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Industrial IT

Messe-Vorschau: AMB, Stuttgart, 28.9. bis 2.10. Swisstech, Basel, 16. bis 19.11.

Zulieferindustrie:

09/2010 Front

Giesser sind innovativ, kooperativ und verl채sslich Automations- und Antriebstechnik:

Nichts als Kabel?


www.keller-druck.com

A different perspective‌


Editorial

Wozu dienen Traditionen?

martin.gysi@technica-online.ch

Es ist schön, Traditionen zu haben. Tradition ist die Weitergabe von Handlungsmustern, Gepflogenheiten, Bräuchen und Sitten innerhalb einer Gruppe. Traditionen geben deshalb auch Zusammengehörigkeitsgefühl, Identität und Sicherheit. Tradition kann auch in der Wirtschaftswelt sehr nützlich sein, wenn sie sich auf die Weitergabe von Handlungsmustern bezieht, die von Geschäftspartnern als positiv bewertet werden. «Schweizer Präzisionsarbeit» ist ein Paradebeispiel dafür. Türkische Firmen – um ein willkürliches Beispiel zu nennen – müssen zuerst beweisen, dass sie hoch präzis fertigen können. Der Schweizer Firma glaubt man es zum vorn­ herein. Traditionen beinhalten aber gern auch etwas Rückwärtsgerichtetes, Bewahrendes. Dann werden sie gefährlich – auch in der Wirtschaft. Zwischen Fortschritt und Rückschritt gibt es leider keine neutrale Zone. Der Stillstand ist Teil des Rückschritts. Eric von Ballenmoos sagt in seinem Interview auf Seite 53 wohl: «… unsere sprichwörtliche Zuverlässigkeit und Termintreue sind nach wie vor Trümpfe gegenüber der asiatischen Konkurrenz …», gleichzeitig bemerkt er aber: «Die weniger anspruchsvolle Gussteilefertigung für Werkzeugmaschinen wird wohl noch stärker nach Osten abwandern, während wir bei anspruchsvollen, sicherheitsrelevanten Teilen, etwa für die Fahrzeugindustrie, eher öfter ins Boot geholt werden. Dabei hilft uns beispielsweise, dass wir in der Lage sind, komplexe Giessprozesse simulieren zu können – heute eine wichtige Voraussetzung für konstant hohe Prozesssicherheit.»

« Tradition ist die Weitergabe des Feuers und nicht die Anbetung der Asche. » (Gustav Mahler)

Zusammengenommen zeigen die beiden Aussagen deutlich: Die Tradition kann eine wertvolle Basis bilden, aber zum Tragen kommt sie erst in der Kombination mit marktrelevanten Innovationen. Tradition birgt ein weiteres Risiko: Sie kann den Blick auf den Wertewandel behindern. Ein traditionelles Qualitätsmerkmal kann hinderlich werden, wenn es am Markt nicht mehr gefragt ist, aber zu einem überhöhten Preis führt. Daran sind schon klingende Namen der Schweizer Industrie in Schönheit gestorben. Ich bin der Ansicht, dass man sich vor allem eine Tradition aneignen sollte: Auch Traditionen immer wieder zu hinterfragen.

Martin Gysi Redaktion technica

09-10  technica  1


Inhaltsverzeichnis

Seite 22

Seite 37

Dünnwandige Leichtmetallteile bearbeiten

Auf einer Ecoline zum Urknall

Untersuchungen zum Fräsen von Aluminiumstrangpressprofilen an einem neuen Maschinenkonzept und an einem konventionellen dreiachsigen BZ zeigen Möglichkeiten und Präzisionsgrenzen der neuen Kinematik auf.

Was hat eine Drehmaschine mit dem LHC-Projekt am CERN zu tun? Sehr viel. Konkret geht es um das grösste Rätsel der Physik: Was passierte im Moment des Urknalls?

■■ Panorama

4

■■ Export-Forum Wachstum kommt aus Osten Attraktive mittelosteuropäische Märkte für Schweizer Unternehmen

8

■■ Swissmem Konjunkturelle Erholung setzt sich fort 10 Rückblick auf das erste Halbjahr der MEMIndustrie

■■ Planung + Produktion Unser Geld fährt Berg und Tal Editorial von Alois Altenweger Tempora mutantur und Firmen­ gründungen mit ihnen Preisverleihung der W. A. de Vigier Stiftung 2010

Wartungsroboter, die sehen und fühlen 14 Die im Projekt ImRoNet entwickelten Robotersysteme im Praxistest Der Industriestandort Schweiz in Europa und in der Welt 19. Internationales Europa Forum Luzern

15

Arbeitsvorbereitung (AVOR) heute  Die REFA führt am 1./2. November 2010 ein Seminar durch zum Thema AVOR

16

Weniger Kopfweh im 3D-Kino Ein Algorithmus für mehr 3D-Sehgenuss

16

■■ Märkte und Unternehmen

11

Reproduzierbar genaue ­Komplett­bearbeitung 18 Horizontal-Bearbeitungszentrum für die 5-AchsenBearbeitung in Lehrengenauigkeit

12

Müll automatisch und sicher bunkern KVA Trimmis mit neuer Krananlage

Industrial IT

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■■ Werkzeugmaschinen und Werkzeuge Dünnwandige Leichtmetallteile präzis bearbeiten Vergleiche zweier Maschinenkonzepte für die Bearbeitung von Leichtmetallstrangpressprofilen Rüsten Sie noch oder arbeiten Sie schon? Wie es möglich ist, Rüstzeiten um mehr als 40 % zu reduzieren Faserverbundwerkstoffe produktiv bearbeiten Schneidstoffe für die rationelle Bearbeitung exotischer Werkstoffe Konjunkturbarometer für ­Präzisionswerkzeuge Vorschau auf die AMB 2010 in Stuttgart vom 28. September bis 2. Oktober

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CNC-Arena Innovation-Park Rahmenprogramm der AMB in Stuttgart

31

Auf einer Ecoline zum Urknall Was hat eine Drehmaschine mit dem LHC-Projekt der CERN zu tun?

37

■■ Automations- und Antriebstechnik

Zum IT-Titelbild Zahlen sagen mehr als tausend Worte Mit Coscoms KPI-Modul zu aussagekräftigen Produktionskennzahlen

66

Nichts als Kabel? Oft unterschätzte Anlagenkomponenten: Kabel und Kabelverbindungen

Digitale Werkzeugdaten von A bis Z

67

Armaturen flexibel schleifen und polieren SHL-Roboter-Schleif- und -Polieranlagen in der Anwendung Linearmodule rationalisie­ren Sonderanlagenbau INA-Linearmodule in der Anwendung

2  technica  09-10

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Seite 53 Giesser sind innovativ, kooperativ und verlässlich Während sich ein Teil der Schweizer Giessereibranche von der Krise erholt, läuft zum Beispiel der Druckgussbereich bereits wieder an den Kapazitätsgrenzen. Was sind die Erfolgskriterien des modernen Giessers?

Getriebe raus, Servomotoren rein Eine Verzahnungsmaschine erhält ein neues Innenleben

51

■■ Zulieferindustrie + Industriebedarf Giesser sind innovativ, kooperativ und verlässlich 53 Was half der Schweizer Giessereiindustrie aus der Krise? Die widerspenstige Zähmung Betriebsausrüstungen und Zubehör für Dreh- und Metallbearbeitungsmaschinen

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Messe der Highlights und Innovationen 57 Vom 16. bis 19. November findet in Basel die Swisstech 2010 statt

■■ Produkte

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■■ Lieferantenverzeichnis

73-78

■■ Impressum

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■■ TechnikKnacknuss

80

09-10  technica  3


Panorama

4. Winterthurer Technologietag Modellbildung und Simulation Am 7. Oktober veranstaltet die ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften bereits zum vierten Mal den Winterthurer Technologietag. Thematisiert werden aktuelle Entwicklungen der Modellbildung und Simulation sowie das breite Anwendungsspektrum in Industrie und Wirtschaft. Der Einsatz von Simulationsmethoden erlaubt u. a. in der Produktentwicklung eine signifikante Effizienzsteigerung der Entwick-

lungsprozesse bei gleichzeitiger Kostensenkung, was die Bedeutung von Modellbildung und Simulation erhöht. Anlässlich des 4. Winterthurer Technologietages zeigen zahlreiche ausgewiesene Fachleute anhand aktueller Projekte konkrete Entwicklungen und deren Anwendung. Keynote-Speaker ist Dr. Matthias Streiff, Leiter Forschung & Entwicklung Technologien bei der Sensirion AG, Stäfa, zum Thema «Was bedeutet Mo-

dellbildung und Simulation für ein Hightech-KMU wie Sensirion». Das Potenzial nummerischer Untersuchungen und Simulationen sowie Fallbeispiele erfolgreicher Kooperationen zwischen Industrie und Wissenschaft sind Beiträge aus Instituten der ZHAW zu den Themen «Modellierung von CO2Emmissionsrisiken», «Personal­ einsatzplanung am Flughafen ­Zürich», «Manche mögen’s heiss – Optimierte Kühlung von Daten-

centern», «Noch kleinere Schwingquarze dank Computermodellen» oder die «Optimierung der Leserate eines RFID-Systems». Donnerstag, 7. Oktober, 14 bis 18 Uhr; ZHAW Campus, Technikumstrasse 9, 8400 Winterthur, Gebäude TL. Teilnahmegebühr: CHF 140.–. Anmeldung und Programm unter http://www.engineering.zhaw.ch/ win-tech-tag.ch.

Maxon Motor gründet Tochtergesellschaft in Indien

(V. l. n. r.) Eugen Elmiger, Direktor Verkauf und Marketing, Atul Bhardwaj, Geschäftsführer, Maxon Precision Motor India, und Daniel von Wyl, Verkaufsleiter IMER.

Die Maxon Motor-Gruppe baut ihr weltweites Netzwerk im Markt für hoch präzise Antriebe und Systeme bis 500 Watt weiter aus: Am 1. August 2010 wurde die Niederlassung Maxon Precision Motor India Pvt. Ltd. in Bangalore eröffnet. «Mit der neuen Niederlassung in Indien schaffen wir die Grundlage, unsere Ge-

schäftspartner noch individueller und flexibler bedienen zu können», führt Eugen Elmiger, Leiter Verkauf und Marketing bei Maxon Motor AG weiter aus. Neben einem besseren Service erwartet man in Indien einen anhaltenden Wachstumsprozess. Maxon Motor ist seit 2000 mit Vertriebspartnern auf dem indischen Markt vertreten. Ab sofort wird das gesamte Maxon-Produkt-

programm nur noch über die eigene Gruppengesellschaft verkauft. Bangalore gilt als bedeutendes Zentrum der Luft- und Raumfahrt, Medizintechnik und IT-Branche. Die Geschicke von Maxon Motor in Indien wird Atul Bhardwaj leiten. maxon motor ag 6072 Sachseln www.maxonmotor.com

Datum

Ort

Thema

Kosten

Veranstalter/Infos

27.–30.9. 4.–7.10.

Dietikon

Grundlagen der Pneumatik Grundlagen der Hydraulik

auf Anfrage

Festo Didactic, 8953 Dietikon 044 744 55 44, www.festo.ch

22.9.

Regensdorf Engineering Conference 2010 mit Eplan, Autodesk, Rittal, Festo, HP und Phenix Contact

auf Anfrage

Eplan Software & Service AG 8105 Regensdorf, 044 870 99 00 www.eplan.ch/ec2010

23.9.

Basel

Forum Wärmetauscher des energie-cluster.ch

28.9.

Internet

Matlab Virtual Conference

kostenlos

tinyurl.com/matlab-virtual-conference

Alle Termine auf www.technica-online.ch

/category/vk oder Rubrik «Termine»

6.10.

Zürich

Projektmanagement Training Forum

ab CHF 300.– PM Training Forum, 8005 Zürich 044 277 70 43 www.pm-training-forum.ch

20.10.

D-Mauer­ stetten

VDWF-Techniktag

ab € 120.–

Verband Deutscher Werkzeug- und Formenbauer, D-88477 Schwendi +49 (0)7353 9842299, vdwf.de

Virtuelle Instrumente in der Praxis: NI VIP 2010

ab € 225.–

National Instruments Schweiz 5408 Ennetbaden, 056 200 51 51 ni.com/switzerland

27.–28.10. München

9.–10.11.

Rapperswil Schweizer Maschinenelemente-Kolloquium

4  technica  09-10

www.energie-cluster.ch 031 333 24 69

ab CHF 250.– KISSsoft AG, 8634 Hombrechtikon 055 254 20 50, smk2010.ch


Panorama

Wenn ‘s ums Stanzen geht ...

BOSCHERT!

B & R einziger Systemintegrator von MathWorks Mit der Aufnahme in das Systemintegratorprogramm bescheinigt Mathworks – der Hersteller von Matlab und Simulink – B & R höchste Kompetenz im Bereich der Modellierung und Simulation. B & R ist damit derzeit das einzige Unternehmen seiner Branche mit System­ integratorstatus. Die Entwicklungsumgebung B & R Automation Studio zeichnet sich durch beste Integration und durchgängige Anbindung an die Produkte von MathWorks aus. Das breite Produktportfolio von B & R in Kombination mit den Simulations- und Codegenerierungswerkzeugen von Mathworks ermöglicht dem Anwender den uneingeschränkten Einsatz modellbasierter Ent-

ECCO LINE

wicklungsmethoden für den Maschinenbau. «Die damit verbundene Verkürzung von Entwicklungszeiten sorgt neben einer signifikanten Kostenreduktion auch für eine schnellere Time-to-Market», weiss Philipp Wallner, bei B & R für die Zusammenarbeit mit Mathworks verantwortlich. B & R Industrie-Automation AG 052 728 00 55 www.br-automation.ch MathWorks GmbH 031 950 60 20 www.mathworks.ch

Front

Müll automatisch und sicher bunkern

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09/2010 Front

Im Zuge der Erweiterung der bestehenden Annahmelogistik und der Abfallbunkerung bei der GEVAG (Gemeindeverband für Abfallentsorgung in Graubünden) im Jahr 2009 wurden von der Marti-Dytan AG in diesem Jahr zwei neue Müllgreiferkrananlagen mit Hydraulikmotor-Mehrschalengreifern im neu erstellten Logistikbunker eingebaut.

Halle 11 Stand B14 Info unter:

HCH. REIMMANN AG Werkzeugmaschinen Mettlenbachstrasse 27 CH-8617 Mönchaltorf Telefon: +41 (0)44 949 49 49 Telefax: +41 (0)44 948 02 22 info@reimmann.ch

Siehe Bericht auf Seite 20 (Bild: Marti-Dytan AG, 6048 Horw, info@marti-dytan.ch www.marti-dytan.ch) Industrial IT

Messe-Vorschau: AMB, Stuttgart, 28.9. bis 2.10. Swisstech, Basel, 16. bis 19.11.

Zulieferindustrie:

Giesser sind innovativ, kooperativ und verlässlich Automations- und Antriebstechnik:

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09-10  technica  5 www.boschert.de


Panorama

Dormann-Stiftung will Stipendien verdreifachen

Jürgen Dormann und Personalchef Gary Steel.

Die «Jürgen Dormann Foundation for Engineering Education» zur Förderung begabter und bedürftiger Studenten hält erstmalig eine internationale Konferenz für Stipendiaten aus aller Welt ab. Über

30 Studenten aus sechs Ländern nehmen in der Schweiz an der Veranstaltungswoche teil. Gary Steel, Vorsitzender der Stiftung und Personalchef bei ABB, sagte an einer Konferenz im Konzern-

forschungszentrum in Dättwil, dass sich die Anzahl der Stipendien – derzeit rund 50 – in den nächsten zwei Jahren verdreifachen könnte. «ABB ist stolz darauf, dass die Stiftung mit ihrer Arbeit die Ingenieurausbildung in Schwellenländern unterstützt», so Steel. Die für die Studenten organisierte Veranstaltungswoche bietet diesen die grosse Chance, bei unterschiedlichen technischen Projekten zusammenzuarbeiten, Ideen auszutauschen und verschiedene Ansätze kennenzulernen. Die Studenten arbeiten während ihres Aufenthaltes an technischen Projekten. Daneben werden ABBForschungszentren und die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH) besucht, und

es bleibt ausreichend Zeit, um Ausflüge in die Zentralschweiz zu unternehmen. ABB gründete die «Jürgen Dormann Foundation for Engineering Education» 2007 in Baden (Schweiz). Die Stiftung wurde in Anerkennung seiner grossen Verdienste um die ABB nach dem früheren Verwaltungsratspräsidenten und Vorsitzenden der Konzernleitung, Jürgen Dormann, benannt. Die Stiftung vergibt weltweit Stipendien an begabte Studenten der Elektrotechnik, die hervorragende akademische Leistungen vorweisen können und zur Fortführung ihres Studiums finanzielle Mittel benötigen. ABB Schweiz AG www.abb.ch

Zufriedenheit nach der Sensor + Test 2010 Die Sensor + Test 2010 hat einmal mehr ihren Ruf als Wirtschaftsindikator für die Sensor- und Messtechnikbranche bestätigt. Die Zahlen der Aussteller- und Besucherbefragungen spiegeln neben der breiten Zufriedenheit mit dem Messeverlauf und -angebot vor allem auch die deutlich verbesserten Konjunkturerwartungen der Messeteilnehmer wider. Die ausstellenden Unternehmen zeigten sich vor allem mit der im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegenen Besucherzahl und der Qualität der Anfragen zufrieden. Die von einem neutralen Marktforschungsinstitut während der Messe durchgeführte Besucherbefragung belegt die interessante Struktur und hohe Professionalität der Besucher nun auch in klaren Zahlen als besondere Stärke der Sensor + Test. Die am stärksten vertretenen Branchen bei den Besuchern waren die Elektroindustrie (24 %), Automotive, Luft- und Raumfahrt (23 %) sowie der Maschinen- und Anlagenbau (19 %). Über die

6  technica  09-10

Hälfte der Besucher der Sensor + Test sind in Forschung & Entwicklung sowie Konstruktion tätig. Sehr hoch ist mit 94 % auch die Zahl der Besucher, die in ihren Unternehmen Entscheider in Bezug auf Beschaffungen sind. Die wirtschaftliche Entwicklung in der Branche wird von den Besuchern deutlich positiver beurteilt als im Vorjahr. So erwarten 72 % der Besucher eine positive Entwicklung der Branchenkonjunktur (leichtes oder starkes Anziehen), während dieser Wert im Vorjahr bei nur 22 % lag. Ähnlich sieht das Ergebnis auch bei den Ausstellern aus, die ebenfalls befragt wurden. Sahen nur 10 % der Aussteller vor Jahresfrist eine positive Entwicklung der Branchenkonjunktur, so stieg dieser Wert in diesem Jahr auf 79 %. Die richtigen Zielgruppen unter den Besuchern und die sehr gute Organisation der Veranstaltung wurden ebenfalls von den meisten Ausstellern hervorgehoben. So sagt beispielsweise Grigorios Kenanidis, Geschäftsführer der STS

Sensoren Transmitter Systeme GmbH: «Wir stellen auf der Sensor + Test aus, weil wir hier genau unsere Zielgruppe treffen. Der Vorteil ist aus unserer Sicht, dass hier sehr viele kompetente Besucher kommen, die teilweise mit sehr konkreten Aufgabenstellungen zu uns kommen.» Insgesamt erwarten 92 % der befragten Aussteller ein spürbares Geschäft als direktes Ergebnis der Messebeteiligung. Der Veranstalter, der in diesem Jahr erstmals parallel zur Sensor + Test durchgeführten Fach­ tagung «Sensoren und Messsysteme», die Informationstechnische Gesellschaft im VDE (ITG), zeigte sich ebenfalls sehr zufrieden. So sagte Professor Leonhard Reindl (Universität Freiburg), der gemeinsam mit Professor Reimund Gerhard (Universität Potsdam) die Tagung leitete: «Wir fühlen uns hier mit unserer Tagung sehr wohl. Und mit 270 Voranmeldungen konnten wir in diesem Jahr einen Rekord bei den Teilnehmerzahlen verzeichnen.»

Weiter so Das Gesamtkonzept der Veranstaltung mit Messe, begleitenden Kongressen und Tagungen sowie dem Aktionsprogramm, wie beispielsweise den Forenvorträgen und der Action Area, wird von den Besuchern sehr positiv beurteilt. So zeigten sich mit 96 % fast alle Besucher mit dem Angebot der Sensor + Test zufrieden. Mit 98 % sogar noch höher war darüber hinaus der Anteil der Besucher, die das Informationsangebot auf den Messeständen als besonders positiv beurteilten. Im kommenden Jahr wird die Sensor + Test vom 7. bis 9. Juni 2011 wiederum in Nürnberg stattfinden. Begleitet wird die Fachmesse dann von den drei Sensor + TestKongressen des AMA Fachverbandes Sensor 2011, Opto 2011 und IRS² 2011. www.sensor-test.de


Für eine saubere Umwelt

Der Einsatz unseres gesamten fachspezifischen Wissens und unserer globalen Innovationskraft ist eine solide Investition. Papierhersteller können durch unsere extrem reibungsarmen SKF Hochleistungslager in Verbindung mit unseren hochentwickelten Schmierstoffen und Zustandsüberwachungssystemen beträchtliche Energieeinsparungen erzielen. In anderen energieintensiven Industriezweigen kann sich dieser Effekt noch stärker bemerkbar machen. Durch die gemeinsame Nutzung unserer Erfahrung, unseres Fachwissens und unserer Kreativität kann der Beitrag für eine saubere Umwelt noch erheblich gesteigert werden. Dieser Planet ist unsere Lebensgrundlage, gehen wir vernünftig damit um. Fordern Sie unsere Spezialisten heraus!

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Export-Forum Export-Forum

IN ZUSAMMENARBEIT MIT OSEC BUSINESS NETWORK SWITZERLAND

Attraktive mittelosteuropäische Märkte für Schweizer Unternehmen

Wachstum kommt aus Osten Am «Forum Mittelosteuropa», bei dem unter anderem auch Lech Walesa, Friedensnobelpreisträger und früherer polnischer Staatspräsident, als Gastreferent auftrat, zeigten verschiedene Experten die Geschäftsmöglichkeiten auf, die sich für Schweizer Unternehmen in Mittelosteuropa ergeben. Insbesondere die Branchen Automotive, Cleantech, Infrastruktur, Transport sowie der Energiebereich bieten Schweizer Firmen Geschäftspotenzial, zumal in diesen Marktsegmenten ein signifikantes Wachstum erwartet wird. für Schweizer Firmen interessant, weil in diesem Markt über 90 Millionen Menschen leben, die Normen und Vorschriften der EU zu 100 % übernommen werden und es dort eine gut ausgebildete und junge Bevölkerung gibt.

Unbekannte Nachbarn Die mittelosteuropäischen Länder sind jedoch für viele Schweizer Unternehmen noch weitgehend unbekannt. Aus diesem Grund führte der Aussenwirtschaftsförderer Osec die Veranstaltung ­«Forum Mittelosteuropa» durch und brachte dem interessierten Schweizer Publikum die Region wirtschaftlich, politisch, rechtlich und kulturell näher. Dazu wurden Fach- und Länderexperten eingeladen, die über ihre Erfahrungen in diesen Märkten berichteten. Unter anderem referierte Lech Walesa, Friedensnobelpreisträger und früherer polnischer Präsident

Rollen und Räder jeder Art und für alle Zwecke direkt ab unserem Lager

8  technica  09-10

als Kata PD log F-D 201 ow 0 nlo ad !

Mit dem Zusammenbruch der ­Sowjetunion Ende der 80er-Jahre eröffneten sich neue Perspektiven bezüglich der Zusammenarbeit mit den Ländern Mittel- und Osteuropas. Die Märkte in Mittelosteuropa (Tschechien, Slowakei, Polen, Ungarn, Bulgarien, Rumänien) entwickelten sich rasch und werden auch in naher Zukunft zunehmend an Dynamik gewinnen. Daraus ergeben sich sozusagen vor der Haustür für Schweizer ­Unternehmen viele neue Chancen, Produkte und Dienstleistungen in Mittelosteuropa intensiver abzusetzen. Diese Chancen liegen insbesondere in den Bereichen Automotive, Cleantech, Infrastruktur, Transport und im Energiesektor. Aber auch in den traditionell starken Exportbranchen wie Pharma und Maschinen gibt es noch beträchtliches Potenzial. Mittelosteuropa ist wegen seiner Nähe nicht zuletzt auch deshalb

über Mittelosteuropa, über dessen Vergangenheit, die aktuelle Situation und die Perspektiven in der Zukunft. Lech Walesa sagte: «Wir haben die Epoche der Aufteilungen, der Grenzen und der Konflikte abgeschlossen, und wir sind in die Epoche des Intellekts, der Information und der Globalisierung übergegangen. In dieser neuen Epoche entsteht der Staat Europa.»

Reger Handel zwischen der Schweiz und Mittel­ osteuropa Polen, das als einziges Land in Europa im 2009 ein BIP-Wachstum aufweist, und Tschechien erholen sich relativ gut von der jüngsten Wirtschaftskrise, die ihnen auch zugesetzt hat. Anzeichen der Erholung waren aber schon sehr früh zu sehen. Bedenkt man, dass Tschechien und die Slowakei rund 25 % des Brut-

tosozialproduktes der Region Mittel- und Osteuropa erwirtschaften, wird deutlich, welchen grossen Einfluss diese Erholung auf die gesamte Region haben dürfte. Im 2010 werden in den meisten Ländern der Region denn auch positive Wachstumszahlen erwartet. Die Schweizer Exporte nach Polen und Tschechien konnten in den ersten sieben Monaten ein kräftiges Wachstum verzeichnen. Bezüglich Polen betrug das Wachstum 17 % (Stand Ende Juli), bezüglich Tschechien sogar über 20 % (Stand Ende Juli). Die wichtigsten Schweizer Exportbranchen nach Mittelosteuropa sind Chemie/Pharma, Maschinen und Elektronik, Metalle und Metallwaren und Präzisionsinstrumente/Uhren. Das Handelsvolumen zwischen der Schweiz und den mittelosteuropäischen Staaten (Polen, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Rumänien und Bulgarien) lag per Ende 2009 bei über CHF 10 Mrd.  (mg)

Generalvertretung

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Telefax 044 847 64 66 8108 Dällikon e-mail: rollen@baumgartnerag.ch


An der Messe für die Metallbearbeitung dreht sich alles um Sie. ERSCHAU

D NEU: SON D ISS- UN S C H W E ECHNIK DT SCHNEI

16. – 20. NOVEMBER 2010 | MESSE BASEL

Jetzt oder nie: Vom 16. – 20. November 2010 lädt die PRODEX zum fünften Mal in die Messe Basel. Die erfolgreiche Internationale Fachmesse für Metallbearbeitung und Produktion, welche 2008 einen absoluten Besucherrekord erzielte, wird auch 2010 das Neuste und Beste an Werkzeugmaschinen, Präzisionswerkzeugen, Messtechnik und Qualitätssicherung, C-Technik, Fertigungsautomatisierung, Peripherie, Software sowie Dienstleistungen präsentieren. Alles unter einem Dach, effizient und innovativ. Kommen Sie! Informieren Sie sich! Bleiben Sie dem Markt auf den Fersen!

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Ja, ich will!


Swissmem Schweizerische Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie Kirchenweg 4, 8008 Zürich Tel. 044 384 41 11, Fax 044 384 42 42 info@swissmem.ch

Rückblick auf das erste Halbjahr der MEM-Industrie

Konjunkturelle Erholung setzt sich fort Die Unternehmen der Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie profitierten im ersten Halbjahr 2010 von der verbesserten Wirtschaftslage in den wichtigsten Absatzmärkten: Sowohl im Inland (16,7 %) als auch im Ausland (14,8 %) konnten höhere Auftragseingänge verzeichnet werden. Aufgrund der im Jahresvergleich nach wie vor negativen Umsatzentwicklung (-5,0 %) und des hohen Frankenkurses ist die Lage jedoch weiterhin angespannt und die längerfristigen Prognosen der Unternehmen bleiben verhalten. Eine übermässige zusätzliche Belastung der Arbeitgeber und Arbeitnehmenden, die eine Ablehnung der Revision der Arbeitslosenversicherung nach sich ziehen würde, lehnen die Unternehmen der MEM-Industrie entschieden ab.

W

ährend sich die allge­ meine wirtschaftliche Aufhellung im ersten Halbjahr 2010 positiv auf die Auf­ tragslage auswirkte, konnte der konjunkturelle Tiefpunkt bei den Umsätzen noch nicht überwunden werden: Die Gesamtumsätze der Swissmem Meldefirmen lagen 5 Prozent unter dem Vorjahres­ niveau, wobei im Inlandgeschäft (1,2 %) im Gegensatz zum Aus­ landgeschäft (–6,8 %) ein leicht verbessertes Resultat gegenüber dem Vorjahr erreicht werden konnte. Dieses Bild zeigt sich auch, wenn das 2. Quartal 2010 isoliert be­

Die MEM-Industrie erholt sich.

10  technica  09-10

trachtet wird: Während sich die Auftragseingänge sowohl im Aus­ land (9,1 %) wie im Inland (11,8 %) weiter positiv entwickel­ ten, resultierte bei den Auslandum­ sätzen ein Minus von 7,2 Prozent, bei den Inlandumsätzen jedoch ein Plus von 6,9 %. Gesamthaft er­ gab sich dadurch im 2. Quartal 2010 für die 290 Swissmem-Mel­ defirmen ein um 4 Prozent vermin­ derter Gesamtumsatz. Unterschiedliche Exportdynamik Gemäss den Zahlen der Oberzoll­ direktion entwickelten sich die Wa­ renexporte der einzelnen Subbran­ chen stark unterschiedlich: Ins­ besondere im Bereich Metallbau

(22,5 %) konnten im ersten Halb­ jahr wesentlich mehr Güter expor­ tiert werden, während im Maschi­ nenbau (1,9 %) und bei den Prä­ zisionsinstrumenten (1,5 %) die Vorjahresniveaus nur knapp über­ troffen werden konnten. Eine verbesserte Marktsituation zeichnete sich in allen Exportregi­ onen ab. So konnten sowohl in die EU (3,2 %), in die USA (7,9 %) als auch nach Asien (13,0 %) mehr Waren geliefert werden. Die Ex­ porte nach Deutschland − Abneh­ merin von über einem Viertel der Ausfuhren der MEM-Industrie − er­ höhten sich um 6,4 Prozent, wäh­ rend nach China − mit einem Ex­ portanteil von 5,2 Prozent der grösste asiatische Markt − die Wa­ renausfuhren um 25,4 Prozent ge­ steigert werden konnten. Angesichts der anziehenden Auf­ tragseingänge seit Anfang Jahr rechnen die Unternehmen mit er­ höhten Umsätzen in der zweiten Jahreshälfte. Insbesondere aus den Märkten Deutschland, USA und China werden weitere positive Impulse erwartet. Offen bleibt, wie nachhaltig die gegenwärtige wirt­ schaftliche Erholung tatsächlich ist, bestehen doch nach wie vor ­erhebliche Unsicherheiten in der Weltwirtschaft und bei unseren Mitgliedfirmen. Die Kapazitätsauslastung der In­ dustrie lag im 2. Quartal 2010 bei

79,4 Prozent und damit deutlich unter dem langfristigen Durch­ schnitt von 86 Prozent. Insgesamt verzeichnete die Branche per Ende März 327 896 Vollzeitbeschäf­ tigte, was einer Abnahme gegen­ über dem Vorjahresquartal um 5,1 Prozent entspricht.

