, der ein komplettes Portfolio an Brems- und Luftfedersystemen anbietet und in einem Intelligent Trailer Program vereint.

Halle 16 · Stand B10 Freigelände · Stand M70 www.wabco-auto.com

Reifen mit geringem Rollwiderstand Volkswagen hat sich beim neuen Stadtauto up! für Bridgestone Reifen des Typs Ecopia EP25 mit geringem Rollwiderstand als Standardausrüstung entschieden.

Bild: J. Eberspächer GmbH & Co. KG

Halle 16 · Stand B02 www.eberspaecher.com

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Volkswagen zeigte den Kleinstwagen up! erstmals im September 2011 auf der IAA in Frankfurt. Im November 2011 begann Bridgestone mit der Lieferung der Reifen des Typs Ecopia EP25 in den Größen 165/ 70R14 81T und 175/65R14 82T für die in den EU-Ländern und weltweit verkauften up!-Modelle. Die Blue-Motion-Version des up! wird mit der Dimension 175/65R14 82T ausgestattet.

„Die Reifen des Typs Ecopia EP25 sind speziell konzipiert, um den Stadtautos der neuen Generation eine größere Kraftstoffeffizienz zu verleihen, und Bridgestone ist stolz, dass Europas größter Automobilhersteller sich beim up! für den EP25 entschieden hat“, so Edwin Van der Stad, Geschäftsführer Vertrieb Consumer Business Unit, Bridgestone Europe. Bild: Bridgestone Deutschland

Halle 16 · Stand C01 www.bridgestone.eu

Neue Reifengeneration angekündigt

Continental präsentiert erstmals die kommende Reifengeneration. Die neue Reifen­ serie wird 2013 die umfassendste Produktoffensive bei LKW- und Busreifen in der Nutzfahrzeugreifengeschichte des Herstellers einleiten. Der Auftritt auf der diesjährigen wird ganz im Zeichen der Effizienz stehen. Neben dem Ausblick auf die kommende Produktgeneration zeigt man aktuelle Produkt- und Servicelösungen, mit denen sich nach eigenen Angaben die effektiv niedrigsten Fuhrparkkosten im jeweiligen Einsatzbereich erzielen lassen. Im Fokus stehen das Flottenmanagement-System Conti360 Fleet Services und das Runderneuerungsprogramm ContiLifeCycle, das mit ContiRe und ContiTread Lösungen sowohl für die Heiß- als auch die Kaltrunderneuerung bietet. Bild: Continental Nutzfahrzeugreifen EMEA

Halle 17 · Stand A06 www.continental-truck-tires.com

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Getriebe-Technologie Allison präsentiert Technologien als Schlüssel zur Einsparung von Kraftstoff, Emissionen und Zeit. Hybridantriebssysteme für Bus und LKW, neueste Steuerungen und intelligente Getriebe-Architekturen für Nutzfahrzeuge stehen im Mittelpunkt des Messestandes In seiner fast 100jährigen Unternehmensgeschichte hat Allison Transmission seine Antriebslösungen für eine Vielzahl von Fahrzeugen und Einsatzbereichen beständig weiter entwickelt. Die bestmögliche Lösung für den Transport von Menschen und Waren zu finden, war dabei stets das Ziel. „Unsere Kunden weltweit schätzen die Produkte und Technologien, die Allison auf den Markt gebracht hat“, erläutert Lawrence Love, Executive Director International. „Ob beim Personentransport in China, bei der Müllabfuhr in Deutschland, bei der Brandbekämpfung in Australien, bei der BetonAnlieferung in Brasilien oder bei der Getränke-Auslieferung in den USA – unsere Getriebe erledigen ihren Job zuverlässig, effizient und ökonomisch.”

ten Wertschöpfungsprozesses unterstützen: von der Produktplanung über die Erstellung von CAD-Modellen bis hin zur Realisierung - vom Interieur und Exterieur über den Rohbau und das Fahrwerk bis hin zu Elektrikund Elektronikkomponenten. OnArchive bietet für Transport- und Logistikunternehmen große Einsparungspotenziale hinsichtlich der Beschaffung und Lagerung von Papierbelegen. Elektronische Archive lösen Schränke und Kellerräume als Lagerräume ab. Die Suche der Dokumente werde durch OnArchive wesentlich erleichtert und sorge für eine enorme Zeitersparnis. Dokumente können schnell gefunden und geöffnet werden. Über eine Mailfunktion können sie per Knopfdruck bequem an die Kunden weitergeleitet werden. OnArchive basiert auf der modernen .net Technologie und sei vollständig und einfach in jede Systemumgebung integrierbar.

Halle 13 · Stand B40 www.ee-ag.com

Solargestützte Telematik Nach Angaben des Herstellers sind mehr als 27.000 gezogene Einheiten namhafter Logistikflotten bereits mit GPS solar unterwegs. Eine Lösung für Wechselbrückenauf­bauten, die durch hohe Zuverlässigkeit und lange Wartungsfreiheit bei niedrigen Installationskosten und kurzen Amortisations­ zeiten eigenen Angaben zufolge überzeuge.

Bild: BNS GmbH

Halle 25 · Stand D58 www.bns-software.com

Freigelände · Stand N65, N67 www.allisontransmission.com

Neuerungen für OnRoad 7.1 Das auf Speditions- und Logistiksoftware spezialisierte Technologieunternehmen BNS präsentiert die neuste Versionen ihres Transportmanagementsystems (TMS) OnRoad 7.1 und die bereits eingeführten Module OnArchive, OnBI, OnStorage, OnWeb und OnCRM, die das TMS nahtlos ergänzen. Zu den wichtigsten Leistungsmerkmalen von OnRoad gehört die „grafische Disposition“ von Sendungen und Touren - eine Idee, die viele Nachahmer fand. Der modulare Aufbau, Standardisierung und die Skalierbarkeit dieser Speditionssoftware machen sollen sie für jede Unternehmensgröße einsetzbar und durch integrierbare Module gezielt auf die jeweilige Kundenanforderung erweitert machen.

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Innovationskraft im Bereich Bus und LKW Design-Truck stellt ganzheitliche Lösungskompetenz des Fachbereichs Nutzfahrzeuge vor. Wechselhybrid-Modul für LKW-Einsatz weiterentwickelt Nach der erfolgreichen Premiere vor zwei Jahren präsentiert sich die Euro Engineering AG, nach eigenen Angaben einer der führenden Engineering-Dienstleister in Deutschland seine ganzheitlichen Kompetenzen. Modernste Technik und modernes Design innovativ kombinieren - so lässt sich die Zielsetzung der Ingenieure und Techniker des Fachbereichs Nutzfahrzeuge zusammen­fassen. Der futuristisch anmutende DesignTruck, Herzstück des Messestandes verdeut­licht diesen Ansatz. Gleichzeitig demonstriert das Exponat die umfassende Leistungsfähigkeit der Engineering-Experten, die ihre Kundenunternehmen während des gesam­

Die neue Generation dieser Technik bietet zusätzliche Leistungsmerkmale: · Eignung für alle wesentlichen Typen nicht stromversorgter Logistikobjekte (Container, Wechselbrücken, Anhänger, Auflieger etc.) · Variable Sensorik · Größere Flexibilität · Erweiterte Modularität Als Protagonist auf dem Gebiet des Asset Tracking entwickelt Mecomo komplette Telematiklösungen auf Basis von Ortungshardware, die die Dispositions- und Service­qualität erhöhen sowie Administrationsund Kostenbelastung reduzieren sollen. Bild: Mecomo AG

Halle 25 · Stand D28 www.mecomo.de

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Umfangreiche Leitungssysteme sorgen für Ordnung in der Medienversorgung. Automatisierte Docking-Systeme erleichtern das Einrüsten neuer Prüflinge.