Höhere Kosten­ strukturen vermeiden Neben der weiterhin unbefriedi­ genden Geschäftslage machen den Unternehmen vor allem der ausgeprägte Margendruck und weitere Kostensteigerungen zu schaffen. Der hohe Frankenkurs, der sich gegenüber dem Euro seit Anfang Jahr um rund 10 % verteu­ ert hat, führt zu einer wesentli­ chen Verschlechterung der preis­ lichen Wettbewerbsfähigkeit und zwingt die hiesigen Unternehmen, mögliche Kostenoptimierungen auszuschöpfen. Diesen Bestre­ bungen laufen politische Vorlagen entgegen, die mit über­mässigen zusätzlichen Belastun­gen für die Unternehmen ver­bunden sind. Swissmem ist überzeugt, dass zur Sicherung des Industriestandortes Schweiz eine funktionsfähige Ar­ beitslosenversicherung notwendig ist. Deshalb sind die Unterneh­ men bereit, die mit der Revision der Arbeitslosenversicherung ver­ bundene Beitragserhöhung um 0,2 Prozentpunkte sowie die Wie­ dereinführung des Solidaritätspro­ zentes zu akzeptieren. Bei einer Ablehnung der Abstimmungsvor­ lage vom 26. September drohen jedoch weit höhere Abgaben für Arbeitgeber und Arbeitnehmende, welche eine zusätzliche Ver­ schlechterung der Rahmenbedin­ gungen darstellten. Die Unterneh­ men der MEM-Industrie setzen sich daher entschieden für ein Ja zur Revision der Arbeitslosenver­ sicherung ein. (bf)


Offizielles Organ des Schweizerischen Verbandes für Betriebsorganisation und Fertigungstechnik – svbf Nr. 09-10

www.fraisa.com

Editorial

Unser Geld fährt Berg und Tal

D

em Berg an fremden Währungen in der Kasse steht eine Talfahrt beim Gewinn gegenüber. Es wird von einem Verlust von 14 Mia. Franken gesprochen. Hier handelt es sich vorab um den Euro, den die Nationalbank teuer einkaufte, um den Kurs des Schweizer Frankens niedriger zu halten; so überschwemmte sie einige Wochen lang im Mai und Juni die Geldmärkte mit Franken. Dabei diente der Kauf von Euros und Dollars als Hebel, mittels dessen man deren Kurse im Zuge einer Wech­selkursmechanik «automatisch» stützte. Unser Ziel war, die Schweizer Produkte im Ausland währungsbedingt nicht zu verteuern, denn es gilt: billiger Franken, gleich niedrigere Preise, gleich besserer Ex-

port. Der Wert aller Fremdwährungen, welche die Nationalbank nun im Kässeli hat, stieg vom 1. Quartal 2010 von rund 130 Mia. Franken bis Ende Juni auf 220 Mia. Franken. Nun das Tröstliche: Der Halbjahresertrag der Nationalbank aus verschiedensten Quellen wie Mehrwert des gehorteten Goldes, Zinserträgen und Währungsgeschäften belief sich auf rund 10 Mia. Franken, sodass man von einem Reinverlust von 4 Mia. Franken ausgehen kann. Im Übrigen ist es so, wie die «Neue Zürcher Zeitung» schreibt, dass die SNB nicht pleite geht, «weil sie im Prinzip beliebig neues Geld kreieren kann». Immerhin, das ist doch etwas. Ende Jahr reden wir wieder darüber. Aufgrund der sich laufend verbes-

sernden Lage der Nationalbank und des dadurch möglichen Gewinntransfers in die Bundeskasse leistet uns das Finanzdepartement mit dem in Aussicht gestellten Sparpaket einen Bärendienst. Denn sparen ist unter heutigen Wirtschaftsbedingungen der beste Weg in die Verelendung. So malte der US-Ökonom Joseph Stieglitz Europas wirtschaftliche Aussichten bei sturem Sparkurs in düsteren Farben: «Meiner Ansicht nach werden die Sparbemühungen (europäischer Regierungen) die wirtschaftlichen Schwächen Europas verstärken. Es ist schon schlimm genug, dass Länder wie Griechenland und Spanien ihre Ausgaben zurückfahren, um ihren Finanzhaushalt zu verbessern. Und nun tun das alle europäischen Länder. Das wird das ohnehin schon magere Wirtschaftswachstum noch mehr bremsen. Tritt das ein, wird das Defizit sogar noch wachsen.» Deutsch und deutlich bedeutet dies, dass die Regierungen durch das Sparen bei Investitionen der Wirtschaft Aufträge entziehen und durch das Sparen bei den Sozialausgaben den Konsum drosseln. Und Steuern werden auch weniger bezahlt, da Gewinne und Einkommen schrumpfen, was wiederum heisst, dass der Staat entweder erneut Defizit macht oder noch mehr spart und verelendet. Man darf gespannt sein. (aa)

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Planung + Produktion  |  Start-up

Preisverleihung der W. A. de Vigier Stiftung 2010

Tempora mutantur und Firmengründungen mit ihnen In der Schweizer Wirtschaftsförderung, Abteilung Start-ups, ist die W. A. de Vigier Stiftung ein sicherer Wert. Auch dieses Jahr wurden fünf Jung­ unternehmen mit dem 100 000-Franken-Preis aus­ gezeichnet und kamen dadurch zu einem hochwillkommenen Startkapital.

I

m Schweizer Innovationsgarten blüht und gedeiht es, dass es eine wahre Freude ist. Obwohl nicht grade Innovationsweltmeister, zählt die Schweiz doch zu den Staaten mit höchster In-

Weiter düngt das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) via die Förderagentur für Innovation (KTI) mit jährlich 100 Millionen Franken den Schweizer Innovationsgarten. Auch andere

veranschaulicht, bedeutet dieser Qualitätssprung, dass die Firmen von interdisziplinären Teams gegründet wurden, die den direkten Weg zum Markt suchen, und dass die Mehrheit bereits Einkünfte verbuchen kann, obwohl ihre Technologien noch jahrelange Entwicklung erfordern.

Anspruchsvolle Beurteilungskriterien Dass die Zeit der einsamen Tüftler ohne Geschäftssinn definitiv

und finanzieller Hinsicht wie seine Marktchancen, und zum Schluss wird auch noch ein Persönlichkeitsprofil der Bewerberinnen und Bewerber erstellt. Die Latte hängt also hoch, was mit ein Grund dafür sein mag, dass die W. A. de Vigier Stiftung in der Erfolgsgeschichte der Schweizer Start-upFörderung ein besonders erfolgreiches Kapitel schreibt: Gemäss Statistiken weiss man, dass die Chance einer Jungfirma, ihr 10-Jahr-Jubiläum zu feiern, nur bei 10 Prozent liegt. Von den von der W. A. de Vigier Stiftung ausgezeichneten Start-ups hingegen überleben zwei Drittel.

Neue Besen kehren gut

Kunststofffolie mit Löchern. In diese Löcher ist thermoelektrisches Material abgeschieden und dann mit Kontakten verbunden worden.

novationsleistung. Dazu trägt die W. A. de Vigier Stiftung einen guten Teil bei, denn sie unterstützt seit 1987 Jahr für Jahr innovative und zukunftsweisende Geschäftsideen mit einem Förderpreis von je 100 000 Franken und steht Jungunternehmern auch immateriell bei, etwa mit der Vermittlung von wertvollen Kontakten, oder indem sie für deren Präsenz in den Medien sorgt.

12  technica  09-10

Institutionen verdienen es, in diesem Zusammenhang erwähnt zu werden, so etwa die Gebert Rüf Stiftung. Ihnen allen verdankt es die Schweizer Start-upSzene, an Grösse und Profil gewonnen zu haben. Die aktuellen Firmengründungen rühmen sich immer besserer Qualität. Am Beispiel der diesjährigen fünf von der W. A. de Vigier Stiftung ausgezeichneten Jungunternehmen

vorbei sein dürfte, verraten auch die Beurteilungskriterien, mit deren Hilfe der Stiftungsrat der W. A. de Vigier Stiftung die Evaluation der eingereichten Projekte vornimmt. Berücksichtigt werden der Innovationscharakter einer Produkt- oder Dienstleistungsidee, ihre gesamtgesellschaftliche Relevanz bzw. der Grad der Bedürfnisbefriedigung, die Realisierbarkeit des Projekts in technischer

Der neue Geschäftsführer der W. A. de Vigier Stiftung, der seines Amtes seit einem Jahr waltet, hat ein veritables Reformprogramm eingeläutet. Von nun an soll jedes Jahr eine Persönlichkeit oder Organisation gewürdigt werden, die für Jungunternehmen Aus­serordentliches geleistet hat. «Förderer von Jungunternehmen 2010» ist – hipp, hipp, hurra! – Urs Althaus, Headcoach der eingangs erwähnten Förderagentur für Innovation (KTI) des Bundes. Seit 1998 hat er über 200 Firmen für den Markt fit getrimmt. Im Rahmen des Reformprogramms wird das Unterstützungsangebot der W. A. de Vigier Stiftung markant ausgebaut und zwar durch eine Alumni Organisation und ein Boot Camp. Erstere richtet sich an alle bisherigen Preisträger. Ziel ist der Austausch der Jungunternehmer untereinander, um Know-how und Netzwerk besser zu nutzen. Bei letzterem handelt es sich um ein viertägiges Seminar, an dem alle diesjährigen Gewinner und Nominees teilnehmen können. In intensiven Workshops zu matchentscheidenden Themen wie Finanzen und Verkauf ergänzen die Jungunternehmer ihre Sachkenntnis.


Eine halbe Million Franken für fünf Firmengründer Gleich geblieben ist hingegen die Anzahl Preisträger und Nominees: Wie eh und je sind es fünf Jungunternehmen, die ein Startkapital von 100 000 Franken erhalten, und fünf Nominees, die sich für die Preisverleihung 2011 bewerben können, ohne durch die Quali zu müssen. Wer die Preisträger sind, möchten Sie gern wissen? Es handelt sich um die Firmen Aïmago AG, greenTEG GmbH, nanotion AG, Nektoon AG und die Pearltec AG, wovon die Aktiengesellschaften Aïmago und Pearltec der Medizinaltechnik zuzuordnen sind, es sich bei der Nektoon AG um eine Dotcom-Firma handelt, bei der nanotion AG, wie der Name verrät, um ein Start-up aus der Nanotechnologie-Branche und last but not least bei der greenTEG GmbH um ein Spinoff der ETH Zürich, das mit der Thermoelektrik zu neuen Ufern aufbricht: Das vierköpfige Gründerteam nutzt die Ergebnisse aus ­seinen Dissertationen und Forschungsarbeiten für den Bau thermoelektrischer Generatoren, bei denen sowohl die bisher aufwendige Handarbeit als auch die gros­ sen Materialverluste entfallen und die deshalb deutlich günstiger angeboten werden können als die sich heute auf dem Markt befindlichen. – Für Mikrosystemforscher Wulf Glatz vom Gründungsteam der greenTEG wird übrigens das Preiseeinheimsen bald zur Routine: Er hat vom Stromverband Swisselectric bereits den «swiss­ electric research award» erhalten. «Nanotion – because small things count», schreiben die beiden Firmengründer der nanotion AG auf ihrer Website. «Nanodetektive» werden sie von der W. A. de Vigier Stiftung genannt. Der von ihnen entwickelte Nanodetektor schafft es in Sekundenschnelle, Nanoteilchen in Flüssigkeiten nachzuweisen, wofür man ihnen insbesondere in der Lebensmittel- und Abwassertechnologie sehr dankbar sein dürfte.

«Behalten Sie das Wesentliche. Speichern Sie mehr als bloss Links: Speichern Sie genau die ­Informationen, die Sie brauchen. Und finden sie jederzeit wieder: auf jedem Computer oder Mobiltelefon. Memonic verbindet die Vorteile von Favoriten und Ihrem digitalen Notizbuch. Gratis.» So beschreiben die Firmengründer der Nektoon AG ihr Produkt Memonic, eine Software, die aus einem einfachen Browser per Mausklick ein digitales Notizbuch schafft. Die Stunde für Sie ist gekommen, in Ihrem Physikbuch den DopplerEffekt nachzuschlagen, falls Sie vergessen haben sollten, wie der geht. Das Gerät der Firma Aïmago macht ihn sich für die segensreiche Erfindung einer Durchblutungskamera zunutze, die den klinischen Alltag beträchtlich erleichtert: Ein Lichtimpuls dringt in die Haut ein, das zurückstrahlende Licht wird gemessen. Stellt sich dabei ein Doppler-Effekt ein, weiss der Mediziner, dass sich rote Blutkörperchen bewegen. Die Durchblutung der Kapillaren liefert dem medizinischen Personal notwendige Hinweise für Diagnose und Therapie. Verwendung findet das Gerät in der Neurochirurgie, Allergologie, Dermatologie und Intensivmedizin. Die vier genannten Start-ups befinden sich in Männerhand. Die Pearltec AG aber hat eine Preisträgerin: Patrizia Fischer, die an der ETH Zürich biomedizinische Technik studiert hat. Das Produkt der Pearltec AG: Fixierungshilfen, die verwackelte Aufnahmen bei Tomografien verhindern und den Spitälern Millionenbeträge einsparen helfen, da sich Wiederholungsaufnahmen erübrigen.  (aa)

Infos www.devigier.ch www.aimago.com www.greenteg.com www.nanotion.ag www.memonic.com www.pearltec.ch

09-10  technica  13


Planung + Produktion  |  Im Spektrum

Die im Projekt ImRoNet entwickelten Robotersysteme standen auf der Automatica im Praxistest

Wartungsroboter, die sehen und fühlen Sie sind die Helfer in der Not: Die im Projekt ImRoNet entwickelten Serviceroboter zur Wartungsunterstützung meistern souverän komplizierte Aufgaben, können technische Anlagen steuern und überwachen oder das Anlagenpersonal instruieren. Ihr besonderes Kennzeichen: Sie lassen sich denkbar einfach bedienen und führen einige Bewegungsabläufe bereits selbstständig durch.

D

ie von Forschern des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnik und Automatisierung IPA in Stuttgart, des Karlsruher Instituts für Technologie sowie den Industriepartnern Beckhoff GmbH, metaio GmbH, GPS GmbH und Schunk GmbH & Co. KG im Projekt ImRoNet entwickelten Robotersysteme arbeiteten erstmals im Juni dieses Jahres auf der Automatica in München. «Unser Ziel war es, neue Verfahren und Komponenten zu entwickeln, die eine intuitive Bedienung von mobilen Robotern ermöglichen. Dieses Ziel haben wir erreicht», bilanziert Dr. Birgit Graf, Gruppenleiterin im Bereich Servicerobotik am IPA. Wichtige Voraussetzung für die Benutzerunterstützung ist, dass Sensoren die Umgebung detailliert erfassen

– die Roboter können «sehen» und «fühlen». Dadurch kann der Wartungsgehilfe nicht nur Hindernissen ausweichen, sondern auch einfache Arbeiten selbst erledigen. Etwa präzise ein Stellrad greifen und genau mit der richtigen Kraft auf- oder zudrehen.

Zusammenarbeit zwischen Roboter und Servicepersonal Grundbedingung für ein solches Robotersystem ist, dass es absolut unfallfrei seine Aufgaben erledigt. Damit der frei bewegliche Roboterarm nicht versehentlich Menschen und Maschinen schädigt, haben die Wissenschaftler eine dynamische Pfadplanung entwickelt, durch die Zusammenstösse verhindert werden. Damit der Roboter weiss, wie es um ihn herum aussieht, schafft er sich

Der Wartungsroboter lässt sich über eine Bedienerschnittstelle mit Visualisierung und haptischem Eingabegerät steuern. (Bild: Fraunhofer IPA)

automatisch eine Karte seiner aktuellen Umgebung. Dafür haben ihn die IPA-Forscher mit einer speziellen 3-D-Tiefensensorik ausgestattet. Die liefert statt üblicher Farbaufnahmen räumliche Entfernungsbilder, aus denen genau hervorgeht, wo ein Hindernis lauert. Dank der Sensorik können die Serviceroboter auch für die jeweilige Aufgabe relevante Objekte erkennen, etwa Anzeigen, die sie ablesen sollen. Sämtliche Informationen erhält zudem das Wartungspersonal, das den Roboter unterstützt. Über eine intuitive Benutzerschnittstelle kann das Personal via Web in das Geschehen eingreifen. Die Forscher haben dafür verschiedene Varianten entwickelt: So werden nicht nur Kamerabilder und Umgebungsmodelle übertragen, sondern mit Augmented-Reality (AR) auch Wartungsinformationen dargestellt.

Steuerung mit haptischem Feedback

Demonstrator für die Unterstützung eines Arbeiters vor Ort. (Bild: Fraunhofer IPA)

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Demonstrator für die teleoperierte Instruktion und teilautonome Aufgabenausführung. (Bild: Fraunhofer IPA)

Haptisches Feedback erleichtert die Steuerung des Roboters: Droht der Roboter zum Beispiel vor eine Wand zu laufen, vibriert das Eingabegerät. Über die Schnittstelle lässt sich aber auch direkt eine

Drehbewegung übermitteln. Mobile Roboter können durch den Einsatz von AR auch das Personal vor Ort unterstützen. Der stählerne Gehilfe verfügt für dieses Szenario über ein am Roboterarm angebrachtes Bedienpanel mit einer 6-D-Maus, über die der Wartungsmitarbeiter den Arm steuern sowie den Roboter bewegen kann. Das Panel ist zudem mit einer Kamera sowie einem Bildschirm ausgestattet, auf dem das Bild der Kamera übertragen wird. In diese Aufnahme lassen sich weitere ­Informationen wie z. B. Arbeits­ anweisungen oder aktuelle Prozessparameter eingeblenden. Praktisch ist das z. B. für die Bestückung von Schaltschränken: Der Roboter kann auch einem ungeübten Benutzer zeigen, wie einzelne Bauteile montiert werden. «So lassen sich die Reparaturzeiten und damit teure Stillstände in der Produktion minimieren», erläutert Graf. (aa)

Infos www.imronet.de


Internationale Messe Nr. 1 für Kunststoff und Kautschuk weltweit

19. Internationales Europa Forum Luzern

Der Industriestandort Schweiz in Europa und in der Welt Ein wesentlicher Vorteil des Industriestandortes Schweiz bilden die innovativen KMU, Spin-offs und Start-ups. Durch die enge Zusammenarbeit mit Hochschulen, Universitäten und Venture-CapitalFirmen schaffen sie einen nachhaltigen Nähr­ boden für konkurrenzfähige Innovationen im h ­ art umkämpften internationalen Wettbewerb.

A

m Europa Forum Luzern wird aufgezeigt, was die politisch und wirtschaft­ lich Verantwortlichen unterneh­ men müssen, damit auch in Zu­ kunft Wettbewerbsvorteile in Bil­ dung, Forschung und Innovation gehalten oder gar noch weiter aus­ gebaut werden können. – Wie bei­ spielsweise Schweden die Inter­ nationalisierung in Forschung, Entwicklung und Innovation insbe­ sondere im asiatischen Raum zur staatlichen Förderung innovativer einheimischer KMU nutzt, ist ebenfalls Thema am Symposium des Europa Forum Luzern im KKL Luzern. Referieren und diskutieren an der Tagung vom 8. und 9. November 2010 in Luzern werden unter an­ deren Bundespräsidentin Doris Leuthard, Swatch-Group CEO Nick Hayek, ETH-Präsident Ralph Eich­ ler, Johannes Lorenzo Suter, SVCAG für KMU Risikokapital, Mat­

thias Kaiserswerth, IBM Research Laboratory, Felix Mayer, Co-CEO der Startup-Firma Sensirion, sowie viele weitere hochrangige in- und ausländische Politik-, Wirtschaftsund Wissenschaftsvertreter. Die Tagung bietet den Teilnehmern die Möglichkeit, mit Venture-CapitalEntscheidern, Forschungsveran­ wortlichen und CEOs von erfolgrei­ chen Unternehmen persönlich in Kontakt zu kommen. (aa)

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19. Internationales Europa Forum Luzern: Montag/Dienstag, 8./9. November 2010, im KKL Luzern.

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Planung + Produktion  |  Mix

Die REFA führt am 1./2. November 2010 ein Seminar durch zum Thema

Arbeitsvorbereitung (AVOR) heute Methoden zur Optimierung

D

ie Arbeitsvorbereitung hat von der Auftragsabwicklung bis zur Fertigung Prozesse zu gestalten und zu beschleunigen. Sie stellt sicher, dass Reibungsverluste im Produk-

tionsprozess erkannt und eliminiert werden. Damit leistet sie einen wesentlichen Beitrag dazu, die Produktionskosten nachhaltig zu minimieren.

Form: Vortrag, Diskussion und Gruppenarbeit Kursleiter: Andreas Ditmar 2 Seminartage/16 Seminarstunden (1. Tag ab 9.00 Uhr/2. Tag bis 16.30 Uhr)

Kursort: Baden Kosten: Fr. 1490.– (Mittagessen und Pausengetränke inbegriffen) Anmeldung: info@refa.ch; www.refa.ch

Ein Algorithmus für mehr 3D-Sehgenuss

Weniger Kopfweh im 3D-Kino Damit 3D-Filme kein Kopfweh verursachen, muss mit dem stereoskopischen Effekt sehr sorgfältig gearbeitet werden. Das ist bei Filmproduktionen aufwendig und teuer. Forscher von «Disney Research Zurich» präsentieren eine Methode zur nachträglichen Bearbeitung des Tiefeneindrucks von 3D-Bildern. Damit könnten zukünftig auch zweidimensionale Bilder vereinfacht in 3D umgewandelt werden.

S

pätestens seit dem Kinoerfolg von «Avatar» sind dreidimensionale Filme in aller Munde. Im Kino hat sich die dritte Dimension bereits durchgesetzt, so hat zum Beispiel Walt Disney angekündigt, in Zukunft sämtliche Kinofilme in 3D zu produzieren. Ähnliches geschieht nun auch beim Fernsehen: Der britische Fernsehkanal BskyB will noch dieses Jahr einen reinen 3D-Kanal starten, in Japan strahlt BS 11 schon einen Teil des Programms in 3D aus, und der Walt Disney-eigene Sportkanal ESPN hat an der WM in Johannesburg erstmals Fussballspiele dreidimensional übertragen. 3D-TVSets sind heute in jedem besseren Elektronikfachgeschäft zu kaufen. Das hat nicht nur für die Filmindustrie Konsequenzen, sondern auch für die Forschung: «Die gesamte Produktionskette, von den hoch komplexen 3D-Kameras über die Signalverarbeitung bis hin zur Ausstrahlung der Bilder über autostereoskopische LCDBildschirme, stellt uns vor komplett neue Herausforderungen», erklärt Aljosha Smolic. Er ist Mitarbeiter bei «Disney Research Zu-

16  technica  09-10

rich», einer Industriekooperation der ETH Zürich mit Walt Disney im Bereich der Videotechnologie. Das neue Labor wurde im Mai dieses Jahres eröffnet.

Gegen Überforderung des Gehirns Smolics Forschungsgruppe hat ­soeben eine neue Methode vorgestellt, wie bestehendes 3D-Filmmaterial optimiert und dessen Tiefenwirkung verbessert werden kann. «Wir müssen aufpassen, dass wir das menschliche Hirn mit 3D nicht überfordern, sonst wird die Technologie von den Konsumenten abgelehnt», befürchtet Smolic. So geschehen in der Vergangenheit, als erste 3D-Kino­ experimente bei Zuschauern Übelkeit und Kopfweh auslösten. Unser Hirn braucht für die drei­dimensionale Illusion zwei leicht unterschiedliche Bilder im linken und rechten Auge. Je grösser diese «Verschiedenheit» der beiden Bilder, auch Disparität genannt, desto stärker ist der dreidimensionale ­Effekt. Umso grösser ist aber auch die Gefahr einer Wahrnehmungsstörung beim Betrachter. Wenn ein Schauspieler in einem Film quasi

aus dem Bildschirm hinausspringt, kann das irritierend sein. Damit 3D ein Genuss ist, muss beim Tiefeneindruck deshalb eine bestimmte «Komfortzone» eingehalten werden. Ein guter 3D-Kameramann schaut deshalb, dass der Tiefeneindruck stets in der Komfortzone liegt. Trotzdem müssen einzelne Szenen oft nachträglich am Computer bearbeitet werden, was sehr aufwendig ist.

Neuer Algorithmus Smolic und sein Team haben nun einen effizienten Weg gefunden, die Disparität nachträglich zu verändern. Mit einem von Smolic entwickelten Algorithmus können einzelne Bildpunkte für eine aus­ geglichene Tiefenwirkung neu berechnet werden. Mit nicht-linearen Eingriffen können die Forscher auch Veränderungen auf einzelne Ebenen im Bild beschränken oder die Tiefenstruktur einer Filmszene auf der Basis von einzelnen Objekten verändern. Zudem beinhalten die Algorithmen eine zeitliche Komponente, da unsere dreidimensionale Wahrnehmung auch von der zeitlichen Beziehung der beiden Einzelbilder

für das rechte und das linke Auge abhängt. Dieses Set an Funktionalitäten – beschrieben in mehreren Algorithmen – stellen Smolic und sein Team nun für unterschiedliche Anwendungen zur Verfügung. Zum Testen der Wirksamkeit haben sie mehrere fehlerhafte 3D-Filmsequenzen mit ihrer Software neu berechnet. Die nachbearbeiteten Sequenzen wurden schliesslich zusammen mit dem Original einer Gruppe von 21 Probanden vorgeführt. 81 Prozent erkannten den Film mit dem grösseren Tiefeneindruck, womit für Smolic bewiesen ist, das die angewandten Bildmanipulationen in den meisten Fällen wirklich zu einem visuell wahrnehmbaren Effekt führten. Die Frage nach dem Originalvideo konnten 56 Prozent der Befragten nicht beantworten. 25 Prozent lagen mit ihrer Angabe richtig und 19 falsch. Daraus schliesst Smolic, dass es seinem Team gelungen ist, den Tiefeneindruck der Videos zu verändern, ohne dabei die Bildqualität zu verschlechtern: «Wären in unseren Videos Störungen aufgetaucht, so hätte die Mehrzahl der Probanden die Originale sofort erkannt.»

Korrekturen in Echtzeit Smolics Software ist auch für 3DFernseh-Liveübertragungen interessant. Vor allem bei Sportübertragungen mit stereoskopischen


Mix  |  Planung

Kameras, ist es schwierig, den 3DEffekt manuell stets im richtigen Bereich zu halten. Zu rasch springt ein Fussballspieler plötzlich aus dem komfortablen Tiefenbereich der Fernsehzuschauer hinaus. Ein Mikrochip in der Aufnahmekamera könnte die Disparität einer solchen Aufnahme in Echtzeit neu berechnen, sodass der stereoskopische Effekt wieder in der Komfortzone der Fernsehzuschauer liegt. Ein ähnlicher Chip könnte auch in 3D-Fernseher eingebaut werden, damit billige, fehlerhafte 3D-Produktionen in Echtzeit korrigiert werden. Die Stärke der Korrektur liesse sich zusätzlich über die Fernbedienung an die individuellen Bedürfnisse der Zuschauer anpassen, so Smolics Vision. Auch die Umwandlung von zwei­ dimensionalen Filmen in 3D-Filme könnte bald von Smolics Software profitieren. Da die Filmproduktion

mit stereografischen Kameras für dreidimensionale Bilder sehr aufwendig und teuer ist, filmen viele Studios mit herkömmlichen Kameras und übertragen das Filmmaterial in monatelanger digitaler Nachbearbeitung in die dritte Dimension. So geschehen zum Beispiel beim kürzlich angelaufenen Disney-Film «Alice in Wonderland». Hunderte von Programmierern erstellen am Computer für jedes Bild eine leicht verschobene Kopie für den stereoskopischen 3D-Effekt – ein enormer Aufwand. Dieser Prozess könnte mit seinem Algorithmus wesentlich beschleunigt werde, so Smolic. Mussten die Programmierer nämlich bisher jedes Bild in seine Elemente zerlegen und für diese eine exakte «Tiefenkarte» erstellen, so kommt seine Methode auch ohne detaillierte Tiefeninformationen aus. Erste Pilotsysteme für die beschrie-

benen Anwendungen wurden im Rahmen des Papers bereits entwickelt und getestet. Nun wollen die Forscher zusammen mit den amerikanischen Partnern von Walt Disney erste praxistaugliche Systeme entwickeln. Wann der erste Disney-Streifen zu sehen ist, der unsere «Komfortzone» dank komplexer Mathematik im Hintergrund nicht mehr verlässt, kann Smolic heute aber noch nicht sagen. (aa)

+ Produktion

Digitale Bildbearbeitung gegen Kopfweh: Im oberen Originalbild ist der 3D-Effekt zu stark; das Auto ragt links aus dem Bild heraus. Unten die bearbeitete Version, in welcher das Auto durch Neuberechnung zurück «ins Bild hinein» verschoben wurde. (Bild: KUK Filmproduktion GmbH)

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Märkte und Unternehmen  |  Werkzeugmaschinen

Horizontal-Bearbeitungszentrum für die 5-Achsen-Bearbeitung in Lehrengenauigkeit

Reproduzierbar genaue Komplettbearbeitung Fällt im Bereich Präzisionsteilefertigung der Name Yasda, wissen Insider sofort, dass es hier um die Hochgenauigkeitsbearbeitung von Werkstücken aller Schwierigkeitsgrade geht und dass die Maschinen konsequent dahingehend ausgerichtet sind. Nicht umsonst wird hier auch selbstbewusst das Leistungsmerkmal «Lehrengenauigkeit» angeführt.

B

ezüglich Genauigkeit des Horizontal-5-Achsen-Bearbeitungszentrums Yasda H40i-Fanuc 31i-A5 gibt der Hersteller in den Achsen X/Y/Z 0,005 mm P nach VDI/DGQ und in den Achsen A/B ±3,2˝ P nach VDI/DGQ an, womit sich diese Bearbeitungszentren doch ein ganzes Stück von ihren vermeintlichen Wettbewerbern abheben. Doch der Reihe nach: Das Unternehmen Yasda Precision Tools K.K. wurde im Jahr 1929 in Osaka von Shinjiro Yasuda gegründet und befindet sich bis heute im Fami­ lienbesitz. Sohn Yukihiko Yasuda und Enkel Takuto Yasuda fungieren als President und als Executive Vice-President und führen die Firma in der 2. und 3. Generation. Aus dem Ursprungsgeschäft mit Bohrmaschinen entwickelte sich

mit den Jahren ein Produktprogramm an Bohr-/Fräsmaschinen bzw. später 3- und 4-AchsenHochpräzisions-Bearbeitungszentren und mit der Yasda H40i ein Horizontal-5-Achsen-Bearbeitungszentrum für die Hochgenauigkeits-Komplettfertigung. Dass es sich bei den Yasda-Maschinen und im Besonderen bei der Baureihe H40i um Horizontal-CNC-Bearbeitungszentren der speziellen Art handelt wird spätestens dann ersichtlich, wenn man den Grundaufbau betrachtet. Die H40i basieren auf einem Maschinenbett und Ständer in spannungsberuhigter Gusskonstruktion für eine hohe Biegesteifigkeit. Die Fräseinheit wird in den linearen Achsen X und Y bewegt und die Z-Achse nimmt den Tisch mit den Rundachsen A und B auf. Der Spindelstock selbst

Horizontal-5-Achsen-Bearbeitungszentrum Yasda H40i Fanuc 31i-A5 in kompletter und betriebsbereiter Ausstattung mit Palettenwechsler und 24-fach-Palettenmagazin.

18  technica  09-10

Arbeitsraum des Bearbeitungszentrums mit dem NC-SchwenkRundtisch (Achsen A und B) und einer aufgespannten Palette 400 × 400 mit Werkstück.

ist in einem geschlossenen Torständer geführt, womit eine sehr gute Aufnahme der Momente um alle Bewegungsachsen gewährleistet ist.

Hoch genaue Bearbeitung setzt hoch präzisen Maschinenbau voraus In den Achsen X, Y und Z sind gehärtete und geschliffene LinearRollenführungen der Grösse 55 verbaut, wobei die Kontaktfläche zur Montage der Rollenführungen nach wie vor von Hand geschabt und die auf 2 µm tolerierte Ebenheit und Geradheit mit einem Autokollimator geprüft und dokumentiert wird. In den Linearachsen sind Präzisions-Kugelgewinde­ triebe mit 45 bzw. 50 mm Durchmesser montiert und diese wiederum werden über eine spielfreie Kupplung direkt mit AC-Servomotoren koaxial verbunden. Die Muttern und Stützlager der Kugel­ umlaufspindeln sind Ölluft geschmiert und gekühlt. Dadurch wird der Wärmegang des Antriebssystems bei hohen Eilgangsgeschwindigkeiten vermieden sowie

die Übertragung der Wärmeentwicklung der Motoren auf die Kugelrollspindeln ausgeschlossen. Die Achsen A und B sind in grossformatigen Präzisions-Kreuzzylinderrollenlagern aufgenommen. In allen Achsen sorgen direkte Messsysteme für eine hoch genaue Positionierung, zumal die von Heidenhain speziell entwickelten Massstäbe an den Wärmegang der Maschinenstruktur angepasst wurden. Die Arbeitsspindel ist als Motorspindel aufgebaut und standardmässig mit der Schnittstelle MAS BT 40 (Big Plus) mit Anzugbolzen JIS 40 ausgerüstet. Dank einer Mantelölkühlung über einen Ölkühler ist die Motorspindel auf ±2° zur Raumtemperatur «nachzuführen», womit sich das Spindelwachstum trotz hoher Beschleunigung im gesamten Drehzahlbereich berechenbar eingrenzen lässt. Für die Komplettbearbeitung anspruchsvoller Werkstücke ist schon in der Standardversion ein Werkzeugmagazin mit 60 Plätzen enthalten. Bei Bedarf ist der Ausbau um jeweils 60 bzw. 120 Werkzeuge möglich. Die Kombination


aus Spindeldrehzahlbereich 20 bis 20 000 U/min grossem Werkzeugmagazin, schnellem Wechseln der Werkzeuge, Eilgängen und Vorschubgeschwindigkeiten in den Achsen X, Y und Z von 50 000 mm/ min bzw. 20 000 mm/min (JOGVorschub max. 5000 mm/min), Schwenkbereich der A-Achse mit 360° und der B-Achse mit –185° bis + 45 ° (A-Achsen-Vorschub max. 30 min-1 und B-Achsen-Vorschub max. 20 min-1) erlaubt die hoch flexible, hoch produktive Komplett-/ Simultanbearbeitung in einer bis möglichst wenigen Aufspannungen. Die Achsen A und B sowie die Paletten sind mechanisch klemmbar, was die Bearbeitungspräzision und auch die Oberflächenqualität unterstützt und auch die Werkzeugstandzeiten verbessern hilft.

Palettenmagazin und -wechsler zur auto­ matisierten Fertigung Der integrierte Palettenwechsler weist zwei Plätze plus einen Rüstplatz auf und wird vom Palettenmagazin, das in der Basis 12 Plätze und optional 24 Plätze aufweist, bedarfsgerecht versorgt. Die Aufspannfläche der Paletten ist 400 ×  400 mm. Die Werkstücke können einen Störkreis bis 500 mm (mit Störkanten bis 740  mm), eine Höhe bis 350 mm und ein maximales Gewicht von 200 kg aufweisen. Die Paletten werden mit ±0,002 mm Wiederholgenauigkeit eingewechselt. Mit Verfahrwegen von X = 875, Y = 740 und Z = 685 sowie den genannten Schwenkbereichen in den Drehachsen A und B ist eine sehr breite Palette unterschiedlichster Werkstücke abzudecken, womit der universell-flexible Einsatz der H40i gegeben ist. Mit der CNC-Bahnsteuerung Fanuc 31i-A5 verfügt das Horizontal-Bearbeitungszentrum zudem über eine hoch moderne und bekannt bedienerorientierte Steuerung, wobei die Programmierung im ISOFormat erfolgt. Der integrierte Fast Data-Server mit Flash-Card-Adapter (1 GB Speicherkapazität) und Ethernet-Interface stehen für einen schnellen Datenfluss von der Ma-

010 A M B 2 / Stand C77 lle 7

Ha

Rüstplatz des Palettenwechslers zum hauptzeitparellen Rüsten.

Gesenkbearbeitung.

schinensteuerung zur Workstation oder zum Host-Rechner. Zudem sind gespeicherte Programme auf der Ata-Flash-Card vom Bediener direkt zu editieren, was eine weitere Arbeitserleichterung und Zeitersparnis darstellt. Wie schon angedeutet, steht den Anwendern aus unterschiedlichen Branchen ein universell-flexibles Bearbeitungszentrum zur Verfügung, das sich sowohl durch hohe Produktivität als auch durch höchste Bearbeitungsgenauigkeit auszeichnet. Mit dem Horizontal-5-Achsen-Bearbeitungszentrum Yasda H40i Fanuc 31i-A5 sind beispielsweise Impeller aus dem Werkstoff SUS630 (HRC32) genauso rationell zu bearbeiten wie Presswerkzeugeinsätze aus YXR3 (HRC 60), oder auch Turbinenschaufeln aus Titanium (Ti-6Al-AV), Werkzeughalter aus SKD61 (HRC45) und Getriebegehäuse aus Alu. (mg)

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Märkte und Unternehmen  |  Automation Zum Titelbild: KVA Trimmis mit neuer Krananlage

Müll automatisch und sicher bunkern Im Zuge der Erweiterung der bestehenden Annahmelogistik und der Abfallbunkerung bei der GEVAG (Gemeindeverband für Abfallentsorgung in Graubünden) im Jahr 2009 wurden von der Marti-Dytan AG in diesem Jahr zwei neue Müllgreifer-Krananlagen mit Hydraulikmotor-Mehrschalengreifer im neu erstellten Logistikbunker eingebaut.

D

er GEVAG wurde im Jahr 1968 gegründet. Er umfasst 33 Gemeinden und zirka 73 000 Einwohner aus den Regionen Churer Rheintal, Lenzerheide, Schanfigg, Prättigau und Davos. Die Inbetriebnahme

tisch betrieben werden und verfügen zusätzlich über eine Notsteuerung. Die Abfallanliefermengen bewegen sich zwischen 200 und 600 Tonnen pro Tag. Davon entfallen zirka 60 % auf Haushaltskehricht und 40 % auf Sperrgut.

Bereich des Kehrichtbunkers verfahrbar, insbesondere können sämtliche Bunkerwände mit den Greifern bestrichen werden. Jeder Greiferkrananlage ist mit einem Rettungshubwerk für Personentransport und einem Rettungskorb

Montage der Krananlage im KVA Trimmis. (Bild: Marti-Dytan AG)

der Kehrichtverbrennungsanlage (KVA) Trimmis erfolgte 1975. Die beiden Müllgreiferkrananlagen befinden sich auf einer gemeinsamen Kranbahn und decken den gesamten neu erstellten Bunkerbereich ab. Gesteuert werden sie aus einem neuen Kranführerstand. Die Krananlagen können manuell, aber auch vollautoma-

20  technica  09-10

Personensicherheit inbegriffen Die Müllgreiferkrananlagen sind für Traglasten von 12 Tonnen ausgelegt und haben eine beträchtliche Spannweite von 22,3 m. Der Greiferinhalt beträgt 8 Kubikmeter. Die Krananlagen wurden als Zweiträgerbrückenkrane ausgeführt und sind über den gesamten

für drei Personen ausgerüstet. Mit diesem ist der gesamte Bunkerbereich unfallsicher befahrbar. Die gesamte Anlage wird im 3-Schicht-Betrieb das ganze Jahr betrieben. Die Hauptaufgaben der Krananlagen sind das Freihalten der vier Abkippstellen und das Beschicken des Einfülltrichters eines

Schubbodens (Förderung zum bestehenden Stapelbunker mit den bereits bestehenden zwei Krananlagen). Sperrmüll wird in zwei neuen Müll-Schreddern (Reisser) nach Bedarf zerkleinert. Sämtliche Abfälle werden mit den Krananlagen im Logistikbunker gemischt.

Vollautomatisierung entlastet Kranführer Die Vollautomatisierung beider Krananlagen verschafft dem Kranführer mehr Zeit für Reinigungs-, Unterhalts- und Kontrollaufgaben. Die bestehende Steuerung der beiden Krananlagen im alten Bunker wurde dem neusten Stand der Technik entsprechend erneuert und angepasst. Die neuen Müllgreiferkrananlagen sind wie die bestehenden Anlagen redundant ausgelegt. Jede Müllgreiferkrananlage kann auf einem Abstellplatz parkiert werden. Bei beiden Parkpositionen wurden jeweils Einschienenbahnen mit einer Tragkraft von 2 t eingebaut, damit Revisionsarbeiten oder vorbeugende Wartungsarbeiten ohne gros­sen Aufwand ausgeführt werden können. Jeder Greifer kann durch eine Revisionsöffnung auf einen Abstellplatz abgelassen werden. Mit der erfolgreichen Inbetriebnahme der Müllgreiferkrananlagen bei der KVA in Trimmis hat die Marti-Dytan AG wieder einmal mehr ihre Kompetenz in Sachen modernster Krantechnologie für die Abfallentsorgung unter Beweis gestellt. (mg)

Infos Marti-Dytan AG 6048 Horw 041 209 61 61 info@marti-dytan.ch www.marti-dytan.ch


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Werkzeugmaschinen und Werkzeuge  |  Werkzeugmaschinen

Maschinenprototyp zur Bearbeitung gekrümmter Strangpressprofile (Quelle: wbk).

Vergleiche zweier Maschinenkonzepte für die Bearbeitung von Leichtmetallstrangpressprofilen

Dünnwandige Leichtmetallteile präzis bearbeiten Am WBK Karlsruhe wurde eine Handhabungs- und Bearbeitungskinematik entwickelt, die sich aus einer seriellen Kinematik und einer Parallelkinematik zusammensetzt. Das ISF Dortmund befasst sich u. a. mit der mechanischen Bearbeitung von dünnwandigen Leichtbaustrukturen. Gemeinsame Untersuchungen zum Fräsen von Aluminiumstrangpressprofilen am neuen Maschinenkonzept und an einem konventionellen dreiachsigen BZ zeigen die aktuellen und künftig erreichbaren Möglichkeiten und Präzisionsgrenzen der Kinematik auf.

Z

u den drei Grundkomponenten des neuartigen Maschinenkonzepts gehören ein Industrieroboter, eine Parallelkinematik und eine flexible Spannvorrichtung, die gegenüber der Parallelkinematik angeordnet ist. Der Industrieroboter dient dazu, die aus der Prozesskette resultierenden Handhabungsaufgaben zu erfüllen [2]. Darüber hinaus verschiebt und positioniert er das Profil in der Spann-

Autor Timo Engbert, Dirk Biermann, Andreas Zabel, Martin Otter, Christian Munzinger und Gisela Lanza

22  technica  09-10

vorrichtung, so dass die lokal zu bearbeitende Stelle stets im optimalen Aufspannpunkt liegt. Ein abwechselndes sequentielles Verschieben und Spannen des Profils ermöglicht die Bearbeitung des kompletten Werkstückes [3]. Die für die Zerspanung benötigte Relativbewegung der Werkzeugspindel wird von einer Parallelkinematik realisiert. Die Untersuchungen zur mechanischen Bearbeitung dünnwandiger Aluminiumprofile wurden sowohl mittels der beschriebenen Kinematik als auch auf einem Bearbeitungszentrum mit einer 3-Achsen-CNC-Einheit in Kreuzschlittenbauweise durchgeführt. Das Werkstück wird hier über einen Winkel auf dem Rundtisch ma-

nuell in einem Hydraulikschraubstock gespannt. Nach dem Positionieren des Profils durch den Industrieroboter wird das Profil in der Spanntechnik an zwei Stellen fixiert. Die pneumatischen Spannstifte passen sich dabei der Profilkontur an, so dass mit diesem System ein flexibles Spannen verschiedener Profilquerschnitte erfolgen kann. Um eine steifere Einspannung und somit eine Verbesserung des Schwingverhaltens des Werkstückes bzw. der lokal zu bearbeitenden Stelle während der Bearbeitung zu erreichen, kann der Abstand zwischen den Greiferbacken variiert werden. Für eine Bearbeitung möglichst vieler Funktionsflächen in einer Aufspannung wurde der Abstand der Greifer bei den vorliegenden Untersuchungen auf 200 mm eingestellt. Der eingestellte Wert stellt hierbei einen Kompromiss zwischen Bearbeitungsraum und erzielbarer Steifigkeit der Aufspannung dar. Gegenüber der stationären Aufspannung mit einem Hydraulikschraubstock besteht jedoch ein deutlicher Unterschied hinsichtlich der absolut erzielbaren Steifigkeit.


Werkzeugmaschinen  |  Werkzeugmaschinen

und Werkzeuge

Definition der Bearbeitungsaufgabe Zur Untersuchung der Bearbeitungsgenauigkeit wurden auf beiden Maschinen Musterbauteile mit unterschiedlichen Schnittwerten aus Strangpressprofilen mit quadratischem Querschnitt gefertigt. Die Bauteile enthalten sowohl Bohrungen als auch Taschenelemente und Aussparungen. Darüber hinaus ist die Möglichkeit zur Enden- und Kantenbearbeitung gegeben. Sämtliche Funktionselemente wurden mit einem übermittig schneidenden Einzahnfräser mit einem Durchmesser von d = 12 mm erzeugt. Durch die Fertigung unterschiedlicher Bohrungsdurchmesser mit einem Fräser ergeben sich aus der Differenz zum konstanten Werkzeugdurchmesser verschiedene Bahnradien der Spindelbewegung [4]. Wird durch die Programmierung ein konstanter Vorschub vorgegeben, lassen sich aus der Genauigkeit des Bearbeitungsergebnisses Schlüsse auf das dynamische Verhalten der Maschinenachsen ziehen. Um die Positioniergenauigkeit überprüfen zu können, sind die Mittelpunkte einiger Bohrungen versetzt angeordnet. Die Taschenelemente besitzen eine definierte Tiefe und geben somit Aufschluss über die Positioniergenauigkeit entlang der Werkzeugachse. Eine optische Kontrolle der erzeugten Oberflächen sowie die Messung der Oberflächenrauheit dient als Mass der Gleichmässigkeit der Bewegung der Spindel in der Ebene parallel zur Bauteiloberfläche. Die Funktionselemente werden im Anschluss an die Fertigung mittels 3D-Koordinatenmessung auf ihre Masshaltigkeit überprüft. Das Musterbauteil bietet somit vielfältige Möglichkeiten, die Bearbeitungsgenauigkeit der beiden verwendeten Maschinenkonzepte zu untersuchen. Die Grenzen der beiden Konzepte lassen sich durch eine systematische Steigerung der Bearbeitungsparameterwerte Schnittgeschwindigkeit und Radialvorschub aufzeigen. Sämtliche Fräsoperationen wurden dabei im Gleichlauf ausgeführt, um Quetschvorgänge zwischen der zur Adhäsion neigenden Aluminiumknetlegierung und dem Werkzeug auf ein Minimum zu reduzieren.

Musterbauteil und Bearbeitungsoperationen.

Vergleichende Ergebnisanalyse Die Auswertung der Bearbeitungsergebnisse erfolgt hier exemplarisch anhand von zirkulargefrästen Bohrungen. Bei der Bearbeitung auf einem dreiachsigen BAZ müssen die beiden Achsen senkrecht zur Spindelachse bei jeder vollständigen Umdrehung auf der Helixbahn zweimal stark beschleunigt werden, was die kreiszylindrische Form beeinflussen kann. Da bei einem parallelkinematischen Maschinenkonzept alle Achsen parallel am Tool Center Point angreifen, werden bei einer Zirkularfräsbewegung bzw. jeder beliebigen Relativbewegung alle Achsen beschleunigt. Die Beschleunigung ist dabei von der Vorschubgeschwindigkeit und der Differenz aus Bohrungs- und Werkzeugdurchmesser abhängig. Bei der Prozessauslegung muss daher die maximal mögliche Beschleunigung der Maschinenachsen berücksichtigt werden. Die Messergebnisse zeigen, dass für das parallelkinematische Maschinenkonzept mit einer Schnittgeschwindigkeit von vc = 600 m/min und einem Vorschub von f = 0,05 mm die besten Ergebnisse im untersuchten Wertebereich für die jeweiligen

Durchmesser erzielt werden konnten. Eine grössere Abweichung bei kleineren Durchmessern ergibt sich aus der höheren erforderlichen Dynamik der Achsen. Im Gegensatz dazu sind beim Einsatz des BAZ auch bei gesteigerten Schnittwerten (Schnittgeschwindigkeit vc = 900 m/min, Vorschub f = 0,05 mm) geringe Massabweichungen zu beobachten. An dieser Stelle zeigt sich die aktuelle Limitierung des parallelkinematischen Maschinenkonzeptes. Bedingt durch die am Institut für Produktionstechnik entwickelte und prototypisch über dSpace umgesetzte Steuerungstechnik können nicht die gleichen Regeltakte wie bei kommerziell erhältlichen Maschinen gefahren werden. Hierdurch kommt es direkt zu einer Limitierung der Dynamik sowie einer Begrenzung der Bahngenauigkeit des Maschinenkonzeptes. Einen weiteren Einflussfaktor stellt die Steifigkeit der Einspannung der Profile dar, welche in einem stationären Hydraulikschraubstock höher ist als bei der flexiblen Spanntechnik des parallelkinematischen Konzeptes. Die Trends aus der Auswertung der Massabweichung sind auch in der Rundheitsabweichung klar zu erkennen.

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Werkzeugmaschinen und Werkzeuge  |  Werkzeugmaschinen

lich, erfordert jedoch einen weiter­ gehenden Entwicklungsaufwand. Die Ergebnisse, die mit dem verwendeten Bearbeitungszentrum erreicht wurden, stellen dabei Referenzwerte entsprechend dem Stand der Technik dar. Bei angepasster Prozessgestaltung können jedoch auch derzeit bereits Strangpressprofile mit erheblich gesteigerter Flexibilität und vergleichbarer Genauigkeit unter Verwendung des vorgestellten parallelkinematischen Maschinenkonzeptes bearbeitet werden.  (mg)

Massabweichung in Abhängigkeit von Maschinenkonzept und Prozessauslegung.

Weiterer Entwicklungsaufwand nötig

Infos Institut für Spanende Fertigung (ISF), Technische Universität Dortmund D-44227 Dortmund Institut für Produktionstechnik (wbk), Karlsruher Institut für Technologie (KIT), D-76131 Karlsruhe

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Anhand der Auswertung der Untersuchungen wurde für das parallelkinematische Maschinenkonzept ein systematischer Fehler in Bezug auf die Absolutgenauigkeit erkannt. Mit Hilfe eines Korrekturwertes zur Kompensation des Fehlers konnte die Massabweichung um ca. 50 % reduziert werden. Für sämtliche betrachteten Durchmesser lagen die Massabwei-

chungen aller zirkulargefrästen Bohrungen nach der Anpassung in einem Bereich zwischen 16 µm ≤ΔD ≤ 36  µm. Ein weiterer Ansatz zur Reduzierung der Mass- und Rundheitsabweichungen ist eine Weiterentwicklung der Steuerungstechnik. Die Beschleunigung der Achsen ist bei dem aktuellen Stand des Prototyps auf 10 m/s2 beschränkt. Eine Steigerung und somit Verbesserung der Genauigkeit ist maschinenseitig mög-

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Produktionstechnik  |  Werkzeugmaschinen

und Werkzeuge

Wie es möglich ist, Rüstzeiten um mehr als 40 % zu reduzieren!

Rüsten Sie noch oder arbeiten Sie schon? Die japanische Lean Philosophie lehrt die Eliminierung von Verschwendungen. Alle Tätigkeiten in einem Prozess, die den Wert des Produktes nicht für den Kunden erkennbar steigern, gelten somit als Verschwendung. Rüsten ist somit Verschwendung. Es dient lediglich dazu, einen Wertschöpfungsprozess zu unterstützen. Unterstützende Leistungen kann man kaum eliminieren, aber man kann sie sehr wohl minimieren.

B

eim Versuch, die Rüstzeiten zu reduzieren, unterliegt man in letzter Konsequenz immer wieder einem Zielkonflikt: maximale Termintreue bei höchster Qualität und geringsten Kosten.

Rüsten ist Verschwendung «Der Kunde bezahlt nur erkennbare Leistung, er ist nicht bereit, Ihre or­ ganisatorischen Mängel in Form Ih­ res kalkulierten Preises zu beglei­ chen, wer besser aufgestellt ist, ge­

Auswirkungen des EKUV-Modells: Die Flexibilität wird erheblich gesteigert. Die Reaktion auf Kundenwünsche sowie die Termintreue wird unter Reduzierung von Lagerbeständen erleichtert. Flexibilität steigt.

• «Wir erhöhen die Losgrössen, dann reduziert sich der Anteil der Rüstkosten, und unsere Kalkula­ tion wird nicht durch unproduk­ tive Arbeiten belastet.» • «Wenn wir wirtschaftlich arbeiten wollen, müssen Teilefamilien ge­ bildet werden.» • «Mit Rüsten wird kein Geld ver­ dient, wir fertigen mehrere gleiche Aufträge zusammen, somit verlie­ ren wir nur wenig Zeit mit Rüsten.» Jeder kennt diese Aussagen. Es ist nahezu verlockend, mit geringen un­ produktiven Zeitanteilen die Produk­ tivitätsstatistiken in positive dunkel­ grüne Oasen zu verwandeln. Doch wie stark leiden unter oben angeführten Thesen die Bestände, die Kunden­ termine oder mit am wichtigsten – das Kapital?

winnt den Wettbewerb am Markt», so Holger Illing, Senior Consultant der Staufen AG. Verfolgt man nun eindimensional die Reduzierung von Verschwendung durch Losgrössenbildung, so geraten sehr schnell Lieferzeiten in Verzug. Das kann bis zur Eskalationsstufe des Vertrauensverlustes beim Kunden kommen. «Erlebt habe ich schon kom­ plett verstopfte Fabriken, die alle ext­ rem hohe Nutzungsgrade Ihrer Maschi­ nen vorweisen konnten, aber die kei­ nen Termin einhalten konnten. Ja, die Lager waren voll und es mussten Zelte angebaut werden.» Selbstverständlich wird mehrdimensional optimiert, d. h. es werden anhand von Teilefamilien komplexe Algorithmen entwickelt, die das magische Dreieck des Zielkonflik­ tes möglichst im vertretbaren Rahmen

halten. Unterstützt von anspruchsvol­ len ERP-Systemen, die Simulationen eines Produktionsprogramms so lange berechnen, bis man den Anschein hat, jetzt ist das Optimum erreicht, und es gibt keine besseren Alternativen einer Maschinenbelegung. Sieht man sich zuerst die Einfluss­ grössen an, die daran hindern, mit maximaler Flexibilität jeden Kunden­ termin zu halten, und dies in einem vertretbaren Kostenrahmen. Die auszuführende Arbeit unterliegt folgenden Leistungsarten: • unterstützende Leistung • Nutzleistung • Blindleistung Konzentrieren wir uns zuerst auf den Produktionsprozess, und stellen wir uns die Frage «Was geschieht wäh­ rend eines Rüstprozesses?» Man sieht: • Material ist nicht in der Nähe des Arbeitsplatzes • Ein wichtiges Werkzeug ist defekt • Weil wenig gerüstet wird, wird die Methode ständig verändert • Der Mitarbeiter findet keinen kom­ petenten Ansprechpartner, der seine Fragen für den nächsten Kundenauftrag beantworten kann In diesen Beobachtungen sind Blind­ leistungen in besonders hohem Um­ fang enthalten. Braucht es hierfür Systeme oder reicht der klare Men­ schenverstand?

Rüstprinzipien Um sich weltklassemässig aufzustel­ len, ist es notwendig, die Weltklasse­ prinzipien in ihrer Botschaft zu ver­ stehen. Hierunter gliedert sich der Rüstaufwand nach den Prinzipien: • SMED (Single minute exchange of die) = Rüsten im einstelligen Minutenbereich < 9,99 min. Beispiel: Umrüsten einer Stan­ genlader-Drehmaschine im Durch­ messer mit 8 Werkzeugwechseln, Material- und Programmwechsel

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Werkzeugmaschinen und Werkzeuge  |  Produktionstechnik

• ZERO (Change over) < 3 min. Beispiel: Umrüsten Durchmesser­ änderung und Materialwechsel • OTED (One touch exchange of die) = mit einem Griff umrüsten < 100 sec. Der Prozess reduziert sich auf einen einzigen Schritt, oder one touch. Beispiel: Radwechsel in der Formel 1. Beispiele für SMED: • Vorbereitung des Produktions­ wechsels • Einsatz von Klemmen, statt Schrauben • Zwischenspannvorrichtungen zur Justierung ausserhalb der Ma­ schine • Parallelisierung von Rüstvorgän­ gen – gleichzeitig, statt nachein­ ander • Eliminierung von Justierungen • Mechanisierung • Standardisierung von Rüstaktivi­ täten

Weltklasse-Rüsten – das Staufen Standard Modell EKUV Alle Prozessschritte werden bis ins Detail inhaltlich analysiert und zuerst auf notwendige Unterstützungsleis­ tung untersucht. Alles, was nicht unmittelbar prozess­ unterstützend wirkt, wird sofort elimi­ niert (E). Hierzu gehören Zeitanteile, die reine Blindleistungen darstellen wie z. B. Suchen von Werkzeugen, un­ nötige Wege usw. Die verbleibenden Arbeitsinhalte wer­ den nach der ersten Analyse in ihrer Wirksamkeit auf Durchlaufzeit unter­ sucht. Meistens erkennt man hierbei bereits Potenziale im zweistelligen Bereich. In einem weiteren Schritt erfolgt die Umwandlung der Zeitanteile in inter­ nes/externes Rüsten. Als weiteres Ele­ ment des Modells findet eine Paralle­ lisierung (K) statt.

Unter Umstellen (U) versteht man die Reihenfolgenplanung eines Rüstab­ laufs. Sehr oft beobachtet man, dass bei unterschiedlichen Personen die unterschiedlichsten Rüstmethoden angewandt werden. Diese führen zwar immer zum angestrebten Ziel, jedoch sind die Methoden teilweise sehr stark mit Blindleistungen behaftet. Einen Rüstanteil zu vereinfachen (V), be­ steht darin, dass z. B. eine konstruk­ tive Änderung an der Maschine vor­ genommen wird. Hierzu zählt das Ver­ ändern von Befestigungselementen (Schraube/Hebel).

Wirkungen von EKUV auf Qualität, Kosten und Lieferzeiten Allzu oft verfolgt man den Ansatz, mög­ lichst hohe Losgrössen zu produzieren. Der Lean-Ansatz ist es, dass Ware in den Fluss gebracht werden muss. Geht man nun von einer bisherigen Losgrös­se

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von 1000 Stück aus, und der Annahme, dass sich die Rüstzeit um 50 % reduziert (sehr realistisch), so können mit gleichem Zeitaufwand zwei Rüstvorgänge mit einer Losgrösse von jeweils 500 Stück produziert werden. Im Regelfall sind gebildete Losgrössen nicht auf einen Kundentermin bestimmt, sondern werden als Umlaufbestände in den Produktionsprozessen weitergeführt, noch schlimmer, eventuell sogar noch gesplittet, was die Steuerung von ­Produktionsaufträgen wesentlich erschwert. Die Auswirkungen auf die Qualität hinsichtlich der Prozesssicherheit eines Rüstvorgangs werden bei höheren Rüstfrequenzen deutlich erhöht. Nehmen wir hierzu das Beispiel des Radwechsels in der Formel 1. Permanentes Training fördert Fach- und Methodenkompetenz. Des Weiteren ist sichergestellt, dass durch hohe Frequenzen und daraus resultierende Übungsgrade, weitere Verbesserungspotenziale aufgedeckt werden. Der Weg zum klassischen KVP-Ansatz ist somit geebnet. Ziel ist es, in letzter Konsequenz das Rüsten als angenehmen Arbeitsinhalt zu werten und nicht als Belastung. Gerne möchte ich noch auf die Argumentation der Instabilität von Produktionsprozessen eingehen, die unter Umständen entstehen, wenn häufig gerüstet wird. Wer Bedenken hat, dass die Wiederholge­nauigkeit in Mitleidenschaft gerissen wird, verwechselt Rüstoptimierung mit Prozesssicherheit der Anlage. Hinsichtlich der Kostenfrage ergibt sich sehr eindeutig die Erkenntnis, dass durch Reduzierung der Rüstzeiten sich die Lagerbestände extrem

Ingersoll Werkzeuge GmbH setzt neue Maßstäbe bei der Auswahl von Präzisionswerkzeugen in den Bereichen: • Bohren • Drehen • Fräsen • Stechen

­reduzieren. Es wäre natürlich der Wunsch eines jeden Unternehmers, genau nur das zu produzieren, was im Augenblick zeitnah auch verkauft wird. Nun, auch hier sind Grenzen gesetzt. Es leuchtet ein, dass sich die Gesamtkosten unter Berücksichtigung der Rüstoptimierung verringern, was letztendlich durch die neu definierte Losgrösse und somit durch die Kosten der Lagerhaltung zustande kommt.

Ursachen hoher Rüstzeiten Unsere langjährige Erfahrung zeigt einen Ausschnitt relevanter Ursachen, die zu 90 % die Einflussgrössen hoher Rüstzeiten darstellen. In der Vergangenheit hat man der Priorität «Eliminierung von Verschwendung im Rüstprozess» zu wenig Stellenwert beigemessen. Vordergründig wurden Wertschöpfungsprozesse verbessert. In jüngster Vergangenheit wird Rüsten, nebst administrativer Prozesse der Auftragsabwicklung, wieder zum Hauptthema in Industrial Engineering-Abteilungen. (mg)

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Werkzeugmaschinen und Werkzeuge  |  Werkzeuge

Schneidstoffe für die rationelle Bearbeitung exotischer Werkstoffe

Faserverbundwerkstoffe produktiv bearbeiten Rationelles und qualitatives Bearbeiten neuer oder exotischer Werkstoffe wie CFK, Kevlar, Titan und Aluminium bringt bezüglich Schneidstoffen, Geometrien und Beschichtungen ausserordentliche Anforderungen mit sich.

E

nergieeffizienz, Ressourcenschonung und Umweltschutz bestimmen immer mehr die öffentliche Wahrnehmung und stellen deshalb sowohl für die Automobil- als auch für die Luft- und Raumfahrtindustrie zentrale Aufgabenstellungen dar. Während in der Luft- und Raumfahrt deshalb schon länger der

VHM-Fräser Baureihe Upcut/Downcut mit Diamantbeschichtung zum Kantenfräsen von kupferbeschichtetem CFK-Material.

Einsatz spezieller Werkstoffe praktiziert wird, beginnen sich Materialien wie Titan, CFK, GFK, Kevlar oder auch Aluminiumlegierungen in der Automobilindustrie erst langsam

Autor Edgar Grundler, Allensbach Redaktor Technica

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durchzusetzen. Da es sich bei den früher als Exoten bezeichneten alternativen oder auch den neuen Werkstoffen im Vergleich um teure Materialien handelt, die zudem einen hohen bearbeitungstechnischen Aufwand verlangen, beschränkt sich der Einsatz besagter Materialien in Fahrzeugen vorerst noch auf einige wesentliche Komponenten. In der Luft- und Raumfahrt bestehen heute schon bis zu 50 Prozent der Bauteile aus Faserverbundwerkstoffen. Eines der grössten Probleme bei der Verwendung moderner Werkstoffe ist die mechanische Bearbeitung. Je nach zu bearbeitendem Werkstoff gilt es, der komplexen bearbeitungstechnischen Thematik betreffend Delamination, Ausfransungen, Rissbildungen, Rattermarken und den hohen Genauigkeits-, Verschleiss- und damit Standzeitanforderungen an die Werkzeuge Rechnung zu tragen. Herkömmliche Zerspanwerkzeuge aus konventionellen Schneidstoffen sind hier regelmässig überfordert, weshalb in solchen Fällen Vollhartmetall- und Diamantwerkzeuge zur Verwendung kommen.

tung der Schneidstoffe über die Geometriegestaltung und das Präzisionsschleifen bis hin zur Beschichtungstechnologie und dem abschlies­ sendem Finish der Schneidenoberfläche. Die Produkt- und Leistungspalette erstreckt sich dabei von der Analyse und Beratung über die Auslegung und die Produktion von VHM- und PKD-Werkzeugen zum Bohren, Bohrsenken, Senken, Bohrreiben, Reibsenken und Fräsen und schliesst auch den Service für die Werkzeugaufbereitung mit ein. Der Bereich Bohren, Bohrsenken und Senken beispielsweise von CFK-Bauteilen ist durch solche Anforderungen wie Vermeiden von Delamination (Ablösen von Materialschichten) sowie Ausfransungen (beim Bohrungsaustritt) geprägt, weshalb hier VHM-Bohrer des Typs One-Shot-Drill mit spezieller Diamantbeschichtung zur Anwendung kommen. Für die kombinierte Bohr-/Senkbearbeitung etwa von Nietloch-Bohrungen werden dann VHM-Bohrsenker mit Doppelanschnitt und angepasster Diamantbeschichtung gewählt, mit denen sich diverse Faserverbundwerkstoffe und Sandwichmaterialien wie CFK/Ti/Al, CFK/Al und CFK/Ti rationell zerspanen lassen. Je nach Werkstoff kom-

VHM- und PKD-Werzeuge Aus diesem Grund hat sich die HAM Hartmetallwerkzeugfabrik der Werkzeugproblematik für die effiziente und wirtschaftliche Bearbeitung von Faserverbundwerkstoffen angenommen und bietet ein umfassendes Programm an VHM- und PKD-Standardund -Sonderwerkzeugen. Als einer der wenigen Hersteller solcher Werkzeuge verfügt HAM über die komplette Prozesskette: ab der metallurgischen Entwicklung und Aufberei-

Umfangfräsen von Honeycomb-Material mit einem zweischneidigen VHMKonturenfräser.


Sandwich-Testwerkstück, bestehend aus CFK/Ti/ Al und HAM-Werkzeugen zum Bohren, Reiben, Senken und Fräsen.

men zum Senken von Nietloch-Bohrungen aber auch PKD-Senker zur Verwendung. Hier liegt das Hauptaugenmerk auf der Vermeidung von Rattermarken.

Bohren, Reiben, Senken in einem Arbeitsgang Die nächste Stufe bei der Bohrungsbearbeitung stellen das Bohrreiben und das Reibsenken dar. Hierfür bietet HAM kombinierte Spezialwerkzeuge, mit denen in einem Arbeitsgang Bohren und Reiben oder sogar Bohren, Reiben und Senken von Bauteilen aus CFK sowie CFK/Al und CFK/Ti-Sandwich möglich ist. Das Bohr-/Reibwerkzeug basiert auf dem VHM-One-Shot-Drill, weist aber eine spezielle Geometrie, doppelte Führungsfasen und polierte Spannuten auf. Das entsprechende Bohr-, Reibund Senkwerkzeug gewährleistet eine hohe Masshaltigkeit und eine gute Oberflächenqualität. Es vermeidet am CFK sowohl Delamination als auch Faserüberstände, sorgt für einen gratfreien Bohrungsaustritt am Ti und am Al und steht schliesslich auch für ein rattermarkenfreies Senken der Bohrung. Geht es um die kombinierte Reib- und Senkbearbeitung von Bauteilen aus CFK-Al-Sandwich, lassen sich auch VHM-Stufenreibahlen mit Diamantbeschichtung einsetzen. Erwähnt werden darf in diesem Zusammenhang, dass Kombinationswerkzeuge die Anzahl Werk-

zeuge reduzieren und damit auch Werkzeugwechsel und Arbeitsgänge. Das führt insgesamt zu einer höheren Produktivität, kürzeren Durchlauf- und Bearbeitungszeiten und schliesslich auch zu geringeren Werkzeugkosten. Während für die Bohr-, Reib- und Senkbearbeitung öfters Sonderwerkzeuge sinnvoll sind, lassen sich viele Konturbearbeitungen oder auch Nuten und Taschen mit den Standardfräswerkzeugen von HAM durchführen. Gleichwohl gibt es auch hier Sonderwerkzeuge, um die Bearbeitungsperformance zu verbessern und um grösstmögliche Zerspanleistungen zu erzielen. Zum Fräsen von Aussenkonturen werden wahlweise VHM-Standardfräswerkzeuge vom Typ HAM 407 mit ungleicher Drallsteigung oder auch Standardfräser aus PKD vom Typ HAM 3464/3465/3466 eingesetzt. Neben sehr guten Oberflächen und langen Standzeiten zeichnen sie sich vor allem dadurch aus, dass sie keine CFKDelamination und keine Rattermarken verursachen und an den Ti- und Al-Schichten keine Gratbildung zustande kommt. Weitere Werkzeuge zur Bearbeitung von CFK-Materialien oder auch von kupferbeschichteten Platten sind in Form von VHM-Fräsern mit Diamantbeschichtung und VHM-Konturfräsern mit Diamantverzahnung vom Typ HAM Upcut oder HAM Downcut erhältlich. Letztere eignen sich besonders für die Bearbeitung dünner und labiler Werkstücke und erbringen dabei gute mittlere Oberflächenqualität. (bf)

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Werkzeugmaschinen und Werkzeuge  |  Fachmessen

Vorschau auf die AMB 2010 in Stuttgart vom 28. September bis 2. Oktober

Konjunkturbarometer für Präzisionswerkzeuge Hersteller von Präzisionswerkzeugen sind wieder optimistischer gestimmt und nutzen die AMB 2010 als Test für den Aufschwung.

Leichtbau und Effizienz sind zwei Themen der AMB 2010.

Alfred Graf Zedtwitz vom Fachverband Präzisionswerkzeuge im Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e. V. (VDMA), erklärte: «Die meisten Unternehmen haben derzeit gut zu tun.» Jetzt zeige sich, dass es richtig war, mit Arbeitsplatz erhaltenden Massnahmen zumindest die hoch qualifizierten Stammbelegschaften der Branche und damit das Know-how zu halten. Entsprechend seien die

Techniktrend Leichtbau für die Elektromobilität Derzeit gebe, so Zedtwitz weiter, die Politik einen wesentlichen Trend auch für die Hersteller von Präzisionswerkzeugen vor: die Elektromobilität. Sie verlange nach

Neue Werkzeuge steigern die Effizienz Ein weiteres zentrales Thema der diesjährigen AMB ist die Effizienz­ verbesserung und zwar auf allen Ebenen. Dem stellen sich auch die Präzisionswerkzeuge-Hersteller. Einige Firmen wollen die Effizienz vor allem durch die Komplettbearbeitung auf einer Maschine mit Hilfe

standardisierter oder speziell konzipierter Zerspanungsaggregate sowie durch den Einsatz multifunktionaler Werkzeugsysteme verbessern, andere setzen auf Werkzeuge in Sandwichbauweise. Es hat sich aber auch der Druck auf Dienstleistungen rund um Werkzeuge verstärkt. Es wird an der AMB viel zu sehen und zu reden geben.