Hitze, Kälte, Druck oder Feuchte: Konditioniersysteme für Prüfstände Medienversorgung und Konditionierung ermöglicht präzise Messläufe Zahlreiche Parameter bestimmen im Alltags­betrieb die Funktionsweise eines Motors. Neben der effizienten und sauberen Verbrennung sind Temperatur-, Abgasverhalten oder Kraftstoffversorgung entscheidende Details, die Einfluss auf die Performance und den dafür nötigen Aufwand haben. Prüfständen kommt die Aufgabe zu, so eng wie möglich an der Realität zu arbeiten. Die umfassende Simulation von Außenparametern und Motorbedingungen, denen der Verbrennungsmotor, ein Elektromotor oder das Antriebsmodul im Einsatz in einem Kraftfahrzeug oder einer Maschine ausgesetzt ist, gehört dabei zu den Bedingungen, die über Konditioniersysteme im Prüfstand beeinflusst werden können. Der Darmstädter Hersteller Technogerma Systems entwickelt und produziert Prüfstände nach Vorgaben von Industrieunternehmen, die neben Verbrennungskraftmaschinen für Forschung und Entwicklung auch bestehende Motoren in der Qualitäts­

sicherung prüfen. Auf Prüfständen der Automobilhersteller und deren Zulieferern werden dabei auch Komponenten für Antriebe der Zukunft getestet. Dazu zählen hybride Antriebsmodule, Batterien und Peripheriekomponenten wie Lenkungen, Klimakompressoren oder auch Steuerungsund Regelelektronik für Elektro- oder Hy­ bridfahrzeuge. Viele der Projekte sind noch in frühem Entwicklungsstadium und werden erst in mehreren Jahren in Serie gehen. Um Motoren und Antriebsteile realitätsnah prüfen zu können, müssen die Bedingungen im Prüfstand detailliert angepasst werden. Neben der Messtechnik nimmt vor allem die Konditionierung der Medien wie Öl, Luft und Wasser, die Regelung der Atmosphäre im Prüfstand selber einen großen Anteil der Entwicklung eines Prüffeldes ein. „Im Bereich der Verbrennungsmotoren hat sich wenig am Grundprinzip des Hubkolbenmotors verändert. Die Peripherie zum einen und der Verbrennungsprozess zum anderen sind jedoch heute komplett anders – alleine Parameter wie die Verbrennungslufttemperatur, Öltemperatur und Wassertemperatur beeinflussen den Verbrennungsprozess in seiner Effizienz und Sauberkeit. Damit kommt der Konditionierung gemäß realen Bedingungen eine große Aufgabe zu“, so Dipl.-Ing. Manfred Kaiser, Leitung Projektierung & Technologie. In erster Linie betrifft die Konditionierung die Kreisläufe für Motoröl, Kühlmittel, Kraft­-

Dipl.-Ing. Manfred Kaiser, Leitung Projektierung & Technologie. stoff und den Zustrom von Ansaugluft oder Ladeluft. Bei Kraftstoff-Konditioniersystemen können Druck und Temperatur konditioniert werden. So neigen Kraftstoffe wie Diesel bei Kälte zum Verstopfen der Filter und geringer Viskosität. Neben Einspritzsystemen reagierten auch andere Komponenten am Motor empfindlich auf solche Bedingungen. Moderne Benzinmotoren werden mit direkteinspritzenden Hochdrucksystemen betrieben. Hierfür ist die genaue Regulierung des Drucks ein wichtiges Merkmal der Prüfstandstechnik. Im Ölkreislauf ist ebenfalls die Temperatur ein Stellglied mit Auswirkungen auf den Motorlauf. Die Öltemperatur beeinflusst die optimale Schmierfähigkeit des Öls, die Effizienz der Maschine wird ebenfalls durch das verwendete Öl und dessen Temperatur beeinflusst. Ist der Druck des Öls meist bestimmt durch die motorinterne Ölpumpe, kann ein Konditioniersystem auch den Öldruck verändern und damit Szenarien für die Ölversorgung erzeugen. Für die Kühlung von Verbrennungsmotoren werden Kühlmittel in einem Überdrucksystem genutzt, um höhere Kühlmittel Temperaturen fahren zu können. Untersuchun­ gen haben gezeigt, dass die Kühlmittel-

Thermoschocksysteme erlauben die Untersuchung von Prüflingen mit großer thermischer Masse wie Antriebseinheiten oder auch Fahrzeugbatterien.

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Elektrische / Elektronische Antriebstechnik

temperatur als Stellglied für effizienteren Motorlauf genutzt werden kann. Bei einer allgemein höheren Motortemperatur wird die Auf- und Durchwärmung des gesamten Motorblocks, aber auch der Verbrennungsprozess in seiner Effizienz und Sauberkeit der Abgase positiv beeinflusst. Die Umgebungstemperatur im Prüfstand simuliert Außenbedingungen für den Prüfling, die z.B. zwischen „Sibirien und Wüste“ liegen können- Die Abkühlung einer gesamten Prüfzelle ist für den Hersteller eine gängige Anforderung – Temperaturen bis zu minus 40 Grad können erzeugt werden. Verschiedene Technologien erlauben dabei die Abkühlung des Prüflings beispielsweise über das Kühlmittel, das mit Kältemaschinen auf die gewünschte Temperatur gekühlt oder auch aufgeheizt wird. Auch die Frischluftversorgung wird entsprechend geregelt, um die Umgebung bei heißer werdendem Prüfling auf derselben Temperatur zu halten. Konditionierte Ansaugluft erlaubt genorm­ te Prüfstandsläufe und damit Vergleichbarkeit der Ergebnisse. Dies gilt im Übrigen für alle konditionierbaren Medien, die im Einsatz sind: Vergleichbarkeit liegt nur vor, wenn die Bedingungen gleich sind. Die Temperatur der Ansaugluft bestimmt den Sauerstoffgehalt und damit Leistung, Verbrennungseffizienz und Abgaszusammensetzung. Auch der Druck der Ansaugluft kann zur Simulation von geographischen Gegebenheiten mit Druckregelsystemen bestimmt werden, ebenso die Feuchtigkeit. Abgasanlagen erzeugen in Serienfahrzeugen einen Gegendruck, der im Prüfstand im einfachen Fall durch Abgasklappen nachgestellt und verändert werden kann. Die Kundenerfordernisse können dabei so unterschiedlich sein wie die unterschiedlichen Konditioniersysteme, so die Erfahrung aus der Praxis. Auf Wunsch werden die Prüf-

stände, die zu großen Teilen in Containerbauweise modular hergestellt werden, gemäß den Einsatzbedingungen eingerichtet. Dabei sind geschlossene Medienkreisläufe wie Öl, Wasser mit geringerem Aufwand zu konditionieren. Die Kraftstoff-Konditionierung in Verbindung mit der Verbrauchsmessung stellt eine der größten Herausforderungen dar. Über Messtechnik kann ge­zielt ermittelt werden, welche Energiemenge zugeführt oder abgeführt werden muss, um die gewünschte Größe zu halten. Bei offenen Systemen wie der Umgebungs­ luftkonditionierung wird Luft von außen angesaugt, temperiert und an anderer Stelle wieder abgegeben. Hier ist häufig ein hoher Energieaufwand nötig. Mit 80.000 m³ Luftdurchsatz/Stunde ist ein Panzerprüfstand eines der größeren Projekte – die Klimatechnik ist entsprechend aufwendig. Der Austausch von Energie erfolgt über Wärmetauscher, die unterschiedlich arbeiten. Neben reinen Luft/Luft-Tauschern gibt es Systeme wie in einem gewöhnlichen Autokühler (Luft / Wasser), ebenso Wasser / Wasser-Wärmetauscher, Öl / Wasser-Wärmetauscher, oder auch Öl / Luft-Wärmetauscher. Je nach verwendetem Medium ergeben sich verschiedene spezifische Leistungen zur abgeführten Energie. „Luft kocht nicht, Luft gefriert nicht – Fahrer von lufgekühlten Fahrzeugen wie dem VW Käfer kennen diese einfache Formel. Das gilt auch für die Konditionierung – flüssige Medien haben eine viel höhere Energiedichte als Luft“, so Ingenieur Manfred Kaiser.

Gleichzeitig können Konditioniersysteme auch genutzt werden, um Energie zurückzugewinnen. Vor allem bei Verbrennungsmotorprüfständen entsteht Energie in Form von Abwärme, die durch entsprechende Systeme nutzbar gemacht werden kann. So betreibt die Deutsche Bahn AG ein Technogerma-Prüffeld für Großmotoren, die mit einer Maximalleistung von 2,5 MW auch eine sehr hohe Abwärme liefern. Hier wird ein Wasserkessel als Speichermedium zur Raumheizung genutzt. Da der Prüfstand zudem nahe der Instandhaltungshalle eingesetzt ist, ist eine regelmä­ßige Auslastung gewährleistet. Erst wenn die Aufnahmekapazität des Kessels erschöpft ist, wird die Wärmeenergie über Rückkühlsysteme, Nass- oder Trockenkühltürme an die Umgebung abgeführt. Bilder: Technogerma Systems GmbH Weitere Informationen: Technogerma Systems GmbH 64291 Darmstadt Fon: +49 (0) 61 51-9 95 87-0 www.technogerma.com Download unter www.techtex-verlag.com/POWERWORLD

Bei einer angenommenen Prüfleistung von 500 kW sind nach gängigen Betrachtungen der Prüfstandsingenieure 40.000 bis 50.000 m³/h Luftdurchsatz zur Wärmeabfuhr nötig. Dabei wird die Temperatur im Prüfraum auf annähernd reale Bedingungen gebracht.