Was, wann und wo Mehr als 1200 Aussteller werden ihre Innovationen und Weiterentwicklungen aus den Bereichen spanende und abtragende Werkzeugmaschinen sowie Präzisionswerkzeuge präsentieren. Zu sehen gibt es ausserdem Produkte und Maschinen aus Qualitätssicherung, Roboter, Werkstück- und Werkzeughandhabungstechnik, Rechnersysteme und Peripherie, Bauteile, Baugruppen und Zubehör. Die AMB ist vom 28. September bis 2. Oktober 2010 dienstags bis freitags von 9 bis 18 Uhr und am Samstag von 9 bis 17 Uhr geöffnet.  (bf) www.messe-stuttgart.de/amb www.amb-expo.de

ILS-REX

M91ch MH2

ecoPROFI

Erwartungen, mit denen die Branche zur AMB, internationale Ausstellung für Metallbearbeitung der Messe Stuttgart, reise.

technischen Lösungen zur industriellen Herstellung von Leichtbaukarossen. Hierfür sieht Zedtwitz seine Branche bestens gerüstet. Trotz limitierender Faktoren wie Personalkapazitäten in Hochkonjunkturzeiten einerseits und geringeren finanziellen Mitteln in Krisenzeiten andererseits sei die Innovationsfähigkeit der Branche überdurchschnittlich: «Die Unternehmen entwickeln ständig – auch im Austausch mit den Kunden – ihre Produkte weiter.» Die Be- und Verarbeitung von Leichtbauwerkstoffen ist gefragt, denn moderne Werkstoffe etablierten sich zunehmend im Markt. Neue Werkstoffe forderten Forschung und Entwicklung aber ebenso wie steigende Bearbeitungsgeschwindigkeiten.

Stangenwerkstoffe laden Fertige Drehteile entladen Automatisch, ohne Pause 30  technica  09-10

Kurt Breuning IRCO Maschinenbau GmbH 71144 Steinenbronn Deutschland Fon: 0049 (0)7157 52860 technologie@breuning-irco.de www.breuning-irco.de

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Fachmessen |

Werkzeugmaschinen und Werkzeuge

CNC-Arena Innovation-Park Mit mehr als 57 000 Mitgliedern steht cnc-arena.com heute mit an der Spitze der führenden, unabhängigen Internetportale in der Fertigungsindustrie. Auf der AMB präsentiert sich das Fachportal bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr in der Realität auf einer grossen Messe ihren Mitgliedern und Fachbesuchern. Begleitet wird sie von 10 führenden Unternehmen aus der Fertigungstechnik.

Innerhalb der Softwarehalle 4 erwartet die Besucher auf 100 m2 Standfläche konzentriertes Fachwissen in der Branche etablierter Softwareprodukte und CNC-Steuerungen. «Nachdem unser PLMInnovationspark bereits auf der Metav 2010 in Düsseldorf ein Erfolg war, blicken wir gespannt auf die AMB in Stuttgart», so Frank Nolden, Geschäftsführer der CNCArena GmbH. «In unserem Konzept sehen wir uns grundsätzlich bestätigt. Die Infoterminals für unsere Mitaussteller waren denn auch innerhalb kürzester Zeit belegt.» Zur optimalen Vorbereitung auf den Messebesuch in-

formieren die Mitaussteller der CNC-Arena ab sofort mit virtuellen Messeständen über ihr Angebot. Unter www.messe.cnc-arena.com/ H10 stellen diese neben weit über 500 anderen Ausstellern aus und erleichtern Interessenten und Entscheidern die Online-Recherche im Vorfeld. Die Produktspezialisten der einzelnen Anbieter referieren auf der AMB täglich in abwechslungsreich gestalteten Präsentationen über ihr jeweiliges Dienstleistungs-, Produkt- und Innovationsportfolio. An den jeweiligen Infoterminals stehen die Ansprechpartner interessierten Besuchern für persönliche Gespräche bereit und freuen sich auf einen regen Austausch. Am zweiten Messetag wird zudem auch wieder das Kamerateam von CNC-Arena TV, dem hauseigenen

TV-Sender des Portals, anwesend sein. Die Mitaussteller und natürlich auch die CNC-Arena selbst werden über ihre aktuelle Präsenz auf der Messe berichten. Zu sehen sind die Beiträge dann zeitnah unter www.cnc-arena.tv. «Abgerundet wird jeder Messetag mit unserer grossen Verlosung», erzählt Nolden, «wir freuen uns schon heute auf die strahlenden Gesichter unserer Gewinner. Denn auch auf der AMB verlosen wir unter allen Teilnehmern wieder wertvolle Sachpreise.»

Infos CNC-Arena +49 2173 2037117 info@cnc-arena.com www.cnc-arena.com

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09-10 technica 31


Mit Hightech aus der Kapitalbindungsfalle Wer µ-genaue Bearbeitung bei hohem Ausstoss schätzt, gleichzeitig aber mit minimalem Investrisiko planen will, ist mit der XT-200 gut bedient. Dank modularer Bauweise macht das Bearbeitungszentrum den stufenweisen Einstieg und Erweiterungen möglich. So muss nicht bereits in der Anlaufphase einer Serie mit Blick auf das Maximalvolumen investiert werden. Dies ist bei dem neuen Mikron-Bearbeitungssystem vielmehr sukzessive und ganz nach tatsäch­ lichem Produktionsvolumen machbar. Bei Bedarf wird ein weiteres Modul angehängt, ohne dass zusätzliche Späne-

förderer und Kühlaggregate nötig würden, oder weiteres Personal. Bei einem maximalen Teileformat von 200×200× 200 mm kann ohne Pause auf 5½ Seiten zerspant werden – und dies ganz ohne Umspannung! Neben Stahl, Guss und Leichtmetall sind auch schwierige Werkstoffe und Exoten kein Problem. Damit empfiehlt sich die Multistep XT-200 für die Komplettbearbeitung von Klein- und Mittelserien in der Automobil-, Hydraulik- und Pneumatikbranche sowie im allgemeinen Maschinenbau. Mit jedem stufenweisen Ausbau wächst die Produktivität

der Maschine und sinken die Stückkosten. So lässt sich ein Werkstück in zunächst einem Modul in 100 s, in einem zweimoduligen Bearbeitungssystem binnen 56 s und mit drei Modulen innerhalb von 42  s herstellen.

Infos Mikron Machining 6903 Lugano 091 610 62 45 www.mikron.com Halle 3.0, Stand D87

Unter anderem mit neuer Wellenkühlung FISCHER, PRECISE und FORTUNA – schnell und präzise für Ihren Erfolg Unter den Marken FISCHER, PRECISE und FORTUNA entwickelt, produziert und vertreibt die FISCHER PRECISE Gruppe Standard – und spezialisierte Spindelsysteme für die Luftfahrtindustrie, den Werkzeug– und Formenbau, die Präzisions– und Mikrozerspanung, die Leiterplattenindustrie, die Medizintechnik sowie die Automobilindustrie. Durch unsere Tochtergesellschaften in Deutschland, USA, Frankreich, Russland und China bieten wir kompetente Ansprechpartner und einen qualifizierten Service vor Ihrer Haustür. Neben den etablierten Anwendungsbereichen in der Werkzeugmaschinenindustrie sind wir in Technologiebereichen, wo es auf schnelle und präzise Rotation ankommt, zu Hause. Besuchen Sie uns auf der AMB 2010: Halle 9D, Stand 36

Die Fischer Precise Group ist bekannt für ihre Lösungen und Innovationskraft für Werkzeugmaschinenspindeln. Als Schweizer Familienunternehmen besteht die Fischer Precise Group – neben dem Stammhaus in Herzogenbuchsee – aus weiteren sieben Gesellschaften in China, Deutschland, Frankreich, Russland, Schweiz und den USA. Neben

spindelinterne Versorgung des Werkzeugs mit unterschiedlichen Medien bis zur Maximaldrehzahl ermöglicht, dem Fachpublikum vorgestellt. Darüber hinaus wird die neue Generation von Schleifspindeln, die LeanDrive-Baureihe, präsentiert, die sich zwar in punkto Preis aber nicht in punkto Qualität von den bereits am Markt etablierten Systemen unterscheidet.

Infos Fischer Precise Group AG 3360 Herzogenbuchsee 062 956 22 22 www.fischerprecise.ch fpg@fischerprecise.ch Halle 9D, Stand 36

5-achsige Bearbeitungszentren

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

www.fischerprecise.com

FISCHER PRECISE Group AG Postfach 31 3360 Herzogenbuchsee P +41 62 956 22 22 fpg@fischerprecise.ch 32  technica  09-10

der Marke Fischer sind die Marken Precise und Fortuna fester Bestandteil des über die Tochtergesellschaften international vertriebenen und mit technischem Support versehenden Produktportfolios. Auf der AMB präsentiert die Fischer Precise Group wieder Innovationen, die ­sicherlich wegweisend im Hinblick auf Genauigkeits-, Verfügbarkeitsund Produktivitätssteigerung sind. Bei­spielsweise wird die neue Wellenkühlung, welche die ­Bearbeitungsgenauigkeit von Spindeln signifikant erhöht, als auch die Fischer Drehdurchführung, die eine

Im Zentrum der Präsentationen von Heller steht deren neue Baureihe F und ihre Einsatzmöglichkeiten in unterschiedlichen Branchen. Im Herbst 2009 erstmalig vorge-

stellt, hat die Baureihe F ihre Bewährungsprobe beim Kunden hervorragend bestanden. Die neuen 5-achsigen Bearbeitungszentren erweisen sich als hoch präzise und äusserst leistungsfähig. Auf der AMB 2010 demonstriert Heller nun mit den Modellen FT 2000 und FP 4000 konkrete Tätigkeits- und Einsatzfelder der komplexen und

leistungsorientierten 5-AchsBearbeitung im SK40/HSK63Bereich.

Infos Gebr. Heller Maschinenfabrik GmbH CH: Springmann SA 2008 Neuchâtel 032 729 11 22 www.springmann.ch Halle 5.0, C52 und D32


Gemeinsamer Standard zur U-Achs-Vorrüstung Wer Axialkolbenpumpen, Gelenkkugeln, Ventilsitze, Pleuel­ augen oder Turbinengehäuse drehen muss, war auf Sondermaschinen angewiesen, was nicht mehr in die heutige Zeit passt, die durch sinkende Stückzahlen und wachsende Variantenvielfalt bestimmt wird. Die Zukunft gehört daher den flexiblen Standardmaschinen, mit denen sich komplexe Teile komplett bearbeiten lassen. Parallel haben nun Mapal und Komet die Entwicklung sogenannter U-Achs-Systeme vorangetrieben, die die Bearbeitungsmöglichkeiten von Werkzeugmaschinen über eine zusätzliche CNC-gesteuerte

«Werkzeugachse» deutlich erhöhen. Was die beiden konkurrierenden Werkzeuganbieter an einen Tisch brachte, war ein gemeinsames Problem: Die ­U-Achs-Systeme Tooltronic und Komtronic sind nicht einfach einzuwechseln, sondern müssen mechanisch und elektronisch in die Werkzeugmaschine integriert werden. Diese nachträgliche Integration durch die Werkzeugmaschinenhersteller, verursachte bislang erhebliche Kosten. Eine Hürde, die viele potenzielle Endkunden vom Einsatz der UAchs-Systeme abhielt. Doch insgesamt ist die Akzeptanz der U-Achs-Systeme kontinu-

ierlich gewachsen, die Nachfrage in diesem Jahr nahezu explodiert. Immer kleinere Stückzahlen erfordern mehr Flexibilität in der Fertigung. Da sind diese Systeme genau richtig.»

Infos Mapal Schweiz: Realtools SA 2504 Brügg www.realtools.ch Halle 1.0, Stand D12: Komet Group D-74354 Besigheim www.kometgroup.com Halle 1.0, Stand B12:

Neues Ladesystem für die S22

Für die S22 wurde eine standardisierte Automatisierungsmöglichkeit für Werkstücke bis Ø 50 mm und 250 mm Länge entwickelt. Das neue, integrierte Handlingkonzept ecoLoad erfüllt alle Anforderungen hinsichtlich Wirtschaftlichkeit, Qualität und kompakte

Bauweise. Das Ladesystem bietet ein optimales PreisLeistungs-Verhältnis. Zwei verschiedene PeripherieWerkstückaufnahmen können mit ecoLoad angeboten werden: 1. Karussell-Magazin (Kapazität abhängig vom Werkstück-Ø). 2. Einlegeprisma (Kapazität ein Stück). Diese Variante kann auch als Schnittstelle für freistehende Werkstückmagazine berücksichtigt werden. Die in der Schleifmaschinensteuerung integrierte Programmierung ermöglicht eine schnelle und bedienerfreund-

liche Bereitstellung der Programme. Eine Teaching-Routine ermöglicht die einfache Erfassung der Werkstückpositionen und garantiert eine kurze Umrüstzeit. Das neue Handling ist für alle Kühlschmierstoffe geeignet.

Infos Fritz Studer AG 3602 Thun 033 439 11 11 info@studer.com www.studer.com Halle 8.0, Stand C12:

Spanntechnik-Evolution

Da sich die 5-Achsen-Bearbeitung am Markt mehr und mehr durchsetzt, hat sich Gressel entschlossen, eine völlig neue Baureihe an Werkstück-Spannsystemen für die 5-Achsen-Bearbeitung und für den Einsatz auf 5-Achsen-CNC-Bearbei-

tungszentren zu entwickeln. Zur AMB kommt deshalb das neue 5-Achsen-Spannsystem Grepos-5X, das als standardisiertes Werkstück-Spannsystem plus Zubehör wirklich «5-Achsen-optimiert» und flexibel ist. Die Entwickler haben die Aspekte wie mechanischer Antrieb mit Kraftübersetzung, kompakte Ausführung, geschlossenes Antriebssystem und Vermeidung von Späne­ nestern, grosser Spannbereich und Spannkraft in das Spanntechnikkonzept einfliessen las-

sen. Des Weiteren bietet Gepros-5X ein praxis- und reinigungstechnisch optimales Design, reproduzierbare Spannpräzision, Pendelbacken-Einsatz, einfaches Handling des Spannsystems sowie schneller Backenwechsel.

Infos Gressel AG 8355 Aadorf 052 368 13 73 www.gressel.ch Halle 1.0, Stand G33

MILLTURN DrehBohr- Fräszentren Das führende Maschinenkonzept für die Fertigung komplexer und präziser Werkstücke Besuchen Sie uns auf der AMB Stuttgart!

Halle 5, Stand C32 WFL Millturn Technologies GmbH&Co.KG | A-4030 Linz Austria | Wahringerstraße 36 | Tel +43-(0)732 - 69 13-0 Fax +43-(0)732 - 69 13 - 81 72 | E-mail office@wfl.at Internet www.wfl.at Büro Sinsheim | 74889 | Germany | Am Leitzelbach 20 Tel +49-(0)72 61-94 22-0 | Fax +49-(0)72 61-94 22-29 Email office@wfl-germany.com | www.wfl-germany.com

CLAMP ONCE 09-10  technica  33 MACHINE COMPLETE


Werkzeugmaschinen und Werkzeuge  |  Fachmessen Investition in neue, innovative Produkte

Der weltweit führende Hersteller von Zerspanungswerkzeugen und -systemen für die Metallindustrie zeigt auf seinem «Smart Hub»-getauften Messestand innovative Werkzeuge und Services, branchenspezifische Werkzeugpakete und viele weitere produktive Lösungen und Dienstleistungen.

CNC-HochleistungsBearbeitungszentrum

Sandvik Coromant beweist, dass auch und gerade unter herausfordernden Marktbedingungen die ­Investition in neue, innovative ­Produkte unabdingbar ist. Im Rahmen der AMB 2010 in Stuttgart präsentiert das Unternehmen unter anderem Komplettlösungen zur Komponentenbearbeitung für den Luft- und Raumfahrt- sowie den Ener­giebereich. Besucher finden aus­serdem neue Zerspanungslösungen zur Gewindeherstellung und für den Verzahnungsbereich, neue Schneidstoffe zum Fräsen und Drehen sowie passende Dienstleistungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Infos Sandvik AG 6002 Luzern 041 368 34 34 www.sandvik.ch coromant.luzern@sandvik.com Halle 1.0, Stand E52

EFL-Technica_Layout 1 24.08.10 09:23 Seite 1

Die C 22 ist eine Neuheit der MTReihe (Mill/Turn), welche die Maschinenfabrik Berthold Hermle AG an der AMB in Stuttgart präsentieren wird. Das Maschinenkonzept ist auf Flexibilität in der Tischauslegung, der Spindelvarianz, des Fluid- und Spänehaushaltes und der Aufstellmöglichkeiten ausgelegt. Ausserdem sind Ausbaustufen und die Hermle-typischen Automationslösungen wie Paletten- oder Werkstückwechsler bereits angedacht. Beim Grundaufbau der C 22 wurde auf die bei Hermle bewährte modifizierte Gantry-Bauweise in Mineralgussausführung aufgesetzt. Hier sind drei Achsen im Werkzeug und (bei der 5-Achs-Version) zusätzlich zwei Achsen im NCSchwenkrundtisch. Mit optimal an die maximale Werkstückgrösse angepassten Verfahrwegen von (X/Y/Z) 450/600/330 mm versehen und konsequent auf bis zu 5-achsige Anwendungen ausgelegt, ist die

C 22 bestens für die Teilefertigung mit höchsten Genauigkeiten, kleinsten Toleranzen und besten Oberflächengüten geeignet. Der Kunde wählt zwischen vier Hauptspindelantrieben mit Leistungen bis 37 kW, Drehmomenten bis 80 Nm und Drehzahlen von 15 000, 18 000, 30 000 und 42 000 U/min. Als Steuerungen werden die Heidenhain iTNC 530 und die Siemens 840 D  sl angeboten. Neu ist das komfortable Bedienfeld mit bis zu 30° schwenkbarem 19-Zoll-Bildschirm.

Infos Hermle Schweiz AG 8212 Neuhausen am Rheinfall info@hermle-schweiz.ch www.hermle-schweiz.ch Halle 7.0, Stand D52

Bildung, Forschung, Innovation Der Industriestandort Schweiz in Europa und der Welt Unter anderen mit

19. internationales Europa Forum Luzern 8./9. November 2010 KKL Luzern

Neben einer Grundsatzdiskussion über die Zukunft des Schweizer Forschungs- und Industriestandortes werden Voraussetzungen und Rahmenbedingungen für Innovationen an internationalen und nationalen Beispielen analysiert und schliesslich ein Ausblick auf die Wachstumspotentiale unserer Industrie gewagt.

Öffentliche Veranstaltung Montag, 8. November 2010 17.30 – 19.50 Uhr, Eintritt frei Symposium Dienstag, 9. November 2010 09.00 – 17.15 Uhr, CHF 280 / Euro 210

Doris Leuthard

Mauri Pekkarinen

Bundespräsidentin, Vorsteherin EVD

Wirtschaftsminister Finnland

Mit Forschungs- und Industrieausstellung

Jetzt anmelden!

Peter Guggenbach

Matthias Kaiserswerth Felix Mayer

CEO RUAG Aviation & Space

Direktor IBM Forschungslabor Zürich

www.europa-forum-luzern.ch Hauptpartner

34  technica  09-10

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Partner of Excellence

Roland Y. Siegwart Johannes Lorenzo Suter

Vizepräsident für Forschung CEO, SVC-AG für KMU Risikokapital und Wirtschaftsbeziehungen, ETH Zürich und Professor für autonome Systeme

Co-CEO, Sensirion

Partner

Netzwerkpartner

Credit Suisse Europafachstelle Kanton Zürich Förderagentur für Innovation KTI Schweizerischer Nationalfonds Syngenta

BVMW FASMED KMU-Portal SATW SGCI

Swiss Biotech Swissmem SwissT.net VSUD Zentralschweizerische Handelskammer HKZ

Medienpartner:


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Alle DMG-News unter:

www.dmg.com

DMG Schweiz: Lagerstrasse 14, CH-8600 Dübendorf Tel.: +41 (0) 44 / 8 24 48 - 48, Fax: +41 (0) 44 / 8 24 48 - 24 Wenn Ihr Mobiltelefon über eine QR-Code-Erkennungssoftware verfügt, gelangen Sie direkt auf unsere Homepage.


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Werkzeugmaschinen |

Werkzeugmaschinen und Werkzeuge

Was hat eine Drehmaschine mit dem LHC-Projekt der CERN zu tun?

Auf einer Ecoline zum Urknall Es ist das vielleicht letzte grosse Rätsel der Physik. Was passierte im Moment des Urknalls, dessen Auswirkungen wir heute am eigenen Leib auf dem einzig blauen Planeten des Universums buchstäblich selbst «erleben» dürfen? Aufschluss darüber soll ein Forschungsprojekt am CERN in Genf geben, an dem rund 10 000 Wissenschaftler aus aller Welt beteiligt sind und in das rund 3 Milliarden Euro an europäischen Fördermitteln fliessen.

E

ntsprechend gespannt waren wir, als uns gestattet wurde, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Dabei interessierte uns weniger das Projekt selbst mit

Kaum vorstellbar, dass hinter solch unscheinbaren Fassaden eine der weltweit grössten und modernsten physikalischen Forschungseinrichtungen ihre Basis hat. Doch offenbar ist

tigt: «Der grösste Teil der finanziellen Mittel fliesst direkt in den Erfolg der CERN-Experimente. Entsprechend müssen wir jeden Euro mindestens zweimal umdrehen. Da bleibt selten Spielraum für Investitionen in neueste Maschinentechnologie im Bereich der Zerspanung.» Aber Stalder will nicht klagen. «Im Prinzip haben wir dennoch alles, was wir brauchen. Und was an Hightech fehlen mag, gleichen wir in unserem Team von insgesamt 20 Mitarbeitern durch individuelle Fähigkeiten in der Zerspanung aus.»

Prototypenarbeit verlangt Zerspanungskompetenz

Die CTX 510 eco bietet auch für schwere Bearbeitungen genügend Stabilität und Leistung. Dabei sorgt die Fanuc-CNC für eine effiziente Bedienung.

seinem 27 km langen Rundtunnel und dem leistungsfähigsten Teilchenbeschleuniger der Welt (darüber lässt sich im Internet unter wwwn.cern.ch recherchieren). Unser Interesse konzentrierte sich diesmal vielmehr auf das Engineering-Department des Forschungsinstitutes, in dem jüngst eine CTX 510 eco der DMG Ecoline GmbH installiert worden ist. Mal abgesehen von einem schicken Neubau, der es sogar in die jüngste Kinoversion des Romans «Illuminati» von Dan Brown geschafft hat, dominiert auf dem riesigen CERN-Areal in Genf schlichte Zweckmässigkeit.

jeder der rund 7000 Mitarbeiter am CERN nur dem einen Ziel verpflichtet: Die Antwort zu finden auf die Frage, was genau in der Sekunde Null unseres Universums passiert ist. Der Eindruck verstärkt sich noch, als man uns in das Gebäude des MMEDepartments des CERN führt (MME steht für Mechanical & Materials Engineering). So dominiert hier nicht etwa Hightech das Bild, sondern eine Vielzahl älterer Maschinen. Mehr als 70 sind es, wie wir auf Nachfrage von Alain Stalder erfahren, der als Leiter der spanenden Fertigung den augenscheinlichen Pragmatismus bestä-

Exemplarisch zeigt er uns ein Kupplungsbauteil, das bei einer Wanddicke von 0,3 mm wie aus Aluminiumblech gefertigt erscheint. «So was drehen unsere Jungs aus dem Vollen», erklärt er stolz und führt uns zu seiner neuesten Errungenschaft – einer CTX 510 eco von DMG, die im Juni 2009 installiert worden ist und sich in kurzer Zeit zur Lieblingsmaschine entwickelt hat. «Die ist wirklich klasse», diktiert er uns ungefragt ins Aufnahmegerät und zeigt sich mehr als froh, bei der immerwährenden Diskussion um Neumaschinen oder Modernisierung diesmal die Oberhand behalten zu haben. «Aus Kostengründen war zunächst favorisiert worden, eine alte gesteuerte Flachbettdrehbank mit einfachem stationären Werkzeugträger, übrigens eine NEF plus von Gildemeister aus den Anfängen der 1990er-Jahre, so auf Vordermann zu bringen, dass sie unseren Mindestanforderungen wieder genügen würde. Allerdings hätte das mehr als 20 000 Euro gekostet, und wir hätten immer noch eine alte Maschine mit alter Technik gehabt», erinnert sich Stalder. Ganz «kampflos» wollte er die Entscheidung aber nicht hinnehmen. Stattdessen suchte

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Werkzeugmaschinen und Werkzeuge

er mit schmalem Geldbeutel nach besseren Alternativen. Als Wunschziel formulierte er eine zeitgemässe Schrägbettmaschine mit mindestens 500 mm Drehlänge, moderner CNC-Steuerung und angetriebenen Werkzeugen in einem automatisch schaltenden Revolver. Zudem musste es, wie am CERN üblich, eine Maschine aus europäischer Produktion sein, die Maschine sollte aus Gründen der steuerungstechnischen Infrastruktur im Drehbereich eine Fanuc-CNC haben – und vor allem musste sie genügend maschinenbauliche Klasse und Stabilität mitbringen, um auch die am CERN üblichen hoch anspruchsvollen (und teils schwer zerspanbaren) Materialien bearbeiten zu können. Der Haken an der Sache: Insgesamt standen Stalder lediglich rund 100 000 Euro zur Verfügung, die er sich über den internen Verkauf von Gebrauchtmaschinen nach und nach zusammengespart hatte. Fürwahr keine leichte Aufgabe, hier eine passende Offerte zu finden – aber eine dennoch lösbare, wie sich beim Besuch einer Messe im benachbarten Frankreich zeigen sollte. Hier entdeckte Alain Stalder am DMGStand erstmals eine Universaldrehmaschine der CTX eco Baureihe und war wegen der stabilen Bauweise mit schwerem Gussbett und vor allem auch wegen des Einsatzes von Hightechkomponenten sofort begeistert: Speziell vom Sauter-VDI-40-Revolver mit 12 Werkzeugstationen, von denen sechs Stationen für angetriebene Werkzeuge ausgerüstet sind, den

Mit CTX 510 eco am CERN leisten die Mitarbeiter inzwischen Überdurchschnittliches. Dieses Kupplungsbauteil beispielsweise hat eine Wanddicke von lediglich 0,3 mm und wurde aus dem Vollen gearbeitet.

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| Werkzeugmaschinen

Im Vergeich mit der CERN-Maschine bietet die aktuelle CTX 510 eco jetzt alle ergonomischen Vorzüge des neuen DMG SLIMline Panels.

hochstabilen Linearführungen und auch dem automatisch verfahrbaren Reitstock – die Fanuc 0i-TC-Steuerung mitsamt «Manual Guide i» als Basis einer effizienten Werkstattprogrammierung nicht zu vergessen. Während einer Hausausstellung bei DMG Italia in Bologna wurde schliesslich die CTX 510 eco geordert, die nun seit Anfang Juni 2009 zuverlässig und vor allem ohne Kompromisse in Bezug auf das zuvor zitierte Anforderungsprofil ihren Dienst verrichtet. Lediglich in einem Punkt musste Stalder Zugeständnisse machen. Denn weil auch die angetriebenen Revolverstationen mitsamt Werkzeugen ins Budget passen mussten, reichte es nicht ganz zu einer werksneuen Maschine, sodass er letztlich mit einer (allerdings neuwertigen und mit kompletter Werksgarantie ausgestatteten) Vorführmaschine vorliebnehmen musste. Unter dem Strich zählt für Alain Stalder aber nur das Ergebnis. Und das ist, wie eingangs zitiert, «einfach klasse».«Die CTX 510 eco ist unser absolutes Highlight im Bereich der Drehtechnologie», unterstreicht er und konkretisiert: «Wir sehen im Moment kein Bauteil unseres weit gestreckten Spektrums, das wir nicht in hoher Präzision auf der 510er fertigen könnten. Dabei kommt es uns weniger auf hohe Produktivitätsraten an, als vielmehr auf ein Höchstmass an Flexibilität. Und hier bietet uns die optimale Zugänglichkeit zum Arbeitsraum in Verbindung mit werkstattorientierter Programmierung und im Zusammenspiel mit den angetriebenen Werkzeugen eine tolle Performance.»

Dass die Produktivitätsrate im Engineering Department des CERN nicht die grösste Rolle spielt, liege an dessen strategischer Ausrichtung und Aufgabenstellung, wie Alain Stalder uns erklärt: «Während gut zwei Drittel der spanenden Aufträge über externe Partner abgewickelt werden, übernehmen wir die Kernkomponenten und Know-how-Bauteile sowie darüber hinaus alles, was mit Reparaturarbeiten oder Modifikationen zu tun hat. Hoch präzise Einzelteile und Prototypen sind demnach eher die Regel als die Ausnahme, wobei stets die Machbarkeit und die Realisierung teils aussergewöhnlicher Anforderungen im Mittelpunkt stehen.» Schliesslich sei das ganze LHC-Projekt selbst ein einziger Prototyp, bei dem die Effizienzoptimierung der Einzelprozesse in Relation zum Gesamtkomplex der Aufgabenstellung durchaus an Bedeutung verlieren dürfte. (mg)

Mehr Hintergrundinformationen zum Cern und zur CTX 510 eco finden Sie auf unserer Website www.technica-online.ch unter der Rubrik technicaplus

Infos DMG (Schweiz) AG 8600 Dübendorf 044 824 48 48 info@gildemeister.com www.dmgschweiz.ch


PRÄGETECHNIK

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Oft unterschätzte Anlagenkomponenten: Kabel und Kabelverbindungen

Nichts als Kabel?

Kabel, die aggressivsten Klärschlämmen trotzen. Kabel, die so dicht und abriebfest sind, dass sie bedenkenlos in Reinräumen eingesetzt werden können. Kabel und Steckverbinder, die dank integriertem RFID-Tag dem Servicepersonal ihren aktuellen Zustand «erzählen» können. Energiekabel mit integrierten Glasfasern. Die Liste der «Kabel-Extrakompetenzen» lässt sich beliebig erweitern. Hier ein paar Beispiele.

Nadelprägen elektronisch, individuell, schnell, sauber

E

in innovatives Kabel, das neben der elektrischen Energie auch alle Telekommunikationsdienste ins Haus bringt, wurde von der Nexans Suisse SA entwickelt. Es eröffnet den Versorgungsunternehmen die Möglichkeit, in ein «Multifunktionsnetz» zu investieren, das für alle Lösungen der Zukunft tauglich sein wird. Die Energieverteilung und der Anschluss der «Triple Play»-Angebote (Internet, Telefon, Fernsehen) in einem einzigen Kabel zusammenzufassen – dies war das Ziel, das sich der weltweite Technologieführer für Kabelsysteme, die Firma Nexans am Sitz der Schweizer Niederlassung in Cortaillod, gesetzt hatte. Cablomix, wie sich diese neuste Innovation nennt, erlaubt im Endeffekt, mit der Installation von Mittelund Niederspannungskabeln auch gleich das Terrain für den Anschluss des FTTH-Netzes ­(Fiber-to-the-home) vorzubereiten. Dazu werden in die Energiekabel «Leerröhrchen» eingelegt, die dann je nach Bedarf fiberoptische Mikrokabel aufnehmen können, die dann die «Triple Play»-Dienste bis zum Endverbraucher bringen können.

Ein «Zwei-in-einem-System» Dank einem Spezialwerkstoff, der von der Firma Plumettaz SA in Bex entwickelt wurde, können die Lichtleiterfasern in die entsprechend vorbereiteten Röhrchen geblasen werden. Die Mittelspannungs-Cablomix-Kabel enthalten drei leere Kunststoffröhrchen, die entsprechenden Niederspannungskabel jeweils eines. Die Tests mit dem Einblasen der Fasern waren überzeugend. Die Nexans-Experten konnten beweisen, dass die Lichtleiterfasern bei den Mittelspannungskabeln über Distanzen von weit über einem Kilometer eingeblasen werden können, und auch bei den Niederspannungkabeln werden Distanzen von mehreren Hundert Metern überwunden. Als Alternative zur Verlegung von je einem Kabel für die Verteilung der Energie und der Telekommunikationsdienste können die Versorgungsunternehmen von nun an ein einziges mit

Schlagprägen, vielseitig und schnell Die Lichtleiterfasern können nachträglich auch über grössere Distanzen in die Röhrchen «eingeblasen» werden.

identischen Leistungsmerkmalen verlegen. Ein weiterer Vorteil von Cablomix liegt darin, dass die im Inneren der Energiekabel eingebetteten Lichtleiterfasern mechanisch geschützt sind. «Der Anschluss an das FTTH-Netz kann nachträglich und kurzfristig installiert werden», präzisiert Raymond Voillat. Das ergibt die vernünftige Möglichkeit, schon heute langfristig ins Verteilnetz zu investieren.

Ölbeständig und flexibel Weit heftiger als erdverlegte Kabel werden Steuerleitungen für die Industrie beansprucht – und dies nicht nur mechanisch, wie zum Beispiel beim Einsatz in Roboterapplikationen, sondern auch thermisch und chemisch. Faktisch zu einem Synonym für Steuerleitungen sind die Ölflex-Leitungen von Lapp Kabel (Schweiz: ­Volland AG) geworden. Von diesem Kabeltyp, der seit über 50 Jahren auf dem Markt ist, wurden bis heute rund 2,7 Millionen Kilometer produziert. Das entspricht rund siebenmal der Entfernung von der Erde zum Mond. Ölflex-Leitungen gibt es mittlerweile in rund 400 Varianten. Vor allem im Maschinen- und Anlagenbau sowie im Geräte- und Apparatebau sorgen sie für zuverlässige Verbindungen. Verschiedene Spezifikationen von Ölflex stecken in den Papierherstellungsmaschinen, hoch flexible und torsionsbeständige Ölflex Robot sind in den Industrierobotern der Dürr AG im Ein-

Abrollprägen für runde Werkstücke

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Automations- und Antriebstechnik  |  Komponenten

Torsionsbeständige Ölflex-Robot-Leitungen für den Betrieb von Industrierobotern. (Foto: Dürr)

satz. Ölflex Robust bringen die Bürsten in Autowaschanlagen in Bewegung. In Bad Münstereifel helfen Ölflex für die richtige Ausrichtung des Radioteleskops Effelsberg. In Singapur bringen halogenfreie Ölflex-Kabel den 178 Meter hohen Singapur-Flyer zum Drehen. Eine polnische HimalayaExpedition trieb mit Ölflex-HeatLeitungen die Stromgeneratoren am Annapurna an. Im Europa-Park in Rust sorgen sie für den sicheren Antrieb vieler Fahrgeschäfte, zum Beispiel in der Euro Mir Achterbahn oder der Super SplashWasserbahn. Für die elektrische Versorgung der berühmten Silvesterkugel am Times Square in New York sorgt ein UV-beständiges hoch flexibles Ölflex-Kabel. Die Beleuchtung an der berühmten Bosporus-Brücke in Istanbul wird mit Ölflex Classic garantiert. Auch für die neue U-Bahn in New Delhi wurden 34 000 Kilometer Ölflex bestellt. Und sogar die Beleuchtung und Ventilation in der weltberühmten Cheops-Pyramide wird mit Ölflex gesteuert. Stark ist dieser Kabeltyp auch bei den umweltfreundlichen Technologien. So treiben Ölflex-Windkabel Windkraftanlagen auf der ganzen Welt an. Und die Ölflex-Solarleitungen werden bevorzugt von der Photovoltaik-Industrie eingesetzt. 20 Kilometer davon wurden kürzlich in einem fast 25 000 m² grossen Solarpark in Bovera in Spanien installiert. Dazu Lapp-Geschäftsführer Armin Hess: «Der Siegeszug der Marke Ölflex geht weiter. In unseren weltweiten Labors und Testzentren so-

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wie in unserem Forschungs- und Entwicklungszentrum in der Schweiz wird mit Hochdruck an weiteren Innovationen getüftelt.» Jüngste Erfindung ist der Einsatz von RFID in der Kabel- und Steckverbinder-Industrie. Versehen mit einem RFID-Tag können nun Ölflex-Leitungen zum Sprechen gebracht werden und über ihre Zustände Auskunft geben. Oder die Ölflex Charge für ein innovatives Ladesystem für Elektrofahrzeuge. Armin Hess: «Mit Ölflex wird es noch viele Überraschungen und Neuheiten geben.»

So verkabelt man morgen Industrieneubauten Der Laborneubau am Hauptsitz der Siegfried Gruppe in Zofingen bietet seit September 2009 über 100 der rund 700 Mitarbeitenden eine technisch hoch moderne Umgebung für die analytische und chemische Entwicklung. «Bei der Pla-

nung der Universellen Kommunikationsverkabelung (UKV) für den Laborneubau haben wir den bestehenden Standard dem Stand der Technik angepasst», berichtet Rainer Keller, Leiter IT Operation bei Siegfried Ltd. Der aktuelle Standard sieht für alle Aus- und Neubauten eine qualifizierte, also komplett durchgemessene und protokollierte Infrastruktur vor, die höchste Übertragungsraten erlaubt. Die Entscheidung fiel auf eine Unilan Modular Solution (MS) von Dätwyler Cables. Diese konnte sich Daniel Capiti zufolge aufgrund ihrer einfachen Aufschalttechnik ­sowie der guten elektrischen und mechanischen Eigenschaften durchsetzen. «Die geschirmten Cat. 7A S/FTP-Kabel bieten eine so hohe Performance, dass das ganze System bei Bedarf relativ einfach auf die Klasse FA ausbaubar ist», erklärt der Projektleiter IT. Für die Anschlusstechnik ist aktuell das Modul MS-C6A 1/8 Cat.6A (IEC) von Dätwyler Cables gesetzt, das alle Anforderungen des neuen Komponentenstandards IEC 60603-7-51 für die Kategorie 6A erfüllt. Neben hohen Leistungs­ reserven erfüllt die Verkabelung zudem die Forderung, Voice over IP (VoIP) und Power over Ethernet (PoE) zu integrieren. Dem Life-Science-Unternehmen war es wichtig, die komplette Lösung aus einer Hand zu erhalten,

Die ganze Welt der Kabeldurchführungen von Murrplastik.

darunter auch Hutschienenbefestigungen sowie IP67-Anschluss­ dosen und IP67-Kupplungen. Die Verteiler-Racks im Laborneubau sind von beiden Rechenzentren aus redundant mit OptoversalGlasfaserkabeln in OM3+ Qualität erschlossen. Für die UKV stehen dort 1000 MS-Kupfer-Ports zur Verfügung. Die Verkabelung der Etagen erfolgte mit rund 60 Kilometer Datenkabel des Typs Uninet 7702 4P, das Reserven bis 1200 Megahertz bietet. Über die neue Verkabelung wird der gesamte drahtgebundene Sprach- und Daten-Traffic inklusive der spezifischen Laboranwendungen SAP-, Zutritts- und Zeit­ erfassungssystem übertragen, aktuell mit bis zu 1 Gbit/s. Neben den PCs und VoIP-Telefonen sind auch die Drucker, die digitalen Uhren und die Laborgeräte an das Netzwerk angeschlossen. «Weiter haben wir DECT-Sender und WLAN-Access-Points eingerichtet, mit denen wir funktechnisch den gesamten Neubau abdecken», ergänzt Daniel Capiti. Die PoE-fähigen Geräte werden über das Kommunikationsnetzwerk mit Strom versorgt.

Auch auf die Demontage­ zeit kommt es an Kabel und Leitungen sollen nicht nur den spezifischen Einsatzbedingungen entsprechen, sondern auch möglichst kostengünstig, d. h. ein-


Siegfried Ltd setzt im Laborneubau auf Systemlösung von Dätwyler Cables.

fach montierbar sein. Die Montagezeit gehört für die meisten Einkäufer und Produktionsleiter zu einem wichtigen Entscheidungskriterium für oder gegen ein bestimmtes Kabeldurchführungssystem. Doch wie sieht es mit der Demontagezeit aus? Ein an die Praxis angelehntes Testverfahren der Murrplastik Systemtechnik belegt nun, dass bei Reparatur- und Wartungsarbeiten je nach Kabeldurchführung teilweise über 100 % mehr Zeit benötigt wird. Ein Umstand, dem man in den Betrieben und Einkaufsabteilungen bis dato noch zu wenig Rechnung trägt. Nach der Devise «We listen, We think, We do» hat Murrplastik in den letzten 20 Jahren ein Mehrfachkabeldurchführungsprogramm für das industrielle Umfeld entwickelt, das in seiner Vielfalt und Praxistauglichkeit seinesgleichen sucht und ein breit gefächertes Portfolio innovativer Kabeldurchführungs- und Halterungssysteme für Kabel, Pneumatikschläuche und vorkonfektionierte Leitungen, inklusive Zugentlastungen, Stanzwerkzeuge und Zubehör bietet. Dass sich diese Erfahrung auszahlt, belegen jüngste Praxistests: Bei der Kabelmontage bzw. Kabeldemontage sind Zeiteinsparungen mit der Murrplastik-Technik von über 100 % möglich.

Der Praxistest Montage- und Demontagevergleich Kabeldurchführungsleiste Murrplastik KDL/E mit einem renommierten Wettbewerbsprodukt. Der Montagezeitvergleich wurde durchgeführt, um die reine Montage-

und Demontagezeit des KDL/ESystems der Murrplastik Systemtechnik und des Wettbewerbs­produkts zu ermitteln. Ergebnis: • Zeit für die Montage des KDL/ E-Systems 4 min. 15 s (255 s) • Zeit für die Montage des Wettbewerbsprodukts 6 min. 30 s (390 s) • Zeit für die Demontage des KDL/E-Systems 1 min. 15 s (75 s) • Zeit für die Demontage des Wettbewerbsprodukts 4 min. 30 s (270 s) • Gesamtzeit für die Montage und Demontage des KDL/ESystems = 330 Sekunden • Gesamtzeit für die Montage und Demontage des Wettbewerbsprodukts = 660 Sekunden Erklärtes Ziel der Murrplastik-Ingenieure: Nicht nur einzelne Features sollen verbessert werden, sondern erst die Summe macht den Erfolg. Michael Braun, Murrplastik Systemtechnik Produktmanager, bringt es auf den Punkt: «Was nützt einem Kunden eine schnelle Montage, wenn er anschliessend aufwendig eine Zugentlastung oder eine fehlende Dichtung installieren muss. Das Gesamtpaket muss stimmen.» Wichtig auch: der Grossteil aller Murrplastik-Kabeldurchführungen lässt sich ohne Werkzeug montieren. Entsprechend den Anforderungen aus der Industrie sind die meisten Murrplastik-Kabeldurchführungen rastbar, sind UR- bzw. CSA-gelistet, bieten eine hohe Abdichtung mindestens IP 54 oder sind für EMV-Anwendungen geeig-

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Automations- und Antriebstechnik  |  Komponenten

net. Angesichts sehr hoher Packungsdichten wird zudem ca. 50 % weniger Platz benötigt, es können also mehr Kabel oder Schläuche auf derselben Fläche durchgeführt werden. Typische Anwendungsbereiche für Murrplastik-

Infos NEXANS Suisse SA 2016 Cortaillod 032 843 55 55 info.swiss@nexans.com www.nexans.com Volland AG 8153 Rümlang 044 817 97 97 www.volland.ch info@volland.ch Lapp Kabel AG 8253 Diessenhofen 052 646 05 30 www.lappkabel.de Dätwyler Cables Bereich der Dätwyler Schweiz AG 6460 Altdorf 041 75 11 22 www.daetwyler-cables.com info.ch@daetwyler-cables.com Murrplastik AG 8253 Willisdorf 052 646 06 46 info@murrplastik.ch www.murrplastik.ch WAGO Contact SA 1564 Domdidier 026 676 75 00 www.wago.ch info.switzerland@wago.com

Kabeldurchführungen sind Führerstände, Schaltschränke sowie der Anlagen- und Maschinenbau.

Kommissionierer schneller montieren Zum Abschluss dieses Exkurses in die Welt der Kabel ein Anwedungsbericht, der die Vorteile rationeller Kabelanschlusstechnik aufzeigt: Um ihre Logistiksysteme schneller montieren und flexibler in Betrieb nehmen oder auswechseln zu können, setzt das Unternehmen «Klug integrierte Systeme» in ihren Kommissioniersystemen – wie dem automatischen Schachtkommissionierer (A-Frame) – das steckbare Elektroinstallationssystem Winsta von Wago ein. A-Frame ist eine Lösung, die hauptsächlich in der Pharmadistribution eingesetzt wird. Neben der Leistung spielt in der Pharmadistribution die hohe Verfügbarkeit eine wichtige Rolle, zudem sind zeit- und kosteneffektive Projektlaufzeiten gefordert. Beides wird

durch den Einsatz der WinstaKomponenten unterstützt. In den Auswerfereinheiten des A-Frames steckt die gesamte Elektronik. Um hier einen einfachen Austausch aber auch eine schnelle Montage zu ermöglichen, setzt Klug das Steckverbindersystem Winsta ein. «Wir bevorzugen die Winsta-Komponenten auch aufgrund der Tatsache, dass diese hohe Einspeiseleistungen zulassen», so der Geschäftsführer Johann Klug. «Ihre hohe Flexibilität in Bezug auf Einsatzmöglichkeiten und die Vorkonfektionierung sind ein weiteres Plus. Darüber hinaus fertigt Wago die Winsta-Verbindungsleitungen exakt nach Kundenwunsch.» Winsta kontaktiert die Leiter mit der Federklemme Cage Clamp S, dadurch können die Komponenten durch direktes Stecken schnell montiert werden, was Zeit und Kosten spart. Auch die Möglichkeit, Geräte mit Winsta-Snap-Ins auszustatten, erleichtert die Montage enorm. Im A-Frame kommen zwei verschie-

Die Spannungsversorgung und Buszuleitung der Auswerfereinheiten werden mit je einem 3- und 4-poligen Winsta-Steckverbinder angeschlossen. (Quelle: Klug)

dene Winsta-Steckverbinder zum Einsatz: zur Spannungsversorgung der Auswerfereinheiten sowie zur Busversorgung. Hierfür wurden Anschlusspanels mit Winsta-Snap-InBuchsen für beide Steckerarten vorkonfektioniert. Am Ende dieser Panels sorgen Anschlussleitungen mit Winsta-Steckern dafür, dass die Panels auch untereinander unkompliziert miteinander verbunden werden können. (mg)

Lapp stärkt Standort Schweiz Wie im Beitrag erwähnt, hat die Stuttgarter Lapp Group ihr Forschungs- und Entwicklungszentrum vor einigen Jahren in der Schweiz etabliert: die Lapp Engineering & Co. in Cham. Daneben betreibt Lapp in Diessenhofen seit 1998 mit der Lapp Kabel AG einen bedeutenden Produktionsstandort für Kabelverschraubungen und Industriesteckverbinder. Nun wird dieser Thurgauer Standort kräftig ausgebaut. Im Juli dieses Jahres erfolgte der Spatenstich für einen 1400 m2 grossen Erweiterungsbau. Das Investitionsvolumen inkl. Pro-

duktionseinrichtungen wird rund 8,5 Mio. Franken betragen. Hintergrund dieses Ausbaus ist eine Produktionsverlagerung von China in den Thurgau! Lapp habe in seinem Werk in China mit den gleichen Maschinen wie in der Schweiz gearbeitet. Dennoch seien Produktivität und Qualität in Dies­ senhofen höher gewesen, begründete Lapp-Vorstandsmitglied Siegbert Lapp die bemerkenswerte Standortverlagerung anlässlich des Spatenstichs. Verkaufsvertretung in der Schweiz ist und bleibt aber die Volland AG in Rümlang.

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Automation  |  Automations-

und Antriebstechnik

Bild 1 zeigt das «Handarbeits­ zentrum» der neuen RoboterSchleif- und -Polierzelle; links sind die Vollschutzverkleidung der Roboter-Schleifeinheit und daneben der Bestückungsplatz für die Palettenbeladung sowie das Paletten-Fördersystem zu sehen; in der Mitte dann mehrere manuelle Schleif- und Polierstationen für eventuelle Nacharbeiten; und rechts befindet sich dann die Roboter-­ Poliereinheit mit Vollschutz­ kabine.

SHL-Roboter-Schleif- und -Polieranlagen in der Anwendung

Armaturen flexibel schleifen und polieren Von der verketteten Grossserienproduktion zur hoch flexiblen Auftragsfertigung: das Roboter-Retrofit von Schleif- und Polieranlagen für Armaturen stellt in dem Fall ein zentrales Element der neuen «One-piece-flow-Philosophie» dar.

F

ür «Swiss Excellence» im Bereich hochwertiger Küchenund Badarmaturen steht die KWC AG in Unterkulm, die seit 1984 zur deutschen Hansa-Gruppe mit Hauptsitz in Stuttgart gehört. Wie in anderen Branchen auch, hat sich das Geschäft in den vergangenen Jahren verändert, ausgehend von höheren Ansprüchen an Design und Funktionalität, was schliesslich eine höhere Produkt- und Variantenvielfalt mit sich bringt. Zudem ist durch die Globalisierung ein erheblicher Konkurrenzdruck entstanden, dem es nicht zuletzt auch mit einer hoch produktiven sowie effizient-wirtschaftlichen Herstellung zu begegnen gilt. Lässt sich das bei einer stückzahlorientierten Serienfertigung in grösseren Chargen über einen hohen Automatisierungsgrad noch relativ leicht darstellen,

Autor Edgar Grundler, Allensbach Redaktion Technica

sieht das bei einer auftragsgesteuerten Klein- und Mittelserienfertigung doch ein bisschen anders aus. Da­ rüber ­hinaus sind nun mal die Serienproduktionsanlagen für die Kernkompetenzen Gies­sen, mechanische Bearbeitung, Schleifen, Polieren, Glanzverchromen sowie zur Baugruppen- und Endmontage vorhanden, sodass sich vor dem Hintergrund des neuen Produktspektrums an Küchenund Bad­armaturen bei KWC die Frage der zukunftsgerechten Fertigungs­ philosophie stellte.

Das «AIN»-Projekt Die Anpassung «AIN = Alt in Neu» ist geglückt, wobei dies laut dem Produktions- und Intralogistik-Praktiker Roland Affolter nicht zuletzt auch das Verdienst von langjährigen, bewährten Partnern wie der Firma SHL Automatisierungstechnik AG, D-78583 Böttingen, ist. SHL liefert und installiert bei KWC seit vielen Jahren Roboter-Schleif- und -Polieranlagen, nämlich bis heute 13 komplette Sys-

teme, wovon eben eines bzw. zwei davon das Retrofit-Projekt «AIN» betrafen. Die Vorgabe seitens KWC lautete, aus je zwei produktspezifisch ausgestatteten und verketteten RoboterSchleif- und -Polieranlagen den Part Roboter-Schleifeinheit herauszulösen und mit einer neuen Roboter-Poliereinheit und einem neuen Werkstückpaletten-Fördersystem zu je einer neuen flexiblen sowie universell ­einsetzbaren Schleif- und Polierzelle ­zu vereinen. Eine solche Zelle be­-­ steht nunmehr aus einer RoboterSchleifeinheit, einem Handarbeitsplatz für eventuelle Nacharbeiten, einer Roboter-Poliereinheit, diversen Kontrollstationen und natürlich dem Werkstückpaletten-Fördersystem. Während die Roboter-Schleifeinheit aus der Grossserienlinie übernommen wurde, galt es, die Roboter-Poliereinheit neu aufzubauen und in das Produktions- sowie Materialflusskonzept, der nun als autarkes System installierten Schleif- und Polierzelle, zu integrieren. SHL lieferte und installierte somit eine neue Roboter-Polieranlage, im Wesentlichen bestehend aus einem Industrieroboter KUKA KR30/2 mit Steuerung KR C1 und Grundspannvorrichtung, vier Poliermaschinen P1000 ROB und einem

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Automations- und Antriebstechnik  |  Automation

Palettenfördersystem. Zum weiteren Lieferumfang gehörte dann auch die Überholung der vorhandenen SchleifRoboter und schliesslich die komplette Neuinstallation eben als integrierte Zelle. Wie schon erwähnt, wurden sowohl die Umbauten als auch Neuinstallationen sukzessive vorgenommen, nämlich zuerst an der sogenannten Linie 1A und weitergehend dann an der Linie 1B. Da bei KWC aus Redundanz-, Verfügbarkeits-, Kapazitäts- und Sicherheitsgründen die Produktionslinien zumeist zweifach ausgeführt sind, und weil die SHL-Techniker ihre Komponenten im Vorfeld ausgetestet und vorbereitende Installationen getätigt hatten, ging der Neuaufbau jeweils «glatt» vonstatten und es gab keine Kapazitäts- und damit auch keine Lieferengpässe.

Bild 5 zeigt von links nach rechts Roland Affolter, Bereichsleiter Produktion + Logistik, Mitglied der Geschäftsleitung, in der Mitte Erdinc Babac, Programmierung und Einrichter Robotersysteme, beiden von KWC AG, und rechts Wilhelm Tillinger, Vertrieb bei SHL Automatisierungstechnik AG.)

Spezialisten und Roboter als Qualitätsteam Gegenüber der früheren Grossserienfertigung in verketteten Linien gestaltet sich der heutige Arbeitsablauf wie folgt; wobei vorauszuschicken ist, dass für jede Roboter-Schleif- und -Polierzelle eine qualifizierte Fachkraft für die Nacharbeit und für die Kontrollen sowie für die Beladung der Werkstückpaletten mit Rohteilen bzw. das Entladen der fertig polierten Teile in entsprechende Transportbehälter zuständig ist: der Werker setzt die Armaturen (je nach Typ und Variante 10 bis 15 Stück) lagegenau auf die Werkstückpalette. Das Fördersystem führt die Palette der RoboterSchleifeinheit zu. Dort wird die Palette per Roboter vollständig abgearbeitet und die Teile werden wieder in die Palette gestellt. Das Fördersystem transportiert die Palette nun zu einem Handarbeitsplatz, an dem Kontrolle und eventuelle Nachschleif­ arbeiten vorgenommen werden. Danach wird die Palette zur Roboter-­ Poliereinheit gefördert und dort erfolgt automatisch das erneute Abarbeiten der gesamten Paletten­ bestückung. Anschliessend gelangen die Paletten an den Endpunkt, dort entnimmt der Werker die fertigen Teile, um sie nochmals visuell zu kontrollieren und als IO in bereitstehende Behälter für den nachfolgenden Galvanikprozess einzulegen. Der Bediener ist demnach in einer Person auch Betreuer und Nachschleifer und somit sein eigener Prozessund Qualitätsverantwortlicher.

Unterstützt wird er von einem Programmierer und Einrichter, der wiederum mehrere Linien bzw. jetzt Zellen betreut. Diese nicht alltägliche aber sehr pragmatisch angelegte Fertigungsstrategie passt sehr gut zur parallel umgesetzten Kanban-Philosophie mit der entsprechenden Übersicht und Selbstverantwortung. Abschliessend meinte Roland Affolter dazu: «Roboter und Schleif- bzw. Polierspezialisten in einer Art Fertigungszelle zu vereinen, erschien uns die logische Konsequenz, um einerseits hoch produktiv und andererseits hoch flexibel Qualitätsarmaturen produzieren zu können. One-piece-flow und auftragsgesteuerte Fertigung in kleinen Serien machen es möglich, dass wir innerhalb dreier Tage jedes gewünschte Produkt ausliefern können». (bf)

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rossformatige EPS-Blöcke selbst herstellen und daraus exakte Styroporteile konfektionieren? Auf den ersten Blick hat das wohl nichts mit Präzisionsmaschinenbau zu tun, auf den zweiten hingegen schon! Kluth – das Systemdach oder die Dächer der Welt – unter diesem Motto hat sich das Familienunternehmen Kluth in Barsinghausen innerhalb weniger Jahre zu einem Spezialisten für Gefälledächer aus Leichtmaterial entwickelt. Pla-

Autor Edgar Grundler, Allensbach Redaktion Technica

nung, Produktion und genaue Aufmass-Konfektionierung kommen dabei aus einer Hand – ein Alleinstellungsmerkmal in dieser Branche. Die Dächer bzw. die betreffenden Bauelemente wie Dämmplatten (Dämmkeile), Voll- und Akustik-Sickenfüller, Gegengefällekeile, Dachrandkeile, Kesselsegmente, Fugenprofilfüller, Dehnungsfugenkeile und dergleichen mehr werden aus hochwertigen, DINgerechten Materialien wie Polystyrol, Polyurethan und Mineralwolle nach Norm gefertigt. Um die Qualität der unterschiedlichen Baustoffe sicherzustellen, deckt Kluth die gesamte Prozesskette ab und produziert zum Beispiel das Polystyrol selbst in eigenen Grossschäumanlagen in Block-

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CLAMP ONCE 09-10  technica  47 MACHINE COMPLETE


Automations- und Antriebstechnik  |  Automation

Kompletter Schneidrahmen, bestehend aus zwei INA-Linearmodulen MKUVE20-B-ZR mit jeweils einem Greifersystem und neun Einzeldrahteinheiten. Die Einzeldrähte werden abhängig von der Dachplattendicke positioniert.

form und bearbeitet diese auftrags­ bezogen auf mehreren Konfektio­ nieranlagen. Die Blöcke mit den Massen 3000 × 1200 × 1000 mm (3,6 m³) müssen zunächst besäumt und dann entsprechend der Aufträge zerteilt werden. Um dies wirtschaft­ lich, schnell und materialsparend zu bewerkstelligen, setzen Geschäfts­ führer Marcus Kluth und seine inzwi­ schen über 30 Mitarbeiter auf Son­ dermaschinen und Vorrichtungen von Dingeldein & Herbert Maschinen- und Apparatebau. Dieses 1936 gegrün­ dete Unternehmen hat sich auf den Anlagenbau für die EPS-Industrie spezialisiert und wird heute von den Brüdern Markus und Christoph Din­ geldein geführt.

Aus Blöcken genaue ­Dachplatten schneiden Das Lieferprogramm umfasst sowohl EPS-Schäumanlagen als auch EPSHeissdraht-Schneidanlagen konven­ tioneller Bauart oder mit oszillieren­ den Drähten, Block-Kippvorrichtun­ gen und -Fördertechnik, kompakte Heissdraht-Schneidapparate, Kontu­ ren-Schneidanlagen sowie Vorbrecher und Feinmahlwerke zur Aufbereitung von Schneid- und Konfektionierab­ fällen. Bei den Maschinen und Anla­ gen handelt es sich zumeist um kun­ denspezifische Lösungen, die auf Ba­ sis von standardisierten Prozessen und mit einem gewissen Anteil an standardisierten Bauteilen und Bau­ gruppen realisiert werden. «Die An­

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Installation des Greifers im Detail (rechts) auf dem Linearmodul und Führungsschiene zur Aufnahme und zur Verstellung von insgesamt neun Heissdrahteinheiten.

lagen arbeiten grundsätzlich mehr­ schichtig und müssen deshalb eine maximale technische Verfügbarkeit aufweisen. Dazu kommen Forderun­ gen nach höchster Performance und bester Qualität, weshalb wir nur hochwertige Maschinenelemente ver­ bauen und mit unseren Kunden so­ wie den Lieferanten sehr eng zusam­ menarbeiten», so Christoph Dingeld­ ein. Ein Beispiel dafür ist die Schneid- und Konfektionieranlage für die Firma Kluth, mit der die Kapazi­ täten zur Produktion von Gefälle­ dachplatten vom 300 auf rund 600 m³ pro Tag ausgebaut wurden. Die Blöcke sollten dabei systema­ tisch und ausschliesslich auftragsbe­ zogen in montagefertige Dachele­ mente aufgeteilt und dabei die Schneidbearbeitung weitgehend au­ tomatisiert werden. Um die Schneiddrähte automatisch und da­ mit schnell und reproduzierbar prä­ zise sowie ohne Rüstaufwand zu ver­ stellen, werden zwei Linear­module vom Typ MKUVE20-B-ZR eingesetzt. Sie stellen die einzelnen Schneiddrähte computer- bzw. pro­ grammgesteuert wahlweise absolut parallel oder bei Bedarf auch schräg (für speziell geformte Platten/Keile) ein.

Komplette Antriebs- und Positionierlösung Das Linearmodul MKUVE20-B-ZR basiert auf einem eigensteifen, hoch belastbaren Aluminiumprofil, in wel­

ches das Linearführungssystem kom­ plett integriert ist. Das sehr kompakt bauende Linearmodul ist mit Ku­ gelumlaufeinheiten KUVE20-B aus­ gerüstet und verfügt über zwei Füh­ rungswagen. Damit lassen sich mitt­

Eines (rechts) von zwei INA-Linearmodulen MKUVE20-B-ZR mit dem auf den Laufwagen montierten Greifer zum Verstellen und Positionieren der Einzeldrähte.


Automation |

lere Lasten in Verbindung mit hohen Momentenbelastungen um alle drei Achsen mit maximalen Geschwindigkeiten bis 5 m/s positionsgenau bewegen und fixieren. Der Antrieb erfolgt mittels Zahnriemen und über einen bürstenlosen Servomotor. Die Linearmodule haben bei einer Gesamtlänge von 2616 mm einen Nutzhub von 2150 mm. Sie bestehen bis auf die auf Mass abgelängten Profile und Führungswellen aus StandardBauteilen bzw. Baugruppen und wurden ab Werk bereits montage- sowie anschlussfertig mit Kupplungen, Getrieben, Motoren, Sensoren, Kabel und Steuerungen ausgerüstet. Christoph Dingeldein schätzt die Vorteile der kompakten Linearmodule und der Zusammenarbeit mit INA-Lineartechnik: «Wir haben hier schnell eine technisch sehr gute und praxisgerechte Lösung gefunden. Mithilfe von Greifern, die wir am Laufwagen montieren, lassen sich die einzelnen Drähte sehr schnell und reproduzierbar genau verstellen und einstellen, sodass die Schneidanlagen ohne Unterbrechung die EPS-Blöcke in kundenspezifische Dachelemente auftrennen können. Dank der Verwendung von Standard-Linearmodulen konnten wir die Anlagen-Anschlusskonstruktion vereinfachen, mussten weniger mechanische Bauteile herstellen und der Montageaufwand reduzierte sich ebenfalls.» Mittlerweile hat sich das Drähte-Verstellsystem bei den Anlagen von Dingeldein & Herbert als Standard durchgesetzt. Daher wurden bereits mehrere weitere EPS-Schneidanlagen mit den Linearmodulen von INA-Lineartechnik ausgerüstet. Zusätzlich kommen ähnliche Linearmodule nun auch in anderen Dachmaterial-Schneidanlagen sowie zum Stapeln bzw. Abstapeln von geschnittenen Dachelementen zum Einsatz.

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Materialsparendes Aufschneiden eines EPS-Blocks 3000 × 1200 × 1200 mm durch Heissdrahteinheiten, die exakt auf die jeweiligen Dachplattendicken eingestellt sind .

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Resümee Bei Kluth laufen die Produktionsund Schneidanlagen an sieben Tagen pro Woche mindestens je 12 Stunden. So werden pro Jahr mit Hunderttausenden von Schnitten etwa 830 000 einzelne Dachelemente hergestellt. Dabei handelt es sich nicht um Massen-, sondern um absolute

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Automations- und Antriebstechnikâ&#x20AC;&#x201A; |â&#x20AC;&#x201A; Automation

hingegen schliesst Fehlerquellen nahezu komplett aus und ermĂśglicht gleichzeitig eine Verdoppelung des Ausstosses an montagefertigen Dachelementen. (bf)

Marcus Kluth (links), GeschäftsfĂźhrer Kluth Vertriebs GmbH, und Christoph Dingeldein, GeschäftsfĂźhrer des Maschinen-Lieferanten Dingeldeinâ&#x20AC;&#x2030;&â&#x20AC;&#x2030;Herbert GmbH & Co. KG.

Konfektionsware. Voraussetzung dafßr sind hochleistungsfähige Maschinen mit einem hohen Automatisierungsgrad. Die computer- bzw. programmgesteuerte Verstellung der Schneiddrähte ermÜglicht ein schnelles und fehlerfreies Produzieren. Das sei nÜtig, findet der erfahrene und Technologie orientierte Praktiker Marcus Kluth: Wir stehen unter einem

enormen Zeit- und Kostendruck und kÜnnen so gut wie nichts auf Lager fertigen. Deshalb brauchen wir hoch flexibel nutzbare und absolut zuverlässige Anlagen, so Kluth. Das manuelle Verstellen der Schneiddrähte wird den hohen Anforderungen an Massgenauigkeit und Qualität nicht gerecht. Die automatisierte Drahtverstellung mit den INA-Linearmodulen

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2.12.2008 15:56:02 Uhr


Antriebssteuerungen  |  Automations-

und Antriebstechnik

Eine Verzahnungsmaschine erhält ein neues Innenleben

Getriebe raus, Servomotoren rein Alte, schwere Werkzeugmaschinen sind robust und arbeiten präzise. Es braucht aber viel Zeit, das mechanische Getriebe ­einer konventionellen Verzahnungsmaschine einzurichten. Der Mechaniker Simon Lüscher rüstete deshalb eine Occasionsmaschine mit moderner Antriebstechnik aus.

A

ls Simon Lüscher mit erfahrenen Entwicklern von Werkzeugmaschinen darüber diskutierte, wie man eine alte Verzahnungsmaschine mit modernen Antrieben und einer elektronischen Steuerung ausstatten könnte, schüt-

menscheiben für Antriebsriemen oder auch schräg verzahnte Räder, die direkt ineinandergreifen. Das Werkstück, woraus das Zahnrad gefräst wird, dreht auf einer horizontalen Spindel. Der Fräser steht senkrecht dazu und fräst im Abwälzverfahren

Die alte Verzahnungsmaschine mit moderner Steuerung und Servomotoren.

telten alle den Kopf. Da beisse er sich die Zähne aus, meinten sie. Die nötige Präzision erreiche er nur schwer, wenn überhaupt. Der gelernte Mechaniker und Inhaber der Firma Lüscher Antriebstechnik probierte es trotzdem. Denn eine neue CNC-Verzahnungsmaschine kostet gegen eine Million Franken – für den Kleinbetrieb zu viel. Mit einer Verzahnungsmaschine werden Zahnräder hergestellt, Zahnrie-

mehrere Nuten gleichzeitig von der Seite her. Damit die Verzahnung stimmt, müssen Werkstück und Fräser synchron zueinander drehen. Ältere Maschinen arbeiten mit einem mechanischen Getriebe. Das Einstellen der bis zu 15 Wechselräder anhand von Tabellen kann aber Stunden dauern. Lüschers Idee war, das Getriebe einer Occasionsmaschine mit einer elektronischen Steuerung und Servoantrieben zu ersetzen.