Dachinstallationen eines containerbasierten Prüfstandes mit Zu- und Ablufttechnik. Umfassenden Klimatechnik ermöglicht die Konditionierung der Lufttemperatur, Filteranlagen sorgen für die saubere Abführung von Abgasen der Prüflinge.


Elektrische / Elektronische Antriebstechnik

Hybridtechnik für Lastkraftwagen Bosch arbeitet an neuen Technologien, die Nutzfahrzeuge noch verbrauchsgünstiger und emissionsärmer machen. Dazu gehören die Hybridisierung des Antriebsstrangs in mittelschweren und schweren Nutzfahrzeugen sowie die Rückgewinnung von Wärmeenergie aus dem Abgasstrang. „Neben Euro VI fokussieren wir uns auf die weitere Minderung der CO2 -Emissionen im Nutzfahrzeug. Die mit den neuen Technologien verbundene zusätzliche Kraftstoffersparnis bringt Flottenbetreibern in Zukunft zudem handfeste Kostenvorteile“, erläutert Dr. Markus Heyn, Vorsitzender des Bereichs­vorstands Diesel Systems bei der Robert Bosch GmbH. Gleichzeitig setzt Bosch dort, wo eine Infrastruktur für CompressedNatural-Gas (CNG) als alternativer Kraftstoff zu Verfügung steht, auf den Einsatz von monovalenten und bivalenten CNGSystemen. Darüber hinaus gilt es, künftige Abgasgesetzgebungen, etwa in China oder Indien, die sich an der EU-Gesetzgebung orientieren, zu erfüllen. „Aus diesem Grund engagieren wir uns auf diesen Wachstumsmärkten mit speziell angepassten Einspritzund Abgasnachbehandlungssystemen“ so Heyn.

Umfassendes Hybrid-Know-how aus dem PKW-Segment Bei der Hybridisierung des Nutzfahrzeugantriebs nutzt Bosch die Erfahrungen aus dem PKW-Segment. Elektrische Maschinen, Leistungselektronik und Motorsteuerungen von Bosch finden sich dort bereits in Serienanwendungen. Das Unternehmen überträgt das Know-how nun auch auf Komponenten und Systeme für Fernverkehrs-Lkw bis zu 40 Tonnen sowie für mittlere und schwere Lkw im Verteilerverkehr – bei diesen Fahrzeugkategorien kommen die Vorteile eines elektrifizierten Antriebs am meisten zum Tragen. Die Entwickler arbeiten an der Parallel-Vollhybridtechnik, die sich kompakt in den Triebstrang eines Nutzfahrzeugs integrieren lässt. Auf Langstrecken und im Verteilerverkehr kann im Gefälle oder beim Bremsen elektrische Energie rekuperiert und in einer Hochvoltbatterie zwischengespeichert werden. Diese Energie treibt an Steigungen oder beim Anfahren einen Elektromotor an, der den Verbrennungsmotor unterstützt. „Wir rechnen mit einer Verbrauchsersparnis von rund 6 % im Fernverkehr und bis zu 20 % im Verteilerverkehr“, erklärt Heyn. Wärmerückgewinnung aus dem Abgasstrang Etwa fünf % Kraftstoffersparnis verspricht ein Konzept, das Abwärme im Abgasstrang in elektrische oder mechanische Energie wandelt. Heute wird ein Teil der eingesetzten Primärenergie ungenutzt als Abwärme über das Abgas abgegeben. Diese Energie kann über einen

Bei der Hybridisierung des Nutzfahrzeugantriebs nutzt Bosch die Erfahrungen aus dem PKW-Segment.

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Dampfkraftprozess im Waste Heat Recovery-System (WHR-System) wieder nutzbar gemacht werden. Die Abwärme im Abgas wird genutzt, um Dampf zu erzeugen, der in einer Expansionsmaschine Arbeit verrich­tet. Die aus diesem Prozess erhaltene mechanische Energie kann direkt oder über ein Getriebe an die Kurbelwelle abgegeben werden. Alternativ kann die Expansionsmaschine einen Generator antreiben, der elektrische Energie für das Bordnetz oder für die Traktionsbatterie eines Hybridantriebs bereitstellt. Bosch entwickelt gegenwärtig verschiedene Konzepte einer Expansionsmaschine als zentrale Komponente für die Energiewandlung. Weiterentwickeltes Common-Rail-System CRSN3 mit 2.500 bar Druck Das Einspritzsystem CRSN3 für mittelschwere und schwere Nutzfahrzeuge wurde in der aktuellen Entwicklungsstufe CRSN3-25 auf einen maximalen Einspritzdruck von 2 500 bar angehoben. Dank der damit optimierten Gemischaufbereitung werden die Rohemissio­nen gemindert. Das innovative Injektorkonzept mit druckausgeglichenem Innenraum bietet einen besonders hohen hydraulischen Wirkungsgrad. Hochdruck-Einspritzsysteme von Bosch leisten in Verbindung mit Abgasrückführsystemen sowie SCRKatalysatoren einen erheblichen Beitrag zur Verringerung von Verbrauch und Stickoxiden. So ermöglicht das von Bosch entwickelte Abgasnachbehandlungssystem Denoxtronic eine Reduzierung der Stickoxide um bis zu 95 %. In der Variante 6.5 wurde es auf die besonderen Anforderungen in Schwellenländern angepasst. Die bewährte Departronic steuert die Regeneration des Partikelfilters durch eine gezielte Kraftstoffeinspritzung in das Abgas. Sowohl die Common-Rail-Systeme von Bosch als auch Departronic und Denoxtronic unterstützen die Nutzfahrzeughersteller bei der Erfüllung der Emissionsziele nach US 10 und Euro VI. CNG als alternativer Kraftstoff im Nutzfahrzeugsegment Otto- und Dieselmotoren, die alternativ mit Erdgas betrieben werden können, gewinnen im Nutzfahrzeug-Segment zunehmend an Bedeutung. CNG (Compressed Natural Gas = Erdgas) ist besonders umweltfreund-

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Pioneering new technologies

n®ge n ilie u r e u e t S X - Fa m der ES

ESX®-TC3

ESX®-IOX

ESX®-3XL

Pioneering new technologies

®

ESX

• Frei programmierbare Steuer- und Regelelektronik (in C und IEC61131-3) • Für den Einsatz in mobilen Arbeitsmaschinen und Nutzfahrzeugen ESX®-3XL 32bit-controller mit 136 I/Os, für sicherheitsgerichtete Anwendungen (SIL2, PLd) geeignet lich: Im Vergleich zu herkömmlichen Dieselaggregaten emittieren CNG-Motoren bis zu 25 % weniger CO2. Zudem ist CNG kostengünstiger als konventioneller Kraftstoff. Der Nutzfahrzeugbetreiber profitiert somit von den günstigeren Betriebskosten eines CNG-Antriebs. Bosch unterstützt mit seinen Komponenten und Systemen drei verschiedene Konzepte: Sogenannte monova­lente, ausschließlich mit Erdgas betriebene Motoren, die heute vorwiegend im innerstädtischen Verkehr, etwa in Linienbussen oder Müllfahrzeugen eingesetzt werden. Für mittelschwere und schwere Nutzfahrzeuge ist der Dual-Fuel-Antrieb konzipiert, bei dem Gas zeitgleich mit Dieselkraftstoff verbrannt wird. Mit diesem System können bis zu 90 % des Dieselkraftstoffs durch Erdgas substituiert werden. In leichten Nutzfahrzeugen kommen bivalente Systeme zu Einsatz, deren modifizierte Ottomotoren wahlweise entweder mit CNG oder Benzin betrieben werden können. Bivalente Systeme wie auch Dual-Fuel-Antriebe bieten eine größere Unabhängigkeit in Gebieten mit einer lückenhaften Gas-Infrastruktur, da sie ohne jede Einschränkung auch im reinen Diesel bzw. Benzinbetrieb verwendet werden können. Bilder: Robert Bosch GmbH Halle 17 Stand B10 _________ Freigelände Weitere Informationen: Robert Bosch GmbH · 70049 Stuttgart Fon: +49 (0) 7 11-8 11-0 · www.bosch.de