Flexible SimotionSteuerung Lüscher konnte Marc Bolliger von der Firma Atrius für das Projekt begeistern, einen Spezialisten für SiemensSteuerungen und Antriebssysteme. Gemeinsam arbeiteten sie manche Stunden am Projekt: Lüscher baute die Servo-Antriebe in die Maschine ein und Bolliger programmierte die Simotion-Steuerung. Dass sie sich für eine Simotion entschieden hatten, erstaunte wiederum die Experten. Denn typischerweise würde man eine Sinumerik-Steuerung einsetzen, die für CNC-Werkzeugmaschinen entwickelt wurde und Softwaremodule für Anwendungen wie das Fräsen von Zahnrädern enthält. Das Einrichten einer CNC-Maschine ist aber aufwändig, während Lüscher in seiner mechanischen Werkstatt auf Einzelstücke oder Kleinserien spezialisiert ist. Die Simotion-Steuerung kommt dem entgegen, denn sie ist so flexibel, dass sie sich genau auf die Bedürfnisse von Lüscher anpassen liess. Bevor die modernisierte Maschine ihr erstes Zahnrad gefräst hatte, lag Lüscher manche Nacht wach. Er hoffte, dass sie sich nicht übernommen hatten. Aber die fertige Maschine lief auf Anhieb und arbeitete in der gewünschten Präzision. Das Einrichten dauert heute nur noch fünf Minuten statt mehrerer Stunden: Lüscher bewegt den Fräser manuell bis zum Werkstück, setzt im Teach-in-Verfahren die Start- und Endpunkte, gibt die Anzahl Zähne ein, wählt die Vor-

Technik in Kürze Die Occasions-Verzahnungsmaschine Pfauter P160 wurde mit neuen Servomotoren und einer Simotion-Steuerung modernisiert. Statt ein ­mechanisches Getriebe synchronisiert nun die Software Werkstückspindel und Fräser. Bedient wird die Maschine über ein kleines Touchpanel.

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Automations- und Antriebstechnik  |  Antriebssteuerungen

Lüscher Antriebstechnik Die Firma Lüscher Antriebstechnik liefert Zahnräder, Riemenscheiben und weitere mechanische Bauteile für die Antriebstechnik – entweder aus der eigenen Produktion oder als Standardteil aus dem Handel. Lüscher Antriebstechnik 5037 Muhen 062 723 44 23 www-luescher-antriebstechnik.ch info@luescher-antriebstechnik.ch

Atrius Engineering Atrius Engineering ist spezialisiert auf Steuerungen und Antriebstechnik. Dazu gehören nicht nur neue Anlagen, sondern auch der Retrofit und die Instandhaltung von alten S5-Steuerungen von Siemens. Atrius Engineering Antriebs- und Steuerungstechnik 5034 Suhr 062 842 19 60 www.atrius.ch info@atrius.ch

schübe und die Spindeldrehzahl des Fräsers und startet die Maschine.

Von zwei auf fünf Achsen erweitert Zuerst wollte Lüscher nur die beiden drehenden Achsen durch elektronische Antriebe ersetzen. Die linearen Achsen, womit das Werkstück oder der Fräser bewegt werden, wollte er vorerst mechanisch betreiben. Es stellte sich aber schnell heraus, dass es einfacher und auch günstiger ist,

sämtliche fünf Achsen über Servoantriebe zu steuern. So erweiterte Bolliger schrittweise auf fünf gesteuerte Achsen. Heute kann Lüscher zwischen dem Fräsen im Abwälz-, Tangential- und Teilverfahren wählen. Die Maschine stellt damit auch Schneckenräder, Kegelräder, Gewinde und Schnecken her. Beim kontinuierlichen Ausbau schätzte Bolliger wiederum die Simotion-Steuerung, die er ohne Probleme um weitere Achsen erweitern konnte. Der Steuerungsspezialist nennt weitere Vorzüge: «Die Antriebe haben ein elektronisches Typenschild, das die Steuerung über den DriveCliq-Anschluss ausliest. Dies vereinfacht die Konfiguration. Die Daten von Motor und Drehgeber werden automatisch erfasst.» Auch das Zwischengetriebe muss nur einmal definiert werden und der Programmierer arbeitet darauf mit dem effektiven Winkel des Werkstücks oder den Distanzen in Milli­ metern. Natürlich brauchte es ein paar Kniffe, damit die Verzahnungsmaschine die Präzision erreichte. Beispielsweise entwickelte Lüscher ein spielfreies Getriebe zwischen Servomotor und Werkzeugspindel. Nun kann er die Werkstücke sogar in mehreren Schritten bearbeiten und jeweils neu einspannen. Der Maschinenmechaniker freut sich: «Die konventionelle Verzahnungsmaschine mit den mechanischen Wechselrädern benutze ich

Die Werkstückspindel und der Fräser drehen synchron zueinander.

Zahnräder aller Art fräst Simone Lüscher nun auf der Maschine.

Die Mischung zwischen manueller und auto­ matischer Steuerung bewährt sich vor allem bei Einzelteilen oder Kleinserien.

kaum mehr – da kriege ich nur dreckige Hände!» Und nicht zuletzt hat er viel Geld gespart. Die eigenen Arbeitsstunden nicht mit eingerechnet, hat ihn die Maschine ein Zwanzigstel des Preises einer neuen Maschine gekostet. (mg)

Infos

Die Flexibilität der Simotion-Steuerung bewährte sich beim Umbau der Occasionsmaschine.

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Siemens Schweiz AG Industry Sector Industry Automation and Drive Technologies 8047 Zürich 0848 822 844 automation.ch@siemens.com www.siemens.ch/automation


Gusstechnik |

Zulieferindustrie + Industriebedarf

Was half der Schweizer Giessereiindustrie aus der Krise?

Giesser sind innovativ, kooperativ und verlässlich Während sich ein Teil der Schweizer Giessereibranche von der Krise erholt, läuft zum Beispiel der Druckgussbereich bereits wieder an den Kapazitätsgrenzen. Was sind die Erfolgskriterien des modernen Giessers? Wie schlägt man sich gegen die Konkurrenz aus Osteuropa und Asien? Was fordert der Kunde von heute? Welches sind die Herausforderungen der Zukunft?

D

ie Schweizer Giessereibranche hat ihre Konkurrenzfähigkeit auch im europäischen Umfeld bewahrt. Worauf kommt es an? Wir befragten einen, der es wissen muss: Eric von Ballmoos ist Präsident des Giesserei-Verbandes der Schweiz GVS und CEO der Benninger Guss AG in Uzwil.

Herr von Ballmoos, als Präsident des GiessereiVerbandes der Schweiz können Sie uns bestimmt von kompetenter Warte aus informieren, wie die Giessereibranche die Krise überstanden hat? Eric von Ballmoos: 2009 Eric von Ballmoos, CEO war auch für die GiesseBenninger Guss AG. reiindustrie ein hartes Jahr – nicht nur in der Schweiz! Einige Betriebe mussten restrukturieren und ihre Kapazitäten der Situation anpassen. Seit Anfang 2010 hat sich nun die Situation wieder verbessert, wobei man allerdings differenzieren muss: Die Betriebe im Druckgussbereich, die meist im Automobilzulieferbereich tätig sind, sind seit Längerem wieder sehr gut unterwegs und arbeiten bereits wieder unter Volllast. Für Betriebe wie wir, die eher im Maschinenbau tätig sind, hat sich die Auftragslage zwar ebenfalls wieder verbessert, sie ist aber noch weit vom Niveau von 2007/08 entfernt.

Autor Martin Gysi, Chefredaktor Technica

Wie sieht die Situation für Ihren Betrieb, die Benninger Guss AG, aus? Wie läuft es bei Ihrer Kundschaft? Von Ballmoos: Wir haben eine sehr heterogene Kundschaft, was uns geholfen hat, da ja die einzelnen Branchen von der Krise sehr unterschiedlich getroffen worden sind. Im «klassischen» Maschinenbau – z. B. Werkzeug- und Druckmaschinen – hatten wir einen extremen Einbruch, der noch nicht überwunden ist. Andrerseits haben wir Kunden im Energiesektor oder im Schienen- und Spezialfahrzeugbereich, die auf sehr hohem Niveau produzieren. Der Mix aus beiden Extremen hat immerhin dazu geführt, dass wir zurzeit um rund einen Drittel über dem in der Krisenzeit mit Vorsicht erarbeiteten Budget liegen.

Systemlösungen sind vermehrt gefragt Ihr Betrieb betreibt bekanntlich zusammen mit der Knoepfel AG und der Härterei Gerster AG die Kooperationsplattform «Two in one». Wie kann man sich das vorstellen? Wie funktioniert die Zusammenarbeit zwischen drei sonst unabhängigen Partnern? Von Ballmoos: Diese Plattform ist vor allem bei Kunden erfolgreich, die mit einer relativ geringen Fertigungstiefe arbeiten und z. B. nur noch selbst montieren. Diese Firmen wünschen meist schlüsselfertige Systemlösungen. Das reicht vom fertig bearbeiteten Gussteil bis zum montierten Aggregat. Erfolg hat die Plattform aber auch bei geografisch weit entfernten Kunden, hier eher mit Ge-

Ein bei Benninger Guss produzierter Zylinderblock mit einem Stückgewicht von 1800 kg.

samtlösungen. Dies ist auch der Grund, weshalb wir jeweils gemeinsam am Osec-Gemeinschaftsstand in Hannover ausstellen. Bekanntlich sind nicht alle dieser virtuellen Fabriken erfolgreich und von Bestand. Was macht den Erfolg aus? Von Ballmoos: Es ist sehr wichtig, dass man eine breite Kompetenz aufzeigen kann, die beim Engineering beginnt und manchmal über die Finanzierung bis zur Lieferlogistik reicht. Man muss dem Kunden die ganze Dienstleistungs- und Fertigungsbandbreite anbieten können.

Im Netzwerk gemeinsam stärker Welche Bedeutung hat die Kooperation für Ihren Betrieb? Von Ballmoos: Sie öffnet uns den Zugang zu neuen Kontakten ausserhalb unserer bestehenden geografischen und branchenspezifischen Kundenkreise. Der Anteil der Netzwerkleistung an unserer Gesamtleistung ist aber schwierig zu quantifizieren. Er dürfte bei einem guten Viertel liegen. Tendenz steigend.

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Zulieferindustrie + Industriebedarf

Woran liegt das? Von Ballmoos: Auch unsere Kunden reagieren auf den Kostendruck und versuchen deshalb, auch im administrativen Bereich schlankere Prozesse einzuführen. Eine fixfertig bestellte Komponente bedeutet weniger Aufwand als der Einkauf entsprechender Fertigungsleistungen bei drei Lieferanten. Hinzu kommt wie erwähnt die Tendenz zur Reduktion der Fertigungstiefe. Dies zwingt diese Unternehmen vermehrt zur Zusammenarbeit mit Systemlieferanten. Wie funktioniert das Zusammenspiel unter den Netzwerkteilnehmern? Wer tritt gegenüber dem Kunden auf? Von Ballmoos: In der Regel übernimmt der Giesser oder der Fertiger den Lead und damit die Rolle des GU, seltener der Härter oder ein Engineering-Partner. Meist liegt der Lead dort, wo die höchste Wertschöpfung erzielt wird. Gegenüber dem Kunden wird diese Rollenverteilung innerhalb des Netzwerks völlig transparent gehandhabt, was das Vertrauen in das Netzwerk erhöht. Solche Projekte bedeuten oft auch, dass man zuerst in Vorfinanzierungen investieren muss. Dies setzt natürlich auch voraus, dass man solche Vorfinanzierungen bieten und bewältigen kann.

Erfolgsfaktoren Kundennähe und Prozesssicherheit Vor ein paar Jahren hatte man in der Öffentlichkeit noch den Eindruck, dass die Giessereiaufträge mehr und mehr nach Osten abfliessen. Nun

Eisenguss: Diese archaische Fertigungsmethode hat dank Innovationskraft und Prozesssicherheit auch in der Schweiz Zukunft.

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scheint es eher eine Gegenbewegung zu geben – oder täuscht das? Von Ballmoos: Da muss man etwas differenzieren: Der Konkurrenzdruck aus Asien ist nach wie vor da. Die Asiaten sind in den letzten Jahren qualitativ besser geworden – allerdings auch teurer. Aber: Die geografische Nähe zum Kunden ist und bleibt ein Vorteil, vor allem wenn es um Kleinund Mittelserien geht. Gleichzeitig ist aber auch Prozesssicherheit und Innovationsfähigkeit gefragt, sei es bei der Fertigungs- oder Werkstofftechnologie oder im Engineering. Diesbezüglich ist und bleibt die Schweizer Giessereiindustrie konkurrenzfähig – wie auch speziell im Druckgussbereich, wo Engineering und Automation eine grosse Rolle spielen. Wo sie allerdings verständlicherweise Mühe hat, ist bei weniger anspruchsvollen Grossserieteilen. Differenzieren muss man aber auch nach Branchen. Die weniger anspruchsvolle Gussteilefertigung wird wohl noch stärker nach Osten abwandern, während wir bei komplexen, sicherheitsrelevanten Teilen z. B. für die Fahrzeugindustrie öfter ins Boot geholt werden. Dabei hilft uns auch, dass wir komplexe Giessprozesse simulieren können – heute eine wichtige Voraussetzung für konstant hohe Prozesssicherheit. Ähnliches gilt natürlich für unsere Netzwerkpartner bezüglich Fertigungsoder Oberflächentechnik. Aber auch unsere sprichwörtliche Zuverlässigkeit und Termintreue helfen uns. Heute wird die Lieferfähigkeit vermehrt auf den Tag genau verlangt. Sie sind zusammen mit Ihren Netzwerkpartnern regelmässig Aussteller im Zulieferbereich der Hannover Messe. Welche Bedeutung hat dieser Auftritt für Sie? Von Ballmoos: Abgesehen von der Messe in diesem Frühjahr, die wegen der Aschewolke recht enttäuschend war, hat uns die Hannover Messe immer wieder interessante Neukontakte gebracht. Man kann dort mit Kunden sprechen, an die man sonst nicht ohne Weiteres herankommt. Durch den gemeinsamen Auftritt mit den Netzwerkpartnern am Osec-Gemeinschaftsstand fällt man zudem stärker auf.

| Gusstechnik

Werden Sie auch an der Swisstech ausstellen? Von Ballmoos: Ja, und ich bin sehr gespannt, wie die Messe verlaufen wird.

Energiepolitik und Rohstoffpreise Was sind für Sie die Herausforderungen der Zukunft? Man hört bereits wieder von steigenden Rohstoffpreisen. Ist das für Sie bereits wieder ein Thema oder bewegen sich die Preise noch im grünen Bereich? Von Ballmoos: (lacht). Was heisst heute schon «im grünen Bereich»? Was mir allerdings mindestens so viel Sorgen macht, ist die Entwicklung in der Energiepolitik. Als Grossstrombezüger sind wir davon massiv betroffen. Wenn es die Politik nicht fertigbringt, für ein Preisniveau zu sorgen, das im europäischen Vergleich höchstens im vorderen Mittelfeld liegt, bekommen wir massive Probleme. Ich bin selbstverständlich ein Befürworter von erneuerbaren Energien, aber ich glaube nicht, dass das reichen wird. Wenn wir keine neuen Atomkraftwerke bauen und damit unsere Eigenversorgung aufgeben, laufen wir zwangsläufig in ein Desaster. Das macht mir Sorgen. Aber die Rohstoffbeschaffung wird uns ebenfalls beschäftigen. Die Preise werden wohl noch volatiler als in der Vergangenheit. Darauf müssen wir uns einstellen und versuchen, uns auch vertraglich abzusichern. Das wird nicht einfach sein. Denn nebst volatilen Rohstoffpreisen haben wir das Problem volatiler Währungskurse. Diese Unsicherheiten in der Preisgestaltung bis zu den Endabnehmern unserer Kunden in den Griff zu kriegen, wird immer schwieriger werden. (mg)

Infos Benninger Guss AG 8430 Uzwil 071 955 88 00 www.benningerguss.ch info@benningerguss.ch


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Zulieferindustrie + Industriebedarf  |  Industriebedarf

Betriebsausrüstungen und Zubehör für Dreh- und Metallbearbeitungsmaschinen

Die widerspenstige Zähmung

Beim Drehen, Bohren oder Fräsen – also überall dort, wo es etwas zu zerspanen gibt – kommen zuhauf Späne vor, die unbedingt entfernt werden müssen. Denn Fliess-, Schling-, Wirrund sonstige sich verheddernde Metallspäne können die Prozesssicherheit sehr schnell beeinträchtigen. Zudem sind sie mitverantwortlich für eine ungenügende Oberflächenqualität, verringern im Ernstfall die Werkzeugstandzeit und gefährden den Mitarbeiter.

I

n der Praxis rücken die Maschi­ nenbediener den Spänen oft mit einem selbstgebastelten Späne­ haken zu Leibe. Dabei kommt es aus verschiedensten Gründen immer wie­ der zu kleinen Arbeitsunfällen und Verletzungen. Das IBT Ingenieurbüro Thiermann GmbH aus Wiesbaden, Spezialist für Betriebsausrüstungen und Zubehör im Bereich Werkstätten und Produktionsbetriebe, hat jetzt ei­ nen strikt an der Praxis ausgerichte­ ten Spänehaken im Programm. Die­ ser schützt bei der Arbeit und erhöht die Produktivität.

Erinnert an einen Degen, ist jedoch ungefährlich Der Spänehaken hat einen hochwer­ tigen, ergonomischen und mit spe­ zieller Fingermulde ausgestatteten Griff. Dieser sorgt für sicheres Hand­ ling und nachdrückliche Zugkraft. Er ist in handhabungsfreundlicher 2-KSpritzgiesstechnik hergestellt. Das stabile Kunststoffspäneschutzschild und die negativ abgewinkelte Spitze sorgen für einen optimalen Eingriff und besseres Entfernen der Späne di­ rekt an der Entstehungsposition. Die abgerundete Spitze vermeidet Verlet­ zungen. IBT liefert den Spänehaken in zwei verschiedene Nennlängen mit 300 und 500 Millimetern. Er hat eine Kunststoffkappe zum Aufstülpen, die auch als Spitzenschutz bei Nichtge­ brauch dienen kann.

Autor Edgar Grundler, Allensbach Redaktor Technica

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Der neue IBT-Spänehaken hat einen ergonomischen Griff, ein Schutzschild und eine negativ abgewinkelte Spitze zum schnellen, besseren Entfernen der Späne.

Garantiert wirtschaftlich Trotz dieser nachweislich bewährten Ausstattung und der Herstellung aus hochwertigen, langlebigen Materia­ lien bewegen sich die Kosten im un­ tersten zweistelligen Euro-Bereich. Die Anschaffung rechtfertigt sich für alle relevanten Abteilungen im Be­ trieb, weil einige Euro-Ausrüstungs­ investitionen pro entsprechendem Ar­ beitsplatz am Ende sehr viel weniger Kosten verursachen als nur ein ein­ ziger und sei es noch so kleiner Ar­ beitsunfall. Rechnet man noch die gesteigerte Prozesssicherheit und Be­

arbeitungs- sowie Oberflächenquali­ tät hinzu, dann ist die Anschaffung der Spänehaken von IBT wohl nicht mehr infrage zu stellen. (bf)

Infos IBT Ingenieurbüro Thiermann GmbH D-65203-Wiesbaden +49 (0)611/6909170 www.ibt-gmbh.de


Industriebedarf  |  Zulieferindustrie

+ Industriebedarf

Vom 16. bis 19. November findet in Basel die Swisstech 2010 statt

Messe der Highlights und Innovationen Verschiedene Begleitveranstaltungen wie die Schweizer Meisterschaft der Polymechaniker sowie der Baden-Württemberg-Tag komplettieren die Swisstech 2010, die Branchenplattform der Zulieferindustrie. Mit einem Nachwuchstag wird das Engagement für die Nachwuchsförderung demonstriert. Durch verschiedene Highlights – wie dem Nano Village oder dem VF Forum – wird ein Augenmerk auf innovative Themen gerichtet.

R

und 500 Schweizer und europäische Hersteller und Händler aller Wertschöpfungsstufen – vom Zulieferer von Rohmaterial bis zum Systemanbieter – präsentieren sich in der Halle 2 der Messe Basel. Während der viertägigen Zuliefermesse findet ein umfassendes Rahmenprogramm statt.

Baden-Württemberg – «gemeinsam Richtung Zukunft» Unter den deutschen Bundesländern ist Baden-Württemberg sowohl wichtigster Lieferant als auch bedeutendster Abnehmer und zählt somit zu den stärksten Handelspartnern der Schweiz. Baden-Württemberg ist offizieller Partner der Swisstech. Im Rahmen des Baden-Württemberg-Tages werden Themen rund um die engen Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und der Schweiz – unter dem Motto «The way forward: gemeinsam Richtung Zukunft» – diskutiert. Stephan Klapproth moderiert die Podiumsdiskussion, welche wichtige Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft zusammenbringt.

Kampf um den Meistertitel Während der Swisstech kämpfen Lehrlinge und junge Berufsleute in den Disziplinen Automation, CNC-Drehen und CNC-Fräsen um den Titel des Schweizer Meisters. Dem Erst- und Zweitplatzierten in jeder Disziplin winkt eine Teilnahme an den Berufsweltmeisterschaften 2011 in London.

Während der Swisstech stellen die in nationalen Vorausscheidungen ausgewählten Kandidaten «live» ihr Werkstück her, jeden Tag bewerten Lehrmeister den Fortschritt. Am letzten Messetag findet das Finale statt. Dabei kürt der ausrichtende Verband Swissmechanic den Schweizer Meister in jeder Disziplin. Am ersten Messetag demonstriert die Zuliefermesse ihr Engagement für die Nachwuchsförderung mit dem Nachwuchstag. An diesem Tag können Schüler und Lehrlinge die Swisstech gratis besuchen und sich ein Bild der Zuliefer­ industrie machen.

aus dem Bereich der Mikro- und Nanotechnologie sowie der Zulieferindustrie. Die Besucher können vor Ort die Innovationskraft der ­Nanotechnologie «live» erleben. Die Ringvorlesung des SVME (Schweizerischer Verband für Materialwirtschaft und Einkauf) gastiert auch 2010 in Basel. Dieses Jahr präsentieren Branchenvertreter Themen unter dem Motto «Vernetzt im Einkauf: Wege aus der Krise». Parallel zur Swisstech findet wieder die Prodex, Internationale Fachmesse für Werkzeugmaschi-

nen, Werkzeuge und Fertigungsmesstechnik, sowie die Pack &  Move, Schweizer Fachmesse für integrierte Logistiklösungen und Verpackungstechnik, statt. (mg)

Wichtiges in Kürze Dauer: Dienstag, 16. bis Freitag, 19. November 2010 Ort: Messe Basel, Halle 2 Veranstalterin: MCH Messe Schweiz (Basel) AG www.swisstech2010.com info@swisstech2010.com

Highlights am Branchentreffen der Zulieferer Unter dem Motto «Innovation &  Collaboration» lädt die Virtuelle Fabrik anlässlich des VF-Forums zu spannenden Referaten ein. Zudem wird über wertvolle Marktzutrittsmöglichkeiten durch professionelle Cluster-Organisationen informiert. Die Idee der Virtuellen Fabrik ist einfach aber bestechend: Je nach Kundenauftrag werden Firmen zusammengeführt, die massgeschneiderte Lösungen für eine spezifische Aufgabenstellung finden. Nanotechnologie wird im Industriebereich immer wichtiger. Im Nano Village werden während der gesamten Messedauer Anwendungsbeispiele und Innovationen gezeigt, in welchen sich Nanotechnologie und Industrie vereinen. So wird die Swisstech zur Drehscheibe zwischen Hightech-Unternehmen

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Produkte

❚❚Dezentrale Antriebstechnik für Intralogistik

Movigear ist ein echtes mechatro­ nisches Produkt, das Getriebe, Mo­ tor, Frequenzumrichter und Kom­ munikation in einem kompakten Gehäuse vereint. Diese Antriebs­ lösung eignet sich aufgrund des op­ timierten Gesamtwirkungsgrades besonders für den energieeffizien­ ten Betrieb von horizontalen För­ dereinrichtungen. Neben vernetz­ ten Transportanlagen gibt es wei­ tere Einzelanwendungen, die einen energiesparenden Antrieb benöti­ gen, der sich vor Ort unkompliziert in Betrieb nehmen lässt. Auch kleine Rührer, Mischer, Brecher und Schredder erfordern teilweise eine hohe Überlastfähigkeit. Hier­ für ist das mechatronische An­ triebssystem bestens geeignet.

Kürzlich wurde die Produktfamilie um die zwei Varianten Movigear Bi­ när für Stand-alone-Anwendungen und Movigear AS-Interface ergänzt. Movigear Binär lässt sich leicht mit­ tels DIP-Schalter und Potenziome­ ter in Betrieb nehmen – ganz ohne PC. Movigear AS ermöglicht die ein­ fache und wirtschaftliche Feld­ busanbindung über AS-Interface. Über die Binäreingänge können die Geräte entweder über eine zentrale SPS oder lokal im Vorort- oder Hand­ betrieb gesteuert werden. Beide Ver­ sionen ermöglichen die Verwendung parametrierbarer Festdrehzahlen und Rampen und beide enthalten eine Schnittstelle für Diagnose und Parametrierung und die integrierte Sicherheitsfunktion STO. Für räumlich ausgedehnte Anwen­ dungen lässt sich mit Movigear ASInterface eine einfache Feldbusan­ bindung realisieren. Ein typisches Anwendungsgebiet sind Förderein­ richtungen in der Intralogistik, bei­ spielsweise Rollenbahnen, Gurtför­ derer, Palettenförderer und Dreh­ tische. Alfred Imhof AG 4142 Münchenstein 061 417 17 17 info@imhof-sew.ch www.imhof-sew.ch

❚❚Computer aus der Ferne bedienen

Mit einem KVM-Extender lässt sich ein Computer oder KVM-Switch auf Distanz steuern. Der Computer ist am Sender angeschlossen und über­ trägt so die Daten an die Konsolen­ einheit. Zusätzlich kann bei Bedarf eine weitere Konsole für den Lokal­ betrieb des Computers eingesetzt werden. Das Remote-Gerät hat ei­ nen intelligenten Automodus und erkennt selbstständig, ob es gerade lokal oder entfernt bedient wird. Der KVM-Extender von Claxan unter­ stützt Auflösungen bis maximal 1920 × 1200 und 1920 × 1080. Die Hotkey-Steuerung bietet dazu eine einzigartige Funktionalität für die VGA-Korrektur: Mittels Tasten­ kombinationen lässt sich so die op­

timale Videoquali­ tät einstellen. Über den Signalverstär­ ker lassen sich ­sowohl PS/2 wie auch USB-Compu­ ter verbinden. Der USB-Konsolenan­ schluss kann opti­ onal auch mit ei­ nem USB-zu-PS/2Adapter betrieben werden. Die maxi­ mal unterstützte Distanz zwischen KVM-Extender und Computer kann je nach Verkabelung und gewählter Auflösung unter­ schiedlich sein. Dass die Fernbe­ dienung mit preisgünstigen Kat.-5Patchkabeln (RJ-45) realisiert wer­ den kann, ermöglicht in jedem Fall kostengünstige Lösungen. ARP lie­ fert den neuen KVM-Extender von Claxan (Art.-Nr. 807507) mit zwei Konsolen und kompletten Kabelsät­ zen inkl. Netzteil. Zudem gewährt ARP für dieses Claxan-Produkt eine zweijährige «Bring-in-Garantie». ARP Datacon AG 6343 Rotkreuz 041 799 09 09 verkauf@arp-datacon.ch www.arp.ch

❚❚Professionelle Verbindungen

Aluminiumprofile erfüllen gleich mehrere Aufgaben. Neben den ge­ schätzten Längsnuten, die als Auf­ nahme für Befestigungselemente und Verkleidungen dienen, sind es vor allem die ausgeklügelten Geo­ metrien, die den Werkstoff Alumi­ nium erst zu einem Alternativbau­

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stoff werden lassen. Widerstands­ moment erhöhende Verrippungen bei geringem spezifischem Gewicht sind eine Grundphilosophie der er­ folgreichen Konstruktionsprofile. Getrübt wird dieses Bild von der zum Teil wenig innovativen Verbin­ dungstechnik. Es wird gebohrt, ge­

fräst, ausgeklinkt und Gewinde geschnitten. Nahezu jedes span­ abhebende Verfahren kommt zum Einsatz. Kurzum: Die pein­ lichst exakt konstru­ ierte Struktur der Pro­ file erhält genau an den Verbindungsstel­ len eine mehr oder minder schwere Be­ schädigung. Dieser kontraproduktiven Verbindungstechnik stehen Spannbügel, Flanschleiste und seit neuestem nun auch der Druckverbinder gegenüber. Die Pro­ file werden auf Länge geschnitten und ohne jegliche Bearbeitung montiert. Die über 30-jährige Kompe­ tenz in der bearbei­ tungslosen Verbin­ dungstechnik wurde stets weiter­ entwickelt und ist aktueller denn je. Steigende Personalkosten und hohe Lohnnebenkosten beflügeln die be­ arbeitungslose Verbindungstechnik zusätzlich. Keine Wartezeiten an belegten Bohr- oder Fräsmaschi­ nen. Kein Entgraten oder Produzie­

ren von Ausschuss. Die Kosten in der Konstruktionsabteilung werden ebenfalls gesenkt, da neben einer Zusammenstellungszeichnung nur noch eine Zuschnittsliste benötigt wird. Kostenintensive Einzelteil­ zeichnungen entfallen ersatzlos. Grenzen für Aluminiumprofile wur­ den bisher im Bereich des Maschi­ nenbaus aufgezeigt. Die hohe Be­ lastung machte den Verbindungen zu schaffen. Der neue Druckverbin­ der in Verbindung mit den Schwer­ lastprofilen schliesst diese Lücke nahtlos. Zulässige Zugkräfte von 25 000 Newton geben ausreichend dynamische Reserven. Die Hohlwöl­ bung der Profilflächen sorgt zudem für die relevante Vorspannung. Der Hersteller verfügt über beachtliche Erfahrung in der bearbeitungslosen Verbindungstechnik. Es stehen mehr als 110 Profile in unterschied­ lichen Grössen und Formgebung für die praxiserprobte Verbindungsphi­ losophie parat. Eine Visualisierung des Druckverbinders kann man sich ausserdem als Animation im Inter­ net ansehen. Phoenix Mecano Komponenten AG 8260 Stein am Rhein 052 742 75 00 www.phoenix-mecano.ch


Produkte

❚❚Modernes Schwingungsmessgerät Die Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit von Produktionsanlagen ist unmittelbar abhängig von der Verfügbarkeit bzw. Zuverlässigkeit der Anlagenkomponenten. Motoren, Antriebe und andere mechanische Komponenten nehmen dabei eine Schlüsselrolle ein. Da in Produktionsanlagen ein hohes ­Kapital in mechanischen Komponenten gebunden ist, sind diese Produktionsanlagen häufig mit geringer Redundanz gestaltet. Darüber hinaus können Antriebe bei Fehlfunktion ein enormes Gefährdungspotenzial für Mensch und Technik darstellen. Die zustandsbasierte, «vorausschauende» Instandhaltung ist ein Baustein des Qualitätsmanagements. Ihr Ziel ist es, planbar Wartungs- und Instandsetzungsmassnahmen einzuleiten und Folgefehler und Fehlerwiederholungen zu vermeiden, um Anlagenausfälle auf ein Minimum zu reduzieren bzw. Stillstandszeiten für die Instandhaltung kurz zu halten und somit Kosten zu sparen. Zustandswissen über Produktionsanlagen ermöglicht, Unregelmäs­

sigkeiten im Betrieb so früh wie möglich zu erkennen. Eine leistungsfähige Instandhaltung erfordert moderne Werkzeuge und qualifiziertes Personal, das die Mess­ ergebnisse interpretiert. Da bei der zustandsbasierten Instandhaltung ständig neue Erkenntnisse hinzukommen, müssen Mitarbeiter Bereitschaft zur Weiterbildung und zum Einsatz moderner Werkzeuge und Messgeräte zeigen.

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❚❚All-in-one Twincat 3 ist offen, flexibel, leicht erweiterbar und unter Verwendung von Mehrkern-CPUs schnell. Entsprechend dem All-inone-Gedanken umfasst Twincat 3 alle wesentlichen Programmiersprachen der Automatisierungs- und IT-Welt und wird das Software-Engineering deutlich vereinfachen. Neben der klassischen Programmierung, entsprechend der IEC 61131, können jetzt zusätzlich auch deren objektorientierten Erweiterungen sowie die Programmiersprachen C und C++ verwendet werden. Ebenfalls integriert ist die Anbindung von Matlab/Simulink über den Realtime-Workshop. Der Vorteil für den Anwender besteht in der Integration der Programmierwelten von Standard-SPS und IT in einer gemeinsamen Automatisierungssuite. Neben der Verwendung verschiedener Programmiersprachen stellen im Bereich der Runtime die Multicore- und die Unterstützung von 64-Bit-Betriebssystemen wesentli-

che Neuerungen dar. Dies trägt zur weiteren Steigerung der Performance bei. Twincat 3 ist die konsequente Weiterentwicklung von Twincat 2. Bestehende Programme können in die neue Welt konvertiert werden.