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Stand C76

ESX®-TC3 Teleservice Modul mit GSM, GPRS, GPS, Wi-Fi, Bluetooth®, Ethernet und USB

ESX®-IOX CAN-Bus I/O-Modul

i t te r e s s ze lle m s n a r t D ruc kD ü n n sc hic ht m m it

-CAN

M01

• Speziell für den Einsatz in mobilen Arbeitsmaschinen und Nutzfahrzeugen • Druckbereiche von 0 ... 25 bar bis 0 ... 1000 bar realisierbar • Max. Medientemperatur 150 °C • Medienberührende Teile und Gehäuse aus Edelstahl

Messetermine SPS/IPC/DRIVES, Nürnberg 27. – 29.11.2012 Halle 7, Stand 7-169

Sensor-Technik Wiedemann GmbH Am Bärenwald 6 · 87600 Kaufbeuren Deutschland Telefon +49 (0) 83 41-95 05-0 www.

sensor-technik.de


Elektrische / Elektronische Antriebstechnik

Download unter www.techtex-verlag.com/POWERWORLD

Leise und emissionsfrei durch die Innenstadt Der Stolz ist dem Ingenieur Ralf Arnold anzumerken, wenn er über den Radnabenmotor spricht, dessen Motorkomponenten beim Ziehl-Abegg in Künzelsau entwickelt worden sind. Jetzt stellt das Unternehmen die Weichen für eine flächendeckende Vermarktung und Einführung dieses Antriebssystems, das Busse völlig emissionsfrei durch die Innenstädte rollen lässt. „Was andere nur als Studie haben, ist bei uns in mehreren Buslinien täglich rund um die Uhr im Einsatz.“ Die Umweltbelastung für Mensch und Natur durch den Straßenverkehr sind für Arnold gute Verkaufsargumente. 16 % der weltweiten Treibhausgasemissionen entstehen durch den Verkehr. Und bis 2030 soll alleine der Personenverkehr um ein weiteres Drittel zunehmen. Die Lebensqualität nimmt ab, und es leidet die Wettbewerbsfähigkeit der Städte. Ziehl-Abegg bringt mehr als 100 Jahre Erfahrung in der Entwicklung und im Bau von effizienten Elektroantrieben mit. Elektromotore aus Künzelsau im Innern des Rades haben zuerst in Gabelstaplern Anwendung gefunden. Auch in einigen Freizeitparks, wo stinkende und rußende Fahrzeuge unerwünscht sind, rollen Mickey-Mäuse oder andere Figuren elektrisch getrieben durch die Besuchermengen – angetrieben von Radnabenmotoren aus Künzelsau. Während andere den PKW-Markt im Visier haben, konzentriert sich das neue Tochterunternehmen Ziehl-Abegg Automotive auf Nutzfahrzeuge. Dort sind die Anforderungen deutlich anders. So müssen etwa Müll-

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fahrzeuge immer wieder anfahren und an­halten. „Besonders Linienbusse sind ideal, weil bei diesen die Routen samt der Topografie bekannt sind und oft Stopps eingelegt werden“, sagt Arnold. Mittlerweile sind die Radnabenmotoren schon weltweit auf zahlreichen Linien unterwegs. Der mehrjährige Praxisbetrieb unterstreicht die Vorteile und belegt, dass die Technik ausgereift ist. Wie bei Aufzugsantrieben, bei denen sehr kundenspezifische Lösungen umsetzt, haben die Entwickler für verschiedene Anforderungen die passenden Lösungen gefunden. So rollen in Umea (Nordschweden) Busse zwischen Flughafen und Innenstadt, die jeweils an den Haltestationen über Oberleitungskontakte geladen werden. Dafür sind schnell ladende Kondensatoren statt herkömmlicher Batterien im Einsatz. „Einfach die Dieselmaschine im Bus gegen einen Elektromotor zu tauschen, ist übrigens keine gute Lösung“, sagt Ralf Arnold, Geschäftsführer von Ziehl-Abegg Automotive. Denn beim Antrieb der Räder über Getriebe, Differenzial und Achsen geht viel Energie verloren. „Alleine das Getriebe frisst 4 bis 6 % der Leistung“, veranschaulicht er. In Zahlen bedeutet dies: Ein herkömmlicher Bus fährt mit einem Liter Diesel 2 km. Ein Hybridantrieb, der die Kraft übers Getriebe auf die Straße bringt, kommt auf 2,4 km. „Mit dem Radnabenantrieb ZAwheel fährt der Omnibus 4,5 km durch die Stadt“, weist der Künzelsauer Antriebsexperte Dirk Ostendorp auf die mehr als doppelte Fahrstrecke hin. Dabei schnurrt im Omnibus ein kleiner Dieselmotor, um die Batterien im Bedarfsfall aufzuladen. Der Motor läuft bei einem so genannten Range

Extender stets im optimalen Drehzahlbereich, weil plötzliche Belastungen wie beim Anfahren und Schaltvorgängen des reinen Diesel-Pendants wegfallen. Statt eines 200-kW-Motors reicht fürs Aufladen der Batterien ein 35-kW-Motor aus. Dadurch wird der Omnibus unabhängiger von Ladestationen. Effizienz von 90 % Und noch ein Vorteil: Wird gebremst, dann speist die ausgeklügelte Technik die zurück gewonnene Energie wieder in die Batterien oder die Kondensatoren ein. „Der Clou ist, dass wir so nicht unnötig Energie verheizen“, freut sich Ostendorp. „Außerdem hat unser Radnabenmotor eine höhere Effizienz, weil das Drehmoment genau dort ansetzt, wo wir es brauchen - direkt am Rad.“ Damit liegt die Effizienz bei 90 %, statt bei 43 % eines normalen Dieselantriebs. Beim Radnabenmotor herrscht eine höhere Effizienz, weil das Drehmoment direkt am Rad ansetzt.

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Elektrische / Elektronische Antriebstechnik

Ralf Arnold, Geschäftsführer von Ziehl-Abegg Automotive.

In der niederländischen Stadt Apeldoorn fahren mehrere Omnibusse im Linienbetrieb, die den Elektromotor in der Mitte der Hinterräder sitzen haben.

Das Unternehmen sieht als Kunden nicht nur Fahrzeughersteller sondern auch Buslinienbetreiber und Kommunen. Die Manager dort stehen auch unter dem Druck von Anwohnern wegen der Abgase und des Lärms. „Fahren Sie mal im Stadtverkehr hinter einem Linienbus her, der einen Gang nach oben schaltet – das ist laut und stinkig“, schüttelt sich Ostendorp. Momentan gibt es noch keine kompletten Neufahrzeuge mit ZAwheel, daher werden vorhandene Omnibusse umgebaut. „Auch wenn wir schon 14 Linien bestückt haben, sprechen wir noch nicht von einer Serienproduktion“, betont Arnold. So wird ein herkömmlicher Bus umgebaut: „Der große Dieselmotor kommt raus, die Achse ebenso“, sagt Arnold. Anschließend erhält das Fahrzeug ein neues Achskonzept mit zwei Radnabenmotoren und – je nach Kundenwunsch – mit einem kleinen Dieselmotor als Range Extender. 10.07.12 Für Städte, die Seite in beSPS_ANZ_2012_D_210x148 19:10 1

stimmten Bezirken keine Emissionen haben wollen, wird der kleine Dieselmotor über ein GPS-Signal gesteuert. „In Rotterdam gibt es zwei Buslinien, bei denen das GPS-Signal den Diesel an- und ausschaltet“, so Ostendorp. Damit ist absolut sicher gestellt, wo die Omnibusse völlig leise und emissionsfrei durch die Straßen rollen. In Rotterdam haben sich Verkehrsunterneh­men und eine örtliche Klimastiftung mit der Hochschule zusammengetan, um zwei Busse zukunftsorientiert auf die Linie zu schicken. Sinkt die Batterieladung unter 10 %, springt ein kleiner Dieselgenerator an, der den Ladezustand auf 25 % anhebt. Die Batterie wird nachts vollgeladen: mit Wasserkraftstrom aus Norwegen. Die Kraft bringen zwei Radnabenmotore von ZiehlAbegg auf die Straße. Dabei handelt es

sich um Außenläufermotoren (178 kW); der Rotor hat einen Durchmesser von 52,5 cm und eine Länge von 51,5 cm. Nicht nur die Anwohner in der Innenstadt profitieren: „Für die Fahrgäste ergibt sich ein ganz anderer Fahrkomfort: ohne lästiges Ruckeln“, sagt Antriebsexperte Ralf Arnold. Halle 11 Bilder: Ziehl-Abegg AG Stand D02 _________ Freigelände Weitere Informationen: Ziehl-Abegg AG 74653 Künzelsau Fon: +49 (0) 79 40-16-0 www.ziehl-abegg.com