Beckhoff Automation AG 8200 Schaffhausen 052 633 40 40 info@beckhoff.ch www.beckhoff.ch

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STAUFEN.AG, Beratung.Akademie.Beteiligung Birchstrasse 2, 8472 Seuzach, Tel. 052 316 37 59, contact.ch@staufen.ag, www.staufen.ag 09-10  technica  59


Produkte

❚ Kapazitiver Füllstandssensor für verschmutzte Medien

Ablagerungen, verursacht durch Schwebstoffe in den Medien, können bei herkömmlichen Kapazitiv-

sensoren zu Fehlschaltungen bei der Füllstandsdetektion führen. In diesen Anwendungen beweist sich der CFAK 12 als smarte Lösung. Eingebaut in einen geerdeten Metallbehälter, überwacht er die Füllstände von Wasser und wasserbasierten Flüssigkeiten. Dank seiner speziellen Gehäuseform und der glatten Kunststoffoberfläche haften Schmutzpartikel nur sehr schlecht an. Der bei herkömmlichen Sensor-

lösungen erhebliche Reinigungsaufwand reduziert sich so drastisch. Bleibt dennoch Schmutz haften, sorgt die integrierte Kompensationselektrode dafür, dass der Sensor diesen ausblendet und den Füllstand weiterhin präzise detektiert. Ausserdem ist der Kapazitivsensor äusserst resistent gegen Reinigungsmittel und blendet auch deren Rückstände zuverlässig aus. Anwendung findet der kapazitive Füllstandssensor u. a. in Eisenbahntoiletten. Hier dient er zum einen als Überlaufschutz, wenn das WC verstopft ist und der Wasserstand

steigt. Zum anderen gewährleistet er durch das erfolgreiche Ausblenden von Schwebstoffen, Toilettenpapier sowie Reinigungsmitteln, dass die Spülung im Normalfall immer zuverlässig funktioniert. Mit seinen speziellen Eigenschaften ist der Sensor ausserdem für jegliche andere Füllstandsmessungen verschmutzter Medien geeignet. Baumer Electric AG 8501 Frauenfeld 052 728 13 13 sales.ch@baumer.com www.baumer.com

❚ Ein Siegerteam wird nicht ausgewechselt Der Erfolg der Maschinen Deco 13 beruht nicht zuletzt auf den Kunden, die in deren Anwendung konkrete Vorteile finden. Deshalb werden wichtige Eigenschaften beibehalten, insbesondere die Kinematik sowie die vier unabhängigen Werkzeugsysteme. Die Kunden werden ihre Werkstücke auch in Zukunft mit der gewohnten Sicherheit und Effizienz bearbeiten können. Die Kinematik dieser Maschine gewährleistet das Arbeiten ohne Kollisionsrisiko zwischen den Werkzeugen und optimiert die Bearbeitung im Hintergrund. Die vier unabhängigen Werkzeugsysteme ermöglichen das simultane Bearbeiten ab Stange und

in der Gegenbearbeitung mit – bei Bedarf – vier gleichzeitig bearbeitenden Werkzeugen. Ein zweiter wichtiger Vorteil, der bewahrt wird, besteht in der Anzahl Achsen. Die Maschine verfügt nach wie vor über 10 Achsen (und 2 C-Achsen) bei der Ausführung a und über 8 Achsen (und 2 C-Achsen) bei der Ausführung e. Diese können simultan gesteuert werden und sind perfekt untereinander interpolierbar. Drittens wird auch die Kompatibilität der auf der Deco 13a verfügbaren Apparate, Werkzeughalter und Werkzeuge aufrechterhalten. Ein gut ausgerüsteter Kunde wird diese somit problemlos austauschen können. «Diese Kine-

matik ermöglicht eine bisher auf dem Markt unerreichte Produktivität», bestätigt Philippe Charles und fügt hinzu: «Die meisten Spitzensegment-Maschinen unserer Konkurrenten sind auf eine simultane Bearbeitung mit zwei bis höchstens drei Werkzeugen beschränkt. Deco ist die einzige, die gleichzeitig mit vier bearbeiten kann.» Er lädt uns ein, die Maschine am Stand von Tornos an der Simodec zu entdecken, wo sie erneut ausgestellt und ein Werkstück simultan mit vier Werkzeugen bearbeiten wird.

Tornos SA 2740 Moutier 032 494 44 44 www.tornos.com

❚ Hightech-Säge für extrem glatte Schnitte

Die neue Mutronic-Säge Typ Diadisc 6200 erfüllt eine Vielzahl von Anfor-

derungen moderner Sägetechnik. Ausser dem extrem glatten Schnitt, welcher in Abhängigkeit von Material und dem eingesetzten Schneidwerkzeug eine Rautiefe von RZ 4–6 erreichen kann, verfügt die Maschine über ausgewuchtete Antriebselemente mit hoher Rundlaufgenauigkeit, über einen extrem leise laufenden E-Motor sowie über eine elektronische Dreh-

moment-Überlastabschaltung. Bedient wird die Maschine über Programmtasten, mit welchen sich Drehzahl, Drehmoment, Absaugung und Sprühnebelkühlung schalten lassen. Die maximale Schnitthöhe beträgt bei Seriengeräten 35–40 mm. Optional sind Schiebetische, manuell oder elektrisch betrieben, Absauganlagen und automatische Schmier-

einrichtungen sowie eine Vielzahl von Vorschubeinrichtungen erhältlich. Sägeblatter und Trennscheiben sind für jeden Werkstoff lieferbar. Mutronic GmbH & Co. KG D-87669 Rieden +49/8362-930 900 info@mutronic.de www.mutronic.de

❚ Embedded-Netzwerkplattform mit LIN-Bus Die neuen LIN-Schnittstellen NIPXI-8516 und NI-PCI-8516 ermöglichen die Entwicklung von LIN-Anwendungen in Labview, Labwindows/ CVI und C/C++ für die Betriebssysteme Windows und Labview-RealTime. Als Teil der NI-XNET-Plattform eignen sich die PXI- und PCI-Schnittstellen besonders für Anwendungen, bei denen Hunderte von LIN-Frames und -Signalen in Echtzeit schnell gelesen bzw. manipuliert werden müssen, wie etwa bei Hardware-in-theLoop-Simulationen, Rapid Control Prototyping, Busüberwachungen und automatisierten Steuerungen. Darüber hinaus bieten diese neuen Schnittstellen eine integrierte Unterstützung für die Nutzung von Signa-

60 technica 09-10

len von LDF-Datenbanken, die Scheduling und Skalierung von LIN-Botschaften auf dem Bus vereinfachen. Bei der NI-XNET-Produktfamilie handelt es sich um leistungsstarke, bedienfreundliche PXI- und PCI-basierte Produkte, die für die Kommunikation mit Embedded-Netzwerken wie z. B. CAN (Controller Area Network), LIN und FlexRay konzipiert sind. NI-XNET lässt sich ganz leicht in LabVIEW integrieren, nutzt dieselbe API für CAN, LIN und FlexRay und übersetzt zudem maschinennahe Frame-Daten automatisch in aussagekräftige technische Daten. Die neuen Schnittstellen kombinieren die Leistung und Flexibilität einer maschinennahen Mikrocontrol-

ler-Schnittstelle mit der Geschwindigkeit und Leistungsfähigkeit der Entwicklungsmöglichkeiten unter Windows und LabVIEW Real-Time. Sie können zudem leicht in EchtzeitPCs sowie in Echtzeit-PXI-Systeme integriert werden. Die für anspruchsvolle Anwendungen erstellten PXI- und PCI-Schnittstellen eignen sich ausgezeichnet für Systeme mit vielen Kanälen und geringer Latenz. Sie beinhalten die NI-XNET-DMA-Engine für den Anschluss des LIN-Busses an den HostSpeicher, mit der die Systemlatenz von Milli- auf Mikrosekunden verringert wird. Mit dieser Engine kann der Onboard-Prozessor LIN-Frames und -Signale zwischen Schnittstelle und

Anwenderprogramm austauschen, ohne dass es zu CPU-Interrupts kommt. So bleibt Prozessorzeit für die Verarbeitung komplexer Modelle und Anwendungen frei. National Instruments 5408 Ennetbaden 056 200 51 51 ni.switzerland@ni.com ni.com/switzerland


Produkte

❚❚Starke Schrittmotoren Die neuen Schrittmotoren der 80MPF-Serie mit einem 60-mmFlansch ergänzen das B & R-Produktprogramm um weitere leistungsstarke Antriebskomponenten mit höchster Wirtschaftlichkeit. Aufgrund der bis zu 30 % geringeren Verlustleistung bei einem bis zu 25 % höheren Drehmoment eignen sich die Schrittmotoren der 80MPF-Serie ideal für Anwendungen in Maschinen mit hohen Taktraten, wie beispielsweise Verpackungsmaschinen oder Abfüllanlagen. Bezogen auf das Haltemoment zählen die 80MPF-Motoren, die 56-mm-Motoren der 80MPD-Serie sowie die 86-mm-Motoren 80MPH zu den stärksten Schrittmotoren am Markt. Damit stellt B & R Anwendern ein Produktspektrum für anspruchsvollste Applikationen mit einem Haltemoment von 1,1 bis 13,6 Nm zur Verfügung. Für die Ansteuerung der Motoren stehen der Acoposmicro sowie Schrittmotormodule des X20- und X67-Systems zur Verfügung, die einen Strombereich von 1 bis 10 A abdecken. Eine der Kernkomponenten, wenn es um Zuverlässigkeit auch unter rauen Umgebungsbedingungen geht, ist das Kugellager eines Schrittmotors. B & R hat hier einen besonderen Fokus auf die sorgfältige Auswahl gelegt. Jahrelange Er-

fahrungen aus dem Servobereich sowie das Feedback vieler Kunden wurden in die Umsetzung mit einbezogen. So gewährleisten die am Kugellager anliegenden Dichtlippen einen optimalen Schutz vor Verschmutzung und Feuchtigkeit. Standardmässig ist die neue 80MPF-Serie in Schutzart IP30 erhältlich. Mit einer optional verfügbaren Abdeckung wird die Schutzart IP65 erreicht. Je nach Anforderung können die 60-mm-Motoren auch mit einem ABR Geber, einem SSI Geber und/oder einer Motorbremse ausgestattet werden.

Automatisieren mit Biss Wirtschaftlich automatisieren mit dem kompletten modularen Sortiment vom Spezialisten für Bearbeitungseinheiten von Bohr-, Fräs- und Gewindeschneidoperationen. Kompetenz, Qualität und unterstützende 2D-/3D-CAD Unterlagen sorgen... für perfekte Ergebnisse.

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B & R Industrie-Automation AG 8500 Frauenfeld 052 728 00 55 www.br-automation.ch office@br-automation.ch

❚❚Hallsensor für Schienenfahrzeuge Der neue Hallsensor MTRM 16 von Baumer ist speziell für die berührungslose Impuls­detektion schnell drehender Zahnräder entwickelt worden. Mit seinem robusten Metallgehäuse ist er sehr gut für den Einsatz bei rauen Umgebungsbedingungen geeignet. Optimiert wurde er insbesondere auf Anwendungen in Eisenbahngetrieben und erfüllt somit die anspruchsvollen Anforderungen an Sensoren in diesem Bereich. Der sehr kompakte Hallsensor erkennt die Drehrichtung und detektiert Drehzahlen von Zahnrädern mit bis zu 20 000 Impulsen in der Sekunde. Durch das berührungslose Messprinzip benötigt er keine Wartung und garantiert somit einen langfristigen Einsatz. Dabei ist er zudem sehr robust und temperaturbeständig. Das komplett geschlossene und beschichtete Metallgehäuse ermöglicht den dauerhaften Kontakt des Sensors mit dem Getriebeöl. Seine optimierte Bauform mit integriertem O-Ring erlaubt eine einfache, sichere und schnelle Montage. Dank der besonders robusten Bauweise eignet sich der Sensor neben

dem direkten Einbau in das Eisenbahngetriebe oder den Antrieb auch für Aussenanwendungen an Schienenfahrzeugen. Er kann z. B. (direkt an der Achse montiert) für die Adhäsionsregelung eingesetzt werden. Für jede Achse kann so separat ein Gleiten der Räder bei Bremsvorgängen und ein Schleudern bei Beschleunigungsvorgängen verhindert werden, was einen übermässigen und ungleichmässigen Verschleiss an Radsatz und Schiene vermeidet. Baumer Electric AG 8501 Frauenfeld 052 728 13 13 sales.ch@baumer.com www.baumer.com

UNIVER AG, CH-6312 Steinhausen Tel. +41 (0)41 741 75 80, mail@univer-ag.ch www.univer-ag.ch

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Produkte

❚❚Energiesparende CO2-Messung Das neue CO²-Sensor-Modul von E + E beeindruckt durch einen sehr niedrigen Stromverbrauch. Ein einstellbares Messintervall ermöglicht eine optimale Anpassung an die ­jeweilige Applikation und einen durchschnittlichen Stromverbrauch von unter 60 μA. Damit ist das CO²Sensor-Modul EE892 die perfekte Lösung für ein batteriebetriebenes und energiesparendes Gerät. Das CO²-Sensor-Modul wurde speziell für OEM-Anwendungen und Fertigung in grossen Stückzahlen optimiert. Die digitale Schnittstelle und extrem kleine Bauform ermöglichen eine einfache Integration in mobile und energieeffiziente Applikationen wie Datenlogger oder kontrollierte Wohnraumlüftung. Die CO²-Mess­ zelle basiert auf Infrarot-Technologie (NDIR) und ist aufgrund des ­patentierten E + E-Autokalibrationsverfahrens wartungsfrei. Alterungseffekte werden kompensiert, wo­ durch eine hervorragende Langzeitstabilität gewährleistet ist. Die hohe Messgenauigkeit und der gros­se Messbereich bis 10 000

ppm machen den EE892 universell und flexibel einsetzbar. Für die einfache Einbindung des CO²-SensorModuls in spezielle Kundenanwendungen stellt E + E entsprechende Application Notes zur Verfügung. E + E Elektronik Ges.m.b.H. A-4209 Engerwitzdorf +43 (0)7235 605-258 www.epluse.at

❚❚Kompakter Industrie-PC mit RAID-System Der neue Beckhoff-SchaltschrankPC C6930 komprimiert in seinem schlanken Aluminiumgehäuse alles, was ein moderner Industrie-PC benötigt: ein 3½-Zoll-BeckhoffMotherboard, ausgelegt auf Intel Core Duo oder Core 2 Duo, zahlreiche PC-Schnittstellen, bis zu drei Ethernet-Ports, z. B. für EtherCATbasierte Steuerungen, sowie optionale Feldbusschnittstellen für klassische Bussysteme. Hohe Datensicherheit bietet der C6930 durch das integrierte RAID-System zur Spiegelung von Festplatten. Die Ausstattung des C6930 umfasst zwei freie Steckerblenden für ab Werk eingebaute zusätzliche Schnittstellen, wie z. B. für RS232, Sound oder zwei weitere USB-Ports. Über einen freien Mini-PCI-Slot sind optional Feldbusinterfaces, z. B. für Profibus, CANopen, Devicenet, Sercos; ein dritter EthernetPort oder ein Novram-Speichermodul zur ausfallsicheren Speicherung von Prozessdaten anschaltbar. Der kompakte Schaltschrank-PC C6930 ist ideal geeignet für den

Einsatz als Zentraleinheit einer EtherCAT-basierten Steuerung. Ausgestattet mit zwei serienmässigen und einem optionalen EthernetPort, bietet er die optimale Performance für alle Aufgaben einer Ethercat-Steuerung. Beckhoff Automation AG 8200 Schaffhausen 052 633 40 40 info@beckhoff.ch www.beckhoff.ch

❚❚Mobile Datenerfassung aktiv für Gesundheit und Sicherheit Die Gemeinschafts-Müllverbrennungsanalage Niederrhein GmbH (GMVA) ist gemessen am entsorgten Müll eine der grössten Anlagen in Deutschland. Rund siebenhunderttausend Tonnen Müll werden hier pro Jahr «verbrannt». Zur Betriebskontrolle und zur Wartung der aus Sicherheitsgründen einzusetzenden Gasmasken setzt die GMVA den Memor von Datalogic ein. Mithilfe des Memors ist es nun möglich, auch Daten von Maschinen abzulesen, die

für Menschen nicht direkt zugänglich sind. Auch bei einem Abstand von zirka fünfzig Zentimetern zum Bauteil funktioniert der Scanner zuverlässig. Die hohe Speicherkapazität des Memors unterstützt die GMVA-Anwendung, und die integrierte Sicherungssoftware gewährleistet eine sichere Anwendung. Auch wenn Schilder verschmutzt und mit blossem Auge nur schwer zu lesen sind, ermöglicht der Memor eine genaue Lesung. «Der Memor ist so gross wie ein Handy und

lässt sich auch wie ein Handy bedienen, weswegen er für jeden unserer Mitarbeiter sehr einfach zu handhaben ist», erklärt Michael Braitschink, Abteilungsleiter Technischer Dienst, GMVA. Laut Hersteller ist der mobile Computer Datalogic Memor klein und passt in jede Hemdtasche – Abmasse: 152 × 55 × 40 mm. Er verfügt über neueste Technologien wie Windows Mobile 6.1 und 2D Imager. Mit IP54 ist er robust und eignet sich für Anwendungen im industriellen Umfeld.

Datalogic Mobile Germany D-73230 Kirchheim u. T. +49 (0) 70 21/50 59 90 www.mobile.datalogic.com

❚❚Schnellverschlussschrauben entsprechen neuer Maschinenrichtlinie Die unverlierbaren Einpressschrauben aus der Produktreihe PEM der Koenig Verbindungstechnik GmbH wurden so entwickelt, dass sie den Sicherheitsanforderungen der neuen EG-Maschinenrichtlinie 2006/42/EG entsprechen. Diese gibt vor, dass Befestiger nur mit Werkzeugen gelöst werden können und an den Schutzabdeckungen verbleiben, wenn diese abgenommen werden. Lose Schrauben sind nicht mehr akzeptabel in

derartigen Anwendungen. Die unverlierbaren Schrauben von PEM sind so konzipiert, dass sie in dünne Bleche eingepresst werden können. Schnelle Wartungen sind möglich, da die Schrauben mit den Schutzeinrichtungen verbunden bleiben, Suchen bzw. Verlorengehen ist ausgeschlossen. Das Verarbeiten der UL-geprüften Teile geht schnell und einfach – der Befestiger wird in ein Aufnahmeloch platziert und mit ausreichender

Kraft eingepresst. Die meisten Ausführungen schliessen auf der Rückseite des Bleches bündig ab, dies ergibt ein sauberes Erscheinungsbild. Die unverlierbaren Einpressschrauben stehen in mehreren Varianten mit metrischen Gewindegrössen von M3 bis M6 zur Verfügung. Einige Typen werden auch mit einem speziellen Zentrieransatz, welcher das Verkanten beim Aufschrauben verhindert, angeboten.

Koenig Verbindungstechnik AG 8953 Dietikon 044 743 33 33 www.kvt.ch info@kvt.ch

❚❚Für leichte bis mittlere Zerspanung Die Walzenstirnfräser der Serie 2SJ3J in Aufsteckvariante und rechtsspiralter, voll effektiver Ausführung bieten mit ihrer tangentialen Bauweise eine wirtschaftliche und prozesssichere Lösung für Besäumbearbeitungen. Die stabile tangentiale Evo-Tec-Wendeplatte DGM324 ... bietet durch ihren gros­sen Hartmetallquerschnitt in Verbindung mit einer extrem positiven Schneidengeometrie, ein Schneidver-

62  technica  09-10

halten, das neben einer hohen Prozesssicherheit, ein maximales Spanvolumen bei extrem weichem Schnitt ermöglicht. Die Werkzeug­serie ist mit innerer Kühlmittelzufuhr ausgestattet, um optimale Spanabfuhr zu gewährleisten. Die Evo-Tec-Wendeplatten weisen vier Schneidkanten mit axial/ radial positiver Geometrie in stabiler tangentialer Bauweise auf, mit entsprechender Unterstützung der Rü-

ckenanlage zur Aufnahme maxi­maler Schnittkräfte bei extrem weichem Schneidverhalten. Die Schneidkante ist zusätzlich durch eine freiwinkel-reduzierende Fase verstärkt und somit sehr resistent gegen Ausbrüche. Haupteinsatzgebiete für diese neue Werkzeugserie sind allgemeine Besäumarbeiten im Bereich der leichten bis mittleren Zerspanung an 90 °-Schultern.

Ingersoll Werkzeuge GmbH D-35708 Haiger www.ingersoll-imc.de In der Schweiz: Schnegg Tools AG 2563 Ipsach 032 333 70 33 info@schnegg-tools.ch www.schnegg-tools.ch


Produkte

❚❚Roboter hilft Auszubildenden, Berufsschülern und Studenten

Grau ist alle Theorie – doch die Neuronics AG bringt Licht ins Dunkel. Zum Erlernen moderner Technik wird in Berufsschulen grosser Wert auf die

praktische Arbeit gelegt. Damit die Schüler die Welt der ­Mechatronik, Robotik und Automation realistisch studieren können, hat die Schweizer Neuronics AG einen Didaktik-Roboter mit einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis entwickelt. Dieser kann menschennah bedient werden, besitzt die volle Funktionalität seiner grossen industriellen Brüder und stellt somit ein Bindeglied zwischen Didaktik und Industrie dar. Der Stand-alone-fähige 6-Achsen-Roboter kann ohne jegliche Schutzvorrichtungen mit dem Benutzer interagieren und wird wahlweise per manu-

ellem Teach-in sowie per mitgelieferter Software programmiert. Bei dem Roboter handelt es sich nicht um eine Miniaturausgabe oder ein Simulationsgerät einer Industriemaschine, sondern um einen vollwertigen Roboter, der alle Anforderungen an ein Gerät in der industriellen Produktion erfüllt. Zahlreiche integrierte Schnittstellen sowie das eingebaute Controlboard sorgen dafür, dass der Roboter sehr flexibel einsetzbar ist und die Auszubildenden den Roboter in unterschiedlichsten Projekten und Unterrichtsthemen nutzen können. Ebenfalls neu entwickelt wurde die «Euler-

hand» mit mehr als 360 Grad Drehwinkel im sechsten Gelenk für eine optimale Funktionalität. An der «Eulerhand» sind verschiedene Schnittstellen für Pneumatik und IOs sowie Stromversorgung 24 V DC realisiert worden. Vom 8. bis 11. Juni 2010 war die Produktneuheit erstmals auf der ­Automatica in München in Halle B1, Stand 237 zu erleben.

Der Robot Easy bietet Magazinvarianten für alle Erowa-Spannsysteme und in einer speziellen Konfiguration kann der Robot Easy selbst für Elektroden- und Werkstückwechsel an Erodiermaschinen eingesetzt werden. Zudem sorgt eine spezielle Abtropfwanne im Magazin für kontrolliertes Abfliessen der Bearbeitungsflüssigkeiten. Die integrierte Erowa Job Management Software sorgt für den richtigen Ablauf. Sie plant, steuert, verwaltet und überwacht die Fertigungszelle und garantiert die vollständige Durchgängigkeit aller Produktionsdaten.

Erowa AG 6233 Büron 041 935 11 11 info@erowa.com www.erowa.com

• Control System Toolbox enthält ab sofort neue Befehle und grafische Tools für die Modellierung und automatische Abstimmung von PIDReglern • Image Akquisition Toolbox kann jetzt für Plug-and-play-Kameras mit dem GigE Vision Hardware Standard verwendet werden • Communications Blockset enthält mit R2010b neue System Objects für den Entwurf von Kommunikationssystemen in Matlab • Fixed-Income Toolbox bietet neue

Preis- und Bewertungsfunktionen für Hypothekenpools und CreditDefault-Swap (CDS) Verträge Die aktuelle Version R2010b ist ab sofort verfügbar und wird Kunden mit aktivem Software Maintenance Service von MathWorks automatisch zur Verfügung gestellt.

Neuronics AG 8405 Winterthur 052 235 24 40 www.neuronics.ch

❚❚Aufrüsten für mehr produktive Zeit Carpe noctem ­(nutze die Nacht) gilt für den Betrieb von Bearbeitungsmaschinen. Randzeiten sollen produktiv genutzt, Durchlaufzeiten reduziert und die Produktivität gesteigert werden. Mit einem Erowa Robot Easy nachgerüstete Maschinen beispielsweise schaffen anstatt 120 Stunden pro Monat bis zu 400 produktive Stunden im Einschichtbetrieb. Und dies bei einem Investitionsvolumen, welches weit unter dem einer Maschinenbeschaffung liegt. Der Erowa Robot Easy ist mit seiner Monoblock-Bauweise einfach und schnell an die Maschine angebaut und betriebsbereit. Die Ein-

satzmöglichkeiten des Robot Easy sind vielfältig. Mit den 250 kg Transfergewicht eignet er sich optimal, um Paletten des Erowa-MTSSystems zu bewegen. Diese werden vor allem im Bereich Fräsen und Schleifen eingesetzt. Damit das Handlinggerät freie Fahrt hat, braucht die Werkzeugmaschine eine Tür, die sich automatisch öffnet und schliesst. Die Option Erowa Universal Robodoor ist eine automatische Beschickungstür für alle Werkzeugmaschinen. Sie kann massgeschneidert, preiswert und mit minimalem Montageaufwand an der Maschine nachgerüstet ­werden.

❚❚Update mit vielen Vorteilen

Matlab wurde mit R2010b weiter verbessert, um fortgeschrittene Programmierkonzepte noch besser zu unterstützen, beispielsweise durch

benutzerdefinierte Enum-Daten­ typen, 64-Bit-Integer-Arithmetik und zahlreiche Verbesserungen der Entwicklungsumgebung. R2010b beinhaltet darüber hinaus Updates für 84 MathWorks-Produkte, einschliesslich der Polyspace-Produkte zur Code-Verifikation. Weitere Highlights der R2010b für die Matlab-Produktfamilie sind: • Parallel Computing Toolbox bietet nun schnelle Berechnungen auf GPUs (Grafikprozessoren) CUDAfähiger NVIDIA-Grafikkarten

MathWorks GmbH 3006 Bern 031 950 60 20 www.mathworks.ch info@mathworks.ch

❚❚PC-basierte Sicherheitslösung Bereits seit 2003 ermöglicht die in das Busklemmensystem integrierte Sicherheitslösung Twinsafe die Einbindung von sicherheitsrelevanten Funktionen in das Automatisierungssystem. Als Erweiterung integrierte Beckhoff 2009 die sichere SPS-Funktion in die PC-Steuerung. Als Steuerungsplattform setzt Beckhoff bereits seit den 80er-Jahren, und damit als einer der ersten Anbieter, auf PC-basierte Steuerungstechnik. Die rasante Weiterentwicklung und der enorme Leistungsgewinn, der sich seitdem in der PCTechnologie ergeben hat, konnten

direkt in die Performance der Maschinensteuerung übernommen und dort zur Steigerung der Effektivität genutzt werden. Mit einer auf dem Industrie-PC laufenden Sicherheits-SPS kann Beckhoff nun die gleiche Performance, wie sie für die Standardsteuerung zur Verfügung steht, auch für die Sicherheitstechnik nutzbar machen. Die Lösung besteht aus einer in das Twincat-System integrierten Software, die eine sichere Verarbeitung von Sicherheitsbausteinen gewährleistet. Eine externe Hardware-Erweiterung für den PC ist hierfür

nicht notwendig. Somit kann nun jeder PC zu einer Sicherheitssteuerung werden. Für die sichere Datenübertragung zwischen dem PC mit der Sicherheits-SPS und den dezentralen Twinsafe-Komponenten (sichere Ein-/ Ausgänge, sichere Antriebe, sichere Sensoren) wird das innerhalb der Ethercat Technology Group (ETG) offengelegte Protokoll Safety-overEthercat verwendet. Da dieses Protokoll bereits in den bisherigen Twinsafe-Geräten Anwendung findet, können diese auch weiterhin kompatibel im System verwendet werden.

Beckhoff Automation AG 8200 Schaffhausen 052 633 40 40 info@beckhoff.ch www.beckhoff.ch

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Produkte

❚❚Platzsparend und hygienegerecht Seine Produktpalette für die sterile Verfahrenstechnik hat WIKA um ein äusserst kompaktes Widerstands­ thermometer mit integriertem Transmitter erweitert. Das hygiene­ gerechte TR21 Minitrans ermög­ licht mit einem Durchmesser von 19 mm einen platzsparenden Ein­ bau, entweder direkt oder mit Schutzrohr. Das neue Thermometer arbeitet im Bereich zwischen –50 °C bis +150 °C, die Spanne kann mittels optionalem Halsrohr auf +200 °C vergrössert werden. Der elektrische Anschluss erfolgt ohne grossen Montageaufwand über einen M12Stecker, die Messwertübertragung über ein 4 ... 20 mA-Ausgangssig­ nal des Transmitters. Der Messwert kann aber auch unmittelbar vom Sensor (Pt100 Klasse A) abgenom­ men werden; ein Verzicht auf den Transmitter wirkt zusätzlich platz­ sparend. Für den Direkteinbau ist das Ther­ mometer mit allen gängigen Pro­ zessanschlüssen lieferbar. Bei ei­ ner Kombination mit Schutzrohren von Typ TW22 oder TW61 kann das Messgerät kalibriert oder ausge­ tauscht werden, ohne den Prozess

zu öffnen. Jegliche Verunreinigung bleibt somit ausgeschlossen. Für das hygienegerechte Design ist WIKA den Vorgaben der EHEDG und der 3-A Sanitary Standards ­gefolgt. Manometer AG 6285 Hitzkirch 041 919 72 33 info@manometer.ch www.manometer.ch

❚❚Klebstoff ohne sicherheitsrelevante Einträge Loctite hat die ersten anaeroben Schraubensicherungen mit «weis­ sem» Sicherheitsdatenblatt einge­ führt – Klebstoffe ohne sicherheits­ relevante Einträge. Bei der Entwicklung dieser Produkte standen sowohl Qualität als auch die erwarteten Eigenschaften im Vorder­ grund. Die zwei neuen Schraubensi­ cherungen Loctite 2400 mittelfest und Loctite 2700 hochfest bieten die gewohnten herausragenden Vorteile, denen die Kunden seit Jahrzehnten weltweit vertrauen. Darüber hinaus wurden wesentliche Verbesserungen in Bezug auf den Schutz der Gesund­ heit und Sicherheit der Anwender er­ zielt. Loctite 2400 und Loctite 2700 er­ fordern in Sicherheitsblättern nach den strengen EU-Vorschriften weder Gefahrensymbole noch eine R- oder S-Kennzeichnung. Sie enthalten keine deklarations­ pflichtigen CMR-Stoffe (krebserre­ gende, erbgutverändernde und repro­ duktionstoxische Stoffe). Und: sie er­ fordern keine Einträge in den Sicher­ heitsblättern gem. (EU) Nr. 1907/ 2006 ISO 11014-1, Abschnitte 2, 3, 15 und 16. Die mittelfeste Schraubensicherung

Loctite 2400 ist blau fluoreszierend mit einer Viskosität von 3000 mPa.s und 9 N/mm2 Scherfestigkeit auf Stahl. Die hochfeste Ausführung Loc­ tite 2700 ist grün fluoreszierend, hat eine Viskosität von 500 mPa.s und eine Scherfestigkeit von 18 N/mm2. Im ausgehärteten Zustand erzielen beide Produkte ausgezeichnete Be­ ständigkeit gegen die meisten Indus­ triechemikalien. Ihre thermische Beständigkeit ist der­ art gut, dass sie Dauerbetriebstempe­ raturen bis 150 °C standhalten kön­ nen. Koenig Verbindungstechnik AG 8953 Dietikon 044 743 33 33 www.kvt.ch info@kvt.ch

Erfolgreich exportieren. Hotline: 0844 811 812, www.osec.ch Osec unterstützt als offizieller Exportförderer Schweizer und Liechtensteiner KMU auf dem Weg in internationale Märkte. Mit einem umfassenden Netzwerk von Kompetenzpartnern und dem Beratungskonzept «Export Step-by-Step» stellen wir für Sie ein individuelles Massnahmenpaket zusammen. Rufen Sie uns an – wir helfen Ihnen gerne erfolgreich zu exportieren.

www.verschlusstechnik.ch

64  technica  09-10


Industrial IT  |  Berechnungs-Software

Industrial IT Engineering, CAD/CAM, PDM/PLM, ERP, Business-Software

Zahlen sagen mehr als tausend Worte

www.codex.ch

www.abacus.ch

www.siemens.com/plm

Bild: COSCOM GmbH, 6246 Altishofen

Lean Manufacturing, Kaizen usw. sind organisatorische und unternehmerische Ansätze, die ein wesentliches Ziel verfolgen: Verschwendungen jeder Art eliminieren, Kundenzufriedenheit erreichen und höchste Qualität liefern. Doch auf welcher Basis sollten Optimierungsentscheidungen getroffen werden?

Der modulare Aufbau des Coscom MES-Systems lässt einen vielseitigen Einsatz zu. Die Coscom-Feinplanungssoftware ProXIA, sowie PEP (Personaleinsatzplanung), MDE (Maschinendatenerfassung) und BDE (Betriebsdatenerfassung) liefern die Grundlagen zur Ermittlung aussagekräftiger Kennzahlen

www.siemens.com/plm

(KPI’s). Durch diese Systeme ist die Lokalisierung von Engpässen und negativen Einflüssen im Produktionsfluss ein Kinderspiel. Massnahmen zur Optimierung können so gezielt eingesetzt und auf Wirkung überprüft werden. (mg) Siehe Bericht Seite 66

www.autodesk.de

www.noser.ch

www.arp.com

www.skf.ch

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Industrial IT  |  Betriebsdatenerfassung

Mit Coscoms KPI-Modul zu aussagekräftigen Produktionskennzahlen

Zahlen sagen mehr als tausend Worte Lean Manufacturing, Kaizen usw. sind organisatorische und unternehmerische Ansätze, die ein wesentliches Ziel verfolgen: Verschwendungen jeder Art eliminieren, Kundenzufriedenheit erreichen und höchste Qualität liefern. Doch auf welcher Basis sollten Optimierungsentscheidungen getroffen werden?

I

n der Produktionsindustrie bekom­ men Kennzahlenauswertungen im­ mer mehr Gewicht. Aktuelle Projekt­ umsetzungen zeigen aber, dass im Falle von nicht fundierten Entschei­ dungsgrundlagen negative Auswirkun­ gen im Produktionsprozess erwartet werden müssen. So können einzelne Massnahmen, z. B. die Reduktion des Mitarbeiterstandes, durchaus zu Pro­ duktivitätseinbussen führen. Werden nicht alle Teilbereiche im Produktions­ prozess «zur Wahrheit gezwungen», können keine fundierten Entscheidun­ gen getroffen werden.

Proxia, PEP, MDE und BDE Das Ebersberger Softwarehaus Coscom Computer GmbH beschäftigt sich seit über zwei Jahrzehnten mit der Entwick­ lung, Vertrieb und Umsetzung von Soft­ warelösungen für die Prozessoptimie­ rung im Produktionsumfeld. Der modu­ lare Aufbau des Coscom-MES-Systems lässt einen vielseitigen Einsatz zu. Die Coscom-Feinplanungssoftware Proxia sowie PEP (Personaleinsatzplanung), MDE (Maschinendatenerfassung) und BDE (Betriebsdatenerfassung) liefern

die Grundlagen zur Ermittlung aussa­ gekräftiger Kennzahlen (KPI). Durch diese Systeme ist die Lokalisierung von Engpässen und negativen Einflüssen im Produktionsfluss ein Kinderspiel. Massnahmen zur Optimierung können so gezielt eingesetzt und auf Wirkung überprüft werden.