Elektrische Automatisierung Systeme und Komponenten Internationale Fachmesse und Kongress Nürnberg, 27. – 29.11.2012

Answers for automation Erleben Sie auf Europas führender Fachmesse das ganze Spektrum der elektrischen Automatisierung. • 1.400 Aussteller • alle Keyplayer der Branche • Produkte und Lösungen • Innovationen und Trends

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Elektrische / Elektronische Antriebstechnik

Hopping-Filter, abstimmbare Filter und Entstör-Produkte Neu im Lieferprogramm von Telemeter Electronic sind Cosite Equipmen und Cosite Analysen. Darunter versteht man HardwareLösungen und Analysen zur Verhinderung störender Beeinflussung von Funkanlagen an der gleichen Basis. Beabsichtigtes Stören von außen ist ebenfalls ein wichtiges Thema. Sehr verbreitete Einsatzgebiete sind Standorte mit einer hohen Konzentration an Funksignalen wie z. B. auf Schiffen, Landfahrzeugen oder in Flugzeugen. Diese Thematik ist äußerst komplex und erfordert Kompetenz und Erfahrung eines echten Experten. Folgende Lösungen werden für diese Störungsproblematik angeboten: · Filter, Hopping-Filter, abstimmbare Filter bis etwa 2 GHz · Integrierte Hardware-Lösungen – individuell zugeschnittene Kaskaden (ICE Equipment) · Analysen und Dienstleistungen/ Beratungen

Neu im Lieferprogramm sind Cosite Equipmen und Cosite Analysen. Natürlich sind die angebotenen in­tegrierten Hardware-Lösungen und Analysen/­Dienstleistungen sehr kundenspezifisch und Ergeb­nisse intensiver Beratungsgespräche. Jedoch existiert mit den abstimmbaren Filtern ein breites Standardprogramm, das in den unterschiedlichsten Bereichen seine Anwendung findet. So sind neben Anwendungen in der Wehrtechnik durchaus auch solche im kommerziellen Bereich möglich und wirtschaftlich. Die schnell abstimmbaren Filter und Hopping-Filter, die als Standard (EAR99) erhältlich sind, besitzen SMD oder koaxiale SMA-Anschlüsse. Die Abstimmbereiche liegen je nach Modell zwischen Weitere Informationen: 1,5 oder 3.000 MHz. Des Weiteren umfasst Telemeter Electronic GmbH das Grundprogramm Varianten mit einem 86609 Donauwörth breitbandigen Abstimmbereich. Fon: +49 (0) 9 06-7 06 93-0 www.telemeter.info Bild: Telemeter Electronic GmbH

Telematik-Anwendung mit integrierter Reifendruckkontrolle vor Die BPW Unternehmensgruppe stellt auf der diesjährigen IAA Nutzfahrzeuge mit Eco Tronic Tcontrol eine Telematik-Anwendung vor, die nun auch über eine integrierte Reifendruckkontrolle verfügt. Die Telematik-Lösung, die der Hersteller gemeinsam mit der Münchner Idem GmbH anbietet, ist für alle Fahrzeugtypen einsetzbar und zeichnet sich eigenen Angaben zufolge durch eine besonders hohe Anwendungsfreundlichkeit aus.

Die Eco Tronic Tcontrol ist eine Telematik-Anwendung, die auch über eine integrierte Reifendruckkontrolle verfügt.

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Die Ein-Gehäuse-Lösung ermöglicht eine schnelle und einfache Montage. Eine Telematik-gesteuerte Verriegelungsautomatik und die Überwachung des Kühlaggregats sollen für das entscheidende Mehr an Transparenz sorgen und die Sicherheit beim Transport erhöhen. Durch die Möglichkeit einer RFID-gestützten Erkennung von Zugmaschine und Ladung stehen jederzeit alle notwendigen Informationen über die Trans­portauslastung zur Verfügung. So zeigen sich die Möglichkeiten eines optimierten Flottenmanagements. Die besonderen Eigenschaften der Eco Tronic Tcontrol schaffen nach Herstellerangaben einen hohen Kundennutzen, sichern die Transportqualität und ermöglichen ein effizientes Fuhrparkmanagement: · Zuverlässige Echtzeitinformationen werden in einem herstellerunabhängigen Tele­matik-Portal zur Verfügung gestellt. Hier lassen sich bereits bestehende Lösungen problemlos integrieren, sodass die Nutzer – Flottenbetreiber, Speditionen etc. – die relevanten Informationen zu ihren Fahr-

Bild: BPW Bergische Achsen KG

zeugen nach den eigenen Erfordernissen zusammenstellen können. · Alarmmeldungen können individuell konfiguriert werden und werden wahlweise als SMS, per E-Mail oder über eine Smartphone-App zugesandt. Auch regelmäßige Statusreports können individuell eingerich­tet werden. · Alle Daten werden dokumentiert und stehen in automatisierten oder auf Wunsch konfigurierbaren Auswertungen in unterschiedlichen Datenformaten dauerhaft zur Verfügung. Über diese erweiterten Telematik-Funktionalitäten hinaus bietet die Telematik-Anwendung auch den Zugriff auf das weltweite Service-Netz. Die Anbindung verringere Standzeiten und steigere die Wirtschaftlichkeit zusätzlich. Weitere Informationen: BPW Bergische Achsen KG 51674 Wiehl Fon: +49 (0) 22 62-78-0 www.bpw.de

Halle 26 Stand C31

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Seminar MobilTron 2012: Intelligente mobile Arbeitsmaschinen Sicherheit – Vernetzung – Methodik – Hybridisierung

Umweltverantwortung, Kundennutzen, Kostendruck, Politik und Gesetzesvorgaben stellen Hersteller mobiler Arbeitsmaschinen vor große Herausforderungen. Die Steigerung von Effizienz und Funktionalität, Senkung der Betriebskosten, Reduzierung der Geräusch- und Schadstoffemissionen machen den Einsatz neuer Technologien unabdingbar. Diesel-elek­ trische Antriebe bieten mit ihrem hohen Wirkungsgrad und ihrer hervorragenden Steuer- und Regelbarkeit in Verbindung mit Energiespeichern, stufenlosen Getrieben und intelligentem Powermanagement enorme Vorteile, um diese Anforderungen umweltfreundlich und ressourcenschonend umzusetzen.

Überraschend einfach:

Elektrische Antriebe steuern

Der Maschinenentwickler sieht sich herausgefordert, seine bewährten Methoden weiter zu verbessern. Neben der durch neue Technologien getriebenen Innovation, stellen ins­ besondere strengere Normen und Industriestandards große Anforderungen an die Einfüh­rung neuer Methoden und Prozesse in den Unternehmen. Auch in diesem Jahr möchten wir Ihnen wieder konkrete Entscheidungshilfen und Impulse für den Einsatz neuer Technologien geben. Das Praktiker-Seminar MobilTron zum Thema „Intelligente mobile Arbeitsmaschinen. Sicherheit – Methodik – Vernetzung – Hybridisierung“ findet am 10. und 11. Oktober 2012 in Mannheim statt. Die Tagung wendet sich wieder ganz besonders an Entwickler, Konstrukteure, Innovationsverantwortliche und Zukunftsplaner für Entwicklung und Neugestaltung von mobilen Arbeitsmaschinen. Bild: Sensor-Technik Wiedemann GmbH

Weitere Informationen: Sensor-Technik Wiedemann GmbH · Am Bärenwald 6 87600 Kaufbeuren · www.sensor-technik.de

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Mobile Automation von Jetter. Größtmögliche Zuverlässigkeit und höchste Kompatibilität in der mobilen Technik! All das garantieren die innovativen Lösungen von Jetter. Denn alle Komponenten, wie Terminals, Controller und Peripheriemodule, werden mit derselben Software und derselben Sprache programmiert und sind untereinander vernetzbar. Code scannen oder die Infos unter www.jetter.de/ad/PWO1204 laden. Jetter AG - Gräterstraße 2 - 71642 Ludwigsburg Tel: 07141 2550-0 - info@jetter.de - www.jetter.de


Elektrische / Elektronische Antriebstechnik

CAN-Schalt- und Anzeigeelemente CAN-Tastaturen von Miunske gibt es als 4er, 6er oder 12er Feld. Sie können horizontal oder vertikal eingebaut werden. Die Einbaumaße orientieren sich an den Abmessungen konventioneller Wippenschalter und passen dadurch in bereits vorhandene Aussparungen. Jedes Element kann entweder als Anzeige- oder als Schaltelement konfiguriert werden.

Auf der Fläche eines konventionellen Wippenschalters sind zwei Schalt- oder Anzeige­nelemente untergebracht, da die Zustands­anzeige platzsparend in das Schaltelement integriert ist. Weiterhin kann durch die Mög­lichkeit von Mehrfachfunktionen je Anzeigeelement die Funktionalität im Cock­pit vervielfacht werden. Bedienbarkeit und Design haben bei der Entwicklung eine große Rolle gespielt. Ergebnis: Durch den Einsatz von Multicolor LEDs, deren RGB-Farbwerte frei wählbar sind, lassen sich die Gestaltungsrichtlinien des Cockpits umsetzen. Passend dazu kann die farbliche Gestal-

Die CAN-Tastaturen aus Großpostwitz gibt es als 4er, 6er oder 12er Feld.

tung der Folie gewählt werden. Die Elemen­te sind gleichmäßig und kontraststark ausgeleuchtet. Über einen integrierten Lichtsensor für Umgebungslicht passt sich die Helligkeit automatisch an. Die freie Konfigurierbarkeit und der modulare Aufbau sollen eine einfache und kostengünstige Integration von Sonderlösungen nach Kundenwünschen ermöglichen. Bild: Fahrzeugtechnik Miunske GmbH

Halle 11 Stand B06

Weitere Informationen: Fahrzeugtechnik Miunske GmbH 02692 Großpostwitz Fon: +49 (0) 3 59 38-98 00-0 www.miunske.com

Neuer Digitaler Tachograph mit optionaler Counterfunktion VDO bringt den Digitalen Tachographen auf den neuesten Stand und steigert damit nach eigenen Angaben Effizienz, Komfort und Sicherheit im Flotteneinsatz. Wie die Vorgängerversion setzt der DTCO 2.0 die so genannte 1-Minuten-Regel um, darüber hinaus ermöglicht der neue DTCO den verbesserten Download der Tachographendaten aus der Ferne. Außerdem setzt man mit dem Generationswechsel die neuesten Sicherheitsanforderungen der Europäischen Union um und stärkt die Widerstandsfähig­ keit des DTCO gegen Manipulationsversuche. Highlight des neuen Geräts im Cockpit von Transportern, Bussen und Lastern

soll allerdings der optionale Counter sein, der ab Herbst 2012 mit der DTCO-Version 2.0a über den Nachrüstmarkt (Aftermarket) verfügbar ist. Das Service-Programm Counter ist ein inte­ lligenter Bordcomputer, der den Fahrer wie ein persönlicher Assistent ständig über die aktuellen Lenk- und Ruhezeiten auf dem Laufenden hält. Während der Tour genügt für den Fahrer ein Blick auf das DTCO-Display, um zu erkennen, wie lange er sein Fahrzeug noch steuern darf und wann die nächste Ruhezeit von welcher Länge nötig ist. In der Pause

zeigt der DTCO 2.0a die verbleibende Ruhezeit sowie die anschließende maximale Fahrzeit an. Einen Tastendruck weiter findet man alle benötigten Informationen für die aktuelle Schicht, zum Beispiel die restliche Lenkzeit des Tages. Ebenso informiert der Counter über die verbleibende Wochen­lenkzeit. Die Anzeige ist übersichtlich und auf Wunsch wochenübergreifend. Der DTCO soll dem Fahrer und Fuhrparkmanager schnell und komfortabel einen sicheren Überblick über Lenk- und Ruhezeiten verschaffen und sie so bei der täglichen Planung: Routen, Fahr- und Arbeitszei­ten unterstützen können. Bild: Continental Automotive GmbH

Weitere Informationen: Continental Automotive GmbH 30165 Hannover Fon: +49 (0) 5 11-938-01 www.vdo.de

Halle 17 Stand B05 _________ Freigelände Stand W01, W02

Digitaler Tachograph DTCO 2.0 mit optionaler Counterfunktion.

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Neues Bediengerät für Low-Cost-Anwendungen Mit dem neuen JetView 1004 präsentiert der Ludwigsburger Automatisierungsspezialist Jetter ein kostengünstiges Bediengerät auf hohem technischem Niveau.

Das JetView 1004 mit einem 4,3-Zoll-Farb-TFT Display in LED-Technologie.

Außer mit hervorragender Performance über­zeugt das Gerät nach Herstellerangaben mit einem brillanten 4,3-Zoll-Farb-TFT Display in LED-Technologie. Der resistive TouchScreen hat eine Auflösung von 480 x 272 Pixel und 64.000 Farben. Das AluminiumGehäuse ist 147 mm breit, 107 mm hoch und 52 mm tief. Das Bediengerät kann bei einer Betriebstemperatur von 0 bis 50 °C eingesetzt werden. Es ist außerdem mit einer Dimm-Funktion ausgestattet und ermöglicht damit ein komfortables Arbeiten bei Dämmerung oder bei Dunkelheit. Zur Anbindung an Netzwerke und JetControlSteuerungen stehen dem Anwender zwei Ethernet-Schnittstellen mit integriertem 100-Megabit-Switch und einer GatewayFunktion zur Verfügung. Für den Anschluss

von weiteren Peripheriegeräten sind ein USB-Port und eine serielle Schnittstelle vorgesehen. Zusätzlich enthält das Gerät auch einen Slot für eine SD-Karte. Die Erstellung der Bedienmasken für den JetView 1004 erfolgt mit dem SCADA-Entwicklungstool JetViewSoft. Alle wichtigen Funktionen wie Alarmhandling, Trending, Bibliotheken usw. stehen dem Anwender beim Erstellen anspruchsvoller Visualisierungen zur Verfügung. Mit Hilfe der vielseitigen Programmiersprache JetSym STX als Scriptsprache lassen sich sogar noch weitere Funktionen ausführen.

Bild: Jetter AG

Weitere Informationen: Jetter AG 71642 Ludwigsburg Fon +49 (0) 71 41-25 50-0 www.jetter.de

eCarTec Munich 2012 4. Internationale Leitmesse für Elektromobilität 23. – 25. Oktober 2012, Neue Messe München

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Elektrische / Elektronische Antriebstechnik Artila M-506 Single-Board-Computer mit 16:9-Touchscreen.

Perfektes Paar: Board-PC und Touchscreen Mit Abmessungen von 146 × 102 mm entspricht der Board-PC M-506 von Artila dem 3,5“-Formfaktor. Dank ihrer kompakten Bauweise lässt sich die Platine problemlos auch in kleine Gehäuse oder Umgebungen mit begrenztem Raum einpassen. Der weite Bereich der Versorgungsspannung von 10 bis 40 VDC erleichtert die Integration. Lüfter- und somit lautlos arbeitet das Herzstück des Single-Board-Computers, ein ARM9-Prozessor mit 400 MHz. Durch Einsatz dieses energiesparenden Prozessors habe das System eine sehr geringe Stromaufnahme von 200 mA (2,5 W Leistungsaufnahme). Die zulässige Umgebungstemperatur im Betrieb beträgt 0 bis 70 °C. Über seinen TTL/LVDS-Anschluss steuert der M-506 Touchscreens mit einer Auflösung von bis zu 1280 × 860 Pixeln an. Der deutsche Distributor Acceed ergänzt den M-506 als Paketlösung mit einem Touchscreen im 16:9-Format mit LED-Hintergrund­beleuchtung. Universelle Konnektivität bie­ten vier USB-2.0-Host-Schnittstellen, davon

zwei über USB-Buchsen und zwei über 10-Pin-Anschlüsse. Darüber hinaus stellt der M-506 vier serielle RS-232-Schnittstellen zur Verfügung, von denen eine als SubD-Anschluss (DB9 male), zwei weitere als 10-PIN-Anschlüsse ausgeführt sind. Die vierte serielle Schnittstelle besitzt einen Terminal-Block-Anschluss und ist alternativ als RS-422/485-Schnittstelle verwendbar. Ideal geeignet für den Einsatz in der Automation sind die vier Digital-I/Os des M-506. Der RJ45-Anschluss bindet das Gerät mit 10/100 Mbit/s ins lokale Netzwerk ein. Neben 128 MB RAM sind auf der Platine 128 MB Flashspeicher nutzbar. Durch einen microSD-Slot kann der verfügbare Speicher­platz um bis zu 16 GB (SDHC) erweitert wer­den. Dies bietet genug Reserven für erfasste Mess- und Anwenderdaten sowie eigene Applikations-Software. Das vorinstallierte Webserver-Linux 2.6.29 wird ergänzt durch die GNU-Toolchain und ermög­licht auch Einsteigern eigene Softwareentwicklungen. Die webbasierte Administrati-

on gelingt über das ebenfalls vorinstallierte Programm „webmin“. Falls die Anwendungssoftwa­ re einfriert, sorgt der integrierte WatchdogTimer für einen sicheren Neustart. Bild: Acceed GmbH Weitere Informationen: acceed GmbH 40479 Düsseldorf Fon: +49 (0) 2 11-93 88 98-0 www.acceed.de