Coscom Mobile Monitoring ist auf jedem Smartphone mit Internet-Browser lauffähig!

Visualisierung der Zahlen spielt eine grosse Rolle Während die Auswertungen von Kenn­ zahlen am Produktionsprozessende nur eine Information darüber geben, ob der Prozess gut oder schlecht gelaufen ist, bietet eine Online-Visualisierung eine zeitaktuelle Aussage über den Prozess­ fortschritt. Somit können schon Opti­ mierungs- oder Organisationsmassnah­ men während des Prozessablaufs ge­ setzt werden. Die neueste Entwicklung von Coscom widmet sich vordergrün­ dig dieser Aufgabe. Das Coscom-KPIModul ist als Web-Applikation konzi­ piert und bietet dem Anwender da­ durch einen lokal unabhängigen Zugriff auf die Unternehmensdaten und Aus­ wertungen zu jeder Zeit. Als «Mobile Application» kann diese Software auch

Welche Aufträge werden an welchen Anlagen gerade abgearbeitet.

auf jedem Smartphone mit InternetBrowser betrieben werden. Egal, ob die Verantwortungsträger sich im Unter­ nehmen oder auf einer Dienstreise be­ finden, Entscheidungen können so im­ mer fundiert getroffen werden.

Coscom an der AMB Das neue KPI-Modul kön­ nen interessierte Unter­ nehmen auf dem CoscomMessestand auf der AMB, in Halle 4, Stand B32, live erleben.  (bf)

Infos Die Zustände der Anlagen werden dokumentiert und können zu jedem Zeitpunkt abgerufen werden.

66  technica  09-10

Durch leistungsstarke DrillDown-Funktionen können die «Verursacher» von Produktionsstörungen schnell ausfindig gemacht werden.

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Hans-Jürgen Kneuse an seinem Arbeitsplatz (links TDM, rechts AutoCad): «In der TDMSoftware ist ein Komplettwerkzeug mit wenigen Mausklicks zusammengestellt. Früher waren dafür bis zu anderthalb Stunden erforderlich.»

Digitale Werkzeugdaten von A bis Z

B

ei der Fertigung von Grosspressanlagen setzt die Umformtechnik Erfurt auf Tool Data Management Software des Tübinger Systemhauses TDM Systems. Aus TDM werden Werkzeuglisten generiert und die Programmierung simuliert mit den realen Werkzeugdaten den Fertigungsprozess in PEPS. Die Voreinstellung nutzt TDM für die Montage der Komplettwerkzeuge und via Schnittstelle an den Einstellgeräten. Seit der Übernahme (seit April 2007 gehört die Müller Weingarten AG zum Schuler Konzern) konzentriert man sich bei der Umformtechnik Erfurt vorwiegend auf die Grossteilefertigung und deren baustellenfertige Montage, mechanische Kleinteile liefern die Schwesterfirmen und andere Zulieferer. Neben Service-Abteilung, Montage und Schweisswerk bildet die grossmechanische Fertigung den Kernbereich, und sie ist beispielgebend über die Region hinaus. Udo Heyne, Leiter der NCProgrammierung im Kompetenzzentrum für Grossteilefertigung,

V. l. n. r. Udo Heyne und Hans-Jürgen Kneuse (beide Müller Weingarten) und Uwe Haller (Gebietsverkaufsleiter TDM Systems).

sagt dazu: «Ständer mit bis zu 5 t Gewicht fallen bei uns unter die Kleinteilefertigung, Kopfstücke und Tische mit bis 230 t zählen zu den Grossteilen.» Aufgrund des hohen Spanvolumens ist auch das Werkzeugaufkommen recht hoch: 4000 Komplettwerkzeuge, rund 6700 Komponenten und 4600 Werkzeuglisten sind derzeit in der TDM-Software abgelegt. «Beim Fräsen verwenden wir zu 80 Prozent Walter-Werkzeuge mit Wendeschneidplatten – und das war auch schon zu DDRZeiten so», sagt Hans-Jürgen Kneuse, der für die Werkzeugbereitstellung und Voreinstellung verantwortlich ist. Bereits seit 1974 haben die Erfurter Walter-Fräser im Einsatz – erster Planfräser war der F2040. 1980 kam mit dem F2010 eine neue Generation von Walter-Fräsern in die Thüringische Landeshauptstadt – «damit fertigen wir auch heute noch und haben erneut nachbestellt», so Kneuse.

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KVP bis zum Werkzeug «Ein wesentlicher Faktor dabei ist die zeitnahe Bereitstellung von Fertigungsmitteln, Werkzeugen und Hilfsmitteln. Hierbei hat die TDM-Software eine ganz zentrale Funktion, um die Effizienz zu erhöhen», sagt Udo Heyne. «Unsere Hauptaufgabe besteht darin, in der verfügbaren Maschinenzeit mehr Bauteile zu fertigen.» Trotzdem verbleibt ausser einem Standardsatz von zirka 20 Werkzeugen nichts an der Maschine, al-

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les geht zurück in den Einstellraum und wird demontiert. Aufgabe der Arbeitsvorbereitung, NC-Programmierung und Werkzeugeinstellung ist es, die Werkzeugvorbereitungs- und Rüstzeiten zu minimieren. Um dies zu erreichen, unterstützt TDM alle Prozesse mit Werkzeugdaten, -grafiken sowie hinterlegtem FertigungsKnow-how. Die Prozesse konnten so optimiert werden und auch die Arbeitsorganisation wurde qualitativ verbessert und zeitlich gestrafft. Pro Werkstück werden zwischen sechs und acht Stunden an Rüstzeit benötigt. Bis zu 300 Stunden verbleibt ein Bauteil auf einer Maschine und wird dabei bis zu viermal neu aufgespannt. «Unsere Philosophie ist es, soviel als möglich Vorbereitungszeit von der Maschine wegzubekommen in den Einstellraum. Das schafft freie Maschinenkapazitäten, die wir für die zusätzliche Lohnfertigung von Grossbauteilen auch benötigen», führt Udo Heyne weiter aus. Um Stillstandszeiten bei der aufwendigen Werkzeugmontage zu vermeiden, arbeiten die Erfurter mit sogenannten Schwesterwerkzeugen. D. h. ein Werkzeug befindet sich an der Maschine, parallel dazu wird dasselbe Werkzeug montiert, sodass bei Ablauf der Restlaufzeit sofort ein neues Werkzeug zur Verfügung steht. «Mit der TDM-Software ist das überhaupt kein Problem, die Einstelldaten und Werkzeuglisten gehen via Schnittstelle direkt ans Voreinstellgerät», weiss Hans-Jürgen Kneuse. Und auch die Fertigungsqualität erhöht sich: «Alle unsere Werkzeuge sind immer wie neuwertig, nachgeschliffen und aufbereitet, wir können jedes Mal 100 Prozent Leistung erwarten.»

Von der Werkzeugmappe zur ­digitalen Werkzeugorganisation Dass die aktuellen Werkzeugdaten in digitaler Form für die Fertigungsplanung, Voreinstellung und an der Maschine zur Verfügung stehen, ist erst seit 1997 der Fall. Früher verwendete man Werkzeugkataloge für jede NC-Maschine und einen allgemeinen Katalog für die konventionellen Maschinen. Das waren quasi die analogen Vorläufer der jetzigen TDM-Software. Auf einem Datenblatt stand die Maschinennummer, das Werkzeug, und eine eindeutige Werkzeugnummer, die Schnittdaten und Einstellhinweise hatte sich jeder individuell notiert. So entstand eine bis 100 Blatt umfassende Werkzeugmappe, die in dreifacher Ausfertigung einmal in der Programmierung wie auch im Einstellraum und an der Maschine lagen. An dem Prinzip der Werkzeugorganisation hat sich nichts geändert, nur dass heute alles in der TDM-Software abgebildet ist. «Wir hatten uns mit verschiedenen Anbietern beschäftigt und uns 1997 für TDM entschieden», erinnert

Ingo Joch, stellvertretender Leiter der NCProgrammierung bei Müller Weingarten: «Die Grösse der Bauteile darf nicht darüber hinwegtäuschen, wie eng es zugeht, oft sind es nur wenige Zehntel bis zur Störkontur.»

sich Udo Heyne. Aufwendig war anfangs das manuelle Einpflegen der Werkzeugdaten und 2D-Grafiken, welche man früher am Reissbrett konstruiert hatte. Mit Einführung von TDM wurden die 2D-Grafiken in AutoCAD gezeichnet und in die Datenbank von TDM geladen. Heute sind alle für einen Fertigungsauftrag notwendigen Informationen transparent in TDM hinterlegt. «Wir haben ausser den reinen Werkzeugdaten auch Technologiedaten, Hilfsmittel wie Mess- und Prüfmittel oder Spannskizzen und Einrichteblätter in TDM», so Ingo Joch, stellvertretender Leiter der NC-Programmierung bei Müller Weingarten, Niederlassung Umformtechnik Erfurt.

PEPS und TDM verstehen sich Wenn heute ein neues NC-Programm entsteht, greift der Programmierer auf die verlässlichen Schnittwerte und Technologiedaten in TDM zurück. Über einen Zwischenpuffer (Fileserver) werden die Technologiedaten aus TDM in die Datenbank des verwendeten Programmiersystems PEPS übernommen. TDM fungiert als Master für alle werkzeugbezogenen Simulationsdaten, der Originaldatensatz verbleibt also in TDM. Damit stehen alle Daten, die für ein NC-Programm benötigt werden, in PEPS zur Verfügung – Geometrien, T-Nummer, Werkzeugbezeichnung und Schnittwerte. Die Schnittstelle funktioniert natürlich auch in anderer Richtung: mittels Postprozessorlauf erzeugt PEPS eine Werkzeugliste, die an TDM zurückgeschrieben wird und so für die Werkzeugvorbereitung zur Verfügung steht. In TDM lassen sich für ein Werkzeug je nach Bearbeitungsart und Material mehrere Technologiedatensätze hinterlegen. Am deutlichsten wird dies bei den Walter-Scheibenfräsern, die zum Nutenfräsen (2,5 m über die gesamte Breite eines Tisches) und für Stösselplatten eingesetzt werden. Je nach Auslegung werden 12 bis 20 Nuten damit gefräst, bei 20 Nuten mal 2,5 m ergibt das 50 m reinen Fräsweg. «Arbeiten wir hier mit dem falschen Vorschub, ist die Scheibe kaputt, der Plattensitz unbrauchbar und wir haben unplanmässige Stillstandszeiten und zusätzliche Werkzeugkosten», weiss Ingo Joch aus Erfahrung. «Mithilfe der


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in TDM hinterlegten Technologiedaten können wir dies schon in der Programmierung erkennen und ausschliessen.» In TDM ist zu jedem NC-Programm bzw. Fertigungsauftrag automatisch die dazugehörende Werkzeugliste gespeichert. Bei einem 160-t-Werkstück, das in vier Aufspannungen bearbeitet wird, gehen dementsprechend vier NCProgramme mit Werkzeuglisten an die Maschine. Die Werker bereiten aufgrund der Informationen aus TDM nur die Werkzeuge vor, die an der Maschine erforderlich sind bzw. ausgetauscht werden müssen. Diese Information ist einfach in TDM abrufbar: mit der TDM-Differenzlistenfunktion werden die Werkzeuglisten pro Auftrag oder Aufspannung mit den Werkzeugen, die noch an der Maschine sind, verglichen. Das Ergebnis: eine

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neue Liste mit den Werkzeugen, die die Werker vorbereiten müssen. Das spart vor allem Zeit! Das Microset-Einstellgerät hat Zugriff auf die Werkzeugdaten in TDM. Diese werden für die Messung herangezogen, die aktuellen Werte werden dann wieder nach TDM zurückgeschrieben. Mittels Balluf-Chip oder Beladeprogramm werden die Daten schliesslich an die Maschinensteuerung übergeben.

Simulation gegen Crash Auch die Simulation ist bei den Erfurtern im Kommen. Trotz der tonnenschweren Bauteile sind die Verfahrwege in den Maschinen oft eng. Nur wenige Zehntel bis zur Störkontur sind keine Seltenheit. Ingo Joch: «Wir haben Werkzeuge und Aufnahmen ausgemessen und im CAM-System abgebildet, dann haben wir uns langsam herangetastet, um eine gefahrlose Fertigung sicherzustellen.» In PEPS sind hierzu die Aggregate der Maschinen und die Werkzeuge abgebildet. «Wir legen sehr grossen Wert auf realitätsgetreue Simulation der Fertigung, um Einfahrzeiten zu reduzieren und Ausfallzeiten durch Werkzeugbruch auszuschliessen.» Zur realitätsgetreuen Fahrwegsimulation in PEPS werden aus den Geometriedaten simulationsfähige 3D-Werkzeuge erzeugt. Dadurch konnte ein weiterer wichtiger Schritt zur Verbesserung des Fertigungsprozesses und zur Erhöhung der Prozesssicherheit erreicht werden.

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«Ohne digitale Werkzeugdaten ist die Fertigung bei uns heute nicht mehr vorstellbar», sagt Hans-Jürgen Kneuse. Sämtliche Komponenten, Komplettwerkzeuge und Werkzeuglisten sind in TDM angelegt und nur mithilfe der Daten in TDM sind die Erfurter heute überhaupt noch in der Lage, Werkzeuglisten zu erstellen, Schnittwerte festzuhalten und zu überprüfen. Mit nur wenigen Mausklicks demonstriert der Werkzeugexperte, wie schnell sich mithilfe der TDMSoftware ein Komplettwerkzeug zusammenbauen lässt. Über die verschiedenen Möglichkeiten der Werkzeugauswahl (Auswahl über Bearbeitungsverfahren oder Werkzeugtyp und Durchmesser) gelangt er schnell zum gewünschten Werkzeug. Hat der Anwender die schneidende Komponente ausgewählt, schlägt TDM anhand verschiedener Kriterien automatisch passende Komponenten für den Zusammenbau vor. Ein Knopfdruck und das Werkzeug ist neu angelegt, interne T- und CAD-Nummer vergeben, speichern, fertig. Automatisch generiert TDM eine Stückliste mit Aufnahme und Spannmittel. Hans-Jürgen Kneuse freut sich über die sichtliche Arbeitserleichterung: «In der TDM-Software ist ein Komplettwerkzeug mit nur wenigen Mausklicks in nicht einmal 5 Minuten zusammengestellt. Früher waren dafür bis zu anderthalb Stunden erforderlich und auch

noch weniger Informationen verfügbar als heute in TDM.» Die Erfurter arbeiten häufig mit der TDM-Schnittstelle zu AutoCAD. So sind bei den zu bearbeitenden grossen Bauteilen lange Auskragungen der Werkzeuge keine Seltenheit. «Wenn ich eine Verlängerung brauche, übernehme ich die 2D-Komplettwerkzeuggrafik mit einem Klick aus TDM in AutoCAD, ergänze die Verlängerung in der 2D-DXF-Grafik und lade diese mit einem weiteren Mausklick zurück nach TDM», so Hans-Jürgen Kneuse. Die richtige Auswahl der Werkzeuge wird für den NC-Programmierer erheblich erleichtert, indem er die in TDM hinterlegten verlässlichen Technologiedaten im Auswahlverfahren nutzt: Er wählt zuerst das Bearbeitungsverfahren, z. B. Tieflochbohren oder Nutenfräsen, dann definiert er den Werkstoff, die Maschinengruppe, die Schnittgeschwindigkeit und den Umdrehungsvorschub. In diese Suchsystematik fliesst das hinterlegte Technologie-Know-how schon in die Werkzeugauswahl, denn schon hier beginnt die Festlegung der Produktivität. Fazit: Jeder Bearbeitungsprozess braucht das am besten geeignete Werkzeug! Und dieses lässt sich in TDM schnell und gezielt definieren.

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Industrial IT  |  Software Für die Herstellung der Grossbauteile von Pressen wie Ständer, Stössel und Kopfstücke werden oft lang auskragende Werkzeuge benötigt. Beim Zusammenbau in der Werkzeugvoreinstellung ist die Schnittstelle zwischen TDM und AutoCAD unerlässlich.

tung an einem horizontalen Bohrund Fräswerk Heavy-Cut. Bezogen auf ein Jahr bei 3-schichtiger Auslastung ist diese Maschine bis zu 5300 Stunden im Einsatz. Rund 50 verschiedene Baugruppen gingen 2008 über das Bearbeitungszentrum, mit 104 Spannungen und ebenso vielen NC-Programmen und Werkzeuglisten. «Ohne unsere TDM-Software wäre der zusätzliche Aufwand in der Arbeitsvorbereitung, NC-Programmierung und Voreinstellung enorm. Pro Aufspannung fielen rund drei Stunden in der Programmierung und nochmals zwei Stunden im Einstellraum zusätzlich an.» Seit 2005 nutzen die Erfurter TDM Version 4. Damit hat sich die Datenpflege erheblich vereinfacht. War vor zehn Jahren der Aufwand für das Neuanlegen eines Werkzeugs in TDM noch recht gross, hat sich dies heute gewandelt: die ­Daten, einschliesslich 2D- und 3D-Formate, können direkt vom Werkzeuglieferanten in die TDMDatenbank übernommen werden. Auch die vom Hersteller empfohlenen Schnittwerte werden mitgeliefert und können als Grundwert gleich mit hinterlegt werden. «Das geht wesentlich schneller als früher», versichert Ingo Joch. «Wir fahren ein neues Werkzeug mit den Schnittwerten des Herstellers ein und optimieren es dann an der Maschine. Allein das spart schon Zeit und Kosten, da man sich nicht erst langsam ans Optimum herantasten muss.»

TDM an allen Standorten Die nächsten Projekte sind bereits ins Auge gefasst, um die Informationskette von der Konstruktion bis zum Endprodukt im Gesamtunter-

nehmen zu schliessen. Dazu wurde eigens Ende 2008 ein standortübergreifendes Projektteam gegründet. Das Ziel: alle Standorte sollen künftig TDM-übergreifend nutzen können und in weiteren produzierenden Werken soll die Werkzeugverwaltungssoftware eingeführt werden. Geplant ist zudem, in Erfurt auch die NC-Maschinen im DNC-Betrieb automatisch mit TDM-Daten zu versorgen. Und um den Fertigungsprozess absolut realitätsgetreu simulieren zu können, plant man demnächst, den TDM-Daten- und -Grafikgenerator zur Erzeugung der 2D- und 3D-Werkzeuggrafiken einzubinden. «Die Zusammenarbeit aller Standorte ist wirklich ausgezeichnet», freut sich Udo Heyne, der sich nun regelmässig mit seinen Kollegen Uwe Herre (Leiter NC-Programmierung bei Schuler in Göppingen), Thomas Vujica (Leiter NC-Programmierung bei Müller Weingarten in Weingarten) und Udo Tirolf (Leiter NC-Programmierung bei Schuler in Waghäusel) austauscht. Gerade bei der Lohnfertigung für Nicht-Pressenteile kommt es immer wieder vor, dass die Konstruktion erst kurz vor Fertigungsbeginn mit einer Zeichnung fertig ist. «Plötzlich entdecken wir ein Form­ element, das ein Sonderwerkzeug erfordert. Um diese Lieferzeit zu sparen, wollen wir künftig in allen Werkzeugbeständen der TDM-nutzenden Werke danach suchen.» Das spart dem Konzern bares Geld: Sonderwerkzeuge werden dann nicht mehr doppelt bestellt, wenn diese schon irgendwo vorhanden sind, auch das Einfahren erübrigt sich, da die Schnittwerte gleich mitgeliefert werden. Eine Herausforderung gilt es jedoch, zuerst zu überwinden: die einzelnen Standorte verwenden unterschiedliche Klassen-/Gruppenstrukturen in TDM. Bei Schuler in Göppingen nutzt man die anwenderorientierte TDM-Klassen-/ Gruppenstruktur, in Erfurt hinge-

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gen eine eigens entwickelte Struktur. Um beim Datenabgleich Differenzen zu vermeiden, haben die Erfurter die Strukturanpassung getestet. Beim Umstieg von Release V2 auf das aktuelle V4 wurden entsprechende Programmroutinen verwendet. «TDM hat eine Programmroutine entwickelt, mit der sich die Umstellung auf die neue Struktur ohne Probleme bewerkstelligen liess – und zwar fehler-

frei», so Heyne. «Das hat uns gezeigt, dass wir mit TDM einen verlässlichen und versierten Partner zur Seite haben. Ähnlich stelle ich mir das bei unserem standortübergreifenden Projekt vor. Ich bin mir sicher, bei TDM auch hierbei professionelle und schnelle Unterstützung zu erhalten.» Ganz aktuell steht mit TDMconvert ein neues Tool dafür zur Verfügung. «Mit TDMconvert geht die Umstellung

Vorteile des TDM-Einsatzes in Kürze • • • • • •

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Reduzierung der Werkzeugkosten höhere Werkzeugverfügbarkeit Verringerung des Werkzeugbestandes optimierter Einsatz der Werkzeuge Verfügbarkeit der Werkzeugdaten in NC-Programmierung, Simulation und in der Fertigung dokumentierte Komplettwerkzeuge mit Darstellung der Komponenten (Stückliste), allen relevanten Massen wie Gesamtlänge, Freilänge, nutzbare Schneidenteillänge, Durchmesser des aktiven Schneidenteils, Störkonturen usw. hinterlegte Technologiedaten: effektive Schnittwerte bezogen auf die jeweiligen Einsatzbedingen, z.B. verwendete Schneidplatten, Angabe des Schneidstoffes und Schneidenradius, zu bearbeitender Werkstoff, Eingriffsbedingungen des Werkzeuges wie Eingriffsbreite und Eingriffstiefe zahlreiche Zusatzinformationen: u. a. zur Werkzeugmaschine, Art des Kühlmittels, Innen- oder Aussenkühlung oder beides, maximale Drehzahl usw. anwenderfreundliche Gestaltung flexible Suchfunktionen: Werkzeuge und Komponenten können nach Bearbeitungsverfahren oder nach Werkzeugtyp, genauso aber nach Werkzeugkurzbezeichnung oder direkt nach einer Identifikationsnummer gesucht werden Recherche der Werkzeuge nach ihrer Verwendung in Werkzeuglisten Einfache Erstellung der Werkzeuglisten z. B. anhand der Identnummer; Zusatzinformationen liefert das System automatisch Erhöhung der Maschinenverfügbarkeit durch Vermeidung von Ausfall- oder Stillstandszeiten, die durch das Suchen von Werkzeugen oder Verlängerungen, unnötigem Ausprobieren von Werkzeugvarianten und deren Eingriffsbedingungen mit entsprechenden Schnittwerten entstehen würden diverse Schnittstellen zu vor- und nachgelagerten Systemen

ganz einfach: links wird die eigene Klassen-/Gruppenstruktur abgebildet, rechts die Zielstruktur. Schritt für Schritt werden die Sachmerkmale der alten Struktur zur neuen hinzugeordnet. Die Klassifizierung lässt sich so in kurzer Zeit umstellen», beschreibt Uwe Haller, Gebietsverkaufsleiter der TDM Systems GmbH. Neben dem TDM-Basismodul, der Software zur ­Verwaltung von Werkzeugen und Werkzeuglisten, konzentriert sich TDM auf die Organisation von Werkzeugen auf der gesamten Shopfloorebene. Zudem existieren Online-Integrationen zu den führenden CAM-Systemen, welche die Erstellung von NC-Programmen erheblich erleichtern. Der TDM-Daten- und -Grafikgenerator ist das führende Tool zur An-

lage von Werkzeugdaten und 2D/3D-Grafiken, verfügbar sind über 45 000 Werkzeuge verschiedener Hersteller und Bearbeitungstypen. (bf)

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09-10 technica 77


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78 technica 09-10

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Impressum technica

die Fachzeitschrift für die Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie ISSN 0040-0866 59. Jahrgang 2010 Redaktion «technica», Neumattstrasse 1, 5001 Aarau, Tel. 058 200 56 42 Fax 058 200 56 61, ISDN 058 200 56 56 www.technica-online.ch, www.marktspiegel.ch Chefredaktor Martin Gysi, Masch. Ing. FH, Tel. 058 200 56 29 martin.gysi@technica-online.ch Barbara Fischer, W.-Ing. FH, Tel. 058 200 56 30 barbara.fischer@technica-online.ch Redaktionelle Mitarbeiter Edgar Grundler, Alois Altenweger SVBF-Teil «Planung und Produktion» Offizielles Organ des Schweizerischen Verbands für Betriebsorganisation und Fertigungstechnik SVBF Schweiz, 8021 Zürich, www.svbf.ch Redaktor: Alois Altenweger, lic. rer. pol., Tel. 034 402 56 69, a.altenweger@zapp.ch Verlag © AZ Fachverlage AG, Neumattstrasse 1 5001 Aarau, Tel. 058 200 56 50 Fax 058 200 56 61, www.az-verlag.ch Ein Tochterunternehmen der AZ Medien Gruppe Verlagsleitung Ratna Irzan Leiter Werbemarkt Jürg Rykart, juerg.rykart@azmedien.ch Leiter Online/Lesermarkt Peter Jauch, peter.jauch@azmedien.ch Mediaberatung Peter Spycher Tel. 058 200 56 33, peter.spycher@azmedien.ch Thomas Kolbeck Tel. 058 200 56 31, thomas.kolbeck@azmedien.ch Verena Müller Tel. 058 200 56 42, verena.mueller@azmedien.ch Verkauf Marktspiegel Christine Gehrig Tel. 056 631 22 20, Fax 056 633 56 23 christine.gehrig@technica-online.ch Layout Thomas Furter (Konzept), Peter Utz Druck Vogt-Schild Druck AG Gutenbergstrasse 1, 4552 Derendingen Erscheinung, Abonnement erscheint monatlich, 12 × jährlich, zusätzlich je eine Sonderpublikation Innovation und Marktspiegel Abonnementspreis: Fr. 95.– inkl. 2,4 % MwSt. Ausland zuzüglich Porti Abo Contact Center Tel. 058 200 55 70, abo@technica-online.ch Auflage 10 500 Expl. WEMF 2009: (1057 verkauft, 7368 gratis) Verlagsrechte Mit der Annahme von Manuskripten durch die Redaktion und der Autor-Honorierung durch den Verlag erwirbt der Verlag das Copyright und insbesondere alle Rechte zur Übersetzung und Veröffentlichung der entsprechenden Beiträge in anderen verlagseigenen Zeitschriften sowie zur Herausgabe von Sonderdrucken. Für unverlangt eingesandte Unterlagen übernimmt die Redaktion keine Gewähr. Zeitschriften im selben Verlag FIT for LIFE | KOCHEN | natürlich leben | wir eltern | Bâtitech | CHemie Plus | Chemische Rundschau | Elektrotechnik ET | HK-Gebäudetechnik | megalink | SwissPlastics | technica

In dieser Ausgabe Abacus Research AG

24

ABB Schweiz AG

6, 44

Alfred Imhof AG

42, 58

KVT Koenig Verbindungstechnik AG55, 62 Lapp Kabel AG

39

LNS SA

31

Alfred Meili SA

57

Lüscher Antriebstechnik

52

Aroflex AG

70

Manometer AG

64

ARP Datacon AG

58

Marti-Dytan AG

US 1, 20

Atrius Engineering

52

MathWorks GmbH

Bachofen AG Baumer Electric AG

3, 11 60, 61

Baumgartner AG

8

5, 63

Max Mitschjeta AG

55

maxon motor ag

4

MCH Messe Schweiz (Basel) AG 36, 57

Beckhoff Automation AG 13, 59, 62, 63

Messe Düsseldorf GmbH

15

Benninger Guss AG

Mikron Machining

32

53

Boschert GmbH + Co. KG

5

B & R Industrie-Automation AG

5, 61

Murrplastik AG

39, 41

Mutronic GmbH & Co. KG

60

CNC-Arena

31

National Instruments US

Condecta AG

50

Neuronics AG

62

Nexans Suisse SA

39

Open Mind Technologies Schweiz GmbH

71

OSEC

64

Otto Suhner AG

61

Phoenix Mecano Komponenten AG

58

Portmann Instruments AG

72

Realtools SA

33

Coscom GmbH

66, 68

Costacurta S.p.A.-VICO

21

Datalogic Mobile Germany

63

Dätwyler Cables

39

DMG (Schweiz) AG

35, 37

4, 60

Durolaminat AG

70

E + E Elektronik Ges.m.b.H. 

62

EPLAN Software & Service GmbH & Co. KG

67

Reimmann Hch. AG 

18

Erowa AG

63

Sandvik AG

34

Europa Forum Luzern

34

Sawa Pumpentechnik AG

72

Schnegg Tools AG

64

Exhibit & More AG

9

FHS Frech-Hoch AG

55

SHL-Automatisierungstechnik AG

45

Fischer Precise Group

32

Siemens Schweiz AG

51

Fritz Studer AG

33

SKF (Schweiz) AG

7

Gebr. Heller Maschinenfabrik GmbH 32

SK Service und Consulting

69

Gressel AG

33

Springmann SA

32

HAM Hartmetallwerkzeugfabrik 

29

Staufen AG

Hermle Schweiz AG

34

Tornos SA

60

Hydrel AG

50

Univer AG

61

IBT Ingenieurbüro Thiermann GmbH 56

Volland AG

Igus Schweiz GmbH

Wago Contact SA

Ingersoll Werkzeuge GmbH

46 27, 64

25, 59

39, 43 US 3, 39

WFL Millturn

29, 33, 47

IST-Edelstahl-Anlagenbau AG

50

Wolfensberger AG

55

Jakob Keller Verschlusstechnik AG

64

WSW AG Feinblechtechnik

49

ZHAW

17 39

Keller AG

US 2

Komet Group GmbH

26

Zwahlen Bruno AG

Kurt Breuning ICRO-Maschinenbau GmbH

30

Beilage: Saropack AG

09-10  technica  79


TechniKnacknuss

Leitungswunder

Drei Häuser sind jeweils mit dem Strom-, Wasser- und Gaswerk zu verbinden. Wie ist das möglich, ohne dass sich die Leitungen kreuzen?

Die Auflösung von Ausgabe 8-2010 Alter des Jubilars: 84 Er hat 9 Söhne und 4 Töchter. Weil der Journalist das Alter des Jubilars kennt, trotzdem aber nicht genügend Angaben hat, um die Anzahl der Kinder zu bestimmen, so muss es für jedes Alter des älteren Herrn mindestens zwei Möglichkeiten geben: Alter 32 32 42 42 62 62 72 72 84 84 92 92

Anzahl Söhne 5 6 6 7 7 8 7 9 7 9 9 10

Anzahl Töchter 4 2 4 1 5 3 6 1 7 4 5 2

Nur beim Alter 84 nützt dem Journalisten die Angabe, dass der Jubilar mehr Söhne als Töchter hat.

Vorschau auf technica 10-10 Werkzeugmaschinen und Werkzeuge

Werkzeugmaschinen, Werkzeuge, NC-, CNC-, DNC-Steuerungen, Werkzeug- und Werkstückspannsysteme, Wärmebehandlung und Oberflächentechnik, Präzisions- und Mikrobearbeitung, Décolletage, Fertigungsautomatisierung, Fertigungsmesstechnik, Prüftechnik, QS.

Automations- und Antriebstechnik

Steuerungen (SPS, Soft-SPS usw.), Handling, Robotik, Montagetechnik, Vision-Systems, Motoren, Hydraulik, Pneumatik, Antriebssteuerungen, mechanische Antriebselemente, Komponenten und Systeme zur Energieversorgung.

Fördertechnik und Logistik

Fördertechnik, Krane, Lagertechnik, Materialflusssysteme, Logistiksysteme, Logistikdienst­ leistungen, Identifikationssysteme, Sensorik für Fördertechnik.

Vorschau auf die Euroblech

Vom 26. bis 30. Oktober findet in Hannover die Euroblech statt. Diese wichtigste Fachmesse im Bereich Fügen-Trennen-Formen, lockt jedes zweite Jahr zahlreiche Aussteller und Besucher aus der Schweiz nach Hannover.

Fügen-Trennen-Formen

Schweissen, Löten, Kleben, Schneiden, Trennen, mech. Fügeverfahren, Lasertechnik, umformende Werkzeugmaschinen, Blechverarbeitungsmaschinen.

80  technica  09-10


Aufgabe + Test + Ergebnis = ATE Senken Sie Ihre Kosten durch Einsatz eines schnelleren automatisierten Testsystems

Erweiterte Werkzeuge für parallele Tests und Multicore-Entwicklung

Testplattform mit industrieweit niedrigster Latenz und höchstem Datendurchsatz

Modulare Messgeräte (DC bis RF)

Treiber für mehr als 8500 Messgeräte

PRODUKTPLATTFORM

Software: NI TestStand Grafische Programmierumgebung: NI LabVIEW Modulare Messgeräte: PXI

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Seit über 30 Jahren bildet die Technologie von National Instruments die Grundlage für die Entwicklung schneller automatisierter Mess- und Prüfsysteme. Die NI-Prüfplattform kombiniert die Vorteile offener PC-basierter Systeme, modularer PXI-Messgeräte und zahlreicher Gerätesteuerungslösungen, die alle von einer der umfassendsten und am häufigsten eingesetzten Prüfsystemsoftware unterstützt werden.

Geeignete Methoden für das Design von Prüfsystemen finden Sie unter ni.com/automatedtest/d

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National Instruments Switzerland Corporation Austin, Zweigniederlassung Ennetbaden Sonnenbergstr. 53 • 5408 Ennetbaden Tel: +41 56 2005151 • Fax: +41 56 2005155 ni.com/switzerland • ni.switzerland@ni.com ©2010 National Instruments Corporation. Alle Rechte vorbehalten. LabVIEW, National Instruments, NI, ni.com und NI TestStand sind Warenzeichen von National Instruments. Andere erwähnte Produkt- und Firmennamen sind Warenzeichen oder Handelsbezeichnungen der jeweiligen Unternehmen. Druckfehler, Irrtümer und Änderungen vorbehalten.

Technica September 2010  

Schweizer Zeitschrift für die Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie

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