Ferndiagnose von Fahrzeugen in Echtzeit Wenn es um die Wartung und Diagnose von Fahrzeugen geht, ist es normalerweise notwendig, diese in eine Werkstatt oder alternativ einen Techniker vor Ort zu bringen. Mit Hilfe von Proemion Real-Time ge­ hört dies nach Herstellerauffassung der Vergangenheit an, denn die Telematiklösung ermögliche es, standortunabhängig und in Echtzeit auf die Betriebs- und Diagnosedaten eines Fahrzeugs zuzugreifen. Weltweite Übertragung Die Übertragung der CAN-Daten aus einem Fahrzeug oder einer Maschine erfolgt über

eine spezielle Hardware, die in das Objekt integriert wird. Sie übermittelt die Daten über verschiedene Mobilfunkstandards an einen Diagnoserechner, wo die Daten ausgewertet werden können. Gleichzeitig ist es möglich, Daten zum Fahrzeug zu übertragen, um eine Aktualisierung der Einstellungen vorzunehmen. Anders als bei herkömmlichen Diagnosesystemen sei es unwichtig, wie weit das Fahrzeug und der Diagnoserechner voneinander entfernt sind, da keine physische Verbindung erforderlich wäre. Fehlerdiagnose und -prävention Dank Proemion Real-Time sei es möglich, Fehler schneller aufzuspüren und größere Schäden und Probleme zu verhindern, da der Zustand Schematische Darstellung der Real-Time-Telematik­ lösung, die es ermögliche standortunabhängig in Echtzeit auf die Betriebsund Diagnosedaten zuzugreifen.

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eines Fahrzeugs über Ferndiagnose jederzeit und in Echtzeit überprüft werden könne. Auf diese Weise könnten Standzeiten vorausgeplant oder sogar verhindert und so­mit die Wartungsprozesse optimiert werden. Proemion Real-Time, das kürzlich von der Initiative Mittelstand die Auszeichnung „Best of 2012“ in der Kategorie „Mobile“ verliehen bekam, kommt in den unterschiedlichs­ ten Branchen zum Einsatz und kann dem Hersteller zufolge bis ins kleinste Detail an individuelle Bedürfnisse angepasst werden. Bild: RM Michaelides Software & Elektronik GmbH

Weitere Informationen: RM Michaelides Software & Elektronik GmbH 36043 Fulda Fon: +49 (0) 6 61-94 90-0 rmcan.com

Halle 13 Stand B25

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10 jähriges Jubiläum der deutschen Tochter am Standort Neumünster

Weitere Informationen: Brigade Elektronik GmbH 24539 Neumünster Fon: +49 (0) 43 21–5 55-3 60 www.brigade-elektronik.de

Geschäftsführer Rudolf Rutenbeck (rechts) übergibt ein Backalarm-Sicherheitssytem mit Breitband Sound.

Der nach eigenen Angaben Marktführer Brigade Electronics plc bietet seit über 35 Jah­ren Sicherheitslösungen für Nutzfahr­zeuge und Baumaschinen weltweit. Als englisches Mutterunternehmen mit Sitz im Großraum London hält sie Tochterunternehmen in Deutschland, Italien und den USA sowie Gemeinschaftsunternehmen in Frankreich, Süd-Afrika und den Niederlanden. Der Export erstreckt sich auf alle fünf Kontinente. In diesem Jahr feiert die deutsche Tochtergesellschaft, die Brigade Elektronik GmbH, Neumünster ihr 10 jähriges Jubiläum. Der heutige Firmensitz war für den Geschäftsführer Rudolf Rutenbeck ein Glücksgriff. Einst startete die deutsche Tochter in Neumünsters Norden. Durch die stetige Expansion auf dem deutschen Markt wurde schnell ein größeres Firmengebäude erforderlich, um über entsprechende Räumlichkeiten für die Mitarbeiter zu verfügen. Die Brigade Elektronik GmbH beschäftigt heute 12 Mitarbei­ter, inklusive der Vertriebsmannschaft, die den deutschen Markt bedient. Darüber hinaus verfügt das Gebäude über ausreichen­ de Kapazitäten für die eigene Lagerhaltung. Weiterhin bietet die kurze Anbindung an die Autobahn und die Nähe zu zahlreichen logistischen Serviceunternehmen optimale Voraussetzungen für die schnelle Belieferung des deutschen Marktes.

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Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben konsequent darauf spezialisiert, ein umfassendes Sortiment von modernsten Fahrzeugsicherheitssystemen aus einer Hand an zu bieten und damit einen entscheidenden Beitrag zur Unfallverhütung zu leisten. Die komplette Angebotspalette zur Rundumsabsicherung umfasst dabei technisch hochentwickelte Kamera-Monitor-Systeme zur Sichtverbesserung rundum, sowie aktive Abstandswarnsysteme auf Radar– oder Ultraschallbasis. Durch den Einsatz der redundanten Sicherheitssysteme, die für ei­ne gegenseitige Absicherung sorgen, kann eigenen Angaben zufolge eine optimale Gefährdungsvermeidung erzielt werden. Vom Gabelstapler über Planierraupen, Radlader, Müllfahrzeuge bis hin zu Lieferwagen und Lastzügen – sollen sich die Fahrzeuge problemlos mit Brigade-Systemen ausrüsten lassen. High-Light in der umfassenden Produktpalette ist der seit 10 Jahren weltweit patentierte bbs-te-Rückfahrwarner, der heute so weit entwickelt wurde, das er sich laufend der Umgebungslautstärke anpasst. Im Gegensatz zu konventionellen Systemen, die mit Pieptönen arbeiten, nutzt bbs-tek Backalarm eine Breitband Sound (bbs) Technologie. Der Ton wird als sogenanntes “Weißes Rauschen” wahrgenommen und bietet entscheidende Vorteile: Der Warnton

Halle 24 lässt sich sofort und eindeu­tig orten. Der BreitbandtoStand nalarm ist nur in der GefahF15 renzone hörbar, was eine Lärmbelästigung der Anwohner vermeidet. Die praktische Anwendung der letzten Jahre und die Zufriedenheit der Kunden weltweit unterstreicht nach den Angaben des Herstellers die Bedeutung des sichersten Alarms überhaupt. Weitere Entwicklungen wie ein optimiertes Wireless Kamera-Monitor System, sowie eine neue Generation der Ultraschall-Sensoren Systeme, die rundum eine Absicherung zur Front-, Seiten- und Rückdetektion von Objekten und Personen bieten, unterstreicht das interessante Thema Fahrzeugsicherheit. Mit einem Blick in die Zukunft äußert sich der Geschäftsführer R. Rutenbeck: „Wir rechnen mit einem kontinuierlichen weiteren Wachstum, weil unsere Systeme Werte schützen. Die gute bundesweite Präsenz in der Fläche, gestützt vom Außendienst, werden wir weiter ausbauen und verstärken.” Der Standort Neumünster wird mit soviel Zuversicht und Engagement sicher auch die nächsten10 Jahre von großer Bedeutung sein. Bild: Brigade Elektronik GmbH

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Elektrische / Elektronische Antriebstechnik

Frachtenbörse-Integration zur verbesserten Auftragsannahme Auftragsverarbeitung in Komalog wird der Kontakt zwischen Verladern und Spediteuren vereinfacht“, erklärt Zimmermann. Eine Weiterentwicklung der Tourenplanung ist die geografische Ladungssuche. Mit dieser Funktion können entlang einer geplanten Route vereinfacht Zuladungen gefunden werden. Dabei werden Kunden, die einmal bei der Spedition als Auftraggeber fungiert haben, automatisch am Rand der Route angezeigt. Das Tool gibt dem Disponenten so die Möglichkeit, schneller etwaige Verla­der anzufragen. Per einfachem Mausklick können diese kontaktiert werden, ohne dass Adressen oder Telefonnummern per Hand herausgesucht werden müssen. Vertriebsleiter Andreas Prüfig beschreibt die Vorzüge des Tools wie folgt: „Mit der geografischen Ladungssuche wird auch das Disponieren von paarigen Verkehren deutlich vereinfacht, weil passende Verlader ent­lang der Strecke mit diesem Tool leichter aufzufinden sind.“

Geografische Ladungssuche in Komalog. Transdata baut seine Speditionssoftware Komalog weiter aus: Pünktlich zur IAA Nutzfahrzeuge in Hannover erweitertet das Soft- und Hardwarehaus seine Lösungen zur kombinierten Auftragssuche und Auftragsabwicklung. So integriert das Unternehmen aus Bielefeld erstmals die euro­ päische Frachtenbörse TRANS.eu. Dadurch können Frachten direkt aus dem Programm heraus vergeben oder Aufträge angenommen werden. Ebenfalls wird das Auffinden von Zuladungen durch eine geografische Ladungsfindung deutlich erleichtert. Dieser

Vorgeschmack auf die neue Version 13.0 wird durch neue Controlling-Lösungen kom­plettiert. „Wir haben unsere Speditionssoftware weiter ausgebaut. Mit den neuen Integrationen gehen wir den Weg, verschiedene Lösungen schnittstellenübergreifend zu bündeln, konsequent weiter“, sagt Lars Zimmermann, Leiter der IT-Abteilung. Dabei verweist er besonders auf die Integration von TRANS. eu, bei der die Aufträge direkt in die Frachtenbörse laufen. „Durch diese verbesserte

Bild: Transdata Soft- und Hardware GmbH

britischen Ultra Electronics-Gruppe entwickelt und fertigt im Mutterland der US-amerikanischen Ölindustrie mit mehreren hundert Mitarbeitern äußerst robuste Temperaturfühler mit Inch-Abmessungen. Das umfangreiche Know-how spiegelt sich in zahlreichen Zertifizierungen, wie sie z.B. für Applikationen in der Öl- und Prozess-Indus­trie, im Kraftwerksbau oder anderen HighEnd-Anwendungen erforderlich sind…..“ Das Fehlen dieses Hinweises wurde von ei-

nem Mitbewerber bemängelt und eine Richtigstellung erbeten, die hiermit erfolgt ist. Eine Nachfrage bei Delta-R ergab, dass das Unternehmen nicht nur Sensoren für andere Hersteller vertreibt, sondern selbst ein entsprechendes Produktsortiment aus eige­ner Entwicklung aufgelegt hat. In der kommenden Ausgabe der POWERWORLD werden wir Ihnen mehr zu den Produkten und dem Sortiment des Unternehmens verraten.

Halle 25 Stand C48

Weitere Informationen: TRANSDATA Soft- und Hardware GmbH 33739 Bielefeld Fon: +49 (0) 52 06-91 06-0 www.transdata.net

Richtigstellung: Liebe Leser, in der POWERWORLD, Ausgabe 02-2012, Seite 46 unten, hat die Redaktion eine Pressemitteilung aus dem Hause Delta-R veröffentlicht und diese um folgenden Teil gekürzt:“ Seit 5 Jahren vertreibt Delta-R in den deutschsprachigen Ländern Europas (D-A-CH) exklusiv und erfolgreich die sehr speziellen Temperaturfühler des führenden US-Herstellers Weed Instrument Company Inc. aus Texas, USA. Das Unternehmen der

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Elektrische / Elektronische Antriebstechnik

Neues elektronisches Fußpedal Sauer-Danfoss präsentiert das neue Plus+1 TM -kompatible elektronische Fußpedal KEP3, ein bidirektionales Wipp-Pedal zum Bedienen von Fahrzeugen mit hydrostatischem Getriebe und/oder elektrisch geregel­tem Motor. Das KEP3-Modell wurde nach Herstellerangaben für überragende Leistung, Beständigkeit, funktionale Sicherheit und eine einfache Integration ins Steuersystem entwickelt und erweitert die Produktpalette mit dem bereits erhältlichen unidirektionalen KEP-Fußpedal. „Fußpedale von Sauer-Danfoss bieten OEMs robuste Lösungen zur Steuerung von Fahrzeugen in schwierigen Umgebungen für Mobilgeräte“, sagt Joseph P. Maher, Product Marketing Manager. „Der reibungslose Betrieb, die Präzisionsleistung und die Beständigkeit machen das KEP3-Modell zum idealen Pedal für Fahrzeuganwendungen mit einem Arbeitszyklus voller Richtungs­wechsel, wie zum Beispiel bei Lagergeräten, Gabelstablern mit Hänger und anderen Fahrzeugen zur Bewegung von Material. Neben unseren Hochleistungsproduk­ ten bieten wir außerdem umfangreiches Know-How bei Applikationsfragen, wodurch es unseren Kunden möglich ist, Fahrzeugsteuersysteme einfacher zu entwickeln und bei der Einführung auf den Markt Zeit zu sparen.“ Leistung und Beständigkeit Das elektronische Fußpedal leitet Befehle an das elektronische Getriebe oder die Motorsteuerung weiter, wo das Ausgangssignal des Fußpedals proportional zum Winkel der Betätigung des Fußpedals ist. Das KEP3-Modell verfügt über eine 14-GradWinkelrotation nach vorne und hinten und beinhaltet einen Sensor – speziell entwickelt für schwere Geräte – mit Hall-EffektTechnologie. Dieser spezielle Sensor bietet zwei verschiedene Typen redundanter Signale, die zu einer Vielzahl von Steuerungsstrategien passen. Die redundanten Sensoren beinhalten unabhängige isolierte Kreisläufe und Schutzvorrichtungen gegen elektrische Fehlverbindungen. „Neben der überragenden Leistung bietet das KEP3 auch Beständigkeit, nämlich eine

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Lebenszeit mit 3 Millionen vollständigen Betätigungszyklen sowie einer weit gefass­ ten Betriebstemperatur, IP-66-versiegelter Elektronik und der Fähigkeit, hohen statischen Ladungen standzuhalten“, sagt Maher. Funktionale Sicherheit, einfache Integration Das Fußpedal bietet redundante Ausgänge, die speziell für die Integration in Sicher­ heitsfunktionen gemäß SIL 2 (Safety Integrity Level 2 nach IEC 61508) Performance Level d (nach ISO 13849-1) entwickelt wur­de, einschließlich die H1 Fahrzeugsteuerungssystems. Das Pedal entspricht außerdem den Federal Motor Vehicle Safety Standards FMVSS 124 und 302. Das KEP3-Modell ist ein Pedal für Fahrzeuganwendungen mit einem Arbeitszyklus voller Richtungswechsel.

Das bidirektionale Fußpedal KEP3 und das unidirektionale Fußpedal KEP sind Teil der flexiblen erweiterbaren Plus+1Familie. Deshalb sind sie kombiniert mit weiteren Produkten aus dieser Familie in jedes Maschinenkonzept integrierbar. Diese Komponenten-Synergie ermögliche eine schnellere Entwicklung mobiler Maschinen. Sie maximiere die Maschinenproduktivität sowie den Bedienerkomfort durch ein sanftes und reaktionsfreudiges Steuersystem. Plus+1-Kompatibilitätsblocks ermöglichen die einfache Eingabe der Fußpedale in die Guide-Programmierungsumgebung und

bieten nach eigenen Angaben so maximale Effizienz bei der Steuersystem-Integration. Alle Kalibrierungen sind für eine optimale Leistung in den Kompatibilitätsblöcken vorprogrammiert, sodass es für OEMs nicht länger nötig sei, die Ressourcen in den für die Leistungsoptimierung nötigen „Trialand-Error“-Prozess zu investieren. „Unser KEP3-Fußpedal wird von den besten und renommiertesten Applikationsent­ wicklungsteams der Branche unterstützt“, sagt Maher. „Wir helfen unseren Kunden mit erstklassigen Hardware-Produkten, Software-Funktionen und Subsystem-Anwendungsblöcken, die speziell für die Integration miteinander entwickelt wurden, Fahrzeugsteuerungssysteme effizient zu gestalten und die Zeit für die Markteinführung zu reduzieren.“

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I Messysteme für hydraulische Parameter I Gelenkwellen, Kupplungen I Lösbare Verbindungen I Steckverbindungen, Kabelführungen und Kabelschutz I Bedienelemente, Bedienterminals I E-Motoren I Leichtbau, Werkstoffe

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POWERWORLD 05/06-2012 Redaktionsschluss: 19.11.2012 Anzeigenschluss: 27.11.2012 Erscheinungstermin: 17.12.2012

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